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Die Amerikaner sind aktiver |
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Vor mittlerweile gut zwei Jahren |
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gründete sich eine Arbeitsgemeinschaft, die sich die Ahnenforschung im Altkreis Wittgenstein auf die Fahne geschrieben hat. Seit Oktober 2000 untersuchen die elf Mitglieder der Interessengruppe die Ahnenstämme von bekannten Wittgensteiner Familien, von Afflerbach über Hackler und Völkel bis Zode. Ganz nebenbei beschäftigen sich die Heimatforscher aber auch mit der Geschichte der Wittgensteiner Dörfer.
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Neun Namen für Saßmannshausen |
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Auf der Homepage der Arbeitsgemeinschaft kann man beispielsweise in die Geschichte der Ortschaft Saßmannshausen Einblick nehmen. Hier wird die Entwicklung des Ortsnamens verfolgt, die im Jahre 1344 mit Saßmanshusin begann. Im Laufe der Jahrhunderte hatte die Ortschaft in einigen historischen Schriften insgesamt neun verschiedene Namen. Die anderen Wittgensteiner Ortschaften werden ebenfalls auf der Homepage erfasst, zum Teil auch mit alten Ortsnamen. Nicht zuletzt werden auf der Internetseite der Ahnenforscher unzählige Dorf- und Heimatbücher samt Autoren aufgeführt. Allerdings soll diese Liste bald aufgefrischt werden, da der Weidenhäuser Heinrich Imhof weitere Literatur ausfindig machte.
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Stammbäume stehen im Computer |
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Doch das Hauptaugenmerk liegt auf der Erforschung der familiären Wurzeln. Dabei arbeiten die Leute um den Hilchenbacher Joachim Völkel in erster Linie mit dem PC. In Fachkreisen spricht man von der Computergenealogie. Die Historiker rekonstruieren alte Stammbäume und finden so immer neue Familienäste und -verbindungen.
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Joachim Völkel beschäftigt sich |
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mit den Stammbäumen der Familien Völkel und Wied sowie mit dem Namen Wolf aus Zinse. Sein Kollege Andreas Saßmannshausen untersucht neben den eigenen Vorfahren auch die Stämme der Namen Menn und Wörster. Der Feudinger Klaus Blecher erforscht seine Ahnen und zudem noch den Stamm der Familie Hackler. Afflerbachs, Dietrichs, Heinrichs und Zodes beschäftigen Hans-Werner Dietrich aus Holzhausen.
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Sowohl Bernd Dreisbach |
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ls auch Namensvetter Martin beschäftigen sich mit dem Stammbaum ihres Nachnamens, außerdem untersucht Bernd Dreisbach noch die Linien der Familien Freiling, Geßner und Wickel. Der Erndtebrücker Thomas Göbel erforscht Göbels, Afflerbachs und Wörsters. Im Oberen Lahntal sucht Gabi Hinkel die Spuren der Beckers, Bernshausens, Heppners und Schmidts. Heinrich Imhof erkundet die Geschichte der Imhofs und der Schlapbachs. Nicht zuletzt untersucht Michael Pfeil neben seiner eigenen Linie auch die der Familie Schaumann, während Mario Bernshausen die Ahnenriege der Feurings, Wunderlichs und Homrighausens erforscht. Alle Einzel-Ergebnisse wurden kürzlich in einer Datei zusammengefasst, so dass einzelne Ahnenlinien in Zukunft noch besser untersucht werden können.
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Viele Deutsche zog es nach Texas |
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Über ihre Homepage haben die Ahnenforscher in der Zwischenzeit mit zahlreichen Nachfahren von Wittgensteiner Auswanderern Kontakt aufgenommen. Viele hat es nach Texas verschlagen, Joachim Völkel hat Henry Wolff aus Shelby gefunden. Der von einem Zinser abstammende Henry Wolff hatte seit geraumer Zeit versucht, mit anderen Auswandererfamilien in Kontakt zu treten. Über die Homepage der Wittgensteiner ist ihm dies gelungen. Auch in und um die Kleinstadt Round Top – natürlich ebenfalls in Texas – findet man viele bekannte Wittgensteiner Namen. Hier leben Afflerbach, Althaus, Beckers, Bernshausens, Birkelbachs, Doerrs, Goebels, Klaus, Knebels, Loehrs, Marburgers, Menns, Muesse, Reuters, Schlabachs, Schmidts, Treudes, Voelkels, Webers, Weyands, Wieds, Wolffs und Wunderlichs.
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Round Top will Städtepartnerschaft |
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Ein Blick auf die Landkarte verdeutlicht, dass in diesem Landstrich einige deutsche Auswanderer ein Zuhause gefunden haben. Schließlich gibt es in der Nähe von Round Top auch die Ortschaften Oldenburg und Waldeck. Die Wittgensteiner Nachfahren in Round Top streben so bald wie möglich eine Partnerschaft mit Erndtebrück an. Die Eile der Amerikaner wird jedoch von der Edergemeinde gebremst. Bürgermeister Heinz-Josef Linten will zunächst den Kontakt mit den Texanern intensivieren. Eine solche Partnerschaft müsse wachsen, bevor sie offiziellen Charakter bekomme. Vor allem stehe aber die geplante Partnerschaft mit der kalifornischen Stadt Anaheim im Raum, erläuterte Heinz-Josef Linten. »Die Wittgensteiner Bürgermeister fliegen im Oktober nach Anaheim, da können wir nicht gleichzeitig eine weitere Partnerschaft nach Round Top aufbauen«, sagte der Bürgermeister auf Anfrage der SZ.
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Amerikaner kommen zur 750-Jahr-Feier |
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Zur 750-Jahr-Feier im Jahr 2006 wollen aber mehrere Amerikaner aus Round Top in die Edergemeinde kommen, um auch einen persönlichen Kontakt mit Erndtebrückern zu knüpfen. Da der Kontakt über die Ahnenforscher entstanden ist, wollen diese eine Vermittlerrolle einnehmen und die Städtepartnerschaft forcieren. »Die Amerikaner sind auf irgendeine Art und Weise glücklich über und stolz auf ihre deutsche Abstammung«, meint Gabi Hinkel. So ist es zu verstehen, dass sich in den Vereinigten Staaten in jedem Jahr die Nachkommen der Dreisbachs treffen. Zum riesigen Familienfest der Dreisbach Family Association reiste im vergangenen Jahr Martin Dreisbach nach Pennsylvania (die SZ berichtete). Alle Dreisbachs in den USA stammen vom Urvater Abraham aus Balde ab. Einig sind sich die Forscher, dass die Amerikaner viel aktiver sind als die Wittgensteiner. »Die Wittgensteiner sind eher etwas verschlossen. Über die Auswanderer von früher wird kaum gesprochen«, erläuterte Joachim Völkel. Neben dem Kontakt in die USA haben die Ahnenforscher nun auch Verbindungen nach Brasilien und nach Paraguay aufgenommen.
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Homepage wird deutlich ausgebaut |
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Die Homepage der Ahnenforscher hat zu vielen Kontakten mit Nachkommen von Wittgensteiner Auswanderern geführt. Allerdings ist der Speicherplatz der Homepage mit nur zwei Mega-Byte doch sehr begrenzt. Aus diesem Grund streben die Hobbyforscher eine Ausweitung der Seite auf zehn Mega-Byte an. Gleichzeitig wird auch an einer englischen Übersetzung der vielen Informationen gearbeitet. Wer selbst mal in den umfassenden Informationen der Ahnenforscher stöbern will, kann dies unter »www.ahnenforschung-wittgenstein.de« tun.
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Quelle |
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Kontakt/contact |
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Bernshausen, Mario
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Blecher, Klaus
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Dietrich, Hans-Werner
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Dreisbach, Bernd
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Dreisbach, Martin
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Hinkel, Gabi
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Imhof, Heinrich
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Pfeil, Michael
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Saßmannshausen, Andreas
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Völkel, Joachim
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Ronny Sacks
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Henry Wolff
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