Häufige
Fragen: Zweiter Weltkrieg
Das Auswahlmenü basiert auf JavaScript.
Sollten Sie vorstehend keine Auswahlmöglichkeit haben,
aktivieren Sie bitte JavaScript in Ihrem Browser oder gehen Sie auf die
Startseite.
Wo erhalte ich Auskunft über
Wehrmachtssoldaten und Angehörige militärischer /
militärähnlicher Verbände im Zweiten
Weltkrieg?
Auskunft über
Wehrmachtsangehörige und Angehörige
militärischer / militärähnlicher
Verbände im Zweiten Weltkrieg erteilt die "Deutsche
Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten
Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht"
(WASt). Entgegen dem Namen dieser Behörde wird
Auskunft nicht nur über Gefallene, sondern über alle
Kriegsteilnehmer erteilt.
Die WASt verfügt u. a. über eine
Zentralkartei mit Nachweisen zu rund 18 Millionen Kriegsteilnehmern,
rund 100 Millionen Nachweisem in den Erkennungsmarkenverzeichnissen,
150 Millionen Nachweisen in Verlustunterlagen, 15 Millionen Nachweise
zu Kriegsgefangenen sowie gut 3 Millionen Personalunterlagen von
Angehörigen der Marine und der Wehrmacht.
Die Unterlagen der WASt fallen nicht unter das
Bundesarchivgesetz und dessen strenge Sperrfristen. Auskunft
über Lebende wird nur erteilt bei Zustimmung des Betroffenen;
Auskunft über Tote ist möglich, wenn der Betreffende
mindestens zehn Jahre tot ist. Die Auskunfterteilung dauert in der
Regel mehrere Monate; es werden Gebühren erhoben in
Höhe von 8,-- € pro angefangener Seite des
Antwortschreibens. Ein Suchantrag kann online gestellt werden.
Deutsche Dienststelle (WASt)
Eichborndamm 179
13403 Berlin
030-41904-0
Internet: http://www.dd-wast.de
Die Zentralnachweisstelle in
Kornelimünster ist zum 31.12.2005 aufgelöst worden.
Die erhalten
gebliebenen Personalunterlagen der Mannschaften und Unteroffizieren der Wehrmacht, der Luftwaffe, der
Waffen-SS, des RAD und einiger anderer Organisationen sind der
Deutschen Dienststelle (WASt) übergeben worden.
Das Bundesarchiv - Militärarchivist
zuständig auch für das Archivgut der Reichswehr,
der Wehrmacht und der Waffen-SS und - seit 2006 - auch für die
Personalakten der Offiziere und Beamten der Wehrmacht. Die
Bestände haben aber im
Zweiten Weltkrieg großen Schaden erlitten; personenbezogene
Unterlagen sind dort wohl in der Regel nicht zu erwarten. Eine Auskunft
ist ggf. gebührenpflichtig.
Bundesarchiv
Militärarchiv
Wiesentahlstr. 10
79115 Freiburg
0761/47817-0
militaerarchiv@barch.bund.de
Internet: http://www.bundesarchiv.de/aufgaben_organisation/abteilungen/ma/index.html
Das Krankenbuchlager
beim Landesamt für Gesundheit und Soziales in Berlin
enthält Verlustlisten und Lazarett-Krankenbücher aus
den beiden Weltkriegen. Zum 1. Juli 2007 mussten die besonderen Dienstleistungen des
Krankenbuchlagers, aufgrund privater Anfragen Ermittlungen
durchzuführen, eingestellt werden, zumal diese Arbeiten nicht zu den
gesetzlichen Aufgaben des Krankenbuchlagers gehören. Das LAGeSo
unterstützt die Forderung nach Öffnung der Archive für Forschungszwecke
und strebt eine Übernahme der Krankenbuchakten seitens des
Bundesarchivs an.
Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin
Referat IV F - Krankenbuchlager
Sächsische Str. 28
10707 Berlin
EMail Poststelle@lageso.verwalt-berlin.de
Herr Dureck Telefon: 030 46302 - 120; Frau Hagemeister Telefon: 030 46302 - 146
Wo erhalte ich Auskunft über
Vermißte des Zweiten Weltkriegs?
Grundsätzlich werden
Vermißtenschicksale durch die "Deutsche
Dienststelle" (WASt) bearbeitet, zu deren Aufgabe es
gehört, die Angehörigen zu benachrichtigen, wenn ein
Vermißtenfall geklärt werden konnte (siehe oben).
Die Suche nach Vermißten koordiniert der Suchdienst
des Deutschen Roten Kreuzes. Ein Suchantrag kann online
gestellt werden.
Deutsches Rotes Kreuz
Suchdienst München
Chiemgaustr. 109
81549 München
Tel.: 089-680773-0
Fax: 089-68074592
info@drk-suchdienst.org
Internet: http://www.drk-suchdienst.org/
Wo erhalte ich Auskunft über
Kriegsgräber des Zweiten Weltkriegs?
Die deutschen Soldatenfriedhöfe im
Ausland werden durch den "Volkbund deutsche
Kriegsgräberfürsorge" betreut. Die Suche
nach Gräbern ist in einer online zugänglichen
Datenbank möglich, die derzeit rund 3,6 Millionen
Einträge enthält. Wenn ein Grab dort nicht
nachgewiesen ist, kann ein Gräbersuchantrag gestellt werden.
Volksbund Deutsche
Kriegsgräberfürsorge e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Werner-Hilpert-Straße 2
34112 Kassel
Tel. 0180-57009-99
Fax 0561-7009-270
info@volksbund.de
Internet: http://www.volksbund.de/
Kriegsgräber in Österreich und
österreichische Kriegsgräber im Ausland werden durch
das "Österreichische
Schwarze Kreuz" betreut. Das ÖSK übernimmt
auch Grabnachforschungen.
Österreichisches Schwarzes Kreuz
Generalsekretariat
Wollzeile 9
A-1010 Wien
Tel. 0043-1-5123769
Fax 0043-1-5120556
gensekr@osk.at
Internet: http://www.osk.at
Wo war eine bestimmte Einheit im Zweiten
Weltkrieg eingesetzt?
Grundlegende, wenngleich sehr knappe Informationen
über die Aufstellung und den Einsatz der Einheiten der
Wehrmacht und der Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg bietet folgendes
Nachschlagewerk:
Georg Tessin: Verbände und Truppen der
deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945. 17
Bände, Osnabrück 1965-2002
Literatur zu einzelnen Einheiten und
Verbänden verzeichnet eine Spezialbibliographie:
Walter Held: Verbände und Truppen der
deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Eine
Bibliographie der deutschen Nachkriegsliteratur. 5 Bände.
Osnabrück 1978ff.
Informationen über den Einsatz der
deutschen Sanitätseinheiten finden sich bei:
Fischer, Hubert: Der deutsche
Sanitätsdienst 1921-1945. Organisation, Dokumente und
persönliche Erfahrungen. 5 Bde. Osnabrück 1982-1988.
Was bedeutet die Feldpostnummer?
Die Feldpostnummer ist die "Postleitzahl" einer
militärischen Einheit. Aus der Feldpostnummer eines Soldaten
läßt sich erkennen, welcher Einheit er
angehörte. Sämtliche bekannten Feldpostnummern lassen
sich mit folgendem Nachschlagewerk aufschlüsseln:
Norbert Kannapin: Die deutsche
Feldpostübersicht 1939-1945. Vollständiges
Verzeichnis der Feldpostnummern Aufschlüsselung. Bearbeitet nach
den im Bundesarchiv-Militärarchiv verwahrten Unterlagen
des Heeresfeldpostmeisters.
Band 1: Nrn. 00001 bis 20308. Osnabrück 1980
Band 2: Nrn. 20309 bis 41991. Osnabrück 1981
Band 3: Nrn. 41992 bis 87919. Osnabrück 1982
Grundlegende Informationen über die
Arbeitsweise der Feldpost im Zweiten Weltkrieg und über
Feldpostbriefe als historische Quelle finden Sie unter http://www.feldpost-archiv.de.