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Texaner fand seine Zinser Wurzeln |
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Haus der Ahnen 1906 abgebrannt |
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Es muss für Henry und Linda Wolff ein aufregender Tag gewesen sein, als die beiden Texaner kürzlich das Dorf ihrer Ur-Ahnen besuchten. In Zinse lebten einst ihre Urgroßeltern Christian Wolff und Maria Elisabeth, geborene Weyand. Das Haus steht heute nicht mehr dort. Es fiel im Jahre 1906 einem Brand zum Opfer. »Wir standen an der Brücke, und ich kann Ihnen kein tieferes Gefühl beschreiben«, verriet Henry Wolff jetzt bei einem Empfang im Erndtebrücker Rathaus. Die Wolffs wohnen im Zinser Gasthof Afflerbach – ein Ort, der sie ebenfalls mit den Vorfahren verbindet. Denn durch das Feuer von 1906 erhielt das Haus Afflerbach damals die Bier-Konzession von den Wolffs.
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In einem kurzen Vortrag erläuterte Henry Wolff, |
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dass er sich seit einigen Jahren mit der Ahnenforschung beschäftige. Es war anno 1851, als Christian und Maria Elisabeth Wolff nach Texas siedelten. Eine neue Heimat fanden die Wittgensteiner in Shelby in Austin County/Texas. Wie viele Wittgensteiner Familien. Henry Wolff ist ihnen auf der Spur. Inzwischen hat er 45 Familien, das sind insgeamt rund 300 Personen ausgemacht und aufgelistet. Tausende von Nachfahren dieser Auswanderer gebe es heutzutage, und alle tragen sie in Texas Namen wie Menn, Birkelbach, Völkel, Treude, Weyand, Althaus, Göbel, Wied, Riedesel, Wunderlich, Bernshausen, Schlabach, Sassmannshausen, Marburger, Bald, Dornhöfer, Afflerbach Homrighausen oder Müsse. Sie kamen aus den Ortschaften Erndtebrück, Zinse, Lützel, Großenbach, Womelsdorf, Feudingen, Schameder, Laasphe und Birkelbach. »Mit Hilfe zweier exzellenter Genealogen, Joachim Völkel und Andreas Saßmannshausen, habe ich alles über meine Familie erfahren«, freute sich Henry Wolff.
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Die Auswanderer aus Wittgenstein |
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seien per Schiff nach Texas gekommen, erklärte der Journalist und Kolumnist. So auch Pfarrer Heinrich Brasse, der 14 Jahre in Erndtebrück gelebt habe. Auch ein texanischer Arzt sei ein Wittgensteiner gewesen: Dr. Christian Althaus. Und der erste Sherrif von Gillespie County hieß Ludwig Martin – aus Erndtebrück. Einer der Gründer der texanischen Ortschaft Yorktown war Karl Eckhardt aus Laasphe, wusste Henry Wolff. »Ich hoffe, dass mit der Veröffentlichung meiner Geschichte die Menschen aus Texas und Wittgenstein zusammenkommen.« Zugleich bot Henry Wolff an, in 2006 zur 750-Jahrfeier nach Erndtebrück zu kommen. Er stelle sich etwa vor, eine in Texas bekannte Brass-Band mitzubringen, die hier zu den Feierlichkeiten spielen könne. Im Gegenzug könne eine typisch Wittgensteiner Band nach Texas kommen. »Ich freue mich riesig darüber, dass sie diese Aktivitäten zeigen«, wandte sich Erndtebrücks Bürgermeister an seine Gäste aus Texas. »Das verdeutlicht, wie eng Deutsche und Amerikaner miteinander verbunden sind.« Im 19. Jahrhundert habe in Wittgenstein große Armut geherrscht.
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Viele Menschen |
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hätten in Amerika eine neue Heimat gefunden. Es sei auch sein Wunsch, dass zum 750-jährigen Bestehen Erndtebrücks »viele Texaner nach Wittgenstein kommen.« Wilhelm Schmidt, Vorsitzender des Heimatvereins, überbrachte Henry Wolff eine Nachricht: Aus dem Hause Weyand – seiner Urgroßmutter – sei vor 30 Jahren ein Verwandter Wolffs nach Kanada ausgewandert, verriet Wilhelm Schmidt. »Ein Tierpräparator«, wusste Henry Wolff. Er sei mit ihm in Brief-Kontakt.
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Quelle |
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Kontakt/contact |
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