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Brasilianer mit Wurzeln in Balde |
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Eberhard Bauer, Andreas Saßmannshausen, Eckhard Linke und Gerhard Karpf (v. l.) bei der Vorstellung des Buches des deutsch-brasilianischen Historikers Rodrigo Trespach. (Foto: Klein) |
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Wenn von Auswanderung im 19. Jahrhundert |
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die Rede ist, denken die meisten Deutschen an Nordamerika, Pennsylvania, Texas und die Industriestädte der US-Ostküste.
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Dagegen ist die Geschichte der Deutschbrasilianer |
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Dagegen ist die Geschichte der Deutschbrasilianer im Bewusstsein vieler nur wenig verankert. Immerhin waren es über 250 000 Emigranten aus dem deutschsprachigen Raum, die ihr Glück südlich des Amazonas suchten. Darunter auch die Familie Dreisbach, die ihren Ursprung in Balde hat. Abraham Dreisbach hieß ihr Balder Stammvater. 1845 überquerten die Dreisbachs den Atlantik und ließen sich in der Provinz Rio Grande do Sul nieder, wo die Nachfahren der Deutschstämmigen nach den Einwanderern aus Italien noch heute den zweitgrößten Bevölkerungsanteil stellen.
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Ein Nachkomme der Familie Dreisbach |
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ist Rodrigo Trespach, Historiker an der Fakuldade Cenecista de Osório. Trespach hat ein Buch über die Geschichte der Deutschbrasilianer geschrieben. Das Buch heißt "Passageiros no Kranich" - Die Passagiere der "Kranich", wie das Auswandererschiff hieß.
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Viele Familien hielten den Kontakt |
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zu ihren in Europa zurückgebliebenen Verwandten noch über Jahrzehnte hinweg aufrecht. Politische Umstände und Assimilation haben schließlich dazu geführt, dass in den meisten Familien der Kontakt in den nachfolgenden Generationen nicht mehr bestehen blieb.
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Wer heutzutage Kontakt zu seinen Verwandten |
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aufnehmen will, muss meistens zunächst einmal klären, wer diese sind, wie sie heißen, und wo sie wohnen. Ahnenforschung ist angesagt. Dabei hilft das Internet. Immer mehr Foren zu bestimmten Familiennamen entstehen dort, auf beiden Seiten des Atlantiks wird intensiv geforscht.
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Auch der Hilchenbacher Andreas Saßmannshausen |
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forscht nach seinen Verwandten jenseits des Ozeans. Auf Verwandte in Brasilien, darunter Rodrigo Trespach, ist er dabei nur zufällig gestoßen. Denn eigentlich wollte er die Spuren seiner Familie im US-Bundesstaat Texas finden, einem Projekt, dem er sich schon seit 20 Jahren widmet. Zufällig forschte auch Rodrigo Trespach auf der Suche nach Zweigen der Familie Dreisbach in einem der Foren, in denen Saßmannshausen aktiv war.
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Beide nahmen Kontakt zueiander auf |
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und stellten verwandtschaftliche Verflechtungen fest. Kürzlich schickte Rodrigo Trespach Andreas Saßmannshausen ein Exemplar seines Buches, das in Portugiesisch, der Amtssprache Brasiliens, verfasst ist. Der Hilchenbacher, der in Wittgenstein seine Wurzeln hat und auch Mitglied des Wittgensteiner Heimatvereines ist, übergab das Buch des Brasilianers dem Heimatverein.
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Der Vorsitzende Gerhard Karpf |
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sowie Schriftleiter Eckhard Linke und Ehrenvorsitzender Eberhard Bauer nahmen das Buch jetzt in den Literatur-Bestand des Wittgensteiner Heimatvereins auf. Andreas Saßmannshausen hat bei seinen genealogischen Forschungen noch zahlreiche weitere interessante Dinge herausgefunden: So stammte beispielsweise der erste Sheriff in Texas offenbar aus Erndtebrück.
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Quelle |
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Siehe auch |
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Kontakt/contact |
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