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Pfälzisch-Rheinische Familienkunde
Rottstraße 17 (Stadtarchiv) - 67061 Ludwigshafen
http://prfk.genealogy.net

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Version 11.5.2012





Verzeichnis der pfälzischen Müller und ihrer Familien


erstellt von Eberhard Ref (mailto:eberhard.ref@gmx.de)








Die Sammlung enthält, alphabetisch aufgelistet nach Namen, die pfälzischen Müller und ihre Familien. Erläuterungen der Abkürzun­gen und Textmarkierung werden am Ende der Sammlung im Abkürzungsverzeichnis erläutert. Eine Anmerkung sei gemacht zur räumlich-geographischen Grundlage der nachstehenden Sammlung. Die Pfalz von heute als geographischer Begriff deckt sich nicht mit den politischen Herrschaften der Pfalz, dem Flickenteppich vor 1797. Das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken griff im Westen und Norden weit über die pfälzischen Grenzen von 1816 hinaus. Da Müllerfamilien, nach dem Motto „gleich und gleich gesellt sich gern“, oft untereinander heirateten, und die Familien sich auch über die Grenzen einzelner Herrschaften ausbreiteten, soll der Bereich des ehemaligen Herzogtums Pfalz-Zweibrücken vollständig einbezogen werden. Deshalb sind auch Ortschaften im heutigen Rhein­hessen und Saarland berücksichtigt. Die alte Kurpfalz ist nur linksrheinisch erfaßt, um nicht völlig den Rahmen zu sprengen. Nur dort, wo Müllerfamilien, wie z.B. die Dudenhofer Müller Kinscherff aus der rechtsrheinischen Kurpfalz stammen, sind die dortigen Mühlen berücksichtigt. Auch bei sogenannten Zufallsfunden wird über die o.a. räumliche Beschränkung hinausgegangen, insbeson­dere dort, wo dies Verbindungen zu pfälzischen Müllerfamilien angezeigt erscheinen lassen.









Litera A



Ackermann, Johann Adam:

2.3.1793 Stütertal im Alter von 70 u. etliche Jahre, beerd. Weidenthal; Bordschneider in Weidenthal (vgl. Neumer, Franz: Wei­denthaler Lutheraner im lutherischen Kirchenbuch von Hochspeyer; in: PRFK 2001, S. 555). Das Stütterthal war ein ehemaliges Ge­höft nordwestlich vom Drachenfels bei Bad Dürkheim (vgl. Häberle: Wüstungen, a.a.O., S. 201). °° 1.3.1748 in Weidenthal mit Bar­bara Lips (als von ihm „imprägnierte“; 9.2.1774 Dürkheimer Wald); Vater von Johannes Ackermann ( °° 24.11.1772 in Weidenthal mit Maria Barbara Wolf, Tochter des Laurentius Wolf und der Susanna NN.) (vgl. Neumer, Franz: Weidenthaler Lutheraner im luthe­rischen Kirchenbuch von Hochspeyer; in: PRFK 2001, S. 555).


Er war 1765 und 1775 an der Bordmühle an der Pfingstweid beteiligt. 1765 und 1775 hatte die Mühle 5 Eigentümer, nämlich Daniel Ackermann zu 5/18, Johann Daniel Ackermann zu 3/18, Konrad Wenzel zu 6/18, Philipp Hofman und Johannes Stutz je 2/18, alle in Weidenthal wohnhaft (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 227).



Ackermann, Johannes:

um 1765 Müllermeister in Weidenthal; °° mit Maria Magdalena NN.; die Eheleute sind am 22./27.11.1765 Taufpaten bei Maria Magdalena und Amalia Kandler, den Töchtern des Wilhelm Kandler und der Elisabetha Fischer aus Frankenstein (vgl. Neumer, Franz: Weidenthaler Lutheraner im lutherischen Kirchenbuch von Hochspeyer; in: PRFK 2001, S. 555).



Ackermann, Johann Melchior:

um 1705 Bordmüller auf der Pfingstweide in Weidenthal; °° mit NN. Hildner, der Tochter des Müllers auf der Mahl- und Sägmühle in Weidenthal und Schultheiß von Weidenthal, Johannes *Hildner


Der Schultheiß und Müller in Weidenthal, Johannes Hildner, baute die in den Kriegen des 17. Jh. untergegangene Sägmühle auf der Pfingstweide in Weidenthal zusammen mit seinen Schwiegersöhnen Melchior *Ackermann und Philipp *Wenzel um 1705 wieder auf; die Mühle stand in der Folge im Eigentum zu je einem Drittel (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 227).


Ackermann war später nicht mehr an der Bordmühle auf der Pfingstweide beteiligt. Die Mühle ist im Mühlenverzeichnis des kurpfäl­zischen Oberamts Neustadt von 1738 aufgeführt und unter lfd. Nr. 53 wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1; vgl. auch Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 258): “Noch zu Weidenthal befindt sich eine Seegmühl mit einem Wasserradt auf der sog. Pfingstweid; ist in anno 1705 mit Consens Churfürstl: Hofcamer durch den Philipp *Wentzel als den jetzigen Possessor neu auf­gebaut worden; gibt jährlich 3 fl Wasserfallzins in die Burgvogtei Friedelsheim; ist eigen.“


Die Sägemühle „auf der Oberwiese“ in Weidenthal wurde im Winter 1723/24 von Johann Jakob *Hildner, Nikolaus *Hildner und Jo­hann Melchior Ackermann errichtet (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 228). 1747 teilten sich der Forstmeister (Georg) Frantz *Glöckle, und die beiden Weidenthaler Bürger Jakob Laubscher und Johann Melchior *Ackermann den Besitz der Sägemühle auf der Oberwiese in Weidenthal zu je einem Drittel. Im Frühjahr 1747 brachen zwischen ihnen und dem Schultheiß Johann Haffen wegen einer neu eingerichteten Schütze (des sog. „Herrenschutzes“) zur Bewässerung der unterhalb gelegenen Herrenwiese Streitigkeiten aus; in deren Verlauf wurde auch der seit 1738 auf der Mühle beschäftigte Bordschnitter Christian Bilder vom Oberamt als Zeuge vernommen. Die Streitigkeiten endeten mit dem Sieg des Schultheißen und dem Abbruch der Mühle (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 229).



Ackermann, Johann Nikolaus:

Oberförster aus Schwarzenacker / Meisenheim; ab 1757 war er Erbbeständer der Daubhausmühle in Alsenz, die er durch den Lehensmüller Paulus Bauer betrieb (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 229; LA Speyer Best. C38 Nr. 741: „Erbbe­standsvergabe der Daubhausmühle bei Alsenz an den Pfalz-Zweibrückischen Oberförster Joh. Nikolaus Ackermann von Schwarzen­acker [bei Homburg], 1759-1769“); dieser Lehensmüller Paulus Bauer verläßt die Mühle in vertragsbrüchiger Weise (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 763: „Das Entweichen des Ackermännischen Afterbeständers der Daubhausmühle bei Alsenz, Paul Bauer, 1761“). Ackermann verkaufte die Daubhausmühle ca. 1761 an den aus Atzbach stammenden Johann Ludwig *Beppler (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 742: „Erbbestandsvergabe der Daubhausmühle bei Alsenz an Joh. Ludwig Beppler (Böppler) aus Dorlar (Amt Atzbach), 1762-1764“); da Beppler den Kaufpreis für die Mühle nicht in voller Höhe bezahlte, wandte sich Ackermann an die nassau-weilbur­gische Verwaltung (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 763: „Oberförster Ackermann zu Meisenheim gegen Ludwig Beppler zu Alsenz wegen Zahlungsrückstands aus dem Kauf der Daubhausmühle bei Alsenz, Reparaturen am Mühlenwehr, 1762-1766).


Auch kam es zu einer Beschwerde des „Pfalz-Zweibrückischen Oberförsters zu Homburg gegen das Amt Alsenz wegen verweigerter Gerechtigkeit und ungerechtfertigten Abgaben (ratione denegatae iustitiae et indebitarum exactionum) hinsichtlich der Daubhaus­mühle zu Alsenz“ (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 745). Ackermann beschwerte sich auch gegen den nassau-weilburgischen Amtsver­weser in Alsenz, Gümbel (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 762: „Beschwerden des Oberförsters Ackermann zu Meisenheim als Erbbe­ständer der Daubhausmühle bei Alsenz gegen Amtsverweser Gümbel zu Alsenz, 1763-1767).


Ackermann stellte auch ein Gesuch „um günstige Berechnung der rückständigen Erbpacht“ (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 747)


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 741: „Erbbestandsvergabe der Daubhausmühle bei Alsenz an den Pfalz-Zweibrückischen Oberförster Joh. Nikolaus Ackermann von Schwarzenacker (bei Homburg), 1759-1769“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 745: Beschwerden des „Pfalz-Zweibrückischen Oberförsters zu Homburg gegen das Amt Alsenz wegen verweigerter Gerechtigkeit und ungerechtfertigten Abgaben (ratione denegatae iustitiae et indebitarum exactionum) hinsichtlich der Daubhausmühle zu Alsenz, 1762-1769“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 763: „Das Entweichen des Ackermännischen Afterbeständers der Daubhausmühle bei Alsenz, Paul Bauer, 1761“)

- LA Speyer Best. C38 763: „Oberförster Ackermann zu Meisenheim gegen Ludwig Beppler zu Alsenz wegen Zahlungsrückstands aus dem Kauf der Daubhausmühle bei Alsenz, Reparaturen am Mühlenwehr, 1762-1766).

- LA Speyer Best. C38 Nr. 742: „Erbbestandsvergabe der Daubhausmühle bei Alsenz an Joh. Ludwig Bepler (Böppler) aus Dorlar (Amt Atzbach), 1762-1764“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 747: „Gesuch des Pfalz-Zweibrückischen Oberförsters Ackermann zu Meisenheim Erbbeständer der Daubhausmühle zu Alzey, um günstige Berechnung der rückständigen Erbpacht, 1763“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 762: „Beschwerden des Oberförsters Ackermann zu Meisenheim als Erbbeständer der Daubhausmühle bei Alsenz gegen Amtsverweser Gümbel zu Alsenz, 1763-1767).



Ackermann, Joseph Heinrich:

ab 1773 Müller auf der Mahl- und Sägmühle Weidenthal; °° mit NN Wegerle, der Tochter des Müllers auf der Mahl- und Sägmühle Weidenthal, Jakob Eberhard *Wegerle. Wegerle starb schon 1759. Nachfolger wurde 1773 sein Schwiegersohn, der Müllermeister Joseph Heinrich Ackermann. Auf dessen Ansuchen wurde im April 1775 die Mühle von dem vereidigten Feldmesser des Oberamts Neustadt Franz Roos unter Zugrundelegung des Morgenbuchs von 1705 neu vermessen und gegen die benachbarten Grundstücke ausgesteint. Die Mühle verfügte über zwei Wasserräder, von dene das obere die Mahlmühle, das untere die Sägmühle antrieb (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 226-227)


Sein Schwiegersohn Johann Nikolaus Schmitt übernahm als Nachfolger die Mühle und erweiterte diese 1787 durch verschiedene Anbauten (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 227).



Ackva/Aqua, Familie:

auch *Aqua ; trotz der unterschiedlichen Schreibweise sämtlich nach Vornamen sortiert, unabhängig von der Schreibweise des Nach­namens


Die Mitglieder der Familie Ackva waren in vielen Orten über 10 Generationen als Müller über drei Jahrhunderte tätig. Die Familie spaltete sich in verschiedenen Linien, darunter die Sponheimer Linie (vgl. Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, a.a.O., Bd. 1, 173, Bd. 2, S. 13).


Literatur/Urkunden:

- Ackva, Werner: Die Ackva-Mühlen vom 17. bis 20. Jahrhundert; in: Mühlen-Geschichte am Ellerbach und anderswo / Hrsg.: Freun­deskreis der Burg Sponheim e.V. - Sponheim, 1991. S. 3-17



Ackva, Gabriel:

geb. 1763; aus der Sponheimer Linie der Familie Ackva; er war von 1798 bis 1822 Müller auf der Stadtmühle in Kirn; sein Nachfol­ger auf der Kirner Stadtmühle war Jakob Ackva (vgl. Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, a.a.O., Bd. 2, S. 13).



Ackva, Heinrich Karl:

aus Kreuznach; er kaufte 1875 die Untere Mühle in Oberndorf/Alsenz (vgl. Stock, Pfarrer: Ortsgeschichte von Oberndorf (auch zu Mühlen); in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1927, S. 21-22 und S. 87-88).



Ackva, Jakob:

geb. 1802; aus der Sponheimer Linie der Familie Ackva; er war von 1822 bis 1894 Müller auf der Stadtmühle in Kirn als Nachfolger des Gabriel *Ackva (vgl. Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, a.a.O., Bd. 2, S. 13).



Ackva, Johannes:

um 1652 Stadtmüller in Sobernheim; °° am 26.10.1652 i Meisenheim mit Engel Müller, Tochter des † Jakob Müller (vgl. Anthes, Günter F.: Ortsfremde in Meisenheim am Glan im 17. Jahrhundert; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde 1974, S. 115)



Aqua, Johannes:

1657 err - 7.1.1690 Meisenheim; er wurde durch einen Marodeur erschossen; Müller in der Niedermühle in Odernheim am Glan; °° am 16.2.1688 in Meisenheim mit Anna Sara Grimm aus Meisenheim, der Tochter des Bürger und Bäckers zu Meisenheim Hans Peter Grimm; Kinder sind;: Johann Peter Aqua (*9.12.1688 Meisenheim) und Anna Maria Aqua (*24.1.1690 Meisenheim (vgl. Anthes: Die Kasualien der reformierten Pfarrei 1607-1798 und der Lutherischen Pfarrei 1684-1798 zu Meisenheim am Glan, a.a.O., S. 430).



Ackva, Johann Nikolaus:

Sohn des Stadtmüllers zu Monzingen (vgl. Anthes: Die Kasualien der reformierten Pfarrei 1607-1798 und der Lutherischen Pfarrei 1684-1798 zu Meisenheim am Glan, a.a.O., S. 430), bzw. Müller in Eckweiler und ab 1655 Müller auf der Leyenmühle in Sponheim Johann Ackva (Aqua) (vgl. Ackva, Werner: Die Ackva-Mühlen vom 17. bis 20. Jahrhundert; in: Mühlen-Geschichte am Ellerbach und anderswo / Hrsg.: Freundeskreis der Burg Sponheim e.V. - Sponheim, 1991. S. 3-17); Bruder des Müllers Johann Valentin Ack­va.


Seit 1652 Stadtmüller zu Sobernheim; °° am 16.10.1652 in Meisenheim mit Anna Angelica Müller, der Tochter des Bäckers aus Mei­senheim Jacob Müller; Vater der Anna Margaretha Aqua (*1654 err. - 17.3.1732 Meisenheim) (vgl. Anthes: Die Kasualien der refor­mierten Pfarrei 1607-1798 und der Lutherischen Pfarrei 1684-1798 zu Meisenheim am Glan, a.a.O., S. 430)



Aqua, Johann Nicolaus:

um 1662; Müller in Rehborn; die Mühle war 1661 aufgrund der Kriege “in gänzlichem Ruin und Abgang gekommen”; 1661 über­nimmt Johann Nikolaus *Aqua die Mühle (vgl. Thielen: Spuren der Geschichte in einer nordpfälzischen Gemeinde, a.a.O., S. 90) und erhält 1662 einen Erbbestandsbrief; hierin ist bestimmt, daß die “Mähler” zwei Tage jährlich am Mühlenbau oder Wehr mithelfen müssen (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., Bd. I, S. 56; LA Speyer Best. A2 Nr. 1240/1a); Aqua schaffte es nicht, die Mühle wieder in Gang zu bringen, da sie viel stärker herunter gekommen ist, als zunächst angenommen; 1663/72 hat Matheiß Braun († 1672) die Mühle in Besitz; er renoviert sie 1663, da “Grosswasser ein Stück Land weg und ein gross Loch gefressen” (vgl. Thie­len, a.a.O., S. 90)



Ackva, Johann Valentin:

1629-1682; Sohn des Müllers in Eckweiler und ab 1655 Müller auf der Leyenmühle in Sponheim Johann Ackva (AQUA) (vgl. Ack­va, Werner: Die Ackva-Mühlen vom 17. bis 20. Jahrhundert; in: Mühlen-Geschichte am Ellerbach und anderswo / Hrsg.: Freundes­kreis der Burg Sponheim e.V. - Sponheim, 1991. S. 3-17); Bruder des Müller Johann Nikolaus *Ackva; ab 1655 Müller auf der Bann­mühle in Bockenau, ab 1659 als Nachfolger seines Vaters Müller auf der Leyenmühle in Sponheim, ab 1682 auf der Brücken­mühle in Sobernheim (vgl. Ackva, Werner: Die Ackva-Mühlen vom 17. bis 20. Jahrhundert; in: Mühlen-Geschichte am Ellerbach und anders­wo / Hrsg.: Freundeskreis der Burg Sponheim e.V. - Sponheim, 1991. S. 3-17)



Adam, Maria Philippina:

aus Kirchheimbolanden; am 18.11.1766 Patin in Kirchheimbolanden; Tochter des NN. Adam, „Wiesen-Müllers hier“ (vgl. Gabel­mann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 216).



Adolph, J. F.:

um 1755 Müller in Speyer +++klären: welche Mühle? +++;; er stammte aus Winzingen. 1746 Bürgeraufnahme in Speyer. Er besaß 1746 ein Vermögen von 800 fl, die er von Winzingen nach Speyer mitbrachte (vgl. Hartwich, Wolfgang: Die Wiederbesiedlung der Stadt Speyer 1698-1750, Dissertation, Heidelberg 1965, S. 92 iVm Schmitt/Böttcher: Register zur Diss. Hartwich; PRFK 1999, S. 132).



Agne, Anger, Angner, Angne, Angene:

verschiedene Schreibweisen derselben Familie, sortiert nach jeweiligen Schreibweise



Agne Familie:

die Familie kam als evangelische Glaubensflüchtlinge aus Frankreich nach dem 30jährigen Krieg in das Herzogtum Zweibrücken (vgl. Paul, Roland: Minderheiten im Herzogtum Pfalz-Zweibrücken; in: Konersmann/ Ammerich: Historische Regionalforschung im Aufbruch. Studien zur Geschichte des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken [Speyer 2010], S. 112).



Agne, Anna Catharina:

aus Oberauerbach; °° mit Friedrich Becker (aus Oberauerbach); Mutter des Henrich Jakob *Becker; Erbbestandsmüller in Contwig (vgl. Bohrer, u.a.: Register zum reformierten Kirchenbuch Contwig, a.a.O., S. 4).



Agne, Elisabeth:

s. Angner, Elisabetha



Agne, Johann Adam:

um 1729 Würschhauser Mühle bei Wallhalben – um 9.3.1775 Biebermühle bei Waldfischbach-Burgalben; Sohn des Müllers auf der Würschhauser Mühle Peter *Agne und der Maria Margaretha Scheffe; Bruder des Müllers auf der Würschhauser Mühle Johann Peter *Agne (vgl. http://freepages.genealogy.rootsweb.ancestry.com/~ankeny/GustavGerman.html); von 1769-1789 Müller auf der Bieber­mühle bei Waldfischbach-Burgalben (vgl. Gemeinde Donsieders [Hrsg.]: Donsieders in seiner Geschichte, a.a.O., S. 382).



Agne, Johann Peter:

10.6.1727 Würschhausermühle - 1779 Würschhausermühle bei Wallhalben; Müller und Erbbeständer auf der Wörschhauser Mühle (Würschhauser bei Herschberg) im gräflich leiningisch heidesheimischen Gebiet; Sohn des Müllers auf der Würschhauser Mühle Pe­ter *Agne und der Maria Margaretha Scheffe; Bruder des Müllers auf der Biebermühle bei Burgalben Johann Adam *Agne; °° am 16.7.1765 in Niederauerbach mit Anna Elisabeth *Bock aus Niederauerbach (vgl. Bohrer, u.a.: Register zum reformierten Kirchen­buch Contwig, a.a.O., S. 1). Vater u.a. des Philipp Peter *Agne, Müller und Betriebsnachfolger auf der Würschhauser Mühle.


Am 1.6.1748 ist Pate in der lutherischen Kirche in Buntenbach bei der Taufe des Balthasar Deckhaut u.a. der „Johann Adam Anger, Sohn des Müllers Peter Anger, Wörschermühle (!) bei Herschberg (vgl. Schmidt, Erwin F.: Familiennamen in der ehemaligen Ge­meinschaft Buntenbach im 18. Jahrhundert; in: PRFK 1977, S. 419, 424).



Agne, Peter:

um 1700 in Lambsborn - um 1766 Würschhausermühle bei Wallhalben (auf Schmitshauser Gemarkung) (vgl. LA Speyer HL 27 27 ++++überprüfen+++ Angabe nach Internetdatei http://freepages.genealogy.rootsweb.ancestry.com/~ankeny/GustavGerman.html); Erb­beständer auf der Würschhausermühle bei Herschberg, Mühlarzt, °° um 1726 mit Maria Margaretha Scheffe (Tochter von Peter Scheffe; Mühlenbeständer auf der Mühlhauser Mühle und Schultheiß zu Herschberg und Anna Elisabetha Kiefer aus Bontenbach); Kinder auf der Würschhausermühle geboren sind (vgl. Internetdatei http://freepages.genealogy.rootsweb.ancestry.com/~ankeny/ Gu­stavGerman.html):

1. Johann Peter *Agne,* 16.10.1727, + um 1779 ebd.

2. Johann Adam Agne, * um 1729 + um 9.3.1775 auf der Biebermühle

3. Juliana Agne, 1762, 1763,und 1774 Patin bei Taufen auf der Biebermühle, † 20.4.1775


auch als „Peter Anger“ bezeichnet; ab ca. 1726 Müller auf der Würschhauser Mühle bei Wallhalben. Die Mühle wurde im Jahre 1725 durch Peter Scheffe, Schultheiß von Herschberg und Werschhausen, wieder aufgebaut. Besitzer wurde damals Peter Angne, dessen Nachkommen bis zum Jahre 1842 Müller dieser Mühle waren. Angne war wahrscheinlich Schweizer Einwanderer, der zu einer Hu­genottenfamilie gehörte und nach dem Dreißigjährigen Krieg in das entvölkerte Gebiet kam. Er hatte sich 1726 mit Maria Margare­tha, der Tochter des Schultheißen Peter Scheffe, verheiratet. Die Mühle war vier Generationen im Besitz der Familie Angne (vgl. In­ternet-Datei Würschhauser Mühle);


Am 1.6.1748 ist Pate in der lutherischen Kirche in Buntenbach bei der Taufe des Balthasar Deckhaut u.a. der „Johann Adam Anger, Sohn des Müllers Peter Anger, Wörschermühle (!) bei Herschberg (vgl. Schmidt, Erwin F.: Familiennamen in der ehemaligen Ge­meinschaft Buntenbach im 18. Jahrhundert; in: PRFK 1977, S. 419, 424).



Agne, Peter:

9.1.1803 Würschhauser Mühle bei Wallhalben – 6.4.1841 Würschhauser Mühle; Müller auf der Würschhauser mühle bei Wallhalben; Sohn des Müllers auf der Würschhauser Mühle Philipp Peter Agne († 28.10.1841) und der Anna Maria Muntzinger; Bruder des Mül­lers auf Weihermühle bei Herschberg, Johann Adam Agne; °° am 24.5.1829 mit Philippine Drumm (geb. 30.5.1808 Quirnbach – 31.7.1871 Würschhauser Mühle; °° II am 16.2.1842 mit Adam Bayer einem Enkel der Elisabeth Guth von der Kneispermühle)



Agne, Philipp Peter:

15.6.1773 Würschhauser Mühle - 28.10.1841 Würschhauser Mühle; Müller auf der Würschhauser Mühle südlich Wallhalben; Sohn des Müllers auf der Würschhauser Mühle Johann Peter Agne und Anna Elisabeth Bock; übernimmt nach dem Tod des Vaters († 1779) und seiner Volljährigkeit (err. 1788) die Würschhauser Mühle Mühle; °° 21.11.1797 mit Anna Maria Muntzinger (29.6.1782 Ger­hardsbrunn; Tochter von Johann Adam Muntzinger und Anna Eva Hoh); unter den 9 Kindern aus der Ehe sind u.a. der spätere Müller auf der Würschhauser Mühle Peter *Agne, der spätere Müller auf der Weihermühle in Herschberg Johann Adam Agne und der Müller auf der Rosselmühle Valentin Agne (http://freepages.genealogy.rootsweb.ancestry.com/~ankeny/GustavGerman.html).



Agne, Valentin:

geb. 30.4.1813 Würschhauser Mühle bei Wallhalben - +++; Müller auf der Rosselmühle; Sohn des Müllers auf der Würschhauser Mühle bei Wallhalben, Philipp Peter *Agne und der Anna Maria Muntzinger; Bruder des Müllers auf der Würschhauser Mühle Peter *Agne und des Müllers auf der Weihermühle in Herschberg Johann Adam Agne; °° 31.12.1840 mit Ottilia Stoffel; aus der Ehe stam­men vier auf der Rosselmühle geborene Kinder; Valentin Agne emigrierte nach 1856 nach Amerika (vgl. http://freepages.genealo­gy.rootsweb.ancestry.com/~ankeny/GustavGerman.html).



Albert/Alberti, Johann Karl:

um 1757, lutherisch. Erbbeständer des Eisenhammers im Bärenthal (vgl. Anthes: Die Kasualien der reformierten Pfarrei 1607-1798 und der Lutherischen Pfarrei 1684-1798 zu Meisenheim am Glan, a.a.O., S. 432); 1761 Faktor in der Stahlfabrik Contwig; 1765 Fak­tor auf dem Schönauer Eisenwerk; °° am 14.1.1757 in Riefelbach/Meisenheim mit Katharina Sophia Kessler, Tochter des Philipp Ja­kob Kessler; Vater von Christian Ludwig Alberti (* 24.8.1761 in Bettweiler) (vgl. Stuck: zweibrückisches Hofpersonal, a.a.O., S. 9).



Albert, Anna Magdalena:

geb. 12.4.1720 Berschweiler - ++++; Tochter des Müllers in Berschweiler Johann Nickel (1) Albert und der Maria Salome Köhl/ Kehl; °° um 1738 mit dem Müllermeister in Ruschberg Johann Jacob *Sebastian; Mutter der Elisabetha Margaretha Sebastian (* 1.9.1738 in Ruschberg) und der Maria Barbara Sebastian (* 23.4.1741 in Ruschberg) (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide und Un­terberggemeinden, a.a.O., Bd. 1 28 und Bd. 2 496/97).



Albert, Bastian:

um 1664 Mettweiler bei Baumholder; Müller in Mettweiler, Vater des Müllers Laux *Albert und des Schneiders in Berschweiler Jo­hannes Albert (vgl. Jung: Familienbuch ev. Kirche Baumholder, a.a.O., S. 2 i.V.m S. 6 zu Johann Nickel (1) Albert; Jung: Familien­buch ev. Kirche Baumholder, a.a.O., S. 4).



Albert, Jacob:

um 1740 Müller auf der Geißenmühle in Otterberg. Die Mühle wurde 1740 im Rahmen der Ermittlung von Steuergrundlagen des Katzweiler Gerichts bewertet (vgl. Schneider, Hermann: Die Erbbeständer zu Katzweiler im Jahre 1740; in: PRFK Band 8 (1974-1977), S. 393). Er ist am 15.3.1742 Pate bei der Taufe des Johann Jacob Greulich in Otterberg (vgl. Rink, Franz: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 209 Nr. 1903).



Albert, Johann:

um 1693 Müller auf der Weihermühle in Baumholder; 1693 baute der Müller Johann Albert die Weihermühle, eine alte Bannmühle, wieder auf; von dort stammt der Müller Henrich Fischer, der 1714 die ehemalige Mühle in Mambächel zum Wiederaufbau übernahm (vgl. Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 98); die Mühle liegt unterhalb des herrschaftlichen Weihers in Baumholder; sie hat zusammen mit der Brandmühle den Bann über Baumholder, Aulenbach, Frohnhausen, Barborn und Brenchelborn; der Müller Heinrich Heintz besitzt einen Erbbestandsbrief vom 4.11.1738 (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 224).



Albert, Johann Daniel:

31.12.1739 Beckersmühle bei Ruschberg – 14.4.1774 Beckersmühle bei Ruschberg; Sohn des Müllers auf der Beckersmühle Johann Nickel (2) *Albert († 18.11.1762) und der Anna Elisabeth Sebastian; Enkel des Müllers auf der Beckersmühle Johann Nickel *Sebas­tian; Müller auf der Beckersmühle bei Ruschberg als Nachfolger seines Vaters; °° 3.2.1767 mit Maria Demuth *Kirsch aus Frohnhau­sen; aus der Ehe stammen die als Kind verstorbene Tochter Louisa Elisabeth Henriette sowie die Töchter Eva Margaretha Albert (geb. 4.12.1769; °° 13.1.1791 mit Johann Nickel Kirsch) und Maria Elisabetha Albert (geb. 27.8.1772; °° am 16.4.1795 mit Johannes Gehrmann) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch a.a.O., S. 9 Nr. 43).


Der Sohn des Müllers Johann Nickel (2) *Albert (18.3.1717-18.11.1762) und der Anna Elisabeth Sebastian war der Müller und Be­triebsnachfolger auf der Neubeckersmühle, Johann Daniel *Albert; °° 3.2.1767 mit Maria Demuth *Kirsch aus Frohnhausen; aus der Ehe stammen die Töchter Eva Margaretha Albert (geb. 4.12.1769; °° 13.1.1791 mit Johann Nickel Kirsch) und Maria Elisabetha Al­bert (geb. 27.8.1772; °° am 16.41795 mit Johannes Gehrmann) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch a.a.O., S. 9 Nr. 43). Nach seinem Tod übernahm die Witwe Maria Demuth Kirsch die Mühle ab 27.3.1775 die Mühle im Erbbestand und er­hielt hierüber zusätzlich am 1.1.1776 einen Confirmationsschein (vgl. Hartmann: Ruschberg, a.a.O., S. 124/25 mit Abdruck des Kon­firmationsscheins aus Landeshauptarchiv Koblenz Abt. 24 Nr. 843 und 578). Hartmann (a.a.O., S. 124) verwechselt allerdings das Datum des Erbbestandsbriefs und des Konfirmationsscheins und gibt den Namen der Witwe fehlerhaft mit „Maria Dermits Albertin“ anstelle von „Maria Demuth Albertin“ an.



Albert, Johann Nickel (1):

4.2.1692/4.2.1689 Mettweiler bei Baumholder - 10.2.1763; Sohn des Müllers in Berschweiler Laux (Lukas) *Albert und (°° I) Anna Maria Schäfer; Müller auf der Obermühle in Berschweiler als Nachfolger seines 1714 verstorbenen Vaters, des Müllers Laux *Al­bert; °° 24.10.1715 mit Maria Salome Köhl/Kehl (geb. 8.8.1695 Berschweiler - 21.6.1772 Berschweiler, Tochter von Jakob Kehl und M. Salome Biertel) (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, Bd. 1, a.a.O., S. 28; Jung: Familienbuch ev. Kir­che Baumholder, a.a.O., S. 2, 6). Vater des Müllers auf der Beckersmühle bei Ruschberg Johann Nickel (2) *Albert (vgl. Jung: Fami­lienbuch ev. Kirche Baumholder, a.a.O., S. 2, 6 , S. 7) und der Anna Magdalena *Albert (°° um 1738 mit dem Müllermeister Johann Jakob *Sebastian) (vgl. Jung, a.a.O., Bd. 1 S. 28).


Im pfalz-zweibrückischen Mühlenprotokoll für das Oberamt Lichtenberg, erstellt von Carl *Sundahl am 12.10.1745, fertiggestellt am 8.7.1746 wird die Mühle zusammenfassend wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 235-239, s. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 224): “Die erstere (der 6 Mühlen am Langenbach oder der Unter) stehet oben an dem Dorf Berschweiler. …. das Mühle bestehet aber in zweyn Gängen, an welchem einen durch ein Trillis eine Schehlmühle getrieben wird, alle diese aber treiben zwey 15 Schuh hohe Waßer Räder, welche unter einem Obdach wohl verwahret stehen. …., Klaget hingegen über Mangel an Waßer in den heißen Somer Zeiten …... das Wasser reicht kaum für seine Haushaltung, so hat er für einen halben Malter zu mahlen 8 Tage zugebracht. Die Mühle liegt hart unten an dem herrschaftlichen Weyer, der aber vor 6 Jahren zu einer Wiese aptiert worden ….. Alß eine Bannmühle hat sie nach dem Erbbestandsbrief jährlich 7 Malter Korn und 7 Malter Habern und dann 3 fl in Geldt, wie auch alle drey Jahre n einen Weinkauff Gulden nach Lichtenberg geleistet. Weilen Herr Camerrath Hien vorm Jahr ei­nen Vergleich unter den 6 Millern in dieser Schultheißerei getroffen und dadurch zu Wege gebracht hat, daß er seine Banngerechtig­keit den anderen Millern mitgetheilt hatte, alß hatten solche Ihme von seinem ordinairen Pacht 10 Malter ab und über sich genom­men, dahere Ihme noch 4 Malter und 19 Kohlstück übrig bleiben. Vor dem Vergleich waren die Dörfer Berschweiler, Fohren, Lan­genbach, Rohrbach und Reckweyler darzu gebannet. …. Johann Nickel *Albert ist der Erbbeständer und hat solche von seinem Vat­ter Laux Albert ererbt, seinen übrigen Geschwistern aber noch nichts daraus herauß gegeben, auch auch keinen anderen alß auf sei­nen Vatter eingerichteten Erbbestandsbrief vom 30. May 1707 in Händen ….“



Albert, Johann Nickel (2):

18.3.1717 Berschweiler - 18.11.1762 Lichtenberg ; Sohn des Müllers auf der Obermühle in Berschweiler Johann Nickel (1) *Albert und Maria Salome Köhl/Kehl; Müller auf der Beckersmühle bei Ruschberg; er war Müllerssohn und stammte aus der Mühle in Ber­schweiler; er heiratete am 21.6.1736 die Müllerstochter Anna Elisabetha Sebastian aus Ruschberg (* 21.4.1717 Ruschberg) (vgl. Jung: Familienbuch ev. Kirche Baumholder, a.a.O., S. 7), Tochter des Müllers auf der Beckersmühle in Ruschberg Johann Nickel *Sebastian und Anna Apollonia Hammen (vgl. Jung: Familienbuch ev. Kirche Baumholder, a.a.O., S. 7, 274); die Ehefrau brachte die Mühle mit in die Ehe (err.); Vater des Müllers Johann Daniel *Albert (* 31.12.1739, °° 3.2.1767 mit Maria Demuth Kirsch), des Jo­hann Adam Albert (* 12.1. 1744) (vgl. Jung, a.a.O., S. 7 Nr. 31 und S. 9 Nr. 43).


Die Beckersmühle in Ruschberg ist im pfalz-zweibrückischen Mühlenprotokoll von 1746 (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 152r, 256r-259; s. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 224) ist sie beschrieben wie folgt: „Die Reyhe führt mich nun auf der Baumholder Bächel; solches entspringt in der Baumholder Schultheißerey und läuft auf etliche Mühlen biß unten an dem Dorf Ruschberg (Bl. 152r) …. Die Neubecker Mühl bekommt neben dem auß dem Weyer herabfließenden Waßer noch noch unter­schiedliche Brunnen Flüßgen …..Die obbeschriebene Baumholder Mühl (Anm.: Baumholder Weihermühle) ist eine starke Viertel­stunde oben und die folgenden eine halbe Stunde von dieser ab gelegen. Sie bestehet nur auß einem Mahlgang, der von einem ober­schlechtigen Waßerradt getrieben wird, und hat an Waßer keinen sonderlichen Mangel, …. die große Clauß hilft Ihme dabey nicht wenig, der Graben, welchen er sonsten zu unterhalten ist 428 Schritt oben an dieser Mühlen auß der Bach geleitet und felt bey der Mühlen wieder in den ordinairen Fluß, das Gebäude siehet sonsten sehr mangelhaft auß. Der Pfacht ist 1 Malter Korn und 1 Malter Haber. Ruschberg ein auß 50 Familien bestehendes und einer halbe Stunde davon liegendes Dorf ist von dem Banne frey …... Bey gnugsamem Waßer ist er in 24 Stunden 3 biß 4 Malter zu mahlen imstande. …. Nickel Albert hat einen auf seinen Nahmen eingerich­teten Erbbestand Brief vom 20ten 8tobris 1745 in Händen. Wie bekandt und in dem Bestand Brief undt eingeführt ist, so hat er diese Mühle von seinem Schwieger Vatter vor 440 fl angeschlagen erhalten. Auch das Laudemium nach Abzug seines Erbtheils nemlich 13 fl 5 Batz – ad 6tel von dem übrigen entrichtet, er und seine Schwäger mit diesem Anschlag nicht zufrieden, und wollen dieselbe höher aehtimirn, liegen auch dießer wegen bey Oberamt schon im Proceß.“



Albert, Laux (Lucas):

geb. um 1664 Mettweiler bei Baumholder - 25.9.1713 Mettweiler im Alter von 49 Jahren; Sohn des Müllers in Mettweiler, Bastian Albert und Bruder des Schneiders in Berschweiler Johannes Albert; um 1688 war Laux *Albert der Müller in Berschweiler; °° I am 18.5.1688 mit Anna Maria Schäfer aus Mettweiler († 1702 im Kindbett) (vgl. Jung: Familienbuch ev. Kirche Baumholder, a.a.O., S. 2 i.V.m S. 6 zu Johann Nickel (1) Albert); °° II am 9.1.1703 mit Anna Apollonia Gisch aus Asweiler, Amt Nohfelden (vgl. Jung: Fami­lienbuch ev. Kirche Baumholder, a.a.O., S. 4); aus der 1. Ehe stammt der Sohn Johann Nickel (1) Albert, der seinem Vater als Müller in Berschweiler nachfolgt.



Albert, Johann Karl:

um 1757 Erbbeständer auf dem Eisenhammer Bärenthal (vgl. Anthes: Die Kasualien der reformierten Pfarrei 1607-1798 und der lu­therischen Pfarrei 1684-1798 zu Meisenheim am Glan, a.a.O., S. 432)



Alef, Johann Peter:

um 1709 Müller in Mittelbollenbach; katholisch; °° vor 1709 in Kirn mit Maria Katharina NN.; Vater der Susanna Katharina Alef (~ 22.6.1709) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 30).



Alles, Johann Peter:

geb. 1680 (?) - +++; lutherisch; Sohn von Richard Alles und Anna Margretha NN.; Johann Peter Alles lebt wohl bis 1723 in Benn­hausen, wo auch der Sohn Johann Friderich Alles geboren und gestorben ist (ca. 6.9.1722 Bennhausen – 3.1.1723 Bennhausen). Die später geborenen Kinder kamen alle auf der Dannenfelser Mühle zur Welt. Ab 1724 erscheint Johann Peter Alles als Müllermeister auf der Dannenfelser Mühle. Diese stand im Eigentum des Oberschultheißen in Kirchheimbolanden, Johann Ehrenfried *Sturm; die­ser ließ die Mühle jedoch durch Verwalter oder Pächter betreiben. °° 1705 (?) mit Maria Dorothea NN.; aus der Ehe stammen die Kinder Catharina Alles (geb. 1705), Johann Martin Alles (geb. ca. 1715), Johann Friederich Alles (ca. 6.9.1722 Bennhausen – 3.1.1723 Bennhausen), Johannes Alles (geb. 17.7.1724 Dannenfelser Mühle), Anna Margretha Alles (geb. 17.7. 1724 Dannenfelser Mühle), Maria Catharina Henriette Alles (geb. 16.2.1727 Dannenfelser Mühle), Sophia Elisabeth Alles (geb. 6.4.1729 Dannenfelser Mühle), Maria Barbara Alles (geb. 30.10.1730 Dannenfelser Mühle – 26.11.1733 Dannenfelser Mühle), Anna Ottilia Alles (geb. 3.9.1733 Dannenfelser Mühle) und Johann Philipp Alles (geb. 5.1.1737 Dannenfelser Mühle) (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar; lutherisches Kirchenbuch von Dannenfels).



Alles, Johann Adam:

~ 2.12.1756 Haupertsweiler/Oberkirchen; katholisch; Sohn des Müllers Peter *Alles und der Katharina Becker; °° 4.3.1783 Kirchen­bollenbach mit der Müllerstochter M. Elisabeth Conrad (~ 6.10.1765 in Steinalpmühle [Wolfsmühle]; Anm. bei Grünbach = Ger­mannsmühle), Tochter von Johann Peter Conrad und M. Margaretha NN.; Vater des Johann Adam Alles (~ 19.1.1784; °° 1.2.1803 mit M. Elisabeth Heinen aus Mittelreidenbach) und 6 weiterer Kinder (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kir­chenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 30).



Alles, Peter:

vor 1736 Haupersweiler – 10.11.1795 Haupersweiler (vgl. Angabe bei www. alles/homepage_ahnen mit Hinweis auf FB Oberkirchen I [27]); um 1756 Müller in Haupersweiler (?) bei Freisen; katholisch; °° Maria Katharina *Becker; die Ehefrau stammt aus der Eller­mühle / *Ellernmühle bei Haupersweiler (vgl. Angabe bei www. alles/homepage_ahnen mit Hinweis auf FB Oberkirchen I [27]). Va­ter des Johann Adam *Alles (~ 2.12.1756 Haupertsweiler/Oberkirchen; °° 4.3.1783 Kirchenbollenbach mit der Müllerstochter M. Eli­sabeth Conrad) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreiden­bach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 30; Angabe bei www. alles/homepage_ahnen mit Hinweis auf FB Oberkirchen I [27]).



Alliot, Joseph:

von „Barrdück, Lothringen“, d.i. Bar-le-Duc, Frankreich; luth.; um 1697 königlich französischer Mühlkommissar zu Kirn; °° 11.12.1697 in Meisenheim mit Anna Barbara Borler, Tochter des Johann Nicolai Borler, Kannengießer (vgl. Anthes, Günter F.: Orts­fremde in Meisenheim am Glan im 17. Jahrhundert; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde 1974, S. 116).



Altendörfer, Ignatz:

geb. 1780 (err.) Flörsheim; Sohn von Philipp Altendörfer und Catharina Schmidt; Müller in Minfeld (?); °° 20.2.1806 (StA Nr. 4/1806) in Minfeld mit Catharina GERACH (* 14.5.1782 Minfeld - +++ (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 50 Nr. 33)



Althen, Johannes:

um 1759; Sohn des Johannes Althen († Maybach/Hessen, Einwohner von Maybach); Johannes Althen war „Mühlenknecht“; er hatte eine außereheliche Beziehung in Kindenheim mit Johanna Maria Elisabetha Röthing aus Kindenheim; Vater des nichtehelichen Kin­des Johann Andreas (*/† 1759 Kindenheim (vgl. Mayer, Fritz: Ortsfamilienbuch Kindenheim, a.a.O., S. 31 Nr. 23). Wenn die Annah­me zutrifft, daß Johannes Althen als Mühlenknecht arbeitete, müßte in Kindenheim eine Mühle bestanden haben, oder er war in ei­nem der Nachbarorte beschäftigt.



Altherr, Peter:

um 1830 Müller auf der Papiermühle Kaiserslautern. °° mit der verlebten Katharina Schalk († um/vor 1830) von der Kaisersmühle Kaiserslautern; Vater des minderjährigen Peter Altherr


Am 16.12.1830 wird im Intelligenzblatt des Rheinkreises die Versteigerung der Kaisersmühle am 27.12.1830 annonciert (vgl. Beilage Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 134 vom 16.12.1830, S. 992): „.... wird auf Ansuchen von 1. Jakob Schalk, 2. Friedrich Schalk, beide Müller auf Kaisersmühle bei Kaiserslautern wohnhaft, handelnd in ihrem persönlichen Namen, und ersterer noch in seiner Eigenschaft als Nebenvormund des nachbenannten minderjährigen Peter Altherr, und 3. von Peter Altherr, Müller, wohnhaft auf der Papiermühle bei Kaiserslautern, in seiner Eigenschaft als Vormund seines mit seiner verlebten Ehefrau Katharina Schalk erzeugten Sohnes Peter Altherr, der zu dem Nachlaß von Christoph Schalk gehörende, ein für sich bestehendes Ganzes bildende Antheil der sogenannten Kaisersmühle, bestehend in einem zweistöckigen Wohnhause, Scheuer, Stallungen, Waschküche, einer Bordenmühle, Mahl- und Oelmühle, einem dabei gelegenen Garten …. öffentlich versteigert“.




Altz, Michel:

um 1672; Betreiber der Schleifmühle bei Klingenmünster; Vetter des Johann Friedrich I *Lorch (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 82)



Ambs, Ludwig:

um 1765 Müller in Wald-)Grehweiler; °° mit Elisabeth NN.; bei der Taufe der Anna Elisabetha Müller aus St. Alban am 8.12. 1765 in St. Alban waren als Paten anwesend „Ludwig Ambs, Müller zu Grehweiller u. Elisabetha seine Ehefrau“ (luth. Kirchenbuch St. Al­ban, Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar)



Ameling, Johannes:

geb. um 1665 Kaiserslautern - 12.6.1729 Kaiserslautern; 11.5.1690 Bürgeraufnahme in Kaiserslautern; Bürger und Metzger in Kai­serslautern; nach 1707 Gastwirt im Kaiserslautern „Zum Güldenen Kopf“; Sohn des Theobald Ameling [Anm.: Hans Debelt, Metz­ger, Küfer und Wirt in Kaiserslautern; vgl. Herzog. Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O, S. 12 Nr. 2019] und der Apollonia Liller; °° 22.1.1691 in Alsenborn mit Maria Barbara Raquet (Tochter des Schultheißen in Alsenborn Samuel Raquet und der Anna Barbara Weckmann von der Hetschmühle); aus der Ehe stammen 9 Kinder (vgl. Herzog: Bürger in Kaiserslautern 1682-1702, a.a.O., S. 15 Nr. 4011).


am 22.8.1704 verkaufen die Brüder David *Jacob und [Anm.: Johann Martin *Jacob] Martin Jacob, beide aus Schopp, die in ihrem Eigentum stehende Mahl- und Bordmühle samt dem zugehörigen Grundstück „unten am Schloß Elmstein gelegen wie auch auf dem halben Appenthal, zum Kaufpreis von 118 1/2 fl an die Bürger und Metzger aus Kaiserslautern Johann Jost *Breitt, Johannes *Ame­ling und deren Ehefrauen Maria Catharina und Maria Barbara, sowie Johannes Müller, auch Bürger zu Lauttern (vgl. LA Speyer Best. A1 Nr. 742).



Amm, Johann Joseph:

1801 (err.) - 10.8.1852 Minfeld; Sohn des Metzgers Michael Amm und der Kunigunde NN.; Mühlarzt (in Minfeld ?) (vgl. Esser/ Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 50 Nr. 36)



Ammweg (Amweeg), Johann Ulrich:

25.12.1708 Niederbipp / Kanton Bern / Schweiz - 1762 Schifflicker Mühle; lutherisch; Sohn des Oswald Amweg; °° I lutherisch am 9.5.1741 in Homburg mit Anna Barbara Breunel (Brunel) ( 3.5.1761 Niederauerbach), der Tochter des Burkhard Breunel (Bru­nel) aus „Reudingen“, Berner Gebiets; er war vor seinem Tod „einige Zeit zu Auerbach in der Achatschleiferei beschäftigt“ (vgl. Zweibrücker Arbeitsgemeinschaft für Familienforschung: Schweizer Einwanderer im Westrich 1650-1750, Zweibrücken 1995, S. 57; (vgl. Wittner: Schweizer (Einwanderer) in der Südwestpfalz, a.a.O., S. 37). °° II 24.2.1762 mit Anna Catharina NN., Witwe des Da­niel Hartmann; Hans Ulrich Amweeg wird als Hintersasse auf der Tschiffliker Mühle bezeichnet (vgl. Wittner: Schweizer (Einwande­rer) in der Südwestpfalz, a.a.O., S. 37).



Amos, Heinrich:

ab 1693 Müller auf der Obermühle in Mannweiler (vgl. Stock, Pfarrer: Mannweiler, Fortsetzung; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1924, S. 118).



Amos, Johann Philipp:

1735 übernahm der Müller Johann Philipp *AMOS die Steckweilerer Mühle aus der Erbengemeinschaft nach dem verstorbenen Mül­ler Lazarus *Dietz; er war verheiratet mit Margaretha Catharina Dietz, der Tochter des Müllers auf der Steckweiler Mühle, Lazarus Dietz (vgl. Schattauer, Willi: Die Steckweilerer und Steingrubener Mahlmühlen (1682-1802); in: Nordpfälzer Geschichtsverein 4/2006 S. 14-16).


1735, d.h. sechs Jahre nach dem Tod des Lazarus Dietz († 19:4:1729 Steckweiler), verkaufen die Eheleute Johann Ludwig Bock und dessen Ehefrau Anna Elisabetha, beide zu Cölln, „ihre Mühle zu Steckweiler, welche sie von ihrem Vater seligen Lazarus Dietz ererbt haben, ihrem Schwager Philipp Amos und Frau Margaretha Catharina und zur Mühl samt dem dabey liegenden Häußgen, geforcht die Straß und den dabey liegenden verfallenen Hausplatz die sog. Werkstatt und Stallung, sambt Recht und Gerechtigkeit und der zu­gehörigen Mühlgütlein ….“ (letztere Grundstücke des „Mühlgütlein“ gehören wohl der Erbengemeinschaft nach Lazarus Dietz, be­stehend aus der Ehefrau des Dietz, Anna Margaretha von Bisterschied, Johannes Bornspitz und Hausfrau Maria Catharina zu Unken­bach und Peter Lippert und dessen Ehefrau Anna Catharina zu Steckweiler), solches allen überlassen sämtliche Erben ihrem Schwa­ger Philipp Amos für 1500 ad 350 fl.“ (zitiert bei Schattauer, Willi: Die Steckweilerer und Steingrubener Mahlmühlen (1682-1802); in: Nordpfälzer Geschichtsverein 4/2006 S. 14).


1741 befinden sich in den Steuerlisten der Landsberger Kellereirechnungen für den Bereich der „Stolzenberger Gemeinschaft“ und der zugehörigen Straf- und Frevelliste“ folgender Eintrag: „Wegen der durch den Müller Philipp Amoß zu Steckweiler neu zu erbau­enden Ohl Mühl“ (vgl. Schattauer, Willi: Landsberger Kellereirechnungen [1585-1786] Frevel und Strafen; in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 2010 [Helft 3], S. 7; LA Speyer: Best B2 Nr. 1336).


1756 wird in Steckweiler die Ölmühle des Philipp Amos erwähnt (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 360).


Der Obergrehweiler Müller Philipp Amos und seine Frau Eva Catharina war am 4.8.1742 in St. Alban Paten bei der Taufe der Müllerstochter Maria Catharina Leidinger (luth., geb. 31.07.1742 in St. Alban-Untermühle, ~ am 04.08.1742 in St. Alban, der Toch­ter des Müllers auf der Untermühle St. Alban, Christophel *Leidinger (vgl. Mitteilung von Eheleute Ewald Dittmar vom 5.8.2011 un­ter Hinweis auf: Bühler, Pfälzisch-Rheinische Familienkunde; Karl Schläfer, Die Familien von Gerbach und St. Alban; St. Alban und Gerbach, Kirchenbuch luth.) und der Anna Barbara NN. (vgl. Internetdatei familysearch.org). +++klären: die Vornamen der Ehefrau werden unterschiedlich angegeben; s. auch Ausführungen zum Müller NN. Amos; Amos dürfte wohl kaum gleichzeitig eine neue Öl­mühle in Steckweiler bauen und Müller in Gaugrehweiler sein; es dürfte sich wohl um unterschiedliche Personen handeln++++



Amos, Ludwig:

1734 – 13.12.1805 Gaugrehweiler (vgl. Internetdatei http://familysearch.org); um 1766 Müller in Gaugrehweiler (vermutlich auf der Obermühle); er ist am 12.12.1766 als Pate in der reformierten Kirche in Dielkirchen bei der Taufe des Ludwig, Weinkauf, dem Sohn des Müllers in Steckweiler Friedrich *Weinkauf und der Maria Margaretha NN. : „Ludwig Weinkauf, Müller zu Grehweiler“ (vgl. Dhom: Dietz, Weinkauf, Anhäuser. Familiennamen aus der Mühle zu Steckweiler in: PRFK 1977, S. 449). °° mit Elisabeth Catharina NN.; am 11.7.1762 wird in Gaugrehweiler geboren der Johann Ludwig Amos († 27.10.1764, zwei Jahre alt), der Sohn von Ludwig Amos und der Elisabetha Catharina NN. (vgl. Internetdatei http://familysearch.org), am 16.3.1765 die Maria Philippina Amos († 13.12.1765 Gaugrehweiler), Tochter des Ludwig Amos (vgl. Internetdatei http://familysearch.org), am 18.2.1767 wird in Gaugreh­weiler deren gemeinsame Tochter Maria Margarethe Amos geboren (vgl. Internetdatei http://familysearch.org); am 11.11.1768 wird in Gaugrehweiler geboren der Johann Ludwig Amos, der Sohn von Ludwig Amos und Elisabeth Gilmann (vgl. Internetdatei http://fa­milysearch.org), sowie am 29.5.1771 der Johann Andreas Amos, Sohn des Ludwig Amos und der Gilmann (vgl. Internetdatei http://­familysearch.org).



Amos, NN.:

um 1740 Müller in Gaugrehweiler auf der +++Mühle +++klären+++. Sein lediger Sohn Johann Andreas AMOS war bei der Taufe des am 27.1.1740 auf der Steckweiler Mühle geborenen Johann Christian Andreas Müller anwesend. Im reformierten Kirchenbuch sind als Paten vermerkt Johann Christian Kremb, der Müller aus der Schleifmühle (= Imsweiler), seine Frau Anna Barbara sowie Jo­hann Andreas Amos, des Müllers zu Gaugrehweiler lediger Sohn (reformiertes Kirchenbuch von ++++; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar).


Der Obergrehweiler Müller Philipp Amos und seine Frau Eva Catharina war am 4.8.1742 in St. Alban Paten bei der Taufe der Müllers­tochter Maria Catharina Leidinger (luth., geb. 31.07.1742 in St. Alban-Untermühle, ~ am 04.08.1742 in St. Alban, der Toch­ter des Müllers auf der Untermühle St. Alban, Christophel *Leidinger (vgl. Mitteilung von Eheleute Ewald Dittmar vom 5.8.2011 un­ter Hinweis auf: Bühler, Pfälzisch-Rheinische Familienkunde; Karl Schläfer, Die Familien von Gerbach und St. Alban; St. Alban und Gerbach, Kirchenbuch luth.). +++klären: die Vornamen der Ehefrau werden unterschiedlich angegeben; s. auch Ausführungen zum Müller NN. Amos; Amos dürfte wohl kaum gleichzeitig eine neue Ölmühle in Steckweiler bauen und Müller in Gaugrehweiler sein; es dürfte sich wohl um unterschiedliche Personen handeln++++



Andermüller, Georg:

um 1768 Müller auf der Lachenmühle in Lustadt. Die Mühle ist im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Germersheim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7, Bl. 16 Rückseite) wie folgt beschrieben: „Sothane in Niederlustadter Gemarckung liegende Mühl ist ein Eigenthumb und hat das von Zeiskam aus der Queich kommende geringe Wasser zu gebrauchen, der jetzige Inhaber nament­lich Georg Andermüller hat 3 überschlächtige Waßer Rädter durch welche 2 Mahl und 1 Schehlgang, sodann die Ohlig und Hirschen Mühl wechselweis getrieben werden, gibt in das Closter Haimbach jährlich 8 Malter Korn Pfacht, ahn Churpfaltz aber nichts.“



Andler, Johannes:

in einer Urkunde der Deutschordenskommende Einsiedel vom 26.5.1775 heißt es: Namens des kurpfälzischen „geheimbden rath und vice kantzleren herrn von Susmann“ wird die erbbeständliche Mückenmühl an Johannes Andler „bürgerlichem einwohnern zu Catz­weiler“, in Temporalbestand für 12 Jahre verliehen. Der Erbbeständer hat an die Deutschordenskommende die von Herrn von Sus­mann zu zahlende Erbpacht zu übernehmen und an Herrn von Susmann selbst 170 Gulden zu zahlen. Unterpfand ist das zu Katzwei­ler befindliche Vermögen von Johannes Andler, seiner Frau Susanna geborene Lattner und ihres verheirateten Sohnes Johann Henrich Andler (vgl. Armgart: Urkunden Deutschordenskommende Einsiedel, a.a.O., S. 474 Urk. Nr. 603).



Anger, Peter:

s. Peter *Agne



Agne, Anger, Angner, Angne, Angene:

verschiedene Schreibweisen derselben Familie, teilweise auch der einzelnen Personen, sortiert nach jeweiligen Schreibweise



Angne, Peter:

s. Peter *Agne



Angner, Elisabeth:

geb. ca. 1805; Tochter des Müllers auf der Würschhauser Mühle ++++; °° mit dem Ackerer Heinz Adam HEINZ; der Sohn Adam HEINZ wurde am 28.9.1835 bei den Eltern der Elisabeth Angner auf der Würschhauser Mühle geboren (vgl. Fremgen, Reinhold: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 154).



Anhäußer, Georg:

um 1800 Müller und Erbbeständer auf der Oberen Mühle / Felsenmühle in Oberndorf / Alsenz; er wird gegen Ende des 18. Jh. als Erbbeständer der Reichersberger erwähnt (vgl. Stock, Pfarrer: Ortsgeschichte von Oberndorf (auch zu Mühlen); in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 1927, S. 21-22 und S. 87-88)


°° mit Elisabetha Horster; Vater des späteren Müllers in Obermoschel, Johann Georg *Anhäuser (vgl. Beisiegel: Sippenbuch der Stadt Obermoschel, a.a.O., S. 52 Nr. 30, 31). er könnte +++ prüfen+++ auch der Vater des Müllers und Nachfolgers auf der Felsen­mühle in Oberndorf, Karl Philipp *Anhäußer sein (vgl. Stock, Pfarrer: Ortsgeschichte von Oberndorf (auch zu Mühlen); in: Nordp­fälzer Geschichtsverein 1927, S. 21-22 und S. 87-88)



Anhäußer, Johannes:

geb. vor 1755 err. Oberndorf / Alsenz; Sohn des Müllers Johann Friedrich *Anhäußer († 1755) von der Unteren Mühle in Oberndorf / Alsenz und der Anna Margarethe Simon aus Oberndorf / Alsenz (vgl. Stock, Pfarrer: Ortsgeschichte von Oberndorf; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1927, S. 21-22 und S. 87-88 iVm. Internetdatei http//familysearch.org); seine Mutter heiratete in 2 Ehe den Müller Georg Philipp Matthias aus Meisenheim, der die Mühle von 1757-1777 betrieb. Dann ging die Mühle an Johann Anhäußer über.


°° NN. *Fitting aus Mauchenheim (vgl. Stock, Pfarrer: Ortsgeschichte von Oberndorf (auch zu Mühlen); in: Nordpfälzer Geschichts­verein 1927, S. 21-22 und S. 87-88); die Eheschließung erfolgte in Oberndorf am 18.10.1772, bei der Ehefrau handelt es sich um die Maria Magdalena Fitting, Tochter des Johannes Fitting; aus der Ehe stammt der Sohn Johann Georg Anhäußer (geb. 29.12.1777 Oberndorf, ~ 1.1.1778 Oberndorf) (vgl. Internetdatei http//familysearch.org), der Sohn Johann Christian Anhäußer (geb. 27.5.1781 Oberndorf; ~ 27.5.1781 Oberndorf) (vgl. Internetdatei http//familysearch.org), der Sohn Johannes Anhäußer (geb. 19..11.1774 Obern­dorf, ~ 20.11.1774 Oberndorf) (vgl. Internetdatei http//familysearch.org; Dhom: Dietz, Weinkauf, Anhäuser. Familiennamen aus d. Mühle zu Steckweiler; in: PRFK 1977, S. 449), die Tochter Johanna Margaretha Anhäußer (geb. 27.5.1776 Oberndorf, ~ 29.5.1776 Oberndorf) (vgl. Internetdatei http//familysearch.org), die Tochter Christine Elisabeth Anhäußer (geb. 10.8. 1783 Oberndorf, ~ 11.8. 1783 Oberndorf) (vgl. Internetdatei http//familysearch.org), der Sohn Hermann Anhäußer (geb. 21.9.1785 Oberndorf, ~ 25.9.1785 Oberndorf) (vgl. Internetdatei http//familysearch.org).



Anhäußer, Johannes:

geb. 19..11.1774 Oberndorf, ~ 20.11.1774 Oberndorf) (vgl. Internetdatei http//familysearch.org; Dhom: Dietz, Weinkauf, Anhäuser. Familiennamen aus d. Mühle zu Steckweiler; in: PRFK 1977, S. 449); Sohn des Müllers von der Unteren Mühle in Oberndorf, Johan­nes *Anhäußer und der NN. Fitting;; °° am 18.10.1796 mit der 14jährigen (!) Müllerstochter Katharina Weinkauf aus der Steck­weiler Mühle der Tochter des Müllers Johann Urban Weinkauf und der Maria Elisabeth Grübeler (vgl. Internetdatei http//fami­lysearch.org; Dhom: Dietz, Weinkauf, Anhäuser. Familiennamen aus d. Mühle zu Steckweiler; in: PRFK 1977, S. 449). Wegen der da­maligen Kriegszeiten findet die Trauung in der Mühle u Steckweiler und nicht in der Kirche in Dielkirchen statt. Tochter aus der Ehe ist Karoline Margaretha Anhäußer (geb. 23.7.1797; Pate war Karl Philipp Anhäußer Müller zu Oberndorf und seine Frau Marga­retha) (vgl. Dhom: Dietz, Weinkauf, Anhäuser. Familiennamen aus d. Mühle zu Steckweiler; in: PRFK 1977, S. 449).



Anhäußer, Johann Friedrich:

1755 Oberndorf / Alsenz; Müller auf der Unteren Mühle in Oberndorf / Alsenz; °° I am 14.6.1729 in Oberndorf mit Anna Maria Glassen (vgl. Internetdatei http: familysearch.org); beide Eheleute waren am 5.4.1734 als Paten in der reformierten Kirche Dielkir­chen anwesend bei der Taufe des Philipp Friedrich Weinkauf, dem Sohn des Müllers in Steckweiler Andreas *Weinkauf und der Apollonia NN.: “Friedrich Anhäußer, Müller zu Oberndorf und Anna Maria, des Friedrich Anhäuser eheliche Hausfrau“ (vgl. Dhom: Dietz, Weinkauf, Anhäuser. Familiennamen aus d. Mühle zu Steckweiler; in: PRFK 1977, 448).


°° II am 18.2.1749 in Oberndorf mit Anna Margarethe Simon aus Oberndorf; diese heiratete nach Anhäußers Tod 1755 in 2 Ehe den Müller Georg Philipp Matthias aus Meisenheim, der die Mühle von 1757-1777 betrieb. Dann ging die Mühle auf den Sohn Anhäu­ßers, Johann Anhäußer, über (vgl. Stock, Pfarrer: Ortsgeschichte von Oberndorf (auch zu Mühlen); in: Nordpfälzer Geschichts­verein 1927, S. 21-22 und S. 87-88; Internetdatei http//familysearch.org). Aus der Ehe stammen die Kinder Johann Philipp Anhäußer (geb. 25.11.1749 Oberndorf (vgl. Internetdatei http//familysearch.org), ~ 3.12.1749) Carl Philipp Anhäußer (geb. 25.2. 1753 Obern­dorf) (vgl. Internetdatei http//familysearch.org), Maria Friederica Anhäußer (geb. 23.7.1755 Oberndorf) (vgl. Internetdatei http//family­search.org).



Anhäuser, Johann Georg:

geb. 25.3.1808 in Oberndorf/Alsenz - ++++; Müller in Obermoschel; Sohn des Müllers auf der Felsenmühle in Oberndorf/Alsenz Georg *Anhäuser und der Elisabetha Horster; °° 6.8.1840 Obermoschel mit Susanna Müller (geb. 6.4.1814 Obermoschel, Tochter des Metzgers und Adjunkt in Obermoschel Carl Müller und der Charlotta Christina Stolz) (vgl. Beisiegel: Sippenbuch der Stadt Obermos­chel, a.a.O., S. 52 Nr. 31 iVm S. 157 Nr. 1480).



Anhäußer, Karl Philipp:

nach 1800 Müller auf der Oberen Mühle / Felsenmühle in Oberndorf / Glan; er könnte der Sohn des Müllers Georg Anhäußer sein, bzw. des Johann Friedrich Anhäußer ++++klären+++; Karl Philipp Anhäußer vergrößerte die Mühle durch verschiedene Anbauten und errichtete 1812 die Toreinfahrt, 1818 die Scheuer und 1844 die Gipsmühle, in der später ein Sägewerk betrieben wurde. Sein Sohn, Karl Philipp (2) Anhäußer wanderte mit seiner Frau nach Amerika aus, wo er 1852 starb (vgl. Stock, Pfarrer: Ortsgeschichte von Oberndorf (auch zu Mühlen); in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1927, S. 21-22 und S. 87-88).


°° mit Katharina NN. (vgl. Dhom: Dietz, Weinkauf, Anhäuser. Familiennamen aus d. Mühle zu Steckweiler; in: PRFK 1977, S. 449); es könnte sich bei ihr um Anna Margaretha Schlamp handeln (vgl. Internetdatei http//familysearch.org).


Die Eheleute Anhäußer waren Paten bei der Taufe der Karoline Margaretha Anhäußer (geb. 23.7.1797) der Tochter des Johannes *Anhäußer und der Katharina *Weinkauf. Pate war Karl Philipp Anhäußer „Müller zu Oberndorf und seine Frau Margaretha“ (vgl. Dhom: Dietz, Weinkauf, Anhäuser. Familiennamen aus d. Mühle zu Steckweiler; in: PRFK 1977, S. 449).



Antoni, Franz Michael:

ca. 1838 Hatzenbühl – 2.5.1896 Hatzenbühl (?); Müller in Hatzenbühl (?); Sohn des Bäckers und Gutsbesitzers in Hatzenbühl Georg Jakob ANTONI (ca. 1813 – 19.6.1875) und der Maria Eva Keiber; Enkel des Gastwirts in Neupotz Johannes Antoni und Maria Eva Gehrlein; Bruder des Müllers Georg Jakob (1) Antoni; °° 3.8.1868 mit Amanda LAUX; aus der Ehe gehen 5 Kinder hervor, darunter der Sohn und Müller Karl *Antoni (vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 300).



Antoni, Georg Jakob (1):

ca. 1839 Hatzenbühl - ++++; Müller in Hatzenbühl (?); Sohn des Bäckers und Gutsbesitzers in Hatzenbühl Georg Jakob Antoni (ca. 1813 – 19.6.1875) und der Maria Eva Keiber; Enkel des Gastwirts in Neupotz Johannes Antoni und Maria Eva Gehrlein; Bruder des Müllers Franz Michael Antoni; °° 1866 mit Pauline Schwein (Tochter des Peter Schwein und Maria Anna Wünschel); aus der Ehe ge­hen 3 Kinder hervor (vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 300).



Antoni, Karl:

28.3.1875 Hatzenbühl – 20.6.1921 Hatzenbühl; Müller in Hatzenbühl (?);Sohn des Müllers Franz Michael *ANTONI und der Aman­da Laux; °° mit Elisabeth Franzoni; aus der Ehe gehen 4 Kinder hervor (vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 300).



Apfel, Andreas:

um 1698 Müller, Wirt, Altbürger und Rat (1698) in Speyer +++klären+++ (vgl. Hartwich, Wolfgang: Bevölkerungsstruktur und Wie­derbesiedlung Speyers nach der Zerstörung von 1689; Diss., a.a.O., S. 22 32, 48, 54, 68, 126).



Aqua, Ackva:

unterschiedliche Schreibweisen; s. *Ackva



Armbrust, Hans Georg:

aus Geinsheim; ab 1736 Müller auf der bischöflich-speyerischen herrschaftlichen Mahlmühle in Dudenhofen; 1736 wurde die Mühle an Georg ARMBRUST von Geinsheim um eine jährliche Pacht von 114 Malter Korn auf 6 Jahre verliehen (vgl. Klotz: Ortsgeschich­te der Gemeinde Dudenhofen, Gemeindeverwaltung Dudenhofen 1964, S. 141).



Armbrust, Johann:

Müller; 1758-63 zusammen mit Georg Armbrust Betreiber der Lambsheimer Mühle (vgl. Klein, Günter: Die Lambsheimer Mühle, a.a.O., ohne Seitennummerierung)



Armbrust, Johann:

vor 1881 (err.); Müller auf der Oberen Eselsmühle in Enkenbach; °° mit Susanna Eyer. Am 9.4.1881 läßt Susanna Eyer, die Witwe des Müllers Johann Armbrust u.a. versteigern: „Plan-Nr. 1204 (39 Dec.), 13 Ar 30 m² Fläche mit Wohnhaus, Mahlmühle, Sägemühle, Scheuer, Stall und Hof, die obere Eselsmühle genannt (vgl. Pfälzische Presse vom 9.4.1881).



Arm(en)dinger, Johann Christoph:

27.1.1715 – 12.4.1749 Edenkoben; Ohligmüller in Edenkoben auf der Buschmühle; Sohn des Müllermeisters auf der Buschmühle in Edenkoben Johann Friedrich Armendinger (geb. in Asselheim; Sohn des Asselheimer Bäckers Conrad Armendinger; °° 25.11.1710 in Edenkoben mit der Müllerstochter Elisabetha Barbara Körner, Tochter des Müllers auf der Buschmühle Edenkoben, Johann Balthasar Körner) und der Elisabetha Barbara Körner; Bruder des Mühlarztes Friedrich Conrad Armendinger und des Müllers auf der Mahlmühle (?) der Buschmühle in Edenkoben, Johannes Armendinger (vgl. Kuby, Alfred Hans: Müller in Edenkoben zwischen 1665 und 1800. In: Pfälz. Familien- u. Wappenkde. Bd 4 = Jg. 12, 1963. S. 361).


Am 14.12.1744 verkaufte der Ohligmüller Christoph Armdinger seine Ölmühle für 1030 fl Bargeld und 100 fl Trinkgeld an den Edenkobener Zoller Philipp Jakob Müller und dessen Ehefrau Anna Elisabeth Gleich (vgl. Billig: Zur Geschichte des kurpfälzischen Edenkoben, a.a.O., S. 46 und S. 51 Anm. 12).


Es handelt sich bei der „Ölmühle in der Mittelhaingeraide“ wohl um die Ölmühle auf der Buschmühle/Wolffschen Mühle, die im Edenkobener Tal gelegen (vgl. Intelligenzblatt Rheinkreis 1828, S. 440) und eine der obersten der Edenkobener Mühle war und westlich von Edenkoben im Bereich der Haingeraide, unterhalb des heutigen Hilschweihers im Edenkobener Tal lag, am Triefenbach ca. 150 m unterhalb (ostwärts) der Huhn'schen Mühle. In der Aufstellung Kuby's über die Edenkobener Müller (vgl. Kuby, Alfred Hans: Müller in Edenkoben zwischen 1665 und 1800. In: Pfälz. Familien- u. Wappenkde. Bd 4 = Jg. 12, 1963. S. 361-66) ist die Verbindung der Müller aus der Familie Armdinger zur Buschmühle dargestellt. Der Müllermeister Johann Friedrich Arme(n)dinger (Sohn des Gemeindebäckers Conrad Armendinger aus Asselheim [Grünstadt]) °° 25.11.1710 in Edenkoben mit der Elisabetha Barbara Körner, Tochter des Buschmüllers Johann Balthasar Körner. Johann Friedrich Armendinger verstirbt am 4.11.1735 in Edenkoben im Alter von knapp 62 Jahren (vgl. Kuby: Müller in Edenkoben, a.a.O., S. 361; luth. KB Edenkoben). Der Sohn, Johann Christoph Armendinger, heiratet als „neu angehender Müller auf der Buschmühl“ am 7.11.1736 die Anna Elisabetha Jenzer aus Edenkoben. Der andere Sohn, Johannes Armendinger, ebenfalls Müllermeister auf der Buschmühle, übernahm offenbar die dortige Mahlmühle (vgl. Kuby: Müller in Edenkoben, a.a.., S. 361; luth. KB Edenkoben; ref. KB. Edenkoben). Der Johann Christoph Armendinger stirbt als „Ohlenschlager in der Buschmühl“ am 12.4.1749 (vgl. Kuby, Alfred Hans: Müller in Edenkoben zwischen 1665 und 1800. In: Pfälz. Familien- u. Wappenkde. Bd 4 = Jg. 12, 1963. S. 361; luth. KB Edenkoben).



Armknecht Anna Elisabeth:

13.4.1720 Marnheim - ++++; ~ 14.4.1720 Marnheim; reformiert; Tochter des Schmiedemeisters Johann Henrich Armknecht und Ma­ria Margretha Böshans; °° 11.8.1743 in Marnheim mit dem Pfortmüller in Albisheim Johann Nikolaus *Morgenthaler (err. 1715 Ei­senberg – 10.4.1772 Albisheim Pfortmühle; Sohn von Johann Caspar Morgenthaler und Marie Margarethe Heylmann). Aus der Ehe gingen 10 Kinder, 4 Mädchen und 6 Söhne, u.a der Sohn und spätere Pfortmüller in Albisheim Johann Adam I. Morgenthaler, der Sohn Abraham Morgenthaler († 23.1.1773 im Alter von 22 Jahren und 7 Monaten) (vgl. Morgenthaler, Otto: Die älteste Geschichte der Pfortmühle bei Albisheim/Pfrimm; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1987, S. 78; Mitteilung Eheleute Dittmar vom 11.11.2011), der Friedrich Nicolaus Morgenthaler (geb. 30.10.1746 Albisheim) (vgl. Internetdatei familysearch.org).



Armknecht, Hanß Jacob:

geb. * 1615 ? - † 1666 Marnheim; reformiert; Müller in Marnheim (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 5.8.2011; Marnheim, ref. Kirchenbuch; beim Bestattungseintrag ist kein Name angegeben, sondern nur "der Müller"); ++++klären: welche Mühle++++. °° 1640 ? mit Gertrud NN. (geb. 1615 ? - beerd. 1.10.1655 in Marnheim); Vater der Anna Catharina Armknecht (geb. 1640 ? Marnheim; °° am 13.1.1663 in Marnheim mit dem um 1640 geborenen und aus dem Frankenland stammenden Müller Andreas *Vogt), der Maria Barbel Armknecht (geb. um 1640 Marnheim – vor 1667 Marnheim; °° am 19.1.1664 in Marnheim mit Hanß Hermann Koch [geb. um 1630]), des Hanß Jacob Armknecht (geb. um 1645 Marnheim; °° am 16.4.1667 in Marnheim mit Ursula Hohwentter [geb. 1645 ? Marnheim; vgl. Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 5.8.2011] bzw. Ursula Hohwartter [vgl. Internetdatei familysearch.org]), der Catharina Armknecht (~ 6.10.1648 Marnheim; °° 18.1.1670 in Marnheim mit Johann Gottfried Magsamen), Hanß Philipp Arm­knecht (geb. um 2.2.1651 Marnheim; °° am 6.5.1656 in Marnheim mit Barbara NN. [aus Birkenfeld; geb. um 1625 !])



Armknecht, Johann Henrich:

um 24.8.1684 Marnheim - ++++; ~ 24.8.1684 Marnheim; reformiert; Schmiedemeister und Gemeinsmann in Marnheim; °° 25.2.1710 Marnheim mit Maria Margretha Böshans (~ 28.1.1694 Marnheim); Vater der Anna Elisabetha *Armknecht (vgl. ref. KB Marnheim; Mitteilung Eheleute Dittmar vom 11.11.2011)).



Arnold, J. W.:

um 1738 in Edenkoben; er stellte 1738 ein Gesuch zur Erbauung einer Ölmühle auf einer ihm gehörigen Wiese in Edenkoben.


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 915/2: „Concession für J. W. Walter de ao 1727 zu Erbauung einer Ölmühle auf seinem Stück Feld zu Edenkoben für J. W. Arnold de 1738 zu Erbauung einer Ölmühle auf seiner Wiese daselbst“



Atman, Peter:

um 1611 in Neustadt; er kaufte 1611 die andere Postmühle in Neustadt und verpachtete sie weiter. Im kurpfälzischen Mühlenver­zeichnis 1738 ist die Postmühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): „Die andere Postmühl unter der Neustadt ist ein Eigenthumbsmühl undt hatt solche der Peter ATMAN in Anno 1611 an sich erkauft, undt von der Zeit unter den Freunden des Peter Atman geblieben, hat ein Wassergang, gibt jährlich in hiesige Kellerey 4 Malter Korn Wasserfall, so dan 40x vor 2 Cappen benembst 36x Bachzins in hiesige Gefäll Verwäserei Neustadt vermög eines vorgezeigten Kaufbrief von hiesigem Stadtradt, es ist sonsten kein Consens vorhanden, der jetzige Posseser ist Johann Jacob Keller.“



Auer, Dieterich:

um 1745 “Inhaber” der Obermühle in Herbitzheim (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 190); Anm.: Herbitzheim und Breitfurt liegen nicht weit voneinander, auf beider Mühlen heißen die Müller “Auer”; es dürfte sich wohl nahe Verwandte han­deln (Brüder ?). In der Aufstellung über die seit 1744 neu erbauten Mühle im Oberamt Zweibrücken vom 25.9.1756, erstellt von dem Keller Böttger an die herzogliche Regierung ist folgendes vermerkt (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 292/1 S. 44r): „Oberhalb Dahlheim



Auer, Johannes:

um 1746 Müller auf der Ohligmühle in Herbitzheim (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und LA Speyer Best B2 Nr. 295/5 Bl. 114-118 Mühlenbericht des pfalz-zweibrückischen Rentkammersekretärs Marx vom 6.1.1745; vgl. auch Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, a.a.O., S. 179, der aufgrund einer Verwechslung mit dem Obermüller Dietrich *Auer allerdings angibt, Johannes Auer sei Müller auf der Obermühle in Herbitzheim gewesen). +++klären: Verwandtschaftsverhältnis zu Dieterich Auer+++


1744 errichtete Johannes Auer die Neue Ohligmühle in Herbitzheim. Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und LA Speyer Best B2 Nr. 295/5 Bl. 114-118 Mühlenbericht des pfalz-zweibrückischen Rentkammersekretärs Marx vom 6.1.1745) wird sie zusammenfassend wie folgt beschrieben: „wird durch den Lautenbach angetrie­ben, liegt mitten zwischen den beiden Mahlmühlen. Ist erst seit einem Jahr gantz neu erbauet, hat ein unterschlechtiges Waßerrad, kann nur bey großem Waßer gehen und muß den gantzen Sommer hindurch stillstehen. Liegt an der vollen Bach und hat vor das Obere Waßer einen Graben von ohngefehr 20 Ruthen zu unterhalten, das untere Waßer aus dem Waßerbau in den alten Graben. Der Erbbeständer ist Johannes Auer, so die Mühle im vorigen Jahr erbauet und eine Erbbestand darüber unterm 6ten Juny 1743 erhalten hat.“


1747 errichtete Johannes *Auer oberhalb von Dahlheim an der Blies eine neue Mahlmühle. In der Aufstellung über die seit 1744 neu erbauten Mühlen im Oberamt Zweibrücken vom 25.9.1756, erstellt von dem Keller Böttger an die herzogliche Regierung ist folgen­des vermerkt (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 292/1 S. 44r-45): „Oberhalb Dalheim an der Blies hat Johannes Auer ao. 1747 laut seines in Händen habenden Erbbestands-Briefs eine neue Mahlmühle erbauet, und solche hat 2 Wasserräder, welche 2 Mahl- und 1 Schehl­gang im Trilles treiben. Gibt solche jährl: Pfacht 6 Mltr. Korn und 6 fl an Geld, welches letztes aber der Müller auf die gleichfalls im Erbbestands-Brief inserierte Erlaubnis, eine Öhlmühle daran zu bauen, verstehen will. Ist der Kirchheimer herr­schaftliche Hof darzu gebannet, von welchem allein sie aber die Nahrung nicht ziehen könne, und manchmal aus dem Leyischen oder von Böckweiler Mahlgästen bekäme, so aber von ihnen nicht öffentlich geschehen dürfe, und müßte sich der Müller sich kümerlich darauf nähren. Weil er das ganze Jahr Wasser habe, so könte er jährlichen gar leichtlich 100 und mehr Mahlgäste befördern.“



Auer, Sebastian:

um 1745 Müller auf der Breitfurter Bannmühle; Lehensmüller (Afterbeständer) nach dem Erbbeständer ist Michael *Görig von Bliesbrücken (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 190); Anm.: Herbitzheim und Breitfurt liegen nicht weit vonein­ander, auf beider Mühlen heißen die Müller “Auer”; es dürfte sich wohl nahe Verwandte handeln (Brüder ?).



Augsburger, Georg Johann:

ab 1890 Müller auf der Augsburger Mühle in Bergzabern; Sohn des Müllers auf der Augsburger Mühle, Lorenz gen. Konrad *Augs­burger und der Elisabeth Augsburger geb. Hey. Er wandelte die bisherige Scheune des Anwesens in Gästezimmer um. Nach seinem Tod führte seine Witwe Charlotte Augspurger (geb. Schüler) den Betrieb, bis sie 1919 verstarb. Vater (?) der E. Charlotte Augsburger (°° mit dem Müller auf der Augsburger Mühle, Adolf Wölfle).



Augsburger, Lorenz gen. Konrad:

1876 Bergzabern; Müller auf der Augsburger Mühle in Bergzabern. Nach L. Hertle kam der Besitz in die Hände von Müller Jo­hann, gen. Konrad Augspurger (geb. 1819). Von ihm erhielt das Anwesen seinen heutigen Namen, "Augspurger Mühle". Nach Kon­rad Augspurgers Tod 1876 erwarb dessen Witwe Elisabeth Augspurger (geb. Hey) die Erlaubnis zum Betrieb einer Wein- u. Bierwirt­schaft. Im Jahr 1890 übernahm ihr Sohn Georg Johann Augspurger den Besitz.



Aulenbacher, Andreas:

um 1745; er war mit NN. Goffing der Tochter des Müllers auf der Goffingmühle in Hornbach; Gottfried *Goffing verheiratet. Aulen­bacher hat offensichtlich von seinem Schwiegervater die Goffingmühle übernommen, denn er frägt bei der Zweibrücker Rentkammer nach, ob der Temporalbestand “gegen Bezahlung eines billigen Erbkaufschillings” in einen Erbbestand umgewandelt werden könne (vgl. KSchA Zw. Rep. IV Nr. 1685; Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 111, KSchA Zw. Rep. IV Nr. 1685). Der von ihm angebotene Preis wird aber von der Rentkammer nicht für akzeptabel gehalten, sodaß man versucht, die Mühle zu versteigern. Da die Versteige­rungsgebote zu gering ausgefallen sind, wird der Klosterschaffner angewiesen, Vorschläge zu machen, wie diese Mühle am besten wieder "temporaliter" begeben werden könnte. Schließlich kommt man noch einmal aus Aulenbacher zurück und fragt an, ob er die Mühle nicht temporaliter haben wolle. Aulenbacher will die Mühle jedoch im Erbbestand haben. Nach langen Verhandlungen, in de­nen um die Höhe der Erbpacht wie auch des Erbkaufschillings gefeilscht wurde, entschloß sich die Rentkammer, die Mühle dem Au­lenbacher im Erbbestand zu überlassen, wobei überhaupt kein Erbkaufschilling zu zahlen war. Als Grund für die Umwandlung wurde angeführt, daß die Mühle in Anbetracht des bisherigen hohen "Canone" von 30 Gulden und der Konkurrenz durch Johann Heinrich Webers neu errichtete Mühle (d.i. die Mahlmühle zu Hornbach, errichtet 1725; vgl. zu dieser: Schneider: Hornbacher Mühlen, a.a.O., S. 4) im Temporalbestand nicht mehr zu halten war (vgl. KSchA Zw. Rep. IV, Nr. 328, 329, 330; Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 111).



Aulenbacher, Gall:

um 1741 (vgl. Pfeffelbach Chronik, a.a.O., S. 75) und noch bis 1745 Müller auf der Neumühle oben am Pfeffelbacher Brühl. In der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt (vgl. Mühlen­protokoll von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 92-94r): “Die Neumühle oben am Pfeffelbacher Brühl hat das Wasser, das von den vorgenannten Mühlen herabfließt, liegt ¼ Stunde von der Altmühl und ½ Stunde von der folgenden Ruthweiler Mühle. Das 15 Schuh hohe Wasserrad treibt 1 Mahlgang und 1 im Trillis laufendem Schälgang. Der 685 Schritt lange Graben von der Mühle trocknet im Sommer aus. Gall *Aulenbacher ist Erbbeständer. Er legitimiert sich mit einem Erbbestandsbrief vom 23. Mertz 1741, nach dem er solche von seinen Miterben für 225 fl angenommen hat. Pacht: 2 a. Hafer, 2 Ma. Korn und 2 fl. Der Müller betreibt Ackerbau, weswegen er dem Handel nicht nachgehen kann.“ (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 215).


Er muß noch 1745 die Mühle aufgegeben haben, denn im Kirchenbuch wird um 1745 der Nickel Bremm als Müller auf der Neumüh­le erwähnt (vgl. Pfeffelbach Chronik, a.a.O., S. 75).



Aumer, Franz:

1782 (err.) Altenbamberger Mühle; Müller und Temporalbeständer in auf der herrschaftlichen Bannmühle in Altenbamberg. Am 18.3.1754 wird, nachdem durch den Tod des Freiherrn von Waldecker das kurpfälzische Lehen zu Altenbamberg der Kurpfalz heim­gefallen ist, die Mühle zu Altenbamberg von der Kurpfalz dem bisherigen Beständer Franz Auemer (auch *Aumer, Oumer) auf 6 Jah­re in Bestand gegeben (vgl. LA Speyer: Regest Urkunden Herrschaft Reipoltskirchen, Best. C22 Nr. 53).


Am 30.10.1762 verleiht die Rentkammer zu Rappolzweiler namens des Herzogs Friedrich (Anm.: Pfalzgraf Friedrich erhielt am 30.11.1754 durch Kurfürst Carl Theodor von der Pfalz das durch Tod des Johann Hugo Freiherr von Waldeck heimgefallene Lehen Altenbamberg; vgl. LA Speyer C22 Nr. 57) dem Mühlenbeständer Franz *Aumer die Mühle zu Altenbamberg rückwirkend zum 21.6.1762 auf 12 Jahre in Temporalbestand. Der vom Beständer bereits am 21.6.1762 gefertigte Bestandsbrief ist unterschrieben von Franz Aumer, dessen Ehefrau Elisabeth geb. Senfftleb und Zeugen (vgl. LA Speyer Best. C22 Nr.61, 66).


Nach dem Tod des Müllers Franz Aumer verleiht die kurfürstliche Administration am 26.7.1782 auf Bitten der Witwe des Franz Au­mer deren zukünftigem Schwiegersohn Nicolaus Witt von Norheim und deren ältester Tochter Margarethe Aumer die Mühle zu Al­tenbamberg in Erbbestand (vgl. LA Speyer Best. C22 Nr. 71, 72).



Aumer, Johann Philipp:

um 1705 war Johann Philipp Aumer der Müller auf der Salingsmühle in Kaiserslautern; °° mit NN. Lettenbauer; er ist der Schwieger­sohn des Gallappmüllers Lettenbauer (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 16). Vater der Anna Barbara Aumer (°° 15.9.1705 in Kaiserslautern mit dem Müller Daniel Stephan aus der Papiermühle Kaiserslautern) (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 16).



Aumer, Mathäus:

um 1693 Müller auf der Steinmühle in Albisheim. Am 07.01.1693 heiraten Matthäus *Aumer, Müller auf der Steinmühle bei Albis­heim, und Anna Barbara Schuster, Wtw. d. Joe Voß von Bolanden (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bo­landen von 1686-1800, a.a.O., S. 519).



Authenrieth, Christoph:

1791 wird in Dörrenbach der Christoph Authenrieth als Walkmüller erwähnt (vgl. Dörrenbach, Gemeinde [Hrsg.]: 1000 Jahre Dör­renbach, a.a.O., S. 457; LA Speyer Best.V23 Nr. 126 Nachlaß Vogelgesang).













Litera B




Baab, Bab, Familie:

unterschiedliche Schreibweise des Familiennamens ist nicht berücksichtigt; alle Personen werden unter „Baab“ erfaßt



Baab, Johann Adam:

Müller auf der Riedenmühle bei Marnheim; Sohn des Müllers auf der Riedenmühle, Konrad *Baab; °° Barbara NN; Vater von Philip­pina Baab (°° mit Philipp Decker aus Marnheim), Christina Baab (°° mit dem Müllermeister Valentin Decker), Elisabetha Baab (°° dem Gemeindsmann zu Dreisen Valentin ++++++), Daniel *Baab Ohligmüller auf der Riedenmühle in Marnheim, Maria Barbara Baab (°° Philipp WURSTER aus Albisheim), Philipp Adam Baab (24 Jahre alt, ledigen Standes), Jacob Ludwig Baab (des Beckers Handwerck, ledigen Standes, 22 Jahre alt) und Anna Maria Baab (ledigen Standes). Nach dem Tod des Müllers Johann Adam Baab Ende August 1793 kam es zur erbrechtlichen Regelung zwischen der Witwe Barbara NN. und den Kindern. Der Sohn und Müller Da­niel Baab übernimmt die Mühle (vgl. Ausfautheiakten Kirchheimbolanden F22 Nr. 144)



Baab, Johann Jacob:

um 1796 auf der Riedenmühle bei Marnheim. Sohn des Johann Adam Bab „auf der Riedemühle“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchen­bücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 283). Am 12.11.1789 in Kirchheimbolanden als Pate erwähnt: „Jakob Bab, S. d. Joh. Adam Bab, auf der Riedemühle“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 283). Am 23.11.1796 wird als Pate im KB Kirchheimbolanden erwähnt der „Joh. Jakob Baab, von der Riedenmühle“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 301). Er könnte ein Enkel des Con­rad *BAB sein, der im nassau-weilburgischen Mühlenverzeichnis von 1772 als Miteigentümer der Riedenmühle genannt wird (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 289).



Baab, Konrad:

Anfang August 1756; Müller auf der Riedenmühle in Marnheim. Im LA Speyer (vgl. LA Speyer Best F 22 Nr. 82) befindet sich das Erbteilungsinventar vom 14.9.1756, das nach dem Tod des Conrad Baab erstellt worden ist. „Nachdem Konrad Baab, Wittwer dahier, vor ohngefähr 5 Wochen verstorben und die hinterbliebenen 7 Kinder

- Anna Maria, Ludwig Motzer Ehefrau zu Imsweiler,

- Christina, Ludwig Stauders

- Konrad Baab zu Dreisen wohnhaft

- Johann Nicolaus Baab ledigen Standes, welcher auf der Wanderschaft

- Johann Adam Baab, ledigen Standes

- Elisabeth, Daniel Freyen Ehefrau zu Mannheim

- Johann Georg Baab, ledigen Standes, dermahlen auf der Wanderschaft

sich entschlossen, die Nachlassenschaft unter sich zu theilen ...“


Zum Nachlaß gehört die Riedenmühle (vgl. LA Speyer Best F 22 Nr. 82)



Bab, Johann Adam:

um 1796 auf der Riedemühle“ bei Marnheim. Vater des Johann Jacob *BAAB (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirch­heim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 283). Er könnte der Sohn des Schultheißen Conrad *BAB sein, der im nassau-weilbur­gischen Mühlenverzeichnis von 1772 als Miteigentümer der Riedenmühle genannt wird (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 289).



Bab, Conrad:

1772 als Miteigentümer der Riedenmühle bei Marnheim genannt. Er dürfte der Sohn des Müllers auf der Riedenmühle, Konrad *BAAB ( Anfang August 1756) sein. Im LA Speyer (vgl. LA Speyer Best F 22 Nr. 82) befindet sich das Erbteilungsinventar vom 14.9.1756, nach welchem die Erbteilung erfolgt. Zum Nachlaß gehört die Riedenmühle. In diesem Inventar ist Konrad BAAB zu Dreisen wohnhaft als Miterbe genannt. Müller auf der Riedenmühle Die Mühle ist im nassau-weilburgischen Mühlenverzeichnis von ca. 1772 (vgl. LA Speyer Nassau-Weilburg Akten Fasc. 382 und ebenda neu: Best C 38 Nr. 46) wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 289): „liegt an einem Hang zwischen Marnheim und Elbisheimer Hof. Sie ist Eigen­tum des Conrad Bab und des Peter Stichter. Sie hat 1 Gang; für den Wasserfall sind 4 Malter Korn zu entrichten“.


Er könnte der Vater des Johann Adam *BAB und Großvater des Johann Jacob *BAAB sein, der im Kirchenbuch Kirchheimbolanden am 23.11.1796 als Pate erwähnt wird. Dieser 'stammt „von der Riedenmühle“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirch­heim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 301).



Bach, Johann Eberhard:

um 1731 Müller in Weitersweiler; 1731 ist im kath. Kirchenbuch Weitersweiler die Eheschließung des Müllers in Weitersweiler, Jo­hann Eberhard BACH mit der aus Dreisen stammenden Susanna LAUFER beurkundet (kath. KB Weitersweiler, Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar).



Bacher, Conrad:

ab 1747 bis um 1756 Müller auf der Obermühle in Oberotterbach; Sohn des Müllers Michael *BACHER; er hat die Mühle noch 1756 in Besitz (vgl. Fischer, Willi: Das Otterbachtal, Mühlen und Steinbrüche; in: Otterbach, aus der Geschichte eines südpfälzischen Dorfes, a.a.O., S. 302).



Bacher, Michael:

1747 Oberotterbach; von 1729 bis 1747 Müller auf der Obermühle in Oberotterbach; Vater des Obermüllers Conrad BACHER (vgl. Fischer, Willi: Das Otterbachtal, Mühlen und Steinbrüche; in: Otterbach, aus der Geschichte eines südpfälzischen Dorfes, a.a.O., S. 302).



Bachmann, Jakob:

ab 1782 Müller auf der Dellfelder Mühle; er kaufte die Mühle 1782 zu einem Preis von 2200 Gulden ankaufte (vgl. Gemeinde Dell­feld: Dellfeld gestern und heute, a.a.O., S. 78, leider ohne Angabe der Quellen).



Bachmann, Johannes:

1746 Müllermeister auf der Mahlmühle in Mölsheim (vgl. Heimat- und Kulturverein Mölsheim [Hrsg.]: Mölsheim. Aus der Ge­schichte eines rheinhessischen Dorfes im Zellertal, Mölsheim 2002, S. 65).



Bader, Carl:

1872 Villingen/Baden – 1951 Steinwenden-Weltersbach; er wuchs im Elternhaus seiner Mutter in Herbitzheim an der Blies auf; Mül­lermeister; °° 1899 in Steinwenden mit der Müllerstochter aus der Moormühle in Steinwenden-Weltersbach, Friederika gen. Frieda Leppla (1866-1932), der Tochter des Moormüllers Adam Jakob *Leppla und Elisabetha geb. Leppla; die Eheleute Bader/Leppla übernahmen 1900 die Moormühle; BADER führte die Mühle ein halbes Jahrhundert lang und war darüber hinaus bis 1933 mehrere Jahre Obermeister der pfälzischen Müllerinnung; er lies 1908 die erste Turbine in die Mühle einbauen, die das Wasserrad ersetzte (vgl. Paul, Roland: Familienbilder [Familie des Adam Jakob Leppla 1829-1876, Müller auf der Moormühle in Steinwenden; in Pfäl­zisch Rheinische Familienkunde 2008, S. 461; Paul, Roland: Die Moormühle: in: Weltersbach. Streifzüge durch die Ortsgeschichte (Steinwenden 2006), S. 72).



Bähr, Anton:

um 1795 war Anton Bähr als Müller auf der Spitalmühle Landau; er ersteigerte im Rahmen der „französischen Nationalgüterverstei­gerung“ am 23.5.1795 ein in Landau gelegenes, ehemals im Eigentum des Bistums Speyer stehendes Grundstück (vgl. Martin: Emi­gration, a.a.O., Teil III: Verzeichnis der Nationalgüter, S. 177).



Bähr, Jakob:

1663 Pächter der Schloßmühle von Wachenheim / Pfrimm. Ihm pfändete der Schultheiß sein Pferd, weil er "die Seegräber" nicht be­zahlte. Auch hatte er das Wehr über Gebühr erhöht. Bähr verließ die Schloßmühle und da ihm seine Güter mit Arrest belegt sind und ihm die leiningische Regierung durch den Schultheißen das Vieh versteigern läßt, nimmt sich der kurpfälzische Amtmann in Dirm­stein seiner an, droht mit Repressalien und verlangt "Restitution". Im Zusammenhang damit kündigt der Eigentümer der Schloßmüh­le Herr von Schmidtburg der Gemeinde Wachenheim das sog. "Brokat'sche Kapital" von 800 Gulden (vgl. Würth: Wachenheim, a.a.O., S. 158).



Bär, Thomas:

vor1768;Müller auf der Schleifmühle in Klingenmünster; seine Witwe führte die Mühle nach seinem Tod fort. Der kurpfälzische Mühlenbericht vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7:) über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Müh­len des Oberamts Germersheim beschreibt die Mühle folgendermaßen: „Von der vormaligen Schleif modo Ohligmühl daselbst wird von der jetzigen Besitzerin Thomas Bären Wittib die über hundert Jahr all schon zu Churpfalz vormahlig steyerische Antheil respée 1fl 4 fl und 1 fl und 4 fl entrichtete Recognition...in Einnahm gebracht.“



Bahrt:

unterschiedliche Schreibweisen, s. auch Bardt, Barth



Bahrt, Heinrich:

um 1830 war der in Weisenheim/Sand geborene Heinrich Barth als Müller in Winzeln wohnhaft ++++klären : welche Mühle++++; gegen ihn waren nach 1830 wegen „revolutionärer“ Umtriebe gerichtliche Untersuchungen in Zweibrücken anhängig (vgl. Süss, Ed­gar: Die Pfälzer im „Schwarzen Buch“. Ein personengeschichtlicher Beitrag zur Geschichte des Hambacher Festes, a.a.O., S.171).



Bahrt, Heinrich:

s. auch Johann Heinrich (1) *Bahrt


geb. in Hochspeyer - 18.4.1813 Hochspeyer; im Erbbestandsbrief von 1776 als "Johann Heinrich" BAHRT bezeichnet; im Kirchen­buch wird sein Sohn Johann Heinrich BAHRT (*3.1.1756) als "junior" bezeichnet; Sohn des hochgräfl. leinin. Hofmanns und Mül­lers in Hochspeyer Jakob *BAHRT und Maria Katharina NN. (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 56); hochfürstlich leinin. Erbbeständer und Müllermeister in Hochspeyer (err. aus der Bezeichnung ‘Hochfürstlich’; die Grafen von Leiningen-Hardenburg wurden erst 1779 gefürstet und dem Datum des letzten erteilten Erbbestandsbriefs von 1776); °° I 1745 (err. aus der Geburt der 1. Tochter Anna Barbara Bahrt am 7.3.1746) mit Maria Katharina Bohlander (* um 1725 - † Hochspeyer 7.5.1793, 68 Jahre alt an der Gicht); 9 Kinder aus der Ehe; Vater u.a. des Müllermeisters in Hochspeyer Johann Heinrich Bahrt; °° II um 1794 (err. aus der Geburt des ersten Kindes Johann Konrad Bahrt am 26.10.1795) mit Katharina Elisabeth Müller (*20.5. 1770 Hochspeyer 9.3.1837 Hochspeyer Mühlhof, Tochter Webermeisters in Hochspeyer Georg Müller und Maria Elisabeth Adelinger) (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 55). Die Mühle in Hochspeyer lag auf dem Gelände des sog. Mühlhofs; Erbbe­standsbriefe von 1710, 1723, 1776 wurden ausgestellt durch den Grafen von Leiningen-Hardenburg (vgl. Weber: Mühle und Müller­handwerk, a.a.O., S. 277); ursprünglich bildete Hof und Mühle eine Einheit; dabei blieb es solange Hofgut und Mühle den Mitglie­dern der Familie Barth zufiel; das änderte sich erst, als durch Einheirat 1758 Peter *Henrich der Müller auf der Hochspeyerer Mühle wurde; es kam zu erheblichen Differenzen, die ihren Ausgang in der Bewässerung der Wiesen zwischen Mühle und Springweiher nahmen; der Hofbauer (es muß sich um Heinrich Bahrt handeln) verwendete Wasser aus dem Mühlengraben zur Bewässerung der Wiesen, wodurch der Müller Henrich sich im Betriebe seiner Mühle beeinträchtigt sah. Da der Konflikt innerhalb der Familie nicht gelöst werden konnte, wandte sich der Müller Peter Henrich zunächst an die Leiningische Regierung, deren Behörden ihn wahr­scheinlich nicht zufriedenstellten; so erhob er schließlich Klage vor dem kurpfälzischen Appelationsgericht Mannheim; dieses war an sich nicht zuständig, da die Mühle zum Grafschaft Leiningen-Hartenburg gehörte, und damit das Leininger Gericht zuständig gewe­sen wäre. Nach jahrelangem Prozeßverfahren, bei dem die Zuständigkeit und auch die Hoheitsfrage zwischen Leiningen und Kur­pfalz die zentrale Rolle spielte, scheint sich Leiningen mit seiner Auffassung gegenüber Kurpfalz durchgesetzt zu haben, denn 1776 endete der Prozeß zwischen dem Müller Peter Henrich und seinem Schwager dem Hofbeständer Heinrich Bahrt mit einem Vergleich, auf dessen Basis der Erbbestandsbrief 1776 erstellt wurde (vgl. Ludt: Hochspeyerer Mühle, a.a.O., S. 88/89).



Bahrt, Jakob:

um 1683 - 5.7.1749 Hochspeyer; hochgräflich leining. Hofmann und Müller in Hochspeyer; °° I mit Maria Katharina NN († beerd. 8.1.1733 Hochspeyer); aus der Ehe stammen die Söhne Müllermeister Peter *Bahrt (um 172019.1.1750 beerd. Hochspeyer im Alter von 30 Jahren weniger 17 Tage), Müllermeister Johann Heinrich (1) *Bahrt (†18.4.1813 Hochspeyer) und Georg Barth (*um 1722 - 15.10.1786 Hochspeyer im Alter von 64 Jahren); °° II mit Anna Barbara Hartung († 26.3.1746 Hochspeyer), der Witwe des Hospital­müllers in Kaiserslautern Johann Daniel *Pfaff; Tochter aus der 2. Ehe ist Maria Barbara Bahrt (*7.10.1737 Hochspeyer); °° III am 7.11.1747 Hochspeyer mit Maria NN, der Witwe des Ölschlägers in Guntersblum Konrad Ziegler; aus dieser Ehe stammt der Sohn Johann Michael Bahrt (*9.8.1748; °° 29.4.1770 mit Maria Eva Fleck, Tochter des Johann Peter Fleck aus Mölschbach) und die post­hum geborene Tochter Maria Elisabeth BAHRT (*8.2.1750) (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 56). Am 8.12.1710 wurde der Mühlhof an den um 1683 geborenen Jacob BAHRT, hochgräflich leiningischer Hofmann und Müller in Hochspeyer, durch Erbbestandsbrief vergeben; vorher befand sich der Hof eine zeitlang im Temporalbestand. Wahrscheinlich ist die Mühle nach den Beschwerden der Einwohner durch den Grafen von Leiningen-Hartenburg errichtet worden, der seit 1680 insgesamt 4/6 des Dorfes besaß (vgl. Ludt: Hochspeyer, a.a.O., S. 147). Der Erbbestand an Jacob Barth wurde 1723 erneuert mit dem Regie­rungsantritt des Grafen Friedrich Magnus von Leiningen-Hartenburg (err.).



Barth, Johannes:

um 1766 Müller in Oberalben. 1766 beklagte sich der Müller Johannes Bahrt, daß die Mahlgäste ausblieben und er wollte wissen, ob auch die Schützen und Hirten zur Ruthweiler Mühle gebannt seien, wie die anderen Einwohner von Oberalben. In dem Beschwerde­brief erwähnte er den Müller Johannes Schultheiß, der sein Schwiegervater sei und von dem er die Mühle erworben hätte (vgl. Wer­ner, Heidrun: Dorfgeschichte von Oberalben, Kusel 1987, S. 124).



Bahrt, Johann Heinrich (1):

s. auch Heinrich *Bahrt


geb. in Hochspeyer - 18.4.1813 Hochspeyer; im Erbbestandsbrief von 1776 als "Johann Heinrich" Bahrt bezeichnet; im Kirchenbuch wird sein Sohn Johann Heinrich (2) *Bahrt (*3.1.1756) als "junior" bezeichnet; Sohn des hochgräfl. leinin. Hofmanns und Müllers in Hochspeyer Jakob *Bahrt und Maria Katharina NN. (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 56); hoch­fürstlich leinin. Erbbeständer und Müllermeister in Hochspeyer (err. aus der Bezeichnung ‘Hochfürstlich’; die Grafen von Leiningen-Hardenburg wurden erst 1779 gefürstet und dem Datum des letzten erteilten Erbbestandsbriefs von 1776); °° I 1745 (err. aus der Ge­burt der 1. Tochter Anna Barbara Bahrt am 7.3.1746) mit Maria Katharina Bohlander (* um 1725 - † Hochspeyer 7.5.1793, 68 Jahre alt an der Gicht); 9 Kinder aus der Ehe; Vater u.a. des Müllermeisters in Hochspeyer Johann Heinrich (2) Bahrt; °° II um 1794 (err. aus der Geburt des ersten Kindes Johann Konrad Bahrt am 26.10.1795) mit Katharina Elisabeth Müller (*20.5.1770 Hochspeyer - 9.3.1837 Hochspeyer-Mühlhof, Tochter Webermeisters in Hochspeyer Georg Müller und Maria Elisabeth Adelinger) (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 55).


Die Mühle in Hochspeyer lag auf dem Gelände des sog. Mühlhofs; Erbbestandsbriefe von 1710, 1723, 1776 wurden ausgestellt durch den Grafen von Leiningen-Hardenburg (vgl. Weber: Mühle und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 277); ursprünglich bildete Hof und Müh­le eine Einheit; dabei blieb es solange Hofgut und Mühle den Mitgliedern der Familie Barth zufiel; das änderte sich erst, als durch Einheirat 1758 Johann Peter *Henrich der Müller auf der Hochspeyerer Mühle wurde; es kam zu erheblichen Differenzen, die ihren Ausgang in der Bewässerung der Wiesen zwischen Mühle und Springweiher nahmen; der Hofbauer (es muß sich um Heinrich Bahrt handeln) verwendete Wasser aus dem Mühlengraben zur Bewässerung der Wiesen, wodurch der Müller Heinrich sich im Betriebe seiner Mühle beeinträchtigt sah. Da der Konflikt innerhalb der Familie nicht gelöst werden konnte, wandte sich der Müller Peter HENRICH zunächst an die Leiningische Regierung, deren Behörden ihn wahrscheinlich nicht zufriedenstellten; so erhob er schließ­lich Klage vor dem kurpfälzischen Appelationsgericht Mannheim; dieses war an sich nicht zuständig, da die Mühle zum Grafschaft Leiningen-Hartenburg gehörte, und damit das Leininger Gericht zuständig gewesen wäre. Nach jahrelangem Prozeßverfahren, bei dem die Zuständigkeit und auch die Hoheitsfrage zwischen Leiningen und Kurpfalz die zentrale Rolle spielte, scheint sich Leiningen mit seiner Auffassung gegenüber Kurpfalz durchgesetzt zu haben, denn 1776 endete der Prozeß zwischen dem Müller Johann Peter *HENRICH und seinem Schwager dem Hofbeständer Johann Heinrich (1) *Bahrt mit einem Vergleich., auf dessen Basis der Erbbe­standsbrief 1776 bestellt wurde (vgl. Ludt: Hochspeyerer Mühle, a.a.O., S. 88/89). Trotz der jahrelangen Streitigkeiten muß es also zu einer Einigung gekommen sein. Der Erbbestandsbrief von 1776 ist an beide Streithähne, den Johann Heinrich *Bahrt und den Jo­hann Peter *Henrich ausgestellt; deren Söhne Johann Heinrich (2) Bahrt und Johann Georg Henrich erscheinen beide als Müllermeis­ter in Hochspeyer.



Bahrt, Johann Jakob (1):

geb. 1721 in der Streitmühle bei Ruthweiler – 4.4.1781 Rütschmühle bei Fohren; Sohn des Müllers auf der Streitmühle bei Ruthwei­ler, des späteren Rütschenmüllers (Ritschmühle bei Kusel) und zuletzt Müller auf der Oberalber Mühle, Johann Nickel *Bahrt. Bru­der des Müllers Johann Peter Bahrt, der Anna Katharina Bahrt und des Müllers Johann Nickel (2) Bahrt. Zunächst war Johann Jakob Bahrt der Müller auf der Hottenmühle bei Sobernheim. Er kaufte 1753 die Mühle in Oberalben im Erbbestand für 510 fl von seinem Bruder Johann Peter Bahrt, blieb jedoch nicht lange auf der Mühle. Bereits 1758 erwarb Johannes Schultheiß aus Oberalben die Oberalber Mühle für 475 fl; dieser war seit 1754 mit Anna Katharina Bahrt, der Tochter des Johann Nickel *Bahrt verheiratet und wahrscheinlich der Schwager von Johann Peter Bahrt und Jakob Bahrt (vgl. Werner, Heidrun: Dorfgeschichte von Oberalben, Kusel 1987, S. 121). Ab 1759 war Bahrt in Fohren auf der Mühle (?). °° vor 1750 mit Anna Barbara NN:, aus der Ehe stammen die Kinder M. Elisabeth Barbara Bahrt (geb. 1750; °° I am 21.1.1768 mit Johann Peter Albert aus Mettweiler, °° II 8.4.1777 mit Johann Fried­rich Jung aus Bledesbach; vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1 S. 29 bei Nr. 16, S. 33 bei Nr. 30 und S. 66 Nr. 168) und dem späteren Müller Johann Jakob (2) Bahrt (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterbergge­meinden, a.a.O., Bd. 1 S. 66 Nr. 168).



Bahrt, Johann Jakob (2):

25.5.1760 Rütschmühle in Fohren - 21.5.1794 Rütschmühle in Fohren; Müllermeister auf der Rütschmühle in Fohren; Sohn des Mül­lers auf der Rütschmühle in Fohren, Johann Jakob (1) *Bahrt († 4.4.1781 Rütschmühle Fohren) und der Anna Barbara NN.; er über­nahm nach dem Tod seines Vaters 1781 als Betriebsnachfolger die Rütschmühle; °° 27.3.1788 mit Anna Margaretha Laub aus Ber­glangenbach; aus der Ehe stammen 4 Kinder, von denen nur die Tochter Maria Elisabeth Barth (13.11.1790 Fohren; °° 26.11. 1815 mit Johann Hebel) überlebte. Seine Witwe Anna Margaretha LAUB heiratete nach seinem Tod in 2. Ehe am 9.4.1795 den Müller Jo­hann Jakob *Germann, der die Rütschmühle fortführte (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1 S. 66 Nr. 168).



Bahrt, Johann Nickel (1):

der Müller Barth war um 1721 zunächst Müller auf Streitmühle bei Ruthweiler, wo auch der Sohn Johann Jakob (1) *Bahrt geboren ist (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Berggemeinden, a.a.O., Bd. 1 S. 66 Nr. 168), dann auf der „Ritschmühle unten an Ku­sel“.. In der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist die Ritschmühle beschrie­ben wie folgt (vgl. Mühlenprotokoll von 8.7.1746, Niederschrift auf Basis der Recherche von 1745, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7): “Die Ritschmühle unten an Kusel hat ihr Wasser vom Kuselbach, der 1 Wasserrad treibt. 1 Mahlgang mit angehängtem Trillis für 1 Schälgang. Mühlgraben von 210 Ruthen, der bei starkem Regenwetter öfter zuflözt und viel Reinigungskosten verursacht. Jo­hann Nickel *Bahrt ist der Erbbeständer. Er legitimiert sich mit einem auf seinen Vatter gleichen Nahmens mit dem Sohn eingerichte­ten Bestandsbrieff vom 24.1.1738. Er darf nur für sein Haus und für den Handel mahlen. Als Pacht sind 5 Malter Korn festgesetzt. Angeschlossen an die Mahlmühle ist eine Ohligmühle, die derselbe Barth betreibt.“ (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhand­werk, a.a.O., S. 216).


Johann Nickel Bahrt kaufte 1745 von Jakob Becker für 400 Gulden die Mühle im Kuralbtal bei Oberalben, die „alte Oberalber Müh­le“, „die nur aus einem überschlächtigen Rad bestand. 1752 veräußerte er die Mühle (+++klären, welche Mühle+++) an seinen Sohn Johann Peter Bahrt für 510 Gulden. Dieser verkaufte bereits ein Jahr später 1753 die Mühle zum gleichen Preis an seinen Bruder Jo­hann Jakob (1) Bahrt (nur als Jakob Barth angegeben).


Vater des Müllers Johann Peter Bahrt, des Müllers Johann Jakob (1) *Bahrt, der Anna Katharina Bahrt; diese °° 1754 den späteren Müller auf der Alten Oberalber Mühle, Johannes *Schultheiß (vgl. Werner: Dorfgeschichte von Oberalben, a.a.O., S. 124).



Bahrt, Johann Nickel (2):

Sohn des Müllers Johann Nickel (1) Bahrt; Bruder des Müllers Johann Jakob (1) *Bahrt. Müller auf der Ritschmühle bei Kusel. in der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt (vgl. Müh­lenprotokoll von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 121-123r): “Die Ritschmühle unten an Kusel hat ihr Wasser vom Ku­selbach, der 1 Wasserrad treibt. 1 Mahlgang mit angehängtem Trillis für 1 Schälgang. Mühlgraben von 210 Ruthen, der bei starkem Regenwetter öfter zuflözt und viel Reinigungskosten verursacht. Johann Nickel *Bahrt ist der Erbbeständer. Er legitimiert sich mit einem auf seinen Vatter gleichen Nahmens mit dem Sohn eingerichteten Bestandsbrieff vom 24.1.1738. Er darf nur für sein Haus und für den Handel mahlen. Als Pacht sind 5 Malter Korn festgesetzt. Angeschlossen an die Mahlmühle ist eine Ohligmühle, die derselbe Barth betreibt.“ (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 216).



Bahrt, Peter:

1750 wird ein Peter Bahrt, “Müller an der Adenbach” +++klären: wo und welche Mühle+++ im Kirchenbuch erwähnt (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Becherbach (reformiertes Kirchenbuch), Bd.2: 1716-1798, S. 144).



Baierle, Friedrich:

Lohmüller auf dem Hombrunnerhof bei Münchweiler a. d. Rodalb, °° mit Magdalena Heumann (?); Vater des Lohmüllers und Be­triebsnachfolgers Johann *Baierle (vgl. Fremgen, Reinhold: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 20).



Baierle, Johann:

3.3.1809 Hombrunnerhof bei Münchweiler a. d. Rodalb - ++++; Lohmüller auf dem Hombrunnerhof bei Münchweiler a. d. Rodalb; Sohn des Lohmüllers Friedrich Baierle und der Magdalena Heumann (?); °° 21.1.1833 mit Charlotta Metzger (geb. 15.11.1809 Bur­galben; Tochter des Webers und Gemeindedieners in Burgalben Georg Martin Metzger und der Magdalena Trinckaus (vgl. Fremgen, Reinhold: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 20).



Baierle (Bäuerle), Philipp:

ca. 1785 – 25.8.1826 Geiselberg; Ölmüller auf der Steinalber Mühle und in Geiselberg; °° ca. 1790 mit Anna Eva Dechert (Degend); aus der Ehe gehen 6 Kinder hervor, von denen 3 früh verstorben sind (vgl. Fremgen, Reinhold: Bürger- und Familienbuch Verbands­gemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 21, 169).



Balbach, Johann Georg:

um 1767 Rehhütte; nicht katholisch; Müller auf Rehhütte (vgl. Poller: Rheingönheimer Bürgerbuch, a.a.O., Bd. 1, S. 10); um 1767 ist er als Müller auf der Rehhütte im Kirchenbuch verzeichnet, obwohl dort zeitgleich Mitglieder der Familie Börstler/Eisenhauer fest­zustellen sind; 1791 Mühlarzt auf auf der Rehhütte; verh. mit Catharina NN.; er erscheint als Pate am 27.9.1791 in Rehhütte bei der Taufe des Johann Georg Eberle (vgl. Poller: Rheingönheimer Bürgerbuch, a.a.O., S. 56); °° mit der Katholikin Katharina NN. (vgl. Poller: Rheingönheimer Bürgerbuch, a.a.O., Bd. 1, S. 10).



Balder, Catharina Elisabeth:

* 10.3.1796 Medard - +++; Tochter des Bäckermeisters in Medard Johann Nickel *Balder und Müllerstochter Katharina

Elisabetha *Schlemmer (Tochter des Müllers Johann Nickel Schlemmer aus der Mühle in Medard und (2. Ehe) Maria Dorothea Hotz); °° 29.10.1816 mit dem Müller Johann Jakob Schlemmer) (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 20).



Balder, Johann Nickel:

31.12.1765 Medard - 20.2.1852 Medard; auch "Balther"; lutherisch; Sohn des Schreinermeisters Johann Christian *Balder und der Anna Christina NN.; Bruder des tödlich verunglückten Johann Adam Balder und der Anna Elisabetha Balder; Bäckermeister in Me­dard; °° am 4.3.1795 in Medard mit der Müllerstochter Katharina Elisabetha *Schlemmer (Tochter des Müllers Johann Nickel Schlemmer aus der Mühle in Medard und (2. Ehe) Maria Dorothea Götz); Vater von Catharina Elisabeth *Balder (*10.3.1796 Me­dard; °° 29.10.1816 mit dem Müller Johann Jakob Schlemmer) (vgl. vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 20); Philippina Balder (°° am 18.8.1830 in Rockenhausen mit dem Müller Johann Michael *Limbacher (vgl. Feil-Crampe, a.a.O., S. 21; Anthes, Günter F.: Die Kasualien der Einwohner von Odenbach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutheri­schen Kirchenbüchern von Meisenheim 1684-1798, a.a.O., S. 14).



Baltz, Johannes:

vor 1829; Müller auf der Mahlmühle in Mertesheim. Am 30.8.1829 kaufte der Ackersmann Carl *Breitenbruch von der Erbenge­meinschaft nach Johannes Balz die Mahlmühle in Mertesheim mit zugehörigem landwirtschaftlichen Grundbesitz zu einem Kauf­preis von 5417 fl (vgl. LA Speyer, Notariat Grünstadt Best. K 16 Nr. 2, Urk. Nr. 393 vom 30.8.1829).


Im Urkataster von Mertesheim (vgl. LA Speyer, Best. W 41 Nr. 2380 S. 35 Besitz Nr. 14, Gebäude Nr. 1) erwähnt. Die Mühle liegt ausweislich des zum Urkataster zugehörigen Plan am Nordende des Dorfes nahe der Landstraße auf einer dort zwischen Eisbach und Mühlgraben gelegen Insel. Eigentümer ist 1841 der Müller Karl Breitenbruch. Die Mühle ist im Urkataster beschrieben wie folgt: „Zu Dorf in der geraden Gasse Wohnhaus Gebäude Nr. 1 mit Mahlmühle und 2 Mahl und ein Schälgang mit Stall, Scheuer, mit 2. Stall, Thorhaus, Schweineställe und Hofraum“. In den Anmerkungen ist vermerkt: „Laut Akte passim vor Notar Moré vom 30. Au­gust von Johannes Baltz Erben um 5417 fl erkauft mit mehreren in der Gemeinde Quirnheim liegenden Grundstücken.“ Weiterhin ist eine Verpflichtung zur Unterhaltung des Eisbachs vermerkt: „... Besitzer hat die Obliegenheit auf sich, von seiner Mühle bei Plan Nr. 45 an bis zu Plan Nr. 401 den Eisbach zu reinigen und dessen Ufer zu unterhalten.“



Bardens, Johannes:

5.2.1734 Steigerhof bei Landstuhl - 1794 Unterschernau; Müller und Bauer; Sohn von Johann Caspar Bardens (geb. 1700 – 25.4.1773; °° 1725 mit Maria Magd. Kehrwald) und Maria Magd. Kehrwald (vgl. Mitteilung von Herrn Albert Hirschfeld vom 14.2.2011). Johannes Bardens übernahm 1784 von der Erbengemeinschaft nach dem Heinrich Wilhelm Freiherr von *Sickingen († 17.8.1757; Oberamtmann zu Lautern und kurpfälzischer Minister) die Unterschernau bestehend aus Hof und Mühle. Mit großem Ar­beitseifer ging er die erforderlichen Sanierungsarbeiten an. Durch umfangreiche Dammbauarbeiten verbesserte er die schwierigen Wasserverhältnisse an den Mühlweihern und am Moorbach. Nach seinem Tod übernahm 1794 der mit Bardens Tochter, Elisabeth Bardens verheiratete Müller aus Hütschenhausen, Jacob *Stuppy die Unterschernau (vgl. Mitschang, Karl: Die Mühle an der Unter­schernau 1685-1880; in: Heimatjahrbuch Kaiserslautern 2010, S. 153).


°° am 27.4.1762 in Bann mit Maria Barbara Strasser (10.9.1741 Queidersbach - 12.7.1797 Unterschernau; Eltern: Theobald Strasser [1701 Martinshöhe (?) - 26.12.1784 Queidersbach] oo 1724 Maria Barbara Lindemer [21.2.1709 Hauptstuhl - 27.2.1744 Queiders­bach]) (vgl. Mitteilung von Herrn Albert Hirschfeld vom 14.2.2011); Vater der Elisabeth Bardens (°° mit dem aus Hütschenhausen stammenden Müllermeister Jacob *Stuppy) (vgl. Mitschang, Karl: Die Mühle an der Unterschernau 1685-1880; in: Heimatjahrbuch Kaiserslautern 2010, S. 153) und wohl auch der Katharina Bardens (geb. 1.5.1775 auf dem Steigerhof; °° mit dem Müllermeister Ja­cob [1] *Drees) (vgl. Mitteilung von Herrn Albert Hirschfeld vom 14.2.2011).



Bardon, Johann Nikolaus:

zwischen 1750 – 1762 Müller auf der Scher Schloßmühle in Wachenheim/Pfrimm (vgl. Würth: Wachenheim, a.a.O., S. 158).



Bardon, Katharina:

geboren 1815 Einselthum; Bauerntochter; ab 1832 Müllerin in Großkarlbach; 1832 Eheschließung mit dem Müller Johann Heinrich *Walter aus Großkarlbach (vgl. Martin, Michael: Gemütskultur auf dem Lande ..., ein Großkarlbacher Stammbuch aus dem 19. Jh.; in: Martin, Erwin [Hrsg.]: Großkarlbach, a.a.O., S. 112). Mutter von fünf Töchtern und einem Sohn (vgl. Martin, a.a.O., S. 112), dar­unter Eva Walter, Babette Walter und Gretchen Walter (vgl. Martin, a.a.O., S. 110, 112) und Anna Katharina *Walter (vgl. Martin, a.a.O., S. 113).



Barth:

unterschiedliche Schreibweisen, s. auch Bart, Bahrt



Bart, Matthes:

um 1628 Müller (in Achtelsbach ?); am 8.6.1628 ist Patin bei der Taufe des Nicolaus Cuntz in Achtelsbach die Anna „Matthes Bar­ten, Müller, Tochter“ (vgl. Jung: Familienbuch Achtelsbach, a.a.O., S. 137 Nr. 714).



Barth, Heinrich:

s. Bahrt, Johann Heinrich (1)



Barth, Johann Jakob (1):

geb. 1721 in der Streitmühle bei Ruthweiler – 4.4.1781 Fohren; Sohn des Müllers auf der Streitmühle bei Rutsweiler/Glan und späte­ren Müllers auf der Oberalber Mühle, Johann Nickel Barth; ab 1759 Müller auf der Rütschmühle in Fohren; °° vor 1750 mit Anna Barbara NN (*1729 – 17.10. 1801); Vater von Maria Elisabeth Barbara Barth (* 1750; °° I 21.1.1768 mit Johann Peter Albert aus Mettweiler; °° II 8.4.1777 mit Johann Friedrich Jung aus aus Bledesbach); Vater des Müllermeisters zu Fohren Johann Jakob (2) *Barth (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Berggemeinden, a.a.O., Bd. 1 S. 33 Nr 30 und S. 66 Nr. 168).



Barth, Johann Jakob (2):

25.5.1760 Oberalber Mühle – 21.5.1794 Fohrener Mühle; Müllermeister in der Fohrener Mühle; Sohn des Müllers Johann Jakob (1) *Barth; °° 27.3.1788 mit Anna Margaretha Laub (geb. 22.1.1766 in Berglangenbach; Tochter des Peter Laub aus Berglangenbach; °° II am 9.4.1795 mit dem Müller Johann Jakob Germann); aus der Ehe gehen vier Töchter hervor, von denen 3 kurz nach der Geburt sterben, lediglich die Tochter Maria Elisabeth (geb. 13.11.1790; °° 26.11.1815 Johann Hebel) (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Berggemeinden, a.a.O., Bd. 1 S. 66 Nr. 169).



Barth, Johann Nickel:

um 1712 war Johann Nickel Barth der Müller in Jeckenbach; er läßt am 1.12.1712 in Meisenheim seine Tochter Maria Katharina Barth taufen; im Kirchenbuch ist nicht angegeben, auf welcher Mühle Barth saß (vgl. Anthes: Die Kasualien der reformierten Pfarrei 1607-1798 und der Lutherischen Pfarrei 1684-1798 zu Meisenheim am Glan, a.a.O., S. 4658.).



Barth, Johann Nickel:

um 1721 war er Müller auf der Streitmühle bei Ruthweiler, wo auch der Sohn Johann Jakob (1) *Barth geboren ist (vgl. Jung: Orts­sippenbuch der Heide- und Berggemeinden, a.a.O., Bd. 1 S. 66 Nr. 168). Bis 1745 war Barth der „Rütschenmüller“ (Ritschmühle bei Kusel). Er kaufte 1745 von Jakob Becker für 400 Gulden die Mühle im Kuralbtal bei Oberalben, die „alte Oberalber Mühle“ „die nur aus einem überschlächtigen Rad bestand. 1752 veräußerte er die Mühle an seinen Sohn Johann Peter Barth für 510 Gulden. Dieser verkaufte bereits ein Jahr später 1753 die Mühle zum gleichen Preis an seinen Bruder Johann Jakob (1) Barth (nur als Jakob Barth angegeben). Vater der Anna Katharina Barth; diese °° 1754 den späteren Müller auf der Alten Oberalber Mühle, Johannes *Schult­heiß vgl. Werner: Dorfgeschichte von Oberalben, a.a.O., S. 124).


In der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt (vgl. Mühlenprotokoll von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7): “Die Ritschmühle unten an Kusel hat ihr Wasser vom Kuselbach, der 1 Wasserrad treibt. 1 Mahlgang mit angehängtem Trillis für 1 Schälgang. Mühlgraben von 210 Ruthen, der bei starkem Regen­wetter öfter zuflözt und viel Reinigungskosten verursacht. Johann Nickel Bahrt ist der Erbbeständer. Er darf nur für sein Haus und für den Handel mahlen. Als Pacht sind 5 Malter Korn festgesetzt. Angeschlossen an die Mahlmühle ist eine Ohligmühle, die derselbe Barth betreibt.“ (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 216).



Barth, Johann Nickel:

zwischen ca. 1746 - ca. 1756 (err) war Johann Nickel Barth / Bartz (geb. in Langenbach, Sohn von NN. Barth) Müller in Fohren; °° vor 1746 (err.) in der ev. Kirche in Baumholder die aus Fohren stammende Anna Katharina Simon; aus der Ehe stammen die Töchter Maria Katharina Barth (geb. 29.1.1746 in Fohren; °° 19.2.1771 in Wolfersweiler mit dem Witwer Wendel Stephan), Maria Elisabeth Barth (geb. 22.9.1748 Fohren), Anna Katharina Barth (geb. 19.7.1754) und Anna Maria Barth (geb. 20.12.1756) (vgl. Jung: Famili­enbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 16 Nr. 79);


In der Aufstellung über die seit 1744 im Herzogtum Pfalz-Zweibrücken neu erbauten Mühlen im Oberamt Lichtenberg vom 17.9.1756 berichtete der Lichterberger Keller Christoph Gassert (vgl. zu ihm: Stuck, Verwaltungspersonal, a.a.O.,S. 120) an die her­zogliche Regierung (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 292/1 Bl. 52-52r): „Auf den unterm 13 ten huius sine Nro. Ergangenen gnädigsten Befehl berichte unterthänigst, daß so viel ex actis constiret, mehr nicht, als eine einzige Mahlmühle, und zwar zu Fohren im Amt Ber­schweiler seit anno 1745 in hiesigem Oberamt erbauet worden; und ist der Besitzer davon Nickel Barth; diese Mühle hat 2 Wasserrä­der, das eine treibet den Mahlgang und Scheel Trillis, und das andere die Walkmühl, giebt jährlich 8 fl. Pfacht, und ist nur eine Plet­schmühle, durch welche der Besitzer seine Nahrung aus dem Flecken Baumholder (wann die dortige Bannmühle nicht fördern kann), Fohren und Mattweiler ziehet. Wie viel Mahlgäste aber sothane Mühle befördern kann, läßet sich darum nicht determinieren, weil bey trockenem Wetter solche nicht zu gebrauchen, sondern stille stehen muß. Übrigens hat zwar Johann Peter Siebert von Belbach unterhalb Horstbach eine Pletschmühle anzulegen die Erlaubnis, und der Erbbestandsbrief ist auch bereits unterm 22 ten Jan. h.a. (= huius anno) ausgefertigt worden; allein es scheinet, daß Ihm die nöthigen Subsidia hiezue abgehen, weil derselbe weder zu Auslö­sung des Erbbestands Briefs oder Bezahlung das Taxes, weder zum …. zu bringen, so daß also durch diesen wenige Hoffnung zu ma­chen ist.“



Barth, Peter:

aus Odenbach/Glan; Müller “an der Adenbach” (Adenbacher Mühle); °° I. mit Anna Sara NN (*1722 err-1.1.1758 beerd.); °° II. mit Juliana NN (*1731 err. - † 22.4.1792; Kinder aus 1. Ehe sind: Johann Peter (~ 17.4.1757 Odenbach/Glan) und Philipp Jakob (~27.9.1758 Odenbach am Glan); Kinder aus der 2. Ehe sind: Maria Louisa Christina Barth (~30.5.1760-4.7.1760), Johann Jakob Barth (~28.12.1761 – 30.12.1761), Maria Katharina Barth (~19.3.1763 Odenbach) und Friedrich (~1.4.1764 Odenbach) (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Becherbach (reformiertes Kirchenbuch), Bd.2: 1716-1798, S. 144).



Barth, Peter:

geb. in Odenbach - 25.3.1774 im Grünbacher Wald; Sohn von NN. Barth (Witwer und Müller auf der neu erbauten Mahlmühle bei Odenbach); Mahlmüller zu Eisenbach; °° II 15.5.1759 mit Juliana Heinz, der Tochter des Johannes Heinz aus Baumholder; † 25.3. 1774, von einem Baum erschlagen im Grünbacher Wald (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 16 Nr. 80).



Barth, Peter:

1720 Hochspeyer - 19.1.1750 beerd. Hochspeyer im Alter von 30 Jahren weniger 17 Tage; Sohn des Müllers in Hochspeyer Jakob Barth (aus der 1. Ehe) und Maria Katharina NN.; Bruder des Hofbauern auf dem Mühlhof in Hochspeyer er übernahm nach dem Tod des Vaters († 5.7.1749 Hochspeyer) die Mühle in Hochspeyer; er starb jedoch bereits ein halbes Jahr später; °° 21.7.1744 in Hochs­peyer mit Margarethe Elisabeth, auch Katharina Schramm aus Miesau; aus der Ehe gingen drei Kinder hervor, die alle 1750 starben: Anna Barbara (um 1745 - † 21.4.1750), Maria Katharina (*1.6.1748 - † beerd. 24.5.1750) und Johann Heinrich (*posthum 27.2.1750 - † beerd. mit seiner Schwester 24.5.1750); lediglich die Ehefrau überlebte von der ganzen Familie; sie heiratet schon am 30.6.1750 den späteren Erbbeständer der Mühle in Hochspeyer, Johann Peter *Henrich (auch Heinrich) (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsge­meinde Hochspeyer, a.a.O., S. 58 iVm. S. 200, 201 zu Johann Peter Henrich)



Bartle, Leopold:

bis 1720 Müller auf der Stadtmühle in Neustadt. 1720 erwirbt Johann Jakob *Sauter die Stadtmühle von Leopold *Bartle als Erbbe­standsmühle (vgl. Habermehl, Paul: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plänen; in: Weyrich, Klaus Peter: Neustadt. Beiträge zur Geschichte einer pfälzischen Stadt, Neustadt 1975, S. 362).


Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Stadtmühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): „Die Stadt­mühl in der Neustadt hat aber Joh: Jacob Sauter, deß jetzigen Pohseßsors sein seeliger Vatter anno 1720 von dem Leopold Bartle auf sich als ein Erbbestands Mühl gekauft, hat von Anfang 3 Gäng gehabt und auch noch, gibt, jährlich in hießige Kellerey 65 ½ Ma. Korn Erbpacht, so dan 6 fl Maß Gehlt benembst 20x vor einen Cappern in hießige Gefallverwäßerei 1 ½ Maltern Korn zu all hießi­gem Stift, 52x in des armen Leuth Ambt, 3 ½ in das Spital Branchweiler, 1 fl 9x Müller Umbgeldt, wie solches der Erbbestands Brief so in Anno 1723 ist erneuert worden alles melden thutt, der jetzige Possesser ist Johann Geörg Sautter.“ (Anm.: in anderer Textfas­sung: Sauter)



Baßler, Johannes:

ca. 1855 err.; Müller in Germersheim. Am 20.3.1855 lassen die Kinder und Erben des in Germersheim verstorbenen Müllers und Gutsbesitzers Johannes Baßler versteigern (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 15.3.1855, S. 105 = LA Speyer Best. Y 20/41): „ein zu Germersheim im neuen Stadttheile gelegenes Wohnhaus mit Mahl- und Lohmühle. Nebst Hanfreibe... Die Mühle schließt in sich einen Schälgang, 2 Schwarzgänge, 1 Weißgang, 1 Kerncylinder, 1 Mehlcylinder und 2 Schwingmühlen, und die obige Lohmühle schließt in sich einen Mahlgang.“



Bastian, Anna Katharina:

25.2.1683 Lockersmühle bei Ronnenberg ++++prüfen: mE Brandmühle Baumholder+++ - 10.8.1744 Ruschberg im Alter von 58 Jah­ren; lutherisch; Tochter des Müllers auf der Brandmühle (nahe bei der Lockersmühle) Johann Jakob *Bastian; °° vor 1700 mit dem Müller Johannes *Göttgen; dieser war katholisch; die Eheleute Göttgen/Bastian kaufen am 28.4.1699 von Anna Elisabetha Gervinus verw. Bettinger die Lockersmühle gegen Zahlung von 200 Reichstalern und 5 Malter Korn jährliche Pacht; Mutter u.a. des Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Lockersmühle, Johann Nikolaus Göttgen (vgl. Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 81; Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil II katholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 35)-



Bastian, Hans Melchior:

im Juni 1700 gehörte die Beckersmühle bei Ruschberg dem Hanß Melchior Sebastian. Weil die Mühle baufällig war, beantragte am 30.6.1700 bei königlich-schwedischen Regierung im Herzogtum Zweibrücken das ihm für den Aufbau notwendige Bauholz aus dem herrschaftlichen Wald im Feldberg zu geben (vgl. Hartmann: Ruschberg, a.a.O., S. 124).


Er ist um 1708 im ev. Kirchenbuch Baumholder verzeichnet als “Müller in der Lockersmühle“ bei Baumholder; dort war allerdings Erbbestandsmüller der Johannes *Göttgen, verh. mit Anna Katharina *Bastian, der Tochter des Müllers auf der Brandmühle bei Ron­nenberg, Johann Jakob *Bastian +++prüfen: er hat wohl 2 Mühlen besessen, die um 1700 erworbenen Beckersmühle bei Ruschberg, die an seinen Sohn Johann Sebastian fiel und die Lockersmühle bei Ronnenberg, die der Sohn ++;


geb. 23.4.1643 Ruthweiler - ++++; Sohn des Wachtmeisters und Burgsassen zu Lichtenberg, Johannes Bastian; Müller auf Lockers­mühle bei Ronnenberg; °° vor 1662 mit Eva Göttgen (vgl. Jung: Familienbuch Lichtenberg und Pfeffelbach, a.a.O., S. 43, 106); Vater des Müllers auf der Brandmühle in Baumholder Hans Jakob *Sebastian, des Müllers auf der Beckersmühle in Ruschberg Johann Ni­ckel *Sebastian (°° 9.5.1702 mit Anna Apollonia Hammen) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch a.a.O., S. 274 Nr. 1480; Jung: Familienbuch ev. Kirche Baumholder, a.a.O., S. 7); Melchior Bastian ist der Vater der Maria Agnes Bastian (°° 2.10.1708 mit Johann Ludwig Hammen) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 108 Anm. zu Nr. 573).



Bastian, Johann Jakob:

um 1683 war Johann Jakob Bastian der Müller auf der Brandmühle bei Baumholder; lutherisch; er ist Vater der Anna Katharina Bas­tian (°° mit dem Müller auf der nahegelegenen Lockersmühle, Johannes *Göttgen) (vgl. Hartmann: Ergänzung der Chronik des Guts­bezirks Baumholder, a.a.O., S. 81; Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil II katholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 35); er ist als Großvater zugleich am 9.9.1700 Pate bei der Taufe des Johann Jakob Theodor Göttgen, dem Sohn des Müllers Johannes *Göttgen und der Anna Katharina *Bastian (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil II katholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 35)



Bastian, Maria Eva:

um 1723 lebte Maria Eva Bastian auf der Brandmühle bei Baumholder; sie ist am 26.8.1723 Patin bei der Taufe der Maria Katharina Bussy in Ronnenberg (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil II katholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 19).



Bastian, Melchior:

s. Hans Melchior *Bastian



Bastian, Theobald:

um 1777 Müller zu Meisenheim; °° mit Christina Dorothea Reinmüller; Vater der Katharina Elisabeth Bastian (*24.2.1777) (vgl. An­thes, Günter F.: Die Kasualien der Einwohner von Odenbach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutherischen Kirchenbü­chern von Meisenheim 1684-1798, a.a.O., S. 15).


Er war zuvor Müller auf der Mühle in Ingweiler bei Reipoltskirchen und wurde bei der Vergabe der Schloßmühle Reipoltskirchen vom pfalz-zweibrückischen Oberamt Meisenheim favorisiert. Das Oberamt teilt der pfalz-zweibrückischen Regierung mit Schreiben von 19.19.1775 u.a. mit: „Gegenwärtiger Theobald *Bastian ist in der Ingweiler Mühle gewesen und ist ein guter Müller, stehet der­malen in accord die Meddarder Mühle zu haben, welchen noch bis daher abgehalten ….“ (vgl. LA Speyer Best C23 Nr. A 17/4 fol 8, 8r).



Batz, Johann Nikolaus:

1806 als Mühlarzt im Alter von 30 Jahren in Kirchheimbolanden erwähnt; wohnhaft in der Schloßasse; °° mit Christina Margarethe Moll (vgl. Lucae: Kirchheim und seine Bürger, a.a.O, S. 93).



Baude, Claudius:

im 18. Jh. war Claudius *Baude (Beude) 1711 in Spangenberg und später Bordmüller in Hardenburg und im Weitersbrunnertal; °° mit Susanna Regina NN; Vater des Johann Georg Friedrich Baude (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 59)



Bauer, Abraham:

1769 Rehborn; Müller auf der Mahlmühle in Rehborn; °° mit Maria Katharina *Matthias, der Tochter des Müllers Georg *Mathias; dieser übergibt die Mühle in Rehborn an seinen Schwiegersohn Abraham Bauer; Vater des Müllers in Rehborn Johann Georg Bauer (vgl. Thielen: Spuren der Geschichte in einer nordpfälzischen Gemeinde, a.a.O., S. 91; Burghardt: Bann- und Ohligmühle zu Reh­born; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1954, S. 91).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1255/5: „Streitigkeiten der Gemeinde Rehborn mit dem Müller Bauer wegen Ableitung des Teichs und der Bäche, 1755-1756“



Bauer, Andreas:

um 1693 ist Andreas Bauer der Müller in Münster; am 03.02.1693 heiratet der Joh. Valentin Klein, S. d. Gerhard Klein von Bolan­den, u. Anna N. N. von Rüssingen geb.; die Anna Theresa, T.d. Andreas Bauer u. Anna N. N. Müller in Münster (Dreisen) ? (vgl. Ga­belmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 519).



Bauer, Georg:

ab 1695 Müller und Erbbeständer auf der Kuseler Stadt und Walkmühle. In der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrücki­schen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt (vgl. Mühlenprotokoll von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7): “Die Kuseler Stadt- und Bannmühle hat ihr Wehr hart an Diedelkopf. Im Mühlgraben wird das Wasser zunächst zur Walk- und Lohmühle und dann zur Stadtmühle geleitet. Letztere liegt unfern der Stadt bei den Gerbhäusern. 3 oberschlächtige Wasserräder für 2 Mahlgänge und 1 Schelgang. Erbbeständer ist Johann Nickel Klink, hat einen Erbbestandsbrief vom 8. Dezember 1710 auf den Namen Nickel Grimm und einen vom 8. Juni 1739 auf seinen Namen. Als die Stadt Kusel die Mühle von 1662 bis 1695 innehatte, entrichtete sie als Pacht 10 Ma. Korn, 10 Ma. Hafer und 6 fl 5 bz an Geld. Dann habe die Rentkammer den 'uralten' Pacht von 30 Ma. Gefordert. Daraufhin habe die Stadt die Mühle an den Müller Georg Bauer abgetreten. Seit der Zeit des Vorbesitzers Fleck betrage die Pacht tatsächlich 30 Ma. Frucht und 14 fl für ein fettes Mühlschwein von 200 Pfund. In die Mühle gebannt sind Kusel, Diedel­kopf und Blaubach.“ (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 216).



Bauer, Heinrich:

geb. 23.5.1809 Steinbach – 19.10.1846 Obermühle Steinbach, Sohn des Ackerers Johann Jacob Bauer und der Barbara Schneider; Enkel der Anna Angelica Caspar und des Valentin Bauer, Urenkel des Zimmermeisters Johannes (2) Caspar und Anna Angelica Ackermann, 2xUrenkel des Müllers auf der Untermühle in Steinbach Johannes (1) Caspar und Anna Ottilia Merz und 3xUrenkel des des Müllers auf der Untermühle in Steinbach) war Müller auf der Obermühle in Steinbach (vgl. Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar). Müller auf der Obermühle in Steinbach; °° I in 1832 mit Katharina *Graf von der Bärenmühle Neuhemsbach († vor 1834 err.); °° II am 31.10.1834 mit Justine Berg (geb. 26.8.1813 Mannheim – 19.10.1856 Steinbach); aus der Ehe stammen die Kinder Charlotte Bauer (geb. 6.9.1835 Steinbach – 27.8.1880 Dannenfels), der Müller auf der Obermühle in Steinbach Carl Bauer und der Ackersmann Georg Bauer (vgl Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar).



Bauer, Jakob Ludwig:

um 1830 Müller auf dem Walzhof westlich von Standenbühl; er errichtete die 1830 die Mahlmühle auf der Langhecker Mühle bei Imsbach, an Stelle des dort zuvor stehenden Pochwerks mit Schmelzhütte (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 293).



Bauer, Johann Georg:

um 1694 Müller in Lauterecken; am 10.10,1694 im katholischen Kirchenbuch Offenbach am Glan als Pate bei der Taufe des Johann Georg Gabel erwähnt als „Müller in Lauterecken, Johann Georg Bauer“ (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 137). ++klären: unklar ist bisher der 1692 im katholischen Kirchenbuch von Lauterecken erwähnte Müller J. Georg *Lauer; seine Ehefrau „Anna Maria Lauerin, coni­ux J. Georgy Lauer, molitory ibidem“, war am 16.1.1692 in Lauterecken Patin bei der Taufe der Anna Maria Gabel, der Tochter des Johannis Daniel Gabel (Quelle: katholisches Kirchenbuch Lauterecken). handelt es sich bei dem Müller Johann Georg Bauer / J. Ge­org *Lauer um dieselbe Person, die nur schreibfehlerhaft verzeichnet ist ?++++



Bauer, Johann Georg:

1778 Rehborn; Müller auf der Mahl- und Bannmühle in Rehborn; Sohn des Müllers in Rehborn Abraham *Bauer und der Müllers­tochter Maria Katharina *Matthias; Enkel des Müllers Georg Mathias, Urenkel des Müllers Johann Franz *Mathias und 2xUrenkel des Müllers Simon Mathias; °° mit NN;


Nach seinem Tod 1778 kaufte der zweite Mann der Witwe NN. Bauer, Johann Heinrich *Werntz 1778 von der Erbengemeinschaft Bauer die mit Schulden belastete Mühle (vgl. Thielen, a.a.O., S. 92; s. auch Anthes.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Rehborn, a.a.O., S. 96 und Burghardt: Bann- und Ohligmühle zu Rehborn; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1954, S. 91); hierbei hat er sich wohl übernommen. Bei einem Gesuch um Nachlaß der Pachtrückstände und Verbindlichkeiten teilt Frau Werntz 1785 mit, "daß ihr zweiter Mann sich dem Saufen gänzlich ergeben habe und nunmehr entwichen sei" (vgl. Thielen, a.a.O., S. 92). Die Mühle wird ver­steigert. Der Bauer Peter Gauch steigert die Mühle für 2800 Gulden, um sein ausgeliehenes Geld zu retten.



Bauer, Johann Jakob:

m 1763 war Johann Jakob Bauer “Falkenburger Sägmüller“ in Annweiler; °° mit NN. Katzenbach (Tochter des Johann Simon Kat­zenbach aus Ramstein, † luth. Annweiler 17.4.1763) (vgl. Biundo: Annweiler Families, a.a.O., Bd. 3, S. 49a)



Baum, Hans Mathes:

um 1671; Lehensmüller des Friedrich von *Steinkallenfels auf der Steinmühle in Albisheim (vgl. reformiertes Kirchenbuch Albis­heim; Weber, Friedrich Wilhelm: Die Steinmühle in Albisheim; in: Pfälzer Heimat 1975, S. 130, 131).



Baum, Otto:

m 1923 aus Ebertsheim; Landwirt; er kaufte 1923 die Schwormenmühle (Obermühle) in Ebertsheim, die schon längere Zeit nicht mehr betrieben (vgl. Wahl: Ebertsheim, a.a.O., S. 113). Vater des Karl Baum und Großvater des Helmut Baum und Inge Baum



Baumann, Georg Michael:

um 1698 Müller auf der Bannmühle in Oberhausen/Nahe. 1698 wird die Mühle durch ein Nahehochwasser wieder völlig zerstört, so daß der Müller Georg Joachim Baumann den Mühlenzins nicht mehr bezahlen kann (vgl. Spengel, Gerd: Mühlen im Gebiet der mitt­leren und unteren Nahe, Bd. 2, a.a.O., S. 53; Herzog, August: Heimatbuch der Gemeinde Duchroth-Oberhausen, a.a.O., S. 299). Stiefvater des Müllers und Betriebsnachfolgers, Hans Georg (1) *Mühlberger (vgl. Herzog, August: Heimatbuch der Gemeinde Duchroth-Oberhausen, a.a.O., S. 300).



Baumann, Nikolaus:

vor 1739; Müller in Lambsheim; er verkaufte die Lambsheimer Mühle an den kurpfälzischen Obristjägermeister von *Hack; die Mühle ist im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Neustadt von 1738 aufgeführt und wie folgt beschrieben: “mit 2 Mahl­gängen liegt auf dem Lambsbach. Obristjägermeister Freiherr von Hack hat sie von Nikolaus Baumann gekauft. Der Bestandsmüller kann keine weiteren Angaben machen.” (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 252)



Bauschert, Johann Nikolaus:

1759; um 1750 Pächter der Lohmühle in Wachenheim / Pfrimm (vgl. Würth: Wachenheim a.d. Pfrimm, a.a.O., S. 160); um 1759 Pächter der Neumühle in Wachenheim / Pfrimm (vgl. Würth: Wachenheim a.d. Pfrimm, a.a.O., S. 161); verh. mit Susanna Görlipp, die den anschließenden Beständer der Neumühle, Johann Licht im Jahr 1760 heiratete (vgl. Würth: Wachenheim a.d. Pfrimm, a.a.O., S. 161).


Vater der NN. Bauschert, °° mit dem Müller Michael *Geißler, der die Lohmühle in Wachenheim von 1760-68 als Pächter innehatte (vgl. Würth: Wachenheim, a.a.O., S. 160).


Vater der NN. Bauschert, °° 1763 in Albisheim mit dem aus Rothenburg/Tauber stammenden Müllerburschen Joh. Peter *Selzner (oder auch Salzner) (vgl. Würth: Wachenheim, a.a.O., S. 161).



Bayer, Johann Conrad:

geb. in Schöneich, gräfl. Kassler Herrschaft; Mühlarzt in +++ °° 4.2.1738 in Kindenheim mit Maria Elisabeth Amann aus Kinden­heim; aus der Ehe gehen die Tochter Luisa Barbara Bayer und ein als Säugling verstorbener Sohn hervor; die ehe scheitert, die Ehe­leute trennen sich; Bayer ist wohl weggezogen, da im luth. Kirchenbuch Kindenheim nur der Tod der Ehefrau eingetragen ist (vgl. Meyer: Ortsfamilienbuch Kindenheim, a.a.O., S. 44).



Bechle, Nickel:

1753 (err.) Lambsborn; Sohn des Jacob Bechle und der NN.; 1776 ist in der pfalz-zweibrückischen Huldigungsliste von Lambsborn erwähnt die „Jacob Bechle Witwe“ und deren Sohn „Nickel Bechle, 23 Jahre, dient in der Vogelbacher Mühle“ (vgl. Schaaff: Unter­tanenlisten des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken aus den Huldigungsprotokollen des Jahres 1776, a.a.O., S. 102).



Beck, Alois:

22.6.1764 Saulheim / Oberrhein – 12.6.1813 Burgalben; Mühlarzt in Burgalben und zeitweise auch Müller auf der Geiselberger Mühle; °° 17.6.1801 mit Catharina Woegel (8.4.1760 Waldfischbach – 10.2.1820 Burgalben, Tochter des Schweinehirten Michael Woegel und Susanna Diehl (vgl. Fremgen, Reinhold: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 32); Vater der Catharina Beck (5.6.1802 Burgalben – vor 1815 err.; °° mit dem Tagelöhner Johann Jakob Heil) (vgl. Frem­gen, Reinhold: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 153) und Vater der Catharina Beck (geb. ca. 18022 Burgalben; °° 27.1.1818 mit dem Maurer aus Burgalben, Peter Lelly (vgl. Fremgen, Reinhold: Bürger- und Familien­buch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 250).



Beck, Anna Maria:

um 1714 Rehhütte; katholisch; sie ist (err.) die Tochter des Müllers und späteren Schultheiß auf Rehhütte Johann Jacob *Beck; °° vor 1714 den Müller auf der Rehhütte Nikolaus Krämer († 10.1.1729 Rehhütte); aus der Ehe stammen die Kinder Anna Katharina Krä­mer (*7.1.1714 - 28.7.1791; °° I mit dem Müller auf Rehhütte Peter Adam Rießer († 4.12.1761 Rehhütte); °° II am 17.11.1767 mit dem Gastwirt in Waldsee Johann Jacob Hirsch), ++++ (vgl. Frosch: Familien in Neuhofen, a.a.O., S. 291/292).



Beck, Bartholomäus:

ab 1602 Müller auf der Mühle der CGA in Mörlheim. 1602 erfolgt die Bestandsverleihung der Mühle in Mörlheim an Bartholomäus *Beck (vgl. LA Speyer Best. A 13 Nr. 893: Bestandsverleihung der Mühle zu Mörlheim an Bartholomäus Beck, 1602).



Beck, Johannes:

um 1736 Müller in Gimmeldingen; kath.; Erbauer der Vorderen Talmühle in Gimmeldingen. Als die Vordere Talmühle im 18. Jh. er­richtet werden sollte, gab es Widerspruch. Die Gemeinde hatte sich gegen den Neubau ausgesprochen. Der Antragsteller behauptete, dies sei nur aus Haß gegen die katholische Religion geschehen, da er der einzige Katholik am Ort sei. Dennoch erhielt 1736 der Ka­tholik Johannes *Beck die Erlaubnis zum Bau einer Mahlmühle. Um 1760 saß auf der Mühle aber wieder ein Lutheraner (vgl. Metz, Erich und Sitzmann, Alfred: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann, Reinhard und Sitzmann, Alfred: Gimmeldin­gen. Leben im Weindorf, a.a.O., S. 48).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1076/4: „Acta betr: den Mühlenbau des Joh: Beck, 1736-1740“



Beck, Johann Jacob:

auch “Hans Jacob Breck”; katholisch; kurfürstlicher Schultheiß und Zoller in Rehhütte; °° mit Anna Catharina Breck; er ist ab 1711 Müller auf der Mühle in Rehhütte; er erhielt 1711 von der kurfürstlichen Hofkammer einen Erbbestandsbrief über die Mahlmühle in Rehhütte; gehört zum Oberamt Neustadt; im Mühlenverzeichnis des Oberamts Neustadt von 1738 (LA Speyer Best A 2 Nr. 179/1; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 246) ist sie wie folgt beschrieben: ” ist in Anno 1711 von der churfürstlich hochlöbl. Hofcammer an Johann Heinrich *Beck in einen Erbbestand gegeben worden; gibt jährlich 145 Malter Korn Erbpacht in die Kellerey Neustadt, 2 MA dem Herrn Fischer für die Aufsicht und Säuberung des Bachs, sodann 6 fl 3 Xer 7 1/2 Pfennig Mastgeld in die Gefällverweserey (=Einnehmerei) Neustadt; der jetzige Posser (=Posseßer = Besitzer) ist Johann Georg Hertel von Dannstadt, welcher sie 1738 von dem Peter Adam Rießer mit Consens churfürstl. Hofcamer an sich erkauft hat; diese Mühl hat 3 Mahlgäng von Anfang gehabt und auch noch.” Das Verwandschaftsverhältnis zu dem Müller auf Rehhütte Johann Balthasar Graff konnte bisher nicht geklärt werden; beide waren jedoch gut bekannt /verwandt ?, denn Beck ist am 22.7.1700 auf Rehhütte Pate bei der Taufe des Sohnes des Müllers Graff, dem Hans Jacob Graff; Beck ist dort bezeichnet als “Hans Jacob Breck, kurpfälzischer Schultheiß und Zoller aus Rehhütte. Seine Frau Anna Catharina Breck ist am 11.11.1701 in Rehhütte Patin bei der der Taufe einer Tochter des Mül­lers Johann Balthasar Graff (vgl. Poller: Rheingönheimer Bürgerbuch, a.a.O., S. 96). Er dürfte der Vater der Anna Maria *Beck, die vor 1714 den Müller auf Rehhütte Nikolaus Krämer (†10.1.1729 Rehhütte) heiratet. Auf Rehhütte ist 1720 als Schultheiß der Jakob Beck erwähnt, katholisch, der am 11.6.1720 in Neuhofen die Maria Elisabetha Lorentz heiratet (vgl. Frosch: Familien in Neuhofen, a.a.O., S. 44).



Beckenhaupt, Jost:

um 1500 Müller auf der Niedermühle in Dirmstein. Am 22.9.1500 kommt es zur Rachtung (Anm.: vergleichsweise Vertrag zur Streit­schlichtung) zwischen der Gemeinde Dirmstein und dem Nieder-Müller Jost Beckenhaupt wegen Unterhaltung der Brücke über den Bach zwischen der Mühle und dem Pfarrhof und wegen Bewässerung der Wiese bei der Mühle (vgl. Martin: Quellen zur Geschichte Dirmsteins und der Familie Lerch von Dirmstein, a.a.O., Nr. 491; LA Speyer, Gatterer Apparat Nr. 1789)



Becker, Adam:

um 1820 bis ca. 1823 Müller auf der Schwarzborner Mühle in Pfeffelbach (vgl. Pfeffelbach Chronik, a.a.O., S. 74)



Becker, Andreas:

s. Johann Andreas *Becker, Müller aus Gauersheim



Becker, Christian:

geb. 7.3.1688 Gauersheim - ++++; Sohn des Müllers auf der Obermühle Gauersheim, Johann Jacob *Becker und der Anna Wendeli­na Zehe; Enkel des Müllers auf der Obermühle Gauersheim, Peter Zehe; Bruder des Müllers auf der Obermühle Gauersheim und des Erbauers der Lochmühle Dreisen, Johann Andreas *Becker; Bruder auch der Anna Catharina Becker (°° mit dem Müller Johann Phil­ipp Decker) (vgl. ev. Kirchenbücher Gauersheim gem. Mitteilung von Herrn Konrad Holl vom 20.2.2012).


Am 11.11.1710 heiratet Christian Becker, der S. d. Jakob Becker (Müller zu Gauersheim), Beständer des herrschaftl. Hofgutes Eden­born, mit Frau Elisabetha geb. Forst?, Witwe des herrschaftl. Kellers zu Gauersheim Theobald Zeysner (vgl. Gabelmann: Kirchenbü­cher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 141).



Becker, Christian:

um 1737 Müller in Marnheim; er ist der Sohn Vater des Müllers in Marnheim Valentin *Becker (err.: wohl Johann Valentin Becker) sein, der am 18.4.1737 als Pate im lutherischen Kirchenbuch in Kirchheimbolanden eingetragen ist: „Christian Becker, S. d. Valentin Becker, Müller zu Marnheim, Anna Maria Becker, T.d. Christian Becker“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 94)



Becker, Christian:

1766 Burgalben; ab 1744 Müller auf der Moschelmühle in (Waldfischbach-)Burgalben. °° II am 13.9.1763 in Rodalben mit der Witwe Maria Elisabeth Funck; Vater des späteren Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Moschelmühle (aus der ersten Ehe), Jo­seph *Becker und Großvater des späteren Moschelmüllers Heinrich Jacob *Becker. 1744 hat der Müller auf der Moschelmühle, Christian *Becker, die Mühle von seinem Bruder Andreas Becker übernommen und war 1766 nach langer Krankheit gestorben. Wäh­rend dieser Krankheit mußte er die Mühle mehrmals verpachten. Einer der Pächter war der Ehemann von Beckers späterer 2. Ehe­frau, Maria Elisabeth Funck, Johann Theobald Hess aus Niedermiesau ( 5.4.1762 ). Als weiterer Pächter tritt dann Johannes Stör­zenbach in Erscheinung und ab März 1776 bis März 1773, bis zur Volljährigkeit von Christian Beckers Sohn, Joseph Becker, wurde die Mühle von dem Pächter Georg Heinrich Kuhn aus Morschbronn bewirtschaftet. Am 22.3.1773 übernahm dann Joseph *Becker die Moschelmühle (vgl. Fremgen: Moschelmühler Hexenprozeß, a.a.O., S. 67; vgl. auch Fremgen, Reinhold: Bürger- und Familien­buch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 34).



Becker, Franz:

um 1840 Müller auf der Schloßmühle in Hanhofen. Bruder des Lothar Constantin Becker und Vater des Schloßmüllers und Betriebs­nachfolgers in Hanhofen, Franz Josef Becker jun.


1839 hatte der Schloßmüller Franz Becker auch die Lohmühle in Hanhofen erworben. Er beantragte 1840 „um seinem Geschäfte eine größere Ausdehnung zu geben“, um die Konzession nach, am Ort der in seinen Besitz gebrachten Lohmühle, die sich in einer Entfer­nung von 470 unterhalb der viergängigen Mahlmühle lag, „eine Mahlmühle mit zwei Gängen und einem Schälgange, nebst einer Lohmühl zu erbauen“ (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 63, 79; LA Speyer, Best. H 3 Nr. 7737, 1: F. Becker an Regierung d. Pfalz in Speyer vom 23.5.1840). Die endgültige Realisierung dieses Vorhabens scheiterte aber vermutlich an den nachteiligen An­triebsvoraussetzungen am Woogbach, da durch die 1855 vorgenommene Demolierung der Lohmühle (vgl. Heil, a.a.O., S. 63 LA Speyer Best. Q 22 Nr. 212: Landcommissariat Speyer an Triftamt Neustadt vom 22.12.1855), wodurch die „dortigen Abflußverhält­nisse sehr begünstigt wurden (vgl. LA Speyer Best. Q 22 Nr. 212: Triftamt Neustadt an Landcommissariat Speyer vom 11.1.1856) und der Standort danach die Bezeichnung „Oedung“ trug (vgl. LA Speyer: Hanhofen, Best. L 57 Nr. 925, S. 657 f). Deshalb wurde auch der zwischenzeitlich an den Bruder des Schloßmüllers, Lothar Constantin Becker, übergegangene Betrieb 1855 als „Lohmühle jetzt Oedung“ an den Schloßmüller, Franz Josef Becker jun., fiel, der im Anschluß daran den alleinigen Ausbau der Schloßmühle be­vorzugte (vgl. Heil, a.a.O., S. 79; Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 172).



Becker, Franz Jakob:

um 1854 war der in Iggelheim geborene Franz Jakob Becker (ev.; *11.6.1832 Iggelheim - ++++) Müller in Iggelheim; er ist der Sohn von Johannes Becker und Maria Elisabeth Sieber; °° am 16.3.1854 in Neuhofen mit Maria Elisabetha Bühler (vgl. Frosch: Familie in Neuhofen, a.a.O., S. 45).



Becker, Franz Josef:

um 1855 Müller auf der Schloßmühle in Hanhofen. Sohn des Schloßmüllers Franz *Becker.


1839 hatte der Schloßmüller Franz Becker auch die Lohmühle in Hanhofen erworben. Er beantragte 1840 „um seinem Geschäfte eine größere Ausdehnung zu geben“, um die Konzession nach, am Ort der in seinen Besitz gebrachten Lohmühle, die sich in einer Entfer­nung von 470 unterhalb der viergängigen Mahlmühle lag, „eine Mahlmühle mit zwei Gängen und einem Schälgange, nebst einer Lohmühl zu erbauen“ (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., a.a.O., S. 63, 79; LA Speyer, Best. H 3 Nr. 7737, 1: F. Becker an Re­gierung d. Pfalz in Speyer vom 23.5.1840). Die endgültige Realisierung dieses Vorhabens scheiterte aber vermutlich an den nachteili­gen Antriebsvoraussetzungen am Woogbach, da durch die 1855 vorgenommene Demolierung der Lohmühle (vgl. Heil, a.a.O., S. 63 LA Speyer Best. Q 22 Nr. 212: Landcommissariat Speyer an Triftamt Neustadt vom 22.12.1855), wodurch die „dortigen Abflußver­hältnisse sehr begünstigt wurden (vgl. LA Speyer Best. Q 22 Nr. 212: Triftamt Neustadt an Landcommissariat Speyer vom 11.1.1856) und der Standort danach die Bezeichnung „Oedung“ trug (vgl. LA Speyer: Hanhofen, Best. L 57 Nr. 925, S. 657 f). Deshalb wurde auch der zwischenzeitlich an den Bruder des Schloßmüllers, Lothar Constantin Becker, übergegangene Betrieb 1855 als „Lohmühle jetzt Oedung“ an den Schloßmüller, Franz Josef Becker jun., fiel, der im Anschluß daran den alleinigen Ausbau der Schloßmühle be­vorzugte (vgl. Heil, a.a.O., S. 79; Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 172).



Becker, Franz Ludwig:

um 1768 Müller in Berg; die Mühle gehört zur Kellerei Landeck im kurpfälzischen Oberamt Germersheim; die Mühle ist 1768 im Mühlenverzeichnis des Oberamts Germersheim und dem dort abschriftliche enthaltenen Mühlenbericht der Kellerey Landeck aufge­führt, als “Franz Ludwig Beckersche Mühl zu Berg, diese gibt 4 Malter Korn Mühlenzinß an die Amtskellerei Landeck (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germers­heim vom 6.4.1768; s. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 257, der die Mühle allerdings fehlerhaft Lug-Schwan­heim zuordnet).



Becker, Franz Nickel:

um 1776 Erbbestandsmüller in Contwig; °° am 7.5.1776 in Niederauerbach mit Susanna Dorothea Siegel (Tochter des reformierten Schuldieners Siegel aus Oberauerbach) (vgl. Bohrer, u.a.: Register zum reformierten Kirchenbuch Contwig, a.a.O., S. 4).



Becker, Friedrich:

um 1728 Müller in Oberauerbach; Vater der Maria Elisabeth Becker (°° am 6.4.1728 mit Valentin Schäfer aus Herschberg (vgl. Boh­rer, Walter u.a.: Register zu dem reformierten Kirchenbuch der Pfarrei Contwig von 1698-1764, a.a.O., S. 91).



Becker, Friedrich:

um 1745 auf der Dellfelder Mühl; er kaufte die Dellfelder Mühle von dem Müller Mattheis *Bischoff. Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) wird sie wie folgt beschrieben: “liegt an der Schwarzbach, 1/2 Stunde unterhalb der Hechtloch Mühle (s. Rieschweiler), 1 Stunde oberhalb der Contwiger Mühle. Erst vor 12 Jah­ren aufgerichtet. 2 unterschl. Wasserräder bewegen 1 Mahlgang und 1 Mahlgang mit angehängtem Schälgang. Das Wehr ist 15 Schritt lang, hatte eine Schließ zum Flößen des Holländerholzes. Beim Flößen jedesmal Wehr ruiniert worden. Der Müller mußte ne­ben dem Wasserbau eine große, 8 Schuh weite Schließ verfertigen. Das Dorf Dellfeld ist zu dieser Mühle gebannt. Erbbeständer Friedrich *Becker gibt als Pacht 9 Ma. Korn und 9 Ma. Hafer, 2 Kappen oder 8 bz nach Zweibrücken (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 197).



Becker, Friedrich (2):

4.6.1837 Münchhof bei Hochspeyer- 30.11.1903 Appenthal bei Elmstein; Sohn von Friedrich (1) Becker, Ackerer auf dem Münchhof und der Müllerstochter Anna Maria Haag aus *Appenthal bei Elmstein, Tochter des Müllers in Appenthal Johann Friedrich Haag und der Margarethe Osterheld; Friedrich Becker übernahm von seinem kinderlos verstorbenen Großonkel Conrad *Haag die Mühle in Appenthal; °° 1873 in Lohnsfeld mit Eva Bohlander (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 68; (vgl. Heintz, Fridolin: Geschichte des Mahl- und Sägewerkes in Appenthal; in: Geschichte und Geschichten unserer Heimat. 2002, S. 20). Becker errichtete auf der Betriebsgelände zusätzlich ein Sägewerk, eröffnete eine Bäckerei und betrieb nebenbei einen Holzhandel; Vater von Jakob Becker und Karl Becker; letzterer bekam bei der Teilung nach dem Tod des Vaters die Bäckerei und die Mahlmühle, während das Sägewerk an Jakob Becker fiel (vgl. Heintz, Fridolin: Geschichte des Mahl- und Sägewerkes in Appenthal; in: Ge­schichte und Geschichten unserer Heimat, Nr. 11, Dezember 2004, S. 3)



Becker, Georg Jakob:

er stammt aus der Stanzer Mühle; ab 1.9.1790 – 27.11.1831 Müller auf der alten Hechtlochmühle in Rieschweiler; Becker um 1790 die Maria Susanne *Scheffe, Tochter des Müllers auf der Alten Hechtlochmühle in Rieschweiler Friedrich Christian *Scheffe und der ebenfalls aus Rieschweiler stammenden Pfarrerstochter Sophia Magdalena Isemann. Georg Jakob Becker erwarb am 1.9.1790 die Alte Hechtlochmühle von seinen Schwiegereltern für 2000 Gulden. Zwar wurde die Ehe am 19.5.1801 geschieden, doch blieb Georg Jakob Becker auch weiterhin der Erbbeständer auf der Alten Hechtlocher Mühle (vgl. Müller, Franz J.: „Die Rieschweiler Mühlen, a.a.O., S. 512), bis er diese am 27.11.1831 an Jakob *Sties verkaufte (vgl. LA Speyer Best. L56-708; Müller, Franz J.: Die Rie­schweiler Mühlen, a.a.O., S. 512).



Becker, Hanß Georg:

um 1710 Müller auf der Mühle in Dunzweiler; °° NN. Motz (Tochter des Wilhelm Motz und der NN.); am 4.5.1700 verkauft der Müller Hans Georg Becker von der „Duntzweiler Mühl“ einen von seiner Schwiegermutter ererbten Hofplatz“ (vgl. LA Speyer Best. F 5 Nr. 187, fol. 65 V; zitiert nach Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 93).



Becker, Hans Konrad:

vor 17.9.1657 (err.); Müller auf der Obere Ruthweiler Bann- und Mahlmühle; °° vor 1646 mit Margaretha NN; seine Witwe heiratet nach seinem Tod erneut am 17.9.1657 den Matthias Klein, Müller zu Ruthweiler (vgl. Jung: Familienbuch Lichtenberg und Pfeffel­bach, a.a.O., S. 43, 122 Nr. 204). Anm. die Angabe zur Mühle ist nicht gesichert, sondern ein Rückschluß daraus, daß die Neumühle, später als Bremmen-Mühle oder Faußemühle vermutlich erst später gebaut wurde +++klären+++



Becker, Heinrich Jacob:

ca. 1779 Moschelmühle (Waldfischbach-)Burgalben - 20.7.1808; Müller auf der Moschelmühle in (Waldfischbach-)Burgalben; Sohn des Moschelmüllers Joseph Becker und der Maria Barbara Ruck; Enkel des Moschelmüllers Christian *Becker; Bruder des Müllers Jacob *Becker (5.8.1778 Moschelmühle in in Waldfischbach-Burgalben - ++++; °° 6.4.1806 mit Maria Catharina Weber); °° Anna Maria Bohl) (vgl. Fremgen, Reinhold: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 34).



Becker, Henrich (Heinrich) Jakob:

1704 err. Oberauerbach - 18.12.1772 Contwig im Alter von 68 Jahre; Sohn der Eheleute Friedrich Becker (aus Oberauerbach) und Anna Catharina *Agne; Erbbestandsmüller in Oberauerbach, Erbbestandsmüller in Contwig; Vater des Henrich Jakob Becker (Ge­meindsmann in Contwig, °° 4.1.1795 in Contwig mit Catharina Elisabeth Zehner aus Contwig) (vgl. Bohrer, u.a.: Register zum refor­mierten Kirchenbuch Contwig, a.a.O., S. 4). Vater der Anna Catharina Becker (°° 31.10.1754 mit Jacob Wolf aus Rieschweiler) (vgl. Bohrer, Walter u.a.: Register zu dem reformierten Kirchenbuch der Pfarrei Contwig von 1698-1764, a.a.O., S. 113).


Um 1768 erwähnt als Mühlknecht in der Contwiger Mühle; Vater des am 6.10.1768 getauften Henrich Jakob, Mutter ist Catharina Magdalena Keil (vgl. Bohrer, u.a.: Register zum reformierten Kirchenbuch Contwig, a.a.O., S. 49).


Vater auch der Maria Elisabeth Becker (°° 2.4.1754 in Niederauerbach mit dem Müller Johann Disqué, Sohn des Müllers Sebastian Disqué aus Rinnthal und der Müllerstochter Anna Barbara Schaaf von der Geiselberger Mühle) (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 24).


1744 Erbbeständer auf der Mahlmühle in Oberauerbach (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 200).


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) wird die Mahl­mühle zu Oberauerbach wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 200): “Die Mahlmühle zu Oberauerbach wird getrieben von der Auerbach (Wiesbach), je 1 Stunde von der Contwiger und Mörsbacher Mühle entfernt 2 unter­schlächtige Wasserräder 1 Mahlgang und 1 Mahlgang mit Schälgang. Entrichtet jährlich 3 Ma. Korn und 3 Ma. Hafer und 1 fl für 4 Kappen. Hat keinen Bann. Erbbeständer ist Heinrich Jakob *Becker.“


1776 ist in der pfalz-zweibrückischen Huldigungsliste von Contwig erwähnt die „Henrich Jacob Becker Witwe“ und deren Sohn „Henrich Andreas Becker, 27 Jahre, bei der Mutter, Müller“ (vgl. Schaaff: Untertanenlisten des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken aus den Huldigungsprotokollen des Jahres 1776, a.a.O., S. 75).



Becker, Henrich Peter:

14.12.1792 im Alter von 57 Jahren; um 1765 Müller zu Oberauerbach; °° mit Maria Elisabeth Theyson (vgl. Bohrer, u.a.: Register zum reformierten Kirchenbuch Contwig, a.a.O., S. 4/5).



Becker, Jakob:

5.8.1778 Moschelmühle in in Waldfischbach-Burgalben - ++++; Sohn des Moschelmüllers Joseph Becker und der Maria Barbara Ruck; Enkel des Moschelmüllers Christian *Becker; Bruder des Müllers Heinrich Jacob *Becker; ; °° Anna Maria Bohl (geb. 20.1.1787 Mittelbrunn – 9.1.1806 Moschelmühle; Tochter von Johann Adam Bohl und Christina Heinz) (vgl. Fremgen, Reinhold: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 34).



Becker, Johannes:

vom Münchhof bei Hochspeyer - 1789 Entersweiler Mühle; vom Münchhof stammt Johann *Becker († 1789); er heiratete 1765 die älteste Tochter des Müllers auf der Entersweilermühle, Maria Magdalena *Schaffner (Tochter des Philipp Friedrich *Schaffner) und übernahm von seinem Schwiegervater die Mühle; Vater u.a. des Philipp Friedrich *Becker (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die En­tersweilermühle unterhalb Lauterspring; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1967, S. 15-19; Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 70).



Becker, Johannes:

1828 – 1860; aus Barbelroth; Sohn des Hufschmieds Valentin Becker aus Barbelroth. Er kaufte 1841 die Neumühle bei Barbelroth von dem Müller Georg Nagel aus Oberhausen. Becker erhielt noch im selben Jahr die Erlaubnis zum Anbau eines zweiten Mühlrads und eines zweiten Mahlgangs (vgl. LA Speyer Best. L 56, 608, pag. 513).


Mit Annonce vom 19.3.1848 bot Johannes Becker seine „ganz neu erbaute Mahlmühle, bestehend in zwei Mahlgängen, einem Schäl­gange, Schwingmühle ...“ zum Kauf an (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 1.4.1848, S. 199 = LA Speyer Best. Y 20/41), die noch 1848 von Valentin Doll gekauft wurde (vgl. Übel, Rolf: Von Müllern und Wiesenwässerern; in: Barbelroth, a.a.O., S. 311).



Becker, Johann Andreas:

geb. Andreastag 1698 (Anm: 30.11.1698) - +++++; Müller auf der Obermühle/Dorfmühle in Gauersheim; Sohn des Müllers auf der Obermühle Gauersheim, Johann Jacob *Becker und der Anna Wendelina Zehe; Enkel des Müllers auf der Obermühle Gauersheim, Peter *Zehe (vgl. ev. Kirchenbücher Gauersheim gem. Mitteilung von Herrn Konrad Holl vom 20.2.2012). Bruder des Christian *Be­cker, Beständer des herrschaftl. Hofgutes Edenborn und der Anna Catharina Becker (geb. 28.12.1679; °° mit dem Müller Johann Philipp Decker (vgl. ev. Kirchenbücher Gauersheim gem. Mitteilung von Herrn Konrad Holl vom 20.2.2012; Gabelmann: Kirchen­bücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 57, 141).


Um 1719 als Müller in Gauersheim erwähnt; am 14.4.1719 ist „Johann Andreas Becker, Müller zu Gauersheim, ledig“, als Pate im lutherischen Kirchenbuch von Kirchheimbolanden erwähnt (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 57).


Er ist auch Erbauer der Lochmühle in Dreisen. Die Lochmühle unterhalb von Dreisen wurde 1724 erbaut und diente als Lohmühle zur Herstellung von Gerberlohe. In der Folgezeit wurde sie als Getreidemühle genutzt. Der Erbauer der Mühle, Andreas Becker aus Gauersheim, erhielt 1724 durch den Grafen von Nassau-Weilburg, das Recht die Mühle zu betreiben, im Erbbestand gegen Zahlung von 100 Gulden und einer jährlichen Erbpacht von 16 Malter Korn (vgl. Wolf, Julius: Wüstungen in und bei Dreisen; in: Busch u.a.: Untergegangene Dörfer und Kleinsiedlungen in der Nordpfalz, a.a.O., S. 223 leider ohne Quellenangaben; Weber: Mühlen besonde­rer Art, a.a.O., S. 168; LA Speyer Best. C 38 Nr. 267).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 267: „Austausch Nassau-Weilburgischer im Leiningenschen anfallenden Renten und Güter gegen Leinin­ger Gefälle im Amt Kirchheim, insbes. Ankauf der Lohmühle zu Dreisen und deren Erbkauf durch Valentin Keller zu Dreisen, 1724. 1781-1786, darin: Erbbestandsbrief für Andreas Becker zu Gauersheim über die Lohmühle zu Dreisen vom 27./28.4.1724“



Becker, Johann Georg:

bis 1791 Müller auf der Rothenberger Mühle in Marnheim; Sohn des Müllers auf der Rothenberger Mühle in Marnheim, Johann Va­lentin *Becker; °° mit Philippina NN. (vgl. LA Speyer Best. F22 Nr. 142 Ausfautheiakten Kirchheimbolanden)


Vater des Müllers in Marnheim auf der Rothenberger Mühle ++++ (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 257).


Anläßlich der Zurruhesetzung des 75jährigen Müllers Johann Georg Becker 1791 kam es zur Vermögensauseinandersetzung und in deren Rahmen am 24.8.1791 zur Erstellung eines Inventars und Vermögensübergabe (vgl. LA Speyer Best. F22 Nr. 142 Ausfauthei­akten Kirchheimbolanden). Anwesend waren die Kinder:

      1. Christina des Müllers Johannes Weigel Ehefrau zu Marnheim

      2. Susanna des Bürgers und Gerbermeisters Valentin Becker zu Bischheim Ehefrau

      3. Valentin Becker auf der hießigen sog. Beckerischen Mühl wohnhaft



Becker, Johann Jacob:

geb. Bolanden - † 31.3.1711 Gauersheim; Müller auf der Dorfmühle / Obere Mühle in Gauersheim; Sohn des Philipp Becker aus Bo­landen (vgl. ev. Kirchenbücher Gauersheim gem. Mitteilung von Herrn Konrad Holl vom 20.2.2012); °° 6.5.1675 in Gauersheim mit der Müllerstochter Anna Wendelina Zehe (geb. Gauersheim – 27.11.1699 Gauersheim, Tochter des Müllers auf der Dorfmühle/Obere Mühle Gauersheim und der Ottilia NN.) (vgl. ev. Kirchenbücher Gauersheim gem. Mitteilung von Herrn Konrad Holl vom 20.2.2012).


Johann Jakob Becker übernahm nach dem Tod seines Schwiegervaters, des Müllers Peter *Zehe die Dorfmühle in Gauersheim (Un­terlagen von Alfred Hans Kuby bei PRFK).


Aus der Ehe des Johann Jacob Becker und der Anna Wendelina Zehe stammen die Söhne Johann Andreas *Becker (geb. Andreastag 1698 [Anm: 30.11.1698]), Christian *Becker und die Anna Catharina Becker (vgl. ev. Kirchenbücher Gauersheim gem. Mitteilung von Herrn Konrad Holl vom 20.2.2012).



Becker, Johann Jacob:

um 1722 Müller in Gauersheim; +++klären+++: er ist wohl der Sohn des Müllers in Gauersheim Jacob *Becker und Bruder des Mül­lers Johann Andreas *Becker sein; °° mit Maria Eva Baum; am 29.8.1722 sind im lutherischen Kirchenbuch Kirchheimbolanden ein­getragen als Paten eingetragen „ Joh. Jakob Becker, Müller zu Gauersheim u. seine Frau Maria Eva geb. Baum“ (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 63), sowie erneut als Pate am 30.8.1727 „ Joh. Jakob Becker, Müller zu Gau­ersheim“ (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 73).



Becker, Johann Nickel:

bis 1706 Müller auf der Mahlmühle in Godelhausen (heute OT von Theisbergstegen); Becker verkaufte die Mühle 1706 an den Mül­ler Nickel *Theobald. Die Mühle in Godelhausen ist im Mühlenbericht des Oberamts Lichtenberg von 1746 aufgenommen (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 26) und wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 208): „Die Godelhauser Mahlmühle liegt ebenfalls am Glan zwischen den kurpfälzischen Mühle zu Matzenbach und Theisbergstegen, nicht weit vom Dorfe Godelhausen. 3 unterschlächtige Wasserräder, daneben ein Aalfang, Fischgerechtigkeit im Mühlteich. Wehr 200 Schritt oberhalb der Mühle. Erbbeständer ist Abraham Theobaldt. Laut Erbbestandsbrief vom 31. Januar 1739 entrichtet er als Pacht 2 fl (den fl zu 15 bz), 3 Ma. 3 Faß Korn und 4 Ma. Hafer. In die Mühle gebannt sind Godelhausen, Eisenbach und Etschbach mit zusammen 29 Familien. 1706 verkaufte der Vorbesitzer Johann Nickel Becker an Nickel Theobaldt, den Vater des derzeitigen In­habers.“



Becker, Johann Nikolaus:

um 1711 Müller in +++klären++; am 6.4.1711 ist er Pate bei der Taufe des Johann Daniel Brathauer in lutherischen Kirche in Kirch­heimbolanden (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 44).



Becker, Johann Philipp:

12.5.1739 Bolanden im Alter von 63 Jahren und 6 Monaten (vgl. Gabelmann +++++; LA Speyer Best. F 22 N r. 29); Schultheiß in Bolanden; Erbauer der Rothenberger Mühle bei Marnheim. Die Mühle ist im nassau-weilburgischen Mühlenverzeichnis von ca. 1772 (vgl. LA Speyer Nassau-Weilburg Akten Fasc. 382 und ebenda neu: Best C 38 Nr. 46) wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 289): „liegt zwischen dem Dorf und dem Froschauer Hof. Schultheiß Johann Philipp *Be­cker hat sie 1743 gebaut. Für 1 Mahl-, 1 Schälgang und1 Ölpresse gibt er jährlich 35 fl als zins.“


Sohn des Müllers Valentin Becker aus Bolanden ( 4.3.1719 Bolanden im Alter von 71 Jahren; vgl. Gabelmann); er ist 3.11.1743 als Pate im lutherischen Kirchenbuch Kirchheimbolanden eingetragen (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 109).


Am 30.08.1774 sind im Kirchenbuch Kirchheimbolanden bei der Taufe der Susanna Philippina Ortitz, Tochter des Michael Ortitz, Beysasse hier, u. Susanna Catharina geb. Gerst, als Paten genannt: Philipp Becker, Müller in Marnheim, u. seine Frau Maria Susanna (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 251).



Becker, Johann Valentin:

1712 erhält Johann Valentin /Velten) Becker von der nassau-weilburgischen Regierung die Erlaubnis, in Marnheim eine Mahlmühle zu errichten. Der Bauplatz gehörte zum herrschaftlichen Hofgut. Zunächst war nur ein Mahlgang genehmigt. Becker stammte aus Gauersheim und beantragte sogleich einen zweiten Mahlgang, der am 13.2.1712 genehmigt wurde. Die Mühle war „Eigentumsmüh­le“, d.h. sie wurde von Becker auf eigenen Kosten errichtet. Er erhielt lediglich gratis 80 Stämme Bauholz aus den herrschaftlichen Wäldern. Für das Wasserrecht mußte er 14 Malter Korn entrichten (vgl. Leßweng, Karl: Die Mühlen von Marnheim; in: Heimatver­ein Marnheim (Hrsg.): Marnheim, a.a.O., S. 71).


Am 12.8.1714 ist der „Valentin Becker, Müller zu Marnheim“ als Pate im lutherischen Kirchenbuch in Kirchheimbolanden eingetra­gen (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 48). Er ist ebenfalls als Pate am 8.12.1722 erwähnt:Joh. Valentin Becker, Müller zu Marnheim (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 64).


°° mit Anna Maria NN.


Kinder sind (vgl. LA Speyer Best. F 22 Nr. 135: Ausfautheiakten, Übergabe-Inventar vom 6.10.1760):

- Christian Becker, zu Uffhofen, rheingräflich-dhaunischer Jurisdiction

- Johann Georg *Becker, dahier

- Valentin Becker auf dem Elbisheimer Hof

- Maria Barbara, Valentin Becker Ehefrau zu Sippersfeld

- Philipp Becker zu Göllheim

- Friedrich Becker, ledigen Standes

- Maria Elisabetha, Adam Deckers Ehefrau dahier

- Andreas Becker, ledigen Standes, er ist abwesend und wird durch einen Amtsvormund vertreten


Er dürfte auch der Vater des Müllers in Marnheim Christian *Becker sein, der am 18.4.1737 als Pate im lutherischen Kirchenbuch in Kirchheimbolanden eingetragen ist: „Christian Becker, S. d. Valentin Becker, Müller zu Marnheim, Anna Maria Becker, T.d. Christi­an Becker (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 94).


Vater der Maria Barbara Becker sein, die als Patin am 27.1.1739 in lutherischen Kirchenbuch Kirchheimbolanden eingetragen ist als „Tochter des Müllers Valentin Becker zu Marnheim“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 98).


Am 17.12.1746 ist Patin in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden die „Maria Barbara Becker, T.d. Velten Becker, Müller in Marnheim (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 115).



Becker, Johann Valentin:

1766 Bischheim im Alter von 50 Jahren (vgl. Bindewald, Gabriele: Die Geschichte der Kupfermühle; in: Nordpfälzer Geschichts­verein 1972, S. 19); um 1748 Müller „auf der Kupfermühle“; in Bischheim (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 315; °° mit Anna Elisabeth Schnall (Anm.: es handelt sich um Anna Elisabeth Schnell) (vgl. Gabelmann, a.a.O.,S. 203), Tochter des Nickel Schnall, Kupfermüller in Bischheim (vgl. Gabelmann, a.a.O., Taufeintrag vom 3.11.1742 des Valentin Hoffmann).


Aus der Ehe des Kupfermüllers in Bischheim, Johann Nikolaus Schnell und der Susanne Bechtold stammen 4 Töchter. Die jüngste Tochter Anna Elisabeth Schnell heiratet 1742 den Valentin Becker aus Bolanden, der später die Mühle von seinem Schwiegervater übernimmt (vgl. Bindewald, Gabriele: Die Geschichte der Kupfermühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1972, S. 18, leider ohne Quellenangabe). Am 03.11.1742 bei der Taufe in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden des Hofmann Valentin, S. d. Jakob Hofmann, Mitbeständer auf dem Edenborner Hof, u. Anna Charitas geb. Busmann von Worms, waren Paten: Valentin Becker zu Bo­landen u. seine Desponsata (Verlobte) Elisabetha Schnall, Tochter des Nickel *Schnall in der Kupfermühle (vgl. Gabelmann: Kir­chenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 107); mE handelt es sich um ein Schreibversehen bei der Eintra­gung im Kirchenbuch, und es dürfte der Müller Schnall identisch sein mit dem Müller Johann Nickolaus Schnell.


Der Kupfermüller Johann Nikolaus Schnell zieht sich (Anm.: wohl zwischen 1742 und 1748 err.) aufs Altenteil zurück und überträgt „die Mühle samt Mahlgeschirr, Karch und Pferd“ sowie das Donnersberger Gütchen für 900 Gulden auf seine Tochter Anna Elisabe­tha und ihren Ehemann. 100 Gulden, 1 Stück Land, 1 Rind und 1 Loß(= Mutterschwein) und einige andere Gegenstände, sowie ½ Malter Weizenmehl jedes Jahr behält er sich vor (vgl. Bindewald, Gabriele: Die Geschichte der Kupfermühle; in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 1972, S. 18, leider ohne Quellenangabe).


Am 27.06.1748 bei der Taufe des Johann Valentin Becker, S. d. Johann Nickel Becker, Schultheiß von Bolanden, u. Maria Barbara;

waren Paten: Johann Valentin Becker, Müller zu Bischheim, Maria Barbara Germann von Zinsweiler Amt Lautern (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 118).


Am 26.02.1761 werden bei der Taufe Maria Elisabetha Becker, T.d. Nikolaus Becker, Schultheiß zu Bolanden, u. Maria Barbara Ger­mann von Imsweiler gebürtig als Paten im lutherischen Kirchenbuch Kirchheimbolanden als Paten erwähnt: „Valentin Becker, Kup­fermüller in Bischheim, u. seine Frau Maria Elisabetha“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 203).


Johann Valentin Becker verstirbt 50jährig im Jahr 1766 und hinterläßt 5 Kinder im Alter von 5-16 Jahren. Seine Witwe Anna Elisa­beth Schnell betreibt die Mühle bis zu ihrem Tod 1772 weiter. In ihrem Testament vermacht sie die Kupfermühle nebst dem sog. Donnersberger- oder Austreibergütchen ihrem 19jährigen ältesten Sohn Valentin *Becker, wobei als Wert 2000 Gulden angesetzt wurden. 1600 Gulden hatte er an seine Geschwister auszuzahlen, wobei ihm 400 Gulden als eigenes Erbteil angerechnet wurden. Va­lentin Becker konnte diese Summe nicht aufbringen, denn ein Protokoll von 1776 der Vormünder der minderjährigen Geschwister be­richtet, daß Valentin *Becker seinen Geschwistern noch 1570 Gulden aus Erbteilsverpflichtungen schuldet (vgl. Bindewald, Gabriele: Die Geschichte der Kupfermühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1972, S. 19, leider ohne Quellenangabe).


Vater des Bäckermeisters in Kirchheimbolanden Nikolaus Becker, °° am 29.10.1787 in Kirchheimbolanden die „Anna Catharina Bechthold, T. d. verstorbenen Paul Bechthold, des Rats hier“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 315).


Der Kupfermüller Becker war verschuldet. Deshalb wurde es erforderlich, seinen infolge elterlicher Erbteilung 1773 übernommenen Erbbestand am Donnersberger- oder Austreibergütchen in Bischheim an Gottfried Willig zu veräußern, wozu die herrschaftliche nassau-weilburgische Genehmigung erteilt wurde (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 190: „Die durch Verschuldung des Valentin Becker, Kupfermüller zu Bischheim, notwendige Veräußerung des in elterlicher Erbteilung 1773 übernommenen Erbbestands des Donners­berger- oder Austreibergütchens zu Bischheim an Gottfried Willig“).



Becker, Joseph:

1745 err.- 22.3.1784 Moschelmühle Burgalben im Alter von 39 Jahren (vgl. Fremgen:Moschelmühler Hexenprozeß, a.a.O., S. 76); ab 22.3.1773 Müller auf der Moschelmühle in (Waldfischbach-)Burgalben; Sohn des Moschelmüllers Christian *Becker. 1744 hat der Müller auf der Moschelmühle, Christian *Becker, die Mühle von seinem Bruder Andreas Becker übernommen und war 1766 nach langer Krankheit gestorben. Während dieser Krankheit mußte er die Mühle mehrmals verpachten. Einer der Pächter war der Ehe­mann von Beckers späterer 2. Ehefrau, Maria Elisabeth Funck, Johann Theobald Hess aus Niedermiesau ( 5.4.1762). Als weiterer Pächter tritt dann Johannes Störzenbach in Erscheinung und ab März 1776 bis März 1773, bis zur Volljährigkeit von Christian Beckers Sohn, Joseph Becker, wurde die Mühle von dem Pächter Georg Heinrich Kuhn aus Morschbronn bewirtschaftet. Am 22.3.1773 übernahm dann Joseph Becker die Moschelmühle mit einer horrenden Schuldenlast von 1600 Gulden. °° 29.6.1773 mit Maria Barbara Ruck (Tochter des Burgalber Gerichtsschöffen Georg Ruck) (vgl. Fremgen: Moschelmühler Hexenprozeß, a.a.O., S. 67-68). Vater des Müllers Heinrich Jacob *Becker (ca. 1779 Moschelmühle in Waldfischbach-)Burgalben – 20.8.1808; °° 6.4.1806 mit Maria Catharina Weber) und des Müllers Jacob Becker (5.8.1778 Moschelmühle in in Waldfischbach-Burgalben - ++++; °° Anna Maria Bohl) (vgl. Fremgen, Reinhold: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 34). Nach dem Tod Beckers heiratete seine Witwe im 2. Ehe Johann Jakob *Bohl einen Mühlenbauer, der ab 22.11.1785 die Mühle weiterführte (vgl. Fremgen:Moschelmühler Hexenprozeß, a.a.O., S. 76);



Becker, Maria Katharina:

vor 1736 Ellernmühle bei Haupersweiler – 29.11.1797 Haupersweiler; °° vor 1757 in Oberkirchen mit dem Müller Peter *Alles (vgl. Angabe bei www. alles/homepage_ahnen mit Hinweis auf FB Oberkirchen I [27]); beide sind die Eltern des Johann Adam *Alles (~ 2.12.1756 Haupertsweiler/Oberkirchen; °° 4.3.1783 Kirchenbollenbach mit der Müllerstochter M. Elisabeth Conrad) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/ Glan, a.a.O., S. 30; Angabe bei www. alles/homepage_ahnen mit Hinweis auf FB Oberkirchen I [27]).



Becker, Philipp Friedrich:

1776 geb. Entersweiler Mühle - 1809 Entersweiler Mühle im Alter von 43 Jahren; Sohn von Johann *Becker und Maria Magdalene *Schaffner; er übernahm nach dem Tod der Mutter († 17.1.1808) das Erbbestandsrecht an der Mühle und den Entersweiler Hof; die­sen Hof verkaufte er 1808 kurz nach dem Tod der Mutter an die Gebrüder Caspar und Hermann Bläse vom Daubenbornerhof bei En­kenbach, weil er an dessen Rentabilität Zweifel hegte und glaubte mit dem Mühlenbetrieb weiterzukommen; er starb jedoch bereits ein Jahr später im alter 43 Jahren; sein Sohn NN. Becker war damals erst vier Jahre alt (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die Enters­weilermühle unterhalb Lauterspring; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1967, S. 15-19).



Becker, Valentin:

um 1773 Müller auf der Kupfermühle in Bischheim +++++ergänzen und prüfen ob identisch mit dem u.a. Valentin Becker+++


Der Kupfermüller Valentin Becker war verschuldet. Deshalb wurde es erforderlich, seinen infolge elterlicher Erbteilung 1773 über­nommenen Erbbestand am Donnersberger- oder Austreibergütchen in Bischheim an Gottfried Willig zu veräußern, wozu die herr­schaftliche nassau-weilburgische Genehmigung erteilt wurde (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 190: „Die durch Verschuldung des Va­lentin Becker, Kupfermüller zu Bischheim, notwendige Veräußerung des in elterlicher Erbteilung 1773 übernommenen Erbbestands des Donnersberger- oder Austreibergütchens zu Bischheim an Gottfried Willig“). Die weiteren Verpflichtungen offensichtlich nicht tragen. Die Kupfermühle geht zwischen 1776 und 1782 auf seinen Schwager Philipp Heinrich Chormann über (vgl. Bindewald, Ga­briele: Die Geschichte der Kupfermühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1972, S. 19).



Becker, Valentin:

um 1791 Müller in Marnheim; °° mit Maria Christina NN.; Müller auf der Rothenberger Mühle in Marnheim, die 1743 von dem Schultheiß von Marnheim, Johann Philipp *Becker erbaut wurde. Sohn des Müllers in Marnheim Johann Georg Becker und Enkel des Müllers in Marnheim Johann Valentin *Becker.


Am 23.6.1777 als Pate im lutherischen Kirchenbuch Kirchheimbolanden aufgeführt als: „Valentin Becker,  S. d. Georg Becker von Marnheim“ (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 257).


Am 22.12.1791 wird in Kirchheimbolanden die Maria Christina Schepp getauft, T.d. Friedrich Carl *Schepp, Mühlarzt in Kirchheim­bolanden, (Zimmermann u. Mühlenbauer) u. Christiana Dorothea geb. Moter; Paten: Valentin Becker, Müller zu Marnheim, u. seine Frau Maria Christina (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 288).



Becker, Valentin:

vor 1787; Müller auf der Kupfermühle in Bischheim;


s. Johann Valentin *Becker.



Becker, Velten:

um 1746 Müller in Marnheim


s. Johann Valentin *Becker



Behr, Johann Georg:

um 1761 war Johann Georg *Behr als Müller in Hoffen/Elsaß, pfalz-zweibrückisches Amt Kleeburg. Im reformierten Kirchenbuch Hoffen (vgl. Internet Kirchenbuch unter http://etat-civil.bas-rhin.fr/adeloch/index.php. . Stichwort Hoffen) befindet sich folgender Eintrag: „Auf Ostern MDCC, LXI sind nach vorher gegangener Unterweißung ad h. Coenam (Abendmahl) zum erstenmal admittirt worden: Barbara, Joh. Georg Behr ... und Müller dahir, ehel. Tochter“.



Behret, Johannes:

um 1778 aus Hardenburg; er erwarb 1778 die Bannmühle in Hardenburg (vgl. Buchert, Heinrich: Die Unternehmer im Isenachtal und Umgebung im 18. Jh.; in: Pfälz. Fam.- u. Wappenkunde, 1952, S. 38). Anm.: nach Mitteilung von Herrn Behret (Verein) hießen auch die Müller auf der Nächstmühle in Eisenberg ‘Behret’



Beltz, Johann:

1744 Erbbeständer auf der Mahlmühle in Brenschelbach b. Zweibrücken (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 192).


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 185-189) wird sie wie folgt beschrieben: “die Blumenauer Mühl genannt, liegt an der Schwolb, 1 Stunde oberhalb der Hornbacher Mühle eine halbe Stunde unterhalb des Dorfes Brenschelbach. Ist die letzte Mühl im zweibrückischen auf dieser Seite, das gegenüberliegende Ufer ist Lothringisch. Der Name kommt von benachbarten Blumenauer Berg. Ist dermahlen im schlechten Stand, 2 Wasserräder für 1 Mahl- und 1 Schälgang. Bey anwachsendem Waßer muß die Mühle gleich still stehen, könnte bey Kleinem beständig gehen, wann die gleich oben daran gelegene Lotharingische Mühle selbiger nicht das Waßer zum öfteren aufhalten. Liegt an der vollen Bach. Muß ein Wehr und einen Ablaufgraben unterhalten. Es sind 5 Ma. Hafer und 4 Kapaunen oder 1 fl 1 bz. in das Kloster zu geben. Erbbeständer ist Johann *Beltz, hat seines Großvaters Erbbestandsbrief vom 24. September 1688 und Confirmationsschein vom 16.3.1696, des­gleichen vom 18.10.1734 in Händen.” (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 193).



Bendinger, (Berdinger), Leonhard:

um 1763 wird Leonhard Bendinger als Müller zu (Sien-) Hachenbach im lutherischen Kirchenbuch sein erwähnt (vgl. Anthes: Kasua­lien luth. Pfarrei sein, a.a.O., S. 18); °° I mit Anna Dorothea NN. (geb. 1714 err. - 6.7.1763 Hachenbach); aus der 1. Ehe stammt der Sohn Johann Adam Bendinger (~ 4.5.1759 Hachenbach); °° II 11.10.1763 mit Maria Elisabeth Stiebitz, Wwe. d. Jakob Stiebitz (vgl. Anthes, a.a.O., S. 18).



Benedum, Friedrich:

bis vor 1779 Lehensmüller auf der Ruthweiler Mühle; °° vor 1770 mit M. Elisabeth Linn (Mitteilung von Herrn Benedum, Schiffer­stadt).; Vater des Müllers auf der Untermühle in Ruthweiler Jakob Benedum (* um 1770; °° vor 1797 mit M. Margaretha NN.), M. Jakobina Benedum (* 25.7.1782) und 2 früh verstorbenen Kleinkindern (vgl. Jung: Familienbuch Lichtenberg und Pfeffelbach, a.a.O., S. 43, 136 Nr. 257)



Benedum, Heinrich Jacob:

geb. um 1770 – 1804 Hinrichtung in Trier; Müller in ++++; Sohn des Müllers Sebastian *Benedum und der Barbara NN. °° 23.10.1796 mit Karolina Hepting (vgl. Jung: Familienbuch Lichtenberg und Pfeffelbach, a.a.O., S. 43, 136 Nr. 256)



Benedum/Benedom, Sebastian:

bis 1771 Müller auf der Ruthweiler Obermühle (= Obere Ruthweiler Bann- und Mahlmühle); ab 1771 Müller auf der Schwarzenbor­ner Mühle; °° um 1770 in der evangelischen Kirche in Lichtenberg mit Barbara NN.; Vater Heinrich Jakob Benedum (* um 1770; °° 23.10.1796 mit Karolina Hepting) und Elisabeth Philippine Benedum (* 27.7.1771); Paten bei ihrer Taufe in Lichtenberg war u.a. Maria Katharina Schäfer, die Frau des Christian Schäfer auf der Alten Mühle in ++++klären++++ (vgl. Jung: Familienbuch Lichten­berg und Pfeffelbach, a.a.O., S. 43, 136 Nr. 256)



Benninger, Johannes:

+Name unklar, er wird bei Kopp, a.a.O. mehrfach als "Berninger" angegeben, während ihn Schattauer als "Benninger" angibt (vgl. Kopp, Norbert: Alsenz. Die Flecken- oder Dorfmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1922, S. 14); Kopp bezeichnet ihn anderer­seits auch als “Beninger” (vgl. Kopp, Norbert: Alsenz. Die Gauchs- oder Nächstenmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1922, S. 20). +++klären+++; zwischen 1734 und 1750 Müller auf der Gauchs- oder Nächstenmühle in Alsenz; er kaufte 1734 die Mahlmühle auf der Gauchsmühle, während die dazugehörige Ölmühle für 1200 fl ein Kleemann erwarb. Benninger verkaufte 1750 die Mahl­mühle an Philipp Clonninger für 2350 fl. (vgl. Schattauer, Willi: Die Gauchs- oder Nächstenmühle zu Alsenz 1582-2006; in: Nordp­fälzer Geschichtsverein, Beiträge zur Heimatgeschichte, Jahrgang 2009, Heft 4 S. 21). Johannes Heinrich Herter der Müller auf der Fleckenmühle in Alsenz, verkaufte dieselbe aber am 27.9.1749 an Johannes *Berninger für 3400 fl. (vgl. Kopp, Norbert: Alsenz. Die Flecken- oder Dorfmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1922, S. 14). Berninger sah sich schuldenhalber genötigt, die Flecken­mühle am 3.2.1751 zum Preis von 2970 fl an den aus Diedelkopf/Oberamt Lichtenberg stammenden Müller Johannes Nikolaus Pfei­fer zu verkaufen (vgl. Kopp, a.a.O., S. 15).



Benzinger, Johann:

um 1747 Sägmüller und Zimmermann auf der Augsburger Mühle in Bergzabern; ihre erste urkundliche Erwähnung fand die Aug­spurger Mühle im Jahre 1747 im Erbbestandsbrief von Pfalzgraf Christian. IV. von Zweibrücken. Danach wurde die damalige Säge­mühle von Johann Benzinger (Zimmermann u. Sägwerker) an Matheis Dietrich (Waffenschmied) aus Niederotterbach verkauft.



Beppler, Johannes:

am 17.4.1789 Müller auf der Fleckenmühle in Alsenz; Sohn des Müllers Johann Ludwig *Beppler († 1.4.1789); er übernahm nach dem Tod seines Vaters die Fleckenmühle (vgl. Kopp, Norbert: Alsenz. Die Flecken- oder Dorfmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsver­ein 1922, S. 15 mit Berichtigung S. 21; LA Speyer Best. C38 Nr. 793: „Gesuch des Balthasar Bruch sen. und des Friedrich Gauch zu Alsenz um Überschreibung der Fleckenmühle auf ihr Mündel Joh. Beppler, 1789-1790“).



Beppler, Johann Ludwig:

geb. Dorlar / Amt Atzbach (bei Wetzlar); † 1.4.1789 Alsenz; auch als Bepler oder Böppler bezeichnet; ab ca. 1761 war Ludwig *Beppler Müller (aus Dorlar/Amt Atzbach) der Erbbeständer auf der Daubhausmühle (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 742: „Erbbe­standsvergabe der Daubhausmühle bei Alsenz an Joh. Ludwig Bepler (Böppler) aus Dorlar (Amt Atzbach), 1762-1764“ und LA Speyer Best. C38 Nr. 760: „Überschreibung des Erbbestands der Daubhausmühle zu Alsenz von Oberförster Ackermann zu Homburg auf Ludwig Beppler von Dorlar, 1762-1770“); nach seinem Tod am 1.4.1789 übernahm sein Sohn Johannes *Beppler als Betriebs­nachfolger die Fleckenmühle in Alsenz (vgl. Kopp, a.a.O., S. 15).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 742: „Erbbestandsvergabe der Daubhausmühle bei Alsenz an Joh. Ludwig Bepler (Böppler) aus Dorlar (Amt Atzbach), 1762-1764“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 760: „Überschreibung des Erbbestands der Daubhausmühle zu Alsenz von Oberförster Ackermann zu Homburg auf Ludwig Beppler von Dorlar, 1762-1770“)



Berberich, Peter:

Müller auf der Pletschmühle bei Martinshöhe; Sohn des Ackerers Johann Berberich ++++prüfen++++ (vgl. Grundsteuerkataster Mar­tinshöhe vom 12.11.1845, LA Speyer Best. L56 Nr. 534 S. 28 ++++prüfen++++, auf S. 82 wird der Ackersmann Peter Berberich im Kataster mit seinem Grundbesitz aufgeführt, der keine Mühle besitzt); °° mit Maria NN., wie eine Türinschrift auf der Pletschmühle ausweist (vgl. Weidmann, Werner: Mühlen im Kreis; in: Die Rheinpfalz / Pfälzische Volkszeitung, Nr. 93 vom 19.4.2000).


1886 war die kleine Mühle im Eigentum der Familie Peter *Berberich und Maria NN. verh. Berberich, wie eine Türinschrift aus­weist. Deren Enkel NN. Berberich verkaufte das landwirtschaftliche Anwesen, dessen zugehörige Mühle längst aufgegeben war, 1952 an den Ostflüchtling Gottfried Mader. Die vom oberen Wiesbach angetriebene Pletschmühle besaß ehedem nur ein oberschläch­tiges Mühlrad (vgl. Weidmann, Werner: Mühlen im Kreis; in: Die Rheinpfalz / Pfälzische Volkszeitung, Nr. 93 vom 19.4.2000).



Berchtold, Anna Maria:

aus der Schmackenmühle Bergzabern/Dörrenbach (Anm.: das Gelände, auf welchem die Mühle stand, ging von Dörrenbach an die Stadt Bergzabern über); Tochter des Müllers auf der Schmackenmühle, Hans Velten *Berchtold; °° 31.8.1722 mit dem Leinenweber Rudolph Heller aus „Erlesbach“ (vgl. ev. KB Dörrenbach; Kuby, Alfred H.: Die Schmackenmühle und ihre Bewohner zwischen 1690 und 1733; in: PRFK 1982, S. 99,100), d.h. aus Erlinsbach, Kanton Bern/Schweiz stammenden Weber, Rudolf Hiller, der auf der Schmackenmühle wohnt (vgl. Steiner:Aargauer in der Pfalz, a.a.O., S. 261).



Berchtold, Hans Velten:

1664 err. - 25.5.1730 Schmackenmühle Dörrenbach/Bad Bergzabern; Mahlmüller auf der Schmackenmühle (Anm.: das Gelände, auf welchem die Mühle stand, ging von Dörrenbach an die Stadt Bergzabern über); vermutlich ein Bruder des Müllers auf der Lohmühle und der Ölmühle in Dörrenbach (Anm.: diese beiden Mühlen lagen nahe beieinander) Johann Jacob *Berchtold. °° mit Anna Marga­retha NN.; Vater der Anna Maria Berchtold (°° 31.8.1722 mit dem Leinenweber Rudolph *Heller aus „Erlesbach“) (vgl. Kuby, Alfred H.: Die Schmackenmühle und ihre Bewohner zwischen 1690 und 1733; in: PRFK 1982, S. 99,100). Sein Sterbeeintrag hat folgenden Wortlaut: „Hans Valentin Bechtold (!), der sog. Schmackenmüller, ist nachdem er berauscht und nicht zum Besten gelebt, am Tisch sitzend tot gefunden worden, ist darauf vom Chirurgo und Gericht besichtiget, nichts anderes aber als ein Schlagfluß erkennen kön­nen ...“ (ev. KB Dörrenbach, zitiert bei Kuby, Alfred H.: Die Schmackenmühle und ihre Bewohner zwischen 1690 und 1733; in: PRFK 1982, S. 100).


Um 1722 war Valentin *Berchtoldt der Müller auf der Schmackenmühle bei Bergzabern; lutherisch; seine Tochter, Anna Maria *Berchtold, heiratet 1722 den aus Erlinsbach, Kanton Bern/Schweiz stammenden Weber, Rudolf Hiller, der auf der Schmackenmühle wohnt (vgl. Steiner:Aargauer in der Pfalz, a.a.O., S. 261). Der Schmackenmüller Valentin Berchtold könnte ein Abkömmling der seit ca. 1660 in Hergersweiler vertretenen, von Rued im Aargau stammenden Familie Berchtold/Bergthold gewesen sein (vgl. KB Rued, OS Münzesheim, ref. KB Winden). Die Bergthold in Hergersweiler waren allerdings reformiert (vgl. Steiner:Aargauer in der Pfalz, a.a.O., S. 261)


Er ist der Vater des Lorentz *Berchtold/Bergtholdt, der 1732/34 al.s Müller auf der Schmackenmühle erwähnt ist. 1732/34 hatte die Schmackenmühle 2 Gänge (vgl. Dörrenbach, Gemeinde [Hrsg.]: 1000 Jahre Dörrenbach [Dörrenbach 1992], S. 451; Kuby: Schma­ckenmühle a.a.O., S.100).



Berchtold, Johann Jacob:

1691 und noch 1708 wird Johann Jacob Berchtold „vulgo Schmack“ im evangelischen Kirchenbuch von Dörrenbach, als Loh- und Ölmüller in Dörrenbach (Anm.: diese beiden Mühlen lagen nahe beieinander) genannt (vgl. Kuby, Alfred H.: Die Schmackenmühle und ihre Bewohner zwischen 1690 und 1733; in: PRFK 1982, S. 99). Er war vermutlich ein Brüder des Müllers auf der Schmacken­mühle in Bad Bergzabern (ursprünglich auf Dörrenbacher Gemarkung gelegen), Hans Velten *Berchtold; °° mit Anna Margaretha NN. († 21.9.1691 Dörrenbach im Alter von 38 Jahren 5 Monaten und 3 Tagen) (vgl. Kuby, Alfred H.: Die Schmackenmühle und ihre Bewohner zwischen 1690 und 1733; in: PRFK 1982, S. 99,100).



Berchtold, Lorentz:

aus als 'Bergtholdt' bezeichnet; 1732/34 als Müller auf der Schmackenmühle erwähnt. 1732/34 hatte die Schmackenmühle 2 Gänge (vgl. Dörrenbach, Gemeinde [Hrsg.]: 1000 Jahre Dörrenbach [Dörrenbach 1992], S. 451; Kuby: Schmackenmühle a.a.O., S.100). Sohn des Müllers auf der Schmackenmühle, Hans Velten *Berchtold und Bruder der Anna Maria *Berchtold (°° mit dem Webermeis­ter Rudolph *Heller) (vgl. Kuby, Alfred H.: Die Schmackenmühle und ihre Bewohner zwischen 1690 und 1733; in: PRFK 1982, S. 100).



Berg, Anna Catharina:

1672 Rußmühle - 8.9.1742 beerd. Imsweiler; Tochter des Müllers Johannes *Berg von der Rußmühle (err.) bei Marienthal; sie heira­tete in 1. Ehe mE 1693 den damaligen Untermüller in Rockenhausen und späteren Schleifmüller in Imsweiler Andreas *Kremb; das teilweise mit 24.8.1688 angegebene Heiratsdatum ist falsch; am 24.8.1688 Tag heiratete nämlich Andreas Kremb in 1. Ehe in Mei­senheim die Anna Catharina Bitzar (vgl. Dhom, Emil: Die Sippe Kremb-Kremp im pfälzischen Raum, 2. Auflage Imsweiler 1975, S. 27); zudem ist Anna Catharina Berg bei der Erbauseinandersetzung nach ihrem Vater im Vertrag vom 1.3.1692 ausdrücklich als "le­dig" bezeichnet (vgl. Dhom, Emil: Andreas *Kremb und seine Schleifmühle, a.a.O., S. 3); nach dem Tod des Andreas Kremb 1724 schloss Anna Catharina Berg 1725 eine 2. Ehe mit dem Müller auf der Schloßmühle in Imsweiler Johann Simon *Rahm. Kinder aus der 1. Ehe sind: Maria Kunigunda Kremb (*1694 Rockenhausen; °° mit NN. Zimmer); Johann Christian *Kremb (~1698 Rockenhau­sen; übernimmt 1724 die Schleifmühle), Johann Georg *Kremb (* 1700 Rockenhausen, übernimmt die Schloßmühle in Imsweiler), Anna Margaretha Kremb (*1705 Rockenhausen) und Johannes Kremb (*1709 Rockenhausen, verstorben) (vgl. Dhom, Emil: Die Sippe Kremb-Kremp im pfälzischen Raum, 2. Auflage Imsweiler 1975, S. 27).


Literatur/Urkunden:

- Dhom, Emil: Die Sippe Kremb-Kremp im pfälzischen Raum, 2. Auflage Imsweiler 1975, S. 5)

- Dohm, E.: Die Schleifmühle bei Imsweiler; Konzessionsurkunde a.d.J. 1719; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1933, S. 37 (Erbbe­standsvertrag Andreas Kremb)

- Dhom, Emil: Andreas *Kremb und seine Schleifmühle, (Imsweiler-Schleifmühle, Eigenverlag, 1975 mit Besprechung in Pfälzer Heimat 1976, S. 40



Berg, Georg:

um 1872 Müller auf der Pfortmühle in Asselheim. Am 14.3.1872 lassen der Müller Georg Berg und dessen Kinder nach dem Tod der Ehefrau/Mutter Philippina Setzer die „bei Asselheim an der Eisbach gelegen 'Pfortmühle', bestehend in Wohnhaus mit Nebengebäu­den, in der Mühle mit 3 Mahlgängen, Schälgang und Ölmühle“ versteigern. Die Mühle ist in der Ankündigung der Versteigerung weiter wie folgt beschrieben: „Die Mühle ist eine der besten an der Eisbach, hat 10' Gefäll, einen Springbrunnen, der mit wenigen Kosten um's Zweifache verstärkt werden kann, und liegt nur 10 Minuten entfernt von der im Bau begriffenen Dürkheim-Monsheimer Bahn“ (vgl. Grünstadter Anzeiger Nr. 16 vom 7.2.1872: Versteigerung der Pfortmühle Asselheim).



Berg, Jakob:

bis 1750 Müller auf der Steinmühle in Albisheim. Er übernahm die Steinmühle von dem Christian *Staufer die Mühle (vgl. Weber: Steinmühle, a.a.O., S. 131; LA Speyer Best. C 35 Nr. 115 Regest Nr. 179). Von Staufer übernahm Jakob Berg die Mühle und betrieb sie bis 1750. Inzwischen waren die Wildgrafen Eigentümer der Mühle geworden.Am 26.4.1750 verpachtete die Wildgräfin Katharina von Daun und Kyrburg dem Valentin Steyl und dem Peter Schwab beide aus Uffhofen auf 6 Jahre (vgl. Weber: Steinmühle, a.a.O., S. 131; LA Speyer Best. C 35 Nr. 128 Regest Nr. 192).



Berg/Berck, Johannes:

vor 1692 Rußmühle bei Marienthal; katholisch; zunächst kurpfälzischer Leibeigener in dem damals den Freiherrn von Kerpen zu­stehenden Dorf Würzweiler; er siedelte sich um 1672 auf der ehemaligen Rußmühle zwischen Marienthal und Würzweiler an; die Rußmühle oder das ehemalige Gericht Rußweiler war bereits in den Zeiten des lothringischen Krieges (Anm. 1663/65) verbrannt und von seinen Bewohnern verlassen worden. Sie wird beschrieben: in dem langwierigen Kriegswesen (Anm. des 30jährigen Krieges) ganz verödet, endlich gar zu Hauf gefallen (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 1558/4; Zitat nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk a.a.O., S. 181). Jahrzehntelang lag der Platz öde und wüst. Am 6.3.1672 stellte Johannes Berg beim kurfürstlichen Unteramt Rocken­hausen, den Antrag, einen Erbbestand auf der Rußmühle zu erhalten und diese wieder aufbauen zu können. Der Antrag wurde bewil­ligt; Berg baute die Mühle wieder auf und erwarb einen Erbbestand (vgl. Dhom, Emil: Andreas *Kremb und seine Schleifmühle, a.a.O., S. 2; Zimmer, Ludwig: “Ein Hausinventar aus dem Jahr 1696”; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1929, S. 6; Dhom: Das Wap­pen des Andreas Kremb; in: PRFK Bd. 9, S, 112); °° Anna Maria Müller;


+++klären: unterschiedliche Angaben zu den Kindern+++aus der Ehe stammen 5 Kinder: Anna Maria, Agnes, Elisabetha, Johannes und Barbara (vgl. Dhom, Emil: Andreas *Kremb und seine Schleifmühle, a.a.O., S. 3; Dhom: Das Wappen des Andreas Kremb; in: PRFK Bd. 9, S, 112; Zimmer, Ludwig: “Ein Hausinventar aus dem Jahr 1696”; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1929, S. 6).



Von den Kinder wird 1675 auf der Rußmühle die Tochter Anna Maria Berg geboren (vgl. Eintragung im lutherischen Kirchenbuch; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar). Der Müller Johannes Berg ist auch der Vater Anna Catharina *Berg (1672-1742) von der Ruß­mühle, die in 1. Ehe am 24.8.1688 den damaligen Untermüller in Rockenhausen und späteren Schleifmüller in Imsweiler Andreas *Kremb heiratet und nach dessen Tod in 2. Ehe 1725 den Müller auf der Schloßmühle in Imsweiler Johann Simon *Rham heiratete (vgl. Dhom, Emil: Andreas *Kremb und seine Schleifmühle, a.a.O., S. 3). Nach Weber (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die Rußmüh­le bei Rockenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1959, S. 316) stammen aus der Ehe die Kinder Bernhard, Anna Margaretha und Katharina).


Kinder aus der Ehe sind Anna Margarethe Berg (°° mit Johannes Keller aus Dannenfels), NN. Berg (Witwe des Hans Bernt Berg aus Wöllstein), und die ledige Tochter Anna Catharina *Berg (vgl. Dhom, Emil: Andreas *Kremb und seine Schleifmühle, a.a.O., S. 3).



Berg, Johannes:

um 1681 - 24.8.1731 Ruschberg; katholisch; Müller in Ruschberg (auf der welcher Mühle?); °° I Anna Barbara NN. († 23.11.1728 Ruschberg); °° II 18.4.1730 mit Anna Katharina Masem (22.5.1709 Ruschberg - 30.6.1732 Ruschberg) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil II katholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 7).



Berg, Johannes:

um 1738 Temporalbeständer auf der Heydtmühl am Speyerbach, in Neustadt gelegen beim Branchweilerhof, heute in der Branchwei­lerstraße neben der alten Kläranlage, im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Neustadt von 1738, vom kurpfälzischen Hörfauth Phil­ipp aufgenommen, ist sie wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 Nr. 9): “ Auf der alte oder Speir Bach befindt sich noch eine Mühl die Heydt mühl genannt, dieselbe stehtt auf dem Deutsche Orden Grundt und Boden hatt 2 Wasser Rath, jetzt der Jo­hannes Berg als Temporalbeständer in einem 6 jährigen Bestand, gibt jährlich sambtlichen darzu gehörigen 15 Morgen Acker, und ohngefähr 10 Morg. Wießen, in den Ordens Hof nach Muschbach 40 Malter Korn und 40 fl an Geldt, sonsten Herrschaft nichts.”



Berg, Johann:

um 1898 Müller auf der Unteren Eselsmühle in Enkenbach; er unterzeichnet als Bürge den notariellen Kaufvertrag, den der Müller auf der Unteren Eselsmühle in Enkenbach mit den Erben des Johann Wittmer über die Papiermühle in Quirnheim Tal am 7.10.1898 schließt (vgl. LA Speyer, Best. K 16. 274 Nr. 354).



Berg, Johann Georg:

um 1749 Müller in Marnheim (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 120); 1777 erhält der Müller Georg Berg einen Erbbestandsbrief für die Tempelmühle (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 289).


Am 11.7.1749 sind Paten in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden „Joh. Georg Berg, Müller zu Marnheim u. dessen Frau Maria Eva“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 120) und erneut am 23.9.1782: „Joh. Georg Berg, Müller zu Marnheim, u. seine Frau Maria Eva“ (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 269).


Es steht zu vermuten, daß die Ehefrau Maria Eva NN. die Mühle mit in die Ehe gebracht hat, sie also eine Tochter des Müllers Georg Tempel ist +++++prüfen++++


Am 19.3.1790 erfolgte nach der altershalber erfolgten Zuruhesetzung des Müllers zu Marnheim Johann Georg Berg und von dessen Ehefrau Maria Eva NN. kam es zur vertraglichen Übergaberegelung mit den Kindern (vgl. LA Speyer Best.F22 Nr. 143 Ausfauthei­akten Kirchheimbolanden):

  1. Georg Berg auf dem Froschauerhof wohnhaft

  2. Carl *Berg zu Kertzenheim wohnhaft (erhält die Mühle)

  3. Jacob Berg ledigen Standes majorem

  4. Barbara Berg des Albert Uhlen zu Marnheim Ehefrau

  5. Anna Elisabetha des Hendrich Rehen Ehefrau

  6. Wilhelm Berg dahier wohnhaft

  7. Justina des Dietrich Winters Kiefermeister (Küfermeister) zu Worms wohnhaft




Berger, Joseph:

aus Langenkandel; 1704 erhielt der Müller Joseph Berger aus Langenkandel einen Erbbestandsbrief für den Mühlenplatz der im 30­jährigen Krieg niedergebrannten Mühle in Hinterweidenthal, mit der Auflage, auf seine Kosten die Mühle wieder aufzubauen. An Pacht hatte er nach Ablauf von 2 Freijahren ab Martini 1706 an die Vogtei Annweiler 4 Malter Korn und 2 Kappen zu je 4 Batzen und 6 Gulden in Geld liefern. Die von Joseph Berger erbaute Mühle wies 1 Mühlrad und einen Gang auf. Berger betrieb die Mühle bis 1746 und erhielt dann die Genehmigung zu zur Versteigerung. Am 21.2.1746 berichtete der Vogt Koch von Annweiler, daß die Mühle am 17.2.1746 an Nicklauß Kienßle vom Hof Horbach bei Hinterweidenthal für 1270 Gulden versteigert worden war. Da Kienßle Mennonit war, verweigerte die pfalz-zweibrückische Regierung die Genehmigung. Die Mühle wurde erneut versteigert und am 29.7.1746 von dem Müller aus Rosenkopf, Hanß Adam Dennig ersteigert (vgl. Kiefer, Fritz: Hinterweidenthaler Mühle und ihre Be­sitzer; in: Pfälzische Heimatblätter Jg. 4, 1956 S. 96).



Bergtholdt, Lorentz:

1732/34 als Müller auf der Schmackenmühle bei Bergzabern erwähnt (vgl. Dörrenbach, Gemeinde [Hrsg.]: 1000 Jahre Dörrenbach [Dörrenbach 1992], S. 451); er dürfte der Sohn des Müllers auf der Schmackenmühle, Valentin *Berchtoldt und Bruder der Anna Ma­ria Berchtoldt sein.



Beri, Benedict:

1731 ist Benedict Beri Müller auf Langmühle bei Lemberg; er ist Einwanderer aus der Schweiz (vgl. Christmann: Siedlungsnamen I, a.a.O., S. 345 m.w.N.; Pirmasens luth. KB 3, S. 72. 226).



Berlinger, Johannes:

18.2.1759 Oberlauchingen - 28.4.1827 Dannstadt; katholisch; Müller in Dannstadt; Sohn von Fridolin Berlinger und Elisabeth Hart­mann; °° I mit Dorothea Streeb (katholisch; 25.12.1765 Schauernheim – 18.4.1806 Schauernheim; Tochter von Valentin Streeb [1713 – 27.5.1793 Schauernheim] und Anna Klara Magin [8.2.1726 Schauernheim – 31.10.1797 Schauernheim]); aus der Ehe stammen 7 Kinder, geboren zwischen 1793 und 1805, darunter der Sohn Georg Berlinger (31.12.1802 – 16.6.1885 Dannstadt; Leineweber; °° 23.1.1828 mit Maria Magdalena Huber) und die Tochter Maria Katharina Berlinger (27.5.1795 Schauernheim-1872; °° mit dem Taglöhner Michael II. Hartmann); °° II 31.12.1806 Schauernheim mit Maria Barbara Reiss (katholisch; 19.10.1771 Rödersheim – 1.11.1808 Schauernheim; Tochter von Jacob Reiss und Barbara Ehmann); sie starb kurz nach der Geburt des ebenfalls wenige Tage nach Geburt gestorbenen Sohnes Martin Berlinger; °° III 9.3.1809 in Schauernheim mit Maria Katharina Bessler; die beiden Kinder aus der 3. Ehe starben im Säuglingsalter (vgl. Seelinger: Familien in Dannstadt und Schauernheim, a.a.O., S. 87 Nr. 241-243).



Berner, Familie:


Literatur:

- Schmidt, Erwin Fr.: Schweizer Familien im Zweibrücker Land; in: Mitteilungen zur Wanderungsgeschichte der Pfälzer, Folgen 1 u. 2, 1961; in: Beilage zu Pfälzische Familien- und Wappenkunde 1961, S. 49 ff.



Berner, Johannes:

1838 Salingsmühle Kaiserslautern; Müller auf der Salingsmühle; °° mit Margaretha Schmitt.


Im „Eilboten Landauer“ vom 14.4.1838 wird die freihändige Versteigerung der Salingsmühle annonciert: „Montag, den 23. April 1838 …. läßt Frau Margaretha, geborene Schmitt, Müllerin auf der Salingsmühle, Gemeinde Kaiserslautern wohnhaft, Witwe von dem allda verlebten Müller Johannes Berner … versteigern, nämlich: Eine Mahlmühle, mit zwei Mahlgängen und einem Schälgange, so wie das Wohngebäude alles unter einem Dache, eine dabei gelegene Schneidmühle, sammt Scheuer, Stallung, Schweinställen, neu aufgeführten Brennhause, sammt allen zum Branntweinbrennen erforderlichen Gerätschaften und sonstigen Oekonomiegebäuden fer­ner 20 Morgen Acker- und 12 Morgen Wiesenland, so wie ferner 2 Gärten: das ganze einen Complex bildend und die Salingsmühle genannt. Das Hauptgebäude ist zweistöckig, enthält im unteren Stocke zwei große Zimmer, eine geräumige Küche, und auf der ande­ren Seite des Hausganges die Mühle mit einer Mühlstube und Spelzenbiethe, im oberen Stock vier Zimmer, eine Kammer und zwei Küchen; über diesem Gebäude befinden sich drei geräumige Speicher. Die Gebäude sind sämmtlich in gutem Zustande und zum Theil neu aufgeführt. Diese Mühle liegt an der Lauter, eine halbe Stunde oberhalb der Stadt Kaiserslautern, ohnweit der Landstraße, und wird aus dem dabei befindlichen Weiher, durch welche die Lauter fließt, immer mit hinreichendem Wasser ...versehen, und eig­net sich, ihrer vortheilhaften Lage i der Nähe von Kaiserslautern, und des daselbst so bedeutenden Fruchtmarktes wegen, vorzüglich zum Betriebe des Mühlengeschäftes und der Wirthschaft, welche auch seither mit dem besten Erfolge daselbst statt hatte.“ (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 14.4.1838, Nr. 15, S. 58).



Bernhard, Georg:

1831; Müller aus Rüssingen; möglicherweise ein Enkel von Johann Konrad *Bernhard († Rüssingen 1.5.1726); verheiratet mit Ka­tharina Elisabetha Decker; über seine Ehefrau Miteigentümer der Inselmühle oder Saass'schen Mühle in Obrigheim (vgl. Heiss, Wolfgang: Obrigheim, a.a.O., S. 512); nach seinem Tod wurde die Mühle zur Auflösung der Erbengemeinschaft, bestehend aus den Bernhard'schen Erben und der Schwiegermutter des Bernhard, der Witwe Eva Katharina Decker, geb. Brauch, 1862 versteigert. In der Versteigerung erwarb Jakob Peter Saass, Ökonom und Müller aus Offstein, die Mühle (vgl. Heiss, a.a.O., S. 513).



Bernhard, Hans:

um 1696 „Müller auf der Tran“ ++++Lage und Bezeichnung klären++++; er ist am 20.2.1696 Pate bei der Taufe des Hans Wilhelm Hauch, des Sohnes des Zensors in Berglangenbach, Hans Nikolaus Hauch und der Anna Margaretha Drumm (vgl. Jung: Ortssippen­buch der Heide- und Unterberggemeinden, a.O., Bd. 1, S. 228 Nr. 887).



Bernhardt, Johannes (*P2):

11.8.1778 Medard - 3.7.1852 Medard; Sohn des Johann Jakob Bernhardt; Müller in Medard; °° am 15.12.1798 mit Catharina Doro­thea *Schlemmer (18.10.1781 Medard - 28.5.1846 Medard; Tochter von Johann Peter Schlemmer und (1. Ehe) Maria Dorothea Schneider); Schwager des Müllers in Medard Johann Jacob *Schlemmer; Vater der Anna Catharina Bernhardt (*8.3.1800 Medard). Johann Peter Bernhardt (* 12.2.1805 Medard), Johannes Bernhardt (*16.9.1807 Medard-24.6.1839; °° 16.4.1833 mit Maria Catharina Gravius aus Medard), Philippina Bernhard (*2.3.1810 Medard; °° 22.7.1836 mit Christian Friedrich Scherer aus Medard), Johann Ja­cob Bernhardt (* 5.11.1812 Medard), Catharina Elisabeth Bernhardt (* 25.5.1815 Medard; °° 16.5.1839 mit Peter II. Stiebel aus Me­dard), Carolina 1819-1839) und Johann Adam Bernhard (*6.11.1822 Medard; °° 21.1.1853 mit Elisabetha Geib aus Medard (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 46).



Bernich, Anton:

um 1768 Müller in Lingenfeld. Die Mühle ist im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Germersheim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7, Bl. 16) wie folgt beschrieben: „Anton Bernich Bürger zu Lingenfeld besitzet dermahlen die dem verstorbenen da­sigen Cronenwürth Anton Schantz zugehörig gewesene churfürstl: Hofcamer Erbbestands sogenannte Lachen Mühl, welche jener in ao 1762 an sich ersteigert,und diesfalls von gnädigster Hofcamer den Consens erhalten, solche Mühl hat 4 überschlächtige Waßer Rädter, zwey davon treiben wechselweis 2 Mahl und einen Schehlgang das dritte gehört zu der Ohligmühl und das 4te zu zu der Han­freib, gibt jährlich in die Kellerei Germersheim von der Mahlmühl 8 Malter Kohn, von der Ohligmühl 7 fl 30x Waßer Fall Zinß nebst dem die gewöhnliche Schatzung.“



Berninger, Johannes:

s. Johannes *Benninger



Bernion, Sebastian:

um 1768 Müller und Bürger in Germersheim; Sohn des NN. Bernion und der Eva NN., verh. Bernion; er besitzt die Bernionsche Mühle oberhalb von Germersheim; diese ist im Mühlenprotokoll des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 253) wie folgt beschrieben: “Sebastian Bernion Bürger dahier zu Germersheim besitzt der mahlen eine eigenthümblich Mühl oberhalb der Stadt gelegen, welche dessen Mutter Eva Bernionin nach Ausweis des sub. Nr. 2 annectisten Kaufbriefs erkaufet, solche hat 2 Waßer Räder und ist mit 2 Mahl, und einem Scheelgang verse­hen, so wechsel weis gebrauchet werden können, gibt nebst der Schatzung alljährlich 6 Malter Korn Waßer Pfacht in die Kellerey Germersheim.”



Bescher, Johann Conrad:

aus Rittersheim, lutherisch


am 18.07.1701 heiratet der Johann Conrad Bescher, von Rittersheim, S. d. Cornelius Bescher, die Anna Maria Steuerwald, T. d. Joh. Peter Steuerwald, Müller von Rittersheim und der Elisabeth NN. (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 519) von der Unteren Mühle (auch Steuerwaldmühle genannt) in Rittersheim.


Die Heiratseintragung im Kirchenbuch Kirchheimbolanden lautet (vgl. email Dr. Pescher, Klosterneuburg/Österreich vom 19.9.2011 bei Abstimmung mit Dr. Gabelmann): „1701. 18. July in facie Ecclesia Matrimonio fuit junctus Cornelij Bescherß [Genitiv!] ex Rie­dershaimb filius legitimus Joannes Conradus Bescher [Substantiv!] cum Anna Maria Steuerwaldtin Joannis Petri Steuerwaldt [Geni­tiv] Molitoris in Riedershaimb filia legitima.“ (In dieser Kirche wurde in Ehe verbunden des Cornelius Beschers [Genitiv] aus Rie­dershaimb legitimer Sohn Joannes Conradus Bescher mit Anna Maria Steuerwaldtin des Joannes Petrus´ Steuerwaldt Müllers in Rie­dershaimb legitime Tochter).


Die ist Ehefrau Anna Maria *Steuerwaldt (12.2.1682 in Rittersheim geboren/getauft - 12.9.1744 Kirchheim[-Bolanden]). Der Tauf­eintrag im Kirchenbuch Rittersheim, Taufbuch 1 1681 – 1771 lautet: „Den 19. Febr: [1682] Hanß Peter Steuerwaldt gemeinßman al­hier, undt Elisabeth seiner Haußfrau ein Töchterlein Anna Maria getaufft, gevattrin war Anna Maria Hans Veltes Steuerwaldts eheli­che Haußfrau“. Der Sterbeeintrag im Sterbebuch Kirchheimbolanden 1733 – 1745 lautet: „1744. 12.7bris in Deo obiit omnibus sacra­mentis munita Anna Maria Bescherin annoru 72. requiescat in pace“ (1744 12. September  in Gott starb mit allen Sakramenten verse­hen Anna Maria Bescherin 72 Jahr. Möge sie in Frieden ruhen.). Dabei ist dem Pfarrer ein Rechen- oder Schreibfehler unterlaufen: Anna Maria Bescher war erst 62 Jahre alt. (vgl. KB Kirchheimbolanden; Gabelmann:  „1744 12.9. Bescher Anna Maria, von hier,  72 Jahre“ (vgl. email Dr. Pescher, Klosterneuburg/Österreich vom 11.11.2011).



Bescher, Cornelius:

aus Rittersheim; Vater des Johann Conrad *Bescher (°° 18.7.1701 luth. Kirche Kirchheim-Bolanden mit der Müllerstochter Anna Maria Steuerwaldt von der Unteren Mühle Rittersheim) und des Johann



Bescher, Heinrich:

Müller auf der Oberen Mühle (später auch Zeppenmühle oder Josefsmühle genannt) in Rittersheim; die Mühle lag auf der Westseite außerhalb des Dorfes am Leiselbach, im Bereich des heutigen Mühlpfades; die heutige Ortsbebauung und das Heranrücken an die Mühle erfolgte erst im 19. Jh. Die Mühle ist in den Mühlenverzeichnissen von 1730 / ca. 1772 ++klä­ren+++ (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 285) aufgeführt. Die Mühle ist Eigentum des Heinrich Bescher. Sie hat 1 oberschl. Wasserrad und 1 Gang und gibt 8 Ma. für den Wasserfall. Später nach den neuen Besitzern “Zeppenmühle” genannt (zitiert nach Weber, a.a.O., S. 290).



Bescher, Joseph:

1746 stellt der Müller zu Rittersheim, Joseph *Bescher, ein Gesuch um Genehmigung einer einmaligen Abgeltung für die Verwen­dung einer Wiese des Bonnischen Hofguts zum Ausbau des Mühlengrabens (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 1354).



Best, Johann Ludwig:

~ 27.1.1678 Undenheim † 13.1.1758 ? Undenheim; Mühlenbesitzer in Undenheim; Sohn des Schultheißen von Undenheim, Philipp Best aus dessen 2. Ehe mit Anna Klara Laubenheimer, lutherischer Kirchenvorsteher zu Undenheim; Johann Ludwig Best besaß in Undenheim „eine eigenthümbliche“, aber „ohne Consens erbaute“ Mühle mit einem Gang (vgl. Curschmann, Dieter: Schultheiß Phil­ipp Best zu Undenheim und seine Familie; in: PRFK 1976, S. 375; GLA Karlsruhe 77/4797 S. 200).



Bettendorf, Anna Barbara von:

Eigentümerin der Wiesenmühle in Albisheim; *vor 1706 -† 19.3.1742 (vgl. Würth: Wachenheim / Pfrimm, a.a.O., S. 306); geborene Freifrau von Bettendorf; verheiratet mit General Friedrich Casimir von *Bettendorf; Mutter der Maria Anna von Bettendorf (vgl. Würth: Wachenheim / Pfrimm, a.a.O., S. 306). Die Eheleute von Bettendorf kaufen am 4.8.1706 das Unterschloß und Gut in Wachen­heim (vgl. Würth: Wachenheim, a.a.O., S. 123). Anna Barbara von Bettendorf verkaufte 1720 die Wiesenmühle in der Gemarkung Einselthum an Anna Elisabeth Heylmann geb. *Labach, Witwe des Daniel *Heylmann (Landesarchiv Speyer, Bestand a2 / 949 I/2b; Weber, Friedrich Wilhelm: In der Einselthumer Gemarkung: Die Wiesenmühle an der Pfrimm; in: Donnersberg-Jahrbuch 1986, S. 158).



Betz, Johannes:

geb. 1700 err. - 14.8.1756 in Oberhausen/Appel im Alter von 56 Jahre; Sohn des Johann Valentin Betz und der Agnes NN. (luth. KB Münsterappel; Mitteilung von Herrn Dittmar); °° 30.3.1728 in Münsterappel mit Anna Susanna Fischer aus Flonheim (geb. err. 1704 – 14.3.1764 beerd. in Alsenz; luth KB Münsterappel);



Betz, Johannes:

um 1739 Müller in Obermoschel; Vater der Maria Agnes Betz (°° am 21.4.1739 in Meisenheim mit Johann Jakob Matthias) (vgl. An­thes, Günther F.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei 1607-1798 und der Lutherischen Pfarrei 1684-1798 zu Meisenheim am Glan, 2 Bde, Meisenheim 1988 und 1992, a.a.O., S. 503).



Betz, Johann Coloman:

15.9.1722 Oberhausen / Appel - ++++Sohn von Johann Valentin Betz und Anna Maria Schneider (luth. KB Münsterappel; Mitteilung von Herrn Dittmar)



Betz, Johann Valentin:

1673 Altenbamberg - 29.10.1743 Oberhausen/Appel (luth. KB Münsterappel; vgl. Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar); Müller auf der Mühle in Oberhausen; °° I vor 1700 mit Agnes NN. (Anm.: beide waren Paten 1709 bei der Taufe von Maria Agnes Scheid in Münsterappel); aus der 1.Ehe stammt der Sohn Johannes Betz; °° II vor 1708 mit Anna Margaretha NN. (Anm. beide waren 1715 Pa­ten bei der Taufe von Altenbuchner ? und 1717 ? Baab; luth. KB Münsterappel; Mitteilung von Herrn Dittmar); °° III 12.11.1721 Münsterappel mit Anna Maria Schneider (aus Oberhausen; Tochter des verlebten Adolf Schneider aus Oberhausen) (luth. KB Müns­terappel; Mitteilung von Herrn Dittmar). Aus der 3. Ehe stammt der Sohn Johann Coloman Betz (luth. KB. Münsterappel; Mitteilung von Henn Dittmar).


Erst bei der Geburt des Sohnes Johann Coloman Betz wird er als Müller in Oberhausen/Appel genannt. Vorher nennen die KB Eintra­gungen Münsterappel.


Betz beabsichtigte die wohl im 30jährigen Krieg eingegangene Mühle in Oberhausen neu zu errichten. .Auf seinen Antrag erteilte der Landesherr, der Wild- und Rheingraf Johann Carl Ludwig, 1708 einen Erbbestandsbrief, in dem Johann Valentin Betz ermächtigt wurde, die Mühle auf seine Kosten zu erbauen: „ .... mit Hanß Valentin Betz von alten Bamberg und Anna Margaretha deßen Ehelich Hauß frau und umb eine neue mahl mühle oben ahn in sein Dorf Oberhausen im Münsterthal …. auf zu bauen ...“ (zitiert nach Schat­tauer, Willi: Die Mühle(n) in Oberhausen / Appel; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1/2006, S. 10 leider ohne Quellenangaben). Betz errichtete daraufhin ab 1708 in Oberhausen / Appel eine neue Mühle; bei dem Bau hat er sich wohl finanzielle übernommen und mußte stark verschuldet 1723 aufgeben (vgl. Schattauer, Willi: Die Mühle(n) in Oberhausen / Appel; in: Nordpfälzer Geschichtsver­ein 1/2006 S. 9-16). Vater des Johannes *Betz (vgl. Mitteilung von Ewald Dittmar).



Betz, NN.:

ab 1688 Müller auf der Mahlmühle in Breschelbach; sein Erbbestandsbrief datiert vom 24. September 1688; Großvater des Müllers in Brenschelbach, Johann *Betz (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 193).



Betzer, Michel:

um 1793 wird Michel *Betzer als Müller in Vollmersweiler genannt; er ist im Juli 1793 vor den französischen Truppen emigriert (vgl. Martin: Emigration, a.a.O., S. 293).



Beutler, Christian:

geb. 1631 Buchholderberg / Schweiz - ++++ Beutlersmühle / Otterberg; Sohn von Hans Beutler (geb 1600 ? Buchholderberg / Bern / Schweiz); Christian Beutler ist nach seiner Auswanderung der Namensgeber und Müller auf der Beutlersmühle in Otterberg; °° 1680 mit Anna Maria Würtz (geb. 1650 Unterkulm, Aargau / Schweiz - ++++ Hochspeyer Münchhof); aus der Ehe stammen Peter Beutler (geb. 1690 ? Otterberg, Beutlersmühle), Christian Beutler (geb. 1695 ? Otterberg / Beutlersmühle), Jakob Beutler (geb. 1700 err. Ot­terberg / Beutlersmühle – 1753 Otterberg / Beutlersmühle), Anna Beutler (geb. 1700 ? Otterberg / Beutlersmühle) und Maria Beutler (geb. 1710 Otterberg / Beutlersmühle – 1782 Wartenberg, OT von Rohrbach-Wartenberg) (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar).



Beyer, Jacob:

geb. Schmitshausen - † ca. 1605 Pelzmühle bei Hengsberg; Müller auf der Pelzmühle bei Hengsberg; Bayer stammte aus Schmits­hausen, war aber um 1573 in Hengsberg wohnhaft. Am 15.11.1573 gestattete Pfalzgraf Johannes I. seinem Leibsangehörigen Jacob Beyer und dessen Erben die Erbauung einer einläufigen Mahlmühle ohnweit des Waldes Gererseck nahe der 'obersten Probstwiese' (vgl. Kampfmann, L.: „Wie die Pelzmühle entstand und verging“; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14; LA Speyer, Akten Zweibrücken I Nr. 949).



Beyer, Jörg:

um 1745 Müller auf der Entersweilermühle bei Kaiserslautern; der Erbbeständer war Philipp Friedrich *Schaffner,, der auch den En­tersweiler Hof bewirtschaftete; möglicherweise war Beyer lediglich Pächter der Mühle; aus einer Aktennotiz von 1745 ergibt sich folgendes: 1745 übergab der Stiftsschaffner Gervinus den bisher herrenlosen Weiher oberhalb der Lauterspring dem "alsdasigen Mül­ler Jörg Beyer" (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die Entersweilermühle unterhalb Lauterspring; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1967, S. 15-19).



Beyer, Johann:

um 1663; Müller auf der Nastatter (= Neustadter ?) Mühle in Neustadt (?); Eheschließung mit Sophia Elisabetha Pilger; das Ehepaar verkauft 1663 einen ererbten Acker in Pfeddersheim (vgl. Cappel, Albert: Ortsfremde in den Pfeddersheimer Kaufprotokollen von 1648 bis 1664; in Pfälz. Fam.- und Wappenkunde 1968, S.103)



Bibel, Philipp:

bis 1700 Müller auf der Postmühle in Neustadt. Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Postmühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): „Über der Neustadt (andere Fassung:“unter der Neustadt“) die sog. Postmühle, hat der Friedrich Metzger (andere Textfassung: Metziger) in Anno 1700 von dem Philipp Bibel an sich als eine Erbbestandsmühl erkauft, der Erbherr ist gewesen Emerich Wappler als welcher sein Erbrecht an den jetzigen Burgvogt auf der Hardt Winkelblech verkauft hat, diese Mühl hat nur ein Wasserradt, die Erbpacht zahlt er jährlich dem oben gemelten Burgvogt und 8 ½ Malter Korn sodan in hießige Kellerey 6 Mltr Wasserfall, ferner 3 fl 28x Bodenzins, in hießiges Stift (Anm.: Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 259 zitiert zu­sätzlich:“lt. Brief vom 15.1.1676“), welches der Erbbestands Brief alles melden thutt, sonsten ledig und eigen, Consens ist keiner vorhanden, der jetzige Possessor ist Jeremias Müller.“



Bibinger, Johannes:

1738 ist Johannes Bibinger bzw. dessen Wittib Müller auf der Rußmühle bei Marienthal; die Mühle wird im Bestandsverzeichnis der Mühlen im Unteramt Rockenhausen (LA Speyer Best A2 Nr. 131) für 1738 wie folgt beschrieben: “nur 1 schlechter Gang, wenig Wasser, Klause; wenig Kunden, der Müller hat nur für 1/4 Jahr zu mahlen; Pacht für Mühle und Hofgut zusammen 16 fl jährlich (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 262)



Biebel, Johann (Hans) Philipp:

um 1658-1673 Müller auf der Würtzmühle in Neustadt; zwischen 1658 und 1673 ist im katholischen Kirchenbuch Hambach sowie im reformierten Kirchenbuch Neustadt-Haardt (Hintergrund: Kriegswirren und deren Folgen und hierdurch fehlende Pfarrer) einge­tragen der Johann (Hans) Philipp Biebel (1664 „Bübel) von Lothringen als Würtzmüller in Neustadt; °° mit Anna Catharina NN. aus Lothringen († 29.9.1691 ref. KB Neustadt); Vater von Maria Catharina Biebel (getauft 12.7.1658 kath. KB Hambach), Hans Philipp Biebel (getauft 10.3.1661 ref. KB Neustadt-Haardt), Peter Biebel (getauft 20.1.1664, ref. KB. Neustadt Haardt), Elisabeth Clara Bie­bel (getauft 13.2.1667 ref. KB Neustadt-Haardt), Hans Niclas Biebel (getauft 23.2.1670, ref. KB Neustadt-Haardt), Conrad Biebel (getauft 2.9.1673 ref. K B Neustadt-Haardt) und „ein junges Kind“ († 19.9.1673, ref. KB Neustadt-Haardt) (vgl. Beck, Bernhard: Taufen in Hambach von Kindern Neustadter Einwohner 1639-1661; in: PRFK 2010, Heft 2, S. 83).



Biechner, Velten:

1569 ist Velten Biechner der Neumüller in Kaiserslautern; er wird 1571 abgelöst (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1550-1619, a.a.O., S. 24).



Biedighöfer:

s. auch Billighöfer



Biedighöfer, Adam:

um 1781 auf der Wappenschmiede in Klingen; °° mit Maria Catharina NN.; das Ehepaar „von der Wappenschmied“ läßt am 26.4.1781 in Klingen die Tochter Catharina Margaretha Biedighöfer taufen (vgl. Petermann, Kurt: Kirchenbuch der reformierten Ge­meinde Klingen von 1714 – 1780,Teil 2, a.a.O., S. 2).



Biehler, Adam Jakob:

7.5.1800 Leistenmühle Kandel – 1868 Altenstadt / Elsaß; Sohn des Leistenmüllers in Kandel, Georg Jakob Biehler und der Eva Eli­sabeth Juncker aus Dierbach; Bruder des Müllers auf der Leistenmühle Kandel, Johann Georg *Biehler. Von 1860 bis 1861 war Ja­kob Biehler als Müller auf der Leistenmühle bei Kandel, dann ab 1862 Müller (?) in Altenstadt / Elsaß. °° I am 21.5.1860 in Erlen­bach mit Anna Maria Nauerth (geb. 31.8.1831 Erlenbach - vor 1870, Tochter des Drechslers aus Valentin II Nauerth und Anna Ma­ria Caheinz). Ein Kind wird 1861 auf der Leistenmühle geboren, das nächste wird 1862 in Altenstadt genannt (vgl. Keppel, Ute: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 174-175; Esser, Keppel: Ortsfamilienbuch Erlenbach, a.a.O., S. 48 Nr. 55). Va­ter des Müllers Johann Karl *Biehler (geb. 14.9.1862 Altenstadt; °° 12.5.1892 in Freckenfeld mit Susanna Margarethe Fleckstein [31.3.1873 Freckenfeld]) (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Erlenbach, a.a.O., S. 48 Nr. 55); °° II am 14.7. 1870 in Erlenbach mit Katharina Nuß (geb. 15.10.1853 in Erlenbach) (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Erlenbach, a.a.O., S. 48 Nr. 56).



Biehler, Georg:

9.1.1871 Kandel – 1932 Kandel; Müller (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Erlenbach, a.a.O., S. 48 Nr. 57) auf der ++++klären : welche Mühle++++; Sohn des Müllers auf der Leistenmühle Kandel, Johann Georg *Biehler und Maria Elisabeth Rapp (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Kandel, a.a.O., Bd. 1, S. 117,Nr. 399.



Biehler, Georg Jakob:

7.5.1800 Leistenmühle Kandel – 1868 Altenstadt / Elsaß; Sohn des Müllers auf der Leistenmühle bei Kandel, Johann Balthasar *Biehler; Bruder des Müllers auf der Herrenmühle Kandel, Johann Heinrich *Biehler; °° mit Eva Elisabeth Juncker aus Dierbach; aus der Ehe gingen 11 Kinder hervor, darunter der Sohn und spätere Müller in Altenstadt / Elsaß, Adam Jakob *Biehler (vgl. Keppel, Ute: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 175).



Biehler, Johann Balthasar:

geb. in Hochheim, Neustadt / Württemberg – 14.5.1826 Herrenmühle Kandel; von 1796 bis 1826 Müller auf der Leistenmühle bei Kandel; von ihm stammt eine Inschrift von 1726 an einem Seitenabfluß des Mühlbachs der Leistenmühle: „BALTHASAR BIEHLER 1823“. °° I mit Maria Catharina BURG aus Niederkandel, °° II mit deren Schwester Maria Margaretha Burg. Gestorben ist er 1826 bei seinem Sohn Johann Heinrich *Biehler auf der Herrenmühle Kandel. Vater des Müllers auf der Herrenmühle Kandel, Johann Heinrich *Biehler und des Müllers auf der Leistenmühle bei Kandel, Georg Jakob *Biehler (vgl. Keppel, Ute: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 174-175; Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Kandel, a.a.O., Bd. 1, S. 114 Nr. 391).


Photo:

- Keppel, Ute: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 175: Inschrift von 1726 an einem Seitenabfluß des Mühl­bachs der Leistenmühle: „BALTHASAR BIEHLER 1823“



Biehler, Johann Georg:

23.2.1835 Leistenmühle Kandel – 12.9.1901 Leistenmühle Kandel; Sohn des Leistenmüllers in Kandel, Georg Jakob Biehler und der Eva Elisabeth Juncker aus Dierbach; Bruder des Müllers auf der Leistenmühle Kandel (von 1861-62) und ab 1862 Müllers (?) in Al­tenstadt bei Weißenburg/Elsaß, Adam Jakob *Biehler. 1865 bis 1901 Müller und Eigentümer der Leistenmühle Kandel; °° mit Elisa­beth Rapp aus Kandel; aus der Ehe stammen 7 Kinder (vgl. Keppel, Ute: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 175; Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Kandel, a.a.O., Bd. 1, S. 116 Nr. 396). Vater des Georg Biehler (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamili­enbuch Kandel, a.a.O., Bd. 1 S. 117 Nr. 399).



Biehler, Johann Heinrich:

1802 Leistenmühle Kandel – 1877 Herrenmühle Kandel im Alter von 75 Jahren; von ca. 1829 bis vermutlich 1877 Müller auf der Herrenmühle Kandel; Sohn des Müllers auf der Leistenmühle bei Kandel, Balthasar *Biehler; Bruder des Müllers auf der Leisten­mühle Kandel, Georg Jakob *Biehler °° am 14.5.1829 in Freckenfeld mit der Gutsbesitzerin Maria Magdalena Bauer; aus der Ehe stammen 2 Kinder, darunter der Sohn und spätere Pächter der Herrenmühle, Jakob Ernst Biehler (vgl. Keppel, Ute: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 175, 177).



Biehler, Johann Karl:

geb. 14.9.1862 Altenstadt - ++++; Sohn des Müllers auf der Mühle in Altenstadt, Adam Jacob *Biehler und der Anna Maria Nauerth; Müller in Altenstadt (?); °° 12.5.1892 in Freckenfeld mit Susanna Margarethe Fleckstein (geb. 31.3.1873 Freckenfeld) (vgl. Esser/­Keppel: Ortsfamilienbuch Erlenbach, a.a.O., S. 48 Nr. 55)



Bieler:

s. *Bühler



Bier, Wilhelm:

um 1900 als Müller auf der Neumühle in Pfeffelbach im dortigen Kirchenbuch erwähnt (vgl. Pfeffelbach Chronik, a.a.O., S. 75);



Bifar, Georg Daniel:

um 1738; aus St. Martin. Müller auf der Loh- und Walkmühle im Kaltenbrunnertal bei Neustadt. Im kurpfälzischen Mühlenverzeich­nis 1738 ist die Mühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): „Noch ober der Neustadt befindet sich eine Loh- undt Walckmühl, so der Rathsverwandte Wilhelm Klein in Anno 1720 auf einem von der Stadt gekauften Platz auf daß Kaltenbrunner Bächlein neu aufgebaut hatt, diese Mühl hat nur ein Rath, gibt jährlich in die Gefällverweserey Neustadt 2 fl Wasserfall. Vermög ei­nem vorgezeigten …. Consens, so dan Rath deß Platz 3 fl Boden Zinß der Stadt Neustadt, der jetzige Posseser ist Geörg Daniel Bifar ein Bürg von St. Martin.“



Bihson, Familie:

s. Bißon: dort unter unterschiedlicher Schreibweise zusammengefaßt



Billighöfer, Familie:

s. auch Biedighöfer, Bittighöfer


In der Mühlenübersicht des kurpfälzischen Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 im Landesarchiv Speyer lautet der Familienname nicht „Bittighöfer“ sondern „Billighöfer“ (Anm.: letzteres habe ich persönlich eingesehen). Eine Familie Bittighöfer lebte zeitgleich in Obermoschel / Nordpfalz, scheint jedoch nicht mit den Billighöfer aus Billigheim (heute Ingenheim-Billigheim) verwandt zu sein.


Die Südpfälzer Familie könnte von einen Schweizer Einwanderer, Johannes Bautigkofer (CH: Bütighofer) abstammen, der in der Südpfalz lebte: Johannes Bautigkofer / Bütighofer von (Herzogen- oder Mönchen-) Buchsee/BE, 1654 – 9.3.1693; wurde dauerhaft seßhaft in Niederhorbach (reformiertes Kirchenbuch Drusweiler), VG Bad Bergzabern, Kreis SÜW; °° 9.1.1683 mit Anna Margare­tha Plattner, Tochter des verstorbenen Gemeinsmann in Niederhorbach Jacob Plattner (vgl. Wittner, Heinz R.: Schweizer Einwande­rer in der Vorder- und Südpfalz, PRFK Ludwigshafen, S. 286). Da Niederhorbach nicht so weit von Billigheim entfernt ist, erscheint diese Spur durchaus erfolgversprechend. +++klären+++


Am 16.10.1763 wird getauft in Niedermoschel der Johann Jacob Bittighofer, Sohn des Johannes Bittighofer, Einwohner und Ge­meinsmann in Niedermoschel und „dessen Ehefrau Anna Catharinae einer geborenen Eulerin von Hochstätten“ (vgl. reformiertes KB Niedermoschel; handschriftlich übertragen im Nachlaß Philippi, PRFK Ludwigshafen III N 54).



Billighöfer, Valentin:

ab 1745 Müller auf der Mühle in Billigheim (Wartgartenmühle); Vater der Catharina Billighöfer, die den Müller Valentin *Fischer heiratet und die Mühle mit in die Ehe bringt; Valentin Billighöfer hat die Mühle in Billigheim 1745 von Johann Peter Pfirrmann ge­kauft (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Ober­amts Germersheim vom 6.4.1768, Bl. 9 Rückseite; der Vorname der Catharina Billighöfer stammt aus einer Mitteilung von Herrn Klaus Müller aus Diepholz vom 13.8.2010).


+++klären++++ Es ist möglich, daß er mit Johann Valentin *Bittenhöfer von der Wappenschmiede in Ingenheim identisch ist. Auf­grund der ähnlichen Namen, der räumlichen Nähe der Mühlen und des übereinstimmenden Berufs nehme ich an, daß Johann Valentin Bittenhöfer der Vater des Valentin Billighöfer ist. Es könnte sein, daß der Wappenschmied Bittenhöfer für seine Tochter die nahegele­gene Wartgartenmühle gekauft hat und dort nie als Müller tätig war. Dessen Tochter Catharina Elisabetha Bittenhöfer (~ 22.10.1720) (vgl. Petermann, Kurt: Kirchenbuch der reformierten Gemeinde Klingen von 1714 – 1780, a.a.O., S. 7, 8), wäre dann mit dem Müller in Billigheim Valentin Fischer verheiratet.



Binckle, Christian:

am 1.9.1714 stirbt in Neunkirchen/Saar der Sägmüller Christian *Binckle (vgl. Zweibrücker Arbeitsgemeinschaft für Familienfor­schung: Schweizer Einwanderer im Westrich 1650-1750, Zweibrücken 1995, S. 65 iVm. Zweibrücker Arbeitsgemeinschaft für Fami­lienforschung: Register zu dem Evang.-Lutherischen Kirchenbuch der Pfarrei Neunkirchen/Saar, S. 9). 1686/87 in Mimbach erwähn­ten Christian Binckle (auch Binckeli, Bünckeli) aus „Thun, Berner Gebiets in der Schweiz“, Sohn von Johannes Binckle in „Thun, Berner Gebiets in der Schweiz“; °° 16.8.1686 in Mimbach mit Anna Barbara Hußong/Hussong ( 14.7.1714 Neunkirchen), der Toch­ter von Antoine Hußong, Gemeinsmann und Gerichtsmann in Mimbach; eine Tochter des Ehepaars Binckle/Hußong wird 1687 gebo­ren (vgl. Zweibrücker Arbeitsgemeinschaft für Familienforschung: Schweizer Einwanderer im Westrich 1650-1750, Zweibrücken 1995, S. 65; Stopka, Günter: Schweizer aus dem Kanton Bern in Homburg; in: Saarländische Familienkunde 2009 S. 201).



Binckle, Johann Heinrich:

vor 1734; Laurentiusmüller in Wolfersweiler; °° mit Anna Magdalena *Britsch; seine Witwe Anna Magdalena Britsch heiratete am 2.11.1734 den Müller auf der Wolfsmühle/Katharinenmühle bei Grünbach, Anton *Germann (den Sohn des Müllers Wilhelm Ger­mann) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 94).



Binckle, Johann Jacob:

geb. vermutlich 1693 in Guggisberg – 25.9.1719 Neunkirchen/Saar im Alter von 26 Jahren); Sägmüller; 1713 in Neunkirchen / Sin­nerthal; °° I mit Susanna Margaretha NN. ( 11.7.1717 Neunkirchen); °° am 5.10.1717 in Neunkirchen mit Susanna Bennaz, Tochter des Emanuel Bennaz von „Chessenay“, 2. Kinder werden 1718 und 1719 im lutherischen Kirchenbuch eingetragen (vgl. Zweibrücker Arbeitsgemeinschaft für Familienforschung: Schweizer Einwanderer im Westrich 1650-1750, Zweibrücken 1995, S. 66).



Birtel, Hanß Nickel:

Müller, Hinsenhauser Mühle, † 05.02.1695 Hinsenhauser Mühle bgr (Q.: EKB Baumholder ref. 80/3, S. 408) (s. Herrenhauser Müh­le) oo vor 1670 (Q.: RJ EFB Baumholder ref., Nr. 146) mit Christina NN. [II. oo 13.09.1697 Ulmet (Q.: EKB Ulmet Nr. 1, S. 455; um 1670 war Hans Nickel Birtel (Bürtel) Müller in der “Hinsenhauser Mühle” (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 28) (Witwe von Nickel Bürtel, Berschweiler.) Groß Johannes]; Kinder sind

- Maria Salome Birtel (* um 1675 ~ (Q.: RJ OSB, Nr. 327) T.v. Nikolaus Birtel (Bürtel) aus Fohren. oo 08.02.1695 Baumholder (Q.: RJ OSB, Nr. 1185) mit Jacob Köhl (* 1662 Rohrbach ~ (Q.: RJ OSB, Nr. 1185) bgr (Q.: RJ OSB, Nr. 1185) S.v. Jacob Köhl, Rohr­bach);

- Valentin Birtel, Gemeindsmann, Einwohner, Erdesbach S.v. † Nickel Bürthel, genannt Müller, Berschweiler [bzw. Fohren] Hinsen­hauser Mühle. Lt. Heberegister des Oberamtes Lichtenberg Anno 1704 war er in Erdesbach veranschlagt - zum Kreisgeld mit 1 Gul­den, 3 Batzen und 8 Kreuzern oo 11.07.1702 Ulmet (Q.: HH 1. KB Ulmet 1639-1731, Nr. 211) Gerhardt, Anna Elisabetha Barbara, T.v. G. Johannes, Censor, Ruthweiler, und N Maria, Ruthweiler

- Johannes Birtel, Hirt, Fohren, Linden. oo 24.07.1696 Baumholder (Q.: RJ EFB Baumholder ref., Nr. 147) HART Maria Barbel * Grünbach ~ (Q.: RJ EFB Baumholder ref Nr. 147) T.v. Hans Peter Hart, Censor in Grünbach.

- Hans Nickel + 05.01.1695 Baumholder bgr (Q.: EK Baumholder ref. 80/3, S. 408) “Hanß Nickel Bürtel Müllers Sönlein” bgr 05.01.1695.

- Johann (Hans) Georg * Hinsenhauser Mühle ~ 02.02.1691 Baumholder (Q.: RJ EFB Baumholder ref., Nr. 146); °° vor 1721 in Frohnbach mit Maria Sara NN.(vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 28 Nr. 148)

- Catharina Barbel ~ 18.05.1693 (Q.: RJ EFB Baumholder ref., Nr. 146)


Seine Enkelin Maria Salome Kehl/*Köhl °° 24.10.1715 den Müller auf der Obermühle in Berschweiler, Johann Nickel (1) *Albert; sein Urenkel Johann Nickel (2) *Albert ist Müller auf der Beckersmühle bei Ruschberg. Sein Urenkel Johann Jakob *Sebastian ist Müller auf der Neubeckersmühle in Ruschberg.



Bischoff,Andreas:

um 1768 Müller auf der Obermühle Appenhofen. Der kurpfälzische Mühlenbericht vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7) über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germersheim beschreibt die Mühle folgen­dermaßen: „Andreas *Bischoff Bürger und Gerichtsmann zu Appenhofen besitzet dermahlen die daselbstige Obermühl eigenthüm­lich, übergibt der Endes in Abschrift sub. Nro.14 anliegenden Kaufbrief (Anm.: ist in der Urkunde nicht erhalten), solche hat 2 Waßer Räder durch welche 2 Mahl und 1 Schehlgang, sodann die Ohligmühl wechsel weis als zwarn getrieben werden, wann die Ohlig Mühl gehet, als dann der eine Mahlgang still stehen muß, auf gleiche weis … auf dem anderen Mahl und Schehlgang zu verstehen seyn, gibt jährlich in das Stift Clingenmünster 4 fl 30 Xer Wasserfall Zinß, sonsten aber außer der gewöhnlichen Schatzung nichts .“


Bischof war um 1791 Schultheiß von Appenhofen und ist zwischen 1791 und 1793 vor den französischen Truppen emigriert (vgl. Martin, Michael: Emigration und Nationalgüterveräußerungen im pfälzischen Teil des Departments du Bas-Rhin, Diss Marburg 1977, ersch. Weisenheim/Sand 1980, S. 186).Ein „Andreas Bischof, Müller, °° mit Eva NN. ist am 22.12.1793 als Emigrant in Billig­heim erwähnt (vgl. Martin: Emigration, a.a.O., S. 194).



Bischoff, Friedrich:

um 1846 Müller auf der Obermühle in Heuchelheim bei Landau. Am 27.5.1846 läßt der Müller Friedrich Bischoff von der Obermüh­le in Heuchelheim versteigern (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 9.5.1846, S. 75 = LA Speyer Best. Y 20/41): „Eine Mahlmühle mit zwei Mahlgängen, einem Schälgange, einer Sägmühle …. die Heuchelheimer Obermühle, im Brühl gelegen ….“


Am 8.2.1856 sollte auf Betreiben des Ackersmanns in Heuchelheim, Friedrich Bischoff, gegen Georg Adam Bischoff, Müller auf der Obermühle bei Heuchelheim, wegen Nichtzahlung auf Eigentum versteigert werden: Pl.-Nro. 324. Eine Mahlmühle mit 2 Mahlgän­gen, 1 Schälgang, 1 Sägmühle, 1 Hanfreibe mit Wohnhaus, Scheuer, Stallungen, Schoppen, 6 Schweinställen, 2 Kellern und Hof, die Heuchelheimer Obermühle genannt ...“ (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 12.1.1856, S. 19 = LA Speyer Best. Y 20/41). Die geplante Versteigerung wurde jedoch abgesagt (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 24.1.1856, S. 33 = LA Speyer Best. Y 20/41).



Bischoff, Georg Adam:

um 1856 Müller auf der Obermühle bei Heuchelheim. Am 8.2.1856 sollte auf Betreiben des Ackersmanns in Heuchelheim, Friedrich Bischoff, gegen Georg Adam Bischoff, Müller auf der Obermühle bei Heuchelheim, wegen Nichtzahlung auf Eigentum versteigert werden: Pl.-Nro. 324. Eine Mahlmühle mit 2 Mahlgängen, 1Schälgang, 1 Sägmühle, 1 Hanfreibe mit Wohnhaus, Scheuer, Stallun­gen, Schoppen, 6 Schweinställen, 2 Kellern und Hof, die Heuchelheimer Obermühle genannt ...“ (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 12.1.1856, S. 19 = LA Speyer Best. Y 20/41). Die geplante Versteigerung wurde jedoch abgesagt (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 24.1.1856, S. 33 = LA Speyer Best. Y 20/41); die Versteigerung erfolgte dann erneut am 2.5.1856 (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 10.4.1856, S. 173 = LA Speyer Best. Y 20/41).



Bischoff, Mattheis:

um 1740 Müller in Dellfeld auf der Dellfelder Mühle; die beiden Müller Veith und Stock verkauften bald ihre Anteile an den Dellfel­der Bürger und Müller Mattheis *Bischoff. Er mußte eine Pacht von 11 Malter 7 Faß Korn, 9 Malter 7 Faß Hafer und zwei Kapaunen oder 8 Batzen an die herzogliche Regierung zahlen (vgl. Gemeinde Dellfeld: Dellfeld gestern und heute, a.a.O., S. 77 leider ohne An­gabe der Quellen).


Nach mehreren Monaten Mühlenbetrieb beschwerten sich die obenliegenden Mühlenbesitzer aus Dellfeld und Rieschweiler, weil bei der Mühle das Wasser zu hoch gestaut würde. Eine Untersuchung ergab, daß beim Bau der Mühle nicht alle Auflagen beachtet wor­den waren. Bei Hochwasser ließ sich das Schußbrett nicht richtig aufziehen, so daß das Wasser nicht schnell genug ablaufen konnte. 1740 waren die Wiesen durch den Wasserstau an der Mühle wieder stark überschwemmt. Die erbosten Dellfelder Wiesenanrainer ris­sen die Schließe am Mühlenwehr heraus und nahmen das Schußbrett mit. Der Müller hatte nun kein Wasser zum Malen. Er be­schwerte sich bei der herzoglichen Regierung und bekam auch recht mit der Auflage, den Wasserlauf seiner Mühle zu ändern. Der Wasserbau wurde tiefer gelegt und ein eigener Mühlkanal gebaut. Diese Maßnahmen verursachten solche Kosten, daß sich der Mül­ler Bischoff veranlaßt sah, seine Mühle an Friedrich *Becker zu verkaufen (vgl. Gemeinde Dellfeld: Dellfeld gestern und heute, a.a.O., S. 78, leider ohne Angabe der Quellen)



Bischoff, NN:

vor 10.12.1686; Müller auf der Neumühle zu Miesau. Im Kübelberger Gerichtsbuch befindet sich am 10.12.1686 die Beurkundung der Teil-Auseinandersetzung einer Erbengemeinschaft an der Neumühle. Dort heißt es: „Wendel Lang sampt seiner Haußfrauw Ca­tharin, unnd Velten Hauch sampt seiner Haußfrauwen Maria alle zu Misau wohnhaft, kauffen von Casper Bischoffen Mutter zu Ober Misauw ihr gebührendes Antheil Erbschafft an der so genanten Neu Mühl zu Misau vor unndt umb dreyßig drey Gulden jetziger Wehrung ...“ (vgl. LA Speyer Best. F 5 Nr. 187, fol. 34r-35r; zitiert nach Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 72). Der Caspar Bischoff beurkundet zusammen mit seinem Stiefvater Philipß Matheus ein Witthum zugunsten seiner Mutter Elisabeth verw. Bischoff verheiratete Matheus am gleichen Gerichtstag. Er ist folglich der Sohn des verstorbenen Müllers auf der Neumühle NN *Bischoff und der Elisabeth Bischoff geb. NN. verh. Mattheus. Der genannte Müller Wendel Lang, °° mit Catharina NN. (Bi­schof ?) könnte der Schwiegersohn sein.


Es dürfte sich bei der Mutter des Caspar Bischoff um die Elisabeth NN. handeln, die als Witwe wohl den Philipß Matheus aus Ober­miesau handeln. Im Kübelberger Gerichtsbuch vom 10.12.1686 befindet sich eine weitere Eintragung: „Philipß Matheus und Caspar Bischoff sampt seiner Frauwen Ottilien, wonhafft alle beede Ober Miesau .. und brachten vor, welcher gestalten Elisabethen obigen Philipß Matheußen Eheweib undt Caspar Bischoffen leiblichen Mutter ...“ (vgl. LA Speyer Best. F 5 Nr. 187, fol. 35; zitiert nach Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 72).



Bischoff, Theodor:

1947 war Theodor Bischoff der Müller auf der ++++ in Appenhofen (vgl. Becker, M. F.: Das deutsche Mühlensterben, a.a.O., S. 76)



Bißon, Familie:

unter „Bißon“ sind alle Namen auch mit unterschiedlicher Schreibweise zusammengefaßt, s.B. Bihson



Bihson, Franz Joseph:

Mühlarzt in Bellheim; °° mit Eva Barbara Reichling; Vater des Mühlarztes Josef *Bihson (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Min­feld, a.a.O., S. 88 Anm. zu Nr. 250)



Bißon, Johann Ignatz:

Müller auf der Fortmühle bei Bellheim; Sohn des Müllers auf der Fortmühle, Johann Michael *Bißon und der Margaretha Steinhäu­sel; °° 13.2.1831 in Großfischlingen mit Sibilla Spiegel (~ 1.6.1805 Großfischlingen – 3.7.1888 Bellheim ?; Tochter des Bauern Ni­colaus Spiegel und Sibilla Gerhardt) (vgl. Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 15).


Die Fortmühle war früher eine Mahlmühle. 1844 wurde dem Fortmüller Johann Ignaz *Bisson die Erlaubnis erteilt, seinem Mühlen­werk einen Mehlgang und eine Ölmühle anzugliedern, Später im Besitze von Karl Harder brannte die Mühle 1901 ab und wurde dann an einen gewissen Harst verkauft. dieser erbaute die Villa und wandelte die Mühle in eine Holzverwertungsfabrik um, in der Sä­gemehl zu Holzmehl gemahlen wurde. 1904 wurde dazu das Sägewerk errichtet. Um 1930 befand sich dort die Bürstenfabrik von Heinrich Hering (vgl. Biundo, Georg: Bellheim im Wandel der Zeiten, Selbstverlag Bellheim 1930, S. 220; Christmann: Siedlungsna­men II, a.a.O., S. 211).



Bißon, Johann Michael:

Müller auf der Fortmühle bei Bellheim; °° mit Margarethe Steinhäusel; Sohn des Müllers und Betriebsnachfolger Johann Ignatz Biß­on (vgl. Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 15).



Bihson, Josef:

1.3.1856 Bellheim - ++++; Sohn des Mühlarztes in Bellheim Franz Josef *Bihson und der Eva Barbara Reichling; Mühlarzt in ++++; °° am 26.2.1885 in Minfeld mit Margarethe Foos (geb. 22.5.1854 Minfeld; Tochter von Jakob III. Foos aus der 2. Ehe mit Magdalena Straub aus Minfeld) aus Minfeld; Vater der Katharina Bihson (*13.8.1885 Minfeld) und des Otto Bihson (*29.8.1886 Minfeld) (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 88 Nr. 250 und S. 188 Anm. zu Nr. 198).



Bißon, Valentin:

um 1768 Müller auf der Mühle unterhalb Bellheim; diese ist m Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Germersheim (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 253) vom 6.4.1768 wie folgt beschrieben. “Valentin Bißon, Bürger daselbsten besitzet unterhalb dem Dorf eine eigenthümbliche Mahl Mühl mit 2 Wasser Räder die 2 Mahl und den Schehlgang wechßel weis treiben, gibt jährlich in die Kellerey Germersheim 9 Malter Korn Wasserfall Zinß, solche ist ... Mühl ..., so viele ihm bekannt, erbauet und sein des Bißons Ehefrau in der Erbschaft von ihrem verstorbenen Vater Ulrich Dumbser zugetheilt und uberlaßen worden.”



Bittenhöfer, Johann Valentin:

auch „Bidighofer“; Wappenschmied in Ingenheim; reformiert; 1717, 1722 und 1727 wird Johann Valentin Bittenhöfer als Wappen­schmied in *Ingenheim, im Kirchenbuch bei der Taufe seiner Kinder erwähnt; °° Anna Maria NN.; Vater von Anna Maria Bittenhöfer (~ 8.2.1727 Ingenheim), der Catharina Elisabetha Bittenhöfer (~ 22.10.1720) und des Philipp Jacob Bittenhöfer (~ 12.7.1722) (vgl. Petermann, Kurt: Kirchenbuch der reformierten Gemeinde Klingen von 1714 – 1780, a.a.O., S. 7, 8).


Er erscheint weiterhin am 9.12.1722 zusammen mit Anna Maria als Paten im reformierten Kirchenbuch (vgl. Petermann, Kurt: Kir­chenbuch der reformierten Gemeinde Klingen von 1714 – 1780, a.a.O., S. 21).


Auch bei einer Taufe Kuhn im ref. KB Ingenheim am 21.4.1735 erscheinen als Paten: "Valentin Bitighöfer, der Wappenschmied von Clingen u. Anna Maria seine Ehefrau" (vgl. Mitteilung von Herrn Klaus Müller aus Diepholz vom 14.8.2010).


Es ist möglich, daß er mit Valentin *Billighöfer von der Wartgartenmühle identisch ist. Aufgrund der ähnlichen Namen, der räumli­chen Nähe der Mühlen und des übereinstimmenden Berufs nehme ich an, daß Johann Valentin Bittenhöfer der Vater des Valentin Bil­lighöfer ist. Es könnte aber sein, daß der Wappenschmied Bittenhöfer für seine Tochter die nahegelegene Wartgartenmühle gekauft hat und dort nie als Müller tätig war. +++klären+++



Blättler, Hans Jakob:

aus Vinningen /Schweiz; ab 1721 Müller auf der Langmühle in Lemberg. Auch „Hanß Jacob Blettle“ (vgl. Christmann: Siedlungsna­men I, a.a.O., S. 345). Am 17.7.1721 erklärte sich der Vinninger Müller Hans Jakob *Blättler bei der hessisch-hanau-lichtenbergi­schen Rentkammer in Buchsweiler bereit erklärt, “die von dem 30jährigen Kriege her ganz auf den Boden ruinierte und verfallene sogenannte Langmühle ohnweit Lemberg”, bei Einräumung eines Erbpachtrechts auf eigene Kosten wieder aufbauen zu wollen, wenn ihm das nötige Bauholz gratis, der Bauplatz zu einem billigen Preise überlassen und ihm dreijährige Pachtfreiheit zugestanden werde (vgl. Guth: Lemberg, a.a.O., S. 353 leider ohne Quellenangabe). 1722 ist „Hanß Jacob Blettle Müller auff der Langmühl“; er ist Schweizer Einwanderer (vgl. Christmann: Siedlungsnamen I, a.a.O., S. 345 m.w.N.; luth. KB Pirmasens 3, S. 72. 226).



Blaß, Jakob:

1852 versuchte der Ackerer und Gutsbesitzer Jakob Blaß, aus dem Distrikt Kallmeswieß, um Erlaubnis, an der alten Mühle in Oberalben eine Mahlmühle zu betreiben. Die Mühle hatte er schon länger ohne Erlaubnis betrieben. Die Erlaubnis wird 1855 erteilt; Blaß gibt die Mühle jedoch bald wieder auf. 1861 will die zuständige Behörde Auskunft über den Müller und die Mühle. Jakob Blaß ist jedoch nicht mehr in Oberalben, das Wehr ist gänzlich entfernt, die Mühlenanlage nicht mehr in Betrieb. 1859 war Blaß nach Amerika ausgewandert Blaß ist der Vater des Pfarrers Jakob Blaß (vgl. Werner, Heidrun: Dorfgeschichte von Oberalben, Kusel 1987, S. 128).



Blenck, NN.:

1598 war der NN. Blenck der Müllermeister auf der Mittelmühle Offenbach. im Sterberegister von 1598 der Gemeinde Offenbach (nicht im Kirchenbuch, sondern in den Briefprotokollen enthalten) ist eingetragen: „Jacob, Knecht des Mittelmüllers Blenck † 26. November“ (vgl. Wittner, Heinz R.: Was man in Briefprotokollen so alles findet. Ein Sterberegister von 1594 bis 1598 aus Offenbach bei Landau; in: PRFK 2004, S. 477, 481).



Blenk, Martin:

bis 1846 Müller und Pächter der Fuchslochmühle bei Oberhochstadt. Am 18.2.1846 wird die „Fuchsmühle“ zur öffentlichen Wieder­versteigerung gebracht. Diese wird am 22.1.1846 in einer Annonce wie folgt beschrieben (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 14.1.1846 Beilage = LA Speyer Best. Y 20/41): „... wird auf Betreiben von Adam Heene, Gutsbesitzer, in Germersheim wohnhaft, gegen Martin Blenk, Müller auf der Fuchsmühle, Gemeinde Oberhochstadt wohnhaft und Consorten, die im Banne von Oberhochstadt, an dem Queichbache liegende Mühle, Fuchsmühle genannt, nebst Backhaus und Bäckerei …. in Gemäßheit eines Urtheils des königl. Be­zirksgerichts Landau vom 3. Dezember 1845, … für die Dauer der noch bis zum 13. Juni 1849 laufenden Pachtzeit zur Wiederver­pachtung ...“ öffentlich versteigert..



Bleyelstein, Daniel:

geb 1648 (err.) „Schweiz“ - † 19.1.1708 Minfeld; luth.; Mühlarzt (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 92 Nr. 269).



Blinn, Peter:

um 1782 war Peter Blinn der Müller auf der Etzenbacher Mühle in Wiesbach; er erhielt von der Herrschaft Pfalz-Zweibrücken erbbe­ständlich Grundbesitz im benachbarten Käshofen (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 1016 4: „Das dem Peter Blinn auf der Etzenbacher Mühle zu Käshofen erbbeständlich übergebene Gütchen, 1782-1785“).



Blochwitz, Henrich:

1778; Müller auf der Mahlmühle in Alsenbrück; verh. mit Anna Margarethe Zimmer, Witwe des Peter Augustin *Jutzi (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die Mahl- und Sägemühle in Alsenbrück; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1983 S. 36 ff)



Blon, Johannes von:

1699 bat Johann von Blon, ehemals Bürger und Zimmermann aus Kusel, um Überlassung des mehr als 50 Jahre öd gelegenen Mühl­platzes, um darauf eine Pletschmühle zu erbauen (vgl. Zink, Albert: Die Konkener Mühle; in: Die Rheinpfalz vom 12.6.1996, abge­druckt bei Häßel: Chronik der Gemeinde Konken, a.a.O., S. 258). 1712 wird „Johann von Blon, Zimmermann und Müller in der Ha­sen Mühl bey Konken“, 1717 „in der Hasen Mühl bey Conken“ urkundlich erwähnt (vgl. LA Speyer, Briefprotokoll 370 S. 213 und 337; Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 263). Er war 1718 Gutachter bei der Auseinandersetzung um den Neubau der Kol­benmühle in Gumbsweiler/Glan (vgl. Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O. S. 231 leider ohne Quellenangabe).



Blum, Adam:

1892 Vinningen. Müller auf der Vinninger Papiermühle. Sohn des Papiermüllers Friedrich *Blum und Enkel des Papiermüllers Mi­chael *Blum. Adam Blum führte 1878 die maschinelle Fertigung von Pappe ein. Das dazu benötigte mechanische Messingsieb liefer­te ihm die Firma Frank & Co. Aus Schlettstadt, die Pappenmaschine fertigte die Pirmasenser Maschinenfabrik Wahl & Schaaf an. Die nun in großen Mengen produzierten Pappdeckel wurden an die Pirmasenser Schuhfabriken verkaufte, wo sie zu Pappdeckel-Brandsohlen, Hinterkappen und Ausballmaterial in Schuhproduktion verwendet wurden (vgl. Guth, Emil: Büttenpapier für die Amts­kanzlei des Landgrafen von der Vinninger Papiermühle im Felsalbtal; in: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zweibrücker Land 2002, S. 145/146; Jaffé, Albert: Die ehemaligen Papiermühlen im heutigen Bezirksamt Pirmasens, a.a.O., Sonderdruck S. 5-6).



Blum, Balthasar:

ab 1892 Papiermüller auf der Vinninger Papiermühle. Sohn des Papiermüllers Adam Blum († 1892). Balthasar Blum erbte die Vin­ninger Papiermühle 1892, und führte diese zunächst als Papiermühle mit der Herstellung von Pappe fort. Er mußte jedoch aufgrund der starken Konkurrenz seitens der Großindustrie die Produktion von Pappe einstellen. Er ließ 1906 die Papiermühle umbauen und richtete eine Mahlmühle mit einem Walzenstuhl und 2 Mahlgängen ein. Die Gebäude wurden 1939 im Zuge der Erbauung des West­walls, da in der „Roten Zone“, d.h. im Sperrbereich zur französischen Grenze gelegen, abgerissen. Letzter Müller war Balthasar Blum, der die Mühle auf Druck der Reichsregierung am 15.9.1838 die Mühle für 59500 Reichsmark an das Deutsche Reich verkau­fen mußte. Balthasar *Blum kaufte sich 1939 in Schönberg bei Bensheim eine neue Mühle. Vater des Alwin Blum, des letzten Besit­zers der Schönberger Mühle (vgl. Guth, Emil: Büttenpapier für die Amtskanzlei des Landgrafen von der Vinninger Papiermühle im Felsalbtal; in: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zweibrücker Land 2002, S. 141-146; Jaffé, Albert: Die ehemaligen Papier­mühlen im heutigen Bezirksamt Pirmasens, a.a.O., Sonderdruck S. 5-7).



Blum Friedrich:

ab 1821 Papiermüller auf der Papiermühle Vinningen; Sohn des Papiermüllers in Vinningen Michael Blum und Bruder des Müllers auf der Apostelmühle Rodalben, Michael Blum. Nach dem Tod des Vater Michael Blum erbte Friedrich Blum 1821 von seinem Vater die Hälfte der Papiermühle Vinningen und erwarb 1826 von seinem Bruder Michael Blum die andere Hälfte der Papiermühle (vgl. Jaffé, Albert: Die ehemaligen Papiermühlen im heutigen Bezirksamt Pirmasens, a.a.O., Sonderdruck S. 5).



Blum, Michael:

geb. in Reichshoffen / Elsaß – 1821 Vinningen bei Pirmasens; er kaufte am 9.1.1788 für 1300 Gulden die Papiermühle in Vinningen (vgl. Guth, Emil: Büttenpapier für die Amtskanzlei des Landgrafen von der Vinninger Papiermühle im Felsalbtal; in: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zweibrücker Land 2002, S. 142; Jaffé, Albert: Die ehemaligen Papiermühlen im heutigen Bezirksamt Pirma­sens, a.a.O., Sonderdruck S. 5). Stammahn des Müllers Balthasar *Blum.


Vater des Müllers auf der Apostelmühle Rodalben Michael *Blum und des Papiermüllers auf der Papiermühle Vinningen Friedrich Blum (vgl. Jaffé, Albert: Die ehemaligen Papiermühlen im heutigen Bezirksamt Pirmasens, a.a.O., Sonderdruck S. 5).


Literatur:

- LA Speyer, Departement Donnersberg, Akte-Nr. 286: Bericht über die pfälzischen Papiermühlen von 1811



Blum, Michael:

1817 kaufte der Michel Blum von der Papiermühle Vinningen, Sohn des Papiermüllers in Vinningen Michael *Blum und Bruder des Papiermüllers Friedrich *Blum die Apostelmühle in Rodalben (vgl. Jaffé, Albert: Die ehemaligen Papiermühlen im heutigen Be­zirksamt Pirmasens, a.a.O., Sonderdruck S. 5).



Blum, NN.:

um 1768, kurfürstlicher Rath und Zoller in Germersheim; er ist Eigentümer der Blumschen Mahlmühle oberhalb von Germersheim; °° mit NN Scherdan, der Tochter des Germersheimer Bürgermeisters Joh. Scherdan; die Mühle ist im Mühlenprotokoll des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 253) wie folgt beschrieben: “neben bey sotherner Stadtmühl auf der anderen Seiten des Queich Flusses hat churfürstlicher Hofkammerrath und Zollschreiber Blum eine eigenthümliche Mahl- und Ohligmühl mit 2 Wasser Räder, welche 2 Mahl und ein Scheelgang, sodann die Ohligmühl treiben, wird aber die letztere gebrauchet, so muß der untere Mahlgang still stehen, welche Beschaffenheit es auch mit dem anderen oberen Mahl und Scheelgang haben thut, sothern Mühl hat ersagter Tit: Rath Blum von dessen Schwiegervater Bürger­meister Joh. Scherdan ererbt hat, und gibt jährlichen ahn die hiesige Kellerey nebst der Schatzung von der Mahl und Scheelmühl 8 Malter Korn, und hat von der Ohligmühl 7 fl 30 Xer in die Gefäll Verweserey Wasser Pfacht.”



Blumen, Hanß:

um 1611 war Hanß Blumen der Müller auf der Mühle in Pfeffingen; dieser machte am 5.5.1611 vor dem Kallstadter Gericht (gräflich Leiningischer Oberhof zu Kallstadt) sein Testament. Da er krank und schwach war, wurde das Testament von dem Gericht in der Pfeffinger Mühle aufgenommen. Blumen hatte keine leiblichen Erben; er war bei der Testierung jedoch verlobt mit Anna Maria NN., der Witwe des Bonnen und setzte diese deshalb als Erbin ein (vgl. Görtz, Hans-Helmut: Das Kallstadter Gerichtsprotokollbuch 1563-1740, Neustadt/Weinstraße 2010, S. 304).



Blumencron, Herren von:

Herren von Wattenheim, dort begüterte Familie. “Mit der blumencronschen Herrschaft hat es folgende Bewandtnis: Jahrhundertelang war Wattenheim, wie viele andere Dörfer ringsum, leiningisch. Der Pfälzische Erbfolgekrieg hatte 1689/90 auch die Leiningischen Ländereien verwüstet und den Grafen Philipp Ludwig von Leiningen-Westerburg, der vorher zwischen Deutschland und Frankreich laviert hatte, außer Landes getrieben. Beim Kurfürsten von Mainz hatte er als Kommandeur eines Regiments eine Stellung gefunden, war aber bald in Wien als Generalfeldwachtmeister in kaiserliche Dienste getreten. Der Oberfeldkriegskommissar des Erzstiftes Mainz, Georg Franz Ludwig Freiherr von Blumencron, half in Mainz und Wien dem stets in Geldnöten steckenden Grafen aus man­cher Patsche. Bald war er Blumencron mehrere tausend Gulden schuldig. Und da dem Graf, wie er selbst schreibt, "es dermahlen zu bezeigung Unserer Dancknehmigkeit die erwünschtliche mittel abgangen" - sprich: er nach wie vor pleite ist - verkaufte er in einem weitläufigen Vertrag 1695 "die Helffte oder ganze Halbschiedt an Unserem Dorff obrigkum in Unserer Grafschaft Leyningen an der bach gelegen, zu einem immerwährenden Ewigen Eigenthumb mit allen Vnterthanen, Häusern und Höfen", mit allen Steuern und Abgaben, Regierungs- und Gerichtsrechten, wie sie im Vertragstext ausführlich aufgeführt werden. Allerdings war der Speyrer Bi­schof Lehnsherr über Obrigheim; er mußte also dem Verkauf erst zustimmen, was er allerdings nicht tat. Für diesen - offenbar vorhergesehenen - Fall war das ganze Dorf Wattenheim als Ersatz bestimmt worden. So wurde Wattenheim blumencronisch. Das Herrschaftshaus der Familie steht noch in der Hauptstraße 3 bis 7, längst in drei Einzelanwesen abgeteilt und umgebaut. (Der Vertrag ist nach Karl Blum zitiert.). In der ev. Kirche in Wattenheim sind einige Familienmitglieder beigesetzt. Der Heimatforscher Anton Meißner hat einige der hier Beigesetzten anhand des Pfarrbuches identifiziert: Elisabeth Sibylla Bellfriedtin, laut Kirchenbuch 1728 "in ecclesia Wattenheimensi sepulta est" - in der Kirche bestattet. Ob sie tatsächlich in der Gruft - was eine Beziehung zur Herrscher­familie voraussetzen würde, über die nichts bekannt ist - beigesetzt wurde, ist aber nicht ganz klar. Dann: Maria Anna von Faust, ge­borene von Blumencron, am 1. November 1749 gestorben. Die beiden anderen bekannten Toten sind Wolfgang, das letzte männliche Glied der Familie von Blumencron, und seine Schwester Adelheide. Beide starben im Herbst 1752, sie 16jährig, er 18jährig, im Ab­stand von wenigen Wochen an den Blattern. Ihre Mutter Maria Anna von Schildeck, seit 1740 Witwe regierte seit damals alleine. Ihre einzige überlebende Tochter war Helena Cunegunde Auguste von Blumencron, verheiratete Vogelius, die die Herrschaft in Wattenh­eim ausübte. 1797 war die Herrschaft beendet. Helena Vogelius erhielt 1802 von der franz. Verwaltung ihren zwangsenteigneten Grundbesitz zurück; ihre Nachkommen verkauften die Ländereien im 19. Jh. Das alte Rathaus an der Kirchgasse zeugt noch heute von der Herrschaft Blumencron. Das ehemalige Herrschaftshaus steht noch heute in der Hauptstraße 3-7, längst in drei Anwesen ab­geteilt und umgebaut.


Ein Erbbestandsbrief der Familie von Blumencron vom 30.12.1716 betrifft die Vergabe des *Langenthaler Hofes (vgl. Meißner, Anton: Der untergegangene Langenthalerhof im Wattenheimer Wald; in: Heimatjahrbuch 1998 Landkreis Bad Dürkheim, S. 187)


Die Freiherrn von Blumencron waren als Wattenheimer Dorfherren mE .auch Eigentümer der Schwenkwoogsmühle im *Kupferthal bei Wattenheim. Die Schwenkwoogsmühle im Kupferthal gehörte dem Freiherrn von Blumenthal (vgl. Weber: Mühlen und Müller­handwerk, a.a.O., S. 273) ++++prüfen++++ (mE Freiherrn von *Blumencron aus Wattenheim)


Literatur:

- "Die Rheinpfalz" vom 21.10.1997: (Wattenheim ev. Kirche) Wegen Renovierung Gruft aus dem 18. Jh. geöffnet

- "Die Rheinpfalz" vom 21.10.1997: (Wattenheim ev. Kirche) Ein Abstieg in das Totenreich der Blumencrons



Blumm, Jakob:

seit 1742 Erbbeständer auf der Obermühle in Waldmohr (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 202). Sohn des Müllers auf der Obermühle Waldmohr Peter Blumm (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 380-381; Kiefer: Dorfbuch von Wald­mohr, a.a.O., S. 193).


Im Mühlenprotokoll des Oberamts Zweibrücken, erstellt 1744 und vorgelegt am 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 377-381) ist folgendes vermerkt: “liegt an dem Wasser, das 1 Stunde von hier zu Höchen entspringt, in den Waldmohrer Weiher und den Altenwoog läuft und unterhalb der Altenwooger Mühle den Namen Glan bekommt. Ist ½ Stunde von Waldmohrer und ebensoweit von der Hanßweiler Weihermühle entfernt, einen Flintenschuß oberhalb des Dorfes Waldmohr. 1 oberschlächtiges Wasserrad, welches 1 Mahlgang mit einem im Trilles angehängten Schälgang treibt. Zu Herbst und Frühlingszeiten kann die Mühle gehen, muß hingegen Winters öfters still stehen und im Sommer das Waßer etwas Clausen. Etwann 500 Gäng oberhalb der Mühle ist ein kleines Wehr, wodurch das Waßer oben herüber auf den Candel geleitet wird, …. das untere Waßer lauffet gleich unter dem Mühlgraben in die alte Bach. …. Der Erbbeständer Jakob *Blumm zahlt jährlich 8 fl Erbzins in die Landschreiberei Zweibrücken. Jacob Blumm ist seit zwey Jahren der Erbbeständer, welcher die Mühle von seinem Vatter ererbt und noch keinen Erbbestand auf seine Persohn erhalten hat … .” (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 202).



Blumm, Peter:

Erbbeständer auf der Obermühle in Waldmohr; Vater des Obermüllers Jacob *Blumm



Bober, Michael:

um 1745 Müller auf der Elzweiler Mahl- und Pletschmühle; im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746, (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7) ist sie wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühle und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 218): „Die Elzweiler Mahl- und Pletschmühle ist von dem Dorfe Welchweiler und von der nachgenannten Lorenzenmühle eine halbe Viertelstunde entfernt. Sie hat ein 18 Schuh hohes Wasserrad, muß aus Wassermangel oft stillstehen und lausen. Sie stand vordem unten an dem Dorf Elzweiler, 57 Ruthen von dem jetzigen Platz entfernt, auf der Welchweiler Seite und hieß deshalb auch Welchweiler Mühle. Michael Bober ist der Erbbeständer. Pacht: 1 Malter Korn und 4 Kappen oder 16 bz.“



Bock, Anna Elisabeth:

geb. in Niederauerbach - † Februar 1797 Weihermühle bei Herschberg; Tochter von Heinrich Bock und Susanne Blum, aus Niederau­erbach; °° I am 16.7.1765 in Niederauerbach mit dem Müller auf der Würschhauser Mühle Johann Peter Agne († 1779 Würschhauser Mühle) (vgl. Bohrer, u.a.: Register zum reformierten Kirchenbuch Contwig, a.a.O., S. 1; Internetdatei http://freepages. genealo­gy.rootsweb.ancestry.com/~ankeny/GustavGerman.html); °° II mit dem Peter Vogel, Müller auf der Weihermühle bei Herschberg; aus der 1. Ehe stammt u.a. der Sohn Philipp Peter *Agne (vgl. Internetdatei http://freepages.genealogy.rootsweb. ancestry.com /~ankeny/ GustavGerman.html).



Bock, Hans Wenz:

1721 Hahnmühle in Cölln (err.); Schultheiß in Cölln, Müller auf der Hahnmühle in Cölln; Enkel des Michel Bock aus Finkenbach (vgl. Stock, Pfarrer: Aus dem Hausbuch eines Nordpfälzers; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1932, S. 6). Vater des Lutz Bock (vgl. R. K.: Die Hahnmühle, Nordpfälzer Geschichtsverein 1937, S. 59), des NN. Bock (vgl. R. K.: Die Hahnmühle, Nordpfälzer Ge­schichtsverein 1937, S. 5: „Bock und sein Bruder“), Maria Katharina *Bock (geb. err. 1671; °° am 6.2.1700 Hanß Peter Dautermann [geb. ca. 1671 Neu-Bamberg – 16.2.1739 Hahnmühle], Bäcker aus Neu-Bamberg, (Mitteilung von Herrn Helmuth Tautermann / Wien vom 11. Juni 2010); luth. KB Dielkirchen; Mitteilung Herrn Dittmar/PRFK) und Susanne Marie *Bock (°° Johann *Hetteshei­mer, Schreiner in Cölln; er °° II Susanna Dautermann) (vgl. Stock, Pfarrer: Aus dem Hausbuch eines Nordpfälzers; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1932, S. 5-6).



Bock, Johann Ludwig:

um 1735 in Cölln; °° mit der Müllerstochter Anna Elisabeth Dietz (geb. 1698), Tochter des Müllers auf der Steckweiler Mühle Laza­rus Dietz.


1735, d.h. 6 Jahre nach dem Tod des Lazarus Dietz, verkaufen die Eheleute Johann Ludwig Bock und dessen Ehefrau Anna Elisabe­tha, beide zu Cölln, „ihre Mühle zu Steckweiler, welche sie von ihrem Vater seligen Lazarus Dietz ererbt haben, ihrem Schwager Philipp Amos und Frau Margaretha Catharina und zur Mühl samt dem dabey liegenden Häußgen, geforcht die Straß und den dabey liegenden verfallenen Hausplatz die sog. Werkstatt und Stallung, sambt Recht und Gerechtigkeit und der zugehörigen Mühlgütlein ….“ (letztere Grundstücke des „Mühlgütlein“ gehören wohl der Erbengemeinschaft nach Lazarus Dietz, bestehend aus der Ehefrau des Dietz, Anna Margaretha von Bisterschied, Johannes Bornspitz und Hausfrau Maria Catharina zu Unkenbach und Peter Lippert und dessen Ehefrau Anna Catharina zu Steckweiler), solches allen überlassen sämtliche Erben ihrem Schwager Philipp Amos für 1500 ad 350 fl.“ (zitiert bei Schattauer, Willi: Die Steckweilerer und Steingrubener Mahlmühlen (1682-1802); in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 4/2006 S. 14).



Bock, Ludwig:

Schultheiß in Dielkirchen; Enkel des Michel Bock aus Finkenbach (vgl. Stock, Pfarrer: Aus dem Hausbuch eines Nordpfälzers; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1932, S. 6). Bruder des Müllers auf der Hahnmühle, Hans Wenz *Bock. Zeitweise zusammen mit sei­nem Neffen Beständer auf der Hahnmühle in Cölln. Nach dem Tod des Hans Wenz Bock († 1721) kam es 1722 unter den Kindern und Erben zu einer erbitterten Erbauseinandersetzung, in die auch die pfalz-zweibrückische Regierung involviert war. Am 8.7.1722 berichtete der pfalz-zweibrückische Amtmann von Obermoschel, Georg Conrad Strähl, an die herzogliche Regierung, daß die Hahn­mühle in sehr schlechtem Zustand sei. Man möge dem Erbbeständer kündigen, da er seiner Brutalität wegen nicht gut herauszubrin­gen sei. Er habe mit den Vertretern der anderen Teilhaber ein Zusammenkunft zur Besichtigung der Mühle vereinbart. Am Tage der Besichtigung habe der Sohn Lutz Bock den Eingang verschlossen und als dieser mit Gewalt aufgebrochen worden war habe dieser den Falkensteinischen Bürgermeister von Dielkirchen, seinen eigenen Onkel Ludwig Bock, zu Boden geschlagen und verwundet. In der Folge wurde Amtmann Strähl von der pfalz-zweibrückischen Regierung beauftragt, den Lutz Bock und seinen Bruder notfalls un­ter Anwendung von Gewalt aus der Mühle zu setzen, und die Mühle gegen Nachzahlung rückständigen Pachtgeldes in Erbpacht neu zu vergeben. Den Zuschlag und den Erbpachtvertrag erhielten Ludwig Bock und der angeheiratete Neffe Hans Peter Dautermann (vgl. R. K.: Die Hahnmühle, Nordpfälzer Geschichtsverein 1937, S. 59/60 leider ohne Quellenangabe). Am 13.7.1723 beantragen die neuen Erbpächter bei der pfalz-zweibrückischen und ebenso bei der falkensteinischen Regierung die kostenlose Zurverfügungstel­lung von Bauholz, da sie das zusammengebrochene Mahlwerk der Hahnmühle wieder herrichten wollten. Sie erhielten 2/3 der benö­tigten Menge von Pfalz-Zweibrücken und 1/3 von Falkenstein (Anm. die Mühle stand im Kondominium zwischen beiden Herrschaf­ten). Hans Peter Dautermann scheint in der Folge die Mühle allein übernommen zu haben, da der Name von Ludwig Bock nicht mehr genannt wird.



Bock, Maria Katharina:

geb. 1671 err; sie wird teilweise als „Maria Barbara Bock“ bezeichnet; es dürfte sich jedoch richtigerweise im „Maria Catharina Bock“ handeln (vgl. Kuby, Hans Alfred: Die Schniftenberger Mühle und die „Dautermänner“. Eine Ergänzung zu dem Beitrag von Emil Dhom in Nr. 2/1971, S. 64); Tochter des Schultheißen und Müllers auf der Hahnmühle in Cölln, Hans Wenz *Bock; °° 6.2.1700 in Cölln mit Hans Peter *Dautermann (luth. KB Dielkirchen; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar). Nach aA jedoch des Tochter des Schultheißen und Müllers „Mattheus“ Bock (vgl. Kuby, Hans Alfred: Die Schniftenberger Mühle und die „Dautermänner“. Eine Er­gänzung zu dem Beitrag von Emil Dhom in Nr. 2/1971, S. 64)


Nach dem Tod des Hans Wenz Bock († 1731) kam es 1732 unter den Kindern und Erben zu einer erbitterten Erbauseinandersetzung, in die auch die pfalz-zweibrückische Regierung involviert war. Am 8.7.1722 berichtete der pfalz-zweibrückische Amtmann von Obermoschel, Georg Conrad Strähl, an die herzogliche Regierung, daß die Hahnmühle in sehr schlechtem Zustand sei. Man möge dem Erbbeständer kündigen, da er seiner Brutalität wegen nicht gut herauszubringen sei. Er habe mit den Vertretern der anderen Teil­haber ein Zusammenkunft zur Besichtigung der Mühle vereinbart. Am Tage der Besichtigung habe der Sohn Lutz Bock den Eingang verschlossen und als dieser mit Gewalt aufgebrochen worden war habe dieser den Falkensteinischen Bürgermeister von Dielkirchen, seinen eigenen Onkel Ludwig Bock, zu Boden geschlagen und verwundet. In der Folge wurde Amtmann Strähl von der pfalz-zwei­brückischen Regierung beauftragt, den Lutz Bock und seinen Bruder notfalls unter Anwendung von Gewalt aus der Mühle zu setzen, und die Mühle gegen Nachzahlung rückständigen Pachtgeldes in Erbpacht neu zu vergeben. Den Zuschlag und den Erbpachtvertrag erhielten Ludwig Bock und der angeheiratete Neffe Hans Peter Dautermann (vgl. R. K.: Die Hahnmühle, Nordpfälzer Geschichtsver­ein 1937, S. 59/60 leider ohne Quellenangabe). Am 13.71723 beantragen die neuen Erbpächter bei der pfalz-zweibrückischen und ebenso bei der falkensteinischen Regierung die kostenlose Zurverfügungstellung von Bauholz, da sie das zusammengebrochene Mahlwerk der Hahnmühle wieder herrichten wollten. Sie erhielten 2/3 der benötigten Menge von Pfalz-Zweibrücken und 1/3 von Falkenstein (Anm. die Mühle stand im Kondominium zwischen beiden Herrschaften). Hans Peter Dautermann scheint in der Folge die Mühle allein übernommen zu haben, da der Name von Ludwig Bock nicht mehr genannt wird Vater von Johann Henrich (Hein­rich) Dautermann, Valentin Dautermann, Friedrich Dautermann († vor 1741, seine Witwe und 4 Kinder leben auf der Hahnmühle), Jakob Dautermann (vgl. R. K.: Die Hahnmühle, Nordpfälzer Geschichtsverein 1937, S. 60/61 leider ohne Quellenangabe)



Bock, Susanne Marie:

Tochter des Schultheißen und Müllers auf der Hahnmühle in Cölln, Hans Wenz *Bock; °° mit Johann Hettesheimer, dem Sohn des Hans Caspar Hettesheimer (1652 err. - 1710 im Alter von 58 Jahren, Schreiner in Mannweiler; vgl. luth. KB Dielkirchen; Stock, Pfar­rer: Aus dem Hausbuch eines Nordpfälzers; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1932, S. 5).



Böhmer, Hans:

bis 1684 Müller und Erbbeständer auf der Wolfsmühle bei Gaugrehweiler; die Mühle wurde 1684 im pfälzischen Erbfolgekrieg nie­dergebrannt; Böhmer hatte nicht die Mittel zum Wiederaufbau und mußte aufgeben (vgl. Jacob, L.: Die Wolfsmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1932, S. 88).



Börstler, Johannes:

4.6.1748 Schauernheim - † 11.5.1781 Rehhütte; reformiert, Sohn des Müllers in Rehhütte Johann Jacob *Börstler und der Maria Sy­billa Härtel; Müllermeister in Rehhütte; °° am 20.6.1769 Rehhütte mit Susanna Elisabeth *Striebinger; Vater der Susanna Elisabetha Börstler (*9.10.1770 - 20.11.1813; °° mit dem Müller in Rehhütte Johann Valentin Lützel) (vgl. Frosch, a.a.O., S. 326); er soll ein nichteheliches Kind gehabt haben: Hermann Gerb (10/1778-22.6.1779 Neuhofen, dessen Mutter Ottilia Geib den Müller Börstler als Vater angegeben hat (vgl. Frosch: Familien in Neuhofen, a.a.O., S. 176).


Müllermeister Johannes Börstler ist am 20.11.1780 in Rheingönheim Pate bei der Taufe des Johannes Baumann, Sohn des Gemeinde­vorstehers von Rheingönheim, Johann Christoph Baumann (vgl. Poller, a.a.O., Bd. 1, S. 15).



Börstler, Johann Jacob:

28.1.1699 Schauernheim - 9.8.1759 Rehhütte im Alter von 60 Jahren, reformiert; Müllermeister in Rehhütte (vgl. Poller: Rheingön­heimer Bürgerbuch, a.a.O., S. 23); Sohn des Schultheiß in Schauernheim Hans Jakob Börstler und Anna Stäuber (vgl. Frosch: Famili­en in Neuhofen, a.a.O., S. 61); sein Schwiegervater Johann Georg Hertel/Härtel hat zwei Söhne, darunter den Sohn Hans Veltry Hör­tel, der als Gastwirt in Dannstadt die Gastwirtschaft “Zur Krone” betreibt. Beide scheiden als Nachfolger auf der Rehhütter Mühle aus. Die Tochter Maria Sybilla Härtel war seit 8.2.1724 in Schauernheim mit Johann Jacob Börstler verheiratet (vgl. Frosch, a.a.O., S. 61); dieser folgte seinem Schwiegervater († 5.12.1749 Dannstadt) als Müller auf Rehhütte nach; vielleicht hat er auch auf der Mühle in Rehhütte bereits zu dessen Lebzeiten mitgearbeitet, lebte aber weiter in Schauernheim, wo alle seine 13 Kinder (Johann Ja­kob *1725 bis Valentin * 1751) geboren sind (vgl. Frosch: Familie in Neuhofen, a.a.O., S. 61; Seelinger: Familien in Dannstadt und Schauernheim, a.a.O., S. 116 Nr. 368).


Johann Jakob Börstler d. Ä. wurde 1753 in Schauernheim steuerlich veranlagt, obwohl er seinen Hauptwohnsitz aber auf der Rehhüt­te hatte; er gehörte als Bauer in Dannstadt mit Grundstücksflächen zwischen 19 und 17 ha zur Oberschicht in Dannstadt (vgl. Dierck/Fouquet: Dannstadt und Schauernheim, Bd. 2, a.a.O., S. 65). Er ist im Schauernheimer Kataster von 1753 (vgl. LA Speyer Best. A16, A 120, abgedruckt bei Dierck/Fouquet: Dannstadt und Schauernheim, Bd. 2, a.a.O., S. 257) als Eigentümer eines Hauses und mehrerer Acker in Schauernheim notiert; als Beruf ist angegeben: Bauer, wohnt aber z.Zt. auf der Rehhütter Mühle als Mahlmül­ler“.


Sohn aus der Ehe Börstler/Härtel ist der Müller Johannes Börstler (4.6.1748 Rehhütte - 11.5.1781 Rehhütte), der seinem Vater später als Müller nachfolgte; er war beim Tod seines Vaters Johann “Hans” Jakob Börstler († 9.8.1759 Rehhütte) gerade 11 Jahre alt. Seine Mutter, verantwortlich für die große Kinderschar, konnte die Mühle nicht führen und heiratet 1760 auf der Rehhütte den Mühlknecht und späteren Müller Johann Heinrich *Eisenhauer (*1.3.1714 Neuhofen - 13.4.1772 Rehhütte); Eisenhauer war seit etwa 1736 als Mühlarzt und Mühlknecht auf der Rehhütte tätig (vgl. Wihr: Rehhütter Chronik, a.a.O., S. 55)


Vater u.a. des Ackerer Johann Johann Georg Börstler († 1784) und des Erbbestandsmüllers in Rehhütte Johannes *Börstler (vgl. Pol­ler: Rheingönheimer Bürgerbuch, a.a.O., S. 24; Frosch, a.a.O., S. 61).



Börstler, Susanna Elisabetha:

9.10.1770 Rehhütte - 20.11.1813; Tochter des Müllers auf Rehhütte Johannes *Börstler und Susanna Elisabetha *Striebinger (vgl. Frosch: Familien in Neuhofen, a.a.O., S. 61); ihre Mutter Susanna Elisabeth Striebinger heiratete nach dem Tod ihres ersten Mannes († 11.5.1781) am 22.10.1781 auf Rehhütte den 9 Jahre jüngeren Johann Ludwig Lützel (9.12.1760 Iggelheim - 3.5.1834/18.8.1836 Iggelheim), den letzten Erbbestandsmüller auf Rehhütte vor der franz. Revolution; er ist der Sohn des Lammwirts in Iggelheim Jo­hann Peter Lützel und der Anna Barbara Börstler, der Tochter des Müllers Hans Jakob Börstler und Schwester des Johannes Börstler. Lützel ist auch der jüngere Bruder des späteren Müllers auf Rehhütte Johann Valentin Lützel (14.11.1762 Iggelheim - 21.1.1813 Reh­hütte), der am 5.9.1786 in Iggelheim die 16jährige Susanna Elisabetha *Börstler heiratet, die Tochter seiner eigenen Frau (vgl. Frosch: Familien in Neuhofen, a.a.O., S. 326 Nr. 1846-1848).



Börthel, Hanß Nickel:

im reformierten Kirchenbuch von Medard ist 1685 der Hanß Nickel Börthel (Börtler) eingetragen; °° mit Christina NN; er wird be­zeichnet als “Müllerhandwerks, irtzo Kühhirt” (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 50); könnte er versucht haben die Mühle in Medard wieder zu beleben und war gescheitert?



Bös, Hanß:

Sohn des Hanß Bös, Einwohner (nicht Bürger; zahlt 1633 Schirmgeld) von Kaiserslautern (°° Kaiserslautern am 30.4.1630; vgl. Her­zog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 55 Nr. 1058 iVm S. 10 Nr. 68); 1642 wird Hanß *Bös als Müller auf der Schloßmühle in Kaiserslautern genannt. Seine Schwester Eva Bös, Witwe des Cunrad Fux († beim Sturm 1635), wird am 12./22.9.1642 nunmehr als Ehefrau des Hanß Fuchs bezeichnet (vgl. Stadtarchiv Kaiserslautern: Ratsakten Nr.. XIII 5, Verhörprotokolle 12.12.1641-8.12.1642, Bl. 173 ff.; Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 55 Nr. 1058). Die Ehefrau des Müllers Bös, Juliane NN, wird am 16.9.1642 im Gerichtsprotokoll aufgeführt (vgl. Stadtarchiv Kaiserslautern: Ratsakten Nr. XIV Gerichtsprotokoll 16.9.1642-29.11.1649, Bl. 27 ff; Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 55 Nr. 1058). Bös wird am 7./17.8.1647 vom Stadtrat aufgefordert, sich bis Michae­lis zu äußern, ob er Bürger werden will; am 25.2.1651 wird er als Stiftsmüller bezeichnet (Stadtarchiv Kaiserslautern: Ratsakten Bd. XIV, Nr. 3 Ratsprotokolle 6.12.1644-28.12.1650; Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 55 Nr. 1058).


Am 24.9.1667 soll Bös als „gewesener Schloßmüller“ Bürger in Kaiserslautern werden oder die Stadt verlassen; er mußte den Gene­ralfeldmarschall Graf von Starenberg [Anm.: Starhemberg] bis nach Speyer begleiten und erhält dafür am 28.11.1677 eine Entschädi­gung von 4 fl. (vgl. Herzog. Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O, S. 20 Nr. 2135).


Vater des Johannes Bös (?) ( Wöllstein 16.4.1662); am 10.11.1660 heiratet in Wöllstein der Johannes Bös (Sohn des Johann Bös, Müller zu Lautern) die Apollonia Roos, Tochter des Thomas Roos, Gemeinsmann in Wöllstein (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 55 Nr. 1058; Herzog. Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O, S. 20 Nr. 2135). Vater auch der Anna Dorothea Bös (°° 17.10.1671 in Kaiserslautern mit kurpfälzischen Fuhrknecht und Witwer Hermann Rin) und des Hanß Leonhard Böß (vgl. Herzog. Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O, S. 20 Nr. 2135 und S. 101 Nr. 3180), sowie des Bäckers und Hintersassen in Kaiserslautern Hanß Paul Böß († 27.8.1705 Kaiserslautern; °° Anna Margaretha NN; Vater des Bäckers Hans Jacob Böß [vgl. Herzog. Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O, S. 20 Nr. 2136]).



Bogen, Johann Adam:

um 1757 in Ebertsheim als Besitzer der Valentin Weygandischen Mühle erwähnt.


Um 1757 in Ebertsheim urkundlich erwähnt, die „Valentin Weigandische Mühle“ (vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 720 I fol. 10, 11). Im Zusammenhang mit der Hypothek, welche der Müller in Ebertsheim Johannes *Weygand für ein erhaltenes Darlehen 1745 zugunsten des St. Guido-Stiftes in Speyer erteilt hat, wird in einer durch den gräflich leiningischen Aktuar Johannes Ilgen 1770 erstellten Forde­rungsaufstellung vermerkt, daß ein Abtrag der Darlehensschuld in Höhe von 40 fl erfolgt ist: „Endl: von dem auf der Valentin Wai­gandischen Mühle haftenden Capital ad 800 fl vom 6ten april 1756 biß dahin 1757 ad 1 Jahr ….. 40 [fl] (vgl (vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 720 I fol. 10). Und unter dem 18ten May 1757 der gleichen Urkunde ist unter Nr. f) eine weitere Abzahlung in Höhe von 40 fl vermerkt: „Die von Johann Adam Bogen alß Besitzer der Valentin Waigandischen Mühle ... d: 18ten May 1757 abgezahlt 40 [fl].“


In einem Liquidationsprotokoll vom 17.11.1762, im Zusammenhang mit der Abtragung der Darlehensschuld der Eheleute Johannes Weigand, heißt es (vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 720 I fol. 45): „Vormalig Valentin Weigandische Wittib und nunmehrige Johann Adam Bogische Ehefrau“.



Bohl, Adam:

Müller in Herschberg auf der Konradsmühle; °° mit NN. Neumüller; Vater des späteren Müllers auf der Moschelmühle bei Wald­fischbach-Burgalben, Johann Jacob *Bohl (vgl. Fremgen, Reinhold: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 47).



Bohl, Christoph:

19.4.1781 Göllheim - ++++; Müller auf der Kneispermühle (?); Sohn von Johann Adam BOHL und Christiane Hanz (Heinz); °° 28.5.1805 in Horbach mit der aus der Kneispermühle stammenden Maria Elisabeth Fischer (geb. 18.2.1784 Kneisper Mühle; Tochter des Theobald Fischer und der Margaretha Wolf) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Bur­galben, a.a.O., S. 46).



Bohl, Johann Jakob:

ca. 1757 Herschberg - 27.4.1813 Moschelmühle bei Waldfischbach-Burgalben; Sohn des des Müllers Adam *Bohl aus Herschberg und der NN. Neumüller (vgl. Fremgen, Reinhold: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 47); zunächst Mühlenbauer; nach dem frühem Tod des Moschelmüllers Joseph Becker († 22.3.1784 Moschelmühle Burgalben im Al­ter von 39 Jahren) heiratete dessen Witwe Maria Barbara Ruck (Tochter des Burgalber Gerichtsschöffen Georg Ruck und der Ottilia Kettenring) (vgl. Fremgen: Moschelmühler Hexenprozeß, a.a.O., S. 67-68) in 2. Ehe Johann Jakob *Bohl, einen Mühlenbauer, der ab 22.11.1785 die Moschelmühle weiterführte; Vater der Katharina Bohl (°° 24.2.1808 auf der Moschelmühle mit dem Weber und Schneider aus Höheinöd, Jacob BOHL (vgl. Fremgen, Reinhold: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Bur­galben, a.a.O., S. 46), des Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Moschelmühle, Johann Adam *Bohl (vgl. Fremgen, Reinhold: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 46), der Eva Barbara Bohl (geb. ca. 1792 Mo­schelmühle; °° 27.5.1813 mit Theobald [Nikolaus] DAHL aus Donsieders) (vgl. Fremgen, Reinhold: Bürger- und Familienbuch Ver­bandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 75) und der Elisabeth Barbara Bohl (geb. ca. 1794 Moschelmühle; °° 20.6.1813 mit dem Ackerer aus Donsieders, Johann Valentin Dahl, Bruders des obigen Dahl) (vgl. Fremgen, Reinhold: Bürger- und Familien­buch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 75).



Bohl, Valentin:

um 1758 Müller auf der Weißmühle in ++++ (Höheinöd ?); ca. 1758 wird in Höheinöd der Johann Jacob Bohl geboren; er ist der Sohn des Valentin *Bohl, Müller auf der Weißmühle ++++Lage klären+++ und der Catharina Elisabeth Hoffmann (vgl. Fremgen, Reinhold: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 47).



Bohlander, Andreas:

geboren vor 1770 in Albisheim - † 1793 Albisheim; Papiermüller in Albisheim; Sohn von Johannes *Bohlander und Margaretha Ka­tharina *Haaß (6xUrgroßMutter von Eberhard Ref); Andreas Bohlander ist der Stiefbruder von Georg Heinrich Friedrich (5xUrgroß­vaters von Eberhard Ref) (vgl. zur Papiermacherdynastie Bohlander/Friedrich/ Mann: vgl. Weber: Geschichte der Mühlen der beson­deren Art, S. 24 ff); °° mit Charlotte *Gümpel (Kümpelin). Andreas Bohlander war schon seit 1770 in väterlichen Betrieb in der Pa­piermühle Albisheim tätig. Für ihn wurde am 21.2.1785 Erbbestandsbrief über die Papiermühle ausgestellt (vgl. Weber, a.a.O., S. 25). Bohlander baute die Mühle aus und erhielt hierfür von der Landesregierung Nassau-Weilburg ein Darlehen von 5000 Gulden (vgl. Weber, S. 25; LA Speyer, Bestand B2 Nr. 294.7 und Nr. 295 3-5). 1793 ging die Mühle auf den Sohn Franz *Bohlander über.


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 1295: „Klage der Maria Magdalena Mann von Albisheim Erbbeständerin zu Alzey gegen Andreas Bohlan­der und Witwe Peter Lemmer (Anm.: Wilhelm Peter Lemmer war Lohmüller in Albisheim) auf Rückerstattung einer unrechtmäßig eingezogenen Schuldforderung, 1789-1790“



Bohlander, Christian:

um 1837 als Papiermacher im Grundsteuerkataster Hertlingshausen aufgeführt; im Wohnhaus Plan-Nr. 19 am Klosterhof Hertlings­hausen wohnhaft; °° Anna Margarethe NN. (vgl. LA Speyer, Urkataster Hertlingshausen L 56 Nr. 163) +++klären: welche Mühle, da im Urkataster Hertlingshausen keine Mühle des Bohlander aufgeführt++++



Bohlander, Elisabeth:

vor 1828; aus Mertesheim; Urenkelin der Margarete Katharina *Haaß; Tochter des Franz II. Bohlander, Papiermüller aus Mertes­heim; sie erbte von ihrem Vater die Papiermühle in Mertesheim; 1828 Eheschließung mit Johann Konrad *Scheu (vgl. Weber: Müh­len der besonderen Art, a.a.O., S. 40).



Bohlander, Franz:

geboren 18.5.1746 in Albisheim / Papiermühle Quirnheim (?) - 1828; getauft am 22.4.1746 - 1828; Sohn des Johannes *Bohlander und der Margaretha Katharina *Haaß; Stiefbruder des Papiermachers Johann Georg *Friedrich; verheiratet mit Catharina Barbara *Lorch; Weber ist der Ansicht (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 40 zur Papiermühle Quirnheim/Tal), der Name sei­ner Mutter Margarete Cath. sei nicht zu ermitteln, sie sei jedoch mit Johannes Pohlander [Bohlander] aus Albisheim verheiratet; es handelt sich [s. hierzu Weber, S. 30] um Margarete Katharina Haaß, verwitwete Friedrich, die 6xUrgroßmutter von Eberhard Ref; Franz Bohlander erwarb 1770 die Papiermühle in Mertesheim (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 39), wo er 1784 im Kir­chenbuch verzeichnet ist (Weber, a.a.O., S. 39), aus der Ehe des Franz Bohlander und der Catharina Barbara Lorch gingen die Kinder Johanna Sophia Philippina Elisabetha Bohlander, Catharina Barbara Bohlander und Franz Bohlander II hervor (Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 39); Franz Bohlander vererbte bei seinem Tod 1828 die Papiermühle in Mertesheim an seine Tochter Maria (?) Elisabetha (?) Bohlander, verheiratete Scheu (Weber, a.a.O., S. 40). Er erhielt (nach dem Tod des Onkel Andreas Bohlander ?) 1793 die Papiermühle, die er weiter ausbaute und zu einem handwerklichen Großbetrieb entwickelte. 1811 wurde in zwei Werkstät­ten und mit zwei Holländern gearbeitet (vgl. ~Weber, Mühlen der besonderen Art, a.a.O., Bd. 2, S. 25; LA Speyer Bestand A 9 Nr. 13.1).



Bohlander, Franz (2):

erwähnt um 1784; Sohn von Franz Bohlander und Catharina Barbara Lorch; Bruder der Johanna Sophia Philippina Elisabeth Bohlan­der und der Catharina Barbara Bohlander; Enkel der Margarete Katharina Haaß (verwitwete Friedrich, die 6xUrgroßmutter von Eber­hard Ref); 1784 als Pate der Louise Katherine Wendel aus Mertesheim erwähnt (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 39; Landeskirchenarchiv Speyer Luth. Kirchenbuch Ebertsheim). Vater der Elisabeth Bohlander, verheiratet mit Johann Konrad Scheu. Franz II. Bohlander vererbte die Papiermühle in Mertesheim an seine Tochter Elisabeth Bohlander (vgl. Weber, a.a.O., S. 40).



Bohlander, Johannes:

geboren in Seckmauer/Odenwald b. Mildenberg - 1783 in Albisheim; Eheschließung 1745 in Albisheim mit Margaretha Catharina *Haaß verw. Friedrich (der Mutter von Georg Henrich Friedrich; s. Stammbaum der Familie Friedrich bei Weber: Mühlen, a.a.O., Bd. 2, S. 30); Stiefvater des Georg Henrich *Friedrich (5xUrgroßvater von Eberhard Ref); aus der Ehe gingen die Kinder Andreas Bohlander und Franz Bohlander hervor.


Johannes Bohlander errichtete 1730 die Papiermühle in Albisheim auf dem Gelände des früheren Hammerhofes (vgl. Weber, Fried­rich Wilhelm: Die Steinmühle in Albisheim; in: Pfälzer Heimat 1975, S. 133), einem ehemals nassau-weilburgischen Hammerwerk (Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 24; heutiger Hammerhof Nr. 20 [vgl. Photo in: Kunstdenkmäler Donnersbergkreis, a.a.O., S. 184]), pachtete/kaufte (?) von 1746 bis 1749 die Papiermühle in Quirnheim/Tal (Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 40) und erwarb 1762 als Erbbeständer die Neumühle in Eisenberg, die er zur Papiermühle umbaute (Weber: Mühlen der besonde­ren Art, a.a.O., S. 27/28); Bohlander muß mithin sehr tüchtig gewesen sein; die Familie Bohlander/Friedrich hatte das Monopol der Papierfabrikation und dazu notwendigen Lumpensammelns im ganzen nassau-weilburgischen Amt Kirchheim/Stauf (vgl. Weber: Ge­schichte d. pfälz. Mühlen der besonderen Art S. 24), Wasserzeichen war ein verschnörkeltes NW=Nassau-Weilburg (Abb. bei Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. S. 25).


Bei seinem Tod erhielt der Stiefsohn Georg Henrich *Friedrich die Papiermühle in Eisenberg, der Sohn Franz *Bohlander hatte (erst­mals für 1784 urkundlich belegt) die Papiermühle in Mertesheim inne, nachdem der frühere Eigner Martin Burckhardt sich seit 1770 um den Verkauf bemühte (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 39). Ob diese noch von Johannes Bohlander übernommen wurde ist noch zu ++klären+++. Der Sohn Andreas Bohlander erhielt die Papiermühle in Albisheim (vgl. Weber: Mühlen der beson­deren Art, a.a.O., S. 25).



Bohlander, Maria Katharina:

geb. um 1725 in ++++prüfen+++++: könnte sie aus Albisheim stammen+++++ - † Hochspeyer 7.5.1793, 68 Jahre alt an der Gicht; °° I 1745 (err. aus der Geburt der 1. Tochter Anna Barbara Bahrt am 7.3.1746) mit dem Müller vom Mühlhof in Hochspeyer Heinrich Bahrt; 9 Kinder aus der Ehe; Mutter u.a. des Müllermeisters in Hochspeyer Johann Heinrich Barth (vgl. Neumer: Bürgerbuch Ver­bandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 55)



Bohr, von (Vonbohr, Fonbohr), Familie:

1726 starb in Bockenau bei Sobernheim im Alter von 88 Jahren der Zimmermeister und Gerichtsschöffe Caspar von Bohr. Er war also um 1638 geboren; ob er ein Sohn des 1653 geadelten Gardeobermeisters Georg Bohr ist, ist bisher ungeklärt. Die erste urkundli­che Erwähnung des Caspar von Bohr datiert nicht früher als 1702. Er ist der Vater des Johann Michael von Bohr (verh. in Sobern­heim, Müller ?), des Müllers Johann Jakob (1) von Bohr (°° am 7.3.1699 in Ransweiler mit Anna Ottilia Loth, der Tochter des Mül­lers Peter Loth von der Wolfsmühle bei Waldgrehweiler), des Johann Peter von Bohr (Schuhmachermeister in Bockenau, °° am 18.7.1707 mit Maria Juliana Riedt, der Tochter des Einwohners zu Bockenau, Johannes Riedt) und des Johannes von Bohr (Einwoh­ner zu Bockenau; aus der Geburtsdatum seiner Frau, 1692, läßt sich ein ungefährer Rückschluß auf sein Alter ziehen) (vgl. Kuby, Al­fred H.: Die nordpfälzische Familie von Bohr (Vonbohr); in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1969, S. 18).


Anm.: interessant ist die Verbindung der Familie zu Ransweiler, wo am 7.3.1699 der Müller Johann Jacob von Bohr die Anna Ottilia Loth heiratet (vgl. Kuby, Alfred H.: Die nordpfälzische Familie von Bohr (Vonbohr); in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1969, S. 18). In Ransweiler gab es bereits früher Angehörige der Familie von Bohr. Am 3.10.1655 wird in Ransweiler die Margretha Boren, die Tochter des Johannes Boren und der Maria NN. getauft (vgl. Mormonendatenbank familysearch.org unter Bezugnahme auf das ref. KB Ransweiler).


Literatur/Urkunden:

- Kuby, Alfred H.: Die nordpfälzische Familie von Bohr (Vonbohr); in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1969, S. 18-20



Bohr, Johann Henrich von:

von der Wolfsmühle in Waldgrehweiler; Sohn des Johann Nikolaus (1) von *Bohr; Bruder des Johann Nickel (2) von Bohr; es kam wegen der lebzeitigen Verteilung des Vermögens des Johann Nikolaus von Bohr 1771 zu einem Rechtsstreit vor dem Oberamt Mei­senheim, in welchem Johann Henrich von Bohr die lebzeitige Verteilung des Vermögens durch seinen Vater angefochten hat; er wur­de mit seiner Klage abgewiesen (vgl. wegen der Einzelheiten die Zusammenfassung bei Johann Nikolaus (1) von *Bohr).



Bohr, Johann Jakob von (1):

geb. Bockenau bei Sobernheim (?) - 10.3.1741 in Gangloff nahe der Wolfsmühle bei Waldgrehweiler; Müller auf der Wolfsmühle bei Waldgrehweiler; Sohn des Zimmermeisters und Gerichtsschöffen in Bockenau bei Sobernheim, Caspar von Bohr; Bruder des Schuh­machermeisters in Bockenau Johann Peter von Bohr (°° am 18.7.1707 mit Maria Juliana Riedt, der Tochter des Einwohners zu Bo­ckenau, Johannes Riedt), Johann Michael von Bohr (verh. in Sobernheim, Müller ?) und des Johannes von Bohr (Einwohner zu Bo­ckenau; aus der Geburtsdatum seiner Frau, 1692, läßt sich ein ungefährer Rückschluß auf sein Alter ziehen). °° am 7.3.1699 in Rans­weiler mit der Müllerstochter Anna Ottilia Loth, der Tochter des Müllers auf der Wolfsmühle bei Waldgrehweiler, Peter Loth. Vater des Johann Nikolaus von *Bohr (geb. 1706; noch 1770 als Wolfsmüller erwähnt) und des Johann Jakob (2) von *Bohr (vgl. Kuby, Alfred H.: Die nordpfälzische Familie von Bohr (Vonbohr); in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1969, S. 18) und der NN. Bohr (°° mit Hans Asmus Pitz) (vgl. Kuby, Alfred H.: Die nordpfälzische Familie von Bohr (Vonbohr); in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1969, S. 19).


Er beitreibt die Wolfsmühle bei Waldgrehweiler; die vorherige Betreiberin, Witwe NN. Loth, die die Wolfsmühle nach dem Tod des Müllers Hans Peter *Loth weiter ausgebaut und lange Zeit betrieben hatte, trat ihre Ansprüche aus dem Erbpachtvertrag an Johann Jakob von Bohr ab; scheinbar wurde es verabsäumt, eine Umschreibung des Erbpachtbriefes zu veranlassen, denn ein entsprechender Antrag wurde erst 1740 gestellt; bevor die Regierung noch tätig werden konnte, verstarb von Bohr, der Erbpachtvertrag wurde des­halb schließlich 1749 auf dessen Sohn Johann Nikolaus (1) von Bohr ausgestellt (vgl. Jacob, L.: Die Wolfsmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1932, S. 87-88, 92-96; 1933, S. 4-8).


Über seinen plötzlichen Tod berichtet das Kirchenbuch von Waldgrehweiler (vgl. KB Waldgrehweiler im ev. Kirchenarchiv Speyer): „1741 am 10. März wollte der Müler in der Wolfsmühle Jacob Vonbohr nach Meisenheim gehen, und als er zu Ganglof in des Hirten­haus eine Pfeif Tabac anzünden wolte, starb er plötzlich ...“ Mit seiner Beerdigung gab es Schwierigkeiten, da er im „Kirchenbann“ war. 1739 hatte sein verwitweter Schwiegersohn Hans Asmus Pitz die Magd aus der Mühle zur Frau genommen, die bald darauf nie­derkam, wobei der Müller Johann Jacob (1) von Bohr als Vater des Kindes festgestellt wurde. Dieser wurde daraufhin in der Kirche vom Abendmahl ausgeschlossen, weigerte sich aber seinerseits, Kirchenbuße zu tun. Er konnte daher nicht auf dem reformierten Friedhof beigesetzt werden. Man fragte deshalb beim Oberamt Meisenheim nach und erhielt die Antwort, „daß seine Verwandten ihn in der Stille und zwar neben dem Kirchhof zu Gangloff begraben soll“ was dann auch am Abend des 12. März geschah, ohne Anwe­senheit eines Pfarrers (vgl. Kuby, Alfred H.: Die nordpfälzische Familie von Bohr (Vonbohr); in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1969, S. 19).


Aus der Ehe mit der NN. Loth gingen 4 Kinder hervor (vgl. Jacob, L.: Die Wolfsmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1932, S. 94). Nachfolger auf der Wolfsmühle wurde der (älteste ?) Sohn, Johann Nikolaus (1) von *Bohr (vgl. Kuby, Alfred H.: Die nordpfäl­zische Familie von Bohr (Vonbohr); in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1969, S. 19; Jacob, L.: Die Wolfsmühle; in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 1932, S. 95).



Bohr, Johann Jacob von (2):

um 1750 Müller auf der Neumühle in Eisenberg; er stammt „von Wambach aus der Reichs Grafschaft Falckenstein“ (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 1799/9 Bl. 8), d.h. vom Wambacherhof südlich von Falkenstein (vgl. Christmann: Siedlungsnamen I, a.a.O., S. 609; die Angabe der Herkunft in LA Speyer Best. C38 Nr. 1799/9, Bl. 8 ist falsch, zumindest aber mißverständlich; der Müllerssohn Johann Jacob von Bohr stammt von Wolfsmühle bei Waldgrehweiler; er war zeitweise, als Müller (?) auf dem Wambacherhof).


Sohn des Müllers auf der Wolfsmühle bei Waldgrehweiler, Johann Jacob (1) von Bohr und der Müllerstochter Anna Ottilia Loth; Bru­der des Müllers Johann Nikolaus (2) von *Bohr (vgl. Kuby, Alfred H.: Die nordpfälzische Familie von Bohr (Vonbohr); in: Nordpfäl­zer Geschichtsverein 1969, S. 18).


Er war zeitweise (als Müller ?) auf dem Wambacherhof .


Johann Jacob von Bohr erhielt am 22.11.1749 den Vorzug vor anderen Bewerbern um die Neumühle in Eisenberg (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 1799/9 Bl. 8, Aktenvermerk vom 22.11.1749).


1750 ist Jacob Fonborn (Anm.: = Johann Jacob von Bohr) als Müller auf der Neumühle in Eisenberg. In LA Speyer Best. C38 Nr. 1799/9 Bl. 2 heißt es: „Actum Kirchheim den 13ten Jan: 1750 erschien des Müllers von der neuen Mühle bey Eysenberg Jacob Fon­born Ehe Frau …. ihr Ehemann ist gedachte herrschaftliche Mühl in der Meinung daß selbige nebst dem Mühlwerk in behörigen Stand befunden worden in Bestand genomen u. davon mehrentlich 4 fl Zinß zu geben versprochen habe, da sich aber durch seinen Aufzug befunden, daß weder die Ohlig Mühle noch die Hanf-Reibe eingerichtet und nur im mindesten in brauchbarem Stande, son­dern auch auß den einem Mahlgang der Läufer gesprungen u. solchermaßen dieser Gang gleichfalls unbrauchbar und überhaupt sel­ber in sehr schlechten Stand seye ….“ Fonborn beantragt daher, die Pacht herabzusetzen. Ein Aktenvermerk „Pro Memoria“ (LA Speyer Best. C38 Nr. 1799/9 Bl. 3) kommt zum Ergebnis, daß dem Müller von Bohr keine Zusagen über den Zustand und die In­standsetzung der „Öhl, Schneidt Mühl und Hanf Reibe“ gemacht worden waren, sondern „die Abrede ware nur, daß Er die Mühle im Stande, wie Er welche empfangen, erhalten .. solle“.


Da von Bohr den Pachtzins schuldig geblieben ist, wurde der Pachtvertrag durch die nassau-weilburgische Verwaltung aufgehoben (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 1799/9 Bl. 12 Aktenvermerk vom 5.9.1750). Von Bohr wurde wegen der Pachtrückstände in Kirch­heim(bolanden) in Arrest gesetzt (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 1799/9 Bl. 13, Aktenvermerk vom 12.9.1750) und wurde von seinem Bruder Johann Nikolaus (2) von *Bohr ausgelöst (vgl. Kuby, Alfred H.: Die nordpfälzische Familie von Bohr (Vonbohr); in: Nordp­fälzer Geschichtsverein 1969, S. 18; Graf: Eisenberg, a.a.O., S. 146 f.).



Bohr, Johann Nikolaus von (1):

1706 Wolfsmühle (?) bei Waldgrehweiler – nach 1771 Wolfsmühle (?); Müller auf der Wolfsmühle bei Waldgrehweiler; um 1749 und noch 1770 als Wolfsmüller erwähnt (vgl. Kuby, Alfred H.: Die nordpfälzische Familie von Bohr (Vonbohr); in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 1969, S. 19). Sohn des Müllers Johann Jakob (1) von Bohr und der Müllerstochter Anna Ottilia Loth; Bruder des Mül­lers Johann Jacob (2) von *Bohr (vgl. Kuby, Alfred H.: Die nordpfälzische Familie von Bohr (Vonbohr); in: Nordpfälzer Geschichts­verein 1969, S. 19). °° mit NN.; Vater des Johann Henrich von *Bohr, des Johann Nikolaus (2) gen. Nickel von *Bohr (vgl. Kuby, Al­fred H.: Die nordpfälzische Familie von Bohr (Vonbohr); in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1969, S. 19; Jacob, L.: Die Wolfsmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1932, S. 87-88, 92-96; 1933, S. 4-8) und 2 weiterer Kinder (vgl. Jacob, L.: Die Wolfsmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1932, S. 87-88, 92-96; 1933, S. 4-8).


1750 mußte er seinem in finanzielle Not geratenen Bruder Johann Jacob (2) von *Bohr beistehen, der zeitweise die Neumühle in Ei­senberg betrieben hatte und sich wegen Pachtrückständen in Kirchheim(-bolanden) in Arrest befand. Johann Nikolaus von Bohr muß­te seinen Bruder loskaufen (vgl. Kuby, Alfred H.: Die nordpfälzische Familie von Bohr (Vonbohr); in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1969, S. 19).


1771 beantragt er im Alter von 67 Jahren bei der pfalz-zweibrückischen Regierung, den Erbbestandsbrief auf seinen 2. Sohn Johann Nickel umzuschreiben, was den Widerspruch des Ältesten hervorruft, der sich mit einer Beschwerdeschrift vom 16.7.1771 an den zu­ständigen Amtskeller in Obermoschel wendet; er führt aus: "... wie daß mein Vatter Johann Nickel von Bohr auf der Wolfsmühle, ohne erhebliche Ursachen gegen mich und die meinen und Bloß auf Anstiftung meines Bruders Johann Nickel mich als dessen ältes­ten Sohn mit Weib und 4 Kindern ohngeachtet erwehnter mein Vatter mich durch vielfältiges zureden und gethanen Versprechen das ich auf der Mühle Bleiben sollte, zum Heirathen bewogen sowohl von dessen Erbbestandsmühle als auch von seinem eigenthümli­chen, vor ein paar Ochsen habenden Guthe abzutreiben und solches alles vorgedachtem meinen Bruder in die Hände zu spielen ge­mynet ..." Er wies in seiner Beschwerdeschrift des weiteren daraufhin, daß der Besitz des Vaters derart geteilt werden könne, daß Landgut und Mühle je einer Familie übertragen werden und sowohl sein Bruder als auch seine eigene Familie vom vorab geteilten künftigen Erbe leben könnten. Auf die Beschwerde kam es zu einer mündlichen am 11.10.1771 vor dem Oberamt Meisenheim. In dieser Verhandlung wies Nikolaus Bohr daraufhin, daß er sein Vermögen wertmäßig bewertet habe, und auf dieser Basis es bereits im vergangenen Jahr zu seiner Teilung gekommen sei, mit schriftlicher Zustimmung aller seiner Kinder. Letzteres wurde von allen Be­teiligten zugestanden, wobei Johann Henrich von Bohr im nachhinein diese Wertgrundlage als unzutreffend und für ihn nachteilig an­fechten wollte. Das Oberamt wies die Klage ab und bestätigte die von Johann Niklaus Bohr vorgenommene Teilung; es wies darauf­hin, daß die von Vater vorgenommene Teilung für Johann Henrich von Bohr keinesfalls nachteilig gewesen sei und dieser Vermö­genswerte von 985 fl. erhalten hatte. Auf gerichtliche Anweisung wurde am 3.11.1771 der Erbbestandsbrief für Johann Nickel von Bohr ausgestellt (vgl. Jacob, L.: Die Wolfsmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1932, S. 87-88, 92-96; 1933, S. 4-8).



Bohr, Johann Nikolaus (2) von:

genannt Johann Nickel; geb. 1767 Wolfsmühle bei Waldgrehweiler - ++++; Sohn des Johann Nikolaus (1) von Bohr; ihm wurde auf gerichtliche Anweisung des Oberamts Meisenheim 1771 der Erbbestandsbrief als Nachfolger seines Vaters für die Wolfsmühle bei Gaugrehweiler ausgestellt und dieser antragsgemäß 1776 nach dem Regierungsantritt von Herzog Carl II. von Pfalz-Zweibrücken er­neuert; Hintergrund war, daß sein Bruder Johann Jacob (2) von Bohr mit der durch den Schultheißen von Gaugrehweiler vorgenom­menen Schätzung der Wolfsmühle nicht einverstanden war (wegen der Einzelheiten s. Ausführungen bei Johann Nikolaus [1] von Bohr).


°° 1770 mit Ann Pitz aus Dörrmoschel (Tochter des Georg Pitz); der erstgeborene Sohn hieß Georg Adam von Bohr (vgl. Kuby, Al­fred H.: Die nordpfälzische Familie von Bohr (Vonbohr); in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1969, S. 19).


Johann Nikolaus (2) von Bohr dürfte noch 1792 bei Beginn der Revolutionskriege Erbbestandsmüller auf der Wolfsmühle gewesen sein, denn aus den Akten ergeben sich keine Hinweise auf einen Nachfolger. Nach mündlicher Überlieferung soll der Müller Johann Gustav Lutz, ein wohlhabender Bauer aus Waldgrehweiler um 1800 Erbbestandsmüller auf der Wolfsmühle geworden sein (vgl. Ja­cob, L.: Die Wolfsmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1932, S. 87-88, 92-96; 1933, S. 4-8).



Bollenbach, Bollenbacher:

s. unterschiedliche Schreibweisen



Bollenbach, Familie:

ab ca. 1776 Müllerfamilie auf der Ölmühle in Oberhausen/Nahe; diese ursprünglich als Mahl- und Ölmühle betriebene Mühle war von dem Schultheiß in Duchroth, Wilhelm (1) *Bollenbach gekauft worden. Wilhelm (1) Bollenbach nahm eine Trennung von Öl­mühle und Mahlmühle vor, verkaufte 1780 die Mahlmühle und betrieb die Ölmühle weiter.


Bereits 1592 wird Niklas Bollenbach als Baubäcker in Duchroth-Oberhausen erwähnt, sowie 1622 der Mathias (Theis) Bollenbach (vgl. Herzog, Heinrich: Die Einwohner von Duchroth-Oberhausen; in: PRFK 1982, S. 110). Der am 6.2.1654 geborene Georg Bol­lenbach war mit Ella Katharina NN verheiratet. 1687 wird die Witwe von Hans Georg Bollenbach in Duchroth-Oberhausen erwähnt. Hans Nickel Bollenbach, von Weinsheim 1633, war 1644 Baubäcker in Duchroth-Oberhausen; sein Sohn Leonhard wird am 5.5.1650 geboren. 1687 wird Johannes Bollenbach in Oberhausen erwähnt (vgl. Herzog, Heinrich: Die Einwohner von Duchroth-Oberhausen; in: PRFK 1982, S. 114).


Zu dem alten Stamm Bollenbach kam ein neuer hinzu: 1782 heiratet in Duchroth-Oberhausen der aus Seelen stammende Johann Ni­ckel Bollenbach die Anna Katharina Bauer (vgl. Herzog, Heinrich: Die Einwohner von Duchroth-Oberhausen; in: PRFK 1982, S. 11r).



Bollenbach, Wilhelm (1):

7.3.1788; Schultheiß von Duchroth, später Ölmüller in Oberhausen/Nahe; Schwiegersohn des Müllers in Oberhausen/Nahe, Franz Philipp *Mühlberger und Schwager des Müllers Johann Georg Mühlberger. 1769 ging die nunmehrige Doppelmühle in Oberhausen/ Nahe, bestehend aus Mahlmühle und der neu erbauten Ölmühle, von Franz Philipp Mühlberger an den Sohn Johann Georg *Mühl­berger über, der seine 6 Geschwister mit 3500 Gulden auszahlen sollte. Am 8.10.1771 wurde für die Doppelmühle durch den Landes­herrn Herzog Christian IV. von Pfalz-Zweibrücken ein Erbbestandsbrief ausgestellt, nach dem eine jährliche Erbpacht von 3 Gulden 11 Batzen zu zahlen war. Weil der Müller Johann Georg Mühlberger seine sechs Geschwister nicht auszahlen konnte, wurde die Mühle an den Schwager Wilhelm *Bollenbach, den Schultheiß von Duchroth zum Preis von 4150 Gulden übergeben. Bollenbach er­hielt am 15.4.1776 einen Erbbestandsbrief. 1780 verkaufte Bollenbach die Mahlmühle an Adam *Mühlberger, die Ölmühle behielt er selbst. 1784 wurde die Ölmühle durch Hochwasser zerstört. Der Schaden wird mit 512 Gulden für Inventar und Vorräte und auch 275 Gulden für Wohnhaus und Stallungen geschätzt. Der Erbpächter Wilhelm Bollenbach erhielt von seit 1778 zuständigen kurpfälzi­schen Regierung (im sog. Kübelberger Austausch von 1779 mit Kurpfalz wurde die pfalz-zweibrückische Hälfte an Oberhausen/ Nahe und Duchroth an Kurpfalz übertragen und gehörte nun zum kurpfälzischen Amt Böckelheim) einen Pachtnachlaß, der ihn in die Lage versetzte, die Ölmühle Bollenbach wieder herzurichten. Er verunglückte aber am 7.3.1788 tödlich mit seinem Fuhrwerk. Vater des gleichnamigen Sohnes Wilhelm Bollenbach (vgl. Spengel, Gerd: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, a.a.O., S. 53; Herzog, August: Heimatbuch der Gemeinde Duchroth-Oberhausen, a.a.O., S. 300-301).



Bollenbach, Wilhelm (2):

ab 1788 Müller auf der Ölmühle Bollenbach in Oberhausen/Nahe; Sohn des Ölmüllers Wilhelm (1) *Bollenbach auf der Mühle in Oberhausen/Nahe und der NN. Mühlberger; Enkel des Müllers auf der Mahl- und Ölmühle Oberhausen/Nahe, Franz Philipp *Mühl­berger; Wilhelm Bollenbach (2) erbte 1788 die Mühle von seinem Vater mit einem Schätzwert von 820 Gulden, 6 Batzen und 12 Pfennig. Der Erbbestandsbrief wurde am 10.10.1778 ausgestellt, der Anteil des Freiherrn von Fürstenwärther betrug an Martini 3 Gulden, 11 Batzen und 4 Pfennig jährlich. 1836 folgte sein Sohn Johann Georg Bollenbach (vgl. Spengel, Gerd: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, a.a.O., S. 53; Herzog, August: Heimatbuch der Gemeinde Duchroth-Oberhausen, a.a.O., S. 303).



Bollenbach, Wilhelm (3):

ab 1860 Müller auf der Ölmühle Bollenbach in Oberhausen/Nahe; Sohn des Ölmüllers Johann Georg *Bollenbach (vgl. Spengel, Gerd: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, a.a.O., S. 53; Herzog, August: Heimatbuch der Gemeinde Duchroth-Oberhausen, a.a.O., S. 303).



Bollenbach, Johann Georg:

Sohn des Müllers auf der Ölmühle in Oberhausen/Nahe Wilhelm (2) *Bollenbach; er übernahm die Ölmühle 1836 von seinem Vater; 1860 ging die Mühle auf seinen Sohn Wilhelm (3) Bollenbach über (vgl. Spengel, Gerd: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, a.a.O., S. 53; Herzog, August: Heimatbuch der Gemeinde Duchroth-Oberhausen, a.a.O., S. 303).



Bollenbacher, Georg:

Vor 1762 heiratet der Hintersasse aus Kusel Georg Bollenbacher die Maria Elisabeth NN.; Georg Bollenbacher ist der Sohn des NN. Bollenbacher der wohnhaft ist auf der Katharinenmühle bei Grünbach; die Tochter aus der Ehe des Georg Bollenbacher und der Ma­ria Elisabeth NN. ist die am 24.1.1762 geborene Maria Barbara Elisabeth Bollenbacher; Pate bei ihrer Taufe ist Müller auf der Wie­selbacher Mühle Johann Peter *Conrad (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 32 Nr. 170)



Bollenberger, NN.:

1685 wurde ein Müller Bollenberger “aus Niederhausen stammend” (s. Bannmühle *Niederhausen/Nahe) als Gutachter in der Reh­borner Mühle eingesetzt (vgl. Spengel, Gerd: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, a.a.O., S. 57 leider ohne Zi­tierung), m.E. offenbar im Zusammenhang mit den Pachtverhandlungen mit dem Müller Hans Georg Entsch. 1686 ist Hans Georg *Entsch, Zimmermann und Müller aus Dirmstein auf der Mühle in Rehborn.



Boltz, Johannes:

um 1702 Müller auf der Klostermühle in Hördt; °° mit Anna Eva NN.;


Bei der Klostermühle muß es sich um die der Churfürstlich-Geistlichen-Güteradministration (CGA) zustehende „Mühle zu Hördt“ handeln, die am 1.8.1702 erbbeständlich an den Müller Johannes Boltz verliehen wurde (vgl. LA Speyer Best. A13 Nr. 756). In die­sem erhaltenen Erbbestandsbrief heißt es: „Ich Johannes Boltz, bekenne hiermit, das der ….. Churfürst …..Mir und Meiner Haußfrau …., ein zu der Schaffnerey Hördt gehörige Mahlmühl, sambt denen darzu gehörigen gebäuen, …. Wiesen, …. Acker, zu Hördt lie­gendt …. Erblich gnädigst Verliehen und darüber hiernach folgenden Erbbestandsbrieff ausfertigen lassen.“ „weiter heißt es: „ …. der Schaffnerey Hördt zuständige Mahlmühl daselbsten sambt darzu gehörigen … Wiesen, …. Ackers, welche bißhero in einem Tem­poral Bestandt verliehen gewesen, … nach Vorhergegangener …. Versteygung an Johann Boltzen seine Eheliche Haußfraw Anna Eva …. erblich verliehen. …. Sollen die Erbbeständer anstatt der sonst vor die Erbgerechtigkeit schultigen Kauffschillings, wegen der, bereits in dieser Mühlen angewendeten Reparations Costen …. auf Zweyhundert fünffzig acht Gulden 34 Kr belauffendt weder anje­zo oder ins künfftig einige Praetension mehr machen, sondern auf die zu diser Mühl gehörige Platz am Hauß, Scheuer und Stallung ….. auf eigene Costen, und ohne der Schaffnerey Hördt Zuthun /: Jedoch daß Ihnen auß denen Herrschaftl: Waldtungen, das benö­thigte Bawholz Umbsonst undt ohne Entgelt hinzugefolgt werdte :/ der Gebühr nach überbawen, Ja sogarr daselbige durch Feindt oder KriegsGewalt, oder durch sonstige Unglück abgebrannt werden sollte, gleichfalls vor ihre Eigene Costen wieder Von Neuem auffzubauen, undt darinn Erhalten ….“ Die ab Martini 1703 geschuldete Erbpacht betrug 50 Malter Korn. Bei der Unterschriftsleis­tung wurde Anna Eva Boltz, „weilen Sie Geschrieben ohn erfahrung“ durch den herrschaftlichen Schultheiß Johann Görg Boltz ver­treten.



Boltz, Joseph:

um 1772 Müller in Hördt; am 21.1.1772 ersteigerte Boltz den Temporalbestand an der fürstbischöflich-speyerischen Herrschaftli­chen Mahlmühle in Waldhambach, mit einer Pacht von 23 Malter Korn auf 6 Jahre Pachtdauer; damit setzte sich Boltz gegen seine Kon­kurrenten Johannes Stein aus Maikammer, Peter Laux Joseph Brauner aus Arzheim, Johannes Theboldt aus Klingenmünster und Conrad Eckenhofer aus Bruchsal durch (vgl. Ehrgott, Harald: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 232).



Bonoll (Bonolth), Antoni:

1.5.1713 Kaiserslautern; reformiert; ist am 14.3.1695 Papiermüller in Kaiserslautern und wird als solcher noch 1704 genannt; spä­ter Stiftsmüller in Kaiserslautern und Schwiegersohn des Stiftsmüllers (Anm.: es dürfte sich um Joh. Peter *Müller handeln, der am 25.4.1696 als Stiftsmüller genannt ist; Quelle: Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http//www-mueller-heppen­heim-homepage.t-online.de/mue-vork.htm).. „er beabsichtigt nach Altleiningen umzuziehen, um auf der dortigen „Borthmühle“ zu schnei­den, da er von der Schwiegermutter von der hies. Mühle vertrieben wurde“ (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hinter­sassen …., a.a.O., S. 21). °° Anna Catharina NN. (geb. Müller ?); die Ehefrau wird 1704 genannt. Vater der Anna Magdalena Bonoll (geb. 20.4.1704 Kaiserslautern; °° mit dem Schlossermeister Elias Birck) (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersas­sen …., a.a.O., S. 21).



Bopp, Franz Josef:

um 1790 war Franz Josef Bopp “von der Bordmühle” in Frankenstein; °° Anna Maria Merker (?) (vgl. Neumer: Bürgerbuch Ver­bandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 89).



Bosch, Sebastian:

um 1602 Ölmüller in Landau; °° mit Catharina Lawer. Im ref. Kirchenbuch Annweiler ist der 1602 geborenen Schmied Lorenz Bosch erwähnt, der Sohn des Sebastian *Bosch, Ohligmacher und Stadtknecht in Annweiler und der Catharina Lawer (vgl. Wittmer/Rupp/Mock: Familienregister Ilbesheim bei Landau, a.a.O., S. 9).



Bossong (Bohsung), Michael:

1762 werden die Eheleute Michael Bossong (Bohsung) und Ehefrau Maria Elisabetha NN. auf der Rauschermühle erwähnt. Deren Sohn Johann Georg Bossong heiratet am 31.10.1762 in der kath. Kirche Schallodenbach die Anna Maria Bischoff (Tochter von Jo­hann Jakob Bischoff und Maria Apollonia NN. aus Schallodenbach) (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der ka­tholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 73).


Er ist am 6.4.1822 in Schallodenbach als Trauzeuge bei der Eheschließung des Peter Meßemer und der Anna Maria Boßong anwe­send: „Boßong Sebastian, 54 Jahre, Müller, Onkel (der Braut), aus Schallodenbach (vgl. Budell: Register zu den Kirchen­büchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 121).



Boßong, Sebastian:

um 1799 Müllermeister in Schneckenhausen; Boßong ist am 25.10.1799 Pate in Schallodenbach bei der Taufe der Maria Anna Bi­schoff (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 68).



Bossung, Joseph:

um 1835 war Joseph Bossung der Müller in Schneckenhausen; °° mit Christine Reiß; Vater der Elisabeth Bossung († 19.5.1835 Schneckenhausen im Alter von ca. 1 Jahr) (vgl. Becher, Heinrich: Dorfsippenbuch Mehlbach; Goslar 1938, S. 35 Nr. 88).



Bostätter, Andreas:

ca. 1747 (err. aus der erstmaligen Erwähnung des Sohnes Johann Michael Bostätter als Müller und Betriebsnachfolger); vor 1729 und noch bis ca. 1747 Müller in Hoffen/Elsaß. 1733 und auch 1735 wird Andreas Bostätter/Postetter als Bürger und Müller in Hoffen im Kirchenbuch von Hoffen erwähnt.


Am 27.7.1707 ist Andreas Bostätter, der Müller von Hoffen im Taufregister des Kirchenbuchs Hunspach-Ingolsheim als Pate bei der Taufe des Hans Jakob Rott eingetragen (vgl. Sipp, Ernst: Hunspach, Ingolsheim: les baptêmes de Hunspach, Ingolsheim, 1702-1792, 1803-1807 [y compris Hoffen jusqu'en 1728], Haguenau: Familles d'Alsace du Nord Généalogie, 2009, S. 49).


An Ostern 1729 wird konfirmiert „Magdalena, Andreas Bostetter, des Müllers Tochter (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen, S. 45 re. Sp.).


Am 9.1.1733 ist Patin in der reformierten Kirche in Hoffen bei der Taufe der Magdalena Nieß, Tochter der Eheleute Hans Georg Nieß und Maria Barbara NN erwähnt, die „Marie Magdalena, Andreas Posteters, Br: [Bürger] und Müllers zu Hofen, ehel: Tochter“. Am 13.1.1735 ist Pate in der reformierten Kirche in Hoffen bei der Taufe des Joh. Michael Roth, der „Johann Michael, Andreas Bostät­ters, … Müllers fil:“. Am 3.10.1737 ist erneut als Pate im reformierten Kirchenbuch von Hoffen eingetragen der „Joh. Michel, An­dreas Postätters, Brs [Bürgers] Müllers fil:“ (Quelle: reformiertes KB Hoffen/Elsaß).


Am 16.6.1741 ist Pate in der reformierten Kirche in Hoffen bei der Taufe des Johann Michael Weimer der „Joh. Michael, Andreas Postetter Bürger und Müller alhir, fil:“; ebenso am 17.12.1742 bei der Taufe der Anna Maria Schindler: „Johann Michael, Andreas Postetter, Br: und Müller alhir“; ebenso am 24.5.1744 bei der Taufe der Maria Margaretha Waßer: „Joh. Michael, Andreas Postetter Bürger, Müller und des Gerichts, alhir, Sohn“ (Quelle: reformiertes KB Hoffen/Elsaß).



Bostätter, Johann Michael:

auch als Postetter, Böstätter genannt; um 1747 ist Johann Michael Bostätter (auch Postetter) der Müller in Hoffen / Elsaß; Sohn des Müllers in Hoffen, Andreas *Bostätter. Johann Michael Bostätter ist bereits zwischen 1735 und 1744 mehrfach als Sohn des Müllers Andreas Bostätter und Pate im reformierten Kirchenbuch eingetragen. Er wird erstmals 1746 im reformierten Kirchenbuch von Hof­fen als Müller in Hoffen erwähnt und hat wohl die Mühle von seinem Vater übernommen. Bruder der Marie Magdalena Bostätter. Ab 1761 auch Schultheiß von Hoffen.


°° mit Maria Eva NN., diese ist am 5.1.1747 als Patin im reformierten Kirchenbuch von Hoffen eingetragen: „Maria Eva, Joh. Michel Postetter des Müllers uxor (vgl. reformiertes Kirchenbuch von Hoffen). Sie ist erneut am 5.10.1748 Patin in Hoffen: „Maria Eva, Mi­chel Postetter des Müllers, uxor“ (vgl. reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Die Ehefrau Maria Eva NN. ist erneut am 24.10.1751 als Patin bei der Taufe des Johann Martin Clauß im reformierten Kirchenbuch Hoffen eingetragen: „Eva, Joh: Michael Postetter Br: (Anm.: Bürger) und Müller alhir, uxor“ und erneut am 12.10.1752 bei der Taufe der Maria Eva Jung: „Eva, Joh: Michael Postetter des Müllers uxor“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Johann Michael Bostätter ist am 13.4.1753 als Pate bei der Taufe der Dorothea Nerwiger im reformierten Kirchenbuch Hoffen einge­tragen: „Michael Postetter, Br: und Müller alhir“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Die Ehefrau Maria Eva NN. ist erneut am 29.10.1754 als Patin bei der Taufe der Maria Eva Weimer im reformierten Kirchenbuch Hoffen eingetragen: „Maria Eva, Michael Postetter des Müllers uxor“. (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Johann Michael Bostätter ist am 20.3.1755 als Pate bei der Taufe des Johann Michael Weimer im reformierten Kirchenbuch Hoffen eingetragen: „Michael Postetter, Br: und Müller alhir“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Die Ehefrau Maria Eva NN. ist erneut am 17.10.1756 als Patin bei der Taufe des Johann Michael Wehl im reformierten Kirchenbuch Hoffen eingetragen: „Eva, Michael Postetter, Br: und Müllers alhir, uxor“. (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Johann Michael Bostätter ist erneut am 8.10.1758 als Pate bei der Taufe der Maria Barbara Borhlin im reformierten Kirchenbuch Hoffen eingetragen: „Michael Postetter, Br:, Müller und des Gerichts alhir.“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Maria Eva NN erscheint erneut am 8.10.1759 als Patin bei der Taufe Maria Eva Weimer im reformierten Kirchenbuch Hoffen: „Eva, Joh: Michael Postetter, Br: und des Gerichts und Müller alhir, uxor” (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Johann Michael Bostätter ist erneut am 25.10.1759 als Pate bei der Taufe der Maria Eva Clauß im reformierten Kirchenbuch Hoffen eingetragen: „Michael Postetter, Br:, Müller und des Gerichts alhir“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen) und am 12.4.1761 bei der Taufe des Johann Valentin Wagner: „Joh: Michael Postetter hl: (Anm.: herrschaftlicher) Schultheiß zu Hoffen“ (Quelle: refor­miertes Kirchenbuch Hoffen); ebenfalls am 29.4.1764 bei der Taufe des Michael Clauß: „Michael Bostetter Schultheiß zu Hoffen“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Maria Eva NN erscheint erneut am 29.10.1762 als Patin bei der Taufe Maria Eva Jung im reformierten Kirchenbuch Hoffen: „Eva, Joh: Michael Postetter, Schultheißen von Hoffen, Ehefrau” (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Am 28.1.1767 ist als Patin bei der Taufe der Eva Böstätter (Tochter des Schultheiß in Hoffen, Michael Böstätter und der Maria Eva NN.) in der reformierten Kirche in Hoffen/ Elsaß erwähnt: „Catharina Barbara, Georg Weber Müllermeister auf der so genannten Sägmühl und Bürger zu Hoffen eheliche Tochter“ (Quelle: reformiertes KB Hoffen/Elsaß).


Am 21.10.1767 ist als Patin bei der Taufe der Maria Magdalena (Tochter des Leonhardt Weynger ?; im Kirchenbuch unleserlich) in der reformierten Kirche in Hoffen erwähnt: „Magdalena, Georg Weber B. (= Bürger) zu Hoffen und Müllermeister auf der Häden Mühl Ehefrau“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen) und erneut am 29.12.1767 bei der Taufe des Jakob Weymer die „Eva …. Michel Bostätter Schultheißen zu Hoffen Ehefrau“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen). Am 7.3.1773 ist sie erneut als Patin bei der Taufe des Hans Michael Jung im reformierten Kirchenbuch Hoffen aufgeführt: „Eva, Hrn: Michael Bostätter Schulteißen zu Hoffen Ehefrau“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen). Am 4.12.1774 ist sie erneut als Patin bei der Taufe Barbara Nieß im re­formierten Kirchenbuch Hoffen aufgeführt: „Eva, Hrn: Michael Bostätter Schultheißen Ehefrau“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Am 22.10.1769 wird Michael Bostetter erneut als Pate im reformierten Kirchenbuch Hoffen erwähnt: „Hr: Michael Bostetter Schul­teiß zu Hoffen“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen); auch seine Ehefrau Eva NN. wird am 4.3.1770 als Patin bei der Taufe Anna Maria, der Tochter des Schuldieners zu Hoffen, erwähnt: „Eva, Hrn: Michael Bostätter Schulteißen zu Hoffen Ehefrau“ (Quel­le: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Die Ehefrau Eva Bostätter ist erneut am 28.3.1779 als Patin im reformierten Kirchenbuch Hoffen bei der Taufe der Eva Clauß einge­tragen: „Eva, Hrn. Michael Bostätter Schultheißen zu Hoffen Ehefrau“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).



Bostätter, Sebastian:

um 1702 Müller in Hoffen/Elsaß. Am 3.9.1702 ist Pate in der reformierten Kirche zu Hunspach bei der Taufe des Johann Bernhard Weymert der Sebastian Bosteter, der Müller zu Hofen (vgl. Taufregister Kirchenbuch Hunspach, Eintrag vom 3.9.1702, Archives Départementales Bas-Rhin Kirchenbuch Hunspach, B, 1702-1729, 3 E 212/1, Bl. 4). °° mit Anna Catharina NN.; diese ist am 17.9.1702 in der reformierten Kirche Patin bei der Taufe des Hanß Heinrich Claus: „Anna Catharina [,] Sebastian Bosteter des Mül­lers eheliche Hausfrau“ (vgl. Taufregister Kirchenbuch Hunspach, Eintrag vom 17.9.1702, Archives Départementales Bas-Rhin Kir­chenbuch Hunspach, B, 1702-1729, 3 E 212/1, Bl. 4)



Bracher, Johann Nikolaus:

1726 err. - 24.7.1787 Neustadt im Alter von 61 Jahren; Müller auf der Achtschleifmühle im Neustadter Tal. Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz erwarb 1770 diesen Platz von der Stadt Neustadt zur Errichtung einer kurfürstlichen Achatschleife. Johann Nikolaus Bracher († 24.7.1787 im Alter von 61 Jahren) schoß der Landesfürst 2000 Gulden zur Errichtung der Schleifmühle vor. Bracher war das Schürfen und Steinesuchen erlaubt, die Ausfuhr von Achatsteinen jedoch verboten. Als 1772 in der Achatschleife Mangel an Ma­terial sich bemerkbar machte, war der Tabakfabrikant Theodor Daquée an der Achatschleife interessiert. Bracher entschloß sich je­doch, die Mühle durch einen seiner Söhne weiterführen zu lassen. Nach dem Tod Brachers am 24.7.1787 führten dessen Söhne Jo­hann Daniel, Johann Konrad und Johannes Bracher die Achatschleife gemeinsam fort (vgl. Die Rheinpfalz vom +++klären+++; in Sammlung PRFK Mühlen).



Brand, Philipp:

um 1707 Gehrweiler; reformiert; Müller auf der Gehrweiler Mühle; °° mit Anna NN.; Vater der Anna Margarethe Brand (* 26.7.1707) (vgl. Dhom: Imsweiler und seine Einwohner, a.a.O., S. 63).



Brandstetter, Valentin:

aus Zweibrücken stammend; Pulvermüller; Landgraf Ludwig IX. Von Hessen Darmstadt schloß 1759 für seine wachsende Garnison Pirmasens mit dem Pulvermacher Valentin Brandstetter aus Zweibrücken einen Vertrag in dem es sinngemäß heißt: Der Gesuchsteller erhält die Erlaubnis, im Amt Lemberg .... durch erfahrene und treue Personen Salpeter graben und präparieren zu lassen (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 201, 210). 1761 beabsichtigte Brandstetter in Donsieders eine Pulvermühle zu errichten (vgl. Ge­meinde Donsieders [Hrsg.]: Donsieders in seiner Geschichte. Beiträge zur Geschichte von Donsieders und der Umgebung [Donsie­ders, 1995], S. 377). 1760 wurde bei Lemberg durch das Herzogtum Hessen-Darmstadt auf eigenen Kosten eine Pulvermühle errich­tet. Nach deren Fertigstellung beantragte Brandstetter im Februar 1761 einen Erbbestandsbrief bei der Regierung in Pirmasens. Diese wurde ihm verweigert mit der Begründung, er habe sich beim Bau der Mühle in keiner Weise beteiligt. Daraufhin übernahm er je­doch die Betriebsführung, die er 3 Jahre lang innehatte (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 210).



Brauch, Elise:

mit ihrem Ehemann Peter *Sauter Müllerin auf der Aumühle bei Haßloch; die Eheleute Sauter/Brauch kauften die Aumühle bei Haß­loch und richteten eine Gastwirtschaft ein, das “Mühlenstübchen”, um ihre Einnahmen zu verbessern. Diese reichten aber nicht aus, die verschuldeten Eheleute zündeten daraufhin am 27.1.1932 das Anwesen an; dieses brannte vollständig ab, es blieben nur Brandrui­nen übrig. Die Eheleute Sauter/Brauch waren mit 18000 Reichsmark verschuldet, u.a. bei Schwarz-Storchen-Brauerei in Speyer. Für die Brandstiftung erhielten die Eheleute eine Haftstrafe von 3 Jahren. Am 8.6.1932 verkaufte der damalige Haßlocher Georg Brauch im Auftrag der Familie das Anwesen (vgl. Ruckdeschel, Bernd H.: Die Haßlocher Mühlen, a.a.O., S. 48-50).



Braun, Carolina Jakobina:

aus Theisbergstegen, °° am 9.6.1818 den Müller in Adenbach, Johannes *Limbacher (vgl. Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O., S. 234). Aus der Ehe gingen 4 Kinder hervor, darunter der Sohn Jakob Limbacher (*29.3.1821 Adenbach) (vgl. Wendel, Al­fred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O., S. 234), die Tochter Elisabetha Dorothea Limbacher (*10.5.1838 Adenbach; °° 4.6.1861 Lau­terecken mit Johann Ludwig Valentin Hoenes) (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 211) und die Tochter NN. Limbacher (°° mit dem Müller zu Otterberg Carl Zapp; dieser war Trauzeuge am 4.6.1861 in Lauterecken bei der Heirat der Elisabetha Dorothea Limbacher; vgl. Feil-Krampe, a.a.O., S. 211).


Möglicherweise +++klären+++ Tochter oder Enkelin des Theisbergstegener Müllers Johannes *Braun und der Anna Catharina Theo­bald von Etschberg



Braun, Christoph:

geb. 8.5.1695 Wolfstein - ++++; er stammte aus der Linie Braun, die heute noch eine Firma in Wolfstein besitzt. Diese kam zuvor aus Pfeffelbach. Im Jahre 1716 kam Christoph Braun von Wolfstein in die Theisbergstegener Mühle. Christoph Braun heiratete am 22.September 1716 in Theisbergstegen die Anna Margaretha Potz (Pooth) von Ginsbach. Aus dieser Ehe gingen 12 Kinder hervor. Der Kurfürst Karl Philipp von der Pfalz gab am 16. Januar 1740 die Kurfürstliche Erbbestandsmühle zu Theisbergstegen dem bishe­rigen Inhaber derselben, Christoph Braun, zum Erbbestand. Einer der Söhne, Johannes Braun, geboren am 9. August 1724 in Theis­bergstegen, heiratete am 27. Januar 1752 die Anna Catharina Theobald von Etschberg. Am 23. Februar 1759 gab Carl Theodor, Pfalz­graf bei Rhein, auf Ansuchen des Christoph Braun, Erbbestandsmüller zu Theisbergstegen, die Bewilligung, die besitzende Erbbe­standsmühle seinem Sohn Johannes Braun für 3500 Gulden zu überlassen. Dafür musste der Übernehmer sogleich 2 Gulden und 33 Kreutzer an die Amtskellerei Lauterecken bar bezahlen; Vater u.a. des Müllers und Betriebsnachfolgers Johannes Braun (Zusammen­stellung anno 1992 Alfred Klein, Theisbergstegen Quelle: Auszüge aus den Mühlenbüchern beim Landesarchiv Speyer Best. A2 Nr. 1642 1 / sowie aus Unterlagen beim Kreisarchiv Kusel und aus Beiträgen der Familienforschung Braun und Drumm; Internet-Datei).


In einer Renovation der Schultheißerei Reichenbach vom 17.9.1738 sind 13 Mühlen aufgeführt (vgl. Bericht des Amtskellers Scha­brock vom 17.9.1738, LA Speyer Best. A 2 Nr. 131/ fol. 27-30), darunter die Mühle in Theisberg-Stegen, welche wie folgt beschrie­ben ist: „Christoph Braun eine Mühle zu Theisbergstegen habe, sein Erbbestand, und Bann Mühl, und … er 12 Mltr Korn Erbpfacht von 1691 her zur Kellerey Remigsberg leisten habe [;] 2 mahl gäng von anfang bis hirhin, vor 15 Jahr …. Einen Schehlgang, welcher zu denen mahlgäng gehörig gebauet ohne anfang.“


Die Mühle wurde während der kurfürstlichen Renovation der Mühlen von 1739 erneut von einer Kommission unter Leitung des Ramsteiner Schultheißen Georg Adam Euerling am 18.9.1739 besichtigt und taxiert, der auch der Müller zu Diedelkopf im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg, Johann Nickel *Pfeifer als Sachverständiger angehörte (vgl. LA Speyer Best. A 2 fasc. 131/1, Bl. 15-17r) „.... sind wir nacher Theisberg-Stegen gangen, und die allda am Glan stehende Mühl in Augenschein genommen und fin­den, daß dieselbe mit zwey Mahl- und einem Scheelgang zwar in einem guten Stand ist und an Waßer keinen Mangel hat, ohneracht dessen aber stünde ein Mahl- und der Scheelgang wegen Mangel Früchte gantz müßig,und ist des Müllers Klag, daß derselbe gleich dener zu Matzenbach an der Grentz des Zweybrücker Lands gelegen, von deren Unterthanen daselbst Vorzeiten auch viel zu mahlen bekommen habe, nachdem aber seynt (eine) Mühl in ihrem Lande neu erbauet worden,und denen Unterthanen befohlen sey, mit dem Mahlen im Land zu bleiben, so hat dieser auch nicht die halbe Zeit zu mahlen und erklärte den von seiner Mühlen jährl. Zu leisten habende Pacht mit 12 Mltr. Korn Römigsberger (Anm. = Remigiusberg, Remigsberg) Maßung nebst der Schatzung nicht mehr“ leis­ten zu können.


Christoph Braun bittet in einem Memoriale vom 16.11.1739, das von allen 8 Müllern der Schultheißerei Reichenbach unterzeichnet und an das kurpfälzische Oberamt Lauterecken gerichtet ist, um Erteilung eines neuen und aktualisierten Erbbestandsbriefs (ange­sichts des Herrschaftswechsels 1733 von Pfalz-Zweibrücken zur Kurpfalz)..Mit dem Memoriale beantragen die Müller, die vielfälti­gen und kostenträchtigen Untersuchungen der Mühlen in der Schultheißerei nunmehr zu beenden (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 131/1 Bl. 19-24).



Braun, Daniel:

um 1767 aus Kleinkarlbach; Schwiegersohn des Müllers aus Hardenburg Josef (1) *Kunz und Schwager des Müllers Josef (2) *Kunz; er erwarb 1767 die wegen Verschuldung versteigerte Bannmühle (Mahlmühle) in Hardenburg (vgl. Buchert, Heinrich: Die Unternehmer im Isenachtal und Umgebung im 18. Jh.; in: Pfälz. Fam.- u. Wappenkunde, 1952, S. 38)



Braun, Georg Antonius:

um 1779 Müller in Offenbach/Glan; katholisch; Sohn des Müllers in Offenbach, Wilhelm *'Braun; °° am 27.4.1779 in Offenbach/ Glan mit Maria Katharina Immetsberger aus Roßbach; aus der Ehe stammen 10 Kinder (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholi­schen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 66).



Braun, Johannes:

um 1693 war Johannes Braun der Müller auf der Daubhausmühle in Alsenz; er übernahm zusätzlich die Ruine der Gauchsmühle  oder Nächstenmühle in Alsenz, baute diese Mühle wieder auf und errichtete eine Obstmühle dazu (Schattauer, Willi: Die Gauchs- oder Nächstenmühle zu Alsenz 1582-2006; in: Nordpfälzer Geschichtsverein, Beiträge zur Heimatgeschichte, Jahrgang 2009, Heft 4 S. 21).



Braun, Johannes:

9.8.1724 Theisbergstegen - ++++; ab 1759 Müller auf der Theisbergstegener Mühle; Sohn des Müllers auf der Theisbergstegener Mühle Cristoph *Braun (der stammte aus Wolfstein) und der Anna Margaretha Potz (Pooth) von Ginsbach. °° am 27. Januar 1752 die Anna Catharina Theobald von Etschberg.


Am 23. Februar 1759 gab Carl Theodor, Pfalzgraf bei Rhein, auf Ansuchen des Christoph Braun, Erbbestandsmüller zu Theisbergste­gen, die Bewilligung, die besitzende Erbbestandsmühle seinem Sohn Johannes Braun für 3500 Gulden zu überlassen. Dafür musste der Übernehmer sogleich 2 Gulden und 33 Kreutzer an die Amtskellerei Lauterecken bar bezahlen; Vater u.a. des Müllers und Be­triebsnachfolgers Johannes Braun (Zusammenstellung anno 1992 Alfred Klein, Theisbergstegen Quelle: Auszüge aus den Mühlenbü­chern beim Landesarchiv Speyer Best. A2 Nr. 1642 1 / sowie aus Unterlagen beim Kreisarchiv Kusel und aus Beiträgen der Famili­enforschung Braun und Drumm; Internet-Datei).


Er ist möglicherweise der Vater +++klären+++ der Carolina Jakobina Braun aus Theisbergstegen, die am 9.6.1818 den Müller in Adenbach, Johannes *Limbacher heiratet (vgl. Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O., S. 234)



Braun, Johannes:

ab 1772 Müller auf der Weidenmühle in Norheim / Rheinhessen. Schwager des Müllers auf der Norheimer Bannmühle (Mühle Witt), Joseph Witt. Braun kaufte am 2.5.1772 die Weidenmühle. Gegen diesen Kauf beschwerte sich der Pächter und Müller Conrad Cron, der sich auf seinen 6jährigen Pachtvertrag berief, der zudem für 4 Jahre unkündbar war. Cron soll so hieß es dann, seine Zahlungen nicht pünktlich geleistet haben. Braun, der neue Eigentümer, wollte Cron weiter als Mühlenpächter behalten. Braun ließ die Mühle um einen 3. Mahlgang erweitern und geriet dadurch mit seinem Schwager, dem Bannmüller Joseph Witt in Streit, der ihn beim Ober­amt Kreuznach verklagte. Die Klage wurde teilweise abgewiesen, Braun durfte allerdings den 3. Mahlgang nur als Schälgang betrei­ben. Nach Brauns Tod führte seine Witwe die Mühle weiter und erhielt am 2.8.1782 eine sickingische Konzession. Zu Beginn des 19. Jh. ging das Eigentum an der Mühle auf den Müller Jacob *Brosius über (vgl. Spengel, Gerd: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, a.a.O., S. 65, 66).



Braun, Matheiß:

1672 Rehborn; von 1663/72 hat Matheiß Braun († 1672) die Mahlmühle in Rehborn in Besitz; er renoviert sie 1663, da “Grosswas­ser ein Stück Land weg und ein gross Loch gefressen” (vgl. Thielen: : Spuren der Geschichte in einer nordpfälzischen Gemeinde: kleines Nachschlagewerk für Rehborner, a.a.O., S. 90); bei seinem Tod 1672 hinterläßt er trotz schlechten Zustands der Mühle eine hohe Schuldenlast (vgl. Thielen, a.a.O., S. 90).



Braun, Paul Joseph:

um 1859 Müller auf der Spitalmühle bei Landau. Durch Beschluß der königl.-bayr. Regierung vom 13.3.1859 wurde der Müller auf der Spitalmühle bei Landau, Paul Joseph Braun, zum Polizeiadjunkten für die außerhalb der Festungsmauern von Landau gelegenen Stadtteile ernannt (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 19.3.1859, S. 124 = LA Speyer Best. Y 20/41).



Braun, Wilhelm:

um 1755 Müller in Offenbach/Glan; katholisch; °° vor 1755 in Offenbach mit NN.; Vater des Müllers in Offenbach Georg Antonius *Braun (°° 27.4.1779 mit Katharina Immetsberger aus Roßbach (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchen­bollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 65).



Brauner, Joseph:

um 1772 Müller in Arzheim; er beteiligte sich 1772 an der Versteigerung des Temporalbestands an der herrschaftlichen Mahlmühle in Waldhambach. Nach Auslaufen des Pachtvertrages des Müllers Martin Meyer wurde dort der Temporalbestand versteigert. Am 21.1.1772 ersteigerte der Müller Joseph *Boltz aus Hördt den Temporalbestand an der fürstbischöflich-speyerischen Herrschaftlichen Mahlmühle in Waldhambach, mit einer Pacht von 23 Malter Korn auf 6 Jahre Pachtdauer; damit setzte sich Boltz gegen seine Kon­kurrenten Johannes Stein aus Maikammer, Peter Laux Joseph Brauner aus Arzheim, Johannes Theboldt aus Klingenmünster und Conrad Eckenhofer aus Bruchsal durch (vgl. Ehrgott, Harald: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 232). Nachdem es Boltz je­doch nicht gelang, die erforderliche Kaution zu stellen, setzte sich Conrad Eck[en]hof[er] auf der erneuten Versteigerung nunmehr durch und erhielt einen 6jährigen Temporalbestand bei einer jährlichen Pacht von 24 Malter Korn (vgl. Ehrgott: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 234). Der vorherige Mitkonkurrent bei der Versteigerung Brauner war anschließend Bürge für den Ersteige­rer Eckhof (vgl. Ehrgott, Harald: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 235).



Brech(er), Johann Martin:

vor 1761; um 1731 Müller auf der Strummenmühle (später Göttgesmühle) bei Ruschberg; °° vor 1731 mit Anna Dorothea NN. (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 42 Nr. 223).



Brecht, NN.:

um 1754 Walkmüller in Frankenthal (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 987/5: „Acta in Sachen des Walkmüllers Brecht ./. den Fuchsmül­ler Nerwein, wegen entzogenen Waßer's, 1754-1757“). Die Walkmühle gehörte auch 1762 Herrn von Brecht (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die Tuchmacher und ihre Walkmühlen in der vorindustriellen Zeit; in: Westricher Heimatblätter 1986, S. 28).


Brecht erbaute zum Zwecke der Porzellan-Herstellung eine Mühle in Frankenthal (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 989: „Acta betr: die zum Behuff der Porcellaine-Fabrike, von dem Müller van Brecht erkaufte Mühle. Item die Herstellung des Waßerablaßes, 1762-1767, 1767-1792, 1792-1799“).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 987/5: „Acta in Sachen des Walkmüllers Brecht ./. den Fuchsmüller Nerwein, wegen entzogenen Waßer's, 1754-1757“

- LA Speyer Best. A2 Nr. 989: „Acta betr: die zum Behuf der Porcellaine-Fabrike, von dem Müller van Brecht erkaufte Mühle. Item die Herstellung des Waßerablaßes, 1762-1767, 1767-1792, 1792-1799“



Breiner, Balthasar:

um 1793 war Balthasar *Breiner (auch Breuner oder Brenner) als Müller in Busenberg; er ist zwischen 1791 und 1793 vor den fran­zösischen Truppen emigriert (vgl. Martin, Michael: Emigration und Nationalgüterveräußerungen im pfälzischen Teil des Departments du Bas-Rhin, Diss Marburg 1977, ersch. Weisenheim/Sand 1980, S. 199). Balthasar Breiner ist auch als Müllergeselle in Hauenstein aufgeführt (vgl. Martin: Emigration, a.a.O., S. 213).



Breiner, Friedrich:

ab 1687 und noch 1682 ist Friedrich Breiner als Müller in Schönau/Pfalz (vgl. Schultz: Schönau, a.a.O., S. 119).



Breinig, Familie:

+++klären: ++++ die Verwandtschaftsbeziehungen zwischen der Müllersfamilie Breinig von der Holzmühle in Westheim und der Müllerin von der Lochmühle Lingenfeld Christina Breunig, der Witwe des († 1861) des Müllers auf der Lochmühle Heinrich *Sauer­brunn


Im Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 96 vom 15.10.1831 befindet die Versteigerungsannonce vom 11.10.1831 über die Lingenfel­der Mühle: „Donnerstag, den 27. October 1831 … wird nachbezeichnete, zum Nachlasse des auf der Lochmühle verlebten Müllers Heinrich *Sauerbrunn gehörige Mühle … versteigert, … nämlich: Eine Mühle, bestehend in zwei Mahlgängen und einem dritten, welcher mit einem Schälgang verbunden ist, einer doppelten Hanfreibe, einer Gyps- und Oelmühle, sammt sehr geräumigen Wohn- und Oeconomiegebäuden … und einem Fischweyher, welcher zugleich die Mühle zu jeder Zeit des Jahres mit dem nöthigen Wasser reichlich versieht, das Ganze gelegen im Banne von Lingenfeld, genannt die Lochmühle, an der Landstraße zwischen Lingenfeld und Germersheim. Die Versteigerung erfolgt …. auf Anstehen von 1. Christina geborene Breunig, Witwe von Heinrich Sauerbrunn, Mül­lerin handeln sowohl für sich in eigenem Namen, wie auch als … Vormünderin ihrer mit ihrem Ehemann erzeugten minderjährigen Tochter Maria Elisabetha Sauerbrunn; 2. Heinrich Jakob Breunig, Gastwirth zu Oberlustadt wohnhaft, handelnd als gerichtlich er­nannter Nebenvormund dieser Minderjährigen; 3. Georg Adam Breunig, Ackersmann, zu Westheim wohnhaft, handelnd als natürli­cher Vormund seiner mit seiner verlebten Ehefrau Maria Eva Sauerbrunn erzeugten noch minderjährigen Kinder: a. Maria Christina Breunig und b. Georg Breunig; 4. Andreas Hellmann, Ackersmann, zu Westheim wohnhaft, handeln als Beivormund dieser Minder­jährigen und 5. Maria Christina Sauerbrunn, Ehefrau von Johann Baßler, Gutsbesitzer zu Essingen, im Kanton Landau wohnhaft.“



Breinig, Georg Adam:

geb. 15.9.1739 Oberlustadt - ++++; ab 1762 Müller auf der Holzmühle bei Westheim; °° 1762 mit der Müllerstochter Noê/Maria Bar­bara *Stadeler, der Tochter des Müllers auf der Holtzmühle (Hans) Georg (2) *Stadeler und der Anna Maria Hellmann (vgl. Louis: Geschichte der Holzmühle, a.a.O., S. 10/11, 29); Noê Stadeler brachte die Mühle mit in die Ehe. Im Mühlenverzeichnis des kurpfäl­zischen Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 ist die Mühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7): “Die oberhalb dem herrschaftlichen Wehr stehende, in Westheimer Gemarkung gelegene sogenannte Holtzmühle, so der nahmens Breinig uxorio Noê von deren Vatter Hanß Geörg Stadler (s. Georg *Stadeler) ererbt, ist mit 3 Wasser Räder versehen und ein Scheelgang wechsel weis getrieben werden, gibt ahn Churpfaltz keinen Wasserpfacht, sondern muß solcher ahn das Hauß Closter Hambach (= Johanniter Kommende Hainbach, Haus bei Weingarten) entrichten.” Aus der Ehe mit Noê/Maria Barbara *Stadeler stammt der Sohn und Betriebsnachfolger, Philipp Adam *Breinig (17.2.1764 - 17.5.1813) (vgl. Louis: Geschichte der Holzmühle, a.a.O., S. 11, 29), Maria Katharina Breinig (geb. 1765) und Georg Heinrich Breinig (geb./†1763) und der Georg Heinrich Breinig (geb. 1767) (vgl. Louis: Geschichte der Holzmühle, a.a.O., S. 29).



Breinig, Georg Adam:

geb. 1796 Holzmühle Westheim - ++++; Sohn des Müllers Philipp Adam *Breinig und Katharina Doll; Bruder des Müllers auf der Holzmühle Westheim, Georg Heinrich *Breinig (vgl. Louis: Geschichte der Holzmühle, a.a.O., S. 29). Georg Adam Breinig heiratete die +++prüfen+ von der Lochmühle bei Lingenfeld und übernahm die Lochmühle Lingenfeld (vgl. Louis: Geschichte der Holzmüh­le, a.a.O., S. 12)., während sein jüngerer Bruder Georg Heinrich Breinig die Holzmühle in Westheim fortführte (benachbart zur Holz­mühle Westheim).



Breinig, Georg Heinrich:

4.8.1802 Westheim Holzmühle – 9.8.1879 Westheim Holzmühle; Sohn des Müllers auf der Holzmühle Westheim, Philipp Adam *Breinig und Katharina Doll; Bruder von Georg Adam *Breinig (geb. 1796), Maria Katharina Breinig (geb. 1799, °° mit dem Land­wirt aus Bellheim NN. Reiffel, err. ), Georg Heinrich Breinig (geb. 4.8.1802) und Christina Barbara Breinig (geb. 1806; °° mit dem Landwirt und Müller Valentin Däuwel) (vgl. Louis: Geschichte der Holzmühle, a.a.O., S. 29).


°° 25.11.1829 mit Barbara Däuwel aus Niederlustadt (20.3.1811 Niederlustadt – 19.10.1875 Westheim Holzmühle; Schwester des Va­lentin Däuwel); aus der Ehe stammen die Kinder Carolina Breinig (1830-1870; °° I mit Wernz/Hördt, °° II Schrank/Hockenheim), Käthchen Breinig (25.2.1833 – 24.3.1908; °° Georg Heinrich *Louis), Georg Heinrich Breinig (*/† 1834), Babette Breinig (1836-1855), Mina Breinig (geb. 1840-1870; °° Karl Silbernagel) und Rosa Breinig (1847-1917; °° nach dem Tod ihrer Schwester mit ih­rem Schwager Karl Silbernagel (vgl. Louis: Geschichte der Holzmühle, a.a.O., S. 29).


Es bestand wohl eine Doppelschwägerschaft Däuwel und Breinig; während Georg Heinrich Breinig mit Barbara Däuwel verheiratet war, hatte Valentin Däuwel die Ehe mit Breinigs Schwester Christina Barbara Breinig geschlossen (es kommt auch die andere Schwester Maria Katharina Breinig in Frage); die Angaben zur Eheschließung beruhen auf einer Interpretation; Louis: Geschichte der Holzmühle, a.a.O., S. 29 gibt den Namen an auf S. 15 schreibt Louis lediglich: "Die beiden Breinigtöchter heirateten in die Bauernfa­milie Reiffel/Bellheim und Däuwel / Niederlustadt; ohne weitere Abgaben zu machen. Bei Hoffmann, Erwin: Die Lochmühle; in Lin­genfeld, a.a.O., S. 163 wird dann lediglich der Müller Valentin Däuwel erwähnt, der zusammen mit seinem Schwager Heinrich Brei­nig von der Holzmühle 1835 eine Wiese an Stelle des ehemaligen Sumpfes oder Weihers an der Lochmühle in Lingenfeld anlegt.


Dieser Schwager ist Georg Heinrich Breinig, der Bruder der beiden Breinig-Schwestern.


um 1835 Müller auf der Holzmühle bei Westheim; Schwager des Müllers Valentin Däuwel (vgl. Hoffmann, Erwin: Die Lochmühle in Lingenfeld; in: Hofmann, Erwin: Lingenfeld und seine Geschichte, a.a.O., S. 162-163). Die Müller Valentin Däuwel und Heinrich Breinig waren 1835 gemeinsam Besitzer (?) der Lochmühle bei Lingenfeld und wandelten den, „seit unvordenklicher Zeit bestehen­den 1500 Quadratruten umfassenden See und Sumpf“, 1835 in eine üppige Wiese umwandelten, wie eine Inschrift eines Gedenk­steins lautet, der bei Mühle errichtet wurde (vgl. Hoffmann, a.a.O., S. 163).



Breinig, Philipp Adam:

17.2.1764 Holzmühle Westheim - 17.5.1813 Holzmühle Westheim im Alter von 49 Jahren; Müller auf der Holzmühle in Westheim; Sohn des Müllers Georg Adam *Breinig und Noê/Maria Barbara *Stadeler (vgl. Louis: Geschichte der Holzmühle, a.a.O., S. 11, 29). °° 1795 mit Katharina Doll (geb. 15.7.1775 Bellheim – 25.5.1850) aus Bellheim; Kinder: Georg Adam Breinig (geb. 1796), Maria Katharina Breinig (geb. 1799), Georg Heinrich Breinig (geb. 4.8.1802) und Christina Barbara Breinig (geb. 1806) (vgl. Louis: Ge­schichte der Holzmühle, a.a.O., S. 29).



Breit, Familie:

s. auch Breith



Breit, Johann Jost:

ab 6.8.1677 Bürger und Metzger in Kaiserslautern, ab 1704 Mitbesitzer der Mahl- und Bordmühle in Elmstein; Sohn des Metzgers in Kaiserslautern, Henrich Breit; °° Maria Catharina NN. ( 15.3.1712) (vgl. Herzog: Kaiserslautern Bürger 1651-1681, a.a.O., S. 23 Nr. 2165 iVm. Nr. ).


Am 22.8.1704 verkaufen die Brüder David *Jacob und [Anm.: Johann Martin *Jacob] Martin Jacob, beide aus Schopp, die in ihrem Eigentum stehende Mahl- und Bordmühle samt dem zugehörigen Grundstück „unten am Schloß Elmstein gelegen wie auch auf dem halben Appenthal, zum Kaufpreis von 118 1/2 fl an Johann Jost *Breitt, Johannes *Ameling und deren Ehefrauen Maria Catharina und Maria Barbara, sowie Johannes Müller, auch Bürger zu Lauttern (vgl. LA Speyer Best. A1 Nr. 742).



Breit, Johann Peter:

um 1744 Erbbeständer auf der Mühle im Niederwiesenthal bei Breitenbach (bei Kusel) (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 203).


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken, das 1744 von Rentkammersekretär Johann Friedrich Marx angelegt worden war, ist folgendes vermerkt (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und B2 Nr. 295/5 Bl. 387-394): ”liegt an einem Bächlein, das in dem Dorf Breidenbach entspringt (läuft nach Lauterbach in das Nassauische). Die Mühle steht im Breidenbacher Niederwiesenthal 1/4 Stunde vom Dorf. Die Mühle ist in gutem Zustand, hat ein oberschlächtiges Wasserrad mit 1 Mahlgang und 1 angehängtem Schälgang. 1718 erbaut. Erbbeständer ist Johann Peter *Breit, welcher sich mit einem Erbbestandsbrief vom 7.5.1740 legitimiert; gibt 8 fl. Erbzins und 8 Kappen. Mahlen lassen die Breitenbacher mit 45 Haushaltungen, aber nicht stetig” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 202).



Breit, NN.:

aus der Rehweiler Mühle stammte der Gerber NN. Breit, der später eine Gerberei am Moorbach in Steinwenden-Weltersbach betrieb; sein Schwiegersohn Adrian Müller (°° um 1880) war Müller auf der Lohmühle in Steinwenden-Weltersbach (Mitteilung von Roland Paul; zitiert bei Weber: Mühle besonderer Art, a.a.O., S. 188).



Breitenbruch, Carl:

am 30.8.1829 kaufte der Ackersmann Carl Breitenbruch vom Göllheimer Häuschen, von der Erbengemeinschaft nach Johannes Balz die Mahlmühle in Mertesheim mit zugehörigem landwirtschaftlichen Grundbesitz zu einem Kaufpreis von 5417 fl (vgl. LA Speyer, Notariat Grünstadt Best. K 16 Nr. 2, Urk. Nr. 393 vom 30.8.1829).


Im Urkataster von Mertesheim (vgl. LA Speyer, Best. W 41 Nr. 2380 S. 35 Besitz Nr. 14, Gebäude Nr. 1) erwähnt. Die Mühle liegt ausweislich des zum Urkataster zugehörigen Plan am Nordende des Dorfes nahe der Landstraße auf einer dort zwischen Eisbach und Mühlgraben gelegen Insel. Eigentümer ist 1841 der Müller Karl Breitenbruch. Die Mühle ist im Urkataster beschrieben wie folgt: „Zu Dorf in der geraden Gasse Wohnhaus Gebäude Nr. 1 mit Mahlmühle und 2 Mahl und ein Schälgang mit Stall, Scheuer, mit 2. Stall, Thorhaus, Schweineställe und Hofraum“. In den Anmerkungen ist vermerkt: „Laut Akte passim vor Notar Moré vom 30. Au­gust von Johannes Baltz Erben um 5417 fl erkauft mit mehreren in der Gemeinde Quirnheim liegenden Grundstücken.“ Weiterhin ist eine Verpflichtung zur Unterhaltung des Eisbachs vermerkt: „... Besitzer hat die Obliegenheit auf sich, von seiner Mühle bei Plan Nr. 45 an bis zu Plan Nr. 401 den Eisbach zu reinigen und dessen Ufer zu unterhalten.“



Breith, Jakob

um 1856 Müller in Rehweiler; 1856 wurde Jacob Breith, Müller in Rehweiler, zum Geschworener am Assisengericht der Pfalz beru­fen (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 29.5.1856, S. 251 = LA Speyer Best. Y 20/4)



Bremm, Johann Nickel:

um 1814 als Müller auf der Neumühle in Pfeffelbach im dortigen Kirchenbuch erwähnt (vgl. Pfeffelbach Chronik, a.a.O., S. 75)



Bremm, Nickel:

um 1745 als Müller auf der Neumühle in Pfeffelbach im dortigen Kirchenbuch erwähnt (vgl. Pfeffelbach Chronik, a.a.O., S. 75); der vorherige Müller Gall *Aulenbacher erscheint noch 1745 in der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg (vgl. Mühlenprotokoll von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 215).



Brendel, Johann Georg (1):

Hans Georg Brendel aus dem Unterdorf von Oberotterbach errichtete 1744 auf den Woogwiesen oberhalb der Schießmauer eine Öl­mühle mit Zubehör. Vorn liegt der Herdweg und hinten die Woogwiesen. Gibt jährlich an die Herrschaft zu Wasserfall 3 fl (vgl. Ot­terbach, aus der Geschichte eines südpfälzischen Dorfes, a.a.O., S. 53, +++leider ohne Quellenangabe+++). Bei Hans Georg Brendel handelt es sich wohl um den Zimmermann Johann Georg Brendel, den Vater des gleichnamigen späteren Ölmüllers. Letzterer kann nicht gemeint sein, weil er zum Zeitpunkt der Errichtung der Mühle erst 13 Jahre alt war. °° mit Maria Elisabetha Remming; Vater des Ölmüllers Johann Georg *Brendel (2) (vgl. Fischer, Willi: Das Otterbachtal, Mühlen und Steinbrüche; in: Otterbach, aus der Ge­schichte eines südpfälzischen Dorfes, a.a.O., S. 301)



Brendel, Johann Georg (2):

geb. 5.7.1731 Oberotterbach; ein Sohn des Zimmermanns Johann Georg Brendel und der Maria Elisabetha Remmig,°° mit Eleonore Schönlaub aus Dörrenbach, kommt 1763 als Ölmüller auf die Mühle. Seine Nachkommen saßen bis ins 20. Jh. als Müller auf der Mühle. Der letzte Ölmüller war August Brendel (vgl. Fischer, Willi: Das Otterbachtal, Mühlen und Steinbrüche; in: Otterbach, aus der Geschichte eines südpfälzischen Dorfes, a.a.O., S. 301)



Brenneisen, Hanß Jacob:

am 23.9.1609 erhält der aus Colmar/Elsaß stammende Waffenschmied Hanß Jacob Brenneisen die Bürgeraufnahme in Kaiserslau­tern; er wird 1611 geschatzt bei einem Vermögen von 200 fl (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1550-1619, a.a.O., S. 29).


Anm.: Ein Heinrich Brenneisen († vor 1611 Kaiserslautern) wird in Kaiserslautern als Mitglied der Schmiedezunft erwähnt; seine Witwe wird 1611 geschatzt



Brennemann, Martin:

ab 1783 Müller auf der Neumühle in Wachenheim/Pfrimm; Sohn des Johannes Brennemann. Martin Brennemann erlebte viele trauri­ge Tage auf der Neumühle. Am 3.4.1785 ertrinkt bei ihm seine kleine Nichte. Am 6.2.1787 stirbt seine Schwester Marie bei ihm und vier Wochen darauf seine zweite Schwester im Alter von 55 Jahren. Schließlich stirbt 1790 bei ihm auch sein Vater Johannes Brenne­mann (vgl. Würth: Wachenheim, a.a.O., S. 161).


Brennemann war in der franz. Revolutionszeit Bürgermeister von , half 1798 den Freiheitsbaum holen und lieferte das Mehl für das Freiheitsfest (vgl. Würth: Wachenheim, a.a.O., S. 162).



Brennemann, Philipp:

aus Diemerstein; 1698 kauft Philipp Brennemann aus Diemerstein zusammen mit Jakob Lichty, Jakob Steiner und Heinrich Schröder die Mahlmühle in Diemerstein von Peter Küntzer (vgl. Neumer: Bürgerbuch der Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 94).



Brenner, Familie:

im 16. Jh. und frühen 17. Jh. waren Angehörige der Familie *Brenner als Müller auf der Leyenmühle in Abentheuer; im Kirchenbuch Achtelsbach sind mehrfach Eintragungen von Familienangehörigen erfolgt (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 32, 33).



Brenner, Adam:

geb. 1552, genannt „Leyen-Adam“; Müller auf der Leyenmühle in Abentheuer bei Birkenfeld; Sohn des Hans Brenner (im luth. KB bezeichnet als „der Alte auf der Leyen und auf der Eisenhütte Abentheuer; vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 32 Nr. 153); °° am 15. Trinitatis 1577 (= 2.6.1577) mit der Müllerstochter Katharina Leyen (geb. in der Leyen­mühle; Tochter des Müllers auf der Leyenmühle, Johannes *Leyen) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonn­weiler 1988, S. 32, 33). Er ist wohl Vater des Müllers auf der Leyenmühle, Johannes (1) *Brenner.



Brenner, Gertrud:

°° I vor 1574 mit dem Müller auf der Herrenmühle Brücken, Peter *Müller († 24.6.1585 Brücken); Kinder aus der Ehe sind Maria Müller (geb. 25.6.1574), Peter Müller (°° vor 1610 mit Maria NN.), Johannes *Müller (°° vor 1622 mit Margreth NN) und Elisabeth Müller (geb. 16.5.1577; °° 7.2.1600 mit Nicklas Klein aus Rinzenberg) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 167 Nr. 883). °° II 4.1.1586 mit dem Müller von der Leyenmühle in Abentheuer, Johannes (2) *Brenner (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 167 Nr. 883).


Sie war am 4.3.1583 und 1588) Patin in Achtelsbach (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 32, 34).



Brenner, Johannes (1):

um 1540 Müller und „Dielscheider“ (= Sägemüller) auf der Leyenmühle in Abentheuer bei Birkenfeld. Vater des Sägmüllers und Be­triebsnachfolgers auf der Leyenmühle, Johannes (2) *Brenner (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 32, 34, Eintrag zu Johannes [2] Brenner). Wohl Sohn des Müllers auf der Leyenmühle Abentheuer, Adam Brenner und der Katharina Leyen



Brenner, Johannes (2):

1540 – 20.7.1622 auf der Leyenmühle in Abentheuer; Sohn des Johannes Brenner, eines Dielschneider (= Sägmüller) zu Layen; Mül­ler und Dielschneider auf der Leyenmühle in Abentheuer, Pflege Achtelsbach; °° mit Gertraud NN (Patin am 4.3.1583 und 1588) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 32, 34); diese ist am Sonntag Oculi 1588 als Patin im Kirchenbuch bei der Taufe des Hans Niclos Buch eingetragen als „Gertraud, Müller Johannes auf der Leyhen Mühle“ (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 50); Vater des Nicolaus Brenner und des Hans Brenner (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 34).


°° I mit NN.; aus der Ehe stammen mehrere Kinder, darunter der Sohn Hans Brenner, der am 8.11.1583 Pate bei der Taufe des Hans Leyhen (Sohn des Johannes Eydam Adam Leyhen auf der Abentheuer) ist: „Hans, Johann [des] Müllers Sohn auf der Leyhen-Mühle“ (vgl. Jung: Familienbuch Achtelsbach, a.a.O., S. 149 Nr. 781). °° II am 4.1.1586 mit Gertrud *Brenner, Witwe des Müllers Peter *Müller von der Herrenmühle bei Brücken († 24.6.1585 Brücken) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnwei­ler 1988, S. 167 Nr. 883).



Bretz, Konrad Philipp:

1939 und noch 1947 war Konrad Philipp Bretz der Müller auf der Drusweiler Mahlmühle (OT von Kapellen-Drusweiler); die kleine Mühle hatte eine Leistung von 0,75 to/24 Std. und wurde über ein Wasserrad angetrieben oder über Elektromotor angetrieben; 1939 wurde die Mühle wie das ganze Dorf wegen der Grenznähe zu Frankreich und dem Truppenaufmarsch auf beiden Seiten evakuiert (vgl. Becker, M. F.: Das deutsche Mühlensterben im 20. Jh, a.a.O., S. 76).



Bretzigheimer, Ernst Wilhelm:

nach 1743 Mörlheim, beerd. in der Mörlheimer Pfarrkirche (vgl. Ehmer: Klosterhof in Mörlheim, a.a.O., S. 63). Ernst Wilhelm *Bretzigheimer war von etwa 1710 bis mindestens 1743 Pfleger in Mörlheim; er war der Schwiegersohn des Franzosen Beccue, der sich um 1700 bei der Rekatholisierung Mörlheims hervortat (vgl. Ehmer, Egon: Der Klosterhof in Mörlheim; in: Kulturkreis Mörl­heim (Hrsg.): 1200 Jahre Mörlheim, Landau 2000, S. 63). Bretzigheimer baute auch die Mörlheimer Mühle wieder auf (vgl. Ehmer: Klosterhof in Mörlheim, a.a.O., S. 63) und übernahm den Erbbestand der Mühle beim Hof Mörlheim (vgl. LA Speyer Best. A13 Nr. 140); die Mühle war auch 1737 Bannmühle (vgl. LA Speyer Best. A13 Nr. 905).


°° mit NN. Beccue; aus der Ehe ging die Tochter NN. Bretzigheimer hervor, die den Nachfolger ihres Vaters als Pfleger in Mörlheim und Beständer der Mörlheimer Mühle, Philipp *Grau, heiratete.


Die NN. Bretzigheimer, Witwe Grau, ist im Mühlenverzeichnis des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 als Erbbeständerin der Mühle in Mörlheim aufgeführt (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 122/7 Bl. 18b). Dort ist die Mühle wie folgt beschrieben: „Daselbsten auf der Queich in dem Mörlheimer Bann befindet sich ein Mahl Mühl mit 3 Waßer Räder, durch welche 3 Mahl und 1 Schehlgang wechselweis getrieben werden, solche ist ein Erbbestand von churfürstlicher Administration, so des verstorbenen Hrn. Pfleger *Grau­en Frau Wittib als Erbbeständerin besitzt, gibt jährlich dafür einschließlich deren darzu gehörigen Wiesen, Äcker und kleinen Gar­then in die Administrations Schaffnerey Mörlheim 25 Malter Korn Erbmühlen Pfacht; außer der Schatzung aber ahn churfürstl: Hof­camer keinen Waßer Fall Zinß.“ (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 122/7 Bl. 18b).



Breuchel, Christoph:

ab 1821 Müller auf der Buschmühle bei Edenkoben; °° Anna Maria Heller


Im Intelligenzblatt des Rheinkreises wird für den 25.7.1828 die Zwangsversteigerung der Buschmühle annonciert: „ … wird auf Be­treiben von Herrn Georg Friedrich Grohe-Henrich, Handelsmann, in Neustadt wohnhaft … gegen Christoph *Breuchel, Müller und seine Ehefrau Anna Maria Heller, beide im Thale von Edenkoben wohnend, Beklagte auf Versteigerung … zur Zwangsversteigerung gebracht: …. die im Thal von Edenkoben gelegene, sogenannte Buschmühle, bestehend in einem zweistöckigen Wohnhause, einer Mühle mit zwey Mahlgängen und einem Schälgange, Vieh- und Schweinställen, …., oben der Weg, unten die Geraide, oberend Da­niel Hühner, unterend Johann Heinrich Günand, gibt alljährlich vierzehn Gulden Erbpacht an die Gemeinde Edenkoben und hat sie Christoph Breuchel von Jakob Schwamb acquiriert, nach Akt paßirt vor Herrn Notär Lemberc am 22. Juli 1821 …., angeboten zu 900 fl., und kommt die noch schuldige und an den Herrn Kläger zu zahlende Summe von dem Ankaufpreise her.“ (vgl. Intelligenzblatt Rheinkreis 1828, S. 440)



Breunig, Familie:

s. auch Breinig;


+++klären: ++++ die Verwandtschaftsbeziehungen zwischen der Müllersfamilie Breinig von der Holzmühle in Westheim und der Müllerin von der Lochmühle Lingenfeld Christina Breunig, der Witwe des († 1861) des Müllers auf der Lochmühle Heinrich *Sauer­brunn


Im Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 96 vom 15.10.1831 befindet die Versteigerungsannonce vom 11.10.1831 über die Lingenfel­der Mühle: „Donnerstag, den 27. October 1831 … wird nachbezeichnete, zum Nachlasse des auf der Lochmühle verlebten Müllers Heinrich Sauerbrunn gehörige Mühle … versteigert, … nämlich: Eine Mühle, bestehend in zwei Mahlgängen und einem dritten, wel­cher mit einem Schälgang verbunden ist, einer doppelten Hanfreibe, einer Gyps- und Oelmühle, sammt sehr geräumigen Wohn- und Oeconomiegebäuden … und einem Fischweyher, welcher zugleich die Mühle zu jeder Zeit des Jahres mit dem nöthigen Wasser reichlich versieht, das Ganze gelegen im Banne von Lingenfeld, genannt die Lochmühle, an der Landstraße zwischen Lingenfeld und Germersheim. Die Versteigerung erfolgt …. auf Anstehen von 1. Christina geborene Breunig, Witwe von Heinrich Sauerbrunn, Mül­lerin handeln sowohl für sich in eigenem Namen, wie auch als … Vormünderin ihrer mit ihrem Ehemann erzeugten minderjährigen Tochter Maria Elisabetha Sauerbrunn; 2. Heinrich Jakob Breunig, Gastwirth zu Oberlustadt wohnhaft, handelnd als gerichtlich er­nannter Nebenvormund dieser Minderjährigen; 3. Georg Adam Breunig, Ackersmann, zu Westheim wohnhaft, handelnd als natürli­cher Vormund seiner mit seiner verlebten Ehefrau Maria Eva Sauerbrunn erzeugten noch minderjährigen Kinder: a. Maria Christina Breunig und b. Georg Breunig; 4. Andreas Hellmann, Ackersmann, zu Westheim wohnhaft, handeln als Beivormund dieser Minder­jährigen und 5. Maria Christina Sauerbrunn, Ehefrau von Johann Baßler, Gutsbesitzer zu Essingen, im Kanton Landau wohnhaft.“



Breunig, Christina:

um 1831 Müllerin auf der Lochmühle in Lingenfeld; °° mit dem Müller auf der Lochmühle, Heinrich Sauerbrunn († 1831).


Im Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 96 vom 15.10.1831 befindet die Versteigerungsannonce vom 11.10.1831 über die Lingenfel­der Mühle: „Donnerstag, den 27. October 1831 … wird nachbezeichnete, zum Nachlasse des auf der Lochmühle verlebten Müllers Heinrich Sauerbrunn gehörige Mühle … versteigert, … nämlich: Eine Mühle, bestehend in zwei Mahlgängen und einem dritten, wel­cher mit einem Schälgang verbunden ist, einer doppelten Hanfreibe, einer Gyps- und Oelmühle, sammt sehr geräumigen Wohn- und Oeconomiegebäuden … und einem Fischweyher, welcher zugleich die Mühle zu jeder Zeit des Jahres mit dem nöthigen Wasser reichlich versieht, das Ganze gelegen im Banne von Lingenfeld, genannt die Lochmühle, an der Landstraße zwischen Lingenfeld und Germersheim. Die Versteigerung erfolgt …. auf Anstehen von 1. Christina geborene Breunig, Witwe von Heinrich Sauerbrunn, Mül­lerin handeln sowohl für sich in eigenem Namen, wie auch als … Vormünderin ihrer mit ihrem Ehemann erzeugten minderjährigen Tochter Maria Elisabetha Sauerbrunn; 2. Heinrich Jakob Breunig, Gastwirth zu Oberlustadt wohnhaft, handelnd als gerichtlich er­nannter Nebenvormund dieser Minderjährigen; 3. Georg Adam Breunig, Ackersmann, zu Westheim wohnhaft, handelnd als natürli­cher Vormund seiner mit seiner verlebten Ehefrau Maria Eva Sauerbrunn erzeugten noch minderjährigen Kinder: a. Maria Christina Breunig und b. Georg Breunig; 4. Andreas Hellmann, Ackersmann, zu Westheim wohnhaft, handeln als Beivormund dieser Minder­jährigen und 5. Maria Christina Sauerbrunn, Ehefrau von Johann Baßler, Gutsbesitzer zu Essingen, im Kanton Landau wohnhaft.“



Brey, Anna Margaretha:

3.1.1762 Linden - +++++; °° I mit Matthes Müller aus Aulenbach; °° II 10.12.1754 mit dem Witwer Franz Hammen (dieser in I. Ehe verheiratet mit der Müllerstochter Anna Eva Eisenhuth) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 113 Nr. 596)



Brey, Johann Theobald:

vor 1745; um 1700 war Johann Theobald Brey Müller zu Berschweiler und Linden; °° vor 1700 / vor 1713 mit Anna Margaretha Albert oder Geltzer († 13.6.1745) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 44 Nr. 233; die An­gabe 1713 stammt von Jung: Ortssippenbuch Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., S. 122 Nr. 400); Vater der Anna Maria Brey (geb. 9.2.1713; °° um 1738 mit Johann Friedrich *Seibarth/Seibert aus Linden (vgl. Jung: Ortssippenbuch Heide- und Unterbergge­meinden, a.a.O., S. 122 Nr. 400).



Brill, Daniel:

um 1818 Müllermeister in ++++klären : wo und welche Mühle++++; am 24.4.1818 erhielten mehrere Personen, darunter der Müller Daniel Brill die Konzession zu Betreiben einer Steinkohlengrube in Niederstaufenbach (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises, Nr. 32 vom 21.4.1818, S. 209-210.



Britsch, Anna Magdalena:

1709 err. Straßburg - 24.9.1768 Germannmühle bei Grünbach (?); °° I mit dem Müller auf der Laurentiusmühle in Wolfersweiler, Jo­hann Heinrich *Binckle († vor 1734); °° II 2.11.1734 Wolfersweiler (err. aus dem Geburtsort der ersten drei Kinder) mit dem späte­ren Müller auf der Wolfsmühle/Catharinenmühle/Germannsmühle bei Grünbach, Anton Gehrmann (heute Truppenübungsplatz Baumholder); aus der 2. Ehe sind 8 Kinder hervorgegangen (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 94).



Britz; Andreas:

geb. ca. 1643 - 14.09.1706 Landau im Alter von 63 Jahren; beerd. 16.9.1706 Landau; lutherisch; ab 1676 Stadtmüller in Landau. Sohn des Heinrich Christoph Britz (Capitän Lieutenant unter Oberst Schmidtberger; kämpfte im 30jährigen Krieg vermutlich unter Bernhard von Weimar ) und der Eva Weichbrodt. Andreas Britz wurde 1676 nach den Ratsprotokollen als Bürger von Landau aufge­nommen und hat die Stadtmühle in Landau zur Pacht erhalten; °° I 1663 mit der Müllerstochter Maria Magdalena *Hermann (1644 – 04.07.169 in Landau/in der Pfalz; lutherisch; Tochter des Müllers in Zeiskam und später auf der Stadtmühle in Germersheim, Johann Henrich *Hermann und der Magdalena NN.); Vater des Matthäus *Britz, Spitalmüller in Landau. Dessen Sohn Johann Friedrich war dann ebenfalls wieder Stadtmüller in Landau (Mitteilung von Herrn Hermann Kabs, Nürnberg vom 11.5.2010).


Aus den Ratsprotokollen der Stadt Landau (Ratsbuch 1671-76, S. 437, Sitzung vom 01. Febr. 1676):
"Andreae Britzen des Müllers gibt Suppli, bitt um den Mühlenbestand der Stadtmühl, offeriert 90 Malter Korn jährliche Pacht. Die Mühl in verlangenden Stand zu erhalten. Will wann ihm der Bestand willfahrt, die Bürgen ernennen. In hunc eventum bitt um Bür­gerschaft.

Imploranten sambt seiner Hausfrau wird hiermit das Bürgerrecht gegen Erlag des Bürgergelds zugesagt, dabei ihm die Stadtmühl nach Inhalt eines ihm zu stellenden Concepts des Bestands auf 4 Jahr verliehen, soll ehestens dem Rat genügsame Bürgen ernennen und einer 4 Wochen Zeit gehörige Abschieds- und Geburtsdokumente beibringen: Für seine beiden Kinder ist das Bürgerrecht auch zugesagt und will erlesener Rat das Bürgergeld für selbige zu 14 Gulden gesetzt und 1 Jahr lang geborgt haben."

Als Bürgen wurden wenige Tage später genannt (Rb S. 438):
Martin Hetzler,
Michael Heitz, Hufschmied,
Johann Jakob Brück

Die geforderten Dokumente sind in den Ratsprotokollen nicht erwähnt, das war auch nicht üblich, sie sind sicher eingereicht worden, aber beim Brand des Landauer Rathauses verbrannt.

In einer Urkunde des LA Speyer (abgedruckt ohne weitere Angaben bei: Carl, Victor: „Eine Mühle, die nicht läuft“; in: 1200 Jahre Hainfeld, hrsg. Ortsgemeinde Hainfeld [Hainfeld 1981], S. 151) heißt es: „...Zu wissen kundt und offenbar seye jedermänniglich hie­mit …., daß den funffzehenden January Anno Christi alß man zehlt Ein Tausend, Sieben Hundert und Vier in Beysein unten benembster Gezeugen der ehrenhafte Andres Britz [,] Stadtmüller zu Landau, und mit ihm Anna Margretha seine eheliche Haußfrau …. und zu kaufen gaben dem ehrsamen Johannes Wiß Müllermeister zu Hainfeld, Anna Margretha dessen eheliche Hausfrauen … ihre eigenthümbliche zu besagtem Hainfeld stehende Mühle, die Dorfmühle genannt, samt allen sich darinnen befindlichen Mühlen­geschirr, und was Grund- und Nagel (?) Wiß ist, beforcht obig (?) Johann Hermann Haußmanns Erben, rechts und obig: Sebastian Will, untig die gemeine Straaß, daneben einem hinten daran liegenden halb Viertel Wießen, so beforcht …. auf die Mühlbach, obg: der Litzenpfad, untg: Velten Habermehl von Edesheim mit all ihrem Recht …., solche Mühl, wie männiglich bekannt ist, (u.) berech­tiget, daß jeder Pohseßer derselben … zu backen befugt ist, ….“


Nach Sterbeeintrag:
"gestorben am Dienstag um Mitternacht 12 Uhr selig verschieden der Bürger und Stadtmüller. Allhier seines Alters 63 Jahre." Der Sterbeeintrag wurde bezeugt von Johann Jacob Brick als Schwager (Quellen: Kirchenbuch Stadtarchiv Landau [H79] Mitteilung von Herrn Hermann Kabs, Nürnberg vom 11.5.2010).



Britz, Johannes:

geb. 19.08.1721 Landau, ~22.08.1721 in Landau; luth.; Sohn des Landauer Müllers Johann Friedrich *Britz und Maria Magdalena Hermann; Müller in Landau; °° 03.04.1741in Landau mit Anna Juliana Lang (luth.). Eintrag im KBlu Landau M88, Nr.6: "1741 cop. am 3. April, Johannes Britz, der ledige Bürger und Müller dahier und Jungfrau Anna Juliana geb. Langin.


Eltern:
Johann Friedrich Britz, gewesener Bürger und Stadtmüller uxor Maria Ursula, geb. Müllerin,
Johann Michael Lang, der Bürger und ... zu ... uxor Maria Elisabeth, geb. Waffin.
gez:
Johannes Britz als Hochzeiter;
Johann Michael Lang, der Hochzeiterin Vater;
Johann Jacob Hastermann als Vormünder des Hochzeiters."
Notizen zur Person:
geboren morgens nach 7 Uhr;
Vater war zur Zeit der Geburt Hospitalmüller;
Quellen: KBlu Landau E78; (Mitteilung von Herrn Hermann Kabs, Nürnberg vom 11.5.2010).



Britz, Johann Friedrich:

*09.07.1695 in Landau, ~11.07.1695 in Landau; Müller auf der Stadtmühle in Landau; Sohn des Landauer Spitalmüllers Matthäus *Britz; Enkel des Stadtmüllers in Landau Andreas *Britz und der Zeiskamer/Germersheimer Müllerstochter Maria Magdalena *Her­mann (Tochter des Müllers Johann Henrich *Hermann) (Mitteilung von Herrn Hermann Kabs, Nürnberg vom 11.5.2010).


Lebensphasen: Stadtmüller in Landau/in der Pfalz. Johann Friedrich Britz hat wohl in Speyer, dem Herkunftsort seiner Frau geheira­tet, dort ist auch das erste Kind Johann Michael 1717 zur Welt gekommen, es war aber bereits klar, daß die Familie nach Landau zu­rück geht; ein nicht untypischer Lebens. Er war erst Hospitalmüller, 1721 Stadtmüller, dann 1723 Spitalmüller und schließlich ab 1725 Stadtmüller (Mitteilung von Herrn Hermann Kabs, Nürnberg vom 11.5.2010).


°° 1716 mit Maria Ursula Müller, luth.. Die Heirat Britz/Müller ist weder im KBlu noch im KBref Speyer, noch im KBlu Landau ein­getragen.


Sterbeeintrag im KBlu Landau J207, Nr.16: "Den 7. Febr. ist gestorben Johann Friedrich Britz, der Bürger und Stadtmüller, aetat 42 Jahr, parentes Matthäus Britz, gewesener Spitalmüller allhier und Maria Margaretha, geb. Kempfin. vidua Maria Ursula, geb. Mülle­rin." Quellen: KBlu Stadtarchiv Landau (C193);

Kinder sind: Johann Michael Britz (luth., *17.04.1717 in Speyer, ~17.07.1717in Speyer), Johannes Britz (luth., * 03.07.1720 in Landau/), Johannes *Britz (luth., *19.08.1721 in Landau, ~ 22.8.1721 Landau), Anna Margaretha Britz (luth., *18.01.1723 in Land­au), Maria Magdalena Britz (luth., *18.03.1725 in Landau), Eva Catharina Britz (luth., *29.12.1726in Landau), Friedrich Valentin (luth., *26.11.1729 in Landau), Maria Christina Britz (luth., *05.05.1731 in Landau), Anna Rosina Britz (luth., *07.12.1733 in Land­au) (Mitteilung von Herrn Hermann Kabs, Nürnberg vom 11.5.2010).



Britz, Maria:

aus Beuren; °° um 1732 (err.) mit dem Müller Matthias Porn (geb. 1.3.1710 Wolfer Mühle; Sohn des Müllers Nikolaus (1) Porn und Eva Gerhard; älterer Bruder des Müllers von probsteischen Bannmühle im Krennerichtal bei Prosterath / Hunsrück; ältester Bruder des Müllers Nikolaus (2) Porn; Großonkel des zeitweiligen Müllers in Hachenbach und Namborn, sowie Mitglied der Schinderhan­nesbande, Jacob *Porn (vgl. Schuh, Helmut: , Wo 's Dörflein traut zu Ende geht, wo 's Mühlenrad am Bach sich dreht, da steht im duft 'gen Blütenstrauß mein liebes altes Elternhaus." Eine familiengeschichtliche Mühlenbetrachtung; (aus Internetdatei http://ww­w.hinzert-poelert.net/doerflein.htm).



Britz, Matthäus:

1664 err. - 15.5.1704 Landau im Alter von 40 Jahren, beerdigt 17.5.1704 Landau; bei Eheschließung als Spitalmüller angegeben; im Sterbeeintrag als Stadtmüller Landau; Sohn des Stadtmüllers in Landau, Andreas *Britz und der Müllerstochter Maria Magdalena Hermann; oo 07.07.1692 in Landau mit Anna Margaretha Kempf (26.01.1668 Landau – 30.08.1734 Speyer; luth., Landau / Pfalz Tochter von Johann Jost (Justus) Kempf, luth., Bürger, Gasthalter zur Blum, und Maria Magdalena Faber, luth.).

Der Heiratseintrag im luth. KB Landau S.45 vom 7.7.1692 lautet: "Matthäus Britz, Bürger und Hospital und ledige ständige Jungfrau Margareta, Johann Jost Kempf, Bürger und Gasthalter zur Blum eheliche Tochter. Eltern des Bräutigams: Andreas Britz, Bürger und Stadtmüller und Maria Magdalena, geb. Hermännin, nunmehr selig; Eltern der Braut: Johann Jost Kempf, Bürger und Blumwirt und Maria Magdalena, geb. Faberin."

Sterbeeintrag im luth. KB von 1704 lautet: "Donnerstags d. 15 May Abends um 9 Uhren ist durch entstandenen Zwiespalth mit einem Dägen tödlich verwundet worden, Und in einer halben Stund darauff verstorben, Matthäus Britz der Burger und Statt Müller seines Alters 40 Jahr. Ist sambstags d. 17. ejusdem zur erden bestattet worden." (Quellen: luth. KB Stadtarchiv Landau (K45,H38).

Vater des Stadtmüllers in Landau Johann Friedrich *Britz (Mitteilung von Herrn Hermann Kabs, Nürnberg vom 11.5.2010).



Brock, Caspar:

aus Hatzenbühl, um 1691 auf der Wanzenheimer Mühle bei Rheinzabern; °° 17.7.16912 mit Casparia Katharina NN. um 1691 war Kaspar Brock aus Hatzenbühl der Müller in Wanzenheim (vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 23).



Broschart, Johannes:

geb. 1752 (errech.) - 19.1.1809 Obermühle Rockenhausen im Alter von 57 Jahren, katholisch; Müller auf der Obermühle in Rocken­hausen; oo 1780 (?) mit Catharina Denzer (geb. 1755 in ?); Vater der Maria Elisabetha Broschard (geb. um 09.03.1787 in Rocken­hausen-Obermühle; ~ am 09.03.1787 in Rockenhausen, °° mit dem späteren Müller auf der Obermühle Rockenhausen, Johann Adam Heuchert) Quelle: LA Speyer, Standesamtsbelege Rockenhausen; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 20.7.2011)


Am 8.7.1826 wird im „Intelligenzblatt des Rheinkreises“ (vgl. LA Speyer, Best. H3 Sachakte 12360 Jg. 1826 = Internetdatei Google Books, Intelligenzblatt des Rheinkreises Bd. 9 S. 382) wird die freiwillige Versteigerung der Obermühle in Rockenhausen angekün­digt zur Auflösung der Erbengemeinschaft nach dem verlebten Müller Johannes Broschart und der ebenfalls verstorbenen Catharina Denzer, die Erbengemeinschaft bestehend aus: der Susanne Broschart (vertreten durch Vormund Philipp Braun, Landwirt in Rocken­hausen), der Elisabeth Broschart (°° mit dem Mehlhändler aus Rockenhausen Adam Heigert), der Catharina Broschart (volljährig und ohne Gewerb, wohnhaft auf der Obermühle Rockenhausen), der Johanna Broschart (°° mit dem Ackersmann in Katzenbach Philipp Grödel), des Johann Philipp Broschart (Müller auf der Obermühle), der Anna Maria Broschart (°° mit dem Schneider aus Rockenhau­sen Karl Wittemer), des Ludwig Broschart (Bäcker, wohnhaft auf der Obermühle) und des abwesenden Johannes Broschart (er war 1811 in französische Dienste getreten und wird als „noch abwesend“ bezeichnet und vertreten durch den Adjunkten in Katzenbach Franz Henrich Grimm). Die Versteigerung erfolgte aufgrund eines Urteils des Bezirksgerichts Kaiserslautern vom 20.6.1826. Die Mühle wird dabei wie folgt beschrieben: „Section Nro. 482 und 483. Die im Banne von Rockenhausen gelegene Obermühl, beste­hend aus einem zweystöckigen Wohnhaus, Nebengebäude, Mahl- und Oehlmühle, nebst Hanfreib, mit sämmtlich dazu gehörigen Ge­schirre, sodann Hofraith und dabey befindlichen Garten und Hanfstück, enthaltend ein Hektare ein und zwanzig Aren, begränzt die Oehlmühl und Weeg, taxiert im Ganzen 4000 Gulden“.



Broschart, Johann Jakob:

~ 29.7.1726 Schallodenbach (vgl. Budell, a.a.O., S. 181); um 1749 Müller und Hofmann in Schallodenbach; Sohn des Müllers in Schallodenbach, Joseph Roth und Carolina Amalia NN.; °° am 17.2.1749 mit Catharina Gertrud Roth, der Tochter des Hofmannes auf dem Reckelbacherhof, Jakob Roth und der Anna Elisabeth NN.. Trauzeugen waren Joseph Broschart und Jakob Roth „sponsi et sponsae patribus“ (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 175).


Vater des Johann Peter Broschart (geb. 1.3.1766). Hierbei ist im Kirchenbuch Schallodenbach vermerkt: „Die Mutter hat allein auf dem Reckweilerhof gewohnt, der Vater ist seit langer Zeit abwesend und hat sie heimlich besucht (vgl. Budell: Register zu den Kir­chenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 175).


Johann Jakob *Broschart, der bei seiner Hochzeit 17.2.1749 noch zu Lebzeiten seines Vaters in Schallodenbach als „Müller und Hof­mann“ im Kirchenbuch erwähnt ist, war wohl nicht lange als Müler in Schallodenbach. Bei der Geburt seines Sohnes Johann Peter Broschart (geb. 1.3.1766) im Kirchenbuch Schallodenbach vermerkt: „Die Mutter hat allein auf dem Reckweilerhof gewohnt, der Va­ter ist seit langer Zeit abwesend und hat sie heimlich besucht (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 175). Dies erklärt, warum bereits am 1.6.1756 in Schallodenbach als Pate erwähnt ist, der Müller in Schallodenbach, Johann Jakob Lantzer (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallo­denbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 134).



Broschart, Joseph:

14.2.1753 in Schallodenbach im Alter von 61 Jahren; Müller und Hofmann in Schallodenbach (vgl. Budell: Register zu den Kir­chenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 76).


°° mit Carolina Amalia NN. († vor 1752); Vater der Elisabetha Broschart (°° 14.2.1752 in Schallodenbach mit Johann Sebastian Köl­meyer (Sohn des Schultheißen Meinrad Kölmeyer und der verlebten M. Elisabetha NN. aus Glanodenbach) (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 108).


Sein Sohn, der Hofmann und Müler in Schallodenbach, Johann Jakob *Broschart °° am 17.2.1749 mit Catharina Gertrud Roth, der Tochter des Hofmannes auf dem Reckelbacherhof, Jakob Roth und der Anna Elisabeth NN.. Trauzeugen waren Joseph Broschart und Jakob Roth „sponsi et sponsae patribus“ (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 175).



Brosius, Barbara:

3.1.1832 Ebernburger Mühle – 21.12.1915 Ebernburger Mühle; die andere Tochter des Johann (1) Brosius und der Barbara Möbus, Barbara Brosius (3.1.1832 Ebernburger Mühle – 21.12.1915 Ebernburger Mühle) hatte am 19.11.1857 den Bauern und Winzer Georg Christoph Schneider (2.11.1829 Ebernburg – 26.9.1915 Ebernburg) geheiratet, der die Mühle zu einem Kaufpreis von 70000 Mark erwarb (vgl. Henrich, Karl: Die Ebernburger Mühle im Alsenztal, in: Pfälzer Heimat 1977, S. 61). Aus dieser Ehe ging der Sohn Christoph Schneider (8.5.1864 Ebernburg – 19.9.1953 Ebernburger Mühle) hervor, der seinen Vater als Müller beerbte



Brosius, Caspar:

geb. um 1762 Ebernburgermühle – 10.2.1814 Ebernburger Mühle; Sohn des Müllers auf der Ebernburger Mühle, Johann Georg Bro­sius; Bruder des Müllers auf der Rheingrafenmühle in Lauterecken, Johannes Brosius (vgl. Henrich, Karl: Die Ebernburger Mühle im Alsenztal, in: Pfälzer Heimat 1977, S. 61); Müller auf der Ebernburger Mühle; sein Nachfolger wurde sein Neffe Johann *Brosius (vgl. Henrich, a.a.O., S. 61).



Brosius, Christoph:

ab 1689 Erbauer und Müller auf der Unteren Mühle in Nonnweiler (auch Söterische Mühle genannt); die Mühle lag am Weg von Nonnweiler nach Braunshausen und war eine Mahl-, Säge- und Lohmühle. Sie wurde 1697 von NN. Hauzeur gekauft und 1725 zu einer Eisenschmelze und Hammerwerk umgebaut (vgl. Klauck: Lexikon saarländischer Orte, a.a.O., S. 334).



Brosius, Jakob:

ca. seit Anfang des 19. Jh. Müller auf der Eidenmühle in Norheim/Nahe (liegt knapp westlich von Ebernburg) (vgl. Spengel, Gerd: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, a.a.O., S. 66). +++es könnte sich mE um einen Bruder des Johann(es Brosi­us handeln+++ klären+++



Brosius, Johann:

1851 und noch 1863 Müller auf der Ölmühle, später Sägemühle/Lohmühle in Lauterecken. Im März 1851, als Johann Brosius Besit­zer der Mühle war, brannten das Wohnhaus, die Ölmühle und die Hanfreibe ab. Ein Neubau erfolgte wohl zunächst nicht. 1863 er­hielt Brosius die Konzession für den Betrieb einer Säge- und Ölmühle “in seinem neuen Bau bei seinem Anwesen”. Sein Nachfolger war später Moritz Brosius. Etwa 30 Meter davon entfernt, errichtete Rudolf Brosius 1877 eine Säge- und und Lohmühle, die er noch 1881 betrieb (vgl. Zink: Lauterecken, a.a.O., S. 362/63); 1886 und1916 Nennung als Bordmühle (vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 16O m.w.N.).


1836 beantragte der Müller Jacob Spielmann von der knapp oberhalb gelegenen Mühle in Lohnweiler die Erlaubnis zur Herstellung eines 3. Ganges der Mühle, „da wohl Niemand beeinträchtigt“ werde (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 33; Archiv Kreisverwaltung Kusel, Nr. 661-04-L: Lohnweiler Mühle, J. Spielmann an Reg. d. Rheinkr. Speyer vom 2.1.1836). Dagegen erhob der nur wenig unterhalb liegende Müller, Christian Groß, Einspruch, worauf die Regierung beschloß“ dem Jacob Spielmann die frag­liche Erlaubnis vor der Hand zu verweigern“ (vgl. Heil, a.a.O., S. 33; Archiv Kreisverwaltung Kusel Nr. 661-04-L, Lohnweiler Müh­le: Regierungsentschließung d. Reg. d. Rheinkr. Speyer vom 16.9.1836). 1855 war die Vergrößerung schließlich dennoch vollzogen, wie die Bemerkung Spielmanns beweist, er habe „durch verbesserte Construction und die vor etlichen Jahren vorgenommen Rectifi­cation seines Mühlenkanales“ das Werk „auf drei Mahlgänge nebst dem Schälgang“ gebracht. Spielmann erwähnt in diesem Zusam­menhang weiterhin, daß er unabhängig von dem in neueren Zeit „leidenden Mahlgeschäft“, eine „Oel- Bord- und Lohmühle“ errich­ten wolle, um auch „die bis jetzt verlorengehende Wasserkraft zu benützen“ (Heil, a.a.O., S.34; Archiv Kreisverwaltung Kusel Nr. 661-04-L, Lohnweiler Mühle: J. Spielmann an Reg. d. Pf. Speyer vom 14.9.1855; vgl auch LA Speyer: Lauterecken, Best. U 174 Nr. A 162). Hiergegen legte der jetzige unterliegende Müller Widerspruch ein (vgl. Heil, a.a.O., S. 34; Archiv Kreisverwaltung Kusel Nr. 661-04-L, Lohnweiler Mühle: Protokoll des Bürgermeisteramts Lauterecken vom 3.11.1855). Als Ersatz dafür richtete Spielmann dann im folgenden Jahr 1856 einen 4. Mahlgang ein (vgl. .Heil, a.a.O., S. 34; LA Speyer, Best. L 57 Nr. 1668, S. 595 und Archiv Kreisverwaltung Kusel Nr. 661-04-L Lohnweiler Mühle: J. Brosius, Bordenmühle Lauterecken an Landcommissariat Kusel vom 13.12.1858).


Um 1855 waren Valentin Brosius und/oder Johann Brosius die Müller in Lauterecken +++klären: beide auf derselben Mühle? ++. Zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Mühlen durch starke Konkurrenz nach Aufhebung des Mühlbanns und des Mahlmono­pols schlossen die Mahlmüller an der Lauter am 24.3.1855 einen Monopolvertrag, mit dem Ziel, durch Ankauf von Uferland und Wasserrechten den Bau neuer Mahlmühlen zu verhindern. Hierbei handelte es sich um Jakob Metfelder in Offenbach, Philipp Gros zu Wies- bzw. Berschweiler, Valentin und Johann Brosius in Lauterecken Jakob Spielmann in Lohnweiler und Nikolaus Schlemmer in Heinzenhausen (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Kreuscher und Spielmann. Familien vom Bachadel an der Lauter; in: Pälzer Sunn­dag, Nr. 34 vom 19.8.1956; S. 3; Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 37).



Brosius, Johann(es):

um 1765 Ebernburger Mühle - 19.5.1838 Lauterecken; Sohn des Ebernburger Müllers Johann Georg *Brosius und Bruder des Mül­lers auf der Ebernburger Mühle, Caspar *Brosius; 1803 Eigentümer der Rheingrafenmühle in Lauterecken, und war vom 20.1.1808 bis 1813 Maire von Lauterecken (vgl. Henrich, Karl: Die Ebernburger Mühle im Alsenztal, in: Pfälzer Heimat 1977, S. 61); er starb im Alter von 73 Jahren am 19.5.1838 in Lauterecken (vgl. Zink: Lauterecken, a.a.O., S. 362).


Nach dem Kirchenbucheintrag (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 74) hat entgegen aA bereits Johann Georg Brosius und nicht erst sein Sohn Johann Brosius die Rheingrafenmühle erworben (vgl. ebenso: Henrich, Karl: Die Ebernburger Mühle im Alsenztal, in: Pfälzer Heimat 1977, S. 60)


Vater des Johann Brosius; dieser übernahm nach dem Tod seines Onkels Caspar Brosius († 10.2.1814 Ebernburger Mühle) die Ebern­burger Mühle (vgl. Henrich, Karl: Die Ebernburger Mühle im Alsenztal, in: Pfälzer Heimat 1977, S. 61).



Brosius, Johann (1):

27.8.1806 Rheingrafenmühle Lauterecken – 18.6.1846 Ebernburger Mühle; Sohn des Müllers auf der Rheingrafenmühle in Lautere­cken Johann(es) *Brosius; Enkel des Müllers auf der Ebernburger Mühle, Johann Georg Brosius; Müller auf der Ebernburger Mühle; er übernahm nach dem Tod seines Onkels Caspar *Brosius (Anm.: Todesdatum 10.2.1814 ist angesichts der Nachfolge um 1828 frag­lich) um 1828 die Ebernburger Mühle; ° Barbara Möbus (9.9.1813 Sieversheim – 13.6.1878 Ebernburger Mühle); Vater des Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Ebernburger Mühlen,. Johann (2) Brosius (vgl. Henrich, Karl: Die Ebernburger Mühle im Alsenztal, in: Pfälzer Heimat 1977, S. 61).



Brosius, Johann (2):

10.7.1840 Ebernburger Mühle – 20.11.1905 Ebernburger Mühle; Sohn des Müllers auf der Ebernburger Mühle Johann (1) *Brosius und der Barbara Möbus; Müller auf der Ebernburger Mühle; er übernahm nach dem Tod des Vaters 1846 die Ebernburger Mühle; °° 24.4.1873 in Ebernburg mit Elisabeth Katharina Piton (geb. 17.9.1851 Altenbamberg. Vater der Maria Brosius (6.9.1877 Ebernburger Mühle – 17.3.1936 Bad Kreuznach (?); diese heiratete am 27.8.1900 in Ebernburg den Postassistenten Friedrich Wilhelm Schwei­ckart (geb. 9.12.1872), der die Mühle erbte, aber mit seiner Ehefrau nach Kreuznach verzog. Die andere Tochter des Johann (1) Bro­sius und der Barbara Möbus, Barbara Brosius (3.1.1832 Ebernburger Mühle – 21.12.1915 Ebernburger Mühle) hatte am 1857 den Bauern und Winzer Georg Christoph Schneider (2.11.1829 Ebernburg – 26.9.1915 Ebernburg) geheiratet, der die Mühle zu einem Kaufpreis von 70000 Mark erwarb (vgl. Henrich, Karl: Die Ebernburger Mühle im Alsenztal, in: Pfälzer Heimat 1977, S. 61).



Brosius, Johann Georg:

vor 1801 err. (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 70, 74); aus Feilbingert (vgl. Henrich, Karl: Die Ebernburger Mühle im Alsenztal, in: Pfälzer Heimat 1977, S. 59); er war von Beruf Küfer (vgl. Weber: Geschichte der Mühlen, a.a.O., Bd. 1, S. 143); er kaufte am 17.12.1769 von Konrad *Kron des Erbbestandsrecht an der Ebernburger Mühle im Alsenztal; das Erbbestandsrecht wurde 1775 von der Herrschaft Sickingen auf Brosius übertragen (vgl. Henrich, Karl: Die Ebernburger Mühle im Alsenztal, in: Pfälzer Heimat 1977, S. 59); er war Müller auf Mühle in Ebernburg (vgl. Zink: Lauterecken, a.a.O., S. 362). Brosius war in erster Ehe mit N.N. Verheiratet; aus der 1. Ehe stammen 4 Kinder, in 2. Ehe Barbara Dorst; er hatte aus beiden Ehe je 4 Kin­der, mithin insgesamt 8 Kinder, darunter Kinder, Johann *Brosius, Caspar *Brosius (Henrich, a.a.O., S. 60) und des Peter Brosius (als Pate erwähnt am 25.3.1804 in Medard als "Sohn des † Georg Brosius, Müller auf der Rheingräfl. Mühle bey Lauterecken" (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 74); nach dem Kirchenbucheintrag hat entgegen aA bereits Jo­hann Georg Brosius und nicht erst sein Sohn Johann Brosius die Rheingrafenmühle erworben; er kaufte die Rheingrafenmühle für seinen Sohn Johannes Brosius (vgl. ebenso: Henrich, Karl: Die Ebernburger Mühle im Alsenztal, in: Pfälzer Heimat 1977, S. 60).



Brosius, Valentin:

um 1843 Müller auf der Ölmühle der Stadtmühle in Lauterecken. Dieser Teil der Stadtmühle lag rechts der Lauter.


Am 13.6.1843 ersteigerte Heinrich Horbach von den Erben des Johannes Horbach die Mahlmühle der Stadtmühle, bestehend aus ei­ner Mahlmühle mit 3 Mahlgängen, Wohnhaus, Stall, Scheuer, Hofraum, Pflanzgarten und Einfahrt durch den Hof der Ölmühle. Bei der gleichen Versteigerung erwarb der Müller Valentin *Brosius die zur Stadtmühle gehörende Ölmühle mit Wohnhaus, Scheuer, Stall und Hof für 7275 Gulden (vgl. Zink: Lauterecken, a.a.O., S. 361).


Die Lauterecker Stadtmühle rechts des Mühlkanals (Ölmühle) repräsentierte erst nach der Trennung von 1843 ein unabhängiges Werk, das Valentin *Brosius zunächst als Ölmühle weiterführte (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 46; WWA Kaiserslautern, Triebwerksakten, Az: 27.56.01., Stadtmühle Lauterecken: Teilungsprotokoll vom 13.6.1843 und LA Speyer, Best. L 56 Nr. 837 S. 152). Für das Jahr 1859 wird die Brosius'sche Mühle dann allerdings mit einem Wasserrad beschrieben, das „eine Oelmühle, einen Mahlgang u.einen Schälgang“ treibe (vgl. Heil, a.a.O., S. 46; Archiv Kreisverwaltung Kusel Nr. 661-04-L, Stadtmühle Lauterecken: Protocoll über die Aichpfahlsetzung vom 9.6.1859 und WWA Kaiserslautern, Triebwerksakten, Az: 27.56.01, Stadtmühle Lautere­cken).


Um 1855 waren Valentin Brosius und/oder Johann Brosius die Müller in Lauterecken +++klären: beide auf derselben Mühle? ++. Zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Mühlen durch starke Konkurrenz nach Aufhebung des Mühlbanns und des Mahlmono­pols schlossen die Mahlmüller an der Lauter am 24.3.1855 einen Monopolvertrag, mit dem Ziel, durch Ankauf von Uferland und Wasserrechten den Bau neuer Mahlmühlen zu verhindern. Hierbei handelte es sich um Jakob Metfelder in Offenbach, Philipp Gros zu Wies- bzw. Berschweiler, Valentin und Johann Brosius in Lauterecken Jakob Spielmann in Lohnweiler und Nikolaus Schlemmer in Heinzenhausen (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Kreuscher und Spielmann. Familien vom Bachadel an der Lauter; in: Pälzer Sunn­dag, Nr. 34 vom 19.8.1956; S. 3; Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 37)



Brücher, Karl Heinz:

um1980 Betreiber der Christoffelsmühle zwischen Niederalben und Rathsweiler; Sohn und Enkel der dortigen Sägemüller NN. Brü­cher (+++klären+++); Vater des Betreibers der Christoffelsmühle und Sägemüllers Manfred Brücher (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 262; vgl. auch „Die Rheinpfalz“ Ausgabe Kusel vom +++klären+++).


Photo:

- Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O. S. 262



Brügel, Adam:

um 1878 Müller auf der Mahlmühle der Stadtmühle Lauterecken (Anm.: die Stadtmühle war damals eine Doppelmühle); die auf dem gleichen Grundstück befindliche Ölmühle kam 1866 in den Besitz des Peter *Burckhardt vom Reckweilerhof, dem 1882 sein Sohn Peter Burkhardt nachfolgte (vgl. Zink: Lauterecken, a.a.O., S. 361).


Nach dem Neubau der oberhalb an der Lauter liegenden Lohnweiler Mühle kam es zu Kontroversen zwischen dem Müller auf der Lauterecker Stadtmühle, Adam Brügel und dem Lohnweiler Müller bezüglich der Breite des Gerinnes an der Lohnweiler Mühle. 1878 ergab sich für den Lauterecker Stadtmüller links des Mühlteichs die Notwendigkeit, „die Mühle nunmehr mit zwei Wasserrä­dern zu betreiben und zwar in der Art, daß die Gerinne I und II in ein Gerinn mit einem Rad umgewandelt und das im Gerinn III lau­fende Rad etwas mehr nach vorn gegen das Vorgestell“ zu verlegen (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 42; Archiv Kreisver­waltung Kusel Nr. 661-04-L, Stadtmühle Lauterecken: A. Brügel an Bezirksamt Kusel vom 27.3.1878; WWA Kaiserslautern, Trieb­werksakten Az: 27.56.01 Stadtmühle Lauterecken). Der Umbau und die Erstellung einer wirkungsvolleren Anlage scheint bereits im Sommer 1878 fertiggestellt worden zu sein (vgl. Heil, a.a.O., S. 42; Archiv Kreisverwaltung Kusel, Nr. 661-04-L, Stadtmühle Lautere­cken: Bürgermeisteramt Lauterecken an Bezirksamt Kusel vom 10.7.1878).



Brunn, Johann Jakob:

geb. um 1760 Vorderweidenthal – 27.9.1822 Minfeld; Sohn von Christoph Brunn und Anna Maria Moscherosch; Ölmüller in Minfeld (?); +++Lage und Existenz einer Ölmühle in Minfeld unklar; bei Weber, a.a.O. I/II nicht erwähnt+++++; er war verheiratet mit Maria Margaretha Abert (= Obert); Vater der Margaretha Brunn (geb. 3.10.1801 Minfeld; °° mit dem Leineweber Johannes Bohein) (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 110)



Brunner, Fr. Peter:

um 1841 und auch 1856 Müller auf der Wanzenheimer Mühle (auch Wandsheimer oder Untermühle) in Rheinzabern.


Der Fr. Peter Brunner annoncierte am 17.4.1841 im Eilboten Landau u.a. den Verkauf von „Elsaßer Gypsmehl“ (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 17.4.1841, Nr. 16, S. 64) und am 30.4.1853 in der Wanzheimer Mühle den Verkauf von selbst gemahlenem „Gyps-Mehl“ (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 2.4.1836 Nr. 14 und 30.4.1853, S. 191 [= LA Speyer Best. Y 20/41]).



Brunner, Georg:

ab 1720 und noch 1768 Müller auf der Rohrbacher Mühle bei Rohrbach nahe Landau; zum Dorf gehörte die oberhalb des Ortes lie­gende Rohrbacher Mühle (vgl. Frey: Geschichte des Rheinkreises; a.a.O., Bd. 1, S. 454). Diese ist zwischen Billigheim und Rohr­bach gelegen und im Mühlenverzeichnis für das kurpfälzische Oberamt Germersheim wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 255): “die daselbige Mühl besitzet dermahlen Georg Brunner Bürger allda, welcher solche in adjunct 1720 .. von dem Joseph Boltz erkauft, selbige hat 3 Wasser Räder. Zwey davon treiben 2 Mahl und einen Schehlgang wechßel weis und das weitere die Ohligmühl, an welch letzterer er Brunner nur die Helfde und die anderer Halbscheid (= Hälfte; vgl. Pfälz. Wörterbuch, a.a.O., Bd. 3 S. 598) der Georg Köhler das Eigenthum besitzet, gibt jährlich an Wasserfall Zinß der von Geispitzheimschen Famille zehn Malter Korn und denen Schlickischen Erben (Anm.: bei Weber: Müller und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 255 mit 'Schickischen' angegeben) zu Rohrbach annuation 4 Cappen, 1 Huhn, und 1 fl an Geld, sonsten aber außer der Schatzung gnädigster Herrschaft nichts.”



Brunner, Johann Georg:

geb. in Hanau am Main; Müller in ++++klären : welche Mühle++++; °° 29.4.1698 mit Anna Maria *Guttenbacher (Tochter des An­waltsschultheißen Sigismund *Guttenbacher; Schwester der Anna Eva *Guttenbacher, °° mit dem Müller in Winden, Peter *Reiland);



Brunner, Peter:

um 1794 Müller in Rheinzabern; er ersteigert am 17.11.1794 ein in Jockgrim gelegenes Grundstück, das ehemals im Eigentum des Bistums Speyer stand, im Rahmen der „französischen Nationalgüterversammlung“ (vgl. Martin: Emigration, a.a.O., Teil III: Ver­zeichnis der Nationalgüter, S. 132).



Bub, Georg Heinrich:

um 1765; Müller in Speyer (?); Sohn des Hanß Leonhard Bub, verlebter Müller in Beihensteegen (?); sein Lehrbrief vom 4.7.1765, ausgestellt vom Markgraf von Brandenburg, Amt Ansbach (= früher auch als Onolsbach bezeichnet) befindet sich im Stadtarchiv Speyer (vgl. Stadtarchiv Speyer Best. 1 U Nr. 1094).



Buch, Melchior:

vor 1577; Müller auf der Stadtmühle in Germersheim und Müller auf der Klostermühle Hördt (vgl. LA Speyer Best. A 13 Nr. 738). In dieser Urkunde vom 1.9.1577 heißt es: „Ich Georg Olblat Innwohner undt Gemeinsman zü Hördt Germersheimer Ambts und Jo­hanna sein eheliche Hausfrau…. Ich Lorenz Müller derzeit Schaffner zu Hördt bekenne undt thue Kundt meninglich Vor mich und alle meine nachkomme …. das Closter Hördt ein Mahlmühlen …. zwischen Hördt und Rülzem uf der Bach gelegen welche der ge­nannte Stattmüller zu Germersheim Melchior Buch seligen Leibgedings einst in Handen gehabt undt nunmehr durch denselben Clos­ter mit aller Zugehörung vor ungefehr Jahres wiederumbs Eigenthumlich … Undt seithero durch des Ehrsamen Georg Olblates Inn­wohners und Müllers zu Hördt …“ als Pächter betrieben worden ist.



Buchheit, Hans Adam:

ab 1740 Müller und Erbbeständer auf der Alten Hechtlochmühle in Rieschweiler. Sohn de Müllers Samuel Buchheit († 1740) und der Catharina Stock. Hans Adam Buchheit erhielt am 30.5.1740 den Erbbestandsbrief über die Alte Hechtlochmühle ausgehändigt, nach­dem er der Erbengemeinschaft nach Samuel Buchheit 943 Gulden ausbezahlt hatte (vgl. Müller, Franz J.: „Die Rieschweiler Mühlen, a.a.O., S. 509; LA Speyer Best B2-A 1274/2). Hierfür mußte er sich verschulden. Bereit 2 Jahre nach der Übernahme der Mühle teilt Hans Adam Buchheit der Regierung mit, daß er sich wegen seiner Schulden entschlossen habe, seine Hechtlocher Mühle an den Nünschweiler Gemeinsmann Johann Nikolaus *Hahn zu vertauschen. Er sollte dafür das Erbgut der Ehefrau des Hahn zu Nün­schweiler und 2200 Gulden in bar erhalten (vgl. Müller, Franz J.: „Die Rieschweiler Mühlen, a.a.O., S. 509).



Buchheit, Samuel:

1740 Rieschweiler; ab 1695 und noch 1727 Müller in Rieschweiler; er stammte aus Nünschweiler; er kaufte am 3.11.1695 die neu­erbaute Alte Hechtlochmühle in Rieschweiler von dem bisherigen Beständer Nicklaus *Faust für 300 fl. Der tatkräftige Müller erbau­te 1717 die Neue Hechtlocher Mühle hinzu (vgl. Müller, Franz J.: „Die Rieschweiler Mühlen, a.a.O., S. 506). Der gebürtige Katholik Buchheit war mit Catharina Stock, die reformierten Glaubens war verheiratet. Vater des Müllers Hans Adam *Buchheit (vgl. Müller, Franz J.: „Die Rieschweiler Mühlen, a.a.O., S. 509). Buchheit erhielt am 23.11.1717 für seine neue Mühle einen besonderen Be­standsbrief (vgl. LA Speyer Best. B2-A 1274/3; Müller, Franz J.: Die Rieschweiler Mühlen, a.a.O., S. 513). Buchheit betrieb die Mühle in den ersten Fahren selbst; er beschäftigte zuletzt ab 1726 einen angestellten Mühlarzt. Der Katholik *Nicola war Mühlarzt in Hornbach, dann wurde er von dem Müller Samuel Buchheit von der Alten Hechtloch Mühle in Rieschweiler angestellt als Mühlarzt und Müller auf der ebenfalls Buchheit gehörenden Neuen Hechtloch Mühle in Rieschweiler. Nicola wird erstmals am 25.1.1726 in Zusammenhang mit der Hechtlocher Mühle erwähnt (vgl. Müller, Franz J.: „Die Rieschweiler Mühlen, a.a.O., S. 505/506). 1727 ver­zichtete er, wahrscheinlich aus Altersgründen oder wegen angeschlagener Gesundheit (er hatte 1726 den Mühlarzt Philipp *Nicola eingestellt), zugunsten seines Sohnes Valentin auf die Neue Hechtloch Mühle und bewirtschaftete nur noch die ihm verbliebene Alte Hechtloch Mühle. Der junge Müllermeister Valentin *Buchheit erhielt am 22.11.1727 einen Erbbestandsbrief für die Mühle ausge­stellt (vgl. LA Speyer Best. B2-A1274/3; Müller, Franz J.: „Die Rieschweiler Mühlen“, a.a.O., S. 513).



Buchheit, Valentin:

5.6.1773 Rodalben; Müllermeister auf der Neuen Hechtloch Mühle in Rieschweiler; Sohn des Rieschweiler Müller Samuel *Buch­heit. Sein Vater verzichtete 1727, wahrscheinlich aus Altersgründen oder wegen angeschlagener Gesundheit (er hatte 1726 den Mühl­arzt Philipp *Nicola eingestellt), zugunsten seines Sohnes Valentin auf die Neue Hechtloch Mühle und bewirtschaftete nur noch die ihm verbliebene Alte Hechtloch Mühle. Der junge Müllermeister Valentin *Buchheit erhielt am 22.11.1727 einen Erbbestandsbrief für die Mühle ausgestellt (vgl. LA Speyer Best. B2-A1274/3; Müller, Franz J.: „Die Rieschweiler Mühlen“, a.a.O., S. 513). Die da­malige Mühle bestand aus 1 Mahlgang und einem angehängten Schälgang und wurde nun auch verwaltungsmäßig mit der Erteilung des Erbbestandsbrief von der Alten Hechtloch Mühle abgetrennt. Nach dem Tod des Vaters 1740 zahlte Valentin Buchheit die übrigen Miterben mit 859 Gulden aus und erhielt daraufhin einen neuen Erbbestandsbrief für die “auf Dellfelder Seite stehende Mühle“ aus­gestellt vgl. LA Speyer Best. B2-A 1274/2; Müller, Franz J.: „Die Rieschweiler Mühlen“, a.a.O., S. 513).


Im Mühlenprotokoll über die Mühlen Oberamt Zweibrücken erstellt 1744 vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5 ) ist die Neue Hechtloch Mühle wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 197): „Die Neue Hechtlocher Mühle liegt obiger (d.h. der Alten Hechtloch Mühle) Mühle gegenüber und mit dieser in einem Wasserbau, vor 22 Jahren erbaut, vor 17 Jahren von der alten Mühle abgetrennt. 1 Mahlgang mit angehängtem Schälgang. Erbbeständer ist Va­lentin Buchheit.“


Valentin Buchheit baute 1747 eine heute noch erhaltene Scheune, deren Türsturz mit den Initialen „VHB“ geschmückt ist. Dabei dürfte es sich um das Namenskürzel für „Valentin Buchheit Hechtlochermühle“ handeln (vgl. Müller, Franz J.: „Die Rieschweiler Mühlen“, a.a.O., S. 513).


°° I am 21.1.1721 mit Anna Elisabeth Scherer aus Höhmühlbach † vor1761); aus der 1. Ehe stammt der Sohn Georg Jacob Buchheit; °° II am 3.2.1761 mit der Müllerswitwe Katharina Scheid aus Rodalben. Unmittelbar nach der 2. Eheschließung verlies Buchheit die Neue Hechtloch Mühle, die er seinem Sohn Georg Jacob Buchheit übergab. Valentin Buchheit zog zu seiner 2. Ehefrau nach Rodal­ben, wo er am 5.6.1773 verstorben ist (vgl. Müller, Franz J.: „Die Rieschweiler Mühlen“, a.a.O., S. 513).



Buckel, Jacob:

Müller und Afterbeständer auf der hochstift-speyerischen herrschaftlichen Mahlmühle in Waldhambach. Ab 5.3.1742 wurde die herr­schaftliche Mühle des Hochstifts Speyer in Waldhambach schließlich an den Müllermeister Dieterich *Frantz aus Bruchsal im Tem­poralbestand auf 8½ Jahre vergeben. Ob er seinen Bestand ab 1.7.1742 persönlich angetreten hat, ist aus den Akten nicht ersichtlich, jedoch steht zu vermuten, daß er die Mühle zu Waldhambach von Anfang im sog. Afterbestand weiter verpachtet hat und bis 1750 als „Hauptbeständer“ fungierte. So beschwerte sich am 14.12.1746 ein Jacob *Buckel „gegen die dortige Undtheren, d[aß] sie das bann Recht nicht beobachteten(vgl. Ehrgott, Harald: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 228/29; LA Speyer Best. D2, 116,2).


Sohn von Johann Georg Buckel und NN.; °° am 7.11.1740 in Waldhambach mit Magdalena Zimmermann; Vater von Maria Barbara (geb. 3.2.1744), Anna Margaretha (geb. 25.9.1745), Maria Magdalena (geb. 10.3.1749), Maria Sophia (geb. 23.4.1751; Patin: Maria Sophia Dumser von der Kaisersbacher Mühle in Waldhambach, Maria Elisabeth (geb.11.11.1752) und Johann Michael Dumser (geb.16.12.1753) (vgl. Helfrich: Familienregister katholischen Kirchenbüchern von Waldhambach und Waldrohrbach 1735-1875, a.a.O., S. 18).



Bübel, Johann (Hans) Philipp:

s. Biebel, Johann (Hans) Philipp



Büg, Johannes:

um 1822 Müller auf der Schwenkwoogsmühle im Kupferthal bei Wattenheim. °° mit der Müllerstochter Regina Schreiner (Tochter des verlebten Müllers auf der Schwenkwoogsmühle, Johann Heinrich Christian *Schreiner). Am 22.6.1822 lassen der Müller auf der Schwenkwoogsmühle „im Bann von Wattenheim“ Johannes Büg und dessen Ehefrau Regina geb. Schreiner durch den Notar Moré in Grünstadt freihändig Grundstücke versteigern (vgl. LA Speyer Best K16 Nr. 289/1822 Notariat Grünstadt). Johannes Büg hat von seinem Schwiegervater, dem Müller Johann Heinrich Christian Schreiner die Schwenkwoogsmühle übernommen (arg. ex LA Speyer Best K16 Nr. 244/1822 Notariat Grünstadt)



Bühler, Balzahar (auch Balthasar):

ca. 1727 (err.); ab 1710 Müller und Erbbeständer auf der Mühle in Steingruben; Schwiegervater des Müllers Reinhardt Dautermann (vgl. Schattauer, Willi: Die Steckweilerer und Steingrubener Mahlmühlen (1682-1802); in: Nordpfälzer Geschichtsverein 4/2006 S. 14-16). Er erbaute 1707 die Mühle in Steingruben; gleichzeitig war er Besitzer der Mühle in Dielkirchen; Vater der NN. Bühler (Anm.: verheiratet mit dem Müller Reinhardt Dautermann); sein Schwiegersohn Dautermann ist ab 1727 Besitzer der Mühle; Bühlers Tochter war eine Tante der NN. (°° mit dem Müller Johann Nickel Graf); die Tochter des Balzahar Bühler übertrug die Mühle in Steingruben 1736 auf ihre Nichte und den Nickel Graf (vgl. Graf, Hermann: Aus der Geschichte der „Bachgrafen“ des Alsenztales; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1953, 47). Anm: +++klären: der Müller Dautermann muß 1736 verstorben sein++++



Bühler, Carl:

aus Ginsweiler; Sohn des Ölmüllers in Ginsweiler David *Bühler († 1790) und Maria Christina Hinnescheid aus Ginsweiler; Bruder des Ölmüllers Johann Adam *Bühler; Carl Bühler wird im Kirchenbuch als "Ölmüller zu Ginsweiler" bezeichnet; °° Elisabeth Catha­rina Venter; Vater des Georg Carl Bühler (*16.6.1795 Ginsweiler) und der Carolina Bühler (* 31.4.1797) vgl. Feil-Krampe: Familien­buch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 56)



Bühler, Christian (*Glas):

aus der Glashütte Gutenbrunn bei Homburg, 1760-1773 Hofmann auf einer Hälfte des Naumburgerhofs; Vater des Müllers auf der Ölmühle in Ginsweiler David *Bühler (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 54).



Bühler, David:

1733 Glashütte Guttenbrun (err.) - 1.4.1790 Medard im Alter von 57 Jahren; auch "Bieler"; Sohn des Christian Bühler (aus der Glas­hütte Gutenbrunn, 1760-1773 Hofmann auf einer Hälfte des Naumburgerhofs); Ölmüller zu Ginsweiler; Vater des Georg Wilhelm *Bühler (°° 2.4.1793 Anna Margaretha Venter vom Naumburgerhof) und des Johann Adam Bieler (°° 13.4.1787 mit der Müllerstoch­ter Anna Ottilia Knecht aus Ginsweiler, Tochter des Müllers Jakob *Knecht) (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Becherbach (reformiertes Kirchenbuch), Bd.2: 1716-1798, S. 148, dort als "Bieler" be­zeichnet; vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 54)



Bühler, Franz:

um 1726 war Franz Bühler der Müller in Würzweiler; er heiratet am 3.12.1726 in Imsbach die Maria Apollonia Wahl von Kahlenberg (Niederwiesen) (vgl. Karmann, Paul: Trauungen Auswärtiger im 1. Katholischen Kirchenbuch Imsweiler 1700-1765; in: PRFK Bd. 9 S. 202).



Bühler, Johann Adam:

aus Ginsweiler; Sohn des Ohligmüllers David *Bühler und Maria Christina Hinnescheid aus Ginsweiler; Bruder des Ölmüllers in Ginsweiler Carl *Bühler; Ölmüller zu Ginsweiler (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 55; An­thes, Günter F.: Die Kasualien der Einwohner von Odenbach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutherischen Kirchenbü­chern von Meisenheim 1684-1798, a.a.O., S. 19); °° 13.4.1784 mit der Müllerstochter Anna Ottilia Knecht aus Ginsweiler, Tochter des Müllers zu Ginsweiler Jakob *Knecht (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Becherbach [reformiertes Kirchenbuch], Bd.2: 1716-1798, S. 144); Vater des Georg Jacob Theodor Bühler (*19.7.1784), Ma­ria Margaretha Bühler (+/† 1792), Karl Jakob Bühler (* 109.1797) (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 55); und der Maria Dorothea Bühler (* 25.1.1787) (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 55 mit Zitat aus reform. Kirchenbuch Odenbach).



Bühler, Karl:

um 1795 Ölmüller in Ginsweiler; °° mit Elisabeth Katharina NN; Vater von Georg Karl Bühler (~ 16.6.1795 Ginsweiler) und Karoli­na Bieler (* 31.4.1797 (?) Ginsweiler) (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Fi­liale Becherbach (reformiertes Kirchenbuch), Bd.2: 1716-1798, S. 148)



Bühler, Ludwig:

1821 ist Ludwig *Bühles (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 26 vom 30.3.1821, S. 178) bzw. Ludwig Bühler (vgl. Intelligenz­blatt des Rheinkreises Nr. 19 vom 6.3.1821; S. 135) der Müller auf der Schönenberger Mühle.


Er annonciert am 30.3.1821 im Intelligenzblatt des Rheinkreises die freiwillige Versteigerung der Schönenberger Mühle. Diese wird in der Annonce wie folgt beschrieben (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 19 vom 6.3.1821, S. 135 und Nr. 26 vom 30.3.1821; S. 178): „ … in Schönenberg gelegene Mahlmühle mit zwey Gängen und einem Schälgang, mit geräumiger Wohnung, Hof, Scheuer, Stallung und einem im Hofgering befindlichen Kellerbau; sodann ein Grasgarten bey der Mühle, … nicht weniger auch ein Pflanz­garten … auf der anderen Seite des Mühlgrabens … . Der Mühle fehlt es nie an Wasser ...“.



Bühler, NN.:

aus Steingruben; Tochter des Müllers Balzahar *Bühler °° I. mit dem Müller und Erbbeständer auf der Mühle in Steingruben ++++ Graf; Mutter der NN. Graf (°° mit dem Müller auf der Mühle in Steingruben Nicolaus Graf); °° II mit dem Schultheiß in Obermo­schel NN. Bormann (vgl. Schattauer, Willi: Die Steckweilerer und Steingrubener Mahlmühlen (1682-1802); in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 4/2006 S. 14-16).



Bühler, Theobald:

Müller auf der Buchholtzer Mahlmühle zu Niedermiesau; Bühler verkauft die Mühle 1733 an Balthasar Heß (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29 zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 237)



Bühles, Ludwig:

s. Ludwig *Bühler



Bühn, Jacob:

um 1692 Müller in Lauterecken. 1692 wird im katholischen Kirchenbuch Lauterecken für die Filialkirche Berschweiler die Taufe des „Andreas, ehelicher Sohn [von] Jakob Bühn, molitory ibidem, et Anna Margaretha Coniux“ notiert (Quelle: katholisches Kirchen­buch Lauterecken).



Bug, Philipp Georg:

um 1760 Müller auf der Stadtmühle in Landau; er erstellte am 29.9.1760 als Sachverständiger nach dem Tod des Müllers auf der Hirschenmühle in Landau, Anton Moritz Naaß ein Gutachten über das Inventar der Hirschenmühle (dieses ist enthalten im Inventari­um LA Speyer Best. F23 Nr. 19 Ausfautheiakten Landau Urk. 730).



Buhl, Georg:

auch „Buhler“; um 1769 Müller auf der Mühle in Ingenheim; Buhl beantragte 1769 bei der fürstbischöflich-speyerischen Verwaltung in Bruchsal, ihm die herrschaftliche Mahlmühle in Waldhambach im Temporalbestand zu übertragen. Das Gesuch wurde zurückge­wiesen, da die Mühle noch an den Müller Christoph *Grötz verpachtet war (vgl. Ehrgott, Harald: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 232).



Burckhardt, Martin:

um 1757; aus Mertesheim; Burckhardt erhielt am 18.8.1757 das Monopol für den Lumpenaufkauf (Grundstoff Hadern in der Papier­produktion) in der Grafschaft Leiningen Westerburg; in einem Erbbestandsbrief von 1762 wurde ihm gestattet in Mertesheim eine Papiermühle zu errichten (vgl. Weber, Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 38); er stellte beim Bischof von Speyer das Gesuch in Bruchsal oder einem anderen fürstbischöflichen Gebiet eine Papiermühle errichten zu dürfen (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 76). 1780 befürwortete die kurpfälzischen Kommerzialkommission in Frankenthal das Gesuch Burckhardts, in Ketten­heim im kurpfälzischen Oberamt Alzey eine Papiermühle errichten zu dürfen (vgl. Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 15).



Burckhardt, Peter (2):

vom Reckweilerhof bei Wolfstein (vgl. Zink:Lauterecken, a.a.O., S. 361). Burckhardt beantragte 1852 die Erteilung der Genehmi­gung zum Bau einer „Mahl- und Schneidmühle an der Lauter“ bei dem „zur Gemeinde Wolfstein gehörigen Röckweilerhof“; es kam hiergegen zum Widerspruch umliegenden Müller, die auf die um 1850 bestehende Überkapazität und mangelnde Auslastung der be­reits an der Lauter vorhandenen Mühlen hinwiesen (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 36, 53-55; LA Speyer Best. H 38 Nr. 744: Schreiben Bürgermeisteramt Wolfstein an Landcommissariat Kusel vom 18.5.1852; Stadtarchiv Wolfstein Best. A Nr. VI, 3). Die Genehmigung wurde nach langem Verfahren und Auseinandersetzungen mit dem Müller Jakob Leppla von Oberweiler-Tiefen­bach am 22.7.1865 abgelehnt, wobei letzterer jedoch eine Genehmigung zur Errichtung einer Papiermühle erhielt (vgl. Heil, a.a.O., S. 53-55).


Die Ölmühle auf der Stadtmühle Lauterecken kam 1866 (+++klären: warum?) in den Besitz des Peter Burckhardt vom Reckweiler­hof, dem 1882 sein Sohn Peter Burkhardt nachfolgte (vgl. Zink: Lauterecken, a.a.O., S. 361).



Burckhardt, Peter (2):

1933; Betreiber der Ölmühle auf der Stadtmühle Lauterecken; Sohn des Ölmüllers Peter (1) *Burckhardt. Er kaufte die Mahlmühle auf der Stadtmühle Lauterecken von den Lauterecker Bürgern Ludwig Bambauer und Adolf Kennel, die in der Mühle eine Stuhlma­cherei betrieben, so daß mit Ölmühle und Mahlmühle die beiden Betriebe wieder vereinigt waren. Nach Burckhardts Tod 1933 führte dessen Witwe die Mühle weiter, bis sie 1949 von ihrem Schwiegersohn Friedrich Spielmann aus Bärenbach übernommen wurde. Er stellte am 31.7.1966 den Mühlenbetrieb ein (vgl. Zink: Lauterecken, a.a.O., S. 361).



Burg, Urban:

zwischen 1570 un 1602 Müller auf der Schaidter Mühle. °° mit der Witwe NN. Zöller, des verstorbenen Müllers auf der Schaidter Mühle, Hans Zöller/Zeller.


Um 1500 war eine Familie Zöller (Zoller, Zeller) Müller auf der Schaidter Mühle. Ein gewisser Marx Zeller, dann dessen Sohn Hans Zeller werden als Müller erwähnt. Die Erbpachtübernahmesumme betrug für die Familie Zöller 500 Gulden; diese hohe Summe war beim Tod des Hans Zeller noch nicht beglichen. Außerdem behauptete der Vertreter des Deutschordens, daß die Mühle ganz herunter gekommen sei. Als die Witwe des Hans Zöller um 1570 wieder heiratete, befand sich der neue Müller und Ehemann, Urban *Burg, in einer aussichtslosen finanziellen Lage. Er versuchte deshalb die Genehmigung des damaligen Deutschordenskomturs Konrad Knippig für einen Verkauf der Mühle zu erhalten, um seine Familie nicht ganz zu Grunde zu richten. Der Komtur verweigerte jedoch zu einem bereits abgeschlossenen Verkauf seine Zustimmung. Als dann der Müller Burg auch noch mit der jährlichen Erbpacht in Rückstand geriet, versuchte der Komtur die Mühle einzuziehen. Es kam hierüber zu einem Gerichtstag auf dem Schaidter Rathaus, bei dem die Meinungen hart aufeinander prallten. Da das Dorfgericht einige Zeugen als befangen ansah, lehnte es eine Entscheidung ab und verwies es die Sache an die nächst höhere Instanz, den Oberhof in Lauterburg. Daraufhin griff der fürstbischöfliche Oberamtmann des Hochstifts Speyer in Lauterburg, Riedesel, persönlich ein. Er schrieb auf Sonntag nach Judica 1570 an seinen „insbesonderen guten Freund“, den Komtur Knippig einen längeren Brief, in dem er die ungüstige Lage des Schaidter Müllers Burg eingehend schilderte und für denselben ein gutes Wort einlegte. Burg, der zugleich auch von 1561-1600 am damals benachbarten Schaidter Gutleuthaus war, hatte offensichtlich einflußreiche Freunde gehabt haben, denn er und seine Frau blieben auf der Mühle. Anläßlich einer Bestandsaufnahme der Schaidter Güter des Deutschordens von 1587, erhielten Urban Burg und seine Ehefrau Margarethe am 25.4.1587 einen Erbbestandsbrief, der vom Schaidter Dorfgericht ausgestellt war (vgl. Getto, Erich: Die Eckert von der Schaidter Mühle und ihre Nachfahren, a.a.O., S. 8-9 leider ohne Quellenangabe). Urban Burg verkaufte die Mühle 1602 mit Genehmigung des Deutschordens für 1000 Gulden und kaufte anschließend ein Wohnhaus im Schaidter Unterdorf (vgl. Getto, Erich: Die Eckert von der Schaidter Mühle und ihre Nachfahren, a.a.O., S. 10).



Burger, Hans Peter:

um 1695 Müller zu Ruschberg "auf der Unter"; °° vor 1695 mit Martha Margreth; aus der Ehe gehen 4 Kinder hervor, die zwischen 1695/1707 geboren sind (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 47).



Burgdörfer, Abraham:

1761 Weidenthal – 12.7.1835 Neuhemsbach; Sohn des späteren Müllers auf der Schloßmühle in Neuhemsbach Melchior (1) *Burg­dörfer und der Anna Maria Storck; Enkel des Müller auf der Schloßmühle in Neuhemsbach Abraham Storck; 1768 erwarb Abraham Storck (geb. in Jägerthal – 28.11.1773 Neuhemsbach) die Schloßmühle in Neuhemsbach und erhielt einen Erbbestandsbrief; er ist der Vater der Anna Maria Storck, die am 16.10.1759 in Hochspeyer dem Melchior (1) *Burgdörfer heiratet). Melchior Burgdörfer kaufte im Juni 1773 die Schloßmühle von seinem Schwiegervater Storck für 700 Gulden; aus der Ehe Burgdörfer/Storck gingen 8 Kinder hervor, darunter der älteste Sohn Abraham Burgdörfer, der die Mühle in Neuhemsbach übernommen hat (vgl. Burgdörfer, Friedrich W.: Beiträge zur Burgdörfer'schen Familienkunde, Heft 1, München 1960, S. 11). °° mit Henriette Wilhelmine Groß (29.9.1775 Göll­heim – 12.7.1835 Neuhemsbach). Abraham Burgdörfer folgte seinem Vater als Müller auf der Schloßmühle nach. Vater des Melchior (2) Burgdörfer und des Müllers auf der Schloßmühle in Neuhemsbach Michael Burgdörfer (vgl. Burgdörfer, Friedrich W.: Beiträge zur Burgdörfer'schen Familienkunde, Heft 1, München 1960, S. 11/12).



Burgdörfer, Heinrich:

ab 1917 Müller auf der oberen Eselsmühle in Enkenbach. Bruder von Prof. Dr. Friedrich W. Burgdörfer.1917 wurde die Obere Esels­mühle von Heinrich Burgdörfer gekauft und später aus- und umgebaut (vgl. Burgdörfer, Friedrich W.: Beiträge zur Burgdörfer'schen Familienkunde, Heft 1, München 1960, S. 16).



Burgdörfer, Melchior (1):

25.1.1738 Weidenthal – 1811 Neuhemsbach; Sohn des Bauern in Weidenthal Samuel Burgdörfer (1684 Weidenthal - +++; °° II Elisa­beth NN.) und Enkel des aus der Schweiz in Weidenthal eingewanderten gleichnamigen Samuel Burgdörfer (geb. um 1650; °° Mar­grith Ramseyer) ; Melchior Burgdörfer ist der erste Müller der Familie; °° 16.10.1759 in Hochspeyer mit Anna Maria Storck (Tochter des Abraham Storck); Abraham Stock erwarb 1768 die Schloßmühle in Neuhemsbach; Melchior Burgdörfer kaufte im Juni 1773 die Schloßmühle von seinem Schwiegervater Storck für 700 Gulden; aus der Ehe Burgdörfer/Storck gingen 8 Kinder hervor, darunter der älteste Sohn Abraham Burgdörfer(geb. 1761 Weidenthal - ++++), der die Mühle in Neuhemsbach übernommen hat (vgl. Burgdörfer, Friedrich W.: Beiträge zur Burgdörfer'schen Familienkunde, Heft 1, München 1960, S. 11)



Burgdörfer, Michael:

Sohn des Müllers auf der Schloßmühle Neuhemsbach, Abraham Burgdörfer und der Henriette Wilhelmine Groß aus Göllheim; um 1840 Müller in Neuhemsbach; die Angabe von Weber (vgl. Weber: Mühlen im Alsenztal, a.a.O., S. 10), er habe 1840 die Schloßmüh­le in Neuhemsbach erneut erbaut, die im 18. Jh. im Zuge der Errichtung der Bärenmühle geschlossen worden sei, ist unzutreffend (vgl. Burgdörfer, Friedrich W.: Beiträge zur Burgdörfer'schen Familienkunde, Heft 1, München 1960, S. 11):



Busch, Caspar:

um 1682; Müller; er baute zusammen mit dem Müller auf der (oberen) Eselsmühle in Enkenbach, Severin *Weckmann 1682 eine Bordenmühle an den Eichwoog im Alsenztal bei Enkenbach, auf der Höhe des Hahner Hofes, wo früher eine Schleifmühle stand (vgl. Weber: Mühlen im Alsenztal, a.a.O., S. 6)



Butz, Johann Wilhelm:

Müller in Breunigweiler; 1704 übernahm Wilhelm Butz die Mahl- und Bordenmühle in Breunigweiler für 400 fl. und erhielt von den Fürsten von Nassau-Saarbrücken den Erbbestandsbrief, der am 6.5.1710 erneuert wurde. Die Mühle verfügte damals über 2 Wasser­gänge, d.h. Mühlräder: eins für die Mahl- und eins für die Sägemühle (vgl. Gillmann: Sippersfeld, Pfrimmerhof und Breunigweiler, a.a.O., S. 245; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 292); °° Anna Katharina NN; Vater der NN. Butz (°° mit dem Müller Johann Peter Weißmann (vgl. Lehmann, August: Nachrichten über die Klostermühle zu Breunigweiler; in: Nordpfälzer Geschichts­verein 1909, S. 84-87).



Butzky, Johannes:

um 1750 Müller in Obermoschel; Witwer; °° II 26.5.1750 in der kath. Kirche Schallodenbach mit Anna Maria Wendel, Tochter des Johann Vitus Wendel aus Heimkirchen (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 21).




























Litera C



Callina, Peter:

um 1820 Müller in Kleinkarlbach; °° mit Anna Catharina Kiehnbarth; die Eheleute lassen am 27.12.1820 durch den Notar More einen Acker in Kleinkarlbach versteigern (vgl. LA Speyer Best. K16 Nr. 20 Urk. Nr. 704/1820).



Calmer, Nickel:

bis 1740 Müller auf der Guthausmühle bei Baumholder; er verkaufte die Mühle 1740 an den Müller Johann Theobald *Lang, wie sich aus dem pfalz-zweibrückischen Mühlenprotokoll von 1746 (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7) ergibt (vgl. Schworm, Ernst: Die Steinalb und ihre Mühlen; in: Westricher Heimatblätter 1992, S. 8):.



Capp, Simon:

ab 1571 Müller in Vogelbach; °° mit Apolonia NN.


Am 11.11.1571 bestätigt ein „Revers des Simon *Capp und seiner Frau Apolonia, daß Pfalzgraf Johann ihnen des Klosters Wernss­weiler Mahlmühle zu Vogelbach zu Erbbestand verliehen habe gegen jährlich 18 Malter Kornzins; für die richtige Leistung verpfän­den die Beständer ihr Erbe zu Salmstatt (?), Reiffenberg und Battweiler“ (vgl. LA Speyer Best. D 35 S. 11: Repertorium Werschwei­ler, erstellt 1893 durch Kreisarchivar Dr. Joh. Mayerhofer an Hand der beiden Kopialbücher des Klosters Werschweiler, die Kriegs­verlust sind).



Cappel, Abraham:

um 1780 Müller in ++Odenbach ?++++; °° 1780 err. mit Katharina Anna NN.; aus der Ehe stammen 7 Kinder, darunter die erstgebo­rene Tochter Maria Charlotta Henrietta Cappel (*30.4.1781) (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Oden­bach am Glan mit der Filiale Becherbach [reformiertes Kirchenbuch], Bd.2: 1716-1798, S. 153).



Caspar, Anna Angelica:

1745 Untermühle in Steinbach/Donnersberg – 1777 Steinbach; lutherisch Tochter des Zimmermeisters Johannes (2) Caspar und Anna Angelica Ackermann; Enkelin des Müllermeisters auf der Untermühle in Steinbach, Johannes (1) *Caspar und Urenkelin des Müller­meisters auf der Untermühle Steinbach Matthias *Caspar; °° 1763 mit Valentin Bauer (um 1735 - 3.2.1806 Steinbach); Mutter des Ackersmann in Steinbach, Johann Jakob Bauer; Großmutter des Müllers auf der Obermühle in Steinbach, Heinrich Bauer (vgl. Mit­teilung Herr Ewald Dittmar)



Caspar, Matthias:

1659 (err.) – 6.3.1744 Steinbach/Donnersberg (Daten: Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar); Müllermeister auf der Untermühle in Steinbach; falkensteinischer Leibeigener; Vater des Müllers auf der Untermühle in Steinbach, Johannes (1) *Caspar (1679 – vor 1740) und Großvater des Müllers auf der Untermühle in Steinbach, Johann Ulrich *Caspar (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 282, der allerdings fehlerhaft Johann Ulrich Caspar als Sohn des Matthias Caspar bezeichnet; vgl. März, Michael: Steinbach am Donnersberg, Steinbach 1990, S. 280).



Caspar, Johannes (1):

1679 Steinbach/Donnersberg – vor 1740; lutherisch; Sohn des Müllers in Steinbach, Matthias *Caspar; Müllermeister auf der Unter­mühle in Steinbach; °° I 1700 (?) mit Anna Maria Barbara NN. († vor1710); aus der Ehe stammt die Tochter Anna Barbara Caspar († 17.2.1752 Jakobsweiler); °° II am 26.8.1710 in Jakobsweiler mit Anna Ottilia Merz (geb. 1685 [?] St. Alban); aus der 2. Ehe stam­men die Kinder: der Müllermeister Johann Ulrich *Caspar (geb. 1715 [?]), der Zimmermeister Johannes (2) *Caspar (°° 1742 mit Anna Angelica Ackermann), Anna Esther Caspar (geb. 1720 [?]) und Velten Caspar (geb. 1725 [?]) (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar).



Caspar, Johannes (2):

geb. 1715 (?) Untermühle Steinbach/Donnersberg - ++++; Sohn des Müllers auf der Untermühle in Steinbach, Johannes (1) *Caspar aus dessen 2. Ehe mit Anna Ottilia Merz; Bruder des Müllermeister Johann Ulrich *Caspar (geb. 1715 [?]), Anna Esther Caspar (geb. 1720 [?]) und Velten Caspar (geb. 1725 [?]); °° 1742 mit Anna Angelika Ackermann; Vater der Anna Angelica *Caspar (Großmutter des Müllers auf der Obermühle in Steinbach, Heinrich Bauer (vgl. Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar).



Caspar, Johann Conrad:

Müller aus Turtey i.d. Schweiz; °° 14.8.1753 mit Maria Catharina Magin, des Kuhhirten Tochter (vgl. Meyer, Dietmar: Register zum 2. ref. Kirchenbuch Waldfischbach [Holzlandkirchenbuch], Zweibrücken 1986, S. 7).



Caspar, Johann Ulrich:

geb. 1721 err., Steinbach, Untermühle - 2.2.1752 in Steinbach, 31 Jahre alt (vgl. März: Steinbach, a.a.O., S. 103 ), von leiningen-gun­tersblum´schen Soldaten erschossen; lutherisch; Sohn des Müllers auf der Untermühle in Steinbach, Johannes *Caspar (vgl. Mittei­lung von Herrn Ewald Dittmar; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 282 bezeichnet ihn fehlerhaft als Sohn des Müllers Mathias Caspar) und Enkel des Müllers auf der Untermühle in Steinbach, Matthias Caspar; Halbbruder der Anna Barbara Caspar († 12.5.1752 Jakobsweiler), Bruder des Zimmermeisters Johannes (2) *Caspar (°° 1742 mit Anna Angelica Ackermann), Anna Esther Caspar (geb. 1720 [?]) und Velten Caspar (geb. 1725 [?]) (vgl. Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar); Müller auf der Untermühle in Steinbach (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 130, 282). Der Müller Johann Ulrich Caspar war zum Zeitpunkt sei­nes Todes 31 Jahre alt; °° mit Anna Barbara Hack, 4 minderjährige kleine Kinder vgl. März: Steinbach, a.a.O., S. 103 ).


1752 kam es wegen der sog. herrschaftlichen Fräuleinsteuer zu Widerstand in Steinbach gegen die Grafen von Leiningen-Gunters­blum; die Abgabe stammte von der Hochzeit der Gräfin Maria Christina Felicitas von Leiningen-Guntersblum mit dem Markgrafen von Baden-Durlach am 4.12.1711; die Zahlung dieser willkürlich geforderten Zwangsabgabe war von den leiningischen wie auch den falkensteinischen Untertanen in Steinbach seither verweigert worden. Am 2.2.1752 erfolgte ein erneuter Versuch zur Erhebung der äußerst umstrittenen Zusatzsteuer auch bei falkensteinischen Untertanen, diesmal unter Hinzuziehung von leiningischen Solda­ten. Die Einwohner verweigerten erneut die Steuerzahlung; die Grafen von Leiningen schickten daraufhin Soldaten, mit dem Auftrag, anstelle der Steuer, das Vieh mitzunehmen. Bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen wurde Caspar erschossen (vgl. Weber: Müh­len und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 130, der allerdings auf S. 282 wohl fehlerhaft 1742 angibt; vgl. März: Steinbach, a.a.O., S. 103 ).



Caspari, Karl:

geb. um 1798 Niederbrombach - ++++; Müller in Linden (?); °° vor 1822 in Linden mit der Müllerstochter Margaretha Müller geb. 29.12.1797 Linden - 28.3.1863 Heimbach), der Tochter des Müllers in Linden, Christian *Müller und der Maria Elisabeth Albert aus Linden; (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1 S. 142, Nr. 501)



Catoir, Johann Jakob:

um 1841 Rotgerber in Bad Dürkheim und Müller auf der Bruchmühle in Quirnheim-Tal; Sohn des Rotgerbers in Grünstadt und Gast­wirt „Zur Krone“ Johann Daniel Catoir und der Juliane Pretorius aus Stromberg; Bruder u.a. des Wilhelm August Catoir; (Mitteilung von Frau Marie Luise Reuter,Quirnheim); 1841 (err.) kaufte der Rotgerber aus Bad Dürkheim Johann Jakob *Catoir die Bruchmühle (vgl Mitteilung von Frau Marie Luise Reuter aus Quirnheim); er ist im Urkataster von Quirnheim von 1837/1841 eingetragen mit „Wohnhaus,Mahlmühle mit 2 Mahl- und 1Schälgang, Lohmühle, Stall, 2 Scheuern, Schoppen, Schweineställe, Hof, Pflanzgarten, Acker und Wiese. Jakob Catoir, in Dürkheim wohnhaft, Besitzer (der Bruchmühle) hat die Obliegenheit auf sich, im Eisbach (Plan-Nr. 541, 542, 506) zu putzen und dessen Ufer zu unterhalten.



Catoir, Wilhelm August:

1806 Grünstadt – 1878 Großkarlbach; Sohn des Rotgerbers in Grünstadt und Gastwirt „Zur Krone“ Johann Daniel Catoir und der Ju­liane Pretorius aus Stromberg; Bruder u.a. des Johann Jakob *Catoir (Mitteilung von Frau Marie Luise Reuter,Quirnheim); Gutsbesit­zer am Kreuzweg in Großkarlbach (vgl. Martin, Michael: Das Dorf Großkarlbach im Spiegel des Urkatasters von 1841; in: Martin, Erwin [Hrsg.]: Großkarlbach, a.a.O., S. 104). 1856 wurde die Pappelmühle an Wilhelm August Catoir verkauft. Dieser ließ in den 1860er Jahren die Gebäude in spätklassizistischen Formen weitgehend neu aufführen. Das übergiebelte, seitlich von Wirtschaftsbau­ten eingefaßte Torhaus ist im Schlußstein bezeichnet "W. Catoir 1867" (vgl. Karn, Georg Peter: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin, Michael: Das Dorf Großkarlbach im Spiegel des Urkatasters von 1841; in: Martin, Erwin [Hrsg.]: Großkarlbach, a.a.O., S. 179). Wilhelm August Catoir ließ 1848 das Winzergut Hauptstr. 48 in Großkarlbach errichten (vgl. Karn, a.a.O., S. 179).



Cator, Heinrich Balthasar:

um 1740; er errichtete 1740 die Kestenmühle im Hainbachtal bei Bad Gleisweiler (vgl. Arnold, Hermann: Landschaft und Geschichte im Umkreis des Teufelsberges (Teil 2); in: Pfälzer Heimat 1980, S. S. 21). +++Name prüfen Catoir?++++



Cetto, Antonio:

um 1751; aus Zweibrücken; er ersteigerte 1751 die Wachtelsmühle (heute Papierfabrik Poerringer) im Queichtal an der Straße von Annweiler nach Sarnstall. Cetto verkaufte die Mühle an den Amtmann J. M. Ehrmann (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 85); ++++prüfen: es dürfte sich um Franz Anton Cetto handeln+++



Cetto, Anton Freiherr von:

7.3.1756 Zweibrücken - 23.3.1847 München; Sohn von Franz Anton *Cetto (1729-1796); seit 1769 Studium der Rechtswissenschaf­ten in Würzburg sowie ab 1773 in Göttingen; 1776 im Dienst des Herzogs von Pfalz-Zweibrücken und Sekretär bei Johann Christian Freiherr von *Hofenfels (vgl. Carl: Pfälzer Persönlichkeiten, a.a.O., S. 97); um 1788 Regierungsrat in Pfalz-Zweibrücken; er kaufte am 10.11.1788 von Superintendent Johann Christian *Tasch ein Haus in Zweibrücken, Herzogstraße Nr. 8; pfalz-zweibrückischer Geschäftsträger in Paris; später bayerischer Staatsrat (vgl. Gehrlein-Fuchs, Emmy: Die Zweibrücker Häuser-Lotterie; in: Pfälzer Hei­mat 1977, S. 109/110; Carl: Pfälzer Persönlichkeiten, a.a.O., S. 97). 1796 Pfalz-Zweibrückischer Sondergesandter in Paris, wo er bis 1813 blieb; 1806 war Cetto als nunmehriger kurpfalz-bayerischer (Pfalz-Zweibrücken hatte als Erbe von Kurfürst Carl Theodor die pfalz-bayerische Kurwürde übernommen) schuf Cetto 1806 den Rheinbund. 1814 nahm er an den Beratungen für eine bayerische Verfassung teil und wurde 1817 Wirklicher Staatsrat im außerordentlichen Dienst. Eheschließung mit Maria Anna Freiin von *Zwei­brücken (Enkelin von Herzog Christian IV. von Zweibrücken (vgl. Carl: Pfälzer Persönlichkeiten, a.a.O., S. 97-98).



Cetto, Franz Anton:

1729-1796 Zweibrücken; Kaufmann und Bankier; Vater des Anton Freiherr von *Cetto (vgl. Carl: Pfälzer Persönlichkeiten, a.a.O., S. 97).



Chormann, Johann Heinrich:

um 1734 Müller und Rathsschultheiß in Kirchheimbolanden; er ist am 7.10.1734 Pate in Kirchheimbolanden (vgl. Gabelmann, Ge­org: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 88). Am 2.10.1750 werden im lutherischen Kirchenbuch Kirchheimbolanden als Paten erwähnt: „ Joh. Henrich Chormann u. seine Frau, die Schwester des jetzigen Pfarrers Margaretha Sibyl­la, wie auch deren Bruder Johann Ernst Liebrich, derzeit Pfarrer in Bischheim u. dessen Frau“ (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 124).



Chormann, Philipp Henrich:

um 1782 Müller auf der Kupfermühle Bischheim; Sohn des begüterten Ackersmanns und damaligen Schultheißen von Bischheim, Gottfried Chormann; °° 1778 mit Barbara Becker, die Tochter des verstorbenen Kupfermüllers in Bischheim, Johann Valentin Becker und der Kupfermüllerin Anna Elisabetha Schnell/Schmoll. Während bei der Geburt seiner ersten Tochter im Oktober 1778 das Kir­chenbuch ihn noch nicht als Kupfermüller nennt, wird er bei der Geburt der 2. Tochter Friederike als „hießiger Kupfermüller“ be­zeichnet (vgl. Bindewald, Gabriele: Die Geschichte der Kupfermühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1972, S. 19, leider ohne Quellenangabe).


Am 23.02.1782 werden in Kirchheimbolanden als Paten genannt: Philipp Henrich Chormann, Müller auf der Kupfermühle in Bisch­heim, u. seine Frau Maria Barbara (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 268); beide Eheleute werden erneut in Kirchheimbolanden als Paten am 17.1. 1790 genannt „als Müller auf der Kupfermühle“ (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 284). Philipp Henrich Chormann wird weiterhin am 29.05.1794 als „Müller auf der Kupfermühle“ und Pate in Kirchheimbolanden genannt bei der Taufe des Philipp Henrich Chormann, S. d. Friedrich Georg Chormann, Bierbrauer hier, u. Anna Maria geb. Weil (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 295).



Chormann, N.:

++++Vorname klären, da zeitgleich der Philipp Henrich *Chormann als Erbbestandsmüller auf der Kupfermühle saß++++; um 1781 Müller auf der Kupfermühle Bischheim; 1781-1782 kam es zu einem Prozeß des Erbbestandsmüllers Ruprecht von der Herrenmühle zu Bischheim gegen N. Chormann auf der Kupfermühle wegen Anlage einer Schleuse (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 1300: „Prozeß des Erbbestandsmüllers Ruprecht zu Bischheim gegen N. Chormann auf der Kupfermühle wegen Anlage einer Schleuse, 1782-1783“).



Christmann, Hans Michel:

um 1626; aus Großkarlbach; verheiratet mit Katharina *Stubenrauch; Erbbeständer auf der Dorfmühle in Großkarlbach (heute Kän­delgasse 15). Das Ehepaar hatte sich offenbar stark verschuldet; deshalb wurde die Dorfmühle 1626 versteigert. Die Dorfmühle wur­de ersteigert von Conrad Widder, einem Müller aus Neuhausen bei Worms (vgl. Martin, Erwin: Pfälzische Dorfgeschichte. Ländliche Kultur am Beispiel Großkarlbach [Verlag Walter E. Keller: Treuchtlingen, 1998], S. 37).



Christmann, Hyroniemus:

vor 1685 Schallodenbach; Schloßmüller in Schallodenbach; vor 1685 war Hyroniemus Christmann († vor 1685) der Schloßmüller in Schallodenbach; °° mit Elisabetha Margaretha Zapp; seine Tochter Maria Elisabeth Christmann (geb. 30.9.1666 Schallodenbach) heiratet am 23.10.1685 den Schäfer in Schallodenbach, Han Jacob Fuchs. Bei der Hochzeit wird sie bezeichnet als“Tochter des ver­lebten Hyroniemus Christmann, gewesenen Schloßmüllers zu Schallodenbach“ (vgl. Schneider, Hermann: Hirten im Gebiet der ehe­mals Sickingen'schen Herrschaft Schallodenbach und Umgebung; in: PRFK 1982, S. 102).



Christmann, Johann Henrich:

um 1686 Müller in Otterbach; °° mit Anna Margretha NN.; am 19.5.1686 wird Johan Herman, der Sohn des „Mstr. Joh. Henrich Christman, Müller zu Otterbach und Anna Margretha“ in der deutsch-reformierten Kirche in Otterberg getauft (vgl. Rink: Die Tauf­bücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 65 Nr. 561). Am 7.10.1703 ist der Müller zu Otterbach, Johann Hen­rich Christman, in Otterberg Pate bei der Taufe des Johann Martin Heyl, Sohn des Müllers auf der Eichmühle in Otterberg, Peter *Heyl (vgl. Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 79 Nr. 701).



Christmann, Johann Hermann:

geb. Otterbach, ~ 19.5.1686 in der deutsch-reformierten Kirche Otterberg - +++++; Sohn des Müllers in Otterbach Johann Henrich *Christmann und Anna Margretha NN. vgl. Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 65 Nr. 561); Müller in ++++klären++++; am 24.6.1724 ist „Hermann Christmann“ in Otterberg Pate bei der Taufe des Carl Hermann Heyel (vgl. Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 124 Nr. 1151).



Cuhn (Chun), Hieronymus:

4.8.1627 Kaiserslautern; um 1599 Müller in Kaiserslautern; Bürgeraufnahme am 16.6.1599; 1611 geschatzt; °° II am 30.8.1608 in Kaiserslautern mit NN.; seine Witwe wird am 2.9.1633 vom Stiftsschaffner in Kaiserslautern, Johann Caspar Haag beklagt; Vater des Hanß Henrich Cuhn ( Wollenweber; dieser flüchtet nach Hagenau) und des Müllers in Kaiserslautern Johannes (Hans) *Cuhn (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 13 Nr. 126).



Cuhn, Johannes (Hans):

um 1633 Müller auf der Neumühle in Kaiserslautern; Sohn des Müllers in Kaiserslautern Hieronymus *Cuhn; am 9.6.1633 wird Jo­hannes *Cuhn als Neumüller in Kaiserslautern bezeichnet; Bürgeraufnahme in Kaiserslautern am 4.8.1627; seine Ehefrau zahlt 1627 halbes Bürgergeld; Johannes Cuhn soll am 14.2.12.1633 Zahlung an den Spitalmeister leisten (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 13 Nr. 127).



Cuhn, Kilian:

um 1605 Müller in Kaiserslautern ++++klären : welche Mühle++++; Bürgersohn aus Kaiserslautern; Bürgeraufnahme am 17.10.­1605; 1611 geschatzt; will am 29.6.1620 seine Schuld an den Flersheimer Keller und Pfleger und leyischen Amtmann in Kaiserslau­tern, Peter Bruch bezahlen (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 13 Nr. 129).



Clausen, Hans:

um1609 Müller in Ruschberg; °° mit Clara NN; Vater der Kinder Johann, Peter und Nickel (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 50 Anm. zu Nr. 262; Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1 S. 144, Nr. 512; Visitationsbuch Konken von 1609). Im Visitationsbuch Konken vermerkt als „Clausen, Hans, Müller und Frau Cla­ra zu Berschweiler (zitiert bei Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1 S. 144, Nr. 512).



Clemens, Clementz, Familie:

alle Müller sind unabhängig von der Schreibung des Nachnamens unter dem jeweiligen Vornamen aufgelistet



Clementz, Abraham:

ab 1741 Erbbestandsmüller auf der Rammelsbacher Mahl- und Ohligmühle. In der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zwei­brückischen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt (vgl. Mühlenprotokoll von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7): “26 Ruthen unterhalb der Ritschmühle zweigt ein Mühlteich von dem Kuselbach ab, an dem zunächst eine Walkmühle und dann die Rammelsbacher Mahlmühle betrieben werden. Letztere hat 2 oberschlächtige Wasserräder. Das Dorf Rammelsbach liegt der Mühle gegenüber, ist aber nicht in diese gebannt. Abraham Clementz ist der Erbbeständer, er hat seinen Brief vom 17. Janu­ar 1741, er liefert in die Kellere Lichtenberg 2 Ma. Korn und 2 Ma. Hafer sowie 2 fl an Geld. Er betreibt auch die angebaute Ohlig­mühle.“ (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 217).



Clemens, Hans Peter:

um 1719 war Hans Peter *Clemens Müller zu Rammelsbach;er ist am 12.11.1719 in der ev. Kirche in Baumholder Pate bei der Taufe des Johann Peter Clemens (Sohn des Schneiders in Baumholder, Ludwig Clemens und der Maria Sara NN.) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 51 Nr. 268).



Clemens (Clementz), Johann Jacob (1):

geb. 1691 err. - † 24./25.2.1758 Hefersweiler im Alter von 67 Jahren; Müller im Hefersweiler; °° I mit NN. † vor 1731); °° II am 20.11.1731 in Hefersweiler mit Maria Elisabeth Ecker (Tochter des Wilhelm Ecker, Witwe des Gerhard Hermann, gewesenen Leine­webers in Hefersweiler). Aus der 1. Ehe stammen drei Söhne die ebenfalls Müller waren: Johann Ludwig *Clementz (geb. 1718, konfirmiert 1732; bei der Konfirmation gab es Ärger; °° 4.12.1736 mit Susanna Gödel, der Tochter des verstorbenen Rotgerbers Jo­hann Michael Gödel und der Anna Juliana Scherr aus Hefersweiler), Johann Jacob (2) *Clementz (°° 3.6.1749 mit Elisabetha Catha­rina Graf/Gräf aus Waldgrehweiler, Tochter des verstorbenen Schmieds und Kirchenzensors aus Waldgrehweiler Johannes Graf) und Johann Peter *Clemens (°° 4.12.1745 mit der Witwe Maria Catharina Braun aus Rathskirchen/Nußbach) (vgl. Knecht, Klaus: Die Mühle in Hefersweiler; in: Uhrig, Detlev und Schwarz, Willi: Ortschronik der Gemeinden Hefersweiler und Berzweiler 1569-2002, hrsg. Gemeinde Hefersweiler 2003, S. 33; Uhrig, Detlev: Die Familien Berz- und Hefersweilers, Internetdatei, a.a.O., S. 84).


Er wurde an Ostern 1732 vom Abendmahl ausgeschlossen, weil er bei der Konfirmation seiner Söhne Johann Ludwig Clementz und Johann Jacob Clemens ungeduldig wurde (vgl. Uhrig, Detlev: Die Familien Berz- und Hefersweilers; Internetdatei von 2005, http://www.http://www.hefersweiler-berzweiler.de/ pdf/familienbuchhefersweiler.pdf, S. 84).



Clemens, Johann Jakob (2):

um 1749 Müller in Hefersweiler; Sohn des Müllers in Hefersweiler Johann Jacob (1) *Clemens (Clementz) aus dessen 1. Ehe mit NN.; °° 3.6.1749 mit Elisabetha Catharina Graf/Gräf aus Waldgrehweiler, Tochter des verstorbenen Schmieds und Kirchenzensors aus Waldgrehweiler Johannes Graf; Vater des Johann Jacob Clemens (geb. 21.7.1751 Hefersweiler) und des Johann Peter Clemens (geb. 12.8.1755 Hefersweiler) (vgl. Knecht, Klaus: Die Mühle in Hefersweiler; in: Uhrig, Detlev und Schwarz, Willi: Ortschronik der Gemeinden Hefersweiler und Berzweiler 1569-2002, hrsg. Gemeinde Hefersweiler 2003, S. 33; Uhrig, Detlev: Die Familien Berz- und Hefersweilers, Internetdatei, a.a.O., S. 86).



Clemens, Johann Ludwig:

geb. 1718 Hefersweiler - +++++, Müller in Hefersweiler (?); Sohn des Müllers in Hefersweiler, Johann Jakob (1) *Clementz und der NN.; Bruder des Müllers Johann Jacob (2) *Clemens und des Müllers Johann Peter *Clemens; konfirmiert 1732; bei der Konfirmati­on gab es Ärger; °° 4.12.1736 mit Susanna Gödel, der Tochter des verstorbenen Rotgerbers Johann Michael Gödel und der Anna Ju­liana Scherr aus Hefersweiler (vgl. Knecht, Klaus: Die Mühle in Hefersweiler; in: Uhrig, Detlev und Schwarz, Willi: Ortschronik der Gemeinden Hefersweiler und Berzweiler 1569-2002, hrsg. Gemeinde Hefersweiler 2003, S. 33; Uhrig, Detlev: Die Familien Berz- und Hefersweilers, Internetdatei, a.a.O., S. 84).



Clemens, Johann Michael:

am 11.5.1762 wird in der kath. Kirche in Schallodenbach als Pate bei der Taufe des Johann Michael Clemens (Sohn des Johann Mi­chael Clemens und der Maria Catharina NN.) erwähnt der „Clemens, Johann Michael, Rauschermühl“ (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 79).



Clementz, Johann Nickolaus:

ab 1741 Müller auf der Haaßenmühle bei Konken. In der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichten­berg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt (vgl. Mühlenprotokoll Oberamt Lichtenberg von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7, Bl. 76r-79): “Die Haaßenmühle bei Konken liegt am Konker Bach, der in einem Weiher gestaut werden kann. Das Dorf Kon­ken liegt eine ¼ Stunde entfernt, bis zur Schellweiler Mühle ist es ½ Stunde. 14 Schuh hohes Wasserrad mit einem Mahl und einem im Trillis laufenden Schälgang; kann in 24 Stunden 4 Malter, also in der Stunde 1 Faß mahlen. Damit kann die Mühle 30-40 Familien versorgen, ausreichende Wasserversorgung vorausgesetzt. Erbbeständer ist Johann Nicolaus *Clementz. Er hat einen Erbbestands­brief vom 2. Februar 1741. Auf seinen Vorfahren Jakob *Schreiner war ebenfalls ein Erbbestandsbrief ausgestellt, der vom 8.5.1737 datiert. Clementz kaufte die Mühle einschließlich der nicht in den Erbbestand fallenden Grundstücke für insgesamt 560 fl (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 213). Weil die Mühle dem Müller Clementz eingebracht hatte und er seine Schulden loswerden wollte, verkaufte er die Mühle 1748 an Michael Knobloch aus Ruthweiler und wanderte mit Frau und 4 Kindern nach Amerika aus (vgl. Zink, Albert: Die Konkener Mühle; in: Die Rheinpfalz vom 12.6.1996, abgedruckt bei Häßel: Chronik der Ge­meinde Konken, a.a.O., S. 259).



Clemens, Johann Peter:

geb. in Hefersweiler; Müller in Hefersweiler (?); Sohn des Müllers in Hefersweiler, Johann Jakob (1) *Clementz und der NN.; Bru­der des Müllers Johann Jacob (2) *Clemens und des Müllers Johann Ludwig *Clemens; °° 4.12.1745 mit der Witwe Maria Catharina Braun aus Rathskirchen/Nußbach) (vgl. Knecht, Klaus: Die Mühle in Hefersweiler; in: Uhrig, Detlev und Schwarz, Willi: Ortschro­nik der Gemeinden Hefersweiler und Berzweiler 1569-2002, a.a.O., S. 33).



Cloninger, Clonninger, Kloninger:

verschiedene Schreibweise; die Müller sind jeweils unter der Originalschreibweise erfaßt; zu beachten ist auch, daß der Name dersel­ben Person unterschiedlich erfolgt, die teilweise als 'Kloninger' wie auch als 'Cloninger' bezeichnet wird.



Cloninger, Johann:

um 1738 Müller in Oberhausen/Nahe. Der Müller von Oberhausen Johann Cloninger wollte 1738 an der Stelle der verfallenen Mäus­mühle bei Duchroth eine neue Mühle bauen. Sein Antrag wurde von der pfalz-zweibrückischen Verwaltung abgelehnt, weil der Ha­genbach die sickingisch-zweibrückische Grenze bildete und weil die Einwohner von Duchroth und Oberhausen zur Bannmühle Oberhausen/Nahe gebannt waren (vgl. Herzog, August: Heimatbuch der Gemeinde Duchroth-Oberhausen, a.a.O., S. 297).



Cloninger, Johannes:

ab 1761 Müller auf der Mahlmühle Niederhausen / Appel. Sohn des Müllers Johann Philipp *Kloninger (geb. März 1704 Katzenstei­ger Mühle bei Neu-Bamberg – 29.3.1761 Niederhausen / Appel) und der Catharina Sybilla Kolb (03.1712 Tiefenthal/Rheinhessen – 11.2.1751 Appelmühle Niederhausen/Appel; Tochter des Müllers und Schultheiß in Tiefenthal/Rheinhessen Johannes Kolb und Anna Maria Senf aus Münsterappel), Bruder der Maria Sophia *Kloninger (°° mit dem Müller auf der Appelmühle in Oberhausen/Appel Johann Friedrich *Deubelt [Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar] bzw. Deubert, den Sohn des Johann Peter Deubert aus Niederhaus­en [vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 850]).


°° mit Charlotte NN. (vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 684: „Appelationis Friedrich Casimir Gümbel contra Johannes Cloninger, dessen Eheweib Charlotten ...“)


Cloninger übernahm nach dem Tod seines Vaters im Wege der Erbteilung die väterliche Erbbestands-Dorfmühle in Niederhausen/Ap­pel und verpflichtete sich, seine Geschwister auszuzahlen (vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 684; Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, a.a.O., Bd. 2, S. 520-521 Nr. 610). Die Mühle wurde 1761 von (Johann) Philipp *Cloninger auf dessen Sohn Johannes *Cloninger umgeschrieben (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 852: „Überschreibung der Erbbestandsmühle zu Nieder­hausen von Philipp Cloninger auf Joh. Cloninger Prov.: Amt Alsenz, 1761-1772“). Die Dorfmühle war Bannmühle für Niederhausen und Winterborn (vgl. Hühner, Jens: Der unglückliche Müller, Nordpfälzer Geschichtsblätter 1997, S. 73). Die nassau-weilburgische Regierung in Kirchheimbolanden hob durch Reskript vom 31.3.1762 die Banngerechtigkeit für die Mühle in Niederhausen/Appel auf (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 113).


Der Müller Johannes Cloninger kam in der Folge in Zahlungsschwierigkeiten und zahlte an seine Schwester Maria Sophia *Klonin­ger (°° mit dem Müller auf der Appelmühle in Oberhausen/Appel Johann Friedrich *Deubelt/Deubert) deren Erbanteil aus der Über­nahme der Mühle in Niederhausen/Appel nicht. Maria Sophia Kloninger erhob daraufhin wegen der seit 1764 ausstehenden Auszah­lung ihres Erbteils Klage gegen ihren Bruder Johannes Kloninger vor der nassauischen Regierung. Daraufhin leitete der nassauische Amtsverweser zu Alsenz (und spätere salm-kyrburgische Hofrat und Kammerdirektor in Kirn), Friedrich Kasimir Gümbel, Untersu­chungen gegen den Müller Johannes Kloninger ein und stellte eine erhebliche Belastung mit „heimlichen Schulden“ fest, gestand dem Müller Johannes Cloninger letztendlich aber Zahlungsaufschub zu. Nach dem dieser jedoch weitere Schulden machte und auch den Erbbestandszins seiner Mühle schuldig blieb, ließ der nassauische Amtsverweser zu Alsenz, Friedrich Kasimir Gümbel, den Erb­bestand mit der Mühle in Niederhausen zwangsversteigern. Cloninger sieht die Versteigerung weit unter Wert und erreicht bei dem nassau-weilburgischen Kabinett die Kassation der Versteigerung (vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 684; Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, a.a.O., Bd. 2, S. 520-521 Nr. 610). Johannes Cloninger beantragt in der Folge jedoch selbst die Versteigerung der Mühle zur Schuldentilgung. Daraufhin läßt der nassauische Amtsverweser Gümbel den gesamten Besitz und die Schulden des Cloninger inventarisieren und eröffnet unter Verweis auf Überschuldung den Konkurs über das Vermögen Clonin­gers. In der durch Cloninger beantragten Versteigerung erhielt den Zuschlag der Erbbeständer auf dem Universitätshof in Niederhau­sen, Johann Peter Deubert, der die Mühle für seinen Sohn Johann Friedrich Deubert (°° Maria Sophia *Kloninger und Schwager des Johannes Cloninger), für 3050 fl unter Verbürgung seines Tochtermanns Philipp Peter Heinzen erwarb (vgl. LA Speyer Best. C 38 Nr. 851 fol. 1-2). Johann Friedrich *Deubert beantragte daraufhin die Überschreibung des Erbleihrechts auf sich (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 851: „Gesuch des Friedrich Deubert zu Niederhausen um Überschreibung des Erbleihrechts der von Joh. Cloninger erstei­gerten Mühle Prov.: Hofkammer, 1776-1777“).


Cloninger gab nach der Versteigerung der Mühle nicht auf. Mit der Behauptung, es sei gegen ihn ein ungerechtfertigtes Konkursver­fahren eingeleitet worden, erhob er gegen den ehemaligen Amtsverweser Friedrich Kasimir Gümbel 1778 Klage vor der Nassaui­schen Regierung zu Weilburg. Er erhob hierin auch den Vorwurf parteiischer Justiz. Durch die nassauische Regierung wurde der Kirchheimer Regierungssekretär Schlosser als Kommissar mit der Prüfung und Untersuchung beauftragt, auf dessen Bericht wurde der Konkurs kassiert und Cloninger 1782 durch die nassauische Regierung Schadensersatz zugesprochen. Dieses Urteil akzeptierte der ehemalige nassauische Amtsverweser zu Alsenz und jetzige salm-kyrburgische Hofrat und Kammerdirektor in Kirn, Friedrich Kasimir Gümbel, nicht. Er erhob 1783 Berufung vor dem Reichskammergericht Wetzlar. Er sah die Kommission Schlossers (der jetzt im Verfahren vor dem RKG zugleich Mitbeklagter der Berufung wurde) als parteiisch an. So habe dieser im Verfahren erster. Instanz zugelassen, daß Cloninger bei Zeugenverhören beleidigende Zwischenrufe gemacht und Zeugen eingeschüchtert habe. Die Vorin­stanz habe auf sein Gravatoriallibell nicht geantwortet, sondern ihn in contumaciam verurteilt. Die beiden Berufungsbeklagten ihrer­seits bemängeln vor dem RKG schwere sachliche Fehler im erstinstanzlichen Urteil, so Einberechnung der hypothekarisch gesicher­ten Witthumsforderung der Ehefrau des berufungsbeklagten Cloninger (vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 610; Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, a.a.O., Bd. 1, S. 520-521 Nr. 610).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 852: „Überschreibung der Erbbestandsmühle zu Niederhausen von Philipp Cloninger auf Joh. Cloninger Prov.: Amt Alsenz, 1761-1772“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 849: „Gesuch des Joh. Cloninger, Erbbeständer der Mühle zu Niederhausen um Genehmigung zur Auf­nahme eines Kapitals auf die Mühle, 1769-1770“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 851: „Gesuch des Friedrich Deubert zu Niederhausen um Überschreibung des Erbleihrechts der von Joh. Cloninger ersteigerten Mühle Prov.: Hofkammer, 1776-1777“



Cloninger, Johann Martin:

um 1736 Müller bei Wöllstein; am 1.1.1736 ist im lutherischen Kirchenbuch Kirchheimbolanden als Pate erwähnt: „Johann Martin Cloninger; Müller bei Wöllstein u. seine Frau Maria Magdalena“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolan­den von 1686-1800, a.a.O., S. 52).



Cloninger, Johann Philipp:

s. Johann Philipp *Kloninger



Cloninger, Michael:

aus „Obernhausen“ (wohl Oberhausen a. d. Appel). Am 23.03.1741 brachte Maria Margarethe Stuber ein uneheliches Kind zur Welt; sie ist die T.d. Anna Sibylla Stuber, T. eines Hirten von Gau-Grehweiler, beide umherziehend; das Kind kam auf dem Rothenkircher Hof zur Welt. Der Vater heißt Michael Cloninger,  S. eines Müllers von Obernhausen (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirch­heim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 103).



Cloninger, Philipp:

ab 1772 Müller auf der Nächst- oder Gauchsmühle in Alsenz; er ist wohl der Sohn des Müllers Johann Philipp *Cloninger von der Gauchsmühle und der Müllerstochter Catharina Sybilla Kolb aus Tiefenthal / Rheinhessen. +++prüfen+++


1772 beantragte der Müller Philipp Cloninger um Überschreibung des Erbbestands an der Nächstmühle zu Alsenz (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 780: „Gesuch des Philipp Cloninger zu Alsenz um Überschreibung des Erbbestands der Nächst- oder Gauchsmühle zu Alsenz, 1772“). ** mit NN. Mühlberger, der Tochter des Müllers Wilhelm Mühlberger von der Nächstmühle; Philipp Cloninger über­nahm die Mühle von seinem Schwiegervater (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 773: „Überschreibung des Erbbestands der Nächst- oder Gauchsmühle zu Alsenz von Wilhelm Mühlberger auf dessen Schwiegersohn Philipp Cloninger und Verkauf eines Teils des Mühl­werders an den Besitzer der Ölmühle, Nikolaus Knecht“).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 773: „Überschreibung des Erbbestands der Nächst- oder Gauchsmühle zu Alsenz von Wilhelm Mühlber­ger auf dessen Schwiegersohn Philipp Cloninger und Verkauf eines Teils des Mühlwerders an den Besitzer der Ölmühle, Nikolaus Knecht“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 779: „Gesuch des Philipp Cloninger, Erbbeständer der Nächstmühle zu Alsenz, um Genehmigung des Ver­kaufs eines Teils seines Mühlenwerders an Joh. Nik. Knecht, Erbbeständer der Ölmühle bei der Nächstmühle,1774“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 781: „Gesuch des Philipp Cloninger Erbbeständer der Nächstmühle zu Alsenz, um Genehmigung zur Auf­nahme eines Kapitals auf seine Mühle, 1774“



Clos, NN.:

um 1861 Müller auf der Untersten Mühle in Herschweiler (-Pettersheim); Clos stammt aus Frohnhofen (vgl. Akten Kreisarchiv Ku­sel; Dahl, Gerhard: Mühlen in Herschweiler-Pettersheim, a.a.O., S. 148)



Closter, Haman:

um 1698 Müller auf der Saaler Mühle; er hat die Mühle 1698 wieder aufgebaut und aus der ursprünglichen Hammer- oder Kupfer­schmiede eine Mahlmühle errichtet. Im pfalz-zweibrückischen Mühlenprotokoll für das Oberamt Lichtenberg, erstellt von Carl *Sun­dahl am 12.10.1745, fertiggestellt am 8.7.1746 wird die Mühle zusammenfassend wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 231r-234r, s. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 223): “liegt an der Oster, nechst unten an Saal, von obbeschriebener Marther [Mühle] wie auch einer undt daran stehenden …. Werschweiler Mühle eine halbe Stunde entfernt. …. An der Ausrüstung hat sie was besonderes denn an dieser Mühle ein ober- und unterschlechtiges Rad befindl:; ersteres geht bei kleinem, letzteres bei großem Wasser. Der Müller kann zwar nicht auf beiden gleichzeitig mahlen, aber auf einem mahlen und dem anderen schehlen. …. Soll vor alten Zeiten einer Hammer- oder Kupferschmiede gewesen sein. Hamman Closter hat anno 1698 beim Wieder­aufbau eine Mahlmühle daraus gemacht. Gibt jährlich in die Landschreiberey nach Lichtenberg zwey Gulden, und in die Kellerey da­selbsten eine Malter Korn und ein Malter Habern, ist auch vermög dem Erbbestandsbrief dem Osterbrücker Müller an deßen Pacht zwey Malter Korn und ein Malter Habern beyzutragen schuldig, liefert solche auch vor besagten Miller nach Lichtenberg; …. genie­ßet aber …. vermög dem alten Erbbestandsbrief de Ao. 1698 vom 18ten Julii, deßgleichen auch laut einem Oberamts-Spruch vom 27ten Februar 1732 und sodann nach dem neuen Erbbestandsbrief de Ao. 1738 dargegen die Banngerechtigkeit von den oben daran liegenden Dorfe Saal, worinnen mit den Hirten 13 Familien sich befinden. …. Weilen er mit einem Gang in 24 Stunden 3, 4 biß 5 Malter mahlen kann, ist er der Meinung 30 Familien befördern zu können. ….. Mathias Closter hat die Mühle jetzo allein in Genuß. Hat aber keinen anderen, alß auf seinen eigenen und Jakob Blum(en) Nahmen zusamen eingerichteten Erbbestandsbrief vom 30ten 8bris 1738 in Händen. Nach des Millern Aussage soll die Mühle nur allein vor die im Erbbestandsbrief de nominirte 600 fl. Von ih­nen beyden erkauft worden seyn ….“.



Closter, Mathias:

um 1736 Müller auf der Saaler Mühle. Im pfalz-zweibrückischen Mühlenprotokoll für das Oberamt Lichtenberg, erstellt von Carl *Sundahl am 12.10.1745, fertiggestellt am 8.7.1746 wird die Mühle zusammenfassend wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 231r-234r, s. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 223): “liegt an der Oster, nechst unten an Saal, von obbeschriebener Marther [Mühle] wie auch einer undt daran stehenden …. Werschweiler Mühle eine halbe Stunde entfernt. …. An der Ausrüstung hat sie was besonderes denn an dieser Mühle ein ober- und unterschlechtiges Rad befindl:; ersteres geht bei klei­nem, letzteres bei großem Wasser. Der Müller kann zwar nicht auf beiden gleichzeitig mahlen, aber auf einem mahlen und dem ande­ren schehlen. …. Soll vor alten Zeiten einer Hammer- oder Kupferschmiede gewesen sein. Hamman Closter hat anno 1698 beim Wiederaufbau eine Mahlmühle daraus gemacht. Gibt jährlich in die Landschreiberey nach Lichtenberg zwey Gulden, und in die Kel­lerey daselbsten eine Malter Korn und ein Malter Habern, ist auch vermög dem Erbbestandsbrief dem Osterbrücker Müller an deßen Pacht zwey Malter Korn und ein Malter Habern beyzutragen schuldig, liefert solche auch vor besagten Miller nach Lichtenberg; …. genießet aber …. vermög dem alten Erbbestandsbrief de Ao. 1698 vom 18ten Julii, deßgleichen auch laut einem Oberamts-Spruch vom 27ten Februar 1732 und sodann nach dem neuen Erbbestandsbrief de Ao. 1738 dargegen die Banngerechtigkeit von den oben daran liegenden Dorfe Saal, worinnen mit den Hirten 13 Familien sich befinden. …. Weilen er mit einem Gang in 24 Stunden 3, 4 biß 5 Malter mahlen kann, ist er der Meinung 30 Familien befördern zu können. ….. Mathias Closter hat die Mühle jetzo allein in Genuß. Hat aber keinen anderen, alß auf seinen eigenen und Jakob Blum(en) Nahmen zusamen eingerichteten Erbbestandsbrief vom 30ten 8bris 1738 in Händen. Nach des Millern Aussage soll die Mühle nur allein vor die im Erbbestandsbrief de nominirte 600 fl. Von ih­nen beyden erkauft worden seyn ….“.

Er ist wohl ein Nachkomme des Neu-Erbauers der Saaler Mühle, Haman *Closter ++++prüfen+++++



Closter, Theobald:

um 1752 Müller auf der Saaler Mühle


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1291/5: „Streitsache zwischen Theobald Closters, Müller zu Saal ./. Jacob Jung zu Albessen, 1752-1763



Coerper, Wilhelm:

ab 1812 Müller auf der Ibener Mühle in Hof *Iben.



Compter, Hanß Wolff:

Bürgermeister und Spitalmüller in Kaiserslautern; Sohn des Wollenwebers Hans Wolff Compter aus Kaiserslautern, Enkel des Amt­manns und Kommandanten der Burg Rheingrafenstein von 1631-1658 Hanß Nicolaus Compter (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 12 Nr. 120 und 121). Als Bürgermeister in Kaiserslautern 1642, 1646, 1649 erwähnt; er erscheint bereits am 13./23.12.1641 als Vormund des Jacob Gelbert urkundlich in Kaiserslautern; am 16.9.1642 wird er als Schwager von Anna Maria NN. Witwe des Velten Leyenmeister (Mitglied der Lauerzunft, als „Eichenmeister“ 1626-31 in Kaiserslautern) erwähnt; 1629 und 1635 Bürgermeister in Kaiserslautern; am 12.7.1647 wird er als Spitalmüller in Kaiserslautern erwähnt (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 59 Nr. 1103; Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 34 Nr. 2296).


°° II mit Magdalena NN. (Witwe des Johann Kilian Gottschalck) vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 59 Nr. 110).



Condé, Friedrich:

am 15.3.1911 wanderte der aus Reipoltskirchen stammende Müller Friedrich Condé mit dem Schiff “Adolph Woermann” von Ham­burg über Antwerpen, Southampton nach Afrika aus (vgl. Hamburger Auswanderungslisten; Internetdatei Ahnenforschungs.net). 1957/58 war Fritz Eckert Inhaber der Mühle und Fa. “Friedrich Conde” in Reipoltskirchen; die Mühle wurde 1957/58 stillgelegt (vgl. Becker, M. F.: Das deutsche Mühlensterben im 20. Jh, a.a.O., S. 97).


Anm.: am 6.3.1891 heiratet der Bäcker aus Reipoltskirchen, Julius Condé (geb. 13.8.1866 Reipoltskirchen; Sohn von Gottfried Con­dé und Maria Catharina Armbrust, † Hefersweiler) in Hefersweiler die Catharina Armbrust (geb. 20.5.1889 Hefersweiler; Tochter von Heinrich V. Armbrust, Ackerer und Adjunkt in Hefersweiler, und der Catharina Willrich) (vgl. Uhrig, Detlev: Die Familien Berz- und Hefersweilers; Internetdatei von 2005, http://www.http://www.hefersweiler-berzweiler.de/ pdf/familienbuchhefersweiler.pdf, S. 38).



Conrad, Daniel:

Müller auf der Mimbacher Blies- und Verwaltungsmühle; Schwiegersohn Müllers auf der Mimbacher Blies- und Verwaltungsmühle Wendel *Müller; °° mit NN. Müller; Schwager des Mitinhabers der Mimbacher Blies- und Verwaltungsmühle Nickel *Müller . Ab ca. 1744 Erbbeständer auf Mimbacher Bliesmühle zusammen mit seinem Schwager Nickel Müller (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 295/5 fol. 63-72: Mühlenprotokoll vom 6.1.1745; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 189).


Im Mühlenprotokoll vom 6.1.1745 des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) wird sie zusammenfassend wie folgt beschrieben: “ … Liegt an der Blies zwischen Webenheim und Mimbach, hat vier unter­schlächtige Wasserräder und ebensoviel Mahlgänge und einem im Trilles laufenden Schälgang. Die Mühle wurde vor 10 Jahren ganz neu aufgebaut und besaß zuvor nur zwei Wasserräder. Sie liegt hinter einem großen Wehr, welches ca. 6 Ruthen von der Mühle ent­fernt ist. Die Mühle hat zur Flößung des Holländerholzes neben dem Wasserbau eine besondere Schließe. Webenheim und Mimbach sind zu dieser Mühle gebannt. In Webenheim wohnen 72 Gemeinsleute sowie 8 Hintersassen, in Mimbach 51 Gemeinsleute und 6 Hintersassen. Obwohl dies der Müller in Abrede stellt, sollen viele Blieskasteler dieser Mühle Nahrung geben. Neben dem Mahlen für die Kunden handelt er ‘stark’ nach Zweibrücken, Blieskastel und anderen benachbarten Orten mit Mehl. Die Erbbeständer sind Daniel Conrad und *Nickel Müller, die sich mit einem auf ihren Schwiegervatter rehpee Vatter Wendel Miller unterm 10.9.1720 aus­gestellten und am 16.12.1734 confirmierten Erbbestandsbrief legitimieren. Neben der Zweibrücker und Hornbacher Stadtmühle ist sie die einträglichste im ganzen Oberamt. Als Erbpacht werden an die zweibrückische Regierung 11 fl gezahlt, an das Kloster Horn­bach jährlich 3 dasige Malter Korn, sowie 2 Mltr Kornzins nach Blieskastel. Als vor ca. 20 Jahren jemand an die hier vorbeifließende Schelwerbach, etwa ½ Stunde entfernt eine Hausmühle errichten wollte bei einem Erbzins von 2 Mltr. Korn, erhöhte der Mimbacher Müller seine Pachtzahlung um diese 2 Malter, um die Ansiedlung der nahen Konkurrenz zu verhindern. (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 295/5 fol. 63-72: Mühlenprotokoll vom 6.1.1745; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 189).


Er hat wohl die Mimbacher Mühle seinem Schwager übergeben, denn dieser führte allein ab 1752 einen Prozeß um die Lieferung von Bauholz für die Mimbacher Blies- und Verwaltungsmühle gegen Schultheiß und Gemeindsleute in Webenheim und Mimbach zu­nächst vor dem Oberamt Zweibrücken 1752 und die Regierung von Zweibrücken 1756, dann 1764/66 vor dem Reichskammergericht (vgl. LA Speyer Best E6 Nr. 2139), während ein Daniel Conrad die Bickenaschbacher Mühle kaufte.


Daniel Conrad aus Mimbach kaufte am +++++ die Bickenaschbacher Mühle. Der vorige Erbbeständer Hanß Adam *Schwalbach ver­kaufte die Mühle an den Daniel Conrad vom Mimbach und beantragte die erforderliche Zustimmung zum Verkauf des Erbbestands­rechts bei der Rentkammer Zweibrücken. Die Zweibrücker Rentkammer führt am ++++ zur Bickenaschbacher Mühle aus: “Demnach Hanß Adam Schwalbach bißheriger Erbbeständer von der Bickenaspacher Mahlmühle unterthänigste Supplicando vorgestellet, waß maßem er gedachte Mahlmühle dem Daniel Conrad zu Mimbach pro 2270 Gulden, 30 Kreuzer für erb- und eigenthümblich überlas­sen hat [...]” (vgl. KSchA Zw Rep. IV, Nr.. 265, zitiert nach Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 104).



Conrad, Johannes:

um 1837 ist in Frankenstein der Bordschnitter Johannes Conrad erwähnt; dieser ist um 1813 in Eußerthal geboren; Sohn des Heinrich Karl Conrad und der Anna Margaretha Ahelger aus Eußerthal; °° am 16.10.1837 in Frankenstein mit Maria Elisabeth Hoffmann aus Frankenstein (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 107); unklar ist, ob er Arbeiter oder der Müller auf der Bordmühle ist.



Conrad, Johann Adam:

~ 23.11.1696 Kirchenbollenbach – 18.1.1773 Steinalpmühle im Alter von 77 Jahren; katholisch; um 1719 Müller und Schmied in der Steinalpmühle; Sohn von Eberhard Conrad aus Zaubach und Anna Müller; °° vor 1719 mit Maria Elisabeth Barbara Schott (geb. um 1701 – 23.8.1776 im Alter von75 Jahren; Tochter des Hirten Dietrich Schott aus Heimbach und Kefersheim); aus der Ehe gehen 8 Kinder hervor, darunter der Müller und Betriebsnachfolger auf der Steinalpmühle, Johann Peter *Conrad (vgl. Jung, Rudi: Familien­buch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 81, 82).



Conrad, Johann Burckhard Caspar:

aus der Steinalpmühle; Sohn von +++; katholisch; °° vor 1785 mit der Müllerstochter Maria Katharina Hub (~ 27.1.1756 Kirchenbol­lenbach; Tochter des Müllers in Kirchenbollenbach, Johann Peter Hub und Anna Elisabeth NN.) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 199).



Conrad, Johann Jakob:

beerd. 14.12.1731 Otzweiler bei Sien; Müller zu Otzweiler; Vater des Müllers Johann Valentin Conrad (vgl. Anthes: Kasualien luth. Pfarrei Sien , a.a.O., S. 25).



Conrad, Johann Peter:

~ 21.3.1723 Kefersheim – 16.3.1785 Steinalpmühle; katholisch; Müller “auf der Wiselbacher Mühl” in Wieselbach bei Baumholder oder Steinalpmühle; Sohn des Müllers auf der Steinalpmühle Johann Adam *Conrad und der Maria Elisabetha Barbara Schott (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offen­bach/Glan, a.a.O., S. 82, 83); er ist am 24.1.1762 Pate bei der Taufe der Maria Barbara Elisabeth Bollenbacher, Tochter des Georg Bollenbacher wohnhaft auf der Katharinenmühle bei Grünbach (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 32). °° M. Margaretha NN; Vater der M. Elisabeth Conrad (~ 6.10.1765 in Steinalpmühle [Wolfsmühle]; °° 4.3.1783 Kir­chenbollenbach mit dem Müllerssohn Johann Adam *Alles, Sohn des Müllers in Haupertsweiler/Oberkirchen Peter *Alles und der Katharina Becker) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelrei­denbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 30, 83); Vater der A. Margaretha Conrad (~ 16.9.1756 in Steinalpmühle; °° 10.5.1774 in Offenbach/Glan mit Wilhelm Glessing/Glessius aus Niederalben) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kir­chenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 151), Vater der Maria Magdalena Con­rad (~ 22.6.1759 in der Steinalpmühle - † 9.3.1788; °° 29.10.1776 in Kirchenbollenbach mit dem Schmied Johannes Mether) (vgl. Jung, a.a.O., S. 290 Nr. 1343).


Anm.: die Angabe bei Jung, er sei Müller auf der „Steinalpmühle = Wolfsmühle“ (bei Grünbach) gewesen, erscheint eher unwahr­scheinlich; die Müller auf der Wolfsmühle sind im 18. Jh. weitgehend bekannt, sie war im Besitz von Müllern aus der Müllerdynastie Germann; aber auch das südlich der Wolfsmühle gelegene Wieselbach, an der Steinalp gelegen, dürfte eine Mühle gehabt haben.++++klären++++



Conrad, Philipp:

um 1836; „reisender“ Mühlarzt aus Oberotterbach; er wird 1836 als Zeuge in einem Ermittlungsverfahren vom Untersuchungsgericht Landau gesucht (vgl. „Der Eilbote Landau“ vom 16.7.1836, S. 115).



Conrad, Johann Valentin:

um 1728; Müller zu Otzweiler bei Sien; Sohn des Müllers Johann Jakob *Conrad; °° am 20.4.1728 mit der Müllerstochter Elisabeth Katharina Grahn, Tochter des Friedrich *Grahn, Müller zu (Sien-) Hachenbach; (vgl. Anthes: Kasualien luth. Pfarrei Sien , a.a.O., S. 25).



Conrad, Wilhelm:

u m 1892 Müller und Getreidehändler in Alsenz; 1892 brannte die Fleckenmühle, damals im Besitz des Müllers und Getreidehändlers Wilhelm Conrad bis auf die Grundmauern nieder (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., Bd. 1 S. 94).



Cordier, Johann Baptist Leopold:

geb. 1812 err.; um 1842 Papierfabrikant und Sägmüller im Jägerthal bei Bad Dürkheim. Im Jahr 1836 erwarb Johann Baptist Leopold Cordier im Bad Dürkheimer Jägerthal eine ehemalige Sägemühle, die zehn Jahre zuvor von Christian Ludwig (Louis) *Roedter zur Papiermühle umgebaut worden war (vgl. Internetdatei www.cordier-paper.de).


Im Pirmasenser Wochenblatt Nr. 48/1842 heißt es: Verhandlungen vor dem Assisengerichte der Pfalz zu Zweibrücken …. Sitzung vom 2. und 3. Juni. In diesen Sitzungen wurde Leopold Cordier, 30 J. alt, Papierfabrikant und Sägmüller im Jägerthal bei Dürkheim auf den Grund des Art. 331 des Strafgesetzbuchs wegen Nothzucht zur criminellen Einsperrung auf 5 Jahre verurtheilt.“ (vgl. PRFK 2004, S. 397).



Cordier, Magdalena:

um 1804; °° mit dem Müller Philipp Leonhard *Unger; Mutter des Heinrich *Unger (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 77 und 79) und des Papierfabrikanten in Weidenthal Philipp Unger (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 179).



Corell, Korell Familie:

s. auch Korell


Corell, Johannes:

aus Wendelsheim bei Alzey - † 1833 Hardenburg (vgl. Buchert: Unternehmer im Isenachtal und Umgebung im 18. Jh.; in: Pfälz. Fam.- u. Wappenkunde, 1952, S. 39, 64; Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 97). Ab 1766 und noch 1795 Wappenschmied zu Hardenburg; °° 11.2.1766 mit Maria Franzisca *Coublier, der Tochter des Wappenschmieds aus Hardenburg, Johann Jakob *Coublier (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 365 Nr. 3659 iVm. Buchert, Heinrich: Die Unternehmer im Isenachtal und Umgebung im 18. Jh.; in: Pfälz. Fam.- u. Wappenkunde, 1952, S. 40). Die Ehefrau Maria Franzisca Coublier brachte beim Tod ihres Vaters 1771 vermutlich die Wappenschmiede mit in die Ehe (err.). Vater des Müllers auf der Ölmühle in Otterberg Johann Jakob *Korell (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 365 Nr. 3659). Bei der Taufe des am 8.8.1795 geborenen und am 11.8.1795 in Otterberg getauften Johannes Korell waren als Paten anwesend „Johannes Korell/Corell, Wappenschmied zu Hardenburg und Ehefrau Maria Franzisca, des Kindes Großeltern“ (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 365 Nr. 3659).


Johannes Corell erhielt am 10.7.1778 von der Landesherrschaft, den Grafen von Leiningen-Hartenburg 8Anm.: diese wurden erst 1779 gefürstet; vgl. Kell: Das Fürstentum Leiningen, a.a.O., S. 345 Anm. 9), einen Erbbestandsbrief über den Kleinen Hammer (abgedruckt bei Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 95-96; Forstamtsakten des Forstamts Hardenburg).


Seine Tochter Elisabetha Korell ist am 6.1.1798 Patin in Otterberg bei der Taufe der Elisabetha Korell, der Tochter des Müllermeis­ters von der Otterberger Ölmühle, Jakob *Korell (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 378 Nr. 3792).


Seine Tochter Anna Barbara ist am 26.12.1798 Patin in Otterberg bei der Taufe der am 20.12.1798 geboren und am 26.12.1798 ge­tauften Anna Barbara, Tochter des „Jakob Korell, Müllermeister auf der Neumühle und Anna Maria geb. Hubing. Patin war Anna Barbara, des Johannes Korell (Anm. s. Corell) vom Hardenburger Wappenschmiedehammer ledige Tochter“ (vgl. Rink, a.a.O., S. 383 Nr. 3849).


Vater des NN. Corell, der als Betriebsnachfolger die Waffenschmiede fortführte, jedoch dann nach Amerika auswanderte (vgl. Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 97).



Corell, Johannes:

1838 Benjental, Gemarkung Deidesheim; Müller und Wappenschmied. Bis 1838 war Wappenschmied Johannes Corell († um 1838) der Müller auf der Unteren Mühle und auf der Oberen Mühle bei Gimmeldingen. Nach seinem Tod wurde die Mühle von der nach ihm bestehenden Erbengemeinschaft verpachtet. Im „Eilbote Landau“ wird am 23.6.1838 die Verpachtung der Mühle angeboten: „Donnerstag den 5. Juli nächsthin … wird das nachverzeichnete den Kindern und Erben des im Benjenthale, im Banne Deidesheim verlebten Müllers und Wappenschmieds Johannes Corell gehörige Mühlwerk nebst den dabei gelegenen Ländereien in besagtem Benjenthale, auf einen dreijährigen Pachtbestand öffentlich versteigert, nämlich: 1) Die sogenannte untere Mühle, bestehend in Mahl- und Schälgang nebst Schwingmühle, Wohn- und Nebengebäuden mit Waschküche und Keller, Pferde, Rindvieh und Schweinställen 2) die obere Mühle mit Mahl- und Schälgang (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 23.6.1838, Nr. 25, S. 99).



Corell, Johannes:

Am 19.2.1850 ließ Johannes Corell aus Neustadt, „Müller dahier wohnhaft, seine in der Nähe hiesiger Stadt, im Kaltenbrunner Thale, gelegene Mühle, zwei Mahlgänge, einen Schälgang und die Einrichtung zur Fabrikation von Makulaturpapier enthaltend, nebst ei­nem unterhalb dieser Mühle gelegenen Platze, worauf vermöge der ihm bereits ertheilten Concession ein anderen Mühlwerk, wel­chem ein Wassergefälle von 6 Meter 21 Centimeter zu Gebote stehen wird, errichtet werden kann“, versteigern (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 13.2.1850 Nr. 13, S. 85). ++++klären : ob Königsmühle im Kaltenbrunner Thal bei Neustadt++++



Corell, Nikolaus:

um 1836 Waffenschmied in Bergzabern; er wurde 1836 zum Geschworener am Assisengericht des Rheinkreises in Zweibrücken ge­wählt, war jedoch ausreichend entschuldigt und wurde in der Sitzung vom 29.2.1836 daher nicht zum Geschworenen ernannt (vgl. Eilbote Landau vom 5.3.1836).



Coublier, Jakob:

Waffenschmied aus St. Lambrecht; er ist der erste Beständer der neugebauten Wappenschmiede im Deidesheimer Tal (heute Forst­haus Benjental) war (vgl. Metz, Erich und Sitzmann, Alfred: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann, Reinhard und Sitzmann, Alfred: Gimmeldingen. Leben im Weindorf (Neustadt 2008), S.47 mit Karte S. 45). Auf dieser Wappenschmiede ist um 1712 der spätere Wappenschmied in Hardenburg, Johann Jakob *Coublier geboren (vgl. Buchert, Heinrich: Die Unternehmer im Isenachtal und Umgebung im 18. Jh.; in: Pfälz. Fam.- u. Wappenkunde, 1952, S. 39); Vater von Johann Jakob *Coublier sein ++++prüfen++++



Coublier, Johann Jakob:

um 1712 Gimmeldinger Tal - 1771 Hardenburg; Waffenschmied aus Lambrecht (vgl. Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 94); Sohn des Waffenschmieds aus Lambrecht Jakob *Coublier, welcher der erste Beständer der neugebauten Wappenschmiede im Deidesheimer Tal (heute Forsthaus Benjental) war (vgl. Metz, Erich und Sitzmann, Alfred: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann, Reinhard und Sitzmann, Alfred: Gimmeldingen. Leben im Weindorf (Neustadt 2008), S.47 mit Karte S. 45).



Johann Jakob Coublier erwarb 1739 das Hammerwerk am "kleinen Hammer" in Hardenburg (vgl. Buchert, Heinrich: Die Unternehmer im Isenachtal und Umgebung im 18. Jh.; in: Pfälz. Fam.- u. Wappenkunde, 1952, S. 39; Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 94)


Eheschließung 1736 mit Johanette Walther (Witwe von Peter Johann Giunand) (vgl. Buchert: Unternehmer im Isenachtal,, a.a.O., S. 64); Vater der Maria Franziska *Coublier (verh. 1766 mit dem Waffenschmied Johann Corell) (vgl. Buchert: Unternehmer im Isenachtal, a.a.O., S. 40).


Den Mahlgang (!) des Werkes in Hardenburg scheint Coublier einem Mahl- und Lohmüller namens Johann Moritz Wacker weiterverpachtet zu haben (vgl. Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 97).



Coublier, Maria Franziska:

aus dem „Kleinen Hamer“ in Hardenburg; Tochter des Waffenschmieds in Hardenburg Johann Jakob *Coublier und Johanette Walther (Witwe von Peter Johann Guinand); Eheschließung am 11.2.1766 mit dem Waffenschmied Johann *Corell aus Wendelsheim bei Alzey (vgl. Buchert, Heinrich: Die Unternehmer im Isenachtal und Umgebung im 18. Jh.; in: Pfälz. Fam.- u. Wappenkunde, 1952, S. 39, 64).



Croissant, Paul Philipp:

~ 24.2.1718 Edenkoben - † 8.10.1867 Edenkoben; Müller und Bäcker sowie Erbbeständer der Mittelmühle in Edenkoben; Sohn des Bäckermeisters Hans Wilhelm Crohson (1682-1762) und der Anna Barbara Schweitzer (1679-1675); °° 4.5.1739 mit der Anna (Maria) Barbara Gleich (geb. 17.9.1712 Edenkoben, Tochter des Müllers auf der Mittelmühle Edenkoben, Lorentz *Gleich). Paul Philipp Croissant übernahm von seinem Schwiegervater die Mittelmühle in Edenkoben (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 290; Kuby: Müller in Edenkoben; Pfälz. Familien- u. Wappenkde 1963, S. 362).



Cron, Conrad:

ab 1771 Pächter der Weidenmühle in Norheim/Nahe; °° mit Anna Maria NN; am 28.4.1772 kaufte er die Mühle vom vorherigen Mül­ler Friedrich Zeh für 4000 fl. Cron konnte aber seine Zahlungsverpflichtungen aus dem Vertrag nicht erfüllen, worauf der Vertrag zu­rück abgewickelt wurde (vgl. Spengel, Gerd: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, a.a.O., S. 65, 66).



Cron, Johann Balthasar:

vor 1781 Zweibrücken (?); auch als “Balthasar Cronen” angegeben (vgl. Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 34 und S. 122 mit unter­schiedlichen Angaben); um 1750 Müller auf der Klostermühle Hornbach; in diese Mühle war das Dorf Brenschelbach gebannt. Ge­gen das Bannrecht der Hornbacher Klostermühle wehrte sich die Gemeinde und ließ andernorts (wohl auf der Brenchelbacher Mahl­mühle) mahlen. Dagegen klagte der Hornbach Klostermüller Balthasar Cronen vor dem Oberamt Zweibrücken. Die Brenchelbacher Gemeinde versuchte, ihre Mahlfreiheit mit einer Rechtsgewohnheit zu begründen, wobei sie aber den Beweis schuldig blieb. Das Oberamt stellte deshalb am 29.1.1750 fest, daß die Gemeinde Brenschelbach “die Nicht-Bannalität” nicht beweisen kann. Der Klage des Müllers wurde im Bannalitätsprozeß entsprochen. Auch im nachfolgenden Appellationsverfahren wurde die Klage der Gemeinde aufgrund der Beweislage abgewiesen (vgl. Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 34, 122; LA Speyer B2 Nr. 1116 2). In einem Prozeß ge­gen den Beständer des Rinckweiler Hofes, erklärte Balthasar Cron, daß "der Rinckweiler Hof unter meinen Mahlzwang gehöre", und deshalb die Bewohner verbunden seien, ihr Mehl bei ihm ausmahlen zu lassen (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 1116 1: „Bannalitätss­treitigkeiten des Rinkweiler Hofbeständers mit dem Müller Balth. Cron als Erbbeständer der Bannmühle zu Hornbach, 1762-1767“; Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 122).


Zwischen 1748 und 1758 kam es zu Streitigkeiten zwischen dem Müller Balthasar Cron und der Gemeinden Brenschelbach und Rie­schweiler (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 1116/2: „Streitigkeiten der Gemeinden Brenschelbach und Rieschweiler mit dem Müller Bal­thasar Cron zu Hornbach, 1748-1756“).


Nach dem wirtschaftlichen Ruin des Müllers auf der Hornbacher Mahlmühle, Johann Henrich *Weber und der Versteigerung der Mühle, war Cron der Ersteigerer und Betriebsnachfolger auf der Mahlmühle in Hornbach, wie sich aus dem “Pfalz-Zweibrückischen Häuserbuch von 1757/58 der Stadt Hornbach” der Müller Johann Balthasar Cron (Anm.: von der Klostermühle in Hornbach) (vgl. Schneider: Die Hornbacher Mühlen, a.a.O., S. 381).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 947 12: „Klage von Balthasar Cron, Erbbestandsmüller zu Hornbach gegen die Beständer des Wahler und Bickenaschbacher Hofs zu Hengstbach wegen der Mahlpflicht der genannten Beständer, 1757-1759“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1116 1: „Bannalitätsstreitigkeiten des Rinkweiler Hofbeständers mit dem Müller Balth. Cron als Erbbestän­der der Bannmühle zu Hornbach, 1762-1767“



Cron, Lorenz:

ab 1746 Müller in Contwig auf der Neuen Contwiger Mahlmühle; er wird als Afterbeständer bzw. als Lehensmüller bezeichnet (vgl. Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 143; LA Speyer Best B2 Nr. 5323); er müßte für die Weiterverlehnung einen beachtlichen Geldzins von 1000 fl für 10 Jahre auf einmal bezahlen (vgl. Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 144 Anm. 30; LA Speyer Best B2 Nr. 295/5). 1744 kamen die beiden Mennoniten Christian Hauther und Ulrich Farnay als Lehensmüller nach Contwig. Der Versuch, die herr­schaftlichen Beamten aus Zweibrücken als Kunden der Mühle zu gewinnen und dadurch den Umsatz zu steigern, schlug fehl. Bereits 1746 haben sie die Mühle verlassen und Lorenz Cron nimmt die Mühle auf 16 Jahre in Pacht (vgl. Ortsgemeinde Contwig: 750 Jahre Contwig, a.a.O, S. 50).


Anm.: ein „Lorentz Krohn ist 1742 als Bürger und Mehlhändler in Zweibrücken in der Einwohnerliste aufgeführt (vgl. Müller, Josef: Zweibrücken. Geschichte eines städtischen Gemeinwesens, 2. Auflage 1948, S. 87 iVm LA Speyer Repert. Zweibrücken III Nr. 2648).



Cron, Valentin:

seit 1737 Temporalbeständer auf der Stadt- oder Schloßmühle in Zweibrücken (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 189). +++prüfen, ob identisch mit Valentin Cron aus Limbach++++



Cron, Valentin:

1745 war Afterbeständer auf der auf der Limbacher Dorfmühle; er hat ein Bauerngut bei der Mühle +++klären, ob der derselbe wie in Zweibrücken++++.


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 421-428) wird sie wie folgt beschrieben: “Die Limbacher Dorff-Mühl liegt an der Blies im Dorf Limbach eine halbe Viertel Stund von dasiger Weyher Mühl und eine Viertel Stund von der Niederbetschbacher sogenannten Wodsacker Mühl. Ist in Ansehung des Hochgebaues sowohl, als auch des Mahlwercks in völlig gutem Stand, die Mühle wird durch zwey unterschl. Wasserräder (in einer Wasserstube) getrieben, hat zwey Mahlgänge und 1 im Trillis angehängten Schälgang, bey großem Waßer muß selbige zu Zeiten etl: Wochen still stehen und bey kleinem kan sie zuweilen auch nur mit einem Gang gehen .... Hat Fischereigerechtigkeit und zu solchem Ende in dem Ablaß einen Fischfang. Vorder- und Hinterteich von je 100 Gäng. Die Gemeinde Limbach hat die Mühle im Erbbestand, entrichtet 10 Ma. Korn Saarbrücker Maßung und 15 fl 9 bz 8 Pfg. für ein Mühlschwein und 8 Kappern. Das Dorf Limbach war vordem mit seinen 47 Haushaltungen in die Mühle gebannt, auch Erbach war hierher gebannt. Afterbeständer ist Valentin Cron.; er hat ein “starkes” Bauerngut bei der Mühle. Alles benötigte Holz von der Herrschaft.” (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 204).



Cuhn, Hieronymus:

4.8.1627 Kaiserslautern; Bürgeraufnahme in Kaiserslautern am 16.6.1599; 1611 geschatzt; der Müller Hieronymus Cuhn ( 4.8.1627) dürfte Müller auf der Stiftsmühle gewesen sein, denn nach seinem Tod seine Witwe am am 2.9.1633 von Johann Caspar Haag, dem Stiftsschaffner verklagt (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 13 Nr. 126). °° II in Kaiserslautern am 30.8.1608 mit NN.; Vater des Müllers auf der Neumühle Kaiserslautern, Johannes Cuhn (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 13 Nr. 127).


Er wird 1611 als Mitglied der Bäckerzunft mit einem Vermögen von 400 fl geschatzt.


Bis 1615 ist Hieronymus *Cuhn (Kuhn) als Müller „zur Mühlen“; er wird am 10.1.1615 als gewesener Müller „zur Mühlen“ (s. Bordmühle „Mühle zur Mühlen“ Kaiserslautern) bezeichnet (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1550-1619, a.a.O., Bd. 1, S. 53). Am 10.1. 1615 wird Leonhard Göpfhardt (Goppfhard) aus „Woltroff“/Franken (vgl. Herzog: Kaiserslautern, a.a.O., Bd. 2 Nr. 339) als Müller auf der Sägemühle zur Mühlen (Mühlstraße) und Nachfolger des Hieronymus Cuhn bezeichnet (vgl. Herzog: Kaiserslautern, a.a.O., Bd. 1, S. 83 Nr. 543).



Cuhn, Johannes:

Müller auf der Neumühle in Kaiserslautern; Sohn des Müllers Hieronymus *Cuhn; Bürgeraufnahme in Kaiserslautern am 4.8.1627; am 9.9.1633 als „Neumüller“ in Kaiserslautern genannt; soll am 14.12.1633 an den Spitalmeister leisten (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 13 Nr. 127)



Culmann, Johannes:

16.1.1723 Imsweiler, katholisch; Erbbestandsmüller auf der Schloßmühle in Imsweiler; Vater des Bernhard Culmann († 7.2.1746 in Katzenbach im Alter von 61 Jahren) (vgl. Dhom: Imsweiler und seine Einwohner, a.a.O., S. 74).


°° mit Anna Rosina Schön, der Tochter des Müllers in Otterberg und seit 1655 auch Schloßmüller in Imsbach; die Schloßmühle kam im Erbwege an Johann Culmann und Anna Rosina Schön (vgl. Weber: Dorf- oder Schloßmühle Imsweiler, a.a.O, S. 16).


Vater der NN. Culmann, °° mit dem Müller und Betriebsnachfolger auf der Schloßmühle, Johann Simon *Rahm (vgl. Weber: Dorf- oder Schloßmühle Imsweiler, a.a.O, S. 16).



Culmann, Peter:

Zwischen 1756 und 1759 wird der Peter Culmann als Schweinehirt auf der Rauschermühle bei Morbach (OT von Niederkirchen bei Kaiserslautern) im Kirchenbuch erwähnt; dort werden seine Söhne Johann Jakob Culmann (~ 20.5.1756 Rauschermühle) und Micha­el Culmann (~29.12.1758 Rauschermühle) geboren (vgl. Schneider, Hermann: Hirten im Gebiet der ehemals Sickingen'schen Herr­schaft Schallodenbach und Umgebung; in: PRFK 1982, S. 101).


°° mit Christine Haneberger; Vater von Johann Nikolaus (~ 6.6.1742 Niederkirchen), Johann Valentin (~ 9.2.1750 Wörsbach, wohnt 1774 auf der Rauschermühle), Johann Jakob Culmann (~ 20.5.1756 Rauschermühle), Michael Culmann (~29.12.1758 Rauschermüh­le, † ebd. 10.1.1759), Maria Katharina (~ 10.6.1760 Reckelbach) (vgl. Schneider, Hermann: Hirten im Gebiet der ehemals Sickin­gen'schen Herrschaft Schallodenbach und Umgebung; in: PRFK 1982, S. 102).


Er ist auch der Vater des Valentin Culmann (von der Rauschermühle), der am 24.5.1775 die Anna Maria Scherer (geb. 7.3.1748 aus Hefersweiler [err.], Tochter des Peter Scherer; sie °° I 31.8.1771 mit Jakob Christmann aus Mehlbach [† 17.5.1772 Mehlbach]) (vgl. Uhrig, Detlev: Die Familien Berz- und Hefersweilers; Internetdatei von 2005, http://www.http://www.hefersweiler-berzweiler.de/ pdf/familienbuchhefersweiler.pdf, S. 84).



Cunz, Johannes:

ab 1726 Müller in Berg; die Mühle des Johannes Cunz gehört zur Kellerei Landeck im kurpfälzischen Oberamt Germersheim; die Mühle ist 1768 im Mühlenverzeichnis des Oberamts Germersheim und dem dort abschriftliche enthaltenen Mühlenbericht der Kelle­rey Landeck aufgeführt, als (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtli­cher Mühlen des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768; s. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 257, der die Mühle allerdings fehlerhaft Lug-Schwanheim zuordnet): “von der Johannes Cunzen alda der mahlen zustehenden anderen Mühl, welche in ao 1726 die Erlaubnis gegen jährlich 4 fl zu einer Seeg Mühl erhalten, und nachgehend zu einer Mahl Mühl aptiert worden; seit ao 1746 jährlich 4 Malter Korn.”



Cunz, Mathias:

vor 1743; Müller auf der Selchenbacher Mühle. Im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746 ist „Selgenbacher Mühle“ wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 206r-208r): „.... Die Mühle liegt zwischen dem oberen und unteren Dorff Selgenbach. … Ist auch …. in Ansehung der Gebäude so wohl alß dem Mahl Werck in ei­nem sehr elenden Stand; der Mahlgang wird durch ein ohngefehr 13 Schuh hohes Wasserradt getrieben, muß in Sommer und Winter­zeiten wegen Mangel an Waßer lange stille halten, daß er nicht einmal ein halbes Jahr rechnen kann, in welchem sie beständig gehen könne. Der Waßer Teich ist 600 Schritt lang. … Sie gibt 2fl in die Landschreiberey und ein Malter Korn und ein Malter Habern in die Kellerey nach Lichtenberg …. Vor 3 Jahren ohngefehr habe er manchmal aber mit der größten Gefahr Früchte auß dem pfälzischen Dorf Fronhausen abgehohlet, getraue aber nicht mehr solches zu practizieren …. Jacob Theobald hat solche von Mathias Cuntzen Er­ben vor 110fl erkauft und auf seinen Nahmen einen Erbbestandbrief vom 26ten Mertz 1741 in Händen ….“

































Litera D




Dättwyller, Jacob:

Schweizer Einwanderer in Alsenborn; Müller in Alsenborn; reformiert. Um 1720 war als Müller in Alsenborn, der Jacob Dättwyller aus der „Waldgemeinde Arburger Ampt, im Zoffinger Kirchspiel, Berner Canton“; °° am 7.1.1720 in Alsenborn mit Sara Hüpscher aus „Staufenbach, Kanton Bern, Lenzburger Ampt“ (vgl. Ruby, Arnold und Scherer, Karl: Zu- und Abwanderungen in den Dörfern „Uff dem Crays“ [mit dem Schwerpunkt im Büttelamt und dem Gerichtsort Alsenborn]; in: PRFK 1974, S.35).



Dahl, Jacob:

von 1722 bis 1737 Müller auf der Mühle zu Brücken; er errichtete die Mühle 1722 auf eigenem Grund und Boden. In der Mühlenbe­schreibung des Oberamts Lautern von 1739 (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29) wird die Mühle zu Brücken wie folgt be­schrieben: “hat 1722 Jacob Dahl auf eigenem Grund und Boden erbaut, 1737 an Johannes Veith um 2230 fl verkauft. Sie hat 1 Mahl­gang und gibt 3 Malter Korn als Pacht.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 237).



Damian, Wilhelm:

am 3.1.1860 wurde durch Wilhelm Damian, Müller in Böbingen wohnhaft, die diesem gehörige, oben am Dorf Böbingen gelegene Mahlmühle mit 2 Mahlgängen, einem Schälgange und einer Schwingmühle nebst Wohnhaus … freihändig versteigert (vgl. „Der Eil­bote“ Landau vom 10.12.1859, S. 570 = LA Speyer Best. Y 20/41). ++++



Dannenfels, Jakob:

27.1.1845 in Eckersweiler im Alter von 44 Jahren; Müller aus Ruschberg; Bruder des Friedrich Dannenfels (geb. in Ruschberg, °° 17.11.1842 mit Maria Magdalena Diehl aus Eckersweiler (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1 S. 151, Nr. 541).



Danner, Jakob:
1773 wohnhaft auf der Dannenfelser Mühle; Sohn des verstorbenen Hofbeständers auf dem Neuhof in Rothenkirchen, Christian Dan­ner und der Catharina Schmidt; in einem Inventar vom 13.12.1773 anläßlich einer Erbauseinandersetzung über den Nachlaß des ver­storbenen Beständers auf dem Neuhof in Rothenkirchen wird als Miterbe erwähnt, der „Johann Danner, wohnhaft in der Dannenfel­ser Mühl“ (vgl. LA Speyer Best. F 22 Nr. 131).



Daub, Martin:

22.1.1576 Minfeld; luth.; Müller in Minfeld auf der Altmühle (err.). Am 22.1.1576 verstirbt in Minfeld der Müller Martin *Daub; vermutlich hat er eine Tochter Anna, die am 26.9.1591 als Patin genannt wird (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 156 Nr. 591); er ist wohl Müller auf der Altmühle gewesen, da die Neumühle erst im 18. Jh. erbaut wurde.



Dauber, Ludwig:

aus Hornbach; um 1794 Müllermeister in +++; Sohn Ludwig Dauber, Schmiedemeister in Hornbach; °° am 13.7.1794 in Contwig mit Margareth NN. verw. Wagner, Witwe des Michel Wagner (wohnhaft auf der Niederauerbacher Mühle) (vgl. Bohrer, u.a.: Register zum reformierten Kirchenbuch Contwig, a.a.O., S. 16).



Daubmann, Magdalena:

von der Dornmühle in Walldorf stammt die Magdalena Daubmann (*13.1.1762 Dornmühle; Tochter von Peter Daubmann und Anna Katharina Kärcher); sie heiratet am 1.2.1780 in Maudach den Ackerer und Schultheiß von Maudach Franz Josef Anton Fassott (vgl. Frosch: Einwohner von Neuhofen, a.a.O., S. 121).



Daubmann Peter:

um 1762 Müller auf der Dornmühle in Walldorf; °° mit Anna Katharina *Kärcher; die Tochter Magdalena *Daubmann (*13.1.1762 Dornmühle) heiratet am 1.2.1780 in Maudach den Ackerer und Schultheiß von Maudach Franz Josef Anton Fassott (vgl. Frosch: Ein­wohner von Neuhofen, a.a.O., S. 121).



Dautermann, Familie:

aus Cölln stammend, dann auch in Gaugrehweiler, Alsenz, Zweig Oberhausen, Zweig Gerbach (vgl. Lindemer, Otto: PRFK Nr. XV B 42.2)



Dautermann, Carl:

um 1768 Müller auf der Schniftenberger Mühle bei Kriegsfeld; Sohn des Müllers auf der Hahnmühle in Cölln, Johann Henrich Dau­termann aus dessen 1. Ehe mit NN.; °° 19.7.1768 in Kriegsfeld mit der Müllerstochter Maria Margaretha Seiler; diese brachte die Schniftenberger Mühle mit in die Ehe; Vater des Müllers Nicolaus *Dautermann (vgl. Dhom, Emil: Die Schniftenberger Mühle bei Kriegsfeld. Dem Verfalle preisgegeben; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1971, S. 41-44; Kuby, Hans Alfred: Die Schniftenberger Mühle und die „Dautermänner“. Eine Ergänzung zu dem Beitrag von Emil Dhom in Nr. 2/1971, S. 64) und der Maria Elisabetha *Dautermann (geb. 1.7.1777 Schniftenberger Mühle bei Niederwiesen; ~ 3.6.1777 Kriegsfeld; † 17.10.1857 Oberhausen/Appel im Alter von 80 Jahren und 4 Monaten, beerd. 20.10.1857 in Oberhausen/Appel; °° I vor 1797 den Müller auf der Mahlmühle bei Ober­hausen / Appel Friedrich *Weinsheimer) (vgl. Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar unter Hinweis auf Standesamtsbelege Niederhau­sen/Appel und luth. KB Münsterappel).



Dautermann, Hans Martin:

um 1703 Müller in Obermoschel; Vater der Johanna Barbara Dautermann (~14.5.1703 Obermoschel) (Quelle: Internet-Datei Dauter­mann Genealogie; reformiertes Kirchenbuch)



Dautermann, Hans Peter:

geb. ca. 1671 Neu-Bamberg – 16.2.1739 Hahnmühle Cölln; von Beruf Bäcker; °° 6.2.1700 in Cölln mit der Müllerstochter Maria Barbara *Bock (auch als Beck bezeichnet), der Tochter des Hahnmüllers und Schultheißen Hans Wenz *Bock (auch als Beck be­zeichnet) (Mitteilung von Herrn Otterstätter, PRFK); nach dem Tod des Hans Wenz Bock († 1721) kam es 1722 unter den Kindern und Erben zu einer erbitterten Erbauseinandersetzung, in die auch die pfalz-zweibrückische Regierung involviert war. Am 8.7.1722 berichtete der pfalz-zweibrückische Amtmann von Obermoschel, Georg Conrad Strähl, an die herzogliche Regierung, daß die Hahn­mühle in sehr schlechtem Zustand sei. Man möge dem Erbbeständer kündigen, da er seiner Brutalität wegen nicht gut herauszubrin­gen sei. Er habe mit den Vertretern der anderen Teilhaber ein Zusammenkunft zur Besichtigung der Mühle vereinbart. Am Tage der Besichtigung habe der Sohn Lutz Bock den Eingang verschlossen und als dieser mit Gewalt aufgebrochen worden war habe dieser den Falkensteinischen Bürgermeister von Dielkirchen, seinen eigenen Onkel Ludwig Bock, zu Boden geschlagen und verwundet. In der Folge wurde Amtmann Strähl von der pfalz-zweibrückischen Regierung beauftragt, den Lutz Bock und seinen Bruder notfalls un­ter Anwendung von Gewalt aus der Mühle zu setzen, und die Mühle gegen Nachzahlung rückständigen Pachtgeldes in Erbpacht neu zu vergeben. Den Zuschlag und den Erbpachtvertrag erhielten Ludwig Bock und der angeheiratete Neffe Hans Peter Dautermann (vgl. R. K.: Die Hahnmühle, Nordpfälzer Geschichtsverein 1937, S. 59/60 leider ohne Quellenangabe). Am 13.7.1723 beantragen die neuen Erbpächter bei der pfalz-zweibrückischen und ebenso bei der falkensteinischen Regierung die kostenlose Zurverfügungstel­lung von Bauholz, da sie das zusammengebrochene Mahlwerk der Hahnmühle wieder herrichten wollten. Sie erhielten 2/3 der benö­tigten Menge von Pfalz-Zweibrücken und 1/3 von Falkenstein (Anm. die Mühle stand im Kondominium zwischen beiden Herrschaf­ten). Hans Peter Dautermann scheint in der Folge die Mühle allein übernommen zu haben, da der Name von Ludwig Bock nicht mehr genannt wird.


Vater von Johann Henrich (Heinrich) *Dautermann, Valentin Dautermann (getauft 15.1.1747 Cölln – 29.11.1813 Cölln, Ackersmann in Cölln; °° 10.6.1777 mit Maria Margaretha Beck; Mitteilung von Herrn Otterstädter PRFK), Friedrich Dautermann († vor 1741, seine Witwe und 4 Kinder leben auf der Hahnmühle), Jakob *Dautermann (vgl. R. K.: Die Hahnmühle, Nordpfälzer Geschichtsverein 1937, S. 60/61 leider ohne Quellenangabe).


Nach dem Tod des Müllers Hans Peter *Dautermann († 16.2.1739) kommt es erneut zu einer harten Erbauseinandersetzung unter dessen Söhnen Johann Henrich (Heinrich) Dautermann und Valentin Dautermann (vgl. R. K.: Die Hahnmühle, Nordpfälzer Ge­schichtsverein 1937, S. 61/62 leider ohne Quellenangabe). Nach seinem Tod mußte die Mühle 10 Personen ernähren, nämlich die Witwe Maria Barbara Bock, die Witwe des bereits verstorbenen Sohnes Friedrich Dautermann, Anna Katharina NN. und deren 6 Kinder, den Sohn Heinrich (Johann Henrich) Dautermann und den ledigen Sohn Jakob Dautermann. Johann Henrich zahlte an seine Mutter jährlich 50 fl zu deren Unterhalt; sie erhielt als Vorbehaltsgut weiterhin das zur Erbschaft gehörige Herrengut in Steckweiler (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die Hahnmühle an der Alsenz; in: Pfälzische Heimatblätter Jg. 9, 1961, S. 75).



Dautermann, Jakob:

vor 1829; Müller auf der Dorfmühle Sitters; °° mit Margaretha Imschweiler. Am 24.2.1829 wird die Versteigerung der Mühle im Intelligenzblatt des Rheinkreises angekündigt für den 20.3.1829. In der Annonce heißt es u.a.: „... auf Betreiben von 1. Jakob Dauter­mann, Müller zu Sitters wohnhaft, großjähriger Sohn der allda verlebten Eheleute Jakob Dautermann gewesener Müller, und Marga­retha Imschweiler, und 2. von Nikolaus Gravius, Ackersmann auf dem Bremricherhofe wohnhaft, Vormund von Katharina, Ludwig und Karolina Dautermann, minderjährige Kinder der verlebten Eheleute, welche Minderjährige sich zu Sitters aufhalten, und benann­ten Jakob Dautermann zum Nebenvormund haben …. versteigert werden, nämlich: … eine Mühle mit Wohnhaus, Stallung, Scheuer, Garten und Ackerland, 16 Aren 13 Centiaren Oberfläche enthaltend, zu Sitters gelegen, abgeschätzt zu 800 fl ...“ (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises, a.a.O., Bd. 12, S. 170).



Dautermann, Johann Henrich (Heinrich):

1722 Hahnmühle Cölln (err.) – ca. vor 1767 Hahnmühle Cölln (err.); Sohn des Müllers Hans Peter *Dautermann und der Maria Bar­bara *Bock. Bruder von Valentin Dautermann (getauft 15.1.1747 Cölln – 29.11.1813 Cölln, Ackersmann in Cölln; °° 10.6.1777 mit Maria Margaretha Beck; Mitteilung von Herrn Otterstädter PRFK), Friedrich Dautermann († vor 1741, seine Witwe und 4 Kinder le­ben auf der Hahnmühle), Jakob *Dautermann (vgl. R. K.: Die Hahnmühle, Nordpfälzer Geschichtsverein 1937, S. 60/61 leider ohne Quellenangabe). Müller auf der Hahnmühle in Cölln.


Nach dem Tod des Müllers Hans Peter *Dautermann († 16.2.1739) kommt es erneut zu einer harten Erbauseinandersetzung unter dessen Söhnen Johann Henrich (Heinrich) Dautermann und Valentin Dautermann. Er führt wohl nach dem Tod des Vaters Hans Peter *Dautermann († 16.2.1739) die Mühle in Cölln weiter. Valentin Dautermann machte seinem Bruder Johann Henrich Dautermann die Erbschaft streitig. Als Begründung seiner Ansprüche führte er an, der Vater hätte bestimmt, die Mühle sei jedem Kind zu 180 Gulden anzuschlagen., Johan Henrich Dautermann und Valentin Dautermann sollten den Betrieb gemeinsam führen und in 4 Raten ihre Ge­schwister auszahlen. 1741 kam der Streitfall über das Oberamt Obermoschel vor die herzogliche Regierung in Zweibrücken.von der Hofkammer wurde entschieden: „ … weil herkömmlich, daß dem letztlebenden Ehegatten die Nutznießung der Verlassenschaft zu­kommt, auch die Anna Katharine Dautermann ihrer Schwiegertochter, Friedrich Dautermanns Witwe, die Mühl nutznießlich überlas­sen wolle, soll es auch dabei sein ohnabänderliches Verbleiben haben, mithin das Spielen (Verlosen) unter den Kindern einseitig auf­gehoben sei“. Die beiden Witwen konnten jedoch de Betrieb nicht weiterführen und waren auf einen Mühlenfachmann angewiesen. Dies dürfte der Grund für eine Einigung unter den Erben dahingehend gewesen sein, daß der Sohn Johann Henrich Dautermann die Mühle übernahm und die übrigen Beteiligten auszahlte. Daß dieser die Mühle übernommen hat, erhellt sich aus der Tatsache, daß am 13.6.1754 die herzogliche Regierung in Zweibrücken bei dem herzoglichen Amtskeller in Obermoschel, Becker, anfragte, warum dem Erbbeständer Johann Henrich (Heinrich) Dautermann noch kein Erbbestandsbrief ausgestellt und die Erbschaftssteuer (Laude­mium) noch nicht bezahlt sei. Becker antwortete, daß Dautermann ein falkensteinischer Untertan war und die pfalz-zweibrückischen und falkensteinischen Behörden sich zunächst nicht einigen konnten. Erst Ende Oktober 1756 fand der erforderliche Amtstag des Stolzenberger Tales statt; hierbei einigten sich die beiden Herrschaften über die Höhe des von Heinrich Dautermann zu zahlenden Laudemiums; dieser erhielt, da er von seinen Miterben die Mühle inzwischen gegen Zahlung von 200 fl übernommen hatte 1756 einen neuen Erbbestandsbrief (vgl. R. K.: Die Hahnmühle, Nordpfälzer Geschichtsverein 1937, S. 61/62 leider ohne Quellenangabe; Weber, Friedrich Wilhelm: Die Hahnmühle an der Alsenz; in: Pfälzische Heimatblätter Jg. 9, 1961, S. 75).


°° I mit NN:, aus der 1. Ehe stammt der Sohn und Müller auf der Schniftenberger Mühle bei Kriegsfeld, Carl *Dautermann (°° 19.7.1768 in Kriegsfeld mit der Müllerstochter Maria Margaretha Seiler) (vgl. Dhom, Emil: Die Schniftenberger Mühle bei Kriegs­feld. Dem Verfalle preisgegeben; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1971, S. 41-44; Kuby, Hans Alfred: Die Schniftenberger Mühle und die „Dautermänner“. Eine Ergänzung zu dem Beitrag von Emil Dhom in Nr. 2/1971, S. 64)


°° II (?) am 27.4.1752 in St. Alban mit Maria Catharina Laukhardt (13.5.1717 St. Alban – 13.1.1766 Hahnmühle Cölln); Vater der Wilhelmina Justina Elisabetha Dautermann (1751 err. Hahnmühle Cölln – 8.10.1824 St. Alban; °° mit Johann Wilhelm Müller, Wag­nermeister in St. Alban (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar), Marie Catharina *Dautermann (°° mit Johann Nicolaus *Weintzhei­mer, ab 1767 Erbbeständer auf der Hahnmühle bei Cölln / Alsenz;) (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 143; R. K.: Die Hahnmühle, Nordpfälzer Geschichtsverein 1937, S. 63 leider ohne Quellenangabe) und Maria Carolina Sidonia Dautermann (geb. ca. 17.6.1755 Cölln Hahnmühle - 22.9.1806 St. Alban) (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar).


Aus seinen beiden Ehen hatte Johann Henrich Dautermann 4 Söhne und 3 Töchter (vgl. R. K.: Die Hahnmühle, Nordpfälzer Ge­schichtsverein 1937, S. 63 leider ohne Quellenangabe)



Dautermann, Johann Martin:

in KB Münsterappel als „Daudermann“ verzeichnet (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 4.8.2011); 1679 err. - 6.12.1736 Obermühle Münsterappel im Alter von 57 Jahren, beerd. Münsterappel am 8.12.1736; luth.; zunächst Müller auf der auf der Unter­mühle in St. Alban, nach seiner 2. Eheschließung Müller auf der Obermühle Münsterappel (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 4.8.2011; Münsterappel, Kirchenbuch luth.; Karl Schläfer, Die Familien von Gerbach und St. Alban); °° I mit Anna Catharina NN. (geb. 1670 ?; † 17.4.1705 Untermühle St. Alban); aus der 1. Ehe stammen die Tochter Maria Barbara Dautermann (geb. vor 1700 in St. Alban-Untermühle - † 18.01.1740, das Sterbedatum ist im KB St. Alban nicht eingetragen); °° II 1706 mit Christina Löw (geb. 1680 ? Neu-Bamberg; Tochter von Henrich Löw und NN.); aus der 2. Ehe stammen die Kinder Johann Martin Dautermann (geb. 1717 err. - † am 05.03.1737 in Münsterappel im Alter von 20 Jahre; begr. am 07.03.1737 in Münsterappel) und Johann Paul Dauter­mann (geb. am 01.01.1722 in St. Alban-Untermühle; ~ am 04.01.1722 in St. Alban, Paten: Johann Paul Schad von Münsterappel und seine Frau Agnes) (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 4.8.2011; Münsterappel, Kirchenbuch luth.; Karl Schläfer, Die Famili­en von Gerbach und St. Alban).


Als Todesursache ergibt sich aus dem luth. Kirchenbuch Münsterappel: „von dem Mühlstein in der Obermühle ergriffen und auf der Stelle tot“ (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar; vgl. auch Schattauer, Willi: In den Kirchenbüchern von Münsterappel [St. Alban] geblättert; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 2011 [Heft 1] , S. 2).



Dautermann, Johann Jakob:

27.2.1721 Hahnmühle Cölln – 15.12.1773 Cölln; jüngster Sohn des Müllers auf der Hahnmühle, Hans Peter Dautermann und der Maria Barbara *Bock; Strumpfweber in Cölln; °° am 26.1.1744 Cölln mit Philippina Lippert (geb um 1727 – 10.1.1782 Cölln) (Mit­teilung von Herrn Otterstätter, PRFK).



Dautermann, Karl:

um 1837 bis 1850 Müller auf der Schniftenberger Mühle in Kriegsfeld; Sohn des Müllers auf der Schniftenberger Mühle, Nikolaus *Dautermann und Justina Rick. Dessen Besitz ist im Urkataster 1737 beschrieben. Das Anwesen hatte einen geschätzten Wert von 7000 Gulden, es umfaßte Wohnhaus mit Mühle, die zwei Mahlgänge hatte (unter einem Dach zusammen) sowie Stall, Schweineställe mit darüber befindlichen Wohnung für Bedienstete, Scheine, Schopp und Hofraum (vgl. Dhom, Emil: Die Schniftenberger Mühle bei Kriegsfeld. Dem Verfalle preisgegeben; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1971, S. 43). Er übertrug die Mühle 1850 auf seinen Sohn Andreas Dautermann (vgl. Dhom, a.a.O., S. 43).



Dautermann, Marie Catharina:

geboren auf der Hahnmühle Cölln; Tochter des Müllers auf der Hahnmühle Johann Henrich (Heinrich) *Dautermann und der Maria Catharina Lauckhardt; °° Müller Johann Nicolaus *Weinsheimer verheiratet. Dieser beantragt am 29.6.1767 die Erteilung eines neu­en Erbbestandsbriefs der ihm nach erfolgter Erbauseinandersetzung am 2.11.1767 erteilt wurde. Mutter des Müllers und Betriebs­nachfolgers auf der Hahnmühle, Jakob I. *Weinsheimer (vgl. R. K.: Die Hahnmühle, Nordpfälzer Geschichtsverein 1937, S. 63 leider ohne Quellenangabe)



Dautermann, Maria Elisabetha:

geb. 1.7.1777 Schniftenberger Mühle bei Niederwiesen; ~ 3.6.1777 Kriegsfeld; † 17.10.1857 Oberhausen/Appel im Alter von 80 Jah­ren und 4 Monaten, beerd. 20.10.1857 in Oberhausen/Appel) (vgl. Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar unter Hinweis auf Standes­amtsbelege Niederhausen/Appel und luth KB Münsterappel).


°° I vor 1797 mit dem Müller auf der Mahlmühle Oberhausen/Appel, Friedrich *Weinsheimer (1768 err. Mannweiler-Cölln, Hahn­mühle - 9.11.1807 Oberhausen/Appel im Alter von nur 39 Jahren); er ist Sohn des Müllers auf der Hahnmühle in Mannweiler-Cölln, Johann Nikolaus *Weinsheimer und der Müllerstochter Maria Catharina Dautermann (vgl. Mitteilung von Herr Ewald Dittmar unter Bezugnahme auf Standesamtsbelege Münsterappel).


Die Witwe Maria Elisabeth Dautermann heiratet am 13.8.1809 den Johann Nicolaus Kallmer (vgl. Mitteilung Herr Ewald Dittmar vom 2.2.2011).



Dautermann, Nicolaus:

um 1799 Müller auf der Schniftenberger Mühle; später auch Adjunkt in Kriegsfeld; Sohn des Müllers auf der Schniftenberger Mühle, Carl Dautermann und der Maria Margarethe Seiler (Tochter des Müllers auf der Schniftenberger Mühle, Johann Gerhard Seiler); °° am 25.9.1797 in Kriegsfeld mit Justina Rick aus Offstein; Vater des Müllers Karl *Dautermann (vgl. Dhom, Emil: Die Schniftenber­ger Mühle bei Kriegsfeld. Dem Verfalle preisgegeben; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1971, S. 41-44; Kuby, Hans Alfred: Die Schniftenberger Mühle und die „Dautermänner“. Eine Ergänzung zu dem Beitrag von Emil Dhom in Nr. 2/1971, S. 64).-44; Kuby, Hans Alfred: Die Schniftenberger Mühle und die „Dautermänner“. Eine Ergänzung zu dem Beitrag von Emil Dhom in Nr. 2/1971, S. 64). „Im 7 Jahr der französischen Republik (=1799) erschien in der Agentstube statt des Gemeindehauses (Anm.: in Kriegsfeld) Ni­colaus Dautermann, Müller 32 Jahre alt, wohnhaft in der Schniftenberger Mühle zur hiesigen Gemeinde gehörig Municipalität Kirch­heimbolanden, Donnersberger Departments, Vater des verstorbenen Kindes Elisabeth (ein Jahr alt) und zeigte den Tod seiner Tochter an.“ (vgl. Dhom, Emil: Die Schniftenberger Mühle bei Kriegsfeld. Dem Verfalle preisgegeben; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1971, S. 42).



Dautermann, Rheinhardt:

1727 Müller und Erbbeständer auf der Mühle in Steingruben; °° mit NN. Bühler (°° in 2. Ehe mit dem Schultheiß in Obermoschel Bormann), der Tochter des Balzahar *Bühler (um 1710 Müller und Erbbeständer in Dielkirchen und Erbauer der Mühle in Steingru­ben); Dautermann übernahm die Mühle in Steingruben von seinem Schwiegervater; Vater der NN. Dautermann (°° mit dem Müller Nicolaus *Graf) (vgl. Schattauer, Willi: Die Steckweilerer und Steingrubener Mahlmühlen (1682-1802); in: Nordpfälzer Geschichts­verein 4/2006 S. 14-16; Archiv Ev. Kirche im Rheinland, Außenstelle Boppard, Bestand 150-311 Eisenheimer Urkunden).



Debold, Johann Adam:

1775 und 1777 erwähnt auf der „Schallodenbacher Mühle“ im katholischen Kirchenbuch Schallodenbach; der Eintrag erfolgt ohne Berufsangabe; °° Catharina Brinck; Vater der Maria Barbara Debold (geb. 19.2.1775 Schallodenbach - † 30.5.1777 edb) und Johann Adam Debold (geb. 13.5.1777 Schallodenbach) (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schalloden­bach 1683-1798, Homburg 1998, S. 80).



Decker, Jacob:

um 1813 wohnhaft in Asselheim (vgl. LA Speyer Best. 16, 16 Notariatsakten Grünstadt Nr. 339); Müller ++++klären : welche Müh­le++++; möglicherweise in Obrigheim (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 273: in Obrigheim gab es 1817 zwei Mühlen, eine davon dem Jacob Decker gehörig). In der Notariatsakte vor Notar Moré am 20 Xber (?) 1813 verkauft Jacob Decker sein Vaterhaus in der Schloßgasse Asselheim an die Handelsleute und Metzger in Asselheim, Samuel Metzger und Albrecht Metzger, beides wohl Juden (s. Unterschrift in Hebräisch ?) (vgl. LA Speyer Best. 16, 16 Notariatsakten Grünstadt Nr. 339).



Decker, Kaspar:

zwischen dem 8. und 9. 12. 1787 in Marnheim; Müller auf der Krebsmühle bei Obrigheim. Die Mühle ist offensichtlich an Kaspar Decker verkauft worden, denn 1788 wird bei der Teilung nach Kaspar Decker, verstorben zwischen dem 8. und 9. 12. 1787 in den Ausfautheiakten Kirchheimbolanden (vgl. LA Speyer F22 Nr. 140) erwähnt: „Nachdem Caspar Decker allhier (Anm. in Marnheim) zwischen dem 8. und Decembr. Vorigen Jahres verstorben und deßen hinterbliebene Wittib Maria Margaretha sich altershalber resol­viret hat, … ihre Kinder nahmentlich

  1. Maria Apollonia, Georg Bergen Ehefrau

  2. Johann Georg Decker, Müllermeister auf der sog. Krebsmühl ohnweit Obrigheim

  3. Johann Jacob Decker, Müllermeister zu Obrigheim

  4. Johann Adam Decker, Gemeinsmann dahier



Decker, Johann Philipp:

um 1770 war Johann Philipp Decker (vgl. ev. Kirchenbuch Gauersheim; Mitteilung von Herrn Konrad Holl vom 20.2.2012) der Schultheiß und Müller in Gauersheim +++klären: welche Mühle: wohl Obermühle/Dorfmühle über seine Schwiegermutter Anna Ca­tharina Becker+++; seine Tochter Maria Barbara Decker heiratet am 5.2.1771 in Gauersheim den späteren Pfortmüller zu Albisheim, Johann Adam I. Morgenthaler (vgl. ev. Kirchenbuch Gauersheim; Mitteilung von Herrn Konrad Holl vom 20.2.2012 ; mit abwei­chendem Datum „1770“ Morgenthaler, Otto: Die älteste Geschichte der Pfortmühle bei Albisheim/Pfrimm; in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 1987, S. 78)



Deibel, Deibelt, Deubel, Deubelt:

s. unterschiedliche Schreibweisen, auch innerhalb derselben Familie



Deibel, Johann Jacob:

um 1829 (err.) Albisheim; um 1804 Müller auf der oberen Schmelzmühle in Albisheim; wohl Sohn +++prüfen+++ des Müllers auf der oberen Schmelzmühle, Conrad *Deubel. °° I mit Anna Elisabeth NN. ( 1804). Johann Jacob Deibel errichtete 1804 den Neubau der Scheune auf der oberen Schmelzmühle. Im Torbalken der Scheune die Inschrift: „DIESEN BAU HAT ERBAUT IOHANN IAKOB DEIBEL / DIE SELIGE HAUSFRAU ANNA ELISABETH DEIBELIN IM JAHR ANNO 1804“ (vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 184).


1830 werden bei der Zwangsversteigerung (und [?] zur Auflösung der Erbengemeinschaft nach dem verstorbenen Jakob Deibel von der Schmelzmühle) der benachbarten Schmelzmühle Albisheim als Eigentümer der Lohmühle Albisheim erwähnt „die Kinder zweiter Ehe des gedachten Jakob Deibel“ (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 1 vom 4.1.1830, S. 2).


1830 wird in Vollziehung eines Urteils des Bezirksgericht Kaiserslautern vom 16.11.1829 die Zwangsversteigerung von diversen Grundstücken „die zur Masse des zu Albisheim an der Pfrimm verlebten Müllers Jakob Deibel“ gehören (und [? ] zur Auflösung der Erbengemeinschaft nach dem verstorbenen Jakob Deibel von der Schmelzmühle), darunter die Schmelzmühle Albisheim am 11.3.­1830 wie folgt annonciert (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 1 vom 4.1.1830, S. 2): „Eine Mahlmühle mit zwei Mahlgängen und einem Schälgange sammt Wohnhaus, Scheuer, Stallung[,] Hofraum und Garten gelegen in dem Dorf Albisheim, oben am Dorfe, begrenzt …. gegen Westen die den Kindern zweiter Ehe des gedachten Jakob Deibel, angehörige Lohmühle ...“


°° I mit Anna Elisabeth NN. ( 1804).

°° II mit NN.



Deibel, Konrad:

aus Rüssingen – 19.11.1796 Wachenheim/Pfrimm (err.); von 1781-1796 Müller auf der Schloßmühle in Wachenheim/Pfrimm (vgl. Würth: Wachenheim, a.a.O., S. 158 der ihn allerdings als Müller wohl aufgrund eines Schreibfehlers nur bis 1791 notiert, aber seinen Tod 1796 angibt und den Nachfolger ab 1797).



Deibert, Johann Nicolaus:

am 25.02.1761 in Oberhausen/Appel-Mühle - † 26.07.1827 in St. Alban-Untermühle im Alter von 66 Jahren, 5 Monate alt; beerd. 28.07.1827 in St. Alban; ~ am 01.03.1761 in Münsterappel, Paten: Johann Nicolaus Colb und seine Frau Maria Elisabetha; luthe­risch; 1787 churpfälzischer Dragoner, ab 1788 Müller; Müller auf der Untermühle St. Alban; Sohn des Müllers auf der Appel-Mühle in Oberhausen/Appel, Johann Friedrich *Deubelt und der Maria Sophia Cloninger (geb. am 31.08.1734 in Niederhausen/Appel - † 25.01.1774 in Oberhausen/Appel im Alter von 39 Jahren, 4 Monate, 13 Tage; ~ am 05.09.1734 in Münsterappel, Paten: Anna Sophia Gloninger aus der Katzensteiger Mühle und Anna Maria Mühlbergerin von Oberhausen an der Nahe) (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 6.8.2011; Münsterappel, Kirchenbuch luth.; St. Alban Standesamtsbelege; St. Alban und Gerbach, Kirchenbuch luth.)


Er war wohl zunächst ab 1788 Müller auf der elterlichen Mühle in Oberhausen/Appel und hat erst später die Untermühle St. Alban übernommen. Seine 1. Ehefrau, Maria Barbara Krebs, ist 1790 auf der Obermühle in Oberhausen/Appel verstorben; seine Tochter aus 2. Ehe, Maria Sophia Deubert ist 1793 in Oberhausen/Appel geboren und wurde 1807 in St. Alban konfirmiert; auch die Tochter Anna Margarethe Deubert ist am 12.7.1807 auf der Untermühle St. Alban geboren und dort am 15.1.1815 gestorben; die Untermühle St. Alban wurde scheinbar von Leidinger verkauft, Angehörige der Familie Leidinger waren noch 1804 auf der Mühle; die Unter­mühle ist wohl erst nach 1804 an Deibert übergegangen +++klären+++.


°° I am 11.11.1788 in Münsterappel mit Maria Barbara Krebs (luth., geb. 01.06.1762 in Oberhausen/Appel, ~ am 03.06.1762 in Münsterappel, Paten: Johann Peter Cron und seine Frau Maria Barbara von Winterborn wie auch Johann Peter Conradt von Nieder­hausen und Maria Margaretha Krebsin von Winterborn; † 16.06.1790 in Oberhausen/Appel-Mühle im Alter von 28 Jahre, 5 Monate, 13 Tage alt; beerd. am 18.06.1790 in Oberhausen/Appel); aus der Ehe stammen die Kinder Christina Maria Deibert (geb. 23.08.1787 in Winterborn; ~ am 25.08.1787 in Niederhausen/Appel; Paten: Christina Barbara, Ehefrau des Daniel Cronen und die verwittibte Christina Kämerin; † 09.10.1817 in Gaugrehweiler; °° 03.02.1807 in Gerbach mit dem Schumacher und Tagelöhner Johann Joseph Lamotte; Quellen: Gerbach rk Kirchenbuch) und Catharina Friederica Deibert (geb. 10.05.1789 in Oberhausen/Appel; ~ am 13.05.1789 in Münsterappel, Paten: Friedrich Deubert und seine Frau Maria Catharina; † vor 1847; °° 09.11.1810 rk in Gerbach mit dem Ackersmann, Musikant und Tagner Johannes Kohlhauf aus St. Alban (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 6.8.2011; Quel­len: Gerbach Standesamtsbelege, Gerbach rk Kirchenbuch) und der Anna Margaretha Deubert (luth; geb. am 12.07.1807 in St. Al­ban-Untermühle - † 15.01.1814 in St. Alban-Untermühle im Alter von 6 Jahre, 5 Monate, 18 Tage alt) }.


°° II am 02.08.1791 luth in Münsterappel mit Maria Catharina Bartz (rk; geb. 1767 err. in Bechenheim/Rheinhessen; † 05.02.1824 in St. Alban-Untermühle im Alter von 57 Jahren; beerd. am 05.02.1824 in St. Alban (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 6.8.2011; Quellen: Gerbach rk Kirchenbuch;St. Alban Standesamtsbelege). Aus der Ehe stammen die Kinder Johannes Deubert (geb. am 03.08.1791 in Oberhausen/Appel-Mühle; ~ am 04.08.1791 in Münsterappel, „nachdem sie des Tages vorhero copuliert worden“, Paten: Johannes Deubert und seine Frau Salome von Oberhausen, wie auch Johannes Bartz von Bächerheim; † 26.02.1792 in Ober­hausen/Appel im Alter von 6 Monate, 24 Tage), Maria Sophia Deubert (bzw. Anna Maria *Deubert) (luth., geb. 26.05.1793 in Oberhausen/Appel, ~ am 29.05.1793 in Münsterappel, Paten: Nikolaus Bäcker und seine Frau Maria Margaretha von Oberhausen wie auch Johannes Claß und Sophia Catharina Ekhardin von Dielkirchen; Konfirmation 1807 in St. Alban Donnersbergkreis Rheinland-Pfalz Deutschland; † am 10.05.1857 in St. Alban-Untermühle im Alter von 64 Jahre; °° I vor 1814 mit dem Müller auf der Untermühle St. Alban Johann Adam Seibert [geb. 1789 err. in Nieder-Olm - † 21.12.1825 in St. Alban-Untermühle; Quellen: Gerbach rk Kirchenbuch; St. Alban Standesamtsbelege; beerd. 25.12.1825 in St. Alban, Quellen: Gerbach rk Kirchenbuch]; °° II 28.11.1828 rk in Gerbach (Quellen: Gerbach rk Kirchenbuch) mit dem Ackersmann, Müller und Ziegler, Wendel Mork [rk; geb. 14.03.1803 in St. Alban-Hengstbacher Hof, Quellen: Gerbach Standesamtsbelege, ~ am 15.03.1803 in Gerbach Donnersbergkreis Rheinland-Pfalz Deutschland, Quellen: Gerbach rk Kirchenbuch, Paten: Wendel Mork der Großvater; † 28.01.1834 in St. Alban-Untermühle], des Johannes Deubert (geb. 21.8.1795 Oberhausen/Appel), des Johann Jacob Deubert (geb. 15.01.1798 in Oberhausen/Appel), des Bäckers Johann Georg Deibert (luth; geb. 16.07.1802 in St. Alban - † 12.06.1850 in St. Alban im Alter von 48 Jahren; °° um 01.1828 mit Juliane Heblich [luth; geb. 09.07.1803 in Feilbingert - † 09.03.1840 in St. Alban]), des Müllers Johann Jakob Deubert (luth; geb. 17.09.1804 in St. Alban-Unter­mühle; ~ am 20.09.1804 in St. Alban, Paten: Johann Jakob Hofmann von Oberhausen u. dessen Ehefrau Karolina; er wohnte in St. Alban-Hengstbacher Hof; der Name wird bei der Taufe "Deubert" geschrieben, später "Deibert"; °° am 06.05.1833 in Gerbach mit Maria Margarethe Mork vom Hengstbacher Hof (Quellen: St. Alban Standesamtsbelege, Gerbach rk Kirchenbuch) (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 6.8.2011).



Deißinger, Conrad:

um 1611 ist Conrad Deißinger der Müler in Otterbach (bei Kaiserslautern); er hat einen Streit mit dem Wasenmeister in Kaiserslau­tern Wilhelm Busch wegen eines erstochenen Pferdes (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1550-1619, a.a.O., S. 31 Nr. 105). ++++klären : welche Mühle++++



Dejung, Jakob:

ab 1811 Müller und Temporalbeständer auf der Schloßmühle in Heidesheim (OT von Obrigheim); °° mit Maria Katharina ^Hertel.


Mit notariellem Vertrag vom 29.3.1811 übergibt der Rentier Friedrich Conrad Jakoby, wohnhaft in Königsberg/Preußen dem Jakob *Dejung und seiner Ehefrau Maria Katharina geb. Hertel die in seinem Eigentum stehende Mahlmühle in Heidesheim, die Schloß­mühle genannt,nebst den dazugehörigen Feldern „in einen eilf jährigen Temporal Bestand“. In diesem Vertrag wird die Schloßmühle beschrieben: „die Mahlmühle bestehend aus drey Gäng und einer Schwingmühle nebst allen darzu gehörigen Gebäulichkeiten, Scheuer, Pferd- Küh- und Schweinställen ….“. Die jährliche Pacht belief sich auf die hohe Summe von 1205 Francs, fällig zum je­weils 1. Oktober, beginnend mit dem 1.10.1812. (vgl. LA Speyer Best. K16, 257: Notariatsakten Grünstadt, Nr. 156 vom 29.3.1811).



Dennig, Hanß Adam:

aus Rosenkopf; er war gelernter Müller. Dennig ersteigerte am am 29.7.1746 von dem Müller Joseph Berger aufgrund freihändiger Versteigerung die Mahlmühle in Hinterweidenthal. °° der Müllerstochter NN. Weber (Tochter des Hornbacher Müllers Henrich / Heinrich *Weber). Dennig erhielt am 30.9.1746 einen Erbbestandsbrief über die Hinterweidenthaler Mühle. Doch schon bald nach der Übernahme der Mühle durch Dennig berichtete der pfalz-zweibrückische Vogt des Falkenburger Amts in Annweiler, Johann Ge­org Koch, am 13.5.1748 und am 31.10.1748 an die herzogliche Regierung, daß der Müller Dennig seinen geldlichen Verpflichtungen nicht nachkomme und daß die Hinterweidenthaler Mühle immer mehr verfalle. Am 6.2.1749 teilte der Vogt mit, daß der Müller Den­nig seine Mahlmühle mit Kaufvertrag vom 1.2.1749 an Johannes Schuler, einen Lehensmüller von Münchweiler für 1300 Gulden verkauft habe. Die zweibrückische Regierung genehmigte den Kaufkontrakt und stellte am 25.4.1749 einen Erbbestandsbrief für Jo­hannes Schuler aus (vgl. Kiefer, Fritz: Hinterweidenthaler Mühle und ihre Besitzer; in: Pfälzische Heimatblätter Jg. 4, 1956 S. 96).



Dern, Anna Barbara:

15.4.1803 Dannenfelser Mühle - ++++; Tochter des Müllers auf der Dannenfelser Mühle Johannes (1) *Dern und Anna Barbara Ull­mann; Schwester des späteren Müllers auf der Dannenfelser Mühle, Johannes (2) *Dern und des Johann Jakob *Dern. °° ca. Juli 1822 in Kirchheimbolanden mit Georg Christian Ackermann (geb. 1796 err. Kirchheimbolanden, Sohn des Ackersmann in Kirch­heimbolanden Georg Christian Ackermann, 1770-1822 und der Katharina Ackermann) (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar).



Dern, Johannes (1):

1769 Rittersheim – 23.12.1837 Dannenfelser Mühle; Sohn von Jakob Dern aus Rittersheim; Johannes (1) Dern ersteigert 1808 von der Erbengemeinschaft nach Jakob Danner die Dannenfelser Mühle; Müller auf der Dannenfelser Mühle. °° 28.2.1797 in Dannenfels mit Anna Barbara Ullmann (geb. 21.10.1773 Dannenfels – 9.1.1858 Dannenfelser Mühle), der Tochter von Johannes Ullmann (10.9.1737 Dannenfels – 7.12.1798 Dannenfels) und Anna Ottilia Baab (26.4.1740 Dannenfels – 23.11.1825 Dannenfels); Vater des Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Dannenfelser Mühle, Johannes (2) Dern), des Johann Jakob *Dern und der Anna Barbara *Dern) (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar). Johannes (1) Dern lebte schon mehrere Jahre vor dem Erwerb auf der Dannenfelser Mühle, wo alle drei Kinder geboren sind ++++klären: aus welchem Grund, war er oder seine Frau an der Erbengemeinschaft Danner beteiligt, oder war er vorher Mühlknecht ?+++



Dern, Johannes (2):

22.4.1798 Dannenfelser Mühle – 14.5.1882 Dannenfelser Mühle; Sohn des Müllers auf der Dannenfelser Mühle, Johannes (1) *Dern und der Anna Barbara Ullmann; Bruder des Johann Jakob *Dern und der Anna Barbara *Dern (°° mit Georg Christian Ackermann aus Kirchheimbolanden, des Bruders von Ludwig Ackermann [2.11.1877 Dannenfelser Mühle], der ebenfalls auf der Dannenfelser Mühle lebt). Müller auf der Dannenfelser Mühle als Betriebsnachfolger seines Vaters. °° am 24.2.1837 mit Katharina Ackermann aus Kirchheimbolanden (geb. 30.1.1812 Kirchheimbolanden; Tochter des Bauern Georg Christian Ackermann und der Catharina Acker­mann; Schwester des Müllers (?) auf der Dannenfelser Mühle, Ludwig Ackermann); Vater des Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Dannenfelser Mühle, Ludwig *Dern (geb. 1841), sowie des Heinrich Dern (1839-1848), Katharina Dern (geb. 14.10.1843 Dan­nenfelser Mühle; °° 6.2.1864 in Dannenfels mit dem aus Offenheim stammenden Schullehrer Ludwig Gerheim), Maria Dern (geb. 27.3.1846; °° 12.7.1873 in Dannenfels mit dem Landwirt in Kerzenheim, Jacob Miesel), Susanna Dern (geb. 20.7.1853) und Philip­pina Dern (geb. 19.9.1855) (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar)



Dern, Johann Jacob:

26.1.1801 in Dannenfels auf der Dannenfelser Mühle – 16.11.1847 Dannenfels; Sohn des Müllers auf der Dannenfelser Mühle, Jo­hannes Dern und der Anna Barbara Ullmann; Bruder des Müllers auf der Dannenfelser Mühle, Johannes II. Dern und der Anna Bar­bara Dern (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar)



Dern, Ludwig:

geb. 23.8.1841 Dannenfelser Mühle - +++; Sohn des Müllers auf der Dannenfelser Mühle, Johannes (2) *Dern und der Katharina Ackermann; Bruder des Heinrich Dern (1839-1848), Katharina Dern (geb. 14.10.1843 Dannenfelser Mühle; °° 6.2.1864 in Dannen­fels mit dem aus Offenheim stammenden Schullehrer Ludwig Gerheim), Maria Dern (geb. 27.3.1846; °° 12.7.1873 in Dannenfels mit dem Landwirt in Kerzenheim, Jacob Miesel), Susanna Dern (geb. 20.7.1853) und Philippina Dern (geb. 19.9.1855); Müller auf der Dannenfelser Mühle, die er nach dem Tod seines Vaters am 14.5.1882 fortführte bis zur Betriebsschließung am 31.12.1899; °° I am 27.1.1872 in Dielkirchen mit Caroline Engel vom Hanauerhof (24.8.1844-6.5.1880; Tochter des Ackermanns auf dem Hanauerhof, Philipp Engel und Katharina Gaß); aus der Ehe stammen 3 Töchter; °° II 18.6.1881 in Dannenfels mit Friederike Mühlbach aus Nie­derhausen / Appel (geb. 25.6.1851 Niederhausen); aus der Ehe stammen die Kinder Elisabetha Dern († als Kleinkind am 30.1.11883), Ludwig Philipp Dern, Heinrich Dern und Jacob Dern (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar)



Dettweiler, Jacob:

2.11.1769 Kindenheim – 14.12.1840 Kindenheim; Bürgermeister, Ackersmann und Gutsbesitzer in Kindenheim; °° mit Maria Müller (23.4.1773 Wallertheim – 5.5.1845 Kindenheim) (vgl. Mayer, Fritz: Ortsfamilienbuch Kindenheim, a.a.O., S. 101 Nr. 491).


Im Intelligenzblatt Nr. 22 vom 16.3.1821 von Jacob Dettweiler, in Kindenheim wohnend, die Versteigerung der Öl- und Mahlmühle in Bubenheim annonciert. Hierbei wird die Mühle wie folgt beschrieben (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 22 vom 16.3. 1821, S. 152): „ … daß die sogenannte Dorfmühle zu Bubenheim … bestehend in einer Mahlmühle mit zwey Gängen und einem Schälgang; einer Oehlmühle mit doppelter Presse, einem Wohnhaus, Scheuer, Stallung und Schoppen …mittels öffentlicher Verstei­gerung begeben wird. … Dieselbe wird auch aus aus freier Hand verkauft, worüber das Nähere bey Jacob Dettweiler zu Kindenheim … zu erfahren ist.“



Deubel, Conrad:

um 1796 Müller in Albisheim; 1796 erfolgt die Erbbestandsvergabe der oberen Schmelzmühle und der Lohmühle zu Albisheim an Conrad Deubel (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 130: „ Erbbestandsvergabe der oberen Schmelzmühle und der Lohmühle zu Albisheim an Conrad Deubel, 1796-1803“). Er dürfte der Vater des Müllers auf der oberen Schmelzmühle in Albisheim, Johann Jacob *Deibel sein, der 1804 den Neubau der Scheune auf der oberen Schmelzmühle durchführte. Im Torbalken der Scheune die Inschrift: „DIE­SEN BAU HAT ERBAUT IOHANN IAKOB DEIBEL / DIE SELIGE HAUSFRAU ANNA ELISABETH DEIBELIN IM JAHR ANNO 1804“ (vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 184).


- LA Speyer Best. C38 Nr. 130: „ Erbbestandsvergabe der oberen Schmelzmühle und der Lohmühle zu Albisheim an Conrad Deubel, 1796-1803



Deubert, Anna Maria:

auch als Maria Sophia Deubert angegeben; geb. 26.05.1793 in Oberhausen/Appel, ~ am 29.05.1793 in Münsterappel - † am 10.05.1857 in St. Alban-Untermühle im Alter von 64 Jahren; Müllerin auf der Untermühle St. Alban. Tochter des Müllers auf der Untermühle St. Alban, Johann Nikolaus *Deibert und (°° II am 02.08.1791 luth in Münsterappel mit) Maria Catharina Bartz (rk; geb. 1767 err. in Bechenheim/Rheinhessen; † 05.02.1824 in St. Alban-Untermühle im Alter von 57 Jahren); Paten bei ihrer Taufe am 29.5.1793 waren Nikolaus Bäcker und seine Frau Maria Margaretha von Oberhausen wie auch Johannes Claß und Sophia Catharina Ekhardin von Dielkirchen; Konfirmation 1807 in St. Alban Donnersbergkreis Rheinland-Pfalz Deutschland.


°° I vor 1814 mit dem Müller auf der Untermühle St. Alban Johann Adam Seibert [geb. 1789 err. in Nieder-Olm - † 21.12.1825 in St. Alban-Untermühle; Quellen: Gerbach rk Kirchenbuch; St. Alban Standesamtsbelege; beerd. 25.12.1825 in St. Alban, Quellen: Ger­bach rk Kirchenbuch]; °° II 28.11.1828 rk in Gerbach (Quellen: Gerbach rk Kirchenbuch) mit dem Ackersmann, Müller und Ziegler, Wendel Mork [s. Wendel *Morck] [rk; geb. 14.03.1803 in St. Alban-Hengstbacher Hof, Quellen: Gerbach Standesamtsbelege, ~ am 15.03.1803 in Gerbach Donnersbergkreis Rheinland-Pfalz Deutschland, Quellen: Gerbach rk Kirchenbuch, Paten: Wendel Mork der Großvater; † 28.01.1834 in St. Alban-Untermühle].


Am 3.12.1830 wird im Intelligenzblatt des Rheinkreises die Zwangsversteigerung der Untermühle St. Alban für den 18.2.1831 annonciert (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 131 vom 5.12.1830, Bl. 971): „ … auf St. Albaner Bann gelegenen Immobilien gegen Anna Maria *Deubert, Wittwe erster Ehe von Johann Adam Seibert, gewesener Müller in der Untermühle bei St. Alban, jetzige Ehefrau von Wendel Morck, Müller, beide auf der besagten Mühle wohnhaft …... Die sogenannte Untermühle, bei St. Alban gelegen, bestehend aus einem zweistöckigen Wohnhause, mit Hofgering nebst allen anderen Zubehörungen ...“



Deubert, Johann Friedrich:

29.11.1733 Niederhausen/ Appel, ~ 3.12.1733 Münsterappel, † 8.5.1795 Oberhausen/Appel-Mühle; lutherisch; Müller auf der Appel-Mühle in Oberhausen/Appel; Sohn von Johann Peter Deubert (Februar 1695 Niedermoschel – 6.12.1758 Niederhausen / Appel) (Anm.: unterschiedliche Schreibweise, auch Deibelt; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar; Münsterappel, Kirchenbuch luth.; Hüh­ner, Jens: Der unglückliche Müller. Eine Episode aus Niederhausen an der Appel; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1997, S. 73; in LA Speyer Best. C38 fol. 1-2 mit Unterschrift „Friedrich Deubert“ [da sehr flüssige Schrift, stammt diese mE nicht von Friedrich Deubert persönlich]; dagegen auf fol 10r „Johann Friedrich Deubert“ ist eine sehr unbeholfene, und persönliche Unterschrift, wie sich auch aus LA Speyer Best. C38 fol. 95r „von ihm unterschriebenen original protocoll ...zu ersehen“) der Anna Maria NN. (1692 err. - 18.8.1766 Niederhausen / Appel); Bruder von Johann Peter Deubelt (14.6.1727 Niederhausen / Appel – 17.2.1802 Niederhausen / Appel); Enkel des Johann Peter Deibel (geb. um 1665) und Anna Elisabeth Reuter (geb. um 1670) (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar; Münsterappel, Kirchenbuch luth). °° 18.9.1753 in Münsterappel mit der Maria Sophia *Kloninger (Tochter des Müllers auf der Katzensteiger Mühle in Siefersheim / Rheinhessen, Johann Philipp *Kloninger [März 1704 Siefersheim - Katzensteigermühle – 19.3.1761 Niederhausen/Appel] und der Catharina Sybilla Kolb [geb. März 1712 Tiefenthal bei Kreuznach – 11.2.1751 Niederhausen / Appel).(vgl. Mitteilung von Ewald Dittmar vom 6.8.2011; Gerbach Standesamtsbelege).


Vater des Müllers auf der Untermühle St. Alban Johann Nicolaus *Deibert, des Philipp Deibert (geb. 14.01.1755 in Oberhausen/Ap­pel-Mühle; ~ am 17.01.1755 in Münsterappel), des Müllermeisters und Tagelöhners Johannes Deibert (geb. 08.01.1756 in Oberhau­sen/Appel-Mühle; ~ am 12.01.1756 in Münsterappel Donnersbergkreis Rheinland-Pfalz Deutschland; Paten: Johannes Kloninger von Niederhausen und Maria Elisabetha Braunin von Morschheim; † vor 1815 in Oberhausen/Appel), des Philipp Deibert (geb. am 20.05.1758 in Oberhausen/Appel-Mühle; ~ am 23.05.1758 in Münsterappel, Paten: der Schwager Philipp Cloninger von Niederhau­sen wie auch Philipp Cloninger von Siefersheim), der Anna Maria Deubelt (8.8.1759-12.10.1759), der Maria Magdalena Deubelt (geb. 14.04.1763 in Oberhausen/Appel-Mühle; ~ am 17.04.1763 in Münsterappel, Paten: Maria Magdalena Cloninger von Nieder­hausen wie auch Maria Magdalena Franz „aus der Gutenbach“), der Anna Maria Deubert (30.12.1764-26.4.1765), der Scharlotta Deubelt (geb. 24.08.1766 in Oberhausen/Appel-Mühle Donnersbergkreis Rheinland-Pfalz Deutschland. , ~ am 26.08.1766 in Müns­terappel, Paten: Johannes Cloninger, Müller, von Niederhausen und dessen Frau Scharlotta; † 07.02.1784 in Oberhausen/Appel im Alter von 17 Jahren, 4 Monate, 13 Tage), Anna Maria Magdalena Deubelt (geb. 17.09.1769 in Oberhausen/Appel-Mühle, ~ am 20.09.1769 in Münsterappel, Paten: Anna Maria Cloninger wie auch Maria Magdalena Cloninger „die Schwester von Oberhausen“), des Ackermanns Johann Friedrich Deibert (geb. 30.03.1772 in Oberhausen/Appel, ~ am 01.04.1772 in Münsterappel, Paten: Johann Friedrich Deibelt von Niederhausen wie auch Catharina Cloningerin aus der Katzensteiger Mühle, † 10.01.1847 in Oberhausen/Ap­pel im Alter von 74 Jahre alt) und der Apollonia Deibert (geb. errech. 1773 in Oberhausen/Appel; † 27.06.1843 in Gaugrehweiler im Alter von 70 Jahren) (vgl. Mitteilung von Ewald Dittmar vom 6.8.2011; Gerbach Standesamtsbelege).


Deubelt und seine Frau Sophia waren 1754 Paten von Johann Friederich Deubelt, 1754 Paten von Johann Friederich Schlarb, 1756 Paten von Maria Catharina Bauna ? und 1770 Paten von Johann Friedrich Port (vgl. Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 6.8.2011).


++++prüfen++++: Friedrich Deubert ist nach LA Speyer Best. C38 Nr. 851 fol. 3r vom 19.8.1776 unverheiratet (!); er kann daher nicht identisch sein mit Johann Friedrich Deubert; dessen Vater Johann Peter Deubert lebt 1776 noch und beantragt die Übertragung der Niederhäuser Erbbestandsmühl statt auf seinen Sohn Friedrich auf seinen Tochtermann Peter Mauer LA Speyer Best. C38 Nr. 850++++


Es kam zu Auseinandersetzungen mit seinem Schwager, dem Müller und Erbbeständer auf der Dorfmühle in Niederhausen/Appel, Johannes *Cloninger. Dieser geriet in Zahlungsschwierigkeiten und zahlte an seine Schwester Maria Sophia *Kloninger (°° mit dem Müller auf der Appelmühle in Oberhausen/Appel Johann Friedrich *Deubelt) deren Erbanteil aus der Übernahme der Mühle in Nie­derhausen/Appel nicht. Maria Sophia Kloninger erhob daraufhin wegen der seit 1764 ausstehenden Auszahlung des Erbanteils Klage gegen ihren Bruder Johannes Kloninger vor der nassauischen Regierung. Daraufhin leitete der nassauische Amtsverweser zu Alsenz (und spätere salm-kyrburgische Hofrat und Kammerdirektor in Kirn), Friedrich Kasimir Gümbel, Untersuchungen gegen den Müller Johannes Kloninger ein und stellte eine erhebliche Belastung mit „heimlichen Schulden“ fest, gestand dem Müller Johannes Clonin­ger letztendlich aber Zahlungsaufschub zu. Nach dem dieser jedoch weitere Schulden machte und auch den Erbbestandszins seiner Mühle schuldig blieb, ließ der nassauische Amtsverweser zu Alsenz, Friedrich Kasimir Gümbel, den Erbbestand mit der Mühle in Niederhausen zwangsversteigern (vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 684; Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichts­akten, a.a.O., Bd. 2, S. 520-521 Nr. 610).


Den Zuschlag erhielt der Friedrich Deubert, der Sohn des Erbbeständers auf dem Universitätshof in Peter Deibert (vgl. LA Speyer Best. C 38 Nr. 851 fol. 1-2). Nach Angaben in anderer Akte hat dagegen dessen Vater Johann Peter Deubert die Mühle für seinen Sohn Friedrich Deubert ersteigert (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 850: „Nachsuchen des Johann Peter Deubert zu Niederhausen um Transcription der für seinen Sohn Friedrich ersteigten dasigen Erbbestands-Mühl auf seinen Tochtermann Peter Maurer“, 1777-1791).


Aufgrund weiterer Auseinandersetzungen und „der Mißgunst und Bosheit einiger gegen uns aufgebrachten Niederhäußer Gemeinds­leuten“ kam jedoch Friedrich Deubert nach der Übernahme der Mühle ebenfalls in Schwierigkeiten. Die Mühle wurde deshalb auf seinen Schwager Peter Maurer übertragen, der seit 1775 mit Peter Deiberts Tochter, Appolonia Deibert verheiratet war (vgl. Hühner, Jens: Der unglückliche Müller. Eine Episode aus Niederhausen an der Appel; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1997, S. 73-75, der allerdings irrig von der Ersteigerung durch den Vater Peter Deibert ausgeht).


Johann Friedrich Deubert erscheint 1779 urkundlich als Müller in der Oberhauser Mühle. Dieser erste Hinweis besagt, daß sich „... Müllermeister Friedrich Deubelt dahier bei dem Land-Ober-Schultheißen Heintz 50 fl. Bargeld gelehnt ...“; er erscheint erneut in ei­nem Katastereintrag von 1798 „... hat seiner Tochter Apolina einen Acker übertragen ..“ (vgl. Schattauer, Willi: Die Mühle(n) in Oberhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 2006, S. 13).



Devaux d'Achy, Philippe Evrard:

die Familie Devaux Herren von d’Achy stammte ursprünglich aus der Gegend von Naumur und siedelte sich im 17. Jh. in Lothringen an; Philippe Evrard Herr von Achy wurde am 6.6.1653 in Rehin geboren - † vor 1712; französischer Offizier, Capitain in Regiment de la Sarre und königlicher Proviantmeister; aufgrund der Reunionspolitik des französischen Königs Ludwig XIV erließ dieser 1680 einen Erlaß die verwüsteten Landstriche (in Lothringen und im westlich Pfalz-Zweibrücken) wieder zu besiedeln, wobei den Neu­siedlern 10jährigen Abgabenfreiheit zugesichert wurde, Devaux nahm daraufhin 1683 den den völlig verwüsteten ehemaligen Klos­terhof in Bliesransbach ohne Rücksprache mit der Klosterverwaltung eigenmächtig ist Besitz und erhielt von den französischen Be­hörden die Genehmigung zur Inbesitznahme am 22.2.1683. Dies erfolgte gegen den Protest der pfalz-zweibrückischen Regierung, die nach dem Frieden von Rijswyk 1697 den Besitz wieder an sich zog und anderweitig vergab. Bitten des Devaud d’Achy bei der schwedischen Regierung blieben ohne Erfolg. Devaux hatte jedoch längst in richtiger Prognose künftiger politischer Entwicklung sich ein Hofgut in Bliesransbach als Eigenbesitz erworben und aufgebaut (vgl. Hoor: Bliesransbach. Das Tor zum Bliesgau, a.a.O., S. 329/330). °° mit Claude de Thomin, der Tochter des Besitzers von Frauenburg Sebastian Thomin; aus der Ehe stammen 6 Kinder, darunter der älteste Sohn Joseph Scipion de Vaulx (geb. 3.7.1686 in Bliesransbach) (vgl. Hoor: Bliesransbach, a.a.O., S. 335). er er­scheint in den Akten der Kirchenschaffnei Zweibrücken 1658-1696 (vgl. KSchA Zw Rep. IV Nr. 392)



Devaux d'Achy, Joseph Scipion:

3.7.1686 Bliesransbach - ++++; Sohn von Philippe Evrard Devaux d’Achy und Claude de Thomin; ihm gelang es, das Mißtrauen der Zweibrücker Regierung, das sich seinem Vater gegenüber aufgebaut hatte, in ein gutes Verhältnis umzuwandeln. Er konnte das Ver­trauen und die Freundschaft des Hornbach Klosterschaffners Leyser gewinnen, und stieg sogar zum Kammerjunker am Hof in Zwei­brücken auf (vgl. Hoor: Bliesransbach. Das Tor zum Bliesgau, a.a.O., S. 335). Zwischen 1728 - 1769 urkundlich in Bliesransbach er­wähnt (vgl. KSchA Zw Rep. IV Nr. 398); Haupterbbeständer der Flüßchenmühl in Bliesransbach; der Kammerjunker Deveaux war Pächter des Kloster Hornbacher Hofes in Bliesransbach; es kam bei ihm zu Pachtrückständen, sowie Rückständen “wegen verschie­dener Fruchtvorschüsse und Nachlaß wegen eines Brandschadens (vgl. KSchA Zw Rep. IV Nr. 399).


Seit 1726 Erbbeständer für das “freie Hornbacher Klostergut” in Bliesransbach bei einer Erbpacht von 20 fl 3 Xer 12 und 14 Malter 3 Faß Weizen und ebensoviel Hafer (vgl. Hoor, a.a.O., S. 337). Haupterbbeständer der Flüßchenmühl in Bliesransbach; im Mühlenpro­tokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) wird sie wie folgt beschrieben: “liegt am Dorf- oder Heiligenbrunnenbach bei dem Dorf Ransbach, 1/2 Stunde von der (Blies-)Ransbacher Bannmühle entfernt. 1 oberschlächtiges Wasserrad treibt 1 Mahlgang, ein anderen eine Säg- und Ohligmühle; Mühlgraben vor und hinter der Mühle von je 30 Ruthen. Erbzins 6 fl an das Kloster Hornbach bzw. die Geistl. Güterverwaltung. Besitzer ist der Müller Adam *Bauer, von Herrn *de Vaux als Haupterbbeständer an sich gebracht.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 191). Devaux zahlte die Pacht nicht vollständig, die Schulden betrugen schließlich 1736 424 Gulden; er tauschte deshalb das Hofgut und seine privaten Besitztümer in Bliesransbach 1737 (Anm. die Mühle war hiervon nicht betroffen, wie sich aus dem Mühlenprotokoll 1745 ergibt) mit Maria Anna Denstadt geborene Müller von Weißkirchen gegen deren Seigneurie Reintzingen; deren Schwiegersohn, Hofrat Groß, war bei der Übergabe anwesend (heute Ferme des Remsingen bei Forbach) (vgl. Hoor, a.a.O., S. 338).


Er soll die Ransbacher Flösgesmühle/Ransbacher Flüßchenmühle erbaut haben (vgl. Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, a.a.O., S. 153)


Literatur/Urkunden:

- Hoor: Bliesransbach. Das Tor zum Bliesgau, a.a.O., S. 329 ff

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 191



Dhom, Jakob:

1.9.1866 Marienthal - +++; katholisch; Sohn des Müllers in Marienthal Philipp *Dhom und der Müllerstochter Helene *Schlemmer von der Wolfsmühle in Waldgrehweiler; Müller in Marienthal; °° am 23.12.1903 mit Anna Philippina Helene Kremb aus der Schleif­mühle in Imsweiler; Vater des Chemikers und Journalisten Emil Dhom, des Müllermeisters Hermann Dhom († 1.7. 1944 Rumänien) und des Walther Dohm (1915-1922) (vgl. Dhom: Imsweiler und seine Einwohner, a.a.O., S. 83).



Dhom, Johann Matthäus:

um 1730; aus ++++; Müller auf der Wiesenmühle bei Albisheim in der Gemarkung Einselthum. Die Wiesenmühle wurde 1730, nach dem Tod von Anna Elisabeth Labach, von ihren Kindern an einen "Fremden" namens Schopp verkauft. Dieser kam wohl aus einem anderen Herrschaftsgebiet. Als Müllermeister Johann Matthäus Dhom von der Veräußerung hörte, machte er sein Interesse geltend. Der erste Kaufvertrag wurde daraufhin rückgängig gemacht und die Mühle an Dhom als "Inmärker veräußert (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: In der Einselthumer Gemarkung: Die Wiesenmühle an der Pfrimm; in: Donnersberg-Jahrbuch 1986, S. 159).



Dhom, Philipp:

27.4.1834 St. Alban - 1915 Marienthal; katholisch; Mühlenbesitzer in Marienthal; °° mit Helene Schlemmer von der Wolfsmühle bei Waldgrehweiler; Vater des Müllers Jakob *Dhom (vgl. Dhom: Imsweiler und seine Einwohner, a.a.O., S. 83 iVm. Dhom: Sippe Schlemmer, a.a.O., S. 31; vgl. auch St. Alban Standesamtsbelege gem. Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 4.3.2011).



Didelmayer, Weigandt:

um 1587/97 Müller in Haßloch; am 12.2.1587 wurde die Mühle an Weigandt Didelmayer verpachtet. Ein im Hof der Mühle ausge­grabener Sandsteinpfeiler, der mit einem Engelskopf und relifiertem Blattwerk versehen war, trägt die Initialen WD/KS, was auf Weigandt Didelmayer hinweist. Didelmayer hat die Mühle 1597 umgebaut (vgl. Ruckdeschel, Bernd H.: Die Haßlocher Mühlen, a.a.O., S. 38).



Didier, Carl :

geboren 1796 in Kaiserslautern (?); Sohn von Ludwig Albert *Didier und NN.; Halbbruder von Heinrich *Didier; Eheschließung mit Luise Magdalena *Ritter (vgl. Böttcher, Rudolf H.: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49: ein Beitrag zur Sozialge­schichte einer bürgerlichen Revolution; in: Pfälz.-rheinische Familienkunde 1999, 284).



Didier, Francois*:

1704-1773; Hüttenherr und Eisenkaufmann der Saarbrücker Eisenwerke; Ratsbürgermeister in Homberg; Eheschließung mit Marie Madeleine Beaudhermon; Vater des Franz *Didier (vgl. Böttcher, Rudolf H.: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49: ein Beitrag zur Sozialgeschichte einer bürgerlichen Revolution; in: Pfälz.-rheinische Familienkunde 1999, 285).


Literatur/Urkunden:

- Paul, R.: Heimatkalender Kaiserslautern 1979, S. 156



Didier, Franz*:

1730-1786; aus Kaiserslautern; Sohn des Francois *Didier und der Marie Madeleine Beaudhermon; Hüttenherr, Posthalter und 1777 Ratsbürgermeister in Kaiserslautern; Didier übernahm 1745 den Didier'scher Waffenhammer am Fischerrück bei Kaiserslautern (vgl. Weber: Mühlen II 327-328). Eheschließung mit Catharina Schellhaaß; Vater des Ludwig Albert *Didier und der Luise *Didier (vgl. Böttcher, Rudolf H.: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49: ein Beitrag zur Sozialgeschichte einer bürgerlichen Re­volution; in: Pfälz.-rheinische Familienkunde 1999, 265, 285).


Am 11.11.1773 erwarb der kaiserliche Reichsposthalter Didier [Anm.: Franz *Didier] den Eisenhammer in Lambrecht, genannt Drei­herrnschmiede (der spätere , mit allem Gelände für 2000 fl (vgl. Collofong/Fell: 1000 Jahre Lambrecht, a.a.O., S. 389).



Didier, Heinrich*:

28.11.1804 Kaiserslautern - 3.9.1864 Landstuhl; Sohn von Ludwig Albert *Didier und Henriette Schuler; Halbbruder von Carl *Di­dier; pfälzischer Revolutionär 1848/49; reicher Gutsbesitzer (1845 ca. 118 ha) und 1824-44 Posthalter in Landstuhl, 1832 Anhänger der "aufregenden Partei"; 1848 Kommandant der Bürgerwehr, 1849 im Landesverteidigungsausschuß der Pfalz; Didier kauft Waffen für die pfälzische Revolution im Ausland, die allerdings von Preußen beschlagnahmt werden; 1851 angeklagt in Abwesenheit vor dem Appelationsgericht in Zweibrücken; Todesurteil; der geflohene Didier hielt sich zeitweise in Saargemünd und Paris auf; im De­zember 1851 Rückkehr nach Deutschland und Freispruch. 1. Eheschließung am 1.6.1824 mit Franzisca Magdalena Benzino († 3.9.1850); aus der 1. Ehe stammen 6 Kinder, darunter der Sohn Martin Joseph Didier; 2. Eheschließung 1852 mit Johanna Salomea Ruelius (vgl. Böttcher, Rudolf H.: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49: ein Beitrag zur Sozialgeschichte einer bürgerlichen Revolution; in: Pfälz.-rheinische Familienkunde 1999, 284).



Didier, Ludwig Albert :

1757-1813; Ratsherr, Gutsbesitzer und Posthalter in Kaiserslautern; Sohn von Franz *Didier und Catharina Schellhaaß; Bruder der Luise *Didier; 1. Eheschließung mit NN.; aus der Ehe stammt der Sohn Carl *Didier; 2. Eheschließung 1798 mit Henriette Schuler; aus der 2. Ehe stammt der Sohn Heinrich *Didier (vgl. Böttcher, Rudolf H.: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49: ein Beitrag zur Sozialgeschichte einer bürgerlichen Revolution; in: Pfälz.-rheinische Familienkunde 1999, 285).



Didier, Luise:

1761 Kaiserslautern - ++++; Tochter des Franz *Didier und der Catharina Schellhaaß; Schwester des Ludwig Albert *Didier; Ehe­schließung 1781 mit Johann Heinrich *Rügemer; Mutter der Maria Franziska Elisabeth "Fanny" *Rügemer (vgl. Böttcher, Rudolf H.: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49: ein Beitrag zur Sozialgeschichte einer bürgerlichen Revolution; in: Pfälz.-rheinische Familienkunde 1999, 265).



Diebold, Johannes:

um 1768 Müller auf der Sägmühle bei Klingenmünster; die Mühle ist 1768 im Mühlenverzeichnis des Oberamts Germersheim und dem dort abschriftlich enthaltenen Mühlenbericht der Kellerey Landeck aufgeführt, als (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768, Bl. 11 Rückseite; s. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 257): “Johannes Diebold wegen der ao 1714 zu Klingenmünster durch Dietrich Hoffmann gegen jährliche 20 fl errichtete Seeg Mühl der mahlen seith 1762 den auf 10 fl molerierten Geld Zinß.”



Dieffenbacher, Johann Michael:

um 1855 Müller auf der St. Georgenmühle in Speyer (vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 84).


Am 7.5.1853 wird die St. Georgen-Mühle in Speyer durch den Müller Johann Heinrich Wolff freihändig versteigert (vgl. „Der Eilbo­te“ Landau vom 23.4.1853, S. 177 = LA Speyer Best. Y 20/41): „Eine zu Speyer am Ecke der Salzgasse und der engen Straße, mitten in der Stadt gelegene Mahlmühle, die Sanct Georgen-Mühle genannt, mit 2 Wasserrädern, 2 Mahlgängen, einem Schälgange, einem Hirsengange, besonders eingerichtetem Malzschrotgange, sammt allem Geschirre, nebst Wohnhaus, Hof und sonstigen Zubehörden, einen Komplex bildend. Die Mühle hat ein Hinterwasser, kann vorzugsweise als Handelsmühle zum Groß- und Einzelhandel benützt werden, und ist frei von allen Gülten.“


Er beantragte 1855, auf der St. Georgen-Mühle „statt der bis jetzt bestehenden zwei Mahlgänge …. deren vier“ anzulegen und den Schälgang im Zuge der Umrüstung zu verlegen; „diese neue Construction“ sollte nämlich „den doppelten Ertrag wie bisher liefern“ (vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 84; LA Speyer Best. H 45Nr. 850: J. M. Dieffenbacher an Landcommissariat Speyer vom 2.3.1855).


1875 findet sich „Jean Dieffenbacher“ mit seiner Kunstmühle im Speyerer Adreßbuch (vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 85; Stadtarchiv Speyer: Bücherei, Per I2, Adreßbuch der Stadt Speier 1875, S. 93 f.).



Diehl, Jacobus:

Verwalter der Deutschordenskommende Einsiedel und zugleich ab 1758 Erbbeständer auf der Mückenmühle bei Eulenbis. ** mit Anastasia NN.

In einer Urkunde der Deutschordenskommende Einsiedel vom 23.5.1758 heißt es: „Lotharius freyherr von Zievel, des hohen Teut­schen ordens rotter, landcommenthur der balley Lothringen“ …, vergibt die „auf Eulenbisser bann im Weilerbacher Gericht gelegene mühle die Mückenhäuser modo die Mückenmühl genant“, dem Verwalter der Kommende, Jacobo Diel und dessen Ehefrau Anasta­siae in Erbbestand. Diel hatte das Erbbestandsrecht de bisherigen Beständer Peter Weis für 872 Gulden 4 Kreuzer sowie Bezahlung von 103 Gulden an den „Peter Jungischen creditorn inspektorn Polch zu Lautern“ erworben. Durch die beiden oberhalb und unter­halb der angelegten „Pfältzischen mühlen mit hemm bzw. schwellung des hinterwasser“ war „grosser nachtheil“ entstanden, zumal hatte sein „antecessor das wadrecht auf der Eulenbisser gemarckung verlohren“gehen lassen. Zum Bestand gehören die „baufällige mahlmühl, scheuer und stallung“ sowie die „zugehörigen feldereye, der Oppenberg“ genannt und die angrenzenden Wiesen (vgl. Armgart: Urkunden Deutschordenskommende Einsiedel, a.a.O., S. 459 Urk. Nr. 573).


Am 14.1.1771 verkaufen „Jacobus Diel, oberamtbts advocatus“ zu Kaiserslautern und seine Ehefrau Anastasia, vorbehaltlich der Zu­stimmung des Komturs ihr Erbbestandsrecht an der zur Kommende Einsiedel gehörigen Mückenmühle an Theobald Schack für 5372 Gulden (vgl. Armgart: Urkunden Deutschordenskommende Einsiedel, a.a.O., S. 469 Urk. Nr. 594).



Diel, Daniel:

um 1698; Müller auf der Dorfmühle in Großkarlbach (vgl. Karn, Georg Peter: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin, Erwin: Pfälzische Dorfgeschichte. Ländliche Kultur am Beispiel Großkarlbach, a.a.O., S. 181).



Dieß, Joseph Anton:

geb. um 1850; um 1875 war Joseph Anton Dieß als Müller in Minfeld +++klären: welche Mühle ?++++; °° um 1875 in Minfeld mit Christina Maier (geb. um 1850); Vater der Magdalena Klara Dieß (geb. 2.11.1879 Minfeld) (vgl. Esser/ Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 168 Nr. 659).



Diessel, Andreas:

um 1791/93 Müller in Scheibenhardt; er ist zwischen 1791 und 1793 vor den französischen Truppen emigriert (vgl. Martin: Emigrati­on, a.a.O., S. 274).



Dietrich, Johann Philipp:

1711; Müller und Schultheiß in Großkarlbach (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 153).


Photo:

- Grabstein auf dem Friedhof Großkarlbach bei: Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 153.



Dietrich, Jacob:

Müller auf der später sog. Augspurger Mühle in Bergzabern; Sohn des Müller auf der Augspurger Mühle, Mattheis *Dietrich; als Ja­cob Dietrich emigrierte, wurde sein Eigentum 1794/95 von einem gewissen Johannes Surerus ersteigert (vgl. Brauner, August: Von der Schleif-Schneid-Ölmühle und der Hammerschmiede zum Gasthof "Augspurger Mühle". [Bad Bergzabern.]. In: Bad Bergzabern. 1978, Nr. 8).



Dietrich, Mattheis:

Waffenschmied aus Niederotterbach; nach 1747 Müller auf der (später sog.) Augspurger Mühle in Bergzabern; er kaufte nach 1747 die Augspurger Mühle von dem Sägmüller Johann *Benzinger. Nach M. Dietrichs Tod übernahm sein Sohn Jakob *Dietrich die Aug­spurger Mühle (vgl. Brauner, August: Von der Schleif-Schneid-Ölmühle und der Hammerschmiede zum Gasthof "Augspurger Müh­le". [Bad Bergzabern.]. In: Bad Bergzabern. 1978, Nr. 8).



Dietz, Anna Elisabeth:

geb. 1698 Steckweiler Mühle; Tochter des Müllers auf der Steckweiler Mühle Lazarus *Dietz und der Anna Catharina NN. (1672 err. - 1733); °° mit verh. mit Johann Ludwig Bock aus Cölln (vgl. Schattauer, Willi: Die Steckweilerer und Steingrubener Mahlmühlen (1682-1802); in: Nordpfälzer Geschichtsverein 4/2006 S. 15). Mutter der Maria +++++ergänzen+++



Dietz, Georg Friedrich:

um 1824 Müller in Obermoschel oder Alsenz ++++klären ++++; °° mit Catharina Lahm; Vater der Maria Dorothea Dietz (geb. 18.7.1824 Alsenz; °° 20.8.1846



Dietz, Johannes (1):

um 1686 Bungertsmühl - 29.1.1759 auf der Bungertsmühle in Ruschberg im Alter von 73 Jahren; °° I NN; °° II am 13.11.1731 mit Anna Sophia Haupert; Kinder sind Maria Elisabeth Dietz (*um 1722; °° 3.11.1744 mit Johannes Laub), Theodor Dietz (°° 13.1.1752 mit Maria Elisabeth Hammen) und der Müller Johannes (2) *Dietz (°° I 22.8.1752 mit Elisabeth Margaretha Kohl; °° II 7.2.1775 mit Maria Magdalena Nadler, °° III 8.2.1785 Maria Elisabetha Bös) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 68); ab 7.1.1738 Erbbestandsmüller auf Funckenmühle in Ruschberg.


Im Mühlenbericht des pfalz-zweibrückischen Amtes Baumholder im Oberamt Lichtenberg von 1738 wird die Mühle wie folgt be­schrieben (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 259-262; s. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 224): “Die Mühle bey Ruschberg, olim Funcken[mühle] nunmehro aber Dietzen Mühle genandt.“ Die Mühle liegt am Baumholder Bach unter­halb der Beckersmühle. Weiter heißt es: „Es findet sich allhier auch nicht mehr alß ein Mahlgang , undt ein oberschlechtiges Waßer­radt; hat sonsten nicht nöthig stillzuhalten, es seye denn daß der obere Miler claußet. Zu Winterzeiten hat es der Müller wegen dem längeren Waßer Graben etwas beschwerlicher alß obige (Anm.: Beckersmühle) Mühl, denn er ist mit der Clauß 530 Schritt lang. …. Ihr Pfacht bestehet in 2 Malter Korn und 2 Malter Habern und 3 fl an Geldt, welches von Ihme, biß hieher dem Schultheißen zu Ber­schweiler, weilen es aber in die Rohrbacher Güldt gehörte, geliefert worden. Die Frucht aber hat er biß dato nach Baumholder gelie­fert. Nach dem Erbbestandt aber ist er beydes nach Lichtenberg zu entrichten schuldig ….. Die nechst, in fremte Herrschaften, alß im Lotharingischem und Birckenfeldischen gelegen Mühle befinden sich an großen Bächen, nämlich der Nah …... Johannes Dietz ist der Erbbeständer und hat seinen Erbbestand Brief vom 7ten Jannuar 1738 in Händen ...“.



Dietz, Johannes (2):

geboren auf der Bungertsmühle / Dietzenmühle in Ruschberg - ++++; Sohn des Müllers auf der Bungertsmühle in Ruschberg Johan­nes (1) *Dietz; als Nachfolger seines Vaters Mahlmüller auf der Bungertsmühle/Dietzenmühle in Ruschweiler; °° I 22.8.1752 mit Eli­sabeth Margaretha Kohl; °° II 7.2.1775 mit Maria Magdalena Nadler, °° III 8.2.1785 Maria Elisabetha Bös; Vater aus der 1. Ehe des Johannes Dietz (* 20.6.1753) und der Anna Christina Dietz (*19.11.1756; °°1.7.1784 mit Johannes Mombauer) (vgl. Jung: Familien­buch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 69). Bei der Hochzeit seines Sohnes Theodor Dietz mit Maria Elisabeth Hammen am 13.1.1752 wird Johannes Dietz als „Zinkmüller von Ruschberg“ bezeichnet (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 68 Nr. 353).



Dietz, Johannes Philipp:

* Gaugrehweiler - † 1860 Gauchs- oder Nächstenmühle Alsenz; er stammt aus Gaugrehweiler; ab 1812 Müller in Alsenz; wohl 1812 kam die Gauchs- oder Nächstenmühle in Alsenz in den Besitz des Johannes Philipp Dietz aus Gaugrehweiler; °° am 27.8.1812 in Al­senz mit Charlotte Schworm ; Vater der Söhne und Betriebsnachfolger auf der Gauchsmühle Karl Philipp Dietz und Friedrich Dietz (vgl. Schattauer, Willi: Die Gauchs- oder Nächstenmühle zu Alsenz 1582-2006; in: Nordpfälzer Geschichtsverein, Beiträge zur Hei­matgeschichte, Jahrgang 2009, Heft 4 S. 22).



Dietz, Lazarus:

1659 err. - 19.4.1729 Steckweiler Mühle im Alter von 70 Jahren (vgl. Dhom, Emil: Dietz, Weinkauf, Anhäuser. Familiennamen aus d. Mühle zu Steckweiler. In: Pfälz.-Rhein. Familienkunde. Bd 8 = Jg. 26. 1977, S. 448); Müller auf der Mühle zu Steckweiler; °° vor 1698 (err.) mit Anna Catharina NN. (1672 err. - 1733 Steckweiler Mühle) (vgl. Dhom, a.a.O., S. 448), bzw. als „Anna Margaretha von Biesterschied, Ehefrau“ bezeichnet (vgl. Schattauer, a.a.O., S. 14). Anm.: es könnte sich bei der Ehefrau Anna Catharina NN. um die Anna Catharina Scheuen handeln, deren Eheschließung mit einem Lazarus Dietz am 23.11.1688 in der ev. Kirche Ransweiler er­folgt ist ++++prüfen++++ (vgl. Internetdatei familysearch.org).


Kinder aus der Ehe waren (vgl. Dhom: Dietz, Weinkauf, Anhäuser. Familiennamen aus der Mühle zu Steckweiler; in: PRFK 1977, 448 iVm. Ergänzung bei Schattauer, Willi: Die Steckweilerer und Steingrubener Mahlmühlen (1682-1802); in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 4/2006 S. 14):


- Anna Elisabeth *Dietz (geb. 1698; verh. mit Johann Ludwig Bock aus Cölln; Tochter aus der Ehe ist Maria Philippina Bock)

- Anna Catharina Dietz (°° mit Peter Lippert aus Steckweiler)

- Annalies (geb. 1706)

- Johann Ludwig Dietz (1708 – 13.8.1733; Paten waren u.a. Johann Ludwig Bock von Cölln und seine Tochter Maria Philippina)

- Margaretha Catharina Dietz (verh. mit dem Müller Johann Philipp *Amos auf der Steckweilerer Mühle)

- Maria Catharina °° Johannes Bornspitz zu Unkenbach (beide sind in der Erbauseinandersetzung nach Lazarus Dietz als Mitwerben aufgeführt)


Die Ansicht von Dhom (Dhom, Emil: Dietz, Weinkauf, Anhäuser. Familiennamen aus der Mühle zu Steckweiler; in: PRFK 1977, S. 448) die Mühle sei nach dem Tod des Lazarus Dietz von Andreas Weinkauf, Müller zu Steckweiler und seiner Frau Apollonia weiter­geführt worden, wobei letztere eine Tochter des Lazarus Dietz gewesen sein könnte erscheint zumindest zweifelhaft.


1735, d.h. 6 Jahre nach dem Tod des Lazarus Dietz, verkaufen die Eheleute Johann Ludwig Bock und dessen Ehefrau Anna Elisabe­tha, beide zu Cölln, „ihre Mühle zu Steckweiler, welche sie von ihrem Vater seligen Lazarus Dietz ererbt haben, ihrem Schwager Philipp Amos und Frau Margaretha Catharina und zur Mühl samt dem dabey liegenden Häußgen, geforcht die Straß und den dabey liegenden verfallenen Hausplatz die sog. Werkstatt und Stallung, sambt Recht und Gerechtigkeit und der zugehörigen Mühlgütlein ….“ (letztere Grundstücke des „Mühlgütlein“ gehören wohl der Erbengemeinschaft nach Lazarus Dietz, bestehend aus der Ehefrau des Dietz, Anna Margaretha von Bisterschied, Johannes Bornspitz und Hausfrau Maria Catharina zu Unkenbach und Peter Lippert und dessen Ehefrau Anna Catharina zu Steckweiler), solches allen überlassen sämtliche Erben ihrem Schwager Philipp Amos für 1500 ad 350 fl.“ (zitiert bei Schattauer, Willi: Die Steckweilerer und Steingrubener Mahlmühlen (1682-1802); in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 4/2006 S. 14).


Literatur/Urkunden:

- Dhom, Emil: Dietz, Weinkauf, Anhäuser. Familiennamen aus d. Mühle zu Steckweiler. In: Pfälz.-Rhein. Familienkunde. Bd 8 = Jg. 26. 1977, S. 448 unter Auswertung der reformierten Kirchenbücher Dielkirchen I, II und III

- Schattauer, Willi: Die Steckweilerer und Steingrubener Mahlmühlen (1682-1802); in: Nordpfälzer Geschichtsverein 4/2006 S. 14-16



Diller, Johann:

1864/74 Mehlhändler und Müller auf der Aumühle bei Haßloch (vgl. Ruckdeschel, Bernd H.: Die Haßlocher Mühlen, a.a.O., S. 50).



Dindorf, Johann Eberhard:

vor 1743; Klostermüller in Odernheim am Glan; Vater des Müllers auf der Niedermühle in Odernheim/Glan Johann Jacob Dindorff (vgl. Manuskript vom August 1985 von Werner Weber, Solingen-Wald; in Unterlagen Anthes bei PRFK Ludwigshafen). Er ist am 27.8.1720 Pate bei der Taufe Johann Peter Liedel in Odernheim (vgl. Daum, Manfred: Reformiertes Kirchenbuch von Odernheim am Glan, 1991, S. 56).



Dindorf, Johann Jakob:

um 1743 Müller auf der Niedermühle in Odernheim/Glan; Sohn des Müllers auf der Klostermühle in Odernheim/Glan Johann Eber­hard *Dindorf; am 26.11.1743 heiratet der Müller auf der Niedermühle in Odernheim, Johann Jacob *Dindorf (Sohn des verstorbe­nen Klostermüllers in Odernheim Johann Eberhard Dindorff) die Maria Margaretha Eberth. Sein Schwiegervater Johann Nickel Eberth war eigentümer einer Hälfte des Disibodenberger Hofes bei Odernheim/Glan. Er verkaufte diese Hälfte am 7.2.1746 an Jo­hann Nickel Nadig. Am 3.10.1746 wird der Erbbestandsbrief für die andere Hälfte auf Anton Grossarth transferiert. Der Erbbestand wurde am 31.10.1746 annulliert und auf den Schwiegersohn von Johann Nickel Eberth, Johann Jacob Dindorf von der Niedermühle, übertragen. Dieser wiederum wollte den Hof an die Benediktiner in Seligenstadt verkaufen, was aber scheiterte. Am 13.6.1750 schließlich verkaufte er seine Hälfte des Disibodenberger Hofes an Simon Decker von Biebelnheim im Falkensteinischen; er wurde am 7.12.1750 als Erbbeständer bestätigt (vgl. Manuskript vom August 1985 von Werner Weber, Solingen-Wald; in Unterlagen Anthes bei PRFK Ludwigshafen).



Dingelstein, Matthes:

18.8.1643 Unterste Leyenmühle bei Abentheuer nahe Birkenfeld, Tod durch Enthauptung; bis 18.8.1643 war Matthes *Dingelstein als Müller auf der Untersten Leyhenmühle bei Abentheuer; er war mit Anna Katharina Hey verheiratet (geb. in Buhlenberg - 1667; Tochter des Wüllenwebers Hans Hey aus Buhlenberg und der Margaretha Brenner); Dingelstein wird am 18.8.1643 enthauptet; seine Witwe heiratet nach 1643 den Müller Jacob *Sohns aus Pistron bei Morbach, der nach dem Tod seiner Frau († 1667) Hottenmüller in Brücken bei Birkenfeld und 1672 Hahnenmüller bei Brücken war (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnwei­ler 1988, S. 59).



Dinges, Philipp:

aus Weilerbach; Müller auf der Schwedelbacher Mühle; er baute 1734 die Mühle wieder auf (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Mül­ler: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S. 5); im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis des Oberamts Kaiserslautern von 1739 (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29) ist die Mühle wie folgt beschrieben: “wurde vor 4 Jahren von Philipp Dinges in Betrieb genommen. Zunftmeister und Geschworene schätzen den Wert mit 500 fl und den Pacht auf 2 Malter 2 Firnsel Korn. Die Mühle hat 1 Mahlgang.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 238).



Dipphart, Hans Peter:

1682 Betreiber der Lambsheimer Mühle (vgl. Klein, Günter: Die Lambsheimer Mühle, a.a.O., ohne Seitennummerierung



Disqué, Familie:

die Hugenotten-Familie Disqué wurde im 18. Jh. zu einer der bekanntesten Müller-Familien in der Pfalz. Ihr Name taucht in Siebel­dingen zum ersten Mal im dortigen reformierten Kirchenbuch auf (vgl. Heupel, Carl: Historische Skizzen zu den Siebeldinger Müh­len, a.a.O., S. 72 mwN.). Schon 1704 kommen die Namen Hans Jakob, Hans Georg, Hans Adam und Bernhard Disqué vor. Ebenso erscheinen im Lagerbuch von 1722 von Birkweiler ein Jakob und ein Peter Disqué. Es ist sicher, daß sie alle zur hugenottischen Stammfamilie Disquet (später Disqué, als Adlige d'Isque in Boulogne seit 1208) gehören, die 1599 zum ersten Mal im Ratsbuch von Annweiler erscheinen. Annweiler wohl als erste Auffangkolonie für Protestanten aus Frankreich, von den protestantischen Herzögen von Zweibrücken eingerichtet, unterhielt für etwa ein Jahrhundert eine französischsprachige reformierte Gemeinde. Von hier breite­ten sich die Disqué allmählich im Queichtal aus (vgl. Heupel, Carl: Historische Skizzen zu den Siebeldinger Mühlen, a.a.O., S. 72-73).


Literatur/Urkunden:

- Disqué Ludwig: Die Familie Disqué, 3. Auflage, bearb. von Dr. Rotger Michael Snethlage, Aachen 1975



Disqué, August:

um 1937 Betreiber der Mahl- und Sägemühle auf Salzwoog/Lemberg (vgl. Ziegler: Alt-Lemberg, a.a.O., S. 175 mit Photo).



Disqué, Christian Gottfried:

8.10.1782 Oberauerbach – 13.10.1852 Oberauerbach; Müller in Oberauerbach; Sohn des Müllers in Oberauerbach Georg Nikolaus (Nickel) Disqué und der mit Karolina Weitzel.


Christian Gottfried *Disqué war zunächst Müller und Adjunkt in Oberauerbach, ab 1852 dann Nachtwächter in Contwig (vgl. Dis­qué: Familie Disqué, a.a.O., S. 25). °° Susanna Maria Schunck; aus der Ehe stammen vier Kinder, darunter der Müller und Betriebs­nachfolger Daniel *Disqué (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 25)



Disqué, Daniel:

14.5.1822 Oberauerbach – 23.11.1883; zunächst Müller und Adjunkt, später Nachtwächter in Oberauerbach; Sohn des Müllers in Oberauerbach, Christian Gottfried *Disqué und der Susanna Maria Schunck; °° 24.8.1852 in Contwig mit Susanna Schunck (21.5.1825 Oberauerbach – 18.11.1912; Tochter des Ackermanns in Oberauerbach Heinrich Schunck und der Eva Bayer); aus der Ehe stammt der Sohn Jacob Disqué vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 25)



Disqué, Georg Leonhard:

geb. Hinterweidenthal - † nach 1830 Hinterweidenthal; Müller auf der Mühle in Hinterweidenthal; Sohn des Müllers in Hinterwei­denthal, Johann Peter *Disqué und der Catharina Elisabetha Schäfer; Enkel des Müllers in Rinnthal Sebastian Disqué und Urenkel des Müllers auf der Kindinger Mühle in Siebeldingen, Johann (Hans) Bernhard *Disque.


°° 4.7.1797 Hinterweidenthal mit Johanna Elisabetha Barbara Clemens (ref., † 2.8.1820 Hinterweidenthal; Tochter des Johann Adam Clemens aus Ilbesheim). Aus der ehe stammen mehrere Kinder, von denen keines die Mühle übernimmt (vgl. Disqué: Familie Dis­qué, a.a.O., S. 162-163).



Disqué, Georg Nikolaus:

3.2.1730 Rinthal - +++; Müller in Rinnthal; Sohn des Müllers in Rinnthal, Sebastian *Disqué und der Müllerstochter Anna Barbara Schaaf von der Geiselberger Mühle (vgl. Disquet: Familie Disquet, a.a.O., S. 20).


Herrschaftlicher Erbbestandsmüller in Rinnthal, 1783 ref. Kirchenältester (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 26). Um 1781 Pächter der Untermühle in Rinnthal; 1781 zugleich Betreiber der Sägemühle/Ölmühle/Wappenschmiede Rinnthal (vgl. We­ber: Müh­len besonderer Art, a.a.O., S. 275, der allerdings wohl aufgrund Schreibversehens das Jahr 1731 angibt).


Georg Nicklaus Disqué war ein Sohn des 1760 verstorbenen Müllers Sebastian *Disqué, der drei Erbbestandsmühlen zu Wilgartswie­sen, Rinnthal und Hinterweidenthal besaß und drei Söhne hinterlassen hat, von denen dem ältesten Sohne Johann Niklaus, der sich bei seinem Schwiegervater in der Stadtmühle zu Zweibrücken aufhält, die Mühle zu Wilgartswiesen und die Mühle zu Rinnthal dem anderen Sohn Görg Niklaus Disquet und die zu Hinterweidenthal dem dritten Sohn Peter Disquet zugefallen“ (vgl. Kiefer, Fritz: Hin­terweidenthaler Mühle und ihre Besitzer; in: Pfälzische Heimatblätter Jg. 4, 1956 S. 96; vgl. auch Disquet: Familie Disquet, a.a.O., S. 20).


1781 war der Pächter der Untermühle in Rinnthal, Görg Nickel *Disquet zugleich Betreiber der Sägemühle/Ölmühle/Wappenschmie­de Rinnthal (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 275, der allerdings wohl aufgrund Schreibversehens das Jahr 1731 angibt).


°° I 28.9.1751 in Rinnthal mit Anna Katharina Kuntz (ca. 1728 Rinnthal err. - 3.1.1759 Rinnthal im Alter von 31 Jahren); °° II 18.10.1762 mit Anna Maria Dieterich; aus beiden Ehe stammen mehrere Kinder (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 26-27).



Disqué, Georg Nickel:

9.12.1757 Rinnthal - ++++ Oberauerbach; Müller in Oberauerbach; Sohn des Müllers in Rinnthal und Oberauerbach, Johann Niko­laus *Disqué und der Müllerstochter Maria Elisabeth Becker aus Oberauerbach (Tochter des Müllers in Oberauerbach und später in Contwig, Henrich Jakob *Becker (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 24). Um 1782 Müllermeister zu Oberauerbach; °° mit Ca­rolina Weitzel; mehrere Kinder aus der Ehe, geboren ab 1782 (vgl. Bohrer, u.a.: Register zum reformierten Kirchenbuch Contwig, a.a.O., S. 18; Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 24).


Aus der Ehe stammt u.a. der Sohn und spätere Müller in Oberauerbach, Christian Gottfried *Disqué (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 24).



Disqué, Hans Georg:

~ 18.12.1689 Siebeldingen - † beerd. 9.10.1749 Siebeldingen im Alter von 64 Jahren; Müller in Wilgartswiesen, Birkweiler und Sie­beldingen; Sohn des Müllers auf der Kindinger Mühle in Siebeldingen Johann (Hans) Bernhard *Disqué und der Anna Barbara NN:; Bruder des Müllers auf der Kindinger Mühle in Siebeldingen, Johann (Hans) Jakob *Disqué (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 4 5).


Ab 1717 Bürger und Müller in Wilgartswiesen; in Wilgartswiesen wird auch der Sohn Johann (Georg) Peter *Disqué geboren (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 5), 6.


In einem Erbbestandsbrief des Kurfürsten Carl Philipp von der Pfalz vom 31.10.1725 wurde Georg Disqué die Errichtung einer Mahlmühle in Siebeldingen in der Burweiler Gemarkung gestattet (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 5 unter Hinweis auf LA Speyer Best. A1 Nr. 2170; Heupel: Siebeldinger Mühlen, a.a.O., S. 76).


Er erbaute 1725 die Mühle bei Birkweiler. Vater des Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Mühle bei Birkweiler Peter *Disqué. Im Mühlenverzeichnis des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 122/7 Bl. 18A Rückseite) ist die Birk­weiler Mühle wie folgt beschrieben: „In dasiger Gemarckung nechst Siebeldingen auf der Queich befindet sich eine Mühl, welche Georg Disqué nach Ausweis der sub. Nro. 21 anliegender churfürstlicher Conceßion in anno 1725 erbauet und dermahlen dessen Sohn Peter Disqué Bürger alda besitzen thut, solche hat 2 Waßer Rädter durch welche 2 Mahl und 1 Schehl Gang, sodann die Ohlig­mühl also zwarn getrieben werden, daß, wenn letztere gebrauchet wird, alsdann der eine Mahlgang still stehen muß; von der Mahl Mühl werden jährlich 32 fl und von der Ohlig Mühl 4 fl in die Gefällverweserey Germersh: an Waßer Fall Zinß bezahlt.“


Er wird 1750/55 als „gewesener Müllermeister zu Birkweiler in der Birkweiler Mühl“ bezeichnet (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 5).


°° 25.2.1716 in Siebeldingen mit Maria (Susanna) Magdalena Hoffmann (geb. ca. 24.4.1695 err. Sarnstall - † 13.6.1766 in Siebeldin­gen ihres Alters 71 Jahr 2 Monat weniger 11 Täg; Tochter des Joseph Hoffmann, † vor 1716, Bürger von Sarnstall). Vater u.a. des Müllers in Birkweiler, Johann (Georg) Peter *Disqué (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 5).



Disqué, Johann (Hanß) Adam:

~1684 Siebeldinger Mühle - +++; Müller in Siebeldingen; Sohn des Müllers auf der Kindinger Mühle in Siebeldingen, Johann (Hans) Bernhard *Disqué und der Anna Barbara NN.; Bruder des Müllers (Hans) Jakob *Disqué, des Müllers Hans Georg *Disqué (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 3-4).


Johann Adam „der Müller zu Siebeldingen“ ist am 8.5.1735 in Wilgartswiesen Pate bei der Taufe der Anna Maria Disqué (Tochter des Müllers in Rinnthal Sebastian *Disqué und der Müllerstochter Anna Barbara Schaaf von der Geiselberger Mühle) (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 21)



Disqué, Johann (Georg) Peter:

14.9.1717 Wilgartswiesen – 27.6.1794 Godramstein im Alter von 77 Jahren; Müller auf verschiedenen Mühle; Sohn des Müllers und Erbauers der Birkweiler Mühle, Hans Georg *Disqué und der Maria (Susanna) Magdalena Hoffmann (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 6).


1742 „auf der Birkweiler Mühl“; er und seine 1. Frau sind am 11.11.1742 Paten bei der Susanna Magdalena Riedinger, Tochter des Emig Riedinger „et uxor Maria Catharina“ (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 6).


1746 Bürger in Siebeldingen (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 6).


Im Mühlenverzeichnis des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 122/7 Bl. 18a Rückseite) ist die Mühle wie folgt beschrieben: „In dasiger Gemarckung nechst Siebeldingen auf der Queich befindet sich eine Mühl, welche Georg Disqué nach Ausweis der sub. Nro. 21 anliegender churfürstlicher Conceßion in anno 1725 erbauet und dermahlen dessen Sohn Peter Disqué Bürger alda besitzen thut, solche hat 2 Waßer Rädter durch welche 2 Mahl und 1 Schehl Gang, sodann die Ohligmühl also zwarn ge­trieben werden, daß, wenn letztere gebrauchet wird, alsdann der eine Mahlgang still stehen muß; von der Mahl Mühl werden jährlich 32 fl und von der Ohlig Mühl 4 fl in die Gefällverweserey Germersh: an Waßer Fall Zinß bezahlt.“


1768 als “Müller in der Kolchenbach“ [Anm.: der andere Name für die Birkweiler Mühle] bezeichnet (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 6; dort als „Müller in der Kollenbach“ angegeben; Heupel: Siebeldinger Mühlen, a.a.O., S. 76).


1768 findet sich folgender Eintrag im Kirchenbuch: „Der Müller Georg Disqué muß allem anschein nach ein roher ungesitteter Mensch seyn, der gegenwärtig über geburt, wie ersterer vorige, beym Pfr. nicht anmeldet, auch nicht anmelden lassen.“ (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 6; dort als „Müller in der Kollenbach“ angegeben; Heupel: Siebeldinger Mühlen, a.a.O., S. 76).


°° I am 11.1739 in Siebeldingen mit Susanna Magdalena Leicht (geb. ca. 6.6.1713 err. Siebeldingen - 10.2.1746 Siebeldingen, alt 32 Jahr 8 Monate und 1 Tag). °° II 22.11.1746 Siebeldingen mit Juliane Leicht (30.4.1724 - † nach 10.8.1755 und vor 17.1.1764; Toch­ter des Georg Leicht, Bürger in Siebeldingen); °° III 17.1.1764 Siebeldingen mit Elisabeth Windbeutel aus Godramstein (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 6). Mehrere Kinder aus den Ehen (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 6-7).



Disqué, Johann (Hans) Bernhard:

geb. ca. 1660 Siebeldingen - † vor 1760 (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 3). Um 1685 Müller auf der Kindinger Mühle in Sie­beldingen. Er ist als Taufpate 1685 im Kirchenbuch erwähnt; er erscheint weiterhin in einer Gemeinderechnung in Siebeldingen 1717. Weiterhin ist bekannt, daß seine erste Ehefrau bereits mit 32 Jahren, seine zweite mit 78 Jahren verstorben ist. Von ihm stam­men die Müller Disqué in Rinnthal. Sein Sohn Sebastian Disqué heiratet in die bekannte Müllerfamilie Schaaf von der Geiselberger Mühle ein. Dessen Sohn Johann Ludwig Disqué begründete die Dittelsheimer Müllertradition (vgl. Heupel, Carl: Historische Skizzen zu den Siebeldinger Mühlen, a.a.O., S. 73).


Sohn des Metzgermeisters Bernhard Disqué (ca. 1625/30 - † vor 16.4.1685 Siebeldingen); vermutlich der Enkel des Bürgers in Sie­beldingen Hans Disqué († beerd. 20.12.1649 Siebeldingen); °° I mit Anna Barbara NN. (geb. 1663 [err.] - † 25.5.1695 Siebeldingen); °° II mit Maria Elisabetha NN. (geb. 1672 [err.] - † 27.10.1750 Siebeldingen; „des alters ohngefähr 78 Jahre“). Vater aus 1. Ehe u.a. des Johann (Hanß) Adam *Disqué (~ 1684), Maria Elisabetha Disqué (~ 20.1.1685), des Müllers und Betriebsnachfolgers in Siebel­dingen Johann (Hans) Jakob *Disqué, des Müllers Hans Georg *Disqué (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 3-4). Vater aus der 2. Ehe u.a. des Müllers in Rinnthal Sebastian Disqué (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 4).



Disqué, Johann (Hans) Jakob:

~ April 1687 Siebeldingen – 17.6.1735 Siebeldingen im Alter von 50 Jahren 2 Monate; Müllermeister in Siebeldingen; Sohn des Müllers in Siebeldingen Hans (Johann) Bernhard *Disqué und der (I. Ehe) Anna Barbara NN. Müller und Betriebsnachfolger seines Vaters auf der Kindinger Mühle in Siebeldingen; °° 23.7.1724 Siebeldingen mit Maria Catharina Adam/Adram (geb. ca. 1690/1700 Landau - † nach 1749); Vater des Müllers in Birkweiler Johann Jakob Disqué und des Johann Balthasar Christoph Disqué (vgl. Dis­qué: Familie Disqué, a.a.O., S. 4).



Disqué, Johann Jakob:

25.6.1720 Rinnthal, ~ 30.6.1720 Hinterweidenthal – 30.12.1759 Wilgartswiesen; Müller in Rinnthal, später in Hinterweidenthal; Sohn des Müllers in Rinnthal Sebastian *Disquet und der Müllerstochter Anna Barbara Schaaf von der Geiselberger Mühle; Bruder des Müllers Johann Nikolaus *Disqué und des Müllers Georg Nikolaus *Disqué. Müller in Rinnthal; er wird 1755 als Müller in Wil­gartswiesen genannt (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 22).


°° 1740 in Wilgartswiesen mit Anna Barbara Pflug (aus Siebeldingen; † 14.11.1748 im Alter von 31 Jahren und 7 Monaten; Tochter von Georg Pflug aus Siebeldingen). Aus der Ehe stammen die Kinder Johann Jakob Disque, NN., die Tochter NN. Disque, Friedrich Bernhard Disque und Katharina Magdalena Disque) (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 23).


°° II mit Anna Margarethe Becker (aus Wilgartswiesen, Tochter des Johann Jakob Becker, Bürger aus Wilgartswiesen). Aus der Ehe stammen die Kinder Maria Barbara, Catharina Barbara, Johann Valentin und Johann Jacob Disque (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 23/24).



Disqué, Johann Jakob:

26.5.1725 Kindinger Mühle Siebeldingen, ~ 31.5.1725 Siebeldingen – 8.5.1766 Birkweiler im Alter von 41 Jahren; Müller auf der Birkweiler Mühle; Sohn des Müllers auf der Kindinger Mühle Siebeldingen, Johann (Hans) Jakob *Disqué und der Maria Katharina Adam/Adram; °° 19.9.1747 in Siebeldingen mit Maria Elisabeth Montilion (geb. ca. 16.4.1727 err. in Winden - † Birkweiler 3.3.1764 Birkweiler, beerd. 4.3.1762 Siebeldingen im Alter von 34 Jahren, 9 Monaten und 17 Tagen, Tochter des Jacob Montilion aus Winden); aus der Ehe stammen 5 Kinder (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 4-5), von denen niemand auf der Birkweiler Mühle nachfolgt.



Disqué, Johann Jakob:

5.1.1779 Knittelsheim, ~ 7.1.1779 - † 9.5.1826 Knittelsheim; Müller in Knittelsheim; Sohn des Müllers in Knittelsheim, Johann Lud­wig Disqué und der Maria Barbara Vongerichten (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 35, 53). °° Knittelsheim 23.8.1798 oder Hockenheim/Baden 20.8.1798 mit Maria Eva Zahn (2.3.1777 Hockenheim/Baden – 31.3.1861 Albersweiler; Tochter des Müllers in Hockenheim Peter *Zahn und der Maria Magdalena Schranck). Aus der Ehe stammt der Müller und Betriebsnachfolger Johann Lud­wig *Disqué der Adlerwirt in Knittelsheim Peter Disqué und der spätere Müller auf der Knittelsheimer Mühle, Johann Siegmund Disqué (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 53).



Disqué, Johann Ludwig:

18.11.1745 Rinnthal, ~ 21.4.1745 Wilgartswiesen - † 16.1.1814; Müller auf der Mühle in Knittelsheim; Sohn des Müllers in Rinn­thal, Sebastian *Disqué und der Müllerstochter Anna Barbara Schaaf von der Geiselberger Mühle; Bruder des Müllers in Rinnthal und später Hinterweidenthal, Johann Jakob *Disqué, des Müllers in Oberauerbach und später Rinnthal, Johann Nikolaus *Disqué und des Müllers i Hinterweidenthal, Johann Peter Disqué (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 22, 34).


Um 1768 Müller auf der Mühle in Knittelsheim, die er von den Kramerischen Erben gekauft in hat; die Mühle ist im Mühlenver­zeichnis des kurpfälzischen Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 enthalten und wird wie folgt beschrieben (vgl. LA A2 Nr. 122/7): “Erscheinen Johann Ludwig Disqué, Bürger allda und gibt zu ... war maßen er die daselbige Eigenthumbsmühle erst vor kurzem von den Kramerischen Erben (Anm.: bei Weber, Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 254: “Krömerische Erben”) erkauft ...., solche seyn mit 2 Wasser Räder versehen, welche 2 Mahl und 1 Scheelgang wechßel weis treiben, gibt jährl: in die Kellerey Germersheim 14 Malter Korn Wasserfall Zinß.”


Im Knittelsheimer Gerichtsprotokoll vom 17.4.1769 heißt es: „folgende junge Bürger sind angenommen und verpflichtet worden: Ludwig Disqué (zahlt) für sich und seine Frau 10 Gulden“ (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 34). Im „Knittelsheimer Nah­rungsbuch“ von 1788, Teil I Zi. 8 steht: „Verzeichnis mein Johann Ludwig Disqué dahier dermalen Inhabenden schatzbaren Vermö­gens“, dan folgt die Aufzählung der Äcker und Wiesen. Unter „Häuser und Gebäu“ heißt es: „ein Mahlmühl samt Begriff gegen den Zeiskamer Weg etc.“ (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 34).


°° am 1.11.1768 in Offenbach bei Landau mit Maria Barbara Vongerichten (13.3.1750 Offenbach bei Landau – 14.6.1791 Knittels­heim; Tochter von Johann Conrad von Gerichten, Metzgermeister und Traubenwirt in Offenbach, und der Anna Maria Kolb). Aus der Ehe stammen 11 Kinder, darunter der Sohn und Betriebsnachfolger Johann Jakob *Disqué (geb. 5.1.1779 Knittelsheim) (vgl. Dis­qué: Familie Disqué, a.a.O., S. 34-35).



Disqué, Johann Ludwig:

9.5.1799 Knittelsheim – 12.7.1842 Speyer; Müllermeister in Knittelsheim, lebte später in Speyer; Sohn des Müllers in Knittelsheim Johann Jakob *Disqué und der Müllerstochter Maria Eva Zahn; Bruder des späteren Müllers in Knittelsheim Johann Siegmund Dis­qué (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 53, 54). Johann Ludwig Disqué übernahm zunächst als Betriebsnachfolger seines Vaters die Mühle in Knittelsheim, verkaufte diese jedoch am 5.6.1839 an seinen Bruder Johann Sigmund Disqué (vgl. Disqué: Familie Dis­qué, a.a.O., S. 53).


°° 17.2.1828 in Knittelsheim mit der Müllerstochter aus Speyer Anna Katharina Disqué (Speyer, Mühle vor der Vorstadt 13.5.1809 – Knittelsheim 14.5.1809; Tochter des Müllers in Speyer auf der Mühle vor der Vorstadt Johann Adam Disqué und der Maria Barbara Rott) ++++++



Disqué, Johann Nikolaus:

31.8.1725 Rinnthal - ++++; Müller in Oberauerbach und später in Rinnthal; Sohn des Müllers Sebastian *Disqué und der Müllers­tochter von Geiselberger Mühle, Anna Barbara Schaaf; Bruder des Müllers Johann Jacob *Disqué und des Müllers Georg Nikolaus *Disqué (vgl. Disquet: Familie Disquet, a.a.O., S. 20).


Er war ein Sohn des 1760 verstorbenen Müllers Sebastian Disqué, der drei Erbbestandsmühlen zu Wilgartswiesen, Rinnthal und Hin­terweidenthal besaß und drei Söhne hinterlassen hat, von denen dem ältesten Sohne Johann Niklaus, der sich bei seinem Schwieger­vater in der Stadtmühle zu Zweibrücken aufhält, die Mühle zu Wilgartswiesen und die Mühle zu Rinnthal dem anderen Sohn Görg Niklaus Disquet und die zu Hinterweidenthal dem dritten Sohn Peter Disquet zugefallen“ (vgl. Kiefer, Fritz: Hinterweidenthaler Mühle und ihre Besitzer; in: Pfälzische Heimatblätter Jg. 4, 1956 S. 96).


°° I zwischen 1740 und 1750 mit NN.; °° II 2.4.1750 in Niederauerbach mit der Müllerstochter Maria Elisabeth Becker (Tochter des Müllers in Oberauerbach, Henrich Jacob *Becker (vgl. Disquet: Familie Disquet, a.a.O., S. 24). Aus der Ehe stammt der Sohn und spätere Müller in Oberauerbach, Georg Nikolaus *Disqué (vgl. Disquet: Familie Disquet, a.a.O., S. 24).



Disqué, Johann Peter:

3.2.1737 Rinnthal, ~ 10.2.1737 Wilgartswiesen - † nach 1797; dritter Sohn des Müllers Sebastian *Disqué und der Anna Barbara Schaaf; Peter Disqué erbt die Mühle Hinterweidenthal (vgl. Disqué: Familie Disqué a.a.O., S. 21, 32, 162); er erhielt am 25.5.1761 einen Erbbestandsbrief über die Hinterweidenthaler Mühle, der am 25.9.1771 erneuert wurde (vgl. Kiefer, Fritz: Hinterweidenthaler Mühle und ihre Besitzer; in: Pfälzische Heimatblätter Jg. 4, 1956 S. 96; vgl. auch Stadtarchiv Annweiler Abt.B Nr. 251 ausgewertet von Regula, Walter: Verzeichnis der Akten und Bücher des Stadtarchivs Annweiler PRFK Ludwigshafen III A 30 S. 82).


Müllermeister in Hinterweidenthal und pfalz-zweibrückischer Gemeindsmann; °° 18.4.1760 in Hinterweidenthal mit Catharina Elisa­betha Schäfer (Tochter des Georg Schäfer aus Hinterweidenthal); aus der Ehe stammen vier Töchter (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 32-33), und der Sohn und Betriebsnachfolger auf der Mühle in Hinterweidenthal, Georg Leonhard *Disqué (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 162),



Disque, Konrad:

der aus Siebeldingen stammende Konrad *Disque kaufte den Erbbestand der Pelzmühle bei Hengsberg für 200fl von dem Johannes Holtz. Disque erhielt am 14.7.1722 einen Erbbestandsbrief über die Pelzmühle. Disque als Afterpächter der Mühle Johann Nikolaus Fuhrmann ein. (vgl. Kampfmann, L.: „Wie die Pelzmühle entstand und verging“; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14; LA Speyer, Akten Zweibrücken I Nr. 949).


Konrad Disque verkaufte die Mühle schließlich an den Müller Johann Nikolaus *Fuhrmann, nachdem dieser die Pelzmühle mehrere Jahre als Afterbeständer betrieben hatte, für 337 Gulden; Fuhrmann erhielt daraufhin unter dem 7.2.1727 einen Erbbestandsbrief von der pfalz-zweibrückischen Regierung ausgestellt (vgl. Kampfmann, L.: „Wie die Pelzmühle entstand und verging“; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14).



Disqué, Leonhard:

aus Hinterweidenthal; er erwarb 1845 die Mahl- und Sägemühle auf Salzwoog/Lemberg (vgl. Ziegler: Alt-Lemberg, a.a.O., S. 175 mit Photo).



Disqué, Michel:

um 1768 Müller auf der Doppelmühle in Siebeldingen. Die Mühle ist im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Germersheim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7, Bl. 18) wie folgt beschrieben: „Allda ist auf dem Queichfluß eine eigenthümbliche Mühl welche sich mit einer Mauer separiert, an solcher hat Friedrich Fluck (Anm.: bei Weber, Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 256 als „Flück“ angegeben) von ….., und Michel Disqué jeder die Hälfte, selbige ist mit 2 Waßer Räder versehen, ersagten Fluck Antheil hat 2 Mahl und einen Schehlgang welche .... nur wechselweis gehen können, des Michel Disqué Mühl hingegen nur ein Mahl und 1 Schehlgang, geben zusammen alljährlich 13 Malter Korn, und 3 Malter 3 Simerer Haabern Waßer Gült, woran der Fürst von Löwenstein 6 ½ Malter Korn und das Stift Landau 6 ½ Malter Korn und das Hospital Landau 3 Malter 3 Simeren Haberen ziehen thut; … Melter Fluck ist vigore sub Nr. 20 ½ beygebogenen Kaufbriefs (Anm. die Urkunde ist nicht mehr vorhanden) anbey gehalten weilen er 2 Mahl Gäng hat, an obigem 13 Malter Korn zwey Drittel beyzutragen, das übrige eine Drittel aber nebst denen 3 Malter 3 Firnl: Haberen muß Michel Disqué lieferen, ohne die Schatzung ziehet Churpfaltz nichts.“



Disqué, Sebastian:

12.11.1696 Siebeldingen - † 6.7.1759 Rinnthal; Mühlenarzt und Müller in Rinnthal; aus Rinnthal; Sohn des Müllers auf der Kindin­ger Mühle Johann (Hans) Bernhard *Disque aus dessen II. Ehe mit Maria Elisabetha NN.; Halbbruder des Müllers auf der Kindinger Mühle, Johann (Hans) Jakob *Disqué.


Seit 1718 Müllermeister in Rinnthal, 1740, 1745 Mahlmüller ebenda; Kirchenältester, „gemeinschaftlicher Erbbestandsmüller“; bei der Kirchenvisitation in Wilgartswiesen 1759 wird unter den 9 Censores in Rinnthal ein Sebastian Disquet genannt, der möglicher­weise mit dem Müller Sebastian Disquet identisch ist (vgl. KSchA Zweibrücken Rep. II, 240; Disquet: Familie Disquet, a.a.O., S. 20).


1744 +++Datum prüfen+++ wird dem Müller Disqué das Brotbacken und Verkaufen verboten (vgl. Stadtarchiv Annweiler Abt.B Nr. 251 ausgewertet von Regula, Walter: Verzeichnis der Akten und Bücher des Stadtarchivs Annweiler PRFK Ludwigshafen III A 30 S. 82).


Sebastian Disquet ersteigerte am 20.11.1750 die Hinterweidenthaler Mühle (vgl. Kiefer, Fritz: Hinterweidenthaler Mühle und ihre Besitzer; in: Pfälzische Heimatblätter Jg. 4, 1956 S. 96); Müller und Mühlenarzt auf der *Hinterweidenthaler Mühle (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 234). Der Erbbestandsbrief für die Hinterweidenthaler Mühle datiert vom 5.3.1751 für Se­bastian *Disqué, Müller und Mühlenarzt. Die Hinterweidenthaler Mühle war Bannmühle (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 234). Aus dem Bericht des pfalz-zweibrückischen Vogtes Johann Georg Koch vom 8.11.1760 ergibt sich, daß “Sebastian Disquet ohnlängst verstorben, Besitzer der drei Erbbestandsmühlen zu Wilgartswiesen, Rinnthal und Hinterweidenthal war und drei Söhne hinterlassen hat, von denen dem ältesten Sohne Johann Niklaus, der sich bei seinem Schwiegervater in der Stadtmühle zu Zweibrücken aufhält, die Mühle zu Wilgartswiesen und die Mühle zu Rinnthal dem anderen Sohn Görg Niklaus Disquet und die zu Hinterweidenthal dem dritten Sohn Peter Disquet zugefallen“ (vgl. Kiefer, Fritz: Hinterweidenthaler Mühle und ihre Besitzer; in: Pfälzische Heimatblätter Jg. 4, 1956 S. 96).



Bei der Bestandaufnahme der herzoglich-zweibrückischen Mühlen vom 20.9.1756 wird die Mühle von dem zweibrückischen Vogt Johann Georg Koch wie folgt beschrieben: „Ist eine Mühle zu Hinterweidenthal, welche dem Erbbeständer Sebastian Disquet gehö­rig. Diese hat nur ein Rad und einen Gang nebst einem im Drilles gegen Schehlgang, gibt 4 Malter Korn Pacht. Die diesseitigen Un­tertanen zu gedachtem Hinterweidenthal sind dazu gebannt, wovon er sich ernähren muß, inmaßen die bischöflich speyerischen und freiherrlich Wallenburgischen unter der Souveränität allda wohnenden Untertanen nacher Dahn gehörig. Kann in 265 Stunden zum höchsten vierthalb (= 3 ½ Malter) mit Mahlen befördern.“ (vgl. Kiefer, Fritz: Hinterweidenthaler Mühle und ihre Besitzer; in: Pfälzi­sche Heimatblätter Jg. 4, 1956 S. 96).


°° 22.11.1718 in Siebeldingen mit der Müllerstochter Anna Barbara Schaaf von der Geiselberger Mühle (geb. Geiselberger Mühle 09.04.1700); sie ist die Tochter des Müllers auf der Geiselberger Mühle Johann (Hans) Caspar *Schaaf und der Anna Magdalena NN. (Quelle: Internetdatei Schaaf Homepage; Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 20).


Aus der Ehe stammen 11 Kinder, darunter der älteste Sohn und Müller in Rinnthal Johann Jakob Disqué, der Müller in Rinnthal Ge­org Nicolaus Disqué (s. Görg Nickel *Disqué), der Müller in Oberauerbach Johann Nikolaus Disqué (vgl. Disquet: Familie Disquet, a.a.O., S. 20) und der Müller in Hinterweidenthal Johann Peter *Disqué.


Nachkömmling ist der spätere Müller in Knittelsheim, Johann Ludwig *Disqué (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 22, 34).



Disqué, Sigmund:

Bis vor 1850 († um 1850) war Sigmund Disqué der Müller auf der Knittelsheimer Mühle; °° mit Maria Catharina Humbert; aus der Ehe stammen die minderjährigen Kinder Amalia Margaretha Disqué und Barbara Mathilde Disqué. Im Eilboten Landau wird am 17.8.1850 eine Forderungszwangsversteigerung angekündigt: „ … wird auf Betreiben des Wendel Ginand, Wappenschmied in Al­bersweiler wohnhaft, in seiner Eigenschaft als Vormund über Amalia Margaretha Disque und Barbara Mathilde Disque, minderjähri­ge Kinder des auf der Knittelsheimer Mühle, Gemeinde Knittelsheim, verlebten Müllers und Gutsbesitzers Sigmund Disque und des­sen früher verstorbenen Ehefrau Maria Catharina Humbert … zur gerichtlichen Zwangsversteigerung geschritten werden gegen Jo­seph Geiger, Ackersmann, in Hördt wohnhaft, als Schuldner des betreibenden Theils (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 17.8.1850, Nr. 66, S. 487).



Döge, Karl Friedrich:

29.2.1831 Neumuckershausen/Sachsen - +++; ev.; Sohn von Gottlob Döge und Johanna Rosina Kunardt; Müller ++++ auf der Wald­mühle in Neuhofen?++++; °° am 27.7..1869 in Neuhofen mit Katharina Braun aus Neuhofen; Kinder sind Wilhelm Döge (*9.7.1866) und Anna Eva (*9.4.1868), die damit beide vor der Ehe geboren sind (vgl. Frosch: Familien in Neuhofen, a.a.O., S. 101).



Doengel, Nicolaus:

um 1810 Müller aus Mörsbach; °° Catharina Galtin; ab 1810 Müller und Temporalbeständer auf der Hetschmühle bei Wattenheim.


Mit notariellem Pachtvertrag vom 10.5.1810 verpachtet der Müller zu Wattenheim, Jacob Weygand seine Erbbestandsmühle, die Hetschmühle, an den aus Mörsbach stammenden Müller Müller Nicolaus *Doengel und dessen Ehefrau Catharina Galtin (sie unter­schreibt mit „Dengin“) auf die Dauer von 8 Jahren. Die Mühle besteht nach diesem Vertrag in einer Mahlmühle mit dem dazu gehöri­gen Geschirr, Wohnung (eine Stube, Kammer und Küche), Stall, Scheuner und Keller (vgl. LA Speyer Best. K16, 257 Notariatsakten Grünstadt Nr. 198).



Dörner, Barthel:

vor 1744 Erbbeständer auf der Großsägemühle in Altleiningen; in der Erbbestandsurkunde seines Nachfolgers von 1744 ist der Um­fang des Erbbestands beschrieben “wie dieselbe bißhero unßer underthan Erbbeständer Barthel Dörner genoßen ...” (vgl. Erbbestand­surkunde, abgedruckt bei Heiberger, Altleiningen, a.a.O., S. 98-100).



Dörr, Georg:

um 1744; aus Rehborn; er übernahm 1744 die Roßbacher Mühle (an der Lauter bei Wolfstein); Vater des Jacob Dörr (vgl. Henrich, Karl: Ein Mühlhausen im Lautertal?; in: Pfälzer Heimat 1975, S. 136).



Dörr, Heinrich:

Müllermeister aus Bosenbach; er kaufte 1773 wurde die Bannmühle in Hachenbach für 1900 fl und 44 fl für angrenzende Grund­stücke verkauft (vgl. Mahler: Hachenbach, a.a.O., S. 82/83). Auch Dörr, der als fleißiger und tüchtiger Mann geschildert wurde, kam schon 1775 und 1776 in finanzielle Schwierigkeiten. Er beantragte eine Reduzierung des Erbpachtzinses. Dörr geriet infolge eines strengen und harten Winters von 1775/76, wo die Mühle fast 3 Monate lang still lag, in eine große Notlage. Die Kosten der Wiederins­tandsetzung des Wasserhauses usw. betrugen 300 fl. Auch hatte sich bei Hochwasser der Glan ein neues Bachbett gesucht. Dörr verschuldete sich vollkommen (vgl. Schreiben des Schultheiß Gilcher aus Horschbach an den Keller Gassert in Lichtenberg vom 26.5.1776, LA Speyer Akte 927 Zweibrücken I Fol. 84; Mahler: Hachenbach, a.a.O., S. 84) und die Mühle mußte erneut zwangsversteigert werden und ging im 2. Versteigerungstermin (der erste Termin erbrachte keinen ausreichenden Preis, weshalb die Gläubiger dem Zuschlag widersprachen) für 1780 fl an den Philipp Sieber aus Wattweiler (vgl. Mahler: Hachenbach, a.a.O., S. 85).


Dörr war der Kaufpreis gestundet worden. 1766 hatte er nur 100 fl zurückgezahlt und schuldete noch 1800 Gulden nebst 270 fl Zin­sen für 3 Jahre (vgl. Schreiben des Schultheiß Gilcher aus Horschbach an den Keller Gassert in Lichtenberg vom 26.5.1776, LA Speyer Akte 927 Zweibrücken I Fol. 84; Mahler: Hachenbach, a.a.O., S. 84 mit einer Vermögensaufstellung)



Dörzapf, Franz:

um 1738 Betreiber der Sägemühle oberhalb von Neustadt am Speyerbach (auf dem Gelände der späteren Papierfabrik Hoffmann-En­gelmann) im Neustadter Tal gelegen; Nikolaus Gienand verkaufte sie 1712 an Christoph Merschintzki (vgl. Habermehl, Paul: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plänen; in: Weyrich, Klaus Peter: Neustadt. Beiträge zur Geschichte einer pfälzischen Stadt, Neustadt 1975, S. 360). Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Mühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): „Noch oben der Neustadt befindt sich noch ein Schneidt- oder Seegmühl, dieselbe hatt Christoph Merschintzki in Anno 1702 ++++prüfen++++ von dem Nicolas Ginandt an sich erkauft, hatt damahls ein Wasserradt gehabt, davon hatt er 5 fl Wasserfall in die Gefällverwäßerey Neustadt undt dan 1 fl Bodenzinß der Stadt Neustadt Rath, des Platz zahlen müßen, nun aber …. 2 Wasserrad eins zum Schneiden, daß ander zum Lohstampfen, welches der jetzige Posser als Franz Dörzapf und Johann Jacob Hermanni beide Bürger und Rothgerber von hier neu davon gebaut haben; kein Consens ist deßfalls vorhanden, die Mühl ist ledig und eigen.“



Dörrzapf, Johann Konrad:

7.10.1725 Mannheim - 14.4.1796 Meisenheim; reformiert; Sohn des Pfarrers Samuel Michael *Dörrzapf; 15.6.1742 imm. Heidel­berg; 1752-1757 reformierter Pfarrer in Zweikirchen-Wolfstein; 13.9.1757-1783 Meisenheim II, 1783-1796 Meisenheim I; 1. Ehe­schließung Marianne Henriette *Treviran; 2.Eheschließung mit Juliane Wallauer (vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 87 Nr. 988); Vater der Susanna Magdalena *Dörrzapf (vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 87 Anm. zu Nr. 988 und S. 127 Anm. zu Nr. 1460), der +++ Susanna Magdalena Dörrzapf+++ (verh. mit Georg Christoph Fuchs) (vgl. Biundo, a.a.O., S. 350 Anm. zu Nr. 4076), des Pfar­rers Friedrich Konrad Dörrzapf (vgl. Biundo, a.a.O., S. 87 Nr. 989) und des Pfarrers Heinrich Julius Theodor Dörrzapf (vgl. Biundo, a.a.O., S. 87 Nr. 990).


Die Lohmühle in Wachenheim/Pfrimm hatte um 1740 der aus Mannheim stammende Johann Konrad *Dörrzapf im Genuß. Er ver­handelt 1742 mit dem Besitzer des Unterschlosses wegen „Abwendung des Flutwassers aus der Mühle auf dem Territorio des unteren Schlosses, wo es das Durchgangsrecht hat.“ (vgl. Würth: Wachenheim, a.a.O., S. 160 iVm Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 87 Nr. 988). Um 1750 überträgt er als Pfarrer zu Meisenheim am Glan seine Mühle an den Johannes Wohlgemut aus Albisheim in Erbbe­stand. Johannes Wohlgemuth war Mennonit und wohnte, wie auch sein Sohn und Besitznachfolger Peter Wohlgemuth nicht in Wa­chenheim. Die Mühle wurde durch Pächter betrieben (vgl. Würth: Wachenheim, a.a.O., S. 160).



Dörrzapf, NN.:

um 1768 Erbbeständer / Eigentümer der Mühle in Böbingen; er vergab diese im Temporalbestand 1768 an den Müller Johann Michael *Grimm. Die Mühle ist im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Germersheim (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 254) vom 6.4.1768 wie folgt beschrieben: “Daselbsten im Dorf ist eine Mühl, welche von Johann Michel Grimm temporaliter besessen wird, und dem Böbinger Bürger nahmens Dörrzapf uxorio nomina eigenthümblich zugehöret, solche hat 2 Wasser Räder. Eines davon treibet ab wechßel weis den Mahl und Schehlgang, und das andere die Hanf Reib Mühl, gibt jährlich 5 fl Wasserfall Zinß in die Kellerey Germersheim.”



Doll, Georg Jakob:

ab 1877 Müller auf der Neumühle bei Barbelroth; Sohn des Müllers auf der Neumühle, Valentin Doll († um 1855) und der Margare­tha *Gleich. Er übernimmt von seinem Stiefvater Michael Maulbecker (verh. in 2. Ehe mit der Witwe Margaretha Gleich, verw. Doll) 1877 die Neumühle bei Barbelroth übernimmt (vgl. Übel, Rolf: Von Müllern und Wiesenwässerern; in: Barbelroth, a.a.O., S. 311). 1909 übernehmen die beiden Söhne Dolls, Ludwig Doll und August Doll die Neumühle (vgl. Übel, Rolf: Von Müllern und Wiesenw­ässerern; in: Barbelroth, a.a.O., S. 313).



Doll, Johann Georg:

geb. 1831 - ++++; Müller auf der Untersten Mühle in Edenkoben; °° 1857 mit NN.; Vater des späteren Müllers auf der Untermühle in Edenkoben Philipp Doll (geb. 1858) (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 292).



Doll, Lorenz:

geb. um 1652 Edenkoben - † 16.12.1637; um 1705 Müller in Edenkoben; Sohn des Lorenz Doll; °° I mit NN († vor 1684); °° II 1673 als Witwer mit Maria Barbara Spon (Tochter des verlebten Haß Niclauß Spon aus Edenkoben); 1700 Gerichtsverwandter in Edenkoben (vgl. Müller in Edenkoben, a.a.O., S. 362).


1705 erhielt er von der CGA Heidelberg


Doll erbaute 1705 die Klostermühle in Edenkoben; im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Neustadt von 1738, vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp aufgenommen, ist sie wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “ist in anno 1705 von der Geistlichen Administration an den Laurrenz (Lorenz) Doll in einen Erbbestand begeben worden, gibt jährlich 16 Ma Korn Erbpfacht in die Schaffnerey dafür [,] hatt nur einen Gang derselbe ist mit 50 fl Schatzungs-Capital belegt [,] der jetzige Poßser ist Philipp Jacob Römich.“



Doll, P. J.:

um 1853 Eigentümer der“Ersten Thalmühle“ in Edenkoben. Doll bietet am 23.12.1853 die Mühle zum Verkauf oder zur Verpachtung an (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 29.12.1853, S. 569 = LA Speyer Best. Y 20/41): „Die erste Thalmühle bei Edenkoben, mit Four­niermaschine, Wohnhaus, Oeconomiegebäuden ….“



Doll, Simon:

um 1595 in Mühlbach/Glan bezeugt; er war zusammen mit Hans Contern der Eigentümer der Streitmühle in Rutsweiler/Glan (vgl. Latterner, Rudi: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 135).



Doll, Valentin:

1853 Barbelroth. 1848 kaufte Valentin Doll die Neumühle in Barbelroth (vgl. Übel, Rolf: Von Müllern und Wiesenwässerern; in: Barbelroth, a.a.O., S. 311). °° mit Margaretha Gleich.


Margaretha *Gleich, die Witwe des Müllers Valentin Doll ließ die Mühle am 30.5.1853 freihändig versteigern. In der Versteigerungs­annonce vom 14.5.1853 heißt es (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 23.4.1853, S. 211 = LA Speyer Best. Y 20/41): „ … läßt Frau Mar­garetha Gleich, Müllerin auf der bei Barbelroth gelegenen Neumühle und Wittwe des verlebten Müllers Valentin Doll .. versteigern: Die Neumühle bei Barbelroth mit 2 Mahlgängen, 1 Holländergang, Schwingmühle und einem Schälgang ….“ Weiter heißt es dort: „Diese vor einigen Jahren erst neuerbaute Mühle, in einer bekanntlich fruchtbaren Gegend gelegen, hat die gehörige Wasserkraft, große Kundschaft, und wird nur wegen des erfolgten Todes des Müllers Doll versteigert.“


Aus der Ehe mit Margaretha Gleich dürfte der Georg Jakob Doll stammen, der von seinem Stiefvater Michael Maulbecker (verh. in 2. Ehe mit der Witwe Margaretha Gleich, verw. Doll) 1877 die Neumühle bei Barbelroth übernimmt (vgl. Übel, Rolf: Von Müllern und Wiesenwässerern; in: Barbelroth, a.a.O., S. 311).



Dolt, Franz:

vor 1819; Müller in Hördt; °° mit Catharina Jochim; Vater von Eva Apollonia Dolt, Franz Anton Dolt und Johann Philipp Dolt.


Im Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 59 vom 7.8.1819 wird unter dem 6.8.1819 die Versteigerung der Mühle für den 17.8.1819 angekündigt: „.... zum Nachlasse von weiland Franz Dolt, gewesener Müller in Hördt, gehörigen Mühle … [angekündigt], als: Eine zweystöckige Mühle mit drey Mahlgängen, einem Schälgang und einer Oehlmühle, nebst den zugehörigen Oekonomiegebäuden … Die Versteigerung geschiehet auf Betreiben von Catharina Jochim, Witwe von weiland Franz Dolt, gewesener Müller wohnhaft in Hördt, sowohl in ihrem eigenen Namen, wegen der zwischen ihr und ihrem verlebten Ehemann bestandenen Gütergemeinschaft, als auch in der Eigenschaft als natürliche Vormünderin der mit ihrem gedachten Ehemann erzeugten minderjährigen Kinder Eva Appolo­nia, Franz Anton und Johann Philipp Dolt ...“.



Dorkenwald, Peter:

vor 1848; Müller auf der Neumühle bei Herxheim bei Landau; °° mit Maria Eva *Rassenfoß; seine Witwe führte die Mühle nach seinem Tod fort (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 9.12.1848, S. 659 = LA Speyer Best. Y 20/41).



Drauth, Friedrich:

um 1858 Müller auf der Mühlbacher Mahlmühle; er hatte die Mühle durch Einheirat in die Familie Schäfer erlangt hatte (vgl. Latter­ner, Rudi: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 57).


Vor 1856 nahm der Müller Friedrich Drauth, der eine Tochter des Müllers NN. Schäfer geheiratet hatte, durchgreifende Reparaturen an der Mühlbacher Mühle und am Gerinne der Mühle vor (vgl. Latterner, Rudi: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 58). Es kam deshalb 1856 zu einer Auseinandersetzung zwischen Friedrich Drauth und dem Müller auf der nahegelegenen Streitmühle bei Rutsweiler/Glan, Philipp Krauth. Der damals 57jährige Krauth warf dem Mühlbacher Müller schriftlich Veränderungen in Wasserführung vor, die für die Streitmühle nachteilig seien: „Vor 10-11 Jahren geschah an der Mühlba­cher Mühle eine durchgreifende Reparatur. Als dieselbe soweit gediehen war,wurde die Grundschwelle der Gerinne gelegt. Im Bei­sein des herbeigerufenen Bürgermeisters machte Werkmeister Kneip aus Ramstein an die Wand des rechts außenstehenden Mühlen­gebäudes ein Zeichen. Nach Weggang des Bürgermeisters wurde dieses Zeichen um 8 Zoll höher gerückt. Dies habe Kneip erzählt. Ferner muß ich bemerken, daß ein Teil des Wehrs am linken Glanufer beim Brückenbau eingerissen wurde, um die Fluten abzuleiten. Beim Wiederaufbau des Stücks hat der Müller Drauth sein Wehr an dieser Stelle höher gelegt, was jetzt noch zu ersehen ist. Drauth behauptete, nur in der Höhe eines angeblichen Eichpfahles, der in dem Wehr steckt, sein Wehr erbaut zu haben. Ich muß aber bezwei­feln, daß das Stück Holz ein Eichpfahl sei und zwar deshalb, weil keine Urkunde vorhanden ist, welche diesen Pfahl die Eigenschaft eines Höhenmessers gibt.“ Dazu erwiderte der damals 31jährige Müller Friedrich Drauth: „Vor etwa 10 gehörte die Mühle den min­derjährigen Schäferischen Kindern, über welche Krauth Vormund war. Ob man bei der damaligen Reparatur die Grundschwelle, die Krauth angibt,um 8 Zoll höher legte,weiß ich nicht. Jedenfalls sind wenn überhaupt Veränderungen vorgenommen wurden, keine Klagen laut geworden. Was die angebliche Erhöhung meines Wehres betrifft, so muß ich bemerken, daß ich bei dessen Wiederaufbau den Bauschaffner und den Bürgermeister zugezogen habe und mich nach ihren Anweisungen richtete. Ich bitte den Bauschaffner dar­über zu vernehmen. Der im Wehr steckende Pfahl ist lange vor meiner Zeit schon vorhanden gewesen.“ Aus dem ausschlaggebenden Gutachten des vermessenden Technikers ging hervor, daß weder die oberhalb gelegenen Wiesen noch der Eigentümer der Streitmühle durch die derzeitige Erhöhung des Wehrs wegen Hinterwassers benachteiligt wurden (vgl. Latterner, Rudi: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 58)


Drauth erweiterte den Betrieb mit einer Ölmühle,die er jenseits des Mühlgrabens auf der Insel errichtete (vgl. Latterner, Rudi: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 57).



Drees, Heinrich:

vom “Schulzenhof” (Sultzhof); 1741 war Drees Müller auf der Stadtmühle Lauterecken; er kaufte 1741 die Stadtmühle von dem aus Matzenbach stammenden Johann Heinrich Schmidt, der seinerseits die Mühle 1731 gegen einen Kaufpreis von 3000 Gulden die Stadtmühle von der Erbengemeinschaft nach Johann Peter Müller übernommen hatte; Schmidt er hatte sich jedoch wegen eines In­standhaltungsrückstaus finanziell übernommen und mußte 1741 an Heinrich Drees vom “Schulzenhof” (Sultzhof) verkaufen. Auch Heinrich Drees konnte sich nicht lange auf der Mühle halten und verkaufte sie noch im gleichen Jahr an Johann Lazarus Weinkauf aus Mannweiler. Dieser entschloß sich zu einem Neubau, übernahm sich jedoch finanziell und mußte die Stadtmühle bereits 1749 für 4400 Gulden an Johann Conrad (1) *Horbach aus Krebsweiler verkaufen (vgl. Zink: Lauterecken, a.a.O., S. 360).



Drees, Jakob:

1776 Müller auf der Neumühle in Rutsweiler/Glan. Im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Amts Lauterecken von 1776, erstellt von dem Hofgerichtsrat und Amtskeller Lehne (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 131) ist folgendes enthalten (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 259): „Die Neumühle bei Rutsweiler liegt am Glan, hat 2 Wasserräder für 1 Mahl- und 1 Schälgang. Erbbeständer Jakob Drees hat verkauft an vorgenannten Johannes Braun, der den Kauf annulieren möchte. Pacht: 3 Ma. Korn und 3 Ma. Hafer.“ +++klären: ist er der Vater des Müllers Jakob (1) *Drees ?++++



Drees, Jakob (1):

1772 – 15.1.1855 Remigiusberg/Haschbach (vgl. Mitteilung von Herrn Albert Hirschfeld vom 14.2.2011); Müller auf der Neumühle in Rutsweiler/Glan (vgl. Emrich, Karl: 700 Jahre Rutsweiler, a.a.O., S. 58); °° 1798 auf der Unterschernau mit Katharina Bardens von der Unterschernau; sie dürfte identisch sein mit der am 1.5.1775 auf dem Steigerhof geborenen Maria Katharina Bardens, Toch­ter der Eheleute Johannes *Bardens / Maria Barbara Strasser, die nach 1784 auf der Unterschernau sind; anläßlich der Hochzeit wird Jakob Drees als aus Kaulbach kommend/ stammend genannt (vgl. Mitteilung von Herrn Albert Hirschfeld vom 14.2.2011).


Vater des Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Neumühle, Jakob (2) *Drees (1804-1870) folgte. Drees (+++klären, welcher von beiden++++ führte zusammen mit dem Godelhausener Müller Scheuermann einen jahrelangen Streit gegen den Besitzer der Theis­bergstegener Mühle, dem sie vorwarfen, durch Veränderung der Stauwehrhöhe den Wasserabfluß zu ihrem Nachteil verändert zu ha­ben (vgl. Emrich, Karl: 700 Jahre Rutsweiler, a.a.O., S. 58).



Drees, Jakob (2):

1804 Rutsweiler/Glan (err.) - 1870 Rutsweiler/Glan; Müller auf der Neumühle in Rutsweiler/Glan; Sohn des Müllers auf der Neu­mühle in Rutsweiler, Jakob (1) *Drees. Nach dem Tod des Müllers Jakob (2) Drees 1870 wurde die Mühle geschlossen, da seine Söh­ne andere Berufe hatten. (vgl. Emrich, Karl: 700 Jahre Rutsweiler, a.a.O., S. 58).



Dreher, Johann Peter:

20.3.1736 Thaleischweiler – 18.3.1799 Höheinöd; Mühlarzt; °° Anna Ottilia Haag (ca. 1741 – 14.1.1797 Höheinöd, Tochter des Bernhard Haag aus Höheinöd) (vgl. Fremgen, Reinhold: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 85).



Drissler, Johann Jakob:

12.12.1782 Dannstadt – 12.12.1813 Schauernheim; katholisch; Müller in Dannstadt oder Schauernheim +++klären+++; Sohn des Jo­hann Heinrich Drissler (7.12.1760 Dannstadt – 14.5.1809 Dannstadt; Schmied in Dannstadt; °° 8.2.1780 Mutterstadt mit Apollonia Magin) und der Apollonia Magin (3.11.1760 Mutterstadt – 29.1.1814 Dannstadt); Enkel des Schmiedemeister in Dannstadt Valentin Drissler (20.11.1726 Schauernheim – 29.7.1779 Dannstadt; Sohn des Schmiedemeisters Balthasar Drissler [1697 Alsenz – 30.7.1734 Dannstadt; 1727 Bürgerrecht in Dannstadt, 1734 im Wald erschossen] und der Anna Margaretha Wolf) und der Maria Katharina Re­gina Reuss; °° 28.10.1806 in Dannstadt mit Anna Maria *Zech (7.9.1790 Schauernheim – 1.11.1827 Schauernheim; katholisch; Tochter des Müllers in Schauernheim Johann Theodor Zech und der Anna Katharina Fusser; °° II 9.11.1814 in Schauernheim mit dem Müllerin Schauernheim, Johann Wilhelm Zech); aus der Ehe stammen u.a. die Kinder Jakob Drissler (geb. 25.9.1809; °° 14.2.1833 mit Salome Schad aus Mutterstadt), Johannes Drissler (geb. 16.3.1812) und Georg Drissler (geb. 13.6.1813; °° 23.1.1827 mit Elisabeth Dresch aus Weisenheim) (vgl. Seelinger: Familien in Dannstadt und Schauernheim, a.a.O., S. 162 Nr. 568 iVm S. 684 Nr. 2952 und S. 686 Nr. 2960).


Anm.: Johann Jakob *Drissler († 12.12.1813 Schauernheim) war als Müller in Dannstadt oder Schauernheim +++klären+++ (vgl. Seelinger: Familien in Dannstadt und Schauernheim, a.a.O., S. 162 Nr. 568). Drissler dürfte mE als Müller in Schauernheim gewesen sein, wo er auch gestorben ist; in etwa zeitgleich wird in Dannstadt-Schauernheim als Müller der Johannes *Berlinger (18.2.1759 Oberlauchingen - 28.4.1827 Dannstadt) erwähnt, ohne daß eine zweifelsfreie örtliche Zuordnung bisher möglich war. Berlinger ist in Dannstadt gestorben und dürfte daher als Müller in Dannstadt gewesen sein. Der Schwiegervater des Müllers Drissler, der Müller Jo­hann Theodor Zech († 10.8.1794 Schauernheim) lebte dagegen in Schauernheim und dürfte wohl dort auf der Mühle gewesen; dessen Witwe, Anna Katharina Fusser († 26.3.1806 Schauernheim) hat noch im Spätjahr 1794 den aus Trautstadt/Franken stammenden Mü­ler Caspar Schmidt geheiratet. Drissler heiratete ein halbes Jahr nach Tod der Anna Catharina Fusser die damals erst 16jährige Toch­ter aus der Ehe Zech/Fusser, Anna Maria Zech. Es ist daher anzunehmen, daß Drissler nach dem Tod seines Schwiegervaters dessen Mühle in Schauernheim übernommen hat ++++klären+++


Nach dem frühen Tod des Müllers Johann Jakob *Drissler († 12.12.1813 Schauernheim) heiratete dessen Witwe Anna Maria Zech, die drei kleine Kinder zu versorgen hatte, in 2. Ehe am 9.11.1814 den aus Studernheim stammenden Müller Johann Wilhelm *Zech (vgl. Seelinger: Familien in Dannstadt und Schauernheim, a.a.O., S. 686 Nr. 2960).



Dumbser, Ulrich:

um ++++ Müller auf der Mühle unterhalb Bellheim; Vater der NN. Dumbser (°° mit dem Müller Valentin *Bißon); die Mühle unter­halb Bellheim ist im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Germersheim (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 253) vom 6.4.1768 wie folgt beschrieben. “Valentin Bißon, Bürger daselbsten besit­zet unterhalb dem Dorf eine eigenthümbliche Mahl Mühl mit 2 Wasser Räder die 2 Mahl und den Schehlgang wechßel weis treiben, gibt jährlich in die Kellerey Germersheim 9 Malter Korn Wasserfall Zinß, solche ist ... Mühl ..., so viele ihm bekannt, erbauet und sein des Bißons Ehefrau in der Erbschaft von ihrem verstorbenen Vater Ulrich Dumbser zugetheilt und überlaßen worden.”


Im Anhang zum Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Germersheim (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk,a.a.O., S. 185) vom 6.4.1768 befindet sich eine Urkunde vom 26.2.1753 über die Mühle und die im 2. Schlesi­schen Krieg 1745 durch französische Truppen zugefügte Schäden: „Daß dem Ulrich Dumbser Bürger und Müllermeister allhier seine Mahlmühl in anno 1745 als die französischen Linien gemacht, völlig unter Wasser gesetzt worden, dergestalten, daß derselbe sich ge­zwungen gesehen, auß der Mühl in das Dorf in ein Zinshauß zu ziehen, und die Mühl mit betrübten Augen anzusehen, und zu verlas­sen mithin durch das langwiehrig gestaute Waßer diese seine Mühl nicht allein völlig mit sambt Geschirr ruiniert worden, daß alle Wendt eingefallen, sondern auch daß gedachter Ulrich Dumbser diese seine Mühl von neuem müssen machen und herstellen lassen, jedoch nicht mehr in den Stand bringen können, wie selbige davor gewesen, der Ursachen weillen diese Mühl bestendig durch das Hinterwasser großen Schaden …, dann durch den großen Damm so die französische Völker untig der Mühlen gemacht, und noch würklichen stehet, nur ein gleiner Bruch gefallen …. daß das Wasser nicht fortlaufen kann, sondern bis ahn die Mühlen hinauf schwellet, daß derselbe daß Jahr hindurch …. nicht mahlen kann, auf diese seine Mühl zu vor 8 ½ Schuch Fall gehabt, anjetzo aber nur 7 Schuch hat, also 1 ½ Schuch Fall abgehet, mithin dieser Müller in großem Schaden gesetzet worden, indem demselben die gantze Waßer Mauer einfallen will, und also gezwungen dieselbe gantz neu machen zu laßen, wodurch er wiederum mit dem Mahlen lang still halten muß …..“



Dumser, Johann Georg:

zwischen 1758 und 1779 als Müller auf der Kaisersmühle am Kaiserbach unterhalb Waldhambach im katholischen Kirchenbuch Göcklingen erwähnt; bezeichnet als „Müller in Hambach“ (Waldhambach). Die Kaisermühle am Kaiserbach unterhalb von Waldham­bach gehörte politisch zu Waldhambach und kirchlich zu Eschbach. °° am 10.4.1758 in Göcklingen mit M. Appolonia Löffel (Löflin); aus der Ehe stammen vier Kinder, von denen nur der Sohn Johann Adam Dumser (~ 20.12.1768 Göcklingen) überlebt. Der Müller Dumser ist zwischen 1763 und 1778 als Taufpate im katholischen Kirchenbuch Göcklingen erwähnt und letztmals beim Tod seiner Tochter Anna Maria 1779 im Kirchenbuch Göcklingen eingetragen (vgl. Ballweber, Dieter: Lehrer, Bürgermeister und Hand­werker in Göcklingen; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde Bd XVII, o. S.).


Dumser wird 1758 als Müller auf der Mahl- und Ölmühle zwischen Waldhambach und Eschbach genannt (vgl. Ehrgott, Harald: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 228), wobei dann fraglich ist, ob Dumser entgegen der obigen Auffassung von Ballweber Müller auf der Kaisersmühle war, oder wohl richtiger nur auf der Mahl- und Ölmühle zwischen Waldhambach und Eschbach.



Dumber, Balthasar:

auch Balthasar Dunker (vgl. Weber Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S 203) bzw. Balthasar Dumber (vgl. LA Speyer Best B2 295/5 Bl. 405, Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745, Reißkircher Mahlmühle), bzw. Balthasar Dumbler (vgl. LA Speyer Best B2 295/5 Bl. 408, Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745, Reißkircher Sägmühle); um 1730 und noch 1745 Müller auf der Reißkircher Mahlmühle und zugleich um 1735 auf der Reißkircher Sägmühle.


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 400-406) wird Reißkircher Mahlmühle wie folgt beschrieben: “Die Reißkircher Mahlmühle wird getrieben von dem Wasser, das aus dem Hanßwei­ler Weiher, durch den Reißkircher Weiher kommt, an der Mühle vorbeifließt in den Erbacher Weiher und schließlich bei Schwarzen­acker in die Blies mündet. Steht unten an dem Dorf Reißkirchen, einen Büchsenschuß von der noch zu beschreibenden Erbacher Mühle. Vor 15 Jahren zu bauen angefangen, aber armutshalber noch nicht fertiggestellt; hat 1 oberschlächtiges Wasserrad von 8 Schuh Höhe, das 1 Gang bewegt. Kann zum öfteren Winters nicht und im Sommer nur langsam mahlen. Vor diesem hat die Mühle unten an dem Reißkircher Weyher gestanden, wobey zugl: eine Seegmühl befindlich gewesen. Allein der Müller hat wegen Mangel des Waßers nachgehends die Mahl-Mühl auf den Platz wo selbige dermahlen …. stehet, gesetzet. ….. Der Erbbeständer ist Balthasar *Dumber, welchem seinen von fürstl: Verwaltung gehabten Bestand [Anm.: Erbbestandsbrief] die Marodeurs weggenommen haben sollen. Wenigstens zeigt ein bey denen Acten befindl: Concept, daß einer vor Selbigen ausgefertigt worden. Gibt jährlich 4 Ma. Korn und 2 Ma. Hafer als Pacht ins Kloster Wörschweiler. Kein Bann. Reißkirchen, Erbach, Höchen und Ottweiler können hier mahlen lassen.” (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 203).


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 295/5 Bl. 406-408) wird die Reißkircher Sägmühle wie folgt beschrieben: “Ist ao 1732 zum ersten und ao 1735 zum zweyten Mahl abgebrannt und noch nicht wieder erbauet, selbige war anfänglich eine Loh-Mühl welche der dermahlige Beständer Balthasar *Dumler in eine Seeg-Mühl und nach deren Abbrännung zum zweyten Mahl wieder in eine Loh-Mühl verwandelt, aber damit ao 1739 gleiches Schicksal wie mit denen Seegmühlen erfahren hat. Bey Auferbauung der ersten Seegmühl sind 16 fl jährl.: Zinses stipuliert hiervon aber nachgehends 6 fl abgeschrieben worden, so daß alljährl: nur noch 10 fl ständigen Zinßes zur Landschreiberey entrichtet, und ob schon der Platz nicht wiederum erbauet worden, sondern noch leer stehet, dennoch bezahlet worden. Der Erbbeständer ist Balthasar Dumbler, der Besitzer vorbeschriebener Mahlmühle, so zwar keinen Erbbestand mehr deßfalls in Handen, gleichwohlen einen vermög denen Acten unterm 28ten 8bris 1715 unter der Condition erhalten hat, daß solcher alle 15 Jahr erneuert werden soll.“




















Litera E:




Eberhard, Eberhardt:

die Sortierung erfolgt unabhängig von der jeweiligen Schreibweise des Nachnamens allein nach Vornamen



Eberhard, Anna Maria:

es dürfte sich um Anna Maria Geyer, die Witwe des Klostermüllers von der bischöflich-wormsischen Mühle in Ramsen, Johann Bernhard *Eberhard (1701 err. - 17.9.1754 Ramsen im Alter von 53 Jahren) handeln +++prüfen++++; sie beantragt 1757 die Ertei­lung eines Proklamationsscheins für die Klostermühle in Ramsen (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 1658: „Erteilung des Proklamations­scheins für Franz Brand zu Kettenheim und Anna Maria Eberhard von der bischöflich-wormsischen Mühle zu Ramsen, 1757“)



Eberhard, Bernhard:

um 1774 war Bernhard *Eberhard der Müller auf der Klostermühle in Ramsen; °° mit Anna Maria NN.; Vater von Johann Heinrich Eberhard (°° 18.9.1774 mit Anna Elisabeth Hafen, der Tochter des Mühlenbesitzers Balthasar *Hafen; vgl. Neumer: Bürgerbuch Ver­bandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 178 Anm. zu Nr. 883 iVm ); Anm.: er dürfte der Sohn des Klostermüllers Johann Bernhard *Eberhard und der Anna Maria Geyer sein ++++prüfen++++


Bruder der Anna Maria Eberhard, °° mit dem Klostermüller Franz *Brand, . Franz Brand geriet 1772 in Konkurs (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 1586: „Konkurssache des Franz Brand, Erbbeständer der bischöflich-wormsischen Mühle zu Ramsen, 1172-1776“).


Offensichtlich übernahm aufgrund des Konkurses des Müllers Franz Brand übernahm dessen Schwager ++++prüfen++++ Johann Bernhard Eberhard die Klostermühle; dieser verließ dann zwischen 1777 und 1780 die Klostermühle (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 1669: „Manumission und Abzug des Bernhard Eberhard von der bischöflich-wormsischen Klostermühle zu Ramsen, 1777-1780“).



Eberhard, Henrich:

ab 1778 Müller auf der herrschaftlich nassau-weilburgischen Obermühle in Ramsen. 1778 übernahm der Müller Henrich Eberhard die Mühle durch Kauf des Erbbestandsrechts (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 563: „Veräußerung der herrschaftlichen Mahlmühle zu Ramsen und Erbbestandsvergabe an Henrich Eberhard, 1778-1791“).


1781 stellte der Müller Henrich Eberhard bei der nassau-weilburgischen Verwaltung das Gesuch um Erbpachtvergabe des Rosentha­ler Hofguts zu Ramsen (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 545: „Gesuch des Erbbestandsmüllers zu Ramsen, Henrich Eberhardt, um Erb­bestandsvergabe des bisher verpachteten Rosenthaler Hofguts zu Ramsen, 1781-1783“). 1782 beabsichtigte Henrich Eberhard, ein Darlehen aufzunehmen und dieses an der Erbbestandsmühle abzusichern (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 564: „Gesuch des Erbbe­standsmüllers Henrich Eberhard zu Ramsen um Genehmigung zur Aufnahme eines Kapitals auf seine Erbbestandsmühle, 1782“).



Eberhard, Johann Bernhard:

1701 err. - 17.9.1754 Ramsen im Alter von 53 Jahren; Müller auf der Klostermühle in Ramsen; °° mit Anna Maria Geyer (vgl. Spiess, Georg: Der Grabstein des Ramser Klostermüllers; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 2002, S. 43); ++++prüfen: er dürfte der Vater des Klostermüllers Johann Bernhard *Eberhard sein sowie des Johann Michel Eberhard++++; Vater der Anna Maria Eberhard, °° mit dem späteren Klostermüller Franz *Brand.



Eberhard, Johann Jakob:

um 1757 Müllermeister in Weidenthal; °° mit NN.; die Eheleute Eberhard sind am 2.6.1757 Taufpaten in Weidenthal bei der Taufe des Johann Jakob Eberhard Frey, Sohn des Schmiedemeister Johann Heinrich Frey aus Weidenthal (vgl. Neumer, Franz: Wei­denthaler Lutheraner im lutherischen Kirchenbuch von Hochspeyer; in: PRFK 2001, S. 558).



Eberhard, Johann Michael:

er dürfte ein Sohn des Klostermüllers in Ramsen, Johann Bernhard Eberhard (1701 err. - 17.9.1754 Ramsen im Alter von 53 Jahren) und der Anna Maria Geyer sein +++prüfen+++; er beantragt 1757 die Erteilung eines Proklamationsscheins für die Klostermühle in Ramsen (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 1659: „Gesuch des Johann Michael Eberhard von der bischöflich-wormsischen Mühle zu Ramsen um Erteilung eines Proklamationsscheins, 1757“).

Bruder der Anna Maria Eberhard (°° mit dem späteren Klostermüller Franz *Brand). ++++klären: wieso sind 2 Müller auf der Klos­termühle+++++. Franz Brand geriet 1772 in Konkurs (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 1586: „Konkurssache des Franz Brand, Erbbe­ständer der bischöflich-wormsischen Mühle zu Ramsen, 1172-1776“). Offensichtlich übernahm aufgrund des Konkurses übernahm der Bernhard Eberhard allein die Klostermühle, denn zwischen 1777 und 1780 verließ er die Klostermühle (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 1669: „Manumission und Abzug des Bernhard Eberhard von der bischöflich-wormsischen Klostermühle zu Ramsen, 177-1780“).



Eberhardt, Leonhardt:

um 1731 Lumpensammler [Anm.: wohl Papiermüller mit der Konzession zum Sammeln von Lumpen d.h. Hadern, einem Grundstoff zur Produktion von Schreibpapier] auf der Rabenmühle in Lautzkirchen.


Am 30.1.1731 heiratet in Lautzkirchen Leonhard Eberhardt, „ein Lumpensammler auf der Rabenmühl zu Lautzkirchen bey Bliescas­tell“ die Anna Maria Hoffmannin aus Weltersbach (vgl. Nägle, Paul: Trauungen Ortsfremder und Zugezogener im lutherischen Kir­chenbuch des „Münchweiler-Thales“ 1664-1800; in Pfälz. Familien und Wappenkunde 1962, S. 221).



Ebert, Andreas:

17.12.1841 Mückenwiese; um 1813 Sägemüller auf der Bordmühle in Mückenwiese; Bordmüller; um 1840 in den Akten des Trift­amtes Neustadt (vgl. Weber: Mühen der besonderen Art, a.a.O., S. 249) beschrieben; am Speyerbach oberhalb Elmstein gelegen; ge­nannt für 1830-1862; noch in der Pfälzerwaldkarte von 1950 eingezeichnet (vgl. Weber, a.a.O.); in Mückenwiese bzw. Lambrecht ist Andreas *Ebert als Ackerer und Sägemüller in Mückenwiese aufgeführt; Sohn des Andreas Ebert und der Maria Eva Jochum; °° am 25.4.1813 in Elmstein mit Maria Magdalena Jung (geb.1797) vom Stüterhof; keiner der drei Söhne erscheint als Müller (s. aber An­gabe zu Johann Peter Ebert) (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 121, ergänzt aus: Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 91). Vater des Sägmüllers auf dem Mückenwieser Hof, Johann Peter Ebert (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 91).



Ebert, Johann Peter:

23.1.1815 - ++++; Sägemüller auf dem Mückenwieser Hof; Sohn des Ackerers (und Bordmüllers) Andreas *Ebert und der Maria Magdalena Jung; °° 26.8.1843 mit Margaretha Heckmann (9.8.1823 Heltersberg; Tochter des Schneiders Peter Adam Heckmann und Katharina Seebach aus Heltersberg) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 91).



Eck, Valentin:

um 1734 Erbbeständer auf der Lampertsmühle; Sohn des Barthel Eck, Zensor auf der Lampertsmühle; °° I 13.2.1726 Alsenborn mit Anna Barbara Blesi (geb. 2.6.1706 Daubenbornerhof); °° II am 19.7.1734 mit Marie Susanne Migeot (vgl. Herzog, Heinrich: Franz.-reformiertes Kirchenbuch Otterberg, Heiratsregister 1679-1793, a.a.O., Nr. 160); beide sind am 9.12.1738 Paten in Otterberg (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 195 Nr. 1773).



Eckel, Friedrich:

um 1767 ist Friedrich Eckel der Müller auf der Neumühle in Otterberg; er ist lutherisch; °° mit der Anna Maria NN.; Vater der am 14.6.1767 geborenen Wilhelmina Lovisa Eckel (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 280 Nr. 2635).


Bei der Taufe der Lovisa Eckel am 16.6.1767 waren Paten der „Johannes Eckel von der Walkmühle und Wilhelmina seiner Ehefrau (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 280 Nr. 2635).



Eckel, Johannes:

um 1767 ist er Müller (?) auf der Walkmühle in Otterberg. Bei der Taufe der Lovisa Eckel (Tochter des Müllers auf der Neumühle in Otterberg) am 16.6.1767 waren Paten der „Johannes Eckel von der Walkmühle und Wilhelmina seiner Ehefrau (vgl. Rink: Taufbü­cher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 280 Nr. 2635).



Eckel, Johann Peter:

um 1774 Müller auf der Neumühle in Otterberg; °° Juliana Elisabetha NN.; Vater des am 23.9.1774 geborenen Johann Friedrich Eckel (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 302 Nr. 2886).



Eckel, Jonas:

aus Lauterecken; vor 1596 Müller auf der Obermühle in Oberweiler i. T. (Anm. im Eßweiler Tal). Zu dieser Mühle sind in einer Ur­kunde erstellt in „Zweybruck, den 27. Martii Anno 1596“ mehrere Müller bzw. Besitzer aufgeführt, darunter Jonas Eckel „ist auch Lautereckisch“ (vgl. Herzog, Heinrich: Alte Personennamen des Essweiler Tales; in: PRFK 1982, S, 70; Kirchschaffnei-Archiv Ku­sel: Unterlagen Offenbacher zur Offenbacher Mahl- und Ohligmühle, S. 181).


Er ist 1596 als Miterbe der Obermühle zu Oberweiler i. T. Bezeichnet (vgl. Herzog, Heinrich: Alte Personennamen des Essweiler Ta­les; in: PRFK 1982, S, 70).



Eckel, Peter Jacob:

1751 ist Peter Jakob Eckel der Geißenmüller in Otterberg; °° mit Maria Margaretha NN.; seine Tochter Maria Sybilla Eckel wird am 24.11.1751 in der deutsch-reformierten Kirche in Otterberg getauft (vgl. Rink, Franz: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 236 Nr. 2162).



Eckel, Simon:

um 1699 Müller auf der Steinmühle in Albisheim; er war Lehensmüller des Friedrich von *Steinkallenfels (vgl. reformiertes Kir­chenbuch Albisheim; Weber, Friedrich Wilhelm: Die Steinmühle in Albisheim; in: Pfälzer Heimat 1975, S. 130, 131).



Eckendörfer, Johann:

um 1793 wird Johann Eckendörfer als Müller in Winden genannt; er ist 24.12.1793 vor den französischen Truppen geflohen (vgl. Martin: Emigration, a.a.O., S. 294).



Eckenhoffer, Eckhoff:

s. auch auch Eckhoff



Eckenhoffer, Johann Adam:

vor 1836; am 14.4.1836 „lassen die Wittib und Erben des verlebten Müllers Johann Adam Eckenhoffer von Bergzabern, ihre zu Bergzabern im Mühlenthale gelegene, sogenannte Reinhardsmühle, mit einem Mahl- und einem Schälgange, nebst Hanfreibe, sammt Wohn- und Oeconomiegebäuden … auf vier Jahre öffentlich verpachten (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 19.3.1836, S. 47 = LA Speyer Best. Y 20/41):



Ecker, Johann Philipp:

1.7.1821 Altleiningen - 9.9.1872 Neuhofen; katholisch; Sohn von Johann Paul Ecker und Gertraud Baude; Mühlarzt; °° 17.5.1850 in Neuhofen mit Walburga Fassot; aus der Ehe stammen 6 in Neuhofen geborene Kinder; es ist zu vermuten, daß Ecker aus Mühlarbei­ter auf der Waldmühle beschäftigt war (vgl. Frosch: Familien in Neuhofen, a.a.O., S. 108).



Eckert von der Schaidter Mühle, Familie:


Literatur/Urkunden:

- Getto, Erich: Die Eckert von der Schaidter Mühle und ihre Nachfahren. Aus der 300jährigen Geschichte eines südpfälzischen Mül­lersfamilie (Schaidt / München 1975)

- Getto, Erich: 600 Jahre Schaidter Mühle und 300 Jahre Schaidter Familie Eckert. Aus der Geschichte südpfälz. Müllersleute u. ihrer Nachkommen. Nach amtl. u. privaten Quellen. - 2., erw. Aufl. - München : Schaidt, 1984. - 55, 11 S. 4. - (Beiträge z. Geschichte d. Bienwalddorfes Schaidt. Lfg 4)



Eckert, Christian:

28.5.1820 Schaidt; Müller in Schaidt, auf der Oberfreckenfelder Mühle +++prüfen+++ in Schaidt; °° mit Margaretha Mitternacht; Vater des Müllers Jakob *Eckert (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 174); er ist am 25.12.1793 vor den franzö­sischen Truppen emigriert (vgl. Martin: Emigration, a.a.O., S. 274).



Eckert, Fritz:

1957/58 war Fritz Eckert Inhaber der Mühle und Fa. “Friedrich Conde” in Reipoltskirchen; die Mühle wurde 1957/58 stillgelegt (vgl. Becker, M. F.: Das deutsche Mühlensterben im 20. Jh, a.a.O., S. 97).



Eckert, J.:

um 1855 Müller auf den Sägemühlen in Schaidt und Vollmersweiler (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 13.10.1855, S. 459 = LA Spey­er Best. Y 20/41)



Eckert, Jakob:

19.3.1808 Schaidt - +++; Mahlmüller in Schaidt, wohl auf der Oberfreckenfelder Mühle ++++prüfen++++; Sohn des Müllers in Schaidt Christian († 28.5.1820 Schaidt) und Margaretha Mitternacht; °° am 12.5.1844 in Minfeld mit Sabine Hock (vgl. Esser/Kep­pel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 174)



Eckfelder, Heinrich:

um 1756 Müller auf der Schanzer Mühle bei Bruchmühlbach-Miesau; °° 1756 in Kübelberg mit Anna Maria Stich. Beide hatten of­fenbar 4 Kinder. Er wohnte entweder in Sand oder stammte von dort (Mitteilung von Herrn Albert Hirschfeld vom 7.10.2010).



Eckhard (Eckert), Hans Adam:

geb. 1670 err. - 21.12.1729 Ginsweiler (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 70); Hans Adam *Eckhard war Müller auf der Ohligmühle in Ginsweiler am Odenbach; die Mühle wurde 1721 bei einem Hochwasser zerstört und von Eckhard wieder aufgebaut (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 92); °° Susanna Maria NN.; Vater der Maria Eli­sabeth Eckhard (konf. 1708; °° Juni 1717 in Becherbach mit Johann Theobald Mattheis aus Ginsweiler); Philipp Jacob *Eckhard (*26.2.1700 Ginsweiler), Maria Juliana *Eckhard, Anna Maria Eckhard (1707-1709) und Johann Nickel Eckhard (*6.10.1712 Gins­weiler) (vgl. Feil-Krampe, a.a.O., S. 70).



Eckhardt, Friedrich:

aus Dielkirchen; 1772 und noch 1792 war Friedrich *Eckhardt Müller auf der Daubhausmühle in Alsenz (vgl. o.A.: Eine Bittschrift des Daubhausmüllers zu Alsenz an das kurpfälzische Amt Böckelheim aus dem Jahre 1772; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1926, S. 39; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 91). Alsenz war bis 1755/56 kurpfälzisch gewesen; es wurde dann durch “Homburger Austausch von 1755/56 der Herrschaft Nassau-Weilburg zugeschlagen, während das nördliche gelegene Nachbardorf Hallgarten bis 1768 zu Pfalz-Zweibrücken gehörte. Hallgarten wurde im “Selz-Hagenbacher Austausch” von 1768 kurpfälzisch. Von Hallgarten kamen viele Mahlgäste in die Daubhausmühle, was die frühere Herrschaft Pfalz-Zweibrücken, Oberamt Meisenheim, er­laubt hatte. Nun scheint das kurpfälzische Amt Hallgarten den kurpfälzischen Untertanen den Besuch der Daubhausmühle untersagt zu haben, worauf sich der Müller Eckhardt mit seiner Bittschrift von 1772 an das kurpfälzische Amt Böckelheim wandte, mit der Bit­te das Verbot wieder aufzuheben (vgl. o.A.: Eine Bittschrift des Daubhausmüllers zu Alsenz an das kurpfälzische Amt Böckelheim aus dem Jahre 1772; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1926, S. 40).


Es kam offensichtlich zu Pachtrückständen und Beitreibungsmaßnahmen seitens der nassau-weilburgischen Verwaltung (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 766: „Beitreibung der von Friedrich Eckhard, Erbbeständer auf der 'Dankhausmühle“ bei Alsenz zu entrichten­den Pacht, 1771-1791“).


Eckhard beabsichtigte Verbesserungen an der Mühle und der Wasserführung (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 767: „Die von Friedrich Eckhard, Erbbeständer der Dankhausmühle bei Alsenz geplanten Verbesserungen an der Mühle, insbesondere Durchstich eines Bach­stadens. Mit Plan, 1778-1782“).


1784 beantragte der Müller Friedrich Eckhard bei der nassau-weilburgischen Verwaltung ihm die infolge Überschwemmung der Mühle rückständig gebliebene Pacht zu erlassen (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 749: „Gesuch des Friedrich Eckhard, Erbbeständer der Daubhausmühle bei Alsenz um Erlaß der rückständigen Erbpacht wegen Überschwemmung, 1784“).


Die Daubhausmühle erlitt am 4.9.1792 aufgrund eines Hochwassers einen Totalschaden; der Müller Friedrich Eckhardt wandte sich deshalb an den Landesherrn in Kirchheimbolanden (Nassau-Weilburg) mit der Bitte um Hilfe (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhand­werk, a.a.O., S. 91; LA Speyer Best. C 38 Nr. 131; LA Speyer Best. C38 Nr. 751).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 764: „Überschreibung des Erbbestands der Daubhausmühle bei Alsenz von Ludwig Beppler auf Friedrich Eckhard von Dillkirchen, 1764-1783

- LA Speyer Best. C38 Nr. 743: „Erbbestandsvergabe der Daubhausmühle bei Alsenz an Friedrich Eckhard und Abkauf des Holz­rechts dieser Mühle, 1764-1791

- LA Speyer Best. C38 Nr. 748: „Gesuch des Friedrich Eckhard, Erbbeständer der Daubhausmühle bei Alsenz, um Genehmigung zur Aufnahme von Kapitel auf diese Mühle, 1772-1791

- LA Speyer Best. C38 Nr. 749: „Gesuch des Friedrich Eckhard, Erbbeständer der Daubhausmühle bei Alsenz um Erlaß der rückstän­digen Erbpacht wegen Überschwemmung, 1784“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 751: „Gesuch des Friedrich Eckhard, Erbbeständer der Daubhausmühle bei Alsenz, um Beihilfe zum Wie­deraufbau seiner durch Hochwasser zerstörten Mühle, 1792-1793“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 765: „Gesuch des Friedrich Eckhard, Erbbeständer der Daubhausmühle bei Alsenz, um Genehmigung zur Aufnahme von Kapitel auf die Mühle, 1772-1791

- LA Speyer Best. C38 Nr. 766: „Beitreibung der von Friedrich Eckhard, Erbbeständer auf der 'Dankhausmühle“ bei Alsenz zu ent­richtenden Pacht, 1771-1791“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 770: „Das dem Friedrich Eckhard, Erbbeständer der Daubhausmühle bei Alsenz, auf die Mühle vorge­schossene Kapital von 100 fl, 1790-1791“

- o.A.: Eine Bittschrift des Daubhausmüllers zu Alsenz an das kurpfälzische Amt Böckelheim aus dem Jahre 1772; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1926, S. 40



Eckhard, Maria Juliana:

9.1.1704 Ginsweiler - +++; Tochter des Ohlig-Müllers in Ginsweiler Hans Adam *Eckhard und Susanna Maria NN.; Eheschließung am 15.10.1720 mit dem Müller Peter *Göttgen (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 70);



Eckhardt, Nicolaus:

um 1772 war Nicolaus Eckhardt Müller in Dielkirchen (unklar auf welcher Mühle) und zahlte Frohngeld zu 2/3 an die Rentkammer in Zweibrücken (vgl. Jacob, L.: Die Wolfsmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1933, S. 6); Vater der Maria Elisabeth Eckhard (°° 12.7.1774 mit dem Schulvikar Johann Bernhard *Cöster) vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Becherbach (reformiertes Kirchenbuch), Bd.2: 1716-1798, S. 154).



Eckhard (Eckard), Philipp Jakob:

geb. 26.2.1700 Ginsweiler - ++++; Sohn des Müllers in Ginsweiler, Hans Adam *Eckhard; Bruder der Maria Juliana *Eckhard, Anna Maria Eckhard (1707-1709) und Johann Nickel Eckhard (*6.10.1712 Ginsweiler) (vgl. Feil-Krampe, a.a.O., S. 70). Vater des späte­ren Müllers in Dielkirchen Philipp Eckhard und Großvater der Sophie Eckhardt (°° mit dem Müller Andreas *Graf)


Bis 1738 war der Georg *Mathias der Müller auf der Dielkircher Mühle; er tauschte diese 1738 mit NN. Eckhard gegen dessen Müh­le in Ginsweiler. Eckard erhielt für seine Mühle 1300 und zahlte für die Dielkircher Mühle 1250 fl (vgl. Graf, Hermann: Aus der Ge­schichte der „Bachgrafen“ des Alsenztales; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1953, S. 47). Bei dem Müller NN. Eckard dürfte es m.E: um den Müller Philipp Jacob Eckhard (*26.2.1700 Ginsweiler) handeln, den Sohn des Müllers zu Ginsweiler Hans Adam *Eckard ++++klären++++


Aufgrund des alten Erbbestandsbriefs von 1534 (vgl. LA Speyer Akten Zweibrücken I Nr. 849 fol. 54 ff; zitiert nach Graf, Hermann: Aus der Geschichte der „Bachgrafen“ des Alsenztales; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1953, 47, 52-53) machte der nun neue Mül­ler in Dielkirchen NN. *Eckard (vermutlich Philipp Jacob *Eckhard) (er hatte die Mühle 1738 durch Tausch gegen seine Mühle in Ginsweiler erworben), Bannrechte auch in Steingruben geltend, wobei er durch die herzogliche Verwaltung unterstützt wurde (vgl. Graf, Hermann: Aus der Geschichte der „Bachgrafen“ des Alsenztales; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1953, 53-54). Der Müller in Steingruben hatte zudem auswärtige Kunden und fuhr auch nach Bayerfeld, Ransweiler, Bisterschied, Waldgrehweiler und Finken­bach, um Frucht zum Mahlen zu holen (vgl. LA Speyer Best. B 2 Nr. A 169/1; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 231).


Graf-Steingruben wollte sich nun auf andere Weise helfen Er beantragte die Erlaubnis zum Bau einer Ölmühle in Steingruben. Wie­derum widersprach Eckhard-Dielkirchen. Die herzogliche Verwaltung erteilte Graf-Steingruben jedoch die Genehmigung mit der Be­gründung, man könne so aus dem „Ausland“ Geld herein bekommen (Anm.: die ca. 5 km östlich gelegene Raugrafschaft Gaugreh­weiler war nach damaligen Begriffen Ausland). Der Müller Eckhard-Dielkirchen scheint überhaupt ein streitsüchtiger Mann gewesen zu sein. Auch die Errichtung eines neuen Wehrs will er dem Steingrubener Müller untersagen lassen. Er behauptet, durch ein neues Wehrs in Steingruben würde die Alsenz höher aufgestaut, hierdurch bekäme er „Hinterwasser“ an seiner Alsenz aufwärts gelegenen Mühle. Es kommt zu Untersuchungen, ein großer Stab von Sachverständigen wird aufgeboten.Als solche erscheinen u.a. Joh. Gideon Gienand von der Winnweiler Eisenhütte und der Steiger Günther vom Stahlberg. Zum Vermessen des Gefälles aber wird der Schul­meister von Gangloff zitiert. Der unerfreuliche jahrzehntelange Streit zwischen den beiden Müllern Johann Nickel Eckard und Jo­hann Nickel Graf findet unter deren Söhnen Philipp Eckard und Gottfried Graf ein gutes Ende, indem deren Kinder Andreas Graf und Sophie Eckhard heiraten (vgl. Graf, Hermann: Aus der Geschichte der „Bachgrafen“ des Alsenztales; in: Nordpfälzer Geschichtsver­ein 1953, 54). Vater des Müllers in Steingruben Gottfried *Graf (vgl. Graf, Hermann: Aus der Geschichte der „Bachgrafen“ des Al­senztales; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1953, 47, 54), der um 1772 als Müller auf der Mühle in Steingruben erscheint.



Eckhof, Familie:

s. auch Eckenhoffer



Eckhof, Konrad:

auch Conrad Eckenhof[er]; aus Bruchsal (vgl. Ehrgott: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 233); Müller in Waldhambach; °° mit Helena Albert; Vater des Dominik Eckhoff (°° 3.2.1778 in Eschbach mit Maria Magdalena Laux, der Tochter des Prätors Peter Laux aus Eschbach und der vorverstorbenen Anna Maria Günther) (vgl. Helfrich: Familienregister der katholischen Kirchenbüchern von Waldhambach und Waldrohrbach 1735-1875, a.a.O., S. 23). Eckhof war ab 1.4.1772 Temporalbeständer auf 6 Jahre auf der bi­schöflich-speyerischen herrschaftlichen Dorfmühle in Waldhambach (vgl. Ehrgott: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 234). Am 21.1.1772 unterlag Eckhof zunächst bei der Versteigerung des Temporalbestandes an der bischöflich-speyerischen herrschaftli­chen Dorfmühle in Waldhambach gegen den Hördter Müller Joseph *Boltz; nachdem es diesen jedoch nicht gelang, die erforderliche Kaution zu stellen, setzte sich Eckhof auf der erneuten Versteigerung nunmehr durch und erhielt einen 6jährigen Temporalbestand bei einer jährlichen Pacht von 24 Malter Korn (vgl. Ehrgott: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 234).



Edinger, Johannes:

geb. 17.11.1700 in Morbach - † 22.2.1773 Bügenmühle; Müller auf der Bügenmühle bei Niederkirchen (nahe Otterberg), zeitweise Müller auf der Bellenmühle in Niederkirchen (vgl. Angabe bei der Geburt der Maria Anna ? Elisabetha Edinger, geb. 6.4.1732, des Johannes Edinger, geb. 7.7.1734 und der Maria Barbara Edinger, geb. 7.4.1737); Sohn von Conrad Edinger und Elisabetha Margretha NN.; °° I 17.2.1722 Anna Barbara Neubrecht von der Bellenmühle (geb. 5.3.1701 Bellenmühle; Tochter von Martin Neubrecht und Elisabetha Schmitt); °° II 22.4.1755 mit Anna Maria NN, Witwe des Theobald Weißmann aus Alsenbrück (vgl. Uhrig: Die Familien Berz- und Hefersweilers, a.a.O., S. 152).



Edinger, Johann Adam:

um 1746 Erbbeständer auf der Mahlmühle oberhalb von Niederalben und auch auf der nahe dabei liegenden Ohligmühle (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 218). Sohn des Müller auf der Mahlmühle / Ohligmühle bei Niederalben NN. Edinger.


Die oberhalb von Niederalben gelegene Mühle ist pfalz-zweibrückisch, 900 Schritt von dem rheingräflich-grumbachischen Dorf Nie­deralben entfernt. Im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746 (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 159-161r) ist sie wie folgt beschrieben: „Die Mühle liegt ganz allein und die zweybrückischen Dörfer, die darin gelegen, sind sehr weit entfernt, auch mehren im Ulmeter Bann. Das rheingräfliche Dorf Niederalben gibt dem Müller am meisten zu verdie­nen. Desgleichen bekommt er auch von denen in die Ulmeter Mühle gebannten Gästen etwas, aber nur, wenn solcher ihnen zu helfen nicht imstande ist. Die Mühle steht an der Steinalb direkt unterhalb der Einmündung der Totenalb in die Steinalb, das Wasser wird vom Wehr durch den Mühlgraben an die Mahlmühle und die Ohligmühle geführt; 900 Schritt bis zum Dorf und der diesem gegen­überliegenden Ohligmühle entfernt. An der Mühle ist ein 12 Schuh hohes oberschlechtiges Wasserradt, welches einen Mahlgang trei­bet. Der Müller klagt im Sommer über Wassermangel. Gibt jährlich 1 fl 8 bz 10 Kreuzer Pfacht in die Landschreiberey. Der Müller ist bei ausreichendem Wasser imstande, in 24 Stunden 3 Malter zu mahlen. Erbbeständer 1746 ist Johann Adam *Edinger. Dieser hat die Mühle vor ungefähr 4 Wochen bey der Theilung von seinen Brüdern angenommen (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhand­werk, a.a.O., S. 226).



Edinger, NN.:

um 1745; Müller auf der Mahlmühle bei Niederalben und auch auf der nahe dabei liegenden Ohligmühle; sein Erbbestandsbrief da­tiert vom 19.5.1741 (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 159-161r: Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lich­tenberg vom 8.7.1746). Vater des Müllers und Betriebsnachfolgers, Johann Adam *Edinger.



Edinger, NN.:

Müller auf der Guthausmühle, auch Edingers Mühle; sie lag unterhalb Baumholder und ist inzwischen ein beliebtes Ausflugslokal (vgl. Schworm, Ernst: Die Steinalb und ihre Mühlen; in: Westricher Heimatblätter 1992, S. 5).



Eggendorfer, Gaspard:

Gaspard *Eggendorfer war Müller in Minfeld +++klären: welche Mühle ?++++; ° mit Marie Be; Vater des François Eggendorfer (°° am 23.4.1787 in Cornot [ im französischen Département Haute-Saône in der Region Franche-Comté westlich von Vesoul gelegen] mit Catherine Gillot) (vgl. Mitteilung von Hern Daniel E. Jobard aus F-83440 Fayence; in: PRFK 1982, S. 86).



Egli, Philipp:

1785 war Philipp Egli Beständer auf der Mückenmühle in Eulenbis und entrichtete 8 Ma Korn und 2 Kappaunen an der Komturei und 2 fl 1 Xer 1 1/2 Heller Erbzins an die Geistliche Güteradministration Otterberg. die Mühle verfügte über 1 Mahlgang und 1 Schälgang,; wenig Mahlkunden; aus Wassermangel wenig Kapazität (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 240).



Ehmann, Johannes:

geb. 3.4.1878 Hochdorf (_Assenheim) - ++++; katholisch; Mühlenarbeiter, Fabrikarbeiter; Sohn des Schusters Johann Nikolaus Eh­mann (rk., 2.11.1839 Hochdorf – 10.6.1916 Hochdorf) und der Luise Geier (rk., 24.8.1743 Hochdorf – 30.5.1922 Hochdorf); °° 30.8.1901 in Hochdorf mit Barbara Hutter (rk., 6.11.1878 Hochdorf – 24.11.1937 Hochdorf); aus der Ehe gehen 13 Kinder hervor (vgl. Seelinger: Familien in Hochdorf und Assenheim, a.a.O., S. 124 Nr. 448).



Ehrhardt, Familie:

s. auch Erhardt



Ehrmann, Johann Georg:

vor 1768; Sohn des Müllers auf der Stadtmühle in Germersheim Johann Henrich Ehrmann; er war als Nachfolger seines Vaters ebenfalls Müller auf der Stadtmühle in Germersheim; Vater des Müllers auf der Stadtmühle Philipp *Ehrmann (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Mühlenprotokoll Oberamt Germersheim vom 6.4.1768 unter Stadtmühle Germersheim).



Ehrmann, Johann Henrich:

von 1635 – 1643 war Johann Henrich *Ehrmann der Müller auf der Zeiskamer Mühle (vgl. Mitteilung von Herrn Hermann Kabs, Nürnberg vom 11.5.2010 und luth. KB Landau); später von von 1650 bis 1666 war er Müller auf der Stadtmühle in Germersheim (Mitteilung von Herrn Kabs, Nürnberg); Vater des Müllers auf der Stadtmühle in Germersheim und Betriebsnachfolgers, des Müllers Johann Georg Ehrmann (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Mühlenprotokoll Oberamt Germersheim vom 6.4.1768 unter Stadtmühle Germersheim).


In der Beschreibung der Germersheimer Stadtmühle im Mühlenprotokoll des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 253) ist Johann Henrich *Ehrmann erwähnt. Die Stadt­mühle wird dort wie folgt beschrieben: “Die dahießige sogenannte Stadtmühle, welche im Erbbestand von churfürstlicher Hofcam­mer ist, hat der dermalige Inhaber Philipp *Ehrmann von seinem verstorbenen Vater Johann Georg *Ehrmann und dieser von dessen Vater Johann Henrich Ehrmann beerbet, bey solcher seyend 3 Wasser Räder, durch welche 3 Mahl und ein Scheelgang wechsel weis also zwarn getrieben werden, daß wenn der Schehlgang gehet, der untere Mahlgang als dann still stehen muß, sothane Mühl ist von dem jetzigen Besitzer vor einigen Jahren überschlächtig gemacht worden, und gibt in die Kellerey dafür alljährlich 16 Malter Korn Waßer Pfacht. Übergibt der .... in Abschrift den Sub. Nro. 1 von churfürstl: Hofcammer erhaltenen hier anliegenden Erbbestandsbrief (Anm.: ist in der Urkunde nicht mehr vorhanden).



Ehrmann, Johann Michael:

pfalz-zweibrückischer Amtmann; er erwarb 1751 die Papiermühle Wachtelsmühle bei Annweiler (vgl. Biundo, Georg und Heß, Hans: Annweiler, Geschichte einer Reichsstadt (Annweiler 1968), S. 139)



Ehrmann, Philipp:

um 1768; Sohn des Müllers auf der Stadtmühle in Germersheim Johann Georg *Ehrmann; Müller auf der Stadtmühle in Germers­heim; diese ist im Mühlenprotokoll des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 253) wie folgt beschrieben: “Die dahießige sogenannte Stadtmühle, welche im Erbbestand von churfürstlicher Hofcammer ist, hat der dermalige Inhaber Philipp *Ehrmann von seinem verstorbenen Vater Johann Georg *Ehr­mann und dieser von dessen Vater Johann Henrich Ehrmann beerbet, bey solcher seyend 3 Wasser Räder, durch welche 3 Mahl und ein Scheelgang wechsel weis also zwarn getrieben werden, daß wenn der Schehlgang gehet, der untere Mahlgang als dann still stehen muß, sothane Mühl ist von dem jetzigen Besitzer vor einigen Jahren überschlächtig gemacht worden, und gibt in die Kellerey dafür alljährlich 16 Malter Korn Waßer Pfacht. Übergibt der .... in Abschrift den Sub. Nro. 1 (Anm.: ist in der Urkunde nicht mehr vorhan­den)... von churfürstlicher Hofcammer erhaltenen hier anliegenden Erbbestandsbrief.”



Ehrmann, Philipp Heinrich:

um 1850 Müller in Germersheim auf der Hospitalmühle; °° mit Friederika Keyser


Im Eilboten Landau vom 6.3.1850 wird annonciert: „Donnerstag, den 21. März [1850] ….. läßt Herr Philipp *Ehrmann, Müller und Oeconom daselbst wohnhaft, sein, zu Germersheim an dem Queichbache, in einem der gelegensten Theile der Stadt, vis à vis der Ar­tillerie-Kaserne, stehendes zweistöckiges Wohnhaus, mit großen Hofraum, Scheuer und Stall, Schweinstall und Garten, der an dem Hause befindlichen Mahl-, Gyps- und Lohmühle, sowie der dazu gehörenden Hanfreibe....“ versteigern. Weiter heißt es: „Die Mühle hat zwei Mahlgänge, befindet sich in ganz gutem Zustande und erfreute sich bisher eines starken Zuganges.“ (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 6.3.1850, Nr. 19, S. 133). Die freihändige Versteigerung führte nicht zum Erfolg und löste auch die offensichtlich beste­henden finanziellen Belastungen des Müllers Ehrmann nicht. Denn im Eilboten Landau vom 6.7.1850 wird die Zwangsversteigerung der Ehrmann'schen Mühle für den 1.8.1850 angekündigt: „... werden auf Anstehen des Philipp Vollmer, Rentner und Gutsbesitzer, zu Germersheim wohnhaft, … folgende dem Philipp Heinrich Ehrmann, Müller, und dessen Ehefrau Friederika Keyser, beide zu Ger­mersheim wohnhaft, solidare Schuldner des Requirenten, zugehörige Immobilien ….. 2) eine in der Stadt Germersheim an dem Queichbache liegende Mahl- und Lohmühle mit Cementmühlgang, Hanfreibe, Wohn- und Oeconomiegebäuden .. begrenzt von Phil­ipp Heinrich Bernion, der Fischergasse und der Wallgasse … versteigert (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 6.7.1850, Nr. 54, S. 120).



Ehrich, Johann Michael:

um 1737 Müller auf der Obersten Lacher Mühle (vgl. Knocke, Theodor: Trauung von Ortsfremden in Wallhalben im 18. Jh.; in: PRFK 1976, S. 302); bereits 1684 ist als Müller auf der Obersten Lacher Mühle genannt der Hans Wolf Schäffer; ihm folgte der gleichnamige Sohn, dann Johann Ehrich und Martin Gutsehr (Schwiegersöhne ?) (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 297; LA Speyer, Lagerbücher Nr. 60; Kampfmann, Lorenz: Heimatkunde des Bezirksamts Zweibrücken, Kaiserslautern 1912). °° am 27.2.1737 in Wallhalben, lutherisch, mit Anna Elisabeth Betsch, Tochter des Andreas Betsch, Hirt zu Rohrbach (wohl Rohr­bach/Saar) (vgl. Knocke, Theodor: Trauung von Ortsfremden in Wallhalben im 18. Jh.; in: PRFK 1976, S. 302).



Eichel, Jacob:

ab 1603 Müller auf der Speierdorfer Mühle; war kurpfälzisch und gehörte zum Oberamt Neustadt; im Mühlenverzeichnis von1738, aufgenommen vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp, ist sie wie folgt beschrieben (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 246; LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 Nr. 2): “ist 1603 von churfürstlicher Hof Cammer an den Jacob Eichel in Erbbestand überlassen worden, gibt jährlich 50 Malter Korn Erbpacht in hießige Kellerey; hat 2 Mahlgäng, der Poßser welcher sie erst vor einem Jahr von seinen Schwiegereltern ererbt hat, ist Johann Peter Groß undt weillen dem Beständer vermög Erbbestandsbrief erlaubt ist, 3 Gäng aufzurichten, so hat derselbe 1728 noch einen Gang zur Ohlig Mühl auf der ander Seith der Bach benembst einem aparte Wohnhaus neu aufgebaut, undt wahren auf dem zu der Mühl gehörig Erbbestand Platz, welche in der Theilung dem Johann Jakob *Schwenck als des obigen Possen seinen Schwager zu gefallen, geben kein Wasserfall(zins).”



Eichelberger, Abraham:

nach 1729 in Münchweiler / Alsenz; zusammen mit seinem Bruder Samuel Eichelberger Besitzer der Neumühle bei Münchweiler / Alsenz (vgl. Busch, Egon: Wandel und Verschiebung im bäuerlichen Besitztum von Münchweiler (Alsenz); in: Pfälzer Heimat 1977, S. 22); er ist Kataster von 1832 aufgeführt als Neumüller in Münchweiler (vgl. Busch: Münchweiler. Chronik eines Dorfes, a.a.O., S. 382)



Eichelberger, Christian:

um 1780 Müller auf der Neumühle in Münchweiler / Alsenz; Sohn von ++++; °° mit Magdalene Krehbiel vom Pfrimmerhof, der Tochter des Johann Jakob Krehbiel († 1778) und der Susanne NN. (vgl. Gillmann: Sippersfeld, Pfrimmerhof und Breunigweiler, a.a.O., S. 107)



Eichelberger, Jakob:

Müller auf der Neumühle in Münchweiler/Alsenz; °° mit Maria Krehbiel; Vater des Christian Krehbiel; sein Sohn wanderte aus nach Nordamerika (vgl. Busch: Münchweiler. Chronik eines Dorfes, a.a.O., S. 390)



Eichelberger, Jacob:

am 20.12.1820 erscheinen vor dem Notar More „Hr Christian *Goebels, Müller, wohnhaft auf der sogenannten Bruchmühle, im Ban­ne von Quirnheim, im Kanton Grünstadt, zum einen Theil, und Hr. Jacob Eichelberger, Müllerbursche, gebürtig in Sembach, im Kan­ton Münchweiler, bisher auf der Wanderschaft, dessen letzte Condition im Monsheim, im Kanton Pfeddersheim gewesen …. und sich gegenwärtig in Sembach aufhaltend“ und beurkunden über “die sogenannte Bruchmühle …, bestehend in einem Wohnhaus, Mahl­mühle mit einem Mahl- und einem Schälgang, mit allen zur Mühle gehörenden Geräthschaften“ welche durch Sachverständigengut­achten abgeschätzt werden sollen, „welche Partheien nachstehenden Pachtcontract über die nachbeschriebene Mühle und Feld Güter untereinander gemacht haben“ (vgl. LA Speyer Best. K16 Notariatsakten Grünstadt, Kasten Nr. 20 Urk. Nr. 699 vom 20.12.1820).



Eichelberger, Johann:

1859 Betreiber des ehemaligen Hammers in Neuhemsbach; dieser wurde 1859 in eine Mahl- und Sägemühle umgewandelt; diese hat­te 1859 folgende Einrichtung: 1 Sägemühle, 1 Mahlgang und 1 Schälgang; Besitzer ist Johann *Eichelberger; diesem folgt 1902 Pe­ter Müller; die Mühle besteht nicht mehr; das Gebäude dient als Wohnhaus (vgl. Weber: Mühlen im Alsenztal. a.a.O., S. 10).



Eichelberger, Johannes:

9.7.1899 Münchweiler / Alsenz; Sohn des Müllers Samuel *Eichelberger und der Elisabeth Berg; Müller auf der Neumühle in Münchweiler / Alsenz; Johannes Eichelberger betrieb die Neumühle bis zu seinem Tod am 9.7.1899. Nach seinem Ableben stand die Mühle im Eigentum der Erbengemeinschaft bestehend aus der Witwe Maria Eichelberger geb. Sayse und den Kindern Anna Maria Eichelberger und Johann Karl Eichelberger (vgl. Schaefer, Erich Werner: Die Neumühle; in Busch: Münchweiler. Chronik eines Dor­fes, a.a.O., S. 220).



Eichelberger, NN.:

aus Eggiwil im Kanton Bern/Schweiz eingewandert nach Sambach, vorher Lohmühle (+++wo? Münchweiler?), Dienstknecht auf dem Weierhof; Mennonit, der erste und früheste Träger des Namens Eichelberger; °° I mit NN. Fuchs (Tochter des Erbbeständers auf der Lohmühle Ulrich Fuchs)



Eichelberger, Samuel:

nach 1729 in Münchweiler / Alsenz; zusammen mit seinem Bruder Abraham Eichelberger Besitzer der Neumühle bei Münchweiler / Alsenz (vgl. Busch, Egon: Wandel und Verschiebung im bäuerlichen Besitztum von Münchweiler (Alsenz); in: Pfälzer Heimat 1977, S. 22); er ist Kataster von 1832 aufgeführt als Neumüller in Münchweiler (vgl. Busch: Münchweiler. Chronik eines Dorfes, a.a.O., S. 382)



Eichelberger, Samuel:

um 1876; 1871 war Samuel Eichelberger Besitzer der Öl- und Getreidemühle auf der Neumühle bei Münchweiler / Alsenz. Er war verheiratet mit Elisabeth Berg. Laut Testament vom 26.5.1875 vermachten die Eheleute ihrem Sohn Johannes *Eichelberger die Neu­mühle; dieser wurde nach Tod von Samuel Eichelberger im Grundsteuer-Umschreibe-Kataster Nr. 735 der Gemeinde Münchweiler aus dem Jahr 1876 als Eigentümer aufgeführt.



Eicher, Christian:

um 1780 Müller auf der Wendelsheimer Mühle +++klären: welche Mühle, da es mehrere Mühlen in Wendelsheim gab+++; Sohn des Ackermanns Peter Eicher aus Duchroth und der NN.; Peter Eicher (geb. um 1735 – 20.9.1780) war in 2. Ehe mit Barbara Fritz, verw. Eicher, verheiratet; Stiefbruder des Johann Eicher (vgl. Schowalter, Paul: Johann Eymann [1764-1847]; in PRFK 1977, S. 425-427).



Eicher, Michael:

um 1821 ist Michael *Eicher als Müller auf der Heuberger Mühle; er ist verheiratet mit Maria Rupp; diese reicht am 26.12.1820 Kla­ge auf Gütertrennung beim Bezirksgericht Kaiserslautern ein (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 8 vom 26.1.1821 S. 45).



Eichhorn, Wilhelm:

vor 1630 Schultheiß von Baumholder und pfalz-zweibrückischer Pfennigmeister der Ämter Lichtenberg und Nohfelden; °° mit NN; Vater der Maria Magdalena Eichhorn (vgl. Stuck: Verwaltungspersonal Zweibrücken, a.a.O., S. 128) und der NN (°° mit NN Gervi­nus; Mutter des Simon Jacob *Gervinus); Wilhelm Eichhorn erwarb die Lockersmühle in Ronnenburg 1608 sowie zusätzlich das Fi­schereirecht auf der Totenalp. Eichhorn verpachtete die Mühle an Jakob Simon; und übertrug sie 1658 (!) an seinen Enkel, den Kir­chenschaffner der Gemeinschaft Gutenberg auf dem Disibodenberg, Simon Jacob *Gervinus (vgl. Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 81).



Eidelmann, Johannes:

s. Johannes *Eitelmann



Eisenhauer, Johann Heinrich:

1.3.1714 Neuhofen -13.4.1772 Rehhütte; auch “Johann Henrich”; reformiert; Sohn von Peter Eisenhauer und NN.(vgl. Frosch: Fami­lien in Neuhofen, a.a.O., S. 110); seit ca. 1736 Mühlarzt und Mühlknecht auf der Rehhütter Mühle zuletzt unter dem Müller Johann Jacob *Börstler (vgl. Wihr: Rehhütter Chronik, a.a.O., S. 55), nach seiner Hochzeit Müllermeister; °° 1760 mit der Mühlenbesitzerin in Rehhütte, Maria Sibylla *Härtel, Witwe des Müllers auf der Mühle in der Rehhütte Johann “Hans” Jakob *Börstler († 9.8.1759 Rehhütte) (vgl. Frosch: Familie in Neuhofen, a.a.O., S. 110); er erscheint mehrfach im Kirchenbuch als Pate, so am 23.2.1768 bei der Taufe des Johann Henrich Bauer, dem Sohn des Erbbeständers auf Rehhütte Johann Peter Bauer, als "Johann Henrich Eisenhauer, Müllermeister Rehhütte (vgl. Poller: Rheingönheimer Bürgerbuch, a.a.O., S. 12); er erscheint zusammen mit seiner Frau am 20.1.1769 in Neuhofen als Pate bei der Taufe der Maria Sybilla Striebinger (Tochter des Löwenwirts Johann Jakob Striebinger und Maria Margaretha Börstler) (vgl. Poller: Rheingönheimer Bürgerbuch, a.a.O., S. 250). Aus der Ehe gehen aufgrund des fortgeschrit­tenen Lebensalters beider Eheleute keine Kinder hervor.



Eisenhauer, Johann Heinrich:

* 1764 - +++; Sohn des Ackerers in Neuhofen Johann Nicolaus *Eisenhauer (auch Nikolaus Eisenhauer) und Maria Katharina Rie­del; Bürger von Neuhofen; zog nach seiner Heirat nach Rehhütte; Müller auf der Rehhütte (Anm. +++von 22.10.1781/3.5.1834 oder 18.8.1836 war Johann Ludwig Lützel Müller auf der Rehhütte, beide überschneiden sich also+++); °° I am 14.6.1791 in Neuhofen mit Susanne Elisabeth Kleiber (*9.3.1767 Rheingönheim, Tochter des Johann Martin Kleiber aus Rheingönheim und der Susanna Börstler; vgl. Poller: Rheingönheimer Bürgerbuch, a.a.O., S. 149; Frosch: Familien in Neuhofen, a.a.O., S. 110); der Umzug nach Rehhütte mag im Zusammenhang stehen mit einer dortigen Mühle, die sich im Besitz von Mitgliedern der Familie Börstler befand; Johannes *Börstler († 11.5.1781) war Müllermeister in Rehhütte, ebenso der Müllermeister Johann Georg Börstler (†1784); seine Schwiegermutter stammte zwar aus Maudach, war jedoch ebenfalls eine geborene Börstler (vgl., S. 110); der Umzug nach Rehhütte mag im Zusammenhang stehen mit einer dortigen Mühle, die sich im Besitz von Mitgliedern der Familie Börstler befand; Johannes *Börstler († 11.5.1781) war Müllermeister in Rehhütte, ebenso der Müllermeister Johann Georg Börstler (†1784); seine Schwieger­mutter stammte zwar aus Maudach, war jedoch ebenfalls eine geborene Börstler (vgl. Poller: Rheingönheimer Bürgerbuch, a.a.O., S. 23, 24 iVm S. 149). Kinder aus der Ehe sind Johann Peter Eisenhauer (geb. in Rheingönheim am 27.3.1792), Johann Jakob Eisenhau­er (geb. in Rheingönheim am 14.4.1793 - 14.3.1797), Juliane Margarethe Eisenhauer (geb. in Rheingönheim am 7.11.1794), Susanna Elisabetha Eisenhauer (geb. in Rheingönheim am 31.5.1796) und Catharina Margaretha Eisenhauer (geb. in Rheingönheim am 15.10.1797) (vgl. Poller: Rheingönheimer Bürgerbuch, a.a.O., S. 57); °° II am 19.8.1811 in Neuhofen mit Anna Margaretha Berck­heimer aus Ellerstadt; Kinder aus der Ehe sind Georg Friedrich Eisenhauer (*12.4.1812) und Katharina Barbara Eisenhauer (*15.5.1814)



Eisenhuth, Johann Adam:

9.7.1737 Eisenhutsmühle bei Aulenbach - ++++; katholisch Sohn von Johann Jakob *Eisenhuth und (2. Ehe) Anna Maria NN. (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil II katholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 26); Johann Adam Eisenhuth übernahm von sei­nem Vater, der in Pachtrückstand gekommen war, 1767 die Mühle in Aulenbach, die Eisenhutsmühle; in seinem Antrag auf Erteilung eines Erbbestandsbriefs schreibt er: “Nachdem ich Euchs  Unterschriebener die von meinem Vatter bisher bestandene Erbbestands­mühl, welche in 2 Wasser Rädern, einen Mahlgang, einer Ohlig- und Walkmühl besteht, samt den dazu gehörigen, in beigegebener Anlage spezifizierter Güther um die Summe von 1250 Gulden käuflich an mich gebracht habe ...”(vgl. Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 94); °° I 24.4.1759 mit Elisabeth Margaretha Forster (*19.6.1740 Rohrbach bei Baumholder - vor 1785), °° II 25.1.1785 mit Susanna Bretamus (* Lasel bei Trier - 27.1.1788 Eisenhutsmühle); °° III 4.10.1788 mit Margaretha Barbara Eli; er hatte aus der 1. und 3. Ehe insgesamt 15 Kinder, darunter den ältesten Sohn, den Müller Johann Henrich Eisenhuth und den Müller Johann Adam Eisenhuth (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil II katholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 26/27); seine Tochter Anna Maria Katharina Eisenhuth °° am 8.9.1782 den Maurer in Pfeffelbach, Johann Adam Loch (sie stirbt im Kindbett am 20.6.1793 nur vier Tage nach der Geburt ihres Kindes Johann Adam Loch, *16.6.1793 (vgl. Jung, a.a.O., S. 65 Nr. 389).



Eisenhuth, Johann Georg:

1673 err. Kusel - 24.5.1750 Eisenhutsmühle bei Aulenbach; katholisch; +++zeitweise in Ruthweiler bei Kusel, wo sein Sohn geboren ist+++klären++++; Vater des Müllers auf der Eisenhutsmühle Johann Jakob *Eisenhuth und der Anna Katharina Eisenhuth (°° vor 1727 mit Franz Litz) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil II katholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 26).



Eisenhuth, Johann Heinrich:

14.4.1765 Eisenhutsmühle - +++; katholisch; ältester Sohn des Müllers Johann Adam *Eisenhuth und Elisabeth Margaretha Forster; Müller auf der Eisenhutsmühle bei Aulenbach; °° 7.1.1798 mit Anna Maria Katharina Decker (*11.1.1777 Mambächel) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil II katholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 27).



Eisenhuth, Johann Jakob:

um 1700 Ruthweiler bei Kusel - 15.4.1786 Eisenhutsmühle bei Aulenbach; katholisch; Sohn des Johann Georg *Eisenhuth; Bruder der Anna Katharina Eisenhuth, (* um 1693; °° vor 1727 mit Franz Litz); er stammte von der Mühle in Ruthweiler bei Kusel; Müller auf der Eisenhutsmühle auf der Gemarkung Aulenbach, bei Reichenbach gelegen; er erwarb 1725 von den Erben des Müllers Hau­pert (Hubert) Medert die Mühle in Aulenbach, über die ihm am 12.3.1728 vom pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg ein Erb­bestandsbrief erteilt wurde (vgl. Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 93); °° I um 1725 mit Maria Johanna Litz aus der Aulenbacher Mühle (spätere Eisenhutsmühle); aus der 1. Ehe stammt die Tochter Maria Elisabetha Eisen­huth (*3.11.1728; °° 20.4.1747 mit dem Müller Christian Nix) und die Tochter Anna Eva Eisenhuth (°° 25.5.1751 mit Franz Hammen aus Aulenbach; vgl. Jung, a.a.O., ev. Kirchenbuch, S. 112, Anm. zu Nr. 595); °° II um 1730 mit Anna Maria NN.; aus der 2. Ehe stammt der Sohn Johann Adam Eisenhuth (*9.7.1737) (vgl. Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 93; Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil II katholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 26)



Eisenhuth, Johann Jakob:

1872; Müller auf der Eisenhutsmühle bei Aulenbach; °° Elisabeth *Thiel; seine Witwe stammte aus Mambächel; sie heiratete den Witwer Peter Alles aus Reitscheid ++++prüfen++++; damit vollzog sich der Übergang von der Eisenhutmühle zur Allesmühle (vgl. Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 94)



Eisenschmidt, Hans Reinhard:

um 1622 Besitzer der Mühle oberhalb der Eisenhütte auf der Abentheuer; am 4.8.1622 heiratete in Birkenfeld der Hans Reinhard Ei­senschmidt die Elisabeth Hey († 1639 Pest; Tochter des Wüllenweber Hans Hey); er war Besitzer der Mühle oberhalb der Eisenhütte auf der Abentheuer; Sohn aus der Ehe ist Hans Niclas Eisenschmidt. Dieser kam mit 18 Jahren von der Wanderschaft auf die seinem Vater gehörende Mühle zurück. Er war Wüllenwebermeister geworden wie sein Großvater Hey; aus der Sägemühle war eine Walk­mühle geworden; Hans Niclas Eisenschmidt °° am 9.9.1651 die Magdalena Marei (geb. 1619 Niederhosenbach, Tochter des Pfarrers in Niederhosenbach, Nicolaus Marei); die Familie Eisenschmidt/Marei verzog nach Birkenfeld (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Ach­telsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 65).



Eitelmann, Familie:

s. auch *Eytelmann, *Eidelmann



Eitelmann, Johannes:

um 1728 Müller in Altleiningen; er ist im lutherischen Kirchenbuch Kirchheimbolanden am 28.2.1728 als Pate erwähnt ist (vgl. Ga­belmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 74).Sohn des Müllers Johann Georg *Eytelmann, der 1740 die Schloßmühle Altleiningen verkauft; °° am 06.04.1723 in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden zwischen „Eitelmann Johan­nes, ein Müller, S. d. Johann Georg Eitelmann, Müller u. des Gerichts zu Altleiningen, mit Anna Maria Siegel, T. d. Wagnermeisters Urban Siegel von hier“ (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 144).



Eitelmann, Johann Georg:

auch „Johann Georg Eytelmann“; um 1723 und noch um 1741 Müller in Altleiningen, wohl Schloßmühle. Mit Kaufurkunde vom 8.11.1740 mit (Pergament mit Siegel; im Besitz von Herrn Hartmut Müller, Alzey) verkaufen Johann Georg Eytelmann und Ehefrau Anna Dorothea ihre "unterhalb dem Dorf gelegene Mahl- Mühle" (wohl die Schloßmühle) samt allem aufgezählten Zubehör an Abra­ham Sender (?), Müllermeister in Dürkheim an der Haardt und Ehefrau Anna Christina NN. (Mitteilung von Herrn Hartmut Müller, Alzey vom 6.8.2010).


Vater des Müllers in Altleiningen, Johannes *Eitelmann, der im lutherischen Kirchenbuch Kirchheimbolanden am 28.2.1728 als Pate erwähnt ist (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 74) und am 6.4.1723 in Kirchheimbolanden heiratet (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 144).



Eitelmann, Konrad:

um 1767 auf der Bordmühle bei Weidenthal; °° mit Katharina NN; Vater der Anna Margaretha Eitelmann (geb. 6.7.1767, ~ 8.7.1767 Weidenthal) (vgl. Neumer, Franz: Wei­denthaler Lutheraner im lutherischen Kirchenbuch von Hochspeyer; in: PRFK 2001, S. 556).



Eitelmann, NN.:

um 1715 - beerd. 1.10.1771 Weidenthal; Bordschnitter in Weidenthal (vgl. Neumer, Franz: Wei­denthaler Lutheraner im lutherischen Kirchenbuch von Hochspeyer; in: PRFK 2001, S. 556).



Elbinger, Lorenz:

ab ca. 1613 Müller auf der Rohmühle in Heiligenmoschel; er erhielt als Nachfolger des Müllers Wendel *Weipert die Mühle für neun Jahre verliehen. Laut Erbbestandsbrief von 1619 erhielt er sie für weitere zwölf Jahre, musste nunmehr zehn Malter Korn und zehn Malter Hafer liefern. Die neuen Bürgen waren Hans Schneider und Hans Weber aus Heiligenmoschel. Es brach jedoch eine schwere Zeit, nicht nur für den Müller, sondern die Bevölkerung von Heiligenmoschel an. Mit der Besetzung der Pfalz durch die Spanier machte man 1621 mit dem Dreißigjährigen Krieg Bekanntschaft, der unsägliches Leid über Land und Bevölkerung brachte. 1624 schrieb der Landschreiber Werner Keßler nach Zweibrücken: Ich hab den Damm an dem Mühlweiher, der durch die Soldaten ange­graben wurde, richten lassen, dass man die Mühle wieder brauchen kann. Die Felder waren unbearbeitet. Obwohl die Mühle wieder instand ist, ließen die Untertanen wenig mahlen, weil es an Frucht mangelte. Man suchte einen neuen Müller, da letzterer das Dorf verließ und hoffte den alten Pachtzins wieder zu erhalten vgl. Steinebrei, Hans: Die Rohmühle bei Heiligenmoschel; in: Heimatjahr­buch des Landkreises Kaiserslautern 2001, S. 99-105).



Eltzinger, Joachim:

um 1664 aus Albisheim; er war Hofmann und Müller der dem Friedrich von Steinkallenfels gehörenden Steinmühle in Albisheim (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die Steinmühle in Albisheim; in: Pfälzer Heimat 1975, S. 130, 131; Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 406).



Emerich, Peter:

1819 war Peter Emerich als Müller auf der Erbacher Mühle; °° mit Margaretha Löffler († vor 1819). Er erscheint im Zusammenhang mit der Versteigerung der Reiskircher Mahlmühle am 22.4.1819. Im „Intelligenzblatt des Rheinkreises“ Nr. 18 vom 5.3.1819 wird die Versteigerung der Mühle Reiskirchen für den 22.4.1819 annonciert: Flur 93-98 in der Gemeinde Reiskirchen mit „Mühle, Wohnhaus, Scheuer, Stallung, Hofgering, Wiese, Garten und Mühl-Damm“. Die Versteigerung erfolgt wegen einer Geldforderung auf Betreiben „von Herrn Carl Exter, wohnhaft in Zweibrücken, in seiner Eigenschaft als Rechner der der Reformierten geistlichen Güter-Verwal­tung daselbst gegen Catharina Glaser, Witwe von Georg Löffler, gewesener Müller auf der Reiskircher Mühle, sie gegenwärtig in Homburg wohnhaft, sowohl in ihrem eigenen Namen wie auch als natürliche Vormünderin ihrer minderjährigen Kinder, Catharina, Louisa, Philippina, Charlotta, Christina und Mariana, und gegen Peter Emerich, Müller auf der Erbacher Mühle wohnhaft, Witwer seiner verlebten Ehefrau Margaretha Löffler, und gesetzlicher Vormund seiner mit derselben erzeugten minderjährigen Tochter Mar­garetha.“ (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 18 vom 5.3.1819).



Emmerich, Johann Jakob:

um 1797 Müller auf der Ölmühle zu Kleinbundenbach; °° I mit Maria Elisabeth Hauther († 27.9.1797 in Buntenbach im Alter von 22 Jahren „an den Folgen eines unglücklichen Kindbetts“) (vgl. Schmidt, Erwin F.: Familiennamen in der ehemaligen Gemeinschaft Buntenbach im 18. Jh.; in: PRFK 1977, S. 424). °° II mit Maria Salomea Hilpert; aus der 2. Ehe stammt der Sohn Christian Emme­rich (geb. 14.5.1809 in Kleinbundenbach; °° 5.3.1839 in Winterbach mit Elisabetha Herget [geb. 31. 3.1817 in Biedershausen[) (vgl. Internetdatei familysearch.org).



Emmerich, Philipp:

um 1784 Müller auf der Lohmühle in Kusel; 1784/84 kommt es zu einem Prozeß zwischen Philipp Emmerich als Erbbeständer auf der Lohmühle gegen die Kuseler Wollenweber als Besitzer der Walkmühle (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 813 7).



Emmerling, Valentin:

vor und um 1827 err. Müller zu Eußerthal; °° mit Margarethe Becker; seine Tochter Margarethe Emmerling heiratet am 17.4.1827 in Queichhambach mit dem Müller zu Eußerthal Johannes *Juncker (vgl. Biundo: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 45)



Enders, Conrad Christian:

ab ca. 1749 Müller auf der Dorfmühle in Sitters; Sohn des Dorfmüllers in Sitters, Johann Lorenz *Enders und der Eva NN. Im Müh­lenbericht des Oberamts Meisenheim 1749 (vgl. LA Speyer Best. B 2Nr. 192/1) wird die Mühle wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 229): „Die Mühle in Sitters des Conrad Christian Enders hat 2 Wasserräder für 2 Mahlgänge und 1 Schälgang. Kein Bann; gibt5 Malter Korn als Pacht. Enders läßt die Mühle durch einen Lehensmüller betreiben.“


Sein Vater Johann Lorenz *Enders betrieb die Mühle bis zu seinem Tod 1741. Aus dessen Ehe mit Anna Eva NN. gingen drei Söhne hervor, darunter der älteste Sohn Conrad Christian *Enders. Die Witwe Anna Eva NN. führte die Mühle bis 1754 +++prüfen: Wider­spruch zur Erteilung des Erbbestandsbriefs an Conrad Christian Enders und LA Speyer++++weiter. In der Erbauseinandersetzung er­hielt der älteste Sohn Conrad Christian Enders die Mühle für 700 fl. Er erhielt am 25.2.1754 einen Erbbestandsbrief (Quelle: Internet­datei „ferienwohnung-sitters.de“).


1749 wird Conrad Christian *Enders als Müller in Sitters benannt. Im Mühlenbericht des Oberamts Meisenheim 1749 (vgl. LA Spey­er Best. B2 Nr. 192/1) wird die Mühle wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 229): „Die Mühle in Sitters des Conrad Christian Enders hat 2 Wasserräder für 2 Mahlgänge und 1 Schälgang. Kein Bann; gibt 5 Malter Korn als Pacht. Enders läßt die Mühle durch einen Lehensmüller betreiben.“


Conrad Christian Enders besaß die Mühle nur kurze Zeit. Durch einen Bericht des Amtskellers Becker zu Moschel erfahren wir un­term 11.10.1754: „Während der Zeit, daß der Müller Conrad Christian Enders zu Sitters auf den Erbbestandsbrief seiner Mühle

gewartet, hat er dieselbe samt einer eigenthümlichen Scheuer und einem Wiesenstück an seinen Bruder Jakob Enders daselbst um 1000 fl, die Erbbestandsmühle aber allein um 700 fl verkauft.“ Dieser betrieb sie bis Anfang 1770er Jahre (vgl. Internetdatei http://www. ferienwohnung-sitters.de).



Enders, Jakob:

um 1771; Müller auf der der Dorfmühle in Sitters. Sohn des Müllers Johann Jakob *Enders und der Anna Eva NN.; Bruder des Müllers Conrad Christian Enders. °° mit Anna Eva NN. (vgl. Internetdatei http://www. ferienwohnung-sitters.de).


Sein Vater Johann Lorenz *Enders betrieb die Mühle bis zu seinem Tod 1741. Aus dessen Ehe mit Anna Eva NN. gingen drei Söhne hervor, darunter der älteste Sohn Conrad Christian *Enders. Die Witwe Anna Eva NN. führte die Mühle bis 1754 +++prüfen: Wider­spruch zur Erteilung des Erbbestandsbriefs an Conrad Christian Enders und LA Speyer++++weiter. In der Erbauseinandersetzung er­hielt der älteste Sohn Conrad Christian Enders die Mühle für 700 fl. Er erhielt am 25.2.1754 einen Erbbestandsbrief (Quelle: Internet­datei „ferienwohnung-sitters.de“). 1749 wird Conrad Christian *Enders als Müller in Sitters benannt. Im Mühlenbericht des Ober­amts Meisenheim 1749 (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 192/1) wird die Mühle wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 229): „Die Mühle in Sitters des Conrad Christian Enders hat 2 Wasserräder für 2 Mahlgänge und 1 Schäl­gang. Kein Bann; gibt 5 Malter Korn als Pacht. Enders läßt die Mühle durch einen Lehensmüller betreiben.“


Conrad Christian Enders besaß die Mühle nur kurze Zeit. Durch einen Bericht des Amtskellers Becker zu Moschel erfahren wir un­term 11.10.1754: „Während der Zeit, daß der Müller Conrad Christian Enders zu Sitters auf den Erbbestandsbrief seiner Mühle ge­wartet, hat er dieselbe samt einer eigenthümlichen Scheuer und einem Wiesenstück an seinen Bruder Jakob Enders daselbst um 1000 fl, die Erbbestandsmühle aber allein um 700 fl verkauft.“ Dieser betrieb sie bis Anfang 1770er Jahre (vgl. Internetdatei http://www. ferienwohnung-sitters.de).


um 1772 ist Jakob Enders Müller auf der Mühle in Sitters; die Mühle ist nicht im Frohngeldregister des Herzogtums Pfalz-Zwei­brücken eingetragen (vgl. Jacob, L.: Die Wolfsmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1933, S. 6).



Enders, Johann Jakob:

1741 in Sitters; ab 1715 Müller auf der Dorfmühle in Sitters. °° Anna Eva NN.; Vater u.a. des Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Dorfmühle, Conrad Christian *Enders und des Müllers und späteren Betreibers Jakob *Enders.


Da im Dorf Sitters die Notwendigkeit bestand, eine Mühle zu errichten um die Bewohner, die zuvor in weit entfernten Bannmühle mahlen mußten und die Herrschaft sich Steuereinnahmen erhoffte, einigte man sich 1712 mit dem aus der Schweiz stammenden Mül­ler Christian Judci über den Bau der Mühle. Judci beantragte mit Antrag vom 26.1.1712 bei der königlich schwedischen Regierung in Zweibrücken ihm den Bau zu gestatten. Den Bauplatz hatte er bereits für 45 fl gekauft; er versprach nach dreijähriger Steuerfreiheit einen Wasserfall-Pacht von 4 Mltr Korn zu zahlen. Judci war mit Anna Elisabeth NN, Witwe Johannes Gottschalck aus Ottersheim verheiratet. Diese hatte sich zuvor von der kurpfälzischen Leibeigenschaft freigekauft und beantragte am 21.1.1712, ihr den Zuzug nach Sitters zu gestatten. Die Regierung in Zweibrücken stimmte dem Antrag des Müllers Judci zu, wenn dieser sich verpflichte jähr­lich 5 Mltr Wasserfallzins zu zahlen. Dafür sollte ihm das erforderliche Bauholz für den Mühlenbau kostenlos zur Verfügung gestellt und ein Erbbestandsbrief erteilt werden. Judci war einverstanden und begann mit dem Bau der Mühle. Er hatte jedoch die Kosten für den Neubau unterschätzt und mußte sich einen Teilhaber suchen, den er in Johann Lorenz Enders aus Sitters fand. Er war in Schulden geraten und konnte auch die Pacht nicht aufbringen. Er gab die Mühle auf, zog nach Rodt, wo er als Müllerbursche arbeitete; er stell­te am 7.1.1715 ein Gnadengesuch auf Erlaß der rückständigen Pacht. Die Mühle hatte er bereits 1714 am Johann Lorenz verkauft.


Dem Übernehmer Johann Lorenz Enders wurde durch die königliche Regierung am 19.1.1715 ein Erbbestandsbrief über die Mühle erteilt. Er betrieb die Mühle bis zu seinem Tod 1741. Aus der Ehe mit Anna Eva NN. gingen drei Söhne hervor, darunter der älteste Sohn Conrad Christian *Enders. Die Witwe Anna Eva NN. führte die Mühle bis 1754 weiter. In der Erbauseinandersetzung erhielt der älteste Sohn Conrad Christian Enders die Mühle für 700 fl. Und erhielt am 25.2.1754 einen Erbbestandsbrief (Quelle: Internetda­tei „ferienwohnung-sitters.de“).



Engel, Friedrich:

16.1.1756 Diemerstein - ++++; Mennonit; Sohn des Müllers in Diemerstein Jakob Engel und der Katharina Würtz; °° Maria Barbara Strohm (1760 Diemerstein - 30.3.1794 Neuhemsbach); Vater des Jakob Engel (*um 1788 - 29.4.1800 Münchhof/Hochspeyer, lebte bei dem Vetter seines Vaters Jakob Würtz auf dem Münchhof); vor 1800 sind die Brüder Jost (3) *Engel (†22.4.1876) und Friedrich Engel Erbbeständer und Müller auf der Bärenmühle in +++++klären++++; beide stammen aus Diemerstein (Söhne des Müllers Jakob Engel aus Diemerstein; Enkel des Müllers in Diemerstein, Jost (1) Engel); da beide keine Söhne sondern “nur” Töchter hinterließen, starb ihr Geschlecht aus (vgl. Ruby: Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn Bürgerbuch, a.a.O., S. 178/79; Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 131).



Engel, Jakob (1):

Müller auf der Diemersteiner Mühle; Sohn des Müllers Jost Engel und der Elisabeth Catharina NN.; Bruder des Müllers auf der Die­mersteiner Mühle Jost (2) *Engel; °° mit Katharina Würtz (* auf dem Münchhof in Hochspeyer; Tochter des mennonitischen Predi­gers und Hofbeständers auf dem Münchhof Johannes Würtz); Vater von Johannes Engel (*3.4.1746 Diemerstein; mennonitischer Pre­diger in Otterberg); Jakob (2) Engel (* 27.1.1749 Diemerstein - 24.8.1796 Diemerstein), Jost (2) *Engel (11.4.1751 Diemerstein; zu­sammen mit seinem Bruder Friedrich *Engel in Neuhemsbach Müller auf der Bärenmühle), Jakob (2) *Engel (30.12.1753 Diemer­stein; Müller in Diemerstein; °° I mit Magdalena Ellenberger aus Rüssingen; °° II mit Magdalena Steiner vom Wackenbornerhof); Friedrich *Engel (16.1.1756 Diemerstein; zusammen mit seinem Bruder Jost (3) *Engel in Neuhemsbach Müller auf der Bärenmüh­le); Elisabetha Engel (20.5.1758 Diemerstein; °° Jakob Blüm aus Obersülzen) (vgl. Ruby Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn Bürgerbuch, a.a.O., S. 178/79; Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 130 Nr. 571).



Engel, Jakob (2):

30.12.1753 Diemerstein - 24.8.1796 Diemerstein; Müller in Diemerstein; Sohn von Jakob (1) *Engel und Katharina Würtz; er erhält am 14.3.1792 zusammen mit seinem Onkel, dem Landwirt Jakob Engel sen. (vgl. Neumer, a.a.O., S. 130 Nr. 573) die Bestätigung des Erbbestands über Wohnungen, Gärten, Felder und Wiesen am Diemersteiner Schloßberg und im Tal von Ludwig Graf zu Warten­berg; °° I mit Magdalena Ellenberger († vor 1786 err.) aus Rüssingen; Tochter aus der Ehe ist Christine Engel (*20.9.1782 Diemer­stein; °° 5.12.1802 mit dem Ackerer Martin Blüm aus Obersülzen); °° II mit Magdalena *Steiner vom Wackenbornerhof (*um 1769 - 13.5.1821 Diemerstein; seit 1786 in Diemerstein); Vater aus der 2. Ehe von Elisabeth Engel (* 27.3.1787 Diemerstein; °° 9.10.1810 mit dem späteren Müller und Abgeordneten im Landtag Peter *Eymann); Jakob Engel (um 1877 -18.10.1810 Diemerstein), Magdale­na Engel (* 20.1.1790 Diemerstein; °° 20.4.1813 mit Johannes Krehbiel vom Sattelhof); Barbara Engel (7.4.1791 Diemerstein; °° I am 22.5.1817 mit dem Witwer und Müller Christian Goebels aus Hertlingshausen; °° II 11.9.1824 mit dem Müller aus Wachenheim Johannes Risser; die Familie ist nach Nordamerika ausgewandert) (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 130 Anm. zu Nr. 575).



Engel, Jost (1):

Röthenbach bei Oberdiesbach/Kanton Bern - 19.11.1739 (Diemerstein bzw. Neuhemsbach); kam 1710 aus der Schweiz als Einwan­derer nach Diemerstein; Erbbestandsmüller auf der Mühle in Diemerstein; erhält 1729 mit 3 anderen vom Stift Limburg und der Ge­meinde Dürkheim die Wiesen diesseits des Baches in Diemerstein und die Rauhweide für Rindvieh und Geißen auf 20 Jahre für 11 fl. jährlich übertragen; °° mit Elisabeth Katharina NN. († um 1739 kurz vor ihrem Mann); Vater des Müllers Jakob *Engel, Elisabeth Anna Engel (°° mit Abraham Ellenberg aus Gönnheim), Katharina Engel (°° Joseph Vogt vom Altenhof) und dem Müller in Diemer­stein Jost (2) Engel (vgl. Ruby: Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn Bürgerbuch, a.a.O., S. 178/79; Neumer: Bürgerbuch Ver­bandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 131).



Engel, Jost (2):

1674 oder vorher Diemerstein; Müller in Diemerstein: Sohn des Müllers Jost (1) *Engel und Elisabeth Katharina NN.; Bruder des Jakob (1) *Engel; Müller in Diemerstein; er erhält 1748 die Erneuerung des Erbbestandsbriefs seines Vaters vom Stift Limburg und der Gemeinde Dürkheim über die Wiesen diesseits des Baches in Diemerstein und die Rauhweide für Rindvieh und Geißen auf 20 Jahre für 11 fl. jährlich übertragen; °° mit NN; diese wird nach seinem Tod als Erbbeständerin bezeichnet; sie hat am 1.10.1764 vier lebende Kinder und erhält von Graf Kasimir von Wartenberg die Erlaubnis zur Wiederverheiratung (vgl. Neumer: Bürgerbuch Ver­bandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 131/132)



Engel, Jost (3):

11.4.1751 Diemerstein - 22.4.1786 Neuhemsbach; Mennonit; Sohn des Müllers in Diemerstein Jakob Engel und Katharina Würtz; Bruder des Müllers Friedrich *Engel; °° Elisabeth Schnebele aus Fischbach; Vater der Elisabetha Engel; vor 1800 sind die Brüder Jost (2) *Engel (†22.4.1876) und Friedrich Engel Erbbeständer und Müller auf der Bärenmühle; ++++Lage klären+++++ beide stam­men aus Diemerstein (Söhne des Müllers Jakob Engel aus Diemerstein; Enkel des Müllers in Diemerstein, Jost (1) Engel); da beide keine Söhne sondern “nur” Töchter hinterließen, starb ihr Geschlecht aus (vgl. Ruby Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn Bür­gerbuch, a.a.O., S. 178/79; Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 131).



Engelhard, Henrich Velten:

vor 1650; Müller (?) auf der Neumühle in Landau; im Ratsprotokoll der Stadt Landau vom 22.11.1650 befindet sich der Eintrag: „Die Engelhartische Vormund, so bißhero die Zinnß von 600 fl auß der Neumühl erhaben, sollen selbige auß dem Salzhauß von den­selben gefällen empfangen.“ Auf dem gleichen Protokoll ist am Rande vermerkt: „Henrich Velten Engelhards Zinnß“ (vgl. Stadtar­chiv Landau, Ratsprotokoll Landau Bd. 24 fol. 209; abschriftlich Stadtarchiv Landau Best. S 2-308 Neumühle).



Engelhard, Jakob:

hochfürstlich-speyerischen Kammerrat Jakob *Engelhard aus Philippsburg und zugleich ab 1735 Erbbeständer auf der unteren Schießberger Mühle in Speyer.


Erbbeständer bis 1735 war Jakob *Treitlinger; er wollte seinen Erbbestand an den Spitalmüller in Speyer, Johann Müller, abtreten, was jedoch am Widerspruch des Eigentümers der Mühle, dem Domkapitel Speyer scheiterte. Dies löste den bekannten Streit zwi­schen Domkapitel und Stadtrat aus. Das Domkapitel Speyer als Eigentümer gab seinerseits am 23.6.1735 die Mühle im Erbbestand an den hochfürstlich-speyerischen Kammerrat Jakob *Engelhard aus Philippsburg und dessen Frau Maria Barbara, womit der Stadt­rat Speyer nicht einverstanden war. Als Engelhard die Mühle im Temporalbestand die Mühle an den Speyerer Bürger Lemmert ver­pachten wollte,wurde diesem vom Stadtrat verboten den Vertrag abzuschließen. Die Stadt Speyer bestand darauf, daß die Mühle erb­beständlich nur an einen Speyerer Bürger vergeben werden dürfe. Nachdem das Domkapitel durch Vorlage der Verträge zwischen Bistum und Stadt von 1467,1608 und 1628 sowie der Rachtung von 1514 die Berechtigung seines Vorgehens nachweisen konnte, lenkte der Stadtrat ein. Engelhard betrieb seine Mühle durch den Mühlknecht Wilhelm Mutschler, verkaufte sie aber nach einigen Jahren weiter. Am 26.1.1742 zeigte der Andreas Haffner dem Speyerer Rat an, daß er die untere Schießberger Mühle vor einiger Zeit käuflich erworben habe (vgl. Klotz: Die ehemalige „untere Schießberger Mühle“ in Speyer. in: Pfälzer Heimat 1998, S. 78-83)



Entzinger, Nicolaus:

ab 1745 Müller in Bellheim auf der “Mühle des Nicolaus Entzinger”.


In dem als Anlage Nr. 5 zum Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Germersheim (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 185, 253) beigefügten Schreiben des Bellheimer Schultheiß vom 27.2.1753 über die im 2. Schlesischen Krieg durch französische Truppen 1745 verursachten Schäden an der Mühle ergibt sich folgendes: „Daß Nicolaus Entzinger seine von des Heinrich Schrieckerth sehligen Erben erkaufte Ohlig und Mahlmühle in Anno 1745 durch Machung der frantzösische Linien völlig mit einem Wahl und Graben … und aller Dergestalten vergraben und in daß Waßer gesetzt worden, daß nicht allein gedachter Mühlen völlig ruiniert sondern auch die Mühl aufs neue herstellen müssen …, daß also derselbe auf neun Schuch Waßerfall verlohren, vors zehn, vors 2ten ist oben und unter der Mühl ein Damm und alles so verstickelt und mit Faschinen vermacht, daß durch den gleinen Bruch durch beyden Dämmen daß Waßer nicht fort laufen kann, sondern so angestauet ist, daß das Waßer nicht auff beyden Seithen auslaufen, und bestendig vor und unter der Mühl lieget, daß dieser Müller … nicht mahlen noch Oh­lig schlagen kann, vors 3tn hat das geschwellte und gestaute Waßer dießem Müller vorm Jahr durchgebrochen und alles so ruiniert, daß er über 100 Reichsthaler Schaden gelitten ….“


Diese ist im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Germersheim (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 185, 253) vom 6.4.1768 wie folgt beschrieben. “Nicolaus Entzinger Bürger zu berührtem Bellheim hat nechstens dem Dorf allda eine Mahl und Ohligmühl mit 2 Wasser Räder, solche ist nebst letzterer mit 2 Mahl und einem Schehlgang versehen, wird aber der zweytere Mahlgang oder Schehlgang gebrauchet, so muß die Ohlig Mühl still stehen und vice versa wann die Ohlig Mühl gehet, so kann die Mahl oder Schehlmühlgang nicht benutzt werden, gibt jährlich 4 Mltr. Korn Wasserfall Zinß in die Kellerey und 7 fl in die dasige Gefäll Verweserey, sothane (Anm.: so beschaffen; vgl. Pfälz. Wörterbuch, a.a.O.) Mühl wurde von dem nahmens Wentzel, so viel ihme bekannt, erbauet, übergibt der Endes, den darüber erhaltenen, und sub Nr. 5 hierbey kommenden Kaufbrief.”.



Eppel, Bernhardt:

um 1677 Müller in Klingenmünster; für ihn verwendet sich 1677 der Gastwirt Johann Balthasar Rösch bei der Besetzung der Rehhüt­ter Mühle; gegen die Erteilung eines Bestandsbrief über die Rehhütter Mühle an den Müller Jacques *Puchet kommt es zu einer In­tervention. Der Gastwirt Balthasar Rösch aus Klingenmünster wendet sich am 29.3.1677 schriftlich an das kurpfälzische Oberamt Neustadt; Rösch empfiehlt den Müller in Klingenmünster Bernhard Eppel und ist bereit sich für ihn bis zur Pachthöhe eines Jahres zu verbürgen (vgl. Wihr: Rehhütter Chronik, a.a.O., S. 36; LA Speyer Best A2 Nr. 1443, 2a, S. 15/16); das Oberamt entscheidet sich dennoch für den Müller Puchet, dem es einen Bestandsbrief erteilt.



Eppler, Philipp:

um 1819 aus Kaiserslautern; Müller in Kaiserslautern; er kaufte eine der Stadt Kaiserslautern gehörende Mühle ++++klären : welche Mühle++++; die Mühle gehörte der Stadt Kaiserslautern und wurde aufgrund des Decrets vom 20.3.1813 veräußert: „Eine Mühle und 1 Hect. 25 Ares Land und Wiese“. Der Käufer war Philipp Eppler aus Kaiserslautern (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 27 vom 3.4.1818, S. 155, Beilage o.S.).



Eprecht, Hans Jakob:

um 1715 Müller auf der Bruchmühle in Hunspach/Elsaß; um 1717 Müller auf der Neuen Mühle in Hunspach; °° mit Anna Catharina NN; am 26.2.1715 wird in Hunspach getauft der Hans Martin Eprecht, „Sohn des Hans Jakob Eprecht, Müller auf der Bruchmühle und der Anna Catharina, beide wohnhaft in Hunspach auf der Bruchmühle“ (vgl. Sipp, Ernst: Hunspach, Ingolsheim: les baptêmes de Hunspach, Ingolsheim, 1702-1792, 1803-1807 [y compris Hoffen jusqu'en 1728], Haguenau: Familles d'Alsace du Nord Généalogie, 2009, S. 59). Am 16.2.1720 wird in Hunspach getauft die Anna Elisabeth Eprecht, Tochter des Hans Jakob Eprecht, Müller in Hunspach und der Anna Katharina NN. (vgl. Sipp, Ernst: Hunspach, Ingolsheim: les baptêmes de Hunspach, Ingolsheim, 1702-1792, 1803-1807 [y compris Hoffen jusqu'en 1728], Haguenau: Familles d'Alsace du Nord Généalogie, 2009, S. 69).


Ab ca. 1717 ist Hans Jakob *Eprecht als Müller auf der „Neuen Mühl in Hunspach“ urkundlich erwähnt, er war zuvor Müller auf der Bruchmühle, auf der ab 1717 der Hans Jakob Wasser als Müler erwähnt wird (vgl. Sipp, Ernst: Hunspach, Ingolsheim: les baptêmes de Hunspach, Ingolsheim, 1702-1792, 1803-1807 [y compris Hoffen jusqu'en 1728], Haguenau: Familles d'Alsace du Nord Généalo­gie, 2009, S. 59, 63, 69). Am 7.2.1717 wird in Hunspach getauft Johann Philipp Eprecht, Sohn des Müllers Hans Jakob Eprecht und der Catharina, beide wohnhaft auf der „Neue Mühl in Hunspach“ (vgl. Sipp, Ernst: Hunspach, Ingolsheim: les baptêmes de Hunspach, Ingolsheim, 1702-1792, 1803-1807 [y compris Hoffen jusqu'en 1728], Haguenau: Familles d'Alsace du Nord Généalogie, 2009, S. 63)



Erhardt, Michel:

um 1684 Müller in Katzenbach (vgl. Dhom, Emil: Namensverzeichnisse aus dem Unteramt Rockenhausen 1684 und 1722; in: PRFK 1975, S. 238).



Erlein, Sebastian:

1806 als Mühlarzt im Alter von 27 Jahren in Kirchheimbolanden erwähnt; wohnhaft in der Langasse; °° mit Friederika Baum (vgl. Lucae: Kirchheim und seine Bürger, a.a.O, S. 93).



Erlenbach, Johann:

von 1843 bis 1845 Müller in Einselthum auf der sog. Erlenbach'schen Mühle. Er kaufte diese 1843 für 1400 Gulden von Leonhard Muth. Ab 1843 betrieb Johann Erlenbach die Mühle, anscheinend hauptberuflich, denn er ist im Urkataster ausdrücklich als „Müller“ bezeichnet. Im Urkataster 1843 heißt es: „Diese Mühle wird lediglich durch das hinter (= oberhalb) derselben entspringende Quell­wasser, welches durch den Gemeindegraben mittels Röhren dahin geleitet wird, betrieben.“ Schon 1845 verkaufte Erlenbach die Mühle an Philipp Fauerback. Der Besitz im damaligen Anwesen Wohnhaus Nr. 59 bestand aus Mahlmühle zu 1 Gang, Stall, Hofraum an der Hauptstraße (vgl. Weber: Die Mühle Erlenbach in Einselthum; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1977, S. 23).



Eschenfelder, NN.:

bis 1755 Müller und Temporalbeständer auf der Unteren Schmelzmühle in Albisheim/Pfrimm. In einem Erbbestandsbrief vom 21.5.1755 wird die Mühle wie folgt beschrieben (abgedruckt von Krehbiel, Dr., Reallehrer: „Erbleihbrief über die untere Schmelz­mühle zu Albisheim 1755; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1913, S. 6): „.... Unsere eigenthümliche Mühle, die untere Schmelzmüh­le genannt, in Zwey Mahlgängen, einem Scheelgang und einer ohlen Mühle alles in einem Bau bestehend, sambt dem Weyer über dieser Mühl und dem Keller und Brunnen unter dem Kohlschoppen, dann dem Merkelischen Hauß, Scheuer und Garten an dieser ge­legen, Item 12 Morgen Acker, und dann noch 10 Morgen Acker und 3 Morgen, 2 Viertl und 8 Ruthen Wiesen, so ehedem an Eschen­felder Temporaliter verpacht gewesen, und zusammen in Albisheim gelegen ...“



Escher, Johann Theobald:

geb. Brühl - 1737 Rehhütte; Müller auf der Rehhütte; katholisch; Sohn von Johann Georg Escher (unklar ob der 1726 als Trauzeuge in Undenheim erwähnte Johann Georg Escher) und NN; °° 26.7.1735 in Rehhütte mit der Müllerstochter Margaretha Krämer, der Tochter des Müllers auf Rehhütte Nikolaus Krämer († 10.1.1729 Rehhütte) und der Anna Maria *Beck heiratet. Der Müller Nikolaus Krämer stirbt 1729 und hinterläßt seine Witwe mit 7 Kinder, die älteste Tochter Anna Katharina Krämer ist gerade 15 Jahre alt ge­worden, das jüngste Kind Johann Konrad ist 3 Jahre alt. Offensichtlich hat die Witwe Anna Maria Beck, verw. Krämer die Mühle zu­nächst weitergeführt. Die älteste Tochter Anna Katharina Krämer (*7.1.1714) heiratet 1734 den katholischen Erbbeständer auf Reh­hütte (Hofgut auf Rehhütte, nicht Mühle) den Katholiken Johann Adam Rießer. Die Tochter Margaretha Krämer (*4.2.1717) heiratet am 26.7.1735 den katholischen Müller Johann Theobald Escher. Dieser übernimmt offensichtlich die Mühle, denn er ist als Müller auf der Rehhütte verzeichnet.


Johann Theobald Escher stirbt jedoch bereits 1737 und hinterläßt seine jugendliche Witwe mit dem kleinen am 6.3.1737 geborenen Sohn Nikolaus Escher. Seine Witwe heiratet am 25.7.1738 in Maudach den Bauern auf der Rehhütte Johannes Böhmer (vgl. Poller: Mundenheimer Bürgerbuch, a.a.O., S. 33 Nr. 182).



Eulmeß, Caspar:

aus Lettweiler; ab 1641 Müller auf der Oppensteiner Mühle in Olsbrücken. 1641 wird im Wolfsteiner KB der aus Lettweiler stam­mende Caspar Eulmeß als Müller auf der Oppensteiner Mühle genannt, der mit Thomen Schmittens Witwe (s. Thomas *Schmitt) von der Oppensteiner Mühle verheiratet war (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Ols­brücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 78).



Everling, Johann Adam:

er unterschreibt mit „Euerling“; um 1739 Schultheiß des Gerichts Ramstein; die Mühlen in der Schultheißerei Ramstein wurden bei der kurfürstlichen Renovation der Mühlen von 1739 von einer Kommission unter Leitung des Ramsteiner Schultheißen Georg Adam Everling (Anm. Everling) am 18.9.1739 besichtigt und taxiert, der auch der Müller zu Diedelkopf im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg, Johann Nickel *Pfeifer als Sachverständiger angehörte (vgl. LA Speyer Best. A 2 fasc. 131/1, Bl. 15-17r).


++++prüfen+; Vorname ist wohl unzutreffend anzugeben, es dürfte sich um Johann Daniel Everling handeln+++



Everling, Johann Daniel:

auch 'Ewerling', der Familienname wird unterschiedlich angegeben, auch Ewerling (vgl. Mitschang, Karl: Die Mühle an der Unter­schernau 1685-1880; in: Heimatjahrbuch Kaiserslautern 2010, S. 153); er ersteigert 1718 die Mohrmühle in Steinwenden-Welters­bach Schultheiß des Gerichts Ramstein von 1740-1777 (vgl. Paul: Von den Mühlen und den Müllern in Kottweiler-Schwanden, a.a.O., S. 153; Zusammenstellung Roland Paul zu Familie Feth, Steinwenden 1978, Unterlagen Feth bei PRFK Ludwigshafen).


In der Mühlenbeschreibung des Oberamts Lautern von 1739 (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29) wird die Mohrmühle zu Brücken wie folgt beschrieben: “steht auf Eigentumsboden, schuldenhalber 1718 vom Oberamt öffentlich versteigert, gelangte an den Schultheißen zu Ramstein Ewerling um 1880 fl. Sie hat 2 Mahlgänge, angeschlossen eine Bordenmühle; soll vor mehr denn 100 Jah­ren erbaut worden sein; gibt 4 Malter Korn und 2 Malter Hafer als Pacht.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 237); in der Mühlenbeschreibung fehlt zwar die Angabe über den Standort der Mühle; jedoch führt der Hinweis auf die Versteige­rung von 1718 weiter: Johannes *Müller († vor 1719 err.) war Müller auf der Moormühle in Steinwenden; seine Tochter Anna Maria Müller heiratet am 30.5.1719 in Steinwenden den Samuel Fries aus Steinwenden; Müllermeister auf der Moormühle bei Stein­wenden (reformiertes Kirchenbuch Steinwenden; (vgl. Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim:http://www.mueller-heppen­heim-homepage.t-online.de/mue-vork.htm). Everling pachtete ab 1751 die Unterschernauer Mühle in Ramstein (vgl. Mitschang, Karl: Die Mühle an der Unterschernau 1685-1880; in: Heimatjahrbuch Kaiserslautern 2010, S. 153).


°° 23.1.1731 in Ramstein mit Eleonore *Feth, der Tochter des Schultheißen Johann Valentin *Feth und Schwester des Müller und Schultheißen Johann Peter *Feth und des Müllers Johannes *Feth (°° mit Maria Elisabetha Everling, Witwe des Johann Jacob Stem­ler) (vgl. Paul: Von den Mühlen und den Müllern in Kottweiler-Schwanden, a.a.O., S. 153; Zusammenstellung Roland Paul zu Fami­lie Feth, Steinwenden 1978, Unterlagen Feth bei PRFK Ludwigshafen).



Eyer, Christian:

ab 1908 Müller auf der Fauster Mühle bei Maßweiler (vgl. Pfalzstrom, Informationszeitung der Pfalzwerke Ludwigshafen, Heft 10/1993, S. 13; vorhanden im Archiv Pfälz.-Rhein. Familienkunde Ludwigshafen, XXI Mühlen Stichwort Fauster Mühle).



Eyer, Michael:

1780 Müller in Appenhofen; Am 17.4.1780 ist im Kirchenbuch von Winden als Patin vermerkt: „Maria Margaretha, Ehefrau von *Eyer Michael, Müller zu Appenhofen (vgl. Petermann, Kurt: Kirchenbuch Winden von 1714 bis 1801, o.J., S. 16)



Eyers, Johannes:

um 1811 waren Joh. Eyers und Ehefrau Anna Marg. Hüttel Inhaber der Reichweiler Mühle vgl. Pfeffelbach Chronik, a.a.O., S. 78).



Eymann, Johannes:

im 18. Jh. Müller auf der Hornbacher Mühle in Münchweiler / Alsenz (vgl. Busch, Egon: Wandel und Verschiebung im bäuerlichen Besitztum von Münchweiler (Alsenz); in: Pfälzer Heimat 1977, S. 21).



Eymann, Johannes:

1763 – 4.8.1817 Lohmühle bei Alsenbrück-Langmeil; Erbbeständer der ehemaligen Lohmühle bei Alsenbrück-Langmeil; Ackers­mann; Mennonit; °° mit Elisabeth "Lisette" *Würtz (1768 Münchhof Hochspeyer – 1.12.1823 Lohmühle Alsenbrück-Langmeil); Va­ter des Müllers Peter *Eymann (13.11.1788 – 4.3.1855), Johannes Eymann (25.7.1791- 3.11.1845 Wäschbacher Hof), Ulrich Eymann (17.1.1793 – 24.2.1829 Lohmühle Alsenbrück,Langmeil), Jakob Eymann (28.2.1795 – 24.2.1829 Lohmühle Alsenbrück-Langmeil), Heinrich Eymann (28.10.1787 Lohmühle Alsenbrück-Langmeil - 23.9.1870 Lohmühle Alsenbrück-Langmeil), Christian Eymann (10.2.1800 Lohmühle Alsenbrück-Langmeil – 15.10.1868 Langmeil), Friedrich Eymann (22.5.1802 Lohmühle Alsenbrück-Langmeil – 10.12.1862 Alsenbrück; °° 6.8.1826 Alsenbrück mit Magdalena Rosalia Krehbiel vom Bolanderhof), Daniel Eymann (28.6.1804 Lohmühle Alsenbrück-Langmeil – 12.2.1876 Lohmühle Alsenbrück-Langmeil), Magdalena Johanna Eymann Eymann (21.11.1806 Lohmühle Alsenbrück-Langmeil – 15.6.1878 Hertlingshausen; °° 29.2.1824 mit dem Müller in Hertlingshausen Johannes *Goebels). Ortsvorstand unter dem Maire Wolff von Winnweiler; Geschworener in Zweibrücken; Prediger der mennonitischen Gemeinde in Sembach; Vater des Müllers Peter *Eymann (vgl. Walter, Willi: Aus dem Kirchenbuch der Mennonitengemeinde Sembach; in: Hei­matjahrbuch Landkreis Kaiserslautern 1985, S. 143-152; sowie Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar).



Eymann, Magdalena Johanetta:

21.11.1806 Alsenbrück - 23.11.++++Hertlingshausen sie stammt aus der ehemaligen Lohmühle in Alsenbrück-Langmeil; Vollwaise; Tochter des Ackermanns und Beständers auf der ehemaligen Lohmühle in Alsenbrück-Langmeil, Johannes Eymann (1763-1817) und der Lisette Würtz; Schwester des Müllers auf der Diemersteiner Mühle, Peter *Eymann; °° am 29.2.1824 auf der Diemersteiner Müh­le ihres Bruders, mit dem Müller aus Hertlingshausen, Johannes Goebels; Mutter des Müllers Christian (2) *Goebels.


°° am 29.2.1824 in Diemerstein mit Magdalena Johannetta *Eymann (21.11.1806 Alsenbrück - 23.11.Hertlingshausen, Vollwaisin; Tochter des verstorbenen Ackerers Johannes Eymann von der ehemaligen Lohmühle Alsenbrück-Langmeil und der ebenfalls verstor­benen Maria Elisabetha „Lisette“ *Würtz vom Münchhof/Hochspeyer; sie lebte als Vollwaise bei ihren Verwandten auf der Diemer­steiner Mühle; Schwester des Müllers und späteren Politikers Peter *Eymann) (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochs­peyer, a.a.O., S. 165 Anm. 802); Johannes Goebels ersteigert am 1.7.1850 die Obere Papiermühle in Altleiningen; Vater der Maria Goebels (°° mit Johann Barth aus Bad Dürkheim), Elisabetha Goebels (°° mit Johann Herzler zitiert nach: Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 46) und des Müllers in Hertlingshausen Christian (2) Goebels (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochs­peyer, a.a.O., S. 165).


Der Müller Johannes Goebels ist im Urkataster von Hertlingshausen vom 24.9.1841 (vgl. LA Speyer Best. Best. L 56 Nr. 163 Seite 54 ff.) auf dem „Großen Scheerwoog“ eingetragen mit „Wohnhaus, Mahlmühle mit 1 Mahl und Schälgang, Ölmühle ...“, Gebäude Nr. 51, einschließlich „der Berechtigung das Wasser aus dem großen Scheerwoog Pl-No. 304 zum Betrieb der Mühle benützen zu dürfen“ (vgl. LA Speyer Best. Best. L 56 Nr. 163 Seite 56). Vermerkt ist weiterhin: „Laut Akt vor Notär Moré vom 27. September 1822 aus der elterlichen Christian Goebelschen Masse um 6778 fl ersteigert“. Er ist Eigentümer eines Feldes „um 600 in erkauft laut Akt vor Notär Moré vom 30. Dezember 1837 von der Schwester Elisabetha verehelichte Johannes Herzler“ (Bl. 58). Er besitzt wei­terhin Wiese von 126 Ruthen; hier ist im Urkataster vermerkt: „Laut Theilungsakts vor Notar Moré vom 18. November 1824 aus dem Rücklaß der Aeltern Christian Göbels und Magdalena Krebill ererbt.“ (vgl. Bl. 58). Ihn gehört u.a. ein Feld von 126 Rth. in den Har­zofenwiesen: „Laut Akts von Notär Moré vom 30. Dezember 1837 von der Schwester Magdalena verehelichte Johannes Reif um 800 in erkauft“ (Bl. 59).


Laut Testament vor Notar Minges vom 16.7.1862, registriert zu Grünstadt am 3.3.1875 vermachte die “verlebte” (Anm.: verstorben am 23.11.1869) Ehefrau des Johann Goebels, Magdalena Eymann, die ihr zustehende Hälfte an der Papiermühle in Altleiningen und den Liegenschaften an ihre beiden Töchter Maria Goebels und Elisabeth Goebels. Maria Goebels war mit Johann Barth in Dürkheim, Elisabeth Goebels mit Johann *Hertzler in Hertlingshausen verheiratet. Die andere Hälfte der Erbschaft ging an Jakob Goebels Kin­der vom Hemshof, Christian Goebels Kinder nach Diemerstein und Magdalene Würtz vom Benshof (Binshof) bei Speyer (vgl. We­ber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 46).



Eymann, Peter:

13.11.1788 Lohmühle bei Alsenbrück-Langmeil =Sattelhof ?- 4.3.1855 Frankenstein; Mennonit; Sohn von Johannes Eymann und Li­sette Würtz; Bruder der Magdalena Johanetta Eymann (°° mit dem Müller in Hertlingshausen Johannes Goebels); bis 2.2.1811 Oeko­nom auf dem Wackenbornerhof, danach Müller in Diemerstein und später zusätzlich Ölmüller in Frankenstein


Nach der Hochzeit am 9.10.1810 mit der Müllerstochter Elisabeth Engel von der Diemersteiner Mühle, erhielt Eymann von seiner Mutter den Wackenbornerhof übertragen. Nach dem frühen und unerwarteten Tod seines Schwagers Jakob Engel, der die Diemerstei­ner Mühle übernehmen sollte, setzte seine Schwiegermutter Magdalena Steiner durch, daß die jungen Eheleute Eymann den gerade übernommenen Wackenbornerhof verkauften und Peter Eymann als Müller unter ihr auf der Diemersteiner Mühle arbeitete. Die jun­gen Eheleute Elisabeth und Peter Eymann gehorchten und zogen im Frühjahr 1811 nach Diemerstein; Peter Eymann beschwerte sich später, daß er 7 Jahre lang als Magdalenas Knecht auf der Mühle gearbeitet habe und ihr nichts recht machen konnte, aber gestand auch zu, daß sie “erzogen” habe.


Nach dem Tod seiner Schwiegermutter 1821 Müller und Ökonom auf der Diemerstein Mühle bei Frankenstein; Peter Eymann führte nun die Mühle eigenverantwortlich. Er hatte bereits seit längerem beabsichtigt, die zu klein gewordene Mühle, die oberhalb von Die­merstein im Glastal am Glasbach lag, aufzugeben und am breiten Ausgang des Tales am Zusammenfluß von Glasbach und Diemer­steiner Bach eine neue größere Mühle mit 3 Mahlgängen zu errichten. Diesen Plan setzte er nun um, und 1829 war die Mühle fertig­gestellt. Die Geschäfte liefen gut und Eymann war, auch durch die Mitgift seiner 2. Frau in Höhe von 4000 Gulden in der Lage in Frankenstein 1840/41 eine Ölmühle zu errichten (vgl. auch Fuhrmann, Marliese: Die Frauen von der Diemersteiner Mühle; in: Kai­serslautern Landkreis Heimatjahrbuch 2001, S. 135-148).


1838 war der Müller Peter Eyman neben anderen an der Bordmühle „an der Pfingstweid“ in Weidenthal beteiligt (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 227).


Politisch war Eymann sehr aktiv und ein überzeugter linker Demokrat (vgl. Fenske: Die Pfalz und die Revolution, a.a.O., Bd. 1 S. 227-228). Gegen ihn waren zwischen 1830 und 1834 Untersuchungen vor dem Bezirksgericht Kaiserslautern wegen „revolutionärer Umtriebe“ anhängig (vgl. Süss, Edgar: Die Pfälzer im „Schwarzen Buch“. Ein personengeschichtlicher Beitrag zur Geschichte des Hambacher Festes, a.a.O., S. 167).


Anfang 1833 Adjunkt, ab Juni 1833 Bürgermeister von Frankenstein bis Dezember 1834, erneut 1838-1848 und 1851-1855. Eymann gehörte zu den 38 Erstunterzeichnern der Knöbelschen Protestation gegen die Bundestagsbeschlüsse vom 38.6.1832, wurde darauf­hin in das "Schwarze Buch" aufgenommen und wegen "Verunglimpfung der höchsten Staatsbehörden" angeklagt und im April 1834 in dritter Instanz vor dem Oberappellationsgericht in München zu einer Gefängnisstrafe von 6 Tagen verurteilt. MdL; bei der Land­tagswahl im Dezember 1848 wurde er im Wahlbezirk Kaiserslautern gewählt und schloß sich im Landtag der demokratischen Linken an. Zusammen mit 13 weiteren pfälzischen Abgeordneten unterzeichnete Eymann im Frühjahr 1849 eine in scharfem Ton an Maxi­milian II. gerichtete Adresse, in der die Vertagung des Landtags beanstandet und dessen "schleunigste Wiedereröffnung" gefordert wurde. Die Niederschlagung der Demokratiebewegung hat er nicht verkraftet und starb an der enttäuschten Hoffnung 1855.


°° I am 9.10.1810 mit der Müllerstochter Elisabeth Engel (27.3.1787 Diemerstein - † 1828; Tochter von Jakob (2) *Engel und Magdalena *Steiner) aus Diemerstein; sie bringt die Diemersteiner Mühle in die Ehe ein; °° II mit der Müllerstochter Susanna Goebels (1809 Hertlingshausen - 21.4.1878 Hertlingshausen; Tochter des Müllers Christian Goebels und der Magdalena Krehbiel) (vgl. Fenske: Die Pfalz und die Revolution, a.a.O., Bd. 1 S. 227-228; s. auch Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 136). Vater der Elisabeth Eymann (*21.5.1828; °° 30.12.1847 Diemerstein mit dem Müller aus Hertlingshausen Christian (2) *Goebels) (vgl. Neumer, a.a.O., S. 136 Anm. zu Nr. 608 und S. 165 Anm. zu Nr. 801).



Eytelmann, Johann Georg:

s. Johann Georg *Eitelmann
















Litera F




Fabricius, Johann Balthasar (P2):

2.8.1690 Butzbach - 1.4.1746 Kriegsfeld (vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 125 Anm. zu Nr. 1426, S. 432 Anm. zu 5026); kurpfäl­zischer Forstmeister in Kriegsfeld; war vorübergehend Eigentümer der Hahnenmühle in Oberhausen (vgl. Schattauer, Willi: Die Mühle(n) in Oberhausen / Appel; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1/2006 S. 12, dort nur als "Balthasar" Fabricius bezeichnet); °° I mit Anna Margaretha Förster (2.1.1701 Bruchhausen - ?.6.1731 Kriegsfeld ); Vater der Johanna Sophia *Fabricius (*Kriegsfeld 26.10.1725) (vgl. Biundo, a.a.O., S. 432 Anm. zu Nr. 5026); °° II 1734 mit Johanna Barbara *Freytag (Tochter des Pfarrers Philipp Gottfried Freytag) (vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 125 Anm. zu Nr. 1426).


1735 verkaufte der Forstmeister Fabricius an Leopold *Rudolff, pfalz-zweibrückischen Müller auf „fremdem territorio“ (Falkenstein) (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 281; LA Speyer Best C 14 Nr. 68/8)


Anm. auffällig sind die Verbindungen von Johann Balthasar Fabricius zur Familie Freytag; seine 2. Ehefrau ist Johanna Barbara Freytag; seine Tochter Johanna Sophia Fabricius heiratet den Pfarrer Johannes Seibel, dessen Mutter Anna Gertrud Freytag ist.



Fälbig, Michael:

um 1612; Müller auf der Obermühle in Gaugrehweiler (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 112, 113).



Farenbach, Christian:

um 1667 Müller in Mainz; Vater des Dachdeckers (Leiendeckers) Moritz *Farenbach (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 56 Nr. 2576).



Farenbach, Moritz:

geb. im Mainz; Sohn des Christianus Pfarrenbach (s. Christian *Farenbach), Müller in Mainz; Leiendecker; hat Dachreparaturen an der Stiftskirche in Kaiserslautern vorgenommen und 25.6.1667 den Almosenstock erbrochen; hat dies zuvor auch in der niederländi­schen Kirche in Frankenthal getan; er wird deshalb in Kaiserslautern zum Tod verurteilt und sollte am am 3.7.1667 mit dem Schwert hingerichtet werden. Farrenbach wird am 5.7.1567 von der regierenden Pfalzgräfin und Fürstin zu Lautern Maria Eleonore von Pfalz-Lautern und Herzogin von Pfalz-Simmern, Witwe des Pfalzgrafen Philipp Ludwig, begnadigt, muß dafür ½ Stunde am Pranger ste­hen, erhält 12 Streiche mit der Rute und wird bis zum Tod der Fürstin († 1675) aus dem Land zwischen Mosel und Rhein, verwiesen; derzeit 24 Jahre alt und gewesener Bürger von Frankenthal (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 56 Nr. 2576).


°° am 15.8.1661 in Frankenthal mit Lysbeth Plent, Tochter des Walter Plent, Bürger und Leiendecker zu Frankenthal (vgl. niederlän­disch-reformiertes Kirchenbuch Frankenthal; Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 56 Nr. 2576).



Farkopf, Johann Jacob:

8.5.1743 in Mannheim; Bürgermeister von Großkarlbach (vgl. Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, 2003, S. 341); auch als Jacob Farrenkopf bezeichnet; Farkopf war um 1718 Eigentümer der Rheinmühle; er strengte einen Prozeß gegen den Eigentümer der ober­halb gelegenen Schloßmühle, Matthias von *Haumüller an, der ihm durch die Anlage der Schlossweiher und die neue Führung des Eckbachs das Wasser abgegraben haben soll (vgl. Niederhöfer, Wolfgang und Martin, Erwin: Großkarlbach am Eckbach-Mühlenwand­erweg; in: Martin, Erwin: Pfälzische Dorfgeschichte. Ländliche Kultur am Beispiel Großkarlbach, a.a.O., S. 55). Far­kopf ist am 8.5.1743 während einer Reise in Mannheim an einem Schlaganfall gestorben (Kath. Kirchenbuchamt Mannheim 1685-1763 in: Pfäl­zisch-Rheinische Familienkunde, 2003, S. 341).



Farny, Ulrich:

auch ‘Farnay; Mennonit; 1744 kamen die beiden Mennoniten Christian Hauther und Ulrich Farnay als Lehensmüller nach Contwig. Der Versuch, die herrschaftlichen Beamten aus Zweibrücken als Kunden der Mühle zu gewinnen und dadurch den Umsatz zu stei­gern, schlug fehl. Bereits 1746 haben sie die Mühle verlassen und Lorenz Cron nimmt die Mühle auf 16 Jahre in Pacht (vgl. Ortsge­meinde Contwig: 750 Jahre Contwig, a.a.O, S. 50). Vater des Johannes Farny, der am 14.2.1769 in Contwig die Maria Magdalena Dahl heiratet (vgl. Bohrer, u.a.: Register zum reformierten Kirchenbuch Contwig, a.a.O., S. 21) und der Maria Gertraud Farny (°° 28.7..1783 in Contwig mit Johann Henrich Keil); gemäß Eintrag im reformierten Kirchenbuch war Ulrich Farny “gewesener Müller zu Rischweiler” (vgl. Bohrer, u.a.: Register zum reformierten Kirchenbuch Contwig, a.a.O., S. 50).



Fath, Jacob:

aus Queichheim; zunächst Weber in Queichheim, dann ab 1715 Müller in Mörlheim; °° mit Maria Margarethe NN.


Am 8.3.1715 wird der erneute Verkauf der Mühle beurkundet: „Johann Ludwig Trapp B. (Anm.: = Bürger) und …. und Anna Maria seine eheliche Hausfrau verkaufen an Jacob Fath B. (Anm.: = Bürger) und Webern zu Queichheim et uxorem Mar. Margar. ihre zu Merlenheim dißeits der Bach gelegene und von Georg Müller ehmals erkaufte Maahlmühle gleichwie sie solche von ermeltem Mül­ler mit Ihnen Rechten und … an sich bracht haben dergestalten daß Ihme dißfalß alsbaldt der Kaufbrief über solche Mühle und …. so … mit verkauft sind de ao 1712 den 29ten febr. … und erkauft die Mühle alß sein Eigenthumb … in Besitz nehmen. Jährlich aber sind biß zu anfang d. Zalung des Kaufgeldts den Verkäufern 25 Maltr. quartalsweiß entrichten in anno 1717.“ Der Kaufpreis betrug 1400 fl, die in Raten von je 200 fl zahlbar waren (vgl. LA Speyer Best. F5, Nr. 687 Bl. 491/492).



Faul, Maria Margarethe:

um 1718 Betreiberin der Obermühle in Odernheim/Glan; Witwe des Obermüllers NN. *Faul. Nach seinem Tod betrieb die Witwe Maria Margarethe *Faul, geb. NN. die Obermühle weiter.


Sie ersteigert zusätzlich die Niedermühle in Odernheim/Glan (vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 499; Armgart/Weber: Inventar der pfälzi­schen Reichskammergerichtsakten, a.a.O., Bd. 1, S. 328 Nr. 403).


Vor 1718 war NN. Montclair der Niedermüller in Odernheim. Er fiel in Konkurs, die Mühle wurde durch königlich-schwedische Re­gierung des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken zwangsversteigert. In der Versteigerung erhielt als Meistbietende die Witwe Maria Mar­garethe Faul, Betreiberin der Obermühle in Odernheim und Witwe des verstorbenen Obermüllers NN. Faul, den Zuschlag für die Niedermühle. Die Witwe des inzwischen ebenfalls verstorbenen NN. Montclair erhob nunmehr nachträglich Einwendungen gegen die Zwangsversteigerung, und fordert insbesondere die fachmännische Begutachtung und Inventarisierung von Gebäuden, allem Mühlengeschirr und sonstigem Zubehör. Die Erwerberin Maria Margaretha Faul rügte diese Appellation als verspätet und desert. Sie forderte von der Pfalz-zweibrückischen Regierung unverzügliche Immission in die Mühle (Anm.: = Besitzeinweisung). Als dies nicht erfolgte kam es zur Klage vor dem Reichskammergericht in Wetzlar (Anm: es bestand eine erstinstanzliche Zuständigkeit des RKG für besondere Streitgegenstände, wie Besitz-, Pfändungs-, bzw. Gefangennahms- und Arreststretigkeiten [vgl. Maurer: Lahrer Prozeß, a.a.O., S. 153], weil man bei diesen Streitsachen von Reichs wegen hoffte, mit Hilfe des RKG am wirksamsten „alle thätliche Hand­lungen/Empörungen und Auffruhren im Reich“ bekämpfen zu können [vgl. Wiggenhorn: Reichskammergerichtsprozeß, a.a.O., S. 63]). Die herzogliche Regierung Zweibrücken erklärte dem RKG Parition (Anm. = Folgeleisten, auch Versprechen der Befolgung) und meldet Immission der Klägerin (vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 499; Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammerge­richtsakten, a.a.O., Bd. 1, S. 328 Nr. 403).



Faul, NN.:

vor 1718 Odernheim/Glan; Müller auf der Obermühle in Odernheim; nach seinem Tod betreibt die Witwe Maria Margarethe *Faul, geb. NN. die Obermühle weiter; sie ersteigert zusätzlich die Niedermühle in Odernheim/Glan (vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 499; Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, a.a.O., Bd. 1, S. 328 Nr. 403).



Fauerback, Philipp:

1856 Einselthum; von 1845 bis 1856 Müller auf der Erlenbach'schen Mühle in Einselthum. Er kaufte die Mühle 1845 von dem Müller Johann Erlenbach. Der Besitz im damaligen Anwesen Wohnhaus Nr. 59 bestand aus Mahlmühle zu 1 Gang, Stall, Hofraum an der Hauptstraße. Nach dem Tod des Philipp Fauerback erhielt 1856 die Tochter Maria Fauerback die Mühle. Sie war verheiratet mit Peter Anhäuser, der in der Folgezeit als Müller tätig war. (vgl. Weber: Die Mühle Erlenbach in Einselthum; in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 1977, S. 23).



Faul, Diebold:

1657, 1658 und auch 1659 wird als Müller in „Simpten“ der Diebold Faul erwähnt (vgl. Siegl: Ortssippenbuch Pirmasens I, a.a.O., S. 11-12). Er ist wohl Müller in Winzeln gewesen (err.); er wird bei seiner Tochter Agathe als „Müller“ angegeben; °° mit Barbara Mat­tern, Wwe. von Hanß Jacob Claß in Winzeln; Vater der Agathe Faul (~ luth. 22.7.1644 Pirmasens; 14.12.1686 Winzeln; °° 24.2.1674 in Pirmasens mit Christian Bohrer (geb. 1639 Saanen/Bern, Sohn von Peter Bohrer aus Saanen und Anna Annen) (vgl. Wittner: Schweizer (Einwanderer) in der Südwestpfalz, a.a.O., S. 53)



Faus, Daniel:

um 1844 als Müller auf der Neumühle in Pfeffelbach im dortigen Kirchenbuch erwähnt (vgl. Pfeffelbach Chronik, a.a.O., S. 75);



Faus, Jakob:

um 1870 als Müller auf der Neumühle in Pfeffelbach im dortigen Kirchenbuch erwähnt (vgl. Pfeffelbach Chronik, a.a.O., S. 75);



Fauß, Andreas (1):

um 1791 war Andreas Fauß auf der Ritschmühle bei Fohren (als Müller ?); °° Katharina NN; der Sohn Andreas (2) Fauß °° um 1815 die Müllerstochter Katharina Germann (geb. 13.3.1796 Fohren-Linden – 15.9.1859), die Tochter des Müllers Jakob *Germann und der Margaretha Barth aus Fohren-Linden (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1 S. 185, Nr. 682); die Tochter „des Mahlmüllers“ Andreas (2) Fauß und der Katharina Germann „aus Fohren“, Katharina Elisabeth Fauß (21.10.1815 Ritschmühle in Fohren - 10.8.1887) heiratet am 28.8.1834 den Ackerer Karl Henn aus Fohren; aus der Ehe gehen 9 Kin­der hervor, darunter der Müller Jakob *Henn (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1, S. 267, Nr. 1043).



Fauß, Andreas (2):

1791 Fohren – 20.3.1852 Fohren; Müller auf der Mahlmühle in Fohren, d.h. der Ritschmühle; Sohn des Andreas (1) *Fauß und der Katharina NN.; °° um 1815 die Müllerstochter Katharina Margarethe Germann (geb. 13.3.1796 Fohren-Linden – 15.9.1859), die Tochter des Müllers Johann Jakob *Germann und der Anna Margaretha Laub, Witwe des Müllers Johann Jakob (2) Barth aus Fohren-Linden (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1 S. 185, Nr. 682); die Tochter „des Mahlmül­lers“ Andreas (2) Fauß und der Katharina Germann „aus Fohren“, Katharina Fauß (21.10.1815 - 10.8.1887) heiratet am 28.8.1834 den Ackerer Karl Henn aus Fohren; aus deren Ehe gehen 9 Kinder hervor, darunter der Müller Jakob *Henn (vgl. Jung: Ortssippen­buch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1, S. 267, Nr. 1043). Die Tochter Elisabeth Margarethe Fauß (15.12.1817 – 26.11.1890) heiratet ebenfalls am 28.8.1834 den Ackerer und Müller Heinrich Henn, ihren Schwager (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1 S. 267, Nr. 1044).



Fauß, Katharina Elisabeth:

21.10.1815 Ritschmühle in Fohren - 10.8.1887; Tochter des Müllers auf der Ritschmühle in Fohren Andreas /(2) *Fauß und der Mül­lerstochter Katharina Germann; °° am 28.8.1834 den Ackerer Karl Henn aus Fohren; aus der Ehe gehen 9 Kinder hervor, darunter der Müller Jakob *Henn (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1, S. 267, Nr. 1043 und S. 269 Nr. 1052).



Faust, Hans Peter:

aus Maßweiler bei Zweibrücken; 1709/1724 Müller auf der Bickenaschbacher Mühle. Auch die Bickenschbacher Mühle war im 30­jährigen Krieg zerstört worden und wurde zunächst ebenfalls nicht wieder aufgebaut. Erst 1709 erhielt Hans Peter Faust von Maß­weiler von der schwedischen Rentkammer das Recht, auf dem öde liegenden Mühlenplatz eine Mühle auf eigene Kosten errichten zu dürfen. In seinem ersten Erbbestandsbrief waren ihm der Genuß von 4 Freijahren zugebilligt worden, erst nach deren Ende sollte der den Zins entrichten (vgl. KSchA Zw. Rep. IV Nr. 265, 266; Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 106). 1724 verkaufte er sein Besitztum an Johann Maurer aus Brenstelbach (vgl. Stürmer, a.a.O., S. 106).



Faust, Niclaus:

um 1686 war Niclaus Faust der Klostermüller in Hornbach. Er bewarb sich am 24.10.1686 bei der Rentkammer in Zweibrücken um den Erbbestand an der seit 1635 in Trümmern liegenden Alten Hechtlochmühle in Rieschweiler und zeigt sich bereit, die Mühle wie­der aufzubauen. Die Gründe, aus denen er die Klostermühle in Hornbach verlassen wollte, sind nicht überliefert. Faust erhielt am 31.1.1687 den gewünschten „Erbbestandsbrief über die herrschaftliche eigenthümliche unter Rieschweiler gelegene Mahlmühle im Hechtloch“. Die Gründe, aus denen er die Klostermühle in Hornbach verlassen wollte, sind nicht überliefert. Faust erhielt am 31.1.1687 den gewünschten „Erbbestandsbrief über die herrschaftliche eigenthümliche unter Rieschweiler gelegene Mahlmühle im Hechtloch“. Faust baute die Alte Hechtlochmühle in Rieschweiler auch tatsächlich wieder auf und begann ab Mai 1689 mit der Zah­lung der vereinbarten Erbpacht. Am 5.12.1695 verkaufte er die Mühle für 300 fl an Samuel *Buchheit aus Nünschweiler (vgl. Müller, Franz J.: „Die Rieschweiler Mühlen, a.a.O., S. 505/506). Anschließend Die bewarb sich Faust um die den Aufbau der Faustenmühle oberhalb Rieschweiler bei Maßweiler. Die Faustenmühle lag seit 1605 öde und wurde 1697 wieder erbaut . Wie der Zweibrücker Amtskeller Exter in einem Schreiben vom Dezember 1695 mitteilte, „... hat der letzte Verkäufer der Rieschweiler Mühl Nicklaus *Faust sich um die Erbauung eines anderen schon lange Zeit zu Boden in einer Wildnis ganz verwachsen liegenden Mühlplatzes oberhalb Rieschweiler in dem Mühlhauser Tal bei Eschwiller gelegen angemeldet, welche Mühle noch anno 1605 in Esse gestan­den.“ (vgl. Müller, Franz J.: „Die Rieschweiler Mühlen, a.a.O., S. 506; LA Speyer B2-A 1274/2). Faust war zunächst Müller auf der Hornbacher Klostermühle gewesen, hatte dann die in Trümmern liegende Alte Hechtlochmühle in Rieschweiler wieder aufgebaut und begann nun die in der Wüstung Mulenhusin liegende spätere Faustenmühle wieder aufzubauen. Sie wurde zunächst von Faust, dann von seinem Sohn und später von seinem Enkel bewirtschaftet (vgl. Internet-Datei Wikipedia; Müller, Franz J.: „Die Rieschweiler Mühlen, a.a.O., S. 506).



Fauth, Maria Katharina (*P2):

°° mit Georg Adam Kirch aus Niedermehlingen; Mutter des Johann Peter *Kirch (°° mit der Müllerstochter Maria Elisabetha *Kol­ter; beide Eheleute sind Stammeltern der Sambacher und Katzweiler Kirch) (vgl. Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle [Katzweiler]; in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370).



Fauth, Philipp:

geb. 8.10.1840 Oberflörsheim; ev.; Müller in Dannstadt; Sohn von Philipp Fauth und Eva Katharina Müller; Bruder des ebenfalls aus Oberflörsheim stammenden Gastwirts Jakob Fauth, der am 4.7.1865 in Dannstadt seine Schwägerin, Maria Elisabeth Brech heiratet (ebenfalls Tochter der Eheleute Georg Jakob Brech und der Maria Elisabeth Becker). Um 1863 erscheint der aus Oberflörsheim stam­mende Philipp Fauth als Müller in Dannstadt (°° 10.12.1863 mit Maria Margarethe Brech, der Tochter des Ackersmanns in Dannstadt Georg Jakob Brech und der Maria Elisabeth Becker) (vgl. Seelinger: Familien in Dannstadt und Schauernheim, a.a.O., S. 195 Nr. 710 und Nr. 711).



Feick, Adam:

ab 1787 Müller auf der Mühlbacher Mahlmühle; nach dem Tod des bisherigen Müllers Johann Jakob *Schäfer († vor 1787) heiratete seine Witwe NN. Heiratet 1787 den Müller Adam *Feick (vgl. Latterner, Rudi: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 58).



Feldner, Georg:

um 1861 und noch 1875 war Georg Feldner Müller auf der Drekmühle. Er erhielt 1861 die Erlaubnis zum Betrieb einer Dampfma­schine zum Antrieb der Drekmühle (vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 89). Feldner strebte auch die Vermehrung der 1856 für die Drekmühle genannten 2 Mahlgänge auf 4 Mahlgänge im Jahre 1878 an (vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 85; Stadtarchiv Speyer Best. 6, Nr. VIII, H 6e3: Conzessionsgesuch vom 23.12.1878).



Fell, Abraham:

um 1692 Müller in Offenbach / Glan; °° mit Eva NN.; am 19.10.1692 sind Abraham Fell, Müller in Eisenbach und Eva NN, seine Ehefrau Paten bei der katholischen Taufe des Abraham Sensenstein in Offenbach/Glan (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholi­schen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 376).



Fell, Daniel:

ab 1687 Müller auf der Schrammenmühle St. Julian bzw. Gumbsweiler/Glan. Am 7.1.1687 erhielt Daniel Fell einen Erbbestandsbrief für die Schrammenmühle (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 47R: Mühlenbericht den Carl Sundahl für das Oberamt Lichten­berg von 1746).



Feller, Michael:

Bergitz bei Innsbruck - +++++; ab 1684 Müller auf der Limbacher Dorfmühle.


Erster Pächter nach dem 30jährigen Krieg war Michael *Feller aus Bregenz (vgl. Klauck: Lexikon saarländischer Orte, a.a.O., S. 271; Neubauer: Regesten des Klosters Werschweiler, a.a.O., S. 99, Nr. 38; Litzenburger, Ludwig: Die Entstehung und Ausbreitung der Grundherrschaft Werschweiler; in: Archiv für mittelrhein. Kirchengeschichte, 1950, S. 97). Michael Feller, der aus Bergitz, Innsbrucker Gebiet stammt, übernahm 1684 die Limbacher Mühle (vgl. Drumm, Ernst: "Die Einwanderung Tiroler Bauhandwerker in das linke Rheingebiet 1660-1730", S. 24).


Vater der NN. Feller (°° mit N. Bach aus Ottweiler) und der Anna Maria Feller. Letztere lebte im Hause ihres Schwagers Bach in Ottweiler. °° 29.6.1694 heiratet die Anna Maria Feller aus der Limbacher Mühle den Reinhard Friedrich (Sohn des Michel Frideric und der Sophie NN.) aus Spittel (vgl. Friedrich, Joseph: Frühe Vorkommen des Namens Friedrich im Saarland und in Elsass-Lothringen; in: Saarländische Familienkunde 1968, S. 40).



Fels, Johann Peter:

13.10.1764 Heimbach (?) - 5.5.1765; Sohn des Hirten Johann Nikolaus Fels (2.1.1726 – 29.11.1777) und der Anna Margaretha Sche­rer; Enkel des Hans Nikolaus Fels (Filtz) (um 1690 Heimbach – vor 1762) und der Maria Margaretha NN. (1693 – 4.2.1762); Uren­kel des Hans Adam Fels und Anna Maria NN. aus Heimbach; °° 2.10.1796 mit M. Elisabeth Hauch aus der Untermühle (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1, S. 189 Nr. 701).



Fels, Johann Wilhelm:

am 16.2.1720 wird Johann Wilhelm Fels “in Heimbach in der unteren Mühle” geboren (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 82 Nr. 429), bzw. am 25.2.1720 in Heimbach – 25.9.1766 „in Fohren, in der unteren Mühle Zink­weiler Hof“ (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.O., Bd. 1, S. 187, Nr. 695). Sohn des Gerichtsmanns in Heimbach Nickel/Nikolaus Fels und Maria Margaretha Hauch (bzw. NN.); °° am 11.2.1745 Anna Katharina Magdalena Hart, der Tochter des Müllers Simon *Hart aus der Zinkweiler Mühle; Vater des Johann Peter *Fels (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 82 Nr. 429; (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.O., Bd. 1, S. 187, Nr. 695); aus der Ehe gehen 3 Kinder hervor (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.O., Bd. 1, S. 187, Nr. 695).



Ferckel / Ferkel, Familie:

die unterschiedliche Schreibweise des Nachnamens innerhalb derselben Familie ist nicht berücksichtigt, die Sortierung erfolgt viel­mehr ausschließlich nach Vornamen



Ferkel, Johannes:

~ 15.8.1692 Neustadt – 3.11.1733 beerd. Gimmeldingen; Müller in Gimmeldingen; Sohn des Müllers in Gimmeldingen Johann An­dreas *Ferckel aus dessen 1. Ehe mit Anna Catharina Beck; ; °° am 27.1.1712 in Gimmeldingen mit Anna Elisabetha Korn (+ 1.11.1693 Gimmeldingen – 13./15.121750; Tochter des Hans Adam Korn, Kirchenvorsteher in Gimmeldingen und Anna Margaretha NN. [deren °° I mit Johann Philipp Ferckel); aus der Ehe stammen 8 Kinder, darunter die Tochter Catharina Elisabetha Ferckel (3.11.1723 Gimmeldingen - 28. April 1774 Mußbach, °° mit dem Müller in Mußbach Johannes *Mallrich) vgl. Schloz, Rüdiger: Die Familie Ferckel/Ferkel aus Gimmeldingen bei Neustadt / Weinstraße; in: PRFK 1982, S. 131; email Werner Mallrich an Eberhard Ref vom 23.7.2011) und der Sohn und Betriebsnachfolger auf der Mühle in Gimmeldingen, Johann Adam *Ferckel (vgl. Schloz: Familie Ferckel, a.a.O., S. 134).



Ferckel, Johann Adam:

~ 2.4.1713 Gimmeldingen - † vor 22.5.1753; Müller in Gimmeldingen; Sohn des Müllers in Gimmeldingen Johannes *Ferckel und der Anna Elisabetha Korn; Bruder u.a. der Catharina Elisabetha Ferckel (°° mit dem Müller in Mußbach, Johannes *Mallrich) (vgl. Schloz: Familie Ferckel, a.a.O., S. 131). °° II am 24.9.1734 in Gimmeldingen mit Maria Sybilla Gross (Januar 1709 Böhl – 15./17.9. 1782 Haardt; Tochter von Johan Peter Gross, Bürger in Gimmeldingen und Anna Christina Rübsamen). Aus der Ehe stammen 7 Kin­der, die alle in Gimmeldingen geboren sind (vgl. Schloz: Familie Ferckel, a.a.O., S. 134).


Um 1738 Müller auf der Mittelmühle (Schwabenmühle) in Gimmeldingen. Im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Neu­stadt von 1738 (vgl. LA Speyer, Best. A2 Nr. 179/1 = LA Speyer A2 Nr. 100 1/18 fol) wird die Mühle wie folgt beschrieben: „Zu Gimmeldingen auf der sogenannten Muschbach befindt sich eine Mahlmühl, die Schwaben-Mühl genannt; kommt von dem Johannes Schwab welcher sie anfänglich neu aufgebaut hat her, der jetzige Possessor ist Johann Adam Ferckel (Verckel), diese Mühl hat nur ein Wasserrad, gibt jährlich in die Kellerey Neustadt lauth mir vorgezeigte Quittung 6 Ma Korn Wasserfall Zinß, sonsten ledig und ei­gen, ist auch mit 100 fl Schatzungskapital belegt, Consens ist keiner mehr vorhanden.“



Ferckel, Johann Andreas:

geb. Gimmeldingen - † 1706, beerd. 21.12.1706 Gimmeldingen; Müllermeister in Gimmeldingen; Sohn von Hans Adam Ferckel, Ge­meinsmann in Gimmeldingen († vor 2.7.1679 Gimmeldingen) und der Dorothea NN. (beerd. 19.12.11683 Gimmeldingen). Bis 1706 wird Johann Andreas Ferckel († beerd. 21.12.1706) als Gemeinsmann und Müllermeister in Gimmeldingen benannt +++klären: wel­che Mühle, möglicherweise auf der Mittelmühle wo der Enkel Johann Adam Ferkel im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Ober­amts Neustadt von 1738 (vgl. LA Speyer, Best. A2 Nr. 179/1 = LA Speyer A2 Nr. 100 1/18 fol) als Müller und Erbbeständer benannt ist++; °° I 2.7.1679 Gimmeldingen mit Anna Catharina Beck (geb. in Königsbach - † beerd. 4.3.1703; Tochter von Hieroniemus Beck, Gemeinsmann in Königsbach); °° II 13.6.1703 in Gimmeldingen mit Anna Catharina Breughel (~ 8.3.1685 Gimmeldingen; Tochter von Johann Andreas Breughel, Schuldiener in Gimmeldingen und Anna Barbara NN.); aus der 1. Ehe stammen 7 Kinder, darunter der Sohn und Müller in Gimmeldingen Johannes Ferkel (vgl. Schloz, Rüdiger: Die Familie Ferckel/Ferkel aus Gimmeldin­gen bei Neustadt / Weinstraße; in: PRFK 1982, S. 129-130).



Ferckel, Philipp:

ab 1837 Müller auf der hinteren Talmühle oder Neumühle im Gimmeldinger Tal; die Mühle wurde 1837 von Philipp Ferckel erbaut und um 1898 von ihrem letzten Besitzer verkauft und stillgelegt. Heute sind nur noch auf dem Schutthügel ein aufgesetzter Mühlstein und spärliche Mauerreste zu sehen. Von dort weiter bachaufwärts erkannt man über Hunderte von Metern am östlichen Hang eine Geländestufe, durch die das vom Mußbach abgeleitete Wasser des Mühlkanals floß, der das oberschlächtige Wasserrad trieb (vgl. Metz, Erich und Sitzmann, Alfred: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann, Reinhard und Sitzmann, Alfred: Gim­meldingen. Leben im Weindorf (Neustadt 2008), S. 48).



Fertig, Johann Peter:

ab 1742 Temporalbeständer auf der bischöflich-speyerischen herrschaftlichen Mahlmühle in Dudenhofen. Dieser erhielt die Mühle auf 6 Jahre gegen eine jährliche Pacht von 50 Malter Korn (vgl. Klotz: Ortsgeschichte der Gemeinde Dudenhofen, Gemeindeverwal­tung Dudenhofen 1964, S. 141).



Feth, Maria Elisabetha:

geb. Steinwenden, ~ 22.3.1734 - ++++; Tochter des Müllers auf der Kottweiler Mühle und zugleich auch Müller auf der Bordenmüh­le im Pfeiferthal zwischen Hirschhorn und Weilerbach, Johann Peter *Feth und der Müllerstochter Elisabetha La Coste (Tochter des Müllers auf der Bordenmühle im Pfeiferthal bei Eulenbis, Antoine *La Coste); Nichte des Müllers auf Brücker Mühle und Zöllners zu Ramstein, Johannes Feth. °° I mit dem Müller von der Oberschernau, Johann Adam *Lavo ( 6.12.1761 im Alter von 38 Jahren); die Eheleute Lavo/Feth tauschten 1752 die in ihrem Eigentum stehende Oberschernauer Mühle gegen die Brücker Mühle, die dem Johannes Feth gehörte. (vgl. Bauer/Zenglein: Brücken, a.a.O., S. 244). Ab 1752 Müllerin auf der Brücker Mühl in Brücken. °° II 1764 mit dem aus der Niedermühle in Odernheim/Glan stammenden Müller Johannes *Braun (vgl. Bauer/Zenglein: Brücken, a.a.O., S. 244; vgl. auch Zusammenstellung Roland Paul, Steinwenden 1978 in Unterlagen Feth bei PRFK Ludwigshafen).



Feth, Johannes:

10.1.1754 Ramstein (vgl. Feth, Heinz: Ramstein, a.a.O., S. 191). Zöllner aus Ramstein; Bruder des Müllers auf der Katzweiler Mühle, Johann Peter Feth. Johannes Feth erwarb am 31.7.1737 die Brücker Mühle in Brücken für 2230 Gulden von den Erben des am 14.2.1737 verstorbenen Müllers Peter Toussaint (vgl. Bauer/Zenglein: Brücken, a.a.O., S. 244), betrieb die Mühle jedoch nicht selbst, sondern verpachtete sie an einen Lehensmüller. Hans Adam Lavo, geb. 1723 auf der Oberschernau, der mit Müllerstochter Eli­sabetha *Feth von der Katzweiler Mühle, einer Nichte des Johannes Feth verheiratet war (vgl. Bauer/Zenglein: Brücken, a.a.O.,S. 244 unter Bezugnahme aus Paul, Roland: Familienkarte Feth, aufgestellt Steinwenden 1978), tauschte 1752 die in seinem Eigentum stehende Oberschernauer Mühle gegen die Brücker Mühle, die dem Johannes Feth gehörte (vgl. Bauer/Zenglein: Brücken, a.a.O., S. 244).


°° 24.1.1730 mit Maria Elisabeth Everling (Witwe des Johann Jacob Stemler); Vater des Johann Adam Feth (~ 17.10.1730 Ramstein, zunächst Müller auf der Oberschernau, dann seit 1760 später Benediktinermönch im Kloster Tholey, nicht Abt, wie verschiedentlich fälschlich behauptet), des Franz Daniel Feth (~ 28.9.1732 in Ramstein - † 1787; Mühlenbesitzer; °° mit Gertrud Krebs vom Stolzen­berger Hof), des Johann Valentin Feth (~ 19.2.1736), des Carl Heinrich Feth (~ 19.2.1736), der Anna Eleonora Feth (Rufname Eleo­nora, ~ 22.2.1739, Firmung 1753), der Anna Maria Feth (~ 19.10.1741) und des Johann Adam Feth (~ 19.6.1743, Firmung 1753) (vgl. Feth: Ramstein, a.a.O., S. 191; vgl auch Zusammenstellung Roland Paul, Steinwenden 1978 in Unterlagen Feth bei PRFK Lud­wigshafen).



Feth, Johann Peter:

geb. um 1697 - † um 1759; Schultheiß des Gerichts Steinwenden, Müller in Steinwenden; Sohn des Schultheißen in Steinwenden Jo­hann Valentin *Feth, Bruder des Zöllners in Ramstein und ab 31.7.1737 Eigentümers der Brücker Mühle in Brücken/Pfalz, Johannes *Feth; °° mit Elisabeth La Coste von Bordmühle im Pfeiferthal zwischen Hirschhorn und Weilerbach (Tochter des Müllers Anton La Coste).


Vater des Franz Anton Feth (geb. in Steinwenden, ~ 14.7.1728), des Johann Jakob Feth (geb. in Steinwenden, ~ 6.11.1730), der Maria Elisabetha Feth (geb. Steinwenden, ~ 22.3.1734 [aus Zusammenstellung Roland Paul, Steinwenden 1978, Unterlagen Feth bei PRFK Ludwigshafen]; °° I mit dem Müller auf der Oberschernau, später Brücker Mühle Johann Adam *Lavo; °° II 1764 mit dem aus der Niedermühle in Odernheim/Glan stammenden Müller Johannes *Braun [vgl. Bauer/Zenglein: Brücken, a.a.O., S. 244]), des Johann Daniel Feth (geb. Steinwenden, ~ 28.3.1736), des Carl Heinrich Feth (geb. Steinwenden, ~ 9.8.1738), der Maria Barbara Feth (geb. Steinwenden, ~ 18.9.1747 in Obermohr) (aus Zusammenstellung Roland Paul, Steinwenden 1978, Unterlagen Feth bei PRFK Lud­wigshafen).


Johann Peter Feth besaß auch 1738 die Bordmühle im Pfeiferthal zwischen Hirschhorn und Weilerbach (kam von seinem Schwieger­vater, dem Müller Anton La Coste) und um 1752 die Stengelmühle in Kottweiler.



Feth, Johann Valentin:

6.6.1720 (Ramstein-)Miesenbach; auch Feet, Fäth; Schultheiß des Gerichts Steinwenden; °° mit Anna (Maria) Margarethe NN. ( nach 1740); Vater des Schultheißen des Gerichts Steinwenden und Müllers Johann Peter *Feth (°° mit Elisabetha La Coste von der Bordenmühle im Pfeiferthal bei Eulenbis), des Zöllners in Ramstein und Müllers in Brücken, später auf der Oberschernauer Mühle, Johannes *Feth (°° mit der Witwe Maria Elisabetha Everling), der Maria Elisabetha Feth (~ 14.2.1704 Ramstein - 18.4.1780 Kinds­bach; °° I 26.1.1723 in Kindsbach mit Johann Jakob Schenk [ 16.1.1733 Kindsbach; Sohn des Schultheißen des Großgerichts der sickingschen Herrschaft Landstuhl Johannes Schenk], °° II 10.4.1733 Kindsbach mit Johann Wilhelm Iserang, Löwenwirt in Kinds­bach [ 2.4.1779 Kindsbach]), des Johann Adam Feth (~ 19.9.1706), der Anna Maria Feth (~ 29.12.1713, Patin bei Everling 1738; °° 29.4.1738 in Ramstein mit Johann Andreas Meyer, Förster in Sinsheim, Sohn von Jacob Meyer), der Eleonora Feth (geb. 17.11.1710 - 1777 [?]; °° 23.1.1731 in Ramstein mit Johann Daniel Everling, von 1740-1777 Schultheiß in Ramstein), des Johann Theobald Feth (~22.3.1716 - 17.2.1720 Ramstein) und des Carl Heinrich Feth (~ 29.9.11718 Ramstein, 1738 als Pate bei Feth ge­nannt) (aus Zusammenstellung Roland Paul, Steinwenden 1978, Unterlagen Feth bei PRFK Ludwigshafen).



Fett, Georg Philipp:

vor 1729; Müller in Asselheim auf der Ölmühle (err.); Georg Philipp Fett verstarb unter Hinterlassung mehrerer tausend fl. Schul­den, woraufhin das Konkursverfahren eröffnet wurde. Seine Witwe Anna Elisabeth geb. Schwerd beanspruchte nunmehr „ratione do­tis et illatorum“ und aufgrund einer durch die leiningen-westerburgische Regierungskanzlei konfirmierten Pfandverschreibung den Besitz der Ölmühle Asselheim mit Zubehör sowie 30 Morgen Äcker, Wingert und Wiesen. Als dies verweigert wird, erhebt sie Klage vor der Leiningen-westerburgischen Kanzlei Grünstadt und später Berufung vor dem Reichskammergericht in Wetzlar. Sie trägt vor, sie sei lediglich subsidiär zahlungspflichtig bei Schuldverschreibungen, die sie mitunterschrieben habe. So habe sie einen Vergleich mit Witwe und Erben des Johann Konrad Fabricius erfüllt, die sich aus einem Liefervertrag über 4000 Sack Korn und Weizen an den französischen Kommissar im Elsaß, Sieur La Fontaine ergeben haben. Nachdem die Vorinstanz nach Einholung eines auswärtigen Rechtsgutachtens die Klage abgewiesen hatte, erhob sie Appellation an der Reichskammergericht Wetzlar 1729-1732 (vgl. LA Spey­er Best. E6 Nr. 527; Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, a.a.O., Bd. 1, S. 338 Nr. 418).


Literatur/Urkunden:

- Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, a.a.O., Bd. 1, S. 338 Nr. 418

- LA Speyer Best. E6 Nr. 527; darin: Urteilsbrief 1732 mit Verzeichnis der Nachlaßschulden, Auszüge aus Albisheimer und Asselhei­mer Bedebüchern, Besitz der Familie Fett betreffend, prod. 1732, Vergleich Eheleute Fett mit Erben Fabricius 1729, Verzeichnis von Forderungen der Gemeinde Grünstadt aus rückständiger Bede, Weidegeldern u.a. prod. 1732



Fett, Johann Philipp:

bereits 1753 war Philipp Fett, Müllermeister, Beständer (Pächter) der Papiermühle in Quirnheim. Er beschäftigte einen Ölschläger mit Namen Jakob Heyermann (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 41). Die Gefälle aus der Papiermühle standen der Fami­lie Mertz von Quirnheim als leiningisches Lehen zu (vgl. LA Speyer Best. E6, 2507: Erbvertrag vom 29.10.1728, abgeschlossen vor der „Hochgräflich Leiningen Westerburg Vormundt Schafftl. Canzley“).


Johann Philipp Fett wurde 1761 vor dem Dorfgericht Quirnheim beschuldigt, weil er Krebse im Mühlenbach gefangen hatte (vgl. LA Speyer Best. F5, 672: Quirnheimer Amtsgerichtsprotocolli)



Fetzer, Balthasar:

1804 Kronenmühle Rodenbach; 1777 bis ca. 1804 war Balthasar Fetzer der Müller auf der Kronenmühle in Rodenbach (OT von Ebertsheim) (vgl. LA Speyer Notariatsakten Großbockenheim Nr. 185; Erbauseinandersetzung nach Balthasar Fetzer vom 29. Nivose XIII). °° II am 29.10.1776 in Rodenbach mit Eleonore Schüttler (vgl. Mitteilung von Frau Marie-Luise Reuter vom 3.8.2011). Aus der Ehe gingen 6 Töchter sowie der Sohn und spätere Müller auf der Kronenmühle Michael Jakob Fetzer hervor (vgl. LA Speyer No­tariatsakten Großbockenheim Nr. 185 vom 29. Nivose XIII). Der Copulationseintrag im reformierten Kirchenbuch Rodenbach vom 29.10.1776 lautet: „Balthasar Fetzer, Witwer, Gemeindsmann und Müller zu Rodenbach mit Eleonora, Friedrich Schittler, Gemeinds­mann zu Wachenheim an der Premm nachgelaßene Tochter“ (vgl. LA Speyer Best. F6 Nr. 285: Reformiertes Kirchenbuch Roden­bach, Copulationseintrag vom 29.20.1776).


Anm.: der Balthasar Fetzer ist wohl von außerhalb nach Rodenbach zugezogen, da das Begräbnis der ersten Ehefrau nicht im refor­mierten Kirchenbuch Rodenbach vermerkt ist (vgl. LA Speyer Best. F6 Nr. 285: Reformiertes Kirchenbuch Rodenbach, Begräbnisre­gister 1772-1787).


Balthasar Fetzer übernimmt um 1776 (err.) die Kronenmühle Rodenbach. Der Vorgänger Johann Adam *Steßinger verläßt nach 1775 die Kronenmühle Rodenbach und übernimmt die nahegelegene Bruchmühle in Quirnheim-Tal, wo er am 25.3.1781 im reformierten Kirchenbuch Rodenbach erwähnt wird (vgl. LA Speyer Best. F6 Nr. 285: Reformiertes Kirchenbuch Rodenbach, Taufeintrag Nr. 42 vom 6.3.1781). Nachfolger als Müller auf der Kronenmühle ist der Balthasar Fetzer, der wohl im Zusammenhang mit der Übernahme der Kronenmühle ein Darlehen erhält. Hierzu wird in den Briefprotokollen Rodenbach am 21.10.1777 protokolliert: „Balthasar Fet­zer und seine Eheliche Hauß frau Eleonora eine gebohrene Schittlerin [erhalten] Von der Ver Wittibten frau bau Inspector Majer zu Mannh. 700 fl Capital wogegen nach folgende unter Pfänder Ver Hypociret sind alß Eine Mahl Mühl samt ihrem begriff und zu ge hör ...“ (vgl. LA Speyer Best. F5 Nr. 112 fol. 90-91). Am 23.10.1790 beurkunden die Eheleute Fetzer im Briefprotokollbuch von Ro­denbach (vgl. LA Speyer Best. F5 Nr. 112 fol. 165): „Balthasar Fetzer und seine Ehefrau Eleonora, eine gebohrene Schindlerin von Bau Inspector … Matheus Meyer zu Mannheim 1200 fl Capital wogegen folgende Unterpfänder Ver Hypociert sind: Ein Mahl- und Schälgang samz Pflantzgarten, ein Balken Käller samt Schopp … überhaupt sämmtliche Gebäude und Hofgeraithe so zu der Mühl gehörig, beforcht gegen Rhein Quirnheimer Gemark, Wald Hofkammergut und zum Theil deßenthalben Erbbestandsgut ...“.


Am 3.7.1778 wird in der reformierten Kirche Rodenbach getauft die am 30.6.1778 geborene Maria Magdalena Fetzer, Tochter des „Balthasar Fezer, Gemeindsmann und Müller dahier, et uxor Eleonora (vgl. LA Speyer Best. F6 Nr. 285: Reformiertes Kirchenbuch Rodenbach, Taufeintrag Nr. 33 vom 3.7.1778), sowie am 6.8.1780 getauft die am 4.8.1780 geborene Tochter Johanna Friderica Fet­zer, Tochter des „Balthasar Fezer, Müller dahier, et uxor Eleonora (vgl. LA Speyer Best. F6 Nr. 285: Reformiertes Kirchenbuch Ro­denbach, Taufeintrag Nr. 38 vom 6.8.1780). Am 15.9.1782 getauft der „Joh: Michael oder Jacob Michael“ der Sohn von „Balthasar Fetzer, Bürger dahier et uxor Leonora luth:“. Pate ist der “Michael Gutenkunst et uxor“ (vgl. LA Speyer Best. F6 Nr. 285: Reformier­tes Kirchenbuch Rodenbach, Taufeintrag vom 15.9.1782, S. 74).


Am Anwesen Rathausstraße 5, einem Dreiseithof des 18. Jh. befindet sich im Sturzbalken des Hoftors die heute nicht mehr lesbare Inschrift, ehemals bezeichnet 17 BALDASAR FEDZER LENORA FETZERIN 23 (vgl. Denkmaltopographie Kreis Bad Dürkheim, a.a.O., Bd. 2, S. 318; Kunstdenkmäler Bezirksamt Kirchheimbolanden, a.a.O., S. 265), wobei sich es mE um einen Lesefehler han­delt und es 1778 oder 1776 heißen müßte. Der Müller auf der Kronenmühle Balthasar Fetzer und Eleonora Schüttler haben erst am 29.10.1776 in Rodenbach geheiratet und das Haus am „3. Tage des Thermidor im sechsten Jahre der Ein und untheilbaren Fränki­schen Republik“ (Anm.: = 21.7.1798) ihrer Tochter Catharina Elisabetha Fetzerin und Georg Weber von Büdesheim als künftigem Tochtermann übergeben (vgl. LA Speyer Best. K16, 1 Fetzer; Übergabevertrag eines Hauses in Rodenbach der Eheleute Balthasar Fetzer von der Kronenmühle Rodenbach und Eleonore Schüttler an ihre Tochter Catharina Elisabetha Fetzer und deren künftigen Ehemann Georg Weber aus Biedesheim vom 21.7.1798). Am gleichen Anwesen befindet sich in der bruchsteingemauerten Scheune in Zweitverwendung ein ehemaliger Türsturz, bez. BALZER FEZER 17 LORE 92 (vgl. Denkmaltopographie Kreis Bad Dürkheim, a.a.O., Bd. 2, S. 318), der ebenfalls auf Balthasar Fetzer und Eleonore Schüttler hinweist.


Balthasar Fetzer führte vor dem Reichskammergericht Wetzlar einen Prozeß mit Michael Schäfer, dem Gastwirt des Wirtshauses „Zum Neuhäusel“ auf der Gemarkung Quirnheim wegen Wegerecht und Recht zur Wasserentnahme auf dem Anwesen Schäfer. Die­ses Gerichtsverfahren hatte Fetzer in ersten Instanz vor der gräflich leiningenschen Kanzlei Grünstadt gewonnen, wogegen Michael Schäfer vor dem RKG Wetzlar ein Appellationsverfahren (1791-) 1792-93 führte. Gegenstand des Verfahrens bildete folgender Sach­verhalt. Der Schwiegervater des erstinstanzlichen Beklagten und Appellationsklägers Schäfer hatte auf einem in Quirnheimer Gemar­kung gelegenen Acker, der im Obereigentum der Freiherrn Mertz von Quirnheim stand, das Wirtshaus „Zum Neuhäusel“ errichtet. Der erstinstanzliche Kläger und Appellationsbeklagte Balthasar Fetzer beanspruchte das Wegerecht mittels eines Fußweges von sei­ner Mühle durch das Schäfersche Anwesen bis zur Straße. Auch forderte er das Recht, Wasser aus einer Quelle zu schöpfen, die im Keller des Gasthauses „Zum Neuhäusel“ gefaßt war. Fetzer trug u.a. vor, der Fußpfad sei früher als Kirchenweg nach Ebertsheim be­nutzt worden. Diese Dienstbarkeiten bestanden jedoch nach Auskunft der beiden Gemeinden Ebertsheim und Quirnheim nicht (vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 2437; Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, a.a.O., Bd. 3, S. 1568, Nr. 1759).


Am „3. Tage des Thermidor im sechsten Jahre der Ein und untheilbaren Fränkischen Republik“ (Anm.: = 21.7.1798) erschienen vor dem Notar Fabrizius des Kantons Grünstadt „die Bürger Balthasar Vetzer Müller in der Kronenmüle von Rodenbach mit seiner ehli­chen Haußfrau Eleonore Schüttler und ihrem Beistand Johannes Siegrist von Rodenbach einerseits, und Georg Weber von Büdesheim künftiger Tochtermann des Balzer Fetzers mit Catharina Elisabetha Fetzerin seiner künftigen Ehfrau und Jacob Wagner Agent von Rodenbach, und dem Vormunde des verlebten Jacob Beker von Lautersheim … und erklärten: Es übergibt Bürger Balzer Fetzer und seine ehlige Haußfrau sein Wohnhauß und Hof samt Scheuer und Stall und Schopf, …. gelegen in Rodenbach oben im Dorf, beforcht nach Wald der Menonisten Kirchhof nach Ihnen Adam Held, /: das Morgenbuch beweißet daß Adam Held von dem Hauß und Hof­platz die Abgaben geben muß :/ an seinen zukünftigen zukünftigen Tochtermann Georg Weber von Büdesheim für und um 2500 … Gulden ...“ (vgl. LA Speyer Best. K16, 1 Fetzer; Übergabevertrag eines Hauses in Rodenbach der Eheleute Balthasar Fetzer von der Kronenmühle Rodenbach und Eleonore Schüttler an ihre Tochter Catharina Elisabetha Fetzer und deren künftigen Ehemann Georg Weber aus Biedesheim vom 21.7.1798).


Am 29. Nivose XIII ( 29.12.1804) kam es vor dem Notar Weiß in Großbockenheim zur vertraglichen Erbauseinandersetzung unter den Kindern des verstorbenen Müllers auf der Kronenmühle, Balthasar Fetzer. Der Müller und Betriebsnachfolger auf der Kronen­mühle, Michael Jakob Fetzer übernahm die Erbanteile seiner 6 Schwestern gegen Zahlung von 43 francs (vgl. LA Speyer Notariats­akten Großbockenheim Nr. 185 vom 29. Nivose XIII). Auf dem Türsturz der Kronenmühle befindet sich die Inschrift „1817 J. Fezer. An. Cat.“ (Mitteilung von Frau Marie Luise Reuter, Quirnheim).



Fetzer, Dorothea:

Tochter des Müllers auf der Kronenmühle in Rodenbach, Michael Jacob (2) *Fetzer und der Katharina Kämmerer; °° 1835 mit dem Witwer und Müller auf der Lohmühle in Asselheim, Sebastian *Kunz. Beide schlossen am 14.6.1835 vor dem Grünstadter Notar Moré (bezeichnet als der Vater Moré = Philipp Nikolaus Moré) einen Ehevertrag. Darin ist ausgeführt, daß der Ehemann Sebastian Kuntz „in seinem Witwenstand seine obengenannte Mühle aquiriert und darauf den 1. Termin bezahlt, diese Zahlung geschah jedoch aus der Summe welche der Ehemann aus der Theilung der Gütergemeinschaft zwischen ihm und seiner verstorbenen ersten Frau be­zogen hat“. Im Vertrag verpflichtete sich der Vater der Braut, Michael Jacob (2) Fetzer, seiner Tochter einen Betrag von 3000 Gulden zu schenken (vgl. LA Speyer Best. K16 Nr. 297, K 34: Ehevertrag des Lohmüllers in Asselheim Sebastian Kunz und der Müllerstoch­ter Dorothea Fetzer von der Kronenmühle Rodenbach vom14.6.1835).


Dorothea Fetzer ererbte mit not. Vertrag 13.7.1839 aus dem Nachlaß ihrer Mutter Katharina Kämmerer gewesener Ehefrau von Mi­chael Jakob Fetzer, einen Acker in Ebertsheim, 123 Ruthen, im L och unter dem Rodenbacher Weg (vgl. LA Speyer Best. L56 Nr. 154, Bl. 529: Grundsteuerkataster Ebertsheim von 1841).



Fetzer, Michael Jakob (1):

ab 1804 Müller auf der Kronenmühle in Rodenbach (OT von Ebertsheim); Sohn des Müllers Balthasar Fetzer und der Eleonore Schüttler. °° mit Anna Catharina NN.


Am 29. Nivose XIII ( 29.12.1804) kam es vor dem Notar Weiß in Großbockenheim zur vertraglichen Erbauseinandersetzung unter den Kindern des verstorbenen Müllers auf der Kronenmühle, Balthasar Fetzer. Der Müller und Betriebsnachfolger auf der Kronen­mühle, Michael Jakob Fetzer übernahm die Erbanteile seiner 6 Schwestern gegen Zahlung von 43 francs (vgl. LA Speyer Notariats­akten Großbockenheim Nr. 185 vom 29. Nivose XIII). Auf dem Türsturz der Kronenmühle befindet sich die Inschrift „1817 J. Fezer. An. Cat.“ (Mitteilung von Frau Marie Luise Reuter, Quirnheim).



Fetzer, Michael Jacob (2):

vor 1841 Rodenbach; ab 1828 war Michael Jakob Fetzer der Müller auf der Kronenmühle in Rodenbach (OT von Ebertsheim). Er dürfte der Sohn des Müllers Michael Jakob (1) *Fetzer und der Anna Catharina NN. sein.


Die Kronenmühle wird im Grundsteuerkataster von 1843 wie folgt beschrieben: „Wohnhaus mit Mahlmühle mit einem Gang Scheu­er, Schupfe, Stallung mit Schupfe und Hofraum.“ (vgl. Grundsteuerkataster Steuergemeinde Rodenbach S. 35 vom 23.2.1843, sowie Mitteilung von Frau Marie Luise Reuter, Quirnheim).


°° mit Katharina Kämmerer (vgl. LA Speyer Best. L56, Nr. 154, Bl. 529: Grundsteuerkataster Ebertsheim von 1841); Vater der Doro­thea *Fetzer (°° 1835 mit dem Müller von der Lohmühle Asselheim, Sebastian *Kunz) (vgl. LA Speyer Best. K16 Nr. 297, K 34: Ehevertrag des Lohmüllers in Asselheim Sebastian Kunz und der Müllerstochter Dorothea Fetzer von der Kronenmühle Rodenbach vom14.6.1835).



Ficht, Franz:

zunächst Ackersmann auf dem Neuhof; ab 1802 Müller auf der Moosalber Mühle; °° mit Maria Elisabetha Nothof; er ersteigerte am 16.12.1802 die Moosalber Mühle bei Schmalenberg aus dem Eigentum des Freiherrn Carl Theodor von Hacke für 1600 fl l (=3447,81 francs) (vgl. LA Speyer Best. T 89 Nr. 673/3). Am 11.1.1805 erwarb Familie von Gienanth den Moosalber Hof und die Moosalber Mühle von Franz Ficht für 3997,30 francs und verpachtete die Mühle in gleicher Urkunde wieder an den Verkäufer Ficht. Die Gienanth waren bis 1891 Eigentümer von Hof und Mühle (vgl. LA Speyer Best. T 89 Nr. 673/3; vgl. Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz: Findbuch des Bestandes Familien- und Werksarchiv Gebr. Gienanth-Eisenberg [= LA Speyer Best. T 89], bearbeitet von Paul Warmbrunn, Koblenz 2000, S. 104).



Fiesel, Joseph Friedrich:

er war Müller in Rheingönheim: in der 2. Hälfte des 19. Jh. als “Obermüller in Rheingönheim”; °° mit Elisabetha Deutberth aus Ost­hofen (1867 err. - 7.9.1899 in Rheingönheim im Alter von 32 Jahren) (vgl. Poller: Rheingönheimer Bürgerbuch, a.a.O., Bd. 2 S, 59).



Finck, Hans Wolff:

er war von 1667-1678 Müller auf der Mittel-Mühle in Edenkoben, dann von 1678-1686 Beständer der Untersten Mühle in Edenko­ben (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 291). Er ist der Vetter des Müllers Hans Konrad *Hol­ler, der 1686 und noch 1691 sein Nachfolger auf der Untersten Mühle in Edenkoben war (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 291).


Ein Gerichtsprotokoll von 1674 berichtet, daß der Mittelmüller Hanß Wolff Finck „bei jezigen Trublen“ die Mühle nicht gebrauchen konnte und um Pachtnachlaß bittet (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 290).



Finck, Johannes:

um 1663 - 19.11.1733 Hinzenhauser Mühle (Herrenhauser Mühle, auch Finkenmühle); um 1687 war Johannes Finck Müller auf der Hinzenhauser Mühle; °° vor 1687 mit Anna Ursula NN.; seine Tochter Maria Katharina Finck wurde um 1687 dort geboren (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 74, 83). Seine Tochter Anna Eva Finck (geb. um 1693 in der Zinckweiler Mühle – 16.5.1755) heiratete am 30.7.1716 den Müller auf der Herrenhäuser Mühle, Johann Philipp Simon (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 280 Nr. 1505).



Finck, Maria Katharina:

geb. um 1687 auf der Herrenhauser Mühle / Finkenmühle bei Fohren-Linden; Tochter des Müllers auf der Herrenhauser Mühle, Jo­hannes *Finck und der Anna Ursula NN.; Schwester der Anna Eva *Finck (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 74 iVm Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 280 Nr. 1505).



Finck, Anna Eva:

um 1693 in der Zinckweiler Mühle – 16.5.1755; Tochter des Müllers Johannes Finck und der Anna Ursula NN.; Schwester der Maria Katharina Finck; °° am 30.7.1716 den Müller auf der Herrenhäuser Mühle, Johann Philipp Simon (vgl. Jung: Familienbuch Baum­holder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 280 Nr. 1505).



Finger, Jakob:

1775 erscheint im reformierten Kirchenbuch von Contwig als Müller zu Dellfeld der Müllermeister Jakob *Finger; Sohn von Johan­nes Finger; °° 7.2.1775 in Contwig mit Maria Catharina Weber aus Dietrichingen (vgl. Bohrer, u.a.: Register zum reformierten Kir­chenbuch Contwig, a.a.O., S. 22).



Fisch, Erasmus:

um 1770 Müller auf der Ölmühle in Enkenbach


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 953/4: „Acta betr: die Oelmühle des Erasmus *Fisch, 1770-1774“



Fischer, Bonifacius:

um 1623 Müller in Neustadt ++++klären: welche Mühle++++


Um 1623 war Bonifacius *Fischer als Müller in Neustadt (vgl. Luckenbill, L.: Pfalz-Saarland Familienverbindungen der Nachbarlän­der; in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1962, S. 241 ff [Anm.: teilweise Auswertung der Probsteiprotokolle der ehemals nassaui­schen Gebiete um Saarbrücken und Ottweiler im LHA Koblenz Nr. 2403]).


In Nr. 2403 der Probsteiprotokolle der ehemals nassauischen Gebiete um Saarbrücken und Ottweiler im LHA Koblenz (vgl. Lucken­bill, L.: Pfalz-Saarland Familienverbindungen der Nachbarländer; in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1962, S. 241) heißt es: Wei­land Nickel Pfeiffers oder Lautten Nickels zu Dudweiler nachgelassener Sohn Nickel zu Eisenberg wohnhaft und seiner Schwester Beyeln Mann Bonifacius Fischer, Müller zu Neustatt, verkaufen Lautten Claußen zu Dudweiler, °° Barbeln, alles, was sie Verkäufer von ihren Eltern seligen Nikel Pfeiffern und Kautten Ketten an Haus, Hof ….“



Fischer Daniel:

aus Gehrweiler; er kauft am 16.10.1710 die Tausendmühle am Frohnbach bei Bruchmühlbach (vgl. Gortner: Bruchmühlbach, a.a.O., S. 90).


David Fischer unterzeichnet den Kaufakt am 16.6.1710 mit einem Handzeichen X, „weil er des Schreibens ohnerfahren ist“. In der Folgezeit häufen sich die Beschwerden bei der Zweibrücker Regierung, bald vom Müller, bald von den Kunden. Bereits 1709 sah sich der damalige Müller außer Stande die Erbpacht zu bezahlen, weil die Vogelbacher Konkurrenz ihm die Einnahmen schädige und in Bruchmühlbach nur neun Häuser stünden. Der Lambsborner Schultheiß Rupert Trautmann und die Gemeinde Bruchmühlbach beschweren sich ein andermal über den Müller der Frohnbach David Fischer, daß er schlecht mahle und ihnen ins Gesicht sage, „er möge ihnen mahlen wie er wolle“. Die beschwerdeführenden Bauern wollen in Vogelbach mahlen lassen. Nach dem ersten Bescheid der Zweibrücker Regierung wird aber die Gemeinde angehalten, in der Tausendmühle mahlen zu lassen, weil sie dorthin gebannt sei, in einem späteren Bescheid wird ihnen allerdings die Freiheit gegeben, mahlen zu lassen, wie sie wollen, weil sich nichts findet, daß diese Mühle eine Bannmühle sei (vgl. Gortner: Bruchmühlbach, a.a.O., S. 90).


Am 18.4.1722 vertauscht David Fischer die Tausendmühle mit Theobald Hoof von Bruchmühlbach mit dessen Mühle und Gütern (vgl. Gortner: Bruchmühlbach, a.a.O., S. 90).



Fischer, Franz Josef:

1708 err. Münsterappel - 13.5.1748 Medard; bis 1748 war Franz Jakob Fischer “Ölschläger zu Medard” († 13.5.1748 Medard) (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der Einwohner von Odenbach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutherischen Kirchenbü­chern von Meisenheim 1684-1798, a.a.O., S. 25)



Fischer, Henrich:

um 1714; Müllermeister; er stammte von der Weyer Mühle in Baumholder; zunächst Müller auf der Weyhermühle in Baumholder; Fischer suchte 1714 um Erlaubnis zum Wiederaufbau der Deckers- oder Geigersmühle (auch Fischersmühle genannt) in Mambächel nach und erhielt einen Erbbestandsbrief schon am 17.9.1714. Vater von Johann Mathias *Fischer, Maria Elisabeth Fischer verh. Lu­cas und Johann Nickel Fischer; sein Sohn Johann Mathias Fischer suchte am 23.8.1745 um Genehmigung zur Übernahme der Mühle; seine Geschwister Maria Elisabeth verh. Lucas und seinen Bruder Johann Nickel Fischer habe er ausgezahlt und für seinen noch le­benden Vater noch einen Ausbehalt vom Kaufschilling übernommen. Der Erbbestandsbrief wurde ihm am 12.3.1746 ausgestellt. Da­neben hatte Johann Mathias Fischer mit seinem Vater und seinen Geschwistern einen Erbteilungsvertrag am 14.5.1746 geschlossen. Danach gehörten zur Mühle ein Garten ober dem Mühlenteich gelegen, daneben ein Stück Ackerfeld mit einem daran anstoßenden Wiesenstück, die über der Straße gelegene Scheuer mit einem Schweinestall (vgl. Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 98-101; Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 83 Nr. 435).



Fischer, Henrich Jacob:

um 1774 Müller auf der Riegelbrunner / Riegelborner Sägmühle bei Münchweiler a. d. Rodalb; diese liegt eine 4 Stunde nördlich des Dorfes Münchweiler, an der Einmündung der Merzalb in die Rodalb, auf der Wüstung des ehemaligen Dorfes Riegelbrunn; (Frey: Beschreibung des Rheinkreises, a.a.O., Bd. 4, 1837, S. 271/72); um 1774 war Henrich Jacob *Fischer der Müller auf der „Riegelbor­ner Sägmühle im Rodalber Amt“; °° am 25.10.1774 in Waldfischbach die Catharina Roth (vgl. Meyer, Dietmar: Register zum 3. ref. Kirchenbuch Waldfischbach [Holzlandkirchenbuch], Zweibrücken 1986, S. 22).



Fischer Jakob:

aus Thaleischweiler; ab 1741 Müller auf der Kneispermühle. 1741 erwarb Jakob Fischer aus Thaleischweiler das Mühlengut. Er ist der Stammvater der bis 1930 auf dem Mühlengut wohnenden Familie Fischer (vgl. Internetdatei Wikipedia).


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) wird sie wie folgt beschrieben: “liegt an der Walber Bach (=Wallalbe), die unten an dem Dorf Oberhausen noch die Labacher Bach zu sich nimmt. Ent­fernung zur Neumühl (= Faustenmühle; auch Maßweiler Mahl- und Sägemühle bei Maßweiler) oberhalb und zur Oberhauser Mühle unterhalb je 1 Stunde. dazwischen 3 leiningische Mühlen, nämlich die Herschberger, Würschhäuser und die Walber Mühle. 2 unter­schl. Wasserräder für ein 1 Mahl- und 1 Schälgang (auf welchem zur Not auch gemahlen werden kann). Etwa 100 Gäng überhalb der M. ein kleines Wehr mit Schließ. Die Dörfer Maßweiler, Reifenberg, Schmitshausen und Oberhausen sind hierher gebannt. Die Erb­beständer Jakob *Neumüller und Jakob Fischer entrichten jährlich an Pacht: 5 Ma. Korn, 5 Ma. Hafer, 1 Mühlschwein von 100 Pfund und 10 Kapaunen oder dafür 6 fl 10 bz.. Der Sohn des J. Fischer sitzt auf der Mühle. Der Molter wird geteilt.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 191).



Fischer, Hans Georg:

um 1766 kurzzeitig Müller auf der Alten Hechtlochmühle in Rieschweiler; Sohn des Müllers und Hofbeständers in Hitschenhausen Johann Theobald *Fischer; er kaufte am 12.5.1766 zusammen mit seinem Vater Johann Theobald *Fischer, die alte Hechtlochmühle in Rieschweiler je zur Hälfte von vorherigen Müller und Erbbeständer Johann Peter *Flößer. Hans Georg Fischer verkaufte am 30.3.1771 seinen Anteil an der Mühle für 1229 an Friedrich Christian Scheffe aus Rieschweiler (vgl. Müller, Franz J.: „Die Rie­schweiler Mühlen, a.a.O., S. 511).



Fischer, Heinrich:

bis vor 1746 Müler auf der Mahlmühle in Mambächel. Sein Erbbestandsbrief datiert vom 7.9.1714 (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 136r). Vater des Müllers in Mambächel Johann Mathias *Fischer, der Maria Elisabeth verh. Lucas und des Johann Nickel Fischer. Heinrich Fischer übergab die Mühle in Mambächel mit Erbteilungsvertrag am 14.5.1746 an den Sohn Johann Mathias *Fi­scher zu einem Kaufpreis von 450 Gulden. Dieser hatte seine Geschwister Maria Elisabeth verh. Lucas und seinen Bruder Johann Ni­ckel Fischer ausgezahlt und für seinen noch lebenden Vater noch einen Ausbehalt vom Kaufschilling übernommen (vgl. Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 98-101; Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchen­buch, a.a.O., S. 83).



Fischer, Johannes:

um ++++ „der Müller“ in ++++ (Lambsheim ?); reformiert; °° mit Sara Kielewein (vgl. Rembe, Heinrich: Fehlende Namen der Frau­en in den Lambsheimer Kirchenbüchern; in: PRFK 1974, S. 41).



Fischer, Johann Mathias:

20.1.1784 Mambächel; Erbbeständer auf der Mühle in Mambächel; Sohn des Müllers Heinrich Fischer; Bruder von Maria Elisa­beth Fischer verh. Lucas und Johann Nickel Fischer. 1736 ist der Besitzer Mahlmühle in Mambächel der Johann Mathias *Fischer, der die Mühle von seinem Vater Heinrich Fischer geerbt hat. Er besitzt einen, auf seinen Vater ausgestellten Erbbestandsbrief vom 7.9.1714 (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 136r). Johann Mathias Fischer suchte am 23.8.1745 um Genehmigung zur Über­nahme der Mühle; seine Geschwister Maria Elisabeth verh. Lucas und seinen Bruder Johann Nickel Fischer habe er ausgezahlt und für seinen noch lebenden Vater noch einen Ausbehalt vom Kaufschilling übernommen. Der Kaufpreis betrug 450 Gulden; ihn wurde am 12.3.1746 der Erbbestandsbrief ausgestellt. Daneben hatte Johann Mathias Fischer mit seinem Vater und seinen Geschwistern einen Erbteilungsvertrag am 14.5.1746 geschlossen. Danach gehörten zur Mühle ein Garten ober dem Mühlenteich gelegen, daneben ein Stück Ackerfeld mit einem daran anstoßenden Wiesenstück, die über der Straße gelegene Scheuer mit einem Schweinestall (vgl. Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 98-101; Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 83; vgl. Mühlenprotokoll von 8.7.1746 Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 134r-137r); °° vor 1741 mit Eva Elisabeth NN.; aus der Ehe gingen 4 Kinder hervor (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 83).



Fischer, Johann Theobald:

Hofbeständer von Hitschenhausen (heute Hitscherhof oberhalb von Rieschweiler); er kaufte am 22.5.1753 kaufte die Alte Hechtloch­mühle in Rieschweiler für 1652 Gulden, wohl von der Erbengemeinschaft nach Johann Friedrich Hoffmann (err.) (vgl. Müller, Franz J.: „Die Rieschweiler Mühlen, a.a.O., S. 511). In der Mühlenbeschreibung von 1756 ist die Mühle wie folgt beschrieben (zitiert nach Herzog, A.: Die Mühlen im Herzogtum Zweibrücken; in: Pfälzische Heimatblätter 14 (1966), S. 3-5 in: Müller, Franz J.: „Die Rie­schweiler Mühlen, a.a.O., S. 511):“ 2 Wasserräder mit 1 Mahlgang und 1 Schälgang. Sie zahlt 2 Gulden, 7 Batzen, 4 Pfennige an Geld; 2 Malter Korn und 2Malter, 4 Sester Haber Pacht. 86 Familien aus Mühlbach, Eschweiler, Hitschenhausen und Rieschweiler mahlen hier als freiwillige Mahlgäste.“ Vater des Hans Georg Fischer.



Fischer, Valentin:

1732 (err.) - am 23.4.1772 im Alter von 39 J., 11 M. und 6 T Billig(vgl. email Klaus Müller vom 15.11.2010); um 1768 Müller auf der Wartgartenmühle bei Billigheim (vor der Stadt gelegen) und Bürger von Billigheim; °° mit NN. Billighöfer, der Tochter des Bil­ligheimer Müllers Valentin Billighöfer; im Mühlenverzeichnis vom 6.4.1768 für das kurpfälzische Oberamt Germersheim ist die Mühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtli­cher Mühlen des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 254): “Valentin Fischer Bürger daselbsten besitzt dermahlen die vor der Stadt liegende Mühl vor im Eigenthumb, so 3 Wasser Räder haben thut, durch Selbige werden 2 Mahl und ein Schehlgang, sodann Ohlig und Reib Mühl wechselweis getrieben, ist von sein des Fischers Schwiegervater Valentin Billighöfer von dem Johann Peter Pfirrmann laut adjuncti Nr. 8 in ao 1745 erkauffet worden, gibt jährlich 5 Malter .... Pfacht ahn die Dhom Dechanei zu Speyer Wasserfall Zinß.”


Bei der Ehefrau des Müllers Fischer, handelt es sich Catharina Bittighöfer (wohl eine Enkeltochter des Müllers Valentin Billighöfer bzw. des Müllers und Wappenschmieds Johann Valentin *Bittighöfer. Im KB. Billigheim (ref.) wird bei der Taufe eines Kind des Philipp Jacob Kuhn und seiner Gattin Anna Maria geb. Fischer am 14.8.1773 u.a. als Patin angegeben: "Catharina Fischer Wittib geb. Bittighöfer" (Mitteilung von Herrn Klaus Müller aus Diepholz vom 14.8.2010). Der Müller Valentin Fischer, der noch im im Müh­lenverzeichnis vom 6.4.1868 aufgeführt ist (Datum der Fertigstellung, nicht der Verwaltungs-Recherche durch das kurpfälzische Oberamt), war am 23.4.1772 verstorben.


Möglicherweise ist die Cath. Elis. Bittenhöfer, die am 22.10.1720 in Ingenheim als Tochter des Wappenschmieds Joh. Valentin Bittig­höfer geboren wurde, die Großmutter der Catharina Bettighofer. Der Müller Valentin Billighöfer, der im Mühlenverzeichnis von 1768 als Schwiegervater des Valentin Fischer erwähnt ist, könnte nämlich ein (gleichnamiger ?) Sohn des Ingenheimer Wappen­schmieds Johann Valentin Billighöfer sein. Hierfür spricht mE Vieles, u.a. der Name (Schweizer Einwanderer-Familie, die sich in der Südpfalz verbreitete) und die räumliche Lage der Mühlen. +++klären+++



Fitting, Christian:

vor 1789 - 1825; aus Großkarlbach. Die Rheinmühle in Großkarlbach gehörte um 1804 dem Christian Fitting, wie die Inschrift über dem den Eckbach überspannenden Bogen zeigt: "CF 1804" (vgl. Karn, Georg Peter: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin, Erwin: Pfälzische Dorfgeschichte. Ländliche Kultur am Beispiel Großkarlbach, a.a.O., S. 182). Die In­schrift am oberen Tor von 1806 nennt die Besitzer Christian und Louisa Fitting (vgl. Martin, a.a.O., S. 40). Die Medaillons an der Toreinfahrt der Mühle zeigen die Erbauer Christian und Louisa Fitting (vgl. Karn, a.a.O., S. 182); Eheschließung mit Lousia Schick; Vater des Peter Christian *Fitting (vgl. Martin, a.a.O., S. 40). °° mit Louisa Schick; Christian Fitting ist 1825 gestorben, seine Witwe behielt den Besitz und übertrug ihn am 26.6.1844 auf den Sohn Peter Christian Fitting (vgl. Martin, a.a.O., S. 40).



Fitting, Christian:

vor 1841, Großkarlbach; ehemaliger Haumüller auf der Haumühle in Großkarlbach; Ehemann der Maria Philippina Fitting (vgl. Martin, Michael: Das Dorf Großkarlbach im Spiegel des Urkatasters von 1841; in: Martin, Erwin [Hrsg.]: Großkarlbach, a.a.O., S. 104).



Fitting, NN.:

aus dem Mauchenheimer Zweig der Fittings; °° mit dem Müller Johannes *Anhäußer aus Oberndorf / Alsenz; dieser übernahm von seiner Mutter 1777 die Untere Mühle in Oberndorf (vgl. Stock, Pfarrer: Ortsgeschichte von Oberndorf (auch zu Mühlen); in: Nordp­fälzer Geschichtsverein 1927, S. 21-22 und S. 87-88)



Fitting, Peter Christian:

Müller auf der Rheinmühle in Großkarlbach; Sohn von Christian *Fitting und Louisa Schick; der Vater Christian Fitting ist 1825 ge­storben, seine Witwe Louisa Fitting geb. Schick behielt den Besitz und übertrug ihn am 26.6.1844 auf den Sohn Peter Christian Fit­ting (vgl. Weber, a.a.O., S. 40).



Fitting, Philipp I:

nach 1806; aus Großkarlbach; Eigentümer der Heckmühle; Vater des Philipp II. *Fitting. Möglich, daß es bei ihr um die immer wieder in den Quellen auftauchende untere Schleifmühle handelt, die vor 1595 abgerissen und an deren Stelle 1598 eine Walkmühle gebaut wurde. 1687 wurde die Heckmühle zu einer Ölmühle umgebaut. 1841 war damals Katharina Margarethe Fitting, geb. Webel, Eigentümerin, der Witwe des 1829 verstorbenen Philipp Fitting II., der die Mühle von seinem gleichnamigen Vater geerbt hatte; auf ihn dürfte auch der Scheitelstein im Hoftor mit den Initialen HPF 1806 hinweisen (vgl. Martin, Erwin: Pfälzische Dorfgeschichte. Ländliche Kultur am Beispiel Großkarlbach [Verlag Walter E. Keller: Treuchtlingen, 1998], S. 38).



Fitting, (Johann) Philipp II:

vor 1765 Großkarlbach - † 1829; aus Großkarlbach; Sohn des Philipp I. *Fitting; Eigentümer der Heckmühle in Großkarlbach (vgl. Martin, Erwin: Pfälzische Dorfgeschichte. Ländliche Kultur am Beispiel Großkarlbach [Verlag Walter E. Keller: Treuchtlingen, 1998], S. 38; Martin, Michael: Großkarlbach, Dorf der Mühlen; in: Heimatjahrbuch Bad Dürkheim 1988, S. 53, 103; Jakob Schiffer: Erinnerungen, a.a.O., S. 18, 20). Eheschließung mit Katharina Margarethe *Webel (vgl. Martin: Großkarlbach, a.a.O., S. 103). Die Eheleute Fitting waren auch Eigentümer des 1835-37 errichteten Hauses Hauptstraße 27 in Großkarlbach (vgl. Karn, Georg Peter: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin, Erwin: Pfälzische Dorfgeschichte. Ländliche Kultur am Beispiel Großkarlbach, a.a.O., S. 178). Ein Balken des Vorgängerbaues ist als Spolie eingesetzt und trägt die Inschrift "Johan Philip Fitting / Anna Elisabeth Fitigin / Anno 1765" (vgl. Karn, a.a.O., S. 179).



Fleck, Johann Georg:

1738 als Müller und Erbbeständer auf der Kaisersmühle bei Kaiserslautern (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 235). Am 18.2.1732 sind Paten in der deutsch-reformierten Kirche in Otterberg „Johann Georg Fleck, Müller von der Kaysermühl und die Hausfrau Anna Margaretha (vgl. Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 159 Nr. 1450).



Fleck, NN.:

bis 1738 Erbbestandsmüller auf der Kuseler Stadt- und Bannmühle; in der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt (vgl. Mühlenprotokoll von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7): “Die Kuseler Stadt- und Bannmühle hat ihr Wehr hart an Diedelkopf. Im Mühlgraben wird das Wasser zunächst zur Walk- und Loh­mühle und dann zur Stadtmühle geleitet. Letztere liegt unfern der Stadt bei den Gerbhäusern. 3 oberschlächtige Wasserräder für 2 Mahlgänge und 1 Schelgang. Erbbeständer ist Johann Nickel Klink, hat einen Erbbestandsbrief vom 8. Dezember 1710 auf den Na­men Nickel Grimm und einen vom 8. Juni 1739 auf seinen Namen. Als die Stadt Kusel die Mühle von 1662 bis 1695 innehatte, ent­richtete sie als Pacht 10 Ma. Korn, 10 Ma. Hafer und 6 fl 5 bz an Geld. Dann habe die Rentkammer den 'uralten' Pacht von 30 Ma. Gefordert. Daraufhin habe die Stadt die Mühle an den Müller Georg Bauer abgetreten. Seit der Zeit des Vorbesitzers Fleck betrage die Pacht tatsächlich 30 Ma. Frucht und 14 fl für ein fettes Mühlschwein von 200 Pfund. In die Mühle gebannt sind Kusel, Diedel­kopf und Blaubach.“ (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 216).



Fleon, Familie:


Literatur/Urkunden:

- Petto, Walter: Die Familie Fleon; in: Saarländische Arbeitsgemeinschaft für Familienkunde, Bd. 2, S. 476 ff

- Zenglein, Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 28-33



Fleon, Karl:

ab 1719 Müller auf der neuen Mühle am Kaiserweiher in Mittelbexbach (s. Rothmühle); Sohn des Pierre Fleon, eines Meiers ur­sprünglich französischer Abstammung in Mittelbexbach; Bruder des Schultheiß des Kübelberger Gerichts, Philipp *Fleon; Karl Fle­on errichtete 1719 zusammen mit seinem Schwager ++++klären: Name des Schwagers und dessen Ehefrau++++ die neue Mühle am Kaiserweiher in Mittelbexbach, die spätere Rothmühle; einige Zeit später übernimmt Philipp Fleon die Erbpacht und ist 1727/28 im Besitz der Mühle (vgl. Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 30).



Fleon, Philipp:

Sohn des Pierre Fleon, eines Meiers ursprünglich französischer Abstammung in Mittelbexbach; Bruder des Karl *Fleon; Schultheiß des Kübelberger Gerichts und der Schultheißerei Kübelberg; ab 1739 kurpfälzisch herrschaftlicher Obereinnehmer des Oberamts Lautern; Karl Fleon errichtete 1719 zusammen mit seinem Schwager die neue Mühle am Kaiserweiher in Mittelbexbach, die spätere Rothmühle; einige Zeit später übernimmt Philipp Fleon die Erbpacht und ist 1727/28 im Besitz der Mühle (vgl. Zenglein/Bauer: Kü­belberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 30). Überhaupt scheint Philipp Fleon das Eigentum über mehrere Mühlen erlangt zu haben. 1730 wird Wilhelm Fleon vom Altenwoog unter den „Ausländischen“ genannt, die Güter in der Meierei Neunkirchen haben. Es kann sich hierbei nur um Philipp Fleon und die Altenwoogsmühle bei Vogelbach handeln (vgl. Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 30). 1728 will Fleon bei Scheidenberg (s. *Schanzer Mühle) eine Sägemühle errichten. Die kurpfälzische Hofkammer lehnt aber aus Rücksicht auf die Sägemühle bei Ramstein das Gesuch ab (vgl. Häberle, Daniel: Scheidenberg, Scheidenberger Woog, Scheidenberger Straße; in: Pfälzisches Museum April 1914, S. 23-28; Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 30). Um 1739 ist er Eigentümer der Paulengrunder Mühle bei Kübelberg, die er durch Knechte etc. betreiben ließ (vgl. Zenglein/Bauer: Kü­belberger Gerichtsbuch a.a.O., S. 32).


Er stammt aus der Schanzer Mühle in Miesau ++++prüfen: mE aus Mittelbexbach+++; Schultheiß des Kübelberger Gerichts und der Schultheißerei Kübelberg; 1739 in Kirchheimbolanden als kurpfälzisch herrschaftlicher Einnehmer erwähnt.


Literatur/Urkunden:

- Petto, Walter: Die Familie Fleon; in: Saarländische Arbeitsgemeinschaft für Familienkunde, Bd. 2, S. 476 ff

- Zenglein, Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 28-33



Flick, Nikolaus:

zunächst Müller auf der Haidmühle in Mußbach; er heiratet die NN, Witwe des Müllers Peter Aumeyer von der Mittelhofer Mühle/Lindenmühle in Wachenheim/Weinstraße; der Geheime Rat von Sußmann, dem der Steinhauser'sche Hof und die zugehörige Lindenmühle gehört, die Mühle an Nikolaus Flick (vgl. Oberste-Lehn, Gert: Rauschende Bäche, klappernde Mühlen : Geschichte der Wachenheimer Mühlen; Heimatjahrbuch des Landkreises Bad Dürkheim 2003, S. 172).



Flicken, Heinrich:

ab 1669 Müller auf der Bienwaldmühle (vgl. Kunstdenkmäler der Pfalz, Bd. V: Bezirksamt Germersheim, a.a.O., S. 30).



Flickinger, NN.:

um 1698 (err,) Müller in St. Wendel. Seine Tochter Maria Catharina Flickinger (geb. ca. 1683 – 11.1.1757 Mimbach) heiratet 1698 in I. Ehe in Mimbach den Hans Nickel Linder (20.1.1712 Mimbach); in 2. Ehe am 14.11.1720 in Mimbach mit Christoph Welcker (vgl. Stopka, Günter: Vier Familien Linder aus dem Kanton Bern im Bliestal und in Zweibrücken; in: Saarländische Familienkunde Jg. XLII 2009, S. 234; RKB Mimbach-Webenheim II, Nr. 3328, 2905, 60, 27).



Fliesen, Familie:


Literatur/Urkunden:

- Fliesen, Karl: Geschichte der Familie Fliesen und der anverwandten Familien, Grünstadt 1926



Fliesen, Carl Ludwig:

1757 Kaiserslautern - 1824 Kaiserslautern; Sohn von Heinrich Ludwig *Fliesen und Charlotte *Umbscheiden (vgl. Böttcher, Rudolf H.: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49: ein Beitrag zur Sozialgeschichte einer bürgerlichen Revolution; in: Pfälz.-rheinische Familienkunde 1999, 302); Bruder der Magdalena *Fliesen (vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 521 Anm. zu Nr. 6057); Eheschließung mit Friederike Marx (Tochter von Johann Friedrich *Marx und Luise Maria Süß); Vater der Julie *Fliesen (vgl. Böttcher, a.a.O., S. 302; Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 135 Anm. zu Nr. 1553) und der Caroline Fliesen (vgl. Böttcher, Rudolf H.: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49: ein Beitrag zur Sozialgeschichte einer bürgerlichen Revolution; in: Pfälz.-rheinische Familienkunde 1999, 302).


Nach dem Tod von Ludwig Heinrich Fliesen übertrug seine Witwe Maria Charlotte Fliesen, geb. Umbscheiden (1731-1792) im Jahre 1784 an ihren Sohn Carl Ludwig Fliesen (1757-1824) für 12.200 Gulden "meine auf der sogenannten Wasch liegende Borden Mühl (Anm.: Waschmühle in Kaiserslautern) nebst Borden, Schopfscheuer und Stallung wie auch die zu dieser Mühl gehörige ohngefehr 5 Morgen Wiesen und 6 Morgen Äcker" sowie mehrere Ackergrundstücke. Carl Ludwig Fliesen war wie sein Vater kurfürstlicher Obereinnehmer sowie Stadtrentmeister und Kirchenältester der reformierten Gemeinde Kaiserslautern. Er war sehr vermögend und lieh der Stadt Kaiserslautern 1793 die Summe von 1.000 Gulden (fl.) (vgl. Eugen Reis, Kaiserslautern im 18. Jahrhundert. Die Men­schen, die in den familienkundlichen Quellen der Stadt erwähnt werden. Einheimische, Eingepfarrte, Fremde, Teil 1, Kaiserslautern 2000, S. 262).


Im Jahre 1800 beschäftigte er drei Mägde und zwei Knechte. (vgl. Fritz Braun und Franz Rink, Bürgerbuch der Stadt Kaiserslautern 1597-1800, Kaiserslautern 1965, S. 202).


1820 bot Carl Ludwig Fliesen, inzwischen Kreiskassier in Speyer, seinem Sohn Wilhelm (1790-1849) die Mühle an. Er schrieb ihm u. a.: "Mir hat die Mühle immerfort jährlich 800 fl. eingetragen, und ich hätte wahrscheinlich nicht 20 Jahre ohne Besoldung in Lau­tern leben können, wenn ich die Mühle nicht gehabt hätte. Ich sezze deswegen einen besonderen Werth darauf, und werde auch nicht zugeben, daß solche in fremde Hände gerathe, es ist ein Platz wovon mit der Zeit eines Deiner Kinder leben kann, besonders, wenn späterhin eine Mahl oder Oelmühle zu der Bordenmühle gebaut wird, ich bedinge deswegen ausdrücklich, daß Du an dem Eigenthum der Mühle Dir nichts vergebst, weder ganz noch zum Theil.“ (vgl. Karl Fliesen, Geschichte der Familie Fliesen und der anverwand­ten Familien, Grünstadt 1926, S. 51).


Zur Mühle gehörte damals das so genannte "Bader Wooglein", an anderer Stelle auch "Benderwooglein" genannt. Da es ihn interes­sierte, welche Fische darin sind, bat Carl Ludwig Fliesen seinen Sohn 1820 den Woog leer laufen zu lassen, um dies festzustellen und ihn dann wieder mit Wasser zu füllen (vgl. Fließen, a.a.O., S. 52). Den Weiher vermachte Kreiskassier Fliesen schließlich auch in sei­nem Testament seinem Sohn Wilhelm (vgl. Fliesen, a.a.O., S. 53).



Fliesen, Caroline:

1798-1836; Tochter des Carl Ludwig Fliesen und Friederike Marx; Eheschließung mit Franz Xaver *Molitor (vgl. Böttcher, Rudolf H.: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49: ein Beitrag zur Sozialgeschichte einer bürgerlichen Revolution; in: Pfälz.-rheinische Familienkunde 1999, 267, 302)



Fliesen, Heinrich Ludwig:

9.10.1712 Kaiserslautern - 13.3.1788 Kaiserslautern; Sohn des Apothekers Heinrich Wilhelm Fliesen; Apotheker und Obereinneh­mer; Eheschließung am 29.12.1754 in Meisenheim mit Marie Charlotte *Umbscheiden; Vater der Magdalene *Fliesen (vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 521 Anm. zu Nr. 6057) und des Carl Ludwig *Fliesen (vgl. Böttcher, Rudolf H.: Die Familienbande der pfälzi­schen Revolution 1848/49: ein Beitrag zur Sozialgeschichte einer bürgerlichen Revolution; in: Pfälz.-rheinische Familienkunde 1999, 302).


1755 erwarb der kurfürstliche Kaiserslauterer Obereinnehmer und Apotheker Ludwig Heinrich (von) *Fliesen (1712-1783) die Waschmühle. 1770 wird sie als "Bordenmühle" bezeichnet. Er betrieb die Mühle nicht selbst, sondern verpachtete sie an so genannte "Bordenschnitter" weiter.


Nach seinem Tod 1788 fiel die Waschmühle an die Witwe Marie Charlotte *Umbscheiden (1731-1792). Diese übertrug im Jahre 1784 +++Datum falsch: prüfen+++ an ihren Sohn Carl Ludwig *Fliesen (1757-1824) für 12.200 Gulden "meine auf der sogenannten Wasch liegende Borden Mühl nebst Borden, Schopfscheuer und Stallung wie auch die zu dieser Mühl gehörige ohngefehr 5 Morgen Wiesen und 6 Morgen Äcker" sowie mehrere Ackergrundstücke. Carl Ludwig Fliesen war wie sein Vater kurfürstlicher Obereinneh­mer sowie Stadtrentmeister und Kirchenältester der reformierten Gemeinde Kaiserslautern. Er war sehr vermögend und lieh der Stadt Kaiserslautern 1793 die Summe von 1.000 Gulden (fl.) (vgl. Eugen Reis, Kaiserslautern im 18. Jahrhundert. Die Menschen, die in den familienkundlichen Quellen der Stadt erwähnt werden. Einheimische, Eingepfarrte, Fremde, Teil 1, Kaiserslautern 2000, S. 262).



Fliesen, Heinrich Wilhelm:

1720 Kaiserslautern; Apotheker in Kaiserslautern; Vater des Apothekers Heinrich Ludwig *Fliesen (vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 521 Anm. zu Nr. 6057)



Fliesen, Julie:

1800-1839; Tochter des Carl Ludwig *Fliesen und Friederike Marx; Eheschließung mit Landkommissar Johann Wilhelm Petersen (1786-1863); Schwester der Caroline *Fliesen (vgl. Böttcher, a.a.O., S. 302); Mutter des Pfarrers Georg Heinrich Friedrich Adolf Pe­tersen (7.8.1821 Landau - 10.4.1905 Darmstadt (vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 342 Anm. zu Nr. 3977), des Reichsgerichtsrats Julius Petersen und von Carl Petersen (vgl. Böttcher, Rudolf H.: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49: ein Beitrag zur Sozialgeschichte einer bürgerlichen Revolution; in: Pfälz.-rheinische Familienkunde 1999, 267, 302)



Fliesen, Magdalene:

1760 Kaiserslautern - 8.9.1798 Wieblingen; Tochter des Apothekers Heinrich Ludwig Fliesen und Marie Charlotte *Umbscheiden; Eheschließung mit Pfarrer Friedrich Peter Wundt (vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 521 Anm. zu Nr. 6057)



Flockert, Christoph:

1685 kaufen Christoph Flockert und seine Frau Maria Katharina die dem Hochstift Speyer zugefallene (offenbar waren keine Erben vorhanden), „ganz verfallene Pelzmühle oberhalb Dudenhofen“ um 50 fl und einen jährlichen Wasserzins von 12 Malter Korn (vgl. Klotz: Ortsgeschichte der Gemeinde Dudenhofen, Gemeindeverwaltung Dudenhofen 1964, S. 141 m.w.N.). Die “Pelzmühle” lag oberhalb des Dorfes am Woogbach (aus Kinscherff, Rudolf: Die wechselvolle Geschichte der Mühlen. Aufgezeichnet am Beispiel Dudenhofen; in: Heimatjahrbuch Landkreis Ludwigshafen 1985, S. 174-177).



Flockert, Wendel:

bis 1689 Müller auf der Würtzmühle in Neustadt; er übergibt die Würtzmühle 1689 an Hans Schleicher (vgl. Habermehl, Paul: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plänen; in: Weyrich, Klaus Peter: Neustadt. Beiträge zur Geschichte einer pfälzischen Stadt, Neustadt 1975, S. 361). +++klären: Verwandschaftsverhältnis zu Wendel Flockert aus Haßloch++++



Flockert, Wendel:

um 1738 Müller in Haßloch auf der Untersten Neumühle; im Mühlenverzeichnis von 1738, aufgenommen vom kurpfälzischen Hör­fauth Philipp, ist sie wie folgt beschrieben (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 246; LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “kommt von dem Nicolas Motzenbecher anfänglich her, hatt 1553 bey churf: hochlöbl: Hofcammer, weillen sie nur ein Mahlgang ge­habt, umb noch einen Scheelgang undt zur Noth zu Mahlen aufzurichten angehalten, welches wie der ______ erhaltene Consens meldt, ihm auch erlaubt worden, davor zahlt er jährlich zur Kellerey Neustadt 6 Malter Korn, ob nun diese Mühl vorhin als sie nur ein Gang gehabt, weniger denn 6 Malter hatt gegeben, ist dem jetzigen Poßser Wendel Flockert nicht bewußt, auch meldt der mier vorgezeigte alte Consens nichts davon, diese Mühl ist eigen und hatt jetzt 2 Mahl und einen Scheelgang. Neuer Consens ist nicht vor­handen”



Flockerzi, NN.:

erstammte aus der Eselsfürth bei Kaiserslautern; Flockerzi besaß vorübergehend die untere Hetschmühle in Alsenborn (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die beiden Hetschenmühlen unterhalb Alsenborn; in: Pfälzische Heimatblätter Jg. 6, 1958, S. 22).



Flockerzi, Sylvester:

bezeichnet als "Flogerzi" aus Iggelbach; Müller auf der Mahlmühle in Iggelbach; er heiratete am 3.4.1742 in Iggelbach die Tochter aus 1. Ehe des Müllers in Iggelbach Lenhard *Nicklas, Maria Elisabetha *Nicklas; das Ehepaar übernahm vom Vater die Säg- und Schneidmühle in Iggelbach, die Sylvester Flockerzi in eine Mahlmühle umbaute. Dieser ist Vater des Holzmachers und Müllers Jo­hann Adam (1) Flockerzi, und Enkel des späteren Gastwirts und Bäckers Johann Adam (2) Flockerzi (s.u.);



Flößer, Johann Peter:

um 1756 Thaleischweiler; Sohn des Leonhard *Flößer; er kaufte am 24.8.1764 die Alte Hechtlochmühle in Rieschweiler von seinem Vater; er verkaufte die Mühle bereits am 12.5.1766 an den früheren Erbbeständer und Müller Johann Theobald *Fischer, von dem sein Vater Leonhard Flößer die Mühle 1762 gekauft und dessen Sohn Hans Georg Fischer je zur Hälfte vgl. Müller, Franz J.: „Die Rieschweiler Mühlen, a.a.O., S. 511).



Flößer, Leonhard:

um 1756 aus Thaleischweiler; lutherisch; er kaufte am 8.3.1762 die Alte Hechtlochmühle in Rieschweiler für 3100 Gulden von dem Müller Johann Theobald *Fischer; verkaufte sie aber schon am 24.8.1764 an seinen Sohn Johann Peter Flößer weiter (vgl. LA Speyer Best. B2-A 1274/3 Müller, Franz J.: „Die Rieschweiler Mühlen, a.a.O., S. 511).



Flori, Johannes Georg (auch Flory):

geb. 22.12.1707 in Harthausen – † 28.4.1790 in Großfischlingen; Müllermeister in Großfischlingen; Sohn des Bürgers in Harthausen, Johannes Peter Florin und der Maria Catharina Dürr; wird 1725 als Bürger von Großfischlingen genannt, 1750 Schultheiß von Groß­fischlingen; °° I mit Maria Margaretha Spieß (15.3.1708 – 2.2.1767; Witwe von Hans Georg Schmidt; Tochter von Nicolaus Spieß und Susanna Tyri) (vgl. Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 147; Mitteilung von Frau Christa Miebach, Mülheim a.d. Ruhr vom 29.5.2010). Der Vater der Ehefrau, Hanß Nicolaus *Spieß († 20.4.1719) war Besitzer der Mühle in Großfischlingen. Diese übernahm später sein Sohn Johannes Michael Spis, der am 15.10.1752 unverheiratet stirbt. Die Mühle in Großfischlingen ge­langt daraufhin Johannes Georg Flory und seine Maria Margaretha Spieß (vgl. Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 147). Vater des Müllers in Großfischlingen Andreas *Flory (Mitteilung von Frau Christa Miebach, Mülheim a.d. Ruhr vom 29.5.2010; Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 55), aus der 1. Ehe stammt auch die Tochter Christina *Flory (geb. 1738 – 6.7.1796; °° mit dem Müller Georg Schmidt) (vgl. Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 55, 126); °° II am 1.9.

1767 mit Margaretha Schmitt (vgl. Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 55).


Flory, Andreas:

~ 1.12.1732 Großfischlingen - † Febr. 1770 in Großfischlingen; Sohn des Müllers in Großfischlingen Johannes Georg *Flori und Ma­ria Margaretha Spieß; Müller in Großfischlingen (?); °° mit Maria Barbara Kühn (1744 – 4.5.1814; °° II am 22.8.1770 mit dem Wirt „Zur goldenen Krone“ in Großfischlingen und späteren Schultheiß, Johannes Hollrith; vgl Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 84). Vater des Ackersmanns Hannß Georg Flory (geb. 1766; °° 7.10.1792 mit Clara Schmitt); des Müllers Leonhard Joseph *Flory (Mitteilung von Frau Christa Miebach, Mülheim a.d. Ruhr vom 29.5.2010; Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O.,

S. 55).


Flory, Christina:

geb. 1738 Großfischlingen – 6.7.1796 Großfischlingen; Tochter des Müllermeisters und Schultheiß in Großfischlingen Johannes Ge­org Flori und der Maria Margaretha Spieß; Schwester des Müllers Andreas Flory; °° vor 1767 mit dem Müller in Großfischlingen Jo­hann Georg *Schmidt; Christina Flory bringt die Mühle in Großfischlingen mit in die Ehe; Mutter u.a. der Anna Maria *Schmitt († 22.3.1807; °° am 24.1.1797 mit dem Müller in Großfischlingen und späteren Adjunkt, Johannes *Hollried „der Junge“) (vgl. Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 55, 126)



Flory, Frantz:

um 1755 Müller auf der Nächstmühle in Eisenberg; er stammt aus „Harsheim“ (Harxheim) und ist Unterthan der „Universität Hey­delberg“ (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 53 Bl. 9r-19) (Anm.: das ehemalige Kloster Zell in Zell/Zeller Tal wurde im Zuge der Säku­larisation aufgelöst; seine Güter und Einkünfte dienten zur Unterhaltung der Universität Heidelberg). Als Erbbeständer der „Nächst­mühle“ ist im nassau-weilburgischen Verzeichnis „Acta Commissionis die in Erbleyhe begebende herrschaftl: Höfe, Mühle und Güther im Amt Kirchheim“ vom 21.7.1755“ der Frantz *Flory benannt (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 53 Bl. 9r-19).


Frantz Flory, der Erbbeständer der Nächstmühle in Eisenberg, übernahm auch die Weißmühle in Eisenberg (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 294: „Erbbestandsvergabe der Weißmühle zu Eisenberg an Franz Flory, 1778-1779“). Er stellte 1776 bei der nassau-weilbur­gischen Verwaltung ein Gesuch um Erlaubnis zur Aufnahme eines Kapitals auf die Weißmühle in Eisenberg (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 293: „Gesuch des Franz Flory um Erlaubnis zur Aufnahme eines Kapitals auf die Weißmühle in Eisenberg, 1776“).


1780 verkaufte Franz Flory seine Mühle an Jakob Flory, der daraufhin durch die Landesherrschaft Nassau-Weilburg einen Erbbe­standsbrief erhielt (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 295: „Gesuch des Franz Flory, Erbbeständer der Weißmühle zu Eisenberg um Ge­nehmigung zur Veräußerung der Mühle; Erbbestandsvergabe der Mühle und der sog. Bockswiese an Jakob Flory, 1780-1789“).



Flory, Georg:

um 1863 Müller auf der Mühle am Hasenpfuhl in Speyer rechts des Woogbaches.


1856 war die Mühle am Hasenpfuhl eine sog. Doppelmühle, die beiderseits des Baches bestand. So heißt es 1856, daß das erste Was­serrad der Mühle auf dem linken Ufer des Woogbaches „einen Mahlgang und einen Schälgang“ betreibe, wogegen das zweite ledig­lich „einen Mahlgang“ versorge. Der Müller Heubel wolle „dies abändern und durch das erste Rad zwei Mahlgänge und einen Schäl­gang in Bewegung setzen lassen, das zweite aber blos dann benutzen, wenn ihm dies möglich erschein[e]“, während auf der rechten Seite bei Georg *Flory „das einzige Mühlrad [für] 3 Mahlgänge u. 1 Schälgang“ zuständig sei (vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 84; LA Speyer Best. H45, Nr. 848: Protocoll vom 10.9.1856). Trotzdem hatte gerade das Doppeltriebwerk unter der schwa­chen Wasserkraft zu leiden, weshalb die Mühle links des Woogbaches ihr zweites Rad nur dann in Betrieb nehmen konnte, wenn sich vom Wasserstande her die Möglichkeit dazu bot, worin die Ursache wiederholter Querelen der Nachbarmüller lag (vgl. Heil: Funk­tionaler Wandel, a.a.O., S. 84; LA Speyer Best. H45 Nr. 848). Die endeten erst mit der Vereinigung beider Mühlen am 29.4.1863 (vgl. LA Speyer Best. L57, Nr. 960, S. 2105; Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 84).


Mit dem Müller auf der unterhalb gelegenen Drekmühle kam es 1863 zu Streitigkeiten. Die Drekmühle lag kurz vor der Einmündung des Speyerbachs in den Rhein unterhalb der Mühle am Hasenpfuhl. 1860 kam es zu Streitigkeiten zwischen den Müllern, weil durch die kurze Distanz der Drekmühle zum Vorfluter und die Ausnutzung des Gefälles die „wegen der Stauung durch den nahen Rhein“ die Abflußverhältnisse zeitweise offenbar „sehr prekär“; denn eine höhere Wasserführung des Rheines verursachte zwangsläufig eine Abflußminderung des Speyerbachs, wodurch der Mühle Hinterwasser entstand. Nachdem es insbesondere 1856 zu Reibereien der be­nachbarten Müller auf dem Hasenpfuhl links des Woogbaches gekommen war (vgl. LA. Speyer, Best. H. 45 Nr. 848), beklagte sich Georg Flory von der Hasenpfuhler Mühle rechts des Woogbaches 1863 schließlich über das Mahlen „bei kleinem Wasserstande, wel­ches so häufig“ stattfinde (vgl. Heil: Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 82, 84; LA Speyer Best. 3 Nr. 297: G. Flory am Bürger­meisteramt Speyer vom 7.3.1863).



Flory, Jakob:

ab 1780 Müller auf der Weißmühle in Eisenberg. 1780 verkaufte Franz *Flory seine Weißmühle in Eisenberg an Jakob Flory, der dar­aufhin durch die Landesherrschaft Nassau-Weilburg einen Erbbestandsbrief erhielt (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 295: „Gesuch des Franz Flory, Erbbeständer der Weißmühle zu Eisenberg um Genehmigung zur Veräußerung der Mühle; Erbbestandsvergabe der Müh­le und der sog. Bockswiese an Jakob Flory, 1780-1789“).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 295: „Gesuch des Franz Flory, Erbbeständer der Weißmühle zu Eisenberg um Genehmigung zur Veräuße­rung der Mühle; Erbbestandsvergabe der Mühle und der sog. Bockswiese an Jakob Flory, 1780-1789“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 296: „Gesuch des Jakob Flory Erbbeständer der Weißmühle zu Eisenberg, um Erlaubnis zur Aufnahme ei­nes Kapitals auf seine Erbleihe, 1783“


Flory, Leonhard Joseph:

geb. 1769 in Großfischlingen - † Ottersheim; Müller in Ottersheim ++++prüfen++++; Sohn des Müllers in Großfischlingen Andreas *Flory und der Maria Barbara Kühn; Enkel des Müllers in Großfischlingen Johannes Georg *Flori und der Maria Margarethe Spieß.


°° 18.8.1794 mit Elisabeth Gardinger, Witwe von Andres Gutting, Bürgers in Ottersheim (Mitteilung von Frau Christa Miebach, Mül­heim a.d. Ruhr vom 29.5.2010; vgl. auch: Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 55 , der allerdings den Mädchenna­men der Elisabeth NN. Witwe Gutting nicht kennt)



Fluck, Friedrich:

um 1768 Müller auf der Doppelmühle in Siebeldingen. Die Mühle ist im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Germersheim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7, Bl. 18) wie folgt beschrieben: „Allda ist auf dem Queichfluß eine eigenthümbliche Mühl welche sich mit einer Mauer separiert, an solcher hat Friedrich Fluck (Anm.: bei Weber, Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 256 als „Flück“ angegeben) von ….., und Michel Disqué jeder die Hälfte, selbige ist mit 2 Waßer Räder versehen, ersagten Fluck Antheil hat 2 Mahl und einen Schehlgang welche .... nur wechselweis gehen können, des Michel Disqué Mühl hingegen nur ein Mahl und 1 Schehlgang, geben zusammen alljährlich 13 Malter Korn, und 3 Malter 3 Simerer Haabern Waßer Gült, woran der Fürst von Löwenstein 6 ½ Malter Korn und das Stift Landau 6 ½ Malter Korn und das Hospital Landau 3 Malter 3 Simeren Haberen ziehen thut; … Melter Fluck ist vigore sub Nr. 20 ½ beygebogenen Kaufbriefs (Anm. die Urkunde ist nicht mehr vorhanden) anbey gehalten weilen er 2 Mahl Gäng hat, an obigem 13 Malter Korn zwey Drittel beyzutragen, das übrige eine Drittel aber nebst denen 3 Malter 3 Firnl: Haberen muß Michel Disqué lieferen, ohne die Schatzung ziehet Churpfaltz nichts.“


Die Kindinger Mühle in Siebeldingen (+++klären: = Siebeldinger Doppelmühle ?+++) Mühle stand im Erbbestand des Müllers Friedrich *Fluck und wurde von diesem an seinen Schwiegersohn Johannes Müller (°° mit Catharina Elisabetha Fluck) abgetreten. Am 16.6.1781 erteilte die fürstlich-löwensteinische Verwaltung die Genehmigung und erteilt einen Erbbestandsbrief. Darin heißt es:


Demnach Friedrich Flug im oberen und unteren Theil der Kundinger Mühle unterhalb Siebeldingen churpfälzischen Oberamts Ger­mersheim und in dessen Bann auf der Queich gelegen, so von uns und dem Collegialstift Beatae Mariae Virginis ad Scalas zu Landa­u, als im Erbbestand ausfließt, mit Unserer und gedachten Stifts Verwilligung successive an sich gebracht und auf seinen Tochter­mann Johannes Müller abgetreten hat. Wie solche Mühle was Unsere Helfte betrifft, gedachtem Johannes Müller, deßen Ehefrau und … Leibeserben in absteigender Linie , in einen wahren und rechten Erbbestand … gegeben. …. Erstlich gedachtem Johannes Müller und Catharina Elisabetha einer gebohrenen Flugin dessen Ehefrau ….“ (vgl. LA Speyer Best. C46 Nr. 94: Fürstlich-löwen­steinischer Erbbestandsbrief vom 16.6.1781).



Föller, Jacob Bernhard:

geb. um 1740 Königsbach/Pfortzheim - ++++; Müller in Minfeld; °° am 26.4.1763 Minfeld mit Eva Maria Draut aus Queichheim, der Tochter des Hans Adam Draut aus Queichheim (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 206 Nr. 872)



Förster, Georg:

um 1768 Müller auf der sog. Neumühle unterhalb von Offenbach/Queich; Sohn des Müllers auf der Neumühle unterhalb Offenbach/Queich, Johann Jacob *Förster; die Mühle ist im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Germersheim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7, Bl. 14) wie folgt beschrieben: „Unterhalb Offenbach hat Georg Förster auf der Queich in dasiger Ge­marckung eine eigenthümbliche Mahl- und Ohligmühl, die Neue Mühle genannt, mit 3 Wasser Rädter versehen, welche 2 Mahl und 1 Schehlgang, sodann die Ohlig Mühl treiben, sothane Mühl wurde von dessen Vatter Johann Jacob Förster nach Ausweis der sub. Nro. 18 annectisten Kaufbriefs (Anm. der Kaufbrief ist im Mühlenverzeichnis nicht überliefert) von Paul Reyland erkauft, von der Mahl- und Scheelmühl wird jährlich in die Gefällverweserey 20 fl und von der Ohligmühl in die Kellerey Germersheim 1 Malter 4 Firns: Korn pro recognitione entrichtet.“



Förster, Georg Heinrich:

1756 und 1758 als Müller in Göcklingen erwähnt +++unklar, welche Mühle+++ (vgl. Ballweber, Dieter: Lehrer, Bürgermeister und Handwerker in Göcklingen; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde Bd XVII, o. S.). 1756 wird Georg Heinrich *Förster als „Müller und Calvinista“ im katholischen Kirchenbuch aufgeführt; °° mit der Katholikin Anna Elisabeth Martin; Vater von Maria Barbara Förster (~28.2.1756 Göcklingen) und Johann Wendelin Förster († 31.1.1760 Göcklingen. Die Familie Förster muß von auswärts nach Göcklingen gekommen und später wieder verzogen sein; denn die katholische Ehefrau ist hier weder geboren noch gestorben (vgl. Ballweber, Dieter: Lehrer, Bürgermeister und Handwerker in Göcklingen; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde Bd XVII, o. S.).



Förster, Johann Jacob:

Müller auf der Neumühle in Offenbach/Queich; Vater des Müllers und um 1768 Betriebsnachfolgers auf der Neumühle, Georg *Förs­ter; die Mühle ist im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Germersheim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7, Bl. 14) wie folgt beschrieben: „Unterhalb Offenbach hat Georg Förster auf der Queich in dasiger Gemarckung eine eigenthümbliche Mahl- und Ohligmühl, die Neue Mühle genannt, mit 3 Wasser Rädter versehen, welche 2 Mahl und 1 Schehlgang, sodann die Ohlig Mühl treiben, sothane Mühl wurde von dessen Vatter Johann Jacob Förster nach Ausweis der sub. Nro. 18 annectisten Kaufbriefs (Anm. der Kaufbrief ist im Mühlenverzeichnis nicht überliefert) von Paul Reyland erkauft, von der Mahl- und Scheelmühl wird jährlich in die Gefällverweserey 20 fl und von der Ohligmühl in die Kellerey Germersheim 1 Malter 4 Firns: Korn pro recognitione entrichtet.“



Förster, Leonhard:

auch Forster; aus Veldorf / Oberpfalz; Müller auf der Stiftsmühle in Katzweiler; mit einem Erbbestandsbrief der geistlichen Güterad­ministration Heidelberg vom 14.1.1681 war er für die Dauer von 6 Jahren von der Zahlung der Pacht befreit worden und hatte für weitere 6 Jahre nur den hälftigen Betrag zahlen, dafür er aber die Mühle wieder aufbauen mußte. Ob er sich übernommen hatte oder gestorben ist, bleibt offen, jedenfalls aber erscheint ab 1692 als Pächter Adam Royl/Reil. Vater des Müllers Balthasar *Forster (Quel­le: Internet-Datei Katzweiler Mühle auf Basis von: Schneider, Hermann: Katzweiler 1190-1990, hrsg. Gemeindeverwaltung Katzwei­ler; Henn, Karl: Geschichte der Katzweilerer Sippe Henn, Ludwigshafen 1952; sowie Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370).


In der Erbbestandsurkunde vom 14.1.1681 heißt es (vgl. LA Speyer Best. A 13 Nr. 197): „Ich Leonhard Förster auß der Pfaltz Neu­burg von Veldorf bekennen hiermit, daß ….. des Stiffts Lauttern Mahl Mühl zu Catzweiler, im Ambt Wolffstein gelegen, Erbbestandt Weiße gnädigst verliehen, vermög darüber auß gefertigt undt mir zu Handen gestelten Erbbestandt Brieff ….“ Weiter heißt es: „Wir Carl von Gottes Gnaden Pfaltzgraff bey Rhein … und Churfürsten … bekennen hiermit, demnach unser Stifft Lautern eine Mahl­Mühl Zu Catzweiler im Ambt Wolfstein liegen hat, welche vor diesem Erbbestandlich verliehen geweßen, in dem Dreyßige Jährigen Krieg aber sambt dem Mühlwog gantz ruiniert worden, undt biß dahero in Unbau gelegen undt nicht anZubringen gewesen, biß daß itzo ein freundlicher Mann von Veldorff auß den Pfaltz Neuburg, nahmens Leonhard Förster sich angemeldt, welcher solche Mühl Erblich wieder anZunehmen undt in Bau zu bringen sich erbotten, daß wie solche Mühl mit aller Zugehör, Rechten und Gerechtigkei­ten auch bekommen, … Ihme Leonhard Förster aus besagter Pfaltz Neuburg von Veldorff gebürtig, seiner Ehelichen Hausfrauen Anna Maria undt allen ihren Erben zu einem rechten Erbbestand verliehen … dergestalt …. daß weilln solche Mühl in Abgang und Ruin gerathen, Sie selbige auf Ihren Kosten wiederumb aufbauen dahingegen aber Sechs Jahr nacheinander als 1680, 1681, 1682, 1683, 1684 undt 1685 von der Erbpfacht befreyet seien, die nechst hierauf folgende Sechs Jahr aber, nemlich 1686, 1687, 1688, 1689, 1690 undt 1691 jährlich die halbe alte Erbpfacht mit Vier Malter Korn, Ein Kappen abstatten ...“ Bei der Unterschrift heißt es: „Weillen Leonhart Förster Schreibens ohnerfahren, alß hat er mich erbitten solches in seinem Namen zu unterschreiben, welches dan hiermit gethan zu haben bekenne …. Lauttern 18. Februar 1682 Peter Braun der Zeit Spitalpfleger“.



Foltz, Henrich:

um 1767 Müller auf der Papiermühle Kaiserslautern.


Am 3.10.1767 kommt zur Erhebung einer Klage der Erbbestandsmüller auf der Bordmühle Kaiserslautern Peter Henrich Pfaff, Adam Scherer und Consorten gegen den Lauterer Stiftsmüller Henrich Schmitt vor dem Oberamt Lautern wegen der durch diesen beabsichtigten Errichtung einer Sägmühle auf der sog. Salingsmühle, anstelle der bisherigen Mahlmühle. Diese Klageschrift ist unterzeichnet von Philipp Friedrich Schaffner (Erbbeständer auf der Entersweiler Mühle), Henrich Foltz (Erbbeständer auf der Papiermühle Kaiserslautern), J. Adam Scherer, Friedrich Koch, Peter Henrich Pfaff und G. N. Pfaff (vgl. LA Speyer Best. A14 Nr. 307e fol. 50-51r).



Forni, Christian:

Mennist und Müller a. d. Hirschalber Mühle (bei Schmalenberg); Freni † 19.1.1743 Hirschalber Mühle, 27. od. 28 Jahre alt; Andreas ~ ca. 1739, † 4.5.1748, 9 Jahre alt; Barbara † 11.7.1742, ½ Jahre alt (vgl. Meyer, Dietmar: Register zum 2. ref. Kirchenbuch Wald­fischbach [Holzlandkirchenbuch], Zweibrücken 1986, S. 11).


Christian Forni, Müller und Mennist (Mennonit) auf der Hirschalber Mühle wird 1742-1748 im Trippstadter Kirchenbuch erwähnt; °° mit Freni NN. († 19.1.1743) im alter von 27 oder 28 Jahren (vgl. Meyer, Dietmar: Ergänzungen und Berichtigungen zum Buch von H. R. Wittner „Schweizer (Einwanderer) in der Südwestpfalz; in: PRFK 2007, S. 109).



Forster, Balthasar:

Sohn des Müllers Leonhard Forster (s. *Förster); Balthasar Forster erlernte von 1698-1700 auf der Oppensteiner Mühle in Ols­brücken bei dem Müller Johann Peter *Schönenberger das Müllerhandwerk; 1708 heiratete er eine Tochter des Katzweiler Schulthei­ßen Wilhelm Henn und bewirtschaftete die Dorfmühle in Katzweiler nebst zugehöriger Landwirtschaft. Vater des Müllers Johannes Forster (Quelle: Internet-Datei Katzweiler Mühle auf Basis von: Schneider, Hermann: Katzweiler 1190-1990, hrsg. Gemeindever­waltung Katzweiler; Henn, Karl: Geschichte der Katzweilerer Sippe Henn, Ludwigshafen 1952; sowie Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370). Am 17.5.1720 ist im deutsch- reformierten Kirchenbuch Otterberg als Patin eingetragen die „Elisabetha Hennin, Balthasar Forsters, Mül­lers zu Katzweiler, Hausfrau (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 114 Nr. 1049). Der Müller Balthasar Forster ist 1740 in einem Schatzungsbuch der Gemeinde „Catzwyller“ als „Dorfmüller“ aufge­führt (vgl. Schneider, Hermann: „Die Erbbeständer zu Katzweiler im Jahre 1740“; in: PRFK 1977, S. 393).



Forster, Elisabeth Margaretha:

19.6.1740 Rohrbach bei Baumholder - vor 1785 Eisenhutsmühle bei Aulenbach; °° am 24.2.1759 mit dem Müller Johann Adam *Ei­senhuth von der Eisenhutsmühle bei Auerbach; Mutter des späteren Müllers auf der Eisenhutsmühle bei Auerbach, Johann Heinrich *Eisenhuth (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil II katholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 26/27)



Forster, Johannes:

aus Katzweiler; Sohn des Müllers und Bauern Balthasar Forster und der NN. Henn; er übernahm die Stiftsmühle in Katzweiler, die sich aber wirtschaftlich nicht trug. Am 28.5.1756 trat er mit Genehmigung der kurpfälzischen Geistlichen Güteradministration sein Recht auf die Dorfmühle für 1600 Gulden an den Schafmüller Johannes *Kolter ab. Grund waren schlechte wirtschaftliche Verhält­nisse, u.a. bedingt durch Wassermangel, weil der Mühlwoog nicht im Verfügungsrecht des Müllers auf der Dorfmühle stand (Quelle: Internet-Datei Katzweiler Mühle auf Basis von: Schneider, Hermann: Katzweiler 1190-1990, hrsg. Gemeindeverwaltung Katzweiler; Henn, Karl: Geschichte der Katzweilerer Sippe Henn, Ludwigshafen 1952; sowie Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370).



Fortmüller, Johannes:

ab 1724 Müller auf der Dorfmühle in Steinwenden; er kaufte die Mühle von der Gemeinde Steinweiler. Im Mühlenverzeichnis für das kurpfälzische Oberamt Germersheim von 1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zustand und die Eigen­tumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 255) ist die “Mühle zu Steinweiler” wie folgt beschrieben : “die Gemeinde Steinweiler hat eine eigenthümbliche Mühl all­da, welche von Johannes Fortmüller nach Ausweis sub Nr. 10 anliegenden Kaufbriefs in ao 1724 erkauft wurden, solche ist mit 3 Wasser Räder versehen, so 2 Mahl und einen Schehlgang treiben, gibt außer der Schatzung nirgends wohin einigen Wasserfall Zinß.”



Frahs, Christoph:

1838 Untermedlingen/Lauingen - ++++ (Böhl-)Iggelheim; Müller in Hochdorf (?) oder Iggelheim ++++prüfen++++; er erhielt am 15.10.1861 Bürgerrecht in Hochdorf(-Assenheim); °° vor 1862 mit Sybille Fosselmann; Vater von Johannes Frahs (geb. 29.9.1862 in Iggelheim), Joseph Frahs (geb. 4.12.1867 in Iggelheim) und Georg Frahs (geb. 16.1.1877 Iggelheim) (vgl. Seelinger: Familien in Hochdorf und Assenheim, a.a.O., S. 144 Nr. 547A).



France, Antoine de:

er ist 1742 als Pulvermüller in Zweibrücken benannt; er ist kein Zweibrücker Bürger (vgl. Einwohnerliste Zweibrücken 1742 abge­druckt bei: Müller, Josef: Zweibrücken. Geschichte eines städtischen Gemeinwesens, 2. Auflage 1948, S. 87 iVm LA Speyer Repert. Zweibrücken III Nr. 2648). Die Pulvermühle war 1701 erbaut worden und wurde während des Jahres nur während zweier Monate im Jahr betrieben. Der Pächter Antoine de *France hatte jährlich 40 Gulden Wasserzins und Bestandsgeld zu zahlen. Sein Vertrag lief auf 6 Jahre. Dieser Hatte eine Monopolstellung inne. Im ganzen Fürstentum durfte nur sein Pulver verkauft werden. Salpeter und Schwefel mußte er einführen. Seine Erzeugnisse durfte er auch im Ausland verkaufen. Er genoß Real- und Personalfreiheit, d.h.ö er war völlig steuerfrei. 30 Schritt von der Mühle entfernt stand das „grenir-Häußgen“ (zum Körnen des Pulvers), 70 Schritt entfernt ein Wohnhaus (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 209).



Franck, Christian:

bis 1738 Müller auf der Mühle in Nerzweiler; Franck verkaufte 1738 die Mühle an den Müller Peter *Horbacher. Peter *Horbacher, der spätere Müller im nahegelegenen Nerzweiler erhielt 1738 von der pfalz-zweibrückischen Verwaltung die Genehmigung „für eine Neue Mühle, wo die Kotten Mühle gestanden soll, aufzubauen, …. solches aber unter wegen gelaßen ...“, weil er im gleichen Jahr 1738 die Nerzweiler Mühle von Christian Franck kaufen konnte (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 188 Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746).



Franck, Johann Balthasar:

um 1781 von der Riedenmühle bei Marnheim; am 02.06.1781 ist im Kirchenbuch Kirchheimbolanden eingetragen die Taufe des Joh. Philipp Franck, nichtehelicher Sohn der Maria Magdalena Schneider, T. d. Caspar Schneider; als Vater hat sie angegeben: Joh. Bal­thasar *Franck von der Riedemühle bei Marnheim (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 267). Anm.: die Kindesmutter ist Tochter des Caspar Frank und Schwester der Johanna Philippina Schneider, die im Februar 1776 ein nichteheliches Kind mit Johann Jakob *Franck von der Riedenmühle gezeugt hat. 1782 war Johann Balthasar Franck Webermeister in Biedesheim. Am 03.01.1782 erfolgt die Eheschließung des „Franck Joh. Balthasar, von der Rüdemühl bei Marnheim geboren, Webermeister zu Büdesheim (Biedesheim), leiningisch, mit Maria Magdalena Schneider, T. d. Caspar Schneider (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 312).



Franck, Johann Jakob:

um 1776 von der Riedenmühle bei Marnheim; am 09.12.1776 ist im Kirchenbuch Kirchheimbolanden eingetragen die Taufe des Christian Franck, nichtehelicher Sohn der Johanna Philippina Schneider († 1.11.1794), Tochter des Caspar Schneider; als Vater gibt sie an: Joh. Jakob Franck von der Riedemühle bei Marnheim (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 256). Anm.: die Kindesmutter ist Tochter des Caspar Frank und Schwester der Maria Magdalena Schnei­der, die im Juni 1781 ein nichteheliches Kind mit Johann Balthasar *Franck von der Riedenmühle gezeugt hat. Am 02.02.1778 er­folgt die Eheschließung in Kirchheimbolanden des „Jakob Franck, Beysasse auf der Riedemühle bei Marnheim, mit Anna Philippina Schneider, T.d. Caspar Schneider“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 311)



Franck, Johann Wilhelm:

um 1775 Müller auf der Oppensteinermühle; °° mit Elisabetha NN.; die Eheleute Franck sind am 20.6.1775 Paten bei der Taufe der Maria Elisabetha Kendel in Otterberg (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 304 Nr. 2914). Am 30.11.1777 sind Paten in Otterberg der „Johann Valentin Franck, Schultheiß zu Alsenbrück und Catharina Elisabetha, seine Ehe­frau“ (vgl. Rink, a.a.O., S. 310 Nr. 2989).



Franck, Philipp:

1705-1746 Müllermeister auf der Mahlmühle in Mölsheim (vgl. Heimat- und Kulturverein Mölsheim [Hrsg.]: Mölsheim. Aus der Geschichte eines rheinhessischen Dorfes im Zellertal, Mölsheim 2002, S. 65).



Franckh, Veltin:

um 1619 war Veltin *Franckh der Müller in der Neumühle in Dudenhofen (vgl. Schwarz, Albert: Kurpfälzische Leibeigene in Aus­dörfern des Oberamts Germersheim im Hochstift Speyer 1619/20; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde 2009, S. 563). Wenig Be­deutung hatte die “Fransche Mühle” in Dudenhofen, deren Besitzer Calvinist war und deshalb mit den bischöflichen Räten in ständi­gem Streit lag. Sie wurde im 30jährigen Krieg zerstört (aus Kinscherff, Rudolf: Die wechselvolle Geschichte der Mühlen. Aufge­zeichnet am Beispiel Dudenhofen; in: Heimatjahrbuch Landkreis Ludwigshafen 1985, S. 174-177). Bei der Türkenschatzung 1603 wurde das Vermögen des Müllers Velten Frank, eines Kalviners, auf 3000 fl, darunter die Mühle auf 400 fl veranschlagt. Er war der wohlhabendste Bürger in Dudenhofen. A. 12.1.1625 berichtete Frank, der „alte Müller von Dudenhofen“, dem Rat der Stadt, „daß ihn die bischöflichen Räte um 800 Reichstaler gestraft hätten, weil er bisher dem Bischof nicht gefront hätte und auch seinen Sohn, der ihrer Religion nicht wär, draußen durch den Pfarrer von Freisbach zur Erden bestatten lassen und er wäre uf morgen den Tag, daß er zu Kirrweiler erscheinen müsse und die 800 Reichstaler erlegen sollte“.Dabei übergab der Müller einen Brief, aus dem ersichtlich war, daß die Mühle in Speyerer Gemarkung lag. Im darauf folgenden Jahr verstarb Frank. Das Ratsprotokoll vom 16.1.1626 beschäf­tigte sich mit dem Vermögen des Müllers, das in der Zwischenzeit ohne Einverständnis des Rares versteigert worden war. Da Frank einen Enkel hinterlassen hatte, bestimmte man einen Vormund. Nach wie vor behauptete der Rat, daß diese Mühle auf städtischen Territorium liege (vgl. Klotz: Ortsgeschichte der Gemeinde Dudenhofen, Gemeindeverwaltung Dudenhofen 1964, S. 140 m.w.N.).



Franger, Heinrich:

um 1833 Müller in Studernheim (?); °° 1833 in Studernheim mit Elisabeth Amberger aus Maudach (Tochter des Michael Amberger und der Barbara Mohr); das Eheaufgebot wurde am 26.7.1833 in Studernheim veröffentlicht (vgl. Römmelt, Ferdinand J.: Ortsfrem­de in den Kirchenbüchern von Studernheim 1742-1845; in: PRFK 1979, S. 313).



Frank, Jakob:

Erbbestandsmüller zu Hefersweiler


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C23 Nr. 17/5: „Acta betr: des Erbbestandsmüllers zu Hefersweiler Jakob Frank ….. Pachtnachlaßgesuch. 1784-1793



Frank, Johann:

um 1797 war Johann *Frank der Müller auf der „2. … mühle bei Winzen“ (vgl. Weisbrod, Martin K.: Jacob Frey 1813-1871, Küfer und Bierbrauereibesitzer in Germersheim [hier: Stammbaum der Babette Frey, geb. Frank]; in: PRFK 2004, S. 497, 501). °° mit Ma­ria Barbara Welder (auch Weldé, Veldé); Vater des Müllers auf der Lachenmühle bei Lustadt, Johann Daniel *Frank (vgl. Weisbrod, Martin K.: Jacob Frey 1813-1871, Küfer und Bierbrauereibesitzer in Germersheim [hier: Stammbaum der Babette Frey, geb. Frank]; in: PRFK 2004, S. 497, 501).



Frank, Johann Daniel:

?.07.1797 Winzinger Mühle – 1.11.1851 Lachenmühle bei Lustadt; von ca. 1830 (err. aus dem Sterbeort der Ehefrau) bis zu seinem Tod am 1.11.1851 Müller auf der Lachenmühle bei Lustadt (vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 352; Weisbrod, Martin K.: Jacob Frey 1813-1871, Küfer und Bierbrauereibesitzer in Germersheim [hier: Stammbaum der Babette Frey, geb. Frank]; in: PRFK 2004, S. 497, 501). Sohn des Müllers „auf der 2. Mühle bei Winzen“, Johann Frank und der Maria Barbara Welder (auch Weldé, Veldé). °° mit Amalia Helenore *Mischon (16.3.1799 Obermühle Haßloch – 25.1.1830 Lachenmühle bei Lustadt), der Toch­ter des Müllermeisters auf der Obermühle Haßloch, Philipp Jacob *Mischon und der Maria Eva Hammelmann (geb. 1776) und Enke­lin des Müllers auf der Obermühle Haßloch Johann Philipp *Mischon und der Maria Louisa Rooß (vgl. Weisbrod, Martin K.: Jacob Frey 1813-1871, Küfer und Bierbrauereibesitzer in Germersheim [hier: Stammbaum der Babette Frey, geb. Frank]; in: PRFK 2004, S. 497, 501). Vater der Eva Barbara Frank (24.3.1820 Lachenmühle bei Lustadt – 28.5.1890 Germersheim, °° am 18.2.1841 in Zeis­kam mit Jacob Frey, Küfer und Brauereibesitzer in Germersheim) (vgl. Weisbrod, Martin K.: Jacob Frey 1813-1871, Küfer und Bier­brauereibesitzer in Germersheim [hier: Stammbaum der Babette Frey, geb. Frank]; in: PRFK 2004, S. 497, 501).



Frank, Johann Jacob:

um 1789 Müllermeister in Olsbrücken; Sohn des Schultheißen von Alsenbrück (?) Valentin Frank; Bruder des Valentin Frank des Jüngsten, von Alsenbrück. Am 24.12.1789 verkauft „Franz Vaternaux zu Winnweiler als Bevollmächtigter des Paulin Feuerle zu Wien die diesem gehörige in Niederkirchen liegende sogenannte Dorfmühle an dem Müllermeister Johann Jacob Frank von Ols­brück[en] zu 750 fl“. Selbstschuldnerischer Bürge ist Johann Valentin Frank der Jüngste von Alsenbrück, Sohn des Schultheißen Va­lentin Frank und Bruder des Käufers (vgl. LA Speyer: Regest Urkunden Herrschaft Reipoltskirchen, Best. C22 Nr. 188).



Frankfurter, Georg:

um 1766 Eigentümer der Dorfmühle Ebertsheim. Nachdem der Dorfmüller Valentin Weygand ( vor 1762) verstorben war, heiratete dessen Witwe NN. den Müller Johann Adam *Bogen (vgl. dazu LA Speyer Best. D2 Nr. 720 I fol. 45: „Vormalig Valentin Weigandi­sche Wittib und nunmehrige Johann Adam Bogische Ehefrau“). In einer weiteren Urkunde vom 17.9.1766 (vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 720 I fol. 56r) ist die Reihenfolge der Müller aufgezählt: „... die bisherigen Besitzer der Valentin Weigandischen Müle Johann Adam Bogen, Georg Ziegler, und jetzigen Inhaber Frankfurter ...“.


In einem Aktenvermerk des gräflich-leiningischen Canzlei-Actuars J[ohnannes ] Ilgen vom 16.12.1766 heißt: „.So ist mir auch be­fohlen worden, den dermaligen Inhaber der vormalig Valentin Weigandischen Müle, Georg Frankfurter zu Ebertsheim, wegen dessen auf seiner müle haftenden schuldig Capitals … anzuklagen ..“ (vgl. LA Speyer Best.D2 Nr. 720 I fol. 59). In der Antwort hierauf der Hochgräflich Altleiningen Westerburgischen Canzley Grünstadt von 8.1.1767 heißt es: „...gegen den jetzigen Inhaber der vormalig Valentin Weigandischen Müle Georg Frankfurter zu Ebertsheim ...“ (vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 720 I fol. 62).


Bereits im Beedbuch I) von Ebertsheim (1773-1806) ist Georg Franckfurter nicht mehr als Eigentümer der Dorfmühle eingetragen; er besitzt in Ebertsheim 1773 kein Haus mehr, sondern nur noch verschiedene Äcker und einen Garten (vgl. LA Speyer Best. L35 Nr. 5 Beedbuch Ebertsheim I 1773-1806, S. 200-201).



Frantz, Dieterich:

Müllermeister aus Bruchsal; ab 5.3.1742 wurde die herrschaftliche Mühle des Hochstifts Speyer in Waldhambach schließlich an den Müllermeister Dieterich *Frantz aus Bruchsal im Temporalbestand auf 8½ Jahre vergeben. Ob er seinen Bestand ab 1.7.1742 persön­lich angetreten hat, ist aus den Akten nicht ersichtlich, jedoch steht zu vermuten, daß er die Mühle zu Waldhambach von Anfang im sog. Afterbestand weiter verpachtet hat und bis 1750 als „Hauptbeständer“ fungierte. So beschwerte sich am 14.12.1746 ein Jacob Buckel „gegen die dortige Undtheren, d[aß] sie das bann Recht nicht beobachteten(vgl. Ehrgott, Harald: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 228/29).



Frech, Burkhard:

um 1775; "umherziehender Mühlarzt"; er ist 1775 unter dieser Bezeichnung im lutherischen Kirchenbuch von Münchweiler / Alsenz erwähnt (vgl. Müller, Emil: Familiennamen aus dem Trauregister vom Münchweiler; in: Busch: Münchweiler. Chronik eines Dorfes, a.a.O., S. 367).



Frech, Johann:

getauft 15.9.1615 Gießen - 1.7.1685 Kirchheimbolanden; Sohn von Michael Frech und Marie Weber; 1634 imm. Marburg (Päd.); Magister; 1640/50 2. Stadtschulmeister, 1650/52 Päd.-Lehrer Gießen, 1652/61 Pfarrer Volpertshausen, 1661/68 Pfr. Weilburg; 1.3.1668/85 Pfarrer in Kirchheimbolanden II und zugleich seit1671 Inspektor und Visitator; Eheschließung am 12.9.1642 in Gießen mit Anna Katharina Schuhler (1614 Obermockstadt - 17.12.1703 beerdigt Gießen) (vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 124 Nr. 1411).


Frech verbürgte sich gegenüber der Landesherrschaft Nassau-Weilburg für den Pachtzins, den ab 1674 der neue Pächter der Herren­mühle in Bischheim, Johannes *Schuler, an die Landesherrschaft zahlen sollte (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die Herrenmühle in Bischheim; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1976 S. 43). Hintergrund ist die verwandschaftliche Beziehung, da Frech mit Anna Ka­tharina Schuler (Schwester des Johannes Schuler ?) verheiratet ist (vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 124 Nr. 1411)



Frech, Philipp:

um 1793 als Müllergeselle in Vollmersweiler; er ist am 26.12.1793 vor den französischen Truppen geflohen ist (vgl. Martin: Emigra­tion, a.a.O., S. 293).



Frey, Conrad:

Müller auf der Mahlmühle in St. Julian; er heiratete die Tochter des Müllers auf der Mühle St. Julian, Johannes „Hewelen“ (Hebel) und folgte diesem als Betriebsnachfolger nach (vgl. Weber: Museumsmühle in St. Julian, a.a.O., S. 6).



Frey, Georg:

um 1633 Müller in Rockenhausen. Die kurpfälzische Notspeicherverwaltung gibt die Niedermühle in Pacht und zwar 1633 an Georg Frey, Müller zu Rockenhausen im Temporalbestand für 6 Jahre bei einer Pacht von 12 Malter Korn neben 38 Malter Mehl (vgl. We­ber: Untermühle in Rockenhausen, a.a.O., S. 365).



Frey, Georg:

geb. 1755 (err.) Vogelbach (?); Sohn des Jakob Frey; 1776 sind in der pfalz-zweibrückischen Huldigungsliste von Vogelbach der er­wähnt der Jakob Frey; sein Sohn „Georg Frey, 21 Jahre, dient in der Vogelbacher Mühle“ (vgl. Schaaff: Untertanenlisten des Herzog­tums Pfalz-Zweibrücken aus den Huldigungsprotokollen des Jahres 1776, a.a.O., S. 100).



Frey, H. Adam:

um 1732/34 um 1732/42 war H. Adam Frey der Müller auf der Ohligmühle in Dörrenbach (vgl. Dörrenbach, Gemeinde [Hrsg.]: 1000 Jahre Dörrenbach [Dörrenbach 1992], S. 451



Frey, Johannes:

geb. 1752 err. - ++++; am 6.2.1800 wird der Sägmüller in Hirschhorn Johannes Frey (48 Jahre alt) als Pate bei der Taufe des Johan­nes Rupp in Schallodenbach erwähnt (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 145).



Frey, Johann Michael:

um 1698 ist Johann Michael Frey der Müller auf der Oberschießberger Mühle in Speyer; von ihm sind Verkäufe dreier kleiner Häuser in Speyer urkundlich belegt (vgl. Hartwich, Wolfgang: Bevölkerungsstruktur und Wiederbesiedlung Speyers nach der Zerstörung von 1689; Diss., Heidelberg 1965, S. 132).



Fried, Johann:

um 1844 Müller auf der Brückelmühle in Oberotterbach; °° mit Katharina Eppenheimer (vgl. Fischer, Willi: Das Otterbachtal, Müh­len und Steinbrüche; in: Otterbach, aus der Geschichte eines südpfälzischen Dorfes, a.a.O., S. 300)



Friederich, Johann Nicolaus:

um 1738 auf der Leyenmühle in Abentheuer. Am 18.11.1738 erfolgt die Proklamation des Johann Nicolaus Friederich von der Leyen­mühle und die Weberin Eva Margaretha von Hambach (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 74).



Friedrich, Carl Theodor:

1765 in Eisenberg (?) - 3.11.1811 in Eisenberg; er war Lutheraner (vgl. Graf / Dormann: Eisenberg, a.a.O., S. 200). Papiermacher in Eisenberg; 4xUrgroßonkel von Eberhard Ref; Bruder der Charlotte Christiane Friedrich verh. Mann, des Johann Georg Friedrich und des Georg Friedrich; Sohn des Johann Henrich Friedrich (5xUrgroßvater von Eberhard Ref) und der Christine Eleonore Rühl; von 1800 bis 1811 Maire in Eisenberg (vgl. zur Geschichte und Stammtafel vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 24).


Er war verheiratet mit Philippina Schach (vgl. Graf / Dormann: Eisenberg, a.a.O., S. 163). Vater des Johann Ludwig Friedrich (vgl. Graf / Dormann, Eisenberg, a.a.O., S. 163).


Carl Theodor Friedrich ist auch mit den Betreibern der "Oberen Papiermühle" in Altleiningen verwandt. Die obere Papiermühle Alt­leiningen war eine Gründung der Familie Lorch, wahrscheinlich der Annweiler Linie. Sie wurde betreiben von Vertretern der ange­heirateten Familie Knoeckel und Roedter. Die erste urkundliche Nachricht stammt von 1787. Laut Eintragung im Kirchenbuch ließen am 24.4.1787 Johann Georg Knöckel und seine Ehefrau Anna Barbara Lorch ihren am 23.4.1787 geborenen Sohn Johann Friedrich Knöckel taufen. Gevattersleute waren Carl Theodor *Friedrich, Papiermacher aus Eisenberg (4xUrgroßonkel von Eberhard Ref; Bru­der der Charlotte Christiane Friedrich verh. Mann; Sohn des Johann Henrich Friedrich, 5xUrgroßvater von Eberhard Ref), Johanna Catharina Pohlander (Bohlander) aus Albisheim, Johann Friedrich Lorch aus Annweiler und dessen Ehefrau Maria Sophia Lorch (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S, 45; LKA Speyer Lutherisches Kirchenbuch Altleiningen).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 297: „Erbbestandsvergabe der herrschaftlichen Papiermühle zu Eisenberg an Georg Henrich Friederich, dann Karl Theodor Friederich“



Friedrich, Carl Theodor (1):

Sohn des Franz Daniel *Friedrich und der Katharina Margarete Lang; er starb im Alter von 27 Jahren; Carl Theodor Friedrich über­nahm 1825 aus dem Erbe seines Vaters gegen Zahlung von 9000 Gulden die Papiermühle Neuleiningen-Tal; verheiratet mit Maria Margarete *Tisch vom Münsterhof bei Dreisen (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 48). Vater des Carl Theodor (2) *Friedrich (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 49).



Friedrich, Carl Theodor (2):

um 1851; Sohn des Carl Theodor *Friedrich und der Maria Margarete *Tisch; er erbte nach dem Tod seines Stiefvaters Georg Fried­rich *Mann 1851 die aus dem Erbe des Carl Theodor Friedrich stammende Papiermühle Neuleiningen-Tal, konnte sie aber nicht lang halten (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 49).



Friedrich, Franz Daniel:

um 1780 Altleiningen (?) (Geburtsdatum geschätzt; Sohn von Johann Georg *Friedrich. Betreiber der Papiermühle in Neuleinin­gen-Tal; Eheschließung mit Katherine Margarethe *Lang, die von ihrem Vater Johann Peter *Lang die Mühle mit in die Ehe brachte; Franz Daniel Friedrich veranlaßte seinen Schwiegervater die Mahlmühle 1802 in eine Papiermühle umzubauen; Vater des Carl Theo­dor *Friedrich (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 48). Franz Daniel Friedrich ist im Urkataster Altleiningen von 1841 für das Jahr 1835 als Eigentümer der Papiermühle in Altleiningen genannt (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 30).



Friedrich, Georg Ferdinand:

geboren 1817 in Eisenberg - 1881 in Großkarlbach; Sohn der Eheleute Johann Ludwig Friedrich und der Margareta Justina *Daß­dorf; zunächst von Beruf Wagner (zum Beruf als Wagner, vgl. Martin: Großkarlbach Dorf d. Mühlen in Heimatjahrb. DÜW 1988, S. 55), dann Papiermacher; Studium am Polytechnikum in Karlsruhe; sein Tagebuch über Ausbildung und Wanderschaft ist noch erhal­ten (vgl. Bericht von Hans Lenhard; in: "Die Rheinpfalz" Ausgabe Kirchheimbolanden 9. und 11.8.1956 sowie Weber: Mühlen d. be­sonderen Art, a.a.O., S.29 u. 50); Georg Ferdinand Friedrich kaufte (a.A. Niederhöfer, Mühlenwanderweg S. 21, der dessen Vater Jo­hann Ludwig Friedrich für den Käufer der Mühle hält) am 8.5.1852 die Obermühle in Großkarlbach (nach Weber: Mühlen der beson­deren Art, a.a.O., S. 50 fand der Kauf bereits 1851 statt) von der Witwe Margaretha Goos (vgl. Martin: Großkarlbach Dorf d. Mühlen in Heimatjahrb. DÜW 1988, 55), eine Mahlmühle in Großkarlbach; diese baute er nach dem Abriß des alten Mühlengebäudes zur Pa­pierfabrik Großkarlbach um; Großbrand 1859 und Wiederaufbau bis 1861; die Papierfabrik stellte bis zur Weltwirtschaftskrise 1929 Packpapier her.



Friedrich, Georg Heinrich:

geb. 18.4.1737 in Albisheim - 17.5.1816 in Eisenberg; auch Friederich (vgl. Familienchronik des August Fink S. 186); Sohn des früh verstorbenen Johann Peter *Friedrich und der Margarethe Catharina *Haaß; Eheschließung am 18.12.1762 in Albisheim mit Christi­ne Eleonore Rühl; Kinder: Georg Friedrich, Johann Georg Friedrich, Carl Theodor Friedrich und Charlotta Christiane Friedrich; Pa­piermüller in Eisenberg (zu Stammtafel und Geschichte der Papiermacherdynastie Friedrich vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 30). Nach ihm ist sein Enkel Georg Heinrich *Mann benannt.


1731 ist sein Vater Johann Peter Friedrich in Eisenberg als "jetzt auf dem Eisenhammer" (die spätere Papierfabrik) urkundlich, er­wähnt. Es handelte sich um den kleinen Eisenhammer, der größere Eisenhammer war damals noch nicht errichtet. Die Mühle lag am unteren Hammerweiher (vgl. Graf / Dormann: Eisenberg, a.a.O., S. 159). Nach Errichtung des oberen Eisenhammers wurde die Müh­le umgebaut und erscheint als "Neue Mühle am unteren Hammerweiher" in den Akten (vgl. Graf / Dormann, Eisenberg, a.a.O., S. 160). Es kam in den folgenden Jahren nach dem Neubau der Mühle jedoch zu deren wirtschaftlichen Zusammenbruch. Die nassaui­sche Verwaltung in Kirchheim(-bolanden) und die nassauische Hofkammer in Weilburg griffen deshalb 1761 einen Vorschlag von Jo­hannes *Bohlander, damals Erbbeständer der Papiermühle in Albisheim zur Errichtung einer Papiermühle auf der Neumühle auf. Jo­hannes *Bohlander und Margarethe Katharina *Haaß erhielten von der Fürstlichen Hofkammer Nassau-Weilburg am 18.1.1762 durch Erbbestandsbrief die Neumühle in Eisenberg nebst 4 Morgen Wiesen in der Ramser Gemarkung gegen Zahlung eines Erb­kaufschillings von 1000 Gulden und gegen eine jährliche Pacht von 115 Gulden. Als Bedingung war vereinbart, daß in den nassaui­schen Ämtern Kirchheim(bolanden) und Stauf keine weitere Papiermühle errichtet werden durfte, wodurch Bohlander und seine Ehe­frau Margarethe Katharina *Haaß das Monopol zur Papierherstellung erhalten hatten (vgl. Graf / Dormann, Eisenberg, a.a.O., S. 162). Bohlander errichtete sodann die Papiermühle mit Unterstützung seines Stiefsohns Georg Henrich Friedrich. Bohlander hatte bis zu seinem Tod 1783 das Erbbestandsrecht inne. Nach seinem Tod erhielt Georg Henrich Friedrich durch Erbbestandsbrief des Fürsten Karl Christian von Nassau-Weilburg am 25.11.1783 die Papiermühle in Eisenberg (vgl. Graf / Dormann, a.a.O., S. 162). Das Wasser­zeichen der Papiermühle war ein verschnörkeltes NW=Nassau-Weilburg (Abb. bei Weber, Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 25). 5xUrgroßvater von Eberhard Ref


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 297: „Erbbestandsvergabe der herrschaftlichen Papiermühle zu Eisenberg an Georg Henrich Friederich, dann Karl Theodor Friederich“



Friedrich, Joh.:

um 1861 Papierfabrikant in Eisenberg; im Gienanth'schen Archiv befindet sich ein Protokoll über die am 21.9.1861in der Kühnle'­schen Maschinenfabrik in Frankenthal vorgenommene Prüfung zweier Siedröhren zu einem Dampfkessel für die Papierfabrik des Joh. Friedrich in Eisenberg (vgl. LA Speyer Best. T 89 (Gienanth), Nr. 767).



Friedrich, Johann Georg:

ab 1807 Papiermüller auf der Papiermühle in Altleiningen (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 47). Sohn des Papier­müllers Georg Heinrich (Henrich) *Friedrich und Christine Eleonore *Rühl; er gründete die Altleininger Linie; Weber (vgl. Weber: Mühlen Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 30) meint: "Zu ergänzen wäre noch der Stamm Johann Georg Friedrich von der Pa­piermühle Altleiningen. Die Papiermühle in Altleiningen [Anm.: die Papiermühle am Röhrenbrunnen in Dorf Altleiningen, nicht die Obere Papiermühle beim Neuhof] kaufte er im Jahr 1807. Sein Sohn Franz Daniel *Friedrich ist im Urkataster 1841 von Altleiningen für das Jahr 1835 genannt".




Friedrich, Johann Ludwig:

geboren 1795 Eisenberg (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 30) - 27.3.1856 (vgl. Graf / Dormann: Eisenberg, a.a.O., S. 296); Sohn von Carl Theodor Friedrich und Philippina Schach (vgl. Graf / Dormann: Eisenberg, a.a.O., S. 163; aA Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 30). Verheiratet mit Margaretha Justina Daßdorf, der Tochter des Harthmuth Daßdorf; Enkelin des reiten­- den Försters Johann Frantz Dahsdorff aus Stauf († 1766, sein Grabstein). Harthmuth Daßdorf betrieb den Bieberhubhof, das heutige Gasthaus "Zum Engel" in Eisenberg. Über seine Tochter fiel der Hof an Johann Ludwig Friedrich und Margaretha Justina Daßdorf, verheiratete Friedrich. Ein am dem Neubau im Hof des Gasthauses "Zum Engel" eingemauerter Türsturz trägt die Namen "Marcretha Justina Friedrich" und "Johann Ludwig Friedrich", "1803" (vgl. Graf / Dormann, Eisenberg, a.a.O., S. 149). +++ das Geburtsdatum oder die Zahl auf dem Türsturz kann nicht stimmen oder der Name der Ehefrau ist falsch; die Kinder wurden erst 1817 und 1826 ge­boren; möglichweise ist Marcretha Justina Friedrich seine Mutter; dann wäre allerdings die Angabe zu Philippina Schach falsch; auch wird er für 1811 als minderjährig bezeichnet (vgl. Graf / Dormann, Eisenberg, a.a.O., S. 163 ++++


1835 erfolgte die Setzung von Eichenpfählen am Weiher der Papiermühle von Johann Friedrich beim Eisenberger Eisenhüttenwerk Gienanth (vgl. Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz: Findbuch des Bestandes Familien- und Werksarchiv Gebr. Gienanth-Eisen­berg [= LA Speyer Best. T 89], bearbeitet von Paul Warmbrunn, Koblenz 2000, S. 62; LA Speyer Best. T 89 [Gienanth] 03.01 Nr. 350).


Der Sohn, Karl Theodor Friedrich (?), übernahm den Hof 1845 (Graf / Dormann, Eisenberg, a.a.O., S. 149) +++die Angabe bei Graf / Dormann "der Sohn unterzeichnete im Gemeindekataster für seine Mutter 'Charl Friedrich' (=Charlotte Christiane Friedrich † 2.3.1843 Lautersheim) ist möglicherweise falsch+++ und die Papiermühle in Großkarlbach (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Atz, a.a.O., S. 29).


Niederhöfer (vgl. Niederhöfer: Mühlenwanderweg S. 21) hält Johann Ludwig Friedrich für den Käufer der Obermühle in Großkarl­bach, die jedoch nach Martin (vgl. Martin: Großkarlbach Dorf d. Mühlen in Heimatjahrb. DÜW 1988, 55) am 8.5.1852 jedoch von Georg Ferdinand *Friedrich gekauft worden sein soll.


Johann Ludwig Friedrich war 1849 Vertreter des Kantonalverteidigungsausschusses Göllheim bei der Wahl der provisorischen Regie­rung der Pfalz; er wurde im Hochverratsprozeß gegen "Reichard und Konsorten" vor dem Oberlandesgericht Zweibrücken angeklagt und saß in Untersuchungshaft. Er wurde vom Vorwurf des Hochverrats freigesprochen (vgl. Böttcher, Rudolf H.: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49: ein Beitrag zur Sozialgeschichte einer bürgerlichen Revolution; in: Pfälz.-rheinische Familien­kunde 1999, 287).



Friedrich, Johann Peter (A) (*M):

geboren in Großrohrheim/Hessen - 6.8.1739 in Albisheim; nach seiner Zuwanderung aus Großrohrheim / Hessen nach Eisenberg zu­nächst tätig auf dem Eisenhammer in Eisenberg, dann Beisaß (von mhd. zu sitzen: im MA derj. Städter der nicht das volle Bürger­recht besaß) auf der Steinmühle (später auch als Ohligmühle benannt) in Albisheim; Eheschließung am 3.10.1730 in Albisheim mit Margaretha Katharina *Haaß; Vater des Georg Henrich *Friedrich; er ist früh verstorben; seine Witwe heiratete später den Papiermül­ler Johannes *Bohlander, der seinem Stiefsohn Georg Henrich Friedrich die Papiermühle in Eisenberg übertrug (zur Steinmühle vgl. Weber, Fr. W.: Die Steinmühle in Albisheim, Pfälzer Heimat 1975, S. 130 ff, der allerdings Johann Peter Friedrich nicht erwähnt). Großvater der Charlotta Christiane Friedrich verh. mit Johann Adam Mann (vgl. Familienchronik des August Fink S. 186); 6xUr­großvater von Eberhard Georg Ref


1731 ist Johann Peter Friedrich in Eisenberg als "jetzt auf dem Eisenhammer" (die spätere Papierfabrik) urkundlich, erwähnt. Es han­delte sich um den kleinen Eisenhammer, der größere Eisenhammer war damals noch nicht errichtet. Die Mühle lag am unteren Ham­merweiher (vgl. Graf / Dormann: Eisenberg, a.a.O., S. 159). Nach Errichtung des oberen Eisenhammers wurde die Mühle umgebaut und erscheint als "Neue Mühle am unteren Hammerweiher" in den Akten (vgl. Graf / Dormann, Eisenberg, a.a.O., S. 160).



Friedrich, Roland:

26.8.1711 aus Großkarlbach; Müllermeister, Schultheiß und Vorsteher der lutherischen Kirchengemeinde; die Beziehung zu den Ei­senberger “Friedrichs” ist unklar; es gab wohl eine Großkarlbacher Linie (vgl. oben Georg *Friedrich); der Grabstein befindet sich auf dem Friedhof der ehem. lutherischen Kirche (vgl. Kunstdenkmäler Bd. 8, S. 239)



Fries, Wendel:

7.1.1817 Oberschernau - +++; Mühlknecht in Steinwenden; ohn des Tagelöhners Heinrich Fries und der Barbara Krämer; °° 5.6.1844 mit Anna Maria Dietrich aus Burgalben (geb. 3.11.1825 Höheinöd, Tochter des Schusters Philipp Dietrich aus Burgalben und der Eli­sabeth Stern) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 113).



Frisch, Caspar:

1799 Euerfeld/Unterfranken – 19.1.1862 Hochdorf(-Assenheim); katholisch; 1826 als Müller in Schifferstadt und 1844 als Müller in Heuchelheim; Sohn von Peter Frisch und Eva Wülschner; °° 14.11.1826 in Hochdorf(-Assenheim) Anna Maria Hesser (10.8.1805 Hochdorf – 7.10.1868 Hochdorf; rk., Tochter des Taglöhners Nikolaus II. Hesser und der Margarethe Ottendörfer); aus der Ehe stam­men 11 Kinder (vgl. Seelinger: Familien in Hochdorf und Assenheim, a.a.O., S. 153 Nr. 588).



Fritsch, Georg Peter:

12.8.1782 (Angabe bei Anthes: Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan, Bd.2, a.a.O.; dies kann stimmen, wie sich aus der Geburt des 3. Kindes 1785 ergibt) bzw. 12.8.1792 (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 86; ebenso Anthes, Günter F.: Die Kasualien der Einwohner von Odenbach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutherischen Kirchenbüchern von Meisenheim, a.a.O., S. 26); Sohn des Carl Fritsch, Gemeindsmann zu (?) Weyerbach; Ölschläger, 1785 Ölmüller in Medard; °° 21.2.1775 in Rehborn mit Maria Catharina Porr/Pfarrius (Tochter des Leonhard Porr, gem. Kirchenbuch Medard; bei Anthes: Kirchenbuch Odenbach lautet der Familienname Pfarrius); Vater des Johannes Fritsch (* 1.8.1778 Rehborn), Johannes (*28.11.1781 Medard) und Johann Peter Fritsch (*7.1.1785 Medard; Pate u.a. der Müllermeister Johann Peter Schlemmer) (vgl. Feil-Krampe, a.a.O., S. 86); wie sich aus den Geburtsorten der Kinder ergibt, ist die Familie zwischen 1778 und 1781 nach Medard gezo­gen; dort gab es lediglich die Ölmühle Schlemmer; der Pate des 3. Kindes Johann Peter Schlemmer war bis zu seinem Tod am 1.4.1818 der Müllermeister auf der Ölmühle; folglich kann Fritsch nur Mitarbeiter auf der Ölmühle Schlemmer gewesen sein, nicht aber selbständiger Mühlenbesitzer.



Fritsch, Johann Peter:

um 1775 war Johann Peter Fritsch Ölmüller in Rehborn; seine Tochter Maria Katharina wurde am 16.11.1775 geboren (vgl. Anthes.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Rehborn, a.a.O., S. 29).



Fritz, Hans:

vom Duchrother Hof; um 1738 Müller und Erbbeständer auf der Eisenbacher Mahl- und Ohligmühle in Niedereisenbach (heute OT von Glanbrücken); über die Mühle finden sich im Zusammenhang mit dem Müller Hans Fritz folgende urkundliche Nachrichten: “Am 1.2.1738 ist die Eisenbacher Mahl- und Ohligmühle niedergebrannt, will niemand wissen, wie sie angegangen” (vgl. Kirchen­buch St. Julian, Eintrag vom 1.2.1738, zitiert nach Zink: Lauterecken, a.a.O., S. 392).


Im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746 ist die Eisenbacher Mahl- und Ohligmühle wie folgt beschrieben: “steht in Nieder5eisenbach am Glan; benachbart sind die Hachenbacher und die Hundheimer Mühle. Sie gehört dem Herrn von Kellenbach. Das Wehr hart bei der Mühle, 3 Wasserräder. Die Mühle muß, wie die anderen am Glan, im Winter we­gen hohen Wassers und Eisgangs oft mehrere Wochen stillstehen. Vor acht Jahren gänzlich abgebrannt. Der jetzige Beständer heißt Johannes *Maurer. Er hat sie von dem vorigen Beständer und Hofmann vom Duchrother Hof Hans Fritz gekauft und in guten Stand gesetzt. Er gibt den Herren von Kellenbach jährlich 17 Ma. Korn, 2 Strich Weißmehl und 15 Taler an Geld, für die Ohligmühl 100 Ohligkuchen in das Hofhaus nach Eisenbach. Keine Banngerechtigkeit.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 211)



Fritz, Karl:

um 1793 Müller in Schweighofen; °° mit Marie Welcker; Vater von Joseph Fritz, Georg Fritz und Regina Fritz; er ist am 26.12.1793 zwischen 1791 und 1793 vor den französischen Truppen emigriert(vgl. Martin: Emigration, a.a.O., S. 279).



Frölich, Hans Peter:

um 1672 Müller in Oberndorf / Alsenz; es könnte sich um den Sohn des Wenz *Fröhlich handeln; auf welcher Mühle er saß, läßt sich nicht mehr feststellen (vgl. Stock, Pfarrer: Ortsgeschichte von Oberndorf (auch zu Mühlen); in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1927, S. 87)



Frölich, Wenz:

um 1662 Müller in Oberndorf / Alsenz; um welche Mühle es sich handelt, ist nicht überliefert (vgl. Stock, Pfarrer: Ortsgeschichte von Oberndorf (auch zu Mühlen); in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1927, S. 87)



Fromm, Hanß:

um 1613 Müller in Kaiserslautern; am 13.1.1618 wird der Müller Hans Fromm als Salzmesser in Kaiserslautern durch den Schneider Hanß Bayer abgelöst (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1550-1619, a.a.O., S. 20).++++klären : welche Mühle++++



Fronhofer, Franz:

21.1.1770 im Alter von50 Jahren; am 21.1.1770 wird im kath. Kirchenbuch Schallodenbach erwähnt der Franz Fronhofer († 21.1.1770 im Alter von50 Jahren) erwähnt; er stammt aus der „Mühle nahe Schallodenbach“ (vgl. Budell: Register zu den Kirchen­büchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 88); °° mit Maria Barbara NN.; bei der Taufe seiner Tochter Maria Elisabetha Fronhoffer am 22.3.1765 in der katholischen Kirche Schallodenbach ist u.a. als Patin anwesend die Maria Elisabetha Schmit, Ehefrau des Johannes *Schmit, von der Mühle Schallodenbach (vgl. Budell, a.a.O., S. 89).



Fuchs, Catharina Wilhelmine:

aus Grumbach; Tochter des Georg Fuchs, Hofmetzger und Bürger in Grumbach; °° am 14.2.1797 mit dem Müller Johann Peter *Schlemmer, Erbbestandsmüller auf der Mühle in Medard; Sohn aus der Ehe ist Johann Jakob *Schlemmer (vgl. Dhom: Sippe Schlemmer, a.a.O., S. 21/22); sie ist am 4.2.1802 in Medard Patin bei der lutherischen Taufe des Johann Nickel Balder (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 20; Dhom: Sippe Schlemmer, a.a.O., S. 20; Eintrag im lutherischen Kirchenbuch Meisenheim).



Fuhrmann, Johann Nikolaus:

1.2.1738 Hengsberg; Müller auf der Pelzmühle bei Hengsberg; Johann Nikolaus *Fuhrmann (1710 Soldat des französischen Frei­corps zu Schlettenbach; Sohn des Johann Nicolaus Fuhrmann aus Münster am Stein; °° 12.6.1703 in Vorderweidenthal mit Anna Bar­bara Hügel; Tochter des verlebten Johann Hügel aus Mittelbergheim/Elsaß) war zunächst Mühlknecht und Mühlarzt in Vorderwei­denthal (vgl. PRFK Juli 1997, S. 602; email Dr. Hermann Müller, Heppenheim vom 5.6.2011). Er kam 1723 nach Hengsberg und ist zusammen mit seiner Ehefrau in einem Verzeichnis der Bürgeraufnahmen im Oberamt Zweibrücken eingetragen (vgl. email Dr. Her­mann Müller, Heppenheim vom 5.6.2011):

a. Fuhrmann, Anna Barbara, Nickel's Frau, 46 Jahre, luth., Geburtsort Mittelbergheim aus dem Elsaß; Herkunft: bei ihren Eltern auf­gehalten, 1723 Hengsberg gekommen

b. Fuhrmann, Nicolaus, Müller, 40 Jahre, luth., Geburtsort Münster, Herkunftsort Rodalben, 6 Jahre aufgehalten, 1723 nach Hengs­berg gekommen.


Der aus Siebeldingen stammende Konrad *Disque kaufte den Erbbestand und die Mühle für 200fl. Und erhielt am 14.7.1722 einen Erbbestandsbrief. Disque als Afterpächter der Mühle Johann Nikolaus Fuhrmann ein. (vgl. Kampfmann, L.: „Wie die Pelzmühle ent­stand und verging“; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14; LA Speyer, Akten Zweibrücken I Nr. 949).


Fuhrmann kaufte, nachdem er mehrere Jahre, die Pelzmühle als Afterbeständer betrieben hatte, die Mühle für 337 Gulden von Kon­rad *Disque und erhielt daraufhin unter dem 7.2.1727 einen Erbbestandsbrief von der pfalz-zweibrückischen Regierung ausgestellt (vgl. Kampfmann, L.: „Wie die Pelzmühle entstand und verging“; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14).


Jeremias *Hügel erbte von seinem am 1.2.1738 in Hengsberg verstorbenen Vetter Johann Nikolaus Fuhrmann die Pelzmühle bei Hengsberg (vgl. email Dr. Hermann Müller, Heppenheim vom 5.6.2011), die er in der Folge betrieb. 1744 war Jeremias Hügel Erbbe­ständer auf der Hengsberger Mahlmühle, genannt Beltzmühle (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 196).



Funck, Agnes:

um 1656 in Reichenbach oder Aulenbach; Tochter des † Müllers Culmann Funck; Um 1650 war sie auch als „Adam Funken-Mühle auf der Reichenbach“ bekannt. 1656 gehörte die “Mühle auf der Reichenbach” (auch als „Adam Funken-Mühle auf der Reichenbach“ bekannt, die spätere Eisenhutsmühle; die Mühle lag auf Aulenbacher Gemarkung) der Agnes Funck, der Tochter des verstorbenen Culmann Funck; die Mühle war im 30jährigen Krieg „ganz zu Haufen gefallen“ und Agnes Funck verfügte nicht über die Mittel zum Wiederaufbau (vgl. Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 94).



Funck, Heinrich:

vor 1656 auf der Germansmühle, der Erbbestands- und Bannmühle auf der Steinalb bei Grünberg (heute Truppenübungsplatz Baum­holder). Im Mühlenbericht des Schultheiß Johann Müller in Baumholder von 1656 wird folgendes berichtet: Die Mühle war Erbmüh­le und gehörte Heinrich Funck, der von seiner Frau her ziemlich begütert war. Die Frau des Funck hielt sich bei Michael Faust zu Grünbach auf, der ihr Kost um Gottes Willen gab. Der Sohn ist im moianischen Wesen in die Kriegsgesellschaft gekommen. Man weiß nicht, ob er noch lebt. Die Frau will sich der Mühle nicht annehmen. In einem anderen Vermerk heißt es: “In der Steinalp ist eine Walkmühle gewesen, für die früher der verstorbene Müller in der Wolfsmühle neben seinem Mühlenzins jährlich 9 Batzen zahl­te. Diese Walkmühle ist in Abgang gekommen. Seine Hausfrau, die etwas begütert war, ist aber immer krank und eine Bettrysin (bett­lägerig), die Michel Faust um Gottes Willen in Kost hält...”



Funck, Johannes:

um 1625 Ruschberg; 1625 war Johannes Funck zu Ruschberg Besitzer der "Neumühle", die 1716 als "Neumanns Mühle" (Besitzer: Martin Krieger) erscheint (vgl. Hinweis bei Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 91).



Funck, Agnes:

um 1656 in Reichenbach oder Aulenbach; Tochter des † Müllers Culmann Funck; Um 1650 war sie auch als „Adam Funken-Mühle auf der Reichenbach“ bekannt. 1656 gehörte die “Mühle auf der Reichenbach” (auch als „Adam Funken-Mühle auf der Reichenbach“ bekannt, die spätere Eisenhutsmühle; die Mühle lag auf Aulenbacher Gemarkung) der Agnes Funck, der Tochter des verstorbenen Culmann Funck; die Mühle war im 30jährigen Krieg „ganz zu Haufen gefallen“ und Agnes Funck verfügte nicht über die Mittel zum Wiederaufbau (vgl. Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 94).



Funck, Heinrich:

vor 1656 auf der Germansmühle, der Erbbestands- und Bannmühle auf der Steinalb bei Grünberg (heute Truppenübungsplatz Baum­holder). Im Mühlenbericht des Schultheiß Johann Müller in Baumholder von 1656 wird folgendes berichtet: Die Mühle war Erbmüh­le und gehörte Heinrich Funck, der von seiner Frau her ziemlich begütert war. Die Frau des Funck hielt sich bei Michael Faust zu Grünbach auf, der ihr Kost um Gottes Willen gab. Der Sohn ist im moianischen Wesen in die Kriegsgesellschaft gekommen. Man weiß nicht, ob er noch lebt. Die Frau will sich der Mühle nicht annehmen. In einem anderen Vermerk heißt es: “In der Steinalp ist eine Walkmühle gewesen, für die früher der verstorbene Müller in der Wolfsmühle neben seinem Mühlenzins jährlich 9 Batzen zahl­te. Diese Walkmühle ist in Abgang gekommen. Seine Hausfrau, die etwas begütert war, ist aber immer krank und eine Bettrysin (bett­lägerig), die Michel Faust um Gottes Willen in Kost hält...”



Funck, Johannes:

um 1625 Ruschberg; 1625 war Johannes Funck zu Ruschberg Besitzer der "Neumühle", die 1716 als "Neumanns Mühle" (Besitzer: Martin Krieger) erscheint (vgl. Hinweis bei Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 91).



Fusser, Anna Katharina:

12.8.1767 Dannstadt – 26.3.1806 Schauernheim; Müllersfrau in Schauernheim; Tochter des Ackersmann in Dannstadt, Johann Jakob Fusser und Anna Maria Magin; Enkelin des Jakob Fusser und der Anna Katharina NN. (vgl. Seelinger: Familien in Dannstadt und Schauernheim, a.a.O., S. 221 Nr. 832); °° I am 17.9.1787 in Schauernheim mit dem Müller in Schauernheim, Johann Theodor *Zech (5.4. 1758 Schauernheim – 10.8.1794 Schauernheim); °° II am 22.11.1794 in Schauernheim mit dem aus Trautstadt/Franken stam­menden Müller Caspar Schmidt); Mutter der Anna Maria *Zech (7.9.1790 Schauernheim – 1.11.1827 Schauernheim) (vgl. Seelinger: Familien in Dannstadt und Schauernheim, a.a.O., S. 684 Nr. 2952). Die Mühle in Schauernheim ist wohl nach dem Tod des Müllers Zech von dessen Witwe Anna Katharina Fusser weiter betrieben worden. Diese hatte nach seinen Tod die vierjährige Tochter Anna Maria Zech zu versorgen; Anna Katharina Fusser heiratete bereits 3 Monate nach dem Tod ihres Mannes am 22.11. 1794 den Müller Caspar *Schmidt (vgl. Seelinger: Familien in Dannstadt und Schauernheim, a.a.O., S. 583 Nr. 2462) und betrieb die Mühle weiter. Nach ihrem Tod am 26.3.1806 fiel die Mühle in Schauernheim voraussichtlich an die Tochter Anna Maria Zech, die als 16jährige am 28.10.1806 in Dannstadt den Müller Johann Jakob *Drissler (2.12.1782 Dannstadt – 12.12.1813 Schauernheim; katholisch) heiratete (vgl. Seelinger: Familien in Dannstadt und Schauernheim, a.a.O., S. 162 Nr. 568 iVm S. 684 Nr. 2952 und S. 686 Nr. 2960).


























Litera G




Gabel, Johann Peter:

1696 err. - 18.1.1756 Odenbach/Glan; von 1746-1756 Müller auf der +++ in Odenbach/Glan; °° mit Christina Maria NN.; Kinder aus der Ehe sind: Philipp Wilhelm Gabel (*13.4.1743-12.5.1754), Anna Margaretha Gabel (1746-1747), Johann Abraham Gabel (*8.5. 1748, Schumachermeister in Odenbach; °° am 12.10.1777 in Einöllen mit Elisabetha Katharina Herzog), Anna Maria Gabel (*1.4. 1751) und Philipp Karl Gabel (*1.5.1754, wandert 1780 nach Lembach bei Weißenburg/Elsaß aus) (vgl. Anthes: Die Kasualien der Einwohner von Odenbach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutherischen Kirchenbüchern von Meisenheim 1684-1798, a.a.O., S. 7, 26).



Galle, Jakob:

11.12.1732 (?) Erbesbüdesheim - ++++ Geistermühle bei Uffhofen; Müller auf der Geistermühle bei Uffhofen. Sohn des Mennoniten Peter (2) *Galle und der Agnes Kolb aus Wolfsheim / Rheinhessen; °° 13.9.1754 mit Anna Hahn aus Spiesheim. Vater des Müllers auf der Beutlermühle bei Otterberg, Peter *Galle) und des Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Geistermühle Jakob Galle (vgl. Galle, Christian: Die Familie Galle; in: Mennonitische Geschichtsblätter 1979, S. 59, 60).



Galle, Peter (2):

Ostern 1762 Uffhofen; Müller auf der Geistermühle bei Uffhofen / Rheinhessen. 1734 erwarb der Mennonit Peter (2) Galle den Erbbestand an der Geistermühle. Sein Vater Peter (1) Galle ist im jugendlichen Alter als Glaubensflüchtling aus der Schweiz ausge­wandert und fand zunächst in Erbesbüdesheim Zuflucht. Peter (2) Galle °° Agnes Kolb aus Wolfsheim / Rheinhessen († beerd. 1.12. 1751 Uffhofen). Von den 9 Kindern aus der Ehe wurde Jakob *Galle Müller und Betriebsnachfolger auf der Geistermühle (vgl. Galle, Christian: Die Familie Galle; in: Mennonitische Geschichtsblätter 1979, S. 59).



Galle, Peter:

26.12.1758 Geistermühle bei Uffhofen / Rheinhessen - ++++ Sembach; Sohn des Müllers Jakob *Galle und der Agnes Kolb; Müller auf der Beutlermühle bei Otterberg; ; °° mit Elise Engel, geb. Risser aus Friedelsheim; er war auch Prediger der Mennonitengemein­de Sembach und starb an einem Schlagfluß während des Gottesdienstes auf der Kanzel (vgl. Galle, Christian: Die Familie Galle; in: Mennonitische Geschichtsblätter 1979, S. 59-60). Vater des Peter Galle (geb. 10.8.1801 Beutlersmühle), ausgewandert nach Nord­amerika (vgl. Internetdatei http://mysite.verizon.net/grfisher/galli.htm) und des Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Geistermüh­le Jakob Galle (vgl. Galle, a.a.O., S. 60).



Gamber, Philipp Jakob:

um 1875 in Oppau; Sohn des Schullehrers in Oppau Rudolph Gamber; um 1875 war Philipp Jakob Gamber Dampfmühlenbesitzer in Oppau; °° am 7.8.1875 in Rheingönheim mit Eva Barbara Müller aus Mußbach (vgl. Poller: Rheingönheimer Bürgerbuch, a.a.O., Bd. 2 S, 85)



Ganter, Johann:

um 1796 Müller auf der Bärenbunner Mühle bei Schindhardt; die den Freiherrn Eckbrecht von Dürkheim gehörenden Grünstücke, auf denen (wohl in Erbpacht) der Nicolaus Lorch aus Bergzabern den Bärenbrunnerhof und die Mühle angelegt hatte, wurde nach dem Übergreifen der Französischen Revolution auf die Kurpfalz enteignet und versteigert. Die Mühle ersteigerte der Müller Jean Gauter (s. Johann *Ganter) für 800 fl, den Hof ersteigerte der bisherige Pächter Friedrich Haage für 4000 fl. (aus Internetdatei Wiki­pedia). Die Mühle in der Versteigerung vom 30.9.1796 wie folgt beschrieben: „nur ein Flügel, oft fehlt Wasser, kann nur in den güns­tigsten Jahreszeiten mahlen“ (vgl. Martin: Emigration, a.a.O., Teil III: Verzeichnis der Nationalgüter, S. 49). Johann Ganter, der Mül­ler der Bärenbronner Mühle ersteigerte am 29.9.1796 im Zuge der „französischen Nationalgüterversteigerung eine Wiese und Acker­land in Busenberg (vgl. Martin: Emigration, a.a.O., Teil III: Verzeichnis der Nationalgüter, S. 48).



Gantzer, Jacob:

ab 1670 Müller auf der Dorfmühle in Merzalben. Als im 30jährigen Krieg das Gräfensteiner Land verwüstet und entvölkert wurde, verfiel auch die Mühle. Erst 1670 gingen die 2 in Merzalben und die 6 in Leimen verbliebenen Familien daran, die Dorfmühle in Merzalben wieder aufzubauen. Sie übertrugen mit Urkunde vom 13.5.1670 die Mühle schenkweise an den Müllermeister Jacob *Gantzer. Der Müller muß jedoch die Mühle „in völligem Bau ehesten Tages und dergestalten setzen … daß sie am Mahlen nicht ver­hindert noch versäumet werden, auch ihnen nicht mehr als den gewöhnlichen Landbräuchlichen Malter abnehmen“ (vgl. LA Speyer Best. C 5 Baden Nr. 216, Bl. 38 ff; zitiert nach Neuberger: Die alte Merzalber Mühle …, a.a.O., S. 224). Die badische Landesherr­schaft erließ Jacob Gantzer für die ersten 7 Jahre einen Teil der fälligen Abgaben (vgl. Neuberger: Die alte Merzalber Mühle …, a.a.O., S. 224).



Gaul, Johann Jacob:

vor 1794 Müllermeister in Asselheim ++++klären: welche Mühle++++; °° mit Magdalena Häberle vom Daubenborner Hof (Tochter des Johannes Häberle vom Daubenborner Hof und der NN [ 28.4.1794 Asselheim]) (Quelle: handschriftlicher Hinweis verm. Von Pfr. Alfred Kuby in: Häberle, Katharina: Die Geschichte des Daubenborner Hofes, a.a.O., S. 103, Handexemplar bei PRFK Ludwigs­hafen, Archiv und Bibliothek Nr. I D 41.0; ref. KB Grünstadt).



Gaul, Johann Christoph:

ab 1783 Müller und Erbbeständer auf der herrschaftlichen Mahlmühle in Dreisen (= Dorfmühle, später Mühle Rupp); 1783 erfolgte die Erbbestandsvergabe der herrschaftlichen Mahlmühle zu Dreisen an den Joh. Christoph Gaul (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 264: „Erbbestandsvergabe der herrschaftlichen Mahlmühle zu Dreisen an Joh. Christoph Gaul, 1783-1791).



Gebels, Leonhard:

er kaufte 1797 die Obermühle in Ebertsheim von seinem Bruder Heinrich *Gebels (vgl. Wahl: Ebertsheim, a.a.O., S. 113).



Gebels, Heinrich:

er kaufte 1781 die Obermühle in Ebertsheim, verkaufte die Mühle bereits 1797 an seinen Bruder Leonhard Gebels: Dieser verkaufte die Mühle 1810 an Johann Philipp *Schworm II (vgl. Wahl: Ebertsheim, a.a.O., S. 113).



Gebhardt, Johann Godtfried:

um 1733 Mahlmüller in Oberhausen bei Landau. Am 3.11.1733 ist im reformierten Kirchenbuch von Ingenheim die Heirat vermerkt des “ Gebhardt Johann Godtfried Mahlmüller zu Oberhausen“ mit „Leonhardt Anna Margaretha Tochter des Leonhardt Peter, Ge­richtsmann und Müllermeister zu Klingen“ (vgl. Petermann, Kurt: Kirchenbuch der reformierten Gemeinde Klingen von 1714 – 1780, a.a.O., S. 37).



Gehm, Müllerfamilie:

auf die Müllerfamilie Gehm ging in Nachfolge des Müllers Johann Jakob *Jung die Oppensteiner Mühle in Olsbrücken über (Weid­mann, Schul-, Medizin- und Wirtschaftsgeschichte, Bd. III, S. 212-213) und die Ölmühle auf der anderen Seite der Lauter in Nach­folge der Müllersfamilie Schönenberger über (vgl. Weber: Mühlen und des Müllerhandwerks, a.a.O., S. 241; Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 79).


Nach dem Tod des dortigen Müllers Johann Jakob Jung ( Frühjahr 1747) sollte die Mühle an den Sohn Johann Adam Jung fallen, der jedoch die Übernahme der Mühle wegen der vielen darauf lastenden, aus dem Neubau der Neumühle stammenden Schulden ab­lehnte. Seitens der kurfürstlichen Verwaltung wurde die Mühle daraufhin nach längeren Verhandlungen am 30.6.1750 an den Müller­meister Johannes *Gehm aus Katzweiler gegen Zahlung von 3250 Gulden übertragen (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenhei­mer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 79).



Gehm, Christian (1):

1765 Oppensteiner Mühle in Olsbrücken – 2.2.1815 Oppensteiner Mühle; ab 1786 Müller und Betriebsnachfolger auf der Oppenstei­ner Mahlmühle und zugleich Müller auf der Ölmühle bei der Oppensteiner Mühle; Sohn des Müllers auf der Oppensteiner Mühle, Jo­hannes *Gehm und der Müllerstochter Susanna Margaretha *Weißmann aus der Schafmühle Katzweiler (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 79).


°° 25.10.1785 in Wolfstein mit Katharina Elisabetha Klein, Tochter des Ackermanns und Kirchenvorstehers aus Rutsweiler/Lauter, Martin Klein) (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 79). Aus der Ehe stammen 11 Kinder: Anna Maria Gehm (°° 1808 in Olsbrücken mit Michael *Scheidt [geb. auf der Schmeißbacher Mühle in Kreimbach-Kaulbach] und jetziger Müller auf der Neumühle Olsbrücken) (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 79), Christian (2) Gehm (°° Januar 1817 mit Katharina Seitz aus Otterberg; Müller und Betriebsnachfolger seines Vaters),


Christian Gehm übernahm am 30.4.1786 nach dem Tod des Vaters die Mahlmühle auf der Oppensteiner Mühle um 2800 Gulden (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 79).



Gehm, Christian (2):

1832 Oppensteinermühle Olsbrücken; Müller auf der Mahlmühle und der Ölmühle der Oppensteiner Mühle. Sohn des Müllers auf der Oppensteiner Mahlmühle Christian (1) *Gehm und der Katharina Elisabetha Klein; °° im Januar 1817 mit Katharina Seitz aus Ot­terberg (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 79).


Der älteste Sohn des Mahlmüllers auf der Oppensteinermühle Christian (1) *Gehm, der Müller Christian (2) *Gehm erhielt die Op­pensteinermühle schenkweise zu einem Anschlagpreis von 6000 Gulden übertragen zwei Tage vor dem Tod seines Vaters Christian (1) *Gehm ( 2.2.1815). Er erhielt außerdem von seinem Onkel Johann Wilhelm *Gehm die Ölmühle bei der Oppensteiner Mühle geschenkt und baute diese mit seiner Ehefrau Katharina Seitz ++++prüfen++++1824 neu auf (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Op­penheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 79).


Christian (2) Gehm ließ bei seinem Tod 1832 die Witwe Katharina Elisabetha Klein++++prüfen++++ und sechs minderjährige Kin­der zurück. Die Witwe betrieb die Mühle offensichtlich zunächst in Erbengemeinschaft weiter. Katharina Elisabeth Klein und ihre Kinder ließen den ganzen Besitz, bestehend aus Mahlmühle, Ölmühle und 30 Morgen Grundbesitz 1841 versteigern. Am 22.8.1841 fiel die Oppensteiner Mühle im Rahmen einer Versteigerung an den „Öl- und Sägemüller Johannes Wilking von der Schafmühle Katzweiler, der sie für seinen „Stiefsohn“ erwarb, gegen Zahlung von 27100 Gulden (vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 47; Henn, K.: Geschichte der Katzweilerer Sippe Henn, Ludwigshafen/Rh. 1952, S. 39 f; Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 79).



Gehm, Franziska:

sie ist möglicherweise eine Tochter des Müllers auf der Oberen Eselsmühle in Alsenborn, Johann Nikolaus *Gehm +++klären+++; °° mit dem Müller (ab 1798 auf der Oberen Hetschmühle in Alsenborn, Valentin *Rupp.


1798 hatte der Müllermeister Valentin *Rupp die Hetschmühle in Alsenborn. Seine Ehefrau Franziska war eine geborene Gehm. Sie hatten von dem Enkenbacher Bürger Henrich Würtz 2400 Gulden geborgt und mußten zur Absicherung des Darlehens auch ihre von der ehemaligen Geistlichen Güteradministration herrührende Mühle in Pfand geben (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die beiden Het­schenmühlen unterhalb Alsenborn; in: Pfälzische Heimatblätter Jg. 6, 1958, S. 22). Valentin Rupp scheint die Mühle bei der Verstei­gerung der ehemaligen kurpfälzischen Staatsgüter durch die französische Domänenverwaltung ersteigert zu haben. In der Folge blieb die Mühle über 100 Jahre lang im Besitz der reichen Familie Rupp.



Gehm, Johannes:

ca. 1786 Oppensteiner Mühle in Olsbrücken; er stammte aus Hirschhorn/Pfalz, dann als Müller (?) in Katzweiler; ab 1750 Müller­meister auf der Oppensteiner Mühle in Olsbrücken; Sohn des Ackersmanns Wilhelm Gehm aus Hirschhorn (nahe Katzweiler); °° mit der Müllerstochter Susanna Margaretha *Weißmann von der Schafmühle Katzweiler (Tochter des Müllers und Erbbeständers Johann Michael *Weißmann [† vor 1740 Schafmühle Katzweiler]) (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 79). Vater von Johannes Gehm (°° 1765 mit seiner erst 14jährigen Kusine Ka­tharina Elisabetha Weißmann von der Neumühle bei Olsbrücken, 1768 durch einen Unglücksfall), Johann Michel Gehm (Bauer in Olsbrücken; °° mit Maria Susanna Schneck), Katharina Elisabetha *Gehm (°° 1768 mit Johann Heinrich *Stein aus der Waldfischba­cher Mühle, Betreiber der Ölmühle Olsbrücken für seinen Schwiegervater; 1781 ermordet in Hirschhorn), Johann Wilhelm *Gehm, Johann Peter *Gehm, der Maria Barbara Gehm, der Philippine Gehm und des Christian (1) *Gehm (geb. 1765 Oppensteiner Mühle Olsbrücken; °° 25.10.1785 in Wolfstein mit Katharina Elisabetha Klein, Tochter des Ackermanns und Kirchenvorstehers aus Ruts­weiler/Lauter, Martin Klein) (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 79).


Nach dem Tod des Müllers Johann Jakob Jung ( Frühjahr 1747) sollte die Mühle an den Sohn Johann Adam Jung fallen, der jedoch die Übernahme der Mühle wegen der vielen darauf lastenden, aus dem Neubau der Neumühle Olsbrücken [ stammenden Schulden ablehnte. Seitens der kurfürstlichen Verwaltung wurde die Mühle daraufhin nach längeren Verhandlungen am 30.6.1750 an den Mül­lermeister Johannes *Gehm aus Katzweiler gegen Zahlung von 3250 Gulden übertragen (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppen­heimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 79).


1770 entstand durch Hochwasser sowohl an der Gehm'schen Oppensteiner Mahlmühle wie auch an der Ölmühle großer Schaden (vgl. Schneider, Hermann: „Die ehemalige Oppensteiner Mühle“, unveröffentlichter Aufsatz vom 12.6.1989, in EDV-Speicherung aufgenommen durch Thomas Jutzy im Juni 1991).


1771 wurde die Ölmühle durch den Müller auf der Oppensteiner Mahlmühle Johannes *Gehm ersteigert. Für seine beiden Mühlen wurde ihm noch 1771 ein neuer Erbbestandsbrief ausgestellt. Nun mußten für die Mühlen zusammen jährlich 20 Mltr Korn und 4 Mltr Hafer Erbzins in die Amtskellerei Wolfstein gezahlt werden (vgl. Schneider, Hermann: „Die ehemalige Oppensteiner Mühle“, unveröffentlichter Aufsatz vom 12.6.1989, in EDV-Speicherung aufgenommen durch Thomas Jutzy im Juni 1991).



Gehm, Johann Nikolaus:

ab 1760 war Gehm Müller und Erbbeständer auf der (Oberen) Eselsmühle in Alsenborn (vgl. Rupp: Verbandsgemeinde Enken­bach-Alsenborn, a.a.O., S. 20).


Er ist möglicherweise Vater der Franziska Gehm +++klären+++, die mit dem Müller Valentin *Rupp verheiratet war; die Eheleute Rupp/Gehm waren ab 1798 als Müller auf der Oberen Hetschmühle in Alsenborn.



Gehm, Johann Peter:

um 1818 (err.) Neumühle Otterberg; Sohn des Müllers auf der Oppensteiner Mühle, Johannes *Gehm und der Müllerstochter Su­sanna Margaretha *Weißmann aus der Schafmühle Katzweiler (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppenstei­ner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 79).


Ab 1790 Müller auf der Neumühle in Otterberg (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Ols­brücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 79). °° I mit Maria Margaretha Jung aus Sulzbach, einer Enkelin des früheren Oppenstei­ner Mahlmüllers Johann (Hans) Jakob *Jung (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Ols­brücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 79).


°° II mit Anna Margaretha Schneider aus Olsbrücken (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 363 Nr. 3642); „am 13.5.1791 geboren und am 15.5.1971 in Otterberg getauft wurde Philippina Gehm, die Tochter von Peter Gehm „Bürger und Müllermeister auf der Neumühl und Anna Margaretha“ (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Ot­terberg, a.a.O., S. 352 Nr. 3508). Am 3.8.1792 geboren und am 5.8.1792 in Otterberg getauft wird Anna Maria Gehm, Tochter des „Bürgers und Müllermeister auf der Neumühle“ Peter Gehm und der Anna Margarethe NN.; Paten sind „Wilhelm Gehm von der Op­pensteiner Mühle und Anna Maria uxor“ (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 357 Nr. 3571). Am 21.3.1795 wird geboren die Katharina Elisabetha Gehm, Tochter des Müllermeisters Peter Gehm und der Anna Margare­tha geb. Schneider von Olsbrücken (vgl. Rink, a.a.O., S. 363 Nr. 3642).


Anm.: der Vorname der 2. Ehefrau wird unterschiedlich angegeben, als „Anna Margaretha Schneider „ (bei Rink, a.a.O.,), bzw. als „Maria Margaretha Schneider“ (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 14 vom 17.2.1818, S. 82).


Am 3.3.1818 wird in Otterberg „auf Anstehen von Maria Margaretha Schneider, Wittib von Peter Gehm, eine nahe bey Otterberg .. gelegen Mahlmühle, die Neumühle genannt, öffentlich in einen 6=, 9= oder 12jährigen Bestand gegeben. Die Mühle bestehet in zwey Mahl- und einem Schälgang, und ist so gelegen, daß an Mahlgästen kein Mangel ist; dazu gehören ferner: 1) eine Wohnung, Scheune Stallung, Hofraith und Pflanzgarten; 2) ohngefähr 25 Morgen Ackerland; 3) ohngefähr 8 Morgen Wiesen ...“ (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 14 vom 17.2.1818, S. 82).



Gehm, Johann Wilhelm:

geb. am ++++ Oppensteiner Mühle Olsbrücken - +++++ Oppensteiner Mühle; ab 1781 Müllermeister auf der Ölmühle der Oppen­steiner Mühle; Sohn des Müllers auf der Oppensteiner Mühle, Johannes *Gehm und der Müllerstochter Susanna Margaretha *Weiß­mann aus der Schafmühle Katzweiler. °° I mit Susanna Ecker aus Rothselberg, der Witwe des Müllers von der Schmeißbacher Mühle bei Kreimbach-Kaulbach Heinrich *Scheidt (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Ols­brücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 79). °° II mit Anna Maria Simsheimer, einer Bauerntochter aus Lautershausen bei Ans­bach in Mittelfranken (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Hei­matbll. 12, 1964, S. 79; Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 357 Nr. 3571).).


Johann Wilhelm übernahm den Betrieb der Ölmühle bei der Oppensteiner Mühle 1781 nach der Ermordung seines Schwagers Jo­hann Heinrich *Stein (°° mit Katharina Elisabetha Gehm) (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 79).


Am 3.8.1792 geboren und am 5.8.1792 in Otterberg getauft wird Anna Maria Gehm, Tochter des „Bürgers und Müllermeister auf der Neumühle“ Peter Gehm und der Anna Margarethe NN.; Paten sind „Wilhelm Gehm von der Oppensteiner Mühle und Anna Maria uxor“ (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 357 Nr. 3571).



Geigenmüller, David:

David Geigenmüller, aus einer alten Müllerfamilie aus dem Vogtland stammend, war zeitweise Müller in Zeiskam, bevor er eine Mühle in Offenbach/Queich kaufte (vgl. Mitteilung von Frau Margit Herzog vom 7.3.2012). ++++klären : welche Mühle++++



Geinsheimer, Johann:

1765 ist Johann Geinsheimer der Müller auf der Mahlmühle in ++++klären++++, der bei der Taufe des Sohnes des Ölmüllers in Ginsheim Jakob *Götz am 25.12.1765 als Pate anwesend (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 100).



Geiß, Daniel:

ab 1784 Müller und Erbbeständer auf der Mühle auf dem Münsterhof bei Dreisen. 1784 wurde die Mühle für jährlich 10 Malter Korn, 10 Malter Spelz, 10 Malter Hafer Erbpacht an Daniel Geiß vergeben. Im gleichen Jahr wurde eine Hanfreibe eingerichtet. Durch Heirat der Tochter Anna Geiß mit Wilhelm Oberländer ging der Besitz auf diesem über. Von den Kindern aus dieser Ehe kauf­te 1840 Valentin Rupp I die Mühle für 6500 Gulden. Sie ging 1847 an dessen Sohn Valentin Rupp II über. Eine Tochter heiratete Heinrich Fasbender. Dieser nahm die Stillegung der Mühle vor (vgl. Wolf, Julius: Wüstungen in und bei Dreisen; in: Busch u.a.: Un­tergegangene Dörfer und Kleinsiedlungen in der Nordpfalz, a.a.O., S. 223 leider ohne Quellenangaben).


1780 wurde die herrschaftliche Mahlmühle zu Dreisen an Daniel Geiß verpachtet (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 263: „Die Verpach­tung der herrschaftlichen Mahlmühle zu Dreisen an Daniel Geiß, 1780-1793“).


Er war zusammen mit Jost Henrich der Erbbeständer auf dem Kloster Haner Hofgut (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 252: „Gesuch des Jost Henrich und Daniel Geiß zu Dreisen, Erbbeständer des Kloster Haner Hofguts, um Stundung der von 1783 schuldigen Pacht­früchte, 1784“).


Literatur/Urkunden:

LA Speyer Best. C38 Nr. 254: „Erbbestandsvergabe des Daniel Geißschen Viertel am herrschaftlichen Kirchengut zu Dreisen an Va­lentin Siegel jun., 1789-1791“



Geißendörfer, Johann Ludwig:

1735/40 wird er als Müller auf der Mühle in Böbingen genannt (vgl. Böbingen, Ortsgemeinde [Hrsg.]: Böbingen. Aus der Geschichte eines Gäudorfes, 1976, S. 61).



Geißendörfer, Leonhard:

um 1863 und noch 1872 in Altleiningen; Müller in Altleiningen; es dürfte sich bei ihm um den NN. *Geißendörfer handeln, der um 1881 Verwalter auf der Kleinsägemühle bei Altleiningen war; °° mit Anna Maria Bickerich, Vater der Anna Maria Geißendörfer (~ 15.11.1863 in der ev. Kirche in Altleiningen).


Im Grünstadter Anzeiger Nr. 94 vom 7.8.1872 befindet sich folgende Annonce: „Mittwoch den 21. August 1872... zu Altleiningen… läßt L. Geißendörfer, Müller von da, … in Eigenthum versteigern: seiner zu Altleiningen in der Mitte des Dorfes gelegene Mühle sammt Nebengebäuden mit 2 Mahlgängen und einem Schälgange, neuester Construction, dann Pflanzgarten und 31/2 Morgen Wie­sen. Die Wiese hat 151/2' Gefäll, liegt in der Nähe eines Brunnens mit 20 Röhren und das Wohnhaus mit 6 Zimmern ist neu erbaut“ (vgl. Grünstadter Anzeiger Nr. 94 vom 7.8.1872)



Geißendörfer, NN.:

um 1881 Verwalter auf der Kleinsägemühle in Altleiningen. 1881 besaß Heinrich Krebill die Mühle. Krebill verkaufte sie schließlich an den Juden Kauffmann aus Neuleiningen. Dieser setzte einen Verwalter namens Geißendörfer ein. (vgl. Heiberger: Altleiningen, a.a.O., S. 103).



Geissler, Caspar:

vor 1813; Müller auf der Großsägemühle Altleiningen. Am 2.3.1813 erhält die Witwe des verstorbenen Müllers Caspar Geisler durch den Eigentümer Freiherr von Gienanth einen Erbbestandsbrief (vgl. Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz: Findbuch des Bestandes Familien- und Werksarchiv Gebr. Gienanth-Eisenberg [= LA Speyer Best. T 89], bearbeitet von Paul Warmbrunn, Koblenz 2000, S. 58 LA Speyer Best. T 89 [Gienanth] 03.01 Nr. 11). Vater des späteren Müllers auf der Großsägemühle Altleiningen,



Geißler, Michael:

von 1760-68 Müller und Pächter auf der Lohmühle in Wachenheim Pfrimm; °° mit NN. Bauschert, der Tochter des Müller Johann Nikolaus *Bauschert aus Wachenheim/Pfrimm; sein Schwiegervater war von 1750-57 Pächter auf der Lohmühle gewesen, und hatte anschließend bis zu seinem Tod 1759 die Neumühle in Wachenheim/Pfrimm betrieben. Vater der NN. Geißler (°° dem aus Rothenburg/Tauber stammenden Müllerburschen Michael Metzger) (vgl. Würth: Wachenheim/Pfrimm, a.a.O., S. 160).



Geißler, Philipp Mathes:

um 1744; Erbbeständer der Großsägemühle in Altleiningen (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 273). Geißler stammte von der Obermühle in Neuleiningen-Tal, wie sich aus dem Erbbestandsbrief über die Große Sägemühle ergibt; im dieser Ur­kunde vom 7.9.1744 wurde Geißler und seiner Ehefrau Sibila Catharina NN von Graf Georg Hermann von Leiningen-Westerburg (-Altleiningen) der Erbbestand an der auf Altleininger Gemarkung unterhalb des Großen Hammers im Leininger Tal gelegenen "große Seeg Mühl" samt zugehörigen Äckern und Wiesen übertragen. Eine erneute Beurkundung war erforderlich geworden, nachdem Graf Georg Hermann 1751 verstorben war; sein Nachfolger Christian Johann Graf zu Leiningen-Westerburg-Altleiningen bestätigte daher am 13.9.1759 den bestehenden Vertrag (vgl. Erbbestandsurkunde, abgedruckt bei Heiberger, Altleiningen, a.a.O., S. 98-100).



Geller, Frantz:

um 1716 Müller auf der Stadtmühle in Landau. Am 16.7.1716 kauft der Stadtmüller in Landau, Frantz Geller, die Neumühle in der Rosengasse in Landau. Der Kauf ist wie folgt beurkundet: „... Frantz Ratzenberger, … Becker undt Anna Maria Schneebergerin uxor ...ihren Antheil an sogenante Neumühle gelegen in der Rosengaß, zwischen der Queich, vorm französ: Lazareth und Herren Müh: Stahlen … um 1011 fl“ an Frantz Geller .. Stadtmüllern und Annam Barbaram Schaafen uxorem ...“ (vgl. LA Speyer Best. F5 Nr. 687 Bl. 679).



Gelzleichter, Johannes:

um 1609 Müller in Berschweiler; bereits 1609 wird im Kirchenvisitationsprotokoll von Konken erwähnt: „Gelzleichter Johannes. Müller, und Frau Margaretha zu Berschweiler“ (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1, S. 203 Nr. 764). Angehörige der Familie Gelzleichter haben offensichtlich den 30jährigen Krieg überlebt. Im Freisener Gerichtsbuch ist am 21.6.1654 der Verkauf eines Hauses im Wege der Erbauseinandersetzung nach Heinrich Koch vermerkt, an dem als Miterbe benannt ist der „Geltzleuchter Johannes von Hanweyler“ (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1, S. 203 Nr. 765)



Gennheimer, Valentin:

um 1855 Müller auf der Obermühle in Maikammer. Am 1.5.1855 annonciert der Müller Valentin Gennheimer den Verkauf oder die Verpachtung seiner „bei Maikammer gelegen Mühle, die s. g. Obermühle, ganz neu erbaut, mit einem Werke neuester Art, 30 Fuß Wasserfall, bestehend: in drei Mahlgängen, einem Schälgange und Schwingmühle, mit Wohngebäude, Scheuer, Stallung, ….“ (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 3.5.1855, S. 198 = LA Speyer Best. Y 20/41)



Georg, Georg Nickel:

vor 1744 heiratet der Georg Nickel *Georg (um 1722 in Hetstein – 3.2.1802 im Alter von 80 Jahren; Sohn des Franz Georg), Müller und Zensor in der Trauner Mühle die Dorothea Margaretha Fischer (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonn­weiler 1988, S. 81).



Georg, Matthias:

vor 1732 Bergzabern; Lohmüller in Dörrenbach; 1732/34 gehörte die Lohmühle in Dörrenbach den Erben des Matthias Geörgen von Bergzabern (vgl. Dörrenbach, Gemeinde [Hrsg.]: 1000 Jahre Dörrenbach [Dörrenbach 1992], S. 451)



Gerber, Jakob:

um 1861 Müller auf der Oberen Mühle in Herschweiler (-Pettersheim). Am 10.8.1861 wird in einem Mühlenverzeichnis in den Akten des Kreisarchivs Kusel als Müller auf der Oberen Herschweiler Mühle genannt der Jakob *Gerber. Die am Tiefwiesenbach gelegene Mühle weist 1861 zwei Mahlgänge auf (vgl. Akten Kreisarchiv Kusel; Dahl, Gerhard: Mühlen in Herschweiler-Pettersheim, a.a.O., S. 148).



Gerhard, Friedrich Karl:

1842 und 1856 wird als Müller in Berschweiler der Friedrich Karl *Gerhard erwähnt; er ist Sohn des Müllers Heinrich Gerhard und der Maria Dorothea Pöß aus Berschweiler; °° I 12.4.1842 mit Katharina Müller († 18.1.1856); aus der Ehe stammen 3 Kinder Kinder, darunter der Sohn Friedrich Gerhard (geb. 18.12.1852), der beim Tod seiner Mutter gerade 4 Jahre alt war; °° II 29.5.1856 mit Karo­lina Werry aus Berschweiler (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1, S. 208 Nr. 793, 794)



Gerhard(t), Paul:

1609 wird in Duchroth-Oberhausen als Müller der Paul *Gerhard benannt,; °° mit Martha NN; Vater des Schneiders Hans Gerhard (vgl. Herzog, Heinrich: Die Einwohner von Duchroth-Oberhausen; in: PRFK 1982, S. 111; Herzog, August: Heimatbuch Duchro­th-Oberhausen, a.a.O., S. 68) und der Elisabeth Gerhard (vgl. Herzog, August: Heimatbuch Duchroth-Oberhausen, a.a.O., S. 68).


Er war vermutlich Müller auf der Bannmühle in Oberhausen/Nahe, in welche die Einwohner von Duchroth und Oberhausen gebannt waren.



Gerhardt, Hans:

um 1585 Odenbach/Glan; Müller und Bürger in Odenbach/Glan; °° am 16.12.1585 in Odenbach/Glan mit Margaretha Schneider, Tochter des Michael Schneider; Vater von Hans Gerhardt (~23.12.1588 Odenbach) (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der refor­mierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Becherbach (reformiertes Kirchenbuch), Bd.1: 1556-1714, a.a.O., S. 37).



Gerheim, Johannes:

um 1739 wird Johannes *Gerheim als Müller in Uffhofen im lutherischen Kirchenbuch Kirchheimbolanden erwähnt (vgl. Gabel­mann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 151). Am 09.06.1739 heiratet in der lutherischen Kirche in Kirchheim­bolanden der „ Gerheim, Philipp Peter, Bäckermeister, S. d. Müllers Johannes Gerheim von Uffhofen, mit Anna Christina Dreher, T. d. Metzgermeisters Carl Dreher hier“ (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 151).



Gerig, Peter:

um 1836 Papiermüller in Hardenburg. Am 30.1.1837 läßt Peter Gehrig, Papierfabrikant in Hardenburg, seine in der Gemarkung von Maikammer, an dem Krebs- und Mühlbach, zwischen Maikammer und St. Martin gelegene Mahlmühle, die Gaßenmühle genannt, mit 2 Mahlgängen, einem Schälgang und Schwingmühle, samt Wohnhaus versteigern (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 17.12.1836 S. 207= LA Speyer Best. Y 20/41)



Gerlach, Martin:

um 1656 in Kusel; Wollenweber in Kusel. Die Walkmühle in Kusel wurde wie alle Kuseler Mühlen im 30jährigen Krieg zerstört. Der Wiederaufbau wurde 1656 begonnen; der Bäcker und Biermacher Johann Hart und die Wollenweber Peter Gerlach und Martin Ger­lach erklärten sich bereit, auch die Walkmühle neu zu errichten; ihr war eine stets wachsende Bedeutung beschieden (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die Tuchmacher und ihre Walkmühlen in der vorindustriellen Zeit; in: Westricher Heimatblätter 1986, S. 31).



Gerlich, Philipp:

1772 wurde die herrschaftliche Mahlmühle zu Dreisen an Philipp Gerlich verpachtet (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 262: „Verpach­tung der herrschaftlichen Mahlmühle zu Dreisen an Philipp Gerlich, 1772-1774“).



Germann:

verschiedene Schreibweisen auch German



Germann, Anna Barbara:

geb. Imsweiler - 1750 Imsweiler; Tochter des Johannes *German und der Anna Barbara NN.; wohl Schwester des Schultheiß von Imsweiler Johannes German; °° I am 19.5.1722 in Imsweiler mit dem Müller Johann Christian *Kremb aus Imsweiler; die Ehe blieb kinderlos (vgl. Dhom, Emil: Die Sippe Kremb-Kremp im pfälzischen Raum, 2. Auflage Imsweiler 1975, S. 27)



Germann, Anton:

1.9.1709 Baumholder - ++++; Sohn des Hans Wilhelm Germann, des späteren Müllers auf der Laurentiusmühle in Wolfersweiler; °° 2.11.1734 mit Anna Magdalena Britsch; die Ehefrau stammte aus Straßburg; sie war in 1. Ehe mit dem Laurentiusmüller in Wolfers­weiler Johann Heinrich Binckle verheiratet; er übernahm 1739 von dem Müller Johann Georg *Korb die Wolfsmühle bei Grünbach, auch Katharinenmühle oder später Germannsmühle genannt; diese brannte 1743 nieder und wurde neu aufgebaut (vgl. Hinweis bei: Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 94). Sein Vater hat die Laurentiusmühle vermutlich nach dem Tod des dortigen Müllers, Johann Heinrich *Binckle übernommen († vor 1734); Anton Germann (*1.9.1709 Baumholder), spä­ter Müller auf der Wolfsmühle/Catharinenmühle/Germannmühle bei Grünbach (heute Truppenübungsplatz Baumholder), heiratete am 2.11.1734 die Witwe des Müllers Binckle, die aus Straßburg stammende Anna Magdalena *Britsch; die ersten 3 Kinder des Ehe­paars Germann/Brickle sind zwischen 1735 und 1737 in Wolfersweiler und damit wohl auf der Laurentiusmühle geboren; mithin ar­beitete sein Sohn Anton Germann im väterlichen Betrieb auf der Laurentiusmühle, wo er seine spätere Frau kennengelernt haben muß, bis er 1739 eine eigene Mühle übernehmen konnte. Aus der Ehe mit Anna Magdalena Britsch gingen 8 Kinder hervor, darunter der Sohn Johann Ludwig *Germann, der später die Wolfsmühle/Catharinenmühle/Germannmühle bei Grünbach (heute Truppen­übungsplatz Baumholder) übernahm (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 95).


Im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746, (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 155r-158r) ist die Katharinenmühle oder später Germannsmühle sinngemäß wie folgt beschrieben: Die Katharinen-, vulgo Wolfsmühle ge­nannt liegt an der Steinalb, 1 Stunde oberhalb der Niederalber Mühle, auf der Seite des Dorfes Grünbach, welches ½ Stunde davon entfernt und in die Lockersmühl gebannt ist. Vor etwa 3 Jahren ist diese Mühle von Grund abgebrannt, im folgenden Jahr aber wieder aufzubauen angefangen worden. Die Mahlmühl hat nur einen Gang, welchen ein 16 Schuh hohes Wasserrad treibet. In trockenen Zei­ten muß die Mühle nicht völlig stell stehen, geht dann aber langsam und schwach. Die Ohligmühle ist später dazugekommen. Von der Mahlmühl gibt der Müller 1 fl an Geldt in die Landschreiberey und ein Malter Korn sowie ein Malter Haber in die Kellerey Lichtenb­erg. Für die Ohligmühle zahlt er, obwohl im Erbbestandsbrief nichts vermerkt ist, ebenfalls 1 Thaler mehr in die Landschrei­berey. Die nechste zweibrückische Örter alß Grimbach auß 17 und Mambechel aus 30 Familien bestehend, sind in die Lockers Mühl gebannt. Die Helfte seiner Mahlgästen hat er auß dem Rheingräflichen und die andere Helfte auß hießigen Landen, aber nur, wann der Bann Miller ihnen nicht helfen könnte. Der Erbbeständer ist Anton *Germann mit einem Erbbestandsbrief über beide Mühlen vom 28.2.1740 (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 217/218).



Germann, Anthoni:

geb. 1639 in Baumholder – 28.7.1705 Baumholder; Gerichtsschöffe in Baumholder. Vater des Müllers auf der Laurentiusmühle in Wolfersweiler Hans Wilhelm*Germann; er ist der Stammvater der Müllerfamilie Germann, die Mühlen in Wolfersweiler und weitere Mühlen Betrieb; sein Enkel Johann Wilhelm Germann wanderte 1784 in die Bukowina aus (vgl Mitteilung von Herrn Günter Ger­mann, Halle vom 27.4.2010).


Anthoni Germann wurde geboren am 1639 in Baumholder, und verstarb am 28.7.1705 in Baumholder. °° I Anna Maria NN. (geb. 1652 – 10.2.1694); °° II Agnes NN, Witwe des Augustin Weyerbacher, Einwohner zu Mühlheim an der Eis in der Grafschaft Leinin­gen-Heidesheim; Kinder von Anthoni Germann und Anna Maria NN. sind: Hans Wilhelm Germann (geb. Dezember 1673 Baumhol­der - 22 .12.1742; Müller auf der Laurentiusmühle in Wolfersweiler), Hans Daniel Germann (geb. 1672 Baumholder - 05.2.1685 Baumholder.), Maria Katharina Germann (geb. 1680 in Baumholder, °° am 07.6.1703 in Baumholder mit Hans Michael Pfenniger), Johannes Ludwig Germann (geb. 24.2.1684 Baumholder - 18.4.1715), Hans Michael Germann (geb. 13.10.1686 Baumholder), Jo­hann Nickel Germann (geb. 12.12.1688 Baumholder - 09.12.1712 Baumholder) und Anna Maria Germann (geb. 21.10.1691 Baum­holder (vgl. Mitteilung von Herrn Günter Germann, Halle vom 3.5..2010).



Germann, Hans Wilhelm:

Dezember 1673 Baumholder - 22 .12.1742; er lebte 1709 in Baumholder (err. aus Geburtsort des Sohnes Anton Germann); Sohn von Anthoni *Germann aus Baumholder (vgl Mitteilung von Herrn Günter Germann, Halle vom 27.4.2010) und der Anna Maria NN. (err.). Müller auf der Laurentiusmühle in Wolfersweiler; er hat die Laurentiusmühle vermutlich nach dem Tod des dortigen Müllers, Johann Heinrich *Binckle übernommen († vor 1734); sein Sohn Anton *Germann (*1.9.1709 Baumholder), später Müller auf der Wolfsmühle/Catharinenmühle/ Germannmühle bei Grünbach (heute Truppenübungsplatz Baumholder), heiratete am 2.11.1734 die Witwe des Müllers Binckle, die aus Straßburg stammende Anna Magdalena *Britsch; die ersten 3 Kinder des Ehepaars Germann/ Binckle sind zwischen 1735 und 1737 in Wolfersweiler und damit wohl auf der Laurentiusmühle geboren; mithin arbeitete sein Sohn Anton Germann im väterlichen Betrieb auf der Laurentiusmühle, wo er seine spätere Frau kennengelernt haben muß, bis er 1739 eine eigene Mühle übernehmen konnte (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 94).



Germann, Johann:

um 1782; aus Raumbach nördlich von Meisenheim; 1782 Auswanderung nach Neuverbas / Ungarn (vgl. Stumpp: Auswanderung, a.a.O, S. 277); er ist wohl wegen der Schreibweise des Namens ein Verwandter der Müllerfamilie Germann. +++prüfen: möglicher­weise identisch mit Johann Wilhelm *Germann++++



Germann, Johann Jakob:

1767 Katharinen Mühle in Grünbach (?) - 8.7.1837 Fohrener Mühle (?); Sohn des Müllers Johann Ludwig Germann von der Kathari­nen Mühle in Grünbach (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1, S. 208 Nr. 795) (s. Johann Ludwig *Germann); Müller auf der Fohrener Mühle (s. Rütschmühle in Fohren); °° 9.4.1795 mit Margaretha Laub, Witwe Barth (22.1.1766 Berglangenbach – 4.4.1811; Witwe des Jakob Barth von der Fohrener Mühle) (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1, S. 208 Nr. 795). Vater der Katharina Margaretha Germann (geb. 13.3.1796; °° um 1815 mit dem Müller Andreas 82] Fauß, den Sohn des Andreas (1) Fauß aus der Ritschmühle bei Fohren und der Katharina NN.) (vgl. Jung: Orts­sippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1 S. 185, Nr. 682 und S. 208 Nr. 795). Die Ehefrau, Witwe des Müllers Jakob Barth bringt wohl die Mühle mit in die Ehe ein, die später der Schwiegersohn übernimmt.


Anm.: das Geburtsdatum wird unterschiedlich angegeben: 1767 (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1, S. 208 Nr. 795), oder 21.11.1771 (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Baumholder 1679-1798, Bonn 1992, Teil I Evangeli­sche Kirche Baumholder mit Filialen, a.a.O., S. 95; Hinweis von Herrn Günter Germann, Halle vom 13.1.2011).



Germann, Johann Ludwig:

26.5.1737 Wolfersweiler - 13.12.1786 Germannsmühle/Katharinenmühle bei Grünbach (an der Steinalb); Sohn des Müllers auf der Wolfsmühle/Catharinenmühle/Germannmühle bei Grünbach (heute Truppenübungsplatz Baumholder) Anton *Germann und der Anna Magdalena *Britsch; Enkel des Müllers Wilhelm *Germann; Johann Ludwig Germann war Müller auf der Wolfsmühle/Catha­rinenmühle/Germannmühle bei Grünbach (heute Truppenübungsplatz Baumholder); °° 8.3.1764 mit Anna Barbara Bach aus Ronnen­berg, der Tochter von Johann Nickel Bach aus Erzweiler (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch a.a.O., S. 13 Nr. 62); aus der Ehe gingen 6 Kinder hervor, darunter der spätere Müller auf der Germannsmühle, Johann Peter *Germann (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 95 Nr.497) und die Tochter Maria Katharina Germann (geb. 24.12.1764 in Steinalber Mühle; °° 19.5.1791 mit Johann Peter Bach) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchen­buch a.a.O., S. 14 Nr. 71)


Er ist wohl auch der Vater des Müllers auf der Fohrener Mühle, Johann Jakob *Germann (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1, S. 208 Nr. 795).



Germann, Johann Peter:

3.12.1766 Katharinenmühle/Germannsmühle bei Grünbach - +++; Sohn des Müllers auf der Katharinenmühle/Germannsmühle Jo­hann Ludwig *Gehrmann, Enkel des Müllers Anton *Germann und Urenkel des Müllers Wilhelm *Germann; er war Müller auf der Katharinenmühle/Germannsmühle bei Grünbach (heute Truppenübungsplatz Baumholder), die er von seinem Vater übernahm; °° 19.7.1792 mit Maria Katharina Frantzmann; aus der Ehe gehen 3 Kinder hervor (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 95Nr.500).



Germann, Johann Peter:

1830 Grünbach – 1908 Oberalber Neue Mühle; °° mit der Karoline Ruth Müller, der Tochter des Müllers in Oberalben ; aus der Ehe stammen mindestens 5 Kinder, nämlich 4 Töchter und 1 Sohn. Johann Peter Germann ist der Urgroßvater (Anm.: des Bad Dürkhei­mer Heimatforscher) Ernst Zink (vgl. Werner, Heidrun: Dorfgeschichte von Oberalben, a.a.O., S. 126).



Germann, Johann Wilhelm:

aus Baumholder ? ++++klären++++; Sohn von ++++ Germann; Enkel des Anthoni *Germann; er wanderte 1784 in die Bukowina aus; Mitglieder der Familie sind später über die Stationen Bukowina, Österreich-Ungarn, Rumänien, Polen, DDR zu verfolgen An­thoni Germann aus Baumholder (vgl. Mitteilung von Herrn Günter Germann, Halle vom 27.4.2010).



Gerst, Ulrich:

vor 1576; Müller und Bürger von Speyer; °° mit Gertraud NN.; Gerst ist weiterhin Besitzer der Mahlmühle in Pfeffingen; er ver­kaufte seine Mühle in Pfeffingen an den Freinsheimer Bürger Johann Siegler für 250 Gulden Wormser Währung, wobei der Kauf­preis in Raten zu erbringen war (vgl. Görtz, Hans-Helmut: Das Kallstadter Gerichtsprotokollbuch 1563-1740, Neustadt/Weinstraße 2010, S. 75). Gerst war zudem ein Vorfahre des Müller zu Speyer, des Hanß Weidnauer und war von Hans Weidnauer und dessen Ehefrau Gertraud NN. beerbt worden. Diese setzten ihrerseits den Johann Siegler als deren Erben ein und erließen die Kaufpreisrest­schuld durch Erklärung vom 31.3.1576 vor dem Kallstadter Gericht (vgl. Görtz, Hans-Helmut: Das Kallstadter Gerichtsprotokoll­buch 1563-1740, Neustadt/Weinstraße 2010, S. 103).



Gervino, NN.:

er wird als „Herr“ bezeichnet und hatte die Schleifmühle zwischen Hinzweiler und Wolfstein „zu ganz alten Zeiten“ ersteigert und anschließend in eine Ölmühle umgebaut (vgl. Sundahlsches Mühlenprotokoll von 1746 für das pfalz-zweibrückische Oberamt Lich­tenberg = LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7, Bl. 182).


Er besaß außerdem die Mahlmühle in Hinzweiler. Im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746 ist sie wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 183r-186; zitiert bei Weber: Mühlen und Müllerhand­werk, a.a.O., S. 220): „Die Mahlmühle zu Hinzweiler liegt am Talbach, von Oberweiler und Nerzweiler je ¼ Stunde entfernt. Ist noch nicht gar lang erbaut, hat zwei 13 Schuh hohe Wasserräder, welche 1 Mahl- und 1 Schälgang treiben. Der Mühlgraben vor der Mühle ist ca. 414 Schritt lang. Mahlgäste aus Hinzweiler (nicht gebannt) haben es bequem, denn die Mühle steht mitten im Ort. Erbbestän­der ist Inspektor Gervinus, Sohn des ehemaligen Oberschultheißen zu Hinzweiler. Pacht: 2 Ma. Korn und 1 fl 3 bz an Geld. Erbbe­standsbrief von 1661 und 2 Konfirmationsscheine vorhanden.“ Im Original heißt es: „Nachdeme mir zugekomene actis ist ein Erbbe­standsbrief de Ao 1661, nebst Confirmations Scheine de Ao 1721 et 1738 vorhanden. Die Erbbeständerin von dieser Mühlen ist ge­wesen Elisa, Charlotta Gervinin, Wittib von dem Herrn Gervino ehemahligen Oberschultheißen zu Hintzweiler, hat aber solche ihrem Sohn dem Herrn Inspektor Gervinus nun mehro übergeben“. Der Kaufbrief stammt vom 26.1.1741 (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 185-185r).


°° mit Elisa Charlotta NN, Vater des Inspektors *Gervinus (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 185-185r). +++klären:++++ es handelt sich mE um den Pfarrer und Inspektor (1743 interimistisch, 1748 ordentlich) und Konsistorialrat (1748) in Kusel Johann Friedrich *Gervinus, den Sohn des Amtsschultheißen Simon Peter Gervinus (vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 136 Nr. 1569); al­lerdings wäre dessen Mutter Anna Magdalena Morvilius (vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 136 Nr. 1569).



Gervinus, Anna Elisabeth (*P):

Tochter des Schaffners Simon Jakob *Gervinus (vgl. Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 81); Witwe Bettinger; aus der 1. Ehe stammen 3 Söhne: Johann Adam Bettinger, Friedrich Bettinger und Conrad Ludwig Bettinger (vgl. Hartmann, a.a.O., S. 81); 2. Eheschließung am 9.8.1707 mit Pfarrer Johann Heinrich *Müller (vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 312 Anm. zu Nr. 3606). Nach dem Tod ihres Vaters hatte sie die Lockersmühle in Ronnenberg in Besitz; dieser hatte jedoch wegen der schlechten wirtschaftliche Lage von 1664-1681 keine Erbpacht gezahlt; die Schulden gingen auf seine Tochter zusammen mit der Mühle über; Anna Elisabeth Gervinus übertrug die Mühle mit allem Zubehör vertraglich am 28.4.1699 an den Müllermeister Johan­nes Göttgen und dessen Ehefrau Maria Katharina NN. gegen Zahlung von 200 Reichstalern und 5 Maltern Korn jährlicher Pacht (vgl. Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 81). In einer Abrechnung vom 9.7.1715 wurden die Erb­pachtrückstände geltend gemacht unter Verrechnung mit der sog. Metternacher Gült, die ihr zu 3/4 zustand und jährlich 3 Gulden 8 Batzen 1 Kreuzer, 15 Malter und 3 Simmer Korn sowie 21 Malter und 6 Simmer Hafer betrug; nach Verrechnung schuldete sie an Pacht noch 38 Gulden und 9 3/4 Kreuzer. Aus der Metternachischen Gült standen ihr aber noch 195 Malter und 4 3/4 Simmer Kohn und 307 Malter und 5 1/2 Simmer Hafer zu. Es soll dann die Erbpachtschuld durch Tausch der Metternachischen Gült abgelöst und damit die Mühle erbpachtfrei gemacht worden sein (vgl. ~Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 81).



Gervinus, Johann Friedrich:

21.1.1693 Hinzweiler – 3.12.1751; Pfarrer und Inspektor; Sohn des Amtsschultheißen Simon Peter Gervinus und Anna Magdalena Morfilius; 26.5.1709 imm. Heidelberg; 1717/22 reformierter Pfarrer Annweiler II, 1720/30 Pfeffelbach; 1730/31 Essenheim; 1731/44 Kusel II, 1744/51 Inspektor (1743 interimistisch, 1748 wirklich) und Konsistorialrat Kusel I. °° 17.8.1730 in Lichtenberg mit Amalie Wilhelmine Schwebel 11.11.1704 Lichtenberg – 3.12.1781 Kusel) (vgl. Biundo: Pfarrerbuch, Auflage 1968, a.a.O., S. 136 Nr. 1569), in der Erstauflage 1930, S. 326 angegeben als Christine Elisabeth Schwebel (geb. 11.11.1704).


Eigentümer der Mahlmühle in Hinzweiler. Im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746 ist sie wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 183r-186; zitiert bei Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 220): „Die Mahlmühle zu Hinzweiler liegt am Talbach, von Oberweiler und Nerzweiler je ¼ Stunde entfernt. Ist noch nicht gar lang erbaut, hat zwei 13 Schuh hohe Wasserräder, welche 1 Mahl- und 1 Schälgang treiben. Der Mühlgraben vor der Mühle ist ca. 414 Schritt lang. Mahlgäste aus Hinzweiler (nicht gebannt) haben es bequem, denn die Mühle steht mitten im Ort. Erbbeständer ist Inspektor Gervinus, Sohn des ehemaligen Oberschultheißen zu Hinzweiler. Pacht: 2 Ma. Korn und 1 fl 3 bz an Geld. Erbbestands­brief von 1661 und 2 Konfirmationsscheine vorhanden.“ Im Original heißt es: „Nachdeme mir zugekomene actis ist ein Erbbestands­brief de Ao 1661, nebst Confirmations Scheine de Ao 1721 et 1738 vorhanden. Die Erbbeständerin von dieser Mühlen ist gewesen Elisa, Charlotta Gervinin, Wittib von dem Herrn Gervino ehemahligen Oberschultheißen zu Hintzweiler, hat aber solche ihrem Sohn dem Herrn Inspektor *Gervinus nun mehro übergeben“. Der Kaufbrief stammt vom 26.1.1741 (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 185-185r). ++++Der Vorname der Mutter ist zu klären++++



Gervinus, Simon Jakob (*P):

1658 Kirchenschaffner der Kirchenschaffnei Guttenberg im pfalz-zweibrückischen Amt Guttenberg (vgl. Archiv des Lutherischen Oberkonsistoriums Zweibrücken, Archivteil Herrschaft Guttenberg [Prot. Landeskirchenarchiv Speyer Abt. 57], Protestantisches Landeskirchenarchiv der Pfalz in Speyer 1953  Nr. 86), 1663 Kirchenschaffner Guttenberg, 1665/1684 Schaffner Disibodenberg; 1665 auch Schultheiß; °° mit Elisabeth Diethmar (vgl. Stuck: Verwaltungspersonal, a.a.O., S. 184).


Schaffner in Odernheim des Klosters Disibodenberg; Vater der Anna Katharina Gervinus (verh. am 22.6.1675 mit Pfarrer Johann Wilhelm Pfaffius) (vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 344 Anm. zu Nr. 3992), der Anna Elisabeth *Gervinus (vgl. Hartmann: Ergän­zung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 81) und der Anna Margarethe *Gervinus (vgl. Stuck: Verwaltungspersonal, a.a.O., S. 154); 1658 war Gervinus Kirchenschaffner der Gemeinschaft Gutenberg auf dem Disibodenberg. Simon Jacob Gervinus er­hielt um 1658 von seinem Großvater dem Schultheißen von Baumholder, Wilhelm Eichhorn, die Lockersmühle in Ronnenberg ein­schließlich des Fischereirechts auf der Totenalp (vgl. Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 80). Die Mühle lief schlecht und warf keinen Gewinn ab; Am 20.1.1661 bat Gervinus um Erlaß der Erbpacht; seit 3 Jahren habe er für Be­wirtschaftung der Mühle keinen Müller finden können. Die Erbpacht wurde allerdings nicht erlassen; dennoch zahlte Gervinus von 1664-1681 keine Pacht (Hartmann, a.a.O., S. 81)


Literatur/Urkunden:

- KSchA Zw Rep. IV Nr. 631: Rechnungswesen des Klosterschaffners Gervinu8s zu Odernheim, dessen Revision und Rezeß, gericht­liches Inventar über sein Vermögen, 1665-1687, mit älteren Kopien, darunter eine Gültverschreibung des Herzogs Johannes von Pfalz-Zweibrücken über eine Kapitalanleihe von 800 fl. Von 1576



Giehl, Leonhard:

um 1692; Müller auf der Rußmühle bei Marienthal; nach dem Tod des Müllers auf der Rußmühle Johannes *Berg heiratete seine Wit­we NN. in 2. Ehe den Müller Leonhard *Giehl, der in der Erbauseinandersetzung mit Vertrag vom 1.3.1692 die Rußmühle über­nimmt (vgl. Dhom, Emil: Andreas *Kremb und seine Schleifmühle, a.a.O., S. 3).


Anm.: er ist möglicherweise der Vater Johannes Valentin Giel, von der Rußmühle, der am 25.1.1716 im Imsweiler die Anna Elisabe­tha Thon aus Dörrmoschel heiratet (vgl. Karmann, Paul: Trauungen Auswärtiger im 1. Katholischen Kirchenbuch Imsweiler 1700-1765; in: PRFK Bd. 9 S. 201).



Gienanth, Gienandt, Ginandt, Guinandt:

die unterschiedlichen Schreibweisen werden nicht berücksichtigt, die Sortierung erfolgt sämtlich unter „Gienanth“ allein nach Vor­nahmen.


Es gibt heute [Anm.: 1952] zwei verschiedene Stämme: Stamm Neustadt mit der Linie Hochstein, der Linie Siegfriedsschmiede Edenkoben und der erloschenen Linie Neustadt-Lambrecht sowie der Stamm Lübeck mit den Linien Odessa und Braunschweig (vgl. Gienanth: Geschichte der Familie Guinand, a.a.O., S. 5).


Literatur:

- Gienanth, Curt Freiherr von: Geschichte der Familie Guinand: von 1655 – 1952, Heidelberg: Selbstverl., 1952

- Gienanth'sches Archiv im LA Speyer: vgl. Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz: Findbuch des Bestandes Familien- und Werk­sarchiv Gebr. Gienanth-Eisenberg [= LA Speyer Best. T 89], bearbeitet von Paul Warmbrunn, Koblenz 2000, S. 104).



Gienandt, Henrich Balthasar:

geboren in Bergzabern - ++++; Müller in Edenkoben auf der Woogwiesmühle, der Ölmühle, Bordmühle und der Siegfriedschmiede. Sohn des Wappenschmieds auf der Siegfriedschmiede Edenkoben, Philipp Friedrich *Gienandt (vgl. Urschbach: Edenkobener Müh­len und Wappenschmieden; a.a.O., S. 286).


Ab 1759 Müller auf der Woogwiesmühle in Edenkoben; er hat die Mühle zunächst von dem Eigentümer, dem Müller auf der benach­barten Ölmühle und der Neu-Mühle in Edenkoben, Johann Wilhelm (2) *Walter gepachtet und dann gekauft (vgl. Urschbach: Eden­kobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 288).


Henrich Balthasar Gienandt war seit 1759 auch Pächter und später Besitzer der drei Mühlen in der Watzengasse, nämlich der „Mehl- [Anm.: = Woogwiesmühle], Olig- und Seegmühl in der Wazzengaß“ (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 286).


An den Kauf der Bordmühle in der Watzengasse 22 durch Henrich Balthasar Gienandt erinnert dort ein in die Wand eingelassener Stein mit der Jahreszahl 1759: eine senkrecht stehende Eisenzange wird gekreuzt von einem Hammer und einer Eisenzange zwei aufgerichtete Löwen umrahmen die Handwerkszeichen, darüber befindet sich eine Krone; darunter stehen die Buchstaben H B G (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 286 mit Abb. S. 287).


Henrich Balthasar Gienandt erbte als einzig überlebender Sohn von Philipp Friedrich Guinand (*Gienanth) 1769 auch den Anteil seines Vaters an der Siegfriedschmiede (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 286).


Sein Urenkel Johann Heinrich V. Gienanth (1808-1867) verkaufte die Sägmühle und zog nach Neustadt (vgl. Urschbach: Edenkobe­ner Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 286-287).


Abbildung:

- Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 287: Handwerkszeichen des Henrich Balthasar Gienandt am Haus Watzengasse 22



Gienanth (Guinant), Johann Friedrich (2):

1739 - † 25.3.1796 Edenkoben; Müllermeister in Edenkoben auf der Ölmühle [Anm.: Koenig] in der Watzengasse 23 oder der unterliegenden Woogwiesmühle ++++klären ++++;


°° mit Justina Barbara Gleich (~ 18.6.1742 Edenkoben - † 6.4.1788, Tochter des wohlhabenden Klosterküfermeister und Gerichtsver­wandten in Edenkoben, Johann Heinrich *Gleich und der Anna Barbara Steinbrun) (vgl. Billig, Wolfgang: Zur Geschichte des kur­pfälzischen Marktfleckens Edenkoben, a.a.O., S. 30 Anm. 26).


In der „Geschichte der Familie Gienandt“ heißt es: „Johann Friedrich II. (1739-1796) und Johann Nikolaus III. Gienandt (1753-1816) betrieben die Mühlen in der Wazzengasse zusammen mit ihrem Neffen Johann Jakob VI. Gienanth (1755 bis 1816) aus Albersweiler“ (vgl. Gienanth, Curt Freiherr von: Geschichte der Familie Guinand: von 1655 – 1952, Heidelberg: Selbstverl. 1952, zitiert nach Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 287).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 915/9, 915/10, 915/11, 915/12: „Acta in Sachen des Müllermeisters Friedrich Guenandt ./. den Öelmüller Nicolaus *Völker wegen eines Oelmühlenbaues, 1777-1793

- LA Speyer Best. A2 Nr. 915/1: „Acta betr: den Mahl- und Oelmühlenbau des Oswald modo Guenandt 22.2.1759, 1761, beglaubigte Abschrift vom 7.2.1768“



Gienanth, Johann Henrich:

Guinandt“; um 1734 Hammerschmied in Edenkoben. Im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Neustadt von 1738, vom kurpfälzi­schen Hörfauth Philipp aufgenommen, ist sie wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “Ferner befindt sich auf die­ser Bach zu Edenkoben ein Hamer Schmidt welche anno 1734 durch Johann Henrich Guinandt mit Consens churfürstl: hochlöbl: Hoffcamer auf im Eigenthumblich Guth neu gebauth worden, hat nur ein Waßer Radt, gibt jährlich 3 fl Waßerfall in die Gefäll Ver­weßerey Neustadt und ist von Anno 1735 biß daher richtig abgetragen worden, der jetzige Poßsessor ist Joh. Nikolaus Häußel.“



Gienand, Johann Jacob:

um 1786 Wappenschmied in +++klären: in Klingen ?++++; reformiert; °° am 17.01.1786 in Klingen mit Katharina Herancourt aus Mühlhofen (vgl. Petermann, Kurt: Kirchenbuch der reformierten Gemeinde Klingen von 1714 – 1780,Teil 2, a.a.O., S. 19); das Ehe­paar ist am 25.4.1786 Pate in Klingen bei der Taufe des Johann Jacob Brunner (vgl. Petermann, Kurt: Kirchenbuch der reformierten Gemeinde Klingen von 1714 – 1780,Teil 2, a.a.O., S. 3). Das Ehepaar läßt am 2.11.1790 in Klingen den Sohn Georg Michael Gienand taufen, sowie am 2.11.1790 den Sohn Georg Peter Gienand (24.9.1791; vgl. Petermann, a.a.O., Teil 2, S. 23), am 11.4.1788 den Johann Jacob Gienand, am 3.7.1792 den Sohn Johann Michael Gienand ( 2.4.1793; vgl. Petermann, a.a.O., S. 24) und am 12.12.1786 den Sohn Wilhelm Gienand (vgl. Petermann, a.a.O., S.6).



Gienand, Johann Jacob:

vor/um 1818 Edenkoben; Müller in Edenkoben auf der Aichmühle (die Mühle ist im Ort gelegen in der Haupt- und Marktstraße); °° mit Maria Margaretha Walther († vor/um 1818); Vater des Philipp Peter Gienand, Henriette Katharina Gienand, und der Barbara Eli­sabetha, alle 1818 noch minderjährig (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 23 vom 20.3.1818, S. 155).


Nach seinem Tode wurde die Mühle zur Auflösung der Erbengemeinschaft, bestehend aus den minderjährigen Kindern des Müllers Gienand, nämlich Philipp Peter Gienand, Henriette Katharina Gienand, und der Barbara Elisabetha, alle 1818 noch minderjährig, ver­steigert (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 23 vom 20.3.1818, S. 155). Die Mühle wird in der Versteigerungsanzeige vom 20.3.1818 wie folgt beschrieben: „.... zu Edenkoben, in der Haupt- und Marktstraße gelegen … Die Mühle, die Aichmühle genannt, bestehet: a) in zwei Mahl- und einem Schälgang, und einer Schwingmühle, dann einer Hanfreibe, b) einem Wohngebäude in einem zweistöckigen Wohnhause, worinnen vier Stuben, 3 Kammern, 2 Küchen und ein gewölbter Keller, c) einem geschlossenen Hofe, worinnen eine Scheuer, Kelterhaus und Kelter, unter derselben 2 gewölbte Keller, d) einem Pferd= Rindvieh= und mehreren Schwei­neställen, dann ein eingezäunter Pflanzgarten … Welche Gebäude und Güter zu der Hinterlassenschaft des dahier verlebten Johann Jacob Gienand, gewesenen Müllers, und seiner ebenfalls verlebten Ehefrau Maria Margaretha geborene Walther, gehören.“ (vgl. In­telligenzblatt des Rheinkreises Nr. 23 vom 20.3.1818, S. 155). Die Kinder werden bei Versteigerung u.a. vertreten von Müller Philipp Peter Gienand aus Edenkoben als Nebenvormund (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 23 vom 20.3.1818, S. 155).



Gienanth, Johann Leonhard (1):

1687-1742 Neustadt; Wappenschmied auf der Würtzmühle in Neustadt; Sohn des Wappenschmieds Johann Nikolaus (1) *Gienanth und der Anna Maria Lambert; °° 1726 mit Elisabetha Margaretha Werner (1703 Waldfischbach – 1742 Neustadt, Tochter des Pfarrers Julius Jakob Werner in Waldmohr); Vater von Johann Friedrich (1) Gienanth (1727-1745), Johann Leonhard (2) Gienanth (1729-1771) und Johann Jakob (4) Gienanth (1732 - † nach 1765) (vgl. Gienanth: Geschichte der Familie Guinand, a.a.O., S. 11) und Johann Jakob (3) Gienanth (vgl. Gienanth: Geschichte der Familie Guinand, a.a.O., S. 9, 12).


Nach seinem frühen Tod heiratet die Witwe Elisabetha Margaretha Werner den Wappenschmied Johann Jakob *Coublier aus Lambrecht, der 1739 den Kleinhammer in Hardenburg kaufte. Dort hat ihr Sohn aus erster ehe, Johann Jakob (3) Gienanth eine Zeit bei seinem Stiefvater gearbeitet, bevor er nach Wachenheim/Weinstraße verzog (vgl. Gienanth: Geschichte der Familie Guinand, a.a.O., S. 9, 12).



Gienanth Johann Nikolaus (1):

1657 Gimmeldingen Benjental – 1731 Lambrecht im Alter von 74 Jahren; Wappenschmied / Sägemüller auf der Sägemühle „oberhalb Neustadt“ / Sägemühle Newhäusl, später Wappenschmied in Lambrecht; Sohn des Müllers/Wappenschmiedes Peter Georg *Gienanth und der Magdalena NN.; Bruder des Wappenschmieds auf der Wappenschmiede im Edenkobener Tal, Johann Philipp *Gienanth (vgl. Gienanth: Geschichte der Familie Guinand, a.a.O., S. 8).


Johann Nikolaus (1) Gienanth hat zunächst die Sägemühle Newhäusl in Neustadt nach seinem Vater weiter betrieben, auch nachdem er 1695 nach dem von Mélac zerstörten Lambrecht verzogen war. Er hat die Sägemühle ab 1699 verpachtet und später verkauft (vgl. Gienanth: Geschichte der Familie Guinand, a.a.O., S. 8).


In Lambrecht kaufte Johann Nikolaus (1) Gienanth die Untermühle, die er zur Wappenschmiede umbaute, sowie die Dreiherren­schmiede, den späteren Kupferhammer. Obwohl in Lambrecht wohnend, blieb er Neustadter Bürger und zahlte dort Steuern und Abgaben. Die versprochene Rückkehr nach Neustadt erfolgte, als er 1697 die „Würtzmühle ob der Schlifbrücken“ von der Familie Louis kaufte.


Er ist 1726 wieder nach Lambrecht zurückgekehrt und dort 1731 als Bürger und Gerichtsverwandter gestorben (vgl. Gienanth: Geschichte der Familie Guinand, a.a.O., S. 8).


°° 1684 mit Anna Maria Lambert (1662-1737, Tochter des Tuchmachers in Hornbach, Johann Lambert); aus der Ehe stammenden die Kinder Johann Nikolaus (2) *Gienanth (1685-1750), Johann Leonhard (1) Gienanth (1687-1742), Henriette Sophie (1689 - ; °° mit NN. Krämer), Susanne Gienanth (1691-1767; °° 1712 mit dem Müller Bernhard Vorster in Neustadt/Würtzmühle), Johann Jakob (1) Gienanth (1695-1734), Maria Sophia Gienanth (1698-1762; °° Neustadt 1726 mit dem Handelsmann Jakob Lüdholz in Lambrecht), Maria Anna Elisabeth (1701-1776; °° Lambrecht 1731 mit dem Metzger Johann Jakob Böckler aus Neustadt) und Johann Wendel (1) Gienanth (1703-1746) (vgl. Gienanth: Geschichte der Familie Guinand, a.a.O., S. 8-9, 10).



Gienanth, Johann Nikolaus (2):

1685-1750; Wappenschmied und Begründer der Linie Hochstein; Enkel des Schweizer Einwanderer Peter *Gienanth; Sohn des Wappenschmieds Johann Nikolaus (1) *Gienanth (vgl. Gienanth: Geschichte der Familie Guinand, a.a.O., S. 8).


Er betrieb seit 1712 als Hüttenmeister die Dudweiler Schmelz im Saarland. 1729 gab er diese auf und zog in das Leininger Tal, wo ihm Graf Georg Hermann von Leiningen-Westerburg den Altleininger Hammer zusammen mit der Wattenheimer Schmelz und dem zugehörigen Eisen- und Kupferbergwerk im Temporalbestand gab. Die Suche nach guten Eisenerzen führte ihn aber bald weiter in die Nordpfalz nach Imsbach am Donnersberg. Da sich die dortigen Lagerstätten als sehr ergiebig und das geförderte Eisenerz als hochwertig erwiesen, sicherte er sich das alleinige Abbaurecht an den Erzgruben. 1742 erbaute er im Alsenztal in Hochstein in der Grafschaft Falkenstein ein Eisenhüttenwerk, das zum Stammsitz eines weit verzweigten Firmenimperiums wurde. Großvater des Gründers des Eisenhüttenwerks Eisenberg, Ludwig Gienanth (vgl. Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz: Findbuch des Bestan­des Familien- und Werksarchiv Gebr. Gienanth-Eisenberg [= LA Speyer Best. T 89], bearbeitet von Paul Warmbrunn, Koblenz 2000, S. IX).



Gienanth, Johann Nicolaus:

bis vor 1853 war Johann Nicolaus Gienanth der Wappenschmied in Edenkoben; er war mit Maria Barbara Schwarz verheiratet; Ge­nanth verließ seine Frau und ging in die USA mit unbekanntem Aufenthaltsort; daraufhin erhob die Ehefrau am 16.3.1853 vor dem Amtsgericht Landau sog. Gütertrennungsklage (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 19.3.1853 = LA Speyer Best. Y 20/41). Er soll sich in Cincinnati aufhalten (vgl. Gütertrennungsurteil Bezirksgericht Landau vom 3.11.1853, auszugsweise abgedruckt bei „Der Eilbote“ Landau vom 10.11.1853, S. 494 = LA Speyer Best. Y 20/41).


Bereits am 23.1.1850 ließ Nikolaus Gienanth im „Landauer Eilboten“ für den 7.2.1850 die freiwillige Versteigerung seiner „Ham­merschmiede“ annoncieren: „... läßt Herr Nicolaus Gienanth, Wappenschmied in Edenkoben wohnhaft, seine zu Edenkoben nahe der Stadt stehende Hammerschmiede …, seine neu eingerichtete Mahlmühle mit einem Schälgange und einer Schwingmühle, sodann sei­ne beiden Wohnhäuser mit Scheuer, doppelten Stallungen, 2 Weinkellern..., Kartoffelkeller, Kelterhaus ….“ (vgl. Eilbote Landau vom 23.1.1850).



Gienanth, Johann Philipp:

1665 Neustadt – 1721 Edenkoben; Müller auf der Wappenschmiede im Edenkobener Tal. Sohn des Sägmüllers/Wappenschmieds Peter Georg *Gienanth und der Magdalena NN.; Bruder des Wappenschmieds in Lambrecht, Johann Nikolaus (1) *Gienanth (vgl. Gienanth: Geschichte der Familie Guinand, a.a.O., S. 8).


Ein Auszug aus dem Gerichtsprotokollbuch Edenkoben besagt: Im November 1687 erschien Hanß Philibb Genandt von Lamprecht (1665-1721); er ist ist Begriff, in der Geraide [Anm.: Edenkobener Tal] eine Wappenschmiede zu bauen, wohnt so lange (bis Osten 1688) als Hintersasse in Edenkoben. Die Vorsteher der gesamten Mittelhaingeraide, der Geraiden-Schultheiß zu Venningen, Schult­heißen, Faute und Gerichte beider Gemeinden Edenkoben und Venningen hatten am 2.7.1687 genehmigt gegen 12 Gülden jährlichen Grund- und Bodenzinses eine Waffenschmiede und Schleifmühle, die sog. „Wappenschmied im Walde“, unter Hanß Peter Hammel­manns neu erbauter „Mahlmühle“ [Anm.: Wolffsche Mühle, Buschmühle, Mühle auf der Geraid(t)] zu errichten. Er muß sich des Wein- und Bierzapfens enthalten und darf nicht die im Wald Arbeitenden von ihrer Arbeit abziehen. Ein Stein der auf der Esse der „Siegfriedschmiede“ eingelassen ist trägt die Inschrift „Anno 1687 HPhG“ [Anm.: Hans Philipp Genandt]. Auf einem im Vorgarten noch vorhandenen Grenzstein steht „1688 Jean Philip Guinand“. Guinand wurde in Neustadt 1665 geboren. Er nannte sich „Wap­penschmied im Wald auf der Geraidt“. Nach seinem Tod († 1721) wurde die Schmiede von seinen beiden Söhnen gemeinsam betrie­ben. (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 281-282).


Vater von Johann Philipp Friedrich Gienanth und Philipp Peter Gienanth (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmie­den; a.a.O., S. 282).



Gienanth, Johann Wendel:

auch Gienand; Waffenschmied und Adjunkt in Albersweiler (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 23.8.1855, S. 374 = LA Speyer Best. Y 20/41); Sohn des Müllers und Wappenschmiedes in Albersweiler Philipp Friedrich *Gienanth und der NN.; °° mit NN., Vater des Wappenschmieds Ludwig Gienanth.


Die Wappenschmiede gehörte 1843 zu einem ganzen System von Mühlen; nach dem Urkataster (LA Speyer Best. L 56/1) gehörten dazu: 1 Schleifmühle, 1 Ölmühle, 1 Schneidmühle und eine Hanfreibe. Außerdem betrieb der Besitzer Johann Wendel *Gienanth noch Landwirtschaft für die 3 Keller, 1 Stall, 2 Schweineställe, 1 Scheuer und 1 Heuspeicher vorgesehen waren. J. W. Gienanth besaß ein Wohnhaus bei der Hammerschmiede (Plan-Nr. 1169) und ein zweites Haus “am Kanal” (Plan-Nr. 316) mit Keller, Stall und Hof, das er 1839 von Jacob Huber um 410 fl. ersteigert hatte. Den größten Teil seines Besitzes hatte er von seinem Vater Philipp Friedrich *Gienanth geerbt, der 1843 (als Altenteil) noch 6 Tagwerk Äcker und Wiesen bewirtschaftete, die er teils von seinen Brüdern Jacob Gienanth und Heinrich Gienanth (wohnhaft in Weißenburg) erworben, teils lt. Akt der Waisenschreiberei vom 6.5.1789 von seinem Eltern Johann Heinrich Gienanth und Maria Elisabeth Steiner im Erbgang erhalten hatte. Johann Wendel Gienanth überließ seinen ganzen Besitz als Schenkung seinem Sohn Ludwig Gienanth mit Vertrag vom 11.4.1870. Dieser, auch gelernter Wappenschmied ver­kaufte fünf Jahre später den Besitz an den Wappenschmied Michael *Holler am 6.4.1875 (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 319-20).


Johann Wendel Gienanth wird am 20.8.1855 zum Geschworenen am Assisengericht der Pfalz ernannt (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 23.8.1855, S. 374 = LA Speyer Best. Y 20/41); Sohn des Müllers und Wappenschmiedes in Albersweiler Philipp Friedrich *Gienanth.



Gienanth, Ludwig:

geboren 1767 in Winnweiler-Hochstein - 1848; Sohn des Johann Jakob *Gienanth; Bruder des Gideon Gienanth (vgl. Weber, Fried­rich Wilhelm: 180 Jahre Eisenwerk Gienanth in Eisenberg; aus einem Kaufvertrag vom 24. September 1800; in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 1980 S. 49 ff); Enkel des Johann Nikolaus Gienanth. Ludwig Gienanth kaufte 1800 das Eisenhüttenwerk Eisenberg, das bald zum bedeutendsten der Gienanth'schen Betriebe wurde. Unter Ludwig Gienanth wurden auch die meisten anderen Produkti­ons- und Förderstätten erworben: die Eisenwerke Trippstadt (1804) und Schönau (1805), der Leininger Drahtzug (1806) und die Winnweiler Kupferschmelz (um 1806), der Fischerecker Hammer in Kaiserslautern (1800), der Saarbacher Hammer (1803), der Schweisweiler Hammer (1809), der Hardenburger Hammer (1815) und der Fischbacher Hammer (1835), außerdem die 1873 stillge­legten Imsbacher Gruben (1806) und verschiedene Erzgruben im nassauischen Gebiet. Dem durch die Verhüttung auf Holzkohlenba­sis bedingten enormen Holzbedarf wurde durch den Erwerb des Hauptstuhler Waldes (1820), der Herrschaft Trippstadt mit dem Trippstadter Wald (1835) und des Finsterbrunner Waldes (1841) Rechnung getragen. Vater des Friedrich Gienanth (vgl. Landesar­chivverwaltung Rheinland-Pfalz: Findbuch des Bestandes Familien- und Werksarchiv Gebr. Gienanth-Eisenberg [= LA Speyer Best. T 89], bearbeitet von Paul Warmbrunn, Koblenz 2000, S. IX).


Ludwig Gienanth erhielt zusammen mit seinem Bruder Gideon durch Erbvertrag mit seiner Mutter vom 21.10.1786 (ergänzt am 10.5.1787) die beiden Erbbestandswerke in Winnweiler und Altleiningen. Ludwig von Gienanth kaufte am 24.9.1800 von Johann Heinrich *Rügemer das Eisenwerk in Eisenberg und den "Lauterer Hammer". 1808 kaufte Gienanth von Peter Leisy die Nächstmüh­le in Eisenberg (das spätere Hofgut Norbert Bihlmeier) und rüstete sie unter Ausnützung der Wasserkraft um in ein Hammerwerk, dem 1831/32 ein Rundeisenwalzwerk angeschlossen wurde. 1814 entstand oberhalb des Kisselhofes der Obere oder Ramser Ham­mer, auch Neuhammer genannt, mit einer Anzahl Arbeiterwohnungen (vgl. Weber, a.a.O.). Gienanth wurde wegen seiner Verdienste 1817 persönlich geadelt (1835 erblicher Adel) und 1836 in den Reichsfreiherrenstand erhoben (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: 180 Jahre Eisenwerk Gienanth in Eisenberg; aus einem Kaufvertrag vom 24. September 1800; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1980, S. 49 ff).


Literatur/Urkunden:

- Cloer, Bruno u. Ulrike Kaiser-Cloer: Eisengewinnung und Eisenverarbeitung in der Pfalz im 18. und 19. Jh, Mannheimer Geogra­phische Arbeiten. H. 18. Mannheim 1984 - vgl. Besprechung in Pfälzer Heimat, 1985, 96

- Gienanth, C. Freiherr von: Geschichte der Familie Guinand von 1655-1952 (Heidelberg 1952)

- Hollensteiner, C.: Ludwig von Gienanth- Leben und Werk (Frankfurt 1852)

- Kaiser, R.: Die Entwicklung (Winnweiler-)Hochsteins zum Industrieort; in Nordpfälzer Geschichtsverein 1961, S. 545 ff, 579 ff

- Loose, Rainer: zu den Anfängen der Gienanth´schen Unternehmen am westlichen Donnersberg; in: Donnersbergjahrbuch 1983, S. 63 ff

- Loose, Rainer: Eisengewinnung am Donnersberg - Studien zur Bevölkerung, Wirtschaft und Agrarsozialstruktur eines historischen Montanreviers 1800-1850, Winnweiler: Giloi 1980

- Rasche, Werner: Der historische Bergbau und das Hüttenwesen am Donnersberg, Nordpfälzer Geschichtsverein, Winnweiler 1989, S. 29-30


Gienanth, Ludwig:

um 1870 Wappenschmied in Albersweiler; Sohn des Wappenschmieds Johann Wendel *Gienanth und der NN.


Johann Wendel *Gienanth überließ seinen ganzen Besitz als Schenkung seinem Sohn Ludwig Gienanth mit Vertrag vom 11.4.1870. Dieser, auch gelernter Wappenschmied verkaufte fünf Jahre später den Besitz an den Wappenschmied Michael *Holler am 6.4.1875; Nachfolger im Betrieb wurde dessen Sohn Franz Xaver Holler laut Ehevertrag der Eltern vom 26.4.1877. Besitzstand zu dieser Zeit warten Wohnhaus, Keller, Hammerschmiede, Schleifmühle, Ölmühle, Stall und Scheuer. Die Sägemühle und die Hanfreibe waren aufgegeben. (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 319-20).



Gienanth (Ginandt), Nicolas:

um 1697 Müller auf der Würtzmühle bei Neustadt. Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die „Würtzmühl ober der Neu­stadt“ wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): „Die Würtzmühl ober der Neustadt hat der Nicolas Ginandt von hießigem Stadt Rath in Anno 1697 in einem Erbbestand übernommen, gibt jährlich in hießige Kellerey Wasserfall 6 malter Korn, undt der Stadt 24 Malter, Hatt 2 Mahlgänge, der jetzige Posser ist Bernhard Förster, noch ist in selbiger Hofräth (Anm.: Hofreite) ein Wappen Schmidt undt Schleif Mühl. Hat 2 Wasserrad und ist mit in obigem Erbbestand ein verleib. Von derselben ist der Posseser Lenhardt Günandt. Gibt jährlich in die Gefäll Verwäßerey Neustadt 2 fl 18x 3 ½ fl Wasserfall Zinß, sonsten kann von beyden kein Consens vorgezeigt werden.“



Gienanth, Peter:

bis 1726 Hammerschmied und Schleifmüller auf der Hammerschmiede oberhalb Neustadt, sie lag nahe bei der der Sägemühle ober­halb Neustadt im Neustadter Tal (auf dem Gelände der späteren Papierfabrik Hoffmann-Engelmann) am Speyerbach, Ortsausgang Neustadt Richtung Lambrecht. 1716 von Peter Gienand an Wilhelm Petry verkauft (vgl. Habermehl, Paul: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plänen; in: Weyrich, Klaus Peter: Neustadt. Beiträge zur Geschichte einer pfälzischen Stadt, Neustadt 1975, S. 360).


Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Mühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): „Noch oben die­ser Seegmühl befindt sich noch ein Hamer Schmidt und Schleifmühl, dieselbe hatt der Wilhelm Petry in Anno 1726 von dem Peter *Gienanth an sich erkauft;



Gienanth, Peter Georg:

1630 Schweiz – 1685 Neustadt. Nach dem 30jährigen Krieg wanderte der calvinistische Schmied Pièrre Guinand (1630-1685) aus der Schweiz in die entvölkerte Pfalz ein und wurde am 4.3.1656 als „Peter Genandt“ in Gimmeldingen eingebürgert, seine Frau Magdalena am 30.4.1656. Peter Genandt pachtete im oberen Teil des Gimmeldinger Tales eine Mahlmühle und baute diese in eine Wappenschmiede um. Die Mühle lag in dem vom Gimmeldinger Tal abzweigenden Benjental, südöstlich des Quaderhanges, 245 m Meereshöhe; die genaue Lage ist nicht bekannt; Sitzmann/Metz vermuten, daß die Grundmauern der Schmiede mit der späteren Obermühle überbaut wurden. Das Wasser eines vor der Eisenschmiede aufgestauten Weihers betrieb über ein oberschlächtiges Was­serrad das Hammerwerk. Peter Genanth gilt als Stammvater der Unternehmerfamilie Gienanth, die sich von Gimmeldingen, Neu­stadt, Edenkoben und Lambrecht weiter über die Pfalz in Eisenberg, Hochstein bei Winnweiler Trippstadt u.a. ausbreitete. Großvater des Hüttenmeisters Johann Nikolaus *Gienanth (1685-1750) (vgl. Metz, Erich und Sitzmann, Alfred: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann, Reinhard und Sitzmann, Alfred: Gimmeldingen. Leben im Weindorf (Neustadt 2008), S. 44; vgl. auch: Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz: Findbuch des Bestandes Familien- und Werksarchiv Gebr. Gienanth-Eisenberg [= LA Speyer Best. T 89], bearbeitet von Paul Warmbrunn, Koblenz 2000).

Die älteste Nachricht über einen Träger des Namens Gienanth (Guinand) finden sich in einem Ratsprotokoll der Stadt Neustadt vom 18.9.1655, nach dem der Wappenschmied Peter Ginant „dermal zu Gimmeldingen wohnhaft“ gegen den Juden Philipp, einen Geld­verleiher klagt. Peter Georg Gienanth ist später nach Neustadt übergesiedelt, und wird als Peter Georg Guynant häufig im ref. KB Neustadt genannt, so 1665 bei der Taufe seines Sohnes Johann Philipp, 1668 Tod des Sohnes Peter und 1676 bei der Hochzeit der Tochter Maria Margaretha. Nach dem Geburtsjahr seines ältesten Sohnes Johann Nikolaus (1) *Gienath [geb. 1657] hat er um 1655 geheiratet und ist um 1630 geboren.


Peter Georg Gienanth kaufte laut Ratsprotokoll vom 19.2.1683 von Jakob Wüst die zu Neustadt gehörige Sägemühle Newhäusl im Speyerbachtal. Nach dieser Zeit gibt es keine Eintragungen über ihn, er dürfte um 1685 gestorben sein, denn 1688 verpflichtete sich der Wappenschmied Johann Niclas Guynant von Newhäusl, der Stadt Neustadt jährlich sechs Gulden „wegen Wachen und Fröhnen“ zu zahlen (vgl. Gienanth: Geschichte der Familie Guinand, a.a.O., S. 7).


°° 1655 (err.) mit Magdalena NN.; Vater des Johann Nikolaus (1) *Gienanth, des Johann Philipp *Gienanth und der Maria Margaretha Gienanth (geb. 1658 Benjenthal Gimmeldingen; °° 1676 mit dem Rotgerber in Neustadt, Hans Georg Krämer) (vgl. Gienanth: Geschichte der Familie Guinand, a.a.O., S. 8, 10).



Gienandt, Philipp Friedrich:

1769 Edenkoben (err.); Müller und Wappenschmied auf der der Siegfriedschmiede Edenkoben; Sohn des Wappenschmieds auf der Siegfriedschmiede Edenkoben Johann Philipp Gienandt, und Bruder des Waffenschmieds auf der Siegfriedschmiede, Philipp Peter Gienanth (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 282).


°° mit NN.; Vater des Müllers in Edenkoben, Henrich Balthasar Gienandt (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmie­den; a.a.O., S. 286).



Gienanth, Philipp Friedrich:

nach 1843; Müller und Waffenschmied in Albersweiler; Sohn von Johann Heinrich Gienanth und Maria Elisabeth Steiner. lt. Akt der Waisenschreiberei vom 6.5.1789 hat er die Wappenschmiede in Albersweiler von seinem Eltern Johann Heinrich Gienanth und Maria Elisabeth Steiner im Erbgang erhalten (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 319-20).


Die Wappenschmiede gehörte 1843 zu einem ganzen System von Mühlen; nach dem Urkataster (LA Speyer Best. L 56/1) gehörten dazu: 1 Schleifmühle, 1 Ölmühle, 1 Schneidmühle und eine Hanfreibe. Außerdem betrieb der Besitzer Johann Wendel *Gienanth noch Landwirtschaft für die 3 Keller, 1 Stall, 2 Schweineställe, 1 Scheuer und 1 Heuspeicher vorgesehen waren. J. W. Gienanth besaß ein Wohnhaus bei der Hammerschmiede (Plan-Nr. 1169) und ein zweites Haus “am Kanal” (Plan-Nr. 316) mit Keller, Stall und Hof, das er 1839 von Jacob Huber um 410 fl. ersteigert hatte. Den größten Teil seines Besitzes hatte er von seinem Vater Philipp Friedrich *Gienanth geerbt, der 1843 (als Altenteil) noch 6 Tagwerk Äcker und Wiesen bewirtschaftete, die er teils von seinen Brüdern Jacob Gienanth und Heinrich Gienanth (wohnhaft in Weißenburg) erworben, teils lt. Akt der Waisenschreiberei vom 6.5.1789 von seinem Eltern Johann Heinrich Gienanth und Maria Elisabeth Steiner im Erbgang erhalten hatte (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 319-20).


Am 20.8.1834 stellte der Wappenschmied Philipp Friedrich *Gienanth ein Gesuch um Erlaubnis zur Errichtung einer Schneid- und Bordmühle (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 254).


Vater des Müllers und Adjunkt in Albersweiler, Johann Wendel *Gienanth.



Gienanth, Philipp Heinrich:

Gienand“; um 1788 Waffenschmied in Edenkoben; °° Rosina NN.; das Ehepaar ist am 11.4.1788 in Klingen Pate bei der Taufe des Johann Jakob Gienand, des Sohns des Waffenschmieds in Klingen (?) Johann Jacob Gienand und der Katharina Herancourt (vgl. Pe­termann, Kurt: Kirchenbuch der reformierten Gemeinde Klingen von 1714 – 1780,Teil 2, a.a.O., S. 6).



Gienanth, Philipp Jacob:

um 1850 Müller in Edenkoben; °° mit Elisabetha Menges.


Am 6.5.1850 wurde auf Antrag des Rentners und Gutsbesitzes in Edenkoben, Johann Wilhelm Arnold, „folgende seinen Solidar­schuldnern Philipp Jacob Gienanth, Müller, und dessen Ehefrau Elisabetha Menges, beide zu Edenkoben wohnhaft, zugehörigen im Banne von Edenkoben gelegenen Immobilien etc, als 1) ein zweistöckiges massiv in Stein erbautes Wohnhaus sammt damit verbun­denen Mühle, mit zwei Mahlgängen und einem Schälgange, einer Hanfreibe,dabei befindlichen Kelterhaus, Stallung und Hofraum, das Ganze zu Edenkoben am Viehtriebe auf fünfzehn Dezimalen Land gelegen ….“ (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 9.3.1850, Nr. 20, S. 141) ++++klären : welche Mühle++++



Gienand, Philipp Peter:

um 1818 Müller in Edenkoben ++++klären : welche Mühle++++


Er ist 1818 Nebenvormund der minderjährigen Kinder des verstorbenen Müllers auf der Aichmühle in Edenkoben, Johann Jacob *Gienand, bei der Versteigerung der Aichmühle zur Auflösung der daran bestehenden Erbengemeinschaft (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 23 vom 20.3.1818, S. 155).



Gienanth (Ginandt), Wilhelm Peter:

um 1738 Hammerschmied und Schleifmüller in Neustadt; er betrieb 1738 die Wappenschmiede und Schleifmühle im Neustadter Tal oberhalb der Stadt; die Mühle lag nahe der Hammerschmiede, bei der Sägemühle oberhalb Neustadt im Neustadter Tal (auf dem Ge­lände der späteren Papierfabrik Hoffmann-Engelmann) am Speyerbach. Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Mühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): „Noch oben der Seeg Mühl befindt sich noch eine Hammerschmied und Schleifmühl. Dieselbe hat der Wilhelm Peter Ginandt an sich erkauft.“ +++Verwandtschaft klären zu dem Hammerschmied in Neu­stadt Peter *Gienandt++++



Gilbert, Johann Christian:

Müller auf der Geiselberger Mühle; °° mit Anna Maria *Ruby; verh. mit dem Müller auf der Geiselberger Mühle, Johann Christian *Gilbert; Vater des Friedrich Gilbert (ca. 1769 Geiselberger Mühle - 1802 Waldfischbach; im Kirchenbuch ist bei dem Sohn Friedrich Gilbert eingetragen: Sohn des schon längst abwesenden Müllers Gilbert Johann Christian“ (vgl. Fremgen, Reinhold: Bürger- und Fa­milienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 124).



Gilcher, Theobald:

Müller in Eßweiler; um 1746 Erbbeständer der Eßweiler Dorfmühle (vgl. Weber, Mühlen, a.a.O., Bd. 1, S. 219; LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7).



Gillmann, Karl:

aus Callbach; °° mit Friederike Schlemmer, der Tochter des Müllers auf der Wolfsmühle in Waldgrehweiler Nikolaus Schlemmer und der Magdalena Zapp von der Reipoltskircher Mühle; Gillmann übernahm 1892 von seinen Schwiegereltern die Wolfsmühle in Wald­grehweiler; er riß die alte Mühle ab und ersetzte diese 1895 durch einen Neubau; er betrieb die Wolfsmühle bis 1920 und übergab in diesem Jahr an seinen Karl (2) Gillmann, der noch in 1930er Jahren Inhaber war (vgl. Jacob, L.: Die Wolfsmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1932, S. 87-88, 92-96; 1933, S. 4-8).



Glaser, Catharina:

um 1819 und auch 1823 als Witwe des Müllers Georg Löffler aus Reiskirchen erwähnt.


Im „Intelligenzblatt des Rheinkreises“ Nr. 18 vom 5.3.1819 wird die Versteigerung der Mühle Reiskirchen für den 22.4.1819 anno­ciert: Flur 93-98 in der Gemeinde Reiskirchen mit „Mühle, Wohnhaus, Scheuer, Stallung, Hofgering, Wiese, Garten und Mühl-Damm“. Die Versteigerung erfolgt wegen einer Geldforderung auf Betreiben „von Herrn Carl Exter, wohnhaft in Zweibrücken, in seiner Eigenschaft als Rechner der der Reformierten geistlichen Güter-Verwaltung daselbst gegen Catharina Glaser, Witwe von Ge­org Löffler, gewesener Müller auf der Reiskircher Mühle, sie gegenwärtig in Homburg wohnhaft, sowohl in ihrem eigenen Namen wie auch als natürliche Vormünderin ihrer minderjährigen Kinder, Catharina, Louisa, Philippina, Charlotta, Christina und Mariana, und gegen Peter Emerich, Müller auf der Erbacher Mühle wohnhaft, Witwer seiner verlebten Ehefrau Margaretha Löffler, und gesetz­licher Vormund seiner mit derselben erzeugten minderjährigen Tochter Margaretha.“ (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 18 vom 5.3.1819).


Am 28.5.1823 kündigt Catharina Glaser, die Witwe des Müllers Georg Löffler die freiwillige Versteigerung der Mühle für den 16.6.1823 an: Die Mühle wird in der Annonce wie folgt beschrieben (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 163 vom 28.5.1823, S. 733/734): „ … in dem Orte Reiskirchen stehende Mahl-Mühle mit 2 Gängen und einem Scheelgang, sodann eine Oehlmühle und Wohngebäude, Scheuer, Stallung, Hofgering ...“



Glaser, Friedrich:

Weisgerber aus Kusel und Walkmüller in Rammelsbach; 1716 stellten die Kuseler Weisgerber Friedrich Glaser und Valentin Hill den Antrag zum Bau einer kleinen Walkmühle am Mühlgraben in Rammelsbach; sie trugen vor, der Müller der Mühle in Rammelsbach sei damit einverstanden, unter der Bedingung,daß die Walkmühle nur betrieben werde dürfe bei ausreichendem Wasserzufluß, so daß seine Mühle ohne Probleme und vorrangig mit Wasser versorgt werde; 1738 beantragten deren Nachfolger Peter Linn und Wilhelm Hill einen neuen Erbbestandsbrief; Peter Linn hatte seinen Anteil an der Mühle dem Friedrich Glaser abgekauft; Wilhelm Hill war wahrscheinlich der Erbe des Valentin Hill (vgl. Schworm, Ernst: Die Mühlen von Rammelsbach; in: Westricher Heimatblätter 1997, S. 121).



Glaser, Johannes:

Temporalbeständer um +++klären+++ auf der Steinmühle bei Albisheim (vgl. Weber, Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 286; Weber, Friedrich Wilhelm: Die Steinmühle in Albisheim; in: Pfälzer Heimat 1975, S. 130).



Glaser, Johann Peter:

1744 Erbbeständer auf der Pletschmühle in Dunzweiler (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 202).


Im Mühlenprotokoll des Oberamts Zweibrücken, erstellt 1744 und vorgelegt am 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 382-387) ist folgendes vermerkt: “Die Dunzweiler Pletschmühle wird von einem Bächlein getrieben, das ¼ Stunde von der Mühle in dem herrschaftlichen Erlenborner Wald entspringt und in die Schönenberger Bach fließt, ¼ Stunde unterhalb des Dorfes Dunzweiler. Ist in gutem Stand und erst seit etlichen Jahren repariert worden, hat 1 oberschlächtiges Wasserrad, 1 Mahlgang und 1 Schälgang im Trillis. Bey Eiß und Sommerszeit gehet selbige so langsam, daß der Müller … zu Zeiten nicht seyn Brod mahlen, hin­gegen bey wachsendem Waßer ein zieml: beförderen können. Hat oberhalb der Mühl ein kleines Wehr, längerer Oberdeich, Kandel von 30 Meter. Kein Bann. Die Mühle und die dabei befindliche Ziegelhütte sind in einem Bestand, für die Mühle allein sind 2 fl und 2 Kappen 8 bz Pacht zu zahlen. Dunzweiler mit 29 Haushaltungen läßt hier mahlen (wenn die Mühle Wasser hat). Die Duntzweiller Gemeind allein so 29 Haushaltungen starck ist, mahlet in dießer Mühl wann selbige Waßer hat. …. Johann Peter Glaser ist der Erbbe­ständer vermög in Handen habenden Bestandes vom 23ten Marty 1737 ...” (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 202).



Gleich, Johann Heinrich:

1700/1701 - 29.5.1782; aus Edenkoben; Sohn von Hans Wilhelm Gleich und Maria Agnes Nau (*Neu); °° I am 15.1.1726 mit Maria Clara Doll ( vor 1730); °° II 16.5.1730 in Walsheim mit Anna Barbara Steinbrun (1703-1781); hochangesehener und äußerst wohlhabender Bürger, Klosterküfermeister, Gerichtsverwandter, 1749/50 Anwalt; besaß mehrere Häuser und viel Grund und Boden; übernahm 1767 mit seiner Frau die Mittelmühle in Edenkoben in Erbbestand (vgl. Billig: Geschichte von Edenkoben, a.a.O., S. 19).


Vater von insgesamt 6 Kindern, darunter die Tochter Justina Barbara Gleich (~ 18.6.1742 - † 6.4.1788, °° mit dem Müllermeister Friedrich Guinant [† 25.3.1796]) (vgl. Billig, Wolfgang: Zur Geschichte des kurpfälzischen Marktfleckens Edenkoben, a.a.O., S. 30 Anm. 26).



Gleich, Lorenz:

geb. ca. 1688/89 – 27.9.1760 Edenkoben; um 1738 Müller auf der Mittelmühle in Edenkoben; Sohn des Küfermeisters Geörg Gleich und der Anna Elisabeth Albrecht aus Edenkoben; °° I am 9.1.1709 mit Anna Barbara Neu (geb. ca. 1690 - † 27.1.1736), der Tochter des Müllers auf der Mittelmühle in Edenkoben, Johann Heinrich (Henrich) *Neu (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wap­penschmieden; a.a.O., S. 290; Kuby: Müller in Edenkoben; Pfälz. Familien- u. Wappenkde 1963, S. 362).


Im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Neustadt von 1738, vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp aufgenommen, ist sie wie folgt be­schrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “ ist eine gemeiner (Gemeinde) Mühl undt ist in Anno 1711 von der Gemeindt an den Heinrich Oßwaldt neu in einen Erbbestand begeben worden, gibt jährlich Erbpacht der Gemeindt 16 Malter Korn, hatt nur einen Gang derselbe ist mit 40 fl Schatzungskapital belegt, sonsten [hat] Herrschaft nichts. Kein fernerer Consens ist vorhanden [,] der jet­zige Poßser ist Laurentz Gleich.”


Vater der Anna (Maria) Barbara Gleich (geb. 17.9.1712; °° mit dem Bäcker und Müller auf der Mittelmühle und Betriebsnachfolger Paul Philipp *Croissant) (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 290; Kuby: Müller in Edenkoben; Pfälz. Familien- u. Wappenkde 1963, S. 362).


Nach dem Tod seiner ersten Frau († 27.1.1736) heiratet Gleich am 10.6.1736 die Anna Barbara Moser aus Walsheim, wo er dann bis zu deren Tod 1735 lebte, während sein Schwiegersohn Paul Philipp *Croissant die Mittelmühle betrieb (vgl. Kuby: Müller in Eden­koben; Pfälz. Familien- u. Wappenkde 1963, S. 362).



Gleich, Margaretha:

Ehefrau des Müllers auf der Neumühle in Barbelroth, Valentin Doll. Margaretha Gleich, die Witwe des Müllers Valentin Doll ließ die Mühle am 30.5.1853 freihändig versteigern. In der Versteigerungsannonce vom 14.5.1853 heißt es (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 23.4.1853, S. 211 = LA Speyer Best. Y 20/41): „ … läßt Frau Margaretha Gleich, Müllerin auf der bei Barbelroth gelegenen Neu­mühle und Wittwe des verlebten Müllers Valentin Doll .. versteigern: Die Neumühle bei Barbelroth mit 2 Mahlgängen, 1 Holländer­gang, Schwingmühle und einem Schälgang ….“ Weiter heißt es dort: „Diese vor einigen Jahren erst neuerbaute Mühle, in einer be­kanntlich fruchtbaren Gegend gelegen, hat die gehörige Wasserkraft, große Kundschaft, und wird nur wegen des erfolgten Todes des Müllers Doll versteigert.“



Glöckle, Georg Frantz:

auch Klöckel; kurpfälzischer Förster, später Forstmeister und Holzfaktor der Saline Philippshall Bad Dürkheim; Erbauer der Mahl­mühle in Neidenfels und Miteigentümer der Sägmühle oberhalb Neidenfels.


Die Mahlmühle in Neidenfels ist im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Neustadt von 1738 aufgeführt und unter lfd. Nr. 55 wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1; vgl. auch Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 252): “Zu Nei­denfels befindt sich eine Mahl Mühl mit einem Wasserrad, dieselbe hat der dasige Förster und Holzfaktor Frantz Klöckel in Anno 1732 neu auf sein Eigenguth aufgebaut, undt weillen derselbe nicht zu gewesen, dessen Frau auch nicht weiß – welcher Zeitt e nach Hauß komen würde, so habe die Mühlpfacht noch auch wegen dem Consens maßen der Frau nichts davon gewußt, nicht notieren noch melden können.“ (anders dagegen LA Speyer Best A2 Nr. 100/1 fol . 18 S. 16: „gibt jährlich 3 Malter Korn in die Amtskellerei, Consens ist da“).


Die Sägemühle oberhalb Neidenfels (Bordmühle am Fischertal) ist im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Neustadt von 1738 aufgeführt und unter lfd. Nr. 56 wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1; vgl. auch Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 258): „noch hat derselbe (Anm. der Mahlmühle Neidenfels, Frantz Klöckel) et consort ungefehr eine halbe stund oben Neidenfels eine Seegmühl mit einem Wasserrad so derselbe Anno 1735 von der Katharina Ochsenbächerin an sich erkauft hatt, gibt jährlich in die Gefällverweserey Neustadt 3 fl Wasserfallzins und ist eigen.“


Glöckle hatte auch die Sägmühle Rußhütte unterhalb von Weidenthal in Besitz (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 228).


Seit 1727 wurde Glöckel in den verschiedensten Akten als Forstknecht, Jäger, Förster und später als Holzfaktor der Saline Philipps­hall bei Dürkheim bezeichnet. Seinen Aufstieg begann Georg Franz Glöckel, als er 1743 zum kurpfälzischen Forstmeister avancierte, nachdem er seit 1727 als Forstknecht geführt worden war.


1747 teilten sich der Forstmeister (Georg) Frantz *Glöckle, und die beiden Weidenthaler Bürger Jakob Laubscher und Johann Melchior *Ackermann den Besitz der Sägemühle auf der Oberwiese in Weidenthal zu je einem Drittel. Im Frühjahr 1747 brachen zwischen ihnen und dem Schultheiß Johann Haffen wegen einer neu eingerichteten Schütze (des sog. „Herrenschutzes“) zur Bewässerung der unterhalb gelegenen Herrenwiese Streitigkeiten aus; in deren Verlauf wurde auch der seit 1738 auf der Mühle beschäftigte Bordschnitter Christian Bilder vom Oberamt als Zeuge vernommen. Die Streitigkeiten endeten mit dem Sieg des Schultheißen und dem Abbruch der Mühle (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 229).


°° I mit Maria Ursula NN.; °° II mit Maria Catharina NN. (vgl. Gedenkstein für Glöckle auf der Neidenfelser Weinbergterasse; Inter­netdatei: http://www.speyerbach.info/historisches/bachgeschichte/trift/gnm/georg_franz_gloeckle.htm, Anm. 36); Vater des Forst­meisters in Neidenfels, Johann Peter *Glöckle (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 228).


Abbildung:

- Internetdatei: http://www.speyerbach.info/historisches/bachgeschichte/trift/gnm/georg_franz_gloeckle.htm: Gedenkstein für „Georg Frantz Gloecklin“


Literatur/Urkunden:

- Internetdatei: http://www.speyerbach.info/historisches/bachgeschichte/trift/gnm/georg_franz_gloeckle.htm

- Meyer, Gerd Norbert: Flößerei und Triftwesen in der Pfalz; in: Seebach, Helmut (Hrsg.): Altes Handwerk und Gewerbe in der Pfalz, Pfälzerwald", Waldbauern, Waldarbeiter, Waldprodukten- und Holzwarenhandel, Waldindustrie und Holztransport, Annweiler-Queichhambach 1994



Glöckle, Johann Peter:

um 1765 Forstmeister in Neidenfels; Sohn des Forstmeisters Georg Frantz *Glöckle; Glöckle hatte 1765 die Sägmühle Rußhütte unterhalb von Weidenthal in Besitz (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 228).



Goebels, Christian (1):

vor 1824; um 1817 war Christian *Goebels († vor 1824) Müller und Bürgermeister in Hertlingshausen; +++++wohl auf der Großen Schneewoogsmühle +++noch prüfen+++; °° I mit Magdalena Krehbiel; aus der 1. Ehe stammt die Tochter Susanna Goebels (1809 Hertlingshausen - 21.4.1878 Hertlingshausen; °° 1828 mit dem Müller auf der Diemersteiner Mühle und späteren MdL Peter *Ey­mann; Tochter des Müllers Christian Goebels und der Magdalena Krehbiel) (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspey­er, a.a.O., S. 136) und der Sohn Johannes *Goebels; °° II 22.5.1817 mit der Müllerstochter Barbara Engel (*7.4.1791 Diemerstein; Tochter des Müllers Jakob (2) *Engel und der Magdalena Steiner; Barbara Engel °° 11.9.1824 mit dem Müller aus Wachenheim Jo­hannes Risser) (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 130 Anm. zu Nr. 575); Anm.: sein Schwieger­sohn Peter Eymann war in 1. Ehe mit der Elisabeth Engel, der Schwester der 2. Ehefrau Goebels verheiratet.



Goebels, Christian (2):

30.12.1824 Hertlingshausen - 24.3.1872 Diemersteiner Mühle; Mennonit; zunächst als Müller in Hertlingshausen bei seinem Vater +++++ wohl auf der Großen Schneewoogsmühle +++noch prüfen+++; Sohn des Müllers Johannes *Goebels und der Magdalena Jo­hannetta Eymann; °° am 30.12.1847 in Diemerstein mit Elisabeth Eymann (*21.5.1828 Diemersteiner Mühle; Tochter des Müllers Peter *Eymann aus 1. Ehe mit der Müllerstochter Elisabeth Engel (vgl. Neumer: Bürgerbuch Hochspeyer, a.a.O., S. 136 Anm. zu Nr. 607 u. S. 165 Anm. zu Nr. 801); aus der Ehe ging der Sohn Peter Goebels (*4.2.1849 Diemerstein) hervor (vgl. Neumer, a.a.O., S. 165), der Müller Johannes Eymann und 7 weitere überlebende Kinder. Ab 1848 ist Goebels Müller auf der Diemersteiner Mühle (vgl. Fuhrmann, Marliese: Die Frauen von der Diemersteiner Mühle; in: Kaiserslautern Landkreis Heimatjahrbuch 2001, S. 145). Anm.: seine Mutter ist die Schwester des Müllers Peter *Eymann; sein Vater ist der Bruder von Eymann 2. Ehefrau (vgl. Fuhrmann, a.a.O., S. 144).



Goebels, Christian:

bis um 1821 Müller auf der Bruchmühle bei Quirnheim.


Am 20.12.1820 erscheinen vor dem Notar More „Hr Christian Goebels, Müller, wohnhaft auf der sogenannten Bruchmühle, im Ban­ne von Quirnheim, im Kanton Grünstadt, zum einen Theil, und Hr. Jacob *Eichelberger, Müllerbursche, gebürtig in Sembach, im Kanton Münchweiler, bisher auf der Wanderschaft, dessen letzte Condition im Monsheim, im Kanton Pfeddersheim gewesen …. und sich gegenwärtig in Sembach aufhaltend“ und beurkunden über “die sogenannte Bruchmühle …, bestehend in einem Wohnhaus, Mahlmühle mit einem Mahl- und einem Schälgang, mit allen zur Mühle gehörenden Geräthschaften“ welche durch Sachverständigengutachten abgeschätzt werden sollen, „welche Partheien nachstehenden Pachtcontract über die nachbeschriebene Mühle und Feld Güter untereinander gemacht haben“ (vgl. LA Speyer Best. K16 Notariatsakten Grünstadt, Kasten Nr. 20 Urk. Nr. 699 vom 20.12.1820).


Am 28.2.1821 wird im Intelligenzblatt des Rheinkreises die Versteigerung der Bruchmühle am 20.3.1821 angekündigt und die Bruchmühle dabei beschrieben (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 17 vom 28.2.1821, S. 128): „ … wird in dem, in der Ge­markung von Quirnheim Kantons Grünstadt nahe bey Ebertsheim gelegenen Wirths­hause des Valentin Fries, zum Löwen, die in der Gemarkung des genannten Quirnheim nahe bey Ebertsheim gelegene sogenannte Bruchmühle bestehend aus einer Mahlmühle mit zwey Gängen und einem Schälgang, Scheuer, Stallung und Schuppen und …. Woh­nung, dem auf der Mühle wohnenden Christian Göbels und seinen sämmtlich grosjährigen Kindern erster Ehe zugehörig, freywillig …. versteigert.“



Goebels, Elisabetha:

Tochter des Müllers Christian (1) Goebels und Magdalena Krehbiel; Schwester des Müllers auf der Großen Schneewoogmühle in Hertlingshausen, Johannes *Goebels; dieser wird Eigentümer eines Feldes „um 600 in erkauft laut Akt vor Notär Moré vom 30. De­zember 1837 von der Schwester Elisabetha verehelichte Johannes Herzler“ (vgl. LA Speyer Best. Best. L 56 Nr. 163 Bl. 58: Urkatas­ter von Hertlingshausen vom 24.9.1841). °° mit dem Müller auf der Schneewoogsmühle in Hertlingshausen Johann Herzler († ca. Frühjahr 1879, err.); das Ehepaar Herzler übernimmt nach dem Tod des Johannes Goebels die Große Schneewoogmühle (err., +++klären++++ „Wegen Ablebens des bisherigen Besitzers beabsichtigt dessen Wittwe Elisabetha Herzler, geb. Goebels, in Hertlings­hausen eine Mahl- und Oelmühle, verbunden mit einer Dreschmaschine, im Orte selbst, sowie eine Mahl- und Schneidmühle, im Banne von Altleiningen gelegen, beide Mühlen je nach Belieben mit oder ohne Inventar und mit oder ohne Feld zu verpachten. Lieb­haber hierzu wollen sich an die Eigenthümerin selbst wenden. In beiden Mühlen wurden bisher Kundenmahlen und Schneiden betrie­ben“ (vgl. Annonce in: Grünstadter Anzeiger Nr. 155 vom 7.5.1879).



Goebels, Elisabetha:

aus Hertlingshausen; Tochter des Müllers in Hertlingshausen Johannes *Goebels und der Magdalena Johanetta Eymann; Nichte des Müllers in Diemerstein und Politikers Peter *Eymann; Schwester der Maria Goebels (°° mit Johann Barth aus Bad Dürkheim) und des Müllers auf der Diemersteiner Mühle, Christian (2) Goebels (vgl. Weber: Mühlen d. besonderen Art, a.a.O., S. 66)



Goebels, Jakob:

23.9.1829 Große Schneewoogsmühle Hertlingshausen – 1874 Hemshof / Ludwigshafen; Müller und Ackerer aus Hertlingshausen; Sohn des Müllers Johannes *Goebels und der Magdalena Johannetta Eymann; °° am 24.4.1851 Ludwigshafen / Hemshof mit Elisa­betha Jotter (14.4.1830 Hemshof – 4.6.1900; Tochter Ackerers Christian II. Jotter [ 1844 Hemshof] und der Maria Eymann). Zeugen bei Eheschließung waren u.a.: der Müller zu Diemerstein Christian Goebels, der Bruder des Bräutigams, 27 Jahre alt; Daniel Ey­mann, Ackerer in Alsenbrück als Oheim des Bräutigams, 46 Jahre alt) (vgl. PRFK Ludwigshafen, Datei J. Raimar: Hochzeitlisten Ludwigshafen, überarbeitet 2003 von Herrn Dieter Roeben, PRFK).



Goebels, Johannes:

um 1803 Hertlingshausen – 15.6.1878 Hertlingshausen; mennonitisch; Müller und Handelsmann in Hertlingshausen; Sohn von Christian (1) Goebels und Magdalena Krehbiel; °° am 29.2.1824 in Diemerstein mit Magdalena Johannetta *Eymann (21.11.1806 Al­senbrück – 23.11.1869 Hertlingshausen, Vollwaisin; Tochter des verstorbenen Ackerers Johannes Eymann von der ehemaligen Loh­mühle Alsenbrück-Langmeil und der ebenfalls verstorbenen Maria Elisabetha „Lisette“ *Würtz vom Münchhof/Hochspeyer; sie lebte als Vollwaise bei ihren Verwandten auf der Diemersteiner Mühle; Schwester des Müllers und späteren Politikers Peter *Eymann) (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 165 Anm. 802); Johannes Goebels ersteigert am 1.7.1850 die Obere Papiermühle in Altleiningen; Vater der Maria Goebels (°° mit Johann Barth aus Bad Dürkheim), Elisabetha Goebels (°° mit Jo­hann Herzler zitiert nach: Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 46), des Müllers in Hertlingshausen Christian (2) Goebels (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 165) und des Müllers und Ackerers Jakob *Goebels (vgl. PRFK Lud­wigshafen, Datei J. Raimar: Hochzeitlisten Ludwigshafen, überarbeitet von Herrn Dieter Roeben, PRFK).


Der Müller Johannes Goebels ist im Urkataster von Hertlingshausen vom 24.9.1841 (vgl. LA Speyer Best. Best. L 56 Nr. 163 Seite 54 ff.) auf dem „Großen Scheerwoog“ eingetragen mit „Wohnhaus, Mahlmühle mit 1 Mahl und Schälgang, Ölmühle ...“, Gebäude Nr. 51, einschließlich „der Berechtigung das Wasser aus dem großen Scheerwoog Pl-No. 304 zum Betrieb der Mühle benützen zu dürfen“ (vgl. LA Speyer Best. Best. L 56 Nr. 163 Seite 56). Vermerkt ist weiterhin: „Laut Akt vor Notär Moré vom 27. September 1822 aus der elterlichen Christian Goebelschen Masse um 6778 fl ersteigert“. Er ist Eigentümer eines Feldes „um 600 in erkauft laut Akt vor Notär Moré vom 30. Dezember 1837 von der Schwester Elisabetha verehelichte Johannes Herzler“ (Bl. 58). Er besitzt wei­terhin Wiese von 126 Ruthen; hier ist im Urkataster vermerkt: „Laut Theilungsakts vor Notar Moré vom 18. November 1824 aus dem Rücklaß der Aeltern Christian Göbels und Magdalena Krebill ererbt.“ (vgl. Bl. 58). Ihn gehört u.a. ein Feld von 126 Rth. in den Har­zofenwiesen: „Laut Akts von Notär Moré vom 30. Dezember 1837 von der Schwester Magdalena verehelichte Johannes Reif um 800 in erkauft“ (Bl. 59).


Laut Testament vor Notar Minges vom 16.7.1862, registriert zu Grünstadt am 3.3.1875 vermachte die “verlebte” (Anm.: verstorben am 23.11.1869) Ehefrau des Johann Goebels, Magdalena Eymann, die ihr zustehende Hälfte an der Papiermühle in Altleiningen und den Liegenschaften an ihre beiden Töchter Maria Goebels und Elisabeth Goebels. Maria Goebels war mit Johann Barth in Dürkheim, Elisabeth Goebels mit Johann *Hertzler in Hertlingshausen verheiratet. Die andere Hälfte der Erbschaft ging an Jakob Goebels Kin­der vom Hemshof, Christian Goebels Kinder nach Diemerstein und Magdalene Würtz vom Benshof (Binshof) bei Speyer (vgl. We­ber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 46).


Johannes Goebels war Prediger der mennonitischen Gemeinde in Sembach (vgl. Walter, Willi: Aus dem Kirchenbuch der Mennoni­tengemeinde Sembach; in: Heimatjahrbuch Landkreis Kaiserslautern 1985, S. 143-152).


Johannes Goebels machte vor dem Notar Minges in Grünstadt am 16.7.1862 ein Testament (vgl. LA Speyer Best. .K 16 Nr. 78; dieses war bei meiner Nachschau am 1.6.2010 aus den Notarsakten verschwunden); am gleichen Tag machte auch seine Ehefrau ein notari­elles Testament (vgl. LA Speyer Best. K 16 Nr. 78; dieses war bei meiner Nachschau am 1.6.2010 aus den Notarsakten verschwun­den).



Goebels, Leonhard:

bis 1807 Müller auf der Obermühle in Ebertsheim. Am 20.2.1807 hatte der in Mannheim wohnende Handelsmann Kirsch Levy Ho­henemser mit notariellem Kaufvertrag vor dem Notar Moré in Grünstadt die Mühle in Ebertsheim von dem Müller in Ebertsheim Leonard Goebels gekauft und verkaufte sie seinerseits mit weiterem notariellen Kaufvertrag, abgeschlossen vor Notar Nicolay in Frankenthal am 30.7.1807, registriert am 18.9.1807 an Henry Pfeiffer, Eigentümer in Ungstein weiter. Dieser Kaufvertrag wurde auf­gehoben durch Urteil des Civil Tribunals von Speyer vom 10.1.1811. Kirsch Levy Hohenemser verkaufte die Mühle daraufhin erneut am 1.5.1811 durch notariellen Vertrag vor Notar Moré in Grünstadt an den Philipp Schworm, Müller aus Offstein. Die Mühle verfüg­te über zwei Mahlgänge, Hof Stallung, Garten, Brandweinbrennerei und war gelegen in Ebertsheim am Ende des Dorfes und umge­ben mit einer Mauer. Der Verkauf erfolgte gegen Zahlung eines Kaufpreises von 8812 Francs bzw. 4700 Gulden deutschen Geldes. Ausweislich des Kaufvertrages war bei Vertragsabschluß anwesend die Mutter des Käufers Catharina Elisabetha geb. Walter, Witwe des Adam Schworm, zu seinen Lebzeiten Müller in Offstein und der Müller in Offstein Georg Decker, die sich beide selbstschuldne­risch für die Zahlung des Kaufpreises verbürgten, sowie die Zeugen Lazare Emanuel, Handelsmann aus Obrigheim und Daniel Grae­ber, Händler in Grünstadt (vgl. LA Speyer Best. K16, 257 Notariatsakten Grünstadt, Nr. 214 vom 1.5.1811).



Goebels, Susanne:

1809 Hertlingshausen - 21.4.1878 Hertlingshausen; Tochter des Müllers in Hertlingshausen, Christian (1) *Goebels († vor 1824) und der Magdalena Krehbiel; Schwester des Müllers in Hertlingshausen, Johannes Goebels; °° 1828 mit dem Müller auf der Diemerstei­ner Mühle und späteren MdL Peter *Eymann (vgl. Neumer, a.a.O., S. 136 Anm. zu Nr. 608 und S. 165 Anm. zu Nr. 801).



Goebels, Susanne:

Mai 1862 (err.) Hertlingshausen; Tochter von ++++; Eheschließung am 20.12.1850 mit dem Müller in Hertlingshausen Johannes *Würtz. Aus der Ehe stammt die Tochter Magdalena Würtz. Um 1862 ist Johannes *Würtz, °° mit Susanna geborene Goebels († Mai 1862 Hertlingshausen) Müller in Hertlingshausen. Er ist als Müller in dem nach dem Ableben der Susanna Goebels erstellten Erb­schaftsinventar aufgeführt. Aus der Ehe stammt die minderjährige Tochter Magdalena Würtz, die im Inventarvertrag von Müller und Bürgermeister in Hertlingshausen, Johannes Goebels, vertreten worden ist (vgl. LA Speyer Best K 16 Kasten Nr. 178 Notariat Grün­stadt vom 12.7.1862).



Göckler, David;:

geb. in Willstädt; 1711 als Bürger in Freimersheim; nach 1711 Müller in Speyer auf der Hirsenmühle; °° mit N:, aus der Ehe stam­men 2 Kinder; Göckler kauft die Mühle und nimmt 5 Darlehen zu 300, 100, 150,6 00 und 100 Gulden auf. Er kauft weiterhin für 79 Gulden einen Acker (vgl. Hartwich, Wolfgang: Bevölkerungsstruktur und Wiederbesiedlung Speyers nach der Zerstörung von 1689; Diss., Heidelberg 1965, S. 46, 132).



Gödel, Andreas:

auch Göttel; um 1776 Müller und Erbbeständer auf der Reichenbacher Mühle (kurpfälzisches Oberamt Lauterecken). In der Renova­tion des kurpfälzischen Oberamts Lauterecken von 1776 befindet sich eine Bestandsaufnahme vom 4.6.1776 (vgl. LA Speyer Best. A 2 Nr. 131/3 Bl. 40), in der die Eigentumsverhältnisse angegeben sind: „Jetziger Erbbeständer ist Andreas Gödell dessen eheliche Haußfrau Elisabetha Catharina und Kinder zwey Söhne nahmentlich 1. Jacobus, 2. Andreas, und drey Töchter Nahmens 1. Philippi­na, so zu Dambach im pfalz-zweybrückischen verheiratet, 2. Ludovica, und 3. Elisabetha“. Weiter heißt es: „Der Erbbestandsbrief ist unterem 12ten Mertz 1763 auf jetziger Erbbeständerin ihr Mutter, von welcher und deren Respee vorhier schon verstorben gewesenen Vatter Daniel Köhler sie die Mühl ererbet, zwarn ad perpetuas Generationes umbgeschrieben worden, welcher aber offenbahr ein Versehen, massen vermög des hiesigen Kirchenbuchs und daraus gezogenen Extracts besagte Anna Barbara Köhlerin, nachmals ver­heiratete und wiederum verwittibte Kurtzin allschon dem 26ten 8bris 1754 verstorben.“ (Anm. die Auffassung von Weber, Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 259: „Erbbeständer ist Andreas Gödel, dessen Frau Elisabeth Katharine die Mühle von ihrem Vater Daniel *Köhler geerbt hat“, ist unzutreffend).


Anm.: die Tochter Philippina Gödel, „so zu Dambach im pfalz-zweybrückischen verheiratet“, ist im Familienbuch Achtelsbach er­wähnt; °° 17.11.1773 in Reichenbach heiratet der Kirchenälteste und Gerichtsschöffe zu Dambach, David Caspari (geb. 15.7.1749 Dambach, Sohn von Johann David Caspari) die Philippine Göttel, geb. in Reichenbach, Tochter von Andreas Göttel, Erbbestands­müller in Reichenbach (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 52 Nr. 250).



Gödelmann, Hans:

ca. 1603 (err.) Germersheim; zwischen 1589 und 1603 Müler auf der Gödelmann'schen Mühle in Germersheim. Die Mühle lag ge­genüber der Fronte Beckers (vgl. Schwarz, Albert: Germersheimer Einwohner aus der Zeit vor und nach dem Dreissigjährigen Krieg; in: Pfälz.-rhein. Familienkunde 2006, S. 4) im Westen der Stadt. Die Mühle war 1589 durch Hans *Gödelmann von den Erben des Nickel Ferber gekauft worden (vgl. Schwarz, a.a.O., S. 4; LA Speyer Best. F7 Nr. 3012).


Nach dem Tod des Müllers Hans Gödelmann († ca. 1603 err.) werden die Gödelmann'schen Erben 1603-1607 in Germersheim als Er­ben einer Mühle in Germersheim erwähnt sowie 1604 Hans Gödelmann (vgl. Schwarz, Albert: Germersheimer Einwohner aus der Zeit vor und nach dem Dreissigjährigen Krieg; in: Pfälz.-rhein. Familienkunde 2006, S. 6; LA Speyer Best. F1 Nr. 15b, 67).



Gödelmann, Erben:

1603-1607 in Germersheim; Erben einer Mühle in Germersheim; 1604 Hans Gödelmann (vgl. LA Speyer Best. F 1 15b, 67); Mühle im 30jährigen Krieg abgebrannt (vgl. Probst: Germersheim, a.a.O., S. 484; Schwarz, Albert: Germersheimer Einwohner aus der Zeit vor und nach dem Dreissigjährigen Krieg; in: Pfälz.-rhein. Familienkunde 2006, S. 6).


Im Lagerbuch des Germersheimer Servitenklosters, welches um 1659 von dem Stiftsschaffner (1661 bekleidete Eberhard von Graß dieses Amt) erstellt wurde, sind die Zerstörungen aus dem 30jährigen Krieg aufgeführt. Der Schreiber registrierte 29 öde Hausplätze fast sämtliche Gebäude waren abgebrannt, darunter auch die Gödelmannsche Mühle (vgl. Schwarz, Albert: Germersheimer Einwoh­ner aus der Zeit vor und nach dem Dreissigjährigen Krieg; in: Pfälz.-rhein. Familienkunde 2006, S. 6; LA Speyer Best. F7 Nr. 3012). Die Gödelmann'schen Erben zahlen 1659 einen Bodenzins von 6 Pfennigen (vgl. Schwarz a.a.O., S. 11; LA Speyer Best. A14 Nr. 445a).



Göltzer, Lorentz:

um 1725 in Mimbach. Göltzer beabsichtigte um 1725 den Neubau einer Mahlmühle auf der Schelwerbach oberhalb von Mimbach, auf dem Standort der späteren Lohmühle Mimbach. Im Mühlenbericht des pfalz-zweibrückischen Rentkammersekretärs Marx vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 295/5 Bl. 79-85) heißt es zusammenfassend: „Diese [Anm.: Lohmühle Mimbach]liegt eine starcke Viertel Stund auf der Seite von Mimbach in vorbemeltem Schelwerthal. Vor etwa 20 Jahren hat Lorentz Göltzer von Mim­bach nachgesucht, daß Ihme erlaubt werden möge auff dem Platz wo dieße Lohmühl nun stehet, eine Mahl- und Noth Mühl erbauen zu dürfen … alß der Mimbacher Bann-Müller von solchem Vorhaben Nachricht bekommen, von selbigem, damit dießer Mühlen Bau nicht verwilligt werden, Jährl: an fürstl: G. G. Verwaltung [Anm.: zweibrückische Geistliche Güter Verwaltung] oder vielmehr in das Closter Hornbach zwey dasige Malter Korn an weiterem Pfacht übernommen und gedt: Göltzer darauff mit seinem Vorgehabten Mühlen-Bau abgewießen worden. Daraufhin hat der Eigenthümer des Platzes, auf dem die Mahlmühle errichtet werden sollte, Johan­nes Schunck von Webenheim eine Loh Mühl darauf erbauet, ohne Herrschaftl: Consens dazu einzuhohlen noch an Jemanden deßhalb einige Recognition zu zahlen, deßen Erben aber haben selbige vor 6 oder 8 Jahren, wegen geringen Verdienstes wiederum in Abgang kommen laßen, und das Gebäu zur Wohnung verlehnt und versichert vorgenannter Lorentz Göltzer daß er vor etl: Jahren sich noch­mahlen um gnädigste Erlaubnuß diese Lohmühle in eine Mahl Mühle zu Verändern gemeldet, von Cammer Rath Sterck trotz einge­nommenem Augenschein keine Resolution erhalten habe.“


Diesbezüglich wird seitens eines anderen Beamten des Oberamts Zweibrücken eine Anmerkung gemacht und Rentkammersekretär Marx gerügt, weil er zu den Hintergründen des Scheitern des Conzessionsgesuchs nicht bei Göltzer nachgefragt habe. Dieser Akten­vermerk zielt darauf, den Kammerrat Sterck gegen mögliche Kritik zu entlasten. Es wird deshalb dem Antragsteller Göltzer vorge­worfen, dieser sei untätig geblieben und habe nach dem Stand seines Gesuchs deshalb nicht nachgefragt, weil er das Interesse am Mühlenbau verloren habe. Denn es seien zeitgleich eine ganze Reihe von Pletschmühlen neu gebaut worden; darüberhinaus auch ein geplanter Neubau nahe des von Göltzer beabsichtigten Standortes oberhalb von Mittelbach. Es habe sich deshalb für Göltzer niht ge­lohnt eine neue Mahlmühle an der Schelwerbach zu errichten (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 295/5 Bl. 83 Anmerkung zum Mühlenbe­richt des pfalz-zweibrückischen Rentkammersekretärs Marx vom 6.1.1745).



Göpfhardt, Leonhardtt:

1625 Kaiserslautern; aus „Wolltropp“ (Franken); Bürgeraufnahme in Kaiserslautern am 2.10.1615; am 23.5.1620 wird im Kaisers­lauterer Ratsprotokoll der Leonhardtt Göpfhardt von „Wolltroff“ (Franken) genannt als „gewesener Müller zu Mühlen“ (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S.23 Nr. 339).


Am 10.1. 1615 wird Leonhard *Göpfhardt (Goppfhard) aus „Woltroff“/Franken (vgl. Herzog: Kaiserslautern, a.a.O., Bd. 2 Nr. 339) als Müller auf der Sägemühle zur Mühlen (Mühlstraße) und Nachfolger des Hieronymus Cuhn bezeichnet (vgl. Herzog: Kaiserslau­tern, a.a.O., Bd. 1, S. 83 Nr. 543).


Er soll am 31.3.1619 dem Neumüller Hanß Willerich (Wüllerich) 13 fl für einen Mühlstein bezahlen (vgl. Herzog: Kaiserslautern, a.a.O., Bd. 1, S. 83 Nr. 543).



Görich, Michael:

vor 1749 Breitfurt (vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 2703; Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, a.a.O., Bd. 3, S. 1646, Nr. 1841).; er stammte aus Bliesbrücken; Görig war Erbbeständer auf der Breitfurter Bannmühle (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 189, dort als 'Görig' angegeben).


1739 erhielt der Müller Michael Görich durch den Freiherrn von Schorrenburg einen Erbleihebrief über die Breitfurter Bannmühle (vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 2703 mit Anl. Q11: Vorakten 1747-1748 mit inseriertem Erbleihebrief 1739 [Bl. 23 ff.]; Armgart/We­ber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, a.a.O., Bd. 3, S. 1646, Nr. 1841).


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) wird sie wie folgt beschrieben: “liegt ein Büchsenschuß weit vor dem Dorf Breitfurt, eine kleine Stunde unterhalb der Mimbacher, ebensoweit oberhalb der Herbitzheimer Bliesmühle. 3 Wasserräder für 2 Mahlgänge und 1 Schälgang. Beim “vornehmsten” Mahlgang sind noch 2 Hirsen-Stempel (Anm.: = Stempel zum Hirsestoßen) angeschlossen. bauten: Wehr von 200 Gäng, Oberteich 9 Ruthen, Hinterteich 40 Ru­then. Das Dorf Breitfurt ist in die Mühle gebannt. Erbbeständer ist Michael *Görig von Bliesbrücken, Lehensmüller (Afterbeständer) ist Sebastian *Auer. Pacht ist an den Baron von Schorrenburg (Anm. Philipp Friedrich Schorr von Hassel; ab 1720 von *Schorren­burg) zu entrichten, und zwar 12 fl an Geld für 1 Mühlschwein, 12 Ma Korn Zweibrücker Maßung, 10 Kapaunen oder für jedes Stück 4 bz, 6 fl für Fronden und Frondgeld, 9 bz, 4 Pfg. für eine Mühlwies, 16 Aale für den freien Fischfang” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 190).


Philipp Friedrich Freiherr von und zu Schorrenburg, gewesener Präsident in Zweibrücken, entzog nach dem Tod des Erbbeständers Michael Görich den Erben (den Söhnen Johann und Paul Görich aus Bliesbrücken) das Erbbestandsrecht über die Breitfurter Bann­mühle, weil diese seiner Meinung nach, nicht rechtzeitig um Erneuerung des Erbbestands nachgesucht hätten. Der Temporalbestän­der und Müller auf der Breitfurter Bannmühle, Sebastian Auer, wurde durch den Freiherrn von Schorrenburg angewiesen, die Pacht nicht mehr an die Erben Görich, sondern an von Schorrenburg zu bezahlen. Hiergegen klagten die Erben des Michael Görich in erster Instanz 1747 vor der Regierung in Zweibrücken. Die Erben Görich vertraten die Ansicht, daß die Aufkündigung des Erbpachtvertra­ges nicht ohne vorherige Untersuchung hätte erfolgen dürfen, so daß die Mühle zu restituieren sei. Im übrigen sehe das 'gemeine Recht' für die Emphyteuse, anders als beim Lehen, keine bestimmte Frist für den Antrag auf Erneuerung vor. Die erste Instanz gab den 1748 Erben Görich Recht und verurteilte den Freiherrn von Schorrenburg unter Aufhebung der Verfallserklärung des Erbpacht­rechts zugleich zur Restitution der Mühle. Gegen das obsiegende Urteil legte Freiherr von Schorrenburg Appellation zum Rechts­kammergericht Wetzlar ein, wo das Verfahren 1749-1750 rechtshängig war (vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 2703; Armgart/Weber: In­ventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, a.a.O., Bd. 3, S. 1646, Nr. 1841).



Göttel:

s. Gödel



Göttgen, Eva:

~ um 1644 (geschätzt); °° vor 1662 mit dem (späteren ?) Müller auf der Lockersmühle bei Ronnenburg, Hans Melchior Bastian (~ 23.4.1643 in Burg Lichtenberg) (vgl. Jung: Familienbuch Lichtenberg und Pfeffelbach, a.a.O., S. 43, 106). +++es ist ungeklärt, wie Bastian auf die Lockersmühle kam; brachte Eva Göttgen die Mühle mit in die Ehe ?++++



Göttgen, Jakob:

um 1750; Sohn von Johann Jakob Theodor *Göttgen und Anna Eva NN.; Bruder des Jost Göttgen, der Maria Eva Göttgen (°° 18.2.1772 mit dem Müller Johann Friedrich *Schmidt aus Heimbach) und Maria Magdalena Göttgen (°° 23.5.1780 mit Johann Ni­ckel Welker (vgl. Hartmann, a.a.O., S. 81; Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 97 Nr. 511 und S. 295 Nr. 1587). Hartmann meint (vgl. Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 81 mit Verweis LA Koblenz Abt 25 Nr. 764 und 766): “Jakob Göttgen und Jost Göttgen beantragen am 25.3.1772 ihrem Schwager die Mühle zu überlassen. Anna Eva Göttgen war offenbar die Mutter der beiden, weil Friedrich Schmidt aus Heimbach, der als Schwiegersohn von ihr bezeichnet wird, am 21. Juli 1772 sich ebenfalls an den Herzog wandte mit der Bitte, zu genehmigen, daß ihm die Mühle mit Gü­tern zum Preise von 1800 Gulden übertragen würde.“


1776 ist in der pfalz-zweibrückischen Huldigungsliste von Aulenbach der Jakob Göttgen, 32 Jahre alt, Müllerknecht in Ruschberg“ erwähnt (vgl. Schaaff: Untertanenlisten des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken aus den Huldigungsprotokollen des Jahres 1776, a.a.O., S. 151).



Göttgen, Johannes:

um 1642 - 13.2.1720 Lockersmühle bei Ronnenberg; katholisch; Müllermeister; er erwarb die Lockersmühle in Ronnenberg mit al­lem Zubehör vertraglich am 28.4.1699 von Anna Elisabeth *Gervinus verw. Bettinger gegen Zahlung von 200 Reichstalern und 5 Maltern Korn jährlicher Pacht; °° um 1700 mit Anna Katharina *Bastian (auch als Maria Katharina angegeben; 1686 - 10.8.1744; ev.-luth. aus der Brandmühle; Tochter des Müllers Johann Jakob Bastian); Vater des Müllers NN. *Göttgen (vgl. Hartmann: Ergän­zung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 81; Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil II katholisches Kirchen­buch, a.a.O., S. 35); die Ehefrau wird auch als Maria Katharina NN. bezeichnet (vgl. Anm. bei Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil II katholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 35; Hartmann, a.a.O., S. 81).


Kinder aus der Ehe sind:

der Müller auf der Lockersmühle Johann Jakob Theodor *Göttgen (*9.9.1700 Lockersmühle), Johann Peter Göttgen (*29.3.1702 Lockersmühle), Johann Ludwig Göttgen (*6.1.1705 Lockersmühle; °° vor 1738 mit der ev. Anna Katharina NN.; es soll sich um Anna Katharina Faust handeln [s. hierzu die Angaben zu untenstehendem Johannes Göttgen), Anna Katharina Göttgen (*14.2.1714, °° 7.1.1739 mit Joh. Nikolaus Forster), Johann Nikolaus Göttgen (*7.3.1717; °° 4.8.1744 mit Anna Maria Schumacher) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil II katholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 35).



Göttgen, Johannes:

getauft 9.7. 1707 - 1774 Rowan County/North Carolina/USA (vgl. Internetdatei http://www.eller.org/may92/may92p6.htm); um 1746 Müller auf der Gödgensmühle (auch: Strummenmühle) bei Ruschberg; 1741 (err.) kaufte er die Mühle für 300 fl und erhielt am 21.5. 1742 einen Erbbestandsbrief erhielt (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 269). Im Mühlenbericht des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg von 1738 wird sie wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 266r-269r; s. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 225): “Die letzte (Anm.: Mühle an der Baumholder Bach oder Heimbach) ist die sogenante Gödges Mühl ohnweit Ruschberg olim Strumenmühl genandt. Diese Mühl hat ….. nicht allein das Baumholder sondern auch das Reichenbacher Bächel, welche sich oben an Ihrem Wehr mit einander Conjugieren. …. Von Erst Vorher beschriebener Mühlen (Anm.: s. Eisenhutsmühle) ist solche eine halbe, von der Dietzenmühl aber Eine Viertelstunde entfernt. Die Mühl mit Ihren Gebäu­den ist in einem schlechten Stande hat einen Mahlgang, welchen ein 12 Schuh hohes Oberschlechtiges Waßerradt treibet. Obgleich der Miller Über Mangel an Waßer in Somer Zeiten nichts zu klagen hätte, so fehlet Ihm solches dennoch in denselben Zeiten ursach weil der Theich zu hoch lege, und das Waßer sich sich verschl...., auß der nehmlichen Ursach seye er in Winter Zeiten schon 4 biß 8 Wochen stillzuhalten gezwungen worden, derselbe ist ad 560 Schritt lang und lieget an der Winterzeithen. Seit deme er die Mühlen vor etwa 4 Jahren von Peter Millern um 300 fl ohn Trinckgeldt erkauft, hat er nichts sonderliches daran Verändert. Der jährliche Pacht bestehet in 2 fl zwey Cappen oder 8 Batz, Korn 1 Malter , Habern 1 Malter Lichtenberger Maßung. Es unth.... der Miller, daß die zwey Cappen oder Batzen von der oben daran gestandenen Walckmühlen müßten seyn bezahlet worden, dahero er wieder eine Walckmühle darauf zu errichten willens ist. …. Kann in 24 Stunden bey denen Umständen nicht mehr alß 9 Faß Frucht mahlen ….. Der letzter Erbbestandsbrief welchen der Erbbeständer auf seinen Nahmen eingerichtet, aufgewiesen ist vom 21. May 1742 ..“


Der Name des Erbbestandsmüllers ab 1741 ist weder im Sundahl'schen Mühlenbericht des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichten­berg von 1746 (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7) noch in der undatierten um 1756 (err.) für den Zeitraum 1743-1756 verfaßten Zusammenstellung aller Mühlen im Herzogtum Zweibrücken (vgl. LA Speyer Best A 292/1) enthalten. Dagegen gibt Hartmann (vgl. Hartmann: Ruschberg, a.a.O., S. 126 unter Bezugnahme auf Landeshauptarchiv Koblenz Abt. 24 Nr. 844) an, von 1741 bis 1751 sei Johannes Göttgen der Mühlenbesitzer gewesen.


Von 1741 bis 1751 wird Johannes *Göttgen als Mühlenbesitzer nachgewiesen (vgl. Hartmann: Ruschberg, a.a.O., S. 126 unter Be­zugnahme auf Landeshauptarchiv Koblenz Abt. 24 Nr. 844). Der Eigentumsübergang ist im Mühlenbericht des pfalz-zweibrücki­schen Oberamts Lichtenberg von 1746 wie folgt beschrieben: „Seit deme er die Mühlen vor etwa 4 Jahren von Peter Millern um 300 fl ohn Trinckgeldt erkauft“ (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 266r-269). Dann übernahm am 5.6.1751 der Rittmeister unter den königlich französischen Husaren Johann Georg Wentz die Mühle für 250 Gulden und die Ländereien für 400 Gulden. Johannes Göttgen war nach Pennsylvania/USA ausgewandert (vgl. Hartmann: Ruschberg, a.a.O., S. 126 unter Bezugnahme auf Landeshauptar­chiv Koblenz Abt. 24 Nr. 844).


Im Internet (http://familytreemaker.genealogy.com/users/k/a/n/Ronald-P-Kanarr/GENE1-0022.html unter Bezugnahme auf „Baum­holder Lutheran KB“) befinden sich folgende Angaben: "Johannes Gottge, son of the late Johannes Gottgen, former miller at the Lockers Muhl, m. 12 Oct. 1728 Anna Christina, daughter of Michel Hamm of Rusberg (6589 Ruschberg)." Danach soll es sich bei Johannes Gottgen um den Sohn des vor 1728 verstorbenen Müllers auf der Lockersmühle (bei Ronnenberg) und der Maria Catharina NN. handeln. Er soll danach der Bruder des Ludwig Goettge sein, der am 8.1.1727/1728 in „Grunbach / Zweibrücken“ die Anna Ma­ria Faust heiratete. Johannes Goettge heiratete am 12.10.1728 Anna Christina Hamm (Tochter von Michael Hamm und Anna Cathari­na NN.). Der Autor Ronald P. Kanarr bezieht sich auf "Eighteenth Century Immigrants From German-Speaking Lands to North Ame­rica, Volume II: The Western Palatinate," Annette Kunselman Burgert, Pennsylvania German Society, Birdsboro, Pa., 1985, Page 141-142: "BAUMHOLDER LUTHERAN KB: Johannes Gottge, son of the late Johannes Gottgen, former miller at the Lockers

Muhl, m. 12 Oct. 1728 Anna Christina, daughter of Michel Hamm of Rusberg (6589 Ruschberg).

Die Angaben sind zu problematisch; nach den Angaben von Kanarr müßten die Eltern des Johannes Göttgen ev.-lutherisch gewesen sein; nach Jung (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil II katholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 35) war der Müller auf der Lockersmühle Johannes Göttgen dagegen katholisch. Für die Richtigkeit spricht allerdings der Familienname, der gleiche Beruf und die Angabe der Auswanderung nach Pennsylvania. Die Konfessionszugehörigkeit als „lutherisch“ könnte sich auch daraus herleiten, daß seine Mutter Anna Katharina *Bastian (auch als Maria Katharina angegeben; 1686 - 10.8.1744; ev.-luth. aus der Brandmühle; Tochter des Müllers Johann Jakob Bastian) lutherisch, der Vater Johannes Göttgen dagegen katholisch war.



Göttgen, Johann Jakob Theodor:

9.9.1700 Lockersmühle in Ronnenberg - vor 1772; katholisch; Sohn von Johannes *Göttgen und Maria Katharina *Bastian; Müller auf der Lockersmühle in Ronnenberg; im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg von 1746 (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7) von 1746 ist er erwähnt (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 217); °° vor 1750 (vgl. Jung, a.a.O., ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 97 Nr. 511) mit Anna Eva NN. (vgl. Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 81, der sie irrtümlich als Frau des Johannes Göttgen ansieht); Vater von Jakob Göttgen, Jost Göttgen, der Ma­ria Eva Göttgen (°° 18.2.1772 mit dem Müller Johann Friedrich *Schmidt aus Heimbach) und Maria Magdalena Göttgen (°° 23.5.1780 mit Johann Nickel Welker (vgl. Hartmann, a.a.O., S. 81; Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 97 Nr. 511 und S. 295 Nr. 1587). Nach seinem Tod erfolgte die Erbauseinandersetzung über die Mühle. "Am 25.3.1772 er­suchen Jakob *Göttgen der ältere und Jost *Göttgen der Junge den Herzog in Zweibrücken, die Mühle ihrem Schwager zu übertra­gen. Anna Eva Göttgen war offenbar die Mutter der beiden, weil Joh. Friedrich *Schmidt aus Heimbach, der als Schwiegersohn von ihr bezeichnet wird, am 21.7.1772 sich ebenfalls an den Herzog wandte mit der Bitte zu genehmigen, daß ihm die Mühle mit Gütern zum Preis von 1800 Gulden übertragen würde. Am 1.11.1776 erhielt Friedrich Schmidt den Erbbestandsbrief" (aus: Hartmann, a.a.O., S. 81).



Göttgen, Jost:

geb. ca. 1750 (err.); Sohn von Johann Jakob Theodor Göttgen und Anna Eva NN.; Bruder des Jakob *Göttgen, der Maria Eva Gött­gen (°° 18.2.1772 mit dem Müller Johann Friedrich *Schmidt aus Heimbach) und Maria Magdalena Göttgen (°° 23.5.1780 mit Jo­hann Nickel Welker (vgl. Hartmann, a.a.O., S. 81; Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 97 Nr. 511 und S. 295 Nr. 1587). 1776 ist in der pfalz-zweibrückischen Huldigungsliste von Aulenbach der „Jost Göttgen, 26 Jahre alt, Mühlknecht zu Erzweiler“ erwähnt (vgl. Schaaff: Untertanenlisten des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken aus den Huldigungsprotokol­len des Jahres 1776, a.a.O., S. 151).



Göttgen, Peter:

aus der Müllerfamilie Göttgen +++ Details klären+++; °° am 15.10.1720 in Ginsweiler mit der Müllerstochter Maria Juliana *Eck­hard aus Ginsweiler, Tochter des Ohligmüllers in Ginsweiler Hans Adam *Eckhard (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 70);



Götz, Emanuel:

vor 1774 war Emanuel *Götz (seine Witwe Anna Katharina NN °° II am 3.4.1774 in Odenbach mit Johann Jakob Neu) der Ölmüller in Odenbach (vgl. Anthes, a.a.O., S. 7, 29) in Odenbach/Glan (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der Einwohner von Odenbach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutherischen Kirchenbüchern von Meisenheim 1684-1798, a.a.O., S. 7, 29) auf der Klos­termühle / Niedermühle in Odenbach; °° mit Anna Katharina NN; Vater der Katharina Dorothea Götz (*8.9.1758 Odenbach) (vgl. Anthes, a.a.O., S. 29).



Götz, Jacob:

um 1763/67 war Jacob Götz Ohligmüller zu Ginsweiler; reformiert; °° mit Anna Christina NN; er läßt seine Tochter Anna Christina am 11.6.1763 taufen läßt; bei der Taufe des Sohnes Johann Adam Götz am 25.12.1765 († 14.1.1767 Ginsweiler) war der Müller aus Ginsweiler Johann Geisheimer als Pate anwesend (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch der reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 100).



Götz, Johann Jacob:

1758 Ölmüller in Odenbach/Glan; °° Katharina Dorothea NN.; Vater von Katharina Dorothea Götz (*8.9.1758) (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der Einwohner von Odenbach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutherischen Kirchenbüchern von Mei­senheim 1684-1798, a.a.O., S. 7, 29).



Götz, Melchior:

um 1702 Müller auf der Niedermühle in Erbesbüdesheim; Vater des Henrich Götz aus Albisheim; im katholischen KB Kirchheim ist am 14.7.1702 die Heirat des Henrich Götz „von Albisheim“, „Sohn des Melchior Götz. Müller auf der Niedermühle in Erbesbiedes­heim, mit Maria Barbara Scherer?, Tochter des Joe Scherer von Albisheim“ eingetragen (vgl. kath. KB Kirchheim [-bolanden], Ein­trag vom 17.2.1702; mitgeteilt bei Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O.). Am 17.4.17011 sind in der kath. Kirche in Kirchheim (-bolanden) als Paten bei der Taufe des Philipp Henrich Nothoff anwesend, der Philipp Henrich Götz und seine Frau Barbara (vgl. kath. KB Kirchheim [-bolanden], Eintrag vom 17.4.1711; mitgeteilt bei Gabel­mann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O.).



Goffing, Gottfried:

Bürger und Rotgerber in Hornbach (vgl. Schneider: Aus der wechselvollen Geschichte, a.a.O., S. 371); °° mit NN.; seine Tochter NN. Goffing war mit dem Müller Andreas *Aulenbacher verheiratet. Dieser ist offensichtlich auf der Goffingmühle beschäftigt, denn er frägt bei der Zweibrücker Rentkammer nach, ob der Temporalbestand “gegen Bezahlung eines billigen Erbkaufschillings” in einen Erbbestand umgewandelt werden könne (vgl. Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 111, KSchA Zw. Rep. IV Nr. 1685).


Goffing betrieb 2 Mühlen in Hornbach:


1. Loh- und Walkmühle gegenüber der Oberen Stadtmühle bzw. Oberen Mahl- und Ohligmühle (Goffingmühle):

diese war 1709 von Gottfried *Goffing, dem späteren Müller auf der Oberen Mahl- und Ohligmühle (Goffingmühle) erbaut. Im Tem­poralbestandsbrief an Goffing über die Mahlmühle vom 6.10.1709 heißt es: “[...] ihme alte Mahlmühle, die zu Hornbach vorm obe­ren Thor [...], gegen deren Platz über er jetzt eine Lohmühle endlich erbauet .... (vgl. KSchA Zw. Rep. II Nr. 323; zitiert nach Stür­mer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 124).


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 295/5 Bl. 182-1847) wird sie zusammen­fassend wie folgt beschrieben: “Wird ebenfalls durch die Schwolb getrieben und liegt mit voriger Mühl (Anm.: der Oberen Stadt­mühle bzw. Oberen Mahl- und Ohligmühle, auch Goffingmühle) in einem Waßer-Bau. Ist in gutem Stand, hat ein unterschlechtiges Waßerrad, welches neben der Walck 3 Loh-Stempel treibet, indoch daß jene, wenn diese gehet, still stehen muß. Anfängl: ist es nur eine Loh-Mühl gewesen, hat aber 1713 von damahlig Königl: Schwedischer Renth-Cammer die Erlaubnuß erhalten, ohne weiteren Zinß eine Walck anzuhängen. Entrichtet jährl: 3 fl Erbzinß in das Closter Hornbach. Der Erbbeständer ist Gottfried Goffing, hat einen Erbbestand vom 22ten July 1713 und einen Confirmations-Schein vom 23ten Sept: 1734.“


2. Goffing war Betreiber der Oberen Stadtmühle bzw. Oberen Mahl- und Ohligmühle (Goffingmühle).

sie war “lange Zeit ödt gelegen”; der Hornbacher Bürger und Rotgerber Gottfried *Goffing verpflichtete sich den Mühlen­platz mit einer Ohlig- und Mahlmühle auf seine Kosten aufzubauen (vgl. Temporalbestandsbrief an Gottfried Goffing vom 6.10.1709, KSchA Zw. Rep. II Nr. 323; Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 124; Schneider: Aus der der wechselvollen Geschichte, a.a.O., S. 371); gehörte zur Geistlichen Güteradministration Zweibrücken.


Seit 1709 und noch 1744 war Gottfried *Goffing Temporalbeständer auf der oberen Mahl- und Ohligmühle in Hornbach; er hat diese in einem 12jährigen Bestand (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 193; Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 85, 125; LA Speyer Best. B2 Nr 295/5 Mühlenprotokoll des Oberamts Zweibrücken von 1744); sein Temporalbestandsbrief wurde am 6.10.1709 ausgestellt (vgl. KSchA Zw. Rep. II Nr. 323; Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 124).


Beim Regierungsantritt des Herzogs Gustav Samuel Leopold von Pfalz-Zweibrücken erhielt Goffing statt der üblichen Verlängerung seines Temporalbestands um 10 Jahre zuerst lediglich einen 2jährigen und dann einen 6jährigen Temporalbestand. In seinem Be­schwerdebrief vom 12.12.1725 (gegen den Neubau 1725 der Mahlmühle durch Johann Henrich *Weber) beschrieb dies Goffing mit folgenden Worten: “[...] daß die sogenannte Ober Mühl die lange Zeit verfallen gelegen in den theuren Jahren, als das Malter Korn zwölf Gulden gekostet, aus meinen Mittel aufgebauet und in Stand gebracht habe.” (zitiert nach Schneider: Aus der wechselvollen Geschichte, a.a.O., S. 371, leider ohne Quellenangabe).


Gegen die Erlaubnis zur Errichtung der neuen Mühle in Hornbach durch den Müller Johann Henrich *Weber wehrten sich der Müller auf der Oberen Mahl- und Ohligmühle (Goffingmühle) Gottfried *Goffing und die Geistliche Güterverwaltung Heidelberg. Zwischen Rentkammer und der Geistlichen Güterverwaltung kam es zum Streit wegen der deren Rechten aus dem Wasserfall und dem Bann. Goffing und die Geistliche Güterverwaltung versuchten gegen die herzogliche Genehmigung der Rentkammer ein Widerspruchsrecht zu begründen, wurden jedoch mit ihrer “vermeintlichen Prohibition” verworfen. Ein Widerspruchsrecht i.S. eines ius contradicendi gegen das Mühlenregal des Landesherrn Bestand nicht. Die Geistliche Güterverwaltung und der Müller Goffing wurden angewiesen, mit dem neuen Müller Weber zu “tractieren” und “das Projekt des Erbbestandes (sei) sowohl von Regimen als von Serenissimi Gu­stavo gnädigst approbiert worden” (vgl. LA Speyer Best. B 2 Nr, 1116/4; Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 116).


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 177-182) wird sie wie folgt beschrieben: “wird durch die Schwolb getrieben, liegt eine halbe Viertelstunde oberhalb der Stadt und 1 Stunde von der Brenchelbacher Blumenauer Mühle entfernt. Sie hat einen Waßerbau von Holtz, hat 2 unterschlächtige Wasserräder für 1 Mahl- und 1 Schälgang, 1 Wasserrad für die Ölmühle. Kann sowohl bey großem als kleinem Waßer fast beständig gehen. Hat vor diesem nur ein Waßerrad nebst einem Mahl- und im Trillis lauffenden Scheelgang gehabt, vor ohngefähr 6 oder 8 Jahren aber ist zu Treibung des Scheel-Gangs derselben ein besonderes Waßerrad angehänget worden. Entrichtet jährlich für die Mahlmühl 8 Ma. Korn und 1 fl für ein Mühlschwein in das Kloster Hornbach. Gottfried *Goffing hat die Mühle in Temporalbestand von 12 Jahren von der Fürstl. Geistlichen Verwaltung. Er handelt mit Mehl und mit den Erzeugnissen der Ölmühle.” (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhand­werk, a.a.O., S. 193).


Die Hornbacher Bürger waren gemäß Oberamtsbefehl des Oberamts Zweibrücken von 1755 in die Hornbacher Klostermühle oder die Obere Mahl- und Ohligmühle (Goffingmühle) gebannt. Die Hornbacher Bürger wehrten sich gegen den Oberamtsbefehl von 1755 “hingegen sie aber die Freyheit gehabt bei diesem und jenem mahlen zu dörfen”; sie baten den Herzog, “den oberamtlichen Be­fehl (zu) cassieren und bey der bisherigen Observantz (zu) belassen” (vgl. LA Speyer B2 Nr. 1116/4; Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 34/35).


Literatur/Urkunden:

- KSchA ZW Rep IV Nr. 54 fasc. 1672, 1693: Bau einer neuen Mühle in Althornbach (Nr. 1672, 1693), Bannalität der Althornbacher Gemeinde (Nr. 1672)

- LA Speyer Best. B 2 Nr. 1116/4: Mühlen in Hornbach: Widerspruch der Geistlichen Güterverwaltung und des Müllers Gottfried Goffing von 1725 gegen die Genehmigung zum Bau der neuen Mahlmühle in Althornbach



Goffins, David:

um 1703 Rotgerber und Lohmüller sowie Ratsverwandter in Annweiler; er betrieb die Lohmühle gegenüber der Stadtmühle; die Loh­mühle besaß kein eigenes Triebwasser, sondern war an den Mühlgraben der Stadtmühle angeschlossen und somit vom guten Willen des Stadtmüllers abhängig (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 163). Da es in der Vergangenheit verschiedene Male Streitigkeiten zwischen Lohmüller und Stadtmüller gegeben hatte, veranlaßte die zweibrückische Rentkammer beim Abschluß des Erbpachtvertrages von 1703 mit dem Stadtmüller Johann Michell *Keyser (Kayser) die Aufnahme einer Klausel zugunsten des Loh­müllers. In Zi. 6 des Erbpachtvertrages vom 30.1.1703 ist eine explizite Regelung enthalten(vgl. LA Speyer B3 Nr. 1588; zitiert bei Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 90).



Gohrmann, Hans Jörg:

1620 err. - beerdigt 17.10.1690 Gauersheim in Alter von über 70 Jahren; Müller auf der Untermühle in *Gauersheim. Die Untermüh­le am Leiselbach stand im 17. Jh. im Besitz von von Hans Jörg Gohrmann (Kohrmann), der mit 70 Jahren verstarb und am 17. Okto­ber 1690 begraben wurde. Er war in erster Ehe mit Magdalena NN., in zweiter Ehe am 16.1.1675 mit Agnes, der Witwe des Metzger­meisters Philipp Niclaß zu Zell verheiratet (vgl. Weber: Zwei Gauersheimer Mühlen, a.a.O., S. 102; Auskunft von Günther F. Anthes an Alfred Hans Kuby; Unterlagen bei PRFK).)


Literatur/Urkunden:

- Weber, Friedrich W.: Zwei Gauersheimer Mühlen, Heimatjahrbuch Donnersbergkreis 1978, S. 100-102



Gosert, Johann Nickel:

12.12.1757 Neuhof bei Traunen - +++; Müller in Traunen; Sohn des Christian Gosert (Beständer [?] des Neuhof) und der Maria Su­sanna Schöpfer; Enkel des „Müllers auf der Traun“ Martin *Gosert und der Anna Maria Brenner (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Ach­telsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 90 iVm. S. 88). °° 3.2.1789 Maria Barbara Welker (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtels­bach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 90).



Gosert, Martin:

1670 im Berner Gebiet (Schweiz) in Saanen ? - 14.2.1749 Traunen im Alter von 79 Jahren; Müller auf der Traun und Erbbeständer auf dem Neuen Hof bei Achtelsbach; Sohn von Heinrich Gosert; °° Anna Maria Brenner (1675 in der Baumühle auf der Traun – 13.3.1757 im Alter von 83 Jahren; Tochter des Müllers Hans Bernhard Brenner von der Baumühle) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 88). Vater u.a. der Anna Maria Gosert (3.6.1708 Mühle auf der Traun; °° mit dem [spä­teren ?] Müller auf der Brandmühle (= Baumühle ?) in Traunen Johann Peter *Schöpfer [das Ehepaar erhält die Brandmühle/ Bau­mühle ?] (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 88) und des Christian Gosert (dieser über­nimmt den Neuhof) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 88). Der Enkel Johann Nickel *Gosert (geb. 22.2.1747 auf dem Neuhof bei Traunen; Sohn des Christian Gosert und Maria Susanna Schöpfer) ist wieder Müller in Traunen (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 90).



Goßler, Heinrich (1):

23.5.1803 Frankeneck - +++; Papierfabrikant in Frankeneck. Sohn des Papiermachers Johann Erhard (1) *Goßler und der Anna Ka­tharina Jäger; Urenkel des Wolfgang Adam (1) Knöckel; Bruder des Papierfabrikanten Johann Jakob *Goßler (vgl. Hössle: Papiermühle Frankeneck, a.a.O., S. 4).


Nach sich Johann Erhard Goßler zur Ruhe gesetzt hatte, führten seine Söhne Johann Jakob *Goßler und Heinrich Goßler das Geschäft weiter (vgl. Hössle: Papiermühle Frankeneck, a.a.O., S. 4).


°° mit Magdalena Schiffer (vgl. Hössle: Papiermühle Frankeneck, a.a.O., S. 5). Vater des Papierfabrikanten Heinrich (2) *Goßler (vgl. Hössle: Papiermühle Frankeneck, a.a.O., S. 5-6)



Goßler, Heinrich (2):

30.6.1831 Frankeneck – 17.8.1880; Papierfabrikant in Frankeneck; Sohn des Papierfabrikanten Heinrich (1) *Goßler und der Magdalena Schiffer vgl. Hössle, Friedrich von: Die Papiermühle in Frankeneck, a.a.O., S. 5-6).


Noch vor dem Tod des Johann Jakob Goßler erfolgte die Teilung des Unternehmens. Johann Erhard (2) *Goßler, der Sohn des Johann Jakob Goßler führte die Papierfabrik unter der alten Firma J. J. Goßler weiter, während sein Vetter Heinrich (2) *Goßler (30.6.1831-17.8.1880) auf einem von der alten Papierfabrik erhaltenen Platz eine neue Papierfabrik gründete (vgl. Hössle, Friedrich von: Die Papiermühle in Frankeneck, a.a.O., S. 6).


°° mit Elisabeth Kuhn; Vater von Heinrich (3) *Goßler und Ludwig Erhard *Goßler (vgl. Hössle, Friedrich von: Die Papiermühle in Frankeneck, a.a.O., S. 5).



Goßler, Heinrich (3):

20.6.1862- 1918; Papierfabrikant in Frankeneck; Sohn von Heinrich (2) *Goßler und Elisabeth Kuhn; Bruder des Papierfabrikanten Ludwig Erhard *Goßler. Er war zusammen mit seinem Bruder Inhaber der Firma Heinrich Goßler (vgl. Hössle, Friedrich von: Die Papiermühle in Frankeneck, a.a.O., S. 5-6).


°° mit Elisabeth Hassieur (vgl. Hössle, Friedrich von: Die Papiermühle in Frankeneck, a.a.O., S. 5).



Goßler, Heinrich:

1917; Papierfabrikant auf der Papierfabrik in Neustadt links des Speyerbachs. Die Papiermühle links des Speyerbachs wurde nach dem Brand vom 1.9.1735 wieder aufgebaut. Sie ging später in den Besitz von Heinrich Goßler über. Nach dessen Tod 1817 ++++prüfen++++wurde die Papiermühle von der Papierfabrik Knoeckel, Schmidt & Co. übernommen. Die nun zusammengehörenden Papierfabriken wurden 1925 von der Papierfabrik Hoffmann & Engelmann übernommen und von nun an als Werk II bezeichnet (vgl. Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 10).


Dieser Heinrich Goßler ist Papierfabrikant aus Frankeneck (vgl. Hößle, Friedrich von: Alte pfälzische Papiermühlen; in: „Der Papierfabrikant“ XIX Jahrgang 1921, S. 28); es kann sich daher nur um Heinrich (1) *Goßler handeln ++++prüfen++++


Bald nach 1840 kaufte der Papierfabrikant Heinrich Goßler von Frankeneck die Papiermühle (links des Speyerbachs) in Neustadt um [Anm.: Papier-] Maschinenbetrieb einzurichten, und seit 1917 [Anm. also nicht erst seit seinem Tod] ist diese Fabrik mit der gegenüber liegenden Anlage der Firma Knoeckel, Schmidt & Co. vereinigt (vgl. Hößle, Friedrich von: Alte pfälzische Papiermühlen; in: „Der Papierfabrikant“ XIX Jahrgang 1921, S. 28) ++++prüfen++++



Goßler, Johann Erhard (1):

1767 Neustadt (err.) – 20.11.1839 Frankeneck im Alter von 72 Jahren; Papiermüller in Frankeneck; Sohn des Michael *Goßler aus Mähring bei Asch im Egerland und der Maria Barbara *Lorch (Tochter des Waffenschmieds Hans Henrich Lorch, und Nichte von dessen Bruder Johann Friedrich [2] Lorch) (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 68; Himmler, a.a.O., S. 151; Sporhan-Krempel, Lore: Das Papierwerk in Frankeneck/Pfalz; in: Zeitschrift für Papiergeschichte Jg. 2, 1952, S. 55; Hößle: Papiermühle in Frankeneck, a.a.O., S. 5).


Johann Erhard (1) Goßler erlernte das Papiermüllerhandwerk auf der Papiermühle Lorch in Neustadt und machte die Gesellenprü­fung am 16.5.1784. Anschließend ging er auf Wanderschaft wie unter den Handwerksburschen üblich und kehrte erst 1795 nach Neu­stadt zurück. 1796 heiratete er Anna Katharina Jäger, eine Enkelin von Wolfgang Adam (1) *Knoeckel. Er war allerdings nun Gast­wirt, möglicherweise aufgrund der auf der Lorch-Mühle ruhenden Gaststättenkonzession „Zum Engel“ (vgl. Sporhan-Krempel, Lore: Das Papierwerk in Frankeneck/Pfalz; in: Zeitschrift für Papiergeschichte Jg. 2, 1952, S. 55).


Johann Erhard Goßler konnte im August 1800 eine Kauf-Vorvertrag über Gelände nebst Wasserrecht am Speyerbach in dem 1786 neu gegründeten Dörfchen Frankeneck kaufen (vgl. Sporhan-Krempel, Lore: Das Papierwerk in Frankeneck/Pfalz; in: Zeitschrift für Papiergeschichte Jg. 2, 1952, S. 55; nach a.A. kaufte sein Vater Michael Goßler das Gelände; vgl. Jaffé: Geschichte der Papiermühle im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 11; ebenso: Himmler: Papiermacher-Tradition in Frankeneck, a.a.O., S. 151) und Goßler kaufte kaufte am 27. Thermidor IX (= 15.8.1801) ein weiteres Grundstück in Frankeneck und baute nun mitten im Ort, am Ufer des Speyerbachs, eine neue Papiermühle. Mit einem Wasserrad wurden zunächst zwei Stampfwerke betrieben welche den Papierstoff für zwei Schöpfbütten lieferten. 1802 wurde das erste Papier produziert. Die Papiermühle entwickelte sich gut, 1806 wurden bereits 300 Ballen Papier, d.h. 3000 Ries hergestellt (vgl. Hössle, Friedrich von: Die Papiermühle in Frankeneck. Sonderdruck aus dem Fest- und Auslandsheft 1921 der Zeitschrift „Der Papierfabrikant“, S. 3; Sporhan-Krempel, Lore: Das Papierwerk in Frankeneck/Pfalz; in: Zeitschrift für Papiergeschichte Jg. 2, 1952, S. 56).


°° 1796 mit Anna Katharina Jäger, eine Enkelin von Wolfgang Adam (1) *Knoeckel. Vater des Johann Jakob Goßler (1789-1859), des Heinrich Goßler (vgl. Sporhan-Krempel, Lore: Das Papierwerk in Frankeneck/Pfalz; in: Zeitschrift für Papiergeschichte Jg. 2, 1952, S. 56) und der Luise Goßler (°° mit dem Papiermüller Peter August *Michel) (vgl. Hössle: Papiermühle Frankeneck, a.a.O., S. 4).


1822 kaufte Goßler von der Witwe Elisabeth Werle, die Sägmühle Rußmühle/Reitschbacher Haus unterhalb von Weidenthal. Goßler errichtete 1832 neben dem älteren, längs der heutigen Bundesstraße stehenden Häuschen noch das über den Mühlgraben reichende große Gebäude, in dem er eine Papier und Bordmühle errichtete (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 228).


1826 kaufte Goßler die Papiermühle Annweiler (Wachtelsmühle), welche er 1829 seinem Schwiegersohn Peter August *Michel überließ (vgl. Hössle: Papiermühle Frankeneck, a.a.O., S. 4).


Nach sich Johann Erhard Goßler zur Ruhe gesetzt hatte, führten seine Söhne Johann Jakob *Goßler und Heinrich (1) *Goßler das Geschäft weiter (vgl. Hössle: Papiermühle Frankeneck, a.a.O., S. 4).


Photo:

- Hössle, Friedrich von: Die Papiermühle in Frankeneck. Sonderdruck aus dem Fest- und Auslandsheft 1921 der Zeitschrift „Der Papierfabrikant“, S. 4

- Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 70 (Gemälde)


Literatur/Urkunden:

- Himmler, Karl-Heinz: Papiermacher-Tradition in Frankeneck. Ältester Standort einer Papiermühle im Tal. Museum eingerichtet; in: Heimatjahrbuch Landkreis Bad Dürkheim 1991, S. 151-156

- Hössle, Friedrich von: Die Papiermühle in Frankeneck. Sonderdruck aus dem Fest- und Auslandsheft 1921 der Zeitschrift „Der Papierfabrikant“, S. 3-4

- Sporhan-Krempel, Lore: Das Papierwerk in Frankeneck/Pfalz; in: Zeitschrift für Papiergeschichte Jg. 2, 1952, S. 55-58



Goßler, Johann Erhard (2):

24.2.1835 Frankeneck – 8.2.1916 Frankeneck; Papierfabrikant in Frankeneck; Sohn des Papierfabrikanten in Frankeneck Johann Jakob *Goßler und der Katharina Kaiser (vgl. Hössle: Papiermühle Frankeneck, a.a.O., S. 5).


Noch vor dem Tod des Johann Jakob Goßler erfolgte die Teilung des Unternehmens. Johann Erhard (2) *Goßler, der Sohn des Johann Jakob Goßler führte die Papierfabrik unter der alten Firma J. J. Goßler weiter, während sein Vetter Heinrich (2) *Goßler (30.6.1831-17.8.1880) auf einem von der alten Papierfabrik erhaltenen Platz eine neue Papierfabrik gründete (vgl. Hössle, Friedrich von: Die Papiermühle in Frankeneck, a.a.O., S. 6).


°° 1868 mit Sophie Geßler; Vater der Maria Goßler (°° mit dem Oberregierungsrat Philipp Junker) und der Paula Goßler (°° mit dem Papierfabrikanten und Kommerzienrat Dr. Adolf Scheufelen in Oberlenningen/Württ.) (vgl. Hössle, Friedrich von: Die Papiermühle in Frankeneck, a.a.O., S. 5).


Photo:

- Hössle: Papiermühle Frankeneck, a.a.O., S. 7



Goßler, Johann Jacob:

7.5.1798 – 10.9.1859 Frankeneck; Papierfabrikant in Frankeneck. Sohn des Papiermachers Johann Erhard (1) *Goßler und der Anna Katharina Jäger; Urenkel des Wolfgang Adam (1) Knöckel; Bruder des Papiermachers Heinrich *Goßler (vgl. Hössle: Papiermühle Frankeneck, a.a.O., S. 4).


Johann Jakob Goßler und sein Bruder Heinrich Goßler führten nach der Zurruhesetzung des Vaters die Papiermühle Frankeneck weiter (vgl. Hössle: Papiermühle Frankeneck, a.a.O., S. 4).


Er annonciert am 28.7.1855 im Landauer „Eilboten“ den Verkauf von 2 eisernen Wellbäumen zu je 4 m Länge und 60 cm Durchmes­ser, 2 weiterer Wellbäume von 5 m Länge und 60 cm Durchmesser, mit eisernen Ringzapfen und Rosetten (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 28.7.1855, S. 336 = LA Speyer Best. Y 20/41)


Nachdem sich Johann Erhard (1) *Goßler zur Ruhe gesetzt hatte, führten seine Söhne Johann Jakob *Goßler und Heinrich (1) *Goß­ler das Geschäft weiter (vgl. Hössle: Papiermühle Frankeneck, a.a.O., S. 4). Noch vor dem Tod des Johann Jakob Goßler erfolgte die Teilung des Unternehmens. Johann Erhard (2) *Goßler, der Sohn des Johann Jakob Goßler führte die Papierfabrik unter der alten Fir­ma J. J. Goßler weiter, während sein Vetter Heinrich (2) *Goßler (30.6.1831-17.8.1880) auf einem von der alten Papierfabrik erhalte­nen Platz eine neue Papierfabrik gründete (vgl. Hössle, Friedrich von: Die Papiermühle in Frankeneck, a.a.O., S. 6).


°° 1823 mit Katharina Kaiser; Vater des Papierfabrikanten Johann Erhard (2) *Goßler (vgl. Hössle, Friedrich von: Die Papiermühle in Frankeneck, a.a.O., S. 5).


Abbildung:

- Hössle: Papiermühle Frankeneck, a.a.O., S. 4



Goßler, Ludwig Erhard:

1865 – 5.10.1917; Papierfabrikant in Frankeneck; Sohn von Heinrich (2) *Goßler und Elisabeth Kuhn; Bruder des Papierfabrikanten Heinrich (3) *Goßler. Er war zusammen mit seinem Bruder Inhaber der Firma Heinrich Goßler (vgl. Hössle, Friedrich von: Die Papiermühle in Frankeneck, a.a.O., S. 5-6).



Goßler, Michael:

geb. 1730 in Mähring (Wernsreuth) bei Asch im Egerland / Böhmen – 1786 Papiermühle Lorch Neustadt; Papiermacher/Papiermül­ler; Goßler stammte aus dem Elstertal in Böhmen, wo mehrere leistungsfähige Papiermühlen bestanden (vgl. Hössle, Friedrich von: Die Papiermühle in Frankeneck, a.a.O., S. 3) und war auf der Wanderschaft in die Pfalz gekommen, kehrte er bei seinem Verwandten Wolfgang Adam (1) *Knöckel ein, der die Papiermühle in Neustadt/Haardt zusammen mit seinem Schwiegervater Johann (2) Fried­rich *Lorch betrieb; °° 1761 mit Maria Barbara Lorch (Tochter des Waffenschmieds Hans Henrich Lorch, und Nichte von dessen Bruder Johann Friedrich [2] Lorch; Anm. nach Auffassung von Himmler: Papiermacher-Tradition in Frankeneck, a.a.O., S. 151 war sie die Tochter seines Prinzipals Johann Friedrich Lorch); Vater des Papiermüllers Johann Erhard (1) *Goßler (vgl. Sporhan-Krempel, Lore: Das Papierwerk in Frankeneck/Pfalz; in: Zeitschrift für Papiergeschichte Jg. 2, 1952, S. 55; s. auch Weber: Mühlen der beson­deren Art, a.a.O., S. 68).


Goßler erwarb 1795 in dem neu gegründeten Dorf Frankeneck ein für die Errichtung einer Papiermühle geeignetes Gelände. Durch die französische Revolution entstand jedoch eine unsichere Lage, weshalb Goßler zunächst zuwartet. Erst seinem Sohn Johann Er­hard Goßler gelang es, das Projekt seines Vaters auszuführen. Johann Erhard Goßler kaufte am 27. Thermidor IX (= 15.8.1801) ein weiteres Grundstück in Frankeneck und baute nun mitten im Ort, am Ufer des Speyerbachs, eine neue Papiermühle. Mit einem Was­serrad wurden zunächst zwei Stampfwerke betrieben welche den Papierstoff für zwei Schöpfbütten lieferten. 1802 wurde das erste Papier produziert. Die Papiermühle entwickelte sich gut, 1806 wurden bereits 300 Ballen Papier, d.h. 3000 Ries hergestellt (vgl. Hössle, Friedrich von: Die Papiermühle in Frankeneck. Sonderdruck aus dem Fest- und Auslandsheft 1921 der Zeitschrift „Der Pa­pierfabrikant“, S. 3).



Grätz, Familie:

s. Grötz



Graf/Graff:

unterschiedliche Schreibweisen



Graf, Andreas:

Müller in Steingruben; Sohn des Müllers in Steingruben, Gottfried *Graf und Enkel des Müllers in Steingruben, Johann Nickel *Graf; °° ca. 1810 mit der Müllerstochter Sophie (oder Catharina nach Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar) Eckhard aus Dielkir­chen; Vater der Carolina Graf (gen. 1814 [err.] in Dielkirchen) (vgl. Graf, Hermann: Aus der Geschichte der „Bachgrafen“ des Al­senztales; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1953, 54; sowie Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar: ).


Mit der Heirat endet ein jahrzehntelanger Streit zwischen den Müllerfamilien Graf und Eckhard. Dieser Streit hatte folgenden Hinter­grund: ab 1738 machte aufgrund des alten Erbbestandsbriefs von 1534 machte der neue Müller in Dielkirchen Philipp Jacob *Eck­hard (er hatte die Mühle 1738 durch Tausch gegen seine Mühle in Ginsweiler erworben), Bannrechte auch in Steingruben geltend, wobei er durch die herzogliche Verwaltung unterstützt wurde (vgl. Graf, Hermann: Aus der Geschichte der „Bachgrafen“ des Alsenz­tales; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1953, 53-54)und warf dem Müller Johann Nickel Graf u.a. Verletzungen des Bannrechts gel­tend. Der Müller, Johann Nickel Graf in Steingruben hatte zudem auswärtige Kunden und fuhr auch nach Bayerfeld, Ransweiler, Bis­terschied, Waldgrehweiler und Finkenbach, um Frucht zum Mahlen zu holen (vgl. LA Speyer Best. B 2 Nr. A 169/1; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 231). Johann Nickel Graf wollte sich nun auf andere Weise helfen Er beantragte die Erlaubnis zum Bau einer Ölmühle in Steingruben. Wiederum widersprach Eckhard-Dielkirchen. Die herzogliche Verwaltung erteilte Graf-Steingru­ben jedoch die Genehmigung mit der Begründung, man könne so aus dem „Ausland“ Geld herein bekommen (Anm.: die ca. 5 km östlich gelegene Raugrafschaft Gaugrehweiler war nach damaligen Begriffen Ausland). Der Müller Eckhard-Dielkirchen scheint überhaupt ein streitsüchtiger Mann gewesen zu sein. Auch die Errichtung eines neuen Wehrs weil er dem Steingrubener Müller unter­sagen lassen. Er behauptet, durch ein neues Wehrs in Steingruben würde die Alsenz höher aufgestaut, hierdurch bekäme er „Hinter­wasser“ an seiner Alsenz aufwärts gelegenen Mühle. Es kommt zu Untersuchungen, ein großer Stab von Sachverständigen wird auf­geboten.Als solche erscheinen u.a. Joh. Gideon Gienand von der Winnweiler Eisenhütte und der Steiger Günther vom Stahlberg. Zum Vermessen des Gefälles aber wird der Schulmeister von Gangloff zitiert. Der unerfreuliche jahrzehntelange Streit zwischen den beiden Müllern Johann Nickel Eckard und Johann Nickel Graf findet unter deren Söhnen Philipp Eckard und Gottfried Graf ein gutes Ende, indem deren Kinder Andreas Graf und Sophie Eckhard heiraten (vgl. Graf, Hermann: Aus der Geschichte der „Bachgrafen“ des Alsenztales; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1953, 54).


Aus der Ehe des Andreas Graf und der Sophie Eckhard gehen 7 Söhne hervor, und jeder bekommt eine Mühle, die durchschnittlich 6000 Gulden kostet (vgl. Graf, Hermann: Aus der Geschichte der „Bachgrafen“ des Alsenztales; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1953, 54).



Graff, Daniel:

18.5.1807 Neuhofen - 18.4.1862 Neuhofen; Müller auf der Waldmühle bei Neuhofen; Sohn des Müllers auf der Waldmühle und Bür­germeisters von Neuhofen Johann Peter *Graff und Katharina Philippina Albrecht; Bruder des Müllers Philip Karl *Graff; °° 20.8.1830 Neuhofen mit Maria Elisabetha Striebinger (Tochter des Bürgermeisters und Pflugwirt in Neuhofen Philipp Jakob Striebin­ger und Margaretha Schuster); Vater u.a. des Müllers Johannes Graff (vgl. Frosch: Einwohner von Neuhofen, a.a.O., S. 186).



Graf, Georg:

ab 1853 bis ca. 1870 Müller auf der Oberen Mühle / Felsenmühle in Oberndorf / Glan. Der Sohn des vorigen Beständers, Karl Phil­ipp (2) Anhäußer wanderte mit seiner Frau nach Amerika aus, wo er 1852 starb. Seine Witwe Anna Maria NN., verh. Anhäußer kehr­te nach seinem Tode in die Pfalz zurück und heiratet 1853 den Müller Georg Graf. Dieser betrieb die Mühle weiter (vgl. Stock, Pfar­rer: Ortsgeschichte von Oberndorf (auch zu Mühlen); in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1927, S. 21-22 und S. 87-88). Die Gipsmühle wurde bald stillgelegt und dafür eine Ölmühle betrieben, die 1862 in den Wasserbetriebsakten des Landratsamts Rockenhausen ge­nannt ist (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 344, 360).



Graf, Gottfried:

um 1772 war Gottfried Graff der Müller in Steingruben und zahlte Frohngeld zu 2/3 an die Rentkammer in Zweibrücken (vgl. Jacob, L.: Die Wolfsmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1933, S. 6); Sohn des Müllers auf der Steingrubener Mühle, Johann Nickel *Graf; °° mit NN.; Vater des Müllers Andreas *Graf (vgl. Graf, Hermann: Aus der Geschichte der „Bachgrafen“ des Alsenztales; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1953, 54).



Graff, Hans Jacob:

vor 1711 war Hans Jacob Graff der Müller in Eußerthal († vor 1711); seine Witwe Elisabeth Becker (geb. Graf (Tochter des Konrad Graf aus Gräfenhausen (?) heiratet am 29.11.1711 reformiert den Hans Georg Hauck, Kirchenältester in Gräfenhausen (27.12.1657 Gräfenhausen – 14.3.1717) vor 1670 war Georg *Sammüller der Müller in Niederweidenthal (vgl. Biundo,: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 9).



Graf, Johann:

reformiert, um 1806 ist Müllermeister Johann Graf der Müller auf der Bärenmühle bei Neuhemsbach (ref. Kirchenbuch Alsenborn, Eintrag für Neuhemsbach, zitiert nach Weber: Neuhemsbach, a.a.O., S. 12). Er ist wohl der Vater der Katharina Graf (geb. 1810 [?] Bärenmühle bei Neuhemsbach – vor 1834 Obermühle Steinbach/Donnersberg) ++++klären++++; die mit dem Müllermeister auf der Obermühle in Steinbach seit 1832 verheiratet war.



Graff, Johannes:

25.11.1838 Waldmühle bei Neuhofen - 2.11.1903 Waldmühle bei Neuhofen; Müller auf der Waldmühle; Sohn des Müllers Daniel Graff und Maria Elisabetha Striebinger; °° 13.5.1862 Neuhofen mit Anna Maria Fischer (vgl. Frosch: Einwohner von Neuhofen, a.a.O., S. 187).



Graff, Johann Balthasar:

zwischen ca. 1680/1703 (err.) auf der Rehhütte; reformiert; Sohn des Müllers in Schriesheim Hans Graff und der NN.; Bruder des Müllers Wendel *Graff; Johann Balthasar *Graff war Müller auf der Rehhütte; er ist urkundlich im Kirchenbuch zwischen 1680 und 1703 erwähnt; °° I 1680 mit Anna Maria NN. (*1651 Neuhofen - 16.1.1696 Neuhofen); °° II 1696 mit Anna Margaretha Mack; aus der 2. Ehe sind 6 Kinder bekannt, darunter der zuletzt geborene Johann Ernst Graff (*19.4.1703-21.1.1703) (vgl. Frosch: Einwohner von Neuhofen, a.a.O., S. 184/185); Hans Jacob Breck ist am 22.7.1700 auf Rehhütte Pate bei der Taufe des Sohnes des Müllers Graff, dem Hans Jacob Graff; Beck ist dort bezeichnet als “Hans Jacob Breck, kurpfälzischer Schultheiß und Zoller aus Rehhütte. Seine Frau Anna Catharina Breck ist am 11.11.1701 in Rehhütte Patin bei der Taufe einer Tochter des Müllers Johann Balthasar Graff (vgl. Poller: Rheingönheimer Bürgerbuch, a.a.O., S. 96).


Teilweise wird davon ausgegangen, daß es gleichzeitig zwei Müller namens Graff auf der Rehhütte gegeben habe (vgl. Wihr: Rehhüt­ter Chronik, a.a.O., S. 86/87). Es soll sich um die Brüder Hans und Balthasar Graff handeln; hierbei handelt es sich wohl um eine Verwechslung; in den Kirchenbüchern erscheint um 1700 lediglich der Müller Johann (Hans) Balthasar Graff als Müller auf der Reh­hütte (vgl. Frosch: Familien in Neuhofen, a.a.O., S. 184); auch ist es der nur der Müller Johannes Graff, der am 29.10.1697 bei dem Oberamt um Bestätigung dafür nachsucht, daß er (allein !) in den letzten 5-6 Jahren erhebliche Kosten von ca. 300 fl und Investitio­nen auf die Mühle verwendet hat; diese Bestätigung wird ihm erteilt (vgl. Wihr: Rehhütter Chronik, a.a.O., S. 37; LA Speyer Best A2 Nr. 1443, 2a S. 19).


Da eine Übertragung durch die französischen Besatzungsbehörden von der kurpfälzischen Verwaltung nicht anerkannt wird, kommt die Mühle 1698 zur Versteigerung; sie wird am 21.7.1698 dem Müller Johann Balthasar Graff als Temporalbeständer für 12 Jahre zu­geschlagen; ihm werden seine Baukosten mit 907 Gulden sowie “seine Kriegskosten” an die franz. Besatzung mit 284 fl ausgegli­chen. Die Mühle läuft in der Folge schlecht, da infolge der Kriegszeiten die Bauern nichts zu mahlen haben  Graff beantragt deshalb beim Oberamt Neustadt die restliche Pacht zu stunden; Graffs Nachbar, der kurpfälzische Zoller Barthel Heckh, der in der Mühle we­gen der Zerstörung des Zollamts Notwohnung bezogen hatte, berichtet dagegen an das Oberamt, Korn, Gerste und Welschkorn zu­sammen mahlen wurde und 1 Malter von diesem gemischten Mehl um 6-7 Gulden verkaufe; das Gesuch Graffs wird daher abgewie­sen.


Seit 1700 ist Graffs Bruder Wendel *Graff Teilhaber auf der Mühle. Die Pachtrückstände steigen immer mehr; es kommt zur Zwangsvollstreckung und schließlich zum Streit zwischen Brüdern, die nun das Oberamt Neustadt um richterliche Entscheidung an­rufen; dieses schlichtet den Streit durch Vergleich nach dem Johann Balthasar Graff die Mühle an seinen Bruder Wendel Graff abtritt, aber seine Wohnung auf der Mühle behält. An Wendel Graffs Befähigung zur wirtschaftlichen Führung der Mühle werden Zweifel laut, die Schulden steigen, obwohl sich Schwager Mack aus Schriesheim für ihn verbürgt. Am 12.2.1709 berichtet der Oberamtskel­ler in Neustadt, daß Wendel “im Kopf verwirrt sei und dieses Jahr nicht wird aushalten können” und schlägt vor, die Mühle an einen anderen Müller in Bestand zu geben. Völlig verarmt zieht Wendel Graff zu seinem Schwager Mack nach Schriesheim (vgl. Wihr: Rehhütter Chronik, a.a.O., S. 39; LA Speyer Best A2 Nr. 1443, 2a).



Graff, Johann (Hanß) Martin:

10.1.1694 Waldmühle bei Neuhofen - ++++; Müller auf der Waldmühle in Neuhofen; reformiert; Sohn des Müllers Johann Philipp (1) *Graff und der Anna NN., älterer Bruder des Müllers Johann Philipp (2) Graff; im Mühlenverzeichnis des Oberamts Neustadt von 1738 (LA Speyer Best A 2 Nr. 179/1; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 246) ist sie wie folgt beschrieben: “ist in Anno 1685 als eine Walk- und Mahlmühle ohne Benamßung der Gäng von churfürstlich hochlobl. Hofcammer an den Philipp Graf in einen Erbbestand begeben worden, ob nun die Güter so zu der Mühl gehören undt auch in einem Erbbestand sein, mit unter der hiernach folgenden Pacht begrifen, sagt der mier vorgezeigte Brief nicht, der Müller will sich auch nicht vernehmen lassen, gibt jähr­lich Erbpacht in die Zollschreiberey Mannh: 10 Malter Korn 6 Malter Speltz und 10 fl an Geldt so dan 12 fl Recognition in die Ge­fäll-Verwäßerey Neustadt, diese Mühl hatt 3 Mahlgäng, der jetzige Posseßer ist Hanß Martin Graf, ein Sohn von obigem Philipp Graf.”


1738 wird Johann (Hanß) Martin Graff im Mühlenverzeichnis des Oberamts Neustadt von 1738 als “Posseßer” der Waldmühle be­zeichnet; gleichzeitig wird auch sein Bruder im Kirchenbuch als Müller auf der Waldmühle bezeichnet; im Kirchenbuch ist Johann Martin Graff nur mit dem Geburtseintrag verzeichnet; er war wohl zusammen mit seinem Bruder Johann Philipp (2) Graff Müller auf der Mühle und als ältester Sohn der erbberechtigte Erbbestandsmüller; er scheint nicht verheiratet und kinderlos gewesen zu sein (err.), denn die nachfolgenden Beständer auf der Mühle sind Nachkommen von Johann Philipp (2) Graff.



Graf, Johann Nickel „Hannickel“:

ca. 1772 (err.); ab 1736 Müller in Steingruben; 1736 bekommt Johann Nickel Graf die Mühle in Steingruben von einer Tante seiner Frau (die Tante NN. Bühler, verwitwete Dautermann, war der Tochter des Müllers Balthasar *Bühler übertragen (vgl. Graf, Hermann: Aus der Geschichte der „Bachgrafen“ des Alsenztales; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1953, 47).


Aufgrund des alten Erbbestandsbriefs von 1534 (vgl. LA Speyer Akten Zweibrücken I Nr. 849 fol. 54 ff; zitiert nach Graf, Hermann: Aus der Geschichte der „Bachgrafen“ des Alsenztales; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1953, 47, 52-53) machte der nun neue Mül­ler in Dielkirchen NN. *Eckard (vermutlich Philipp Jacob *Eckhard) (er hatte die Mühle 1738 durch Tausch gegen seine Mühle in Ginsweiler erworben), Bannrechte auch in Steingruben geltend, wobei er durch die herzogliche Verwaltung unterstützt wurde (vgl. Graf, Hermann: Aus der Geschichte der „Bachgrafen“ des Alsenztales; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1953, 53-54). Der Müller in Steingruben hatte zudem auswärtige Kunden und fuhr auch nach Bayerfeld, Ransweiler, Bisterschied, Waldgrehweiler und Finken­bach, um Frucht zum Mahlen zu holen (vgl. LA Speyer Best. B 2 Nr. A 169/1; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 231).


Graf-Steingruben wollte sich nun auf andere Weise helfen Er beantragte die Erlaubnis zum Bau einer Ölmühle in Steingruben. Wie­derum widersprach Eckhard-Dielkirchen. Die herzogliche Verwaltung erteilte Graf-Steingruben jedoch die Genehmigung mit der Be­gründung, man könne so aus dem „Ausland“ Geld herein bekommen (Anm.: die ca. 5 km östlich gelegene Raugrafschaft Gaugreh­weiler war nach damaligen Begriffen Ausland). Der Müller Eckhard-Dielkirchen scheint überhaupt ein streitsüchtiger Mann gewesen zu sein. Auch die Errichtung eines neuen Wehrs weil er dem Steingrubener Müller untersagen lassen. Er behauptet, durch ein neues Wehrs in Steingruben würde die Alsenz höher aufgestaut, hierdurch bekäme er „Hinterwasser“ an seiner Alsenz aufwärts gelegenen Mühle. Es kommt zu Untersuchungen, ein großer Stab von Sachverständigen wird aufgeboten.Als solche erscheinen u.a. Joh. Gideon Gienand von der Winnweiler Eisenhütte und der Steiger Günther vom Stahlberg. Zum Vermessen des Gefälles aber wird der Schul­meister von Gangloff zitiert. Der unerfreuliche jahrzehntelange Streit zwischen den beiden Müllern Johann Nickel Eckard und Jo­hann Nickel Graf findet unter deren Söhnen Philipp Eckard und Gottfried Graf ein gutes Ende, indem deren Kinder Andreas Graf und Sophie Eckhard heiraten (vgl. Graf, Hermann: Aus der Geschichte der „Bachgrafen“ des Alsenztales; in: Nordpfälzer Geschichtsver­ein 1953, 54). Vater des Müllers in Steingruben Gottfried *Graf (vgl. Graf, Hermann: Aus der Geschichte der „Bachgrafen“ des Al­senztales; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1953, 47, 54), der um 1772 als Müller auf der Mühle in Steingruben erscheint.



Graff, Johann Peter:

28.2.1780 Waldmühle bei Neuhofen - 22.1.1847 Waldmühle bei Neuhofen; reformiert; Müller auf der Waldmühle und Bürgermeister von Neuhofen; Sohn des Müllers Johann Philipp (3) Graff und der NN.; °° 1802 mit Katharina Philippina Albrecht aus Westheim (*3.4.1781 Westheim - 29.12.1857 Neuhofen; Tochter von Andreas Albrecht und Katharina Philippina Heene); aus der Ehe gingen u.a. folgende Kinder hervor: der Müller und Ackerer in Neuhofen Daniel *Graff, der Müller auf der Waldmühle in Neuhofen und später auf der Neumühle in Altleiningen Philipp Karl *Graf (vgl. Frosch: Einwohner von Neuhofen, a.a.O., S. 185/186).



Graff, Johann Philipp (1):

nach 1720; seit 1685 bis mindestens 1720 Müller auf der Walk- und Mahlmühle unter Neuhofen, der späteren Waldmühle (vgl. Frosch: Einwohner von Neuhofen, a.a.O., S. 184); +++ Sohn von ++++; könnte er nicht aus Schriesheim stammen wie die Müller auf der Rehhütte Johann Balthasar und Wendel Graff ?; diese wäre aufgrund der Namensgleichheit und der Nähe der Rehhütter Mühle und der Waldmühle bei Neuhofen doch naheliegend+++++; er erhielt 1685 einen Erbbestandsbrief über die Mühle nebst zugehöri­gem Ackerland; die Mühle ist im Mühlenverzeichnis des Oberamts Neustadt von 1738 (LA Speyer Best A 2 Nr. 179/1; vgl. auch We­ber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 246) ist sie wie folgt beschrieben: “ist in Anno 1685 als eine Walk- und Mahlmühle ohne Benamßung der Gäng von churfürstlich hochlobl. Hofcammer an den Philipp Graf in einen Erbbestand begeben worden, ob nun die Gütter so zu der Mühl gehören undt auch in einem Erbbestand sein, mit unter der hiernach folgenden Pacht begrifen, sagt der mier vorgezeigte Brief nicht, der Müller will sich auch nicht vernehmen lassen, gibt jährlich Erbpacht in die Zollschreiberey Mannh: 10 Malter Korn 6 Malter Speltz und 10 fl an Geldt so dan 12 fl Recognition in die Gefäll-Verwäßerey Neustadt, diese Mühl hatt 3 Mahlgäng, der jetzige Posseßer ist Hanß Martin *Graf, ein Sohn von obigem Philipp Graf.” °° mit Anna NN; aus der Ehe stammen u.a. die Söhne Johann Martin *Graff (*10.1.1694) und Johann Philipp (2) Graff (*20.7.1698) (vgl. Frosch, a.a.O., S. 184)



Graff, Johann Philipp (2):

* 20.7.1698 Waldmühle bei Neuhofen - +++; reformiert; Sohn des Müllers Johann Philipp (1) *Graff und der Anna NN., jüngerer Bruder des Müllers Johann (Hanß) Martin *Graff; sein älterer Bruder wird im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis des Oberamts Neu­stadt von 1738 als ”Posseßer” der Waldmühle bezeichnet; dagegen ist Johann Martin (2) Graff im Kirchenbuch als Müller auf der Waldmühle verzeichnet; im Kirchenbuch ist Johann Martin Graff dagegen nur mit dem Geburtseintrag verzeichnet; er war wohl zu­sammen mit seinem Bruder Johann Philipp (2) Graff Müller auf der Mühle und als ältester Sohn der erbberechtigte Erbbestandsmül­ler; er scheint nicht verheiratet und kinderlos gewesen zu sein (err.), denn die nachfolgenden Beständer auf der Mühle sind Nachkom­men von Johann Philipp (2) Graff. °° 1734 mit NN.; Vater des Müllers Johann Philipp (3) *Graff (vgl. Frosch: Einwohner von Neu­hofen, a.a.O., S. 185)



Graf(f), Johann Philipp (3):

4/1734 Neuhofen - 12.8.1794 Waldmühle Neuhofen im Alter von 60 Jahren und 4 Monaten; reformiert; Sohn des Müllers auf der Waldmühle Johann Philipp (2) Graf und der NN.; Bürger in Neuhofen und Müllermeister auf der Waldmühle unterhalb Neuhofen; °° 1767 mit Maria Margaretha Fischer (23.10.1746 Neuhofen - 20.10.1812 Neuhofen); aus der Ehe gingen 8 Kinder hervor, darunter der Nachfolger als Müller auf der Waldmühle, Johann Peter Graff (28.2.1780 Neuhofen - 22.1.1847 Neuhofen) (vgl. Frosch: Einwohner von Neuhofen, a.a.O., S. 185; Poller: Rheingönheimer Bürgerbuch, a.a.O., S. 96/97).



Graf, Karl Philipp:

um 1811; reformiert; Müller auf der Eichenbacher Mühle bei Neuhemsbach (vgl. (ref. Kirchenbuch Alsenborn, Eintrag für Neuhems­bach, zitiert nach Weber: Neuhemsbach, a.a.O., S. 12).



Graf, Katharina:

geb. 1810 (?) Bärenmühle bei Neuhemsbach – vor 1834 Obermühle Steinbach/Donnersberg; reformiert +++klären: im reformierten Kirchenbuch Alsenborn für Neuhemsbach;++++ sie ist wohl die Tochter des Müllers Johann *Graf, der um 1806 als Müllermeister Johann Graf auf der Bärenmühle bei Neuhemsbach vermerkt ist (ref. Kirchenbuch Alsenborn, Eintrag für Neuhemsbach, zitiert nach Weber: Neuhemsbach, a.a.O., S. 12). °° 1832 mit dem Müller auf der Obermühle in Steinbach, Heinrich *Bauer (vgl. Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar)



Graff, Philipp Karl:

13.5.1812 Neuhofen - 6.7.1880 Neuhofen; Müller auf der Waldmühle bei Neuhofen und auf der Neumühle bei Altleiningen; Sohn des Müllers auf der Waldmühle und Bürgermeisters von Neuhofen Johann Peter *Graff und Katharina Philippina Albrecht; Bruder des Müllers Daniel *Graff; °°Margaretha Striebinger (Tochter des Lammwirts in Neuhofen Jakob Striebinger und Maria Apollonia Lemmert; Enkelin des Bürgermeisters und Pflugwirts in Neuhofen Philipp Jakob Striebinger und Margaretha Schuster); Vater des Müllers Ludwig Graff (vgl. Frosch: Einwohner von Neuhofen, a.a.O., S. 186).



Graff, Wendel:

* Schriesheim - +++; zwischen 1705/1708 als Müller auf der Rehhütte erwähnt; reformiert; Sohn des Müllers in Schriesheim Hans Graff und der NN.; Bruder des Müllers auf Rehhütte Johann Balthasar Graff. Seit 1700 ist Graffs Bruder Johann Balthasar *Graff Teilhaber auf der Mühle. Die Pachtrückstände steigen immer mehr; es kommt zur Zwangsvollstreckung und schließlich zum Streit zwischen Brüdern, die nun das Oberamt Neustadt um richterliche Entscheidung anrufen; dieses schlichtet den Streit durch Vergleich nach dem Johann Balthasar Graff die Mühle an seinen Bruder Wendel Graff abtritt, aber seine Wohnung auf der Mühle behält. An Wendel Graffs Befähigung zur wirtschaftlichen Führung der Mühle werden Zweifel laut, die Schulden steigen, obwohl sich Schwa­ger Mack aus Schriesheim für ihn verbürgt. Am 12.2.1709 berichtet der Oberamtskeller in Neustadt, daß Wendel “im Kopf verwirrt sei und dieses Jahr nicht wird aushalten können” und schlägt vor, die Mühle an einen anderen Müller in Bestand zu geben. Völlig verarmt zieht Wendel Graff zu seinem Schwager Mack nach Schriesheim (vgl. Wihr: Rehhütter Chronik, a.a.O., S. 39; LA Speyer Best A2 Nr. 1443, 2a).


Wendel Graff heiratet am 27.10.1705 auf Rehhütte die Eva Mack aus Schriesheim; aus der Ehe gehen 3 Kinder hervor, die zwischen 3.3.1706 und 27.2.1708 auf Rehhütte geboren werden (vgl. Frosch: Einwohner von Neuhofen, a.a.O., S. 185; Poller: Rheingönheimer Bürgerbuch, a.a.O., S. 96).



Grahn, Friedrich:

um 1728 war Friedrich *Grahn (auch als Krahn bezeichnet) der Müller zu Hachenbach; seine Tochter Elisabeth Katharina Grahn °° am 20.4.1728 den Müller zu Otzweiler (nördlich von Sien) Johann Valentin *Conrad (vgl. Anthes: Kasualien luth. Pfarrei Sien , a.a.O., S. 25); die Tochter Anna Margaretha Krahn °° am 24.9.1720 den Müller auf der Anthes-Mühle in Sien-Hachenbach, Johann Wilhelm Horbach (vgl. Anthes: Kasualien luth. Pfarrei Sien , a.a.O., S. 52).



Gramb, Friedrich:

1756-59 Beständer des Hofguts in Wachenheim/Pfrimm; zugleich Mühlbeständer der Zellerthaler Mühle in Harxheim (vgl. Würth: Wachenheim a.d. Pfrimm, a.a.O., S. 56).



Graß, Friedrich:

um 1831 Müller auf der Graßenmühle in Maikammer. Im Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 65 vom 30.6.1831 befindet die Ver­steigerungsannonce vom 27.6.1831 über die Gaßen-Mühle zu Maikammer: „Am Freitag, den 23. September 1831 …. Auf Betreiben der Erben des in Neustadt verlebten und allda wohnhaft gewesenen Rentners Johann Friedrich Henrich, als: …., welche sämmtlich in dieser Sache den Herrn Advocaten Ruhe in Landau als Rechtsanwalt bestellt haben, gegen ihren Schuldner Friedrich *Graß, Müler auf der Gaßen-Mühle, Gemeinde Maikammer wohnhaft, und in Vollziehung einer durch das Königliche Bezirksgericht in Landau am 7. des laufenden Monats gegebenen Ordonnanz, wird …. zur Zwangsversteigerung [kommen]: Ein aus zwei Mahlgängen und einem Schälgange bestehende Mühle sammt Oelmühle, die zwei Räder hat, ein Wohnhaus in dem Hof …, die Graßenmühle genannt ...“.



Grau, Philipp:

2.5.1764 Mörlheim (vgl. Ehmer: Klosterhof in Mörlheim, a.a.O., S. 64). Grau war kurpfälzischer Pfleger des Klosters Eußerthal in Mörlheim und Schultheiß von Mörlheim, zugleich Erbbeständer der Mühle in Mörlheim bei Landau. °° mit NN. Bretzigheimer, der Tochter seines Vorgängers als kurpfälzischer Pfleger und Mühlenbesitzer in Mörlheim, Ernst Wilhelm *Bretzigheimer.


Seine Witwe war nach seinem Ableben Erbbeständerin auf der Mühle. Im Mühlenverzeichnis des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 122/7 Bl. 18b) ist die Mühle wie folgt beschrieben: „Daselbsten auf der Queich in dem Mörl­heimer Bann befindet sich ein Mahl Mühl mit 3 Waßer Räder, durch welche 3 Mahl und 1 Schehlgang wechselweis getrieben wer­den, solche ist ein Erbbestand von churfürstlicher Administration, so des verstorbenen Hrn. Pfleger Grauen Frau Wittib als Erbbe­ständerin besitzt, gibt jährlich dafür einschließlich deren darzu gehörigen Wiesen, Äcker und kleinen Garthen in die Administrations Schaffnerey Mörlheim 25 Malter Korn Erbmühlen Pfacht; außer der Schatzung aber ahn churfürstl: Hofcamer keinen Waßer Fall Zinß-“



Gravius, Familie:

stammt vom Bremricherhof bei Bayerfeld-Steckweiler. Dort ist um 1829 Nikolaus Gravius als Ackersmann tätig. Dieser wird am 24.2.1829 in einer Versteigerungsannonce über die Dorfmühle Sitters als Vormund der minderjährigen Kinder der verstorbenen Ehe­leute Jakob Dautermann und Margaretha Imschweiler erwähnt. Am 24.2.1829 wird die Versteigerung der Mühle im Intelligenzblatt des Rheinkreises angekündigt für den 20.3.1829. In der Annonce heißt es u.a.: „... auf Betreiben von 1. Jakob Dautermann, Müller zu Sitters wohnhaft, großjähriger Sohn der allda verlebten Eheleute Jakob Dautermann gewesener Müller, und Margaretha Imschweiler, und 2. von Nikolaus Gravius, Ackersmann auf dem Bremricherhofe wohnhaft, Vormund von Katharina, Ludwig und Karolina Dau­termann, minderjährige Kinder der verlebten Eheleute, welche Minderjährige sich zu Sitters aufhalten, und benannten Jakob Dauter­mann zum Nebenvormund haben …. versteigert werden, nämlich: … eine Mühle mit Wohnhaus, Stallung, Scheuer, Garten und Ackerland, 16 Aren 13 Centiaren Oberfläche enthaltend, zu Sitters gelegen, abgeschätzt zu 800 fl ...“ (vgl. Intelligenzblatt des Rhein­kreises, a.a.O., Bd. 12, S. 170).


Vom Bremricherhof stammt auch Karl Jakob *Gravius, der 1872 die Kolbenmühle beim nahe gelegenen Katzweiler ersteigert (vgl. Gravius, Karl [Kolbenmüller]: Die Kolbenmühle bei Rockenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1928, S. 15).



Gravius, Karl:

um 1928 Müller auf der Kolbenmühle bei Katzweiler; Sohn des Müllers auf der Kolbenmühle, Karl Jakob *Gravius (vgl. Gravius, Karl [Kolbenmüller]: Die Kolbenmühle bei Rockenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1928, S. 14-15).



Gravius, Karl Jakob:

er stammt vom Bremricherhof bei Bayerfeld-Steckweiler; ++++klären: möglicherweise ein Sohn des Ackermanns auf dem Bremri­cherhof, Nikolaus Gravius++++; ab 1872 Müller auf der Kolbenmühle bei Katzweiler. Am 3.6.1872 ersteigerte Karl Jakob Gravius vom Bremricherhof die Kolbenmühle bei Katzweiler nebst den zugehörigen Ländereien für 16000 Gulden. Vater des Müllers und Be­triebsnachfolgers auf der Kolbenmühle, Karl *Gravius der um 1928 die Mühle betrieb (vgl. Gravius, Karl [Kolbenmüller]: Die Kol­benmühle bei Rockenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1928, S. 15).



Grebil:

s. Krebil



Gretz, Familie:

s. Grötz



Grimm, Abraham:

er wird um 1682 als Pulvermacher zu Mittelbach genannt; er ist der Vater des Hans Christmann Grimm (°° 2.2.1682 in Zweibrücken mit Margaretha Nenninger) (vgl. Zweibrücker Arbeitsgemeinschaft für Familienforschung: Schweizer Einwanderer im Westrich, a.a.O., S. 134).



Grimm, Heinrich:

seit 1653 Müller auf der Mahl- und Bannmühle Hochstätten; er kaufte die Mühle 1653 (Anmerkung im Kaufbrief seines Sohnes Jo­hannes Grimm vom 14.10bris 1684 = vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol 10). Auch 1663 ist Heinrich Grimm der Müller auf der Bannmühle Hochstätten. Mit einem Schreiben vom 14. 7bris 1663 wenden sich Schultheiß und Gericht Hochstetten an die rhein­gräfliche Verwaltung und teilen mit, „... daß vor uns erschienen Heinrich Grimm Müller alhir, und uns gebeten, weil er noch ein Ziemliches an rückständigem Pfacht gnädiger Herrschaft schuldig, welchen er diß Jahr zu liefern versprochen, das große Gewässer ihme aber an seiner Mühlen Scheuner, undt darin liegenden Fruchten, so mitt dem Wasser weg gefahren, großen Schaden zugefüget …. (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol 7). Wie sich aus der gleichen Urkunde ergibt, ereignete sich das Hochwasser am 18.8.1663. Vater des Müllers und Betriebsnachfolgers, Johannes *Grimm (Anmerkung im Kaufbrief seines Sohnes Johannes Grimm vom 14.10bris 1684 = vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol 7) und der NN (verh. mit Simon Schell) (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol 16).



Grimm, Johannes:

vor 1706 (arg. ex Aktenvermerk vom 16.?1706 = LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol 16: „...nachdem Simon Schell weyl Johannes Grimbgens gewesenen Müllers zu Hochstetten Eydam ...“). Seit 1684 Müller auf der Mahlmühle Hochstätten; Sohn des Müllers Heinrich *Grimm. Johannes Grimm ist in einem rheingräflichen Konfirmationsschein vom 24.10.1684 als Müller und Erbbeständer der Mühle Hochstätten bestätigt; er hat die Mühle aus dem Erbe seines Vaters übernommen (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol 10: „Kaufbrief über die Mühl zu Hochstetten vom 24. 10br. 1684“). Bruder der NN. Grimm (°° mit Simon Schell) (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a fol. 16).


Am 12.12.1695 heißt es in einem Schreiben des Schultheiß von Hochstätten: „Überbringer dießes der Müller von Hochstetten, hat bey gnd. Herrschaft umb etliche Stamm Holtz auß dem Herrschftl: Waldt für einen Wellbaum und zu einem Dach unterth: angesucht ...“ (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol. 12).


Nach dem Tod des Müllers Johannes Grimm wurde die Mühle von dem Administrationsmüller und „zeitlichen Beständer“ Johannes *Steinert während der Grimm'schen Erbauseinandersetzung auf Anordnung der rheingräflichen Verwaltung geführt (vgl. La Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol. 16): „Nachdem Simon Schell weyl Johannes Grimbgens gewesenen Müllers zu Hochstetten Eydam[,] Jo­hannes Jacob Steinerten zeitlichen Beständer der Mühl zu Hochstetten als Administrations... mit übrigen Grimmbischen Erben ...“



Grimm, Johann Michael:

um 1768 Müller und Temporalbeständer auf der Mühle in Böbingen; sie ist im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Ger­mersheim (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 254) vom 6.4.1768 wie folgt beschrieben: “Daselbsten im Dorf ist eine Mühl, welche von Johann Michel Grimm temporaliter besessen wird, und dem Böbinger Bürger nahmens *Dörrzapf uxorio nomina eigenthümblich zugehöret, solche hat 2 Wasser Räder. Eines davon treibet ab wechßel weis den Mahl und Schehlgang, und das andere die Hanf Reib Mühl, gibt jährlich 5 fl Wasserfall Zinß in die Kellerey Germersheim.”



Grimm, Nickel:

um 1710 Müller und Erbbeständer auf der Kuseler Stadt und Walkmühle. In der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrücki­schen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt (vgl. Mühlenprotokoll von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7): “Die Kuseler Stadt- und Bannmühle hat ihr Wehr hart an Diedelkopf. Im Mühlgraben wird das Wasser zunächst zur Walk- und Lohmühle und dann zur Stadtmühle geleitet. Letztere liegt unfern der Stadt bei den Gerbhäusern. 3 oberschlächtige Wasserräder für 2 Mahlgänge und 1 Schelgang. Erbbeständer ist Johann Nickel Klink, hat einen Erbbestandsbrief vom 8. Dezember 1710 auf den Namen Nickel Grimm und einen vom 8. Juni 1739 auf seinen Namen. Als die Stadt Kusel die Mühle von 1662 bis 1695 innehatte, entrichtete sie als Pacht 10 Ma. Korn, 10 Ma. Hafer und 6 fl 5 bz an Geld. Dann habe die Rentkammer den 'uralten' Pacht von 30 Ma. Gefordert. Daraufhin habe die Stadt die Mühle an den Müller Georg Bauer abgetreten. Seit der Zeit des Vorbesitzers Fleck betrage die Pacht tatsächlich 30 Ma. Frucht und 14 fl für ein fettes Mühlschwein von 200 Pfund. In die Mühle gebannt sind Kusel, Diedel­kopf und Blaubach.“ (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 216).



Grim, Philipp:

1738 wird im Konvertitenregister der katholischen Pfarrei Kaiserslautern benannt, der „Grim Philipp, vom Hammer bei Trippstadt“ (vgl. Friedel, Heinz: Das Konvertitenregister der katholischen Pfarrei Kaiserslautern; in: PRFK 1975, S. 187).



Grötz, Christoph:

auch Grätz, Gretz, Grez (vgl. Helfrich: Familienregister katholischen Kirchenbüchern von Waldhambach und Waldrohrbach 1735-1875, a.a.O., S. 40); aus Germersheim; Müller in Waldhambach. Am 30.12.1765 ersteigerte Grötz die bischöflich-speyerische herr­schaftliche Dorfmühle in Waldhambach als Temporalbeständer auf 6 Jahre bei einer jährlichen Pacht von 25 Malter, 2 Simmer und 2 Immel Korn. Seinen Bestand trat er am 1.4.1766 an, doch erwies er sich seiner Aufgabe auf Dauer nicht gewachsen, so daß er in den Akten des Hochstifts als „unnutzlicher Beständer“ geführt wurde, der die Mühle „nur durch mehr-biethen, ohne reflexion“ ersteigert hatte. Bis 1769 hatte Grötz mit dem Mühlenbestand wohl keine allzu großen Probleme. Erst im Februar 1769 beantragte er bei der fürstbischöflichen Verwaltung einen Pachtnachlaß wegen des „erschröckliche[n] Hagel[s]“ des vorangegangenen Jahres. Dem Ge­such wurde stattgegeben und die Pacht auf 20 Malter reduziert. Er kam jedoch auf weiterhin mit der Pachtzahlung in Rückstand und stellte im Juli und August 1770 erneut 2 Nachlaßgesuche an die Verwaltung in Bruchsal, u.a. wegen Bannbruchs der in die Mühle ge­bannten Einwohner von Waldhambach. Die Gesuche wurden abschlägig beschieden, jedoch darauf hingewiesen, daß „er gegen dieje­nigen, welche das Bannrecht nicht observiret, bey dem amt Magdenburg klagbar einkommen“ und auf Schadensersatz klagen könne. Nach einem erneuten Beschwerdebrief des Müllers Grötz über die „bis 18 Burger worunter der Anwald selbsten ist“, die „in anderen Mühlen ihre früchten mahlen“, sah sich die fürstbischöfliche Verwaltung in Bruchsal veranlaßt, zwar nicht einem Nachlaß der noch ausstehenden Pacht von 38 Malter und 7 Simmern Korn (~ 3400 kg) zuzustimmen, jedoch ihre Ableistung „theils in natura, theils mit Geld“ zu gewähren. Darüber hinaus wurde die Madenburger Amtskellerei angewiesen, das Bannrecht zu schützen und die „überwies­ene frevlern“ zur Wiedergutmachung „des dem Müller zugefügten Schadens“ zu veranlassen. Diese waren in mehreren von Grötz vorgelegten Listen aufgeführt. Doch trotz der im Januar 1771 erfolgten Aufforderung durch das Amt Madenburg, dem Müller „den Erlittenen Schaden zu ersetzen“, weigerten sich diese und wandten sich an den Vertreter des Hochstifts in Lauterburg. Grötz muß da­durch endgültig das Interesse an der Mühle verloren haben, denn wohl schon im Februar 1771 ist ein Josef Müller „auf 1 Jahr und 2 Monath in dessen bestand eingetretten, hat die schuldige Pacht bezahlt, die Mühl wiederum in guten stand gestellet ..“ (vgl. Ehrgott: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 232-33).


°° mit Franziska Nitsch; Vater von Franz Joseph Grötz (6.8.1768 Waldhambach – 8.2.1769) (vgl. Helfrich: Familienregister katholi­schen Kirchenbüchern von Waldhambach und Waldrohrbach 1735-1875, a.a.O., S. 40)



Groh (Grohe), Georg:

1779 (vgl. Jaffé: Papiermühlen im Bezirksamt Pirmasens, a.a.O., S. 3); um 1767 Erbbeständer auf der Scheler Mühle bei Winzeln, im Scheler Tal an der Felsalb nördlich von Vinningen gelegen (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 280; Guth, Emil: Büttenpapier für die Amtskanzlei des Landgrafen von der Vinninger Papiermühle im Felsalbtal; in: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zweibrücker Land 2002, S. 141). 1774 Erbauer der Vinninger Papiermühle im Felsalbtal (vgl. Guth: Büttenpapier für die Amtskanzlei, a.a.O., S. 142). Nach dem Tod des Georg Groh ging die Papiermühle auf seine Söhne Eberhard Groh und Georg (2) *Groh über, denen am 11.8.1779 von der Rentkammer in Buchsweiler ein Erbbestandsbrief ausgestellt wurde (vgl. Guth: Büttenpapier für die Amtskanzlei, a.a.O., S. 142; Jaffé: Papiermühlen im Bezirksamt Pirmasens, a.a.O., S. 3).


Als 1761 die Ländereien des in der Gemarkung Donsieders, bei Burgalben gelegenen, ehemaligen und schon um 1630 eingegange­nen Hofes namens Diedersbach versteigert wurden, war den Steigerern desselben namens Paul Hirschelmann, Heinrich Knörr und Konsorten aus Donsieders durch den Landgrafen von Hessen-Darmstadt die Auflage gemacht worden, auf der Schwarzbach bei Bur­galben eine Papiermühle zu errichten. Da diese 1770 noch nicht erbaut war, wurden die Steigerung der Ländereien bei Androhung ei­ner Strafe von 100 Reichsthalern und der Enteignung der ersteigerten Grundstücke, aufgefordert die Papiermühle alsbald zu errichten (vgl. Jaffé, Albert: „Die ehemaligen Papiermühlen im heutigen Bezirksamt Pirmasens und ihre Wasserzeichen“; in: Der Papierfabri­kant. 26 (1928), S. 565-570, 1928 [Auch in: Pfälzer Heimat. Beil. z. Pirmasenser Zeitung. - 98 (1928), S. 23; Staatsarchiv Darmstadt. Kabinettsprotokoll von 1770). Die Angelegenheit erledigte sich, als 1772 der Besitzer der Schelermühle (bei Winzeln), Georg *Gro­he, sich verpflichtete eine Papiermühle zu errichten (s. Vinninger Papiermühle) (vgl. Jaffé, Albert: Die ehemaligen Papiermühlen im heutigen Bezirksamt Pirmasens, a.a.O., Sonderdruck S. 1).


Die Verpflichtung Grohes erfolgte in Gemeinschaft mit dem ledigen Papiermüller aus Neunkirchen bei Schaffhausen, Johannes Mül­ler., wenn sich die Regierung in Buchsweiler sich bereit erklären würde, den beiden Erbauern einen Morgen Waldland am „Schwar­zen Stein“ im Erbbestand zu verleihen. Die hanau-lichtenbergische Regierung erklärte sich einverstanden, wodurch sich der Bau ei­ner Papiermühle bei Burgalben erübrigte. Grohe erbaute, da sein Papiermacher und Kompagnon Müller sich der Verpflichtung durch Flucht aus dem Amt Lemberg entzog, die Papiermühle Vinningen allein auf eigene Kosten 1774 (vgl. Jaffé, Albert:„Die ehemaligen Papiermühlen im heutigen Bezirksamt Pirmasens, a.a.O., Sonderdruck S. 1).


Die landgräfliche Regierung erklärte sich bereit, ihren Papierbedarf vorzugsweise in der Hanauischen Papiermühle zu decken. Nach dem Tod des Georg Groh ging die Papiermühle auf seine Söhne Eberhard Groh und Georg (2) Groh über, denen am 11.8.1779 von der Rentkammer in Buchsweiler ein Erbbestandsbrief ausgestellt wurde. Die beiden Brüder ließen aber in der Folgezeit die Mühle verfallen, so daß schließlich, nachdem Georg Groh in das landgräfliche Grenadierregiment eingetreten war, verkauft werden mußte. Die Mühle kaufte am 9.1.1788 für 1300 Gulden der aus Reichshoffen/Elsaß stammende Papiermüller Michael *Blum. Noch im sel­ben Jahr ließ dieser die heruntergekommene Papiermühle grundlegend renovieren und auf den technisch neuesten Stand bringen. Ne­ben dem Stampfwerk installierte er einen „Holländer“ für die Lumpenverarbeitung (ein Steintrog mit einem gegenläufigen Messer­werk, durch das die Lumpen hindurchlaufen mußten und in kleinste Bestandteile zerlegt wurden). Die Papiermühle war 151 Jahre lang im Besitz der Familie Blum.



Groh (Grohe), Georg (2):

Papiermüller auf der Papiermühle Vinningen bei Pirmasens; Sohn des Papiermüllers Georg *Groh(e) und Bruder des Papiermüllers Eberhard Groh.


Nach dem Tod des Georg Groh ging die Papiermühle auf seine Söhne Eberhard Groh und Georg (2) Groh über, denen am 11.8.1779 von der Rentkammer in Buchsweiler ein Erbbestandsbrief ausgestellt wurde (vgl. Guth: Büttenpapier für die Amtskanzlei, a.a.O., S. 142; Jaffé: Papiermühlen im Bezirksamt Pirmasens, a.a.O., S. 3).


Die beiden Brüder ließen aber in der Folgezeit die Mühle verfallen, so daß schließlich, nachdem Georg Groh in das landgräfliche Grenadierregiment eingetreten war, verkauft werden mußte. Die Mühle kaufte am 9.1.1788 für 1300 Gulden der aus Reichshoffen/El­saß stammende Papiermüller Michael *Blum (vgl. Guth, Emil: Büttenpapier für die Amtskanzlei des Landgrafen von der Vinninger Papiermühle im Felsalbtal; in: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zweibrücker Land 2002, S. 141-146; (vgl. Jaffé, Albert: „Die ehemaligen Papiermühlen im heutigen Bezirksamt Pirmasens, a.a.O., S. 23).



Grohe, Johann Konrad:

vor 1838; Mühlenbesitzer uf der Rollwagischen Mühle in Bad Bergzabern. °° mit Anna Maria Minck


Im „Eilboten Landau“ vom 23.2.1838 wird die freihändige Versteigerung der Mühle für den 1.3.1839 annonciert: „... werden auf frei­williges Anstehen der Frau Anna Maria Minck, Wittwe des verlebten Herrn Johann Konrad Grohe, Rentnerin, in Mannheim wohn­haft, … öffentlich versteigert. Eine der Frau Requirentin eigenthümlich zuständige, zu Annweiler an der Queich gelegene Mahl- und Oelmühle, nebst Wohnhaus, Scheuer, Stallung und sonstige Oeconomie-Gebäuden, Hof und Garten; auch denen dazu gehörigen Loh­mühltagen und 42 Aren (2/4) Ackerland bei der Mühle …. „ (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 23.2.1839, Nr. 8, S. 30).



Grohmann, Gerhard:

um 1705 wird der Gerhard Grohmann als Müller zu Wöllstein genannt; °° mit Anna Catharina Steinbrunn (~ 3.9.1679 Edenkoben; Tochter des Bäckers in Edenkoben, Jost Steinbrunn (vgl. Billig: Geschichte von Edenkoben, a.a.O., S. 70 Anm. 25).


Sein Schwiegervater ist der Bäckermeister Jost Steinbrunn aus Edenkoben. Dieser kam vor 1671 aus Sinsheim nach Edenkoben, wo er Bürger, Gemeinsmann, Bäckermeister und 1683 auch Dorfmeister war. Steinbrunn wird bald in Edenkoben als Besitzer von Weingärten und Äckern genannt und war 1721 Besitzer eines Hauses in Edenkoben. Er muß sich wiederholt in finanziellen Schwierigkeiten befunden haben (vgl. Billig: Geschichte von Edenkoben, a.a.O., S. 65). Steinbrunn schuldete am 5.12.1712 dem Schwager (Caspar Schenk) seines Schwiegersohns Gerhard Grohmann, des Müllers zu Wöllstein, 55 fl. Steinbrunn spricht von „unvermögen und schlechten Zeiten“ (vgl. Billig: Geschichte von Edenkoben, a.a.O., S. 69 Anm. 18; Stadtarchiv Edenkoben, Best. D8: Verhörprotokolle 1701-1715).



Gros, Groß:

verschiedene Schreibweisen nicht berücksichtigt, Sortierung erfolgt nach Vornamen



Groß, Christian:

Müller auf der Lauterecker Bordenmühle; er kaufte die Bordenmühle am 27.5.1816 um 2100 Gulden von dem Bordenmüller Peter Fickeis. Neben der Bordenmühle gab es ab 1826 eine Mahlmühle (vgl. Zink: Lauterecken, a.a.O., S. 362/63).


1835 beantragte Christian *Groß, die Genehmigung zur Erweiterung seiner Mühle, „bestehend in einer Schneid- Öl und Hanfreib­mühle“ um einen Mahlgang, um durch diesen“ausgedehnten Mühlenbau“ die Möglichkeit zu erhalten, „seine zahlreiche Familie bes­ser als bisher ernähren zu können“, müsse doch „sein jeziges Mühlwesen eine geraume Zeit des Jahres aus Mangel an Arbeit ganz stille stehen“ (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 44/45; Archiv Kreisverwaltung Kusel Nr. 661-04-L, Stadtmühle Lautere­cken: Schreiben Christian Groß an Reg. d. Rheinkreises Speyer vom 5.12.1835). Die Genehmigung wurde trotz Einspruchs des Eig­ners der oberhalb an der Lauter in Lohnweiler gelegenen Mühle, Jacob *Spielmann, erteilt. Die Mahlmühle wurde 1836 vollendet (vgl. Heil, a.a.O., S. 45; LA Speyer: Lauterecken Best. L 56 Nr. 838, S. 111 f).


Die Opposition gegen die Erweiterung ist nachvollziehbar, da beide Mühlen nur ca. 600 m voneinander entfernt lagen und die Spal­tung der Wasserkraft in 26/36 für den Müller Spielmann und 10/36 für den Müller Groß betrug (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 45; Archiv Kreisverwaltung Kusel, Nr. 661-04-L, Bordmühle Lauterecken: Regierungsentschließung d. Reg. Des Rhein­kreises Speyer vom 16.89.1836; vgl. auch LA Speyer Best. U 174 Nr. A 172).



Groß, Daniel:

um 1738 und danach Müller in Lohnweiler. Die Mühle ist in der Renovation der Schultheißerei Reichenbach vom 17.9.1738 aufge­führt (vgl. Bericht des Amtskellers Schabrock vom 17.9.1738, LA Speyer Best. A 2 Nr. 131/ fol. 29r) und wie folgt beschrieben: „Da­niel Groß eine Erbbestandsmühl zu Lohnweyler mit einem Mahl-, Schehl- und Ohliggang gibt jährl: 3 Mltr Korn, und 3 Mltr Haber vor den Waßerfall in die Ambtskellerey zeit 1730 laut Erbbestandsbrief.“


Die Mühle ist in der kurpfälzischen Renovation der Mühlen von 1744 beschrieben (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 131/2 Fol. 13): „Die Lohnweiler Mühl wäre dem jetzigen Beständer Daniel *Gros nach propostion seiner Mahlgäste das gnd: Dorf Lohnweiler …, dahie­sige ein Hof.... Pfacht und Herrn gleich dann pro 2. …... 5. so den halbern …. gegen diesen nicht hat und …...



Gros, Daniel:

vor 1776; Müller auf der Mühle zu Berschweiler; Vater des Müllers Philipp Peter *Gros. Die Mühle ist im Renovationsprotokoll des Oberamts von 1776 aufgeführt, das von Hofgerichtsrat und Amtskeller Lehne aufgestellt wurde (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 131/3 Bl. 7-9), darin ist die Beschreibungen der Mühle von 1760 enthalten (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 258): „Ist Erbbestandsmühle, hat 2 Wasserräder für 1 Mahl- und 1 Schälgang. Beständer ist Philipp Peter Gros (Mühle vom Vater Daniel Gros geerbt). Er gibt als Pacht 4 Ma. Korn und 4 Ma. Hafer, für den Fischfang 1 fl 30Xer.“ Daniel Groß hatte am 12.3.1763 einen Erbbestandsbrief über die Mühle erhalten (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 131/3, Bl. 8).



Groß, Friedrich:

1734 Reichholdsmühle bei Mehlingen; ab 1728 Müller auf der Reichholdsmühle bei Mehlingen. 1728 wurde ein Erbbestandsver­trag mit Friedrich *Groß geschlossen, der die noch verfallene Mühle mit einem Mahlgang wieder aufbaute. Vater der NN. Groß °° mit dem Müller Peter Sommer. Nach dem Tod des Friedrich Groß 1734 ging die Reichholdsmühle auf den Schwiegersohn Peter *Sommer über (vgl. Ruby: Mehlingen, a.a.O., S. 42-44).



Gros, Georg:

um 1744 Müller auf der Mühle in Lohnweiler (vgl. kurpfälzische Renovation der Mühlen im Oberamt Lauterecken von 1744: LA Speyer Best. A2 Nr. 131/2 Fol. 13)


Später Müller auf der Mühle in Berschweiler; Vater des Müllers in Berschweiler, Philipp Peter Gros (vgl. Weber: Mühlen und Mül­lerhandwerk, a.a.O., S. 258).



Groß, Georg:

1737 err.- 26.3.1793 Wolfstein im Alter von 56 Jahren; lutherisch; Müllermeister und Kirchenältester in Wolfstein; verstorben am Fleckfieber (vgl. Matzenbacher u.a.: Wolfstein, a.a.O., S. 144).


Groß, Heinrich:

1809 (err.); ab 1789 Müller in Eulenbis, °°Maria NN:, die Eheleute sind in Eulenbis 1786 zugezogen; Müller auf der Unteren Pfei­fermühle; die Eheleute haben 1798 vier Kinder unter 12 Jahren (vgl. Einwohnerverzeichnis Eulenbis 1798/99, abgedruckt bei Scheu­ermann: Eulenbis, a.a.O., S. 76); Vater des Jakob Groß (der 1836 im Einwohnerverzeichnis als Müller auf der Pfeifermühle notiert ist) (vgl. Einwohnerverzeichnis Eulenbis 1836, abgedruckt bei Scheuermann: Eulenbis, a.a.O., S. 88). 1809 besitzt die Witwe von Heinrich Groß die Mühle. 1818 entstand auf der linken Seite der Mooslauter als Nebenbetrieb der Groß'schen Mahlmühle eine Öl­mühle. Die Witwe Groß regelte im Teilungsakt von 1818 den Besitz.: der Sohn Jakob *Groß war Besitzer der Mahlmühle und sein Schwager Riebel Besitzer der Ölmühle (Quelle: Internet-Datei).



Groß, Jakob:

um 1836 Müller auf der Unteren Pfeifermühle bei Eulenbis; Sohn des Müllers Heinrich *Groß und der Maria NN (vgl. Einwohner­verzeichnis Eulenbis 1836, abgedruckt bei Scheuermann: Eulenbis, a.a.O., S. 88; LA Speyer Best. L 55/192). 1809 besitzt die Witwe von Heinrich Groß die Mühle. 1818 entstand auf der linken Seite der Mooslauter als Nebenbetrieb der Groß'schen Mahlmühle eine Ölmühle. Die Witwe Groß regelte im Teilungsakt von 1818 den Besitz.: der Sohn Jakob *Groß war Besitzer der Mahlmühle und sein Schwager Riebel Besitzer der Ölmühle (Quelle: Internet-Datei). Jakob Müller erhielt 1636 von der Gemeinde einen Zuschuß zum Bau einer neuen Brücke unmittelbar neben der Mühle, deren Kosten sich auf 46 Gulden belief, wovon die Gemeinde 33 Gulden über­nommen hat (vgl. Scheuermann: Eulenbis, a.a.O., S. 96).



Groß, Johann Peter:

seit 1738 Müller auf der Speyerdorfer Mühle; war kurpfälzisch und gehörte zum Oberamt Neustadt; im Mühlenverzeichnis von1738, aufgenommen vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp, ist sie wie folgt beschrieben (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 246; LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “ist 1603 von churfürstlicher Hof Camer an den Jacob Eichel in Erbbestand überlassen wor­den, gibt jährlich 50 Ma Korn Erbpacht in hießige Kellerey; hat 2 Mahlgäng, der Poßser welcher sie erst vor einem Jahr von seinen Schwiegereltern ererbt hat, ist Johann Peter Groß undt weillen dem Beständer vermög Erbbestandsbrief erlaubt ist, 3 Gäng aufzurich­ten, so hat derselbe 1728 noch einen Gang zur Ohlig Mühl auf der ander Seith der Bach benembst einem aparte Wohnhaus neu aufge­baut, undt +++wahren+++ auf dem zu der Mühl gehörig Erbbestand Platz, welche in der Theilung dem Johann Jakob Schwenck als des obigen Possen seinen Schwager zu gefallen, geben kein Wasserfall(zins).”



Gros, Philipp:

Um 1855 war Philipp Gros der Müller in Berschweiler. Zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Mühlen durch starke Kon­kurrenz nach Aufhebung des Mühlbanns und des Mahlmonopols schlossen die Mahlmüller an der Lauter am 24.3.1855 einen Mono­polvertrag, mit dem Ziel, durch Ankauf von Uferland und Wasserrechten den Bau neuer Mahlmühlen zu verhindern. Hierbei handelte es sich um Jakob Metfelder in Offenbach, Philipp Gros zu Wies- bzw. Berschweiler, Valentin und Johann Brosius in Lauterecken Ja­kob Spielmann in Lohnweiler und Nikolaus Schlemmer in Heinzenhausen (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Kreuscher und Spiel­mann. Familien vom Bachadel an der Lauter; in: Pälzer Sunndag, Nr. 34 vom 19.8.1956; S. 3; Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 37)



Gros, Philipp Peter:

um 1776 Müller auf der Mühle zu Berschweiler; Sohn des Müllers Daniel Gros. Die Mühle ist im Renovationsprotokoll des Ober­amts von 1776 aufgeführt, das von Hofgerichtsrat und Amtskeller Lehne aufgestellt wurde (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 131), darin ist die Beschreibungen der Mühle von 1760 enthalten (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 258): „Ist Erbbe­standsmühle, hat 2 Wasserräder für 1 Mahl- und 1 Schälgang. Beständer ist Philipp Peter Gros (Mühle vom Vater Daniel Gros geerbt). Er gibt als Pacht 4 Ma. Korn und 4 Ma. Hafer, für den Fischfang 1 fl 30Xer.“ °° mit Anna Catharina NN; Vater eines kleinen Mädchens von ¾ Jahren namens Anna Margaretha (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 131/3, Bl. 8)



Groß, Susanna Cathrina:

um 1772; aus Lochmühle in ++++klären+++; am 11.05.1772 heiraten in Kirchheimbolanden der  Michael Ortitz, „Beysasse hier, u. kath. Religion mit Cathrina Groß von der Lech-Mühle? Lochmühle?)“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 309). Am 24.09.1773 ist Patin in Kirchheimbolanden die „Susanna Catharina Ortitz von hier“ (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 249).



Grossarth, Johann Peter:

um 1683 Feil - ++++; lutherisch; Sohn des Johann Nicolaus Grossarth, Hofbeständer zu Disibodenberg und Maria Margareth NN. (Angabe bei Nachlaß Anthes, Archiv PRFK Ludwigshafen); Müller zu Medard; 1737 zu Bärenbach (Anm.: im Hunsrück östlich Idar-Oberstein und nördlich vom Truppenübungsplatz Baumholder; vgl. zur Mühle in Bärenbach: Spengel: Mühlen im Gebiet der mittle­ren und unteren Nahe, Bd. 2 a.a.O., S. 137); °° 11.11.1704 in Medard mit Anna Barbara Stein (*1686, Tochter des Müllers zu Me­dard, Johannes Stein); Vater von Johannes Grossarth (*25.9.1705 Medard), Antonius Grossarth (*7.8.1715 Medard), Anna Catharina Grossarth (*21.5.1717 Medard), Anna Christina (*1.3.1719), Johann Jacob Grossarth (*1.8.1721) und Maria Catharina Grossarth (°° 2.1.1737 Meisenheim mit Johann Michel [Michael] Rödel, Bergmann zu Odenbach/Glan) (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der Einwohner von Odenbach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutherischen Kirchenbüchern von Meisenheim, a.a.O., S. 30; Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 125).


Literatur/Urkunden:

- PRFK Ludwigshafen, Archiv: Papp-Box Nr. 1, Standort B WR 2-3-3, Raum A Wandregal 7-8-8 II G 63.0



Großglaus, Daniel:

11.9.1692 - 22.8.1771 Kandel; er stammt aus dem Sulzbachischen; Zimmermann in Kandel; ab 1739 Müller auf der Hardtmühle bei Kandel; °° I 16.2.1720 in Kandel mit Maria Barbara Speck († 16.6.1733 in Minfeld); aus der Ehe stammen 6 Kinder; °° II 24.8.1733 in Minfeld mit Anna Margaretha Albrecht; aus der Ehe stammen 9 Kinder (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 261).



Gruber, Heinrich:

um 1846 Müller auf der Mahlmühle St. Martin. Am 3.7.1846 annonciert der Müller in St. Martin, Heinrich Gruber, seine Mahlmühle in St. Martin zur Verpachtung. Die Mühle ist in der Annonce wie folgt beschreiben (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 11.7.1846 Beila­ge Nr. 28 = LA Speyer Best. Y 20/41): „Der Unterzeichner verpachtet seine in St. Martin stehende Mahlmühle, bestehend aus 2 Mahl- und 1 Schälgang nebst Gebäulichkeiten …. Das Ganze ist in sehr gutem Zustand und wird auf einen sechsjährigen Bestand ab­gegeben. “



Grübel, Johann Leonhard:

1724-36 Betreiber der Lambsheimer Mühle (vgl. Klein, Günter: Die Lambsheimer Mühle, a.a.O., ohne Seitennummerierung)



Gülich, Tobias:

zwischen 1720 und 1735 wird der Neumüller in Speyer Thomas *Gülich urkundlich erwähnt; Gülich belastet zwischen 1720 und 1735 sein liegendes Gut mit Hypotheken zu 400, 10 und 130 Gulden. Seine Vermögensanlagen sind beachtenswert (vgl. Hartwich, Wolfgang: Bevölkerungsstruktur und Wiederbesiedlung Speyers nach der Zerstörung von 1689; Diss., Heidelberg 1965, S. 132).



Gümpel, Charlotte:

auch als "Kümpelin" bezeichnet; Ehefrau des Andreas *Bohlander (geboren vor 1770 in Albisheim 1793), Papiermüller in Albis­heim) (vgl. Weber: Geschichte der Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 25); ++++klären: aus der Ehe könnte ein Sohn, Franz Bohlander stammen+++.



Guinand, Guinanth, Familie:

s. Gienanth



Günderroth, Familie:

diese waren in der Pfalz begütert. Der Obermohrer Hof bei Obermohr/Kl. Fiel 1588 durch Erbschaft von den Blick zu Lichtenberg an die von Günderroth (vgl. Christmann: Siedlungsnamen Teil II, a.a.O., S. 25)


Günderode (Günterode, Günterodt), Albrecht von:

zwischen 1601 – 1632 pfalz-zweibrückischer Amtmann im Oberamt Lichtenberg; zugleich Rittmeister; °° mit Maria Magdalena Blick zu Lichtenberg; Vater des Hans Wolfgang von Günderode und des Johann Friedrich Casimir von Günderode (* um 1607; Amt­mann Lichtenberg; °° 2.7.1638 mit Anna Catharina von Lützelburg) und des Albrecht zu Günderode (vgl. Stuck: Verwaltungsperso­nal, a.a.O., S. 111).


Den Günderods war die schon 1605 die Günderodsche Mühle in Ulmet, auch Ulmeter Mühle versetzt worden. Das geht aus einem Erbbestandsbrief hervor, den Herzog Johannes am 7.2.1605 für seinen Amtmann Albrecht von Günderode ausgestellt hat (vgl. We­ber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 209).


Albrecht von Güntheroth kaufte 1604 zusammen mit Hans Born aus Ratsweiler die Mahlmühle St. Julian von dem pfalz-zweibrücki­schen Rat Balthasar Hofmann; bereits1607 verkauften sie die Mühle für 1540 Gulden an Melchior von Steinkallenfels und dessen Gemahlin Elisabeth von Steinkallenfels geb. von Ehrentraut (vgl. LA Speyer est. C 41 Nr. 35/1; Weber: Die Museumsmühle in St. Ju­lian, Otterbach 1985, S. 6))



Gulde, Philipp Carl:

ab 1738 Müller auf der Cronenmühle in Winzingen; er kaufte die Cronenmühle am 14.4.1738 von dem Wendel Guth. Im kurpfälzi­schen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Mühl wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): „Zu Wintzing die Cronen­mühl ist eine Erbbestandsmühl so den 14.April 1738 von dem Wendel Guth mit Consens deren hll: patribus Societatu Jesu an den Philipp Carl Gulde verkauft worden, gibt Zins jährliche Erbpacht in das Spital Branchweiller 26 Malter Korn, undt 3 fl 6 X an Geldt vermög eines vorgezeigten Erbbestandsbriefs, diese Mühl hatt 2 Gäng gehabt und noch nicht mehr.“



Gummel, Johannes:

von 1730 bis 1742 Müller auf der Tausendmühle in Bruchmühlbach. Enkel des Müllers Theobald Hoof von der Tausendmühle. Hoof übergibt am 9.6.1730 die Mühle seinem „Enkelgen“ Johannes Gummel und behält sich den Vorbehalt darin. Gummel will sie wieder zur Bannmühle erklärt haben, aber die Gemeinde protestiert energisch dagegen. Sie beschuldigt ihrerseits den Müller, er defraudiere die Mahlgeräte gebe anstatt Mehl pures Schrot, sei ein überaus unruhiger, boshafter Mann und drohe mit Totschießen, wenn die Gemeinde ihre Gefälle eintreiben wolle. Seine Frau hat dem Bürgermeister die Zähne in den Hals gestoßen, als er pfänden wollte. Daraus ist zu ersehen, was dieser Müller „vor ein feiner Pursch ist“. Weiter gibt es Streit um die Bannalität der Mühle. Die Gemeinde behauptet, der Gummel habe diese erschlichen. Gummel seinerseits hat 114 Gulden Schulden bei der Witwe des Wallhalber Müller ++++klären ++++ und droht mit Konkurs wenn er die Banalität nicht erhält. Daraufhin wird sie ihm 1741 erteilt, aber schon im nächsten Jahr bitten die Bruchmühlbacher die zweibrückische Regierung erneut um Mahlfreiheit und verlangen den Verkauf der Mühle. Gummel ist wohl des langen Kampfes überdrüssig und verkauft die Tausendmühle am 10.10.1742 für 1700 Gulden und 29 Gulden „Trankgeld“ an den Schuldiener Jakob *Wallbacher aus Dunzweiler (vgl. Gortner: Bruchmühlbach, a.a.O., S. 90-91: hier als „Wallacher“ angegeben).



Gutekunst, Michael:

um 1775; Bürger und Müller aus Ebertsheim; er war 1775 Eigentümer der Dorfmühle in Ebertsheim, die er 1778 an Kriegsrat Verges verkaufte (vgl. Wahl: Ebertsheim, a.a.O., S. 113).


Im ältesten Beedbuch von Ebertsheim ist Michael Gutekunst 1773 als Eigentümer von Äckern, Wiesen und „Eine[r] Mahlmühle im Dorf, samt Hofraith und Garten“ (vgl. LA Speyer Best. L35 Nr. 5 Beedbuch Ebertsheim I 1773-1806, S. 333).


1779/1780 ist im gleichen Beedbuch wiederholt vermerkt: „von Michel Gutekunst ersteigt“.


Im Beedbuch von Ebertsheim ist 1779 vermerkt: „Mathes Meier 1779 von Michel Gutekunst ersteigt (Anm: neben weiteren umfang­reichen Grundbesitz)..... Eine Malmüle im Dorf samt Hofrait und Garten [,] nach Sonn die Eißbach, nach Pfrimm die alte Bach [,] nachm Wald Henrich Steinmetz [,] nach rhein Lehen-Gut“. Ferner ist vermerkt: „Nota. Von diesem Schatzungs Capital ad 100 fl gibt der Gulden wie die Obermüle … 3X Schatzung mithin 5fl.“ (vgl. LA Speyer Best. L35 Nr. 5 Beedbuch Ebertsheim1773-1806, S. 440). Der Name „Mathes Meier“ ist in der Urkunde durchgestrichen und vermerkt: „modo Kriegsrath Verges“. Auch der letzte Name ist gestrichen und vermerkt: „Konrad Ebel“


Am 1.2.1785 schreibt der Amtskeller des früheren Klosters St. Guido in Speyer an die fürstbischöflich-speyerische Kanzlei (vgl. LA Speyer Best. D2 II fol. 854 ff.): „Zu unserer größten Verwunderung haben wir aus dem von Hofgerichts Rath Staub communicierten Kanzlei=protocular Auszug vom 2ten Xber vorigen Jahrs die bedrückliche Lage unseres Schuldners Michel Gutekunst und deßen Mühl Käufers Mathias Meyer zu Ebertsheim ersehen ….Gleichwie wir nun in Erfahrung gebracht haben, daß der kurpfälzische Kriegs Commissarius Tit. Rath Verges zu Mannheim dem Mathias Meyer auf seine Mühle und Güter ein Capital von 1000 fl geliehen … Euer hochlöblichen Kanzlei ist aber ex actis hinlänglich bekannt, daß unser Stift schon im Jahr 1779 gegen den Müller Michel Gute­kunst wegen rückständigen Mühl Kauf Schilling geklaget habe, und selbigen laut der Anlage Sub Nro 1et 2 Terminus ad liqui­dandum anberaumt worden sei.


Diese Liquidation kam auf besagte adjuncti Sub Nro 3 unterm 8t 9ber nemlichen Jahrs wirklich zu stande, und bliebe uns gedachten Gutekunst wegen der an ihn im Jahr 1772 verkauften, aber nicht ganz bezahlten Mühle einen Kauf Schillings Rest von 285 fl 32 Xr schuldig.


Derselbe verkaufte aber bald darauf seine Mühle an Mathias Meyer, und versprach den darauß an uns noch rückhaftenden Kauf Schilling von den Meyerischen Kauf Geldern … entrichten zu wollen, welchem Handel wir nur unter dem … [Anm.: Bedingung], daß uns auf gemelte Mühle wegen unserer Forderung ein vorzügliches Recht vorbehalten sein sollte, genehmigt, und auch eine hoch­löbliche Kanzley dem Stift sein habendes Pfand Recht in alle Weege unbeschränkt zu belaßen … hat.


Als aber dennoch keine Bezahlung erfolgte, habe man sich …. im Jahr 1782 zu weiterem Klag Führen genötigt … und dem Beklag­ten nun abermalige Zahlungs Frist von 14 Tagen unter Betrohung der Mühl Versteigerung anberaumt und auf die von Herrn Hofrath Brand [Anm.. Ludwig Brand, gräflich-leiningisch-westenburg. Hofrat vor 1775-1793 in Grünstadt; vgl. Fries: Zeitenwende, a.a.O., S. 37; bei Kell: Fürstentum Leiningen, a.a.O., S. 373 Anm. 528 als Karl Brand angegeben] gleich hernach …. weiterer Aufstand gestatt­et worden ist.


Nachdem aber auch diese fruchtlos blieb, hat man von Seiten des Stifts an wohl gedachten Herrn Hofrath Brand unterm 6ten April 1782 und 1ten März 1783 wiederholt um Zahlungs Hilfe und Versteigerung des Unterpfands angerufen, ohne bishero darauf mit einer … Antwort bedacht worden zu sein.


Aus dieser actenmäßigen Geschichts Erzählung ist also … klar erwießen, daß uns in Rücksicht des noch …. [bestehenden] Guten­kunstischen Kauf Schillings auf die befragliche Mühle ein vorzügliches Pfand Recht zustehe, und wir noch vor der an Tit: Hof: Ver­ges ausgefertigten Hypotheque … befriediget werden müßen, als Mathias Meyer nicht … das volle Eigenthum dieser verkauften Mühle erlangen konnte, bis erst der darauf noch gehaftete Gutenkunstische Kauf Schillings Rest berichtiget wäre und unserem Stift diese Schuld Jure Separationis proherentialiter verabfolget werden muß.“


Der Streit um die Frage des Vorrangs der Kaufpreisrestforderung gegenüber der Hypothek zu Gunsten des Hofrats Verges zog sich weiter hin. Am 15ten gbris 1784 teilt die kurfürstliche Hohe Regierung in Mannheim mit, daß sie es für erforderlich halte, zur weiteren Sachaufklärung eine Kommission nach Grünstadt zu entsenden. Dieser Aktenvermerk gelangte aus unbekannten Gründen erst am 20 gbris 1789 zu den Akten des Hochstifts Speyer. Der weitere Verlauf der Angelegenheit ist den erhaltenen Akten nicht zu entnehmen, die Sache ging wohl in den Wirren der Revolutionskriege unter.


Am 15.9.1782 getauft der „Joh: Michael oder Jacob Michael“ der Sohn von „Balthasar Fetzer, Bürger dahier et uxor Leonora luth:“. Pate ist der “Michael Gutenkunst et uxor“ (vgl. LA Speyer Best. F6 Nr. 285: Reformiertes Kirchenbuch Rodenbach, Taufeintrag vom 15.9.1782, S. 74).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. D2 Nr. 720 II fol. 854-865



Gutenkunst, Johannes:

um 1775 Müller in Asselheim auf der „Neuen Mühle“; °° Catharina NN.; die Eheleute Gutenkunst sind am 18.6.1775 in der refor­mierten Kirche Rodenbach (OT Ebertsheim) Paten bei der Taufe des am 15.6.1770 geborenen Johannes Stössinger, Sohn des „Joh: Adam *Stössinger, Müller in der Cronen-Mühl dahier et uxor Anna Ursula“ (vgl. LA Speyer Best. F6 Nr. 285: Reformiertes Kirchen­buch Rodenbach, Taufeintrag Nr. 25 vom 18.6.1775).



Gutendorff, Johannes:

um 1797 war Johannes Gutendorff Waffenschmied in Berschweiler; °° I mit Anna Maria Barth aus Berschweiler († vor 1797); °° II vor 1797 mit Katharina Klos (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil II katholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 36)



Guth, Wendel:

bis 1738 Müller auf der Cronenmühle in Winzingen; er verkaufte am 14.4.1738 die Mühle an den Philipp Carl *Gulde. Im kurpfälzi­schen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Mühl wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): „Zu Wintzing die Cronen­mühl ist eine Erbbestandsmühl so den 14.April 1738 von dem Wendel Guth mit Consens deren hll: patribus Societatu Jesu an den Philipp Carl Gulde verkauft worden, gibt Zins jährliche Erbpacht in das Spital Branchweiller 26 Malter Korn, undt 3 fl 6 X an Geldt vermög eines vorgezeigten Erbbestandsbriefs, diese Mühl hatt 2 Gäng gehabt und noch nicht mehr.“



Guthjahr, Johann Nikolaus:

katholisch (vgl. Bürgerbuch Lambsheim S. 147); 1744-46 Betreiber der Lambsheimer Mühle (vgl. Klein, Günter: Die Lambsheimer Mühle, a.a.O., ohne Seitennummerierung). Gutjahr heiratete am 30.6.1744 in Lambsheim die Witwe Anna Maria Peltz. Diese war in 1. Ehe mit dem Müller in Lambsheim, Christian *Reichard († 1744) verheiratet (vgl. Rembe, Heinrich: Fehlende Namen der Frauen in den Lambsheimer Kirchenbüchern; in: PRFK 1974, S. 43; Bürgerbuch Lambsheim, S. 147).



Guthmann, Jakob:

ab 1736 und noch 1746 Müller auf der Betzelbacher Mühle unterhalb Leitersweiler. Im pfalz-zweibrückischen Mühlenprotokoll für das Oberamt Lichtenberg, erstellt von Carl *Sundahl am 12.10.1745, fertiggestellt am 8.7.1746 wird die Mühle (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7) wie folgt beschrieben: „Das von obiger Mühle (s. Mühle oben an der Betzelbacher Mühl, Detzweiler Mühle, Bleys­bacher Mühle, Bleischbacher Mühle) herabkommende Schwarzbächlein wird durch den Letzelbach verstärkt und treibt die beiden Wasserräder, eins für den Mahl- und eins für den Schälgang. Leitersweiler und die Hoofer Mühle sind je ¼ Stunde entfernt. Jakob Gutmann hat vor 9 Jahren die Mühle von Matz Ohrfeig um 900fl erkauft. Er gibt 1 fl als Pacht in die Landschreiberei Lichtenberg. Der Bau einer Ohligmühle ist geplant“ (s. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 223).


Jakob Guthmann wurde 1738 in die Auseinandersetzung zwischen Philipp Friedrich Freiherr von und zu Schorrenberg bzw. dessen Rechtsvorgänger Hans Schweikhard Vogt von Hunolstein einerseits und Pfalz-Zweibrücken involviert. Er wurde 1738 bei diesen Streitigkeiten der beiden beteiligten Herrschaften festgenommen und auf Burg Lichtenberg inhaftiert. Es kam wegen dieser Ausein­andersetzung von 1730-1740 zu einem Rechtsstreit zwischen Schorrenberg und Pfalz-Zweibrücken vor dem Reichskammergericht Wetzlar. Schorrenburg klagte dort wegen Verletzung der Schorrenburger Rechte in Hoff und Leitersweiler sowie auf der Betzelbacher Mühle. Den klägerischen, vormals hunolsteinischen Untertanen in Hoof und Leitersweiler war von der zweibrücker Regierung be­fohlen worden, die Geißen abzuschaffen und auch ein Tabakverbot erlassen.. Auch wurden Fronpferde und Wagen verlangt. Auf Be­fehl des Oberamts Lichtenberg mußten die Untertanen eine Leiche, die von Wildschweinen angefressen worden war, im Wald begra­ben. Schließlich wurde der „zehnte Pfennig“ vom Müller der Betzelbacher Mühle, Jakob Guthmann abgefordert, und dieser 1738 auf Burg Lichtenberg inhaftiert. Gegen diese Eingriff in seine Hoheitsrechte klagte Philipp Friedrich Freiherr von und zu Schorrenberg vor dem Reichskammergericht (vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 2701, darin Bericht des Jakob Guthmann, Müller in der Betzelbacher Mühle [mit Handzeichen Guthmanns]über Eintürmung auf der Burg Lichtenberg; Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichs­kammergerichtsakten, a.a.O., Bd. 3, S. 1650/51, Nr. 1845).



Guttenbacher, Anna Eva:

aus Kandel; Tochter des Anwaltsschultheißen in Kandel Sigismund Guttenbacher; Schwester der Anna Maria Guttenbacher (°° 29.4.1698 mit dem Müller auf der Wanzheimer Mühle in Rheinzabern, Johann Peter Brunner); °° 1708 in Kandel mit dem Müller in Winden, Peter Reiland (vgl. Raimar, Josef: Das pfälzische Müllergeschlecht Brunner; in: Pfälzische Familien- und Wappenkunde, 1. Jh. 1952, S. 15)



Guttenbacher, Anna Maria:

aus Kandel; Tochter des Anwaltsschultheißen in Kandel Sigismund Guttenbacher; Schwester der Anna Eva Guttenbacher (°° 708 in Kandel mit dem Müller in Winden, Peter *Reiland); °° 29.4.1698 mit dem Müller auf der Wanzheimer Mühle in Rheinzabern, Johann Peter Brunner) (vgl. Raimar, Josef: Das pfälzische Müllergeschlecht Brunner; in: Pfälzische Familien- und Wappenkunde, 1. Jh. 1952, S. 15).



Guttenbacher, Sigismund:

Anwaltschultheiß in Kandel; Vater der Anna Eva Guttenbacher (°° 1708 in Kandel mit dem Müller in Winden, Peter *Reiland). Vater auch der Anna Maria Guttenbacher (°° 29.4.1698 mit dem Müller auf der Wanzheimer Mühle in Rheinzabern, Johann Peter Brunner) (vgl. Raimar, Josef: Das pfälzische Müllergeschlecht Brunner; in: Pfälzische Familien- und Wappenkunde, 1. Jh. 1952, S. 15)

















Litera H



Haach, Daniel:

auch 'Hach'; ; um 1796 ist Daniel Haach „Müllermeister von Otterbach“ auf der Hach'schen Mühle; °° Katharina Elisabetha Heberlin vom Daubenbornerhof; Vater des am 1.12.1797 in Otterberg getauften Sohnes Anton Karl Daniel († 14.7.1797) (vgl. Rink: Taufbü­cher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 372, Nr. 3731). Am 3.6.1798 geboren und am 6.6.1798 in Otterberg ge­tauft wurde Johanna Salome, Tochter des „Daniel Haach, Bürger und Müllermeister von Otterbach und Katharina Elisabetha geb. He­berle vom Taubenbornerhof“ (vgl. Rink, a.a.O., S. 380 Nr. 3817).



Haag, Conrad:

1690 - 8.3.1759 Elmstein; Müller in Appenthal; Sohn des Lorentz Haag; 1711 wurde das Gelände in Appenthal dem Lorentz Haag übertragen, dessen Sohn Conrad Haag (1690- 8.3.1759) hier die Mahl- und Sägemühle errichtete. I


In der Mühlenrenovation des kurpfälzischen Oberamts Neustadt von 1738 ist sie enthalten (vgl. LA Speyer BestA2 Nr. 179/1) und unter Nr. 44 wie folgt beschrieben: „in der Apolonienthal bey Elmstein befindet sich eine Mahl und Seegmühl, welche der Conrath Haag in Anno 1723 neu erbaut hatt, dieße Mühl hatt 2Rath, eines zum Mahlen, das andere zum Schneiden, und ist auf einen Erbbe­standsplatz gebaut worden, gibt jährlich lauth einer vorgezeigten Quittung 4 Mltr. Korn Mühlpfacht in die Kellerey Neustadt sodan 3 fl Wasserfall in die Gefällverweserey, Mühl Brief noch Consens hat der Müller nicht, der jetzige Poßsessor ist wie oben gemeldt Con­radt Haag, Forstknecht zu Elmstein“ (Anm: bei LA Speyer A2 Nr. 179/1 fol. 37 ist nur „Conrath“ angegeben, dagegen bei LA Speyer A2 Nr. 100/1 fol. 18 S. 14 „Conradt Georg“).


Bei einer Renovation der Gemarkungen Elmstein, Iggelbach und Appenthal im Jahr 1769 von der kurfürstlichen Hofkammer Mann­heim durchgeführt, ist festgehalten daß von Conrad Haag ein Wohnhaus samt Mahl- und Bordmühle und Garten in Appenthal be­steht. Die Gefällverweserei Neustadt erhält danach für das Sägewerk 3 Gulden und für die Mahlmühle die Kellerei Neustadt 3 Ma Korn. Vater des Müllers Johannes Haag (1745-1801) (vgl. Heintz, Fridolin: Geschichte des Mahl- und Sägewerkes in Appenthal; in: Geschichte und Geschichten unserer Heimat. 2002, S. 16).



Haag, Conrad:

1813 - 14.8. 1888 im Alter von 74 Jahren; Müller auf der Mühle in Appenthal; Sohn des Müllers Johann Friedrich Haag und Marga­rethe Osterheld; Bruder der Anna Maria Haag (°° 13.10.1835 in Elmstein mit Friedrich (1) Becker vom Münchhof bei Hochspeyer); die Mühle übernahm später sein Neffe Friedrich (2) *Becker (4.6.1837-30.11.1903 Appenthal) (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbands­gemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 68); er stellte anfangs 1843 erneut den Antrag bei dem kgl. Landcommisariat Neustadt die Geneh­migung, neben seiner Mahlmühle ein Sägewerk einrichten und betreiben zu können; diesen Antrag hatte bereits sein Vater vergeblich gestellt, der nach Bedenken der Bachanlieger und Wiesenbesitzer 1842 angelehnt worden war. Nach erneuten Gutachten und einer Ortsbesichtigung kam der zuständige Bezirksinspektor Strauß zum Ergebnis, daß die Einwände gegen die Erweiterung unbegründet seien. Nun aber erhob das kgl. Triftamt Einwendungen und forderte in einem Gutachten, daß die Erweiterung nur unter Bedingungen genehmigt werden dürfte, vor allem daß Reparaturen am sog. Mühlschutz (an der Abzweigung des Mühlgrabens vom Speyerbach; es ergriff des weiteren für die Wiesenbesitzer Partei, deren Existenz ganz stark davon abhing, daß genügend Futter für das Vieh gewähr­leistet sei. Mit den ihm hierauf erteilten Auflagen war der Müller Haag nicht einverstanden und legte Widerspruch ein. Dieser wurde der Regierung in München vorgelegt, von dort wurde ihm der Entzug der Konzession für die Sägemühle angedroht, falls er nicht ein­lenke. Das Ergebnis ist nicht bekannt. Konrad Haag engagierte sich auch außerhalb seiner Mühle; von 1663/68 war er Bürgermeister von Elmstein. 1885 übergibt er der Gemeinde 300 Mark zur Anschaffung von Glocken, und hinterlegte 100 Mark für einen Grab­platz. Der prot. Kirchengemeinde stiftete er 1888 einen Betrag von 300 Mark für den Kirchturmbau und spendete an die Gemeinde 300 Mark, aus deren Zinsgewinn Kleider für bedürftige Kinder gekauft werden sollte. Weiterhin spendete er 1400 Mark um Glocken für Appenthal anzuschaffen. °° mit Katharina NN.; die Ehe blieb kinderlos; die Mühle ging deshalb nach seinem Tod an seinen Nef­fen Friedrich (2) Becker, den Sohn seiner Schwester Anna Maria Haag (°° 13.10.1835 in Elmstein mit Friedrich (1) Becker vom Münchhof bei Hochspeyer) (vgl. Heintz, Fridolin: Geschichte des Mahl- und Sägewerkes in Appenthal; in: Geschichte und Geschich­ten unserer Heimat. 2002, S. 16).



Haag, Johannes:

1745-1807; Müller auf der Mahl- und Sägemühle in Appenthal; Sohn des Müllers Conrad *Haag; um 1790 soll die Bordmühle aus Mangel an Arbeit eingegangen sein, nachdem von der kurfürstlichen Verwaltung die Entnahme von Holz aus den umliegenden Wäl­dern erschwert worden war. Vater des Müllers Johann Friedrich *Haag (vgl. Heintz, Fridolin: Geschichte des Mahl- und Sägewerkes in Appenthal; in: Geschichte und Geschichten unserer Heimat. 2002, S. 16).



Haag, Johann Daniel:

s. Johann Daniel *Hach



Haag, Johann Friedrich:

1781-1849 Appenthal; Sohn des Müllers in Appenthal Johannes *Haag (1745-1807); er betrieb die Mühle nach dem Tod des Vaters ab 1807 selbständig und besaß außerdem eine Schreinerei; er nahm nach 1810 Veränderungen am Bachlauf zur Errichtung eines zweiten Mahlgangs vor, was zum Entzug von Wasser an den Wiesen geführt hatte; weiterhin hatte er den aus 1604 stammenden Müh­lenweiher aufgefüllt, Wiesen geschaffen und den Mühlenantrieb von einem unterschlächtigen Wasserrad auf einen oberschlächtigen Antrieb geändert; 1841 beantragte er bei dem kgl. Landcommisariat Neustadt die Genehmigung, neben seiner Mahlmühle ein Säge­werk einrichten und betreiben zu können und weiteres Mühlrad einsetzen zu dürfen; nachdem Bachanlieger Bedenken wegen der ausreichenden Bewässerung der Wiesen geäußert hatten, wurde das Gesuch 1842 abgelehnt; zu diesem Zeitpunkt war er 60 Jahre alt; er übergab unmittelbar nach Ablehnung des Gesuchs noch 1842 seine Mühle an den Sohn Conrad Haag (vgl. Heintz, Fridolin: Ge­schichte des Mahl- und Sägewerkes in Appenthal; in: Geschichte und Geschichten unserer Heimat. 2002, S. 17); °° mit Margarethe Osterheld; Vater des Müllers Conrad *Haag, der Anna Maria Haag (°° 13.10.1835 in Elmstein mit Friedrich (1) Becker vom Münch­hof bei Hochspeyer); die Mühle übernahm später sein Enkel Friedrich (2) *Becker (4.6.1837-30.11.1903 Appenthal) (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 68).



Haaß, Jacob:

um 1738 err., Müller auf der Schrammenmühle bei Gumbsweiler/Glan. Im Mühlenbericht den Carl Sundahl für das Oberamt Lich­tenberg 1746 erstellte (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 45-49r) heißt es zusammengefaßt u.a.: Die Schrammenmühle liegt am Glan, in den bei Ratsweiler die Steinalb mündet. Letztere verursacht auch der Mühle großen Schaden, da der Bach bei Hochwas­ser viel Geröll mit sich führt. Gehört zur Gemeinde Gumbsweiler, 20 Minuten oberhalb dieses Dorfes. Die Mühle hat einen Vorder­teich von 300 Schritt und einen Hinterteich von 132 Schritt Länge. 2 unterschlächtige Wasserräder, wovon das eine einen Mahlgang, das andere einen Mahl- mit Schälgang treibt. Beständer ist die Erbengemeinschaft Nickel Haaß, Maria und Maria Agnesia Haaßin wie auch Jakob Haaß, welche die Mühle von ihrem Vater Jacob *Haaß vor 7 oder 8 Jahren ererbet haben. Man zeigt einen Erbbe­standsbrief vor, der am 7. Januar 1687 für Daniel Fell ausgestellt worden ist. Aber seit dieser Zeit ist die Mühle schon in 6. Hand. Als Pacht sind 3 Ma. Korn und 3 Ma. Hafer zu entrichten. Ein Incommodum (Beschwernis), das auf dieser Mühle ruht, sei, daß vermöge eines Vergleiches vom 12. September 1580 der Müller alle seine um die Mühle gelegenen Wiesen am Bartholomäustag gemäht haben muß, sonst die Dörfer Gumbsweiler und Eschenau in selbige zu fahren und abzuweiden Fug und Recht haben sollen. Die Mühle hat keine Banngerechtigkeit, deshalb nicht viel zu mahlen. Der Mahlmühle gegenüber am gleichen Mühlteich steht eine Ohligmühle, ge­hört zu deren Erbbestand. In beiden Mühlen sitzt zur Zeit ein Lehensmüller.


Vater des Müllers auf der Schrammenmühle und Betriebsnachfolgers Nickel *Haaß, der Maria Haaß, der Maria Agnesia Haaß und des Jacob Haaß.



Haaß, Margaretha Katharina:

1717 in Albisheim - 16.4.1783 in Albisheim; Tochter des Hans (Johann) Nicolaus Haaß aus Albisheim; Eheschließung am 3.10. 1730 mit Johann Peter Friedrich († 6.8.1739) in Albisheim; Kinder aus dieser Ehe sind: Johann Philipp Friedrich und Georg Henrich *Friedrich; nach dem Tod ihres 1. Ehemannes verheiratete sie sich am 25.5.1745 in 2. Ehe mit Johannes Bohlander aus Seckmauer bei Heidelberg; Kinder aus dieser Ehe sind: Andreas Bohlander und Franz Bohlander. Johannes Bohlander erbaute die Papiermühle in Albisheim und die Papierfabrik in Eisenberg (stand auf dem Gelände der heutigen Firma Oerlikon am Eisbach unterhalb der Fa. Gienanth; zur Geschichte und Stammbaum vgl. Weber: Geschichte der pfälz. Mühlen d. besonderen Art, S. 27 f); mit ihr kreuzen sich erstmals die Papiermacherfamilien Mann/Bohlander/ Friedrich; vgl. Familienchronik d. August Fink S. 186; 6xUrgroßmutter von Eberhard Ref.



Haaß, Nickel:

vor 1745; Müller auf der Schrammenmühle bei Gumbsweiler. Sohn des Müllers auf der Schrammenmühle Jacob *Haaß. Im Müh­lenbericht den Carl Sundahl für das Oberamt Lichtenberg 1746 erstellte (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 45-49r) heißt es zu­sammengefaßt u.a.: Die Schrammenmühle liegt am Glan, in den bei Ratsweiler die Steinalb mündet. Letztere verursacht auch der Mühle großen Schaden, da der Bach bei Hochwasser viel Geröll mit sich führt. Gehört zur Gemeinde Gumbsweiler, 20 Minuten oberhalb dieses Dorfes. Die Mühle hat einen Vorderteich von 300 Schritt und einen Hinterteich von 132 Schritt Länge. 2 unter­schlächtige Wasserräder, wovon das eine einen Mahlgang, das andere einen Mahl- mit Schälgang treibt. Beständer ist die Erbenge­meinschaft Nickel Haaß, Maria und Maria Agnesia Haaßin wie auch Jakob Haaß, welche die Mühle von ihrem Vater Jacob *Haaß vor 7 oder 8 Jahren ererbet haben. Man zeigt einen Erbbestandsbrief vor, der am 7. Januar 1687 für Daniel Fell ausgestellt worden ist. Aber seit dieser Zeit ist die Mühle schon in 6. Hand. Als Pacht sind 3 Ma. Korn und 3 Ma. Hafer zu entrichten. Ein Incommodum (Beschwernis), das auf dieser Mühle ruht, sei, daß vermöge eines Vergleiches vom 12. September 1580 der Müller alle seine um die Mühle gelegenen Wiesen am Bartholomäustag gemäht haben muß, sonst die Dörfer Gumbsweiler und Eschenau in selbige zu fahren und abzuweiden Fug und Recht haben sollen. Die Mühle hat keine Banngerechtigkeit, deshalb nicht viel zu mahlen. Der Mahlmühle gegenüber am gleichen Mühlteich steht eine Ohligmühle, gehört zu deren Erbbestand. In beiden Mühlen sitzt zur Zeit ein Lehens­müller.



Hach, Anna Margaretha:

°° mit dem Müller auf der Dorfmühle in Katzweiler Heinrich *Henn; Mutter des Daniel Henn (°° mit Maria Elisabetha Kolter) (vgl. Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370).



Hach, Hermann:

* 11.9.1904 Otterbach - +++++, Sohn des Müllers in Otterbach, Karl Hack; Hermann Hach war wie sein Vater Müler auf der Hach'­schen Mühle in Otterbach; °° 27.9.1934 mit Anna Henriette Müller) (vgl. Becher, Heinrich: Dorfsippenbuch Mehlbach; Goslar 1938, S. 74 Nr. 386).



Hach, Karl:

um 1934 Müller in Otterbach; Vater des Müllers in Otterbach Hermann Hach (* 11.9.1904 Otterbach, °° 27.9.1934 mit Anna Henriet­te Müller) (vgl. Becher, Heinrich: Dorfsippenbuch Mehlbach; Goslar 1938, S. 74 Nr. 386).



Hach, Johann Daniel:

9.3.1741 Kaisersmühle bei Kaiserslautern – 17.11.1783 (+++prüfen+++ Otterbach); Sohn des Müllers auf der Kaisersmühle Jakob *Hach und der Dorothea Pfaff; seit 1758 Erbbestandsmüller auf der Mühle in Otterbach bei Kaiserslautern; °° am 24.4.1759 in Katz­weiler mit der Müllerstochter Katharina Elisabetha Kolter (Tochter des Müllers auf der Schafmühle bei Katzweiler Johannes *Kolter und Katharina Elisabetha *Weißmann) (vgl. Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370).


Anm.:

Der Müllermeister in Otterbach, Johann Daniel *Haag war ist am 18.4.1759 Pate bei der Taufe des Johann Daniel Leswing in der re­formierten Kirche in Otterberg; Patin war bei dieser Taufe ebenfalls die Müllerstochter Elisabeth Kolter aus Katzweiler, die Tochter des Müllers Johannes Kolter (!) (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 255 Nr. 2361). ++++prüfen: der Name 'Johann Daniel Haag“ ist mE höchstwahrscheinlich wegen Schreib- oder Lesefehler falsch wiedergegeben. In Otterberg gab es die Hachsche Mühle; dort war 1758 als Erbbeständer der Müller Johann Daniel *Hach; °° am 24.4.1759 in Katzweiler mit der Müllerstochter Katharina Elisabetha Kolter (Tochter des Müllers auf der Schafmühle bei Katzweiler Johannes *Kolter und Katharina Elisabetha *Weißmann) (vgl. Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370).


Am 3.8.1760 wird der Sohn Georg Nikolaus Hach getauft, Sohn des „Meisters Johann Daniel Hach, Müller von Otterbach und Ca­tharina Elisabeth“ (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 258 Nr. 2401).


Am 12.11.1764 ist Pate in Otterberg der „Johann Daniel Hach, Müller von Otterbach“ (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformier­ten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 271 Nr. 2532) sowie am 16.1.1765 „Johann Daniel Hach, Müller zu Otterbach und Elisabetha des Daniel Hach Ehefrau“ (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 271 Nr. 2538); ebenfalls sind Paten in Otterberg am 25.7.1765 „Johann Daniel Hach, Müller von Otterbach und Catharina Elisabetha“ (vgl. Rink, a.a.O., S. 273 Nr. 2555).


Am 20.8.1766 wird in Otterbach geboren und am 21.8.1761 in Otterberg getauft der Michael Hach, Sohn der Eheleute „Johann Da­niel Hach, Müller von Otterbach und Catharina Elisabetha“ Am 13.11.1765 sind Paten in Otterberg der „Johann Adam Scherer, Mül­ler von der Gallapmühle und Anna Margaretha seine Ehefrau“ (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 277 Nr. 2598).


Am 20.5.1767 sind erneut Paten in Otterberg der „Johann Daniel Hach, Müller zu Otterbach und Catharina Elisabetha, seine Ehefrau (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 280 Nr. 2631) sowie am 26.6.1767 (vgl. Rink, a.a.O., S. 280 Nr. 2636).


Am 14.6.1768 wird in Otterbach geboren und am 16.6.1767 in Otterberg getauft die Anna Maria Hach, Tochter der Eheleute „Johann Daniel Hach, Müller und Gemeinsmann von Otterbach und Catharina Elisabetha“ (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 284 Nr. 2676).


Am 3.8.1769 sind erneut Paten in Otterberg „Johann Daniel Hach, Müller von Otterbach und Elisabetha seine Ehefrau“ (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 287 Nr. 2713).


Am 6.5.1770 wird in Otterbach geboren und am 8.5.1770 in Otterberg getauft der Johann Heinrich Hach, Sohn der Eheleute „Johann Daniel Hach, Almosenpfleger und Müller von Otterbach und Catharina Elisabetha“ (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 290 Nr. 2747). Am 16.3.1772 wird in Otterbach geboren und am 18.3.1772 in Otterberg getauft der Johann Nicolaus Hach, Sohn der Eheleute „Herr Daniel Hach von Otterbach, Müller und Catharina Elisabetha“ (vgl. Rink: Taufbü­cher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 295 Nr. 2805). Am 6.5.1775 wird die Catharina Margaretha Hach gebo­ren und am 7.5.1775 in Otterberg getauft, Tochter des „Herrn Daniel Hach von Otterbach, Müllermeister und Elisabetha“ (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 304 Nr. 2910). Am 21.1.1777 wird die Anna Margaretha Hach geboren und am 23.1.1777 in Otterberg getauft, Tochter des „Daniel Hach von Otterbach, Müller und Catharina Elisabetha“ (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 309 Nr. 2966). Am 30.4.1780 wird die Anna Maria Hach in Otterberg getauft, Tochter des „Johann Daniel Hach von Otterbach, Müller und Catharina Elisabetha“ (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 319 Nr. 3093).


Am 26.3.1792 wird Katharina Elisabetha Hach geboren, die Tochter von „Johann Daniel Hach, Müllermeister von Otterbach und Ka­tharina Elisabetha“; Patin war „Katharina Elisabetha Hach, Witwe“ (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otter­berg, a.a.O., S. 356 Nr. 3551).


Am 22.10 1795 sind Paten in Otterberg der Müllermeister Daniel Haack/Hach und Ehefrau Katharina NN. Bei der Taufe des Daniel Anspach, Sohn des Chirurgen Daniel Anspach und Karolina Leonhard (lutherisch) aus Reichenbach (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 366 Nr. 3674).



Hach, Johann Daniel:

am 13.3.1789 wird geboren und am 15.3.1789 getauft der Johannes Hach (†), Sohn des „Johann Daniel Hach, Müllermeister von Ot­terberg und Katharina Elisabetha“ +++prüfen:++++ gemäß dem Sterbedatum müßte es sich um einen gleichnamigen Sohn und Mül­ler „Johann Daniel Hach“ handeln, dessen Ehefrau aber denselben Vornamen „Katharina Elisabetha“ hätte; wenn das Eheschlie­ßungsdatum 24.4.1759 in Katzweiler stimmt, dann wäre Katharina Elisabetha nach 30jähriger Ehe und als alte Frau noch Mutter ge­worden.



Hach, Johann Jakob:

aus Erfenbach; um 1740 Erbbestandsmüller auf der Kaisersmühle bei Kaiserslautern; °° mit Maria Dorothea Pfaff; Vater des Müllers Daniel *Hach (*9.3.1741 auf der Kaisersmühle) (vgl. Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzwei­ler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370). Am 10.2.1737 ist Patin in der deutsch-reformierten Kirche in Otterbach die „Maria Dorothea Pfaff, des Johann Jacob Hach von Erfenbach, so jetzt auf der Kaysersmühl wohnt, Hausfrau (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 188 Nr. 1701).



Hachenburgk, Jakob:

um 1599; Flersheimer Keller in Neuhemsbach (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 119).



Hachenbruch, Joachim:

auch Hachenbuch; „Auß dem Leiningischen“; 1710 (1711) – 1717 Müller und Temporalbeständer auf der Oberen Hetschmühle in Alsenborn; °° mit NN. Storck, der Tochter des Schultheißen Storck in Zeselberg (vgl. Rupp: Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn, a.a.O., S. 20; Kuby Alfred Hans: Das älteste Kirchenbuch von Alsenborn 1663-1764 als Geschichtsquelle; in: ++++klären+++; Ruby: Enkenbach-Alsenborn, Bürger, a.a.O., S. 714 Nr. 6722, S. 242 Nr. 1904)


Die Obere Hetschmühle in Alsenborn wurde im 30jährigen Krieg zerstört und lag seither lange in Trümmern. 1706 begann der Wie­deraufbau durch den Zimmermann Adam Platz aus der Schweiz; 1710 Fertigstellung durch Joachim Hachenburg (vgl. Weber: Müh­len der Nordpfalz im Bereich der Alsenz, a.a.O., S. 4).


Vater der Maria Magdalena Hackenbrug (geb. 1685 - Eselsmühle Alsenborn, beerd. 13.11.1747; °° mit dem Müller Samuel *Weckmann) (vgl. Ruby: Enkenbach-Alsenborn, Bürger, a.a.O., S. 714 Nr. 6722, S. 242 Nr. 1904).



Hack, Hans:

um 1680; Müller auf der Mahlmühle in Otterberg; er bewarb sich 1681 als Erbbeständer der Lohmühle bei Langmeil; er beabsichtigte die heruntergekommene Mühle in eine Mahlmühle umzuwandeln; deshalb erhielt Hans *Hack, der bereits die Mahlmühle in Otter­berg betrieb, den Zuschlag und übernahm die Mühle 1681; er begann diese in eine Mahlmühle umzubauen, überschuldete sich jedoch hierbei; er verzichtete 1683 auf die Mühle (vgl. Wasem, Peter: Die Lohmühle bei Langmeil; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 3/2005 S. 1-2).



Hack, Obristjägermeister von:

vor 1739 (err.); kurpfälzischer Beamter; er kaufte die Mühle in Lambsheim: die Mühle ist im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Neustadt von 1738 aufgeführt und wie folgt beschrieben: “mit 2 Mahlgängen liegt auf dem Lambsbach. Obristjägermeister Freiherr von Hack hat sie von Nikolaus Baumann gekauft. Der Bestandsmüller kann keine weiteren Angaben machen.” (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 252).



Häberle, Karl:

2.1.1841 – 16.12.1892; Mühlenbesitzer in Elmstein auf der Lanz'schen Mühle; Sohn des Brauereibesitzers, Holzhändlers und Gastwirts in Hochspeyer Daniel I. Häberle und (°° 25.4.1823) der Elisabeth Lahm; Enkel von Johann Georg Häberle (1776-1858) vom Daubenborner Hof. °° 21.12.1867 mit Elise Barth (26.4.1849-7.7.1904); der Sohn Jakob Häberle wird am 7.11.1868 auf der Lanz'schen Mühle in Elmstein geboren (vgl. Häberle: Daubenbornerhof, a.a.O., S. 132-133).



Häffner, Häfner, Familie:

s. Haffner, Hafner



Hän, Johann Peter:

s. Johann Peter *Hön



Hännel, Georg Balthasar:

* im März 1785 Cleeburg/Elsaß – 7.11.1848 Minfeld; Sohn des Ackerers Jakob Hännel und Katharina Barbara Hauck; Müller in Minfeld (? +++prüfen+++); °° am 22.1.1818 Minfeld mit Maria Johanna Bouquet (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 275).



Härtel, Johann Georg:

auch Hertel, Hartel, Hörtel; 1673 Mutterstadt - 5.12.1749 Dannstadt; reformiert; Sohn von Johann Georg Härtel und NN.; Zoller in Dannstadt, später Müller auf Rehhütte; Peter Adam *Rießer verkaufte 1738 die Mühle an den reformierten Zoller in Dannstadt Jo­hann Georg Hertel/Härtel/Hörtel (*1673 Mutterstadt - 5.12.1749 Dannstadt), im Kirchenbuch bezeichnet auch als Müller auf der Rehhütte. Härtel erhielt einem am 17.9.1738 ausgefertigten Erbbestandsbrief über die Rehhütter Mühle (vgl. LA Speyer A2 Nr. 1443/2a); °° mit Maria Sybilla Renner (1686 Dannstadt - 26.2.1754 Dannstadt); Johann Georg Hertel hat 2 überlebende Söhne, Hans Georg Härtel und Hans Veltry Hörtel, der als Gastwirt in Dannstadt die Gastwirtschaft “Zur Krone” betreibt (vgl., Frosch: Familien in Neuhofen, a.a.O., S. 232). Beide scheiden als Nachfolger auf der Rehhütter Mühle aus. Die Tochter Maria Sybilla Härtel war seit 8.2.1724 in Schauernheim mit Johann Jacob Börstler verheiratet (vgl. Frosch: Familien in Neuhofen, a.a.O., S. 61; Seelinger: Famili­en in Dannstadt und Schauernheim, a.a.O., S. 265 Nr. 1031); dieser folgte seinem Schwiegervater († 5.12.1749 Dannstadt) als Müller auf Rehhütte nach; vielleicht hat er auch auf der Mühle in Rehhütte bereits zu dessen Lebzeiten mitgearbeitet, lebte aber weiter in Schauernheim, wo alle seine 13 Kinder (Johann Jakob *1725 bis Valentin * 1751) geboren sind.



Hafen, Balthasar:

um 1769 aus Frankenstein; er ersteigerte 1769 die Bannmühle in Hardenburg für 5160 fl für seinen Schwiegersohn Johann *Ummel (vgl. Buchert, Heinrich: Die Unternehmer im Isenachtal und Umgebung im 18. Jh.; in: Pfälz. Fam.- u. Wappenkunde, 1952, S. 38; Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 178). 1778 verkaufte Balthasar Hafen die Mühle an Johannes *Beh­ret aus Hardenburg (vgl. Buchert, a.a.O., S. 38; Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 178); °° mit Anna Maria Ummel (um 1721 - 24.4.1784 Frankenstein); Vater von Anna Maria Hafen (°° 18.9.1774 in Weidenthal mit Johann Heinrich Eberhard, den Sohn des Bernhard Eberhard von der Klostermühle bei Ramsen), den leiningischen Forstmeister Konrad Hafen, Jo­hann Wendelin Hafen (Erbbeständer an der Neuen Bau) (vgl. Neumer, a.a.O., S. 178); Vater des Försters Konrad Hafen (°° Anna Maria Kurz; vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 179 Nr. 887 und 888); Großvater des Revierförsters und Bordmühlenbesitzers in Weidenthal *Johann Mathäus *Hafen (vgl. Neumer, a.a.O., S. 179).



Hafen, Johann Matthias (Mathäus):

5.12.1868 Weidenthal; Sohn des Revierförsters Konrad Hafen und der Anna Maria Kurz; Enkel des Mühlenbesitzers in Hardenburg Balthasar *Hafen; Revierförster und Bordmüller in Weidenthal; Träger des bayerischen Ludwigsordens; 1813 Gastwirt; er ist 1838 mit 8 weiteren Personen Besitzer der “alten Sägemühle” in Weidenthal [s. Bordmühle an der Pfingstweid]; °° I 5.4.1804 Frankeneck mit Katharina Elisabeth Kölsch († 27.10.1810 Frankeneck). Vater von Maria Elisabeth Hafen (*11.11.1805, °° 8.10.1826 in Frankeneck mit Philipp Jakob *Hassieur aus Kaiserslautern), Anna Maria Hafen (*4.4.1806; °° 12.7.1827 in Frankeneck mit dem Papiermüller aus Weidenthal Philipp *Unger); °° II 24.2.1813 mit Friederike Sophie Gassert (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 179 Nr. 887 und 888).


Bei der Vermessung der Weidenthaler Gemarkung 1838, bei welcher das Anwesen der Bordmühle an der Pfingstweid aus Wohnhaus, Sägmühl, Scheune, Stall und Hof bestand, teilten sich sogar 9 Personen das Eigentum: Küfermeister Friedrich Burckhardt, Ackermann Math. Haffen und Ackermann Heinrich Jörgens alle drei in Weidenthal, Revierförster Johann Mathäus Haffen (*Hafen), Bürgermeister Math. Kurz, Posthalter Carl Adolph (2) *Ritter und Gastwirt Paul Kölsch, alle in Frankenstein, ferner Müllermeister Peter *Eymann aus Diemerstein und Gastwirt Peter Lahm aus Hochspeyer (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 227; Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 179 Anm. zu Nr. 888).



Hafner, Haffner, Häffner:

unterschiedliche Schreibweisen des Namen sind berücksichtigt, die Erfassung erfolgt nicht in der exakten Schreibweise des Nachna­mens, sondern nach der Sortierung der Vornamen, weil die Nachnamen unterschiedlich urkundlich vermerkt sind; zudem sind im die „Haffners“ aus Waldhambach im kath. Familienbuch als „Häffner“ vermerkt, während die Mühle in Waldhambach als „Johann Haf­ner'sche Mühle“ bezeichnet ist; sie werden deshalb als „Haffner“ notiert



Haffner, Andreas:

ab 1742 Müller und Erbbeständer auf der unteren Schießberger Mühle in Speyer; er kaufte den Erbbestand von dem hochfürstlich-s­peyerischen Kammerrat Jakob *Engelhard aus Philippsburg. Am 26.1.1742 zeigte der Andreas Haffner dem Speyerer Rat an, daß er die untere Schießberger Mühle vor einiger Zeit käuflich erworben habe (vgl. Klotz: Die ehemalige „untere Schießberger Mühle“ in Speyer. in: Pfälzer Heimat 1998, S. 78-83)



Haffner, Andreas:

auch Häffner, um 1758 Müller in Waldhambach; °° 3.2.1758 mit Susanna NN aus Arzheim; Vater der Philippina Haffner (geb. 7.5.1758 Waldhambach) (vgl. Helfrich u.a.: Familienregister zu den katholischen Kirchenbüchern von Waldhambach und Waldrohr­bach 1735-1875, a.a.O., S. 41).



Haffner, Georg Jakob:

Müller auf der Kaisersbacher Mühle in Waldhambach; Sohn des Müllers Peter Haffner und der Kathrina Laux (vgl. Helfrich u.a.: Fa­milienregister zu den katholischen Kirchenbüchern von Waldhambach und Waldrohrbach 1735-1875, a.a.O., S. 45). °° 17.6.1817 in Waldhambach mit Maria Anna Müller (vgl. Helfrich u.a.: Familienregister zu den katholischen Kirchenbüchern von Waldhambach und Waldrohrbach 1735-1875, a.a.O., S. 41). Vater der Katharina Haffner, die am 10.5.1841 in Waldhambach as nichteheliche Kind Wilhelmina zur Welt bringt (vgl. Helfrich u.a.: Familienregister zu den katholischen Kirchenbüchern von Waldhambach und Wald­rohrbach 1735-1875, a.a.O., S. 45) und der Magdalena Hafner († 8.11.1858 Waldhambach im alter von 29 Jahren, °° mit dem Müller auf der Kaiserbachermühle Heinrich *Öttinger) (vgl. Helfrich u.a.: Familienregister zu den katholischen Kirchenbüchern von Wald­hambach und Waldrohrbach 1735-1875, a.a.O., S. 107).



Haffner, Jacob:

um 1856 Müller in Waldhambach. Am 11.2.1846 läßt der Müller in Waldhambach Jacob Haffner „wegen Wohnsitzveränderung, seine zu Waldhambach gelegene Mühle mit Wohnung, 2 Mahlgängen, Schälgang, Schwingmühle, Hanfreibe ….“ versteigern. Die Mühle ist ergänzend in der Versteigerungsannonce wie folgt beschrieben: „Das Werk selbst ist neu eingerichtet, hat hinlänglich Wasser, 18´ Gefäll, und kann dieses ohne weitere Schwierigkeiten noch um 2´ vermehrt werden“ (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 26.1.1856, S. 39 = LA Speyer Best. Y 20/41).



Haffner Johannes:

auch Häffner; ca. 1721 err. - 12.4.1771 Kaisersbacher Mühle Waldhambach im Alter von ca. 50 Jahren. Bruder des Peter *Haffner von der kurpfälzischen Erlenmühle in Göcklingen (vgl. Ehrgott: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 230; LA Speyer D2/116-2); °° mit Benedicta Mann († 23.3.1791 Waldhambach im Alter von 86 Jahren); Vater u.a. von Johannes Haffner (geb. 2.12.1753 Waldhambach; auch als Johann Michael *Haffner bezeichnet), Anna Barbara Haffner (geb. 17.4.1757 – 21.1.1779 Thalmühl) und Paul Haffner (geb. 20.12.1758 Kaisersbacher Mühle) (vgl. Helfrich u.a.: Familienregister zu den katholischen Kirchenbüchern von Waldhambach und Waldrohrbach 1735-1875, a.a.O., S. 41 und S. 44 [zu Johann Michael Haffner]) und der Katharina Haffner (°° 9.10.1782 in Waldhambach mit Joseph Anton Meyerer (vgl. Helfrich u.a.: Familienregister zu den katholischen Kirchenbüchern von Waldhambach und Waldrohrbach 1735-1875, a.a.O., S. 94).


Haffner übernahm ab 1.1.1751 als Temporalbeständer die fürstbischöflich-speyerische herrschaftliche Mahlmühle (Dorfmühle) in Waldhambach (vgl. Ehrgott: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 230; LA Speyer D2/116-1).


Dem Gesuch Hafners vom 10.6.1755 um Verlängerung des Temporalbestandes wurde rasch entsprochen, hatte der „Supplicierende“ doch „sein jährliche Pacht á 18 Mltr Korn, quartaliter ordentlich zeithero entrichtet“; Hafner wurde am 6.8.1755 die Mühle auf weite­re 12 Jahre übergeben zu einer von ihm angebotenen jährlichen Pacht von 20 Mltr Korn (vgl. Ehrgott: Waldhambach und seine Müh­len, a.a.O., S. 230; LA Speyer D2/116-1). Hafner erwarb 1758 die Kaisersbacher Mühle mittels öffentlicher Versteigerung, mußte aber bald feststellen, daß er nicht in der Lage war, beide Mühlen gleichzeitig zu betreiben, weshalb er die Waldhambacher Mühle „widerrechtlich“ an Martin Meyer in „After-Verlehnung“ weitergegeben hatte (vgl. Ehrgott: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 230; LA Speyer D2/116-3).



Hafner, Johannes:

1792 err. - 20.3.1845 Waldhambach im Alter von 53 Jahren (vgl. Helfrich u.a.: Familienregister zu den katholischen Kirchenbüchern von Waldhambach und Waldrohrbach 1735-1875, a.a.O., S. 42); Müller auf der Johannes Hafner'schen Mühle in Waldhambach. °° mit Apollonia Schwarzmüller († 28.1.1849 Waldhambach im Alter von 52 Jahren); Vater des Müllers Joseph Hafner (geb. 6.7.1825) und des Johannes Hafner (geb. 1.8.1827) (vgl. Helfrich u.a.: Familienregister zu den katholischen Kirchenbüchern von Waldhambach und Waldrohrbach 1735-1875, a.a.O., S. 42). Die Johannes Hafner'sche Mühle wird im Wege der Erbauseinandersetzung am 28.9. 1846 versteigert und ist in der Versteigerungsanzeige vom 12..9.1846 wie folgt beschrieben: „Ein zu Waldhambach gelegenes Wohn­haus mit Mahlmühle, ein Mahl- und ein Schälgang ..“ (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 12.9.1646 Beilage Nr. 37 = LA Speyer Best. Y 20/41)



Haffner, Johann Michael (1):

auch Häffner; 2.12.1753 Waldhambach – 15.1.1813 Waldhambach im Alter von ca. 60 Jahren; auch als Johannes Haffner bezeichnet (vgl. Helfrich u.a.: Familienregister zu den katholischen Kirchenbüchern von Waldhambach und Waldrohrbach 1735-1875, a.a.O., S. 41 und S. 44 [zu Johann Michael Haffner]). Müller in Waldhambach; Sohn des Müllers auf der Kaisersbacher Mühle, Johannes Haff­ner und der Benedicta Mann; °° 31.5.1779 mit Margaretha Wolffer (ca. 1757 Eschbach – 6.9.1783 Waldhambach im Alter von 26 Jahren im Kindbett; Tochter von Peter Wolffer und Maria Katharina Laux); Vater von Johann Michael Haffner (geb. 14.10.1779 Waldhambach) (vgl. Helfrich u.a.: Familienregister zu den katholischen Kirchenbüchern von Waldhambach und Waldrohrbach 1735-1875, a.a.O., S. 44).



Haffner, Johann Michael (2):

auch Häffner; 14.10.1779 Waldhambach – 30.10.1834 Waldhambach im Alter von 50 Jahren (vgl. Helfrich u.a.: Familienregister zu den katholischen Kirchenbüchern von Waldhambach und Waldrohrbach 1735-1875, a.a.O., S. 44 und 45 mit widersprüchlich Anga­ben). Müller in Waldhambach; Sohn des Müllers in Waldhambach Johann Michael Haffner (Häffner) und der Margaretha Wolfer (Wolffer); °° I 6.11.1820 mit Apollonia Schlinck aus Waldhambach (†20.11.1823); °° II mit Maria Anna Wegmann (vgl. Helfrich u.a.: Familienregister zu den katholischen Kirchenbüchern von Waldhambach und Waldrohrbach 1735-1875, a.a.O., S. 45).



Haffner, Joseph:

auch Häffner; geb. 6.7.1825 Waldhambach; Müller in ++++; Sohn des Müllers auf der Johannes Hafner'schen Mühle in Waldham­bach, Johannes Hafner und der Apollonia Schwarzmüller; °° 25.5.1847 in Waldhambach mit Magdalena Haffner (blutsverwandt im 3. Grad; Tochter des Michael Haffner und der Maria Anna Wegmann); Vater des Joseph Haffner (geb. 22.2.1749 Waldhambach) und der Apollonia Kunigunde Haffner (geb. 3.3.1851) (vgl. Helfrich u.a.: Familienregister zu den katholischen Kirchenbüchern von Waldhambach und Waldrohrbach 1735-1875, a.a.O., S. 45).



Hafner, Martin:

aus Nattheim im Württembergischen; Müler in ++++; °° reformiert in Wallhalben am 19.1.1762 mit Anna Katharina Hammel, Toch­ter von Jakob Hammel, Küfermeister zu Wallhalben (vgl. Knocke, Theodor: Trauung von Ortsfremden in Wallhalben im 18. Jh.; in: PRFK 1976, S. 303).



Hafner, Paul:

auch Häffner; † 11.12.1808 Waldhambach (vgl. Helfrich u.a.: Familienregister zu den katholischen Kirchenbüchern von Waldham­bach und Waldrohrbach 1735-1875, a.a.O., S. 46); ab 1795 Müller in Waldhambach. 1795 erwarb der Müller Paul Hafner die ehe­mals fürstbischöflich-speyerische Mühle in Waldhambach im Wege französischen Nationalgüterversteigerung (vgl. Archives Dépar­tementales du Bas-Rhins Strasbourg, Best. Q 834 Nr. 3-27; zitiert bei Martin: Emigration, a.a.O., S. 341). Er dürfte m.E. der am 20.12.1758 in Kaisersbacher Mühle in Waldhambach geborene Sohn des Müllers auf der Kaisersbacher Mühle, Johannes Hafner und der Benedicta Mann sein (vgl. Helfrich u.a.: Familienregister zu den katholischen Kirchenbüchern von Waldhambach und Waldrohr­bach 1735-1875, a.a.O., S. 41).


°° Maria Apollonia Vogt aus Waldhambach († 19.8.1858 Waldhambach im Alter von 64 Jahren); aus der Ehe stammen 4 überlebende Kinder; Vater u.a.des Landwirts Joseph Anton Haffner (geb. 16.2.1790) und des Johann Theodor Haffner (vgl. Helfrich u.a.: Famili­enregister zu den katholischen Kirchenbüchern von Waldhambach und Waldrohrbach 1735-1875, a.a.O., S. 44, 46).



Haffner, Peter:

ab 1753 als Müller auf der Erlenmühle bei Göcklingen (vgl. Ehrgott: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 230; LA Speyer D2/116-2) und Bürger in Hermersberg im katholischen Kirchenbuch Göcklingen erwähnt; Peter Haffner ist ein Bruder des Johannes *Haffner von der Kaisersbacher Mühle in Waldhambach (vgl. Ehrgott: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 230; LA Speyer D2/116-2); °° NN. Geismayer; Vater des Nikolaus Haffner und des Georg Conrad Haffner; 1805 als Pate wird er im katholischen Kir­chenbuch Göcklingen beschrieben als: „Bürger, Witwer, Bauer und Müller ad Caesaris rivum (Kaiserbach), Kayserbachmühl in der Pfarrei Eschbach“. 1814 war er erneut Taufpate bei seinem Enkelkind Franz Peter Haffner, dem Sohn des Georg Conrad Haffner und der Maria Sommer: er ist hier im Kirchenbuch bezeichnet als: Bürger, Bauer und Müller von Kayserbach, von der Gemeinde Ham­bach (= Waldhambach) und der Pfarrei Eschbach und als Witwer“. 1819 wird er zum letzten Mal aus Taufpate genannt und als Müller des genannten Ortes (Göcklingen) bezeichnet. Er und seine Frau scheinen in Eschbach beerdigt zu sein, da die Kaisermühle politisch zu Waldhambach und kirchlich zu Eschbach gehörte (vgl. Ballweber, Dieter: Lehrer, Bürgermeister und Handwerker in Göcklingen; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde Bd XVII, o. S.).


Peter Haffner ist ein Bruder des Johannes *Haffner von der Kaisersbacher Mühle in Waldhambach (vgl. Ehrgott: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 230; LA Speyer D2/116-2).



Haffner, Peter:

um 1814 war der Peter *Haffner als Müller auf der Kaisersmühle. 1814 war er in Göcklingen Taufpate bei seinem Enkelkind Franz Peter Haffner, dem Sohn des Georg Conrad Haffner und der Maria Sommer: er ist hier im Kirchenbuch bezeichnet als: Bürger, Bauer und Müller von Kayserbach, von der Gemeinde Hambach (= Waldhambach) und der Pfarrei Eschbach und als Witwer“. 1819 wird er zum letzten Mal aus Taufpate genannt und als Müller des genannten Ortes (Göcklingen) bezeichnet. Er und seine Frau scheinen in Eschbach beerdigt zu sein, da die Kaisermühle politisch zu Waldhambach und kirchlich zu Eschbach gehörte (vgl. Ballweber, Dieter: Lehrer, Bürgermeister und Handwerker in Göcklingen; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde Bd XVII, o. S.).


°° mit Katharina Laux († vor 1817); Vater des Georg Jakob *Häffner, von der Kaisersbacher Mühle (°° 17.6.1817 in Waldhambach mit Maria Anna Müller) (vgl. Helfrich u.a.: Familienregister zu den katholischen Kirchenbüchern von Waldhambach und Waldrohr­bach 1735-1875, a.a.O., S. 41).


Vater des Georg Conrad Haffner (vgl. Ballweber, Dieter: Lehrer, Bürgermeister und Handwerker in Göcklingen; in: Pfälzisch-Rheini­sche Familienkunde Bd XVII, o. S.).



Hahn, Johann Nikolaus:

auch als 'Nickel Hahn' angegeben. Er kaufte 1742 von dem Müller Hans Adam *Buchheit die Neue Hechtlochmühle in Rieschweiler. Buchheit hatte die Mühle einerseits 1740 nach dem Tod seines Vater Samuel Buchheit übernommen und hatte der Erbengemeinschaft nach Samuel Buchheit 943 Gulden ausbezahlt (vgl. Müller, Franz J.: „Die Rieschweiler Mühlen, a.a.O., S. 509; LA Speyer Best B2-A 1274/2). Hierfür mußte er sich verschulden. Bereits 2 Jahre nach der Übernahme der Mühle teilt Hans Adam Buchheit der Regie­rung mit, daß er sich wegen seiner Schulden entschlossen habe, seine Hechtlocher Mühle an den Nünschweiler Gemeinsmann Johann Nikolaus *Hahn zu vertauschen. Er sollte dafür da Erbgut der Ehefrau des Hahn zu Nünschweiler und 2200 Gulden in bar erhalten. Hahn erhielt a, 6.10.1742 den Erbbestandsbrief ausgestellt (vgl. Müller, Franz J.: „Die Rieschweiler Mühlen, a.a.O., S. 509).


1744 war Johann Nikolaus Hahn Erbbeständer auf der Alten Hechtloch- oder Rieschweiler Mühle in Rieschweiler (vgl. Weber: Müh­len und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 197). Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 236-244) wird sie zusammengefaßt wie folgt beschrieben: “Wird durch die Schwarzbach getrieben, liegt eine halbe Stunde oberhalb der Delfelder Mühle und so weit von denen Nünschweiler Mühlen. Das Hoch-Gebau ist schlecht, das Mahlwerck aber in gutem Stand, hat einen Mahl- und einen Scheelgang, davon jegl: durch ein besonderes unterschlechtiges Waßer­rad getrieben wird. Liegt hinter einem Wehr von etwann 80 Schritt lang, und hat etwann 30 Gäng von der Mühle, in gedcht: Wehr eine Schließe so wohl zu Flötzung Holländer- alß anderen Holtzes. Die jährl: Pfacht ist 1fl 14 bz 4 kr an Geld nebst noch zweyen Kappen oder vor jeden 4 bz. An Geld, so dan zwey Malter Korn und zwey Malter vier Faß Haabern, Zweybrücker Maaßung, ferner wegen des Erbbestandtes vom 24ten Novembr: 1727 gemeinschaftl: mit nachzubeschreibender Mühle (Anm.: s. Neue Hechtlocher Mühle) zu Bann übernommen, aber bis Dato in Stand gestellten Mühle in Geldt die Helft des damals stipulierten Pfachtes mit 2 fl 2 bz 8 kr in Geld nebst einem Malter Faß ein und ein halb Sester Korn und so viel Haabern, wovon das Geld zur Landschreiberey und die Früchte zur Oberkellerey geliefert werden. Mühlbach, Eschweiler, Hitzenhauser Hoff und Kirschweiler sind noch nicht gebannet, und mahlen gemeinigl: in dieser Mühl … . Johann Nickel *Hahn ist seit 2 Jahren Erbbeständer und legitimiert sich mit einem Erbbe­stand vom 30ten July 1742.” (vgl. auch Weber: Mühle und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 197).


Bereit nach 7 Jahren, am 21.7.1749 verkaufte Hans Nickel Hahn die Alte Hechtloch Mühle für 3700 Gulden und 30 Gulden „Trink­geld“ an Johann Friedrich *Hoffmann aus Niederhausen, zuvor Müller in Malzheim. Dieser starb aber bereits ein Jahr später, am 19.11.1750 auf der Faustermühle (vgl. Müller, Franz J.: „Die Rieschweiler Mühlen, a.a.O., S. 509).



Hahn, Veit:

um 1618 war Veit *Hahn der Müller auf der Obermühle in Albersweiler; er erscheint 1618 als reformierter Pate bei einer Taufe in Queichhambach (vgl. Biundo,: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 2).



Hamm, Jakob:

der aus Zweibrücken stammende Müllerssohn Jacob Hamm (geb. 1830 Zweibrücken) erwarb im Jahre 1851 mit 21 Jahren die Öl­mühle in Kleinbundenbach und baute sie neu auf. Aus seiner Ehe mit NN. stammen 7 Söhne und 1 Tochter, von denen die meisten Müller und Bäcker waren (vgl. Mitteilung von Herrn Eberhard Hamm aus Hauenstein vom 25.11.2011).



Hammel, NN.:

Müller aus Kirchheim, um 1778 bis mindestens 1793 (vgl. Brinckmeier: Leiningen, Bd. II 275 Anm. 2, S. 278 Anm. 2; Tagebuch des Müllers Hammel +++); als Schultheiß in Kirchheim 1794 erwähnt (vgl. Fries: Zeitenwende, a.a.O., S. 163).



Hammelmann, Hans Peter:

vor 1694; Müller in Edenkoben; seine Witwe heiratete nach seinen Tod den Jacob *Walter, ehemaliger Schultheiß von Lambrecht (vgl. Kuby, Alfred Hans: Ein handwerkliches Meisterstück von 1696 in Edenkoben; in Pfälzer Heimat 1976, S. 58). Er ist Müller auf der Buschmühle (Mühle auf der Geraid(t), später Wolffsche Mühle) in Edenkoben. Die Mühle wurde 1686 von Hanß Peter Hammel­mann als Ohligmühle und Mahlmühle im Bezirk der Geraide im Wald erbaut (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappen­schmieden; a.a.O., S. 280). Die Mühle lag westlich von Edenkoben im Bereich der Haingeraide, unterhalb des heutigen Hilschwei­hers im Edenkobener Tal, am Triefenbach ca. 150 m unterhalb der Huhn'schen Mühle.



Hammer, Hieronimus:

ab 1617 wird der Hieronymus *Hammer von Grethen (heute OT von Bad Dürkheim) als Müller in der Kaisersmühle genannt. Seine Ehefrau Apollonia NN ist am 25.8.1622 in Zweibrücken Patin bei der Taufe der Apollonia Kolb (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 25 Nr. 379). Am 28.4.1617 bestätigte der „Hieronimus Hammer von St. Gräden under dem Stifft Limpurgks bei Dürckheim an der Hardt gelegen“ daß die Churpfälzisch Geistliche Güteradministration Heidelberg ihn „zu einem Müller in ihrer Churf: B. Mühl, underhalb Lauttern gelegen, die Keißsers mühl genannt, die nechst nacheinander volgenden zehen Jahren lang“ er­nannt und er einen Bestandsbrief erhalten hat (vgl. LA Speyer Best. A 13 Nr. 179a).


Am 23.5.1617 bestätigen der Leonhardt Honnert und Hannß Voltz „Innwohner und Gemeinszleut zu Seepach“, daß der kurfürstliche Landschreiber in Kaiserslautern „des Ersamen Hieronymum Hammers unseres lieben Schwagers, zu einem Müller in die Kaisers Mühles zu Lauttern uff und angenommen“, und daß sie „das halbig Theil [der Kaution], nemlich fünff hundert Güld“ übernehmen“ (vgl. LA Speyer Best. A 143 Nr. 179c).



Hammer, Johann Philipp:

Müller aus Wismar; °° am 18.1.1735 mit Margaretha Kunigunde Schmidt, Tochter des Nickel Schmidt aus Bettenhausen (vgl. Nägle, Paul: Trauungen Ortsfremder und Zugezogener im lutherischen Kirchenbuch des „Münchweiler-Thales“ 1664-1800; in Pfälz. Famili­en und Wappenkunde 1962, S. 222).



Hanauer, Benedikt:

Müller in Ostermühle, Schulmeister, *Dirmingen, Neunkirchen, Saarland, 66571 Eppelborn, 1735, + Hangard,Neunkirchen,Saarland, Deutschland, 66538 Neunkirchen (Saar),D 26.09.1812 °° Mittelbexbach, Saarpfalz-Kreis, Saarland, Deutschland, 66450, Bexbach,D 18.06.1764 Maria Threm (Internet-Mitteilung Ulli Heist, PRFK). +++klären, ob pfalz-zweibrückisch++++



Hanmüller, Hahnmüller, Familie:

beachte unterschiedliche Schreibweisen des Familiennamens



Hahnmüller, Hans:

um 1601 in Bayerfeld erwähnt; +++klären: Verwandtschaft zu dem Müller auf der Hahnmühle im nahegelegenen Mannweiler-Cölln, Hans Hanmüller++++. In der Kellerei-Rechnung des zweibrückischen Amtes Landsberg von 1601 befindet sich folgender Eintrag: „Hahnmüller Hans, Bayerfeld, 6 Pfg. (18 fl. 12 alb Sühnegeld. Hat Wentz Schlemmer erstochen. War deswegen längere Zeit außer Land. Wurde auf Ansuchen vom Herzog mit diesem Sühnegeld in zwei Zielen begnadigt)“ (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kelle­rei-Rechnung des zweibrückischen Amtes Landsberg im Jahre 1601; in: PRFK 1975, S. 248).



Hahnmüller, Veit:

um 1601 in Eckelsheim; er stammt wohl aus Cölln, möglicherweise von der Hahnmühle; +++klären: Verwandtschaft zu dem Müller auf der Hahnmühle im nahegelegenen Mannweiler-Cölln, Hans Hanmüller und zu Hans Hahnmüller aus Bayerfeld++++. In der Kel­lerei-Rechnung des zweibrückischen Amtes Landsberg von 1601 befindet sich folgender Eintrag: „Hahnmüller Veit, Eckelsheim, ver­kauft Güter zu Cölln, 16 alb.“ (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kellerei-Rechnung des zweibrückischen Amtes Landsberg im Jahre 1601; in: PRFK 1975, S. 248).



Hanmüller, Hans:

um 1566 war Hans Hanmüller der Müller auf der Hahnmühle in Cölln. Diese war baufällig, Hans Hanmüller bittet deshalb 1566 bei der Herrschaft um Bauholz zur Reparatur der Mühle (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 794/3: „Bitte des Hans Hanmüller von der Hahn­mühle bei Cölln um Bauholz zur Reparatur seiner baufälligen Mühle, 1566“).



Hans, Valtin:

1584 Müller und Erbbeständer auf der Oberen Mühle oder Felsenmühle in Oberndorf / Alsenz; Valtin Hans zahlte für die obere Müh­le eine Erbpacht an Friedrich von Flörsheim von 4 Ma. Korn (vgl. Stock, Pfarrer: Ortsgeschichte von Oberndorf (auch zu Mühlen); in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1927, S. 21-22 und S. 87-88)



Harbauer, Johannes:

vor 1753; vor 1753 war Johannes Harbauer der Müller in Schauernheim; seine Witwe lebte 1753 in ärmlichen Verhältnissen in Dannstadt (vgl. Dierck/Fouquet: Dannstadt und Schauernheim, Bd. 2, a.a.O., S. 65). Sie ist im Schauernheimer Kataster von 1753 (vgl. LA Speyer Best. A16, A 120, abgedruckt bei Dierck/Fouquet: Dannstadt und Schauernheim, Bd. 2, a.a.O., S. 261) „Johannes Harbauers Witwe, gewesene Müllerin“ ohne Grundbesitz, Tagelöhnerin.



Harder, Ferdinand:

um 1818 Berg/Südostpfalz; Müller in Berg; Vater von Ferdinand Harder, Franz Harder und Joseph Harder.


Vor 1818 verstirbt der früherer Müller in Berg, Ferdinand Harder; Vater der 1818 noch minderjährigen Kinder Ferdinand, Franz und Joseph Harder. Diese werden durch den Vormund Ferdinand Hoffmann, einen Müller aus Rülzheim vertreten. Dieser Vormund ließ eine zur Erbengemeinschaft gehörenden Forderung gegen den Schuldner Franz Joseph Weißenburger, Gastwirt „Zum schwarzen Rappen“ in Berg beitreiben und dessen Haus mit Gastwirtschaft in Berg zwangsversteigern (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 11 vom 6.2.1818, S. 53).



Hardt, Christoph:

Müller auf der Bienwaldmühle bei Scheibenhardt; Sohn des Müllers auf der Bienwaldmühle, Johann (Hannß) Michael (2) *Hardt; Vater der Marie Theresie *Hardt und der Franziska *Hardt (vgl. LA Speyer Best. X 54 Nr. 84 Kopie eines „Titre de propriété“ über die „Moulin de Boehnwald“ vom 28.6.1786).


Aus einer Urkunde im LA Speyer (vgl. LA Speyer Best. X 54 Nr. 84 Kopie eines „Titre de propriété“ über die „Moulin de Boehn­wald“ vom 28.6.1786) ergibt sich, daß bei der Erbteilung nach dem Tod des Hannß Michel Hardt die Mühle auf dessen Sohn Chri­stoph Hardt überging. Nach dessen Ableben fiel die Mühle an seine Witwe und anschließend nach deren Tod im Wege der Erbausein­andersetzung unter den Kindern, ging die Mühle an die Christoph Hardtische Tochter Marie Theresie und ihren Ehemann Franz An­ton Werner. Einige Jahre später übertrugen die Eheleute Werner die Mühle an die andere Tochter der Eheleute Christoph Hardt, Fran­ziska Hardt und deren Ehemann Christian Schmalz. Letztere beantragten am 15.5.1779 die Zustimmung der fürstbischöflichen Ver­waltung zum Verkauf der Mühle an den Forstfelder Müller Johan Edmund Schneider und dessen Ehefrau Maria Richardin Münzin­ger; der Verkauf erfolgte nach Erteilung der Genehmigung am 11.6.1779, „daß von den genannten Verkäufern nicht nur die Erbbe­stands Mahl Mühl bestehend in vier Mahlgängen um einen Schehlgang, sondern auch die erbbeständliche Scheid- Ohl- und Hanfreib Mühle … um die Summe von Eilf Tausend zwei und siebenzig Gulden Elsasser currenter Währung...“



Hardt, Franziska:

bis 1779 auf der Bienwaldmühle in Scheibenhardt. Tochter des Müllers auf der Bienwaldmühle in Scheibenhardt; °° mit dem Müller Franz Anton Werner; Marie Theresie Hardt und ihr Ehemann betrieben zeitweise die Bienwaldmühle. Aus einer Urkunde im LA Speyer (vgl. LA Speyer Best. X 54 Nr. 84 Kopie eines „Titre de propriété“ über die „Moulin de Boehnwald“ vom 28.6.1786) ergibt sich, daß bei der Erbteilung nach dem Tod des Hannß Michel Hardt die Mühle auf dessen Sohn Christoph Hardt überging. Nach des­sen Ableben fiel die Mühle an seine Witwe und anschließend nach deren Tod im Wege der Erbauseinandersetzung unter den Kindern, ging die Mühle an die Christoph Hardtische Tochter Marie Theresie und ihren Ehemann Franz Anton Werner. Einige Jahre später übertrugen die Eheleute Werner die Mühle an die andere Tochter der Eheleute Christoph Hardt, Franziska Hardt und deren Ehemann Christian Schmalz. Letztere beantragten am 15.5.1779 die Zustimmung der fürstbischöflichen Verwaltung zum Verkauf der Mühle an den Forstfelder Müller Johan Edmund Schneider und dessen Ehefrau Maria Richardin Münzinger; der Verkauf erfolgte nach Ertei­lung der Genehmigung am 11.6.1779, „daß von den genannten Verkäufern nicht nur die Erbbestands Mahl Mühl bestehend in vier Mahlgängen um einen Schehlgang, sondern auch die erbbeständliche Scheid- Ohl- und Hanfreib Mühle … um die Summe von Eilf Tausend zwei und siebenzig Gulden Elsasser currenter Währung...“



Hardt, Johann (Hannß) Michael (1):

seit 1698 Müller auf der Bienwaldmühle; sein Grabstein befindet sich jenseits des Lauterbachs bereits auf elsässischem Gebiet (vgl. Kunstdenkmäler der Pfalz, Bd. V: Bezirksamt Germersheim, a.a.O., S. 30/31). Er erhielt 1698 einen Erbbestandsbrief über die Bien­waldmühle durch das Fürstbistum Speyer. Die zu zahlende Erbpacht betrug jährlich 35 Mltr Korn und zwei Mühlschweine, ersatz­weise 10 Franken pro Schwein (vgl. o.A: „Die beiden Scheibenhard(ter)er Mühlen; in: Ortsgemeinde Scheibenhardt [Hrsg.]: 800 Jah­re Scheibenhardt, 2006, S. 305). Vater des Müller und Mitbeständers auf der Bienwaldmühle Michael *Hardt (vgl. LA Speyer Best. X 54 Nr. 84 Kopie eines „Titre de propriété“ über die „Moulin de Boehnwald“ vom 28.6.1786). Vater des Müllers und späteren Be­triebsnachfolgers auf der Bienwaldmühle, Christoph *Hardt (vgl. LA Speyer Best. X 54 Nr. 84 Kopie eines „Titre de propriété“ über die „Moulin de Boehnwald“ vom 28.6.1786).



Hardt, Johann (?) Michael (2):

Müller auf der Bienwaldmühle bei Scheibenhardt. Sohn des Müllers auf der Bienwaldmühle, Johann (Hanß) Michael (1) *Hardt. Va­ter des Müllers auf der Bienwaldmühle, Christian Hardt.


In einem sog. „Titre de propriété“ über die „Moulin de Boehnwald“ vom 28.6.1786 (vgl. Kopie in LA Speyer Best. X 54 Nr. 84), aus­gestellt von der fürstbischöflich-speyerischen Verwaltung in Bruchsal, ist die Geschichte der Bienwaldmühle enthalten: „ ….Nachde­me Christian Schmalz der vorhinige Erbbeständer der dem Fürstlichen Hochstift Speyer als Domino Directo eigentümlich zugehöri­gen sogenannten Böhnwald, vormals Kaltenhauser Mahlmühle, samt zugehörungen wie auch die dabei befindliche Oehl und Säge­mühle dann Hanfreib, welche erstere im Jahr 1715 von dem damals regierenden gnädigsten Fürsten …. dem Johann Michel Hardten… vermög .. brieflichen Urkund: Wir Henrich Hartard, von Gottes Gnaden, Bischof zu Speyer … fügen hiermit zu wissen: Nachdeme die unserm Hochstift Speyer zugehörige sogenannte Böhnwalds Mühl, samt Zugehör, allbereits im 1669ten Jahr an Mül­lermeistern Henrich Flicken erblich überlaßen: nachgehends auch unterm 5ten July 1698 … solcher Erbbestand von erwehntem Hen­rich Flicken auf Hannß Michel Hardten und seine Leibs Erben transferiret….. Durch dero Landschreiberey an Hannß Michel Hardt, Bürgern und Müllern zu Lauterburg, und seinen Sohn Michel Hardt …., die im Böhnwald gelegene Säg- und Oehl Mühl, so durch dieses Kriegswesen ruiniert und in Abgang geraten, … erbbestandsweis überlassen und verliehen worden, daß sie, Beständere, diese jetztgenannte Säge- und Oehlmühl im Böhnwald auf ihre eigene Kösten bauen ….“


Aus der Urkunde ergibt sich weiterhin, daß bei der Erbteilung nach dem Tod des Hannß Michel Hardt die Mühle auf dessen Sohn Christoph Hardt überging. Nach dessen Ableben fiel die Mühle an seine Witwe und anschließend nach deren Tod im Wege der Er­bauseinandersetzung unter den Kindern, ging die Mühle an die Christoph Hardtische Tochter Marie Theresie und ihren Ehemann Franz Anton Werner. Einige Jahre später übertrugen die Eheleute Werner die Mühle an die andere Tochter der Eheleute Christoph Hardt, Franziska Hardt und deren Ehemann Christian Schmalz. Letztere beantragten am 15.5.1779 die Zustimmung der fürstbischöf­lichen Verwaltung zum Verkauf der Mühle an den Forstfelder Müller Johan Edmund Schneider und dessen Ehefrau Maria Richardin Münzinger; der Verkauf erfolgte nach Erteilung der Genehmigung am 11.6.1779, „daß von den genannten Verkäufern nicht nur die Erbbestands Mahl Mühl bestehend in vier Mahlgängen um einen Schehlgang, sondern auch die erbbeständliche Scheid- Ohl- und Hanfreib Mühle … um die Summe von Eilf Tausend zwei und siebenzig Gulden Elsasser currenter Währung...“



Hardt, Marie Theresie:

Tochter des Müllers auf der Bienwaldmühle in Scheibenhardt; °° mit dem Müller Franz Anton Werner; Marie Theresie Hardt und ihr Ehemann betrieben zeitweise die Bienwaldmühle. Aus einer Urkunde im LA Speyer (vgl. LA Speyer Best. X 54 Nr. 84 Kopie eines „Titre de propriété“ über die „Moulin de Boehnwald“ vom 28.6.1786) ergibt sich, daß bei der Erbteilung nach dem Tod des Hannß Michel Hardt die Mühle auf dessen Sohn Christoph Hardt überging. Nach dessen Ableben fiel die Mühle an seine Witwe und an­schließend nach deren Tod im Wege der Erbauseinandersetzung unter den Kindern, ging die Mühle an die Christoph Hardtische Tochter Marie Theresie und ihren Ehemann Franz Anton Werner. Einige Jahre später übertrugen die Eheleute Werner die Mühle an die andere Tochter der Eheleute Christoph Hardt, Franziska Hardt und deren Ehemann Christian Schmalz. Letztere beantragten am 15.5.1779 die Zustimmung der fürstbischöflichen Verwaltung zum Verkauf der Mühle an den Forstfelder Müller Johan Edmund Schneider und dessen Ehefrau Maria Richardin Münzinger; der Verkauf erfolgte nach Erteilung der Genehmigung am 11.6.1779, „daß von den genannten Verkäufern nicht nur die Erbbestands Mahl Mühl bestehend in vier Mahlgängen um einen Schehlgang, son­dern auch die erbbeständliche Scheid- Ohl- und Hanfreib Mühle … um die Summe von Eilf Tausend zwei und siebenzig Gulden El­sasser currenter Währung...“



Hardtweck, Adolf:

um 1584 Stadtmüller in Landau; °° mit Gertruda NN.


Am 12.8.1584 verkaufen der Stadtmüller zu Landau, Adolf Hardtweck und „Gertruda sein eheliche Hausfraw“ ein Gülte und einen Acker (vgl. LA Speyer Best. A13 Nr. 843).



Hart, Johann:

um 1656 Kusel; Bäcker und Bierbrauer in Kusel. Die Walkmühle in Kusel wurde wie alle Kuseler Mühlen im 30jährigen Krieg zer­stört. Der Wiederaufbau wurde 1656 begonnen; der Bäcker und Biermacher Johann Hart und die Wollenweber Peter Gerlach und Martin Gerlach erklärten sich bereit, auch die Walkmühle neu zu errichten; ihr war eine stets wachsende Bedeutung beschieden (vgl. Weber: Tuchmacher, a.a.O., S. 31; Baum, L. H.: Kuseler Mühlen; in: “Heimatblatt des Remigiuslandes” Nr. 6/1927).



Hart, Hans Simon:

vor 1690 - 12.5.1760 Zinkweiler Mühle (?); auch Hardt/Harth; Sohn des Zensors Hans Peter Simon; um 1712 war Hans Simon Hardt der Müller auf der “Unter”, d.h. Untermühle bei Grünbach; ab 1718 Müller auf der Zinckweiler Mühle (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 116 Nr. 615); °° I 7.4.1712 mit der Müllerstochter Anna Katharina Pfeifer (Tochter von Hans Velten Pfeifer, Müller auf der Unter in Ruschberg) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kir­chenbuch, a.a.O., S. 112); °° II vor 1723 mit Anna Katharina Clemens; Vater der Anna Katharina Magdalena Hart (1723 err - 26.1.1748 im Alter von 25 Jahren; °° am 11.2.1745 mit Johann Wilhelm Fels (* 16.2.1720 in Heimbach “in der unteren Mühle”), des Müllers Johann Friedrich *Hart (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 82, 116 Nr. 615)


Im ev. Kirchenbuch Baumholder ist der Müller Hans Simon *Hardt eingetragen, der Müller auf der „Unter“ war; diese wird 1718 als Zinckweiler Mühle bezeichnet (vgl. Hinweis von Jung; in: Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 116 Nr. 615). Auch um 1738 ist Simon *Harth/Hart Betreiber der Mühle (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 224; Hinkelmann: Berglangenbach, a.a.O., S. 94) und noch 1743 (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 224). Simon Hart (1690 – 12.5.1760) ist Müller in der Untermühle (Zinkweiler Mühle) zu Berglangenbach; °° vor 1723 die Anna Catharina Clemens (?) (1702 Baumholder – 11.6.1762 Zinkweiler Mühle). Aus der Ehe stammen die Töchter Maria Magdalena Simon (geb. 30.3.1723) und Elisabeth Margaretha Simon (geb. 1730; °° 17.5.1763 mit Johann Jakob Simon aus Fohren) (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Hei­de- und Unterberggemeinden, a.O., Bd. 1, S. 226 Nr. 878).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. +++++ergänzen++++



Hart, Johann Friedrich:

19.2.1717 Zinckweiler Mühle („Unter“ bei Grünbach) – 5.1.1793 Grünbach; Sohn des Müllers Hans Simon Hart und der Müllers­tochter Anna Katharina Pfeifer (Tochter von Hans Velten Pfeifer, Müller auf der Unter in Ruschberg) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O. S. 112, 116 Nr. 615); Bruder der Anna Katharina Magdalena Hart (1723 err - 26.1.1748 im Alter von 25 Jahren; °° am 11.2.1745 mit Johann Wilhelm Fels (* 16.2.1720 in Heimbach “in der unteren Mühle”), des Müllers Johann Friedrich *Hart (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 82, 116 Nr. 615); °° am 22.4.1745 mit Maria Magdalena NN, Witwe des Joch. Nickel Hart aus Grünbach (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 117 Nr. 623)



Harter, Jakob:

21.12.1819 Hatzenbühl - +++; Sohn des Müllers in Hatzenbühl(?) Johann Michael Harter und der Marianne Werner; Bruder des Mül­lers in Hatzenbühl (?) Philipp Franz *Harter; Müller in Hatzenbühl (?); °° 16.11.1849 mit Maria Elisabeth Reiß; aus der Ehe gehen 3 Kinder hervor (vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 328, 329).



Harter, Johann Michael:

5.1.1785 Hatzenbühl ? - +++; Sohn des Müllers in Hatzenbühl Ludwig Harter und der Maria Elisabeth *Reyland; Müller in Hatzen­bühl (?); ; °° I 16.8.1807 mit Elisabeth Avril († 1.4.1811; Tochter von Franz Adam Avril und Magdalena Julmann); aus der Ehe gehen 3 Kinder hervor, darunter der Schullehrer Michael Johann Harter; °° II am 16.5.1811 Marianna (Maria Eva) Werner († 17.7.1841; Tochter von Philipp Jakob Werner und Cäcilia Avril); aus der 2. Ehe stammen 6 Kinder, darunter der Müller Jakob *Harter (geb. 21.12.1819; °° 16.11.1849 mit Maria Elisabeth Reiß) und der Müller Philipp Franz *Harter (geb. 17.11.1822; °° 23.4.1849 mit There­sia Chamisser); °° III am 2.5.1844 mit Katharina Feinholz (ca. 1818 – 14.2.1849; Tochter von Johann Feinholz und Margarethe Stie­ßig); aus der Ehe gehen 2 Töchter hervor (vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 328, 329).



Harter, Ludwig:

20.1.1800; Müller in Hatzenbühl; +++klären: welche Mühle++++; Sohn des NN. Harter aus Berg; °° I am 29.6.1784 mit Elisabeth Reyland (7.8.1761 Hatzenbühl ? - 3.5.1795 Hatzenbühl; Tochter des Müllers in Hatzenbühl, Johann Adam Reyland und Margarethe Hoffmann);aus der Ehe stammt die Tochter M. Katharina Harter (geb. 21.11.1788; °°4.1.1809 mit dem Müller Franz Anton*Trauth), der Sohn und Müller Johann Michael *Harter;°° II mit Eva Schmidt; aus der Ehe stammt die Tochter M. Helene Harter (geb. 10.9.1797) (vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 328)



Harter, M. Katharina:

geb. 21.11.1788 Hatzenbühl - ++++; Tochter des Müllers in Hatzenbühl Ludwig *Harter und Elisabeth Reiland; °° am 4.1.1809 mit dem Müller Franz Anton *Trauth; aus der Ehe gehen 10 Kinder hervor (vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 205, 328)



Harter, Maria Magdalena:

1839 St. Martin; Müllerin auf der Neumühle in der Einlaubgasse in St. Martin. °° I mit dem Müller Franz Josef Schneider; °° II mit dem Müller Johann Matthäus *Pfaff; wohl Mutter des Müllers und Betriebsnachfolger auf der Neumühle, Johann Mathäus *Pfaff.


Im „Landauer Eilboten“ vom 7.2.1839 wird für den 25.2.1839 die Versteigerung der Neumühle zur Auflösung der Erbengemeinschaft nach „allda verlebten Maria Magdalena, geborene Harter, gewesenen Ehefrau in erster Ehe von dem allda verlebten Müller Franz Jo­seph Schneider, und in zweiter Ehe von dem allda verlebten Müller Johann Matthäus *Pfaff … versteigert: Die zum Nachlaß der ge­nannten Maria Magdalena *Harter gehörige, an der Einlaubgasse zu St. Martin stehende Mahlmühle mit zwei Mahl- und einem Schälgange, die Neumühle genannt, sammt Wohngebäude, Hof, Keller, Kelterhaus mit Kelter, Schopp, Stallung, Pflanzgarten und um die Mühle herum gelegenen Wiesen und Wiesenstücken, nebst dem zur Mühle gehörigen Mühlgeschirr un sonstigen Dependenzi­en. Taxiert auf 6435 fl.“ (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 16.2.1839, Nr. 7, S. 27).



Harter, Nikolaus:

geb. in Hatzenbühl; Müller in Rheinzabern (?); Sohn von +++; °° 30.8.1883 in Rheinzabern mit Apollonia Homberg; Vater des Anton Harter (10.3.1883 – 18.8.1966 Rheinzabern) (vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 329).



Harter, Philipp Franz:

17.11.1822 Hatzenbühl (?) - +++; Sohn des Müllers in Hatzenbühl(?) Johann Michael Harter und der Marianne Werner; Bruder des Müllers in Hatzenbühl (?) Jakob *Harter; Müller in Hatzenbühl (?); °° 23.4.1849 mit Theresia Chamisser; aus der Ehe gehen 4 Kin­der hervor; die Familie wandert 1862 in die USA aus (vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 329) .



Hartlieb, Hanß Stephan:

auch Wadle, Vattleb; 1721 ist Stephan *Hartlieb aus Großfischlingen der Müller in Weyher +++klären: welche Mühle++++ (vgl. Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 72). Er ist wohl identisch mit Hanß Stephan Vattleb, Müller aus Burrweiler; die­ser erhält 1693 die Erlaubnis die Mühle in Großfischlingen wieder aufzubauen und sie 8 Jahre lang abgabenfrei zu betreiben. Er ist ab 1715 Müller in Weyher (vgl. Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 145).



Hartung, Anna Barbara:

Münchweiler/Alsenz - 26.3.1746 Hochspeyer; °° I am 11.2.1729 in Münchweiler/Alsenz mit dem Hospitalmüller in Kaiserslautern Johann Daniel *Pfaff; nach dessen °° II in Hochspeyer mit dem Müller Jakob *Barth (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 56).



Hartung, Hanß Georg:

vor 1733; Müller auf der Riedenmühle in Marnheim; vor 1733 war Hanß Georg Hartung († vor 1733) der Müller auf der Rieden­mühle in Marnheim; nach seinem Tod erfolgt 1733 die Teilung der „Verlassenschaft“ (vgl. LA Speyer Bes. F22 Nr. 133: Ausfauthei­akten von Marnheim).



Hasch, Heinrich:

vor 1879; Müller auf der Stadtmühle in Frankenthal; °° mit Anna Maria Ritterspach; seine Witwe läßt am 19.6.1879 die Stadtmühle öffentlich versteigern. Die Mühle ist in der Versteigerungsankündigung beschrieben wie folgt (vgl. Grünstadter Anzeiger No. 131 vom 7.6.1879): „16 Aren Grundfläche, eine Mahlmühle mit 5 Mahlgängen und 1 Schälgange, nebst geräumigem Wohnhause, Wasch- und Badhause, Scheuer, Stallung, Remise, Hof, Garten und Zubehör, gelegen in der Stadt Frankenthal am Paradeplatz. Der Mühle steht die alleinige Benützung der fortwährend genügenden Wasserkraft der Isenach zu; auch befindet sich dabei eine nach neuestem System hergestellte Dampfmaschine von 16 Pferdekraft nebst vollständiger Einrichtung.“



Hassieur, Elisabeth:

°° mit dem Papierfabrikanten in Frankeneck, Heinrich (3) *Goßler (vgl. Hössle, Friedrich von: Die Papiermühle in Frankeneck, a.a.O., S. 5).



Hassieur, Elisabeth Anna:

1800-1856; Tochter des Jakob Hassieur und Margaretha Raquet; 1818 Eheschließung mit Carl Adolph (2) *Ritter; aus der Ehe gingen 7 Kinder hervor; Mutter von Ludwig A. *Ritter und Elisabetha Ritter (vgl. Böttcher, Rudolf H.: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49: ein Beitrag zur Sozialgeschichte einer bürgerlichen Revolution; in: Pfälz.-rheinische Familienkunde 1999, 291).



Hassieur, Jacob:

geboren 1775; Blaufärber; Eheschließung mit Margaretha Raquet aus Otterberg; Vater der Elisabeth Anna *Hassieur (vgl. Böttcher, Rudolf H.: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49: ein Beitrag zur Sozialgeschichte einer bürgerlichen Revolution; in: Pfälz.-rheinische Familienkunde 1999, 291).



Hassieur, Magdalene Juliane:

Eheschließung mit Pfarrer Johann Jakob Bruckner (1761-1832) (vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 54 Anm. zu Nr. 618)



Hassieur (Hassier), Philipp Jakob:

aus Kaiserslautern; °° 8.10.1826 in Frankeneck mit Maria Elisabeth Hafen (*11.11.1805 Weidenthal), der Tochter des Revierförsters und Bordmüllers in Weidenthal, Johann Matthias (Mathäus) *Hafen; Schwager des Papiermüllers in Weidenthal Philipp *Unger (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 179 Nr. 887 und 888 iVm. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 229).



Hassinger, Peter:

Seit 1771 noch 1794 war Peter Hassinger und dessen Schwager Michael Laubenstein († 1793) Pächter der Steinmühle in Albisheim/Pfrimm (vgl. Weber: Steinmühle, a.a.O., S. 132). °° mit NN. Laubenstein, der Schwester des Müllers Michael Laubenstein (err).



Hauch, Johann Ludwig:

8.10.1720 Langenbach – 5.3.1775; Sohn des Zensors in Berglangenbach Hans Nickel Hauch und Bruder des Johann Nickel Hauch (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 280 Nr. 648, 649); er ist 1748 Müller in ++++klären++++; °° am 23.4.1748 in Berschweiler mit M. Magdalena Drumm (vgl. Jung, a.a.O., S. 122 Nr. 649);



Hauch, Karolina:

vor 1867 Zinkweiler Mühle; °° mit Johann Laub; Mutter der Elisabeth Laub (geb. 20.8.1847 Zinkweiler Mühle; °° 19.11.1867 mit dem Ackerer Jakob Braun aus Eckersweiler) (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1, S. 119 Nr. 389).



Hauch, Ludwig:

1737 Untermühle Berglangenbach – 23.2.1813 Zinkweiler Mühle; Müllermeister auf der Zinkweiler Mühle; Sohn des Gerichtsschöf­fen von der Untermühle Berglangenbach, Niclos Hauch; °° 26.4.1764 mit Anna Katharina Schmitt (20.9.1740 Heimbach – 5.4.1793; Tochter des Zensors in Heimbach, Heinrich Schmitt); aus der Ehe gehen 11 Kinder hervor (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1, S. 230 Nr. 896).


1776 ist in der pfalz-zweibrückischen Huldigungsliste von Berglangenbach der „Ludwig Hauch der Miller“ erwähnt (vgl. Schaaff: Untertanenlisten des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken aus den Huldigungsprotokollen des Jahres 1776, a.a.O., S. 154).


Am 2.10.1796 heiratet der Hirt in Berglangenbach, Peter Fels (geb. 2.1.1746 Zinkweiler Hof), die Maria Elisabeth Hauch (geb. 28.1.1774 auf der Untermühle), die Tochter des Müllers auf der Untermühle Ludwig Hauch und der Katharina Schmitt „aus der Un­termühle“ (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1 S. 188 Nr. 699, S. 230 Nr. 896).


Am 18.1.1798 heiratet der Jakob Hauch (6.9.1765 – 1.12.1838), der Sohn „des Müllermeisters auf der Zinkweiler Mühle/Berglan­genbach“ die Elisabetha Mohr (25.8.1776 – 29.3.1803) aus Heimbach (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemein­den, a.a.O., Bd. 1, S. 232 Nr. 904)


Am 10.10.1813 heiratet Johann Hauch, Sohn von Ludwig Hauch und Anna Katharina Schmitt „aus der Langenbacher Mühle“ die Karolina Näher aus Reichenbach (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1, S. 233 Nr. 909).



Hauch, Peter:

geb. 29.1.1745 Linden - +++; Müllermeister in Linden (?); Sohn von Johann Nikolaus Hauch aus linden; °° 30.3.1775 mit Maria Margaretha Klee, der Tochter des Jakob Klee zu Linden; aus der Ehe stammen 4 Kinder;Peter Hauch aus Fohren-Linden wanderte mit Familie 1785 in die Batschka aus (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1, S. 231 Nr. 899).



Hauch, Velten:

ab 1686 Miteigentümer an der Neumühle in Miesau; °° Maria

Im Kübelberger Gerichtsbuch befindet sich am 10.12.1686 die Beurkundung der Teil-Auseinandersetzung einer Erbengemeinschaft an der Neumühle. Dort heißt es: „Wendel *Lang sampt seiner Haußfrauw Catharin, unnd Velten Hauch sampt seiner Haußfrauwen Maria alle zu Misau wohnhaft, kauffen von Casper Bischoffen Mutter zu Ober Misauw ihr gebührendes Antheil Erbschafft an der so genanten Neu Mühl zu Misau vor unndt umb dreyßig drey Gulden jetziger Wehrung ...“ (vgl. LA Speyer Best. F 5 Nr. 187, fol. 34v; zitiert nach Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 72).



Hauck, Franz:

aus Schwarzenacker; später Papiermüller und Betreiber der Papiermühle Sarnstall. Im Revolutionsjahr 1848 schloß sich der Papier­müller Franz Hauck aus Schwarzenacker den revolutionären Demokraten und Freischärlern an und wurde im Gefecht bei Rinnthal am 17.6.1849 verwundet. Um den preußische Truppen, die die Pfalz besetzt hatten, nicht in die Hände zu fallen, flüchtete er in die Sarnstaller Papiermühle, wurde versteckt gehalten und gesund gepflegt. Es entwickelten sich in dieser Zeit „zarte Bande“ mit Elisa­beth Knauber, der Tochter des verstorbenen Papiermüllers Jakob *Knauber und der Elisabetha *Unger, der Stieftochter des Papier­müllers Gabriel Fey. 1850 übertrug Elisabeth Unger ihrer Tochter Elisabeth, nunmehr verh. Hauck und dem Schwiegersohn Franz Hauck, die Papiermühle Sarnstall (vgl. Buchmann GmbH Geschäftsleitung: Papiermühle im Wasgau, Sarnstall 1961, ohne Seitenan­gabe).


Aus der Ehe zwischen Franz Hauck und der Elisabeth Knauber stammt die Tochter Lina *Hauck (Heimatschriftstellerin und Autorin von „Die Mühle im Wasgau“ und „Von meiner Mühle“) (vgl. Buchmann GmbH Geschäftsleitung: Papiermühle im Wasgau, Sarnstall 1961, ohne Seitenangabe).



Hauck, Johann Jakob:

vor 1842; Müller in Klingen bei Landau; vor 1842 bestand der Besitz aus zwei Komplexen: eine Schleifmühle mit Ölmühle nebst Wohnung und eine Mahlmühle nebst Wohnhaus, die beide derselben Müllerfamilie gehörten. Nach dem Urkataster wurde 1842 wur­den den Betriebe geteilt, nachdem der frühere Besitzer Johann Jakob Hauck († vor 1842) verstorben war. Dieser war verheiratet mit Anna Maria Ginandt, die ihm wohl auch die Mühle eingebracht haben dürfte. Dies erschließt sich daraus, daß sie auch noch Anteil an dem zweiten Anwesen hatte (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 308/309). +++prüfen: die Angaben bei Weber sind wider­sprüchlich++++



Hauck, Lina:

geb. in Papiermühle Sarnstall; Tochter des Papiermüllers auf der Papiermühle in Sarnstall Franz *Hauck und der Elisabeth Knauber, Enkelin des Papiermüllers in Sarnstall Johannes Knauber und der Papiermüllerstochter Elisabeth Unger von der Papiermühle Unger in Gleisweiler. Heimatschriftstellerin und Autorin von „Die Mühle im Wasgau“ und „Von meiner Mühle“) (vgl. Buchmann GmbH Geschäftsleitung: Papiermühle im Wasgau, Sarnstall 1961, ohne Seitenangabe).



Haumüller, Haumiller, Haumüller zu Mühlenthal, Familie:

kurpfälzische und pfalz-zweibrückische Beamtenfamilie


die Sortierung erfolgt ohne Berücksichtigung der Schreibweise des Nachnamens ausschließlich nach Vornamen


Literatur/Urkunden:

- Göttnauer, Annelise: Die Familie Haumüller zu Mühlenthal / Annelise Göttnauer; Erwin Martin; in: Pfälzische Dorfgeschichte, hrsg. von Erwin Martin in Zsarb. Mit …; Treuchtlingen, 1998, S. 66-77

- LA Speyer Best C23 Nr. 21/1-4: „Großkarlbach. Acta nebst Renovation von 1791 über das Haumüller-Mühlenthalische, später v. Geispitzheimische Gut. 1766-1794“

- Martin, Michael: Die Großkarlbacher Mühlen und Schloß Mühlenthal; in: Pfälzische Dorfgeschichte / hrsg. von Erwin Martin in Zsarb. mit ... - Treuchtlingen, 1998. - ISBN 3-924828-95-4. - S. 32-42; [Überarb. Abdruck d. Aufsatzes "Großkarlbach - Dorf der Mühlen" aus: Heimatjahrbuch für den Landkreis Bad Dürkheim; 1988]

- Sohn, Ruth: Vergessenes Schloß Mühlenthal. Alte Erinnerungen aus Großkarlbachs Geschichte werden geweckt. In: „Die Rhein­pfalz“, Frankenthal. 16, Nr. 121 v. 24.5. 1960



Haumüller, Christian von Haumüller Freiherr von und zu Mühlenthal:

nach 1725 - nach 1766; Sohn von Johann Wendel von Haumüller Freiherr von und zu Mühlenthal und NN; Eheschließung mit Barba­ra von Göttlicher (vgl. Göttnauer, Annelise u. Martin, Erwin: Die Familie Haumüller zu Mühlenthal; in: Martin, Erwin [Hrsg.]: Groß­karlbach, a.a.O., S. 69, 71);  aus der Familie von Haumüller bzw. von Mühlenthal stammten kurpfälzische und pfalz-zweibrückische Beamte; die Familie war in Dirmstein und Mannheim begütert; Christian von Haumüller stand im kurpfälzischen (?) Militärdienst und war meist außer Landes; er setzte seinen Vetter, den Hessen-Darmstädtischen Oberforstmeister Rudolf Moritz Freiherr von *Gei­spitzheim als Verwalter ein, an den er wegen finanzieller Nöte 1766 das Schloß Mühlenthal verkaufte (vgl. Martin Heimatjahrbuch DÜW 1988, 54; Niederhöfer: Eckbach-Mühlenwanderweg, a.a.O., S. 22)



Haumiller, Johann Matheus:

kurpfälzischer Rat und Landkommissar sowie Keller in Dirmstein (vgl. Kilian, Rolf: Pfälz. Familien- und Wappenkunde, Bd. II, S. 13), 1711 kurpfälzischer Geheimer Rat und Vizepräsident der Geistlichen Güteradministration; er erwarb 1711 von Kurpfalz das 1565 in den Besitz der Pfalzgrafen übergegangene sog. "Pfalzgut" in Großkarlbach, das Gelände der ehemaligen Münchmühle des Klosters Otterberg (vgl. Martin, Erwin: Pfälzische Dorfgeschichte. Ländliche Kultur am Beispiel Großkarlbach [Verlag Walter E. Keller: Treuchtlingen, 1998], S. 39).


geboren ca. 1660 als Johann Matthäus (auch Matthias) Haumüller - † 27.2.1721; sein Name taucht erstmals in den Ratsprotokollen von Kaiserslautern am 19.11.1696 und 24.2.1698 auf; Haumüller führte im Auftrag der Kurpfalz Verhandlungen mit den Franzosen; Im Untertanenverzeichnis von Alzey wird er 1698 als "Churpfälz. Rath undt Commissarius auch Amtskeller zu Dirmstein" genannt, ebenso beim kurpfälzischen Personal im Oberamt Oppenheim (vgl. Göttnauer, Annelise u. Martin, Erwin: Die Familie Haumüller zu Mühlenthal; in: Martin, Erwin [Hrsg.]: Großkarlbach, a.a.O., S. 67). Im sog. dritten französischen Raubkrieg 1688 erhielt Haumüller als Amtskeller in Dirmstein von der kurpfälzischen Regierung den Auftrag, nicht ins linksrheinische Gebiet zu fliehen, sondern in Dirmstein zu bleiben, und den den dortigen Besitz der kurpfälzischen geistlichen Güteradministration möglichst vor Plünderung und Beschlagnahme zu schützen. Das war schwierig, zumal die 1689 von Paris befohlene Verwüstung der Pfalz kaum etwas ausließ. Die französische Besatzung dauerte neun Jahre und erst im Frieden von Rijswyk 1697 gab Frankreich gegen anderweitige Entschädigung die linksrheinische Pfalz wieder frei. Johann Math. Haumüller wurde sein Aushalten nicht nur durch Aufstieg in der Verwaltung be­lohnt. Er wurde von seinem Ausgangsposten als Amtskeller in Dirmstein sukzessive kurpfälzischer Rat, Landkommissar und oberster Lizenz- (d.h. Steuer) Inspektor, und hatte auch die Möglichkeit zu ganz beträchtlichem Landbesitz zu kommen (vgl. Hartmann, Hel­mut: Die Wappen der Familie Haumüller ...; in: Martin, Erwin [Hrsg.]: Großkarlbach, a.a.O., S. 80). 1697 erscheint er als Oberamts­kommissar von Alzey und Generaladmodiator (Verpächter herrschaftlicher Güter). In weiteren Ämtern ist er kaiserlicher Rat des Kurfürsten von der Pfalz, Geheimer kurpfälzischer Rat und Vizepräsident der Geistlichen Güteradministration und Administrator der "geistlichen Gefälle". Am 1.9.1699 durch Kaiser Leopold I. in den erblichen Adelsstand erhoben als "von Haumüller"; am 10.5.1731 erhob der Kurfürst Philipp von der Pfalz die Söhne Haumüllers in den Reichsfreiherrenstand als "Freiherrn von Haumüller von und zu Mühlenthal" (vgl. Göttnauer, Annelise u. Martin, Erwin: Die Familie Haumüller zu Mühlenthal; in: Martin, Erwin [Hrsg.]: Groß­karlbach, a.a.O., S. 67); aus der Familie von Haumüller bzw. von Mühlenthal stammten kurpfälzische und pfalz-zweibrückische Be­amte; die Familie war in Dirmstein und Mannheim begütert; J.H. v. Haumüller zu Mühlenthal 1711 (so bei Martin, a.a.O., S. 53; nach Niederhöfer, Eckbach-Mühlenwanderweg erfolgte der Erwerb bereits 1702) die spätere Schloßmühle in Großkarlbach, in der er u.a. eine Porzellanfabrik unter der Mitarbeit des Gerhard *Bontemps betrieb. Die Familie errichtete in Großkarlbach das Schloß Mühlen­thal, das in der Güterbeschreibung von 1791 abgebildet ist (Abb. bei Niederhöfer: Eckbach-Mühlenwanderweg S. 24 u. bei Martin, HJDüw1988 S. 54) und blieb bis 1766 im Besitz des Schlosses, das anschließend auf die Freiherrn von *Geispitzheim überging (vgl. Martin, a.a.O., S. 54; Niederhöfer: Eckbach-Mühlenwanderweg, S. 22). Eheschließung mit Martha *Schmal, Tochter des Amtskellers von Hochheim Johann Wendel *Schmal; Vater von Juditha von *Haumüller, Susanna von Haumüller, Johann Wendel von Haumüller, Johann David von Haumüller und Johann Theobald von *Haumüller (vgl. Göttnauer, Annelise u. Martin, Erwin: Die Familie Hau­müller zu Mühlenthal; in: Martin, Erwin [Hrsg.]: Großkarlbach, a.a.O., S. 67).


Sein Aufstieg steht im Zusammenhang mit den Scheidungsabsichten des Herzogs Gustav Samuel von Pfalz-Zweibrücken und der ge­planten Wiederverheiratung mit der früheren Hofdame Luise Dorothea von Hofmann und späteren Gräfin Hofmann und dem hier­durch bewirkten Sturz des zweibrückischen Kanzlers Philipp Friedrich von Schorrenburg, und ist eine regelrechte Hofkabale.


Philipp Friedrich von Schorrenburg führte einen Prozeß gegen seinen früheren Landesherrn Herzog Gustav Samuel von Pfalz-Zwei­brücken. Seine Familie stammte aus Hornbach. Bei Regierungsantritt des Herzogs Gustav Samuel von Pfalz-Zweibrücken erwies Philipp Friedrich Schorr in der Zeit seiner Regierung wertvolle Dienste und gewann dadurch großen Einfluß und erhielt eine Reihe von wichtigen Ämtern und Würden, die ihn zum allmächtigen Leiter der Regierung und der reformierten Kirche im Herzogtum machten: u.a. war er Verwaltungspräsident der Geistlichen Güterverwaltung Zweibrücken. Er wurde wegen seiner Verdienste auf­grund der Verwendung des Herzogs beim deutschen Kaiser zusammen mit seinem jüngeren Bruder in den Reichsfreiherrenstand er­hoben. Philipp Friedrich von Schorrenburg wußte in ergiebigster Weise für die Mehrung des Vermögens seiner Familie zu sorgen. Er besaß u.a. den Kirchheimer Hof bei Breitfurt, die Breitfurter Bannmühle. Sein Sturz erfolgte aufgrund der beabsichtigen Scheidung des Herzogs und dessen Wunsch nach Wiedervermählung. Herzog Gustav Samuel von Pfalz-Zweibrücken hatte sich leidenschaftlich in das Fräulein Luise Dorothea von Hofmann verliebt. Dem Wunsch des katholischen Herzogs seine Ehe mit der lutherischen Pfalz­gräfin Dorothea von Veldenz durch die Kirche für ungültig erklären zu lassen, um das katholische gewordene Fräulein von Hofmann heiraten zu können, trat Schorrenburg mit aller Entschiedenheit entgegen. Es trat eine Trübung seines Verhältnisses zum Herzog ein, die durch seine Nachgiebigkeit, als die Entscheidung gegen ihn gefallen war, nur scheinbar oder vorübergehend beseitigt wurde. Das Auftauchen einer Spottschrift auf den Herzog, seine zweite Gemahlin und deren Familie bot den Feinden Schorrenburgs, zu denen jetzt besonders auch der Konvertit Haumüller zu Mühlenthal gekommen war, eine willkommene Gelegenheit ihn zu stürzen. Er wur­de wenn nicht der Abfassung so doch der Verbreitung der Schmähschrift beschuldigt und am 20.1.1724 aller seiner Ämter entsetzt. Dieses Vorgehen und andere zum Teil von recht kleinlicher Rachsucht zeugende Maßregeln gegen Schorrenburg gaben diesem An­laß, in Wien beim Reichshofrat Klage gegen den Herzog zu erheben. Es entspann sich ein Prozeß, der sich immer mehr in die Länge zog. Erst 1738 als Herzog Gustav Samuel bereits seit 7 Jahren verstorben war, wurde der Rechtsstreit durch Vergleich mit der inzwi­schen an die Regierung gelangten Zweibrücken-Birkenfelder Linie beendet.


Johann Jacob *Farkopf († 8.5.1743 Mannheim), um 1718 Eigentümer der Rheinmühle in Großkarlbach und Bürgermeister von Groß­karlbach strengte einen Prozeß gegen den Eigentümer der oberhalb gelegenen Schloßmühle, Matthias von *Haumüller an, der ihm durch die Anlage der Schloßweiher und die neue Führung des Eckbaches das Wasser abgegraben haben soll (vgl. Niederhöfer, Wolf­gang und Martin, Erwin: Großkarlbach am Eckbach-Mühlenwanderweg; in: Martin, Erwin: Pfälzische Dorfgeschichte. Ländliche Kultur am Beispiel Großkarlbach, a.a.O., S. 55). Farkopf ist am 8.5.1743 während einer Reise in Mannheim an einem Schlaganfall gestorben (Kath. Kirchenbuchamt Mannheim 1685-1763 in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, 2003, S. 341).


°° mit Martha Schmal (vgl. LA Speyer Best. A13 Nr. 504: Erbbestandsverleihung 1710 an Joh. Math. Haumüller und Martha, Admi­nistrationsrat und Kirchenrathsvizepräsident; Göttnauer, Annelise u. Martin, Erwin: Die Familie Haumüller zu Mühlenthal; in: Mar­tin, Erwin [Hrsg.]: Großkarlbach, a.a.O., S. 68)


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A13 Nr. 504: Erbbestandsverleihung 1710 an Joh. Math. Haumüller und Martha, Administrationsrat und Kirchen­rathsvizepräsident

- o.A.: Westpfälzische Geschichtsblätter (= Beilage zur Zweibrücker Zeitung) 1905, S. 12: zur Scheidung des Herzogs Gustav Samu­els von Pfalz-Zweibrücken von der Pfälzgräfin Dorothea von Veldenz, seine geplante Heirat mit der Hofdame Luise Dorothea von Hoffmann, zum Sturz des herzoglichen Günstlings Philipp Friedrich von Schorrenburg und zum Aufstieg des David Haumüller von Mühlenthal

- Göttnauer, Annelise u. Martin, Erwin: Die Familie Haumüller zu Mühlenthal; in: Martin, Erwin [Hrsg.]: Großkarlbach, a.a.O.,

S. 66 ff

- KSchA Zw Rep. IV Nr. 1055: Akten, den Gutenbrunner und Schwarzenacker Hof mit Badehaus und deren Erbpacht; des Herzogs Gustav Samuel Ehescheidung und Neuvermählung mit dem Fräulein von Hoffmann, die ihr gemachten Schenkungen des Gutenbrun­ners, Schwarzenackers und anderer Güter sowie Witthumsverschreibung und ihre Standeserhöhung (zur Gräfin von Hofmann)

- KSchA Zw Rep. IV Nr. 1077: Übertragung der "Sechzig-Morgen-Wiese" auf Einöder und Bierbacher Gemarkung an die Gräfin von Hofmann



Haumüller, Johann Theobald Freiherr von und zu Mühlenthal :

jüngster Sohn von Johann Matthias von *Haumüller und Martha *Schmal; er war erster Kammerjunker und Adeliger Rat in Zwei­brücken und wurde mit seinen beiden Brüdern am 10.5.1731 von Kurfürst Philipp von der Pfalz in den Reichsfreiherrenstand als "Freiherrn von Haumüller von und zu Mühlenthal"; verheiratet mitt NN; Vater der Maria Sophia von Haumüller Freiin von und zu Mühlenthal (vgl. Göttnauer, Annelise u. Martin, Erwin: Die Familie Haumüller zu Mühlenthal; in: Martin, Erwin [Hrsg.]: Großkarl­bach, a.a.O., S. 68).



Haumüller, Johann Wendelin Freiherr von und zu Mühlenthal :

vor 1737; reformiert; ältester Sohn von Johann Matthias von *Haumüller und Martha *Schmal; er soll Hofgerichts- und Appellati­onsgerichtsrat gewesen sein; verheiratet mit Magdalena Dorothea von Geispitzheim; Vater des Gustav Friedrich von Haumüller Frei­herr von und zu Mühlenthal; er hatte daneben ein außereheliches Verhältnis Eleonora von Schorlemer, aus der der Sohn Adam Joseph von Schorlemer hervorging (vgl. Göttnauer, Annelise u. Martin, Erwin: Die Familie Haumüller zu Mühlenthal; in: Martin, Erwin [Hrsg.]: Großkarlbach, a.a.O., S. 68, 69).


Das Testament des Johann Wendelin von Haumüller zu Mühlenthal und seiner Ehefrau Magdalena Dorothea, geb. von Geispitzheim, vom 30. April 1725 (gesiegelt) befindet sich Stadtarchiv Mannheim, Verlassenschaftsakten Nr. 6691.



Haumüller, Juditha von :

nach 1728, reformiert; Tochter von Johann Matthias von *Haumüller und Martha *Schmal; Eheschließung vor 1700 mit Johannes *Euler (vgl. Göttnauer, Annelise u. Martin, Erwin: Die Familie Haumüller zu Mühlenthal; in: Martin, Erwin [Hrsg.]: Großkarlbach, a.a.O., S. 75); Eheschließung vor 1700 mit Johannes (2) *Euler (vgl. Göttnauer, Annelise u. Martin, Erwin: Die Familie Haumüller zu Mühlenthal; in: Martin, Erwin [Hrsg.]: Großkarlbach, a.a.O., S. 75); aus der Ehe stammen 5 Kinder (Göttnauer / Martin, a.a.O. S. 69)



Haumüller Freiin von und zu Mühlenthal, Maria Sophia :

Tochter von Johann Theobald von Haumüller Freiherr von und zu Mühlenthal und NN.; Eheschließung Georg August von *Kinkel (vgl. Göttnauer, Annelise u. Martin, Erwin: Die Familie Haumüller zu Mühlenthal; in: Martin, Erwin [Hrsg.]: Großkarlbach, a.a.O., S. 75); aus der Ehe stammen 5 Kinder (Göttnauer / Martin, a.a.O. S. 69)



Haumüller von Freiin von und zu Mühlenthal, Susanna :

16.10.1718; Tochter von Johann Matthias von *Haumüller und Martha *Schmal; Eheschließung mit Georg Heinrich *Ebel (vgl. Göttnauer, Annelise u. Martin, Erwin: Die Familie Haumüller zu Mühlenthal; in: Martin, Erwin [Hrsg.]: Großkarlbach, a.a.O., S. 69); aus der Ehe stammen 8 Kinder (vgl. Göttnauer / Martin, a.a.O., S. 67).



Haumüller, Susanne von:

°° mit Georg Heinrich Ebel, kurpfälzischer Schaffner in Freinsheim (vgl. Göttnauer, Annelise u. Martin, Erwin: Die Familie Haumül­ler zu Mühlenthal; in: Martin, Erwin [Hrsg.]: Großkarlbach, a.a.O., S. 69); aus der Ehe stammen 8 Kinder (vgl. Göttnauer / Martin, a.a.O., S. 67).



Hauser, Johann Jakob:

um 1660 Erbauer der Moormühle in Steinwenden. Im 30jährigen Krieg wurde das Gericht Steinwenden, zu dem u.a. die Dörfer Weltersbach und Steinwenden gehörten, völlig entvölkert. Erstmals im sog. Schatzungsbelegzettel von 1671 sind wieder Einwohner aufgeführt, darunter Joh. Jakob *Hauser der Müller zu Steinwenden (vgl. Abschrift des nicht erhaltenen Orginals, gefertigt um 1800; abgedruckt in: Weltersbach. Streifzüge durch die Ortsgeschichte, a.a.O., S. 19). Um 1660 hatten Johann Jakob Hauser und Conrad Schlosser die Moormühle wieder aufgebaut. In den 1680er Jahren gehörte sie Johann Schenkel. Er verkaufte sie schuldenhalber 1687 an Hans Peter Frölich, der sie zehn Jahre später an Johann Balthasar Chollage veräußerte. Zu Beginn des 18. Jh. werden Georg Fried­rich Welcker aus Zweibrücken und nach ihm Johannes Müller als „Mohrenmüller zu Steynweiler“ erwähnt. Einige Jahre später ge­hörte die Mühle Jacob Schmitt, der sie 1719 versteigern ließ. Seitdem befindet sich die Moormühle im Familienbesitz, wenn sich auch die Besitzernamen durch Vererbung auf die Töchter mehrmals geändert hat (vgl. Weltersbach. Streifzüge durch die Ortsge­schichte, a.a.O., S. 69). Die Mühle wurde 1719 von Johann Adam Everling ersteigert, dem angesehenen und wohlhabenden Schult­heiß des Gerichts Ramstein. Weder Johann Adam Everling noch sein Sohn und Nachfolger, der Schultheiß Johann Daniel Everling (1710-1779) betrieben die Mühle selbst, sondern ließen sie von Pächtern bewirtschaften (vgl. Weltersbach. Streifzüge durch die Orts­geschichte, a.a.O., S. 70).



Hauß, Christian:

vor 1721 war Christian *Hauß († vor 1721 Oberbronn) Ölmüller in Oberbronn; sein Sohn, der Hufschmied Johann Wendell Hauß heiratet am 17.7.1721 luth in Albersweiler Anna (Marie) Margarethe Eichenberger, Witwe Weber; im Kirchenbuch ist Christian Hauß als bereits verstorben eingetragen (vgl. Biundo,: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 10).



Hauther, Hauter:

es gibt 2 Schreibweisen des Familiennamens, die Sortierung erfolgt nach der jeweiligen Schreibweise des Nachnamens



Hauter, Jakob:

er stammt aus der der Kirschbachermühle; ab 1901 Müller auf der Großsteinhauser Mühle. Seit 1901 wurde die Großsteinhauser Mühle von dem Müller Jakob *Hauter († 1959) aus der naheliegenden Kirschbachermühle zunächst als Pächter betrieben. Dieser war mit Katharina Guth († 1948) vom Bärenbrunnerhof bei Dahn verheiratet. Mit der Übernahme des Betriebes durch das Ehepaar Hauter/Guth ging es mit der Mühle sichtlich aufwärts. 1902 wurde die Inneneinrichtung gründlich erneuert und nach dem damaligen Stand der Technik modernisiert.. Schon 1908 konnten die Eheleute Hauter die Mühle mit 15ha Land und Wald von Karl Weiß kaufen. Der Sohn Eduard Hauter (°° 1936 mit Elsa Krauth aus Oberstaufenbach) übernahm ab 1.1.1939 die Mühle, während der Sohn Her­mann Hauter (°° 1938 mit Gertrud Lehmann vom Heidelbingerhof die Landwirtschaft erhielt. 1940/41 wurde die Mühle, die in der sog. „Roten Zone“ vor dem Westwall lag, abgerissen. 1951 wurde die Mühle gründlich überholt, umgebaut und modernisiert (vgl. Wilms, Rudolf: Die Großsteinhauser Mühle; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 62-63).



Hauther, Andreas:

um ++++ aus Ixheim; Hauther war Erbbeständer auf der Blumenauer Mühle in Brenschelbach; er übergibt die Mühle an seine Toch­ter NN., Hauther, Witwe des Peter Kinzinger; es kommt zum Prozeß der Geistlichen Güterverwaltung als Verwalter des Hornbacher Klostergutes an der Blumenauer Mühle wegen Pachtrückstandes und der Übergabe der Mühle an die Witwe Kinzinger (vgl. KSchA Zw Rep. IV Nr. 179 Tomus 2).


Andreas *Hauther war der Nachfolger des Konrad Sauther als Müller auf der Ixheimer Mühle. Andreas Hauther mahlte die gesamten Zehntfrüchte des Herzogs August von Zweibrücken und lieferte auch das Mehl für seine vielen Jagdhunde (vgl. Rohr: Allerlei über das ehemalige Holzflößen von Dusenbrücken bis Zweibrücken; in: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zweibrücker Land 2003, S. 202).



Hauther, Christian:

Mennonit; 1744 kamen die beiden Mennoniten Christian Hauther und Ulrich Farnay als Lehensmüller nach Contwig. Der Versuch, die herrschaftlichen Beamten aus Zweibrücken als Kunden der Mühle zu gewinnen und dadurch den Umsatz zu steigern, schlug fehl Bereits 1746 haben sie die Mühle verlassen und Lorenz Cron nimmt die Mühle auf 16 Jahre in Pacht (vgl. Ortsgemeinde Contwig: 750 Jahre Contwig, a.a.O, S. 50).



Hauther, Christian:

um 1792 Müllermeister auf der Niederauerbacher Mühle; °° mit Friederika Elisabetha NN; sein Sohn Georg Jakob Hauther wird am 24.2.1792 getauft (vgl. Bohrer, u.a.: Register zum reformierten Kirchenbuch Contwig, a.a.O., S. 31).



Hauther, Jakob:

geb. in Contwig - ++++; Mühlarzt und späterer Müller auf der Pelzmühle bei Hengsberg. °° mit NN. Schopfer, des Tochter des Mül­lers auf der Pelzmühle, Friedrich Schopfer. Letzterer starb im Frühjahr 1881 an den Folgen eines im März 1881 erlittenen Reitunfalls. Die Pelzmühle wurde daraufhin vom Schwiegersohn Jakob Hauther (er war Mühlarzt und stammte aus Contwig) für 5000 Gulden übernommen (vgl. Kampfmann, L.: „Wie die Pelzmühle entstand und verging“; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14).


Jakob Hauther und seine Pelzmühle wurden zunehmend durch die schlechte Wasserqualität des Blümelbaches beeinträchtigt. Dieser kam von Pirmasens herab, sein Wasser wurde nach 1880 zunehmend durch Abwässer aus der stark zunehmenden Schuhindustrie ver­schmutzt und verkam zur Kloake. Der Gestank beeinträchtigte das Mahlgut der Kunden der Mühle, diese wanderten an andere Müh­len ab. Gesuche des Müllers Hauther an die Stadtverwaltung Pirmasens, durch Bau einer Kläranlage Abhilfe zu schaffen, blieben er­folglos. Hauther mußte Klage auf Schadensersatz erheben, der Prozeß zog sich 16 Jahre lang und kam vor Reichsgericht Leipzig. Dieses hob die unterinstanzlichen Urteile auf und wies das OLG Zweibrücken an, nach Maßgabe des RG-Urteils, dem Müller Hauther Schadensersatz zuzusprechen. Hauther erhielt nunmehr durch erneutes Urteil des OLG Zweibrücken von der Stadt Pirma­sens 800 Reichsmark jährlich zugesprochen. Die Stadt Pirmasens kaufte daraufhin, um weitere Schadensersatzansprüchen zu vermei­den, am 13.3.1905 die Mühle auf Abbruch und ließ sie anschließend abreißen (vgl. Kampfmann, L.: „Wie die Pelzmühle entstand und verging“; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14).



Hauther, Joseph:

ab 1787 Stadtmüller in Zweibrücken; er erhielt 1787 Bestandsbrief über die Stadtmühle (vgl. Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 81; LA Speyer Best B2 Nr. 5324); Hauther beantragte am 2.3.1790, daß er gem. § 1 seines Bestandsbriefs zu wenig Mahllohn erhalte, d.h. zuviel Mehl an die Mahlgäste herausgeben müßte, da das Malter Korn in Wirklichkeit weniger wiege, als im Durchschnitt von die­sem Artikel vorausgesetzt würde. Er führt an: “Die Mühlenordnung weist die Müller an auf das Gewicht zu mahlen und ein jeder Mahlgast kann nicht mehr, sondern als das Gewicht seiner Frucht nach Abzug des Molters Kleyen und Flug beträgt. Dieser Ordnung will ich beym Commismahlen auch unterwerfen, mithin nach dem Gewicht mahlern [...] (LA Speyer B2 Nr. 5325; zitiert nach Stür­mer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 41).



Hauther, Maria Elisabeth:

27.9.1797 in Kleinbundenbach im Alter von 22 Jahren „an den Folgen eines unglücklichen Kindbetts“; °° mit dem Müller auf der Ölmühle zu Kleinbundenbach, Johann Jakob Emmerich (vgl. Schmidt, Erwin F.: Familiennamen in der ehemaligen Gemeinschaft Buntenbach im 18. Jh.; in: PRFK 1977, S. 424).



Hauther, NN.:

um 1939 Müller (?) +++klären++++ auf der Kirschbacher Mühle an der Felsalb zwischen Contwig und Dietrichingen. Um 1939 stand die Kirschbacher Mühle im Eigentum der Familie Hauter. Die Mühle wurde in den ersten Kriegstagen 1939 (in der von der Be­völkerung geräumten sog. „Roten Zone“ nahe der deutsch-französischen Grenze gelegen) durch deutsche Pioniere gesprengt (vgl. Rohr, Theodor: Allerlei über das ehemalige Holzflößen von Dusenbrücken bis Zweibrücken; in: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zweibrücker Land 2003, S. 201).



Haygel, Johann:

um 1744; Erbbeständer auf der Windsberger Mahlmühle, die er 1733 von Anton Mayer gekauft hatte (vgl. Weber: Mühlen und Mül­lerhandwerk, a.a.O., S. 196). Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) ist sie wie folgt beschrieben: “liegt an der Walshauser Bach (Felsalbe), eine Viertelstunde von dem Dorf Windsberg ent­fernt. 1 unterschl. Rad treibt 1 Mahlgang mit angehängtem Trillis für den Schälgang. Der obere Mühlgraben hat eine Länge von 500 Gäng. Der Erbbeständer ist Johann *Haygel, welcher die Mühle 11 Jahre zuvor von Anton Meyer erkauft. Entrichtet jährlich 6 Ma. Korn und 6 Ma. Hafer, 6 Kappen oder 1 fl 9 bz. and Geld.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 194/96).



Hebel, („Hewelen“), Johannes:

aus Mühlbach / Glan; er erhielt 1664 einen Erbbestand durch die Freiherrn von Steinkallenfels an der Mahlmühle in St. Julian; seine Tochter NN. Hebel heiratete den Conrad Frey, der als Betriebsnachfolger die Mühle übernahm (vgl. Weber: Museumsmühle, a.a.O., S. 6).



Hecker, Friedrich J.:

1698 als Müller in Speyer +++klären: wann und welche Mühle? +++ (vgl. Hartwich, Wolfgang: Die Wiederbesiedlung der Stadt Speyer 1698-1750, Dissertation, Heidelberg 1965, S. 132 iVm Schmitt/Böttcher: Register zur Diss. Hartwich; PRFK 1999, S. 134).



Heckmann, Maria Magdalena:

um 1756 auf der Eselsmühle bei Enkenbach; sie wird 1756 im Konvertitenregister der katholischen Pfarrei Kaiserslautern erwähnt (vgl. Friedel, Heinz: Das Konvertitenregister der katholischen Pfarrei Kaiserslautern; in: PRFK 1975, S. 187).



Heene, Adam:

Müller auf der Aumühle bei Haßloch; im Mai 1858 beantragte der Haßlocher Müller Adam Heene den Bau Bau einer Mühle am Speyerbach zwischen Hanhofen und Geinsheim. Die Mühle sollte 3 Wasserräder und 6 Mahlgänge haben. Die Genehmigung wurde 1859 erteilt, die Bauarbeiten im September 1858 begonnen. Am 16.7.1859 konnte das Triebwerk in Betrieb genommen und der Be­trieb aufgenommen werden (vgl. Ruckdeschel, Bernd H.: Die Haßlocher Mühlen, a.a.O., S. 48; Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 68; Gemeindearchiv Haßloch, Best. 1 A 2, Nr. IX, 5) 3, Aumühle: A. Heene an Landcommissariat Neustadt von 18.7.1858). 1861 stellte Heene den Antrag „die Streichwehre und den Stauschutz am Triebwerk“, nachdem die Mühle nun schon in Betrieb sei, „um 12 bis 20 Cent.“ nachträglich erhöhen zu dürfen, um die Antriebskapazität zu erhöhen (vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 71; Ar­chiv Kreisverwaltung Bad Dürkheim, Nr. 661-04-H. Aumühle: A. Heene an Landcommissariat Neustadt vom 3.8.1861).



Heep, Konrad:

1584/85 wird Konrad Heep als Müller und Erbpächter auf der Mahl- und Sägemühle Weidenthal genannt (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 226).



Hehn, Balthasar:

Ab ++++klären ++++ war Balthasar *Hehn als Müller auf der Steinmühle in Albisheim/Pfrimm; °° mit NN.; Vater der Maria Eva Hehn (°° 10.4.1725 in Kirchheimbolanden mit Peter Tamlo) und der Maria Johanna Hehn (°° 15.5.1725 in Kirchheimbolanden mit Johannes Bresch aus Herschweiler) (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 6.12.2011; Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. ++++klären ++++).



Heigel, Familie:

s. auch Heygel



Heigel, Jeremias:

s. Hügel, Jeremias


1744 Erbbeständer auf der Hengsberger Mahlmühle, genannt Beltzmühle (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 196).



Heigert (Heuchert), Johann Adam:

geb. 13.4.1790 auf der Mühle in Wöllstein - ++++; reformiert; zunächst Mehlhändler in Rockenhausen, dann Müller auf der Ober­mühle in Rockenhausen (Quelle: LA Speyer, Standesamtsbelege Rockenhausen; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 20.7.2011 iVm mit der Versteigerungsankündigung der Obermühle in Rockenhausen vom 8.7.1826 im „Intelligenzblatt des Rheinkreises“ [vgl. LA Speyer, Best. H3 Sachakte 12360 Jg. 1826 = Internetdatei Google Books, Intelligenzblatt des Rheinkreises Bd. 9 S. 382]). Sohn des Müllers in Wöllstein, Johann Philipp Heuchert und der Christina Kuch Quelle: LA Speyer, Standesamtsbelege Rockenhausen; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 20.7.2011). °° mit der Müllerstochter von der Obermühle in Rockenhausen, Maria Elisa­beth Broschart (Proklamation am 23.04.1815 in Rockenhausen; kirchliche Heirat um 05.1815 in Rockenhausen) (vgl. LA Speyer, Standesamtsbelege Rockenhausen; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 20.7.2011).


Die Obermühle in Rockenhausen wird wohl bei der Versteigerung von den Eheleuten Johann Adam Heigert (Heuchert) und Maria Elisabetha Broschart übernommen. Der Müllerssohn Johann Adam Heigert (Heuchert) (geb. am 13.4.1790 in Wöllstein) ist der Sohn des Müllers in Wöllstein, Johann Philipp Heuchert und der Christina Kuch (Quelle: LA Speyer, Standesamtsbelege Rockenhausen; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 20.7.2011). Er war zunächst Mehlhändler bis 1826 in Rockenhausen; °° mit der Müllers­tochter Maria Elisabetha Broschart von der Obermühle in Rockenhausen (Quelle: LA Speyer, Standesamtsbelege Rockenhausen; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 20.7.2011 iVm mit der Versteigerungsankündigung der Obermühle in Rockenhausen vom 8.7.1826 im „Intelligenzblatt des Rheinkreises“ [vgl. LA Speyer, Best. H3 Sachakte 12360 Jg. 1826 = Internetdatei Google Books, Intelligenzblatt des Rheinkreises Bd. 9 S. 382]).



Heil:

s. auch Heyel



Heil, Friedrich:

auch 'Heyl'; um 1791 Lehensmüller auf der Geisenmühle in Otterberg; °° Margaretha NN.; am 26.5.1791 wird der Sohn des Friedrich Heil (ref.), Lehensmüller auf der Geisenmühle und der Margaretha NN. (luth) in Otterberg getauft (vgl. Rink, Franz: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 352, Nr. 3509). Am 10.7.1796 werden „Friedrich Heyl, Müllermeister auf der Geisenmühle und Ehefrau Margaretha“ als Paten in Otterberg erwähnt (vgl. Rink, a.a.O., S. 370 Nr. 3712).



Heil (Heyl), Hans:

Mitte 1678 Otterbach; Müller in Otterbach; Sohn des Müllers in Wolfstein, Johannes *Heil (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 73 Nr. 2818 iVm. Herzog: Kaiserslautern, 1620-1650, a.a.O., S. 70 Nr. 1256). °° mit Sara NN. († 23.9.1683 Otter­bach) (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 73 Nr. 2817). Vater des Müllers in Otterbach, Hanß Peter *Heil (vgl. Her­zog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 73 Nr. 2818).



Heil, Hanß Peter:

26.10.1683 Otterbach; Müller in Otterbach; Sohn des Müllers in Otterbach, Hans *Heil und der Sara NN. (vgl. Herzog: Kaiserslau­tern 1651-1681, a.a.O., S. 73 Nr. 2818). Enkel des Müllers in Wolfstein, Johannes *Heil (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 70 Nr. 1256 iVm (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 73 Nr. 2817, 2818). Er sagt am 31.7.1678 als Zeuge in Kaiserslautern aus, „etliche 30 Jahr alt“ (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 73 Nr. 2818).


°° I Anna Catharina NN.; °° II Anna Margretha NN. (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 73 Nr. 2818)


Wohl Vater des Peter *Heygel, der 1683 Müller in Otterbach ist (vgl. Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Ot­terberg, a.a.O., S. 58).



Heil (Heyl, Heull, Johannes:

um 1650 Müller in Wolfstein; wird am 29.10.1650 von Debaldt Müller, Schultheiß des Amtes Wolfstein im „Bock“ geschlagen (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 70 Nr. 1256). Vater des Müllers in Otterbach, Hans *Heil (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 73 Nr. 2817) und Großvater des Müllers in Otterbach, Hanß Peter *Heil.



Heil, Nickel:

s. *Heyl, Hans Nickel



Heil, Peter:

um 1788 war Peter Heil “Ölschläger“ in Heltersberg; er ist nach Amerika ausgewandert; °° mit Maria Magdalena Seebach; Vater der Maria Elisabeth Heil (geb. ca. 1788 Heltersberg; °° 11.5.1827 mit dem Weber in Heltersberg, Johann Heinrich Jochum (vgl. Frem­gen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 185).



Heiler, Dorothea:

Witwe des Amtmanns Heinrich Ludwig Atzenheim; zunächst ist sie Erbbeständerin der Walsheimer Mühle; nach 1749 (err.) kommt es zum Tausch der Bickenaschbacher Mühle an die “Amtmann Atzenheimsche Wittwe” gegen die Mühle zu Walsheim; (vgl. KSchA Zw Rep. IV Nr. 265); es handelt bei der Erwerberin um Dorothea *Heiler, die Witwe des Amtmanns Heinrich Ludwig Atzenheim († 19.4.1749 Zweibrücken) (vgl. Stuck: Verwaltungspersonal, a.a.O., S. 9); diese betreibt die Mühle nicht selbst, sondern verpachtet sie an den Lehensmüller NN. Bachmann; später +++klären+++ verkauft die Witwe Atzenheim die Bickenaschbacher Mühle an den Le­hensmüller Bachmann (vgl. KSchA Zw Rep. IV Nr. 265). Wegen rückständigen Erbzins und Pachtverweigerung kommt es zur Ver­steigerung der Mühle; diese wird durch Philipp Theyson ersteigert, dem ein neuer Erbbestandsbrief erteilt wird (vgl. KSchA Zw Rep. IV Nr. 266).



Heilmann:

s. auch *Heylmann



Heilmann, David:

auch Heylmann; ab 1606 als Schultheiß in Frankenstein und Müller auf der Schleifmühle Frankenstein genannt. Sohn des Hammer­schmieds Wilhelm Heilmann, Bruder von Gall Heilmann und Michael *Heilmann; Vater des späteren Müllers auf der Schleifmühle Frankenstein, Hans *Heilmann (vgl. Michel, Gerhard und Walther, Willi: Die Mühlen zu Frankenstein, Teil 2; in: Heimatjahrbuch Kaiserslautern 2010, S. 106; LA Speyer Best. C26 Nr. 197 S. 31).


Um 1573 erscheint in Frankenstein Wilhelm Heilmann (geb. um 1516 Steinhausen – 1596 Frankenstein), von Beruf Schmied. Seine Nachfahren David *Heilmann, Gall Heilmann und Michael Heilmann zahlen 1607 drei Albus zins für den Wasserfall an der Schleif­mühle (vgl. Michel, Gerhard und Walther, Willi: Die Mühlen zu Frankenstein, Teil 2; in: Heimatjahrbuch Kaiserslautern 2010, S. 106; LA Speyer Best. C26 Nr. 197 S. 31).


David Heilmann (Heylmann) wird 1606 (vgl. LA Speyer Best. A2, Nr. 1178, Bl. 9 II), 1618 und 1620 als Schultheiß genannt. Er zahlt 1616 sog. Harzofenzins, d.h. Pacht für einen Harzofen; 1618 zahlt er 10 Bazen Zins wegen des Wassergrabens (= wohl Mühlgraben) (vgl. Neumer, Franz: Frankensteiner Untertanen zu Beginn des 30jährigen Krieges, mit einem Anhang über den Amtstag 1659; in: PRFK 1892, S. 97).


Die Schleifmühle wurde im Rahmen von Grenzstreitigkeiten am 29.11.1616 durch Amtspersonen der Grafen von Leiningen zerstört. Ein Teil der wenigen Häuser des Fleckens Frankenstein hatten ihren Standort links des Bachlaufs, einem eigentlich zum Stift Lim­burg gehörenden Gebiet (vgl. Michel, Gerhard und Walther, Willi: Die Mühlen zu Frankenstein, Teil 2; in: Heimatjahrbuch Kaisers­lautern 2010, S. 107; LA Speyer Best. A 2 Nr. 981/3 [Plan von 1618]). Die unterschiedliche Auslegung der Gebietsgrenzen führte zu fortwährenden Streitigkeiten, die letztendlich in der Zerstörung des ganzen Frankensteiner Mühlenkomplexes (Schleifmühle, Pulver­mühle) durch Amtspersonen der Dürkheimer und des Grafen von Leiningen führten. Im Dorfmittelpunkt, gegenüber dem leiningi­schen Hofgut, entstand um 1600 ein Komplex, bezeichnet als Schmiede, Hammer- und Wappenschmiede, Schleifmühle und dem Gatterwerk einer Schneidmühle. Über den Ablauf liegen zwei Berichte im Rahmen des sich anschließenden Gerichtsverfahrens vor, einer aus der Kanzlei des Grafen von Nassau, zu 1/3 Miteigentümer der Herrschaft Frankenstein, der andere von Justus Schnell, wall­brunnischer Keller zu Gauersheim. Am Dienstag, den 29.11.1616 erschien Max Dutz, der Schaffner zu Dürkheim samt dem Limbur­ger Förster, Balthasar Kirchen nebst zwei Ächter von Dürkheim, Niclas Balen und Arnold Metzger von Frankenstein. In ihrer Beglei­tung leibeigene Untertanen der Grafen von Leiningen, der kurpfälzische Schultheiß zu Weidenthal, Caspar Sommer, Mattheiß schau­ten und Heinrich heppen. Die Schar war teilweise bewaffnet und begann sogleich mit der Zerstörung. Der Frankensteiner Schultheiß David *Heilmann und ein Nagelschmied namens Niclaus Hentlein, hatten oben an der an der neu errichteten Schleifmühle, auf der wallbrunnischen Wiese gelegen, eine Hammerschmiede mit eingebracht, für deren Errichtung sie 200 Gulden gezahlt hatten. Die Hammerschmiede wurde zerstört, ohne daß sie eine Möglichkeit zur Gegenwehr gehabt hätten. Die Schleifmühle als solche wurde wohl nur teilweise beschädigt, insbesondere der Wasser führende auf Stelzen stehende Kannel und das Gatterwerk. Die Mühlenbesit­zer Schultheiß David Heilmann und Niclaus Hentlein erhoben daraufhin Beschwerde am nassau-saarbrückischen Amt Kirchheim(bo­landen). Es kam zu Untersuchungen und zu einem gemeinsamen Treffen der drei Landesherrn. Das Ergebnis ist nicht überliefert. Zu­mindest die Schleifmühle wurde wieder instandgesetzt (vgl. Michel, Gerhard und Walther, Willi: Die Mühlen zu Frankenstein, Teil 2; in: Heimatjahrbuch Kaiserslautern 2010, S. 107-108).


1620 erreichte der 30jährige Krieg Frankenstein. Die Söldner der katholischen Liga unter dem Feldherrn Spinola eroberten Burg und Dorf Frankenstein. Allem Anschein nach ging ging das Leben im Dorf zunächst ohne große Beeinträchtigungen weiter. 1627 wird die Schleifmühle letztmals erwähnt mit einer Abgabe von drei albus Wasserfallzins. Als Besitzer wird der 1602 geborene Hans *Heil­mann, der Sohn des früheren Schultheißen und Schleifmüllers David Heilmann genannt (vgl. Michel, Gerhard und Walther, Willi: Die Mühlen zu Frankenstein, Teil 2; in: Heimatjahrbuch Kaiserslautern 2010, S. 108; LA Speyer Best. C 26 Nr. A 190).



Heilmann, Hans:

1602 Frankenstein - +++; Schleifmüller in Frankenstein; Sohn des Schultheißen und Schleifmüllers in Frankenstein, David *Heil­mann. 1620 erreichte der 30jährige Krieg Frankenstein. Die Söldner der katholischen Liga unter dem Feldherrn Spinola eroberten Burg und Dorf Frankenstein. Allem Anschein nach ging ging das Leben im Dorf zunächst ohne große Beeinträchtigungen weiter. 1627 wird die Schleifmühle letztmals erwähnt mit einer Abgabe von drei albus Wasserfallzins. Als Besitzer wird der 1602 geborene Hans *Heilmann, der Sohn des früheren Schultheißen und Schleifmüllers David Heilmann genannt (vgl. Michel, Gerhard und Walt­her, Willi: Die Mühlen zu Frankenstein, Teil 2; in: Heimatjahrbuch Kaiserslautern 2010, S. 108; LA Speyer Best. C 26 Nr. A 190).


Er wohnt 1659 in Dürkheim (vgl. Neumer, Franz: Frankensteiner Untertanen zu Beginn des 30jährigen Krieges, mit einem Anhang über den Amtstag 1659; in: PRFK 1892, S. 97).


Am 5.7.1659 wurde Hans Heilmann der in Dürkheim wohnte, zu einer Konferenz der Landesherren zur Wiederbesiedlung des fast menschenleeren Ortes Frankenstein geladen. Damals lebten in Frankenstein nur vier Familien. Hans Heilmann sollte auf der Konfe­renz über die Eigentumsverhältnisse in Frankenstein um 1630 berichten. Er war Besitzer eines Mühlplatzes in Frankenstein, sah sich aber nicht in der Lage, die Mühle aufzubauen, da sie mit 200 Gulden belastet war, die von Daniel Ridters Erben in Lambrecht stammten (vgl. Neumer, Franz: Frankensteiner Untertanen zu Beginn des 30jährigen Krieges, mit einem Anhang über den Amtstag 1659; in: PRFK 1892, S. 99). ++++klären : wohl identisch mit Hans Heilmann dem Müller auf der Herzogmühle++++



Heilmann, Hans:

um 1640 war Hanß Heilmann aus Kaiserslautern „derzeit Herzogmüller“ zu Dürkheim. Er besaß ein Haus im kurpfälzischen Kaisers­lautern. Am 2.3.1640 schreibt Hans Adam v. „Cruel, daß er das Haus in Kaiserslautern, beim „Hohen Hauß“ des Hanß Heilmann, derzeit Herzogmüller zu Dürkheim verkauft habe (vgl. Stadtarchiv Kaiserslautern, Ratsakten Bd. XIV Ratsprotokolle vom 6.12.1642-5.12.1644; Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 52 Nr. 1002 und S. 70 Nr. 1257). Am 18/8.7.1645 wird als Müller in den „Grafenmühle“ bei Hardenburg genannt. Sein Schwager ist Jost Zeichner (Zehner). Am 7.5.1649 wird Hans Heilmann als „Mühl Hanß“ genannt und 23.7.1650 in den Ratsprotokollen in Kaiserslautern als „Herzogsmüller“ bei Dürkheim (vgl. Herzog: Kaiserslau­tern 1620-16500, a.a.O., S. 70 Nr. 1257). Vater des späteren Müllers auf der Herzogmühle, Johannes *Heilmann (vgl. Herzog: Kai­serslautern 1651-1681, a.a.O., S. 73 Nr. 2822).


Er ist am 21. Brachmonat 1654 in Otterberg Pate bei der Taufe des Hanß Peter Rudolph, dem Sohn des Spitalmüllers in Kaiserslau­tern Johann Rudolph und der Anna Dorothea Sixt (vgl. Herzog. Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O, S. 103 Nr. 3198 und S. 173 Nr. 2822; dt.-reformiertes Kirchenbuch Otterberg).



Heilmann (Heylmann), Johannes:

um 1651; Müller auf der Herzogmühle bei (Bad Dürkheim-)Grethen; Sohn des Müllers auf der Herzogmühle, Hans *Heilmann; Jo­hannes Heilmann wird am 25.2.1651 als „Herzogsmüller unter Hardenburg“ und am 25.5.1653 als Müller zu Dürkheim genannt (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 73 Nr. 2822).



Heilmann,Michael:

um 1615 Frankenstein; Hammerschmied in Frankenstein; Sohn des Hammerschmieds in Frankenstein Wilhelm Heilmann, Bruder des Schultheißen und Hammerschmieds in Frankenstein David *Heilmann und des Gall Heilmann.


Um 1573 erscheint in Frankenstein Wilhelm Heilmann (geb. um 1516 Steinhausen – 1596 Frankenstein), von Beruf Schmied. Seine Nachfahren David *Heilmann, Gall Heilmann und Michael Heilmann zahlen 1607 drei Albus zins für den Wasserfall an der Schleif­mühle (vgl. Michel, Gerhard und Walther, Willi: Die Mühlen zu Frankenstein, Teil 2; in: Heimatjahrbuch Kaiserslautern 2010, S. 106; LA Speyer Best. C26 Nr. 197 S. 31).


°° mit NN.; die Eheleute Heilmann sind 1614 in Leibbedeverzeichnis (Leibbede ist eine Abgabe des Leibeigenen zur Freistellung von gewissen Pflichten aus der Leibeigenschaft) aufgeführt. Seine Witwe zahlt 1615-1618 Zins und 1618 ½ fl Zins von ihrem Haus an die Herrschaft Leiningen. Sie heiratet in 2. Ehe den Hans Vetter aus Frankenstein, der 1620 3 Albus Leibbede zahlt (vgl. Neumer, Franz: Frankensteiner Untertanen zu Beginn des 30jährigen Krieges, mit einem Anhang über den Amtstag 1659; in: PRFK 1892, S. 97-98).



Heilmann, Nicolaus:

urkundlich erwähnt um 1657 als Müller auf der Pfortmühle in Albisheim (vgl. Morgenthaler, Otto: Die älteste Geschichte der Pfort­mühle bei Albisheim/Pfrimm; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1987, S. 73-81). Die Pfortmühle stand im Eigentum der Grafen von Nassau. Diese mußten 1640 ins Exil gehen und die Herrschaft den Fürsten Metternich überlassen, die sie erst 1648 zurück erhielten. Kramer (vgl. Erasmus Kramer: Kurze Beschreibung der Herrschaft Kirchheim Anno 1657, Staatsarchiv Wiesbaden, zitiert nach Mor­genthaler, a.a.O., S. 75, 80) berichtet 1657: "Allhier (in Albisheim) hat gnäd. Herrschaft eine schöne Mahlmühle, wird die Forthmüh­le genannt, dabey (damals) 17 Morgen Äcker und Wiesen, ist (u.a. durch Brand) ganz ruiniert und in 30 Jahren nicht in Gang gewe­sen aber wieder repariert und gibt der Pächter (Nicolaus Heilmann) einen ermäßigten Pacht und steigt bis zum völligen Pacht von 25 Malter" (zitiert nach Morgenthaler, a.a.O.).


°° mit NN.; Vater des Pfortmüllers in Albisheim Daniel *'Heylmann (um 1639 Albisheim / Pfrimm (err.) - 21. oder 22.2.1711 Albis­heim/Pfrimm; °° mit Anna Elisabeth *Labach). 9xUrgroßvater von Eberhard Ref.


Anm.: für 1574 ist als Pfortmüller in Albisheim vermerkt Hans *Lawer (vgl. Albisheim: Einwohnerverzeichnis betr. Untertanen der Pflege Albisheim zwischen 1574 und 1581; aus: Pfälzisch-rheinische Familienkunde 1992, S. 403).



Heinrich, Johann Peter:

s. Henrich, Johann Peter



Heim, Peter:

um 1674; ihn hatten die Kriegswirren von der Einselthumer Mühle vertrieben; er bewarb sich bei der Landesherrschaft, den Grafen von Nassau-Weilburg um die Erbpacht der Herrenmühle in Bischheim, wurde jedoch zurückgewiesen (vgl. Weber, Friedrich Wil­helm: Die Herrenmühle in Bischheim; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1976 S. 43).



Heinz, Johann Abraham:

1769 ist Johann Abraham Heintz der Müller auf der Weihermühle zu Baumholder; er ist der Sohn des Schneidermeisters und Kir­chenältesten in Baumholder Johann Georg Heintz und der Anna Sara Heinz (er dürfte ein Großneffe seines Vorgängers auf der Müh­le, Johann Heinrich Heintz sein +++noch prüfen+++); °° 11.4.1769 in der ev. Kirche in Baumholder mit Anna Magdalena Böhm aus Kefersheim (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 133 Nr. 704)



Heintz, Johann Heinrich:

1736 Müller auf der Weihermühle in Baumholder; Sohn des Johann Adam Heintz, Gerichtsschultheiß in Baumholder; °° 15.11.1736 in der ev. Kirche in Baumholder mit Anna Maria Schuch aus Baumholder (geb. 27.8.1719 Baumholder – 7.6.1793, Tochter der Lud­wig Schuch und der M. Engel Haas) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 130 Nr. 690)



Heintz, Philipp:

um 1832; aus Schwedelbach; ab 1832 Müller in Herschweiler (-Pettersheim). Gem. der notariellen Urkunde des Notars Reichard vom 30.7.1832 verkaufte der Müller Peter *Lawo von Brücken seine Mahlmühle zu Herschweiler mit 2 Mahlgängen, das dazugehö­rige Wohnhaus, Stall, Hofraum (Plan-Nrn. 80/81) mit 3 anderen Grundstücken zum Preis von 1300 Gulden an den Müller Philipp *Heintz, der zuvor in Schwedelbach lebte (vgl. Akten Kreisarchiv Kusel; Dahl, Gerhard: Mühlen in Herschweiler-Pettersheim, a.a.O., S. 148).



Heist, Christian:

an ca. 1828 Müller auf der Buschmühle (der später sog. Wolffschen Mühle)in Edenkoben. Er ersteigerte die Mühle bei der freihändi­gen Versteigerung durch den Voreigentümer Johann Heinrich *Mutschler.


Der Nachfolger des Mutschler war Christian Heist, der im Jahre 1868 die Öl- und Mahlmühle in eine Wappenschmiede umgebaut hat (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 281).



Heller, Rudolph:

31.3.1747 Schmackenmühle Bad Bergzabern; auch als „Hiller“ bezeichnet; aus Erlinsbach, Kanton Bern/Schweiz (vgl. Steiner: Aargauer in der Pfalz, a.a.O., S. 261). Webermeister; Sohn des Bürger und Küfers in „Erlesbach“ Jacob Heller (vgl. ev. KB Dörren­bach, zitiert bei Kuby, Alfred H.: Die Schmackenmühle und ihre Bewohner zwischen 1690 und 1733; in: PRFK 1982, S. 100). °° am 31.8.1722 in Dörrenbach mit der Müllerstochter aus der Schmackenmühle, Anna Maria *Berchtold, der Tochter des Schmackenmül­lers Hans Velten *Berchtold (vgl. Kuby, Alfred H.: Die Schmackenmühle und ihre Bewohner zwischen 1690 und 1733; in: PRFK 1982, S. 100). 1723 wohnte „Meister Rudolph Heller“ auf der Schmackenmühle und bei der Taufe seines Kindes NN. Berchtold war „Meister Lorenz Berchtold“, ein Sohn des Müllers Hans Velten *Berchtold (d.h. der Schwager des Rudolph Heller und Bruder der Anna Maria Berchtold) als Pate anwesend (vgl. ev. KB Dörrenbach, zitiert bei Kuby: Schmackenmühle, a.a.O.-, S. 100). 1731 heißt es von dem Ehepaar Heller „sich in der Lohmühl aufhaltend“ bzw. „sich in der welschen Gerben von Bergzabern Lohmühle sich auf­haltend“ (vgl. ev. KB Dörrenbach, zitiert bei Kuby: Schmackenmühle, a.a.O., S. 100). Kuby meint hierzu, daß hierunter der Be­trieb von Johann Jacob *Berchtold, eines Onkels von Anna Maria Berchtold gemeint sei (vgl. Kuby: Schmackenmühle, a.a.O., S. 100). Die Lohmühle des Johann Jacob Berchtold lag allerdings in Dörrenbach.


Am 31.3.1747 starb „Meister Rudolph Heller, Bürger und Weber bei der Schmackenmühle, gebürtig von Erlesbach, reformiert, 50 Jahre, 1 Monat und 10 Tage alt (vgl. Prot. LKA Speyer, Abt. 57 Nr. 20, im Jahre 1756 gefertigte Auszüge aus den Kirchenbüchern von Dörrenbach und den übrigen Gemeinden der Gemeinschaft Guttenberg, Amtshandlungen an Reformierten betreffend, für die Jahre 1701 ff., zitiert bei Kuby: Schmackenmühle, a.a.O., S. 100 Anm. 3).



Helman, Hanß:

1654 ist Hans Helman ein Müller in „Türckheim“; er ist am 25. des Brachmonats 1654 (= 6.6.1654) in Otterberg Pate bei der Taufe des Hans Peter Rudolph, Sohn des Müllers in Otterberg Johan *Rudolph (vgl. Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Ge­meinde Otterberg, a.a.O., S. 16).



Hellmann, Anna Maria:

geb. in Niederlustadt - † 29.10.1762 Holzmühle Westheim; °° mit dem Müller auf der Holzmühle Westheim Hans Georg (2) *Stade­ler († 17.5.1750); Mutter der Noê/Maria Barbara *Stadeler; diese heiratete 1762 den aus Oberlustadt stammenden Müller Georg Adam Breinig; der dann die Mühle übernahm (vgl. Louis: Geschichte der Holzmühle, a.a.O., S. 10/11, 29). Da ihr Ehemann d, der Müller Hans Georg (2) *Stadeler verstorben sein soll (vgl. Louis: Geschichte der Holzmühle, a.a.O., S. 29, der allerdings Hans Georg (1) *Stadeler und seinen Sohn Hans Georg (2) Stadeler zusammenwirft), hat die Witwe wohl die Mühle weiterbetrieben, bis der Schwiegersohn diese übernahm.



Helm, Hans Jacob:

um 1674 war Hans Jacob Helm der Müller in Frankweiler; seine Tochter Elisabeth Helm kommt am 29.7.1674 auf der Flucht ums Leben (vgl. Biundo: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 12).



Hemmer, Jakob:

geb. 20.6.1867 in Morlautern – 17.1.1931 Kaiserslautern; Müller auf der Obermiesauer Mühle; Sohn des Gastwirts in Morlautern, Heinrich Hemmer (geb. 26.4.1840 Lettweiler – 22.11.1881 Kaiserslautern; evang.) und der Gastwirtstochter Elisabeth Lauer (28.7.1839 Morlautern – 24.4.1878 Morlautern); °° 6.9.1890 in Frankenthal mit Elisabetha Magdalena Kayser (29.3.1869 Franken­thal – 1946 Kaiserslautern; Tochter eines Schuhmachers, Vorfahren aus Offenbach bei Frankfurt) (Quelle: email von Frau Gertrud Bruhnke vom 31.5.2011/1.6.2011).


Um 1894 Müller auf der Obermiesauer Mühle. Erbauer und Besitzer der Obermiesauer Mühle war ein Jakob *Hemmer. 1894 baute derselbe diese zu einem Holzsägewerk um. Hemmer ist ein Verwandter zu den Inhabern der Firmen Stuhl-Hemmer in Kusel und Draht-Hemmer in Kaiserslautern. Noch vor der Jahrhundertwende verkaufte Hemmer die Mühle und das landwirtschaftliche Anwe­sen an einen Ludwig Krämer. Dieser wiederum verkaufte im Jahre 1908 das landwirtschaftliche Anwesen an den Landwirt Theobald Steinmann, welches noch heut im Familienbesitz der Steinmanns ist. Aus alten Tagebuchaufzeichnungen geht hervor, dass am 13. Juli 1901 ein Großfeuer einen Teil des Sägewerks und Holzvorräte vernichtete. Bis zum Jahre 1908 betrieb Hemmer in dem dem Wohnhaus anschließenden Trakt eine Stuhlfabrik. Im Jahre 1913 wanderte Krämer mit seiner Familie nach Amerika aus und verkauf­te im gleichen Jahr das Sägewerk mit Wohn- und Nebengebäude an Wilhelm Barth aus Erlenbach, der mit seiner Familie dann hier­her zog (Angaben nach Internetdatei http://www.holzagentur.info/firmenprofil.html). Urgroßvater von Frau Gertrud Bruhnke (Quelle: email von Frau Gertrud Bruhnke vom 31.5.2011). Vater des Karl Hemmer, Stuhlfabrikant in Kusel (Quelle: email von Frau Gertrud Bruhnke vom 31.5.2011).



Hemmer, Johann Nickel:

geb. 1755 (err.) Wiesbach (?) - ++++ Sohn von Georg Hemmer aus Wiesbach; im pfalz-zweibrückischen Huldigungsprotokoll von 1776 ist er aufgeführt als „Johann Nickel Hemmer, Sohn von Georg Hemmer, 22 Jahre alt, Müller in der Fremde“ (vgl. Schaaff: Un­tertanenlisten des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken aus den Huldigungsprotokollen des Jahres 1776, a.a.O., S. 103).



Henn, Anna Salome:

1682 (err.) - † 28.12.1728 im Alter von 46 Jahren; Müllerin auf der Großsägemühle bei Altleiningen; ihr Grabstein befindet sich auf dem Friedhof von Höningen (Photo bei vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 153 und PRFK 2011, Bd. XVII, Heft 4 S, 244); °° 1699 mit dem Müller von der Großsägemühle Altleiningen Georg Niclaus *Henn (Quelle: Grabstein in Höningen). Die Inschrift auf dem Grabstein lautet: „Alhier ruhet Anna Salome [,] Georg Niclaus Hennen von der Grose Segmühl 19 Jahr lang gewes­ne eheliche Hausfrau, welche Anno 1728 den 23den Decembris im 46den Jahr ihres Alters entschlafen ….“


Sie könnte die Mutter der Anna Margareth Henn (geb. 6.1.1702 – 30.12.1720 im Alter von 18 Jahren) gewesen sein, und in Höningen begraben worden ist (vgl. o.A.: Alte Gräberinschriften in Höningen; in: Pfälzische Familien- und Wappenkunde Jg. 2, 1953, S. 33) und möglicherweise auch des Johann Georg *Henn von der Großsägemühle(vgl. o.A.: Alte Gräberinschriften in Höningen; in: Pfälzi­sche Familien- und Wappenkunde Jg. 2, 1953, S. 33).



Henn, Daniel:

13.2.1797 Katzweiler - 18.4.1872 Schafmühlerhof; Sohn des Müllers auf der Dorfmühle in Katzweiler Heinrich *Henn und der Anna Margarethe *Hach; Müllermeister auf der Schafmühle in Katzweiler (die seine Frau in die Ehe brachte) und Ackerbauer auf der Schafmühle und dem Schafmühlerhof (Sonnenhof); °° in Katzweiler mit der Müllerstochter Maria Elisabetha Kolter († 22.12.1832 Schafmühle) (Tochter des Schafmüllers Heinrich *Kolter und der Anna Margaretha *Scheidt von der Schmeißbachermühle); 2. Ehe­schließung in Katzweiler am 8.2.1834 mit Margarethe Henn (Tochter von Johann Jakob Henn, Ackerer in Hirschhorn bei Kaiserslau­tern und der Katharina Gehm) (vgl. Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Fami­lien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 372). Seine Tochter aus 1. Ehe, Philippine Henn (geb. um 1823 auf der Schafmühle Katzweiler) heiratet am 25.4.1843 den Ackerer Jakob Zinßmeister (vgl. Ortssippenbuch Mehlbach 1938, a.a.O., S. 185 Nr. 1243).



Henn, Georg Niclaus:

um 1728 Müller auf der Großsägemühle Altleiningen; °° 1699 mit Anna Salome Henn (1682 [err.] - † 28.12.1728 im Alter von 46 Jahren; Müllerin auf der Großsägemühle bei Altleiningen); ihr Grabstein befindet sich auf dem Friedhof von Höningen (Photo bei vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 153 und PRFK 2011, Bd. XVII, Heft 4 S, 244); dort ist der Müller Georg Nick­laß Henn erwähnt. Die Inschrift auf dem Grabstein lautet: „Alhier ruhet Anna Salome [,] Georg Niclaus Hennen von der Grose Seg­mühl 19 Jahr lang gewesne eheliche Hausfrau, welche Anno 1728 den 23den Decembris im 46den Jahr ihres Alters entschlafen ….“



Henn, Hanß Nickel:

aus Hundsbach [Anm.: VG Meisenheim, Lk Bad Kreuznach]; dem Junker Balthasar Boos von Waldeck zu Montfort gehörig; dann Hintersasse in Kaiserslautern; Bürgeraufnahme in Kaiserslautern am 5.2.1656; Henn wird am 6.1.1652 erlaubt in Kaiserslautern Sal­peter zu graben; Henn ist am 2.12.1656 Pulvermacher und Göckner in Kaiserslautern. Am 2.12.1656 wird Hanß Nickel *Henn als Pulvermacher und Glöckner in Kaiserslautern genannt; er klagt am 11.12.1677 über die starke Einquartierung und kündigt seinen Dienst als Glöckner; °° mit NN; seine Ehefrau klagt am 3.8.1680; Vater von Anna Apollonia Henn und Nicklas Henn (Bürgeraufnah­me in Kaiserslautern am 17.9.1691 (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 74 Nr. 2832).



Henn, Heinrich:

Müller auf der Dorfmühle in Katzweiler Heinrich; °° mit Anna Margaretha *Hach; Vater Daniel Henn (°° mit Maria Elisabetha Kol­ter) (vgl. Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370).



Henn, Heinrich (1):

18.2.1815 Fohren – 22.1.1881 Ritschmühle Fohren; Ackerer und Müller (auf der Ritschmühle Fohren ?); Sohn des Ackerers in Foh­ren Jakob Henn und Anna Barbara Germann (Tochter des Johannes Germann aus Mambächel); °° am 28.8.1834 in Fohren mit Elisa­beth Margaretha Fauß (15.12.1817 Ritschmühle Fohren - 26.11.1890, Tochter des Mahlmüllers Andreas (2) *Fauß und Katharina Margaretha Germann) (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1, S. 267, Nr. 1044). Der Bruder des Heinrich Henn, der Ackerer Karl Henn heiratet am gleichen Tag die Schwester der Elisabeth Margarethe Henn, die Katharina Eli­sabeth Fauß. Es war mithin eine doppelte Doppelhochzeit (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1, S. 267, Nr. 1043 iVm. S. 185, Nr. 682); aus der Ehe gehen 7 Kinder hervor, darunter der Müller Heinrich (2) Henn (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1, S. 267, Nr. 1044) und der Ackerer und Müller in Fohren, Karl Henn (geb. 1856 in Fohren-Linden; °° 29.7.1882 mit Margaretha Müller aus Ulmet) (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Un­terberggemeinden, a.a.O., Bd. 1, S. 269, Nr. 1056).



Henn, Heinrich (2):

13.2.1843 Fohren Ritschmühle – 1915 Baumholder; Müller auf der Lockersmühle bei Ronnenberg; Sohn des Ackerers und Müllers auf der Ritschmühle Heinrich (1) Henn und der Müllerstochter Elisabeth Margarethe Fauß (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1, S. 268, Nr. 1050). ; Bruder des Müllers auf der Ritschmühle in Fohren, Karl Henn (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1, S. 269, Nr. 1056). °° 5.2.1863 mit Luise Kunz (geb. 16.2.1841 Berglangenbach, Tochter des Johann Kunz und der Elisabeth Mohr aus Berglangenbach) (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1, S. 268, Nr. 1050).


Die Lockersmühle gehörte bis 1866 einer Familie Haas. Jakob Haas (*6.2.1828) wanderte mit seiner Ehefrau Maria Elisabeth Schmidt (* 15.4.1829) im Juli 1866 in die USA aus. An Vermögen nahmen sie 3500 Mark mit. Das könnte der Erlös aus dem Verkauf der Mühle gewesen sein. Von da an hießen die Mühlenbesitzer Henn. Heinrich Henn, der aus der Mühle in Fohren-Linden stammte, war mit Luise Kunz aus Berglangenbach verheiratet. Er gab das Anwesen später an seinen Sohn Otto Henn weiter, der mit Amalie Thomas verheiratet war. Aus der Ehe stammen die Söhne Otto Henn, der die Mühle später übernahm, und Heinrich Henn. In den Jah­ren 1930/32 wurde der Mühlenbetrieb eingestellt, der schon zuvor keine ausreichende Existenzgrundlage bildete, denn neben der Mühle mußten die Müller Landwirtschaft betreiben, wofür ca. 12 ha Äcker und Wiesen zur Verfügung standen (vgl. Hartmann: Er­gänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 84).



Henn, Jakob:

3.1.1839 Fohren - +++; Müller in Fohren (?), wohl zusammen mit seinem Onkel Heinrich (1) *Henn; Sohn des Ackerers Karl Henn und der Müllerstochter Katharina Fauß (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1 S. 267, Nr. 1043 und S. 269 Nr. 1052); Enkel des Müllers auf der Ritschmühle in Fohren, Andreas (2) *Fauß und der Müllerstochter Katharina Margaretha Germann (geb. 13.3.1796 Fohren-Linden – 15.9.1859), Urenkel des Müllers Johann Jakob *Germann und der Margare­tha Barth aus Fohren-Linden (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1 S. 185, Nr. 682); °° mit Luise Theobald; aus der Ehe gehen 6 Kinder hervor (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1 S. 269 Nr. 1052), darunter der Bäcker und Müller in Fohren-Linden, Friedrich Henn (geb. 17.2.1870 in Fohren-Linden; °° 14.12.1900 mit Katharina Albert aus Berschweiler) (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1, S. 271, Nr. 1064).



Henn, Johannes:

1790 ist Henn nach Eulenbis zugezogen; 1798/99 ist Johannes Henn Müller in Eulenbis (vgl. Einwohnerverzeichnis Eulenbis 1798/99, abgedruckt bei Scheuermann: Eulenbis, a.a.O., S. 76); Vater von Johannes Henn und Heinrich Henn (vgl. Einwohnerver­zeichnis Eulenbis 1798/99, abgedruckt bei Scheuermann: Eulenbis, a.a.O., S. 76).



Henn, Johann Georg:

geb. auf der Großsägemühle Altleiningen - † 16.3.1762 Altleiningen (?); er könnte ein Sohn des Müllers auf der Großsägemühle Alt­leiningen, Georg Niclaus *Henn und der Anna Salome *Henn geb. NN. gewesen sein. Sein Grabstein befand sich auf dem Friedhof in Höningen, die Inschrift auf dem Grabstein ist in einer Abschrift im Heimatmuseum Bad Dürkheim erhalten. Diese lautet: „Johann Georg Hähn, geb. Alt L.thal auf der großen Sägmühl, hat mit 5 Frauen in der Ehe gelebt und mit Johanna Maria Sophia geborenen Eitelmännin 2 Söhne und 6 Töchter, dann mit Anna Margaretha Hennin, ein Söhnlein, † 16.3.1762 (vgl. o.A.: Alte Gräberinschriften in Höningen; in: Pfälzische Familien- und Wappenkunde Jg. 2, 1953, S. 33).



Henn, Johann Peter:

um 1743 Müller auf der Erzweiler Mühle in Erzweiler bei Baumholder; Schwiegersohn des Müllers und Erbbeständers Johann Emm­rich *Scholl; am 18.7.1743 beantragte Scholl bei der pfalz-zweibrückischen Regierung die Zustimmung zur Übergabe der Mühle an seinen Schwiegersohn für 480 fl (vgl. Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 86); Eheschließung mit NN. Scholl; Vater der NN. Henn, verh. mit dem Müller Carl Jakob *Kreuscher (vgl. Hartmann, a.a.O., S. 88).



Henn, Wilhelm:

Sohn des Müllers auf der Schafmühle Katzweiler ++++ und der Magdalena Henn. Stiefsohn des Müllers auf der Oppensteiner Mahl­mühle in Olsbrücken und der daneben liegenden Ölmühle, Johannes *Wilking. °° mit NN.; Vater des späteren Müllers auf der Op­pensteiner Mühle, Karl Ludwig Henn.


1852 übergab Johannes Wilking die Mahlmühle und auch die Ölmühle an seinen Stiefsohn Wilhelm Henn. Über dessen Sohn Ludwig Theodor Henn gelangten die Mühlen 1913 an Karl Ludwig Henn, der diese als letzter Müller bis 1951 betrieb (vgl. Schneider, Her­mann: „Die ehemalige Oppensteiner Mühle“, unveröffentlichter Aufsatz vom 12.6.1989, in EDV-Speicherung aufgenommen durch Thomas Jutzy im Juni 1991)



Henn, Johann Wilhelm, “der Schwarze”:

10.1.1730 Katzweiler - 10.12.1789 Katzweiler "an Leibesentzündung"; Sohn des Hans Wilhelm Henn (Erbbeständer auf dem Zwei­kircher Hof in Katzweiler) und der Katharina Magdalena NN.; Dorfmüller und Gemeindevorsteher in Katzweiler; °° am 6.11.1759 in Katzweiler mit der Müllerstochter Anna Maria *Kolter (Tochter des Müllers auf der Schafmühle Johannes Kolter und ; später Müller auf der Schafsmühle in Katzweiler;die im 30jährigen Krieg zerstörte Schafsmühle wurde 1685 von Martin Weißmann aus Wolfstein wieder aufgebaut; Erbnachfolger ist der Sohn Johann Michael Weißmann; dieser erweiterte den Betrieb um Öl- und eine Sägemühle auf der linken Seite der Lauter; seine Tochter, die Mühlenerbin heiratete 1740 den Müller Johannes Kolter; nach seinem Tod wurden die Betriebe links und rechts der Lauter getrennt; es entstehen zwei selbständige Mühlen unter dem Sohn Johann Heinrich *Kolter und dem Schwiegersohn Johann Wilhelm *Henn “dem Schwarzen” (vgl. hierzu Weber: Geschichte der Mühlen und des Müllerhand­werks, a.a.O., S. 240; Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle bei Katzweiler; in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370); Vater von ++++; Am 28.5.1756 erwarb sein Schwiegervater Johannes Kolter mit Geneh­migung der kurpfälzischen Geistlichen Güteradministration die Dorfmühle in Katzweiler für 1600 Gulden von dem Dorfmüller Bal­thasar Forste. Grund waren schlechte wirtschaftliche Verhältnisse, u.a. bedingt durch Wassermangel, weil der Mühlwoog nicht im Verfügungsrecht des Müllers auf der Dorfmühle stand. Johannes Kolter übergab die Dorfmühle seinem Schwiegersohn Johann Wil­helm Henn "der Schwarze", der von 1759/89 Erbbeständer auf der Dorfmühle war. Johann Wilhelm Henn baute mit Hilfe seines Schwiegervater das heutige Wohn- und Mühlengebäude.


Erst als man im Laufe der Jahre erkannte, daß die Mühle ohne den Mühlwoog wirtschaftlich nicht bestehen konnte, fing man, um diesen zu streiten. Im Sommer 1759 verlangte die kurfürstliche Verwaltung vom Unteramt Wolfstein Gutachten über den Stand der sog. Stiftsmühle in Katzweiler, wahrscheinlich weil der Beständer und Müller Johann Wilhelm Henn aus Verärgerung über die Ver­schleppung der Entscheidung im Mühlwoogstreit das Wasserfallgeld nicht gezahlt hatte. Aus 1773 ist eine Eingabe Henns überliefert, ihm entweder den Mühlwoog zuzusprechen oder den Pachtzins herabzusetzen; er wolle auch noch eine Ölmühle bauen, was ohne den Woog nicht möglich war. 1778 kam es zu einem Vergleich, wonach die Erbpacht ermäßigt wurde und dem Dorfmüller ein Nut­zungsrecht über den Tiefsee sowie den Neuwoog und Altwoog, nicht aber über den Mühlwoog zugesprochen wurde. Erst 1806 könn­te sein Sohn Heinrich Henn den Mühlwoog von der französischen Verwaltung erwerben. (Quelle: Internet-Datei Katzweiler Mühle auf Basis von: Schneider, Hermann: Katzweiler 1190-1990, hrsg. Gemeindeverwaltung Katzweiler; Henn, Karl: Geschichte der Katz­weilerer Sippe Henn, Ludwigshafen 1952; sowie Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370).



Hennemann, Andreas:

um 1722 Müller auf der Mühle „an der Ohmbach“; er erhielt 1722 einen Erbbestandsbrief zur Errichtung einer Mühle „an der Ohm­bach“ LA Speyer Best. B2 Nr. 784/5: „Erbbestandsbrief für den Andreas Hennemann zur Errichtung einer Mahlmühle an der Ohm­bach, 1722“ ++++klären: ob Ohmbach oder „an der Ohmbach“, d.h. einem anderen Ort ?).



Hennemann, Hans Adam:

1730 err; Müller auf der Mühle „oben an Herschweiler“. Vater des Müllers Tillemann *Hennemann, ebenfalls Müller auf der Mühle „oben an Herschweiler“. Die Mühle lag am Langenbach gegenüber dem Dorf Herschweiler, sie ist deshalb auch im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746 aufgeführt und wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7, Bl. 194-196; s. auch Weber: Mühle und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 221): „... liegt am Langenbach, dem Dorf Herschweiler gegenüber, besser „oberwärts“. 15 Schuh hohes Wasserrad, welches nur 1 Mahlgang treibt. Oft Wassermangel;der Oberteich ist 920 Schritt lang, der Hinterteich 72 Schritt. Gibt als Pacht 1 Ma. Korn und 2 Ma. Hafer, an Geld 1 fl. Der Müller klagt über Wasserman­gel. Der Erbbeständer ist Tillemann *Hennemann, er hat die Mühle vor 18 Jahren von seinem Vater Hans Adam Hennemann ererbt und hat einen auf dessen Namen eingerichteten Erbbestandsbrief vom 16.4.1712 und einen Konfirmationsschein von Ao 1821 in Händen.“



Hennemann, Tillemann:

um 1746 Müller auf der Mühle „oben an Herschweiler“. Sohn des Müllers Hans Adam Hennemann auf der Mühle „oben an Her­schweiler“. Die Mühle lag am Langenbach gegenüber dem Dorf Herschweiler, sie ist deshalb auch im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746 aufgeführt und wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7, Bl. 194-196; s. auch Weber: Mühle und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 221): „... liegt am Langenbach, dem Dorf Herschweiler gegen­über, besser „oberwärts“. 15 Schuh hohes Wasserrad, welches nur 1 Mahlgang treibt. Oft Wassermangel;der Oberteich ist 920 Schritt lang, der Hinterteich 72 Schritt. Gibt als Pacht 1 Ma. Korn und 2 Ma. Hafer, an Geld 1 fl. Der Müller klagt über Wassermangel. Der Erbbeständer ist Tillemann *Hennemann, er hat die Mühle vor 18 Jahren von seinem Vater Hans Adam Hennemann ererbt und hat einen auf dessen Namen eingerichteten Erbbestandsbrief vom 16.4.1712 und einen Konfirmationsschein von Ao 1821 in Händen.“



Henrich, Johannes:

vor 1770; um 1756 Müller in Gommersheim; °° am 11.5.1756 in Geinsheim mit Magdalena NN. aus Geinsheim; Vater von Johan­nes (geb. 6.9.1757), Joseph (geb. 9.-3.1759) und Gertrud (geb. 30.3.1761); die Witwe Magdalena Henrich ist 1770 mit ihren drei Kindern ausgewandert (vgl. Kästel: Einwohner von Geinsheim, a.a.O., S. 38).



Henrich, Johann Georg:

18.8.1765 Hochspeyer - +++; Müller auf der Hochspeyerer Mühle; Sohn des Müllers Johann Peter *Henrich aus der 2. Ehe mit Christine Graf; nach dem Tod des Vaters († 1.11.1793) übernahm er die Mühle auf dem Mühlhof in Hochspeyer; Erbbestand zusam­men mit Johann Heinrich (2) Barth. In der französischen Revolution fiel der Besitz als herrschaftliches Gut an den französischen Staat; die Beständer hatten zunächst die Erbpacht an die französische Republik zu zahlen; das Eigentum wurde schließlich versteigert (a.A. Ludt: Hochspeyerer Mühle, a.a.O., S. 89) und fiel an Alexander Jacomin de Malespine aus Zweibrücken, an den nunmehr die Erbpacht gezahlt werden mußte. °° in Hochspeyer am 15.4.1792 mit Elisabeth Eicher/Eicher aus Mußbach; Vater von Johann Christi­an Henrich (*25.3.1793), Johann Heinrich Henrich (*16.8.1795), Jackobina (1799-1800) und Elisabeth Henrich (*6.4.1801). Am 11.12.1815 erhielt Johann Heinrich Henrich den Besitz von seinen Eltern (Johann Georg Henrich und Elisabeth Eicher) übertragen (vgl. Neumer, a.a.O., S. 200).



Henrich, Johann Jacob:

1.7.1758 Geiselberger Mühle im Alter von 41 Jahren; im reformierten Kirchenbuch von Waldfischbach ist er verzeichnet als „von der Geiselberger Mühle“ (vgl. Meyer, Dietmar: Register zum 3. ref. Kirchenbuch Waldfischbach [Holzlandkirchenbuch], Zwei­brücken 1986, S. 40).



Henrich, Johann Heinrich:

16.8.1795 Hochspeyer - +++; Müller in Hochspeyer; Sohn des Müllers Johann Georg *Henrich und der Elisabeth Eichert/Eicher; Am 11.12.1815 erhielt Johann Heinrich Henrich den Besitz, den Anteil an der Mühle auf dem Mühlhof, von seinen Eltern (Johann Georg Henrich und Elisabeth Eicher) übertragen (vgl. Neumer, a.a.O., S. 200). Die auf dem Mühlhof und Gut lastende Erbpacht wurde am 16.1.1831 mit 1900 fl durch den Müller Johann Heinrich Henrich abgelöst (vgl. Neumer: Bürgerbuch der Verbandsgemeinde Hochs­peyer, a.a.O., S. 200). °° mit Elisabeth Rocket vom Langensohler Hof (*um 1788 Schmalenberg - 12.11.1864 Hochspeyer; Tochter des Ackerers auf dem Langensohlerhof, Gemeinde Trippstadt, Peter Rocket und Katharina Schroth); aus der Ehe stammen die Kinder Katharina Henrich (*um 1816 Langensohlerhof Gemeinde Trippstadt; °° am 17.11.1836 in Hochspeyer mit dem Schumacher in Hochspeyer Jacob Maurer), Heinrich Henrich (2.7.1823-12.11.1864), Eva Henrich (*20.4.1825; °° 1855 mit Georg Philipp Franz­mann), Magdalene Henrich (*10.3.1827, °°1.5.1848 in Hochspeyer mit dem Bäcker aus Trippstadt Ludwig Rösel), Elisabeth Henrich (*20.9.1832, °°1856 mit Karl Schmitt), Valentin Henrich (*26.2.1835) (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 200).



Henrich, Johann Peter:

aus +++; ab 1758 Müller auf der Hochspeyerer Mühle; °° mit NN. Barth, der Tochter des Müllers +++ Barth und Schwester des NN. Barth; Die Mühle lag auf dem Gelände des sog. Mühlhofs; Erbbestandsbriefe von 1710, 1723, 1776 wurden ausgestellt durch den Grafen von Leiningen-Hardenburg (vgl. Weber: Mühle und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 277); ursprünglich bildete Hof und Mühle eine Einheit; dabei blieb es solange Hofgut und Mühle den Mitgliedern der Familie Barth zufiel; das änderte sich erst, als durch Ein­heirat 1758 Peter Heinrich Müller auf der Hochspeyerer Mühle wurde; es zu erheblichen Differenzen, die ihren Ausgang in der Be­wässerung der Wiesen zwischen Mühle und Springweiher nahmen; der Hofbauer verwendete Wasser aus dem Mühlengraben zur Be­wässerung der Wiesen, wodurch der Müller Heinrich sich im Betriebe seiner Mühle beeinträchtigt sah. Da der Konflikt innerhalb der Familie nicht gelöst werden konnte, wandte sich der Müller Peter Heinrich zunächst an die Leiningische Regierung, deren Behörden ihn wahrscheinlich nicht zufriedenstellten; so erhob er schließlich Klage vor dem kurpfälzischen Appelationsgericht Mannheim; die­ses war an sich nicht zuständig, da die Mühle zum Grafschaft Leiningen-Hartenburg gehörte, und damit das Leininger Gericht zu­ständig gewesen wäre. Nach jahrelangem Prozeßverfahren, bei dem die Zuständigkeit und auch die Hoheitsfrage zwischen Leiningen und Kurpfalz die zentrale Rolle spielte, scheint sich Leiningen mit seiner Auffassung gegenüber Kurpfalz durchgesetzt zu haben, denn 1776 endete der Prozeß zwischen dem Müller Peter Heinrich und seinem Schwipp-Schwager, dem Hofbeständer Johann Hein­rich (1) *Barth mit einem Vergleich, auf dessen Basis der Erbbestandsbrief 1776 bestellt wurde (vgl. Ludt: Hochspeyerer Mühle, a.a.O., S. 88/89). Trotz der jahrelangen Streitigkeiten muß es also zu einer Einigung gekommen sein. Der Erbbestandsbrief von 1776 ist an beide Streithähne, den Johann Heinrich *Barth und den Johann Peter *Henrich ausgestellt; deren Söhne Johann Heinrich (2) Barth und Johann Georg Henrich erscheinen beide als Müllermeister in Hochspeyer.



Heppenheimer, Th.:

um 1833 Müller in Speyer; +++klären: St. Georgenmühle oder Spitalmühle++++. Wassermangel führte auch in Speyer zu Streitigkei­ten zwischen den Müllern. Den 1833 offenkundigen Streitigkeiten der Müller der nur in geringer Entfernung zueinander liegenden St. Georgen-Mühle und Spital-Mühle ist die Sorge um die Wasserkraft für ihre Werke zu entnehmen (vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 81; LA Speyer, Best. H 45 Nr. 849: Th. Heppenheimer an Reg. d. Rheinkr. Speyer vom 22.7.1833).



Herhammer, Familie:

s. auch *Hörhammer



Herhammer, Franz:

um 1805 ist Franz Herhammer (Hörhammer) Müller auf der Hirschhorner Bordenmühle; °° mit Elisabeth Frühauf; Vater des Acke­rers Peter Jakob Herhammer (28.4.1780 Hirschhorn – 22.1.1847 Mehlbach; °° 7.5.1805 mit Eva Katharina Ebert) (vgl. Becher: Orts­sippenbuch Mehlbach 1938, a.a.O., S. 81 Nr. 443); er ist wohl auch Vater des Karl Herhammer, dessen Mutter als Katharina Stephan, angegeben ist, möglicherweise eine 2. Ehefrau des Bordenmüllers Franz Stephan (vgl. Jung: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 183 Nr. 837). Der Sohn Karl Hör­hammer heiratet am 6.5.1858 in Kirchenbollenbach die Elisabeth Sauer aus Kefersheim (vgl. Jung, a.a.O., S. 193 Nr. 837).



Herhammer, Franz Carl:

Franz Herhammer verkauft am 12.5.1840 (vgl. Urkunde des Notars Jacobi in Kaiserslautern Urk.-Nr. 2880 = LA Speyer Best. K21 Kasten Nr. 217) einen Acker bei der Hirschhorner Bordmühle.+++klären: ob identisch mit Franz Herhammer, oder Sohn?++++



Hermann, Friedrich:

geb. 1660; luth., Sohn des Müllers in Zeiskam und später in Germersheim, Johann Henrich *Hermann und der Magdalena NN; Mül­ler in Germersheim +++klären: welche Mühle++++; °° 29.04.1684 in Landau mit Anna Margaretha Lippe (luth.); nach Petermann: KB BE 83: „Hermann Friedrich, Müller zu Germersheim, weyl. Hans Heinrich gew. Stadtmüller zu Germersheim Sohn, mit Anna Margaretha, weyl. Hans Philipp, gleichfalls Müller daselbst Tochter“ (vgl. Mitteilung von Herrn Hermann Kabs, Nürnberg vom 11./15.5.2010).



Hermann, Heinrich Ludwig:

vor 1749 (err.) Landau; Müller auf der Hirschenmühle in Landau; °° mit Margarethe Hartmann; aus der Ehe stammte ein Sohn Heinrich Ludwig (2) Hermann) , der noch im Kindesalter verstorben ist. Nach dem Tod des Müllers Hermann heiratete die Witwe Hartmann in 2. Ehe den Schultheißensohn aus Dambach, Anton Moritz Naaß und brachte die Hirschenmühle mit in die Ehe (vgl. LA Speyer Best. F23 Nr. 19 Ausfautheiakten Landau Urk. 730).



Hermann, Johann Adam:

geb. 1655 Germersheim; luth.; Sohn des Müllers in Zeiskam und später in Germersheim, Johann Henrich *Hermann und der Magda­lena NN; seit 1685 Müller in Germersheim +++klären: welche Mühle++++ (vgl. Probst: Germersheim, a.a.O., S. 468)



Hermann, Johann Henrich:

vor 1684, möglicherweise bereits 1666; von 1635-1643 Müller auf der Mühle in Zeiskam, und von 1650-1666 Stadtmüller in Ger­mersheim; Vater der Maria Magdalena Hermann (°° mit dem Stadtmüller in Landau, Andreas *Britz). Er ist der Großvater des Land­auer Spitalmüllers Matthäus *Britz und Urgroßvater des Landauer Stadtmüllers Johann Friedrich *Britz (vgl. Mitteilung von Herrn Hermann Kabs, Nürnberg vom 11./15.5.2010).


In den Geburtseinträgen der Kinder in Landau (1635 bis 1643) war er Müller in Zeiskam. Nach Probst (vgl. Probst: Germersheim, a.a.O., S. ++++) wurde die Mühle 1666 weiter verpachtet. Notizen zur Person: Möglicherweise gestorben 1666, da zu der Zeit die Stadtmühle in Germersheim weiter verpachtet wurde (Quellen: luth. KB Landau [A95]; Mitteilung von Herrn Hermann Kabs, Nürn­berg vom 11./15.5.2010); oo Magdalena NN. (luth., geb. 1615);


Vater von:

- Anna Barbara Hermann (luth., geb. 05.07.1635 in Landau; Quellen: Landau KB luth Bb1)

- Hans Jakob Hermann (luth., *geb. 15.07.1636 in Landau; Quellen: luth. KB Landau Bb 22);

- Hans Henrich Hermann (luth., geb. 16.07.1643 Landau; Quellen: Landau luth. KB Landau, Bb 61),

- Maria Magdalena Hermann (luth., geb. 1644 - † 04.07.1691 Landau, beerdigt 10.07.1691 Landau; Geburtsjahr geschätzt; Quellen: luth. KB Stadtarchiv Landau (G95); oo 1663 mit Andreas Britz, geb. (err) 1643 - †14.09.1706 Landau; luth., Stadtmüller, Bürger in Landau/in der Pfalz, Sohn Heinrich Christoph, und Eva Weichbrodt)

- Johann Adam Hermann, luth., Müller in Germersheim, geb. 1655 in Germersheim; seit 1685 Müller in Germersheim (vgl. Probst: Germersheim, a.a.O., S. 468)

- Friedrich *Hermann, luth., geb. 1660; °° 29.04.1684 in Landau mit Anna Margaretha Lippe (geb. 1662, luth.); nach Petermann: KB BE 83: Hermann Friedrich, Müller in Germersheim; weyl. Hans Heinrich gew. Stadtmüller zu Germersheim Sohn, mit Anna Marga­retha, weyl. Hans Philipp (Lippe ?), gleichfalls Müller daselbst Tochter (Quellen: Petermann-Register Landau).


Hermann, Maria Magdalena:

geb. 1644 Landau - † 04.07.1691 Landau, beerdigt 10.07.1691 Landau; Tochter des Zeiskamer/Germersheimer Müllers, Johann Hen­rich *Hermann; °° mit dem Stadtmüller in Landau, Andreas *Britz (geb. ca. 1643 – 14.09.1706); Mutter des Landauer Spitalmüllers Matthäus *Britz und Großmutter des Landauer Stadtmüllers Johann Friedrich *Britz vgl. Mitteilung von Herrn Hermann Kabs, Nürn­berg vom 11.5.2010)



Hermanni, Johann Conrad:

der Rotgerber Johann Conrad Hermanni ist 1705 von Annweiler aus in Speyer eingewandert und erhielt das Bürgerrecht. 1708 kaufte er der sich in Annweiler aufhaltenden Witwe des Speyerer Bürgers Stock den leeren Hausplatz auf der linken Seite vom Altpörtel zum Dom führenden Straße, Nr. 32 ab (vgl. Hartwich, Wolfgang: Bevölkerungsstruktur und Wiederbesiedlung Speyers nach der Zer­störung von 1689; Diss., Heidelberg 1965, S. 38). Der Gerber Johann Conrad *Hermanni kaufte u.a.die Quodmühle und eine Loh­mühle, verkaufte beide aber wieder (vgl. Hartwich, a.a.O., S. 132).



Hermanni, Johann Jakob:

um 1738 Betreiber der Sägemühle oberhalb von Neustadt am Speyerbach (auf dem Gelände der späteren Papierfabrik Hoffmann-En­gelmann) im Neustadter Tal gelegen; Nikolaus Gienand verkaufte sie 1712 an Christoph Merschintzki (vgl. Habermehl, Paul: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plänen; in: Weyrich, Klaus Peter: Neustadt. Beiträge zur Geschichte einer pfälzischen Stadt, Neustadt 1975, S. 360). Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Mühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): „Noch oben der Neustadt befindt sich noch ein Schneidt- oder Seegmühl, dieselbe hatt Christoph Merschintzki in Anno 1702 ++++prüfen++++ von dem Nicolas Ginandt an sich erkauft, hatt damahls ein Wasserradt gehabt, davon hatt er 5 fl Wasserfall in die Gefällverwäßerey Neustadt undt dan 1 fl Bodenzinß der Stadt Neustadt Rath, des Platz zahlen müßen, nun aber …. 2 Wasserrad eins zum Schneiden, daß ander zum Lohstampfen, welches der jetzige Posser als Franz Dörzapf und Johann Jacob Hermanni beide Bürger und Rothgerber von hier neu davon gebaut haben; kein Consens ist deßfalls vorhanden, die Mühl ist ledig und eigen.“



Herrle, Philipp Jakob:

11.11.1759 Hatzenbühl – 16.9.1832 Hatzenbühl; Sohn von Johann Adam Herrle und Agnes Lichtenmayer; um 1787 war Philipp Ja­kob *Herrle der Ölmüller in Hatzenbühl, zugleich Hufschmied; °° 18.9.1787 mit Maria Magdalena Werling; aus der Ehe gehen 8 Kinder hervor, darunter der Ölmüller Johann Adam (1) *Herrle (vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 76).



Herrle, Johann Adam (1):

15.4.1804 Hatzenbühl – 16.3.1878 Hatzenbühl; Sohn des Ölmüllers in Hatzenbühl Johann Adam *Herrle und der Maria Magdalena Werling; Ölmüller in Hatzenbühl; °° 18.2.1832 mit Maria Theresia Heintz aus Leimersheim; aus der Ehe gehen 12 Kinder hervor (vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 78).



Herschler, Christian:

geb. ca. 1814 Rohrbach bei Wartenberg; Müller in Burgalben und auf der Steinalber Mühle, Sohn des um 1818 auf der Steinalber Mühle erwähnten Müllers und Ackerers, Johann Herschler und der von der Steinalber Mühle stammenden Maria Zürch(l)er (Zerger); °° 12.7.1838 in Hermersberg mit Ottilie Werle (geb. 17.6.1815 Hermersberg; Tochter des Michael Werle und der Elisabeth Hahn) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 167).



Herschler, Johann:

geb. ca. 1783 - ++++; zunächst Mühlarbeiter auf der Geiselberger Mühle und Steinalber Mühle (vgl. Fremgen: Bürger- und Familien­buch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 167); um 1818 ist Johann Herschler der Müller und zugleich Ackerer auf der Steinalber Mühle; °° mit Maria Zürch(l)er (Zerger) von der Steinalber Mühle; Vater der Maria Herschler (geb. 18.5.1818 Gei­selberg; °° 12.4.1835 mit dem Ackerer aus Lohnsfeld Jacob Fuchs (vgl. Fremgen, Reinhold: Bürger- und Familienbuch Verbandsge­meinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 116) und des Müllers in Burgalben und auf der Steinalber Mühle, Christian *Herschler (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 167).



Herschler, NN.:

ab 1827 Pächter auf der Scharrmühle bei Gerhardsbrunn; 1827 erwarb Valentin Müller die Mühle für 4000 Gulden und verpachtete sie zunächst bis 1836 an einen Müller namens Herschler aus Hornbach (vgl. Müller: Gerhardsbrunn, a.a.O., S. 163).



Herter, Henrich:

um 1746 Müller auf der Friedelhauser Mahlmühle. In der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lich­tenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt (vgl. Mühlenprotokoll von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7): “Die Friedel­hauser Mahlmühle liegt am Reichenbach, der von vielen kleinen Wässerlein gespeist wird. 2 oberschlächtige, 15 Schuh hohe Wasser­räder. Pacht wie die Bosenbacher Mühle. Erbbeständer ist Henrich Herter. Keine Banngerechtigkeit“ (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 213)



Herter, Johannes Heinrich:

bis 1751 Müller auf der Flecken- oder Dorfmühle in Alsenz; er verkaufte dieselbe aber am 27.9.1749 an Johannes *Berninger für 3400 fl. (vgl. Kopp, Norbert: Alsenz. Die Flecken- oder Dorfmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1922, S. 14). Berninger sah sich schuldenhalber genötigt, die Fleckenmühle am 3.2.1751 zum Preis von 2970 fl an den aus Diedelkopf/Oberamt Lichtenberg stammenden Müller Johannes Nikolaus Pfeifer zu verkaufen (vgl. Kopp, a.a.O., S. 15).



Hertle, Lorenz:

ab 1842 Müller auf der Augsburger Mühle in Bergzabern. Er kaufte 1842 die Mühle. Zu dieser Zeit gab es in der Augspurger Mühle drei Wasserräder. Damit wurde betrieben: eine Schneidmühle und Hammerschmiede, eine Ölmühle und eine Schleifmühle. Nach L. Hertle kam der Besitz in die Hände von Müller Johann, gen. Konrad Augspurger (geb. 1819).



Hertzog, Daniel:

1788 err.; 1756 ist der Daniel Hertzog „Bürger und Oligmüller“ in Otterberg (?; Anm: das Kirchenbuch enthält nur bei Auswärtigen eine Ortsangabe) im Kirchenbuch Otterberg bei der Taufe der Tochter des Neumüllers in Otterberg Andreas *Hofmann) als Pate er­wähnt (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 247 Nr. 2280).


Vater des am 28.11.1756 in Otterberg geborenen und am 1.12.1756 in Otterberg getauften Carl Philipp Hertzog; Vater ist eingetragen: „Meister Daniel Hertzog, Bürger und Müller“ (vgl. Rink: Taufbücher, a.a.O., S. 248 Nr. 2288).


Am 5.1.1760 der „Meister Johann Daniel Hertzog, Bürger und Bäcker“ bei der Taufe seiner Tochter Maria Christina im Kirchenbuch Otterberg verzeichnet; °° mit Maria Catharina NN. (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 256 Nr. 2381).


Am 28.2.1769 geboren und am 2.3.1769 getauft wird in Otterberg die Catharina Margaretha Herzog, Tochter des „Daniel Herzog, Kirchenältester und Müller auf der Ölmühle und Maria Catharina“ (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otter­berg, a.a.O., S. 286 Nr. 2701).


Seine Witwe Catharina NN. wird am 16.12.1788 in Otterberg bei der Taufe der Katharina Philippine Hertzog erwähnt, der Tochter des Müllers Karl Philipp Hertzog (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 344 Nr. 3403).



Hertzog, Henrich:

um 1585 Müller in Obermoschel; im Kirchenvisitationsprotokoll von Moschel (= Obermoschel) aus dem Jahr 1585 ist der Müller in Moschel, Henrich Hertzog aufgeführt; °° mit Margarethe NN.; Vater von Georg († 31.5.1580), Agnes (~ 19.11.1581), Margaretha (~ 4.8.1583) und Katharina (~ 13.12.1584 (vgl. Fuchs, Hans und Schaaf, Karl: Aus dem Kirchenvisitationsprotokoll von Moschel aus dem Jahre 1585; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde 1974, S. 93).



Hertzog, Karl (Carl) Philipp:

28.11.1756 Otterberg - ++++; um 1788 Müller in Otterberg (?; Anm.: das Kirchenbuch enthält nur bei Auswärtigen eine Ortsangabe); Sohn des Müllers in Otterberg, Daniel *Hertzog und der Maria Catharina NN. (vgl. Rink: Taufbücher, a.a.O., S. 248 Nr. 2288); °° Charlotta Philippina NN; Vater der am 15.12.1788 geborenen und am 16.12.1788 in Otterberg getauften Katharina Philippina Hert­zog (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 344 Nr. 3403).


Am 28.11.1790 geboren und am 30.11.1790 in Otterberg getauft wird Heinrietta Magdalena Hertzog die Tochter des „Karl Philipp Hertzog, Bürger und Müllermeister und Katharina“ (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 351 Nr. 3491).



Herzler, Daniel:

ab 1791 Müller auf der Obermühle (auch als herrschaftliche Mahlmühle bezeichnet) in Ramsen; 1791 erfolgte die Erbbestandsverga­be der herrschaftlichen Mahlmühle zu Ramsen an Daniel Herzler (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 565: „Erbbestandsvergabe der herr­schaftlichen Mahlmühle zu Ramsen an Daniel Herzler, 1791“).



Herzler, Johann:

1879 Hertlingshausen; Müller auf der Großen Schneewoogmühle in Hertlingshausen; °° mit Elisabetha Goebels, der Tochter des Müllers +++++klären++++



Heß, Balthasar:

ab 1733 auf der Buchholtzer Mahlmühle zu Niedermiesau; in der Mühlenbeschreibung des Oberamts Lautern von 1739 (LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29) wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 237): “... hat Baltha­sar Heß seit 1733 in Besitz, von Theobald *Bühler um 650 fl. erkauft. Die Mühle hat 1 Mahlgang und gibt 3 Ma Korn als Pacht. Anm.: er könnte ein Vorfahre des Peter *Hess sein, der die Mühle um 1775 in Besitz hatte



Hess, Peter:

vor 1775; Müller auf der Buchholzer Mühle bei Nieder-Miesau im Oberamt Lautern; Vater der Maria Rosina Hess (°° 21.3.1775 mit Friedrich Jakob Decker aus Dennweiler) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 51). Anm.: er könnte der Nachfahre des Müllers Balthasar *Heß sein, der die Buchholtzer Mühle 1733 gekauft hat (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 237). Vater der Maria Rosina Hess, die am 21.3.1775 in Dennweiler den Friedrich Jakob Decker geheiratet hat (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 62 Nr. 319).



Heuchert (Heigert), Johann Adam:

s. Johann Adam *Heigert



Heuchert, Johann Philipp:

geb. 1755 [err.] Wöllstein – 3.6.1805 Wöllstein); Müller in Wöllstein; °° 1785 (?) mit Christina Kuch; Vater des Mehlhändlers in Ro­ckenhausen und späteren Müllers auf der Obermühle Rockenhausen, Johann Adam *Heigert (Heuchert) (vgl. LA Speyer, Standes­amtsbelege Rockenhausen; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 20.7.2011).



Heul:

s. auch Heyel, Heil



Heul, Hans:

um 1638 Lauterecken; Müller auf der Stadtmühle in Lauterecken; °° am 23.9.1638 mit Sara *Poth aus Mühlbach am Glan; er ist der Stammvater der Müllerdynastie Heil/Heyel; wohl der Vater des Müllers Nikolaus *Heul, der erstmals 1651 als Müller auf der Stadt­mühle in Lauterecken urkundlich belegt ist (vgl. Zink: Lauterecken, a.a.O., S. 359).



Heul, Nikolaus:

Um 1651 Lauterecken; er dürfte (err.) der Sohn des Müllers auf der Stadtmühle in Lauterecken, Hans Heul und der Sara Poth aus Mühlbach am Glan sein; Nikolaus Heul ist 1651 erstmals urkundlich als Müller in Lauterecken erwähnt; wohl der Vater des Müllers auf der Stadtmühle Philipp Heyl (vgl. Zink: Lauterecken, a.a.O., S. 359).



Heumann, Josef:

11.4.1794 Heltersberg - +++; Sohn von Johann Heinrich Heumann und Salome Koller (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Ver­bandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 169); zunächst Ackerer, dann um 1824 Sägmüller auf der Hundsweiherer Säg­mühle bei Waldfischbach-Burgalben; °° 23.2.1814 mit Anna Maria Lantz; Vater der Maria Elisabeth Heumann (geb. 1.3.1824 Hunds­weiherer Sägmühle; °° 14.9.1843 mit dem Ackerer Adam Christmann aus der Hundsweiherer Sägemühle) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 72, 169).



Heussler, Anna Margaretha:

geb. auf der Leistenmühle bei Kandel - ++++; Tochter es Leistenmüllers bei Kandel, Petter *Heussler und der Catharina NN.; Schwester des zeitweisen Müllers auf der Leistenmühle (bis 1685) Hanß Friedrich *Heussler; °° 1680 in Kandel mit Hans Jakob *Zimmermann (geb. 1657 in Wülfingen – 18.8.1741 Minderslachen im Alter von 84 Jahren); ab 1680 erscheint Zimmermann auf der Leistenmühle, wo ab 1685 sein Schwager, der Müller Hanß Friedrich Heussler nicht mehr erwähnt wird; Zimmermann und seine Frau haben die mühle wohl übernommen und wohl bis 1702 betrieben vgl. Keppel, Ute: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 174).



Heussler, Hanß Friedrich:

geb. ca. 1646 in Kandel / Leistenmühle - ++++; Zimmermann und Müller; bis vor 1685 Müller auf der Leistenmühle bei Kandel; Sohn des Leistenmüllers Petter *Heussler und der Catharina NN.; Bruder der Anna Margaretha Heussler (°° mit dem späteren Müller auf der Leistenmühle, Hans Jakob *Zimmermann); °° mit Margarethe Voll; die 5 Kinder aus der Ehe wurden zwischen 1668 und 1685 in Kandel geboren. Danach wird Familie Heussler-Voll nicht mehr in Kandel erwähnt (vgl. Keppel, Ute: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 173-174).



Heussler, Petter:

1624 Kandel – um 1680 Kandel; Zimmermann in Kandel, dann Müller auf der Leistenmühle bei Kandel. °° um 1648 mit Catharina NN.; aus der Ehe gehen 10 Kinder hervor. Wann er Müller auf der Leistenmühle wurde, ist nicht bekannt. Seine Kinder wurden in Kandel getauft (ohne Hinweis im Kirchenbuch auf Minderslachen oder eine Mühle) darunter der Sohn und zeitweiser Betriebsnach­folger Hanß Friedrich *Heussler und die Tochter Anna Margaretha Heussler (°° mit dem späteren Müller auf der Leistenmühle, Hans Jakob *Zimmermann); seine 2jährige Tochter Anna Ursula ertrank 1668 im Mühlbach, der Sohn Hanß Friedrich *Heussler (geb. ca. 1646 in Kandel) war vor 1685 dann Leistenmüller; er war ebenfalls Zimmermann; °° mit Margarethe Voll; die 5 Kinder wurden zwi­schen 1668 und 1685 in Kandel geboren. Danach wird Familie Heussler-Voll nicht mehr in Kandel erwähnt (vgl. Keppel, Ute: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 173-174).



Heydt, Hanß Michael:

um 1707 der Sandmüller in Hatten/Elsaß.


Im evangelischen Kirchenbuch Hatten ist am 18.5.1707 bei der Taufe der Eva Margaretha Böhm, der Tochter Bürgers in Hatten Chri­stoph Böhm und dessen Ehefrau Margaretha NN., als Pate anwesend, der „Meister Hanß Michael *Heydt, d. Sandmüller (vgl. ev. Kirchenbuch Hatten, Eintrag vom 18.5.1707, a.a.O., S. 4 re. Sp.)



Heydte, Georg Michael:

auch als „Heyden“ bezeichnet; geb. um 1720 in Petersgrund (= 91166 Georgensgmünd, südlich von Nürnberg) – gest. vor 1759 Oberhausen/Appel; Müller um 1753 auf der Oberhauser Mühle in Oberhausen /Appel und um 1756 auf der Steckweiler Mühle; °° mit Anna Maria Catharina Dickes (geb. 16.12.1721 Kalkofen - +++); die Eheleute Heydte/Dickes sind 1759 bei der Taufe der ältesten Tochter in Kalkofen erwähnt (luth KB Münsterappel; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar); Michael Heydte und Anna Maria Catha­rina Dickes sind am 26.6.1753 Paten bei der Taufe des Johann Michael Haus aus Kalkofen: „Michael Heydte und Anna Maria Catha­rina aus der Oberhauser Mühle“ (vgl. luth. KB Münsterappel; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar). 1756 ist er als Müller auf der Steckweiler Mühle. Am 24.10.1756 wird die Tochter Maria Elisabeth Heydte aus der Steckweiler Mühle getauft (vgl. Dhom, Emil; in PRFK Bd. 8, S. 448 ff.). Michael Heydte ist vor 1759 verstorben, wie sich aus dem Taufeintrag der Maria Catharina Blanck vom 20.9.1759 ergibt. Bei dieser Taufe ist Patin die „Maria Catharina, des verstorbenen Müllers Michael von Kalkofen (!) hinterlassene Wittib (luth. KB Münsterappel; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar).



Heyel:

s. auch Heil, Heul



Heyel, Daniel:

um 1690 Müller und Erbbeständer auf der Mühlbacher Mühle; Bruder des Müllers Hans Adam Heyel aus Reichenbach; 1690 befand sich die Mühle in einem trostlosen Zustand. Der damalige Erbbeständer Daniel Heyel konnte die erforderlichen Mittel für eine Repa­ratur des Anwesens nicht aufbringen, und sah sich genötigt die Mühle an seinen Bruder Hans Adam Heyel zu verkaufen (vgl. Latter­ner, Rudi: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 56/57).



Heyel, Hans Adam:

um1690; aus Reichenbach; Bruder des Müllers Daniel *Heyel. 1690 befand sich die Mühle in Mühlbach in einem trostlosen Zustand. Der damalige Erbbeständer Daniel *Heyel konnte die erforderlichen Mittel für eine Reparatur des Anwesens nicht aufbringen. Der damalige Erbbeständer Daniel Heyel konnte die erforderlichen Mittel für eine Reparatur des Anwesens nicht aufbringen, und sah sich genötigt die Mühle an seinen Bruder Hans Adam *Heyel zu verkaufen.aber auch dieser konnte sich nicht lange auf der Mühle halten (vgl. Latterner, Rudi: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 56/57).



Heyel, Hannß:

um 1654 war Hannß Heyel als Müller auf der Offenbacher Mühle. Gegen ihn wurden Vorwürfe wegen ungleichen Mahlens erhoben. Es kam deshalb zu einer behördlichen Untersuchung, bei der am 26.4.1654 etliche Untertanen des Eßweilertales zu diesen Vorwürfen verhört wurden (vgl. LHA Koblenz, Bestand 24, Nr. 1287: Offenbachisches Verhör etlicher Unterthanen des Eßweilertales gegen Hannß Heyel, Müller zu Offenbach wegen ungleichen Mahlens vom 26.04.1654; mitgeteilt von Herrn Norbert Schmidt, Kempten am 13.2.2012).



Heyel, Johann Abraham:

um 1736 Müller in Langenbach; Langenbach war pfalz-zweibrückisch im Oberamt Lichtenberg; im Mühlenprotokoll des Oberamts Lichtenberg von 8.7.1746 ist die Konken-Langenbacher Mühle wie folgt beschrieben: “liegt am Langenbach, der sich bei Miesau in den Glan ergießt, zwischen Langenbach und Herschweiler. Vorderteich 660 bis zur Klause, von da nochmals 40 Schritt zur Mühle. 2 Wasserräder von 17 1/2 und 13 Schuh Höhe treiben 2 Mahlgänge. Langenbach, Konken und Herschweiler sind in die Mühle gebannt. Erbbeständer ist Johann Abraham Heyel. Er gibt 3 Ma Korn, 3 Ma. Hafer und 2 Gulden als Pacht. Vorbesitzer war Jakob Mehl, der um 550 fl verkauft hat. Abraham Heyel hat einen auf seinen Namen lautenden Erbbestandsbrief vom 12.5.1737 in Händen” (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7; s. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 220/21).



Heyel, Peter:

1736/38 Müller auf der Mahlmühle in Adenbach; er kaufte die Mühle 1736 von Johannes *Schlicher, dem Unterschultheiß zu Me­dard (vgl. Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O. S. 231), aber auch er blieb, wie seine Vorgänger, nur kurz bis 1738 auf der Mühle (vgl. Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O. S. 231). Heyel dürfte aus der alteingesessenen Müllerfamilie Heyel aus dem nahegelegenen Lauterecken stammen, deren Mitglieder sowohl auf der Stadtmühle als auch auf der Rheingrafenmühle in Lauterecken saßen und aus der zahlreiche Müllergeschlechter in mehreren Mühlen des Glangebiets stammen (vgl. Zink: Chronik der Stadt Lauterecken, a.a.O., S. 359).



Heygel, Peter:

um 1683 Müller in Otterbach; °° mit „Anna Maria Heigelin“; er ist am 18.3.1683 Pate in Otterberg bei der Taufe der Anna Margare­tha Kremer (vgl. Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 58).


Wohl Sohn des Müllers in Otterbach, Haß Peter *Heil



Heyl, Heil Familie:

unterschiedliche Schreibweise des Familiennamens ist berücksichtigt.



Heyl, Friedrich:

um 1659 Lützelstein/Elsaß; Müller “in Litzelstein”; er war am 4.2.1659 in Niederbronn Pate bei der Taufe des Friedrich Schöneber­ger, dem Sohn des Franz Schöneberger (Schönenberger: Chronik der Schönenberger, Stamm Münchweiler an der Alsenz, a.a.O., S. 180)



Heyl, Friedrich:

seit 1709 und noch 1745 Müller auf der Schellweiler Mühle. In der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Ober­amt Lichtenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt (vgl. Mühlenprotokoll von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7): “Die Schellweiler Mühle liegt im Hiflersgrund, wird von 3 Brunnenbächlein gespeist; muß 1/3 des Jahres aus Wassermangel stillstehen. Pacht: 1 Ma. Korn und 1 Ma. Hafer. Erbbeständer ist Friedrich Heyl, hat die Mühle 1709 wieder neu aufgebaut. Hat nicht viel zu mahlen. Im Handel mit Kusel läßt sich ab und zu etwas verdienen. Dann kauft er Früchte auf und leiht sie in den „armen Zeiten“ den Leuten oder gibt sie faßweise weg, wodurch er auch etwas gewinnen kann.“ (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 213/214)



Heyl, Friedrich:

um 1795/1797 Müller auf der Geisenmühle Otterberg; s. *Heil, Friedrich



Heyl, Hans Nickel:

um 1677 Lauterecken; Sohn des Friedrich Heyel; Müller in Lauterecken; er ist 1677 Pate bei der Taufe der Maria Margaretha Engel in Medard (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 87).


Er dürfte identisch sein mit Nickel Heil, der 1680 als Schultheiß und Müller erwähnt ist (vgl. Zink: Lauterecken, a.a.O., S. 362)



Heyl, Hermann:

um 1713 Müller in Otterberg ++welche Mühle ?+++; am 6.8.1713 ist im reformierten Kirchenbuch Otterberg als Patin eingetragen „Anna Barbara, Herman Heylen des Müllers Hausfrau“ (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otter­berg 1650-1802, a.a.O., S. 96 Nr. 865).



Heyl, Jacob:

ab 1749 Müller und noch 1776 in Herschweiler. Am 11.7.1749 erhält ein neuer Müller, Jacob Heyl, den Erbbestandsbrief über die Mühle in Herschweiler Am 11.7.1749 erhält ein neuer Müller, Jacob *Heyl, den Erbbestandsbrief über die Mühle in Herschweiler (vgl. Konfirmationsschein vom 1.11.1776 für den Erbbestandsbrief vom 11.7.1749, abgedruckt bei Dahl, Gerhard: Mühlen in Her­schweiler-Pettersheim, a.a.O., S. 147).



Heyl, Johann Philipp:

~ 12.6.1731 Odenbach - 25.3.1794 Odenbach; Müller und Kirchenältester in Odenbach (?); ++welche Mühle ?+++; °° 15.4.1751 mit Maria Margaretha Steeb aus Callbach; aus der Ehe stammen 10 Kinder, darunter Charlotte Elisabeth Heyl (°° 23.7.1775 mit dem Müller Johannes *Litzenberger (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Be­cherbach [reformiertes Kirchenbuch], Bd.2: 1716-1798, S. 182, 199).



Heyl, Peter:

1653 err. - 31.7.1720 Lauterecken im Alter von 67 Jahren; Stadtmüller in Lauterecken; Sohn des Stadtmüllers Philipp Heyl; seine Tochter heiratete den späteren Stadtmüller in Lauterecken, Johann Peter Müller (vgl. Zink: Lauterecken, a.a.O., S. 360).



Heyl, Peter:

um 1679 Müller in Otterberg; am 17.11.1679 sind „Peter Heyl, Müller und Anna Margret, von Otterbach“ die Paten bei der Taufe Anna Eva Brin (vgl. Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 51).



Heyl, Peter:

um 1701 Müller auf der Geisenmühle/Eichmühle in Otterberg. 1701 wird Peter Heyl als „Müller in der Eichmühle“ im Kirchenbuch erwähnt; °° mit Barbara NN.; am 10.3.1701 wird in der deutsch- reformierten Kirche in Otterberg seine Tochter Maria Catharina ge­tauft (vgl. Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 75 Nr. 661); am 7.10.1703 wird in Otter­berg der Sohn Johann Martin Heyl getauft. Pate war u.a. der Müller zu Otterbach, Johann Henrich *Christmann (vgl. Rink: Die Tauf­bücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 79 Nr. 701). Am 1.3.1704 ist Peter *Heyl, der frühere Müller auf der Geisenmühle/Eichmühle als „allhiesiger Stadtmüller“ bei der Taufe der Maria Susanna Simon erwähnt (vgl. Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 80 Nr. 711).


Am 22.3.1705 ist im reformierten Kirchenbuch Otterberg als Patin bei der Taufe Johann Martin Schiebi, die „Elisabetha Margretha Heilin, Stadtmüllerin“ erwähnt (vgl. Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 83 Nr. 733). +++klären: handelt es sich um eine 2 Ehefrau oder die Frau eines Sohnes und Betriebsnachfolgers ?+++++; denn bereits am 17.9.1705 ist als Stadtmüller erneut der „Meister Peter Heyl, Stadtmüller und seine Hausfrau Barbara“ als Paten erwähnt (vgl. Rink: Die Tauf­bücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 84 Nr. 741).



Heyl, Peter:

um 1709 Stadtmüller in Otterberg; °° mit Anna Catharina; Sohn von ++++++klären: Peter Heyl und Barbara NN. ?+++; am 10.10.1709 wird der Hanß Valentin Heyl in der reformierten Kirche in Otterberg getauft; Paten sind „des Vaters Schwager Valentin NN. von Otterbach und des Vaters Mutter allda“ (vgl. Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 89 Nr. 798). Peter Heyl “hiesiger Stadtmüller“ ist am 16.3.1710 als Pate in Otterberg erwähnt (vgl. Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 90 Nr. 805). Am 4.10.1711 wird in Otterberg der Johann Nickel Heyl getauft, der Sohn von „Peter Heyl, Stadtmüller allhier“ (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 93 Nr. 835). Der Stadtmüller Peter Heyl ist erneut am 29.11.1714 im reformierten Kirchenbuch Otterberg als Pate vermerkt (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 99 Nr. 908); als Patin ist am (Datum fehlt) 1718 im reformierten Kirchenbuch Otterberg eingetragen „Anna Catharina, Peter Helen, Stadtmüllers zu Otterberg Hausfrau (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 109 Nr. 1009)



Heyl, Simon Jakob:

12.9.1776 Stadtmühle Homburg/Saar; ca. 1733 Müller auf der Erbacher Weihermühle; °° 21.10.1732 in Kusel mit Catharina Barba­ra Ringeisen (~ 7.7.1715 Steinbach/Donnersberg), der Tochter des späteren Müllers auf der Erbacher Weihermühle Kilian *Ringeisen und Anna Eva Schenckel; Simon Jakob *Heyl übernimmt nach dem Tod seines Schwiegervaters († ca. 1733) die Erbacher Weiher­mühle (vgl. Mitteilung von Frau Ilse Ringeisen vom 28.4.2010; Deutsches Rotes Kreuz, Ortsverein Erbach-Reiskirchen (Hrsg.): Die Geschichte von Erbach, Reiskirchen, Lappentascher Hof, 1974, S. 57; Stadtarchiv Homburg/Saar Arch.-Nr. 1638k, mitgeteilt von Frau Ilse Ringeisen).


Um 1744 Erbbeständer auf der Erbacher Mahl- und Weihermühle; die Mühle lag in Erbach, dem heutigen OT von Homburg/Saar; sie war nördlich von Erbach gelegen im Süden des heutigen Ortsteils Reiskirchen; dort befindet sich die Weiher-Straße, die zum ehema­ligen Weiher führte; an diesem lag die Mühle, wie sich aus dem Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) ergibt; die Erbacher Mahl- und Weihermühle darf nicht verwechselt werden mit der nörd­lich von Reiskirchen liegenden Reiskircher Mahlmühle; war pfalz-zweibrückisch und gehörte zum Oberamt Zweibrücken.


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 408-415) wird Erbacher Mahl- und Weihermühle zusammenfassend wie folgt beschrieben: “.. liegt unten an dem Damm des Erbacher Weihers, einen Büchsenschuß unterhalb Reißkirchen, 1/4 Stunde von dem Dorf Erbach. …. Das Hochgebau ist in schlechtem – hingegen das Mühlwesen und der Wasserbau in gantz gutem Stand und neu repariert, die Mühle hat zwey oberschl. Wasserräder, die 1 Mahl- und 1 Schälgang treiben, auf welchem zur Noth auch gemahlen werden kann. … und kann die Mühle mit einem Gang beständig gehen. …. Simon Jakob *Heyl ist der Erbbeständer und hat unterem 2ten May 1733 einen Erbbestand und unterm 15ten April 1738 einen Confir­mations-Schein darüber erhalten; er gibt 6 Ma. Korn Saarbrücker Maßung als Pacht. Das Dorf Erbach soll in die Mühle gebannt wer­den.” (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 203).


Vater des Müllers Wilhelm Heyl (vgl. Deutsches Rotes Kreuz, Ortsverein Erbach-Reiskirchen (Hrsg.): Die Geschichte von Erbach, Reiskirchen, Lappentascher Hof, 1974, S. 57; Stadtarchiv Homburg/Saar Arch.-Nr. 1638k, mitgeteilt von Frau Ilse Ringeisen).


Simon Jakob Heyl übernimmt 1765 die Stadtmühle in Homburg / Saar; den Erbbestand an der Weihermühle in Erbach übernimmt der „herrschaftliche Oberkontrolleur Lorey“, der sie einem Lehensmüller Wilhelm Hey, dem Sohn von Simon Jacob Heyl übertrug (vgl. Deutsches Rotes Kreuz, Ortsverein Erbach-Reiskirchen (Hrsg.): Die Geschichte von Erbach, Reiskirchen, Lappentascher Hof, 1974, S. 57; Stadtarchiv Homburg/Saar Arch.-Nr. 1638k, mitgeteilt von Frau Ilse Ringeisen).



Heyl, Wilhelm:

nach 1765; Sohn des Müllers auf der Erbacher Weihermühle und ab 1765 Stadtmüllers in Homburg, Simon Jakob *Heyl und der Müllerstochter Catharina Barbara Ringeisen, Tochter des Müllers auf der Erbacher Weihermühle Kilian *Ringeisen und Anna Eva Schenckel; ab 1765 Lehensmüller auf der Erbacher Weihermühle; sein Vater hatte 1765 die Homburger Stadtmühle übernommen; den Erbbestand an der Weihermühle in Erbach übernimmt der „herrschaftliche Oberkontrolleur Lorey“, der sie einem Lehensmüller Wilhelm Heyl, dem Sohn von Simon Jacob Heyl übertrug (vgl. Deutsches Rotes Kreuz, Ortsverein Erbach-Reiskirchen (Hrsg.): Die Geschichte von Erbach, Reiskirchen und Lappentascher Hof; in: 1925 -1975,50 Jahre Rot-Kreuz-Arbeit in Erbach-Reiskirchen, Homburg 1975, S. 57; Stadtarchiv Homburg/Saar Arch.-Nr. 1638k, mitgeteilt von Frau Ilse Ringeisen). Bei dem „Oberkontrolleur Lorey“ handelt es sich wohl um den bisherigen pfalz-zweibrückischen Haushofmeister Johann Christian Lorey, der ab 1761 Schaff­ner am Waisenhaus Homburg war (vgl. Stuck:Hofpersonal, a.a.O., S 115). Wilhelm war mit NN. aus dem Kuseler Land verheiratet; er starb früh; seine Witwe heiratete den Müller NN. Gerhard der als Lehensmüller sodann die Erbacher Weihermühle weiterführte. Die Müllersfamilie Gerhard konnte sogar dem Lambsborner Pfarrer Schmidt entgegentreten, der die Mühle vom herrschaftlichen Be­amten Lorey erwerben wollte. Allerdings genoß die Familie Gerhard die Unterstützung der einflußreichen Familie von Esebeck (vgl. Deutsches Rotes Kreuz, Ortsverein Erbach-Reiskirchen (Hrsg.): Die Geschichte von Erbach, Reiskirchen, Lappentascher Hof, 1974, S. 57; Stadtarchiv Homburg/Saar Arch.-Nr. 1638k, mitgeteilt von Frau Ilse Ringeisen; vgl hierzu auch: „Aus der Erbacher Geschich­te“. 3. Die Erbacher Mühle [ Verfasser vermutlich Fr. Ruppenthal]; in: „Die Saarpfalz“ vom 12.10.1933).


Am 17.11.1796 heiratet die Jacobina Heyl, Tochter des verlebten Wilhelm Heyl, gewesenen Müllers von der Erbacher Mühle den in der ref. Kirche in Ernstweiler den in Karlsdorf wohnhaften Forstamtsboten und Witwer, Johann Jakob Klöckner (vgl. Bohrer: Copu­lations-Register zu den Evangel. Reform. Kirchenbüchern der Pfarrei Ernstweiler, a.a.O., S. 33).



Heylmann, Daniel:

um 1639 Albisheim / Pfrimm (err.) – 21. oder 22.2.1711 Albisheim/Pfrimm (vgl. Fink: Familiengeschichte Mann, a.a.O., S. C42; Morgenthaler, Otto: Die älteste Geschichte der Pfortmühle bei Albisheim/Pfrimm; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1987, S. 73-81 gibt das Todesjahr mit 1710 an); reformiert; Sohn des Pfortmüllers Nicolaus *Heilmann; °° mit Anna Elisabeth *Labach um 1660; Müller auf der Pfortmühle in Albisheim. Kinder waren Christian Heilmann (getauft 17.2.1676; vgl. ev. Kirchenbuch von Albisheim; Archiv ev. Landeskirche der Pfalz; Eintrag vom 17.2.1676; Anm.: im lutherischen KB von Kirchheimbolanden am 12.1.1728 als „Jo­hann Christian Heyl“ bezeichnet; vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 74), Marie Margarethe Heilmann verh. Morgenthaler, Johann Frank Heilmann (erwähnt bei Weber, Friedrich Wilhelm: In der Einselthumer Gemarkung: Die Wiesenmühle an der Pfrimm; in: Donners­berg-Jahrbuch 1986, S. 159), Franz *Heilmann und Philipp Heilmann (geb. +++ 1678; vgl. ev. Kirchenbuch von Albisheim; Archiv ev. Landeskirche der Pfalz; Eintrag vom +++ 1682). 8xUrgroßvater von Eberhard Ref


Literatur/Urkunden:

- Weber, Friedrich Wilhelm: In der Einselthumer Gemarkung: Die Wiesenmühle an der Pfrimm; in: Heimatjahrbuch Donnersberg­kreis 1986, S. 158



Heylmann, Franz:

22.7.1683 getauft in Albisheim - 22.1.1732 in Albisheim; Sohn von Daniel *Heylmann und Anna Elisabeth *Labach; Müller und Schultheiß in Albisheim (vgl. Morgenthaler, Otto: Die älteste Geschichte der Pfortmühle bei Albisheim/Pfrimm; in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 1987, S. 77). Pfortmüller und Schultheiß in Albsheim (vgl. Familiengeschichte Fink, a.a.O., S. C43); er übernahm nach dem Tode seiner Mutter nicht die Pfortmühle, diese fiel vielmehr an seine Schwester Marie Margarethe *Heylmann und deren Ehemann Johann Caspar *Morgenthaler, da sich die Erben im Wege der Realteilung über den Besitz auseinandersetzten. Die Pfort­mühle war als Erbbestandsmühle ohnehin nicht teilbar (vgl. Morgenthaler, Otto: Die älteste Geschichte der Pfortmühle bei Albis­heim/Pfrimm; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1987, S. 77).


°° 25.11.1710 in der lutherischen Kirche in Bolanden bzw. Kirchheimbolanden der „Heylmann Franziscus, S. d. Daniel Heylmann, Müller zu Albisheim, mit Anna Margaretha Mürtel (?) Wtw. d. Conrad Mürtel aus Colgenstein.“ (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 141; lutherisches Kirchenbuch Albisheim; Mitteilung von Ewald Dittmar). Vater der Johanna Margarethe Heilmann, verh. Merckel; 7xUrgroßvater von Eberhard Ref.


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 143: „Erbbestandsvergabe des halben Zeller Gutes zu Albisheim an Franz Heilmann, Joh. Henrich Heil­mann und Joh. Bolander, (1727) 1729-1759“



Heylmann, Johann Christian:

getauft 17.2.1676 (vgl. ev. Kirchenbuch von Albisheim; Archiv ev. Landeskirche der Pfalz; Eintrag vom 17.2.1676); um 1728 Müller auf der Pfortmühle in Albisheim; Sohn des Müllers auf der Pfortmühle Albisheim, Daniel *Heylmann und der Anna Elisabeth *La­bach; er wird am 12.1.1728 im lutherischen KB von Kirchheimbolanden als „Joh. Christian Heyl, Pfortmüller zu Albisheim“ be­zeichnet (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 74)



Heylmann, Johann Frank:

Sohn von Daniel Heylmann und Anna Elisabeth Labach; er erscheint als Mitunterzeichner des Kaufvertrages seiner Mutter über den Erwerb der Wiesenmühle in Einselthum (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: "In der Einselthumer Gemarkung. Die Wiesenmühle an der Pfrimm; in: Donnersberg-Jahrbuch 1986, S. 159).



Heylmann, Marie Margarethe:

1755; Tochter von Daniel *Heylmann und Anna Elisabeth *Labach; in erster Ehe verheiratet mit Philipp Adam aus Eisenberg, nach dessen Tod erfolgte 1705 die Eheschließung mit Johann Caspar *Morgenthaler (gestorben 1747 in Albisheim), dem späteren Pfort­müller in Albisheim; das Ehepaar Morgenthaler/Heylmann lebte zunächst in Eisenberg, wo auch die beiden ersten Kinder geboren wurden. Dann zog die Familie auf die Pfortmühle in Albisheim um. Nach dem Tod von Margarethes Mutter, der Pfortmüllerin Anna Elisabeth Labach 1729, fiel die Pfortmühle vollstandig an das Ehepaar Morgenthaler (vgl. Morgenthaler, Otto: Die älteste Geschichte der Pfortmühle bei Albisheim/Pfrimm; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1987, S. 77). Aus der Ehe ging u.a. der Sohn Johann Niko­laus Morgenthaler hervor.



Heym, Stoffel:

um 1761 Müller in Hefersweiler.


Mit Schreiben vom 1.11.1761 beschwerten sich der Müllermeister zu Heffersweiler, Stoffel Heym und der „Jacob Hüttel, dasiger müller in loco“ (Anm.: d.h. zu Reipoltskirchen) bei der gräflichen Regierung in Reipoltskirchen darüber, daß auswärtigen Müller un­ter Bruch des Bannrechts, in die zur Grafschaft Reipoltskirchen gehörenden Dörfer fahren würden, um dort „Früchte abzuholen“ und diese in auswärtigen Mühlen zu mahlen. In ihrer Beschwerde verwiesen beide Müller auf die hohe Pacht, die sie an die Herrschaft zu zahlen hatten, sowie auf den Wassermangel am Odenbach während der Sommermonate, der das Mahlen weitgehend unmöglich ma­chen würde, während bei ausreichendem Wasser die Mahlgäste ausbleiben würden, weil diese bei auswärtigen Mühlen mahlen ließen (vgl. LA Speyer Best. C23 Nr. A 17/4, fol. 3, 3r).



Heyn, Anna Magdalena:

verh. mit Wilhelm *Scheidt, Müller von der Schmeißbachermühle (heute Kreimbach-Kaulbach); Mutter des Müllers Nicklas *Scheidt (°° am 19.11.1765 Katzweiler mit der Müllerstochter Susanna Margaretha *Kolter von der Schafmühle bei Katzweiler (vgl. Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370) und des Müllers auf der Neumühle Olsbrücken, Michael *Scheidt (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 49 vom 13.6.1821, S. 344 iVm. Schneider: Müllerfamilie Kolter, a.a.O., S. 370).



Hier, Johannes:

um 1846 Ölmüller in Bergzabern. 1846 läßt der Ölmüller zu Bergzabern, Johannes Hier, „seine allda im Mühlenthale gelegene Oel­mühle mit Oelmühlengerätschaften, Wohnhaus, Scheuer, Stallungen ….“ versteigern. In der Versteigerungsannonce vom 23.12.1845 heißt es weiter: „Die Oelmühle kann wegen ihres bedeutenden Wasserfalls und ihren Räumen leicht zu einer Mahlmühle mit zwei Mahlgängen und einen Schälgang umgewandelt … werden.“ (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 17.1.1846, S. 13 = LA Speyer Best. Y 20/41).



Hildner, Johannes:

geb. Neidenfels – 1714 Weidenthal; Müller auf der Mahl- und Sägmühle Weidenthal und Schultheiß in Weidenthal; °° mit NN.; aus der Ehe stammen 6 Kinder, von denen keines die Mühle übernehmen konnte.


Nachdem die Mühle im 30jährigen Krieg durch Brand „verunglücket“ war, baute sie der Müller Johannes Hildner aus Neidenfels mit 20 Kiefern-, 50 Eichenstämmen und 30 Stämmen für Latten, die ihm zur Verfügung gestellt wurden, zunächst als reine Bordmühle wieder auf. Wenig später, vielleicht 1689 wurde sie von feindlichen Truppen niedergerissen, von genanntem Hildner aber als Mahl- und Sägemühle erneut aufgebaut. Dieser zweite namentlich bekannte Erbbestandsmüller genoß Zehntfreiheit; er zahlte jährlich 5 Malter Korn an die kurpfälzische Burgvogtei Wachenheim. Er wohnte in einem nicht zur Mühle gehörenden Haus an der Stelle des späteren Wohnhauses Hauptstraße 120. Als er 1714 starb und von seinem sechs Kindern keines die Mühle übernehmen konnte, ging der Erbbestand 1716 für 500 Gulden käuflich über an Peter *Neuschwanger, der jährlich eine Erbpacht von 5 Mltr Korn für die Mahlmühle, 3 fl für die Sägmühle, 4 fl für die Fronfreiheit und 10 Kreuzer Bodenzins. Neuschwanger tauschte seinerseits mit kurfürstlicher Genehmigung im September 1725 mit dem Universitätserbbestandsmüller und Wiedertäufer Jakob *Steiner von Lambrecht; dieser hatte 2 Gulden einmalige „herrschaftliche Tax“ an das „Taxamt“ und im übrigen dieselbe Pacht zu zahlen wie sein Vorgänger (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 226).


Er baute die in den Kriegen des 17. Jh. untergegangene Sägmühle auf der Pfingstweide in Weidenthal zusammen mit seinen Schwie­gersöhnen (Johann) Melchior *Ackermann und Philipp *Wenzel um 1705 wieder auf; die Mühle stand in der Folge im Eigentum zu je einem Drittel (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 226).



Hildner, Johann Jakob:

aus Weidenthal; wohl Sohn von Johannes *Hildner und Schwager des Johann Melchior *Ackermann.


Die Sägemühle „auf der Oberwiese“ in Weidenthal wurde im Winter 1723/24 von Johann Jakob Hildner, Nikolaus Hildner und Jo­hann Melchior Ackermann errichtet (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 228).



Hildner, Nikolaus:

aus Weidenthal; wohl Sohn von Johannes *Hildner und Schwager des Johann Melchior *Ackermann.


Die Sägemühle „auf der Oberwiese“ in Weidenthal wurde im Winter 1723/24 von Johann Jakob Hildner, Nikolaus Hildner und Jo­hann Melchior Ackermann errichtet (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 228).




Hildt, Johann:

Müller auf der ‘Heldenmühle’ in Oberotterbach; die Heldenmühle liegt im Tal westlich von Oberotterbach gegen Burg Guttenberg unterhalb der Brendelsmühle. Als Gebäude fast unverändert, war sie bis 1939 eine Mahlmühle mit oberschlächtigem Wasserrad. Ei­ner der früheren Besitzer hatte den Namen Held, wovon die Bezeichnung herrührt. Am Kellerbogen des Nebengebäudes findet sich die Jahreszahl 1792 und darüber die Buchstaben “IGH.EKS”. Wilhelm Schwerdtfeger mahlte noch bis zum Ausbruch des 2. Welt­krieges. Im Wiesengelände rechts der Einfahrt waren damals zwei Weiher angelegt, auf denen Eis gebrochen wurde, das Metzger und Wirte für ihre Kühlräume benötigten. Aus dem Grundsteuerkataster von 1843 ergibt sich, daß die Mühle damals steuermäßig nach Rechtenbach gehörte, die Besitzer stammen aber aus Oberotterbach (vgl. Fischer, Willi: Das Otterbachtal, Mühlen und Steinbrüche; in: Otterbach, aus der Geschichte eines südpfälzischen Dorfes, a.a.O., S. 30--302).



Hilger, Johann:

um 1753 Müller auf der Bannmühle Venningen.


1753 wurde dem Venninger Müllermeister Johann Hilger (auch Hülger, Hilcher) von den Gemeinden Venningen und Edenkoben durch zwei neue Gräben, einen Graben der Edenkobener und den Heiermannschen Zwerggraben, das Wasser abgegraben, worauf dieser die bischöfliche Regierung des Hochstifts Speyer bat, Hofrat Catty, der sich gerade in Maikammer aufhielt, mit der Sache zu beauftragen. Nachdem die Speyerer Regierung beschlossen hatte, Catty einen entsprechenden Auftrag zu erteilen (vgl. Lurz: Streit über den Wald …., a.a.O., S. 48; GLA Karlsruhe 61/11875, S. 145-146), legte dieser seinen Bericht am 13.9.1753 vor (vgl. Lurz: Streit über den Wald …., a.a.O., S. 48; GLA Karlsruhe 61/11914, S. 888-889). Die bischöfliche Regierung besaß Interesse am Be­stand der Mühle, die als jährliche Wasserpacht 14 Malter Korn entrichtete. Daher sollte sich das Oberamt Kirrweiler beim Oberamt Neustadt schriftlich beschweren. Würde dies nicht helfen, würde die Bruchsaler Regierung ein Beschwerdeschreiben an die kurpfäl­zische Regierung schicken. Auch sollte das Oberamt Kirrweiler den Müller so gut wie möglich unterstützen, damit er das Wasser un­gehindert nutzen könne. Die Gemeinde Venningen war zu veranlassen, den neuen Graben unter Androhung von 50 Reichstalern Stra­fe in einer Länge von fünf Ruten wieder zuzuwerfen. Die älteren Akten sollten eingesehen werden, um eine Entscheidung fällen zu können. Der weitergehende Vorwurf des Müllers, der Venninger Schultheiß habe die Edenkobener zur Tat angestiftet, müsse erst noch bewiesen werden (vgl. Lurz: Streit über den Wald …., a.a.O., S. 48-49).


Auf das Protestschreiben an das kurpfälzische Oberamt Neustadt erfolgte bis zum 15.11.1753 keine Antwort (vgl. Lurz: Streit über den Wald …., a.a.O., S. 48; GLA Karlsruhe 61/11881, S. 326-327). In Kirrweiler wußte man nichts Besseres, als gegebenenfalls ein weiteres Schreiben nach Neustadt zu senden. In Bruchsal wurde erneut Hofrat Catty beauftragt, der Regierung gegenüber eine Stel­lungnahme abzugeben (vgl. Lurz: Streit über den Wald …., a.a.O., S. 49).

Da abzusehen war, daß auf dem Dienstweg wieder keine Lösung zu finden wäre, griff man in Venningen zur Selbsthilfe. Müller Hil­ger schüttete einfach beide Gräben zu. Doch es blieb anscheinend nicht dabei und sie wurden wieder ausgehoben. Denn am 1.10.1754 verhandelte die Bruchsaler Regierung eine Klage Hilgers, die Entscheidung endlich auszuführen, den Graben auf fünf Ru­ten Länge zuzuwerfen und die Beachtung des Mühlenbanns zu überwachen (vgl. Lurz: Streit über den Wald …., a.a.O., S. 49; GLA Karlsruhe 61/11885, S. 24-25). Die Regierung beschloß daraufhin, ihre Entscheidung auszuführen und sich innerhalb von 14 Tagen berichten zu lassen (vgl. Lurz: Streit über den Wald …., a.a.O., S. 49).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 915/10: „Acta betr: die Bachgerechtigkeit des Müllers zu Venningen in der Edenkober Gemarkung, , 1714, 1760



Hill, Valentin:

Weisgerber aus Kusel und Walkmüller in Rammelsbach; 1716 stellten die Kuseler Weisgerber Friedrich Glaser und Valentin Hill den Antrag zum Bau einer kleinen Walkmühle am Mühlgraben in Rammelsbach; sie trugen vor, der Müller der Mühle in Rammelsbach sei damit einverstanden, unter der Bedingung,daß die Walkmühle nur betrieben werde dürfe bei ausreichendem Wasserzufluß, so daß seine Mühle ohne Probleme und vorrangig mit Wasser versorgt werde; 1738 beantragten deren Nachfolger Peter Linn und Wilhelm Hill einen neuen Erbbestandsbrief; Peter Linn hatte seinen Anteil an der Mühle dem Friedrich Glaser abgekauft; Wilhelm Hill war wahrscheinlich der Erbe des Valentin Hill (vgl. Schworm, Ernst: Die Mühlen von Rammelsbach; in: Westricher Heimatblätter 1997, S. 121).



Hill, Wilhelm:

um 1738; Weisgerber in Kusel (err.) und Walkmüller in Rammelsbach; 1738 beantragten deren Nachfolger Peter Linn und Wilhelm Hill einen neuen Erbbestandsbrief; Peter Linn hatte seinen Anteil an der Mühle dem Friedrich Glaser abgekauft; Wilhelm Hill war wahrscheinlich der Erbe des Valentin Hill (vgl. Schworm, Ernst: Die Mühlen von Rammelsbach; in: Westricher Heimatblätter 1997, S. 121).



Hiller, Hans:

vor 1652 Annweiler; ref. (err.); Müller auf der Wachtelsmühle bei Annweiler. Zwischen Annweiler und Sarnstall bestand seit der Mitte des 16. Jh. eine Schleifmühle und ihr gegenüber eine Walkmühle, die Eigentum der Stadt war. Die Stadt Annweiler verkaufte die Walkmühle 1594 an den Müller Matthias Küchlin, von dem sie dann an den Heidelberger Bürger und Zimmermann Hans Wachtel (daher der Name Wachtelmühle), 1626 an Hans Hiller von Albersweiler, 1629 an den Annweiler Schultheißen Velten Lang und wie­der 1633 an den Müller Hans *Hiller kam (vgl. Biundo, Georg und Heß, Hans: Annweiler, Geschichte einer Reichsstadt, a.a.O., S. 139/140). °° mit Margarethe NN. († Annweiler, ref., 29.10.1677 im Alter von 77 Jahren); seine Witwe Margarethe Hiller heiratet in 2. Ehe am 26.4.1652 in Annweiler den Tagner und Bürger zu Annweiler, Hans Peter Hoffmann (vgl. Biundo,: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 25).



Hiller, Rudolph:

s. Rudolph *Heller



Hilsbach, Hanß Georg:

bis um 1725 Müller auf der Obermühle in Walsheim bei Landau; er verkaufte seine „Eigenthumbliche“ Mühle 1725 an den Müller Johannes Lemühl. Im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Neustadt von 1738, vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp aufgenommen, ist sie wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “die sog. Obermühl zu Walzheim ist in Anno 1725 von dem Hanß Georg *Hilsbach an den Joh. Lemühl als ein Eigenthumbliche laudt Kauf Brief verkauft worden, der jetzige Poßser ist Johannes Le­mühl, ein Sohn von obigem Lemühl. Hatt nur einen Gang gibt jährlich 5 Mltr Korn Waßerfall in die Kellerey Neustadt.“



Hinkelbein, Anton Herrmann:

um 1768 Müller auf der Mühle in Hördt zusammen mit seinem Bruder Joseph *Hinkelbein die Mühle zu Hördt ist m Mühlenver­zeichnis des kurpfälzischen Oberamts Germersheim (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhand­werk, a.a.O., S. 253) vom 6.4.1768 wie folgt beschrieben: “In dasigem Dorf befindet sich eine Ohligmühl in welcher ein Mahl und Hirschengang (= Hirse; vgl. Pfälz. Wörterbuch, a.a.O., Bd. 3 S. 1090) erfindlich, solche hat zwey Waßer Räder, die Eigentümer da­vohn seynd Anton Herrmann und Joseph Hinkelbein , welche solche von ihren Eltern geerbt, gibt jährlich nebst der gewöhnlichen Schatzung an Wasserfall Zinß gar nichts, dörfen aber vor fremde und inheimische Leuth nicht mahlen.” Seph Hinkelbein , welche solche von ihren Eltern geerbt, gibt jährlich nebst der gewöhnlichen Schatzung an Wasserfall Zinß gar nichts, dörfen aber vor fremde und inheimische Leuth nicht mahlen.”



Hinkelbein, Johannes:

um 1768 Müller auf der Mühle oberhalb Bellheim; sie ist m Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Germersheim (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 253) vom 6.4.1768 wie folgt beschrieben: “Ein Stück oberhalb von gedachter Entzingerischen Mühl befindet sich noch eine Mahl- und Ohlig Mühl, welche Johannes Hinkelbein .... adjuncti Nr. 6 von Georg Jacob Häußer erkauft und .. gantz neu erbauet. Bey solcher existieren 3 Wasser Räder, ...welche 2 Mahl- und ein Schehlgang wechßel weis, sodann die Ohlig Mühl getrieben werden, gibt jährlich in die Kellerei Germersheim 12 Malter Korn und 7 fl 30 Xer von der Ohlig Mühl Wasserfall Zinß.”



Hinkelbein, Joseph:

um 1768 Müller auf der Mühle in Hördt zusammen mit seinem Bruder Anton Herrmann *Hinkelbein; die Mühle zu Hördt ist m Müh­lenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Germersheim (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; vgl. auch Weber: Mühlen und Müller­handwerk, a.a.O., S. 253) vom 6.4.1768 wie folgt beschrieben: “In dasigem Dorf befindet sich eine Ohligmühl in welcher ein Mahl und Hirschengang (= Hirse; vgl. Pfälz. Wörterbuch, a.a.O., Bd. 3 S. 1090) erfindlich, solche hat zwey Waßer Räder, die Eigentümer davohn seynd Anton Herrmann und Joseph Hinkelbein, welche solche von ihren Eltern geerbt, gibt jährlich nebst der gewöhnlichen Schatzung an Wasserfall Zinß gar nichts, dörfen aber vor fremde und inheimische Leuth nicht mahlen.”



Hirn, Georg:

vor 1618 Müller in Germersheim; Mühle im 30jährigen Krieg abgebrannt (vgl. Probst: Germersheim, a.a.O., S. 484; Schwarz, Albert: Germersheimer Einwohner aus der Zeit vor und nach dem Dreissigjährigen Krieg; in: Pfälz.-rhein. Familienkunde 2006, S. 6)



Hirsch, Hans:

um 1645 war Hans Hirsch „von Hornbach“ Müller in Merzalben; sein Sohn, der Fuhrmann Hans Georg Hirsch († Annweiler, ref., 8.5.1674), war Soldat im Schmittbergischen Regiment; dieser heiratet ref. in Annweiler am 18.5.1645 die Anna Katharina Haaf (ref., Tochter des Hafners Nicolaus Haaf III in Annweiler) (vgl. Biundo: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 15). Vater auch des Hans Christmann Hirsch, Gemeinsmanns in Gräfenhausen (†Gräfenhausen, ref., 23.6.1685; °° Queichhambach, ref., 17.10.1654 mit Ka­tharina Deu[ei]ninger) (vgl. Biundo: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 17).



Hirschmann, Johannes:

um 1865 Mühlarzt in Annweiler; Sohn des Drahtziehers zu Goldmühle Johann Michael Hirschmann und Rebekka Pfortach zu Gold­mühle; °° Annweiler prot. 29.6.1865 mit Apollonia Seebach (geb. 27.5.1842), Tochter des Friedrich Heinrich Seebach und Apollonia Heft in Sarnstall) (vgl. Biundo: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 19).



Hirth, Johann Peter:

um 1776 Bürger und Müllermeister in Speyer.


Hirth kaufte mit Urkunde des Stadtrats von Speyer von Michaelis 1776 [= 1.10.1776], vom dem Bürger und Müllermeister in Speyer Johann Michael *Weber dessen „überm Hasenpfuhl in der Magergasse gelegene Behaußung, Scheuer und Stallung samt daran gelegenem Gartten“ für 800 Gulden (vgl. Stadtarchiv Speyer, Hospitalurkunden Best. 121U Nr. 249).


Hochberg, Johannes:

1855 verliert Johannes Hochberg, Mühlknecht bei dem Müller Johann Kaiser von Albersweiler +++klären, welche Mühle+++ einen seinem Dienstherrn gehörenden Sack mit Spelz im Wert von 7 fl 30 kr (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 18.8.1855, S. 368 = LA Spey­er Best. Y 20/41).



Hochstätter, Kaspar:

1709 Müller in Edesheim, 1726 zu Kanskirchen; °° Annweiler, luth.,14.4.1709 mit Marie Barbara verwitwete Metzger von Böchin­gen; Vater der Marie Barbara Hochstätter, die 1726 und 1729 als luth. Patin erwähnt wird (vgl. Biundo,: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 20).



Hock, Conrad:

auch Hoock; geb. Dezember 1744 (err.) - 5.4.1803 Minfeld; kath.; Müller in Minfeld (?); Sohn des Müllers Conrad Hock und der Agatha auch Margaretha Aschaffenburger; °° 20.8.1782 in Minfeld mit Anna Maria Mattern (30.3.1760 Minfeld; ~ 1.4.1760; luth. Tochter des Metzgermeisters und Rathauswirts in Minfeld Johann Mattheus Mattern und Eva Margaretha Gassner); Vater von Georg Hock (geb. 3.1.1783 Minfeld; ~ kath. 4.1.1783, ebd.), Maria Helena Hock (geb. 21.5.1784 Minfeld, ~ kath. 21.5.1784 Minfeld) und Franz Anton Hock (geb. 14.11.1786 Minfeld, ~ kath. 15.11.1786 Minfeld) (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 319 Nr. 1428).



Hoedtel, Nikolaus:

um 1746 Müllers auf der „Mühle oben an der Betzelbacher Mühl“ in Leitersweiler/Saarland. Im pfalz-zweibrückischen Mühlenproto­koll für das Oberamt Lichtenberg, erstellt von Carl *Sundahl am 12.10.1745, fertiggestellt am 8.7.1746 wird die Mühle (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 217 ff.) wie folgt beschrieben: wird nach dem alten Hof, der dabei gestanden, jetzt Detzweiler Mühle genannt, vulgo auch die Bleisbacher Mühle (nach dem nahegelegenen heutigen Bleischbacher Hof); liegt am Betzelbach, der aus ver­schiedenen Quellbächlein kommt, z.B. aus dem Krügelborner Bach, der Zweibrücken, Lothringen und das Trierische voneinander trennt. Das Dorf Krügelborn (s. Grügelborn) ist nur ¼ Stunde entfernt; der Bleischbacher Hof ist nicht weit davon gelegen. Das 19 Schuh hohe Wasserrad treibt die Mahl- und die Ohligmühle, und das vermittelst zweier Trillis. Das Rad kann dem Falle nach noch 2 Schuh höher gemacht werden. Der Teich mißt 50 Ruthen. Der Erbbeständer Nikolaus Hödtel entrichtet für den Wasserfall 20 Batzen, die Hälfte nach Lichtenberg, die andere Hälfte nach Oberkirchen, wo 2/3 die Herren von Tholey und 1/3 die Grafen von Leiningen bekommen. Keine Banngerechtigkeit. Eine Ohligmühle mit 6 Stempeln ist angeschlossen (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhand­werk, a.a.O., S. 222/23).



Hoen, Familie:

s. auch *Hön



Hoen, Anna Juliane:

in der Literatur/Urkunden teilweise unzutreffend mit „Höen“ angegeben; Müllerin auf der Klostermühle in Offenbach/Glan; sie er­hielt am 11.10.1734 einen Erbbestandsbrief über die Mühle (vgl. Schworm, Ernst: Die ehemalige Klostermühle in Offenbach am Glan; in: Westricher Heimatblätter 1998, S. 158). Eheschließung mit °° NN. *Höen; Mutter der NN. Höen (°° mit dem Müller Micha­el *Pfeifer). Sie übergab die Mühle 1744 an ihren Schwiegersohn Michael *Pfeiffer (vgl. Schworm, a.a.O., S. 158; LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 62; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 212).


Im pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis vom 8.7.1746 (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 58r-63) wird die Mühle wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 212): „Die Mahl- und Ohligmühle zu Offenbach ist die letzte Mühle im Oberamt Lichtenberg. Glanabwärts folgen die im (kur-)pfälzischen Amt Lauterecken (einst auch zweibrückisch) und die Mühlen im zweibrückischen Oberamt Meisenheim. Die Offenbacher Mühle liegt dem Flecken Offenbach gerade gegenüber auf der zweibrückischen Seite des Glanflusses, ¼ Stunde unterhalb der noch zu beschreibenden Hundheimer Mühle. Bis zur Wiesweiler Mühle ist es ½ Stunde.


Langer Vorteich, zweigt oberhalb von Hundheim vom Glan ab. Die Lohmüller, die ebenfalls Nutzen von dem Wasser haben, weigern sich, den Graben mit zu unterhalten. 3 Wasserräder für 2 Mahlgänge und 1 Schälgang.


Michael Pfeifer hat vor ungefähr 1 Jahr die Mühle von seiner Schwiegermutter Anna Juliane *Hoenin als Erbteil erhalten. Weitere Erbbestandsbriefe sind vorhanden von 1572 und vom 24. Dezember 1695, letzterer ausgestellt auf Conrad Höen, ebenso solcher vom 11. Oktober 1734. Als Pacht sind jährlich in die Schaffnerei des Klosters Offenbach 24 Malter Korn zu liefern. Nach Angaben des Müllers sind Offenbach und das ganze Eßweiler Tal mit mehreren Orten in die Mühle gebannt. Der Berichterstatter setzt das in Zwei­fel. Desgleichen finden sich hier 2 kleine „Lohmühlen“,eine oben und eine unten an der Mühle. Die eine gehört Jakob Simon von Of­fenbach, die andere dem Daniel Ruppenthal. Oberhalb der oberen Lohmühle hat auch eine „Schleifmühle“ gestanden, ist aber ganz verfallen.“



Hoen, Conrad:

in der Literatur/Urkunden teilweise unzutreffend mit „Höen“ angegeben; um 1695; Erbbeständer auf der Klostermühle in Offenbach/Glan; 1695 wurde dem Müller Conrad Höen ein Erbbestandsbrief von der damaligen Pfalzgräfin Friederike Charlotte von Pfalz-Zweibrücken erteilt; diese vertrat damals den schwedischen König Karl XI, der gleichzeitig Herzog und Pfalzgraf von Pfalz-Zweibrücken war (vgl. Schworm, Ernst: Die ehemalige Klostermühle in Offenbach/ Glan; in: Westricher Heimatblätter 1998, S. 155; LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 62). Vater des Klostermüllers in Offenbach, NN. Hoen.



Hoen, NN.:

in der Literatur/Urkunden teilweise falsch mit „Höen“ angegeben; Müller auf der Klostermühle in Offenbach/Glan; er war der Sohn des Müllers Conrad *Hoen (vgl. Schworm: Die ehemalige Klostermühle in Offenbach am Glan; in: Westricher Heimatblätter 1998, S. 160; LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 62); Eheschließung mit Anna Juliane NN, verh. *Höen; Vater der NN. Höen (°° mit dem Müller Michael Pfeifer) (vgl. Schworm, Ernst: Die ehemalige Klostermühle in Offenbach am Glan; in: Westricher Heimatblätter 1998, S. 158; LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 212).



Höh, Friedrich:

s. Friedrich *Höth



Höh, Hans Simon:

1682 Höheinöd – 24.2.1757 Gerhardsbrunn; °° 1705 in Gerhardsbrunn mit Anna Margaretha Kefer (15.21685 Zeselberg – 15.7.1775 Gerhardsbrunn); Vater des Müllers auf der Niederlabacher / Knopper Mühle bei Knopp-Labach Johann Simon Höh (5.12.1728 Ger­hardsbrunn – 3.6.1771 Knopper Mühle) und des Müllers auf Scharrmühle, Johann (Hans) Theobald Höh (vgl. Internetdatei http://kenbower.com/wc05_150.htm).


Die Mühle wurde 1727 versteigert, nach dem Tod des Müllers Hans Wolf Schäfer; wegen der rechtswidrig und fehlerhaft erfolgten Versteigerung kommt es zu einem Prozeßverfahren vor dem Reichskammergericht (vgl. LA Speyer Best E 6: Reichskammerge­richtsprozeß 2436), an dem auch Simon Höh beteiligt wurde. Der Müller Hans Wolf Schäfer war ehemaliger Beständer des Labacher Hofs und Eigentümer der Knopper Mühle; bei seinem Tod waren Schulden von 1000 fl vorhanden. Seine Witwe bot Bezahlung an, dennoch wurde die Mühle versteigert. Die Versteigerung erfolgte unter Verletzung der üblichen Versteigerungsmodalitäten durch den sickingschen Beamten Schell und wurde dem Michael Trautmann, Erbbeständer des Hofs Ruhbank bei Pirmasens, angeblich weit un­ter Wert für einen Preis zugeschlagen, der lediglich die Schulden deckte. Die Nichtigkeit der Versteigerung folgte nach Auffassung der klagenden Schäferschen Erben insbesondere daraus, daß Personen, die laut Versteigerungsprotokoll anwesend waren, dennoch in erster Instanz unter Eid ausgesagt (1748) hatten, an der Versteigerung nicht teilgenommen zu haben. Im Verfahren vor dem RKG gab es auch Streit darüber, ob die Mühle freieigen war oder lediglich ein Erbpachtrecht (Emphyteuse) daran Bestand. Nach Behauptung des beklagten Michael Trautmann waren die Schulden Schäfers, der wegen Falschmünzerei landflüchtig geworden sein soll, wesent­lich höher als die behaupteten 1000 Gulden. Im Prozeß vor dem RKG spielte der Jurisdiktionalkonflikt zwischen der Oberrheinischen Reichsritterschaft und der vorderösterreichischen Regierung in Freiburg/Breisgau eine Rolle, die für das Lehen Landstuhl das Appel­lationsrecht beansprucht. Der Rechtsstreit war schließlich von 1764-1769 vor dem Reichskammergericht rechtshängig.


Das erstinstanzliche Urteil des sickingischen Gerichts (vgl. LA Speyer Best. E 6 Nr. 2436 II Teil I Bl. 25: Kopie des nicht datierten Urteils) führt aus, daß die Versteigerung der Mühle rechtswidrig war, weil die Erbbestandsmühle als Eigentumsmühle versteigert wurde und dies zu einem zu geringen Kaufpreis. Den klagenden Schäfferschen Erben sei jedoch hierdurch kein Schaden entstanden, sondern dem Erbrechtsinhaber, der Herrschaft Sickingen. Deshalb wurde in 1. Instanz die Klage abgewiesen.


Wie sich aus der Reichskammergerichtsakte ergibt, war der Beklagte der Müller „Simon Hohe“, in den Schriftätzen auch teilweise als „Simon Hoehe“ bezeichnet (vgl. beispielsweise: LA Speyer Best. E 6 Nr. 2436 II Teil I Bl. 159).



Höh, Johann (Hans) Theobald:

15.10.1719 Gerhardsbrunn oder Höheinöd – 20.2.1780 Langwieden; Sohn des Müllers Hans Simon Höh und der Anna Margaretha Kefer; °° mit Anna Maria Trautmann (1719 – 24.4.1777 Langwieden); Vater des Müllers auf der Scharrmühle Johann Valentin *Höh (14.8.1756 Langwieden – 15.5.1814 Scharrmühle) (vgl. Internetdatei http://kenbower.com/wc10/wc10_131.htm).



Höh, Johann Valentin:

14.8.1756 Langwieden – 15.5.1814 Scharrmühle bei Gerhardsbrunn (vgl. Internetdatei http://kenbower.com/wc10/wc10_131.htm); Müller auf der Scharrmühle bei Gerhardsbrunn; Enkel des Müllers Valentin *Höh; °° Anna Elisabeth Zimmer (1767-1843); Vater der Anna Margaretha Höh (geb. ca. 1801 Scharrmühle; °° 25.2.1823 mit dem Ackerer Valentin Bauer aus Höheinöd (vgl. Fremgen, Rein­hold: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 30; iVm. Internetdatei http://kenbower. com).


Durch Versteigerung 1780 kam die Mühle an Johann Valentin Höh, der sich am 16.1.1781 mit Anna Elisabeth Zimmer verheiratete, Tochter des Michael Zimmer von der Scharrmühle. Er war Vetter des Erbbestandsmüllers Johann Adam Höh von der Niederlabacher Mühle, wohin die Bauern von Gerhardsbrunn und Knopp bisher gebannt waren (vgl. Müller: Gerhardsbrunn, a.a.O., S. 162).



Höh, Johann Simon:

5.12.1728 Gerhardsbrunn – 3.6.1771 Knopper Mühle bei Knopp-Labach; Müller auf der Knopper Mühle; Sohn des Hans Simon Höh und der Anna Margaretha Kefer; Bruder des Müllers auf der nahegelegenen Scharrmühle bei Gerhardsbrunn. °° 1752 in Mittelbrunn mit Margaretha Gerhard (1734 Mittelbrunn – 21.10.1812 Knopper Mühle); Vater des Müllers und Betriebsnachfolgers Johann Adam Höh, dem Vetter des Müllers Johann Valentin Höh (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 296; Müller: Gerhardsbrunn, a.a.O., S. 162; Internetdatei http://kenbower.com/wc05_150.htm).


Die Mühle wird im pfalz-zweibrückischen Mühlenprotokoll von 1744 als sickingisch ausgewiesen, aber beschrieben (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) wie folgt: “steht unterhalb des Zusammenflusses von Labach und Stuhlbach, erbaut zwischen 1720 und 1730, an Stelle der ca. 100 Jahre zuvor eingegangenen Niederlabacher Mühle. Sie wird in dem pfalz-zweibrückischen Mühlen­protokoll als sickingisch ausgewiesen; gibt 2 Taler Mühlenzins an die sick. Herrschaft. Müller auf der “Knöpfer Mühle”: Simon Höh († 1771), nach ihm sein Sohn Johann Adam Höh.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 296).



Höh, Valentin:

7.2.1735 Gerhardsbrunn – Kentucky/USA; Müller auf der Scharrmühle bei Gerhardsbrunn; Sohn von Johann Michael Höh und Anna Elisabetha Schneider, und Enkel des Müllers Hans Simon Höh und Anna Margarethe Kefer; °° mit NN. Poth, der Tochter des Müllers auf der Scharrmühle, Hans Adam *Poth († 1752); er übernahm nach dem Tod seines Schwiegervaters Poth die Scharrmühle und ist dort noch 1775 feststellbar (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 297).


Valentin Höh (7.2.1735 Gerhardsbrunn - Kentucky/USA) °° am 22.4.1760 die 17jährige Elisabetha Margaretha Poth (7.10.1742 Scharrhof – Somerset County, Pennsylvania/USA). Diese war zum Zeitpunkt des Todes ihres Vaters erst 10 Jahre alt war (vgl. Inter­netdatei http://kenbower.com/wc05_150.htm). Die Angabe Webers ist daher mißverständlich.


Durch Versteigerung 1780 kam die Mühle an Johann Valentin Höh, der sich am 16.1.1781 mit Anna Elisabeth Zimmer, Tochter des Michael Zimmer von der Scharrmühle. Er war Vetter des Erbbestandsmüllers Johann Adam Höh von der Niederlabacher Mühle, wo­hin die Bauern von Gerhardsbrunn und Knopp bisher gebannt waren (vgl. Müller: Gerhardsbrunn, a.a.O., S. 162).


Er ist der Bruder des Müllers auf der Niederlabacher Mühle /Knopper Mühle bei Knopp-Labach, Simon *Höh (err. nach Müller: Ger­hardsbrunn, a.a.O., S. 162).


Er ist der wohl ein Verwandter des Müllers auf der Scharrmühle, Johann Valentin Höh, der die Scharrmühle 1780 ersteigert hat (vgl. Müller: Gerhardsbrunn, a.a.O., S. 162), wohl im Wege der Erbauseinandersetzung nach dem Tod des Valentin Höh.


Hintergrund der Versteigerung ist wohl die schlechte wirtschaftliche Lage der Mühle und der zu kleine Grundbesitz. Mit diesem ge­ringen Besitz konnte die Mühle nicht gehalten werden. Die Familie wanderte um 1780 in die USA aus (vgl. Müller: Gerhardsbrunn, a.a.O., S. 163). Das letzte Kind kam am 12.2.1775 auf dem Scharrhof zur Welt (vgl. Internetdatei http://kenbower.com/wc05_150. htm).



Hön, Johann Henrich:

um 1746 Müller auf der Müller auf der Erzweilermühle/Wattweilermühle in Erzweiler bei Baumholder. Im pfalz-zweibrückischen Mühlenprotokoll für das Oberamt Lichtenberg, erstellt von Carl *Sundahl am 12.10.1745, fertiggestellt am 8.7.1746 wird die Mühle „als Pletsch- und Mahlmühle“ beschrieben (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 150-153), deren Einrichtung sich von den ande­ren Mühlen im Totenalbtal unterschied. „Ein zwanzig Schuh hohen Wasserrad treibet vermittelst zweier Trillis zugleich einen Mehl-Scheelgang, welcher letzterer auch gar leicht zu einem Mahlgang aptieret werden kann.“. Die Mühle liegt nicht direkt an der To­tenalb, sondern an einem 100 Schritt langen Mühlgraben, als „Wasserteich“ bezeichnet. Die Steine kamen aus Medard und aus Oden­bach. Als Pacht an das Herzogtum Zweibrücken mußten drei Malter Getreide, halb Korn halb Hafer, gezahlt werden. „Johann Hen­rich Scholler, alß der erste Erbbeständer, hat solche seinem Tochterman den 28ten Junii 1713 pro 190 fl angeschlagen übergeben, und darüber keinen Erbbestand alß vom 23ten May 1710 nebst zweyen Confirmationsscheinen von 1721 et 38 in Händen, mithin noch kei­ne auf seinen Tochterman Johan Peter Hön erhalten.“


1779 übernahm Henn’s (!) Schwiegersohn Carl Jakob *Kreuscher die Mühle: dieser verstarb kurz darauf, denn am 12.7.1782 wurde die Mühle versteigert und ging auf Philipp Sieber über. dieser hatte die Mühle nicht lange in Besitz, denn schon 1788 ersteigerte Ni­ckel Jentes vom Eschelbacher Hof die Mühle (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 146 Nr. 778;Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 86-88; vgl. auch Gutsbezirk Baumholder (Hrsg.): Chronik des gemeindefreien Bezirks Gutsbezirk Baumholder, a.a.O., S. 147/48).



Hörhammer:

s.auch *Herhammer



Hörig, August:

Tabakhändler und Mühlenbesitzer auf der Aumühle bei Haßloch; 1885 war die Aumühle im Besitz des Tabakhändlers August *Hörig; 1895 wurde die Mühle an Josef Herrmann verpachtet. Die Mühle warf keinen Gewinn ab und dieser konnte die Mühle nicht halten. 1896 wechselte das Anwesen den Besitz von Jakob Grün über (vgl. Ruckdeschel, Bernd H.: Die Haßlocher Mühlen, a.a.O., S. 48).



Hörtel, Johann Georg:

s. Härtel, Johann Georg



Höth, Friedrich:

fehlerhaft auch als Friedrich *Höh bezeichnet (vgl. Hinkelmann, Daniel: Alte Mühlen im Bereich der Burg Lichtenberg; in: Westri­cher Heimatblätter 1976, S. 153; dagegen heißt es zweifelsfrei in LA Speyer Best A2 Nr. 294/7 Bl. 98r „Friedrich Höth“); um 1746 Müller auf der Mahlmühle in Ruthweiler. In der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt (vgl. Mühlenprotokoll von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7): “Die Mahl und Bannmühle zu Ruthweiler liegt auch am Pfeffelbach, der durch andere Wässerlein verstärkt worden ist, hart unten am Schloß Lichtenberg im Tal, 1 Büchsenschuß oberhalb dem Dorf Ruthweiler. 3 Wasserräder für 2 Mahlgänge und 1 Schälgang. Höhe der Räder 15, 16 und 12 Schuh. Vorderteich 180 Schritt, Hinterteich 64 Schritt lang. Reparaturen haben die gebannten Mähler auszuführen. Friedrich Höth hat die Mühl von gnädigster Herrschaft um 200 fl übernommen, hat Erbbestandsbrief vom 20. März 1742, zahlt bzw. entrichtet an Pacht für diese Hauptmühle und eine noch zu errichtende Notmühle unten am Dorf 10 fl und 23 Ma. Korn und ebensoviel Haber. Gebannt sind im Tal 40 Familien, Ruthweiler 22 Familien, Körborn 22 Familien, Oberalben 9 Familien, Fronbach und Dennweiler mit den Hirten 22 Familien, zusammen 129 Familien. Die einzelnen Familien lassen 3 oder 2, aber auch nur ein Faß in der Woche mahlen. Der Bannmüller genießt ordinäre und extraordinäre Freiheit von Fronden und Kriegskontributionen wie die anderen Bannmüller im Oberamt.“ (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 215).



Höth, Simon:

um 1718 Müller auf der Zinckweiler Mühle; °° vor 1718 mit NN; Vater der Maria Eva Höth (geb. um 1718; °° 15.1.1737 in ev. Kir­che in Baumholder mit Johann Heinrich Schmitt aus Heimbach) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchen­buch, a.a.O., S. 141 Nr. 749).



Hofäcker, Heinrich Jacob:

~ luth. 23.4.1797 Annweiler – 9.11.1851; Tagner und Lohmüller in Annweiler; Sohn des Tagners und Hintersassen in Annweiler, Jo­hann Adam Hofäcker und Marie Elisabeth Rosemann († 29.12.1830 Annweiler im Alter von 64 Jahren; Tochter des Hafners zu Ilbes­heim Friedrich Rosemann und Barbara Badsteiner); Bruder des Müllers in Annweiler Karl August Hofäcker; °° 24.8.1826 Annweiler mit Juliane Hartmann; aus der Ehe gehen 9 Kinder hervor (vgl. Biundo,: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 23).



Hofäcker, Karl August:

~ luth. 16.5.1803 Annweiler – 20.7.1868; Müller in Annweiler; Sohn des Tagners und Hintersassen in Annweiler, Johann Adam Ho­fäcker und Marie Elisabeth Rosemann († 29.12.1830 Annweiler im Alter von 64 Jahren; Tochter des Hafners zu Ilbesheim Friedrich Rosemann und Barbara Badsteiner); Bruder des Lohmüllers in Annweiler Heinrich Jakob Hofäcker; °° 19.12.1826 in Annweiler mit Maria Eva Weber; aus der Ehe stammen 7 Kinder (vgl. Biundo,: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 23).



Hofmann / Hoffmann:

die Sortierung erfolgt, unabhängig von der unterschiedlichen Schreibweise der Familiennamen, nach Vornamen. Die Familiennamen werden in den Quellen, zum Teil bei derselben Person, unterschiedlich geschrieben (s. z.B. Andreas Hofmann/Hoffmann)



Hofmann, Andreas:

vor 1785 err.; Müller „bei Otterberg“; am 25.1.1785 wird im reformierten Kirchenbuch von Waldfischbach erwähnt, die Hochzeit der Anna Maria Hofmann, der Tochter des verstorbenen Müllers bei Otterberg, Andreas Hofmann (vgl. Meyer, Dietmar: Register zum 3. ref. Kirchenbuch Waldfischbach [Holzlandkirchenbuch], Zweibrücken 1986, S. 37).


1756 ist Andreas Hoffmann „Bürger und Neumüller“ in Otterberg; °° mit Anna Maria NN; Vater der am 6.10.1756 geborenen Maria Catharina Hoffmann (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 247 Nr. 2280).



Hoffmann, Ferdinand:

um 1818 Müller in Rülzheim.


Vor 1818 verstirbt der frühere Müller in Berg, Ferdinand Harder; Vater der 1818 noch minderjährigen Kinder Ferdinand, Franz und Joseph Harder. Diese werden durch den Vormund Ferdinand Hoffmann, einen Müller aus Rülzheim vertreten. Dieser Vormund ließ eine zur Erbengemeinschaft gehörenden Forderung gegen den Schuldner Franz Joseph Weißenburger, Gastwirt „Zum schwarzen Rappen“ in Berg beitreiben und dessen Haus mit Gastwirtschaft in Berg zwangsversteigern (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 11 vom 6.2.1818, S. 53).



Hofmann, Jacob:

geb. ca. 1680 err - 02.08.1744; bis zu seinem Tod war Jacob Hofmann Gemeinsmann und Müller zu Niederhausen bei Zweibrücken; seine Tochter Anna Margaretha Hofmann (* 23.12.1725 Niederhausen) heiratet am 28.06.1746 in Winterbach den Müller zu Wies­bach Johann Peter Müller (* Wiesbach 09.12.1725 - Wiesbach 11.08.1746, 21 J. alt), den Sohn des Müllers in Wiesbach Johann Abraham *Müller (ref. KB Lambsborn), nach dem frühen Tod ihres Mannes heiratet die junge Witwe in 2. Ehe am 26.03.1748 in Winterbach Johann Nickel Theisson, Bürger und Bäcker in Winterbach) (Quelle: Ref. KB Winterbach und ref. KB Lambsborn, zitiert nach Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http//www-mueller-heppenheim-homepage.t-online.de/mue-vork.htm). Ja­cob Hofmann dürfte der Vater des aus Rieschweiler stammenden Müllers Johann Friedrich Hoffmann sein, der 1749 die Alte Hecht­loch Mühle in Rieschweiler kaufte +++klären+++


Hoffmann, Johann Friedrich:

19.11.1750 auf der Faustenmühle / Maßweiler; aus stammte aus Niederhausen bei Zweibrücken; +++er dürfte sich um einen Sohn des Müller Jacob Hofmann handeln ++++klären+++; zunächst Müller in Malzheim (mE Malzéville/Elsaß). Er kaufte am 21.7.1749 von dem Müller in Rieschweiler Hans Nickel Hahn die Alte Hechtloch Mühle in Rieschweiler für 3700 Gulden und 30 Gulden „Trinkgeld“. Müller auf der Alten Hechtlochmühle in Rieschweiler. Er starb aber bereits ein Jahr später, am 19.11.1750 auf der Faus­termühle (vgl. Müller, Franz J.: „Die Rieschweiler Mühlen, a.a.O., S. 509).



Hoffmann, Leonhard:

um 1620 bezeichnet als Leonhard“der Mohler“ in Annweiler; Müller in Annweiler; Bürgerrecht in Annweiler nach 1632; Sohn des Hans Hoffmann; Bruder des Kellers in Bergzabern, Johann Daniel Hoffmann und des Bürgermeisters zu Germersheim,Andreas Hoff­mann (vgl. Biundo,: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 25).



Hoffmann, Leonhard:

ab 1728 err und noch 1746 Müller auf der Mühle oben an Eßweiler. Im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lich­tenberg vom 8.7.1746, (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 173-175r) ist sie wie folgt beschrieben (vgl. auch Weber: Mühle und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 219): „... wird gespeist vom Gettenbach und anderen Quellbächlein, 1 Büchsenschuß von Eßweiler und der dortigen Mühle entfernt. Eine Klause vor der Mühle, ohne sie können man sommers überhaupt nicht mahlen, 1 Wasserrad, 1 Mahlgang. Am geringen Pacht von 10 Faß Korn erkennt man, wie unbedeutend diese Mühle war. Der Erbbeständer heißt Leonhard Hoffmann; er hat die Mühle vor 18 erkauft . Mühlsteine aus einem alten Bruch beim Ort bzw. vom Reckweiler Hof.“



Hofmann, Martin:

um 1738 Müller in Jettenbach. Die Mühle ist in der Renovation der Schultheißerei Reichenbach vom 17.9.1738 aufgeführt (vgl. Be­richt des Amtskellers Schabrock vom 17.9.1738, LA Speyer Best. A 2 Nr. 131/ fol. 29) und wie folgt beschrieben: „Martin Hofmann Eine eigenthümbl: mahl mühl zu Jettenbach mit einem gang, gibt jährl: vor den Waßerfall in die Kellerey 1½ Mltr Kohn und 1½ Mltr Haaber.“



Hofmann, Melchior:

um 1645 Stadtmüller auf der herrschaftlichen Maltermühle (Bannmühle) in Bad Kreuznach; er wurde am 17.6.1645 in einem Vor­mundschaftsverfahren erwähnt (vgl. Spengel: Mühlen im Bereich der mittleren und unteren Nahe, a.a.O., S. 76).



Hoffmann, Theobald:

um 1721 Mühlarzt in Waldmohr; Sohn von Hans Valentin Hoffmann, Gerichtsmann zu Waldmohr; °° am 7.12.1721 in Homburg mit der Müllerstochter Anna Margaretha Müller, der Tochter des Müllers auf der Mühle in Beeden bei Homburg (vgl. Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http//www-mueller-heppenheim-homepage.t-online.de/mue-vork.htm).



Hofmeister, Johann:

1689 heiratet der Johann *Hofmeister, Müller aus Neumarkt in der Oberpfalz, die Barbara Schweizerin aus Geinsheim (vgl. Kästel: Einwohner von Geinsheim, a.a.O., S. 24, 28)



Holl, Caspar:

um 1683; Müller auf der Wahlheimer Ohligmühle im kurpfälzischen Amt Alzey; er übernahm im Frühjahr 1683 die heruntergekom­mene Lohmühle in Langmeil; Holl konnte bald die Pacht nicht mehr zahlen, zumal mit der Mühle aufgrund schlechter technischer Ausstattung kein gutes Mehl erzeugt werden konnte. Er machte sich aus dem Staub und kehrte von “einer längeren Reise nach Saar­louis” nicht mehr zurück (vgl. Wasem, Peter: Die Lohmühle bei Langmeil; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 3/2005 S. 1-2).



Holderit, Johannes „Hanß“ Michael:

1664 in Bauerbach (bei Bretten ?) - 7.7.1720 Großfischlingen; Gemeinsmann, ab 1700 Schultheiß in Großfischlingen; °° 22.4.1687 in Großfischlingen mit Anna Catharina Engelhart († nach 1723; Tochter des Schultheiß in Großfischlingen Johann Daniel Engelhart und der Maria Margaretha Feldthaußer); aus der Ehe stammt u.a. der Sohn Anthon *Hollerith (vgl. Wittner: Familienregister Groß­fischlingen, a.a.O., S. 81).



Holler, Familie:


Literatur/Urkunden:

- Dhom, Emil Die Müllerfamilie Holler und Schiffmann im Hunsrück und in der Nordpfalz; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1979, S. 47



Holler, Balthasar:

Queichhambach; um 1796 Müller auf der Wappenschmiede in Queichhambach; °° mit Maria Magdalena Scheibel (Schlickel ?); Va­ter des späteren Wappenschmieds in Waldfischbach, Leonhard *Holler (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 256 iVm Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 174)



Holler, Conrad:

bis ca. 1720 (?) Müller auf der Mahlmühle in Mußbach, die auch Schaffelmühle, Schawellmühle, Schabellmühle genannt wurde.


Conrad Holler kaufte die Mühle von der Witwe des NN. Dittelmayer (bei Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 250 als Dietelsmeyers Wittib angegeben). Holler verkaufte die Mühle wohl noch vor 1720 an seinen Schwager Wendel *Malrich. Im Müh­lenverzeichnis des Oberamts Neustadt von 1738 ist die Mahlmühle in Mußbach aufgeführt und wie folgt beschrieben (vgl. LA Spey­er Best A2 Nr. 179/1; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 250): „Zu Mußbach befindt sich eine Mahlmühl auf der sogenannten Mußbach hatt nur ein überschlächtig Wasserradt, dieselbe hat der Conradt Holler von der Dittelmayers Wittib an sich erkauft, ist ledig und eigen, liegt 80fl in der Schatzung, gibt gndst. Herrschaft nichts, ist auch kein Consens vorhanden, der jetzi­ge Possessor Wendel *Malrich hatt sie von seinem Schwager Conrad *Holler gekauft.“


Wendel Malrich (in den Mußbacher reformierten Kirchenbüchern erscheint er als Hans Wendel Mallrich) muß die Mühle bereits vor 1720 von seinem Schwager Conrad *Holler gekauft haben, denn in diesem Jahr erscheint er im Zinsbuch des Johanniter-Ordens, als er ein Darlehen von 30 Gulden aufnahm und die Mühle nebst Zubehör als Pfand stellte. Nach seinem Tod im Jahre 1747 übernahm sein Sohn Johannes die Mühle, die er zu einem noch nicht geklärten Zeitpunkt, nach 1774, wieder veräußerte (vgl. email Werner Mallrich an Eberhard Ref vom 23.7.2011).



Holler, Franz Xaver:

ab 1877 Müller auf der Wappenschmiede in Albersweiler. Sohn des Müllers auf der Wappenschmiede in Albersweiler,Michael Holler. Nachfolger im Betrieb wurde dessen Sohn Franz Xaver Holler laut Ehevertrag der Eltern vom 26.4.1877. Besitzstand zu dieser Zeit warten Wohnhaus, Keller, Hammerschmiede, Schleifmühle, Ölmühle, Stall und Scheuer. Die Sägemühle und die Hanfreibe waren aufgegeben. (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 319-20)



Holler, Georg:

in der 2. Hälfte des 19. Jh. Wappenschmied in Edenkoben; er kaufte die dann sog. Hollersche Mühle (auch Bergelmühle, Mühle obig dem Kloster Heylspruck, Wappenschmiede) in Edenkoben, gelegen m Mühlbach, etwas unterhalb (östlich) der Siedlung und der Ber­gelmühle, westlich des Klosters Heilsbruck und der Neumühle (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 285).


°° mit NN.; Vater des Wappenschmieds und Betriebsnachfolgers, Franz August Holler (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 285).



Holler, Hans Konrad:

1686 und noch 1691 Müller auf der Untersten Mühle in Edenkoben. Er ist der Vetter des Untermüllers in Edenkoben Hans Wolff *Finck, der zuvor von 1667-1678 Beständer auf der Untermühle in Edenkoben war (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wap­penschmieden; a.a.O., S. 291).



Holler, Jakob:

vor und um 1774 (err.) Waffenschmied in Queichhambach; °° mit Elisabeth NN. (ref., † 18.8.1774 Queichhambach im Alter von 49 Jahren); aus der Ehe gehen 4 Kinder hervor, darunter der spätere Waffenschmied zu Söllingen/Baden Johann Heinrich Holler (°° II in Annweiler, ref. am 22.11.1771 mit Magdalene Coubtie, Witwe zu baden-durlachisch Söllingen des Johannes Coubtie) (vgl. Biundo,: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 30).



Holler, Jakob:

1964; letzter Müller auf der Mühle in Steckweiler / Alsenz. Die Steckweiler Mühle war eine der größten Mühlen im Alsenztal; sie wurde mit ihren fünf Walzenstühlen 1957 stillgelegt. Letzter Müller war Jakob Holler († 1964) (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhand­werk, a.a.O., S. 151, 257).



Holler, Leonhard:

ca. 1796 Queichhambach – 23.8.1833 Waldfischbach (?); Sohn des Wappenschmieds in Queichhambach, Balthasar Holler und Maria Magdalena Scheibel (Schlickel?) von Queichhambach der Besitzer. °° Anna Maria Mayer (geb. ca. 180); Vater der Carolina Holler (geb. 19.6.1825). Leonhard Holler sucht nach, die Bordmühle in eine Wappenschmiede umwandeln zu dürfen. Laut Intelligenzblatt Nr. 256 von 1824 wird die Konzession erteilt. Nach seinem Tod geht die Mühle 1838 auf den Handelsmann Johann Pletsch als neuen Eigentümer über. Dieser will wieder eine Schneidmühle, verbunden mit einer Mahlmühle einrichten (vgl. Weber: Mühlen der beson­deren Art, a.a.O., S. 256 iVm Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 174).



Holler, Michael:

ab 1875 Müller auf der Wappenschmiede in Albersweiler. Ludwig Gienanth verkaufte am 6.4.1875 den Betrieb an Michael Holler. Nachfolger im Betrieb wurde der Sohn Franz Xaver *Holler laut Ehevertrag der Eltern vom 26.4.1877. Besitzstand zu dieser Zeit warten Wohnhaus, Keller, Hammerschmiede, Schleifmühle, Ölmühle, Stall und Scheuer. Die Sägemühle und die Hanfreibe waren aufgegeben. (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 319-20)



Hollerieth, Johannes:

auch Hollrieth, Hollerith; Müller auf der Mahlmühle in Großfischlingen; Sohn des Bürgers in Großfischlingen, Johannes Jakob *Hollried (1748/50 Großfischlingen – 26.12.1817 Großfischlingen und Margaretha Catharina Barbara Spies; °° I 24.1.1797 in Groß­fischlingen mit der Müllerstochter Anna Maria *Schmitt († 22.3.1807; Tochter des Müllers in Großfischlingen Georg *Schmidt und Christina Flory); er übernimmt von seinen Schwiegereltern die Mühle in Großfischlingen;


Die Tochter von Johannes Georg Flory, Christina Flory (geb. 1738 Großfischlingen – 6.7.1796; Tochter des Müllers in Großfischlin­gen, Johannes Georg *Flory und der Maria Margaretha Spieß; vgl. Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 55, 126) hei­ratet den Georg Schmidt aus Großfischlingen, der offensichtlich die Mühle von seinem Schwiegervater übernimmt. Die Tochter aus der Ehe des Georg Schmitt und der Maria Margaretha Spieß, die Anna Maria Schmitt († 22.3.1807) heiratet am 24.1.1797 den Müller in Großfischlingen und späteren Adjunkt, Johannes Hollried (Anm.: auch *Hollerith, Hollerieth) „der Junge“ (Mitteilung von Frau Christa Miebach, Mülheim a.d. Ruhr vom 29.5.2010). Auch dieser wohl führt die Mühle in Großfischlingen fort.



Hollermann, Martin:

vor 1776; Müller in Bruchsal; Vater der Maria Anna Hollermann (°° 25.11.1776 in Waldhambach mit Anton Erhard aus Eschbach (vgl. Helfrich: Familienregister katholischen Kirchenbüchern von Waldhambach und Waldrohrbach 1735-1875, a.a.O., S. 26)



Hollerith, Anthon (*Müll):

13.9.1708 Großfischlingen – 2.5.1765 Großfischlingen; auch „Hollrit“; 1734 Gemeinsmann, 1761 Gerichtsverwandter, 1763 hoch­fürstlich speyerischer Zoller, Gastwirt in Großfischlingen; Sohn des Schultheiß Johannes „Hanß“ Michael *Holderit und der Anna Catharina Engelhard; °° I 31.1.1730 mit Anna Maria Schmidt (~ 13.9.1708 Großfischlingen – 1737/38); °° II am 6.4.1739 in Rosch­bach mit Maria Barbara Mühe (geb. in Roschbach – 1742 Großfischlingen; Tochter des Schultheiß in Roschbach, Friedrich Mühe und Anna Elisabeth NN.); °° III Februar 1743 mit Maria Eva Neumann (Tochter des Bäckermeisters in Hainfeld Augustin Neumann); aus der 3. Ehe stammt der Sohn Johannes Jakob *Hollried (vgl. Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 81, 82/83).



Hollerith, Johannes:

21.9.1827 Großfischlingen - ++++; Sohn des Bauern in Großfischlingen Mathes Hollerith und Margaretha Spies; Müller in Groß­fischlingen; °° mit Dorothea Theobald; Vater der Karolina Helene Hollerith (geb. 16.2.1863), Johann Philipp Alberg Hollerith (5.4.1864 – 17.5.1884); Eva Franziska Hollerith (geb. 6.5.1865) und Anna Maria Hollerith (geb. 6.12.1866) (vgl. Wittner: Familien­register Großfischlingen, a.a.O., S. 91).



Hollerith, Mathäus „Mathes“:

22.12.1797 Großfischlingen – 28.6.1841 Großfischlingen; Müller in Großfischlingen; Sohn des Müllers Johann Hollried „der Junge“ und der Anna Maria Schmitt (vgl. Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 86, 88; Anm.: die Angabe bei S. 88, die Mut­ter sei Margaretha Spies gewesen, ist falsch); Müller in Großfischlingen; °° mit Katharina Kunz (geb. 1802); Kinder sind u.a. Johan­nes *Hollerith (geb. 21.9.1827) (vgl. Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 88)



Hollinger, Nickel:

um 1821 war Nickel Hollinger der Müller auf der Reismühle in Krottelbach. Er annoncierte im Intelligenzblatt des Rheinkreises am 13.6.1821 den freihändigen Verkauf seiner Mühle: „Der Unterzeichnete ist gesonnen seine Mühle, die Reismühle genannt, gelegen in dem Bann der Gemeinde Krottelbach … bestehend in zwey Mahlgängen und einer Oelmühle ...“ (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkrei­ses Nr. 49 vom 13.6.1821, S. 348).


Im Intelligenzblatt vom 1.2.1823 wird erneut die freiwillige Versteigerung der Reismühle durch den Eigentümer Nickel Hollinger an­nonciert. Dort heißt es (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 32 vom 1.2.1823, S. 160): „Die dem unterzeichneten Nickel Hollin­ger von der Reismühle, Canton Cusel, zugehörige Mehl- und Oehlmühle, mit drey Gängen und oberschlächtigen Mühlrad, nebst Wohnhaus, Scheuer und Stallung ….“



Hollried, Johannes: „der Junge“:

1774 Großfischlingen - ++++; genannt „der Junge“; Müller in Großfischlingen, später Adjunkt; Sohn des Bürgers in Großfischlingen, Johannes Jakob *Hollried und Margaretha Spies; °° I 24.1.1797 in Großfischlingen mit der Müllerstochter Anna Maria *Schmitt († 22.3.1807; Tochter des Müllers in Großfischlingen Georg *Schmidt und Christina Flory); er übernimmt von seinen Schwiegereltern die Mühle in Großfischlingen; aus der Ehe stammen mehrere Kinder; °° II am 14.1.1808 mit Katharina Gruber aus Essingen, Witwe des N. Detschler; aus der 2. Ehe stammen ebenfalls mehrere Kinder (vgl. Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 86). Aus der 1. Ehe stammt der Sohn und Müller Mathäus „Mathes“ *Hollerith (vgl. Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 86, 88)



Hollried, Johannes Jakob:

geb. 1748/50 Großfischlingen – 26.12.1817 Großfischlingen; Bauer in Großfischlingen; Sohn des Zollers Anton Hollerith und (3. Ehe) Maria Eva Neumann; °° Margaretha Spies; Vater von Barbara Hollried(1773 – 11.5.1830; °° 24.11.1789 mit Johannes Matheus Spies), Johannes „der Junge“ *Hollried und des Franz Hollried (geb. 1802) (vgl. Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 85).



Hollstein, Eva Katharina:

°° mit dem Müller auf der oberen Eselsmühle bei Enkenbach Johann Wilhelm *Weckmann; Mutter der Katharina Dorothea Weck­mann (°° am 13.4.1773 in Katzweiler mit dem Müller Johann Michael *Kolter) (vgl. Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 371).



Holstein, Georg:

um 1767 Müller in „Hembsbach“; er ist am 5.7.1767 Pate in Otterberg bei der Taufe des Johann Leonhard Holstein, des Sohnes Bern­hard Holstein, Gemeinsmann in Erlenbach und der Anna Margaretha NN. (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 280 Nr. 263); es handelt wohl um die Bärenmühle in Neuhemsbach, die 1725 von den Brüdern Johann Heinrich *Holstein und Johannes *Holstein von der Neumühle in Münchweiler/Alsenz erbaut wurde.



Holstein, Henrich:

um 1745; +++klären:+++ Müller (?) +++ möglicherweise Standenbühl ++++ ; Schwager des Müllers Peter *Weißmann von der Mahl- und Bordenmühle in Breunigweiler; Holstein reiste um 1745 nach Saarbrücken und führte im Auftrag seines Schwagers Ver­handlungen über die Verlängerung des Erbbestands der Mühle in Breunigweiler und einer Verringerung des Erbpachtzinses (vgl. Gill­mann: Sippersfeld, Pfrimmerhof und Breunigweiler, a.a.O., S. 245).



Hollstein, Hermann:

vor 1764; Müller auf der Untersten Pfeifermühle in Eulenbis; °° mit Christina NN.; seine Witwe Christina NN. heiratete 24.7.1764 erneut; im reformierten Kirchenbuch von Weilerbach ist vermerkt: “Hollstein, Christina, Wwe. d. Hermann H. von der untersten Pfei­fermühle (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S. 207).



Hollstein, Jacob:

1773 wird er als „von der Bruchmühle“ in Quirnheim im ältesten Beedbuch von Ebertsheim aufgeführt; er hat von der Gemeinde Ebertsheim aus dem „Selbachischen Gut“ in Ebertsheim ersteigert (vgl. LA Speyer Best. L35 Nr. 5 Beedbuch Ebertsheim 1773-1806, S. 366).



Holstein, Johannes:

1653 Heinzenthal (OT Neuhemsbach) – 4.9.1727 Neumühle Münchweiler/Alsenz (beerd.); °° vor 1685 in Heinzenthal mit Anna Ma­ria NN. 1641 Heinzenthal – 3.12.1719 Neumühle Münchweiler/Alsenz); Vater des Müllers Johannes *Holstein (1685 Heinzenthal (OT Neuhemsbach) – 17.1.1733 Bärenmühle Heinzenthal = OT Neuhemsbach) und des Müllers Johann Heinrich *Holstein (1691 Neumühle Münchweiler/Alsenz – 17.3.1761 Neumühle Münchweiler/Alsenz) und der Katharina Elisabetha Holstein (geb. 1686 in Bärenmühle, Heinzenthal, OT Neuhemsbach – 29.6.1766 Neumühle Münchweiler/Alsenz; °° um 1713 in Alsenborn mit Johann Görg Schwarz) (vgl. Internetdatei http://freepages.genealogy.rootsweb.ancestry.com/~famhart unter Hinweis auf luth. KB Münchweiler).



Holstein, Johannes:

1685 Heinzenthal (OT Neuhemsbach) – 17.1.1733 Bärenmühle Heinzenthal (OT Neuhemsbach); Sohn von Johannes *Holstein (1653 Heinzenthal, OT von Neuhemsbach – 4.9.1727 beerd.) und Anna Maria NN. (1641 Heinzenthal – 3.12.1719 Neumühle Münchweiler/Alsenz); Bruder des Müllers Johann Henrich *Holstein und der Katharina Elisabetha Holstein (vgl. Internetdatei http://freepages.genealogy.rootsweb.ancestry.com/~famhart unter Hinweis auf luth. KB Münchweiler). °° vor 1707 mit Amalie NN.; Vater von Johann Heinrich Holstein.


Er war zusammen mit seinem Bruder Heinrich (Anm. Henrich) *Holstein Müller auf der Neumühle in Münchweiler/Alsenz; die Brü­der Holstein errichteten 1725 in Neuhemsbach die Bärenmühle unten an Heinzenthal gelegen; zugunsten des Neubaues sollte die Schloßmühle eingehen. Der Erbbestandsbrief datiert vom 13.12.1725; die Mühle als Mahlmühle wies 1 Mahlgang und 1 Schälgang auf; Erbpacht ab 1727 jährlich 12 Ma Korn auf St. Michaelis (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 283).



Holstein, Johann Henrich:

aus Lambsheim - † vor 1729 Münchweiler / Alsenz (vgl. Busch, Egon: Wandel und Verschiebung im bäuerlichen Besitztum von Münchweiler (Alsenz); in: Pfälzer Heimat 1977, S. 22). 1719 erstmals im lutherischen Kirchenbuch von Münchweiler erwähnt, wo “Johann Heinrich *Hollstein, Müller auf der Neumühle bei Münchweiler” aufgeführt ist (vgl. Busch, Egon: Vorbemerkung zu Schae­fer, Die Neumühle; in Busch: Münchweiler. Chronik eines Dorfes, a.a.O., S. 220; Müller, Emil: Familiennamen aus dem Trauregister vom Münchweiler; in: Busch: Münchweiler. Chronik eines Dorfes, a.a.O., S. 366); es dürfte sich bei ihm um Heinrich Holstein han­deln, der zusammen mit seinem Bruder Johannes *Holstein Müller auf der Neumühle in Münchweiler/Alsenz ist; die Brüder Holstein errichteten 1725 bei Neuhemsbach die Bärenmühle unten an Heinzenthal gelegen; zugunsten des Neubaues sollte die Schloßmühle eingehen. Der Erbbestandsbrief datiert vom 13.12.1725; die Mühle als Mahlmühle wies 1 Mahlgang und 1 Schälgang auf; Erbpacht ab 1727 jährlich 12 Ma Korn auf St. Michaelis (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 283). Im Erbbestandsbrief heißt es ausdrücklich, daß Holstein aus Lambsheim stammt.



Holstein, Johann Henrich:

1691 Neumühle Münchweiler/Alsenz – 17.3.1761 Neumühle Münchweiler/Alsenz; Müller auf der Neumühle; Sohn von Johannes Holstein (1653 Heinzenthal, OT von Neuhemsbach – 4.9.1727 beerd.) und Anna Maria NN. (1641 Heinzenthal – 3.12.1719 Neumüh­le Münchweiler/Alsenz); Bruder des Müllers Johannes *Holstein und der Katharina Elisabetha Holstein (vgl. Internetdatei http://free­pages.genealogy.rootsweb.ancestry.com/~famhart unter Hinweis auf luth. KB Münchweiler). Johann Henrich Holstein war zusam­men mit seinem Bruder Johannes *Holstein Müller auf der Neumühle in Münchweiler/Alsenz; die Brüder Holstein errichteten 1725 in Neuhemsbach die Bärenmühle unten an Heinzenthal gelegen; zugunsten des Neubaues sollte die Schloßmühle eingehen. Der Erb­bestandsbrief datiert vom 13.12.1725; die Mühle als Mahlmühle wies 1 Mahlgang und 1 Schälgang auf; Erbpacht ab 1727 jährlich 12 Ma Korn auf St. Michaelis (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 283). °° am 4.11.1721 in Neumühle Münchweiler/Alsenz mit Maria Barbara Weißmann (1702 – 23.12.1745 Neumühle beerd.). Vater von Katharina Elisabetha Holstein, Eva Katharina Holstein, Johann Ernst Holstein (Ackersmann in Baalborn), Johann Hermann Holstein und des Johann Henrich Hol­stein (~ 31.3.1739 Neumühle – 8.2.1812 Sembach; °° 13.2.1759 Sembach mit Elisabetha Henrich) (vgl. Internetdatei http://freepage­s.genealogy.rootsweb.ancestry.com/~famhart unter Hinweis auf luth. KB Münchweiler).



Holstein, Johann Philipp:

1715 Neumühle Münchweiler/Alsenz -28.3.1790 Neumühle Münchweiler/Alsenz, konf. 1729; lutherisch; Müller auf der Neumühle in Münchweiler/Alsenz; °° vor 1748 Neumühle/Alsenz mit Katharina Elisabeth Weißmann (1731 – 17.4.1774 Neumühle Münchwei­ler/Alsenz, Tochter von Lorenz Weißmann); Vater des Müllers auf der Neumühle, Johann Wilhelm *Holstein, der Eva Katharina Hol­stein, Maria Katharina Holstein, Anna Barbara Holstein und Maria Wilhelmina Holstein (vgl. Internetdatei http://freepages.genealo­gy.rootsweb.ancestry.com/~famhart unter Hinweis auf luth. KB Münchweiler).



Holstein (Hollstein), Johann Wilhelm:

~ 5.1.1774 Münchweiler/Alsenz - ++++ ; Müller von der Neumühle in Münchweiler/Alsenz (vgl. Ruby: Mehlingen, a.a.O., S. 42-44; vgl. auch: Weber: Die Reichsholdsmühle am Eselsbach, a.a.O., S. 59). Sohn des Müllers auf der Neumühle Münchweiler/Alsenz Jo­hann Philipp *Holstein (1715 Neumühle – 28.3.1790 Neumühle Münchweiler/Alsenz, °° vor 1748 Neumühle/Alsenz mit Katharina Elisabeth Weißmann) und der Katharina Elisabeth Weißmann. °° am 21.8.1779 in Münchweiler mit Anna Katharina Weber; Vater von Eva Katharina Holstein (geb. 29.12.1780 Heinzenthal OT Neuhemsbach), Katharina Dorothea Holstein (geb. 7.8.1782 Heinzenthal = OT, Neuhemsbach) und Johann Nikolaus Holstein (geb. 14.2.1786 Eichelsmühle = Reichholdsmühle) (vgl. Internetdatei http://free­pages.genealogy.rootsweb.ancestry.com/~famhart).


Anm.: das als Geburtsort der beiden ältesten Kinder genannte Heinzenthal ist der heutige Ortsteil von Neuhemsbach. Dort befand sich noch um 1800 die Hammermühle, der Neuhemsbacher Hammer. Dieser wurde erst nach 1800 in eine Mahlmühle umgebaut. Möglicherweise arbeitete Holstein als Hammerschmied auf der Hammermühle ++++klären++++


Holstein war ab 1787 zeitweise Temporalpächter der Reichholdsmühle bei Kaiserslautern-Eselsfürth. Der Müller auf der Reichholds­mühle, Peter Sommer verstarb 1752. Nach seinem Tod heiratete seine Witwe NN. Groß am 18.2.1765 den Müller Heinrich *Krauß von der Eselsfürth. 1787 gab er den Bestand vorübergehend an Johann Wilhelm Holstein von der Neumühle bei /Alsenz in Unter­pacht (vgl. Ruby: Mehlingen, a.a.O., S. 42-44; vgl. auch: Weber: Die Reichsholdsmühle am Eselsbach, a.a.O., S. 59), bis seine Söhne Franz *Krauß und Heinrich Krauß alt genug waren, den Betrieb zu übernehmen. Anm.: möglichweise war Holstein bereits 1786 auf der Reichholdsmühle, da der Sohn Johann Nikolaus Holstein am 14.2.1786 auf der „Eichelsmühle“ geboren wurde +++klären++++.



Holtifer, Philipp:

am 17.9.1775 werden Philipp Holtifer als „Bordenschnitter auf der Wesch“ mit Susanna Maria NN. als Paten in Otterberg erwähnt (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 305 Nr. 2924).



Holzinger, Bernhard:

auch Bernhardt Holtzinger; um 1739 und noch 1746 Müller auf der Obermühle in Göcklingen; die Mühle ist im Gefällrenovations­buch von Göcklingen erwähnt; danach ist Bernhard Holzinger der „Obermüller“; dieser war zunächst evangelisch; °° I mit NN; ; 1739 konvertiert er mit 2 Kindern zum katholische Glauben und ist im katholischen Kirchenbuch erwähnt; °° II mit Katharina Hell­männin; aus der 2. Ehe stammen 4 Kinder. Der älteste Sohn aus 1. ehe, Johann Adam Holzinger war später Bäcker in Göcklingen (vgl. Ballweber, Dieter: Lehrer, Bürgermeister und Handwerker in Göcklingen; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde Bd XVII Sonderdruck).



Holzmann, Georg:

vor 1823 Haßeler Mühle bin Hassel/Saar; Müller auf der Haßeler Mühle; °° mit NN.; aus der Ehe stammen mehrere 1823 noch minderjährigen Kinder.


Am 26.2.1823 lassen die Kinder und Erben des verstorbenen Müllers Georg Holzmann und der ebenfalls verstorbenen NN. die Haße­ler Mühle öffentlich verpachten. In der Annonce im Intelligenzblatt vom 9.2.1823 heißt es (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 43 vom 9.2.1823, S. 211/212): „ … wird auf Anstehen der Erben und Vormünder über die noch minderjährigen Kinder der auf der Haßeler Mühle verlebten Eheleute Georg Holzmann, die denen besagten Erben zugehörigen Gebäulichkeiten; bestehend: 1. In zwey Gebäuden, nämlich das Wohn-, Mühl- und Oel-Mühl-Gebäude nebst einem Keller, disseits und dem Seegmühl-Gebäude sammt Stal­lung auf der anderen Seite des Wasserbaues, mit dem dazu gehörigen Hofgering, einseits der Grundzapfen des Mühlweihers, ander­seits die durchs Thal ziehende Straße. 2. Das darneben befindliche Schneidwerk mit Wasser-Bau und Better, vier Morgen Wiesen und ungefähr sechs Morgen Ackerland dabey gelegen, auf drey oder sechs nacheinander folgende Jahre … verpachten.“



Holzschärrer, Hanß:

um 1655 Müller in Wartenberg; °° mit Christina NN; seine Frau Christina NN. ist am 19.2.1655 in Otterberg Patin bei der Taufe des Hanß Nickell Riedt, dem Sohn des Hanß Riedt aus Wartenberg (vgl. Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otter­“berg, a.a.O., S. 18).



Hoof, Theobald:

um 1722 und noch 1730 Müller auf der Tausendmühle in Bruchmühlbach.Am 18.4.1722 vertauscht David Fischer die Tausendmühle mit Theobald *Hoof von Bruchmühlbach mit dessen Gütern (vgl. Gortner: Bruchmühlbach, a.a.O., S. 90). In einem Aktenvermerk des Oberamts Zweibrücken vom 11.5.1722 ist notiert, daß der „Bruchmühlbacher Mahl Müller“ den ihm erteilten „Confirmations-Schein“ bei der Hofkammer in Zweibrücken noch nicht abgeholt hat (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 5339 Bl. 1). Hoof übergibt am 9.6.1730 die Mühle seinem „Enkelgen“ Johannes *Gummel und behält sich den Vorbehalt darin (vgl. Gortner: Bruchmühlbach, a.a.O., S. 90).



Horbach, Horbacher (Familienname):

die Müller mit Namen Horbach oder Horbacher sind nur nach den Vornamen sortiert, ungeachtet der Schreibweise der Nachnamen



Horbach, Friedrich:

zwischen 1777 und 1784 ist als Müller auf der Anthes-Mühle in Sien-Hachenbach erwähnt der Friedrich *Horbach; °° mit Susanna Charlotta Skähr (vgl. Anthes: Kasualien luth. Pfarrei Sien, a.a.O., S. 52).



Horbach, Heinrich:

ab 1843 Müller auf der Mahlmühle der Stadtmühle in Lauterecken (nicht der Ölmühle der Stadtmühle). Es erfolgte 1843 die Tren­nung der Mahlmühle und der Ölmühle. Am 13.6.1843 ersteigerte Heinrich Horbach von den Erben des Johannes Horbach die Mühle, bestehend aus einer Mahlmühle mit 3 Mahlgängen, Wohnhaus, Stall, Scheuer, Hofraum, Pflanzgarten und Einfahrt durch den Hof der Ölmühle. Bei der gleichen Versteigerung erwarb der Müller Valentin *Brosius die zur Stadtmühle gehörende Ölmühle mit Wohnhaus, Scheuer, Stall und Hof für 7275 Gulden (vgl. Zink, a.a.O., S. 361).



Horbach, Jacob:

Nahemüller in Hochstätten; Vater der Catherina Margarethe Horbach (12.9.1832 Hochstätten; °° am 12.9.1856 mit dem Müller Jo­hannes Schlemmer aus Medard) (vgl. Dhom: Schlemmer und Schlemmermühlen, a.a.O., S. 29).



Horbach, Johannes:

aus Lauterecken; Sohn des Stadtmüllers Johann Conrad *Horbach; er übernahm 1787 nach dem Tod des Vaters im Wege der Erbaus­einandersetzung von seinen Geschwistern gegen Zahlung von 5000 Gulden die Stadtmühle in Lauterecken (vgl. Zink: Lauterecken, a.a.O., S. 360).



Horbach, Johann Conrad:

geb. in Krebsweiler - 1787 Lauterecken; er kaufte 1749 zum Preis von 4400 Gulden die Stadtmühle in Lauterecken von Johann Laza­rus Weinkauf (vgl. Zink: Lauterecken, a.a.O., S. 360); ab 1756 übernahm sein gleichnamiger Sohn Johann Conrad /(2) *Horbach die Stadtmühle in Lauterecken (vgl. Zink: Lauterecken, a.a.O., S. 360).


Im pfalz-zweibrückischen Renovationsprotokoll von 23.5.1776 heißt es hierzu (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 131/3 Bl. 4): „Jetziger Erbbeständer ist Conrad Horbach ein Wittiber, auf welchen und dessen Descendenten der Erbbestands Brief (vom 12.3.1763)…. aus­gefertigt worden, dessen Kinder seyend drey Söhne benamtlich 1. Johannes, 2. Ludwig Peter, 3. Franciscus, dann drey Töchter nah­mens 1. Catharina, 2. Wilhelmina und 3. Julianna ...“


Vater des Müllers auf der Stadtmühle in Lauterecken Johannes *Horbach (vgl. Zink: Lauterecken, a.a.O., S. 360) und des Müllers zu Ginsweiler Ludwig Anton Horbach (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Becherbach [reformiertes Kirchenbuch], Bd.2: 1716-1798, S. 185).


Am 12.5.1755 wird sein Sohn Johann Friedrich Conrad beerdigt; der Eintrag im reformierten Kirchenbuch Lauterecken vom 12.5.1755 lautet: „ .. hat Conrad Horbachs Stadt- Müllers sein Söhnlein namens Johann Friedrich die Schuld der Natur bezahlt und ist ejusdem begraben worden. Seines Alters einen Monat und vier Tage.“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Lauterecken)



Horbach, Johann Jakob:

21.1.1735 in Brandmühle bei Baumholder - ++++; Sohn des Müllers auf der Brandmühle Johann Michael *Horbach und Maria Eva Sebastian; jüngerer Bruder des Müllers auf der Brandmühle bei Baumholder, Johann Peter *Horbach; Müller auf der Brandmühle bei Baumholder; °° 30.6.1767 mit A. Margaretha Schworm/Schwarm aus Pfeffelbach; beide Töchter aus der Ehe sind noch im Kindesal­ter verstorben (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 143 Nr. 763)



Horbach, Johann Matthias:

im lutherischen Kirchenbuch Sien wird erwähnt: Johann Matthias Horbach, der „Müller in der Untermühle zu Hachenbach“ ist 1729 „Müller in der Anthes-Mühle“ (vgl. Anthes: Kasualien luth. Pfarrei Sien , a.a.O., S. 51); °° mit NN.; aus der Ehe stammen 7 Kinder (vgl. Anthes: Kasualien luth. Pfarrei Sien , a.a.O., S. 51).



Horbach(er), Johann Michael:

28.11.1706 „in der Mühl vor Etschel“ (Brandmühle bei Baumholder) – 22.4.1724 im Alter von 77 Jahren und 7 Monaten; Sohn des Müllers auf der Brandmühle Otto Theis (Matthias) *Horbach und Maria Margaretha NN.; Müller auf der Brandtmühle in Baumhol­der; °° I 14.1.1727 mit der Müllerstochter Maria Eva *Sebastian († 3.2.1735 im Alter von 25 Jahren; Tochter des Müllers auf der Brandtmühle Johann Jakob *Sebastian) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 142 Nr. 757 iVm. S. 143 Nr. 759); die Ehefrau bringt die Brandmühle mit die Ehe, auf der allerdings bereits der Vater des Müllers Johann Micha­el Horbach, der spätere Müller auf der Schmitt-Hachenbacher Mühle (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kir­chenbuch, a.a.O., S. 143 Nr. 759) zunächst um 1706 als Müller tätig war.


Kinder sind:

a. Anna Christina Horbach (*/†1727)

b. Elisabeth Barbara Horbach, geb. 25.1.1728, °° 23.10.1753 mit Christian Ludwig Lützenberger

c. Johann Peter *Horbach, geb. 15.9.1730; Müller auf der Brandmühle

d. Johann Jakob Horbacher (*/† 1731)

e. M. Margaretha Horbach geb. 3.12.1732

f. Johann Jakob Horbach, geb. 21.1.1735; °° 30.6.17367 mit A. Margarethe Schwarm

g. Konrad Horbach; °° vor 1761 mit A. Elisabeth NN.


Nach dem Tod der 1. Ehefrau Maria Eva Sebastian († 3.2.1735 im Alter von 25 Jahren) °° II am 5.1.1736 mit der Müllerstochter Anna Elisabeth Schäfer (geb. 28.1.1687 Mettweiler; Tochter des Müllers in der Neumann-Mühle, Konrad Schäfer) (vgl. Jung: Fami­lienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 143 Nr. 759)


Er ist auch um 1746 (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg von 1746 ; vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 217) und noch 1764 Müller auf der Brandtmühle (auch Mühle be Etschel genannt) bei Baumholder. Der zweite Name Brandtmühle erscheint schon im 30jährigen Krieg und dann im pfalz-zweibrückischen Mühlenprotokoll von 1746 (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7; Schworm, Ernst: Die Steinalb und ihre Mühlen; in: Westricher Heimatblätter 1992, S. 8). Sie lag an einem Seitenbach der Totenalb, nur etwa „eine halbe Viertelstunde“ unterhalb der Guthausmüh­le. Auch die Brandtmühle mußte in Dürrezeiten und auch bei strengem Winter wegen Wassermangel oder Eis oft stillstehen; sie hatte einen Bodenstein aus Medard und einen Läuferstein vom Vockenrech. Sie war eine Bannmühle, an der Mahlgäste aus Baumholder, Frohnhausen und Breunchenborn mahlen ließen. Die Bauern waren aber gleichzeitig auch in die Mühle von Baumholder gebannt, und so hatte die Brandtmühle vor allem dann genügend Mahlgäste, wenn die Mühle in Baumholder überlastet war. Müller war Mi­chael Horbacher, der die Mühle von seinem Schwiegervater Johann Jakob *Sebastian geerbt hatte. Die Familie des Müllers bestand aus 8 Personen. (vgl. Schworm, Ernst: Die Steinalb und ihre Mühlen; in: Westricher Heimatblätter 1992, S. 8).



Horbacher, Johann Nickel:

ab 1736 Müller auf der Reichweiler Mühle. Er hat die Mühle von dem Müller Johann Jakob Simon 1736 für 600 fl. gekauft. In der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt (vgl. Mühlen­protokoll von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7): “Die Reichweiler Mühle erhält ihr Wasser aus verschiedenen Quellbäch­lein im Reichweiler und Schwarzerdener Bann. Von den genannten Dörfern ist die Mühle je ¼ Stunde entfernt. Das 16 Schuh hohe Wasserrad treibt ein Mahlgang. Johann Nickel Horbacher hat die Mühle 1736 von Johann Jakob Simon um 600 fl erkauft und am 24. April 1737 einen Erbbestandsbrief erhalten. Pacht: 3 Ma. Frucht, halb Korn halb Hafer, und 1 fl. Hat das alleinige Recht, in das Dorf Reichweiler zu fahren und Früchte abzuholen.“ (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 214; vgl. auch Pfeffel­bach Chronik, a.a.O., S. 77).).



Horbach, Peter:

um 1736 beabsichtigte der Peter Horbach die Errichtung einer neuen Mühle in Odenbach, die genehmigt, jedoch nicht errichtet wur­de (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 1213/5: „Projektierter aber nicht ausgeführter Mühlenbau des Peter Horbach zu Odenbach, 1736“).



Horbach, Johann Peter:

15.9.1730 Baumholder – 29.6.1784; Sohn des Müllers auf der Brandmühle bei Baumholder, Johann Michael *Horbach(er) und Maria Eva Sebastian; älterer Bruder des Müllers auf der Brandmühle, Johann Jakob *Horbach; Müller auf der Brandmühle in Baumholder; °° I am 3.6.1760 mit Elisabeth Barbara Mombauer († 16.7.1774 auf der Brandmühle Baumholder im Alter von 32 Jahren Tochter des Peter Mombauer und der Elisabeth Pees); Vater von Maria Margarethe Horbach (geb. 22.7.1761; °° vor 1797 mit Johann Jakob Rie­gel), Katharina Elisabeth Horbach (geb. 15.7.1764; °° 25.8.1796 mit Peter Drumm) bzw. Maria Katharina Horbach (geb. am 15.9.1764 auf der Brandmühle; °° mit Peter Drumm (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 75 Nr. 390), Johann Peter Horbach (geb. 24.8.1766), Johann Michael Horbach (21.12.1769 – 29.11.1793, unverheiratet) und Maria Elisabeth Horbach (geb. 28.4.1774). (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 143 Nr. 761)


°° II 7.11.1775 mit Maria Katharina Horbach (geb. 16.4.1748 in der Anthes-Mühle; Tochter des Müllers Peter Horbach aus Schmidt-Hachenbach)



Horbach, Johann Peter:

um 1738; er stammt aus Jeckenbach (vgl. Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O. S. 231); es muß sich dann um den Sohn des Müllers Michael Horbach handeln († verstorben vor 1754 err. aus Kirchenbucheintrag Philipp Henrich Horbach); Bruder des Müllers Philipp Henrich Horbach (err.); °° mit Maria Margretha Horbach (Tochter des NN. Horbach und Schwester des Müllers zu Jeckenbach Michael Horbach); Vater des Johann Peter Horbach (*24.12.1739 Adenbach) (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformier­ten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 160); 1738-1740 war “Peter Horbach” Müller auf der Mahlmühle in Adenbach, die er von dem Müller Peter *Heyel übernommen hatte; er resignierte nach kurzer Zeit und wanderte ins “Neue Land” aus (vgl. Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O. S. 231).



Horbach, Johann Valentin:

um 1707 Müller auf der Stegenmühle in Asweiler (Hunsrück), westlich von Freisen); Sohn des Müllers auf der „Unter“ der „neuen Mühle“ in Baumholder (err.) (s. Guthausmühle oder Neumühle in Baumholder); °° mit Anna Margarethe NN. Von der Langenbacher Mühle; Vater von Johann Jakob Horbacher (geb. um 1707; † 8.12.1723 im Alter von 16 Jahren), des Johann Michael Horbach (geb. 20.11.1716 in Asweiler/Stegenmühle, des Johann Peter Horbach (geb. 28.12.1721), Johann Velten Horbach (geb. 7.8.1723), Anna Margaretha Horbach (geb. 7.8.1723) und Johann Jakob Horbach (geb. 12.2.1735) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 142 Nr. 758).



Horbach, Johann Wilhelm:

geb. 1649 err. - +++: Müller auf der Anthes-Mühle in (Sien-) Hachenbach; °° 24.9.1729 mit der Müllerstochter Anna Maria Krahn, Tochter des Müllers Friedrich *Grahn (Krahn); Vater der Anna Margaretha Horbach (geb. 21.5.1725) (vgl. Anthes: Kasualien luth. Pfarrei Sien , a.a.O., S. 52).



Horbach, Ludwig Anton:

Sohn des Lauterecker Müllers Konrad Horbach (wohl Johann Conrad *Horbach); Müller zu Ginsweiler; °° 5.8.1790 mit Maria Elisa­beth Krämer, Tochter des Johannes Krämer, Bürger zu Obermoschel (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Becherbach [reformiertes Kirchenbuch], Bd.2: 1716-1798, S. 185).


nach dem pfalz-zweibrückischen Renovationsprotokoll von 23.5.1776 über die Stadtmühle Lauterecken und den Müller Johann Con­rad Hornbach (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 131/3 Bl. 4): der Vorname allerdings „Ludwig Peter“ Horbach



Horbach, Maria Margaretha:

Tochter des NN. Horbach; Bruder des Johann Peter Horbach; °° mit dem Müller zu Adenbach, Johann Peter *Horbach; Mutter des Johann Peter Horbach (*24.12.1739 Adenbach); von 1738-1740 war “Peter Horbach” Müller auf der Mahlmühle in Adenbach, die er von dem Müller Peter *Heyel übernommen hatte; er resignierte nach kurzer Zeit und wanderte mit Frau und Kind ins “Neue Land” aus (vgl. Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O. S. 231).



Horbach, Mathes:

noch 1731 Müller auf der Mühlbacher Mühle; Schwiegervater des Müllers Jacob *Pfeiffer; der herrschaftliche Mühlenbericht vom 11.5.1739 beschrieben wie folgt (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 131/1 fol. 39r) enthält hierzu folgende Feststellung: „Der Müller zu Mühlbach Jacob Pfeiffer produciert zwar einen original Erbbestands Brieff de a. 1690, weilen aber sein Schwiegervatter Mattheiß Horbach vor etwa 8 Jahren ersagte Mühl zu Mühlbach käuffl: …. an sich gebracht ….“. Die Auffassung von Laterner, daß der Müller Horbach nach 1690 für kurze Zeit Müller und Erbbeständer auf der Mühlbacher Mühle gewesen sei (vgl. Latterner, Rudi: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 57), erscheint daher unzutreffend.



Horbach, Michael:

vor 1745 Jeckenbach; Müller in Jeckenbach; °° mit Sara Maria NN; (dieser erscheint am 24.12.1739 in Adenbach als Patin bei der Taufe des Johann Peter Horbach, Sohn des Müllers Johann Peter Horbach und Maria Margretha geb. Horbach); Vater des Müllers Philipp Henrich *Horbach (vgl. Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O. S. 231) und (err. des Müllers Johann Peter *Hor­bach).



Horbach, Michael:

Müller auf der Antesmühle bei Sienhachenbach/Hunsrück (vgl. Spengel, Gerd: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, a.a.O., S. 136); er wurde auf seiner Mühle am 10.1.1800 von der Schinderhannes-Bande (darunter Johann Philipp *Gilcher) überfallen (vgl. Hüttenberger, Friedrich: Das schwarze Schaf der Gilcher Familie. Endete der Stamm Gilcher-Weisweiler unter der Guillotine; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, Heft 4 /2003, S. 203).


+++klären:++++ er könnte ein Nachkomme des Müllers Otto Theis (Matthias) Horbach sein, der zunächst Müller auf der Brandmüh­le bei Baumholder war, und später Müller auf der Schmitthachenbacher Mühle (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 143 Nr. 759); Schmidthachenbach liegt nördlich von Sien-Hachenbach



Horbach, NN.:

Vor 1707 war NN. Horbach der Müller auf der „Unter“, der „neuen Mühle“ in Baumholder (s. Guthausmühle Baumholder) (Eintrag im ev. Kirchenbuch Baumholder bei dem Geburtseintrag seines Enkels geb. um 1707, dem Sohn des Müllers auf der Stegenmühle bei Asweiler, Johann Valentin *Horbach)



Horbach, Otto Theis (Matthias):

geb. um 1683 in Baumholder – 6.1.1757 Brandmühle Baumholder im Alter von 74 Jahren ; Müller auf der Brandmühle in Baumhol­der; °° vor 1707 mit Maria Margaretha NN.; Vater des späteren Müllers auf der Brandmühle Johann Michael *Horbach (geb. 28.11.1706 „in der Mühl vor Etschel“ = Brandmühle Baumholder) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchen­buch, a.a.O., S. 142 Nr. 757 iVm. S. 143 Nr. 759); er war später Müller auf der Schmitthachenbacher Mühle (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 143 Nr. 759)



Horbach, Peter:

um 1703 Müller in Baumholder; °° am 12.1.1703 in der ev. Kirche in Baumholder mit Maria Katharina Jung (geb. 8.1.1682 in Baum­holder, Tochter von Johann Barthel Jung und Ursula NN.) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 142 Nr. 756)



Horbacher, Peter:

ab 1707 bis um 1738 Erbbeständer auf der Mühle in Rehweiler die er auf seinen Schwiegersohn Valentin *Ohlinger übertragen hat. Horbacher erhielt am 31.1.1705 einen Erbbestandsbrief für die Rehweiler Mühle (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 20r).


Der Müller Peter Horbacher von der Rehweiler Mühle ist entgegen anderer Angaben nicht identisch mit dem Müller Peter Horbacher von der Nerzweiler Mühle, der mit Erbbestandsbrief vom 7.9.1740 Beständer der Mühle in Nerzweiler wurde (zu diesem: s.u.); die Angabe bei Weber (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 207, 220) betrifft einen anderen gleichnamigen Müller, denn der Schwiegersohn *Ohlinger wird bereits 1738 vermerkt mit: „hat die Mühle von seinem Schwiegervater ererbt“.


Die Mühle in Rehweiler ist im Mühlenbericht des Oberamts Lichtenberg von 1746 aufgenommen (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7) und wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 207): "Die Mühle zu Rehweiler in der Pfeffelbacher Schultheißerei liegt ebenfalls am Glan, verstärkt durch den Quirn- oder Hengstbach; ¼ Stunde entfernt von der Mat­zenbacher Mühle. 2 unterschlächtige Wasserräder, welche 2 Mahlgänge und 1 im Trillis angehängten Schälgang treiben. Neben dem Wasserrad 1 Aalkorb (für den ½ fl jährlich extra bezahlt werden muß). Wasserzuführung mittels eines 94 Schritt entfernten Wehres, 2 ½ Schuh hoch, mit Ablaß für die Flößerei. Hinterteich von 100 Schritt Länge; bei der Brücke ergießt sich das Wasser wieder in den Glan. Die Dörfer Drahweiler, Quirnbach, Liebstal und Rehweiler sind in die Mühle gebannt. Erbbeständer ist Valentin Ohlinger, hat die Mühle von seinem Schwiegervater Peter Horbacher. Er entrichtet als Pacht in die Kellerei Lichtenberg 9 Ma Korn und 9 Ma Ha­fer, dazu 14 fl. für 2 Mühlschweine und 4 Batzen für 1 Hahn (Kapaun) und alle 3 Jahre 1 Weinkaufsgulden. Die Mahlsteine sind vom Vockenrech und von Odenbach; s. Nehmen jährlich 1 Zoll ab.“



Horbacher, Peter:

ab 1738 Müller auf der Nerzweiler Mühle. Er erhielt zunächst 1738 von der pfalz-zweibrückischen Verwaltung die Genehmigung „für eine Neue Mühle, wo die Kotten Mühle gestanden soll, aufzubauen, …. solches aber unter wegen gelaßen ...“, weil er im glei­chen Jahr 1738 die Nerzweiler Mühle von Christian Franck für 445 fl kaufen konnte (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 188 Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746).


Im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746 ist sie wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 186-188r): „Zu der Hundheimer (Anm.: Mühle) ist es nur eine Viertelstunde. …. Das Gebäude daran ist in gutem Stande, auch wäre die Einrichtung des Mahlwesen noch ziemlich gut zu nennen, wann die Räder, welche ohne dem nur 10 Schuh hoch sind, bey bisgen großem Gewäßer nicht gleich im Hinterwasser stehen müßten, und dadurch so lange auf gehalten wür­den, als dasselbe wehret: Sonsten könnte die Mühle das gantze Jahr durch gehen. … Zu den alten Zeiten hatte diese Mühle nur einen Gang, laut dem neuen Erbbestandsbrief de Ao 1740 ist ihnen Millern, noch einen Gang aufzurichten erlaubt worden. Gibt auch dieser Weg in die Landschreiberey Lichtenberg 1 fl 3 Batz nebst drey Cappen oder 4 Batzen vor jeden (Gang) und dann in die Kellerey 2 Malter Korn und 2 Malter Habern. … Liegt ebenfalls im Dorf Nertzweiler, welches nicht gebannt. …. Peter Horbacher besitzt die Mühle.



Horbacher, Peter:

bis 1733 Müller auf der „Mühle oben an der Betzelbacher Mühl“ bei Leitersweiler /Saarland; er verkaufte die Mühle 1733 an den Müller Nickolaus Hödtel für 225 fl (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 219r-220)



Horbach, Peter:

um 1800 Müller auf der mittleren Mühle in Krebsweiler (vgl. Hüttenberger, Friedrich: Das schwarze Schaf der Gilcher Familie. En­dete der Stamm Gilcher-Weisweiler unter der Guillotine; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, Heft 4 /2003, S. 203; vgl. auch Weber, Mühlen, a.a.O., S. 207, 220 als Müller ++++)



Horbach, Philipp Henrich:

Sohn des gewesenen Müllers zu Jeckenbach, Michael Horbach; Philipp Henrich war 1745 Müller in Ginsweiler und später von 1753/55 Müller auf der Mahlmühle in Adenbach; er übernahm dann die Ölmühle in Lauterecken (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch re­formierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 160; Wendel: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O., S. 231); °° am 23.3.1745 in Ginsweiler mit Anna Elisabeth *Matthias, der Tochter des damaligen Müllers in Ginsweiler, Georg *Matthias; Vater der Anna Elisabetha Horbach (*29.4.1748 Ginsweiler), Maria Margaretha Horbach (*18.6.1751 Ginsweiler) und Maria Eva Horbach (*9.6.1754 Adenbach (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 160).



Horbach, Philipp Jacob:

vom „Albsheimer Hof“ von 1717-1724 Müller auf der Oberen Eselsmühle in Alsenborn; °° mit Anna Eva Schmitt, Tochter des Leon­hard Schmitt zu Neukirchen (vgl. Kuby Alfred Hans: Das älteste Kirchenbuch von Alsenborn 1663-1764 als Geschichtsquelle; in: ++++klären+++)



Hott, Adam:

um 1590 und noch 1614 Müller auf der Hottenmühle in Brücken; °° vor 1590 mit NN.; Vater des späteren Müllers auf der Hotten­mühle, Johannes *Hott, der Barbel Hott (°°25.10.1614 mit Nicolaus Melchior) und des Bastian Hott (vgl. Jung: Familienbuch Ach­telsbach, a.a.O., S. 110 iVm. S. 162); °° II 1605 die Anna Haupel († 1.7.1636; Witwe des Peter Felleisen, † 1.7.1601 in Buweiler) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S.102).



Hott, Bastian:

um 1629 Müller in Brücken; Sohn des Müllers auf der Hottenmühle in Brücken bei Birkenfeld, Adam *Hott; Bruder des Müllers auf der Hottenmühle in Brücken, Johannes (1) *Hott; °° 13.1.1629 mit Barbel, NN., Witwe des Matthes Schwenk aus Achtelsbach(vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, a.a.O., S. 253 Nr. 1335).



Hott, Johannes (1):

um 1610 und noch 1631 Müller auf der Hottenmühle in Brücken bei Birkenfeld; Sohn des Müllers auf der Hottenmühle in Brücken, Adam *Hott; Bruder der Barbel Hott (°° 25.10.1614 mit Nicolaus Melchior) und des Bastian *Hott (vgl. Jung: Familienbuch Achtels­bach, a.a.O., S. 110 iVm. S. 162); °° vor 1610 mit Margreth NN; Vater des Johannes Hott und des Sebastian Hott (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 110). Am 27.2.1631 wird der Sebastian Hott, der Sohn des Müllers Hott zu Brücken, als Pate bei der Taufe des Hans Sebastian Kronen im lutherischen Kirchenbuch der Pfarrei Achtelsbach erwähnt (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S.131).


Am 18.4.1626 erscheint als Patin bei der Taufe der Anna Melchior (Tochter des Schultheiß zu Achtelsbach Matthes Melchior) die „Margreth, Hottenmüllers Frau“ (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, S. 162 Nr. 849).


Am 12.4.1627 wird als Pate bei der Taufe des Johanes Melchior (Sohn des Nicolaus Melchior und der Barbel Hott, der Tochter des Müllers Adam Hott von der Hottenmühle) erwähnt der “Johannes, des Hottenmüllers Sohn“ (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtels­bach 1572-1799, S. 162 Nr. 851).


Am 25.2.1628 erscheint als Pate bei der Taufe der Eva Palmen (Tochter des Adam Palmen aus Achtelsbach und der Elisabeth NN.) in Achtelsbach der „Johannes Hott, der Müller“ (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 176 Nr. 932).



Hott, Johannes (2) (Hans der Junge):

um 1632 „in der Traunen Mühle“, d.h. Müller in der Hottenmühle in Brücken bei Birkenfeld; Sohn des Müllers auf der Hottenmühle, Johannes Hott und der Margreth NN.; °° mit Els NN.; am 24.7.1632 ist Pate bei der Taufe der Maria Schuch (Tochter Johannes Schuch und der Müllerstochter aus der Herrenmühle in Brücken, Maria Müller) der „Hans Hott, der Junge in der Traunen Mühle) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, S. 243 Nr. 1283); am 24.7.1632 ist Patin bei der Taufe der Elisabeth Schuch die „Els, Johannes Hotten Frau zu Brücken“ (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, S. 243 Nr. 1285).



Hub, Johann Peter:

um 1724 – 1766 Temeswar/Rumänien im Alter von 42 Jahren; Müller in Kirchenbollenbach; °° mit Anna Elisabeth NN; seine Toch­ter Maria Katharina Hub (~ 27.1.1756) heiratet vor 1785 den Johann Burckhard Caspar *Conrad aus der Steinalpmühle (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 199).



Huberwald, Eduard:

um 1850 Müller auf der Untermühle Mannweiler; °° mit Caroline Henriette Krafft (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 65 vom 2.8.1850, Beilage, S. 270).


1850 war Eduard *Huberwald der Müller und Gutsbesitzer auf der Untermühle (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 65 vom 2.8.1850, Beilage, S. 270). Die Mühle wurde am 26.8.1850 versteigert. Bereits am 13.4.1850 war im Intelligenzblatt des Rheinkrei­ses die Versteigerung der den Eheleuten Huberwald gehörenden Immobilien angekündigt worden (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkrei­ses vom 13.4.1850, Beilage zu Nr. 35 S. 146/47). Die Versteigerung war zunächst gescheitert, weil die Eheleute Huberwald gegen die Versteigerung Klage vor dem Bezirksgericht erhoben hatten. Nachdem diese Klage abgewiesen worden war, wurde zum 2. Mal die Versteigerung angekündigt. In der Versteigerungsannonce im Intelligenzblatt des Rheinkreises vom 2.8.1850 heißt es (vgl. Intelli­genzblatt des Rheinkreises Nr. 65 vom 2.8.1850, Beilage, S. 270).: „Auf Anstehen von Otto Freiherr von Rutenberg, Rentner, in Hei­delberg wohnhaft werden gegen 1) Eduard Huberwald, Mühl- und Gutsbesitzer auf der Untermühle, Gemeinde Mannweiler, wohn­haft; 2) Dessen bei ihm wohnende Ehefrau Caroline Henriette Krafft …. die nachverzeichneten, gegen besagte Eheleute Huberwald gerichtlich in Beschlag genommenen Immobilien, deren zwangsweise Versteigerung bereits zum ersten Male …. angekündigt war, …. zwangsweise versteigert …: Auf dem Banne der Gemeinde Mannweiler gelegen Section A Nr. 234… Wohnhaus mit Mahlmühle, Oelmühle, Hanfreibe, Scheuer, Stallung, Hofraum und anderen Zubehörden … „ und weiterer um die liegender Grundbesitz.



Hubich, Nicolas:

auch Hubig; ab 1703 bis mindestens 1738 Müller in Iggelheim; im Mühlenverzeichnis von 1738, aufgenommen vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp, ist sie wie folgt beschrieben (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 247; LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “ist in Anno 1703 durch den Nicolas Hubig, als noch Dürkheimer Posseser (= Besitzer, von lat. possessiv, Besitz) als ein Ei­gentumsmühl mit Consens churfürstlicher Hofkamer neu aufzubauen angefangen worden. Wie viel Gang ihm erlaubt ist in dem Con­sens nicht vermehlt, als nur ein Mahl- und Ohligmühl, hat aber zu dem ersten ausgerüsteten Mahlgang in anno 1718 noch einen Gang, darzu ausgerüstet, mithin die 2 erlaubte gang völlig complett, zu diesen 2 Gang hat er anno 1724 noch einen Mahl, ... ohne consens ausgerüstet, also zu seinen 3 Gäng , gibt jährlich in die Kellerei 12 Ma Korn Mühlpacht und dan deren beyden gemeinten Böhl und Iggelheim wegen des Platz und Wießen 13 1/2 Malter Korn, so dan wegen der Ohligmühl vermög dem Consens 10 fl in die Neustadt Gefällverwäßerey, so vermög einer vorgezeigten Quittung in Anno 1704 daß erste mahl entricht ist worden.”



Huck, Michel:

um 1745 Gerber und Müller auf der Lohmühle bei Mittelbach.


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 295/5 Bl. 143-146: Mühlenbericht des pfalz-zweibrückischen Rentkammersekretärs Marx vom 6.1.1745) wird die „Lohemühle nahe bey Mittelbach“ zusammenfassend wie folgt beschrieben: “Wird durch die Wallersbach, welche etwan eine halbe Viertel Stund oberhalb der Mühle aus Brunnen Quellen ent­steiget und unter Mittelbach in die [Bickenalb] laufet, getrieben. Liegt eine halbe Stund Von Mittelbach oben im Thal rechterhand des Dorffes. Ist im letzt verwichenen Jahr erst zugebauet worden und in gantz gutem Stand. Hat ein oberschlechtiges Waßerrad, welches sechs Stämmpel treibet, muß bey trockenem Wetter wegen Mangel des Wassers gantz Still stehen und wird jährlich etwan 2 Monath gebrauchet, … muß zu dem oberen Waßer einen Graben ohngefähr einen Büchsenschuß weit unterhalten werden, das unter Waßer hingegen läuft bey dem Waßerbau in den alten Graben. Der Besitzer ist ein Gerber und braucht die Mühl zu seiner eigenen Professi­on. Der Besitzer ist Michel Huck welcher darüber unterm 4ten Octobern a.p. auf 15 Jahre einen Bestand erhalten ...“



Hübsch, Conrad:

26.9.1743 Handschuhsheim – 9.9.1813 Münsterappel; Müllermeister; 1784 Bürger in Schriesheim; °° mit Maria Katharina Hummel (geb. Schriesheim ? - gest. vor 1822 Münsterappel). Die Familie lebte bis um 1792 in Schriesheim und zog dann nach Münsterappel (ergibt sich aus den Geburten der Kinder). +++klären: Müllermeister in Münsterappel Obermühle ?+++++; Vater u.a. des Müller Conrad Eberhard *Hübsch (Quelle Kirchenbuch Münsterappel) (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar, Ludwigshafen)



Hübsch, Conrath Eberhard:

aus Handschuhsheim; ab 1774 Müller auf der Mühle in Klingen; °° mit Catharina NN. (vgl. LA Speyer Best. F5 Nr. 137 und 137a; Petermann/Rinck: Die Mühle und Müller von Klingen, a.a.O., S. 347).


Der Müllermeister Johann Conrath *Hübsch und seine Ehefrau Catharina verkaufen am 30.6.1774 die Mühle in Klingen an den Mül­lermeister Conrath Eberhard *Hübsch und dessen Ehefrau Catharina aus Handschuhsheim zum Preis von 4000 Gulden (vgl. LA Speyer Best. F5 Nr. 137 und 137a; Petermann/Rinck: Die Mühle und Müller von Klingen, a.a.O., S. 347).


Bald jedoch heißt es in den Ausfautheiakten: „Die Brüder Eberhard und Friedrich Hübsch von Handschuhsheim bei Heidelberg ver­kaufen an den Müllermeister Johann Georg Meyer von Bretten, jetzt Bürger von hier [Anm.: in Klingen bei Landau], und dessen Ehefrau ihren dahier gelegenen Mühlenplatz samt der darauf stehenden Mahlmühle mit 2 Mahl-, einem Scheelgang und Hanfreib, samz übrig darauf stehenden Gebäuden, den dazugehörigen Wiesen nebst 2 Pflanzgärten und übrigen Rechten und Gerechtigkeiten. Der Kaufpreis beträgt 2200 Gulden, wovon 550 gleich und der Rest jeweils zu Martini 1777, 1778 und 1779 zu zahlen sind“ (vgl. LA Speyer Best. F5 Nr. 137 und 137a; Petermann/Rinck: Die Mühle und Müller von Klingen, a.a.O., S. 347).



Hübsch, Conrad Eberhard:

geb. 6.1.1780 in Schriesheim - ++++; Müllermeister auf der Obermühle in Münsterappel; Sohn des Conrad Hübsch (geb. am 26.9.1743 in Handschuhsheim - 9.9.1813 in Münsterappel; Quelle, Standesamtsbelege im Landesarchiv in Speyer) und der Maria Ca­tharina Hummel (die aus Schriesheim kommt und vor 1822 in Münsterappel gestorben ist). Die Familie lebte bis um 1792 in Schries­heim und zog dann nach Münsterappel (ergibt sich aus den Geburten der Kinder). Conrad Eberhard Hübsch wurde am 6.1.1780 in Schriesheim geboren (Geburtsurkunde bei den Standesamtsunterlagen im LA Speyer A 63 Nr. 987; Unterlagen Bühler bei PRFK). Er heiratete am 1.1.1812 (Proklamation war am 8.12.1811 in Niederhausen, LA Speyer) Anna Elisabetha Fuchs *29.7.1789 in Sobern­heim. Der Sohn Ludwig wurde am 5.11.1831 in Münsterappel geboren (Quelle Kirchenbuch Münsterappel) (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar, Ludwigshafen)


°° 1.1.1812 mit Anna Elisabetha Fuchs (geb. 29.7.1789 in Sobernheim; (Proklamation Niederhausen 8.12.1811; s. Unterlagen Bühler PRFK); Vater des Müllers Ludwig *Hübsch.



Hübsch, Johann Conrad:

26.9.1743 Handschuhsheim – 9.9.1813 Münsterappel; Müllermeister; 1784 Bürger in Schriesheim; °° mit Maria Katharina Hummel (geb. Schriesheim ? - gest. vor 1822 Münsterappel). Die Familie lebte bis um 1792 in Schriesheim und zog dann nach Münsterappel (ergibt sich aus den Geburten der Kinder).


+++klären: Müllermeister in Münsterappel Obermühle ?+++++; Vater u.a. des Müller Conrad Eberhard *Hübsch (Quelle Kirchen­buch Münsterappel) (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar, Ludwigshafen)


Um 1771 Müller auf der Mahlmühle in Klingen. Am 12.2.1771 heiratet der Müllermeister in Klingen, Johann Konrad Hübsch die Maria Catharina Hummel aus Heuchelheim (vgl. Petermann, Kurt: Kirchenbuch der reformierten Gemeinde Klingen von 1714 – 1780, Nachtrag, a.a.O., S. 1). ++++prüfen: : Herkunft geb. in Schriesheim ?++++


Vater des Müllers Conrad Eberhard *Hübsch, geb. am 6.1.1780 in Schriesheim geboren (Geburtsurkunde bei den Standesamtsunter­lagen im LA Speyer A 63 Nr. 987; Unterlagen Bühler bei PRFK).


Der Müllermeister Johann Conrath Hübsch und seine Ehefrau Catharina verkaufen am 30.6.1774 die Mühle in Klingen an den Mül­lermeister Conrath Eberhard *Hübsch und dessen Ehefrau Catharina aus Handschuhsheim zum Preis von 4000 Gulden (vgl. LA Speyer Best. F5 Nr. 137 und 137a; Petermann/Rinck: Die Mühle und Müller von Klingen, a.a.O., S. 347).



Hübsch, Ludwig:

5.11.1831 Münsterappel – 1906 untere Hetschmühle Alsenborn; Müllermeister in Alsenborn; Sohn des Müllers auf der Obermühle in Münsterappel, Conrad Eberhard *Hübsch und der Anna Elisabeth Fuchs (Quelle Kirchenbuch Münsterappel) (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar, Ludwigshafen).


Friedrich Wilhelm Weber schreibt über ihn (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die beiden Hetschenmühlen unterhalb Alsenborn; in: Pfälzische Heimatblätter Jg. 6, 1958, S. 22): „Nach einem kurzen Zwischenspiel, in dem ein Flockerzi von der Eselsfürth (bei Kai­serslautern) die Mühle (Anm.: untere Hetschmühle in Alsenborn) in Händen hatte, kam diese an Ludwig Hübsch, verheiratet mit ei­ner geborenen Hemmer aus der heutigen Wirtschaft Schläfer in Enkenbach. Dieser H. war in Münsterappel in der Nordpfalz geboren (1831). Die Familie stammte aber von Schriesheim, wo Konrad Eberhard H. 1780 das Licht der Welt erblickt hatte. Letztgenannter H. zog in die Pfalz und starb 1855 in Waldgrehweiler. 1813 verheiratete er sich in Münsterappel mit Maria Catharina Hummel. Con­rad Eberhard betrieb in diesem Dorfe eine Mühle, von der das Mahlbuch aus dem Jahre 1844 noch vorhanden ist. Sein Sohn Ludwig arbeitete zuerst in der Bärenmühle (Gemeinde Neuhemsbach) und kam dann (durch die Vermittlung des Försters Fournier, Enken­bach) in den Besitz der damals noch ziemlich neuen Hetschmühle. Er starb im Jahre 1906 und hinterließ den Besitz seinem Sohne, der ebenfalls Ludwig hieß (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die beiden Hetschenmühlen unterhalb Alsenborn; in: Pfälzische Heimat­blätter Jg. 6, 1958, S. 22).

Anm.: die genealogischen Angaben bei Weber sind nur teilweise zutreffend. Ludwig Hübsch ist der Sohn von Conrad Eberhard *Hübsch und der Anna Elisabetha Fuchs (vgl. Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar, Ludwigshafen)


Weber verwechselt hier den Sohn mit dem Vater. Conrad Hübsch ist am 26.9.1743 in Handschuhsheim geboren und starb am 9.9.1813 in Münsterappel (Quelle, Standesamtsbelege im Landesarchiv in Speyer). Dieser war verheiratet mit Maria Catharina Hum­mel, die aus Schriesheim kommt und vor 1822 in Münsterappel gestorben ist. Die Familie lebte bis um 1792 in Schriesheim und zog dann nach Münsterappel (ergibt sich aus den Geburten der Kinder). Conrad Eberhard Hübsch wurde am 6.1.1780 in Schriesheim ge­boren (Geburtsurkunde bei den Standesamtsunterlagen im LA Speyer A 63 Nr. 987; Unterlagen Bühler bei PRFK). Er heiratete am 1.1.1812 (Proklamation war am 8.12.1811 in Niederhausen, LA Speyer) Anna Elisabetha Fuchs *29.7.1789 in Sobernheim. Der Sohn Ludwig wurde am 5.11.1831 in Münsterappel geboren (Quelle Kirchenbuch Münsterappel) (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar, Ludwigshafen)



Hügel (Heigel, Hiegel), Jeremias:

auch als Hiegel (vgl. email Dr. Hermann Müller, Heppenheim vom 5.6.2011) oder Heigel (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 196) bezeichnet.


geb. 17.12.1707 in Annweiler, ~ am 21.12.1707 ebd. - 9.11.1775 in Pelzmühle bei Hengsberg; luth.; Müllermeister, Gemeinsmann in Pelzmühle bei Hengsberg (vgl. email Dr. Hermann Müller, Heppenheim vom 5.6.2011); Sohn des Nagelschmieds Johann Jacob Hü­gel (17.12.1672 Mittelbergheim/Elsaß – 15.5.11765 Annweiler; °° 6.9.1701 Vorderweidenthal) und der Anna Petri (1685 – 12.7.1715 Annweiler im Alter von 30 Jahren). °° I mit Anna Louisa Santmeier (um 1720 – 15.6.1754 Pelzmühle bei Hengsberg; vgl. luth. KB. Battweiler; email Dr. Hermann Müller, Heppenheim vom 5.6.2011). Vater des Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Pelzmühle Hengsberg, Johann Nicolaus „der Alte“ *Hügel; NN. Hügel (geb. 1.11.1750),des Johann Jacob Hügel (13.5.1756 Pelzmühle bei Hengsberg ; °° 13.4.1779in Nünschweiler mit Louisa Rothaar aus Windsberg), Friedrich Hügel (17.12.1758 Pelzmühle bei Hengs­berg – 13.4.1759 ebd.) und des Ackerers Georg Jacob Hügel (geb. 22.3.1760 Pelzmühle bei Hengsberg – 1794 Lambsborn; °° 23.5.1785 Battweiler mit Margaretha Elisabetha Trautmann) (vgl. email Dr. Hermann Müller, Heppenheim vom 5.6.2011). °° II 7.4.1763 mit Appollonia Weber (geb. um 1720 – nach 7.4.1763 Nünschweiler; vgl. luth. KB Battweiler-Dellfeld) (vgl. email Dr. Her­mann Müller, Heppenheim vom 5.6.2011).

Jeremias Hügel erbte von seinem am 1.2.1738 in Hengsberg verstorbenen Vetter Johann Nikolaus *Fuhrmann die Pelzmühle bei Hengsberg (vgl. email Dr. Hermann Müller, Heppenheim vom 5.6.2011; Kampfmann, L.: „Wie die Pelzmühle entstand und verging“; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14).).


Angesichts der langjährigen Streitigkeiten um die Mühle, bracht Jeremias Hügel die Pelzmühle ab, und verlegte diese an die Stelle, wo heute noch geringe Reste vorhanden sind (vgl. Kampfmann, L.: „Wie die Pelzmühle entstand und verging“; in: Pirmasenser Ge­schichtsblätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14).


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) wird die Mühle wie folgt beschrieben: “ist die letzte Mühle im Oberamt, die durch die Walshauser Bach (Felsalbe) getrieben wird, liegt 1 Büchsen­schuß auf der Seite von dem Dorf Hengsberg, ist 1740 ganz neu wieder aufgebaut worden. Sie hat 1 unterschl. Wasserrad, welches 1 Mahlgang und 1im Trillis angehängten Schälgang treibt. Etwa 40 Schritt von dem Gebäude ist ein herrschaftlicher Weiher, aus dem das Wässerchen fließet, der das Wasserrad bewegt. Jeremias *Heigel (Anm.: = Jeremias Hügel) ist der Erbbeständer, entrichtet 1 Ma. Korn 2 Ma. Hafer jährlich als Pacht.” (vgl. Kampfmann, L.: „Wie die Pelzmühle entstand und verging“; in: Pirmasenser Geschichts­blätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 196).



Hügel, Johann Nicolaus „der Alte“:

11.8.1748 Pelzmühle Hengsberg (bzw. 16.6.1750 err.) - 28.5.1820 Pelzmühle Hengsberg im Alter von 69 Jahren 11 Monaten und 12 Tagen (vgl. email Dr. Hermann Müller, Heppenheim vom 5.6.2011); Müller auf der Pelzmühle bei Hengsberg; luth.; Sohn des Mül­lers Jeremias *Hügel und Anna Louisa Santmeier; °° 1.10.1771 Höheischweiler mit Catharina Elisabetha Müller (luth.; geb. um 1753 Winterbach – vor 1798 Pelzmühle bei Hengsberg); Vater u.a. Johann Nikolaus (2) Hügel (vgl. email Dr. Hermann Müller, Heppen­heim vom 5.6.2011). Johann Nikolaus Hügel übernahm die Pelzmühle aufgrund erbrechtlicher Einigung nach dem Tod seines Vaters für 1000 Gulden und vererbte sie schließlich an seinen Sohn Johann Nikolaus Hügel. (vgl. Kampfmann, L.: „Wie die Pelzmühle ent­stand und verging“; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14). °° II Er heiratete in 2. Ehe am 21.11.1797 (KB Winterbach) Maria Katharina LANG(EN), die Witwe eines Pirmasenser Soldaten und möglicherweise in 3. Ehe Ma­ria Cathrina Voidt(in) (+ nach dem 28.5.1820). Maria Katharina Lang(en) könnte mit Geburtsnamen Voidt(in) geheißen haben, dann wäre die 3. Ehe falsch (vgl. email Dr. Hermann Müller, Heppenheim vom 5.6.2011)



Hügel, Johann Nikolaus (2):

Müller auf der Pelzmühle Hengsberg. Nach Kampfmann (vgl. Kampfmann, L.: „Wie die Pelzmühle entstand und verging“; in: Pirma­senser Geschichtsblätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14) ging die Mühle im Erbgang von Johann Nicolaus „der Alte“ *Hügel auf den Sohn Nikolaus Hügel über, der mit Maria Elisabeth Scherer verheiratet war (Anm.: der Betriebsübergang erscheint zweifelhaft, da der Johann Nikolaus „der Alte“ Hügel erst 1820 gestorben ist +++klären++).


In der Zeit der napoleonischen Kriege kam Hügel in finanzielle Schwierigkeiten und mußte bei dem Pirmasenser Kaufmann Ferdi­nand Harteneck 1819 ein Darlehen von 600 Gulden aufnehmen. Um aus den Schulden zu kommen veräußerte das Ehepaar Hügel die Pelzmühle an die Eheleute Wilhelm Schmidt und Margaretha geb. Sprau (vgl. Kampfmann, L.: „Wie die Pelzmühle entstand und ver­ging“; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14).



Hünner, Hüner:

unterschiedliche Schreibweisen, nur nach Vornamen sortiert



Hünner, Bastian:

um 1545 – 3.3.1604 Minfeld; Müller auf der (später so bezeichneten) Altmühle in Minfeld; °° um 1575 in Minfeld mit Anna NN. (geb. 1547 err. - † 29.10.1607 Minfeld); aus der Ehe gingen 6 Kinder hervor, darunter der Müller Ludwig *Hüner (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 41, 350 Nr. 1580).



Hüner, Daniel:

um 1693 Minfeld - ++++; Müller (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 41) in Minfeld (?); Sohn des Müllers Hanß Dietrich *Hüner und Anna Catharina NN.; Bruder des Müllers auf der Neumühle in Minfeld Mathias *Hüner (vgl. Esser/Kep­pel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 41, 341 Nr. 1549 mit Nr. 1552), des Müllers in Minfeld Johann Ludwig Hüner, des Müllers in Minfeld Johann Nicolaus Hüner (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 41). Müller in Minfeld (wohl auf der Alt­mühle, die er seinem Sohn übertrug); °° um 1715 Minfeld mit Anna Elisabeth NN.; Vater des Müllers auf der Altmühle in Minfeld Johann Nicolaus *Hüner (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 41, 341 Anm. zu Nr. 1549, Nr 1551).



Hüner, Georg Michael:

4.11.1743 Minfeld – 31.3.1782 Minfeld; genannt Altmüller; Müller auf Alten Mühle in Minfeld; Sohn des Müllers auf der Alten Mühle in Minfeld, Johann Nicolaus *Hüner und Anna Maria Keppel; Bruder des Müllers auf der Hardtmühle bei Kandel, Johann Dieter *Hüner.


°° 9.4.1771 in Minfeld mit Anna Maria Bauer; aus der Ehe gehen 4 Kinder hervor, darunter die Tochter Juliana Margaretha Hüner (geb. 29.4.1781 Minfeld - † 24.3.1839 Minfeld; °° am 28.8.1798 in Minfeld mit dem aus Weißenburg stammenden Müller Johann Ja­kob (1) *Schönlaub; dieser übernahm von seinem Schwiegervater die Mühle) (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 41, 344 Nr. 1559).



Hüner, Hannß Dietrich:

~ 10.1.1657 Minfeld - † 18.9.1729 Minfeld; Müller auf der Altmühle in Minfeld; Sohn des Müllers Johann Ludwig *Hünner (vgl. Es­ser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 41). Hanns Dietrich Hüner errichtet um 1721 die Neumühle in Minfeld. Hierzu er­tauschte er die zur Errichtung der Mühle erforderlichen Grundstücke durch Vergleich und Tauschvertrag vom 12.8.1721 mit Caspar Hock (vgl. LA Speyer Best F 5 Nr. 304 Bl. 68) °° I 1682 in Minfeld mit Anna Elisabeth NN. (* um 1660 Schleidel [wohl Winden] – 14.10.1686 Minfeld bei der Geburt des Sohnes Johann Heinrich Hüner [~ 14.10.1686 Minfeld - † 23.3.1752 ebd; °° 21.11.1713 Min­feld mit Maria Margaretha Zimmer]; vgl. Esser/Keppel, a.a.O., S. 340 Nr. 1547 und S. 341 Nr. 1549). °° II um 1687 Minfeld mit Anna Catharina NN; aus der 2, Ehe stammen 8 Kinder: Maria Catharina Hüner (~ 19.4.1690 Minfeld; °° am 15.8.1713 Minfeld mit Heinrich Jakob Cäppel [*Keppel; geb. 27.1.1684 Kandel, luth., Metzger in Weißenburg; vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Min­feld, a.a.O., S. 149 Nr. 549), des Müllers Daniel *Hüner (geb. um 1693, °° um 1715 in Minfeld mit Anna Elisabetha NN), des Mül­lers Johann Ludwig *Hüner (geb. 25.3.1695 Minfeld; °° 1.2.1724 Minfeld mit Maria Margaretha Probst [geb. 3.4.1699 Kandel - † 20.5.1755 Kandel; Vater von Johann Adolph Hüner, ~ 26.11.1724 Minfeld]), des Müllers auf der Neumühle in Minfeld Mathias *Hü­ner (~ 3.2.1697 Minfeld - † durch Unfall auf der Mühle am 23.2.1755; °° am 3.9.1720 in Minfeld mit Rosina Barbara Strubel aus Wissembourg/Elsaß), der Anna Juliana Hüner (~ 25.10.1699 Minfeld - † 12.1.1733 ebd.) und des Müllers in Minfeld Johann Nico­laus *Hüner (~ 21.7.1702 Minfeld - † 21.4.1759 ebd.; °° am 5.5.1733 Minfeld mit Anna Apollonia Roth (vgl. Esser/Keppel: Ortsfa­milienbuch Minfeld, a.a.O., S. 41 und S. 341 Nr. 1549).



Hühner, Johann Daniel:

etwa von 1805 bis 1845 war der Müller Johann Daniel *Hühner der Besitzer der später als „Huhn'sche Mühle“ bezeichneten Mühle im Edenkobener Tal (vgl. Urschbach, Ludwig: Die Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; in: Kuby, Alfred (Hrsg.): 1200 Jah­re Edenkoben, Mannheim 1969, S. 280), ein Vorfahre des letzten Besitzers des ehemaligen „Café Hüner“ am Goldenen Eck in Eden­koben.


°° mit Anna Maria Hühner geborene Jacoby [Anm.: über der Eingangstür zur Mühle steht: „J D H – A M H 1821“ = Anm.: Johann Daniel Hüner – Anna Maria Hüner geborene Jacoby; vgl. Urschbach, Ludwig: Die Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; in: Kuby, Alfred (Hrsg.): 1200 Jahre Edenkoben, Mannheim 1969, S. 278]. Es handelt sich hierbei wohl um einen Lesefehler von Ursch­bach, richtigerweise um Anna Margaretha Seelmann († 6.5.1836 Edenkoben im Alter 54 Jahren) (vgl. „Der Eilbote Landau“, Eden­kober Anzeigeblatt Nr. 23 vom 4.6.1836).


Hüner, Johann Dieter:

um 1750 auf der Alten Mühle in Minfeld – 16.1.1794 auf der Hardtmühle bei Kandel; Sohn des Müllers auf der Alten Mühle in Min­feld Johann Nicolaus *Hüner und Anna Maria Keppel; Bruder des Müllers auf der Alten Mühle in Minfeld, Georg Michael Hüner. Müller auf der Hardtmühle bei Kandel; °° I 24.1.1769 in Kandel mit Catharina Barbara Voltz (geb. 22.10.1750 Kandel - † 14.8.1782 Kandel); °° II 14.1.1783 in Kandel mit Maria Magdalena Rödel (30.2.1761 Kandel – 10.10.1812 Kandel); Vater des aus der 1. Ehe stammenden Johann Nicolaus *Hüner (1778-1818 Müller auf der Hardtmühle bei Kandel) (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 41, 343 Anm. zu Nr. 1557).



Hüner, Johann Ludwig:

~ 5.5.1611 in Minfeld – 18.2.1683 Minfeld; Müller auf der Altmühle in Minfeld, Kirchenzensor und Gerichtsschöffe in Minfeld; Sohn des Müllers in Minfeld Ludwig *Hüner und der Ursula NN. °° I um 1635 in Minfeld mit Anna Margaretha NN. (um 1610 – Ja­nuar 1637 Minfeld); °° II um 1645 in Minfeld mit Anna Maria NN.; aus der Ehe gingen 9 Kinder hervor, darunter der Müller und Be­triebsnachfolger auf der Altmühle Hanß Dietrich *Hüner (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 41, 339 Nrn. 1545 und 1546).


Er dürfte identisch sein mit dem Hans Ludwig Hüner, der im Beedregister von 1671 als der am höchsten besteuerte Einwohner in Minfeld aufgeführt ist (vgl. Walter, J.: Beiträge zur Geschichte der Dörfer Minfeld und Freckenfeld; Landau 1905, a.a.O., S. 52).



Hüner, Johann Ludwig:

~ 25.3.1695 Minfeld - +++; Müller in Minfeld (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 41). Sohn des Müllers Hanß Dietrich *Hüner und Anna Catharina NN; Bruder des Müllers auf der Neumühle in Minfeld Mathias *Hüner (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 341 Nr. 1549 mit Nr. 1552), des Müllers in Minfeld Johann Nicolaus Hüner und des Müllers in Minfeld Daniel *Hüner (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 41). Müller in Minfeld; °° 1.2.1724 in Minfeld mit Maria Margaretha Probst; Vater von Johann Adolph Hüner (~ 26.11.1724 Minfeld) (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 41, 342 Nr. 1554).



Hüner, Johann Nicolaus:

21.7.1702 Minfeld – 21.4.1759; Müller in Minfeld ++++unklar welche Mühle++++; jüngster Sohn des Müllers Hanß Dietrich *Hü­ner und Anna Catharina NN; Bruder des Müllers auf der Neumühle in Minfeld Mathias *Hüner (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 341 Nr. 1549 mit Nr. 1552), des Müllers in Minfeld Daniel *Hüner und des Müllers in Minfeld Johann Ludwig Hüner (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 41); °° 5.5.1733 in Minfeld mit Anna Apollonia Roth (~ 6.1.1714 Minfeld); aus der Ehe stammen 6 Kinder (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 41, 343 Nr. 1557).



Hüner, Johann Nicolaus:

21.4.1715 Minfeld - ++++; Sohn des Müllers auf der Alten Mühle in Minfeld Daniel *Hüner und Anna Catharina NN; Müllermeister in Minfeld auf der Alten Mühle als Nachfolger seines Vaters; °° 16.10.1742 in Kandel mit Anna Maria Keppel; aus der Ehe gehen 8 Kinder hervor, darunter die Söhne Georg Michael *Hüner (Müller auf der Alten Mühle in Minfeld) und Johann Dieter *Hüner (Mül­ler auf der Hardtmühle bei Kandel) (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 41, 341 Anm. zu Nr. 1549).



Hüner, Johann Nicolaus:

1778 Hardtmühle bei Kandel – 1818 Hardtmühle bei Kandel; Sohn des Müllers auf der Hardtmühle bei Kandel Johann Dieter *Hü­ner aus dessen 1. Ehe mit Catharina Barbara Voltz; Müller auf der Hardtmühle bei Kandel (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Min­feld, a.a.O., S. 41). °° mit Anna Catharina Trauth († 1819; aus Queichheim; °° II 1818 mit dem Ackersmann Johann Georg Zeiß; aus der 2. Ehe stammt das Kleinkind Johannes Zeiß) (vgl. Keppel: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, Bd. XVII, Heft 3, S. 180; „Intelligenz-Blatt des Rheinkreises“ Ausgabe Nr. 70 vom 14.9.1819). Aus der Ehe des Johann Nicolaus Hüner und der Anna Catharina Trauth stammen die Kinder Johann Heinrich, Anna Barbara und Anna Catharina Hühner (vgl. „Intelligenz-Blatt des Rheinkreises“ Ausgabe Nr. 70 vom 14.9.1819).


Im „Intelligenz-Blatt des Rheinkreises“ Ausgabe Nr. 70 vom 14.9.1819 wird die Versteigerung der Hardmühle in Kandel am 11.9.1819 für den 27.9.1819 im „Gasthaus Zum Schwarzen Bären in Candel“annociert: … auf Anstehen a) von Johann Jacob *Schönlaub, Müller, auf der Altmühl zu Minfeld, und Georg Michael Zeiß, Ackersmann zu Candel, ersterer in seiner Eigenschaft als Vormund, letzterer aber als Nebenvormund, von Johann Heinrich, Anna Barbara und Anna Catharina Hühner, sämtliche drey minder­jährige hinterlassene und erzeugte Kinder zwischen Nicolaus Hühner, im Leben gewesenen Hardmüllers dahier zu Candel, und auch Anna Catharina gebohrner Trauth nachheriger Ehefrau von Johann Georg Zeiß, sodann b) des gedachten Johann Georg Zeiß derma­len wohnhaft auf berührter Hardmühlen sowohlen in seiner Eigenschaft als zweyter Ehemann der gedacht verlebten Anna Catharina Trauth wie auch als erster und natürlicher Vormund seines mit derselben erzeugten annoch minderjährigen Sohnes Johannes Zeiß, …. zur vorläufigen Versteigerung …. von einer Mahlmühle mit drey Mahl- und einem Schälgang, Oehlmühl und Hanfreib sammt denen Wohn- und Mühl-Gebäuden, Scheuer, Stallung, Holzschopf, geräumigen Hof und anliegenden Baum-, Gras- und Pflanzgärtchen, al­les bey und um die Mühl …., die sogenannte Hardmühle gelegen in der Bannbegränzung von Candel an der Otterbach ...“


Dabei ersteigerte Johann Jakob (1) Schönlaub von der Altmühle in Minfeld die Hardmühle für seinen Sohn, Johann Jacob (2) *Schönlaub (geb. 8.1.1801 Altmühle Minfeld - † 10.11.1856 Kandel Hardmühle), der in der Folge Müller auf der Hardmühle war (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 563 Nr. 2662). Johann Jakob (1) Schönlaub ist ein angeheirateter Verwand­ter des Johann Nikolaus Hüner.



Hüner, Johann Nicolaus:

21.4.1715 Minfeld - +++; Sohn des Müllers in Minfeld Daniel *Hüner und Anna Catharina NN.; Müller auf der Altmühle in Minfeld; °° am 16.10.1742 in Kandel mit Anna Maria Keppel; aus der Ehe stammen 8 Kinder, darunter die beiden Müller in Minfeld Georg Michael Hüner und Johann Dieter Hüner (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 41, 343 Nr. 1557).



Hüner, Johann Philipp:

um 1840 Müller in Wernersberg; °° mit Anna Barbara geb. Hüner; Vater des Handelsmannes in Annweiler Philipp Jakob Hüner (geb. 6.6.1840 Edenkoben – 4.1.1889 Weil) (vgl. Biundo,: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 39).



Hünner, Ludwig:

22.4.1582 Minfeld – Juli 1637 Minfeld; Müller auf der Altmühle in Minfeld; Sohn des Müllers auf der Altmühle in Minfeld Bastian *Hünner und der Anna NN.; °° um 1610 mit Ursula NN. (* um 1585 – Juli 1637 Minfeld); aus der Ehe gingen 7 Kinder hervor, dar­unter der Müller und Betriebsnachfolger auf der Altmühle in Minfeld, Johann Ludwig *Hüner (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 41, 350 Nr. 1582).



Hüner, Ludwig:

um 1741 war Ludwig Hüner der Müller zu Queichheim; er wird 1741 als luth. Pate erwähnt (vgl. Biundo,: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 39).


Der Müller auf der „sogenanten Queichheimer Mühl“ Ludwig Hüner erstellte am 29.9.1760 als Sachverständiger nach dem Tod des Müllers auf der Hirschenmühle in Landau, Anton Moritz Naaß, ein Gutachten über das Inventar der Hirschenmühle (dieses ist im Original enthalten im Inventarium LA Speyer Best. F23 Nr. 19 Ausfautheiakten Landau Urk. 730).



Hüner, Mathias:

~ 3.2.1697 Minfeld - 23.2.1755 Minfeld durch Unfall; Müller in Minfeld auf der Neumühle; Sohn des Müllers in Minfeld Hanß Diet­rich *Hüner und Anna Catharina NN.; Brüder des Müllers in Minfeld Johann Ludwig Hüner und des Müllers in Minfeld Johann Ni­colaus Hüner; °° 3.9.1720 in Minfeld mit Rosina Barbara Strubel (um 1695 Wissembourg/Elsaß – 15.11.1766 Minfeld) (vgl. Esser/ Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 41, 341 Nr. 1552). Mathias Hüner ist am 23.2.1755 auf der Mühle bei einem Unfall töd­lich verunglückt, wie sich aus dem lutherischen Kirchenbuch Minfeld (vgl. luth KB 1755/6) ergibt: „als er am Sonntag Reminiscere abends gegen 5 Uhr mit einem Beil ohn wissen der Seinigen auf den zugefrorenen Wassercandel zu dem Mühlrad gegangen um zu ri­ßen und das Eys von dem Wasserrad zu hauen, ohnvermuthet von dem Eys unter das Wasserrad gefallen und unter dem selben sein Leben elendig lassen müssen. Worauf er nach vielm Suchen den 24. dieses Nachmittags um 1 Uhr in dem Bätterig und Wasser oder Wasserstube neben dem Wasserrad unter dem Eys todt gefunden worden.“ (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 342); „Mattheus Hüner, Müller zu Minfeld“ wird 1733 als Pate im luth. KB erwähnt (vgl. Biundo,: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 39).



Hüner, Michel:

um 1619 Müller und Bäcker auf der Hallgartsmühle in Gaugrehweiler. Die Inschrift über der Haustür „16 M H 19“ besagt, daß der Müller Michel *Hüner die Mühle im Jahre 1619 errichtet hat. Dieser betrieb bei der Mühle auch eine Bäckerei (vgl. Dhom: Gaugreh­weiler, a.a.O., S. 53), auf welche die Bäckerbretzel auf dem Türsturz hinweist (vgl. Denkmaltopographie Donnersberg, a.a.O., S. 70).



Hüpsch, Michael:

1598 Hatzenbühl – 5.8.1652 Leistenmühle bei Kandel; lutherisch; Müller in Kandel auf der Leistenmühle; °° I mit Catharina NN.; aus der Ehe gehen 3 Kinder hervor, welche 1624, 1627 und 1629 im lutherischen Kirchenbuch als getauft eingetragen sind (vgl. Kep­pel, Ute: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 173); °° II um 1640 in Minfeld mit Anna Eva NN:, aus der 2. Ehe gehen die Tochter Anna Eva Hüpsch (~ 17.10.1643 Minfeld) und der Sohn Hans Michael Hüpsch (~ 26.8.1649) hervor (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 350 Nr. 1583). In seinem Sterbeeintrag im lutherischen Kirchenbuch Kandel heißt es: „welcher zuvor in der Leisten- und Minfelder Mühlen lange Zeit gewohnet auch vnserer Evangelischen Confession zugetan gewesen“ (vgl. Keppel, Ute: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 173).



Hüttel, Anna Margarethe:

um 1811 waren Joh. Eyers und Ehefrau Anna Marg. Hüttel Inhaber der Reichweiler Mühle vgl. Pfeffelbach Chronik, a.a.O., S. 78).



Hüttel, Jakob:

geboren in Lauterecken; Müllermeister in Reipoltskirchen;


Mit Schreiben vom 1.11.1761 beschwerten sich der Müllermeister zu Heffersweiler, Stoffel 'Heym und der „Jacob Hüttel, dasiger müller in loco“ (Anm.: d.h. zu Reipoltskirchen) bei der gräflichen Regierung in Reipoltskirchen darüber, daß auswärtigen Müller un­ter Bruch des Bannrechts, in die zur Grafschaft Reipoltskirchen gehörenden Dörfer fahren würden, um dort „Früchte abzuholen“ und diese in auswärtigen Mühlen zu mahlen. In ihrer Beschwerde verwiesen beide Müller auf die hohe Pacht, die sie an die Herrschaft zu zahlen hatten, sowie auf den Wassermangel am Odenbach während der Sommermonate, der das Mahlen weitgehend unmöglich ma­chen würde, während bei ausreichendem Wasser die Mahlgäste ausbleiben würden, weil diese bei auswärtigen Mühlen mahlen ließen (vgl. LA Speyer Best. C23 Nr. A 17/4, fol. 3, 3r).



Er erwarb am 31.12.1761 die Mühle in Adenbach; °° mit Anna Maria NN.; da Hüttel total verschuldet war, verlies er schon 1762 den Betrieb, zog mit Frau und Kind in die fürstlich Salmische Mühle bei Bärweiler, wo er ebenfalls nicht lange blieb und nach dem “Neuen Land” auswanderte (vgl. Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O. S. 232)



Hüttel, Jakob:

um 1823 Müller auf der Schwarzborner Mühle in Pfeffelbach (vgl. Pfeffelbach Chronik, a.a.O., S. 74)



Hütter, Nickel:

1744 Erbbeständer auf der Großsteinhausermühle (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 194). Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5Bl 189-196) wird sie zusammenfassend wie folgt beschrieben: “liegt an der Hornbach, 1 Viertelstunde von dem Dorf entfernt im Wiesental, eine halbe Stunde von der Kirschba­cher und 1 Stunde von der Walshauser Mühle entfernt. Das Gebäu und Mühlenweßen ist seit einiger Zeit beständigen Reparationen unterworfen gewesen, dermahlen jedoch in gutem Stand, 3 unterschl. Wasserräder treiben 2 Mahlgänge und 1 Schälgang. Das Wasser wird durch eine breite steinerne Mauer ungefähr 50 Gäng Länge, in deren Mitte eine Schließ ist, aus dem Bach 1 Büchsenschuß ober­halb der Mühle in den Mühlgraben geleitet., fällt unterhalb dem Waßer-Bau gleich wieder in den Bach. Brücke über den Vorteich vom Müller zu unterhalten. Der Müller entrichtet an den Herrn von Bettendorf 2 Ma. Korn und 2 Ma. Hafer, an das Kloster Horn­bach aber jährlich 4 fl, 1 fettes Mühlschwein oder 5 fl, 7 Ma. Korn und 7 Ma. Hafer Hornbacher Maßung. Ist eine Bannmühle für die Dörfer Groß- und Kleinsteinhausen nach einem Extract von Verwaltungs Registratore Hrn. Rettig, so der Müller in Händen hat. Zu Großsteinhausen sind es 28 und zu Kleinsteinhausen 431 Haushaltungen. Auch die Bottenbacher mahlen zu Zeiten alhier. Bey großem Waßer gehen die Mahlgäste in das Hanauische, sonsten aber klaget der Müller, daß sie starck in die Kirschbacher Mühle ihre Früchte führeten. Der dermalige Besitzer ist Nickel *Hütter, welcher sich durch den auf deßen Nahmen von fürstl: Verwaltung einge­richteten Erbbestand vom 27ten gbris 1736 sich legitimiert.” (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 194).



Hujet, Johannes:

ab ca. 1657 Hottenmüller in Brücken; Zimmermann aus dem Lützeburger Land; Bruder des Zimmermanns Heinrich Hujet; Sohn von Jacob Hojet; °° am 26.5.1657 in Birkenfeld mit Dorothea Stuber (Stober) (2.12.1640 in Brücken – 5.3.1709; Tochter des Hans *Stu­ber, Hottenmüller zu Brücken). Er übernahm wohl später von seinem Schwiegervater die Hottenmühle in Brücken. Johann Hujet kaufte am 14.8.1691 die Sägemühle oberhalb von Buhlenberg (nördlich von Brücken gelegen) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Ach­telsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S.111, S. 258 Nr. 1361).



Hunsinger, Heinrich:

1738 Heinrich/Henrich *Hunziker/Hunsinger/Huntsecker als Lumpensammler auf der Papiermühle Annweiler / Wachtelsmühle er­wähnt (vgl. Steiner:Aargauer in der Pfalz, a.a.O., S. 279; Biundo,: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 39);°° mit Elisabeth NN.; aus der Ehe stammen 3 Kinder (vgl. Biundo,: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 39)



Hurtig, Johann Peter:

1741 wird im Konvertitenregister der katholischen Pfarrei Kaiserslautern benannt, der „Hurtig Johann Peter, Papiermühle Kaiserslau­tern“; dieser war zuvor reformierten Glaubens gewesen (vgl. Friedel, Heinz: Das Konvertitenregister der katholischen Pfarrei Kai­serslautern; in: PRFK 1975, S. 187).



Huwer, Johann Wilhelm:

um 1719 als Müller (?) auf der „Steinalp“ Mühle; er ist 1719 Pate bei der Taufe der beiden Zwillinge des Johann Simon Mayer von der „Kathareinen Mühle“ bei Grünbach, des Johann Georg Mayer und der Anna Barbara Mayer; Paten bei ihrer Taufe am 1.10.1718 sind u.a. Johann Michael Schepper von Kathareinen Mühle, Gertrud Gillenberger auf der Wolfsmühle und Johann Wilhelm Huwer ex Steinalp Mühle (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreiden­bach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 275). Anm.: um 1814 ist ein anderer Johann Wilhelm Huwer als Müller in der Huwers­mühl/Mittelbollenbach (vgl. Jung, a.a.O., S. 201).



Huwer, Johann Wilhelm:

um 1814 Müller in der Huwersmühl in Mittelbollenbach (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollen­bach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 201); °° 26.11.1814 mit Maria Elisabeth Mer­scher (geb. 1799 Mittelreidenbach; Tochter des Johann Adam Merscher und der A.Juliana geb. Merscher) (vgl. Jung, a.a.O., S. 286). Er ist 1719 Pate bei der Taufe der beiden Zwillinge des Johann Simon Mayer von der „Kathareinen Mühle“ bei Grünbach, des Jo­hann Georg Mayer und der Anna Barbara Mayer; Paten bei ihrer Taufe am 1.10.1718 sind u.a. Johann Michael Schepper von Kathar­einen Mühle, Gertrud Gillenberger auf der Wolfsmühle und Johann Wilhelm Huwer ex Steinalp Mühle (vgl. Jung, Rudi: Familien­buch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 275). Anm.: um 1814 ist ein anderer Johann Wilhelm Huwer als Müller in der Huwersmühl/Mittelbollenbach (vgl. Jung, a.a.O., S. 201).



Huwer, Johann Wilhelm:

um 1851 Müller (?) auf der Huwersmühle in Mittelbollenbach; °° mit Maria Christina Drexler; Vater der Maria Louisa Huwer (~ 7.8.1851 Huwersmühle;°° 28.4.1874 in Kirchenbollenbach mit Heinrich Roos aus Zaubach) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der ka­tholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 261).



Huwer, Wilhelm:

um 1792 Müller auf der Mittelbollenbacher Mühle; °° mit Elisabeth Forstner; Vater der Juliane Christine Huwer (geb. 2.8.1792 Mit­telbollenbacher Mühle; °° 5.11.1814 in Kirchenbollenbach mit Wilhelm Reichard (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 342).













Litera I




Isel, Sebastian:

um 1617 Müller auf der Stiftsmühle zu Klingenmünster. Bereits 1617 wird der Stiftsmüller zu Klingenmünster Sebastian Isel in einer Urkunde der CGA Heidelberg über eine Gültverschreibung genannt (vgl. LA Speyer Best. A13 Nr. 348).



















Litera J




Jacob, Adam:

um 1787 Müller in Schopp; °° mit Maria Scherer; Vater des Müllers und Holzhändlers in Schopp, Johann (1) *Jacob (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 183).



Jacob, Adam:

geb. ca. 1810 Steinalber Mühle - +++; Müller Steinalber Mühle (?); °° mit Carolina Schneider; Vater von Reinhard Jacob (geb. 19.2.1841 Heltersberg) und 4 weitere Kinder (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgal­ben, a.a.O., S. 69 iVm. S. 183).



Jacob, Conrad:

um 1768 Müller auf der Untermühle in Appenhofen; Sohn des Müllers auf der Untermühle Appenhofen, Peter *Jacob. Der kurpfälzi­sche Mühlenbericht vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7) über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germersheim beschreibt die Mühle folgendermaßen: „ Conrad Jacob Bürger zu gemehltem Appenhofen hat die daselbige Untermühl erbbeständig von dem Herrn Grafen von Degenfeld, ererbet von dessen Vater Peter Jacob, ist ebenmäßig mit 2 Waßer Rädter versehen, so 2 Mahl und 1 Schehlgang treiben, gibt jährlich am Herrn Grafen von Degenfeld 15 fl Mühlen Zinß, au­ßer der gewöhnlichen Schatzung aber ahn Churpfaltz kein weiter Pfacht.“


1775 ist im Kirchenbuch von Winden als Patin aufgeführt: „Anna Maria, Conrad *Jacobs Mahlmüller zu Appenhofen Tochter“ (vgl. Petermann, Kurt: Kirchenbuch Winden von 1714 bis 1801, o.J., S. 16)



Jacob, David:

um 1665 – 8.1.1733 Schopp; Müller in Appenthal; Sohn des Schweizer Einwanderers Christian Jacob (geb. um 1630 Lenk/Bern - vor 1772 Schopp [?]; °° 17.10.1653 Lenk/Bern) und der Anna Trachsel (geb. 1634 - † 17.3.1698 Schopp); Bruder des Müllers Jo­hann Martin *Jacob (vgl. Wittner: Schweizer Einwanderer in der Südwestpfalz, a.a.O., S. 120; Ullrich: Einwohner Elmstein, a.a.O., S. 430).


°° ca. 1695/96 in Waldfischbach mit Agnes Schneider aus Elmstein (geb. 24.11.1668 err. Elmstein - 10.10.1745 Schopp, Tochter von Zill/Ciliox Schneider aus Elmstein und Apollonia NN.), aus der Ehe stammen 3 Kinder (vgl. Ullrich: Einwohner Elmstein, a.a.O., S. 430).


Am 22.8.1704 verkaufen die Brüder David *Jacob und Martin *Jacob, beide aus Schopp, die in ihrem Eigentum stehende Mahl- und Bordmühle samt dem zugehörigen Grundstück „unten am Schloß Elmstein gelegen wie auch auf dem halben Appenthal, zum Kauf­preis von 500 fl an Johann Jost Breitt, Johannes *Ameling und deren Ehefrauen Maria Catharina und Maria Barbara, sowie Johannes Müller, auch Bürger zu Lauttern (vgl. LA Speyer Best. A1 Nr. 742).



Jacob, Johann (1):

geb. ca. 1787 Schopp - +++; Sohn des Müllers in Schopp, Jacob *Adam und Maria Scherer; Holzhändler in Schopp (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 183). 1839 wird dem Bürgermeister und Handels­mann Johann (1) *Jacob aus Schopp die Konzession zur Erbauung einer Mahl-, Säge- und Ölmühle an der floßbaren Moosalbe er­teilt, zwischen Schopp und Krickenbach gelegen; nach seinem Tod wird die Konzession dem Sohn gleichen Namens übertragen (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 256). °° 13.4.1809 mit Anna Margaretha Jacob (geb. ca. 1789 in Schopp; Tochter des Schmiedes in Schopp Peter Jacob und Maria Salome Stein);



Jacob, Johann (2):

Müller auf der Sägemühle bei Schopp; Sohn des Müllers Johann (1) *Jacob. 1839 wird dem dem Bürgermeister und Handelsmann Johann (1) *Jacob aus Schopp die Konzession zur Erbauung einer Mahl-, Säge- und Ölmühle an der floßbaren Moosalbe erteilt, zwi­schen Schopp und Krickenbach gelegen; nach seinem Tod wird die Konzession dem Sohn gleichen Namens übertragen (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 256).



Jacob, Johann Martin:

1667 – 24.4.1735 Schopp; Müller in Appenthal; Sohn des Schweizer Einwanderers Christian Jacob (geb. um 1630 Lenk/Bern - vor 1772 Schopp [?]; °° 17.10.1653 Lenk/Bern) und der Anna Trachsel (geb. 1634 - † 17.3.1698 Schopp); Bruder des Müllers David *Jacob (vgl. Wittner: Schweizer Einwanderer in der Südwestpfalz, a.a.O., S. 120).


Am 22.8.1704 verkaufen die Brüder David *Jacob und [Anm.: Johann Martin *Jacob] Martin Jacob, beide aus Schopp, die in ihrem Eigentum stehende Mahl- und Bordmühle samt dem zugehörigen Grundstück „unten am Schloß Elmstein gelegen wie auch auf dem halben Appenthal, zum Kaufpreis von 500 fl an Johann Jost Breitt, Johannes *Ameling und deren Ehefrauen Maria Catharina und Maria Barbara, sowie Johannes Müller, auch Bürger zu Lauttern (vgl. LA Speyer Best. A1 Nr. 742).



Jacob, Peter:

Müller auf der Untermühle in Appenhofen; Vater des Untermüllers in Appenhofen, Conrad *Jacob. Der kurpfälzische Mühlenbericht vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7) über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germersheim beschreibt die Mühle folgendermaßen: „ Conrad Jacob Bürger zu gemehltem Appenhofen hat die daselbige Untermühl erbbeständig von dem Herrn Grafen von Degenfeld, ererbet von dessen Vater Peter Jacob, ist ebenmäßig mit 2 Waßer Rädter verse­hen, so 2 Mahl und 1 Schehlgang treiben, gibt jährlich am Herrn Grafen von Degenfeld 15 fl Mühlen Zinß, außer der gewöhnlichen Schatzung aber ahn Churpfaltz kein weiter Pfacht.“



Jacobi, Bernhard:

um 1745; Müller und Afterpächter der Grafen von der Leyen auf der Münchweiler Mahl- und Ohligmühle, gelegen außerhalb des Dorfes Glan-Münchweiler (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 207).


Die Mühle ist im Mühlenbericht des Oberamts Lichtenberg von 1746 aufgenommen (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7) und wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 207): "Die Münchweiler Mahl- und Ohligmühle liegt am Glan, der im Dorfbrunnen zu Höchen entspringt, durch Waldmohr den Altenwoog und den Scheidenburger Woog bei Bruchmühl­bach bzw. Miesau fließt und das Oberamt Zweibrücken berührt. Sie ist 1 Büchsenschuß vom Dorfe (Glan)-Münchweiler und ¼ Stun­de von der Rehweiler Mühle entfernt. 3 unterschlächtige Wasserräder für Mahl- und Schälgänge, 1 Wasserrad für die 1731 neu erbau­te Ölmühle. Von benachbarte kurpfälzischen und gräflich leyischen Untertanen mußte der Müller Land für den Ablaßgraben kaufen. Hauptpächter ist der Graf von der Leyen, der nach Lichtenberg 1 ½ Malter Korn und dasselbe an Hafer liefert, von seinem Afterbe­ständer Bernhard Jacobi aber 40 Ma. Korn Lauterer Maßung jährlich verlangt. Das ganze „Münchweiler Ämtgen“, also Münchweiler, Nanzweiler, Dietschweiler, Grieß, Börschborn und Haschbach mit zusammen 151 Familien, ist in die Mühle gebannt. Als Molter nimmt der Müller 1 Sester oder 4 Firnsel vom Lauterer Malter. Die Mühlsteine sind vom Vockenrech bei Patersbach. Zur Mühle ge­hört eine Pletsch- oder Notmühle, die mit Wasser aus einem besonders angelegten Weiher angetrieben wird. Sie Gelangt zum Einsatz, wenn die Hauptmühle im Winter wegen Eisgangs und im Sommer wegen Wassermangel nicht mahlen kann.“


Der verheiratete Bernhard Jacobi soll seine Dienstmagd Christina Mussie geschwängert haben und Vater der am 27.12.1745 gebore­nen und am 28.12.1745 in Glan-Münchweiler getauften Elisabeth Barbara Mussie sein (vgl. Lill, Jakob: Uneheliche Geburten im ers­ten katholischen Taufbuch von Glan-Münchweiler; in Pfälzisch-Rheinische Familienkunde 2007, S. 197).



Jakoby, Friedrich Conrad:

um 1811 Eigentümer der Schloßmühle in Heidesheim (heute OT von Obrigheim); Jakoby lebte 1811 als Rentier in Königsberg/Preu­ßen.


Mit notariellem Vertrag vom 29.3.1811 übergibt der Rentier Friedrich Conrad Jakoby, wohnhaft in Königsberg/Preußen dem Jakob *Dejung und seiner Ehefrau Maria Katharina geb. Hertel die in seinem Eigentum stehende Mahlmühle in Heidesheim, die Schloß­mühle genannt,nebst den dazugehörigen Feldern „in einen eilf jährigen Temporal Bestand“. In diesem Vertrag wird die Schloßmühle beschrieben: „die Mahlmühle bestehend aus drey Gäng und einer Schwingmühle nebst allen darzu gehörigen Gebäulichkeiten, Scheuer, Pferd- Küh- und Schweinställen ….“. Die jährliche Pacht belief sich auf die hohe Summe von 1205 Francs, fällig zum je­weils 1. Oktober, beginnend mit dem 1.10.1812. (vgl. LA Speyer Best. K16, 257: Notariatsakten Grünstadt, Nr. 156 vom 29.3.1811).



Jäger, Franz Jacob:

Um 1780 war Franz Jacob *Jäger aus Leimen der Müller auf der Karlsmühle bei Leimen; °° mit Katharina Elisabeth Helfrich; Vater des Schusters in Heltersberg, Franz Jäger (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 185).



Jäger, Johannes:

1744 Erbbeständer auf der Unter- oder Weihermühle in Waldmohr (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 202).


Im Mühlenprotokoll des Oberamts Zweibrücken, erstellt 1744 und vorgelegt am 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 367-372) ist folgendes vermerkt: “Liegt eine Stund oberhalb der Altenwooger- und eine halbe Stund von der Waldmohrer Ober Mühle entfernt, nahe von dem Waldmohrer Weyher, durch dessen Ablauf sie getrieben wird und lauffet das Waßer in den Alten Woog. Ist in gutem Stand, hat zwey Mahlgänge auf deren einen auch gescheelet werden kann und wird zugleich durch ein besonderes oberschlechtiges Wasserrad getrieben. Hat kein Fischereirecht, 80 Schritt Graben bis zum Weiher zu unterhalten. Johannes Jäger bezahlt als Erbbeständer 15 fl Erbzins, worin das Mühlschwein enthalten ist, zur Landschreiberei Lichtenberg, dagegen 2 fl Wiesenzins nach Zweibrücken, indoch giebt der alte Erbbestandt vom 24ten Jan: 1710 hierin keine deutl: Erläuterung. Keine Banngerechtigkeit, die von Waldmohr, von Dunzweiler und Hanßweiler mahlen hier. Johannes Jäger ist der Erbbeständer[,] legitimiert sich mit einem Confirmations-Schein vom 15ten April 1738[,] hat aber noch keinen auf Ihn eingerichteten Erbbestand, ohngeachtet derselbe die Mühle bereits 21 Jahr besitzet. ” (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 202).


Johannes Jäger ist auch Erbbeständer der Ohlig-Mühlen in Waldmohr, welche 1743 erbaut worden ist, „welcher sich mit dem auf Ihn unterm 1ten Aprilis 1741 gnädig ertheilten Erbbestand liegitimieret“ (vgl. Mühlenprotokoll des Oberamts Zweibrücken, erstellt 1744 und vorgelegt am 6.1.1745 = LA Speyer Best B2 Nr. 295/5 Bl. 375).



Jäger, Johannes:
um 1853 Müller in Godramstein. Am 21.4.1853 ließ der Müller in Godramstein, Johannes Jäger, eine Mobilienversteigerung durch­führen (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 9.4.1853, S. 154 und vom 16.4.1853, S. 166 = LA Speyer Best. Y 20/41).



Jaggi, Familie:


Literatur/Urkunden:

- Stopka, Günter: Die Nachkommen des Hans und Peter Jaggi aus Lenk, Kanton Bern in der Pfalz, im 'krummen Elsass' und im 'Ha­nauerland'; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde 2008, S. S. 415



Jaggi, Heinrich:

um 1826 war Heinrich *Jaggi der Müller auf der Weismühle in Heltersberg; er ist ca. 1796 in Bärenthal / Elsaß geboren und Sohn des Heinrich Jaggi aus Bärenthal und Magdalena Traxel; °° 8.8.1826 mit Margaretha Bauer aus Höheinöd (geb. ca. 1806 Höheinöd; Tochter von Adam Bauer und Anna Maria Woll,beide aus Höheinöd) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 185).



Jennewein, Thomas:

er stammt aus Abenheim bei Worms; ab 1928 Müller auf der Dorfmühle Münchweiler / Alsenz; er kaufte 1928 die Dorfmühle von den früheren Eigentümern Johann und Friedrich Schneider, die im Grundbuch von 1904 eingetragen sind; diese verkaufen das Anwe­sen 1928 an Thomas *Jennewein aus Abenheim bei Worms. Die Mühle wurde in den 1960er Jahren stillgelegt; nur der landwirt­schaftliche Betrieb besteht unter dem Enkelsohn des Thomas Jennewein fort (vgl. Busch: Münchweiler. Chronik eines Dorfes, a.a.O., S. 119).



Jentes, Johann Nikolaus:

zunächst Hofbeständer auf dem Eschelbacher Hof südlich von Baumholder; °° vor 1769 mit NN.; 1788 ersteigerte Nickel Jentes vom Eschelbacher Hof die Erzweilermühle oder Wattweilermühle bei Erzweiler bei Baumholder (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 146 Nr. 777; Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 86-88; vgl. auch Gutsbezirk Baumholder (Hrsg.): Chronik des gemeindefreien Bezirks Gutsbezirk Baumholder, a.a.O., S. 147/48); an­schließend Müller auf der Erzweilermühle; bei der Hochzeit seines Sohnes Johann Abraham Jentes mit Eva Elisabeth Schmidt aus Ruschberg am 17.5.1791 in der ev. Kirche in Baumholder ist er als „Müller in der Wattweiler Mühle“ im Kirchenbuch eingetragen (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 146 Nr. 778).



Joan, Johann Heinrich:

der erste namentlich bekannte Papiermüller auf der Papiermühle in Quirnheim-Tal war Johann Heinrich Joan, bezeichnet als „Papier­müller in der Quirnheimer dito Mühle“. Er und seine Ehefrau Anna Kunigunde NN ließen am 1.1.1745 in der lutherischen Kirche in Ebertsheim ihre Tochter Anna Dorothea Joan taufen. Paten waren der Müller in Ebertsheim Johannes Weygand und „seine eheliche Hausfrau“ (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 40).



Jochum, Conrad:

ab 1821 Müller auf der Röthmühle in Mittelbexbach. Am 26.11.1821 wurde im Intelligenzblatt des Rheinkreises der Kauf der Mühle mitgeteilt: „Conrad Jochum Müller, früher auf dem Neumunster bey Ottweiler wohnhaft, hat von Elias Wetzel, Müller auf der sog. Röthmühle, Mittelbexbacher Bannes wohnhaft und dessen Ehefrau Elisabeth geborene Glaser laut eines vor Notär Eichholz zu Lim­bach, am 20ten May 1820 errichten Kaufcontracts, nachfolgende Immobilien acquiriert, nämlich: 1 Mahlmühle mit zwey Gängen, nebst Oelmühle dabey, sammt Scheuer, Stallung und Backhaus, gelegen auf Mittelbexbacher Bann unten am Kaisersweiher … für und um die Summe von 3374 Franken ….“(vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 134 vom 30.11.1821, S. 700/701).



Johs, Georg:

12.11.1820 Schmalenberg; Hammerschmied auf der Moosalber Mühle („Moosalber Hof“) in Schmalenberg; °° I mit Catharina Jo­chum († 23.11.1818 Moosalber Hof); °° II mit Anna Maria *Krämer, der Tochter des Ölmüllers auf der Moosalber Mühle, Jacob Krä­mer und Maria Barbara Alt (auch: Johs; vgl. Fremgen, a.a.O., S. 191, 228 iVm mit Internet-Datei Genealogie-pirmasens.de).



Joss, Georg:

s. Johs, Georg



Jostmann, Martin:

um 1739 Müller in Jettenbach; er unterschreibt ein Memoriale vom 16.11.1739, das von allen 8 Müllern der Schultheißerei Reichen­bach unterzeichnet und an das kurpfälzische Oberamt Lauterecken gerichtet ist. Mit dem Memoriale beantragen die Müller, die viel­fältigen und kostenträchtigen Untersuchungen der Mühlen in der Schultheißerei nunmehr zu beenden, da seit dem Herrschaftswech­sel zur Kurpfalz 1733 bereits 4 Renovationen erfolgt sind(vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 131/1 Bl. 19-24).



Judas, Johannes:

aus Ilbesheim bei Landau; er pachtete ab 1798 die Ilbesheimer Mühle. Nach dem Revolutionskalender vom „Sechsten Jahr der fran­zösischen Republik, den dreysigsten Messidor“ (18.7.1789) ging sie für 72 Franken jährlich an den Ilbesheimer Johannes *Judas. Ausdrücklich wird im Pachtvertrag betont, daß die Pachtsumme „in klingender Münze“, also nicht in Papiergeld bezahlt werden müsse (vgl. Gottlieb: Die Ilbesheimer Mühle, a.a.O., S. 19; LA Speyer Best. U77 Nr. 50).


Zu einer weiteren anstehenden Verpachtung des Mühlenanwesens an Johannes Judas im Jahr 1810 bestimmte „Monsieur le Sous-Pré­fet de Wissembourg“ die Bedingungen für die weitere Verpachtung der Ilbesheimer Mühle, wobei die Gemeinde die Kosten für den Unterhalt des Gebäudes zu tragen hatte und für Reparaturen as Bauholz zu liefern hatte, während der Pächter eine jährliche Pacht von 142 Franken zu zahlen hatte (vgl. Gottlieb: Die Ilbesheimer Mühle, a.a.O., S. 19; LA Speyer Best. U77 Nr. 13, 50).



Juli, Franz:

um 1793 Müller in Minderslachen; er ist am 26.12.1793 zwischen 1791 und 1793 vor den französischen Truppen emigriert(vgl. Mar­tin: Emigration, a.a.O., S. 229).



July, Johann Georg:

aus Hatzenbühl; Sohn des Müllers auf der Leistenmühle bei Kandel (gelegen zwischen Hatzenbühl und Minderslachen) Johann Mar­tin July und Anna Barbara Werling; Müller auf der Leistenmühle; °° 1735 mit Maria Eva Trauth aus Hatzenbühl (Witwe des Philipp Jakob Reyland); Vater des Georg Adam July (vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 338).



July, Johann Martin:

auch 'Juli'; aus Hatzenbühl; um 1730 Müller auf der Leistenmühle bei Kandel (gelegen zwischen Hatzenbühl und Minderslachen); °° 1730 mit Anna Barbara Werling (28.2.1695 Hatzenbühl – 21.1.1779 Hatzenbühl; Tochter von Philipp Werling und Anna Maria Dost /Dosch); Vater des Müllers Johann Georg *July (vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 338).


Von 1698 bis 1758 war Johann Martin Juli (Schreibweise auch *July) der Müller auf der Leistenmühle. Geboren wurde er um 1678, gestorben ist er am 22.1.1758 im Alter von 70 Jahren. Er war katholisch °° I mit Anna Barbara Schweitzer; aus der Ehe stammen 8 Kinder; °° II Anna Barbara Verl (Anm.: nach Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 338: 'Anna Barbara Wer­ling' [28.2.1695 Hatzenbühl – 21.1.1779 Hatzenbühl], Tochter von Philipp Werling und Anna Maria Dost /Dosch); aus der 2. Ehe stammen 4 Kinder. Aus seiner Zeit ist eine Inschrift an dem Gebäude der Leistenmühle erhalten: „1727 CHAN MAJUIN“. Aufgrund der Eintragungen in den Kirchenbüchern konnte die Inschrift entziffert werden. CHAN bedeutet vermutlich 'Christianum annum, bei MAIUN wurde wohl ein Buchstabe vergessen (oder er ist im Laufe der Jahre bis zur Unkenntlichkeit verblaßt), MA ist die Abkür­zung für 'Martin' und der Nachname lautet 'JULIN' (vgl. Keppel, Ute: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 174).


Unterstützung fand Johann Martin Juli (July) bei seinen beiden Söhnen Johannes Juli (1706-1763, ledig) und Johann Martin Juli (1736-1776) (Anm.: nach Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 338: „Johann Georg July). Letzterer war mit der Müllerstochter Anna Maria Picot von der Herrenmühle bei Kandel verheiratet und hatte 12 Kinder (vgl. Keppel, Ute: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 174).



Junck, Karl:

um 1783 Müller auf der Neumühle in Münchweiler / Alsenz; er ist 1783 Karl Junck als Mitglied des Münchweiler Gerichts und Erb­bestandsmüller auf der Neumühle im Münchweiler “Schuldenbuch” verzeichnet (vgl. Busch: Münchweiler. Chronik eines Dorfes, a.a.O., S. 387). Im Münchweilerer und Gonbacher Schuldenbuch 1767-1791 ist aufgeführt der „Karl Jungck, 1783 des Gerichts, Erb­bestandsmüller auf der Neumühle“ (vgl. Busch, Egon: Namen im Münchweilerer und Gonbacher „Schuldenbuch“ 1767-1791; in: PRFK Bd. 10, Heft 6, S. 267).


Juncker, Johann:

Um 1735 war der Müllermeister Joh. Juncker der Müller auf der Schloßmühle in Hanhofen. Er wurde vom Domkapitel in Speyer be­auftragt, die untere Schießhausmühle in Speyer zu taxieren, wozu er am 12.5.1735 ein Gutachten erstellte (vgl. Klotz: Die ehemalige „untere Schießberger Mühle“ in Speyer. in: Pfälzer Heimat 1998, S. 78).



Juncker, Johannes:

um 1827 Müller zu Eußerthal; Sohn des Müllers in Albersweiler NN. Juncker;°° 17.4.1827 prot. Queichhambach mit der Müllers­tochter Margarethe Emmerling (Tochter des Müllers zu Eußerthal Valentin Emmerling und Margarethe Becker) (vgl. Biundo: Ann­weiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 45)



Jung, Anna Sara:

um 1739; geb. NN.; von der Mückenmühle (in Eulenbis); Ehefrau des Müllers Johann Adam *Jung (vgl. Scheuermann: Eulenbis, a.a.O., S. 190); sie ist am 19.6.1739 Patin in Weilerbach der der Taufe des NN. Jung; Kind des Müllers auf der Oberen Pfeifermühle Hermann Jung (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S. 21) und am Sonntag nach dem 15.11.1740 in Weilerbach der der Taufe der NN. Steck (vgl. Seiter, a.a.O., S. 23).



Jung, Daniel:

ab 1685 auf der Unteren Pfeifermühle in Eulenbis; in der Ortschronik von Eulenbis erfahren wir, dass der Betreiber der “Pfeifermüh­le”, heute “Obere Pfeifermühle” in Weilerbach, Daniel Jung 1685 ein Gesuch an die kurfürstliche Hofkammer stellte, an der Moos­lauter eine weitere Mühle zu errichten. Er begründete das Gesuch damit, dass an seiniger jetzigen Mühle ständiger Wassermangel herrsche. Sein Antrag lief darauf hinaus eine Bannmühle für die Orte Weilerbach, Rodenbach, Erzenhausen, Eulenbis, Schwedelbach und Pörrbach einzurichten. Die Behörde erlaubte ihm die Einrichtung der Mühle, lehnte aber das Gesuch nach einer Bannmühle ab. Bereits im Jahre 1693 verkaufte Daniel Jung die Mühle weiter an Johann Niclas Müller.



Jung, Frantz Michael:

25.9.1752 Kandel – 4.1.1787 Minfeld; Müllermeister auf der Neumühle in Minfeld; °° 9.11.1772 Minfeld; bis 4.1.1787 war Frantz Michael Jung der Müllermeister auf der Neumühle in Minfeld († 4.1.1787) (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 356 Nr. 1617); er war verheiratet mit Maria Elisabeth Strubel (sie ist eine Nichte der Rosina Barbara Strubel, der Ehefrau des Müllers Mathias Hüner, dem früherer Besitzer der Neumühle; vgl. Esser/Keppel, a.a.O., S. 614 Nr. 2937 u. 2939); Vater des Müllers auf der Neumühle in Minfeld und späteren Betriebsnachfolgers Georg Jacob *Jung (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 365 Nr. 1620).


+++klären: wie kam Frantz Michael Jung in den Besitz der Mühle ?++++


Die Witwe des Frantz Michael Jung, Maria Elisabeth Strubel heiratete am 27.2.1792 den Ackersmann Johannes Kämmerer, der 1794-1798 Müller auf der Neuen Mühl in Minfeld ist (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 365 Nr. 1658). Auf diesen folgte der Sohn aus der ersten Ehe der Maria Elisabeth Strubel, der Müllermeister Georg Jacob *Jung.



Jung, Georg Jacob:

19.6.1782 Minfeld - ++++; Sohn des Müllers auf der Neumühle Frantz Michael *Jung und der Maria Elisabeth Strubel; er war beim Tod des Vaters allerdings erst 4 Jahre alt war (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 365 Nr. 1620). Seine Mutter betrieb deshalb, wohl zunächst allein, und ab der Wiederverheiratung 1792 zusammen mit ihrem 2. Ehemann Johannes Kämmerer die Neumühle weiter. Müller auf der Neumühle in Minfeld. °° am 7.7.1808 in Minfeld mit Maria Magdalena Pfau; aus der Ehe gehen 15 Kinder hervor (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 365 Nr. 1620).



Jung, Hamann:

von der obersten Pfeifermühle in Eulenbis; sowohl die Familie des Hamann Jung und des Hermann *Jung lebten, wie sich aus den Eintragungen im reformierten Kirchenbuch ergibt, zeitgleich auf der Obersten Pfeifermühle; Vater der am 19.3.1747 getauften und am 14.4.1737 beerdigten 10 Wochen alten Tochter Susanna Margarethe Jung (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S. 32, 238).



Jung, Hans/Johannes:

1646 und noch 1649 wird Hans (Johannes) Jung als Spitalmüller in Kaiserslautern genannt (vgl. Stadtrechnung Kaiserslautern, zitiert bei Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 72 Nr. 1289). Jung wird am am 29./19.11.1649 in einem Tausch mit Hanß Wolf *Compter genannt (vgl. Gerichtsprotokolle Kaiserslautern, zitiert bei Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 72 Nr. 1289). Am 1.12.1651 wird Johannes Jung als gewesener Spitalmüller bezeichnet. Er ist am 21.1.1663 Müller zu Schmeißbach als Nachfolger von Müller Laux (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 79 Nr. 2916).


Er ist möglicherweise der Vater oder anderer Verwandter ++++prüfen++++ des Johann Wilhelm Jung, der um 1671 der Müller auf der Schmeißbachermühle (vgl. Schneider, Hermann: Das Müllergeschlecht Schönenberger auf der Oppensteinermühle bei Ols­brücken; in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, S. 185)



Jung, Hans Nickel:

27.8.1660 ist Hans Nickel *Jung als Müller in Wolfstein ++++klären : welche Mühle++++; sein Bruder, nun in Frankelbach woh­nend, hat bei einem Mühlarzt in der Mühle zu Dürkheim gearbeitet (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 79 Nr. 2913).



Jung, Hermann:

1733 war Hermann Jung Müller auf der 1. Pfeifermühle oder obersten Pfeifermühle in Weilerbach; sowohl die Familie des Hamann *Jung und des Hermann Jung lebten, wie sich aus den Eintragungen im reformierten Kirchenbuch ergibt, zeitgleich auf der Obersten Pfeifermühle; °° mit Maria Elisabetha *Jung geb. NN († 15.4.1747, beerd. Weilerbach; vgl. Seiter, a.a.O., S. 242); Vater des Johann Adam *Jung, bei dessen Taufe am 31.5.1733 der Müller von der Oppensteiner Ölmühle Wilhelm Schöneberger Pate war (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S. 9); Vater des am 21.4.1737 in Weilerbach beerdigten einjährigen Sohnes NN. Jung (vgl. Seiter, a.a.O., S. 238); Vater des Kindes NN. Jung (* 4.2.1738 Weilerbach; Patin ist Margarethe Veld von der Oppenheimer Mühle) (vgl. Seiter, a.a.O., S. 17); Vater des NN. Jung (~ 19.6.1739 Weilerbach) (vgl. Seiter, a.a.O., S. 21)+++zu klären ist die Verwandtschaft zu Valentin Jung, der von der obersten Pfeifermühle stammt und im Kirchenbuch 1733 als Pate erwähnt ist (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S.11).



Jung, Jakob:

um 1745 Müller auf der Altmühle unter Pfeffelbach. +++prüfen: er könnte ein Verwandter des Müllers auf der Schwarzenborner Mühle oben an Pfeffelbach, Nickel *Jung sein +++++ in der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt (vgl. Mühlenprotokoll von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7): “Die Alt­mühle unten an Pfeffelbach erhält das durch einige Quellen verstärkte Wasser, das von der Schwarzenborner Mühle Mühle kommt. Das 11 Schuh hohe oberschlächtige Wasserrad treibt nur 1 Mahlgang. Erbbeständer ist Jakob Jung, gibt jährlich in die Kirchenschaff­nei Kusel 12 ½ Ma. Frucht, halb Korn und halb Hafer. Prozeß wegen des Bannrechts von Schwarzerden und Pfeffelbach.“ (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 214).



Jung, Jodocus:

um 1771 Müller (?) auf der Antesmühle bei Sienhachenbach; am 3.7.1771 wird Jodocus Jung „ex Mühle bei Oberreidenbach“ (= An­tesmühle nördlich von Sienhachenbach) als Pate bei der Taufe des Anna Maria Weis erwähnt, die auf der Antesmühle stattfand (vgl. Jung: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/ Glan, a.a.O., S. 451)



Jung, Johannes:

s. Hans (Johannes) *Jung



Jung, Johannes:

um 1836 Ölschläger in Edenkoben; °° mit Catharina Weisbrodt; Vater des Franz Jung († 2.3.1836 Edenkoben) und der Luise Jung († 7.3.1836 Edenkoben); (vgl. „Der Eilbote Landau“ - Edenkober Anzeigenblatt vom 9.4.1836)



Jung, Johann Adam:

~ 31.5.1733 Obere Pfeifermühle in Weilerbach - 21.12.1788 Obere Pfeifermühle Weilerbach (vgl. Seiter, a.a.O., S. 286); Sohn des Müllers Hermann Jung und der Elisabeth NN. (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Wei­lerbach 1736-1789, a.a.O., S. 9).



Jung, Johann Adam:

vor 1749, vermutlich schon 1744 err.; ab 1742 Müller auf der Mückenmühle in Eulenbis; Sohn des Müllers Valentin *Jung; er er­hält als Nachfolger seines verstorbenen Vaters 1742 den Erbbestand über die Mückenmühle; °° mit Anna Sara NN. (vgl. Scheuer­mann: Eulenbis, a.a.O., S. 190).


Am 6.3.1742 vergibt der Landkomtur Johann Philipp von und zum Steincallenfels für die Deutschordenskommende Einsiedel die auf Mückenhauser Bann gelegene Mühle nach „absterben“ des bisherigen Erbbeständers Valentin Jung im Jahr 1741 dessen ältestem Sohn Johann Adam Jung, dem das Erbbestandsrecht bei der Erbteilung zugefallen war, und dessen Ehefrau Anna Sara. Inbegriffen ist das angrenzende Ackerfeld, genannt der Oppenberg. Weiter heißt es: Bedingungen wie am 20.12.1710 (vgl. Armgart: Urkunden Deutschordenskommende Einsiedel, a.a.O., S. 438 Urk. Nr. 532).


Das Sterbedatum errechnet sich aus der Angabe im Kirchenbuch. 1744 und 1747 ist im Kirchenbuch der Peter *Jung von der Mückenmühle aufgeführt, der auch Pate bei dem Müller Mühlberger von der Mückenmühle ist, und umgekehrt (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S. 40, 41). Auch beim späteren Verkauf der Mückenmühle am 27.5.1749 heißt „Nicol und Peter Diehl von Eulenbiß sowie Anna Elisabetha, Ehefrau des abgewichenen Peter Jungen, unter Beistand ihres Bruder Peter Diehl von Stockborn,verkaufen zum Besten ihres“enkels und pflegkind Johann Adam Jung“ und der zweiten Frau und des Erben Johann Philipp, damit der Zins und „die bißhero aufgelaffene herrschaftliche schuldigkei­ten nicht weiter anwachßen“, das Erbbestandsrecht an der des „Teutsch ordens commend Einsiedel erbbeständlich relevierende Mückenmühl sambt appertinentien, wozu auch die kelter gehörig, … „an Peter Weis, gemeindsmann zu Hitschenhausen“ gegen 1200 Gulden sowie 7 Gulden 30 Kreuzer „tranckgeld und vier Malter Korn an aufgelaufener bestands schuldigkeit.“ Der Käufer wird auch den „inspectorem Pollich und die Stephanische Kinder zu Lautern ratione ihrer fordersambst befriedigen (vgl. Armgart: Urkun­den Deutschordenskommende Einsiedel, a.a.O., S. 445 Urk. Nr. 547). Mithin dürfte der Müller Johann Adam Jung bereits 1744 verstorb­en sein.


Die Mühle wurde wohl in ungeteilter Erbengemeinschaft durch seinen jüngeren ? Bruder Peter Diehl fortgeführt. Nach dessen Ver­schwinden und Hinterlassung von Schulden wird die Mückenmühle am 27.5.1749 Peter Weis aus Hütschenhausen verkauft (vgl. Armgart: Urkunden Deutschordenskommende Einsiedel, a.a.O., S. 445 Urk. Nr. 547; Abschrift LA Speyer Best. D51 Nr. 239).



Jung, Johann Adam:

von der Oppensteiner Mühle in Olsbrücken; Sohn des Müllers auf der Oppensteiner Mühle Johann Jakob *Jung und der Susanna Schönenberger. Er ist als Pate bei der Taufe der Maria Cath. Plauth am 7.6.1744 ins Kirchenbuch von Weilerbach eingetragen (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S. 33). °° Katharina Elisa­betha Eicher aus Hirschhorn.


Nach dem Tod des Müllers Johann Jakob Jung ( Frühjahr 1747) sollte die Oppensteinermühle an den Sohn Johann Adam Jung fal­len, der jedoch die Übernahme der Mühle wegen der vielen darauf lastenden, aus dem Neubau der Neumühle Olsbrücken stammen­den Schulden ablehnte. Seitens der kurfürstlichen Verwaltung wurde die Mühle daraufhin nach längeren Verhandlungen am 30.6. 1750 an den Müllermeister Johannes *Gehm aus Katzweiler gegen Zahlung von 3250 Gulden übertragen (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 79).



Jung, Johann Adam:

~ 31.5.1733 Oberste Pfeifermühle in Weilerbach - 21.12.1788 Obere Pfeifermühle Weilerbach (vgl. Seiter, a.a.O., S. 286); Sohn des Müllers Hermann *Jung und der Maria Elisabetha NN.; Müller auf der Obersten Pfeifermühle im Weilerbach; Vater der Maria Katha­rina Jung (°° 20.2.1798 in Sambach mit Peter Heyl (vgl. reformiertes Kirchenbuch Otterberg; abgedruckt bei Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S. 234)



Jung, Johann Balthasar:

um 1742; von der Pfeifermühle (wohl Weilerbach); er erscheint am 15.11.1742 als im reformierten Kirchenbuch von Weilerbach bei der Taufe des Johann Balthasar Wagner (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S. 29); erneut Pate am 19.3.1744 bei der Taufe Maria Susanne Jung, der Tochter des Hamann Jung von der Pfei­fermühle in Weilerbach; er wird bezeichnet als: "Joh. Balthasar Jung, Weilerbach" (vgl. Seiter, a.a.O., S. 32).



Jung, Johann Jakob:

Frühjahr 1747 Oppensteinermühle Olsbrücken; unbekannter Herkunft, wohl von der Schmeißbacher Mühle in Kreimbach-Kaul­bach; Müller auf der Oppensteiner Mühle; °° um 1719 (err.) mit Susanna Schönenberger (geb. 1692), der Tochter des Oppensteiner Müllers Johann Peter *Schönenberger und Schwester des späteren Müllers auf der Ölmühle bei der Oppensteiner Mühle, Wilhelm *Schönenberger. Dieser Wilhelm Schönenberger erhielt von seinen Eltern 1710 die Ölmühle. Die Eheleute Jung übernehmen von den Eltern um 1719 die Mahlmühle auf der Oppensteiner Mühle (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppenstei­ner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 78-79; Weidmann, Schul-, Medizin- und Wirtschaftsgeschichte, Bd. III, S. 212-213; Weber: Mühlen und des Müllerhandwerks, a.a.O., S. 241).


Aus der Ehe Jung/Schönenberger stammen acht Kinder, die zwischen 1711 und 1735 geboren wurden. Vater von Hans Valentin Jung (°° mit Anna Margaretha NN.), Johann Wilhelm Jung (°° Anna Magdalena Rink aus Morbach), Johann (Hans) Adam *Jung (°° Ka­tharina Elisabetha Eicher aus Hirschhorn), Anna Margaretha Jung (°° mit dem Küfer Valentin Bender aus Höringen, verzogen nach Sulzbach), Katharina Susanna Jung (°° Johann Philipp Walther, Ackersmann in Frankenbach), Anna Barbara Jung (°° Johann Adam Jung, Ackersmann in Olsbrücken), Johann Peter Jung (°° Christina Zimmermann aus Hirschhorn) und Johann Jung (reformiertes KB Katzweiler und Weilerbach; vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 79).


Jung erbaute von 1725-1728 die Neumühle in Olsbrücken. Er geriet geriet durch den Neubau in derartige Schulden, daß er schon 1728 gezwungen war, die Mühle zunächst an einen Hanß Müller aus Markirchen, und weil dieser zahlungsunfähig war, dann an Cas­par de *Larbe aus Ramstein zu verkaufen (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Ols­brücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 79). (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Ols­brücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 79).


Jacob Jung “von der Oppensteiner Mühle” war am 28.5.1739 Pate bei der Taufe des Johann Valentin Plauth aus Eulenbis (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S. 9, 25) (von der Oppensteiner­mühle; Tochter des Hanß Schönenberger und der Anna Margaretha Weber) (vgl. Schneider, Hermann: Das Müllergeschlecht Schö­nenberger auf der Oppensteinermühle bei Olsbrücken; in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, S. 185).


Nach dem Tod des Müllers Johann Jakob Jung ( Frühjahr 1747) sollte die Mühle an den Sohn Johann Adam Dietz fallen, der jedoch die Übernahme der Mühle wegen der vielen darauf lastenden, aus dem Neubau der Neumühle stammenden Schulden ablehnte. Sei­tens der kurfürstlichen Verwaltung wurde die Mühle daraufhin nach längeren Verhandlungen am 30.6.1750 an den Müllermeister Jo­hannes *Gehm aus Katzweiler gegen Zahlung von 3250 Gulden übertragen (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 79).



Jung, Johann Wilhelm:

um 1671 war Johann Wilhelm Jung der Müller auf der Schmeißbachermühle (vgl. Schneider, Hermann: Das Müllergeschlecht Schö­nenberger auf der Oppensteinermühle bei Olsbrücken; in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, S. 185); Sohn des Müllers auf der Schmeißbacher Mühle NN. Jung.


Er ist möglicherweise der Sohn oder anderer Verwandter ++++prüfen++++ des Hans (Johannes) *Jung, der um 1663 der Müller auf der Schmeißbachermühle war [Anm.: zuvor Spitalmüller in Kaiserslautern] (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 79 Nr. 2916).


Bruder der Elisabetha Jung von der Schmeißbachermühle (°° am 14.4.1670 in der Zweikirche bei Wolfstein mit dem Müller [Anm. ihrem späteren Schwager] auf der Oppensteinermühle, Hanß Peter Schönenberger); °° am 8.8.1671 in der Michaeliskirche in Kaul­bach mit Margaretha Schönenberger, der jüngsten Tochter des Müllers Hanß *Schönenberger von der Oppensteiner Mühle bei Ols­brücken und der Anna Margarethe Weber (1657 Oppensteiner Mühle) (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Op­pensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964. 78).



Jung, Johann Wilhelm:

1668-75 Betreiber der Lambsheimer Mühle (vgl. Klein, Günter: Die Lambsheimer Mühle, a.a.O., ohne Paginierung).



Jung, Maria Elisabeth:

15.4.1747 Weilerbach; geb. NN; Ehefrau des Müllers Hermann Jung (auch als Hamann Jung bezeichnet) von der Obersten Pfeifer­mühle in Weilerbach; sie erscheint im reformierten Kirchenbuch Weilerbach am 14.11.1739 als Patin: “Maria Elisabetha von Hamann Jung von der obersten Pfeifermühle” (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S. 22); erneut im reformierten Kirchenbuch von Weilerbach erwähnt am 14.6.1743 bei der Taufe des Wilhelm Pe­ter Mast, als: “Hamann Jungs Efr.” (vgl. Seiter, a.a.O., S. 30); Kinder s. Angaben bei Hermann Jung; † 15.4.1747, beerd. Weilerbach (vgl. Seiter, a.a.O., S. 242



Jung, Mathäus:

aus Hatzenbühl; um 1798 err. Müller auf der Leistenmühle bei Kandel (gelegen zwischen Hatzenbühl und Minderslachen); °° mit Anna Maria Pfalz; Vater der Maria Anna Pfalz (geb. 9.5.1798 Hatzenbühl) (vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 338).



Jung, Matthias:

um 1679 – 16.4.1764 im Alter von 85 Jahren; katholisch; „ex mola Antesmuhl prope Oberreidenbach“ (s. Antesmühle bei Sienha­chenbach), d.h. er stammt aus der Antesmühle bei Oberreidenbach (im Hunsrück östlich vom Truppenübungsplatz Baumholder) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offen­bach/Glan, a.a.O., S. 211). °° Anna Elisabeth Bauer; Vater des Johann Adam Jung, geb. „in Mühle im Antestal bei Oberreidenbach vulgo Antons-Mühle“ (vgl. Jung, a.a.O., S. 212).



Jung, Nickel:

um 1746 Müller auf der Schwarzenborner Mühle oben an Pfeffelbach. +++prüfen: er könnte ein Verwandter des Müllers auf der Alt­mühle unten an Pfeffelbach, Jakob *Jung sein +++++In der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lich­tenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt (vgl. Mühlenprotokoll von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7): “Die Schwar­zenborner Mühle oben an Pfeffelbach hat das Wasser, das von Reichweiler herunterkommt, liegt ¼ Stunde oberhalb Pfeffelbach. Das 17 ½ Schuh hohe Wasserrad treibt 1 Mahlgang, 1 Schälgang soll errichtet werden. Geringe Kapazität. Der Erbbeständer Nickel Jung entrichtet als Pacht 2 Ma. Korn und 2 fl, desgleichen 3 fl für einen Weiher auf Schwarzerdener Bann“ (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 214).



Jung, Peter:

um 1744; von der Mückenmühle in Eulenbis; +++prüfen+++ wohl des Sohn des Müller auf der Mückenmühle Valentin *Jung und jüngerer Bruder des Johann Adam Jung+++, ist am 20.2.1744 als Pate im reformierten Kirchenbuch Weilerbach erwähnt (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S. 32) und erneut am 1.12.1744 (vgl. Seiter, a.a.O., S. 34), am 4.4.1747 bei der Taufe der Anna Catharina Mühlberger, der Tochter des Müllers von Mückenmühle Philipp *Mühlberger (vgl. Seiter, a.a.O., S. 40); °° mit Anna Elisabeth Diehl (Schwester des Peter Diehl von Stockborn) (vgl. Arm­gart: Urkunden Deutschordenskommende Einsiedel, a.a.O., S. 445 Urk. Nr. 547); Vater des Johann Philipp Jung (geb. 25.10.1747 Weilerbach; ~ am folgenden Sonntag) (vgl. Seiter, a.a.O., S. 41).


Der Müller Peter Jung hat den Erbpachtzins nicht gezahlt, denn in einer Urkunde der Deutschordenskommende Einsiedel vom 9.4.1750 wird er als „der flüchtige Peter Jung“ bezeichnet, der „zuvor“ die Mückenmühle besessenen hatte (vgl. Armgart: Urkunden Deutschordenskommende Einsiedel, a.a.O., S. 447 Urk. Nr. 552). Bereits am 27.5.1749 / 4.6.1749 heißt es: Nicol und Peter Diehl von Eulenbiß sowie Anna Elisabetha, Ehefrau des abgewichenen Peter Jungen, unter Beistand ihres Bruder Peter Diehl von Stock­born,verkaufen zum Besten ihres“enkels und pflegkind Johann Adam Jung“ und der zweiten Frau und des Erben Johann Philipp, da­mit der Zins und „die bißhero aufgelaffene herrschaftliche schuldigkeiten nicht weiter anwachßen“, das Erbbestandsrecht an der des „Teutsch ordens commend Einsiedel erbbeständlich relevierende Mückenmühl sambt appertinentien, wozu auch die kelter gehörig, … „an Peter Weis, gemeindsmann zu Hitschenhausen“ gegen 1200 Gulden sowie 7 Gulden 30 Kreuzer „tranckgeld und vier Malter Korn an aufgelaufener bestands schuldigkeit.“ Der Käufer wird auch den „inspectorem Pollich und die Stephanische Kinder zu Lau­tern ratione ihrer fordersambst befriedigen (vgl. Armgart: Urkunden Deutschordenskommende Einsiedel, a.a.O., S. 445 Urk. Nr. 547).


Peter Diehl hat den Erbpachtzins für die Mückenmühle nicht gezahlt, denn in einer Urkunde der Deutschordenskommende Einsiedel vom 9.4.1750 wird er als „der flüchtige Peter Jung“ bezeichnet, der „zuvor“ die Mückenmühle besessenen hatte (vgl. Armgart: Ur­kunden Deutschordenskommende Einsiedel, a.a.O., S. 447 Urk. Nr. 552).



Jung, Philipp:

um 1695; Müller in Alsenz (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 184); er schildert in einem Schreiben.von 1692 an die Regierung in Zweibrücken die Situation in Alsenz während des pfälzischen Erbfolgekrieges: “... ist sonder Zweifel bereits von anderen Sollicitanten untertänigst supplicando hinterbracht worden, in weß mißerablen Standt der Fleken Alsenz ... im Monat Sep­tember und Oktober vorigen Jahres von denen königlichen französischen Völkern ganz unvermutet gesetzt, beraubt und geplündert worden seye.” Der Müller verlor “62 Malter Spelz, 13 Schweine, großes und kleines Rindvieh und Mobilien” (vgl. LA Speyer C38 Nr. 133/1-3; zitiert nach Weber: Mühlen und des Müllerhandwerk, a.a.O., S. 184 und Stürmer:

Mühlenrecht, a.a.O., S. 11).



Jung, Valentin:

1736 oder 1741: seine Frau ist 1736 als "Witwe des Valentin Jung" Patin bei der Taufe der am 4.3.1736 geborenen Maria Magdale­na Schuff angegeben (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S. 11); dagegen ergibt sich das Todesjahr 1741 (vgl. Scheuermann: Eulenbis, a.a.O., S. 190; Armgart: Urkunden Deutschordenskom­mende Einsiedel, a.a.O., S. 438 Urk. Nr. 532) aus der Urkunde der Deutschordenskommende vom 7.3.1742. Darin heißt es: Am 6.3.1742 vergibt der Landkomtur Johann Philipp von und zum Steincallenfels für die Deutschordenskommende Einsiedel die auf Mückenhauser Bann gelegene Mühle nach „absterben“ des bisherigen Erbbeständers Valentin Jung im Jahr 1741 dessen ältestem Sohn Johann Adam Jung, dem das Erbbestandsrecht bei der Erbteilung zugefallen war, und dessen Ehefrau Anna Sara. Inbegriffen ist das angrenzende Ackerfeld, genannt der Oppenberg. Weiter heißt es: Bedingungen wie am 20.12.1710 (vgl. Armgart: Urkunden Deutschordenskommende Einsiedel, a.a.O., S. 438 Urk. Nr. 532).


Zunächst Müller auf der obersten Pfeifermühle in Weilerbach (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S. 12); 1733 verkauft der Müller auf der Mückenmühle in Eulenbis David *Jung mit Ein­verständnis der Deutschordenskomturei Einsiedel das Erbbestandsrecht über die Mückenmühle an Valentin Jung. Dieser ist Kaufver­trag bezeichnet als "Gemeinsmann und Oberpfeifenmüller zu Weilerbach"; der Kaufpreis betrug 700 Gulden (vgl. Scheuermann: Eu­lenbis, a.a.O., S. 188/190; LA Speyer Best D51 Regesten Nr. 250; Armgart: Urkunden Deutschordenskommende Einsiedel, a.a.O., S. 427 Urk. Nr. 512).


In der Urkunde der Deutschordenskommende Einsiedel vom 1.12.1733 heißt es: Der Landkomtur Johann Philipp von und zum Stein­callenfels genehmigt aufgrund eines Berichtes der „verwalthers Jacobi Diel“, daß der bisherige Erbbeständer David Scholl sein Erb­bestandsrecht nebst Überbesserung an der Auf Mückenhauser Bann gelegenen Mühle an den kurpfälzischen „gemeinsmann und Oberpfeifermüller zu Weilerbach Valentin Jung“ gegen 700 Gulden verkauft. Er vergibt die Mühle samt dem angrenzenden Ackerfeld am Oppenberg an Valentin Jung un dessen Ehefrau Maria Elisabetha im Erbbestand (vgl. Armgart: Urkunden Deutschordenskom­mende Einsiedel, a.a.O., S. 427 Urk. Nr. 512).


Valentin ist verschiedentlich als Pate im Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach erwähnt: er ist am 2.4.1733 Pate bei der Taufe der Anna Margarethe Brug aus Weilerbach (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S.11); er ist weiterhin am 5.12.1734 in Weilerbach als “Müller auf der obersten Pfeifermühle” Pate bei der Taufe der Maria Sara Jung (vgl. Seiter, a.a.O., S. 12) +++zu klären ist die Verwandtschaft zu Hermann Jung, der von der obersten Pfeifermühle stammt und im Kirchenbuch 1733 als Pate erwähnt ist (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfar­rei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S.9); seine Witwe NN. ist als "Witwe des Valentin Jung" Patin bei der Taufe der am 4.3.1736 gebo­renen Maria Magdalena Schuff (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S. 11);


°° mit Maria Elisabeth NN. (vgl. Armgart: Urkunden Deutschordenskommende Einsiedel, a.a.O., S. 427 Urk. Nr. 512). Vater des Jo­hann Adam *Jung, der 1742 den Erbbestandsbrief über die Mückenmühle erhält (vgl. Scheuermann: Eulenbis, a.a.O., S. 190; Arm­gart: Urkunden Deutschordenskommende Einsiedel, a.a.O., S. 438 Urk. Nr. 532) und wohl auch des jüngeren Sohnes Peter *Jung.



Jung, Velten:

vor 1739; Müller auf der zweiten Weilerbacher Mühle +++er dürfte m.E. identisch sein mit dem Müller Valentin *Jung++++; in der Mühlenbeschreibung des Oberamts Lautern von 1739 (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29) wird die zweite Weilerbacher Mühle wie folgt beschrieben: “ist Eigentum von Velten Jungs Wittib. 1 Mahl- und 1 Schälgang. Gibt für den Wasserfall 2 Malter Korn und 4 Kappen.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 239)



Junker, Gottfried:

um 1835 Müller in Bergzabern; Bruder (?) des Christian *Junker, Müller in Albersweiler. Nach dem Tod des Müllers Christian *Jun­ker wurde am 3..11.1835 dessen Mühle in Albersweiler zur Auflösung der bestehenden Erbengemeinschaft versteigert. Bei dieser Versteigerung war der Gottfried Junker, Müller, in Bergzabern wohnhaft, als Nebenvormund der Kinder beteiligt (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 5.9.1835, Nr. 36, S. 141). .++++klären: welche Mühle+++++



Junker, Johannes:

aus Hanhofen; bis 1736 Müller und Besitzer der „Oberen Mühle“ in Hockenheim.



Junker, Johann Michael:

1835 Albersweiler; 1821 und noch 1835 war NN. Junker als Müller in Albersweiler auf der Junker'schen Mühle; Bruder (?) des Müllers Gottfried Junker; °° II mit Ester Barbara Cullmann; aus der 1. Ehe stammen mehrere Kinder die 1835 noch minderjährig wa­ren; aus der 2. Ehe stammen zwei minderjährigen Kinder (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 5.9.1835, Nr. 36, S. 141).


Der bei ihm beschäftigte Müllersbursche Peter Bell von Brenschelbach wurde beschuldigt, zu Lasten des Müllers Junker bei einem Diebstahl u.a. 20 Gulden gestohlen zu haben. Bell wurde daraufhin steckbrieflich gesucht (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 41 vom 22.5.1821 Beilage, S. 308).


Nach dem Tod des Müllers Junker wurde am 3..11.1835 die Mühle zur Auflösung der bestehenden Erbengemeinschaft versteigert, nämlich „eine zu Albersweiler an der Hauptstraße gelegene Mühle mit drei Mahlgänge, einem Schählgang, Oehlmühle, Wohnhaus, Scheuer, Stallung, Keller und Gärtchen, neben Johannes Edinger, taxirt 10000fl ...“ (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 5.9.1835, Nr. 36, S. 141). Bei dieser Versteigerung war der Gottfried Junker, Müller, in Bergzabern wohnhaft, als Nebenvormund der Kinder beteiligt (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 5.9.1835, Nr. 36, S. 141).



Justus, Heinrich:

aus Breunigweiler; 1795 Papiermüller in Göttingen; er erhielt 1795 von der nassau-weilburgischen Verwaltung einen sog. Heimat­schein (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 1310: „Erteilung eines Heimatscheins für August Justus aus Breunigweiler, Papiermüller zu Göttingen, 1795“).



Justi, Christian:

ab 1716 Müller auf der Rohmühle Heiligenmoschel; zuvor Müller aus Roth bei Meisenheim; er interessierte sich für den Wiederauf­bau der zerstörten Rohmühle bei Heiligenmoschel. Er versprach die Mühle aufzubauen, wenn er sie erbbeständlich erhalten würde und neun Morgen schlechter Äcker am Berg bepflanzen darf, da die anderen verpachtet waren. Er möchte auch 60 Baumstämme gra­tis zum Aufbau der Mühle bekommen, sechs Malter Korn liefern, für die Wiesen und Gärten um die Mühl vier Gulden Zins zahlen, nicht gezwungen werden, den Mühlwoog mit Wasser zu füllen, da die Instandsetzung mindestens 100 Gulden kosten würde. Außer­dem will er das Wasser direkt in die Mühle leiten. Weiterhin verlangt er nicht zu Geldabgaben oder Frondiensten herangezogen zu werden und die Mühle zur Bannmühle erklärt wird, d.h. alle Heiligenmoscheler, es sind etwa 20 Familien, müssen dort mahlen las­sen. Er glaubt, bis Frühjahr 1716 wieder mahlen zu können. Da kein anderes Gebot vorhanden war, willigte Zweibrücken am 23. Mai 1715 ein, nachdem über 70 Jahre keine Erträgnisse zu erhalten waren. Bis 1721 lief alles gut, aber dann bekam er Schwierigkeiten mit der Gemeinde wegen Abgaben und verklagte 1723 die Gemeinde, weil sie in fremden Mühlen mahlen lassen würde. Das ge­spannte Verhältnis bewegte ihn, 1725 die Mühle mit dem Niedermüller zu Jeckenbach Casimir Mühlberger zu tauschen (aus: Steine­brei, Hans: Die Rohmühle bei Heiligenmoschel; in: Heimatjahrbuch des Landkreises Kaiserslautern 2001, S. 99-105).


Im deutsch-reformierten Kirchenbuch von Otterberg ist am 30.3.1723 als Patin eingetragen die „Anna Elisabeth …. Müllerin von Heiligenmoschel (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 120 Nr. 1110).



Jutzi, Familie:

unterschiedliche Schreibweise, auch Judci, Jutzy. Die Familie war auch auch auf der Obermühle in Obermoschel ansässig (vgl. We­ber, Friedrich Wilhelm: Die Mahl- und Sägemühle in Alsenbrück; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1983 S. 36 ff).



Jutzi (Jutzy), Georg Konrad:

auch „Jutzy“; geb. in der Obermühle in Obermoschel - ++++; Müller auf der Schloßmühle in Reipoltskirchen und später in der Dorf­mühle Sitters. Sohn des Müllermeisters auf der Obermühle in Obermoschel, Johann Adam Jutzy (err.). ++++prüfen++++


Er kaufte von dem vormaligen Haus-Hofmeister der Herrschaft Reipoltskirchen, Johann Philipp *Stumpf, Eigentümer der Schloß­mühle Reipoltskirchen (vgl. LA Speyer Best C23 Nr. A 17/4 fol 5, 5r iVm. S. 6r), die Schloßmühle im Jahr 1775 für 2150 fl und 50 fl Trankgeld an den Müller Georg Conrad Jutzy aus Obermoschel („des dortigen Müllermeister Jutzys Sohn“) und beantragte mit Schreiben an Herzog Christian IV. von Pfalz-Zweibrücken (!) dessen Zustimmung zum Verkauf (vgl. LA Speyer Best C23 Nr. A 17/4 fol 5, 5r iVm. S. 6r). Dieses Schreiben gelangt auf dem üblichen Dienstweg an das pfalz-zweibrückische Oberamt Meisenheim. In ei­nem Aktenvermerk des Oberamts Meisenheim vom 12.9.1775 heißt es: „Die verkaufte Mühle bestehet aus zwey Wasser Räder und gehet der Schalgang in einem Trilles, daß wann also geschahlt wird nur mit einem gang gemahlen werden kan....“ Zugleich erteilte das Oberamt sein Einvernehmen und sandte den gesamten Vorgang an die pfalz-zweibrückische Regierung mit der Bitte um Geneh­migung und Ausfertigung eines Erbbestandsbriefs für den Käufer Jutzy. Mit Vermerk vom 19.9. 1775 verwies die Regierung in Zwei­brücken den Vorgang an das Oberamt zurück, mit der Anweisung diesen mit eine Abschrift des letzten Erbbestandsbrief wieder vor­zulegen und mitzuteilen, welche Pacht der Stumpf von dem Müller bezogen hätte (vgl. LA Speyer Best C23 Nr. A 17/4 fol 5, 5r iVm. S. 6r). Mit Schreiben vom 30.9.1775 an die pfalz-zweibrückische Regierung überreichte das Oberamt Meisenheim den angeforderten Erbbestandsbrief und teilte mit, daß Johann Philipp *Stumpf die Schloßmühle Reipoltskirchen an den Lehensmüller Johannes Knapp verpachtet hatte. Knapp erhalte als Mahllohn 1/3 vom Malter während der Anteil von Stumpf 2/3 betrug (vgl. LA Speyer Best C23 Nr. A 17/4 fol 7: Aktenvermerk vom 30.9.1775 des Kellers Kaufmann vom Oberamt Meisenheim an pfalz-zweibrückische Regie­rung). Nun wurde die zweibrückische Regierung ungeduldig und erteilte dem Kellern Kaufmann vom Oberamt Meisenheim mit Schreiben vom 10.10.1775 einen Rüffel: „Remittatur um noch zu berichts, ob es nicht wärth seye, das sub protimiseos zu exerciren fertig (?) zu fundiren und Bericht: beyzufügen, was hiernach jährl: Von dieser Mühle an Pfacht geben wolle (vgl. LA Speyer Best C23 Nr. A 17/4 fol 7). Der Keller Kaufmann erteilte daraufhin am 19.10.1775 „Unterthänigsten Bericht“ und führte aus, daß das Was­serhaus der Mühle neu erbaut werden müsse bei Kosten von 150 fl, zudem sei die Mühle gemeinschaftlich (!), weshalb der Käufer „nur 120 fl jährlich Canonem nebst dem ordinairs Frucht Pfacht geben will.“ Das Oberamt vertrat in diesem Schreiben nunmehr die Ansicht, daß die Zustimmung zum Verkauf unter diesen Konditionen keinen ausreichenden Ertrag erbringen würde. Es schlug vor, die Errichtung einer Ölmühle zu der Mahlmühle zu genehmigen, „weilen in dasiger Gegend solche rar sind, so könnte selbige etwa 300 -350 fl Kosten, dahingegen aber jährlich 40-50 fl hernach eintragen.“ Das Oberamt schlägt weiter vor: „Gegenwärtiger Theobald *Bastian ist in der Ingweiler Mühle gewesen und ist ein guter Müller, stehet dermalen in accord die Meddarder Mühle zu haben, wel­chen noch bis daher abgehalten ….“ (vgl. LA Speyer Best C23 Nr. A 17/4 fol 8, 8r). Zur Vermeidung von Schwierigkeiten resultie­rend aus dem gemeinschaftlichen Eigentum wurde zudem vorgeschlagen, die Mühle aus dem Miteigentum des Johann Philipp Stumpf „auszulösen“ (vgl. LA Speyer Best C23 Nr. A 17/4 fol 10).


Im Ergebnis des sich länger hinziehenden Verwaltungsverfahrens erhielt der Georg Conrad Jutzy die Reipoltskirchener Schloßmühle. Er beantragt am 15.3.1777 eine Reduzierung der Pacht, weil er durch die „in diesem Jahr …. eingefallene große und wilde Gewässer nicht nur der Bachstaden an meiner Mühle … auf 5 Schuh hoch erhöht, sondern auch die auf Zweybrücker Bann daran gelegene herr­schaftliche pfalz zweybrückische Lohwiesen dergestalt mit Schutt und Steinen überführet und dadurch verursachet worden, daß das Waßer in seinem Fortlauf gehemmt, und an meine Mühle so sehr zurückgetrieben wird, daß ich schon seit einem Vierteljahr wenig und anjedtzo gar nicht mehr mahlen kann“ (vgl. LA Speyer Best C23 Nr. A 17/4 fol 17). Der Müller Jutzy schlug vor, den Bachlauf zu verändern und „einen neuen Bachstaden“ durch die herrschaftliche Wiese verlegen zu lassen (vgl. LA Speyer Best C23 Nr. A 17/4 fol 17r-18). Nachdem die zweibrückischen Verwaltung zuzustimmen geneigt ist, stimmt auch die am Kondominium Reipoltskirchen beteiligte Herrschaft Hillesheim zu: „Ob wolen es Hillenheimischer Seith nicht recht ist, daß dem Supplikanten geholfen wird, wei­len derselbe ein Zweibrück: Leibeigener ist, und er sich gegen deren Willen in hiesigem Lande copulieren lassen, so ist es doch nicht mehr als billig, wenn … Supplicant ferner den Pfacht auf jede Seite mit 5 Malter Korn liefern soll, daß ihme auch an Handen gegan­gen wird ..“ (vgl. LA Speyer Best C23 Nr. A 17/4 fol 18r). In der Folge wird dem Müller Jutzy am 14.4.1777 ein Stück der herr­schaftlich-zweibrückischen Wiese gegen Zahlung von 8 fl 9Xer verkauft zur Anlage des neuen Mühlgrabens (vgl. LA Speyer Best C23 Nr. A 17/4 fol 22r, 23).


Damit war die Angelegenheit jedoch nicht abgeschlossen, denn Jutzi war wohl nicht mehr am Weiterbetreiben der Mühle interessiert. Der pfalz-zweibrückische Amtskeller Kaufmann berichtet am 6. 6.10.1777 an die herzogliche Verwaltung, daß der Müller Jutzi seine erbbeständliche Mahlmühle für 2200 fl an Valentin Eckhardt von Dielkirchen verkauft habe, wozu die Regierung am 11.10.1777 ihre Approbation erteilt (vgl. LA Speyer Best C23 Nr. A 17/4 fol 26).


Hintergrund war: 1777 kaufte der Müller Georg Conrad Jutzi, der aus der Obermoscheler Obermühle stammte, die Dorfmühle Sitters. Dieser hatte um 1774/75 die Mühle in Reipoltskirchen gekauft und war mit der NN. Scherer aus Nußbach verheiratet, einer Tochter des Gerichtsschöffen Scherer, eines gut situierten Mannes. Diese starb unter Hinterlassung von Kindern. Jutzi verehelichte sich wie­der. 1777 gab er die Reipoltskircher Mühle auf und erwarb von der Witwe Anna Eva Enders deren Mühle in Sitters um 900 fl. Sein Erbbestandsbrief datiert vom 13.12.1777 (vgl. Internetdatei http://www. ferienwohnung-sitters.de).


Die Durchführung des Kaufvertrages mit Valentin Eckardt aus Dielkirchen ist wohl gescheitert. Eckardt holte den seitens der Verwal­tung ausgefertigten Erbbestandsbrief nicht ab „unter allerhand Einwendungen“ und zahlte auch die angefallenen Laudemiums-Ge­bühren von 33 fl 10 bz 12 Xer nicht. Er behauptete, “der Kauff wäre schon mit des Fürsten von Isenburgs Durchlaucht mit Reipolts­kirchen richtig gewesen, ehe er die Mühle erkaufft hätte, und glaubte also den Erbbestand dorten lösen zu müssen, bald dieses bald das und der Herr Rath Sage wolte den Kauf wegen dem kleinen Stück Land welches vom Hofguth zur Mühle Verkaufft worden, zu einem Waßer Graben, nicht gelten lassen ….“ In einem Aktenvermerk der pfalz-zweibrückischen Regierung an den Amtskeller Kauf­mann wurde deshalb angeordnet, letzterer solle in Verhandlungen mit dem Rath Sage versuchen, diesen zur Einwirkung auf den Käu­fer Eckhardt zu verlassen, um die Zahlung des Laudemiums zu erreichen. Andernfalls sollte das Arrestverfahren gegen Valentin Eckardt betrieben werden (vgl. LA Speyer Best C23 Nr. A 17/4 fol 37-38r). Damit endet die Verwaltungsakte.


Dennoch scheint der Vollzug des Kaufvertrages mir Valentin Eckardt gescheitert zu sein.


Jutzi verpachtete die Mühle, nachdem er diese einige Jahre selbst betrieben hatte, „an einen schlechten Mann von Hochstetten“, der den Pachtzins schuldig blieb. Jutzi übernahm deshalb 1783 seine Mühle wieder selbst. Vermögen besaß er nicht mehr, und das von seiner ersten Frau eingebrachte Geld war aufgebraucht. Im März 1787 war er an Mühlpacht 103 fl 5 batzen und 4 pf. schuldig gewor­den. Schon 1784 war der Versuch gemacht worden, die Mühle zwangsweise zu versteigern. da aber nur 450 fl geboten wurden, er­hielt die Versteigerung nicht die Genehmigung. 1799 sollte dieselbe zur Deckung der Schulden abermals versteigert werden. da aber aus den gleichfalls versteigerten Mobilien so viel erlöst wurde, dass die Schulden gedeckt werden konnten, unterblieb die Veräuße­rung der Mühle. Jutzi konnte mit seinen Kindern auf seiner kleinen Mühle sein Auskommen nicht finden. Im Jahr 1804 finden wir ihn auf der Wolfsmühle bei Waldgrehweiler, nicht als Besitzer, sondern als Mühlknecht. Seine schulden waren auf 178 fl angewach­sen. Trotzdem fand sich wieder ein Käufer, Philipp Heinrich *Jutzi, der ebenfalls aus der Obermoscheler mühle stammte (vgl. Inter­netdatei http://www. ferienwohnung-sitters.de).



Jutzi, Johann Adam:

1756 Erbbeständer auf der Betzenmühle in Obermoschel; die Mühle hat 3 Wasserräder für 2 Mahlgänge und 1 Schälgang; der Päch­ter zahlt 6 Malter Korn als Pacht (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O, S. 228).


Im pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis des Oberamts Meisenheim, Unteramt Landsberg von 1743-1756 (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 192/1) wird die Mühle wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 228): „die Mühle hat 3 Wasserräder für 2 Mahlgänge und 1 Schälgang; der Pächter zahlt 6 Malter Korn als Pacht. Johann Adam Jutzi ist 1756 Erbbe­ständer. Er mahlt viel für den Handel.“


Vater des Müllers auf der Schloßmühle Reipoltskirchen, Georg Konrad *Jutzi ++++prüfen++++


Vater des Müllers auf der Bernstein'schen/Untermühle in Obermoschel Johann Adam *Jutzi d.J. (vgl. Jacob: Obermoschler Mühlen, a.a.O., Nordpfälzer Geschichtsverein, 1937, S. 67).



Jutzi, Johann Adam d. J.:

geb. Obermoschel - ++++; er stammte aus der Betzenmühle/Obermühle Obermoschel, Sohn des Müllers auf der Betzenmühle in Obermoschel. Bruder des Müllers auf der Schloßmühle Reipoltskirchen Georg Konrad *Jutzi ++++prüfen++++. Müller auf der Bern­stein'schen Mühle/Untermühle in Obermoschel.


1757 verlieh die von Bernstein'sche Familie die Bernsteinsche Mühle, auch Untermühle in Obermoschel an den Müller Adam Jutzi d.J. der aus der Betzenmühle/Obermühle in Obermoschel stammte; dieser erwarb die Mühle in öffentlicher Versteigerung als Erb­pachtmühle für 655 fl Erbkaufschilling. Ein Erbbestandsbrief wurde ihm aber nicht ausgestellt. Als ihm bzw. seinem Sohn und Nach­folger Hans Adam Jutzi, wegen Mangel eines Erbbestandsbriefs seine Mühle von der Herrschaft eingezogen werden sollte, wehrte er sich, auf die bezahlte Steigsumme pochend, und obsiegte. 1781 wurde ihm ein solcher ausgestellt (vgl. Jacob: Obermoschler Mühlen, a.a.O., Nordpfälzer Geschichtsverein, 1937, S. 67; der Erbbestandsbrief ist abgedruckt in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1928 Heft 4 S. 30).


°° mit NN.; Vater des Müllers und Betriebsnachfolger auf der Bernstein'schen Mühle, Johann (Hans) Adam *Jutzi vgl. Jacob: Ober­moschler Mühlen, a.a.O., Nordpfälzer Geschichtsverein, 1937, S. 67).



Jutzi, Johann (Hans) Adam:

geb. Obermoschel - ++++; Müller auf der Bernstein'schen Mühle/Untermühle in Obermoschel. Sohn des Müllers auf der Bernstein'­schen Mühle Johann Adam Jutzi d.J. und der NN. (vgl. Jacob: Obermoschler Mühlen, a.a.O., Nordpfälzer Geschichtsverein, 1937, S. 67).


1757 verlieh die von Bernstein'sche Familie die Bernsteinsche Mühle, auch Untermühle in Obermoschel an den Müller Adam Jutzi d.J. der aus der Betzenmühle/Obermühle in Obermoschel stammte; dieser erwarb die Mühle in öffentlicher Versteigerung als Erb­pachtmühle für 655 fl Erbkaufschilling. Ein Erbbestandsbrief wurde ihm aber nicht ausgestellt. Als ihm bzw. seinem Sohn und Nach­folger Hans Adam Jutzi, wegen Mangel eines Erbbestandsbriefs seine Mühle von der Herrschaft eingezogen werden sollte, wehrte er sich, auf die bezahlte Steigsumme pochend, und obsiegte. 1781 wurde ihm ein solcher ausgestellt (vgl. Jacob: Obermoschler Mühlen, a.a.O., Nordpfälzer Geschichtsverein, 1937, S. 67; der Erbbestandsbrief ist abgedruckt in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1928 Heft 4 S. 30).



Jutzi, Peter Augustin:

1774; Müller auf der Mahlmühle in Alsenbrück; Eheschließung Anna Margarethe Zimmer, der Tochter der Müllers Bernhard Zim­mer; diese brachte die Mahlmühle in Alsenbrück in die Ehe (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die Mahl- und Sägemühle in Alsen­brück; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1983 S. 36 ff).



Jutzi, Philipp Heinrich:

geb. in der Obermühle zu Obermoschel – 1825 Sitters; noch um 1813 Müller auf der Dorfmühle Sitters; er kaufte um 1804 die Dorf­mühle Sitters von dem überschuldeten Müller Georg Konrad *Jutzi, der ebenfalls von der Obermühle zu Obermoschel stammte und 1804 als Mühlknecht auf der Wolfsmühle Gaugrehweiler arbeitete. Philipp Heinrich Jutzi betrieb die Mühle im Gegensatz zu seinem Vorgänger offensichtlich mit Erfolg, denn es trat kein Pachtrückstand auf.


Mit einem Schreiben vom 9.3.1813 beschwerte sich Jutzi bei der Kirchenschaffnei Meisenheim über die Mühlpacht für seinen Erbbe­stand. Dort heißt es: „An die Herrn Kirchenschaffnerei Verwalter in Meisenheim. Bisher mußte ich von meiner in Sitters gelegenen Mahlmühle alljährlich einen Pacht von fünf Malter Korn Kreuznacher Maaßung, woran mir jedoch ein Mltr für die Contribution ver­gütet wurde, auf den kellerey Speicher zu Obermoschel liefern, oder aber denselben nach dem Fruchtpreise an Geld bezahlen. Ich, als von Obermoschel gebürtig, war mit den Gerechtsamen meiner Mühle nicht genug bekannt, lieferte also alle Jahr den obenerwähnten Pacht; allein vor kurzem stellte mir der ehemalige Besitzer der Sitterser Mühle, Conrad Jutzi ein Decret des Oberamts Meisenheim vom 13. März 1780 zu, woraus Clar erwiesen wird, daß meine Mühle eine Bannmühle ist. Gleichwie nun alle und jede Bannalitäten mit den übrigen Feudal-Rechten gänzlich aufgehoben sind, so versteht es sich auch von selbsten, daß der Pacht, welcher wegen dem Bann gehoben werden mußte, cessiret. Indem ich Ihnen meine Herrn, eine Abschrift des erwähnten Oberamts Decrets hier anzufügen die Ehre habe, bitte ich Sie mich von fernerer Lieferung meines Mühlenpachts für die Zukunft loszusprechen, und für das verflossene mich wegen dem zur Ungebühr gelieferten zu entschädigen. Ich füge die fernere Bitte bey, mir Ihre Entschließung baldmöglichst und zwar schriftlich zukommen zu lassen, und habe die Ehre, mit aller Achtung zu seyn.“ (vgl. Jacob, L.: Die Mühle in Sitters. Nach den Akten aus dem Kirchenschaffnei-Archiv Meisenheim; in: Nordpfälzer Geschichtsverein, Jg. 37, 1957, S. 159-61 und 173-76; Jg. 38, 1958, S. 201 f.).


Der Antrag war letztendlich erfolgreich die Erbpacht wurde gestrichen. Jutzi betrieb die Mühle bis zu seinem Tod 1825 weiter.
























Litera K





Kämmerer, Johannes:

24.8.1768 Minfeld – 18.11.1855 Minfeld; Sohn des Hofmanns auf dem Stift Seltzer Hof in Minfeld, Johann Georg Kämmerer und Maria Anna Bouquet; zunächst Ackersmann in Minfeld; er heiratet dann am 27.2.1792 in Minfeld die fast 13 Jahre ältere Witwe Ma­ria Elisabeth Strubel (4.10.1755 Minfeld – 17.12.1812 Minfeld), Witwe des Müllers auf der Neumühle in Minfeld, Frantz Michael Jung († 4.7.1787 Minfeld); anschließend Müller auf der Neumühle in Minfeld; trotz ihres für die damalige Zeit fortgeschrittenen Al­ters, bringt Maria Elisabeth Strubel noch drei Kinder zur Welt, zuletzt im Alter von knapp 43 Jahren (!) am 30.3.1798 die Tochter Eva Katharina Kämmerer (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 365 Nr. 1658).


Auf ihn folgte später als Müller auf der Neumühle in Minfeld der Stiefsohn Georg Jacob Jung (*19.6.1782 Minfeld); er war beim Tod des Vaters allerdings erst 4 Jahre alt war (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 365 Nr. 1620). Seine Mutter betrieb deshalb, wohl zunächst allein, und ab der Wiederverheiratung 1792 zusammen mit ihrem 2. Ehemann Johannes Kämmerer die Neu­mühle weiter.



Kärcher, Anna Katharina:

°° mit dem Müller auf der Dornmühle in Walldorf, Peter Daubmann; deren Tochter Magdalena *Daubmann (*13.1.1762 Dornmühle) heiratet am 1.2.1780 in Maudach den Ackerer und Schultheiß von Maudach Franz Josef Anton Fassott (vgl. Frosch: Einwohner von Neuhofen, a.a.O., S. 121).



Käufer, Lorenz:

um 1601 Müller auf der Daubhausmühle in Alsenz.


In der Kellerei-Rechnung des zweibrückischen Amtes Landsberg von 1601 befindet sich folgender Eintrag: „Käufer Lorenz, Müller auf der Daubhausmühle zu Alsenz, 24 alb.“ (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kellerei-Rechnung des zweibrückischen Amtes Landsberg im Jahre 1601; in: PRFK 1975, S. 248).



Kafitz/Cafitz/Kaffitz, Johann Elias:

1782 wird als Sägmüller, Ohligschläger und Taglöhner auf dem Salzwoog der Johann Elias *Kafitz/Cafitz/Kaffitz im reformierten Kirchenbuch erwähnt, der 1.10.1782 die Maria Margarethe Stilgenbauer heiratet, die Stieftochter des Hans Adam Seubert (vgl. Witt­ner: Sippenbuch Pirmasens, a.a.O., S. 385).


Literatur/Urkunden:

- Christmann, Ernst: Gaubatz und Kafitz. Zwei pfälzische Familiennamen; in: Pfälzische Heimatblätter 1961, S. 8



Kaim (Khaim), Bastian:

1608 wird Bastian Kaim (Khaim) als Müller zu Klingenmünster in einer Giltverschreibung erwähnt (vgl. LA Speyer Best. A13 Nr. 330).



Kaiser, Johann:

s. Johann *Keyser



Kammacher, Christian:

um 1719 erwähnt als Lohmüller auf der Lohmühle gegenüber der Stadtmühle in Annweiler (vgl. Biundo, Georg und Heß, Hans: Ann­weiler, Geschichte einer Reichsstadt, Annweiler 1968, S. 139); °° mit Marie Elisabeth Erlenwein; Vater der Anna Marie Kammacher (geb. ref. Annweiler 12.2.1725; °° luth. Annweiler am 26.10.1752 mit dem Schreiner in Annweiler. Johann David Holp von „Bissin­gen“ (vgl. Biundo,: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 32).


Kantz, Görg:

vor 1672 err.; Stadtmüller in Neustadt; °° mit Agneß NN. [Anm.: sie heiratet am 16.1.1672 in Neustadt als Witwe den aus Kaisers­lautern stammenden Müllerssohn Hans Conrad *Stephan, der die Stadtmühle fortführt; vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 121 Nr. 3424).



Kantz, Henrich Ludwig:

zwischen 1710 bis 1715; aus Neustadt; verheiratet mit Anna Christina N. er hatte die Stadtmühle in Neustadt geerbt, die er an 25.2.1684 an Johann Heinrich Schleicher verkaufte. 1685 kaufte Kantz die frühere Herberge "Zum güldenen Kopf" in Neustadt (vgl. Thomas, Hans und Hedwig: Die Herberge zum Kopf in Neustadt, in: Pfälzer Heimat 1975, S. 100); er könnte identisch sein Heinrich Ludwig Kantz, Gastwirt "Zum Goldenen Karpfen" in Neustadt und Vater des Johann Adolf *Kantz (vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 347 Anm. zu Nr. 4029).


wohl Sohn des Stadtmüllers in Neustadt, Görg Kantz und der Agneß NN. [Anm.: sie heiratet am 16.1.1672 in Neustadt als Witwe den aus Kaiserslautern stammenden Müllerssohn Hans Conrad *Stephan, der die Stadtmühle fortführt; vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 121 Nr. 3424).


Literatur:

- Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 121 Nr. 3423)



Kantz, Niclaus:

3.12.1596 Neustadt; Niclaus Kantz, der Stadtmüller in Neustadt wird mit einem Vermögen von 1700 fl geschatzt und zahlt 1584 Türkensteuer; er hat seinem Stiefsohn Wingerte, Wiesen und Äcker eingeräumt; Kantz stirbt am 3.12.1596 in Neustadt (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1550-1619, a.a.O., S. 40 Nr. 164).



Kapper, Johann Jodokus (Jost):

geb. in Eschenau bei St. Julian, stirbt 1744 „in der Salzmühle im Trippstädter Tal“ ; °° 10.6.1704 in Offenbach/Glan mit Maria Ange­la Rauschmayer (geb. um 1716 in Aschbach; Anm.: da die Kinder zwischen 1705 und 1716 geboren sind, ist das von Jung mitgeteilte Geburtsdatum falsch) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelrei­denbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S.213 Nr. 949).


Karthen, Hans:

um 1504 Müller in Mittelhofen (= Mittelhofer Mühle in Wachenheim) und Bürger zu Wachenheim; er verkauft am 5.3.1504 der St. Katharinenpfründe zu Wachenheim eine jährliche Gült von 2 Gulden (vgl. Zentralarchiv ev. Kirche Speyer Urk. Nr. 68; Oberste-Lehn, Gert: Rauschende Bäche, klappernde Mühlen: Geschichte der Wachenheimer Mühlen; Heimatjahrbuch des Landkreises Bad Dürkheim 2003, S. 172); °°mit Otilia / Otilg (vgl. Kuhn, Andreas: Prosopographische Angaben aus Wachenheimer ; PRFK 2010, S. 105; Zentralarchiv ev. Kirche Speyer Urk. Nr. 68).



Katzenberger, Frantz:

um 1708 und noch 1716; Bäcker in Landau und Miteigentümer der Neumühle in Landau. Am 29.12.1708 ist beurkundet: „Anna Christina weyl: Math. Katzenberger hinterl. Wittib und Frantz Katzenberger der Becker versetzen die „ in der Rosengassen gelegene Mühl, die Neumühle genannt“ an den freiherrlich Layischen Amtmann zu Kirrweiler, Frantz Emerich Caspar Neander und dessen Ehefrau Maria Susanna Weberin, um 800 Gulden Bargeld an (vgl. LA Speyer Briefprotokolle, Best. F 5 Nr. 686 fol. 370r). Ob der Kaufvertrag vollzogen oder rückabgewickelt wurde, ist bisher ungeklärt. Jedoch „versetzt“ am 16.7.1716 der „Frantz Ratzenberger, … Becker undt Anna Maria Schneebergerin uxor ...ihren Antheil an sogenante Neumühle gelegen in der Rosengaß, zwischen der Queich, vorm französ: Lazareth und Herren Mich: Stahlen … um 1011 fl“ an Frantz Geller .. Stadtmüllern und Annam Barbaram Schaafen uxorem ...“ (vgl. LA Speyer Best. F5 Nr. 687 Bl. 679)



Katzenberger, Matthias:

1708 oder zuvor; 1680 erwähnt als Bürger und Müller auf der Neumühle in Landau; °° mit Anna Christina NN. (vgl. LA Speyer: Briefprotokolle Best. F 5 Nr. 682 fol. 67r-68). Am 29.12.1708 ist beurkundet: „Anna Christina weyl: Math. Katzenberger hinterl. Wittib und Frantz Katzenberger der Becker versetzen die „ in der Rosengassen gelegene Mühl, die Neumühle genannt“ an den frei­herrlich Layischen Amtmann zu Kirrweiler, Frantz Emerich Caspar Neander und dessen Ehefrau Maria Susanna Weberin, um 800 Gulden Bargeld an (vgl. LA Speyer Briefprotokolle, Best. F 5 Nr. 686 fol. 370r)



Kayser, Keyser, Kaiser:

Müllerfamilie aus Annweiler; erstmals urkundlich wird in Annweiler 1674 der Name Keyser erwähnt; er stammte aus Neunhoffen/El­saß (vgl. Biundo: Annweiler, Ausgabe 1937, S. 177); Anm.: nach Biundo/Heß: Annweiler, a.a.O., S. 139 wird bereits 1669 der Müller Hans Peter Kayser (s. *Keyser) in Annweiler erwähnt, der als bisheriger Müller auf der Hammerschmiede/Ölmühle/ Lohmühle 1669 die Wachtelsmühle kaufte.


++++klären++++ es könnte sich um den Müller Peter Kayser handeln, von dem Michael Keyser 1696 die Loh- und Ölmühle zwi­schen Annweiler und Queichhambach erbte (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 162); er ist möglicherweise der Vater des Müllers auf der Stadtmühle Annweiler, Johann (Hans) Michael *Kayser (vgl. Biundo/Heß: Annweiler, Ausgabe 1968, S. 139; vgl. auch LA Speyer B3 Nr. 1588: Erbpachtvertrag vom 30.1.1703, zitiert bei Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 90) und Großvater des Müllers auf der Lohmühle oberhalb der Stadt Annweiler, Hans Jakob Keyser (1708-1725) (vgl. Biundo, Georg: Annweiler, Ausgabe 1937, S. 258).


s. *Keyser



Kayser, Johann Michael:

s. Johann Michell *Keyser



Kehl, Maria Salome:

s. Köhl, Maria Salome



Kehler, Philipp:

Müller auf der Reichweiler Mühle be Pfeffelbach als Nachfolger des Joh. *Eyers und Ehefrau Hüttel, die um 1811 Betreiber der Reichweiler Mühle waren; °° mit Katharina Reitz (vgl. Pfeffelbach Chronik, a.a.O., S. 78).



Keller, Burkhard:

um 1630- 1690 Groß-Umstadt; Mühlenarzt und Ratsmitglied in Groß-Umstadt; Vater der Anna Catharina *Keller (vgl. Böttcher, Ru­dolf H.: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49: ein Beitrag zur Sozialgeschichte einer bürgerlichen Revolution; in: Pfälz.-rheinische Familienkunde 1999, 265).



Keller, Hans Adam:

zunächst Müller auf der Ellermühle zu Haupertsweiler, dan ab 1723 Müller auf der Storrenmühle. Henrich Hob und Hausfrau Maria Catharina verkaufen an Hans Adam *Keller und Hausfrau Engel ihr Mahlmill so sie von Fritz MAUS im Tausch gehabt, nämlich die Storrenmühle genannt, gegen die Ellermühle zu Haupersweiler, für 2050 Gulden (vgl. FGB 7.12.1723; Angabe bei www. Alles/ ho­mepage_ahnen).



Keller, Johann Jacob:

um 1738 Müller auf „der anderen Postmühl“ in Neustadt. Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Postmühle wie folgt be­schrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): „Die andere Postmühl unter der Neustadt ist ein Eigenthumbsmühl undt hatt solche der Peter Atmann in Anno 1611 an sich erkauft, undt von der Zeit unter den Freunden des Peter Atman geblieben, hat ein Wasser­gang, gibt jährlich in hiesige Kellerey 4 Malter Korn Wasserfall, so dan 40x vor 2 Cappen benembst 36x Bachzins in hiesige Gefäll Verwäserei Neustadt vermög eines vorgezeigten Kaufbrief von hiesigem Stadtradt, es ist sonsten kein Consens vorhanden, der jetzige Posseser ist Johann Jacob Keller.“



Keller, J. Matthias:

ab 1701 wohnte der Müller J. Mathias Keller in Bliesbolchen (vgl. Budzinski: Einwohner von Bliesmengen-Bolchen a.a.O., S. 26); er ist 1708 in einer Liste der Kirchengemeinde Bolchen (vgl. Budzinski, a.a.O., S. 27; LA Speyer Best C 33 Nr. 210/115) aufgeführt: Matthias Keller, ein Müller, und die Mühle dem Freiherrn von der Leyen zuständig,, ist ein Ackermann, hat einen halben Pflug, sein Weib Anna Diel, haben 6 Kinder, 3 Söhne und 3 Töchter, sind alt 13, 9, 7, die Töchter 20, 18 und 13 Jahre alt".



Keller, Karl Valentin:

schon 1773 bzw. nach a.A. ab 1781 Müller auf der Lochmühle bei Dreisen. 1764 erwarb Georg Decker die Mühle bei einer Verstei­gerung. Da er aber nicht die Mittel aufbringen konnte, die Gläubiger zu befriedige, gelangte die Mühle 1781 (+++prüfen, da die Mühle schon 1773 als Kellersmühle bezeichnet wird; vgl. LA Speyer Best. C38 Karte Nr. 268 fol. 36) über die Herren von Nassau-Weilburg an der Gerichtsschöffen und Müllermeister Valentin Keller.


In LA Speyer Best. C38 Karte Nr. 268 fol. 36 befindet sich der „Plan der Nassau-Weilburgischen Wiesen, genannt die Heidesheimer Neuwiese, bei Dreisen mit Einzeichnung von Karl Valentins Kellersmühle (Anm.: Karl Valentin *Keller), Loh- oder Lochmühle, vom 25.5.1773“


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 267: „Austausch Nassau-Weilburgischer im Leiningenschen anfallenden Renten und Güter gegen Leinin­ger Gefälle im Amt Kirchheim, insbes. Ankauf der Lohmühle zu Dreisen und deren Erbkauf durch Valentin Keller zu Dreisen, 1724. 1781-1786, darin: Erbbestandsbrief für Andreas Becker zu Gauersheim über die Lohmühle zu Dreisen vom 27./28.4.1724“



Keller, NN.:

1862 Göcklingen; Müller in Göcklingen; °° mit Eva Maria Eisenmayer, der Tochter des Kaufmanns Philipp Heinrich Eisenmayer aus Haßloch und der Anna Elisabetha Haß (vgl. Paul, Roland: „Lieber da bleiben als vort machen“. Philipp Heinrich Eisenmayer aus Haßloch. Auszüge aus seinen Briefen nach Amerika 1849-1863; in: PRFK 1999, Bd. 14 Heft 3, S. 254).



Kempf, Johannes:

ca. 1821 Erfweiler-Ehlingen, Ehlinger Mahlmühle. Bis ca. 1821 war Johannes Kempf († ca. 1821) der Müller auf der Ehlinger Mahlmühle. Nach seinem Tod lassen die Witwe und die übrigen Erben die Mühle am 30.4.1821 freiwillig versteigern. Im Intelligenz­blatt des Rheinkreises vom 17.4.1821 wird die Versteigerung der Mühle angekündigt und die Mühle wie folgt beschrieben (vgl. Intel­ligenzblatt des Rheinkreises Nr. 31 vom 17.4.1821, S. 217): „ … sammt denen dazu gehörigen Ländereyen (die Ehlinger Mühle ge­nannt) … Eine auf'm Ehlinger und Erfweiler Bann gelegene Mahlmühle mit zwey Gang, zwey geräumige Wohnungen, eine im unte­ren und eine im oberen Stock nebst Scheuer, Stallung und Schwein-Ställe, sammt Hofgering ...“



Kempler, Philipp:

um 1745 Müller auf der Niederstaufenbacher Mühle; diese ist in der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Ober­amt Lichtenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt (vgl. Mühlenprotokoll von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7): “Die Niederstaufenbacher Mühle liegt am Reichenbach, der bei Altenglan in den Glan mündet. 2 oberschlächtige Wasserräder. Philipp Kempler ist Erbbeständer, hat noch keinen Erbbestandsbrief, gibt 2 Ma. Korn und ebensoviel Hafer als Pacht.“ (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 212)



Keppel, Anna Maria:

geb. 30.8.1719 Kandel - † 17.10.1785 Minfeld; °° 16.10.1642 in Kandel mit dem Müller auf der Altmühle in Minfeld, Johann Nico­laus *Hüner (geb. 21.4.1715; Sohn des Müllers auf der Altmühle Minfeld, Daniel *Hüner und der Anna Catharina NN.); aus der Ehe gehen 8 Kinder hervor, darunter die Söhne Georg Michael *Hüner (Müller auf der Alten Mühle in Minfeld) und Johann Dieter Hüner (Müller auf der Hardtmühle bei Kandel) (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 41, 341 Anm. zu Nr. 1549).



Keppel, Heinrich Jakob:

auch Cäppel; geb. 27.1.1684 Kandel, luth., Metzger in Weißenburg; °° 15.8.1713 in Minfeld mit der Müllerstochter Maria Catharina Hüner, der Tochter des Müllers auf der Altmühle in Minfeld, Hannß Dietrich *Hüner und der Anna Catharina NN.; die Eheleute Cäp­pel sind vermutlich die Vorfahren des lutherischen Zweiges Keppel in Winden (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 149 Nr. 549 iVm S. 341 Nr. 1549).



Kern, Nikolaus:

um 1601 Müller in Ebernburg. 1601 wird in der Kellerei-Rechnung des zweibrückischen Amtes Landsberg als Müller zu Ebernburg erwähnt: „Kern Nikolaus, Müller zu Ebernburg, 4 alb zu Alsenz“ (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kellerei-Rechnung des zweibrücki­schen Amtes Landsberg im Jahre 1601; in: PRFK 1975, S. 248).



Kessel, Adam:

um 1587 war Adam *Kessel der Müller in der Hahnenmühle; °° mit Gertrud NN.; diese wird am 27.3.1584 in Achtelsbach als Patin erwähnt (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 119). Am 16.10.1586 ist Patin bei der Taufe der Barbara Schumacher (Tochter des Donges Schumacher und der Maria Lorch aus Dambach) die „Gertraud, Kessel Adam, Müller in der Hahnmühle zwischen Traunen und Brücken, Hausfrau“ (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 248 Nr. 1308).



Kesselring, Leonhard:

ab 1564 Müller auf der Oberen Hetschmühle (Heubstmühle) in Alsenborn; am 6.4.1564 nehmen Leonhard Kesselring und seine Ehe­frau Margaretha von der geistl. Güterverwaltung die Enkenbachische sog. Heubst-Mühle, unten am Dorf Alzenborn gelegen, welche im Jahre 1497 Peter Müller von Ysenburgk vom Kloster Enkenbach in Erbbestand erhalten hatte, nach Auflösung dieses Bestandes um jährlich 14 Malter Korn im Erbbestand (vgl. LA Speyer Best. A13 Nr. 16).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A 13 Nr. 16: „Sog. Heubst-Mühle. Erbbestandsverleihung von 1564



Kettenring, Heinrich:

bis 1780 Müller auf der Konradsmühle/Heinzenmühle in Herschberg; Laut Amtsakten von Leiningen-Falkenburg von 1780 kaufte Adam Heintz aus der Knopper Mühle von dem Müllermeister Heinrich *Kettenring die sog. Konradsmühle für 2000 rheinische Gul­den (vgl. Internetdatei Gemeinde Herschberg).



Keyser, Hans Jakob:

1708-1725 Müller auf der Lohmühle oberhalb der Stadt Annweiler, Hans Jakob Keyser (1708-1725) (vgl. Biundo, Georg: Annweiler, Ausgabe 1937, S. 258). Die Lohmühle lag oberhalb der Stadt; sie war ursprünglich eine Hammerschmiede, zuletzt Sägmühle. Sie lag innerhalb der Mauern bzw. an deren Nordostecke (vgl. Biundo, Georg und Heß, Hans: Annweiler, Geschichte einer Reichsstadt, Ann­weiler 1968, S. 139). Als Müller auf der Sägemühle erscheint 1708/1725 Hans Jakob Keyser (vgl. Biundo, Georg: Annweiler, Ausga­be 1937, S. 258).



Keyser, Jakob:

bis 1726 Sägemüller in Rinnthal; er zahlte jährlich 6 fl Zins an die beiden Grundherrn, da die Mühle dem zweibrückischen Amt Fal­kenburg und den Grafen von Leiningen je zur Hälfte unterstand (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 275 m.w.N.)



Keyser, Jakob:

ab 1836 Müller auf der Unteren Mühle in Albersweiler. Sohn des Müllers in Albersweiler Johannes (1) *Keyser und der Eva Susanna Nägle; Bruder des Müllers auf der Obermühle / Steinmühle in Albersweiler, Johannes (2) *Keyser und der Susanna Keyser.


Am 16.8.1836 +++Datum prüfen+++ lassen die Kinder und Erben der 1836 in Albersweiler verstorbenen Eva Susanna Nägle, Witwe von dem daselbst verstorbenen Müller Johannes Keyser, die Obermühle in Albersweiler versteigern (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 23.4.1853 +++Datum prüfen+++, S. 211 = LA Speyer Best. Y 20/41). Diese wurde von Johannes (2) *Keyser, dem Bruder des Jakob Keyser erworben.


Im Urkataster vom 30.5.1843 ist bei der Unteren Mühle in Albersweiler vermerkt, daß der Müller Jakob Keyser die Untermühle durch Vertrag vom 24.3.1834 von seiner Mutter Susanna Nägle, der Witwe von Johannes (1) Keyser zum Kaufpreis von 14000 fl er­worben hat (vgl. LA Speyer Best. L 56 Bd. 2 S. 821). Die Mühle ist im Urkataster vom 30.5.1843 wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best. L 56 Bd. 2 S. 821): Wohnhaus und Mühle mit 2 Mahl- und 1 Schälgang, Plan-Nr. 359 sowie Mahlmühle mit 1 Gang, dann Schrot und Oehlmühle Plan-Nr. 360.



Keyser, Johannes (1):

vor 1834 Albersweiler; vor 1836 war Johannes Keyser der Müller auf der Oberen Mühle/Steinmühle in der Hauptstraße in Albers­weiler. °° Eva Susanna Nägle († 1836); Vater des Müllers Johannes (2) *Keyser, des Müllers Jakob *Keyser und der Tochter Susanna Keyser (vgl. Urkastaster LA Speyer Best. L 56 Bd. 2 S. 837).


Am 16.8.1836 +++Datum prüfen+++ lassen die Kinder und Erben der 1836 in Albersweiler verstorbenen Eva Susanna Nägle, Witwe von dem daselbst verstorbenen Müller Johannes Keyser, die Mühle versteigern. Diese wird in der Versteigerungsannonce wie folgt beschrieben (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 23.4.1853 +++Datum prüfen+++, S. 211 = LA Speyer Best. Y 20/41): „Eine zu Albers­weiler an der Hauptstraße gelegene Mühle mit drei Mahlgängen, einem Schälgange, Oelmühle, Wohnhaus ….“.


Der Sohn Johannes (2) Keyser hat die Mühle zusammen mit seinem Schwiegervater Christoph Maushard von Wilgartswiesen am 16.8. 1836 für 9325 fl aus dem Nachlaß seiner Mutter Eva Susanne Nägle erworben (vgl. LA Speyer Best. L 56 Bd. 2 S. 827). Dieser Sohn Johannes (2) *Keyser ist im Urkataster vom 30.5.1843 zusammen mit seinem Schwiegervater Christoph Maushard von Wil­gartswiesen Eigentümer der Mühle. Er hat diese am 16.8.1836 für 9325 fl aus dem Nachlaß seiner Mutter Eva Susanne Nägle erwor­ben (vgl. LA Speyer Best. L 56 Bd. 2 S. 827). Im Urkataster vom 30.5.1843 ist bei der Unteren Mühle in Albersweiler vermerkt, daß der Müller Jakob Keyser die Untermühle durch Vertrag vom 24.3.1834 von seiner Mutter Susanna Nägle Witwe von Johannes Key­ser zum Kaufpreis von 14000 fl erworben hat (vgl. LA Speyer Best. L 56 Bd. 2 S. 821).



Keyser, Johannes (2):

auch Kaiser; ab 1836 und noch 1855 Müller auf der Obermühle/Steinmühle in Albersweiler; Sohn des Müllers auf der Obermühle in Albersweiler, Johannes (1) *Keyser und der Eva Susanna Nägle. Bruder des Müllers auf der Untermühle Albersweiler, Jakob *Key­ser und der Susanna Keyser. °° mit NN. Maushard aus Wilgartswiesen, der Tochter des Christoph Maußhard.


Am 16.8.1836 +++Datum prüfen+++ lassen die Kinder und Erben der 1836 in Albersweiler verstorbenen Eva Susanna Nägle, Witwe von dem daselbst verstorbenen Müller Johannes Keyser, die in die Erbschaft fallende Obermühle ins Albersweiler versteigern. Diese wird in der Versteigerungsannonce wie folgt beschrieben (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 23.4.1853 +++Datum prüfen+++, S. 211 = LA Speyer Best. Y 20/41): „Eine zu Albersweiler an der Hauptstraße gelegene Mühle mit drei Mahlgängen, einem Schälgange, Oel­mühle, Wohnhaus ….“.


Der Sohn Johannes (2) Keyser hat die Mühle zusammen mit seinem Schwiegervater Christoph Maushard von Wilgartswiesen am 16.8. 1836 für 9325 fl aus dem Nachlaß seiner Mutter Eva Susanne Nägle erworben (vgl. LA Speyer Best. L 56 Bd. 2 S. 827).


Im Urkataster vom 30.5.1843 ist Johannes Keyser zusammen mit seinem Schwiegervater Christoph Maushard von Wilgartswiesen Eigentümer der Mühle. Er hat diese am 16.8.1836 für 9325 fl aus dem Nachlaß seiner Mutter Eva Susanne Nägle erworben (vgl. LA Speyer Best. L 56 Bd. 2 S. 827). °° mit NN. Maushard aus Wilgartswiesen.


Die Mühle ist im Urkataster vom 30.5.1843 wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best. L 56 Bd. 2 S. 827): „Wohnhaus mit Mahl­mühle mit 2 Mahl- 7und 1 Schälgang, Plan-Nr. 292, sowie eine Oel- und Schrotmühle mit 1 Mahlgang Plan-Nr. 308.


1855 verliert Johannes *Hochberg, Mühlknecht bei dem Müller Johann Kaiser von Albersweiler einen seinem Dienstherrn gehören­den Sack mit Spelz im Wert von 7 fl 30 kr (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 18.8.1855, S. 368 = LA Speyer Best. Y 20/41).



++++überarbeiten++++

Keyser, Johann Michell:

auch *Kayser; sein Vorname wird auch als “Michael” angegeben; aus Annweiler; Sohn von (Hans ?) Peter Kayser (+++prüfen++); er ersteigerte am 12.10.1698 einen 6jährigen Temporalbestand an der Stadtmühle in Annweiler und erhielt 1703 einen Erbbestandsbrief über die herrschaftliche Stadtmühle in Annweiler durch die Rentkammer Zweibrücken ausgestellt (vgl. Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 87 mit Abdruck des Erbbestandsbrief, a.a.O., S. 234 ff; LA Speyer B3 Nr. 1588). Keyser muß wirtschaftlich erfolgreich gewesen sein; er erwarb die der Stadtmühle gegenüberliegende Lohmühle, die 1703 im Besitz von David *Goffins stand. Später ist es zu ei­nem Besitzübergang gekommen. 1742 waren Alleinbesitzer der Lohmühle die Erben des verstorbenen Lohmüllers Ludwig Pasquai (*Pasquay), der seinerseits die Mühle von seinem Schwiegervater Michael *Keyser (der Stadtmüller) erhalten hatte (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 163). Vater der Anna Elisabeth Keyser (°° mit Ludwig Johann *Pasquay). Michael Keyser erbte 1696 von Peter Kayser die Loh- und Ölmühle zwischen Annweiler und Queichhambach (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 162).



Keyser, Peter:

nach dem 30jährigen Krieg errichtete Peter Keyser auf der Wachtelsmühle bei Annweiler eine Hammerschmiede, dazu eine Ölmühle sowie eine Lohmühle (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 85).



Keyser (Kayser), (Johann ?) Hans Peter:

1669 erwarb er die Wachtelmühle bei Annweiler, und betrieb eine Hammerschmiede, Öl- und Lohmühle in Annweiler (vgl. Biundo, Georg und Heß, Hans: Annweiler, Geschichte einer Reichsstadt (Annweiler 1968), S. 139). Er ist mE Vater des Müllers auf der Stadt­mühle in Annweiler, Johann Michel Keyser ++++prüfen+++



Keyser, Johann Nicolaus:

um 1850 war Johann Nikolaus Keyser (°° mit Friederika Pasquay) der Müller auf der Wernersberger Mühle. Die Ehefrau erhob ge­gen Johann Nicolaus Keyser Klage auf Gütertrennung. Im Eilboten Landau vom 27.4.1850 wird hierzu folgendes veröffentlicht: „ In Gemäßheit gehörig registrierter Ordonnanz des königlichen Bezirksgerichtspräsidenten zu Landau vom dritten April 1850 hat Friede­rika, geborne Pasquay ohne Gewerbe, auf der Wernersberger Mühle, zur Gemeinde Wernersberg gehörig, wohnhaft, Ehefrau von Jo­hann Nicolaus Keyser, Müller, daselbst wohnhaft, …. gegen ihren Ehemann an dem kgl. Bezirksgerichte zu Landau Klage auf Güter­trennung erhoben ...“ (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 27.4.1850, Nr. 34, S. 249).



Keyser, Wendel:

1859 war Wendel Keyser, Müller und Bürgermeister von Klingenmünster, +++klären, welche Mühle+++; Keyser wurde am 1.9.1859 als Geschworener vor dem Assisengericht eingesetzt (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 28.3.9.1859, S. 403 = LA Speyer Best. Y 20/41).



Kien, Hans:

ab 1577 Müller auf der Erbbestandsmühle der CGA in Großkarlbach (vgl. LA Speyer Best. A13 Nr. 675).



Kinscherf, Friederika:

um 1839 auf der Schwarzmühle bei Maikammer; °° mit dem Müller auf der Schwarzmühle bei Maikammer, Wilhelm Kunz († 1839, err.).


Im „Eilboten Landau“ vom 17.8.1839 wird die Versteigerung der Schwarzmühle bei Maikammer am 28.8.1839 zur Auflösung der Erbengemeinschaft nach dem verstorbenen Müller Wilhelm Kunz annonciert: „Den nächsten 28. August ----- wird … auf Betreiben der Friederika Kinscherf, Wittib von Wilhelm *Kunz, allda, als Vormünderin ihrer Kinder, und in Gefolg Bestätigungs-Urtheils kö­nigl. Bezirksgerichts zu Landau vom 25. Juli abhin, zur Versteigerung gebracht: die von Wilhelm Kunz herkommende sogenannte Schwarzmühle bei Maikammer, bestehend in einem Wohnhaus, einer Mühle mit zwei Mahl- und einem Schälgange, Scheuer, Stal­lungen, Kelterhaus und Kelter, Back- und Waschhaus, Keller und Hof dann zwei Wiesen von 6 Viertel, ein Acker und ein Weinberg von 2 Viertel und einem Garten; alles um die Mühle gelegen.“ (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 17.8.1839, Nr. 33, S. 130).



Kinscherf, Joseph Valentin:

17. 11. 1793 Birkenau - 3.9.1857 Birkenau; katholisch, Müllermeister, Sohn des Müllermeisters Johann Georg K., Müllermeister (Gerichtsverwandter, 1763 - 1808) und M. Margaretha Heinrich (l764-1814); oo am 21.4. 1818 in Birkenau mit Elisabetha Sommer (1797-1860), kath., aus Weinheim, Tochter des Matthäus Sommer (Bürger, Metzgermeister, l745-1828) und der M. Apollonia Degen. Gemeinderat; 1848 Abgeordneter der hessischen Zweiten Kammer Mitglied des Frankfurter Vorparlaments.


K.s Elternhaus war die bedeutendste unter den Birkenauer Mühlen, die alte Carlebach-Mühle direkt an der Landesgrenze zwischen Hessen und Baden. Jahrhundertelang im Besitz wechselnder Adelsfamilien, war sie seit 1756 Eigentum der Familie Kinscherf. Sein Interesse an Politik wurde wahrscheinlich schon früh geweckt, denn die Mühlen des Birkenauer Tals waren damals Orte regen politi­schen Gedankenaustauschs. In den 1830er Jahren gehörte K., wie auch Nikolaus Schaab (s. dort) aus Reisen, zum engsten Freundes­kreis der sogenannten Weinheimer Gesellschaft, einer ersten parteiähnlichen Verbindung Liberalgesinnter. Die wichtigste Zeit für K.s politisches Wirken kam mit seiner Kandidatur für die hessischen Landtagswahlen von 1847. wobei in zahlreichen Bezirken Anhänger der Opposition zum Sieg kamen, so auch er für den Wahlkreis Starkenburg/Wald-Michelbach. Wenige Wochen nach der konstituie­renden Sitzung am 13. Dezember 1847 begann die Revolution, und die großherzogliche Regierung wurde umgebildet. K. gehörte zu den 574 Vertrauensmännern, die vom 31. März bis zum 4. April 1848 als Vorparlament in der Paulskirche in Frankfurt tagten. Die zentrale und strittige Frage jener Tage war die zukünftige Staatsform Deutschlands: konstitutionelle Monarchie oder Republik. K. war Anhänger Friedrich Heckers und Gustav Struves, deren Forderung nach Einführung der Republik von der Mehrheit abgelehnt wurde. Bei der namentlichen Abstimmung unterstützte er auch deren Antrag, das Vorparlament in Permanenz bis zum Zusammenritt der gewählten Nationalversammlung tagen zu lassen. Es sollte die Gunst der Stunde nutzen, die Leitung der demokratischen Bewe­gung in der Hand behalten und sofort die nötigen Gesetzesvorlagen entwerfen. Auch dieser Antrag wurde mit hoher Mehrheit abge­lehnt. Als Zugeständnis setzte das Vorparlament lediglich den permanent tagenden Fünfziger-Ausschuß ein. Die zweite namentliche Abstimmungsfrage lautete: „Ob das Prinzip der direkten Wahl [zum Paulskirchenparlament] in der Art ausgesprochen werden solle, daß es jedem Staate zu Grunde gelegt werden müsse?“ K. votierte hier mit ..nein“. Im Großherzogtum Hessen-Darmstadt wurden die Abgeordneten zur Nationalversammlung indirekt gewählt. In den folgenden Monaten hatte K. Gelegenheit, im hessischen Landtag an der Erarbeitung beachtlicher Reformgesetze mitzuwirken, z.B. an der Neueinteilung der Kreisverwaltungen mit der Wahl von Be­zirksräten, an der Abtretung des Jagdrechts an die Gemeinden sowie an der Schaffung einer demokratischen Justiz durch die Einfüh­rung von Schwurgerichten. Im September 1848 machte Gustav Struve einen gewaltsamen Umsturzversuch und rief in Lörrach die Republik aus. Wie an anderen Orten, so wurde auch in Weinheim durch Struves Sympathisanten der Beschluß gefaßt, die Bahnlinie zu unterbrechen, um Truppentransporte gegen seine Freischaren zu verhindern. K. war am 23. September in der Fildschen Wirtschaft in Weinheim zugegen, von wo aus eine große Anzahl Einwohner aus Weinheim und dem Weschnitztal - darunter seine Söhne Joseph und Ferdinand - loszogen, um in der Nähe des Rosenbrunnens die Bahnschienen aufzureißen. K. ging jedoch nicht mit, sondern be­gab sich nach Hause. Am gleichen Abend verunglückte ein leer zurückfahrender Militärzug, wobei hoher Sachschaden entstand. Jo­seph und Ferdinand K. wurden verhaftet. Auch gegen ihren Vater ermittelte der Untersuchungsrichter, verzichtete aber auf eine Ver­haftung, weil die Gründe dafür nicht ausreichend waren. Dennoch verbreitete sich das Gerücht, der Landtagsabgeordnete befinde sich in Untersuchungshaft, was die konservative „Frankfurter Oberpost-Amtszeitung“ (Nr. 267 vom 30. September 1848) zum Anlaß folgender hämischer Notiz nahm: „Darmstadt, 29. Sept. Herr Kinscherf, radicaldemokratisches Mitglied unserer zweiten Kammer, ist hier gefänglich eingebracht worden, beschuldigt, bei der Zerstörung der Eisenbahn bei Weinheim mitgewirkt zu haben. Das Staatsge­bäude und die Stützen aller gesellschaftlichen Ordnung, das Eigentum, die Religion und Familie zu unterwühlen, dazu hat die ‚Jetzt­zeit‘ quasi Freibriefe ausgestellt, aber die Eisenbahn zu unterwühlen, das geht denn doch zu weit!“ Welch großen Bekanntheitsgrad K. in Darmstadt hatte, geht aus einer Bemerkung von Justizrat Reatz hervor, die dieser als Verteidiger seiner Söhne später im Prozeß machte. Er bezeichnete die Brüder als Opfer politischer Verfolgungssucht. Als sie verhaftet wurden, sei eine Bewegung in Darmstadt gewesen wie bei den Russen zu Ostern. Statt dort „Christus ist auferstanden“ habe hier einer dem ändern zugerufen: „Weißt du schon, die Kinscherfe sind arretiert!“ (Beilage zur Darmstädter Zeitung, S. 1940). Der Prozeß vor dem Assisenhof in Darmstadt ge­gen die 69 hessischen Beteiligten an der Zerstörung der Main-Neckar-Eisenbahn dauerte vom 22. Oktober bis zum 28. November 1849. Joseph K. wurde zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Sein Bruder Ferdinand, in geringerem Maße für schuldig befunden, mußte für zwei Jahre ins Korrektionshaus.


Kinscherf gehörte dem Landtag bis zu dessen Auflösung am 24. Mai 1849 an. In tiefer Niedergeschlagenheit erlebte er das Scheitern seiner politischen Arbeit. Auch privat war sein Leben nicht ohne Kummer geblieben - von seinen acht Töchtern und fünf Söhnen star­ben vier Mädchen und ein Junge im Kindesalter. K. starb in seinem 64. Lebensjahr am 3. September 1857. Sein Familiengrab, in dem er neben seiner Frau Elisabeth ruht, ist auf dem alten Friedhof in Birkenau erhalten.


Quellen:

- Kirchenbücher der katholischen Kirchengemeinden Mörlenbach, Birkenau und Weinheim;

- Gemeinde Birkenau: Urkundenbücher, Wochenblätter für den Kreis Heppenheim und Anzeigeblätter für den Regierungsbezirk Hep­penheim 1848;

- GLAK: 305/64, 65;

- Hessisches StaatsA Darmstadt: Prozeßberichte der Darmstädter Zeitung vom 25. Oktober-6. Dezember 1849.


Literatur/Urkunden:

- Fuchs, Georg: Das Birkenauer Tal. Sonderabdruck der gleichnamigen Artikelserie im Weinheimer Anzeiger 1911; - - - Gutjahr, Rai­ner: Die Republik ist unser Glück. Weinheim in der Revolution von 1848/49. Weinheim 1987 (Weinheimer Geschichtsblatt, 32);

- Köhler, Manfred: Die nationale Petitionsbewegung zu Beginn der Revolution von 1848 in Hessen. Eingaben an das Vorparlament und an den Fünfzigerausschuß aus Hessen (März bis Mai 1848). Darmstadt 1985 (Quellen und Forschungen zur hessischen Ge­schichte, 56);

- Kömer, Günter: Von Mühlen und Müllern. In: Gemeinde Birkenau (Hrsg.): 1200 Jahre Birkenau. Birkenau 1994, S. 239 - 241;

- Müller, Helga: Vormärz und Revolution 1848/49 im Birkenauer Tal. In: Gemeinde Birkenau (Hrsg.): 1200 Jahre Birkenau. Birkenau 1994, S. 39 -63;

- Ruppel, Hans Georg/Groß, Birgit: Hessische Abgeordnete 1820- 1933. Biographische Nachweise für die Landstände des Großher­zogtums Hessen (2. Kammer) und den Landtag des Volksstaates Hessen. Darmstadt 1980 (Darmstädter Archivschriften, 5), S. 153.



Kinscherff, Leonhard:

1808 (vgl. Klotz, a.a.O., S. 145); Gastwirt „Zum Schwarzen Adler“ und Müller in Dudenhofen. °° mit Franziska Worf, der Tochter des Müllers auf der bischöflich-speyerisch herrschaftlichen Mahlmühle in Dudenhofen, Lukas *Worf; Am 12.6.1769 erhielt Lukas Worf die Mühle auf weitere 12 Jahre unter den alten Bedingungen. Von ihm übernahm sein Schwiegersohn Leonhard *Kinscherff am 5.6.1782 die Mühle im Temporalbestand auf 12 Jahre gegen eine jährliche Pachtsumme von 196 Malter Korn. Auch er und seine Frau Franziska mußten eine Kaution stellen, nämlich ihr Haus, die Wirtschaft „Zum Schwarzen Adler“ samt aller Schildrechte zu 600 fl und 1 Morgen Wiesen, im Hansenerlich gelegen, zu 400 fl (vgl. Klotz: Ortsgeschichte der Gemeinde Dudenhofen, Gemeindeverwal­tung Dudenhofen 1964, S. 141-142). Leonhard Kinscherff war1802-1807 Maire von Dudenhofen (vgl. Klotz, a.a.O., S. 40).


Er ist wohl der Vater des Müllers auf der ehemals herrschaftlichen Mahlmühle in Dudenhofen, NN. *Kinscherff +++klären+++



Kinscherff, Martin:

vor 1867; Müller auf der herrschaftlichen Mühle in Dudenhofen; wohl Sohn des Müllers NN. Kinscherf. Der Nachfolger, Martin *Kinscherf war vor 1867 verstorben. Als das Bezirksamt Speyer am 11.6.1867 dem Ackerer und Bürgermeister aus Dudenhofen, Lo­renz Mund, die Erlaubnis erteilt, „auf dem rechten Ufer des Woogbaches oberhalb Dudenhofen“ eine Ölmühle zu errichten, legte die Müllerin „Martin Kinscherf Witwe“ gegen die Genehmigung Einspruch en und begründete diesen mit der nachteiligen Veränderung der ohnehin mangelhaften Wasserkraft am Woogbach, wodurch ihr eigenes Staurecht beeinträchtigt werde. Nachdem auch weitere Einsprüche der Wiesenbesitzer und des Schloßmüllers in Hanhofen, Franz Becker erfolgt waren, wurde der Antrag auf Errichtung der Ölmühle zurückgewiesen (vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 80-81 m.w.N.).



Kinscherff, NN.:

um 1829 und auch 1839 Müller auf der herrschaftlichen Mühle in Dudenhofen. Als 1829 der aus Iggelheim stammende Johann Mey­er beantragte, „auf der Dudenhofen Mühlbach circa 200 Meter oberhalb des Dorfes und der Mühle des Kinscherff eine Ölmühle er­richten zu dürfen (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 64; La Speyer Best. H 3 Nr. 7737,3 an Reg. d. Rheinkreises Speyer, vom 20.1.1829) widersprach Kinscherff offenbar, denn das Vorhaben Meyers wurde nicht realisiert. Zehn Jahre später, 1839 bean­tragte Johann Meyer die Bewilligung für den Bau einer Ölmühle, „ungefähr 700 Meter entfernt von der Mühle des Kinscherf … zwi­schen Speyer und Dudenhofen“, also unterhalb des Ortes (vgl. Heil, a.a.O., S. 65; LA Speyer Best. H 3 Nr. 7737,3 : J. Meyer an Re­gierung d. Pfalz Speyer vom 13.4.1839). Es kam erneut zu einem Einspruchs des Müllers Kinscherff. Dem Antrag des Johann Meyer wurde schließlich am 24.4.1840 stattgegeben (vgl. Heil, a.a.O., S. 66; LA Speyer Best. H 3 Nr. 7737, 3: Regierungsentschließung vom 24.4.1840). Doch bereits im folgenden Jahr ergaben sich Schwierigkeiten wasserbaulicher Art, als nämlich der als nämlich der Neumüller gezwungenermaßen sein ganzes Mühlwerk verändern und einen neuen zu seiner Mühle führenden Mühlgraben ausheben lassen wollte, weil „der Abfall an der Mühle wegen Mangels des benötigten Wassers zum Betriebe derselben zu wenig und zu gering sei“ (vgl. Heil, a.a.O. S. 66; LA Speyer, Best. H3 Nr. 7737, 3: J. Meyer an Reg. d.Pfalz Speyer vom 25.11.1841). Dieses Vorhaben wurde jedoch wegen einer anderen Lösung, nämlich hinter der Mühle einem Durchstich zumachen, zur rascheren Beseitigung des Hinterwassers. Gleichzeitig beantragte er die Genehmigung zum Bau eines weiteren Wasserrades. Um 1850 war die neue Mühle dann fertiggestellt (vgl. Heil, a.a.O., S. 66 m.w.N.). Zu weiterem Widerstand des Müllers Kinscherf scheint es nicht mehr gekommen zu sein.


Wohl Vater des Müllers Martin *Kinscherf +++klären+++



Kinsinger, Peter:

vor 1840 Brenschelbach; Müller auf der Blumenauer Mühle bei Brenschelbach; Nach seinem Tod wird die Mühle am 4.8.1840 zur Auflösung der bestehenden Erbengemeinschaft freihändig versteigert. In der Versteigerungsannonce im Intelligenzblatt Nr. 78 vom 7.7.1840 heißt es (vgl. Intelligenzblatt Nr. 78 vom 7.7.1840 S. 619): „... die der Witwe und den Erben des verlebten Herrn Peter Kin­singer angehörige, zur Gemeinde Brenschelbach gehörige Blumenauer Mühle, bestehend aus einem zweistöckigen Hause, darin sich vorfindendem Mühlwerke von zwei Mahlgängen und einem Schälgange einer Oelmühle mit den dazu gehörigen Geräthschaften, Stallung, Scheuer, Brennhaus, Hofgering, Holzschuppen und zwei Kellern … Dieses schöne, nur eine Stunde von dem Landstädtchen Neuhornbach (Anm.: das heutige Hornbach) und in der Mitte von vielen wohlhabenden Ortschaften, ganz nahe an der französischen Grenze liegende Gut kann auch seiner vortheilhaften Lage wegen …. zu einem großartigen Geschäfte benutzt werden, da selbst bei der trockensten Jahreszeit Wasser zum Betriebe von zwei Gängen vorhanden ist.“



Kirsch, Hanß Nickel:

vor 1746; Müller auf der Untermühle in Berschweiler; Vater des Müllers und Betriebsnachfolgers Johannes Kirsch. Im pfalz-zwei­brückischen Mühlenprotokoll für das Oberamt Lichtenberg, erstellt von Carl *Sundahl am 12.10.1745, fertiggestellt am 8.7.1746 wird die Mühle zusammenfassend wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 235-239, s. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 224): “Was diese Mühle an Waßer mehr alß obbeschriebene (s. Obermühle) hat, bestehet in dem durchs Dorf herunter komend Hilgerts Bächel und dem Dorf Brunnen. Ist nur ein Büchsenschuß unten an dem Dorf, die folgende ste­het eine halbe Viertelstunde … unten. …. die Mühl hat nur einen Gang welchen ein 12 Schuh hohes Waßer Radt treibet. Bei sehr tro­ckenem Wetter kann er in 24 Stunden nicht mehr alß 4 Faß zu wegen bringen, wegen dem in Winter Zeiten einfayllendem Eiß hätt er schon 14 Tage still stehen müssen. Der Waßer Teich ist bey 300 Schritt lang. … Entrichtet auf Martini jährlichen Pacht 2 fl, an Korn 1 Malter, an Habern 1 Malter Lichtenberger Maßung, ersteres zur Landschreib: und letztere zur Kellerey nach Lichtenberg. Nachde­me die Früchte gut sind, habe er in 24 Stunden ad 21/2 Malter zu wegen gebracht , schätzt auch 20 Haushaltungen befördern zu kön­nen. …. Johannes *Kirsch hat zu dem ¼ Theil, welches er von seinem Vatter Hanß Nickel Kirsch ererbet hat, noch 3 Theil von Paul Maurer vor 325 fl und 9 fl 6 Batzen 4 Pfennige Trinckgeldt erkauftet auch einen Erbbestandsbrief vom 8ten Xbris 1744 darüber in Händen ….“



Kirsch, Johannes:

um 1746 Müller auf der Untermühle Berschweiler; Sohn des Müllers auf der Untermühle Hanß Nickel Kirsch. Im pfalz-zweibrücki­schen Mühlenprotokoll für das Oberamt Lichtenberg, erstellt von Carl *Sundahl am 12.10.1745, fertiggestellt am 8.7.1746 wird die Mühle zusammenfassend wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 235-239, s. auch Weber: Mühlen und Mül­lerhandwerk, a.a.O., S. 224): “Was diese Mühle an Waßer mehr alß obbeschriebene (s. Obermühle) hat, bestehet in dem durchs Dorf herunter komend Hilgerts Bächel und dem Dorf Brunnen. Ist nur ein Büchsenschuß unten an dem Dorf, die folgende stehet eine hal­be Viertelstunde … unten. …. die Mühl hat nur einen Gang welchen ein 12 Schuh hohes Waßer Radt treibet. Bei sehr trockenem Wetter kann er in 24 Stunden nicht mehr alß 4 Faß zu wegen bringen, wegen dem in Winter Zeiten einfayllendem Eiß hätt er schon 14 Tage still stehen müssen. Der Waßer Teich ist bey 300 Schritt lang. … Entrichtet auf Martini jährlichen Pacht 2 fl, an Korn 1 Mal­ter, an Habern 1 Malter Lichtenberger Maßung, ersteres zur Landschreib: und letztere zur Kellerey nach Lichtenberg. Nachdeme die Früchte gut sind, habe er in 24 Stunden ad 21/2 Malter zu wegen gebracht , schätzt auch 20 Haushaltungen befördern zu können. …. Johannes *Kirsch hat zu dem ¼ Theil, welches er von seinem Vatter Hanß Nickel Kirsch ererbet hat, noch 3 Theil von Paul Maurer vor 325 fl und 9 fl 6 Batzen 4 Pfennige Trinckgeldt erkauftet auch einen Erbbestandsbrief vom 8ten Xbris 1744 darüber in Händen ….“



Kirsch, Maria Demuth:

geb. 22.12.1746 in Frohnhausen - +++; Tochter von Peter Kirsch und Anna Margaretha Kemmer; °° 3.2.1767 mit dem Müller auf der Beckersmühle in Ruschberg, Johann Daniel *Albert († 14.4.1774); aus der Ehe stammen die Töchter Eva Margaretha Albert (geb. 4.12.1769; °° 13.1.1791 mit Johann Nickel Kirsch) und Maria Elisabetha Albert (geb. 27.8.1772; °° am 16.41795 mit Johannes Gehr­mann) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch a.a.O., S. 9 Nr. 43)


Der Sohn des Müllers Johann Nickel (2) *Albert (18.3.1717-18.11.1762) und der Anna Elisabeth Sebastian war der Müller und Be­triebsnachfolger auf der Neubeckersmühle, Johann Daniel *Albert; °° 3.2.1767 mit Maria Demuth *Kirsch aus Frohnhausen; aus der Ehe stammen die Töchter Eva Margaretha Albert (geb. 4.12.1769; °° 13.1.1791 mit Johann Nickel Kirsch) und Maria Elisabetha Al­bert (geb. 27.8.1772; °° am 16.41795 mit Johannes Gehrmann) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch a.a.O., S. 9 Nr. 43). Nach seinem Tod übernahm die Witwe Maria Demuth Kirsch die Mühle ab 27.3.1775 die Mühle im Erbbestand und er­hielt hierüber zusätzlich am 1.1.1776 einen Confirmationsschein (vgl. Hartmann: Ruschberg, a.a.O., S. 124/25 mit Abdruck des Kon­firmationsscheins aus Landeshauptarchiv Koblenz Abt. 24 Nr. 843 und 578). Hartmann (a.a.O., S. 124) verwechselt allerdings das Datum des Erbbestandsbriefs und des Konfirmationsscheins und gibt den Namen der Witwe fehlerhaft mit „Maria Dermits Albertin“ anstelle von „Maria Demuth Albertin“ an.



Kischer, Marx:

um 1617; Müller auf der Rehhütter Mühle; der erste Rehhütter Müller, den wir namentlich kennen, ist Marx *Kischer 1617 (vgl. Wihr: Rehhütter Chronik, a.a.O., S. 16).



Kissel, Anna Esther:

vor 1798; aus Harxheim; Ehefrau des Papiermüllers Johann Georg *Walter aus Altleiningen (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 47).



Kizel, Georg:

um 1821 Müller auf der Altenbamberger Mühle in Altenbamberg. Am 22.6.1821 läßt Georg Kizel, Erbbestandsmüller auf der Alten­bamberger Mühle, seine Mühle freihändig versteigern. In der Annonce im Intelligenzblatt des Rheinkreises vom 26.6.1821 wird die Mühle wie folgt beschrieben (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 55 vom 26.6.1821, S. 376): „.. seine in dem Ort Altenbam­berg besitzende Erbbestandsmühle mit 4 Morgen dazu gehörige Güter, nebst 8 Morgen Privatgüter …. versteigern zu lassen. Die Mühle ist im besten Stand, an einer Hauptlandstraße, mit einem Wört daran stoßend von 2 Morgen. Ein schönes Wohnhaus, darin die Mühle mit 2 Mahl- und 1 Schälgang, Scheuer, Stallung ec. Jährlich wird ein Erbzins von 55 fl davon bezahlt ....“



Kleemann, NN.:

1753 Alsenz auf der Ölmühle der Gauchs- oder Nächstenmühle in Alsenz; diese bestand aus deiner Mahlmühle und einer Ohlig­mühle. Durch die Kriegszeiten kam alles in Rückgang; die Gauchs- oder Nächstenmühle wurde 1734 getrennt verkauft. Die Mahl­mühle kaufte Johannes *Benninger, die Ölmühle für 1200 fl ein Kleemann. Der Besitzer der Ölmühle, Kleemann starb 1753. die Er­ben verkauften die Ölmühle an Franz Reinhard, Handelsmann aus Obermoschel für 410 fl. Nach 14 Tagen übernahm der Müller Jo­hannes Bautzky die Ölmühle zum gleichen Preis. 1757 kaufte der Besitzer der Mahlmühle auf der Gauchsmühle, Nikolaus *Knecht, die Ölmühle und betrieb bis zu seinem Tod 1789 nunmehr die Ohligmühle. Die Ölmühle teilte in den Folge die Geschicke der Mahl­mühle (vgl. Schattauer, Willi: Die Gauchs- oder Nächstenmühle zu Alsenz 1582-2006; in: Nordpfälzer Geschichtsverein, Beiträge zur Heimatgeschichte, Jahrgang 2009, Heft 4 S. 22).



Klein, Anna Maria:

5.3.1819 Horbacher Mühle - +++; Tochter des Müllers auf der Horbacher Mühle Daniel Klein und der Müllerstochter Elisabeth Wil­helm (Tochter des Müllers Valentin *Wilhelm und der Salomea Wagner aus Landstuhl); °° 3.10.1838 mit dem Müller und Ackerer auf Schwanenmühle bei Horbach, Michael *Klug (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Bur­galben, a.a.O., S. 217, 225).



Klein, Daniel:

ca. 1785 – 3.12.1828 Horbacher Mühle; Sohn von Peter Klein und Maria Anna Dries († Maßweiler ?); ab 1813 (arg. aus Geburtsor­ten der Kinder) Müller auf der Horbacher Mühle; °° mit Elisabeth *Wilhelm (geb. ca. 1789 Landstuhl; Tochter des Müllers Valentin Wilhelm aus Landstuhl und der Salomea Wagner); Vater von David (Klein (geb. ca. 1811 Landstuhl), Peter (geb. ca. 1813 Horbach), Georg (*/† 1817 Horbach), Anna Maria Klein (geb. 5.3.1819 Horbacher Mühle), Elisabeth Klein (geb. 22.7.1821 Horbacher Mühle) und Daniel Klein (30.1.1824 Horbacher Mühle – 12.3.1826 Horbacher Mühle) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbands­gemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 217). Nach seinem Tod hat wohl die Witwe (die Müllerstochter Elisabeth Wilhelm) die Mühle weitergeführt, bis sie der Sohn David Klein (geb. ca. 1811 Landstuhl; °° 22.4.1837 in Horbach mit Maria Margaretha Rei­chel) übernehmen konnte. Aus der Ehe stammen 6 Kinder, darunter der Sohn und Betriebsnachfolger, David *Klein und die Tochter Anna Maria *Klein (geb. 5.3.1819 Horbacher Mühle; °° 3.10.1838 mit dem Müller auf Schwanenmühle bei Horbach, Michael Klug) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 217, 225).



Klein, David:

ca. 1811 Landstuhl; Sohn des Müllers auf der Horbacher Mühle Daniel *Klein und der Müllerstochter aus Landstuhl, Elisabeth Wil­helm. Müller auf der Horbacher Mühle. Nach dem Tod seines Vaters am 3.12.1828 hat wohl die Witwe, die Müllerstochter Elisabeth Wilhelm, die Horbacher Mühle weitergeführt, bis sie der Sohn David Klein( übernehmen konnte; °° 22.4.1837 in Horbach mit Maria Margaretha Reichel) übernehmen konnte. David Klein muß allerdings um 1841 Müller (? in Neumühle (auf der Sickinger Höhe nord­westlich Weselberg gewesen sein, wo der Sohn Heinrich geboren wurde. Die Töchter Theresia Klein (geb. 24.1.1839 Horbach) und Theresia (2) Klein (geb. 3.3.1846 Horbach) sind beide in Horbach geboren (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbands­gemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 217).



Klein, Johann:

um 1753; aus Freimersheim (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 1799/9 Bl.1, nach Bl. 43 stammt er dagegen aus Kettenheim bei Alzey) ; 1753 erhielt Johann *Klein aus Freimersheim einen 6jährigen Temporalbestand über die Neumühle in Eisenberg. In der Akte LA Speyer Best. C38 Nr. 1799/9 Bl. 1 befindet sich für 1881 folgender Aktenvermerk: „Aus diesem Umschlag wurde im Juni 1881 der 6jährige Bestandsbrief für Johann Klein von Freimersheim über die sogen. neue Mühle zu E. nebst 2 Morgen Wiesen gegen eine jährlichen Pacht von 200 fl. v. J. 1753 (beglaubigte Abschrift auf Papier mit einem aufgedruckten Siegel) zur Einverleibung in die Urkundensammlung des k. …. ausgehoben.“Der Temporalbestandsbrief wurde am 21.10.1753 erteilt (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 1799/9 Bl. 77-79).



Klein, Johannes:

1656 wird in der Schatzung der Galappmüller in Morlautern Johannes *Klein erwähnt (vgl. Christmann: Dörferuntergang, a.a.O., S. 122). Der Müller „in der Gallabmühl, Hanß Klein“ ist am 27.3.1654 in Enkenbach als Pate bei der Taufe von Johannes Henn erwähnt (vgl. Rink, Franz: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 15).


Am 27.3.1654 ist der Müller von der Galappmühle Hanß *Klein Pate in Enkenbach bei der Taufe der Anna Maria Lisabeth Henn (vgl. Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 15 Eintrag vom 27.3.1654). 1656 wird in der Schatzung der Galappmüller Johannes *Klein erwähnt (vgl. Christmann: Dörferuntergang, a.a.O., S. 122). Dieser Johann (Hanß) Klein ist der Erbe des Theyß Zimmermann, und erhielt 1659 einen Erbbestandsbrief über die Gallappmühle (vgl. Herzog: Kaiserslau­tern 1651-1681, a.a.O., S. 40 Nr. 2367).


°° mit Dorothea NN († um 1680) (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 40 Nr. 2367).


Der spätere Neumüller in Kaiserslautern, Hans Peter *Loth war bis 1666 Knecht bei dem Galappmüller Joh. Klein (vgl. Herzog: Kai­serslautern 1651.-1681, a.a.O., S. 84 Nr. 2977).



Klein, Johannes:

Müller auf der oberen Hetschmühle in Alsenborn. 1773/80 war Johannes (Johann) Klein und dessen Ehefrau Elisabetha Geib Bestän­der auf der oberen Hetschmühle (vgl. Rupp: Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn, a.a.O., S. 20). Sie erhielten von dem Direktor der kurpfälzischen Zeichnungsakademie Peter von Verschaffelt ein Darlehen von 2400 Gulden. Sie gaben dafür nach Einholung der Genehmigung der Geistlichen Güterverwaltung Heidelberg in Pfand: Eine Mahlmühle nebst Scheuer, Stall und Hofgering in des Erb­bestands Steinen zu 700 Gulden. Dazu 6 Morgen Wiesen zu 2000 Gulden und 11 Morgen Ackerland. Dazu verpfändeten sie noch ei­nige Morgen Eigentumsland (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die beiden Hetschenmühlen unterhalb Alsenborn; in: Pfälzische Hei­matblätter Jg. 6, 1958, S. 22).



Klein, Johann Gottlieb:

um 1829 auf dem Kupferhammer in Lambrecht und später auch auf der Sägemühle beim Kupferhammer Lambrecht. Am 9.1.1829 beantragte Johann Gottlieb *Klein vom Lambrechter Kupferhammer bei Königlichen Regierung des Rheinkreises die Genehmigung zur Aufstellung einer Fourniermaschine. Das Wasserrad soll nächst dem Kupferhammer in einen seit längerer Zeit bestehenden und aus dem Speyerbach gespeisten Ablaßgraben gestellt werden. Die Genehmigung wurde erteilt und die Anlage errichtet. 1845 verlegte Johann Gottlieb Klein seine im Krankenthal an der Landstraße nach Grevenhausen konzessionierte Sägemühle nach seinem Kupfer­hammer und treibt diese mit dem Wasserrad des Hammers (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 250/51).



Klein, Matthias:

um 1657 Müller in Ruthweiler; °° am 17.9.1657 in der Kirche in Lichtenberg Margaretha NN, Witwe des Müllers auf der Oberen Ruthweiler Bann- und Mahlmühle in Ruthweiler, Hans Konrad *Becker (vgl. Jung: Familienbuch Lichtenberg und Pfeffelbach, a.a.O., S. 43, 122 Nr. 204). Anm. die Angabe zur Mühle ist nicht gesichert, sondern ein Rückschluß daraus, daß die Neumühle, später als Bremmen-Mühle oder Faußemühle vermutlich erst später gebaut wurde +++klären+++



Klein, Nicol:

um 1738 Müller in Berschweiler bei Lauterecken; auch als „Nickel Klein“ bezeichnet. Die Mühle ist in der Renovation der Schult­heißerei Reichenbach vom 17.9.1738 aufgeführt (vgl. Bericht des Amtskellers Schabrock vom 17.9.1738, LA Speyer Best. A 2 Nr. 131/ fol. 29r/30) und wie folgt beschrieben: „Nicol Klein Eine Erbbestandsmühl zu Berschweyler mit einen Mahl- und Schehlgang[;] gibt jährl: 5 Mltr Korn und 5 Mltr Haber Erbpfacht in die Ambtskellerey zeit 1705. Laut Erbbestandsbrief von gewesene Oberambt­mann von Strauch.“


Die Mühle ist in der Renovation vom 23.9.1739 enthalten (vgl. LA Speyer Best. A2 fasc. 131/1, 172 fol) und wie folgt beschrieben: „Ferner seyend wir Ends unterschriebene in der Schultheißerei Lauterecken mit einem hochlöbl:n Oberambt …. Mühl nachen Ber­schweiller gangen, und solche ordentl in Augenschein genohmen. Gleichwie nun solch ahm Glahn lieget, und in sehr schlechte Stand stehet, soforth auß Mangel deren Mahlgästen gestalten …... ….. anhero in die Statt Mühl gebannt seyend: des Jahrs durch …. die Helft. still stehen muß, jedennoch 10 Mltr. Pfacht nebst denen übrig Beschwehrs dem Müller Nickel Klein entrichten muß; jetzo hiel­ten wir pflichtmäßig davor, daß demselben ein Malter von Pfacht abgenohmen werden könnte.“



Klein, Peter:

um 1846 Müller auf der Imsbacher Mühle bei Pirmasens. 1846 bietet der Müller auf der Imsbachermühle, Peter *Klein, die Verpach­tung der „ihm angehörige, ohnweit der Dörfer Rodalben und Münchweiler gelegene Imsbachermühle …. in einen sechsjährigen Be­stand“ an. In der Verpachtungsannonce wird die Mühle wie folgt beschrieben (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 17.1.1846, S. 13 = LA Speyer Best. Y 20/41): „Dieselbe besteht in einem zweistöckigen Wohnhause, in einer Mahlmühle, mit zwei Mahlgängen und einem Schälgange, separirten Oekonomiegebäuden ...“.



Kleinlein, Franz:

19.2.1856 Berg - ++++ Hatzenbühl; Sohn des Müllers in Berg, Konrad Kleinlein und der Magdalena Rapp; Müler in Hatzenbühl; °° 11.4.1900mit Eva Maria Schnorr (vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 342).



Kleinlein, Konrad:

um 1856 err. Müller in Berg; °° Magdalena Rapp; Vater des Müllers in Hatzenbühl, Franz *Kleinlein; geb. 19.2.1856) (vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 342).



Kleinmann, Georg:

bis 1846 Müller auf der Buschmühle bei Weyher. Am 27.10.1846 läßt der Müller Georg Kleinmann versteigern: „Eine Mahlmühle, die Buschmühle genannt, gelegen im Banne von Weyher, sammt Garten, Stallungen, Bäckerei, Keller und Zugehör.. Die Gebäulich­keiten sind vor 10 Jahren neu erbaut worden ...“ (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 10.10.1846 Beilage Nr. 41 = LA Speyer Best. Y 20/41).



Klemmer, Georg:

um 1723 Müller in Hatzenbühl; °° 1723 mit Anna Eva Salb († 22.5.1736) (vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 342).



Kliebenstein, Christian:

ab 1773 Müller auf der Neumühle (heute OT von Obernheim-Kirchenarnbach auf der Sickinger Höhe) durch Heirat am 31.8.1773 auf der Neumühle mit der NN., Witwe des Müllers Michael Neufang († 1773 Neumühle) (vgl. Müller [Heppenheim], Dr. Hermann: „Neumühle bei Kirchenarnbach in der Pfalz“, Internetdatei http://www.mueller-heppenheim.homepage.t-online.de/neumuehl.htm; luth. KB Labach; erwähnt auch bei Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 298); ab 1782-1787 Müller auf der Mittelbrunner Mühle (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 297 unter Verweis auf die Kirchenbücher von Landstuhl und Mittel­brunn).


°° I am 21.7.1772 in Rieschweiler mit Anna Elisabetha Fischer (Tochter von Heinrich Fischer, Beständer des Hütschenhäuserhofes); im lutherischen KB Battweiler-Dellfeld ist Christian Kliebenstein bei der Eheschließung bezeichnet als „Müllerbursche in Pfarrei, jetzt Temporalbeständer auf der Neumühl im Sickingischen“ (vgl. Müller: Neumühle, a.a.O.; luth. KB Battweiler-Dellfeld 1737-1798, Register herausgegeben von der Zweibrücker AG für Familienforschung 1997). °° II am 31.8.1773 auf der Neumühle mit der NN., Witwe des Müllers Michael Neufang († 1773 Neumühle) (vgl. Müller: „Neumühle bei Kirchenarnbach in der Pfalz“, Internet­datei http://www.mueller-heppenheim.homepage.t-online.de/neumuehl.htm; luth. KB Labach).



Kling, Klinck:

verschiedene Schreibweisen


Literatur/Urkunden:

- Doppelbauer, Friedrich Josef: „Stammfolge Kling aus Kübelberg“ (Arbeitsgemeinschaft für Saarländ. Familienkunde, 1976)



Kling, Christopher:

1654 Ulmet – 5.7.1712 Kübelberger Mühle; reformiert; Sohn des Müllers auf der Vockenmühle in Patersbach/Glan, Georg *Kling; Müller auf der Klingenmühle (Kübelberger Mühle) in Schönenberg-Kübelberg; im reformierten Kirchenbuch von Obermiesau ist eingetragen: „Anno 1712 den 5. July ist Christopher Kling von Ulmeth Weyland Georg Klingen von Ulmeth Ehelicher Sohn im Hr. Entschlafen. Anno 1654 ist er von Georg Kling, Müller in der Vockenmühl, gezeuget und von der Mutter in diese Welt gebohren wor­den zu Ulmeth. …. Anno 1684 den 19 February ist er mit Margaretha Catharina Herrn Jost Wagners Eheleiblicher Tochter zu Kübel­berg copuliert worden und hat während der Ehe mit ihr erzeuget 9 Kinder davon noch 4 leben ...“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Obermiesau; zitiert nach Klinck, Hermann: 1050 Jahre Kübelberg, a.a.O., S. 186). °° 19.2.1684 mit Margaretha Katharina Wagner (1666 – 4.5.1712; vgl. Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 22). Sein Schwiegervater war der Schultheiß des Kübel­berger Gerichts Jost Wagner, dessen Ehefrau Anna Maria Steffan von der Papiermühle in Lautern stammt (Quelle: reformiertes Kir­chenbuch Obermiesau; zitiert nach Klinck, Hermann: 1050 Jahre Kübelberg, a.a.O., S. 186). Vater des Johann Georg Kling (Klinck) und Vater des Müllers auf der Kübelberger Mühle, Johann Georg *Klin(g) / Klinck (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Obermiesau; zitiert nach Klinck, Hermann: 1050 Jahre Kübelberg, a.a.O., S. 189; vgl. auch Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 22).



Kling, Friedrich:

ab 1741 Müller auf der Mahlmühle in Erdesbach. Sohn des Erdesbacher Müllers Heinrich Kling. Auf Anordnung des Herzogs von Zweibrücken erstellte Carl Sundahl 1745 ein Mühlenprotokoll (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7) indem er über die Erdesbacher Mahlmühle folgendes berichtete (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 209): „Die Erdesbacher Mahlmühle liegt am Glan, von der Patersbacher und Ulmeter Mühle je ¼ Stunde entfernt. 2 unterschlächtige Wasserräder, 1 Aalkorb. Der Bestän­der ist Friedrich Kling, hat die Mühle von seinem Vater Heinrich Kling. Erbbestandsbrief vom 30. März 1741. Er entrichtet als Pacht jährlich: 3 Ma. Korn und 3 Ma. Hafer; an Geld 4 fl und für 2 Pfund Heller (alter Währung) 1 fl 2 bz und für 2 Kapaunen 8 bz. Keine Banngerechtigkeit. Der Müller behauptet, es wäre größerer Umsatz in der Mühle, wenn sich die Familien nicht mit den 'vielen Grundbirnen sowie auch anderen Früchten als Wicken und Haber behelfeten.'“ Er hat einen „auf ihn eingerichteten Erbbestandsbrief“ vom 30.3.1741 (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 395).



Kling (Klinck), Georg:

um 1654 war Georg Kling der Müller auf der Vockenmühle in Patersbach/Glan; reformiert; Vater des Müllers auf der Kübelberger Mühle Christopher *Kling (1654 Ulmet – 5.7.1712) und Großvater des Müllers Johann Georg *Kling (Klinck) von der Kübelberger Mühle (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Obermiesau; zitiert nach Klinck, Hermann: 1050 Jahre Kübelberg, a.a.O., S. 186; vgl. auch Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 22).



Kling, Heinrich:

bis 1741 Müller auf der Mahlmühle in Erdesbach. Vater des Erdesbacher Müllers und Betriebsnachfolgers Friedrich *Kling. Auf An­ordnung des Herzogs von Zweibrücken erstellte Carl Sundahl 1745 ein Mühlenprotokoll (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7) in­dem er über die Erdesbacher Mahlmühle folgendes berichtete (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 209): „Die Erdesbacher Mahlmühle liegt am Glan, von der Patersbacher und Ulmeter Mühle je ¼ Stunde entfernt. 2 unterschlächtige Wasserrä­der, 1 Aalkorb. Der Beständer ist Friedrich Kling, hat die Mühle von seinem Vater Heinrich Kling. Erbbestandsbrief vom 30. März 1741. Er entrichtet als Pacht jährlich: 3 Ma. Korn und 3 Ma. Hafer; an Geld 4 fl und für 2 Pfund Heller (alter Währung) 1 fl 2 bz und für 2 Kapaunen 8 bz. Keine Banngerechtigkeit. Der Müller behauptet, es wäre größerer Umsatz in der Mühle, wenn sich die Familien nicht mit den 'vielen Grundbirnen sowie auch anderen Früchten als Wicken und Haber behelfeten.'“



Kling, Jörg:

bis 1739 Müller auf der Klingenmühle bei Schönenberg-Kübelberg; liegt hart nördlich vom OT Kübelberg in Richtung Dittweiler; teilweise (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 238) angegeben als “Mühle zwischen Kübelberg und Dittweiler”; im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis des Oberamts Kaiserslautern von 1739 (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29) ist die Mühle wie folgt beschrieben: “gehört 1738 dem Jörg Kling, 1739 aber dem Fleon. Dieser ist nicht einheimisch, deshalb kann von ihm nichts gemeldet werden, außer daß selbige 1 Malter Korn und 2 Malter Hafer als Pacht gibt.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhand­werk, a.a.O., S. 238).


+++Verwandschaftsverhältnis mit dem Müller Peter *Kling klären, der um 1739 Müller auf der Schönenberger Mühle in Schönen­berg-Kübelberg war, die er von seinem Großvater geerbt hatte++++


Anm. bei dem „Fleon“ handelt es sich um den Schultheißen des Kübelberger Gerichts und ab 1739 kurpfälzisch herrschaftlicher Obereinnehmer des Oberamts Lautern Philipp *Fleon.



Kling (Klinck), Johann Georg:

um 1711 Müller auf der Kübelberger Mühle (Klingenmühle); Sohn des Müllers auf der Kübelberger Mühle, Christopher *Kling und der Schultheißentochter Margaretha Catharina Wagner. Gemeinsmann, Bauer und Müller in Kübelberg; °° in Miesau am 24.11.1711 mit Catharina Lang, der Tochter des verstorbenen Küfermeisters Wendel Lang (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Obermiesau; zitiert nach Klinck, Hermann: 1050 Jahre Kübelberg, a.a.O., S. 189). Anm.: Wendel Lang hatte bei dem Großvater des Georg Kling, dem Schultheißen Jost Wagner in Schönenberg das Küferhandwerk erlernt (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Obermiesau; zitiert nach Klinck, Hermann: 1050 Jahre Kübelberg, a.a.O., S. 189).


Am 1.6.1723 wird ein Stück Ackerland „ahm Mühlberg“ in Kübelberg verkauft „ahn Hanß Georg Klingen , Catharina, deßen Hauß­frau“ (vgl. LA Speyer Best. F 5 Nr. 187, fol. 110 V; zitiert nach Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 125)


Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis des Oberamts Kaiserslautern von 1739 (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29) ist die Mühle wie folgt beschrieben: “gehört 1738 dem Jörg *Kling, 1739 aber dem Fleon. dieser ist nicht einheimisch, deshalb kann von ihm nichts gemeldet werden, außer daß selbige 1 Malter Korn und 2 Malter Hafer als Pacht gibt.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 238).



Kling, Peter:

um 1739 Müller auf der Schönenberger Mühle +++Lage klären++++, die ihm vom Großvater übertragen wurde; im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis des Oberamts Kaiserslautern von 1739 (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29) ist die Mühle wie folgt be­schrieben: “ist Eigentum von Peter Kling, vom Großvater ererbt. 1 Mahlgang und 1 Bordenmühle. Gibt 3 Kappen für den Wasserfall in die Landschreiberei Lautern; bezieht sich wegen der Konzession auf das Kübelberger Gerichtsweistum von 1600.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 239).


+++Verwandschaftsverhältnis mit dem Müller Jörg *Kling klären, der bis 1739 Müller auf der Klingenmühle bei Schönenberg-Kü­belberg war++++


Anm.: ein Peter Kling und Anna Eva NN. seine Ehefrau verkaufen am 1.6.1723 vor dem Kübelberger Gerichts 23 Wiesen in der „Langen Auen“ gelegen (vgl. LA Speyer Best. F 5 Nr. 187, fol. 110 V; zitiert nach Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 125)



Klink, Johann Adam:

um 1744; aus Bedesbach; der Rotgerber Valentin Emrich aus Kusel, Johann Adam Klink aus Bedesbach und Johann Nickel Krell aus Altenglan haben die Vockenmühle in Patersbach (d.h. gelegen im Nachbarort von Patersbach) am 5.2.1744 von dem vorigen Erbbe­ständer Peter Klink gekauft und darüber am 21.12.1744 einen Erbbestandsbrief erhalten. Als Pacht sind zu geben 4 Ma. Korn und 4 Ma. Hafer. Nahebei der oft genannte Mühlsteinbruch am Vockenrech (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 208/09; LA Speyer Best. A 294/7 Bl. 36r).



Klink, Johann Nickel:

ab 1739 und auch 1745 Erbbeständer auf der Kuseler Stadt und Bannmühle. In der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zwei­brückischen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt (vgl. Mühlenprotokoll von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7): “Die Kuseler Stadt- und Bannmühle hat ihr Wehr hart an Diedelkopf. Im Mühlgraben wird das Wasser zunächst zur Walk- und Lohmühle und dann zur Stadtmühle geleitet. Letztere liegt unfern der Stadt bei den Gerbhäusern. 3 oberschlächtige Was­serräder für 2 Mahlgänge und 1 Schelgang. Erbbeständer ist Johann Nickel Klink, hat einen Erbbestandsbrief vom 8. Dezember 1710 auf den Namen Nickel Grimm und einen vom 8. Juni 1739 auf seinen Namen. Als die Stadt Kusel die Mühle von 1662 bis 1695 inne­hatte, entrichtete sie als Pacht 10 Ma. Korn, 10 Ma. Hafer und 6 fl 5 bz an Geld. Dann habe die Rentkammer den 'uralten' Pacht von 30 Ma. Gefordert. Daraufhin habe die Stadt die Mühle an den Müller Georg Bauer abgetreten. Seit der Zeit des Vorbesitzers Fleck betrage die Pacht tatsächlich 30 Ma. Frucht und 14 fl für ein fettes Mühlschwein von 200 Pfund. In die Mühle gebannt sind Kusel, Diedelkopf und Blaubach.“ (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 216).


1776 ist in der pfalz-zweibrückischen Huldigungsliste von Kusel der Johann Nickel Klinck erwähnt; sein gleichnamiger Sohn Johann Nickel Klinck, 29 Jahre alt, arbeitet „bei seinem Vater in der Mühle“ (vgl. Schaaff: Untertanenlisten des Herzogtums Pfalz-Zwei­brücken aus den Huldigungsprotokollen des Jahres 1776, a.a.O., S. 120).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 829: „Prozeß der Stadt Kusel gegen den Stadtrat und den Stadtmüller Klink und Sohn, o.D.“



Klinck, Johann Nickel:

geb. 1747 Kusel Stadtmühle - ++++; Sohn des Müllers auf der Stadtmühle Kusel, Johann Nickel Klinck. 1776 ist in der pfalz-zwei­brückischen Huldigungsliste von Kusel der Johann Nickel Klinck erwähnt; sein gleichnamiger Sohn Johann Nickel Klinck, 29 Jahre alt, arbeitet „bei seinem Vater in der Mühle“ (vgl. Schaaff: Untertanenlisten des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken aus den Huldigungs­protokollen des Jahres 1776, a.a.O., S. 120)



Klink, Peter:

bis 1744 Müller und Erbbeständer auf der Vockenmühle in Patersbach/Glan. Der Rotgerber Valentin Emrich aus Kusel, Johann Adam Klink aus Bedesbach und Johann Nickel Krell aus Altenglan haben diese Mühle 1744 von dem vorigen Erbbeständer Peter Klink ge­kauft und darüber am 21.12.1744 einen Erbbestandsbrief erhalten. Als Pacht sind zu geben 4 Ma. Korn und 4 Ma. Hafer. Nahebei der oft genannte Mühlsteinbruch am Vockenrech (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 208/09). Der Müller Peter Klink ist im pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis von 1746 als früherer Erbbeständer erwähnt (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 33r-37) erwähnt. Seine Ehefrau ist bei „dem entsetzlichen Sturmwind, welcher Ao. 1731 entstanden, und die Dächer von der Scheine und anderen Gebäuden, wodurch seine Frau ums Leben gekommen, abgehoben und um gerissen ...“ gestorben.



Klinz, Johann Theobald:

auch Klintz; Sohn des NN. Klinz aus Erfenbach und späteren Bordmüllers auf der Kaisermühle; Johann Theobald arbeitet zeitweise auf der Kaisermühle bei Kaiserslautern und heiratet die Tochter des Neumüllers (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 40 Nr. 2376 und S. 82 Nr. 2951) [Anm.: Hanß Konrad *Lettenbauer]


°° mit (Lisabeth ?) Lettenbauer, der Tochter des Neumüllers in Kaiserslautern Hans Konrad *Lettenbauer


1647 wurde die Neumühle dem Müller (Anm.: Hans) Konrad *Lettenbauer zunächst unentgeltlich überlassen (vgl. Friedel, Heinz: „Eine Wanderung zu den Höfen und Mühlen im Westen von Kaiserslautern“; in: Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Kreis Kaisers­lautern des Historischen Vereins der Pfalz, Nr. 14 Januar 1960, S. 2). Um 1654 ist Hanß Conradt Lettenbauer der Müller in der „ne­wen Mühle“; seine Tochter Lisabeth Lettenbauer ist am 27.3.1654 in Enkenbach Patin bei der Taufe der Anna Maria Lisabeth Henn (vgl. Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 15, Eintrag vom 27.3. 1654 [Anm.: °° err. mit Hans Debelt *Klintz]).


Theobald Klinz hinterläßt bei seinem Tod minderjährige Kinder, als deren Vormund am 12.3.1683 der Johann Lettenbauer genannt wird (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 35 Nr. 4263), darunter der Sohn Johann Ludwig Klinz, der als Schneider am 24.3.1682 die Bürgeraufnahme in Kaiserslautern erlangt (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 35 Nr. 4264) und die Anna Sybilla Klintz



Klinz, NN.:

aus Erfenbach NN. (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 40 Nr. 2376). Klinz war Bordmüller auf der Kaisersmühle; er ist der Vater des [Anm.: Johann] Theobald *Klinz († vor 1683); Theobald Klinz hinterläßt bei seinem Tod minderjährige Kinder, als deren Vormund am 12.3.1683 der Johann Lettenbauer genannt wird (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 35 Nr. 4263), darunter der Sohn Johann Ludwig Klinz, der als Schneider am 24.3.1682 die Bürgeraufnahme in Kaiserslau­tern erlangt (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 35 Nr. 4264).


Klöckel, Georg Frantz:

s. Georg Frantz *Glöckle



Kloninger, Müllersfamilie:

die Familie Kloninger betrieb ab 1683 die Katzensteiger Mühle am Appelbach oberhalb von Neu-Bamberg / Rheinhessen westlich von Siefersheim (vgl. Spengel, Gerd: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, a.a.O., S. 230).



Kloninger, Cloninger, Clonninger:

verschiedene Schreibweise; die Müller sind jeweils unter der Originalschreibweise erfaßt, z.B. Johann Martin Cloninger



Kloninger, Jakob:

vor 1830 (err.) Katzensteiger Mühle Neubamberg Müller auf der Katzensteiger Mühle. °° mit Barbara Jung (sie °° II mit Jakob Hoster; Vater der Maria Magdalena Kloninger.


Im Intelligenzblatt des Rheinkreises wird am 5.12.1830 die Zwangsversteigerung diverser Grundstücke aufgrund eines Urteils des Bezirksgerichts Kaiserslautern vom 25.11.1830 für den 18.2.1831 annonciert (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises vom 5.12.1830, Nr. 131, Beilage, S. 969): „Auf Ansuchen von Philipp Ginz, Wirth und Ackersmann zu Siefersheim, im Großherzogthum Hessen, wohnhaft, handelnd als Bevollmächtigter der Maria Magdalena Kloninger ledig, großjährig [Anm.: sie konnte, obwohl volljährig nicht für sich selbst handeln !], … zu Siefersheim wohnhaft, Tochter des verstorbenen Müllers Jakob Kloninger, zu seiner Lebzeit Müller auf der sogenannten Katzensteiger Mühle bei Wöllstein, und seiner Wittwe Barbara Jung, jetzt Ehefrau von Jakob Hoster, ohne Gewerbe, beide früher zu Hochstetten, dermalen zu Siefersheim wohnhaft ...“



Kloninger, Johann (Hans) Jacob:

geb. um 1675 (?) - +++; luth.;um 1702 Müller auf der Katzensteigermühle bei Neu-Bamberg (vgl. Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, a.a.O., Bd. 2, S. 230).; °° um 1700 (?) mit Maria Elisabeth Heß (luth.); Vater des Müllers auf der Mühle in Niederhausen / Appel, Johann Philipp *Kloninger; Großvater der Maria Sophia *Kloninger (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar)



Kloninger, Johann Philipp:

auch „Johann Philipp Cloninger“; geb. März 1704 Katzensteiger Mühle bei Neu-Bamberg – 29.3.1761 Niederhausen / Appel; ab 1734 Müller auf der Mühle in Niederhausen /Appel. Sohn des Müllers auf der Katzensteigermühle, Johann (Hans) Jacob Kloninger und Maria Elisabeth Heß. °° 1732 mit Catharina Sybilla Kolb (03.1712 Tiefenthal/Rheinhessen – 11.2.1751 Appelmühle Niederhau­sen/Appel; Tochter des Müllers und Schultheiß in Tiefenthal/Rheinhessen Johannes Kolb und Anna Maria Senf aus Münsterappel). Vater der Catharina Sybilla *Kloninger (vgl. Hühner, Jens: Der unglückliche Müller. Eine Episode aus Niederhausen an der Appel; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1997, S. 73), der Maria Sophia *Kloninger (°° mit dem Müller auf der Appelmühle in Oberhau­sen/Appel Johann Friedrich *Deubelt [Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar] bzw. Deubert, den Sohn des Johann Peter Deubert aus Niederhausen [vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 850]) und Johannes *Cloninger (Müller und Betriebsnachfolger auf der Dorfmühle Nie­derhausen; arg. ex LA Speyer Best. E6 Nr. 684 iVm Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, a.a.O., Bd. 1, S. 520 Nr. 610).


Um 1700 befand sich die Mühle in Niederhausen/Appel im Erbbestand der Familie Müller (vgl. LA Speyer Best. C 38 Nr. 847). Von Johann Adam Müller und seiner Frau Anna Catharina wurde das die Mühle in Niederhausen 1731 zum Preis von 1325 fl an den Jo­hannes *Kolb aus Tiefenthal / Rheinhessen verkauft. Kolb, der Erbbeständer der Mühle in Tiefenthal war, hatte die Mühle in Nieder­hausen als Mitgift für seine Tochter Catharina Sybilla Kolb erworben. Diese beabsichtigte, im darauf folgenden Jahr (1732) den Jo­hann Philipp Cloninger von der Katzensteiger-Mühle bei Neu-Bamberg zu heiraten. Obwohl das Paar bereits 1733 nach Niederhau­sen gezogen war, wurde Cloninger die Mühle erst 1734 auf seinen Namen überschrieben (vgl. Hühner, Jens: Der unglückliche Mül­ler. Eine Episode aus Niederhausen an der Appel; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1997, S. 73).


Johann Philipp Cloninger war auch ab 1750 Besitzer der Gauchs- oder Nächstenmühle in Alsenz; er kaufte die Mahlmühle 1750 von Johannes *Benninger für 2350 fl.; seine Tochter NN. Clonninger war mit dem Müller Wilhelm *Mühlberger verheiratet. Clonninger übergab die Mühle 1750 an seinen Schwiegersohn, erhielt sie jedoch 1750 wieder zurück. Er verkaufte die Mühle nunmehr an den Müller Nikolaus *Knecht aus Meisenheim für 2406 fl. (vgl. Schattauer, Willi: Die Gauchs- oder Nächstenmühle zu Alsenz 1582-2006; in: Nordpfälzer Geschichtsverein, Beiträge zur Heimatgeschichte, Jahrgang 2009, Heft 4 S. 21/22).


1772 beantragte der Müller Philipp Cloninger um Überschreibung des Erbbestands an der Nächstmühle zu Alsenz (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 780: „Gesuch des Philipp Cloninger zu Alsenz um Überschreibung des Erbbestands der Nächst- oder Gauchsmühle zu Alsenz, 1772“). Er ist der Schwiegersohn des Müllers Wilhelm Mühlberger (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 773: „Überschreibung des Erbbestands der Nächst- oder Gauchsmühle zu Alsenz von Wilhelm Mühlberger auf dessen Schwiegersohn Philipp Cloninger und Verkauf eines Teils des Mühlwerders an den Besitzer der Ölmühle, Nikolaus Knecht“).


Er ist auch Erbbeständer der Gauchs- oder Nächstmühle in Alsenz, Philipp *Cloninger und beantragte 1772 die Überschreibung des Erbbestands an dieser Mühle. 1772 beantragte der Müller Philipp Cloninger um Überschreibung des Erbbestands an der Nächstmühle zu Alsenz (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 780: „Gesuch des Philipp Cloninger zu Alsenz um Überschreibung des Erbbestands der Nächst- oder Gauchsmühle zu Alsenz, 1772“).


1775 veräußerte Philipp *Cloninger 1772 die Nächstmühle an den Eigentümer der dabei gelegenen Ölmühle und Müller auf Gauchs­mühle, Nickel Knecht (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 783: „Veräußerung der der Nächstmühle zu Alsenz durch Philipp Cloninger und deren Erbbestandsvergabe an Nickel Knecht, 1775-1777“). Johann Nikolaus Knecht erhielt daraufhin von der nassau-weilburgischen Verwaltung einen Erbbestandsbrief (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 774: „Überschreibung des Erbbestands der Nächst- oder Gauchs­mühle zu Alsenz von Philipp Cloninger auf. Joh. Nikolaus Knecht, 1775-1778“).


Literatur/Urkunden:

- Kirchenbuch, lutherisches, Münsterappel

- LA Speyer Best. C38 Nr. 852: „Überschreibung der Erbbestandsmühle zu Niederhausen von Philipp Cloninger auf Joh. Cloninger Prov.: Amt Alsenz, 1761-1772“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 783: „Veräußerung der der Nächstmühle zu Alsenz durch Philipp Cloninger und deren Erbbestandsverga­be an Nickel Knecht, 1775-1777“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 774: „Überschreibung des Erbbestands der Nächst- oder Gauchsmühle zu Alsenz von Philipp Cloninger auf. Joh. Nikolaus Knecht, 1775-1778“



Kloninger, Johann Philipp:

um 1729 Müller in Freimersheim/Rheinhessen; °° Maria Margaretha NN.; diese ist am 28.7.1729 im lutherischen Kirchenbuch Kirchheimbolanden als Patin eingetragen: „Maria Margaretha Kloninger, Fr. d. Joh. Philipp Kloninger, Müllermeister zu Freimers­heim“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 77). Am 16.4.1734 ist als Pate im lutherischen Kirchenbuch Kirchheimbolanden notiert: „ Joh. Philipp Cloninger, Müller zu Freimersheim bei Alzey“ (vgl. Ga­belmann, a.a.O., S. 87).



Kloninger, Maria Sophia:

31.8.1734 Niederhausen/Appel – 25.1.1774 Appel-Mühle Oberhausen/Appel; Tochter des Müllers auf der Mühle in Niederhausen, Johann Philipp *Kloninger (geb. März 1704 Katzensteiger Mühle bei Neu-Bamberg – 29.3.1761 Niederhausen / Appel) und Cathari­na Sybilla Kolb (geb. März 1712 Tiefenthal südlich von Siefersheim); Enkelin des Johann (Hans) Jakob *Kloninger und der Maria Elisabetha Heß (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar). Der Großvater Johann Jakob *Kloninger ist identisch mit dem Müller Hans Jakob Kloninger, der 1702 auf der Katzensteiger Mühle erwähnt ist (vgl. Spengel, Gerd: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, a.a.O., S. 230). °° 18.9.1753 Münsterappel mit dem Müller auf der Appel-Mühle in Oberhausen/Appel, Johann Friedrich Deubelt (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar) bzw. Deubert, den Sohn des Johann Peter Deubert aus Niederhausen [vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 850]); Schwester des Johannes *Cloninger (Müller und Betriebsnachfolger ihres Vaters auf der Dorfmühle Niederhau­sen; arg. ex LA Speyer Best. E6 Nr. 684 iVm Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, a.a.O., Bd. 1, S. 520 Nr. 610).


Aus der Ehe mit Johann Friedrich Deubelt stammen 11 Kinder, darunter der Müller auf der Untermühle St. Alban, Johann Nicolaus Deibert und der Johann Friedrich Deibert (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar).



Kloninger, Peter:

vor 1796; Müllermeister in Freimersheim/Rheinhessen; °° Anna Margaretha NN.; im lutherischen Kirchenbuch von Kirchheimbo­landen befindet sich folgender Eintrag: am „14.05.1796 (starb) Kloninger Anna Margaretha, Frau d. verstorbenen Müllermeisters Pe­ter Kloninger von Freimersheim, sie starb in Bischheim, 77 Jahre weniger 4 Tage alt (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 447)



Klug, Familie:

der Stammvater NN. Klug, geboren 1683 in Niedernberg/Main ist ab 1712 zunächst in Weselberg erwähnt (vgl. Die Klugschen Müh­len in den Tälern der Moos- und Steinalb (Weselberg). In: Rheinpfalz, Pirmas. v. 17.11.1984. [Fam. Klug]); es handelt sich um den 1683 in Niedernberg am Main (nahe Großwallstadt) geborenen Sigismund Klug, den Sohn des Andreas Klug (geboren 1650 Herr­schaft Aschaffenburg – 13.6.1721) und der Margaretha (?) NN. aus dem Breubergischen (vgl. Internetdatei: www. familieklugwesel­berg.de).


Literatur/Urkunden:

- Die Klugschen Mühlen in den Tälern der Moos- und Steinalb (Weselberg). In: Rheinpfalz, Pirmas. v. 17.11.1984. [Fam. Klug]



Klug, Adam:

ca. 1768 Weselberg - +++; Sohn von Nikolaus Klug (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 223); von 1799-1803 Müller auf der Schwanenmühle bei Horbach; °° mit der Müllerstochter von der Schwa­nenmühle, Katharina Klug († 20.11.1833), der Tochter des Schwanenmüllers Johann Adam Klug aus der 1. Ehe mit Eva Vogt. Katha­rina Klug heiratete einen Müller namens Adam Klug (wohl ein Verwandter) der 1799 nach dem Tod seines Schwiegervaters Adam Klug die Mühle übernahm und diese bis zum Jahre 1803 führte. Aus der 2. Ehe des Johann Adam Klug mit Franziska Eva Reichmann stammt der Sohn Heinrich *Klug (* 22.10.1787 Schwanenmühle - 14.02.1850 Horbach, Müller und Bauer). Der noch minderjährige Heinrich Klug übernahm 1803, unter der Vormundschaft seiner Mutter die Mühle. Er hatte an seinen Stiefschwager Adam Klug 5.200 Gulden zu zahlen (vgl. Internetdatei: www. familieklugweselberg.de). Vater der Barbara Klug (geb. 29.6.1801 Schwanenmühle) und Heinrich Klug (geb. 26.9.1802 Schwanenmühle) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Bur­galben, a.a.O., S. 223). Aus der 2. Ehe stammt weiterhin die Tochter Anna Maria Klug (geb. 9.10.1790 Schwanenmühle; °° am 12.5.1817 mit dem Ackerer aus Bann, Martin Lindemer) (vgl. Fremgen, Reinhold: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 253).



Klug, Heinrich (1):

geboren 5.8.1715 Weselberg (?)- 18.2.1773 Schwanenmühle bei Horbach; Erbauer und Müller auf der Schwanenmühle bei Horbach. Sohn des um 1710 aus dem Spessart/Amt Aschaffenburg zugewanderten Sigismund Klug und späteren Gastwirts „Zum Wilden Mann“ und Adjunkt in Weselberg und der Katharina Reichel (°° 22.11.1712 in Kaiserslautern). °° I mit Maria Susanne Roedel († 4.3.1741 Zeselberg); Tochter aus 1. Ehe ist Maria Elisabeth Klug (geb. 17.4.1763 Horbach – 2.6.1817 Höheinöd; °° mit Johann Adam Lelly aus Höheinöd; Mutter des Johann Adam Lelle) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 249); °° II am 28.5.1743 die Löwenwirtin in Horbach, Maria Eva Kessler (geb. 1.1.1713 Mittelbrunn/Landstuhl, die Witwe des Peter Klas [Glas]) (vgl. Internetdatei: www. familieklugweselberg.de). +++ klären: ihr Vorname wird in der Rheinpfalz vom 17.11.1984 mit Eva Elisabeth angegeben+++


Am 04.12.1754 bekam Heinrich Klug durch seinen Landesherrn Ferdinand von Sickingen - nachdem er nochmals schriftlich erinner­te - die Erlaubnis oberhalb der sogenannten und Kurpfalz gehörigen Geiselberger Mühle auf einem ihm eigenen Stück Land, eine Mahlmühle errichten zu dürfen. Es waren 50 Gulden für die Mühlpacht und 4 Malter Korn jährlich an die Herrschaft in Landstuhl zu entrichten. Mit diesem Entschluss 1754 eine Mühle zu erbauen, legte Heinrich den Grundstein für eine lange Müllertradition in der Familie Klug, die am längsten auf der Klug'schen Mühle fortgeführt wird (vgl. Internetdatei: www. familieklugweselberg.de; Müller: Gerhardsbrunn, a.a.O., S. 162). Die Mühle stand an der Moosalb, oberhalb der Geiselberger Mühle;


+++Widerspruch klären+++


wurde 1755 von Heinrich Klug gebaut. Dieser zahlte für die Konzession 100 fl und gab jährlich 4 Ma. Korn für den Wasserfall. Die Mühle war bis zu ihrer Stillegung 1889 im Besitz der Familie Klug. Ein Urenkel von Heinrich Klug kaufte 1840 die als Ausflugsgast­stätte weithin bekannte Mühle im Karlstal bei Trippstadt (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 295). Vater des Mül­lers Johann Adam *Klug aus der 2. Ehe mit Maria Eva Kessler (vgl. Internetdatei: www. familieklugweselberg.de).



Klug, Heinrich (2):

22.10.1787 Schwanenmühle bei Horbach – 14.2.1850 Horbach; Müller und Bauer auf der Schwanenmühle; Sohn des Schwanenmül­lers Johann Adam *Klug aus dessen 2. Ehe mit Franziska Eva Reichmann. Aus der 1. Ehe mit Eva Vogt stammt die Tochter Kathari­na Klug. Diese heiratete einen Müller namens Adam Klug (wohl ein Verwandter) der 1799 nach dem Tod seines Schwiegervaters Adam Klug die Mühle übernahm und diese bis zum Jahre 1803 führte. Aus der 2. Ehe des Johann Adam Klug mit Franziska Eva Reichmann stammt der Sohn Heinrich *Klug (* 22.10.1787 Schwanenmühle - 14.02.1850 Horbach, Müller und Bauer). Der noch minderjährige Heinrich Klug übernahm 1803, unter der Vormundschaft seiner Mutter die Mühle. Er hatte an seinen Stiefschwager Adam Klug 5.200 Gulden zu zahlen (vgl. Internetdatei: www. familieklugweselberg.de; Anm.: teilweise andere Angaben bei: Frem­gen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 223/224). Heinrich Klug war wohl ein eben­so tüchtiger Mann wie der Mühlengründer. Unter ihm hatte die Schwanenmühle ihre Blütezeit. Zunächst vergrößerte er die Schwa­nenmühle, oder wie diese auch hieß: die Klug Mühle, um eine Ölmühle. Systematisch vergrößerte er diese um viele Ländereien (Äcker, Wiesen und Wald) bis diese 220 Tagwerk hatte (vgl. Internetdatei: www. familieklugweselberg.de). °° mit Elisabeth Linde­mer (ca. 1796 Bann – 22.5.1849 Schwanenmühle; Tochter von Franz Lindemer und Elisabeth Rauch [?]). Aus der Ehe stammen 8 Kinder, darunter der Sohn und Betriebsnachfolger, Heinrich (3) *Klug (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 224) und der Müller und Ackerer auf der Schwanenmühle Michel *Klug (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 225).



Klug, Heinrich (3):

18.4.1821 Schwanenmühle bei Horbach – 18.10.1849 Schwanenmühle bei Horbach; Sohn des Schwanenmüllers Heinrich (2) *Klug und der Elisabeth Lindemer; Bruder des Müllers und Ackerers auf der Schwanenmühle Michael *Klug. Am 1.1.1848 übernahm Heinrich (junior) die Schwanenmühle. Am 18.10.1849 verunglückte dieser Heinrich tödlich auf der Jagd. Obgleich die Rechnungen der beiden behandelten Ärzte vorliegen, ist die Todesursache nirgends vermerkt. Wie in der Familie Klug erzählt wird, hätte sein Va­ter (Albert), obgleich Jagdbezirksinhaber, nie die Flinte angerührt, weil ein Verwandter auf der Jagd umgekommen wäre. Dieser Un­glückliche sei mit einem Verwandten zur Jagd verabredet gewesen. Im Dämmerlicht hätte der Andere ihn für ein Wild gehalten und ihn aus versehen tödlich getroffen. Diese überlieferte Geschichte kann eigentlich nur auf diesen unglücklichen Heinrich zutreffen (vgl. Internetdatei: www. familieklugweselberg.de). °° am 24.7.1847 mit Catharina *Wagner geb. 4.6.1830 Hermersberg; Tochter von Franz Wagner und Elisabeth Germann); aus der Ehe stammen die Kinder Katharina Klug (geb. 12.7.1848 Horbach) und Heinrich (4) Klug (geb. 13.5.1850 Horbach) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 224).



Klug, Heinrich (4):

13.5.1850 Horbach + +++; Müller auf der Schwanenmühle bei Horbach; Sohn des Müllers Heinrich (3) *Klug und Catharina *Wag­ner; nach dem frühen Tod seines Vaters († 18.10.1849), der bereits vor der Geburt des Sohnes verstorben war, heiratete dessen Witwe 1851 den Müller Nikolaus *Lenhard in 2. Ehe. Nikolaus Lenhard soll ein fleißiger und sparsamer Mann gewesen sein. Er erneuerte Mehl- und Sägemühle und fügte eine Schnapsbrennerei hinzu. Lenhard war auf der Mühle nur Pächter und es war ihm bewußt, dass nach seinem Tod, sein Stiefsohn Heinrich (4) *Klug wieder die Schwanenmühle, das Erbe seiner Väter, übernehmen würde. Kurz vor seinem Tod 1877 übergab Lenhard an Heinrich Klug Mühle und Hofgut. Heinrich musste sich notariell verpflichten, in den kommen­den 5 Jahren an die Familie Lenhard 68.571,40 Mark als Preis zu zahlen. Falls nicht, kam eine jährliche 5 %ige Verzinsung hinzu. Heinrich hatte die Mühle ohne flüssiges Kapital übernommen. Nach dem Tod des Nikolaus Lenhard zog sich die Witwe, mit ihren 10 Kindern, nach Schauerberg zurück, von wo Lenhard stammte (vgl. Internetdatei: www. familieklugweselberg.de).


Da Heinrich Klug nicht in der Lage war, die Forderungen seiner Mutter und seiner Stiefgeschwister zu begleichen, kam es ab 1877 zu zahlreichen Erbschaftsprozessen. Dieser auf beiden Seiten erbittert geführte Streit endete erst am 6.5.1889, dem Tag, an welchem die Schwanenmühle zwangsversteigert wurde. Die Schulden des Heinrich Klug beliefen sich inzwischen auf rd. 93.000 Mark. Die Schwanenmühle mit Gut wurde für 55.100 Mark von den Lederfabrikanten Julius und Karl Riel aus Zweibrücken ersteigert. Noch am gleichen Tag wurde die Schwanenmühle an die Firma Raab, Karcher und Comp., welche auch eine Pulverfabrik in Kaiserslautern betrieben, weiterverkauft (vgl. Internetdatei: www. familieklugweselberg.de).



Klug, Johann:

geb. Schwanenmühle bei Horbach - +++ Klug'sche Mühle bei Trippstadt; Müller auf der Wilensteiner Mühle/Klugschen Mühle bei Trippstadt; ältester Sohn des Horbacher Müllers Johann Adam *Klug und (1. Ehe) der Eva Vogt. Johann Klug kaufte 1840 (vgl. We­ber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 295) +++klären+++ bzw. am 1.4.1851 von Freiherr Carl von Gienanth die Wilensteiner Mühle bei Trippstadt, die spätere Klug'sche Mühle (vgl. „Die Rheinpfalz“ Ausgabe Pirmasens vom 17.11.1984: „Die Klug'schen Mühlen in den Tälern der Moos- und Steinalb“).



Klug, Johann Adam:

2.7.1744 Horbach – 1.12.1799 Schwanenmühle bei Horbach; Sohn des späteren Müllers auf der Schwanenmühle bei Horbach, Hein­rich *Klug und der Maria Eva Kessler. Müller und Betriebsnachfolger seines Vaters auf der Schwanenmühle bei Horbach; Johann Adam Klug übernahm die Schwanenmühle nach dem Tod seines Vaters; von Reichsgraf Wilhelm von und zu Sickingen erhielt Jo­hann Adam Klug am 26.4.1786 die Erlaubnis zur Mahlmühle um eine Bordenmühle (Sägemühle) zu erweitern.


°° I 8.1.1770 in Horbach mit Eva Vogt (17.2.1750 Weselberg – vor 1784 Schwanenmühle err.); aus der 1. Ehe mit Eva Vogt stammt die Tochter Katharina Klug. Diese heiratete einen Müller namens Adam Klug (wohl ein Verwandter) der 1799 nach dem Tod seines Schwiegervaters Adam Klug die Mühle übernahm und diese bis zum Jahre 1803 führte. Aus der 1. Ehe stammt weiterhin der älteste Sohn Johann Klug, der später die spätere Klug'sche Mühle kaufte, sowie der zweitälteste Sohn Michael Klug (er heiratete auf die Horbacher Mühle) (vgl. Die Rheinpfalz“ Ausgabe Pirmasens vom 17.11.1984: „Die Klug'schen Mühlen in den Tälern der Moos- und Steinalb“).


°° II 26.7.1784 in Weselberg mit Franziska Eva Reichmann (vgl. Internetdatei: www. familieklugweselberg.de). Aus der 2. Ehe des Johann Adam Klug mit Franziska Eva Reichmann stammt der Sohn Heinrich *Klug (* 22.10.1787 Schwanenmühle - 14.02.1850 Horbach, Müller und Bauer). Der noch minderjährige Heinrich Klug übernahm 1803, unter der Vormundschaft seiner Mutter die Mühle. Er hatte an seinen Stiefschwager Adam Klug 5.200 Gulden zu zahlen (vgl. Internetdatei: www. familieklugweselberg.de; Anm.: teilweise andere Angaben bei: Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 223).



Klug, Michael:

ca. 1811 Schwanenmühle bei Horbach - +++; Sohn des Müllers auf der Schwanenmühle, Heinrich (2) *Klug und der Elisabeth Lin­demer; älterer Bruder des Müllers auf der Schwanenmühle Heinrich (3) Klug; Müller und Ackerer auf der Schwanenmühle; °° am 31.1.1838 mit der Müllerstochter von der Horbacher Mühle, Anna Maria *Klein (5.3.1819 Horbacher Mühle; Tochter des Müllers auf der Horbacher Mühle Daniel Klein und der Müllerstochter Elisabeth Wilhelm, Tochter des Müllers Valentin *Wilhelm und der Salo­mea Wagner aus Landstuhl) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 217, 225).



Knapp, Adam:

bis ca. 1832 war Adam *Knapp der Müller auf der Pörrbacher Mühle ( ca. 1832); °° mit Elisabeth Ziegler ( um 1832); aus der Ehe gingen die volljährigen Kinder Margarethe Knapp, Catharina Knapp (°° Ehefrau des Ackerers Johann Philipp Heintz aus Schwedel­bach) und die minderjährigen Kinder Adam, Maria, Elisabetha und Barbara Knapp hervor (vgl. LA Speyer Best. K21 Nr. 22).


Margarethe Knapp erhob vor dem Bezirksgericht Kaiserslautern für sich und als Erbin ihrer verlebten Eltern Adam Knapp und Zieg­ler Erbteilungsklage gegen 1) Catharina Knapp (Ehefrau des Ackerers Johann Philipp Heintz aus Schwedelbach), 2) den genannten Johann Philipp Heintz der ehelichen Ermächtigung und Gütergemeinschaft wegen, und 3) Heinrich Müller, Ackersmann aus Eulenbis in seiner Eigenschaft als Vormund von Adam, Maria, Elisabetha und Barbara Knapp, minderjährige Kinder der verlebten Adam Knappischen Eheleute und Miterben derselben. Margaretha Knapp verlangte mit ihrer Klage, die Erbteilung des Nachlasses vorzu­nehmen, zugleich festzustellen, daß die von den verlebten Eheleuten zugunsten der beklagten Eheleute Heintz mit notarieller Urkun­de des Notars Schuler zu Landstuhl vom 15.11.1822 errichteten Übertragungsakt für aufgelöst zu erklären, den in die Erbschaft fal­lenden Grundbesitz mit Ausnahme der Pörrbacher Mühle, gemäß der von den Erblassern zugunsten der Klägerin getroffenen eigen­händigen privatschriftliche Verfügung vom 4.3.1831 mit der Erbmasse zu vereinigen und die Pörrbacher Mühle unter den Bedingun­gen dieser Verfügung auf die Klägerin zu übertragen. Sie beantragt hilfsweise, die beklagten Eheleute Heintz zur Ableistung eines Ei­des dahin zu verurteilen, daß sie zu Lebzeiten ihrer Eltern, nämlich am 4.3.1831, gemäß der elterlichen Verfügung, ihre Zustimmung zur Übertragung der Pörrbacher Mühle auf die Klägerin erteilt haben. Sie behauptet weiterhin, die beklagten Eheleute Heintz hätten die im notariellen Vertrag vom 15.11.1822 enthaltenen Bedingungen und Gegenleistungen nicht erfüllt und seien zur jetzigen Erfül­lung auch nicht imstande. Die beklagten Eheleute Heintz beantragen die Klage abzuweisen und fordern zugleich widerklagend, den Grundbesitz gemäß dem notariellen Akt vom 15.11.1822 auf sich zu übertragen. Sie vertreten die Auffassung, die Verfügung vom 4.3.1831 sei infolge Nichteinhaltung aller gesetzlich vorgeschriebenen Förmlichkeiten weder als Schenkung noch als Kaufvertrag gültig. Sie hätten vielmehr die Bedingungen im notariellen Übergabevertrag erfüllt, indem sie der Klägerin die ihr hieraus zustehende Zahlung von 250 fl mehrfach angeboten hätten, die Klägerin dagegen habe die Annahme der Zahlung verweigert. Der mitbeklagte Heinrich Müller, als Vormund der minderjährigen Miterben beantragt, zu „entscheiden wie rechtens“. Die Klägerin hat in ihrer Re­plik die Behauptung der beklagten Eheleute Heintz bestritten, diese hätten angeblich mehrfach Zahlung angeboten. Bewies für die Richtigkeit ihrer Darstellung haben die Eheleute Heintz nicht angeboten. Das Bezirksgericht Kaiserslautern wies durch Urteil vom 15.1.1832 Klage und Widerklage ab, und ordnete die Erbteilung aller Grundstücke und des übrigen Nachlasses an. Es beauftragte zu­gleich den Ackersmann Adam Diehl aus Schwedelbach die Schätzung der Immobilien zu veranlassen und die Erteilung vorzuneh­men. Das Gericht wertete die privatschriftliche Schenkung vom 4.3.1831 als formunwirksam, wertete jedoch, „da die Nichterfüllung der Verbindlichkeit der Beklagten durch den Ehecontract [Anm.: der notarielle Vertrag vom 15.11.1822], so wie ihr eigenes Einge­ständniß erwiesen, und darüber, daß sie diese Nichterfüllung nicht verschuldet, kein Beweiß erbracht“, die Einrede der Nichterfüll­ung des notariellen Vertrages als begründet an. Es wies daher auch die Widerklage der Eheleute Heintz ab und führte weiter aus, daß „das Auflösungsbegehren [Anm. der Klägerin gegenüber dem notariellen Vertrag vom 15.11.1822] in den Verfügungen der Artikel 153 und nicht 184 des Civilgesetzbuches gegründet ist“. Es erklärte deshalb den notariellen Vertrag vom 15.11.1822 für aufgelöst und ordnete die Erbteilung des gesamten Nachlasses einschließlich der Pörrbacher Mühle an (vgl. LA Speyer Best. K21 Nr. 22).



Knapp, Hans Peter:

aus Offenbach/Glan; er erhielt 1691 einen Erbbestandsbrief über die Mahlmühle in St. Julian und erweiterte diese 1702 um eine Öl­mühle (vgl. Weber: Museumsmühle in St. Julian, a.a.O., S. 6/7).


Hans Peter Knapp ist 1694 als Mahlmüller und Gerichtsmann zu St. Julian und 1710 als Müller zu St. Julian erwähnt (vgl. Kuby, Alfred H.: Grundbesitzer in und um St. Julian am Glan 1693 bis 1746; in: Pfälz. Familien und Wappenkunde 1962, S. 205).



Knapp, Jacob:

um 1745 Müller aus der Mühle oben an Pettersheim. Die Mühle lag am Langenbach in der Mitte zwischen Herschweiler und Petters­heim; sie ist im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746 aufgeführt und wie folgt beschrie­ben (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7, Bl. 196r-198): „..... liegt in der Mitten zwischen Herschweiler und Petersheim. Es ist auch nur ein Waßerradt, welches 11 Schuh hoch, und einen Mahlgang treibt. Wegen des großen Gewässer, welches Ihme gleich in den Rädtern stünde, hat er dieses Radt nur 11 Schuh hoch machen lassen, daher er bey wenigem Waßer nicht so viel alß obige Mühlen (Anm.: die im Verzeichnis zuvor beschriebenen Mühlen von Konken-Langenbach und Herschweiler) kann. Der obere Theich ist ad 500 Schritt lang. …. Der Pfacht bestehet in 1 fl und 1 Malter Korn und 2 Malter Habern, Lichtenberger Maßung, wird auch dahin ge­lieferet. …. Jacob Knapp ist dermahlen in der Mühle und hat solche von seinem Schwiegervatter vor 300 fl angeschlagen bekom­men. … Er hat nicht viel zu mahlen, da alle Dörfer ringsum gebannt. Verdient etwas durch „Lehnen und Verkaufen der Früchte“ an die ar­men Leute“. °° mit der Müllerstochter NN., deren Vater, ebenfalls Müller auf der Mühle oben an Pettersheim, diese an den Schwie­gersohn und die Tochter übergibt.



Knapp, NN.:

um 1738 Müler auf der 2. Mahl- und Schneidmühle in Elmstein; sie war kurpfälzisch im Oberamt Neustadt; die Mahlmühlen wurden 1738 vom kurpfälzischen Horfauth Philipp aufgenommen (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 241; LA Speyer Best. A2 Nr 179/1); in diesem Verzeichnis ist die Mühle wie folgt beschrieben: “Noch zu Elmstein befindt sich eine Mahl undt Schleif­mühl, hatt nur ein Wasserrad, so daß wan er mahlen thut, so kann er nicht schneiden; ist eigenthümlich; gibt in hießige Kellerey jähr­lich 1 Malder 4 Sümmern Mühlpfacht, der jetzige Possessor Knapp hatt sie von seinem Schwager (+++klären++++ nach Weber, a.a.O., S. 251: „Schwiegervater“) in Anno 1734 gekauft; Consens ist keiner vorhanden“.



Knapp, Valentin:

1772; seit 1763 Müller auf der Mahl- und Bordenmühle in Breunigweiler; °° mit der Müllerstochter Maria Margareta *Weißmann, der Tochter des Müllers in Breunigweiler Johann Peter *Weißmann und NN. Holstein; nach dem Tod des Müllers auf der Mahl- und Bordenmühle in Breunigweiler Johann Peter Weißmann nahmen dessen Kinder am 23.7.1763 eine Erbteilung vor und überließen die Mühle an die Miterbin Maria Margareta *Weißmann und deren Ehemann Valentin Knapp für 3850 Gulden (vgl. Gillmann, a.a.O., S. 246).



Knauber, Johann:

geb. (err.) in Neustadt - † 1837 Sarnstall; Papiermüller auf der Papiermühle in Sarnstall; °° mit Elisabetha *Unger (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 6.6.1840, Beilage zu Nr. 23).


Der Papiermüller Philipp Jakob *Lorch von der Papiermühle Sarnstall verstarb 1829 ohne Nachkommen, nachdem seine Frau Karoli­ne Katharina *Höpfner bereits 1827 verstorben war. Die Papiermühle wurde daraufhin an den aus Neustadt stammenden Papierma­cher Johann Knauber verkauft (vgl. Buchmann GmbH Geschäftsleitung: Papiermühle im Wasgau, Sarnstall 1961, ohne Seitenanga­be).


Vater der Elisabeth Knauber (°° mit dem späteren Papiermüller in Sarnstall, Franz *Hauck) (vgl. Buchmann GmbH Geschäftsleitung: Papiermühle im Wasgau, Sarnstall 1961, ohne Seitenangabe).



Knauer, Anna Maria:

Tochter des Müllers auf der Herrenmühle in Bischheim, Johannes Knauer und der Anna Appolonia NN.; am 10.1.1721 ist Patin in der lutherischen Kirche in Bolanden die „Anna Maria Knauer, Stieftochter des Müllers Conrad Pfader zu Bischheim“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 60). Am 12.01.1728 ist als Patin im gleichen Kirchen­buch erwähnt: „Anna Maria Knauer, Tochter des verstorbenen Johannes Knauer, Müller zu Bischheim (vgl. Gabelmann, Georg: Kir­chenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 74)



Knauer, Johann (Johannes):

vor 1721; auch als Johann Peter Knauer angegeben; Erbpächter der Herrenmühle in Bischheim ab 1698; lutherische; Eheschließung mit Anna Appolonia NN.; Vater des Schultheißen zu Bischheim, Johann Peter Knauer, der die Herrenmühle in Bischheim ab 1.3.1749 als Erbpächter bewirtschaftete (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die Herrenmühle in Bischheim; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1976 S. 43), der Anna Maria Knauer und der Maria Elisabeth Knauer.


Am 21.12.1704 ist Pate in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden der Johannes Knauer, Müller zu Bischheim (vgl. Gabel­mann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 21). Johannes Knauer, Müller zu Bischheim, ist ebenfalls Pate in Kirchheimbolanden am 26.9.1705 (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 21). Am 1.6.1708 ist Patin in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden die Anna Apollonia Knauer, Frau des Johannes Knauer, Müller zu Bischheim (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 26).


Das Todesdatum ergibt sich aus folgenden Kirchenbucheinträgen: Am 10.1.1721 ist Patin in der lutherischen Kirche in Bolanden die „Anna Maria Knauer, Stieftochter des Müllers Conrad Pfader zu Bischheim“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 60), d.h. die Anna Apollonia Knauer muß 1721 als Witwe bereits wieder verheiratet gewesen sein. Die Tochter des Müllers auf der Herrenmühle in Bischheim, Johannes Knauer, ist am 15.8.1727 ist als Patin im lutherischen Kirchenbuch Kirchheimbolanden erwähnt: „Maria Elisabeth Knauer, Tochter des verstorbenen Johannes Knauer, Herren-Müller zu Bischheim“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 73).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 199: „Erbbestandsvergabe der Herrenmühle zu Bischheim an Joh. Peter Knauer, dann Friedrich Ruprecht, 1698. 1738-1791“



Knauer, Johann Peter:

um 1742 Müller auf der Heuberger Mühle in Bischheim; später auch Schultheiß von Bischheim; er ist am 23.1.1742 Pate in der lu­therischen Kirche in Kirchheimbolanden als „Joh. Peter Knauer Müller auf der Heuberger Mühle“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchen­bücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 105).


Johann Peter Knauer, Müller auf der Herrenmühle in Bischheim, der Sohn des Müllers auf der Herrenmühle Johann Knauer, wird am 07.11.1735 bei der Taufe der Zwillinge Johanna Maria Zeyser und Johann Georg Peter Zeyser, den Kindern des Johann Peter Zeyser, Mitbeständer auf dem Edenborner Hof, u. Anna Elisabeth geb. Grin von Bischheim als Pate erwähnt: Joh. Peter Knauer, Müller in der Hornmühl zu Bischheim (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 90); am 23.1.1742 ist erneut Pate im lutherischen Kirchenbuch: „ Joh. Peter Knauer Müller auf der Heuberger Mühle“ (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 105); ferner ist er am 20.2.1746 als Pate von der Herrenmühle bei einer Taufe in der lutherischen Kirche in Kirchheimbo­landen erwähnt: „Joh. Peter Knauer, Müller in der Herren-Mühle u. seine Frau Maria Sara“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 114). Der Schultheißen zu Bischheim, Johann Peter Knauer, bewirtschaftete die Herrenmühle in Bischheim am 1.3.1749 als Erbpächter (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die Herrenmühle in Bischheim; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1976 S. 43).


Um 1749 ist Johann Peter Knauer der Müller auf der Herrenmühle in Bischheim; Sohn des Müllers auf der Herrenmühle in Bisch­heim, Johann *Knauer und der Anna Appolonia NN. (?); Schultheiß und Müller in Bischheim; er bewirtschaftete die Herrenmühle in Bischheim ab 1.3.1749 als Erbpächter. °° mit Maria Sara NN. († 19.11.1768 „Fr. d. Schultheißen u. Müllermeisters zu Bischheim, Jo­hannes Knauer, 58 Jahre alt“; vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 435); auch am 6.9.1763 sind im KB eingetragen: „Joh. Peter Knauer, Schult­heiß zu Bischheim, u. seine Frau Maria Sara“ (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 394).


Vater der Friederica Louisa Knauer (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 390). Seine Tochter Luise ( Friederica Louisa) Knauer heiratet den Müller Johann Friedrich *Rupprecht, der die Herrenmühle in Bischheim ab 1774 bewirtschaftete (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die Herrenmühle in Bischheim; in: Nordpfälzer Geschichtsver­ein 1976 S. 44). Diese Friederica Louisa Knauer, T.d. Schultheißen Knauer von Bischheim ist am 19.05.1754 als Patin im reformier­ten Kirchenbuch Kirchheimbolanden (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 390) sowie am 26.7.1762: „Friederica Louisa Knauer, T.d. Joh. Peter Knauer, herrschaftl. Müller hier“ (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 206). Vater des Johannes Knauer der am 30.1.1762 als Pate im lutherischen Kirchenbuch eingetragen ist (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 393); dieser ist weiterhin am 2.1.1768 als Pate im Kirchenbuch eingetragen und als „ledig“ bezeichnet (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 396).



Knauer, Maria Elisabeth:

Tochter des Müllers auf der Herrenmühle in Bischheim Johannes *Knauer und der Anna Appolonia NN.; am 15.8.1727 ist als Patin im lutherischen Kirchenbuch Kirchheimbolanden erwähnt, „Maria Elisabeth Knauer, Tochter des verstorbenen Johannes Knauer, Herren-Müller zu Bischheim“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 73). Am 16.12.1729 wird als Patin im lutherischen Kirchenbuch Kirchheimbolanden erwähnt „Maria Elisabeth Clauer (Anm.: wohl Schreib- oder Lesefehler für 'Cnauer') eine Tochter aus der Bischheimer Mühl“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirch­heim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 78).



Knauber, Johannes:

1840 (err.) Sarnstall; Papiermüller in Sarnstall; °° mit Elisabetha *Unger


Im „Eilboten Landau“ wird am 6.6.1840 die Versteigerung der Papiermühle Sarnstall für den 30.6.1840 annonciert: „ … läßt die Frau Elisabetha Unger, Witwe des verlebten Johannes *Knauber, ihre zu Sarnstall bei Annweiler an der Queich gelegene Papiermühle mit zwei Bütten, Hollender, Stampfgeschirren, Lumpenschneider und überhaupt allen zur Papierfabrikation gehörigen Geräthschaften; dann denen dazu gehörigen Oeconomie-Gebäuden, schönem Pflanz- und Obstgarten … versteigern. Die Mühle und dazu gehörigen Gebäulichkeiten sind neu und solid gebaut, und die vorhandene Wasserkraft gestattet die Umwandlung zu jedem anderen Werke, falls man die darin sehr vorteilhafte Papierfabrikation nicht fort betreiben wollte. Durch die Vollendung der neuen Kunststraße von Land­au nach Zweibrücken ist dem Verkehr eine große Erleichterung geworden ...“ (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 6.6.1840, Beilage zu Nr. 23).



Knauf, Heinrich:

11.5.1789 Marnheim - ++++; auf der Untersten Mühle / Steinmühle bei Marnheim (vgl. Angabe von Herrn Ewald Dittmar; Anm.: bei Internetdatei familysearch.org ist als Geburtsdatum fehlerhaft der 14.2.1789 angegeben); die Mühle ist unterhalb des Dorfes gelegen (vgl. LA Speyer, Best. F22 Nr. 132 Ausfautheiakten Kirchheimbolanden); Sohn des Müllers auf der Untersten Mühle / Steinmühle bei Marnheim, Jacob Ludwig *Knauf und der Christina Maurer; °° am 26.9.1809 mit der Müllerstochter aus Wahlheim bei Alzey, Anna Elisabetha Maurer (geb. 3.11.1791 in Wahlheim bei Alzey; Tochter des Müllers in Wahlheim Johannes *Maurer und Catharina Bonnert (vgl. Angabe von Herrn Ewald Dittmar).



Knauf, Jacob Ludwig:

1750 err. - 7.9.1807 Marnheim; Müller auf der Untersten Mühle / Steinmühle bei Marnheim; die Mühle ist unterhalb des Dorfes gele­gen (vgl. LA Speyer, Best. F22 Nr. 132 Ausfautheiakten Kirchheimbolanden); Sohn des Müllers auf der Untersten Mühle / Steinmüh­le bei Marnheim, Lorentz *Knauf und der Müllerstochter Maria Magdalena Sultz / Sültz; Enkel des Müllers auf Steinmühle in Marn­heim, Conrad *Sultz; °° 1785 (?) mit Christina Maurer; Vater des Müllers in Marnheim, Heinrich Knauf (vgl. Angabe von Herrn Ewald Dittmar).



Knauf, Lorentz:

auch Knauff (vgl. Angabe von Herrn Ewald Dittmar); um 1733 bzw. 1749 und noch 1772 Müller auf der Untersten Mühle / Stein­mühle bei Marnheim; die Mühle ist unterhalb des Dorfes gelegen (vgl. LA Speyer, Best. F22 Nr. 132 Ausfautheiakten Kirchheimbo­landen); °° am 26.4.1733 in Marnheim (vgl. Internetdatei familysearch.org) mit der Müllerstochter Maria Magdalena Sultz / Sültz (Anm.: der Vorname nach Angaben von Herrn Ewald Dittmar; dto. Internetdatei familysearch.org), der Tochter des Müllers Conrad *Sultz von der Untersten Mühle / Steinmühle bei Marnheim. In den Ausfautheiakten von Kirchheimbolanden von 1733 ist die Über­gabe der unterhalb des Dorfes stehenden Mahlmühle von Conrad Sultz an seinen Schwiegersohn Lorentz Knauf verzeichnet (vgl. LA Speyer Best. F22 Nr. 132). Die Mühle ist im Nassau-Weilburgischen Mühlenverzeichnis von ca. 1772 (vgl. LA Speyer Nassau-Weil­burg Akten Fasc. 382 und ebenda neu: Best C 38 Nr. 46) wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 289): „auch Steinmühle genannt, ist Eigentum von Conrad *Sultz, 1749 von Lorenz Knauf. Sie hat 1 Gang und gibt 7 Ma. Korn für den Wasserfall.“


Vater der Sophia „Knauß“, der „Tochter des Müllers Lorenz „Knauß“ von Marnheim; diese ist am 23.3.1765 Patin in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 212).


Vater des Johann Adam Knauff, Susanna Charlotte Knauff und des Müllers in Marnheim Jakob Ludwig *Knauf (vgl. Angabe von Herrn Ewald Dittmar).


Zwischen 1771 und 1785 kommt es zu Streitigkeiten dem Müller Lorenz *Knauff (von der Untersten Mühle/Steinmühle zu Marn­heim) und dem Müller Georg Becker wegen eines strittigen Wasserlaufs (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 1345: „Prozeß des Erbbe­standsmüllers Lorenz Knauff zu Marnheim gegen den Müller Georg Becker wegen eines strittigen Wasserlaufs, 1771-1785).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 1345: „Prozeß des Erbbestandsmüllers Lorenz Knauff zu Marnheim gegen den Müller Georg Becker we­gen eines strittigen Wasserlaufs, 1771-1785“



Knecht, Jacob:

ab 1782 Müller auf der Nächst- oder Gauchsmühle in Alsenz; Sohn des Müllers Johann Nikolaus *Knecht (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 775: „Überschreibung des Erbbestands der Nächst- oder Gauchsmühle zu Alsenz von Joh. Nikolaus Knecht auf dessen Sohn Ja­cob Knecht, 1782-1791“ und LA Speyer Best. C38 Nr. 785: „Überschreibung des Erbbestands der Nächst- oder Gauchsmühle zu Al­senz auf Jacob Knecht und Kapitalaufnahme auf die Mühle, 1782-1791“).



Knecht, Jakob:

um 1840 Müller in Adjunkt in Ginsbach auf der Untermühle; Sohn des Müllers Philipp Jacob *Knecht und der Maria Margaretha Schröder; am 25.5.1840 kommt es zur Versteigerung der Mühle (vgl. Intelligenzblatt Nr. 26 vom 29.2.1840, S. 200).



Knecht, Johann Adam:

aus St. Julian ?; Müller auf der Mahl- und Ölmühle in St. Julian ?; Vater des Müllers Johann Philipp *Knecht (noch 1723 in St. Juli­an; s. Schreiben der Anna Catharina Knechtin aus St. Julian von 1724, LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol 13; später bis 1739 Mül­ler und Erbauer der Obermühle Hochstätten); möglicherweise auch Vater des Müllers auf der Mahl- und Ölmühle in St. Julian, Jo­hann Heinrich *Knecht. +++klären++++



Knecht, Johann Georg:

um 1748 Lohnmüller in (Sien-) Hachenbach; °°Anna Klara NN.; Vater von Johann Peter Knecht (geb. 12.3.1748 Sienhachenbach) (vgl. Anthes: Kasualien luth. Pfarrei Sien , a.a.O., S. 63).



Knecht, Johann Heinrich:

bis ++++ Erbbeständer und Müller auf der Mahl- und Ölmühle in St. Julian; er verkaufte die Mühle am ++++ an den Müller Sebasti­an Schuch aus Ulmet, der die Mühle seinerseits 1728 verkaufte (vgl. Weber: Museumsmühle in St. Julian, a.a.O., S. 7). Möglicher­weise Sohn des Johann Adam *Knecht und Bruder des Müllers auf der Obermühle Hochstätten, Johann Philipp *Knecht +++klären++++



Knecht, Johann Nikolaus:

aus Meisenheim; er kaufte 1757 die Ölmühle der Gauchs- oder Nächstenmühle in Alsenz vom dem Müller Philipp Cloninger;


1775 veräußerte Philipp *Cloninger 1772 die Nächstmühle an den Eigentümer der dabei gelegenen Ölmühle und Müller auf Gauchs­mühle, Nickel Knecht (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 783: „Veräußerung der der Nächstmühle zu Alsenz durch Philipp Cloninger und deren Erbbestandsvergabe an Nickel Knecht, 1775-1777“). Johann Nikolaus Knecht erhielt daraufhin von der nassau-weilburgischen Verwaltung einen Erbbestandsbrief (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 774: „Überschreibung des Erbbestands der Nächst- oder Gauchs­mühle zu Alsenz von Philipp Cloninger auf. Joh. Nikolaus Knecht, 1775-1778“).


Nickel Knecht, der Erbbeständer der Nächstmühle zu Alsenz, beantragte 1777 die Verlängerung des Rückzahlungstermin eines auf die Mühle aufgenommenen Kapitals (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 784: „Gesuch des Nickel Knecht, Erbbeständer der Nächstmühle zu Alsenz, um Verlängerung des Rückzahlungstermins eines aufgenommenen Kapitals 1777“).


1777 stellte der Müller Knecht bei der nassau-weilburgischen Verwaltung den Antrag, ihm Bauholz zur Wiedererbauung des zur Mühle gehörenden Wohnhauses zur Verfügung zu stellen (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 782: „Gesuch des Joh. Nickel Knecht Erbbe­ständer der Nächstmühle zu Alsenz um Bewilligung von Bauholz zur Wiedererbauung des zur Mühle gehörenden Wohnhauses, 1777-1779“).


Knecht blieb Müller auf der Mühle bis 1789 +++prüfen++++, dann übernahm sein Sohn den Betrieb. Die Mühle mußte für auswärts arbeiten, da die Dorfmühle als Bannmühle ein Privileg in Alsenz hatte, wonach die Alzenzer Einwohner dort mahlen lassen mußten. Die Wasserverhältnisse machten auch immer Schwierigkeiten (vgl. Schattauer, Willi: Die Gauchs- oder Nächstenmühle zu Alsenz 1582-2006; in: Nordpfälzer Geschichtsverein, Beiträge zur Heimatgeschichte, Jahrgang 2009, Heft 4 S. 22).


1782 ++++prüfen++++ übertrug Johann Nikolaus Knecht seinen Erbbestand an der Mühle an seinen Sohn Jacob Knecht (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 775: „Überschreibung des Erbbestands der Nächst- oder Gauchsmühle zu Alsenz von Joh. Nikolaus Knecht auf dessen Sohn Jakob Knecht, 1782-1791“). Johann Nickel Knecht scheint jedoch die Ölmühle behalten zu haben und hat nur die Mahl­mühle auf seinen Sohn übertragen, da er 1789 um Genehmigung der 5jährigen Verpfändung seines Erbbestands nachsucht (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 778: „Gesuch des Joh. Nickel Knecht, Erbbeständer der Ölmühle bei der Nächstmühle zu Alsenz, um Genehmi­gung der fünfjährigen Verpfändung seines Erbbestands, 1789“).


1789 erfolgte die Erbbestandsvergabe an den Joh. Nickel Knecht (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 777: „Erbbestandsvergabe der Öl­mühle an der Nächstmühle zu Alsenz an Joh. Nickel Knecht, 1789-1790“ +++prüfen, ob es sich um einen gleichnamigen Sohn han­delt++++


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 786: „Beschwerde der Erbbestandsmüller zu Alsenz, Joh. Nickel Knecht und Wilhelm Mühlberger wegen Störung ihrer Gerechtsame, 1761-1764“

LA Speyer Best. C38 Nr. 783: „Veräußerung der der Nächstmühle zu Alsenz durch Philipp Cloninger und deren Erbbestandsvergabe an Nickel Knecht, 1775-1777“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 774: „Überschreibung des Erbbestands der Nächst- oder Gauchsmühle zu Alsenz von Philipp Cloninger auf. Joh. Nikolaus Knecht, 1775-1778“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 775: „Überschreibung des Erbbestands der Nächst- oder Gauchsmühle zu Alsenz von Joh. Nikolaus Knecht auf dessen Sohn Jakob Knecht, 1782-1791“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 778: „Gesuch des Joh. Nickel Knecht, Erbbeständer der Ölmühle bei der Nächstmühle zu Alsenz, um Ge­nehmigung der fünfjährigen Verpfändung seines Erbbestands, 1789“



Knecht, Johann Philipp:

bis 1739 Müller und Erbauer der Neumühle bei Hochstätten; auch Müller auf der Wolfsmühle bei Ilbesheim; Sohn des Müllers auf der Mahlmühle in Hochstätten, Johann Adam *Knecht; Bruder des Müllers und Betriebsnachfolger auf der Mahlmühle Hochstätten, Johann Georg Knecht; °° mit Anna Catharina NN. aus Münsterappel


Vor 1722 war Johann Philipp Knecht Müller auf der Wolfsmühle bei Ilbesheim. Aus einem Schreiben der wildgräflich und rheingräf­lichen Verwaltung zu Grumbach (Anm.: in den zeittypisch geschraubten Formulierungen) vom 20.2.1722 betreffend die künftige erbrechtliche Auseinandersetzung nach dem Ableben des Müllers auf der Mahlmühle zu Hochstätten, Johann Adam Knecht, zwi­schen dem Sohn Johann Philipp Knecht und seinen Geschwistern heißt es: „Nachdem sich aus der mit dem Johann Adam Knechten von Hochstetten, an der Alsentz, und dessen Sohn Johann Philipps Knechten Vor hiesigem Oberschultheiß zu Alsentz … gehaltener Abrechnung ergeben, daß obgedachter Johann Adam Knecht seinem Sohn sowohl an übernommenen Schulden, alß würklich außge­zahlter Gulden allschon Vor der sein Johann Philipps Knechten Hauß Frauen Anna Catharina wegen ihrer eingebrachten Gelder über 1044 fl 18 alb auff die Mühle zu Hochstetten durch einem unterm 13 Septemb 1723 ergangenen Ambts gegebener Versicherung, so viel übernomen und zahlt, daß gedachter Philips Knechten und seine Frau Anna Catharina weilen sie ein und ander Posten allzu hoch angerechnet glaubten, dahin verbotten woheren Ihr respe Vatter und Schwieger Vatter, Ihme zur Bestreitung der in hiesigem Ambt Grumbach er vierhundert zwantzig Gulden erkauften ohnweit Ilgesheim gelegenen Wolfs Mühle …..“ (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a Bl.13).


Sohn von Johann Adam Knecht (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol 18): „ … der Johann Adam Knechten von Hochstetten, an der Alsentz, und deßen Sohn Johann Philipps Knechten ..“). °° mit Anna Katharina NN. aus Münsterappel (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1179/1a fol. 21: „Bestätigung des Johann Philipp Knecht vom September 1723: meiner Frauen Hauß und Guth in Münste­rappel“).

Die Ehefrau des Müllers Johann Philipp Knecht, Anna Catharina „Knechtin“ schreibt 1724 an wild- und rheingräflichen Amtmann in Grumbach: „Ich kann … Noth halben deme geEhrten Herrn Rath nicht vorbey gehen und Ihme demüttigst vorstellen Wie daß am 13 Lbris des verfloßenen Jahrs 1723 eine Extractu protucoly dem Schultheißen und Gericht zu Hochstetten zu gefördiget und mich auff die daßige Mühl versichert haben, solches also zu meiner Bitten zu folg geschehen seye, allermaßen Ich aber seit herr dem der Sach weitter nach gedacht, und in Betrachtung daß kleich Wohl die mühl nur die Hälft mein geweßen wie dann in Wort und Kauff Brieff zu sehen mein Schwieger Vatter aber nicht vor mich von seiner Hälft zahlen kann, da er daß an sehen gehabt, alß wolte die mühl We­gen Christmanns Schuld Umb einen geringen Preiß versteigert werden, befünde, daß Ich meinem Schwieger Vatter mit recht keines wegs auff bürden und ahn muthen könne: daß er mich meines zu bringens nicht daß seinige vor führen solle gestalten dessen eine Schultigkeit ist, die einig und allein meinen Mann und nicht seinen Vatter, sondern auch zu Umb meiner ahn gelegenheit willen zu ver schohnen der nattürlichen Billigkeit als der nach dem Göttlich gesetz – einem Schwiegervatter gültigen durch …..., als will ich mein ehemahlig bey dem hoch geehrten herrn rath und ambt mann um be dachtsam geschehens nach suchen hiermit die vor er wöhn­te … Schwieger Vatters Mühl mich begeben mit hin demütig gebetten, haben gleich fals dero selben in vor berührter Extractu protu­coli mit …. ver ortnung hin …. auf zu höben die mühl mich betreffend frey zu erklären meinem Schwieger Vatter die Vollmacht zu laßen, und ver mittelst eines anderen Extractu dem Schultheißen und gericht zu Hochstetten Nachricht davon zu geben, damit noch daß zu fordern habendes von meinem Schwieger Vatter bekomen mögte selbiges an Wenden und da mit zu er klären …. umb so Viel mehr hoch günstig gewähren wollen, alß ich der gäntzlichen Hoffnung lebe, Es werde mein Mann von Seinem Vatter so viel er erben, Und wür nicht ein ander durch Gottes Segen er werben alß zu meines zu der.... zu bringen …. Frist nöthig sein würde. Ich verbleibe …. Anna Catharina Knechtin zu St. Julian“ (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol 13-14)


Johann Philipp Knecht gebt am 20.9.1723 eine schriftliche Erklärung ab: „Spezification. Was ich mit meiner Frau gehabt und sie zu mir gebracht“ (vgl LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, Bl. 21-23).


Die Eheleute Knecht sind 1718 Paten in Münsterappel (vgl. luth. KB Münsterappel; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar).


Der Müller Johann Adam Knecht hatte die Mühle in Hochstätten seinem anderen Sohn Johann Georg Knecht für 1000 fl übergeben, wobei es zum Streit zwischen Vater und Sohn gekommen sein muß. Hierzu berichtet der herrschaftliche Gerichtsschreiber zu Grum­bach, Hans Adam Bengel am 28.3.1735 von einem vergeblichen Versuch, den Zwist zwischen Vater und Sohn beizulegen. Der Mül­ler Johann Adam Knecht berichtet zu Protokoll: „Erstl. wäre die halbe Mühle bestehend im Obergang sambt halb Werth und halbe Garten lt. Contract seinem Sohn Johann Georg Knecht übergeben worden vor 1000 fl [ …]. Während der Jahre als Johann Georg sol­che halbe Mühle besessen, wäre er bey Herren Pfarrer in Schulden (Anm.: insgesamt 800 fl Schulden) gerathen […] Hierauf habe vor ohngefähr 1 ½ Jahren Johann Georg Knecht mit seinem Bruder Philipßen ein Vergleich getroffen und selbigen in die Zahl: obiger 800 fl und genuß der halbe Mühl gesetzet und darauf auch noch ein gewisses heraus bekommen. Nach diesem habe der letztere neml. der Johann Philipß ferner bey Herrn Pfarrer aufgenommen 100 fl welche Johann Georg zu seiner Zahl:[…] habe. Hierzu kämen noch 100 fl so der Vadder Hanß Adam Knecht […] übernommen habe [….]. Dieser Sach wegen klaget der Vadder J: Ad: Knecht daß […]über 600 fl obligationen in Händen habe so er gerichtlich ausgestellt “ (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a Bl. 29-36).


Mit Urkunde vom 22.3.1739 erteilt Carl Waldemar Wilhelm Rheingraf zu Dhaun und Kyrburg Reichsgraf zum Stein dem Müller Jo­hann Philipp Knecht die Erlaubnis zum Verkauf der erbbeständlichen Neumühle bei Hochstätten: „.... daß Wir unserem bißherigen Unterthan und Müller oberhalb Hochstetten an der Alsentz Johann Philipps Knechten … erlaubt haben, die vor einigen Jahren ober­halb ermelten Hochstetten neu erbaut und erbbeständlich besitzende eigenthümliche Mahl- Scheel- und Ohlig Mühl [,] die ober Mühl genannt …. wie Philipps Knecht dieselbe bisher besessen und der unterm dritten Novembris Vorigen Jahrs Ihme zugefertigte Erb- Bestands Brief in mehreren besaget, an Johann Georg *Sitzmann von Mannweiler zu verkaufen …., alß der Verkauf vorgemelter Jo­hann Philipps Knecht mit Vorwißen …. seiner ehelichen Hausfrauen Annen Katharinen … verkauft ….“ (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol 109).



Knecht, Philipp Jakob:

Ölmüller zu Medard, ab 1782 Müller zu Ginsweiler; °° mit Anna Elisabeth Kehl; Vater von Johann Jakob Knecht (*1763 err. - † 14.4.1769), Katharina Elisabeth Knecht (1767-1769), Philipp Jacob Knecht (*16.2.1771), Johann Henrich Knecht (1772-1773), Ma­ria Dorothea Knecht (*19.6.1774), Anna Juliana Knecht (*29.9.1776) (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der Einwohner von Odenbach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutherischen Kirchenbüchern von Meisenheim 1684-1798, a.a.O., S. 42) und Anna Ottilia Knecht (°° am 13.4.1784 in Ginsweiler mit dem Gemeindsmann in Ginsweiler und Müllerssohn Johann Adam *Bühler, dem Sohn des Ölmüllers David Bühler (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 55; Anthes, Günter F.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Becherbach [reformiertes Kirchenbuch], Bd.2: 1716-1798, S. 191).



Knecht, Philipp Jakob:

vor 1840 Ginsweiler (vgl. Versteigerungsannonce im „Intelligenzblatt“ vom 29.2.1840, S. 200); Sohn von +++; ++klären: ist er identisch mit dem obigen ?; vielleicht 2. Ehe ?+++; Müller zu Ginsweiler; °° mit Anna Maria NN; aus der Ehe gehen 6 Töchter her­vor, darunter die älteste Anna Elisabeth Knecht (*15.12.1786); alles weiter zu klären+++ Anthes, Günter F.: Die Kasualien der refor­mierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Becherbach [reformiertes Kirchenbuch], Bd.2: 1716-1798, S. 191).


Es handelt sich bei der Ehefrau um Maria Margaretha Schröder († vor 1840) (vgl. Versteigerungsannonce im „Intelligenzblatt“ vom 29.2.1840, S. 200).


Aus der Ehe stammen die folgenden Kinder: 1) Jakob Knecht Adjunkt und Müller zu Ginsweiler wohnhaft; 2) Margaretha geborne Knecht, Wittwe von Philipp Krauß dem Dritten, Ackersfrau, zu Becherbach wohnhaft; 3) Carolina Knecht, Ehefrau von Jakob Schal­ber dem Zweiten, Zimmermann, sie aber ohne Gewerbe, beide zu Becherbach wohnhaft; 4) Charlotte Knecht, Ehefrau von Peter Schneider, Ackersleute, zu Adenbach wohnhaft; 5) Peter Knecht, Wagner, zu Odenbach wohnhaft (vgl. Versteigerungsannonce im „Intelligenzblatt“ vom 29.2.1840, S. 200).


Am 25.5.1840 kommt es zur Versteigerung der Mühle. In der Versteigerungsannonce im „Intelligenzblatt“ vom 29.2.1840 heißt es (vgl. Intelligenzblatt Nr. 26 vom 29.2.1840, S. 200): „Auf Anstehen von Friedrich Linn senior, Rentner, zu Meisenheim wohnhaft, hier handelnd im eigenen Namen, so wie auch als gehörig Bevollmächtigter seiner übrigen Miterben, der zu Meisenheim verlebten Ehe- und Bäckersleute: Friedrich Linn und Elisabetha geborne Bayer, als: 1. Charlotte Linn ohne besonderes Gewerbe; 2) Carl Linn senior, Gerber; 3) Jacob Linn, Gastwirth; 4) Christian geborne Mathias, Wittwe des zu Meisenheim verlebten Weißgerbers, Leopold Linn … und deren Kinder a) Carolina Linn, Gattin von Maximilian Rischmann, Conrector ….; b) Friedrich Linn junior, Advocat-An­walt; c) Carl Linn junior, Gerber d) Wilhelmina Linn, ohne Gewerbe; letztere vier als Erben ihres benannten verlebten Vaters, … alle zu Meisenheim wohnhaft …. So wie in Gemäßheit eines …. Commissorial-Urtheils des Königl. Bezirksgerichts Kaiserslautern... ge­gen die Kinder und Erben der zu Ginsweiler verlebten Ehe- und Müllersleute, Philipp Jakob Knecht und Maria Margaretha geborne Schröder, 1) Jakob Knecht Adjunkt und Müller zu Ginsweiler wohnhaft; 2) Margaretha geborne Knecht, Wittwe von Philipp Krauß dem Dritten, Ackersfrau, zu Becherbach wohnhaft; 3) Carolina Knecht, Ehefrau von Jakob Schalber dem Zweiten, Zimmermann, sie aber ohne Gewerbe, beide zu Becherbach wohnhaft; 4) Charlotte Knecht, Ehefrau von Peter Schneider, Ackersleute, zu Adenbach wohnhaft; 5) Peter Knecht, Wagner, zu Odenbach wohnhaft, als Schuldner der benannten Linn'schen Erben, ist laut gehörig regis­trierter, und am 3. April 1838 durch den Herrn Präsidenten am Königl. Bezirksgerichte zu Kaiserslautern vollziehbar erklärten, Schuld- und Pfandverschreibung des Notär Rischmann in Meisenheim, vom 26. Mai 1807; und infolge einer zweiten gehörig regis­trierten Schuld- und Pfandverschreibung des Notärs Gervinus in Lauterecken, vom 7. October 1823, zur Zwangsversteigerung ...“.


Dabei wird die Mühle wie folgt beschrieben: „Eine Mahlmühle mit zwei Mahlgängen und einem Schälgange, nebst einer Ölmühle, einem einstöckigen Wohnhause Scheuer, Stallungen Hof und zwei Gärten mit Zubehör, enthaltend eine Are zwölf Centiaren, unter­halb Ginsweiler gelegen ….; zwischen der Mühle und der Scheuer zieht die Straße nach Adenbach durch ….“ (vgl. Intelligenzblatt Nr. 26 vom 29.2.1840, S. 200).



Kneipp, Johannes:

aus Landstuhl; Sohn des Landstuhler Müllers NN. Kneipp und Bruder des Müllers NN. Kneipp; Johannes Kneipp war zeitweise Mül­ler in Mittelbrunn, dann übernahm er die Mühle in Landstuhl nach dem Tod des Vaters. Weber (Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 297) beschreibt die Mühle in Mittelbrunn, leider ohne Quellenangabe, wie folgt: “unterhalb des Dorfes M., am Stuhlbach, dem mittleren Quellbach der Wallhalbe (Wallalb), wurde ca. 1709 wieder aufgebaut, und zwar von den Söhnen des Landstuhler Müllers Kneipp. Johannes *Kneipp blieb hier einige Zeit, kehrte dann aber nach dem Tode von Vater und Bruder in die Landstuhler Mühle zurück. Sein Sohn übernahm die Mittelbrunner Mühle. Dieser heiratete 1714 die Tochter des Mühlbacher Müllers Stich.”



Knieriemen, Philipp:

am 3.3.1707 wird als Pate bei der Taufe des Philipp Petrus Diehl im deutsch-reformierten Kirchenbuch in Otterberg der Philipp Knie­riemen von Lautern als Müller in der Spitalmühle erwähnt (vgl. Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 85 Nr. 759).



Knobloch, Michael:

aus Ruthweiler; von 1748 – 1754 Müller auf der Haaßenmühle bei Konken. Weil die Mühle dem vorherigen Müller Johann Nicolaus *Clementz wenig eingebracht hatte und er seine Schulden loswerden wollte, verkaufte er die Mühle 1748 an Michael Knobloch aus Ruthweiler und wanderte mit Frau und 4 Kindern nach Amerika aus. Der Müller Knobloch betrieb die Mühle nur wenige Jahre und verkaufte sie 1754 für 600 fl an Philipp Schneider (vgl. Zink, Albert: Die Konkener Mühle; in: Die Rheinpfalz vom 12.6.1996, abge­druckt bei Häßel: Chronik der Gemeinde Konken, a.a.O., S. 259).



Knöckel, Knoeckel:

der Familienname wird unterschiedlich angegeben



Knoeckel, Franz Adam:

29.5.1783 Neustadt im Alter von 34 Jahren; Papiermüller in Neustadt in der Papiermühle rechts des Speyerbachs; Sohn des Papier­müllers Wolfgang Adam (1) *Knöckel und der Anna Maria Lorch; Enkel des Papiermachers Johann Friedrich (2) *Lorch.


Franz Adam Knoeckel übernahm am 18.2.1780 von seinem Vater die Papiermühle in Neustadt rechts des Speyerbachs zum Preis von 5000 Gulden (vgl. Knöckel: Maschinenpapierfabrik Knöckel, a.a.O., S. 14).


°° mit Friederike Güllig; Vater des Papiermüllers Wolfgang Adam (2) *Knoeckel. Nach dem frühen Tod des Franz Adam Knoeckel führte die Witwe Güllig die Papiermühle weiter und übergab diese 1798 ihrem Sohn Wolfgang Adam (2) *Knoeckel (vgl. Knöckel: Maschinenpapierfabrik Knöckel, a.a.O., S. 15-16; Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 10).



Knöckel, Johann Friedrich:

geboren 23.4.1787 auf der Oberen Papiermühle in Altleiningen; Sohn des Johann Georg *Knöckel und der Anna Barbara *Lorch; Bei seiner Taufe am 23.4.4.1787 waren Gevattersleute Carl Theodor *Friedrich, Papiermacher aus Eisenberg (4xUrgroßonkel von Eber­hard Ref, Bruder der Charlotte Christiane Friedrich verh. Mann; Sohn des Johann Heinrich *Friedrich, 5xUrgroßvater von Eberhard Ref), Johanna Catharina Pohlander (Bohlander) aus Albisheim, Johann Friedrich *Lorch aus Annweiler und dessen Ehefrau Maria Sophia Lorch (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 45; LKA Speyer Lutherisches Kirchenbuch Altleiningen).



Knöckel, Johann Georg:

um 1787; Müller auf der Oberen Papiermühle in Altleiningen; °° mit Anna Barbara Lorch; Vater des Johann Friedrich *Knöckel, der Maria Carolina Knöckel, der Catharina Elisabeth Knöckel und des gleichnamigen weiteren Sohnes Johann Friedrich Knöckel (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 45).



Knoeckel, Karl:

Papiermüller in Neustadt; Sohn des Papiermüllers auf der Papiermühle rechts des Speyerbachs Wolfgang Adam (2) *Knoeckel und Louise Schönemann; Bruder des Philipp *Knoeckel und des Fritz Knoeckel. Nach dem Brand der Papiermühle rechts des Speyer­bachs und dem hierdurch bedingten frühen Tod des Vaters führte die Mutter Luise Schönemann die Papiermühle weiter, unterstützt von ihrem ältesten Sohn Karl Knoeckel und dem jüngeren Philipp Knoeckel, die als Teilhaber in das Geschäft eingestiegen waren. Karl Knoeckel schied 1823 aus dem väterlichen Geschäft aus und errichtete im Schönthal bei Neustadt anstelle des Heck'schen An­wesens eine eigene Papiermühle. Diese war jedoch nur wenige Jahre in Betrieb (vgl. Jaffé: Knöckel: Maschinenpapierfabrik Knö­ckel, a.a.O., S. 20; Geschichte der Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 10).



Knoeckel, Philipp:

6.12.1870 Neustadt (vgl. vgl. Knöckel: Maschinenpapierfabrik Knöckel, a.a.O., S. 37); Papiermüller in Neustadt; Sohn des Papiermüllers auf der Papiermühle rechts des Speyerbachs Wolfgang Adam (2) *Knoeckel und Louise Schönemann; Bruder des Karl *Knoeckel und des Fritz Knoeckel. Nach dem Brand der Papiermühle rechts des Speyerbachs und dem hierdurch bedingten frühen Tod des Vaters führte die Mutter NN. Schönemann die Papiermühle weiter, unterstützt von ihrem ältesten Sohn Karl Knoeckel und dem jüngeren Philipp Knoeckel, die als Teilhaber in das Geschäft eingestiegen waren. Karl Knoeckel schied 1823 aus dem väterlichen Geschäft aus und errichtete im Schönthal bei Neustadt anstelle des Heck'schen Anwesens eine eigene Papiermühle (vgl. Knöckel: Maschinenpapierfabrik Knöckel, a.a.O., S. 20; Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 10).


Nach dem Ausscheiden seines Bruders Karl *Knöckel, der 1823 im Schöntal an Stelle des früheren Heck'schen Anwesens eine neue Papiermühle errichtete, führte Philipp Knöckel zusammen mit seinem Bruder Friedrich Knoeckel die Papiermühle „links des Speyer­bachs“ fort (vgl. Knöckel: Maschinenpapierfabrik Knöckel, a.a.O., S. 20; Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 62). Am 1.9.1835 kam es erneut zu einem Brand, der in der Roedter'schen Papiermühle [Anm.: rechts des Speyerbachs] ausbrach und auch auf die gegenüberliegende Knoeckel'sche Papiermühle übergriff. Beide Papiermühlen brannten vollständig ab (vgl. Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 10). Die „Papierfabrik der Gebrüder Knoeckel“ links des Speyerbachs wur­de wieder aufgebaut und dort 1838 die erste Papiermaschine errichtet. Damit endete die Epoche der handwerklichen Papierprodukti­on (vgl. Stadtanzeiger Neustadt vom 22.11.2007: „Theodor Knoeckel und Frau Susanne wieder in Neustadt. Vom Papiermacher zum Talgrafen“; Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 62).


Politisch war Philipp Knoeckel demokratisch gesinnt und ein Freund des Initiators des Hambacher Festes 1832, Johann Georg Au­gust Wirth. Philipp Knoeckel unterstützte diesen auch der Inhaftierung von Wirths [Wirth wurde 1834 in Zweibrücken wegen seiner Rolle am Hambacher Fest zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt und ins Gefängnis Kaiserslautern überstellt] (vgl. Stadtanzei­ger Neustadt vom 22.11.2007: „Theodor Knoeckel und Frau Susanne wieder in Neustadt. Vom Papiermacher zum Talgrafen“).


°° 18.8.1836 mit Emilie Zipelius (Tochter des Jean Philipp Zippelius aus Weißenburg/Elsaß; geb. 1780 in Neustadt, ausgewandert 1800 nach Mühlhausen/Elsaß, Vetter von Johann Adam [2] *Knöckel; Vater des Jean Zippelius; vgl. Knöckel: Maschinenpapierfabrik Knöckel, a.a.O., S.23-24, 32); Vater des Papierfabrikanten Theodor *Knoeckel (vgl. Stadtanzeiger Neustadt vom 22.11.2007: „Theo­dor Knoeckel und Frau Susanne wieder in Neustadt. Vom Papiermacher zum Talgrafen“).



Knoeckel, Theodor:

10.6.1837 Neustadt – 30.11.1902 Neustadt (vgl. Mitteilung von Frau Marie-Luise Reuter); Papierfabrikant in Neustadt; Sohn des Papierfabrikanten in Neustadt, Philipp *Knoeckel und der Emilie Zipelius (vgl. Knöckel: Maschinenpapierfabrik Knöckel, a.a.O., S.32, 36).


Theodor Knoeckel übernahm von seinem Vater die kleine Papierfabrik links des Speyerbach, in der 1838 die erste Papiermaschine er­richtet worden war. Er konnte durch Aufstellung einer Dampfmaschine die Papierfabrik bedeutend erweitern und eine reichsweit be­deutende Fabrik schaffen. Sein weitblickender Unternehmergeist war mit sozialer Verantwortung für seine Mitarbeiter verbunden. Als erstes baute er Arbeiterwohnungen, dann 1867 (lange vor Einführung der Gesetzlichen Krankenversicherung) schuf er eine Be­triebskrankenkasse, gründete 1886 das nach seiner Frau benannt Susanna-Stift, sowie einen Kindergarten im Schöntal. Für seine auch anderweitigen Verdienste um das Gemeinwohl wurde ihm der Ehrentitel des Kommerzienrats verliehen, im Volksmund wurde er „Talgraf“ genannt. 1889 erfolgte der Einzug in die neue erbaute Villa Knoeckel (vgl. Stadtanzeiger Neustadt vom 22.11.2007: „Theodor Knoeckel und Frau Susanne wieder in Neustadt. Vom Papiermacher zum Talgrafen“).


°° 6.10.1864 mit Susanna Engelmann (geb. in Quirnheim; Tochter von Karl Wilhelm Engelmann und der Friederike *Schiffer [Mitteilung von Frau Marie-Luise Reuter]; Knöckel: Maschinenpapierfabrik Knöckel, a.a.O., S.37).



Knoeckel, Wolfgang Adam (1):

er wanderte aus dem Vogtland in die Pfalz ein (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 60; Jaffé: Papierindustrie in den kur­pfälzischen Stammlanden, a.a.O., S. 13); °° 13.1.1745 in Neustadt mit Anna Maria *Lorch, der Tochter des Neustadter Papiermüllers Johann Friedrich (2) *Lorch (vgl. Knöckel: Maschinenpapierfabrik Knöckel, a.a.O., S. 12; Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 59; Jaffé: Papierindustrie in den kurpfälzischen Stammlanden, a.a.O., S. 13). Bis 1769 Teilhaber an der Lorch'schen Papier­mühle in Neustadt-Schönthal links des Speyerbachs. Da sein Schwiegervater Johann Friedrich (2) Lorch um 1769 auch Bürgermeis­ter der Stadt Neustadt war, übergab dieser am 22.3.1769 die Papiermühle links des Speyerbachs zum Preis von 3500 Gul­den an seinen Sohn Johann Friedrich (3) Lorch, während sein Schwiegersohn Knöckel von ihm den bisher unbebaut gebliebenen Platz, den sog. „Hausplatz“ auf dem rechten Ufer des Speyerbachs zum Preis von 1000 Gulden erhielt, auf dem ursprünglich die 1742 abgebrannte Papiermühle stand, die auf dem linken Ufer des Bachs wieder aufgebaut worden war (vgl. Knöckel: Maschinenpa­pierfabrik Knöckel, a.a.O., S. 7; Jaffé: Papierindustrie in den kurpfälzischen Stammlanden, a.a.O., S. 13).


Knöckel betrieb auch kurze Zeit eine Gastwirtschaft, indem er das neben dem „Hausplatz“ (auf dem rechten Ufer des Speyerbachs) gelegene sog. „Würthshaus“ 1774 von seinem Schwiegervater Johann Friedrich (2) *Lorch um 1100 Gulden kaufte (vgl. Knöckel: Maschinenpapierfabrik Knöckel, a.a.O., S. 12).


Knöckel errichtete 1769 gegenüber der Lorch'schen Papiermühle auf dem alten Brandplatz auf dem rechten Ufer des Speyerbachs eine zweite Papiermühle (vgl. Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 10; Weber: Mühlen der be­sonderen Art, a.a.O., S. 59; er gibt fehlerhaft 1709 an).


°° 13.1.1745 in Neustadt mit Anna Maria *Lorch ( 1776; vgl. Knöckel: Maschinenpapierfabrik Knöckel, a.a.O., S. 14), der Tochter des Neustadter Papiermüllers Johann Friedrich (2) *Lorch (vgl. Knöckel: Maschinenpapierfabrik Knöckel, a.a.O., S. 12; Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 59; Jaffé: Papierindustrie in den kurpfälzischen Stammlanden, a.a.O., S. 13). Vater des Papiermüllers Franz Adam *Knöckel; diesem überläßt der Vater am 18.2.1780 die Papiermühle zum Preis von 5000 Gulden (vgl. Knöckel: Maschinenpapierfabrik Knöckel, a.a.O., S. 14; Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 10). Vater der Maria Katharina Barbara Knöckel (°° mit Johann Joseph Jäger aus Wachenheim). Diese erhielt 1778 zusammen mit ihrem Ehemann von ihrem Vater 1778 das Wirtshaus rechts des Speyerbachs (vgl. Knöckel: Maschinenpapierfabrik Knöckel, a.a.O., S. 12).



Knoeckel, Wolfgang Adam (2):

1776 err. - † 3.4.1815 Neustadt im Alter von 39 Jahren; Papiermüller in Neustadt auf der Papiermühle rechts des Speyerbachs; Sohn des Papiermüllers Franz Adam *Knoeckel und der Friederike Güllig. Nach dem frühen Tod des Franz Adam Knoeckel führte die Witwe Güllig die Papiermühle weiter und übergab diese 1798 ihrem Sohn Wolfgang Adam Knoeckel (vgl. Knöckel: Maschinenpapierfabrik Knöckel, a.a.O., S. 20; Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 10).


°° 20.12.1798 mit Louise Schönemann ( 13.3.1861 Neustadt; Tochter des luth. Pfarrer Simon Schönemann aus Kreuznach und °° 1.10.1774 in Queichhambach Susanna Luise Pasquay, 16.8.1750 Annweiler - 22.4.1812 Neustadt/Haardt, Tochter des Rotgerbers in Annweiler Ludwig Pasquay und der Witwe des zweibrückischen Oberförsters Johann Heinrich Sckel; vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S 418 Nr. 4863); Vater des Karl *Knoeckel, des Philipp *Knoeckel und des Fritz Knoeckel (vgl. Knöckel: Maschinenpapierfa­brik Knöckel, a.a.O., S. 16; Hößle, Friedrich von: Alte pfälzische Papiermühlen; in: „Der Papierfabrikant“ XIX Jahrgang 1921, S. 117).


In der Nacht vom 24./25.5.1814 brannte die Papiermühle und das daneben stehende Wohnhaus Knoeckels völlig ab. Er konnte mit Frau und 7 Kindern nur das nackte Leben retten. Da er einer Freimaurerloge angehörte, wurden ihm durch eine Sammlung unter den Logenbrüdern noch im gleichen Jahr die Geldmittel zum Aufbau zur Verfügung gestellt. Seine Gesundheit war durch den Brand jedoch derart angeschlagen daß er bereits am 3.4.1815 starb (vgl. Knöckel: Maschinenpapierfabrik Knöckel, a.a.O., S. 16; Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 10). Seine Witwe Louise Schönemann führte die Papiermühle weiter, unterstützt von ihrem ältesten Sohn Karl Knöckel und dem jüngeren Philipp Knöckel, die als Teilhaber in das Geschäft eingestiegen waren. Karl *Knoeckel schied 1823 aus dem väterlichen Geschäft aus und errichtete im Schönthal bei Neustadt anstelle des Heck'schen Anwesens eine eigene Papiermühle (vgl. Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 10).



Knöller, Christoph Friedrich:

ca. 1775 Neuenburg / Wttbg. - 4.3.1835 Horbach; Sägmüller (Sauhirt ?) in Horbach; Sohn von Johann Knöller aus Neu(au)enburg und Christina Girner (?); °° I mit Catharina Zimmerle aus Rinnthal; °° II 15.1.1828 mit Katharina Stay aus Horbach (geb. ca. 1789; Tochter von Johann Stay und Anna Maria Huber -[auch Katharina Bittes angegeben], Witwe v. Johann Deppert); Vater des Caspar Ja­cob Knöller (geb. 8.1.1829 Horbach) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 227). Da in Horbach keine eigene Sägmühle bestand, sondern nur eine zur Schwanenmühle gehörende Sägmühle, dürfte er ange­stellter Sägmüller auf der zur Schwanenmühle gehörenden Sägemühle gewesen sein.



Knörr, Georg Paul:

1744 Erbbeständer auf der Nünschweiler Pletschmühle (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 196).



Koch, Georg:

13.4.1824 Annweiler – 1862 Wappenschmiede im Benjental bei Gimmeldingen im Alter von 38 Jahren (Anm. = Obermühle, nicht zu verwechseln mit der oberhalb im Benjental gelegenen Wappenschmiede Coublier), Wappenschmied im Benjental; Sohn des Gerbers in Annweiler, Friedrich Koch und der Katharina geb. Koch; °° 9.9.1847 mit Elisabeth Diemer aus Edenkoben (vgl. Mitteilung von Katharina Hoffmann aus Neustadt vom 3.1.2011 und 1.5.2011); Vater des späteren Wappenschmieds im Benjental bei Gimmeldingen Johannes Koch (4.5.1849 Deidesheim – 5.8.1927; °° mit Anna Maria Köhler aus Gimmeldingen; dessen Sohn war der Pfälzer Kunst­maler Peter Koch [8.10.1874 Benjental – 10.8.1956 Gimmeldingen; vgl. Carl, Viktor: Lexikon Pfälzer Persönlichkeiten, Edenkoben 1998, S. 371]), des späteren Malermeisters in Neustadt Peter Koch (geb. 07.05.1851 Gimmeldingen; °° am 31.05.1884 Maria Anna Frey in Neustadt) und des Adam Koch (~ 1.1.1857, Schreiner) und der vorehelich geborenen und bei der Heirat der Eltern legitimier­ten Elisabeth Koch (vgl. Mitteilung von Katharina Hofrichter aus Neustadt vom 3.1.2011 und 30.4.2011).


Georg Koch baut mit zwei Partnern (Corell und Dietz) die Obermühle im Benjental zu einer Wappenschmiede um (vgl. Mitteilung von Katharina Hoffmann aus Neustadt vom 3.1.2011).



Koch, Johann Wilhelm:

1.12.1828 Kirchheimbolanden; bis 1828 war Johann Wilhelm *Koch als Müller in Kirchheimbolanden ++++klären : welche Müh­le++++; °° mit Anna Margaretha Beyer († 28.11.1833 Frankenthal); Vater der Anna Elisabeth Koch (geb. 18.12.1822 Kirchheimbo­landen; Gutsbesitzerin in Frankenthal; °° 10.3.1859 in Minfeld mit Jakob Jung, dem Sohn des Händlers in Minfeld, Georg Adam Jung und der Anna Barbara Mattern) (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 358 Anm. zu Nr. 1623).



Koch, Peter:

am 3.3.1792 ist als Pate in Otterberg erwähnt: „Peter *Koch von der Galappmühle und Margareth uxor“ (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 355 Nr. 3547).



Koch, Seibold:

Müller und Erbauer der „Mühle nahe Schloß Pfeddersheim“ in Ortsteil Peddersheim in Herschweiler-Peddersheim. Im Archiv des Heimatmuseums Kusel befinden sich unter 'B 166 Mühlen' folgendes: Seibold *Koch, Valltins Sohn, seines Handwerks ein Müller, ledigen Standes, bittet, weil er seine Eltern allda habe, auf seines Vaters Wiesenplätzlein im Hofacker nahe beim Schloß Pfedders­heim, dadurch ein Bächlein fließt, auf seine Kosten eine Mühle zu bauen ohne Nachteil der nächstgelegenen Bannmühlen. Die bei­den Bannmühlen zu Langenbach und Reißweiler beschweren sich dagegen, doch wird dem Gesuchsteller nach dem Augenschein des Landschreibers zu Lichtenberg und des Schultheißen zu Pfeddersheim erlaubt, da die Bannmühlen so weit entlegen, daß sie kaum ge­schädigt werden können. Als Pacht gibt er jährliche nach Lichtenberg 1 Malter Korn und 1 fl pro 26 albus in Geld (vgl. Dahl: Mühlen in Herschweiler-Pettersheim, a.a.O., S. 149).



Koegy, Jakob (1):

ca. 1821 auf der „sogenannten“ Papiermühle Quirnheim-Tal. 1821 wird Jakob (1) *Koegy „weiland Müller auf der sogenannten Pa­piermühle“ in der nach seinem Tod erfolgten Erbauseinandersetzung unter seinen Kindern in einer notariellen Urkunde vom 3.8.1821 genannt. °° mit Barbara Hirschler; aus der Ehe stammen die Töchter Catharina Koegy († vor 1821; °° mit dem Ackersmann aus Ro­denbach, Joh. Michael Seewald), Elisabeth Koegy (°° mit dem Ackersmann aus Rodenbach, ihrem Schwager Joh. Michael Seewald), dem Müller in Ebertsheim Johann *Koegy und dem Müller und Betriebsnachfolger auf der „genannten Papiermühle im Banne von Quirnheim“-Tal (vgl. LA Speyer Best K16 Nr. 380/1821 Notariat Grünstadt).



Koegy, Jakob (2):

um 1821 Müller auf der sog. Papiermühle in Quirnheim-Tal; Sohn des Müllers Jakob (1) *Koegy und der Barbara Hirschler; Bruder des Müllers Johann Koegy; Betriebsnachfolger auf „der genannten Papiermühle“ ist der Sohn Jakob (2) Koegy (vgl. LA Speyer Best K16 Nr. 380/1821 Notariat Grünstadt).



Koegy, Johannes:

um 1821 Müller in Ebertsheim; Sohn des Müllers Jakob (1) *Koegy und der Barbara Hirschler; Bruder des Müllers Jakob (2) *Ko­egy; um 1821 ist Johannes Koegy, der Sohn des Müllers auf der Papiermühle Quirnheim-Tal, Jakob *Koegy, als Müller in Eberts­heim genannt +++klären: welche Mühle++++ (vgl. LA Speyer Best. K16 Notariat Grünstadt, Nr. 380/1821).



Köhl, Maria Salome:

8.8.1695 Berschweiler - 21.6.1772 Berschweiler, Tochter von Jakob Kehl und M. Salome Biertel (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Hei­de- und Unterberggemeinden, Bd. 1, a.a.O., S. 28; Jung: Familienbuch ev. Kirche Baumholder, a.a.O., S. 2, 6); Enkelin des Müllers auf Hinsenhauser Mühle/Herrenhauser Mühle bei Fohren Linden, Hanß Nickel*Birtel und der NN (vgl. Jung: Familienbuch Baum­holder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 28); °° 24.10.1715 mit dem Müllermeister auf der Obermühle in Berschweiler Johann Nickel (1) *Albert; Mutter des Müllers auf der Beckersmühle bei Ruschberg Johann Nickel (2) *Albert (vgl. Jung: Familienbuch ev. Kirche Baumholder, a.a.O., S. 2, 6 , S. 7) und der Anna Magdalena *Albert (°° um 1738 mit dem Müllermeister Johann Jakob *Se­bastian) (vgl. Jung, a.a.O., Bd. 1 S. 28).



Köhler, Daniel:

vor 1776; Erbbeständer und Müller auf der Reichenbacher Mühle (kurpfälzisches Oberamt Lauterecken); Vater der Elisabeth Ka­tharine Köhler °° mit dem Müller Andreas *Gödel.


Die Mühle ist in der Renovation der Schultheißerei Reichenbach vom 17.9.1738 aufgeführt (vgl. Bericht des Amtskellers Schabrock vom 17.9.1738, LA Speyer Best. A 2 Nr. 131/ fol. 27-30) und wie folgt beschrieben: „Daniel Köhler dahier Zu Reichenbach Eine Erbbestands mühl mit einem Mahl und Schehlgang, welcher letztere der Müller vor 2 Jahren ohn Erlaubnis gebauet, gibt jährl: 3 Mltr Korn, und 3 Mltr Haber Erbpfacht in die Kellerey, von welcher Zeit her Ist nicht zu erfahren, weiler der Müller keinen Bestandsbrieff vorzeigen können.“


Die Mühle wurde im Frühjahr 1739 von der herrschaftlichen Verwaltung erfaßt und im Mühlenbericht vom 11.5.1739 beschrieben wie folgt (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 131/1 fol. 38r): „Gestehet der Müller von Reichenbach Daniel Köhler gleichfalls ein, daß er keinen Erbbestands-Brieff vor zu zeigen habe, und die inhabende Mühl von seinen Voreltern, und hiernechst von seinem Vatter auf ihn ererbt worden, die er dann in der Erbteilung solche pro 1200 fl annehmen und seinen Geschwistern pro data heraus geben müßen, gleichwie nun solche Mühl in circa bey 90 Jahren von seiner Familie besessen und der jährliche Erbpfacht ad 3 Mltr: Korn und 3 Mltr: Haabern großer Remigsberger Maßung … entrichtet worden ...“.


Die Mühle wurde während der kurfürstlichen Renovation der Mühlen von 1739 von einer Kommission unter Leitung des Ramsteiner Schultheißen Georg Adam Euerling (Anm. Everling) am 18.9.1739 besichtigt und taxiert, der auch der Müller zu Diedelkopf im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg, Johann Nickel *Pfeifer als Sachverständiger angehörte (vgl. LA Speyer Best. A 2 fasc. 131/1, Bl. 15-17r). Dort wird die Mühle wie folgt beschrieben: „Zu Reichenbach findet sich gleichfalls an dem namentl: Bächlein eine Pletschmühl mit 2 Gängen, standen aber, ohneracht sich ein Vorrath zu mahlen, befunden, drucken undt müßig, …. und sehr we­nige Zeit im Jahr zwey Gänge gebraucht werden. Deren Pacht ist jährlich 6 Mltr. Halb Korn und halb Haber Römigsberger (Anm. = Remigiusberg, Remigsberg) Maßung: in Ansehung des aus dem Scheelgang gemachten Mahlgangs könnte ohnmaßgebl. Noch ein Mltr. Kohn und ein Mltr. Haber zugeleget werden.“


Im Mühlenverzeichnis von 1776 ist die Mühle beschrieben wir folgt: „ist Erbbestandsmühle mit 1 Mahl- und 1 Schälgang. Erbbe­ständer ist Andreas Gödel, dessen Frau Elisabeth Katharine die Mühle von ihrem Vater Daniel *Köhler geerbt hat. Pacht: 3 Ma Korn und 3 Ma. Hafer“ (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 259)



Köhler, Friedrich:

geb. 13.9.1830 Steinweiler - † 13.2.1867 Steinweiler; bis 1867 war Friedrich *Köhler der Müller in Steinweiler, „auf der Weyerer Mühle“ (s. Archeweyerer Mühle); °° am 23.10.1851 in Minfeld mit Maria Salomea Heintz (geb. 21.3.1831 Minfeld - † 28.10.1888 Steinweiler); Vater des Wilhelm Köhler (geb. 5.3.1852 Steinweiler - † 4.9.1890 ebd.) und des Gastwirts in Winden am Bahnhof, Jo­hann Philipp Köhler (geb. 5.2.1858 Steinweiler; °° um 1885 mit Elisabeth Hellwerth) (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 388 Nr. 1771).



Kölsch, Theobald:

ab 1631 Müller auf der Klostermühle in Hornbach; die Klostermühle wurde im 30jährigen Krieg beschädigt und ausweislich der “Hornbacher Kellerey Rechnung de anno 1632” im Jahre 1625 mit einem Kostenaufwand von 119 Gulden wieder repariert und 1631 dem Pächter Theobald *Kölsch übergeben. Dieser entrichtete 1632 nach demselben Aktenstück eine Pacht von 16 Ma Korn sowie 2 Mühlschweine im Wert von 16 Gulden (vgl. Schneider: Aus der wechselvollen Geschichte, a.a.O., S. 371).



König, Abraham:

um 1700 Müller in Niederrödern/Elsaß. Im ältesten Kirchenbuch der reformierten Gemeinden Hunspach, Hoffen und Ingolsheim ist am 28.5.1700 die Hochzeit des Müllers zu Niederrödern, Abraham König eingetragen. Dort heißt es: „Die 28 May copulati in der Kirche zu Hofen Abraham König p.t Müller zu Niderröders, Abraham König Bürgers zu Byschweiler ehelicher Sohn, mit Maria Bar­bara [,] Jacob Weymans [,] Bürgers zu Hofen eheliche Tochter“ (vgl. Archives Départmentales Bas-Rhin: reformiertes Kirchenbuch Hunspach, MS , 1681-1729, 3 E 212/2, Bl. 7).



Kohl (Köhl), Voix Peter (Johann Peter):

auch als Köhl benannt; um 1697 Müller in Heinzenhausen; °° mit Maria Catharina NN.; 1697 ist im katholischen Kirchenbuch von Lauterecken der Müller Voix Peter Kohl erwähnt, anläßlich der Taufe seiner Tochter Anna Barbara Kohlin am 13.1.1697 in Heinzen­hausen (Quelle kath. Kirchenbuch Lauterecken); am 10.2.1701 wird die Taufe der „Maria Margaretha, filia legitima, Voix Peter Köhl et Maria Catharina coniugum“ (Quelle: katholisches Kirchenbuch Lauterecken), sowie am 25.4.1702 in Heinzenhausen die Taufe des „J. Martinus, Sohn von Peter Köhl et Maria Catharina coniugum“ (Quelle: katholisches Kirchenbuch Lauterecken).


vor November 1703 in Offenbach/Glan; °° vor 1697 in Offenbach/Glan mit Maria Katharina NN (diese in II. Ehe °° 20.11.1703 mit Johann Nikolaus Müller); Vater der Anna Barbara Kohl (~ 12.1.1697;Paten sind Leonhard Kohl, A. Barbara, uxor Joh. Heinrich Wan­nenmacher); er ist als „Johann Peter Kohl, Müller“ angegeben (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbol­lenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 230).



Kolb, Henrich:

ab 1546 Müller auf der Altmühle/Kolbenmühle in Gumbsweiler/Glan. Bereits in einem Brief des Herzogs Wolfgang von Zwei­brücken vom 26.4.1546 ist sie urkundlich erwähnt; in diesem Schreiben erhält der Müller “Kolben Hennen”, d.h. Henrich *Kolb die Erlaubnis zur Erweiterung der oberhalb des Dorfes gelegenen Mühle von einem auf zwei “Lauf”, d.h. Mahlgänge; die Bezeichnung Lauf rührt wohl daher, daß jeder Gang ein eigenes Wasserrad in einem eigenen lauf (Gerinn) hat. In dieser Urkunde wird auch die Vorgeschichte referiert. Während der Vormundschaft für Herzog Wolfgang, also vor 1546 genehmigte Pfalzgraf Ruprecht dem Hen­rich Kolb einen “Wasserfall im Glan nahe ober- oder unterhalb Gumbsweiler”, also das Recht zur Errichtung einer kleinen Mühle auf eigenem Grund und Boden und auf Kosten des Antragstellers Kolb. Für die Erlaubnis und die Wassernutzung hatte er eine Pacht von 1 Gulden und 1 Malter Korn an das zweibrückische Oberamt Lichtenberg zu liefern. Von den vier bekannten Söhnen des Henrich Kolb verzichteten drei auf ihr Mühlenerbe, nämlich Clas (Nikolaus), Hans und Peter zugunsten ihres Bruders und ihres Schwagers Wendel (vgl. Weber, Friedrich W.: Die historischen Mühlen in Gumbsweiler am Glan; in: Westricher Heimatbll. N. F. 6. 1975, Sonderdruck, S. 83-85).



Kolb, Johannes:

geb. ca. 1680 - ++++; lutherisch (vgl. Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar); Müller und Erbbeständer auf der Mühle in Tiefenthal / Rheinhessen (vgl. Hühner, Jens: Der unglückliche Müller. Eine Episode aus Niederhausen an der Appel; in: Nordpfälzer Geschichts­blätter 1997, S. 73). °° mit Anna Maria Senf (31.10.1678 Münsterappel - . +++++++


Johannes Kolb kaufte von Johann Adam Müller und seiner Frau Anna Catharina 1731 die Mühle in Niederhausen an der Appel zum Preis von 1325 fl. Kolb, der Erbbeständer der Mühle in Tiefenthal war, hatte die Mühle in Niederhausen als Mitgift für seine Tochter Catharina Sybilla Kolb erworben. Diese beabsichtigte, im darauf folgenden Jahr (1732) den Johann Philipp Cloninger von der Kat­zensteiger-Mühle bei Neu-Bamberg zu heiraten. Obwohl das Paar bereits 1733 nach Niederhausen gezogen war, wurde Cloninger die Mühle erst 1734 auf seinen Namen überschrieben (vgl. Hühner, Jens: Der unglückliche Müller. Eine Episode aus Niederhausen an der Appel; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1997, S. 73).



Kolb, Johanette Margarethe:

1752 err. Tiefenthaler Mühle in Tiefenthal / Rheinhessen – 14.11.1824 Rothenkircher Hof ;Tochter des Müllers auf der Tiefenthaler Mühle, Johann Nicolaus *Kolb (vgl. Schwab, Heinrich: Die Rothenkircher Schleifmühle und die Jaspisgesellschaft; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1982, S. 10 ff; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar) und der Maria Elisabetha Rodrian (vgl. Mitteilung von Ewald Dittmar); °° 1775 (?) mit Martin *Schwab vom Rothenkircher Hof (vgl. Schwab, Heinrich: Die Rothenkircher Schleifmühle und die Jaspisgesellschaft; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1982, S. 10 ff). Mutter von Johannes Schwab (1779-1849), Charlotta Schwab (1780-1840) und Ludwig Martin Schwab (1787-1855) (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar), sowie Mutter der Barbara Schwab (verh. mit Jakob Schwab, dem Sohn des Johann Henrich Schwab (!) (vgl. Schwab, Heinrich: Die Rothenkircher Schleifmühle und die Jaspisgesellschaft; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1982. S. 10 ff).



Kolb, Johann Nicolaus:

um 1770, Müller und Schultheiß in Tiefenthal / Rheinhessen; Vater der Johanette Margarethe *Kolb, verheiratet mit Martin *Schwab vom Rothenkircher Hof  (vgl. Schwab, Heinrich: Die Rothenkircher Schleifmühle und die Jaspisgesellschaft; in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 1982, S. 10 ff).



Kolter, Müllerfamilie:

Müllerfamilie auf der Schafmühle bei Katzweiler; die Familie stammte ursprünglich aus Gundersweiler


Literatur/Urkunden:

-Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370)



Kolter, Anna Maria (*P):

~12.5.1744 Schafmühle bei Katzweiler - 20.8.1806 Katzweiler Mühle; Tochter des Müllers Johannes *Kolter und der Katharina Eli­sabetha *Weißmann von der Schafmühle; °° am 6.11.1759 in Katzweiler mit dem Müller Johann Wilhelm ~Henn, gen. "der Schwar­ze"; Mutter der Magdalena *Henn (ver. mit dem Müller Johannes *Wilking) (vgl. Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370).



Kolter, Heinrich:

10.2.1777 Schafmühle bei Katzweiler - 23.12.1826 Schafmühle; Sohn des Müllers Johann Heinrich *Kolter und Katharina Eicher (aus Rohrbach bei Wartenberg); Müllermeister auf der Schafmühle Katzweiler; °° mit seiner Cousine 1. Grades Anna Margarethe *Scheidt (Tochter des Müllers Johann Nickel *Scheidt von der Schmeißbachermühle und Susanna Margarethe *Kolter); Vater von Maria Elisabetha Kolter (* Schafmühle am 14.7.1801 - 22.12.1832 Schafmühle; °° mit Daniel Henn von der Dorfmühle in Katzwei­ler) (vgl. Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 371).



Kolter, Jakob:

um 1879 Müller in Gehrweiler; °° mit Magdalene Weigel; Vater der Anna Maria Kolter (°° am 24.5.1879 Gehrweiler mit dem Acke­rer Franz Zinßmeister) (vgl. Ortssippenbuch Mehlbach 1938, a.a.O., S. 186 Nr. 1252).



Kolter, Johannes:

21.4.1716 Gundersweiler- 4.10.1782 Schafmühle bei Katzweiler "an Leibesgebrechen"; Sohn des Johann Heinrich Kolter und der Maria Elisabetha NN. (die am 6.5.1755 auf der Reise, auf dem Gorrweilerhof bei Schneckenhausen starb, infolge eines unglückli­chen Sturzes von einem Karren, als sie ihren Sohn auf der Schafmühle bei Katzweiler besuchen wollte); er war vier Jahrzehnte lang Besitzer der Mahlmühle, Ölmühle und Schneidmühle in Gundersweiler; 1756 erwarb er die Dorfmühle in Katzweiler, die kurze Zeit später Stammsitz der Müllersfamilie Henn wurde; auch die Schafmühle bei Katzweiler gelangte später im Erbgang nach seinem Schwiegervater in seinen Besitz; Cameral-Erbbestandsmüller und Bauer auf der Schafmühle Katzweiler; reformierter Kirchenältester in Katzweiler; °° um 1736 mit Katharina Elisabetha Weißmann (Tochter des Johann Michael *Weißmann, Erbbestandsmüller und Gerichtsmann auf der Schafmühle und der Katharina Elisabetha Braun); Vater von: Johann Michael Kolter (~ Schafmühle 24.1. 1737); Johannes Kolter (~ Schafmühle 7.3.1740- 10.9.1748 Schafmühle); Katharina Elisabetha *Kolter (~ Schafmühle 28.1.1742 - Katzweiler Dorfmühle 20.10.1801; °° Katzweiler 24.4.1759 mit dem Müller Daniel *Hach), Anna Maria *Kolter (~12.5.1744 Schaf­mühle bei Katzweiler - 20.8.1806 Katzweiler Mühle; °° am 6.11.1759 mit dem Müller Johann Wilhelm *Henn, gen. "der Schwarze); Maria Eva Kolter (16.1.1746 Schafmühle - 27.8.1848 Schafmühle); Susanna Margarethe *Kolter (* um 1747 - 5.1.1805 Schmeißba­chermühle; °° am 19.11.1765 Katzweiler mit mit Müller Nicklas *Scheidt von der *Schmeißbachermühle); Johann Michael *Kolter (*17.4.1749 Schafmühle - 14.9.1806 Morlautern); Johann Heinrich *Kolter (26.5.1755 Schafmühle bei Katzweiler - 1.5.1801 Schaf­mühle); Maria Elisabetha *Kolter (*14.10.1758 Schafmühle - 9.9.1817 Niedermehlingen; °° Johann Peter *Kirch); Maria Philippina Kolter (vgl. Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370).


Vater des Müllers Daniel *Kolter (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 268).


Unter Johannes Kolter waren die Mahlmühle und die auf der linken Seite der Lauter gelegene Öl- und Bordmühle noch vereint. Erst nach seinem Tode kam es zur Trennung beider Betriebe. Der Sohn Daniel Kolter erhielt die Mahlmühle auf der rechten Seite der Lauter und der Schwiegersohn Johann Wilhelm *Henn, gen. "der Schwarze, die Öl- und Bordmühle auf der linken Seite der Lauter (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 268).



Kolter, Johann Heinrich (*P2):

26.5.1755 Schafmühle bei Katzweiler - 1.5.1801 Schafmühle; Sohn des Müllers Johannes *Kolter und der Katharina Elisabetha *Weißmann von der Schafmühle; Müller und Bauer auf der Schafmühle in Katzweiler; °° am 17.1.1775 in Katzweiler mit Katharina Eicher (*um 1755 Rohrbach bei Wartenberg - 17.3.1799 Schafmühle; lutherisch; Tochter des Peter Eicher); Vater von Heinrich *Kol­ter, Maria Barbara *Kolter (*24.1.1780 Schafmühle Katzweiler °° 9.5.1803 Otterberg mit Johannes *Wilking) ++++ (vgl. Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 371).



Kolter, Johann Michael (*P2):

*17.4.1749 Schafmühle bei Katzweiler - 14.9.1806 Morlautern; Sohn des Müllers Johannes *Kolter und der Katharina Elisabetha *Weißmann von der Schafmühle; er war zunächst Müller auf der Schafmühle Katzweiler (mindestens bis 1783, s. Geburtsdatum der Kinder, alle auf der Schafmühle geboren) ausgewandert nach Crevenka in der Batschka, jedoch zurückgekehrt; anschließend Müller auf der (Unteren) Eselsmühle bei Enkenbach, die er von seinem Schwiegervater übernahm; °° am 13.4.1773 in Katzweiler mit Katha­rina Dorothea Weckmann (*30.7.1758 Hetschmühle - ?; Tochter des Müllers auf der Eselsmühle Wilhelm *Weckmann und Eva Ka­tharina *Hollstein); Vater von Johann Daniel Kolter (*1774 Schafmühle - † 1776), Anna Maria Kolter († 1777 Schafmühle), Johann Jakob Kolter (*12.3.1788 Schafmühle - ?); Johann Philipp Kolter (1780-1784), Maria Elisabeth Kolter (*1.11.1783 Schafmühle - 27.1.1838 Rodenbach bei Kaiserslautern; °° mit Christoph Zapp); er ist offensichtlich im Hause seiner Tochter Maria Elisabeth Kol­ter-Zapp in Morlautern verstorben, deren Ehemann Zapp Ackerer in Morlautern war (vgl. Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 371).


1789 baute Michael Kolter, der Müller auf der (später so genannten Unteren) Eselsmühle, eine weitere Mühle am Eichenbacher Weg, die Obere Eselsmühle in Enkenbach; sie hatte eine Bordenmühle und Hanfreibe sowie eine Ölmühle; das Gebäude existiert noch; es wurde in den 1950er Jahren aufgestockt; die Wasserbetriebsanlagen sind verschwunden; 1982 war Werner Burgdörfer der Eigentü­mer (vgl. Weber: Mühlen im Alsenztal, a.a.O., S. 6); er hat sich mit dem Neubau wohl finanziell übernommen und hat die Mühle wohl deshalb ++++ergänzen++++



Kolter, Katharina:

um 1824 aus Gundersweiler; evangelisch; °° 1.10.1824 mit dem Katholiken Swiberth (Suitbert) Fernes aus Imsweiler; Mutter von Jo­hann Philipp Fernes (°° 16.9.1843 in Imsweiler mit Maria Anna Beier aus Falkenstein) (vgl. Dhom: Imsweiler und seine Einwohner, a.a.O., S. 95). +++klären: sie könnte die Tochter des Müllers Johannes Kolter sein, dem die Mühle in Gundersweiler gehörte+++



Kolter, Katharina Elisabetha (*P2):

28.1.1742 Schafmühle bei Katzweiler - 20.10.1801 Katzweiler Dorfmühle; Tochter des Müllers Johannes *Kolter und der Katharina Elisabetha *Weißmann von der Schafmühle; °° Katzweiler 24.4.1759 mit dem Müller Daniel *Hach (9.3.1741 Kaisersmühle bei Kai­serslautern - 17.11.1783 Otterbach), seit 1758 Erbbestandsmüller auf der Mühle in Otterbach bei Kaiserslautern; sie ist nach dem Tod ihres Mannes nach Katzweiler zurückgekehrt (vgl. Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370).


Anm.:

Der Müllermeister in Otterbach, Johann Daniel *Haag war ist am 18.4.1759 Pate bei der Taufe des Johann Daniel Leswing in der re­formierten Kirche in Otterberg; Patin war bei dieser Taufe ebenfalls die Müllerstochter Elisabeth Kolter aus Katzweiler, die Tochter des Müllers Johannes Kolter (!) (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 255 Nr. 2361). ++++prüfen: der Name 'Johann Daniel Haag“ ist mE höchstwahrscheinlich wegen Schreib- oder Lesefehler falsch wiedergegeben. In Otterberg gab es die Hachsche Mühle; dort war 1758 als Erbbeständer der Müller Johann Daniel *Hach; °° am 24.4.1759 in Katzweiler mit der Müllerstochter Katharina Elisabetha Kolter (Tochter des Müllers auf der Schafmühle bei Katzweiler Johannes *Kolter und Katharina Elisabetha *Weißmann) (vgl. Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370).



Kolter, Maria Elisabeth (*U):

gen. NN.; aus Gundersweiler; Ehefrau des Gemeindsmanns in Gundersweiler Johann Heinrich Kolter und Mutter des Müllers Johan­nes Kolter von der Schafmühle bei Katzweiler; sie starb am 6.5.1755 auf dem Gorrweilerhof bei Schneckenhausen, infolge eines un­glücklichen Sturzes von einem Karren, als sie ihren Sohn auf der Schafmühle bei Katzweiler besuchen wollte (vgl. Schneider, Her­mann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370)



Kolter, Maria Elisabetha (*P2):

* Schafmühle am 14.7.1801 - 22.12.1832 Schafmühle; Tochter des Müllers auf der Schafmühle in Katzweiler Heinrich *Kolter und der Müllerstochter Anna Margaretha *Scheidt von der Schmeißbachermühle; °° mit Daniel Henn von der Dorfmühle in Katzweiler), (vgl. Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 371).



Kolter, Susanna Margarethe:

um 1747 Schafmühle bei Katzweiler - 5.1.1805 *Schmeißbachermühle; Tochter des Müllers Johannes *Kolter und der Katharina Eli­sabetha *Weißmann von der Schafmühle; °° am 19.11.1765 Katzweiler mit dem Müller Nicklas Scheidt von der *Schmeißbacher­mühle) (vgl. Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370); Mutter der Anna Margaretha Scheidt (°° mit ihrem Cousin Heinrich *Kolter von der Schafmühle in Katzweiler) (vgl. Schneider, a.a.O., S. 371)



Korb, Johann Abraham:

nach 1700; Müller auf der Günderothschen Mühle in Ulmet; er kaufte um 1700 zusätzlich die in Trümmern liegende Mühle im Stein­albtal bei Grünbach (Amt Baumholder); es handelt sich um die Katharinen- oder Wolfsmühle (heute Truppenübungsplatz Baumhol­der) (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 217/18), die nach dem Beständer ab 1739 Anton Germann auch Germanns­mühle heißt; Korb baute die Mühle wieder auf, ließ sie durch einen Mühlknecht betreiben und zahlte an die Herrschaft für die Mahl­berechtigung jährlich ein Ma Korn und 1 fl. an Geld. Im Erbbestandsvertrag vom 22.5.1698 wurden ihm die üblichen Auflagen ge­macht (vgl. Hartmann: Ergänzung Gutsbezirk Baumholder, a.a.O., S. 103); °° mit Katharina NN.; seine Tochter Anna Maria Korb heiratet am 14.1.1735 den Johann Martin Bender, Bubulcus (Ochsentreiber) in Grünbach (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, Teil II katholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 7); Vater des Müllers Johann Georg *Korb, der 1726 die Germannsmühle übernimmt (vgl. Hartmann, a.a.O., S. 103).



Korb, Johann Georg:

+++ (vgl. Hartmann, a.a.O., S. 103).

er übergab 1739 die Wolfsmühle, auch Katharinenmühle bei Grünbach an den Müller von der Laurentiusmühle in Wolfersweiler, An­ton *Germann (vgl. Hinweis bei: Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 94).



Korell, Johannes:

s. Johannes *Corell



Korell, Johann Jacob:

auch Corell; um 1792 Bürger und Müllermeister auf der Ölmühle in Otterberg, später auf der Neumühle in Otterberg; Sohn von Jo­hannes Korell/*Corell, Wappenschmied zu Hardenburg und Ehefrau Maria Franzisca *Coublier; °° mit Anna Maria Hubing aus Ot­terberg (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 365 Nr. 3659); am 15.7.1792 sind Paten in Otterberg der „Jakob Korrel, Bürger und Müllermeister und Anna Maria uxor“ (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Ge­meinde Otterberg, a.a.O., S. 357 Nr. 3568), sowie am 7.4.1793 (vgl. Rink, a.a.O., S. 359 Nr. 3593), ebenfalls am 8.6.1793 (vgl. Rink, a.a.O., S. 360 Nr. 3600). Am 25.7.1793 geboren und am 28.7.1793 in Otterberg getauft wird Maria Elisabetha, Tochter von „Johann Jacob Korell, Bürger und Müllermeister und Anna Maria“. Patin war Maria Elisabetha Korell von Hardenburg (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 360 Nr. 3605). Vater des am 8.8.1795 geborenen und am 11.8.1795 in Otter­berg getauften Johannes Korell; bei seiner Taufe waren als Paten anwesend „Johannes Korell/Corell, Wappenschmied zu Hardenburg und Ehefrau Maria Franzisca, des Kindes Großeltern“ (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 365 Nr. 3659). Das Ehepaar Korell war am 27.10.1795 als Pate in Otterberg (vgl. Rink, a.a.O., S. 367 Nr. 3675). Am 19.4.1796 wird Anna Maria, des Jakob Korell Ehefrau von Otterberg als Patin in Otterberg in der Familie des Webermeisters Philipp Jakob Louis und Katharina Hubing erwähnt (vgl. Rink, a.a.O., S. 369 Nr. 3703).


Am 31.12.1797 geboren und am 6.1.1798 getauft wurde Elisabetha Korell, Tochter des „Jakob Korell, Müllermeister auf der Otter­berger Ölmühle und Anna Maria geb. Hubing“. Patin war „Elisabetha, des Johannes Korell (Anm.: s. Corell) des Hardenburger Wap­penhammerschmieds ledige Tochter (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 378 Nr. 3792).


1798 war Johann Jacob *Corell der frühere Ölmüller von Otterberg, aus der Wappenschmiede in Hardenburg stammend, als Müller auf der Neumühle (Anm.: Peter Gehm'sche Mühle) (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 383 Nr. 3849). Am 20.12.1798 geboren und am 26.12.1798 getauft wurde Anna Barbara, Tochter des „Jakob Korell, Müllermeister auf der Neumühle und Anna Maria geb. Hubing. Patin war Anna Barbara, des Johannes Korell (Anm. s. Corell) vom Hardenburger Wappenschmiedehammer ledige Tochter“ (vgl. Rink, a.a.O., S. 383 Nr. 3849).


Da der Müller Peter *Gehm bis zu seinem Tode um 1818 allerdings Eigentümer der Neumühle war, dürfte der Johann Jacob Korell lediglich Mühlarbeiter auf der Neumühle gewesen sein.



Krämer, Anna Maria:

geb. 4.2.1799 Moosalber Mühle - +++; Tochter des Ölmüllers auf der Moosalber Mühle Jacob *Krämer und Maria Barbara Alt; Schwester der Maria Katharina Krämer; °° I mit dem Hammerschmied auf der Moosalber Mühle, Georg Joss (auch: Johs; vgl. Frem­gen, a.a.O., S. 191); °° II 19.2.1822 mit dem Färber Heinrich Koehl aus Waldfischbach; emigrierte im Dezember 1832 nach Amerika (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 228 iVm mit Internet-Datei Ge­nealogie-pirmasens.de).



Krämer, Jakob:

Ölmüller auf der Moosalber Mühle; °° mit Maria Barbara Alt; Vater der Anna Maria *Krämer (geb. 4.2.1799 Moosalber Mühle) und Maria Katharina *Krämer (geb. 30.10.1796 Moosalber Mühle) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Wald­fischbach-Burgalben, a.a.O., S. 186 iVm S. 228).



Krämer, Johannes (1):

geb. 1681- ++++; Müller auf der Moosalber Mühle; Vater des Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Moosalber Mühle Johannes (2 *Krämer. Vater der Anna Catharina Krämer (°° 1726 mit Nicolaus Huber) Knebel, Kurt: Moosalber Mühle, Moosalber Hof. Zwei aufgelassene Anwesen im Moosalbtal; in: Blätter für Heimatgeschichte von Trippstadt Nr. 7 (1996), S. 12).



Krämer, Johannes (2):

geb. 1708 - ++++; Müller und Erbbeständer auf der Moosalber Mühle; Sohn des Müllers auf der Moosalber Mühle Johannes (1) Krä­mer (vgl. Knebel, Kurt: Moosalber Mühle, Moosalber Hof. Zwei aufgelassene Anwesen im Moosalbtal; in: Blätter für Heimatge­schichte von Trippstadt Nr. 7 (1996), S. 12). Im Trippstadter Lagerbuch von 1754 (vgl. LA Speyer Best. U 288, B 8) steht unter No. 104: „Johannes Krämer (geb. 1708). Eine eigenthümbliche Mahlmühl die Moosalber Mühl genannt, mit einem Gang, Scheuer, Stal­lung und Gärthgen dabey …, pfachtet jährlich 4 Malter Korn und 2 Kappen“ (vgl. Knebel: Wassertriebwerke im Moosalbtal; in: Blät­ter zur Heimatgeschichte von Trippstadt, Nr. 19 vom 20.3.2000, S. 13).Vater der Elisabetha Krämer (°° 28.1.1755 mit Theobald Wei­denbach). Vater des Ölmüllers und Betriebsnachfolgers auf der zugehörigen Ölmühle Johann Jacob Krämer (geb. 1744)



Krämer, Johann Jakob:

geb. 1744 Moosalber Mühle bei Trippstadt - ++++; Sohn des Müllers auf der Moosalber Mühle, Johannes (2) *Krämer; er übernahm 1775 von seinem Vater die Ölmühle als Temporalbeständer, nachdem der frühere Erbbestand aufgelöst worden war; die Mahlmühle ging 1775 an seinen Schwager Adam Huber (°° mit Anna Elisabeth Krämer) (vgl. Knebel, Kurt: Moosalber Mühle, Moosalber Hof. Zwei aufgelassene Anwesen im Moosalbtal; in: Blätter für Heimatgeschichte von Trippstadt Nr. 7 (1996), S. 12). °° mit Maria Barba­ra Alt; Vater der Maria Katharina *Krämer (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 186 iVm S. 228).



Krämer, Maria Katharina:

geb. 30.10.1796 Moosalber Mühle – 25.10.1834 Steinalben; Tochter des Ölmüllers auf der Moosalber Mühle Jacob Krämer und Ma­ria Barbara Alt; Schwester der Anna Maria *Krämer; °° 26.12.1814 mit dem Ackerer aus Steinalben, Balthasar Jochum (vgl. Frem­gen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 186 iVm S. 228)



Krämer, Nikolaus:

10.1.1729 Rehhütte; katholisch; Müller auf Rehhütte; °° vor 1714 mit Anna Maria *Beck, die Tochter des Müllers auf Rehhütte Jo­hann Jacob *Beck; aus der Ehe stammen u.a. die Kinder Anna Katharina Krämer (*7.1.1714 - 28.7.1791; °° I mit dem Bauern auf dem Hofgut Rehhütte Peter Adam Rießer [† 4.12.1761 Rehhütte]) (vgl. Frosch: Familien in Neuhofen, a.a.O., S. 291/292), Margare­tha Krämer (geb. 4.2.1717 Rehhütte; °° I am 6.7.1735 mit dem Müller Johann Theobald Escher [† 1737]; °° II dem Bauern auf Reh­hütte, Johannes Bühmer; vgl. Poller: Mundenheimer Bürgerbuch, a.a.O., S. 33 Nr. 182) und Catharina Elisabetha Krämer († 30.5.1755 Mundenheim; °° 6.8.1738 in Mundenheim mit Johannes Gehrle; vgl. Poller: Mundenheimer Bürgerbuch, a.a.O., S. 77 Nr. 644).


Der Müller Nikolaus Krämer stirbt 1729 und hinterläßt seine Witwe mit 7 Kinder, die älteste Tochter Anna Katharina Krämer ist ge­rade 15 Jahre alt geworden, das jüngste Kind Johann Konrad ist 3 Jahre alt. Offensichtlich hat die Witwe Anna Maria Beck, verw. Krämer die Mühle zunächst weitergeführt. Die älteste Tochter Anna Katharina Krämer (*7.1.1714) heiratet 1734 den katholischen Erbbeständer auf Rehhütte (Hofgut auf Rehhütte, nicht Mühle) den Katholiken Johann Adam Rießer. Die Tochter Margaretha Krämer (*4.2.1717) heiratet am 26.7.1735 den katholischen Müller Johann Theobald Escher. Dieser übernimmt offensichtlich die Mühle, denn er ist als Müller auf der Rehhütte verzeichnet.



Krämer, NN.:

er war Müller auf der Bärenmühle in Neuhemsbach als Nachfolger des Müllermeister Johann *Graf, der Müller, der die Bärenmühle 1806 übernommen hatte (vgl. Weber: Mühlen im Alsenztal, a.a.O., S. 10)



Krahn, Friedrich:

s. Grahn, Friedrich



Kramer, Mathias:

um 1751 war Mathias *Kramer der Beständer der Stadtmühle Zweibrücken (vgl. Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 107); um die Mitte des 18. Jh. konnte die Zweibrücker Stadtmühle die Fruchtvorräte ihrer Mahlgäste nicht mehr bewältigen. Deshalb wurde 1751 von der Regierung in Zweibrücken oberhalb Ixheim, auf Hornbacher Klostergrund, ein Platz für die Errichtung einer Notmühle auserse­hen und versteigert. Die Zweibrücker Schloß- und Stadtmüller Weinmüller und Mathias Kramer erstanden den Mühlplatz gemeinsam und erbauten, nachdem ein Kanal gestochen war, eine so stattliche Mühle, daß beider Vermögen darin aufging (vgl. KSchA Zw. Rep. IV, Nr. 2101, 2102; Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 107).



Kraus, Krauß:

die Personen sind unabhängig von der Schreibweise des Familiennamens Kraus/Krauß nur nach den Vornamen sortiert



Krauß, Franz:

um ++++ Müller auf der Reichsholdsmühle; Sohn des Müllers auf der Reichsholdsmühle 'Heinrich *Krauß und NN. Groß, Witwe Sommer; Vater des Müllers Jakob *Krauß (vgl. Ruby: Mehlingen, a.a.O., S. 42-44; Weber: Die Reichsholdsmühle am Eselsbach, a.a.O., S. 60).



Krauß, Georg Ludwig (2):

ab 1814 und noch mindestens 1839 Müller auf der Kraußmühle westlich von Albsheim (heute Obrigheim-Albsheim) in Richtung auf Grünstadt-Asselheim; die Mühle lag westlich des Dorfes in Richtung Asselheim im Talgrund am Eisbach gelegen; die Kraußmühle besteht bereits seit um 1718, wie sich aus dem Wappenstein auf dem Türsturz ergibt; der rechte Torpfeiler ist nachträglich bezeichnet LK 1839, dem Monogramm des damaligen Eigentümers Georg Ludwig II. *Krauß, der das Anwesen 1814 übernommen hatte. Die seitliche Stichbogenpforte mit relifiertem Mühlrad ist bezeichnet IH IK 1723. In der ehemaligen Scheune befindet sich der Eingang zum Keller als Rundbogenpforte, bezeichnet CR 1777. Auf der Westseite ist ein weiteres Rundbogentor bezeichnet L.K 1828 (vgl. Denkmaltopographie: Kreis Bad Dürkheim Bd. 2, a.a.O., S. 450)



Krauß, Heinrich:

um 1765 war Heinrich *Krauß als Müller auf der Eselsfürth; °° am 18.2.1765 die NN. Groß, Witwe Sommer, die Witwe des 1752 verstorbenen Müllers auf der benachbarten Reichholdsmühle [Johann]Peter *Sommer und Tochter des Müllers und Erbauers der Reichholdsmühle, Friedrich *Groß (vgl. Ruby: Mehlingen, a.a.O., S. 42-44; Weber: Die Reichsholdsmühle am Eselsbach, a.a.O., S. 59). Krauß hat dann wohl beide Mühlen betrieben +++ klären: oder nur die Reichholdsmühle?+++. 1787 gab er den Bestand vorübergehend an Johann Wilhelm Holstein von der Neumühle bei Münchweiler/Alsenz in Unterpacht, bis seine Söhne Franz *Krauß und Heinrich Krauß alt genug waren, den Betrieb zu übernehmen (vgl. Ruby: Mehlingen, a.a.O., S. 42-44; vgl. auch: Weber: Die Reichsholdsmühle am Eselsbach, a.a.O., S. 59).



Kraus, Heinrich:

Müller in Kaiserslautern +++klären: welche Mühle++++; Eheschließung am 31.12.1813 mit Maria Franziska Elisabeth "Fanny" *Rü­gemer (vgl. Böttcher, Rudolf H.: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49: ein Beitrag zur Sozialgeschichte einer bür­gerlichen Revolution; in: Pfälz.-rheinische Familienkunde 1999, 265).



Krauß, Jakob:

um 1826 Müller auf der Reichholdsmühle bei Enkenbach (vgl. Dohm, Emil: Aussteuer für eine Müllerin der Reicholdsmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1973, S. 68); Sohn des Müllers auf Reichholdsmühle Franz *Krauß (vgl. Weber: Die Reichsholdsmüh­le am Eselsbach, a.a.O., S. 60); °° am 30.12.1826 mit Regine Kremp von der Lohnsfelder Mühle, der Tochter von Johann Georg *Kremp (2) und Maria Magdalena *Pfeiffer aus Lohnsfeld (vgl. Dohm, Emil: Aussteuer für eine Müllerin der Reicholdsmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1973, S. 68).



Krauth, Friedrich:

auch „Kraut“; ab 1745 Ölmüller auf der Streitmühle bei Rutsweiler/Glan. Sohn des Ölmüllers auf der Streitmühle, Johann Friedrich (Johannes) *Kraut und Enkel des Ölmüllers auf der Streitmühle, Henrich Krauth. Friedrich Krauth legt 1745 bei der pfalz-zwei­brückischen Mühlenrenovation der Mühlen im Oberamt Lichtenberg (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 29r) einen kurpfälzi­schen (!) Erbbestandsbrief vom 21.10.1744 vor, lautend auf seine „Elteren“ Johannes Krauth.


Er war auch um 1776 Müller auf der Ölmühle der Streitmühle bei Rutsweiler/Glan (vgl. Renovationsprotokoll von 1776 des kurpfäl­zischen Amtes Lauterecken, LA Speyer Best A 2 Nr. 131). Er könnte Vater des Ölmüllers Niclas *Krauth sein ++++prüfen++++.



Krauth, Henrich:

am 24.4.1729 bekam der aus Patersbach stammende Henrich Krauth die Ölmühle auf der Streitmühle bei Rutsweiler/Glan. Er ist der Vater des am 30.4.1719 zu Patersbach getauften Sohnes Johann Friedrich *Krauth (vgl. Latterner, Rudi: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 138).



Krauth, Johann Friedrich (Johannes):

auch Johannes Krauth; bis um 1745 Ölmüller auf der Streitmühle bei Rutsweiler/Glan. Sohn des Ölmüllers auf der Streitmühle bei Rutsweiler, Henrich *Krauth. Onkel des Ölmüllers und Betriebsnachfolgers auf der Streitmühle, Friedrich *Krauth. Im pfalz-zwei­brückischen Mühlenverzeichnis des Oberamts Lichtenberg von 1745 (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7) ist die Streitmühle noch als pfalz-zweibrückisch aufgeführt und wird wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O. S. 208): „Die Wasser des Glans wurden mittlerweile durch mehrere Seitenbächlein verstärkt. Die Mühle liegt in der Schultheißerei Ul­met, ¼ Stunde unterhalb der Theisbergsteger und ½ oberhalb der Altenglaner Mühle. Das kurpfälzische Dorf Rutsweiler ist nicht weit entfernt. 2 Wasserräder für Mahl- und Schälgang, 1 Wasserrad für die Ölmühle. Gleich bei der Mühle das Wehr, der Hinterteich 10 Ruthen lang. Der Erbbeständer der Mahlmühle ist Daniel Weber. Er hat einen von Kurpfalz ausgestellten Erbbestandsbrief vom 21. November 1744 in Händen. Der Ohligmüller ist Johannes Kraut (Anm.: Johann Friedrich Krauth; nach Latterner, Rudi: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 138). Von der Mahlmühle sind jährlich 3 a. Korn und 3 Ma. Hafer als Pacht zu entrich­ten. Keine Banngerechtigkeit. Der Vorbesitzer der Mahlmühle war Philipp Weber.“


Johannes Krauth legt 1745 bei der pfalz-zweibrückischen Mühlenrenovation der Mühlen im Oberamt Lichtenberg (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 298r) einen kurpfälzischen (!) Erbbestandsbrief vom 21.10.1744 vor.



Krauth, Niclas:

um 1801 Müller auf der Streitmühle bei Rutsweiler/Glan. Er könnte ein Sohn des Ölmüllers auf der Streitmühle bei Rutsweiler, Friedrich *Kraut sein ++++prüfen++++. °° Maria Elisabetha Drumm. Vater der Söhne Casimir Krauth geb. 1778 err.) und David Krauth geb. 1788 err.) (vgl. Latterner, Rudi: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 139/140).


Am 18.10.1801 kam es zu einem Raubüberfall der Schinderhannesbande (ohne Beteiligung des Schinderhannes) auf die Streitmühle, unter Führung des früheren Müllers auf der Mühle in Hachenbach, Jakob *Porn. Müller war damals Niklas Krauth mit Familie und Sohn David Krauth. Es wurden u.a. knapp 700 Gulden entwendet (vgl. Latterner, Rudi: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 139/140).



Krauth, Philipp:

um 1856 Müller auf der Ölmühle der Streitmühle bei Rutsweiler/Glan.


1856 kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Krauth und dem Müller auf der nahegelegenen , oben am Glan gelegenen Mühl­bacher Mahlmühle, Friedrich *Drauth. Vor 1856 nahm der Müller Friedrich Drauth, der eine Tochter des Müllers Schäfer geheiratet hatte, durchgreifende Reparaturen an der Mühlbacher Mühle und am Gerinne der Mühle vor (vgl. Latterner, Rudi: Aus der Geschich­te der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 58). Es kam deshalb 1856 zu einer Auseinandersetzung zwischen Friedrich Drauth und dem Müller auf der nahegelegenen Streitmühle bei Rutsweiler/Glan, Philipp Krauth. Der damals 57jährige Krauth warf dem Mühlbacher Müller schriftlich Veränderungen in Wasserführung vor, die für die Streitmühle nachteilig seien: „Vor 10-11 Jahren geschah an der Mühlbacher Mühle eine durchgreifende Reparatur. Als dieselbe soweit gediehen war,wurde die Grundschwelle der Gerinne gelegt. Im Beisein des herbeigerufenen Bürgermeisters machte Werkmeister Kneip aus Ramstein an die Wand des rechts au­ßenstehenden Mühlengebäudes ein Zeichen. Nach Weggang des Bürgermeisters wurde dieses Zeichen um 8 Zoll höher gerückt. Dies habe Kneip erzählt. Ferner muß ich bemerken, daß ein Teil des Wehrs am linken Glanufer beim Brückenbau eingerissen wurde, um die Fluten abzuleiten. Beim Wiederaufbau des Stücks hat der Müller Drauth sein Wehr an dieser Stelle höher gelegt, was jetzt noch zu ersehen ist. Drauth behauptete, nur in der Höhe eines angeblichen Eichpfahles, der in dem Wehr steckt, sein Wehr erbaut zu haben. Ich muß aber bezweifeln, daß das Stück Holz ein Eichpfahl sei und zwar deshalb, weil keine Urkunde vorhanden ist, welche diesen Pfahl die Eigenschaft eines Höhenmessers gibt.“ Dazu erwiderte der damals 31jährige Müller Friedrich Drauth: „Vor etwa 10 gehörte die Mühle den minderjährigen Schäferischen Kindern, über welche Krauth Vormund war. Ob man bei der damaligen Reparatur die Grundschwelle, die Krauth angibt,um 8 Zoll höher legte,weiß ich nicht. Jedenfalls sind wenn überhaupt Veränderungen vorgenom­men wurden, keine Klagen laut geworden. Was die angebliche Erhöhung meines Wehres betrifft, so muß ich bemerken, daß ich bei dessen Wiederaufbau den Bauschaffner und den Bürgermeister zugezogen habe und mich nach ihren Anweisungen richtete. Ich bitte den Bauschaffner darüber zu vernehmen. Der im Wehr steckende Pfahl ist lange vor meiner Zeit schon vorhanden gewesen.“ (vgl. Latterner, Rudi: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 58)



Krebil:

s. Krehbiel



Krebs, Johannes:

um 1738 Hofmann auf dem Stolzenberger Hof; °° mit NN. Scheffer, der Schwester des Johann Peter Scheffer, um 1738 Jäger in Al­tenbamberg. Am 13.10.1738 genehmigte der Landesherr Carl Walram Wilhelm Wildgraf zu Dhaun und Kyrburg, auf Ersuchen des bisherigen Erbbestandsmüllers Johann Peter Müller die Versteigerung der Mühle in Hochstetten vom 1.10.1738 und die Übernahme ۟۟der Mühle durch den Ersteigerer, den „dermahligen Jäger zu Altenbamberg Peter Scheffern“ und dessen „mit Consorten“ bezeich­neten Schwager Johannes Krebs, dermaligen Hofmann auf dem Stolzenberger Hof“ (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a Bl. 80-82). Krebs übernahm nach dem Ableben seines Schwagers Schäffer ( vor 1741) die Mahl- und Ohligmühle in Hochstätten gegen Zah­lung von 2555 fl erbbeständlich (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a Bl. 80-82). Er beschwert sich als Erbbeständer 1741 bei der herrschaftlichen Regierung in Grumbach über das Verhalten der Gemeinde Hochstätten, die sich weigerte, das zur Reparatur der Mühle benötigte Bauholz zu schlagen und auf die Mühle zu verbringen. Am 17.6.1741 wird durch die Beschwerde durch die rhein­gräfliche Verwaltung in Grumbach an die Gemeinde Hochstätten weitergeleitet, mit der Aufforderung hierzu binnen 14 Tagen zu er­widern (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a Bl. 85-87).


1765 ist Johannes *Krebs vom Stolzenberger Hof der Besitzer der Mahl- und Ohligmühle im Dorf Hochstätten. Er bittet am 16.2.1765 um Erteilung eines Erbbestandsbriefs. Inzwischen war die Mühle durch dem Homburger Austausch Pfalz-Zweibrücken zugefallen. Der Amtskeller Horstmann von der Kellerei Landsberg äußerst sich gegenüber der pfalz-zweibrückischen Verwaltung am 21.2.1765 zu diesem Gesuch: „Durch den Homburger Austausch ist erwehnte Mühl Euer Hochfürstlichen Durchlt: abseiten des Rheingräfl: Hauses Grumbach abgetreten, Supplicant [Anm.: der Antragsteller Johannes Krebs] aber seit dem keinen Erbbestand begnadigt worden, worum er … geziemend bittet, solches auch seinem Angeben nach schon vorhin zu weyl: Müller Maurers Zeiten gethan, aber keine gnädige Resolution darauf erhalten haben solle. Dieses Mühlenwerck bestehet dermahlen in einem Gebäude mit Zwey Mahl- und einem Scheel-Gang, welch letzterer in einem Trilles lauffet, und die Ölmühl ist zugleich darin mit angebracht; erstere nemlich die Mahl-Mühl so besag beym.... Erbbestand-Briefs vom 13ten 8bris 1738 die Banngerechtigkeit des Dorffs Hochstätten hat, gibt für hiesige Kellerey Landsberg jährlich Pacht 10 Mltr Korn und 2 fl 15 alb in Geld …., obschon nach allegirtem Erbbestand … gemeldet wird, daß die 2 fl 15 alb Jährl: Zinß von der sogenannten Herrn Mühl entrichtet würden und dieser Beschreibung nach zu schließen, daß zwey Mühlen vorhanden seyn müßten, so will doch weder der Hochstätter Schultheiß Lamb noch der dermahlige Erbbeständer Johannes Krebs, welche beyde mündlich darüber vernommen, von keiner sogenannten Herrn Mühl daselbst nichts wißen ….“ (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a Bl. 93/94).


Wohl aufgrund des Herrschaftsübergangs und hieraus resultierender Unklarheiten wurde Johannes Krebs am 7.5.1765 von Amts wegen auf Antrag der Rentkammer durch die pfalz-zweibrückische Verwaltung vernommen (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a Bl. 131). Er erklärte auf die Frage, seit wann er alleiniger Erbbeständer der Mühle sei und wie es zur Übernahme der Anteile „seines vorigen Mit Consorten Schäfer gekommen seye?: Der Peter Schäfer[,] Jäger zu Altenbamberg, wäre Comparentens Schwager und der Steiger der Mühle quastl: geweßen, weilen er aber die Mittel nicht gehabt, den Kauffschilling zu bezahlen, so habe jener nämlich, der Schäfer, dieser den Krebs angesprochen in sein Platz zu tretten und ersagte Mühl gegen Zahlung des in dem Erbbestand vom 13ten 8br 1738 gemelten Kauffschillings ad 2555 fl zu übernehmen, welches er auch um so miller [?] gethan habe, alß zu besorgen gestanden, daß die Mühle wieder versteigt werden müßte, und so dann Schaden daraus entstehen mögte …, seit selbiger Zeit der einzige Erbbeständer und habe gemelter maßen die Mühle übernommen vor 2555 fl. ….Er habe die Mühle immer durch Lehensmüller begeben gehabt ...“


Nach dieser Anhörung wurde dem Johannes Krebs nunmehr antragsgemäß am 29.8.1765 der Erbbestandsbrief über die Mahl- und Ohligmühle in Hochstätten ausgehändigt (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 !a Bl. 141-150).


Johannes Krebs war auch Müller auf der Obermühle bei Hochstätten. In einer beglaubigten Abschrift, gefertigt am 14.2.1765 heißt es (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol. 129): „Die zur allhießigen Hoch Wild- und Rheingräfl: Grumbachischen Kantzley verordnete Räthe urkunden und bekennen hiermit, daß wir auf gdgst: Befehl Ihro Hochgräfl: Gnaden, unsers hochgebohrenen Grafen und Herrn, Johannes Krebßen vom Stolzenbergerhof, die Einlößung der von Anna Catharina Christmännin zu Hochstätten, Wilhelm Weygand von Sitters erkauften Erbbestands und sogenannten Obermühle im Briel gelegen für 450 fl nach Maaßgab des errichteten Kaufbriefs und auf die nemliche Condit:es jedoch solchergestalten verwilligt und zugestanden haben, daß er, dieweilen diese Mühle zum Nutzen seiner Bann Mühle abzureißen willens ist, mithin dadurch gdgte Herrschaft davon der Pacht entsetzet, in recognitionem Jährl: 2 Mltr guter Gerst, Creutznacher Maaßung, auf Martini zur hiesigen Amthmeisterey richtig entrichten solle.“



Krehbiel, Christian:

um 1735 Münchweiler / Alsenz; „wittgensteinischer Müller“; Sohn des Müllers auf der (pfalz-zweibrückischen Klostermühle in Münchweiler) Peter “Grebil” (s. *Krehbiel) und der Anna geb. Geiger; Peter Krebil verstarb am Jakobstag 1735, d.h. am 11.5.1735; sein Sohn Christian Krebil hatte bei der Herrschaft einen Erbbestandsbrief erbeten, der am 8.12.1735 erteilt wurde (vgl. LA Speyer Best C 44 Nr. 18/1). Christian Krebil hatte in der Erbauseinandersetzung nach dem Vater die Mühle von seinem Bruder, seiner Schwester und der Stiefmutter für 2200 fl gekauft, wie sich aus dem Eintrag im Münchweiler Gerichtsbuch vom 7.5.1736 ergibt (vgl. Münchweiler Gerichtsbuch, Eintrag vom 7.5.1736; Busch: Münchweiler, a.a.O., S. 119, 377; vgl. auch Ruby, Arnold und Scherer, Karl: Zu- und Abwanderungen in den Dörfern „Uff dem Crays“ [mit dem Schwerpunkt im Büttelamt und dem Gerichtsort Alsen­born]; in: PRFK 1974, S. 84 Erg. Zu Nr. 50). Christian Krehbiel hatte zwar den Besitz und Betrieb der Mühle angetreten, war jedoch nicht im Stande gewesen, die Kaufsumme zu erbringen. Er verkaufte deshalb dem Erbbestand am 8.1.1738 an Johann Jost Krebil von “Brimerhoff” (Pfrimmerhof) für 3500 fl; dieser erhielt am 8.1.1738 den Erbbestandsbrief (vgl. LA Speyer Best C 4 Nr. 18/4), der sei­nerseits im Gerichtsbuch Münchweiler am 6.4.1739 eingetragen wurde.


Christian Krehbiel ist am Münchweiler Gerichtstag vom 7.5.1736 im Münchweiler Gerichtsbuch eingetragen: „Christian Krebil, witt­gensteinischer Müller, übernimmt von Geschwistern und Stiefmutter die ehemals dem Hornbacher Kloster gehörende Mühle.“ (Münchweiler Gerichtsbuch vom 7.5.1736, zitiert nach Busch: Münchweiler. Chronik eines Dorfes, a.a.O., S. 378). Das Dorf Münchweiler und die Herrschaft Neuhemsbach gehörten seit 1667 den Grafen von Sayn-Wittgenstein.



Krehbiel, Christian (1):

geb. Wartenberger Mühle; er ist der Sohn des Müllers auf der Wartenberger Mühle Heinrich *Krehbiel und der Gertraude Lichti oder dessen erster Ehefrau, der Witwe Ummel; Müller auf der Wartenberger Mühle; °° mit Dorothea Krehbiel vom Pfrimmerhof, der Tochter von Jakob Krehbiel und Anna Krehbiel vom Weiherhof (vgl. Gillmann: Sippersfeld, Pfrimmerhof und Breunigweiler, a.a.O., S. 111); Vater des Müllers Christian (2) *Krebiel (err. iVm. Gillmann, a.a.O., S. 111).



Krehbiel, Christian (2):

geb. Wartenberger Mühle; Sohn des Christian (1) Krehbiel (err.) und der Dorothea (1) *Krehbiel (vom Pfrimmerhof); 3xUrgroßenkel von Jost Krehbiel; Müller auf der Wartenberger Mühle (err.) oder Landwirt auf dem Pfrimmerhof (?); °° mit Dorothea (3) Krehbiel vom Pfrimmerhof, der Tochter von Michael Krehbiel und Dorothea Krehbiel vom Weiherhof, der 2xUrgroßenkelin des Jost Krehbiel; Vater der Anna *Krehbiel (vgl. Gillmann: Sippersfeld, Pfrimmerhof und Breunigweiler, a.a.O., S. 111).



Krehbiel, Dorothea (1) (*P2):

geb. Pfrimmerhof; Tochter von Jost *Krehbiel und Anna Krehbiel vom Weyherhof; °° mit Christian (1) Krehbiel von der Wartenber­ger Mühle; Schwiegertochter des Müllers Heinrich *Krehbiel und der Gertraude Lichti (vgl. Gillmann: Sippersfeld, Pfrimmerhof und Breunigweiler, a.a.O., S. 111). Mutter (err.) des Christian (2) *Krehbiel



Krehbiel, Dorothea (2):

von Weyherhof; °° mit Michael (2) Krehbiel vom Pfrimmerhof († 1.9.1807 Pfrimmerhof)



Krehbiel, Dorothea (3):

17.1.1799 Pfrimmerhof - 25.3.1862 Wartenberger Mühle; Tochter des Michael Krehbiehl vom Pfrimmerhof († 1.9.1807) und der Do­rothea (2) Krehbiel vom Weyherhof, der 2xUrgroßenkelin des Jost Krehbiel; °° mit Christian (2) Krehbiel von der Wartenberger Mühle, dem Sohn des Christian (1) Krehbiel (err.) und der Dorothea (1) *Krehbiel (vom Pfrimmerhof) und 3xUrgroßenkel von Jost Krehbiel; Mutter der Anna *Krehbiel (vgl. Gillmann: Sippersfeld, Pfrimmerhof und Breunigweiler, a.a.O., S. 111).



Krehbiel, Heinrich (*P2):

um 1730; Wartenberger Mühle Grafschaft Rohrbach-Wartenberg; °° I. mit NN. Witwe *Ummel; diese brachte die Mühle mit in die Ehe; °° II Gertraude *Lichti; auf dem Türsturz der ehemaligen Mühle stehen die Buchstaben H.K.B. und G.L., dazwischen ein Mühl­rad mit der Jahreszahl 1730; sie bedeuten Heinrich Krehbiel und Gertraude Lichti (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 303); Vater des Müllers Christian *Krehbiel (vgl. Gillmann: Sippersfeld, Pfrimmerhof und Breunigweiler, a.a.O., S. 111).



Krehbiel, Jakob:

Landwirt auf dem Pfrimmerhof; Mennonit; Sohn von Johann (?) Jost Krehbiel; er errichtete 1818 die Hetschmühle auf dem Pfrim­merhof, das spätere Gasthaus “Zur Pfrimmquelle” auf dem Pfrimmerhof, ein repräsentabler zweistöckiger Fachwerkbau mit einge­bauter Getreidemühle von dem Landwirt Jakob Krehbiehl, dem Sohn des Jost Krehbiehl, errichtet. Das Wasser des Mühlbachs wurde vom unteren Pfrimmweiher aus auf das Mühlrad geleitet. Krehbiehl errichtete weitere Gebäude, geriet durch die Neubauten jedoch derart in Schulden, daß er 1831 seinen ganzen Betrieb an die Brüder Beitler, die aus einer alten Müllerfamilie stammten, verkaufte und mit seiner ganzen Familie nach Amerika auswanderte (vgl. Gillmann: Sippersfeld, Pfrimmerhof und Breunigweiler, a.a.O., S. 242/43; Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 526).


Am Gebäude befindet sich ein Eckquader mit Inschriftmedaillon bez. JK MG 1819 (= Jakob Krehbiel) (vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 526).


Verheiratet mit „MG“ = ? +++klären+++ (vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 526).



Krehbiel, Johannes:

um 1850 Müller auf der Lohmühle in Alsenbrück; menn.; °° am 23.8.1850 mit Maria Neff (2.12.1827 Assenheim – 19.1.1912 Lang­meil [?]; Tochter des Abraham Neff [15.12.1783 Assenheim – 21.2.1855 Assenheim; menn.; Sohn des menn. Predigers Peter Neff und der Maria Risser; Ackersmann in Assenheim und von 13.12.1819-28.9.1833 Bürgermeister in Assenheim] und der Magda­lena Krehbiel vom Sattelhof/Langmeil [30.10.1782 Sattelhof/Langmeil – 27.2.1837 Assenheim; Tochter des Christian Krehbiel und der Anna Magdalena Eichelberger]) (vgl. Seelinger: Familien in Hochdorf und Assenheim, a.a.O., S. 354 Nr. 1535).



Krehbühl, Johannes Karl:

um 1817; er übernahm durch Notarsvertrag vom 11.2.1817 zusammen mit Johannes Eymann die ehemalige Lohmühle in Langmeil (vgl. Wasem, Peter: Die Lohmühle bei Langmeil; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 3/2005 S. 1-2).



Krehbiel, Johann Jost:

er stammte vom Pfrimmer Hof; Sohn des Mennoniten Jost *Krehbühl und der Magdalene NN.; Bruder des Johann Jakob Krehbiel und des Christian Krebiehl (vgl. Gillmann: Sippersfeld, Pfrimmerhof und Breunigweiler, a.a.O., S. 110); er war zusammen mit sei­nem Bruder Johann Jakob Krehbiel nach dem Tod des Vaters Erbbeständer zur Hälfte am Pfrimmerhof; er verkaufte seinen Anteil für 1800 Gulden an seinen Bruder Christian Krehbiel; der Überlieferung nach ging er ins "Ausland; angeblich soll er nach Amerika aus­gewandert sein (vgl. Gillmann: Sippersfeld, Pfrimmerhof und Breunigweiler, a.a.O., S. 106). Er ging auch wirklich ins Ausland, näm­lich ins Neuhemsbachische, d.h. in die Grafschaft Sayn-Wittgenstein nach Münchweiler/Alsenz. Seit 1738 Erbbeständer der Dorf­mühle in Münchweiler a.d. Alsenz (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 284); der vorherige Erbbeständer Peter Kre­bil verstarb am Jakobstag 1735, d.h. am 11.5.1735; sein Sohn Christian Krebil hatte bei der Herrschaft einen Erbbestandsbrief erbe­ten, am 8.12.1735 erteilt wurde (vgl. LA Speyer Best C 44 Nr. 18/1). Christian Krebil hatte in der Erbauseinandersetzung nach dem Vater die Mühle von seinem Bruder, seiner Schwester und der Stiefmutter für 2200 fl gekauft, wie sich aus dem Eintrag im Münch­weiler Gerichtsbuch vom 7.5.1736 ergibt (vgl. Münchweiler Gerichtsbuch, Eintrag vom 7.5.1736; Busch: Münchweiler, a.a.O., S. 119, 377). Er hatte zwar den Besitz und Betrieb der Mühle angetreten, war jedoch nicht im Stande gewesen, die Kaufsumme zu er­bringen. Er verkaufte deshalb dem Erbbestand am 8.1.1738 an Jost Krebil von “Brimerhoff” (Pfrimmerhof) für 3500 fl; Jost *Krehbi­el erhielt mit Erbbestandsbrief vom 6.1.1738 als Erbbeständer die Dorfmühle in Münchweiler/Alsenz sowie die Äcker und Wiesen "des sog. Hornbacher Hofguts im Münchweiler (vgl. LA Speyer Best 44 fasc. Nr. 18/3); im Erbbestandsbrief ist folgendes ver­merkt: .... gemehlten Erbbestand ... mit unserer consens an Jost Grebil in Sippersfelder Gemark von Bremer Hof, dessen eheliche Hausfrau und ... Leibeserben verkauft." (LA Speyer Best C 44 Nr .18/1-3, Erbbestandsbrief Jost Grebil).



Krehbiel, Johann Nikolaus:

1695/1705 Weiherhof - 1748 Eichenbacher Mühle: Sohn von Christian Krehbiel vom Weiherhof (1665/70 - nach 1737); °° zwischen 1720/30 mit Ursula *Wohlgemuth von der Eichenbacher Mühle; Tochter des Müllers Johann Jakob *Wohlgemuth (vgl. Krehbiel, Ho­ward E.: “From Troubled Times, Elverson: Olde Springfield Shoppe, 1994, S. 48), diese bringt die Mühle in die Ehe ein; um 1740 gräflich wartenbergischer Müller auf der Eichenbacher Mühle am Eichenbacher Woog nahe Neuhemsbach, die jedoch zur Grafschaft Wartenberg gehörte (vgl. Weber: Neuhemsbach, a.a.O., S. 10; Weidmann: Schul-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, a.a.O., Bd. 3, S. 253; Weber: Mühlen im Alsenztal, a.a.O., S. 8; Krehbiel, a.a.O., S. 48).



Krehbiel, Peter:

Jakobstag 1735 (vgl. LA Speyer Best C 44 Nr. 18/1), d.h. am 11.5.1735; Krebiel wanderte aus der Schweiz nach Sembach ein und erscheint ab 1713 als Mühlenpächter in Münchweiler (vgl. Ruby, Arnold und Scherer, Karl: Zu- und Abwanderungen in den Dörfern „Uff dem Crays“ [mit dem Schwerpunkt im Büttelamt und dem Gerichtsort Alsenborn]; in: PRFK 1974, S. 38 Nr. 50 und S. 84 Erg. Zu Nr. 50); seit 1713 Dorfmüller auf der Dorfmühle in Münchweiler a.d. Alsenz; Krehbühl erwarb am 8. Mai 1713 die Dorfmühle in Münchweiler/Alsenz. Am 5.9.1716 erhielt “Peter Grebil” und dessen Ehefrau Anna geb. Geiger von der Herrschaft Sayn-Wittgen­stein einen Erbbestandsbrief über die Mühle und das sog. Hornbacher Gut “so beides vom Kloster Hornbach herrührend” bei einer Pacht von 10 Ma viererlei Früchten, darunter ein Drittel Malter Korn, dritterhalb Malter Sommergerste = 5 Ma Speltzen, acht Ma Ha­ber und vier Cappaunen jährlich an Martini (vgl. LA Speyer Best 44 Nr. 18/2 und 18/2).


Vater des Müllers Christian Krehbiel und einer Tochter NN. Krebiehl; in 2. Ehe verheiratet mit NN. Peter Krebil verstarb am Jakobs­tag 1735, d.h. am 11.5.1735; sein Sohn Christian Krebil hatte bei der Herrschaft einen Erbbestandsbrief erbeten, am 8.12.1735 erteilt wurde (vgl. LA Speyer Best C 44 Nr. 18/1). Christian Krebil hatte in der Erbauseinandersetzung nach dem Vater die Mühle von sei­nem Bruder, seiner Schwester und der Stiefmutter für 2200 fl gekauft, wie sich aus dem Eintrag im Münchweiler Gerichtsbuch vom 7.5.1736 ergibt (vgl. Münchweiler Gerichtsbuch, Eintrag vom 7.5.1736; Busch: Münchweiler, a.a.O., S. 119).


Der Sohn Christian *Krebiehl kaufte die Mühle des Vaters 1736 von seinem Bruder, seiner Schwester und seiner Stiefmutter für 2200 fl. (vgl. Ruby, Arnold und Scherer, Karl: Zu- und Abwanderungen in den Dörfern „Uff dem Crays“ [mit dem Schwerpunkt im Büttel­amt und dem Gerichtsort Alsenborn]; in: PRFK 1974, S. 84 Erg. Zu Nr. 50).



Krehbühl, Johannes Karl:

um 1817; er übernahm durch Notarsvertrag vom 11.2.1817 zusammen mit Johannes Eymann die ehemalige Lohmühle in Langmeil (vgl. Wasem, Peter: Die Lohmühle bei Langmeil; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 3/2005 S. 1-2)



Kreißelmeyer, Johannes:

um 1790; aus Bischheim; er war mit anderen Erbbeständer des Jaspis- und Achatwerkes in der Grafschaft Falkenstein; dieses Werk beabsichtigte, die unbearbeiteten Steine ins Ausland, die Grafschaft Nassau-Weilburg zu verbringen und in der Achat-Schleifmühle auf dem Rothenkircherhof bearbeiten zu lassen; sie wurde jedoch zunächst mit einem Ausfuhrverbot belegt (vgl. Schwab, Heinrich: Die Rothenkircher Schleifmühle und die Jaspisgesellschaft; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 198 S. 10 ff).



Kremb, Familie:

die Mitglieder der Linie Rockenhausen schreiben ihren Namen mit “b”, jedoch mit einer Ausnahme des Stammes von Johann Philipp Kremp, der in Rockenhausen geboren, jedoch dann in Oberwiesen wohnhaft war. Die Müller auf der Schleifmühle in Imsweiler sind der Schreibweise mit “b” treu geblieben, während Johann Konrad Kremp der in Imsweiler geboren ist, dann die Martha Witt in Winnweiler heiratete und nach Lohnsfeld zog, den Namen mit “p” schrieb (vgl. Dhom, Emil: Die Sippe Kremb-Kremp im pfälzi­schen Raum, 2. Auflage Imsweiler 1975, S. 5)



Kremb, Andreas:

um 1665 - 1724 Imsweiler; katholisch; Sohn von Adam Kremb; ab 1690 Müller auf der Untermühle in Rockenhausen; er läßt auf der Mühle 1699 ein neues Schindeldach anbringen, errichtete eine neue Wassermauer und eine neues “Biet”; im November 1699 bean­tragte er vor Schultheiß und Gericht in Rockenhausen die Wiedereinführung des früher üblichen Mühlenbanns, da die auswärtigen Kunden ausbleiben; das Gesuch wird genehmigt; Kremb hat sich beim Umbau der Mühle finanziell übernommen und beklagt in ei­nem Brief an die kurpfälzische Regierung von Oktober 1700 seine finanziellen Nöte und kündigt an, er müsse die Mühle verkaufen; offenbar ist dies nicht nötig geworden, denn er bleibt bis 1718 Untermüller in Rockenhausen (vgl. Engel: Rockenhausen, a.a.O., S. 184).


Ab 1719 Müller auf der Schleifmühle in Imsweiler; mit Erbbestandsvertrag vom 1.7.1719 wurde er ermächtigt eine Mahlmühle in Imsweiler auf eigene Kosten neu zu errichten (vgl. Dohm: Schleifmühle, a.a.O., S. 38); Die Schleifmühle bei Imsweiler wurde von Andreas *Kremb 1719 auf dem Gelände einer älteren Schleifmühle errichtet (vgl. Dhom,: Andreas *Kremb und seine Schleifmühle, a.a.O., S. 40) als sog. Commercien- oder Hantierungsmühle, d.h. als ausgesprochene Handelmühle (vgl. Weber: Mühlen und Müller­handwerk, a.a.O., S. 261); °° in 1. Ehe in Meisenheim am 24.8.1688 mit Anna Catharina Bitzar (vgl. Dhom, Emil: Die Sippe Kremb-Kremp im pfälzischen Raum, 2. Auflage Imsweiler 1975, S. 28; katholisches Kirchenbuch Meisenheim S. 74); nach deren Tod heira­tet er in 2. Ehe um 1693 (err. aus der Geburt des 1. Kindes) die die Müllerstochter Anna Catharina *Berg von der Rußmühle (1672-1742; °° II 1725 mit dem Müller auf der Schloßmühle in Imsweiler Johann Simon *Rham); Vater der Maria Kunigunda Kremb (*1694 Rockenhausen; °° mit NN. Zimmer); Johann Christian *Kremb (~1698 Rockenhausen; übernimmt 1724 die Schleifmühle), Johann Georg *Kremb (* 1700 Rockenhausen, übernimmt die Schloßmühle in Imsweiler), Anna Margaretha Kremb (*1705 Rocken­hausen) und Johannes Kremb (*1709 Rockenhausen, verstorben) (vgl. Dhom, Emil: Die Sippe Kremb-Kremp im pfälzischen Raum, 2. Auflage Imsweiler 1975, S. 27).


Literatur/Urkunden:

-Dhom, Emil: Die Sippe Kremb-Kremp im pfälzischen Raum, 2. Auflage Imsweiler 1975, S. 5)

- Dohm, E.: Die Schleifmühle bei Imsweiler; Konzessionsurkunde a.d.J. 1719; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1933, S. 37 (Erbbe­standsvertrag Andreas Kremb)

- Dhom, Emil: Andreas *Kremb und seine Schleifmühle, (Imsweiler-Schleifmühle, Eigenverlag, 1975 mit Besprechung in Pfälzer Heimat 1976, S. 40

- Dhom, Emil: 250 Jahre Schleifmühle Imsweiler (Eigenverlag Imsweiler 1969)



Kremb, Andreas:

um 1857 Schleifmüller in Imsweiler; ev.; Sohn des Schleifmüllers Johann Kremb und Katharina Kolter; °° 26.11.1857 in Neuhofen mit Maria Elisabetha Striebinger (vgl. Frosch: Familien in Neuhofen, a.a.O., S. 299).



Kremp, Georg:

1819 Lohnsfeld - 1874 Lohnsfeld; Sohn von Johann Georg Kremp (2) und Maria Magdalena *Pfeiffer; Eheschließung mit Elisabeth *Pfeiffer; Vater von Philipp *Kremp; Müller auf der Lohnsfelder Mühle (vgl. Dohm, Emil: Die Lohnsfelder Mühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1973, S. 21; Dhom, Emil: Die Sippe Wolsiffer von Hanweiler, a.a.O., S. 6).



Kremb, Johannes:

um 1727 Müller auf der „Kolbmühle“ (Kolbenmühle Katzenbach); er heiratete am 17.6.1727 in Imsweiler die Elisabetha Braun aus Brilon (Diözese Köln) (vgl. Karmann, Paul: Trauungen Auswärtiger im 1. Katholischen Kirchenbuch Imsweiler 1700-1765; in: PRFK Bd. 9 S. 202).


Um 1722 war Johannes Kremp der „Kolbenmüller“ in Katzenbach, er ist im kurpfälzischen Untertanenverzeichnis von 1722 aus­drücklich als „Kolbenmüller“ aufgeführt (vgl. Dhom, Emil: Namensverzeichnisse aus dem Unteramt Rockenhausen 1684 und 1722; in: PRFK 1975, S. 238).



Kremp, Johannes:

im Renovationsprotokoll der kurpfälzischen Erbbestandsmühlen von 1776 (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 258) ist Johannes Kremb als Eigentümer der Katzenbacher Mühle (in Katzenbach bei Rockenhausen) aufgeführt (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 262).



Kremp, Johann:

Müller auf der Schleifmühle in Imsweiler; °° Katharina Kolter; Vater des Schleifmüllers Andreas Kremb (°° 26.11.1857 in Neuhofen mit Maria Elisabetha Striebinger) (vgl. Frosch: Familien in Neuhofen, a.a.O.,  S. 299).



Kremb, Johann Christian:

1698/1699 - ++++; katholisch; ältester Sohn von Andreas *Kremb und Anna Catharina *Berg.; er übernimmt 1724 nach dem Tod des Vaters die Schleifmühle in Imsweiler (vgl. Dhom, Emil: 250 Jahre Schleifmühle Imsweiler, o.S.; Dhom, Emil: Die Sippe Kremb-Kremp im pfälzischen Raum, 2. Auflage Imsweiler 1975, S. 27); er ist im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Unteramts Rocken­hausen 1738 als Müller auf der Schleifmühle aufgeführt (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 261); °° I am 19.5.1722 in Imsweiler die Anna Barbara *German aus Imsweiler; die († 1750); die Ehe blieb kinderlos; °° II mit Charlotte Lademann; aus der Ehe gingen die Kinder Johann Philipp *Kremb (*24.9.1753; übernahm die Schleifmühle in Imsweiler), Johannes Kremb (Müller auf der Oberen Eselsmühle in Enkenbach) hervor (vgl. Dhom, Emil: Die Sippe Kremb-Kremp im pfälzischen Raum, 2. Auflage Imswei­ler 1975, S. 28).


Johann Christian Kremb war am 22.3.1724 Pate in Imsweiler bei der Taufe des Johann Christian Denzer (Sohn des Valentin Denzer und der Margarethe Bitz) (vgl. Dhom: Imsweiler und seine Einwohner, a.a.O., S. 78).


Am 27.1.1740 wurde auf der Steckweiler Mühle der Johann Christian Andreas Müller geboren. Bei seiner reformierten Taufe waren als Paten anwesend u.a. Johann Christian Kremb der Müller aus der Schleifmühle (= Imsweiler), seine Frau Anna Barbara sowie Jo­hann Andreas Amos, des Müllers zu Gaugrehweiler lediger Sohn (reformiertes Kirchenbuch von ++++; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar).



Kremb, Johann Christian:

um 1752 Müller (?) auf der Obermühle Rockenhausen. °° 27.1.Anna Margaretha NN.; Vater des Johann Philipp Kremb (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 28).


Am 9.5.1752 werden der Johann Christian Kremb und dessen Ehefrau Anna Margaretha von der Oberen Mühle nahe Rockenhausen als Paten in der kath. Kirche in Schallodenbach bei der Taufe des Johann Christian Lambert Broschart (geb. 9.5.1752 Kreuzhof nörd­lich von Schallodenbach), Sohn Lambert Broschart († 23.2.1761 im Alter von 56 Jahren) und der Anna Catharina Laninger († 24.5.1760 im Alter von 27 Jahren und 6 Monaten) erwähnt (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 28).


Am 20.11.1757 wird der Johann Philipp Kremb, Sohn des (obigen) Johann Christian Kremb von der Oberen Mühle nahe Rockenhau­sen als Pate in der kath. Kirche in Schallodenbach bei der Taufe des Johann Philipp Broschart (geb. um den 2.11.1757 Kreuzhof nördlich von Schallodenbach), Sohn Lambert Broschart († 23.2.1761 im Alter von 56 Jahren) und der Anna Catharina Laninger († 24.5.1760 im Alter von 27 Jahren und 6 Monaten) erwähnt (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 28).



Kremb, Johann Georg:

1701-1765; Müller auf der Schloßmühle Imsweiler (vgl. Dhom, Emil: „Eine Richtigstellung“; in: PRFK 1975, S. 156); zweiter Sohn von Andreas *Kremb und Anna Catharina *Berg/Berck; als nach dem Tod des Vaters 1724 sein Bruder Johann Christian *Kremb die väterliche Schleifmühle in Imsweiler übernimmt und die Mutter 1725 den Schloßmüller in Imsweiler Johann Simon *Rahm heiratet, geht Johann Georg Kremb mit der Mutter auf die Schloßmühle in Imsweiler; als der Müller Rahm stirbt, erhält Johann Georg Kremb den Erbbestand an der Schloßmühle in Imsweiler (vgl. Dhom: 250 Jahre Schleifmühle Imsweiler, a.a.O., o. S.); °° 1727 Anna Elisa­beth *Lanninger (Tochter des Müllers von der Obermühle in Rockenhausen Johann Jakob Lanninger); Vater von Johann Georg *Kremp (vgl. Dohm, Emil: Die Lohnsfelder Mühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1973, S. 19; Dhom, Emil: Gelegenheitsfund; in: PRFK 1977, S. 506). Die Übertragung wurde am 28.2.1739 genehmigt (vgl. Weber: Dorf- oder Schloßmühle Imsweiler, a.a.O, S. 16).


Seit 1738 (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 260) bzw. 1739 (vgl. Dhom, Emil: Gelegenheitsfund; in: PRFK 1977, S. 506) Erbbeständer der Schloßmühle Imsweiler. Nach dem Tod des Johann Simon Rahm führte dessen Witwe Anna Catharina Berg die Mühle weiter. 1738 ist als Erbbeständerin die Witwe des Simon Rahm bezeichnet (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 261). Der Gefällverweser Kummer in Rockenhausen (Anm: es handelt sich Erasmus Ignatius Kummer) stellte der Witwe Berg ein gutes Zeugnis aus. Diese habe die Mühle in bestem Stand gehalten und viel Geld darin verbaut. Anna Catharina Berg ( 8.9.1742 beerd. Imsweiler) übertrug 1738 die Schloßmühle auf ihren Sohn aus 1. Ehe, Johann Georg *Kremb. Die Übertragung wur­de am 28.2.1739 genehmigt (vgl. Weber: Dorf- oder Schloßmühle Imsweiler, a.a.O, S. 16).


Vater der Anna Barbara Kremp (1731 err. - 1771 im Alter von 40 Jahren; °° Johann Georg Graf, dem Bruder des Swibert Graf) und der Maria Barbara Kremp (1742-+++; °° 4.9.1764 mit dem späteren Schultheiß in Imsweiler, Swibert Graf, Bruder des Johann Georg Graf (vgl. Dhom, Emil: „Eine Richtigstellung“; in: PRFK 1975, S. 156).


Literatur/Urkunden:

- Dhom, Emil: „Eine Richtigstellung“; in: PRFK 1975, S. 156

- Katholisches Kirchenbuch Imsweiler



Kremb, Johann, Georg:

um 1738 Erbbeständer auf der Schloßmühle in Rockenhausen (auch als Stadtmühle, Niedermühle oder Untermühle bezeichnet) (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 260).



Kremp, Johann Georg (1):

Sohn Jörg *Kremp und der Elisabeth *Laninger (vgl. Dohm, Emil: Die Lohnsfelder Mühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1973, S. 19). 1778 als Müller auf der Dorfmühle in Lohnsfeld; verheiratet 1771 Martha *Witt in Winnweiler (vgl. Weber: Mühlen und Mül­lerhandwerk, a.a.O., S. 282). Vater von Johann Georg *Kremp (2) (vgl. Dohm, Emil: Die Lohnsfelder Mühle; in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 1973, S. 21).



Kremp, Johann Georg (2):

geboren 1781 Lohnsfeld; Sohn des Müllers Johann Georg *Kremp (1) und der Martha *Witt; Eheschließung mit Maria Magdalena *Pfeiffer; Vater von Georg *Kremp und Regina *Kremp (vgl. Dohm, Emil: Die Lohnsfelder Mühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1973, S. 21; Dohm, Emil: Aussteuer für eine Müllerin der Reicholdsmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1973, S. 68); Müller auf der Lohnsfelder Mühle (heute Kaiserstraße 2 in Lohnsfeld; Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 512)



Kremp, Johann Heinrich:

um 1697; Müller auf der Kolbenmühle in Katzenbach (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 184).



Kremb, Johann Philipp:

um 1757 auf der Oberen Mühle Rockenhausen; Sohn des Müllers (?) auf der Oberen Mühle Rockenhausen Johann Christian *Kremb und der Anna Margaretha NN. (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 28).


Am 20.11.1757 wird der Johann Philipp Kremb, Sohn des (obigen) Johann Christian Kremb von der Oberen Mühle nahe Rockenhau­sen als Pate in der kath. Kirche in Schallodenbach bei der Taufe des Johann Philipp Broschart (geb. um den 2.11.1757 Kreuzhof nördlich von Schallodenbach), Sohn Lambert Broschart († 23.2.1761 im Alter von 56 Jahren) und der Anna Catharina Laninger († 24.5.1760 im Alter von 27 Jahren und 6 Monaten) erwähnt (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 28).



Kremb, Johann Philipp:

1756 Schleifmühle in Imsweiler - 7.1.1826 Obere Eselsmühle in Enkenbach; Sohn von ++++ Kremb ist 1793 von Imsweiler nach Enkenbach zugezogen, wie sich aus dem Einwohnermeldeverzeichnis von 1800 ergibt; °° mit Elisabeth Kaufmann; Vater der Elisa­beth Kremb (*1783 err.), Christine Kremb (*1787 err.) und Dorothea Kremb (*1788 err.) (vgl. Ruby, Arnold: Verbandsgemeinde En­kenbach-Alsenborn, a.a.O., S. 41).



Kremp, Philipp:

aus Lohnsfeld; Sohn von ++++; Müller; er hatte von 1842-1848 die Diemersteiner Mühle von Philipp *Eymann gepachtet (vgl. (vgl. Fuhrmann, Marliese: Die Frauen von der Diemersteiner Mühle; in: Kaiserslautern Landkreis Heimatjahrbuch 2001, S. 145).



Kremp, Philipp:

1848-1930; Sohn von Georg *Kremp und Elisabeth *Pfeiffer; Eheschließung mit Anna Göckler (vgl. Dohm, Emil: Die Lohnsfelder Mühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1973, S. 21).



Kremp, Regine:

geboren 1806 auf der Lohnsfelder Mühle; Tochter von Johann Georg *Kremp (2) und Maria Magdalena *Pfeiffer; Eheschließung am 30.12.1826 mit dem Müller Jakob *Krauß von der Reichholdsmühle bei Enkenbach (vgl. Dohm, Emil: Aussteuer für eine Müllerin der Reicholdsmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1973, S. 68).



Krenzer, Hans:

um 1590 Müller auf der Hallgartsmühle/Obermühle in Gaugrehweiler. Die Obermühle zu Gaugrehweiler wird urkundlich am 14.4.1590 beschrieben (vgl. LA Speyer Best. C41 Nr. 19 S. 2-21).Der kurpfälzische Oberamtmann in Alzey Carsilius Bayer von Bel­lenhofen erhielt 1553 von den Pfalzgrafen von Zweibrücken das Dorf Niedergrehweiler (heute OT von Gaugrehweiler) zu Lehen (vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 62); er dürfte der Vater des Hanß Schweickardt Bayer von Bellenhofen sein, der am 14.4.1590 seine Hallgartsmühle/Obermühle in Gaugrehweiler im Erbbestand an den Müller Hanß Krenzer vergibt (vgl. LA Speyer Best. C41 Nr. 19 S. 3). Dort heißt es: „Demnach Ich Hanß Hanß Schweickardt Bayer von Bellenhoffen, Gerichts Herr zue Gaugrehweihler auß allerhandt Ursachen, Ihme Hanßen Krenzern meinem Mühlenbeständer in Obergrehweiler wohnhaftig: Undt Izi­ger Zeit falckensteinischen Schultheißen, wegen meiner vorlängst seinen Voreltern und Ihne erblichen verliehenen Mühlen …..“.



Kreuscher, Carl Jakob:

ca. 1782; Müller und Erbbeständer auf der Erzweiler Mühle in Erzweiler bei Baumholder; Schwiegersohn des Müllers Johann Peter *Henn; Kreutzer übernahm die Mühle 1779 zu einem Preis von 1435 Fl.; er starb jedoch bald, denn nach seinem Tod wurde die Müh­le am 12.7.1782 versteigert (vgl. Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 88).



Krieg, Friedrich der Ältere:

1783 ist Erbbeständer der Sägemühle/Ölmühle/Wappenschmiede in Rinnthal der Bürger und Metzger aus Annweiler, Friedrich Krieg der Ältere (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 275). Vater des Müllers auf Sägemühle in Rinnthal, Friedrich Jacob Krieg (vgl. Biundo,: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 60).



Krieg, Friedrich Wilhelm:

um 1783 Sägmüller in Rinnthal; er ist 1783 Pate bei der Taufe des Friedrich Wilhelm Disqué (Sohn des Müllers in Rinnthal, Georg Nickel *Disqué und °° II Anna Maria Dieterich) als „Friedrich Wilhelm Krieg, Sägmüller zu Rinnthal (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 28).



Krieg, Friedrich Jacob:

um 1784 Müller auf der Sägemühle in Rinnthal; Sohn des Annweiler Bürger und Metzgers Friedrich *Krieg der Ältere. Dieser war 1783 Erbbeständer der Sägemühle in Rinnthal geworden (vgl. Biundo,: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 60). Friedrich Jacob Krieg heiratet (lutherisch) am 20.7.1784 in Annweiler die Katharina Arnold, Tochter des Peter Arnold aus Leinsweiler. Im Kirchen­buch ist Friedrich Jacob Krieg eingetragen als „Müller auf der Sägemühle in Rinnthal“ und „Sohn des herrschaftlichen Erbbeständers auf der Säg-, Öl- und Wappenschmiede zu Rinnthal“ (vgl. Biundo,: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 60). Kinder aus der Ehe sind Johann Friedrich Jacob Krieg (getauft luth. 29.1.1787 Rinnthal) und Juliana Krieg (getauft 1.7.1795 luth. Rinnthal) (vgl. Biundo,: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 60)



Krieger, Heinrich:

um 1757 Müller auf der Untermühle („aus der neuen Mühle“) in +++++; erwähnt im ev. Kirchenbuch Baumholder am 20.2.1757 bei der Geburt seiner Tochter Anna Barbara Krieger (geb. 20.2.1757 in der Untermühle, aus der neuen Mühl; °° 15.7.1783 in der ev. Kir­che Baumholder mit Johann Peter Birtel (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 30 Nr. 154)



Krieger, Martin:

um 1716 der Besitzer der „Neumühle“ zu Ruschberg, die 1716 als "Neumanns Mühle" (Besitzer: Martin Krieger) erscheint (vgl. Hin­weis bei Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 91).



Kron, Konrad:

um 1752; Sohn des Müllers auf der Ebernburger Mühle Michael *Kron und der NN.; verheiratet mit Anna Maria Harter; aufgrund Erbbestandsbrief vom 20.11.1764 Erbbeständer der Ebernburgermühle im Alsenztal. Kron hatte 1768 Auseinandersetzungen mit der Herrschaft Sickingen, die seiner Ansicht nach unberechtigt in Bestand des zur Mühle gehörenden Besitzes eingegriffen hatte. Er ver­kaufte sein Erbbestandsrecht für 6000 fl am 17.12.1769 an Johann Georg *Brosius (vgl. Henrich, Karl: Die Ebernburger Mühle im Alsenztal, in: Pfälzer Heimat 1977, S. 59).



Kron, Michael:

um 1752; Erbbeständer der Ebernburgermühle im Alsenztal; diese übertrug er auf seinen Sohn Konrad Kron (vgl. Henrich, Karl: Die Ebernburger Mühle im Alsenztal, in: Pfälzer Heimat 1977, S. 59).



Krül, Heinrich:

um 1759 Sägmüller in Buntenbach; es dürfte sich die Winterbacher Säge- und Ölmühle in Kleinbundenbach handeln, da es in Groß­bundenbach keine Sägmühle gab; Vater des Georg Heinrich Krül († 27.8.1759 Buntenbach im Alter von 1 Jahr, 8 Monate und 2 Tage: „war ins Feuer gefallen und so beschädigt, daß es daran gestorben ist“) (vgl. Schmidt, Erwin F.: Familiennamen in der ehemaligen Gemeinschaft Buntenbach im 18. Jahrhundert; in: PRFK 1977, S. 419, 423).



Krumm, Sebastian:

1744 Bickenaschbacher Mühle in Bickenaschbach; aus Giesingen im Bitscherland; auch Krum; der Müller Johann *Maurer ver­kaufte 1730 die Bickenaschbacher Mühle für 750 fl. an Sebastian Krum; (vgl. Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 106; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 191; LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und LA Speyer Best B2 Nr. 295/5 Bl. 141-142: Mühlenbericht des pfalz-zweibrückischen Rentkammersekretärs Marx vom 6.1.1745).


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 295/5 Bl. 137-143: Mühlenbericht des pfalz-zweibrückischen Rentkammersekretärs Marx vom 6.1.1745) wird die Bickenaschbacher Mahlmühle zusammenfassend wie folgt beschrieben: “Wird durch die Bickenhalt getrieben. Liegt eine starke halbe Stunde von der Mittelbacher Mühle. Das Mühlenge­bäu ist in gutem und das Mühlweßen in ziemlichem Stand, das Mahlwerck bestehet aus zweyen Mahlgängen und einem im Trillis laufenden Schehlgang, welche durch zwey unterschlechtige Räder getrieben werden, … hat Sommerszeit starken Waßer Mangel, so daß selbige öfters gantz still stehen muß. Liegt an der Vollen Bach hat aber nur ein Wehr um beym anwachs des Waßers solches ab­leiten zu können, darf weder zum ober- noch unterem Waßer einigen Graben oder Leitung sondern blos allein den Waßer-Bau so mit einer Waßerstube bedecket ist, unterhalten. Der letztere Erbbeständer hat bey wieder auf bauung der Mühle den Scheelgang mittelst eines Trilles einen Mahlgang angefüget, da selbiger nach dem Bestand nur einen Mahl- und am dem Zweyteren noch einen Scheel­gang allein haben solte. Wegen der Mahlgäste ist es bey dieser Mühl etwas ungewißes, zu Zeiten kommen einige von Böckweiler, Althem, Mittelbach, Hengstbach und Wahler-Hoff. Die Lotharingischen machten dieser Mühl fast die meiste Nahrung. … Sebastian Krumm war der letzte Erbbeständer, welcher dieses Jahr verstorben ist und hat deßen Wittib die Mühle und einen auff Ihren Mann eingerichteten Erbbestand vom 25ten Jan: 1732. Der Molter bestehet, wie bey allen Mühlen im Oberamt aus dem 12ten Theil.“


Krumm war bis zu seinem Tod 1744 Erbbeständer auf der Mühle. Nach dem Tod des Müllers Sebastian Krumm war die Mühle zu­nächst ohne Beständer, erst 1748 erlangte Hans Adam Schalbach von Peppenkum die Mühle für 1206 Gulden (vgl. Stürmer: Mühlen­recht, a.a.O., S. 106).



Krusch, Hans Georg:

um 1684 war Hans Georg Krusch Müller in Rehborn; sein Sohn Hans Philipp Krusch wurde am 30.8.1684 geboren (vgl. Anthes.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Rehborn, a.a.O., S. 59).



Küchler, Heinrich:

6.5.1806 Burgalben auf dem Hirtenhaus; nichtehelicher Sohn der Maria Magdalena Küchler (Anm.: seine Mutter hatte noch drei wei­tere nichteheliche Kinder); Enkel des Tagelöhners Franz Peter Küchler und Barbara schön; Waffenschmied und Werkmeister auf der Wappenschmiede in Waldfischbach; °° 26.1.1833 mit Catharina Elisabeth Lickteig (geb. 21.12.1805 Burgalben; Tochter des Adjunkts und Gutsbesitzers in Burgalben, Jakob Lickteig und Charlotta Becker; aus der Verbindung mit Catharina Elisabeth Lickteig stammen 5 Söhne, darunter der vorehelich geborene Sohn Johann Jakob Lickteig/Küchler (geb. 29.8.1830 Burgalben) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 239).



Kugler, Johann (2):

ca. 1799 auf der Espensteigermühle / Espenstegermühle bei Hohenecken – 27.10.1851 Schwanenmühle bei Horbach; Müller in Ramstein +++klären: welche Mühle+++; Sohn des Ackerers auf der Espensteigermühle, Johann (1) Kugler und der Elisabeth Jung; °° mit Carolina Feth († Ramstein) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 239)


Im Eilboten des Rheinkreises wird wegen einer fälligen Hypothekarforderung gegen den Müller Johannes Kugler und dessen Ehefrau Karolina Feth die Zwangsversteigerung der Espenstegermühle für den 1.10.1830 annonciert (vgl. Beilage zum Eilboten Nr. 107 vom 15.9.1830, S. 794).


Die Forderung wurde entweder rechtzeitig gezahlt oder von Gläubiger gestundet. Denn am 2.10.1830 wird im Intelligenzblatt des Rheinkreises nunmehr die freiwillige Versteigerung der Espensteger Mühle für den 30.10.1830 annonciert (vgl. Beilage Intelligenz­blatt des Rheinkreises Nr. 114 vom 6.10.1830, S. 850): „... auf das freiwillige Anstehen von Johannes Kugler, Müller auf obbesagter Mühle wohnhaft, wird demselben angehörige Mühle, genannt Espenstegermühle bei Hohenecken im Trippstadterthale gelegen, samt Wohn- und Oeconomiegebäude, Mahlmühle mit einem Mahl- und einem Schälgang, Oel- und Schneidmühle, Scheine, Stallungen, Hofraithe und Garten, nebst dem dazu gehörigen Wiesen- und Ackerland, Tagelöhners- und Hirtenhaus; das Ganze einen Flächenin­halt von 18 Hektaren, 31 Aren oder 57 Morgen 3 Viertel enthaltend , .... freiwillig, öffentlich versteigert.“


Im Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 96 vom 15.10.1831 befindet die Versteigerungsannonce vom 11.10.1831 über die Espenstee­ger Mühle in Hohenecken: „Auf Betreiben des Herrn Heinrich Didier, Königlicher Poststatthalter in Landstuhl wohnhaft, …. wird zur Versteigerung nachbeschriebener Immobilien geschritten …, die dem genannten Herrn Didier durch seine Schuldner Heinrich Kugler, früher Müller, jetzt ohne Gewerb wohnhaft zu Espensteeg, Gemeinde Hohenecken, Anna Maria Kugler, geborne Konrad, dessen Ehefrau und Johannes Kugler, Müller, wohnhaft zu Espensteeg und dessen Ehefrau Carolina Feth, laut Pfandbeschreibungsur­kunde aufgenommen durch genannten Notär Will am 16. Juli 1827, verhypothecirt wurden. … Die zu versteigernden Immobilien sind folgende: … Eine Mühle, die Espensteeger Mühle genannt, bestehend in einer Mahlmühle mit zwei Gängen, einer Oehlmühle und Sägmühle sammt Wohnhaus, Scheuer, Stallung, Hofgering und dabei gelegenem Garten, zur Gemeinde Hohenecken gehörig ...“.



Kuhn, Hieronymus:

s. Hieronymus *Cuhn



Kuhn, Johann Heinrich:

ab 1752 - 1764 Müller auf der Oberen Mühle bzw. Felsenmühle in Oberndorf / Alsenz. 1752 wurde die Mühle versteigert und ging auf Johann Heinrich Kuhn über. Sie muß damals ziemlich verwahrlost gewesen sein, da sich Kuhn genötigt sah, einen Neubau zu er­stellen. Die Inschrift über der Haustür lautet: “H. J. Kuhn und Kath. Keller haben diese Mühle mit Gottes Hilfe gebaut”. Bereits 1764 ging der Besitz auf Johann Adam Schmahl über (vgl. Stock, Pfarrer: Ortsgeschichte von Oberndorf (auch zu Mühlen); in: Nordpfäl­zer Geschichtsverein 1927, S. 21-22 und S. 87-88)



Kuhn, Matthias:

um 1785 Müller in Eisenbach; °° um 1785 in Offenbach/Glan die Margaretha Schnoderin; Vater des vorehelich geborenen Sohnes Friedrich (geb. 14.1.1782), legitimiert durch spätere Heirat (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollen­bach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 230).



Kuhn, Wilhelm:

um 1865 war Wilhelm Kuhn Müller in Annweiler; °° mit Anna Katharina Silbernagel; seine Tochter Katharina Luise Kuhn (geb. 7.5.1865 Annweiler) heiratet am 28.2.1885 in Annweiler den Dietrich Ludwig Hoffmann (vgl. Biundo,: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 27, abweichend S. 32: °° am 28.2.1885 mit Dietrich Ludwig Hollmann, Kaufmann aus Bochum).



Kuhnmünch, Johannes Valentin:

um 1741 Müller in Stundweiler/Elsaß. Am 11.9.1741 heiraten in der katholischen Kirche in Stundweiler der Müller Johannes Valen­tin Kuhnmünch und die Elisabetha Unfrid. Der Bräutigam ist der Sohn des verstorbenen Müllers Johannes Georg Kuhnmünch von der Haagen-Mühle „Parochia Cuprighausen Episcopati Herbipolensis“ (vgl. Mitteilung von Herrn Kurt Liebhard vom 13.12.2011; Archives Départementales du Bas-Rhins Strasbourg, Best. Stundweiler, M, 1714-1772, 3 E 484/7). Es handelt sich um das im Bistum Würzburg ( Herbipolensis) gelegene Kirchspiel Übrigshausen, heute Ortsteil von Untermünkheim, Lk Schwäbisch Hall. Zu Unter­münkheim gehört auch der am Fluß Kocher gelegene Weiler Haagen, wo sich noch heute die Haagen-Mühle befindet (Photo bei In­ternetdatei http://www.strassenkatalog.de/panoramio/haagen-muehle_am_kocher,26849504.html).



Kullmann, Philipp Franz:

1764 Betreiber der Lambsheimer Mühle (vgl. Klein, Günter: Die Lambsheimer Mühle, a.a.O., ohne Seitennummerierung)



Kuntzer, Johann Philipp:

um 1707 St.-Georgenmüller in Speyer. neben der Stuhlbrüdermühle/St. Georgenmühle in der Salzgasse in Speyer lag das Haus des Müllers Philipp Kun(t)zer. 1689 standen hier die Häuser von Michael Wachter und Joseph Perion. 1706 kaufte Kunzer von den Vor­mündern des verstorbenen Wachters den leeren, abgebrannten Hausplatz. 1707 kaufte er sich vom Hospital den anderen Hausplatz für 45 Gulden. Kun(t)zer wurde 1698 Bürgerin Speyer. Er heiratete als Georgenmüller und Witwer 1707 die Witwe des Gerbers Weltz (vgl. Hartwich, Wolfgang: Bevölkerungsstruktur und Wiederbesiedlung Speyers nach der Zerstörung von 1689; Diss., Heidel­berg 1965, S. 56). Er besaß in der Folge ein deutlich gestiegenes Vermögen (vgl. Hartwich, a.a.O., S. 112).


Der Georgenmüller Johann Philipp Kuntzer war in seinem Beruf wirtschaftlich führend und kaufte regelmäßig Grund und Boden. Auch lieh er Geld aus (vgl. Hartwich, a.a.O., S. 131/32).


Johann Kuntzer kaufte für 46 Gulden einen Acker, erwirbt eine Roll- und Ölmühle für 2907 Gulden und nimmt hierfür ein Darlehen über 200 Gulden auf, kann sich aber nicht halten und verkauft die Mühle wieder (vgl. Hartwich, a.a.O., S. 132).


Seine Tochter NN. Kunzer heiratete 1706 den aus Dorf bei Zürich stammenden, vor 1706 in Lußheim wohnenden Schumacher J. Brehm/Premm (vgl. Hartwich, a.a.O., S. 166 iVm mit Schmitt/Böttcher: Register zu Hartwich, a.a.O, in: PRFK 1999, S. 132).



Kunz, Johannes:

um 1814 Müller auf der Zinkweiler Mühle bei Berglangenbach; am 20.11.1814 heiratet die Maria Elisabeth Kunz (Tochter des Mül­lers auf der Zinkweiler Mühle Johannes *Kunz) von der Zinkweiler Mühle den Johann Peter Hauch, den Sohn des Abraham Hauch und der Maria Margaretha Laub; Enkel des Gerichtsschöffen Niklos Hauch aus Berglangenbach (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Hei­de- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1, S. 231 Nr. 900, S. 234 Nr. 910).



Kunz, Josef (1):

vor 1754; er erwarb 1728 die Bannmühle in Hardenburg; Vater des; Vater des Josef Kuntz (2) und der NN. Kuntz (verh. mit Daniel *Braun aus Kleinkarlbach); seine Witwe erweiterte die Mühle und baute an die vorhandene Mahlmühle eine Ölmühle an; die Mühlen verkaufte sie am 7.7.1754 an ihren Sohn Josef (2) *Kuntz (vgl. Buchert, Heinrich: Die Unternehmer im Isenachtal und Umgebung im 18. Jh.; in: Pfälz. Fam.- u. Wappenkunde, 1952, S. 38).



Kunz, Josef (2):

um 1754 Hardenburg; Sohn des Müllers Josef (1) *Kuntz; er kaufte am 7.7.1754 von seiner verwitweten Mutter die Mahlmühle (Bannmühle) Hardenburg und die daneben errichtete Ölmühle; die Mühlen wurden 1767 wegen Verschuldung versteigert; wobei sein Schwager Daniel *Braun aus Kleinkarlbach die Bannmühle (Mahlmühle) ersteigerte (vgl. Buchert, Heinrich: Die Unternehmer im Isenachtal und Umgebung im 18. Jh.; in: Pfälz. Fam.- u. Wappenkunde, 1952, S. 38:).



Kunz, L. R.:

um 1876 Müller auf der Ölmühle Neuleiningen-Tal. Am 10.10.1876 läßt der Müller L. R. Kunz von der Ölmühle Neuleiningen-Tal freihändig versteigern: „34 Dec. Fläche, ein Wohnhaus mit Mahlmühle, mit 2 Mahlgängen und 1 Schälgange, 3 Kellern, Stallung, Scheuer, Kelterhaus, 6 Schweinställen, Brennhaus, Holzschoppen und Hofraum mit Röhrenbrunnen, dann 2 Pflanzgärten mit Ablaß­graben, 88 Dec, Fläche enthaltend, das Ganze beisammen gelegen zu Neuleiningen im Thal und „die Oelmühle“ genannt.“ Die Müh­le wird in der Versteigerungsankündigung des weiteren wie folgt beschrieben: „Die Mühle ist eine bedeutende Kundenmühle, hat 9 Fuß Gefäll, liegt 20 Minuten entfernt von der Bahnstation Kirchheim a. E. an der Straße nach Altleiningen, ist nach neuester Con­struction eingerichtet, und eignet sich ihrer bedeutenden Räumlichkeiten wegen zu jedem größeren Fabrikgeschäfte“ (vgl. Grünstadt­er Anzeiger vom 27.9.1876).



Kunz (Kuntz), Sebastian:

um 1850; Müller auf der Lohmühle oberhalb Asselheim (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 43), auf der Südseite des Eisbachs gelegen, gegenüber der Mühle am Hohfels


Bereits um 1835 war Müller auf der Lohmühle Asselheim der Müller und Witwer Sebastian Kunz; °° II 1835 mit der Müllerstochter Dorothea *Fetzer von der Kronenmühle in Rodenbach, Tochter des Kronenmüllers, Jacob *Fetzer (vgl. LA Speyer Best. K16 Nr. 297, K 34: Ehevertrag des Lohmüllers in Asselheim Sebastian Kunz und der Müllerstochter Dorothea *Fetzer von der Kronenmühle Rodenbach vom14.6.1835).


Beide schlossen am 14.6.1835 vor dem Grünstadter Notar Moré (bezeichnet als der Vater Moré = Philipp Nikolaus Moré) einen Ehe­vertrag. Darin ist ausgeführt, daß der Ehemann Sebastian Kuntz „in seinem Witwenstand seine obengenannte Mühle aquiriert und darauf den 1. Termin bezahlt, diese Zahlung geschah jedoch aus der Summe welche der Ehemann aus der Theilung der Gütergemein­schaft zwischen ihm und seiner verstorbenen ersten Frau bezogen hat“. Im Vertrag verpflichtete sich der Vater der Braut, Michael Ja­cob (2) Fetzer, seiner Tochter einen Betrag von 3000 Gulden zu schenken (vgl. LA Speyer Best. K16 Nr. 297, K 34: Ehevertrag des Lohmüllers in Asselheim Sebastian Kunz und der Müllerstochter Dorothea Fetzer von der Kronenmühle Rodenbach vom14.6.1835).


Dorothea Fetzer ererbte mit not. Vertrag 13.7.1839 aus dem Nachlaß ihrer Mutter Katharina Kämmerer gewesener Ehefrau von Mi­chael Jakob Fetzer, einen Acker in Ebertsheim, 123 Ruthen, im L och unter dem Rodenbacher Weg (vgl. LA Speyer Best. L56, Nr. 154, Bl. 529: Grundsteuerkataster Ebertsheim von 1841), als dessen Eigentümer im Grundsteuerkataster 181 der Gemeinde Eberts­heim der „Kuntz, Sebastian Müller auf der Lohmühle aus der Ortschaft Asselheim“ eingetragen ist.



Kunz, Wilhelm:

1938 (err.) Maikammer; Müler auf der Schwarzmühle Maikammer. °° mit Friederika *Kinscherf; Vater mehrerer aus der Ehe.


Im „Eilboten Landau“ vom 17.8.1839 wird die Versteigerung der Schwarzmühle bei Maikammer am 28.8.1839 zur Auflösung der Erbengemeinschaft nach dem verstorbenen Müller Wilhelm Kunz annonciert: „Den nächsten 28. August ----- wird … auf Betreiben der Friederika Kinscherf, Wittib von Wilhelm Kunz, allda, als Vormünderin ihrer Kinder, und in Gefolg Bestätigungs-Urtheils königl. Bezirksgerichts zu Landau vom 25. Juli abhin, zur Versteigerung gebracht: die von Wilhelm Kunz herkommende sogenannte Schwarzmühle bei Maikammer, bestehend in einem Wohnhaus, einer Mühle mit zwei Mahl- und einem Schälgange, Scheuer, Stal­lungen, Kelterhaus und Kelter, Back- und Waschhaus, Keller und Hof dann zwei Wiesen von 6 Viertel, ein Acker und ein Weinberg von 2 Viertel und einem Garten; alles um die Mühle gelegen.“ (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 17.8.1839, Nr. 33, S. 130).



Kunzer, Adam:

vor 1837 Hanhofen; Ölmüller in Hanhofen; 1835 hatte der Müller Adam *Kuntzer diese Mühle von dem Gutsbesitzer Mexal ge­kauft und beantragte nun einen Umbau des vorhandenen Wasserbaus und des Wasserrades. Der obenliegende Müller auf der Schloß­mühle teilte mit, daß er nur dann keinen Einspruch erheben werde, wenn seine Mühle nicht im Hinterwasser gehindert werde. Der Plan kam trotz der am 21.5.1836 erteilten Genehmigung vorerst nicht zur Ausführung, da der Müller Kunzer 1837 bereits verstorben war. Sein Schwager Christian Hohlhorst betrieb die Mühle vorübergehend weiter. 1839 wurde die Mühle an den Eigentümer der obenliegenden Schloßmühle Hanhofen, Franz *Becker verkauft (vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 78/79).



Kunzer, Jakob:

1856; um 1846 ist Jacob *Kunzer der Betreiber der Oberen Schießberger Mühle in Speyer. Er erhielt 1848 die Erlaubnis, das Ge­rinne an der Mühle zu ändern und ein neues Räderwerk einzurichten (vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 87; LA Speyer Best. H 3 Nr. 7738, 6: Regierungsentschließung vom 7.11.1848; LA Speyer Best. Q22 Nr. 214).


Jakob Kunzer erhielt laut Entschließung vom 7.11.1848 die Konzession, die Obere Schießberger Mühle u.a. „behufs Errichtung einer Sägemühle (teilweise) umbauen zu dürfen.“ Ungeachtet dieser Genehmigung (die wohl zeitlich befristet war) kam Kunzer „mit Ein­gabe vom 20ten April 1856 wiederholt bei dem königl. Landkomissariate dahier um Verleihung derselben Concession zur Errichtung einer Sägemühle ein“ (vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 96; LA Speyer Best H3 Nr. 7738,6: Bau-Inspection an Reg. d. Pf. Speyer vom 13.10.1856). Die Genehmigung wurde der Witwe des inzwischen verstorbenen Kunzer am 14.7.1856 erteilt (vgl. Heil, a.a.O., S. 96; LA Speyer Best. H3 Nr. 7738, 6: Landcommissariat Speyer an Reg. d. Pf. Speyer vom 21.8.1856). Diese Sägemühle kam aber offenbar wegen des Todes des Müllers nicht zur Ausführung.



Kurz, Matheiß:

1733 Eisenberg, sein Grabstein befindet sich auf dem Friedhof von Eisenberg; Schultheiß in Eisenberg; auch Erbbeständer der Nächstmühle in Eisenberg



Kurz, Wilhelm:

vor 1743; Müller auf der Reichenbacher Mühle; °° mit Anna Barbara Köhler; diese bringt die Reichenbacher Mühle mit in die Ehe. In der Renovation des kurpfälzischen Oberamts Lauterecken von 1776 befindet sich die Bestandsaufnahme vom 4.6.1776 der Rei­chenbacher Mühle (vgl. LA Speyer Best. A 2 Nr. 131/3 Bl. 40), in der auch die Eigentumsverhältnisse angegeben sind: „Jetziger Erb­beständer ist Andreas Gödell dessen eheliche Haußfrau Elisabetha Catharina und Kinder zwey Söhne nahmentlich 1. Jacobus, 2. An­dreas, und drey Töchter Nahmens 1. Philippina, so zu Dambach im pfalz-zweybrückischen verheiratet, 2. Ludovica, und 3. Elisabe­tha“. Weiter heißt es: „Der Erbbestandsbrief ist unterem 12ten Mertz 1763 auf jetziger Erbbeständerin ihr Mutter, von welcher und de­ren Respee vorhier schon verstorben gewesenen Vatter Daniel Köhler sie die Mühl ererbet, zwarn ad perpetuas Generationes umbge­schrieben worden, welcher aber offenbahr ein Versehen, massen vermög des hiesigen Kirchenbuchs und daraus gezogenen Extracts besagte Anna Barbara Köhlerin, nachmals verheiratete und wiederum verwittibte Kurtzin allschon dem 26ten 8bris 1754 verstorben.“ (Anm. die Auffassung von Weber, Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 259: „Erbbeständer ist Andreas Gödel, dessen Frau Elisa­beth Katharine die Mühle von ihrem Vater Daniel *Köhler geerbt hat“, ist unzutreffend).





















Litera L




Labach, Anna Elisabeth:

1637 err.-1729; Ehefrau des Müllers Daniel *Heylmann von der Pfortmühle in Albisheim; Kinder waren Christian Heilmann, Marie Margarethe Heilmann verh. Morgenthaler, Johann Frank Heilmann (erwähnt bei Weber, Friedrich Wilhelm: In der Einselthumer Ge­markung: Die Wiesenmühle an der Pfrimm; in: Donnersberg-Jahrbuch 1986, S. 159) und Franz Heilmann. 8xUrgroßmutter von Eber­hard Ref;



Anna Elisabeth Labach muß eine angesehene, außerordentlich energische und erfolgreiche Geschäftsfrau gewesen sein. Nach dem Tod ihres Mannes bewirtschaftete sie die Pfortmühle in Albisheim, das ebenfalls dort gelegene "Zeller Gut", erwarb 1720 die Wie­senmühle in Einselthum und bewirtschaftete die untere Herrenmühle in Gauersheim. Anläßlich des Ausbaus der unteren Herrenmühle in Gauersheim hat sie sich selbst ein Denkmal gesetzt. Dort befindet sich noch heute folgende Inschrift: "ANNA ELISABEDA HEILMENNIN IST ALT GEWESEN 84 JAHR WIE SIE DEN BAU MIT GOTTES HILF AUS ER UNT GEBAUT 1721" (vgl. Morgenthaler, a.a.O., S. 76). Sie war die meist genannte Taufpatin ihrer Zeit ++weiter bei Morgenthaler+++


Anna Elisabeth Heylmann erwarb 1720 als Witwe die Wiesenmühle bei Einselthum. Die Wiesenmühle befindet sich um Fuße des Bergdorfes im Wiesengelände an der Pfrimm. Der Name ist relativ jung. In einer schriftlichen Aufzeichnung des 15. Jh. wird sie als 'Mahlmühle auf der Pfrimm' und im Kaufvertrag der Anna Elisabeth *Heylmann geb. Labach von 1720 als 'Einselthumer Mühle' be­zeichnet. Im 18. Jh. hieß sie auch die 'Labbacher Mühle'. Der Name 'Wiesenmühle' scheint sich erst dann gebildet zu haben, als im Ort Einselthum zwei weitere Mühlen entstanden. Im Einselthumer Weistum von 1478 ist eine Mühlenordnung enthalten (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: In der Einselthumer Gemarkung: Die Wiesenmühle an der Pfrimm; in: Donnersberg-Jahrbuch 1986, S. 158). Im Mittelalter war die Mühle laut dem Weistum den Herren v. d. Leyen zugehörig (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Mühlen und Müller­handwerk, a.a.O., S. 291). Der Kaufvertrag (Landesarchiv Speyer, Best. A2 Nr. 949 I/2b) wurde geschlossen zwischen Freifrau Anna Barbara, geborene und vermählte von Bettendorf, Witwe und der Witwe Elisabetha Heylmann, geb. Labbachin. Gegenstand des Ver­trags war die Einselthumer Mühle, beschrieben als “so eine Bannmühle auf Einselthum und jährlich Korn Pfacht und Gefällekorn zu hießiger Kirche gibt'. Von der Labbachin heißt es im Kaufvertrag, sie beziehungsweise ihre Familie habe zuvor die Mühle innege­habt. Weiter wird im Vertrag erwähnt, daß die Wittib des Daniel Heylmann beziehungsweise die Erben die Mühle, die "so lange Jahre her im gänzlichen Ruin gelegen wegen Kriegs", so bald als möglich wieder aufbauen müsse. Für den in der Vergangenheit nicht ent­richteten Pachtzins wurde eine Entschädigung von 100 Gulden vereinbart, zahlbar an die Kollatur (Kirchenamt; Einnehmerei) von Wachenheim/Pfrimm (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: In der Einselthumer Gemarkung: Die Wiesenmühle an der Pfrimm; in: Don­nersberg-Jahrbuch 1986, S. 159). Hieraus ergibt sich, daß die Familie die Mühle schon vorher gepachtet haben muß, oder daß sie als Teil des Kaufpreises auch rückständige Gefälle der Voreigentümer an die Kirche von Wachenheim zu übernehmen hatte. Aus dem Einselthumer Weistum von 1484 ergibt sich, daß der Wachenheimer Pfarrer 151/2 Malter Korn aus der Einselthumer Mühle zu bean­spruchen hatte. Dieses Recht wird auch in einem Gefälleverzeichnis des Pfarramts von Wachenheim aus dem Jahr 1608 aufgeführt, wonach dieses jährlich 151/2 Malter Korn aus der "Kameralbestandsmühle zu Einselthum" zu beanspruchen hatte (vgl. Würth, Jo­hannes: Heimatbuch für Wachenheim an der Pfrimm, 1930, S. 310, 316). Die Wiesenmühle wurde 1730, nach dem Tod von Anna Elisabeth Labach, von ihren Kindern an einen "Fremden" namens Schopp verkauft. Dieser kam wohl aus einem anderen Herrschafts­gebiet. Als Müllermeister Johann Mattheus Dhom von der Veräußerung hörte, machte er sein Interesse geltend. Der erste Kaufvertrag wurde daraufhin rückgängig gemacht und die Mühle an Dhom als "Inmärker veräußert (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: In der Ein­selthumer Gemarkung: Die Wiesenmühle an der Pfrimm; in: Donnersberg-Jahrbuch 1986, S. 159). Die Mühle wurde 1966 stillge­legt, in den Gebäude wird eine Schweinemästerei betrieben.

Lacher, J

+++Sie könnte eine Tochter des vor 1657 verstorbenen Michael Labach aus Falkenstein und Schwester des Johann Nicolaus *Labach sein ++++ ihre Vorfahren könnten allerdings auch *'Lawer" gewesen sein. 8xUrgroßmutter von Eberhard Ref;


Literatur/Urkunden:

- Kilian, Rolf: 850 Jahre Falkenstein, 1985 (auch zur Familie Labach)

- Kirchenbuch, reformiertes für Albisheim

- Lagerbuch Albisheim von 1716 (Gemeindearchiv Albisheim, jetzt im Archiv der Verbandsgemeinde Göllheim)

- Landesarchiv Speyer, Bestand a2 / 949 I/2b

- Morgenthaler, Otto: Die älteste Geschichte der Pfortmühle bei Albisheim/Pfrimm; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1987, S. 73-81

- Weber, Friedrich Wilhelm: In der Einselthumer Gemarkung: Die Wiesenmühle an der Pfrimm; in: Donnersberg-Jahrbuch 1986, S. 158

- Weber, Friedrich Wilhelm: Geschichte der Mühlen, Bd. 1, S. 291



Lacher, Johannes:

aus Ladenburg; um 1816 Müller in Ladenburg; seine Tochter Anna Maria Lacher heiratete den Rheingönheimer Schneider Johann Georg Andreas (vgl. Poller: Rheingönheimer Bürgerbuch, a.a.O., Bd. 2, S. 2).



Lachmann, Johann Wilhelm:

von 1753-1765 Müller auf der Untersten Mühle in Edenkoben. Sohn des Müllers auf der Untersten Mühle in Edenkoben, Philipp Ja­cob *Lachmann. Auf ihn folgte sein Schwager Johann Jacob *Mutschler als Müller und Erbbeständer auf der Mühle (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 291).



Lachmann, Lorenz:

um 1711 Müller auf der Untersten Mühle in Edenkoben; 1702 übernahm Lorenz *Lachmann die Untermühle. Er war zunächst Tem­poralbeständer und wurde 1711 Erbbeständer bis 1723. Auf ihn folgte als Erbbeständer sein Sohn Philipp Jacob Lachmann von 1723-1753 (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 291).


Die Mittelmühle ging schon im September 1715 an Lorenz *Lachmann über, „wohl quasi als Betriebsleiter“. (Billig: Geschichte von Edenkoben, a.a.O., S. 59 Anm. 11).


Im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Neustadt von 1738, vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp aufgenommen, ist die Untere Mühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “ist eine gemeiner Mühl (Gemeinde Mühle) und an der Laurentz (Lorenz) Lachmann in Anno 1711 von der Gemeindt in einen Erbbestand begeben worden, gibt jährlich der Gemeine 12 Malter Korn Erbpacht, so dan in die Kellerey Neustadt jährlich 4 Ma Korn, welches auch diß Jahr als einen Wasserfall Zins vermög einer vorgezeigten Quittung ist abgetragen worden. Dieße Mühl hatt nur zwey Gäng von der eine 1724 ist neu und zwar ohne ferneren Consens gebaudt und aufgerichtet worden, dieße Mühl liegt mit 50 fl in der Schatzung, der jetzige Poßser ist Philipp Jacob *Lachmann.”



Lachmann, Philipp Jacob:

1723-1753 Müller auf der Untersten Mühle in Edenkoben. Sohn des Müllers auf der Untersten Mühle in Edenkoben, Lorenz Lach­mann (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 291). 1724 baute er die Mühle neu auf (vgl. LA Spey­er Best A2 Nr. 179/1; LA Speyer Best. A2 Nr. 915/8: „Acta betr: den Mühlenbau des Philipp Jacob Lachmann, 1725“)


Im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Neustadt von 1738, vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp aufgenommen, ist sie wie folgt be­schrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “ist eine gemeiner Mühl (Gemeinde Mühle) und an der Laurentz (Lorenz) Lachmann in Anno 1711 von der Gemeindt in einen Erbbestand begeben worden, gibt jährlich der Gemeine 12 Malter Korn Erbpacht, so dan in die Kellerey Neustadt jährlich 4 Ma Korn, welches auch diß Jahr als einen Wasserfall Zins vermög einer vorgezeigten Quittung ist abgetragen worden. Dieße Mühl hatt nur zwey Gäng von der eine 1724 ist neu und zwar ohne ferneren Consens gebaudt und aufge­richtet worden, dieße Mühl liegt mit 50 fl in der Schatzung, der jetzige Poßser ist Philipp Jacob *Lachmann.”


°° mit NN.; Vater des Müllers und Betriebsnachfolger auf der Untersten Mühle, Johann Wilhelm Lachmann (vgl. Urschbach: Eden­kobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 291). Vater der NN. Lachmann (°° mit dem Müller Johann Jakob Mutschler) (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 291)


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 915/8: „Acta betr: den Mühlenbau des Philipp Jacob Lachmann, 1725“



La Coste du Riff, Antoine:

aus Frankreich eingewandert; er erwarb am 19.3.1710 die Bordenmühle im Pfeiferthal bei Eulenbis . °° mit NN; Vater der Elisabetha La Coste (°° mit dem Müller und Schultheiß von Steinwenden, Johann Peter *Feth).


Im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Kaiserslautern von 1739 ist sie wie folgt erwähnt: “hat 1710, den 19. März, An­ton Lacoste von Abraham Jöckl zur Hälfte angekauft um 168 fl. Derzeit hat sie des Lacoste Tochtermann Schultheiß Feith von Stein­wenden, bringt 1 Ma. Korn jhrl.” (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 265); am 26.3.1748 wurde auf dem Friedhof der reformierten Kirche der Müller Johann Adam *Weber beerdigt; das Kirchenbuch enthält folgende Angaben: “Weber, Johann Adam, 50 Jahre, gew. Borden- und Pfeifermüller im Pfeiferthal” (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchen­buch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S. 21) und am Sonntag nach dem 15.11.1740 in Weilerbach der der Taufe der NN. Steck (vgl. Seiter, a.a.O., S. 243).



Lademann, Charlotte:

°° nach 1750 mit dem Müller Johann Christian *Kremb aus Imsweiler (vgl. Dhom, Emil: Die Sippe Kremb-Kremp im pfälzischen Raum, 2. Auflage Imsweiler 1975, S. 28); aus der Ehe gingen die Kinder Johann Philipp *Kremb (*24.9.1753; übernahm die Schleif­mühle in Imsweiler), Johannes Kremb (Müller auf der Oberen Eselsmühle in Enkenbach) hervor (vgl. Dhom, Emil: Die Sippe Krem­b-Kremp im pfälzischen Raum, 2. Auflage Imsweiler 1975, S. 28).



Lämmer, Wilhelm Peter:

s. Wilhelm Peter *Lemmer




Lahr, Johann Adam:

4.9.1741 Wendelsheim - +++; Müller auf der Hasselmühle bei Wendelsheim. Auf der Mühle saßen mehrere Generationen von Mül­lern aus der Familie Lahr. Der erste namentlich bekannte „Hasselmüller“ war Johann Adam (1) Lahr (geb. 4.9.1741 Wendelsheim; luth.; Sohn von Adam Valentin Lahr und Anna Pries; °° 13.7.1762 in Wendelsheim mit Christine Hahn). Dessen Nachfolger war der Sohn Johann Adam (2) Lahr (geb. 28.5.1784 Wendelsheim; °° 1804 in Wendelsheim mit Anna Jung). Der Sohn aus der Ehe, Philipp Heinrich (2) Lahr (8.9.1805 Hasselmühle Wendelsheim – 7.5.1858 Wendelsheim), „Müller in Wendelsheim“ heiratete am 13.4.1830 in Wendelsheim Louise Henriette Hepp (4.2.1808 – 10.8.1859 Wendelsheim). Die Tochter des Müllers Philipp Heinrich (2) Lahr und der Louise Henriette Hepp (15.6.1843 Hasselmühle Wendelsheim – 21.9.1903 Alzey) heiratete am 7.7.1868 in Alzey Heinrich Hof­mann (Mitteilung von Herrn Manfred Scharfenberger).



Lahr, NN.:

Müller in ++++klären+++; (möglicherweise Kirchheimbolanden); am 27.2.1719 ist in der lutherischen Kirche in Bolanden als Pate erwähnt, der „Johann Jacob Lahr, Sohn des Müllers“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 57).



Laist, Peter:

um 1735 Müller in Worms [?]; °° Anna Barbara Reuther; Vater der Anna Katharina Laist [gest.26.12.1755; °° Johann Josef Kreuter, fürstlich wormsischer Oberjäger) (vgl. Pfälz. Fam.- u. Wappenkunde 1953, S. 65).



Lamp, Weygand:

am 1612; aus Gaugrehweiler; Erbbeständer der Untermühle in Gaugrehweiler (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 112).



Lampert, Johann:

um 1855 Ölmüller (?) in Bergzabern. Am 24.5.1855 ließ Johann Lampert „seine zu Bergzabern im Thal gelegene, die ehemals Georg Hier'sche Oelmühle mit zwei Pressren, dazu gehörigen Oeconomiegebäuden ...“ versteigern (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 7.7.1855, S. 304 = LA Speyer Best. Y 20/41)



Lang, Adam:

vor 1733; Müller auf der Hilster Mühle in Schweix war bis vor 1733 der Müller Adam *Lang; dieser war verheiratet mit Maria Ca­tharina Gehrig; diese heiratet in 2. Ehe am 14.4.1733 in Großfischlingen den Schultheiß Caspar Henneman (vgl. Wittner: Familienre­gister Großfischlingen, a.a.O., S. 76,103).



Lang, Friedrich:

4.1.1753 – 30.5.1806; Müller in der Obermühle zu Berschweiler; Sohn des Gerichtsdieners in Berschweiler Jakob LANG; Bruders des Schneidermeisters zu Berschweiler Joh. Nikolaus Lang; °° mit Maria Margaretha SEIBERT (1744 Asweiler – 16.9.1811, Tochter von Christian SEIBERT aus Asweiler, Amt Nohfelden); Kinder aus der Ehe sind: Anna Sophia Magdalena SEIBERT (geb. 3.6.1783; °° 24.11.1803 mit Johann Jakob JUNG aus Hirstein), Johann Nikolaus SEIBERT (geb. 18.6.1785) und Friedrich Jakob Seibert (8.8.1788-13.1.1790) (vgl. Jung: Ortssippenbuch Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 2, S. 380 Nr. 1577).



Lang, Jakob:

vor 1739; Müller auf der Mühle zu Miesau;. in der Mühlenbeschreibung des Oberamts Lautern von 1739 (LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29) wie folgt beschrieben: “hat Nicol Wagner in Besitz, schon 1605 Erbbestandsbrief für Theobald Wagner. Gibt 3 Ma. Korn zu Pacht, hat nur 1 Mahlgang. Vorgänger Jakob Lang.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 237



Lang, Johann Peter:

aus Dürkheim; Müller in Bad Dürkheim; sein Testament von 1766 befindet sich in den Akten des Reichskammergerichts im Prozeß­verfahren des Almosenamts Dürkheim ./. 1. Karl Friedrich Wilhelm Fürst zu Leiningen und Dagsburg 2. Leiningen-Dagsburgisches Konsistorialrat und Kirchenrat Dürkheim von 1790-1793 (vgl. LA Speyer Best E 6 Reichskammergerichtsakten Nr. 13)



Lang, Johann Peter:

1752 - 1821; gestorben im Alter von 69 Jahren; aus Neuleiningen-Tal; Müller auf der Mahlmühle in Neuleiningen-Tal; Vater der Ka­therine Margarethe *Lang, die mit Franz Daniel *Friedrich die Ehe schloß und die von ihrem Vater stammende Mahl-Mühle in Neu­leiningen-Tal mit in die Ehe brachte; Franz Daniel Friedrich veranlaßte seinen Schwiegervater die Mahlmühle 1802 in eine Papier­mühle umzubauen (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 48).



Lang, Johann Theobald:

um 1746 Müller auf der Neumanns- oder Guthausmühle bei Baumholder; diese lag unterhalb Baumholder und ist inzwischen ein be­liebtes Ausflugslokal (vgl. Schworm, Ernst: Die Steinalb und ihre Mühlen; in: Westricher Heimatblätter 1992, S. 5). an der Steinalbe unterhalb von Mambächel gelegen, ¼ Stunde von Baumholder entfernt; 1625 war Johannes *Funck zu Ruschberg Besitzer der "Neu­mühle", die 1716 als "Neumanns Mühle" (Besitzer: Martin Krieger) erscheint (vgl. Hinweis bei Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 91).


Die Mühle ist im pfalz-zweibrückischen Mühlenprotokoll von 1746 (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl.140-142; Weber: Müh­len und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 217; Schworm, Ernst: Die Steinalb und ihre Mühlen; in: Westricher Heimatblätter 1992, S. 8) ist sie zusammenfassend beschrieben wie folgt: „Von demjenigen , welches von obiger Lohmühlen auff diese Mahl- und Ohligmühle fließet, kommen noch zwey Brunnenflüßgen als der Hanßel- und Süßweyerer Born, bei deren Einfluß dies Bächel insonderheit den Namen Albergleser Bächel bekommt, nach dem Waldt Albe gles genannt. Der Flecken Baumholder ist nicht mehr als eine Viertel­stunde entfernt, desgleichen auch Mühle vor Etschel. An der Mahl sowohl alß Ohligmühlen ist das Gebäude sehr baufällig. Ein 18 Schuh hohes Wasserrad trieb den Mahlgang in der Mahlmühle an. Der Müller Johann Theobald *Lang hatte die Mühle vier Jahre zu­vor von Nickel *Calmer für 500 fl erkauft. Als Pacht mußten ein Malter Korn an die Landschreiberei entrichtet werden. Die Ohlig­mühle hatte ein eigenes Wasserrad, das vier Stempel antrieb. Zumeist wurden Flachssamen gepreßt. Für zwei Maß Öl verlangte der Müller 8-10 Kreuzer Schlagerlohn, wobei an einem Tag etwa 4 Maß Öl geschlagen werden konnten (vgl. Schworm, Ernst: Die Stein­alb und ihre Mühlen; in: Westricher Heimatblätter 1992, S. 8).



Lang, Kaspar:

vor 1702; Bürger und Pulvermacher (Pulvermüller ?) zu Worms; seine Witwe, Anna Barbara Lang heiratet am 16.5.1702 in Frank­furt/Main den Herrmann Witte, Witwer, Beisaß und Buchdruckereiverwalter zu Frankfurt (vgl. Richter, Friedrich Wilhelm: Wormser in Frankfurt; in: PRFK 1975, S. 137).



Lang, Katherine Margarete:

vor 1802; aus Neuleiningen-Tal; Tochter des Müllers Johann Peter *Lang; verheiratet mit Franz Daniel *Friedrich; sie brachte die von ihrem Vater stammende Mahlmühle in Neuleiningen-Tal mit in die Ehe, die 1802 in eine Papiermühle umgewandelt wurde; Mut­ter des Carl Theodor *Friedrich (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 48).



Lang, Ludwig:

um 1712 Müller in Miesau (wohl auf der Neumühle); °° mit Catharina Maria NN. (vgl. LA Speyer Best. F 5 Nr. 187, fol. 85 R; zitiert nach Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 107); er dürfte der Sohn des Müllers Wendel Lang sein der 1686 in einer Erbauseinandersetzung die Neumühle in Miesau erwirbt (vgl. LA Speyer Best. F 5 Nr. 187, fol. 34v; zitiert nach Zenglein/Bauer: Kü­belberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 72). Am 20.4.1712 vor dem Kübelberger Gericht kauften „Ludwig Lang, Müller zu Miesau, Catha­rina Maria, seine Haußfrauen, benantlich ein Stück Wieß …. in Sander (Gemarkung). Vor die Summ 9 Gulden, baar Gelt.“ (vgl. LA Speyer Best. F 5 Nr. 187, fol. 85 R; zitiert nach Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 107).



Lang, Ludwig:

vor 1819; Müller auf der Langmühle in Kleinkarlbach; °° Elisabetha Lang geb. Schaefer; Vater des Müllers und Betriebsnachfolger auf der Langmühle, Georg Peter Lang (vgl. LA Speyer Best. K 16, 334 Notariatsakten Grünstadt Nr. 999/1819).



Lang, Simon Peter:

ab 1744 Müller auf der Schleifmühle bei Hinzweiler. Im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746 ist die Mühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 181r-183r): „Sie stehet oben am Dorff Hinzweiler gegen Wolfstein zu, an der sogenanten Mühlwieß. Hat ein oberschlächtiges Waßerradt, welches vemittelst eines Cammrads (Anm.: s. Kammrad) und Trillis ein Schleifstein treibet. Das Waßerradt hat ohngefehr 12 Sch: Höhe und die Waßer Leitung gehet hienauf biß an seine Clauß. Zu deren gantz alten Zeiten ist es eine Mahlmühle geweßen, nach der Gant (Anm: = gerichtliche Verstei­gerung) aber wurde von dem Herren *Gervino eine Ohligmühle drauß gemacht und nun mehro von Simon Peter Lang wieder zu ei­ner Schleifmühlen aptiert worden. Das Gebaude ist in in ein sehr schlechten Stand. …. Simon Peter Lang ist der Erbbeständer und le­gitimiert sich mit einem Erbbestandsbrief vom 29. Julii 1744“.



Lang, Theobald:

aus dem kurpfälzischen Miesau; ab 1749 Müller auf der Tausendmühle im zweibrückischen Bruchmühlbach. Lang kauft am 9.10.­1749 die Tausendmühle für 2100 Gulden und vier neue Louisdor Trinkgeld von der Witwe des Müllers Jakob *Wallbacher (vgl. Gort­ner: Bruchmühlbach, a.a.O., S. 91). Lang verkauft die Tausendmühle bereits am 14.4.1753 zum Einkaufspreis und ½ Fuder Wein an den Schultheißen Johann Adam Munzinger aus Bruchmühlbach (vgl. Gortner: Bruchmühlbach, a.a.O., S. 91).



Lang, Theodor:

um 1739; er war Eigentümer der Sultzbacher Mühle in Steinwenden; in der Mühlenbeschreibung des Oberamts Lautern von 1739 (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29) wird die Sultzbacher Mühle wie folgt beschrieben: “gehört dem Theobald Lang, hat einen Lehensmüller darin. Die Mühle hat 1 Mahlgang und gibt 2 Malter Korn und 1 Malter Hafer als Pacht. Soll dem Vernehmen nach eine Eigentumsmühle sein.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 237).



Lang, Wendel:

s. auch Anm. zu NN. *Bischoff


um 1686 Müller auf der Neumühle in Miesau; °° mit Catharina NN. (vgl. LA Speyer Best. F 5 Nr. 187, fol. 34v; zitiert nach Zeng­lein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 72). Er dürfte der Vater des Ludwig *Lang sein der 1712 als Müller in Miesau er­wähnt wird (vgl. LA Speyer Best. F 5 Nr. 187, fol. 85 R; zitiert nach Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 107).


Im Kübelberger Gerichtsbuch befindet sich am 10.12.1686 die Beurkundung der Teil-Auseinandersetzung einer Erbengemeinschaft an der Neumühle. Dort heißt es: „Wendel Lang sampt seiner Haußfrauw Catharin, unnd Velten Hauch sampt seiner Haußfrauwen Maria alle zu Misau wohnhaft, kauffen von Casper Bischoffen Mutter zu Ober Misauw ihr gebührendes Antheil Erbschafft an der so genanten Neu Mühl zu Misau vor unndt umb dreyßig drey Gulden jetziger Wehrung ...“ (vgl. LA Speyer Best. F 5 Nr. 187, fol. 34v; zitiert nach Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 72). Der Caspar Bischoff beurkundet zusammen mit seinem Stief­vater Philipß Matheus ein Witthum zugunsten seiner Mutter Elisabeth verw. Bischoff verheiratete Matheiß am gleichen Gerichtstag. Er ist folglich der Sohn des verstorbenen Müllers auf der Neumühle NN *Bischoff und der Elisabeth Bischoff geb. NN..



Langerbein, Heinrich:

um 1769 war Heinrich Langerbein Müller in der Mühle bei Schweinschied; katholisch; °° vor 1769 Anna Klara Eckweiler aus sein; Vater des Johann Nikolaus Langerbein (geb. 26.3.1769 in der Gänsmühle zu Martinstein, gelegen bei Monzingen/Nahe; vgl. zur Gänsmühle: Spengel: Mühlen im Gebiet der unteren und mittleren Nahe, a.a.O., Bd. 2, S. 24) und der Maria Katharina Langerbein (geb. 12.12.1773 in der Mühle bei Schweinschied) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 240).


Er dürfte der Sohn der Anna Margarethe NN. sein, die im alter von 58 Jahren am 2.6.1764 als „Müllerin ex Mühle bei Schwein­schied“ verstirbt (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreiden­bach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 304).



Langenhahn, Mathias:

vor 1839 und noch 1848 war Mathias Langenhahn der Müller auf der Uhrigsmühle in Bliesbolchen.


Langenhahn wurde am 22.11.1848 vom Assisengericht Zeitbrücken zu einer Haftstrafe von 5 Jahren verurteilt. Das „Neustadter Wo­chenblatt“ berichtet in seiner Ausgabe 7.12.1848 folgendes: Dem „Mathias Langenhahn, 61 Jahre alt Müller auf der Uhrigsmühle“ wird folgendes zur Last gelegt: „Der Angeklagte, ein unverträglicher Mann, schien es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, die Mitei­genthümer der Mühle, welche zum Theile auf preußischem Gebiete liegt, durch Quälereien jeder Art zu vertreiben, um dadurch allei­niger Eigenthümer zu werden. Nachdem es ihm gelungen war, auch den vorletzten Eigenthümer des preußischen Antheils, einen ge­wissen Siebert, zu vertreiben, wollte dieser die Mühle im Jahr 1839 versteigern lassen. Es wurde aber die Entdeckung gemacht, daß das einige Zeit leer stehende Mühlwerk durch Herausreißen nothwendiger Theile unbrauchbar gemacht worden war. Dies ist durch Langenhahn und seiner Leute geschehen, in der Absicht, allenfallsigen Liebhabern die Kauflust zu benehmen, und hatte die frühere Verurtheilung seines Sohnes und eines Mühlarztes Langenhahn's durch das Assisengericht zur Folge. Bezüglich Langenhahn's selbst lautete der Ausspruch der Geschwornen in einer Weise, daß nach Ansicht des Assisengerichts eine Strafe nicht verhängt werden konnte. Die projektierte Versteigerung mißlang auch wirklich, weshalb Siebert sein Eigenthum an den Müller Peter Niederländer ver­kaufte, auf welchen nun der Angeklagte seinen Haß übertrug. Im Jahre 1845 ersteigerte Langenhahn einen Theil des Besitzthums, welches sich der nunmehr verstorbene Siebert reservirt hatte. Zwischen den beiden Mühlenbesitzern kam es nun wegen verschiede­ner Räumlichkeiten bald zu Streitigkeiten, und diese führten am Abend des 29. Mai dieses Jahrs zu der schweren Mißhandlung, wel­che zu der gegenwärtigen Prozedur Veranlassung gab. Bei dem Zusammentreffen des Angeklagten und Niederländers gab ersterer diesem in Gegenwart mehrerer Personen mit einem Hammer einen Streich ins Gesicht und zwei schwere Stöße vor die Brust, worauf ihm der Hammer durch seine eigene Tochter entrissen wurde. Den Mißhandelten brachte man besinnungslos ins Bett und schon in derselben Nacht traf der praktische Arzt Dr. Fries von Wittesheim (Anm.: = Wittersheim/Saarland) ein und überzeugte sich, daß alle Erscheinungen deiner Gehirnerschütterung eingetreten war. … Langenhahn fand nach verübter That für gut, die Flucht zu ergreifen; er wurde jedoch von der französischen Gendarmerie am 8. August in Habkirchen auf das diesseitige Gebiet geschoben und hier ver­haftet. In den Verhören vor dem Untersuchungsrichter wollte der Angeklagte anfänglich von den näheren Umständen der That keine Kenntnis haben, vorgebend, er habe den Branntwein gespürt und sei über das Benehmen Niederländers so in Zorn gerathen, daß er nicht gewußt, was er thue. Später behauptete er, Niederländer sei auf ihn eingedrungen, und um nicht geschlagen zu werden, habe er demselben den Hammer vorgehalten. Zuletzt gab er jedoch zu, gegen Niederländer mit dem Hamer mehrmals gestoßen zu haben. Die Geschwornen erklärten den Mathias Langenhahn des ihm zur Last gelegten Verbrechens für schuldig und das Assisengericht verurt­heilte ihn zur Strafe der Einsperrung auf 5 Jahre.“ (vgl. Neustadter Wochenblatt Nr. 147 vom 7.12.1848, S. 595).



Laninger, Caspar:

um 1701 Müller in Rockenhausen; er wird am 18.1.1701 in Kaiserslautern genannt (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 65 Nr. 4572)



Laninger, Elisabeth:

geboren in Rockenhausen (vgl. Dohm, a.a.O., S. 21); Tochter von Johann Jacob *Laninger (?); Eheschließung mit Johann Georg *Kremb; dieser ist ab 1738 Erbbeständer der Schloßmühle oder Niedermühle in Rockenhausen (vgl. Weber: Mühlen I, a.a.O., S. 260), später Besitzer der Schloßmühle in Imsweiler; Mutter von Johann Georg *Kremp (vgl. Dohm, Emil: Die Lohnsfelder Mühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1973, S. 19).



Lanninger, Hans:

zunächst Müller auf der Niedermühle (Schloßmühle) in Alsenz, bevor er im April 1661 die Obermühle in Rockenhausen übernahm. Im Kaufvertrag ist hierzu sinngemäß folgendes vermerkt: der bisherige Besitzer Arnolt Otto, hießiger Obermüller, gibt die Mühle an den gewesenen herrschaftlichen Niedermüller Hanss Lanninger ab (vgl. Dohm, Emil: Die Obermühle zu Rockenhausen im Besitz des Hans Lanninger; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1971, S. 83; LA Speyer Best B2 Nr. 1557/9); 1684 wird Laninger gem. Schat­zungsbuch Nr. 12 Bl. 174 mit einem Vermögen von 295 fl. eingeschätzt (vgl. Dhom, a.a.O., S. 84); noch 1690 war Hans *Lanninger Müller auf der Obermühle in Rockenhausen (vgl. Weber: Mühlen I, S. 181, 184). Vater von ++Johann++ Caspar *Lanninger (vgl. Dhom, a.a.O., S. 84). Großvater des Müllers Johann Jakob *Laninger.



Laninger, Johann Jakob:

aus Rockenhausen; Sohn von Hans *Laninger (?); 1738 Eigentumsmüller auf der Obermühle in Rockenhausen (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 261). Vater von Elisabeth Laninger (?)



Lanninger, Johannes:

um 1788; er war Eigentümer der Obermühle in Rockenhausen (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 261).



Lanninger, Johann Jakob:

um 1738; er war Eigentümer der Obermühle in Rockenhausen (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 261)



Lantz, Lanz:

beachte verschiedene Schreibweisen



Lantz, Familie:

die Müllerfamilien Lantz in Elmstein (s. Johann Adam Lantz) und in Waldfischbach / Hundsweiher Sägmühle (s. Johann Heinrich *Lantz) waren miteinander verwandt: am 21.9.1788 ist ledige, reformierte Wilhelm Lantz aus Waldfischbach bei der Taufe des Wil­helm Lantz, Sohn des Müllermeisters Johann Adam Lantz aus Elmstein und der luth. Barbara NN., in Elmstein als Pate im Kirchen­buch eingetragen (vgl. Ullrich, Bernhard: Ortsfremde im reformierten Kirchenbuch Elmstein 1724-1798; in: PRFK 2010, S.141).



Lantz, Abraham:

4.11.1778 Hundsweiher Sägmühle (?); Sägmüller auf der Hundsweiher Sägmühle bei Waldfischbach-Burgalben; °° mit Maria Eva Jung († 1793 Hundsweiher Sägmühle) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 243) ; Vater der Barbara Lantz (23.10.1778 Waldfischbach – 23.9.1822 Waldfischbach; °° mit dem Schuhflicker Ludwig Herrlich aus Waldfischbach) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 165) und des Ackerers und Sägmüllers auf der Hundsweiher Sägmühle, Johann Heinrich Lantz (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 243)



Lantz, Anna Maria:

27.2.1796 Hundsweiher Sägmühle – 21.7.1848 Hundsweiher Sägmühle; Tochter des Sägmüllers auf der Hundsweiher Sägmühle Jo­hann Heinrich *Lantz und Katharina Münch (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 169). °° 23.2.1814 mit dem Ackerer und späteren Sägmüller auf der Hundsweiher Sägmühle, Josef *Heumann; Mutter der Maria Elisabeth Heumann (geb. 1.3.1824 Hundsweiherer Sägmühle; °° 14.9.1843 mit dem Ackerer Adam Christmann aus der Hunds­weiherer Sägemühle) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 72, 169).



Lantz, Anna Maria:

um 1827 Elmstein - 25.2.1896 Hochspeyer; Tochter des Müllers in Elmstein, Andreas Lantz und der Maria Elisabeth Schroer; °° mit Joh. Michael Jakob Barth, Ackerer in Hochspeyer) (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 57/58).



Lantz, Andreas:

um 1845 Elmstein; Müller in Elmstein; °° mit Maria Elisabeth Schroer; Vater der Anna Maria Lantz (*um 1827 Elmstein - 25.2.1896 Hochspeyer; °° mit Joh. Michael Jakob Barth, Ackerer in Hochspeyer) (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 57/58).



Lantz, Johann Adam:

Müllermeister in Elmstein; reformiert; °° mit der luth. Barbara NN. Vater des 1788 geborenen Wilhelm Lantz. Am 21.9.1788 ist ledi­ge, reformierte Wilhelm Lantz aus Waldfischbach bei der Taufe des Wilhelm Lantz, Sohn des Müllermeisters Johann Adam Lantz aus Elmstein und der luth. Barbara NN., in Elmstein als Pate im Kirchenbuch eingetragen (vgl. Ullrich, Bernhard: Ortsfremde im refor­mierten Kirchenbuch Elmstein 1724-1798; in: PRFK 2010, S.141).


Adam Lanz“ ist um 1802 Müller in Elmstein; °° Anna Barbara Huthmacher; Vater des Adam Lanz (* um 1802 Elmstein; Bäcker und Wirt in Elmstein, °° am 10.1.1828 in Hochspeyer mit Regina Margaretha Endres aus Hochspeyer) (vgl. Neumer: Bürgerbuch Ver­bandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 129) und Vater der Margaretha Lantz (geb. ca. 1797 Elmstein; °°mit dem Ackerer Nikolaus Buser jun. Aus Geiselberg) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 70).



Lantz, Johann Heinrich:

auch „Henrich“; ca. 1757 Elmstein (?) - 4.3.1834 Hundsweiher Sägmühle; reformiert; Sohn des Sägmüllers Abraham Lantz und Ma­ria Eva Jung; Bruder der Barbara Lantz; Ackerer und Sägmüller auf der Hundsweiher Sägmühle; °° I am 15.11.1785 mit Catharina Münch (ca.1759 Elmstein – 24.1.1822 Hundsweiher Sägmühle; reformiert; Tochter des Bäckers in Elmstein Johann Friedrich Münch und der Christina Schmalenberger) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 143/44; Ullrich, Bernhard: Ortsfremde im reformierten Kirchenbuch Elmstein 1724-1798; in: PRFK 2010, S.141); aus der Ehe stammen die Söhne Heinrich Lantz (geb. 13.8.1799 Heltersberg, Ackerer Hundsweiher Sägmühle), Peter Adam Lantz (geb. 20.6. 1803 Hundsweiher Sägmühle) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 143/44), die Tochter Anna Maria *Lantz (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 169) und der Sohn Johannes Lantz (geb. 3.5.1794 auf der „Hundsweyer Bordmühl“, getauft 6.5.1794) (vgl. Ullrich, Bern­hard: Ortsfremde im reformierten Kirchenbuch Elmstein 1724-1798; in: PRFK 2010, S.141). ; °° II 20.12.1827 mit Maria Eva See­bach (26.8.1773 Heltersberg – 13.5.1831 Heltersberg; Tochter von Georg Nicol Seebach und Catharina Koller; Witwe von Johann Adam Hensel aus Heltersberg) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 143/44) und die Tochter Anna Maria *Lantz (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 169).


Henrich Lantz, Bürger und Bordschnitter aus Waldfischbach und Maria Katharina NN. sind am 27.3.1791 in Elmstein Paten bei der Taufe der Maria Katharina Müller, der Tochter des Schneidermeisters und Bürgers Gottlieb Müller und der Anna Elisabeth NN. (vgl. Ullrich, Bernhard: Ortsfremde im reformierten Kirchenbuch Elmstein 1724-1798; in: PRFK 2010, S.141).



Lantz, Kaspar:

um 1713/15 in Hardenburg; lutherisch; herrschaftlicher Müller in Hardenburg (vgl. Buchert, Heinrich: Die Unternehmer im Ise­nachtal und Umgebung im 18. Jh.; in: Pfälz. Fam.- u. Wappenkunde, 1952, S. 38).


Lantzer, Johann Jakob:

um 1756 Mülle auf der Schloßmühle Schallodenbach. Am 18.1.1756 wird in Schallodenbach als Pate bei der Taufe der Maria Barba­ra Pütz (Tochter von Johann Ägidius Pütz und °° 6.2.1754 Anna Maria NN., Enkelin des [Anm.: Müllers Joh.] Wilhelm Pütz und der Anna Maria [Anm.: geb. Weil] erwähnt der Müller in Schallodenbach, Johann Jakob Lantzer (vgl. Budell: Register zu den Kirchen­büchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 134).



Lanz, Lantz, Familie:

unterschiedliche Schreibweisen; s. auch Lantz



Lanz, Caspar:

um 1725 ist Caspar *Lanz der Müller auf der Hirschalber Mühle; °° 15.2.1725 mit Maria *Müllener aus Saanen / Schweiz; seine Tochter NN. † 27.8.1728 im Alter von 25 Wochen (vgl. Meyer, Dietmar: Register zum 2. ref. Kirchenbuch Waldfischbach [Holzland­kirchenbuch], Zweibrücken 1986, S.27; Meyer, Dietmar: Ergänzungen und Berichtigungen zum Buch von H. R. Wittner „Schweizer (Einwanderer) in der Südwestpfalz; in: PRFK 2007, S. 110).



Labre, Caspar de:

aus Ramstein; ab 1728 Eigentümer der Neumühle in Olsbrücken. Die Neumühle war von 1725-1728 von dem Müller auf der Oppen­steiner Mühle, Hans Jakob *Jung neu erbaut worden. Johann Jakob Jung, geriet durch den Neubau in derartige Schulden, daß er schon 1728 gezwungen war, die Mühle zunächst an einen Hanß Müller aus Markirchen, und weil dieser zahlungsunfähig war, dann an Caspar de Larbe aus Ramstein zu verkaufen (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Ols­brücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 79).



Langenbein, Peter:

um 1830 Müller in Sarmsheim bei Kreuznach; °° mit Margaretha Rübsamen, Tochter des Müllers auf der Holzmühle Gimmeldingen, Philipp Peter Rübsamen und dessen Ehefrau Klara Elisabetha Albrecht (vgl. Intelligenzblatt de Rheinkreises vom 4.3.1830, Nr. 23, Beilage, S. 182-183: Versteigerung der Holzmühle Gimmeldingen).



La Trager, Peter:

geb. 1610 ? - † um 16.09.1658 in Marnheim; begr. am 16.09.1658 in Marnheim; bei der Bestattung wird nur angegeben "der welsche Müller"; ref; 1656/58 Müller in Marnheim +++klären: welche Mühle+++; °° um 1635 mit NN.; Vater der Johanna LA Trager (°° am 11.11. 1662 in Marnheim mit Daniel Perret-Gentin [ref, geb. 1635 ? Schweiz, Beruf: Schuhmacher) (vgl. ref. KB Marnheim; Mittei­lung von Herrn Ewald Dittmar vom 6.8.2011). 1656-1658 als Müller in Marnheim; Vater der Johanna La Trager; diese ist 1659 Patin bei der Taufe des NN. Balon und °° 11.11.1662 den Daniel Perret (vgl. Kuby/Kimmel: Wiederbesiedlung des Amtes Bolanden, a.a.O., S. 16).



Latomus, Anna Ursula:

Tochter des Metzgers in Zell, Philipp Latomus; °° 20.4.1770 mit dem Müller auf der Mühle in Steckweiler Friedrich *Weinkauf (geb. 5.4.1734 Steckweiler Mühle – 10.12.1770 im Alter von 34 Jahren und 6 Wochen) (vgl. Dhom, Emil: Dietz, Weinkauf, Anhäuser. Fa­miliennamen aus der Mühle zu Steckweiler; in: PRFK 1977, S. 449 unter Hinweis auf das ref. KB Dielkirchen).



Latomus, Johann Georg:

°° 7.5.1769 in Oberndorf mit der Müllerstochter Anna Margaretha Weinkauf, der Tochter des Müllers auf der Obermühle in Mann­weiler und Schwester des Obermüllers und Betriebsnachfolgers Jakob Weinkauf (Anm.: zwischen den Familien Weinkauf und Lato­mus bestanden weitere Beziehungen, vgl. Die 2 Ehefrau des Müllers Friedrich Weinkauf) (vgl. Internetdatei http://familysearch.org).



Latomus, Philipp:

um 1770 Metzger in Zell; Vater der Anna Ursula *Latomus (°° 20.4.1770 mit dem Müller auf der Mühle in Steckweiler Friedrich *Weinkauf [geb. 5.4.1734 Steckweiler Mühle – 10.12.1770 im Alter von 34 Jahren und 6 Wochen]) (vgl. Dhom, Emil: Dietz, Wein­kauf, Anhäuser. Familiennamen aus der Mühle zu Steckweiler; in: PRFK 1977, S. 449 unter Hinweis auf das ref. KB Dielkirchen):



Lau, Johann Theobald:

um 1716 Waffenschmied auf der Katzenmühle oder Littersbacher Mühle bei Winzeln. Der Name stammt nach den beiden Bächen Großer und Kleiner Littersbach, welche hier von Norden her in die Felsalb münden. Es ist aber zu vermuten, daß der Kleine Litters­bach ehemals Katzenbach hieß; denn in seinem Tal, dem 'Katzental' wird 1716 bei der Taufe eines Kindes als Patin genannt „Tochter des Meisters Joh. Theobald Lau, Waffenschmied, im Katzenthal wohnhafft“ (vgl. luth. Kirchenbuch Pirmasens, Geburten II, 9; Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 369).



Laubenstein, Michael:

1793 Albisheim (?); seit 1771 und noch 1794 war Michael Laubenstein († 1793) und sein Schwager Peter *Hassinger Pächter der Steinmühle in Albisheim (vgl. Weber: Steinmühle, a.a.O., S. 132).



Lauer, J. Georg:

um 1692 Müller in Lauterecken; seine Ehefrau „Anna Maria Lauerin, coniux J. Georgy Lauer, molitory ibidem“, war am 16.1.1692 in Lauterecken Patin bei der Taufe der Anna Maria Gabel, der Tochter des Johannis Daniel Gabel (Quelle: katholisches Kirchenbuch Lauterecken).


++klären: unklar ist bisher auch der am 10.10,1694 im katholischen Kirchenbuch Offenbach am Glan als Pate bei der Taufe des Jo­hann Georg Gabel erwähnt „Müller in Lauterecken, Johann Georg *Bauer“ (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 137). ++klären: handelt es sich bei dem Müller Johann Georg Bauer / J. Georg Lauer um dieselbe Person, die nur schreibfehlerhaft verzeichnet ist ?++++



Laux, Hannß:

um 1609 Weißgerber und Walkmüller in Kaiserslautern. am 24.7.1609 erteilt die Churfürstlich Geistliche Güterverwaltung Heidel­berg dem Weißgerber und Bürger in Kaiserslautern, Hannß Laux einen Erbbestandsbrief an einem Grundstück des Stifts Lautern, am „Steinwog beim Hoff Entersweiller gelegen“ nebst der Erlaubnis dort eine Walkmühle zu errichten (vgl. LA Speyer Best. A 13 Nr. 178). Im Schatzungsregister Kaiserslautern von 1611 ist als Angehöriger der Lauerzunft aufgeführt der Hanß Laux mit einem Schat­zungsvermögen von 900 fl. (vgl. Münch, Ottheinz [Hrsg]: Kaiserslautern 1276-1951. Festschrift zum 675jährigen Jubiläum der Stadterhebung, Kaiserslautern 1951, S. 73).



Laux, N.:

1627 wird in Kaiserslauterer Stadtrechnung der N. Laux, Müller zu Schmeißbach (bei Wolfstein) erwähnt, der 1627 für ein Darlehen von 50 fl Kapital keinen Zins entrichtet hat (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S.28 Nr. 443).


Am 2.1.1656 werden des „Laux, des Müllers zu Schmeißbach Erben“ genannt; am 21.1.1663 bestehen noch städtische Schuldforde­rungen der Stadt Kaiserslautern gegen die Erben (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 80 Nr. 2931).


Die Witwe Agnes Laux wird 1656 geschatzt im Zusammenhang mit der städtischen Schuldforderung der Stadt Kaiserslautern ge­schatzt. Sie errichtet wegen höchster Schwachheit am 7.10.1669 ihr Testament; ihre Erben sind ihr Vetter Hans Dengel (Steinmetz und Maurer in Kaiserslautern; vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 47 Nr. 2462). und dessen Kinder (vgl. Herzog: Kai­serslautern 1651-1681, a.a.O., S. 80 Nr. 2932).


Am 21.1.1663 ist Hans (Johannes) *Jung als Müller zu Schmeißbach als Nachfolger von Müller Laux [Anm.: zuvor Spitalmüller in Kaiserslautern] (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 79 Nr. 2916).



Lavo, Lawo, Laveau:

verschiedene Schreibweisen desselben Familiennamens; französische Einwandererfamilie; der erste war Benedikt Lavo



Lavo, Benedikt:

laut Sterbeeintrag S1736/401/05 (Register Ramstein) ist er vor dem 27.06.1736 verstorben, (ist nicht sein eigener Sterbeakt; Mittei­lung von Herrn Ulli Heist); 1686 Bordmüller auf der Oberen Bordmühle in Ramstein, dann Müller auf der Oberschernauer Mühle in Ramstein; mit der Wiederbesiedlung nach dem 30-jährigen Krieg, mag auch der vermutlich französische Einwanderer Benedikt *Lavo in unseren Raum gekommen sein. Zwischen 1684 und 1686 hat er die Oberschernauer Mühle aufgebaut und Land sowie Ge­brüch bearbeitet und kultiviert. Unter seinem Sohn Daniel ... entwickelte sich die Mühle zu einem ansehnlichen Betrieb (aus: Breh­mer, Kurt: "Ramstein im Wandel der Zeit", a.a.O., S. 60; Mitteilung von Herrn Ulli Heist).


Benedikt Lavo, wohl ein französischer Einwanderer, wurde bereits bei der Heirat mit seiner 2. Ehefrau Magdalena Zimmermann aus Oberstaufenbach am 20.6.1686 als „Bordmüller auf der Oberen Bordmühle in Ramstein“ bezeichnet. Er dürfte sich also, weil er in der Einwandererliste von 1684 nicht genannt wurde, zwischen 1684 und 1686 in Ramstein niedergelassen und mit dem Bau der Oberschernauer Mühle begonnen haben. Damit wird auch verständlich, daß „derselbe bereits anno 1693 mit Erlaubnis des damaligen französischen Intendanten sowohl, als auch mit Vorbewußt des seidhero Verstorbenen alten Forstmeisters Rettig, eine schneid oder bordmühl mit einem gang auf die sogenannte schernau am Reichswald ohnweit Ramstein, oberamts Lautern gelegen – wo ehrdessen auch eine gestanden haben solle – aus eigenen mitteln mit großen Kosten erbauet habe ...“ (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 1533/4; Feth: Ramstein, a.a.O., S. 189). Am 2.6.1701 erhielt Lavo einen Erbbestandsbrief für die Mühle (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 1533/4; Feth: Ramstein, a.a.O., S. 190).


Vater (II. Ehe) des Müllers und Betriebsnachfolger auf der Oberschernau, Johann Daniel *Lavo (Mitteilung von Herrn Ulli Heist; Feth: Ramstein, a.a.O., S. 190).


Vater (II. Ehe) der Anna Salome Lavo (~ 25.3.1687; Paten waren der Handelsmann und Müller auf der Salingsmühle Kaiserslautern, Peter Sallin/*Saling und dessen Ehefrau Salome Johannetta Römer) (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 82 Anm. zu Nr. 4733).



Lavo, Johann Adam:

1723 Oberschernauer Mühle Ramstein - 6.12.1761 Brücker Mühle im Alter von 38 Jahren; Sohn des Müllers auf der Oberschernau, Johann Daniel *Lavo und der Eva Elisabetha NN.; zunächst Müller auf der Oberschernau bei Ramstein. Hans Adam Lavo, geb. 1723 auf der Oberschernau, der mit Müllerstochter Elisabetha *Feth von der Kottweiler Mühle, einer Nichte des Johannes Feth verheiratet war (vgl. Bauer/Zenglein: Brücken, a.a.O.,S. 244 unter Bezugnahme aus Paul, Roland: Familienkarte Feth, aufgestellt Steinwenden 1978, bei PRFK Ludwigshafen), die Oberschernauer Mühle gegen die Brücker Mühle, die dem Johannes Feth gehörte (vgl. Bauer/Zenglein: Brücken, a.a.O., S. 244).



Lavo, Johann Daniel:

ist geboren auf der Oberschernau, getauft am 25.07.1688 ref. Steinwenden (Quelle: Die kath. Einwohner Reichenbach 1812-
1900, Seite 453, Eintrag 1185) - erstochen am 28.06.1729 von einem Holzfrevler (Quelle: Register Ramstein, Eintrag
S1729/388/16), Begräbnis am 30.06.1729 Friedhof Ramstein (Quelle: dito; Mitteilung von Herrn Ulli Heist).


Sohn des Müllers Benedikt *Lavo und der Magdalena *Zimmermann (Mitteilung von Herrn Ulli Heist; Feth: Ramstein, a.a.O., S. 190); Müller auf der Oberschernauer Mühle in Ramstein; mit der Wiederbesiedlung nach dem 30-jährigen Krieg, mag auch der ver­mutlich französische Einwanderer Benedikt *Lavo in unseren Raum gekommen sein. Zwischen 1684 und 1686 hat dieser die Ober­schernauer Mühle aufgebaut und Land sowie Gebrüch bearbeitet und kultiviert. Unter seinem Sohn Daniel ... entwickelte sich die Mühle zu einem ansehnlichen Betrieb (aus "Ramstein im Wandel der Zeit", a.a.O., S. 60; Mitteilung von Herrn Ulli Heist).


°° mit Eva Elisabetha NN.; Vater von Maria Elisabetha Lavo (°° 13.5.1732 in Ramstein mit Johann Valentin Urschel) (Mitteilung von Herrn Ulli Heist); Vaters des Johann Adam *Lavo, zunächst Müller auf der Oberschernau, dann aufgrund eines Tausch seit 1752 Müller auf der Brücker Mühle (vgl. Bauer/Zenglein: Brücken, a.a.O.,S. 244).


Die Mühle ist in Mühlenbeschreibung des kurpfälzischen Oberamts Lautern von 1739 (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 144/1) im Besitz der Witwe des Daniel Lavo, gibt jährlich 2 Ma. Korn, hat keinen Erbbestandsbrief. Die Inhaberin bittet inständig um einen solchen „weilen ihr Mann vor einigen Jahren im Wald tot geschlagen worden und derselbe 7 lebendige Kinder zu erziehen nachgelassen“ (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 1533/3 Brief des kath. Priesters Nikolaus Victor aus Ramstein vom 14.5.1745, abgedruckt bei Feth: Ramstein, a.a. O., S. 190; Mitteilung von Herrn Ulli Heist; auch erwähnt bei Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 267). Johann Daniel Lavo wurde von einem Holzfrevler erstochen, seine Ehefrau hat die Mühle gegen eine im Raum Brücken eingetauscht (Mit­teilung von Herrn Ulli Heist). Johann Daniel Lavo hatte zugleich neben den Forstbeamten die Überwachung der Waldungen um Ramstein übernommen, und war in Ausübung dieses Amtes von einem Waldfrevler ermordet worden (vgl. Brief des kath. Priesters Nikolaus Victor aus Ramstein vom 14.5.1745, abgedruckt bei Feth: Ramstein, a.a. O., S. 190; Mitteilung von Herrn Ulli Heist).


Nach der Ermordung des Johann Daniel Lavo führte die Witwe die Mühle weiter. Unter Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz begann die Trockenlegung des sog. Landstuhler Bruchs. In dieser Zeit um 1724 sollte der Hofkammerrath Hiermayer den Erbbestand an der Mühle unterdrücken, unter dem Vorwand, daß zum „flötzen und großen Profit die Mühl im Wege sei“ und „daß vor allem die Lawoi­sche bordmühl abgeschafft“ werden solle, weil „durch diese die zurück schwellung und aufhaltung des dasigen Gewässers erschwer­ret“ werde“. Elisabeth Lavo setzte sich energisch zu Wehr. 1752 jedoch, nachdem auch ihr Sohn Adam verstorben war, tauschte sie die Mühle mit dem Zöllner Johannes *Feth, der eine Mühle in Brücken (die Brücker Mühle) besaß (vgl. Feth: Ramstein, a.a.O., S. 190/191). Nach a.A. tauschte der Sohn Hans Adam Lavo, geb. 1723 auf der Oberschernau, der mit Müllerstochter Elisabetha *Feth von der Katzweiler Mühle, einer Nichte des Johannes Feth verheiratet war (vgl. Bauer/Zenglein: Brücken, a.a.O.,S. 244 unter Bezug­nahme aus Paul, Roland: Familienkarte Feth, aufgestellt Steinwenden 1978), die Oberschernauer Mühle gegen die Brücker Mühle (vgl. Bauer/Zenglein: Brücken, a.a.O., S. 244).



Lawer, Hans:

Für 1574 ist als Pfortmüller in Albisheim vermerkt Hans Lawer (vgl. Neumer, Franz: Albisheim: Einwohnerverzeichnis betr. (nur diese) Untertanen der Pflege Albisheim zwischen 1574 und 1581; aus: Pfälzisch-rheinische Familienkunde 1992, S. 403). Er dürfte der Großvater der späteren Pfortmüllerin Anna Elisabeth *Labach (1637 - 25.4.1729 in Albisheim) sein, die mit dem Pfortmüller Ni­kolaus *Heilmann verheirate war. Hierfür spricht die etymologische Ähnlichkeit im Pfälzischen zwischen Lawer, Laber, Labach.+++prüfen+++



Lawo, Peter:

um 1832 aus Brücken; um 1832 Müller in Herschweiler (-Pettersheim). Gem. der notariellen Urkunde des Notars Reichard vom 30.7.1832 verkaufte der Müller Peter *Lawo von Brücken seine Mahlmühle zu Herschweiler mit 2 Mahlgängen, das dazugehörige Wohnhaus, Stall, Hofraum (Plan-Nrn. 80/81) mit 3 anderen Grundstücken zum Preis von 1300 Gulden an den Müller Philipp Heintz, der zuvor in Schwedelbach lebte (vgl. Akten Kreisarchiv Kusel; Dahl, Gerhard: Mühlen in Herschweiler-Pettersheim, a.a.O., S. 148).



Layer, Johannes:

Einwanderer aus der Schweiz; Mühlknecht in Münchweiler / Alsenz; °° 16.4.1748 mit Maria Engel aus dem Wittgenstein-Homburgi­schen (vgl. Ruby, Arnold und Scherer, Karl: Zu- und Abwanderungen in den Dörfern „Uff dem Crays“ [mit dem Schwerpunkt im Büttelamt und dem Gerichtsort Alsenborn]; in: PRFK 1974, S.38).



Lebeck, Leweck, Löbeck, Familie:

im Raum Kirchenbollenbach sind mehrere Familien dieses Namens bekannt, es ist aber weder ein Müller noch der Franz Lebeck er­wähnt (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 241-243).



Lebeck, Franz:

ab 1737 Müller auf der Lebecksmühle in Gries. Lebeck stammte aus Kirchenbollenbach und wohnte vor seiner Umsiedlung auf die Lebecksmühle in Wahnwegen. Von Beruf war er Maurer und Steinhauer.


1737 wurde in Koblenz, der Hauptresidenz des Grafen Caspar von der Leyen, ein Mühlenübertragsprotokoll über die Mühle in Gries zwischen Andreas Wolf und Franz *Lebeck (oder Lübeck, wie er manchmal benannt ist) abgeschlossen. Hieraus ergibt sich, daß der bisherige Beständer Wolf sich auf die Bewirtschaftung der zugehörigen Felder beschränkt hatte und nicht wie im Erbbestandsbrief festgelegt, die Mühle wieder hergestellt hatte. Denn dem neuen Erbbeständer Lebeck wurde auferlegt, die offensichtlich immer noch ruinösen Mühlengebäude „sambt dem stehenden und laufenden Mahlgeschirr binnen erster Jahreszeit in vollkommen brauchbarem Stand herzustellen.“ (vgl. Gries, Ortsgemeinde, a.a.O., S. 44).



Lederle, Johannes:

geb. 1696 in Haßloch - +++++; um 1726 Müller auf der Mittelmühle in Bellheim (vgl. Biundo, Georg: Bellheim im Wandel der Zeiten, Selbstverlag Bellheim 1930, S. 219). Sohn des Müllers auf der Frohnmühle in Haßloch Stephan Lederle und Anna Margarethe NN.


Im Stadtarchiv Speyer befindet sich der Geburtsnachweis der Gemeinde Haßloch für den Müller in Bellheim, Johannes Lederle, er­stellt am 7.5.1718 (vgl. Stadtarchiv Speyer, Best. 1 U Nr. 1024). Hierin heißt es: „..... bekennen mit diesem Brief, daß heute zu endt­gefertigem Dato Johannes Lederle, Müllerhandwercks, des Frohnmüllers [Anm. zu Haßloch] Stephan Lederle hinterbliebener Eheli­ger Sohn Unß geziehmend Zu Vernehmen gegeben, daß Er nach so Ehrlich erlerntem Müller Handwerck, sich nunmehro Zu Bellem bürgerlich undt haußlich nieder gelaßen hatt, alßo Er Gewohnheit Um Kundtschaft seines Mannrechts, Ehelichen Geburth Um Her­kommens benöthiget wäre, geziemet bitt, wier mörgten hirüber wir auch, daß … keine Leibeigenschaft …. Wann nuhn Wier durch hießigen Ordination Parochum Hrn. Steinmann Vermög Etliche Extracts Auß dem Haßlocher Kirchenbuch wohl verständiget worden, daß eingangs gedachter Johannes Lederle, Von obgedachtem seinem Vatter Stephan Lederle und Mutter Anna Margarethe † in Anno 1696 den 30 …. [unleserlich] zum Sacrament der Heyligen Thaufe gebracht worden ...“


Die Mittelmühle ist die älteste und lange Zeit einzige Mühle in Bellheim. Über die Zeit ihrer Erbauung fehlen nähere Nachrichten, 1726 urkundet Johannes Lederle, Mahlmüller auf der Bellheimer Mühle, daß er diese Mühle vom Kurfürsten in einem Bestand erhalten habe, und für einen Mahl- und Schälgang an die Kellerei Germersheim außer der bisherigen Mühlenpacht 5 Malter Korn zu liefern habe (vgl. Biundo, Georg: Bellheim im Wandel der Zeiten, Selbstverlag Bellheim 1930, S. 219).


In dem als Anlage Nr. 5 zum Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Germersheim (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 185, 253) beigefügten Schreiben des Bellheimer Schultheiß vom 27.2.1753 über die im 2. Schlesischen Krieg durch französische Truppen 1745 verursachten Schäden an der Mühle ergibt sich folgendes: „Daß hiesigen Bürgers und Müllermeisters Johannes Lederle in Anna 1745 durch Machung der Linien seinen Mühl völlig in daß Waßer ge­setzet worden, dergestalten, daß gedachter Müller Lederle nicht allein aus des Mühl in das Dorf in ein Lehn Haus mit großen Kösten ziehen, …. sondern auch die Mühl abbrechen und auf einem anderen Platz stellen laßen, weillen dieselbe gar nicht mehr alda brauch­bar gewesen, noch gemacht werden können, mithin dadurch in Ruin gebracht worden, … weillen seinen ersteren Mühl 18 Schuch (Wasser)Fall gehabt und kein Hinterwasser ihme schaden können, anjetzo aber diese seine Mühl nun 11 Schuch Fall hat, also 7 Schuch Fall weniger hat, mithin leicht zu … ist, was aber der Schaden gemeltem Lederle durch die Linien zugefüget worden, … sei­ne jetzige Mühl bestendig durch das Hinderwaßer Schaden leydet ….“



Lederle, Johann Ulrich:

geb. 29.3.1809 Warnisried/Schwaben (heute OT von Unteregg/Allgäu) – 7.12.1864 Bergzabern; Müller, (1853-1857) Mühlarzt; Sohn des Ackermanns Michael Lederle († 17.4.1845 Warnisried/Schwaben) und Maria Dausch († 30.1.1835 Warnisried/Schwaben); °° am 20.2.1844 in Minfeld mit Salomea Gemar; aus der Ehe gehen 8 Kinder hervor; Lederle befand sich am 14.5.1852 (Geburt des Sohnes Johannes Lederle) “dermalen im Gefängnis“ und ist dies am 27.4.1853 (Tod des Sohnes Johanes Lederle) immer noch. Bei der Ge­burt des Johan Lederle (geb. 1.2.1854 Minfeld) ist er „ohne bekannten Aufenthalt); er ist wohl später wieder nach Minfeld zurückgekommen, wo am 28.6.1857 der Sohn Anton Lederle († bereits am 17.7.1857 Minfeld) geboren wurde (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 403 Nr. 1852).



Lederle, Stephan:

um 1696 Müller auf der Fronmühle in Haßloch; °° mit Anna Margarethe NN.; Vater des Müllers auf der Mittelmühle in Bellheim, Johannes Lederle (vgl. Stadtarchiv Speyer, Best. 1 U Nr. 1024: Geburtsnachweis der Gemeinde Haßloch für den Müller in Johannes Lederle, erstellt am 7.5.1718).



Lehmann, Johannes:

am 1.2.1859 läßt der Müller Johannes Lehmann, wohnhaft zu Heuchelheim (bei Landau ?) „seine zu Walsheim im Dorfe gelegene Mühle, die sogenannte „Dorfmühle“, bestehend aus einem Wohnhause, einer Mühle mit zwei Mahlgängen und einem Schälgange ...“ versteigern (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 20.1.1859, S. 26 = LA Speyer Best. Y 20/41).



Leiberg, Wilhelm Heinrich:

1677 Betreiber der Lambsheimer Mühle (vgl. Klein, Günter: Die Lambsheimer Mühle, a.a.O., ohne Seitennummerierung



Leibhahn, Georg:

um 1738 in Eußerthal; Erbbeständer auf der Eußerthaler Mühle; diese war kurpfälzisch und gehörte zum Oberamt Neustadt; im Müh­lenverzeichnis von1738, aufgenommen vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp, ist sie wie folgt beschrieben (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 257; LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “hat 2 Wasserräder, 21 zum Mahlen und 1 zum Bordschneiden. Be­ständer ist Georg *Leibhahn, gibt 25 1/2 Malter Korn und 45 fl als Pacht.”



Leibrock, Georg Heinrich:

um 1745 Beständer auf der Limbacher Weihermühle; im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) wird sie wie folgt beschrieben: “.. mit Öl- und Sägemühle, wird durch den Limbacher Weiher getrieben, liegt eine halbe Viertelstunde oberhalb des Dorfes. 2 oberschl. Wasserräder, die 1 Mahlgang und die Ohligmühl in Bewe­gung setzen. Hart daneben die Sägmühl mit einem besonderen Wasserrad. Der Beständer ist Georg Heinrich Leibrock, entrichtet 10 Malter Pacht. War Temporalbestand mit 72 fl. Pacht.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 204).


Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken vom +++ (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 195; zitiert nach Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 260) ist sie wie folgt beschrieben: „Die Limbacher Weihermühle “ist eine Mahl-, Öl- und Sägemühle. Sie steht eine Viertelstunde oberhalb des Dorfes, wird getrieben durch den Limbacher Weiher. Sie ist hart an den Weiherdamm neben die Mahlmühle gebaut worden. Vom Weiher führt ein Kanal auf das oberschlächtige Wasserrad. Die Sägemühle hat bisher Holz aus den herrschaftlichen Waldungen zu dem gewöhnlichen Tax bekommen und die Borden, Latten u. dgl. in hiesiger Gegend verkauft. Temporalbeständer ist Georg Heinrich Leibrock hat Brief vom 19. Februar 1739. Sie ist erbbeständlich versteigert worden. Der künftige Erbbeständer heißt Wilhelm Koch, Pächter des Forbacher Hofes. Der Lohn für einen Schnitt ist auch hier 1 bz.” (teils abweichender Wortlaut bei Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 260).



Leibrock, Hans:

1648 bewirbt sich der Hans Leibrock, ehemaliger Meier in Einöd, um die Verleihung der Bannmühle in Mimbach (Gesuch befindet bei LA Speyer Best E6 Nr. 2139)



Leichinger, Lorentz:

um 1745 Untereinnehmer in Steinweiler; ab 1745 Müller auf der Lorentz Leichinger Mühle in Steinweiler. Im Mühlenverzeichnis für das kurpfälzische Oberamt Germersheim von 1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zustand und die Eigen­tumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 255) ist die Mühle des Lorentz Leichinger wie folgt beschrieben : “Lorentz Leichinger Untereinnehmer zu .... Steinweiler übergibt den sub Nr. 11 hierbey kommenden Kaufbrief, ob welchem zu ersehen ist, daß er freie daselbsten der mahlen eigenthümb­lich habend in 2 Räder bestehende Mühl, welche 2 Mahl und einen Schehlgang abwechselnd treibt, von denen Mennwegischen ... Er­ben in ao 1745 vor frey ledig und eigen erkauft, gibt gar keinen Wasserfall Zinß.”



Leidinger, Familie:

s. auch Leydinger



Leidinger, Andreas:

auch Leydinger; 1665 err. - 02.01.1758 in St. Alban im Alter von 93 Jahre, beerd. am 04.01.1758 in St. Alban; °° err. 1692) (vgl. Mit­teilung von Herrn Ewald Dittmar vom 5.8.2011; luth. KB St. Alban und Gerbach; vgl. auch Bühler, Pfälzisch-Rheinische Familien­kunde; Karl Schläfer, Die Familien von Gerbach und St. Alban; St. Alban und Gerbach). Müller und Erbauer der Obermühle St. Al­ban (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 281 unter Hinweis auf LA Speyer Best. C 14 Nr. 68/8). °° mit Anna Barbara N.N., (geb. 1672 err. - 09.08.1756 in St. Alban im Alter von 84 Jahre, beerd. am 11.08.1756 in St. Alban), Vater des Müllers auf der Untermühle in St. Alban, Christoph *Leidinger (vgl. Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 5.8.2011; luth. KB St. Alban und Ger­bach; vgl. auch Bühler, Pfälzisch-Rheinische Familienkunde; Karl Schläfer, Die Familien von Gerbach und St. Alban; St. Alban und Gerbach).



Leidinger, Christoph:

geb. 1698 (err.) St. Alban - † 22.10.1778 St. Alban Untermühle im Alter von 80 Jahren weniger 6 Tagen; lutherisch; Müller auf der Untermühle in St. Alban (luth. KB St. Alban und Gerbach; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 5.8.2011; Karl Schläfer, Die Fa­milien von Gerbach und St. Alban; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 281); Sohn des Gemeinsmanns in St. Alban Andreas *Leidinger (err. 1665 - 02.01.1758 in St. Alban im Alter von 93 Jahre, beerd. am 04.01.1758 in St. Alban; °° err. 1692) und der Anna Barbara N.N., (geb. 1672 err. - 09.08.1756 in St. Alban im Alter von 84 Jahre, beerd. am 11.08.1756 in St. Al­ban) (vgl. Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 5.8.2011; luth. KB St. Alban und Gerbach; vgl. auch Bühler, Pfälzisch-Rheini­sche Familienkunde; Karl Schläfer, Die Familien von Gerbach und St. Alban; St. Alban und Gerbach).


°° mit Anna Barbara NN. (vgl. Internetdatei familysearch.org); Vater der Anna Catharina Leidinger; sie war am 8.5.1760 in St. Alban Patin bei der Taufe des Johann Philipp Peter Müller im lutherischen Kirchenbuch St. Alban wurde sie wie folgt vermerkt: „Anna Ca­tharina Christophel Leidingers aus der Untermühl eheliche Tochter (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar).


°° mit Maria Magdalena Dautermann (vgl. Internetdatei familysearch.org) +++klären: wohl Tochter des Müllers auf der Untermühle St. Alban, Johann Martin *Dautermann (Anm: dieser ist nach 1722 als Müller auf die Obermühle Münsterappel verzogen) und der Christina Löw+++++; dagegen nach aA °° vor 1724 mit Anna Barbara NN. (vgl. Mitteilung von Eheleute Ewald Dittmar vom 5.8.2011 unter Hinweis auf: Bühler, Pfälzisch-Rheinische Familienkunde; Karl Schläfer, Die Familien von Gerbach und St. Alban; St. Alban und Gerbach, Kirchenbuch luth.) +++klären+++


Vater von Catharina Dorothea Leidinger (geb. am 31.05.1724 in St. Alban-Untermühle; ~ am 04.06.1724 in St. Alban; † am 06.08.1724 in St. Alban-Untermühle im Alter von 9 Wochen, 3 Tage; beerd. am 07.08.1724 in St. Alban); des Müllers auf der Unter­mühle St. Alban und Landwirts Johann Kilian *Leidinger (geb. 10.06.1725 in St. Alban-Untermühle - † 11.01.1783 in St. Alban im Alter von 57 Jahre und 7 Monate), des Müllers auf der Untermühle St. Alban Johann Christophel *Leidinger (geb. 13.03.1727 in St. Alban-Untermühle – 21.10.1794 St. Alban, Untermühle; des Müllermeisters auf der Obermühle St. Alban Johann Jacob *Leidinger (geb. 10.07.1729 in St. Alban-Untermühle - ++++), der Anna Catharina Leidinger (28.1.1731 St. Alban Untermühle – 19.10.1732 St. Alban Untermühle), der Anna Maria Magdalena Leidinger (geb 15.10.1732 in St. Alban-Untermühle, Auswanderung: 1774 USA, Quellen: Karl Schläfer, Die Familien von Gerbach und St. Alban; °° am 06.01.1756 luth in Münsterappel mit Johann Friedrich Kro­nenberger), des Georg Wilhelm Leidinger (geb. 15.08.1734 in St. Alban-Untermühle - 24.01.1735 in St. Alban-Untermühle), des Bäckermeisters und Müllers auf der Untermühle Johann Martin *Leidinger (geb. 10.12.1736 in St. Alban-Untermühle - 20.06.1804 in St. Alban), der Anna Elisabeth Leidinger (luth., geb. 19.09.1738 in St. Alban-Untermühle - † 9.01.1794 in St. Alban, ~ am 23.09.1738 in St. Alban, Paten: Urban Schneider „von der Hengschbach“ und seine ehl. Haußfrau Anna Elisabeth, Johann Wilhelm Tamerus von „Unter Grehweiler“ u. seine Frau Anna Barbara; war 1761 Patin von Anna Elisabetha Leidinger. °° am 12.07.1763 luth. in St. Alban mit Johann Jacob Jung (luth., geb. 1735 ?; 1763 Schulmeister in Münchweiler/Alsenz), und der Maria Catharina Leidin­ger (luth., geb. 31.07.1742 in St. Alban-Untermühle, ~ am 04.08.1742 in St. Alban, Paten: der Obergrehweiler Müller Philipp Amos und seine Frau Eva Catharina, wie auch Johannes Steg von St. Alban und seine Frau Anna Catharina; war 1760 Patin von Johann Philipp Peter Müller; °° am 17.01.1764 luth in St. Alban mit Johann Philipp Öhler (luth., geb. 1740 ?; Beruf: Schulmeister.; Woh­nung: 1764 in Bockenheim/Weinst.- Großbockenheim) (vgl. Mitteilung von Eheleute Ewald Dittmar vom 5.8.2011 unter Hinweis auf: Bühler, Pfälzisch-Rheinische Familienkunde; Karl Schläfer, Die Familien von Gerbach und St. Alban; St. Alban und Gerbach, Kirchenbuch luth.).



Leidinger, Christophel:

geb. 13.03.1727 in St. Alban-Untermühle – 21.10.1794 St. Alban, Untermühle; lutherisch, ist vor 1789 zum kath. Glauben übergetre­ten; beerd. am 22.10.1794 röm.-kath. in St. Alban (vgl. Gerbach rk Kirchenbuch); ~ am 19.03.1727 in St. Alban, Paten: der alte Schultheiß von Steckweiler Christophel Griebler mit seiner Frau Maria Catharina wie auch Johann Georg Merck Schichtschreiber in Imsbach und Anna Barbara Weberin Peter Webers von St. Alban ehl. Tochter; Müller auf der Untermühle St. Alban; Sohn des Mül­lers auf der Untermühle St. Alban, Christoph *Leidinger; er und seine Frau Maria Catharina waren 1768 Paten von Maria Catharina Grübler. °° I am 24.09.1765 luth in St. Alban mit Maria Catharina Imschweiler (luth., geb. errech. 1738 in Bayerfeld-Steckweiler - † am 16.03.1769 in St. Alban-Untermühle im Alter von 31 Jahren; beerd. am 18.03.1769 in St. Alban); °° II am 10.10.1771 luth. in St. Alban mit Anna Appolonia Emmrich (luth., geb. errech. 1749 in Ilbesheim - † 26.01.1772 in St. Alban-Untermühle im Alter von 22 Jahren, 4 Monate, 17 Tage; beerd. am 28.01.1772 in St. Alban); °° III nach 1772 mit Catharina Maria Magdalena NN., (luth., geb. 1745 ?) (vgl. Mitteilung von Eheleute Ewald Dittmar vom 5.8.2011 unter Hinweis auf: Bühler, Pfälzisch-Rheinische Familienkunde; Karl Schläfer, Die Familien von Gerbach und St. Alban; St. Alban und Gerbach, Kirchenbuch luth.).


Vater der Margaretha Leidinger (°° 18.11.1789 in Oberndorff bei Rockenhausen mit Johann Heinrich Weinsheimer) (Internetdatei fa­milysearch.org).



Leidinger, Johann Jacob:

geb. 10.07.1729 in St. Alban-Untermühle - ++++; lutherisch; ~ am 14.07.1729 in St. Alban, Paten: Joh. Jacob Berged ein Bürger und Schneidermeister in Alzey mit seiner Frau Catharina Elisabetha. Sohn des Müllers auf der Untermühle St. Alban, Christoph *Leidin­ger; 1786 als Müllermeister auf der Obermühle in St. Alban genannt (vgl. Mitteilung von Eheleute Ewald Dittmar vom 5.8.2011 un­ter Hinweis auf: Bühler, Pfälzisch-Rheinische Familienkunde; Karl Schläfer, Die Familien von Gerbach und St. Alban; St. Alban und Gerbach, Kirchenbuch luth.).



Leidinger, Johann Kilian:

10.06.1725 in St. Alban-Untermühle - † 11.01.1783 in St. Alban im Alter von 57 Jahre und 7 Monate; beerd. 13.01.1783 in St. Alban; ~ am 14.06.1725 in St. Alban; Paten: Joh. Kilian Merck Wartenbergischer Schultheiß zu Imsbach und seine Frau Christina, Joh. Se­bastian Griebler von St. Alban u. seine Frau Anna Dorothea; lutherisch; Sohn des Müllers auf der Untermühle St. Alban, Christoph *Leidinger; er ist im luth. KB erwähnt als „Müller auf der Untermühle und Landwirt (vgl. Mitteilung von Eheleute Ewald Dittmar vom 5.8.2011 unter Hinweis auf: Bühler, Pfälzisch-Rheinische Familienkunde; Karl Schläfer, Die Familien von Gerbach und St. Al­ban; St. Alban und Gerbach, Kirchenbuch luth.; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 281).


Leidinger und seine Frau Maria Elisabetha waren 1774 Paten von Philipp Kilian Uhl und 1782 Paten von Maria Magdalena Weber; Berufe: Ackersmann und Müller; °° 25.11.1749 luth. in St. Alban mit Maria Elisabetha Rübler, luth, geb. 15.01.1722 in St. Alban - † 28.09.1792 in St. Alban Donnersbergkreis Rheinland-Pfalz Deutschland) (vgl. Mitteilung von Eheleute Ewald Dittmar vom 5.8.2011 unter Hinweis auf: Bühler, Pfälzisch-Rheinische Familienkunde; Karl Schläfer, Die Familien von Gerbach und St. Alban; St. Alban und Gerbach, Kirchenbuch luth.).



Leidinger, Johann Martin:

10.12.1736 in St. Alban Untermühle - † am 20.06.1804 in St. Alban (Gichtbeschwerden) im Alter von 67 Jahren, 6 Monate, 7 Tage; beerd. am 22.06.1804 in St. Alban; ~ am 14.12.1736 in St. Alban, Paten: Johann Martin Krapp Jäger auf Schneeberg u. seine Frau Anna Barbara, Christophel Mannweiler a. St. Alban u. seine Frau Margaretha; Bäckermeister und Müller auf der Untermühle St. Al­ban (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 281), Gemeindsmann in St. Alban; Sohn des Müllers auf der Unter­mühle St. Alban, Christoph *Leidinger; °° am 03.02.1761 luth. in St. Alban mit Anna Elisabetha (Steitz (luth., geb. 12.05.1728 in Gerbach † vor 1805 St. Alban, ~ am 16.05.1728 in St. Alban, Paten: Johann Urban Schneider „von der Hengschbach“ und seine Frau Anna Elisabetha; war 1759 Patin von Catharina Elisabetha Engel); er und seine Frau Anna Elisabetha waren 1765 Paten von Cathari­na Elisabetha Gödel, 1766 Paten von Johann Adolph Steitz und 1767 Paten von Maria Elisabetha Leidinger (vgl. Mitteilung von Ehe­leute Ewald Dittmar vom 5.8.2011 unter Hinweis auf: Bühler, Pfälzisch-Rheinische Familienkunde; Karl Schläfer, Die Familien von Gerbach und St. Alban; St. Alban und Gerbach, Kirchenbuch luth.; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 281).



Leiner, Jacob:

um 1859 Müller in Ilbesheim. Am 6.1.1859 bietet der Müller in Ilbesheim, Jacob Leiner, seine zwischen Ilbesheim und Leinsweiler gelegene, neu eingerichtete Mühle zu Kauf oder Verpachtung an (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 6.1.1859, S. 4 = LA Speyer Best. Y 20/41)



Leis, Leys, Familie:

s. verschiedene Schreibweise



Leiß, Johann Andreas:

um 1739 war Johann Andreas Leiß der Müller zu Gimsbach; er unterschreibt mit „Johann Andreas Leiß zu Gimsbach“ ein Memoriale vom 16.11.1739, das von 8 Müllern der Schultheißerei Reichenbach unterzeichnet und an das kurpfälzische Oberamt Lauterecken ge­richtet ist. Mit dem Memoriale beantragen die Müller, die vielfältigen und kostenträchtigen Untersuchungen der Mühlen in der Schultheißerei nunmehr zu beenden, da seit dem Herrschaftswechsel zur Kurpfalz 1733 bereits 4 Renovationen erfolgt sind(vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 131/1 Bl. 19-24).



Leist, Andreas:

um 1768 Müller auf der Lohmühle oberhalb Germersheim; diese ist im Mühlenprotokoll des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 253) wie folgt beschrieben: “Die hießi­ge zwischen der Stadt- und Administrations Erbbestandsmühlen gelegene Lohe Mühle gehört dem Johannes Leistischen Sohn Andre­as, welcher solche von seinen Eltern ererbt, hat ein doppeltes Waßer Rad und gibt jährlich pro recognitione ahn hießige Kellerey 1 fl 30 Xer Wasserfall Zinß.”



Leist, Johannes:

vor 1768 (err.); Müller auf der Lohmühle oberhalb Germersheim; Vater des Lohmüllers Andreas *Leist (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Mühlenprotokoll des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768)



Leithäuser Jacob:

Um 1757/58 war ein Jacob Leithäuser der Beständer auf der Kirschbacher Mühle (heute Kirschbacherhof) (Angabe nach Schneider: Hornbacher Mühlen, a.a.O., S. 381)


s. auch: Jakob *Leuthäußer, der seit 1743 Müller auf der Hengstberger Mühle war.



Leitz, Johannes:

um 1788/1813 war Johannes *Leitz der Lohmüller in Annweiler +++klären: welche Lohmühle+++; °° Maria Barbara Eichhardt; sei­ne Tochter Marie Barbara Leitz (~ ref. Annweiler 23.11.1788) heiratet am 3.4.1813 in Annweiler den Zimmermann Xaver Hirschbiel (vgl. Biundo,: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 18).



Lellbach, Elisabetha:

sie stammt von der Schanzer Mühle in Miesau; °° mit dem Müller auf der Ölmühle/Lohmühle bei der Moormühle in Steinwenden-Weltersbach, Carl Müller (1818-1863); aus der Ehe gingen 7 Söhne hervor. Nach Carl Müllers Tod führte der Sohn Adrian Müller die Ölmühle weiter, während dessen Bruder Franz Müller auf der Mohrmühle eine Seifensiederei gründete (vgl. Paul, Roland: Die Moor­mühle: in: Weltersbach. Streifzüge durch die Ortsgeschichte (Steinwenden 2006), S. 71).



Lellbach, Elsa:

19.6.1878 Schanzer Mühle in Miesau – 6.9.1934 Westheim Holzmühle; Tochter von +++++; °° 1.4.1901 mit Gustav Louis von der Holzmühle Westheim; aus der Ehe stammen die Kinder Georg (Jörg) Heinrich Louis (geb. 13.4.1902), Maria Katharina (Maya)(geb. 9.6.1904 – 20.11.1934; °° 1925 mit Dr. Richard Schäfer) (vgl. Louis: Geschichte der Holzmühle, a.a.O., S 30).



Lellbach, NN:

von der Lellbach'schen Mühle in Odernheim/Glan. Zwischen 1874 und 1882 heiratete der Mühlenbesitzer NN. Lellbach ++++klären ++++ die Katharina Häberle vom Daubenborner Hof (Tochter des Philipp I. Häberle (23.4.1815 Daubenborner Hof – 28.3.1890) und °° 29.1.1852 der Katharina Mayer aus der Färberei Mayer in Otterberg (12.8.1828 Otterberg – 3.2.1903) (vgl. Häberle: Daubenbor­nerhof, a.a.O., S. 139-140).



Lemile, Lemühl Familie:

die Angehörigen der Müllerfamilie werden zunächst als „Lemühl“, später als „Lemile“ angegebene



Lemile, Johannes:

vor 1836 Walsheim bei Landau. Müller in Walsheim. am 1.7.1836 lassen die Erben des in Walsheim gestorbenen Müllers, Johannes Lemile, wegen Unteilbarkeit, öffentlich versteigern (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 11.6.1836, S. 95 = LA Speyer Best. Y 20/41): „Eine Mahlmühle, bestehend aus einem Mahl- und einem Schälgange, nebst dabei liegendem Ueberbau …, das Ganze die Dorfmühle genannt, und gelegen am westlichen Ende von Walsheim ...“. Offenbar konnte die Mühle nicht versteigert werden, weshalb am 26.7.1836 eine neue Versteigerung stattfand (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 11.6.1836, S. 95 = LA Speyer Best. Y 20/41).



Lemmer (Lämmer, Limmer), Wilhelm Peter:

vor 1789 err. Albisheim; 1756 Müller und Erbbeständer auf der Oberen Schmelzmühle und der Lohmühle in Albisheim (vgl. We­ber, Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S.. 285; mit Photo S. 285). °° mit NN. (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 1295: „Klage der Ma­ria Magdalena Mann von Albisheim Erbbeständerin zu Alzey gegen Andreas Bohland und Witwe Peter Lemmer auf Rückerstattung einer unrechtmäßig eingezogenen Schuldforderung, 1789-1790“).


Ab 1770 war Wilhelm Peter Lemmer der Erbbeständer auf der Lohmühle und Mahlmühle in Albisheim. Anm.: der ursprünglich vor­handene Eisenhammer wurde noch vor 1730 stillgelegt und war ab 1743 in eine Mahlmühle umgewandelt worden (vgl. Weber, Fried­rich Wilhelm: Eisenindustrie in Albisheim/Pfrimm im 18.Jh.; in: Busch u.a.: Untergegangene Dörfer und Kleinsiedlungen in der Nordpfalz, a.a.O., S. 241/242; Schmidt: Erzhütten und Pochwerke, a.a.O., S. 298).


In der nassau-weilburgischen Mühlenbeschreibung von ca. 1772 (LA Speyer Best C 38 Nr. 46; zitiert nach Weber: Mühlen und Mül­lerhandwerk, a.a.O., S. 285) ist die obere Schmelzmühle zu Albisheim wie folgt beschrieben: “ ist herrschaftlich, hat 2 Mahlgänge; 1765 ist Wilhelm Peter Lämmer (s. *Lemmer) Erbbeständer“. Im lutherischen Kirchenbuch wird der Müller 'Lämmer' als Wilhelm Peter '*Limmer' (?) bezeichnet (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 217).


Am 23.5.1767 wird im lutherischen Kirchenbuch von Kirchheimbolanden bei der Taufe des Joh. Peter Usner, S. d. Joh. Michael Us­ner u. Anna Margaretha geb. Tempel von Mörstadt, als Pate genannt: „Wilhelm Peter Limmer (?) Erbbestandsmüller in Albisheim“ (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 217). Am 14.1.1783 verstirbt in Albisheim Anna Maria Limmer, T.d. Wilhelm Peter Limmer von Albisheim, 14 Jahre alt (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 452). Am 22.09.1789 heiratet Joh. Ge­org Huber, von Kerzenheim gebürtig, die Anna Maria geb. Limmers, T. d. verstorbenen Müllermeister Peter Limmers von Albisheim (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 428).


Ab ca. 1770 war Wilhelm Peter *Lemmer der Erbbeständer auf der Lohmühle Albisheim. Die Mühle war um 1778 auch Mahlmühle (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 128 fol. 149: „Bezirke des Müllermeisters Wilhelm Peter [Anm.: Lemmer] an der Mahl- und Lohmüh­le in Albisheim an der Pfrimm, 5. Nov. 1778“). Am 11.11.1772 erhielten Wilhelm Peter Lemmer und seine Ehefrau Anna Margaretha Würth die Lohmühle in Albisheim mit Rindenscheuer, Ställen, Hof und Garten durch die Herrschaft Nassau-Weilburg gegen 1000 Reichstaler Erbkaufschilling und jährliche Erbpacht von 200 Gulden in Erbbestand übertragen (vgl. Würth: Wachenheim, a.a.O., S. 159 mit Hinweis: Original der Erbbestandsurkunde 1930 im Besitz von Johannes Würth).


Karte:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 128 fol. 149: „Bezirke des Müllermeisters Wilhelm Peter [Anm.: Lemmer] an der Mahl- und Losmühle in Albisheim an der Pfrimm, 5. Nov. 1778“


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 129: „Erbbestandsvergabe der herrschaftlichen Lohmühle zu Albisheim an Wilhelm Peter Lemmer, 1770-1789“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 1295: „Klage der Maria Magdalena Mann von Albisheim Erbbeständerin zu Alzey gegen Andreas Bohlan­der und Witwe Peter Lemmer (Anm.: Wilhelm Peter Lemmer war Lohmüller in Albisheim) auf Rückerstattung einer unrechtmäßig eingezogenen Schuldforderung, 1789-1790“



Lemühl, Johannes (1):

ab 1725 Müller auf der Obermühle in Walsheim bei Landau. Er kaufte de Mühle 1725 von dem Eigentümer und Müller Hanß Georg *Hilsbach; bis um 1725 Müller auf der Obermühle in Walsheim bei Landau; er verkaufte seine „Eigenthumbliche“ Mühle 1725 an den Müller Johannes Lemühl. Im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Neustadt von 1738, vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp auf­genommen, ist sie wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “die sog. Obermühl zu Walzheim ist in Anno 1725 von dem Hanß Georg *Hilsbach an den Joh. Lemühl als ein Eigenthumbliche laudt Kauf Brief verkauft worden, der jetzige Poßser ist Jo­hannes Lemühl, ein Sohn von obigem Lemühl. Hatt nur einen Gang gibt jährlich 5 Mltr Korn Waßerfall in die Kellerey Neustadt.“


Lemühl besaß noch eine weitere Mühle. Im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Neustadt von 1738, vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp aufgenommen, ist sie wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “Ferner hat obiger Poßsesser (Anm.: der Müller auf der Obermühle Johannes *Lemühl) noch eine Mühl gleich oben der obigen Mühl, welche er von dem Johannes Schmitt­knecht in Anno 1737 erkauft, der Schmittknecht hat solche in Anno 1731 aufgebaut, diese Mühl ist eigen außer daß 90fl Capital in die Collektur Neustadt darauf haften thun; Mühlbrief noch Consens ist nicht vorhanden, Waßerfall gibt sie nach deß Müller seiner Aussag auch nicht.“


Vater des Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Obermühle in Walsheim, Johannes (2) Lemühl (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1)



Lemühl, Johannes (2):

um 1738 Müler auf der Obermühle in Walsheim bei Landau. Sohn des Müllers Johannes (1) Lemühl. Im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Neustadt von 1738, vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp aufgenommen, ist sie wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “die sog. Obermühl zu Walzheim ist in Anno 1725 von dem Hanß Georg *Hilsbach an den Joh. Lemühl als ein Ei­genthumbliche laudt Kauf Brief verkauft worden, der jetzige Poßser ist Johannes Lemühl, ein Sohn von obigem Lemühl. Hatt nur einen Gang gibt jährlich 5 Mltr Korn Waßerfall in die Kellerey Neustadt.“



Lenhard, Familie:

++++noch zu bearbeiten++++; vgl. http://www.mueller-heppenheim.privat.t-online.de/lenhard1.htm



Lenhard, Johann:

geb. um 1704 in Harsberg - +++++; ab ca. 1725-1734 Müller und Temporalbeständer auf der Neumühle bei Kirchenarnbach (vgl. Mitteilung Dr. Hermann Müller, Heppenheim vom 31.5.2011 mit 2. Lenhard-Newsletter vom März 2011). °° 1727 in Kirchenarnbach mit Anna Catharina Jung aus Kirchenarnbach. Vater des Johann Georg Lenhard (Ackersmann in Harsberg, geb. 1728 Neumühle bei Kirchenarnbach; °° 1750 in Kirchenarnbach mit Anna Barbara Mayer aus Harsberg), Großvater des Georg Jacob Lenhard (Bauer in Harsberg, geb. um 1763 Harsberg, °° 1786 mit Elisabetha Storck aus Zeselberg), Urgroßvater des Müllers auf der Schwanenmühle bei Horbach, Nicolaus *Lenhard (vgl. Internetdatei Dr. Hermann Müller-Heppenheim: www.mueller-heppenheim.de/lenhard1.htm).


Etwa zwischen 1725 (Anm.: aA bei Weber: Müller und Mühlenhandwerk, a.a.O., S. 298, wonach die erste Erwähnung der Mühle erst 1754 erfolgt ist) und 1734 war Johann *Lenhard aus Harsberg Pächter auf der gerade entstandenen Neumühle bei Kirchenarnbach. Anschließend übernahm dessen Schwager Johann Jung die Mühle (vgl. Mitteilung Dr. Hermann Müller, Heppenheim vom 31.5.2011 mit 2. Lenhard-Newsletter vom März 2011).



Lenhard, Nikolaus:

1829 Schauerberg – 1877 Schwanenmühle bei Horbach; Schwanenmüller in Horbach; Sohn des Ackermanns in Schauerberg Georg Jacob Lenhard (geb. 1801 Harsberg, Sohn des Ackermanns in Harsberg Georg Jacob Lenhard [geb. um um 1763 Harsberg, °° 1786 in Weselberg] und Elisabeth Storck aus Zeselberg) und (°° 1827 Schauerberg) Anna Barbara Sehy aus Schauerberg; Urenkel des Mül­lers auf der Neumühle bei Kirchenarnbach, Johann *Lenhard (vgl. Internetdatei Dr. Hermann Müller-Heppenheim: www.muel­ler-heppenheim.de/lenhard1.htm).


Ab 1851 durch Einheirat Müller auf der Schwanenmühle bei Horbach; der dortige Müller Heinrich (3) *Klug hatte die Mühle von seinem Vater erst zum 1.1.1848 übernommen, war jedoch bereits am 18.10.1849 bei einem Jagdunfall tödlich verunglückt. Dieser hatte am 24.7.1747 die Catharina *Wagner (4.6.1830 Hermersberg – 1911 Berg bei Landau; Tochter von Franz Wagner und Elisabeth Germann) geheiratet; aus der Ehe stammen die Kinder Katharina Klug (geb. 12.7.1848 Horbach) und Heinrich (4) *Klug (geb. 13.5.1850 Horbach) (vgl. Internetdatei: www. familieklugweselberg.de iVm. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 224). Nikolaus Lenhard soll ein fleißiger und sparsamer Mann gewesen sein. Er erneuerte Mehl- und Sägemühle und fügte eine Schnapsbrennerei hinzu. Lenhard war auf der Mühle nur Pächter und es war ihm bewußt, dass nach seinem Tod, sein Stiefsohn Heinrich (4) *Klug wieder die Schwanenmühle, das Erbe seiner Väter, übernehmen würde. Kurz vor sei­nem Tod 1877 übergab Lenhard an Heinrich Klug Mühle und Hofgut. Heinrich musste sich notariell verpflichten, in den kommenden 5 Jahren an die Familie Lenhard 68.571,40 Mark als Preis zu zahlen. Falls nicht, kam eine jährliche 5 %ige Verzinsung hinzu. Hein­rich hatte die Mühle ohne flüssiges Kapital übernomen. Nach dem Tod des Nikolaus Lenhard zog sich die Witwe, mit ihren 10 Kin­dern, nach Schauerberg zurück, von wo Lenhard stammte (vgl. Internetdatei: www. familieklugweselberg.de).


Nach dem Tod des Nikolaus Lenhard zog sich die Witwe, mit ihren 10 Kindern, nach Schauerberg zurück, von wo Lenhard stammte. Man muss auch die Zeit berücksichtigen. Die Dampfmaschine war bereits erfunden, Großmühlen wurden gebaut, 1848 wurde die Pfalzbahn gebaut, die Zeiten für die Mühlen wurden härter und ein erstes Mühlensterben setzte ein. Heinrich war wohl unter diesen schlechteren wirtschaftlichen Bedingungen nicht in der Lage, Erwartungen zu erfüllen, die in weit besseren Zeiten entstanden sind und damals festgeschrieben wurden. Da Heinrich Klug nicht in der Lage war, die Forderungen seiner Mutter und seiner Stiefge­schwister zu begleichen, kam es ab 1877 zu zahlreichen Erbschaftsprozessen. Dieser auf beiden Seiten erbittert geführte Streit endete erst am 6.5.1889, dem Tag, an welchem die Schwanenmühle zwangsversteigert wurde. Die Schulden des Heinrich Klug beliefen sich inzwischen auf rd. 93.000 Mark. Die Schwanenmühle mit Gut wurde für 55.100 Mark von den Lederfabrikanten Julius und Karl Riel aus Zweibrücken ersteigert. Noch am gleichen Tag wurde die Schwanenmühle an die Firma Raab, Karcher und Comp., welche auch eine Pulverfabrik in Kaiserslautern betrieben, weiterverkauft (vgl. Internetdatei: www. familieklugweselberg.de).


Dies belastete auch die enge Verbindung zwischen den Familien Klug und Lenhard. Die Witwe Katharina Wagner, verw. Klug, verw. Lenhard zog 1877 mit ihren Kindern nach Schauerberg und starb 1911 in Berg bei Kandel bei ihrem Sohn Hermann Lenhard (Berger Ast) (vgl. Mitteilung Dr. Hermann Müller, Heppenheim vom 31.5.2011 mit 2. Lenhard-Newsletter vom März 2011).



Lentz, Johann Wilhelm:

um 1700 Müller in Schriesheim „in der Pfalz“; Vater des Johann Lentz (°° 8.7.1700 in Frankfurt/Main mit Maria Elisabeth Görgen, Tochter des verstorbenen Adam Görgen, Bender zu Worms) (vgl. Richter, Friedrich Wilhelm: Wormser in Frankfurt; in: PRFK 1975, S. 137).



Lenz, Christoph:

vor 1756 Daubhausmühle Alsenz; ab ca. 1735 Erbbeständer auf der Daubhausmühle in Alsenz (vgl. Weber: Mühlen und Müller­handwerk, a.a.O., S. 229)


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 744: „Gesuch des Michael Lenz und Joh. Stetzenbach namens der Witwe des Christoph Lenz zu Alsenz um Genehmigung des Verkaufs der Daubhausmühle, 1756-1761“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 759: „Verkauf des Erbbestands der Daubhausmühle bei Alsenz von der Witwe des Christoph Lentz an den Oberförster Ackermann zu Meisenheim, 1756-1769“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 746: „Gesuch der Erben des Christoph Lenz zu Alsenz um Erlaß des Zehnten Pfennigs und der Laudemi­algelder für die Daubhausmühle zu Alsenz, 1766-1769



Leonhard, Adam:

um 1768 Müller auf der Mahlmühle in Klingen; er ist wohl der Sohn des Müllers in Klingen, Hanß Adam *Leonhard und der Anna Maria Kunz.


Am 9.10.1765 geht die Mühle von Hanß Adam Leonhard an seine 6 Kinder über (vgl. LA Speyer Best. F11 Nr. 865 [Ausfautheiakten Klingen], zitiert nach Petermann/Rinck: Die Mühle und Müller von Klingen, a.a.O., S. 347). In der Erbteilung hat wohl der Sohn Adam Leonhard die Mühle übernommen.


Die Mahlmühle in Klingen war im 18. Jh. im Besitz der Müllerfamilie Leonhard; die Mühle ist im Mühlenverzeichnis des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtli­cher Mühlen des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 255) wie folgt be­schrieben: “Adam Leonhard Bürger zu Clingen besitzet eine eigenthümbliche Mühl, so er von dessen Eltern ererbet, solche hat 2 Wasser Räder welche 2 Mahl- und einen Schehlgang wechßel weis treiben, gibt dem Stift Weißenburg alljährlich 7 Malter Korn Was­ser Pfacht, Churpfaltz aber außer der gewöhnliche Schatzung sonsten nichts.”



Leonhard, Johann Peter:

20.1.1751 Klingen; Müllermeister in Klingen (vgl. Petermann, Kurt: Kirchenbuch der reformierten Gemeinde Klingen von 1714 – 1780, Nachtrag, a.a.O., S. 13); er ist möglicherweise identisch mit Peter *Leonhardt +++klären+++



Leonhard, NN.:

um 1768 Müller auf der Mahlmühle in Klingen; Vater des Müllers Adam *Leonhard; dieser hat die Mühle von seinen Eltern geerbt (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768).



Leonhardt, Hanß Adam:

um 1729 Müllermeister und Gerichtsmann in Klingen; reformiert; Sohn des Müllers in Klingen, Peter *Leonhard und der Anna Bar­bara, Witwe des Hans Andreas Stein; Enkel des Müllers auf der Mahlmühle in Klingen; Hanß Jacob *Steiner.


°° am 16.6.1729 in Klingen mit Anna Maria Kunz aus Wollmesheim, Tochter der Peter Kunz (vgl. Petermann, Kurt: Kirchenbuch der reformierten Gemeinde Klingen von 1714 – 1780, a.a.O., S. 38).


Er ist verm. der Vater des Müllers in Klingen, Adam *Leonhard.


Am 9.10.1765 geht die Mühle von Hanß Adam Leonhard an seine 6 Kinder über (vgl. LA Speyer Best. F11 Nr. 865 [Ausfautheiakten Klingen], zitiert nach Petermann/Rinck: Die Mühle und Müller von Klingen, a.a.O., S. 347).



Leonhardt, Mathäus:

ab 1836 – etwa 1857 Müller auf der Mahl- und Sägmühle in Weidenthal. Er baute noch vor 1838 statt der Sägmühle eine Ölmühle ein. 1850 erwarb er das zwischen der Mühle und Hauptstraße stehende, im Volksmund als Kaserne bezeichnete Wohnhaus des Fuhrmanns Daniel Ackermann jun. (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 227).



Leonhardt, Peter:

ab 1701 und noch 1733 ist Peter *Leonhardt der Müller in Klingen; reformiert (err.; bei Petermann, a.a.O., sind lutherische Eintra­gungen ausdrücklich hervorgehoben); °° mit Anna Barbara NN. ( 14.2.1736 Klingen im Alter von 60 Jahren; vgl. Petermann, a.a.O., S. 46); beide sind am 11.11.1703 in Heuchelheim als Paten bei der Taufe des Johann Jacob Stock erwähnt (vgl. Petermann, Kurt: Kir­chenbuch von Heuchelheim, a.a.O., S. 3).


°° 1701 in Klingen mit Anna Barbara NN., der Witwe des Müllers in Klingen, Hans Andreas Stein (Sohn des Müllers in Klingen Hanß Jacob *Steiner). Diese bringt die Klingener Mahlmühle in die Ehe ein, die allerdings mit einer jährlichen Zahlungsverpflich­tung aus der Nachlaßteilung zwischen den Kindern des 1698 verstorbenen Müller in Klingen Hanß Jacob *Steiner zugunsten dessen Tochter Anna Barbara Steiner (°° mit Hanß Lumpert) in Höhe von jährlich 50 Gulden belastet war.


Peter Leonhard wird erstmals 1701 im Kirchenbuch von Mörzheim mit seiner Frau Anna Barbara als Müller von Klingen genannt (vgl. Petermann/Rinck: Die Mühle und Müller von Klingen, a.a.O., S. 347). Am 21.9.1707 heißt es in den Ausfautheiakten von Klin­gen: „Meister Peter Leonhard hat seiner verstorbenen Geschweig (Anm.: = Schwägerin) den Rest von vier hinterlassenen Raten von der Klingener Mahlmühle herrühren annoch auf Lebenszeit bezahlt.“ (vgl. LA Speyer Best. F11 Nr. 865 [Ausfautheiakten Klingen], zitiert nach Petermann/Rinck: Die Mühle und Müller von Klingen, a.a.O., S. 347).


Am 3.11.1733 ist im reformierten Kirchenbuch von Ingenheim die Heirat vermerkt des “ Gebhardt Johann Godtfried Mahlmüller zu Oberhausen“ mit „Leonhardt Anna Margaretha Tochter des Leonhardt Peter, Gerichtsmann und Müllermeister zu Klingen“ (vgl. Pe­termann, Kurt: Kirchenbuch der reformierten Gemeinde Klingen von 1714 – 1780, a.a.O., S. 37).


Seine Tochter Anna Margaretha Leonhardt ist am 3.11.1733 im reformierten Kirchenbuch Klingen als Patin erwähnt, als: „Tochter von Leonhardt Peter Gerichtsmann und Müllermeister zu Klingen“ (vgl. Petermann, Kurt: Kirchenbuch der reformierten Gemeinde Klingen von 1714 – 1780, a.a.O., S. 37). Vater des Müllermeisters in Klingen, Hanß Adam 'Leonhardt (vgl. Petermann, Kurt: Kir­chenbuch der reformierten Gemeinde Klingen von 1714 – 1780, a.a.O., S. 38).


Vater des Müllermeisters in Klingen, Hanß Adam *Leonhardt. Hanß Adam *Leonhardt, der um 1729 als Müllermeister und Gerichts­mann in Klingen erwähnt ist, heiratet am 16.6.1729 in Klingen mit Anna Maria Kunz aus Wollmesheim, Tochter der Peter Kunz (vgl. Petermann, Kurt: Kirchenbuch der reformierten Gemeinde Klingen von 1714 – 1780, a.a.O., S. 38).



Leppla, Familie:

ehemalige Hugenottenfamilie die ursprünglich in Heiligenmoschel ansässig war. Familienangehörige besassen Mühlen in Oberwei­ler-Tiefenbach, Steinwenden-Weltersbach, Matzenbach und Jeckenbach



Leppla, Adam Jakob (*P2):

12.10.1829 Moormühle bei Steinwenden - 18.4.1876 Moormühle bei Steinwenden-Weltersbach; Sohn des Mühlen- und Gutsbesitzers Johann Georg *Leppla 1808-1863) und Anna Maria Kehrwald (1810-1848); Eheschließung am 1.12.1853 in Steinwenden mit seiner Kusine Elisabeth *Leppla; Kinder aus der Ehe sind Wilhelmina (1856-1902, unverheiratet), Georg *Leppla (Müller auf der Moor­mühle; 1854 - † 1887), Anna Leppla (1857-1900; °° 1877 mit ihrem Vetter Peter Leppla, Müller in Matzenbach), Elise Leppla (1859-1922; °° mit Johann Martin, zunächst Weinhändler, dann Ziegeleibesitzer in Sobernheim), Charlotte Leppla (1860-1940; °° 1882 in Steinwenden mit dem Kaufmann Philipp Julius Weber [1861-1923], von 1899-1920 Bürgermeister in Steinwenden), Friederika, gen. Frieda Leppla (1866-1932; °° 1899 in Steinwenden mit Müller Carl Bader; beide übernahmen 1900 die Moormühle.


Photo:

- Paul, Roland: Familienbilder (Familie des Adam Jakob Leppla 1829-1876, Müller auf der Moormühle in Steinwenden; in Pfälzisch-Rheinische Familienkunde 2008,. S. 461


Literatur/Urkunden:

- Paul, Roland: Familienbilder (Familie des Adam Jakob Leppla 1829-1876, Müller auf der Moormühle in Steinwenden; in Pfälzisch-Rheinische Familienkunde 2008,. S. 461

- Paul, Roland: Die Moormühle: in: Weltersbach. Streifzüge durch die Ortsgeschichte (Steinwenden 2006), S. 71



Leppla, August:

ab 1875 Müller auf der Mahlmühle in Oberweiler-Tiefenbach und der Ölmühle/Kalkmühle beim Reckweilerhof; Sohn des Müllers Jakob *Leppla.


Jakob Leppla beantragte am 26.3.1852 die Genehmigung zum Bau einer Papierfabrik beim Reckweilerhof (500 m unterhalb von Oberweiler-Tiefenbach); kurz darauf beantragte der Peter *Burckhardt seinerseits die Erteilung der Genehmigung zum Bau einer „Mahl- und Schneidmühle an der Lauter“ bei dem „zur Gemeinde Wolfstein gehörigen Röckweilerhof“; es kam hiergegen zum Wi­derspruch umliegenden Müller, die auf die um 1850 bestehende Überkapazität und mangelnde Auslastung der bereits an der Lauter vorhandenen Mühlen hinwiesen (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 36, 53-55; LA Speyer Best. H 38 Nr. 744: Schreiben Bür­germeisteramt Wolfstein an Landcommissariat Kusel vom 18.5.1852; Stadtarchiv Wolfstein Best. A Nr. VI, 3). Die von Peter Burck­hardt beantragte Genehmigung wurde nach langem Verfahren und Auseinandersetzungen mit dem Müller Jakob Leppla von Oberwei­ler-Tiefenbach am 22.7.1865 abgelehnt, wobei letzterer jedoch am 21.5.1870 eine Genehmigung zur Errichtung einer Papierfabrik er­hielt. Leppla begann bereits 1870 mit dem Bau der für den Betrieb einer Papierfabrik erforderlichen Wasserbauten, mußte diese aber infolge eines 1871 erlittenen Brandes auf der Oberweiler Mühle unterbrechen. Auch die bis zum Sommer 1872 wieder aufgenomme­nen Arbeiten erreichten bis zum Tod Lepplas lediglich einen teilweisen Abschluß. Lepplas Witwe sah sich mangels Fachkenntnis au­ßer Stande eine solche Fabrik zu betreiben, weshalb sie und ihr Sohn August Leppla sich zum Betrieb einer Kalkmühle und Säge­mühle entschlossen nachdem das Triebwerk, eine Turbinenanlage 1875 fertiggestellt waren. Die definitive Konzession dieser Mühle scheint dennoch erst mit dem 2.1.1877 in Kraft getreten zu sein scheint vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 36, 53-55, m.w.N.).


Die Grundlage für die Kalkmühle bildeten die Kalkschichten der „Unteren Kuseler Gruppe“ (Unterrotliegendes). Charakteristisch für die sog. Altenglaner Schichten ist, daß sie speziell im unteren Bereich bis etwa 3 m mächtige Kalksteinbänke aufweisen, die die An­lage von zahlreichen Kalksteinbergwerken im Mündungsbereich zwischen Glan und Lauter begünstigten (vgl. Dreyer, G.: Die Geolo­gie des Königsberges; in: Wolfstein. Kleine Stadt im Königsland, Weißenthurm 1975, Teil II, S. 138, 148).



Leppla, Carl:

Müller auf der Jeckenbacher Untermühle; Sohn des Müllers Peter *Leppla und Carolina Speyer, der Tochter des Müllers Jacob Spey­er, die 1829 auf der Mühle geboren wurde; Carl Leppla folgte 1887 seinen Eltern als Müller auf der Jeckenbacher Untermühle nach; °° mit Lina NN. verh. Leppla (vgl. Spengel, Gerd: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, a.a.O., S. 161).



Leppla, Elisabeth:

6.1.1834 Oberweiler-Tiefenbach - 24.6.1876 Moormühle bei Steinwenden-Weltersbach; Tochter des Mühlenbesitzers in Oberweiler-Tiefenbach Jakob Leppla (1805-1874) und der Charlotte Braun (1808-1896). Eheschließung am 1.12.1853 in Steinwenden mit ihrem Cousin Adam Jakob *Leppla. Kinder aus der Ehe sind Wilhelmina (1856-1902, unverheiratet), Georg *Leppla (Müller auf der Moor­mühle; 1854 - † 1887), Anna Leppla (1857-1900; °° 1877 mit ihrem Vetter Peter Leppla, Müller in Matzenbach), Elise Leppla (1859-1922; °° mit Johann Martin, zunächst Weinhändler, dann Ziegeleibesitzer in Sobernheim), Charlotte Leppla (1860-1940; °° 1882 in Steinwenden mit dem Kaufmann Philipp Julius Weber [1861-1923], von 1899-1920 Bürgermeister in Steinwenden), Friederika, gen. Frieda Leppla (1866-1932; °° 1899 in Steinwenden mit Müller Carl Bader; beide übernahmen 1900 die Moormühle (vgl. Paul, Ro­land: Familienbilder (Familie des Adam Jakob Leppla 1829-1876, Müller auf der Moormühle in Steinwenden; in Pfälzisch-Rheini­sche Familienkunde 2008,. S. 461; Paul, Roland: Die Moormühle: in: Weltersbach. Streifzüge durch die Ortsgeschichte (Steinwenden 2006), S. 71)



Leppla, Georg:

vor 1819 Oberweiler (err.); Müller in Oberweiler; °° mit Anna Gertrauda Pfleger vom Holborner Hof/Holborner Mühle († um 1819), der Witwe des Oberweiler Müllers Peter *Leppla.


+++++ Müller in Oberweiler; °° mit Anna Gertraude Pfleger († um 1819) von der Holborner Mühle / Holborner Hof: aus der ehe stammen die 1819 noch minderjährigen Kinder Johann, Jacob und Georg Leppla; die Witwe Anna Gertrauda Pfleger heiratete nach dem Tod des Peter Leppla den Müller Georg Leppla, ebenfalls Müller in Oberweiler.


Im „Intelligenz-Blatt des Rheinkreises“ wird am 8.5.1819 die Versteigerung der Holborner Mühle im Wege der Erbauseinanderset­zung für den 28.5.1819 annociert. Dort heißt es: „ …. auf Anstehen von Elisabetha Margaretha Pfleger, Wittib des verlebten Jacob *Zapp, Müller …. , von Christian Gauch, Ackersmann von Einöllen … Vormund über Johann, Jacob, und Georg Lepla, Kinder erster Ehe der verstorbenen Anna Gertrauda Pfleger, und des Peter Lepla, bey Lebzeiten Müller in Oberweiler, …. von Heinrich Lepla, …. Vormund von Gertrauda Lepla, Kind zweiter Ehe der gedachten Anna Gertrauda Pfleger, erzeugt mit dem verstorbene Georg Lepla, bey Lebzeiten Müller in Oberweiler; von Adam Müller, Müller von Oberweiler, natürlicher Vormund von Carl Müller, sein einziges in der dritten Ehe mit genannter Anna Gertrauda Pfleger, erzeugte Kind“ werden versteigert „einem Wohnhause und Mahlmühle mit einem Schäl- und Mahlgang zwischen dem Hohlbornerhof und der Gemeinde Heimkirchen gelegen …. (vgl. „Intelligenz-Blatt des Rheinkreises“ Nr. 35 vom 11.5.1819, S. 178/79 und 4.6.1819 S. 323/324).



Leppla, Georg:

1854 Moormühle bei Steinwenden - 1887 Moormühle in Steinwenden-Weltersbach; Sohn von Adam Jakob *Leppla und Elisabeth *Leppla; Eheschließung mit der Bauerntochter Lisetta Rüb (1856-1897) aus Hütschenhausen (vgl. Paul, Roland: Familienbilder (Fa­milie des Adam Jakob Leppla 1829-1876, Müller auf der Moormühle in Steinwenden; in Pfälzisch-Rheinische Familienkunde 2008,. S. 461). Nachdem sein Vater Adam Jakob *Leppla bereits 1876 im alter von erst 47 Jahren gestorben war, führte zunächst seine Mut­ter Elisabeth *Leppla, Müllerstochter von der Mühle in Oberweiler-Tiefenbach die Moormühle weiter. Einige Jahre später übernahm Georg Leppla die Mühle mit dem zugehörigen Gutsbetrieb. Doch auch er starb früh, kaum 33jährig 1887 (vgl. Paul, Roland: Die Moormühle: in: Weltersbach. Streifzüge durch die Ortsgeschichte (Steinwenden 2006), S. 71).



Leppla, Jakob (Jacob):

1805 - 1874 Oberweiler-Tiefenbach; Bruder des Müllers Johann Georg *Leppla; Mühlenbesitzer in Oberweiler-Tiefenbach; Ehe­schließung mit Charlotte Braun (1808-1896); Vater der Elisabeth *Leppla (vgl. Paul, Roland: Familienbilder [Familie des Adam Ja­kob Leppla 1829-1876, Müller auf der Moormühle in Steinwenden]; in Pfälzisch-Rheinische Familienkunde 2008,. S. 461); der Halbbruder von Jakob Leppla, Carl *Müller (s. Lohmühle), besaß die Öl- und Lohmühle in Steinwenden-Weltersbach, die kurz vor 1900 in den Besitz des Bäckermeisters Christian Schellhaas überging (Quelle: Internetdatei http://www.Waltharis-Fest.de; Internetda­tei http://www. gemeinde-steinwenden.de/weltersbach.). Vater des Müllers August Leppla (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 55).


Am 18.10.1847 gab das Bürgermeisteramt Wolfstein eine Stellungsnahmen zu den neuen Mühlen „amerikanischer Bauart“ ab, die sich auf die negativen Erfahrungen des Müllers Jacob Leppla stützt (vgl. Heil: funktionaler Wandel, a.a.O., S. 39; LA Speyer Best. H 38 Nr. 743: Bürgermeisteramt Wolfstein an Landcommissariat Kusel vom 18.10.1847).


Jakob Leppla beantragte am 26.3.1852 die Genehmigung zum Bau einer Papierfabrik beim Reckweilerhof (500 m unterhalb von Oberweiler-Tiefenbach) in der Gemarkung von Wolfstein; kurz darauf beantragte der Peter *Burckhardt seinerseits die Erteilung der Genehmigung zum Bau einer „Mahl- und Schneidmühle an der Lauter“ bei dem „zur Gemeinde Wolfstein gehörigen Röckweiler­hof“; es kam hiergegen zum Widerspruch umliegenden Müller, die auf die um 1850 bestehende Überkapazität und mangelnde Aus­lastung der bereits an der Lauter vorhandenen Mühlen hinwiesen (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 36, 53-55; LA Speyer Best. H 38 Nr. 744: Schreiben Bürgermeisteramt Wolfstein an Landcommissariat Kusel vom 18.5.1852; Stadtarchiv Wolfstein Best. A Nr. VI, 3). Die von Peter Burckhardt beantragte Genehmigung wurde nach langem Verfahren und Auseinandersetzungen mit dem Müller Jakob Leppla von Oberweiler-Tiefenbach am 22.7.1865 abgelehnt, wobei letzterer jedoch am 21.5.1870 eine Genehmigung zur Errichtung einer Papierfabrik erhielt. Leppla begann bereits 1870 mit dem Bau der für den Betrieb einer Papierfabrik erforderli­chen Wasserbauten, mußte diese aber infolge eines 1871 erlittenen Brandes auf der Oberweiler Mühle unterbrechen. Auch die bis zum Sommer 1872 wieder aufgenommenen Arbeiten erreichten bis zum Tod Lepplas lediglich einen teilweisen Abschluß. Lepplas Witwe sah sich mangels Fachkenntnis außer Stande eine solche Fabrik zu betreiben, weshalb sie und ihr Sohn August Leppla sich zum Betrieb einer Kalkmühle und Sägemühle entschlossen nachdem das Triebwerk, eine Turbinenanlage 1875 fertiggestellt waren. Die definitive Konzession dieser Mühle scheint dennoch erst mit dem 2.1.1877 in Kraft getreten zu sein scheint vgl. Heil: Funktiona­ler Wandel , a.a.O., S. 36, 53-55, m.w.N.).



Leppla, Johann Georg (*P2):

1808 - 1863 Moormühle in Steinwenden-Weltersbach; Bruder des Müllers Jakob *Leppla aus Oberweiler-Tiefenbach; Müller auf der Moormühle und Gutsbesitzer; Eheschließung mit Anna Maria Kehrwald (1810-1848); Vater des Adam Jakob *Leppla (vgl. Paul, Ro­land: Familienbilder [Familie des Adam Jakob Leppla 1829-1876], Müller auf der Moormühle in Steinwenden; in Pfälzisch-Rheini­sche Familienkunde 2008,. S. 461); der Halbbruder von Johann Georg Leppla, Carl *Müller (s. Lohmühle), besaß die Öl- und Loh­mühle in Steinwenden-Weltersbach, die kurz vor 1900 in den Besitz des Bäckermeisters Christian Schellhaas überging (Quelle: Inter­netdatei http://www. Waltharis-Fest.de; Internetdatei http://www. gemeinde-steinwenden.de/weltersbach. html). Leppla war zeitweise Mitglied des Landrats der Pfalz.


Anm: zwischen Familie Leppla und Familie Kehrwald bestanden intensive Beziehungen. Die Stiefmutter von Johann Georg Leppla (genau, die 2. Ehefrau seines Stiefvaters, bei der Leppla aufwuchs) war in 1 Ehe mit Balthasar Kehrwald vom Rodalberhof verheira­tet (vgl. Paul, Roland: Die Moormühle: in: Weltersbach. Streifzüge durch die Ortsgeschichte (Steinwenden 2006), S. 70). Die Tochter des Müllers auf der Moormühle, Nikolaus Pletsch, Anna Maria Pletsch heiratete Balthasar Kehrwald vom Rodalberhof bei Lemberg. Ihm und seiner Frau übertrug Nikolaus Pletsch 1797 das Mühlen- und Hofgut mit Bordenmühle und Ziegelhütte. Kehrwald erneuerte die Mahl- und Sägemühle und baute eine Branntweinbrennerei. 1815 wurde er auch zum Bürgermeister von Steinwenden gewählt. Er starb aber bereits1818. Seine Witwe verheiratete sich mit dem aus Eulenbis stammenden Johann Jakob Müller (1786-1839), der ebenfalls seit 2 Jahren verwitwet war und zuletzt die Mühle in Oberweiler a.d. Lauter betrieben hatte. Er brachte sein eigenes 2jähri­gen Söhnchen Carl Müller sowie seinen 12jährigen Stiefsohn Johann Georg Leppla mit auf die Moormühle und ließ beide den Mül­lerberuf lernen (vgl. Paul, Roland: Die Moormühle: in: Weltersbach. Streifzüge durch die Ortsgeschichte (Steinwenden 2006), S. 70). Adam Müller richtete in den 1820er Jahren neben der Mahl- und Sägemühle eine Ohligmühle ein, die er später seinem Sohn Carl Müller übergab. Nachdem der ursprünglich zur Mühlenübernahme vorgesehene Nikolaus Kehrwald, der älteste Sohn Balthasar Kehr­walds und der Anna Maria Pletsch, sich als Rotgerber in Kaiserslautern niedergelassen hatte, ging die Mahlmühle samt Sägewerk und landwirtschaftlichem Betrieb auf die Tochter Anna Maria Kehrwald über, die sich mit Johann Georg Leppla verheiratet hatte (vgl. Paul, Roland: Die Moormühle: in: Weltersbach. Streifzüge durch die Ortsgeschichte (Steinwenden 2006), S. 70).


Leppla war ein sehr erfolgreicher Müller und erwarb nach einigen Jahren auch die Siebenbauernmühle in Miesau


Aus der Ehe mit Anna Maria Kehrwald stammt der Sohn Adam Jakob *Leppla (vgl. Paul, Roland: Die Moormühle: in: Weltersbach. Streifzüge durch die Ortsgeschichte (Steinwenden 2006), S. 71).



Leppla, Peter:

Müller auf der Jeckenbacher Untermühle; er heiratete die Tochter des Müllers Jacob Speyer, die 1829 auf der Mühle geboren wurde. “Gott mit uns” schrieben 1853 die Eheleute Peter Leppla und Frau Carolina auf eine Türsturz ihres vermutlich neuen Hauses. Es folgten 1887 der Sohn Carl *Leppla und dessen Ehefrau Lina NN. verh. Leppla (vgl. Spengel, Gerd: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, a.a.O., S. 161).



Leppla Peter:

Die Müllerstochter Jakobina Elisabetha Leiß (1802-1866) hatte sich mit dem Müller Johann Jakob Urschel von der Schrollbacher Mühle (heute Gerberei Göttel) verheiratet. Dieser errichtete 1835 das heute noch stehende und in den letzten Jahren von dem jetzigen Besitzer Klaus Dockendorf restaurierte Mühlengebäude in Matzenbach. Von den zehn Kindern des Ehepaares Urschel starben fünf als Säuglinge oder Kleinkinder, der Sohn Carl sowie die Töchter Carolina und Amalie wanderten später in die USA aus. Friederika und Jakobina blieben in der Heimat und verheirateten sich mit den Brüdern Peter und Jakob Leppla aus der Oberweiler-Tiefenbacher Mühle. Während Jakob Leppla die Bliesdalheimer Mühle erwarb, kam Peter 1847 in die Matzenbacher Mühle. Er gliederte der Öl-und Mahlmühle ein Sägewerk an. Von den Kindern des Ehepaars Peter und Jakobine Leppla ergriffen zwei (Peter jun. und Adolf) den Müllerberuf, einer (Jakob) betrieb das Sägewerk, eine Tochter heiratete den Rehweiler Müller Breith, eine andere den zeitweise in Neunkirchen, später in Niederkirchen bei Kaiserslautern, dann in Freinsheim tätigen Pfarrer Ludwig Theisinger. Der 1859 in der Matzenbacher Mühle geborene Sohn August Leppla studierte Geologie, wurde einer der besten Kenner der geologischen Verhältnisse in der Pfalz und machte sich als preußischer Landesgeologe einen Namen in der Wissenschaft. Der Professor und Geheime Bergrat Dr. August Leppla starb 1924 in Wiesbaden (Quelle: H. Weis; Internet-Datei Matzenbach.de/gemeinde/historik/matz.htm, Stand No­vember 2007); wohl Vater des Müllers in Matzenbach Peter *Leppla ++++noch prüfen++++



Leppla, Peter:

+++++ Müller in Oberweiler; °° mit Anna Gertraude *Pfleger († um 1819) von der Holborner Mühle / Holborner Hof: aus der ehe stammen die 1819 noch minderjährigen Kinder Johann, Jacob und Georg Leppla; die Witwe Anna Gertrauda Pfleger heiratete nach dem Tod des Peter Leppla den Müller Georg Leppla, ebenfalls Müller in Oberweiler.


Im „Intelligenz-Blatt des Rheinkreises“ wird am 8.5.1819 die Versteigerung der Holborner Mühle im Wege der Erbauseinanderset­zung für den 28.5.1819 annociert. Dort heißt es: „ …. auf Anstehen von Elisabetha Margaretha Pfleger, Wittib des verlebten Jacob *Zapp, Müller …. , von Christian Gauch, Ackersmann von Einöllen … Vormund über Johann, Jacob, und Georg Lepla, Kinder erster Ehe der verstorbenen Anna Gertrauda Pfleger, und des Peter Lepla, bey Lebzeiten Müller in Oberweiler, …. von Heinrich Lepla, …. Vormund von Gertrauda Lepla, Kind zweiter Ehe der gedachten Anna Gertrauda Pfleger, erzeugt mit dem verstorbene Georg Lepla, bey Lebzeiten Müller in Oberweiler; von Adam Müller, Müller von Oberweiler, natürlicher Vormund von Carl Müller, sein einziges in der dritten Ehe mit genannter Anna Gertrauda Pfleger, erzeugte Kind“ werden versteigert „einem Wohnhause und Mahlmühle mit einem Schäl- und Mahlgang zwischen dem Hohlbornerhof und der Gemeinde Heimkirchen gelegen …. (vgl. „Intelligenz-Blatt des Rheinkreises“ Nr. 35 vom 11.5.1819, S. 178/79).



Leppla, Peter:

1852 Matzenbach-1910 Matzenbach, Müller auf der Mühle in Matzenbach; °° mit seiner Kusine Anna geb. Leppla (1857-1900), der Tochter des Müllers auf der Moormühle in Steinwenden-Weltersbach, Adam Jakob *Leppla (vgl. Paul, Roland: Familienbilder (Fa­milie des Adam Jakob Leppla 1829-1876, Müller auf der Moormühle in Steinwenden; in Pfälzisch-Rheinische Familienkunde 2008,. S. 461). Wohl Sohn des Müllers Peter Leppla und der Müllerstochter Jakobina Urschel von der Matzenbacher Mühle +++noch prü­fen+++



Lerch, Christoph:

geboren in Asselheim; † 10.12. 1734 in Asselheim; Sohn von Hans Michael *Lorch und NN. Lutherischer Konfession (vgl. Weber, Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 58); Papiermüller in Asselheim


Die Familie Lerch/Lorch betrieb um 1728 am Hohfels bei Asselheim (später sog. Lefferthäuser [vgl. Brügel: Asselheim, a.a.O., S. 71] in der Kurve im Eistal auf Höhe des heutigen Parkplatzes) um 1728 eine Papiermühle bei Asselheim (vgl. Weber: Mühlen der be­sonderen Art, S. 42/43); an dem erhaltenen Gebäude befindet sich eine Inschrift "H.M.L. 1728 (Photo bei Weber, a.a.O.), die nach mündlicher Überlieferung mit "Heinrich Mann Lautersheim" gedeutet wird; Weber meint dagegen überzeugend, es handele sich um Hans Michael Lorch.


Heirat mit der aus Lambrecht stammenden Klara Elisabeth *Gerste am 27.8.1686 in Asselheim; Vater der Anna Klara *Lerch (gebo­ren am 5. oder 15.6.1687); 7xUrgroßvater von Eberhard Ref.



Lerch, Johann Baptist:

vor 1821; ab 1808 Beständer der Neumühle in Landau; °° Maria Jacobea *Schmaltz, der Tochter des Müllers auf der Neumühle Landau, Ignatz *Schmaltz; aus der Ehe stammt der Sohn Johann Philipp *Lerch, der 1831 die Mühle übernimmt (vgl. Stadtarchiv Landau, Best. S 2-308 Mitteilung vom 3.5.1962).


Frantz Ignatz Schmaltz und seine Ehefrau Maria Susanne NN. verkaufen am 31.5.1808 die Neumühle in Landau an den Schwieger­sohn Johann Baptist *Lerch und die Tochter Maria Jakobea Schmaltz (vgl. Stadtarchiv Landau, Best. S 2-308 Mitteilung vom 3.5.1962; LA Speyer Best. K 25 Nr. 72 Urk. Nr. 326 [ Briefprotokolle Landau]).



Lerch, Johann Philipp:

ab 1831 Müller auf der Neumühle in Landau; Sohn des Müllers auf der Neumühle, Johann Baptist *Lerch und der Jacobäa *Schmaltz; Enkel des Müllers auf der Neumühle, Ignatz *Schmaltz (vgl. Stadtarchiv Landau, Best. S 2-308 Mitteilung vom 3.5.1962).



Lettenbauer, Anna Barbara:

des Johann Henrich Simchen auf der Gallappmühle Hausfrau“, die am 1.1.1738 Patin in Otterbach ist (vgl. Rink, Franz: Die Taufbü­cher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 192 Nr. 1740). Tochter des Müllers auf der Gallappmühle Theobald *Lettenbauer und der Maria Sybilla NN.; am 10.2.1743 war Magdalena Louisa NN, die 2 Ehefrau Gallappmüllers Theo­bald Lettenbauer, in der deutsch-reformierten Kirche in Otterberg Patin bei der Taufe der Maria Magdalena Simgen aus Morlautern (Tochter des Johann Henrich Simgen † 12.1.1743 und der jungen Witwe Anna Barbara Lettebauer) als Patin „Magdalena Louisa, des Theobald Lettenbauer von Gallappenmühle Hausfrau, des Kindes Stiefgroßmutter“ (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-re­formierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 213 Nr. 1940).



Lettenbauer, Hanß Conradt:

11.12.1665 als Neumüller in Kaiserslautern (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 82 Nr. 2951). 1639 zog Konrad Let­tenbauer nach Kaiserslautern und baute die 1635 während des Kroatensturms niedergebrannte Neumühle in Kaiserslautern wieder auf (vgl. „Die Rheinpfalz“ Kaiserslauterer Rundschau vom 24.10.1986: “Auf die Neumühle wartet die Abbruchfirma“). Um 1654 ist Hanß Conradt Lettenbauer der Müller in der „newen Mühle“.


Am 28.3.1639 soll sich Hanß Conradt Lettenbauer erklären, ob er Bürger in Kaiserslautern werden will. Die Bürgeraufnahme erfolgt am 19.6.1639. Am 14.9.1639 ist Hans (Johannes) *Morgenstern „sein Schwehr“ (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 73 Nr. 1305).


Am 5./15.8.1642 gerät er als Spitalmüller mit Abraham Darr aus Otterberg in Streit. Darr wollte zunächst in der Spitalmühle dann in der „Klostermühle“ mahlen, es kam darüber mit Lettenbauer zur Auseinandersetzung (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., 62 Nr. 1156 und S. 73 Nr. 1305).


Lettenbauer ist am 28./18.9.1645 Teilerbe des verstorbenen Sixt Hahn. Am 10.3.1647 erklärt er, als „Müller in Stift“ die völlig rui­nierte Neumühle auf seine Kosten wieder aufbauen zu wollen und auf 9 Jahre zu übernehmen. Am 20.8.1650 wohnt jetzt „beständig“ in der Neumühle. Am 27.3.1654 wird er als Müller in der „Zweckenmühle“ benannt (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 73 Nr. 1305).


Die Neumühle in Kaiserslautern wurde im Jahre 1647 dem Müller (Anm.: Hans) Konrad *Lettenbauer zunächst unentgeltlich über­lassen (vgl. Friedel, Heinz: „Eine Wanderung zu den Höfen und Mühlen im Westen von Kaiserslautern“; in: Mitteilungen der Ar­beitsgemeinschaft Kreis Kaiserslautern des Historischen Vereins der Pfalz, Nr. 14 Januar 1960, S. 2).


Am 11.9.1652 beklagt sich Johannes Senff, der „Frieß“ von Otterbach über den Neumüller Hans Conradt Lettenbauer (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 115 Nr. 3359).


Lettenbauer wird vom am 13.1.1656 – Ostern 1656 als Beständer der Neumühle bei Kaiserslautern genannt sowie am 27.3.1656 Spi­talmüller in Kaiserslautern (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 82 Nr. 2951).


Er wird von seinem Schwager Johannes Sommer beklagt wegen verübter Gewalt; 1656 wird Lettenbauer als Mitglied der Bäcker­zunft geschatzt vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 82 Nr. 2951 und 3376).


Der Neumüller Hans Conrad Lettenbauer kauft 1662 von der Witwe Barbara Reiff und deren Sohn Hans Jacob Reiff die Behausung in der Fackelgasse (vgl. Herzog. Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O, S. 175 Nr. 2951).


°° mit Lisabeth NN. (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 73 Nr. 1305); wohl Lisabeth Sommer [Anm.: sein Schwager ist der hoheneckische Keller in Kaiserslautern, Johannes Sommer; dessen Tochter den Schultheiß und Bordmüller in Kaiserslautern, Johann Adam *Siegfriedt heiratet; vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 116 Nr. 3366].


Vater des Hanß Conrad *Lettenbauer jun., des Johannes Lettenbauer und der Lisabeth Lettenbauer (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 67 Nr. 4586 und 4587; Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 29 Nr. 2235; Her­zog: Kaiserslautern, 1620-1650, a.a.O., S. 73 Nr. 1305). Seine Tochter Lisabeth Lettenbauer ist am 27.3.1654 in Enkenbach Patin bei der Taufe der Anna Maria Lisabeth Henn (vgl. Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 15 Ein­trag vom 27.3.1654), bzw. in der „Zweckenmühle“ (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 82 Nr. 2951).



Lettenbauer, Hanß Conrad jun.:

geb. 1648 err., Kaiserslautern; Müller auf der Galappmühle im Morlautern (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 82 Nr. 2951 und 2952); Sohn des Müllers auf der Spitalmühle und Neumühle Kaiserslautern, Hanß Conrad Lettenbauer und der Lisbeth NN. (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 73 Nr. 1305 und Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 82 Nr. 2951 und 2952); Bruder des Johannes Lettenbauer (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 67 Nr. 4586 und 4587); 1683 als Bäcker in und Mitglied der Bäckerzunft geschatzt, Vermögen 300 fl.; 20.2.1685 als Spitalmüller in Kaiserslautern ge­nannt; ist am 18.10.1684 im Alter von 36 Jahren Zeuge (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 67 Nr. 4586).


Ab 29.11.1677 ist Hans Conrad Lettenbauer der Nachfolger von Johann Klein und Dorothea NN. (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 73, Nr. 1305; Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 29 Nr. 2234; Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 82 Nr. 2952).


°° mit Anna Barbara Pfeiffer aus Rodenbach (Tochter des Hanß Velten Pfeiffer, ursprünglich aus Erlenbach (vgl. Herzog: Kaiserslau­tern 1651-1681, a.a.O., S. 29 Nr. 2235).


Seine Tochter NN. Lettenbauer war mit Johann Philipp *Aumer verheiratet, dem Müller auf der Salingsmühle in Kaiserslautern (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 16; Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 29 Nr. 2235).


Noch um 1705 war Lettenbauer der Müller auf der Gallappmühle bei Kaiserslautern (auf Morlauterer Gemarkung gelegen) (vgl. Her­zog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 16).



Lettenbauer, Theobald:

um 1721 Müller auf der Galappmühle in Morlautern. Am 1.12.1721 ist als Pate im deutsch-reformierten Kirchenbuch Otterberg ein­getragen „Theobald *Lettenbauer von der Gallapmühle“ (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Ot­terberg 1650-1802, a.a.O., S. 117 Nr. 1082); °° I mit Maria Sybilla NN.; diese ist am 12.4.1731 Patin in der deutsch-reformierten Kir­che in Otterberg: „Maria Sybilla, Theobald Lettenbauers von Gallaber Mühl Hausfrau“ (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 154 Nr. 1410); Vater der Anna Barbara *Lettenbauer „des Johann Henrich Simchen auf der Gallappmühle Hausfrau“, die am 1.1.1738 Patin in Otterbach ist (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 192 Nr. 1740). °° II mit Magdalena Louisa NN; am 10.2.1743 war in der deutsch-reformierten Kirche in Otterberg bei der Taufe der Maria Magdalena Simgen aus Morlautern (Tochter des Johann Hen­rich Simgen und der Anna Barbara Lettebauer) als Patin „Magdalena Louisa, des Theobald Lettenbauer von Gallappenmühle Haus­frau, des Kindes Stiefgroßmutter“ (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 213 Nr. 1940).


Theobald Lettenbauer ist wohl auch der Vater der Maria Sybilla NN., die mit Johann Peter Pfaff von der Gallappenmühle verheiratet war. Diese war ebenfalls am 10.2.1743 in der deutsch-reformierten Kirche in Otterberg Patin bei der Taufe der Maria Magdalena Simgen aus Morlautern (Tochter des Johann Henrich Simgen und der Anna Barbara Lettebauer) zusammen mit der weiteren Patin „Magdalena Louisa, des Theobald Lettenbauer von Gallappenmühle Hausfrau, des Kindes Stiefgroßmutter“ (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 213 Nr. 1940).



Letterer, Georg:

er wird 1685 als Müller auf der Fronmühle in Haßloch namentlich erwähnt (vgl. Ruckdeschel, Bernd H.: Die Haßlocher Mühlen, a.a.O., S. 31). Im Kirchenbuch Geinsheim ist 1685 Georg Letter erwähnt (vgl. Kästel: Einwohner von Geinsheim, a.a.O., S. 27)



Leuthäußer, Jacob:

um 1744; ihm war laut Erbbestandsbrief vom 14.11.1743 gestattet worden, bei Hengstbach eine Mühle zu bauen (vgl. Weber: Müh­len und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 192).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 946/4: „Erbauung einer Mahl- und Ölmühle zu Hengstbach durch Jakob Leithäuser 1743“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 946/5: „Differenzen Leuthäusers mit Schorrenburg wegen eines Mühlgrabens zu Hengstbach, 1745“



Leydinger, Familie:

s. auch *Leidinger



Leydinger, Andreas:

s. Andreas *Leidinger



Leyen, Johannes:

Müller (err.) auf der Leyenmühle in Abentheuer bei Birkenfeld; °° vor 1560 Johannes Leyhen aus der Leyhenmühle, wohnhaft auf der Abentheuer, mit Ottilia NN. († 15.11.1585) (vgl. Jung: Familienbuch Achtelsbach, a.a.O., S. 148 Nr. 780).


Vater der Katharina Leyen (geb. in der Leyenmühle); diese heiratete am 15. Trinitatis 1577 (= 2.6.1577) den Adam *Brenner (geb. 1552; genannt „Leyen-Adam“) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 32, 33, 148).


Am 8.11.1583 erscheint als Pate bei der Taufe des Hans Leyhen (Sohn des Johannes Eydam Adam Leyhen auf der Abentheuer) der „Hans, Johann [des] Müllers Sohn auf der Leyhen-Mühle (vgl. Jung: Familienbuch Achtelsbach, a.a.O., S. 149 Nr. 781).


Am 10.1.1584 ist Pate bei der Taufe des Hans Schneider aus Ellweiler der „Hans, Müller Johannes Sohn von der Leyhen-Mühle“ (vgl. Jung: Familienbuch Achtelsbach, a.a.O., S. 233 Nr. 1222).



Leys, Familie:

s. auch Leiß, Leis



Leys, Andres:

um 1738 Müller in Matzenbach; +++prüfen: inwieweit besteht Identität mit Johann Andreas *Leiß, 1739 Müller zu Gimsbach „++++


Die Mühle ist in der Renovation der Schultheißerei Reichenbach vom 17.9.1738 aufgeführt (vgl. Bericht des Amtskellers Schabrock vom 17.9.1738, LA Speyer Best. A 2 Nr. 131/ fol. 29) und wie folgt beschrieben: „Andres Leys zu Matzenbach eine Erbbestands Mühl mit 2 Gäng wie auch einen Ohlig gang, gibt Jährl: 5.3 Mltr Korn und 5 Mltr Haber nebst 3 fl geld jährl: Erbpfacht in die Kelle­rey zeit ao 1687.“



Leys, Wilhelm:

um 1776 Müller auf der Matzenbacher Mühle in Matzenbach/Glan; zusammen mit seiner Frau Margarethe NN war Leys Erbbestän­der der Matzenbacher Mühle; Erbbeständer sind Wilhelm Leys und Frau Margarethe; beide geben 5 Ma. Korn und Ma. Hafer als Pacht (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 259; vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 131 Bl. 4; LA Speyer Best. 131/3 Bl. 30). Aus der Ehe stammen die Söhne Daniel Leys, Philipp Leys und die Töchter Margaretha Leys (°° mit dem Müller Jakob *Rübell aus Oberstaufenbach), Elisabeth Leys und Carolina Leys. Der Erbbestandsbestandsbrief für die Eheleute Wilhelm Leys datiert von 12.3.1763 (vgl. LA Speyer Best. 131/3 Bl. 30 und 30r).



Licht, Johannes:

1727-1763; Müllermeister aus Wachenheim / Pfrimm; Pächter der Neumühle in Wachenheim / Pfrimm; Sohn des Stadtmüllers Ulrich Licht aus Otterberg; Licht war Mennonit; er heiratete 1760 Susanna Görlipp, die Witwe des 1759 verstorbenen Johann Nikolaus *Bauschert, nachdem er zur lutherischen Kirche übergetreten war und wurde so Müller auf der Neumühle in Wachenheim, die seine Frau mit in die Ehe bracht. Er starb bereits 1763, nachdem er am 2.7.1763 zwischen Asselheim und Albsheim nachts in Trunkenheit durch den Fuß gehauen worden war, sodaß dieser amputiert werden mußte, was Licht nicht überlebte (vgl. Würth: Wachenheim a.d. Pfrimm, a.a.O., S. 161).



Lichtenberger, Casimir:

Kaufmann aus Speyer; er setzte die Hasenpfuhler Mühle rechts des Woogbaches seit der Hälfte des Jahres 1829 bis 1839 als Krapp­mühle ein. Vor allem aber setzte er von 1829 bis 1839 auch die Hasenpfuhler Mühle rechts des Woogbaches als Krappmühle einsetzte (vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 98 m.w.N.). Darüber hinaus betrieb die Familie Lichtenberger am St. Guido-Stiftsplatz in Speyer eine Krappmühle (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 347). Er ist wohl +++klären+++Vater des Karl Lichtenber­ger, der 1869 erwähnt wird (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 347).



Lichti, Gertraude:

um 1730; Wartenberger Mühle Grafschaft Rohrbach-Wartenberg; verheiratet mit Heinrich *Krehbiel (vgl. Weber: Mühlen und Mül­lerhandwerk, a.a.O., S. 303); auf dem Türsturz der ehemaligen Mühle stehen die Buchstaben H.K.B. und G.L., dazwischen ein Mühl­rad mit der Jahreszahl 1730; sie bedeuten Heinrich Krehbiel und Gertraude Lichti (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 303); sie ist vermutlich die Mutter des Müllers Christian *Krehbiel von der Wartenberger Mühle (vgl. Gillmann: Sippersfeld, Pfrimmerhof und Breunigweiler, a.a.O., S. 111).



Lichti, Ulrich:

1758; Lichti ist seit 1735 Inhaber der Stadtmühle in *Otterberg, früher als Klostermühle bezeichnet. Seine erste Frau war eine Wit­we Sterrer, die zweite eine geborene Rubel vom *Messerschwanderhof. Die Mühle hatte zunächst zwei Mahlgänge und entrichtete 1739 dafür 20 Ma. Korn als Pacht. Lichti ist 1758 im Hochwasser führenden Otterbach ertrunken (vgl. Weber: Mühlen und Müller­handwerk, a.a.O., S. 242).



Lieb, Michel:

um 1739 Müller auf der Hetschmühle zu Sand; im Ortsteil im Ostteil des heutigen Dorfes gelegen, gibt noch heute den ‘Mühlweg’; im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis des Oberamts Kaiserslautern von 1739 (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29) ist die Mühle wie folgt beschrieben: “ist vor 7 Jahren neu erbaut worden. Michel Lieb hat sie vor 3 1/2 Jahren von den Pirrmanns Erben er­kauft. Gibt 2 Malter Korn für den Wasserfall. Durch Mühlensachverständige (Zunftmeister) unlängst auf 5 Malter Korn taxiert.” (zi­tiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 238).



Liebardt, Balthasarus:

wird 1631 als "Molitor in Molina Germanie Hübelmühl" im kath. KB von Hatten/Elsass erwähnt (vgl. Mitteilung von Herrn Kurt Liebhard vom 18.4.2011). Die Mühle liegt zwischen Bühl und Niederroedern, nahe der Lochmühle wie sich aus der Karte von Cassi­ni (Anm.: der französische Kartograph Jacques Cassini kartographierte unter Mithilfe seines Sohnes César François Cassini du Thury 1733/1734 Nordfrankreich; der Sohn nahm 1739/40 weitere sehr genaue Vermessungen durch, die Basis der ersten vollständigen Kartographierung Frankreichs waren, welche 1746/47 in 18 Blättern im Maßstab 1:870000 waren; vgl. Internetdatei-Wikipedia: Stichwort César François Cassini du Thury) ergibt (vgl. Mitteilung von Herrn Kurt Liebhard vom 18.4.2011).



Lieberich, Johann Adam:

am 1859 Müller auf der Rollwagen-/Kabig-Mühle in Annweiler. Am 31.1.1859 wurde die „sogenannte Rollwagen- oder Keysermüh­le, im Banne von Annweiler, an der Queich gelegen, mit einer Wasserkraft für sechs Gänge, bestehend in drei Mahl- und einem Schälgange, Schwingmühle, Oelmühle mit doppelter Presse, dann Wohngebäude, Scheuer, Scheuer, Stallungen …“ im Wege der Er­bauseinandersetzung durch „die Erben des verlebten (!) minderjährigen Johann Peter Engelhard“ versteigert (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 8.1.1859, S. 9 = LA Speyer Best. Y 20/41). Offensichtlich fand sich kein Interessent, denn eine erneute Versteigerung erfolgte am 30.5.1859 (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 5.5.1859, S. 204 = LA Speyer Best. Y 20/41).


Die Kabigmühle wurde offensichtlich von Johann Adam Lieberich ersteigert. Im Landauer Eilboten vom 25.6.1859 findet sich fol­gende Versteigerungsannonce: „Am Donnerstag, den 7. Juni ….zu Godramstein im Eichhorn, lassen Herr Johann Adam Lieberich, Müller auf der zur Gemeinde Annweiler gehörigen Kabigmühle, und dessen Kinder erster Ehe …. versteigern: ein Wohnhaus … zu Godramstein (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 25.6.1859, S. 291 = LA Speyer Best. Y 20/41). Die Versteigerung war erfolglos und wurde am 27.10.1859 wiederholt (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 15.10.1859, S. 483 = LA Speyer Best. Y 20/41).


Er dürfte identisch sein ++++prüfen++++ mit dem „Pächter Lieberich“, der 1850 die Godramsteiner Mühle gepachtet hatte. In einer Annonce im Landauer Eilboten vom 15.5.1850 (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 15.5.1850, Nr. 39, S. 290), aufgegeben von dem Vor­mund Schwaab aus Dammheim,heißt es: „Da der Pächter Lieberich der Godramsteiner Mühle eine Mühle für Eigenthum gekauft, so kann dieselbe wieder auf 3 Jahre in Pacht gegeben werden. Sie besteht in 3 Mahlgängen, 1 Schälgang, 1 Hanfreibe, 1 Oelmühle, 1 Schneidmühle, 3 Obstgärten und ohngefähr 8 Morgen Wiese.“



Liebhaber, Georg:

um 1768 Müller und Temporalbeständer auf der Administrationsmühle bei Eußerthal. Im Mühlenverzeichnis des Oberamts Germers­heim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 122/7 Bl. 19) ist die Mühle wie folgt beschrieben: „Georg Liebhaber Temporal Be­ständer von der zu Eußerthal liegenden churfürstlichen Administrations eigenthümblich zugehörigen Mühl laßet sich vernehmen,daß solch 2 Waßer Räder haben thut; wovon eines zum Mahlen und Schehlen, das andere aber zum Bordschneiden gebraucht wird;gibt jährlich zur Receptur Eußerthal pro canone 25 ½ Malter Korn und 45 fl an Geldt, sonsten aber keinen Waßer Pfacht.“



Liebhart (Liebhardt), Andreas:

+++klären: Name 'Hardt' wie sein Vater oder 'Liebhart++++um 1721; aus der Bienwaldmühle bei Scheibenhardt (vgl. Ortsgemeinde Scheibenhardt [Hrsg.]: 800 Jahre Scheibenhardt, 2006, S. 34); er dürfte ein Sohn des Müllers auf der Bienwaldmühle, Johann (Hannß) Michael *Hardt sein. Die sog. Schmelzmühle wurde im 18. Jh. von dem Müller Andreas Liebhart übernommen. Liebhart kam von der nahegelegenen Bienwaldmühle die damals von der Familie Hart betrieben wurde. Er baute die Schmelzmühle in eine Getreidemühle um. 1721 galt seine Mühle als eine der besten im Bistum Speyer (vgl. Ortsgemeinde Scheibenhardt [Hrsg.]: 800 Jahre Scheibenhardt, 2006, S. 34).


Im katholischen Kirchenbuch von Bergzabern (vgl. Stadtarchiv Bergzabern, kath. KB Bergzabern) befindet sich folgender Eintrag vom 17.10.1703: „Den 11ten October [1703] seindt nach dreymaliger Proclamation in der catholischen Kirchen copuliret worden An­dreas Liebhat Zimmerhandwerks weylandt Christiani Leoba[r]t B. zu D[?]artz in der Grafschaft Tyrol ehlicher Sohn mit Anna Catha­rin[a] Sebastiani Webers B[ürger] und Kieffers alhie ehliche Tochter.“ (vgl. Mitteilung von Herrn Kurt Liebhard vom 15.5.2011).


Andreas Liebhart ist am 22.3.1722 Pate bei der Taufe des Andreas Weber, Sohn des Küfers Heinrich Weber und der Maria Magdalena NN. im lutherischen Kirchenbuch Bergzabern. Er wird dort als „Andreas Liebbert, ein Zimmermann zu Lauterburg wohnhaft“ be­zeichnet (vgl. Mitteilung von Herrn Kurt Liebhard vom 3.3.2011.2011; luth. KB Bergzabern, S. 298 vom 22.3.1722).


Am 30.9.1725 befindet sich im katholischen Kirchenbuch Scheibenhard (vgl. Archives Départmentales Bas-Rhin, Strasbourg Nr. 3E 443/1, S. 5 = Internetdatei http://etat-civil.bas-rhin.fr/adeloch/adeloch_accessible/adeloch_consult.php) folgender Eintrag: „Eodem (Anm.: am 30.9.1725) Baptisata est Eva Elisabetha filia legitima Andreas Leibard, molitori auff der Schmeltz, et Anna Catharina …. [ Anm.: unleserlich] ...“.


Am 7.10.1747 erhielt Andreas *Liebhard einen von der fürstlichen speyerischen Rechenkammer einen„Interims-Vertrag“ über die St. Georg-Mühle, der bis zum Abschluß eines Erbpachtvertrages gelten sollte (vgl. o.A: „Die beiden Scheibenhard(ter)er Mühlen; in: Ortsgemeinde Scheibenhardt [Hrsg.]: 800 Jahre Scheibenhardt, 2006, S. 310).


Die Mühle wurde während des österreichischen Erbfolgekrieges (1740-1748) schwer beschädigt (vgl. o.A: „Die beiden Scheiben­hard(ter)er Mühlen; in: Ortsgemeinde Scheibenhardt [Hrsg.]: 800 Jahre Scheibenhardt, 2006, S. 310), da sie im Bereich der sog. Wei­ßenburger Linien lag (vgl. auch: Stein, Günter: Festungen und befestigte Linien in der Pfalz und im nördlichen Baden, in: Pfälzer Heimat 1968 Teil II, S. 127-133 (Anm.: zur Queichlinie, Weißenburger Linien, Speyerbach Linie). 1749 wurden weitere große Schä­den durch eine Feuersbrunst angerichtet. „Anwalt und Gericht zu Scheibenhard hochfürstlich Speyerer Bistums und Lauterburger Oberamts bescheinigen dem 'achtbaren Andreas Liebhard', Pächter der herrschaftlichen 'Schmelzermühle', daß eine entsetzliche Feu­ersbrunst seinen der Mahlmühle gegenüber jenseits der Lauter gelegenen zweistöckigen Schneidemühlenbau und Ölmühlenbau samt Hanfreib, leider erbärmlich eingeäschert habe“. Damals 1749 wurden die links der Lauter gelegenen Mühlgebäude völlig zerstört und nie wieder aufgebaut (vgl. o.A: „Die beiden Scheibenhard(ter)er Mühlen; in: Ortsgemeinde Scheibenhardt [Hrsg.]: 800 Jahre Schei­benhardt, 2006, S. 310).



Liebhard, Balthasar:

s. Liebardt, Balthasarus



Lieser, Andreas:

um 1768 Müller auf der Mahlmühle zu (Finkenbach-)Gerweiler. Am 26.5.1768 verleiht die Herrschaft Reipoltskirchen dem Witwer Andreas Lieser „als Reipolzkirch. Erbbestandsmüller die Reipolzkirch. Mahlmühle zu Gersweiler in Erbbestand, wie sie dessen El­tern und er selbst bisher innegehabt (vgl. LA Speyer: Regest Urkunden Herrschaft Reipoltskirchen, Best. C22 Nr. 127).



Limbacher, Daniel:

um 1821 Müller auf der Bergmühle in Finkenbach. Er annonciert am 23.2.1821 in Intelligenzblatt die freihändige Versteigerung sei­ner Mühle. In der Annonce heißt es u.a. (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 16 vom 23.2.1821, S. 109): „ Künftigen 29. März … wird auf Betreiben des Eigenthümers Daniel Limbacher die demselben zugehörige im Bann der Gemeinde Finkenbach gelegene Mahlmühle, die Bergmühle genannt, bestehend in einem Mahl- und einem Schälgang, Wohnhaus, Scheuer und Stallung....verstei­gert.“



Limbacher, Eugen:

15.12.1856 Adenbach - 11.3.1916 Adenbach; Sohn des Müllers Jakob Limbacher aus Adenbach und Charlotte Gauch; Müller auf der Mühle in Adenbach; er übernahm mit notariellem Vertrag, abgeschlossen vor dem Notar Vogel in Lauterecken am 10.5.1882 die Mühle in Adenbach von seinem gesundheitlich angegriffenen Bruder Jakob (2) *Limbacher; Jakob Limbacher starb bereits am 5.1.1883, seine junge Witwe Elisabeth Albert verw. Limbacher heiratete 3 Jahre später, am 5.8.1886 ihren Schwager, den Müller Eu­gen Limbacher (vgl. Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler. Zwei Nachbardörfer im Wandel der Zeit, a.a.O., S. 235, 239). Elisa­beth Albert verstarb am 2.2.1888 in Adenbach; °° II mit Charlotte Schuckmann (* Pommermühle in Bechtolsheim - † 14.8.1893 Adenbach); °° III mit Barbara Alexander (*6.11.1855 Wollmesheim - 4.3.1938 Lauterecken); Vater aus der 3. Ehe von Elisabeth Lim­bacher (27.9.1896 Adenbach) (vgl. Wendel, a.a.O., S. 240). Wohl durch die vielen Schicksalsschläge kam er in wirtschaftliche Schwierigkeiten, die Mühle wurde am 28.1.1909 versteigert (vgl. Wendel, a.a.O., S. 241).



Limbacher, Jakob:

29.3.1821 Adenbach - 30.12.1857 Adenbach; Sohn des Müllers in Adenbach, Johannes *Limbacher und Carolina Jacobina Braun; Ja­kob Limbacher übernahm nach dem Tod des Vaters († 2.3.1847) die Mühle in Adenbach; °° 17.12.1846 Charlotte Gauch aus Oden­bach am Glan, Tochter der Eheleute Johann Jakob Gauch und Charlotte Christine Henriette Cappel; Vater von Jakob (2) Limbacher (*14.9.1847 Adenbach), August Limbacher (*21.3.1857), Eduard Limbacher (*21.3.1851), Carolina Limbacher (* 21.4.1852) und Eugen *Limbacher (*15.12.1856) (vgl. Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler. Zwei Nachbardörfer im Wandel der Zeit, a.a.O., S. 235, 238).



Limbacher, Jakob (2):

*14.9.1847 Adenbach - +++; Sohn des Müllers Jakob Limbacher aus Adenbach und Charlotte Gauch; Müller auf der Mühle in Aden­bach; er übernahm in der Erbauseinandersetzung mit Mutter und Geschwistern 1877 die Mühle in Adenbach; °° 2.6.1877 mit Elisa­beth Albert aus Patersbach (*13.1.1857, Tochter des Ackerers Jakob Albert und Maria Elisabeth Dietz); sein Gesundheitszustand war offenbar angegriffen, denn er übertrug mit notariellem Vertrag, abgeschlossen vor dem Notar Vogel in Lauterecken am 10.5.1882 die Mühle an seinen Bruder Eugen *Limbacher; Jakob Limbacher starb bereits am 5.1.1883, seine junge Witwe heiratete 3 Jahre später, am 5.8.1886 ihren Schwager, den Müller Eugen *Limbacher (vgl. Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler. Zwei Nachbardörfer im Wandel der Zeit, a.a.O., S. 235, 239).



Limbacher, Johannes:

23.12.1784 Adenbach – 2.3.1847 Adenbach; von 1814/1847 Müller auf der Adenbacher Mühle; jüngster Sohn des Müllers in Aden­bach Adam Limbacher und Anna Elisabeth Schlemmer; nach dem frühen Ableben seines Bruders Johann Michael Limbacher († 8.3.1806) übernahm er 1814 das Erbe und die Mühle in Adenbach; er war der tatkräftigste und auch bedeutendste Müller seiner Fa­milie; zu seiner Zeit wurde 1822 die Remise erbaut, 1825 das Mühlengebäude aufgestockt, 1828 der Keller angebaut und die Woh­nung erweitert und 1832 das Stallgebäude mit der Toreinfahrt errichtet; 1823 beantragte er die Konzession zum Betrieb der “Johan­nesgrube” bei Gangloff mit einem Grubenfeld von 38 ha und 54 Ar, die ihm durch “Allerhöchstes Reskript” vom 15.11.1824 erteilt wurde. Die Familie stellte den Steinkohlenabbau 1869 ein und verkaufte das Bergwerk an den Landwirt Friedrich Hönes von Lautere­cken. °° am 9.6.1818 mit Carolina Jakobina *Braun aus Theisbergstegen; aus der Ehe gingen 4 Kinder hervor, darunter der Sohn Jakob Limbacher (*29.3.1821 Adenbach) (vgl. Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O., S. 234), die Tochter Elisabe­tha Dorothea Limbacher (*10.5.1838 Adenbach; °° 4.6.1861 Lauterecken mit Johann Ludwig Valentin Hoenes) (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 211) und die Tochter NN. Limbacher (°° mit dem Müller zu Otterberg Carl Zapp; dieser war Trauzeuge am 4.6.1861 in Lauterecken bei der Heirat der Elisabetha Dorothea Limbacher; vgl. Feil-Krampe, a.a.O., S. 211).


Johann Michael *Limbacher (21.7.1779 Adenbach - 8.3.1806 Adenbach), seine Brüder Johann Adam (2) Limbacher und Johannes Limbacher haben die Mühle in Adenbach zunächst gemeinsam betrieben. Nach dem frühen Tod des Johann Michael Limbacher ( 8.3.1806 Adenbach im Alter von 27 Jahren) übernahm der jüngste der Söhne des Müllers Johann Adam (1) *Limbacher und der Anna Elisabeth Schlemmer, Johannes *Limbacher, 1814 das Erbe und die Mühle in Adenbach (vgl. Wendel, Alfred: Adenbach und Gins­weiler, a.a.O., S. 234), während Johann Adam (2) *Limbacher um 1819 (err.) die Schloßmühle in Imsweiler ersteigerte, die er 33 Jah­re lang bis zu seinem Tod ( 1852) betrieb. Dessen Ehefrau Katharina *Zapp stammte vom Holborner Hof bei Imsweiler.



Limbacher, Johann Adam (1):

1730 Wolfsmühle bei Waldgrehweiler (err.) - 3.11.1795 Adenbach, gestorben an Auszehrung; lutherisch; aus Waldgrehweiler; Sohn des Michael Limbacher, Gerichtsschöffe und Müller auf der Wolfsmühle bei Waldgrehweiler; Adam Limbacher übernahm 1762 die Mühle in Adenbach und erhielt 1763 einen Erbbestandsbrief; °° am 21.5.1770 mit Anna Elisabeth Schlemmer, der Tochter des Mül­lers zu Medard, Johann Nickel Schlemmer; Vater von Anna Elisabeth Limbacher (1772-1776), Anna Dorothea Limbacher (*13.2.1774 Adenbach), Johann Nickel Limbacher (*23.11.1775 Adenbach), Johann Adam (2) *Limbacher (*13.6.1777 Adenbach -1852), Johann Michael *Limbacher (*21.7.1779 Adenbach), Anna Elisabeth Limbacher (*18.12.1781 Adenbach), Johannes *Limba­cher (*23.12.1783 Adenbach), Catharina Elisabeth Limbacher (*12.5.1787 Adenbach), Anna Catharina Dorothea Limbacher (*25.2.­1789 Adenbach) (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 211; Dhom, Emil: Aus dem Leben des Müllermeisters Johann Adam Limbacher in Imsweiler in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1981 S. 17 ff).



Limbacher, Johann Adam (2):

13.6.1777 in Adenbach bei Meisenheim - 1852 err.; lutherisch; Sohn des Müllers in Adenbach Johann Adam (1) *Limbacher und Anna Elisabeth Schlemmer; Eheschließung mit Katharina *Zapp vom *Holbornerhof bei Imsweiler; er ersteigerte Anfang des 19. Jh.(Anm.: 1819 err.) die Schloßmühle in Imsweiler, die er bis zu seinem Tod 33 Jahre lang betrieb; später Bürgermeister von Imsweiler (vgl. Dhom, Emil: Aus dem Leben des Müllermeisters Johann Adam Limbacher in Imsweiler; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1981 S. 17 ff; Dhom: Sippe Schlemmer, a.a.O.,S. 66); er ist am 27.1.1798 im reformierten Kirchenbuch Medard als Pate bei der Taufe des Philipp Jacob Adam Geib eingetragen (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 89).


Johann Michael *Limbacher (21.7.1779 Adenbach - 8.3.1806 Adenbach), seine Brüder Johann Adam (2) Limbacher und Johannes Limbacher haben die Mühle in Adenbach nach dem Tod des Vaters Johann Adam (!) *Limbacher († 3.11.1795) zunächst gemeinsam betrieben. Nach dem frühen Tod des Johann Michael Limbacher ( 8.3.1806 Adenbach im Alter von 27 Jahren) übernahm der jüngs­te der Söhne des Müllers Johann Adam (1) *Limbacher und der Anna Elisabeth Schlemmer, Johannes *Limbacher, 1814 das Erbe und die Mühle in Adenbach (vgl. Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O., S. 234), während Johann Adam (2) *Limbacher um 1819 (err.) die Schloßmühle in Imsweiler ersteigerte, die er 33 Jahre lang bis zu seinem Tod ( 1852) betrieb. Dessen Ehefrau Kathar­ina *Zapp stammte vom Holborner Hof bei Imsweiler.



Limbacher, Johann Michael:

21.7.1779 Adenbach - 8.3.1806 Adenbach; Sohn des Müllers in Adenbach, Johann Adam (1) Limbacher und Anna Elisabeth Schlem­mer; Müller auf der Mühle in Adenbach; °° am 8.3.1804 in Odenbach mit Maria Elisabetha Soffel, Tochter der Eheleute Johannes Soffel und Katharina Maurer (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 211; Wendel, Alfred: Aden­bach und Ginsweiler, a.a.O., S. 234).


Johann Michael *Limbacher sowie seine Brüder Johann Adam (2) Limbacher und Johannes Limbacher haben die Mühle in Aden­bach nach dem Tod des Vaters Johann Adam (!) *Limbacher († 3.11.1795) zunächst gemeinsam betrieben. Nach dem frühen Tod des Johann Michael Limbacher ( 8.3.1806 Adenbach im Alter von 27 Jahren) übernahm der jüngste der Söhne des Müllers Johann Adam (1) *Limbacher und der Anna Elisabeth Schlemmer, Johannes *Limbacher, 1814 das Erbe und die Mühle in Adenbach (vgl. Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O., S. 234; vgl. auch Dhom, Emil: Aus dem Leben des Müllermeisters Johann Adam Limbacher in Imsweiler; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1981 S. 17 ff; Dhom: Sippe Schlemmer, a.a.O.,S. 66)), während Johann Adam (2) *Limbacher um 1819 (err.) die Schloßmühle in Imsweiler ersteigerte, die er 33 Jahre lang bis zu seinem Tod ( 1852) be­trieb. Dessen Ehefrau Katharina *Zapp stammte vom Holborner Hof bei Imsweiler.



Limbacher, Johann Michael:

Müller in +++; °° am 18.8.1830 in Rockenhausen mit Philippina Balder (7.8.1808 Medard - 12.2.1879 Rockenhausen), Tochter des Johann Nickel Balder und Catharina Elisabeth Schlemmer (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 20; Dhom: Sippe Schlemmer, a.a.O., S. 21).



Limbacher, Johann Nickel:

23.11.1775 Adenbach - +++; ältester Sohn des Müllers in Adenbach Adam Limbacher und Anna Elisabeth Schlemmer; +++++



Limbacher, Michael:

um 1730 und noch (?) +++prüfen: ob derselbe+++ 1772 war Michel Limbacher Erbbestandsmüller auf der Wolfsmühle bei Wald­grehweiler und Gerichtsschöffe (vgl. Jacob, L.: Die Wolfsmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1933, S. 6); Vater des Müllers Jo­hann Adam (1) *Limbacher 1730 Wolfsmühle bei Waldgrehweiler (err.) - 3.11.1795 Adenbach (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch re­formierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 20; Dhom: Sippe Schlemmer, a.a.O., S. 211).



Limbarth, Christian:

er ist wohl Müller in Landau gewesen (err.) +++klären: welche Mühle++++. Limbarth erstellte zusammen mit dem Müller Ludwig Hüner ein Gutachten über das Inventar der Daumühle bei Landau, anläßlich des Todes des dortigen Müllers Johann Adam *Naaß. Bis ca. 1764 war Johann Adam Naaß der Müllermeister auf der „sogenanten Daumühl bei Landau gelegen“. Nach seinem Tod wurde ein Inventar über de Nachlaß erstellt (vgl. LA Speyer, Best. F23 Nr. 22 Ausfautheiakten Landau Nr. 826). Die Einrichtung der Mühle wurde vor Erstellung des Inventars in einer Expertise geschätzt, die von den sachverständigen Müllern Christian Limbarth und Lud­wig Hüner (Müller auf der Queichheimer Mühle) erstellt wurde (diese ist enthalten im Inventarium LA Speyer Best. F23 Nr. 19 Aus­fautheiakten Landau Urk. 730).



Limmer (Lämmer), Wilhelm Peter:

s. Wilhelm Peter *Lemmer



Lindemer, Elisabeth:

geb. ca. 1796 Bann – 22.5.1849 Schwanenmühle; Tochter von Franz Lindemer und Elisabeth Rauch [?]). °° mit dem Müller von der Schwanenmühle in Horbach, Heinrich (2) *Klug. Aus der Ehe stammen 8 Kinder, darunter der Sohn und Betriebsnachfolger, Hein­rich (3) *Klug (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 224) und der Mül­ler und Ackerer auf der Schwanenmühle Michel *Klug (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 225).



Lindenfels, Johann Ulrich:

vor 1695 Worms, Bürger und Müller in Worms; Vater des Johannes Lindenfels († 10.12.1695 in Frankfurt im Alter von 16 Jahren; Sohn des verlebten Johann Ulrich Lindenfels) (vgl. Richter, Friedrich Wilhelm: Wormser in Frankfurt; in: PRFK 1975, S. 143).



Lippe, Anna Margaretha:

um 1684 Landau; Tochter des Müllers in Landau, Hans Philipp *Lippe; °° am 29.4.1684 in Landau den Müller in Germersheim Friedrich *Hermann (vgl. Mitteilung von Herrn Hermann Kabs/Nürnberg vom 15.5.2010; Quellen: Petermann-Register Landau; lu­therisches Kirchenbuch Landau)



Lippe, Hans Philipp:

vor 26.9.1684 Landau. Luth.; Müller in Landau +++klären: welche Mühle+++; seine Tochter Anna Margaretha Lippe (luth., geb. 1662 Landau) heiratet am 29.4.1684 in Landau den Müller in Germersheim Friedrich *Hermann (vgl. Mitteilung von Herrn Hermann

Kabs/ Nürnberg vom 15.5.2010; Quellen: Petermann-Register Landau)


Lippurger, Jakob:

1744 Erbbeständer auf der Maßweiler Mahl- und Sägmühle (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 196). Im pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis des Oberamts Zweibrücken von 1744 ist die Maßweiler Mahl- und Sägemühle (auch: Fausten­mühle) wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 196 und Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 259; +++prüfen: Weber zitiert unterschiedlich und teilweise abweichend+++): “ist die Neumühle, später Faustermühle ge­nannt. Sie wird durch den Walberbach (Wallhalbe) getrieben, der eine Büchsenschuß unterhalb der Mühle in den Schwarzbach fließt. 200 Ruthen vor der Mühle ein langes Wehr, der Ablauf hat nur 12 Ruthen. Der Mühlteich ist vom Müller zu unterhalten. Die Säge­mühle ist an das Wasserrad und den Wellbaum des Schälgangs angeschlossen. Das bedeutet: Wenn geschält wird (Spelz!), kann nicht geschnitten werden. Die Mühle ist 1697 neu erbaut worden, nachdem sie seit 1605 öd gelegen; dermalen in schlechtem Zustand (1744), besonders das hoch Gebäu und die Sägmühle. Das zu schneidende Holz ist sonst aus dem Leiningischen (Anm.: Die Grafen von Leiningen hatten mehrere Dörfer auf der Sickinger Höhe in Besitz, im 18. Jh. auch 3 Mühlen, darunter die in Wallhalben; vgl. Weber: Mühlen besonderer Art S. 424 Anm. 20) und von Maßweiler gebracht worden. Die Lieferungen sind eingestellt worden, da niemand mehr Holz bekomme. Erbbeständer ist Johann Lippurger. Der Erbbestandsbrief von 1743 ist alle 15 Jahre zu erneuern. Fronfrei für 2 Pferde für den Transport von Mühlenprodukten. Für den Schnitt eines Sägeklotzes kann ein bz berechnet werden.”


Der Erbbeständer der Maßweiler Mahl- und Sägemühle mußte seinen am 10.12.1743 erhaltenen Erbbestandsbrief durch einen sog. Renovationsschein alle 15 Jahre erneuern lassen (vgl. Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 85; LA Speyer B 2 Nr. 295/5).



Litzenberger, Johannes:

1755 err. - 17.5.1796 Odenbach (?); Müller in ++Odenbach (?)++; Sohn des Müllers Johann Nickel *Litzenberger; °° 23.7.1775 mit Charlotta Elisabeth Heyl (~ 31.8.1755 - 8.5.1796), der Tochter des Müllers in Odenbach (?) Johann Philipp *Heyl; aus der Ehe stam­men 8 Kinder (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Becherbach [refor­miertes Kirchenbuch], Bd.2: 1716-1798, S. 182, 199).



Litzenberger, Johann Nickel:

Müller in +++ (Odenbach ?)++++; Vater des Müllers Johannes Litzenberger (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Becherbach [reformiertes Kirchenbuch], Bd.2: 1716-1798, S. 199).


Litzenberger, NN.:

vor 1722 war NN. Litzenberger der Müller in Staudernheim; Vater des Johann Nickel Litzenberger; letzterer zeugte mit der Anna Barbara Franck in Rehborn ein nichteheliches *illegitimes’ Kind, den am 3.2.1722 geborenen Johann Friedrich Franck (vgl. Anthes.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Rehborn, a.a.O., S. 65).



Litzenberger, Peter:

Müller auf der Krebsweiler Mühle; Vater des Johann Nickel Litzenberger (°°° 18.2.1798 mit der Müllerstochter Anna Margaretha Lit­zenberger, Tochter des Müllers Adam Litzenberger) (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Becherbach [reformiertes Kirchenbuch], Bd.2: 1716-1798, S. 200).



Loch, Matheus:

ab 1738 und noch 1746 Müller auf der Mahlmühle in Herchweiler. Die Mühle lag auf der pfalz-zweibrückischen Seite des Selchen­bach dem Dorf Herchweiler gerade gegenüber; sie ist deshalb auch im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lich­tenberg vom 8.7.1746, (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7) aufgeführt und wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühle und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 222): „liegt am Selchenbach, dem Dorf Herchweiler gerade gegenüber. Mühlteich von 200 Schritt Länge, Klause, die in 2 bis 3 Stunden volläuft. 1 Wasserrad, 1 Mahlgang (der an 1 Tag 1 Sack Mehl mahlen kann). Beständer ist Matheus *Loch, der diese Mühle 1738 von Nickel Becker um 300 fl erkauft hat. Erbbestandsbrief vom 1. Januar 1739. Loch gibt als Pacht 1 Ma. Korn, 1 Ma. Hafer und 1 fl an Geld.“



Löb, Franz Josef:

um 1793 Müller in Minderslachen; ist am 26.12.1793 vor den französischen Truppen emigriert (vgl. Martin: Emigration, a.a.O., S. 229).



Löffel, Gerhard:

um 1738 Müller in Standenbühl; kath.; °° 1735 (?) mit Anna Maria Eichenlaub (kath.; geb. 1710 [?]); aus der Ehe stammen die Kin­der 1. Anna Margretha Löffel (rk; geb. um 11.12.1738 in Standenbühl, ~ am 11.12.1738 in Weitersweiler.) und Anna Maria Catharina Löffel (rk; geb. um 28.09.1740 in Standenbühl; + am 28.09.1740 in Weitersweiler) (vgl. Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 21.2.2012; Quellen: Weitersweiler Kirchenbuch rk.).

Gerhard Löffel, der Müller aus Standenbühl ist möglicherweise identisch mit dem Müller Gerhard Löffel in Kettenheim, der als Wit­wer der am 3.5.1747 eine Anna Elisabeth NN. geheiratet hat und dessen Sohn 1752 der Adam Leffel 1752 geboren wurde. Dieser Adam Leffel zog später so gegen 1780 nach Volxheim gezogen ist wo die Familie Löffel heute noch wohnt (email von Herrn Ralf Löffel vom 21.2.2012).



Löffel, M. Apollonia:

um 1758 auf Ehefrau des Müllers auf der Kaisersmühle am Kaiserbach unterhalb Waldhambach, Johann Georg *Dumser.


Dieser war zwischen 1758 und 1779 als Müller auf der Kaisersmühle am Kaiserbach unterhalb Waldhambach im katholischen Kir­chenbuch Göcklingen erwähnt; bezeichnet als „Müller in Hambach“ (Waldhambach). Die Kaisermühle am Kaiserbach unterhalb von Waldhambach gehörte politisch zu Waldhambach und kirchlich zu Eschbach. °° am 10.4.1758 in Göcklingen mit M. Appolonia Löf­fel (Löflin); aus der Ehe stammen vier Kinder, von denen nur der Sohn Johann Adam Dumser (~ 20.12.1768 Göcklingen) überlebt. Der Müller Dumser ist zwischen 1763 und 1778 als Taufpate im katholischen Kirchenbuch Göcklingen erwähnt und letztmals beim Tod seiner Tochter Anna Maria 1779 im Kirchenbuch Göcklingen eingetragen (vgl. Ballweber, Dieter: Lehrer, Bürgermeister und Handwerker in Göcklingen; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde Bd XVII, o. S.).



Löffler, Georg:

vor 1819 Reiskirchen; Müller auf der Reiskircher Mühle; °° mit Catharina *Glaser; Vater der 1819 noch minderjährigen Töchter Catharina, Louisa, Philippina, Charlotta, Christina und Mariana.


Georg Löffler ist wohl (err.) der Bruder der Margaretha Löffler († vor 1819), verheiratet mit dem Müller auf der Erbacher Mühle Pe­ter *Emerich (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 18 vom 5.3.1819).


Im „Intelligenzblatt des Rheinkreises“ Nr. 18 vom 5.3.1819 wird die Versteigerung der Mühle Reiskirchen für den 22.4.1819 anno­ciert: Flur 93-98 in der Gemeinde Reiskirchen mit „Mühle, Wohnhaus, Scheuer, Stallung, Hofgering, Wiese, Garten und Mühl-Damm“. Die Versteigerung erfolgt wegen einer Geldforderung auf Betreiben „von Herrn Carl Exter, wohnhaft in Zweibrücken, in seiner Eigenschaft als Rechner der der Reformierten geistlichen Güter-Verwaltung daselbst gegen Catharina Glaser, Witwe von Ge­org Löffler, gewesener Müller auf der Reiskircher Mühle, sie gegenwärtig in Homburg wohnhaft, sowohl in ihrem eigenen Namen wie auch als natürliche Vormünderin ihrer minderjährigen Kinder, Catharina, Louisa, Philippina, Charlotta, Christina und Mariana, und gegen Peter Emerich, Müller auf der Erbacher Mühle wohnhaft, Witwer seiner verlebten Ehefrau Margaretha Löffler, und gesetz­licher Vormund seiner mit derselben erzeugten minderjährigen Tochter Margaretha.“ (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 18 vom 5.3.1819).


Am 28.5.1823 kündigt Catharina Glaser, die Witwe des Müllers Georg Löffler die freiwillige Versteigerung der Mühle für den 16.6.1823 an: Die Mühle wird in der Annonce wie folgt beschrieben (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 163 vom 28.5.1823, S. 733/734): „ … in dem Orte Reiskirchen stehende Mahl-Mühle mit 2 Gängen und einem Scheelgang, sodann eine Oehlmühle und Wohngebäude, Scheuer, Stallung, Hofgering ...“



Löw, Georg Simon:

zwischen 1699 und 1715 wird in Speyer als Neumüller der Georg Simon *Löw urkundlich erwähnt; sowie zwischen 1720 und1735 wird der Neumüller Thomas *Gülich (vgl. Hartwich, Wolfgang: Bevölkerungsstruktur und Wiederbesiedlung Speyers nach der Zer­störung von 1689; Diss., Heidelberg 1965, S. 132).



Löwenberg, August:

um 1778/1880 Müller auf der Schloßmühle in Altleiningen. Thomas Löwenberg (1849 - 1928, Mennonitenprediger in Ibersheim, ge­bürtig vom Weierhof) war 1878-1880 dort, um seinen Bruder August Löwenberg, der die Mühle bewirtschaftete, vor dem Ruin zu retten, was ihm aber nicht gelungen ist. Von dort brachte er eine Urkunde vom 8.11.1740 mit (Pergament mit Siegel), in der Johann Georg Eytelmann und Ehefrau Anna Dorothea ihre "unterhalb dem Dorf gelegene Mahl- Mühle" samt allem aufgezählten Zubehör an Abraham Sender (?), Müllermeister in Dürkheim an der Haardt und Ehefrau Anna Christina verkaufen (Mitteilung von Herrn Hart­mut Müller, Alzey vom 6.8.2010).



Lohmüller, Joseph:

um 1765; katholisch; Knecht auf der Waldmühle in Neuhofen; °° 1765 mit Franziska Wonnemacher (vgl. Frosch: Familie in Neuho­fen, a.a.O., S. 321).



Lohring, Familie:

s. Loring, unter „Loring“ sind alle Müller dieses Namens, gleichgültig welcher Schreibweise zusammengefaßt



Lorch, Familie:

s. auch *Lerch


bekannte Pfälzer Müllerfamilie. Der Müllerfamilie wurde ab 1662 die Herrschaftliche Mahlmühle in Winzingen (Reste in der Textil­fabrik Schober) verliehen (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Geschichte der Mühlen, a.a.O., Bd. 1, S. 269; LA Speyer Best. D 2, Nr. 62 und 65). Die Mahlmühle in Winzingen "oben dem Schaydt" (oberhalb der Scheide von Speyerbach und Rehbach) wurde 1662 auf ei­nem verfallenen Mühlplatz des Bistums Speyer von Johann Heinrich *Lorch errichtet. 1718 hat Albus Beed. Johannes Lorch der Mahlmühle gegenüber eine Ölmühle errichtet, der Eigentümer jetzt Johann Nicolas Lorch ist (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., Bd. 1, S. 250).


Die obere Papiermühle Altleiningen war eine Gründung der Familie Lorch, wahrscheinlich der Annweiler Linie. Sie wurde betreiben von Vertretern der angeheirateten Familie Knoeckel und Roedter. Die erste urkundliche Nachricht stammt von 1787. Laut Eintragung im Kirchenbuch ließen am 24.4.1787 Johann Georg Knöckel und seine Ehefrau Anna Barbara Lorch ihren am 23.4.4.1787 geborenen Sohn Johann Friedrich Knöckel taufen. Gevattersleute waren Carl Theodor Friedrich, Papiermacher aus Eisenberg (4xUrgroßonkel von Eberhard Ref, Bruder der Charlotte Christiane Friedrich verh. Mann; Sohn des Johann Henrich Friedrich, 5xUrgroßvater von Eberhard Ref), Johanna Catharina Pohlander (Bohlander) aus Albisheim, Johann Friedrich Lorch aus Annweiler und dessen Ehefrau Maria Sophia Lorch (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 45; LKA Speyer Lutherisches Kirchenbuch Altleiningen). Bei weiteren Kindstaufen der Eheleute Knöckel +++prüfen++++


zu den geschäftlichen und familiären Verbindungen der Papiermacherfamilien Lorch, Knoeckel, Roedter und Goßler, vgl. die Gra­phik bei: Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 59


Literatur/Urkunden:

- Schmidt, Fritz Otto: Die Leining'schen Hüttenwerke zu Zinsweiler (Unterelsaß) und ihre Admodiatoren aus der pfälzischen Familie Lorch; in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde, Bd 3, = Jg. 9, 1960, 273-79

- Schmidt, Fritz Otto: Von alten Zweibrücker Familien; in: Pfälz. Fam.- und Wappenkunde 1956 S. 73

- Weber, Friedrich Wilhelm: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S.43-43



Lorch, Adam:

vor 1796; um 1791 Papiermüller in Neustadt. 1791 verkauften die Brüder Bracher die Achatmühle in Neustadt an den Papiermüller Adam Lorch. Diesem wurde die beabsichtigte Errichtung einer Papiermühle nicht genehmigt, statt dessen errichtete er eine Walk­mühle. 1796 verkaufte seine Witwe die ehemalige Achatschleife an den Müller Edinger, der dort eine Mahlmühle mit 2 Gängen bau­te. Die Mahlmühle wurde bis 1929 von Louis Knöckel betrieben. Später kaufte die Papierfabrik Hoffmann & Engelmann AG die Mühle (vgl. Die Rheinpfalz vom +++; in Sammlung PRFK Mühlen).



Lorch, Anna Barbara:

Ehefrau des Papiermüllers Johann Georg Knöckel von der Papiermühle Altleiningen. Laut Eintragung im Kirchenbuch Altleiningen ließen am 24.4.1787 Johann Georg *Knöckel und seine Ehefrau Anna Barbara Lorch ihren am 23.4.4.1787 geborenen Sohn Johann Friedrich *Knöckel taufen. Gevattersleute waren Carl Theodor *Friedrich, Papiermacher aus Eisenberg (4xUrgroßonkel von Eber­hard Ref, Bruder der Charlotte Christiane Friedrich verh. Mann; Sohn des Johann Heinrich *Friedrich, 5xUrgroßvater von Eberhard Ref), Johanna Catharina Pohlander (Bohlander) aus Albisheim, Johann Friedrich *Lorch aus Annweiler und dessen Ehefrau Maria Sophia Lorch (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 45; LKA Speyer Lutherisches Kirchenbuch Altleiningen). Bei wei­teren Kindstaufen der Eheleute Knöckel +++



Lorch, Anna Maria:

um 1760; aus Altleiningen; sie war am 23.3.1795 Taufpatin des Johann Friedrich Knöckel; Sohn des Johann Georg *Knöckel, Papier­müller auf der Oberen Papiermühle Altleiningen und der Anna Barbara *Lorch (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 45). Eheschließung 1769 mit Wolfgang Adam *Knoeckel (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 59). +++Tochter des Johann Friedrich II *Lorch; Schwester des Johann Friedrich III *Lorch (prüfen)+++ (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 59, 60).



Lorch, Christian:

1836 ist Christian *Lorch der Ölmüller in Winzingen; er wurde am 29.2.1836 als Geschworener am Assisengericht des Rheinkreises in Zweibrücken vereidigt (vgl. Eilbote Landau vom 5.3.1836). ++++prüfen: ob identisch mit dem Müller Christoph Lorch+++



Lorch, Christoph:

bis ca. 1840 war Christoph Lorch († ca. 1840 Winzingen) der Müller auf der Bischofsmühle. Nach seinem Tod beschloß die an der Bischofsmühle nunmehr bestehende Erbengemeinschaft die Mühle am 9.11.1840 in einem “langjährigen Bestand zu versteigern“. In der Versteigerungsannonce im „Intelligenzblatt“ vom 21.10.1840 heißt es (vgl. Intelligenzblatt Nr. 111 vom 28.10.1840, Beilage, S. 878): „.... wird die Witwe des verlebten Müllers Christoph Lorch die zum Nachlasse ihres Ehemannes gehörige, im Orte Winzingen nahe an Neustadt gelegene sogenannte Bischofsmühle und Zubehörden an dem Speyerbache, bestehend in einer Mahlmühle mit fünf Mahlgängen, einem Schälgange, Schwingmühle, doppelter Oelmühle, Hanfreibe, geräumigen Wohn- und Oeconomie-Gebäuden, Magazinen, Kelterhaus, Kellern, alles in gutem baulichen Zustande, größtentheils neu und massiv von Steinen erbaut und bestens eingerichtet …. auf einen langjährigen Bestand zu versteigern … . Diese Mühle mit großer Wasserkraft die vorzüglichste auf dem hier noch ungetheilten (Anm. d.h. oberhalb der sog. Winzinger Scheid gelegen) Speyerbache, und wegen der starken Bevölkerung der Umgegend die beste Kundenmühle ...“



Lorch, David:

um 1714-1773; pfalz-zweibrückischer Vogt auf Wegelnburg; Zwillingsbruder des Johann Friedrich *Lorch; Sohn des Johann Baltha­sar *Lorch und der Juliane Sibylle +König (vgl. Schmidt: Die Leiningischen Hüttenwerke zu Zinsweiler; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, Bd. III, S. 276); verheiratet mit Juliane Maria Magdalena Mader; Vater des Friedrich Balthasar *Lorch (vgl. Schmidt: Die Leiningischen Hüttenwerke zu Zinsweiler; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, Bd. III, S. 278).


1743 stand die Sägemühle in Schönau/Pfalz zu ¾ im Erbbestand des pfalz-zweibrückischen Vogtes auf der Wegelnburg David *Lorch, und zu ¼ im Erbbestand der Brüder Georg und Friedrich Weber (vgl. Schultz: Schönau, a.a.O., S. 156).



Lorch, Friedrich:

1635 hatte der Anschlußfähnrich Friedrich Lorch die sog. Vorstadtmühle in Bergzabern und die dabei gelegene Waffenschmitt in Erb­bestand. Zum Betrieb gehörte auch eine Mahl- und Sägemühle. Lorch machte eine Eingabe um Pachtnachlaß, da man ihm eine neue Waffenschmiede „gleichsam vor die Stirn setzen wollte“ (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 323-324; LA Speyer Best. B2 Nr. 731/4), d.h. u.a. „daß der neue Hammer unmittelbar oberhalb des Lorch'schen gebaut werden sollte (vgl. Weber, a.a.O., S. 324)



Lorch, Friedrich:

um 1733 Müller und Wappenschmied auf der Wappenschmiede gelegen bei der Vorstadtmühle in Bergzabern. 1733 überließ Nikolaus Friedrich Lorch seine Wappenschmiede bei der Vorstadtmühle in Bergzabern dem Friedrich Lorch (vgl. Weber: Mühlen der besonde­ren Art, a.a.O., S. 324; LA Speyer Best. B2 Nr. 293/2)


Literatur/Urkunden:

- Brauner, August: Vom Mühlental zum Kurtal. Der Waffenschmied Friedrich Lorch. [Bad Bergzabern.]. In: Bad Bergzabern. 1978, Nr. 1/2.



Lorch, Georg Friedrich:

1685 gestattet man dem Georg Friedrich Lorch, Waffenschmied zu Bergzabern, an Stelle des seit dem 30jährigen Krieg ruinierten Ei­senwerks in Schönau ein Hammerwerk zu errichten (vgl. Schultz: Schönau, a.a.O., S. 118).



Lorch, Hans Michael (A):

1617-3.4.1687 in Asselheim; lutherisch; verstarb im Alter von 70 Jahren (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 42, 58); Vater des Christoph *Lerch; 8xUrgroßvater von Eberhard Ref


Auf dem Türsturz der Papiermühle am Hohfels in Asselheim befinden (befanden) sich die Buchstaben H. M. L.; wozu die Ansicht vertreten wird, diese bedeuteten Hans Michael Lorch (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 42), wobei die Jahreszahl 1728 als Erbauungsdatum gesichert erscheint. Dann wäre allerdings der Hinweis auf Hans Michael Lorch falsch, da dieser 1687 ge­storben ist; es könnte der Türsturz aber auch von einem Vorgängerbau stammen.



Lorch, Johannes (Johann):

1777; aus Neustadt; Sohn des Friedrich *Lorch; er übernahm (als Erbpächter?) von Amtmann J. M. *Ehrmann die Wachtelsmühle bei Annweiler von 1751/1777 (heute Papierfabrik Poerringer); Vater des Johann Friedrich *Lorch (vgl. Weber: Mühlen der besonde­ren Art, a.a.O., S. 86, 88; Biundo, Georg und Heß, Hans: Annweiler, Geschichte einer Reichsstadt, a.a.O., S. 139).



Lorch, Johann jun.:

um 1795 Ölmüller in Bergzabern; am 5.1.1795 ist er Käufer eines ehemals den Herzögen von Pfalz-Zweibrücken gehörenden Acker­landes in Bergzabern, das als „französisches Nationalgut“ versteigert wurde (vgl. Martin: Emigration, a.a.O., Teil III: Verzeichnis der Nationalgüter, S. 22).



Lorch, Johann Balthasar:

1714 Schönau; Sohn des Lorentz *Lorch (vgl. Schmidt: Die Leiningischen Hüttenwerke zu Zinsweiler; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, Bd. III, S. 274). Beständer auf der Hammerschmiede in Schönau; °° 10.4.1677 in Obermoschel mit Juliane Sybille König; Vater des Friedrich Lorch (geb. 1710) und David Lorch (geb. 1714) (vgl. Schultz: Schönau, a.a.O., S. 120; Brauner, August: Bergzaberner Schicksale vor 300 Jahren; in Pfälzer Heimat 1976, S. 10). Lorch war auch Admodiator des Hüttenwerks Zinsweiler bei Hagenau/Elsaß (vgl. Schultz: Schönau, a.a.O., S. 121).


Sohn des Lorentz *Lorch (vgl. Schmidt: Die Leiningischen Hüttenwerke zu Zinsweiler; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, Bd. III, S. 274). Er übernahm als Nachfolger seines Vaters mit Vertrag von 1675 von Graf Ludwig Eberhard von Leiningen-Westerburg die Leiningischen Hüttenwerke in Zinßweiler /Elsaß (vgl. Schmidt: Die Leiningischen Hüttenwerke zu Zinsweiler; in: Pfäl­zisch-Rheinische Familienkunde, Bd. III, S. 274). 1685 verkaufte er das von ihm errichtete Hüttenwerk an die Grafen Leiningen-Wester­burg, führte dieses jedoch mangels eines Nachfolgers zunächst kommissarisch weiter, bis am 22.3.1691 ein neuer Vertrag mit einer Laufzeit von 9 Jahren zustande kam; dieser wurde 1701 um weitere 6 Jahre verlängert und wurde anschließend erneuert, denn seine Witwe schloß 1717 den sog. Schönauer Vergleich über eine Abfindung (vgl. Schmidt, a.a.O., S. 274-75). 1705 erbaute Johann Balthasar Lorch und seine Ehefrau Juliane Sibylle König das barocke Bürgerhaus am Marktplatz (heute Rathaus) in Bergzabern (vgl. Brauner, August: Bergzaberner Schicksale vor 300 Jahren; in Pfälzer Heimat 1976, S. 10; vgl. Kunstdenkmäler, Bd. Bergzabern, a.a.O., S. 102). Vater des Friedrich Balthasar *Lorch, Johann Karl *Lorch, David *Lorch, Johann Friedrich *Lorch, Johann Ludwig Lorch und der NN. Lorch verh. mit Johann Georg Mader (vgl. Schmidt, a.a.O., S. 276).



Lorch, Johann Franz:

um 1792; aus Annweiler; verheiratet mit Susanne Elisabeth N.; das Ehepaar Lorch waren Gevattersleute am 21.10.1792 bei der Taufe der Catharina Elisabeth Lorch auf der Oberen Papiermühle in Altleiningen, der Tochter der Eheleute Johann Georg *Knöckel und Anna Barbara *Lorch (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 45).



Lorch, Johann Friedrich:

um 1777; Sohn des Johannes (Johann) Lorch; er übernahm nach dem Tod seines Vaters 1777 die Papiermühle Wachtelsmühle bei Annweiler (heute Papierfabrik Poerringer) (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 86). °° mit Maria Sophia Lorch (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S, 45; LKA Speyer Lutherisches Kirchenbuch Altleiningen).


zu den Beziehungen zur Papiermühle Altleiningen: die obere Papiermühle Altleiningen war eine Gründung der Familie Lorch, wahr­scheinlich der Annweiler Linie. Sie wurde betreiben von Vertretern der angeheirateten Familie Knoeckel und Roedter. Die erste ur­kundliche Nachricht stammt von 1787. Laut Eintragung im Kirchenbuch ließen am 24.4.1787 Johann Georg Knöckel und seine Ehe­frau Anna Barbara Lorch ihren am 23.4.1787 geborenen Sohn Johann Friedrich Knöckel taufen. Gevattersleute waren Carl Theodor *Friedrich, Papiermacher aus Eisenberg (4xUrgroßonkel von Eberhard Ref; Bruder der Charlotte Christiane Friedrich verh. Mann; Sohn des Johann Henrich Friedrich (5xUrgroßvater von Eberhard Ref), Johanna Catharina Pohlander (Bohlander) aus Albisheim, Jo­hann Friedrich Lorch aus Annweiler und dessen Ehefrau Maria Sophia Lorch (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S, 45; LKA Speyer Lutherisches Kirchenbuch Altleiningen).



Lorch, Johann Friedrich (1):

1648 - nach 1716; Sohn des Johann Heinrich *Lorch; 1684 Papiermühlenkonzession zum Betrieb einer Papiermühle im Schönthal [Anm.: am Speyerbach, nicht im heutigen Schöntal] bei Neustadt, die er auf einem bereits von seinem Vater Johann Heinrich Lorch gekauften Bauplatz errichtete; Vater des Johann Friedrich *Lorch II (vgl. Weber, Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 58, 59). Vetter des Michael *Altz, des Betreibers der Schleifmühle in Klingenmünster (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 82).


Da in den Wirren des 30jährigen Krieges fast alle kurpfälzischen Papiermühlen untergegangen waren und erheblicher Bedarf bestand, hatte sich im Herbst 1682 der Neustadter Wappenschmied und Oelmühlenbesitzer Johann Friedrich (1) *Lorch gegenüber der kur­pfälzischen Regierung bereit erklärt, auf seinem oberhalb Neustadt, im Schönthal gelegenen Grundstück neben seiner Oelmühle am Speyerbach auf eigene Kosten eine Papiermühle bauen zu wollen. Die Konzessionsurkunde datiert vom 18.1.1684, der Erbbestands­brief vom 16.7.1686. Dieser bestätigt auch, daß die Mühle bereits in Betrieb war (vgl. Jaffé: Papiermühlen im ehemaligen Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 9/10).



Lorch, Johann Friedrich (2):

1699-1775; Sohn des Johann Friedrich *Lorch I. Die Papiermühle liegt oberhalb der Stadt Neustadt im Neustadter Tal, im heutigen Stadtteil Schöntal, an Stelle der späteren Papierfabrik Hoffmann-Engelmann Werk I; die Papiermühle wurde 1684 durch Johann Heinrich Lorch, Bürger und Waffenschmied in Neustadt, neu aufgebaut. Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Papier­mühle im Schöntal bei Neustadt wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): „Noch findett sich hinter der Neustadt eine Papier Mühl; dieselbe hat Johann Heinrich Lorch Bürger und Waffenschmied dahier, in anno 1684 nei mit Consens Churfürstli­che Hochlöbl: HofCammer aufgebautt, wegen dem Wasserfall gibt er jährlich zur churfürstl. Hochlöbl. Hof Cammer 20 Rieß Schreibpapier, undt ist ihme Papiermacher vermög Bestandt Brief so bey jetziger Regierung ist contenmiert worden, erlaubt diese Pa­pier Mühl so wohl in laufenden …. wie auch sonsten zu seinem Nutzen zu vergrößern wie solches der 9te Artickel in dessen … Con­cession melden thutt, der jetzige Posser ist Johann Friedrich Lorch ein Sohn von obigen Johann Friedrich Lorch.“


1742 wurde die Papiermühle bei einem Brand völlig vernichtet. Der Sohn des Gründers, der ebenfalls Johann Friedrich (2) Lorch hieß, baute die Mühle nicht mehr am alten Platz, sondern am linken Ufer des Speyerbachs wieder auf (vgl. Jaffé: Papiermühlen im ehemaligen Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 10; Hößle, Friedrich von: Alte pfälzische Papiermühlen; in: „Der Papierfabrikant“ XIX Jahrgang 1921, S. 27).


1744 Papiermüller links des Speyerbachs in Neustadt; 1751 Kauf der Papiermühle *Wachtelsmühle bei Annweiler (vgl. Weber, Müh­len der besonderen Art, a.a.O., S. 59).


°° mit Maria Barbara Sauter; Vater des Johann Friedrich *Lorch III (vgl. Weber, Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 59). Vater der Anna Maria Lorch (°° 13.1.1745 mit Wolfgang Adam *Knoeckel) und Onkel der Maria Barbara Lorch (°° 1761 mit Johann Erhard Goßler ++++prüfen++++) (vgl. Himmler, Karl-Heinz: Papiermacher-Tradition in Frankeneck. Ältester Standort einer Papiermühle im Tal. Museum eingerichtet; in: Heimatjahrbuch Landkreis Bad Dürkheim 1991, S. 151; Sporhan-Krempel, Lore: Das Papierwerk in Frankeneck/ Pfalz; in: Zeitschrift für Papiergeschichte Jg. 2, 1952, S. 55) und des Johann Friedrich (3) *Lorch (vgl. Weber, Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 59).


Da Johann Friedrich (2) Lorch um 1769 auch Bürgermeister der Stadt Neustadt war, übergab er 1769 die Papiermühle links des Speyerbachs zum Preis von 5500 Gulden an seinen Sohn Johann Friedrich (3) Lorch, während sein Schwiegersohn Knöckel von ihm die Brandruine auf dem bisher unbebaut gebliebenen Platz auf dem rechten Ufer des Speyerbachs zum Preis von 1000 Gulden erhielt, auf dem ursprünglich die 1742 abgebrannte Papiermühle stand, die auf dem linken Ufer des Bachs wieder aufgebaut worden war (vgl. Jaffé: Papierindustrie in den kurpfälzischen Stammlanden, a.a.O., S. 13; Hößle, Friedrich von: Alte pfälzische Papiermühlen; in: „Der Papierfabrikant“ XIX Jahrgang 1921, S. 27).



Lorch, Johann Friedrich (3):

2.11.1730 Neustadt/Haardt – 22.5.1782 Neustadt/Haardt; Sohn des Johann Friedrich *Lorch II und der Maria Barbara +Sauter; Pa­piermüller in Neustadt; °° 3.11.1757 in Bierbach mit Anna Katharina *Maurer von der Papiermühle Schwarzenacker, Tochter des Papiermüllers in Schwarzenacker Johann Georg (2) *Maurer und der Maria Elisabetha Wieberskirch; Vater des Johann Friedrich IV (vgl. (vgl. Börst, Hans: Die Papiermacherfamilie Maurer in der Papiermühle auf dem Schwarzenacker zu Wörschweiler; in: Saarlän­dische Familienkunde 1969, S. 134; s. auch Weber, Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 59).



Lorch, Johann Friedrich (4):

1759 err.- † 4.12.1788 im Alter von 29 Jahren an Lungenschwindsucht (vgl. Jaffé: Papierindustrie in den kurpfälzischen Stammlan­den, a.a.O., S. 13); Sohn des Johann Friedrich *Lorch III und der Anna Katharina Maurer; verheiratet mit Katharina Elisabeth Alle­mang; Papiermüller auf der Papiermühle in Neustadt (später Papierfabrik Hoffmann und Engelmann); er war Alkoholiker und starb an Lungenschwindsucht (vgl. Jaffé: Papierindustrie in den kurpfälzischen Stammlanden, a.a.O., S. 13); nach seinem Tod 1788 heira­tete seine Witwe 1789 den Johann Friedrich (1) *Roedter; 1789 wurde von diesem die Mühle übernommen und 1802 die Mühle in Hardenburg gekauft (vgl. Weber, Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 53, 59; dieser gibt den Vornamen als Hiob Friedrich oder auch Jost Friedrich an; Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im ehemaligen Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 10; Jaffé: Papierindustrie in den kurpfälzischen Stammlanden, a.a.O., S. 13). Kurz vor seinem Tod setzte er seine Ehefrau Katharina Elisabeth Allemang als Universalerbin ein (vgl. Jaffé: Papierindustrie in den kurpfälzischen Stammlanden, a.a.O., S. 13).



Lorch, Johann Heinrich/Henrich (1):

vor 1655 Klingenmünster - 15.9.1689 Neustadt; zunächst Waffenschmied in Klingenmünster, kam 1655 (Anm. wohl richtig 1650) nach Neustadt;


°° mit NN.; Vater des Papiermüllers in Neustadt Johann (1) Friedrich Lorch (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 59) und des Wappenschmieds Johann Henrich (2) *Lorch (vgl. Sporhan-Krempel, Lore: Das Papierwerk in Frankeneck/ Pfalz; in: Zeitschrift für Papiergeschichte Jg. 2, 1952, S. 55).


Johann Henrich (!) Lorch wurde 8.9.1662 Ratsmitglied der Stadt Neustadt und verstarb am 15.9.1689 (vgl. Thomas, Hans und Hed­wig: Die Becherliste des Rates zu Neustadt / Weinstraße; in: Pfälzer Heimat 1988, S. 58; Schmidt, Fritz Otto: Von alten Zweibrücker Familien; in: Pfälz. Fam.- und Wappenkunde 1956 S. 73).


Er erbaute 1650 die Waffenschmiede in Winzingen. Diese lag zwischen Kronenmühle und Bischofsmühle in Winzingen. 1650 durch Johann Heinrich Lorch neu aufgebaut. 2 Wasserräder: eins zum Schmieden das andere zum Schleifen. Im kurpfälzischen Mühlenver­zeichnis 1738 ist die Mühl wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 Nr. 35): „Noch bei Neustadt befindet sich eine Wappenschmitt und Schleifmühl, dieselbe hatt Johann Heinrich Lorch in Anno 1650 neu aufgebaut, hatt 2 Wasserradt, eins zum Schmitten und daß andere zum Schleiffen, doch muß es groß Wasser seyn, wenn sie zu gleich gehen sollen ist eigen, gibt jährlich 4 fl 1 X 6 fl Wasserfallzinß in die Gefällverwäßerey lauth einer mir vorgezeigten Quittung, der jetzige Possessor ist Johann Heinrich Lorch, ein Enkel des obigen Lorch, kein Consens ist mehr vorhanden.“


Johann Henrich Lorch wurde ab 1662 die Herrschaftliche Mahlmühle (Bischofsmühle) in Winzingen (Reste in der Textilfabrik Scho­ber) verliehen (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Geschichte der Mühlen, a.a.O., Bd. 1, S. 269; LA Speyer Best. D 2, Nr. 62 und 65). Die Mahlmühle in Winzingen "oben dem Schaydt" (oberhalb der Scheide von Speyerbach und Rehbach) wurde 1662 auf einem ver­fallenen Mühlplatz des Bistums Speyer von Johann Heinrich *Lorch errichtet (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Mühlen und Müller­handwerk, a.a.O., Bd. 1, S. 250).


Er baute 1662 die Bischofsmühle in Winzingen wieder auf. Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Mühle wie folgt be­schrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 Nr. 36): „Zu Wintzing oben dem Schaydt befindt sich eine Mahlmühl so der Johann Heinrich Lorch 1662 auf einem altem zerfallenen Mühlplatz vermög einem vorgezeigten Erbbestandsbrief von dem Bisthum Speir neu aufgebaut, hatt 2 Wasserradt, gibt jährliche Erbpacht in die Kellerey Deidesheim 10 Malter Korn und 30 X, so dann 4 Sümmern Korn in die Neustadter Collectur undt der Gemeindt Winzingen 81 Albus Geldt; gegen dieser Mühl über auf der der anderen Seith der Bach hat der Johannes Lorch als des obigen Lorch sein Sohn in Anno 1719 noch eine Ohlig Mühl neu aufgebaut, führt ein Was­serrad worüber kein Consens vorhanden ist, gibt gnädigster Herrschaft nicht außer daß der Ohlig Mühl mit 90 und die Mahl Mühl mit 10 fl Schatzungs Capital belegt, der jetzige Possessor ist Johann Nikolaus Lorch.“


1669 kaufte der Neustadter Ratsangehörige Heinrich Lorch von der Stadt die ehemalige Walkmühle am rechten Ufer des Speyer­bachs für 680 Gulden in der Absicht, hier eine Papiermühle zu errichten. Ob die Gründung noch von ihm selbst, oder Sohn Johann Friedrich (1) Lorch erfolgte, ist nicht überliefert; auch das Jahr der Erbauung ist unbekannt (vgl. Hößle, Friedrich von: Alte pfälzi­sche Papiermühlen; in: „Der Papierfabrikant“ XIX Jahrgang 1921, S. 27). Hößle's Auffassung ist angesichts des Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Papiermühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1) unzutreffend. Danach wurde die Papiermühle rechts des Speyerbachs 1684 neu errichtet von Johann Heinrich (1) *Lorch († 1689 Neustadt).



Lorch, Johann Heinrich (2):

um 1738 Müller auf der Waffenschmiede und Schleifmühle in Winzingen; Sohn des NN. Lorch und Enkel (des Wappenschmieds Jo­hann Heinrich (1) *Lorch, dem Erbauer der Wappenschmiede in Winzingen. Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Mühl wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 Nr. 35): „Noch bei Neustadt befindet sich eine Wappenschmitt und Schleif­mühl, dieselbe hatt Johann Heinrich Lorch in Anno 1650 neu aufgebaut, hatt 2 Wasserradt, eins zum Schmitten und daß andere zum Schleiffen, doch muß es groß Wasser seyn, wenn sie zu gleich gehen sollen ist eigen, gibt jährlich 4 fl 1 X 6 fl Wasserfallzinß in die Gefällverwäßerey lauth einer mir vorgezeigten Quittung, der jetzige Possessor ist Johann Heinrich Lorch, ein Enkel des obigen Lorch, kein Consens ist mehr vorhanden.“


Vater der Maria Barbara Lorch, °°1761 mit dem Papiermüller Michael *Goßler (vgl. Sporhan-Krempel, Lore: Das Papierwerk in Frankeneck/ Pfalz; in: Zeitschrift für Papiergeschichte Jg. 2, 1952, S. 55).



Lorch, Johann Karl:

vor 1714-7.1.1729; Stadtmüller in Bergzabern; Sohn des Johann Balthasar *Lorch und der Juliane Sibylle König (vgl. Schmidt: Die Leiningischen Hüttenwerke zu Zinsweiler; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, Bd. III, S. 276); verheiratet mit der Tochter des Stadtchirurgen Ulrich Müller; N. Müller; aus der Ehe gingen sieben Kinder hervor (vgl. Schmidt, a.a.O., S. 278).



Lorch, Johann Ludwig:

um 1743 Ölmüller auf der Winzenmühle (Springmühle) in Oberotterbach (vgl. Fischer, Willi: Das Otterbachtal, Mühlen und Stein­brüche; in: Otterbach, aus der Geschichte eines südpfälzischen Dorfes, a.a.O., S. 304).+++prüfen, ob identisch mit Johann Ludwig Lorch: *um 1714 - nach 1758; jüngster Sohn des Johann Balthasar *Lorch und der Juliane Sibylle König; Eheschließung mit Char­lotte Friederike König (vgl. Schmidt: Die Leiningischen Hüttenwerke zu Zinsweiler; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, Bd. III, S. 276, 279)++++



Lorch, Johann Ludwig:

1754 im Alter von 38 Jahren; „Müller im Thal auf einer Lohmühle“, bei Dörrenbach (vgl. Kuby, Alfred H.: Die Schmackenmühle und ihre Bewohner zwischen 1690 und 1733; in: PRFK 1982, S. 100; Prot Landeskirchenamt Speyer Abt. 57 Nr. 20: Im Jahre 1756 gefertigte Auszüge aus den Kirchenbüchern von Dörrenbach und den übrigen Gemeinden der Gemeinschaft Guttenberg, Amtshand­lungen an Reformierten betreffend, für die Jahre 1701 ff, zitiert bei Kuby: Schmackenmühle a.a.O., S. 100 Anm. 3).


1732/34 Eigentümer einer kleine Sägemühle in Dörrenbach nebst daran gelegenem Weiher (vgl. Dörrenbach, Gemeinde [Hrsg.]: 1000 Jahre Dörrenbach [Dörrenbach 1992], S. 451); er ist möglicherweise identisch mit dem obigen Ölmüller auf der Winzenmühle in Oberotterbach, Johann Ludwig Lorch.


1731 war ein „Herr“ Ludwig Lorch, Sägmüller als Pate bei Taufe eines Kindes des Leinenwebers Rudolph *Heller aus Dörrenbach und der Müllerstochter Anna Maria Berchtold von der Schmackenmühle (gehörte ursprünglich zu Dörrenbach, später Gemarkung Bergzabern) (vgl. Kuby: Schmackenmühle a.a.O., S. 100).


In seinem Sterbeeintrag heißt es: „... da er nachts um 12 Uhr mit einem elenden blinden Pferd in großer Trunkenheit von hier (Anm.: Dörrenbach) abgefahren und alles erinnern ohngeachtet, da er noch sogar zur Antwort gegeben, es habe ihn der Teufel noch nicht ge­holt, er werde ihn heunt auch nicht holen, in doppelter Blindheit den weg vor sich genommen, jämmerlich ums Leben, da er nicht weit von hier des andern morgens todt gefunden worden“ (vgl. Kuby, Alfred H.: Die Schmackenmühle und ihre Bewohner zwischen 1690 und 1733; in: PRFK 1982, S. 100; Prot Landeskirchenamt Speyer Abt. 57 Nr. 20: Im Jahre 1756 gefertigte Auszüge aus den Kirchenbüchern von Dörrenbach und den übrigen Gemeinden der Gemeinschaft Guttenberg, Amtshandlungen an Reformierten be­treffend, für die Jahre 1701 ff, zitiert bei Kuby: Schmackenmühle a.a.O., S. 100 Anm. 5).



Lorch, Johann Nikolaus:

um 1738 Müller auf der Bischofsmühle in Winzingen; +++klären: er könnte ein Enkel des Johann Heinrich (1) Lorch sein++++.

Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Mühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 Nr. 36): „Zu Wintzing oben dem Schaydt befindt sich eine Mahlmühl so der Johann Heinrich Lorch 1662 auf einem altem zerfallenen Mühlplatz vermög einem vorgezeigten Erbbestandsbrief von dem Bisthum Speir neu aufgebaut, hatt 2 Wasserradt, gibt jährliche Erbpacht in die Kellerey Deidesheim 10 Malter Korn und 30 X, so dann 4 Sümmern Korn in die Neustadter Collectur undt der Gemeindt Winzingen 81 Albus Geldt; gegen dieser Mühl über auf der der anderen Seith der Bach hat der Johannes Lorch als des obigen Lorch sein Sohn in Anno 1719 noch eine Ohlig Mühl neu aufgebaut, führt ein Wasserrad worüber kein Consens vorhanden ist, gibt gnädigster Herrschaft nicht außer daß der Ohlig Mühl mit 90 und die Mahl Mühl mit 10 fl Schatzungs Capital belegt, der jetzige Possessor ist Johann Niko­laus Lorch.“



Lorch, Lorentz:

vor 1664; Waffenschmied aus Bergzabern; er übernahm mit Vertrag vom 28.12.1669 von Graf Johann Ludwig von Leiningen-Wes­terburg die Leiningischen Hüttenwerke in Zinßweiler /Elsaß; Vater des Johann Balthasar *Lorch (vgl. Schmidt: Die Leiningischen Hüttenwerke zu Zinsweiler; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, Bd. III, S. 274).



Lorch, Maria Barbara:

Tochter des Wappenschmieds Johann Henrich (2) *Lorch und Nichte des Papiermüllers Johann Friedrich (2) Lorch (vgl. Sporhan-Krempel, Lore: Das Papierwerk in Frankeneck/Pfalz; in: Zeitschrift für Papiergeschichte Jg. 2, 1952, S. 55); °° 1761 mit dem Papier­müller Michael *Goßler (Papiermacher auf der Papiermühle Neustadt und Mitarbeiter des Papiermüllers Johann Friedrich (2) *Lorch) (vgl. Sporhan-Krempel, Lore: Das Papierwerk in Frankeneck/Pfalz; in: Zeitschrift für Papiergeschichte Jg. 2, 1952, S. 55; erwähnt bei Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 59).



Lorch Philipp Jakob:

1828; aus Neustadt; Lorch kaufte 1810 einen Bauplatz in Sarnstall zur Errichtung einer Papiermühle (heute Papierfabrik Buch­mann) (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 89). Papiermüller in Sarnstall (vgl. Biundo,: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 22). 1826 Eheschließung mit der Pfarrerstochter Karoline Katharina *Höpfner (1804 - 18.11.1827 Annweiler im Alter von 23 Jah­ren) (vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 195 Anm. zu Nr. 2230; vgl. Biundo,: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 22). Dieser Phil­ipp Jakob Lorch richtete 1810 an den Unterpräfekten des Arrondissement Zweibrücken ein Gesuch um Genehmigung zur Errichtung einer Papiermühle am Buchholz im Queichtal bei Sarnstall und begann nach antragsgemäßer Bescheidung 1811 mit dem Bau der Pa­piermühle (vgl. Buchmann GmbH Geschäftsleitung: Papiermühle im Wasgau, Sarnstall 1961, ohne Seitenangabe).


Lorch verstarb 1829 ohne Nachkommen, nachdem seine Frau Karoline Katharina *Höpfner bereits 1827 verstorben war. Die Papier­mühle wurde daraufhin an den aus Neustadt stammenden Papiermacher Johann Knauber verkauft (vgl. Buchmann GmbH Geschäfts­leitung: Papiermühle im Wasgau, Sarnstall 1961, ohne Seitenangabe).



Lorentz, Johannes:

um 1728 Johannes Lorentz der Müller zu Dernbach; sein Sohn Johann Wilhelm, Gemeinsmann in Spirkelbach heiratet lutherisch am 21.9.1728 in Spirkelbach Marie Ursula Bieber, die Tochter des Schultheißen in Spirkelbach, Abraham Bieber II (vgl. Biundo,: Ann­weiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 64); Vater u.a. des Schulmeisters in Annweiler, Heinrich Jacob Lorentz (~ 1.5.1732 luth. Spirkel­bach; °° II am 31.10.1758 mit Susanna Marie Disquet, Tochter des verstorbenen Müllers im nassauischen Burbach, Konrad Disquet) (vgl. Biundo,: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 64).



Lorenz, Hans Simon:

um 1710 Müller in Niederhausen/Nahe; er baute 1710 die Seelocher Mühle in Niederhausen wieder auf. Im pfalz-zweibrückischen Mühlenbericht des Oberamts Meisenheim von 1743 (vgl. LA Speyer Best. 2 Nr. A 192/1:1743-56) wird die Seelocher Mühle wie folgt beschrieben: “liegt an der Nahe bei Niederhausen, hat 2 Wasserräder für 2 Mahlgänge. Kein Bann, 18 Mahlgäste kommen aus Niederhausen. Hat eine Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. 1710 von Hans Simon *Lorenz wieder aufgebaut. Pacht: 6 Malter Korn.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 228).



Loring, Lohring, Familie:

hier sind alle Müller der Namen Loring oder Lohring, unabhängig von der jeweiligen Schreibweise des Nachnamens, nach Vornahme sortiert



Lohring, Heinrich:

um 1738 Müller auf der Koltersmühle in Gehrweiler. +++klären: möglicherweise ein Sohn des Gehrweiler Müllers Peter *Loring.


Die Mühle lag nördlich des Ortskerns am Moschelbach gelegen, heute Anwesen Hauptstraße 1. Die Mühle gehörte von 1687-1718 der Geistlichen Güteradministration (CGA) in Heidelberg und wurde von der Kirchenschaffnei Wolfstein verwaltet. 1738 im Besitz des kurpfälzischen Hofbeständers Heinrich Lohring (vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 410; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 266). Die Bestandsaufnahme der Mühlen im Unteramt Rockenhausen ist enthalten in einer Aufstellung von 1738 (vgl. LA Speyer A2 Nr. 164.24; s. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 260 ff.); die Mühle wird dort wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S.262): „liegt am Moschelbach und ist eine „Klapper­mühl“, welche Heinrich *Lohring eigen ist. Für den Wasserfall entrichtet dieser 3 Ma. Korn jährlich. Sie hat nur einen „schlechten“ Mahlgang. Wassermangel!“ Seit der 2. Hälfte des 18.Jh. ist die Mühle im Besitz der Müllersfamilie Kolter. 1960 wurde der Mühlen­betrieb eingestellt (vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 410).



Loring, Peter:

um 1722 Müller in Gehrweiler-Gundersweiler; er ist im Namensverzeichnisse des kurpfälzischen Unteramts Rockenhausen von 1722 als „Peter Loring, ein Müller“ aufgeführt (vgl. Dhom, Emil: Namensverzeichnisse aus dem Unteramt Rockenhausen 1684 und 1722; in: PRFK 1975, S. 239). +++klären: er könnte der Vater des Müllers Heinrich *Lohring sein+++++



Lortz, Mattheiss:

um 1614 Stadtmüller auf der herrschaftlichen Maltermühle (Bannmühle) in Bad Kreuznach; er wurde am 31.3.1614 in einem Vor­mundschaftsverfahren erwähnt (vgl. Spengel: Mühlen im Bereich der mittleren und unteren Nahe, a.a.O., S. 76).



Loth, Hans Peter:

Dezember 1688; er stammt aus „Dalen“ im Jülicher Land; 1670 ist der aus dem Jülicher Land stammende Hans Peter *Loth der Müller auf der Neumühle in Kaiserslautern (vgl. „Die Rheinpfalz“ Kaiserslauterer Rundschau vom 24.10.1986:“Auf die Neumühle wartet die Abbruchfirma“; vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 84 Nr. 2977).


Loth war zunächst Knecht auf der Galappmühle in Morlautern bei dem Müller Johannes *Klein; Loth will am 19.5.1666 die Neu­mühle bei Kaiserslautern übernehmen; er ist noch am 9.5.1673 der Neumüller; Bürgeraufnahme in Kaiserslautern am 14.2.1670; sein Nachfolger als Neumüller ist Theobald *Pfaff (vgl. vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 84 Nr. 2977).


Loth war später Müller auf dem Stolzenberger Tal; er bewarb sich 1688 um einen Erbbestandsbrief an der Wolfsmühle bei Waldgreh­weiler, die 1684 im pfälzischen Erbfolgekrieg von französischen Truppen niedergebrannt worden war; Loth bot an die Mühle auf sei­ne Kosten wieder aufzubauen, wenn ihm Erbpachtnachlaß gewährt würde; Loth’s Gesuch für die Wolfsmühle wurde angenom­men, der Erbbestandsbrief ausgefertigt und Loth begann mit dem Aufbau (vgl. Jacob, L.: Die Wolfsmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsver­ein 1932, S. 87-88, 92-96; 1933, S. 4-8; Conrad, Heinrich: Der Wiederaufbau der Wolfsmühle im Jahre 1688; in: Nordp­fälzer Ge­schichtsverein 1955, S. 9 unter Bezugnahme auf KSchA Meisenheim Specialia III, 29).


°° mit NN; Vater der Anna Ottilia Loth (°° 7.3.1699 in Ransweiler mit dem späteren Müller auf der Wolfsmühle bei Gaugrehweiler, Johann Jakob von *Bohr) (vgl. Kuby, Alfred H.: Die nordpfälzische Familie von Bohr (Vonbohr); in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1969, S. 18).


Loth war jedoch überraschend im Dezember 1688 gestorben sein; seine Witwe NN. Loth hatte daraufhin den Aufbau der Mühle fer­tiggestellt und diese anschließend lange Zeit selbst betrieben zu haben (vgl. Jacob, L.: Die Wolfsmühle; in: Nordpfälzer Geschichts­verein 1932, S. 88, 92).


Nach aA handelt es sich bei der Todesmeldung um einen Irrtum (vgl. Conrad, Heinrich: Der Wiederaufbau der Wolfsmühle im Jahre 1688; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1955, S. 9): „Im Dezember 1688 war bei der Rentkammer in Meisenheim die Nachricht ein­gegangen, daß der Wolfsmüller Loth gestorben sei. Am 16. Dezember 1688 wurde daher Amtskeller Straehl angewiesen, mit der Wit­we des Loth wegen der Übergabe an einen neuen Beständer und wegen der Abfindung der Familie für die bisher aufgewendeten Bau­kosten zu verhandeln. Der Mühlenbau dürfe nicht ins Stocken kommen. Wolle die Familie Loth aber auf der Mühle bleiben, so müsse der Keller versuchen, den (neuen) Erbbestandsbrief „ehestens auslösen“ zu lassen, damit der diesjährige Pacht wie der der früheren Jahre, zu dessen Entrichtung sich Loth ja verpflichtet hatte, in seine neue Rechnung aufgenommen werden könne. Dieser neue Erb­bestandsbrief für die Witwe war schon ausgefertigt; die Kammertaxe sollte 6 Gulden betragen. Straehl antwortete darauf am 28. De­zember 1688, daß hier ein Irrtum vorliege. Loth lebe noch und sei 'mit dem Bawwesen continuiret'. Es müsse sich bei der Todesmel­dung um die Gauchsmühle handeln (Anm.: in Alsenz, das 1688 zu 2/3 pfalz-zweibrückisch war). Er, Straehl, habe mit der Witwe (!) des dortigen Bewerbers geredet; sie getraue sich nicht, den Aufbau der Mühle fortzuführen.“



Louis, Familie:

die Louis stammen aus Flandern und wurden am 6.6.1559 in den Adelsstand erhoben. Zwei Brüder Louis flohen nach der Bartholo­mäusnacht 1572 zunächst in die Kurpfalz, dann als Reformierte ins Herzogtum Lautern zu Johann Casimir von der Pfalz (vgl. Louis: Geschichte der Holzmühle, a.a.O., S. 14).


Abraham Louis (°° mit Maria Magdalena Tyrolf) ist 1715 Gerichtsschöffe in Bissweiler im Zweibrückischen. Sein Sohn Johann Jacob *Louis, (geb. in Bissweiler [Anm.: Bischweiler/Elsaß] - † 11.1.1793 Neustadt; °° mit Clara Elisabeth Vörster aus Neustadt), wird 1756 Neustadter Bürger und Müller auf der Würzmühle. Dessen Sohn Johann Ludwig *Louis (geb. 1760 Neustadt - † 1837 Lambrecht, °° mit Maria Sophia Wolff aus Lambrecht), wird Waffenschmied in Lambrecht. Betriebsnachfolger ist der Sohn Johann Jacob *Louis (geb. 1787 Lambrecht – 1854 Neustadt; °° 1813 mit Kunigunde Elisabeth Schiffer [geb. 1794 Obrigheim]). Der Sohn aus der Ehe, Georg Heinrich (1) *Louis übernimmt die Lambrechter Wappenschmiede und wird nach seiner Eheschließung Müller auf der Holzmühle in Westheim (vgl. Louis: Geschichte der Holzmühle, a.a.O., S. 14-15).



Louis, Georg Heinrich (1):

24.5.1822 Lambrecht - 24.5.1895 Westheim Holzmühle; zunächst Wappenschmied in Lambrecht, dann Müller auf der Holzmühle Westheim; Sohn des Lambrechter Wappenschmieds Johann Jacob *Louis und der Kunigunde Elisabeth Schiffer (geb. 1794 Obrigheim); °° 23.2.1856 mit der Müllerstochter Kätchen Breinig (Tochter des Müllers auf der Holzmühle Westheim, Georg Heinrich *Breinig und der Barbara Däuwel) von der Holzmühle in Westheim (vgl. Louis: Geschichte der Holzmühle, a.a.O., S. 315-16; diese bringt die Mühle mit in die Ehe; aus der Ehe stammen die Kinder Florentine Louis (geb. 24.9.1860, °° mit Heinrich Louis aus München) und die Söhne Heinrich Louis (5.9.1857 – 30.6.1916. ledig), Gustav Louis (4.10.1863 – 26.6.1928; °° 1.4.1901 mit Elsa Lellbach von der Schanzer Mühle) und Georg Heinrich (2) Louis (vgl. Louis: Geschichte der Holzmühle, a.a.O., S. 30).


Louis hatte die Wappenschmiede Lambrecht im Alter von 24 Jahren übernommen und erfolgreich betrieben; er konnte 1856 einen Betrag von 19470 Gulden als Ertrag seines 10jährigen Hammerschmiedegeschäfts ausweisen. 1860 verkaufte er die Lambrechter Wappenschmiede (vgl. Louis: Geschichte der Holzmühle, a.a.O., S. 15).



Louis, Johann Jacob:

geb. Bischwiller/Elsaß - † 11.1.1793 Neustadt; Müller auf der Würzmühle Neustadt; Sohn des Gerichtsschöffen in Bissweiler [Anm.: Bischwiller/Elsaß], Abraham Louis und Maria Magdalena Tyrolf; °° mit Clara Elisabeth Vörster aus Neustadt (vgl. Louis: Geschichte der Holzmühle, a.a.O., S. 14). Vater von Johann Ludwig *Louis (geb. 1760 Neustadt - † 1837 Lambrecht, Waffenschmied in Lam­brecht und von 1813/14 Bürgermeister in Lambrecht) (vgl. Louis: Geschichte der Holzmühle, a.a.O., S. 15).



Louis, Johann Jacob:

geb. 1787 Lambrecht – 1854 Neustadt; Waffenschmied in Lambrecht; Sohn des Waffenschmieds in Lambrecht, Johann Jacob *Louis und der Maria Sophia Wolff aus Lambrecht; °° 1813 mit Kunigunde Elisabeth Schiffer (geb. 1794 Obrigheim). Aus der Ehe stammen 8 Söhne und 5 Töchter, davon sterben 3 Söhne und eine Tochter im Kindesalter. Der Sohn Georg Heinrich (1) *Louis übernahm im Alter von 24 Jahren die Lambrechter Wappenschmiede (vgl. Louis: Geschichte der Holzmühle, a.a.O., S. 15).



Louis, Johann Ludwig:

geb. 1760 Neustadt - † 1837 Lambrecht, Waffenschmied in Lambrecht und von 1813/14 Bürgermeister in Lambrecht; Sohn des Müllers auf der Würzmühle Neustadt, Johann Jacob *Louis und Clara Elisabeth Vörster; °° mit Maria Sophia Wolff aus Lambrecht; Vater des Waffenschmieds und Betriebsnachfolger in Lambrecht, Johann Jacob Louis (vgl. Louis: Geschichte der Holzmühle, a.a.O., S. 15).



Loy, Peter Andreas:

um 1696 auf der Ohligmühle in Leiningen (++++klären++++: Waldleiningen oder Alt-/Neuleiningen ?); er wird am 18.2.1696 in Kai­serslautern erwähnt (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 69 Nr. 4610).



Luckhaupt, Henrich:

um 1701 Müller in Alzey; °° mit Anna Maria NN.; die Tochter Maria Charlotte Luckhaupt wurde am 8.11.1701 in Rehborn/Glan ge­boren (vgl. Anthes.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Rehborn, a.a.O., S. 65).



Ludi, Jacob:

Um 1819 war Jacob *Ludi als Müller auf der Thaleischweiler Mühle. Am 10.12.1819 wird im Intelligenzblatt des Rheinkreises die Versteigerung folgenden Rechts, lastend gem. Erbbestandsbrief vom 26.3.1791 auf der Thaleischweiler Mühle für 30.12.1819 ange­kündigt (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises vom 10.12.1819 Beilage zu Nr. 93, S. 641): „Eine jährliche auf der Thaleischweiler Mühle gemäß Erbbestandsbrief vom 26ten März 1791 haftende, und durch Jacob Ludi Müller und Bürgermeister zu Thaleischweiler schuldige Erbbestands-Rente von 16 Hectoliter Korn, 3 Hectoliter Haber und einem Mühlschwein oder statt dessen 10 fl baaren Gel­des – ohne hypothekarische Inscription.“



Lüth, Johann Nickel:

1752 (err.); Müller auf der Freiherrlich Schorrenburger Mühle in Hassel/Saar.


Die beim Dorf Hassel liegende Mühle wurde zunächst im Temporalbestand vergeben. 1741 erhielt Johann Nickel *Lüth von Freiherr Johann Karl Christian von Schorrenburg die Mühle im Erbbestand mit der Auflage, auf eigene Kosten das baufällige Gebäude in­stand zu setzen und die verwilderte und versumpfte Umgebung zu kultivieren. Lüth und seine Frau zogen daraufhin von Saarbrücken nach Hassel und investierten über 2000 fl in das Mühlengut (vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 202; Armgart/Weber: Inventar der pfälzi­schen Reichskammergerichtsakten, a.a.O., Bd. 2, S. 1141-1142, Nr. 1276).


Die Freiherrlich Schorrenburger Mahl-, Öl- und Sägmühl ist im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) wird sie wie folgt beschrieben: “... liegt am Hasseler Weiher, ¼ Stunde unterhalb des Dor­fes Hassel. 3 oberschlächtige Wasserräder für Mahl-, Öl- und Sägemühle. Entrichtet jährlich an den jüngeren Herrn von Schorrenburg 5 Ma. Korn, 40 fl an Geld, 1 Mühlschwein von 120 Pfund, 3 Kappaunen und 3 Hühner bzw. den entsprechenden Geldbetrag für die Naturalien. Das Dorf Hassel und die zugehörigen Höfe sind hierher gebannt. Erbbeständer ist Johann Nickel Lüth.” (zitiert nach We­ber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 204).


Nach elf Jahren (1752 err. starb der Müller Lüth, seinen Witwe NN. führte mit ihren Kindern die Mühle fort. Als mit Johann Christi­an von Schorrenburgs Sohn die jüngere Linie der Freiherren von Schorrenburg ausstarb, wurde der Erbbestand von dem nunmehri­gen Ortsherrn Karl Friedrich von Schorrenburg aus der älteren Linie, als ohne agnatischen Konsens erfolgte Alienation und Ver­schlechterung des Lehensbesitzes angefochten. Es kommt hierüber zum Prozeß, der die Kassation des Erbbestandsbriefes über die nunmehrige Mahl-, Schneid- und Ölmühle zu Gegenstand hat. Hierbei klagt die Witwe des Nikel Luten gegen den Freiherrn Karl Friedrich von Schorrenburg. Das Verfahren wurde 1760/61 vor dem Pfalz-zweibrückischen Oberamt Zweibrücken in 1. Instanz, dann 1761 als Berufungsinstanz vor der Pfalz-zweibrückischen Regierung geführt und war von 1761/62 vor dem Reichskammergericht Wetzlar rechtshängig (vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 202; Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, a.a.O., Bd. 2, S. 1141-1142, Nr. 1276).



Lützenburger, Michel:

auch Lützenberger; um 1704 Müller auf der Mühle „bei der Neuen Brück“ (Neubrücke, OT von Hoppstädten-Weiersbach); vor 1704 °° Michel *Lützenburger, „Müller bei der Neuen Brück“ (Neubrücke) (geb. um 1676 err – 7.9.1754 im Alter von 78 Jahren) die Anna Maria NN. (geb. um 1679 – 9.9.1739 im Alter von 60 Jahren) (vgl. Jung: Familienbuch Achtelsbach, a.a.O., S. 154 Nr. 814).


Vermutlich handelt es sich bei Michel Lützenberger um den am 9.7.1669 in der Hahnmühle bei Schloß Dhaun geborenen Hans Mi­chel Lützenberger, den Sohn von Johann Philipp Lützenberger und Maria NN. (vgl. Jung: Familienbuch Achtelsbach, a.a.O., S. 154 Nr. 814). Vater u.a. von Michel Lützenberger (°° 20.8.1743 in Ellweiler mit Maria Susanna Polch; geb. 1719 in Herbitzheim, † 25.9.1747 im Alter von 28 Jahren; Tochter Melcher Polch) (vgl. Jung: Familienbuch Achtelsbach, a.a.O., S. 155 Nr. 815).


Am 16.9.1738 heiratet der Kuhhirt Hans Adam Spengler (1711 – 7.11.1769 Meckenbach; Sohn des Hirten zu Meckenbach Hans Mi­chel Spengler) die Maria Margreta Lützenburger (geb. um 1704; Tochter des Michel Lützenburger, Müller in der Neuen Mühle [Neu­brücke]) (vgl. Jung: Familienbuch Achtelsbach, a.a.O., S. 213 Nr. 1124).


Am 20.2.1739 °° der Kuhhirt Hans Nickel Spengler († vor 1773 Meckenbach; Sohn des Kuhhirten zu Meckenbach, Michel Spengler) die Maria Juliana Lützenburger (geb. um 1704 – 3.5.1773 im Alter von 69 Jahren; Tochter des Michel Lützenburger, Müller bei der Neuen Mühle [Neubrücke]) (vgl. Jung: Familienbuch Achtelsbach, a.a.O., S. 214 Nr. 1125). Der Sohn aus der Ehe, der Feldschütz Jo­hann Nickel Spengler heiratet am 14.6.1770 in Ellweiler die Anna Margaretha Weyermüller, die Tochter des Müllers Elias *Weyer­müller aus Gonnesweiler (vgl. Jung: Familienbuch Achtelsbach, a.a.O., S. 214 Nr. 1128).



Lützenberger, Peter:

um 1746 Müller (und Erbbeständer ?) auf der Felsenmühle bzw. Obere Mühle in Oberndorf / Alsenz; er heiratete 1746 die Müllers­tochter NN. Wagner und übernahm von seinem Schwiegervater, dem Müller Mathias *Wagner die Felsenmühle; bereits 1752 wurde die Mühle versteigert (vgl. Stock, Pfarrer: Ortsgeschichte von Oberndorf (auch zu Mühlen); in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1927, S. 21-22 und S. 87-88).



Lützenburger (Lützenberger), Johann Theobald:

geb. um 1696 Lauterecken - 2.3.1753 Adenbach im Alter von 56 Jahren; der Name ergibt sich aus dem lutherischen Kirchenbuch Meisenheim (abgedruckt bei Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 213); fälschlich als “Theodor” Lüt­zenberger/Lützenburger bezeichnet (vgl. Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O., S. 231); Sohn von N. Lützenberger aus Lauterecken; 1738/39 ist Lützenberger Müller auf der Rheingrafenmühle in (Ober-)Lauterecken; 1740 Gießenmüller in Meisenheim; 1740/53 ist Lützenburger Müllermeister in Adenbach; °° mit NN.; Vater der Maria Christina Lützenburger (°° 7.10.1749 in Adenbach mit Johann Peter Müller, Sohn des Engelsmüllers zu Brücken im Amt Birkenfeld, Jakob Müller) (vgl. Feil-Krampe, a.a.O., S. 213; Anthes, Günter F.: Die Kasualien der Einwohner von Odenbach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutherischen Kirchenbü­chern von Meisenheim 1684-1798, S. 45; Anm.: Jung: Familienbuch Achtelsbach, a.a.O., S. 155 Anm. zu Nr. 815 gibt ihren Vorna­men mit Anna Christiana an, ihren Vater als „Müller zu Brombach“); die Mühle ließ sich trotz der Mitarbeit des Schwiegersohns nicht halten; nach dem Tod Lützenburgers hat das Oberamt Meisenheim “die Mühle der Schulden wegen versteigern lassen und die Lützenburgische Wittib verheiratete sich nachher an Philipp Maurer von Becherbach” (vgl. Wendel, a.a.O., S. 231).


Am 7.11.1749 erfolgt die Proklamation des Peter Müller, Sohn des Jacob Müller, „Engelmüller von Brücken“, mit der Anna Christina Lützenburger, der Tochter von (Johann) Theobald *Lützenburger, des Müllers zu Brombach (vgl. Jung: Familienbuch Achtelsbach, a.a.O., S. 155 Anm. zu Nr. 815; s. Anm. oben bez. des abweichenden Vornamens).


Lutzenberger ist 1739 als Sachverständiger Teilnehmer der Renovation der Mühlen in der Schultheißerei Lauterecken / Oberamt Lau­terecken, und unterschreibt das Protokoll mit: „Theobald Lutzenberger, Bürger und Müllermeister dahier“ (vgl. LA Speyer Best. A2 fasc. 131/1 Bl. 18r).


Am 7.10.1749 heiratet der Müllerssohn Johann Peter *Müller aus Brücken, die Müllerstochter Maria Christina Lützenburger, Tochter des Müllers in Adenbach, Johann Theobald *Lützenburger und NN.; die Mühle ließ sich trotz der Mitarbeit des Schwiegersohns nicht halten; nach dem Tod Lützenburgers († um 2.3.1753) hat das Oberamt Meisenheim “die Mühle der Schulden wegen versteigern las­sen und die Lützenburgische Wittib verheiratete sich nachher an Philipp Maurer von Becherbach” (lutherisches Kirchenbuch Meisen­heim, abgedruckt bei Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 213; Wendel, Alfred: Adenbach und Gins­weiler, a.a.O., S. 231)



Lukas, Johannes:

um 1731 Müller in Herbitzheim; 1731 kam es zur Schlichtung einer Auseinandersetzung zwischen dem Rentmeister Bernhard Diet­rich Hansel und dem Johannes Lukas, Müller in Herbitzheim, über den rückständigen Zins für ein Fischgewässer durch die pfalzgräf­liche Landesregierung (vgl. LHA Koblenz, Inventar v.d. Leyen Best. 03.05.05.02 Nr. 1246; vgl. hierzu Inventar LHA Koblenz, v.d. Leyen, a.a.O., S. 370).



Luth, Andreas:

um 178/1789 war Andreas *Luth Müller auf der Weihermühle (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 1077 3: „Die Weihermühle des Andreas Luth (Ludwig Weber) zu Limbach, 1780-1789“)



Lutz, Johann Carl:

1772 Gehrweiler; er lebte in Gehrweiler; Mühlenbesitzer der Rohmühle in Heiligenmoschel; der Müller auf der Rohmühle *Philipp Mühlberger verkaufte die Mühle und die dazugehörigen Güter am 9. Februar 1761 für 1300 Gulden und einer „Carolin“ Trankgeld die Mühle an den Gemeinsmann Joh. Carl Lutz von Gehrweiler. Einem Schreiben der pfalz-zweibrückischen Rentkammer von 1767 ist zu entnehmen, dass Lutz sie unterverpachtete, zunächst an einen Philipp Kumper und dann an Valentin Mannweiler von Hochstät­ten“. Johann Carl Lutz verstarb 1772 in Gehrweiler. Beim Abschluß des Pachtvertrages hatte er sich ausbedungen, dass bei der Ver­heiratung eines seiner Kinder dieser Vertrag sofort beendet ist. Dies war an Pfingsten 1776 der Fall, als sich seine Tochter Maria Marg. mit Peter *Rahm vermählte. Von Zweibrücken wurde die Räumung angeordnet und ein neuer Erbbestandsbrief sollte ausge­stellt werden. Die Witwe Lutz überließ ihrem Schwiegersohn Peter Rahm die Mühle für 1300 Gulden. (vgl. Steinebrei, Hans: Die Rohmühle bei Heiligenmoschel; in: Heimatjahrbuch des Landkreises Kaiserslautern 2001, S. 99-105).



Lutz, Johann Gustav:

nach mündlicher Überlieferung soll der Johann Gustav Lutz, ein wohlhabender Bauer aus Waldgrehweiler, um 1800 Erbbestandsmül­ler auf der Wolfsmühle in Waldgrehweiler geworden sein; Lutz kam immer mehr in finanzielle Schwierigkeiten und mußte die Mühle 1820 veräußern und starb im Armenhaus (vgl. Jacob, L.: Die Wolfsmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1932, S. 87-88, 92-96; 1933, S. 4-8).



Lutz, Sebastian:

geboren in „Heringen im kurpfälzischen Oberamt Otzberg“ - 17.4.1754 in Winterbach/Pfalz im Alter von 53 Jahren an „Was­sersucht“; Schumacher und Müller auf der Säge- und Ölmühle am herrschaftlichen Weiher zu Winterbach; °° am 7.8.1725 in Bunten­bach (das heutige Großbundenbach) mit Susanna Salzmann, der Tochter des Müllers auf der Säge- und Ölmühle am herrschaftlichen Weiher zu Winterbach, Johannes *Salzmann († vor 1725); die Ehefrau Susanna Salzmann bracht also die Mühle mit in die ehe, die Sebastian Lutz anschließend betrieben hat (vgl. Schmidt, Erwin F.: Familiennamen in der ehemaligen Gemeinschaft Buntenbach im 18. Jahrhundert, 1. Fortsetzung; in: PRFK 1977, S. 460).



Lutzenberger, Theobald:

s. Johann Theobald Lützenberger



















Litera M



Mack, Ludwig Michael:

ge. 11.1.1803 Degmann nahe Heilbronn - +++; Müller; wohnhaft in Lauterbourg / Elsaß; Sohn des Müllers in Gundelsheim/Württ. und der Friederika Wilhelmina Loosing; °°am 31.10.1836 in Minfeld mit Klara Therese Ubhaus (geb.- 12.5.1808 Minfeld, ~ 13.5.­1808 ebd.); Vater von Louise Mack (geb. 3.5.1833 Minfeld), Maria Katharinas Mack (3.7.1836 Minfeld - † 9.10.1837 ebd.) und Ge­org Ludwig Mack (geb. 17.3.1838 Minfeld – 10.9.1838 Minfeld) (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 414 Nr. 1909).



Madinger, Johann Nikolaus:

s. Mattinger



Mäurer, Peter:

ca. 1789; ab 1777 Müller auf der Erbbestandsmühle in Niederhausen / Appel; 1777 übertrug Friedrich Deubert die Erbbestands­mühle in Niederhausen auf Peter Mäurer (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 854: „Überschreibung der Erbbestandsmühle zu Niederhau­sen von Friedrich Deubert auf Peter Mäurer Prov.: Amt Alsenz, 1777-1787“). +++klären: besteht eine Verwandtschaftsbeziehung: Schwiegersohn?+++++


+++klären: er dürfte der Vater des Müllers Philipp Friedrich *Maurer sein, der bis vor 1839 der Müller auf der Mühle in Niederhau­sen (vgl. Neumer: Bürgerbuch, Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 138; Mitteilung Herr Ewald Dittmar).


Nach dem Tod des Peter Mäurer erhielt die Witwe 1789 einen Erbbestandsbrief (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 855: „Erneuerung des Erbleihbriefs über die Mühle zu Niederhausen für die Witwe des Peter Mäurer Prov.: Amt Alsenz, 1789“).



Magin, Philipp (2):

19.8.1818 Mutterstadt – 13.12.1898 Schauernheim; katholisch; Müller und Gärtner in Schauernheim;: Sohn von Philipp Magin und Katharina Barbara Heim. °° 2.2.1845 Schauernheim mit Elisabeth Mattern (24.5.1823 Schauernheim – 28.2.1881 Schauernheim; Tochter des Müllers und Gastwirts in Schauernheim, Wilhelm Mattern und Maria Eva Dell). Aus der Ehe stammen 15 Kinder (vgl. Seelinger: Familien in Dannstadt und Schauernheim, a.a.O., S. 444 Nr. 1829).



Mahler, Andreas Samuel:

vor 1763; ab 1744 Erbbeständer und Mehlhändler auf der Schiflicker Weihermühle bei Contwig (vgl. Weber: Mühlen und Müller­handwerk, a.a.O., S. 198). °° mit Juliana Dorothea NN. (vgl. Bohrer: Copulations-Register zu den Evangel. Reform. Kirchenbüchern der Pfarrei Ernstweiler, a.a.O., S. 42).


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) ist sie wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 198): “liegt an dem sog. Schiflicker Exters-Weiher, der sei­nen Zufluß vom Schiflicker Brunnen hat. ½ Stunde von den Zweibrücker und den Contwiger Mühlen entfernt, 1 oberschlächtiges Wasserrad, durch das 1 Mahlgang mit angehängtem Schälgang angetrieben wird. Kann das ganze Jahr über mahlen, im Sommer wird geklaust (24 bis 30 Stunden für 5 bis 6 Stunden Mahlbetrieb). Kein Mühlgraben vor der Mühle. Kandel zum Wasserrad direkt vom Weiher. Durch Wasserleitung vom Bach in Deicheln soll die Wasserkraft verstärkt und dann ein zweites Mühlrad erstellt werden. Erbbeständer Andreas Samuel Mahler hat keine Bannmähler, ernährt sich vom Mehlhandel, entrichtet 3 Ma. Pacht.“


Am 22.11.1763 heiratet die Juliana Dorothea NN, weil. Andreas Samuel Mahler, gewesenen Erbbeständers auf der Schifflicker Obe­ren Mahlmühle hinterlassene Witwe den Hans Adam Pfeiffer, Sohn des verlebten Heinrich Pfeiffer, gewesenen Stadtmüllers in Zwei­brücken (vgl. Bohrer: Copulations-Register zu den Evangel. Reform. Kirchenbüchern der Pfarrei Ernstweiler, a.a.O., S. 42).



Malrich, Hans Wendel:

1687 err. - 10. August 1747 im Alter von 60 Jahren; Müller auf der Mahlmühle in Mußbach; °° mit Anna Maria Holler, der Schwester des Müllers in Mußbach Conradt *Holler (vgl. email Werner Mallrich an Eberhard Ref vom 23.7.2011; reformiertes KB Mußbach).


Im Mühlenverzeichnis des Oberamts Neustadt von 1738 ist die Mahlmühle in Mußbach aufgeführt und wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 250): „Zu Mußbach befindt sich eine Mahlmühl auf der sogenannten Mußbach hatt nur ein überschlächtig Wasserradt, dieselbe hat der Conradt Holler von der Dittelmayers Wittib an sich erkauft, ist ledig und eigen, liegt 80fl in der Schatzung, gibt gndst. Herrschaft nichts, ist auch kein Consens vorhanden, der jetzi­ge Possessor Wendel Malrich hatt sie von seinem Schwager Conrad Holler gekauft.“


Wendel Malrich (in den Mußbacher reformierten Kirchenbüchern erscheint er als Hans Wendel Mallrich) muß die Mühle bereits vor 1720 von seinem Schwager Conrad Holler gekauft haben, denn in diesem Jahr erscheint er im Zinsbuch des Johanniter-Ordens, als er ein Darlehen von 30 Gulden aufnahm und die Mühle nebst Zubehör als Pfand stellte. Nach seinem Tod im Jahre 1747 übernahm sein Sohn Johannes die Mühle, die er zu einem noch nicht geklärten Zeitpunkt, nach 1774, wieder veräußerte. Hans Wendel Mallrich starb am 10. August 1747 im Alter von 60 Jahren, so daß seine Geburt auf das Jahre 1687 errechnet werden kann. Verheiratet war er mit Anna Maria Holler, getauft am 27. Juni 1691 zu Edenkoben, Tochter des dortigen Müllers Hans Conrad Holler und dessen Ehefrau Anna Magdalena Ernich. Hans Conrad Holler betrieb in Edenkoben die Untermühle, sein gleichnamiger Sohn blieb nach dem Ver­kauf der Schaffelmühle in Mußbach wohnhaft und übte das Schneiderhandwerk aus. Im Schatzungsregister von 1721 erscheint der Müller Mallrich als Hans Wendel Mallerich, Müllerhandwerks, mit einem Vermögen von 130 Gulden (vgl. email Werner Mallrich an Eberhard Ref vom 23.7.2011)


Hans Wendel Mallrich und seine Frau Anna Maria Holler hatten zehn Kinder, darunter den bereits erwähnten Johannes Mallrich, der am 18. Frimaire X (9. Dezember 1801) in Lobloch im Alter von 85 Jahren verstarb; sein Geburtsjahr kann somit auf 1716 errechnet werden. Seine Frau war Catharina Elisabetha Ferckel, geboren am 3. November 1723 zu Gimmeldingen und gestorben am 28. April 1774 zu Mußbach, Tochter des Gimmeldinger Müllers Johannes Ferckel. Anläßlich der Beerdigung seiner Frau wird Johannes Mall­rich letztmalig als Müller bezeichnet, so daß angenommen werden kann, daß er die Mühle wenige Jahre später wieder verkaufte. Kei­nes der Kinder dieses Ehepaares blieb dem Müllerhandwerk verbunden (vgl. email Werner Mallrich an Eberhard Ref vom 23.7. 2011).



Mallrich, Johannes:

geb. ca. 1716 err. in Mußbach - 18. Frimaire X (9. Dezember 1801) in Lobloch im Alter von 85 Jahren; Müller in Mußbach; Sohn des Müllers in Mußbach Hans Wendel *Malrich und der Anna Maria Holler (Schwester des Mußbacher Müllers Conrad *Holler); °° in Mußbach am 14.4.1744 in Gimmeldingen mit Catharina Elisabetha Ferckel (3./7.1723 Gimmeldingen – 28./30.4.1774; Tochter des Müllermeisters Johannes Ferckel aus Gimmeldingen und Anna Elisabetha Korn) (vgl. Schloz, Rüdiger: Die Familie Ferckel/Ferkel aus Gimmeldingen bei Neustadt / Weinstraße; in: PRFK 1982, S. 131; email Werner Mallrich an Eberhard Ref vom 23.7.2011 und 6.12.2011).


Seine Frau war Catharina Elisabetha Ferckel, geboren am 3. November 1723 zu Gimmeldingen und gestorben am 28. April 1774 zu Mußbach, Tochter des Gimmeldinger Müllers Johannes *Ferckel. Anläßlich der Beerdigung seiner Frau wird Johannes Mallrich letzt­malig als Müller bezeichnet, so daß angenommen werden kann, daß er die Mühle wenige Jahre später wieder verkaufte. Keines der Kinder dieses Ehepaares blieb dem Müllerhandwerk verbunden (vgl. email Werner Mallrich an Eberhard Ref vom 23.7. 2011).



Mallrich, Martin:

bis 1849 war der „Müller Malrich“ der Müller auf der Wiesenmühle Winzingen. 1849 soll dieser Müller Mallrich „entlaufen“ sein und sich in Mascoutah (St. Clair County, Illinois) aufhalten und „seine Frau suche ihn dringend“ (vgl. Mallrich: Auf den Spuren Pfäl­zer Auswanderer im südlichen Illinois; in: PRFK 2003, S. 345; Paul, Roland: „Lieber da bleiben als vort machen“. Philipp Heinrich Eisenmayer aus Haßloch. Auszüge aus seinen Briefen nach Amerika 1849-1863; in: PRFK 1999, S. 252). Dieser Müller Mallrich ist wohl mit Martin *Mallrich, geb. am 1.12.1809 in Mußbach als Sohn von Johann Nicolaus Mallrich und Maria Catharina Buchert zu identifizieren, verheiratet mit Helena Baßler. Gestorben ist Martin Mallrich am 21.3.1863 in Winzingen. Sein Sohn Nicolaus Mallrich bewohnte noch 1891 die Winzinger Wiesenmühle (vgl. Mallrich: Auf den Spuren Pfälzer Auswanderer im südlichen Illinois; in: PRFK 2003, S. 345).



Mallrich, Philipp:

geb. 24.4.1806 Mußbach (vgl. Mallrich: Auf den Spuren Pfälzer Auswanderer im südlichen Illinois; in: PRFK 2003, S. 345; Registre de l'Etat Civil, Marie de Musbach, Stadtarchiv Neustadt/Weinstraße) - +++; zunächst Winzer in Mußbach, dann Müller in Wachen­heim (vgl. Mallrich: Auf den Spuren Pfälzer Auswanderer im südlichen Illinois; in: PRFK 2003, S. 345; Wendel: Geschichte der Stadt Wachenheim; dritter Sohn von Georg Peter Mallrich und Anna Elisabeth Müller; Bruder des Philipp Jacob Mallrich (geb. 23.5.1797 Mußbach) und des Johannes Mallrich (geb. 27.11.1800 Mußbach); °° mit Maria Elisabetha Enzenbühler; Vater von Philipp Heinrich Mallrich (vgl. Mallrich: Auf den Spuren Pfälzer Auswanderer im südlichen Illinois; in: PRFK 2003, S. 343, 345).


Literatur/Urkunden:

- Mallrich, Werner: Auf den Spuren Pfälzer Auswanderer im südlichen Illinois; in: PRFK 2003, S. 342-351



Maltz, Christian:

1683 Mühlarzt in Stromberg; er ist 1683 im Schatzungsregister des kurpfälzischen Oberamts Stromberg mit einem Vermögen von 200 fl aufgeführt (vgl. Kilian, Rolf: Schatzungsregister des kurpfälzischen Oberamtes Stromberg, a.a.O., S. 8).



Mankel, Martin:

um 1722 Müller in Stromberg, kurpfälzisches Oberamt Stromberg; er ist 1722 im Schatzungsregister des kurpfälzischen Oberamts Stromberg mit einem Vermögen von 425 fl aufgeführt (vgl. Kilian, Rolf: Schatzungsregister des kurpfälzischen Oberamtes Strom­berg, a.a.O., S. 35).



Mann, Friederike Hedwig:

um 1789 Ehefrau des Papiermüllers Johann Georg *Walter aus Altleiningen; ihr Mann ist als Taufpate der 1789 geborenen Johanna Friederike Mann, Tochter des Asselheimer Papiermüllers Johann Philipp *Mann (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 47), +++ weshalb es sich möglicherweise bei Friederike Hedwig Mann um eine Tochter von Konrad Gottfried *Mann handeln könnte ++++.



Mann, Georg Heinrich:

geboren 1782 auf der Papiermühle am Hohfels in Asselheim; Taufe am 3.11.1872; Sohn des Johann Philipp *Mann und Anna Marga­rethe *Hafner; seine Paten waren der Müller Georg Heinrich *Friedrich und Christine Eleonore Rühl verh. Friedrich (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 43)


Anm. Georg Heinrich Mann; 5.5.1790 in Lautersheim - 28.9.1868 in Lautersheim, Oeconom und Bürgermeister in Lautersheim, Ma­ria Philippine Böll, 3xUrgroßvater von Eberhard Ref, war der Sohn von Johann Adam Mann und Charlotta Christiane *Friedrich. ++klären: die Häufung der Vornamen deutet auf Verwandtschaft zwischen den Lautersheimer Mann und den Asselheimer Mann hin++++



Mann, Johann Jakob II:

geboren in Lautersheim; Sohn von Johann Caspar *Mann; Enkel von Valentin Mann; er verkaufte das von seinem Vater Johann Cas­par Mann ererbte Viertel am "Großen Hof" im Jahre 1775 an den kurpfälzischen Major von Feldern zu Grünstadt, der das Gut am 21.12.1780 an den Sohn des Johann Jakob I Mann, Johann Heinrich Mann, veräußerte (nach Conrad: Einleitung zur Festschrift "1200 Jahre Lautersheim" S. 14); Johann Jakob II Mann war der erste Mann der in Verbindung mit der Papiermacherei im Eistal trat: nach dem Tode seiner ersten Frau heiratete er am 25.7.1770 in Asselheim Philippina *Mann, die Tochter des Asselheimer Papiermüllers Konrad Gottfried *Mann (Verwandtschaft mit den Lautersheimer Mann's nicht festzustellen; vgl. Familienchronik August Fink S. 115).



Mann, Johann Jakob:

1801 Papiermühle am Hohfels in Asselheim - 1872 Asselheim; Sohn von Johann Philipp *Mann und der Anna Margarete *Hafner; Müller auf der Papiermühle am Hohfels in Asselheim; sein Eigentumsrecht an der von Vater geerbten Mühle am Hohfels in Assel­heim ist im Urkataster von 1841 eingetragen; verheiratet mit Dorothea *Kindt (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 43); Kinder aus der Ehe sind Johann Mann und Friedrich Mann.



Mann, Johann Jakob:

um 1845 Papiermüller auf der Papiermühle Neuleiningen-Tal; Sohn von Georg Friedrich *Mann und Maria Margarethe *Tisch, der Witwe des Carl Theodor Friedrich (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 48-49).



Mann, Johann Philipp:

1748 Asselheim - 1839; Sohn des Konrad Gottfried *Mann; Papiermüller auf der Papiermühle am Hohfels in Asselheim und der Anna Ursula N.; die Papiermühle lag bei den späteren Lefferthäusern nördlich des Eisbach gegenüber der, auf der Südseite des Eis­bachs gelegenen Lohmühle. Die Papiermühle erhielt ihre Wasserkraft von der am steilen Hang entspringenden Hohfelsquelle (inzwi­schen gefaßt und verrohrt). Die Gebäude (vgl. Photo bei Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 42) sind inzwischen abgerissen. Verheiratet mit Anna Margarete Hafner, der Tochter des lutherischen Schulmeisters Heinrich *Hafner aus Asselheim (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 42). Vater der 1789 geborenen Johanna Friederike Mann (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 47).



Mann, Konrad Gottfried:

1712 Asselheim - 1784 Asselheim; Müller auf der Papiermühle am Hohfels in Asselheim; die Papiermühle lag bei den späteren Lef­ferthäusern nördlich des Eisbach gegenüber der, auf der Südseite des Eisbachs gelegenen Lohmühle. Die Papiermühle erhielt ihre Wasserkraft von der am steilen Hang entspringenden Hohfelsquelle (inzwischen gefaßt und verrohrt). Die Gebäude (vgl. Photo bei Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 42) sind inzwischen abgerissen. Eheschließung mit Anna Ursula N.; Vater des am 24.6.1748 getauften Johann Philipp Mann (vgl. Weber: a.a.O., S. 42; 37). und der Philippine *Mann (vgl. Weber, a.a.O., S. 37).



Mann, Philipp Leonhard:

Rufname Leonhard; benannt nach seinem Großvater Philipp Leonhard Böll; geb. 1.7.1819 in Lautersheim - † 6.9.1876 in Würzburg; Kaufmann, Adjunkt (Beigeordneter von Grünstadt), Papierfabrikant in Ebertsheim; Landtagsabgeordneter in Landtag in München; Sohn von Georg Heinrich Mann und Maria Philippine Böll; Eheschließung am 5.8.1850 in Grünstadt mit der Apothekerstochter von der Schwanenapotheke Grünstadt, Marie Louise Ilgen aus Grünstadt; Ehevertrag vor dem Notar Rauh in Grünstadt vom 26.7.1850 (Originalabschrift bei Eberhard Ref Archiv 7 Unterlagen Mann Nr. 1; Urschrift im LA Speyer) enthält folgende Regelungen: "Es soll nur eine Gemeinschaft der Errungenschaft .... stattfinden. Alles gegenwärtige und zukünftige Mobiliarvermögen ..., ferner alle gegen­wärtigen und zukünftigen Schulden bleiben von der Gütergemeinschaft ausgeschlossen und letztere dem Teil zur Last, der sie einge­bracht hat." Die Aussteuer der Maria Louise Ilgen ist im Vertrag im einzelnen aufgeführt; sie brachte an barem Geld 3229 Gulden in die Ehe ein, während Ph. L. Mann ein Vermögensverzeichnis vorgelegt hatte mit einem Überschuß von 5789 sowie eine Ausstattung von seinem Eltern von 500 Gulden, zusammen 6289 Gulden."


Aus der Ehe gingen neun Kinder hervor: Heinrich Maria *Mann; Ludwig Christian Mann; Carl Traugott Mann; Eduard Moritz Mann; Pauline Margarethe Mann verh. Kircher; Wilhelm Leonhard Mann; Johanna Maria Luise Mann verh. Gilmain; Jakob Mann und Friedrich Mann.


Ph. L. Mann verzichtete als ältester Sohn auf die Übernahme des Bauernhofes in Lautersheim, des Rosenthaler Hofes oder Großen Hofes, der dann von seinem jüngsten Bruder Friedrich *Mann übernommen wurde; die Gründe sind nicht überliefert; Fink (vgl. Fink:Familiengeschichte Mann, a.a.O., S. 18) nimmt eine schwere Krankheit als Grund an: Ph. L. Mann war als junger Mann schwer erkrankt und hat seine Gesundheit erst 1844 im Alter von 25 Jahren durch eine Kur in Bad Ems zurückgewonnen.


Ph. L. Mann absolvierte 9.6.1832 bis 9.6.1836 bei Ludwig Bender (Handelsmann in Kirchheimbolanden) eine Lehre als Kaufmann (vgl. "Lehr Contract" bei Eberhard Ref Archiv 7 Unterlagen Mann Nr. 4),  und arbeitete anschließend noch bis zum 31.12.1836 bei Bender bei Bender als Handlungsgehilfe (vgl. Zeugnis vom 11.2.1837 bei Eberhard Ref Archiv 7 Unterlagen Mann Nr. 4a).


Er absolvierte seinen Militärdienst in Leiningischen Cheveauleger Regiment (Anm.: leichte Kavallerie)und wurde nach den damali­gen Dienstvorschriften, die die vorzeitige Entlassung wohlhabender Bürger ermöglichte,als sog. „einjährig Freiwilliger“ nach Gestel­lung des Ersatzmanns Anton Pedel, vorzeitig entlassen (Entlassungsurkunde bei Eberhard Ref).


Ph. L. Mann war beruflich sehr erfolgreich und geschäftstüchtig; er errichtete am 17.10.1848 am Markt (heute Schillerplatz) in Grün­stadt ein Manufakturgeschäft (Eröffnungsanzeige des "Specerey- und Ellenwaren-Geschäft in: Wochenblatt für Kirchheimbolanden Ausgabe Grünstadt vom 1.11.1845). Das Geschäft war im ehemaligen Kuhnschen Haus am Schillerplatz gelegen (heute Anwesen Radio-Heilig; Photo aus 1920er Jahren bei Lampert: Grünstadt in alten Bildern S. 63; ebd. auch Ablichtung einer Werbeanzeige des von seinem Sohn Carl Traugott Mann betriebenen Geschäfts aus dem Jahre 1899; ebd. Werbeanzeige für "Tricot-Taillen" von 1886, S. 39).


Ph. L. Mann war zusammen mit dem Müller und Bankier Jakob *Schiffer Mitinhaber der Firmen Schiffer u. Mann (Papier- und Kar­toffelmehlfabrik) in Ebertsheim (die Kartoffelmehlproduktion wurde 1874 wegen Unrentabilität aufgegeben; seit dem Tod des aus Lautersheim stammenden Jacob Schiffer 1869 infolge Steigbrief vom 30.9.1869 für 5350 fl. Ersteigert und seither Alleineigentümer der Papiermühle Schiffer in Ebertsheim (vgl. Wahl: Ebertsheim, a.a.O., S. 225, Steigbrief abgedruckt bei Wahl, S. 234, Übersetzung s. Anhang der Datei; LA Speyer Best. L35 Nr. 7 Bd. III Grund-Musterrolle der Gemeinde Ebertsheim, a.a.O., S. 435). ); seit 1887 Pa­pierfabrik Ed. Mann & Co; vgl. handschriftliche Aufzeichnungen von Eduard Mann im Familienhandbuch des Georg Heinrich Mann).


Darüber hinaus war er beteiligt an der Bank Schiffer, Mann u. Reibold in Grünstadt (sog. Schiffer'sche Bank, heute HypoVereinsbank Grünstadt (vgl. Schiffer, Jakob: Erinnerungen, a.a.O., S. 7).


Ph. L. Mann ist Mitgründer der Volksbank Grünstadt; zusammen mit Simon Schäffer 1877 Gründer des Verschönerungsvereins Grünstadt (der sich für die Anlage des Stadtparks Grünstadt engagierte; Pollichia-Kurier Sept. 1989), Mitgründer und Mitinhaber der Gasbereitungsgesellschaft Grünstadt (zusammen mit dem Gutsbesitzer Wilhelm Seltsam und der Rentnerin Elise Seltsam; zur Geschichte des Gaswerks und der Einführung einer Stadtbeleuchtung in Grünstadt vgl. Lampert: 1100 Jahre Grünstadt S. 341 f.; sowie "Die Rheinpfalz v. ?.01.1993); Mitgründer des 1875 gegründeten Gewerbevereins (Lampert: 1100 Jahre Grünstadt S. 380).


Ph. L. Mann hatte wesentlichen Anteil am Eisenbahnanschluß Grünstadts (Nordpfälzisches Wochenblatt v. 8.5.1869). Ein Gedicht von Philipp Leonhard Mann würdigt die Eröffnung der Bahnstrecke am 9. September 1873.


Ph. L. Mann war auch politisch stark engagiert. Das Nordpfälzisches Wochenblatt v. 8.5.1869 enthält im Blick auf die bevorstehende Wahl des bayrischen Landtag einen Aufruf der Fortschrittspartei zur Wahl des Philipp Leonhard Mann als Kandidaten für den bayri­schen Landtag im Wahlbezirk Speyer-Frankenthal auf der bevorstehenden Wahlversammlung (Nordpfälzisches Wochenblatt v. 8.5.1869): ".... denn nicht nur unser Wahlbezirk, sondern die ganze Pfalz könnte sich zur Wahl des Herrn Mann Glück wünschen." (ebd.). Ein Gedicht Ph. L. M. über den Einzug des neugewählten bayrischen Landtags wurde in ++++ ? ++++ veröffentlicht unter dem Titel: "Die Lage am 29. September 1869 abends".


Ph. L. Mann war seit 1858 Mitglied des Stadtrats von Grünstadt und seit 1872 zweiter Adjunkt (Beigeordneter) der Stadt Grünstadt. Er schied 1874 aus dem Stadtrat aus (Bericht hierüber in Grünstadter Anzeiger Nr. 138/1974): Ein Leserbrief, der sich bedauernd über das Ausscheiden aus dem Stadtrat (wohl aufgrund einer Wahlniederlage) äußert befindet sich im Grünstadter Anzeiger Nr. 140/1874 vom 25.11.1874. Hintergrund des Ausscheidens waren mögli­cherweise Vorwürfe, der Stadt Grünstadt durch vielfältige Vorhaben und Initiativen eine hohe Schuldenlast aufgebürdet zu haben. Mann war wohl in der Stadt umstritten, wie sich aus dem Schlußwort des Leserbriefs ergibt: "Mit diesem Wunsche auf dem Herzen rufen wir ihm zu: Viel Feind, viel Ehr".


Philipp Leonhard Mann war ein liberaler, national gesinnter Mann; seine politischen Auffassungen entsprachen der Gesinnung, die nach der Revolution 1848/49 das aufstrebende Bürgertum und dessen neues Selbstbewusstsein widerspiegeln. Seine Zeit war gekenn­zeichnet durch das "deutliche Abrücken der Mehrheit des liberalen Bürgertums von seinem »Heroenzeitalter«, vom revolutionären Impetus der ersten Hälfte des 19. Jh.. Diese nicht zuletzt durch die Bismarck'sche Reichsgründung bewirkte Entwicklung des Libera­lismus" hatte eine Rechtswendung der Nationalliberalen zur Folge (vgl. Geis, Manfred u. Nestler, Gerhard (Hrsg): Die pfälzische So­zialdemokratie. Beiträge zu ihrer Geschichte von den Anfängen bis 1948/49, Edenkoben 1999, S. 16). Mann hielt vor diesem politi­schen Hintergrund bei der Friedensfeier vom 2.3.1871 auf dem Schillerplatz in Grünstadt die Festrede (vgl. Lampert: 1100 Jahre Grünstadt S. 142; Blankenheim, Ludwig: Aus Grünstadts vergangenen Tagen, Ludwigshafen 1955, S. 51), und veröffentlichte am 21.9.1870 einen Aufruf zu einer Benefiz-Veranstaltung zur materiellen Unterstützung der in Frankreich eingesetzten Soldaten.


Er veröffentlichte verschiedene Gedichte zu politischen Themen, u.a. zum Krieg 1866 mit Österreich, zur Eröffnung der Eisenbahnli­nie Grünstadt-Frankenthal; formulierte die Grußadresse der Stadt Grünstadt an König Ludwig von Bayern vom 6.9.1870; zur Abwas­ser-Situation und fehlender Kanalisation in Grünstadt; Nachruf auf den verstorbenen Stadtbürgermeister Wilhelm Seltsam (vgl. Mann, Philipp Leonhard: Gedicht zur Eröffnung der Eisenbahnstrecke Grünstadt am 9.9.1873 in ++++ ? ++++; Grußadresse an König Ludwig von Bayern anläßlich des Krieges 1870/71 vom. 6.7.1870; zum Krieg mit Österreich 1866 und im Grünstadter Wochenblatt Nr. 37/1869 vom 30.3.1869; Nachruf auf Bürgermeister Seltsam.


Philipp Leonhard Mann rief anläßlich der "Säkularfeier unseres großen vaterländischen Dichters Schiller" eine Stiftung ins Leben, "die den schönen Zweck hat, durch gute Jugendschriften das heranwachsende Geschlecht für alles Gute, Wahre und Rechte empfäng­lich zu machen und den vaterländischen Sinn zu wecken und zu pflegen" (Leserbrief im Grünstadter Anzeiger  Nr. 140/1874 vom 25.11.1874).


Ph. L. Mann war Mitglied der Freimaurerloge Frankenthal und möglicherweise deren Vorsitzender. Der Logen-Hammer von Ph. L. Man befindet sich im Besitz von Eberhard Ref. Aufgrund der gegenseitigen Unterstützungspflicht der Logenbrüder übernahm Mann für einen Logenbruder aus Frankenthal  eine Bürgschaft über 30000 Goldmark, die er wegen dessen Pleite auszahlen mußte. Dadurch ging erhebliches Geldvermögen verloren (vgl. 70 Jahre Papierfabrik Ed. Mann & Co; in: Bibliothek Ref Archiv 7 Unterlagen Mann Nr. 23, S. 1).


Ph. L. Mann ist auf dem Friedhof in Grünstadt beerdigt, wo sich das Grab noch heute links vom Mittelaufgang an der Mauer befin­det. Er starb in Würzburg auf der Rückreise von einer Sitzung des bayerischen Landtages an einer Blinddarmentzündung.


Nach dem Tod ihres Mannes veröffentlichte die „Ph. Leonh. Mann, Wittwe“, d.h. Marie Luise Ilgen, im Grünstadter Anzeiger Nr 153 vom 27.9.1876 eine Annonce:


Freunden und Bekannten theile ich hierdurch mit, daß durch das am 6. ds. Mts. Erfolgte Ableben meines theuren Gatten Ph. Leon­hard Mann, die von demselben sowohl unter seiner eigenen Firma als unter jener Schiffer & Mann betriebenen Geschäfte keine Ver­änderung erleiden.


Ich werde dieselben vielmehr mit Hilfe meiner erwachsenen Söhne, die das von meinem verstorbenen Gatten verfolgte Princip strengster Rechtlichkeit auch ferner hochhalten werden, weiterführen und wird es mein und meiner Söhne eifriges Bestreben sein, das meinem Manne zu Lebzeiten zu Theil gewordene Vertrauen auch fernerhin zu bewahren.


Mein Sohn Heinrich sowie mein Schwager Hr. Jacob Emmerich werden fortfahren, für beide Firmen per Procura zu zeichnen.“



Mann, Philippine:

Tochter des Konrad Gottfried *Mann (1712-1784) und der Anna Ursula N., Papiermüller auf der Papiermühle am Hohfels in Assel­heim; verheiratet seit 25.7.1771 mit Johann Jakob Mann (2), den Sohn von Johann Caspar Mann aus Lautersheim; über sie verläuft die Verbindung zwischen den Lautersheimer Mann und den Asselheimer Mann (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 37; Familienchronik August Fink S. 115).



Martel, Michael:

1791 wird in Dörrenbach der Michael Martel als Mahlmüller erwähnt (vgl. Dörrenbach, Gemeinde [Hrsg.]: 1000 Jahre Dörrenbach, a.a.O., S. 457; LA Speyer Best.V23 Nr. 126 Nachlaß Vogelgesang).



Mar, Sebastian:

um 1570 Odenbach/Glan; Mühlarzt; °° Katharina NN; Vater von Johannes Mar (~ 7.6.1570 Odenbach/Glan) (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Becherbach (reformiertes Kirchenbuch), Bd.1: 1556-1714, a.a.O., S. 65)



Marthe, Johannes:

s. *Martin, Johannes



Martin, Henrich Friedrich:

geb. um 1707 in ++++, konf. 1721 + +++++; Müller in Appenhofen +++klären: welche Mühle++++. Sein Vater war vermutlich Bal­thasar Martin, ab 1711 kurpfälzischer Einnehmer in Appenhofen († 15.12.1728 Appenhofen im alter von 56 J. 2 M.) und der Anna Maria NN. (diese lebt als Witwe noch 1737. Eine Patenschaft verweist auf Nicolaus *Martin (ebenfalls Müller, 8.3.1690 Edenkoben – 10.1.1757 Appenhofen) (vgl. Mitteilung von Friedrich R. Wollmershäuser in: PRFK 2004, S.- 516).



Martin, Jakob (2):

ab 1863 Ölmüller auf der Ölmühle in Wolfstein. Der Wolfsteiner Ölmüller, Jakob *Martin II, riß, nach der Übernahme des elterlichen Besitzes im Jahre 1863, seine durch Schenkung erhaltene Ölmühle ab und baute sie noch 1864 im vergrößerten Stil wieder auf (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 53; LA Speyer: Wolfstein, Best. L 57 Nr. 1769 S. 1072). Doch lautet die Beschreibung der Mühle bereits 1879 bereits „Oel- und Lohmühle, sowie Hanfreibe“, die mit dieser erweiterten Einrichtung „Kohleoele, Eichenloh und Hanf“ produzierte bzw. aufbereitete (vgl. Heil, a.a.O., S. 53; Stadtarchiv Wolfstein, Best. A, Nr. VIII, 55: Aufstellung des Bürger­meisteramts Wolfstein vom 30.7.1879).



Martin, Johannes:

um 1745 Erbbeständer auf der Bliesransbacher Bannmühle (vgl.  Budzinski, Rainer: Einwohner von Bliesmengen-Bolchen von 1500 bis 1800; Selbstverlag Hannover 1994, 14); teilweise als “Johannes Marthe” angegeben (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 191).


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und LA Speyer Best B2 Nr. 295/5 Bl. 118-124: Mühlenbericht des pfalz-zweibrückischen Rentkammersekretärs Marx vom 6.1.1745; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 191) wird sie wie folgt beschrieben: “Lieget an der Blies, etwa eine kleine halbe Stunde vor dem Dorf Ransbach, 2 Stunden unterhalb der Herbitzheimer Bliesmühle, ist die letzte zweibrückische Mühle an gedachter Blies. Das Mühlen gebäu hätte einer reparation nöthig, das Mühlenwerck aber ist in gutem stand, 3 Wasserräder treiben 2 Mahlgänge und 1 Schälgang. Neben dem Waßerbau ist eine Schließ zur Flößung des Holländer Holtzes. Hat ein langes Wehr, das sich bis an die Mühle erstreckt. Entrichtet jährlich als Erbzins an das Kloster Hornbach 16 fl und 1 Reichstaler wegen des Fischfangs, ferner 5 Taler an den Grafen v.d. Leyen nach Blieskastel für den Wasserfall. Bliesransbach mit 72 Haushaltungen ist in die Mühle gebannt. Erbbeständer ist Johannes *Marthe (vgl. auch Budzinski, Rainer: Einwohner von Bliesmengen-Bolchen von 1500 bis 1800; Selbstverlag Hanno­ver 1994, S. 14: dort allerdings Johannes *Martin), der einen Erbbestandsbrief vom 25.5.1732 besitzt.


1746 wird Martin im Verzeichnis der Abgabenschulder des Klosters Gräfinthals aufgeführt: “Johannes Martin, der Ransbacher Mül­ler auf der Blies, zahlt jährlich an Scheft 16 alb.” (LA Speyer Best. C 33 Nr. 58 a: Verzeichnis der dem Kloster Gräfinthal fronbaren Untertanen zu Mengen und Bolchen 1623-1723. zitiert nach Budzinski, a.a.O., S. 14, der die Urkunde allerdings auf 1746 bezieht)



Martin, Nicolaus:

8.3.1690 Edenkoben – 10.1.1757 Appenhofen; Müller in Appenhofen (?); Pate bei der Taufe des späteren Müllers in Appenhofen, Henrich Friedrich *Martin) (vgl. Mitteilung von Friedrich R. Wollmershäuser in: PRFK 2004, S.- 516).



Martten, Ullrich:

Ullrich *Martten, ein Müller von Matteswill, Berner Gebiet, war am 10.1.1666 einige Zeit Beständer einer Mühle in „Billigkamm“ (= Billigheim), nunmehr in der Bord- und Mahlmühle bei „Leiningen“, will die Neumühle bei Kaiserslautern übernehmen. Es kam daraufhin am 11.1.1666 zum Vertragsschluß mit Martten über die Neumühle. Dieser kündigte bereits am 19.5.1666 den Vertrag, da er sich nicht halten könne (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 86 Nr. 2004). (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 86 Nr. 2004).



Marx, Johannes:

um 1704 (? err.). 1682 Erbbeständer auf der Neumühle bei Brücken (vgl. Henrich, Karl: Von der Mahlmühle zur Diamantenschlei­ferei - Ein Beitrag zur Geschichte der Neumühle bei Brücken; in: Pfälzer Heimat 1975, S. 134). Anm.: Die Neumühle gehörte bis ins 19. Jh. zur Gemeinde Steinbach/Glan und war nach Glanmünchweiler eingepfarrt. Erst der letzten Mühlenbesitzer J. Stephan setzte die Abtrennung von Steinbach und die Angliederung an Brücken/Pfalz durch. Maßgebend hierfür waren vor allem die Schulverhält­nisse.


°° mit Elisabeth NN.


Das älteste bekannte Dokument über die Neumühle ist der Erbbestandsbrief vom 11.11.1682, ausgestellt durch die Grafen von der Leyen, Blieskastel für den Müller Johannes *Marx: Dort heißt es : „... Original Erbbestands Brief 1682 über die neu mühl bey stein Bach amts Münchweiler für Johannes Marxen ….. daß heuth … Meister Johannes Marxen mein eygenthumbliche mahlmuhl Im Amt Münchweiler Vnder Steinbach bey ohmbachbrücken erblich vberlassen habe. …. Vberlasse …. solche .. Mr. Johannes Marxe Elisa­beth seiner ehelichen hauß frawen …. Bliscastell auff Sto Martini tag ein Dausend sechshondert Zwey Vndt Achtizigs Jahre“ (LA Speyer Akten Von der Leyen Nr. 125/Ziff 24; Henrich: Von der Mahlmühle zur Diamantschleiferei, a.a.O., Pfälzer Heimat 1975, S. 134).


Auch am 4.5.1700 war Johannes *Marx der Müller auf der „Neuen Mühle oberhalb Brücken, layensche Herrschaft“. Er kaufte am 4.5.1700 vor dem Kübelberger Gericht eine Wiese „bey selbiger Mühl gelegen, uff Churfürstlicher Juristiction ..“ (vgl. LA Speyer Best. F 5 Nr. 187, fol. 65 V; zitiert nach Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 93). Die „Neumühl“ ist am 15.5.1730 im Kübelberger Gerichtsbuch erwähnt, als Paul Gerringer zu Brücken „sein eigenthümbliches Stück Wieß bey der Neumühl gelegen“ verkauft (vgl. LA Speyer Best. F 5 Nr. 187, fol. 131 V; zitiert nach Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 145).


Wie lange Johannes Marx die Mühle im Erbbestand hatte, ist unbekannt. Im katholischen Kirchenbuch von Kübelberg kommt im Jahre 1704 ein Valentin Müller „ex Neumühl prope Brücken“ vor (vgl. Henrich: Von der Mahlmühle zur Diamantschleiferei, a.a.O., Pfälzer Heimat 1975, S. 134).



Marx, Johann Friedrich:

1716-1795; Sohn des Friedrich Joachim Marx (1675-1741) und der Juliane Catharina Keßler (vgl. Bauer, Heinrich: Die pfalz-zwei­brückische Beamtenfamilie Marx in Bergzabern; in: Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz, 100. Band 2002, S. 353). 1744 war Marx Rentkammersekretär im Herzogtum Zweibrücken; Marx legte 1744 das Mühlenprotokoll des Herzogtums an (vgl. Weber: Geschichte der Mühlen, a.a.O., S. 188). 1676 war Marx Landschreiber des zweibrückischen Oberamts Bergzabern (vgl. Brauner, Au­gust: Bergzaberner Schicksale vor 300 Jahren; in Pfälzer Heimat 1976, S. 6). Kammerrat an der Regierung in Zweibrücken. Ehe­schließung 1742 mit Luise Maria Süß. Vater des Friedrich Ludwig Marx (vgl. Bauer, Heinrich: Die pfalz-zweibrückische Beamtenfa­milie Marx in Bergzabern (1676-1782); in: Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz, 100. Band 2002, S. 353). Vater der Frie­derike *Marx, verh. mit Carl Ludwig *Fliesen (vgl. Böttcher, Rudolf H.: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49: ein Beitrag zur Sozialgeschichte einer bürgerlichen Revolution; in: Pfälz.-rheinische Familienkunde 1999, 302) und des Friedrich Lud­wig *Marx (vgl. Bauer, Heinrich: Die pfalz-zweibrückische Beamtenfamilie Marx in Bergzabern (1676-1782); in: Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz, 100. Band 2002, S. 353).



Marx, Theobaldt:

1630 war Stephan Schneider der Schloßmüller, dessen Vorgänger war der „gewesene“ Schloßmüller Theobaldt Marx (vgl. Schenken­berger, Ernst: Besoldungsliste am Zweibrücker Hof im Jahre 1630; in: PRFK 1998, S. 66).



Matheis, Mattheis, Mathes, Mathias, Matthias:

unterschiedliche Schreibweise ist berücksichtigt



Matheis, Simon:

s. Simon *Matthias



Mathes, Johannes:

um 1768 Bürger und Müller in Germersheim; Eigentümer von 2 Mühlen oberhalb von Germersheim gelegen (oberhalb der Hospital­mühle und Blumschen Mühle gelegen); die beiden Mathes-Mühlen sind im Mühlenprotokoll des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 253) wie folgt beschrieben: “Oben an vorgedachten beeden Mühlen (Anm.: in der Reihenfolge des Mühlenprotokoll: die Bernionische Mühle und die Hospital­mühle) seyend noch zwey andere gegen einander stehende Mühlen, welche Johannes *Mathes Bürger dahier zu Germersheim, .... der sub. Nr. 3 bey gebogenen Kaufbriefe (Anm.: ist nicht mehr vorhanden) erkauft, die eine davon gegen der Stadt zu gelegen, hat zwey Waßer Räder, sodann 2 Mahl und einen Schehlgang, so wechsel weis gehen können, die andere hingegen ist nur mit einem Wasserrad versehen, durch welche ein Mahl Gang und Hanfreib getrieben wird, jedoch dergestalten, daß wenn die Hanfreib gehet, muß der Mahlgang still stehen. Beede diese Mühlen geben jährlich in die Kellerey dahier 13 Malter Korn, und in die Gefell Verweserey 12 1/2 fl. Wasserpfacht.”



Mathias, Matthias:

die Personen sind sortiert nach der jeweiligen Schreibweise des Nachnamens



Mathias, Anna Clara:

Ölmüllerin in Odenbach Glan; sie erhielt am 17.6.1744 einen Erbbestandsbrief über die Ölmühle in Odenbach/Glan (vgl. Weber: Mühlen d. besonderen Art, a.a.O., S. 393; LA Speyer Best 2 Nr. 1213/4)



Mattern, Wilhelm:

24.7.1800 Schauernheim – 26.11.1867 Schauernheim; katholisch; Müller und Gastwirt in Schauernheim; Sohn des Johann Christian Mattern (18.10.1765 Böhl – 27.12.1825 Schauernheim) und der Elisabeth Zech (22.9.1760 Schauernheim – 25.12.1821 Schauern­heim; Tochter des Ackermanns in Schauernheim Peter Zech und Maria Magdalena Dell). Um 1822 ist Wilhelm *Mattern als Gastwirt und Müller in Schauernheim erwähnt (vgl. Seelinger: Familien in Dannstadt und Schauernheim, a.a.O., S. 451 Nr. 1861). °° I am 12.11.1822 in Schauernheim mit Maria Eva Dell (5.11.1796 Schauernheim – 22.10.1846 Schauernheim; Tochter des Ackermanns in Schauernheim Martin Dell und Maria Katharina Schneider aus Meckenheim). Aus der Ehe stammt die Tochter Elisabeth Mattern (24.5.1823 Schauernheim – 28.2.1881 Schauernheim), die am 2.2.1745 in Schauernheim den Müller und Gärtner Philipp (2) *Magin (19.8.1818 Mutterstadt – 13.12.1898 Schauernheim) heiratet (vgl. Seelinger: Familien in Dannstadt und Schauernheim, a.a.O., S. 444 Nr. 1829). Nach dem Tod seiner 1. Frau Maria Eva Dell († 22.10.1846 Schauernheim) heiratet Philipp Mattern erneut, °° II 9.2.1847 in Schauernheim die Anna Maria *Reis (17.2.1809 Rödersheim – 18.9.1869 Schauernheim; Tochter von Michael Reis und Katharina Janson) aus Rödersheim; Mattern ist auch bei dieser Eheschließung als Müller und Gastwirt bezeichnet (vgl. Seelinger: Familien in Dannstadt und Schauernheim, a.a.O., S. 452 Nr. 1864).



Matthias, Anna Elisabeth:

aus Ginsweiler; Tochter des Müllers Georg *Matthias; °° am 23.3.1745 mit dem damaligen Müller zu Ginsweiler und späteren Mül­ler zu Adenbach (ab 1753) Philipp Henrich *Horbach; Mutter der Anna Elisabetha Horbach (*29.4.1748 Ginsweiler), Maria Marga­retha Horbach (*18.6.1751 Ginsweiler) und Maria Eva Horbach (*9.6.1754 Adenbach (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch refor­mierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 160)



Matthias, Elias:

aus Odenbach/Glan; Müller und Erbbeständer in Odenbach/Glan; der Erbbestandsbrief datiert vom 8.3.1670 (vgl. Weber: Geschichte der Mühlen, a.a.O., Bd. 1 S. 56, dort als “Mathias” verzeichnet); °° I. Anna Katharina NN († 21.5.1673 Odenbach/Glan); °° II. Ger­traud NN; Vater von Johann Peter Matthias (~ Odenbach 1.10.1671), Hans Georg Matthias (~ Odenbach 31.5.1676-16.6.1676), Hans Simon Matthias (~ Odenbach 23.11.1677), Anna Margaretha Matthias (~ Odenbach 8.10.1680), Johannes Matthias (~ Odenbach 21.11.1683), Elisabeth Katharina Matthias (~ Odenbach 17.9.1686), Hans Henrich Matthias (~ Odenbach 1691-1.8.1691) (vgl. An­thes, Günter F.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Becherbach (reformiertes Kirchenbuch), Bd.1: 1556-1714, a.a.O., S. 66)



Matthias, Georg:

um 1745 war Georg Mathias der Müller in Ginsweiler (err., wird im Kirchenbuch nicht als “Ölmüller” und ausdrücklich als “Müller” bezeichnet; seine Tochter Anna Elisabetha heiratet am 23.3.1745 den damaligen Müller zu Ginsweiler Philipp Henrich Horbach (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 160)


Bis 1738 war der Georg Mathias der Müller auf der Dielkircher Mühle; er tauschte diese 1738 mit NN. Eckhard gegen dessen Mühle in Ginsweiler. Eckard erhielt für seine Mühle 1300 und zahlte für die Dielkircher Mühle 1250 fl (vgl. Graf, Hermann: Aus der Ge­schichte der „Bachgrafen“ des Alsenztales; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1953, S. 47). Bei dem Müller NN. Eckard dürfte es m.E: um den Müller Philipp Jacob Eckhard (*26.2.1700 Ginsweiler) handeln, den Sohn des Müllers zu Ginsweiler Hans Adam *Eckard



Matthias, Georg:

ab 1736 Müller auf der Bannmühle in Rehborn; Sohn des Müllers in Rehborn Johann Franz *Matthias († 5.2.1735; er übernimmt nach dem Tod des Vaters die Mühle in Rehborn; °° mit NN


Vater / Bruder ++++klären+++ der Maria Katharina Mathias (1743 err. - 26.8.1791. Matthias, °° mit dem Müller Abraham Bauer); Georg Matthias übergibt die Rehborner Mühle an seinen Schwiegersohn Abraham Bauer (vgl. Thielen: Spuren der Geschichte in ei­ner nordpfälzischen Gemeinde, a.a.O., S. 91 „Schwiegersohn“; aA Burghardt: Bann- und Ohligmühle zu Rehborn; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1954, S. 91 „Schwager“, sie ist „Tochter des Müllers Johann Franz Mathias).



Matthias, Georg Philipp:

aus Meisenheim; von 1757-1777 Müller auf der Unteren Mühle in Oberndorf / Alsenz; er heiratete 1757 Margarethe Simon aus Oberndorf, die Witwe des Müllers und Erbbeständers auf der Unteren Mühle in Oberndorf, Johann Friedrich *Anhäußer (vgl. Stock, Pfarrer: OrtsgeschIchte von Oberndorf (auch zu Mühlen); in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1927, S. 21-22 und S. 87-88)



Matthias, Johann Franz:

~ 10.3.1684 Meisenheim – 5.2.1735 Rehborn ?; Sohn des Müllers Simon *Matthias und der Anna Margaretha NN.; wohl Enkel des Müllers Wilhelm *Matthias; ab 1720 Müller auf der Mahlmühle in Rehborn; °° I am 17.4.1708 in Unkenbach mit Maria Sara Grimm († um 1726); °° II um 1726/27 (wohl unzutreffend) mit Anna Maria Trapp aus Waldböckelheim († 14.1.1722); °° III am 25.4.1724) mit Anna Margaretha Kuss aus Sobernheim, auch Matthias; 1655 err. - 18.1.1715 Rehborn; Vater des Müllers in Rehborn Georg *Matthias (vgl. Anthes.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Rehborn, a.a.O., S. 67; Thielen: Spuren der Geschichte in einer nordp­fälzischen Gemeinde, a.a.O., S. 91).


Vater / Bruder ++++klären+++ der Maria Katharina *Mathias (1743 err. - 26.8.1791. Matthias, °° mit dem Müller Abraham Bauer); Georg Matthias übergibt die Rehborner Mühle an seinen Schwiegersohn Abraham Bauer (vgl. Thielen: Spuren der Geschichte in ei­ner nordpfälzischen Gemeinde, a.a.O., S. 91 „Schwiegersohn“; aA Burghardt: Bann- und Ohligmühle zu Rehborn; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1954, S. 91 „Schwager“, sie ist „Tochter des Müllers Johann Franz Mathias).



Matthias, Leonhard:

geboren 1662 Meisenheim - ++; reformiert; um 1693 Erbauer der Ölmühle in Meisenheim; diese ging ab 1694 in Betrieb. Von ihm ging die Mühle in Besitz der Familie Pfeifer über (vgl. Spengel, Gerd: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, a.a.O., S. 165).



Mathias, Maria Katharina:

1743 err. - 26.8.1791; Tochter des Müllers auf der Rehborner Bannmühle Johann Franz *Mathias (vgl. Thielen: Spuren der Geschich­te in einer nordpfälzischen Gemeinde, a.a.O., S. 91) oder ++++klären+++ des Müllers Georg *Mathias (vgl. Burghardt: Bann- und Ohligmühle zu Rehborn; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1954, S. 91); °° mit dem Müller Abraham Bauer; Georg Matthias übergibt die Rehborner Mühle an seinen Schwiegersohn/Schwager Abraham Bauer (vgl. Thielen: Spuren der Geschichte in einer nordpfälzi­schen Gemeinde, a.a.O., S. 91 „Schwiegersohn“; aA Burghardt: Bann- und Ohligmühle zu Rehborn; in: Nordpfälzer Geschichtsver­ein 1954, S. 91 „Schwager“, sie ist „Tochter des Müllers Johann Franz Mathias). Mutter des Johann Georg *Bauer, der nach dem Tod des Vaters 1769 das Erbe antritt, der „item die Oehlmühl gegen der Mahlmühl üben liegend“ erhält. Nach dessen Tod 1778 kauft der zweite Mann der Witwe NN. Bauer, Johann Heinrich *Werntz 1778 von der Erbengemeinschaft Bauer die mit Schulden belastete Mühle (vgl. Thielen, a.a.O., S. 92; s. auch Anthes.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Rehborn, a.a.O., S. 96 und Burghardt: Bann- und Ohligmühle zu Rehborn; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1954, S. 91).



Mathias, Nickel:

auch Matheis; bis 1724 Müller in Odenbach +++welche Mühle?+++; Vater der Maria Katharina Mathias (°° am 22.8.1724 mit dem Müller in Odenbach von 1724/29, dann Stadtmüller in Meisenheim, Johann Michael Pfaff) (vgl. Anthes: Die Kasualien der Einwoh­ner von Odenbach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutherischen Kirchenbüchern von Meisenheim 1684-1798, a.a.O., S. 7, 46, 52).



Matthias, Philipp:

vor 1790; Müller und Erbbeständer auf der Odenbacher Bannmühle; seine Tochter Elisabetha Matthias heiratet am 21.3.1790 in Niederauerbach den Bernhard Sutter (vgl. Bohrer, u.a.: Register zum reformierten Kirchenbuch Contwig, a.a.O.,  S. 74).



Matthias, Simon:

auch Matheis; 1655 err. - 18.1.1715 Rehborn (vgl. Anthes.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Rehborn, a.a.O., S. 66) ; wohl Sohn des Müllers Wilhelm *Matthias; Stadtmüller in Meisenheim;


1677 wollte der Müller Simon *Mattheis wegen der Kriegsunsicherheit die Rehborner Mühle nur für zwei Jahre pachten, da noch kein Friedensschluß in Sicht sei (vgl. LA Speyer B2 Nr. 1254/3; zitiert bei Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 10; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 183). Die Mühle leidet 1677/78 erheblich unter Einquartierungen französischer wie auch kaiserlicher Truppen (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 183). Offenbar gibt es wegen der Kriegszeiten Probleme bei der weite­ren Verpachtung der Mühle, denn diese wird 1681 versteigert. Leonhard Hans Meurer erhält in der Versteigerung den Zuschlag (vgl. Thielen: Spuren der Geschichte in einer nordpfälzischen Gemeinde (zur Mahl- und Bannmühle in Rehborn), S. 91); dann übernimmt 1686 der Stadtmüller in Meisenheim, Simon *Matthias, die Mühle in Rehborn in Erbpacht. Danach bleibt die Mühle 5 Generationen in einer Hand. Simon Matthias erweitert die Mühle trotz der erheblichen Auswirkungen des nunmehr ausgebrochenen Pfälzischen Erbfolgekriegs. Nach Kriegsende 1697 leidet Rehborn 1702/03 unter erneuten Einquartierungen. 1711 stehen 1500 fl Schulden offen. Nach seinem Tod übernimmt 1720 der Sohn Johann Franz *Matthias die Mühle (vgl. Thielen: Spuren der Geschichte in einer nordp­fälzischen Gemeinde, a.a.O., S. 91; siehe auch Burghardt: Bann- und Ohligmühle zu Rehborn; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1954, S. 91). °° Anna Margaretha NN.; Vater u.a. des Müllers Johann Franz *Matthias (vgl. Anthes.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Rehborn, a.a.O., S. 67).



Matthias, Wilhelm:

in Rehborn ist der Müller Wilhelm *Matthias im Kirchenbuch eingetragen (1624 err. - 26.12.1698) (vgl. Anthes.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Rehborn, a.a.O., S. 66), bei dem es sich mE um den Vater des Müllers Simon *Matthias handeln dürfte.



Mattil, Familie:

die Vorfahren der pfälzischen Familie Mattil stammen aus der Schweiz. Der Stammvater Jacob Mattil (auch Matthiel, Matile u.ä.) kam aus La Sagne im Kanton Neuenburg (Neuchâtel). Er ist nach dem 30jährigenKrieg um 1660 in die Pfalz eingewandert und ließ sich in Höheinöd nieder (vgl. Paul, Roland: Genealogischer Nachtrag zu dem Beitrag von Jürgen Vorderstemann: Ein Göttelbrief für Anna Maria [recte: Mattil] aus Waldfischbach 1756 [in: Pfälzer Heimat 2006, S. 73] mit Angabe „Johannes Scharf“; in: Pfälzer Hei­mat 2007, S. 329).



Mattil, Anna Maria:

geb. 14.6.1756 Waldfischbach - ++++; Tochter von +++klären ++++ ; °° mit dem Müller Johann Henrich *Ohler; die Eheleute Ohler/Mattil betrieben um 1782 die Öl- und Sägemühle Ohler in Lambrecht (vgl. Paul, Roland: Genealogischer Nachtrag zu dem Beitrag von Jürgen Vorderstemann: Ein Göttelbrief für Anna Maria Mathis [recte: Mattil] aus Waldfischbach 1756 [in: Pfälzer Hei­mat 2006, S. 73]; in: Pfälzer Heimat 2007, S. 32).



Mattil, Caspar:

um 1845 Müller auf der Speyerdorfer Mühle. 1845 beabsichtigte der Müller Caspar *Mattil, nachdem er die Ufer des Speyerbachs rektifiziert und das Bachbett ausgehoben hatte, „ein Wasserrad hinter die seinigen zu erbauen“, um somit die nun verbesserten, bisher schlechten, Antriebsbedingungen „zum Betriebe eines Mahlganges zu verwenden“ (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 61; Stadtarchiv Neustadt, Lachen-Speyerdorf [unverzeichneter Bestand]: Speyerdorfer Mühle: C. Mattil an Reg. d. Pfalz Speyer von 14.1.1845; vgl. auch LA Speyer, Best. H 3 Nr. 7731, 5). Hiergegen widersprach der Unterlieger Peter Mechtersheimer (Archiv Kreis­verwaltung Bad Dürkheim, Nr. 661-04-L, Speyerdorfer Mühle: P. Mechtersheimer an Landcommissariat Neustadt vom 10.5.1845) sowie das Triftamt, welch letzteres nur zustimmen wollte, wenn Mattil „für sich und seine Rechtsnachfolger … [auf eine] eine Ent­schädigung für Stillstand während der Flößerei „ freiwillig verzichten würde (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 61; Archiv Kreisverwaltung Bad Dürkheim Nr. 661-04-L, Speyerdorfer Mühle: Triftamt Neustadt an Landcommissariat Neustadt vom 1.3.1845). Wahrscheinlich führte Mattil die Erweiterung 1848 durch, mit Sicherheit bestand sie jedoch 1864, als das 1.und 2 Wasserrad die Han­freibe und Ölmühle in Betrieb setzten, das 3., 4. und 5. Wasserrad zusammen „4“ Mahlgänge bewegten, hiermit die ältere Einrich­tung Einrichtung repräsentierten, und „das von den drei Mahlgängen u. Aus dem Leerlauf kommende Betriebswasser“ zur Versor­gung des 6. Wasserrads, das hinter den anderen Wasserrädern „im Freien“ hing, herangezogen wurde. Dieses Rad konnte man zum Betrieb eines Mahl- und Schälgangs benutzen (vgl. Heil, a.a.O., S. 61/62).



Mattil, Heinrich:

um 1835 Müller auf der Stadtmühle in Neustadt. 1835 reichte Heinrich *Mattil, der Müller auf der Stadtmühle in Neustadt, ein Ge­such „zwecks Erbauung eines Mühlwerkes unterhalb Speyerdorf an der sogenannten Waide“ ein (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 66; Archiv Kreisverwaltung Bad Dürkheim Nr. 661-04-L, Untere Mühle oder Neumühle: H. Mattil an Reg. d. Reg. d. Rheinkreises Speyer vom 18.12.1835; vgl. auch LA Speyer, Best. H 3, Nr. 7731, 2). Dem Gesuch widersprach nur einen Monat spä­ter Jacob *Steiner, Müller in Speyer mit der Begründung, daß besonders im Sommer, wo ohnehin „die Bach außerordentlich schwach“, d.h. „die Wassermasse kaum hinreichend“sei, um die Mühlen zu treiben, „die Beeinträchtigung der dermalen bestehenden Mühlwerke bei Genehmigung des Gesuchs, „um so fühlbarer werden müßte“ (vgl. Heil, a.a.O., S. 67; Archiv Kreisverwaltung Bad Dürkheim Nr. 661-04-L, Untere Mühle oder Neumühle: J. Steiner am Bürgermeisteramt Lachen vom 15.1836; vgl. auch LA Speyer Best. H 3 Nr. 7731, 2). Dem Gesuch wurde 1838 zur Behebung des Mehlmangels angesichts der außerordentlich zunehmenden Popu­lation“ stattgegeben mit der Einschränkung, daß Mattil nur 3 anstelle der beantragten 5 Mahlgänge nur 3 Mahlgänge errichtet werden durften. Außerdem mußte Mattil auf eine Entschädigung für Stillstände wegen der Holzflößerei (vgl. Heil, a.a.O., S. 67; Archiv Kreisverwaltung Bad Dürkheim Az: 661-04-L, Untere Mühle oder Neumühle: Regierungsentschließung vom 28.9.14838; vgl. auch LA Speyer, Best. Q 22, Nr. 209). Mattil stellte die Mühle 1842 fertig und verkaufte sie kurz darauf an Peter *Mechtersheimer (vgl. Heil, a.a.O., S. 67; Archiv Kreisverwaltung Bad Dürkheim Az: 661-04-L, Untere Mühle oder Neumühle: Bauvollendungsanzeige vom 1.10.1842 und Erklärung des P. Mechtersheimer vom 13.4.1844; vgl. Finanzamt Neustadt, Umschreibkataster Lachen, I. Band S. 255).



Mattil, Jakob:

um 1782 war Jakob Mattil als Müller zu (Thal-)Eichweiler; sein Sohn Johann Jakob *Mattil, um 1782 Lehnsmüller auf der „Mu­schelmühle“ (= Moschelmühle südlich von Waldfischbach-Burgalben) °° 28.5.1782 in der reformierten Kirche Wallhalben mit Maria Elisabetha Neßmann, Tochter des Philipp Neßmann, Gemeinsmann zu Saalstadt (vgl. Knocke, Theodor: Trauung von Ortsfremden in Wallhalben im 18. Jh.; in: PRFK 1976, S. 305).



Mattil, Johann Adam:

geb. 1690 in Höheinöd - +++; ab 1734/35 Müller auf der Obermühle Lambrecht; Sohn von Samuel Mattil und Eva Fischer. °° vor 1713 Anna Catharina Hensel, geb. am 15. Mai 1691 auf dem Hermersberg (Pfalz) geboren.


Anna Catharina Hensel war die Tochter von Johann Nickel Hensel und Anna Magdalena Hensel. Johann Nickel Hensel, Gemeins­mann zu Hermersberg (Pfalz) war der Sohn von Nikolaus Hensel und Anna Margaretha Hensel. Nikolaus Hensel wurde 1607 in? ge­boren und starb am 24. Apr. 1692 in Hermersberg. Anna Margaretha wurde 1607 in? geboren und starb am 7. Nov. 1684 in Hermers­berg. Johann Nickel Hensel wurde am 9. Sept. 1716 Erbbeständer auf dem Stüterhof bei Trippstadt. Das Gut ging je zur Hälfte an Ni­ckel Hensel und an Kaspar Burckhardt. Burckhardts Anteil erbten am 27. Mai 1754 je zur Hälfte sein Sohn David Burckhardt und sein Tochtermann Jakob Asel. Nickel Hensels Hälfte ging zum Teil auf seinen Tochtermann Nickel Eberle über der 1739 auch den Anteil seines Schwagers und Miterben Johann Adam Mattil erwarb (Quelle: Unterlagen Mattil bei PRFK Ludwigshafen).


Nach dem Verkauf seines Anteils am Stüterhof zog Johann Adam (Hans Adam) Mattil mit seiner Familie nach Lambrecht (etwa im Jahre 1734/1735) und erwarb dort die Obermühle. Johann Adam Mattil betrieb die Obermühle wahrscheinlich als Mahl-und Sägmüh­le. In einer Liste der Familiennamen von Lambrecht aus dem Jahr 1750 wurde sein Beruf als Mahlmüller angegeben.


Vater von Johann Peter Mattil (getauft am 15. Aug. 1713, eingetragen im Kath. Kirchenbuch von Horbach (Pfalz) auf den Namen  Johs. Petrus Mathille Sohn des Johs. Adami Mathille und Annae Catharinae, Taufpatin war Anna Elisabeth Hensel (Kath. KB Hor­bach) die Schwester von Anna Catharina Hensel), Johann Nickel (geboren Stüterhof, getauft am 25. Feb. 1716 [vgl. Bürgerbuch Hochspeyer, Franz Neumer]), Anna Eva Mattil (getauft am 6. Jan. 1718 [vgl. Bürgerbuch Hochspeyer]; °° 13. Jun.1735 Peter Elias Kölsch geb. im Nov. 1710 Hirschwirt und Metzger in Grevenhausen [Lambrecht]) (Quelle: Unterlagen Mattil bei PRFK Ludwigsha­fen).



Mattil, Johann Christian:

Müller auf der Moschelmühle (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 103). Erbauer 1830-1838 der Lohmühle auf der Moschelmühle in Burgalben (vgl. Fremgen, Reinhold: Die Geschichte des Ortes Bur­galben … (Selbstverlag 2002), S. 231; Jaffe, Albert: Die Lohmühle auf der Moschelmühle; in: Burgalben / [Hrsg.: Ortsgemeinde Waldfischbach-Burgalben. Schrift- u. Red. Leitung: Günther K. Cappel ...]. Waldfischbach-Burgalben, 2002, S. 431 ff); °° mit Katha­rina Barbara Lorch/Laach (vgl. unterschiedliche Angaben bei Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfisch­bach-Burgalben, a.a.O., S. 103 und S. 225); Vater der Elisabeth Mattil (geb. 8.4.1830 Moschelmühle Waldfischbach-Burgalben; °° 12.8.1845 mit dem Ackerer Philipp Friedrich Feick) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 103) und der Eva Barbara Mattil (°° 10.10.1839 mit dem Ackerer aus Thaleischweiler, Friedrich Jakob Kneib (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 225).



Mattil, Johann Jakob:

um 1782 Lehnsmüller auf der „Muschelmühle“ (= Moschelmühle südlich von Waldfischbach-Burgalben); Sohn des Müller zu Tha­leischweiler, Jakob *Mattil; °° 28.5.1782 in der reformierten Kirche Wallhalben mit Maria Elisabetha Neßmann, Tochter des Philipp Neßmann, Gemeinsmann zu Saalstadt (vgl. Knocke, Theodor: Trauung von Ortsfremden in Wallhalben im 18. Jh.; in: PRFK 1976, S. 305).



Mattil, Johann Nikolaus:

auch „Matthill“; um 1792 Bürger und Müllermeister in Speyerdorf; °° mit Christina NN.; die Eheleute sind am 18.11.1792 in Elm­stein Paten bei der Taufe des Johann Nikolaus Osterheldt, Sohn des kurpfälzischen Försters in Elmstein Kaspar Osterheldt und der Anna Maria NN. (vgl. Ullrich, Bernhard: Ortsfremde im reformierten Kirchenbuch Elmstein 1724-1798; in: PRFK 2010, S. 142).



Mattil, NN.:

um 1750 Mahlmüller in Lambrecht (vgl. LA Speyer, Universität Heidelberg a.81; notiert bei PRFK Ludwigshafen XVII Lam: Famili­ennamen von anno 1750).



Mattinger, Johann Nicolas:

auch Madinger; um 1716 war Johann Nicolas Mattinger der Müller auf der Geißenmühle in Otterberg; er ist am 15.11.1716 Pate bei der Taufe des Jean Davidt Henrich in Otterberg (vgl. Rink, Franz: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 104, Nr. 958). „Johann Nikolaus Madinger, Müller auf der sog. Geißenmühle u. d. Hausfrau“ waren am 11.9.1728 Pate bei der Taufe der Susanna Catharina Mörsch in Otterberg (vgl. Rink, Franz: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 142 Nr. 1303). Vater der Sybilla Catharina Mattinger; diese war am 16.10.1766 Pate bei der Taufe der Sybilla Catharina Opp in Otterberg und wird im Kirchenbuch bezeichnet als „des Johann Nikolaus Mattinger, gewesenen Müllers in der sog. Geisen­mühle ledige Tochter“ (vgl. Rink, Franz: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 278 Nr. 2607) und er­neut am 16.10.1766 Patin in Otterberg „Sibylla Catharina, des Johann Nicolaus Mattinger, gewesenen Müllers in der sogenannten Geisenmühle ledige Tochter“ (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 278 Nr. 2607).



Maurer, Anna Katharina:

aus der Papiermühle Schwarzenacker; Tochter des Papiermüllers Johann Georg (2) *Maurer (1700 Annweiler (?) - 21.5.1778 Schwarzenacker) und der Maria Elisabetha Wieberskirch (24.4.1708 Homburg – 19.12.1782 Schwarzenacker); Eheschließung mit Johann Friedrich (3) *Lorch († 1782); Mutter des Johann Friedrich (4) *Lorch (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 59, 63; Hößle, Friedrich von: Alte pfälzische Papiermühlen; in: „Der Papierfabrikant“ XIX Jahrgang 1921, S. 27; Jaffé: Papierindustrie in den kurpfälzischen Stammlanden, a.a.O., S. 10).



Maurer, Friedrich:

geb. 24.7.1833 Niederhausen a.d. Appel – 4.2.1893 Obermühle St. Alban (vgl. Familienbuch Niederhausen; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar, Ludwigshafen); Sohn des Müllers Johann Jakob Maurer (geb. 18.11.1803 in Niederhausen – 20.7.1875 Niederhau­sen); °° Magdalena Philippina Bauer (geb. 21.1.1839 Kriegsfeld – 30.3.1900 Obermühle St. Alban; °° I Jakob Weber 24.12.1833 Gerbach - 8.12.1861 Obermühle St. Alban); die Ehefrau brachte die Obermühle mit in die Ehe; die Kinder sind sämtlich auf der Obermühle St. Alban geboren; mithin lebte das Ehepaar in St. Alban (vgl. Mitteilung Ewald Dittmar; luth. KB St. Alban); seit ca. 1862 Müller auf der Obermühle in St. Alban; am 14.4.1881 läßt der Müller Friedrich Maurer seine „zu St. Alban …. an der Appel ge­legene Mühle mit 1 Schäl- und 2 Mahlgängen und den dazu gehörigen Oekonomiegebäuden, Garten-, Wiesen- und Ackerländereien, ungefähr 8 Tagwerk“ freihändig versteigern (vgl. Pfälzer Presse Nr. 85 vom 9.4.1881).



Maurer, Friedrich Ludwig:

16.9.1746 Schwarzenacker - ++++; Papiermüller in Schwarzenacker; Sohn des Papiermüllers in Schwarzenacker, Johann Ludwig Maurer und Anna Kunigunda Thüringer; °° mit Maria Anna Werry (ref. Religion, von „Kurzel“ [Courcelles-Chaussy] bei Metz); Vater des Johann Philipp Carl Maurer (vgl. Börst: Papiermacherfamilie Maurer, a.a.O., S. 136 Nr. 8).


Im luth. KB Zweibrücken erscheint ferner: Friedrich Maurer, Tagelöhner in der Papiermühle auf dem Schwarzenacker; °° Catharina Rohrbacher (zweite Ehe ?) (vgl. Börst: Papiermacherfamilie Maurer, a.a.O., S. 136 Nr. 8).



Maurer, Georg Heinrich Ludwig:

18.8.1768 Schwartzenacker – 29.11.1832 Schwartzenacker; Papiermüller auf dem Schwarzenacker; Sohn des Papiermüllers in Schwarzenacker, Johann Andreas *Maurer und (°° II) der Christina Elisabeth Schott. Bruder des Papiermüllers in Schwarzenacker, Johann David *Maurer.


°° 24.5.1803 Blieskastel mit Christine (Catherine) Weber (geb. 31.11.1784 Bierbach; Tochter des Christian Weber und der Philippine Wern). Aus der Ehe stammen mehrere Kinder (vgl. Börst: Papiermacherfamilie Maurer, a.a.O., S. 136 Nr. 9).



Maurer, Johann:

aus Brenstelbach; von 1724/1730 Müller auf der Bickenaschbacher Mühle; diese kaufte er 1724 von Hans Peter Faust (vgl. Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 106). Maurer sollte gem. Konfirmationsschein 5 Malter Speltz als Erbpacht zahlen, die später auf 4 Mal. Speltz ermäßigt wurden (vgl. Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 134; KSchA Zw. Rep. IV, Nr. 165, 266). Maurer verkaufte 1730 die Mühle für 750 an Sebastian Krum von Giesingen im Bitscherland (vgl. Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 106). Maurer verkaufte 1730 die Mühle für 750 an Sebastian Krum von Giesingen im Bitscherland (vgl. Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 106).



Maurer, Johannes:

um 1746 Niedereisenbach (heute OT Glanbrücken); Mennonit, „ein Wiedertäufer“ (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 56r); Müller auf der Mahl- und Ohligmühle in Niedereisenbach; die Mühle war am 1.2.1738 abgebrannt (vgl. Kirchenbuch St. Julian, Ein­trag vom 1.2.1738, zitiert nach Zink: Lauterecken, a.a.O., S. 392).


1742 suchte der Müller und Mennonit aus Eisenbach, Johann *Maurer (Anm. es handelt sich um den Müller Johannes *Maurer aus Niedereisenbach) erneut um die Erlaubnis zum Bau einer Mühle am Glan unterhalb von Hachenbach nach. Landschreiber Berck­mann berichtete darüber unterm 30.9.1742 an die Regierung in Zweibrücken, daß am Glan gegen Hundheim zu, ein geeigneter Platz für den Neubau einer Mühle vorhanden sei. Aber auch dieser Antrag hatte wohl keinen Erfolg, denn die Mühle wurde nicht gebaut (vgl. Mahler: Hachenbach, a.a.O., S. 81/82).


Im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746 ist die Eisenbacher Mahl- und Ohligmühle wie folgt beschrieben: “steht in Niedereisenbach am Glan; benachbart sind die Hachenbacher und die Hundheimer Mühle. Sie gehört dem Herrn von Kellenbach. Das Wehr hart bei der Mühle, 3 Wasserräder. Die Mühle muß, wie die anderen am Glan, im Winter wegen ho­hen Wassers und Eisgangs oft mehrere Wochen stillstehen. Vor acht Jahren gänzlich abgebrannt. Der jetzige Beständer heißt Johannes Maurer. Er hat sie von dem vorigen Beständer und Hofmann vom Duchrother Hof Hans Fritz gekauft und in guten Stand gesetzt. Er gibt den Herren von Kellenbach jährlich 17 Ma. Korn, 2 Strich Weißmehl und 15 Taler an Geld, für die Ohligmühl 100 Ohligkuchen in das Hofhaus nach Eisenbach. Keine Banngerechtigkeit.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 211).



Maurer, Johannes:

1748 err. Wahlheim – 20.4.1807 Wahlheim; Müller in Wahlheim / Rheinhessen; °° 1785 (?) mit Catharina Bonnert; Vater der Anna Elisabetha Maurer, die am 26.12.1809 den Müller aus Marnheim, Heinrich *Knauf heiratet (vgl. Angaben von Herrn Ewald Dittmar)



Maurer, Johann Andreas:

18.8.1734 Schwarzenacker - † 1.1.1796 Schwarzenacker; Papiermüller auf der Papiermühle Schwarzenacker und Kirchenältester; Sohn des Papiermüllers auf dem Schwarzenacker, Johan Georg (2) *Maurer und der Maria Elisabetha Wieberskirch.


Er wird mehrfach als Pate genannt: 26.2.1756 bei Susanna Catharina Maurer (Tochter des Papiermüllers auf der Wachtelmühle Ann­weiler, Johann Konrad *Maurer), am 26.2.1756 bei Susanna Elisabeth Henkel auf dem Gutenbrunnen (vgl. Börst: Papiermacherfami­lie Maurer, a.a.O., S. 135 Nr. 6).


Um 1781 ist [Johann] Andreas *Maurer als Papiermüller (?) auf der Papiermühle Schwarzenacker (vgl. Bohrer: Copulations-Register zu den Evangel. Reform. Kirchenbüchern der Pfarrei Ernstweiler, a.a.O., S. 7).


Er übernimmt am 17.4.1780 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Jakob *Maurer die Papiermühle auf dem Schwarzenacker (vgl. Börst: Papiermacherfamilie Maurer, a.a.O., S. 135 Nr. 6). Nach dessen Tod († 30.8.1782) verlangt dessen Witwe Marie Luisa Bellaire die Fortführung des gemeinsamen Papiermühlenbetriebes (vgl. Börst: Papiermacherfamilie Maurer, a.a.O., S. 136 Nr. 7).


°° I am 25.7.1758 mit Sophia Margaretha (Susanna) Krämer (geb. 26.7.1742 Zweibrücken, Tochter von Matheiß Krämer, Bürger und Schreinermeister zu Zweibrücken, ref.); °° II am 7.11.1766 in Zweibrücken mit Christina Elisabetha Schott (geb. 10.4.1747 Schwartzenacker – 22.12.1796 ebd., Tochter von Jacob Schott, gewesenen Hofbeständers auf dem Schwartzenacker).


Aus der 1. Ehe stammt die Tochter Dorothea Sophia Maurer (geb. 8.8.1759 Schwartzenacker; °° 17.4.1781 ref. in der Kirche von Ernstweiler mit David Johann Balthasar Bellaire, Sohn des Johann Jakob Balthasar Bellaire, Temporalbeständer vom Unteren Wör­schweiler Hof und °° 7.12.1747 in Bierbach mit Maria Magdalena Badre) (vgl. Bohrer: Copulations-Register zu den Evangel. Reform. Kirchenbüchern der Pfarrei Ernstweiler, a.a.O., S. 7; Börst: Papiermacherfamilie Maurer, a.a.O., S. 135 Nr. 6).


Aus der 2 Ehe stammen die Kinder: Catharina Elisabetha Barbara Maurer (geb. 8.3.1767; °° Ernstweiler 14.11.1795 mit Jacob Seel­bach, Gemeinsmann zu Bierbach, wahrscheinlich Sohn von Conrad Seelbach, Schuldiener zu Bierbach und °° I Bierbach 6.7.1784 Maria Schgier) (vgl. Börst: Papiermacherfamilie Maurer, a.a.O., S. 135 Nr. 6; Bohrer: Copulations-Register zu den Evangel. Reform. Kirchenbüchern der Pfarrei Ernstweiler, a.a.O., S. 45), Georg Heinrich Ludwig *Maurer (geb. 18.8.1768), Franziska Barbara Maurer (geb. 28.3.1770 - † 15.4.1814 Schwartzenacker; °° 4.11.1792 in Ernstweiler mit Johann Georg Hotz aus Homburg, Sohn des Leine­webers in Homburg, Jakob Hoz; vgl. Bohrer: Copulations-Register zu den Evangel. Reform. Kirchenbüchern der Pfarrei Ernstweiler, a.a.O., S. 27; Börst: Papiermacherfamilie Maurer, a.a.O., S. 135 Nr. 6), Maria Louisa Maurer (geb. 24.3.1772 - † 22.6.1772 Schwar­zenacker), Johann Philipp Ludwig Maurer (geb. 31.5.1773 - † 18.11.1787 Schwartzenacker), Charlotte Luisa Maurer (geb. 9.2.1776 - † 17.12.1782 Schwartzenacker), Johann David Maurer (geb. 6.8.1778), Eleonore Barbara Maurer (geb. 27.8.1780; °° 20.2.1803 ? mit Johann Nikolaus Walch), Catharina Philippine Maurer (geb. 20.8.1785- † 24.3.1851 Wörschweiler; Mutter der nichtehelichen Toch­ter Catharina, geb. 2.2.1807 Schwartzenacker, °° 27.10.1807 Blieskastel mit Johann Adam Hollinger [geb. ca. 1785, Ackerer zu Wörschweiler, Sohn des Georg Hollinger und der Appolonia Hunsicker]) und der Friedericke Louisa Maurer (geb. 2.10.1788 - † 14.4.1818 Wörschweiler; °° am 9.4.1815 in Blieskastel mit Barthel Bellaire [Beller], geb. ca. 1782, Ackermann zu Wörschweiler, Witwer der Catharina Schmidt, Sohn des Daniel Bellaire und der Catherina Grotter) (vgl. Börst: Papiermacherfamilie Maurer, a.a.O., S. 135-136 Nr. 6).



Maurer, Johann Christoph:

Papiermacher in Schwarzenacker; Sohn des Papiermachers in Schwarzenacker, Johann Georg (1) *Mauer und der NN.; Bruder des Papiermachers auf der Wachtelsmühle Annweiler Johann Konrad *Maurer und des Papiermüllers in Schwarzenacker Johann Georg (2) *Maurer und des Papiermachers in Schwarzenacker, Johann Ludwig *Maurer (vgl. Börst: Papiermacherfamilie Maurer, a.a.O., S. 134).


Er ist am 13.12.1742 zu Bierbach Pate bei Catharina Louisa Dittlo (vgl. Börst: Papiermacherfamilie Maurer, a.a.O., S. 134)


Er plante um 1740 die Errichtung einer Papiermühle am Zusammenfluß von Oster und Schönbach in Landkreis Ottweiler (vgl. Börst: Papiermacherfamilie Maurer, a.a.O., S. 134; Bettinger, D.: Die Hanauer Mühle. Ein Beitrag zur Mühlengeschichte des unteren Ostertales; in: Saarheimat. Zeitschrift für Kultur, Landschaft, Volkstum 11, (1967), S. 171-73; Landeshauptarchiv Koblenz Best. A22 Nr. 3926).


°° 24.9.1737 in Einöd mit Marie Margaretha Schott, Tochter von Johann Jacob Schott, Beständer des Schwarzenacker Hofes; Vater von Marie Louisa Maurer (geb. 8.7.1738 Schwarzenacker), Maria Catherina Maurer (geb. 23.4.1742 Schwarzenacker), Johann Heinrich Daniel Maurer und Susanna Catherina Maurer (geb. 25.4.1750) (vgl. Börst: Papiermacherfamilie Maurer, a.a.O., S. 134-135).



Maurer; Johann David:

6.8.1778 Schwartzenacker – in Nordamerika; Papiermüller in Schwarzenacker; Sohn des Papiermüllers in Schwarzenacker, Johann Andreas *Maurer und (°° II) der Christina Elisabeth Schott. Bruder des Papiermüllers in Schwarzenacker, Georg Heinrich Ludwig *Maurer. °° Sophie Limburg (vgl. Börst: Papiermacherfamilie Maurer, a.a.O., S. 137 Nr. 10).


Auf Johann Andreas Maurer († 1.1.1796 Schwartzenacker) folgen die Söhne Georg Heinrich Ludwig *Maurer und Johann David *Maurer. Letzterer wird während der französischen Revolution enteignet, muß einen 30jährigen Prozeß um seine Rechte führen, ge­winnt den Prozeß, doch sein Vermögen ist ruiniert und er wandert 1842 mit seiner Familie nach Amerika aus (vgl. Börst: Papier­macherfamilie Maurer, a.a.O., S. 137 Nr. 10).



Maurer, Johann Georg (1):

geb. um 1671 Nürnberg - † 24.10.1748 Annweiler; war 1712 Papiermüller in Blieskastel, bewarb sich am 28.7.1712 um die Pachtung der Papiermühle auf dem Schwarzenacker bei Wörschweiler, zu einem Temporal-Vertragsabschluß mit der herzoglichen Regierung in Zweibrücken kam es jedoch erst am 27.5.1718. Maurer kaufte Ostern 1731 die Wachtelsmühle zu Annweiler und errichtete dort die zweite Papiermühle im Herzogtum Zweibrücken; Bürger in Annweiler. Er erhielt sodann 1737 den Erbbestand für die Papiermühle Schwarzenacker.


Eheschließung ca. 1695 mit NN († 29.4.1749 Annweiler) (vgl. Börst, Hans: Die Papiermacherfamilie Maurer in der Papiermühle auf dem Schwarzenacker zu Wörschweiler; in: Saarländische Familienkunde 1969 S. 133; Biundo, Georg und Heß, Hans: Annweiler, Geschichte einer Reichsstadt (Annweiler 1968), S. 140); Vater von Anna Ester Maurer, Johann Georg (2) *Maurer, Johann Konrad *Maurer, Johann Christoph *Maurer, Johann Ludwig *Maurer und Anna Elisabetha Barbara Maurer (vgl. Börst: Papiermacherfamilie Maurer, a.a.O., S. 134)


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 469-481) wird Papiermühle Schwartzenacker zusammengefaßt wie folgt beschrieben: “Liegt an der Blies ohnfern dem Schwarzenacker, eine halbe Viertel Stund von der Schwartzenacker Mahlmühle und etwann ein und eine halbe Viertel Stund von der Leyischen Papiermühle zu Lautzkirchen. …. Ist in gantz gutem Stand und ao 1738 erst gantz neu wieder erbauet worden, hat zwey unterschlechtige Waßerräder welche mittelst eines Holländischen und …. Geschirrs sieben Stampf-Löcher treiben. Hat den Fischfang vom Waßerbau bis an die Schwartzenacker Brück zu genießen. Muß bey großem Waßer zu Zeiten 2 bis 3 Monath still stehen und kan bey dem kleinen Waßer nur das halbe Geschirr in zuweilen treiben, so daß im Jahr … diese Mühle ein Viertel Jahr still stehet. Die Mühle liegt hinter einem Wehr, welches ohngefähr 300 Schritt davon entfernet seyn dörffte, bis dahin vor das obere Waßer der Waßergraben und vor das untere Waßer bis ahn gedachte Schwartzenacker Brück, etwas über 300 Gäng wo das Waßer in die Mutterbach lauffet, zu unterhalten ist. Hat sonsten ehe selbige in Erbbestand begeben und wieder neu erbauet worden[,] nur vier Stampf-Löcher gehabt. Entrichtet jährl: an Erbzinß in die Landschreiberey Zweybrücken 100 fl, welcher Zinß auch in der [Anm.: vorherigen] Temporal Begebung bezahlet worden. Hat keinen Bann indoch die Erlaubnus in denen Oberämter Zweybrücken, Lichtenberg und Meisenheim die Lumpen [Anm. s. *Hadern] cum exclusione aller anderen einzusammlen. Der Verdienst bestehet in Verkauffung allerhand Papiers so wohl inn als außerhalb Landes, wie dann gedcht: Herrschaft dieser Mühl Jährlichen ein merckliches an Papier abnimt. Johann Georg *Maurer ist der erste Erbbeständer dießer Mühl, und legitimiert sich sich mit einem unterm 27ten Sept: 1737 auf Ihn ausgefertigten Erbbestand-Brief … Der gnädigsten Herrschaft ist der Beständer … schuldig, so Schreib- als Concept-Papier und zwar das erstere, so viel indemnach einzig und allein bey Fürstl: Hofhaltung, bey der Kuchen und Office, desgleichen denen fürstl: Regierungs- und Cammer-Collegiis und zum gestempelten Papier, gebraucht wird. … das Rieß [Anm.: ein Papiermaß] theurer nicht als vier Kopfstück [zu verkaufen] … es wäre dann, daß der Preiß durchgehend um ein merkl: steigen oder abfallen würde ...“.



Maurer, Johann Georg (2):

geb. um 1700 - † 21.5.1778 Schwarzenacker im Alter von 78 Jahren; Papiermacher auf der Papiermühle Schwarzenacker; Sohn des Papiermachers in Schwarzenacker, Johann Georg (1) Maurer und der NN.; u.a. Bruder des Papiermüllers auf der Papiermühle Wachtelsmühle zu Annweiler und des Papiermüllers in Schwarzenacker Johann Christoph *Maurer; seit 1719 in der Papiermühle Schwarzenacker tätig, am 18.12.1726 in Ernstweiler Pate als „Johann Georg Maurer des Papiermachers Sohn. Übernimmt 1731 nach dem Wegzug seines Vaters die Papiermühle auf dem Schwarzenacker in Erbbestand (vgl. Börst: Papiermacherfamilie Maurer, a.a.O., S. 134)


°° ca. 1729 in Homburg (?) mit Maria Elisabeth Wieberskirch (geb. Homburg 24.4.1708 err. - † 19.12.1782 in Schwarzenacker im Alter von 74 Jahren, 7 Monate und 7 Tage; sie erscheint mehrfach als Patin); aus der Ehe stammen die Kinder Johann Georg (3) Maurer (geb. 21.1.1730), Maria Catharina Maurer (°° 3.11.1757 Bierbach mit Johann Friedrich Lorch [geb. 2.11.1730 Neustadt/Weinstr. † 22.5.1782 Neustadt, kurfürstlicher Papiermüller zu Neustadt]), Johann Andreas *Maurer und Johann Jacob *Maurer (vgl. Börst: Papiermacherfamilie Maurer, a.a.O., S. 134)


Am 17.4.1780 übernehmen die Brüder Johann Andreas *Maurer und Johann Jakob *Maurer die Papiermühle auf dem Schwarzen­acker nach dem Tod des Vaters Johann Georg (2) Maurer († 21.5.1778 Schwartzenacker (vgl. Börst: Papiermacherfamilie Maurer, a.a.O., S. 135 Nr. 6).



Maurer, Johann Jacob:

16.4.177 Schwartzenacker – 30.8.1782 Schwartzenacker; Papiermüller in Schwartzenacker; Sohn des Papiermüllers auf dem Schwarzenacker, Johan Georg (2) *Maurer und der Maria Elisabetha Wieberskirch; u.a. Bruder des Papiermüllers in Schwarzenacker, Johann Andreas *Maurer.


Am 17.4.1780 übernehmen die Brüder Johann Andreas *Maurer und Johann Jakob *Maurer die Papiermühle auf dem Schwarzen­acker nach dem Tod des Vaters Johann Georg (2) Maurer († 21.5.1778 Schwartzenacker (vgl. Börst: Papiermacherfamilie Maurer, a.a.O., S. 135 Nr. 6). Nach dem Tod des Johann Jacob Maurer († 30.8.1782) verlangt dessen Witwe Marie Luisa Bellaire die Fortfüh­rung des gemeinsamen Papiermühlenbetriebes (vgl. Börst: Papiermacherfamilie Maurer, a.a.O., S. 136 Nr. 7).


°° mit Marie Luisa Bellair; nach dem Tod des Johann Jacob Maurer († 30.8.1782) verlangt dessen Witwe Marie Luisa Bellair die Fortführung des gemeinsamen Papiermühlenbetriebes (vgl. Börst: Papiermacherfamilie Maurer, a.a.O., S. 136 Nr. 7).



Maurer, Johann Jakob:

geb. 18.11.1803 in Niederhausen – 20.7.1875 Niederhausen; Müller in Niederhausen / Appel; Sohn des Müllers in Niederhausen Philipp Friedrich Maurer († 11.3.1829 in Niederhausen /Appel) und Maria Wilhelmine Mühlbach (geb. 1771 err. Niederhausen – 8.8.1811 Niederhausen); Vater des Müllers Jakob Maurer (geb. 1837 - ++++weiter++++



Maurer, Johann Konrad:

Sohn von Johann Georg (1) *Maurer und der NN; Bruder des Papiermüllers in Schwarzenacker Johann Georg (2) *Maurer; Papiermüller auf der Wachtelsmühle bei Annweiler; diese wird 1751 versteigert (Ersteigerer war Antonio *Cetto); Eheschließung am 21.6.1740 in Annweiler (oder Böchingen) mit Christine Wilhelmine Charlotte Sebastiani (Tochter des Pfarrers Johann Heinrich Sebastiani) (vgl. Börst, Hans: Die Papiermacherfamilie Maurer in der Papiermühle auf dem Schwarzenacker zu Wörschweiler; in: Saarländische Familienkunde 1969 S. 134).


Vater (?) des Christian Maurer († 3.2.1785 Schwarzenacker; 30 Jahre alt, ein Papiermacher von Annweiler) (vgl. Börst: Papiermach­erfamilie Maurer, a.a.O., S. 134 Anm. zu Nr. 3), der Susanna Catherina Maurer (~ 25.4.1750) (vgl. Börst: Papiermacherfamilie Maurer, a.a.O., S. 135 Anm. zu Nr. 6).



Maurer, Johann Ludwig:

Papiermacher in Schwarzenacker; Sohn des Papiermachers in Schwarzenacker, Johann Georg (1) *Mauer und der NN.; Bruder des Papiermachers auf der Wachtelsmühle Annweiler Johann Konrad *Maurer und des Papiermüllers in Schwarzenacker Johann Georg (2) *Maurer (vgl. Börst: Papiermacherfamilie Maurer, a.a.O., S. 134).


°° mit Anna Kunigunda Thüringer; Vater von Johann Daniel Maurer († als Kleinkind 3.5.1744), Maria Luisa Maurer († als Kleinkind 29.3.1745, Friedrich Ludwig *Maurer (geb. 16.9.1746) und Goerg Balthasar Maurer (14.2.1749) (vgl. Börst: Papiermacherfamilie Maurer, a.a.O., S. 134).



Maurer, Johann Nikolaus:

um 1740 war Johann Nikolaus Maurer der Müller zu Kappeln (Cappeln); seine Tochter Anna Magdalena Maurer heiratet am 28.4.1740 in (Sien-) Hachenbach den Johann Adam Philippi (vgl. Anthes: Kasualien luth. Pfarrei Sien , a.a.O., S. 63).



Maurer, Johann Philipp:

aus Niedersaulheim; er kaufte 1727 die Mühle in Adenbach von dem Müller Peter *Oloffer; Maurer besaß die Mühle nur vier Jahre; er hatte wohl wie seine Vorgänger wirtschaftliche Probleme beim Betrieb der Mühle, verkaufte sie deshalb 1731 an den Unterschult­heiß von Medard, Johannes *Schlicher, und verzog mit seiner Frau und drei ganz kleinen Kindern an einen unbekannten Ort (vgl. Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O. S. 231); im lutherischen Kirchenbuch ist er anläßlich des Todes seines kleinen Soh­nes (Gabriel Maurer, 1727 err - 15.7.1730) erfaßt, als “Johann Philipp Maurer, Müller zu Adenbach” (vgl. Anthes, Günter F.: Die Ka­sualien der Einwohner von Odenbach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutherischen Kirchenbüchern von Meisenheim, a.a.O., S. 47)



Maurer, Philipp Friedrich:

11.3.1829 in Niederhausen /Appel; Müller auf der Mühle in Niederhausen/Appel; ++++klären: möglicherweise ist der der Sohn des Müllers in Niederhausen, Peter Mäurer, der 1777 die Mühle von Friedrich *Deubert übernahm++++; °° Maria Wilhelmine Mühlbach (geb. 1771 err. Niederhausen – 8.8.1811 Niederhausen); Vater der Friederike Mauer (* um 1816 Niederhausen; °° am 7.5.1839 mit Karl Fischer, Schulverweser in Lambrecht; bei der Heirat waren ihre Eltern bereits verstorben) (vgl. Neumer: Bürgerbuch, Verbands­gemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 138, der allerdings den Vornamen falsch angibt; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar) und des Mül­lers in Niederhausen, Johann Jakob Maurer (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar; luth KB Niederhausen)



Maushard, Christoph:

um 1827/28 Müller auf der Wilgartswieser Mahl- und Schleifmühle. In der Zusammenstellung des Rentamts Annweiler vom 8.8.1828 über die „Liquidation für Mühlenstillstand während des Flößereibetriebs 1827/28“ (vgl. LA Speyer Best. L11 Nr. 255 ohne fol.) ist die „Wilgartswieser Mahl- und Schneitmühle“ mit dem Besitzer Christoph Maushard aufgeführt, der eine Entschädigung von 11 fl 12 kr quittiert.



Mausshardt, Karl I.:

um 1935 und noch 1947 Müller auf der Maußhardt'schen Mühle in Wilgartswiesen. In der Zählung der Haushaltungen von Wilgarts­wiesen von 1935 ist der Müller Karl I. Maußhardt als Eigentümer des Anwesens Hauptstraße 127 benannt (vgl. Ortsgemeinde: Wil­gartswiesen, a.a.O., S. 633). 1947 war Karl *Mausshardt der Müller auf der Wilgartswieser Mahlmühle; die kleine Mühle hatte eine Leistung von 0,5 to/24 Std. und wurde über ein Wasserrad angetrieben; weitere Antriebsmöglichkeiten durch Maschinen sind nicht vorhanden (vgl. Becker, M. F.: Das deutsche Mühlensterben im 20. Jh, a.a.O., S. 76).



May, Heinrich:

um 1598; Müller auf der Untermühle in Ginsweiler (damals als “Obermühle” bezeichnet); er hatte die Mühle vor 20 Jahren von sei­nen Eltern geerbt und beantragte die Erteilung eines Erbbestandsbriefs(zitiert nach Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O. S. 247, 262; LA Speyer Best. B 2 Nr. 902/5)



Mayer, Adam:

ca. Mai 1776 Jettenbach; Müller in Jettenbach; Vater u.a. des Müllers und Betriebsnachfolgers Johannes Mayer. Die Mühle ist im Renovationsprotokoll von 1776 beschrieben, das von Hofgerichtsrat und Amtskeller Lehne aufgestellt wurde (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 131/3 Bl. 48r-52r): “.... daß diese Mühl in einem Mahlgang bestehe und wann auf dießen gemahlen nicht gescheelet werden kann, maßen solcher in einem Triller sich befindet …“ Die Jettenbacher Mühle liegt an einem Bächlein, das nach Eßweiler fließt. Erbbeständer ist Adam Mayer ( ca. Mai 1776: „vor ungefähr zwey Monaten verstorben“). Nachfolger soll Sohn Johannes *Mayer werden (z. Zt. in Plankstadt bei Heidelberg). Pacht: 1 Ma. 3 Faß Korn und ebensoviel Hafer” (zitiert nach Weber: Mühlen und Mül­lerhandwerk, a.a.O., S. 260).



Mayer, Georg:

16.8.1792 Klingen im Alter von 59 Jahren (vgl. Petermann, a.a.O., S.26); Müllermeister in Klingen; am 1.5.1788 sind Georg Mayer „Müllermeister dahier und Juliana“ als Paten in Klingen erwähnt (vgl. Petermann, Kurt: Kirchenbuch der reformierten Gemeinde Klingen von 1714 – 1780,Teil 2, a.a.O., S. 13).



Mayer, Johannes:

ab 1776 Müller in Jettenbach; Sohn des Müllers Adam *Mayer. Die Mühle ist im Renovationsprotokoll von 1776 beschrieben, das von Hofgerichtsrat und Amtskeller Lehne aufgestellt wurde (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 131/3 Bl. 48r-52r): “.... daß diese Mühl in einem Mahlgang bestehe und wann auf dießen gemahlen nicht gescheelet werden kann, maßen solcher in einem Triller sich befindet …“ Die Jettenbacher Mühle liegt an einem Bächlein, das nach Eßweiler fließt. Erbbeständer ist Adam Mayer ( ca. Mai 1776: „vor ungefähr zwey Monaten verstorben“). Nachfolger soll Sohn Johannes Mayer werden (z. Zt. in Plankstadt bei Heidelberg). Pacht: 1 Ma. 3 Faß Korn und ebensoviel Hafer” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 260).



Mayer, Johann Simon:

um 1718 ist Johann Simon Mayer auf der „Kathareinen Mühle“ bei Grünbach; °° vor 1719 in sein mit Anna Margaretha NN.; Vater der Zwillinge Johann Georg Mayer und Anna Barbara Mayer; Paten bei ihrer Taufe am 1.10.1718 sind u.a. Johann Michael Schepper von Kathareinen Mühle, Gertrud Gillenberger auf der Wolfsmühle und Johann Wilhelm Huwer ex Steinalp Mühle (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 275).



Mechtersheimer, Peter:

aus Schauernheim; Erbauer der neuen Mühle in Schauernheim; ab 1842 Müller auf der Neumühle oder Unteren Mühle in Speyerdorf.


Im Intelligenzblatt des Rheinkreises wird 1830 die öffentliche freiwillige Verpachtung der Mühle für den 11.11.1830 annonciert (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 120 vom 27.10.1830, Beilage, S. 891): „Verpachtung einer Mühle. Auf den 11. November nächsthin … läßt Peter *Mechtersheimer zu Schauernheim …., seine in Schauernheim gelegene neu erbaute Mühle mit einem Mahl- und Schälgang und einer Oelmühle, wobei eine angemessene Wohnung sammt Hof, Scheuer, Stallung und Gärtchen sich befinden, und wozu auch 5 Morgen Ackerfeld, die größtenteils mit Spelz bestellt sind …. auf 10 Jahre freiwillig öffentlich verpachten.“


Ab 1842 Müller auf der Neumühle oder Unteren Mühle in Speyerdorf. Er kaufte am 29.11.1842 von dem Müller Heinrich *Mattil, Stadtmüller in Neustadt und Erbauer der Neumühle/Unteren Mühle in Speyerdorf die Neumühle (vgl. Heil, a.a.O., S. 67 Archiv Kreisverwaltung Bad Dürkheim Az: 661-04-L, Untere Mühle oder Neumühle: Bauvollendungsanzeige vom 1.10.1842 und Erklärung des P. Mechtersheimer vom 13.4.1844; vgl. Finanzamt Neustadt, Umschreibkataster Lachen, I. Band S. 255).


1845 sollten zwar „vier Mahlgänge und ein Schälgang .. von drei Wasserrädern in Bewegung gesetzt“ werden, doch besaß die Mühle nicht genügend Wasserkraft zum erforderlichen Antrieb (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 66; Archiv Kreisverwaltung Bad Dürkheim Nr. 661-04-L, Untere Mühle oder Neumühle: Bericht der kgl. Bau-Inspection vom 5.3.1845).


1845 beabsichtigte der Müller Caspar *Mattil von der Speyerdorfer Mühle, nachdem er die Ufer des Speyerbachs rektifiziert und das Bachbett ausgehoben hatte, „ein Wasserrad hinter die seinigen zu erbauen“, um somit die nun verbesserten, bisher schlechten, An­triebsbedingungen „zum Betriebe eines Mahlganges zu verwenden“ (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 61; Stadtarchiv Neu­stadt, Lachen-Speyerdorf [unverzeichneter Bestand]: Speyerdorfer Mühle: C. Mattil an Reg. d. Pfalz Speyer von 14.1.1845; vgl. auch LA Speyer, Best. H 3 Nr. 7731, 5). Hiergegen widersprach der Unterlieger Peter *Mechtersheimer (Archiv Kreisverwaltung Bad Dürkheim, Nr. 661-04-L, Speyerdorfer Mühle: P. Mechtersheimer an Landcommissariat Neustadt vom 10.5.1845) sowie das Trift­amt, welch letzteres nur zustimmen wollte, wenn Mattil „für sich und seine Rechtsnachfolger … [auf eine] eine Entschädigung für Stillstand während der Flößerei „ freiwillig verzichten würde (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 61; Archiv Kreisverwaltung Bad Dürkheim Nr. 661-04-L, Speyerdorfer Mühle: Triftamt Neustadt an Landcommissariat Neustadt vom 1.3.1845).



Medert, Hubert (Haupert):

1666 - 27.4.1722 Aulenbach im Alter von 56 Jahren; zunächst Müller in Frauenberg (nordwestlich von Baumholder); ab 1702 Müller auf der Aulenbacher Mühle (später Eisenhutsmühle genannt); am 5.10.1702 schloß die pfalz-zweibrückische Regierung mit dem Müller Haupert/Hubert Meder/*Medert/Meter, bisher Müller in Frauenberg einen Erbbestandsvertrag; in diesem wird die Mühle noch als verfallen bezeichnet. 1712 wurde ihm die Genehmigung zur Erweiterung der Mühle durch Anbau einer Ohlig- und Walkmühle er­teilt. °° vor 1690 mit Anna Eva NN.; Vater des Müllers Johann Adam *Medert (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil II katholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 69)



Medert, Johann Adam:

um 1690 auf der Mühle in Frauenberg (nördlich von Reichenbach nahe Baumholder)- +++; Sohn des Müllers Hubert *Medert und der Anna Eva NN:; er war mit seinem Vater Müller auf der Mühle bei Reichenbach (so das Kirchenbuch; (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil II katholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 69); es handelt sich jedoch um die auf Aulenbacher Gemarkung lie­gende Mühle, später Eisenhutsmühle genannt; um 1720 Müller in der Schlabermühle bei +++; er ist am 23.6.1720 Pate bei der Taufe des Johann Adam Loch, Sohn des Johannes Matthias Loch und der Müllerstochter Maria Magdalena *Wertenbach (vgl. Jung: Famili­enbuch Baumholder, a.a.O., Teil II katholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 62); °° 21.1.1711 mit Maria Dorothea Wertenbach, der Toch­ter des Müller auf der Untermühle in Langenbach, Johann Georg *Wertenbach (vgl. Jung, a.a.O., S. 69, 114).



Mehl, Jakob:

vor 1746 Müller in Langenbach; er verkaufte die Mühle für 550 fl an den Müller Johann Abraham *Heyel; er ist im pfalz-zwei­brückischen Mühlenprotokoll von 1746 bei der Konken-Langenbacher Mühle erwähnt (vgl. Mühlenprotokoll LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 220/21).



Meißenheimer, Hanß:

um 1581 Müller auf der Bannmühle in Merzalben. Die Mühle wird erstmals erwähnt im Gräfensteiner Lagerbuch von 1581, das die Rechte und Pflichten des damaligen Müllers Hanß Meißenheimer regelt (vgl. LA Speyer Best. F 2 Lagerbücher, Nr. 33, d; zitiert nach Neuberger: Die alte Merzalber Mühle …, a.a.O., S. 224): „Hanß Meißenheimer der Miller zu Merzalben gibt jährlich ußer der Herr­schaft Mahlmühlin daselbst, so ihm Erblich verlihen worden, die er in seinen Lasten in Bau und Besserung erhalten solle doch wann gemelter Miller Bauholz notdürftig würde, so soll ihme ußer der Herrschaft wälden, wie vor alter breuchig gewesen, daßselbig sambt Nachvolgendem Züns, jedeß Jahr uff Gräuenstein einen Amtmann daselbsten Alleweg uff Weynachten antwurten, Alles nach Besag seines Innhabenden Lehensbriefes, daß zu Anfang Korn sieben Achtel, Schwein 1 für 3 ½ fl., Kappen sieben ….“



Meister, Philipp:

August 1622 Neustadt; Stadtschreiber von Neustadt um 1617 (vgl. Spieß, Pirmin: Der Neustadter Rat der Jahre 1617 und 1651, in: Pfälzer Heimat 1975, S. 96 Anm. 4), später kurpfälzischer Landkommissar in Neustadt; Eheschließung mit Maria Magdalena NN.; Vater der Anna Helena Meister (verh. mit Johann Jakob *Attmann) (vgl. Thomas, Hans und Hedwig: Attmann-Familien in Neustadt an der Weinstraße; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde 1987, S. 139)


Das Ehepaar Meister kaufte zusammen mit Schwiegersohn Johann Jakob Attmann 1615 die Postmühle in Neustadt (vgl. Thomas, a.a.O., S. 139)



Mennweg, NN.:

vor 1745; vor 1745 Müller in Steinweyler; “die Mennwegischen Erben” verkaufen die Mühle in Steinweiler 1745 an den Müller Lorentz *Leichinger (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Müh­len des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768)



Mensner, Gabriel:

1747 Betreiber der Lambsheimer Mühle (vgl. Klein, Günter: Die Lambsheimer Mühle, a.a.O., ohne Seitennummerierung)



Mertz, Anna Maria:

um 1737; sie stammte aus der Mühle an der Pfrimm (++++klären:++++in Einselthum ?); °° mit Joh. Friedrich Adam; der Ehemann war Häfner in Kirchheimbolanden; am 4.1.1737 wurde die Tochter Maria Margaretha Adam in Kirchheimbolanden getauft (vgl. Ga­belmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 93).



Mertz, Heinrich:

von 1821 – 1831 Müller auf der Neumühle in Landau; er heiratet die Jacobäa *Schmaltz, die Witwe des Müllers auf der Neumühle, Johann Baptist *Lerch; sie hatte von ihrem Vater, dem Müller Ignatz *Schmaltz die Mühle übernommen; 1831 übernimmt der Sohn aus der 1. Ehe der Jacobäa Schmaltz, Johann Philipp *Lerch, die Mühle (vgl. Stadtarchiv Landau, Best. S 2-308 Mitteilung vom 3.5.1962).



Meßemer, Christoph:

ab 1774 Müller auf der Fischwoogmühle bei Dahn. 1774 entstand in der Nähe des Dahner Stadtteils Reichenbach in Richtung Erf­weiler die Pfalzgrafenmühle, die später in Fischwoogmühle umbenannt wurde. Letzteren Namen hat sie von ihrem Standort, einem auf dem Territorium des Fürstbistums Speyer gelegenen Fischwoog. Das Gelände auf dem sie erbaut wurde,zählte zur sog. Pfalzgra­fenwiese und damit zur Herrschaft des Freiherrn von Waldenburg. Nachdem der Bischof von Speyer 1774 mit Rücksicht auf den Dahner Bannmüller in der Dorfmühle, dem Christoph Messemer den Bau einer weiteren bischöflich-speyerischen Mühle verweigert hatte, erhielt Messemer die beantragte Erlaubnis nunmehr vom Freiherrn von Waldenburg (vgl. „Die Rheinpfalz“, Pirmasenser Rund­schau vom 18.3.1981). Um 1774 wurde sie deshalb als „Mahlmühle des Chr. Messemer am mittleren Fischwoog bei Fischbach“ be­zeichnet (vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 62 und Nr. 65; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 267).



Methauer, Friedrich:

im ersten Drittel 18. Jh als Müller in der Herrschaft Sickingen-Landstuhl im „Waldmühltal“ (vgl. Lindemer, Otto: Sickingisches Amtsrelationsbuch aus dem 1. Drittel des 18. Jh., Personenverzeichnis; in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1961, S. 84 ff, 90).



Metschang (auch Metjean), Heinrich:

1764 Bann (vgl. Mitteilung von Herrn Albert Hirschfeld unter Hinweis auf das Familienbuch Bann/Queidersbach); um 1747 ist Heinrich Metschang (auch Metjean) als neuer Müller in der Mühle im Walkmühltal bei Bann (meist als Waldmühle) benannt. Sein Enkel Paul Metschang ertrank 1774 in seinem Mühlweiher beim Ausschöpfen von Schlamm. Dessen Witwe Anna Maria Strubel (aus Hohenecken ?) heiratete 1775 Nikolaus Brill aus „Pitlingen“. Das Ehepaar (7 Personen) wanderte 1784 nach Galizien aus und wurde in Wisnicz, Kreis Bochnia angesiedelt (vgl. Lindemer, Otto: Einwanderung in die Herrschaft Sickingen, Amt Landstuhl, um 1700, Pfälzische Familien- und Wappenkunde 1956, S. 84).



Metschang, Paul:

1774; um 1774 als Müller in der Mühle im Walkmühltal bei Bann (meist als Waldmühle bezeichnet) benannt. Enkel des Müllers auf der Waldmühle, Heinrich *Metschang. Paul Metschang ertrank 1774 in seinem Mühlweiher beim Ausschöpfen von Schlamm. Seine Witwe Anna Maria Strubel (aus Hohenecken ?) heiratete 1775 Nikolaus Brill aus „Pitlingen“. Das Ehepaar (7 Personen) wan­derte 1784 nach Galizien aus und wurde in Wisnicz, Kreis Bochnia angesiedelt (vgl. Lindemer, Otto: Einwanderung in die Herrschaft Sickingen, Amt Landstuhl, um 1700, Pfälzische Familien- und Wappenkunde 1956, S. 84).



Metz, Johann:

stammte aus Landstuhl; ab 1656 Mit-Erbbeständer auf der Weidenmühle bei Neu-Bamberg. Am 22.12.1656 erteilte der Herr von Stein-Callenfels, verh. mit Anna Maria von Morschheim, einen Erbbestandsbrief über die „Weydenmühle“ an Jeremias Hünerer aus Neu-Bamberg und Johann Metz aus Landstuhl. (vgl. Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, a.a.O., Bd. 2, S. 217). +++klären: wohl Vater des Johann Philipp Metz++++



Metz, Johann Philipp:

1749 err. Weidenmühle Neubamberg; ab 1698 Müller auf der Weidenmühle in Neu-Bamberg (vgl. Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, a.a.O., Bd. 2, S. 217); ++++klären: wohl Sohn des Müllers auf der Weidenmühle, Johann Metz+++. Am 12.4.1698 erlaubten Johann Georg von Hunolstein und Sofie, Rauin von Holzhausen, dem Müller Johann Philipp Metz die Ablösung der Mühlenpacht von 15 Malter Korn gegen Zahlung von 250 Gulden. Der Wasserfallzins betrug 1 ½ Malter Korn . Am 22.6.1699 erhielt alle Bamberger Güter der Herren von Hunoldstein in Erbe und Eigentum für 250 Gulden. In den Jahren 1704 bis 1725 gab es Rechtsstreite wegen zugewiesener Einquartierungen, Kontributionen, Fouragegeldern, Kopfsteuern und Türkensteuern. Dazu wurde die Reichsritterschaft eingeschaltet. Am 17.4.1725 erhöhten die Hunolsteiner die Pacht im Erbbestandsbrief für die freiherrlichen Gü­ter für Johann Philipp Metz auf 350 fl und 1 ½ Malter Korn. Ein schon am 7.6.1725 folgender Erbbestandsbrief betraf Mühle und Äcker (vgl. Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, a.a.O., Bd. 2, S. 217). Er war wohl der Vater (err.) der Toch­ter NN. Schmahl (°° mit Johann Schneeganz aus Kreuznach) und der NN. Schmahl (°° mit Georg Beck aus Wonsheim). Am 18.8.1749 verkauften Metz'schen Erben die Weidenmühle an den aus Zotzenheim stammenden Müller Johann Adam *Schmahl (vgl. Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, a.a.O., Bd. 2, S. 217)



Metzger, Friedrich:

ab 1700 Müller in Neustadt auf der Postmühle. Diese lag an der Ecke der heutigen Helfferichstraße/Konrad Adenauer Straße. Fried­rich *Metzger hat sie 1700 von Phil. *Bibel als Erbbestandsmühle gekauft. Erbherr war Emrich Wappler, der aber sein Erbbestands­recht an den Burgvogt Winkelblech auf der Haardt verkauft hat (vgl. Habermehl, Paul: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plä­nen; in: Weyrich, Klaus Peter: Neustadt. Beiträge zur Geschichte einer pfälzischen Stadt, Neustadt 1975, S. 361).


Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Postmühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): „Über der Neustadt (andere Fassung:“unter der Neustadt“) die sog. Postmühle, hat der Friedrich Metzger (andere Textfassung: Metziger) in Anno 1700 von dem Philipp Bibel an sich als eine Erbbestandsmühl erkauft, der Erbherr ist gewesen Emerich Wappler als welcher sein Erbrecht an den jetzigen Burgvogt auf der Hardt Winkelblech verkauft hat, diese Mühl hat nur ein Wasserradt, die Erbpacht zahlt er jährlich dem oben gemelten Burgvogt und 8 ½ Malter Korn sodan in hießige Kellerey 6 Mltr Wasserfall, ferner 3 fl 28x Boden­zins, in hießiges Stift (Anm.: Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 259 zitiert zusätzlich:“lt. Brief vom 15.1.1676“), wel­ches der Erbbestands Brief alles melden thutt, sonsten ledig und eigen, Consens ist keiner vorhanden, der jetzige Possessor ist Jere­mias *Müller.“



Metzger, Johannes:

1642 err. Amsterdam - 30.11.1712 Cronenberg bei Medard; Pulvermacher in Cronenberg; er dürfte wohl in Verbindung stehen mit der Pulvermühle in Medard; °° mit Elisabeth Margret Beck († 10.1.1718 beerd. im Alter von 78 Jahren) (vgl. Feil-Krampe: Familien­buch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 230); mehrere Kinder (vgl. Feil-Krampe, a.a.O., S. 231; Anthes, Günter F.: Die Kasuali­en der Einwohner von Odenbach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutherischen Kirchenbüchern von Meisenheim 1684-1798, a.a.O., S. 48).



Metzger Michael:

aus Rothenburg / Tauber; er kam zwischen 1760-68 als Müllerbursche auf die Mahlmühle in der Untergasse Albisheim / Pfrimm; °° mit NN. Geißler, der Tochter des Müllers und und Pächters (1760-68) auf der Mahlmühle Albisheim, Michael *Geißler (vgl. Würth: Wachenheim/Pfrimm, a.a.O., S. 160).



Metzger, Theobald:

21.5.1677 Kaiserslautern; Spitalpfleger in Kaiserslautern (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 89 Nr. 3041); Metzger­meister in Kaiserslautern; Sohn des Hans Nicolaus Metzger (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 31 Nr. 494). er soll sich am 28.3.1639 innerhalb von 8 Tagen erklären, ob er wieder Bürger von Kaiserslautern werden will; Bürgeraufnahme am 19./29.6.1639; am 23.7.1639 als Schätzer angenommen; am 31.9.1639 als Nachbar von Cornelius Blankenberger in Kaiserslautern erwähnt; wird am Nikolausabend 1639 zum Gemeindebürgermeister in Kaiserslautern gewählt °° mit Apollonia NN.; er und seine Ehefrau kaufen 1 Morgen Acker vor der Gaupforte; er will am 20.5.1644 als Hofmetzger zu Pfalzgraf Ludwig Philipp nach Holland ziehen; am 29.1./8.2.1842 wird erwähnt, daß er und seine Mutter 1634 aus dem Almosenfonds 50 fl entliehen haben; wird am 21./11.3.1645 als Enkel des Johann Treber gen. Metzger erwähnt; ist 1648 Bürgermeister, am 31.10.1649 Kirchenältester und wird am 9.5.1650 als „Spendherr“ (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 77/78 Nr. 1336). Wird im April s Sohn der Anna Eli­sabeth Stalp genannt; er und seine Ehefrau (Apollonia) Magdalena übergeben der Stadt Kaiserslautern am 14.5.1652 ihr Testament; 1655, 1662 und 1668 Ratsbürgermeister; wird am 26.1.1657 wieder Kirchenältester und am 19.12.1661 Spitalpfleger. 1675 ersteigert der Theobald *Metzger († 21.5.1677 Kaiserslautern), Spitalpfleger in Kaiserslautern, die Hospitalmühle; er betreibt diese durch einen Unterpächter, den Johannes Müller (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 89 Nr. 3041). Vater des Metzgers Johann Niko­laus Metzger (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 90 Nr. 3042). und des Theobald Metzger (vgl. Herzog: Kaiserslau­tern 1651-1681, a.a.O., S. 90 Nr. 3043).



Meurer, Leonhard Hans:

zwischen 1681 - 1686 Müller auf der Mahlmühle in Rehborn; offenbar gibt es wegen der Kriegszeiten Probleme bei der weiteren Verpachtung der Mühle, denn diese wird 1681 versteigert. Leonhard Hans Meurer erhält in der Versteigerung den Zuschlag. 1686 übernimmt der Stadtmüller von Meisenheim, Simon Mathias die Mühle in Erbpacht (vgl. Thielen: Spuren der Geschichte in einer nordpfälzischen Gemeinde (zur Mahl- und Bannmühle in Rehborn), S. 91).



Meyer, Georg Jakob:

um 1774 Müllermeister in Böchingen


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 861/1 Prozeß des Müllermeisters Jakob Steiner ./. Müllermeister Georg Jakob Meyer wegen Beeinträchti­gung des Mühlenrechts 1774



Meyer, Johann:

um 1839 Erbauer der Neumühle in Dudenhofen. Um 1829 war der Müller NN. Kinscherff der Betreiber der herrschaftliche Mühle in Dudenhofen; als 1829 der aus Iggelheim stammende Johann Meyer beantragte, „auf der Dudenhofen Mühlbach circa 200 Meter oberhalb des Dorfes und der Mühle des Kinscherff eine Ölmühle errichten zu dürfen (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 64; La Speyer Best. H 3 Nr. 7737,3 an Reg. d. Rheinkreises Speyer, vom 20.1.1829) widersprach Kinscherff offenbar, denn das Vorhaben Meyers wurde nicht realisiert. Zehn Jahre später, 1839 beantragte Johann Meyer die Bewilligung für den Bau einer Ölmühle, „unge­fähr 700 Meter entfernt von der Mühle des Kinscherf … zwischen Speyer und Dudenhofen“, also unterhalb des Ortes (vgl. Heil, a.a.O., S. 65; LA Speyer Best. H 3 Nr. 7737,3: J. Meyer an Regierung d. Pfalz Speyer vom 13.4.1839). Es kam erneut zu einem Ein­spruchs des Müllers Kinscherff. Dem Antrag des Johann Meyer wurde schließlich am 24.4.1840 stattgegeben. Die Ölmühle wurde nicht errichtet, da inzwischen ein Öl-Roßmühle im Ort errichtet worden war. Antragsgemäß wurde die erteilte Genehmigung erwei­tert zum Bau einer Mahlmühle (vgl. Heil, a.a.O., S. 66; LA Speyer Best. H 3 Nr. 7737, 3: Regierungsentschließung vom 24.4.1840). Doch bereits im folgenden Jahr ergaben sich Schwierigkeiten wasserbaulicher Art, als nämlich der als nämlich der Neumüller ge­zwungenermaßen sein ganzes Mühlwerk verändern und einen neuen zu seiner Mühle führenden Mühlgraben ausheben lassen wollte, weil „der Abfall an der Mühle wegen Mangels des benötigten Wassers zum Betriebe derselben zu wenig und zu gering sei“ (vgl. Heil, a.a.O. S. 66; LA Speyer, Best. H3 Nr. 7737, 3: J. Meyer an Reg. d. Pfalz Speyer vom 25.11.1841). Dieses Vorhaben wurde je­doch wegen einer anderen Lösung, nämlich hinter der Mühle einem Durchstich zumachen, zur rascheren Beseitigung des Hinterwas­sers. Gleichzeitig beantragte er die Genehmigung zum Bau eines weiteren Wasserrades. Um 1850 war die neue Mühle dann fertigge­stellt (vgl. Heil, a.a.O., S. 66 m.w.N.). Zu weiterem Widerstand des Müllers Kinscherf scheint es nicht mehr gekommen zu sein.



Meyer, Johannes:

Müller in Silz; Sohn des Müllers und Temporalbeständers auf der Herrschaftlichen Mahlmühle in Waldhambach, Martin *Mayer (vgl. Ehrgott, Harald: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 232). Um 1768 Müller auf der Mühle zu Silz, die 1755 von Johan­nes *Zeiß neu erbaut worden war. Die Mühle gehörte zur Kellerei Landeck im kurpfälzischen Oberamt Germersheim; sie wurde 1755 von Johannes Zeiß neu erbaut und gehörte 1768 dem Müller Johannes Meyer; die Mühle ist 1768 im Mühlenverzeichnis des Oberamts Germersheim und dem dort abschriftlich enthaltenen Mühlenbericht der Kellerey Landeck aufgeführt, als (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768, Bl. 11 Rückseite; s. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 257): “von der von Heinrich Zeiß ao 1755 zu Sultz neu erbauten und dermahlen von Johannes Meyer eigenthümblich inhabender Mühl (Anm. die Kellerey Landeck zu zahlen) 4 Malter Korn.”



Meyer, Johann Georg:

aus Bretten; ab ca. 1776 Müller auf der Mahlmühle in Klingen. °° mit Juliana NN.


Die Brüder Eberhard [s. Conrath Eberhard *Hübsch] und Friedrich Hübsch von Handschuhsheim bei Heidelberg verkaufen an den Müllermeister Johann Georg Meyer von Bretten, jetzt Bürger von hier [Anm.: in Klingen bei Landau], und dessen Ehefrau ihren da­hier gelegenen Mühlenplatz samt der darauf stehenden Mahlmühle mit 2 Mahl-, einem Scheelgang und Hanfreib, samz übrig darauf stehenden Gebäuden, den dazugehörigen Wiesen nebst 2 Pflanzgärten und übrigen Rechten und Gerechtigkeiten. Der Kaufpreis be­trägt 2200 Gulden, wovon 550 gleich und der Rest jeweils zu Martini 1777, 1778 und 1779 zu zahlen sind“ (vgl. LA Speyer Best. F5 Nr. 137 und 137a; Petermann/Rinck: Die Mühle und Müller von Klingen, a.a.O., S. 347).


Am 1.5.1788 sind Georg Mayer „Müllermeister dahier und Juliana“ als Paten in Klingen erwähnt (vgl. Petermann, Kurt: Kirchen­buch der reformierten Gemeinde Klingen von 1714 – 1780,Teil 2, a.a.O., S. 13).



Meyer, Martin:

bis um 1765 Müller und Temporalbeständer auf der fürstbischöflich-speyerischen Herrschaftlichen Mahlmühle in Waldhambach. Zu­nächst war Meyer lediglich „Afterbeständer“ des Hauptpächters Johannes Haffner. Dieser hatte 1758 die Kaisersbacher Mühle mit­tels öffentlicher Versteigerung erworben, mußte aber bald feststellen, daß er nicht in der Lage war, beide Mühlen gleichzeitig zu be­treiben, weshalb er die Waldhambacher Mühle „widerrechtlich“ an Martin Meyer in „After-Verlehnung“ weitergegeben hatte (vgl. Ehrgott: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 230; LA Speyer D2/116-3). Nachdem der Temporalbestandsvertrag des Johannes Haffner 1760 auslief, erhielt Mayer seinerseits einen Temporalbestandsvertrag (vgl. Ehrgott: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 231/32). Vater des Müllers auf der 1755 von Heinrich Zeiß neu erbauten Mühle in Silz (vgl. Ehrgott, Harald: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 232).



Meyer, Paulus:

lutherisch; Sohn des Simon Meyer, Gemeindsmann zu Pleikersdorf bei Catholsburg; °° am 28.8.1697 in Medard mit der wohl erst 14jährigen Anna Christina Stein (konfirmiert 1697; Tochter des Müllers in Medard Johannes *Stein); von 1697/99 Müller in Medard, wohl bei seinem Schwiegervater auf der Mühle; ab 1699-1701 Gießenmüller in Meisenheim, ab 1701 Stadtmüller in Meisenheim; Vater von Anna Elisabeth Meyer (*24.7.1698 Medard), Johann Jakob Meyer (*29.2.1700 Meisenheim), Friedrich Jakob (*1.6.1702 - † 6.8.1703 Meisenheim), Johann Daniel (*5.7.1704 Meisenheim) (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der Einwohner von Oden­bach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutherischen Kirchenbüchern von Meisenheim 1684-1798, a.a.O., S. 48; Feil-Kram­pe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 232).



Meyer, Theobald:

vor 1848; Müller in Hauenstein; °° Margaretha Deny; aus der Ehe stammen 7 Kinder. Am 5.6.1848 wird die Mühle im Zuge der Er­bauseinandersetzung versteigert (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 13.5.1848, S. 279 = LA Speyer Best. Y 20/41): „Von einem Wohn­hause mit Mahlmühle …. nebst dem Mühlgraben, 4 Tagwerk und 28 Dezimalen Wiese, alles ein Ganzes bildend, auf dem Banne und unterhalb des Dorfes Hauenstein an dem Queichbache gelegen. Diese Liegenschaft, welche in Natur unteilbar erklärt sind und en bloc versteigert werden, gehören zur Verlassenschafts-Masse der zu Hauenstein verlebten Ehe-und Müllersleute, Theobald Meyer und Margaretha Deny ...“



Michel, Adam:

8.7.1875 Alsenbrück bei Langmeil - 15.1.1926 Adenbach; Sohn von Daniel Michel aus Sippersfeld; er war Müller in Reipoltskir­chen; er ersteigerte 1909 die Mühle in Adenbach; von 1909-1926 Müller in Adenbach; °° mit Margarethe Koch (3.8.1875 Stahlberg - 18.9.1918 Adenbach); Vater u.a. des Müllers Georg *Michel (vgl. Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O. S. 244/45)


Photo:

- Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O. S. 244



Michel, Georg:

4.10.1904 Reipoltskirchen - 22.1.1966 Homburg; Sohn des Müllers Adam *Michel und der Margarethe Koch; Müller auf der Mahl­mühle in Adenbach; er übernahm nach dem Tod seines Vaters die Mahlmühle in Adenbach; fortschrittlich wie sein Vater, nahm er er­hebliche Investitionen vor, baute auf der Westseite der Gebäude ein Magazin an um die Lagerkapazität zu erhöhen; er installierte eine damals supermoderne Michel-Ossberger-Durchströmturbine; die neue Turbine, mit einer horizontal liegenden Welle ausgerüstet, hat­te bei einer Wasserdurchflußmenge von 400 l/sec. und einem Nutzungsgefälle von 4,30 m eine Leistung von ca. 18 PS (zitiert nach Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O. S. 245; vgl. Archiv des Landratsamts Kusel Akt. Nr. 2647 Antrag vom 29.9.1937 für den Einbau der Turbine mit Wasserbauplan). Im 2. Weltkrieg und noch lange Zeit danach, als die Lebensmittelzuteilungen zu knapp rationiert waren, konnte man bei “Michels-Schorsch” unerlaubterweise kleinste Getreidemengen gegen Mehl, Graupen und Haferflocken eintauschen und so die Mahlzeiten etwas anreichern. Michel mußte im Rahmen des Mühlensterbens seine unrentabel gewordenen Mahlmühle 1964 schließen; °° am 8.4.1939 mit Elsa Graf (*20.6.1915 Waschbächerhof bei Langmeil - 9.10.1978 Ro­ckenhausen); Vater von Gisela Michel (*21.2.1940; °° mit Kurt Scheuermann (vgl. Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O. S. 244/45; s. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., Bd. 1 S. 306).



Michel, Jakob:

vor 1769; Müller auf der Michel’schen Mühle in Hettenhausen; die Mühle war leiningisch, lag jedoch außerhalb der Leiningischen Kernlande; 1760 als “Herrschaftlich Michel’sche Erbbestandsmühle” angegeben (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 277); seine Tochter Anna Eva Michel heiratete am 14.2.1769 in Contwig den Henrich Grünenwald (vgl. Bohrer, u.a.: Register zum reformierten Kirchenbuch Contwig, a.a.O., S. 30).



Michel, Jakob:

um 1840 Waffenschmied in Kaiserslautern; °° mit Katharina NN ( 1840); am 4.6.1840 erfolgte die Nachlaßauseinandersetzung der verstorbenen Ehefrau vor dem Notariat Kaiserslautern (vgl. LA Speyer Best. K 21 Kasten Nr. 217, Urk. Nr. 2914).



Michel, Peter August:

1867 Annweiler (?); Papierfabrikant auf der Wachtelsmühle Annweiler


1829 kaufte Goßler die Papiermühle Annweiler (Wachtelsmühle), welche er 1829 seinem Schwiegersohn Peter August *Michel überließ (vgl. Hössle: Papiermühle Frankeneck, a.a.O., S. 4).


°° mit Luise Goßler, der Tochter des Papiermüllers in Frankeneck, Johann Erhard *Goßler. Vater von Erhard Michel und Karl Michel.


Von 1829-1867 war Peter August *Michel ( 1867), der mit einer Tochter Goßlers verheiratet war, der Papiermacher auf der Wachtelsmühle, dann dessen Söhne Erhard und Karl Michel. 1867 wurde die Papiermühle versteigert (vgl. Biundo, Georg und Heß, Hans: Annweiler, Geschichte einer Reichsstadt, a.a.O., S. 139/140; Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 85/86; (vgl. Hössle: Papiermühle Frankeneck, a.a.O., S. 4).)



Mielke, Ewald:

um 1980 (++klären+++); Müller in Quirnheim-Tal auf der Bruchmühle; er betrieb die Mühle bis ins hohe Alter


Photo:

Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 73



Miller, Hans Peter:

s. Müller, Hans Peter



Miller, Henrich:

1746 Müller auf der Dorfmühle (Kolbenmühle) in Gumbsweiler. In der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt (vgl. Mühlenprotokoll von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. Bl. 50-53): “steht jetzt auf dem 3. Platz, der erste war unter dem Heckenacker (hieß da Kolbenmühle); der zweite etwas näher dem Dorf zu, doch auf der anderen Seite des Glans; der dritte ist ganz nahe beim Dorfe, bei der Brücke. Das Gebäude ist klein, auch nicht in bestem Zustand. 1 Wasserrad, das 1 Mahlgang mit angehängtem Schälgang treibt; hat Wehr und 190 Schritt langen Mühlteich. Heinrich Miller ist der Erbbeständer. Er entrichtet 2 Ma Korn und 2 fl als Pacht. Er ernährt sich besonders von dem Handel, indem er mit Weißmehl, Grieß, Hafermehl und gerollter Gerste auf die Kuseler und andere Märkte fährt. Miller hat einen Erbbestandsbrief vom 22. März 1730, der anno 1738 konfirmiert worden ist.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 211)



Miller, Johann Nickel:

aus Annweiler; seit 1745 Müller auf der Mahlmühle St. Julian (vgl. Weber: Museumsmühle in St. Julian, a.a.O., S. 8, dort als „Mül­ler“ bezeichnet); in der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt (vgl. Mühlenprotokoll von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7): “Die St. Julianer Mühle liegt rechts des Glan zwi­schen Gumbsweiler und Hachenbach. Sie gehört, wie die Dörfer St. Julian und Eisenbach, dem Herrn von Steinkallenfels. 3 Wasser­räder ” treiben 2 Mahlgänge und 1 Schälgang Gegenüber ist eine 'gute' Ohligmühle. Erbbeständer ist Johann Nickel Miller. Er gibt dem Herrn von Steinkallenfels 16 Ma Korn Meisenheimer Maßung und 2 fl für die Ölmühle als Pacht. Der Steinkallenfelser aber ent­richtet wegen des Wasserfalls nach Lichtenberg jährlich 2 Ma. Korn und 3 Ma. Hafer; dagegen ihm der Landschreiber 6 fl 9 bz als Manngeld reichen muß. Oben an dieser Mühle befinden sich auch neben dem Glan etliche Mühlen, nämlich eine Loh-, Walk- und Schleifmühle samt einem Gerbhaus, welche Friedrich Hübner und Georg Friedrich Krill von St. Julian zugehören (zitiert nach We­ber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 211). Vater des Johann Heinrich *Müller, der als Betriebsnachfolger die Mühle über­nahm (vgl. Weber: Museumsmühle in St. Julian, a.a.O., S. 8).



Miller, Theobald:

um 1746 Erbbeständer auf der Kreuzmühle bei Quirnbach (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7; Weber: Mühlen und Müllerhand­werk, a.a.O, S. 212). Im pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis von 1746 für das Oberamt Lichtenberg (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 65 ff) wird sie als Pletschmühle bezeichnet und wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhand­werk, a.a.O, S. 212): „Die Kreuzmühle bei Quirnbach steht am Kreuzrech, woher sie den Namen hat, auf dem Ufer des Steinbachs, welcher beim leyischen Dorf Steinbach entspringt. Sie ist von Münchweiler und von Rehweiler jeweils ca. ½ Stunde entfernt. Wehr nahe dem Dorf Haschbach. Ist eine Pletschmühle mit 1 Wasserrad, steht viele Wochen im Jahr still. Theobald *Miller ist Erbbestän­der, entrichtet lt. Brief vom 24. März 1741 als Pacht 2 Ma. Korn und 2 fl. 100 Jahre zuvor soll nach Angaben des Müllers an einem Weiher unterhalb seiner Mühle, in Richtung Rehweiler, noch eine Mühle gestanden haben, deren Ruinen noch erkenntlich seien.“



Miltenberger, Conrad:

geb. um 1765 Marktbreit - † 12.5.1816 Minfeld; Müller; Sohn von Christoph Miltenberger und Elisabetha Barbara Zänklein; °° 8.5.1798 in Minfeld mit Maria Johanna Bouquet (auch Bucke; geb. 30.6.1772 Minfeld - † 28.3.1835 ebd.) (vgl. Esser/Keppel: Ortsfa­milienbuch Minfeld, a.a.O., S. 443 Nr. 2058).



Minck, Johann Daniel:

um 1789 in Speyer; Müllermeister und Mitbürgermeister in Speyer; er verkauft am 31.3.1789 in Speyer ein Grundstück in der Alts­peyerer Vorstadt neben St. Georgenhospital an den Johann Andreas Müller „Gastwirt zum Engel“ und Küfermeister Simon Haydschu als Vorsteher der reformierten Gemeinde (vgl. Zentralarchiv ev. Kirche Speyer, Urk. Nr. 63).



Minck, Konrad:

1780 ist Konrad Minck auf der Ölmühle, der Rollwagischen Mühle, auch Minckenmühle genannt (vgl. Biundo/Heß: Annweiler, a.a.O., S. 140 iVm. Biundo, Georg: Annweiler 1937 a.a.O., S. 262 unter Verbesserung mehrerer Schreibfehler der Auflage Biundo/­Heß: Annweiler).



Minck,Martin (1):

Müller auf der Rollwagischen Mühle in Annweiler. Seine Tochter Anna Marie Minck (7.4.1727 luth. Annweiler – 23.3.1803 im Alter von 75 Jahren) heiratet den Metzger in Annweiler, Johannes Krieg, der als Metzger in Annweiler auf der Rollwagenmühle bezeichnet ist (vgl. Biundo: Annweiler Families, a.a.O., Bd. 3, S. 58)



Minck, Valentin, Alexander:

um 1745 ist Valentin Müller auf der Rollwagischen Mühle in Annweiler (vgl. Biundo/Heß: Annweiler, a.a.O., S. 140 iVm. Biundo, Georg: Annweiler 1937 a.a.O., S. 262 unter Verbesserung mehrerer Schreibfehler der Auflage Biundo/Heß).



Mischon, Amalia Helenore:

16.3.1799 Obermühle Haßloch – 25.1.1830 Lachenmühle bei Lustadt; Tochter des Müllermeisters auf der Obermühle Haßloch, Phil­ipp Jacob *Mischon und der Maria Eva Hammelmann (geb. 1776); Enkelin des Müllers auf der Obermühle Haßloch Johann Philipp *Mischon und der Maria Louisa Rooß; °° mit dem Müller auf der Lachenmühle Lustadt, Johann Daniel *Frank (vgl. Weisbrod, Mar­tin K.: Jacob Frey 1813-1871, Küfer und Bierbrauereibesitzer in Germersheim [hier: Stammbaum der Babette Frey, geb. Frank]; in: PRFK 2004, S. 497, 501).



Mischon, Johann Barthel:

um 1738 Müller auf der Röthmühle in Haßloch; Sohn des Müllers auf der Röthmühle Johann Jacob *Mischon; Im Mühlenverzeich­nis von 1738, vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp aufgenommen, ist die Röthmühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “die sogenannte Röthmühle bei Haßloch auf der Neubach hat der Johann Jacob *Mischon in Anno 1705 als ein Eigent­humb: mühle von den fleckischen Erben an sich lauth einem vorgezeigten Kaufbrief gekauft; Mühlpacht noch Wasserfall gibt diese Mühle nichts, als nur 1 fl in die Gefällverweserey Neustadt und 1 fl dem Hauß Gunthersblum wegen der dabey habenden Seegmühl, sonsten ist kein Consens vorhanden, hatt 2 Mahlgäng undt jeder Gang ist mit 100 Rth (Anm.: Reichsthaler) Schatzung belegt, der jet­zige Poßser (von lat. possessio = Besitz) ist Johann Barthel Mischon, des obigen Mischon Sohn.”



Mischon, Johann Jacob:

um 1705 Müller auf der Röthmühle in Haßloch; im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis des Oberamts Neustadt von 1738, vom kur­pfälzischen Hörfauth Philipp aufgenommen, ist die Röthmühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “die soge­nannte Röthmühle bei Haßloch auf der Neubach hat der Johann Jacob *Mischon in Anno 1705 als ein Eigenthum: mühle von den fleckischen Erben an sich lauth einem vorgezeigten Kaufbrief gekauft. Mischon hat also die Mühle von den Erben des Müller Fleck gekauft." Vater des Müllers Johann Barthel *Mischon.



Mischon, Johann Philipp:

um 1768 (err.) Müller auf der Obermühle in Haßloch; °° mit Maria Louisa Rooß; Vater des Müllermeisters auf der Obermühle in Haßloch, Philipp Jacob *Mischon (geb. ?.06.1768) (vgl. Weisbrod, Martin K.: Jacob Frey 1813-1871, Küfer und Bierbrauereibesitzer in Germersheim [hier: Stammbaum der Babette Frey, geb. Frank]; in: PRFK 2004, S. 497, 501).



Mischon, Philipp Jacob:

?.06.1768 – 11.10.1822 Obermühle Haßloch; Müllermeister auf der Obermühle Haßloch; Sohn des Müllers auf der Obermühle Haß­loch, Johann Philipp *Mischon und der Maria Louisa Rooß; °° Maria Eva Hammelmann (geb. 1776); Vater der Amalia Helenore *Mischon (16.3.1799 Obermühle Haßloch – 25.1.1830 Lachenmühle bei Lustadt; °° mit dem Müller auf der Lachenmühle Lustadt, Johann Daniel Frank) (vgl. Weisbrod, Martin K.: Jacob Frey 1813-1871, Küfer und Bierbrauereibesitzer in Germersheim [hier: Stammbaum der Babette Frey, geb. Frank]; in: PRFK 2004, S. 497, 501).



Mitringer, Hans Valentin:

1667 Betreiber der Lambsheimer Mühle (vgl. Klein, Günter: Die Lambsheimer Mühle, a.a.O., ohne Seitennummerierung



Mittauer, Friedrich:

1730 als Müller auf der Waldmühle bei Bann (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 295 leider ohne Quellenangabe).



Mittelholtz, Sebastian:

1678-81 Betreiber der Lambsheimer Mühle (vgl. Klein, Günter: Die Lambsheimer Mühle, a.a.O., ohne Seitennummerierung)



Modery, Valentin:

geb. 25.5.1863 Niederhochstadt - ++++; um 1889 war Valentin Modery als Müller in Minfeld ++++klären: unklar welche Mühle+++; Sohn des Schuhmachers in Niederhochstadt Georg Simon Modery und Franziska Hippler; °° am 9.11.1889 (vgl. StA Nr. 7/1889) in Minfeld mit Anna Maria Balzer (geb. 3.9.1839 Neuburg am Rhein; Tochter des Gastwirts in Neuburg, Daniel Balzer und der Marga­retha Hill); Vater der Louise Modery (geb. 25.5.1884 [!] in Neuburg) (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 447 Nr. 2076).



Mohr, Jacob:

im luth. Kirchenbuch von Minfeld ist der Müller Jacob Mohr (geb. um 1580, evang.) aufgeführt, °° I vor 1605 mit Otilia NN. (geb. um 1580, luth.), aus der Ehe stammen die Kinder Margreth Mohr (geb. 1605, evang. - † beerd. 6.12.1625 Kandel) und Johann Bern­hart Mohr (~ 25.3.1610 Minfeld, luth.) (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 447/08 Nr. 2081).



Molendarius, Heinricus:

um 1314 Müller auf der Mühle des Klosters St. Lambrecht in Lambrecht-Grevenhausen. Als das Kloster St. Lambrecht am 28.2.1314 umfangreichen Grundbesitz des Gozzo von Ellerstadt in Dannstadt kaufte, mußte der Schauernheimer Müller Jakob als einer der Be­auftragten des Klosters dem Verkäufer das Geld aushändigen. Das Kloster mußte für den Kauf neben einem baren Kaufpreis von 60 Pfund Heller noch eine jährliche Gült 9 Malter Roggen abführen. Die Begleichung der Korngült wurde St. Lambrecht dadurch er­leichtert, daß ein gewisser Heinrich Molendarius für sein Seelenheil dem Kloster eine ewige Rente von 5 Malter Roggen stiftete, die ausdrücklich zur Begleichung der dieser Ellerstadter Schuld dienen sollte (vgl. Drechsel/Fouquet: Dannstadt und Schauernheim, a.a.O., Bd. 1 S. 226). Im Seelbuch des Klosters St. Lambrecht wird am 13. März das Jahrgedächtnis dieses Heinrich Molendarius ge­feiert. Es heißt dort: „Heinricus molendarius dedit nobis 50 libras hallensium bonorum et legalium pro 10 maldris siligis, cum quibus peragemus anniversarium suum. De quibus in vita sua dantur nobis 5 maldra in vigilia annunciationis beate Marie pro consolatione nostri conventus“ (vgl. Fouquet u.a.: Das Seelbuch des Dominikanerinnenklosters St. Lambrecht, a.a.O., S. 15 Nr. 79). Dieser Heinri­cus Molendarius war wohl der Müller der Klostermühle in Lambrecht-Grevenhausen (vgl. (Fouquet u.a.: Das Seelbuch des Domini­kanerinnenklosters St. Lambrecht, a.a.O., S. 104 Anm. zu Nr. 79; Conrad: Lambrecht, a.a.O., S. 97).



Moler, Ulrich:

1610 Annweiler; 1585/91/1610 als Müller auf der Walkmühle Annweiler genannt (vgl. Spitzenahnenliste Horst Köhler, Haßloch)



Molitor, Franz Xaver:

1789-1874); er war 15 Jahre lang Richter in der Pfalz gewesen, zuletzt am pfälzischen Appellationsgericht und war mit vielen pfälzi­schen Familien verwandt (!) oder befreundet; 1847 zum Ministerialrat im bayerischen Justizministerium ernannt; 1849 wurde Moli­tor dem Generalmajor und Fürsten von Thurn und Taxis zur Seite gestellt, um die Revolution in der Pfalz niederzuschlagen (vgl. Fenske: Die Pfalz und die Revolution, a.a.O., Bd. II S. 227); diese Mission wurde bereits am 13.7.1849 für beendet erklärt und Moli­tor aus dem Innenministerium entlassen; später Richter am Oberappellationsgericht München (vgl. Fenske, a.a.O., Bd. II S. 232). Molitor war mit pfälzischen Familien Bettinger, Fließen und Petersen verschwägert (vgl. Böttcher, Rudolf H.: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49: ein Beitrag zur Sozialgeschichte einer bürgerlichen Revolution; in: Pfälz.-rheinische Familienkunde 1999, 298). Eheschließung mit Caroline *Fliesen, der Tochter von Carl Ludwig *Fliesen (vgl. Böttcher, Rudolf H.: Die Familienban­de der pfälzischen Revolution 1848/49: ein Beitrag zur Sozialgeschichte einer bürgerlichen Revolution; in: Pfälz.-rheinische Famili­enkunde 1999, 304).



Montclair, NN.:

vor 1718 Odernheim/Glan. Vor 1718 war NN. *Montclair der Niedermüller in Odernheim. Er fiel in Konkurs, die Mühle wurde durch königlich-schwedische Regierung des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken zwangsversteigert. In der Versteigerung erhielt als Meistbietende die Witwe Maria Margarethe *Faul, Betreiberin der Obermühle in Odernheim und Witwe des verstorbenen Obermül­lers NN. Faul, den Zuschlag für die Niedermühle. Die Witwe des inzwischen ebenfalls verstorbenen NN. Montclair erhob nunmehr nachträglich Einwendungen gegen die Zwangsversteigerung, und fordert insbesondere die fachmännische Begutachtung und Inventa­risierung von Gebäuden, allem Mühlengeschirr und sonstigem Zubehör. Die Erwerberin Maria Margaretha Faul rügte diese Appella­tion als verspätet und desert. Sie forderte von der Pfalz-zweibrückischen Regierung unverzügliche Immission in die Mühle (Anm.: = Besitzeinweisung). Als dies nicht erfolgte kam es zur Klage vor dem Reichskammergericht in Wetzlar (Anm: es bestand eine erstin­stanzliche Zuständigkeit des RKG für besondere Streitgegenstände, wie Besitz-, Pfändungs-, bzw. Gefangennahms- und Arreststre­tigkeiten [vgl. Maurer: Lahrer Prozeß, a.a.O., S. 153], weil man bei diesen Streitsachen von Reichs wegen hoffte, mit Hilfe des RKG am wirksamsten „alle thätliche Handlungen/Empörungen und Auffruhren im Reich“ bekämpfen zu können [vgl. Wiggen­horn: Reichskammergerichtsprozeß, a.a.O., S. 63]). Die herzogliche Regierung Zweibrücken erklärte dem RKG Parition (Anm. = Folge­leisten, auch Versprechen der Befolgung) und meldet Immission der Klägerin (vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 499; Armgart/ We­ber: In­ventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, a.a.O., Bd. 1, S. 328 Nr. 403).



Monzinger, Johann Michel:

Müller zu Wiesbach und ab 1742 in Rosenkopf; Sohn von Johann Philipp Monzinger, Kirchenältester zu Bruchmühlbach; Eheschlie­ßung am 8.1.1737 in Vogelbach mit Eva Susanna Müller (* Wiesbach 12.10.1719) (ref. KB Lambsborn), der Tochter des Müllers in Wiesbach Johann Abraham *Müller (vgl. Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http://www.mueller-heppen-heim-ho­me-page.t-online.de/mue-vork.htm).



Morck (Mork), Wendel:

geb. 14.03.1803 in St. Alban-Hengstbacher Hof (Quellen: Gerbach Standesamtsbelege), ~ am 15.03.1803 in Gerbach Donnersbergkreis Rheinland-Pfalz Deutschland (Quellen: Gerbach rk Kirchenbuch); Ackersmann, Müller und Ziegler; Müller auf der Untermühle St. Alban; °° II 28.11.1828 rk in Gerbach mit der Müllerin und Müllerstochter Anna Maria [auch Maria Sophia] *Deubert (Quellen: Gerbach rk Kirchenbuch).


Diese war Tochter des Müllers auf der Untermühle St. Alban, Johann Nikolaus *Deibert und (°° II am 02.08.1791 luth in Münsterap­pel mit) Maria Catharina Bartz (rk; geb. 1767 err. in Bechenheim/Rheinhessen; † 05.02.1824 in St. Alban-Untermühle im Alter von 57 Jahren) und brachte die Untermühle in die Ehe ein.


Am 3.12.1830 wird im Intelligenzblatt des Rheinkreises die Zwangsversteigerung der Untermühle St. Alban für den 18.2.1831 annonciert (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 131 vom 5.12.1830, Bl. 971): „ … auf St. Albaner Bann gelegenen Immobilien gegen Anna Maria *Deubert, Wittwe erster Ehe von Johann Adam Seibert, gewesener Müller in der Untermühle bei St. Alban, jetzige Ehefrau von Wendel Morck, Müller, beide auf der besagten Mühle wohnhaft …... Die sogenannte Untermühle, bei St. Alban gelegen, bestehend aus einem zweistöckigen Wohnhause, mit Hofgering nebst allen anderen Zubehörungen ...“



Morgenröther, Leonhard:

um 1565 war Leonhard Morgenröther als Müller in Essingen. Er heiratet die aus Ladenburg stammende Susanna Neunheller, die Wit­we des Eisenberger Müllers Lorentz *Reiß. Am 6.3.1565 wurde die Mühle in Eisenberg, die Lorentz *Reiß ( vor 6.3.1565 err.; Bru­der des Notars und gräflichen Rats zu Saarbrücken, Philips Reiß von Eisenburgk/Eisenberg), verpachtet. Der Bäcker und Müller Lor­entz Reiß war verh. mit Susanna Neunheller aus Ladenburg; aus der Ehe stammen die Söhne Matthis und Philipp. Deren Vormünder beim frühen Tod des Vaters waren ihre Vettern Haman Schmeiß Kolb und Peter Bawer (Bauer). Die Mutter, Witwe Susanne Neunhel­ler hatte nach dem Tod ihres Mannes in 2. Ehe den Müller zu Essingen, Leonhard Morgenröther geheiratet. Die in das Erbe der Söh­ne fallende Mühle in Eisenberg wurde am 6.3.1565 an Ulrich Eichen von Ebertsheim und dessen Frau Wandlen NN. Verpachtet. Der Besitz wurde (im Wege der Erbauseinandersetzung ?) geschätzt von Geigers Hansen, Schultheiß von Ramsen, dem Müller auf der Furthmühle Anthoni, Michael Schmidt von Kerzenheim und Jakob Müller zu Eisenberg (vgl. LA Saarbrücken, Best. 22 Nr. 2560; Kirchner, Fritz: Müller zu Eisenberg. Ein Gelegenheitsfund; in: Pfälzisch-rheinische Familienkunde, Bd. VIII, S. 372)



Morgenstern ,Hanß:

soll sich am 28.3.1639 erklären, ob er Bürger in Kaiserslautern werden will; soll am 30.11.1639 noch ¼ Jahr als Hintersasse in Kai­serslautern wohnen dürfen. Am 2./12.7.1642 wird seine Stieftochter Rosina als Tochter des verlebten Johann Casimir Müller, gewe­sener Müller (Sohn des Hanß Casimir Müller, „Müller zu Mühle“ in der Mühlstraße, Kaiserslautern; vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 32 Nr. 518) genannt. Am 14.9.1639 wird Hanß Conradt *Lettenbauer als sein „Schwehr“ (Schwager) bezeich­net; seine Ehefrau Anna Barbel, Wwe. des Casimir Müller, klagt am 1.6.1640 gegen Nickel Henrich; Hanß Morgenstern klagt am 23.1.1643 wegen 200 fl., die er 1636 der Stadt Kaiserslautern geliehen habe; wird deshalb am 11.5.1647 vertröstet. Hanß Morgens­tern wird am 30.9.1651 al Müller in Kaiserslautern erwähnt (möglicherweise zusammen mit seinem Schwager Lettenbauer ?) ( vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 78 Nr. 1345). Wohnt am 11.8.1656 im Amt Lichtenberg (Kusel); seine Schuldforderung soll befriedigt werden (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 91 Nr. 3058).



Morgenstern, Friedrich:

die Walkmühle zu Rehweiler wurde ab 1750 durch Friedrich Morgenstern errichtet (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 1263/5: „Erbauung einer neuen Walkmühle zu Rehweiler durch Friedrich Morgenstern, 1750-1767“)



Morgenthaler, Familie:

Nachkommen des Peter *Morgenthaler, reformierte Glaubensflüchtlinge aus der Schweiz; Peter Morgenthalers Sohn, Johann Caspar Morgenthaler u. d. Marie Margarethe Heilmann (vgl. Morgenthaler, Otto: Die älteste Geschichte der Pfortmühle bei Albis­heim/Pfrimm; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1987, S. 73-81) wurden über Marie Margarethe Heilmann 1729 (nach dem Tod der Anna Elisabeth *Labach verh. Heylmann) Erben der Pfortmühle in Albisheim. Die Pfortmühle verblieb bis in napoleonische Zeit im Besitz der Familie Morgenthaler.


Es besteht weiterhin eine Familienbeziehung zur Familie Würth aus Wachenheim (die Inhaber des Ramser Hofes in Immesheim) über Lisbeth Morgenthaler-Würth, verh. mit Karl Erwin II. Würth (1875-1946); die Geschichte der Familie Würth ist von Pfr. Johan­nes Würth im "Heimatbuch Wachenheim / Pfrimm" beschrieben (vgl. Morgenthaler, Otto: Der Ramser Niederhof zu Immesheim; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1981 S. 77 ff).



Morgenthaler, Johann Adam (1):

27.7.1748 Albisheim Pfortmühle (vgl. Internetdatei familysearch.org) - 1814; Pfortmüller in Albisheim; Sohn von Johann Nikolaus Morgenthaler und Anna Elisabeth Armknecht. Verheiratet seit 1770 mit Maria Barbara Decker aus Gauersheim, der Tochter des Gau­ersheimer Müller und Schultheißen Decker. Nach dem Tod seines Vaters 1772 wurde die Pfortmühle Albisheim 1778 auf Johann Adam I. Morgenthaler übertragen (vgl. Morgenthaler, Otto: Die älteste Geschichte der Pfortmühle bei Albisheim/Pfrimm; in: Nordp­fälzer Geschichtsverein 1987, S. 78). Zum Andenken an die Eheschließung wurde an der Pfortmühle über dem südlichen Ausgang ein Schlußstein gesetzt. Er zeigt ein Mühlrad, umgeben von den Anfangsbuchstaben ADM und MBD, darunter die Jahreszahl 1770 (Photo bei (vgl. Morgenthaler, Otto: Die älteste Geschichte der Pfortmühle bei Albisheim/Pfrimm; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1987, S. 78). Aus der Ehe ging u.a. der Sohn Johann Adam II. Morgenthaler hervor († 1814 im gleichen Jahr wie sein Vater).


Am 16.03.1772  wurde in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden getauft der Johann Adam (2) Morgenthaler,  S. d. Joh. Adam (1) Morgenthaler, Müller der Pfortmühle bei Albisheim, u. Maria Barbara geb. Decker von Gauersheim;  Paten:  Joh. Adam Decker von Marnheim u. Maria Elisabeth Decker von Gauersheim, beide ledig (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 399).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 134: „Erbbestandsvergabe der herrschaftlichen Fortmühle zu Albisheim an Johann Adam Morgenthaler, 1783-1789“



Morgenthaler, Johann Caspar:

~ 2.6.1678 - gestorben 1747 in Albisheim (vgl. Morgenthaler, Otto: Die älteste Geschichte der Pfortmühle bei Albisheim/Pfrimm; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1987, S. 77; Weber, Mühlen, a.a.O., Bd. 1, S. 285) bzw. vor Sept. 1756 auf der Pfortmühle Albisheim (vgl. Kuby/Kimmel: Wiederbesiedlung des Amtes Bolanden, a.a.O., S. 32); Pfortmüller in Albisheim; Sohn von Peter *Morgenthaler und Magdalena Frey aus Marnheim (Tochter des Conrad Frey [beerd. Marnheim am 10.5.1678] und der Catharina NN.).


°°mit Marie Margarethe *Heylmann, verwitwete Philipp (vgl. Morgenthaler, Otto: Die älteste Geschichte der Pfortmühle bei Albis­heim/Pfrimm; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1987, S. 77). Die Ehefrau Marie Margarethe Heylmann verw. Philipp ist die Tochter des Müllers Daniel *Heylmann aus Albisheim und dessen Ehefrau Anna Elisabeth *Labach. Das Ehepaar lebte zunächst in Eisen­berg, wo auch die beiden ersten Kinder geboren wurden. Dann zog die Familie auf die Pfortmühle in Albisheim um. Nach dem Tod von Margarethes Mutter, der Pfortmüllerin Anna Elisabeth *Heylmann 1729, fiel die Pfortmühle vollstandig an das Ehepaar Mor­genthaler (vgl. Morgenthaler, Otto: Die älteste Geschichte der Pfortmühle bei Albisheim/Pfrimm; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1987, S. 77; Weber, Mühlen, a.a.O., Bd. 1, S. 285). Aus der Ehe ging u.a. der Sohn Johann Nikolaus Morgenthaler hervor.


Am 16.01.1765 verstirbt Maria Margaretha Morgenthaler, Frau d. Müllers auf der Pfortmühle bei Albisheim, 45 Jahre alt (vgl. Gabel­mann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 465; Anm.: das Sterbealter kann nicht stimmen, da der Sohn Johann Nikolaus Morgenthaler 1716 in Eisenberg geboren wurde).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 133: „Erbbestandsvergabe der herrschaftlichen Fortmühle zu Albisheim an Caspar und Johann Nikolaus Morgenthaler, 1737. 1755“



Morgenthaler, Johann Nikolaus:

geb. 1716 Eisenberg – 10.4.1772 Albisheim, Pfortmühle; Sohn von Johann Caspar Morgenthaler und Marie Margarethe Heylmann; Pfortmüller in Albisheim; verheiratet mit Anna Elisabeth Armbrecht (s. *Armknecht); er übernahm beim Tod seines Vaters als 40jäh­riger 1756 die Pfortmühle Albisheim in ungeteiltem Zustand (vgl. Morgenthaler, Otto: Die älteste Geschichte der Pfortmühle bei Al­bisheim/ Pfrimm; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1987, S. 77; Weber, Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 285). Aus der Ehe gingen 10 Kinder, 4 Mädchen und 6 Söhne, u.a der Sohn Johann Adam I. Morgenthaler und der Sohn Abraham Morgenthaler († 23.1.1773 im Alter von 22 Jahren und 7 Monaten) hervor.


Am 10.04.1772 verstirbt Morgenthaler Joh. Niklas, Müller auf der Pfortmühle bei Albisheim, von Eisenberg geb., 56 J. 5 M, 5 T. (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 436).



Morgenthaler, Peter:

stammt vom Möslihof im Kanton Bern; kam als reformierter Glaubensflüchtling in die Pfalz; hier wurde er 1665 vom reformierten Pfarrer in Marnheim getraut; er war später Beständer des im nassauischen Besitz befindlichen Brakenhofes +++Lage klären+++ (vgl. Morgenthaler, Otto: Die älteste Geschichte der Pfortmühle bei Albisheim/Pfrimm; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1987, S. 77). Sein Sohn Johann Caspar Morgenthaler (und wohl auch Peter Morgenthaler +++klären) lebte anfangs mit seiner Frau Marie Margare­the *Heylmann in Eisenberg (vgl. Morgenthaler, Otto: Die älteste Geschichte der Pfortmühle bei Albisheim/Pfrimm; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1987, S. 77). Es könnte sich um einen Verwandten des Leonhard Morgenthaler handeln,der um 1636 in der Schweiz geboren ist (vgl. Wilhelm, Klaus: Ahnenspitzen des Klaus Wilhelm; abgedruckt bei: Rheinisch-Pfälzische Familienkunde, 53. Jg. 2004, Bd. XV, Heft 9, S. 512). Die Ehefrau ist die Tochter des Müllers Daniel *Heylmann aus Albisheim und dessen Ehefrau Anna Elisabeth *Labach.


Aus Ursenbach bei Bern, 1681/82 Hofmann auf dem Heuberg, 1693 in Morschheim; °° am 5.7.1665 Magdalena Frey aus Marnheim (Tochter des Conrad Frey [beerd. Marnheim am 10.5.1678] und der Catharina NN.) (vgl. Kuby/Kimmel: Wiederbesiedlung des Am­tes Bolanden, a.a.O., S. 32).


°° am 5.7.1665 Magdalena Frey aus Marnheim (Tochter des Conrad Frey [beerd. Marnheim am 10.5.1678] und der Catharina NN.). (vgl. Kuby/Kimmel: Wiederbesiedlung des Amtes Bolanden, a.a.O., S. 26). aus der Ehe stammen die Kinder: Andreas Morgenthaler (1682 Pate bei einem Kind des Joh. Rudolph Frey), Johann Caspar Morgenthaler (~2.6.1678; Abendmahlzulassung in Mauchenheim am 17.12.1693; gest. auf der Pfortmühle Albisheim/Pfrimm vor Sept. 1756, °° Maria Magdalena Heilmann, Tochter des Daniel Heil­mann) und Johann Henrich Morgenthaler (1696 noch ledig, angeblich lutherisch, in Morschheim) (vgl. Kuby/Kimmel: Wiederbesiedl­ung des Amtes Bolanden, a.a.O., S. 32).



Mori, Jakob (1):

um 1754Müller auf der Waldmühle/Walkmühle im Walkmühltal bei Bann; °° mit Anna Maria NN.; Vater des Jakob (2) Mori; am 3.6.1754 ist im Kirchenbuch Bann die Eheschließung des Jakob (2) Mori (Morion ?) vermerkt, dem Sohn des Jakob (1) Mori aus der Walkmühle in Bann und der Anna Maria NN. (vgl. Lindemer, Otto: Familienbuch Queidersbach, bei PRFK Ludwigshafen, III B 60-0 Loseblattsammlung, S 131).



Mori, Jakob (2):

Sohn des Jakob Mori aus der Walkmühle und der Anna Maria NN.; °° I 3.61754 in Horbach mit Margaretha Schramm (Tochter des Johann Peter Schramm aus Alsenborn und jetzt Queidersbach und der A. Eva Simonis; † 13.9.1764 in Queidersbach im Alter von 36 Jahren); °° II 16.4.1765 mit Anna Maria Maubach (geb. 9.3.1738 Queidersbach; Tochter E. Joh Maubach und der Eva NN.); aus der 1. Ehe stammen die Kinder Anna Maria Mori (+/† 1754/56), M. Elisabeth Mori (geb. 23.2.1757), Johannes Mori (geb. 198.1759) und Johann Jacob Mori (+/† 1762/65); aus der2. Ehe stammen die Kinder Tochter M. Dorothea Mori (geb. 25.7.1766). 1767 ist Jakob (2) Mori mit Frau und 3 Kindern nach dem Banat ausgewandert; in Wien wurde die Familie am 20.4.1767 registriert (vgl. Lindemer, Otto: Familienbuch Queidersbach, bei PRFK Ludwigshafen, III B 60-0 Loseblattsammlung, S 131; vgl auch Braun, Fritz: Auswande­rer aus Queidersbach 1764 bis 1938 , Kaiserslautern: Heimatstelle Pfalz, 1966 Nr. 32).



Mosseler, Nicklaß:

geb. in Oberstein +- ++++; Müller in Otterberg; am 16.5.1652 wird im deutsch-reformierten Kirchenbuch Otterberg erwähnt die Tau­fe der Maria Margreth Rinck als „Petter“der „Nicklaß Moseler, muller zu Otterberg“ (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 11). °° mit Engel NN:, am 13.6.1652 wird in Otterberg die Tochter Anna Ca­tharina Moseler getauft (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 11). +++klären: welche Mühle++++


Am 7.5.1653 erhält der nunmehrige Müller auf der Spitalmühle in Kaiserslautern, Nicolaus *Mosseler (Mußler) die Bürgeraufnahme in Kaiserslautern (zeitweise Müller in Otterberg, ab 18.12.1655 Müller zu St. Lambrecht) (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 91 Nr. 3061).



Motzenbecker, Claus:

um 1479 Müller auf der Pfeffinger Mahlmühle (Anm.: s. Bad Dürkheim). Am 14.6.1479 an St. Peter und Paul wird die Bachordnung über die Dürkheimer Bach (= Isenach) zu Lambsheim vereinbart, „wie selbige von altem Herkommen im Jahr 1479 ist erneuert wor­den“. Im Jahr 1479 „haben Theobald Müller zu Lambsheim, Cuntz Schäffer in der oberen Postmühlen, Müller Henn der junge in der niedern Postmühle, Claus Müller zu Eyersheim, Hannß und Claus Müller in der ober und Niedern Erpolzheimer Mühlen und Claus Müller genannts Moutzon Becker zu Pfiffingen, in Gegenwart Junker Erbrechts von Meckenheim dieser Zeits Schultheiß zu Lambs­heim und Hansen Philipp Zollschreiber zu Oggersheim und Amtmann zu Wachenheim, diese Bachordnung wieder erneuert…. (vgl. Frankenthaler Altertumsverein XVI. Jg. 1908, S. 31 f).



Motzenbecker, Nicolas:

um 1553 Müller auf der Untersten Neumühle in Haßloch; er beantragt bei der kurfürstlichen Hofkammer 1553 die Genehmigung zur Erweiterung der Mühle um einen Schälgang und die Errichtung einer Notmühle im Mühlenverzeichnis (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 246; LA Speyer Best A2 Nr. 179/1)



Motzenbecker, Peter:

Müller auf der Grünewaldmühle in Gimmeldingen war Peter Motzenbecker; °° mit Margaretha NN. (°° II Heinrich Christian Simmat, Bürgermeister in Neustadt); Vater der Anna Margaretha Motzenbecker ( 18.12.1686 Mußbach) (vgl. Mitteilung von Frau Paula Ste­phan).



Much, Niclaus:

geb. 1620 – 10.2.1674 Kandel, beerd. 11.2.1674 Kandel; Bäcker, Müller in der Scheidener Mühle, (1655-1667) Wirt in Freckenfeld; °° I vor 1649 in Minfeld mit Catharina Charlotta NN. (geb. 1625 err. - † 20.5.1671 Kandel; aus der Ehe stammen acht Kinder (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 451 Nr. 2103)



Mühlberger, Adam:

ab 1780 Müller auf der Mahlmühle in Oberhausen/Nahe.


Der Müller Franz Philipp *Mühlberger hatte in Oberhausen/Nahe neben der bestehenden Mahlmühle eine Ölmühle eingerichtet. 1769 ging die nunmehrige Doppelmühle an den Sohn Johann Georg *Mühlberger über, der seine 6 Geschwister mit 3500 Gulden auszahlen sollte (vgl. Spengel, a.a.O., S. 53). Am 8.10.1771 wurde für die Doppelmühle durch den Landesherrn Herzog Christian IV. von Pfalz-Zweibrücken ein Erbbestandsbrief ausgestellt, nach dem eine jährliche Erbpacht von 3 Gulden 11 Batzen zu zahlen war. Weil der Müller Johann Georg (2) *Mühlberger seine sechs Geschwister nicht auszahlen konnte, wurde die Mühle an den Schwager Wilhelm *Bollenbach, den Schultheiß von Duchroth zum Preis von 4150 Gulden übergeben. Bollenbach erhielt am 15.4.1776 einen Erbbestandsbrief. 1780 verkaufte Bollenbach die Mahlmühle an Adam Mühlberger, die zugehörige Ölmühle behielt er selbst (vgl. Spengel, Gerd: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, a.a.O., S. 53). l784 entstand durch Hochwasser und Eisgang ein Schaden von 339 Gulden und 30 Xer; zwei Jahre mußte die Pacht ausgesetzt werden, erst 1786 war die Mühle wieder betriebsfä­hig. Ort Oberhausen und Mahlmühle waren ab 1753 Kondominium zu je 1/2 von Pfalz-Zweibrücken und dem Freiherrn von Fürsten­wärther, dem Erben der um 1750 im Mannesstamm erloschenen Herren von Günderod. Im sog. Kübelberger Austausch von 1779 mit Kurpfalz wurde die pfalz-zweibrückische Hälfte an Oberhausen/Nahe und Duchroth an Kurpfalz übertragen;unterstand ab 1779 dem kurpfälzischen Amt Böckelheim. Das Grundherrenrecht stand nach wie vor gemeinsam Kurpfalz und den Freiherren Closen von Fürstenwärther zu. In der Französischen Revolution fielen zwar die Feudalrecht weg, da Freiherr Closen von Fürstenwärther jedoch in Französischen Diensten gestanden hatte, blieb er Rechtsinhaber an der Mühle, während Adam Mühlberger Erbbeständer blieb (vgl. Spengel, Gerd: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, a.a.O., S. 53).


Adam Mühlberger sah sich als Eigentümer der Mühle. Durch Urteil des Bezirksgerichts vom 20.6.1845 aber wurde die Familie Fürs­tenwärther-Closen als Obereigentümer anerkannt. Adam Mühlberger +++prüfen, ob derselbe oder ein gleichnamiger Sohn+++ mußte Erbpacht und Laudemium nachbezahlen und geriet hierdurch in finanzielle Schwierigkeiten (vgl. Herzog, August: Heimatbuch der Gemeinde Duchroth-Oberhausen, a.a.O., S. 301).


1847 war Adam Mühlberger in finanziellen Schwierigkeiten und verkaufte die Mahlmühle an den Wendel Matthiae, an den er dann Pacht von 8 Malter Korn, 2 fl und ein Laudemium von 2% des Kaufpreises zahlen mußte. 1857 erwarb der Ackerer Heinrich Stein aus Feilbingert die Mahlmühle und löste sie aus dem Erbbestand der Familie Fürstenwärther-Closen durch einen 17fachen Jahresbe­trag der Pacht ab. Damit wurde er zum freien Eigentümer der Mahlmühle. Nach ihm haben seine beiden Söhne die Mühle renoviert und modernisiert, und mit 2 Walzenstühlen und 1 Schrotgang auf eine Tagesleistung von 3 Tonnen erweitert. 1933 entstanden bei ei­nem Hochwasser große Schäden und minderte die Tagesleistung auf 1 Tonne. Zudem wurde durch das Kraftwerk Niederhausen/Nahe und den dort angelegten Stau der Nahe, der Mühlteich an der oberhalb Mühle Oberhauser Mühle eingeschlämmt, so daß 1940 der an­trieb eingestellt werden mußte. In der Mühlenliste von 1947 wird die Mühle unter der Mitgliedsnummer 945 unter Gebr. Stein/Ober­hausen mit einer Kapazität von 1t/24 Std. geführt. Am 18.10.1960 wurde das Mühlenrecht bei einer Abfindung von 20130 DM im Zuge der Stillegungsaktion aufgehoben (vgl. Spengel, Gerd: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, a.a.O., S. 53; Herzog, August: Heimatbuch der Gemeinde Duchroth-Oberhausen, a.a.O., S. 301; Herzog, August: Heimatbuch der Gemeinde Duch­roth-Oberhausen, a.a.O., S. 301-302).



Mühlberger, Casimir:

bis 1725 war Casimir *Mühlberger der Niedermüller in Jeckenbach; er tauschte die Mühle 1725 mit Christian *Justi gegen die Roh­mühle in Heiligenmoschel ein. Enttäuscht stellte Justi fest, dass man ihn schamlos betrogen hatte, da die nötigen Mühlgeräte nicht mehr vorhanden waren. Er bittet das Oberamt, ihm wieder zu seiner alten Mühle zu verhelfen. Mühlberger, aus der Gascogne in Frankreich, war ein unliebsamer Zeitgenosse, wie berichtet wird. Er richtete 1727 eine Beschwerde über die Gemeinde Heiligenmo­schel nach Meisenheim. Die Erwiderung des Bürgermeisters Daniel Rahm ließ nicht lange auf sich warten. „Hätte er das wenige be­zahlt, wäre er nicht gepfändet worden. Außerdem wisse er nicht, dass die Mühle eine Bannmühle wäre. Es täte gut, wenn er sich nicht so faul und nachlässig zeige und die Mahlgäste liefen wegen seiner Untreue fort, die er an ihnen verübt. Er halte die Mühle in schlechtem Stand, bisweilen ein Malter Korn drei Tage auf der Mühle liegen lässt und anderes mehr.“ 1755 hat Mühlberger seinem Sohn Philipp die Mühle und die dazugehörigen Güter für 1100 Gulden verkauft. Da dieser aber ein armer Mann war, verkaufte er am 9. Februar 1761 für 1300 Gulden und einer „Carolin“ Trankgeld die Mühle an den Gemeinsmann Joh. Carl Lutz von Gehrweiler (vgl. Steinebrei, Hans: Die Rohmühle bei Heiligenmoschel; in: Heimatjahrbuch des Landkreises Kaiserslautern 2001, S. 99-105).



Mühlberger, Franz Philipp:

1769 Oberhausen /Nahe (vgl. Herzog, August: Heimatbuch der Gemeinde Duchroth-Oberhausen, a.a.O., S. 300). um 1743 Müller und Erbbeständer auf der Bannmühle in Oberhausen/Nahe; Sohn des Müllers in Oberhausen/Nahe Hans Georg (1) *Mühlberger (vgl. Spengel, Gerd: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, a.a.O., S. 53).


Er übernahm die Mühle in Oberhausen: "1755 erhielt Franz Philipp Mühlberger die Mühle von seinem Vater" (vgl. Spengel, Gerd: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, a.a.O., S. 53). Im Mühlenbericht des pfalz-zweibrückischen Oberamts Mei­senheim von 1743 (vgl. LA Speyer Best. 2 Nr. A 192/1:1743-56) über die Mühle in Oberhausen/Nahe heißt es dagegen : “...liegt an der Nahe, hat 2 Wasserräder für 2 Mahlgänge. Gibt 16 Malter Korn und 4 fl Pacht. Erbbeständer ist Franz Philipp *Mühlberger. Sie ist Bannmühle für Duchroth und Oberhausen.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 228).


Franz Philipp Mühlberger richtete neben der bestehenden Mahlmühle eine Ölmühle ein. 1769 ging die nunmehrige Doppelmühle an den Sohn Johann Georg (2) Mühlberger über, der seine 6 Geschwister mit 3500 Gulden auszahlen sollte (vgl. Spengel, a.a.O., S. 53).



Mühlberger, Hans Georg (1):

geb. Odernheim/Glan - ++++; Müller auf der Bannmühle Oberhausen/Nahe; Sohn des Müllers in Odernheim/Glan Mathes *Mühl­berger und Stiefsohn des Müllers auf der Bannmühle on Oberhausen/Nahe, Georg Joachim *Baumann (vgl. Herzog, August: Heimatb­uch der Gemeinde Duchroth-Oberhausen, a.a.O., S. 300).


1698 wurde die Mühle in Oberhausen/Nahe durch ein Nahehochwasser wieder völlig zerstört, so daß der Müller Georg Joachim *Baumann den Mühlenzins nicht mehr bezahlen konnte. Hans Georg (1) Mühlberger übernahm 1702 die Bannmühle in Oberhausen/Nahe; er baute ein zweites Wasserrad und einen zweiten Mahlgang ein. Seine Pacht betrug 1709 jährlich 6 Malter Korn. Vater des Müllers auf der Bannmühle in Oberhausen/Nahe Franz Philipp *Mühlberger (vgl. Spengel, Gerd: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, a.a.O., S. 53; Herzog, August: Heimatbuch der Gemeinde Duchroth-Oberhausen, a.a.O., S. 300).


°° mit NN.; Vater des Müllers auf der Bannmühle Oberhausen/Nahe Franz Philipp *Mühlberger (vgl. Spengel, Gerd: Mühlen im Ge­biet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, a.a.O., S. 53)



Mühlberger, Johann Georg (2):

ab 1769 Müller in Oberhausen/Nahe. Sohn des Müllers Franz Philipp Mühlberger und Enkel des Müllers Hans Georg (1) *Mühlber­ger; er übernahm 1769 die Doppelmühle in Oberhausen, bestehend aus der Mahlmühle und der neu erbauten Ölmühle, von seinem Vater, sollte aber an seine 6 Geschwister mit 3500 Gulden auszahlen. Am 8.10.1771 wurde für die Doppelmühle durch den Landes­herrn Herzog Christian IV. von Pfalz-Zweibrücken ein Erbbestandsbrief ausgestellt, nach dem eine jährliche Erbpacht von 3 Gulden 11 Batzen zu zahlen war. Weil der Müller Johann Georg Mühlberger seine sechs Geschwister nicht auszahlen konnte, wurde die Mühle an den Schwager Wilhelm Bollenbach, den Schultheiß von Duchroth zum Preis von 4150 Gulden übergeben. Bollenbach er­hielt am 15.4.1776 einen Erbbestandsbrief (vgl. Spengel, Gerd: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, a.a.O., S. 53).



Mühlberger, Mathes:

vor 1702 Odernheim/Glan; Müller auf der Mühle in Odernheim; °° mit NN (°° II mit dem Müller auf der Bannmühle Oberhausen/Nahe, Georg Joachim *Baumann); Vater des Müllers auf der Bannmühle Oberhausen/Nahe, Hans Georg (1) Mühlberger (vgl. Herzog, August: Heimatbuch der Gemeinde Duchroth-Oberhausen, a.a.O., S. 300).



Mühlberger, Philipp:

um 1755 in Heiligenmoschel; Müller auf der Ölmühle in Heiligenmoschel; Sohn des Müllers Casimir *Mühlberger. 1755 hat Mühl­berger seinem Sohn Philipp die Mühle und die dazugehörigen Güter für 1100 Gulden verkauft. Da dieser aber ein armer Mann war, verkaufte er am 9. Februar 1761 für 1300 Gulden und einer „Carolin“ Trankgeld die Mühle an den Gemeinsmann Joh. Carl Lutz von Gehrweiler (vgl. Steinebrei, Hans: Die Rohmühle bei Heiligenmoschel; in: Heimatjahrbuch des Landkreises Kaiserslautern 2001, S. 99-105). +++Verwandtschaft zu Franz Philipp Mühlberger klären+++



Mühlberger, Wilhelm:

nach 1750 Müller auf der Nächst- oder Gauchsmühle zu Alsenz; °° mit NN. Clonninger, der Tochter des Müllers Philipp Clonninger von der Dorfmühle in Niederhausen und der Müllerstochter Catharina Sybilla Kolb aus Tiefenthal/Rheinhessen; Clonninger übergab die Mahlmühle in Alsenz seinem Schwiegersohn Wilhelm *Mühlberger, sie kam jedoch 1754 wieder auf seinen Namen; Clonninger verkaufte die Mahlmühle 1754 am Nikolaus *Knecht aus Meisenheim für 2406 fl.; dieser kaufte 1757 auch die unmittelbar daneben liegende Ölmühle; er blieb Müller auf der Mühle bis 1789, dann übernahm sein Sohn den Betrieb (vgl. Schattauer, Willi: Die Gauchs- oder Nächstenmühle zu Alsenz 1582-2006; in: Nordpfälzer Geschichtsverein, Beiträge zur Heimatgeschichte, Jahrgang 2009, Heft 4 S. 22). Anm.: die Angaben erscheinen unzutreffend, denn 1762 machte der Müller und „Erbbeständer der Nächst- oder Gauchsmühle zu Alsenz, Wilhelm Mühlberger“ ein Gesuch um Reduzierung der Pacht (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 772). ++++prü­fen+++



Mühlmichel, Johann Philipp:

1675/1701 Müller in Annweiler (vgl. Biundo, Georg und Heß, Hans: Annweiler, Geschichte einer Reichsstadt (Annweiler 1968), S. 139). Sohn des Peter Mühlmichel (vgl. Schmidt, Erwin F.: Familiennamen in der ehemaligen Gemeinschaft Buntenbach im 18. Jahr­hundert, 1. Fortsetzung; in: PRFK 1977, S. 461). Bei diesem Peter Mühlmichel könnte es sich um den Müller Peter *Mühlmichel aus Annweiler handeln, der 1654 als Pate erwähnt ist +++klären+++


Am 19.10.1670 ist der Müller in Annweiler, Philipp Mühlmichel, als Pate beider Taufe des Philipp Reinhardt Culmann (Sohn des Rotgerbers in Kaiserslautern und vorübergehend in Annweiler, und der Susanna Dorothea Postius) (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 36 Nr. 2317).


Es war später Müller auf Schloß Großbundenbach, denn dort wird der Johann Philipp *Mühlmichel, Sohn des Peter Mühlmichel als „Müller z. Zt. im Schloß zu Großbundenbach“ erwähnt und die Ehefrau Maria Barbara (rk., † Bundenbach am 20.12.1758) (vgl. Schmidt, Erwin F.: Familiennamen in der ehemaligen Gemeinschaft Buntenbach im 18. Jahrhundert, 1. Fortsetzung; in: PRFK 1977, S. 461).



Mühlmichel, Peter:

um 1717 Müller bei Asselheim; am 22.07.1717 ist Peter Mühl-Michel, Müller bei Aßelheim, Pate in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden bei der Taufe der Maria Margaretha Will, der Tochter des Metzgers in Kirchheimbolanden Valentin Will und der Maria Margaretha geb. Beßerung (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 53).



Mühlmichell, Peter:

um 1654 Müller in Annweiler; er ist am 25. des Brachmonats 1654 in Otterberg Pate bei der Taufe des Hanß Peter Rudolph, Sohn des Otterberg Müllers Johann *Rudolph (vgl. Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 16; Herzog. Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O, S. 103 Nr. 3198).


Anm.: Hanß Peter Mühlmichel, Sohn des Leonhard Mühlmichel von Lauterhofen/Oberpfalz °° am 15.6.1641 in Annweiler die Anna Margretha NN., Witwe des verlebten gräflichen Amtskellers im Amt Falkenburg bei Wilgartswiesen, Hans Paul Sixt; Anna Margare­tha Sixt ist die Mutter der Anna Dorothea Sixt, °° mit dem Müller Johann *Rudolph und Mutter des Täuflings Hanß Peter Rudolph, dessen Pate der Peter Mühlmichell war (vgl. Herzog. Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O, S. 103 Nr. 3198).



Mühlmichel, Reinhard:

1832 Asselheim; Müller auf der Reinhardsmühle Asselheim; heute als Kappelmühle bezeichnet; Eheschließung mit Margaretha NN:, Vater der Magdalene Mühlmichel (verh. mit Daniel Koch) (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Kummer um die Kappelmühle As­selheim; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1981 S. 61 ff).



Müllener, Jacob:

ca. 1696 err. Saanen / Schweiz - † 10.8.1752 Hirschalber Mühle; Müller auf der Hirschalber Mühle. Am 10.8.1752 stirbt auf der Hirschalber Mühle im Alter von ca. 56 Jahren der Müller Jacob Müllener, der aus Saanen/Schweiz stammt, °° mit Anna Elisabetha NN († 5.9.1752 Hirschalber Mühle) (vgl. Meyer, Dietmar: Register zum 2. ref. Kirchenbuch Waldfischbach [Holzlandkirchenbuch], Zweibrücken 1986, S.32).



Müllener, Maria:

°° 15.2.1725 mit dem Müller auf der Hirschalber Mühle Caspar *Lanz; die Tochter NN. † 27.8.1728 im Alter von 25 Wochen (vgl. Meyer, Dietmar: Register zum 2. ref. Kirchenbuch Waldfischbach [Holzlandkirchenbuch], Zweibrücken 1986, S.27).



Müller, Abraham:

geb. 1685 (err) - 22.09.1737 Wiesbach im Alter von 52 Jahren; Müller und Erbbeständer auf der Oberen Mahlmühle unterhalb von Wiesbach (vgl. Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http//www-mueller-heppenheim-homepage.t-online.de/mue-vor­k.htm).


Sohn des Müllers in Wiesbach bei Zweibrücken, Johann Reinhardt *Müller und Enkel des Müllers in Wisebach Theobald Müller (vgl. o.A.: Die Wiesbacher Mühle; in: Aus heimatlichen Gauen 1934 Nr. 14).


Johann Reinhardt Müller hatte die Mühle von 1685-1717 in Besitz und Betrieb gehabt. Nachdem er nach Mimbach verzogen war, hat sein Sohn Abraham Müller die Mühle am 30.3.1717 käuflich erworben gegen Zahlung von 900 fl (vgl. o.A.: Die Wiesbacher Müh­le; in: Aus heimatlichen Gauen 1934 Nr. 14 mit Übertragung des Kaufbriefs, leider ohne Quellenangabe).


°° Anna Elisabetha NN. (* 1686 (err) - 24.03.1746 Wiesbach [KB Lambsborn]); Kinder: 9 Kinder ab 1712 im ref. KB Lambsborn. Kinder: Johann Nickel Müller (* Wiesbach 28.03.1712 - Wiesbach 06.10.1723); Anna Eva Müller (* Wiesbach 12.11.1713 - Wiesbach 12.03.1716); Anna Margaretha Müller (* Wiesbach 07.10.1715, °° Wiesbach 10.11.1733 [ref. KB Lambsborn] mit Philipp Adam Weber (Müller zu Wiesbach, Sohn von Jakob Weber, Müller und Gemeinsmann zu Contwig); Maria Catharina Müller (* Wiesbach 07.10.1717); Eva Susanna Müller (* Wiesbach 12.10.1719, °° Vogelbach 08.01.1737 [ref. KB Lambsborn] mit Johann Michel Monzinger (Müller zu Wiesbach und ab 1742 in Rosenkopf, Sohn von Johann Philipp Monzinger, Kirchenältester zu Bruchmühlbach); Eva Elisabetha Müller (*Wiesbach 28.10.1721 - Wiesbach 07.05.1723); Maria Elisabetha Müller (* Wiesbach 16.08.1723); Elisabetha Maria Müller (Wiesbach 22.12.1727 - Wiesbach 14.10.1728); Johann Peter Müller (Müller zu Wiesbach, Wiesbach 09.12.1725 - Wiesbach 11.08.1746, 21 J. alt [ref. KB Lambsborn], °° Winterbach 28.06.1746 [ref. KB Winterbach] mit Anna Margaretha Hofmann (* Niederhausen 23.12.1725, Tochter von Jacob Hofmann, Gemeinsmann und Müller zu Niederhausen [* ca. 1680 err - 02.08.1744]; sie heiratete in 2. Ehe am 26.03.1748 in Winterbach Johann Nickel Theisson, Bürger und Bäcker in Winterbach) (Quelle: Ref. KB Winterbach und ref. KB Lambsborn, zitiert nach Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http//www-mueller-heppenheim-homepage.t-online.de/mue-vork.htm).


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 334-343) wird die Mahlmühle unterhalb Wiesbach wie folgt beschrieben: “Die Mahlmühle unterhalb Wiesbach wird durch ein Bächlein so von denen Wiesbacher Brunnen herkommt und noch an der Mühle etwas weniges Waßer von Roosen Köpfgen [Rosenkopf]zu sich nimmt, ge­trieben …. Liegt nechst unten an dem Dorf Wiesbach eine Stund von der Mörschbacher und so weit von der Oberhauser Mühl, die Bontenbacher Stamper Mühl ist nur eine Viertel Stund von dieser Mühle entfernt. Befindet sich überhaupt in gutem Stand, hat zwey oberschlächtige Wasserräder, davon eines einen Mahl- und das andere einen Scheehlgang treibet, von welchen jedoch gemeiniglich das eine wann das andere gehet, wegen geringen Waßer still stehen muß[,] wie dann so wohl Sommers als Winters, es seye dann daß wegen Wetter einfallet, nur ein Rad indoch dieses beständig gehen kann. Der Müller muß so wohl das obere alß auch untere Waßer den Mühlgraben bey 150 Ruthen lang unterhalten und zum öfteren selbigen ausputzen. Gantz vor Alters sollen die Räder etwas klei­ner geweßen seyn. Der jährlichen Pfacht ist 9 Faß Korn und 8 bz Kappengeld ….. Hat keinen Bann. Die genannte Wiesbach worun­ter Krehenberg und Rooßen Köpfgen [Rosenkopf] begriffen ist noch nicht gebannt, und hat in allem 54 Haußhaltungen, wovon Wießbach in Specie in dieser Mühl die Rooßen Köpfger Gemeiniglich hier und auf dem Alten Woog, hingegen Krehenberg meistent­heils zu Oberhausen auch öfters in der Bontenbacher Stamper-Mühl mahlen, könnten sämtl: wann die Mühle Waßer genug hätte in dieser Wiesbacher am bequemsten mahlen ….Die Erbbeständer sind Peter *Müller und dessen Schwager Johann Nickel Ulbrich zu Niedermohr im Churpfälzischen und ist ersterer auf der Wanderschaft und unter einem Vormund, haben noch keinen Erbbestand, mit dessen Verfertigung … so lang Abstand genommen werden sollen, bis des weilen Abraham Müllers gewesenen Erbbeständer dießer Mühle hinterlaßene Pupillen, so Sie noch dermahlen gemeinschaftl: beseesen, selbige unter sich verloost, wie denn über dieße Müh­le, weilen selbige von Rheinhard von Sickingen, gleich wie alle Rechten und Gefällen zu Wiesbach, Grehenborn und Felßbach, er­tauscht und von denen vorigen Innhaberen alß ein Eigenthum beseßen, noch kein Erbbestand ausgefertigt worden, jedoch hat gdch­ter Abraham Müller unterm 15ten April 1738 einen Confirmations-Schein erhalten. …. Sonsten befindet sich etwann 200 Gäng unter dießer Mühl noch ein alter Mühlenplatz, von der Eitzenbach genannt in dem Eitzenbacher District .“ (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 200).



Müller, Adam:

s. Müller, Johann Jakob



Müller, Adrian:

um 1880 Müller auf der Lohmühle in Steinwenden-Weltersbach; Sohn des Lohmüller Karl *Müller und Neffe des Moormüllers in Steinwenden-Weltersbach Johann Georg Leppla; °° um 1880 mit NN. Breit; sein Schwiegervater Breit kam aus der Rehweiler Mühle und war Teilhaber einer Gerberei am Mohrbach in Steinwenden-Weltersbach; er Moormühle in Steinwenden-Weltersbach; um 1910 geriet der Betrieb in Zahlungsschwierigkeiten, er wurde von Ehrenspeck aus Kusel übernommen (Mitteilung von Roland Paul; zitiert bei Weber: Mühle besonderer Art, a.a.O., S. 188).



Müller, Andreas:

Müller auf der Spitalmühle Kaiserslautern; Mitte des 19. Jh. (err.) war Andreas *Müller der Spitalmüller in Kaiserslautern. °° mit der Müllerstochter NN. Krauß von der Reichholdsmühle. Er ist der Schwager des Müllers auf der Reichsholdsmühle Wilhelm Krauß (vgl. Weber: Die Reichsholdsmühle am Eselsbach, a.a.O., S. 60).



Müller, Bernhard:

25.12.1601 Odernheim/Glan; 1599 zog Bernhard Müller mit Genehmigung des kurpfälzischen Schaffners Emerich Haller als Mül­ler auf die Obermühle in Odernheim/Glan. Er kam bei einem Unfall am 25.1.1601 unter das Wasserrad, als er dieses von Eis befreien wollte und ertrank (vgl. Weber: Geschichte der Mühlen, a.a.O., Bd. 1 S. 93; LA Speyer Best. A2 Nr. 1498/1).



Müller, Christian:

1776 ist in der pfalz-zweibrückischen Huldigungsliste von Käshofen der Christian Müller von der Etzenbacher Mühle erwähnt (vgl. Schaaff: Untertanenlisten des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken aus den Huldigungsprotokollen des Jahres 1776, a.a.O., S. 104)



Müller, Christian:

um 1797 ist Christian *Müller der Müller in Linden; °° mit Maria Elisabeth Albert aus Linden; Vater der Margaretha Müller (geb. 29.12.1797 Linden - 28.3.1863 Heimbach; °° vor 1822 mit dem Müller in Linden (?) Karl *Caspari (geb. um 1798 Niederbrombach) (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1 S. 142, Nr. 501)



Müller, Conrad:

um 1716 Müller zu Bischheim; er ist am 12.10.1716 Pate in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden als „Conrad Müller, Mül­ler zu Bischheim “ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 52).



Müller, Daniel:

um 1721 war Daniel Müller der Beständer auf der Beeder Mühle, Kinder sind: 1. Anna Margaretha, oo Homburg 07.12.1721 (luth. KB Homburg) mit Theobald *Hoffmann, Mühlarzt zu Waldmohr (S. v. Hans Valentin Hoffmann, Gerichtsmann zu Waldmohr), 2. Anna Catharina, °° Homburg 23.04.1726 (luth. KB Homburg) mit Matthias Baum (Quelle: Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http://www.mueller-heppenheim-homepage.t-online.de/mue-vork.htm) ++++klären: könnte identisch sein+++)



Müller, Daniel:

um 1703 Mahlmüller zu Bruchmühlbach, reformiert; Sohn des Nicloß Müller († vor 1703, Gemeindsmann zu Contwig; oo ca. 1640 mit Johanna NN; Quelle Kirchenvisitation Contwig 1663) und Johanna NN.; Bruder des Johann Nicolaus Müller (* 1666 err.)


Daniel Müller kaufte am 03.05.1703 die Tausendmühle in Bruchmühlbach und verkaufte sie wiederum 1707 an Hans Jakob *Schuff, Müller aus Staufenbach. Dieser läuft verschuldet heimlich davon. Daniel Müller übernimmt die Mühle 1709 wieder und verkauft sie 1710 erneut. Daniel Müller wird 1704 in der Untertanen-Liste genannt. oo Lambsborn 07.08.1703 (ref. KB Lambsborn) mit Anna Elisabetha Clauß (Tochter von † Jakob Clauß, Gemeinsmann zu Miesau (Quelle: Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http://www.mueller-heppenheim-homepage.t-online.de/mue-vork.htm) ++++klären: könnte identisch sein mit Daniel Müller der 1721 als Müller in Beeden genannt ist++++)


In Homburg ist Johann Daniel Müller, ref., Müllermeister erwähnt (Ist es der Daniel Müller, der 1707 die Mühle in Bruchmühlbach verkaufte?) oo mit Elisabetha; 3 Kinder zwischen 1709 und 1711 in Homburg geboren (luth. KB Homburg; zitiert bei Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http://www.mueller-heppenheim-homepage.t-online.de/mue-vork.htm)



Müller, Frantz:

1672 übernimmt der neue Pächter Frantz Müller aus Meisenheim die Mahl- und Bannmühle in Rehborn; er verbaut weitere 80 Rheintaler in die Mühle; er könnte auch die Ölmühle errichtet haben, deren erste bekannte Erwähnung 1673 datiert. 1677 wird seiner Bitte um Fronarbeiten der Einwohner nach anfänglichem Zögern entsprochen. Sie sollen 3 Tage unentgeltlich an Wehr und Gießen der Mühle arbeiten. Durch die Auswirkungen des spanischen Erbfolgekriegs wurde der Betrieb der Mühle stark beeinträchtigt. Fran­zösische Truppen ziehen durch den Westrich zum Rhein (vgl. Thielen: Spuren der Geschichte in einer nordpfälzischen Gemeinde (zur Mahl- und Bannmühle in Rehborn), a.a.O., S. 90/91). Frantz Müller gibt wohl 1677 auf (err. aus dem Pachtangebot des Müller Simon *Matheiß von 1677 [vgl. dazu LA Speyer B2 Nr. 1254/3; zitiert bei Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 10)



Müller, Friedrich August:

geb. 11.4.1816 Weißenburg/Elsaß - † 1.7.1875 Minfeld; Zuckerbäcker, von 1841-1860 Mehlmüller auf der Altmühle in Minfeld; Sohn des Kaufmanns in Weißenburg, Johann Philipp Müller und Philippina Salomea Schönlaub; °° 3.11.1839 in Minfeld mit Juliana Salomea Schönlaub (geb. 29.5.1818 Minfeld; Tochter des Müllers auf der Altmühle in Minfeld, Johann Jakob *Schönlaub und Julia­na Margaretha Hüner und Enkelin des Müllers auf der Altmühle in Minfeld, Georg Michael Hüner und Anna Maria Bauer); Kinder aus der Ehe sind: Juliana Salomea Müller (geb. 31.3.1841 Minfeld; °° am 27.1.1870 in Minfeld mit Johann Philipp Matheus [geb. 29.12.1834 Klingenmünster]), Carolina Louisa Müller (geb. 1.7.1843 Minfeld), Wilhelmine Salomea Müller (geb. 8.3.1845 Minfeld; °° am 20.10.1874 Minfeld mit Johann Georg Müller [geb. 20.5.1847 Weißenburg/Elsaß; Sohn des Bäckers in Weißenburg, Georg Mi­chael Müller, † 15.5.1870 ebd. und Margaretha Magdalena Born]), Emilie Apollonia Müller (geb. 26.7.1846 Minfeld), dem Müller und Betriebsnachfolger auf der Altmühle Karl Friedrich *Müller (geb. 18.3.1848 Minfeld, °° 16.4.1874 Minfeld mit Katharina Kern [geb. 15.3.1852 Minfeld, Tochter des Ackersmanns in Minfeld Johann Jakob Kern und Maria Elisabetha Köhler]), Gustav Kaspar Müller (13.12.1849 Minfeld - † 23.6.1850 ebd) und Juliana Salomea Müller (geb. 2.9.1860 Minfeld) (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamili­enbuch Minfeld, a.a.O., S. 462 Nr. 2154).



Müller, Georg:

aus Bockenheim; er ist um 1647 der Stadtmüller in Zweibrücken, oo 1647 (vgl. reformiertes. KB Zweibrücken; zitiert nach Internet­datei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http://www.mueller-heppenheim-home-page.t-online.de/mue-vork.htm);



Müller, Hanß:

um 1611 Müller auf der Frohnmühle in Dürkheim, unterhalb des späteren Gradierwerks gelegen. Um 1611 ist Hanß Müller der Mül­ler auf der Frohnmühle; er wird im Kallstadt Gerichtsbuch in einem Testament der Eheleute Conradt Weintzen vom 27.11.1611 er­wähnt; diese besaßen u.a.eine Wiese, das Sondergut der Ehefrau (sog. Spindelgut) war, „beforcht oben naher landt Hanß müller in der frohnmühlen ...“ (vgl. Görtz, Hans-Helmut: Das Kallstadter Gerichtsprotokollbuch 1563-1740, Neustadt/Weinstraße 2010, S. 308).



Müller, Hannß:

1630 Mahlmüller in Mörlheim bei Landau 1630 ist Hanß Müller der Mahlmüller in Mörlheim (vgl. Schwarz, Albert: Ehemals kur­pfälzische, nunmehr österreichische Leibeigene im Oberamt Germersheim im Jahr 1630 [Teil 1]; in: PRFK 2011, S. 200).



Müller, Hanß Casimir:

der Hanß Casimir (Caßel) Müller, ein Bürgersohn aus Kaiserslautern, Bäcker und Müller in Kaiserslautern, Bürgeraufnahme am 23.7.1597, wird am 31.7.1620 als „Müller zu Mühlen“ (Mühlstraße) und Bäcker in Kaiserslautern im Ratsprotokoll erwähnt; eben­falls am 2.11.1620 als Bäcker von Soldatenbrot (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S.32 Nr. 510).


°° II 1613 in Kaiserslautern mit Anna Barbel NN. (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 79 Nr. 1348 iVm. S. 78 Nr. 1345 Morgenstern); Sohn aus der 1. Ehe (err.) ist der Müller in Kaiserslautern Johann Casimir *Müller, der am 13.1.1626 in Kaiserslautern die Bürgeraufnahme erhält (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S.32 Nr. 510, 511).


Seine Witwe wird am 29.6.1639 vom Dürkheimer Schaffner beklagt (vgl. Ratsprotokolle Kaiserslautern; Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 79 Nr. 1348). Sie heiratet in II. Ehe Hanß Christian Morgenstern (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 79 Nr. 1348 iVm. S. 78 Nr. 1345 Morgenstern)


Weitere Kinder sind: Rosina (diente in Frankenthal), Anna Catharina (°° 14.6.1646 in Neuleiningen mit Hans *Schmidt), Weirauch (Weyerich) (Bürgeraufnahme in Kaiserslautern am 18.5.1633) und Franz (°° um 1651 mit Barbara Harer von Rotenburg/Neckar, wohnhaft Eßlingen) (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 79 Nr. 1348).



Müller, Hans Georg:

geb. Lindorf (OT von Kirchheim/Teck) – 7.8.1724 Kaiserslautern; Huf- und Waffenschmied aus Lindorf (heute Ortsteil von Kirch­heim/Teck), dort geboren 3.3.1654, Bürgeraufnahme in Kaiserslautern am 30.10.1677. 2 Ehefrauen und 9 Kinder in Kaiserslautern. Erbaut 1695 die Dammmühle, steigert 1699 die Schlossmühle in Kaiserslautern. (Quelle: Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Hep­penheim:http//www-mueller-heppenheim-homepage.t-online.de/mue-vork.htm) iVm. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hin­tersassen …., a.a.O., S. 73 Nr. 4655).


Müller wird als Mitglied der Schmiedezunft in Kaiserslautern 1683 geschatzt mit einem Vermögen von 375 fl. Er ist am 16.6.1685 Vormund über die hinterlassenen Kinder der verstorbenen Ehefrau des Bäckers in Kaiserslautern Peter Gelbert (NN. Heyel [Heil], Schwester des Schultheißen in Lauterecken, Heyel und des Friedrich Heyel aus Lauterecken; vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 54 Nr. 4456 und. S. 73 Nr. 4656), Müller klagte am 23.12.1686, weil ihn die Schmiedezunft aus­gestoßen hatte, bittet, die Ursachen zu untersuchen und ihn zu restituieren; 1687 wird er in Kaiserslautern als Gemeinsherr genannt. Am 31.5.21695 wird ihm das Amt des „Bilettschreibers“ angeboten er bittet um einige Tage Bedenkzeit (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 73 Nr. 4655).


Müller erbaut 1695 die Dammühle als Borden- und Sägemühle (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 73 Nr. 4655).


Müller betreibt die Scheidung von den Reformierten und die Bildung einer eigenen lutherischen gemeinde in Kaiserslautern; er er­fährt dabei viele Mißhelligkeiten und gilt als dickköpfig und widersetzlich; er ist die meistgenannte Person in Küchlers Stadtchronik (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 73 Nr. 4655).


Müller ersteigert am 2.12.1699 die Schloßmühle in Kaiserslautern auf 3 Jahre (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hin­tersassen …., a.a.O., S. 73 Nr. 4655).


Er erhält am 8.11.1701 die Schildgerechtigkeit „Zum Reichsapfel“ gegen Zahlung von 8 fl nebst einer Mahlzeit für den Stadtrat. Er war ab 1698 bis zu seinem Tod lutherischer Kirchenvorsteher (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 73 Nr. 4655).


°° I mit NN.; °° II mit Anna Dorothea NN. († 23./26.12.1728 Kaiserslautern); Kinder sind der Huf- und Waffenschmied Johannes Müller ++++weiter++++ (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. S. 73 Nr. 4655)



Müller, Hans Georg:

ab 1733 und noch 1745 Erbbeständer auf der Mahlmühle in Oberhausen an der Labach (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 199), die auch Katzenmühle oder Landgrafenmühle genannt wurde.


Die Katzenmühle wurde 1733 von dem Contwiger Gemeinsmann Hans Adam Scheffer auf dem alten Mühlenplatz zu bauen begon­nen, … 1735 von dem Olsbrücker Müller Hans Georg *Müller vollendet …Der Name Katzenmühle taucht erst 1790 auf (vgl. Kampfmann, Lorenz: Heimatkunde des Bezirksamtes Zweibrücken, a.a.O., S. 198; Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 323). Dieser letzte Satz von Kampfmann bedarf der Berichtigung; nämlich schon 1768 heißt vom „Wallhalber Grund samt der Katzenmüh­le“ (vgl. LA Speyer, Zweibrücken I, A. Nr. 1307/3; Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 323; Rheinpfalz vom 5.12.1978: Müh­len am Wanderweg: Katzenmühle).


Als 1733 zu Oberhausen die sogenannte Katzenmühle gebaut wurde, in der die Bewohner dieses Ortes dort mahlen ließen, entstand zwischen dem „Kneisper-Müller“ und den Bewohnern von Oberhausen ein Banalitätsstreit, der 1751 durch ein herzogliches Reskript folgendermaßen beigelegt wurde: „Die Untertanen in Oberhausen sind verbunden, nach wie vor den Sommer über in der Kneisper­mühle zu mahlen. Im Winter aber, und zwar in der Zeit von Martini bis Mitte März, wird es ihnen wegen der unpraktikablen Wege erlaubt, in der Oberhauser Mühle ihre Frucht zerkleinern zu lassen. Es wäre dann Sache, dass der Bannmüller die Früchte von Ober­hausen abholt und das Mahlgut den Untertanen vor die Häuser brächte, in welchem Falle sie in der Mühle mahlen sollten (vgl. Inter­netdatei Wikipedia).


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) wird sie wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 199): “Die Mahlmühle zu Oberhausen wird von der Labach getrieben die 3 Quellbäche hat und unterhalb des Dorfes Oberhausen in die Wallbach (Wallhalb) fließt liegt eine Stunde oberhalb der Kneuschweiler (s. *Kneispermühle) und eine Viertelstunde unterhalb der sickingschen Knopper Mühle, ist erst vor 9 Jahren erbaut worden. 1 Mahl- und 1 Schälgang. Mühlgraben vor und hinter der Mühle von je 50 Ruthen. Die Pacht beträgt 5 Ma. Korn und 5 Ma. Hafer und wegen 14 Kappen 3 Gulden 11 bz.; hat keine Banngäste. Der dermalige Erbbeständer ist Georg *Müller (vgl. Weber: Müh­len und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 199).



Müller, Hans Grun:

um 1624 Müller auf der Blumenauer Mühle in Brenschelbach bei Zweibrücken; er wird 1624 wird in der Untertanenliste des Ober­amtes Zweibrücken genannt: Hans Grun *Müller, Blumenauermühle, und Ehefrau Meyel, Kinder: 1 Sohn und 1 T. (vgl. Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http://www.mueller-heppenheim-homepage.t-online.de/mue-vork.htm)



Müller, Hans Heinrich:

aus Dietschweiler Mühle; Sohn des Beständers auf der Dietschweiler Mühle Hans Nickel *Müller und der mit Eva NN aus Dietschweiler; oo Steinwenden 14.04.1693 mit Anna Barbara Kirsch aus Alsenborn (nach Ref. KB Spesbach: † 02.03.1743 Anna Barbara, die Witwe von Müllermeister Heinrich Müller, 80 J. alt); Müller auf der Dietschweiler Mühle; Vater des Müllermeisters und Betriebsnachfolger auf der Dietschweiler Mühle Samuel *Müller (Quelle: Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http:// www.mueller-heppenheim-homepage.t-online.de/mue-vork.htm).


"Henrich" Müller, „Churpfältzischer Müller zu Dietzweiler“ ist am 05.06.1707 Taufpate von Maria Catharina Braun, T. v. Johann Ja­cob Braun und Verena in Niedermohr (RKB Glan-Münchweiler; zitiert nach Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http://www.mueller-heppenheim-homepage.t-online.de/mue-vork.htm).



Müller, Hanß Jacob:

s. Müller Johann Jacob



Müller, Hans Nickel:

vor 1696 (err.); um 1694 war Hans Nickel *Müller, der Beständer auf der Mühle in Dietschweiler °° mit Eva NN aus Dietschwei­ler; er ist Vater des Müllers Hans Heinrich *Müller; sein weiterer Sohn Hans Nickel Müller oo Steinwenden 17.02.1694 mit Anna Margaretha Jung aus Börsborn; Vater auch der Maria Elisabeth Müller (°° 20.4.1700 in Steinwenden mit Johannes Nicklaus aus Nie­dermohr). Vater auch der Maria Elisabeth Müller (°° 20.4.1700 in Steinwenden mit Johannes Nicklaus aus Niedermohr).n Steinwen­den mit Johannes Nicklaus aus Niedermohr) und des Hans Theobaldt *Müller (bei dessen Hochzeit am 22.5.1696 Hans Nickel Mül­ler bereits verstorben war; vgl. reformiertes Kirchenbuch Obermiesau; zitiert Klinck, Hermann: 1050 Jahre Kübelberg, a.a.O., S. 192)



Müller, Hanß Peter:

zeitweise war Hanß Peter Miller (Hans Peter Müller) Temporalbeständer (?) auf der Mühle in Friedelhausen. Er ist der Sohn des um 1658 in Einöllen wohnhaft gewesenen Johann Müller. Hanß Peter Miller (Hans Peter Müller) war später Müller auf der Leyenmühle zwischen Abentheuer und Bann, nördlich von Brücken bei Birkenfeld. Er stirbt am 28.09.1718 in der Leyenmühle (südlicher Teil des Abentheur Bann) und wird am 30.9.1718 in Birkenfeld begraben. Er ist "ungefähr" (!) 60 Jahre alt, gebürtig von "Einöllen", sein Va­ter heißt Johann Müller, verheiratet ist er vor 29 Jahren (also 1689) an Engel (Angelica) Scherer und seit 2 Jahren, also 1716, Pächter der Leyenmühle, nördlich vom heutigen Brücken und südlich von Abentheuer. Er hatte mindesten 5 Kinder (Johann Henrich, * 1698/Friedelhausen, Jo Daniel, * 1704/Friedelhausen, Johann Jakob, Anna Margaretha und Valentin) hatte, die alle in Birkenfeld
geheiratet haben. In den Heiratseintragungen wird er jedesmal als "gewesener Müller zu Friedelhausen im Oberamt Lichtenberg" er­wähnt (vgl. Mitteilung von Herrn Bernd Babisch aus Kiel von 16.8.2010).


Am 27.3.1736 erfolgt die Proklamation in der ev. Kirche in Achtelsbach der Anna Margaretha Müller, „Tochter von Peter Müller, ge­wesener Müller zu Friedelhausen im Oberamt Lichtenberg“ und des Michael Schell, Müller in der Staffelmühle zu Birkenfeld (vgl. Jung: Familienbuch Achtelsbach, a.a.O., S. 219 Nr. 1148).



Müller, Hans Theobaldt:

um 1696 Müller in Dietschweiler; Sohn des Müllers in Dietschweiler, Hanß Nickel Müller (vgl. reformiertes Kirchenbuch Obermie­sau; zitiert Klinck, Hermann: 1050 Jahre Kübelberg, a.a.O., S. 192); oo Miesau 22. Mai 1696 mit Anna Barbara, Witwe des Johannes Wagner, aus Sand (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Obermiesau; zitiert nach Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http//www-mueller-heppenheim-homepage.t-online.de/mue-vork.htm; Klinck, Hermann: 1050 Jahre Kübelberg, a.a.O., S. 192). Vater der Elisabeth Katharina Müller (°° I mit NN; oo II 12.01.1745 in Spesbach; Quelle: Ref. KB Spesbach).



Müller, Hanss Wolff (Johannes):

1683 in Kaiserslautern als Mitglied der Kärcherzunft geschatzt mit einem Vermögen von 225 fl; am 25.4.1696 jetziger Stiftsmüller, „welcher vorhin die Bürgerschaft gehabt, aber solche verzogen“, soll wieder Bürger werden (vgl. Herzog: Bürger in Kaiserslautern 1682-1705, S. 74, Nr. 4657); Sohn des Hanss Wolff Müller aus „Meißeldorf“/Österreich (der am 24.2.1662 Tagelöhner in Kaiserslau­tern, Hintersasse in Kaiserslautern; Bürgeraufnahme 16.1.1672) und der NN. aus Landstuhl (vgl. Herzog: Bürger in Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 92 Nr. 3067).


Am 22.8.1704 verkaufen die Brüder David *Jacob und [Anm.: Johann Martin *Jacob] Martin Jacob, beide aus Schopp, die in ihrem Eigentum stehende Mahl- und Bordmühle samt dem zugehörigen Grundstück „unten am Schloß Elmstein gelegen wie auch auf dem halben Appenthal, zum Kaufpreis von 118 1/2 fl an die Bürger und Metzger aus Kaiserslautern Johann Jost *Breitt, Johannes *Ame­ling und deren Ehefrauen Maria Catharina und Maria Barbara, sowie Johannes Müller, auch Bürger zu Lauttern (vgl. LA Speyer Best. A1 Nr. 742).



Müller, Henrich:

vor 1760 Gumbsweiler/Glan; er stammte aus Gumbsweiler; Müller kaufte 1730 die Dorfmühle in Gumbsweiler; im Gegensatz zu seinen Vorgängern, die häufig wechselten und finanzielle Schwierigkeiten hatten, blieb Müller bis zu seinem Tod auf der Mühle (vgl. Weber: Mühlen in Gumbsweiler, a.a.O., S. 88).


In der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist die Dorfmühle in Gumbsweiler des Henrich Müller wie folgt beschrieben (vgl. Mühlenprotokoll von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7): “steht jetzt auf dem 3. Platz, der erste war unter dem Heckenacker (hieß da Kolbenmühle); der zweite etwas näher dem Dorf zu, doch auf der anderen Seite des Glans; der dritte ist ganz nahe beim Dorfe, bei der Brücke. Das Gebäude ist klein, auch nicht in bestem Zustand. 1 Wasser­rad, das 1 Mahlgang mit angehängtem Schälgang treibt; hat Wehr und 190 Schritt langen Mühlteich. Heinrich Miller ist der Erbbe­ständer. Er entrichtet 2 Ma Korn und 2 fl als Pacht. Er ernährt sich besonders von dem Handel, indem er mit Weißmehl, Grieß, Hafer­mehl und gerollter Gerste auf die Kuseler und andere Märkte fährt. Miller hat einen Erbbestandsbrief vom 22. März 1730, der anno 1738 konfirmiert worden ist.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 211)


1751 beantragte er bei pfalz-zweibrückischen Regierung, die bisherige Mühle abreißen und einen Neubau mit zwei Mahlgängen er­richten zu können; er ist vor 1760 verstorben; seine Witwe NN führte den Betrieb, bis 1765 der Sohn Peter Müller die Mühle über­nehmen konnte. Er mußte seinen Geschwistern 975 Gulden Erbanteil auszahlen. Sein Erbpachtbrief datiert vom 11.1.1766 (vgl. We­ber: Mühlen in Gumbsweiler, a.a.O., S. 88).


+++klären++++: er dürfte identisch sein mit jenem Henrich Müller († vor 1760 Gumbsweiler/Glan, der als Nachfolger des Philipp Weber d. J. die Streitmühle in Rutsweiler/Glan am 9.1.1754 erworben hat. Er ist der Vater der Elisabeth Müller, die den Nicolas *Sie­ber heiratete. Dieser übernahm um 1762 die Streitmühle in Rutsweiler (vgl. Latterner, Rudi: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 136), wohl in Erbauseinandersetzung nach seinem Schwiegervater.



Müller, Hilger:

1662 Rieden-Mühle, Herrschaft Bürresheim, bei Mayen/Eifel - +++; katholisch; Sohn des Müllers auf der Riedenmühle, Nikolaus Müller und Christina NN.; ab 1682 Müller auf der Mühle in Rohrbach; °° 22.2.1682 in Kaiserslautern mit Anna Maria Krus (* in Lautern/Erdesbach bei Kusel, Tochter des Valentin Krus) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil II katholisches Kirchen­buch, a.a.O., S. 72)



Müller, Jacob:

am 25.2.1721 °° I luth der Engelmüller von Brücken, Jacob *Müller die Anna Maria Roth (13.2.1695 Brücken – 14.1.1733 Brücken); °° II 5.5.1733 mit M. Dorothea Sohns aus Buhlenberg; °° III mit M. Elisabeth Gilcher aus Aschbach (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 169 Nr. 897).


Um 1743 ist er „Engelmüller von Brücken“ (Amt Birkenfeld); am 7.11.1749 erfolgt die Proklamation des Peter Müller, Sohn des Ja­cob *Müller, „Engelmüller von Brücken“, mit der Anna Christina Lützenburger, der Tochter von (Johann) Theobald *Lützenburger, des Müllers zu Brombach (vgl. Jung: Familienbuch Achtelsbach, a.a.O., S. 155 Anm. zu Nr. 815; Anm.: der Vorname der Schwieger­tochter wird auch als „Maria Christina“ Lützenburger angegeben; vgl. Feil-Krampe, a.a.O., S. 213; Anthes, Günter F.: Die Kasualien der Einwohner von Odenbach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutherischen Kirchenbüchern von Meisenheim 1684-1798, S. 45).



Müller, Jacob:

um 1723 war Jakob Müller der Müller auf der Mahlmühle in Mittelbach; seine Tochter Anna Catharina Müller heiratet 1722 den Schneider zu Mittelbach Heinrich Müller (Quelle: reformiertes KB Zweibrücken; zitiert nach Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http://www.mueller-heppenheim-home-page.t-online.de/mue-vork.htm)



Müller, Jakob:

er stammte aus Mußbach; Erbauer und Müller auf der Pfalzmühle bei Haßloch. Die Mühle wurde 1840 erbaut; der Erbauer, Jakob Müller aus Mußbach, hatte antragsgemäß die Baugenehmigung erhalten. Der große Sandsteinbogen, der auf der Nordseite den Müh­lenhof abgrenzt, trägt die Inschrift “JJM. 1[84]0 MEM”. Über den Mühlkanal wurde eine Turbine betrieben, welche die Mühle mit antrieb. Im Juni 1845 ließ Jakob Müller mit Genehmigung des Königlichen Landkommisariats bei der Wasserzuführung bauliche Veränderungen durchführen. Der Mühlgraben sollte 85 cm tiefer gelegt werden. Bei diesem Umbau sollen die Haßlocher Bürger mehrere Tage kein Wasser gehabt haben, da man den Dorfbach staute und dem Dorf buchstäblich das Wasser abgrub. Dies führte zu Protesten bei der Gemeindeverwaltung (vgl. Ruckdeschel, Bernd H.: Die Haßlocher Mühlen, a.a.O., S. 45).



Müller, Jakob:

um 1872 Müller auf der Lochmühle in Standenbühl; er läßt am 15.2.1872 die Mühle nebst zugehöriger Felder versteigern; die Ver­steigerung ist im Grünstadter Anzeiger Nr. 16 vom 7.2.1872 angekündigt wie folgt: „Wohnhaus mit Oekonomiegebäuden, 1 Mahl­mühle mit 1 gang und 1 Schälgang, Hanfreibe und sonstigem Zubehör, 16 Fuß Wasserfall, an der Pfrimm, die sogenannte Lochmüh­le, bei Standenbühl an der Kaiserstraße und 10 Minuten von der Eisenbahnstation, auf 3 Tagwerk Fläche“ sowie 16 Tagwerk Äcker und Wiesen.


Anm.: er dürfte aus der Otterbacher Familie Müller stammen; eine der Voreigentümerinnen der Lochmühle war



Müller, Jean Nickel:

um 1685 als Müller auf der Mühle zu Dietschweiler; °° mit Anna Maria NN.; am 16.2.1685 sind bei der Taufe seiner Tochter Margre­tha Ottilia Müller als Paten anwesend die Anna Braun verh. Pfaff (2. Ehefrau des Müllers in Kaiserslautern, Debold [Theobald] *Pfaff) und deren Schwester Margretha Braun (Töchter des Georg Braun aus Glan-Münchweiler) (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 29 Nr. 2234).


Vater des Hans Henrich Müller (°° 14.4.1693 mit Anna Barbara Kirch [geb. 11.5.1668, ref.; Tochter des Nicklaß Kirch und der Anna Catharina NN.) (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 39 Nr. 2356).


Am 15.2.1685 ist Margaretha Braun, Cunrads Strasers Frau aus Lautern als Patin bei der Taufe der Margretha Ottilia Müller, der Tochter des Müllers zu Dietschweiler, Jean Nickel Müller und der Anna Maria NN. (vgl. ref. KB Steinwenden; (vgl. Herzog: Kaisers­lautern 1651-1681, a.a.O., S. 122 Nr. 3440).


Wohl auch Vater ++++klären ++++ der Maria Ottilia Müller (°° I mit Theobald klein aus Münchweiler/Glan 8† vor 1735], °° II 21.6.1735 Johann Georg Annewaldt „aus Göllheim, Nassau-Weilburg gebürtig“); Maria Ottilia Witwe Klein war eine geborene Mülle aus der Dietschweiler Mühle (vgl. Nägle, Paul: Trauungen Ortsfremder und Zugezogener im lutherischen Kirchenbuch des „Münchweiler-Thales“ 1664-1800; in Pfälz. Familien und Wappenkunde 1962, S. 222).



Müller, Jeremias:

um 1738 Müller auf der Postmühle in Neustadt. Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Postmühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): „Über der Neustadt (andere Fassung:“unter der Neustadt“) die sog. Postmühle, hat der Friedrich Metzger (andere Textfassung: Metziger) in Anno 1700 von dem Philipp Bibel an sich als eine Erbbestandsmühl erkauft, der Erbherr ist gewesen Emerich Wappler als welcher sein Erbrecht an den jetzigen Burgvogt auf der Hardt Winkelblech verkauft hat, diese Mühl hat nur ein Wasserradt, die Erbpacht zahlt er jährlich dem oben gemelten Burgvogt und 8 ½ Malter Korn sodan in hießige Kellerey 6 Mltr Wasserfall, ferner 3 fl 28x Bodenzins, in hießiges Stift (Anm.: Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 259 zitiert zu­sätzlich:“lt. Brief vom 15.1.1676“), welches der Erbbestands Brief alles melden thutt, sonsten ledig und eigen, Consens ist keiner vorhanden, der jetzige Possessor ist Jeremias Müller.“



Müller, Johann:

1735 war Johann Müller der Spitalmüller in Speyer; am 23.3.1735 versuchten der Müller auf der untere Schießberger Mühle, Jakob *Treitlinger und seine Frau ihre Mühle um 700 Gulden an den Spitalmüller Joh. Müller abzutreten. Dies löste den bekannten Streit zwischen Domkapitel und Stadtrat aus (vgl. Klotz: Die ehemalige „untere Schießberger Mühle“ in Speyer. in: Pfälzer Heimat 1998, S. 78).



Müller, Johann:

geb. in Gerhardsbrunn - +++++; Müller auf der Scharrmühle Gerhardsbrunn; Sohn des Bürgermeisters von Gerhardsbrunn und Besitzers der Scharrmühle, Valentin *Müller und der Margaretha Schneider (vgl. LA Speyer Best. L56 Nr. 372 Bl. 469).


1827 erwarb Valentin *Müller die Mühle für 4000 Gulden und verpachtete sie zunächst bis 1836 an einen Müller namens *Herschler aus Hornbach (vgl. Müller: Gerhardsbrunn, a.a.O., S. 163). Valentin Müller hatte die Scharrmühle für seinen jüngsten Sohn Johann Müller erworben (vgl. Müller: Gerhardsbrunn, a.a.O., S. 164). Johannes Müller heiratete die Eva Höh und übernahm 1836 die Scharrmühle (vgl. Müller: Gerhardsbrunn, a.a.O., S. 166). Er ist mehrfach im Grundsteuerkataster Gerhardsbrunn vom 25.5.1844 aufgeführt (vgl. LA Speyer Best. L56 Nr. 372).


Im Grundsteuerkataster der Gemeinde Gerhardsbrunn von 1844 ist die Mühle aufgeführt und wir folgt verzeichnet (vgl. LA Speyer Best. L56 Nr. 372): „Die Scharrmühle, Wohnhaus mir Mühlwerck zu 2 Mahlgängen und 1 Schälgange, Oehlmühle, Schweinställe, Backhaus, Schopp, Scheuer mit zwei Ställen und Hofraum mit Brunnen." Eigentümer ist der Müller auf der Scharrmühle Johann Müller. Weiter heißt es: „Die Mühle mit nachbemerkten Gütern laut Ehevertrag gefertigt vom Notar vom 9. März 1836, von der Mut­ter Margaretha Schneider, Witwe von Valentin Müller, gewesenen Bürgermeister zu Gerhardsbrunn um den Gesamtaufschlag von 10000 fl übertragen erhalten ….“



Müller, Johannes:

Müller auf der Herrenmühle in Brücken; Sohn des Müllers auf der Herrenmühle, Peter *Müller und der Gertrud Brenner; °° vor 1622 mit Margreth NN. (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 169 Nr. 891).



Müller, Johannes:

Johannes *Müller († vor 1719 err.) war Müller auf der Moormühle in Steinwenden; seine Tochter Anna Maria Müller heiratet am 30.5.1719 in Steinwenden den Samuel Fries aus Steinwenden Müllermeister auf der Moormühle bei Steinwenden-Weltersbach (re­formiertes Kirchenbuch Steinwenden; (vgl. Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim:http://www.mueller-heppenheim-ho­mepage.t-online.de/mue-vork.htm). Die Mühle wurde schuldenhalber 1718 versteigert.



Müller, Johannes:

s. auch Hanns Wolff (Johannes) *Müller



Müller, Johann Adam:

2.09.1694 Kleinbundenbach - 01.08.1770 Kleinbundenbach; Müller auf der Stampermühle bei Großbundenbach, Sohn des Müllers auf der Stampermühle in Großbundenbach Johann (auch Hans) Conrad *Müller und Anna Elsa NN.; oo Großbundenbach 17.01.1719 (luth. KB Großbundenbach) mit Anna Catharina Gabriel (* Gries 16.02.1696 [ref. KB Lambsborn]); Kinder: 1. Maria Anna Margare­tha, oo Lambsborn 16.11.1745 (ref. KB Lambsborn) mit Johann Henrich Blinn (Gemeinsmann zu Krähenberg, S. v. Theobald Blinn); 2. Johann Jakob, oo Großbundenbach 07.05.1754 mit Maria Eva Brünnesholtz (T. v. Johann Benedict Brünnesholtz, Schultheiß zu Kleinbundenbach); 3. Johann Adam, ca. 1730 konfirmiert, oo Großbundenbach 04.02.1755 mit Maria Margaretha Brinnesholtz aus Kleinbundenbach (T. v. Johann Benedict). (Quelle: Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http://www.mueller-heppen­heim-home-page.t-online.de/mue-vork.htm).


Der Johann Adam Müller, Sohn des Johann Konrad Müller, Müller in der Stampermühle zu Großbundenbach, wird als Taufzeuge in Buntenbach am 2.2.1716 erwähnt (vgl. Schmidt, Erwin F.: Familiennamen in der ehemaligen Gemeinschaft Buntenbach im 18. Jahr­hundert, 1. Fortsetzung; in: PRFK 1977, S. 461).



Müller, Johann Adam (1):

1717 – 1.12.1763 Ellweiler im Alter von 46 Jahren; Müller in Ellweiler (err.); °° I vor 1743 mit Maria Angelika NN. (geb. um 1722 – 20.12.1753 im Alter von 31 Jahren) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 169 Nr. 898). Vater von Johann Adam (2) *Müller (geb. 21.12.1744 Ellweiler; °° 6.3.1764 mit Elisabetha Katharina Leister), von Johann Jacob Müller (7.8.1753 Ellweiler – 1.4.1796; °° 9.1.1783 in Ellweiler mit Anna Margaretha Leister) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 169/170 Nr. 898-903).



Müller, Johann Adam (2):

geb. 21.12.1744 Ellweiler - +++; Müller in Ellweiler; Sohn des Müllers in Ellweiler Johann Adam (1) *Müller und der Maria Angeli­ka NN.; Bruder des Johann Jacob Müller (7.8.1753 Ellweiler – 1.4.1796; °° 9.1.1783 in Ellweiler mit Anna Margaretha Leister); °° am 6.3.1764 in Ellweiler mit Elisabetha Katharina Leister (geb. 4.10.1749 in Ellweiler; Tochter des Michael Leister; Schwester der Anna Margaretha Leister) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach, a.a.O., S. 170 Nr. 900). Vater u.a. von Johann Peter Müller (geb. 2.11.1767), Anna Katharina Müller (geb. 18.2.1770, °° 304.1795 mit dem Müller auf der Neubrücke, Peter Weyerbacher; Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 170 Nr. 900 iVm. S. 274 Nr. 1448).



Müller, Johann Adam:

um 1757; Papiermüller in Mertesheim; verheiratet mit Anna Margarete NN.; Vater des Johann Adam (2) Müller (getauft 9.3.1758) (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 38).



Müller, Johann Casimir:

um 1626 Müller in Kaiserslautern; Sohn des Müllers in Kaiserslautern Hanß Casimir *Müller und der NN.; Bürgeraufnahme am 13.1.1626; am 3.2.1627 als Zeuge genannt; soll am 21.9.1633 eine Geldstrafe zahlen; °° Anna Barbara NN.; Vater von Weyerich (auch Weirauch) Müller (Bürgeraufnahme am 18.5.1633; vgl. Herzog, a.a.O., S. 32 Nr. 518), Roßina Müller und Anna Catharina Müller (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S.32 Nr. 511).



Müller, Johann Conrad:

1647 (err) - 15.12.1727 Kleinbundenbach, 80 J. alt; Müller auf der Stampermühle bei Kleinbundenbach; er starb am 15.12.1727 „zu Bundenbach nach einer kurzen Schwachheit“ im Alter von 80 Jahren (vgl. Schmidt, Erwin F.: Familiennamen in der ehemaligen Ge­meinschaft Buntenbach im 18. Jahrhundert; in: PRFK 1977, S. 461).


oo ca. 1670 mit Anna Elsa NN. (1653 (err) - 13.1.1730 Großbundenbach „nach einer 18wöchigen Krankheit“ im Alter von 77 Jahren; [vgl. Schmidt, Erwin F.: Familiennamen in der ehemaligen Gemeinschaft Buntenbach im 18. Jahrhundert; in: PRFK 1977, S. 461]; Kinder aus der Ehe waren: 1. Johann Georg Müller (oo Großbundenbach 25.06.1715 mit Anna Catharina Lauer (T. v. Simon Johann Lauer, Gemeinsmann zu Obernheim) (Quelle: Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http://www.mueller-heppenheim-home-page.t-online.de/mue-vork.htm); 2. Susanna Maria Müller (oo Wiesbach 13.10.1703 [ref. KB Lambsborn] mit Johann Ehrhardt Kau, Gemeinsmann und Witwer (von Anna Dorothea Müller aus Krähenberg) zu Krähenberg (Quelle: Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http://www.mueller-heppenheim-home-page.t-online.de/mue-vork.htm); 3. Johann Adam *Müller, 1694 (Quel­le: Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http://www.mueller-heppenheim-home-page.t-online.de/mue-vork.htm); 4. Johann Jakob Müller (Gemeinsmann zu Käshofen, 1680 [err], + Käshofen 27.12.1742 [ref. KB Lambsborn]) (Quelle: Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http://www.mueller-heppenheim-home-page.t-online.de/mue-vork.htm; Angabe zu Käshofen dort als “Conrad *Müller, Mahlmüller auf der Stampermühle bei Kleinbundenbach” bezeichnet).


Der Johann Adam *Müller, Sohn des Johann Konrad *Müller, Müller in der Stampermühle zu Großbundenbach, wird als Taufzeuge in Buntenbach am 2.2.1716 erwähnt (vgl. Schmidt, Erwin F.: Familiennamen in der ehemaligen Gemeinschaft Buntenbach im 18. Jahrhundert, 1. Fortsetzung; in: PRFK 1977, S. 461).



Müller, Johann Daniel:

s. auch Daniel *Müller


In Homburg ist Johann Daniel Müller, ref., Müllermeister erwähnt (Ist es der Daniel Müller, der 1707 die Mühle in Bruchmühlbach verkaufte?) oo mit Elisabetha; 3 Kinder zwischen 1709 und 1711 in Homburg geboren (luth. KB Homburg; zitiert bei Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim:http://www.mueller-heppenheim-homepage.t-online.de/mue-vork.htm)



Müller, Johann Georg:

ab 1709 Müller auf der Mörlheimer Mühle; Bruder des Johann Jost *Müller; °° mit Anna Barbara Ehrly.


Ab 1709 war Johann Georg *Müller der Beständer der Mörlheimer Mühle. In den Briefprotokollen von Landau ist am 7.2.1709 ver­merkt: „Nachdeme Joh. Georg Müller der Müller zu Morleheim herrschftl: Territory sich mit seinem Ehweib Anna Barbara geb. Ehr­liy angemeldet, umb das von seinem Bruder Jost Müllern an Baptiste Beghne (?; = Schultheiß von Mörlheim) verkaufte Mühlwesen jure retract. (Anm.: Retraktion = Aufhebung eines Rechtsakts)... zu erlösen ...“. In dieser Urkunde wird auf den Kaufvertrag zwischen Johann Jost *Müller und den Schultheiß Beghne vom 7.1.1709 verwiesen, der inzwischen auf Anordnung der Regierung auf Joh. Ge­org Müller umgeschrieben und diesem der Betrieb der Mühle erlaubt wird (vgl. LA Speyer Best. F5 Briefprotokolle Landau Nr. 686; Bl. 376).


Er war Gläubiger des Bäckermeisters Jost Steinbrunn aus Edenkoben. Dieser kam vor 1671 aus Sinsheim nach Edenkoben, wo er Bürger, Gemeinsmann, Bäckermeister und 1683 auch Dorfmeister war. Steinbrunn wird bald in Edenkoben als Besitzer von Weingär­ten und Äckern genannt und war 1721 Besitzer eines Hauses in Edenkoben. Er muß sich wiederholt in finanziellen Schwierigkeiten befunden haben (vgl. Billig: Geschichte von Edenkoben, a.a.O., S. 65). Er war am 5.8.1705 W“482 fl pupillengeltt“ schuldig als Vor­mundschaftszahlung an Johann Georg Müller, Müllermeister zu Mörl..., „schützet aber die schlechte nahrlose Zeit vor (vgl. Billig: Geschichte von Edenkoben, a.a.O., S. 69 Anm. 18; Stadtarchiv Edenkoben, Best. D8: Verhörprotokolle 1701-1715).


Am 19.2.1712 ++++prüfen:: in den Briefprotokollen befindet sich unter diesem Datum kein Kaufvertrag++++ kauften die Eheleute Johann Ludwig Trapp und Anna Maria NN. die Mörlheimer Mühle von Johann Georg *Müller (vgl. Hinweis beim späteren Verkauf der Mühle am 8.3.1715 = LA Speyer Best F5, Nr. 687 Bl. 491).


Am 8.3.1715 wird der erneute Verkauf der Mühle beurkundet: „Johann Ludwig Trapp B. (Anm.: = Bürger) und …. und Anna Maria seine eheliche Hausfrau verkaufen an Jacob Trapp B. (Anm.: = Bürger) und Webern zu Queichheim et uxorem Mar. Margar. ihre zu Merlenheim dißeits der Bach gelegene und von Georg Müller ehmals erkaufte Maahlmühle gleichwie sie solche von ermeltem Mül­ler mit Ihnen Rechten und … an sich bracht haben dergestalten daß Ihme dißfalß alsbaldt der Kaufbrief über solche Mühle und …. so … mit verkauft sind de ao 1712 den 29ten febr. … und erkauft die Mühle alß sein Eigenthumb … in Besitz nehmen. Jährlich aber sind biß zu anfang d. Zalung des Kaufgeldts den Verkäufern 25 Maltr. Quartalsweiß entrichten in anno 1717.“ Der Kaufpreis betrug 1400 fl, die in Raten von je 200 fl zahlbar waren (vgl. LA Speyer Best F5, Nr. 687 Bl. 491/492).



Müller, Johann Georg:

um 1748 Müller auf der „Elschbacher Mühle“ (Anm.: in Elschbach, heute OT von Bruchmühlbach-Miesau); um 1748 war Johann Georg *Müller der Beständer der Elschbacher Mühle; er ist der Vater des Johann Jakob Müller, der am 4.6.1748 in Buntenbach die Katharina Elisabeth Moser, Tochter des verstorbenen Bürgers und Schlossers zu Ottweiler, Johann Andreas Moser heiratet (vgl. Schmidt, Erwin F.: Familiennamen in der ehemaligen Gemeinschaft Buntenbach im 18. Jahrhundert, 1. Fortsetzung; in: PRFK 1977, S. 461).



Müller, Johann Henrich:

1721 ist als Müller in Oberwiesen erwähnt der Johann Henrich Müller; am 20.5.1721 ist als Pate im lutherischen Kirchenbuch in Kirchheimbolanden erwähnt als „Joh. Henrich Müller, Müller zu Oberwiesen“ (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 61).



Müller, Johann Heinrich:

um 1767 Müller auf der Mahl- und Ölmühle in St. Julian; Sohn des Müllers auf der Mahl- und Ölmühle St. Julian, dem aus Annwei­ler stammenden Johann Nickel *Miller. Johann Heinrich Müller übernahm nach dem Tod seines Vaters die Mühle in St. Julian. °° mit Maria Margaretha Werner. Unter Johann Heinrich Müller wurde die Ölmühle von der Mahlmühle getrennt und als selbständiger Be­trieb weitergeführt.In dem für ihn ausgestellten Erbbestandsbrief vom 30.1.1767 besteht die Verbindung beider Mühlen noch. Danach muß eine Erbteilung erfolgt sein, denn in einem Bericht des Schultheißen Gilcher, Horschbach, von 1778 ist von „dem Müller seiner Schwester aus der Ohligmühl“ die Rede (vgl. Weber: Museumsmühle in St. Julian, a.a.O., S. 8). Vater des Müllers und Betriebsnach­folgers Jakob I. Müller (vgl. Weber: Museumsmühle in St. Julian, a.a.O., S. 11).



Müller, Johann Jacob:

1696 wird Hans Jacob Müller, ein Müller, in Waldmohr genannt (Untertanenliste des Oberamtes Zweibrücken; zitiert bei Internetda­tei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim:http://www.mueller-heppenheim-homepage.t-online.de/mue-vork.htm). 1708 war Johannes Jacobus Müller in der „Mormühle“ (Mohrmühle) in Waldmohr; °° mit Magdalena NN.; seine Tochter Catharina Müller wird am 26.08.1708 getauft (kath. KB Kübelberg; zitiert bei Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim:. http//www-mueller-heppen­heim-homepage.t-online.de/mue-vork.htm).


Am 20.4.1712 vor dem Kübelberger Gericht verkauften die Brüder Ohrfey „ahn Hanß Jacob Müller, Magdalena seine eheliche Hauß­frauen, Müller uf der Mohrmühlen, königlich schwedischer Herrschaft“ eine Wiese auf der Kübelberger Gemarkung „unten an der Barbern Furth“ zum Preis von 15 Gulden .. (vgl. LA Speyer Best. F 5 Nr. 187, fol. 85 R; zitiert nach Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 107).


Die Gemeinde lag mit dem Mohrmüller ständig im Streit; deshalb wollte man ihm eine Konkurrenz schaffen und im Dorf selbst eine Mühle bauen. Die Frage war allerdings nicht leicht zu lösen, da der Glan oberhalb von Waldmohr wenig führte. Da erbot sich 1715 ein gewisser Jakob Lahn ...., auf einem geeigneten Platz in den Lohwiesen am Glan eine sog. Pletschmühle zu bauen. Da die kraft zum Treiben eines unterschlächtigen Rades zu gering war, wollte Lehn das in einem “Tümpel” sammeln und dann mittels einer höl­zernen Rinne von oben auf das Rad leiten (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 64).



Müller, Johann Jakob:

1786 Eulenbis – 1839 Moormühle Steinwenden; Müller zunächst auf der Mühle in Oberweiler, da er in 1. Ehe mit Witwe des Müllers in Oberweiler Peter Leppla und dann dessen Bruder und ebenfalls Müller in Oberweiler Georg Leppla, der Anna Gertraude *Pfleger verheiratet war.


Diese in °° III mit dem Müller auf der Oberweiler Mühle Adam Müller (Angabe nach Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 61 vom 13.8.1819, S. 451), der auch als „ Johann Jakob Müller (1786-1839)“ bezeichnet wird (vgl. Paul, Roland: Die Moormühle: in: Weltersbach. Streifzüge durch die Ortsgeschichte, a.a.O., S. 70). Aus der Ehe stammt der Sohn Carl Müller.


Nach dem Tod der Anna Gertraude Pfleger heiratete der Witwer, der den 2jährigen Sohn Carl zu versorgen hatte seinerseits in 2. Ehe die Müllerstochter Anna Maria Pletsch von der Mohrmühle Steinwenden. Diese war in erster Ehe mit dem vom Rodalberhof bei Lemberg stammenden Balthasar Kehrwald; dieser wurde Müller auf der Mohrmühle und 1815 Bürgermeister von Steinwenden (vgl. Paul, Roland: Die Moormühle: in: Weltersbach. Streifzüge durch die Ortsgeschichte (Steinwenden 2006), S. 70). Er starb aber bereits 1818. Seine Witwe verheiratete sich mit dem aus Eulenbis stammenden Johann Jakob Müller (1786-1839), der ebenfalls seit 2 Jahren verwitwet war und zuletzt die Mühle in Oberweiler a.d. Lauter betrieben hatte. Er brachte sein eigenes 2jährigen Söhnchen Carl Mül­ler sowie seinen 12jährigen Stiefsohn Johann Georg Leppla mit auf die Moormühle und ließ beide den Müllerberuf lernen (vgl. Paul, Roland: Die Moormühle: in: Weltersbach. Streifzüge durch die Ortsgeschichte (Steinwenden 2006), S. 70). Adam Müller richtete in den 1820er Jahren neben der Mahl- und Sägemühle eine Ohligmühle ein, die er später seinem Sohn Carl Müller übergab. Nachdem der ursprünglich zur Mühlenübernahme vorgesehene Nikolaus Kehrwald, der älteste Sohn Balthasar Kehrwalds und der Anna Maria Pletsch, sich als Rotgerber in Kaiserslautern niedergelassen hatte, ging die Mahlmühle samt Sägewerk und landwirtschaftlichem Be­trieb auf die Tochter Anna Maria Kehrwald über, die sich mit Johann Georg Leppla verheiratet hatte (vgl. Paul, Roland: Die Moor­mühle: in: Weltersbach. Streifzüge durch die Ortsgeschichte, a.a.O., S. 70).



Müller, Johann Jakob:

7.8.1732; bis 1732 war Johann Jacob Müller († 7.8.1732) “Öhligschläger zu Medard” (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformier­ten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 234); seine Witwe Anna Elisabeth NN heiratet am 23.6.1733 in Medard in 2. Ehe den Johann Peter Gravius (vgl. Feil-Krampe, a.a.O., S. 106).



Müller, Johann Jost:

um 1709 Müller auf der Mahlmühle bei Mörlheim. Bruder des Müllers in Mörlheim, Johann Georg *Müller; °° Anna Barbara Marun­biz (?)


Am 7.1.1709 heißt es in den Landauer Briefprotokollen „Jost Müller der Müller von Merlnheim Landauer territory undt Ann-Barb. Marunbiz (?) uxor verkaufen an Herrn Baptiste Beghe (?) Schulth. zu Merlnheim und uxor Marie Simonis einen Drittentheil … der Mühle auf Landauer Seith …. umb 1000 fl baares Geldts ...“ (vgl. LA Speyer Best. F5 Nr. 686 Bl. 372r). Die Urkunde ist unterzeich­net von „Hanß Jost Müller“.


Ab 1709 war Johann Georg *Müller der Beständer der Mörlheimer Mühle. In den Briefprotokollen von Landau ist am 7.2.1709 ver­merkt: „Nachdeme Joh. Georg Müller der Müller zu Morleheim herrschftl: Territory sich mit seinem Ehweib Anna Barbara geb. Ehr­liy angemeldet, umb das von seinem Bruder Jost Müllern an Baptiste Beghne (?; = Schultheiß von Mörlheim) verkaufte Mühlwesen jure retract. ... zu erlösen ...“. In dieser Urkunde wird auf den Kaufvertrag zwischen Johann Jost *Müller und den Schultheiß Beghne vom 7.1.1709 verwiesen, der inzwischen auf Anordnung der Regierung auf Joh. Georg Müller umgeschrieben und diesem der Betrieb der Mühle erlaubt wird (vgl. LA Speyer Best. F5 Briefprotokolle Landau Nr. 686; Bl. 376).



Müller, Johann Ludwig:

ab 1723 bis nach 1738 Müller auf der Obersten Neumühle in Haßloch; im Mühlenverzeichnis von 1738, vom kurpfälzischen Hör­fauth Philipp aufgenommen, ist die Röthmühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “ [...] ist anno 1723 durch den jetzigen Poßser Johann Ludwig Müller auf der von der Gemeindt Haßloch ihm angewießenen und in Erbbestand begebenen Platz benembst 17 Morg. Acker und Wießen zu bauen angefangen, gibt jährlich der Gemeindt Rath: deß Platz Acker und Wießen 17 Ma. Korn, s dan in die Kellerey Neustadt vermög erhaltenem Consens 12 Ma., es sein ihm 2 Mahlgäng erlaubt hatt auch keiner mehr, und ist diese Pacht oder Wasserfallzins anno 1725 daß erstmahl vermög Quittung geleistet worden.”


Vater der Anna Maria Müller (geb. 1724 err – 22.6.1765 im alter von 40 Jahren 8 Monate und 23 Tagen; °° 27.4.1747 mit dem Pfar­rer in Iggelheim, Johann Nicolaus Siebein) (vgl. Kuby, Alfred Hans: Ergänzungen zum Pfälzischen Pfarrerbuch [Buchstaben SI-SM]; in: PRFK 1999, Bd. 14 Heft 5, S. 242).



Müller, Johann Nickel:

aus der Mahl- und Ölmühle St. Julian; s. Johann Nickel *Miller



Müller, Johann Michael:

s. Jean Michel *Müller



Müller, Johann Nickel:

ab 1787 Erbbestandsmüller auf der Dorfmühle in Gumbsweiler; ++++klären: Sohn des Müllers auf der Dorfmühle in Gumbsweiler Peter *Müller und NN++++; er erhielt am 24.5.1787 einen Erbbestandsbrief als Erbbestandsmüller auf der Dorfmühle in Gumbswei­ler; daraus geht hervor, daß die Mühle trotz der Pläne des Henrich Müller von 1751 doch nicht vergrößert worden war. Sie hatte nach wie vor nur einen Mahlgang und einen “im Trilles” (ein waagrecht laufendes Stirnrad), an das durch ein zweites kleines Kammrad ein weiterer Gang angeschlossen ist, der jedoch nicht über ein eigenes Wasserrad verfügt. Johann Nickel Müller hatte wie auch sein Vorgänger auf der Mühle unter Hochwasser des Glan zu leiden. Fast zu einer Katastrophe kam es 1791; der Glan hatte sich beim Hochwasser ein neues Bett gegraben. Er war oberhalb des Wehres nach der Talseite ausgebrochen und hatte die Mühle gänzlich tro­cken gelegt. Um die Ausbruchseite zu schließen, bedurfte es der Hilfe der ganzen Gemeinden. Bereits 1792 kam es zu einem neuen Ausbruch des Glan. Im neuen Flußbett schoß der Glan schräg auf die Brücke zu, so daß diese untergraben zu werden und einzustür­zen drohte. Die Gefahr konnte erneut nur durch Einsatz des gesamten Dorfes gebannt werden. Zugleich war Johann Nickel Müller unheilbar erkrankt. Seine Ehefrau führte seit 1788 die Mühle. Da 1792 durch die Folgen des Hochwassers drei Monate nicht gearbei­tet werden konnte und Hunger drohte, bat sie die Regierung für ihre neunköpfige Familie um Hilfe und Pachtnachlaß (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die historischen Mühlen in Gumbsweiler am Glan; in: Westricher Heimatbll. N. F. 6. 1975, S. 88).



Müller, Johann Nikel:

Landwirt aus Finkenbach, ab 1714 Müller auf der Dorfmühle Hefersweiler. Am 14.2.1714 beantragte der Landwirt und Müller aus Finkenbach, Johann Nikel Müller, ihm den Wiederaufbau zu gestatten. Dem Antrag wurde nunmehr gegen den Widerstand des Amt­manns Böhmer durch die Landesregierung genehmigt. Der Bau begann 1715. Es wurde ein ca. 717m langer Mühlengraben angelehnt und bei der Mühle eine Staumauer, an der ein Gefälle zum Mühlrad der Mühle von 4m Höhe vorhanden war. Zum Aufbau nahm Jo­hann Nikel Müller Darlehen von insgesamt 500 Gulden bei dem Kaufmann Boricelli in Meisenheim gegen Verpfändung von Grund­stücken und der Mühle auf. Wie lange Müller die Mühle betrieb. Im Kirchenbuch werden bereits 1718 und noch 1726 die Familie Knapp als Müller benannt (vgl. Knecht, Klaus: Die Mühle in Hefersweiler; in: Uhrig, Detlev und Schwarz, Willi: Ortschronik der Gemeinden Hefersweiler und Berzweiler 1569-2002, hrsg. Gemeinde Hefersweiler 2003, S. 30-31).



Müller, Johann Niclas:

geb. 23.7.1669 in Erzenhausen – 30.12.1732 in Neustadt/Weinstraße; er war einer der wichtigsten technischen Neuerer auf dem Ge­biet der Mühlentechnik. Über die Kindheit und Jugend Johann Niclas Müllers ist wenig bekannt. Seine jungen Jahre der Lehre und Ausbildung zum Müller verbrachte er vermutlich in Orten der heutigen Verbandsgemeinde Weilerbach. 1693 erwarb er von Daniel Jung die „Pfeifermühle“ in Eulenbis. Müller auf der Pfeifermühle in Eulenbis; er kaufte 1693 die Mühle von dem Müller und Vorbe­sitzer Daniel Jung. Die schriftliche Bestätigung des Verkaufs zog sich bis zum Jahre 1700 hin, weil Unstimmigkeiten über den “ei­gentümlichen Platz” der Mühle auftauchten. Die Nachforschungen ergaben, dass nach 1600 eine Walkmühle von Peter Willenbacher von Willerbach betrieben wurde. Daniel Jung hatte das Land von den Erben gekauft und 1686 die Mühle gebaut. Wegen dieser Un­klarheiten darüber, ob der „Besitzer“ seine Mühle wirklich besitzt und ob er das Verkaufsrecht habe, zog sich der Verkauf bis 1700 hin. Wie bereits sein Vorgänger bemühte er sich vergeblich, seine Mühle zur Bannmühle zu erheben. 1703 heiratet Müller Luise Ka­tharina Reisser (1687-1723): Mit ihr hatte er fünf Kinder, die überlebten. In den Jahren zwischen 1700 und 1719 verbesserte er suk­zessive die Technik der Kräfteübertragung in seiner Mühle, was seine heutige Bedeutung ausmacht. 1719 und 1721 brannten Teile der Mühle ab. Man geht von Brandstiftung missgünstiger Konkurrenten aus. Johann Niclas Müller musste die Mühle verkaufen, da er nicht über ausreichende Geldmittel verfügte, die Mühle wieder aufzubauen. Über die folgenden Jahre ist bekannt, dass 1751 der lu­therische Pfarrer von Steinwenden die Mühle ersteigerte und diese an Johann Nicol Jung verpachtet hatte. Johann Niclas Müller starb verarmt in Neustadt.


Historische Bedeutung:

In der Geschichte der Mühlen kommt Johann Niclas Müller eine ähnliche Bedeutung zu wie später Oliver Evans, dem amerikani­schen Erfinder und Neuerer der Mühlentechnik. Nachdem sich seit dem Mittelalter technisch wenig an der Technik verändert hatte, bestand die Leistung Müllers vor allem darin, die Kraft effizienter zu übertragen. Wurde sie bei älteren Mühlen vor allem durch Rie­men und Bänder übertragen, ersetzte Müller dies durch eine komplizierte Zahnradmechanik. Anregungen dazu holte er sich mögli­cherweise bei großen Uhrwerken. Dadurch konnte er, auch wenn wenig Wasser auf sein Mühlrad floss, die Kraft effizienter nutzen und hatte einen wirtschaftlichen Vorteil gegenüber seinen Konkurrenten. Er wurde schnell kopiert und so verbreitete sich seine Tech­nik, ohne mit seinem Namen verbunden zu sein.


Literatur/Urkunden:

- Kurz, Jakob: Technische Innovation im Mühlenwesen des 18. Jahrhunderts. In: Archiv für die Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik. 9. Jg. (1920/22). S. 13-34.

- Turnus, Bert: Johann Niclas Müller (1669-1732) - ein pfälzischer Pionier. Untersuchungen zur Entwicklung des Mühlenwesens im Raum Weilerbach. In: Jahrbuch für Westdeutsche Landesgeschichte 3. Jg 1977 S. 78-103



Müller, Johann Nikolaus:

um 1739 Müller auf der Weilerbacher Mühle; in der Mühlenbeschreibung des Oberamts Lautern von 1739 (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29) wird die Mühle wie folgt beschrieben: “ist Johann Nikolaus Müllers Eigentum und hat 2 Gänge. Gibt für den Wasserfall 7 Malter Korn.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 239).


Am 26.10.1742 im Kirchenbuch von Weilerbach ist Johann Nickel Müller als Pate bei der Taufe des Joh. Nickel Diehl aufgeführt ist (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S. 21)



Müller, Johann Peter:

ist 25.4.1696 Stiftsmüller in Kaiserslautern, Sohn von Hans Wolff Müller (aus „Meißelsdorf“/Österreich, ist 24.02.1662 Taglöhner in KL, erst 16.01.1672 Bürgeraufnahme) (Quelle: Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http://www.mueller-heppen- heim-home-page.t-online.de/mue-vork.htm); er ist ein Bruder des Stiftsmüllers (Johannes) *Müller.



Müller, Johann Peter:

s. Hanß Peter Müller (Engelsmüller in Brücken bei Birkenfeld)



Müller, Johann Peter:

9.12.1725 Wiesbach - † 11.08.1746 Wiesbach, 21 J. alt (ref. KB Lambsborn; zitiert nach Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Hep­penheim: http//www-mueller-heppenheim-homepage.t-online.de/mue-vork.htm); Müller auf der Oberen Mühle in Wiesbach; Sohn des Müllers auf der Oberen Mühle in Wiesbach, Abraham Müller (vgl. o.A.: Die Wiesbacher Mühle; in: Aus heimatlichen Gauen 1934 Nr. 14).


Um 1744 war Peter Müller als Lehensmüller auf der Wiesbacher Mühle, er war lutherisch und °° (I ?) mit der Katholikin Anna Maria Lanz, 1743 wurde der Sohn Johann Peter Müller geboren, der 1744 gestorben ist (vgl. Luth. KB Battweiler-Dellfeld; zitiert nach Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http://www.mueller-heppen-heim-home-page.t-online.de/mue-vork.htm; vgl. auch LA Speyer Best B2 Nr. 294/7; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 200). °° (II ?) Winterbach 28.06.1746 [ref. KB Winterbach] mit Anna Margaretha Hofmann (* Niederhausen 23.12.1725, Tochter von Jacob Hofmann, Gemeinsmann und Müller zu Niederhausen [* ca. 1680 err - 02.08.1744]; sie heiratete in 2. Ehe am 26.03.1748 in Winterbach Johann Nickel Theisson, Bürger und Bäcker in Winterbach) (Quelle: Ref. KB Winterbach und ref. KB Lambsborn, zitiert nach Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http//www-mueller-heppenheim-homepage.t-online.de/mue-vork.htm).


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken, erstellt 1744 von Rentkammersekretär Johann Friedrich Marx und vorgelegt am 6.1.1745 (LA Speyer Best B2 Nr. 294/7), ist die Stampermühle als “Mahlmühle unterhalb Wiesbach” bezeichnet; bei der Beschrei­bung der Stampermühle befinden sich Ausführungen auch zur Etzenbacher Mühle; der Aktenvermerk im Mühlenprotokoll lautet (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 200): “wird getrieben von einem Wässerlein, das von den beiden Wiesbacher Brun­nen kommt. Liegt nächst unten an dem Dorf Wiesbach. 2 oberschl. Wasserräder, welche 1 Mahl- und 1 Schälgang betreiben. Mühl­graben oberhalb und unterhalb der Mühle. Pacht 9 Faß Korn und 8 bz Kappengeld. Hat keinen Bann. Die Erbbeständer sind Peter Müller und dessen Schwager Nickel Ulbrich zu Niedermohr im Kurpfälzischen; vordem als Wiesbach und die Mühle noch sickin­gisch, Abraham *Müller.


°° Winterbach 28.06.1746 [ref. KB Winterbach] mit Anna Margaretha Hofmann (* Niederhausen 23.12.1725, Tochter von Jacob Hofmann, Gemeinsmann und Müller zu Niederhausen [* ca. 1680 err - 02.08.1744]; sie heiratete in 2. Ehe am 26.03.1748 in Winterbach Johann Nickel Theisson, Bürger und Bäcker in Winterbach) (Quelle: Ref. KB Winterbach und ref. KB Lambsborn, zitiert nach Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http//www-mueller-heppenheim-homepage.t-online.de/mue-vork.htm).



Müller, Johann Peter:

um 1749; Sohn des Engelsmüllers zu Brücken im Amt Birkenfeld, Jakob Müller: °° am 7.10.1749 in Adenbach mit der Müllerstoch­ter Maria Christina Lützenburger, Tochter des Müllers in Adenbach, Johann Theobald *Lützenburger und NN.; die Mühle ließ sich trotz der Mitarbeit des Schwiegersohns nicht halten; nach dem Tod Lützenburgers († um 2.3.1753) hat das Oberamt Meisenheim “die Mühle der Schulden wegen versteigern lassen und die Lützenburgische Wittib verheiratete sich nachher an Philipp Maurer von Be­cherbach” (lutherisches Kirchenbuch Meisenheim, abgedruckt bei Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 213; Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O., S. 231)



Müller, Johann Peter:

um 1747 war Peter Müller als Müller auf der Erlenmühle; seine Tochter Anna Maria Müller °° am 9.2.1747 in der reformierten Kir­che Wallhalben den Johann Adam Schäfer aus Biedershausen (vgl. Knocke, Theodor: Trauung von Ortsfremden in Wallhalben im 18. Jh.; in: PRFK 1976, S. 306).


Am 1.6.1748 ist Patin in der lutherischen Kirche in Buntenbach bei der Taufe des Balthasar Deckhaut u.a. die „Maria Katharina Mül­ler, Tochter des Müllers Johann Peter Müller, Erlenbachermühle (vgl. Schmidt, Erwin F.: Familiennamen in der ehemaligen Gemein­schaft Buntenbach im 18. Jahrhundert; in: PRFK 1977, S. 419, 424).



Müller, Johann (Hanß) Reinhardt:

1720 Mimbach (err.); ab 1685 war Johann Reinhardt Müller, Mahlmüller zu Wiesbach, Sohn des Mahlmüllers und Erbauers der Oberen Mühle in Wiesbach bei Zweibrücken, Theobald *Müller und der Catharina NN (vgl. o.A.: Die Wiesbacher Mühle; in: Aus heimatlichen Gauen 1934 Nr. 14 mit Übertragung des Kaufbriefs, leider ohne Quellenangabe).


Johann Reinhardt Müller war Taufpate ("Hanß Reinhard Müller, Müller zu Wiesbach") am 12.04.1694 bei Hanß Reinhard Keller in Lambsborn (ref. KB Waldmohr); °° 17.11.1681 in Wiesbach (ev.-ref. KB Zweibrücken) mit Anna Apollonia Knap (Tochter von Caspar Knap, GM zu Quirnen im Lichtenberger Amt. Sie ist am 03.02.1691 Taufpatin bei Anna Margaritha Vollmahr in Käshofen (ref. KB Waldmohr); Kinder, geboren in Wiesbach (ref. KB Lambsborn): 1. Johann Henrich, x 24.05.1691 (29.05.1691 im ref. KB Waldmohr); 2. Johann Adam, x 21.01.1693 (ref. KB Waldmohr); 3. Hans Wendel (Hanß Wendell), x 05.04.1695 (ref. KB Waldmohr); Taufpatin: Maria Elisabetha, Hausfrau von Jacob Müller auf dem Krähenberg. 4. Maria Catharina, x 30.06.1698 5. Eva Catharina, x 16.04.1700 (vgl. Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http://www.mueller-heppen-heim-home-page.t-online.de/mue-vork.htm).


Die Obere Mühle in Wiesbach wurde von Theobald *Müller wieder aufgebaut. Nach seinem Tod ging die Mühle erblich auf seine Söhne über. Die Söhne Jakob Müller und Hanß Conrad Müller verkauften ihre Anteile an ihren Bruder Hanß Reinhard *Müller (vgl. o.A.: Die Wiesbacher Mühle; in: Aus heimatlichen Gauen 1934 Nr. 14 mit Übertragung des Kaufbriefs, leider ohne Quellenangabe).


°° mit NN.; Vater des Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Oberen Mühle zu Wiesbach, Abraham *Müller, des Heinrich Müller und des Wendel *Müller (vgl. Angabe bei: o.A.: Die Wiesbacher Mühle; in: Aus heimatlichen Gauen 1934 Nr. 14 mit Übertragung des Kaufbriefs zwischen Johann Reinhardt Müller und seinem Sohn Abraham Müller, leider ohne Quellenangabe).


Johann Reinhardt Müller hatte die Obere Mühle in Wiesbach von 1685-1717 in Besitz und Betrieb gehabt. Nachdem er nach Mimbach verzogen war, hat sein Sohn Abraham *Müller die Mühle am 30.3.1717 käuflich erworben gegen Zahlung von 900 fl (vgl. o.A.: Die Wiesbacher Mühle; in: Aus heimatlichen Gauen 1934 Nr. 14 mit Übertragung des Kaufbriefs, leider ohne Quellenangabe).


Ab 1717 war Johann (Hanß) Reinhardt *Müller, der bisherige Müller auf der Oberen Mühle bei Wiesbach als Mahlmüller in auf der Mimbacher Blies- und Verwaltungsmühle [= Mahlmühle] Mimbach. Er verkaufte seine frühere Mühle im Wiesbach an seinen Sohn Abraham *Müller. Im Kaufvertrag vom 30.3.1717 heißt es (vgl. o.A.: Die Wiesbacher Mühle; in: Aus heimatlichen Gauen 1934 Nr. 14 mit Übertragung des Kaufbriefs, leider ohne Quellenangabe): „Ich Reinhart Müller gemeinsmann und mahlmüller zu Mimbach ….“


Sein Sohn Wendel *Müller ist ab 1720 Erbbestandsmüller auf der Mimbacher Blies- und Verwaltungsmühle [= Mahlmühle] Mim­bach. Im Mühlenprotokoll vom 6.1.1745 des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) heißt es ausdrücklich: “.... Die Erbbeständer sind Daniel *Conrad und *Nickel Müller, die sich mit einem auf ihren Schwiegervatter rehpee Vatter Wendel Miller unterm 10.9.1720 ausgestellten und am 16.12.1734 confirmierten Erbbestandsbrief legitimieren.“


Nach dem Datum der Erteilung des Erbbestandsbriefs vom 10.9.1720 auf seinen Sohn Wendel Müller, muß der Johann Heinrich Müller um 1720 verstorben sein.



Müller, Karl:

ab 1850 Müller auf der Lohmühle in Steinwenden OT Weltersbach; er ist der Halbbruder des Müllers auf der Moormühle in Stein­wenden-Weltersbach, Johann Georg Leppla; Vater des Lohmüllers Adrian *Müller (Mitteilung von Roland Paul; zitiert bei Weber: Mühle besonderer Art, a.a.O., S. 188).



Müller, Karl Friedrich:

geb. 18.3.1848 Minfeld - ++++ Müller auf der Altmühle in Minfeld; Sohn des Müllers auf der Altmühle, Friedrich August *Müller und Juliana Salomea Schönlaub; °° 16.4.1874 Minfeld mit Katharina Kern (geb. 15.3.1852 Minfeld, Tochter des Ackersmanns in Minfeld Johann Jakob Kern und Maria Elisabetha Köhler); Vater des Paul Friedrich Michel Müller (geb. 16.9.1882 Minfeld - † 30.1.1965 Minfeld) (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 462 Nr. 2154 und S. 467 Nr. 2172).



Müller, Konrad:

1744 Erbbeständer auf Mimbacher Bliesmühle zusammen mit Nickel *Müller (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 189); er könnte der Sohn des Müllers und Temporalbeständers auf der Mimbacher Mühle, Wendel *Müller, sein +++prüfen++++



Müller, Leonhard:

1609 werden in der Untertanenliste des Oberamtes Zweibrücken genannt: Leonhard Müller, Molitor +++auf welcher Mühle++++ (Schwiegersohn von Franzen Els). 1624 werden in der Untertanenliste des Oberamtes Zweibrücken genannt: Leonhard Müller, Ehe­frau Utel; Kinder: Stephan, Hans Albert, Cathrin Eva. (Quelle: Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http://www.muel­ler-heppenheim-home-page.t-online.de/mue-vork.htm)



Müller, Martin:

zwischen 1768 und 1782; Erbbestandsmüller aus Heinzenhausen; °° Joanna Ludovica, Vater von Petrus Müller, Georg Frantz Müller, Georgius Müller, Johannes Müller (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 131/3, Bl. 11), Vater der Susanna Müller und der Elisabetha Müller, beide nacheinander verheiratet mit Johann Jacob *Stephan; Martin Müller ersteigerte am 22.6.1782 die Roßbacher Mühle (vgl. Hen­rich, Karl: Ein Mühlhausen im Lautertal?; in: Pfälzer Heimat 1975, S. 136), Catharina Müller und Magdalena Müller(vgl. (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 131/3, Bl. 11).


Heinzenhausen liegt an der (Wald)lauter; der Ort Heinzenhausen und die Mühle war aufgrund eines Gebietstauschs zwischen Pfalz-Zweibrücken und Kurpfalz ab 1768 kurpfälzisch geworden; sie ist deshalb im Mühlenregister von 1768 (merkwürdigerweise im Oberamt Germersheim) enthalten; die Mühle hat (1768) 1 Mahlgang und 1 Schälgang; mit allem, auch den nötigen Sieben und Beu­teln wohl versehen; Erbbeständer ist Martin Müller (mit 4 Söhnen und 4 Töchtern); er hat einen Erbbestandsbrief vom 12.3.1763 und gibt 4,5 Malter Korn und ebensoviel Hafer als Pacht (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 258).



Müller, Matthes:

um 1611 und auch 1620 Müller auf der Herrenmühle in Brücken bei Birkenfeld. °° Margaretha NN; Vater der Maria Müller (°° 4.5.1620 mit Johannes Schuch; (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 242 Nr. 1283) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 162 Nr. 849, S. 162 Nr. 852; S. 242 Nr. 1283)


Am 22.11.1618 ist Patin bei der Taufe des Hans Franz Melchior (Sohn des Schultheiß von Achtelsbach, Matthes Melchior) die „Ma­ria, Müller Matthes Tochter in der Herrenmühle“ (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 162 Nr. 849). Am 5.7.1618 ist Patin bei der Taufe Katharina Melchior (Tochter von Michel Melchior aus Achtelsbach) die „Margaretha, Müller Matthes Frau, Herrenmühle“ (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 162 Nr. 852). Er ist auch am 19.9.1621 Pate bei der Taufe des Matthes Weber (Sohn des Bernhard Weber aus Traunen und der Eva NN.: „Matthes Müller in der Herrenmühle“ (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, a.a.O.,, S. 162 Nr. 849, S. 263 Nr. 1389).



Müller, Matheß:

1718 „anitzo Müller zu Lauterecken“, hat von Johann Man und dessen Frau Anna Elisabeth Grundbesitz in St. Julian geerbt (vgl. Kuby, Alfred H.: Grundbesitzer in und um St. Julian am Glan 1693 bis 1746; in: Pfälz. Familien und Wappenkunde 1962, S. 206).



Müller, Matheß:

schon mindestens seit und noch 1738/39 Müller auf der Mühle in Berschweiler. Die Mühle ist in der Renovation der Schultheißerei Reichenbach vom 17.9.1738 aufgeführt (vgl. Bericht des Amtskellers Schabrock vom 17.9.1738, LA Speyer Best. A 2 Nr. 131/ fol. 29r/30) und wie folgt beschrieben: „Mathes Müller eine Erbbestands Mühl zu Heyntzenhausen mit 2 Gäng wovon er an zweyten vor ohngefehr 15 Jahren ohne angefragt gebauet, gibt jährl: 4 ½ Mltr Korn und 4 ½ Mltr Haaber zeit ao 1700 laut Bestandsbrieff von Hrn von Strauch.“


Die Mühle ist in der kurpfälzischen Renovation und Taxierung vom 23.9.1739 enthalten und wird wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 131/1 Bl. 17R, 18): „von dar (Anm.:von der Berschweiler Mühle) seyend wir auff Heintzenhausen gang und da­ßige Mühl ahn der Lauter zwarn in einem sehr guten Stand gefund, gleichwie aber es mit denen Mahlgästen wie mit obiger Mühl (Anm: s. Berschweiler Mühle) beschaffen ist; so halten wir davor daß dem Müllern Matheß Müller weg dem zweyten Gang jährl ein Malter Pfacht weiter mithin 10 Mltr. anzusetzen wären ...“.



Müller, Mathias:

vor 1760 Müller in ++++ St. Alban (?); Vater der Anna Elisabetha Müller aus St. Alban; sie war am 8.5.1760 in St. Alban Patin bei der Taufe des Johann Philipp Peter Müller (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar).



Müller, Mathias (Mattheus):

ab 1755 und noch 1786 Müler auf der Mühle in Dusenbrücken. Der Betrieb der Mühle wurde durch das Holzflößen auf der Felsalb beeinträchtigt. Deshalb erhielt laut Erbbestandsbrief von 1755 der Dusenbrücker Müllermeister Mathias *Müller, wenn Holz geflößt wurde, pro Tag und Mahlgang, einen Gulden Entschädigung. Im Jahr 1786 verlangte er laut Erbbestandsbrief 39 Gulden Entschädi­gung von der Herrschaft, weil diese vor über 10 Jahren Brennholz durch seine Schleuse geflößt hatte. Diese Schleuse befand sich weit oberhalb der Mühle, am Beginn seines langen Mühlgrabens, der wohl schon im Mittelalter für die erste lang vergessene Dusen­brücker Mühle gegraben wurde. Durch die Trockenlegung seiner Mühle konnte Mathias Müller 13 Tage lang nicht mahlen. Er erhielt dafür aber nur 26 Gulden im Jahre 1787 ausbezahlt, nach einer Wartezeit von mehr als 10 Jahren. Der Zweibrücker Herzog hatte sich mit dem Bau des Karlsberger Schlosses stark verschuldet (vgl. Rohr, Theodor: Allerlei über das ehemalige Holzflößen von Dusen­brücken bis Zweibrücken; in: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zweibrücker Land 2003, S. 201).


In der Aufstellung der Mühlen im Herzogtum Zweibrücken vom 25.9.1756, erstellt von dem Keller Böttger an die herzogliche Regierung ist folgendes vermerkt (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 292/1 S. 44): „Die Dusenbrücker Mühl wurde ao. 1751 neu auferbaut, und dem Besitzer Mattheus Müller in ao. 1755 ein neuer Erbbestandsbrief darüber ertheilt, Vermöge dessen diese Mühle 2 Wasserrä­der hat, welche einen Mahl- und eine Schehlgang treiben, 9 Mltr. 7 Faß Korn, 2 Mltr. Haber und 9 fl an Geld gibt, ist das Dorf Nün­schweiler darzu gebannt.“



Müller (Muhler), Niclaus:

Müller in Odernheim; Sohn von „Hans dem Müller“; bereits um 1575 in der Niedermühle/Untermühle/Klostermühle in Odernheim (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: „Von der Klostermühle zur Ölfabrik. Ein Beitrag zur Heimat- und Wirtschaftsgeschichte Odernheims und der Nordpfalz; in: Pfälzische Heimatblätter 1963, S. 65).


1582 war Niclaus Muhler (*Müller) der Klostermüller in Odernheim. Er stellte bei der Verwaltung ein Gesuch um Pachtnachlaß. Die Begründung lautete: Die Klostermühle erbringe nicht mehr die alten Erträge, Staudernheim wolle in Kürze eine neue Mühle bauen. Auf die Bürger von Odernheim sei nicht zu rechnen, denn durch das Gericht, das früher selber die Klostermühle in Pacht gehabt habe, sei die Anordnung ergangen, daß alle Bewohner in der dem Flecken am nächst gelegenen Mühle mahlen lassen müßten (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: „Von der Klostermühle zur Ölfabrik. Ein Beitrag zur Heimat- und Wirtschaftsgeschichte Odernheims und der Nordpfalz; in: Pfälzische Heimatblätter 1963, S. 65).



Müller, Nickel:

Müller auf der Mimbacher Blies- und Verwaltungsmühle; Sohn des Müllers Wendel *Müller; Bruder der NN. Müller ( °° mit Daniel Conrad). Ab ca. 1744 Erbbeständer auf Mimbacher Bliesmühle zusammen mit seinem Schwager Daniel *Conrad (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 295/5 fol. 63-72: Mühlenprotokoll vom 6.1.1745; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 189).


Im Mühlenprotokoll vom 6.1.1745 des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) wird sie zusammenfassend wie folgt beschrieben: “ … Liegt an der Blies zwischen Webenheim und Mimbach, hat vier unter­schlächtige Wasserräder und ebensoviel Mahlgänge und einem im Trilles laufenden Schälgang. Die Mühle wurde vor 10 Jahren ganz neu aufgebaut und besaß zuvor nur zwei Wasserräder. Sie liegt hinter einem großen Wehr, welches ca. 6 Ruthen von der Mühle ent­fernt ist. Die Mühle hat zur Flößung des Holländerholzes neben dem Wasserbau eine besondere Schließe. Webenheim und Mimbach sind zu dieser Mühle gebannt. In Webenheim wohnen 72 Gemeinsleute sowie 8 Hintersassen, in Mimbach 51 Gemeinsleute und 6 Hintersassen. Obwohl dies der Müller in Abrede stellt, sollen viele Blieskasteler dieser Mühle Nahrung geben. Neben dem Mahlen für die Kunden handelt er ‘stark’ nach Zweibrücken, Blieskastel und anderen benachbarten Orten mit Mehl. Die Erbbeständer sind Daniel Conrad und *Nickel Müller, die sich mit einem auf ihren Schwiegervatter rehpee Vatter Wendel Miller unterm 10.9.1720 aus­gestellten und am 16.12.1734 confirmierten Erbbestandsbrief legitimieren. Neben der Zweibrücker und Hornbacher Stadtmühle ist sie die einträglichste im ganzen Oberamt. Als Erbpacht werden an die zweibrückische Regierung 11 fl gezahlt, an das Kloster Horn­bach jährlich 3 dasige Malter Korn, sowie 2 Mltr Kornzins nach Blieskastel. Als vor ca. 20 Jahren jemand an die hier vorbeifließende Schelwerbach, etwa ½ Stunde entfernt eine Hausmühle errichten wollte bei einem Erbzins von 2 Mltr. Korn, erhöhte der Mimbacher Müller seine Pachtzahlung um diese 2 Malter, um die Ansiedlung der nahen Konkurrenz zu verhindern. (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 295/5 fol. 63-72: Mühlenprotokoll vom 6.1.1745; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 189).


Nikolaus (Nickel) Müller führte 1764/66 einen Prozeß gegen Schultheiß und Gemeindsleute in Webenheim und Mimbach vor dem Reichskammergericht (vgl. LA Speyer Best E6 Nr. 2139). Vorinstanzen waren das Oberamt Zweibrücken 1752 und die Regierung von Zweibrücken 1756. Der Rechtsstreit betraf die Lieferung von Holz aus dem Gemeindewald für den Bau und zu “Schwatteln” für die beiden Mühlen in Mimbach, i.e. die Mahlmühle an der Blies zwischen Mimbach und Webenheim sowie für eine Notmühle und Ölmühle in Mimbach auf der Schelberbach. Die zur Kirche von Mimbach gehörenden Mühlen waren zunächst vom Kloster Horn­bach in Erbleihe (“Emphyteuse” oder “Erbbestand”) an die beklagten Gemeinde verliehen und später von diesen für 1800 fl. an den Müller Sebastian Rauel verkauft worden. Im Kaufbrief waren dem Müller Frondienst und Bauholz für den Mühlen- und Wasserbau versprochen worden. Auf Betreiben des Försters und Mimbacher Schultheißen Lindenmann und seines “Anhangs” war dem Kläger Nickel Müller, Rechtsnachfolger des Rauel, jedoch Bauholz für die neuerdings mit Genehmigung der Rentkammer in Zweibrücken auf 6 Mahlgänge erweiterten Mühlen verweigert worden. Während die erste Instanz dem Kläger das Bauholz zusprach, schränkte die zweite Instanz die Pflicht zur Lieferung auf die Hälfte entsprechend der Zahl der alten Mahlgänge ein. Die Beklagten berufen sich auf die clausula rebus sic stantibus. Zur Zeit des Verkaufs der Mühlen gab es genügend Holz in den Gemeindewäldern, während jetzt Mangel an Brennholz herrscht. Außerdem ist durch die Erweiterung aus einer früheren Bannmühle eine Handelsmühle geworden.



Müller, Nicol:

nach 1690 war er kurze Zeit Müller und Erbbeständer auf der Mühlbacher Mühle (vgl. Latterner, Rudi: Aus der Geschichte der Mühl­bacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 57).



Müller, Paul:

Müller und Gerber in Hornbach; ab 1714 und noch 1745 Müller und Gerber auf der „Loh-Mühl außer der Statt Homburg. Im Müh­lenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 295/5 Bl. 175-177) wird sie zusammenfassend wie folgt beschrieben: “Liegt an vorgedt: Schwolb etwan 20 Schritt oberhalb wo solche in die Horn fließet, gleich unten an der soge­nannten Kauer-Brück. Ist in gutem Stand und treibet ein doppelt unterschlechtiges Waßerrad 4 Stämpel. Entrichtet jährl: 1 fl 7 bz 8 kr in das Kloster Hornbach. Wird nur von dem Beständer und deßen drey Söhnen zu Ihrem Handwerck gebrauchet. Der Erbbeständer ist Paulus Müller, welcher sich mit einem auf Ihn unterm 3ten Decembr: 1714 eingerichteten Erbbestandsbrief legitimiert.



Müller Peter:

24.6.1585 Brücken; um 1574 bis zu seinem Tod 1585 Müller auf der Herrenmühle bei Brücken; vor 1574 heiratet Peter Müller, der Müller auf der Herrenmühle bei Brücken, die Gertrud Brenner (sie °° II 4.1.1586 mit Johannes Brenner von der Leyenmühle bei Abentheuer nördlich von Brücken); Kinder aus der Ehe sind Maria Müller (geb. 25.6.1574), Peter Müller (°° vor 1610 mit Maria NN.), Johannes *Müller (°° vor 1622 mit Margreth NN) und Elisabeth (geb. 16.5.1577; °° 7.2.1600 mit Nicklas Klein aus Rinzen­berg) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 167 Nr. 883).



Müller, Peter:

geb. 1578 err. - † 3.2.1613, um 35 Jahre alt, an der Pest ; vor 1610 und noch 1613 war er Müller in der Dambacher Mühle, °° vor 1610 mit Margreth NN. (geb. um 1683 - † 22.1.1613 an der Pest) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnwei­ler 1988, S. 1678 Nr. 888).



Müller, Peter:

aus Gumbsweiler am Glan; Sohn des Müllers Henrich *Müller und der NN:, Müller auf der Dorfmühle in Gumbsweiler; nach dem Tod des Henrich Müller († vor 1760) führt die Witwe den Betrieb weiter, bis 1765 der Sohn Peter Müller die Mühle übernehmen konnte. Er mußte seinen Geschwistern 975 Gulden Erbanteil auszahlen. Sein Erbpachtbrief datiert vom 11.1.1766 (vgl. Weber: Müh­len in Gumbsweiler, a.a.O., S. 88). Auch unter ihm reißen die Klagen wegen Hochwasserschäden nicht ab; er schreibt 1784 an die Regierung in Zweibrücken: “Mein Mühlenwehr ist gänzlich abgerissen und ruiniert”. Auf ihn folgt als Erbbestandsmüller ab 1787 Jo­hann Nickel Müller (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die historischen Mühlen in Gumbsweiler am Glan; in: Westricher Heimatbll. N. F. 6. 1975, S. 88).



Müller, Peter:

1685 (err) - 22.09.1737 Wiesbach im Alter von 52 Jahren, war Erbmüller zu Wiesbach, oo Anna Elisabetha NN. (* 1686 (err) - 24.03.1746 Wiesbach [KB Lambsborn]); Kinder: 9 Kinder ab 1712 im ref. KB Lambsborn. Kinder: 1. Johann Nickel (* Wiesbach 28.03.1712 - Wiesbach 06.10.1723); 2. Anna Eva (* Wiesbach 12.11.1713 - Wiesbach 12.03.1716); 3. Anna Margaretha (* Wiesbach 07.10.1715, oo Wiesbach 10.11.1733 [ref. KB Lambsborn] mit Philipp Adam Weber (Müller zu Wiesbach, Sohn von Jakob Weber, Müller und Gemeinsmann zu Contwig); 4. Maria Catharina (* Wiesbach 07.10.1717); 5. Eva Susanna (* Wiesbach 12.10.1719, oo Vogelbach 08.01.1737 [ref. KB Lambsborn] mit Johann Michel Monzinger (Müller zu Wiesbach und ab 1742 in Rosenkopf, Sohn von Johann Philipp Monzinger, Kirchenältester zu Bruchmühlbach); 6. Eva Elisabetha (*Wiesbach 28.10.1721 - Wiesbach 07.05.1723); 7. Maria Elisabetha (* Wiesbach 16.08.1723); 8. Elisabetha Maria (Wiesbach 22.12.1727 - Wiesbach 14.10.1728); 9. Johann Peter Müller (Müller zu Wiesbach, * Wiesbach 09.12.1725 - Wiesbach 11.08.1746, 21 J. alt [ref. KB Lambsborn], oo Winter­bach 28.06.1746 [ref. KB Winterbach] mit Anna Margaretha Hofmann (* Niederhausen 23.12.1725, Tochter von Jacob Hofmann, Gemeinsmann und Müller zu Niederhausen [* ca. 1680 err - 02.08.1744]; sie heiratete in 2. Ehe am 26.03.1748 in Winterbach Johann Nickel Theisson, Bürger und Bäcker in Winterbach) (Quelle: Ref. KB Winterbach und ref. KB Lambsborn, zitiert nach Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http://www.mueller-heppen-heim-home-page.t-online.de/mue-vork.htm).



Müller, Peter:

um 1740 ist Peter *Müller als Müller auf der Steckweiler Mühle in Steckweiler. °° Anna Katharina NN.; am 27.1.1740 wurde auf der Steckweiler Mühle sein Sohn Johann Christian Andreas Müller getauft. Bei seiner reformierten Taufe waren als Paten anwesend u.a. Johann Christian *Kremb der Müller aus der Schleifmühle (= Imsweiler), seine Frau Anna Barbara sowie Johann Andreas Amos, des Müllers zu Gaugrehweiler lediger Sohn (reformiertes Kirchenbuch von Dielkirchen; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar; vgl. auch Dhom, Emil: Dietz, Weinkauf, Anhäuser. Familiennamen aus der Mühle zu Steckweiler; in: PRFK 1977, S. 448). Der Sohn Johannes Müller kommt im März 1746 zur Welt. Die Tochter Katharina Elisabeth Müller wird 1752 geboren (vgl. Dhom a.a.O., S. 448).



Müller, Philipps Jacob:

um 1739; „grumbachischer Müller“; Müller ist 1739 als Sachverständiger Teilnehmer der Renovation der Mühlen in der kurpfälzi­schen Schultheißerei Lauterecken / Oberamt Lauterecken, und unterschreibt das Protokoll mit: „Philipps Jacob Müller, grumbachi­scher Müller“ (vgl. LA Speyer Best. A2 fasc. 131/1 Bl. 18r)



Müller, Philipp Jakob:

1694 err. - 4.5.1755 Edenkoben; Sohn von Johann Jakob Müller aus Edenkoben und Anna Catharina Franck; zunächst Organist, ab spätestens 1718 kurpfälzischer Zoller (bis 1721 zusammen mit seinem fast erblindeten Vater), 1721 auch “Crahmer” und Handels­mann; bereits 1721 Eigentümer eines Hauses, einer Hofreithe, von 22 Weingärten, 6 Wiesen und 10 Äckern; am 14.12.1744 verkauf­te der Ohligmüller Christoph Armdinger seine Ölmühle Edenkoben für 1030 fl Bargeld und 100 fl Trinkgeld an den Edenkobener Zoller Philipp Jakob Müller und dessen Ehefrau Anna Elisabeth Gleich; °° im April 1713 mit Anna Elisabeth Gleich (vgl. Billig: Zur Geschichte des kurpfälzischen Edenkoben, a.a.O., S. 46 und S. 51 Anm. 12).


Philipp Jakob Müller war ein wohlhabender Mann; in Colligierregister (betr. die Militärcontributionsgelder 1736-1746) von Edenko­ben vom 1.7.1745 ist er mit 6 fl 12 Kr mit der bei weitem höchsten Summe aller Edenkobener Einwohner registriert (vgl. Billig: Ge­schichte des kurpfälzischen Edenkoben, a.a.O., S. 51 Anm. 14; Archiv Stadt Edenkoben Colligierregister M 9,1), er wohnte 1742 „zum guten Brunnenweg“ (vgl. Billig, a.a.O., S. 51 Anm. 14; LA Speyer Best. A2 Nr. 916); im Einwohnerverzeichnis von 1744 ist er als Reformierter mit Weib und 7 Kindern aufgeführt (vgl. Billig, a.a.O., S. 51 Nr. 14; Prot. Landeskirchenamt Speyer, Abt. 44 Nr. 28). Die „Zoller Müllersche Verlaßenschaft und Bestandt Ao 1756“ (vgl. Billig, a.a.O., S. 51 Nr. 14; LA Speyer, Best. F 14 Ausfautheiak­ten Edenkoben). Die Verlaßenschaft wurde vom Gericht Edenkoben am 8.1.1756 reguliert (vgl. Billig, a.a.O. S. 51 Nr. 14; LA Speyer Best. A2 Nr. 925-934). Danach betrug sein Gesamtvermögen 17071 fl, darunter „eine Ohligmühl“ mit 500 fl. [Anm.: Ölmühle in der Mittelhaingeraide]. Es erben die Kinder Jacob, Wilhelm, Henrich, Eleonora,Christina Barbara, Justina Barbara und Friedrich Müller.




Müller, Reinhard:

er war um 1711 Stadtmüller in Zweibrücken, der Witwer heiratet in Zweibrücken am 9.6.1711 die Anna Margaretha Bratschi, Witwe aus Homburg (ref. KB Zweibrücken). Sein Sohn Abraham Müller heiratet am 16.06.1711 in Zweibrücken Anna Elisabetha Agne aus Lambsborn (vgl. Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http://www.mueller-heppen-heim-home-page.t-online.de/mue-vork.htm).



Müller, Samuel:

1707 err. Dietschweiler Mühle - 02.03.1743 Dietschweiler Mühle im Alter von 36 Jahren; im Ref. KB Spesbach befindet sich folgen­der Eintrag: Gestorben Dietschweiler Mühle 02.03.1743 Samuel Müller, S. von † Müllermeister Heinrich *Müller, 36 J., 4 Mon. 9 Tage alt). Sohn des Müllers Hans Heinrich *Müller oo Steinwenden 14.04.1693 mit Anna Barbara Kirsch aus Alsenborn (nach Ref. KB Spesbach: † 02.03.1743 Anna Barbara, die Witwe von Müllermeister Heinrich Müller, 80 J. alt). Müller auf der Dietzweiler Müh­le (Quelle: Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim:http://www.mueller-heppenheim-homepage.t-online.de/mue-vork. htm). Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis des Oberamts Kaiserslautern von 1739 (+++LA Speyer+++ bei Weber nicht angegeben) ist die Mühle wie folgt beschrieben: “ist Eigentum von Samuel Müller, hat 2 Gänge. Gibt 6 Ma. Korn und 1 fl 30Xer an die Herren von Sickingen und 2 Ma. Korn an den Grafen v. Lay, weil der Mühlbach im Layischen entspringt (alles Wasserfallzins).” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 239).



Müller, Simon Christophel:

um 1700 Müller auf der Haynmühle in ++++klären+++; er war Pate bei der Taufe des Johann Simon Schneider (luth., geb. 12.2.1700 Rußmühle – 1.5.1743 Rußmühle; getauft Marienthal) (luth. Kirchenbuch Marienthal, Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar)



Müller, Susanna Margarethe:

um 1784 Standenbühl; sie stammte aus Otterberg; °° mit dem Müller Karl Friedrich *Scheu; die Eheleuten ersteigerten 1784 die von dem kinderlosen Valentin Becker an die Herrschaft Nassau-Weilburg heimgefallene Lochmühle in Standenbühl (vgl. Weber: Ge­schichte der Mühlen Bd. 1 S. 191, 292; LA Speyer Bestand C 35 Urk. Nr. 1892.53), heute Fohlenhof Standenbühl.



Müller, Theobald:

um 1685 Wiesbach im Alter von ca. 80 Jahren (err.) (vgl. o.A.: Die Wiesbacher Mühle; in: Aus heimatlichen Gauen 1934 Nr. 14).


Ab 1673 Müller auf der Oberen Mühle bei Wiesbach bei Zweibrücken. Um 1673 machte Theobald Müller an den Landesfürsten ein Gesuch: „Es ist die Mahlmühl zu Wießbach in den vorgeweßenen vrderblichen Kriegswesen eingeäschert worden Undt gääntzlich ruiniert word. Undt bin Ich Vorhabens off solchen öden mir eigenthümlich zugehörigen platz wiederumb eine Mahlmühl von neven vffzubauen, welches ein zimliches kosten wirdt, in dem auch der Mühlgraben 200 Ruthen lang wiedervffgegraben vndt außgeführt sein muß. Zu dem Mühlenbau würdt ahn bauholtz 100 stämm erfordert, vndt bin Ich mit geringen mitteln versehen. …“ (zitiert bei: o.A.: Die Wiesbacher Mühle; in: Aus heimatlichen Gauen 1934 Nr. 14, leider ohne Quellenangabe). Die pfalz-zweibrückische Regierung beauftragte das Amt über des Supplikanten Angelegenheiten zu berichten. Das Amt berichtete am 27.3.1673: „Supplikant, so ein Wießbacher Kindt vndt wohselbsten er nun ein jahr oder acht wiederwohnt, ist schon eines zimblichen alters vndt etwan nicht mehr weit von 70 Jahren, hat aber ahn erwachsenen Kindern zimblich Hilfe, suchet sich zimblich zu ernehren, vorab mit der S. v. Schweinezucht, womit wie es scheinet, er einen pfennig vor sich gebracht, welchen er zu wiederaufbauung der intermelten Mühl an zuwenden etwa bedacht sein mag ….“ (zitiert bei: o.A.: Die Wiesbacher Mühle; in: Aus heimatlichen Gauen 1934 Nr. 1, leider ohne Quellenangabe).


Die Mühle wurde von Theobald Müller wieder aufgebaut. Nach seinem Tod ging die Mühle erblich auf seine Söhne über. Die Söhne Jakob Müller und Hanß Conrad Müller verkauften ihre Anteile an ihren Bruder Hanß Reinhard *Müller (vgl. o.A.: Die Wiesbacher Mühle; in: Aus heimatlichen Gauen 1934 Nr. 14).


°° mit NN.; Vater Jakob Müller, Hanß Conrad Müller und des Müllers auf der Oberen Mühle in Wiesbach und späteren Müllers auf der Mimbacher Blies- und Verwaltungsmühle in Mimbach, Johann (Hanß) Reinhardt *Müller (vgl. o.A.: Die Wiesbacher Mühle; in: Aus heimatlichen Gauen 1934 Nr. 14); Großvater des späteren Müllers Johann Abraham *Müller, Erbmüller zu Wiesbach.




Müller, Theobald:

vor 1739; Müller in Dittweiler; im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis des Oberamts Kaiserslautern von 1739 (+++LA Speyer+++ bei Weber nicht angeben) ist die Mühle wie folgt beschrieben: “ist Eigentum von Theobald Müllers Wittib, hat nur 1 Gang und gibt 3 Kappen für den Wasserfall” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 239).



Müller, Valentin:

Im katholischen Kirchenbuch von Kübelberg kommt im Jahre 1704 ein Valentin Müller „ex Neumühl prope Brücken“ vor (vgl. Hen­rich: Von der Mahlmühle zur Diamantschleiferei, a.a.O., Pfälzer Heimat 1975, S. 134).



Müller, Valentin:

Bürgermeister von Gerhardsbrunn (vgl. LA Speyer Best. L56 Nr. 372 Bl. 469); ab 1827 Eigentümer der Scharrmühle bei Gerhards­brunn. 1827 erwarb Valentin Müller die Mühle für 4000 Gulden und verpachtete sie zunächst bis 1836 an einen Müller namens *Her­schler aus Hornbach (vgl. Müller: Gerhardsbrunn, a.a.O., S. 163). °° mit Margaretha Schneider (vgl. LA Speyer Best. L56 Nr. 372, Bl. 469). Vater des Müllers Johann Müller, jüngster Sohn der Familie. Valentin Müller hatte die Scharrmühle für seinen jüngsten Sohn Johann *Müller erworben (vgl. Müller: Gerhardsbrunn, a.a.O., S. 164).



Müller, Wendel:

ab 1720 Erbbeständer auf der Mimbacher Blies- und Verwaltungsmühle; Sohn des Müllers auf der Oberen Mühle in Wiesbach und späteren Müller auf der Mimbacher Mahlmühle [= Mimbacher Blies- und Verwaltungsmühle] Johann (Hanß) Reinhardt *Müller.


°° mit NN.; Vater des Nickel *Müller und der NN. Müller (°° mit Daniel Conrad). Nickel Müller und sein Schwager Daniel Conrad sind die Betriebsnachfolger auf der Mimbacher Blies- und Verwaltungsmühle.


Auch 1730 war Wendel *Müller Beständer der Mühle von Mimbach; er beruft sich 1730 auf die “hergebrachte Observanz [...], daß ein zeitlicher Müller von denen Frohnden allzeit frey gelassen” (vgl. LA Speyer B2 Nr. 3109; Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 35) wird, als er von der Rentkammer dazu angehalten wird, entsprechend der Frohndordnung von 1703 (vgl. LA Speyer B2 Nr. 3109; Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 35), Frohnden zu prästiren.


Im Mühlenprotokoll vom 6.1.1745 des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) wird sie zusammenfassend wie folgt beschrieben: “ … Liegt an der Blies zwischen Webenheim und Mimbach, hat vier unter­schlächtige Wasserräder und ebensoviel Mahlgänge und einem im Trilles laufenden Schälgang. Die Mühle wurde vor 10 Jahren ganz neu aufgebaut und besaß zuvor nur zwei Wasserräder. Sie liegt hinter einem großen Wehr, welches ca. 6 Ruthen von der Mühle ent­fernt ist. Die Mühle hat zur Flößung des Holländerholzes neben dem Wasserbau eine besondere Schließe. Webenheim und Mimbach sind zu dieser Mühle gebannt. In Webenheim wohnen 72 Gemeinsleute sowie 8 Hintersassen, in Mimbach 51 Gemeinsleute und 6 Hintersassen. Obwohl dies der Müller in Abrede stellt, sollen viele Blieskasteler dieser Mühle Nahrung geben. Neben dem Mahlen für die Kunden handelt er ‘stark’ nach Zweibrücken, Blieskastel und anderen benachbarten Orten mit Mehl. Die Erbbeständer sind Daniel Conrad und *Nickel Müller, die sich mit einem auf ihren Schwiegervatter rehpee Vatter Wendel Miller unterm 10.9.1720 aus­gestellten und am 16.12.1734 confirmierten Erbbestandsbrief legitimieren. Neben der Zweibrücker und Hornbacher Stadtmühle ist sie die einträglichste im ganzen Oberamt. Als Erbpacht werden an die zweibrückische Regierung 11 fl gezahlt, an das Kloster Horn­bach jährlich 3 dasige Malter Korn, sowie 2 Mltr Kornzins nach Blieskastel. Als vor ca. 20 Jahren jemand an die hier vorbeifließende Schelwerbach, etwa ½ Stunde entfernt eine Hausmühle errichten wollte bei einem Erbzins von 2 Mltr. Korn, erhöhte der Mimbacher Müller seine Pachtzahlung um diese 2 Malter, um die Ansiedlung der nahen Konkurrenz zu verhindern. (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 295/5 fol. 63-72: Mühlenprotokoll vom 6.1.1745; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 189).



Müller, Wenzelaus:

18.8.1597 Lauterecken; gestorben an der Pest; Müller auf der Stadtmühle in Lauterecken (vgl. Zink: Lauterecken, a.a.O., S. 359).



Müseler (Musel), Hans:

um 1617 err; Mühlenbeständer in Medard; °° mit Maria NN.; Kinder sind u.a. Johannes Müseler (~ 29.1.1617 Becherbach) (vgl. An­thes, Günter F.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Becherbach (reformiertes Kirchenbuch), Bd.1: 1556-1714, a.a.O., S. 73).



Müssel, Johannes:

um 1624 Müller in Odenbach/Glan; °° am 26.10.1624 in Odenbach mit der Müllerstochter Verena Orth (Tochter des Müllers Hans *Orth aus Odenbach); Vater von Hans Michael Müssel, Johann Simon Müssel und Johannes Müssel († 24.7.1633 Odenbach) (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Becherbach (reformiertes Kirchenbuch), Bd.1: 1556-1714, a.a.O., S. 73).



Munzinger, Johann Adam:

Schultheiß von Bruchmühlbach; ab 1753 Erbbeständer und Müller auf der pfalz-zweibrückischen Tausendmühle in Bruchmühlbach; er kauft am 14.4.1753 die Tausendmühle von Theobald *Lang zum Preis von 2100 Gulden und ½ Fuder Wein (vgl. Gortner: Bruchmühlbach, a.a.O., S. 91).


Munzinger gehörte zur damals tatkräftigsten, reichsten und angesehensten Familie im Landstuhler Bruch. Das zeigen die sofort von ihm vorgenommenen baulichen und mühlentechnischen Veränderungen an der Tausendmühle. Munzinger legt die Klause an und betreibt neben der Mühl- noch eine „Ohlig- und Hirschenmühle“ (vgl. Gortner: Bruchmühlbach, a.a.O., S. 91).


In der Aufstellung der pfalz-zweibrückischen Mühlen vom 25.9.1756, erstellt von dem Keller Böttger an die herzogliche Regierung ist folgendes vermerkt (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 292/1 S. 42-43): „Zu Bruchmühlbach hat Adam Munzinger ao. 1754 eine Mühle bey seiner alten Mühle neu erbauet, und einen Erbbestandsbrief darüber erhalten; Solche hat nur 1 Wasserrad, welches 1 Mahl- und 1 Ohliggang wechselweise und eine Hirschenmühl im Trillis treibet; gibt zu Pfacht 2 ½ Malter Korn und 6 fl. Geld; diese neue seyet eine Zugab oder Verbesserung der alten Mühle, zu welch letzterer das Dorf Mühlbach gebannet; sonsten diese beede Mühlen auch ihre Nahrung aus zweybrückisch benachbarten Dorfschaften, als Lamsborn, Vogelbach nirgendshin gebannet, und dann auch aus nahe gelegenen Sicking:n Orthen, welche Einwohner freywillig in denenselben mahlen wollen. Sagt …. Munzinger, daß er die Zahl der Mahlgäste, so auf der neuen Mühl befördert werden, …. nicht zu bestimmen wüßte ….“.


°° mit NN.; Vater der NN. Munzinger (°° mit Peter Ulrich); dieser ist 1809 als Müller auf der Tausendmühle (vgl. Gortner: Bruchmühlbach, a.a.O., S. 91).



Muschler, Hans Jacob:

1719 lebte in der Schmackenmühle Dörrenbach/Bach Bergzabern der Waffenschmied Hans Jacob Muschler (vermutlich müßte es richtiger heißen: Mutschler; vgl. die gleichnamigen Müller u.a. in Edenkoben) mit seiner Frau Barbara, denen am 8.9.1719 ein Sohn Johann Ulrich im Alter von 17 Tagen starb. 1724 war der Waffenschmied Jacob „Muschla“ Pate bei einem Kind des Schmackenmül­lers Heller (vgl. Kuby: Schmackenmühle a.a.O., S.100).



Mußler, Johann:

1628 war Johann Mußler (auch Mißler) Müller auf der Rheingrafenmühle Lauterecken (aus Zink: Lauterecken, a.a.O., S. 362)



Mußler, Nicolaus:

s. Nicolaus *Mosseler



Muth, Leonhard:

bis 1840 Müller auf der später sog. Erlenbach'schen Mühle; er verkaufte diese 1843 für 1400 Gulden an Johann Erlenbach (vgl. Weber: Die Mühle Erlenbach in Einselthum; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1977, S. 23).



Mutschler, Johann Henrich:

geb. 1791 Edenkoben - +++++; Müller auf der Untersten Mühle in Edenkoben (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappen­schmieden; a.a.O., S. 291); Sohn (err.; ++++klären ++++) des Müllers auf der Untersten Mühle Edenkoben, Johann Jacob (2) *Mutschler (1766-1820).


°° 1819 mit NN.; Von 1819 bis 1829 starben ihm 8 Kinder und die Ehefrau (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappen­schmieden; a.a.O., S. 281).



Mutschler, Johann Heinrich:

ab 1835 Müller auf der Wolffsche Mühle oder Buschmühle in Edenkoben und Müller auf der Mühle in der Venninger Gasse in Eden­koben, ab ca. 1846 Gastwirt in Rhodt. 1835 nach der Teilung der Haingeraide erwarb Johann Heinrich Mutschler die Buschmühle. Über der Eingangstür des Vordergebäudes ist eingemeißelt: „H J M – K E L“ [= Heinrich Johann Mutschler – Katharina Elisabeth Lingenfelder aus Roth] (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 281).


J. H. Mutschler wurde am 29.2.1836 als Geschworener am Assisengericht des Rheinkreises in Zweibrücken vereidigt (vgl. „Der Eil­bote“ Landau vom 5.3.1836).


Am 4.7.1846 annoncierte der Müller Heinrich Mutschler „seine Mühle in der Stadt Edenkoben zu verkaufen, dieselbe besteht in zwei Mahl-, einem Schälgang, Schwingmühle, Oelmühle, zwei Hanfreiben …. Branntweinbrennerei …; das Ganze ist schon eine lange Reihe von Jahren mit ganz gutem Erfolg betrieben worden ...“ (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 4.7.1846 Beilage Nr. 27 = LA Speyer Best. Y 20/41). Am 26.9.1846 läßt Heinrich Mutschler, Müller und Gastwirth zu Rhodt, seine zu Edenkoben in der Venninger Gasse stehende Mühle, bestehend in zwei Mahlgängen, einem Schälgange, einer Oelmühle, zwei Hanfreiben, einem Wohnhaus mit Scheuer und Stallungen, einem Kelterhaus mit Kelter, einer Branntweinbrennerei mit zwei Kesseln, einem Morgen Wiesen- und Gartenland, nebst sonstigen Zugehörungen“ eigenhändig versteigern (vgl. „Eilbote Landau“, Nr. 37 vom 12.9.1846, Beilage).


°° mit Katharina Elisabeth Lingenfelder aus Rhodt (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 281).



Mutschler, Johann Jakob (1):

von 1756 bis 1783 Müller auf der Untersten Mühle in Edenkoben. °° mit NN. Lachmann; Schwiegersohn des Müllers auf der Unters­ten Mühle in Edenkoben, Philipp Jacob *Lachmann (von 1723-1756 Müller auf der Untersten Mühle); Schwager des Müllers auf der Untersten Mühle Edenkoben, Johann Wilhelm *Lachmann (1753-1765 Müller auf der Untersten Mühle) (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 291).


°° mit NN. Lachmann; Vater des Müllers und Betriebsnachfolger Johann Jacob Mutschler (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 292).



Mutschler, Johann Jacob (2):

1766 Edenkoben – 1820; Müller auf der Untersten Mühle in Edenkoben; Sohn des Untermüllers in Edenkoben Johann Jacob (1) *Mutschler (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 291).


°° mit NN.; Vater (err.++++klären ++++) des Johann Heinrich Mutschler (geb. 1791) (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 291).



Mutschler, Johann Jakob:

ab 1844 war Johann Jakob Mutschler der Müller und Pächter auf der Erlenmühle in Edesheim. Er geriet aufgrund seines teuren Le­bensstils und aufgrund zu geringer Einkünfte in Konkurs und wurde deshalb am 13./14. 12.1847 unter dem Vorwurf des betrügeri­schen Bankrotts vor dem Assisengericht angeklagt, jedoch freigesprochen (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom Dezember 1847 S. 4-5 und vom 5.1.1848 = LA Speyer Best. Y 20/41)














Litera N




Naaß, Anton Moritz:

geb. in Dambach - vor 16.9.1760 Landau; Müller auf der Hirschenmühle in Landau; Sohn des Schultheißen zu Dambach Johann Jacob Naaß und der Maria Barbara Schliden.


Am 16. 7bris 1760 wurde nach dem Tod des Bürgers und Müllers auf der Hirschenmühle in Landau Antoni Moritz Naaß und seiner ebenfalls verstorbenen Ehefrau Margaretha Hartmann (in erster Ehe Witwe des Müllers auf der „sog. Hirschenmühl“ Heinrich Lud­wig Hermann) ein Inventarium über den Nachlaß erstellt (vgl. LA Speyer Best. F23 Nr. 19 Ausfautheiakten Landau Urk. 730). Aus der ersten Ehe der Witwe Hermann stammt der vorverstorbene Sohn Heinrich Ludwig (2) Hermann, der von seiner Mutter beerbt worden ist. Aus der Ehe mit dem Müller Naaß stammen 4 minderjährige Kinder, nämlich Maria Francisca Naaß (geb. 1744 err.), Ma­ria Agnes Naaß (geb. um 1749), Johann Bernard Naaß (geb. ca. 1752) und Johann Christian Naaß (geb. ca. 1754). Die Eheleute Naaß hatten in der Stadtschreiberei Landau am 30.4.1749 einen Ehevertrag beurkundet (dieser ist abschriftlich enthalten im Inventarium LA Speyer Best. F23 Nr. 19 Ausfautheiakten Landau Urk. 730). Die Ehefrau brachte die Hirschenmühle mit in die Ehe. In dem In­ventar ist unter den von der Witwe Hartmann in die Ehe mit dem Müller Naaß eingebrachten Gütern auch die Hirschenmühle aufge­führt und wie folgt beschrieben: „die sogenante Hirschenmühl, vor dem Deutschen Thor, neben der Daumühl (?) sambt ihren zweyen Gängen, zweyen Behausungen, zweyen Ställen, Gebäur, Gärthen und übrigem Zugehör, wie solches Alles in dem Erbbestandsbrief, mit mehrerem zu ersehen und die Frau Wittib in Handen hat.“ (vgl. LA Speyer Best. F23 Nr. 19 Ausfautheiakten Landau Urk. 730)


Der Müller auf der „sogenanten Queichheimer Mühl“ Ludwig Hüner erstellte am 29.9.1760 als Sachverständiger nach dem Tod des Müllers auf der Hirschenmühle in Landau, Anton Moritz Naaß, ein Gutachten über das Inventar der Hirschenmühle (dieses ist im Original enthalten im Inventarium LA Speyer Best. F23 Nr. 19 Ausfautheiakten Landau Urk. 730).



Naas, Bernhard:

um 1793 war Bernhard *Naas als Müller auf der Daumühle in Landau; er ersteigerte im Rahmen der „französischen Nationalgüter­versteigerung“ am 23.5.1795 ein in Landau gelegenes, ehemals im Eigentum des „Kapitels von Landau“ stehendes Hausanwesen (vgl. Martin: Emigration, a.a.O., Teil III: Verzeichnis der Nationalgüter, S. 179).


Naaß, Johann Adam:

vor 10.2.1764 (err. aus Datum der Inventarerstellung über den Nachlaß). Bis ca. 1764 war Johann Adam Naaß der Müllermeister auf der „sogenanten Daumühl, bei Landau gelegen“. Nach seinem Tod wurde am 10.2.1764 ein Inventar über den Nachlaß erstellt (vgl. LA Speyer, Best. F23 Nr. 22 Ausfautheiakten Landau Nr. 826). Die Einrichtung der Mühle wurde vor Erstellung des Inventars in einer Expertise geschätzt, die von den sachverständigen Müllern Christian *Limbarth und Ludwig *Hüner (Müller auf der Queich­heimer Mühle) erstellt wurde (diese ist enthalten im Inventarium LA Speyer, Best. F23 Nr. 22 Ausfautheiakten Landau Nr. 826).



Nau, Johann Heinrich Oßwaldt:

s. Johann Heinrich Oßwaldt *Neu



Necker, Georg Christian:

um 1780 von der Raumühl bei Obrigheim; am 01.06.1780 werden im Kirchenbuch Kirchheimbolanden als Paten genannt: Georg Christian *Necker von der Raumühl bei Obrigheim, u. seine Frau Anna Elisabetha (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 264).



Neckerauer, Georg:

um 1628; aus Großkarlbach; er war 1628 Beständer der Münchmühle in Großkarlbach (vgl. Martin, Erwin: Pfälzische Dorfgeschich­te. Ländliche Kultur am Beispiel Großkarlbach [Verlag Walter E. Keller: Treuchtlingen, 1998], S. 38).



Neeßmann, Hans:

aus Herschberg, er baute 1701 die im 30jährigen Krieg untergegangene *Kneispermühle wieder auf; diese war ehedem herrschaftli­che Bannmühle für die Orte Maßweiler, Reifenberg, Schmitshausen und Oberhausen, die schon 1440 als Herrschaftsmühle genannt wurde. Neeßmann verkaufte die Mühle 1716 an Jakob *Neumüller verkauft (vgl. Internetdatei Wikipedia).



Neff, Reinhard:

um 1702; aus Battenberg; 1702 Besitzer der Strohmühle in Kleinkarlbach (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 274).




Nerwein, NN.:

um 1754 Müller auf der Fuchsmühle in Frankenthal


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 987/5: „Acta in Sachen des Walkmüllers Brecht ./. den Fuchsmüller Nerwein, wegen entzogenen Waßer's, 1754-1757“



Netzler, Nikolaus:

1683-89 Betreiber der Lambsheimer Mühle (vgl. Klein, Günter: Die Lambsheimer Mühle,

a.a.O., ohne Seitennummerierung



Neu, Maria Agnes:

~ 24.12.1669 Edenkoben - † 1.1.1742 Edenkoben; am 14.1.1703 zusammen mit ihrem 1. Man als Patin erwähnt. °° I am 24. p. Trin. 1687 mit dem Küfermeister Hans Wilhelm Gleich († 1703); Mutter des Klosterküfermeisters Johann Heinrich *Gleich; ihre Enkelin Justina Barbara Gleich (~ 18.6.1742 - † 6.4.1788, °° mit dem Müllermeister Friedrich *Guinant [† 25.3.1796]) (vgl. Billig, Wolfgang: Zur Geschichte des kurpfälzischen Marktfleckens Edenkoben, a.a.O., S. 30 Anm. 26; Billig, a.a.O., S. 57).


°° II am16.4.1704 mit dem Müllermeister auf der Woogwiesmühle Edenkoben und Schultheißen, Johann Jakob Osswald (*Oßwaldt) (vgl. Billig: Geschichte von Edenkoben, a.a.O., S. 58, 59 Anm. 5).



Neu, Johann Heinrich (Henrich) Oßwaldt:

auch Johann Heinrich Oßwaldt Nau


~ 1649 Edenkoben: „Heinrich Oswald Wilhelm Nau von Edenkoben, vndt Anna Margaretha seiner Ehl. Hausfr. sohn ist getaufft den 18. Januari [1649]. Gevatt ist Henrich Oswalt Attmann“ (vgl. Billig: Geschichte von Edenkoben, a.a.O., S. 60 Anm. 12; Prot. Landeskirchenarchiv Speyer: ref. KB Edenkoben).


1673 Bürger in Edenkoben, seit 1678 Gerichtsverwandter (vgl. Billig: Geschichte von Edenkoben, a.a.O., S. 57 m.w.N.).


ab 1711 Müller auf der Mittelmühle in Edenkoben. Gerichtsverwandter und Licentvisitator, mehrerer Äcker, Wiesen und Wingerte, 1711 Erbbeständer der Mittelmühle Edenkoben (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 290; Billig: Geschichte von Edenkoben, a.a.O., S. 57).


Im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Neustadt von 1738, vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp aufgenommen, ist sie wie folgt be­schrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1; vgl. auch Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 290): “ist eine gemeiner (Gemeinde) Mühl undt ist in Anno 1711 von der Gemeindt an den Heinrich Oßwaldt Neu (Anm.: Johann Heinrich Oßwaldt Neu) in einen Erbbestand begeben worden, gibt jährlich Erbpacht der Gemeindt 16 Malter Korn, hatt nur einen Gang dersel­be ist mit 40 fl Schatzungskapital belegt, sonsten [hat] Herrschaft nichts. Kein fernerer Consens ist vorhanden [,] der jetzige Poßser ist Laurentz Gleich.”


°° 15.2.1669 mit Anna Margaretha Unruh; aus der Ehe stammen 8 Kinder; Vater des Müllers auf der Neumühle Edenkoben Hans Jakob *Neu und der Anna Barbara Neu (geb. 1690 err. - † 27.1.1736 im Alter von 45 Jahren; °° 9.1.1709 mit dem Müller und Betriebsnachfolger Lorenz *Gleich) (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 290; Billig: Geschichte von Edenkoben, a.a.O., S. 57 und S. 60 Anm. 15).


1738 ist sein Schwiegersohn Lorenz *Gleich der Müller auf der Mittelmühle (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappen­schmieden; a.a.O., S. 290).



Neu, Hans Jakob:

um 1734 Müller auf der neu erbauten Neumühle in Edenkoben; Sohn des Müllers auf der Mittelmühle in Edenkoben Johann Heinrich (Henrich) Oßwaldt *Neu und der Anna Margaretha Unruh. Bruder der Anna Barbara Neu (geb. 1690 err. - † 27.1.1736 im Alter von 45 Jahren; °° 9.1.1709 mit dem Müller und Betriebsnachfolger Lorenz *Gleich) (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 290; Billig: Geschichte von Edenkoben, a.a.O., S. 57 und S. 60 Anm. 15).


1734 begann Hans Jacob Neu mit dem Bau der Mühle nahe dem Kloster in Edenkoben, der Neu-Mühle (vgl. Urschbach: Edenkobe­ner Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 288; Billig: Geschichte von Edenkoben, a.a.O., S. 60 Anm. 15).


Im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Neustadt von 1738, vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp aufgenommen, ist sie wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “ist anno 1734 durch den Jacob Neu mit Consens churf: Hofkammer als eine Öhl oder Mahl Mühle zu bauen angefangen worden. Hat vermög in Händen habende Consens ein und vor allemahl 2 fl Recognition in die Gefällverweserey zahlen müssen, so dann alle Jahr 2 Malter Korn in die Kellerei Neustadt, welche in anno 1736 da´erste Mahl ist geleistett worden, diese Mühl hatt nur ein Gang und ist mit 40 fl Schatzungs Capital belegt, der jetzige Poßser ist Wilhelm Walter. Sonsten ledig und eigen.“


°° mit NN; Vater der NN. Neu (°° mit dem Müller in Edenkoben Johann Wilhelm [2] *Walter) (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 288).



Neubert, Georg:

um 1765 war Georg Neubert „Pulverfabrikant“ zu Zweibrücken (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 209). 17758 bewarb sich der Pulverfabrikant Neubert aus Zweibrücken um den Temporalbestand an der Pulvermühle in Lemberg (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 211). Er ist wohl der Vater des Pulvermüllers NN. *Neubert zu Zweibrücken +++klären++++


1776/77 gab es es Probleme mit dem gelieferten Salpeter (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 3820: „Der dem Pulvermüller Neubert ausge­lieferte Salpeter, 1776-1777“) ++++klären: Georg Neubert oder NN. Neubert++++



Neubert, NN.:

im 1791 war der NN. Neubert als Pulvermüller auf der Pulvermühle Zweibrücken tätig. Am 5.8.1791 beschwert sich der Zweibrücker Mahlmüller Joseph Hauter in einem Schreiben an die herzogliche Verwaltung über Einkommensverluste durch Behinderung des Mahlens wegen Wassermangels und verlangt, daß der Ohligmüller Böhmer das Gipsmahlen gänzlich einstellen solle, solange das Wasser klein sei (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 342-343). Er teilt mit, er habe auf Anweisung von Kammerrat Hautt auch das Loch in der Schließ, das den Wasserverlust verursache, nach Ankündigung durch den Pulvermüller Neubert zugestopft. Der Neubert habe dasselbe aber zweimal wieder aufgemacht (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 343). +++klären: er ist wohl der Sohn des Pulvermüllers Georg *Neubert++++



Neufang, Michel:

1773 Neumühle/Neumühle (heute OT Obernheim-Kirchenarnbach/Sickinger Höhe); ab 1770 Müller auf der Neumühle; seine Wit­we NN. heiratete den Müller Christian *KLIEBENSTEIN (später ab 1782 auf der Mittelbrunner Mühle)(vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 298).



Neumann, Adam:

um 1880 ist Adam Neumann Mühlenbesitzer in Rheingönheim; °° mit Katharina Elisabetha HÄRTEL († 5.12.1895 Rheingönheim; Tochter von Johannes HÄRTEL und Maria Elisabeth EHRINGER); aus der Ehe stammen die Kinder Otto NEUMANN († 1884, 6 Jahre alt), Friedrich Karl NEUMANN (*1.3.1882 Rheingönheim) und August NEUMANN (*25.7.1884 Rheingönheim) (vgl. Poller: Rheingönheimer Bürgerbuch, a.a.O., Bd. 2 S, 212).



Neumüller, Jakob:

ab 1716 Erbbeständer auf der *Kneispermühle bei Reifenberg. Die Kneispermühle wurde 1701 von Hanß Neeßmann aus Herschberg wieder aufgebaut und 1716 an Jakob Neumüller verkauft. 1741 erwarb Jakob FISCHER aus Thaleischweiler das Mühlengut. Da Be­wohner dieses Ortes dort mahlen ließen, entstand zwischen dem „Kneisper-Müller“ und den Bewohnern von Oberhausen ein Banali­tätsstreit, der 1751 durch ein herzogliches Reskript folgendermaßen beigelegt wurde: „Die Untertanen in Oberhausen sind verbun­den, nach wie vor den Sommer über in der Kneispermühle zu mahlen. Im Winter aber, und zwar in der Zeit von Martini bis Mitte März, wird es ihnen wegen der unpraktikablen Wege erlaubt, in der Oberhauser Mühle ihre Frucht zerkleinern zu lassen. Es wäre dann Sache, dass der Bannmüller die Früchte von Oberhausen abholt und das Mahlgut den Untertanen vor die Häuser brächte, in welchem Falle sie in der Mühle mahlen sollten (vgl. Internetdatei Wikipedia).


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) wird sie wie folgt beschrieben: “liegt an der Walber Bach (=Wallalbe), die unten an dem Dorf Oberhausen noch die Labacher Bach zu sich nimmt. Ent­fernung zur Neumühl (= Faustenmühle; auch Maßweiler Mahl- und Sägemühle bei Maßweiler) oberhalb und zur Oberhauser Mühle unterhalb je 1 Stunde. dazwischen 3 leiningische Mühlen, nämlich die Herschberger, Würschhäuser und die Walber Mühle. 2 unter­schl. Wasserräder für ein 1 Mahl- und 1 Schälgang (auf welchem zur Not auch gemahlen werden kann). Etwa 100 Gäng überhalb der M. ein kleines Wehr mit Schließ. Die Dörfer Maßweiler, Reifenberg, Schmitshausen und Oberhausen sind hierher gebannt. Die Erb­beständer Jakob *Neumüller und Jakob Fischer entrichten jährlich an Pacht: 5 Ma. Korn, 5 Ma. Hafer, 1 Mühlschwein von 100 Pfund und 10 Kapaunen oder dafür 6 fl 10 bz.. Der Sohn des J. Fischer sitzt auf der Mühle. Der Molter wird geteilt.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 191).



Neumüller, Johann Wilhelm:

17.3.1702 Biedershausen (vgl. Kirchenbuch Contwig 1698-1764 Nr. 35) – 2.1.1755 Mittelbach (vgl. KB Mittelbach-Ixheim 1743-1798, Nr. 1912); Müller auf der Mittelbacher Mühle; °°I ca. 1721 in Mittelbach mit Elisabeth Catharina NN. (1701 Mittelbach – 2.8.1725 Mittelbach; vgl. KB Zweibrücken, 1662-1744, Nr. 1442); °° II 20.9.1729 in Mittelbach (vgl. KB Zweibrücken Nr. 1460) mit Anna Barbara Kiefer (1707 Ottweiler – 1.8.1782 Mittelbach; vgl. KB Mittelbach-Ixheim 1743-1798, Nr. 2201), der Tochter des Jkob Kiefer. Todesursache des Johann Wilhelm Neumüller war ein Unglücksfall: Am 2.1.1755 wollte er das Eis vom Mühlrad los­schlagen, er fiel unter das selbe und wurde erdrückt.


Kinder aus der 1. Ehe mit Elisabeth Catharina NN. sind: Catharina Elisabeth Neumüller (18.10.1721 Mittelbach – 24.10.1721 Mittel­bach) und Anna Maria Dorothea Neumüller (geb. 17.03.1724 Mittelbach [vgl. KB Zweibrücken 1607-1744, Nr. 2402], °° mit Martin Mayer am 18.05.1756 in Mittelbach [vgl. KB Mittelbach-Ixheim 1743-1798]), geb. ca. 1720, Zweibrücken).


Kinder aus der 2. Ehe mit Anna Barbara Kiefer sind: Heinrich Jacob Neumüller (9.07.1732 Mittelbach - 30.03.1760 Mittelbach), Ca­tharina Barbara Neumüller (geb. 11.01.1734 in Mittelbach; vgl. KB Zweibrücken 1607-1744, Nr. 3046), Jacob Neumüller (geb. 1735 in Mittelbach - 10.01.1768, Mittelbach), Anna Margaretha Neumüller (28.03.1737 Mittelbach - 21.02.1767 Böckweiler.), Georg Friedrich Neumüller (31.01.1739 Mittelbach - 23.07.1794 Mittelbach), Johann Augustinus Neumüller (2.01.1742 Mittelbach [vgl. KB Zweibrücken 1607-1744, Nr. 3510] - 20.01.1767 Mittelbach [vgl. KB Mittelbach-Ixheim 1743-1798, Nr. 2030]), Johann Bern­hard Neumüller (29.12.1743 Mittelbach - 3.09.1807 Hengstbach), Maria Dorothea Neumüller (25.08.1745 Mittelbach [vgl. KB Mit­telbach-Ixheim 1743-1798, Nr. 41]), Anna Louisa Neumüller (ca. 1746 Mittelbach [vgl. KB Mittelbach-Ixheim 1743-1798] – 27.08.1793; °° am 12.1.1768 in Mittelbach mit Johann Jacob Schmolze (geb. ca. 1742 Mittelbach [vgl. KB Mittelbach-Ixheim 1743-1798, Nr. 1665) und Catharina Magdalena Neumüller (18.04.1748 Mittelbach [vgl. KB Mittelbach-Ixheim 1743-1798, Nr. 83] - 14.04.1749 Mittelbach [vgl. KB Mittelbach-Ixheim 1743-1798, Nr. 1856]).


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 146-151) wird Mahlmühle in Mittelbach zusammengefaßt wie folgt beschrieben: “liegt an vorbeschriebener Bickehall, [Anm.: Bickenalb) 1 Flinten­schuß von dem Dorf Mittelbach, 1/2 Stunde von der Aschacher Mühle [Anm.: Aschbacher Mühle]. Befindet sich sowohl wegen des Gebaues als des Mühlenwesens in schlechtem Stand. … 2 unterschlächtige Wasserräder treiben 2 Mahlgänge und 1 im Trillis ange­hängten Schälgang. Bei trockenem Wetter muß die Mühle stillstehen und das Wasser klausen, leidet hingegen von dem starken Waßer zu Zeiten große Noth. Liegt an der “vollen” Bach. Hat keinen Bann. Mittelbach und Hengstbach sind niht gebannet und hat ersteres 43 und Letzteres 27 Haushaltungen. Erbbeständer ist Johann Wilhelm *Neumüller, so sich mit einem auf ihn unterm 7ten May 1740 ausgefertigten Erbbestand legitimiert; er muß, wenn er Pferde oder Drückochsen hält, jährlich 3 fl für ein Pferd und 2 fl für 1 Ochsen Frongeld zahlen.” (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 191/192).



Neuschwanger (Neuschwander), Peter:

ab 1716 Müller und Erbbeständer auf der Mahl- und Sägmühle Weidenthal. Als 1714 der Müller und Erbbeständer auf der Mahl- und Sägmühle Weidenthal, Johannes *Hildner starb und von seinem sechs Kindern keines die Mühle übernehmen konnte, ging der Erbbestand 1716 für 500 Gulden käuflich über an Peter Neuschwanger, der jährlich eine Erbpacht von 5 Mltr Korn für die Mahl­mühle, 3 fl für die Sägmühle, 4 fl für die Fronfreiheit und 10 Kreuzer Bodenzins. Neuschwanger tauschte seinerseits mit kurfürstli­cher Genehmigung im September 1725 mit dem Universitätserbbestandsmüller und Wiedertäufer Jakob Steiner von Lambrecht; die­ser hatte 2 Gulden einmalige „herrschaftliche Tax“ an das „Taxamt“ und im übrigen dieselbe Pacht zu zahlen wie sein Vorgänger (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 226).


1725 hat sie Peter Neuschwander an Jacob *Steiner als Erbbestandsmühle mit Konsens der kurfürstlichen Verwaltung käuflich über­lassen. Gibt in die Burgvogtei Friedelsheim 5 Ma Korn als Erbpacht, 4 fl. Frongeld, 10 Xer Bodenzins, dazu 3 fl zins für die Säge­mühle (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 257, 252).



Neysen, Andres:

1730; Müller auf der Herrschaftlichen Dorfmühle in Waldhambach; der älteste erhaltene Bestandsbrief der Dorfmühle im Tempo­ralbestand datiert vom 23.3.1717 und nennt als alten und neuen Müller Andres *NEYSEN, dem die „Mahlmühl zu waldthambach“ in einen 10jährigen Bestand verliehen wurde. Neysen beabsichtigte bereits 1724 von der Mühle vorzeitig anzugehen, angesichts der Baufälligkeit des Mühlengebäudes und der Untätigkeit des Hochstifts. Er hatte den Amtsverwalter Dolhofer bereits 1722 auf den schlechten baulichen Zustand der Mühle hingewiesen; im März 1724 war ihm „die Kuch“ eingestürzt und Neysen befürchtete, daß „Es ihm seine frau od[er] Kinder verschlagt“ (vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 116.3: Rohrbach vom 28.3.1722; Landau vom 9.3.1724; Bruchsal vom 17.3.1724; Landau vom 4.8.1724; Ehrgott: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 228 und S. 242 Anm. 13). Ney­sen ist dennoch geblieben und die Pacht wurde 1726/27 erneut verlängert, denn im Mai 1730 meldet der Sohn Johannes NEYS(EN) den Tod seines Vaters und bat um Übertragung der Mühle im Erbbestand. 1739 wird Hanß Georg NEIß(EN) in den Akten des Hoch­stifts als „Erbbeständlicher Müller zu Waldthambach“ geführt. Dennoch kam es wohl nicht zu der beantragten Vergabe, sondern beim Temporalbestand, denn am 5.3.1742 wurde die Mühle schließlich an den Müllermeister Dieterich FRANTZ aus Bruchsal im Tempo­ralbestand auf 8½ Jahre vergeben. Hanß Georg NEIß(EN) erhob Klage gegen das Hochstift Speyer wegen einer Entschädigung für gemachte Aufwendungen vor dem Gericht in Kolmar (vgl. Ehrgott, Harald: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 228/29), wo­bei ausgeführt wurde, „daß man von seiten Camerae keinen anstand finde, die jenige meliorations kösten, so dieselbe an die herr­schaftl[ich]e mahlmühle erweißlich angewendet nach Vorhero jedoch ….. pflichtmaßiger abschätzung refundir[en] zu laßen ...“ (vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 116,2: Bruchsal vom 26.6.1742; Ehrgott, Harald: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 242 Anm. 14). Er nahm schließlich die Klage zurück, nachdem man sich im Frühjahr 1743 über die Höhe der nicht unbeträchtlichen Entschädigung von „408 Gulden 20 Kreutzer Reichs valor“ geeinigt hatte (vgl. Ehrgott, Harald: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 229)


Am 18.8.1732 hatte die Gemeinde Eschbach, die wie Waldhambach und Rohrbach zum Amt Madenburg des Hochstifts Speyer zähl­te, sich an die bischöfliche Regierung gewandt und die Bitte des Waldhambacher Müllers Hans Georg Neiß, eine Mühle auf der Kai­serbach zu errichten, unterstützt, da man seyendt unseren früchten in Churpfältzi[schen] Mühlen mahlen zu laßen“ (vgl. Ehrgott, Ha­rald: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 227). In der Stellungnahme des Madenburger Amtsverwalters Gotting vom 27.5.1732 findet sich neben dem Bericht über den Plan des Müllers, eine Mahlmühle zu errichten, auch eine Skizze (vgl. Ehrgott, Ha­rald: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 242 Anm. 8; LA Speyer Best. D2/116-5).


Vater des Metzgers in Waldhambach Philipp NEIß (°° 26.9.1740 mit Maria Elisabeth STOLTZ aus Lauterburg, Tochter von Thomas STOLTZ, Balbierer aus Lauterburg) (vgl. Helfrich u.a.: Familienregister zu den katholischen Kirchenbüchern von Waldhambach und Waldrohrbach 1735-1875, a.a.O., S. 106), des Müllers Johann (Hans) Georg NEIß (vgl. Ehrgott, Harald: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 228/29) und der Maria Anna NEIß († 12.4.1742 Waldhambach im Alter von ca. 27 Jahren; °° mit dem Müller Jo­hann Michael SCHWANCK) (vgl. Helfrich u.a.: Familienregister zu den katholischen Kirchenbüchern von Waldhambach und Wald­rohrbach 1735-1875, a.a.O., S. 143).



Neysen (Neyß), Johann (Hans) Georg:

bis 1742 Müller auf der herrschaftlichen Dorfmühle in Waldhambach; Sohn des Müllers Andres *NEYSEN. Im Mai 1730 meldet der Sohn Johannes NEYS(EN) den Tod seines Vaters und bat um Übertragung der Mühle im Erbbestand. 1739 wird Hanß Georg NEIß(EN) in den Akten des Hochstifts als „Erbbeständlicher Müller zu Waldthambach“ geführt. Dennoch kam es wohl nicht zu der beantragten Vergabe, sondern beim Temporalbestand, denn am 5.3.1742 wurde die Mühle schließlich an den Müllermeister Dieterich FRANTZ aus Bruchsal im Temporalbestand auf 8½ Jahre vergeben. Hanß Georg NEIß(EN) erhob Klage gegen das Hochstift Speyer wegen einer Entschädigung für gemachte Aufwendungen vor dem Gericht in Kolmar (vgl. Ehrgott, Harald: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 228/29), wobei ausgeführt wurde, „daß man von seiten Camerae keinen anstand finde, die jenige meliorations kös­ten, so dieselbe an die herrschaftl[ich]e mahlmühle erweißlich angewendet nach Vorhero jedoch ….. pflichtmaßiger abschätzung re­fundir[en] zu laßen ...“ (vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 116,2: Bruchsal vom 26.6.1742; Ehrgott, Harald: Waldhambach und seine Müh­len, a.a.O., S. 242 Anm. 14). Er nahm schließlich die Klage zurück, nachdem man sich im Frühjahr 1743 über die Höhe der nicht un­beträchtlichen Entschädigung von „408 Gulden 20 Kreutzer Reichs valor“ geeinigt hatte (vgl. Ehrgott, Harald: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 229)


°° mit Katharina NN; Vater von Maria Barbara NEIß (geb. 3.2.1735) und Paul NEIß (geb. 15.21.1738) (vgl. Helfrich u.a.: Familien­register zu den katholischen Kirchenbüchern von Waldhambach und Waldrohrbach 1735-1875, a.a.O., S. 106)



Niklas:

am 31.5.1465 wird der Müller „Niklas zu Auerbach“ in einer Urkunde des Klosters Werschweiler erwähnt. Abt Niklas von Werßwil­ler ist Mitteidinger zwischen dem Kloster Hornbach und dem Müller Niklas zu Auerbach (vgl. Neubauer, A.: Regesten des Klosters Werschweiler, a.a.O., S. 350, Nr. 949; Neubauer: Regesten des Klosters Hornbach, a.a.O., S. 116, Nr. 429).



Niclas, Nicol:

1738 ist Nicol Niclas als Müller und Erbbeständer auf der Spitalmühle in Kaiserslautern (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 235)



Nicklas, Lenhard:

auch Nicolas; um 1738 in Iggelbach (heute OT von Elmstein); Müller auf der Iggelbacher Säg- und Schneidmühle. Diese ist im Müh­lenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Neustadt von 1738 aufgeführt als Säg- und Schleifmühle aufgeführt; eine Mahlmühle bestand damals noch nicht (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 179/1): “zu Iggelbach ist eine Säg- oder oder Schneidmühle. Dieselbe hat Lenhard Niclas mit Consens der kurfürstlichen Hofkammer auf sein eigenes Gut neu aufgebaut. Sie hat nur ein Wasserrad und muß jährlich aufgrund einer vorgesetzten Concession von Anno 1734 vier Gulden Wasserfall in die Neustadter Gefällverweserei zahlen. Der Besitzer ist Lenhard Nicolas.”


Sein Name wird unterschiedlich angegeben. In LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 und in LA Speyer Best. A2 Nr. 100/1 fol. 18 S. 14 wird er als „Lenhard Nicolas“ bzw. als „Leonhard Nicolaus“ angegeben.


Müller Nicklas war zweimal verheiratet, °° I mit Anna Schiemer aus Iggelbach; aus dieser Ehe stammen 6 Töchter, darunter Maria Elisabetha *Nicklas (°° 3.4.1742 in Iggelbach mit dem Müller Sylvester Flockerzi); °° II mit Anna Maria Catharina Peter; aus der zweiten Ehe stammt der Sohn Johannes *Nicklas (vgl. Ruby, Arnold: Die Säg- und Mahlmühle zu Iggelbach; in : Geschichte und Ge­schichten unserer Heimat. 4 = 2001, S. 11).



Nicola, Philipp:

ab 1726 Mühlarzt auf der Neuen Hechtlochmühle in Rieschweiler; „gebürtlich zu Bronbach, Bischof-Speyerischer Jurisdiction“; der Katholik Nicola war Mühlarzt in Hornbach, dann wurde er von dem Müller Samuel Buchheit von der Alten Hechtloch Mühle in Rie­schweiler angestellt als Mühlarzt und Müller auf der ebenfalls Buchheit gehörenden Neuen Hechtloch Mühle in Rieschweiler. Nicola wird erstmals am 25.1.1726 in Zusammenhang mit der Hechtlocher Mühle erwähnt und ist der Stammvater aller Namensträger Nickola im Raum Rieschweiler (vgl. Müller, Franz J.: „Die Rieschweiler Mühlen, a.a.O., S. 505/506).



Nicolas, Theobald:

um 1739 Müller in Niedermohr; in der Mühlenbeschreibung des Oberamts Lautern von 1739 (LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29) wie folgt beschrieben: “hat Theobald Nicolas von seinem Großvater ererbt, welcher selbige ungefähr 1699 erbaut haben soll, hat 2 Mahlgänge, gibt jährlich 2 Malter Korn als Pacht.” (zitiert nach Weber: Mühle und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 238). klären, der zeit­gleich die Mühle in Niedermohr betrieb, die er ebenfalls von Großvater erhalten hatte++++



Nieder, Georg:

25.12.1834 Marnheim; Papiermacher in Marnheim; °° mit Katharina Opp; Vater des Maurermeisters Johann Georg Nieder (vgl. Schönenberger: Chronik der Schönenberger, Stamm Münchweiler an der Alsenz, a.a.O., S. 194). ++++klären+++Lohmühle in Wa­chenheim / Pfrimm (vgl. Würth: Wachenheim a.d. Pfrimm, a.a.O., S. 159)



Niederreuther, Franz Paul:

bis 1848 Müller auf der Obermühle in Böchingen; die Mühle wurde am 7.3.1848 durch den Eigentümer Paul Niederreuther freihän­dig versteigert. Hierbei wird die Mühle wie folgt beschrieben: „... bestehend in einem neu erbauten Wohnhause mit Stallungen, Kel­ler, Schoppen, Hof, Bäckerei, oberschlächtige Mühle mit 1 Mahlgang, 2 Schälgänge, Schwingmühle, Oelmühle mit 2 Pressen … (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 5.2.1848 S. 66 = LA Speyer Best. Y 20/41). Offenbar fand sich in der Versteigerung kein Interessent, denn die Mühle wurde erneut am 10.10.1848 versteigert (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 23.9.1848, S. 513 = LA Speyer Best. Y 20/41). Der Steigpreis wurde nach erfolgter Versteigerung nicht bezahlt, weshalb es am 11.12.1848 zur „Conventionellen Wiederver­äußerung“ der im Eigentum von Franz Paul Niederreuther stehenden Mühle kam. In der Versteigerungsannonce vom 21.11.1848 (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 2511.1848, S. 631 = LA Speyer Best. Y 20/41) ist die Mühl abweichend wie folgt beschrieben: „Eine zu Böchingen stehende Mühle, sammt Zugehör, bestehend in 1 Mahlgang, 1 Schälmühle, Oelmühle mit 2 Pressen, einem neu erbauten Wohnhause ...“



Niedhammer, Nitthammer:

unterschiedliche Schreibweise des Familiennamens in derselben Familie



Niedhammer, Michel:

ab 1699 Müller auf der Burgmühle in Wachenheim/Haardt. 1689 zerstörten die Franzosen unter General Melac bei ihrem Rückzug die Wachtenburg, die Stadt Wachenheim und auch die Burgmühle. 1699 verkaufte ihr damaliger Besitzer Johannes Buschbach diese „alt, zerfallene Mühl“ um 100 Gulden an den nach Wachenheim eingewanderten Michel *Niedhammer. Vater des Müllers Hanß Adam *Nitthammer (vgl. Oberste-Lehn: Rauschende Bäche, klappernde Mühlen : Geschichte der Wachenheimer Mühlen; Heimat­jahrbuch des Landkreises Bad Dürkheim 2003, S. , S. 170-171).


Im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Neustadt von 1738, vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp aufgenommen, befinden sich zur Burgmühle in Wachenheim unter lfd. Nr. 47 folgende Angaben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “Zu Wachenheim vor der Burg befindt sich eine Mühl mit einem überschlechtigen Gang oder Wasserradt, so des jetzigen Possessor sein seliger Vatter in Anno 1699 von dem Johannes Buschbach vermög Kaufbrief von dasigem Stadtrath mit Consens des verstorbenen Keller Kleinmann an sich er­kauft hatt. Es ist ein Erbbestandsmühl, gibt jährlich in die Kellerei Neustadt 9 Malter Korn Erbpacht. Bestandt Brief ist keiner vor­handen der jetzige Possessor ist Hans Adam Nitthammer“ (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 251).



Nitthammer, Hanß Adam:

um 1738 Müller auf der Burgmühle in Wachenheim/Haardt; Sohn des Burgmüllers in Wachenheim, Michel *Niedhammer. Im Müh­lenverzeichnis für das Oberamt Neustadt von 1738, vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp aufgenommen, befinden sich zur Burgmüh­le in Wachenheim unter lfd. Nr. 47 folgende Angaben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “Zu Wachenheim vor der Burg befindt sich eine Mühl mit einem überschlechtigen Gang oder Wasserradt, so des jetzigen Possessor sein seliger Vatter in Anno 1699 von dem Johannes Buschbach vermög Kaufbrief von dasigem Stadtrath mit Consens des verstorbenen Keller Kleinmann an sich erkauft hatt. Es ist ein Erbbestandsmühl, gibt jährlich in die Kellerei Neustadt 9 Malter Korn Erbpacht. Bestandt Brief ist keiner vorhanden der jetzige Possessor ist Hans Adam Nitthammer“ (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 251).



Nix (Nichts), Christian:

1711 Breungenborn bei Baumholder - 15.11.1795 im Alter von 84 Jahren; Müller und Munizipalagent in Breungenborn; °° am 20.4.1747 mit Maria Elisabetha Eisenhuth von der Eisenhutsmühle bei Aulenbach (Tochter des Müllers Johann Jakob *Eisenhuth und Maria Johanna Litz (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil II katholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 75)



Nizolla, Aron:

um 1774 Müller auf der Dorfmühle in Schweisweiler; 1774 war die Mühle im Besitz von Aron Nizolla, der durch ein neues Wehr die Eisenhüte des Johann Gideon Gienanth in Hochstein schädigte (vgl. Weber:Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 282 leider ohne Quellenangabe)



Nizolla, Wilhelm:

aus Winnweiler; Schultheiß und Handelsmann in Winnweiler; Erbauer der Pulvermühle oberhalb von Lohnsfeld; diese wurde ca. 1770 in eine Hanfreibe, Ohlig- und Lohmühle umgebaut (vgl. Weber, Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 227).



Noe, Georg:

um/vor 1818 Entenmühle bei Homburg. Am 12.6.1818 wurde in Homburg die nachbeschriebene Erbbestandsmühle versteigert: „Eine überschlächtige Mühle mit 2 Mahl- und ein Schälgang, wobey ein Wohnhaus, Scheuer, Stall und Hofgering, welches zusam­men mit Garten und Wiese, 3 Morgen 18 Ruthen enthalt; dann 93/4 Morgen Wiesen, und 41/2 Morgen Äcker, dabey gelegen, worauf ein jährlicher Erbbestands-Pacht von 16 Malter Malter Korn und 7 fl 30 kr Geld haftet, und unter dem Namen Endenmühle bey Hom­burg bekannt ist, abgeschätzt auf 3327 fl. Diese Immobilien gehören ungetheilt den Kindern von weyland Georg Noe, namentlich Michel, Anna Maria, Christina, Georg und Jacob Noe. Die Versteigerung geschieht auf Betreiben des grosjährigen Sohnes, Michel Noe, Vormund der minderjährigen ...“ (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises, Nr. 43 vom 27.5.1818, S. 278).



Noe, NN.:

um 1593 und noch 1595 Beständer der Diedelkopfer Mahlmühle in Diedelkopf (bei Altenglan) gemäß den Erbbestandsbriefen vom 3.2.1593 und 1595; die auf ihn als Beständer ausgestellt sind (vgl. Mühlenprotokoll Oberamt Lichtenberg vom 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7).



Nungesser, Andreas:

geb. am 27.7.1773 (err.) in Minfeld (?) - † 15.9.1824 Minfeld; Mühlarzt; Sohn des Johann Adam Nungesser und der Maria Friederika Louisa Peterus; °° um 1810 in Minfeld mit Maria Magdalena Strohm, (°°Fischer, geb. 19.7.1813 Minfeld - † 6.2.1854 ebd.); Vater des Johann Adam Nungesser (geb. 19.7.1813 Minfeld - † 14.11.1825 ebd.), der Maria Magdalena Nungesser (auch Nonngesser, Nun­nengeßer) (geb. 13.2.1817 Minfeld - † 26.3.1864 ebd; °° I 12.11.1839 Minfeld mit Andreas Riehlmann [auch Riellmann, geb. 1.12.1816 Freckenfeld - † 22.9.1846 Minfeld]; °° II 28.9.1848 Minfeld mit Johann Wendel Roth [geb. 28.8.1807 Minfeld - † 3.4.1879 Kandel]), Johann Jakob Nungesser (geb. 3.1.1819 Minfeld - † 20.2.1853 ebd.; °° am 9.3.1848 in Minfeld mit Margaretha Müller [27.2.1823 Minfeld]) und der Maria Margaretha Nungesser (geb. 10.9.1820 Minfeld - † 2.6.1842 ebd.; °° 1842 mit Franz Josef Schmid [geb. 1813 err. in Jokenhausen/Oberamt Neresheim/Württ.]) (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 473 Nr. 2211).






















Litera O





Oberhauser, Nickel:

um 1745 Müller auf der Rohrbacher / Saar Mahlmühle; im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) wird die Rohrbacher Mahlmühle wie folgt beschrieben: “Die Rohrbacher Mahlmühle wird durch das Rohrbacher und das sogenannte Glashütter Bächlein getrieben; liegt eine Viertelstunde von Rohrbach, 1 Stunde von der Kirkeler Mühle entfernt. 1 Wasserrad und 1 Mahlgang. Liefert 4 Ma. Korn als Pacht und für 4 Hühner 12 bz. Kein Bann. Der Erbbe­ständer ist Nickel *Oberhauser.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 204).



Oberhaußen, Franz:

ca. 1819 St. Ingbert; Müller auf der Mahl- und Ölmühle bei St. Ingbert. Im Intelligenzblatt des Rheinkreises vom 9.3.1819 wird die Versteigerung der Mahl- und Ölmühle St. Ingbert zur Aufhebung der daran bestehenden Erbengemeinschaft nach dem verstorbenen Müller Franz Oberhaußen für den 29.3.1819 angekündigt (vgl. Intelligenz-Blatt des Rheinkreises“ Ausgabe Nr. 19 vom 9.3.1819, Bl. 146): „ … wird die denen Erben des verstorbenen Franz Oberhaußen zugehörige zu St. Ingbert im königl. Baier. Rheinkreise, an der Hauptstraße zwischen Homburg und Saarbrücken … gelegene, zu allen Jahreszeiten mit hinreichendem Wasser versehene, und im besten Stand befindliche Mühle, bestehend in zwey Mahl- und einem Schälgang, einer Oelmühle mit zwey Pressen, sehr geräumigen Wohnung samt Scheuer, Stallung, Hofgering, dabei gelegenen Garten- und Wiesengrund längs den Mühlkanal ….“.



Oberlandschüdt, Velten:

geb. um 1600 – beerd. 17.1.1760 Weihermühle Bolanden-Weiherhof; reformiert; Müller auf der Weihermühle (vgl. Mitteilung Herr Ewald Dittmar vom 6.8.2011; ref. Kirchenbuch Marnheim). ++++klären: Übergang der Weihermühle Bolanden auf den Müller Ste­phan *Sültz (Schwiegersohn ?)++++



Oberländer, Wilhelm:

Müller auf der Mühle auf dem Münsterhof bei Dreisen. Schwiegersohn des Müllers auf dem Münsterhof Daniel *Geiß. 1784 wurde die Mühle für jährlich 10 Malter Korn, 10 Malter Spelz, 10 Malter Hafer Erbpacht an Daniel Geiß vergeben. Im gleichen Jahr wurde eine Hanfreibe eingerichtet. Durch Heirat der Tochter Anna Geiß mit Wilhelm Oberländer ging der Besitz auf diesem über. Von den Kindern aus dieser Ehe kaufte 1840 Valentin Rupp I die Mühle für 6500 Gulden. Sie ging 1847 an dessen Sohn Valentin Rupp II über. Eine Tochter heiratete Heinrich Fasbender. Dieser nahm die Stillegung der Mühle vor (vgl. Wolf, Julius: Wüstungen in und bei Dreisen; in: Busch u.a.: Untergegangene Dörfer und Kleinsiedlungen in der Nordpfalz, a.a.O., S. 223 leider ohne Quellenangaben).



Oberst, Philipp:

geb. Bühlart, Amt Drohnecken; um 1645 Müller in Achtelsbach; °° vor 1645 mit Engel NN.; Vater des Friedrich Oberst (~ 8.6.1645 Achtelsbach) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach, a.a.O., S. 175 Nr. 927).



Oberthür, Johann:

von 161 bis 1775 ist Johann Oberthür der Müller auf der Obermühle in Oberotterbach; Vater des Müllers und Betriebsnachfolgers Jo­hann Martin Oberthür (vgl. Fischer, Willi: Das Otterbachtal, Mühlen und Steinbrüche; in: Otterbach, aus der Geschichte eines südp­fälzischen Dorfes, a.a.O., S. 302).



Oberthür, Johann Martin:

aus Oberotterbach; Sohn des Müllers auf der Obermühle in Oberotterbach, Johann *Oberthür. Johann Martin Oberthür war von 1775 bis 1787/88 Müller und Betriebsnachfolger auf der Obermühle in Oberotterbach (vgl. Fischer, Willi: Das Otterbachtal, Mühlen und Steinbrüche; in: Otterbach, aus der Geschichte eines südpfälzischen Dorfes, a.a.O., S. 302).



Olblat, Georg:

um 1577 Müller und Einwohner von Hördt. °° mit Johanna NN.; Georg Oblat übernahm zusammen mit seiner Ehefrau die Kloster­mühle in Hördt in Erbbestand (vgl. LA Speyer Best. A 13 Nr. 738). In dieser Urkunde vom 1.9.1577 heißt es: „Ich Georg Olblat Inn­wohner undt Gemeinsman zü Hördt Germersheimer Ambts und Johanna sein eheliche Hausfrau…. Ich Lorenz Müller derzeit Schaff­ner zu Hördt bekenne undt thue Kundt meninglich Vor mich und alle meine nachkomme …. das Closter Hördt ein Mahlmühlen …. zwischen Hördt und Rülzem uf der Bach gelegen welche der genannte Stattmüller zu Germersheim Melchior Buch seligen Leibge­dings einst in Handen gehabt undt nunmehr durch denselben Closter mit aller Zugehörung vor ungefehr vier Jahren wiederumbs Ei­genthumlich … Undt seithero durch des Ehrsamen Georg Olblates Innwohners und Müllers zu Hördt …“ als Pächter betrieben wor­den ist.



Oertle, Christian:

um 1745/46 wird der Müller Christian Oertle in Homburg ? +++klären+++ (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 982/14: „Die Begebung der herrschaftlichen Hohenwiese zu Homburg in einen Erbbestand an Müller Christian Oertle, 1745-1746).



Öttinger, Heinrich:

ab ca. 1850 Müller auf der Kaisersbacher Mühle in Waldhambach; °° 11.2.1850 in Waldhambach mit der Müllerstochter Magdalena Hafner († 8.11.1858 Waldhambach im alter von 29 Jahren), der Tochter des verstorbenen Müllers Johann Georg *Hafner von der Kaisersbacher Mühle und der Maria Anna Müller (vgl. Helfrich u.a.: Familienregister zu den katholischen Kirchenbüchern von Wald­hambach und Waldrohrbach 1735-1875, a.a.O., S. 107)



Ohler, Johann Henrich:

um 1782 Betreiber der Öl- und Sägemühle Ohler in Lambrecht; °° mit Anna Maria Mattil (geb. 14.6.1756 Waldfischbach; vgl. Paul, Roland: Genealogischer Nachtrag zu dem Beitrag von Jürgen Vorderstemann: Ein Göttelbrief für Anna Maria Mathis [recte: Mattil] aus Waldfischbach 1756 [in: Pfälzer Heimat 2006, S. 73]; in: Pfälzer Heimat 2007, S. 32).



Ohleyer, Georg:

vor dem 15.10.1775 in Hoffen/Elsaß; ab ca. 1768 als Müller auf der sog. Häckenmühle in Hoffen/Elsaß, Herzogtum Pfalz-Zwei­brücken Amt Kleeburg erwähnt. Am 17.7.1768 wird ein anderer Müller auf der Mühle genannt. Bei der Taufe des Michael Clauß in der reformierten Kirche in Hoffen wird als Pate genannt: „Georg *Ohleyer, Bürger und Müller auf der sogenannten Häckemühl“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Anm: An Ostern 1729 erstmals zum Abendmahl zugelassen (d.h. konfirmiert) wurde „Johann Georg, Michael Ohleyers Sohn“ (Quel­le: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Vater der Barbara Ohleyer. Diese wird am 21.7.1769 als Patin bei der Taufe der Barbara Jung im reformierten Kirchenbuch Hoffen/Elsaß erwähnt: „Barbara, Georg Ohleyer Müller auf der so genannten Häcken Mühl und Bürger zu Hoffen ehel: Tochter“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen, S. 45 re. Sp.). Der Eintrag enthält bei seinem Vater keine Berufsbezeichnung, während bei der gleichzeitig konfirmierten Magdalena Bostätter vermerkt ist: „Magdalena, Andreas Bostetter, des Müllers Tochter“.


Vater des Jacob Ohleyer und Großvater des nichtehelichen Kindes Jacob geb. am 7.?.1774 (Datum unleserlich); im reformierten Kir­chenbuch Hoffen sind als Eltern eingetragen: „Jacob Ohleyer, Georg Ohleyer Bürger und Müller zu Hoffen ehel: Sohn und Eva“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Vater der Eva Ohleyer. Diese ist am 5.2.1775 als Patin bei der Taufe des Georg Nieß im reformierten Kirchenbuch Hoffen eingetra­gen: „Eva, Georg Ohleyer Bürger und Müller auf der Häcken Mühl ehel: Tochter“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Vater der Catharina Ohleyer. Diese ist am 30.7.1780 als Patin bei der Taufe der Eva Catharina Neiß in der reformierten Kirche in Hoffen im Kirchenbuch eingetragen: „Catharina, Georg Ohleyer gewesener B. und Müller auf der sogenannten Häckenmühl hinterla­ßene ehel. Tochter“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Georg Ohleyer ist vor dem 15.10.1775 verstorben, denn bei der Taufe der Enkelin Anna Maria Ohleyer, der Tochter des Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Häckenmühle ist (als Patin eingetragen): Anna Maria, Georg Ohleyer geweßenen Bürger und Müllers auf der Häckenmühl nachgelaßener ehel. Tochter (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen, Eintrag vom 15.10.1775).



Ohleyer, Jacob:

ab ca. 1775 Müller und Betriebsnachfolger seines Vaters auf der sog. Häckenmühle in Hoffen/Elsaß. Sohn des Müllers auf der Hä­denmühle Georg *Ohleyer. Vater des nichtehelichen Kindes Jacob geb. am 7.?.1774 (Datum unleserlich); im reformierten Kirchen­buch Hoffen sind als Eltern eingetragen: „Jacob Ohleyer, Georg Ohleyer Bürger und Müller zu Hoffen ehel: Sohn und Eva“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen). Jacob Ohleyer und Eva NN. haben nach der Geburt des Sohnes geheiratet, und die Hädenmühle übernommen. Im reformierten Kirchenbuch Hoffen ist am 15.10.1775 die Taufe der am 10.10.1775 geborenen Tochter Anna Maria eingetragen. Im reformierten Kirchenbuch Hoffen sind als Eltern dieser Tochter eingetragen: „Jacob Ohleyer Bürger und Müller auf der Hedenmühl und Eva“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Jacob Ohleyer „Müllermeister“ ist am 17.6.1776 im reformierten Kirchenbuch Hoffen als Pate bei der Taufe des Michael Clauß ein­getragen (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Am 19.1.1777 geboren und am 20.1.1777 in der reformierten Kirche in Hoffen getauft wurde der Sohn Georg Ohleyer. Unter den Pa­ten ist „Leonhardt Rott, der Sägmüller“. Auffallend ist daß Jacob Ohleyer nicht mehr wie sonst üblich als Bürger und Müller bezeich­net wird (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen). Am 20.2.1778 geboren und am 22.2.1778 in der reformierten Kirche Hoffen ge­tauft wird die Tochter Barbara. Ohleyer. Als Eltern sind im reformierten Kirchenbuch Hoffen eingetragen: „Jacob Ohleyer B. Und Müller auf der sogenannten Hädenmühl und Eva“. Patin ist u.a. „Barbara, Leonhardt Rott B. und Müller auf der sogenannten Säg­mühl“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Am 22.8.1778 geboren und am 23.8.1778 in der reformierten Kirche in Hoffen getauft wird die Tochter Margaretha Rott. Als Eltern sind im reformierten Kirchenbuch Hoffen verzeichnet: „Leonhardt Rott der Sägmüller und Catharina Barbara“. Pate ist u.a. „Jacob Ohleyer der Hädenmüller“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Am 7.7.1779 geboren und am 11.7.1779 in der reformierten Kirche in Hoffen getauft wird der Sohn Hanß Michael Ohleyer. Als El­tern sind im Kirchenbuch eingetragen: „Jacob Ohleyer Bürger und Müllermeister auf der Hadenmühl und Eva“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Jacob Ohleyer ist erneut am 5.10.1779 als Pate im reformierten Kirchenbuch Hoffen eingetragen: „Jacob Ohleyer der Hädenmüller“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).



Ohlinger, Valentin:

um 1744 Erbbeständer auf der Mühle in Rehweiler; °° mit NN. Horbacher, der Tochter des Müllers Peter Horbacher (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 207).


Die Mühle in Rehweiler ist im Mühlenbericht des Oberamts Lichtenberg von 1746 aufgenommen (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 17-22) und wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 207): "Die Mühle zu Reh­weiler in der Pfeffelbacher Schultheißerei liegt ebenfalls am Glan, verstärkt durch den Quirn- oder Hengstbach; ¼ Stunde entfernt von der Matzenbacher Mühle. 2 unterschlächtige Wasserräder, welche 2 Mahlgänge und 1 im Trillis angehängten Schälgang treiben. Neben dem Wasserrad 1 Aalkorb (für den ½ fl jährlich extra bezahlt werden muß). Wasserzuführung mittels eines 94 Schritt entfern­ten Wehres, 2 ½ Schuh hoch, mit Ablaß für die Flößerei. Hinterteich von 100 Schritt Länge; bei der Brücke ergießt sich das Wasser wieder in den Glan. Die Dörfer Drahweiler, Quirnbach, Liebstal und Rehweiler sind in die Mühle gebannt. Erbbeständer ist Valentin *Ohlinger, hat die Mühle von seinem Schwiegervater Peter Horbacher. Er entrichtet als Pacht in die Kellerei Lichtenberg 9 Ma Korn und 9 Ma Hafer, dazu 14 fl. für 2 Mühlschweine und 4 Batzen für 1 Hahn (Kapaun) und alle 3 Jahre 1 Weinkaufsgulden. Die Mahl­steine sind vom Vockenrech und von Odenbach; sie nehmen jährlich 1 Zoll ab.“


Zur Mühle gehört eine 1680 erbaute Pletsch- oder Notmühle, unten am Dorf im Großen Brühl stehend. Angetrieben wird diese durch ein in der Leidstaler Hub entspringendes und aus dem Elmogbächlein abgeleitetes Wasser über ein oberschlächtiges Wasserrad. Neu­erdings wurde ein „Schleifstein“ für eine Wappenschmiede im Trillis angehängt.“ Der Müller Ohlinger beschwert sich zugleich (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 18r) darüber, daß der obenliegende Matzenbacher Müller sein Wehr stark erhöht hat, worunter die Wasserkraft und die Antriebskapazität der Rehweiler Mühle leidet.


Die Mühle war Bannmühle für die Drahweiler, Quirnbach, Liebthal und Erfweiler mit (1746) insgesamt 48 Familien (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 19r)


Valentin Ohlinger weist sein Recht nach durch Vorlage des auf seinen Schwiegervater am 31.1.1705 durch die schwedische Regie­rung ausgestellten Erbbestandsbrief, nebst auf Ohlinger lautende Konfirmation vom 15. April 1738 sowie ein auf ihn selbst ausge­stellten Erbbestandsbrief vom 11.10.1743 (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 21)


Literatur/Urkunden:

- Ohliger, Walter und Klein, Alfred: Geschichte der Rehweiler Mühle; in: Westrich-Kalender 1991, S. 87-89



Ohnesorg, Ulrich:

1663 err. - 4.3.1721 im Alter von 58 Jahren; katholisch (?); er war Ölmüller auf der unteren Mühle in ++++Berschweiler ?+++++ (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil II katholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 76). Vater der Anna Barbara Ohnesorg (°° 9.2.1712 mit Christophorus Relinger/Röllinger, wohnhaft auf der unteren Ölmühle in +++) (vgl. Jung, a.a.O., S. 84)



Oloffer, Peter:

1722-1727 Müller in Adenbach; er erscheint wohl auch unter dem Namen “Johannes Oloff” im Kirchenbuch und hat wohl wie da­mals üblich einen Doppelnamen “Johannes Peter”. Oloffer kaufte 1722 die im Ausbau begriffene Mühle in Adenbach von dem dorti­gen Müller Johannes *Riegel, dem das Geld ausgegangen war. Oloffer hat “darauf die Adenbacher Mühle so weit gebracht, daß man darinnen mahlen können”. Offenbar florierte der Betrieb nicht so, wie er sollte, denn nach 5 Jahren veräußerte er das Anwesen 1727 an den aus Niedersaulheim stammenden Johann Philipp *Maurer und emigierte nach Nordamerika (vgl. Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler. Zwei Nachbardörfer im Wandel der Zeit, a.a.O., S. 231).



Orsel, Hans Velten:

um 1684 ist Hanß Velten *Orsel [Anm.: Sohn des Müllers in Rodenbach, Johann Ursel] als Müller in Schrollbach; er wird 1684 ge­schatzt (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 124 Nr. 3455).



Orth, Johannes:

Mai 1624; Müller in Odenbach/Glan; °° Katharina NN; Vater Nickel Orth (~ 22.10.1609 Odenbach); Maria Magdalena Orth (~ 6.4.1621 Odenbach; °° am 25.4.1665 mit Hans Peter Heyl); Nickel Orth (~ 3.8.1623 Odenbach), Hans Peter Orth († 1622), Verena Orth (°° 26.10.1624 mit dem Müller Johannes *Müssel) und der Martha Orth (°° 20.4.1631 in Odenbach mit Peter Raumbach) (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Becherbach (reformiertes Kirchenbuch), Bd.1: 1556-1714, a.a.O., S. 79 iVm S. 84); im Kirchenbuch ist er bei der Hochzeit der Tochter Verena Verena (am 26.10.1624) als "verstorben" vermerkt (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Becherbach (reformiertes Kirchenbuch), Bd.1: 1556-1714, a.a.O., S. 73).



Orth, Martha:

5.4.1635 beerd.; Tochter des Müllers Johannes (Hans) Orth († Mai 1624); Schwester der Verena *Orth; °° am 20.4.1631 in Oden­bach mit dem Schmied Peter *Raumbach aus Odenbach; Mutter des Sohnes NN. Orth (~ Odenbach am 28.10.1632) und der Maria Margaretha Orth (~ 30.3.1632 Odenbach) (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Becherbach (reformiertes Kirchenbuch), Bd.1: 1556-1714, a.a.O., S. 79 iVm S. 84). Martha Orth ist kurz nach der Geburt ih­rer Tochter gestorben, wohl aufgrund des Kindbettfiebers.



Orth, Nickel:

9.2.1621 beerd.; Müller in Odenbach/Glan; bezeichnet als “der alte Müller” (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Becherbach (reformiertes Kirchenbuch), Bd.1: 1556-1714, a.a.O., S. 79); er dürfte der Va­ter des Müllers Johannes *Orth gewesen sein.



Orth, Verena:

Tochter des Müllers Johannes (Hans) Orth († Mai 1624); Schwester der Martha *Orth; °° am 26.10.1624 in Odenbach mit dem Mül­ler Johannes *Müssel; Mutter von Hans Michael Müssel, Johann Simon Müssel und Johannes Müssel († 24.7.1633 Odenbach) (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Becherbach (reformiertes Kirchenbuch), Bd.1: 1556-1714, a.a.O., S. 73).



Orthenberger (Ottenberger), Philipp:

um 1706 Müller auf der Stadtmühle/Maltermühle in Bad Kreuznach (Mitteilung von Herrn Otterstätter, PRFK); er wird auch als 'Ot­tenberger' bezeichnet (vgl. Spengel: Mühlen im Bereich der mittleren und unteren Nahe, a.a.O., S. 76). Vater der Elisabetha Orthen­berger (°° mit dem Bader in Alsenz, Johann Adam Diehl). 1721 beklagte sich der Erbbestandsmüller Philipp Orthenberger/Ottenber­ger, er wohne auf einer völlig mit Abgaben überlasteten Mühle +++prüfen: ob identisch oder Sohn des Philipp O. ++++ (vgl. Spen­gel: Mühlen im Bereich der mittleren und unteren Nahe, a.a.O., S. 76).



Oßwaldt (Osswald), Johann Jacob:

geb. 1.8.1674 Neustadt – 26.3.1753 Edenkoben; Klosterküfer des Klosters Heilsbruck und späterer Schultheiß von Edenkoben (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 288); um 1707 bis nach 1738 Schultheiß in Edenkoben; Erbauer der Woogwießmühle (auch Kiessche Mühle oder Langhofmühle, Woogwiesmühle, Schultzenmühle) in Edenkoben; 1707 von dem Edenkobener Schultheiß Oßwaldt erbaut; im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Neustadt von 1738, vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp aufgenommen, ist sie wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “ist durch hießigen Schultheiß Oßwaldt in Anno 1707 auf einem Geistl: Administrations Platz laudt einer vorgezeigten Erbbestandsbrief als ein Mahl und Ohlig Mühl neu auf­gebaut worden, gibt jährlich in hießige Schaffnerei 15 fl Pacht, so dann ist sie mitt 40 fl Schatzungs Capital belegt, der jetzig Poßser ist wie gemeldt der hießige Schultheiß Oßwaldt.”


Oßwaldt hat wohl die Mühle nicht selbst betrieben sondern verpachtet. Der erste Beständer war der Mühlarzt Peter Spittaler aus Oberböblingen, vermutlich seit 1718. Spittaler starb 1726 als Beständer dieser „Schultzenmühle“. Sein Nachfolger als Betreiber der Woogwiesmühle war Johann Wilhelm (2) *Walter, der zugleich die benachbarte Ölmühle und die von seinem Schwiegervater erbaute „Neu-Mühle“ betrieb.


°° am 16.4.1704 mit der Maria Agnes *Neu (Nau), Witwe des Klosterküfermeisters Johann Heinrich *Gleich (vgl. Billig: Geschichte von Edenkoben, a.a.O., S. 58, 59 Anm. 5).



Oster, J. N.:

um 1696; Müller in Ginsweiler (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 184).






















Litera P




Papiermühlen, allgemein:


Literatur/Urkunden:

- Weber, Friedrich Wilhelm: Von Papiermühlen im Landkreis (Südliche Weinstraße); in: Heimatjahrbuch 1982 Landkreis Südliche Weinstraße, S. 116



Pappon, Karl:

20.1.1870 Hochdorf(-Assenheim) – 28.3.1946 Hochdorf; kath.; Mühlenarbeiter; Sohn des Wagners und Tagelöhners Johann Adam Pappon (19.3.1829 Hochdorf – 18.3.1908 Hochdorf) und Anna Maria Hesser; °° 15.11.1901 Hochdorf mit Magdalena Franz (7.10.1874 Alsheim – 22.1.1946 Hochdorf) (vgl. Seelinger: Familien in Hochdorf und Assenheim, a.a.O., S. 379 Nr. 1637).



Pasquay, Johann Ludwig:

1.11.1674 -21.5.1742 Annweiler, reformiert, Handelsmann, Ratsherr; Lohmüller in Annweiler; °° I am 29.6.1701 mit Anna Elisabeth Keyser (reformiert, 16.3.1686 30.11.1712; Tochter des Hans (Johannes) Michael Keyser); er saß auf der Lohmühle gegenüber der Stadtmühle; er hatte die Mühle von seinem Schwiegervater, dem Stadtmüller in Annweiler, Johann Michael *Keyser erhalten (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 163). Johann Michael *Keyser erbte 1696 von Peter Kayser die Loh- und Ölmühle zwi­schen Annweiler und Queichhambach; er gab diese an seinen Schwiegersohn Ludwig Pasquai (*Pasquay) weiter (vgl. Weber: Müh­len besonderer Art, a.a.O., S. 162; Biundo, Georg: Annweiler Families; engl. Ausgabe 1992 der deutschen Originalausgabe 1939, Bd. 4, ohne Paginierung). Kinder aus beiden Ehen +++++



Pasquay, Peter:

Rotgerber in Annweiler; seine Tochter Johanna Pasquay († 26.9.1675) heiratet am 23.11.1675 in Annweiler den Pfarrer und Witwer Johann Henrich Watzenborn (geb. um 1628 Obbornhofen – 6.1.1713 Frankweiler) (vgl. Stuck, Kurt: Heinrich Watzenborns Nachfah­ren. Eine Pfarrersippe; in: PRFK 1974, S. 26).



Pastetenbeck, NN.:

um 1773 war Betreiber der Ölmühle zu Bergzabern der Müller Pastetenbeck; er beantragte 1773 die Genehmigung zur Erweiterung seiner Ölmühle durch einen Mahl- und Schälgang.


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 731 2: „Gesuch des Ölmüllers Pastetenbeck zu Bergzabern seiner Ölmühle einen Mahl- und Schälgang an­hängen zu dürfen 1773“



Paul, Konrad:

ab 1796 Müller auf der Oberen Eselsmühle in Enkenbach; nach dem Einwohnerverzeichnis für Enkenbach von 1800 ist er 1796 von Neuhemsbach nach Enkenbach zugezogen; °° mit Elisabeth Scheerer; Vater von Johann Paul (*1788 err.), Christian Paul (*1786 err.) und Christine Paul (*1784 err.) (vgl. Ruby, Arnold: Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn, a.a.O., S. 41).



Pelz, Nickel:

um 1665 Erbauer der im 30jährigen Krieg untergegangen untergegangenen Blumenauer Mühle bei Brenschelbach; die andere Be­zeichnung als „Pelzmühle“ „erhielt sie von ihrem Wiedererbauer, dem Müller Nickel Pelz, der sie 1665 neu aufrichtete. Den ersteren Namen „Blumenauer Mühle“ trägt sie von ihrer Lage in der Blumenau. Im frühen Mittelalter gehörte sie den Rittern zu Blumenau (vgl. Kampfmann, Lorenz: Heimatkunde des Bezirksamts Zweibrücken, a.a.O., S. 116).



Petry, Johann Heinrich:

um 1738 Waffenschmied und Schleifmüller auf der Schleifmühle oberhalb Neustadt; diese lag nahe bei der Sägemühle oberhalb Neu­stadt im Neustadter Tal (auf dem Gelände der späteren Papierfabrik Hoffmann-Engelmann) am Speyerbach, Ortsausgang Neustadt Richtung Lambrecht. 1716 von Peter Gienand an Wilhelm Petry verkauft (vgl. Habermehl, Paul: Die Stadt Neustadt nach alten Kar­ten und Plänen; in: Weyrich, Klaus Peter: Neustadt. Beiträge zur Geschichte einer pfälzischen Stadt, Neustadt 1975, S. 360).


Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Mühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): „Noch oben die­ser Seegmühl befindt sich noch ein Hamer Schmidt und Schleifmühl, dieselbe hatt der Wilhelm Petry in Anno 1726 von dem Peter *Gienanth an sich erkauft; gibt jährlich 3 fl Wasserfall in hießige Gefällverweserey; hatt von Anfang 2 Wasserradt gehabt undt auch noch, ist ledig und eigen, Consens ist keiner vorhanden, der jetzige Possessor ist Johann Heinrich (Henrich) *Petry.“



Peter, Wilhelm:

um 1778 Müllermeister auf der Mahl- und Losmühle in Albisheim (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 128 fol. 149: „Bezirke des Müller­meisters Wilhelm Peter an der Mahl- und Losmühle in Albisheim an der Pfrimm, 5. Nov. 1778“).



Petry, Peter:

zwischen 1638 und 1653 Müller auf der Mühle in Odenbach/Glan Petry erhielt die Mühle 1638 in Pacht zunächst auf 2 Jahre; 1653 wurde das Anwesen in Erbbestand vergeben und zwar wiederum an Peter Petry (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 182; LA Speyer B2 1213/4); seine Witwe bittet in einem Brief vom 13.3.1669 an die pfalz-zweibrückische Regierung um Pachtnach­laß, weil wegen des “lothringischen Heraus- und Rückmarschs” nicht gemahlen werden konnte (vgl. Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 10; LA Speyer B2 Nr. 1213/4).



Petry, Wilhelm:

ab 1726 bis vor 1738 Waffenschmied und Schleifmüller auf der Schleifmühle oberhalb Neustadt; diese lag nahe bei der Sägemühle oberhalb Neustadt im Neustadter Tal (auf dem Gelände der späteren Papierfabrik Hoffmann-Engelmann) am Speyerbach, Ortsaus­gang Neustadt Richtung Lambrecht. 1716 von Peter Gienand an Wilhelm Petry verkauft (vgl. Habermehl, Paul: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plänen; in: Weyrich, Klaus Peter: Neustadt. Beiträge zur Geschichte einer pfälzischen Stadt, Neustadt 1975, S. 360).


Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Mühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): „Noch oben die­ser Seegmühl befindt sich noch ein Hamer Schmidt und Schleifmühl, dieselbe hatt der Wilhelm Petry in Anno 1726 von dem Peter *Gienanth an sich erkauft; gibt jährlich 3 fl Wasserfall in hießige Gefällverweserey; hatt von Anfang 2 Wasserradt gehabt undt auch noch, ist ledig und eigen, Consens ist keiner vorhanden, der jetzige Possessor ist Johann Heinrich (Henrich) *Petry.“



Pfaff, Familie:

die Müllerfamilie Pfaff kam 1601 aus Frohnhofen bei Kusel nach Kaiserslautern gekommen (vgl. Friedel, Heinz: „Eine Wanderung zu den Höfen und Mühlen im Westen von Kaiserslautern“; in: Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Kreis Kaiserslautern des Histo­rischen Vereins der Pfalz, Nr. 14 Januar 1960, S. 2; vgl. auch: Familienkartei Stadtarchiv Kaiserslautern).



Pfaff, Abraham:

um 1709 Kaisermüller in Kaiserslautern; Sohn des Müllers in Kaiserslautern Hans Debolt (Theobald) *Pfaff (vgl. Herzog: Kaisers­lautern 1651-1681, a.a.O., S. 29 Nr. 2234).


Auch 1712 Müller auf der Kaisersmühle bzw. Kaiserswoog-Dammühle in Kaiserslautern. Am 6.11.1712 ist im reformierten Kirchen­buch von Otterberg als Pate eingetragen“Abraham Pfaff, Keysersmüller (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 94 Nr. 852). Er ist wohl der Sohn ? +++klären+++ der Maria Ottilia NN, die am 17.12.1712 als Patin im reformierten Kirchenbuch im Otterberg erscheint, eingetragen als „Maria Ottilia Müllerin von der Keysers­mühle (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 95 Nr. 857). Am 4.6.1715 ist Abraham Pfaff „von der Keyßersmühl“ erneut Pate in Otterberg (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-refor­mierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 100 Nr. 915); °° mit „Maria Margretha Krämerin (vgl. Rink, Franz: Die Taufbü­cher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 151 Nr. 1381), Abraham Pfaffen Kaisersmüllers Hausfrau“, die am 10.2.1718 in Otterberg Patin ist (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 107 Nr. 989); diese ist auch am 19.3.1719 Patin in Otterberg, eingetragen im reformierten Kirchenbuch als „Abraham Pfaf­fen, Müller auf der Kaisersmühl Hausfrau“ (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 111 Nr. 1022). Am 1.12.1721 ist als Patin im deutsch-reformierten Kirchenbuch in Otterberg eingetragen die „Marg­retha Kremerin, Abraham Pfaffen von der Kaisersmühle Hausfrau (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Ge­meinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 117 Nr. 1082). Am 8.7.1727 ist Patin in Otterberg „Anna Margretha, Abraham Pfaffen, Mül­lers auf der Keisersmühl Tochter“ (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 137 Nr. 1257), ebenfalls am 1.10.1727 (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 138 Nr. 1268). Am 24.6.1730 ist Patin in Otterberg „Margretha Krämerin, Abraham Pfaffen auf der Kaysers­mühle Hausfrau“ (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 151 Nr. 1381).



Pfaff, Anna Margretha:

um 1703 „von der Kaisersmühle“; sie ist am 4.3.1703 in Erlenbach Patin bei der Taufe des totgeborenen Söhnlein des Hans Peter Rupp; °° am 20.1.1728 in Kaiserslautern mit Johann Jakob Pfeifer aus Zweibrücken (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 26, Nr. 4145).



Pfaff, Anna Margretha:

Tochter des Müllers auf der Kaisersmühle bzw. Kaiserswoog-Dammühle in Kaiserslautern, Abraham *Pfaff; am 8.7.1727 ist Patin in Otterberg „Anna Margretha, Abraham Pfaffen, Müllers auf der Keisersmühl Tochter“ (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 137 Nr. 1257), ebenfalls am 1.10.1727 (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 138 Nr. 1268).



Pfaff, Conrad:

um 1818; Müller auf der Neumühle bei Kaiserslautern. Nach seinem Ableben ließen seine Witwe Catherine Doenges und die übri­gen Erben ließen zur Auflösung der Erbengemeinschaft eine öffentliche Versteigerung am 19.2.1818 durchführen. Im Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 8 vom 29.1.1818, S.35/36 wird die Versteigerung annonciert: „Ein Wohnhaus an der Straße nach Katzweiler und Otterbach gelegen, nebst der darunter befindlichen, ehemaligen Leder- und Tuchwalkmühle, welche leicht zu einer Schneidemühle hergestellt werde kann, auch mit Scheuer, Stallung und Hofgering ….“



Pfaff, Daniel:

aus Kaiserslautern; Sohn des Müllers Hans Debolt (Theobald) *Pfaff; Daniel Pfaff ist wie auch sein Vater (zeitweise) der Hospital­müller in Kaiserslautern (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 29 Nr. 2234).



Pfaff, Debolt (Theobald):

geb. um 1640 - † vor 1693 Kaiserslautern (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 29 Nr. 2234); aus Kübelberg (vgl. Klinck, Hermann: 1050 Kübelberg 937-1987, Hrsg. Ortsgemeinde Schönenberg-Kübelberg 1987, S. 21) - † um 1693 (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 26 Nr. 4159). 1653 wird er als Müller-Lehrling in Lauterecken genannt (vgl. Klinck, Hermann: 1050 Kübelberg 937-1987, Hrsg. Ortsgemeinde Schönenberg-Kübelberg 1987, S. 21).


Pfaff war 1667 Stiftsmüller in Kaiserslautern und wollte bereits am 13.8.1667 die Neumühle übernehmen. Dies scheiterte. Pfaff wur­de in der Folge Schloßmüller in Kaiserslautern und wird am 17.12.1672 als „jetziger Schloßmüller“ genannt. Er übernimmt am 19.1.1674 auf zunächst 6 Jahre die Neumühle (als Nachfolger des Hans Peter *Loth). 1691 ist Pfaff der Kaisermüller in Kaiserslau­tern (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 29 Nr. 2234).


Ab 1676 ist Debolt Pfaff der Müller und Betreiber der Neumühle in Kaiserslautern (vgl. „Die Rheinpfalz“ Kaiserslauterer Rundschau vom 24.10.1986:“Auf die Neumühle wartet die Abbruchfirma“).


Nach Hanß Konrad *Lettenbauers Tod übernahm 1676 Theobald (Debold) *Pfaff die Neumühle (vgl. Friedel, Heinz: „Eine Wande­rung zu den Höfen und Mühlen im Westen von Kaiserslautern“; in: Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Kreis Kaiserslautern des Historischen Vereins der Pfalz, Nr. 14 Januar 1960, S. 2; vgl. auch „Die Rheinpfalz“ Kaiserslauterer Rundschau vom 24.10. 1986:“Auf die Neumühle wartet die Abbruchfirma“).


Theobald Pfaff wird als „Kaisermüller“ in Kaiserslautern genannt (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 26 Nr. 4159).


Theobald Pfaff wird 1683 in Kaiserslautern als Mitglied der Bäckerzunft geschatzt mit einem Vermögen von 250 fl.;


°° I am 20.6.1653 in Lauterecken mit Elisabetha Holzhauserin von Stegen (vgl. luth. KB Lauterecken; Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 161 Nr. 2234); °° II am 24.2.1672 in Glan-Münchweiler mit Anna Braun (Tochter des Georg Braun; luth. Kirchen­buch Glan-Münchweiler; Nägle, Paul: Trauungen Ortsfremder und Zugezogener im lutherischen Kirchenbuch des „Münchweiler-Thales“ 1664-1800; in Pfälz. Familien und Wappenkunde 1962, S. 218) (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 29 Nr. 2234); °° III mit Ottilia Wagner (sie °° II mit dem Müller auf der Kaisermühle, Hanß Peter *Voltz; vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 53 Nr. 4445). Ottilia Wagner wird am 8.8.1676 als seine jetzige Braut genannt (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 29 Nr. 2234, S. 125 Nr. 3463).


Im Zusammenhang mit seiner 1. Eheschließung heißt es am 20.6.1653: „sind auß der Büttelei [Anm: das sog kurpfälzische Büttelamt umfaßte die Dörfer Alsenborn, Enkenbach, Neukirchen, Baalborn, Erlenbach und Reichenbach. Dagegen war in Kübelberg der Sitz des Kübelberger Gerichts und der Schultheißerei Kübelberg] … ohne Klang zur Kirche gangen und ohne Gesang copuliert worden. Theobald Pfaff von Kübelberg und Elisabetha Holzhauserin von Stegen, welche wegen begangenen Lasters der Hurerei den Sonntag zuvor öffentlich Kirchenbuß getan, sie aber, Elisabetha, die Lastersteine dreimal um den Altar getragen, weil sie einem Becker-Knecht versprochen, da sie bereits vom vermelten Theobald Pfaff geschwängert war.“ (vgl. luth. KB Lauterecken; Herzog: Kaisers­lautern 1651-1681, a.a.O., S. 161 Nr. 2234).


Vater der Elisabetha Pfaff (sie ist am 7.10.1704 Patin von Elisabetha Catharina Wagner, Tochter des Pottaschbrenners Johannes Wag­ner) und des Müllers auf der Neumühle in Kaiserslautern und späteren Müllers auf der Spitalmühle Kaiserslautern, Hans Velten *Pfaff (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 26 Nr. 4159 und 4160). Die Anna Pfaff, Tochter des Theobald Pfaff, „gewesener Kaisersmüller“ heiratet am 15.1.1704 in Kaiserslautern den Johann Jacob Zapp von Holborn (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 29 Nr. 2234). Der Sohn Daniel Pfaff ist am 11.7.1706 Pate bei der Taufe des Johann Da­niel Heckfuß (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 26 Nr. 4159). Daniel Pfaff ist später Hospi­talmüller in Kaiserslautern (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 29 Nr. 2234). Der weitere Sohn Abraham Pfaff ist 1709 Kaisermüller in Kaiserslautern (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 29 Nr. 2234).


Vater auch des Müllers und Betriebsnachfolger auf der Neumühle, Hans Martin Pfaff (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 27 Nr. 4161).



Pfaff, Dorothea:

um 1740; °° mit dem Erbbestandsmüller auf der Kaisersmühle bei Kaiserslautern Jakob *Hach; Mutter des Müllers Daniel *Hach (*9.3.1741 auf der Kaisersmühle) (vgl. Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370).



Pfaff, Georg Nicolaus:

um 1760 „Müller auf der Kayßers Mühle“ in ++++klären+++; er ist am 3.8.1760 als Pate bei der Taufe Georg Nicolaus Hach, dem Sohn des Müllers in Otterbach im Kirchenbuch eingetragen (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 258 Nr. 2401).



Pfaff, Hans Martin:

um 1693 und später Müller auf auf der Neumühle Kaiserslautern; Sohn des Müllers auf der Neumühle Kaiserslautern, Debold (Theo­bald) *Pfaff; Bruder des Müllers auf der Spitalmühle Kaiserslautern, Hans Selten *Pfaff. Nach dem Tod des Müllers Theobald *Pfaff († 1693 oder vorher) übernimmt dessen Sohn Hans Martin *Pfaff als Betriebsnachfolger und Müller (Temporalbeständer ?) die Neu­mühle. Dieser erneuert am 25.4.1696 den Bestand um drei Jahre (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 27 Nr. 4161).


Hans Martin Pfaff wird am 9.8.1691 die Bürgeraufnahme in Kaiserslautern (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 29 Nr. 2234).


°° um 1700 mit Anna Maria NN.; Vater der Maria Margaretha (~ 27.7.1700 lutherisch; vgl. luth. KB Trippstadt; Patin ist die Maria Margaretha NN., Ehefrau des Müllers auf der Galappmühle, Nickel *Pfaff) und der Maria Elisabetha Pfaff (~ 1.3.1703 luth.; vgl. luth. KB Trippstadt) (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 27 Nr. 4161).



Pfaff, Hans Velten (*Müll):

ab 1687 als Müller in Kaiserslautern genannt; zunächst 1687 Müller auf der Neumühle und am 9.4.1696 als Spitalmüller genannt; Bürgeraufnahme in Kaiserslautern am 9.8.1691; Sohn des Müllers auf der Neumühle in Kaiserslautern, Deboldt (Theobald) *Pfaff (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 26 Nr. 4160).


°° I am 3.6.1687 in Otterberg mit Maria Catharina Becker (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 29 Nr. 2234); seine Frau kommt mit einer Tochter Maria Elisabetha Pfaff nieder, die wegen der französischen Belagerung der Stadt Kaiserslautern auswärts getauft werden mußte. Die Taufe erfolgte am 26.9.1688 in Wörsbach durch den lutherischen Pfarrer von Heimkirchen (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 7). °° II vor dem 1.12.1697 mit Elisabetha NN, Witwe des Johann Adam Kuntz (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 26, Nr. 4160 iVm. S. 38, Nr. 4295); diese brachte 200 fl in die Ehe ein; sie wurde am 13.5.1702 von ihm „übel geschlagen (vgl. Herzog, a.a.O., S. 26 Nr. 4160.


Vater auch des Johann Theobald Pfaff († 6.10.1727 °° 13.2.1714 in Kaiserslautern mit Anna Barbara Bergh (vgl. Herzog: Kaiserslau­tern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 26 Nr. 4160).



Pfaff, Heinrich:

nach 1700 ff. ist Heinrich *Pfaff der Hospitalmüller in Kaiserslautern (er wird am 28.5.1728 als Neumüller genannt) °° I um 1700 mit Maria Dorothea NN. (diese wird 1705 auch als 'Barbara' bezeichnet; Vater des Müllers auf Galappmühle bei Morlautern Johann Peter *Pfaff (~ 12.2.1703 luth. Trippstadt – 2.4.1747 Kaiserslautern) (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 27 Nr. 4162).



Pfaff, Henrich:

um 1723 Müller auf der Neumühle in Otterberg (?; im Kirchenbuch fehlt die Ortsangabe) oder Kaiserslautern ?; auf der Neumühle Otterberg sitzt seit 1722 der Müller Wilhelm Seybert, der die Mühle gekauft hat; °° Anna Dorothea NN; am 2.10.1723 sind Henrich Pfaff der Müller auf der Neumühle und seine Ehefrau Anna Dorothea NN. Paten in Otterberg bei der Taufe Johann Niclas Siemgen (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 123 Nr. 1135); am 15.12.1726 ist Patin in Otterberg „Maria Dorothea, Henrich Pfaffen auf der Neumühle Hausfrau“ 1710 ist als Ohligmüller der Johann Seybert im Kirchenbuch von Otterberg als Pate erwähnt (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 134 Nr. 1234).



Pfaff, Johann Adam:

1731, 1733 und auch 1738 ist Johann Adam Pfaff als Müller und Erbbeständer auf der Neumühle in Kaiserslautern (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 235). Am 18.3.1731 ist in der deutsch-reformierten Kirche in Otterberg Pate „Johann Adam Pfaff auf der Neumühle“ (keine Ortsangabe) (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 154 Nr. 1406). Am 24.12.1733 sind „Johann Adam Pfaff von der Neumühle und seine Hausfrau Susanna geb. Münch“ Paten in der deutsch-reformierten Kirche in Otterberg (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 235; Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 169 Nr. 1538).


Am 7.4.1739 erhielt [Johann] Adam Pfaff



Pfaff, Johann Daniel:

um 1728; Spitalmüller in Kaiserslautern; er ist 1728 im lutherischen Kirchenbuch von Münchweiler / Alsenz erwähnt (vgl. Müller, Emil: Familiennamen aus dem Trauregister vom Münchweiler; in: Busch: Münchweiler. Chronik eines Dorfes, a.a.O., S. 371). °° am 11.2.1729 in Münchweiler/Alsenz mit Anna Barbara Hartung (sie °° II in Hochspeyer mit dem Müller Jakob *Barth) (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 56).



Pfaff, Johann Henrich:

um 1760 Müller auf der Neumühle in Kaiserslautern (vgl. Scheuermann: Rodenbach. Geschichte eines Dorfes, a.a.O., S. 189). Er ist wohl +++prüfen+++ der Sohn des Neumüllers Johann Adam Pfaff und der Susanna Münch.


Johann Henrich Pfaff erscheint am 30.1.1760 als Gutachter in einer Bewertung der Mühle am Woogdamm in Rodenbach bei Kaisers­lautern (vgl. Scheuermann: Rodenbach. Geschichte eines Dorfes, a.a.O., S. 189).



Pfaff, Johann Matthäus:

vor 1839 St. Martin; Müller auf der Neumühle St. Martin. Im „Landauer Eilboten“ vom 7.2.1839 wird für den 25.2.1839 die Ver­steigerung der Neumühle zur Auflösung der Erbengemeinschaft nach „allda verlebten Maria Magdalena, geborene Harter, gewesenen Ehefrau in erster Ehe von dem allda verlebten Müller Franz Joseph Schneider, und in zweiter Ehe von dem allda verlebten Müller Jo­hann Matthäus Pfaff … versteigert: Die zum Nachlaß der genannten Maria Magdalena Harter gehörige, an der Einlaubgasse zu St. Martin stehende Mahlmühle mit zwei Mahl- und einem Schälgange, die Neumühle genannt, sammt Wohngebäude, Hof, Keller, Kel­terhaus mit Kelter, Schopp, Stallung, Pflanzgarten und um die Mühle herum gelegenen Wiesen und Wiesenstücken, nebst dem zur Mühle gehörigen Mühlgeschirr un sonstigen Dependenzien. Taxiert auf 6435 fl.“ (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 16.2.1839, Nr. 7, S. 27).


Er dürfte der Vater +++prüfen++ des Johann Mathäus *Pfaff sein, der Müller und Betriebsnachfolger auf der Neumühle St. Martin wurde.



Pfaff, Johann Mathäus:

um 1846 Müller auf der Neumühle in St. Martin; °° mit Eva Barbara Scherr. Am 10.6.1846 ließ der Müller aus St. Martin, Johann Mathäus Pfaff die ihm gehörende Neumühle in St. Martin versteigern, bestehend aus (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 30.5.1846 Bei­lage Nr. 22 = LA Speyer Best. Y 20/41) „einer Mahlmühle mit zwei Mahlgängen, einem Schälgange, einem Wohngebäude ...“.


Die freiwillige Versteigerung scheint nicht erfolgreich verlaufen zu sein, denn Pfaff blieb Eigentümer der Mühle in S. Martin. Diese wurde 1850 zwangsversteigert. Im Landauer „Eilboten“ vom 12.1.1850 wird für den 5.2.1850 die Zwangsversteigerung der Mühle angekündigt. Dort heißt es: „.... werden auf Anstehen von Johann Mayer, Handelsmann, in Maikammer wohnhaft, als Cessionar von Philipp Pfaff und dessen Ehefrau Catharina Semmelbeck, Wingertsleuten in St. Martin …, die dessen Solidarschuldner Johann Mat­häus Pfaff und dessen Ehefrau Eva Barbara Scherr, beisammen in St. Martin wohnhaft, zugehörigen, unbeweglichen Güter, beste­hend in einem einstöckigen Wohnhaus mit Mahlmühle, Kelterhaus, Stallung und Hofraum nebst Keller darunter, gelegen zu Sankt Martin an der Einlaubsgasse … zur Zwangsversteigerung gebracht.“



Pfaff, Johann Michael:

1724-1729 Müller in Odenbach/Glan; lutherisch; Sohn des Nickel Matheis, Stadtmüller in Meisenheim; °° am 22.8.1724 mit Maria Katharina Mathias, der Tochter des Müllers in Odenbach Nickel *Mathias († 1724); später Müller an der Stadtmühle zu Meisenheim; Vater von Johann Nickel Matheis (*16.1.1726) und Johann Jacob Matheis (*28.6.1729-27.9.1729) (vgl. Anthes: Die Kasualien der Einwohner von Odenbach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutherischen Kirchenbüchern von Meisenheim 1684-1798, a.a.O., S. 7, 52). Vater der Susanna Maria Pfaff (°° mit dem Stadtmüller in Meisenheim und Metzger Johann Friedrich *Schmidt) (Burghardt: Bann- und Ohligmühle zu Rehborn; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1954, S. 91).



Pfaff, Johann Peter (*Müll):

~ 12.2.1703 (luth. KB Trippstadt) – 2.4.1747 Kaiserslautern (luth. KB Kaiserslautern); Müller auf der Galappmühle bei Morlautern; Sohn des Müllers auf der Spitalmühle Kaiserslautern, Heinrich *Pfaff und der Maria Dorothea NN. (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 27, Nr. 4162). 1733, 1738 und auch 1743 wird Peter Pfaff der Müller und Erbbestän­der auf der Galappmühle in Morlautern erwähnt (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 235; Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 168 Nr. 1524).


°° I mit Maria Catharina Schmied; am 31.8.1733 war Maria Catharina Schmied „des Johann Peter Pfaff von der Gallabmühle Haus­frau“ als Patin in der deutsch-reformierten Kirche in Otterberg (vgl. (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 235; Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 168 Nr. 1524).


°° II am 8.8.1741 in Kaiserslautern mit Anna Sybilla Lettenbauer (Tochter des Müllers auf der Gallapmühle Theobald Lettenbauer (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 27 Nr. 4162); diese wird auch als 'Maria Sybilla' bezeichnet und war am 10.2.1743 in der deutsch-reformierten Kirche in Otterberg Patin bei der Taufe der Maria Magdalena Simgen aus Morlautern (Tochter des Johann Henrich Simgen und der Anna Barbara Lettebauer) (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 213 Nr. 1940) zusammen mit der weiteren Patin „Magdalena Louisa, des Theobald Lettenbauer von Gallappenmühle Hausfrau, des Kindes Stiefgroßmutter“ (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 213 Nr. 1940).


Johann Peter Pfaff hat die Gallappmühle wohl von seinem Schwiegervater Theobald Lettenbauer übernommen +++klären+++



Pfaff, Nickel:

am 9.3.1684 Müller auf der Gallappmühle (vgl. ref. KB Otterberg); 9.12.1697 Schloßmüller Otterberg; 1700 als Müller in Otterberg genannt; °° Maria Margaretha NN.; diese ist am 27.7.1700 Patin bei Maria Margaretha Pfaff (Tochter des Müllers auf der Neumühle Kaiserslautern, Hans Martin *Pfaff) (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 27, Nr. 4163).



Pfaff, Nickel:

bis 1729 Müller auf der Stadtmühle in Meisenheim; lutherisch; Vater des Müllers Johann Michael *Pfaff (vgl. Anthes: Die Kasualien der Einwohner von Odenbach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutherischen Kirchenbüchern von Meisenheim 1684-1798, a.a.O., S. 7, 52).



Pfaff, Peter:

1768 Müller und Erbbeständer auf der Mühle zwischen Billigheim und Rohrbach (Pfalzgrafenmühle); diese ist zwischen Billigheim und Rohrbach gelegen und im Mühlenverzeichnis für das kurpfälzische Oberamt Germersheim wie folgt beschrieben (vgl. LA Spey­er Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 255): “zwischen Billigheim und Rohrbach befindet sich eine Mühl mit einem Wasser Rad versehen, so abwechselnd weis einen Mahl- und einen Schehlgang treibet, welche dermahlen von Jo­hann Adam *Pfalzgraf eigenthümblich betrieben wird, solche ist von seinen Uhr Groß Eltern von denen Herren und Frauen von Botz­heim erkauft worden, und muß anjetzo ahn die Famille von Geispitzheim alljährlich an Wasserfall Zinß 10 Malter Korn und 6 fl vor ein fett Schwein entrichten, außer der Schatzung gibt solcher churfürstl: Hofcammer kein Wasser Pfacht.”



Pfaff, Peter Henrich:

um 1767 Müller auf der Bordmühle Kaiserslautern


Am 3.10.1767 kommt zur Erhebung einer Klage der Erbbestandsmüller auf der Bordmühle Kaiserslautern Peter Henrich Pfaff, Adam Scherer und Consorten gegen den Lauterer Stiftsmüller Henrich Schmitt vor dem Oberamt Lautern wegen der durch diesen beabsichtigten Errichtung einer Sägmühle auf der sog. Salingsmühle, anstelle der bisherigen Mahlmühle. Diese Klageschrift ist unterzeichnet von Philipp Friedrich Schaffner (Erbbeständer auf der Entersweiler Mühle), Henrich Foltz (Erbbeständer auf der Papiermühle Kaiserslautern), J. Adam Scherer, Friedrich Koch, Peter Henrich Pfaff und G. N. Pfaff (vgl. LA Speyer Best. A14 Nr. 307e fol. 50-51r).



Pfaff, Theobald:

s. Debold *Pfaff



Pfannenbecker, Valentin:

um 1872 Müller auf der Rudolphsmühle in Altleiningen.


1872 läßt der letzte Eigentümer, Valentin Pfannenbecker, die Mühle freiwillig versteigern. Die Veröffentlichung des bevorstehenden Versteigerungstermin im Grünstadter Anzeiger Nr. 74 vom 22. Juni 1872 hat folgenden Wortlaut: „ Mittwoch, den 26. Juni 1872, nachmittags 2 Uhr, zu Altleiningen im Wirthshause von Zimmermann, läßt Herr Valentin Pfannenbecker sein im Banne von Altlei­ningen gelegenes Anwesen: Plan-Nro. 219-222: 313 Decimalen Fläche, darauf ein Wohnhaus mit Mahlmühle, „die Rudolphsmühle“ genannt, nebst Scheuer, Stallung, Hof, Garten, Acker, Wiesenland und Weiher … unter günstigen Bedingungen freiwillig zu eigen versteigern.“



Pfarrenbach, Familie:

s. Farenbach



Pfeifer, Pfeiffer:

verschiedene Schreibweisen werden nachstehend nicht beachtet, die Müller sind nach Vornamen sortiert



Pfeiffer, Adam:

um 1611 Weilerbach; Müller in Weilerbach auf der Pfeiffermühle, genannt Pfeiffermüller; er ist in der Schatzungsliste von 1611 auf­geführt (vgl. Christmann: Dörferuntergang, a.a.O., S. 23)



Pfeiffer, Anna Catharina:

aus Alsenz; Witwe des Müllers auf der Fleckenmühle zu Alsenz, Johannes Nikolaus *Pfeiffer († um 1759 Daubhausmühle Alsenz); nach seinem Tod erhielt die Witwe antragsgemäß einen Erbbestandsbrief von der nassau-weilburgischen Verwaltung; sie verkaufte die Mühle 1764 für 5444 fl (vgl. Kopp, Norbert: Alsenz. Die Flecken- oder Dorfmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1922, S. 15). an den Müller von der nahegelegenen Daubhausmühle, Johann Ludwig *Beppler (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 792: „Über­schreibung des Erbbestands der Fleckenmühle zu Alsenz von Anna Catharina Pfeiffer auf Ludwig Bepler von der 'Daubliansmühle' [Anm.: Daubhausmühle], 1764-1784“).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 791: „Ausfertigung des Erbbestandsbriefs über die Fleckenmühle zu Alsenz an die Witwe des Nikolaus Pfeiffer und deren Gesuch betr. Kapitalaufnahme, 1759-1764“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 792: „Überschreibung des Erbbestands der Fleckenmühle zu Alsenz von Anna Catharina Pfeiffer auf Lud­wig Bepler von der 'Daubliansmühle' [Anm.: Daubhausmühle], 1764-1784“




Pfeiffer, August:

1947 ist August Pfeiffer der Müller auf der Mühle in Billigheim; die Mühle hat eine Kapazität von 2 to/24 Std. und verfügt über eine Wasserradantrieb von 14 PS bzw. einen Dieselmotor von 18 PS (vgl. Becker, M. F.: Das deutsche Mühlensterben im 20. Jh, a.a.O., S. 76)



Pfeifer, Christian:

um 1771; Meisenheim; Müller auf der Gießenmühle in Meisenheim, am Ablauf der Stadtmühle gelegen (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 57).



Pfeiffer, Elisabeth (*P2):

1829 Lohnsfeld - 1887 Lohnsfeld; Tochter der Eheleute Michael Pfeiffer und der Jacobine *Wolsiffer (vgl. Dhom: Die Sippe Wolsif­fer von Hanweiler, a.a.O., S. 6); Eheschließung mit Georg *Kremp, Müller auf der Lohnsfelder Mühle; Mutter von Philipp *Kremp (vgl. Dohm, Emil: Die Lohnsfelder Mühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1973, S. 21).



Pfeiffer, Emil:

1947 war Emil Pfeiffer der Müller auf der Mahlmühle in Ingenheim mit einer Kapazität von 2to/24 Std. (vgl. Becker, M. F.: Das deutsche Mühlensterben, a.a.O., S. 76)



Pfeifer, Hans:

nach 1690 war er kurze Zeit Müller und Erbbeständer auf der Mühlbacher Mühle (vgl. Latterner, Rudi: Aus der Geschichte der Mühl­bacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 57).



Pfeiffer, Hans Adam:

ab 1763 Müller auf der Oberen Schifflicker Mühle; Sohn des Müllers auf der Stadtmühle Zweibrücken, Heinrich *Pfeiffer. Am 22.11.1763 heiratet die Juliana Dorothea NN, weil. Andreas Samuel Mahler, gewesenen Erbbeständers auf der Schifflicker Oberen Mahlmühle hinterlassene Witwe den Hans Adam Pfeiffer, Sohn des verlebten Heinrich Pfeiffer, gewesenen Stadtmüllers in Zwei­brücken (vgl. Bohrer: Copulations-Register zu den Evangel. Reform. Kirchenbüchern der Pfarrei Ernstweiler, a.a.O., S. 42).



Pfeifer, Hans Valentin:

19.11.1755 in +++; evangelisch+++ Müller auf der Untermühle in Ruschberg; °° 1685 mit der Katholikin Maria Margaretha Schad/Schardt aus Eckersweiler (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil II katholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 90).



Pfeifer, Hans Velten:

1712 war Hans Velten Pfeifer “Müller auf der ‘Unter’ in Ruschberg; Vater der Anna Katharina Pfeifer (*11.7.1691 Ruschberg - 11.6.1762; °° am 7.4.1712 mit dem Müller Hans Simon *Hart auf der Zinckweiler Mühle) (vgl. Jung, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, S. 116 Anm. zu Nr. 615).



Pfeifer, Heinrich:

vor 1743; Stadtmüller in Annweiler; Vater der Anna Margreth Pfeifer (°° 18.4.17173 in Contwig den Johann Balthasar Weber (Sohn des Müllers in Contwig Johann Jakob *Weber) (vgl. Bohrer, Walter u.a.: Register zu dem reformierten Kirchenbuch der Pfarrei Contwig von 1698-1764, a.a.O., S. 77, 108) und Vater des Hans Adam *Pfeiffer, Müllers auf der Oberen Schifflicker Mühle (vgl. Bohrer: Copulations-Register zu den Evangel. Reform. Kirchenbüchern der Pfarrei Ernstweiler, a.a.O., S. 42).


1742-1744 kam es zur Versteigerung der Pfeiferschen Mahlmühle zu Annweiler (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 691/3: „Versteigerung der Pfeiferschen Mahlmühle zu Annweiler, 1742-1744“)



Pfeifer, Jacob:

um 1739 Müller auf der Mahlmühle in Mühlbach/Glan. Die Mühle ist in der Renovation der Schultheißerei Reichenbach vom 17.9.1738 aufgeführt (vgl. Bericht des Amtskellers Schabrock vom 17.9.1738, LA Speyer Best. A 2 Nr. 131/ fol. 28r/29) und wie folgt beschrieben: „Jacob Pfeifer zu Mühlbach Eine Erbbestand Mühl mit 2 Mahlgäng, gibt jährl: 6 Mltr Korn 6 Mltr Haber und 8 fl ahn geld Erbpfacht in die Kellerey Remigsberg zeit 1690.“


Jacob Pfeifer, „Miller zu Mihlbach“ gehört zu den Unterzeichnern eines Memoriale vom 16.11.1739, das von allen 8 Müllern der Schultheißerei Reichenbach unterzeichnet und an das kurpfälzische Oberamt Lauterecken gerichtet ist; in dem Memoriale beantragen die Müller, die vielfältigen und kostenträchtigen Untersuchungen der Mühlen (wohl im Zusammenhang mit dem Herrschaftswechsel zur Kurpfalz 1733) in der Schultheißerei nunmehr zu beenden, nachdem schon 4 Untersuchungen erfolgt waren (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 131/1 Bl. 19-24).



Pfeiffer, Jacob:

aus Baumholder; 1759 Müller und Erbauer der neuen Bannmühle bei Hachenbach. Die neu erstandene Erbbestands- und Bannmühle zu Hachenbach war Mahl- und Ölmühle mit 3 Wasserrädern, 2 Mahl- und 1 Schälgang. Der jährliche Erbpachtzins betrug für die Öl­mühle 4 fl, für die Mahlmühle 5 Mltr Korn und 5 Mltr Hafer, jeweils Lichtenberger Maßung. Der Bauherr und erste Bannmüller Ja­cob Pfeiffer geriet schon bald in finanzielle Schwierigkeiten. 1763 hatte er von Jacob Horbach auch die kleine Eckmühle in Hachen­bach für 320 fl erworben. 1772 kam es zur Versteigerung der Bannmühle. Diese wurde von Susanna Juliana Welsch geb. Hoenes, Ehefrau von Conrad Welsch, Bürger und Handelsmann in Baumholder ersteigert. Die Eheleute Welsch waren anscheinend die Geld­geber von Pfeiffer und sahen sich wohl veranlaßt, zur Rettung ihres Geldes die Mühle zu übernehmen. Bereits 1773 wurde die Bann­mühle an den Müllermeister Heinrich Dörr aus Bosenbach für 1900 fl und 44 fl für angrenzende Grundstücke verkauft (vgl. Mahler: Hachenbach, a.a.O., S. 82/83).



Pfeiffer, Jacob:

um 1855 Müller in Mühlhofen bei Landau. Am 3.8.1855 ließ der Müller von Mühlhofen, Jacob Pfeiffer mehrere landwirtschaftliche Grundstücke in der Gemarkung Arzheim gelegen, versteigern Am 24.5.1855 ließ Johann Lampert „seine zu Bergzabern im Thal gele­gene, die ehemals Georg Hier'sche Oelmühle mit zwei Pressren, dazu gehörigen Oeconomiegebäuden ...“ versteigern (vgl. „Der Eil­bote“ Landau vom 2.8.1855, S. 342 = LA Speyer Best. Y 20/41)



Pfeifer, Johann Nickel:

ab 1738 und noch 1745 Erbbeständer auf der Mahlmühle in Diedelkopf. In der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrücki­schen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt (vgl. Mühlenprotokoll von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7): “Die Diedelkopfer Mahlmühl erhält ihr Wasser von dem Kanal der Salzsode und dem Bach, der nunmehr Kuselbach heißt; zur Kuseler Stadtmühle ist es noch eine gute Viertelstunde. Die Mühle hat großen Schaden durch die Salzsode, der Müller erhält für jeden Tag, an dem er nicht mahlen kann, 4 Kopfstücke an Geld von dem Entrepreneur der Sode, Herrn Cruel. 2 oberschlächtige Was­serräder. Erbbeständer ist Nickel Pfeifer, hat Erbbestandsbrief vom 3. Februar 1593 und einen solchen von 1595, ausgestellt auf einen Beständer namens Noe. Seine Rechte stützen sich auf einen Konfirmationsschein vom 15. April 1738. Als Pacht hat er zu entrichten: 2 Ma. Korn, 2 Ma. Hafer, 1 fl und 2 Kappen.“ (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 215).


Johann Nickel Pfeifer gehörte 1739 als Mühlensachverständiger einer kurpfälzischen Kommission unter Leitung des Ramsteiner Schultheißen Georg Adam Euerling an, die am 18.9.1739 die im kurpfälzischen Oberamt Lauterecken gelegene Mühle in Matzen­bach besichtigte und taxierte (vgl. LA Speyer Best. A 2 fasc. 131/1, Bl. 15-17r).



Pfeiffer, Johann Nickel:

um 1746 war Johann Nickel Pfeifer der Müller auf der Gießenmühle in Meisenheim/Glan; °° 8.3.1746 mit Anna Elisabeth Zöllner aus Meisenheim (Tochter des Schuhmachers in Meisenheim, Johann Adam Zöllner und °° I Maria Katharina Heimbach) (vgl. Anthes: Meisenheimer Familien, Fortsetzung; in: PRFK 1976, S. 309).



Pfeifer, Johannes Nikolaus:

um 1759 Daubhausmühle Alsenz; er stammte aus Diedelkopf, Oberamt Lichtenberg; Pfeifer kaufte am 3.2.1751 die Fleckenmühle in Alsenz zum Preis von 2970 fl von dem in Schulden geratenen Müller Johannes *Benninger Die Mühle und das Wohnhaus waren ganz baufällig, so daß Pfeifer 1753 alles neu aufbauen mußte mit einem Kostenaufwand von über 1000 fl.. Er ist hierüber so in Schulden geraten, daß die am 21.9.1758 das ganze Anwesen auf dem Zwangswege zum Taxpreis von 4828 fl angeboten wurde. Die Mühle, bestehend aus 2 Mahlgängen und 1 Schälgang fand jedoch keinen Käufer. Erst 1764 kaufte Ludwig Beppler, der Besitzer der Daubhausmühle das Anwesen zu 5444 fl (vgl. Kopp, Norbert: Alsenz. Die Flecken- oder Dorfmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsver­ein 1922, S. 15).


Er muß um 1759 verstorben sein, denn seine Witwe Anna Katharina *Pfeiffer, geb. NN., stellte ein Gesuch an die nassau-weilburgi­sche Regierung in Kirchheim(-bolanden) um Genehmigung einer Kapitalaufnahme auf die Mühle (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 791: „Ausfertigung des Erbbestandsbriefs über die Fleckenmühle zu Alsenz an die Witwe des Nikolaus Pfeiffer und deren Gesuch betr. Kapitalaufnahme, 1759-1764“).



Pfeiffer, Katharina Margarethe:

geborenen NN; °° I mit dem Müller auf der Mühle in Bledesbach, Philipp Heinrich *Pfeiffer († vor 1739 err.); sie ist in 2. Ehe mit dem Müller NN. Verheiratet. In der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt (vgl. Mühlenprotokoll von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7): “Die Bledesbacher Mühle ist eine Bannmühle für die Dörfer Bledesbach, Ehweiler, Schellweiler, Hüffler (Hifweiler) und Albessen mit zusammen 58 Familien. 2 ober­schlächtige Wasserräder treiben 2 Mahlgänge und 1 im Trillis laufenden Schälgang. Erbbestandsbriefe liegen vor vom 1. August 1575, vom 23. Januar 1711 und vom 5. November 1739. Letzterer ist ausgestellt auf Katharina Margareth, Wittib des Müllers Philipp Henrich Peiffer (*Pfeiffer; sie ist wieder verheiratet, der Name des Mannes fehlt). Laut Brief haben die Banngäste beim Bau der Mühle und des Wehrs Frondienst zu leisten. Das Holz für das Mühlenwesen erhält der Beständer aus dem herrschaftlichen Wald. Als Pacht ist jährlich in die Kellere bzw. Landschreiberei Lichtenberg zu liefern: 7 a. Korn und 7 Ma. Hafer Lichtenberger Maßung, 1 Mühlschwein oder 6 fl dafür und alle 3 Jahre 1 fl „trockenen“ Weinkauf.“ (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 214).



Pfeiffer, Ludwig:

vom 1.4.1829 – 1.4.1837 pachtet der Müller Ludwig Pfeifer mit August Gienanth, letzterer als Vertreter seines Vaters Ludwig von Gienanth, die Wilensteiner Mühle, die sog. „Willsteiner Mühlpacht“ (vgl. LA Speyer Best. T 89 Nr. 672/7), die Mühle bestehend „in einer Mahlmühle, mit zwey Mahl- und einem Schälgang und einem Weyer; Wohnhaus mit Ställe, Keller, Schopfen und Scheuer ...“ . Die Pacht wurde gem. einer Randbemerkung auf obiger Urkunde auf drei weitere Jahre, bis 1.4.1840 verlängert. Auch 1838 ist er als Müller auf der Wilensteiner Mühle (spätere Klug'sche Mühle) bei Trippstadt verzeichnet (vgl. LA Speyer Best. T 89 Nr. 672 fasc. 4). °° I mit Friderica Hartmuth; °° II Barbara Weimer. 1838 läßt Ludwig Pfeifer mit seinen Kindern, nach dem Tod auch der 2. Ehefrau Barbara Weimer, ein zur ehelichen Gütergemeinschaft gehörendes Haus in Trippstadt versteigern (vgl. LA Speyer Best. T 89 Nr. 672 fasc. 4).


Ludwig Pfeifer muß die Mühle nach Ende der Pachtzeit zum 1.4.1840 gekauft haben, denn am 21.7.1842 erfolgt die Anzeige der Ver­steigerung der Wilensteiner Mühle durch Ludwig *Pfeifer (vgl. LA Speyer Best. T 89 Nr. 672/1; die in dieser Akte befindliche Ab­schrift, gefertigt durch Kurt Knebel, ist verschwunden; vgl. auch Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz: Findbuch Gienanth, a.a.O., S. 111).



Pfeiffer, Maria Magdalena:

geboren 1781 in Lohnsfeld; Eheschließung mit dem Müller Johann Georg *Kremp (2); Mutter von Georg *Kremp (vgl. Dohm, Emil: Die Lohnsfelder Mühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1973, S. 21).



Pfeifer, Michael:

1735/36 Schönau; 1735 genehmigte die herzogliche Regierung in Zweibrücken dem Michel Pfeifer den Bau einer Waffenschmiede und einer Schleifmühle in Schönau in der herzoglichen Vogtei Wegelnburg gelegen. Vorgesehen waren zunächst 2 Wasserräder für Hammer und Blasebalg. Der Erbzins, erstmals fällig für1735, betrug 12 fl (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 326; LA Speyer Best. B2 Nr. 293/1). Pfeifer ist wohl bald nach der Inbetriebnahme verstorben, denn 1736 war Erbbeständerin auf der Schleif­mühle die Witwe des Michael Pfeifer (vgl. Schultz: Schönau, a.a.O., S. 156).



Pfeiffer, Michael:

um 1746 Odenbach/Glan; Müller auf der Klostermühle in Odenbach; °° mit NN. Hoen (Tochter des Müllers auf der Klostermühle Offenbach/Glan NN. Hoen und der Anna Juliana *Hoen); Müller Pfeifer erhielt die Erbbestandsmühle von seiner Schwiegermutter Anna Juliane Hoen (vgl. Schworm, Ernst: Die ehemalige Klostermühle in Offenbach am Glan; in: Westricher Heimatblätter 1998, S. 158).


Im pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis vom 8.7.1746 (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7) wird die Mühle wie folgt be­schrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 212): „Die Mahl- und Ohligmühle zu Offenbach ist die letzte Mühle im Oberamt Lichtenberg. Glanabwärts folgen die im (kur-)pfälzischen Amt Lauterecken (einst auch zweibrückisch) und die Mühlen im zweibrückischen Oberamt Meisenheim. Die Offenbacher Mühle liegt dem Flecken Offenbach gerade gegenüber auf der zweibrückischen Seite des Glanflusses, ¼ Stunde unterhalb der noch zu beschreibenden Hundheimer Mühle. Bis zur Wiesweiler Mühle ist es ½ Stunde.


Langer Vorteich, zweigt oberhalb von Hundheim vom Glan ab. Die Lohmüller, die ebenfalls Nutzen von dem Wasser haben, weigern sich, den Graben mit zu unterhalten. 3 Wasserräder für 2 Mahlgänge und 1 Schälgang.


Michael Pfeifer hat vor ungefähr 1 Jahr die Mühle von seiner Schwiegermutter Anna Juliane *Hoenin als Erbteil erhalten. Weitere Erbbestandsbriefe sind vorhanden von 1572 und vom 24. Dezember 1695, letzterer ausgestellt auf Conrad Hoen, ebenso solcher vom 11. Oktober 1734. Als Pacht sind jährlich in die Schaffnerei des Klosters Offenbach 24 Malter Korn zu liefern. Nach Angaben des Müllers sind Offenbach und das ganze Eßweiler Tal mit mehreren Orten in die Mühle gebannt. Der Berichterstatter setzt das in Zwei­fel. Desgleichen finden sich hier 2 kleine „Lohmühlen“,eine oben und eine unten an der Mühle. Die eine gehört Jakob Simon von Of­fenbach, die andere dem Daniel Ruppenthal. Oberhalb der oberen Lohmühle hat auch eine „Schleifmühle“ gestanden, ist aber ganz verfallen.“



Pfeiffer, Philipp Heinrich:

vor 1739 err.; Müller auf der Mühle in Bledesbach; °° mit Katharina Margaretha NN. verwitwete *Pfeiffer. In der Bestandsaufnah­me der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt (vgl. Mühlenprotokoll von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7): “Die Bledesbacher Mühle ist eine Bannmühle für die Dörfer Bledesbach, Ehweiler, Schellweiler, Hüffler (Hifweiler) und Albessen mit zusammen 58 Familien. 2 oberschlächtige Wasserräder treiben 2 Mahlgänge und 1 im Trillis laufenden Schälgang. Erbbestandsbriefe liegen vor vom 1. August 1575, vom 23. Januar 1711 und vom 5. November 1739. Letzterer ist ausgestellt auf Katharina Margarethe, Wittib des Müllers Philipp Henrich Peiffer (*Pfeiffer; sie ist wieder verhei­ratet, der Name des Mannes fehlt). Laut Brief haben die Banngäste beim Bau der Mühle und des Wehrs Frondienst zu leisten. Das Holz für das Mühlenwesen erhält der Beständer aus dem herrschaftlichen Wald. Als Pacht ist jährlich in die Kellere bzw. Landschrei­berei Lichtenberg zu liefern: 7 a. Korn und 7 Ma. Hafer Lichtenberger Maßung, 1 Mühlschwein oder 6 fl dafür und alle 3 Jahre 1 fl „trockenen“ Weinkauf.“ (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 214)



Pfirrmann, Johann Peter:

bis 1745 Müller auf der Mühle in Billigheim; er verkaufte die Mühle 1745 an den Müller Valentin *Billighöfer (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768, Bl. 9 Rückseite).



Pfirrmann, Philipp Jacob:

um 1848 Mühlarzt in Wörth; er wurde der Geld-Entwendung beschuldigt und ist geflohen; Pfirrmann wurde daraufhin mit Fahn­dungsaufruf vom 29.3.1848 steckbrieflich gesucht (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 29.3.1848, S. 185 = LA Speyer Best. Y 20/41)



Pfleger, Johann:

14.1.1754-++++; Müller auf der Holborner Mühle und Landwirt auf dem Holborner Hof. Die Mühle wurde 1804 im Empirestil neu errichtet. Einer der ersten Besitzer war der am 14.1.1754 geborenen Johann *Pfleger, der die Mühle vermutlich bis Januar 1815, dem Tod seiner Frau Anna Braun, betrieb. Pfleger war es, der auf dem nahe gelegenen Hofgut mit Hackfrüchten, Kleeanbau und Stallfüt­terung und damit intensiver Rinderzucht im Kerngebiet der Glan-Donnersberger Rasse, die eigentliche landwirtschaftliche Moderne in der Westpfalz mit eingeleitet hat (vgl. Weidmann, Schul-, Medizin- und Wirtschaftsgeschichte, Bd. III, S. 212-213).



Pfleger, Karl:

Müller auf der Holborner Mühle und Landwirt auf dem Holborner Hof. Einen starken Aufschwung nahm der Betrieb unter dem tüch­tigen Müllermeister Karl Pfleger (1813-1867), der nicht nur die Mühlenkapazität verdreifachte sondern auch den landwirtschaftli­chen Betrieb modernisierte. Er machte sich einen Namen durch die Züchtung von Kartoffelfäule-resistenten Kartoffelsorten; Vater der Elisabeth Pfleger, verh. mit dem Müller und Landwirt Adam Maue (vgl. Weidmann, Schul-, Medizin- und Wirtschaftsgeschichte, a.a.O., Bd. III, S. 212-213).



Picot, Martin:

zwischen 1791und 1793 wird Martin Picot als Müller in Vollmersweiler genannt; er ist im zwischen 1791 und 1793 vor den französi­schen Truppen emigriert (vgl. Martin: Emigration, a.a.O., S. 293).


Anm.: am 1.5.1797 erscheint ein Joh. M. Picot aus Landau als Besitzer eines Ackerlandes in Landau, das als „Nationalgut“ verstei­gert wurde (vgl. Martin: Emigration, a.a.O., Teil III: Verzeichnis der Nationalgüter, S. 17).


Martin Picot wird bei der Versteigerung eines Grundstücks in Kandel im Zuge der „französischen Nationalgüterversteigerung“, das den Wwe. Mouton Erben gehört hatte, als Müller und Deputierter (von 1790) bezeichnet (vgl. Martin: Emigration, a.a.O., Teil III: Verzeichnis der Nationalgüter, S. 155).



Pih, Pie, Py Müllerfamilie:

s. Py



Pilger, Sophia Elisabetha:

um 1663; Tochter von Peter Pilger; Eheschließung mit dem Müller Johann *Beyer; das Ehepaar verkauft 1663 einen ererbten Acker in Pfeddersheim(vgl. Cappel, Albert: Ortsfremde in den Pfeddersheimer Kaufprotokollen von 1648 bis 1664; in Pfälz. Fam.- und Wappenkunde 1968 S.103).



Pilwin, Jakob:

um 1770 (geschätzt aus vermutetem Geburtsjahr der Tochter) war Jakob Pilwin der Müller auf der Roßbacher Mühle; °° mit Sara NN:, seine Tochter Juliana Pilwin heiratet am 30.8.1789 den Feldschütz und Witwer aus Fohren, Johannes Gruber (vgl. Jung: Orts­sippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1 S. 218 Nr. 841).



Pistor, Johann Heinrich:

um 1799 als Müller in Bergzabern und Deserteur der französischen Armee erwähnt; er erscheint in einem Verzeichnis vom 12.2.1799 „Tableau des conscrits de la 1ère classe dont les parents ou tuteurs ne justifient pas la présence aux armées de la Républic“ (vgl. Ar­chives Départementales du Bas-Rhin, Strasbourg, Nr. 1L1418; zitiert bei Martin: Emigration, a.a.O., S. 306).



Plantz, Johann Philipp:

23.3.1706 Hadamar oder 1712 Kerzenheim - 27.3.1754 Dirmstein; katholisch; Müller auf der Niedermühle Dirmstein; Sohn von Jo­hannes Plantz [5.6.1684 Vorderhindelang/Allgäu – 17.12.1742 Kerzenheim; °° 1711 Kerzenheim) und Anna Margaretha Schwegler (1682 Kerzenheim – 7.5.1774 Kerzenheim); °° 17.11.1733 Dirmstein mit Marie Ursula Nick aus Dirmstein (vgl. Mitteilung von Herrn Josef Plantz vom 10.11.2010/7.2.2011 unter Hinweis auf rk Kirchenbuch Dirmstein; Mitteilung Josef Plantz vom 9.2.2011), er war noch 1754 auf der Mühle tätig (vgl. Jarosch, Walter: Die Dirmsteiner Mühlen; in: Martin (Hrsg.): Dirmstein, a.a.O, S. 470; Anm.: Jarosch gibt allerdings an, der Müller Philipp Blantz sei noch 1756 auf der Mühle tätig gewesen, was allerdings wegen des Sterbedatums nicht zutreffen kann). Seine Vorfahren stammen aus Vorderhindelang und waren ebenfalls im Müllergewerbe tätig, dort in der Lexenmühle. Ein Familienzweig ließ sich vor 1682 im Weilburg-Nassauischen auf der Langenbacher Mühle bei Langenbach nahe Selters nieder. 1711 kamen Vorderhindelanger Lexenmüller nach Göllheim, Kerzenheim, ebenfalls Weilburg-Nassauisches Ge­biet. Johannes Philipp Plantz heiratete in Dirmstein in die ehemals Allgäuer Familie Nick ein. Auch hier gab es wohl noch Verbin­dungen in die Heimat des Großvaters. Balthasar Nick, sein Schwiegervater (vgl. Mitteilung von Herrn Josef Plantz vom 10.11.2010), ein Allgäuer Maurer ist in als Baumeister der 1742 geplanten Dirmsteiner Laurentiuskirche genannt (vgl. Martin [Hrsg.]: Dirmstein Adel, Bauern und Bürger, a.a.O., S. 275f.).


Zu dem Müller Johann Philipp Plantz schreibt Josef Plantz folgendes: „Der Müller Philipp Plantz ist der erste Plantz in Dirmstein. Er betreibt bis zu seinem frühen Tod die Niedermühle im Unterdorf Dirmsteins. Seine Herkunft ist in dem Heiratseintrag im katholi­schen Kirchenbuch nicht verzeichnet. Auch sind keine auswärtigen Trauzeugen genannt. Lange Zeit ging ich von einer Göllheim/­Kerzenheimer Herkunft bei ihm aus, zumal der Blanz-Forscher Friedrich Karl Blanz aus Königsbach 1972 ihn als in Kerzenheim/­Göllheim Geborener des Jahres 1712 anführte. Meine Kirchenbucheinsicht im Pfarramt Göllheim im Oktober 2002 führte auch zu keinem Ergebnis, er war in dem gerade in diesem Jahr beginnenden Buch nicht verzeichnet. Sehr wohl aber eine aus Vorderhindelang im Allgäu eingewanderte Familie Plantz (in unserer Schreibweise), da waren drei Brüder, die alle nach Kerzenheim, Göllheim und Ramsen heirateten. Im Dezember 2009 erhielt ich eine Anfrage per Internet zu einer Plantz-Familie im Taunus, die auch aus Hinde­lang stammte. Groß war die Überraschung einen aus einer Mühle in Langenbach bei Weilmünster und Selters abstammenden Johann Philipp Plantz genannt zu bekommen. Internetrecherchen und ein Besuch im bischöflichen Ordinariat Limburg folgten. Nun ist natür­lich nicht mit absoluter Sicherheit zu sagen, dass dies der Dirmsteiner Plantz ist, doch seine Herkunft als Müllersenkel, mit dem Pa­tenonkel und Müller aus Langenbach weisen sehr wohl darauf hin. Hinzu kommt noch eine historische Begebenheit: Sowohl Göll­heim in der Nordpfalz, als auch Langenbach im Weilburgischen gehörten den Territorialherren von Weilburg-Nassau. Beide in Frage kommenden Familien stammen aus Vorderhindelang und haben sich wohl gekannt. So ist eine Verbindung von Langenbach ins ferne Dirmstein wohl über Göllheim zustande gekommen. Von Bedeutung scheint auch, dass Johannes Philipp Plantz in die ehemals All­gäuer Familie Nick in Dirmstein einheiratet. Auch hier gab es wohl noch Verbindungen in die Heimat des Großvaters. Die Vorfahren in Vorderhindelang waren ebenfalls im Müllergewerbe tätig, dort in der Lexenmühle.“ (email Josef Plantz vom 10.2.2011).


Das Ehepaar Philipp Plantz und Marie Ursula,geb. Nick hatte neun Kinder, wovon das jüngste Kind vier Monate nach dem Tod des Vaters geboren wurde (email Josef Plantz vom 10.2.2011): Franz Balthasar Philipp Plantz (geb. 13.10.1734 in Dirmstein/Pfalz – gest. NN); Maria Margaretha Plantz (geb. 15.01.1736 in Dirmstein/Pfalz; °° 02.05.1752 mit Valentin Roos aus Dirmstein; † NN); Franz Plantz (geb. 08.04.1738 in Dirmstein/Pfalz - gest. NN); Elisabetha Barbara Plantz (geb. 22.03.1740 in Dirmstein/Pfalz; °° 10.04. 1757 mit Michael Erhardt aus Ramsen; gest. NN); Catharina Plantz (geb. 15.05.1742 in Dirmstein/Pfalz; gest. NN); Anna Christina Plantz (geb. 11.05.1745 in Dirmstein/Pfalz; °° 23.11.1762 mit Thomas Witt aus Dirmstein; gest. NN); Maria Michalina Plantz (geb. 18.05.1749 in Dirmstein/Pfalz; gest. NN); Josef I. Maria Plantz (geb. 12.07.1751 in Dirmstein/Pfalz; °° 10.11.1772 Maria Elisabeth Krebs, Stolzenbergerhof; † 10.01.1833); Franz Plantz (geb.27.07.1754 in Dirmstein/Pfalz; °° Anna Maria Schön aus Wiesoppenheim [geb. um 1760, † 1832 in Kleinkarlbach], Bürgermeister in Mörsch bei Frankenthal; † 1832 in Kleinkarlbach; aus der Ehe stammen 7 Kinder, Stammvater der Plantz in Bobenheim/Berg und Battenberg).



Platz, Adam:

aus der Schweiz; Zimmermann; um 1706 auf der Oberen Hetschmühle in Alsenborn. Die Obere Hetschmühle in Alsenborn wurde im 30jährigen Krieg zerstört und lag seither lange in Trümmern. 1706 begann der Wiederaufbau durch den Zimmermann Adam Platz aus der Schweiz; 1710 Fertigstellung durch Joachim *Hachenburg (vgl. Weber: Mühlen der Nordpfalz im Bereich der Alsenz, a.a.O., S. 4).



Platz, Johann:

um 1860 Betreiber der Platzschen Mühle im Gimmeldinger Tal. Etwa 80 m oberhalb des Deidesheimer Forsthauses Benjental lag eine Mahlmühle,, die um 1750 auf fürstbischöflich-speyerischem Gebiet errichtet wurde. Ihr Name stammt von dem letzten Betreiber dieser Mühle, Johann *Platz. Die Mühle brannte in den 1860er Jahren ab (vgl. Metz, Erich und Sitzmann, Alfred: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann, Reinhard und Sitzmann, Alfred: Gimmeldingen. Leben im Weindorf (Neustadt 2008), S.47 mit Karte S. 45).



Plauth, Familie:

es bestanden Beziehungen zwischen den Familien von der Oppensteiner Mühle Schönenberger und Dietz mit Angehörigen der Fami­lie Plauth von der Oppensteiner Mühle, später aus Eulenbis und/oder Weilerbach +++klären+++


Jacob Jung “von der Oppensteiner Mühle” war am 28.5.1739 Pate bei der Taufe des Johann Valentin Plauth aus Eulenbis (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S. 9, 25)


Am 7.6.1744 ist der Müllerssohn von der Oppensteinermühle, Johann Adam Dietz als Pate bei der Taufe der Maria Cath. Plauth (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S.33).


Maria Elisabetha NN, Witwe des 1750 in Erzenhausen verstorbenen Nicklas Schwambacher heiratet am 2.1.1750 in 2. Ehe den Jacob Plauth (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S. 201)



Plauth, Nicolaus:

1669 erscheint im KB Wolfstein als Müller auf der Oppensteiner Mühle bei Olsbrücken der Nicolaus Plauth (vgl. Schneider, Her­mann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 78; dagegen wird bei Schneider, Hermann: „Die ehemalige Oppensteiner Mühle“, unveröffentlichter Aufsatz vom 12.6.1989, in EDV-Speicherung aufge­nommen durch Thomas Jutzy im Juni 1991 als Datum das Jahr 1646 angegeben).



Pfleger, Anna Gertraude:

geb. Holborner Mühle / Holborner Hof – um 1819 Oberweiler Mühle; °° I mit dem Müller auf der Oberweiler Mühle Peter *Leppla; aus der Ehe stammen die Söhne Jakob und Georg Leppla; Jakob Leppla erwarb später die Bliesdalheimer Mühle, Georg Leppla kam 1847 in die Matzenbacher Mühle; beide heirateten Schwestern, die Müllerstöchter Friederika und Jakobine Urschel (Töchter der Müllerstochter Jakobina Elisabetha Leiß (1802-1866) und des Müllers Johann Jakob Urschel von der Schrollbacher Mühle) (Quelle: H. Weis; Internet-Datei Matzenbach.de/gemeinde/historik/matz.htm, Stand November 2007).


°° II mit dem Müller auf der Oberweiler Mühle (Bruder des verstorbenen Müllers Peter Leppla); aus der Ehe stammt die Tochter Ger­traud Leppla (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 61 vom 13.8.1819, S. 451).


°° III mit dem Müller auf der Oberweiler Mühle Adam Müller (Angabe nach Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 61 vom 13.8.1819, S. 451), der auch als „Johann Jakob Müller (1786-1839)“ bezeichnet wird (vgl. Paul, Roland: Die Moormühle: in: Weltersbach. Streifzüge durch die Ortsgeschichte, a.a.O., S. 70). Aus der Ehe stammt der Sohn Carl Müller.


Nach dem Tod der Anna Gertraude Pfleger heiratete der Witwer, der den 2jährigen Sohn Carl zu versorgen hatte seinerseits in 2. Ehe die Müllerstochter Anna Maria Pletsch von der Mohrmühle Steinwenden. Diese war in erster Ehe mit dem vom Rodalberhof bei Lemberg stammenden Balthasar Kehrwald; dieser wurde Müller auf der Mohrmühle und 1815 Bürgermeister von Steinwenden (vgl. Paul, Roland: Die Moormühle: in: Weltersbach. Streifzüge durch die Ortsgeschichte (Steinwenden 2006), S. 70). Er starb aber bereits 1818. Seine Witwe verheiratete sich mit dem aus Eulenbis stammenden Johann Jakob Müller (1786-1839), der ebenfalls seit 2 Jahren verwitwet war und zuletzt die Mühle in Oberweiler a.d. Lauter betrieben hatte. Er brachte sein eigenes 2jährigen Söhnchen Carl Mül­ler sowie seinen 12jährigen Stiefsohn Johann Georg Leppla mit auf die Moormühle und ließ beide den Müllerberuf lernen (vgl. Paul, Roland: Die Moormühle: in: Weltersbach. Streifzüge durch die Ortsgeschichte (Steinwenden 2006), S. 70). Adam Müller richtete in den 1820er Jahren neben der Mahl- und Sägemühle eine Ohligmühle ein, die er später seinem Sohn Carl Müller übergab. Nachdem der ursprünglich zur Mühlenübernahme vorgesehene Nikolaus Kehrwald, der älteste Sohn Balthasar Kehrwalds und der Anna Maria Pletsch, sich als Rotgerber in Kaiserslautern niedergelassen hatte, ging die Mahlmühle samt Sägewerk und landwirtschaftlichem Be­trieb auf die Tochter Anna Maria Kehrwald über, die sich mit Johann Georg Leppla verheiratet hatte (vgl. Paul, Roland: Die Moor­mühle: in: Weltersbach. Streifzüge durch die Ortsgeschichte, a.a.O., S. 70).



Pletsch, Anna Maria:

Tochter des Müllers auf der Mohrmühle in Steinwenden-Weltersbach, Nikolaus Pletsch; heiratete Balthasar Kehrwald vom Rodalber­hof bei Lemberg. Ihm und seiner Frau übertrug Nikolaus Pletsch 1797 das Mühlen- und Hofgut mit Bordenmühle und Ziegelhütte. Kehrwald erneuerte die Mahl- und Sägemühle und baute eine Branntweinbrennerei. 1815 wurde er auch zum Bürgermeister von Steinwenden gewählt. Er starb aber bereits 1818. Seine Witwe verheiratete sich mit dem aus Eulenbis stammenden Johann Jakob Müller (1786-1839) (Anm.: im Intelligenzblatt Nr. 61 vom 13.8.1819 S. 452 wird er als „Adam Müller“ bezeichnet), der ebenfalls seit 2 Jahren verwitwet war und zuletzt die Mühle in Oberweiler a.d. Lauter betrieben hatte. Er brachte sein eigenes 2jährigen Söhn­chen Carl Müller sowie seinen 12jährigen Stiefsohn Johann Georg Leppla mit auf die Moormühle und ließ beide den Müllerberuf ler­nen (vgl. Paul, Roland: Die Moormühle: in: Weltersbach. Streifzüge durch die Ortsgeschichte (Steinwenden 2006), S. 70). Adam Müller richtete in den 1820er Jahren neben der Mahl- und Sägemühle eine Ohligmühle ein, die er später seinem Sohn Carl Müller übergab. Nachdem der ursprünglich zur Mühlenübernahme vorgesehene Nikolaus Kehrwald, der älteste Sohn Balthasar Kehrwalds und der Anna Maria Pletsch, sich als Rotgerber in Kaiserslautern niedergelassen hatte, ging die Mahlmühle samt Sägewerk und land­wirtschaftlichem Betrieb auf die Tochter Anna Maria Kehrwald über, die sich mit Johann Georg Leppla verheiratet hatte (vgl. Paul, Roland: Die Moormühle: in: Weltersbach. Streifzüge durch die Ortsgeschichte (Steinwenden 2006), S. 70)



Pletsch, Nikolaus:

zunächst Metzger und Gastwirt Johann Nikolaus Pletsch aus Landstuhl; °° mit der Müllerstochter Maria Elisabeth Everling, der Tochter des Moormüllers in Steinwenden-Weltersbach, Johann Daniel Everling. Er kaufte 1781 die Moormühle in Steinwen­den-Weltersbach von den beiden Söhnen des Moormüllers Johann Daniels Everling, seinen Schwägern Nikolaus und Johannes Everling, mit mehreren Grundstücken auf Weltersbacher, Ramsteiner und Steinwendener Gemarkung für 5500 Gulden (vgl. Paul, Roland: Die Moormühle: in: Weltersbach. Streifzüge durch die Ortsgeschichte (Steinwenden 2006), S. 70). Im Übergabevertrag wird die „Maal- und Borthenmühl mit einem Maal- und Scheelgang“ als „ledig, frei und eigen“ beschrieben. Dennoch wurde das freie Eigentum 1788 von der kurpfälzischen Obrigkeit in Frage gestellt, die versuchte, Nikolaus Pletsch zur Annahme eines Erbbestandsbriefs zu zwingen. Pletsch ließ sich jedoch nicht einschüchtern und konnte beweisen, daß seine Vorgänger und er die Moormühle „von ewigen Zeiten her als ein ohnumschränktes privatives freies Eigenthum“ besessen haben (vgl. Paul, Roland: Die Moormühle: in: Weltersbach. Streifzüge durch die Ortsgeschichte (Steinwenden 2006), S. 70). Vater der Anna Maria *Pletsch (°° mit dem Müller Johann Georg *Leppla)



Poelien, Abraham van:

um 1671; aus Frankenthal; Müller auf der Rehhütte von 1659/71; die Mühle wurde vom Vorgänger und Schwager des Poelien, Jakob Walrave von Alekmar, wohl wegen Pachtschulden, durch Kurpfalz eingezogen und dem Schwager des Walrave, Abraham van Poeli­en aus Frankenthal in 12jährigem Temporalbestand von 1659/71 verliehen. Im Temporalbestandsbrief vom 28.10.1661 (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 1443,2a S. 4-6) ist ausdrücklich angeordnet, daß der Temporalbeständer Poelien weder an Jakob Walrave noch an dessen Mutter Catharina Walrave für die übernommene Mühle und deren Ausstattung keinerlei Zahlungen zu leisten hat. Poelien hat die Mühle während der gesamten Bestandszeit inne (vgl. auch Wihr: Rehhütter Chronik, a.a.O., S. 35).



Porn, Jakob:

9.12.1751 probsteische Mühle im Krennerichtal bei Prosterath (nahe Beuren/Hunsrück) - 1803 in Mainz hingerichtet; Räuber der Schinderhannesbande; Sohn des Müllers Nikolaus (2) Porn (geb. 16.2.1724 Pflipps-Mühle bei [Hinzert-]Pölert, als Sohn des späteren Müllers auf der probsteische Mühle im Krennerichtal bei Prosterath [err. ] und sodann Müllers auf Felsenmühle bei Reinsfeld, Niko­laus [1] Porn und der Eva Gerhard) und (II. Ehe) Gertrud Schmitt (vgl. Schuh, Helmut: ,,Wo 's Dörflein traut zu Ende geht …., a.a.O.). Bruder des Müllers Matthias *Porn.


Nach dem Verlassen des Elternhauses war Jakob Porn als Müller auf der Hinzerter Mühle; °° 3.11.1779 mit Maria Schön aus Züsch († 25.8.1780 Züscher Schmelz) (vgl. Schuh, Helmut: ,,Wo 's Dörflein traut zu Ende geht …., a.a.O.). Um 1780 war Porn Müller in Namborn (vgl. Klauck: Lexikon saarländischer Orte, a.a.O., S. 290; Schuh, Helmut: ,,Wo 's Dörflein traut zu Ende geht …., a.a.O.). °° II mit Katharina Justinger aus Osburg; aus dieser Ehe stammen 3 Kinder, von denen ein Sohn den Vornamen Johannes erhielt (geb. um 1784 in Osburg) (vgl. Schuh, Helmut: ,,Wo 's Dörflein traut zu Ende geht …., a.a.O.).


Um 1789/90 hatte sich Porn nach seiner Zeit in Namborn vergeblich um die Anpachtung der Buweiler Mühle bemüht. Dem Schnaps zugetan, jähzornig, charakterlich labil, streitsüchtig gelang es ihm zeitlebens nicht, festen Boden unter die Füße zu kriegen (vgl. Schuh, Helmut: ,,Wo 's Dörflein traut zu Ende geht …., a.a.O.).


Jakob Porn war zeitweise Müller auf der Mühle in Hachenbach, dann Müller auf der Mühle in Niedereisenbach/Glan; er war u.a. be­teiligt am 18.10.1801 beim Raubüberfall auf die Streitmühle in Rutsweiler/Glan sowie beim Raubüberfall auf das Haus und die Fa­milie des jüdischen Händlers Herz Meyer in Ulmet; Porn hatte die aussichtsreiche Möglichkeit erkundet und die Bande unterrichtet; 1801 in Dennweiler verhaftet, vom Sondertribunal in Mainz zum Tode verurteilt und 1803 hingerichtet.


Am 18.10.1801 kam es zu einem Raubüberfall der Schinderhannesbande (ohne Beteiligung des Schinderhannes) auf die Streitmühle, unter Führung des früheren Müllers auf der Mühle in Hachenbach, Jakob *Porn. Müller war damals Niklas Krauth mit Familie und Sohn David Krauth. Es wurden u.a. knapp 700 Gulden entwendet (vgl. Latterner, Rudi: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 139/140).


In der „Actenmäßige Geschichte der Räuberbanden an den beiden Ufern des Rheins heißt es: „Im Monat Messidor 9. Jahr kamen ei­nige Räuber auf den Breitfesterhof im Arrondissement Birkenfeld, Johann Bückler an ihrer Spitze, wo sie den Jacob Porn aus Eisen­bach, genannt Müller Jacob anfragten, der ihnen das Haus des Juden Herz Meyer zu Allmet, Kanton Kusel, zu einer Expedition be­zeichnete, wo vieles Gold und Silber zu finden seyn würde ...“. An dem anschließenden Raubzug war Jacob Porn persönlich beteiligt (vgl. Becker, Johann Nicolaus: Actenmäßige Geschichte der verschiedenen Räuberbanden an den beyden Ufern des Rheins, Nach­druck der Originalausgabe 1804, Band I, Leipzig 1972, S. 76).


Beschuldigt wurde Jakob Porn u.a. der Landstreicherei, der Beteiligung an einem Diebstahl am 29./30. Juli 1801 bei Herz Mayer zu Ulmet, an Gewalttätigkeiten mit Körperverletzung und Diebstahl an den Gendarmen Andre bei einem Straßenraub im Soonwald am 3. Juli 1801 und dem Raubüberfall mit Todesfolge an dem Juden Mendel Lob, Kaufmann in Sötern, am 4./5. Sept. 1801 (vgl. Schuh, Helmut: ,,Wo 's Dörflein traut zu Ende geht …., a.a.O.).

Literatur/Urkunden:

- Schuh, Helmut: , Wo 's Dörflein traut zu Ende geht, wo 's Mühlenrad am Bach sich dreht, da steht im duft 'gen Blütenstrauß mein liebes altes Elternhaus." Eine familiengeschichtliche Mühlenbetrachtung; in: „Der Schellemann“ 19.Jahrgang/Nr.19/Dezember 2006 (aus Internetdatei http://www.hinzert-poelert.net/doerflein.htm)



Porn, Matthias:

geb. 1.3.1710 Wolfer Mühle; Sohn des Müllers Nikolaus (1) Porn und Eva Gerhard; älterer Bruder des Müllers von probsteischen Bannmühle im Krennerichtal bei Prosterath / Hunsrück Nikolaus (2) Porn; Onkel des zeitweiligen Müllers in Hachenbach und Nam­born, sowie Mitglied der Schinderhannesbande, Jacob *Porn; Müller in +++klären++++


°° um 1732 (err.) mit Maria *Britz (vgl. Schuh, Helmut: , Wo 's Dörflein traut zu Ende geht, wo 's Mühlenrad am Bach sich dreht, da steht im duft 'gen Blütenstrauß mein liebes altes Elternhaus." Eine familiengeschichtliche Mühlenbetrachtung; (aus Internetdatei http://www.hinzert-poelert.net/doerflein.htm).



Postetter, Andreas:

s. Bostätter



Postel, Philipp H.:

1818 Haßloch - 1907 Mascoutah / Illinois; Müllermeister; er wanderte nach Illinois aus und wurde dort der größte Getreidemüller im mittleren Westen (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 130).


Photo:

- vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 131



Poth, Hans Adam:

1752 Scharrmühle Gerhardsbrunn err.; Müller und vielleicht Erbauer der Scharrmühle; Vater der NN. Poth, °° mit dem Müller und Betriebsnachfolger auf der Scharrmühle, Valentin Höh (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. S. 297). Er ist mE der Beständer des Scharrhofs und hat die Scharrmühle wohl zusätzlich betrieben.


Valentin Höh 7.2.1735 Gerhardsbrunn - Kentucky/USA) °° am 22.4.1760 die 17jährige Elisabetha Margaretha Poth (7.10.1742 Scharrhof – Somerset County, Pennsylvania/USA). Diese war zum Zeitpunkt des Todes ihres Vaters erst 10 Jahre alt war (vgl. Inter­netdatei http://kenbower.com/wc05_150.htm). Die Angabe Webers ist daher mißverständlich.



Poth, Karl:

um 1838; Müller auf der Kottweiler Mühle / Kottweiler-Schwanden; Eheschließung mit Anna Maria Henn betrieben; Vater von Karo­line Poth (verh. am 27.9.1855 mit Pfarrer Karl Friedrich Daniel Candidus (vgl. Biundo: Pfälzisches Pfarrerbuch, a.a.O., S. 65 Anm. zu Nr. 721).



Poth, Sara:

um 1638 Mühlbach am Glan; °° am 23.9.1638 mit dem Müller auf der Stadtmühle in Lauterecken Hans Heul (vgl. Zink: Lautere­cken, a.a.O., S. 359).



Prauen, Hans Adam:

s. Hans Adam *Sprau



Preiel, Dhiel:

um 1506 Erbauer der Obermühle in Oberweiler im Tal (im Eßweiler Tal gelegen); die Obermühle wurde Anno 1506 durch Preiels Dhielen“ (= Dhiel *Preiel)zu Oberweiler gebaut (vgl. Herzog, Heinrich: Alte Personennamen des Essweiler Tales; in: PRFK 1982, S, 70; Kirchschaffnei-Archiv Kusel: Unterlagen Offenbacher zur Offenbacher Mahl- und Ohligmühle, S. 181). Vater des Anastasius Preiel (vgl. Herzog, Heinrich: Alte Personennamen des Essweiler Tales; in: PRFK 1982, S, 70).



Preiel, Hans:

1596 Schultheiß in Lauterecken und Inhaber und Erbe der Obermühle in Oberweiler i. T. (im Eßweiler Tal gelegen) (vgl. Herzog, Heinrich: Alte Personennamen des Essweiler Tales; in: PRFK 1982, S, 70, 71).



Puchet, Jacob:

aus Mannheim; Sohn des Müllers Jacques Puchet; Müller auf der Rehhütte; auf diesen folgt ab 1681 sein Sohn Jakob Puchet als Tem­poralbeständer (vgl. Wihr, a.a.O., S. 21) als Müller auf der Rehhütte nach und baute die wohl 1675 im spanischen Erbfolgekrieg er­neut zerstörte Mühle zusammen mit seinem Kompagnon und Mitbeständer Dietrich Fisch wieder auf. Am 22.10.1683 brachte er die Mühle erstmals wieder in Gang. Er sollte sie von da an 5 Jahre frei, dann 10 Jahre gegen eine jährliche Pacht von 185 Malter Korn innehaben. Doch 1689, gerade nach Ablauf der 5 Freijahre, mußte er mit seinem Mitbeständer Dietrich Fisch wegen der Auswirkun­gen des Pfälzischen Erbfolgekrieges von der Mühle fliehen. Die Mühle steht nun leer; erst 1694 kann sich das Oberamt Neustadt der Mühle vorübergehend wieder annehmen. Inzwischen haben Hans und Balthasar Graff, zwei Brüder aus Schriesheim, ein Müller und ein Bäcker, die Rehhütter Mühle von den französischen Besatzern übernommen (vgl. Wihr: Rehhütter Chronik, a.a.O., S. 36).



Puchet, Jacques:

1681 Rehhütte (?); aus Mannheim; ab 1673/81 ist der Mannheimer Bürger Jacques Puchet Temporalbeständer auf der Rehhütter Mühle (vgl. Wihr, a.a.O., S. 21, 36); er hatte unter den Kriegswirren des Holländischen Erbfolgekrieges schwer zu leiden; die Reh­hütter Mühle ist wahrscheinlich um 1675 wieder zerstört worden; gegen die Erteilung eines Erbbestandsbrief an den Müller Puchet kommt es zu einer Intervention. Der Gastwirt Balthasar Rösch aus Klingenmünster wendet sich am 29.3.1677 schriftlich an das kur­pfälzische Oberamt Neustadt; Rösch empfiehlt den Müller in Klingenmünster Bernhard Eppel und ist bereit sich für ihn bis zur Pachthöhe eines Jahres zu verbürgen (vgl. Wihr: Rehhütter Chronik, a.a.O., S. 36; LA Speyer Best A2 Nr. 1443, 2a, S. 15/16); das Oberamt entscheidet sich dennoch für den Müller Puchet, dem es einen Bestandsbrief erteilt; Vater des Müllers Jakob *Puchet (vgl. Wihr: Rehhütter Chronik, a.a.O., S. 21, 36; LA Speyer Best A2 Nr. 1143, 2a S. 14).



Puder, Christian:

1815; Müller und Eigentümer der Dorfmühle Großkarlbach. °° mit Maria Juliana Mäurer († 30.8.1815 err.); Am 22.9.1815 beur­kunden vor dem Notar Moré in Grünstadt die Kinder und Erben des unlängst verstorbenen Müllers in Großkarlbach, Christian Puder und dessen hinterlassener, vor acht Tagen verstorbener Witwe, Maria Juliana einer geborenen Mäurer nämlich

1. der Müller Johann Valentin Puder

2. Anna Katharina Stube geb. Puder, °° mit dem Bäcker Heinrich Adam Stuber

3. Anna Elisabetha Puder, ledigen Standes

4. die minderjährige Katharina Juliana Puder

5. der minderjährige Johann Michel Puder, Bäckerknecht

6. der minderjährige Christian Puder, Metzgerjunge

7. die minderjährige Anna Maria Puder

die Nachlaß-Aufstellung des Vermögens der verstorbenen Eheleute Christian Puder und Maria Juliana geb. Mäurer. Zur Hinterlassen­schaft gehört u.a. „eine Mahlmühle, mit zwey Mahlgängen und einem Scheelgang und Stallung genannt die Dorfmühle in Großkarl­bach“ im Wert von 2900 fl (vgl. LA Speyer Best. K16, 257 Nr 238).



Puder, Christian:

um 1829; aus Großkarlbach; bis 1829 Eigentümer der Dorfmühle in Großkarlbach (vgl. Martin, Erwin: Pfälzische Dorfgeschichte. Ländliche Kultur am Beispiel Großkarlbach [Verlag Walter E. Keller: Treuchtlingen, 1998], S. 37). ++++klären ++++: ist er der Sohn des Dorfmüllers Christian Puder und der Maria Juliana Mäurer, der oben als „Bäckerknecht“ aufgeführt ist ? ++++++



Puder, Daniel (1):

1875 Bissersheim; Müller auf der Haltmühle in Bissersheim, Gutsbesitzer und Bürgermeister in Bissersheim. Am 6.12.1875 wurde die Haltmühle freihändig versteigert in der Erbauseinandersetzung nach dem verstorbenen Müller und Gutsbesitzer Daniel Puder I. Die Versteigerung ist im Grünstadter Anzeiger vom 21.111875 angekündigt „ .... nachbeschriebene im Banne von Bissersheim gele­gene Immobilie, als Plan-Nr. 226, 63 5/10 Dec. Fläche, ein zweistöckiges Wohnhaus mit Mühle von 3 Mahlgängen und 1 Schälgang, Schoppen, Scheuer, Stallungen, Schweinställen, Brennhaus, Kelterhaus und Hofraum, die Haltmühle genannt“, nebst Garten.Als Ei­gentümer sind damals genannt „die Kinder und Erben des zu Bissersheim wohnhaft gewesenen und verlebten Müllers, Gutsbesitzers und Bürgermeisters Daniel Puder 1., als: 1. Anna Margaretha Puder,ohne Gewerbe, Ehefrau von Otto Karl Florentin von Wächter, Bierbrauer, beide in Kaiserslautern wohnhaft; 2. Georg Puder, Oeconom in Bissersheim wohnhaft; 3. Elisabetha Puder, ohne Gewer­be, Ehefrau von Michael Fey, Oeconom, beide in Bissersheim wohnhaft.“ Die Mühle wird weiter in der Versteigerungsanzeige wie folgt beschrieben: „ Die besagte Mühle, inmitten naher, bevölkerter, wohlhabender Ortschaften, eine Viertelstunde von der Eisen­bahnstation Kirchheim a. d. Eck gelegen, wurde seit langen Jahren mit beste Erfolge sowohl als Handels- wie als Kundenmühle be­trieben und eignet sich auch zu jedem anderen der Wasserkraft benöthigten Etablissement.“



Pütz, Anna Elisabeth:

~ 18.3.1703 Schallodenbach - † 2.4.1752 im Alter von 49 Jahren; im kath. Kirchenbuch Schallodenbach auch bezeichnet als „Maria Elisabetha Pütz“ Tochter des Müllers in Schallodenbach, Johann Wilhelm *Pütz und der Eulalia NN;


Die Tochter Johann Wilhelm *Pütz, „hiesiger Müller“, Anna Elisabetha Pütz heiratet am 8.6.1723 den Peter Reiland/Reyland, den Sohn des Johannes *Reyland (Anm.: es handelt wohl um den Müller Reyland von der Rauschermühle in Morbach) (vgl. Budell: Re­gister zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 136).


Am 8.5.1716 ist in Schallodenbach als Patin bei der Joh. Philipp Gassenmeyer erwähnt „Anna Elisabetha Pütz, ledige Tochter von Johann Wilhelm Pütz, Müller, aus Schallodenbach (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schalloden­bach 1683-1798, Homburg 1998, S. 91).



Pütz, Johann Wilhelm (1):

20.12.1742 Schallodenbach (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 130); lutherisch; sein Sterbeeintrag im katholischen Kirchenbuch von Schallodenbach lautet: „in der Zeit des Ster­bens schwor er dem lutherischen Glauben ab“ (vgl. Budell, a.a.O., S. 130).


Ab 1704 erwähnt als Müller in Schallodenbach (vgl. Budell, a.a.O., S. 82 ff., 129-130), 1710 aufgeführt als“Jäger und des Amtes Müller“ (vgl. Budell, a.a.O., , S. 129).


°° I mit Eulalia NN. († 6.11.1708 Schallodenbach; „Eulalia Ehefrau des Johann Wilhelm Pütz, hiesiger Müller“); sie wird in einer Notiz auf S. 1 des Sterberegisters im kath. Kirchenbuchs Schallodenbach aufgeführt mit dem Vornamen Elisabeth (vgl. Budell: Re­gister zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 129). Eulalia Pütz ist am 21.12.1704 Patin bei der Taufe des Heinrich Charlier (auch Scharlier; Sohn des Johannes Charlier/Scharlier und der Maria Johanna NN.) in der kath. Kirche in Schallodenbach; sie ist dort angegeben als: „Pütz, Eulalia, Ehefrau des Joh. Wilhelm Pütz, Müller“ (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 78).


Aus der 1. Ehe stammen die Kinder: Maria (Anm.: richtig wohl Anna Elisabeth *Pütz) Elisabetha Pütz (~ 18.3.1703 Schalloden­bach), Maria Elisabetha (!) Pütz (~ 14.7.1705 Schallodenbach; am 25.4.1722 Patin in Schallodenbach bei der Taufe des Joseph Doll: „Pütz, Maria Elisabetha, ledige Tochter des Joh. Wilhelm Pütz, Müller“; vgl. Budell, a.a.O., S. 84) und Johann Adam Pütz (~ 18.9.1707 Schallodenbach,°° I am 30.1.1742 mit Apollonia Evert [† 20.12.1742], nach der Geburt des Sohnes Michael Pütz, geb. 11.12.1742, † 28.9.1743; °° II 7.1.1746 Maria Catharina Vetter; Vater von Franz Pütz [~ 26.2.1746, °° 27.2.1770 mit Anna Maria Ro­senzweig] (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 129 ff.).


Anm.: die Tochter Johann Wilhelm Pütz, „hiesiger Müller“, bezeichnet mit „Anna Elisabeth Pütz“ († 2.4.1752 im Alter von 49 Jah­ren, d.h. geboren 1703 = die oben mit Maria Elisabetha bezeichnete Tochter) heiratet am 8.6.1723 den Peter Reiland/Reyland, den Sohn des Johannes *Reyland (Anm.: es handelt wohl um den Müller Reyland von der Rauschermühle in Morbach) (vgl. Budell: Re­gister zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 136).


Am 16.6.1709 ist er als Pate bei der Taufe der Maria Apollonia Stadtmüller, Tochter des sickingischen Försters in Schallodenbach, Johann Adam Stadtmüller und der Maria Gertrud NN. erwähnt (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 157). Am 8.5.1716 ist in Schallodenbach als Patin bei der Joh. Philipp Gassenmeyer erwähnt „Anna Elisabetha Pütz, ledige Tochter von Johann Wilhelm Pütz, Müller, aus Schallodenbach (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 91).


°° II am 19.8.1710 in Schallodenbach mit Anna Maria Weil aus „Hattemer“ (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholi­schen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 129); † 4.6.1756 in Schallodenbach im Alter von 80 Jahren (vgl. Budell, a.a.O., S. 130). Diese ist am 13.9.1714 als Patin bei der Taufe des Johann Adam Diesberger (Sohn von Johannes Diesberger und der Anna Margaretha Becker) im kath. Kirchenbuch Schallodenbach erwähnt als „Pütz Anna Maria, Ehefrau des Johann Wilhelm Pütz, hiesiger Müller“ (vgl. Budell, a.a.O., S. 82). Patin auch am 17.5.1718 bei der Taufe Anna Maria Direnhofen (vgl. Budell, a.a.O., S. 83) und bei der Taufe der Anna Maria Disseler: „Anna Maria Pütz, Ehefrau des Johann Wilhelm Pütz , hiesiger Müler“ (vgl. Budell, a.a.O., S. 84). Am 27.10.1743 in Schallodenbach erwähnt als Patin bei der Taufe der Anna Maria Gebhard (Tochter des Joh. Georg Gebhard und der Anna Christina Brech): „Pütz Anna Maria, Witwe des Joh. Wilhelm Pütz, einst Müller“ (vgl. Budell, a.a.O., S. 92).


Sohn aus der 2. Ehe ist Johannes Pütz (~ 21.6.1711 Schallodenbach † 87.2.1752 Schallodenbach, 41 Jahre alt; am 23.11.1733 Pate bei der Taufe des Johannes John: „Pütz Johannes, lediger Sohn von Joh. Wilhelm Pütz, hiesiger Müller) (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 104, 129, 132). Johannes Pütz ist am 23.12.1732 Pate in Schallodenbach (vgl. Budell, a.a.O., S. 65). °° 30.1.1742 in Schallodenbach mit Maria Dorothea Ercker (Tochter des Philipp Ercker) (vgl. Budell, a.a.O., S. 131).


Weitere Kinder aus der 2. Ehe sind: Johann Matthias Pütz (~ 14.4.1715 Schallodenbach) (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbü­chern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 129), des Johann Michael Pütz (~ 5.10.1717 Schallo­denbach; °° 28.6.1743 Schallodenbach mit Christina Wiltz [† 27.12.1761 im Kindbett]) (vgl. Budell, a.a.O., S. 130, 132), des Johann Wilhelm (2) *Pütz (~ 1.2.1720 Schallodenbach; °° 25.6.1744 mit Maria Catharina Sutor), der Maria Catharina Pütz (~ 5.9.1723 Schallodenbach) und Johann Ägidius Pütz (~ 5.11.1727 Schallodenbach) (vgl. Budell, a.a.O., S. 130).


Die Anna Maria Pütz „ledige Tochter des Joh. Wilhelm Pütz, Müller in Schallodenbach“, ist am 17.12.1742 in der kath. Kirche Schallodenbach Patin bei der Taufe Anna Maria Pütz (Tochter des Johannes Pütz und der Maria Dorothea NN.) (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 50)



Pütz, Johann Wilhelm (2):

~ 1.2.1720 Schallodenbach - ++++; Sohn des Müllers Johann Wilhelm (1) *Pütz († 20.12.1742) und der Anna Maria Weil (vgl. Bu­dell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 130, 133).


°° am 26.5.1746 in Schallodenbach mit Maria Catharina Sutor, Tochter des Michael Sutor aus „Neumühl, Grafschaft Falkenstein“ (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 133).


°° II (?)++++prüfen++++ mit Anna Barbara († 1.3.1769 in Schallodenbach im Alter von 50 Jahren) (vgl. Budell: Register zu den Kir­chenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 133); aus der Ehe stammen 4 Kinder (vgl. Bu­dell, a.a.O., S. 134).


Johann Wilhelm Pütz ist am 14.1.1749 Trauzeuge in der kath. Kirche in Schallodenbach bei der Trauung Mathäus Deneffle und der Anna Juliana Wiltz (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 81). Johann Wilhelm Pütz ist am 5.3.1752 Pate in Schallodenbach (vgl. Budell, a.a.O., S. 67). Johan Wilhelm (2) Pütz und Ehefrau Maria Dorothea Pütz sind am 19.12.1758 Paten in in der kath. Kirche Schallodenbach bei der Taufe der Maria Dorothea Pütz (Tochter des Johann Michael Pütz und Christina Wiltz; Nichte von Johann Wilhelm (2) Pütz) (vgl. Budell, a.a.O., S. 132).



Purpes, Hans:

um 1688 Hottenmüller zu Brücken; Vater des Jost *Purpes, Leyenmüller und seit 1702 Hottenmüller zu Brücken; Vater des späteren Müllers auf der Leyhenmühle bei Abentheuer, Jost *Purpes (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 182 Nr. 971).



Purpes, Jost:

5.12.1728; Müller auf der Leyhenmühle bei Abentheuer und ab 1702 Müller auf der Hottenmühle in Brücken bei Birkenfeld; Sohn des Müllers auf der Hottenmühle nahe Brücken bei Birkenfeld, Hans Purpes; °° I am 13.1.1688 Jost Purpes († 5.12.1728), Leyenmül­ler bei Abentheuer, der Sohn des Hans Purpes, Hottenmüller zu Brücken die Rosina Britzius (geb. in Achtelsbach - † 9.11.1709; Tochter des Nickel Britzius); Jost Purpes war seit 1702 Hottenmüller in Brücken ; °° II vor 1713 mit Anna Elisabeth NN. (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 182 Nr. 971); aus der 1. Ehe stammt die Tochter Anna Barbara (Barbel) Purpes (geb. 3.10.1688; °° 4.2.1710 Gerhard Werckhäuser; vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonn­weiler 1988, S. 182 Nr. 971); am 15.6.1706 ist Patin be der Taufe des Johann Nicolaus Schuh in Traunen die „Anna Barbara Purpe­sin von Brücken“ (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 244 Nr. 1290).



Py, Pih, Pie, Müllerfamilie:

alle Müller dieser Familie sind unabhängig von der Schreibweise des Nachnamens unter „Py“ aufgelistet und nach Vornamen sortiert



Pie, Heinrich:

1789 Heinrich Pie als Müllermeister in Kleinkarlbach erwähnt (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 274).



Py, Johann Wilhelm:

um 1771 Müller und Erbbeständer auf der Strohmühle Kleinkarlbach. Er machte 1771 ein Gesuch an den Grafen von Leiningen in Dürkheim, in dem er ausführte, er habe in Kleinkarlbach eine Mühle in Erbbestand, von der er jährlich 11 Malter Korn als Pacht ab­liefere. Er können jetzt bei den „nahrungslosen Zeiten“ den geschuldeten Erbpachtzins nicht verdienen. Daher sei er willens, sein Mahlwesen mit einer Lohmühle zu vergrößern, damit er, wenn er nichts an Frucht zu mahlen habe, etwas mit der Lohmühle zu er­werben Gelegenheit habe. Die „hochgräfliche Exzellenz“ in Dürkheim erwiderte mit Schreiben vom 16.4.1771, wenn der Supplikant bereit sei, jährlich zusätzlich 4 fl an Erbpacht zu zahlen, so sei die „unterthänigst gebetene Erlaubnis in Gnaden ertheilet“ (vgl. LA Speyer Best. C26 Nr. 144; Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 177).



Pih (Py, Pie), Weygand:

1733 war Weyand Pih (Py, Pie), der Müller auf der sog. Eselsmühle zu Kirchheim/Eck auch Müller auf der Strohmühle in Kleinkarl­bach für seinen Sohn Johann Georg Conrad Pie (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 274).





























Litera R




Rahm, Johann Simon:

vor 1738 Imsweiler; um 1725 war Erbbeständer Schloßmühle in Imsweiler, Rahm heiratete in II. Ehe 1725 die Anna Katharina *Berg, Witwe des Andreas Kremb, aus der Schleifmühle in Imsweiler (vgl. Dhom, Emil: 250 Jahre Schleifmühle Imsweiler, a.a.O., o. S.). 1738 ist als Erbbeständer die Witwe des Simon Rahm bezeichnet (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 261).


Durch die weiteren Kriege Ende des 17. Jh. wurde die Mühle stark mitgenommen und wurde wiederum fast völlig zugrunde gerichtet (vgl. Weber: Dorf- oder Schloßmühle Imsweiler, a.a.O, S. 16). Die Tochter aus der Ehe der Anna Rosina Schön mit dem Müller Jo­hann *Culmann, NN. Culmann (wohl Maria Susanna Culmann [?], ~ 25.2.1683 in Otterberg [vgl. Rinck: Taufbücher deutsch-refor­mierte Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 58 Nr. 495], vor 1725) heiratete den Müller Johann Simon *Rahm. Dieser steckte sein ganzes Geld in den Wiederaufbau und erhielt am 6.10.1725 (Anm.: nach dem Tod seiner 1. Frau) den alleinigen Erbbestand an der Schloß­mühle (vgl. auch Weber: Dorf- oder Schloßmühle Imsweiler, a.a.O, S. 16). Rahm heiratete in 2. Ehe 1725 die von der Rußmühle bei Marienthal stammende Müllerstochter Anna Catharina *Berg, die ihrerseits in 1. Ehe mit dem Müller auf der Schleifmühle Imswei­ler, Andreas Kremb ( 1724 Imsweiler) verheiratet war (vgl. Dhom, Emil: Die Sippe Kremb-Kremp im pfälzischen Raum, 2. Aufla­ge Imsweiler 1975, S. 27). Nach dem Tod des Johann Simon Rahm führte dessen Witwe Anna Catharina Berg die Mühle weiter. 1738 ist als Erbbeständerin die Witwe des Simon Rahm bezeichnet (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 261). Der Gefällverw­eser Kummer in Rockenhausen (Anm: es handelt sich Erasmus Ignatius Kummer) stellte der Witwe Berg ein gutes Zeug­nis aus. Diese habe die Mühle in bestem Stand gehalten und viel Geld darin verbaut. Anna Catharina Berg ( 8.9.1742 beerd. Imswei­ler) übertrug 1738 die Schloßmühle auf ihren Sohn aus 1. Ehe, Johann Georg *Kremb.



Rahm, Daniel (1):

um 1716 Schultheiß von Heiligenmoschel; er bemühte sich um einen Wiederaufbau der verkommenen Rohmühle; erst wieder 1711 glaubt man wieder auf der Suche nach einem Müller Erfolg zu haben. Der Schultheiß wandte sich an die schwedische Rentkammer des Herzogtums Zweibrücken: „aus Mangel an einer eigenen Mühle müssten die Einwohner des Dorfes die Früchte zwei Stunden wegs weit zu ausländischen Mühlen im Churpfälzischen fahren und all dorten mahlen lassen. Die Mühle soll öffentlich versteigert werden.“ Er selbst bietet dafür acht Malter Korn jährlich einschließlich der beiden Weiher. Die Publikation wurde im ganzen Amt vorgenommen und wurde auf den 7. November 1711 festgelegt. Landschreiber Vißing selbst bemühte sich zu kommen. Er musste aber feststellen, dass niemand erschienen war und kehrte unverrichteter Dinge zurück. Der Schultheiß Daniel Rahm nutzte die Tatsa­che aus und verlangte nach dem Aufbau der Mühle, vier Freijahre und noch Land dazu. Es kam jedoch nicht zum Abschluss des Ver­trages, da er noch mehr erreichen wollte. Inzwischen wurde er Teilhaber des Fölklingischen Hofgutes, was wohl seine Unterschrif­tenverweigerung beeinflusste (vgl. Steinebrei, Hans: Die Rohmühle bei Heiligenmoschel; in: Heimatjahrbuch des Landkreises Kai­serslautern 2001, S. 99-105).



Rahm, Daniel (2):

1759 - 1824 Heiligenmoschel; Müller auf der Rohmühle in Heiligenmoschel. Nach dem Tode von Peter *Rahm 1783, übernahm Da­niel *Rahm 1784 die Mühle (++++Verwandtschaftsverhältnis klären++++: die Ehefrau des Peter Rahm war Maria Margarethe Lutz, von deren Vater Johann Carl *Lutz die Rohmühle stammte; die Ehefrau des Daniel Rahm ist Anna Margaretha Lutz (1755 -1812). 1789 kamen es zu Beschwerden gegen den Müller Daniel Rahm, wonach die Mahlgäste schlecht behandelt werden würden. Man machte Proben in auswärtigen Mühlen, die ergaben, dass man dort mehr Mehl von der eingebrachten Frucht erhielte als hier bei ihm. Man bittet das hochlöbliche Oberamt, dass eine unparteiische Kommission mit mühlverständigen Personen Prüfungen anstellen soll­ten die Mühlgerätschaften, Deich und Kamel in Augenschein zu nehmen. Da Daniel Rahm kein gelernter Müller sei, solle er sich Leute anschaffen, die das Mahlen und die Einrichtung verstehen. Unterschrieben war die Bittschrift von 19 Personen, vermutlich alle Heiligenmoscheler Familienvorstände: Heinrich Frenger, Schuldiener, Nickel Hanenberger, Adam Frenger, Georg Rahm, Peter Rahm, Philipp Lutz, Carl Rahm, Peter Reßel, Heinrich Braun. Unterschriften: Philipp Leppla, Gerichtsschöffe, Heinrich Rahm, Ge­richtsschöffe, Peter Leppla, Vorsteher, Michel Rahm, Daniel Rahm, Jerg Leppla, Daniel Rahm, Peter Rahm der Alte, Philipp Leppla, Michel Günther. Daniel Rahm (1759 - 1824) blieb mit seiner Frau Anna Margaretha Lutz (1755 -1812) weiterhin Pächter der Mühle. Über die Versteigerung des Erbgutes in der napoleonischen Zeit sind leider keine Unterlagen gefunden worden. Jedenfalls war der neue Steigerer der Zweibrücker Rentner Alexander Jacomin de Malespine. Vor dem Bezirksgericht Kaiserslautern wurde 1821 ein Prozeß geführt zwischen Rahm und Malespine. Daraus war zu erfahren, daß ein Erbbestandsbrief mit Rahm mit einer ermäßigten Pacht von sechs Malter Korn ausgestellt worden und die Bannerklärung schon vorher aufgehoben war. Kurz vor dem Tode von Da­niel Rahm, der 1820 noch ein neues Wohnhaus gebaut hatte, schloss seine einzige Tochter Barbara (1796 - 1869), die seit 1813 mit Daniel Lutz (1789 - 1860) verheiratet war, mit dem Vertreter von Malespine einen Vertrag. Nach Zahlung von 500 Gulden konnte endlich die Ablösung der Erbpacht erreicht werden. Die Belastung früherer Jahre war jetzt beseitigt und man war Herr im eigenen Haus (vgl. Steinebrei, Hans: Die Rohmühle bei Heiligenmoschel; in: Heimatjahrbuch des Landkreises Kaiserslautern 2001, S. 99-105).



Rahm, Peter:

1783; ab 1776 Müller auf der Rohmühle in Heiligenmoschel (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 117); das bei Weber angegebene Datum 1716 ist jedoch falsch, da Rahm die Mühle erst 1775 nach seiner Eheschließung mit Maria Margarete Lutz von seiner Schwiegermutter übernehmen konnte (vgl. Steinebrei, Hans: Die Rohmühle bei Heiligenmoschel und ihre Besitzer; in: Pfälzisch-rheinische Familienkunde 2001, S. 512). Sein Schwiegervater Johann Carl Lutz, der die Mühle verpachtet und nicht selbst betrieben hatte, verstarb 1772 in Gehrweiler. Beim Abschluß des Pachtvertrages hatte er sich ausbedungen, dass bei der Verheiratung eines seiner Kinder dieser Vertrag sofort beendet ist. Dies war an Pfingsten 1776 der Fall, als sich seine Tochter Maria Marg. mit Pe­ter *Rahm vermählte. Von Zweibrücken wurde die Räumung angeordnet und ein neuer Erbbestandsbrief sollte ausgestellt werden. Die Witwe Lutz überließ ihrem Schwiegersohn Peter Rahm die Mühle für 1300 Gulden. Da der Erbteil seiner Frau 800 Gulden be­trug, musste er noch 500 Gulden an seine Schwiegermutter zahlen. Der Erbbestandsbrief wurde dennoch nicht ausgestellt, weil man über das Vermögen des Carl Lutz noch Auskünfte einholen musste. Er hatte sieben Kinder und laut Inventar 5600 Gulden hinterlas­sen. Endlich wurde am 13. Februar 1777 der Bestandsbrief unterzeichnet. Auch diesmal gab es wieder Verdruss mit der Gemeinde, weil die Einwohner begannen ihre Wiesen zu bewässern, so dass der Müller wegen großen Wassermangels nicht mahlen konnte. Ein­gaben an die Gemeinde und die fürstl. Rentkammer waren die Folge. Müller in Heiligenmoschel zu sein war ein schwieriges und glückloses Unterfangen. Jede Partei hatte scheinbar ihre berechtigten Gründe. In erster Linie wollten die Bewohner ihre Bannmühle loswerden, um nicht der Willkür des Müllers ausgesetzt zu sein. Nach dem Tode von Peter 1783, übernahm Daniel Rahm 1784 die Mühle (vgl. Steinebrei, Hans: Die Rohmühle bei Heiligenmoschel; in: Heimatjahrbuch des Landkreises Kaiserslautern 2001, S. 99-105).



Raiber, Paul:

s. Paul *Reuber



Rapp, Debold:

um 1582 Müller auf der Schloß- und Stadtmühle Zweibrücken. Am 12.1.1587 ist Debolt Rapp aus Saarbockenheim der Müller auf der Schloß- und Stadtmühle. Er hat die Wasserbauten von neuem aus Stein gemacht, ebenso die Butten und das laufende Geschirr. Nun soll er die Gänge wieder einrichten und sich dabei nach der in der Mühle angeschlagenen Mühlordnung richten. 1 oder 2 Mühl­knechte soll er haben, welche er verköstigt, die zweibrückische Hofkammer aber bezahlt. Die Schweine soll er durch sein Weib und die Jungen warten lassen. Er erhält 4 fl, für sein Weib 4 fl und einen Rock, als Kost für sich und seine Mahljungen 25 fl, 18 Mltr Korn, 1 Mltr Haber für Breimehl, 1 Mltr Gerste, 2 Faß Erbsen, 3 Faß Salz und 1 ½ Fuder Wein, Unschlitt und Brennholz nach Not­durft sowie die Erlaubnis, 2 Scheine mit denen des Hofs für sich zu züchten (vgl. Eid: Hof- und Staatsdienst, a.a.O., S. 69).



Rassenfoß, Maria Eva:

1848 war Maria Eva Rassenfoß die Müllerin auf der Neumühle in Herxheim. Sie war die Witwe des Müllers auf der Neumühle Peter Dorkenwald (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 9.12.1848, S. 659 = LA Speyer Best. Y 20/41).



Ratzenberger, Frantz:

um 1708, Bäcker in Landau (vgl. LAS Speyer, Best. F5 Nr. 687 Bl. 679). Am 16.7.1716 (vgl. LA Speyer Best. F5 Nr. 687 Bl. 679) ist folgendes beurkundet: „Frantz Ratzenberger, G: h becker undt Anna Maria Schneeburgerin Uxor …. an Frantz …. des …..Stadtmül­lers und Annam Barbaram Staa... uxorem Ihren antheil and sogenannte Neu mühl gelegen in der Roßengaß, zwischen der Queich, vom französ.: Lazareth und Herren Muh: ….. des. Raths, welche umb 1011 fl an ….. a...: und …. an … Gläubiger verlegt, sodann jährl: …. hath Zwölf mltr Korn zu Waßer Gült gibt, außer dem aber ledig und eigen ist umb Einhundert und fünfzig Gulden jährl: auf dato zu …. ohngefähr.... bekenne ich Frantz Ratzenberger.“ (Anm.: Urkunde teilweise unleserlich)



Ratzenberger, Matheiß:

bis 1682 Müller auf der (später sog..) Holzmühle in Gimmeldingen. Ratzenberger verkaufte seine Mühle 1682 an den Albrecht *Rüb­samen.


Im Mühlenverzeichnis des Oberamts Neustadt von 1738 ist die Mahlmühle im Mußbach aufgeführt und wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): „Noch zu Gimmeldingen auf derselbe Bach (Anm.: wie die Hermannsche Ohligmühle die im Müh­lenverzeichnis zuvor beschrieben wurde) ist noch eine Mahlmühl, dieselbe hat der Albrecht *Rübsamen in Anno 1682 von dem Ma­theiß *Ratzenberger als eine Eigentumsmühl an sich erkauft, liegt auf Churpfalz Grundt und Boden, hat nur ein Waßerradt, gibt jähr­lich in Pfarrey Königsbach 11 Malter Korn sonsten gnädigster Herrschaft nichts außer daß sie mit 100 fl Schatzungs Capital belegt ist, der jetzige Poßsesser ist Johann Jakob *Rübsamen, ist auch kein Consens vorhanden.“



Rauel, Sebastian:

um 1625/26 Meier und Müller in Ensheim; er kaufte von der Gemeinde Mimbach die Bannmühle auf der Blies für 1800 fl. Im Kauf­brief waren dem Müller Frondienst und Bauholz für den Mühlen- und Wasserbau versprochen worden (vgl. LA Speyer Best E6 Nr. 2139: Prozeß des Müllers zu Mimbach Nickel Müller vor dem Reichskammergericht; dort befindet sich der Kaufbrief des Rauel).



Raumbach, Hans:

* 1615 err. - 3.1.1690 Odenbach/Glan beerd.; Müller in Odenbach/Glan; °° mit der Hebamme Margaretha NN. († beerd. 3.5.1681 Odenbach); Vater der Margaretha Katharina Raumbach und der Maria Raumbach (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der refor­mierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Becherbach (reformiertes Kirchenbuch), Bd.1: 1556-1714, a.a.O., S. 84).



Rebold, Caspar:

1796 war er Müller in Winden; °° Catharina NN.; am 3. Messidor Jahr IV (= 21.6.1796) sind als Paten im Kirchenbuch von Winden vermerkt: „Rebold Caspar und Catharina Müllersleute zu Winden“ (vgl. Petermann, Kurt: Kirchenbuch Winden von 1714 bis 1801, o.J., S. 20); sie erscheinen erneut am 29. Floreal Jahr VI (= 18.5.1798) in Winden als Paten bei der Taufe des Caspar Hoff (vgl. Peter­mann, Kurt: Kirchenbuch Winden von 1714 bis 1801, o.J., S. 52).



Regen, Johannes:

1688/89 als Müller auf der Fronmühle in Haßloch erwähnt (vgl. Ruckdeschel, Bernd H.: Die Haßlocher Mühlen, a.a.O., S. 31)



Reichard, Christian:

1744 Lambsheim; katholisch (vgl. Rembe, Heinrich: Fehlende Namen der Frauen in den Lambsheimer Kirchenbüchern; in: PRFK 1974, S. 43). 1737-43 Betreiber der Lambsheimer Mühle (vgl. Klein, Günter: Die Lambsheimer Mühle, a.a.O., ohne Seitennumme­rierung). °° mit Anna Maria, katholisch (diese °° II am 30.6.1744 in Lambsheim mit dem Müller Johann Nikolaus Gutjahr); im Bür­gerbuch der Gemeinde Lambsheim (S. 147) ist die Eheschließung des Christian Reichard mit der Tochter des verstorbenen Bürger Peltz aufgeführt (vgl. Rembe, Heinrich: Fehlende Namen der Frauen in den Lambsheimer Kirchenbüchern; in: PRFK 1974, S. 43), also handelt es sich bei der Ehefrau um Anna Maria Peltz..



Reichardt, Conrad:

aus Schellweiler im Oberamt Lichtenberg; ab 1711 Müller auf der Joppenmühle in Quirnbach. Am 29.1.1711 erhält der Müller Con­rad *Reichardt aus Schellweiler den Erbbestandsbrief über die Joppenmühle (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 1238/1; die Akte 1238/2 ist 2010 nicht mehr benutzbar). Ein Aktenvermerk vom 20.5.1720 vermerkt: „Ist der Mühlplatz verkauft worden vor 25 fl“. Der zugehö­rige Aktenvermerk enthält die Mitteilung, „... daß die vor langen Jahren bei Quirnbach gelegene und in Abgang geratenen so genante Jopp Mühl … von neuem aufzubauen (ist)“. Die Wiederaufbauverpflichtung ist im Erbbestandsbrief ausdrücklich enthalten (vgl. LA Speyer Best. B 2 Nr. 1238/1)



Reichard, Heinrich:

um 1745 – 20.2.1795 im Alter von 50 Jahren; Sohn von Eucharius Reichard und Alexandrine Müller; Müller in der Kirchenmühle zu Hoppstädten bei Birkenfeld; °° 28.1.1766 in Bleiderdingen mit Margaretha Held (geb. um 1745 in Leitzweiler – 27.1.1811 Mittelbol­lenbach; Tochter von Franz Jakob Held und Katharina Werle) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbol­lenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 341).



Reichardt, Thomas:

aus Obrigheim / Neckar; er erwarb 1736 die Obere Schleifmühle westlich von Hardenburg im Isenachtal, beim heutigen Jägertal (vgl. Buchert, Heinrich: Die Unternehmer im Isenachtal und Umgebung im 18. Jh.; in: Pfälz. Fam.- u. Wappenkunde, 1952, S. 61)



Reichert, Friedrich:

um 1718; Müller auf der unteren Mühle in ++++ Berschweiler ?+++++; °° vor 1718 mit Anna Maria NN († 9.12.1719 im Alter von 30 Jahren) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil II katholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 83).



Reiff, Johann Georg:

geb. (err. 1684) – 10.10.1734 Heppenheim; Müller in Heppenheim; °° Anna Margaretha NN., (geb. [err.] 1680 – 14.11.1739 Heppen­heim); Vater des Müllers auf der Wambold'schen Mühle im Erbacher Tal, Lorenz *Reiff (Quelle: Heppenheimer Geschichtsverein, http://www.bergstrasse.de/geschichtsverein-hp/).



Reiff, Lorenz:

Müller bei Heppenheim auf der Wambold'schen Mühle im Erbacher Tal. Lorenz Reif ist lt. SBH (= Löslein: Sippenbuch Heppen­heim) Nr. 3323 ein Sohn des Heppenheimer Müllers Joh. Georg Reiff, * err. 1684, + Heppenheim 10.10.1734, u.d. Ehefrau Anna Margaretha, * err. 1680, + Heppenheim 14.11.1739; Lorenz Reif war "Müller auf der Mühle des Barons Wambolt", einer im Zuge von Straßenbaumaßnahmen (L3120) abgebrochenen Mühle im Erbacher Tal.


Die Herkunft des Johann Georg Reif und seiner Ehefrau, sowie deren Eheschließung konnte Ernst Löslein nicht ermitteln. Johann Georg Reif war vermutlich mit weiteren Reifs, die ab 1700 in Heppenheim nachweisbar sind, verwandt. Einer dieser Reiffs, Johann Adam, war ebenfalls Müller und stammte aus Obernburg. Anm: Ernst Löslein hatte die Unterlagen aus dem Stadtarchiv Heppenheim (z.B. Steuerlisten, Bürgerannahmen, Eheberedungen) zur Erstellung des Sippenbuches herangezogen. Weitere, über die von Ernst Löslein verwendeten Quellen hinaus gehende Archivalien im Stadtarchiv sind spärlich und nicht erschlossen (Quelle: Heppenheimer Geschichtsverein, http://www.bergstrasse.de/geschichtsverein-hp/).



Reiland:

s. auch Reyland



Reiland, Johann:

1723 Erbauer der Fuchslochmühle auf Oberhochstadter Gemarkung; die Mühle ist an der Queich gelegen direkt gegenüber der später errichteten Neumühle unterhalb von Offenbach/Queich


Die Mühle ist im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Germersheim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7, Bl. 14 Rück­seite) wie folgt beschrieben: „In dasiger Gemarkung auf der Queich befindet sich die sogenannte Fuchslochmühle, welche Johann Georg *Wagner Bürger zu Lachen Oberamts Neustadt vermög sub. Nro. 19 hierbey kommenden Kaufbriefs vom 12ten Aug. 1764 er­kauft (Anm.: der Kaufbrief ist nicht bei der Urkunde vorhanden), sothane Mühle wurde in ao 1723 von Johann Reiland erbauet, und muß nach Ausweis sub. Nro 20 anliegenden churfürstl: Hofcammer Consens vom 13ten 7bris (Anm.: 13. September, denn September war früher der 7. Monat des Jahres) d: a: ahn die Gefäll Verweserey annuatim 20 fl. Pro recognitione oder Waßerfall Zinß entrichten, gemelte Mühl ist mit 2 Waßer Rädter versehen, so 2 Mahl und 1 Schehlgang wechselweis treiben.“


++klären: Verwandtschaftsverhältnis zu dem Müller Paul *Reyland, der vor 1768 die Neumühle auf Oberhochstadter Gemarkung verkauft++++



Reiland, Peter:

um 1708 ist der Peter *Reiland als Müller in Winden; °° 1708 in Kandel mit Anna Eva Guttenbacher, der Tochter des Anwaltsschult­heißen in Kandel Sigismund *Guttenbacher (Schwester der Anna Maria Guttenbacher, °° 29.4.1698 in Kandel mit dem Müller auf der Wanzheimer Mühl in Rheinzabern, Johann Peter Brunner (vgl. Raimar, Josef: Das pfälzische Müllergeschlecht Brunner; in: Pfäl­zische Familien- und Wappenkunde, 1. Jh. 1952, S. 15).



Reinhard, Michael:

um 1872 err. Müller in Hatzenbühl; °° mit Katharina Reinhard; Vater des Christian Reinhard (geb. 31.7.1872 Hatzenbühl) (vgl. Wei­gel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 359).



Reinmann:

s. Rheinmann



Reinwald, Veltin:

um 1596; Erbauer der Bernbacher Papiermühle östlich von Zweibrücken (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 84).



Reis, Anna Maria:

17.2.1809 Rödersheim – 18.9.1869 Schauernheim; 2. Ehefrau des Müllers in Schauernheim, Wilhelm *Mattern; °° 9.2.1847 in Schauernheim mit dem Müller und Wirt Wilhelm *Mattern; Tochter von Michael Reis und Katharina Janson aus Rödersheim; Mat­tern ist auch bei dieser Eheschließung als Müller und Gastwirt bezeichnet (vgl. Seelinger: Familien in Dannstadt und Schauernheim, a.a.O., S. 452 Nr. 1864).



Reiß, Lorentz:

vor 6.3.1565; Müller in Eisenberg; Bruder des kaiserlichen Notars und gräflich-nassauischen Rat zu Saarbrücken Philips Reiß; °° mit Susanna Neunheller aus Ladenburg.


Am 6.3.1565 wurde die Mühle in Eisenberg, die Lorentz *Reiß ( vor 6.3.1565 err.; Bruder des Notars und gräflichen Rats zu Saar­brücken, Philips Reiß von Eisenburgk/Eisenberg), verpachtet. Der Bäcker und Müller Lorentz Reiß war verh. mit Susanna Neunhel­ler aus Ladenburg; aus der Ehe stammen die Söhne Matthis und Philipp. Deren Vormünder beim frühen Tod des Vaters waren ihre Vettern Haman Schmeiß Kolb und Peter Bawer (Bauer). Die Mutter, Witwe Susanne Neunheller hatte nach dem Tod ihres Mannes in 2. Ehe den Müller zu Essingen, Leonhard Morgenröther geheiratet. Die in das Erbe der Söhne fallende Mühle in Eisenberg wurde am 6.3.1565 an Ulrich Eichen von Ebertsheim und dessen Frau Wandlen NN. Verpachtet. Der Besitz wurde (im Wege der Erbauseinan­dersetzung ?) geschätzt von Geigers Hansen, Schultheiß von Ramsen, dem Müller auf der Furthmühle Anthoni, Michael Schmidt von Kerzenheim und Jakob Müller zu Eisenberg (vgl. LA Saarbrücken, Best. 22 Nr. 2560; Kirchner, Fritz: Müller zu Eisenberg. Ein Gele­genheitsfund; in: Pfälzisch-rheinische Familienkunde, Bd. VIII, S. 372).



Reischmann, Michael (1):

bis 1827 Müller auf der Pletschmühle bei Martinshöhe; Vater des Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Pletschmühle Martinshö­he, Michael (2) Reischmann.


Bis 1827 war Eigentümer und Müller auf der Pletschmühle in Martinshöhe der Michael I Reischmann. Dieser übertrug mit notariel­lem Vertrag vom 26.9.1827 die Mühle auf seinen Sohn, den Müller Michael II Reischmann gegen Zahlung von 1300 Gulden. Micha­el II Reischmann wird auch im Grundsteuerkataster 1845 als Eigentümer und Müller auf der Pletschmühle benannt. Der Besitz be­stand damals aus Wohnhaus mit Mahlmühle, Scheuer, Stallung, Schweinställe und Hofraum (vgl. LA Speyer Best. L56 Nr. 536 Bl. 1703).



Reischmann, Michael (2):

ab 1827 Müller auf der Pletschmühle bei Martinshöhe; Sohn des Müllers Michael (1) *Reischmann.


Bis 1827 war Eigentümer und Müller auf der Pletschmühle in Martinshöhe der Michael I Reischmann. Dieser übertrug mit notariel­lem Vertrag vom 26.9.1827 die Mühle auf seinen Sohn, den Müller Michael II Reischmann gegen Zahlung von 1300 Gulden. Micha­el II Reischmann wird auch im Grundsteuerkataster 1845 als Eigentümer und Müller auf der Pletschmühle benannt. Der Besitz be­stand damals aus Wohnhaus mit Mahlmühle, Scheuer, Stallung, Schweinställe und Hofraum (vgl. LA Speyer Best. L56 Nr. 536 Bl. 1703).



Reißner, Jacob Bartholomäus:

geb. um 1730 Stromberg - ++++; luth.; Müller auf der ++++klären : welche Mühle++++; Sohn von Johann Heinrich Reißner aus Stromberg und der NN.); °° 27.9.1757 Minfeld, luth., mit Anna Barbara Traut (geb. um 1730 Queichheim, luth; Tochter des Metzgers in Queichheim Johann Adam Traut [† vor 1757]) (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 496 Nr. 2340).



Rentsch, Hans Georg:

*1647/48 err. - 31.1.1700; Zimmermann und Müller zu Dirmstein; 1686 in der Mühle zu Rehborn; er erscheint bereits1691 als Müller auf der Taubertsmühle in Alsenz. Vater von Christian Rentsch )(*1676 err, konf. 1691), Johann Leonhard Rentsch (*1678 err., konf. 1694), Anna Katharina (*1681 err., konf. 1694), Maria Sophia Rentsch (*31.5.1686) und Charlotte Amalia (*1691 err, † 13.4.1694) (Quelle: Unterlagen Anthes im Verein pfälzisch-rheinische Familienkunde, Ludwigshafen; vgl. auch Burghardt: Bann- und Ohlig­mühle zu Rehborn; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1954, S. 91).



Rettich, Bartholomäus:

s. Rettig, Bartholomäus



Rettig, Bartholomäus:

um 1683 Kaiserslautern; Sohn von ++++ergänzen++++; Bartholomäus Rettig wird 1683 als Mitglied der Gerberzunft Kaiserslautern geschatzt bei einem Vermögen von 560 fl. Am 31.12.1695 wird er zum Ratsbürgermeister von Kaiserslautern gewählt. der Gerber Bartholomäus Rettig erhält am 31.1.1696 einen Platz bei der Neumühle an der Lauter zur Errichtung einer Walk- und Ohligmühle ge­gen 10 fl und jährlich 45 Kreuzer Wasserfallzins (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 78 Nr. 4696).


Durch Dekret der kurpfälzischen Regierung am 21.1.1698 als Stadtschultheiß angenommen (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 78 Nr. 4696).


Vater der Maria Rettig (ist am 4.10.1705 Patin von Maria Magdalena Metzger, der Tochter des Metzgers Johann Theobald Metzger; Maria Magdalena Rettig °° 12.1.1712 in Kaiserslautern mit Joh. Ludwig Witt, Witwer und Otterberger Pfleger) (vgl. Herzog: Kai­serslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 78 Nr. 4696), des Nikolaus Rettich (Weißgerber und Handelsmann in Kai­serslautern; °° mit Maria Rosina Kuch; Vater des Pfarrers Georg Daniel *Rettig (1713-1783) (vgl. Biundo: Pfälzisches Pfarrerbuch, a.a.O., S. 368 Anm. zu Nr. 4284; s. auch Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 78 Nr. 4696) und des Georg Daniel Rettig (vgl. Stuck, Kurt: Verwaltungspersonal im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 211; s. auch Herzog: Kaiserslau­tern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 78 Nr. 4696).



Reuber, Paul:

auch „Raiber“; um 1839 Müller auf der Motschmühle zwischen Waldmohr und Kübelberg. Zwischen 1839 und 1841 wurde im Zuge des Gemeindeweges von Kübelberg zur Motschmühle [Anm.: bezeichnet als „Mühle zu Kübelberg] eine neue Brücke errichtet, nach­dem die alte Brücke baufällig geworden war. Bei Beschlußfassung im Gemeinderat am 11.4.1839 war der anwesende Mühleneigen­tümer Paul *Reuber [Anm.: er unterschreibt mit „Raiber“) bereit, von den Kosten 15 fl zu übernehmen, da die Gemeinde keine Mittel hat (vgl. LA Speyer Best. U 301 Nr. 134).



Reudelhuber, Georg:

von 1790-1831 Betreiber der Lambsheimer Mühle; er kaufte die Mühle 1804; verh. mit Elisabeth NN.; Vater des Johann Georg Reu­delhuber (vgl. Klein, Günter: Die Lambsheimer Mühle, a.a.O., ohne Seitennummerierung)



Reudelhuber, Johann Georg:

aus Lambsheim; Sohn des Georg Reudelhuber und der Elisabeth NN.; 1831-1927 Betreiber der Lambsheimer Mühle (vgl. Klein, Günter: Die Lambsheimer Mühle, a.a.O., ohne Seitennummerierung)



Reudelhuber, Peter:

um 1813; aus Weisenheim am Sand; die Mühle in Weisenheim/Sand gehörte der Gemeinde Weisenheim und wurde aufgrund des De­crets vom 20.3.1813 veräußert: „Eine Mühle und 1 Hect. 25 Arcs Land und Wiese“. Der Käufer war Peter Reudelhuber aus Weisen­heim/Sand (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 27 vom 3.4.1818, S. 155, Beilage o.S.).



Reuß, David:

um 1747 Hessen-Darmstadt-Hanau-Lichtenberger Amtsschaffner in Pirmasens; später Kriegs- und Kammerrat.


Reuß war zugleich Erbbeständer auf der Altenwoogsmühle bei Lemberg. Die im 30jährigen Krieg zerstörte Mühle wurde erst im 18. Jh. wieder aufgebaut (vgl. Ziegler, Karl: Alt Lemberg, Ortsgemeinde Lemberg 1992, S. 52). Beständer waren Amtsschaffner Reuß aus Pirmasens und der herrschaftliche Zöller und Schultheißenadjunkt Johann Daniel Weber aus Lemberg (vgl. Weber: Geschichte der Mühlen, a.a.O., S. 279. Mit Schreiben vom 26.5.1747 an die Rentkammer in Buchsweiler hatte sich Weber bereit erklärt, an dem “Alten Woog” eine kleine Mühle mit Mahl- und Schälgang erbauen zu wollen, wenn man ihn gestatte, zu deren Betrieb das Wasser aus dem herrschaftlichen Weiher zu benutzen. Gegen das Gesuch erhob der Müller von der Langmühle Einwendungen. Zu diesen nahm Amtsschaffner Reuß bereits am 28.5.1747 in einem Bericht Stellung: “Die am Altwoog noch befindlichen behauenen Quader­steine lassen vermuten, daß an dieser Stelle schon von alters eine Mühle gestanden habe. Zwar seinen die Wasser nicht sonderlich stark, doch könne eine Mühle mit einem Gang wohl damit betrieben werden. Auch könne der Langmüller gegen die Errichtung der Mühle wohl nicht viel einwenden, da die Lemberger Unterthanen nicht zur Langmühle gebannt seien und über schlechte Bedienung durch denselben Klage führten. Auch sei durch Errichtung der Garnison in Pirmasens und Zunahme der Bevölkerung der Bedarf an Mühlen ohnehin größer geworden.” In einem von dem Gerichtsschöffen Hans Peter Knopf erstatteten Bericht bestätigten auch die Einwohner von Lemberg, daß sie wegen schlechter Förderung auf der Langmühle gezwungen seien, ihr Mahlgut in weit abgelegene Mühlen zu bringen und ihnen somit die Errichtung einer neuen Mühle sehr erwünscht sei. Daraufhin wurde Amtsschaffner Reuß, der sich mittlerweile mit Adjunkt Weber geeinigt hatte, von der Rentkammer in Buchsweiler beauftragt, die neu zu errichtende Mühle in gemeinschaftlichen Erbbestand zu nehmen und mitzuteilen, welche Ländereien dem Mühlengut zugeteilt werden könnten. Der mit der Ortsbesichtigung beauftragte Archivarius Faber erstattete der Regierung den angeforderten Bericht, aufgrund dessen der Mühle 44 Morgen Land zur Bewirtschaftung überlassen wurden (vgl. Guth, Emil: Lemberg. Dorf und Burg im Wandel der Zeit, a.a.O., S. 391-92). Dem Hochfürstlichen Kammerrat David Reuß in Pirmasens und dem herrschaftlichen Zoller und Schultheißenadjunkt Da­niel Weber von Lemberg wurde am 13.4.1750 ein Erbbestandsbrief erteilt verbunden mit der Erlaubnis zum Wiederaufbau der Müh­le. Diese verkauften 1761 den ganzen Erbbestand an Michael Trautmann vom Ruhbankerhof (vgl. Ziegler, Karl: Alt Lemberg, Orts­gemeinde Lemberg 1992, S. 52).


Anm.: da das Bauholz von der Herrschaft zur Verfügung gestellt worden war, dürften die finanziellen Investitionen nicht sehr hoch gewesen sein. Es wurde durch den Verkauf der hohe Preis von 3250 Gulden erzielt nach einer Betriebsdauer von nur 14 Jahren, bei einer Mühle mit nur wenig Wasserkraft, nach dem "Gefälligkeits-Gutachten".des Amtsschaffners Reuß. Es sieht alles nach einem ab­gekarteten Spiel des Amtsschaffners mit seinem Amtskollegen Weber aus, die beide ihre amtliche Stellung für private Geschäfte be­nutzt haben.



Reuter (Reuther, Reutter), Johannes:

geb. in Altenglan - † 4.2.1668 Kaiserslautern (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 100 Nr. 3168); aus Altenglan; Waf­fenschmied in Kaiserslautern; am 15.2.1634 erhielt er in Kaiserslautern Bürgerrecht (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 35 Nr. 556). Hat am 15.7.1639 „gottlose Worte“ gebraucht; wird 1641 als Hirtenmeister angenommen; am 24.9./4.10.1649 verkau­fen er und seine Ehefrau Maria eine Wiese vor der Kerstpforte an den fürstlichen Kammerdiener Joh. Friedrich Römer (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 82 Nr. 1384).


Betreiber der Schleifmühle unterhalb des Kaiserwooges in Kaiserslautern; um 1663 gehörte sie dem Bürger und Waffenschmied zu Lautern Johannes *Reuter. Sein Vorgänger war Georg Böhm (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 327; LA Speyer Best. A13 Nr. 180).


Im „Erbbestandsrevers über die Schleif Mühl für Joh: Reuther ao 12te May 1663“ (vgl. LA Speyer Best. A13 Nr. 180) heißt es: „ …. daß Stifft Lauttern … von Jörg Böhm, gewesenen Bürger und Waffenschmit in Lauttern von einer Schleifmühl undig dem Keysers­wogsdam am Rörichßwald gelegen, jährlich zwölf Creüzer BodenZinßes erhalten, welche Mühl durch daß langwürige Kriegswesen in Abgang und ruin gerathen, daß also eine Zeitlang dahero nichts gefallen. Welche Schleifmühle ... [hat] erhalten, Meister Johannes Reüttern, Bürgern und Waffenschmitt in Lauttern seiner Hausfrauen und Erbe de novo wir darumb erblichen begeben worden, derge­stalt und also daß Erbbeständer solche Schleifmühl auf seine Costen ohne des Stiffts Zu'thun aufbauen und selbige in baulichem We­sen erhalten, …., Solte Er aber die Mühl ander wertliche begeben oder verkauffen wölle, so soll er Zuvor bey einem …. Schaffner sich anmelden, damit daß Laudemium von dem erlösten Gelt dem Stifft erlegt würde. Von heut ab dieser Schleifmühl soll Erbbestän­der dem Stift Lauttern iärlichen 4 fl Martini und solche ao. 1666 zum ersten Mahl zwölf Creüzer BodenZinß entrichten ….“


Am 17.2.1652 wurde dem Johannes Reuter vom Stadtrat Kaiserslautern erlaubt, den Hausplatz des Sixt Petit zu kaufen und eine Schmiede darauf zu erbauen; er ist am 2.3.1652 als Sensenschmied erwähnt; führt am 31.7.1652 „ein unchristliches Leben“; am 22.1.1656 bei der Hochzeit seiner Tochter wird ihm der Vorwurf der „Übermäßigkeit“ gemacht; Johannes Reuter beantragt am 17.1.1657 neben der Neumühle eine Schleifmühle zu errichten. Hat am 2.2.1657 zusammen mit Hans Simon Rech die Behausung des Wilhelm Reiff in der Fackelgasse gekauft; am 31.3.1657 wird er als Waffenschmied genannt und soll für die Schleifmühle jähr­lich 2 fl entrichten (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 100 Nr. 3168).


°° mit Maria NN.; Vater von von Johannes Reuter (Fuhrmann in Kaiserslautern; Bürgeraufnahme 4.2.1668) und des Waffenschmieds Johann Reinhard Reutter (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 82 Nr. 1384). Vater auch des Waffenschmieds Caspar *Reutter (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 100 Nr. 3169).



Reutter, Caspar;

um 1665 Waffenschmied in Kaiserslautern; Sohn des Waffenschmieds in Kaiserslautern Johannes *Reuter und der Maria NN.; Bru­der des Waffenschmieds Johann Reinhard Reuter; °° „jüngst“ vor 5.9.1665 mit der NN. Gerhard, Tochter des Schultheißen von Ho­henecken Johann Jacob Gerhard; Bürgeraufnahme in Kaiserslautern am 7.11.1665; zahlt halbes Bürgergeld von 3 fl.; am 21.2.1676 ist seine Frau mit einem Reiter der Garnison „davon gelaufen“; Reuter zieht am 28.11.1676 nach Durlach (vgl. Herzog: Kaiserslau­tern 1651-1681, a.a.O., S. 100 Nr. 3169).



Reverend, Peter:

um 1792 err. Müller in Hatzenbühl; °° mit Magdalena Streitmarterer; Vater des Michael Reverend (geb. 25.10.1792 Hatzenbühl) (vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 359).



Rewinger, Johannes:

am 7.12.1821 wird im Intelligenzblatt des Rheinkreises die Zwangsveräußerung durch Verkauf der Mühle in Rechtenbach annonciert. Dort heißt es (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 139 vom 7.12.1821, S. 725): „Eine in Stein gebaute Mahlmühle bestehend in einem Mahl- und Schelgang, sammt Zugehör, als Hof, Scheuer, Stallung und Pflanzgarten, zu Rechtenbach in der Dorfgasse gelegen …. Die oben beschriebene Mühle liegt … in dem Ort Rechtenbach .. und rühren von den Rewingerschen Eheleuten als ursprüngliche Eigenthümer her. Die gerichtliche Beschlagnahme geschah .. gegen Johann Rewinger, Ackersmann und Rosina Margaretha geborne Hoechst, beide Eheleute in Rechtenbach wohnhaft .... Die Zwangsveräußerung der obigen Immobilien wird sowohl gegen die ge­nannten Eheleute Rewinger, als Hauptschuldner, wie auch gegen Conrad Krumm, Müller, und dessen Ehefrau Margaretha geborne Speierer und Philipp Wagner, Müller, sämmtlich in Rechtenbach wohnhaft, als dermalige Besitzer … der erwähnten Immobilien ...“



Reyland:

s. auch Reiland



Reyland, Franz Peter:

24.1.1750 Hatzenbühl - +++; Müller in Hatzenbühl; Sohn des Müllers in Hatzenbühl Johann Adam (1) *Reyland und Margarethe Hofmann; °° 1781 Hatzenbühl mit M. Apollonia Hartenstein (vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 359).



Reyland, Johannes:

vor 1747; ab 1730 erwähnt auf der Rauschermühle (Anm. Niederkirchen OT Morbach, nördlich von Schallodenbach); am 24.5. 1730 wird im kath. Kirchenbuch Schallodenbach bei der Taufe Johannes Gassenmeyer als Pate erwähnt der Johannes Reyland, ver­heirateter Sohn des Johannes Reyland von der Rauschermühle (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 91).


Am 26.4.1747 stirbt im Alter von 60 Jahren und wird im kath. Kirchenbuch eingetragen die Anna Maria Reiland, „60 Jahre alt, ledige Tochter des Johannes Reyland, einst Müller in 'Rauschen Mühle' (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfar­rei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 136).



Reyland, Johann Adam (1):

17.12.1716 Hatzenbühl – 19.3.1762 Hatzenbühl; Müller in Hatzenbühl auf der Untermühle (?); Sohn des Müllers in Hatzenbühl Phil­ipp Jakob *Reyland und Maria Eva Trauth; Enkel des Müllers in Hatzenbühl Johann Jakob *Reyland und Maria Apollonia NN.; °° mit Margaretha Hofmann; aus der Ehe stammen 5 Kinder, darunter die Müller Franz Peter *Reyland und Johann Adam (2) *Reyland (vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 359).



Reyland, Johann Adam (2):

14.6.1756 Hatzenbühl - +++; Müller in Hatzenbühl; Sohn des Müllers in Hatzenbühl Johann Adam (1) *Reyland und Margarethe Hofmann; °° 1787 mit der Witwe Katharina Trauth (vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 359).



Reyland, Johann Jakob:

um 1683 Müller in Hatzenbühl, wohl auf der Untermühle; Sohn des NN. Reyland, Müller auf der Untermühle in Hatzenbühl; °° I 1683 mit Maria Apollonia NN.; aus der Ehe gehen 3 Kinder hervor, darunter der Philipp Jakob *Reyland; °° II 1683 mit der Witwe Maria Elisabeth NN. (vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 357-358).



Reyland, Leonhard:

um 1694 Müller in Hatzenbühl; °° 1694 mit Anna Maria NN.; aus der Ehe gehen 5 Kinder hervor, Anna Eva Reyland (geb. 6.4.1694 Hatzenbühl), Johann Michael Reyland (geb. 15.5.1695 Hatzenbühl), Johann Martin Reyland (geb. 21.11.1697 Hatzenbühl), Anna Apollonia Reyland (geb. 19.12.1699 Hatzenbühl) und Maria Barbara Reyland (geb. 11.12.1701 Hatzenbühl) (vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 358).



Reyland, Maria Elisabeth:

7.8.1761 Hatzenbühl – 3.5.1795 Hatzenbühl; Tochter des Müllers in Hatzenbühl, Johann Adam Reyland und der Margarethe Hof­mann; °° am 29.6.1784 mit dem Müller in Hatzenbühl Ludwig *Harter; aus der Ehe stammt die Tochter M. Katharina Harter (geb. 21.11.1788; °°4.1.1809 mit dem Müller Franz Anton*Trauth), der Sohn und Müller Johann Michael *Harter (vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 328, 359).



Reyland, Paul:

Müller auf der Mühle unterhalb Offenbach/Queich; sie ist im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Germersheim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7, Bl. 14) wie folgt beschrieben: „Unterhalb Offenbach hat Georg Förster auf der Queich in dasiger Ge­marckung eine eigenthümbliche Mahl- und Ohligmühl, die Neue Mühle genannt, mit 3 Wasser Rädter versehen, welche 2 Mahl und 1 Schehlgang, sodann die Ohlig Mühl treiben, sothane Mühl wurde von dessen Vatter Johann Jacob Förster nach Ausweis der sub. Nro. 18 annectisten Kaufbriefs (Anm. der Kaufbrief ist im Mühlenverzeichnis nicht überliefert) von Paul Reyland erkauft, von der Mahl- und Scheelmühl wird jährlich in die Gefällverweserey 20 fl und von der Ohligmühl in die Kellerey Germersheim 1 Malter 4 Firns: Korn pro recognitione entrichtet.“


+++klären: Verwandtschaftsverhältnis zu Johann *Reiland, dem Erbauer der direkt gegenüber der Neumühle gelegenen Fuchsloch­mühle ++++



Reyland, Philipp Jakob:

25.1.1684 Hatzenbühl – 24.12.1734 Hatzenbühl; Sohn des Müllers auf der Untermühle in Hatzenbühl, Johann Jakob *Reyland und Maria Apollonia NN.; °° I 1706 in Hatzenbühl mit Anna Maria Stevel († vor 1710, Tochter des Daniel Stevel); °° II 1710 mit Maria Eva *Trauth; aus der 2. Ehe gehen 9 Kinder hervor, darunter der Müller Johann Adam (1) *Reyland (17.12.1716 Hatzenbühl – 19.3.1763 Hatzenbühl) vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 358, 359).



Rham, Johann Simon:

um 1725 Müller auf der Schloßmühle in Imsweiler/Alsenz; Rham heiratete 1725 die Müllerswitwe Anna Katharina Witwe Kremb aus der Schleifmühle in Imsweiler (vgl. Dhom, Emil: 250 Jahre Schleifmühle Imsweiler, a.a.O., o. S.).



Rheinmann, Johann Sebastian:

4.1.1796 in (Klein-)Buntenbach im Alter von 61 J, 6 M und 8 T „an der Auszehrung“; Müller und Beisitzer in Kleinbundenbach; °° mit Angelika N.; Vater der Maria Apollonia Rheinmann (~ Buntenbach am 22.11.1767; Pate war u.a. Adam Müller von Stampermüh­le Großbundenbach [Anm.: gehört heute zu Kleinbundenbach] (vgl. Schmidt, Erwin F.: Familiennamen in der ehemaligen Gemein­schaft Buntenbach im 18. Jahrhundert, 1. Fortsetzung; in: PRFK 1977, S. 462; s. auch Internetdatei familysearch.org), der Maria Eli­sabetha Rheinmann (~ 26.4.1770 Großbundenbach) (vgl. Internetdatei familysearch.org).



Richel, Josias:

um 1591; Papiermacher; er stammte aus Straßburg; Herzog Johannes I. Von Zweibrücken ließ ihn 1591 nach Zweibrücken kommen, wo er die neugebaute Papiermühle für 2 Jahre im Temporalbestand übernahm (vgl. Jaffé:Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 43).


Später Papiermüller auf der Bernbacher Papiermühle bei Annweiler. Ein ähnliches Projekt unterstützte Herzog Johannes I. Von Zwei­brücken auch in Annweiler, als 1596 Veltin Reinwald vor dem Osttor der Stadt, unterhalb der Einmündung des Bernbachs in die Queich mit einer neuen Ölmühle auch eine Papiermühle errichtete (vgl. Jaffé: Papiermühlen im ehemaligen Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 9; Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 84 mit Bezugnahme auf Pirmasenser Geschichtsblätter 1933 Jg. 8.72). Doch Reinwald übernahm sich mit den beiden Neubauten und mußte an den Papierverwalter Josias *Richel verkaufen. Der Kaufvertrag wurde vor Schultheiß und Gericht in Queichhambach abgeschlossen.


Er ist vermutlich ein Verwandter des damaligen Straßburger Papiermachers und Verlegers Wendelin Richel, dessen Papiererzeugnisse sich wegen ihrer Güte damals großer Beliebtheit erfreuten und als Aktenpapier auch in Zweibrücker Akten der fraglichen Zeit vor­kommen (vgl. Jaffé:Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 43 Anm. 2).



Riedinger, Franz:

um 1757/58 Metzgermeister zu Zweibrücken; auch als Franz Rüthinger bezeichnet; er war auch der Beständer auf der *Kirschbacher Mühle zwischen Contwig und Dietrichingen an der Felsalb (vgl. Schneider: Hornbacher Mühlen, a.a.O., S. 381; Rohr, Theodor: Al­lerlei über das ehemalige Holzflößen von Dusenbrücken bis Zweibrücken; in: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zweibrücker Land 2003, S. 201).



Riegel, Johannes:

† „im neuen Land“, d.h. Nordamerika; um 1709 war Johannes Riegel “Müllern zu Waldkrähweiler” (vgl. Schreiben des Johannes Riegel an Rentkammer Zweibrücken vom 11.7.1709, zitiert bei Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O. S. 262), d.h. auf der Wolfsmühle bei Waldgrehweiler. 1718 erbaute Riegel in Gumbsweiler eine neue Mühle; es kam gegen den Neubau zum Einspruch des Freiherrn von Steinkallenfels, dem Inhaber der gegenüber, auf der anderen Glanseite liegenden rheingräflichen Schultheißerei St. Julian und des Betreibers der dortigen Mühle; dieser sah den Betrieb der Mühle in St. Julian durch den Neubau als gefährdet an und hatte wegen des Hochwasserschutzes Bedenken. Gutachter wurden eingesetzt, so Johannes von *Blon, Zimmermann und Müller aus Konken. Riegel mußte das schon gelegte Fundament ändern und dem bereits fertigen Rost eine andere Richtung geben. Er war es, der das neue Werk "an einen ganz anderen Ort bringen und bauen mußte", wohl an die jetzige Stelle oberhalb der Brücke. Am 15.2.1719 gestattete das Oberamt Lichtenberg dem verarmten Riegel zwei pachtfreie Jahre, da durch Hochwasser das Wehr ruiniert worden war und die Mühle "an einen anderen Platz" gestellt werden mußte. Riegel übergab die Mühle offenbar an Jakob Müller, der aber bereits 1727 die Mühle ebenfalls verkaufte. Riegel ist wohl aus Gumbsweiler weggezogen, denn er erscheint bereits 1722 als Müller in Adenbach (vgl. Weber, Friedrich W.: Die historischen Mühlen in Gumbsweiler am Glan, in: Westricher Heimatblätter 1975, S. 87/88). 1722 unternahm der Müller Johann Riegel von Gumbsweiler den Versuch zum Neubau der Mühle in Adenbach, “weillen er aber armuthhalber die Mühle nicht ausbauen konnte, so hat er selbige noch in dem nemlichen Jahr an Peter *Oloffer verkauft und ist mit seiner Frau und etlichen Kindern in das ‘Neue Land’ gezogen” (zitiert bei. Wendel, a.a.O., S. 231 leider ohne Quellenangabe).



Riegel, Johann Nikolaus:

zwischen 1749 und 1757 (err.) war Johann Adam Riegel der Müller auf der Anthesmühle bei (Sien-) Hachenbach; °° mit Anna Elisa­beth NN; aus der Ehe gehen 4 Kinder vor (vgl. Anthes: Kasualien luth. Pfarrei Sien , a.a.O., S. 63).



Rieger, Jakob August:

27.1.1922 Barthelsmühle/Kandel - † 8.7.2010 Bienwaldmühle (vgl. Todesanzeige vom 12.7.2010 in „Die Rheinpfalz); Rieger war zu seinem Tode Müllermeister Müllermeister auf der Bienwaldmühle.



Rießer, Peter Adam:

4.12.1761 Rehhütte, katholisch; Müller auf Rehhütte bis 1738; er verkauft die Mühle 1738 mit Consens der kurpfälzisch Hofkam­mer an den Johann Georg Hertel/Härtel/Hörtel (vgl. Mühlenverzeichnis des Oberamts Neustadt von 1738, LA Speyer Best A 2 Nr. 179/1); Peter Adam Rießer bliebt auch nach dem Verkauf der Mühle in Rehhütte und ist dort als Cameralerbbeständer (des Hofguts ?) erwähnt († 4.12.1761 Rehhütte) (vgl. Frosch: Familien in Neuhofen, a.a.O., S. 397)



Ringeisen, Kilian:

ca. 1733 auf der Erbacher Mühle bei Erbach nahe Homburg; Müller auf der Erbacher Mühle; Sohn des Schweizer Einwanderers nach Steinwenden, Hans Jacob Ringeisen (aus Erlenbach/Kanton Bern, eingewandert ca. 1680 nach Steinwenden). Er war zeitweise Schneider in Steinwenden; °° mit Anna Eva Schenckel (°° II November 1733); seine Tochter Catharina Barbara Ringeisen ist als ein­ziges der Kinder in Steinbach /Donnersberg geboren (~ in Steinwenden), alle anderen Kinder wurden in Steinwenden geboren (vgl. Mitteilung von Frau Ilse Ringweisen vom 28.4.2010).


Später Müller und Erbbeständer auf der Erbacher Weihermühle. Ringeisen muß die Weihermühle etwa nach 1722 übernommen ha­ben (vgl. Mitteilung von Frau Ilse Ringeisen vom 28.4.2010). Seine Tochter Catharina Barbara Ringeisen, °° Simon Jakob *Heyl, der ca. 1733 nach dem Tod seines Schwiegervaters die Erbacher Weihermühle übernimmt (vgl. Mitteilung von Frau Ilse Ringeisen vom 28.4.2010; Deutsches Rotes Kreuz, Ortsverein Erbach-Reiskirchen (Hrsg.): Die Geschichte von Erbach, Reiskirchen, Lappentascher Hof, 1974, S. 57; Stadtarchiv Homburg/Saar Arch.-Nr. 1638k, mitgeteilt von Frau Ilse Ringeisen).


Anm.: a.A. bezüglich der Herkunft: der Müller zu Erbach, Kilian Ringeisen, stammt aus „Stein“ in Appenzell / Schweiz; er ist der Vater des Johann Jakob Ringeisen, °° 18.10.1731 in Waldmohr mit Catharina Pfander, der Tochter von Rudolf Pfander vom Breiten­felder Hof (vgl. Zweibrücker Arbeitsgemeinschaft für Familienforschung: Schweizer Einwanderer im Westrich 1650-1750, Zwei­brücken 1995, S. 141 unter Bezugnahme auf: Familiennamensbuch der Schweiz, 3. Auflage Zürich 1989, Bd. II, S. 1502 Stichwort Ringeisen 1949).



Risser, Johannes:

um 1824; Müller in Wachenheim/Haardt; Sohn von Abraham Risser und Anna Katharina Bergthold; °° 11.9.1824 mit der Müllers­tochter Barbara Engel aus Hochspeyer (*7.4.1791 Diemerstein; Tochter des Müllers Jakob Engel und Magdalena *Steiner; Witwe des Müllers Christian Goebels); er wandert mit seiner Familie,. Kindern und Stiefkindern nach Nordamerika aus (vgl. Neumer: Bürger­buch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 130 Anm. zu Nr. 575).



Ritter, Carl Adolph (1):

24.7.1752 Frankenstein -23.12.1829 Frankenstein; lutherisch; Sohn von Sigismund Friedrich Ritter (vgl. Dautermann u.a.: Bad Dürk­heim, a.a.O., S. 582); Posthalter und Gutsbesitzer in Frankenstein; Eheschließung am 14.12.1782 in Diemerstein mit der Müllerstoch­ter Elisabeth Carolina *Rüb (Rieb) (18.4.1762 Reichenbach am Steg [heute Reichenbach-Stegen; Landkreis Kaiserslautern] - † 5.9.1828); Vater von Daniel Ritter; Carl Adolph (2) *Ritter, Luise Magdalena Ritter und Johann Theobald Ritter (vgl. Böttcher, Rudolf H.: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49: ein Beitrag zur Sozialgeschichte einer bürgerlichen Revolution; in: Pfälz.-rheinische Familienkunde 1999, 277, 291; Raimar, Josef: Ahnenliste Heinrich von Brunck 1847-1911; in: Pfälz. Fam.- und Wappenkunde 1953, S. 25).



Ritter, Carl Adolph (2):

5.5.1794 Diemerstein - 13.8.1863 Kaiserslautern; Sohn von Carl Adolph (1) *Ritter und Elisabeth Carolina *Rüb; Bruder der Luise Magdalena *Ritter, Daniel *Ritter und des Johann Theobald *Ritter; Carl Adolph Ritter stammt aus einer der führenden liberalen Fa­milien des Vormärz, die in ihrem Familienverband auch 1848/49 an herausragender Stelle Stelle beteiligt war. Ritter ist mit dem Ei­senbahnpionier Paul Camille von *Denis befreundet. Posthalter und Gutsbesitzer in Frankenstein; 1830 Bürgermeister von Franken­stein; 1831-34 Mitglied des Landrats der Pfalz (nicht des bayerischen Landtags); 1832 Teilnahme am Hambacher Fest, Förderer des Preßvereins, 1834 zu 14 Tagen Haft verurteilt; 1833 mit Paul Camille von *Denis in Amerika; Förderer der Ludwigsbahn; 1848 war Ritter 2. Ersatzkandidat für die Nationalversammlung im Wahlkreis Kaiserslautern; 1849 Mitglied des Rumpfparlaments als Nach­rücker für Nikolaus Schmitt; fraktionslos; Adjunkt in Frankenstein; treibt für die Revolution Zwangsdarlehen ein; 1849 Flucht nach Amerika; 1850 Rückkehr nach Deutschland; 1850 nicht mehr politisch tätig. Gutsbesitzer in Kaiserslautern. 1818 Eheschließung mit Elisabeth Anna Hassieur; aus der Ehe gingen 7 Kinder hervor; Vater von Ludwig A. Ritter und Elisabetha Ritter (vgl. Böttcher, Ru­dolf H.: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49: ein Beitrag zur Sozialgeschichte einer bürgerlichen Revolution; in: Pfälz.-rheinische Familienkunde 1999, 291).


Ritter war 1838 auch an der Bordmühle an der Pfingstweid in Weidenthal beteiligt. Bei der Vermessung der Weidenthaler Gemarkung 1838, bei welcher das Anwesen aus Wohnhaus, Sägmühl, Scheune, Stall und Hof bestand, teilten sich sogar 9 Personen das Eigen­tum: Küfermeister Friedrich Burckhardt, Ackermann Math. Haffen und Ackermann Heinrich Jörgens alle drei in Weidenthal, Revier­förster Math. Haffen, Bürgermeister Math. Kurz, Posthalter Carl Adolph (2) *Ritter und Gastwirt Paul Kölsch, alle in Frankenstein, ferner Müllermeister Peter *Eymann aus Diemerstein und Gastwirt Peter Lahm aus Hochspeyer (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 227).



Ritzmann, Ludwig:

um 1601 ist Ludwig Ritzmann der Müller in Dielkirchen. 1601 wird in der Kellerei-Rechnung des zweibrückischen Amtes Landsberg als Müller zu Dielkirchen erwähnt: „Ritzmann Ludwig, Müller zu Dielkirchen, °° Elisabeth, 1 alb 6 Pfg.“ (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kellerei-Rechnung des zweibrückischen Amtes Landsberg im Jahre 1601; in: PRFK 1975, S. 250).



Roeder/Röder/Roedter Familie:

Papiermacherfamilie aus Württemberg; Stammvater ist Jobst Roeder (geb. 1626 Ochsenspach/Württemberg – 1702 Berg bei Stutt­gart); er war Papiermacher; auf der Wanderschaft gelangte er in die Papiermühle Ernstbach (bei Forchtenberg/Württemberg), wo er die Tochter NN. des Papiermüllers Balthasar Knödel heiratete. Jobst Röder kaufte 1668 eine Mahlmühle bei Roigheim und errichtete dort eine neue Papiermühle. Aus der Ehe Jobst Röder/NN. Knödel stammen drei Söhne.


Der älteste Sohn Jobst Hans Michael Roeder (geb. 1665 Roigheim – 24.8.1740 Roigheim) übernahm die väterliche Papiermühle in Roigheim. Der zweite Sohn Lorenz Franz Roeder übernahm 1685 eine nach dem 30jährigen Krieg erbaute Papiermühle bei Adel­mannfelden in Württemberg. Der dritte Sohn Johann Georg Röder wanderte nach Sachsen und war schließlich von 1689-1694 Päch­ter der vom Rat der Stadt Schneeberg in Oberschlema erbauten Papiermühle. 1695 kaufte er die Papiermühle in der Loßnitz in Frei­berg/Sachsen, die er bis 1710 innehatte. Anschließend war er von 1710-1726 Verwalter der Freiberger Papiermühle am Muldenstrom. Sein Sohn Hans Georg Roeder betrieb die Papiermühle zu Fiedlbühl bei Vohenstrauß, die sog. „Fürstenmühl“ von 1730 bis 1745.


Aus der Ehe des Jobst Hans Michael Roeder stammen fünf Söhne, die sämtlich Papierer waren, darunter Johann Hiob I. Roeder (geb. ca. 1690 Roigheim – 25.3.1743 Oberscheffach). Dieser Sohn Johann Hiob I. Roeder aus Roigheim heiratete die Johanna Magdalena Schrader, die Tochter des Papiermüllers und Erbauers der „hällische Papiermühle“ im Bühlertal bei Oberscheffach nahe Schwäbisch-Hall, Peter Berthold Schrader, der die Papiermühle 1696 erbaut hatte. Johann Hiob Roeder übernahm nach der 1711 erfolgten Ehe­schließung mit Johanna Magdalena Schrader im gleichen Jahr von seinem Schwiegervater dessen Papiermühle.


Der Sohn aus der Ehe des Johann Hiob I. Roeder und der Johanna Magdalena Schrader war Johann Georg Michael Roeder (geb. 5.1.1713 – 27.10.1774). Er arbeitete 1740-1745 in der Papiermühle Giengen a. d. Brenz. Als Nachfolger seines Vaters betrieb er von 1745 bis zu seinem Tod 1774 die „hällische Papiermühle“ im Bühlerthal bei Oberscheffach nahe Schwäbisch-Hall. Er heiratete am 10.1.1736 in Giengen die Anna Katharina Reinhard. Aus der Ehe stammen die drei Söhne Johann Hiob Roeder (10.7.1738 Giengen – 27.8.1793 Schwäbisch Hall), Daniel Roeder (28.1.1740 Giengen – 18.7.1794 Heilbronn) und Franz Peter Roeder (15.4.1749 Obers­cheffach – 3.1.1779 Oberscheffach).


Franz Peter Roeder (15.4.1749 Oberscheffach – 3.1.1779 Oberscheffach) übernahm ab 1771 die hällische Papiermühle“ im Bühler­thal bei Oberscheffach nahe Schwäbisch-Hall. Er heiratete am 19.10.1770 in Oberscheffach die Anna Elisabeth Erhardt. Nach seinem frühen Tod im Alter von nur 30 Jahren blieb seine Witwe auf der Papiermühle. Sie heiratete 1780 in 2. Ehe Johann Christian Illig von Nieder-Ramstadt bei Darmstadt (aus einer weit verzweigten Papiermacherfamilie). Der Sohn aus der Ehe des Franz Peter Roeder und Anna Elisabeth Erhardt, ist der Papiermacher Johann Hiob Friedrich Roeder (16.3.1771 Oberscheffach – 17. Floreal Jahr IX Neustadt/Weinstraße).


Johann Hiob Friedrich *Roeder (16.3.1771 Oberscheffach – 17. Floreal Jahr IX = 7.5.1801 Neustadt/Weinstraße) heiratete 1789 in Neustadt/Weinstraße die Katharina Elisabeth Allemang, verw. Lorch, Witwe des Papiermüllers Johann Friedrich Lorch aus Neustadt. Er übersiedelte nach Neustadt und übernahm die Leitung der Papiermühle links des Speyerbachs in Neustadt, welche die Wittwe Lorch in die Ehe gebracht hatte. Aus der Ehe stammen die Kinder Johann Christoph Ludwig (Louis) Roeder (geb. 14.5.1790), Philipp Jakob Roeder (geb. 26.1.1792), Johann Friedrich Roeder (14.1.1793 – 5.9.1839), Wilhelmine Christine Elisabeth Roeder (°° Schaaf) und Eva Luisa Roeder (1797-1862).


Literatur/Urkunden:

- Hössle, Friedrich von: „Papiererfamilie Roeder“; in: Zentralblatt für die österr.-ungar. Papierindustrie 1918, S. 328-332 und S. 358-361

- Unterlagen Papiermüllerfamilie Knödel/Roeder; bei PRFK Ludwigshafen Bibliothek und Archiv



Roedter, Johann Christian Ludwig (Louis):

14.5.1790 Neustadt - † 1845 (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 54); Sohn des Johann/Jost/Jobst Friedrich (1) *Roedter († 1802) und der Katharina Elisabeth Allemang, verwitwete Lorch (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 46); Christian Ludwig (Louis) Roedter übernahm von seiner Mutter 1815 die Papiermühle Hardenburg (Untermühle) mit zwei Wasserrädern, erbaute 1825 die Papiermühle Jägerthal im Isenachtal, die er 1830 nach fünf Jahren und kaufte 1841 die Obermühle in Hardenburg. Er erscheint im Urkataster von 1841 auch als Eigentümer der Oberen Papiermühle Altleiningen (vgl. Weber: Mühle besonderer Art, a.a.O., S. 46, 59; Jaffé: Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 11; Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 63 ff.; Hössle: Papiererfamilie Roeder, a.a.O., S. 359).


Die Papiermühle Jägerthal veräußerte er 1836 an Leopold Cordier. Louis Roedter erwarb 1841 die 'Obermühle', eine kleine Papier­mühle in der Nachbarschaft der Untermühle und gliederte sie seinem Betrieb an (vgl. Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 64 mit Photo der Obermühle, S. 65). Er erscheint im Urkataster von 1841 auch als Eigentümer der Oberen Papiermühle Altleiningen (vgl. Weber, a.a.O., S.46).


°° mit Anna Klara Werntz (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 46, 59). Vater des Papiermüllers auf der Hardenburger Papiermühle Louis Roeder jun. (Hössle: Papiererfamilie Roeder, a.a.O., S. 359).



Roedter, Johann/Jost/Jobst Hiob Friedrich (1):

16.3.1771 Papiermühle Bühlerthal bei Oberscheffach nahe Schwäbisch-Hall – 17. Floreal Jahr 9 († 7.5.1801 Neustadt/Weinstraße); er stammte aus dem Württembergischen; sein Vorname wird unterschiedlich angegeben. 'Johann Friedrich Roedter' (vgl. Jaffé: Papierindustrie in den kurpfälzischen Stammlanden, a.a.O., S. 15); 'Jobst Friedrich Roedter' (vgl. Jaffé: Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 11), 'Jost Friedrich Roedter' (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 53), 'Hiob Friedrich Roedter I' (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 59), 'Hiob (Jobst) Friedrich Roedter' (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 46).


°° 1789 mit Katharina Elisabeth Allemang († 1832; vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 46; Hößle, Friedrich von: Alte pfälzische Papiermühlen; in: „Der Papierfabrikant“ XIX Jahrgang 1921, S. 27), der Witwe des 1788 verstorbenen Johann Friedrich (4) *Lorch von der Papiermühle „rechts des Speyerbachs“ in Neustadt; die erste Ehe der Witwe Allemang wird ebenfalls un­terschiedlich angegeben: '°° mit Johann Friedrich (4) Lorch' (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 59), °° mit J. F. Lorch“ (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 53), 'J. F. (3) Lorch' (vgl. Jaffé: Papiermühle im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 11), '°° mit Friedrich (4) Lorch (vgl. Jaffé: Papierindustrie in den kurpfälzischen Stammlanden, a.a.O., S. 15)


1789 wurde von Johann/Jost/Jobst/Hiob Friedrich Roedter durch seine Eheschließung mit der Witwe und Universalerbin die Papier­mühle des Lorch in Neustadt übernommen; 1802 kaufte Roedter die Mühle in Hardenburg (vgl. Weber, Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 53, 59; Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im ehemaligen Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 10).


Anm.. nach a.A. ging die Papiermühle Hardenburg 1802 auf den aus Württemberg eingewanderten Jobst Friedrich Roedter über, der die Witwe des Johann Friedrich (3) Lorch geheiratet. Dieser starb schon 1802, die Mühle ging zusammen mit der Papiermühle am Speyerbach im Neustadter Tal über (vgl. Jaffé: Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 11).


Aus der Ehe stammen 7 Kinder, davon drei Papiermacher (vgl. Hößle, Friedrich von: Alte pfälzische Papiermühlen; in: „Der Papierfabrikant“ XIX Jahrgang 1921, S. 27): Johann Christoph Ludwig (Louis) Roeder (geb. 14.5.1790), Philipp Jakob Roeder (geb. 26.1.1792), Johann Friedrich Roeder (14.1.1793 – 5.9.1839), Wilhelmine Christine Elisabeth Roeder (°° Schaaf) und Eva Luisa Roeder (1797-1862).


Vater des Gerbers Philipp Jakob *Roedter (*26.1.1792 err - 6.10.1872 Rheingönheim) (vgl. Poller: Rheingönheimer Bürgerbuch, a.a.O., Bd. 2 S, 232; Unterlagen Roeder bei PRFK Ludwigshafen) und der Wilhelmine Roedter (1796 err. - 21.4.1874 Ruchheim, °° mit dem Kaufmann aus Dürkheim Karl Philipp Schaaff) (vgl. Poller: Rheingönheimer Bürgerbuch, a.a.O., Bd. 2 S, 240); des Papier­müllers Christian Ludwig Roedter (vgl. Weber, Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S.46).



Roedter, Jost Friedrich:

1802; ab 1802 Inhaber der Papiermühle im Isenachtal (heute Papierfabrik Schleipen); (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 53). Eheschließung mit der Witwe des 1782 verstorbenen Johann Friedrich *Lorch III, Anna Katharina Maurer (vgl. Weber: Müh­len der besonderen Art, a.a.O., S. 53, 59).



Römich (Römmich), Philipp Jakob:

seit 1706 und noch 1738 Müller auf der Klostermühle in Edenkoben (vgl. Kuby, Alfred Hans: Müller in Edenkoben zwischen 1665 und 1800; in: Pfälz. Familien- u. Wappenkunde Bd 4 = Jg. 12, 1963. S. 361-66; Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappen­schmieden; a.a.O., S. 286).


Um 1738 Müller in Edenkoben auf der Klostermühle; er zahlt 16 Malter Korn als Pacht an die Klosterschaffnei Heilsbruck (vgl. We­ber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 248); im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Neustadt von 1738, vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp aufgenommen, ist sie wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “ist in anno 1705 von der Geistli­chen Administration an den Laurrenz (Lorenz) Doll in einen Erbbestand begeben worden, gibt jährlich 16 Ma Korn Erbpfacht in die Schaffnerey dafür [,] hatt nur einen Gang derselbe ist mit 50 fl Schatzungs-Capital belegt [,] der jetzige Poßser ist Philipp Jacob Rö­mich.



Rösch, Hanß Georg:

am 13.2.1621 erhielt der Waffenschmied Hanß Georg Rösch (Resch) in Kaiserslautern Bürgerrecht; er ist der Sohn des Georg Rösch, gewesener Bürger von Kaiserslautern (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S.35 Nr. 566) ++++klären : welche Mühle+++



Rösele(r), Johann Niclaus:

auch Röseler, um 1688 Bordenmüller auf der Kaisersmühle in Kaiserslautern. Am 10.7.1688 ist im reformierten Kirchenbuch in Ot­terberg als Pate bei der Taufe der Maria Barbara Glentz aus Otterberg aufgeführt der „Meister Johann Niclaus Rösele, Bordemüller auf der Keysersmühl zu Lautern (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 69 Nr. 606).


Am 10.7.1688 Johann Niclaus *Röseler, Bordmüller auf der Kaisersmühle in Kaiserslautern als Pate bei der Taufe der Maria Barbara Glentz (Tochter des Meisters und Bürger in Otterberg, Ludwig Glentz) erwähnt (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hin­tersassen …., a.a.O., S. 81 Nr. 4724).



Rössel, Jacob:

vor 1877; Müller auf der Kleinsägemühle/Rößelsmühle in Altleiningen; er ist wohl der Sohn des früheren Müllers auf der Kleinsä­gemühle in Altleiningen, Johann Heinrich *Rößel; °° mit Elisabeth Petri.


Am 29.3.1877 wurde durch den königlichen Notar L. Gassert in der Zimmermann'schen Wirtschaft in Altleiningen der Nachlaß der verlebten Eheleute Jacob *Rössel und Elisabetha Petri von der „kleinen Sägemühle“ versteigert, darunter die Plan-Nr. 724 mit 36 Dec. Fläche bebaut mit „Wohnhaus mit Stall, Schweinställen, Mahlmühle mit 2 Mahl- und einem Schälgange nebst Hanfreibe, Schneidmühle, Scheuer und Hofraum 'die kleine Sägemühle'.“ (vgl. Grünstadter Anzeiger Nr. 67 vom 28.4.1877-9.



Rößel, Johann Heinrich:

um 1818 Müller und Besitzer der Kleinsägemühle in Altleiningen (vgl. Heiberger: Altleiningen, a.a.O., S. 103). Er ist wohl der Vater des Müllers auf der Kleinsägemühle/Rößelsmühle in Altleiningen, Jacob *Rössel.


Heinrich Rösel ist als Sägmüller auf der Kleinsägemühle in Altleininger Tal, Gemeinde Altleiningen, in einer Notariatsakte in Grün­stadt vom 1.6.1817 erwähnt (vgl. LA Speyer Best. K 16, 17 vom 1.6.1817).



Rossart, Peter:

um 1603 Müller in Kaiserslautern; Bürgeraufnahme in Kaiserslautern am 28.11.1603 (vgl. Herzog. Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O, S. 20 Nr. 2193 Anm. zu Zacharias Buchmeyer und S. 54 Nr. 2551 Anm. zu Hans Velten Ellhart).



Roth, Dietrich:

1710-20 Betreiber der Lambsheimer Mühle (vgl. Klein, Günter: Die Lambsheimer Mühle, a.a.O., ohne Seitennummerierung



Roper, Jacob:

geb. 1715 - ++++; Walkmüller in Kusel. 1776 ist in der pfalz-zweibrückischen Huldigungsliste von Kusel der Jacob Roper erwähnt, 61 Jahre alt und Walkmüller “in der Wollenweber Walckmühl“ (vgl. Schaaff: Untertanenlisten des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken aus den Huldigungsprotokollen des Jahres 1776, a.a.O., S. 123).



Rostock, Johann Georg:

25.5.1865 Edingen/Baden – 10.8.1897 Minfeld; kath.; Müller in Minfeld ++++klären : welche Mühle++++; Sohn des Müllers in Minfeld, Peter Rostock und der Susanna Schmunk, wohnhaft in Neckarau/Baden; (Anm.: er ist wohl außerehelich geboren, bzw. die Ehe der Eltern wurde geschieden); er dürfte verwandt sein mit dem Müler in Minfeld, Peter *Rostock (geb. um 1865, °° Eva Maria Zickgraf) ++++klären : wie verwandt ?++++; °° 22.9.1893 Minfeld mit Maria Kraft (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 506 Nr. 2400).



Rostock, Peter:

geb. um 1865 - ++++; Müller in Minfeld (?) ++++klären : welche Mühle++++; °° um 1890 mit Eva Maria Zickgraf (geb. um 1865); Vater von Karl Josef Rostock (geb. 2.2.1893 Minfeld); Sohn ohne Namen (geb. 2.2.1893 Minfeld – 4.2.1893 Minfeld) und des Ge­org Friedrich Rostock (geb. 5.6.1896 Minfeld - † Waldsee) (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 506 Nr. 2399).



Rothgeb, Christoph:

um 1738 Müller auf der Wiesenmühle in Winzingen. Er dürfte der Sohn des Müllers und Erbauers der Wiesenmühle, Johann Georg *Rothgeb sein ++++prüfen++++. Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Mühl wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): „noch befindet sich unter der Postmühl an selbiger Bach eine Ohligmühl so Johann Geörg Rothgeb ein Bürger zu Neustadt in Anno 1703 auf sein Eigen Guth neu aufgebaut, hatt nur ein Wasserrad, gibt jährlich lauth einer vorgezeigten Quittung in hießige Gefällverwäßerey Neustadt 4 fl Boden oder Wasserfall Zins, consens ist keiner vorhanden, der jetzige Pohseßer ist Christoph Rothgeb ein hießiger Bürger und Ratsverwandter.“



Rothgeb, Johann Georg:

um 1703 Bürger in Neustadt und Erbauer der Wiesenmühle in Winzingen. Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Mühl wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): „noch befindet sich unter der Postmühl an selbiger Bach eine Ohligmühl so Johann Geörg Rothgeb ein Bürger zu Neustadt in Anno 1703 auf sein Eigen Guth neu aufgebaut, hatt nur ein Wasserrad, gibt jähr­lich lauth einer vorgezeigten Quittung in hießige Gefällverwäßerey Neustadt 4 fl Boden oder Wasserfall Zins, consens ist keiner vor­handen, der jetzige Pohseßer ist Christoph Rothgeb ein hießiger Bürger und Ratsverwandter.“


Er dürfte der Vaters des 1738 im Mühlenprotokoll als Müller auf der Wiesenmühle erwähnten Christoph *Rothgeb sein.



Rothley, Georg:

nach 1880 Müller auf der Untermühle in Rockenhausen; Sohn des Müllers auf der Untermühle, Valentin (4) *Rothley. Valentin Roth­ley und sein Sohn Georg Rothley veranlaßten die Modernisierung der technischen Einrichtung der Mühle (vgl. Weber, Friedrich Wil­helm: Die Untermühle bei Rockenhausen; Nordpfälzer Geschichtsverein 1959, S. 364).



Rothley, Valentin (4):

er ersteigerte die am 10.4.1880 die Untermühle in Rockenhausen; Rothley und sein Sohn Georg Rothley veranlaßten die Modernisie­rung der technischen Einrichtung der Mühle (Steigerungsprotokoll im Privatbesitz; zitiert bei: Weber, Friedrich Wilhelm: Die Unter­mühle bei Rockenhausen; Nordpfälzer Geschichtsverein 1959, S. 364).



Rott, Johann Leonhardt:

um 1769 Müller auf der sog. Sägmühle in Hoffen / Elsaß, Herzogtum Pfalz-Zweibrücken, Amt Kleeburg. Am 30.6.1769 wird erst­mals im reformierten Kirchenbuch Hoffen ein anderer Müller auf der Sägmühle Hoffen erwähnt. Bei der Taufe des Leonhardt Wey­mer, Sohn des Bäckermeisters Leonhardt Weymer und der Magdalena NN. am 30.6.1769 in der reformierten Kirche in Hoffen/Elsaß ist als Pate erwähnt: „Leonhardt *Rott, Bürger alhier und Müller auf der sogenannten Sägmühl“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


°° mit Catharina Barbara NN.; am 4.7.1770 wird die Tochter Salome geboren und am 8.7.1770 in der reformierten Kirche in Hoffen / Elsaß getauft. Im Kirchenbucheintrag heißt es: „Parentes: Joh: Leonhardt Rott …. und Bürger auf der Segmühl und Catharina Barba­ra“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen). Am 8.2.1773 wird der Sohn Leonhardt Rott geboren und am 10.2.1773 in der refor­mierten Kirche in Hoffen getauft. Im Kirchenbuch Hoffen ist eingetragen: „Parentes: Leonhardt Rott Bürger und Müller auf der Seg­mühle und Catharina Barbara“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen); 2.10.1775 wird der Sohn Georg geboren und am 8.10.1775 in der reformierten Kirche in Hoffen getauft. Als Eltern sind im Kirchenbuch eingetragen: „Leonhardt Rott Bürger zu Hof­fen und Müller auf der Sägmühl und Catharina Barbara“. Patin ist u.a.: „Salome, Jacob Rott Bürgers zu Seebach Ehefrau“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Am 20.2.1778 geboren und am 22.2.1778 in der reformierten Kirche Hoffen getauft wird die Tochter Barbara Ohleyer, die Tochter des Müllers auf der Hädenmühle in Hoffen, Jacob *Ohleyer. Patin ist u.a. „Barbara, Leonhardt Rott B. und Müller auf der sogenann­ten Sägmühl“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Am 22.8.1778 geboren und am 23.8.1778 in der reformierten Kirche in Hoffen getauft wird die Tochter Margaretha Rott. Als Eltern sind im reformierten Kirchenbuch Hoffen verzeichnet: „Leonhardt Rott der Sägmüller und Catharina Barbara“. Pate ist u.a. Jacob Ohleyer der Hädenmüller (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Leonhard Rott ist erneut am 5.10.1779 als Pate im reformierten Kirchenbuch Hoffen eingetragen: „Leonhardt Rott der Sägmüller“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).



Rubel, NN.:

um 1740; Ehefrau des Ulrich *Lichti; vom *Messerschwanderhof stammt eine Frau *Rubel, die um 1750 mit Ulrich *Lichti, dem Pächter der Stadtmühle in Otterberg verheiratet war (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 242).



Rubi, Ruby, Familie:

die Schreibweise des Namens ist unterschiedlich; sortiert nur nach Vornamen unabhängig von der Schreibweise des Nachnamens


Die Angehörigen der Familie Rubi sind verheiratet / verschwägert mit den Müllern Stein von der Geiselberger Mühle und wohnen teilweise in Elmstein.



Ruby, Anna Maria:

~ 11.5.1732; Tochter des Benedikt *Ruby (späterer Müller auf der Geiselberger Mühle) und (err.) Susanna Konrad (vgl. Ruby, Arnold und Scherer, Karl: Zu- und Abwanderungen in den Dörfern „Uff dem Crays“ [mit dem Schwerpunkt im Büttelamt und dem Gerichts­ort Alsenborn]; in: PRFK 1974, S.39). °°mit dem Müller auf der Geiselberger Mühle, Johann Christian *Gilbert; Mutter Friedrich Gilbert (ca. 1769 Geiselberger Mühle - 1802 Waldfischbach; im Kirchenbuch ist bei dem Sohn Friedrich Gilbert eingetragen: Sohn des schon längst abwesenden Müllers Gilbert Johann Christian“ (vgl. Fremgen, Reinhold: Bürger- und Familienbuch Verbandsge­meinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 124). Anna Maria Ruby ist die Tochter des Benedikt Rubi; sie heiratet (1. Ehe ?) am 12.8.1749 den Jacob Stein. Benedikt Rubi stammt aus Wa. (?) / Schweiz; °° I mit NN. († vor 1749 ?); °° II am 29.1.1749 die Cathari­na Schaaf, Wwe. des Jacob Stein (vgl. Meyer, Dietmar: Register zum 2. ref. Kirchenbuch Waldfischbach [Holzlandkirchenbuch], Zweibrücken 1986, S.37).



Rubi (Ruby), Benedikt:

~/geb. 26.1.1690 Opplingen, Kanton Bern, Schweiz - † 30.11.1765 Hochspeyer; eingewandert zunächst nach Iggelbach, dann Fisch­bach, Geiselberger Mühle; Sohn des Hans Rubi, Bann und der Christina Hofer; Bruder des Johannes Rubi (dieser wanderte nach Philadelphia/Pennsylvania/USA weiter); reformiert; 1714-1736 Hofbeständer in Iggelbach, 1736-1747 Temporalbeständer auf Klos­tergut Fischbach bei Hochspeyer, anschließend von 1747-1762 Müllermeister auf der Geiselberger Mühle, zuletzt 1762-1765 Gast­wirt in Hochspeyer; °° I um 1714 mit Catharina Walthard von Oberwichtrach, Kanton Bern, Schweiz (geb. 19.8.1688 Oberwichtrach – um 1722 Iggelbach, Tochter des von Nicolaus Walthard und Catharina Stram); °° II um 1723 mit Susanna Konrad (geb. 1696 – 7.3.1747 Fischbach); °° III vermutlich Fischbach 26.1.1749 (nach Meyer, Dietmar: Ergänzungen und Berichtigungen zum Buch von H. R. Wittner „Schweizer (Einwanderer) in der Südwestpfalz; in: PRFK 2007, S. 111: am 23.6.1750 Waldfischbach) mit Anna Catha­rina Schaaf, verw. Stein von der Geiselberger Mühle (Witwe des Jakob Stein, Müller auf der Geiselberger Mühle; dieser wanderte um 1714 mit seinem Bruder Johannes Rubi in die Pfalz ein); aus den Ehen stammen 11 Kinder (nach Meyer, PRFK 2007, S.- 111: aus erster und zweiter Ehe zwölf Kinder, von denen zwei im Holzland heiraten), darunter Anna Maria *Ruby (getauft 11.5.1732) (vgl. Ruby, Arnold und Scherer, Karl: Zu- und Abwanderungen in den Dörfern „Uff dem Crays“ [mit dem Schwerpunkt im Büttelamt und dem Gerichtsort Alsenborn]; in: PRFK 1974, S.39-40; Meyer, Dietmar: Ergänzungen und Berichtigungen zum Buch von H. R. Witt­ner „Schweizer (Einwanderer) in der Südwestpfalz; in: PRFK 2007, S. 111).



Rubi, Benedict:

er stammt aus Wa. (?) / Schweiz; dann wohnhaft in Waldfischbach; °° I mit NN. († vor 1749 ?); °° II am 29.1.1749 die Catharina Schaaf, Wwe. des Jacob Stein (vgl. Meyer, Dietmar: Register zum 2. ref. Kirchenbuch Waldfischbach [Holzlandkirchenbuch], Zwei­brücken 1986, S.37). Nach einer Kirchenbucheintragung im reformierten Kirchenbuch Elmstein anläßlich der Hochzeit seines Soh­nes Johann Daniel Rubi heißt es, Benedikt Rubi „wohnhaft auf der Geiselberg Mühle“ (vgl. Ullrich, Bernhard: Ortsfremde im refor­mierten Kirchenbuch Elmstein 1724-1798; in: PRFK 2010, S. 145)


Vater der Anna Maria Ruby (°° 12.8.1749 mit Jacob Stein), des Johann Friedrich *Rubi von der Geiselberger Mühle (°° 23.6.1750 Anna Magdalena Stein [~ 28.1.1731, Tochter des Johann Jacob Stein]) (vgl. Meyer, Dietmar: Register zum 2. ref. Kirchenbuch Wald­fischbach [Holzlandkirchenbuch], Zweibrücken 1986, S.37), des Johann Daniel Rubi, wohnhaft auf der Geiselberger Mühle, reform­iert, Sohn des Benedikt Rubi (wohnhaft auf der Geiselberger Mühle) °° am 19.4.1759 Eva Brugel, reformiert, eheliche Tochter von Nicolaus Brugel, Einwohner zu „Zeiselberg“ (= Zeselberg) (vgl. Ullrich, Bernhard: Ortsfremde im reformierten Kirchenbuch Elm­stein 1724-1798; in: PRFK 2010, S. 145).


Vater auch der Johanna Christina Rubi; diese Johanna Christina Rubi, „Tochter von Benedikt Rubi von Fischbach“, ledig, ist am 27.8.1742 in Elmstein Patin bei der Taufe des Johann Nicolaus Kühner, Sohn des Johannes Kühner und der Johanna NN. (vgl. Ull­rich, Bernhard: Ortsfremde im reformierten Kirchenbuch Elmstein 1724-1798; in: PRFK 2010, S. 145).



Ruby, Jakob:

vor 1850 Kolbenmühle bei Katzenbach; um 1832 war Jakob Ruby der Besitzer der Kolbenmühle bei Katzenbach (-Rockenhausen). Von ihm stammt der Stein am Wasserhaus der Mühle „JR 1832“; °° mit Katharina Zimmermann; 1850 ließ die Witwe Katharina Ruby und deren minderjährige Kinder Elisabeth, Philippina, Daniel und Katharina Ruby erbteilungshalber die Mühle versteigern. (vgl. Gravius, Karl [Kolbenmüller]: Die Kolbenmühle bei Rockenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1928, S. 14).



Rubi, Johann Friedrich:

von der Geiselberger Mühle; Sohn des Benedict *Rubi; Bruder der Anna Maria Rubi; °° 23.6.1750 Anna Magdalena Stein (~ 28.1.1731, Tochter des Johann Jacob Stein) (vgl. Meyer, Dietmar: Register zum 2. ref. Kirchenbuch Waldfischbach [Holzlandkir­chenbuch], Zweibrücken 1986, S. 37).



Ruby, Johann Daniel:

wohl um 1763 in Iggelbach (hier ist ca. 1763 seine Tochter Susanna Ruby geboren); dann Müller auf der Geiselberger Mühle; °° mit Eva Brügel; Vater der Susanna Ruby (um 1763 Iggelbach – 21.12.1808 Waldfischbach; °° dem Lehrer Heinrich Laudemann (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 244).


Johann Daniel Rubi, wohnhaft auf der Geiselberger Mühle, reformiert, Sohn des Benedikt Rubi (wohnhaft auf der Geiselberger Müh­le) °° am 19.4.1759 Eva Brugel, reformiert, eheliche Tochter von Nicolaus Brugel, Einwohner zu „Zeiselberg“ (= Zeselberg) (vgl. Ullrich, Bernhard: Ortsfremde im reformierten Kirchenbuch Elmstein 1724-1798; in: PRFK 2010, S. 145).


Anm.: die Angabe bei Fremgen, er sei Müller auf der Geiselberger Mühle gewesen, ist zumindest zweifelhaft. Sein Vater Benedikt Rubi hatte in 2. Ehe die am 29.1.1749 die Catharina Schaaf, Wwe. des Jacob Stein geheiratet (vgl. Meyer, Dietmar: Register zum 2. ref. Kirchenbuch Waldfischbach [Holzlandkirchenbuch], Zweibrücken 1986, S.37). Der Bruder des Johann Daniel Rubi, Johann Friedrich Rubi „von der Geiselberger Mühle“ °° 23.6.1750 Anna Magdalena Stein (~ 28.1.1731, Tochter des Johann Jacob Stein) (vgl. Meyer, Dietmar: Register zum 2. ref. Kirchenbuch Waldfischbach [Holzlandkirchenbuch], Zweibrücken 1986, S.37). Johann Ja­cob Stein, „Müller von der Geisenberger Mühle“, ist am 16.9.1764 in Elmstein Pate bei der Taufe des Johann Jacob Rubi, Sohn des Johann Daniel Rubi und der Eva (Anm. Brügel / Brugel) (vgl. Ullrich, Bernhard: Ortsfremde im reformierten Kirchenbuch Elmstein 1724-1798; in: PRFK 2010, S. 147).



Ruby, Jacob:

Müller auf der Geiselberger Mühle; °° mit Katharina Briegel; Vater der Margaretha Ruby (ca. 1811 Geiselberger Mühle – 8.5.1850 Neuhof bei Geiselberg; Witwe des Lehrers Valentin Hoffmann aus Geiselberg; °°11.2.1836 mit Valentin Briegel) (vgl. Fremgen: Bür­ger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 60).



Ruby, Maria Catharina:

°° mit dem Müller auf der Hirschalber Mühle in Waldfischbach-Burgalben, Michael *Schaaf; Mutter der Eva Schaaf (geb. 9.11.1794 Hirschalber Mühle – 13.9.1837 Heltersberg; °° 6.12.1814 mit dem Ackerer aus Heltersberg, Peter Buser) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 71).



Rubi, Valentin:

um 1846; Müller auf der Geiselberger Mühle bei Steinwenden. Bis 1846 war Valentin Rubi der Müller auf der Geiselberger Mühle. Nach seinem Tod wird die Mühle im Wege der Erbauseinandersetzung „wegen Unteilbarkeit“ versteigert. In der Versteigerungsan­kündigung vom 11.11.1846 wird die Mühle wie folgt beschrieben: „ …wird die zur Gemeinde Steinalben, Kanton Waldfischbach ge­hörige Geiselbergermühle mit zwei Mahlgängen, 1 Schälgang, 1 Oelmühle mit Presse, Wohn- und Oekonomiegebäuden …, welche Immobilien zum Nachlaß des auf der Geiselbergermühle verlebten Müllers Valentin Rubi, gehören ...“ (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 21.11.1846 Beilage Nr. 47 = LA Speyer Best. Y 20/41)



Ruck, Georg:

in den 1790 Kriegsjahren Burgalben; Müllermeister in Burgalben; °°Maria Elisabeth (Barbara) Gampfer; Vater der Elisabeth Bar­bara Ruck (ca. 1773 - 27.8.1829 Burgalben; °° mit dem Ackerer Heinrich Busch) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Ver­bandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 66). 1796 wird



Ruck, Georg:

Müller in Burgalben; °° Anna Ottilia Kettenring; Vater der Eva Ruck (ca. 1765 Burgalben – 10.10.1850 Höheinöd; °° mit dem Acke­rer Peter Dreßler aus Höheinöd) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 87).



Ruck, Heinrich:

geb. Burgalben - ++++; lutherisch; um 1765 als Müller auf der Neumühle (Anm.: Neumühle, heute OT von Obernheim-Kirchenarn­bach). Um 1765 war der aus Burgalben stammende Heinrich *Ruck auf der Neumühle. Er wird 1765 bei der Heirat in Mittelbrunn als Müller auf der Neumühle bezeichnet; eine weitere Erwähnung datiert von 1770 oder 1771 beim Tod seines Kindes auf der Neu­mühle (vgl. Müller [Heppenheim], Dr. Hermann: Neumühle bei Kirchenarnbach in der Pfalz; Internetdatei http://www.mueller-hep­penheim.homepage.t-online.de/neumuehl.htm).



Ruck, Maria Barbara:

geboren in Burgalben; Tochter des Burgalber Gerichtsschöffen Georg Ruck und der Ottilia Kettenring (vgl. Fremgen: Moschelmühler Hexenprozeß, a.a.O., S. 67-68); °° I mit dem Müller auf der Moschelmühle, Joseph *Becker; nach dem frühem Tod des Moschelmül­lers Joseph Becker († 22.3.1784 Moschelmühle Burgalben im Alter von 39 Jahren) heiratete dessen Witwe Maria Barbara Ruck in 2. Ehe Johann Jakob *Bohl einen Mühlenbauer, der ab 22.11.1785 die Moschelmühle weiterführte; Mutter der Katharina Bohl (°° 24.2.1808 auf der Moschelmühle mit dem Weber und Schneider aus Höheinöd, Jacob Bohl (vgl. Fremgen, Reinhold: Bürger- und Fa­milienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 46), des Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Moschelmühle, Johann Adam *Bohl (vgl. Fremgen, Reinhold: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 46), der Eva Barbara Bohl (geb. ca. 1792 Moschelmühle; °° 27.5.1813 mit Theobald [Nikolaus] Dahl aus Donsieders) (vgl. Fremgen, Reinhold: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 75) und der Elisabeth Barbara Bohl (geb. ca. 1794 Moschelmühle; °° 20.6.1813 mit dem Ackerer aus Donsieders, Johann Valentin Dahl, Bruders des obigen Dahl) (vgl. Fremgen, Reinhold: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 75)



Ruck, Philippine:

um 1859 Müllerin auf der Burgalber Mühle in Burgalben. °° mit dem Müller auf der Burgalber Mühle, Johann Jakob *Stephan. Am 9.5.1859 läßt Philippine Ruck, wohnhaft in New York , USA, Witwe von Johann Jakob Stephan freihändig versteigern: „Die ihr an­gehörige Burgalbermühle, im Dorfe Burgalben gelegen, bestehend in einem Wohnhause mit 2 Mahlgängen und einem Schälgange, einer Radhütte, Sägmühle, Hanfreibe, Oelmühle, Branntweinbrennerei ….“. In der Versteigerungsannonce vom 8.4.1859 heißt es weiter: „Dieser Mühle, am Schwarzbach, ganz in der Nähe von Waldfischbach und 1 ½ Stunden von Pirmasens entfernt, gelegen, lie­fert der Schwarzbach hinreichend Wasser zu deren vollständigem Betriebe, was insbesondere auch in den letzten trockenen Jahren der Fall war, und es erfreute sich der Besitzer der Mühle immer bisher eines starken Zuspruchs von Seite der Bewohner der vielen ganz in der Nähe gelegenen wohlhabenden Ortschaften.“ (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 14.4.1859, S. 178 = LA Speyer Best. Y 20/41).



Ruckstuhl, Johann:

um 1850 Müller bei Klingenmünster ++++klären : welche Mühle++++


Am 25.2.1850 läßt Johann Ruckstuhl seine Mühle bei Klingenmünster freihändig versteigern. In der Annonce im Landauer Eilboten vom 26.2.1850 heißt es (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 16.2.1850, Nr. 14, S. 91): „ … läßt Herr Johannes Ruckstuhl, Müller, bei Klingenmünster wohnhaft seine bei Klingenmünster gelegene Mühle, wie er voriges Jahr der aufgeregten Zeit wegen fruchtlos ver­suchte, … zu versteigern, als er zu seiner Familie nach Nordamerika auszuwandern beabsichtigt. Diese Mühle hat einen Fall von siebzehn Fuß und besteht in einem allein stehenden Wohnhaus mit zwei Zimmern, einer Küche, großem Keller, in der Mühle mit zwei Mahlgängen, worunter ein sehr guter Holländergang ist, Schwingmühle, in einer allein stehenden Schälmühle, einer neu erbau­ten Sägmühle ...“.



Rudolf, Rudolff, Rudolph:

unterschiedliche Schreibweise nicht berücksichtigt, nur nach Vornamen sortiert



Rudolph, Carl:

aus Eisenberg; als Erbbeständer der „Dorfmühle zu Eisenberg“ ist im nassau-weilburgischen Verzeichnis „Acta Commissionis die in Erbleyhe begebende herrschaftl: Höfe, Mühle und Güther im Amt Kirchheim“ vom 21.7.1755“ der Carl *Rudolph benannt (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 53 Bl. 9r-19).



Rudolph, Carl Ludwig:

aus Eisenberg; er kaufte 26.2.1773 die Dorfmühle in Eisenberg +++prüfen: bereits 1755 ist Carl *Rudolph der Erbbeständer der Dorfmühle; 1789 suchte er um Renovation und Transscription der Erbleihe der Dorfmühle auf seinen Sohn Johann Martin Rudolph nach (vgl. Billig, Wolfgang: Die Seibert und Heitrich im pfälzischen Eisenberg, Darmstadt 1980, S. 31 Anm. 87; Staatsarchiv Wies­baden 168A Nr. VIII b, 43a)


Im Torbalken des ehemaligen Mühle befindet sich die Inschrift „IM JAHR 1774 IST DIESES DORHAVS GEBAVET WORDEN. CARL LVDWIG RVDOLPH VND DESSEN EHEFRAV MARIA MARGARETHA RVDOLPHIN (vgl. Denkmaltopographie Don­nersbergkreis, a.a.O., S. 152).


Er ist der Vater des Müllers Johann Martin *Rudolph sein, der 1789 einen Erbbestandsbrief erhielt (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 289: „Erbbestandsvergabe der zum Heiderichschen Gut gehörigen Dorfmühle zu Eisenberg an Joh. Martin Rudolph, 1789-1790“).



Rudolf, Georg:

um 1713 Müller auf der Galappmühle Morlautern; (vgl. Stadtarchiv Kaiserslautern IV/4730); °° mit Anna Barbara NN. († 9.7.1713 Kaiserslautern im Alter von 62 Jahren) (vgl. Herzog. Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O, S. 103 Nr. 3199).



Rudolph, Johann:

aus Waltersbrück (heute 34566 Neuenthal/Schwalmtal/Hessen) – 7.6.1681 Kaiserslautern; im August 1653 „Mühlarzt“ zu Otterberg, danach zu Annweiler (vgl. Herzog. Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O, S. 103 Nr. 3198); um 1654 Müller in Otterberg; reformiert; °° mit Anna Dorothea NN.; sein Sohn Hanß Peter Rudolph wird am 25. des Brachmonats 1654 in Otterberg getauft; bei der Taufe sind Paten der Müller in Annweiler Peter *Mühlmichell und der „Müller zu Türckheim“ Hanß Helman (vgl. Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 16).


Wird am 5.5.1656 nach „Vergleichung“ mit Hans Conradt *Lettenbauer der Spitalmüller in Kaiserslautern; wird 1656 als Mitglied der Bäckerzunft in Kaiserslautern geschatzt; 8.6.1665 soll auch die Walkmühle hinter der Spitalmühle an ihn verliehen werde; er ver­längert am 28.12.1775 den bisher 6jährigen Temporalbestand an der Spitalmühle (vgl. Herzog. Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O, S. 103 Nr. 3198).


°° im August 1653 in Annweiler mit Anna Dorothea Sixt (Tochter des verstorbenen Hanß Paul Sixt, gewesener Amtskeller im Amt Falkenburg bei Wilgartswiesen; zu ihm vgl. Übel, Rolf: Die Bedeutung von Inventaren für die Burgenforschung - Beispiel Ramburg; in: Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz, 93. Band 1985, S. 157, 165). Sie besitzt am 27.5.1680 noch Güter in Annweiler; sie soll am 7.6.1681 als Witwe bis Johannistag die Spitalmühle räumen (vgl. Herzog. Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O, S. 103 Nr. 3198).


Vater des Hanß Peter Rudolph (~ 21. Brachmonat 1654 in Otterberg, ref.); Paten sind u.a. Hanß Helman (*Heilmann), Müller zu Dürkheim und Peter *Mühlmichel, Müller zu Annweiler (vgl. Herzog. Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O, S. 103 Nr. 3198 uns S. 173 Nr. 2822; dt.-reformiertes Kirchenbuch Otterberg). Anm.: Anna Margretha NN., die Mutter der Anna Dorothea Sixt heiratet als Wit­we am 15.6.1641 in Annweiler den Hanß Peter Mühlmichel, Sohn des Leonhard Mühlmichel von Lauterhofen/Oberpfalz (vgl. Her­zog. Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O, S. 103 Nr. 3198).



Rudolph, Johann Friedrich:

um 1699 Müller in Eisenberg; er erscheint am 5.1.1699 als Pate bei der Taufe der Anna Maria Baum, der Tochter des Metzgermeis­ters in Kirchheimbolanden Hans Adam Baum und der Margaretha NN. (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 15).



Rudolph, Johann Martin:

ab 1789 Müller auf der Dorfmühle (später Feuersteinsche Mühle) in Eisenberg; Sohn des Müllers Carl Ludwig *Rudolph und der Maria Margaretha NN.); er erhielt 1789 einen Erbbestandsbrief über die Mühle (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 289: „Erbbestandsver­gabe der zum Heiderichschen Gut gehörigen Dorfmühle zu Eisenberg an Joh. Martin Rudolph, 1789-1790“).



Rudolff, Leopold:

um 1735 Müller auf der Obermühle in St. Alban; Rudolff war pfalz-zweibrückischer Untertan; 1735 verkaufte der Forstmeister Fa­bricius die Obermühle in St. Alban an Leopold Rudolff, pfalz-zweibrückischen Müller auf „fremdem territorio“ (Falkenstein) (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 281; LA Speyer Best C 14 Nr. 68/8)


1756 hat die St. Albaner Mühle (Anm.: = Obermühle) 2 Wasserräder für 21 Mahlgänge und 1 Schälgang. Der Erbbeständer Leopold Rudolph gibt 1756 8 Malter Korn als Pacht (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 231).



Rüb, Conrad:

aus Reichenbach am Steg (heute Reichenbach-Stegen; Landkreis Kaiserslautern); er dürfte der Sohn und Nachfolger des Müllers Da­niel Rüb und der Maria Anna N. sein, dann ist er der Bruder der Elisabeth Carolina *Rüb und der Maria Magdalena *Rüb; Conrad Rüb aus Reichenbach am Steg machte im Jahr IX der Französischen Republik ein Gesuch an die Besatzungsbehörde zwecks Aufrich­tung einer Loh- und Ölmühle in Reichenbach (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 189).



Rüb, Elisabeth Carolina:

18.4.1762 Reichenbach am Steg (heute Reichenbach-Stegen; Landkreis Kaiserslautern) - 5.9.1828; Tochter des Müllers Johann Da­niel *Rüb und der Christiane Marianne Klöber; Schwester der Maria Magdalena *Rüb; 1782 Eheschließung am 14.12.1782 in Die­merstein mit Carl Adolph (1) *Ritter; Mutter von Daniel *Ritter, Carl Adolph (2) *Ritter, Luise Magdalena *Ritter und Johann Theo­bald Ritter (vgl. Böttcher, Rudolf H.: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49: ein Beitrag zur Sozialgeschichte einer bürgerlichen Revolution; in: Pfälz.-rheinische Familienkunde 1999, 277, 291; Raimar, Josef: Ahnenliste Heinrich von Brunck 1847-1911; in: Pfälz. Fam.- und Wappenkunde 1953 S. 26).



Rüb, Johann Daniel :

um 1758 aus Reichenbach am Steg (heute Reichenbach-Stegen; Landkreis Kaiserslautern); Müller und Erbbeständer auf der Mühle in Reichenbach-Stegen; zur Mühle gehörte der Eulerswoog; Erbbestandsbrief vom 26.5.1758 auf die dritte Generation; Eheschlie­ßung mit Maria Anna N. (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 259), bzw. Christiane Marianne Klöber. Vater der Eli­sabeth Carolina Rüb (verh. mit Carl Adolph (1) *Ritter), der Maria Magdalena *Rüb (verh. mit Johann Peter *Werntz) und des Con­rad *Rüb (vgl. Raimar, Josef: Ahnenliste Heinrich von Brunck 1847-1911; in: Pfälz. Fam.- und Wappenkunde 1953 S. 25).



Rüb, Maria Elisabetha:

°° mit dem Bannmüller in Glanmünchweiler, Ludwig *Weber (vgl. Nägle, Paul: Trauungen Ortsfremder und Zugezogener im lutheri­schen Kirchenbuch des „Münchweiler-Thales“ 1664-1800; in Pfälz. Familien und Wappenkunde 1962, S. 256).


Mutter des Ludwig Weber (geb. 25.11.1775, Sohn des Bannmüllers Ludwig Weber und der Maria Elisabetha Rüb zu Münchweiler/­Glan; °° 28.4.1798 in der luth. Kirche zu Münchweiler/Glan mit Maria Katharina Wild, Tochter des Rotgerbermeisters Conrad Wild aus Oberhausen bei Zweibrücken) (vgl. Nägle, Paul: Trauungen Ortsfremder und Zugezogener im lutherischen Kirchen­buch des „Münchweiler-Thales“ 1664-1800; in Pfälz. Familien und Wappenkunde 1962, S. 256).


Mutter der Maria Karolina Katharina Weber; heiratet am 23.6.1791 in der luth. Kirche in Münchweiler/Glan den Konrad Krämer, den Sohn des † Schultheißen zu Alsenborn, Wilhelm Krämer (vgl. Nägle, Paul: Trauungen Ortsfremder und Zugezogener im lutherischen Kirchenbuch des „Münchweiler-Thales“ 1664-1800; in Pfälz. Familien und Wappenkunde 1962, S. 254).




Rüb, Maria Magdalena (*P/*P2):

11.4.1765 Reichenbach am Steg - 4.4.1851 Bad Dürkheim-Grethen; geboren in Reichenbach am Steg (heute Reichenbach-Stegen; Landkreis Kaiserslautern) (vgl. Dautermann u.a.: Bad Dürkheim. Chronik einer Salierstadt, a.a.O., S. 482); Tochter des Müllers Da­niel *Rüb und der Christiane Marianne Klöber; Schwester der Elisabeth Carolina *Rüb; Eheschließung mit Johann Peter *Wernz; Mutter von Wilhelmine Wernz (verh. mit Daniel *Ritter) und Caroline Elisabeth *Wernz (verh. mit Rudolph Eduard *Christmann) (vgl. Böttcher, Rudolf H.: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49: ein Beitrag zur Sozialgeschichte einer bürgerli­chen Revolution; in: Pfälz.-rheinische Familienkunde 1999, 277; Raimar, Josef: Ahnenliste Heinrich von Brunck 1847-1911; in: Pfälz. Fam.- und Wappenkunde 1953 S. 26).



Rübell, Johann Jacob:

Sohn des Müllers zu Oberstaufenbach, Peter Rübel; ab 1773 Müller auf der Mahl- und Ohligmühle in Oberstaufenbach; in einer Mühlenrenovation des kurpfälzischen Oberamts Zweibrücken vom 3.6.1776 befindet sich eine Beschreibung der Mühle nebst einer Karte der Gebäude. Dort heißt es (vgl. LA Speyer Best. 131/3 Bl. 34-36): „Jetziger Erbbeständer ist Johann Jacob Rübell, welcher vermög eines unterm 11ten Gber 1773 aus Gelegenheit seiner damahls mit seiner jetzigen Ehefrau getroffenen Eheverlobung, errichte­ten und laut oberambtlichen ….. Contracts die Mühl sambt denen in dem Contract beschriebenen Güthern ..vor 1100 fl. …übernom­men hat.“ Aus einem in der gleichen Akte befindlichen Schreiben des mit der Mühlenrenovation beauftragten Gerichtsschreibers Ste­gemann vom 3.6.1776 an das Oberamt Lauterecken (vgl. LA Speyer Best. 131/3 Bl. 32) ergibt sich, daß die Mühle von dem Müller Peter Rübel zu Staufenbach an seinen Sohn Jacob Rübel überlassen worden ist. °° mit der Müllerstochter aus Matzenbach, Margare­the Leys (der Tochter des Müllers in Matzenbach Wilhelm *Leys und der Margarethe NN.) (vgl. LA Speyer Best. 131/3 Bl. 30 und 30r).



Rübel, Peter:

um 1739 Müller in Oberstaufenbach. Sohn des Müllers in Stauffenbach NN. Rübel; „Petter Rübel“ war 1739 „Müller zu Staufen­bach“. Er gehört zu den Unterzeichnern eines Memoriale vom 16.11.1739, das von allen 8 Müllern der Schultheißerei Reichenbach unterzeichnet und an das kurpfälzische Oberamt Lauterecken gerichtet ist; in dem Memoriale beantragen die Müller, die vielfältigen und kostenträchtigen Untersuchungen der Mühlen (wohl im Zusammenhang mit dem Herrschaftswechsel zur Kurpfalz 1733) in der Schultheißerei nunmehr zu beenden, nachdem schon 4 Untersuchungen erfolgt waren (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 131/1 Bl. 19-24).


Die Mühle wurde im Frühjahr 1739 von der herrschaftlichen Verwaltung erfaßt und im Mühlenbericht vom 11.5.1739 beschrieben wie folgt (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 131/1 fol. 37/37r): „Gestehet Peter *Kübel von Stauffenbach frey willig … daß er einen Erb­bestands-Brieff zu producieren unvermögendt, hingegen aber …. auch, sonsten jedermänniglich wissendt, daß die innehabende Mühl, bey 100 Jahren her von Erben zu Erben gekomen …. gleichwie er nun ersagte Mühl gleichfalls von seinem Vather ererbet und in …. seiner übrigen Geschwister , alß mit welchen er sich pro data verstanden und den Mühl in toto pro 900 fl. übernomen ….“


Die Mühle ist in der Renovation der Schultheißerei Reichenbach vom 17.9.1738 aufgeführt (vgl. Bericht des Amtskellers Schabrock vom 17.9.1738, LA Speyer Best. A 2 Nr. 131/ fol. 27-30) und wie folgt beschrieben: „Peter Rübel zu Stauffenbach eine Erbbestands mühl mit Einem Mahl gang, nebst Einem Schehlgang, welche derselbe vor 12 Jahren ohne angetrag gebauet, gibt jährlich ahn Erb­pfacht in die Kellerey 5 Mltr Korn, und 5 Mltr Haber nebst 4 fl ahn geld [;] von welcher Zeith her ist nicht ausfündig zu machen, al­lermassen der Müller kein Erbbestand vorzeigen können.“


Vater des Müllers und Betriebsnachfolgers, Johann Jacob 'Rübell; in einer Mühlenrenovation des kurpfälzischen Oberamts Zwei­brücken vom 3.6.1776 befindet sich eine Beschreibung der Mühle nebst einer Karte der Gebäude. Dort heißt es (vgl. LA Speyer Best. 131/3 Bl. 34-36): „Jetziger Erbbeständer ist Johann Jacob Rübell, welcher vermög eines unterm 11ten Gber 1773 aus Gelegenheit seiner damahls mit seiner jetzigen Ehefrau getroffenen Eheverlobung, errichteten und laut oberambtlichen ….. Contracts die Mühl sambt denen in dem Contract beschriebenen Güthern ..vor 1100 fl. …übernommen hat.“ Aus einem in der gleichen Akte befindlichen Schreiben des mit der Mühlenrenovation beauftragten Gerichtsschreibers Stegemann vom 3.6.1776 an das Oberamt Lauterecken (vgl. LA Speyer Best. 131/3 Bl. 32) ergibt sich, daß die Mühle von dem Müller Peter Rübel zu Staufenbach an seinen Sohn Jacob Rübel überlassen worden ist. °° mit Margaretha NN; Vater des Johann Jacob (2) Rübel (vgl. LA Speyer Best. 131/3 Bl. 35r).


Der Erbbestandsbrief für Peter Rübel datiert vom 12.3.1763 (vgl. LA Speyer Best. 131/3 Bl. 35).



Rübsamen, Albrecht:

ab 1682 Müller auf der Mahlmühle auf der Mußbach in Gimmeldingen (die spätere Holzmühle) gelegen; er kaufte die Mühle 1682 von dem Matheiß Ratzenberger.


Im Mühlenverzeichnis des Oberamts Neustadt von 1738 ist die eine Mahlmühle im Mußbach aufgeführt und wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): „Noch zu Gimmeldingen auf derselbe Bach (Anm.: wie die Hermannsche Ohligmühle die im Mühlenverzeichnis zuvor beschrieben wurde) ist noch eine Mahlmühl, dieselbe hat der Albrecht Rübsamen in Anno 1682 von dem Matheiß Ratzenberger als eine Eigentumsmühl an sich erkauft, liegt auf Churpfalz Grundt und Boden, hat nur ein Waßerradt, gibt jährlich in Pfarrey Königsbach 11 Malter Korn sonsten gnädigster Herrschaft nichts außer daß sie mit 100 fl Schatzungs Capital be­legt ist, der jetzige Poßsesser ist Johann Jakob Rübsamen, ist auch kein Consens vorhanden.“



Rübsamen Johann Jakob:

um 1738 Müller auf der Mahlmühle auf der Mußbach in Gimmeldingen (die spätere Holzmühle); er ist wohl ein Nachkomme des Al­brecht Rübsamen ++++prüfen+++++


Im Mühlenverzeichnis des Oberamts Neustadt von 1738 ist die eine Mahlmühle im Mußbach aufgeführt und wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): „Noch zu Gimmeldingen auf derselbe Bach (Anm.: wie die Hermannsche Ohligmühle die im Mühlenverzeichnis zuvor beschrieben wurde) ist noch eine Mahlmühl, dieselbe hat der Albrecht Rübsamen in Anno 1682 von dem Matheiß Ratzenberger als eine Eigentumsmühl an sich erkauft, liegt auf Churpfalz Grundt und Boden, hat nur ein Waßerradt, gibt jährlich in Pfarrey Königsbach 11 Malter Korn sonsten gnädigster Herrschaft nichts außer daß sie mit 100 fl Schatzungs Capital be­legt ist, der jetzige Poßsesser ist Johann Jakob Rübsamen, ist auch kein Consens vorhanden.“



Rübsamen, Mathäus:

um 1830 Müller in Gimmeldingen (Holzmühle ?); Sohn des Müllers auf der Holzmühle in Gimmeldingen Philipp Peter Rübsamen und dessen Ehefrau Klara Elisabetha Albrecht (vgl. Intelligenzblatt de Rheinkreises vom 4.3.1830, Nr. 23, Beilage, S. 182-183). Nach dem Tod seines Vaters wird die Holzmühle zur Auflösung der Erbengemeinschaft versteigert (vgl. Intelligenzblatt de Rheinkreises vom 4.3.1830, Nr. 23, Beilage, S. 182-183).



Rübsamen, Philipp:

bis 1908 Müller auf der Holzmühle in Gimmeldingen. Die Anlage in der Holzmühlstraße 28 war zuletzt Sägemühle und wurde 1908 von dem Sägemüller Philipp Rübsamen stillgelegt (vgl. Metz, Erich und Sitzmann, Alfred: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Muß­bach“; in: Kermann, Reinhard und Sitzmann, Alfred: Gimmeldingen. Leben im Weindorf (Neustadt 2008), S. 49).



Rübsamen, Philipp Peter:

ca. 1830 Holzmühle Gimmeldingen; Müller auf der Holzmühle in Gimmeldingen, gelegen im Gimmeldinger Tal. °° mit Klara Eli­sabetha Albrecht († vor 1830); Kinder aus der Ehe sind: 1. Helena Rübsamen, ermächtigte Ehefrau von Johannes Kehler, Ackers­mann in Meckenheim. 2. Paul Rübsamen, Wingertsmann, wohnhaft in Gimmeldingen. 3. Margaretha Rübsamen, ermächtigte Ehefrau von Peter *Langenbein, Müller wohnhaft in Sarmsheim bei Kreuznach. 4. Mathäus *Rübsamen, Müller in Gimmeldingen. 5. Katha­rina Rübsamen, ermächtigte Ehefrau von Jakob Köhler, Winzer ebendaselbst (vgl. Intelligenzblatt de Rheinkreises vom 4.3.1830, Nr. 23, Beilage, S. 182-183)


Im Intelligenzblatt des Rheinkreises wird am 4.3.1830 die Versteigerung der Holzmühle für den 22.3.1830 wie folgt annonciert (vgl. Intelligenzblatt de Rheinkreises vom 4.3.1830, Nr. 23, Beilage, S. 182-183): „Versteigerung einer Mühle zu Gimmeldingen. Montag, 22. März nächsthin … wird …., als durch Urtheil des Königlichen Bezirksgerichts zu Frankenthal vom 31. Dezember letzthin, …. auf Anstehen der Kinder und Erben des zu Gimmeldingen verlebten Müllers Philipp Peter Rübsamen und dessen ebenfalls verlebte Ehefrau Klara Elisabetha Albrecht, nämlich: 1. Helena Rübsamen, ermächtigte Ehefrau von Johannes Kehler, Ackersmann in Meckenheim. 2. Paul Rübsamen, Wingertsmann, wohnhaft in Gimmeldingen. 3. Margaretha Rübsamen, ermächtigte Ehefrau von Peter *Langenbein, Müller wohnhaft in Sarmsheim bei Kreuznach. 4. Mathäus *Rübsamen, Müller in Gimmeldingen. 5. Katharina Rübsamen, ermächtigte Ehefrau von Jakob Köhler, Winzer ebendaselbst. … zur Versteigerung … der denselben gemeinschaftlich und ungetheilt gehörigen … Mühle, nämlich: Eine Mahlmühle, „die Holzmühle genannt“, gelegen im Gimmeldinger Thal, bestehend in einer Mahlmühle mit 2 Mahlgängen und einem Schälgang, Wohngebäuden, gewölbtem Keller, Holzschoppen, Scheuer, 4 Rinds- und Pferdställen mit Speicher obendrüber, Schweinställen, Kelter, großem geräumigen Hof und hinten Pflanzgarten und Baumstück, alles in einem Geringe.“



Rügemer, Johann Heinrich:

aus Kaiserslautern; ehemaliger Hofgerichtsrat, dann Unternehmer in Kaiserslautern; 1791-1800 Didier'scher Waffenhammer am Fi­scherrück bei Kaiserslautern (vgl. Böttcher, Rudolf H.: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49: ein Beitrag zur Sozi­algeschichte einer bürgerlichen Revolution; in: Pfälz.-rheinische Familienkunde 1999, 265); diesen hatte sein Schwiegervater Franz *Didier ab 1745 übernommen; der Blechhammer am Fischerrück wurde von Ludwig Gienanth 1800 gekauft (vgl. Weber: Mühlen be­sonderer Art, a.a.O., S. 327-328); Didier'sches Eisenschmelzwerk in Eisenberg, vorher bretzenheimisch; Amtmann in Zwingenberg; 1781 Eheschließung in Kaiserslautern mit Luise Didier; Vater der Maria Franziska Elisabeth "Fanny" Rügemer (vgl. Böttcher, Rudolf H.: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49: ein Beitrag zur Sozialgeschichte einer bürgerlichen Revolution; in: Pfälz.-rheinische Familienkunde 1999, 265). Rügemer hatte am 13.9.1793 das "Eisenberger Schmelz- und Hammerwerk" aus dem Bestand der Erbengemeinschaft des verstorbenen Franz Didier übernommen (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: 180 Jahre Eisenwerk Gienanth in Eisenberg; aus einem Kaufvertrag vom 24. September 1800; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1980 S. 49 ff)


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 952: Erbbestandsvergabe des Eisenhammers und der Schmelze zu Eisenberg an Joh. Henrich Rügemer, kurpfälzischer Hofgerichtsrat und fürstl. Brezenheimischer Beamter zu Zwingenberg/Neckar, 1790-1793“



Rügemer, Maria Franziska Elisabeth „Fanny:

geboren in Kaiserslautern - † 1840; Tochter Johann Heinrich Rügemer und Luise Didier; 1. Eheschließung mit dem Anwalt Franz Anton Joseph *Schmitt († 1806); aus der Ehe stammt der 1806 geborene Sohn Nicolaus *Schmitt; 2. Ehe am 31.12.1813 mit Hein­rich *Kraus, Müller in Kaiserslautern (vgl. Böttcher, Rudolf H.: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49: ein Beitrag zur Sozialgeschichte einer bürgerlichen Revolution; in: Pfälz.-rheinische Familienkunde 1999, 265).



Rüßy (Russy), Andreas:

vor 1740; auch Russy; ab 1734 Müller auf der Mahl- und Bannmühle in Schwarzenacker; seit 1734 ist Andreas Rüßy († vor 1744) Erbbeständer auf der Mühle; er hat einen “Confirmationsschein” des Oberamts Zweibrücken vom 25.11.1734 über sein Bestands­recht (vgl. Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 86); dieser ist bestätigt im Mühlenprotokoll des Oberamts vom 16.12.1744 (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 295/5); in diesem Protokoll heißt es über die Mühle in Schwarzenacker: “[...] liegt an dem Schwarzenacker Wei­her, 1/4 Stunde von der Papiermühle, ebensoweit von der Limbacher und der Zweibrücker Mahlmühle entfernt. 3 Wasserräder treiben 2 Mahlgänge und 1 Schälgang. Erbbeständer sind Andreas Rüßy Erben, sie entrichten in die Wörschweiler Klosterschaffnerei 14 Ma. Korn jährlich. Gebannt in die Mühle sind: Bierbach mit 45, Innweiler mit 14, Schwarzenacker mit 15, Wörschweiler mit Klosterberg mit 6 und der Gutenbrunner und Glashütter Hof mit 20 Haushaltungen. Die Mühle wird derzeit von den beiden ältesten Söhnen Rüßy betrieben.” (LA Speyer Best. B2 Nr. 295/5; zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 205)


Am 3.5.1740 in der Kirche auf dem Gutenbrunnen heiratet die Gertrauda Russy, des verlebten Andreas Russy, gewesenen Beständers der Schwarzenacker Mühle hinterlassene Witwe, den Johann Peter Schomar, Witwer auf dem Gutenbrunnen (vgl. Bohrer: Copulati­ons-Register zu den Evangel. Reform. Kirchenbüchern der Pfarrei Ernstweiler, a.a.O., S. 50).



Ruffra, Johann Ludwig:

1848 Oberotterbach; Ölmüller auf der Winzenmühle in Oberotterbach. Am 31.7.1848 wird im Wege der Erbauseinandersetzung nach dem verstorbenen Ölmüller Johann Ludwig Ruffra die Winzenmühle versteigert, bestehend „in einer Oelmühle, die Winzen­mühle genannt, zur Gemeinde Oberotterbach gehörend, nicht weit von der Landau-Weißenburger Straße gelegen ….“ (vgl. „Der Eil­bote“ Landau vom 15.7.1848, S. 398 = LA Speyer Best. Y 20/41).



Rummel, Georg:

1673; von 1671/73 Müller auf der Rehhütter Mühle; am 8.8.1671 erhält Georg Rummel einen Temporalbestand für 5 Jahre (vgl.. LA Speyer Best A2 Nr. 1443, 2a S. 11-13); er kam vermutlich aus Frankenthal, denn das Kirchenbuch von Neuhofen nennt 1672 “die Müllerin, so von Frankenthal dahin gezogen.” Georg Rummel soll “die geringe Arbeit an dem laufenden Geschirr, wie die Schaufeln am Schöpfrad, die Stäbe und Kämme an den Kampfrädern ... selbst und auf eigene Kosten machen. Größere Mängel, die ohne sein Verschulden entstehen, will die Herrschaft reparieren lassen.” Das Wohnhaus der Mühle war nach dem Krieg immer noch zerstört. “Weil für den Müller und die Seinigen gegenwärtig keine Wohnung vorhanden ist, soll auf das allda stehende Mauerwerk, worauf ehemals ein Bau gestanden, ein Wohnhaus erbaut werden. Der Müller soll darüber einen Abriß und Ueberschlag einschicken und die Löhne für die Handwerker vorschießen. Er darf dafür im ersten Bestandsjahr 150 fl, im zweiten Jahr den Rest an seinem jährlichen Pacht von 350 Gulden abziehen. Das benötigte Bauholz soll vom herrschaftlichen Holz genommen und in der Fron herbeigeführt werden, die übrigen Baumaterialien sollen von Friedrichsburg (Mannheim) aus dahin gebracht werden (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 1443, 2a zitiert nach Wihr: Rehhütter Chronik, a.a.O., S. 36). Rummel stirbt bereits 1673.



Rung, Hans Michael:

von ca. 1700 oder früher – 1708 Müller auf der Merzalber Mühle. Er wurde Nachfolger des Müllers Jacob Gantzer). Erhalten ist ein von Hans Michel Rung erstelltes Kundenverzeichnis aus dem Jahr 1700 (vgl. LA Speyer Best. C 5 Bl. 10). 1708 übergab Michel Rung die Mühle an den Müller Johann *Theobald, weil er den Betrieb nicht mehr halten konnte oder wollte. Im Land herrschte da­mals große Armut. Schlechte Ernten und starke Winterkälte, insbesondere im Jahr 1710 verschlimmerten die Situation. Ebenso wie sein Vorgänger konnte der Müller Theobald die Mühlengült nur schwer aufbringen und mußte die Herrschaft mehrfach um Nachlaß bzw. Stundung bitten.



Rupp, Andreas:

um 1860 in Alsenborn; Erbauer der Unteren Hetschmühle in Alsenborn; ursprünglich gab es in Alsenborn nur eine Hetschmühle; die Untere Hetschmühle wurde 1860 von Andreas Rupp als Hanfreibe bzw. Ölmühle, dabei Mahlmühle erbaut; letztere mit Bäckerei wurde zuletzt von Friedrich Hübsch betrieben und 1940 stillgelegt. Die Ölmühle wurde schon 1895 geschlossen; ständig Wasserman­gel (vgl. Weber: Mühlen der Nordpfalz im Bereich der Alsenz, a.a.O., S. 4)



Rupp, Christian:

21.2.1766 Bischheim Heuberger Mühle; um 1746 - 1766 Müller auf der Heuberger Mühle bei Bischheim. 1746 war Christian Rupp der Müller auf der Heuberger Mühle; °° I Anna NN. ( 26.5.1744); °° II 1746 mit der Witwe Gertruda NN:, aus der ersten Ehe waren 4 Kinder vorhanden, darunter der 11jährige Sohn Henrich Rupp (geb. 1735 err.); Christian Rupp hatte bei seiner 1. Eheschließung von seinem Schwiegervater u.a. die Heuberger Mühle erhalten. Anläßlich der 2. Eheschließung von 1746 des Müllers Christian Rupp wurde am 28.10.1746 das Erbschaftsinventar nach seiner verstorbenen ersten Ehefrau aufgestellt und die Mühle mit 1000 fl bewertet. Erneut wurde nach seinem Tod am 22.4.1766 ein weiteres Inventar aufgestellt und die Erbteilung vorgenommen. Es waren 1766 aus der 1. Ehe 3 Kinder vorhanden, aus der 2. Ehe 3 weitere minderjährige Kinder (vgl. LA Speyer Best. F 22 Nr. 131Heuberger Mühle).



Rupp, Johann Conrad:

zwischen 1710 und 1730 in Speyer erwähnt; Spitalmüller in Speyer; zwischen 1710 und 1730 wird Johann Conrad*Rupp als Hospi­talmüller in Speyer urkundlich erwähnt (vgl. Hartwich, Wolfgang: Bevölkerungsstruktur und Wiederbesiedlung Speyers nach der Zerstörung von 1689; Diss., Heidelberg 1965, S. 132). Rupp nimmt zwischen 1720 und 1730 zwei Darlehen zu 650 und 1050 Gulden auf und stößt im gleichen Zeitraum für 565 Gulden Acker ab, nach dem er zwischen 1710 und 1720 für 844 Gulden Felder gekauft hatte (vgl. Hartwich, a.a.O., S. 132).



Rupp, Henrich/Heinrich:

um 1773 Müller auf der Heuberger Mühle in Bischheim. Am 16.3.1773 ist in einem Inventarium über den Nachlaß der Catharina Witwe von Christian Staufer vom Altbolanderhof, die Tochter „Maria, Henrich Ruppen Ehefrau auf der Heuberger Mühl“ erwähnt (vgl. LA Speyer Best. F 22 Nr. 131a fasc. 240). Um 1797 ist der Heinrich Rupp Maurermeister und Müller auf der Heuberger Mühle; seine Tochter Susanna Rupp heiratet am 26.11.1797 in Kirchheimbolanden den Drehermeister Joh. Daniel Laukhardt (vgl. Gabel­mann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 321).


Henrich Rupp als Erbbeständer der Heuberger Mühle klagte 1778-1781 gegen die Pächter der Heuberger Hofes zu Bischheim wegen Wasserstreitigkeiten (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 180: „Klage des Erbbestandsmüllers Henrich Rupp von der Heuberger Mühle ge­gen die Pächter des Heuberger Hofes zu Bischheim wegen Wasserstreitigkeiten 1778-1781“).



Rupp, NN.:

um 1710 Müller auf der Heuberger Mühle bei Bischheim; Mennonit; “Cousin Rupp” des Mennoniten Krebiel vom Weiherhof (vgl. Krehbiel, Howard E.: “From Troubled Times, Elverson: Olde Springfield Shoppe, 1994, S. 25).



Rupp, Philipp:

um 1879 Müller und Bäcker in Dreisen.


Am 19.5.1879 ließ Philipp Rupp in Dreisen versteigern: „sein im Dorfe Dreisen an der Göllheimer Straße gelegenes Mühlenanwesen bestehend in: Plan-Nr. 104, 19 Dec = 6 Ar 47 m² Fläche, worauf: ein Wohnhaus, Mahlmühle mit zwei Gängen und einem Schälgan­ge, vollständige Bäckerei, 3 Keller, Stall, Schweineställe und Hofraum mit Brunnen, … Plan-Nr. 281 Mühlteich …. Plan-Nr. 281 1/3 Ablaßbach ...“ (vgl. Grünstadter Anzeiger Nr. 106 vom 7.5.1978).



Rupp, Valentin:

um 1798 Müller auf der Oberen Hetschmühle in Alsenborn. Seine Ehefrau Franziska war eine geborene Gehm. Sie hatten von dem Enkenbacher Bürger Henrich Würtz 2400 Gulden geborgt und mußten zur Absicherung des Darlehens auch ihre von der ehemaligen Geistlichen Güteradministration herrührende Mühle in Pfand geben (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die beiden Hetschenmühlen un­terhalb Alsenborn; in: Pfälzische Heimatblätter Jg. 6, 1958, S. 22). Valentin Rupp scheint die Mühle bei der Versteigerung der ehema­ligen kurpfälzischen Staatsgüter durch die französische Domänenverwaltung ersteigert zu haben. In der Folge blieb die Mühle über 100 Jahre lang im Besitz der reichen Familie Rupp.



Rupp, Valentin (1):

ab 1840 Müller auf dem Münsterhof bei Dreisen. 1784 wurde die Mühle für jährlich 10 Malter Korn, 10 Malter Spelz, 10 Malter Ha­fer Erbpacht an Daniel Geiß vergeben. Im gleichen Jahr wurde eine Hanfreibe eingerichtet. Durch Heirat der Tochter Anna Geiß mit Wilhelm Oberländer ging der Besitz auf diesem über. Von den Kindern aus dieser Ehe kaufte 1840 Valentin Rupp I die Mühle für 6500 Gulden. Sie ging 1847 an dessen Sohn Valentin Rupp II über. Eine Tochter heiratete Heinrich Fasbender. Dieser nahm die Stil­legung der Mühle vor (vgl. Wolf, Julius: Wüstungen in und bei Dreisen; in: Busch u.a.: Untergegangene Dörfer und Kleinsiedlungen in der Nordpfalz, a.a.O., S. 223 leider ohne Quellenangaben).



Rupp, Valentin (2):

ab 1847 Müller auf dem Münsterhof bei Dreisen. Sohn des Müllers Valentin (1) *Rupp. Die Mühle ging 1847 vom Vater auf den Sohn Valentin Rupp II über. Eine Tochter heiratete von Valentin (2) Rupp heiratete später Heinrich Fasbender. Dieser nahm die Stille­gung der Mühle vor (vgl. Wolf, Julius: Wüstungen in und bei Dreisen; in: Busch u.a.: Untergegangene Dörfer und Kleinsiedlungen in der Nordpfalz, a.a.O., S. 223 leider ohne Quellenangaben).



Ruppenthal, Daniel:

um 1746 Lohmüller in Offenbach/Glan. Lohmüller in Offenbach/Glan. Im pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis von 1746 für das Oberamt Lichtenberg (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7) befindet sich folgende Angabe (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O, S. 212): „ Desgleichen befinden sich hier 2 kleine „Lohmühlen“, eine oben und eine unten an der Mühle. Die eine gehört Jakob *Simon von Offenbach, die anderen dem Daniel Ruppenthal.“



Ruppert, Johann Friedrich:

s. Rupprecht, Johann Friedrich



Rupprecht, Johann Friedrich:

im Kirchenbuch von Kirchheimbolanden auch als 'Ruppert' oder 'Ruprecht' bezeichnet; um 1774 Bischheim; Eheschließung mit Frie­derica Louisa (Luise) Knauer, der Tochter des Schultheißen in Bischheim und Müllers auf der Herrenmühle in Bischheim, Johann Pe­ter *Knauer; Rupprecht übernahm den Betrieb der Herrenmühle in Bischheim ab 1774 von seinem Schwiegervater und erweiterte 1782 den Betrieb um eine Ölmühle, eine Hanfreibe und eine Gipsmühle (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die Herrenmühle in Bisch­heim; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1976, S. 44)


Johann Friedrich Rupprecht, war mit anderen, darunter Peter *Schwab aus Kirchheimbolanden, Erbbeständer des Jaspis- und Achat­werkes in der Grafschaft Falkenstein; dieses Werk beabsichtigte, die unbearbeiteten Steine im Ausland, die Grafschaft Nassau-Weil­burg zu verbringen und in der Achat-Schleifmühle auf dem Rothenkircherhof bearbeiten zu lassen; sie wurde jedoch zunächst mit ei­nem Ausfuhrverbot belegt (vgl. Schwab, Heinrich: Die Rothenkircher Schleifmühle und die Jaspisgesellschaft; in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 198 S. 10 ff;).


Am 29. 11.1768 sind als Paten im lutherischen Kirchenbuch eingetragen „Joh. Friedrich Ruprecht u. Louisa, geb. Knauer von Bisch­heim“ (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 397). Am 30.11.1774 sind bei der Taufe in Kirchheimbolanden des Friedrich Ludwig Friege S. d. Samuel Feige, Schuhmachermeister hier, u. Maria Catharina geb. Schomin als Paten genannt: Friedrich Ruppert, Müller auf der Her­renmühle in Bischheim, u. seine Frau Friederica (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 252). Bei der als 'Friederica' bezeichneten Ehefrau handelt es sich Friederica Louisa Knauer, die Tochter des Müllers auf der Herrenmühle in Bischheim, Johann Peter Knauer und der Maria Sara NN. sowie Enkelin des Müllers auf der Herrenmühle in Bischheim, Johann *Knauer und der Anna Appolonia NN. (?) (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 390).


Am 04.03.1774 wird getauft die Friederica Katharina Ruprecht, T.d. Joh. Friedrich Ruprecht u. Friederika Louisa geb. Knauer vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 401), am 28.8.1776 die Tochter Jakobina Luisa Ruprecht (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 403), am 19.6.1779 die Tochter Maria Eva Ruprecht (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 405), am 30.8.1781 die Tochter Luisa Ruprecht (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 408), a. 22.2.1784 die Tochter Charlotte Ruprecht (vgl. Gabel­mann, a.a.O., S. 410)


Am 1.9.1780 sind als Paten im lutherischen Kirchenbuch Kirchheimbolanden eingetragen: „Joh. Friedrich Ruprecht, Müllermeister in Bischheim, u. dessen Frau“ (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 406).


Am 30.08.1781 erfolgt die Taufe in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden der „Ruprecht Luisa, T.d. Joh. Friedrich Ruprecht, Müllermeister in Bischheim, u. Friederica Luisa geb. Knauer von Bischheim; Paten: Luisa Liebrich, T.d. Pfarrers Liebrich von Bisch­heim“ (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 408).


1781-1782 kam es zu einem Prozeß des Erbbestandsmüllers Ruprecht zu Bischheim gegen N. Chormann auf der Kupfermühle wegen Anlage einer Schleuse (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 1300: „Prozeß des Erbbestandsmüllers Ruprecht zu Bischheim gegen N. Chor­mann auf der Kupfermühle wegen Anlage einer Schleuse, 1782-1783“).


Am 27.11.1787 heiratet in Kirchheimbolanden der Georg Peter Ruprecht, S. d. Friedrich Ruprecht, Erbbestandsmüller zu Bischheim, und die Christina Elisabetha Bauer, T. d. herrschaftl. Erbbeständers Johannes Bauer auf dem alten Bolander Hof (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 315).


Am 5.2.1788 ist Patin in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden die Catharina Rupprecht, T.d. Joh. Friedrich Rupprecht, Mül­ler zu Bischheim“ (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 279).


Am 9.7.1790 ist als Patin im lutherischen Kirchenbuch Kirchheimbolanden eingetragen: „Friederica Luisa Ruprecht, Fr.d. Friedrich Ruprecht, Erbbestandsmüller zu Bischheim“ (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 285).


Am 05.10.1792 wird getauft Joh. Friedrich Ruprecht, S. d. Georg Peter Ruprecht, Herrschaftl. Erbbeständer auf dem alten Bolander Hof, u. Christina Elisabetha geb. Bauer; Paten sind: Joh. Friedrich Ruprecht, herrschaftl. Erbbeständer auf der Herrenmühle in Bisch­heim, u. seine Frau Friederica Luisa (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 291)


1792/93 kommt es zu einer Pfandschaftsklage des Martin Schilling zu Niederwiesen gegen Friedrich Rupprecht zu Bischheim (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 1302).


Die Eheleute Friedrich Rupprecht und Luise Knauer machen am 6.3.1797 Erbansprüche am Nachlaß der Catharina Philippina Knau­er, Witwe des Jeremias Krauß geltend, einer Base von Luise Knauer (vgl. Ausfautheiakten Kirchheimbolanden LA Speyer Best. F. 22 Nr. 129). Anm.: ++++prüfen: die Angabe kann nicht stimmen++++ der Metzgermeister Jeremias Ehrenfried Krauß war in 1. Ehe ver­heiratet mit Maria Barbara Pistor († 27.3.1762) und in 2. Ehe verheiratet mit Catharina Philippina Rodenberger/Rothenberger († 6.2.1797 im Alter von 65 Jahren); beide werden am 18.10.1765 und am 19.11.1780 als Paten im Kirchenbuch von Kirchheimbolan­den genannt (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 213, 265). Bei der Tau­fe des Sohnes Friedrich Ludwig Krauß am 5.7.1767 in Kirchheimbolanden, dem Sohn des Jeremias Ehrenfried Krauß und Catharina Philippina Rodenberger/Rothenberger war u.a. als Patin anwesend die Friederica Louisa Knauer, T.d. Peter Knauer, Schultheiß in Bischheim (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 217).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 199: „Erbbestandsvergabe der Herrenmühle zu Bischheim an Joh. Peter Knauer, dann Friedrich Ruprecht, 1698. 1738-1791“



Russy, Andreas:

s, Rüßy, Andreas
























Litera S



Saling (Sallin), Peter:

geb. Metz - † 7.9.1708 Kaiserslautern; Gerber aus Metz; Stiefsohn des Nagelschmieds in Kaiserslautern, Paul Sambin (vgl. Herzog. Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O, S. 104 Nr. 3221); reformiert; um 1683 als Gerber in Kaiserslautern genannt; Handelsmann und Müller in Kaiserslautern; Sohn von ++++ergänzen++++;


Bürgeraufnahme in Kaiserslautern am 10.9.1653; 1656 wird er als Mitglied der Lauerzunft in Kaiserslautern geschatzt (vgl. Herzog. Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O, S. 104 Nr. 3221).


Er wird am 11.6.1657 verklagt von Wendel Leininger aus „Steindenbühl“ (Standenbühl) (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 81 Nr. 2943).


Sallin hat am 14.7.1657 Tuch aus Metz nach Kaiserslautern gebracht und hier verkauft; deshalb klagt die Wollweberzunft gegen ihn (vgl. Herzog. Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O, S. 104 Nr. 3221).


Sallin wohnt am 22.1.1663 im Haus des Simon Christman, der wieder nach Kaiserslautern zurückkehren will (vgl. Herzog. Kaisers­lautern 1651-1681, a.a.O, S. 104 Nr. 3221).


Sallin reist am 11.9.1666 zusammen dem Krämer in Kaiserslautern Hans Nicolaus Hoffmann mit einem von der Fürstin Maria Eleo­nore von Pfalz-Lauter und Herzogin von Simmern ausgestellten Paß nach Straßburg (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 77 Nr. 2874). Sallin will erneut am 9.1.1667 nach Straßburg reisen, erhält aber wegen Pestgefahr kein Attest über „gesunde Luft“ (vgl. Herzog. Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O, S. 104 Nr. 3221).


1672 Stadtrat in Kaiserslautern (vgl. Herzog. Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O, S. 104 Nr. 3220). Er will am 2.8.1673 am Sauwoog eine neue Lohmühle errichten; nach 28.6.1674 ist er zeitweise Nachfolger des des Stadtschreibers Gedeon Schaffner; 1674 und 1680 ist Sallin Ratsbürgermeister in Kaiserslautern; am 22.10.1680 als Bürgermeister und Deputierter Teilnehmer an der Beisetzung des Kurfürsten Carl Ludwig von der Pfalz (vgl. Herzog. Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O, S. 104 Nr. 3221).



Sallin wird 1683 geschatzt mit einem Vermögen von 810 fl; ab 17.1.1685 Stadtschultheiß und “reisiger“ Amtsschultheiß, soll künftig an allen Ratsversammlungen teilnehmen erhält 28.4.1685 mit Genehmigung des Oberamts von den Vormündern der Wentzel'schen Kindern zu Otterberg gegen Verpfändung seiner Loh- und Mahlmühle „oben an der Papiermühle“ mit aller Gerechtigkeit samt 12 Morgen Acker ein Darlehen von 300 fl; hat 11.6.1685 mit Jonas Morgenbaum, Bürger und Lederhändler in Frankfurt/Main einen „Accord“ in Sachen Lederhandel abgeschlossen; ist am 29.3.1685 Pate von Maria Rosa Moll, Tochter des Joh. Philipp Moll, Stadt­schreiber in Otterberg. Bei seinem Tod wird der französische Intendant in Homburg benachrichtigt (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 82 Nr. 4733).


°° im III. Quartal 1669 mit Salome Johannette Römer (Tochter des Stiftsschaffners Franz Konrad Römer) (vgl. Herzog. Kaiserslau­tern 1651-1681, a.a.O, S. 104 Nr. 3221). Bei der Taufe der Anna Salome Lavo am 25.3.1687 in Ramstein waren Paten der Handels­mann und Müller auf der Salingsmühle Kaiserslautern, Peter Sallin/*Saling und dessen Ehefrau Salome Johannetta Römer) (vgl. Her­zog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 82 Anm. zu Nr. 4733).


Vater der Johannetta Rebecca Saling († 7.3.1706 Kaiserslautern) und des Johann Ludwig Saling (konf. Pfingsten 1706) (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 82 Anm. zu Nr. 4733), Vater auch des Johann Nicolaus Sallin und des Peter Wilhelm Sallin (vgl. Herzog. Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O, S. 104 Nr. 3221).



Salzmann, Johannes:

26.5.1725, Müller auf der Säge- und Ölmühle am herrschaftlichen Weiher in Winterbach; seine Tochter Susanna Salzmann heiratet am 7.8.1725 in Buntenbach (das heutige Großbundenbach) den Schuhmacher Sebastian Lutz, der zugleich Säge- und Ölmüller auf der Säge- und Ölmühle in Winterbach ist. Lutz der in „Heringen im kurpfälzischen Oberamt Otzberg“ geboren ist, verstarb am 17.4.1754 im Alter von 53 Jahren an „Wassersucht“, seine Witwe Susanna Salzmann am 28.2.1761 im Alter von 78 Jahren (vgl. Schmidt, Erwin F.: Familiennamen in der ehemaligen Gemeinschaft Buntenbach im 18. Jahrhundert, 1. Fortsetzung; in: PRFK 1977, S. 460, 463). Vater auch der Anna Elisabeth Salzmann (°° Winterbach 1741 Johann Paul Koch, Sohn des verlebten Pfarrers Wilhelm Ludwig Koch zu Limbach) (vgl. Schmidt, Erwin F.: Familiennamen in der ehemaligen Gemeinschaft Buntenbach im 18. Jahrhundert, 1. Fortsetzung; in: PRFK 1977, S. 463).



Sammüller, Georg:

vor 1670 Niederweidenthal; auch als Georg „Saumüller“ bezeichnet (vgl. Wittner, Heinz R.: Bewohner des Amtes Lindelbrunn; in: PRFK, Bd. 12, Heft 6, S. 304). Zunächst Müller in Wilgartswiesen (vgl. Wittner, Heinz R.: Bewohner des Amtes Lindelbrunn; in: PRFK, Bd. 12, Heft 6, S. 304). Später Müller in Niederweidenthal (heute Vorderweidenthal); reformiert; vor 1670 war Georg *Sam­müller der Müller in Niederweidenthal; Vater der Maria Barbara Sammüller († Gräfenhausen ?.3.1686; °° ref. 9.8.1670 in Gräfenhau­sen mit Hans Wilhelm Handwerker) (vgl. Biundo,: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 4).



Sanftleben, Georg Peter:

1720-22 Betreiber der Lambsheimer Mühle (vgl. Klein, Günter: Die Lambsheimer Mühle, a.a.O., ohne Seitennummerierung)



Sauer, Simon:

um 1590; Müller und Bauer in Rutsweiler/Glan. Die dortige Mühle bestand bereits vor 1590 als Walkmühle; 1590 plante Simon *Sauer aus dem benachbarten Rutsweiler/Glan den Bau einer Getreidemühle. Dieses Gesuch wurde zunächst abgelehnt, da in unmit­telbarer Nähe in Mühlbach und in Stegen bereits Mahlmühlen bestanden. Auf einen erneuten Antrags Simon Sauers von 1592 wurde der Bau genehmigt; allerdings durfte die Mühle von Sauer, der zugleich Bauer war, nur zum Mahlen eigenen Getreides genutzt wer­den. Allerdings durfte er bei Ausfall einer der benachbarten Mühlen für eine gewisse Zeit Kundenaufträge annehmen (vgl. LA Speyer Zweibrücken I-A 662/6; Latterner, Rudi: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 134).



Sauerbrunn, Heinrich:

1831 Lochmühle in Lingenfeld; Müller auf der Lochmühle; °° mit Christina Breunig; Vater der noch minderjährigen Maria Elisabe­tha Sauerbrunn, wohl auch Vater der † Maria Eva Sauerbrunn (°° mit dem Landwirt in Westheim Georg Adam Breunig; Mutter der minderjährigen Kinder Maria Christina Breunig und Georg Breunig), sowie der (err.) Maria Christina Sauerbrunn (°° mit dem Guts­besitzer Johann Baßler aus Essingen).


Im Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 96 vom 15.10.1831 befindet die Versteigerungsannonce vom 11.10.1831 über die Lingenfel­der Mühle: „Donnerstag, den 27. October 1831 … wird nachbezeichnete, zum Nachlasse des auf der Lochmühle verlebten Müllers Heinrich Sauerbrunn gehörige Mühle … versteigert, … nämlich: Eine Mühle, bestehend in zwei Mahlgängen und einem dritten, wel­cher mit einem Schälgang verbunden ist, einer doppelten Hanfreibe, einer Gyps- und Oelmühle, sammt sehr geräumigen Wohn- und Oeconomiegebäuden … und einem Fischweyher, welcher zugleich die Mühle zu jeder Zeit des Jahres mit dem nöthigen Wasser reichlich versieht, das Ganze gelegen im Banne von Lingenfeld, genannt die Lochmühle, an der Landstraße zwischen Lingenfeld und Germersheim. Die Versteigerung erfolgt …. auf Anstehen von 1. Christina geborene Breunig, Witwe von Heinrich Sauerbrunn, Mül­lerin handeln sowohl für sich in eigenem Namen, wie auch als … Vormünderin ihrer mit ihrem Ehemann erzeugten minderjährigen Tochter Maria Elisabetha Sauerbrunn; 2. Heinrich Jakob Breunig, Gastwirth zu Oberlustadt wohnhaft, handelnd als gerichtlich er­nannter Nebenvormund dieser Minderjährigen; 3. Georg Adam Breunig, Ackersmann, zu Westheim wohnhaft, handelnd als natürli­cher Vormund seiner mit seiner verlebten Ehefrau Maria Eva Sauerbrunn erzeugten noch minderjährigen Kinder: a. Maria Christina Breunig und b. Georg Breunig; 4. Andreas Hellmann, Ackersmann, zu Westheim wohnhaft, handeln als Beivormund dieser Minder­jährigen und 5. Maria Christina Sauerbrunn, Ehefrau von Johann Baßler, Gutsbesitzer zu Essingen, im Kanton Landau wohnhaft.“



Saul, Konrad:

ab 1796 Müller auf der Oberen Eselsmühle in Enkenbach (vgl. Weber: Mühlen im Alsenztal, a.a.O., S. 6).



Saumüller, Georg:

s. Sammüller, Georg



Sauter, Sautter:

verschiedene Schreibweisen



Sauter, Johann:

Lehensmüller auf der Biebermühle, heiratet 1789 Anna Margarethe Triker (vgl. Gemeinde Donsieders [Hrsg.]: Donsieders in seiner Geschichte, a.a.O., S. 382).V



Sauter, Johannes:

geb. um 1640 – 30.6.1694 Kleinkarlbach; Müller in Kleinkarlbach ++++klären : welche Mühle++++ (vgl. Mitteilung von Paula Ste­phan vom 3.11.2011).



Sautter, Johann Georg:

um 1738 Müller auf der Stadtmühle in Neustadt/Haardt; Sohn des Stadtmüllers Johann Jakob *Sauter. Im kurpfälzischen Mühlenver­zeichnis 1738 ist die Stadtmühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): „Die Stadtmühl in der Neustadt hat aber Joh: Jacob Sauter, deß jetzigen Pohseßsors sein seeliger Vatter anno 1720 von dem Leopold Bartle auf sich als ein Erbbestands Mühl gekauft, hat von Anfang 3 Gäng gehabt und auch noch, gibt, jährlich in hießige Kellerey 65 ½ Ma. Korn Erbpacht, so dan 6 fl Maß Gehlt benembst 20x vor einen Cappern in hießige Gefallverwäßerei 1 ½ Maltern Korn zu all hießigem Stift, 52x in des armen Leuth Ambt, 3 ½ in das Spital Branchweiler, 1 fl 9x Müller Umbgeldt, wie solches der Erbbestands Brief so in Anno 1723 ist erneuert wor­den alles melden thutt, der jetzige Possesser ist Johann Geörg Sautter.“ (Anm.: in anderer Textfassung: Sauter)



Sauter, Johann Jakob:

um 1682 Bürger und Zimmermeister in Speyerdorf. 1682 baute er zusammen mit Peter Kirchner, dem „Zoll bereuther“ die Obermüh­le Neustadt neu auf (vgl. Habermehl, Paul: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plänen; in: Weyrich, Klaus Peter: Neustadt. Beiträge zur Geschichte einer pfälzischen Stadt, Neustadt 1975, S. 361). Vater des späteren Müllers auf der Obermühle bei Neustadt, Johann Wendel Sautter (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738).



Sauter, Johann Jakob:

um 1720 in Neustadt/Haardt; 1720 erwirbt Johann Jakob Sauter die Stadtmühle von Leopold Bartle als Erbbestandsmühle (vgl. Ha­bermehl, Paul: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plänen; in: Weyrich, Klaus Peter: Neustadt. Beiträge zur Geschichte einer pfälzischen Stadt, Neustadt 1975, S. 362). Stadtmüller in Neustadt: Vater des Müllers auf der Stadtmühle in Neustadt Johann Georg Sauter.


Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Stadtmühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): „Die Stadt­mühl in der Neustadt hat aber Joh: Jacob Sauter, deß jetzigen Pohseßsors sein seeliger Vatter anno 1720 von dem Leopold Bartle auf sich als ein Erbbestands Mühl gekauft, hat von Anfang 3 Gäng gehabt und auch noch, gibt, jährlich in hießige Kellerey 65 ½ Ma. Korn Erbpacht, so dan 6 fl Maß Gehlt benembst 20x vor einen Cappern in hießige Gefallverwäßerei 1 ½ Maltern Korn zu all hießi­gem Stift, 52x in des armen Leuth Ambt, 3 ½ in das Spital Branchweiler, 1 fl 9x Müller Umbgeldt, wie solches der Erbbestands Brief so in Anno 1723 ist erneuert worden alles melden thutt, der jetzige Possesser ist Johann Geörg Sautter.“ (Anm.: in anderer Textfas­sung: Sauter)



Sautter, Johann Wendel:

um 1738; Sohn des aus Speyerdorf stammenden Zimmermanns Hans (Johann) Sautter; dieser hatte 1682 zusammen mit Peter Kirch­ner, dem „Zoll bereuther“ die abgebrannte Obermühle bei Neustadt neu aufgebaut (vgl. Habermehl, Paul: Die Stadt Neustadt nach al­ten Karten und Plänen; in: Weyrich, Klaus Peter: Neustadt. Beiträge zur Geschichte einer pfälzischen Stadt, Neustadt 1975, S. 361). Johann Wendel Sauter hatte um 1738 die Obermühle in Nachfolge seines Vaters als Erbbestandsmühle inne.


m kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Obermühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): „Die Ober­mühle zu Neustadt ist in anno 1682 als fir vorhin angebrannt gewesen von dere damaligen Zollbereit Johann Peter Kircher undt Hanß Jacob *Sautter Bürger und Zimermeister zu Speirdorf vermög Bestandsbrief neu aufgebaut worden, diese Mühl hatt 3 Gäng undt gibt jährlich in hießige Kellerey 62 Malter Erbpacht, sodann in die Gefällverwäßerey 6 fl 3 ¾ fl Schweine Mast Geldt; der jetzige Poßser ist Johann Wendel *Sautter, ein Sohn von obigem Jacob Sautter undt dann ist noch oben dieser Mühl eine kleine Hirschen Mühl (nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 250: = Hirsemühle) welche deß jetzigen Possesser sein Vatter selig auf sein Erbbestandsguth neu aufgebauett hatt, doch wann die Hirsche Mühl gehen thutt, so muß ein von dem obigen 3 gäng stehen bleiben, hatt sonsten keine Beschwere, ist auch kein fernere Consens vorhanden der Posseßer selbst auß sagen thutt.“



Sauter, Johann Wendel:

1786 als Lehnsmüller in Dellfeld erwähnt; °° am 19.12.1786 in Contwig mit Anna Margaretha Fricker aus Contwig (vgl. Bohrer, u.a.: Register zum reformierten Kirchenbuch Contwig, a.a.O.,  S. 74).



Sauter, Konrad:

Müller (und Erbauer ?) auf der 1751 erbauten Ixheimer Mühle (vgl. Rohr: Allerlei über das ehemalige Holzflößen von Dusenbrücken bis Zweibrücken; in: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zweibrücker Land 2003, S. 202)



Sauter, Peter:

aus Lachen(-Speyerdorf); Müller auf der Aumühle bei Haßloch; °° mit Elise Brauch; die Eheleute Sauter/Brauch kauften die Aumüh­le bei Haßloch und richteten eine Gastwirtschaft ein, das “Mühlenstübchen”, um ihre Einnahmen zu verbessern. Diese reichten aber nicht aus, die verschuldeten Eheleute zündeten daraufhin am 27.1.1932 das Anwesen an; dieses brannte vollständig ab, es blieben nur Brandruinen übrig. Die Eheleute Sauter/Brauch waren mit 18000 Reichsmark verschuldet, u.a. bei Schwarz-Storchen-Brauerei in Speyer. Für die Brandstiftung erhielten die Eheleute eine Haftstrafe von 3 Jahren. Am 8.6.1932 verkaufte der damalige Haßlocher Georg Brauch im Auftrag der Familie das Anwesen (vgl. Ruckdeschel, Bernd H.: Die Haßlocher Mühlen, a.a.O., S. 48-50).



Savigny, Peter Michael de:

20.2.1660 Kirchheim/Weinstraße – 21.7.1707 Kirchheim/Weinstraße (vgl. Internetdatei familysearch.org); evangelisch; sein Grab­stein von 1719 befindet sich in der ev. Kirche in Kirchheim/Weinstraße; Sohn des leiningen-westerburgischen Forstmeisters in Kirch­heim Paul de Savigny (22.6.1622 Metz - 24.4.1685 Kirchheim; °° 25.11.1651 in Sausenheim) und der Maria Ursula Grobart (8.11.1629 – 24.4.1701 Weilburg/Lahn); leiningen-westerburgischer Forstmeister in Kirchheim; Eigentümer der herrschaftlichen Bannmühle in Kirchheim (= Alte gräflich leiningische Mühle ++++prüfen++++); °° am 20.2.1692 in Harxheim a.d. Steige (bei Mainz) mit Anna Barbara Best (~ 20.3.1670 Undenheim/Rheinhessen – 14.2.1745; °° II 8.9.1711 Kirchheim mit Karl Balthasar Mey­er, leiningen-westerburgischer Landkommissar in Kirchheim), der Tochter des Schultheißen zu Undenheim, Philipp Best (1635 Harx­heim a.d. Steige – 14.7.1707; °° 23.4.1667 Undenheim) und der Anna Clara Laubenheimer (1641 Undenheim – ca. 1690 vermutlich auf der Flucht vor den Franzosen, Tochter des Andreas Laubenheimer und der Catharina Froh, diese † am 21.3.1666 [Pestjahr]) (vgl. Internetdatei familysearch.org; Curschmann, Dieter: Schultheiß Philipp Best zu Undenheim und seine Familie; in: PRFK 1976, S. 373).


1691 kaufte der Schultheiß zu Undenheim, Philipp Best, die herrschaftliche Bannmühle zu Kirchheim a.d. Eck (heute Kirchheim a.d. Weinstraße) und schenkte sie seinem Schwiegersohn Peter Michael de Savigny (vgl. Curschmann, Dieter: Schultheiß Philipp Best zu Undenheim und seine Familie; in: PRFK 1976, S. 373).



Sayn-Wittgenstein, Grafen von:

die Grafen von Sayn-Wittgenstein waren um 1729 Eigentümer der ehemaligen Hornbacher Mühle in Münchweiler / Alsenz (vgl. Busch, Egon: Wandel und Verschiebung im bäuerlichen Besitztum von Münchweiler (Alsenz); in: Pfälzer Heimat 1977, S. 21); sie waren Inhaber der Herrschaft Neuhemsbach



Schaaf, Familie:


Literatur:

- Schaaf, Karl: Die Familien Schof, Schaf, Schoof, Schaaf, Schaff und Schaaff in der Pfalz, in Baden und im Elsaß; in: Pfälz. Familien und Wappenkunde 1962, S. 208 ff, 232 ff.



Schaaf, Hans Caspar:

geb. Steinalben 21.05.1693 - ++++; Sohn des Müllers auf der Steinalber Mühle, Hans Michel *Schaaf und der Anna Magdalena NN; Müller auf der Geiselberger Mühle; °° I. in Kindsbach M 10.01.1719 mit Maria Salome Metzger (* † Steinalben 28.07.1737); °° II am 20.05.1738 mit Anna Magdalena Oster (* † Steinalber Mühle 28.04.1740);

Kinder:

1.(I) Johann Michel * Steinalber Mühle ??.??.1719 °° Meyer Maria Margaretha

2.(I) Johannes °° Stein Anna Elisabeth

3.(I) Maria Elisabetha * Steinalber Mühle 27.12.1724

4.(I) Johann Nicolaus * Steinalber Mühle 22.03.1726 † Steinalber Mühle 05.05.1730

5.(I) Caspar * Steinalber Mühle 15.02.1730

6.(I) Maria Magdalena * Steinalber Mühle 16.09.1731 † Steinalber Mühle 02.03.1732

7.(I) Anna Eva * Steinalber Mühle 21.03.1734

(Quelle: Internetdatei Schaaf Homepage, www.schaafs.de)



Schaaf, Hans Michel:

* Geiselberger Mühle ??.??.1660 † Steinalber Mühle ??.??.1732; Sohn des Müller auf der Geiselberger Mühle, Nikolaus *Schaaf und der Kunigunde NN.; jüngerer Bruder des Müllers auf der Geiselberger Mühle, Johann Hans Caspar *Schaaf; Hans Michael Schaaf ist seit 1686 Müller und Erbbeständer der Steinalber Mühle; °° mit Anna Magdalena NN. (* ??.??.1662 † Steinalben 02.02.1732); Kinder aus der Ehe sind:

1. Anna Margaretha Schaaf* Steinalben 05.11.1685 † Steinalben 13.03.1752; °° Steinalben 08.01.1707 mit Johannes Heckmann

2. Anna Barbara Schaaf * Steinalber Mühle ??.??.1684 † Waldfischbach 05.03.1726; °° Heltersberg 17.08.1703 mit Johann Henrich Jochum

3. Maria Margaretha Schaaf * Steinalben 05.11.1685 † Steinalben 10.03.1723; °° 12.02.1709 mit Marx Alt

4. Hans Nicolas Schaaf * Steinalben 28.02.1689 † ??.??.????

5. Anna Eva Schaaf * Steinalben 07.12.1691; °° 01.12.1716 mit Johann Nikolaus Jochum

6. Hans Caspar Schaaf * Steinalben 21.05.1693; °° I Kindsbach 10.01.1719 mit Maria Salome Metzger († Steinalben 28.07.1737); °° II 20.05.1738 mit Anna Magdalena Oster (* † Steinalber Mühle 28.04.1740)

7. Johann Paul Schaaf * Steinalben 24.03.1697 † Schmalenberg 14.04.1763; °° I mit Anna Magdalena NN (* ??.??.1697 † Geiselberg 24.11.1737); °° II Waldfischbach 30.09.1738 mit Anna Catharina Wolf (* ??.??.1711 † Schmalenberg 01.01.1763)

8. Tochter * Steinalben 12.03.1699 † ??.??.????

9. Tochter * Steinalben 12.03.1699 † ??.??.????

(Quelle: Internetdatei Schaaf Homepage, www.schaafs.de)



Schaaf, Hans Nikolaus:

~ 12.02.1689 Geiselberger Mühle - † beim Brand der Mühle 28.04.1740; Sohn des Müllers auf der Geiselberger Mühle (Quelle: In­ternetdatei Schaaf Homepage, www.schaafs.de), nach aA. stammt er von der Lindener Mühle (vgl. Meyer, Dietmar: Register zum 2. ref. Kirchenbuch Waldfischbach [Holzlandkirchenbuch], Zweibrücken 1986, S.38), Johann Hans Caspar und der Anna Magdalena NN.; er war Müller, Heltersberg, auf der Lindener Mühle+++klären, welche Mühle++++, dann auf der Geiselberger Mühle, vermut­lich als Nachfolger seines Vaters († 13.11.1743 mit 77 Jahren), der aufgrund seines hohen Alters nicht mehr in der Lage gewesen sein dürfte, die Mühle zu betreiben. °° I am 13.01.1711 mit Anna Barbara Jochum (* ??.??.1690 † 29.01.1716); °° II mit Anna Barbara (Catharina) Schneider (* Langwieden 04.10.1694 † Geiselberger Mühle, Brand 28.04.1740); Kinder sind:

1.(I) Johann Nickel * 28.11.1711

2.(I) Anna Barbara * 30.09.1714

3.(II) Johann Henrich * 04.10.1720

4.(II) Anna Maria * Geiselberger Mühle 18.10.1722

5.(II) Johann Caspar * 03.12.1724 † Geiselberger Mühle 28.04.1740

6.(II) Johann Walther * 20.11.1726 † Geiselberger Mühle 28.04.1740

7.(II) Maria Margaretha * 10.01.1730

8.(II) Maria Eva * 21.03.1732

9.(II) Anna Elisabetha * 22.10.1737 † 25.10.1739

Am 28.4.1740 kommt es zum Brand der Mühle; dabei kommt der Müller Hans Nikolaus *Schaaf (~ 12.02.1689 † 28.04.1740 Geisel­berger Mühle), seine Ehefrau Anna Catharina Schneider sowie der 16jährige Sohn Johann Caspar Schaaf und der 13jährige Sohn Jo­hann Walter Schaaf ums Leben (Quelle: Internetdatei Schaaf Homepage, www.schaafs.de)



Schaaf, Heinrich:

um 1779 Müllermeister auf der Hirschalber Mühle; °° mit Eva Katharina Krämer; Vater des Ackerer Heinrich Schaaf (30.4.1779 Hirschalber Mühle – 4.1.1825 Heltersberg, °° 2.3.1802 mit Maria Katharina Mang) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Ver­bandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 343) und der Eva Catharina Schaaf (ca. 1777 – 9.7.1826 Heltersberg; °° mit dem Förster Johann Jaberg) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 69 iVm. S.182).



Schaaf, Heinrich:

Müller auf der Hirschalber Mühle; °° mit Eva Katharina Koller († 20.7.1794 Taubenborn/Alsenborn); Vater der Maria Katharina Schaaf (31.12.1787 Hirschalber Mühle – 4.2.1844 Geiselberg; °° 26.12.1807 mit dem Ackerer und Gemeinderat in Geiselberg Johann Georg Buser) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 69). Sein Enkel Ja­cob Buser (geboren am 23.2.1819 in Geiselberg) heiratet am 13.5.1848 die von der Geiselberger Mühle stammende Katharina Ruby (geb. 7.9.1828 Geiselberger Mühle, Tochter der Margarethe Ruby, wohl nichtehelich geboren, da die Mutter erst am 11.2.1836 den Ackerer Valentin Brügel/Briegel heiratet; (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 69 iVm. S. 60).



Schaaf, Jakob:

vor 1795; Müller in Wallhalben; °° NN; Vater der Elisabetha Schaaf (°° re. Wallhalben am 22.6.1795 mit dem Küfer aus Winter­bach, Johann Theobald Oster) (vgl. Knocke, Theodor: Trauung von Ortsfremden in Wallhalben im 18. Jh.; in: PRFK 1976, S. 305).


Die Wallhalber Erbbestandsmühle stand im Erbbestandsrecht des Müllers Caspar Schaff († vor 1765). Dieser hatte die Mühle 1739 käuflich erworben und einen leiningischen Erbbestandsbrief erhalten. Er ist der Vater des Müllers und Betriebsnachfolgers, Jacob *Schaaf (vgl. Schick, Ernst: Ehemals klapperten im Wallalbtale eine Menge Mühlen; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zwei­brücken 1966, S. 58-59 mit Abdruck des Erbbestandsbrief von 1765). Die Wallhalber Erbbestandsmühle wurde 1765 von Carl Fried­rich Wilhelm Graf u Leiningen dem Sohn des Caspar Schaaf, Jacob Schaaf verliehen (vgl. Kunstdenkmäler, Band Pirmasens, a.a.O., S. 554-55; Schick, Ernst: Ehemals klapperten im Wallalbtale eine Menge Mühlen; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zwei­brücken 1966, S. 58). Die Erbpacht betrug 4 Ma Korn 2 Kapaunen und die Verpflichtung einen herrschaftlichen Jagdhund zu pflegen. (vgl. Schick, a.a.O., S. 58-59 mit Abdruck des Erbbestandsbrief von 1765). 1783 kam Michael Schaaf auf die Mühle (vgl. Kunst­denkmäler, Band Pirmasens, a.a.O., S. 554-55).



Schaaf, Johannes:

1756 ist Johannes *Schaaf der Müller in Steinalben; dieser hatte am 1.2.1746 in Waldfischbach Anna Elisabetha Stein geheiratet, die Tochter des Müllers Henrich Stein aus Waldfischbach (vgl. Paul, Roland: Genealogischer Nachtrag zu dem Beitrag von Jürgen Vor­derstemann: Ein Göttelbrief für Anna Maria Mathis [recte: Mattil] aus Waldfischbach 1756 [in: Pfälzer Heimat 2006, S. 73 mit feh­lerhafter Angabe „Johannes Scharf“]; in: Pfälzer Heimat 2007, S. 32); er ist am 20.6.1756 Pate bei der Taufe der Anna Maria Mattil, der Tochter des aus Lambrecht stammenden Johann Adam (Hanß Adam Mattil) und der Müllerstochter aus Waldfischbach, Maria Ca­tharina Stein (°° 2.6.1754 Waldfischbach); Johannes Schaaf ist damit der Schwager der Täuflingsmutter, Anna Elisabetha Stein (vgl. Paul, a.a.O., S. 32; Register zum 2. KB der reformierten Pfarrei Waldfischbach [Holzlandkirchenbuch] 1721-155 [1757], bearb. Von Dietmar Meyer, Schopp, hg. v. der Zweibrücker Arbeitsgemeinschaft für Familienforschung 1986, S. 30; Register zum 3. reformier­ten Kirchenbuch der Pfarrei Waldfischbach 1758-1798, a.a.O., S. 69).


Johannes Schaaf dürfte der Sohn/Enkel des Müllers auf der Steinalber Mühle, Hans Michael Schaaf sein ++++klären+++



Schaaf, Johann Adam:

Müller (?) auf der Steinalber Mühle; °° Anna Maria Müller († USA); Vater der Elisabeth Schaaf (geb. 15.10.1786 Steinalber Mühle; °° 10.12.1802 Heltersberg mit dem Ackerer Johann Jacob Hensel) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 163).



Schaaf, Johann Adam:

um 1806 Müllermeister auf der Lindener Mühle (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Bur­galben, a.a.O., S. 163); Sohn des Müllers auf der Lindener Mühle, Valentin Schaaf (vgl. Weber:Mühle und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 295); °° Eva Jacob († 5.6.1811 Lindener Mühle); Vater der Margaretha Schaaf (geb. ca. 1806 in Schopp; °° 17.6.1826 mit dem Ackerer und Adjunkt in Heltersberg, Johann Jacob Hensel) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfisch­bach-Burgalben, a.a.O., S. 163).



Schaaf, Johann (Hans) Caspar:

1666 err. Geiselberger Mühle - 13.11.1743 Geiselberger Mühle im Alter von 77 Jahren; Sohn des Müller auf der Geiselberger Mühle, Nikolaus *Schaaf und der Kunigunde NN.; älterer Bruder des Müllers auf der Müller auf der Steinalber Mühle, Hans Michel *Schaaf; Müller auf der Geiselberger Mühle (Quelle: Internetdatei Schaaf Homepage, www.schaafs.de), nach aA. Von der Lindener Mühle (vgl. Meyer, Dietmar: Register zum 2. ref. Kirchenbuch Waldfischbach [Holzlandkirchenbuch], Zweibrücken 1986, S.38).


°° mit Anna Magdalena NN. (geb. 1666 – 21.7.1721 Geiselberger Mühle); Kinder aus der Ehe sind:

1. Hans Nikolaus Schaaf ~ 12.02.1689 † beim Brand der Mühle 28.04.1740; °° I 13.01.1711 Anna Barbara Jochum (* ??.??.1690 † 29.01.1716); °° II mit Anna Barbara (Catharina) Schneider (* Langwieden 04.10.1694 † Geiselberger Mühle, Brand 28.04.1740)

2. Hans Henrich Schaaf ~ 14.08.1692 † Geiselberger Mühle 12.03.1714

3. Anna Catharina ~ Geiselberger Mühle 11.01.1695 † Geiselberger Mühle 05.08.1762; °° I 14.05.1749 mit Johann Jacob Stein; °° II 29.01.1749 mit Benedikt Ruby

4. Johann Lorentz *Schaaf ~ 05.05.1697 † 25.07.1729; °° Wilgartswiesen 19.09.1722 mit Anna Elisabeth Schiessler (* ??.??.1699 † 27.09.1729) (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 20 Anm. 1)

5. Anna Barbara Schaaf * Geiselberger Mühle 09.04.1700; °° Siebeldingen 22.11.1718 mit Sebastian *Disque

6. Anna Margaretha Schaaf ~ Geiselberger Mühle 28.09.1702

7. Johann Caspar Schaaf ~ Geiselberger Mühle 03.05.1710 † Höheinöd 05.06.1761; °° I Thaleischweiler ??.??.1735 mit Anna Elisa­betha Mattil (* ??.??.1714 † Höheinöd 04.12.1754); °° II. 24.101758 mit Maria Elisabetha Fischer (* Fröschen 28.06.1715 † 04.04.1770) (Quelle: Internetdatei Schaaf Homepage; s. auch: Meyer, Dietmar: Register zum 2. ref. Kirchenbuch Waldfischbach [Holzlandkirchenbuch], Zweibrücken 1986, S.37).


Im sickingischen Amtsrelationsbuch ist ein Bestandsbrief vom 28.9.1720 über das Fischereirecht auf dem „Großen Forellenbach“ zu­gunsten des „Müllers Caspar Schaaf v. Geisberg“ (= Geiselberger Mühle) enthalten (vgl. HStA Wiesbaden Abt. 121 Nr. 7 von Sickin­gen: Sickingisches Amtsrelationsbuch Bd. I Nr. 5b S. 358 = Zusammenfassung PRFK Archiv Ludwigshafen Ordner Nr. XIV L 2.0 lfd. Abt. Nr. 11).


Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis des Oberamts Kaiserslautern von 1739 (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29) ist die Geiselberger Mühle wie folgt beschrieben: “gibt jährlich 3 Malter Korn und 48 Xer Kappengeld aus Pacht. Der Müller heißt Caspar Schaaf.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 238).



Schaaf, Johann Lorenz:

geb. Geiselberger Mühle, ~ 05.05.1697 - † 25.07.1729; Müller auf der Geiselberger Mühle; Sohn des Müllers auf der Geiselberger Mühle Johann (Hans) Caspar *Schaaf und der Maria Magdalena NN.; Bruder u.a. der Anna Barbara Schaaf (°° mit dem Müller Se­bastian Disqué); °° Wilgartswiesen 19.09.1722 mit Anna Elisabeth Schiessler (* ??.??.1699 † 27.09.1729) (Quelle: Internetdatei Schaaf Homepage; s. auch: Meyer, Dietmar: Register zum 2. ref. Kirchenbuch Waldfischbach [Holzlandkirchenbuch], Zweibrücken 1986, S.37).


Die Ehefrau Anna Elisabeth Schießler wird am 8.11.1722 in Wilgartswiesen als Patin beider Taufe des Johann Adam Disqué (Sohn des Müllers in Rinnthal, Sebastian *Disqué und der Anna Barbara Schaaf) erwähnt: „Anna Elisabeth Lorenz Müllers auf der Geisel­berger Mühle ehl Frau“ (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 20), ebenso am 9.9.1725 in Wilgartswiesen bei der Taufe des Johann Nicolaus *Disqué (Sohn des Müllers in Rinnthal, Sebastian *Disqué und der Anna Barbara Schaaf) „Anna Elisabeth Lorenz Müllers auf der Geiselberger Mühle ehl Frau“ (vgl. Disqué: Familie Disqué, a.a.O., S. 21).



Schaaf, Michael:

um 1794 Müller auf der Hirschalber Mühle in Waldfischbach-Burgalben; °° mit Maria Catharina Ruby († 10.7.1817 Hirschalber Mühle; vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 343 Anm. zu Heinrich Schaaf); Vater der Eva Schaaf (geb. 9.11.1794 Hirschalber Mühle – 13.9.1837 Heltersberg; °° 6.12.1814 mit dem Ackerer aus Hel­tersberg, Peter Buser) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 71) und des Ackerers Heinrich Schaaf (ca. 1801 Hirschalber Mühle) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfisch­bach-Burgalben, a.a.O., S. 343).



Schaaf, Nikolaus:

geb. Geiselberger Mühle - 23.7.1672 Geiselberger Mühle; Müller (err.) auf der Geiselberger Mühle ; °° mit Kunigunde NN. (1626 - 13.06.1700); Kinder aus der Ehe sind Christ Nickel Schaaf (1663 - 27.02.1736 Geiselberg; °° mit Anna Catharina NN, geb. 1671 - 18.11.1727 Geiselberg); Johann (Hans) Caspar *Schaaf (1666 Geiselberger Mühle 1666 – 13.11.1743 Geiselberger Mühle; °° mit Anna Magdalena NN., geb. 1666 – 21.7.1721 Geiselberger Mühle), Johann Marx Schaaf (geb. 1667 Geiselberger Mühle – 12.11.1723 Donsieders; °° 1700 mit Anna Katharina NN.); Hanß Michel Schaaf (1660 Geiselberger Mühle – 1732 Steinalber Mühle; °° mit Anna Magdalena NN., geb. 1662 – 2.2.1732 Steinalben). Auf Nikolaus Schaaf folgte als Müller auf der Geiselberger Mühle der Sohn Johann Hans Caspar *Schaaf (Quelle: Internetdatei Schaaf Homepage, www.schaafs.de)



Schaaf, Nikolaus:

im ersten Drittel des 18. Jh. als Müller auf der Lindemer Mühle (vgl. Lindemer, Otto: Sickingisches Amtsrelationsbuch aus dem 1. Drittel des 18. Jh., Personenverzeichnis; in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1961, S. 84 ff, 92). Die Lindener Mühle liegt am Queidersbach unterhalb von Linden/Pfalz (Herrschaft Sickingen-Landstuhl).



Schaaff, Philipp Jakob:

um 1860 Betreiber der Papiermühle im Isenachtal; er errichtete 1860 eine Papiermaschine und baute die Mühle zur Papierfabrik um; Neffe des Christian Ludwig (Louis) *Roedter (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O.,S. 54).



Schab, Peter:

um 1794 Müller auf der Neumühle (OT von Obernheim-Kirchenarnbach); 1794 wird Peter Schab als Müller auf der Neumühle er­wähnt; 1794 stirbt sein Töchterlein im Alter von 20 Wochen (vgl. Müller: Neumühle, a.a.O.; reformiertes KB Wallhalben 1719-1798, Register herausgegeben von der Zweibrücker Arbeitsgemeinschaft für Familienforschung 1972).



Schäfer, Schäffer:

die unterschiedliche Schreibweise wird nachstehend nicht beachtet, die Sortierung erfolgt nach Vornamen



Schäfer, Christophel:

seit 1735 und noch 1745 Müller auf der Mahl- und Weihermühle in Hanßweiler (heute Jägersburg).


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 394-400) wird Mahl- und Weihermühle in Hanßweiler (heute Jägersburg) wie folgt beschrieben: “Wird durch den Ablaß des Hanßweiler Weihers mittelst eines durch den Damm gehenden Kandels getrieben, liegt in dem Dorf Hanßweiler, 1/2 Stunde von der Waldmohrer und ebensoweit von der Reißkircher Mühle entfernt. … Ist überhaupt in schlechtem Stand, hat ein oberschl. Wasserrad für 1 Mahlgang mit angehängtem Schälgang. …. muß Winters zu Zeiten 4-6 auch mehrere Wochen stillstehen, kann hingegen Sommerszeit zwar beständig gehen, indoch bey trockenem Wetter nur gantz langsam. …. Entrichtet jährlich 3 1/2 Ma. Korn und 2 Ma. Hafer. In der Mühle mahlen die Bewohner von Hanßweiler mit 15 Haushaltungen. Christophel *Schäfer ist Erbbeständer seit etwa 10 Jahren und hat vermög eines bey denen Acten befindlichen Reverhes unterm 24ten May 1740 einen Erbbestand erhalten, legitimiert sich aber mit einem Confirmations-Schein vom 15ten Aprilis 1738, welcher zwar auf seines Vatters Nahmen aber vermutl: aus Irrthum ausgefertigt worden ....” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 203).



Schäfer, Cyriacus:

1652 - 13.12.1712 Contwig im Alter von 60 Jahren; auch als Cyriax, Giriax; Ciliox angegeben; Förster zu Contwig; °° mit Anna Apollonia Weber (err.; Tochter des Müllers in Contwig Nickel *Weber) und Schwager des Müllers in Contwig Johann Philipp *We­ber (vgl. Bohrer, Walter u.a.: Register zu dem reformierten Kirchenbuch der Pfarrei Contwig von 1698-1764, a.a.O., S. 90, 108). Nach dem Tod des Nickel Weber 1708 erboten sich dessen Sohn Johann Philipp *Weber und Giriax Schäfer als Erben der Mühle be­reit, die Mühle fortzuführen (vgl. Ortsgemeinde Contwig: 750 Jahre Contwig, a.a.O, S. 49). Vater der Anna Margaretha Schäfer († 24.3.1703 im Alter von 23 Jahren, °° am 15.11.1701 mit dem Leineweber Hanß Jörg Schunck aus Webenheim) (vgl. Bohrer, Walter u.a.: Register zu dem reformierten Kirchenbuch der Pfarrei Contwig von 1698-1764, a.a.O., S. 97).



Schäfer, Franz Peter:

geb. September 1786 Godramstein - ++++; Müller; °° 12.3.1805 Minfeld mit Maria Margaretha geb. Schäfer; aus der Ehe stammen die Kinder Maria Margaretha Schäfer (geb. 12.2.1805 Minfeld - † 19.2.1815 ebd.), Magdalena Schäfer (geb. 16.11.1806 Minfeld – 10.1.1807 ebd.) und Johann Philipp Schäfer (geb. 31.5.1810 Minfeld – 17.7.1848 ebd; °° I 16.9.1834 Minfeld mit Eva Elisabetha Ulm [geb. 16.11.1809 Minfeld – 20.3.1837 ebd.]; °° II am 2.8.1838 Minfeld mit Eva Margaretha Ulm [geb. 7.3.1817 Minfeld - † 8.7.1881 ebd.). Franz Peter Schäfer ist 1822 heimlich ausgewandert (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 530 Nr. 2517).



Schäfer, Hannß Caspar:

bereits 1666 ist der aus Clausen stammende Hannß Caspar Schäfer der Besitzer der Burgalber Mühle/Wadgasser Klostermühle. Der Besitz geht am 26.1.1695 als Verschreibung an den aus Rodalben stammenden Müller Jakob Hauck über gegen Zahlung von 220 fl. (vgl. Fremgen: Burgalben, a.a.O., S. 124; Gemeinde Donsieders [Hrsg.]: Donsieders in seiner Geschichte. Beiträge zur Geschichte von Donsieders und der Umgebung [Donsieders, 1995]).



Schäfer, Hermann:

1847-1932 Bad Dürkheim-Grethen; Heimatdichter aus Bad Dürkheim; verh. mit NN. Wernz (Tochter des Müllers auf der Herzog­mühle in Grethen Theobald *Wernz) (vgl. Dautermann u.a.: Bad Dürkheim. Chronik einer Salierstadt, a.a.O., S. 482)



Schäfer, Jakob:

Jakob Schäfer († 1832 err.) war Müller auf der Mühlbacher Mahlmühle; er wird im Prozeß zwischen den Müllern Friedrich Drauth von der Mühlbacher Mühle und Philipp Kraut von der Streitmühle als „Großvater Schäfer“ bezeichnet (vgl. Aussage des Mühlen­knechts Karl Leisner 1856; s. hierzu Latterner, Rudi: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 59). Anm. er könnte ein Sohn des Johann Jacob Schäfer und der NN. Witwe Schäfer sein, an den dann die Mühlbacher Mühle nach dem Tod des Stiefvaters Adam Feick gefallen wäre.



Schäfer, Johann Adam:

ab 1747 als Pächter und Müller auf der Woogwiesmühle in Edenkoben (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmie­den; a.a.O., S. 288).



Schäfer, Johann Diehl:

um 1788 war Johann Diehl *Schäfer der Müller auf der Oberreidenbacher Mühle; °° mit Maria Elisabeth NN. (vgl. Anthes: Kasuali­en luth. Pfarrei Sien , a.a.O., S. 90).



Schäfer, Johann Jakob:

ab 1771 Müller und Erbbeständer auf der Mühlbacher Mahlmühle; erstgeborener Sohn des Müllers Philipp *Schäfer; Bruder der NN. Schäfer (°° mit dem Müller Johannes Sieber aus Kusel). Zwischen Schäfer und seinem Schwager Sieber kam es 1777 zu einem erbit­terten Streit um die Erbfolge der Mühle. In die Auseinandersetzung griff schließlich die kurpfälzische Regierung ein. Deren Entschei­dung fiel gegen den aus dem Pfalz-Zweibrückischen kommenden Sieber, den man, da Mühlbach damals zur Kurpfalz gehörte, als Ausländer ansah . Die Mühle wurde Johann Jakob Schäfer zugesprochen (vgl. Latterner, Rudi: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 58). Nach dem Tod des Johann Jakob Schäfer († vor 1787) heiratete seine Witwe NN. Heiratet 1787 den Müller Adam Feick (vgl. Latterner, Rudi: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 58).



Schäffer, Johann Wendel:

nach den ev. Kirchenbüchern von Ebertsheim von 1694 bis 1704 war Schäffer Müller in Ebertsheim (Wahl: Ebertsheim, a.a.O., S. 110).



Schäfer, Konrad:

um 1736 Müller auf der Neumanns-Mühle in Baumholder (auch Guthausmühle); Vater der Anna Elisabeth Schäfer, die am 5.1.1736 den Müller auf der Brandmühle bei Baumholder, Johann Michael Horbach heiratet (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 143 Nr. 759).



Schäfer, Nicol:

ab 1743 Zeit Müller und Erbbeständer auf der Mühlbacher Mühle; er erwarb die Mühle 1743 im Erbbestand; unter Schäfer ging die Mühle einer Blütezeit entgegen und blieb über 100 Jahre im Besitz der Familie. Schäfer einer der bestbemittelten Untertanen im Oberamt Lauterecken war auch als Gerichtsschöffe eine angesehene Persönlichkeit; er bracht das Mühlenanwesen wieder in Ord­nung. Aus seinem am 31.7.1744 in Lauterecken abgegebenen Protokoll geht hervor, daß die Mühlbacher Mahlmühle, betrieben mit 2 Mahl- und 1 Schälgang, den höchsten Pachtzins aller Mühlenbetriebe der Schultheißerei Reichenbach zahlte (vgl. Latterner, Rudi: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 57).



Schäffer, NN.:

um 1685; Müllermeister in St. Julian; die Freiherrn von Steinkallenfels hatten die Herrschaft über das Dorf St. Julian, dazu Eschenau und Obereisenbach, als Rheingräflich-Grumbachisches Lehen inne. Die Grenze dieses Territoriums, einer Enklave im pfalz-zwei­brückischen Gebiet, bildete der Glan. Nun gehörte aber zur Gemarkung St. Julian noch ein Stück Landes rechts des Glan, über das Zweibrücken die Landeshoheit besaß. Gerade hier jedoch stand seit Jahrhunderten die Dorfmühle oder Kolbenmühle oberhalb von Gumbsweiler. Das Wasserrecht selbst stand dem Herzogtum Zweibrücken zu, weshalb der Müller Schäffer in St. Julian 5 Ma Frucht als Wasserzins an Zweibrücken entrichten mußte; Schäffer legte den Antrag des Müllers Johannes Werle auf Genehmigung eines Neubaus der früheren Kolbenmühle in Gumbsweiler bei der pfalz-zweibrückischen Regierung Widerspruch ein. (vgl. Weber, Fried­rich Wilhelm: Die historischen Mühlen in Gumbsweiler am Glan; in: Westricher Heimatbll. N. F. 6. 1975, Sonderdruck, S. 86).



Schäffer, Peter:

um 1775 Großkarlbach; Müller und Eigentümer der Dorfmühle in Großkarlbach. Am 24.11.1775 kündigen die Erben des verstorbe­nen Müllers Peter Schäffer die Versteigerung der Dorfmühle in Großkarlbach im „Wöchentlichen Mannheimer Intelligenzblatt“ an (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1106 fol. 5 = Wochentliches Mannheimer Intelligenz- oder Frag- und Anzeigen-Blatt vom 24..11.1775): „Peter Schäffers Erben zu Groß-Carlbach Churpfälzischen Amts Freinsheim seynd entschlossen, ihre daselbst besitzende eigenthüm­liche in besagten Ort gelegene sogenannte Dorf-Mühl, samt allen Zugehör, in zwey Mahl- und einem Scheelgang bestehend, Montag den 4ten nächstkünftigen Monat Decembris unter annehmlichen Bedingnussen, an den Meistbietenden zu besagten Groß-Carlbach in dem Wirthshaus zur Blum, öffentlich versteigern zu lassen.“



Schäffer, Philipp:

um 1695; Müller aus Berschweiler; er erbaute mit einem Teilhaber die Roßbacher Mühle auf herzoglich zweibrückischem Gebiet bei Wolfstein (vgl. Henrich, Karl: Ein Mühlhausen im Lautertal?; in: Pfälzer Heimat 1975, S. 136).



Schäfer, Philipp:

ab 1763 und noch 1776 Müller und Erbbeständer auf der Mühlbacher Mahlmühle. Am 12.3.1763 erhielt der Müller Philipp Schäfer einen Erbbestandsbrief von der kurpfälzischen Hofkammer (abgedruckt bei (vgl. Latterner, Rudi: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 57). Vater des späteren Müllers und Betriebsnachfolger Johann Jakob Schäfer und der NN. Schäfer (°° mit dem Müller Johannes Sieber aus Kusel) (vgl. Latterner, a.a.O., S. 58). Im kurpfälzischen Renovationsprotokoll von 1776 des kurpfälzischen Amtes Lauterecken (LA Speyer Best A 2 Nr. 131) ist die Mühle wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 258): “liegt am Glan, hat 2 Mahlgänge und 1 Schälgang. Erbbeständer ist Philipp Schäfer, ein Wittiber. Er gibt 6 Ma. Korn, 6 Ma. Hafer und 8 fl in die Kellerei Remigiusberg” (bei Altenglan).



Schaffner, Johann Gideon:

geb. +++++ - 31.12.1732 Kaiserslautern; Sohn des Stadtschreibers in Kaiserslautern Gideon Schaffner; er stammte aus einer der äl­testen und angesehensten, schon vor dem 30jährigen Krieg in Kaiserslautern ansässigen Familien; seit 1679 Stiftsschaffner der CGA in Kaiserslautern; 1696/97 zugleich auch Stadtschreiber in Kaiserslautern; sein Schwager Theobald Metzger erhielt 1698 den Erbbe­stand am Entersweiler Hof, hatte sich jedoch an einer mit dem Erbbestand verbundenen Bauverpflichtung zur Errichtung des Hofhau­ses finanziell übernommen; Schaffner trat daher 1700 in den Erbbestand ein, übernahm die Bauverpflichtung und erhielt 1707einen Erbbestandsbrief; 1714 beantragte der Erbpächter des Entersweilerhofes, Johann Gideon Schafner, bei der Geistlichen Güteradminis­tration (CGA) in Heidelberg, ihm den Aufbau einer Säg- und Schneidmühle zu gestatten und ihm einen Erbpachtbrief zu erteilen. Der Entersweiler Hof gehörte als ehemaliger Klosterbesitz des Prämonstratenserkloster Kaiserslautern zum Stiftsvermögen. Schaffner war nicht nur Erbbeständer des Entersweiler Hofes, sondern zugleich als kurpfälzischer Klosterschaffner in Kaiserslautern für den gesamten ehemaligen Klosterbesitz des Stifts Kaiserslautern verantwortlich. Aufgrund seiner hohen Stellung wurde er 1732 nach sei­nem Ableben in der Stiftskirche in Kaiserslautern beigesetzt. Ein von der Geistlichen Güteradministration beim Oberamt Kaiserslau­tern eingeholtes Gutachten unterstützte das Vorhaben des Mühlenneubaus, da es auch im kurpfälzischem Interesse lag, dort eine Sä­gemühle zu bauen, um das Holz aus dem Stiftswald besser verkaufen zu können.


Deshalb wurde bereits am 28.5.1715 der Erbbestandsbrief für Johann Gideon Schaffner erteilt. Dieser ließ die Mühle bauen. °° mit Magdalena NN.; Vater u.a. des Philipp Friedrich Schaffner. Nach seinem Tod 1732 übernahm der Sohn Philipp Friedrich *Schaffner das ganze Anwesen zu Entersweiler um 3000 Gulden, wie es zuvor mit der Mutter, den Geschwistern und Schwägern ausgemacht war. Die Mutter war jedoch offenbar weiterhin Erbbeständerin, wie sich aus ihrem Antrag auf Pachtnachlaß vom 6.6.1737 ergibt; die­sen Antrag begründete sie damit, daß beim Durchzug der französischen Truppen 1735 anläßlich der polnischen Erbfolgekrieges die Mühle völlig ausgeplündert worden war und sie einen Schaden von 500 Reichstalern erlitten hatte (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die Entersweilermühle unterhalb Lauterspring; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1967, S. 15-19; Albert, Wilhelm: Die Reste der Siedlung Nanthariswilari : ein Beitrag zur Geschichte der Entersweiler Mühle bei Kaiserslautern. In: Pfälzische Heimatblätter. - 2 (1954), S. 76 f.).



Schaffner, Maria Magdalena:

geb. auf der Entersweiler Mühle bei Kaiserslautern - +++; älteste Tochter des Philipp Friedrich Schaffner; °° 1765 mit Johann Becker vom Münchhof in Hochspeyer; dieser übernahm von seinem Schwiegervater die Entersweiler Mühle. Nach dem Beckers Tod 1789 übernahm die fleißige, sparsame und allseits angesehene Witwe das verschuldete Gut. Nicht weniger als sieben Kinder hatte sie zu ernähren. Trotzdem gelang es ihr, den Besitz zu erhalten. Sie starb mit 62 Jahren am 17.1.1801; Mutter u.a. des Philipp Friedrich Be­cker (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die Entersweilermühle unterhalb Lauterspring; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1967, S. 15-19).



Schaffner, Philipp Friedrich:

16.1.1773 Entersweilermühle bei Kaiserslautern; Sohn des Johann Gideon *Schaffner; er übernahm nach dem Tod des Vaters am 31.12.1732 die Entersweiler Mühle und den Entersweiler Hof um 3000 Gulden, wie es zuvor mit der Mutter, den Geschwistern und Schwägern ausgemacht war. Die Mutter Magdalena Schaffnerin war jedoch offenbar weiterhin Erbbeständerin, wie sich aus ihrem Antrag auf Pachtnachlaß vom 6.6.1737 ergibt; diesen Antrag begründete sie damit, daß beim Durchzug der französischen Truppen 1735 anläßlich der polnischen Erbfolgekrieges die Mühle völlig ausgeplündert worden war und sie einen Schaden von 500 Reichsta­lern erlitten hatte. Möglicherweise war der Erbbestandsbrief noch nicht umgeschrieben. 1740 beantragte Philipp Friedrich Schaffner als neuer Inhaber bei der Geistlichen Güteradministration die Bereitstellung von Bauholz für einen Mühlkanal. Wahrscheinlich baute er noch im diesem Jahr zur bisherigen Bordenmühle eine zusätzliche Mahlmühle, die 1741 erstmalig in den Akten erscheint, und zwar in einem Anleihegesuchs wegen 1500 Gulden, die wohl für den Neubau verwendet werden sollten; Schaffner hat wohl die Müh­le nicht selbst betrieben sondern verpachtet, wie sich aus einer Aktennotiz von 1745 ergibt. In diesem Jahr übergab der Stiftsschaffner Gervinus den bisher herrenlosen Weiher oberhalb der Lauterspring dem "alsdasigen Müller Jörg Beyer". Philipp Friedrich Schaffner hatte sein Leben lang mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Von 1757 bis 66 entrichtete er überhaupt keine Pachtzahlun­gen. Die Einstellung der Zahlungen wollte er als Druckmittel in einem Prozeß gegen die Geistliche Güterverwaltung benutzen, in dem es um die seit den Zeiten des Obristforstmeisters v. Hacke verbotene Waldweide mit Schafen ging. Der Prozeß war bei seinem Tod am 16.1.1773 immer noch nicht beendet; °° mit NN; Vater der Maria Magdalena Schaffner (°° 1765 mit Johann Becker vom Münchhof bei Hochspeyer (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die Entersweilermühle unterhalb Lauterspring; in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 1967, S. 15-19).


Hintergrund des Prozesses war folgendes: Durch die 1740 aus landesherrschaftlicher Macht erfolgte Aufhebung der im Erbbestands­brief zugesicherte Schafweideberechtigung im Stiftswald war eine ausreichende Düngung der armen Böden im Entersweiler Hof nicht mehr möglich. Auch andere Beschwerungen waren dem privilegierten Hof aufgebürdet worden, wogegen Schaffner einen 18 Jahre dauernden Prozeß mit der CGA mit dem Ziel einer Herabsetzung der übermäßig hohen Naturalpacht führte. Das wirtschaftliche Gewicht verlegte sich deshalb immer mehr auf die Entersweiler Mühle, die Schaffner1740 auch zur Mahlmühle ausbaute. Sie wird als solche erstmals 1741 in den Akten der CGA erwähnt Albert, Wilhelm: Die Reste der Siedlung Nanthariswilari : ein Beitrag zur Geschichte der Entersweiler Mühle bei Kaiserslautern. In: Pfälzische Heimatblätter. - 2 (1954), S. 76 f.).


Am 3.10.1767 kommt zur Erhebung einer Klage der Erbbestandsmüller auf der Bordmühle Kaiserslautern Peter Henrich Pfaff, Adam Scherer und Consorten gegen den Lauterer Stiftsmüller Henrich Schmitt vor dem Oberamt Lautern wegen der durch diesen beabsichtigten Errichtung einer Sägmühle auf der sog. Salingsmühle, anstelle der bisherigen Mahlmühle. Diese Klageschrift ist unterzeichnet von Philipp Friedrich *Schaffner (Erbbeständer auf der Entersweiler Mühle), Henrich Foltz (Erbbeständer auf der Papiermühle Kaiserslautern), J. Adam Scherer, Friedrich Koch, Peter Henrich Pfaff und G. N. Pfaff (vgl. LA Speyer Best. A14 Nr. 307e fol. 50-51r).



Schalbach Hans Adam:

s. *Schwalbach Hans Adam



Schalk, Friedrich:

um 1830 Müller auf der Kaisersmühle in Kaiserslautern; Bruder des Müllers Jakob Schalk.


Am 16.12.1830 wird im Intelligenzblatt des Rheinkreises die Versteigerung der Kaisersmühle am 27.12.1830 annonciert (vgl. Beilage Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 134 vom 16.12.1830, S. 992): „.... wird auf Ansuchen von 1. Jakob Schalk, 2. Friedrich Schalk, beide Müller auf Kaisersmühle bei Kaiserslautern wohnhaft, handelnd in ihrem persönlichen Namen, und ersterer noch in seiner Eigenschaft als Nebenvormund des nachbenannten minderjährigen Peter Altherr, und 3. von Peter Altherr, Müller, wohnhaft auf der Papiermühle bei Kaiserslautern, in seiner Eigenschaft als Vormund seines mit seiner verlebten Ehefrau Katharina Schalk erzeugten Sohnes Peter Altherr, der zu dem Nachlaß von Christoph Schalk gehörende, ein für sich bestehendes Ganzes bildende Antheil der sogenannten Kaisersmühle, bestehend in einem zweistöckigen Wohnhause, Scheuer, Stallungen, Waschküche, einer Bordenmühle, Mahl- und Oelmühle, einem dabei gelegenen Garten …. öffentlich versteigert“.



Schalk, Jakob:

um 1830 Müller auf der Kaisersmühle in Kaiserslautern; Bruder des Müllers Friedrich Schalk.


Am 16.12.1830 wird im Intelligenzblatt des Rheinkreises die Versteigerung der Kaisersmühle am 27.12.1830 annonciert (vgl. Beilage Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 134 vom 16.12.1830, S. 992): „.... wird auf Ansuchen von 1. Jakob Schalk, 2. Friedrich Schalk, beide Müller auf Kaisersmühle bei Kaiserslautern wohnhaft, handelnd in ihrem persönlichen Namen, und ersterer noch in seiner Eigenschaft als Nebenvormund des nachbenannten minderjährigen Peter Altherr, und 3. von Peter Altherr, Müller, wohnhaft auf der Papiermühle bei Kaiserslautern, in seiner Eigenschaft als Vormund seines mit seiner verlebten Ehefrau Katharina Schalk erzeugten Sohnes Peter Altherr, der zu dem Nachlaß von Christoph Schalk gehörende, ein für sich bestehendes Ganzes bildende Antheil der sogenannten Kaisersmühle, bestehend in einem zweistöckigen Wohnhause, Scheuer, Stallungen, Waschküche, einer Bordenmühle, Mahl- und Oelmühle, einem dabei gelegenen Garten …. öffentlich versteigert“.



Schantz:

s. auch Schanz



Schantz, Anton:

vor 1768 err:; Kronenwirt und Müller in Lingenfeld. Die Mühle ist im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Germersheim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7, Bl. 16) wie folgt beschrieben: „Anton Bernich Bürger zu Lingenfeld besitzet dermahlen die dem verstorbenen dasigen Cronenwürth Anton Schantz zugehörig gewesene churfürstl: Hofcamer Erbbestands sogenannte La­chen Mühl, welche jener in ao 1762 an sich ersteigert,und diesfalls von gnädigster Hofcamer den Consens erhalten, solche Mühl hat 4 überschlächtige Waßer Rädter, zwey davon treiben wechselweis 2 Mahl und einen Schehlgang das dritte gehört zu der Ohligmühl und das 4te zu zu der Hanfreib, gibt jährlich in die Kellerei Germersheim von der Mahlmühl 8 Malter Kohn, von der Ohligmühl 7 fl 30x Waßer Fall Zinß nebst dem die gewöhnliche Schatzung.“



Schanz, Andreas:

um 1768 Ölmüller in Lingenfeld. Die Mühle ist im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Germersheim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7, Bl. 16 Rückseite) wie folgt beschrieben: „In dem Dorf Lingenfeld hat Andreas Schanz eine geringe Ohlig Mühl, so die Leuth ziehen, und kein Waßerrad haben thut, hat bei bey Schwegenheim (s.d.) angemerket, die nembtliche Beschaffenheit.“



Schantz, Nikolaus:

am 3.8.1846 ließ Nikolaus Schantz, Müller auf der zur Gemeinde Winzeln gehörigen Ölmühle, diese Mühle versteigern. In der An­nonce vom 2.7.1846 ist die Mühle wie folgt beschrieben (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 11.7.1846 Beilage Nr. 28 = LA Speyer Best. Y 20/41): „Dies Anwesen besteht aus einer oberschlächtigen Mühle, von 10 ½ Schuh Fall, mit 1 Schäl- und 2 Mahlgängen ….“.



Schantzenbacher (Schantzenbach), Johann Valentin:

um 1788 Müler auf der Dammühle bei Landau.


Im Archiv „Service Historique de l'Armée de Terre, Archives du génie“ in Vincennes/Paris befindet sich das „mémoire des ouvrages de fortification ... pendant l'année 1785“ in Landau (Akte Best. Xe 341 Génie) betr. die Mühlen in Landau. Dieses enthält die Bitt­schrift von Franz Ignaz Schmaltz und Heinrich Weygand, Stadtmüller an den Kriegsminister Maréchal de Ségur: Während des Früh­lings, Sommers und Herbstes 1786 hat man zur Reinigung der Queich das Bachbett trockengelegt, deshalb waren die Müller arbeits­los vom 21.3.-1.11.1786. Der Hof hatte für die Jahre zuvor Entschädigungen bezahlt. Wegen der ständigen Versandung durch die Queich hatten die Franzosen vor, die Mühlen entlang der Queich abzureißen, wogegen der Magistrat und die Bürger der Stadt protes­tierten. Im Jahre 1787 stürzen die Fassaden von 4 Häusern auf der linken Seite der Queich unterhalb der Stadt- und der Neumühle ein. Zudem kam es zu ständigen Überschwemmungen, unter denen die Stadt zu leiden hat. Im Dezember 1787 kommt ein sehr scharf gehaltener Brief aus dem Kriegsministerium, wonach de Kosten für weitere Umbauten und Reparaturen an der Queich von der Stadt oder der Provinz zu tragen sind, weil die beiden sich einem Abriß der beiden Mühlen widersetzen. In der Akte ist 1788 der Johann Valentin Schantzenbach als Pächter der Dammmühle erwähnt, die den Grafen von Helmstadt gehört und drei Gänge hat.. Johann Bernhard Naas ist als Pächter der Hirschmühle genannt (Mitteilung Dr. Michael Martin vom 13.3.2012).


Um 1792 ist Valentin Schantzenbacher als Müller in Landau; er ist am 1792 vor den französischen Truppen emigriert (vgl. Martin: Emigration, a.a.O., S. 250).



Schaus, Hans:

um 1698; aus Erzenhausen bei Weilerbach; im Oktober 1698 vergab der Deutschorden den Mühlplatz der zerstörten Mückenmühle in Eulenbis an Hans Schaus und dessen Ehefrau Elisabeth aus Erzenhausen mit einer Wiederaufbauverpflichtung; zum Wiederaufbau kam es jedoch nicht (vgl. Scheuermann: Eulenbis, a.a.O., S. 18). Grund hierfür war die Tatsache, daß Schaus von mehreren Seiten angefeindet wurde und nicht zur Verwirklichung des Vorhabens kam (vgl Blauth, Reinhard: Reichswalddorf Weilerbach, a.a.O., S. 202).



Schaus, Johannes:

1680 err. - 5.6.1732 Göcklingen im Alter von 52 Jahren; Müller auf der Dorfmühle in Göcklingen; °° mit Margaretha NN.; aus der Ehe stammt der Sohn Johann Georg *Schaus; der Müller Johannes Schaus stirbt am 5.6.1732 in Göcklingen „als Müller und Bürger in pago (= im Dorf, d.h. Als „Dorfmüller“). Seine Witwe Margaretha heiratet am 27.1.1733 in Göcklingen den Johann Georg Sendel­beck (vgl. Ballweber, Dieter: Lehrer, Bürgermeister und Handwerker in Göcklingen; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde Bd XVII, o. S.).



Schaus, Johann Georg:

Müller auf der Dorfmühle in Göcklingen und ab 1770 in Maikammer; Sohn des Dorfmüllers in Göcklingen, Johannes *Schaus († 6.5.1732 in Göcklingen) und der Margaretha NN.; seine Mutter heiratet am 27.1.1733 in Göcklingen den Johann Georg Sendelbeck, Müller auf der Dorfmühle in Göcklingen und Betriebsnachfolger von Johannes Schaus (vgl. Ballweber, Dieter: Lehrer, Bürgermeister und Handwerker in Göcklingen; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde Bd XVII, o. S.). Johann Georg Schaus erlernt wohl bei sei­nem Stiefvater auf der Dorfmühle das Müllerhandwerk und wird wiederholt im katholischen Kirchenbuch als Müller in Göcklingen erwähnt.


Johann Georg Schaus heiratet am 24.6.1744 in Göcklingen die aus Silz stammende Anna Barbara Götz. Aus der Ehe stammen die Kinder:

18.1.1747 Johannes Schaus

6.8.1748 Maria Elisabeth Schaus

20.12.1752 Anna Katharina Schaus

18.1.1755 Johann Ulrich Schaus

13.7.1756 Valentin Schaus


Ab 1765 trat der Müller Georg Schaus noch viermal als Taufpate in Göcklingen in Erscheinung letztmals 1768 als „Müller in Göck­lingen, das vierte Mal 1770 „als Müller in Maykammer“). Demnach ist die Familie weggezogen nach Maikammer, der Name er­scheint nicht mehr in den Taufbüchern in Göcklingen (vgl. Ballweber, Dieter: Lehrer, Bürgermeister und Handwerker in Göcklingen; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde Bd XVII, o. S.).



Scheel, Heinrich:

um 1694 Müller in Ellweiler; Vater der Engel Katharina Scheel (geb. um 1694 in Ellweiler; °° 30.3.1717 mit Johann Heinrich Wowe­do aus Sienhachenbach (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach, a.a.O., S. 276 Nr. 1457).



Scheerer, Familienname:

s. auch Scherer



Scheerer, Hans:

um 1610 Müller auf der Neumühle in Pfeffelbach (vgl. Pfeffelbach Chronik, a.a.O., S. 75)



Scheffe, Friedrich Christian:

aus Rieschweiler; Sohn des Kirchenzensors Jakob Scheffe aus Rieschweiler; er kaufte am 30.3.1771 den Hälfteanteil des Müllers Hans Georg *Fischer an der Alten Hechtlochmühle in Rieschweiler für 1229 fl.; er kaufte 1788 von dessen Vater Theobald *Fischer auch die andere Hälfte für 2400 Gulden (vgl. Müller, Franz J.: „Die Rieschweiler Mühlen, a.a.O., S. 511). °° mit der Pfarrerstochter Sophia Magdalena Isemann aus Rieschweiler; Vater der Tochter Maria Susanna Scheffe sie heiratete den Georg Jakob Becker von der Stanzer Mühle. Er erwarb am 1.9.1790 die Alte Hechtlochmühle für 500 Gulden (vgl. Müller, Franz J.: „Die Rieschweiler Mühlen, a.a.O., S. 512).



Scheffe, Maria Susanna:

Tochter des Müllers auf der Alten Hechtlochmühle in Rieschweiler und der Pfarrerstochter Sophia Magdalena Isemann aus Rie­schweiler; Maria Susanna Scheffe heiratete den Georg Jakob *Becker von der Stanzer Mühle. Er erwarb am 1.9.1790 die Alte Hecht­lochmühle von seinen Schwiegereltern für 2000 Gulden. Zwar wurde die Ehe am 19.5.1801 geschieden, doch blieb Georg Jakob Be­cker auch weiterhin der Erbbeständer auf der Alten Hechtlocher Mühle, bis er diese am 27.11.1831 an Jakob Sties verkaufte (vgl. Müller, Franz J.: „Die Rieschweiler Mühlen, a.a.O., S. 512).



Scheib, Henrich:

vor 1756; Henrich Scheib der Müller in der Neumühle in Otterberg ist 1742 als Neumüller erwähnt; °° mit Maria Catharina Inwert aus Weltersbach; Vater des am 9.6.1742 geborenen Philipp Henrich Scheib (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformier­ten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 211 Nr. 1916). Er ist vor 1756 verstorben, denn bei der Taufe der Neumüllertochter Maria Catharina Hoffmann (Tochter des Neumüllers Andreas *Hofmann) am 10.10.1756 ist als Patin im Kirchenbuch aufgeführt: „Maria Catharina, † Henrich Scheib, Bürger und Neumüllers Witwe (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Ge­meinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 247 Nr. 2280).



Scheidt, Scheid:

verschiedene Schreibweise sind unberücksichtigt, die Sortierung erfolgt ausschließlich nach Vornamen



Scheidt, Anna Margaretha:

von der Schmeißbacher Mühle in Kreimbach-Kaulbach; Tochter des Müllers Johann Nickel *Scheidt von der Schmeißbachermühle und Susanna Margarethe *Kolter von der Schafmühle Katzweiler; °° mit dem Müller auf der Schafmühle in Katzweiler, Heinrich *Kolter (10.2.1777 Schafmühle bei Katzweiler - 23.12.1826 Schafmühle); Anna Margaretha Scheidt war die Kusine 1. Grades ihres Ehemannes Heinrich Kolter.


Mutter der Maria Elisabetha Kolter († 22.12.1832 Schafmühle; °° mit dem Müllermeister von der Dorfmühle in Katzweiler Daniel Henn) (vgl. Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 371/372).



Scheidt, Georg Adam:

um 1845 Müller auf der Ölmühle der Schmeißbacher Mühle in Kreimbach-Kaulbach. Die Schmeißbacher Mühle war um 1845 sog. Doppelmühle, d.h. es bestanden auf dem demselben Mühlengrundstück zwei voneinander unabhängige Mühlen, die Mahlmühle des Heinrich Scheidt und die Ölmühle des Georg Adam Scheidt.


Um 1845 beantragte der Mahlmüller Heinrich Scheidt die behördliche Genehmigung zur beabsichtigten „Erweiterung des Betriebs“, nämlich „einen Mahl- und Schälgang mit der Oelmühle zu verbinden“. Erstens gehe es darum, dem „vermehrten Zuspruch“ seiner Mühle gerecht zu werden, er wolle aber auch „vorzüglich“ zweitens das ihm „concessionsgemäß zustehende Wasserrecht“ möglichst vollständig ausschöpfen, ein Vorhaben, das zwangsläufig die Opposition des benachbarten Ölmüllers heraufbeschwören mußte (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 35; Archiv Kreisverwaltung Kusel, Nr. 661-04-K, Schmeißbacher Lohnweiler Mühle: Verneh­mungsprotokoll der Müller Heinrich Scheidt und Georg Adam Scheidt vom 11.7.1845).


Georg Adam Scheidt entschloß sich ebenfalls in 1845 seine eigene Ölmühle um eine Mahlmühle zu erweitern. Er begründete die Notwendigkeit zur Erweiterung mit wirtschaftlichen Gründen. Da „in hiesiger Gegend zu wenig Oelgewächse gepflanzt“ würden, müsse zwangsläufig ein „Mangel an Umsatz des Oels“ auftreten, obwohl er andererseits für das ganze Jahr seine „Gewerbesteuer“ zu zahlen habe. Ferner sei der „Petent ein Familienvater von 8 Kindern“, weshalb es ihm unter diesen Umständen schwer falle, „sich u. seine Familie zu ernähren.“ (vgl Heil, a.a.O., S.46; Archiv Kreisverwaltung Kusel Nr. 661-04-K, Schmeißbacher Mühle: G. A. Scheidt an Landcommissariat Kusel vom 2.7.1845).



Scheidt (Scheydt), Hanß:

um 1619 Waffenschmied in Kaiserslautern; Bürgersohn aus Kaiserslautern; Bürgeraufnahme am 4.12.1619 (vgl. Herzog: Kaiserslau­tern 1620-1650, a.a.O., S. 37 Nr. 589); am 17.1.1620 macht Hanß Schätzel aus Worms eine gegen Hanß Scheydt geltend; Scheidt klagt am 28.9.1633 gegen Philipp Culman in Sachen „Korb'sche Erbschaft (vgl. Stadtarchiv Kaiserslautern, Audienzprotokolle; Her­zog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 37 Nr. 589).



Scheidt, Heinrich:

vor 1790 (geschätzt) Müller auf der Schmeißbacher Mühle; °° mit Susanna Ecker aus Rothselberg (diese °° II mit dem Müllerssohn Johann Wilhelm Gehm von der Oppensteiner Mühle)



Scheidt, Heinrich:

um 1845 Müller auf der Mahlmühle der Schmeißbacher Mühle in Kreimbach-Kaulbach. Die Schmeißbacher Mühle war um 1845 sog. Doppelmühle, d.h. es bestanden auf dem demselben Mühlengrundstück zwei voneinander unabhängige Mühlen, die Mahlmühle des Heinrich Scheidt und die Ölmühle des Georg Adam Scheidt.


Um 1845 beantragte der Mahlmüller Heinrich Scheidt die behördliche Genehmigung zur beabsichtigten „Erweiterung des Betriebs“. Erstens gehe es darum, dem „vermehrten Zuspruch“ seiner Mühle gerecht zu werden, er wolle aber auch „vorzüglich“ zweitens das ihm „concessionsgemäß zustehende Wasserrecht“ möglichst vollständig ausschöpfen, ein Vorhaben, das zwangsläufig die Opposition des benachbarten Ölmüllers heraufbeschwören mußte (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 35; Archiv Kreisverwaltung Kusel, Nr. 661-04-K, Schmeißbacher Lohnweiler Mühle: Vernehmungsprotokoll der Müller Heinrich Scheidt und Georg Adam Scheidt vom 11.7.1845).


Das Vorhaben wurde genehmigt, denn bereits 1846 verfügte das Mühlwerk der Schmeißbach Mahlmühle über „3 Mahlgänge und 1 Schälgang“ (vgl. Heil, a.a.O., S. 35; LA Speyer Best. L 56 Nr. 834 S. 279). 1863 gehörte sogar „vier Mahlgänge und ein Schälgang“ zu diesem Anwesen (vgl. Heil, a.a.O., S. 35; Archiv Kreisverwaltung Kusel Nr. 661-04 K, Schmeißbacher Mühle:Protokoll über die Setzung des Aichpfahls vom 7.10.1863, vgl. auch WWA Kaiserslautern, Triebwerksakten, Az.: 27.51.01 Schmeißbacher Mühle).



Scheidt, Heinrich Wilhelm:

um 1880 Müller auf der Schmeißbacher Mühle in Kreimbach-Kaulbach; er dürfte der Sohn des Müllers Heinrich Scheidt sein +++klären++++. In der Nacht vom 25. auf den 26.7.1880 kam es in der Mühle des Heinrich Wilhelm Scheidt, Müller auf der Schmeiß­bacher Mühle links des Mühlteichs zu einem Brand, der in wenigen Stunden „die Mühle, Wohnhaus und Scheuer mit den darin be­findlichen Vorräthen an Frucht, Mehl, Heu und Stroh“ ziemlich zerstört hatte (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 44; Archiv Kreisverwaltung Kusel Az: 661-04-K, Schmeißbacher Mühle: Gendarmeriestation Wolfstein an Bezirksamt Kusel, vom 26.7.1880). Der Müller Scheidt beabsichtigte, zu Beginn 1881 sein „Getreidemühlenwerk“, das bisher“durch drei … Wasserräder in Betrieb ge­setzt“ worden war, „durch eine Turbine zu ersetzen. Dieser bereits im Juni 1881 realisierte Plan, zeigt neben dem Hinweis der Gen­darmeriestation Wolfstein, der „Brandgeschädigte“ lebe in „sehr guten Vermögensverhältnissen“, die wirtschaftliche Leistungsfähig­keit der Mühle (vgl. Heil, a.a.O., S. 44; Archiv Kreisverwaltung Kusel Nr. 61-04-K, Schmeißbacher Mühle: H. W. Scheidt an Be­zirksamt Kusel vom 20.1.1881 nebst Vermerk Bezirksamt Kusel vom 28.6.1881; Archiv Kreisverwaltung Kusel Nr. 661-04-K, Schmeißbacher Mühle: Gendarmeriestation Wolfstein an Bezirksamt Kusel vom 26.7.1880).



Scheidt, Johann Nicklas:

geb. Schmeißbachermühle (heute Kreimbach-Kaulbach) - +++; Sohn des Müllers Wilhelm *Scheidt und Anna Magdalena *Heyn (vgl. Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370); Bruder des Müllers auf der Neumühle in Olsbrücken Michael Scheidt (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 49 vom 13.6.1821, S. 344). Müller auf der Schmeißbachermühle; °° am 19.11.1765 Katzweiler mit der Müllerstochter Susanna Margaretha *Kolter von der Schafmühle bei Katzweiler (vgl. Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370); Vater der Anna Margaretha Scheidt (°° mit ihrem Cousin Heinrich *Kolter von der Schafmühle in Katzweiler) (vgl. Schneider, a.a.O., S. 371).


1780 übernimmt Johann Niklas *Scheidt, bisher Müller auf der Schmeißbacher Mühle, die Mückenmühle; ihm wird ein Erbbestands­brief für die Mückenmühle bei Eulenbis zugesagt. Am 9.4.1780 stellt sich Frantz Bosong als Bürge des Müllers Scheidt für die Über­nahme der Mückenmühle zur Verfügung: „Nachdeme mir unterm heutigen dato auf mein unterthäniges Supplicieren die Deutsch-Or­dens Mückenmühl zu Weilerbach mit denen darzu gehörigen Gütheren zu einem Erbbestand dergestalten in Gnaden zugesagt wor­den, daß ich den gnädig zu erhaltenden Erbbestandts Brief dem Joann Nickel Scheidt Von der Schmesbacher Mühl bey Kaulbach nach Vorhere eingeholter gnädiger Ratifikation übertragen könne, so stelle ich mich nicht allein als Bürgen und ….zahler der jährlich zu entrichtenden Erbbestandspfacht für jetzt und in Zukunft hiermit dar, sondern mache mich auch andurch anheischig, die Laudemi­algebühren Von letzterem Steigschilling ad 241q0 fl also gleich nemlich 2 fl von 100 fl an den Kommende Beamten zu Lautern abzuf­ühren, und erbiete mich anbey, von denen an die Frau Regierungs Räthin von Hoffstadt zu zahlenden Steig-Geldern so viel ein­zubehalten, als die Laudemial-Gebühren Von denen 3633 fl 29 Xer, so gedachte Frau Regierungs Räthin zu zahlen schuldig ist, ertra­gen mögen, so geschehen Trier in der Land-Commende den 9ten April 1780“ gez. Frantz Boßong [beglaubigt]In fidem Tit: Weber Balley Secretarius (vgl. LA Speyer Best. D51 Nr. 244; vgl. auch Armgart: Urkunden Deutschordenskommende Einsiedel, a.a.O., S. 480 Nr. 613).



Scheid, Katharina:

aus Rodalben; °° I mit dem Müller aus Rodalben?) NN. Scheid; °° II am am 3.2.1761 mit dem Müller auf der Neuen Hechtlochmühle in Rieschweiler Valentin *Buchheit (vgl. Müller, Franz J.: „Die Rieschweiler Mühlen“, a.a.O., S. 513).



Scheidt, Michael:

geb. auf der Schmeißbacher Mühle in Kreimbach-Kaulbach – 1821 Neumühle Olsbrücken; Sohn des Müllers Wilhelm *Scheidt und Anna Magdalena *Heyn (vgl. Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370 iVm Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 49 vom 13.6.1821, S. 344); um 1808 Mül­ler auf der Neumühle in Olsbrücken; °° I 1808 in Olsbrücken mit Anna Maria Gehm († ++++), der Tochter des Müllers auf der Op­pensteiner Mühle in Olsbrücken, Christian *Gehm (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 79). Aus der Ehe stammt die Tochter Philippina Scheid (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 49 vom 13.6.1821, S. 344). °° II mit Maria Elisabetha Wirth; aus der 2. Ehe stammt der Sohn Johann Peter Scheid (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 49 vom 13.6.1821, S. 344).


Nach dem Tod des Müllers Michael Scheidt wurde die Neumühle 26.6.1821 zur Auslösung der bestehenden Erbengemeinschaft frei­händig versteigert. Die Versteigerungsannonce gibt die genealogischen Verhältnisse wieder und zeigt auch die verwandschaftliche Verbindung zur Müllerfamilie Kolter in Katzweiler auf. Die Versteigerung wurde im Intelligenzblatt des Rheinkreises vom 13.6.1821 annonciert wie folgt (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 49 vom 13.6.1821, S. 344): „Auf Anstehen von Herrn Heinrich Colter, Müller in Katzweiler wohnhaft, Vormund über Philippina Scheid (Anm.: seine Ehefrau Anna Margaretha Scheid ist die Kusine 2. Grades von Philippina Scheidt), minderjährige Tochter des auf der Neumühle verstorbenen Michael Scheid, und dessen verstorbenen ersten Ehefrau Anna Maria Gehm. Auf Ansuchen von Maria Elisabetha Wirth, Wittib zweiter Ehe von genannten Michael Scheid, ohne Gewerbe und auf der Neumühle wohnhaft, natürliche Vormünderin ihres in zweiter Ehe erzeugten Kindes namens Johann Peter Scheid, …. und in Gegenwart des Herrn Nikolaus Scheid, Müller auf der Schmeißbacher Mühle (Anm.: verh. mit Susanna Margare­tha Kolter, Tante des Müllers Heinrich Kolter und Großtante von Philippina Scheid) zur Gemeinde Kaulbach gehörig, wohnhaft … Nebenvormund des Kindes zweiter Ehe … wird zur Versteigerung geschritten; von 1) der Neumühle bestehend aus zwei Mahl- und einem Schälgang, zweistöckiger Wohnung und Oeconomiegebäude nebst Garten ....“.



Scheidt, Wilhelm:

Müller auf der Schmeißbachermühle (heute Kreimbach-Kaulbach); °° mit Anna Magdalena *Heyn; Vater des Müllers Nicklas *Scheidt (°° am 19.11.1765 Katzweiler mit der Müllerstochter Susanna Margaretha *Kolter von der Schafmühle bei Katzweiler (vgl. Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370) und des Müllers auf der Neumühle Olsbrücken, Michael *Scheidt (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 49 vom 13.6.1821, S. 344 iVm. Schneider: Müllerfamilie Kolter, a.a.O., S. 370).



Schell, Michael:

um 1736 Müler in der Staffelmühle in Birkenfeld; Sohn des Heinrich Schell. Am 27.3.1736 erfolgt die Proklamation in der ev. Kirche in Achtelsbach der Anna Margaretha Müller, „Tochter von Peter *Müller, gewesener Müller zu Friedelhausen im Oberamt Lichten­berg“ und des Michael Schell, Müller in der Staffelmühle zu Birkenfeld (vgl. Jung: Familienbuch Achtelsbach, a.a.O., S. 219 Nr. 1148).



Schepp, Catharina Philippina:

vor 1788 Kirchheimbolanden; Tochter des Müllers auf der Gutleutbacher Mühle in Kirchheimbolanden, Johann Henrich Schepp und der Maria Elisabetha Rheinganß; am 6.5.1758 ist Patin in Kirchheimbolanden die „Catharina Philippina Schepp, T.d. Müllers auf der Gutleutbach Mühle, Joh. Henrich Schepp“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 198). °° am 27.03.1767 mit „Adam  Jakob Henrich, S. d. Jakob Adam, Strumpfweber u. Färber hier“ (vgl. Gabel­mann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 230).


Am 29.2.1788 kommt es nach dem Tod der Catharina Schepp zur Erbauseinandersetzung, bei der auch der Nachlaß ihrer verstorbe­nen Mutter Maria Elisabetha (Rheinganß), Witwe Schepp, geteilt wurde. In dieser Erbauseinandersetzung zahlte „der Mutter Bruder“ (= Catharina Philippina Schepp), der Müller Georg Heinrich Schepp „auf der Guthlaitbach Mühl, wegen übernommener Mühle“ an die übrigen Miterben einen Erbausgleich von bar 37 fl und innerhalb von 2 Jahren weitere 185 fl (vgl. LA Speyer Best. F22 Nr. 117 nicht foliert)



Schepp, Friedrich Carl:

um 1791 Mühlarzt in Kirchheimbolanden; Sohn des Müllers auf der Gutleutbacher Mühle Johann Heinrich *Schepp (vgl. Gabel­mann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 315); °° am 18.10.1787 in Kirchheimbolanden der Friedrich Carl Schepp, S. d. verstorbenen Joh. Heinrich *Schepp, Müllers auf der Gutleutbach Mühle, die Christina Dorothea Moter, T. d. Georg Friedrich Moter, Bäckermeisters in Kirchheimbolanden (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 315). Am 2.12.1791 wird in Kirchheimbolanden die Maria Christina Schepp, T.d. Friedrich Carl Schepp, Mühlarzt hier, (Zimmermann u. Mühlenbauer) u. Christiana Dorothea geb. Moter getauft; Paten waren: Valentin *Be­cker, Müller zu Marnheim, u. seine Frau Maria Christina (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 288).



Schepp, Georg Henrich:

um 1788 und noch 1799 Müller auf der Gutleutbacher Mühle in Kirchheimbolanden; lutherisch; Sohn des Müllers auf der Gutleutba­cher Mühle, Johann Heinrich *Schepp und der Maria Elisabetha Rheinganß; Bruder der Catharina Philippina Schepp ( vor 1788; °° mit dem Bürger und Färbermeister zu Kirchheimbolanden, Jacob Adam) (vgl. LA Speyer Best. F22 Nr. 117 nicht foliert). °° mit Anna Margaretha (Maria) Maurer (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 278, 287; Lucae: Kirchheim und seine Bürger, a.a.O, S. 81).


Am 02.05.1787 wird Catharina Philippina Schepp,T.d. Georg Henrich Schepp, Müller auf der Gutleutbach-Mühle, u. Anna Margare­tha geb. Maurer in Kirchheimbolanden getauft (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 278), sowie am 14.6.1791 die Tochter Johanna Maria Christina Schepp (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 287), am 27.12. 1792 der Sohn Carl Peter Schepp (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 291), am 30.3.1795 die Tochter Susanna Margaretha Schepp (vgl. Ga­belmann, a.a.O., S. 297).


Am 29.2.1788 kommt es nach dem Tod der Catharina Schepp zur Erbauseinandersetzung, bei der auch der Nachlaß ihrer verstorbe­nen Mutter Maria Elisabetha (Rheinganß), Witwe Schepp, geteilt wurde. In dieser Erbauseinandersetzung zahlte „der Mutter Bruder“ („Mutter“ = Catharina Schepp), der Müller Georg Heinrich Schepp „auf der Guthlaitbach Mühl, wegen übernommener Mühle“ an die übrigen Miterben einen Erbausgleich von bar 37 fl und innerhalb von 2 Jahren weitere 185 fl (vgl. LA Speyer Best. F22 Nr. 117 nicht foliert).


Georg Henrich Schepp und seine Frau sind am 4.4.1793 in Kirchheimbolanden Paten (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 418); Georg Heinrich Schepp, Müller auf der Gutleutbach Mühle und seine Frau Anna Margaretha sind erneut am 27.9.1794 in Kirchheimbolanden als Paten genannt (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 296).


Am 07.07.1797wird in Kirchheimbolanden Anna Friederica Luisa Schepp, T.d. Georg Heinrich Schepp, Müller auf der Gutleutbach Mühle, u. Anna Margaretha geb. Mauer getauft (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 302).



Schepp, Georg Philipp:

am 11.11.1775 im KB Kirchheimbolanden als Pate erwähnt bei der Taufe des „Daut Georg Philipp, S. d. Philipp Daut, Zimmermann. hier, u. Friedrica geb. Schepp; Paten: „Georg Philipp Schepp, von der Gutleutbach. Mühle“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 254). Reitknecht in Kirchheimbolanden; am 22.06.1790 erfolgt die Ehe­schließung von „Schepp Georg Philipp, herrschaftl. Reitknecht, S. d. verstorbenen Joh. Henrich Schepp, Müller auf der Gutleutbach Mühle, mit Catharina Wenzel, T. d. Johannes Wenzel, herrschaftl. Reitknecht zu Weilburg (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 317).



Schepp, Johannes:

1728 ist Johannes Schepp Müller auf der Obermoscheler Pletschmühle vor dem oberen Tor (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhand­werk, a.a.O., S. 228).



Schepp, Johann Friedrich:

Müller auf der Gutleutbacher Mühle bei Kirchheimbolanden; am 10.01.1763 wird in der reformierten Kirche in Kirchheimbolanden getauft die Maria Friederica Barbara Schepp, T.d. Joh. Friedrich Schepp von der Gutleutbach-Mühle, u. Maria Elisabetha NN. (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 394). Am 21.12.1764 stirbt die Schepp Maria Friederica Barba­ra, T.d. Joh. Heinrich Schepp, Müllermeister auf der Gutleutbach Mühle, 2 Jahre alt (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 434).


Am 07.10.1783 heiratet Hanauer Georg Christoph, von Colgenstein, mit Susanna Margaretha geb. Schepp, T.d. Müllermeister Schepp von der Gutleutbach Mühle hier (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 427). 18.07.1786 heiratet der Hörner Johannes, von Colgenstein geb., und Maria Elisabetha geb. Schepp, T.d. Henrich Schepp, Müllermeister auf der Gutleutbach-Mühle(vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 427).



Schepp, Johann Georg:

~ 28.1.1753 in der luth. Kirche in Kirchheimbolanden – ++++; Sohn des Johann Henrich Schepp, herrschaftl. Müller an der Gu­ten-leutbach, u. Maria Elisabetha getauft (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 128); +++ich halte eine Identität mit Johann Georg Schepp „aus Stetten“ für fraglich; wenn das Taufdatum stimmt, hätte er wohl kaum 1767 als gerade 14jähriger und Mühlarzt geheiratet.



Schepp, Johann Georg:

err. 1736 – 21.5.1786 Untermühle St. Alban (vgl. Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar; vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirch­heim und Bolanden, a.a.O., S. 298); aus Stetten (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 230); um 1767 Mühlarzt in Kirchheimbolanden; lutherisch; °° 13.01.1767 „Schepp Joh. Georg, von Stetten, ein Mühlarzt, mit Christiana, T.d. Johannes Schilling, Gemeindevorsteher von Bolanden“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 230); am 03.11.1767 wird in Kirchheimbolanden getauft “Schepp Johannes, S. d. Joh. Georg Schepp, Mühlarzt (Zimmermann u. Mühlenbauer) zu Bolanden, u. Christiana geb. Schilling; Paten waren Johannes Schil­ling, Gemeindevorsteher in Bolanden, u. seine Frau Anna Catharina, des Kindes Großeltern (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 218).


Am 13.05.1770 wird in Kirchheimbolanden getauft „Schepp Joh. Nikolaus, S. d. Joh. Georg Schepp, Mühlarzt in Bolanden, u. Anna Maria geb. Siegel ? od. Schilling” (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 224). Er heiratet am 19.3.1795 i Kirchheimbolanden als „Strumpfwebermeister u. Wtw. hier, S. d. verst. Georg Schepp, Müller von St. Alban, mit Elisabe­tha Friederica Schilbach, T. d. Carl Ludwig Schilbach, Strumpfwebermeister hier“ (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 319)


Am 3.12.1795 wird im lutherischen Kirchenbuch von (Kirchheim-)bolanden als Pate genannt : „ Joh. Conrad Schepp, S. d. verstorbe­nen Joh. Georg Schepp, Müller zu St. Alban“ (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 298).



Schepp, Johann Henrich:

Mai 1715 err. - 22.06.1768 Gutleutbacher Mühle in Kirchheimbolanden; lutherisch; Müller auf der Gutleutbacher Mühle in Kirch­heimbolanden; lutherisch; °° mit Maria Elisabetha Rheinganß (1727 err. - 12.12.1788 im Alter von 61 Jahren und 10 Monaten (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 443; reformierter Religion, vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 119).


Er wird auch als Johann Heinrich Schöpp angegeben (vgl. nassau-weilburgisches Verzeichnis „Acta Commissionis die in Erbleyhe begebende herrschaftl: Höfe, Mühle und Güther im Amt Kirchheim“ vom 21.7.1755“ vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 53 Bl. 9r-19). Er stammt aus Wahlheim und ist kurpfälzischer Untertan (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 53 Bl. 9r-19)


Am 31.12.1748 wird in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden getauft: „Schopp Johanna Friederica, T.d. Johann Henrich Schopp, herrschaftl. Müller an der Gutleutbach, u. Maria Elisabetha, reformierter Religion (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 119)


am 21.10.1750 wird in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden getauft: „Schepp Anna Elisabetha, T.d. Johann Henrich Schepp, Müller der herrschaftl. Mühle an der Gutleutbach, u. Maria Elisabeth“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirch­heim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 124). Am 28.01.1753 wird Johann Georg Henrich Schepp S. d. Johann Henrich Schepp, herrschaftl. Müller an der Guten-leutbach, u. Maria Elisabetha getauft (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirch­heim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 128).


Am 12.10.1753 stirbt „Maria Elisabeth Schepp, T.d. Henrich Schepp, Müller auf der Gut-Leutbach Mühle, 2 Jahre alt“ (vgl. Gabel­mann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 231).


1755 wird Johann Heinrich Schepp als Erbbeständer auf der Gutleutbacher Mühle genannt. Neben der Mahlmühle betreibt er auch eine Sägemühle und eine Hanfreibe. Die geringe Wasserkraft wird durch eine Roßmühle (Göpelwerk) verstärkt. Die jährliche Pacht beträgt 108 fl 15 Xer (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 291).


Am 07.02.1756 wird „Georg Philipp Schepp S. d. Johann Henrich Schepp, auf der Gutleutbach Mühle, u. Maria Elisabeth geb. Rheinganß“ in Kirchheimbolanden getauft (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 194). Am 13.02.1758 wird „Susanna Margaretha Schepp, T.d. Joh. Henrich Schepp, von der Gutleutbach Mühle, u. Maria Elisabetha geb. Rheinganß“ in Kirchheimbolanden getauft (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 198). Diese ist am 13.9.1781 in Kirchheimbolanden als Patin genannt (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 267).


Am 6.5.1758 ist Patin in Kirchheimbolanden die „Catharina Philippina *Schepp, T.d. Müllers auf der Gutleutbach Mühle, Joh. Hen­rich Schepp“ (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 198).


Am 8.7.1765 Friedrich Carl Schepp, „S. d. Joh. Henrich Schepp, Müller auf der Gutleut-Bach, u. Maria Elisabetha geb. Rheingantz“ in Kirchheimbolanden getauft (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 212); er verstirbt 1780 im Alter von 15 Jahren (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 366).


Am 18.11.1766 ist Johanna Friederica Schepp, von der Gutenleutbach als Patin im lutherischen Kirchenbuch eingetragen (vgl. Ga­belmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 216).


Nach dem Tod Catharina Philippina *Schepp ( vor 1788, °° mit dem Bürger und Färbermeister zu Kirchheimbolanden, Jacob Adam) kommt es am 29.2.1788 zur Erbauseinandersetzung, bei der auch der Nachlaß ihrer verstorbenen Mutter Maria Elisabetha (Rhein­ganß), Witwe Schepp, geteilt wurde. In dieser Erbauseinandersetzung zahlte „der Mutter Bruder“ (= Catharina Philippina Schepp), der Müller Georg Heinrich Schepp „auf der Guthlaitbach Mühl, wegen übernommener Mühle“ an die übrigen Miterben einen Erb­ausgleich von bar 37 fl und innerhalb von 2 Jahren weitere 185 fl (vgl. LA Speyer Best. F22 Nr. 117 nicht foliert)


Am 22.06.1768 stirbt in Kirchheimbolanden „Schepp Joh. Henrich, Müller auf der Gutenleutbach Mühle, 53 Jahre, 1 Monat u. 23 Tage alt“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 240).


Am 21.5.1774 wird in Kirchheimbolanden konfirmiert die „Schepp Maria Elisabetha, T.d. verst. Joh. Henrich Schepp, Müller auf der Gutleutbach Mühle, 14 Jahre u. 2 M (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 449).


Am 14.01.1772 heiratet im Kirchheimbolanden der „Daut Philipp, Zimmermann hier, mit Johanna Friederica Schepp, T. d. verstorbe­nen Henrich Schepp, Erbbeständer der Gutleutbach Mühle (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 309).


Am 18.10.1787 heiratet in Kirchheimbolanden der Friedrich Carl *Schepp, Sohn. d. verstorbenen Joh. Heinrich Schepp, Müller auf der Gutleutbach Mühle, die Christina Dorothea Moter, T. d. Georg Friedrich Moter, Bäckermeister in Kirchheimbolanden (vgl. Ga­belmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 315).


+++klären: weitere Akten und Unterlagen zu Schepp: LA Speyer F22 Nr. 120++++



Schepper, Johann Michael:

um 1719 als Müller (?) auf der „Kathareinen“ Mühle (= Germannsmühle, auch als Katharinenmühle bezeichnet) bei Grünbach; er ist 1719 Pate bei der Taufe der beiden Zwillinge des Johann Simon Mayer von der „Kathareinen Mühle“ bei Grünbach, des Johann Ge­org Mayer und der Anna Barbara Mayer; Paten bei ihrer Taufe am 1.10.1718 sind u.a. Johann Michael Schepper von Kathareinen Mühle, Gertrud Gillenberger auf der Wolfsmühle und Johann Wilhelm Huwer ex Steinalp Mühle (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach- Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 275).



Scherer, Familienname:

s. auch Scheerer



Scherer, Christian:

um 1746 Müller auf der Walk- und Lohmühle in Niederkirchen/Ostertal; Bruder des Mahlmüllers in Marth Theobald *Scherer. Im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746 ist die Mühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Spey­er Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 229r-231): „Hat einen 150 Schritt langen Waßergraben, in welcher das Waßer aus der Osterbach durch eine Schließ geleitet wird. Hat ein unterschlechtiges Waßerrad welches bey drey Schuh Fall, solches treibet nicht allein zwey Hämer vor die Walkmühle in einer Cumb, sondern auch drey Stempel in einer Cumb vor die Lohmühle, sonderß wann einer gehet die ander still stehen muß …. Christian Scherer ein Bruder von dem Mahlmüller ist der Erbbeständer von diesen beiden Mühlen und gibt jähr­lich von jeder ein Reichsthaler zusamen 3 fl in die Landschreiberey …..“



Scherer, Hans Mattheis (Matthias):

vor 1744 (err.) in Ruschberg (?); um 1698 „Müller auf der Traunen“, d.h. der Brandmühle in Traunen; °° vor 1698 mit Anna Maria Welsch aus Langenbach (geb. um 1675 – 4.1.1744 in Ruschberg, als Witwe im Alter von 69 Jahren); Vater von Hans Ulrich Scherer (geb. 10.7.1698), Wilhelm Scherer (°° 16.1.1734 mit Katharina Stephan aus Asweiler) und Johann Nicolaus Scherer (geb. 3.1.1708; °° 5.1.1734 mit Anna Katharina Baum aus Wolfersweiler) (vgl. Jung: Familienbuch Achtelsbach, a.a.O., S. 222 Nr. 1164 iVm. Fami­lienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 290 Nr. 1560).



Scherer, Heinrich:

um 1704 Müller in Ellweiler; °° vor 1704 mit Sophia Maria Lisa Appel; aus de Ehe stammt der Sohn Johann Ulrich Scherer (geb. 31.8.1704; zu dessen Paten gehört er Johann Gerhard Werkhäuser, Müller zu Nohfelden (vgl. Jung: Familienbuch Achtelsbach, a.a.O., S. 222 Nr. 1166).



Scherer, Jakob:

um 1780; Gemeindsmann und Mühlsteinhauer zu Medard; °° Maria Margaretha Pritzius aus Birkenfeld; Vater von Elisabeth Marga­retha Scherer (*12.12.1782) und Maria Elisabeth (*30.10.1786) (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der Einwohner von Oden­bach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutherischen Kirchenbüchern von Meisenheim 1684-1798, a.a.O., S. 56).



Scherer, Johann Abraham:

aus Herchweiler „Lichtenberger Amts“ (westlich Glan-Münchweiler); Scherer war von Beruf Zimmermann, dann ab 1687 Müller auf der Mühle in Matzenbach. Am 6.8.1687 erteilt in Straßburg der Pfalzgraf Leopold Ludwig von Pfalz-Zweibrücken dem Zimmermann Johann Abraham Scherer aus „Herchweyler Lichtenberger Ambt“ einen in Straßburg ausgestellten Erbbestandsbrief über „unser zu Matzenbach in unserem Ambt Lauterecken gelegene von langer Zeit verfallenen Mahlmühl ...“ (vgl. Abschrift in LA Speyer Best. A2 Nr. 131/4 Fol. 64 Bl.5). Danach soll der Müller auf seine Kosten die Mahlmühle mit 2 Gängen erbauen und jedes Jahr an Martini 10 Malter, die Hälfte Korn, die andere Hälfte in Hafer zahlen in die Kellerey Lauterecken (Anm.: gestrichen und überschrieben Remigs­berg)“, der erstmals1689 geschuldet war (vgl. auch: H. Weis; Internet-Datei Matzenbach.de/gemeinde/historik/matz.htm, Stand No­vember 2007).



Scherer, Johann Adam:

um 1765 Müller auf der Galappmühle in Morlautern. Am 13.11.1765 sind Paten in Otterberg der „Johann Adam Scherer, Müller von der Gallapmühle und Anna Margaretha seine Ehefrau“ (vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 274 Nr. 2566).



Scherer, Johann Jakob:

um 1741; Mühlarzt in Oberhausen/Nahe;


Am 24.10.1741 beantragte der Mühlarzt Johann Jakob Scherer aus Oberhausen die Genehmigung zum Neubau einer Mühle an der Stelle der verfallenen ehemaligen Mäusmühle bei Duchroth; sein Antrag wurde abgelehnt, weil die Einwohner von Duchroth und Oberhausen/Nahe zur Bannmühle Oberhausen gebannt waren (vgl. Herzog, August: Heimatbuch der Gemeinde Duchroth-Oberhau­sen, a.a.O., S. 297).


1741 stellte er bei dem pfalz-zweibrückischen Oberamt Meisenheim den Antrag, ihm die Errichtung einer Mahlmühle in Hallgarten zu genehmigen; das Oberamt Meisenheim war allerdings unzuständig, der Antrag hätte bei dem Oberamt Lichtenberg gestellt werden müssen. Durch diesen Fehler wurde der zuständige Amtskeller in Lichtenberg Georg Conrad Strähl übergangen und verlor seinen An­spruch auf Gebühren (Sporteln); nach Auffassung von L. Jakob sei der rachsüchtige Strähl derart verärgert gewesen, daß er die Versa­gung der Genehmigung initiierte (vgl. Jacob, L.: Warum Hallgarten 1741/42 keine Mühle bekam; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1933, S. 12-14 und 19/20); es sprechen mE jedoch gute Gründe für die Versagung der Genehmigung; die Mühle hätte an Hachenbach errichtet werden sollen, der von Hallgarten kommend im gemeinsamen Nutzungsrecht mit den Herren von Sickingen und Herren von Güntherod stand, sodaß die Gebühren aus der Mühle nur zu 1/4 Pfalz-Zweibrücken zukommen würden und zu 3/4 an die beiden Nut­zungsberechtigen. Vor allem aber hätte der Bau der Mühle die pfalz-zweibrückischen Einwohner von Hallgarten von den naheliegen­den pfalz-zweibrückischen Mühlen abgezogen, die hohe Erbpachtzinsen erbrachten, insb. die Daubhausmühle. Die pfalz-zweibrücki­sche Regierung versteigerte allerdings, nach Ablehnung des Antrags des Scherer, anschließend das Bannrecht in Hallgarten, an einen anderen Müller aus der Gegend; das Argument des Amtmanns Strähl, durch die Errichtung der Mühle in Hallgarten würden andere Mühlen, insbesondere die Daubhausmühle geschädigt, war mithin nur vorgeschoben.



Scherer, Michael:

ab 1732 und noch 1745 Erbbeständer auf der Altenglaner Mahlmühle. Die Mühle in Altenglan ist im Mühlenbericht des Oberamts Lichtenberg von 1746 aufgenommen (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 30r-33r) und wie folgt beschrieben (zitiert nach We­ber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 208): „Die Altenglaner Mahlmühle erhält vom Kuselbach und vom Glan das Wasser; die Altenglaner Mahlmühle liegt 1/4 Stunde unterhalb der kurpfälzischen Mühle zu Mühlbach, nahe bei dem Dorf Altenglan in Richtung Patersbach. 2 Wasserräder, 1 Aalkorb. Erbbeständer ist Michael Scherer. In seinem Erbbestandsbrief vom 23.1.1732 wurde ihm zuge­sichert, daß keinem anderen Müller erlaubt sei, mit einem Pferd, Esel oder Karch ins Dorf Altenglan zu fahren und Früchte von da in ihre Mühle zu fahren. Die Mühle wurde später in eine Drahtfabrik umgerüstet (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 208)



Scherer, Theobald:

ab ca. 1716 und noch 1746 Müller auf der Marther Mühle. Bruder des Müller auf den beiden Walk- und Lohmühle in Niederkirchen / Ostertal, Christian *Scherer. Im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746 ist die Marther Bannmühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 225r-229; s. auch Weber: Mühle und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 223): „stehet an der Osterbach, am Dorf Marth, ¼ Stunde oben an Niederkirchen und ¾ Stunden unten an der Osterbrücker Mühle. Gebäude und Einrichtung sind in einem guten Stande, das Mahlwerck bestehet in 2 Waßer Räder von 8 und 9 Schuh hoch, davon das eine einen Mahlgang, das ander auch einen an dem selben angehängten Schehlgang durch einen Trillis treibet, diese Mühle hat über Mangel an Waßer nicht zu klagen …. Die Mühle stehet schon würcklich auf dem 3ten Platz und in dieser Mühlen ist der Müller schon bey 30 Jahren in welchen er diese Mühle in diesen Stand gesetzet Gibt jährlich in die Kellerey nach Lichtenberg 4 Mal­ter 4 Faß Lichtenberger Maßung , welcher 4 Malter Saarbrücker Maßung ausmach soll und 12 fl in die Landschreiberey nach Lich­tenberg [sowie u.a. 1 Schwein, 4 Cappaunen ….] ….. Das Dorf Marth ausgenommen die 3 Günderrodische Häuser, ohne welche und ohne die Hirten 10 Familien, 5 Familien im Niederdorf, 4 Familien in Papach, 19 die diesseits der Bach wohnen, also zusammen 19 Familien sind in diese Mühle gebannt. …. getraut sich 40 biß 50 Mahlgäste befördern zu können. Hat auch mit einem Gang in 24 Stunden schon 6 Malter Frucht gemahlet. …. In den Genuß von dieser Mühlen ist der mahlen Theobald Scherer, hat aber nichts alß nur eine … Copie von einem Erbbestandsbrief der in Ao. 1604 den 13. May Einem nahmens Frantz Luttern … mit geteilt worden in Händen. …..“



Schetting, Peter:

um 1830 Müller und Adjunkt in Breitfurt; früherer Eigentümer der Breitfurter Bliesmühle; °° mit Maria Lang.


Die Eheleute Schetting verkauften am 17.12.1827 ihre Breitfurter Bliesmühle an den Müller Lorenz *Wittmann und dessen Ehefrau Margaretha Meier. Nachdem die Käufer nicht zahlten erhoben die Eheleute Schetting Klage vor dem Bezirksgericht Zweibrücken. Nachdem das Gericht der Klage mit Urteil vom 7.7.1830 stattgegeben hatten, veranlaßten die Eheleute Schetting die Versteigerung der Mühle.


Im Intelligenzblatt des Rheinkreises wird am 21.7.1830 die Versteigerung der Bliesmühle annonciert (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 85 vom 23.7.1830 Beilage, S. 647): „Aus Betreiben von Peter Schetting, Müller und Adjunct zu Breitfurt, für sich und Namens seiner Ehefrau Maria Lang …. und in Gefolge eines von dem Königl. Bezirksgericht zu Zweibrücken unterm 7. Juli des laufenden Jahres erlassenen … Urtheils .. nachbezeichnete, Lorenz Wittmann, Müller auf der Breitfurter Bliesmühle, und seiner Ehefrau Margaretha Meier, Schuldner der gedachten Peter Schettingschen Eheleute, angehörende, im Dorf und Bann von Breitfurt liegende Immobilien …. den [18.10.1830] einer öffentlichen Zwangsversteigerung ausgesetzt werden …, nämlich: Eine zweistöckige Behausung, Stallung und Hofraith, mit einer aus zwei Mahlgängen und einem Schälgang bestehende Mühle …., die Breitfurter Bliesmühle genannt. ….. Vorbemeldete Mühle und Grundstücke haben die Schuldner nach einem vor dem Notär Schuler zu Zweibrücken unterm 17. December 1827 passierten … Akt von dem Requirenten erkauft, sind ein ganzes unzertrennliches Complex und Erblehen des Herrn Gustav von Failly, Direktor des Landesgestütes zu Zweibrücken ….“



Scheu, Carl Friedrich:

1743 err. Standenbühl - 1.3.1803 Standenbühl; lutherisch; Sohn des Bäckermeisters in Standenbühl Erasmus A. Scheu und der Anna Ursula Dörr aus Weitersweiler (vgl. Standesamtsbelege Gerbach; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar); °° mit Susanne Margarethe Müller (ca. 1750 – 27.3.1796 Standenbühl) aus Otterberg; er ersteigerte 1784 die von dem kinderlosen Valentin Becker an die Herr­schaft Nassau-Weilburg heimgefallene Lochmühle in Standenbühl (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 191, 292; LA Speyer Bestand C 35 Urk. Nr. 1892.53), heute Fohlenhof Standenbühl.


Vater des Müllers Johann Henrich Scheu (1780 err. Standenbühl – 21.2.1829 Standenbühl; °° 1805 [?] mit der Müllerstochter Philip­pina Thielmann), Martin Scheu und Salomon Scheu (vgl. Standesamtsbelege Gerbach; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar), Müller und Betriebsnachfolgers auf der Lochmühle in Standenbühl.


Vater des Müllers Martin Scheu (vgl. Standesamtsbelege Gerbach; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar)



Scheu, Henrich / Heinrich Jakob:

ca. 1780 Standenbühl – 21.2.1829 Standenbühl; von Beruf Müller; lutherisch; Sohn von Carl Friedrich *Scheu und Susanna Marga­retha Müller aus Otterberg; Bruder des Müllers Martin *Scheu und des Salomon *Scheu; Enkel von Erasmus A. *Scheu und Anna Ursula Dörr (vgl. Standesamtsbelege Gerbach; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar);


um 1794 Müller in Standenbühl auf der Lochmühle (?); °° 1805 (?) mit Philippina Thielmann (1788 err. in Standenbühl – 17.8.1731 Standenbühl im Alter von 43 Jahren) (vgl. Standesamtsbelege Gerbach; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar);


+++++klären+++völlig unklar und widersprüchlich ist die Angabe: am 1.3.1794 sind im lutherischen Kirchenbuch Kirchheimbolan­den als Paten eingetragen: „ Heinrich Jakob Scheu, Müllermeister zu Standenbühl, u. dessen Frau Susanna Margaretha“ (vgl. Gabel­mann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 295).



Scheu, Johann Jakob:

25.10.1818 Standenbühl - +++; Müller auf der Hahnmühle in Cölln; Sohn des Müllers in Standenbühl Johann Henrich Scheu und der Müllerstochter Philippina Thielmann;°° 22.9.1849 in Gerbach mit der Müllerstochter (err.) Christina Wasem (*12.8.1821 in Gerbach; ~ 12.8.1821 in der ev. Kirche in St. Alban getauft; ihre Eltern NN. Wasem leben auf der Hahnmühle) (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar); Christina Wasem bringt (err.) die Mühle in die Ehe ein. Am 30.9.1850 wird in Gerbach die Tochter Elisabeth Scheu gebo­ren (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar).



Scheu, Johann Konrad:

um 1841; aus Mertesheim; Papiermüller aus Mertesheim (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 38). 1828 Eheschließung mit Elisabeth *Bohlander (Urenkelin der Margarete Katharina *Haaß Tochter des Franz II. *Bohlander); sie hatte von ihrem Vater die Pa­piermühle in Mertesheim geerbt, die sie 1828 in die Ehe einbrachte (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art., a.a.O., S. 40). 1841 hatte Bohlander die Papiermühle in Mertesheim bereits an den Besitzer der Steingutfabrik Bordollo verkauft oder verpachtet (vgl. Weber, a.a.O., S. 38).



Scheu, Maria Ursula:

*1726 in Standenbühl - 1.2.1755 in Bubenheim; Tochter des Bäckermeisters Erasmus A. Scheu aus Standenbühl und der Anna Ursula Dörr aus Weitersweiler; Schwester des Müllers in Standenbühl, Carl Friedrich *Scheu; °° mit Johannes *Schmitt aus Bubenheim am 19.11.1745; Mutter von Johannes *Schmitt (Ackersmann am Gundheimerhof); 6xUrgroßMutter von Eberhard Ref.


Ihr Grabstein befindet auf dem Friedhof von Bubenheim: "Maria Ursula, Ehefrau des Joh. Schmit, geb. Schey aus Standenbühl, geb. 1726, vermählt 19. Nov. 1745, gest. 1.2.1755, hatte drei Söhne und drei Töchter; starb in Kindsnöthen (d.h. im Wochenbett). Gott verleih ihr eine fröhliche Auferstehung". Sie verstarb bei der Geburt des Sohnes Johann Salomon Schmitt (Eintrag im Kirchenbuch von Bubenheim und Aufschrift auf dem Grabstein) (vgl. Familienchronik d. August Fink S. 190 (S. 73 n. F.).



Scheu, Martin:

1785 (?) Standenbühl - ++++; Sohn von Carl Friedrich *Scheu und Susanna Margaretha Müller aus Otterberg; Bruder des Müllers Henrich Jakob *Scheu und des Salomon *Scheu; Enkel von Erasmus A. *Scheu und Anna Ursula Dörr (vgl. Standesamtsbelege Ger­bach; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar); Müller in Standenbühl +++klären: welche Mühle+++; ; °° um 1830 mit seiner Schwäge­rin Philippina Thielmann, der Witwe seines Bruder Henrich Jakob *Scheu (1788 err. in Standenbühl – 17.8.1731 Standenbühl im Al­ter von 43 Jahren) (vgl. Standesamtsbelege Gerbach; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar).



Scheuermann, Carl:

Im 19. Jh. war ein NN. Scheuermann der Müller auf der Godelhauser Mühle; er führte führte zusammen mit dem Rutsweiler Müller Jakob *Drees einen jahrelangen Streit gegen den Besitzer der Theisbergstegener Mühle, dem sie vorwarfen, durch Veränderung der Stauwehrhöhe den Wasserabfluß zu ihrem Nachteil verändert zu haben (vgl. Emrich, Karl: 700 Jahre Rutsweiler, a.a.O., S. 58).


Es handelt sich wohl um den Müller Carl Scheuermann. Am 3.5.1850 wurde im Intelligenzblatt des Rheinkreises ein (vgl. Intelli­genzblatt des Rheinkreises vom 3.5.1850, S. 174) ein Diebstahl zum Nachteil des Müllers Carl Scheuermann bekanntgegeben: „ In der Nacht vom 16./17. April letzthin wurde auf der zur Gemeinde Goddelhausen gehörigen Mühle ein Diebstahl zum Nachtheile des Müllers Carl Scheuermann durch bis jetzt unbekannte Thäter 50 bis 60 große Käse und 26 Handkäse aus einem Keller mittelst Ge­brauch eines falschen Schlüssel entwendet. Wer über die sen Diebstahl ….“



Scheu, Salomon:

1788 err. Standenbühl - ++++; Wirt und Adjunkt in Standenbühl; Sohn von Carl Friedrich *Scheu und Susanna Margaretha Müller aus Otterberg; Bruder des Müllers Henrich Jakob *Scheu und des Müllers Martin Scheu; Enkel von Erasmus A. *Scheu und Anna Ursula Dörr (vgl. Standesamtsbelege Gerbach; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar)



Scheyd, Johann Wilhelm:

Erbbeständer der Schmeißbacher Mahlmühle im Amt Wolfstein aus der Herrschaft Reipoltskirchen; er war der fünfte Erbständer der Familie Scheyd (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 244).


In der Mühlenübersicht der Mühlen im kurpfälzischen Amt Wolfstein a.d. Waldlauter von 1738 wird die Mühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best. A 2 Nr. 172): „Die Schmeißbacher Mahlmühl des Johann Wilhelm Scheydt ist Erbbestandsmühle der Herr­schaft Reipoltskirchen; im 5. Glied von den Eltern und Voreltern ererbt. 1 Mahl- und 1 Schälgang. Abgaben: 12 Malter Korn und 5 Cappen, an Kurpfalz nichts“ (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 243 ff)



Schiffer, Friederike:

13.4.1820 Albsheim (Obrigheim-Albsheim) – 19.2.1913 Neustadt (Mitteilung von Frau Marie-Luise Reuter); Tochter von ++++klären ++++; °° mit Karl Wilhelm Engelmann; Mutter der Susanna Engelmann (geb. 6.10.1864 Quirnheim; °° mit dem Papierfabrikanten Theodor *Knöckel).



Schiffer, Georg:

um 1817; aus Obrigheim (vgl. Erinnerungen des Jakob Schiffer, a.a.O., S. 13); Eigentümer der Schiffer'schen Mühle in Obrigheim (vgl. Heiss, Wolfgang: Obrigheim, a.a.O., S. 511), Sohn des Georg Heinrich *Schiffer; Schwiegervater von Wilhelm Seltsam; dieser trieb 1835 von Wilhelm Schiffer eine Schuld über 3500 Gulden bei, die dessen Vater angeblich bei Georg Schiffer hatte (vgl. Erinne­rungen des Jakob Schiffer, S. 13). 1817 Eigentümer einer Mühle in Obrigheim (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 273).



Schiffer, Georg Heinrich (*P):

18.1.1751 - 22.5.1802 in Obrigheim; Sohn von Johann Wilhelm *Schiffer; Eigentümer der Schiffermühle in Obrigheim (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Einkehr in der Schiffermühle in Obrigheim; in: Heimatjahrbuch Bad Dürkheim 1984, S. 133-136); sein Grabstein (Photo bei Weber, a.a.O., S. 135) befindet sich in der Familiengrabstätte bei der ehemaligen Schiffermühle oder Schloßmühle in Ob­righeim.



Schiffer, Jacob:

++++- 1869 in Ebertsheim; aus Lautersheim stammend; Eigentümer der Papiermühle Schiffer in Ebertsheim, die er mit Philipp Leonhard Mann betrieb+++prüfen+++: mE Verwechslung mit Jakob (2) Schiffer+++ (vgl. Wahl: Ebertsheim, a.a.O., S. 225, Steigbrief abgedruckt S. 234). Schiffer war verheiratet mit Barbara Metz (vgl. Angabe im Steigbrief des Ph. L. Mann, abgedruckt bei Wahl: Ebertsheim, a.a.O., S. 234; vgl. auch LA Speyer Best. L35 Nr. 7 Bd. III Grund-Musterrolle der Gemeinde Ebertsheim, a.a.O., S. 435).


In der Besitzstands- und Steuer-Musterrolle der Gemeinde Ebertsheim 1842 der Müller Jakob Schiffer u.a. als Eigentümer eingetra­gen „Im Dorf: die Dorfmühle genannt …. Dorfmühle: Wohnhaus mit Mahlmühle mit zwei Mahl- u. einem Schälgang, Scheuer mit zwei Ställen, Schweinestall ...“ (vgl. LA Speyer Best. L35 Nr. 6 Besitzstands- und Steuer-Musterrolle der Gemeinde Ebertsheim 1842, fol. 214).


Er ist weiterhin Eigentümer und Erbauer der Sägmühle in Ebertsheim. In der Besitzstands- und Steuer-Musterrolle der Gemeinde Ebertsheim 1842 eingetragen, „gelegen hinterm Dorf auf der Hayen“, Plan-Nr. 159 und 159/3; die Sägmühle wurde im Juli 1849 neu erbaut von dem Müller und Eigentümer Jakob *Schiffer (vgl. LA Speyer Best. L35 Nr. 8 Bd. II Besitzstands- und Steuer-Musterrolle der Gemeinde Ebertsheim 1842, fol. 170).


Seine Witwe Barbara Metz versteigerte nach seinem Tod verschiedene Grundstücke in Ebertsheim „auf der Heyer“, die später in der Papierfabrik Ebertsheim aufgingen (vgl. LA Speyer Best. L35 Nr. 7 Bd. III Grund-Musterrolle der Gemeinde Ebertsheim, a.a.O., S. 435).



Schiffer, Jacob:

aus Kleinkarlbach, Vetter oder jüngerer Oheim des Jakob Schiffer aus Albsheim (vgl. Beck, B.: "Auch eine Reliquie" ; in: Neue Lei­ninger Blätter Jahrgang 1932, S. 41, Nachtrag S. 54 zum Gerichtsschreiber Rosenberger beim Friedensgericht Grünstadt); Schiffer besaß eine Mühle in Kleinkarlbach (auf dem Gelände der heutigen Firma Spieß & Sohn); Schiffer war am Hambacher Fest 1833 be­teiligt und wurde deshalb vor dem Friedensrichter in Grünstadt am 9.6.1833 verhört (vgl. Neue Leininger Blätter, 1932, S. 41).



Schiffer, Jakob (1):

1830 (vgl. Schiffer, Jakob: Erinnerungen, a.a.O., S. 6); Müller in Albsheim; Sohn von +++klären+++ °° im September 1805 mit der Müllerstochter Elisabeth Wittner von der Moor- oder Wittnermühle in Albsheim (vgl. LA Speyer Best K16 Nr. 442/1821 Notariat Grünstadt: Inventarium der Eheleute Jakob Schiffer und Elisabeth Wittner); durch ihre Heirat mit dem Müller Jakob *Schiffer kam 1806 die Schiffermühle in Albsheim in den Besitz der Familie Schiffer (vgl. Heiss, Wolfgang: Obrigheim, a.a.O., S. 503). 1821 las­sen die Eheleute Jakob Schiffer und Elisabeth ein notarielles Inventar über ihr Vermögen erstellen (vgl. LA Speyer Best K16 Nr. 442/1821 Notariat Grünstadt: Inventarium der Eheleute Jakob Schiffer und Elisabeth Wittner).


Vater des Müllers, des Müllers in Albsheim(-Obrigheim) Wilhelm Schiffer (Schiffer, Jakob: Erinnerungen, S. 5), des Müllers, Unter­nehmers und Bankiers Jakob (2) *Schiffer und der Friederike Elisabeth Schiffer (verheiratet 1830 mit Christian *Reibold) [vgl. Schiffer, Jakob: Erinnerungen, a.a.O., S. 7])


Jakob Schiffer wurde 1819 vom Assisengericht zu einer Haftstrafe von 4 oder 5 Jahren wegen "Sprengung der Lotterie" bzw. wegen Weinpanscherei verurteilt (vgl. Schiffer: Erinnerungen, a.a.O., S. 2).



Schiffer, Jakob (2):

14.3.1811 - +++); Müller aus Albsheim, später Unternehmer und Bankier in Grünstadt; die Schiffer'sche Bank betrieb er zusammen mit Philipp Leonhard Mann aus Grünstadt und Christian Reibold aus Freinsheim.


Sohn des Müllers Jakob (1) *Schiffer und der Müllerstochter Elisabeth Wittner von der Moor- oder Wittnermühle in Albsheim (vgl. Heiss, Wolfgang: Obrigheim, a.a.O., S. 437); jüngerer Bruder des Wilhelm Schiffer (Schiffer, Jakob: Erinnerungen, S. 5) und der Friederike Elisabeth Schiffer (verheiratet 1830 mit Christian *Reibold) [vgl. Schiffer, Jakob: Erinnerungen, a.a.O., S. 7]).


°° verheiratet mit Anna Maria Stein seit 19.12.1849 (vgl. Heiss, a.a.O., S. 441; nach Fink: Familiengeschichte Mann, a.a.O., S. 18 war Friedrich Mann dagegen mit Elisabeth, geb. Bernhard aus Kerzenheim verheiratet) +++prüfen: vielleicht 2. Ehe ?+++. Schwager des Friedrich Mann (die Schwester der Schiffer'schen Ehefrau war mit Friedrich Mann verheiratet (vgl. Schiffer: Erinnerungen, S. 10) aus Lautersheim und Schwipp-Schwager von Philipp Leonhard Mann. °° am 19.12.1850 mit NN. geb. Bernhard, die 20 Morgen Feld in die Ehe brachte(vgl. Jakob Schiffer: Erinnerungen, a.a.O., S. 24)


Zunächst Müller im Betrieb seines Vaters; er kaufte 1839 die Heckmühle zwischen Laumersheim und Großkarlbach (vgl. Jakob Schiffer: Erinnerungen, a.a.O., S. 15) von der 50jährigen Witwe Katharina Margarethe Fitting, geb. Webel, Witwe des 1829 verstor­benen Philipp I. Fitting (vgl. Martin, Michael: Großkarlbach, Dorf der Mühlen; in: Heimatjahrbuch Bad Dürkheim 1988, S. 53); die­se machte dem damals 28jährigen Schiffer "schöne Augen", dieser ließ sich jedoch nicht "bezirzen", was die Beziehung zu der wei­terhin auf der Mühle lebenden Witwe merklich abkühlte, was Schiffer "in eine sehr mißliche Lage" brachte; vgl. Jakob Schiffer: Erin­nerungen, a.a.O., S. 15). Schiffer betrieb die Heckmühle bis 1843 (vgl. Jakob Schiffer: Erinnerungen, a.a.O., S. 18). 1842 erkrankte er schwer und wurde zunächst von Dr. Friedrich Christian Fries aus Grünstadt behandelt (vgl. Jakob Schiffer: Erinnerungen, a.a.O., S. 18). Schiffer verkaufte 1843 die Heckmühle an Philipp Hermann Wedel, in der Annahme vom Verkaufserlös der wasser- und leis­tungsschwachen Heckmühle die Schloßmühle in Heidesheim erwerben zu können (vgl. Jakob Schiffer: Erinnerungen, a.a.O., S. 20). 1848 schloß Schiffer sich den "Freiheitskämpfern" in Grünstadt an und wurde Vorsitzender des Demokratischen Vereins und besuch­te mehrfach der Parlament in der Frankfurter Paulskirche (vgl. Jakob Schiffer: Erinnerungen, a.a.O., S. 23); 1849 bei Einmarsch der preußischen Truppen in der Pfalz beteiligte er sich jedoch nicht am Widerstand. Eheschließung am 19.12.1850 mit NN. geb. Bern­hard, die 20 Morgen Feld in die Ehe brachte. In der Folge betrieb Schiffer Landwirtschaft mit Schnapsbrennerei (vgl. Jakob Schiffer: Erinnerungen, a.a.O., S. 24), und übernahm Ein- und Verkauf der Schiffer'schen Mühle in Albsheim, an der mit seinem Bruder im Erbgang beteiligt war; nach dem Tod seines Bruders Wilhelm Schiffer im Jahr 1866 führte er die Mühle in Albsheim bis zur Volljäh­rigkeit seines Neffen, der ebenfalls Wilhelm Schiffer hieß, bis Ende 1868 fort. Den Verdienst aus der in eine Kunstmühle umgebauten Mühle sowie die Gewinne aus der sehr gut laufenden Ökonomie (Landwirtschaft) legte er in Staatspapieren an.


Er muß hierdurch wohlhabend geworden sein, denn er gründete in den 1860er Jahren (das Datum ist in den "Erinnerungen" S. 29 un­leserlich) das Bankhaus Becker, Rohsèe und Schiffer in Grünstadt, das aufgrund von Streitigkeiten wieder aufgelöst wurde; 1868 kam es zusammen mit Christian Reibold und Philipp Leonhard Mann zur Gründung der Schiffer'schen Bank (heute BayernHypo in Grünstadt). Schiffer erwähnt, daß er mit Ph. L. Mann "manche Kämpfe" geführt habe (vgl. Jakob Schiffer: Erinnerungen, a.a.O., S. 30), die Geschäfte sind "ziemlich zufrieden" verlaufen. Zu den Auseinandersetzungen mit Philipp Leonhard Mann kam es wohl, weil dieser seinen mittellosen Schwager Jacob Emmerich als Buchhalter und Kassierer einstellte und "mit aller Gewalt demselben Procura suchen zu verschaffen" (vgl. Jakob Schiffer: Erinnerungen, a.a.O., S. 38). 1877 erlitt das Bankhaus schwere Verluste von 150000 Mark, die mit Kreditvergaben durch Emmerich an den "Spitzbub" Martinstein in Zusammenhang stehen (vgl. Jakob Schiffer: Erinne­rungen, a.a.O., S. 38)


Schiffer betrieb außerdem seit 1863 zusammen mit dem Bruder seiner Frau eine wirtschaftlich sehr gut gehende "Sand- und Erdgrä­berei" (Klebsandgruben, Tonerdegruben und Schamotteindustrie bestehen noch heute in Eisenberg); mit diesem Schwager, den Schif­fer nur als "Räuber" bezeichnet, kam es zu harten Auseinandersetzungen und Prozessen (vgl. Jakob Schiffer: Erinnerungen, a.a.O., S. 31); die Firma wurde deshalb nach dem Tod des weiteren Teilhabers Hartenbach 1868 aufgelöst. 1879 gründete Schiffer zusammen mit dem 1849 in Grünstadt geborenen Ingenieur Friedrich Kircher in die Firma "Schiffer & Kircher" als OHG für Sandwäscherei und Kaolinschlämme mit Sitz in der Schloßmühle in Heidesheim, die ab 1888 Gelände in Eisenberg kaufte. Die Firma Schiffer & Kircher nahm in der Zwischenzeit versuchsweise die Gliemannn'sche Mühle zwischen Mertesheim und Asselheim in Betrieb und 1894 in Ei­senberg eine Fabrik, die bis ca. 1970 bestand und 1926 30 Angestellte und 650 Arbeiter in mehreren Werken beschäftigte (später Fa. Didier; vgl. Graf, Hermann: Eisenberg: Geschichte einer Stadt, 2. überarbeitete Auflage, Eisenberg 1988).


Die mangelnde soziale und sicherheitstechnische Ausstattung im Bergbau, auch bei Schiffer und Kircher führte zu vielen schweren Unfällen und Not und in der Folge zur Gründung der SPD in Eisenberg am 1.4.1902 (vgl. Wohnsiedler, Richard: Für Demokratie, ge­gen jede Diktatur. Ereignisse aus 100 Jahren SPD in Eisenberg; in Heimatjahrbuch Donnersberg 2003, S. 27-31).



Schiffer, Johannes:

aus Kleinkarlbach; 1832 Teilnahme auf dem Hambacher Fest; wegen Tragens einer schwarz-rot-goldenen Kokarde 1833 vor dem Friedensrichter in Grünstadt angeklagt (vgl. Beck, B.: "Auch eine Reliquie"; in: Neue Leininger Blätter Jahrgang 1932, S. 42). In der Schiffer'schen Mühle in Kleinkarlbach (Wiesenmühle) in Kleinkarlbach wurden 1849 die Piken für die Revolutionstruppen angefer­tigt (vgl. Barbig, Fr: Leininger Geschichtsblätter 109, S. 49).



Schiffer, Johann Georg:

1684-1747; aus Obersülzen; Oberschultheiß von Obersülzen und Gastwirt "Zur Krone" in Obersülzen. Um 1740 siedelte er mit seiner Familie auf die "Wörschweiler Klostermühle" in Obrigheim über, die die Familie seiner Frau, eine geborenen Schuler aus Worms im Erbbestand gehabt hatte und die sie in die Ehe brachte (vgl. Obersülzen, Ortschronik, a.a.O., S. 385); um 1740 Eigentümer der Schif­fermühle in Obrigheim (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Einkehr in der Schiffermühle in Obrigheim; in: Heimatjahrbuch Bad Dürk­heim 1984, S. 136). Schiffer, Johann Wilhelm erhielt 1743 die Schiffer'sche Mühle in Obrigheim auf 10 Jahre als Erbbeständer (vgl. Heiss, Wolfgang: Obrigheim, a.a.O., S. 509) +++klären: eine der Angaben stimmt nicht, m.E. die Angabe bei Heiss+++; Vater des Jo­hann Wilhelm *Schiffer?????. Ein Wappenstein an der ehem. Böttcherei mit den Buchstaben "IG - S" (Johann Georg Schiffer) neben einem Küfer- oder Böttcherzeichen kombiniert mit einem darüberliegenden halben Wasserrad macht deutlich, daß die Mühle auch Weinbau in einem solchen Ausmaß betrieb, daß eine eigene Küferei erforderlich war. Auf dem Schlußstein des Torbogens ist die Jah­reszahl 1726 eingemeißelt. +++Mögliche Lösung: IGS = Johann Georg Schiffer betrieb hier 1726 eine Küferei; 1740 übernahm Jo­hann Wilhelm Schiffer die ganze Mühle. Das Grab des Johann Georg Schiffer befindet sich in der Kirche von Obersülzen (vgl. Ober­sülzen, Ortschronik, a.a.O., S. 385).


Mit seinen Urenkeln teilte sich das Geschlecht in die Kleinkarlbacher, Albsheimer, Pfeddersheimer, Eisenberger und den 1918 ausge­storbenen Obrigheimer Ast, deren Angehörige alle wieder das Müllergewerbe betrieben (vgl. Obersülzen, Ortschronik, a.a.O., S. 385).


Am 23.2.1720 war Schiffer "als Kiefer in Obersilzen" Pate in Grünstadt bei der Taufe der Johanna Maria Elisabeth Helfenstein, der Tochter des Johann Henrich *Helfenstein und der Anna Elisabeth *Schiffer (vgl. Billig, Wolfgang: Die Familien der kurpfälzischen, pfalzgrafschaftlichen und leiningisch-westerburgischen Vorfahren des Karl Wilhelm Kindt; Darmstadt 1998, S. 147).



Schiffer, Johann Wilhelm (*P):

aus Obrigheim; Sohn des Johann Georg Schiffer (?); Johann Wilhelm Schiffer erhielt 1743 die Schiffer'sche Mühle in Obrigheim auf 10 Jahre als Erbbeständer (vgl. Heiss, Wolfgang: Obrigheim, a.a.O., S. 509); Vater des Georg Heinrich *Schiffer



Schiffer, Magdalena

°° mit Heinrich (1) *Goßler



Schiffer, Wilhelm:

aus Kleinkarlbach; Mühlenbesitzer aus Kleinkarlbach; Verwandter der Albsheimer Schiffer, 1832 wegen Beteiligung am Hambacher Fest verurteilt (vgl. Beck, B.: "Auch eine Reliquie" ; in: Neue Leininger Blätter Jahrgang 1932, S. 41, Nachtrag S. 54 zum Gerichts­schreiber Rosenberger beim Friedensgericht Grünstadt); Bruder des Müllers in Albsheim Jakob (1) *Schiffer und Onkel des Bankiers Jakob (2) Schiffer (vgl. Jakob Schiffer: Erinnerungen, a.a.O., S. 14); dieser kaufte von seiner Schwägerin, der Ehefrau des am 23.12.1830 verstorbenen Jakob (1) *Schiffer und deren ältestem Sohn, der ebenfalls Wilhelm *Schiffer hieß, 1837 die Mühle in Albsheim für 16000 Gulden (vgl. Jakob Schiffer: Erinnerungen, a.a.O., S. 14); Wilhelm Schiffer wird in den Erinnerungen des Jakob Schiffer als "großer Prozesser & Schwindler" bezeichnet (vgl. Jakob Schiffer: Erinnerungen, a.a.O., S. 14). In der Schiffer'schen Mühle in Kleinkarlbach (Wiesenmühle) in Kleinkarlbach wurden 1849 die Piken für die Revolutionstruppen angefertigt (vgl. Barbig, Fr: Leininger Geschichtsblätter 109, S. 49).



Schiffer, Wilhelm:

1866 Schiffermühle Albsheim(-Obrigheim); Müller auf der Schiffermühle in Albsheim; Sohn des Müllers Jakob (1) *Schiffer und der Müllerstochter Elisabeth Wittner von der Moor- oder Wittnermühle in Albsheim (vgl. Heiss, Wolfgang: Obrigheim, a.a.O., S. 437); älterer Bruder des Jakob (2) *Schiffer (Schiffer, Jakob: Erinnerungen, S. 5, 8) und der Friederike Elisabeth Schiffer (verheiratet 1830 mit Christian *Reibold) [vgl. Schiffer, Jakob: Erinnerungen, a.a.O., S. 7]).


Wilhelm Schiffer besuchte vor der Verarmung der Familie infolge der Inhaftierung des Vaters (vgl. Erinnerungen von Jakob Schiffer S. 2, 5) einige Jahre die Lateinschule (vgl. Erinnerungen von Jakob Schiffer S. 5); er leitete die Mühle (in Obrigheim) und die Schif­fer'sche Ökonomie (vgl. Erinnerungen von Jakob Schiffer S. 8); Vater des Wilhelm Schiffer (vgl. Erinnerungen von Jakob Schiffer S. 24); verstorben 1866 (vgl. Erinnerungen von Jakob Schiffer S. 24)


Wilhelm Schiffer war mit seinem Bruder Jakob (2) *Schiffer an der Schifferschen Mühle in Albsheim nach dem Tod des Vaters Wil­helm (1) *Schiffer im Erbgang beteiligt war; Jakob (2) Schiffer übernahm Ein- und Verkauf der Schiffer'schen Mühle in Albsheim und führte nach dem Tod des Wilhelm Schiffer im Jahr 1866 die Mühle in Albsheim bis zur Volljährigkeit seines Neffen, der eben­falls Wilhelm Schiffer hieß, bis Ende 1868 fort.



Schill, Johann Nikolaus:

am 9.11.1713 ist der „Müller zu Bischheim (?), Johann Nikolaus 'Schill' (?)“ (m.E. Johann Nikolaus *Schmoll) Pate im lutherischen Kirchenbuch in Kirchheimbolanden (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 48).



Schindler, Ludwig:

bis 1885 Müller auf der Schehler Mühle bei Winzeln. Am 20.7.1885 läßt Ludwig Schindler, Müller auf der Schehlermühle wohnhaft, wegen Geschäftsaufgabe, versteigern: „20 Dez. Fläche, worauf ein Wohnhaus mit einer nach neuester Construction eingerichteten Mühle, mit 2 Mahlgängen, 1 Schälgang, Brennerei, ferner mit einer großen neuen Scheuer, doppeltem und einfachen Stalle, Hof und sonstigen Zubehörden, insbesondere mit der Mühl=Einrichtung; dazu 5 Dez. Fläche mit halbem Antheil Oelmühl – alles beisammen gelegen auf besagter Schehlermühle.“ (vgl. Pfälzische Presse Nr. 197, Kaiserslautern, 69. Jg., vom 18.7.1885).



Schleicher, Hans Jakob:

um 1689 Müller auf der Würtzmühle in Neustadt; Wendel *Flockert übergibt sie 1689 an Hans Jakob *Schleicher, der in dessen Be­sitz für die nächsten 3 Jahre eintritt, jedoch flieht er 1690 während der Unruhen des pfälzischen Erbfolgekrieges. 1692 erneuert er seinen Vertrag mit der Stadt. Nach einer Schätzung aus dem gleichen Jahr ist der Mühlgang 115 fl, die Schälmühle 62 fl wert. 1697 ist Nikolaus Gienand (= Nicolas *Ginandt) der Erbbeständer. Er zahlt 6 Malter Kornzins, 24 Malter Korn an die Stadt, 2 Mahlgänge (vgl. Habermehl, Paul: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plänen; in: Weyrich, Klaus Peter: Neustadt. Beiträge zur Geschichte einer pfälzischen Stadt, Neustadt 1975, S. 361).



Schleicher, Johann Heinrich:

um 1684; aus Neustadt; Besitzer der Stadtmühle Neustadt; Heinrich Ludwig *Kantz aus Neustadt hatte die Stadtmühle in Neustadt geerbt, die er an 25.2.1684 an Johann Heinrich *Schleicher verkauft (vgl. Thomas, Hans und Hedwig: Die Herberge zum Kopf in Neustadt, in: Pfälzer Heimat 1975, S. 100)



Schlemmer, Familie:


Literatur/Urkunden:

- Dhom, Emil: Die Sippe Schlemmer und Schlemmermühlen (Eigenverlag Dhom, Imsweiler 1981)

- Dhom, Emil: Aus dem Leben des Müllermeisters Johann Adam Limbacher in Imsweiler in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1981 S. 17 ff)

- Jacob, L.: Die Wolfsmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1932, S. 87-88, 92-96; 1933, S. 4-8



Schlemmer, Anna Elisabeth:

von der Medarder Mühle; Tochter des Müllers Johann Nickel *Schlemmer und der Anna Dorothea Klein; °° 21.5.1770 mit dem Mül­ler Adam *Limbacher, der 1772 die Mühle in Adenbach am Glan bei Meisenheim übernahm; Mutter von Anna Elisabeth Limbacher (1772-1776), Anna Dorothea (*13.2.1774 Adenbach), Johann Nickel Limbacher (*23.11.1775 Adenbach), Johann Adam Limbacher (*13.6.1777 Adenbach), Johann Michael Limbacher (*21.7.1779 Adenbach), Anna Elisabeth Limbacher (*18.12.1781 Adenbach), Johannes Limbacher (*23.12.1783 Adenbach), Catharina Elisabeth Limbacher (*12.5.1787 Adenbach), Anna Catharina Dorothea Limbacher (*25.2.1789 Adenbach) (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 211; Dhom, Emil: Aus dem Leben des Müllermeisters Johann Adam Limbacher in Imsweiler in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1981 S. 17 ff).



Schlemmer, Catharina Dorothea:

18.10.1781 Medard - 28.5.1846 Medard; Tochter von Johann Peter Schlemmer und (1. Ehe) Maria Dorothea Schneider; Halbschwes­ter (2. Ehe des Vaters) des Müllers Johann Jakob *Schlemmer; °° am 15.12.1798 mit dem Müller zu Medard Johannes Bernhardt; Mutter der Anna Catharina Bernhardt (*8.3.1800 Medard). Johann Peter Bernhardt (* 12.2.1805 Medard), Johannes Bernhardt (*16.9.1807 Medard-24.6.1839; °° 16.4.1833 mit Maria Catharina Gravius aus Medard), Philippina Bernhard (*2.3.1810 Medard; °° 22.7.1836 mit Christian Friedrich Scherer aus Medard), Johann Jacob Bernhardt (* 5.11.1812 Medard), Catharina Elisabeth Bern­hardt (* 25.5.1815 Medard; °° 16.5.1839 mit Peter II. Stiebel aus Medard), Carolina 1819-1839) und Johann Adam Bernhard (*6.11.1822 Medard; °° 21.1.1853 mit Elisabetha Geib aus Medard (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 46).



Schlemmer, Christian:

4.3.1799 Medard - 7.11.1872; Sohn des Müllers Johann Peter Schlemmer und (aus der 2. Ehe) Catharina Wilhelmine Fuchs; Ölmüller in Medard; er übernahm in der Teilung nach seinem Vater die Ölmühle in Medard, während sein Bruder Johann Jakob Schlemmer die Mahlmühle erhielt (vgl. Dhom: Schlemmer und Schlemmermühlen, a.a.O., S. 19); °° am 17.7.1818 mit Charlotte Bernhardt (Tochter von Johann Bernhardt und Charlotta Litzenberger); Vater des Christian Schlemmer (1829-1850 Amerika) (vgl. Feil-Krampe: Famili­enbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., Anhang S. 6), des Ölmüllers in Medard Johannes Schlemmer (*5.11.1820-10.6.1896) (Dhom, a.a.O., S. 28).



Schlemmer, Helene:

1832. Wolfsmühle bei Waldgrehweiler - 1899; Tochter des Müllers Nikolaus Johann *Schlemmer von der Wolfsmühle und Magdale­na *Zapp aus der Mühle in Reipoltskirchen; °° mit dem Müller Philipp Dhom aus Marienthal; Mutter des Müllers Jakob *Dhom (vgl. Dhom: Imsweiler und seine Einwohner, a.a.O., S. 83; Dhom: Sippe Schlemmer, a.a.O., S. 31)



Schlemmer, Jakob:

Müller auf der Wolfsmühle in Waldgrehweiler; Sohn des Müllers Nicolaus *Schlemmer und der Magdalena *Zapp; Bruder der Hele­ne Schlemmer (°° mit dem Müller Philipp Dhom aus Marienthal); er übernahm die Wolfsmühle 1863 von seinen Eltern und betrieb sie bis 1892; °° mit Sarah Schweitzer aus Rehborn; Vater der Friederike Schlemmer (°° mit dem Müller Karl Gillmann) (vgl. Jacob, L.: Die Wolfsmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1932, S. 87-88, 92-96; 1933, S. 4-8).



Schlemmer, Johannes:

5.11.1820 Medard - 10.6.1896 Medard; Sohn des Ölmüllers zu Medard Christian *Schlemmer und Charlotte Bernhardt; er übernahm die Ölmühle seines Vaters in Medard; °° am 12.9.1856 mit Katharina Margaretha Horbach aus Hochstätten (12.9.1832 Hochstätten - 20.8.1896 Medard; Tochter des Nahemüllers in Hochstätten Jakob *Horbach; Kinder aus der Ehe sind Wilhelmina Schlemmer (aus­gewandert USA); Gustav Schlemmer (* 21.5.1859 Medard, °° mit N. Hexameter aus Andersherum; Wohnung in der Ölmühle), Eu­gen Schlemmer (* 13.9.1861, °° mit NN. aus der Mühle zu Langweiler; nach deren tödlichen Unfall beim Obstpflücken ausgewan­dert in USA), Charlotte Schlemmer (*16.8.1863, ausgewandert USA) und Katharina Schlemmer (*9.7.1865, °° mit NN aus Raum­bach bei Meisenheim; kinderlos), Adolph (1867/68), Adolph (*16.4.1869 Medard, ausgewandert Kansas City/USA), Rudolph Schlemmer (*16.1.1872 Medard - ca. 1914 USA) (vgl. Dhom: Schlemmer und Schlemmermühlen, a.a.O., S. 29).



Schlemmer, Johann Jakob:

1797 Medard - 1852 Medard; Sohn des Müllers in Medard Johann Peter Schlemmer und (2. Ehe) Catharina Wilhelmine Fuchs; Bru­der des Müllers Christian Schlemmer, Halbbruder der Catharina Dorothea *Schlemmer und Schwager des Müllers in Medard Johan­nes Bernhardt; er übernahm in der Teilung nach seinem Vater die Mahlmühle in Medard, während sein Bruder Christian Schlemmer die Ölmühle erhielt (vgl. Dhom: Schlemmer und Schlemmermühlen, a.a.O., S. 19); Müller in Medard; °° 29.10.1816 in Medard mit Catharina Elisabeth Balder (*10.3.1796 Medard - 29.5.1871 Medard; Tochter des Bäckermeisters aus Medard Johann Nickel *Balder und der Müllerstochter Katharina Elisabetha *Schlemmer; Tochter des Müllers Johann Nickel Schlemmer aus der Mühle in Medard und (2. Ehe) Maria Dorothea Hotz); sie ist seine Kusine I. Grades (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 20; Dhom: Sippe Schlemmer, a.a.O., S. 22). Vater des Nikolaus *Schlemmer (Müller in Heinzenhausen; vgl. Dhom: Schlemmer und Schlemmermühlen, a.a.O., S. 23, 46), des Peter *Schlemmer (*29.3.1823/13.9.1823 (Müller in Gumbsweiler; vgl. Dhom: Sippe Schlemmer und Schlemmermühlen, a.a.O., S. 39).



Schlemmer, Johann Mathäus:

23.6.1672 im Starkenburger Tal bei Enkirch/Mosel - 23.1.1732 Klostermühle am Ahringsbach nahe Enkirch; Sohn des Müllers Pau­lus Schlemmer und Anna Barbara NN.; °° 19.11.1694 mit Anna Ottilia Frantz (Tochter des Hutmachers aus Traben-Trarbach Hanns Bastian Frantz); Kinder: u.a. Johann Nickel *Schlemmer (vgl. Dhom: Sippe Schlemmer und Schlemmermühlen; a.a.O., S. 15).



Schlemmer, Johann Nickel:

geb. 20.5.1720 auf der Klostermühle am Ahringsbach bei Mülheim/Mosel - 13.7.1774 Medard; Sohn des Müllers Johann Mathäus *Schlemmer und der Anna Ottilia Frantz aus Traben-Trarbach; mehrere Geschwister; da die wirtschaftlichen Verhältnisse bei den Schlemmer Mühlen im Starkenburgertal scheinbar keine guten Entwicklungsmöglichkeiten boten oder aber sich einer der Söhne im Ort nach einer anderen Existenz umsehen mußte, entschloß sich Johann Nickel Schlemmer auszuwandern; er fand während seiner Wanderjahre als Müllergeselle in Medard am Glan die Möglichkeit eine Mühle zu übernehmen; er erhielt einen Erbbestandsbrief für die Medarder Mühle; Müller in Medard; 1766-1774 Schultheiß in Medard; °° I. mit Anna Dorothea Klein (1727 Sien-Hachenbach - 15.10.1767 Medard); Kinder aus der 1. Ehe sind: Anna Elisabeth Schlemmer (7.5.1752 Medard; °° 21.5.1770 mit dem Müller aus Adenbach Johann Adam [1] *Limbacher); ++++; °° II 6.4.1769 in Medard mit Maria Dorothea Götz (aus Cappeln; Tochter des Jacob Götz); Kinder aus der 2. Ehe sind: Philipp Jacob Schlemmer (29.4.1770-5.7.1773) und Katharina Elisabeth *Schlemmer (20.1.1772 Medard - 10.11.1837 Medard; °° 4.3.1795 in Medard mit dem Bäckermeister aus Medard Johann Nickel Balder; vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 20) (vgl. Feil-Krampe, a.a.O., S. 275/76; Dhom: Sippe Schlemmer und Schlem­mermühlen; a.a.O., S. 19-21; dort ist die 2. Ehefrau fehlerhaft mit “Hotz” angegeben); er ist verschiedentlich Pate in Medard, so am 14.11.1751 bei der Taufe des Johann Martin Geib (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 92).



Schlemmer, Johann Peter:

5.3.1758 Medard -1.4.1818 Medard; Sohn des Müllers Johann Nickel *Schlemmer und (1. Ehe) Anna Dorothea Klein; Erbbestands­müller und Müllermeister auf der Mühle in Medard, die er von seinem Vater übernahm; °° 26.10.1779 mit Maria Dorothea Schneider († 12.4.1795; Tochter des Peter Schneider, Bannvogt auf Schloß Birkenfeld); Kinder aus der 1. Ehe sind: Catharina Dorothea *Schlemmer (*18.10.1781; °°1 5.12.1798 mit dem Müller zu Medard Johannes *Bernhardt), Peter Schlemmer († in französischen Diensten) und Dorothea Schlemmer (1789 - 1846; °° Johannes Siebel und Jacob Nettel/USA) ; °° II am 14.2.1797 mit Catharina Wil­helmine Fuchs (Tochter des Georg Fuchs, Hofmetzger und Bürger in Grumbach); Kinder aus der 2. Ehe sind: Johann Jakob *Schlem­mer (vgl. Dhom: Sippe Schlemmer, a.a.O., S. 21/22; Feil-Krampe, a.a.O., S. 277), Juliana Catharina Schlemmer (geb. 16.12.1802 Medard; °° 20.11.1819 in Medard mit dem Schmied Johann Jakob Eckel aus Medard (vgl. Feil-Krampe, a.a.O., S. 66, 277) und Christian Schlemmer (*4.3.1799 Medard - 7.11.1782 (vgl. Feil-Krampe, a.a.O., Anhang, S. 6)


Er ist am 8.3.1800 als Pate bei der Taufe seiner Enkelin Catharina Dorothea Bernhardt im Standesamt eingetragen (vgl. vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 46).



Schlemmer, Katharina Elisabetha (*P2):

20.1.1772 Medard - 10.11.1837 Medard; reformiert oder lutherisch? (Anm. sie ist im reformierten wie auch im lutherischen Kirchen­buch aufgeführt); Tochter des Müllers Johann Nickel Schlemmer aus der Mühle in Medard und (2. Ehe) Maria Dorothea Götz (aus Cappeln; Tochter des Jacob Götz) (vgl. Dhom: Sippe Schlemmer und Schlemmermühlen; a.a.O., S. 19-21); °° am 4.3.1795 in Me­dard mit dem Bäckermeister aus Medard Johann Nickel Balder (Sohn des Johann Christian *Balder; Bruder des tödlich verunglück­ten Johann Adam *Balder); Mutter von Catharina Elisabeth Balder /*10.3.1796 Medard; °° 29.10.1816 mit dem Müller Johann Jakob Schlemmer) (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 275/76; Dhom: Sippe Schlemmer und Schlem­mermühlen; a.a.O., S. 19-21; dort ist die 2. Ehefrau fehlerhaft mit “Hotz” angegeben; Anthes, Günter F.: Die Kasualien der Einwoh­ner von Odenbach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutherischen Kirchenbüchern von Meisenheim 1684-1798, a.a.O., S. 14).



Schlemmer, Nikolaus:

bis 1864 Müller auf der Mühle in Heinzenhausen.


Zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Mühlen durch starke Konkurrenz nach Aufhebung des Mühlbanns und des Mahlmo­nopols schlossen die Mahlmüller an der Lauter am 24.3.1855 einen Monopolvertrag, mit dem Ziel, durch Ankauf von Uferland und Wasserrechten den Bau neuer Mahlmühlen zu verhindern. Hierbei handelte es sich um Jakob Metfelder in Offenbach, Philipp Gros zu Wies- bzw. Berschweiler, Valentin und Johann Brosius in Lauterecken Jakob Spielmann in Lohnweiler und Nikolaus Schlemmer in Heinzenhausen (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Kreuscher und Spielmann. Familien vom Bachadel an der Lauter; in: Pälzer Sunn­dag, Nr. 34 vom 19.8.1956; S. 3; Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 37)


Nikolaus Schlemmer erwog 1862 zur Verbesserung der technischen Einrichtung seiner Mühle, die Durchführung wasserbaulicher Maßnahmen; er bat deshalb 1862 um die behördliche Erlaubnis, „das Gerinne an seiner Mühle daselbst wegreißen und wieder neu aufführen zu dürfen“ (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 40; Archiv Kreisverwaltung Kusel Nr. 661-04-H: Heinzenhauser Mühle, Schreiben des N. Schlemmer an Landcommissariat Kusel vom 28.5.1862)



Schlemmer, Nicolaus:

1830 in Medard; Sohn des Müllers Johann Jakob *Schlemmer und Catharina Elisabeth Balder (vgl. Dhom: Schlemmer und Schlem­mermühlen, a.a.O., S. 23). Nikolaus *Schlemmer übernahm 1864 die Mühle in Heintzenhausen. °° I mit NN.; aus dieser Ehe gingen zwei Töchter hervor; °° II mit Charlotte Fickeis aus Lohnweiler; aus der Ehe gingen 12 Kinder hervor. Die Söhne August, Nicolaus und Julius sowie eine Tochter blieben in der Mühle. Diese brannte 1912 ab, wurde jedoch sofort wieder aufgebaut in einem dreistö­ckigen Trakt mit fünf Walzenstühlen. Als Antriebskraft wurde eine neuzeitliche Turbine benutzt. Der Betrieb wurde 1957 stillgelegt (vgl. Dhom: Schlemmer und Schlemmermühlen, a.a.O., S. 42).



Schlemmer, Nicolaus Johann:

1800-1873; Sohn des +++++Peter Schlemmer († 1807 Medard) und der Margarethe geb. Schlemmer († 1801); Bruder des Ölmüllers in Medard Christian Schlemmer; Müller aus der Mühle zu Medard; er erwarb 1820 von dem in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Müller Johann Gustav Lutz die Wolfsmühle in Waldgrehweiler; °° am 9.9.1823 in Meisenheim mit Magdalena *Zapp von der Rei­poltskircher Mühle; Vater des Jakob Schlemmer, der die Mühle von seinen Eltern 1863 übernahm (vgl. Jacob, L.: Die Wolfsmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1932, S. 87-88, 92-96; 1933, S. 4-8), der Helene *Schlemmer (1832-1899; °° mit dem Müller Phil­ipp Dhom (vgl. Dhom: Sippe Schlemmer, a.a.O., S. 31)



Schlemmer, Wentz:

vor 1601 (err.) ermordet von Hans *Hahnmüller aus Bayerfeld;; aus Bayerfeld (?); +++klären: Verwandtschaft zur Müllerfamilie Schlemmer++++. In der Kellerei-Rechnung des zweibrückischen Amtes Landsberg von 1601 befindet sich folgender Eintrag: „Hahn­müller Hans, Bayerfeld, 6 Pfg. (18 fl. 12 alb Sühnegeld. Hat Wentz Schlemmer erstochen. War deswegen längere Zeit außer Land. Wurde auf Ansuchen vom Herzog mit diesem Sühnegeld in zwei Zielen begnadigt)“ (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kellerei-Rechnung des zweibrückischen Amtes Landsberg im Jahre 1601; in: PRFK 1975, S. 248).



Schlicher, Johannes:

um 1731/36 Unterschultheiß zu Medard; Schlicher kaufte 1731 die Mühle in Adenbach von dem Müller Johann Philipp *Maurer. Schlicher “blieb aber zu Medard wohnen” und ließ die Mühle durch “Lehns-Müller” betreiben. Da die Lehns-Müller vermutlich nicht allesamt solvent waren und die Schwierigkeiten sich häuften, veräußerte er die Mühle 1736 an den Peter *Heyel (vgl. Wendel, Al­fred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O. S. 231). Es handelt sich bei Schlicher wohl um den im reformierten Kirchenbuch von Medard mehrfach aufgeführten Johannes Schlicher aus Medard, den Sohn des Peter Schlicher aus Cronenberg; er heiratete am 26.4.1708 in Medard die Witwe Anna Maria Bernhardt, Witwe Geiß, Tochter des Gerichtsschöffen und Kirchenältesten in Medard, Johann Jakob Bernhardt; diese war in erster Ehe mit dem Bürger und Rotgerber in Kirn, Valentin Geiß verheiratet gewesen. Kinder aus der Ehe sind: Maria Elisabetha Schlicher (*Medard 8.3.1709), Johann Jacob Bernhardt Schlicher (*10.3.1711 Medard – 26.6. 1717 Medard), Scharlotte Catharina Schlicher (*30.11.1714 Medard, konfirmiert 1726 Medard) und Johannes Schlicher (*8.4.1717 Medard) (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 289).



Schlick, Familie:

die Familie Schlick war im Wasgau weit verzweigt, wobei Fischbach bei Dahn und „Schlickenfischbach“ zur Unterscheidung von Waldfischbach im Holzland genannt wurde. Einer der bekanntesten Vertreter der Familie war der hanau-lichtenbergische Zollpächter Johann Georg *Schlick (vgl. Wenz, Martin: Ein Beitrag der Zisterzienser zur Besiedlung des Wasgaus: Der Faunerhof bei Ludwigs­winkel. Ein Klosterhof der Abtei Stürzelbronn; in: Pfälzer Heimat 2011, S. 41 Anm. 13).



Schlick, Johann Georg:

um 1722 hanau-lichtenbergischen Zollpächter; er errichtet die Sägemühle Schlick bei Ludwigswinkel; Schlick ersteigerte 1722 ein Landstück von 35 ½ Morgen am Saarbach als Erbbeständer und errichtete dort eine Sägemühle; aus dieser ging unter Landgraf Lud­wig IX. der Saarbacher Hammer hervor, einer der wichtigsten metallverarbeitenden Betriebe aus der vorindustriellen Phase im Was­gau (vgl. Wenz, Martin: Ein Beitrag der Zisterzienser zur Besiedlung des Wasgaus: Der Faunerhof bei Ludwigswinkel. Ein Kloster­hof der Abtei Stürzelbronn; in: Pfälzer Heimat 2011, S. 41 Anm. 13).



Schlosser, G. A.:

1846 war Besitzer der Drekmühle in Speyer der G. A. *Schlosser (vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 87; Stadtarchiv Speyer Best. 6 Nr. VIII, H 6e3: G. A. Schlosser an Landcommissariat Speyer vom 10.7.1846).



Schloßstein, Friedrich Adam:

er übernahm 1794 den Erbpachtvertrag über die Steinmühle in Albisheim (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Steinmühle; in: Pfälzer Heimat 1975 S. 130, 132). Eheschließung mit Angelika Herbst. Vater des Johann(es) Schloßstein und des Christian Schloßstein (vgl. Weber, a.a.O., S. 133).



Schloßstein, Johannes:

aus Albisheim; Sohn des Friedrich Adam *Schloßstein und der Angelika Herbst. Bruder des Philipp Schloßstein (vgl. Weber, Fried­rich Wilhelm: Steinmühle; in: Pfälzer Heimat 1975, S. 133). Bürgermeister und Müller in Albisheim. Er erwarb 1833 in der Zwangs­versteigerung gegen die Witwe des Peter Schneider die Papiermühle in Albisheim, vormals Papiermühle Bohlander (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 25; vgl. Weber, Steinmühle, a.a.O., S. 133), die er noch um 1860 zusammen mit seinem Bruder Christian Schloßstein als Papierfabrik betrieb (vgl. Weber, a.a.O., S. 133). Johann Schloßstein kaufte zudem am 21.8.1818 von seiner Mutter, der Witwe des Friedrich Adam *Schloßstein, die Steinmühle in Albisheim (vgl. Weber, Steinmühle, a.a.O., S. 133).



Schloßstein, Philipp:

verstorben in Bad Kreuznach, beerdigt in Flomborn (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Steinmühle; in: Pfälzer Heimat 1975 S. 133 Anm. 17). Verheiratet mit Babette Staufer aus Flomborn (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Steinmühle; in: Pfälzer Heimat 1975, S. 133 Anm. 17). Er war der letzte Müller in der Steinmühle und der Ölfabrik Schloßstein in Albisheim, die 1912 liquidiert wurde (heute Gelände der Molkerei "Pfalzmilch Nord"). Vater des Hans Schloßstein (ausgewandert nach Amerika) und Heiner Schloßstein. Letzte­rer heiratete in eine kleine Mühle nach Neubamberg, wo er noch 1974 lebte (vgl. Weber: Steinmühle, a.a.O., S. 133 Anm. 17).


+++klären: ist er identisch mit dem Philipp Schloßstein, Müller auf der Junkermühle in Neu-Bamberg bei Bad Wöllstein ?+++ Auf einem Weinfaßboden der Junkermühle in Neu-Bamberg befindet sich die Inschrift „1657 Schloßstein“ (vgl. Spengel: Mühlen im Ge­biet der mittleren und unteren Nahe, a.a.O., Bd. 2, S. 227). Ein Eckstein im Türsturz trägt das Zeichen „1867 PH SCHL“ (Philipp Schloßstein ?). Bis zum 1. Weltkrieg gehörte die Mühle der Familie Schlemmer und kam nach dem Krieg an die Familie Schloßstein. Der Schrotgang lief noch bis 1972; anschließend Gaststätte (vgl. Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, a.a.O., Bd. 2, S. 227).


Vater (?, +++klären+++ der NN. Schloßstein, °° mit dem Bauernpräsidenten, Politiker der Deutschen Volkspartei (DVP) und Reichs­tagsabgeordneten Heinrich Janson (31.8.1869 Kleinbockenheim – 22.4.1940 Albisheim) (vgl. Internet-Datei Wikipedia, Stich­wort Heinrich Janson; Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 27).


Photo:

- Weber, Friedrich Wilhelm: Steinmühle; in: Pfälzer Heimat 1975 S. 133



Schmack, Georg:

1584 Müller auf der Schmackenmühle in Bergzabern. Das Gelände, auf welchem die Mühle stand, lag zunächst auf Dörrenbacher Gemarkung und ging dann von Dörrenbach an die Stadt Bergzabern über. Als es noch Dörrenbacher Gemarkung war, stand schon 1584 hier die Schmackenmühle als Besitz des Bergzaberner Müllers Georg Schmack und blieb im Schmack'schen Besitz bis 1700, wird 1899 Sägewerk, 1904 ganz stillgelegt, 1932 von der Stadt Bergzabern abgerissen. Ihre Stelle ist heute Parkplatz am Ende des Kurparks. Der Name wird 1800 nicht mehr verstanden, daher mehrfach falsch angegeben: 1828 „Schneckenmühle“, 1886 „Schnackenmühle“ (vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 490).



Schmahl, Johann Adam:

aus Zotzenheim. Johann Adam *Schmahl ist seit 1749 Müller auf der Mühle zu Neu-Bamberg. Er wird am 18.8.1749 als Müller in Neu-Bamberg genannt. Schmahl kaufte an diesem Tag die Weidenmühle von den Metz'schen Erben (nach dem Tod des Weidenmül­lers Johann Philipp *Metz), nämlich Johann Schneeganz aus Kreuznach und Georg Beck aus Wonsheim (vgl. Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, a.a.O., Bd. 2, S. 217). Schmahl kaufte für seinen Sohn die Ibener Mühle gekauft und hierfür ein Darlehen über 1000 fl aufgenommen. In diesem Zusammenhang wurde von „der Schmidtburgischen Mühle“ in Hof Iben gespro­chen (vgl. Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, a.a.O., Bd. 2, S. 215).


Ab 1764 Müller und Erbbeständer auf der Oberen Mühle bzw. Felsenmühle in Oberndorf / Alsenz; 1764 ging der Besitz auf Johann Adam Schmahl über. Dieser ließ 1771 wie die Inschrift meldet, den großen gewölbten Keller anlegen (vgl. Stock, Pfarrer: Ortsge­schichte von Oberndorf (auch zu Mühlen); in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1927, S. 21-22 und S. 87-88).


Am 11.4.1765 verkaufte Schmahl die Weidenmühle an den aus Freimersheim stammenden Johannes Michel (vgl. Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, a.a.O., Bd. 2, S. 217).



Schmaltz, Andreas:

bis 1777 war Andreas Schmaltz der Müller Beständer der Neumühle in Landau; dieser verkaufte am 18.4.1777 die Mühle mit Zu­stimmung der übrigen Kinder an seinen Sohn, den Müller Frantz Ignatz Schmaltz (vgl. LA Speyer, Best. F 23 Nr. 30, Inventar vom 24.4.1782); °° mit Maria Barbara ++++ ( 1776 err.); Vater des Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Neumühle, Frantz Ignatz *Schmaltz; er übergibt mit Vertrag vom 18.4.1777 die Neumühle an seinen Sohn Frantz Ignatius Schmaltz (vgl. LA Speyer Best. K 25 Notariat Landau Nr. 35 vom 18.4.1777)



Schmaltz, Frantz Ignatz:

ab 1777 Müller in Landau auf der Neumühle; Sohn des Neumüllers Andreas *Schmaltz und der Maria Barbara ++++ ( 1776 err.);


°° mit Maria Susanne NN; Vater u.a. der Maria Jakobea Schmaltz (°° mit Johann Baptist Lerch) (vgl. LA Speyer Best. K 25 Nr. 72 Urk. Nr. 326 [ Briefprotokolle Landau]


Frantz Ignatz Schmaltz kaufte am 18.4.1777 von seinen Vater Andreas Schmaltz die Neumühle in Landau (vgl. LA Speyer, Best. F 23 Nr. 30, Inventar vom 24.4.1782)


Bei dem großen Eisgange im Februar 1784 litt die Stadt … durch Überschwemmung bedeutenden Schaden, und da man die Mühlen als die Hauptveranlassung dieses unglücklichen Ereignisses betrachtete, so machte das Geniecorps den Vorschlag, die beiden Mühlen in der Stadt nebst der unterhalb derselben gelegenen herrschaftlichen Mühle abzubrechen [Anm.: die Neumühle] und hinwegzuschaffen ….“ (vgl. Lehmann: Urkundliche Geschichte der ehemaligen freien Reichsstadt Landau, Neustadt 1853, S. 277). Hiergegen gab es einen abweichenden Vorschlag der angenommen wurde. „Demgemäß wurden nicht nur schützende Schleusen angelegt und die Queich mit Quadersteinen eingefaßt, sondern auch noch besonders künstliche Vorrichtungen zur Hebung der Mühl­räder bei hohem Wasserstande und zur Abführung des angeschwemmten Sandes gemacht ...“ (vgl. Lehmann, a.a.O., S. 277).


Im Archiv „Service Historique de l'Armée de Terre, Archives du génie“ in Vincennes/Paris befindet sich das „mémoire des ouvrages de fortification ... pendant l'année 1785“ in Landau (Akte Best. Xe 341 Génie) betr. die Neumühle und die Stadtmühle in Landau.. Dieses enthält die Bittschrift von Franz Ignaz Schmaltz und Heinrich Weygand, Stadtmüller an den Kriegsminister Maréchal de Sé­gur: Während des Frühlings, Sommers und Herbstes 1786 hat man zur Reinigung der Queich das Bachbett trockengelegt, deshalb waren die Müller arbeitslos vom 21.3.-1.11.1786. Der Hof hatte für die Jahre zuvor Entschädigungen bezahlt. Schmaltz hat eine Mühle mit 5 Gängen, Weygand 6 Gänge. Schmaltz hat eine Frau, 6 Kinder und mehrere Diener, zahlt jährlich 250 Livres Steuer. Weygand hat 3 Kinder, seine Mühle hat einen canon von 40 Malter seigle [Anm.: Roggen], Abgaben jährlich etwa 600 Livres im März 1787 bekommt Schmaltz für 239 Tage 1254 und Weygand 1673 Livres. Wegen der ständigen Versandung durch die Queich hat­ten die Franzosen vor, die Mühlen entlang der Queich abzureißen, wogegen der Magistrat und die Bürger der Stadt protestierten. Im Jahre 1787 stürzen die Fassaden von 4 Häusern auf der linken Seite der Queich unterhalb der Stadt- und der Neumühle ein. Zudem kam es zu ständigen Überschwemmungen, unter denen die Stadt zu leiden hat. Im Dezember 1787 kommt ein sehr scharf gehaltener Brief aus dem Kriegsministerium, wonach de Kosten für weitere Umbauten und Reparaturen an der Queich von der Stadt oder der Provinz zu tragen sind, weil die beiden sich einem Abriß der beiden Mühlen widersetzen (Mitteilung Dr. Michael Martin vom 13.3.2012).


Frantz Ignatz Schmaltz und seine Ehefrau Maria Susanne NN. verkaufen am 31.5.1808 die Neumühle in Landau an den Schwieger­sohn Johann Baptist *Lerch und die Tochter Maria Jakobea Schmaltz (vgl. Stadtarchiv Landau, Best. S 2-308 Mitteilung vom 3.5.1962; LA Speyer Best. K 25 Nr. 72 Urk. Nr. 326 [ Briefprotokolle Landau]).



Schmaltz, Jacobäa:

Tochter des Müllers auf der Neumühle in Landau, Frantz Ignatz *Schmaltz; sie übernahm nach dem Tod des Vaters 1810 zusammen mit ihrem 1. Ehemann Johann Baptist Lerch ( vor 1821) die Neumühle in Landau. °° I mit dem Müller auf der Neumühle Johann Baptist *Lerch; aus der Ehe stammt der Sohn Johann Philipp Lerch, der ab 1831 die Neumühle übernimmt; °° II mit dem Müller Heinrich Mertz (vgl. Stadtarchiv Landau, Best. S 2-308 Mitteilung vom 3.5.1962).



Schmied, Franz:

um 1731 Müller auf der Gallappmühle in Morlautern; °° mit NN. Storch, der Tochter (?) des Schultheißen von Zeselberg (Sickinger Höhe); Schmied macht am 13.3.1731 die „Erbsportion uxoris(?) nomine“ am Nachlaß der verstorbenen Schultheiß von Zeselberg, Johann Storch geltend (vgl. HStA Wiesbaden Abt. 121 Nr. 7 von Sickingen: Sickingisches Amtsrelationsbuch Bd. I Nr. 5b S. 22 = Zusammenfassung PRFK Archiv Ludwigshafen Ordner Nr. XIV L 2.0 lfd. Abt. Nr. 11)



Schmidt, Andreas:

am 20.8.1711 erhielt der aus Hütschenhausen stammende „Andreas Schmitten aus Hitschenhaußen“ einen Erbbestandsbrief über die Scheidenberger Mühle (später Schanzer Mühle genannt) in Miesau (vgl. LA Speyer Best. Y 14 Nr. 25: Erbbestandsbrief für Andreas Schmidt von Hütschenhausen über den Scheidenberger Woog und die Scheidenberger [= Schanzer] Mühle vom 20.8.1711 [Abschrift]). Andreas Schmidt verkaufte seinen Erbbestand mit Zustimmung der Churfürstlich Pfälzischen Hofkamer vom 13.1.1722 an den Freiherrn Damian Johann Philipp von Sickingen (vgl. LA Speyer Best. Y14 Nr. 25).


Er ist der Sohn des Martin Schmidt zu Steinbach am Glan; °° II 19.4.1714 in der reformierten Kirche Wallhalben mit Elisabetha Mül­ler, Tochter des sickingischen Jägers Valentin Müller aus Gerhardsbrunn (vgl. Knocke, Theodor: Trauung von Ortsfremden in Wall­halben im 18. Jh.; in: PRFK 1976, S. 306).



Schmidt, Anna Maria:

22.3.1807 Großfischlingen; Tochter des Müllers in Großfischlingen Johann Georg *Schmitt und der Christina Flory; °° am 24.1.1797 in Großfischlingen mit dem Müller Johannes „der Junge“ *Hollried; Anna Maria Schmitt bringt die Mühle in Großfisch­lingen mit in die Ehe; aus der Ehe stammen mehrere Kinder; der Ehemann heiratet nach dem Tod der Anna Maria Schmitt erneut (vgl. Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 86, 88)



Schmidt, Carl Wilhelm:

um 1768 Temporalbeständer auf der Stiftsmühle in Klingenmünster; diese gehörte zur kurpfälzischen Geistlichen Güterverwaltung Heidelberg (vgl. LA Speyer Best A 14 Nr. 9-834; Weber: Geschichte der Mühlen und des Müllerhandwerks, a.a.O., S. 262).


In den Mauern des Stifts gelegen am Klingbach bei der Stiftskirche im östlichen Dorfteil, der zwar dem Hochstift Speyer gehörte (vgl. Pfalzatlas Bd. 3 Karte Nr. 83); sie war kurpfälzisch und gehörte zum Oberamt Germersheim, in Zuständigkeit der Geistlichen Güteradministration (LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 265); sie gehörte von 1665-1789 zur Geistlichen Güteradministration Heidelberg (vgl. LA Speyer Best A 14 Nr. 9-834; Weber: Mühlen und des Müllerhandwerks, a.a.O., S. 262); 1768 war Temporalbeständer der Müller Carl Wilhelm *Schmidt, der als Pacht für zwei Wasserräder 47 Ma. Korn gibt (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Mühlenprotokoll von 1768; Weber, a.a.O., S. 255)


In diesem Mühlenprotokoll von 1768 ist die Mühle wie folgt beschrieben: “zu den Clingenmünsterer Stiftes Mauren ist eine der chur­fürstlichen Administration zuständige eigenthümbliche Mühl, welche Carl Wilhelm Schmidt der mahlen temporaliter besitzet, solche hat 2 Wasser Räder, sodann 2 Mühl und 1 Schehlgang, gibt jährlich pro canone 47 Malter Korn dem Stift alda, und außer der Schat­zung churfürstl: Hofcamer keinen Waßer Zinß, wie solches der von dem Stift Schafner Heuß erstattete sub Nr. 12 beygebogene Be­richt ausweiset.”



Schmidt, Caspar:

geb. in Trautstadt/Franken - ++++ Schauernheim (?); kath.; Müller in Schauernheim; °° 22.11.1794 in Schauernheim mit der Anna Katharina *Fusser, der Witwe des Müllers Johann Theodor *Zech.


Anna Katharina Fusser ist die Tochter des Ackersmann in Dannstadt, Johann Jakob Fusser und Anna Maria Magin; Enkelin des Jakob Fusser und der Anna Katharina NN. (vgl. Seelinger: Familien in Dannstadt und Schauernheim, a.a.O., S. 221 Nr. 832); °° I am 17.9.1787 in Schauernheim mit dem Müller in Schauernheim, Johann Theodor *Zech (5.4. 1758 Schauernheim – 10.8.1794 Schau­ernheim); °° II am 22.11.1794 in Schauernheim mit dem aus Trautstadt/Franken stammenden Müller Caspar Schmidt); Mutter der Anna Maria *Zech (7.9.1790 Schauernheim – 1.11.1827 Schauernheim) (vgl. Seelinger: Familien in Dannstadt und Schauernheim, a.a.O., S. 684 Nr. 2952). Die Mühle in Schauernheim ist wohl nach dem Tod des Müllers Zech von dessen Witwe Anna Katharina Fusser weiter betrieben worden. Diese hatte nach seinen Tod die vierjährige Tochter Anna Maria Zech zu versorgen; Anna Katharina Fusser heiratete bereits 3 Monate nach dem Tod ihres Mannes am 22.11. 1794 den Müller Caspar *Schmidt (vgl. Seelinger: Familien in Dannstadt und Schauernheim, a.a.O., S. 583 Nr. 2462) und betrieb die Mühle weiter. Nach ihrem Tod am 26.3.1806 fiel die Mühle in Schauernheim voraussichtlich an die Tochter Anna Maria Zech, die als 16jährige am 28.10.1806 in Dannstadt den Müller Johann Jakob *Drissler (2.12.1782 Dannstadt – 12.12.1813 Schauernheim; katholisch) heiratete (vgl. Seelinger: Familien in Dannstadt und Schauernheim, a.a.O., S. 162 Nr. 568 iVm S. 684 Nr. 2952 und S. 686 Nr. 2960).



Schmidt, Daniel:

um 1745 Schultheiß und Müller auf der Bosenbacher Mühle; er hast einen Erbbestandsbrief vom 14.10.1744; in der Bestandsaufnah­me der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt (vgl. Mühlenprotokoll von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 70r-73): “Die Bosenbacher Mühle wird von einem Brunnenbächlein getrieben, welches in der Nauwies entspringt, liegt ganz nahe oben an dem Dorf Bosenbach; hat ein 22 Schuh hohes Wasserrad, das 1 Mahlgang und 1 Schälgang im Trillis treibt. Oft Wassermangel. Erbbeständer ist der Schultheiß von Bosenbach Johann Daniel Schmidt. Er liefert 1 Ma. Korn und 1 Ma. Hafer sowie 1 fl 3 bz und 3 Kappen oder dafür 4 bz“ (zusammenfassend zitiert nach Weber: Mühlen und Mül­lerhandwerk, a.a.O., S. 212/213)



Schmidt, Friedrich:

um 1785 war Friedrich Schmidt Bürger und Stadtmüller in Meisenheim; er ist der Vater des Müllermeisters in Rehborn Martin *Schmidt (°° 3.3.1785 in Rehborn mit Anna Sara Gauch) (vgl. Anthes.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Rehborn, a.a.O., S. 84).



Schmidt, Hans:

Bäcker von „Müllersleben“/Thüringen (bei Arnstadt); Bürgeraufnahme in Kaiserslautern am 20.6.1646; °° Neuleiningen am 14.6.1646 mit Anna Catharina Müller (Tochter des Müller zu Mühlen“ (Mühlstraße) und Bäcker in Kaiserslautern „Casel/Caßel“ Hans Casimir *Müller); Müller zu Kaiserslautern ++++klären: welche Mühle++++; (vgl. luth. KB Sausenheim; Herzog: Kaiserslau­tern 1620-1650, a.a.O., S. 84, Nr. 1415); hat vermutlich am 20.6.1646 das Backhaus im alten Spital in Kaiserslautern übernommen; klagt am 1646 i Kaiserslautern gegen Georg Dieter Schlosser (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 84, Nr. 1415).



Schmidt, Heinrich:

geb. um 1800 auf der Untermühle bei Berglangenbach; Sohn des Untermüllers Peter Schmidt und Maria Katharine Sieber; 1827 ist Heinrich *Schmidt der Müller auf der „Untermühle bei Berglangenbach; Sohn des Müllers er ist nicht katholisch; °° mit der Katholi­kin Maria Eva Decker aus Bundenbach am 1.12.1827 in Kirchenbollenbach (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarrei­en Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 398).


Er dürfte der Enkel der Müllers Friedrich Schmitt sein, der am 1.11.1776 den Erbbestandsbrief erhielt (vgl. Hartmann, a.a.O., S. 81). Später gehörte die Mühle bis 1866 einer Familie Haas gehörte. Jakob Haas (*6.2.1828) wanderte mit seiner Ehefrau Maria Elisabeth Schmidt (* 15.4.1829) im Juli 1866 in die USA aus. An Vermögen nahmen sie 3500 Mark mit. Das könnte der Erlös aus dem Verkauf der Mühle gewesen sein. Von da an hießen die Mühlenbesitzer Henn. (vgl. Hartmann, a.a.O., S. 84).



Schmidt, Johann Adam:

1773-1779 ist Johann Adam Schmidt als “Ölschläger zu Odenbach” im lutherischen Kirchenbuch eingetragen; °° mit Elisabeth Ka­tharina NN.; Vater von Philipp Adam Schmidt (*2.2.1773) und Johann Henrich Schmidt (1775-1779) (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der Einwohner von Odenbach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutherischen Kirchenbüchern von Meisenheim 1684-1798, a.a.O., S. 59).



Schmidt, Johann Friedrich:

um 1785; Bürger Stadtmüller in Meisenheim; Sohn Bäckers, Bierbrauers und Bürger in Meisenheim Johann Jakob Schmidt (geb. 1727 in Meisenheim) und der Anna Sara Gilmann (Tochter von Henrich Guilmann aus Rehborn) °° mit Susanna Maria Pfaff, der Tochter des Stadtmüllers in Meisenheim Johann Michael Pfaff und Maria Catharina Matthias; Vater des Müllers auf der Bannmühle in Rehborn Johann(es) Martin *Schmidt (vgl. Burghardt, Paul: Die „Bann- oder Ohligsmühle“ zu Rehborn; in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 1954, S. 91).



Schmidt, Johann Friedrich:

1.6.1738 Heimbach (westlich Baumholder) - 13.6.1790 Lockersmühle bei Ronnenberg; Sohn von Johann Heinrich Schmitt, Zensor in Heimbach und der Müllerstochter Eva Maria Höth aus der Zinckweiler Mühle (Tochter des Müllers Simon Höth); Bruder des Müllers auf der Beckersmühle bei Ruschberg Johann Heinrich Schmidt; °° 18.2.1772 mit der Müllerstochter Eva Maria Göttgen aus der Lockersmühle (Tochter des Müllers Johann Jakob Theodor *Göttgen und der Anna Eva NN.) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 295 Nr. 1587). Nach dem Tod des Müllers Johann Jakob Theodor *Göttgen erfolgte die Er­bauseinandersetzung über die Mühle. "Am 25.3.1772 ersuchen Jakob Göttgen der ältere und Jost Göttgen der Junge den Herzog in Zweibrücken, die Mühle ihrem Schwager zu übertragen. Anna Eva Göttgen war offenbar die Mutter der beiden, weil Joh. Friedrich *Schmidt aus Heimbach, der als Schwiegersohn von ihr bezeichnet wird, am 21.7.1772 sich ebenfalls an den Herzog wandte mit der Bitte zu genehmigen, daß ihm die Mühle mit Gütern zum Preis von 1800 Gulden übertragen würde. Am 1.11.1776 erhielt Friedrich Schmidt den Erbbestandsbrief" (vgl. Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 81, der die Schwie­germutter Anna Eva NN. irrtümlich als Frau des Johannes Göttgen ansieht).



Schmidt, Johann Georg:

~ 24.5.1732 Großfischlingen – 14.5.1794 durch Kriegsereignisse; Müller in Großfischlingen; Sohn des Anwalts Johannes Jacob *Schmitt und der Maria Catharina Lutz; °° mit der Müllerstochter Christina Flory (geb. 1738 Großfischlingen – 6.7.1796; Tochter des Müllers in Großfischlingen, Johannes Georg *Flory und der Maria Margaretha Spieß) (vgl. Wittner: Familienregister Großfisch­lingen, a.a.O., S. 55). Vater der Anna Maria *Schmitt († 22.3.1807; °° am 24.1.1797 mit dem Müller in Großfischlingen und späteren Adjunkt, Johannes *Hollried „der Junge“) (vgl. Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 86, 125, 126). die Ehefrau Christina Flory bringt die Mühle mit in die Ehe.



Schmidt, Johann Nickel:

stammt aus “Zwey-Kirchen bei Wolfstein”; Schmidt erwarb 1755 die Mühle in Adenbach; und war bis 1761, d.h. 7 Jahre lang Inha­ber des Betriebs. 1757 und 1760 verursachten “große Wasser!” erhebliche Schäden. Das Jahr 1760 war ein Unglücksjahr, das Tau­wetter am 22. Februar und ein Wolkenbruch am 22. Mai brachten solche Wasser- und Schlammassen, daß der Mühlenbau und das Wasserrad vollkommen zugeschlammt waren. Die Aufräumungsarbeiten überforderten Schmidts physische Kräfte und auch seine Geldmittel; er resignierte und verzog mit seiner Familie nach Jägersburg, wo er bald darauf verstarb. Nach seinem Tod ließen sich seine Frau und die Kinder in dem “Fürstlich Salmischen Dorf Bärweiler nieder (vgl. Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O., S. 231). °° mit Anna Elisabetha NN.; Vater von Johann Michael Schmidt († 31.5.1756 im Mühlenteich der Mühle in Aden­bach, 2 Jahre und 10 Monate alt), Johannes Schmidt (~28.5.1757 in Adenbach) und Johann Daniel Schmidt (~19.11.1759 in Aden­bach) (vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 301).



Schmidt, Johann(es) Martin:

Müller auf der Bannmühle in Rehborn; Sohn des Bürgers und Stadtmüllers in Meisenheim, Johann Friedrich *Schmidt und der Mei­senheimer Müllerstochter Susanna Maria Pfaff (vgl. Burghardt, Paul: Die „Bann- oder Ohligsmühle“ zu Rehborn; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1954, S. 91).


Müller in Rehborn (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 57). °° 3.3.1785 in Rehborn mit Anna Sara Gauch; aus der Ehe gehen 8 Kinder hervor (vgl. Anthes.: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Rehborn, a.a.O., S. 84; Anm. nach Inschrift über der Eingangstür des neu erbauten Wohnhauses zur Rehborner Mühle, lauter ihr Vorname “M. S.”).


Nach dem Tod 1778 des Müllers Georg *Matthias kauft der zweite Mann der Witwe NN. Bauer, Heinrich *Werntz 1778 von der Er­bengemeinschaft Bauer die mit Schulden belastete Mühle; hierbei hat er sich wohl übernommen. Bei einem Gesuch um Nachlaß der Pachtrückstände und Verbindlichkeiten teilt Frau Werntz 1785 mit, "daß ihr zweiter Mann sich dem Saufen gänzlich ergeben habe und nunmehr entwichen sei" (vgl. Thielen: Rehborn, a.a.O., S. 92). Die Mühle wird versteigert. Der Bauer Peter Gauch steigert die Mühle für 2800 Gulden, um sein ausgeliehenes Geld zu retten. Am 10.8.1786 wird seinem Gesuch stattgegeben, die Neuerwerbung dem Schwiegersohn Martin Schmidt übergeben zu dürfen. Martin Schmidt ist der Sohn des ehemaligen Erbbestandsmüllers in Mei­senheim, hat nicht nur “das Mühlwesen ordentlich erlernt und ist darauf gewandert” sondern “hat soviel Vermögen von seinen Eltern ererbt, daß er die Mühle behaupten und sie zu seinem sowohl als der gnädigsten Herrschaft Nutzen in einen guten Stand setzen kann” (LA Speyer B2 1255/3, zitiert nach Weber: Mahl- und Ölmühle in Rehborn am Glan; in: Nordpfälzer Geschichtsverein. 39, 1959, 373-83; Thielen: Rehborn, a.a.O., S. 92). Martin Schmidt läßt die verwahrlosten Gebäude abreißen. Mahl- und Ölmühle müssen von Grund auf neu errichtet werden. Diese liegt seit den großen Hochwasser von 1784 unbrauchbar darnieder. Durch das lange Wehr kommen den Wasser- und Eismassen direkt auf das Mühlgebäude zu. Weil die Eisbrech weiter nach oben verlegt werden soll, muß er das Wehr umbauen. Dabei gerät er mit der Kreuznacher Salinenverwaltung wegen der Schleuse für das Floßholz in Konflikt. Die Sa­line benötigt für die Salzherstellung viel Brennholz, das größtenteils aus dem Pfälzer Wald kommt und lauter- und glanabwärts nach Münster und Kreuznach geflößt wird. Zu diesem Zweck sind in den Wehren von der Salinenverwaltung errichtete Floßschleußen ein­gebaut. Schmidt darf die Schleuse schließlich auf seine Kosten ersetzen. An den ersten Schmidt auf der Rehborner Mühle erinnert noch die Inschrift über der Eingangstür des Wohnhauses: “Diese Mühle ist erbaut worden unter Gottes gnädigem Beistand im Jahre 1786 von Martin Schmidt von Meisenheim und M. S. Gauchin von hier ..” (vgl. Thielen: Rehborn, a.a.O., S. 92/93).


1786 beklagte der Müller Martin Schmidt den Zustand des sog. Vorderteichs, der wegen der Hochwassergefahr zu kurz sei. Ein Hochwasser von 1784 hatte die Mahl- und Ölmühle so beschädigt, daß beide neu gebaut werden mußten (vgl. Weber: Geschichte der Mühlen, a.a.O., Bd. 1 S. 57).



Schmidtberger, Johann Daniel:

aus Gemünden / Oberhessen; um 1737 aus Bad Dürkheim; Schreibweise seines Namens war ursprünglich Schmiedtburger; °° II 13.7.1745 mit Anna (Maria) Katharina Vogel aus Grünstadt; Vater des Johann Nikolaus *Schmidtberger (vgl. Buchert: Unternehmer im Isenachtal, a.a.O., S. 42; Hößle, Friedrich von: Alte pfälzische Papiermühlen; in: „Der Papierfabrikant“ XIX Jahrgang 1921, S. 120). Sohn aus der ersten Ehe ist Gabriel Schmidtberger, der auswanderte und sich 1770 in der Papiermühle Roigheim / Württ. niederließ (vgl. Hößle, Friedrich von: Alte pfälzische Papiermühlen; in: „Der Papierfabrikant“ XIX Jahrgang 1921, S. 120).


Johann Daniel Schmidtberger aus Gemünden / Oberhessen richtete im Mai 1737 zusammen mit dem Papiermacher Christoph Wein­mehl an die Grafen von Leiningen-Hardenburg ein Gesuch zur Errichtung einer Papiermühle an der Isenach (heute Papierfabrik Schleipen) (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 51; Buchert, Heinrich: Die Unternehmer im Isenachtal und Umgebung im 18. Jh.; in: Pfälz. Fam.- u. Wappenkunde, 1952, S. 42), unweit des sog. Pfaffenweihers. Bald nach Fertigstellung verpachtete er die Mühle für 10 Jahre an seinen Schwager, den Papiermacher Christoph Werner aus Oberursel. Nach dem Tod des Johann Daniel Schmidtberger 1779 fiel die Papiermühle an seinen Sohn Nikolaus Schmidtberger.



Schmidtberger, Johann Henrich:

um 1764; Papiermüller aus Bad Dürkheim-Hardenburg (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 38). Nachkomme des Jo­hann Daniel *Schmidtburger (?)



Schmidtberger, Johann Nikolaus:

geb. um 1750 - +++++; um 1779 Papiermüller auf der Unteren Papiermühle im Isenachtal bei Hardenburg; Sohn des Papiermüllers Johann Daniel *Schmidtberger und Anna (Maria) Katharina Vogel aus Grünstadt (vgl. Buchert: Unternehmer im Isenachtal und Umgebung im 18. Jh.; in: Pfälz. Fam.- u. Wappenkunde, 1952, S. 42; Hößle, Friedrich von: Alte pfälzische Papiermühlen; in: „Der Papierfabrikant“ XIX Jahrgang 1921, S. 120);


Erbbestandspächter und Betriebsnachfolger seines Vaters auf der Unteren Papiermühle im Isenachtal bei Hardenburg (heute Papierfa­brik Schleipen) (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 53; Hößle, Friedrich von: Alte pfälzische Papiermühlen; in: „Der Papierfabrikant“ XIX Jahrgang 1921, S. 120).


Noch zu Ende des 18. Jh. lieferte Joh. Nic. Schmidtberger Papier an die Leiningische Verwaltung. Einem „Extrait du Registre des arrêtés du Préfet du Dep. Du Mont-Tonnere“ von 7.3.1809 ist zu entnehmen, daß im Terminal anno 11 = 1803 Nicolas Schmidtber­ger, Erbbeständer der Papiermühle bei Hardenburg, um eine Ermäßigung seiner Erbpacht nachgekommen ist, und noch am 12.4.1807 reklamiert er die Bezahlung seiner 1799 berechneten Papierlieferungen (vgl. Hößle, Friedrich von: Alte pfälzische Papiermühlen; in: „Der Papierfabrikant“ XIX Jahrgang 1921, S. 120).



Schmidtknecht, Familie:

s. auch Schmittknecht



Schmidtknecht, Friedrich Ludwig:

geb. 1753 (err.) - † 22.1.1787 Ilbesheimer Mühle im Alter von 34 Jahren an Auszehrung; Müller auf der Ilbesheimer Mühle; Sohn des früheren Temporalbeständers von 1758-1763 auf der Ilbesheimer Mühle und späteren Müllers in Albersweiler und in Wilgartswiesen, Johann *Schmidtknecht; Friedrich Ludwig betrieb in den 1780er Jahren die Mühle in Ilbesheim (vgl. Gottlieb: Die Ilbesheimer Müh­le, a.a.O., S. 19).



Schmidtknecht, Jacob:

um 1849 Müller auf der Mahlmühle in Leinsweiler. Am 31.1.1849 wird im Landauer „Eilboten“ die freiwillige Versteigerung auf Er­suchen des Jacob Schmidtknecht, Müller in Leinsweiler der Mahlmühle in Leinsweiler nebst Wohnhaus, Scheuer, Stallungen, Garten etc. für den 6.2.1849 angekündigt (vgl. „Der Eilbote vom 31.1.1849, S. 58)



Schmidtknecht, Johannes:

aus Coburg; bis 1737 Müller in Walsheim; er verkaufte diese Mühle neben der Obermühle in Walsheim gelegen, 1737 an den Erbbe­ständer der Obermühle Walsheim, Johannes *Lemühl. Im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Neustadt von 1738, vom kurpfälzi­schen Hörfauth Philipp aufgenommen, heißt es hierzu (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “Ferner hat obiger Poßsesser (Anm.: der Müller auf der Obermühle Johannes *Lemühl) noch eine Mühl gleich oben der obigen Mühl, welche er von dem Johannes *Schmitt­knecht in Anno 1737 erkauft, der Schmittknecht hat solche in Anno 1731 aufgebaut, diese Mühl ist eigen außer daß 90 fl Capital in die Collektur Neustadt darauf haften thun; Mühlbrief noch Consens ist nicht vorhanden, Waßerfall gibt sie nach deß Müller seiner Aussag auch nicht.“


Spätestens seit 1740 war Johannes Schmidtknecht als Pächter auf der Woogwiesmühle/Schultzenmühle in Edenkoben, die dem Jo­hann Wilhelm (2) *Walter gehörte (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 288).



Schmidtknecht, Johann:

aus Edesheim stammend; von 1758-1763 Temporalbeständer auf der Mühle in Ilbesheim (vgl. Gottlieb: Die Ilbesheimer Mühle, a.a.O., S. 18); er war anschließend Müllermeister in Albersweiler und in Wilgartswiesen; Vater des Müllers Friedrich Ludwig Schmidtknecht (vgl. Gottlieb: Die Ilbesheimer Mühle, a.a.O., S. 19). +++klären: er könnte ein Sohn des Johannes *Schmittknecht sein, der 1731 die Mühle in Walsheim erbaute und 1737 verkaufte, oder identisch mit demselben++++



Schmitt, Daniel:

um 1830 Müller auf der sog. Untersten Mühle in Weidenthal; Sohn des Müllers auf der Mahl- und Sägemühle Weidenthal, Johann Nikolaus *Schmitt und der NN. Ackermann (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 230). Enkel des Müllers in Weidenthal, Josef Heinrich *Ackermann (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 227).



Schmitt, Elias:

bis 1768 Müller auf der Hospitalmühle in Germersheim; diese ist im Mühlenprotokoll des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; vgl auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 253) wie folgt beschrieben: ““Gleich neben deren (Anm.: gemeint die Bernionsche Mühle, wie sich aus der Reihenfolge im Mühlenverzeichnis ergibt, d.h. auch die Hospi­talmühle liegt oberhalb der Stadt) gegen die Stadt zu befindet sich die churfürstliche Erbbestands sogenannte Hospital Mahl- und Oh­ligmühl, solche hat 2 Waßer Räder, von welchen 2 Mahl und der Schehlgang, nicht weniger die Ohligmühl wechsel weis, wie es hier vorn bei der Tit. Rath Blumen Mühl beschrieben worden, getrieben werden, gibt jährlich dem hiesigen Hospital modo churfürstlichen Administration 5 Malter Korn Erbpfacht, und in die hießige Kellerey eben so viel Wasserfall Zinß, solche Mühl wurde erst kürzli­chen dem dermahligen Inhaber Elias *Schmitt schulden halber versteigert”.



Schmitt, Elias :

bis 1848 Müller auf der Hammelmühle in Kirrweiler. Am 26.9.1848 wird auf Antrag des Kaufmanns Abraham Worms die seinem Schuldner, dem Müller zu Kirrweiler Elias Schmitt gehörige Hammelmühle zwangsversteigert (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 17.6.1848, S. 349 = LA Speyer Best. Y 20/41).



Schmitt Franz Ludwig:

um 1840 Müller auf der Obermühle (=Wiesenmühle) bei Maikammer; °° mit Katharina Begel.


Die Mühle wurde am 7.9.1840 aufgrund eines Urteils des Bezirksgerichts Landau vom 23.5.1840 versteigert. In der Versteigerungs­ankündigung vom 19.8.1840 (vgl. „Intelligenzblatt“ vom 19.8.1840, S. 719, Beilage) heißt es: „Auf Betreiben ihrer Exzellenz, der Dame Josepha Ursula Maria Gräfin von Saint-Martin, Witwe des Freiherrn von Herding, Rentnerin, in Mannheim wohnend …., Klä­gerin auf Versteigerung, gegen Franz Ludwig Schmitt, Müler auf der Ober= oder Wiesenmühle, zur Gemeinde Maikammer gehörig, und seine bei ihm wohnende Ehefrau Katharina Begel, Beklagte auf Versteigerung, und in Gefolge Urtheils Königl. Bezirksgerichts zu Landau vom drei und zwanzigsten Mai abhin … wodurch die Zwangsversteigerung gegen die Beklagten verordnet … wurde, sol­len … versteigert werden: Im Banne Kirrweiler … Zwölf Aren neunzig Meter, ein massiv von Stein erbautes neues Wohnhaus, Mahl­mühle, Hof, Scheuer, Stallung, Garten, Wiese, Baumstück und Zubehör, die Ober oder Wiesenmühle genannt, mit completter Ein­richtung … Die Mühle hat drei Mahlgänge, einen Schälgang und eine Schwingmühle; das zweistöckige Wohnhaus ist vor 2 bis 4 Jah­ren ganz massiv von Steinen neu erbaut, das alte ist weggebrannt, und hat in der Fronte in jedem Stock acht Fenster .. auf der Mühle haftet ein jährlicher Erbpacht an Johann Born zu Edenkoben von 11 Hectoliter 11 Liter (8 Malter) Korn und 36 kr. Geld auch geden­ket die Gemeinde Maikammer noch eine Gülte auf diese Mühle in Anspruch zu nehmen.“



Schmitt, Heinrich:

1738 ist Heinrich Schmitt der Müller und Erbbeständer auf der Stiftsmühle in Kaiserslautern (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhand­werk, a.a.O., S. 236) +++klären: Verwandtschaft zu dem ebenfalls 1738 in Kaiserslautern auf der Waschmühle tätigen Wilhelm Schmitt++++


In einem Beschwerdebrief vom 5.10.1742 wenden sich der Kaisermüller in Kaiserslautern Johann Georg *Fleck und der Stiftsmüller in Kaiserslautern Heinrich *Schmitt vom 5.10.1742 wegen unrechtmäßiger Erhöhung des Wasserfalls an der Schloßmühle Kaisers­lautern an der Oberamt Kaiserslautern (vgl. LA Speyer Best. A14 Nr. 307e, Bl. 44-44r).


Der Stiftsmüller Heinrich Schmidt kaufte 1757 das sog. „Tierhäuschen“ in Kaiserslautern als Erbbeständer; er will 1786 „seinem neuen Haus“ einen Ziegelofen gegenüber stellen (vgl. Friedel, Heinz: „Eine Wanderung zu den Höfen und Mühlen im Westen von Kaiserslautern“; in: Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Kreis Kaiserslautern des Historischen Vereins der Pfalz, Nr. 14 Januar 1960, S. 1).


Der „Stiftsmüller Heinrich Schmitt dahier zu Lautern“ beantragt am 7.3.1758 bei der Geistlichen Güteradministration Heidelberg die erbliche Begebung „der zu alldasigem Stift gehörigen so genannten Münchwies und Weyer“ etc. gegen Zahlung von 300 fl Erbkauf und 12 fl jährl. Canonis (vgl. LA Speyer Best. A 14 Nr. 307e: „Acta betr die Stiftsmühle zu Kayserslautern“ fol. 3-7).


Am 3.10.1767 kommt zur Erhebung einer Klage der Erbbestandsmüller auf der Bordmühle Kaiserslautern Peter Henrich Pfaff, Adam Scherer und Consorten gegen den Lauterer Stiftsmüller Henrich Schmitt vor dem Oberamt Lautern wegen der durch diesen beabsichtigten Errichtung einer Sägmühle auf der sog. Salingsmühle, anstelle der bisherigen Mahlmühle. Diese Klageschrift ist unterzeichnet von Philipp Friedrich Schaffner (Erbbeständer auf der Entersweiler Mühle), Henrich Foltz (Erbbeständer auf der Papiermühle Kaiserslautern), J. Adam Scherer, Friedrich Koch, Peter Henrich Pfaff und G. N. Pfaff (vgl. LA Speyer Best. A14 Nr. 307e fol. 50-51r).



Schmitt, Henrich:

um 1738 Müller in Reichenbach; die Mühle ist in der Renovation der Schultheißerei Reichenbach vom 17.9.1738 aufgeführt (vgl. Bericht des Amtskellers Schabrock vom 17.9.1738, LA Speyer Best. A 2 Nr. 131/ fol. 29r) und wie folgt beschrieben: „Henrich Schmitt so hiesige Erbbestandsmühl besitzet, mit 2 Gäng sambt einer Ohligmühl, wie auch einen Lohgang so dermahlen aber nicht brauchbar und ohne Erlaubnis gebauet worden, und gibt jährl: 20 Mltr Korn Erbpfacht in die Ambtskellerey dahier, laut renovierte Erbbestandsbrieff 27. May a.c.“.



Schmitt, Jacob:

um 1785 Müller auf der Salingsmühle in Kaiserslautern; °° mit Margareta Mathieu.


Schmitt beantragte und erhielt 1785 zusammen mit „seiner ehelichen Hausfrau Margareta, einer geborenen Mathieu“ am 24.9.1785 von der „Kurpfalz Geistlichen Administration“ Heidelberg einen Erbbestandsbrief über „die zum Stift Lautern gehörige – bey Lau­tern gelegenen Weyer und Woogen, alß namentlich den alten Woog, die Erlen, die [..]eugwiese, den Convents- und Sau-Woog zu Wiesen aptieren zu laßen, welchem Vorhaben aber bislang hauptsächlicherseits im Weeg gestanden hat, daß die an dem Sau- und Pa­pier-Woog gelegene Müller vor die Abgabe des zu Bewäßerung derer [Anm.: Urkunde beschädigt: Mühlen ?] erforderlichen Waßers….. über[höhte ?] Forderungen angestellet, sondern auch darüber beschwehert haben daß ihnen auf diesen Fall vieles Wasser entginge, und daß sie, wann sie eine BachMühle erhielten, nicht mehr mit so vielen Gängen alß bishero mahlen konten. Gleichwie aber durch eine desfals ernannte Commission, unter dem 10ten August dieses Jahres mit dem Salings-Müller Jacob Schmitt der Ab­schluß dahin genommen worden ist, daß dieser

a) den Zapfen am Sau-Woog, an welchem seine Mühle gelegen ist, ziehen

b) das Wasser seiner Mühle hinlängst in einem Graben oder Mühlbach zu führen, und diese auf eigene Kosten vom Anfang des Sau-Woogs bis zu seiner Mühle stechen, hierzu aber

c) von dem Stift Lautern weiter nichts alß zehen creutzschnittige Eich-Stämme ohne Entgelt erhalten, und

d) den Sau-Woog, wie gedachter Jacob Schmitt solchen dermalen in Temporalbestand besitzt künftig gegen einen Stilo ferreo zu …. Erbpfacht von zwanzig sechs Gulden erbbeständlich besitzen solle.

Welche commissarische Vereinbarung Mann auch auf erstatteten Vortrag anheute genehmigt hat ...“ (vgl. LA Speyer Best. A 13 Nr. 181: Erbbest. Revers vor Salings Müller Schmitt über den Sauwoog de Ao 1785).



Schmitt, Johann:

vor 1823 Hutschmühle bei Sand. Am 11.4.1823 lassen die minderjährigen Kinder des verstorbenen Müllers Johann Schmitt die Mühle versteigern. In der Annonce im Intelligenzblatt heißt es (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 67 vom 8.3.1823, S. 314): „ … wird auf der sogenannten Hutschmühle bey Sand zur definitiven Versteigerung dieser Mühle selbst und der dazugehörigen Län­dereyen auf Sandergemarkung, den Johann Schmittischen minorennen Kindern daselbst zugehörig … geschritten werden.“



Schmit, Johannes:

um 1765 Müller (?) auf der Mühle in Schallodenbach; °° mit Maria Elisabetha NN.; bei der Taufe seiner Tochter Maria Elisabetha Fronhoffer (Tochter des Franz *Fronhofer „von der Mühle nahe Schallodenbach“ am 22.3.1765 in der katholischen Kirche Schallo­denbach ist u.a. als Patin anwesend die Maria Elisabetha Schmit, Ehefrau des Johannes *Schmit, von der Mühle Schallodenbach (vgl. Budell, a.a.O., S. 89).



Schmitt, Johannes:

um 1720 als (angestellter ?) Müller auf der Oberen Hetschmühle in Alsenborn. Neben den Beständern lebten und arbeiteten weitere Personen auf der Mühle. Am 14.4.1720 verheiratete sich der Müller auf der Hetschmühle Johannes Schmitt mit der Maria Barbara Hetzel (vgl. Kuby Alfred Hans: Das älteste Kirchenbuch von Alsenborn 1663-1764 als Geschichtsquelle; in: ++++klären+++)



Schmitt, Johann Nikolaus:

ab ca. 1787 Erbbestandsmüller auf der Mahl- und Sägemühle Weidenthal. °° mit NN. Ackermann, der Tochter des Müllers in Wei­denthal, Josef Heinrich *Ackermann. Johann Nikolaus Schmitt übernahm als Nachfolger seines Schwiegervaters Ackermann die Mühle in Weidenthal und erweiterte diese 1787 durch verschiedene Anbauten (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 227).


Unter der Franzosenherrschaft wurde er der rechtmäßige Eigentümer (Nationalgüterversteigerung ?) der Mühle und hatte diese bis 1836 inne (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 227).


Vater des Müllers auf der sog. Untersten Mühle in Weidenthal, Daniel *Schmitt (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 230).



Schmitt, Johann Philipp;

geb. 1760 (err.) Lambsborn (?); Sohn des Pfarrers Johann Christian Schmidt und der Sophie Magdalene Culmann; Enkel des Pfarrers Philipp Jakob Schmidt und Maria Elisabetha Wernigk (vgl. Biundo, Georg: Pfälzische Pfarrer und Schulmeister, a.a.O., S. 219). 1776 ist in der pfalz-zweibrückischen Huldigungsliste von Lambsborn erwähnt der „Schmitt, Pfarrer“, und sein Sohn „Johann Philipp Schmitt, 16 Jahre, erlernt das Müllerhandwerk in der Vogelbacher Mühle“ (vgl. Schaaff: Untertanenlisten des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken aus den Huldigungsprotokollen des Jahres 1776, a.a.O., S. 102).



Schmitt, Thomas:

vor 1641; Müller auf der Oppensteiner Mühle; °° mit NN.; seine Witwe heiratet in 2. Ehe den späteren Müller auf der Oppensteiner Mühle bei Olsbrücken, Caspar *Eulmeß (aus Lettweiler stammend) und bringt die Oppensteiner Mühle mit in die Ehe. 1641 wird im Wolfsteiner KB der aus Lettweiler stammende Caspar Eulmeß als Müller auf der Oppensteiner Mühle genannt, der mit Thomen Schmittens Witwe von der Oppensteiner Mühle verheiratet war (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppenstei­ner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 78).



Schmitt, Wilhelm:

1738 ist Wilhelm *Schmitt der Müller und Erbbeständer auf der Waschmühle in Kaiserslautern (vgl. Weber: Mühlen und Müller­handwerk, a.a.O., S. 236). +++klären: Verwandtschaft zu dem ebenfalls 1738 in Kaiserslautern auf der Stiftsmühle tätigen Heinrich Schmitt prüfen+++



Schmitting, Philipp:

um 1767 Müller auf der Salingsmühle Kaiserslautern.


Am 26.2.1767 klagt der Salingsmüller Philipp Schmitting vor dem Stadtrat in Kaiserslautern gegen die Magdalena Albrecht, Witwe des Tagelöhners Johann Georg Albrecht „in Betreff des Bey ihm geweßenen und verstorbenen Joh. Georg Albrecht“ wegen Ersatz der Kosten für dessen Unterhalt und Begräbnis. Der Stadtrat gesteht ihm in seinem Urteil 15 fl zu. Soll diese von den 41 fl 31 kr abzie­hen, die der Witwe zustehen. Er soll den Rest binnen 8 Tagen zahlen (vgl. Ratsprotokolle Kaiserslautern 1767 Nr. 25r; Reis: Kaisers­lautern im 18. Jh, a.a.O., Bd. I, S. 25 Nr. 00025.0.00).



Schmittknecht, Johannes:

1731 Erbauer der Mühle oberhalb der Obermühle in Walsheim bei Landau. Im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Neustadt von 1738, vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp aufgenommen, ist sie wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “Ferner hat obiger Poßsesser (Anm.: der Müller auf der Obermühle Johannes *Lemühl) noch eine Mühl gleich oben der obigen Mühl, welche er von dem Johannes Schmittknecht in Anno 1737 erkauft, der Schmittknecht hat solche in Anno 1731 aufgebaut, diese Mühl ist ei­gen außer daß 90fl Capital in die Collektur Neustadt darauf haften thun; Mühlbrief noch Consens ist nicht vorhanden, Waßerfall gibt sie nach deß Müller seiner Aussag auch nicht.“ +++klären: er könnte der Vater des Johann Schmidtknecht sein, der aus Edesheim stammte und von 1758-1763 Temporalbeständer auf der Mühle in Ilbesheim war+++++



Schmoll, Friedrich:

s. Schnell, Friedrich



Schmoll, Johann Nikolaus:

s. Schnell, Johann Nikolaus



Schmolze, Ludwig:

ab 1844 Müler auf der Friedelshauser Mahlmühle in Friedelhausen. Der Müller Ludwig Schmolze kaufte 1844 die Mühle von Theo­bald Braun aus Gimsbach für 4550 fl (vgl. Kaufmann, Elsbeth: Friedelhausen, a.a.O., S. 114). Im Urkataster von 1845 (vgl. Kauf­mann, Elsbeth: Friedelhausen, a.a.O., S. 46; LA Speyer Best. L56 Nr. 821) ist aufgeführt: Der Müller Ludwig Schmolze mit Wohn­haus, Wirtschaftsgebäude, Mühle und Backofen, am Bach gelegen. Weiter ist aufgeführt der Ölmüller Johann Weisenstein, Pl.-Nr. 534 mit Wirtschaftsgebäude und Mühle rechts und links am Bach gelegen. Die Ölmühle ist schon im Lageplan von 1847 nicht mehr vorhanden (vgl. Kaufmann, Elsbeth: Friedelhausen, a.a.O., S. 47). 1868 war Ludwig Schmolze noch Besitzer der Mahlmühle in Frie­delhausen. Bei einem schweren Unwetter 1882 wurde ein großer Teil der Mühleneinrichtung und der gesamte Vorrat an Mühlenpro­dukten vernichtet (vgl. Kaufmann, Elsbeth: Friedelhausen, a.a.O., S. 114).



Schnall, Nickel:

s. Johann Nikolaus *Schnell



Schneider, Heinrich:

um 1683 Müller in Laubenheim, kurpfälzisches Oberamt Stromberg; er ist 1683 im Schatzungsregister des kurpfälzischen Oberamts Stromberg mit einem Vermögen von 125 fl aufgeführt (vgl. Kilian, Rolf: Schatzungsregister des kurpfälzischen Oberamtes Strom­berg, a.a.O., S. 14).



Schneider, Jakob:

1717 err. - 2.1.1776; Müller auf der Hachenbacher Mühle (bei Sienhachenbach ?); seine Tochter Margaretha Elisabeth Schneider wird am 13.3.1740 auf der Hachenbacher Mühle getauft (vgl. Anthes: Kasualien luth. Pfarrei Sien , a.a.O., S. 96).



Schneider, Johannes:

zeitweise Mühlarzt in Potzbach; um 1666 in Otterberg; °° Margaretha NN.; am 14.10.1666 wird im deutsch-reformierten Kirchen­buch Otterberg die Taufe seines Sohnes Johannes Henrich Schneider eingetragen; hierbei ist zu Johannes Schneider vermerkt: „gewe­sener Mühlarzt zu Potzbach“ (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 37).



Schneider, Johann Nikolaus:

1680 err. - beerd. 9.2.1730 Oberhausen/Appel; Müller auf der Mühle in Oberhausen. °° mit Maria Magdalena NN. (vgl. luth. KB Münsterappel; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar). Er kauft die Mühle in den 1720er Jahren von dem überschuldeten Müller Jo­hann Valentin *Betz. Dieser hatte sich bei dem Bau hat er sich wohl finanziell übernommen und mußte stark verschuldet 1723 aufge­ben (vgl. Schattauer, Willi: Die Mühle(n) in Oberhausen / Appel; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1/2006 S. 916 = Schattauer, Willi: Die Mühle in Oberhausen.; in Oberhausen, Appel. - H. 3 = 1999, S. 15-32). Nach dem Tod des Müllers Johann Nikolaus Schneider kam die Mühle an den Forstmeister Johann Balthasar *Fabricius aus Kriegsfeld (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 302; LA Speyer Best. C 41 Nr. 47/3); sie wurde wohl von der Witwe Maria Magdalena NN. nach dem Tod ihres Mannes verkauft ++++prüfen++++



Schneider, Johann Valentin:

um 1724 Müller auf der Rußmühle bei Marienthal; „Joh. Valentin Schneider von der Rußmühl und seine Haußfrau“ waren am 8.12.1724 Paten in St. Alban bei der Taufe des Johann Valentin Müller (lutherisches Kirchenbuch St. Alban; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar)



Schneider, Sebastian:

16./26.3.1647 Kaiserslautern (Stadtarchiv Kaiserslautern: Gerichtsprotokolle; Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 85, Nr. 1423).; aus Werbeln bei Wadgassen; am 4.4.1605 erhält Sebastian Schneider von Werbeln bei Wadgassen in Kaiserslautern Bürger­recht; er wird 1611 geschatzt; Schneider ist 1626 Bordmüller und verkauft einen Garten bei der Mühle; zahlt 1627 Zins und 1629 Ge­bühr und wird am 7.9.1633 wegen seines Bürgerrechts ermahnt (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S.39 Nr. 623); ist Bordschnitter „Zur Mühlen“ (Mühlgasse) in Kaiserslautern (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 85, Nr. 1423).



Schneider, Stephan:

1630 war Stephan Schneider der Schloßmüller dessen Vorgänger war der „gewesene“ Schloßmüller Theobaldt Marx (vgl. Schenken­berger, Ernst: Besoldungsliste am Zweibrücker Hof im Jahre 1630; in: PRFK 1998, S. 66).



Schnell, Johann Friedrich:

auch als Friedrich Schmoll bezeichnet; 1628 (err.) - 1710 Bischheim im Alter von 82 Jahren (vgl. Bindewald, Gabriele: Die Ge­schichte der Kupfermühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1972, S. 18, leider ohne Quellenangabe). Bis 1674 war Schnell zunächst Erbpächter auf der Herrenmühle in Bischheim; er gab diese ab, weil er selbst eine Mühle käuflich erworben hatte (vgl. Weber, Fried­rich Wilhelm: Die Herrenmühle in Bischheim; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1976, S. 43). Um 1702 wird „Friedrich Schmoll“als Müller auf der Kupfermühle in Bischheim erwähnt. Vater des Kupfermüllers in Bischheim Johann Nikolaus Schmoll (s. Johann Ni­kolaus *Schnell) (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 18).


In einer Urkunde von 1696 wird vermerkt, daß das fürstlich nassauische Amt Kirchheim das sog. Austreibergütchen dem Kupfermül­ler Johann Friedrich Schnell gegen jährlich3 Malter Korn verleiht (vgl. Bindewald, Gabriele: Die Geschichte der Kupfermühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1972, S. 17, leider ohne Quellenangabe). Dieses sog. Donnersberger- oder Austreibergütchen zu Bisch­heim wird auf Befehl des Grafen Johann Ernst 1707 durch eine erneute Urkunde aus weitere 3 Jahre gegen jährlich 3 Malter Korn an den Kupfermüller Friedrich Schnell verliehen (vgl. Bindewald, Gabriele: Die Geschichte der Kupfermühle; in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 1972, S. 18, leider ohne Quellenangabe).



Schnell, Johann Nikolaus:

auch als „Johann Nikolaus Schmoll“ bezeichnet.


1758 Bischheim im Alter von 82 Jahren (vgl. Bindewald, Gabriele: Die Geschichte der Kupfermühle; in: Nordpfälzer Geschichts­verein 1972, S. 18, leider ohne Quellenangabe).


Um 1701 und noch 1723 Müller auf der Kupfermühle in Bischheim; lutherisch; Sohn des Müller auf der Kupfermühle in Bischheim, Friedrich *Schmoll (s. Schnell); °° mit Susanna NN (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 17); die Eheschließung erfolgt am 17.2.1705: „am 17. Februar anno 1705 ist Johann Nicol Schnell von hier mit Susanne Bechtoldin copuliert und eingesegnet worden“ (vgl. Bindewald, Gabriele: Die Geschichte der Kupfermühle; in: Nordp­fälzer Geschichtsverein 1972, S. 18, leider ohne Quellenangabe). Susanna Bechtold verstirbt 1735 im Alter von 52 Jahren (vgl. Bin­dewald, a.a.O., S. 18).


Aus der Ehe stammen 4 Töchter. Die jüngste Tochter Anna Elisabeth Schnell heiratet 1742 den Valentin Becker aus Bolanden, der später die Mühle von seinem Schwiegervater übernimmt (vgl. Bindewald, Gabriele: Die Geschichte der Kupfermühle; in: Nordpfäl­zer Geschichtsverein 1972, S. 18, leider ohne Quellenangabe). Am 03.11.1742 bei der Taufe in der lutherischen Kirche in Kirchheim­bolanden des Hofmann Valentin, S. d. Jakob Hofmann, Mitbeständer auf dem Edenborner Hof, u. Anna Charitas geb. Busmann von Worms, waren Paten: Valentin Becker zu Bolanden u. seine Desponsata (Verlobte) Elisabetha Schnall, Tochter des Nickel *Schnall in der Kupfermühle (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 107); mE handelt es sich um ein Schreibversehen bei der Eintragung im Kirchenbuch, und es dürfte der Müller Schnall identisch sein mit dem Müller Johann Nickolaus Schnell.


Bereits am 27.8.1701 erscheint im lutherischen Kirchenbuch von Kirchheimbolanden als Pate der „Johann Nikel Schmoll, Kupfer­müller zu Bischheim (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 17). Am 9.3.1723 ist als Pate im lutherischen KB Kirchheimbolanden eingetragen „Joh. Nikolaus Schmoll, Kupfermüller zu Bischheim“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 65). Am 30.05.1723sind in der lutheri­schen Kirche in Kirchheimbolanden bei der Taufe des Johann Friedrich Gundelach als Paten anwesend „Johann Nikolaus Schmoll, Kupfermüller in Bischheim, und Susanna Frau d. Kupfermüllers. (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolan­den von 1686-1800, a.a.O., S. 66). Ein Johann Nikel Schmoll wird bereits am 1.2.1701 als Pate im lutherischen Kirchenbuch Kirch­heimbolanden erwähnt sowie am 27.8.1701 als Pate im lutherischen KB Kirchheimbolanden der „Joh. Nikel Schmoll, Kupfermüller zu Bischheim“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 17). Erneut wird er am 29.05.1702 als Pate erwähnt “Joh. Niklas Schmoll, S. d. Friedrich *Schmoll, Kupfermüller zu Bischheim” (vgl. Gabelmann, Ge­org: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 18).


Am 9.11.1713 ist der „Müller zu Bischheim (?), Johann Nikolaus 'Schill' (?)“ (m.E. Schmoll) Pate im lutherischen Kirchenbuch in Kirchheimbolanden (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 48).


Bereits am 3.8.1724 ist Patin im lutherischen Kirchenbuch von Kirchheimbolanden, die Maria Elisabetha Schnell, T.d. Kupfermüllers Joh. Nikolay Schnell zu Bischheim (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 68).


Am 13.7.1729 erhielt Nikolaus Schnell die Erbbestandsvergabe über das Donnersberger- oder Austreibergütchen in Bischheim und eine Erbbestandsurkunde (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 188, enthält auch Kopien der Erbbestandsurkunde vom 13.7.1729).


Um 1730 und noch 1742 Müller (?) auf der Kupfermühle in Bischheim. Im Verzeichnis der Mühlen im nassau-weilburgischen Amt Amt Kirchheim(-bolanden)-Stauf ist der Müller Johann Nikolaus Schnell als Eigentümer der Kupfermühle zu Bischheim vermerkt. Die Mühle hat 1 Wasserrad und 1 Mahlgang. Gibt 7 Malter Korn für den Wasserfall (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 286).


Der Kupfermüller Johann Nikolaus Schnell zieht sich (Anm.: wohl zwischen 1742 und 1748 err.) aufs Altenteil zurück und überträgt „die Mühle samt Mahlgeschirr, Karch und Pferd“ sowie das Donnersberger Gütchen für 900 Gulden auf seine Tochter Anna Elisabe­tha und ihren Ehemann. 100 Gulden, 1 Stück Land, 1 Rind und 1 Loß(= Mutterschwein) und einige andere Gegenstände, sowie ½ Malter Weizenmehl jedes Jahr behält er sich vor (vgl. Bindewald, Gabriele: Die Geschichte der Kupfermühle; in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 1972, S. 18, leider ohne Quellenangabe).



Schön, Johannes:

aus Kaiserslautern; Müller in Otterberg; Sohn des Rotgerbers in Kaiserslautern, Hans Martin Schön († vor 7.7.1648) und der Cathari­na NN. (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 39 Nr. 629; Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 111 Nr. 3306); Bruder des Hanß Schön; Johannes Schön und sein Bruder haben am 22.7.1651 eine Forderung von 50 fl gegen Conrad Rettig. Am 26.8.1651 ergeht an ihn die Aufforderung des Stadtrats in Kaiserslautern, sich binnen 8 Tagen zu äußern, ob er Bürger werden will. Am 16.9.1651 wird ihm b is „Michaelis“ Zeit gegeben, die Bürgerschaft anzunehmen; am 18.5.1652 soll er innerhalb 8 Tagen Bürger werden; am 20.3.1652 wird ihm nochmals 1 Monat Zeit gegeben, sich zu überlegen, ob er Bürger werden will. 1657 „itzum Müller“ in Otterberg; wird am 29.11.1659 als Stiefsohn des verstorbenen Gregorius Künle genannt (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 111 Nr. 3306).


1657 im reformierten Kirchenbuch Otterberg erwähnt als „von Lautern, jetzun der Müller von Otterberg“. Nach dem Verfall bzw. Zerstörung der Schloßmühle/Dorfmühle in Imsweiler im 30jährigen Krieg erfolgte der Wiederaufbau 1660 durch Johannes *Schön aus Otterberg (vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 428; Weber, Friedrich Wilhelm: 400 Jahre im Dienst der Land­wirtschaft. Die Dorf- oder Schloßmühle in Imsweiler an der Alsenz; in: Pfälzische Heimatblätter 1961, S. 16).


°° um 1645 mit Anna Catharina NN.; Vater der am 8.2.1657 in der reformierten Kirche in Otterberg getauften Anna Rosina Schön (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 25; Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 111 Nr. 3306). Diese war mit Johann Culmann, dem späteren Müller auf der Schloßmühle in Imsbach verheira­tet (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: 400 Jahre im Dienst der Landwirtschaft. Die Dorf- oder Schloßmühle in Imsweiler an der Alsenz; in: Pfälzische Heimatblätter 1961, S. 16). Sie ist am 5.12.1675 in Otterberg Patin bei Susanna Korn; vgl. Rink, a.a.O., S. 46 Nr. 370). Vater des Müllers in Otterberg Johann Daniel *Schön (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otter­berg 1650-1802, a.a.O., S. 50 Nr. 411; Anm. dort ist bei der Taufe des Johannes Schön, Sohn von Johann „Meister Hans Daniel Schön und Anna Barbara“ als Pate aufgeführt “Meister Johannes Schön sein Vatter“). Am 22.5.1659 wird der Sohn Johann Andreas *Schön in Otterberg getauft (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 30 Nr. 204; Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 111 Nr. 3306: von Beruf Schuhmacher; °° am 21.11.1682 in Ingweilerhof mit Anna Catharina Meisterlin, der Tochter des Amtmanns zu Otterbach, Julius Meisterlin). Vater der Anna Catharina Schön (°° 24.9.1674 in Otterberg mit dem Witwer Joh. Karl Korn; vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 111 Nr. 3306), Anna Mar­garetha Schön (°° 9.7.1667 in Neustadt mit dem Bürger und Tüncher Joh. Lorentz Lang; vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 111 Nr. 3306).


Am 7.2.1658 ist in Otterberg bei der Taufe Anna Catharina Jaspar als Patin aufgeführt „Catharinen, Johann Schönen, des Müllers Hausfrau (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 27 Nr. 171). Am 8.4.1666 ist Johannes Schön im reformierten Kirchenbuch Otterberg als Pate bei der Taufe der Maria Elisabeth Rit; bezeichnet wurde er dabei als „Johannes Schön, damalen Müller zu Imbsweiler“ (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 36). Am 24.2.1760 ist „Johannes Schön, Müller … wohnhaft alhir“ (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 42 Nr. 329). Am 9.4.1679 waren in Otterberg Paten der“ Johan­nes Schön und Catharina seine Hausfrau“ bei der Taufe der Maria Catharina Jung aus Dunsweiler in der Herrschaft Zweibrücken (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 51 Nr. 426). Am 28.3.1680 war „Johannes Schön, Müller“ Pate bei in Otterberg bei der Taufe, Hans Henrich Korn (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 53 Nr. 439). Am 12.12.1686 war “Meister Johannes Schön, Müller“ Pate bei der Taufe der Maria Rosina Junge aus Otterberg in der deutsch-reformierten Kirche Otterberg (vgl. Rink, Franz: Die Taufbü­cher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 66 Nr. 574).


Ab 1655 war Schön als Erbbestandsmüller auf der Schloßmühle Imsbach. Pfalzgraf Ludwig Heinrich von Pfalz-Simmern vergab die Schloßmühle mit Erbbestandsbrief vom 25.5.1655 an den Johannes Schön, Müller in Otterberg (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: 400 Jahre im Dienst der Landwirtschaft. Die Dorf- oder Schloßmühle in Imsweiler an der Alsenz; in: Pfälzische Heimatblätter 1961, S. 16). Nach Verfall bzw. Zerstörung im 30jährigen Krieg erfolgte der Wiederaufbau 1660 durch Johannes *Schön aus Otterberg (vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 428). Über seine Tochter Anna Rosina Schön (°° mit dem Müller Johann Culmann) fiel die Schloßmühle an Johann Culmann (vgl. Weber: Dorf- oder Schloßmühle Imsweiler, a.a.O, S. 16).


Der Müller zu Otterberg Johannes Schön und seine Ehefrau Catharina verkaufen in Neustadt am 13.11.1679 dem Christian Sengei­sen, Bürger und Hafner und dessen Ehefrau Anna Catharina 1/7 an der Plaum'schen Behausung (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 111 Nr. 3306).


1682 wird Johannes Schön anläßlich der Hochzeit seines Sohnes Johann Andreas *Schön, als Müllermeister auf der Neumühle bei Otterberg bezeichnet (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 89 Nr. 3034). [Anm.: Weber: Dorf- oder Schloßmühle Ims­weiler, a.a.O, S. 16 meint dagegen, Johannes Schön habe keinen Sohn gehabt).


Über seine Tochter Anna Rosina Schön (°° mit dem Müller Johann Culmann) fiel die Schloßmühle an Johann *Culmann (vgl. Weber: Dorf- oder Schloßmühle Imsweiler, a.a.O, S. 16).



Schön, Johann Andreas:

~ 22.5.1659 Otterberg - +++; Schuhmacher Meister in Otterberg; Sohn des Müllermeisters in Otterberg, Johannes *Schön und der Catharina NN. (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 30); Bruder des Müllers in Otterberg Johann Daniel *Schön (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 50 Nr. 411; Anm. dort ist bei der Taufe des Johannes Schön, Sohn von Johann „Meister Hans Daniel Schön und Anna Barbara“ als Pate aufgeführt “Meister Johannes Schön sein Vatter“; vgl. auch Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 89 Nr. 3034).


°° 21.11.1682 auf dem Ingweilerhof mit Anna Catharina Meisterlin (geb. 5.6.1661 in Wolfstein; ref.; Tochter des Amtskellers zu Wolfstein, Julius Meisterlin und der Anna Maria Catharina Hoffmann) (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 89 Nr. 3034).


Am 1.10.1682 wird in Otterberg getauft der Johann Andreas Schön, Sohn des „Meisters Hans *Daniel Schön und Anna Barbara“; Pate war der „Meister Johann Andreas Schön“ (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 57 Nr. 481).



Schön, Johann Daniel:

Müller in Otterberg auf der Neumühle (1687) und der Stadtmühle (1688); °° mit Anna Barbara NN.; Sohn des Otterberger Müller Jo­hannes Schön und der Catharina NN. (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 50 Nr. 411; Anm. dort ist bei der Taufe des Johannes Schön, Sohn von Johann „Meister Hans Daniel Schön und Anna Bar­bara“ als Pate aufgeführt “Meister Johannes Schön sein Vatter“); Bruder des Müllers Johann Andreas Schön (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 30).


Johann Daniel Schön muß die Stadtmühle 1688 übernommen haben, denn zuvor war der Hans-Geörg NN., Stadtmüller in Otterberg, der dann Müller in Rehweiler wurde. Zu diesem ehemaligen Stadtmüller in Otterberg, Hans-Geörg NN., Müller in Rehweiler, befin­det sich im deutsch-reformierten Kirchenbuch von Otterberg am 19.12.1688 der Taufeintag der Maria Barbara NN. Als Eltern sind angegeben: Adolph Schmidts „Tochter allhier Maria ein Kind taufen lassen, so sie mit dem Stadtmüller Hans-Jeörg …. anitzo zu Rehweiler, unehrlich erzeuget“ (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 70 Nr. 616).


Am 1.10.1682 wird in Otterberg getauft der Johann Andreas Schön, Sohn des „Meisters Hans Daniel Schön und Anna Barbara“; Pate war der „Meister Johann Andreas *Schön“ (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 57 Nr. 481).


Am 16.2.1687 wird in der deutsch-reformierten Kirche in Otterberg getauft die Eva Rosina, Tochter von „Meister Johann Daniel Schön, Müller und Anna Barbara“ (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 66 Nr. 578). Am 16.8.1685 wird in Otterberg getauft der Geörg Daniel Schön, Sohn von Hans Daniel Schön und Anna Bar­bara NN. (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 63 Nr. 545) und am 31.3.1684 der Johann Theobald Schön , Sohn des „Meisters Johannes Daniel Schön und Anna Barbara“ (vgl. Rink, Franz: Die Tauf­bücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 60 Nr. 516). Am 1.10.1682 wird in Otterberg getauft der Johann Andreas Schön, Sohn des „Meisters Hans Daniel Schön und Anna Barbara“; Pate war der „Meister Johann Andreas Schön“ (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 57 Nr. 481). Am 23.1.1681 wird in Otterberg getauft der Johann Henrich Schön, Sohn des „Meisters Hans Daniel Schön und Anna Barbara; Pate war u.a. der Junggeselle Johann Andreas *Schön (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 54 Nr. 453). Am 31.10.1680 waren Hans Daniel „und sein Geschwey (= Schwager) zu Lautern NN. Paten in Otterberg bei der Taufe des Geörg Daniel Culmann Am 1.10.1682 wird in Otterberg getauft der Johann Andreas Schön, Sohn des „Meisters Hans Daniel Schön und Anna Barbara“; Pate war der „Meister Johann Andreas Schön“ (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-re­formierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 53 Nr. 443).


Am 4.10.1687 ist als Pate in Otterberg bei der Taufe Sohnes Daniel des Nicolaus Utzig aufgeführt „Meister Johann Daniel Schön, Müller in der Neumühle“ (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 68 Nr. 589). Am 26.8.1688 wird in Otterberg sein Sohn Hans David Schön getauft; hierbei sind im Kirchenbuch eingetragen die Eltern „Meister Hanns Daniel Schön, Stadtmüller und Anna Barbara“ (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 70 Nr. 611).



Schönenberger, Familie:

Müllerfamilie auf der Oppensteiner Mühle; die Mühle wurde im 30jährigen Krieg zerstört, jedoch wieder aufgebaut und befand sich seit dem 17. Jh. in Erbpacht der Familie Schönenberger, die auch auf der anderen Seite der Lauter eine Ölmühle errichtete. Ab 1719 war die Mühle im Besitz von Johann Jakob Jung, während die Schönenberger die Ölmühle auf der anderen Seite der Lauter behielten (vgl. Weidmann: Schul-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Pfalz, a.a.O., Bd. III, S. 219; Weber: Mühlen und des Müllerhand­werks, a.a.O., S. 241). Zum selben Geschlecht gehören die Tiefenthaler Schönenberger (vgl. Chronik der Schönenberger, a.a.O.).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 966/6 „H. Schönenberg ex …. dessen Wittib und Erben, 1763-1776 „Appensteiner Mühle“ +++klären: wel­cher Müller+++

- Schneider, Hermann: Das Müllergeschlecht Schönenberger auf der Oppensteinermühle bei Olsbrücken; in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, S. 385

- Schönenberger, +++: Chronik der Schönenberger, Stamm Münchweiler an der Alsenz; ihre Ahnen und Sippen (Heidelberg, Selbst­verlag 1989)



Schönenberger, Hanß:

der Vorname wird unterschiedlich angegeben; als „Peter“ (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 78) bzw. „Hans Peter“ (vgl. Schneider, Hermann: „Die ehemalige Oppenstei­ner Mühle“, unveröffentlichter Aufsatz vom 12.6.1989, in EDV-Speicherung aufgenommen durch Thomas Jutzy im Juni 1991)


er wurde erstmals 1647 als Müllermeister auf der Oppensteiner Mühle bei Olsbrücken benannt; °° I mit Anna Margarethe Weber (1657 Oppensteiner Mühle), der Tochter des Müllers auf der Oppensteiner Mühle, Hanß Jakob *Weber und Schwester des Müllers Pe­ter *Weber (bis 1652 Müller auf der Oppensteiner Mühle, anschließend ab 1652 Spitalmüller in Kaiserslautern) (vgl. Schönenberger: Chronik der Schönenberger, a.a.O., S. 483; Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 78). Aus der Ehe Schönenberger/Weber stammen die Kinder Hanß Nikolaus Schönenberger, Johann Peter Schönenberger (er übernahm am 22.2.1679 die Oppensteiner Mühle), Jakob Daniel Schönenberger, Margarethe Schönenberger und Johannes Schönenberger (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 78). °° II Juni 1658 mit Kunigunde NN, Wittwe NN. (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 78).


Schönenberger wurde erstmals 1647 im Wolfsteiner Stadt- und Amtskirchenbuch als Pate bei Johann Lorenz Weber benannt; °° I mit Anna Margarethe Weber († um 1647), Tochter des Hanß Jakob Weber aus Oppenstein und Schwester des späteren Spitalmüllers in Kaiserslautern Peter Weber, der bis 1652 Müller auf der Oppensteiner Mühle war; °° II im Juni 1658 in Olsbrücken mit der Witwe Kunigunde geb. Keller (* Einöllen); Vater von Hans Nicol Schönenberger (*8.7.1649 † ...), Johann Peter Schönenberger (vgl. Schö­nenberger: Chronik der Schönenberger, a.a.O., S. 483)



Schönenberger, Johann Peter:

ab 22.2.1679 Müller auf der Oppensteiner Mühle in Olsbrücken; Sohn des Müllers Hanß Schönenberger und der Anna Margarethe Weber (1657 Oppensteiner Mühle); Bruder der Margarethe *Schönenberger (°° 8.8.1671 Michaeliskirche (Kaulbach) mit dem Mül­ler von der Schmeißbachermühle Johann Wilhelm Jung); °° am 14.4.1670 in der Zweikirche bei Wolfstein mit Elisabetha Jung, Toch­ter des Müllers auf der Schmeißbacher Mühle in Kreimbach-Kaulbach, NN. Jung (Anm.: Schwester des Müllers auf der Schmeißba­cher Mühle Johann Wilhelm *Jung [°° am 8.8.1671 in der Michaeliskirche in Kaulbach mit Margaretha Schönenberger von der Op­pensteiner Mühle, der Schwester des Johann Peter Schönenberger, die seine Schwägerin ist]) (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Op­penheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964. 78). Vater von Wilhelm *Schönenberger (ab 1710 Ölmüller auf der Ohligmühle bei der Oppensteiner Mühle; °° mit Anna Maria Barbara NN.), Susanna Schönenberger (geb. um 1692; °° mit dem Müller Hans Jakob Jung, unbekannter Herkunft, wohl von der Schmeißbacher Mühle; die Eheleute Jung überneh­men von den Eltern die Mahlmühle auf der Oppensteiner Mühle), Maria Barbara Schönenberger (°° 3.9.1709 in Morbach mit Johann Nikolaus Braun, dem späteren Bierbrauer und gemeinschaftlichen Schultheißen zu Niederkirchen), Maria Anna Katharina Schönen­berger (°° mit dem Metzgermeister in Wörsbach bei Olsbrücken, Franz Christmann) (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 78-79).


Johann „Hanß“ Peter Schönenberger übernahm am 22.2.1679 von seinem Vater die Oppensteiner Mühle (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 78) und erhielt 1683 einen Erb­bestandsbrief; er und zahlte hierfür nach dem Bericht des Amtskellers eine Erbpacht von 18 Mltr Korn (vgl. Schneider, a.a.O., S. 7 iVm Bericht des Amtskellers vom 17.3.1684, LA Speyer Kurpfalz Akte Nr. 1509a).


Im Grenzstreit zwischen Sulzbach (im Amt Wolfstein) und Eulenbis nahm Schönenberger am 6.8.1712 als Zeuge teil (vgl. Scheuer­mann: Eulenbis, a.a.O., S. 57; LA Speyer Best A2 Nr. 1140)


Am 17.9.1685 ist „Mstr. Johann Peter *Schönenberger, Müller zu Oppenstein!“ Pate bei der Taufe der Catharine Pfaltz in der deutsch-reformierten Kirche in Otterberg (vgl. Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 63 Nr. 547).


Johann „Hans“ Peter Schönenberger betrieb neben der Mühle auch eine umfangreiche Landwirtschaft auf den Gemarkungen von Sulzbach und Olsbrücken und verschätzte 1684 sein Vermögen mit 450 Gulden (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964. 78; LA Speyer Kurpfalzakte Nr. 1109a). Er brachte auch zusammen mit seinem Freund, dem Wolfsteiner Amts-Schultheißen Peter Martin Weißmann 1684 den in die Collektur Wolfstein ge­hörenden alten Woog im Mühlbachtal in Ordnung und betrieb diesen als Fischweiher (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenhei­mer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964. 78; LA Speyer Kurpfalz Akte Nr. 1509a).


Der Sohn des Katzweiler Müllers Leonhard Forster, der spätere Müller in Katzweiler Balthasar Forster erlernte von 1698-1700 auf der Oppensteiner Mühle in Olsbrücken bei dem Müller Johann Peter Schönenberger das Müllerhandwerk (Quelle: Internet-Datei Katzweiler Mühle auf Basis von: Schneider, Hermann: Katzweiler 1190-1990, hrsg. Gemeindeverwaltung Katzweiler; Henn, Karl: Geschichte der Katzweilerer Sippe Henn, Ludwigshafen 1952; sowie Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schaf­mühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370).


Am 20.1.1694 ist im reformierten Kirchenbuch Otterberg die Taufe des Peter Hellwig, des Sohnes des „Herrn Frantz Henrich Otto Hellwig, freiherrlich Siggingischer Keller zu Sallodenbach und Maria Barbara eingetragen. Paten sind „Johann Peter Schönenberger, Müller zu Oppenstein und seine Hausfrau Elisabetha“ (vgl. Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 72 Nr. 632).



Schönenberger, Margaretha:

22.1.1665 Oppensteinermühle bei Olsbrücken - ++++; Tochter des Müllers Hanß Schönenberger und Anna Margaretha Weber; Schwester des Müllers auf der Oppensteiner Mühle in Olsbrücken, Johann Peter *Schönenberger; °° 8.8.1671 Michaeliskirche (Kaul­bach) mit dem Müller von der Schmeißbachermühle Johann Wilhelm Jung (vgl. Schneider, Hermann: Das Müllergeschlecht Schö­nenberger auf der Oppensteinermühle bei Olsbrücken; in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, S. 185).



Schönenberger, Wilhelm:

der Vorname wird unterschiedlich angegeben: „Wilhelm“ (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 78) bzw. „Johann Wilhelm“ (vgl. Schneider, Hermann: „Die ehemalige Op­pensteiner Mühle“, unveröffentlichter Aufsatz vom 12.6.1989, in EDV-Speicherung aufgenommen durch Thomas Jutzy im Juni 1991).


Ab 1710 Müller auf der Ölmühle bei der Oppensteiner Mühle bei Olsbrücken; ältester Sohn des Müllers auf der Oppensteinermühle Johann Peter *Schönenberger und der Müllerstochter von der Schmeißbacher Mühle in Kreimbach-Kaulbach, Elisabetha Jung; Bru­der der Susanna Schönenberger (geb. um 1692; °° mit dem Müller Hans Jakob Jung, unbekannter Herkunft, wohl von der Schmeiß­bacher Mühle; die Eheleute Jung übernehmen von den Eltern die Mahlmühle auf der Oppensteiner Mühle), der Maria Barbara Schö­nenberger (°° 3.9.1709 in Morbach mit Johann Nikolaus Braun, dem späteren Bierbrauer und gemeinschaftlichen Schultheißen zu Niederkirchen), Maria Anna Katharina Schönenberger (°° mit dem Metzgermeister in Wörsbach bei Olsbrücken, Franz Christmann); °° mit Anna Maria Barbara NN. (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 78-79).


Wilhelm Schönenberger übernahm 1710 von seinen Eltern die Ölmühle gegenüber der Oppensteiner Mühle (vgl. Schneider, Her­mann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 78-79). Er wird noch um 1733 als Müller auf der Ölmühle der Oppensteiner Mühle bei Olsbrücken erwähnt; die Mühle wurde im 30jährigen Krieg zerstört, je­doch wieder aufgebaut und befand sich seit dem 17. Jh. in Erbpacht der Familie Schönenberger, die auch auf der anderen Seite der Lauter eine Ölmühle errichtete. Ab 1719 war die Mühle im Besitz von Johann Jakob Jung, während die Schönenberger die Ölmühle auf der anderen Seite der Lauter behielten (vgl. Weidmann: Schul-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Pfalz, a.a.O., Bd. III, S. 219; Weber: Geschichte der Mühlen und des Müllerhandwerks, a.a.O., S. 241). Wilhelm Schöneberger "von der Oppensteiner Mühle" war am 31.5.1733 bei der Taufe Johann Adam Jung, Sohn des Müllers von der 1. Pfeifermühle Hermann Jung und Elisabetha geb. NN. (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S. 9).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 966/6 „H. Schönenberg ex …. dessen Wittib und Erben, 1763-1776 „Appensteiner Mühle“



Schönlaub, Johann Jakob (1):

geb. 23.9.1779 Weißenburg/Elsaß – 2.12.1833 Minfeld; Müller auf der Altmühle in Minfeld (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 563 Nr. 2662; s. auch Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 77 vom 8.10.1819, S. 540).; Sohn des Metzgers in Wei­ßenburg, Johann Jacob Schönlaub und der Katharina Margaretha Heydenreich. °° 28.8.1798 in Minfeld mit der Müllerstochter Julia­na Margaretha Hüner (geb. 29.4.1781 Minfeld, ~ 30.4.1781 ebd.; luth.; Tochter des Müllers auf der Altmühle, Georg Michael Hüner und der Anna Maria Bauer) (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 563 Nr. 2662 iVm. S. 344 Nr. 1559).


Aus der Ehe Schönlaub/Hüner stammen folgende Kinder: Johann Jacob (2) *Schönlaub (8.2.1801 Minfeld - † 10.11.1856 Kandel; Müller auf der Hardmühle Kandel), Johannes Schönlaub (17.12.1802 Minfeld - † 10.12.1887 Winden; °° 14.2.1826 Minfeld mit Apollonia Lepére), Friedrich Schönlaub (geb. 4.1.1805 Minfeld); Kind ohne Namen Schönlaub ( 6.6.1807 Minfeld – 6.6.1807 ebd.), Johann Philipp Schönlaub (geb. 12.7.1808 Minfeld), Karl Schönlaub (geb. 29.6.1810 Minfeld - † 21.12.1811 ebd.), Philipp Karl Schönlaub (geb. 30.8.1812 Minfeld - † 31.8.1812), Philippine Salomea Schönlaub (1.10.1813 Minfeld – 9.12.1814 ebd.), Salomea Schönlaub (geb. 25.11.1815 Minfeld), Juliana Salomea Schönlaub (geb. 29.5.1818 Minfeld; °° am 31.1.1839 in Minfeld mit dem spä­teren Müller auf der Altmühle und Betriebsnachfolgers seines Schwiegervaters, Friedrich August *Müller [11.4.1816 Weißenburg - † 1.7.1875 Minfeld])


Im „Intelligenz-Blatt des Rheinkreises“ Ausgabe Nr. 70 vom 14.9.1819 wird die Versteigerung der Hardmühle in Kandel am 11.9.­1819 für den 27.9.1819 im „Gasthaus Zum Schwarzen Bären in Candel“annociert: … auf Anstehen a) von Johann Jacob Schönlaub, Müller, auf der Altmühl zu Minfeld, und Georg Michael Zeiß, Ackersmann zu Candel, ersterer in seiner Eigenschaft als Vormund, letzterer aber als Nebenvormund, von Johann Heinrich, Anna Barbara und Anna Catharina Hühner, sämtliche drey minderjährige hin­terlassene und erzeugte Kinder zwischen Nicolaus Hühner, im Leben gewesenen Hardmüllers dahier zu Candel, und auch Anna Ca­tharina gebohrner Trauth nachheriger Ehefrau von Johann Georg Zeiß, sodann b) des gedachten Johann Georg Zeiß dermalen wohn­haft auf berührter Hardmühlen sowohlen in seiner Eigenschaft als zweyter Ehemann der gedacht verlebten Anna Catharina Trauth wie auch als erster und natürlicher Vormund seines mit derselben erzeugten annoch minderjährigen Sohnes Johannes Zeiß, …. zur vorläufigen Versteigerung …. von einer Mahlmühle mit drey Mahl- und einem Schälgang, Oehlmühl und Hanfreib sammt denen Wohn- und Mühl-Gebäuden, Scheuer, Stallung, Holzschopf, geräumigen Hof und anliegenden Baum-, Gras- und Pflanzgärtchen, al­les bey und um die Mühl …., die sogenannte Hardmühle gelegen in der Bannbegränzung von Candel an der Otterbach ...“ Offenbar ersteigerte Johann Jakob (1) Schönlaub die Hardmühle für seinen Sohn, Johann Jacob (2) *Schönlaub, der in der Folge Müller auf der Hardmühle war vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 563 Nr. 2662).



Schönlaub, Johann Jacob (2):

geb. 8.1.1801 Altmühle Minfeld - † 10.11.1856 Kandel Hardmühle; Müller auf der Hardmühle in Kandel; Sohn des Müllers auf der Altmühle Minfeld, Johann Jakob (1) *Schönlaub und der Müllerstochter Juliana Margaretha Hüner (geb. 29.4.1781 Minfeld, ~ 30.4.1781 ebd.; luth.; Tochter des Müllers auf der Altmühle, Georg Michael Hüner und der Anna Maria Bauer) (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 563 Nr. 2662 iVm. S. 344 Nr. 1559). °° 5.8.1824 in Kandel mit Eva Margaretha Koch (geb. 25.9.1800 Kandel - † 19.5.1865 Kandel, zuletzt 1865 wohnhaft in Untercandel) (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 563 Nr. 2662).



Schöpfer, Johann Peter:

5.4.1697 Traunen – 15.10.1770; Müller auf der Brandmühle bei Traunen bzw. Dambach (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 238); um 1742 war Peter Schöpfer der Zimmermann und Müller auf der Brandmühle zu Traunen (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 75); lutherisch; Sohn von Anton Schöpfer (9.2.1659 Saanen/Schweiz – 3.2.1754 Traunen im Alter von 95 Jahren; °° II 12.11.1696 mit Maria Ursula Alt [vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 236]) und Maria Ursula Alt (um 1675 Sötern – 20.4.1717 Traunen; Tochter von Hans Nickel Alt und Engel NN. [(vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 236]). °° 7.7.1728 mit Anna Barbara Gosert (3.6.1708 Mühle auf der Traun; Tochter des Müllers Martin *Gosert) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 88); Vater der Anna Maria Schöpfer (20.4.1742 Brandmühle zu Traunen – 8.5.1825; °° 19.4.1759 mit Wagnermeister aus Ellweiler Joh. Jacob Brenner) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 37), der Elisabeth Katharina Schöpfer (30.12.1732 in der Brandmühle – 23.12.1764; °° 20.2.1753 mit Joh. Michel Fries) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 75), der Maria Elisabetha Schöpfer (geb. 3.10.1729 in der Brand­mühle; Tochter von Peter Schöpfer, „Bannmüller auf der Brandmühl“; °° 24.11.1746 mit Franz Philipp Ritter, Censor und Schöffe zu Meckenbach; vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 187 Nr. 999) und des späteren Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Brandmühle, Philipp Jakob Schöpfer (geb. 21.2.1737 in der Brandmühle Dambach) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 240 Nr. 1265).


Bei der Eheschließung am 7.7.1728 wird Johann Peter Schöpfer als „Bannmüller auf der Brandmühle/Dambach“ bezeichnet (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 238).



Schöpfer, Philipp Jacob:

geb. 21.2.1737 Brandmühle bei Traunen; Müller und Betriebsnachfolger auf der Brandmühle in Traunen ist der Philipp Jacob *Schöpfer, der Sohn von Johann Peter Schöpfer und Anna Barbara Gosert; Enkel des Müllers auf der Brandmühle, Martin Gosert und Urenkel des Müllers auf der Baumühle/ Brandmühle Hans Bernhard Brenner; Philipp Jacob Schöpfer ist im ev. Kirchenbuch am 10.5.1776 als Brandmüller erwähnt: am 10.5.1776 ist gestorben „Anna Margaretha, des Brandmüllers Töchterlein, 1 J. 4 M. alt“. °° 8.1.1765 Maria Elisabetha Sohns; Vater der Maria Louisa Katharina Schöpfer (geb. 17.11.1765 – 30.3.1795 im Kindbett; °° 26.2.1789 mit Jacob Gosert; vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 240 Nr. 1265 iVm S. 90 Nr. 440), Franz Jacob Schöpfer (6.12.1767 – 18.9.1789), Anna Katharina Schöpfer (geb. 23.12.1769), Maria Susanna Schöpfer (geb. 18.10.1772; °° 11.1.1789 Franz Ludwig Britzius), Maria Elisabetha Schöpfer (geb. 19.1.1775), Anna Maria Schöpfer (geb. 16.7.1778) und Johann Peter Schöpfer (geb. 27.10.1782) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 240 Nr. 1265).



Scholl, David:

um 1733 Müller auf der Mückenmühle bei Eulenbis; Nachfahre (wohl der Sohn) des Müllers Georg Peter Scholl; er verkauft 1733 mit Einverständnis der Komturei Einsiedel das Erbbestandsrecht an der Mückenmühle an Valentin *Jung aus Weilerbach (vgl. Scheu­ermann: Eulenbis a.a.O., S. 188; LA Speyer Best D51 Regesten Nr. 250).


In der Urkunde der Deutschordenskommende Einsiedel vom 1.12.1733 heißt es: Der Landkomtur Johann Philipp von und zum Stein­callenfels genehmigt aufgrund eines Berichtes der „verwalthers Jacobi Diel“, daß der bisherige Erbbeständer David Scholl sein Erb­bestandsrecht nebst Überbesserung an der Auf Mückenhauser Bann gelegenen Mühle an den kurpfälzischen „gemeinsmann und Oberpfeifermüller zu Weilerbach Valentin Jung“ gegen 700 Gulden verkauft. Er vergibt die Mühle samt dem angrenzenden Ackerfeld am Oppenberg an Valentin Jung un dessen Ehefrau Maria Elisabetha im Erbbestand (vgl. Armgart: Urkunden Deutschordenskom­mende Einsiedel, a.a.O., S. 427 Urk. Nr. 512).



Scholl, Georg Peter:

ab 1710 Erbbeständer auf der Mückenmühle im Pfeiferthal bei Eulenbis; °° Anna Eva NN.; das Ehepaar Scholl erhielt 1710 den Erb­bestand verbunden mit einer Wiederaufbauverpflichtung der seit dem 30jährigen Krieg immer noch in Trümmern liegenden Mücken­mühle; beide schafften den Wiederaufbau (vgl. Scheuermann: Eulenbis, a.a.O., S. 188; LA Speyer Best C51 Regesten 249). Vorfahre des David Scholl (wohl sein Vater) (vgl Scheuermann, a.a.O., S. 188).


Zwischen 1752 und 1755 wird der Johann Jakob *Scholl als Müller auf der Hachenbacher Mühle erwähnt; °° Maria Elisabeth NN. (vgl. Anthes: Kasualien luth. Pfarrei Sien , a.a.O., S. 99).



Scholl, Johannes:

um 1582 Müller uf der Gauchs- oder Nächstenmühle in Alsenz; er übernahm die Mühle 1582 von seinem Vater; die Mühle gehörte dem Herzog Johannes von Zweibrücken und wurde im Erbbestand vergeben (vgl. Schattauer, Willi: Die Gauchs- oder Nächstenmüh­le, a.a.O., S. 21; Kopp, Norbert: Alsenz. Die Gauchs- oder Nächstenmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1922, S. 19).



Scholl, Johann Emmerich:

auch als "Johann Henrich *Scholler" verzeichnet; ab 1707 Müller in Erzweiler auf der Erzweiler Mühle; am 7.1.1707 meldete sich Johann Emmerich Scholl zu Mühlen bei Naß aus dem Weilburgischen, zum Wiederaufbau der Mühle. Dieser war zuvor 5 Jahre Knecht auf einer Mühle gewesen und verfügte über gewisse Erfahrungen im Mühlenbetrieb; ihm gelang der Wiederaufbau (vgl. Hart­mann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 86; bzw. als Johann Henrich Scholler bezeichnet [vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 217]). 1710 erhielt Scholl einen Erbbestandsbrief. Am 18.7.1743 beantragte Scholl die Über­gabe der Mühle an seinen Tochtermann Johann Peter Henn zu genehmigen; er hatte inzwischen die Mühle um einen Triller zum Be­trieb einer Ölmühle angebaut (vgl. Hartmann, a.a.O., S. 86/87).


Anm.: die Angaben bei Weber, a.a.O., S. 217 und Hartmann, a.a.O., S. 86 sind bezüglich der Namen unzutreffend. Im pfalz-zwei­brückischen Mühlenprotokoll für das Oberamt Lichtenberg, erstellt von Carl *Sundahl am 12.10.1745, fertiggestellt am 8.7.1746 wird die Mühle „als Pletsch- und Mahlmühle“ beschrieben (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 150-153), deren Einrichtung sich von den anderen Mühlen im Totenalbtal unterschied. „Ein zwanzig Schuh hohen Wasserrad treibet vermittelst zweier Trillis zu­gleich einen Mehl-Scheelgang, welcher letzterer auch gar leicht zu einem Mahlgang aptieret werden kann.“. Die Mühle liegt nicht di­rekt an der Totenalb, sondern an einem 100 Schritt langen Mühlgraben, als „Wasserteich“ bezeichnet. Die Steine kamen aus Medard und aus Odenbach. Als Pacht an das Herzogtum Zweibrücken mußten drei Malter Getreide, halb Korn halb Hafer, gezahlt werden. „Johann Henrich Scholler, alß der erste Erbbeständer, hat solche seinem Tochterman den 28ten Junii 1713 pro 190 fl angeschlagen übergeben, und darüber keinen Erbbestand alß vom 23ten May 1710 nebst zweyen Confirmationsscheinen von 1721 et 38 in Händen, mithin noch keine auf seinen Tochterman Johan Peter Hön erhalten.“



Scholl, Johann Jakob:

Zwischen 1752 und 1755 wird der Johann Jakob *Scholl als Müller auf der Hachenbacher Mühle (in Sienhachenbach ?) erwähnt; °° Maria Elisabeth NN. (vgl. Anthes: Kasualien luth. Pfarrei Sien , a.a.O., S. 99).



Scholler, Johannes:

Müller in Oberalben; Oberalben hatte zeitweise 2 Mühlen. Die ältere Stand im Kuralbtal. Nachdem die Mühle unbrauchbar geworden war, wurde ein vorteilhafterer Standort gesucht und die neue Mühle dort gebaut, „wo heute das Zincksche Haus steht“ (vgl. Werner, Heidrun: Dorfgeschichte von Oberalben, Kusel 1987, S. 121). Zwischenzeitlich trat ein zweiter Müller auf, der sich bei der ersten, al­ten Mühle erneut einen kleinen Mühlenbetrieb einrichtete (vgl. Werner, a.a.O., s. 121). 1761 bat Johannes Scholler um die herrschaft­liche Erlaubnis, seine Pletschmühle, die sich in einem ruinösen Zustand befände, auf einen anderen Platz verlegen zu dürfen, der nä­her beim Dorf liege und deshalb bequemer zu erreichen sei. Er schrieb, das Mühlrad hätte schon zweimal angenommen werden müs­sen, die zu hohen Wasserfluten hätten die Mühle verdorben. Sogar ein Gutachter wurde bestellt, dem der neue Standort der Mühle ge­eignet erschien. Wer Johannes Scholler war, konnte bisher nicht festgestellt werden; auch ist nicht überliefert, ob es ihm gelang, die Mühle zu verlegen (vgl. Werner, Heidrun: Dorfgeschichte von Oberalben, Kusel 1987, S. 124).



Scholler, Johann Henrich:

s. auch Johann Emmerich *Scholl; bis 1743 Müller auf der Erzweilermühle/Wattweilermühle in Erzweiler bei Baumholder. Im pfalz-zweibrückischen Mühlenprotokoll für das Oberamt Lichtenberg, erstellt von Carl *Sundahl am 12.10.1745, fertiggestellt am 8.7.1746 wird die Mühle „als Pletsch- und Mahlmühle“ beschrieben (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 150-153), deren Einrichtung sich von den anderen Mühlen im Totenalbtal unterschied. „Ein zwanzig Schuh hohen Wasserrad treibet vermittelst zweier Trillis zu­gleich einen Mehl-Scheelgang, welcher letzterer auch gar leicht zu einem Mahlgang aptieret werden kann.“. Die Mühle liegt nicht di­rekt an der Totenalb, sondern an einem 100 Schritt langen Mühlgraben, als „Wasserteich“ bezeichnet. Die Steine kamen aus Medard und aus Odenbach. Als Pacht an das Herzogtum Zweibrücken mußten drei Malter Getreide, halb Korn halb Hafer, gezahlt werden. „Johann Henrich Scholler, alß der erste Erbbeständer, hat solche seinem Tochterman den 28ten Junii 1713 pro 190 fl angeschlagen übergeben, und darüber keinen Erbbestand alß vom 23ten May 1710 nebst zweyen Confirmationsscheinen von 1721 et 38 in Händen, mithin noch keine auf seinen Tochterman Johan Peter Hön erhalten.“


Anm. nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 217, der sich auf der benannte Mühlenverzeichnis bezieht, soll Scholler noch 1745 Müller auf der Wattweilermühle gewesen sein. Nach Weber, a.a.O., S. 217 war 1745 Johann Peter Hän (Henn) Beständer auf der Mühle, der diese 1743 von seinem Schwiegervater Johann Heinrich *Scholler übernommen hatte.



Schopfer, Friedrich:

Frühjahr 1881 Pelzmühle bei Hengsberg; Müller auf der Pelzmühle bei Hengsberg; Sohn des Mahlmüllers auf der Gehlmühle bei Birkenhördt und späteren Müllers auf der Pelzmühle bei Hengsberg, Johann Michael *Schopfer; Vater der NN. Schopfer (°° mit dem Mühlarzt aus Contwig, Jakob Hauther). Friedrich Schopfer starb im Frühjahr 1881 an den Folgen eines im März 1881 erlittenen Reit­unfalls. Die Pelzmühle wurde daraufhin vom Schwiegersohn Jakob Hauther (er war Mühlarzt und stammte aus Contwig) für 5000 Gulden übernommen (vgl. Kampfmann, L.: „Wie die Pelzmühle entstand und verging“; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14).



Schopfer, Johann Michael:

um 1833 war Mahlmüller auf der Gehlmühle bei Birkenhördt der Johann Michael *Schopfer. Dieser kaufte mit notariellem Kaufver­trag vom 8.4.1833 für 2000 Gulden die Pelzmühle bei Hengsberg; Vater des späteren Müllers auf der Pelzmühle, Friedrich *Schopfer (vgl. Kampfmann, L.: „Wie die Pelzmühle entstand und verging“; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14).



Schopp, Hans:

um 1634 Müller auf der Neumühle in Pfeffelbach (vgl. Pfeffelbach Chronik, a.a.O., S. 75)



Schopp, Johann Henrich:

s. Johann Henrich *Schepp



Schorn, Andreas:

14.8.1772 Schallodenbach im Alter von 60 Jahren; auch Schoor; um 1770 ist Andreas Schorn als Müller in Schallodenbach; °° mit Maria Catharina NN.; Vater von Ambros Schorn, Johann Wilhelm Schorn und Friedrich Schoor (°° mit Margarethe Paul); am 9.1.1770 heiratet der Ambros Schorn, der Sohn Andreas Schorn des „hiesigen Müllers“ in der katholischen Kirche in Schallodenbach mit Elisabetha Franz, Tochter des Adam Franz und der Apollonia NN. aus Otterbach (vgl. Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 153-155).



Schorrenburg, Familie:

die Familie derer von Schorrenburg kann bis 1270 zurückverfolgt werden. Lange Zeit waren die Namensträger Vögte des Klosters Hornbach und beerbten dann den aus einer Seitenlinie stammenden Johann von Hasell, so daß sich Jakob Schorr (ca. 1484-1566) dann „Schorr von Hasell“ nannte. Er wurde 1515 Landschreiber der Guttenberger Gemeinschaft in der Südpfalz, die ihren Namen von der Burg Guttenberg nördlich von Weißenburg empfing. Sein Vater Albert war Landschreiber des pfalz-zweibrückischen Ober­amtes Meisenheim. Als Jakob Schorr von seinem Studium (Jura und Geschichte) in Jena 1509 in die Heimat zurückkehrte, arbeitete er zunächst bei seinem Vater. 1527 ernannte ihn Herzog Ludwig II. zu seinem Geheimsekretär. Als einer der ersten Männer im Her­zogtum Pfalz-Zweibrücken beschäftigte er sich mit Martin Luthers, reiste sogar nach Wittenberg und besprach sich mit Luther selbst (vgl. Bonkhoff: Schorrenburg a.a.O., S. 6).


Den Namen Schorrenburg legte die Familie Schoch nach der Erhebung in den Adelsstand ihrem kurz nach 1720 erbauten Schloß auf dem Kirchheimer Hof bei Breitfurt bei (vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.A.O., S. 74). 1724 wurden die Herren von Schorren­burg mit der Herrschaft Dörrmoschel-Teschenmoschel belehnt, die sie ihrerseits 1760 den Freiherrn Philipp Heinrich von Steinkal­lenfels verkauften (vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 485).


Literatur/Urkunden:

- Dahl, Julius: Die Schorren von Hassel und Hornbach. Geschichte einer alten Familie; in: Westrich Kalender. Heimatkalender für die Stadt und den Landkreis Zweibrücken 1960, S. 89-96

- Bonkhoff, Bernhard H.: Die Familie der Reichsfreiherrn von und zu Schorrenburg im Spiegel der evangelisch-lutherischen Kir­chenbüchern der Stadt Homburg, Saarpfalz. Blätter für Geschichte und Volkskunde, Sonderheft 2011



Schorrenburg, NN. von:

um 1745; jüngere Herr von Schorrenburg“ +++klären++++ besaß in Hassel/Saar die dortige Mühle (vgl. Weber: Mühlen und Müller­handwerk, a.a.O., S. 204). Die Freiherrlich Schorrenburger Mahl-, Öl- und Sägmühl ist im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zwei­brücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) wird sie wie folgt beschrieben: “... liegt am Hasseler Weiher, ¼ Stunde unterhalb des Dorfes Hassel. 3 oberschlächtige Wasserräder für Mahl-, Öl- und Sägemühle. Entrichtet jährlich an den jün­geren Herrn von Schorrenburg 5 Ma. Korn, 40 fl an Geld, 1 Mühlschwein von 120 Pfund, 3 Kappaunen und 3 Hühner bzw. den ent­sprechenden Geldbetrag für die Naturalien. Das Dorf Hassel und die zugehörigen Höfe sind hierher gebannt. Erbbeständer ist Johann Nickel Lüth.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 204).



Schorrenburg, Philipp Friedrich von:

14.4.1689 – 5.5.1747; zunächst Schorr von Hassel; ab 1720 Baron von Schorrenburg; Sohn des pfalz-zweibrückischen Regierungsre­gistrators Johann Philipp von Hassel; reformiert; 1713 Leutnant im Regiment Alsace; 1724 Kammerjunker; 29.2.1721 in Zwei­brücken mit Christine Sophie von Behring (Tochter des brandenburg-bayreuth. Oberhofmeisters Friedrich von Behring) (vgl. Stuck: Hofpersonal, a.a.O., S. 173).


Die Breitfurter Bannmühle war *Lehensmühle des Baron Philipp Friedrich Schorr von Hassel (ab 1720 genannt von *Schorrenberg); sie hatte wie andere große Mühlen an Blies und Glan eine eigene Notmühle, wenn die Hauptmühle wegen Hochwassers oder Eis­gangs nicht betrieben werden konnte. Die Mühle wurde dem Adelsgeschlecht von Schorrenburg bereits im Mittelalter als Lehen übertragen (vgl. Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 129; LA Speyer Best. B2 Nr. 1116/1-4; LA Speyer Best B2 Nr 2687). In Dörrmo­schel besaß er das von Hunoltsteinsche Lehen. Der „jüngere Herr von Schorrenburg“ +++klären++++ besaß in Hassel/Saar die dorti­ge Mühle (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 204).


Philipp Friedrich von Schorrenburg führte einen Prozeß gegen seinen früheren Landesherrn Herzog Gustav Samuel von Pfalz-Zwei­brücken. Seine Familie stammte aus Hornbach. Bei Regierungsantritt des Herzogs Gustav Samuel von Pfalz-Zweibrücken erwies Schorr in der Zeit seiner Regierung wertvolle Dienste und gewann dadurch großen Einfluß und erhielt eine Reihe von wichtigen Äm­tern und Würden, die ihn zum allmächtigen Leiter der Regierung und der reformierten Kirche im Herzogtum machten: u.a. war er Verwaltungspräsident der Geistlichen Güterverwaltung Zweibrücken. Er wurde wegen seiner Verdienste aufgrund der Verwendung des Herzogs beim deutschen Kaiser zusammen mit seinem jüngeren Bruder in den Reichsfreiherrenstand erhoben. Philipp Friedrich von Schorrenburg wußte in ergiebigster Weise für die Mehrung des Vermögens seiner Familie zu sorgen. Er besaß u.a. den Kirchhei­mer Hof bei Breitfurt und die Breitfurter Bannmühle. Sein Sturz erfolgte aufgrund der beabsichtigen Scheidung des Herzogs und des­sen Wunsch nach Wiedervermählung. Herzog Gustav Samuel von Pfalz-Zweibrücken hatte sich leidenschaftlich in das Fräulein Lui­se Dorothea von Hofmann verliebt. Dem Wunsch des katholischen Herzogs seine Ehe mit der lutherischen Pfalzgräfin Dorothea von Veldenz durch die Kirche für ungültig erklären zu lassen, um das katholische gewordene Fräulein von Hofmann heiraten zu können, trat Schorrenburg mit aller Entschiedenheit entgegen. Es trat eine Trübung seines Verhältnisses zum Herzog ein, die durch seine Nachgiebigkeit, als die Entscheidung gegen ihn gefallen war, nur scheinbar oder vorübergehend beseitigt wurde. Das Auftauchen ei­ner Spottschrift auf den Herzog, seine zweite Gemahlin und deren Familie bot den Feinden Schorrenburgs, zu denen jetzt besonders auch der Konvertit David Haumüller zu Mühlenthal (s. auch Haumühle in Großkarlbach) gekommen war, eine willkommene Gele­genheit ihn zu stürzen. Er wurde wenn nicht der Abfassung so doch der Verbreitung der Schmähschrift beschuldigt und am 20.1.1724 aller seiner Ämter entsetzt. Dieses Vorgehen und andere zum Teil von recht kleinlicher Rachsucht zeugende Maßregeln gegen Schor­renburg gaben diesem Anlaß, in Wien beim Reichshofrat Klage gegen den Herzog zu erheben. Es entspann sich ein Prozeß, der sich immer mehr in die Länge zog. Erst 1738 als Herzog Gustav Samuel bereits seit 7 Jahren verstorben war, wurde der Rechtsstreit durch Vergleich mit der inzwischen an die Regierung gelangten Zweibrücken-Birkenfelder Linie beendet.


Schorrenburg, Präsident des Evangelisch-Reformierten Oberkonsistoriums und Leiter der Geistlichen Güterverwaltung hatte gegen die morganatische Eheschließung des Herzogs Gustav Samuel von Pfalz-Zweibrücken mit Luise Dorothea von Hofmann Wider­spruch eingelegt und eine Druckschrift herausgegeben. Daraufhin wurde er von dem zur Ordnung gerufenen Herzog seiner Ämter entsetzt, verfolgt und geschädigt. Als seine Familie nicht einmal auf ihrem eigenen Besitztum, der Schorrenburg bei Breitfurt (Kirch­heimer Hof), ihres Lebens nicht mehr sicher war, zog sie sich ins Nassau-Saarbrückische Homburg zurück (vgl. Bonkhoff: Schorren­burg, a.a.O., S. 8).


Literatur/Urkunden:

- Baumann, Kurt: Die Lebensgeschichte der Luise Dorothea Hoffmann aus Saarbrücken (1700-1745); in: Saarbrücker Hefte 15, 1962, S. 50-63

- Bonkhoff, Bernhard H.: Die Familie der Reichsfreiherrn von und zu Schorrenburg im Spiegel der evangelisch-lutherischen Kir­chenbüchern der Stadt Homburg, Saarpfalz. Blätter für Geschichte und Volkskunde, Sonderheft 2011

- o.A.: Westpfälzische Geschichtsblätter (= Beilage zur Zweibrücker Zeitung) 1905, S. 12: zur Scheidung des Herzogs Gustav Samu­els von Pfalz-Zweibrücken von der Pfälzgräfin Dorothea von Veldenz, seine geplante Heirat mit der Hofdame Luise Dorothea von Hoffmann, zum Sturz des herzoglichen Günstlings Philipp Friedrich von Schorrenburg und zum Aufstieg des David Haumüller von Mühlenthal

- KSchA Zw Rep. IV Nr. 792: enthält u.a. Unterlagen über die Entlassung des Freiherrn von Schorrenburg

- KSchA Zw Rep. IV Nr. 808 u. 809: Absetzung des Verwaltungspräsidenten der Geistlichen Güterverwaltung Zweibrücken von Schorrenburg und dessen Restitutionsgesuch

- Pütter, Johann Stephan: Ueber Mißheirathen Teutscher Fürsten und Grafen, Göttingen 1797, S. 263-267

- Schorrenburg, Philipp Friedrich von: „An ein hochlöbliches Corpus Evangelicorum geziemende Vorstellung Und Versuch Des Frey­herrn von und zu Schorrenburg ec. e. c. Die Von Ihro Kayserlichen Majestät Seiner Hochfürstlichen Durchleucht zu Zweybrücken Allergnädigst anbefohlene Restitution desselben/wie auch Abthuung der dortigen Evangelischen Religionsbeschwerden betreffend (ohne Druckort) 1725, Exemplar in der UB Tübingen, HG. 518/2; Copia in der UB Heidelberg, Heid. HS 744

- Schorrenburg, Philipp Friedrich von: „Höchst gemüssigte Kurtze Praeliminar-Beantwortung Der / Jüngsthin / Unter dem bißhero so höchst straffbarer weiß / missbrauchten Durchleuchtigsten Hochfürstlichen Pfalz u-Zweybrückischen hohen Titul und Namen Gegen den Bißherigen dasigen Geheimbden Rath/Präsidenten und Ober-Ambtmann / Freyherrn von und zu Schorrenburg und desselben …. (ohne Druckort) 1728 Exemplar in der UB Heidelberg 13217 A, Fol. Res.



Schott, Daniel:

1749 (err.); Schultheiß in Knittelsheim 1724-1749 (vgl. Gemeinde Knittelsheim: [Hrsg.]: 1200 Jahre Knittelsheim, 2008, S. 274); er war Eigentümer der 2. Mühle in Offenbach/Queich und der daneben liegenden Ölmühle; die beide seine Kinder und Erben in un­geteilter Erbengemeinschaft noch 1768 besaßen. Die Mühle ist im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Germersheim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7, Bl. 13 Rückseite) wie folgt beschrieben: „Neben vorgedachter Mühl ist eine andere so schon dem verstorbenen Knittelsheimer Schultheiß Daniel *Schott vi adjuncti Nr. 17 erkaufet worden (Anm.: der Kaufbrief ist in der Ur­kunde nicht mehr erhalten) erkaufet worden, selbige hat 3 Waßer Rädter, welche 2 Mahl und einen Schehlgang treiben, oben an so­thaner Mühl befindet sich noch besonders eine Ohligmühl denen Schottischen Erben zugehörig, von erst gedachter Mahl Mühl wird alljährlich der Schaffnei Mörlheim 4 fl 20, dem Stift Landau 4 Sümeren Korn und die Hälfte an 33 fl, der katholischen Pfarrei Ofen­bach 4 Firns Korn, sodann der Kellerey Germersheim 3 Malter 6 Simeren 3... Haberen und 75 St. Eyer, und schließlichen von der Ohligmühl noch besonders in die Gefäll Verweserey Germersheim 10 fl an Geld geliefert, und bezahlt.“


Bereits in einer Churpfalz-Akte von 1759 wird die Ohligmühle in Offenbach wie folgt beschrieben: „Ohngefähr 41/2 Ruthen linker Hand befindet sich eine von Stein neu aufgeführte mit einem Gang versehene Ohligmühl, welche nach Aussag des Ältesten des Ge­richts anfänglich, anno 1724 von Georg Wagner von Holz, hernachmals von der Käuferin Schottin zu Knittelsheim, im vorigen Jahr in Stein erbaut worden“ (zitiert bei Offenbach: 1200 Jahre Offenbach, a.a.O., S. 237, leider ohne Fundstelle). Weiter heißt es dort: „Unterhalb dieser Ohligmühl, ohngefähr 3 Schritt davon, befindet sich einer von dennen Müllern wohl eingerichteter Ablaß, wodurch dieselben bey hohen Wasserszeiten daß überfließige Gewässer, so die untten davon gelegene Mühle in dem Mahlen hindern möge, Ableiten könnten, jedoch dieses Abgeleithete Wasser ohngefähr 120 Ruthen weiter hinab sich wiederum in den alten Lauf der Queich ergießet.“ (zitiert bei Offenbach: 1200 Jahre Offenbach, a.a.O., S. 237, leider ohne Fundstelle).



Schott, Wilhelm:

um 1750 Lohmüller in Annweiler; °°Anna Barbara Meyer; Vater der Juliane Magdalene Schott (geb. luth. Annweiler 10.6.1750 – 21.4.1820; °° 12.11.1780 mit dem Schmied aus Annweiler, Valentin Ibig) (vgl. Biundo,: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 40)



Schramm, Margarethe Elisabeth:

auch als Margarethe Katharina bezeichnet; aus Miesau; Tochter von ++++; °° 21.7.1744 in Hochspeyer mit dem Müller Peter *Barth; dieser hatte nach dem Tod des Vaters Jacob *Barth († 5.7.1749 Hochspeyer) die Mühle in Hochspeyer übernommen; er starb jedoch bereits ein halbes Jahr später († 19.1.1750 beerd. Hochspeyer im Alter von 30 Jahren weniger 17 Tage); aus der Ehe gingen drei Kin­der hervor, die alle 1750 starben: Anna Barbara (um 1745 - † 21.4.1750), Maria Katharina (*1.6.1748 - † beerd. 24.5.1750) und Jo­hann Heinrich (*posthum 27.2.1750 - † beerd. mit seiner Schwester 24.5.1750); lediglich die Margarethe Elisabeth Schramm über­lebte von der ganzen Familie; sie heiratet schon am 30.6.1750 den späteren Erbbeständer des leiningisch-hardenburgischen Hofguts in Hochspeyer, Johann Peter *Henrich (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 58); dieser heiratete also in die Mühle in Hochspeyer ein, woraus sich jahrelange Streitigkeiten und Prozesse mit dem Hofbauern Johann Heinrich Barth erga­ben; Hofgut und Mühle lagen zusammen im sog. Mühlhof in Hochspeyer und waren erst mit dem Tod des Jakob Barth 1749 unter dessen Söhnen geteilt worden; der Sohn Johann Heinrich *Barth hatte das Hofgut übernommen, während Peter Barth († 30.1.1750) die Mühle erhalten hatte (vgl. auch Ludt: Hochspeyerer Mühle, a.a.O., S. 84 ff; Ludt: Hochspeyer, a.a.O., 147); aus der Ehe der Mar­garethe Elisabeth Schramm und Johann Peter Henrich gingen die Kinder hervor: Elisabeth Barbara Henrich (*18.10.1752 Hochspey­er; °° 22.11.1772 Hochspeyer mit Theobald *Weißmann aus Alsenbrück), Maria Apollonia Henrich (1754-1757) und Peter Henrich (*6.4.1756-29.6.1756); Margarethe Elisabeth Schramm verstarb offensichtlich im Kindbett und wurde am 24.4.1756 im Alter von 31 Jahren in Hochspeyer beerdigt (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 201 zu Johann Peter Henrich).



Schrank, Johann Georg:

ab 1789 Müller auf der Zeiskamer Mühle. Laut Erblehensrevers vom 28.9.1789 kam die Mühle an den Müller Johann Georg Schramm aus Hockenheim gegen einen jährlichen Erblehenszins von 70 von Gulden und 60 Malter Früchten nebst Schweinemast (vgl. Gemeinde Zeiskam: Zeiskam im Wandel der Zeiten, a.a.O., S. 128).



Schrank, Johann Ludwig:

um 1856 err.; Müller auf der Zeiskamer Mühle; °° mit Eva Maria NN.; am 5.1.1857 wurde das Mobiliarvermögen, die „Verlassen­schaft“ der auf der Zeiskamer Mühle verstorbenen Eheleute Johann Ludwig Schrank und Eva Maria Schrank, Müllerehepaar auf der Zeiskamer Mühle, im Rahmen der Erbauseinandersetzung versteigert (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 24.12.1856, S. 628 = LA Speyer Best. Y 20/41).



Schrank, Johann Wolfgang:

1676-1757 ist im luth. KB von Kallstadt als "Freinsheimer Bürger und Müller in der Obermühle" (Anm.: Mahlmühle oberhalb von Erpolzheim; auch: Erpolzheimer Obermühle) in den Jahren 1709 - 12.12.1712 bezeichnet. In Taufeinträgen ab 1714 ist er "nur noch als Bürger zu Kallstadt“ bezeichnet und ab 1716 als "Meister, gewesener Obermüller und jetzo Bürger allhier". Er ist nach Kallstadt verzogen und hatte die Mühle wohl übergeben, oder seine Zeit als Temporalbeständer war abgelaufen. Bereits 1709 ist er im luth. KB von Haßloch bei seiner ersten Heirat in Böhl mit Anna Margaretha Metzger als Müllermeister zu Freinsheim erwähnt (vgl. Mitteilung von Herrn Heinz-Ludwig Bender vom 30.3.2011).



Schreiner, Jakob:

aus Selchenbach; bis 1741 Müller auf der Haaßenmühle bei Konken. 1734 war Eigentümer der Johann Nickolaus Schneider aus Kon­ken. Dieser war in Schulden geraten und verkaufte 1734 die Mühle an den ehemaligen Müller aus Hinzweiler, Daniel Müller für 450 fl. „Wegen der Zeitläufte“ gab Müller schon 1736 seinen Besitz, einschließlich eineinhalb Morgen Garten- und Wiesenland, an Jakob *Schreiner aus Selchenbach weiter (vgl. Zink, Albert: Die Konkener Mühle; in: Die Rheinpfalz vom 12.6.1996, abgedruckt bei Hä­ßel: Chronik der Gemeinde Konken, a.a.O., S. 258). In der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lich­tenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt (vgl. Mühlenprotokoll Oberamt Lichtenberg von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7, Bl. 76r-79): “Die Haaßenmühle bei Konken liegt am Konker Bach, der in einem Weiher gestaut werden kann. Das Dorf Kon­ken liegt eine ¼ Stunde entfernt, bis zur Schellweiler Mühle ist es ½ Stunde. 14 Schuh hohes Wasserrad mit einem Mahl und einem im Trillis laufenden Schälgang; kann in 24 Stunden 4 Malter, also in der Stunde 1 Faß mahlen. Damit kann die Mühle 30-40 Familien versorgen, ausreichende Wasserversorgung vorausgesetzt. Erbbeständer ist Johann Nicolaus *Clementz. Er hat einen Erbbestands­brief vom 2. Februar 1741. Auf seinen Vorfahren Jakob *Schreiner war ebenfalls ein Erbbestandsbrief ausgestellt, der vom 8.5.1737 datiert. Clementz kaufte die Mühle einschließlich der nicht in den Erbbestand fallenden Grundstücke für insgesamt 560 fl (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 213).



Schreiner, Johann Heinrich Christian:

vor 1822 Schwenkwoogsmühle im Kupferthal bei Wattenheim; bis vor 1822 saß der Müller Johann Heinrich Christian *Schreiner auf der „Schwennwoogsmühle“ im Kupfertal Gemarkung Wattenheim (vgl. LA Speyer Best K16 Nr. 244/1822 Notariat Grünstadt von 27.5.1822). Schreiner war Vater der Töchter Regina Schreiner (°° mit dem Müller auf der Schwenkwoogsmühle, Johannes Büg) und der Eva Maria Schreiner (vgl. LA Speyer Best K16 Nr. 244/1822 Notariat Grünstadt von 27.5.1822). Der Müller Johannes Büg (°° mit der Müllerstochter Regina geb. Schreiner) hat von seinem Schwiegervater, dem Müller Johann Heinrich Christian Schreiner die Schwenkwoogsmühle übernommen (arg. ex LA Speyer Best K16 Nr. 244/1822 Notariat Grünstadt von 27.5.1822).



Schröder, Andreas:

vor 1618; ab 1690 Müller auf der Mückenmühle im Pfeiferthal bei Eulenbis; er erhielt 1690 einen Erbbestandsbrief der Deutschor­denskomturei Einsiedel; er ist auch 1592 in der Schatzungsliste von Eulenbis aufgeführt: “Endreaß Muler zu Muckenhausen” mit ei­nem steuerbaren Vermögen von 350 fl. (vgl. LA Speyer Best F3 Nr. 10; zitiert nach Scheuermann: Eulenbis, a.a.O., S. 42); in der Schatzungsliste von 1601 ist “Enderis Schröter und sein Hausfrau Margareth” erwähnt; sie haben zwei Söhne 23jährigen Hans und den einjährigen Johannes (vgl. Christmann: Dörferuntergang, a.a.O., S. 29, 30). Schröder ist auch in der Beforchung durch den Forst­meister Velmann im Jahr 1600 als Müller auf der Mückenmühle erwähnt ist (vgl. Scheuermann: Eulenbis, a.a.O., S. 187/8; LA Spey­er Best D 51 Regesten Nr. 248)), jedoch nicht mehr in der Schatzungsliste von 1611 (vgl. Christmann, a.a.O., 30).



Schroth, Georg:

um 1818 Müller in Bellheim ++++klären: welche Mühle++++; er wird 10.3.1818 im Intelligenzblatt des Rheinkreises anläßlich der Versteigerung eines Hauses in Germersheim als Vormund der an der Versteigerung beteiligten Margaretha Franzisca Isler erwähnt (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 20 vom 10.3.1818, S. 123).



Schuch, Sebastian:

Müller aus Ulmet; er kaufte die Mahl- und Ölmühle in St. Julian von dem Johann Heinrich Knecht und erhielt von den Freiherrn von Steinkallenfels eine Erbbestandsbrief über die Mühle; Schuch verkaufte die Mühle am 7.1.1728 an den Johann Ludwig *Waltz aus Lauterecken. Zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses hatte die Mühle 2 Mahlgänge und 1 Schälgang für Speltz; Mahlmühle und Öl­mühle waren noch nicht getrennt. Der Mühlenbann für St. Julian und Obereisenbach war ihr zugesprochen. Waltz erhielt am 20.8.1728 einen Erbbestandsbrief ausgestellt (vgl. Weber: Museumsmühle in St. Julian, a.a.O., S. 7).



Schuchardt, Johannes:

um 1714 Müller in Neustadt ++++klären: welche Mühle++++; lutherisch; °° 23.12.1714 in Rückingen bei Hanau mit Gertrud des Jo­hann Asmus Boden aus Hanau (vgl. Bott, Heinrich: Trauungen auswärtiger Paare in Rückingen bei Hanau in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts; in: Archiv für Sippenforschung 1933, S. 15).



Schüttler, Johann Heinrich:

1742 Wachenheim/Pfrimm - 25.8.1817 Wachenheim/Pfrimm; Sohn des Ackermanns Johann Friedrich *Schüttler und Anna Maria Stahlheber; Ackersmann, 1767 Neumüller in Wachenheim, 1790 Ziegel- und Kalkbrenner in Wachenheim; Eheschließung am 26.8.1766 in Neu-Bamberg mit Maria Magdalena Schlamp, Tochter des Steinsetzers aus Neu-Bamberg Thomas Schlamp; aus der Ehe gingen acht Kinder hervor, von denen vier früh starben; die überlebenden Kinder sind Adam *Schüttler, Johannes Schüttler (7.2.1772 Wachenheim - 18.1.1814 Worms; verh. am 12.2.1798 mit Christina Schmidt aus Worms), Maria Elisabeth Schüttler (11.12.1769 Wachenheim; verh. am 12.2.1798 das. mit Dietrich Dinger aus Wachenheim) und Anna Margaretha Schüttler (15.9.1781 Wachenheim; verh. am 16.10.1798 mit Jacob Ewald aus Mölsheim), Johann Friedrich II. Schüttler (verh. am 9.2.1806 mit Elisabeth *Ewald aus Mölsheim), Johann Christian Schüttler (24.2.1778 Wachenheim, verh. am 17.4.1807 mit Elisabeth Worster, geb. 1785 Weierhof), Johann Jakob Schüttler (geb. 27.9.1782 Wachenheim, verh. am 15.3.1812 in Wachenheim mit Johanna Maria Decker, geb. 1789 Gauersheim) und Johann Wilhelm Schüttler (geb. 24.9.1787 Wachenheim, verh. am 9.3.1817 mit Magdalena Schröher geb. 1791 Kleinbockenheim) (vgl. Schrecker, Til: Familie Schüttler aus Wachenheim an der Pfrimm; in Pfälzisch-Rheinische Familien­kunde 2008, S. S. 446).


Schüttler übernahm nach dem Tod des bisherigen Neumüllers, Johann Peter *Selzner (4.10.1767) die Neumühle in Wachenheim. Wie lange ist unbekannt. Ab 1783 ist Martin Brennemann der Müller auf der Neumühle (vgl. Würth: Wachenheim, a.a.O., S. 161).



Schuff, Hans Jakob:

um 1707; Schuff stammte aus Staufenbach; von 1707-1709 Müller auf der Tausendmühle in Bruchmühlbach. Der aus Contwig stammende Daniel *Müller kaufte am 03.05.1703 die Tausendmühle und verkaufte sie wiederum 1707 an Hans Jakob *Schuff, Mül­ler aus Staufenbach. Dieser läuft verschuldet heimlich davon. Daniel Müller übernimmt die Mühle 1709 wieder und verkauft sie 1710 erneut (Quelle: Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http//www-mueller-heppenheim-homepage.t-online.de/ mue-vork.htm).



Schug, Caspar:

um 1728 Müller in Eisenbach;1728 beantragte der Müller in Eisenbach, Caspar Schug in einer Eingabe an das Oberamt Lichtenberg die Erlaubnis zum Neubau einer Mühle am Glan unterhalb von Hachenbach (vgl. LA Speyer Akte 927 Zweibrücken I Fol. 84; Mah­ler: Hachenbach, a.a.O., S. 81).



Schuh, Sebastian:

ab 1721 Müller auf der Günderodschen Mühle in Ulmet; °° 1721 (?) mit NN. Witwe Wolf; sie ist die Witwe des Müllers Johann Peter Wolf (noch 1719; † vor 1721) und brachte die Günderodsche Mühle mit in die Ehe. Im Mühlenbericht den Carl Sundahl für das Oberamt Lichtenberg 1746 erstellte (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7) heißt es: „liegt am Glan, nunmehr schon am 3. Platz; erst­lich bei Katzenbach, ungefähr eine “kleine Viertelstunde” unterhalb Erdesbach, wo die Wiesen noch den Namen „In der Katzenmog“ (Anm.: Katzenwoog ?) führen; zweitens auf dem Wehr auf der Pielsbacher Seite und drittens zwischen den Dörfern Pielsbach (heute ein Ort mit Ulmet) und Ulmet an der Brücke auf der Ulmeter Seite. Im Jahre 1719 hat Johann Peter *Wolf diese Mühle von dem Herrn Regierungsrat von Günderod in Erbbestand bekommen. Nachfolger wird 1721 Sebastian *Schuh, der die Witwe des Vorge­nannten geheiratet hat. Pacht sehr hoch, nämlich 28 Malter Korn oder 6 Strich Weißmehl und 1 Faß geschälter Hirse, zu liefern in das Günderod'sche Haus auf Lichtenberg. 6 Dörfer nebst 3 Familien von Patersbach und 2 Familien von Erzweiler sind in diese Mühle gebannt. Die Orte: Ulmet, Ratsweiler, Gumbsweiler, Welchweiler, Bedesbach, Patersbach, Erdesbach, Erzweiler, zusammen 102 Fa­milien“ (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 209).



Schuhmacher, Johann:

um 1621; Müller in Etschberg; Schuhmacher stellte bei der zuständigen Landesregierung den Antrag seine Mühle nach Rammelsbach verlegen zu dürfen; der Antrag stieß auf grundsätzliche Befürwortung; nachdem die Müller in Kusel wegen der Konkurrenz Beden­ken äußerten ordnete die Regierung in Zweibrücken 1621 weitere Ermittlungen durch das zuständige Oberamt auf Burg Lichtenberg an, wies jedoch vorab daraufhin, daß eine Konkurrenzlage nicht bestehen dürfte, da die Kuseler Mühlen gebannt seien, was bei der geplanten Mühle Schuhmachers nicht der Fall sei (vgl. LA Speyer B2 1241/5; Schworm, Ernst: Die Mühlen von Rammelsbach; in: Westricher Heimatblätter 1997, S. 120); Schworm nimmt an, daß die Mühle tatsächlich nach Rammelsbach verlegt worden sei, aber während des 30jährigen Krieges zerstört worden sei; vermutlich wurde im Zuge der Neubesiedlung von Rammelsbach schon bald wieder eine Mühle erbaut (vgl. Schworm, a.a.O., S. 121).



Schumacher, Lorenz:

um 1777 Müller auf der herrschaftlichen Mühle / Obermühle in Ramsen und der angebauten Sägemühle.In der nassau-weilburgi­schen Mühlenbeschreibung von ca. 1772 (LA Speyer Best C 38 Nr. 46; zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 290) ist sie wie folgt beschrieben: “Die Schneid und Mahlmühle in Ramsen; 1762 ist ihr Inhaber Lorenz Schuhmacher“. Die Säge­mühle war an eine Mahlmühle angeschlossen. Die Mühle kam 1778 in Abgang. Grund hierfür war der Raubbau in den Wäldern des Stumpfwaldes, der weitgehend entwaldet war. Das Fehlen von schneidbarem Holz war bereits 1761 Grund für Schließung der Bord­mühle des Barthel Wälter (Walter,Walther) in Ramsen. (vgl. HSTA Wiesbaden 168 A VIII b 43 a zur Sägemühle am Lohrberg; We­ber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 269). 1777 stellte der Mahlmüller auf der Obermühle in Ramsen Lorenz Schumacher der auch die Sägemühle bei der herrschaftlichen Mahlmühle betrieb, ihm die Abgabe der Sägemühle zu gestatten, der nicht mehr rentabel war (vgl. LA Speyer Best, C38 Nr. 562: „Gesuch des Lorenz Schumacher, Erbbeständer der herrschaftlichen Mahlmühle zu Ramsen, um Genehmigung der Abgabe der der Mahlmühle angebauten, nicht mehr rentablen Sägemühle, 177-1778“).



Schuler, Johannes:

Müller; er bewarb sich 1674 um die Herrenmühle in Bischheim, die er als Erbbeständer zunächst auf drei Jahre erhielt (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die Herrenmühle in Bischheim; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1976 S. 43). Der Pfarrer und Magister sowie Kircheninspektor für Kirchheim/Stauf, Johannes *Frech, verbürgte sich gegenüber der Landesherrschaft Nassau-Weilburg für den Pachtzins, den ab 1674 der neue Pächter der Herrenmühle in Bischheim, Johannes *Schuler, an die Landesherrschaft zahlen sollte (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die Herrenmühle in Bischheim; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1976 S. 43). Hintergrund ist die verwandschaftliche Beziehung, da Frech mit Anna Katharina Schuler (Schwester des Johannes Schuler ?) verheiratet ist (vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 124 Nr. 1411)


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 198: „Verpachtung der Herrenmühle zu Bischheim, 1674-1678“ +++prüfen: Verpachtung an Johannes *Schuler++++



Schuler, Johannes:

vor 1746 Lehensmüller aus Münchweiler. Er kaufte am 6.2.1749 von dem Müller Hanß Adam *Dennig dessen Mahlmühle in Hinter­weidenthal für 1300 Gulden verkauft habe. Die zweibrückische Regierung genehmigte den Kaufkontrakt und stellte am 25.4.1749 einen Erbbestandsbrief für Johannes Schuler aus. Die Übernahme der Mühle durch Johannes Schuler erfolgte dennoch nicht. Aus ei­nem Bericht des pfalz-zweibrückischen Vogts des Falkenburger Amts in Annweiler, Johann Georg Koch vom 12.5.1749 ergibt sich, daß dieser am 7.5.1749 einen Eilboten nach Münchweiler geschickt hatte mit der Aufforderung an den Erbbeständer Schuler, seinen Erbbestandsbrief abzuholen. Der Eilbote kam zurück mit der Nachricht, daß der Müller Johannes Schuler unlängst mit Sack und Pack von Münchweiler nach Göcklingen in der Kurpfalz auf eine Lehensmühle gezogen sei. Dem Verkäufer der Mühle Dennig gelang es nicht, den Käufer Schuler in Göcklingen zu finden, da dieser auch aus Göcklingen verschwunden und unbekannten Aufenthaltes war (vgl. Kiefer, Fritz: Hinterweidenthaler Mühle und ihre Besitzer; in: Pfälzische Heimatblätter Jg. 4, 1956 S. 96).



Schulter, Matthis:

1630 war Matthiß Schulter der Müller in der Mühle des Klosters Hördt. Er war kurpfälzischer Leibeigener der Ausfautei Germers­heim und °° mit Margretha NN (vgl. Schwarz, Albert: Ehemals kurpfälzische, nunmehr österreichische Leibeigene im Oberamt Ger­mersheim im Jahre 1630 [Teil 1]; in: PRFK 2011, S. 198).



Schultheiß, Johannes:

°° 1754 mit der Müllerstochter Anna Katharina Barth, der Tochter des Müllers in Oberalben Johann Nickel *Barth den späteren Mül­ler auf der Alten Oberalber Mühle, Johannes Schultheiß. Das Ehepaar Schultheiß/Barth übernimmt 1758 von dem Bruder der Anna Katharina Barth, dem Müller auf der Alten Oberalber Mühle, Johann Jakob Barth, die Mühle in Oberalben. Offenbar bleiben beide jedoch nicht lange in Oberalben, denn bereits 1761 erscheint der Johannes *Scholler als Müller auf der Mühle (vgl. Werner: Dorfge­schichte von Oberalben, a.a.O., S. 124).


1766 beklagte sich der Müller Johannes Barth schriftlich bei der pfalz-zweibrückischen Verwaltung über das Ausbleiben der Mahl­gäste; in dem Schreiben führt er aus, daß er der Schwiegersohn des Johannes Schultheiß ist, von dem er die Mühle erworben hat. 1776 erhält Johannes Barth einen Erbbestandsbrief über die Mühle (vgl. Werner: Dorfgeschichte von Oberalben, a.a.O., S. 124/125). Anm. da der Johannes Barth keine Tochter des Ehepaars Schultheiß/Barth geheiratet haben kann (die Ehe wurde erst 1754 geschlos­sen und eine Tochter wäre 1766 erst 11 Jahre und heiratsunfähig gewesen, muß es sich bei der NN. Schultheiß verh. Johannes Barth, um eine Tochter des Johannes Schultheiß aus einer möglichen 1. Ehe handeln +++klären++++



Schumacher, Lorenz:

Um 1773 war Lorenz *Schumacher der Erbbeständer auf der herrschaftlichen Mahlmühle zu Ramsen; er beantragte 1773 einen Pachtnachlaß (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 561: „Gesuch des Lorenz Schumacher, Erbbeständer der herrschaftlichen Mahlmühle zu Ramsen, um Pachtnachlaß, 1773-1774“).



Schwab, Johann Henrich:

1795; um 1770 Erbbeständer auf dem Rothenkircherhof (Jaspiswerk) zusammen mit seinem Bruder Martin Schwab. Bruder des Martin Schwab und des Peter Schwab; Eheschließung mit Johannetta Kolb, der Tochter des Müllers und Schultheißen in Tiefenthal Nicolaus *Kolb (vgl. Schwab, Heinrich: Die Rothenkircher Schleifmühle und die Jaspisgesellschaft; in: Nordpfälzer Geschichtsver­ein 1982, S. 10 ff).



Schwab, Johannes:

1676-77 Betreiber der Lambsheimer Mühle (vgl. Klein, Günter: Die Lambsheimer Mühle, a.a.O., ohne Seitennummerierung



Schwab, Johannes:

um 1651 Müller auf der Mittelmühle/Schwabenmühle in Gimmeldingen. Die Schwabenmühle war 1635 im 30jährigen Krieg zerstört worden; 1651 erfolgte der Wiederaufbau (vgl. Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, a.a.O., S. 79) durch Johannes *Schwab (vgl. Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Neustadt von 1738, LA Speyer, Best. A2 Nr. 179/1).


Im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Neustadt von 1738 (vgl. LA Speyer, Best. A2 Nr. 179/1 = LA Speyer A2 Nr. 100 1/18 fol) wird die Mühle wie folgt beschrieben: „Zu Gimmeldingen auf der sogenannten Muschbach befindt sich eine Mahlmühl, die Schwaben-Mühl genannt; kommt von dem Johannes Schwab welcher sie anfänglich neu aufgebaut hat her, der jetzige Possessor ist Johann Adam Ferckel (Verckel), diese Mühl hat nur ein Wasserrad, gibt jährlich in die Kellerey Neustadt lauth mir vorgezeigte Quit­tung 6 Ma Korn Wasserfall Zinß, sonsten ledig und eigen, ist auch mit 100 fl Schatzungskapital belegt, Consens ist keiner mehr vor­handen.“



Schwab, Johannes:

1779 Rothenkircher Hof; Sohn des Martin Schwab; Bruder der Barbara Schwab; Eheschließung mit Anna Maria Theis; sein Vater übertrug dem Ehepaar Schwab mit Erbvertrag vom 3.1.1823 die Mühle auf dem Rothenkircher Hof (vgl. Schwab, Heinrich: Die Ro­thenkircher Schleifmühle und die Jaspisgesellschaft; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 198 S. 10 ff).



Schwab, Martin:

1750 err. Morschheim – 23.5.1823 Rothenkircher Hof )Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar); Erbbeständer auf dem Rothenkircher­hof zusammen mit seinem Bruder Johann Henrich Schwab. Bruder des Johann Henrich Schwab und des Peter *Schwab; °° 1775 (?) mit der Müllerstochter Johanetta Margarethe *Kolb von der Tiefenthaler Mühle. Vater von Johannes Schwab (1779-1849), Charlotta Schwab (1780-1840) und Ludwig Martin Schwab (1787-1855) (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar), sowie Vater der Barbara Schwab (verh. mit Jakob Schwab, dem Sohn des Johann Henrich Schwab (!) (vgl. Schwab, Heinrich: Die Rothenkircher Schleifmüh­le und die Jaspisgesellschaft; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1982. S. 10 ff).



Schwab, Peter:

um 1770; Bierbrauer und Küfer in Kirchheimbolanden; Bruder des Martin *Schwab und des Johann Henrich *Schwab. Spätestens ab 1789, aber wahrscheinlich schon früher, war er zusammen mit Philipp Zahn aus Orbis Erbbeständer des Achat- und Jaspiswerkes in der Gemarkung Köhlersberg und Graben in der Grafschaft Falkenstein (vgl. Schwab, Heinrich: Die Rothenkircher Schleifmühle und die Jaspisgesellschaft; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1982, S. 10 ff).


Am 26.4.1750 verpachtete die Wildgräfin Katharina von Daun und Kyrburg die Steinmühle in Albisheim an den Valentin *Steyl und den Peter Schwab beide aus Uffhofen auf 6 Jahre (vgl. Weber: Steinmühle, a.a.O., S. 131; LA Speyer Best. C 35 Nr. 128 Regest Nr. 192). +++prüfen: ob derselbe ?+++



Schwalbach, Hanß Adam:

aus ‘Peppenkum’ (heute Saarland; in Tal der Bickenalp, südwestlich von Hornbach gelegen); nach dem Tod des Müllers Sebastian *Krum war die Bickenaschbacher Mühle zunächst ohne Beständer, erst 1748 erlangte Hans Adam Schwalbach von Peppenkum die Mühle für 1206 Gulden (vgl. Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 106), bis er die Mühle am +++ an Daniel *Conrad aus Mimbach ver­kaufte (vgl. Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 106). ab ++++ Müller auf der Bickenaschbacher Mühle; er verkaufte die Mühle am +++ an den Daniel *Conrad von der Blies- und Verwaltungsmühle in Mimbach und beantragte die erforderliche Zustimmung zum Verkauf des Erbbestandsrechts bei der Rentkammer Zweibrücken. Die Zweibrücker Rentkammer führt am ++++ zur Bickenaschbacher Müh­le aus: “Demnach Hanß Adam Schwalbach bißheriger Erbbeständer von der Bickenaspacher Mahlmühle unterthänigste Supplicando vorgestellet, waß maßem er gedachte Mahlmühle dem Daniel Conrad zu Mimbach pro 2270 Gulden, 30 Kreuzer für erb- und eigent­hümlich überlassen hat [...]” (vgl. KSchA Zw Rep. IV, Nr.. 265, zitiert nach Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 104).


Nach dem Tod des Müllers Sebastian *Krum war die Mühle zunächst ohne Beständer, erst 1748 erlangte Hans Adam Schalbach von Peppenkum die Mühle für 1206 Gulden (vgl. Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 106), bis er die Mühle am +++ an Daniel *Conrad aus Mimbach verkaufte (vgl. Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 106).



Schwambacher, Johannes:

um 1706 Müller in Roßbach / Lauter nahe Wolfstein. Die Mühle wurde vor 1706 neu errichtet, d.h. sie muß bereits vorher bestanden und in den Kriegsläufen in Abgang gekommen sein +++klären++++. Am 2.2.1706 erhält Johannes Schwambacher einen Erbbe­standsbrief für die neue Mahlmühle in Roßbach. Er hatte die Mühle bereits zuvor als Temporalbeständer (?) inne. Darin heißt es (vgl. KSchA Zw. Rep. IV, Nr. 407, Nr. 265, Nr. 1229; KSchA Zw. Rep. II Nr. 323; zitiert nach Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 94): “1) Daß er die bemelte Mühle wie er solche bisher beseßen nach Erbbestandsrecht fernerhin inhaben, nutzen und genießen, in gutem Bau beständig erhalten und keineswegs wieder in Abgang kommen lassen, weniger ohne expresse herrschaftliche Verwilligung verkaufen, tauschen, verpfänden oder in andere Wege alienieren soll [...] 2) [....] die Unterthanen der Schultheißerey [...]. Alß soll ihnen ferner keineswegs irgend wo anders alß bey dieser und dann derjenigen Mühlen, welche der Jacob ohnweit Ohnweiler auffzubauen Erlaub­nuß erhalten und beede Mühlen diesen Bann gemeinschaftlichen genießen sollen und nicht ihre Früchte mahlen zu laßen, freystehen, sondern bey Straff des doppelten Molters verbotten seyn.”



Schwambacher, Johann Philipp:

um 1750; aus Erzenhausen; Müllermeister; Sohn des Peter Schwambacher aus Erzenhausen; °° am 8.6.1760 mit der Müllerswitwe Maria Catharina Walther, der Witwe des Müllermeisters Johann *Walther von der Reichenbacher Mühle in Reichenbach-Steegen; Witwe Walther bringt die Mühle mit in die Ehe (vgl reformiertes Kirchenbuch Neunkirchen /Potzberg vom 8.6.1750, abgedruckt bei Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S. 231)



Schwanck, Johann Michael:

Müller in Waldhambach; °° I mit Magdalena NN. († 30.4.1741 in Waldhambach im Alter von ca. 40 Jahren); °° II 6.6.1741 mit der Müllerstochter Maria Anna Neiß († 12.4.1742 Waldhambach im Alter von 27 Jahren; Tochter des Müllers in Waldhambach Andreas *Neiß); °° III 17.6.1743 mit Maria Eva Sattler aus Völkersweiler (vgl. Helfrich u.a.: Familienregister zu den katholischen Kirchenbü­chern von Waldhambach und Waldrohrbach 1735-1875, a.a.O., S. 143).



Schwartz, Schwartz, Familie:

die Müller sind unabhängig von der akuellen Schreibweise des Nachnamens nach Vornamen sortiert



Schwarz, Christian:

vor 1797; ab 1761 ist Christian *Schwarz der frühere Müller in Siesbach und auf der Mühle bei Naumburg in Bärenbach (+++klä­ren: welche Mühle? +++); °° mit Maria Elisabeth NN.; Vater von Maria Elisabeth Schwarz (~ 1.8.1760), Johann Peter Schwarz ( ~ 20.10.1761), Johannes Schwarz (~ 12.10.1763), M. Dorothea Schwarz (~ 3.9.1765) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 417; vgl. kath. Familien­buch Baumholder Nr. 593).



Schwarz, Heinrich:

um 1624 Müller in Cölln; bei der Suche für einen neuen Müller für die Rohmühle in Heiligenmoschel meldete sich anfangs niemand bis auf den Müller Heinrich Schwarz aus Cölln. Der Landschreiber verhandelte mit ihm und versuchte für zwei Jahre einen Pachtver­trag zu erreichen mit 16 Malter Frucht pro Jahr. Wenn die Pachtsumme nicht zu erreichen ist, soll er weniger abliefern. Eine Über­nahme der Mühle wurde jedoch nicht erreicht.



Schwarz, Hauptmann:

erbaute 1748 das Hammerwerk in Neuhemsbach-Heinzenthal (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 283; LA Speyer Best. C44, Sayn-Wittgensteinsche Akten Nr. Fasc 17/3; LA Speyer Best C 41 Nr. 1713); lag im OT Heinzenthal, an der Straße vom Dorf Neuhemsbach zum Bahnhof auf der linken Straßenseite; ein langgezogenes Gebäude, das den Namen “Hammer” führt, obwohl die Eisenherstellung längst eingestellt war und die Mühle als Sägemühle diente. 1950 waren noch das Wasserhaus und die Reste ei­nes Wasserrades zu erkennen, ebenfalls die verschilften Teile eines Stauweihers (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 330). Am 24.9.1748 suchte ein Kapitän Schwarz (er könnte identisch sein mit Kapitän Schwarz vom Blechhammer am Fischrücker Woogin Kaiserslautern) bei der gräflich wittgensteinischen Herrschaft Neuhemsbach um die Genehmigung zur Errichtung es “Eisen-Hammerschmidt-Schmelzwerkes” nach. Die Erlaubnis wurde erteilt und dem Antragsteller von der Herrschaft eine Wiese unterhalb des Küchenwoogs zur Verfügung gestellt. Die Erbpacht sollte 30 fl jährlich betragen. Der Kapitän fing an zu bauen, hatte sich jedoch finanzielle übernommen. 1750 mußte Graf Ludwig Ferdinand von Sayn-Wittgenstein eine Bürgschaft über 1800 fl übernehmen und erhielt dafür alle Rechte am Hammer und der Kohlscheuer. In den folgenden Jahren lief der Betrieb schleppend, Kapitän Schwarz war mit Zinsen und Pacht fortwährend im Rückstand und verschwand schließlich im Sommer 1758 spurlos, ohne seine Schulden be­zahlt zu haben. Im Januar des Folgejahres kehrte er zurück. Vermutlich hat sein Sohn, ein Rittmeister unter Clermont Prince Etrager, den Hammer zurückgekauft. dieser tritt auch 1762 als Bieter bei der Pachtvergabe des Oberen Hammers in Eisenberg auf. Die finan­zielle Situation in Heinzenbach besserte sich nicht. In einem Schreiben vom April 1790 aus Berleburg, dem sayn-wittgensteinischen Regierungssitz, verfaßt vom zuständigen Regierungsrat Lehr, stehen die aufschlußreichen Bemerkungen: “Mit Capitän Schwartz ist es die alte Leier.” (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 331).


Er dürfte identisch sein mit dem Leutnant Schwarz, der 1739 aus Frankreich zurückkehrte und am Damm des Weiherwoogs oder Fischrücker Wooges, des heutigen Blechhammerweihers, einen Wappenhammer gründete (vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 154).



Schwarz, Johannes:

vor 1738 Müller auf der Mittelhofer Mühle in Wachenheim/Haardt. Im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Neustadt von 1738, vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp aufgenommen, befinden sich zur Lindenmühle in Wachenheim (bei Weber: Mühlen und Mül­lerhandwerk, a.a.O., S. 251 als „2. Mühle zu Wachenheim“ bezeichnet) unter lfd. Nr. 48 folgende Angaben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): „Noch zu Wachenheim befindt sich noch ein Mühl mit einem überschlächtigen Rath; dieselbe hat Tit: Herr Regierungs Rath Suhsmann in Anno 1735 von denen Lompischen an sich ersteigt; ist ein Erbbestandsmühl so deß Johannes Schwarzen Wittib vorhin in einem Erbbestand gehabt hatt und auch noch; gibt jährlich 18 Malter Korn Erbpacht an gedachten H. Regierungs Rath und gndst. Herrschaft nichts maßen dieselbe in seinen Eigentumsgütern liegen thutt.“



Schwartz, Wilhelm:

bis 1787 Müller auf der Mahlmühle in Mimbach; 1787 verkauft der Mimbacher Müller Wilhelm *Schwartz sein Erbbestandsrecht an der Mühle an den Georg Wolf aus Wolfersheim für 4000 Gulden; dieser beantragt am 29.4.1787 bei der Regierung in Zweibrücken die Kaufgenehmigung sowie die Erteilung eines Erbbestandsbriefs (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 1101; Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 104).



Schweickert, Heinrich:

zwischen 20.6.1730 bis vor 1745 Müller auf der Mittelmühle (später Nicolaus Entzinger'sche Mühle in Bellheim;



Schweitzer, Carius:

bis 1612 ist Carius *Schweitzer (geb. um 1550 – 7.12.1612 im Alter von 60 Jahren an der Pest) der Müller zu Traunen; °° um 1580 mit NN. (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, a.a.O., S. 251 Nr. 1323).



Schwenck, Johann Jakob:

ab 1737 Ölmüller auf der Speyerdorfer Mühle; Schwager des Mahlmüllers auf der Speyerdorfer Mühle, Johann Peter *Groß; die Mühle war kurpfälzisch und gehörte zum Oberamt Neustadt; im Mühlenverzeichnis von1738, aufgenommen vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp, ist sie wie folgt beschrieben (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 246; LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “ist 1603 von churfürstlicher Hof Camer an den Jacob Eichel in Erbbestand überlassen worden, gibt jährlich 50 Malter Korn Erbpacht in hießige Kellerey; hat 2 Mahlgäng, der Poßser welcher sie erst vor einem Jahr von seinen Schwiegereltern ererbt hat, ist Johann Peter *Groß undt weillen dem Beständer vermög Erbbestandsbrief erlaubt ist, 3 Gäng aufzurichten, so hat derselbe 1728 noch einen Gang zur Ohlig Mühl auf der ander Seith der Bach benembst einem aparte Wohnhaus neu aufgebaut, undt wahren auf dem zu der Mühl gehörig Erbbestand Platz, welche in der Theilung dem Johann Jakob Schwenck als des obigen Possen seinen Schwager zu gefallen, geben kein Wasserfall(zins).”



Schweng, Heinrich:

vor 1795; Müller in Wöllstein; °° mit Jakobina NN.


Vor 1795 ist verstorben der Müller zu Wöllstein, Heinrich *Schweng; seine Witwe Jakobina NN. heiratet am 29.3.1795 in der lutheri­schen Kirche in Kirchheimbolanden den Georg Heinrich Bauer (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolan­den von 1686-1800, a.a.O., S. 319).



Schwob, Heinrich:

um 1690 Müller in Ellweiler; vor 1690 heiratet der Heinrich Schwob, Müller zu Ellweiler, die Lisen Appel (geb. um 1666 – 23.11. 1718 im Alter von 52 Jahren) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, a.a.O., S. 256 Nr. 1353).



Schworm, Adam:

vor 1811 Offstein (err.); Müller in Offstein; °° mit Catharina Elisabetha geb. Walter; Vater des späteren Müllers auf der Obermühle Ebertsheim, Johann Philipp *Schworm (vgl. LA Speyer Best. K16, 257 Notariatsakten Grünstadt, Nr. 214 vom 1.5.1811).



Schworm, Caroline:

aus Ebertsheim, Tochter des Johann Philipp Schworm II.; 1885 Eheschließung mit dem Holzhändler Theodor *Abresch aus Neustadt; sie brachte die Schwormenmühle (Obermühle) in Ebertsheim mit in die Ehe (vgl. Wahl: Ebertsheim, a.a.O., S. 113).



Schworm, Johann Philipp:

Müllermeister aus Offstein; Sohn des Müllers in Offstein Adam *Schworm († vor 1811) und Catharina Elisabetha geb. Walter (vgl. LA Speyer Best. K16, 257 Notariatsakten Grünstadt, Nr. 214 vom 1.5.1811). Vater der Caroline *Schworm, verh. Abresch (vgl. Wahl, a.a.O., S. 113).


Schworm kaufte am 1.5.1811 die Obermühle in Ebertsheim. Aus dem notariellen Kaufvertrag ergibt sich folgendes: Am 20.2.1807 hatte der in Mannheim wohnende Handelsmann Kirsch Levy Hohenemser mit notariellem Kaufvertrag vor dem Notar Moré in Grün­stadt die Mühle in Ebertsheim von dem Müller in Ebertsheim Leonard *Goebels gekauft und verkaufte sie seinerseits mit weiterem notariellen Kaufvertrag, abgeschlossen vor Notar Nicolay in Frankenthal am 30.7.1807, registriert am 18.9.1807 an Henry Pfeiffer, Eigentümer in Ungstein weiter. Dieser Kaufvertrag wurde aufgehoben durch Urteil des Civil Tribunals von Speyer vom 10.1.1811. Kirsch Levy Hohenemser verkaufte die Mühle daraufhin erneut am 1.5.1811 durch notariellen Vertrag vor Notar Moré in Grünstadt an den Philipp Schworm, Müller aus Offstein. Die Mühle verfügte über zwei Mahlgänge, Hof Stallung, Garten, Brandweinbrennerei und war gelegen in Ebertsheim am Ende des Dorfes und umgeben mit einer Mauer. Der Verkauf erfolgte gegen Zahlung eines Kauf­preises von 8812 Francs bzw. 4700 Gulden deutschen Geldes. Ausweislich des Kaufvertrages war bei Vertragsabschluß anwesend die Mutter des Käufers Catharina Elisabetha geb. Walter, Witwe des Adam Schworm, zu seinen Lebzeiten Müller in Offstein und der Müller in Offstein Georg Decker, die sich beide selbstschuldnerisch für die Zahlung des Kaufpreises verbürgten, sowie die Zeugen Lazare Emanuel, Handelsmann aus Obrigheim und Daniel Graeber, Händler in Grünstadt (vgl. LA Speyer Best. K16, 257 Notariats­akten Grünstadt, Nr. 214 vom 1.5.1811).


Die gegenteiligen Angaben bei Wahl: Ebertsheim, a.a.O., S. 113 sind unzutreffend. Bei Wahl: Ebertsheim, a.a.O., S. 113 heißt dage­gen: Schworm kaufte 1810 die Obermühle in Ebertsheim von Leonhard Schwebel. Wie sich aus dem notariellen Kaufvertrag vom 11.5.1811 (vgl. LA Speyer Best. K16, 257 Notariatsakten Grünstadt, Nr. 214 vom 1.5.1811) ergibt, kaufte Schworm die Mühle am 1.5.1811 von dem Handelsmann Kirsch Levy Hohenemser aus Mannheim, der seinerseits die Mühle am 20.7.1807 von dem Eberts­heimer Müller Leonhard Goebel gekauft hatte.


In der Besitzstands- und Steuer-Musterrolle der Gemeinde Ebertsheim 1842 ist Philipp II Schworm als Eigentümer der Obermühle und weiteren Grundbesitzes eingetragen (vgl. LA Speyer Best. L35 Nr. 6 Besitzstands- und Steuer-Musterrolle der Gemeinde Eberts­heim 1842, fol. 223). Philipp Schworm ist ebenfalls im Grundsteuerkataster Ebertsheim von 1841 als Eigentümer der „zu Dorf“ gele­genen Obermühle eingetragen, besehend aus Wohnhaus, Mahlmühle mit 2 Mahlgänge, einer Schälmühle und Scheuer unter einem Dach, Stallung und Brennhaus, Schweineställ und Hofraum (vgl. LA Speyer Best. L56, Nr. 154, Bl. 432).



Sebastian, Hans Jakob:

geb. um 1670 in Ruthweiler - unbekannt; Sohn des Müllers Melchior *Bastian (Sebastian); Müller in der Brandmühle Baumholder; °° 12.2.1697 mit Maria Engel Jung (um 1672 Baumholder – 7.12.1734; Tochter von Johann Barthel Jung und Ursula NN); aus der Ehe gingen 6 Töchter hervor, darunter Maria Eva Sebastian (°° 14.1.1727 mit Johann Michael *Horbach) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, S. 274 Nr. 1479)



Sebastian, Johann Jakob:

7.5.1702 - † 12.2.1772 Berschweiler; Sohn des Müllers auf der Beckersmühle in Ruschberg Nickel Bastian/Sebastian und Anna Ap­polina Hammen (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, S. 274 Nr. 1480); Müller auf der Beckersmühle in Ruschberg; bei der Eheschließung 1738 erwähnt als Müllermeister in Berschweiler (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide und Un­terberggemeinden, a.a.O., Bd. 2, S. 496/97); °° um 1738 mit der Müllerstochter Anna Magdalena Albert (* 12.4.1720 Berschweiler – 12.12.1772), der Tochter des Müllers in Berschweiler Johann Nickel (1) Albert und der Maria Salome Köhl/Kehl; Vater der Elisabe­tha Margaretha Sebastian (* 1.9.1738 in Ruschberg) und der Maria Barbara Sebastian (* 23.4.1741 in Ruschberg) (vgl. Jung: Ortssip­penbuch der Heide und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1, a.a.O., S. 28 und Bd. 2, a.a.O., S. 496/97). Aus der Ehe gehen drei Töch­ter hervor, von denen die älteste noch im Kindesalter stirbt; die Tochter Maria Katharina Sebastian heiratet am 2.6.1761 den Johann Konrad Bomb aus Mambächel, die Tochter Maria Elisabeth Sebastian heiratet am 2.6.1761 dessen Bruder Johann Peter Bomb, keiner der Schwiegersöhne übernimmt die Mühle (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, S. 274 Nr. 1480 iVm S. 38 Nr. 199 und 200)



Sebastian (Bastian), Johann Nickel:

geb. um 1680 in Ruschberg, Beckersmühle – unbekannt; Sohn des Müllers Hans Melchior *Bastian (Sebastian); und der Eva Göttgen Bruders Hans Jakob *Sebastian, des Müllers in der Brandmühle Baumholder und der Maria Agnes Bastian (°° mit Johann Ludwig Hammen); Müller auf der Beckersmühle in Ruschberg; °° 9.5.1702 mit Anna Apollonia Hammen; bis ca. 1736 war Johann Nickel Sebastian der Müller auf der Beckersmühle; Vater des Müllers auf der Beckersmühle Johann Jakob *Sebastian; er ist der Vater der Anna Elisabeth Sebastian (geb. 21.4.1717 Ruschberg), die am 21.6.1736 den Müllerssohn von der Mühle in Berschweiler, Johann Ni­ckel (2) *Albert heiratet; dieser ist im Kirchenbuch als “Müller in der Beckersmühle bei Ruschberg“ eingetragen (vgl. Jung: Famili­enbuch Baumholder, S. 7 Nr. 31); das Sterbedatum seines Schwiegervaters Sebastian ist im Kirchenbuch nicht überliefert (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch a.a.O., S. 274 Nr. 1480; Jung: Familienbuch ev. Kirche Baumholder, a.a.O., S. 7)


Am 16.1.1710 wurde von der herzoglichen Regierung angeordnet, daß Nickel Sebastian (= der Sohn Johann Nickel Sebastian; inso­weit zweifelnd Hartmann: Ruschberg, a.a.O., S. 124) die sog. Neubeckersmühle mit einem Mahlgang wieder aufbauen darf. Als Erb­pacht war an die Kellerei Lichtenberg ab Martini 1713 je 1 Ma Korn und 1 Ma Hafer und ein weiterer Malter in guter sauberer Frucht zu zahlen (vgl. Hartmann: Ruschberg, a.a.O., S. 124).



Sebastian, Melchior:

s. Hans Melchior *Bastian



Seebach, Balthasar:

1742 als „Ohligmacher“ in Zweibrücken benannt; er ist Zweibrücker Bürger (vgl. Einwohnerliste Zweibrücken 1742 abgedruckt bei: Müller, Josef: Zweibrücken. Geschichte eines städtischen Gemeinwesens, 2. Auflage 1948, S. 90 iVm LA Speyer Repert. Zwei­brücken III Nr. 2648).



Seebach, Conradt:

seit vor 1716 und noch 1745 Ölmüller in Zweibrücken (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 295/5 fol. 12-31: Mühlenprotokoll vom 6.1.1745). 1742 als Oehlmüller in Zweibrücken in der Einwohnerliste erwähnt; er ist kein Zweibrücker Bürger (vgl. Einwohnerliste Zweibrücken 1742 abgedruckt bei: Müller, Josef: Zweibrücken. Geschichte eines städtischen Gemeinwesens, 2. Auflage 1948, S. 87 iVm LA Speyer Repert. Zweibrücken III Nr. 2648).


Im Mühlenprotokoll über die Mühlen im Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 ist die „allhiesige Ohlig-Mühl“ zusammenfassend wie folgt beschrieben: „ … Ist gleich oben an hießiger Statt-Mühl , zwischen dieser und der allhiesigen Hammer-Schmitt gelegen. Ist in gantz gutem Standt und wird durch ein unterschlechtiges Waßer-Rad und dreyen Well-Bäumen getrieben, gehet in doppeltem Ge­schirr und hat vier Steine, desgleichen zwey Preßen, nicht weniger zwey Hirschen-Stämpel, kann bey kleinem Waßer gehen, bey großem aber muß selbige gleich hiesiger Statt-Mühle stillstehen … Liegt an der vollen Bach neben dem Ablaß Graben …. Anfäng­lich ist selbige nur Einfach gegangen, und hat nur zwey Stein und eine Preß gehabt, auch sonsten in schlechtem Stand sich befunden, der dermahlige Besitzer aber hat solche zum doppelten Geschirr und vier Steine desgleichen zweyen Preßen eingerichtet auch kurtz vorher ehe Er selbige in Erbbestand bekommen alß damahliger Lehens-Müller, die zwey Hirschen Stämpel angehänget, und nach Er­haltung in Erbbestand gäntzlich verbessert und eine Wohnung darauf gebauet … Wegen der Ohlig-Mühl werden zur hiesigen Land­schreiberey jährl: 80 fl … entrichtet. Ehedem ist dieße Mühl herrschaftswegen um das dritte Theil Schlagerlohn verlehent worden, so daß gnädigste Herrschaft 2/3teil und der Lehens-Müller 1/3tel gezogen, dagegen gdgste Herrschaft alles was in der Mühl nöthig ge­weßen, stellen müßen. … Bey gutem Waßer können in 24 Stunden mit denen Vier Steinen 10 bis 12 Faß geschlagen werden. … Con­rad Seebach ist der dermahlige und erste Erbbeständer, legitimiert sich mit dem auf ihn eingerichteten Erbbestand vom 3ten Juli 1716, genießet in allen Stücken völlige Freyheit (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 295/5 fol. 12-31: Mühlenprotokoll vom 6.1.1745).


Er ist wohl identisch mit Conradt Seebach, der die Erbauung einer Strumpfstricker Walkmühle in Zweibrücken beabsichtigte (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 1440/7: „Die beabsichtigte Erbauung einer Strumpfstricker-Walke des C. Seebach zu Zweibrücken, Erbbe­standsplatz hierzu, 1722-1740“).



Seebach, Hanß Jacob:

um 1652 u.a. Ohligmüller und Papiermüller in Landau. Sohn des Rotgerbers und Ratsherrn in Annweiler, Hanß Jacob Seebach und der Barbara Doll. Am 24.5.1653 heiratete der Hanß Jacob *Seebach, bezeichnet im reformierten Kirchenbuch Annweiler als Gerber, Zinser, Ratsherr, Wirt zum Kirchberg, Ohlig- und Papiermüller in Annweiler und Oberkonsistorialrat im Amt Neucastel, in 1. Ehe die aus Neucastel stammende Anna Maria Schmidt (Tochter des Daniel Schmidt, Keller zu Neucastel). Die 5 Kinder aus der Ehe werden in Annweiler geboren. °° II 8.1.1667 mit Anna Catharina Molanus (Tochter des Pfarrers zu Ilbesheim bei Landau, Adam Molanus); 9 Kinder aus der Ehe werden in Annweiler geboren (vgl. Wittmer/Rupp/Mock: Familienregister Ilbesheim bei Landau, a.a.O., S. 67).



Seib:

s. auch Seub



Seib, Johann Jakob:

um 1702 Schultheiß und Müller in Helmbach.


1702 errichtete der Schultheiß von St. Lambrecht Johann Jacob Seib ohne Zustimmung des kurpfälzischen Oberamts Neustadt, auf der Helmbach eine Sägemühle. In einem Brief vom 8.8.1705 an die Obrigkeit schreibt Seib, daß er gleich nach dem Friedensschluß 1698 um Erlaubnis zum Bau der Mühle bat. Jetzt bittet er darum, in Erbbestand genommen zu werden (vgl. Ullrich: Einwohner der Gemeinde Elmstein, a.a.O., S. 12). Es soll sich um das heutige Sägewerk Seeber handeln.


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 950/16: „Acta betr: Joh: Jak: Seiben Sägmühle, 1705, 1710“



Seibel, Johann Georg:

bis 1893 Müller auf der Langkehler Mühle am Bruchbach bei Lemberg; 1893 verkaufte der Besitzer Johann Georg *Seibel bei an den Staat. In den folgenden Jahren erfolgte der Abriß (vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S, 358; Burger, - Burger, Fritz: Schnittholz aus dem Lemberger Forst für das landgräfliche Baumagazin: d. Geschichte d. Langkehler Mühle. - Ill. In: Heimatkalen­der: d. Pirmasenser u. Zweibrücker Land 1989, S. 71).


Wegen der Holzflößerei auf dem Buchbach mußte jeweils in Spätjahr der Mühlenbetrieb an je einem Wochentag eingestellt werden, um die Flößerei zu ermöglichen. Über die Höhe der Entschädigung kam es zwischen dem Müller Johann Georg Seibel und dem bay­rischen Staat zu einem Prozeßverfahren. Seibel gewann dieses vor dem Landgericht Frankenthal nach 5jähriger Prozeßdauer. Er soll­te je Ausfallstunde 10 Pfg. Entschädigung erhalten Das war Seibel zu wenig. Er ging in die Berufung. Dort wurde nach weiteren 5 Jahren Prozeßdauer das erstinstanzliche Urteil aufgehoben. Seibel legte Revision beim Reichsgericht Leipzig ein, konnte jedoch die geforderten Gerichtskosten nicht rechtzeitig auftreiben und wurde letztendlich deshalb durch Prozeßurteil seiner Revision für verlus­tig erklärt. Die Gerichts- und Anwaltskosten beliefen sich auf 600 Mark, zu deren Bezahlung Seibel 2 Rinder verkaufen mußte (vgl. Burger, Fritz: Schnittholz aus dem Lemberger Forst für das landgräfliche Baumagazin: d. Geschichte d. Langkehler Mühle. - Ill. In: Heimatkalender: d. Pirmasenser u. Zweibrücker Land 1989, S. 74).



Seibarth (Seibert), Friedrich

Müller auf der Mahl- und Pletschmühle bei Linden (vgl. Hinkelmann: Berglangenbach, a.a.O., S. 94; Weber: Mühlen und Müller­handwerk, a.a.O., S. 224); °° um 1738 mit der Müllerstochter Anna Maria Brey (geb. 9.2.1713) aus der Mühle in Linden, Tochter des Müllers Johann Theobald *Brey (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 241r-243) und der Anna Margaretha Albert oder Geltzer († 13.6.1745) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 44 Nr. 233; Jung: Ortssippenbuch Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., S. 122 Nr. 400).


Im pfalz-zweibrückischen Mühlenprotokoll für das Oberamt Lichtenberg, erstellt von Carl *Sundahl am 12.10.1745, fertiggestellt am 8.7.1746 wird die Mühle in Linden zusammenfassend wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 241r-243r, s. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 224): „Die Mahl- oder Pletsch-Mühle bey dem Dorf Linden liegt ebenfalls an der Under …. Liegt dem Dorf Linden gleich gegen über von obiger (Anm.: Untermühle bei Berschweiler nahe Baumholder) und fol­gender eine Viertel Stunde entfernt. …. Das Mahlwerck aber bestehet nur auß einem Gang welches ein zwölf Schuh hohes Waßer Radt treibt. Hat wegen Mangel des Waßers nicht nöthig etl: Tage still zu halten, dann er mit Claußen sich …. zu helfen und dadurch in 24 Stunden ein Malter mahlen kann. Der obere Teich ist 324 Schritt und der untere 148 Schritt lang, beyde hat er allein zu unter­halten. … Der Pacht bestehet in 1 Malter Korn und 1 Malter Haber et 2 fl an Geldt, welch er nach Lichtenberg zu leisten schuldig. … Mit Habermehl und Grieß hat er manchmal was zu tun, sonsten der Handel …. cessiert. Friedrich Seibarth legitimiert sich mit einem Erbbestandsbrief vom 6ten May 1741... Der erste Erbbestandsbrief vom 28ten Februar 1711 ist auf seinen Schwiegervatter Theobald Brey eingerichtet. Von diesem hat er die Mühle vor 600 fl angeschlagen bekommen worunter aber seiner Frauen Erbteil das 5te Theil mit begriffen, weßwegen er 480 fl seinen übrigen Geschwistern herauß geben müsse.“



Seibert (auch Seubert), Hans Adam:

um 1782; Müller in Salzwoog; er errichtete 1782 ++++oder 1728 prüfen++++ die Mahl- und Sägemühle auf dem Salzwoog/Lemberg (vgl. Ziegler: Alt-Lemberg, a.a.O., 167 u. S. 175 mit Photo). 1782 wird als Sägmüller, Ohligschläger und Taglöhner auf dem Salz­woog der Johann Elias *Kafitz/Cafitz/Kaffitz im reformierten Kirchenbuch erwähnt, der 1.10.1782 die Maria Margarethe Stilgenbau­er heiratet, die Stieftochter des Hans Adam Seubert (vgl. Wittner: Sippenbuch Pirmasens, a.a.O., S. 385).



Seibert, Johann Nikolaus:

Zensor in Eitzweiler; °° 28.11.1782 mit der Müllerstochter aus der Finkenmühle bei Linden, Maria Elisabetha *Simon. Um 1784 sind die Eheleute Johann Nikolaus *Seibert und Maria Elisabeth Simon auf der Finkenmühle (vgl. Jung: Ortssippenbuch Heide- und Un­terberggemeinden, a.a.O., Bd. 1 S. 40 Anm. zu Nr. 57); sie ist die Tochter des Müllers Johann Nikolaus *Simon; über sie gelangt die Mühle an den Zensor in Eitzweiler und späteren Müller auf der Finkenmühle bei Linden, Johann Nikolaus Seibert (err. aus Jung, Ortssippenbuch, a.a.O., S. 40). Vater der Magdalena Seibert (17.11.1784 Linden – 18.9.1818 Berschweiler; °° 14.1.1817 mit dem Ackerer aus Berschweiler, Friedrich Albert) (vgl. Jung: Ortssippenbuch, a.a.O., Bd. 1 S. 70, 40, 41).



Seibert, Matheis:

vor 1686; katholisch; er zog Anfang der 1660er Jahre aus Lothringen nach Eisenberg und hatte dort die nassauische Dorf- und Bannmühle in Eisenberg in Erbbestand sowie von den Deutschordensritter der Kommende Einsiedel den durch Kriegswirren im 30­jährigen Krieg zerstörten Deutschherrenhof in Eisenberg (vgl. Billig, Wolfgang: Die Seibert und Heitrich im pfälzischen Eisenberg, Darmstadt 1980, S. 2); verh. mit Elisabeth Meserig (vgl. Billig, a.a.O., S. 2 Anm. 5). Vater des Nicolaus II. Seibert, des Matthias Sei­bert, Nicolaus I. Seibert und wahrscheinlich der Tochter Anna Maria Seibert (vgl. Billig, a.a.O., S. 4).



Seibert, Nicolaus I.:

1700 oder 1701; aus Eisenberg; wohl Sohn des Matheis Seibert und der Elisabeth Meserig (vgl. Billig, Wolfgang: Die Seibert und Heitrich im pfälzischen Eisenberg, Darmstadt 1980, S. 7); seit 1666 Erbbeständer der Dorf- und Bannmühle in Eisenberg, des großen Hofgutes ab 1686, Erbauer des Anwesens Ecke Hauptstraße / Ripperterstraße 1687/88; Eheschließung um 1672, vermutlich bereits vor 1666 mit Anna Catharina Haintz († vor 23.3.1713) (vgl. Billig, Wolfgang: Die Seibert und Heitrich im pfälzischen Eisenberg, Darmstadt 1980, S. 6). Kinder sind u.a. Anna Maria *Seibert.


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 302: „Verkauf des großen Hofguts zu Eisenberg und 12 Malter Mühlenpacht an den Müller Niclas Seibert, 1686-1699“



Seibert, Rudolf:

um 1958; der letzte Müller auf der Gödgensmühle oder Strummenmühle in Ruschberg; der Betrieb der Mühle wurde 1958 einge­stellt. Der letzte Müller war Rudolf Seibert, der die Mühle 1937 von seinem Vater Jakob Seibert geerbt hatte. Die „Seiberts“ sollen aus der Hoffmanns Mühle bei Fohren-Linden stammen (vgl. Hartmann: Ruschberg, a.a.O., S. 127).



Seifert, Karl:

Müller aus Neuhemsbach; er ist der Nachfolger von Michael Burgdörfer auf der Schloßmühle in Neuhemsbach (vgl. Weber: Mühlen im Alsenztal, a.a.O., S. 10).



Seither, Joseph:

bis 1853 Müller in Ramberg; °° Rosina Brechtel ( vor 1853); Vater der minderjährigen Kinder Barbara, Joseph, Johann Matheus und Margaretha Seither; am 11.2.1853 wurde die Mühle in Ramberg zwangsversteigert. Eigentümer war damals der Müller Joseph Seit­her. Die Mühle ist in der Versteigerungsannonce vom 11.1.1853 (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 15.1.1853 = LA Speyer Best. Y 20/41): „ .. ein Wohnhaus mit Mahlmühle mit einem Mahl-, einem Schwing- und einem Schälgange ...“



Seitz, Philipp:

um 1722 Müller auf der Obermühle/Hallgartsmühle in Gaugrehweiler. 1722 war Philipp Seitz der Erbbeständer auf der Obermühle. Da die Grenze zwischen dem rheingräflichen und falkensteinischen Territorium (sie trennte auch Nieder- und Obergrehweiler) mitten durch sein Anwesen ging, hatte er Scherereien wegen der Huldigung. Zudem reklamierte Kurpfalz Wildfangabgaben von ihm (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 301).



Selzner (Salzner), Johann Peter:

aus Rothenburg/Tauber – 4.10.1767 Albisheim/Pfrimm; er kam als Müllerbursche auf der Wanderschaft auf die Neumühle in Albis­heim; °° 1763 in Albisheim die NN. Bauschert, die Tochter des verlebten Müllers Johann Nikolaus *Bauschert, die bei ihrem 1763 verlebten Stiefvater Johannes Licht und ihrer Mutter Susanna Görlipp (Witwe des Johann Nikolaus Bauschert) auf der Neumühle leb­te. Selzner übernahm die Mühle nunmehr selbst, nach dem der Stiefvater seiner Frau, der Müller Johannes Licht bereits am 2.7.1763 gestorben war und seine Schwiegermutter (Witwe Bauscht, Witwe Licht) nunmehr 1764 in dritter Ehe den Joh. Jakob Weiß aus Albs­heim/Eis [Obrigheim-Albsheim] heiratete (vgl. Würth: Wachenheim, a.a.O., S. 161).



Sendelbeck, Johann Georg:

ab 1733 Müller auf der Dorfmühle in Göcklingen; Sohn des Andreas Sendelbeck, Bürger und Müller in Blankstätten in der Oberpfalz und der Margarethe NN.; wohl Bruder des Johann Ulrich Sendelbeck (dieser heiratet am 18.1.1746 in Göcklingen die 1704 hier ge­borene Anna Catharina Heymerin. Nachdem der bisherige Dorfmüller Johannes Schaus am 5.6.1732 in Göcklingen „als Müller und Bürger in pago (= im Dorf, d.h. Als „Dorfmüller“) gestorben war, heiratet dessen Witwe Margaretha heiratet am 27.1.1733 in Göck­lingen den Johann Georg Sendelbeck. Dieser wird als „Bürger und Müller in pago (= im dorf, d.h. er war ebenfalls Dorfmüller)- Er heiratete als „juvenis“ (ledig) und molitor (Müller). Weiter wird er genannt „bilhagensis“ (Mann aus Bilhagen in der Oberpfalz). Der Dorfmüller Johann Georg Sendelbeck und seine Ehefrau Margarethe, verwitwete Schaus hatten 2 Kinder, nämlich am 6.6.1733 eine Totgeburt (Vater: Dorfmüller) und am 26.6.1736 den Sohn Andreas Sendelbeck (vgl. Ballweber, Dieter: Lehrer, Bürgermeister und Handwerker in Göcklingen; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde Bd XVII, o. S.).



Sender, Abraham:

um 1740 Müller in Bad Dürkheim; °° mit Anna Christina NN.; mit Kaufurkunde vom 8.11.1740 mit (Pergament mit Siegel; im Besitz von Herrn Hartmut Müller, Alzey) verkaufen Johann Georg *Eytelmann und Ehefrau Anna Dorothea ihre "unterhalb dem Dorf gele­gene Mahl-Mühle" (wohl die Schloßmühle) samt allem aufgezählten Zubehör an Abraham Sender (?), Müllermeister in Dürkheim an der Haardt und Ehefrau Anna Christina NN. (Mitteilung von Herrn Hartmut Müller, Alzey vom 6.8.2010).



Seringer, Ulrich:

vor 1712; auch Seeringer; vor 1712 war Ulrich Seeringer/Seringer († vor 1712) Müller auf der Großsteinhauser Mühle; Vater der Catharina Seringer (°° am 9.12.1712 mit Jakob Dahl) und Elisabeth Seringer (°° 19.1.1717 mit Nickel Dahl) (vgl. Bohrer, Walter u.a.: Register zu dem reformierten Kirchenbuch der Pfarrei Contwig von 1698-1764, a.a.O., S. 87).



Seub (Seib), Manuel:

um 1757/1764 war Manuel Seub (Seib) Ölmüller in Odenbach; °° Anna Margaretha Gattel; Vater von Maria Katharina Seub (*12.3.1757), Susanna Elisabeth Seub (*21.12.1760) und Johann Wilhelm Seub (*30.11.1764) (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der Einwohner von Odenbach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutherischen Kirchenbüchern von Meisenheim 1684-1798, a.a.O., S. 55).



Seufer, Jacob:

um 1737; “von der Kayßers Mühl” (Kaisersmühle bzw. Kaiserwoogs-Dammühle bei Kaiserslautern); er ist als Pate bei der Taufe des Johann Jacob Schärer am 14.2.1737 im reformierten Kirchenbuch Weilerbach eingetragen (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S. 13)



Seybert, Johann:

um 1710 ist Ohligmüller in Otterberg (wohl auf der Neumühle; err.). Am 28.8.1710 sind im Kirchenbuch von Otterberg als Paten er­wähnt der Ohligmüller Johann Seybert und seine Frau (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otter­berg 1650-1802, a.a.O., S. 91 Nr. 816). Er dürfte der Vater des Neumüllers Wilhelm *Seybert sein +++prüfen++++



Seybert, Wilhelm:

vor 1739; Müller auf der Neumühle n Otterberg; +++prüfen: Sohn des Ölmüllers Johann *Seybert ?++++. Die Mühle ist 1739 in der Mühlenbeschreibung des Oberamts Lautern aufgeführt (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29) und wird wie folgt beschrie­ben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 243): „Die Neumühle in Otterberg. Besitzerin ist Wilhelm Seyberts Wittib. Ihr Mann hat die Mühle gekauft. 1 Mahl- und 1 Ohliggang. Gibt seit 1722 4 Ma. Korn für den Wasserfall in die Pflege Otter­berg.“



Seyl, Christian:

Sohn des Lehrers in Altenglan, Johann Philipp Seyl. Christian Seyl heiratete 1785 die Tochter des Müllers in Gumbsweiler und Besit­zers der Streitmühle (Mahlmühle) bei Rutsweiler/Glan, Henrich Müller († 1760) und übernahm als Betriebsnachfolger seines Schwiegervaters die Mühle. Mit ihm begann die Ära der Sippe Seyl auf der Streitmühle. Ihm folgten Philipp Seyl I., Philipp Seyl II., Philipp Seyl III. Und der letzte Streitmüller Julius Seyl (vgl. Latterner, Rudi: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 136).



Seyl, Julius:

Sohn des Müllers auf der Streitmühle (Mahlmühle) bei Rutsweiler/Glan; er übernahm als Nachfolger seines Vaters die Mühle (vgl. Latterner, Rudi: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 136).. 1957/58 nahm er die Stillegung der Mühle vor (vgl. Becker, M. F.: Das deutsche Mühlensterben im 20. Jh, a.a.O., S. 98).



Seyler, Theobald junior:

1821 Müller in Herschweiler. Am 16.3.1821 wird im Intelligenzblatt des Rheinkreises die Versteigerung einer Mühle in Herschweiler wie folgt angekündigt (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 22 vom 16.3.1821, S. 150/51): „ … in der Behausung der Wittib von Christian Leyfeld …. auf Anstehen von Theobald Seyler, junior, Müller daselbst, ….einer demselben zugehörigen Mahl-Mühle, mit einem Mahlgang, nebst Wohngebäude, Hofraum und Stallung, gelegen zu Herschweiler an der Landstraße.“



Sickingen, Heinrich Wilhelm Freiherr von:

17.8.1757 Kaiserslautern (?); pfälzisch-kurfürstlicher Konferenzialminister und Oberamtmann zu Lautern. Er kaufte 1722 mit dem kurpfälzischen Landschreibern zu Lautern Heyler den Hof Unterschernau in Ramstein einschließlich der zugehörigen Sägemühle. Sickingen war mit Kurfürsten Karl Theodor befreundet und erhielt von diesem eine Waldfläche von 40 Morgen und ein Gebrüch von 100 Morgen bei der Unterschernau als Geschenk zu Eigentum übertragen. Unter Freiherr von Sickingen blühte die Unterschernau auf. Er erweitere den bedeutenden Hof durch eine Mahl- und Ölmühle sowie weitere Gebäude und verpachtete er das ganze Anwesen an Temporalbeständer. Am 10.12.1750 brannte das gesamte Anwesen “durch böse Leut verursacht” nieder; 1751 bat Freiherr von Sickingen den Kurfürsten um Holz für den Wiederaufbau, wozu insgesamt 328 Stämme benötigt wurden. Der erste Pächter nach dem Wiederaufbau 1751 war der Ramsteiner Schultheiß Daniel Everling (vgl. Mitschang, Karl: Die Mühle an der Unterschernau 1685-1880; in: Heimatjahrbuch Kaiserslautern 2010, S. 153).



Sieber, Johannes:

Müller aus Kusel; °° mit der Müllerstochter NN. Schäfer, Tochter des Müllers Philipp *Schäfer von der Mahlmühle in Mühlbach/Glan; Schwager des Müllers Johann Jakob Schäfer aus Mühlbach/Glan. Zwischen Schäfer und seinem Schwager Sieber kam es 1777 zu einem erbitterten Streit um die Erbfolge der Mühle. In die Auseinandersetzung griff schließlich die kurpfälzische Re­gierung ein. Deren Entscheidung fiel gegen den aus dem Pfalz-Zweibrückischen kommenden Sieber, den man, da Mühlbach damals zur Kur pfalz gehörte, als Ausländer ansah . Die Mühle wurde Johann Jakob Schäfer zugesprochen (vgl. Latterner, Rudi: Aus der Ge­schichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 58). Nach dem Tod des Johann Jakob Schäfer († vor 1787) heiratete seine Witwe NN. Heiratet 1787 den Müller Adam Feick (vgl. Latterner, Rudi: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 58).


Anm.: es könnte sich um Johann Nicolas Sieber handeln, der um 1776 als Müller auf der nahegelegenen Streitmühle bei Rutsweiler / Glan erwähnt ist (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 259)



Sieber, Johann Heinrich:

um 1745 Müller auf der Schwarzborner Mühle in Pfeffelbach (vgl. Pfeffelbach Chronik, a.a.O., S. 74)



Sieber, Johann Kaspar:

1675 (err.) - 8.7.1745 Burgalben im Alter von 70 Jahren; Sohn des Johann Michael Sieber (ref., Melker und Hofmann in Lemberg) und Elisabeth Wiesmüller; Müller in Burgalben +++welche Mühle++++; °° I vor 1710 mit Ottilia *Sprau († 13.1.1728 Burgalben), °°II 31.5.1729 mit Anna Maria NN. (vgl. Siegl: Ortssippenbuch Pirmasens Teil 1, 1640-1740, a.a.O., S. 154, Nrn. 1185, 1186, 1188). Vater der Maria (Anna) Katharina Sibers (26.11.1705 Bottenbach – 20.4.1763 Burgalben; °° am 20.6.1722 mit dem Gastwirt und Schöffen zu Burgalben, Johann Jakob Stephan) (vgl. Kirchner, Fritz: Die Familie Steffen-Stephan. Ein Beitrag zur schweizer Ein­wanderung in die Pfalz; in: PRFK Bd. 9 S. 219).



Sieber, Nicolas:

ab 1762 und noch 1776 Müller auf der Streitmühle bei Rutsweiler/Glan; °° mit Elisabeth Müller, der Tochter des Müllers in Gumbs­weiler, Henrich Müller und Schwester des Müllers Henrich Müller † 1760) hatte am 9.1.1754 die Streitmühle erworben. Nicolas 'Sie­ber übernahm um 1762 die Streitmühle in Rutsweiler (vgl. Latterner, Rudi: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 136 iVm mit dem Renovationsprotokoll von 1776 des kurpfälzischen Amtes Lauterecken, LA Speyer Best A 2 Nr. 131), wohl in Erbauseinan­dersetzung nach seinem Schwiegervater.


Seine Tochter Philippina Sieber heiratete 1785 den Christian Seyl, den Sohn des Altenglaner Lehrers Johann Philipp Seyl. Mit ihm begann die Ära der Sippe Seyl auf der Streitmühle. Ihm folgten Philipp Seyl I., Philipp Seyl II., Philipp Seyl III. Und der letzte Streit­müller Julius Seyl (vgl. Latterner, Rudi: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 136).



Sieber, Philipp:

aus Wattweiler; ab 1776 und noch 1790 Müller auf der Bannmühle in Hachenbach. Sieber ersteigerte die Mühle für 1780 fl. 1790 be­antragte er bei der Kellerei Lichtenberg eine Reduzierung des Erbpachtzinses (vgl. Mahler: Hachenbach, a.a.O., S. 85).



Siebers, NN.:

um 1781 war der NN. *Siebers als Müller auf der Niederstaufenbacher Mühle (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 1172/5: „In Sachen des Müllers Johann Siebers von Staufenbach ./. die Gemeinde Niederstaufenbach, eines durch den Wald Hertle ziehenden Mühlenweg betr., 1781-1784“).



Siebert, Johann Peter:

um 1756 aus Belbach; er beabsichtigte 1756 den Bau einer Pletschmühle unterhalb Horstbach.


In der Aufstellung über die seit 1744 im Herzogtum Pfalz-Zweibrücken neu erbauten Mühlen im Oberamt Lichtenberg vom 17.9.1756 berichtete der Lichterberger Keller Christoph Gassert (vgl. zu ihm: Stuck, Verwaltungspersonal, a.a.O., S. 120) an die her­zogliche Regierung (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 292/1 Bl. 52-52r): „Auf den unterm 13 ten huius sine Nro. Ergangenen gnädigsten Befehl berichte unterthänigst, daß so viel ex actis constiret, mehr nicht, als eine einzige Mahlmühle, und zwar zu Fohren im Amt Ber­schweiler seit anno 1745 in hiesigem Oberamt erbauet worden; und ist der Besitzer davon Nickel Barth; diese Mühle hat 2 Wasserrä­der, das eine treibet den Mahlgang und Scheel Trillis, und das andere die Walkmühl, giebt jährlich 8 fl. Pfacht, und ist nur eine Plet­schmühle, durch welche der Besitzer seine Nahrung aus dem Flecken Baumholder (wann die dortige Bannmühle nicht fördern kann), Fohren und Mattweiler ziehet. Wie viel Mahlgäste aber sothane Mühle befördern kann, läßet sich darum nicht determinieren, weil bey trockenem Wetter solche nicht zu gebrauchen, sondern stille stehen muß. Übrigens hat zwar Johann Peter Siebert von Belbach unterhalb Horstbach eine Pletschmühle anzulegen die Erlaubnis, und der Erbbestandsbrief ist auch bereits unterm 22 ten Jan. h.a. (= huius anno) ausgefertigt worden; allein es scheinet, daß Ihm die nöthigen Subsidia hiezue abgehen, weil derselbe weder zu Auslö­sung des Erbbestands Briefs oder Bezahlung das Taxes, weder zum …. zu bringen, so daß also durch diesen wenige Hoffnung zu ma­chen ist.“



Siebert, Nicolaus:

um 1680 wird Nicolaus Siebert als Müller in Eisenberg erwähnt; er macht in Kaiserslautern eine Forderung gegen Hanß Jacob Gräf­fenberger und Philipp Florquy geltend (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 116 Nr. 3363).




Siegel, Sigel, Familie:

beachte unterschiedliche Schreibweisen



Siegel, Georg Friedrich:

aus Kißlau (beim heutigen Kirrlach-Kronau); ab 1717 Müller auf der bischöflich-speyerischen Mahlmühle in Dudenhofen; die Mühle wurde v1717 von durch Bischof Heinrich Hartard an Georg Friedrich Siegel, Müller zu Kißlau, gegen eine jährliche Pacht von 50 Malter Korn auf 12 Jahre verliehen (vgl. Klotz: Ortsgeschichte der Gemeinde Dudenhofen, Gemeindeverwaltung Dudenhofen 1964, S. 141).



Siegel, Jacob:

vor 1748; Müller auf der Mühle (err.: wohl Dorfmühle) im Dorf Dreisen. Diese ist im nassau-weilburgischen Mühlenverzeichnis wie folgt beschrieben: „Die Mühle im Dorf Dreisen mit 2 Mahlgängen ist Eigentum der Herren von Geispitzheim (zu deren Haus Münster-Dreisen gehörig); als Erbbestand vergeben an Jakob Siegell um 21 alter Korn und 15 fl als jährliche Pacht ...“ (vgl. Weber: Mühle und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 287).


Vater der Maria Dorothea Siegel. Diese ist am 1.4.1748 als Patin im lutherischen Kirchenbuch Kirchheimbolanden eingetragen: „Ma­ria Dorothea Siegel,Tochter des verstorbenen Müllers Joh. Jakob Siegel von Dreisen.“ (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirch­heim und Bolanden , a.a.O., S. 118).



Siegel, Reinhard:

1789 erfolgte die Erbbestandsvergabe der herrschaftlichen Mahlmühle (Dorfmühle, vordere Mühle) zu Dreisen an Reinhard *Siegel (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 265: „ Erbbestandsvergabe der herrschaftlichen Mahlmühle zu Dreisen an Reinhard Siegel, 1789-1790“). Dieser stellte 1791 ein Gesuch auf Wiederherstellung einer Brücke unter der Mühle (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 266: „Ge­such des Reinhard Siegel, Erbbeständer der herrschaftlichen Mahlmühle zu Dreisen, um Wiederherstellung einer Brücke unter der Mühle, 1791-1792“).



Siegfriedt (Seiffridt), Johann Adam:

18.1.1664 Kaiserslautern; am 14.7.1657 in Kaiserslautern an Stelle von Caspar Essart als Schultheiß präsentiert; zahlt 1658 Zins für eine Scheuer auf dem Altenhof, von dem verstorbenen Baubäcker Hans Krämer herrührend. Ist am 24.2.1657 Schwiegersohn des Jo­hannes Sommer, hoheneckischer Keller [Anm.: Schwager des Spitalmüllers in Kaiserslautern, Hans Conradt Lettenbauer; vgl. Her­zog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 117 Nr. 3376]; ernährt sich in Kaiserslautern und soll bis Ostern Bürger werden; kauft am 26.11.1658 die Bordmühle vor der Fackelpforte [Anm.: Gelände der ehem. Kammgarnspinnerei, Anm.: s. Komtureimühle] für 200 fl von den Erben des gewesenen Major Christoph Cuntz (vom gräflich wittgensteinischen Regiment); sein Nachfolger ist Peter Ab­resch; am 2.8.1664 wird seine Witwe Anna Sibylla Sommer (genannt (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 37 Nr. 2322 und S. 116 Nr. 3366; Weber: Komturei- oder Ohligmühle, a.a.O., S. 32).



Siegler, Johann:

aus Freinsheim; auch als Sigler bezeichnet; ab 1570 Müller auf der Mahlmühle in Pfeffingen; Siegler hatte die Pfeffinger Mühle am 2.10.1570 von dem Müller Ulrich *Gerst gekauft, der Kaufpreis war in Raten zu erbringen (vgl. Görtz, Hans-Helmut: Das Kallstadter Gerichtsprotokollbuch 1563-1740, Neustadt/Weinstraße 2010, S. 75). Der Erbe des Müllers Ulrich Gerst, der Speyerer Müller Hanß *Weidnauer, setzte seinerseits Johann Siegler als seinen Erben ein und erließ durch Erklärung vor dem Kallstadter Gericht vom 31.3.1576 diesem die Restschuld (vgl. Görtz, Hans-Helmut: Das Kallstadter Gerichtsprotokollbuch 1563-1740, Neustadt/Weinstraße 2010, S. 103).



Sigel, Georg Friedrich:

um 1721 Müller in Kislau (heute Bad Schönborn; dort gibt noch den Kislauer Weg); am 4.11.1721 heiratet seine Tochter Elisabetha Sigel den aus St. Martin/Pfalz stammenden Johann Adam Scherer, Sohn des Bürgers zu St. Martin, Martin Scherer (vgl. Kuby, Alfred H.: Linksrheinische Pfälzer im katholischen Kirchenbuch Mingolsheim/Baden 1700-1784; in: PRFK 1975, S. 242).



Simchen, Johann Henrich:

1738 auf der Gallappmühle in Kaiserslautern; °° mit Anna Barbara *Lettenbauer „des Johann Henrich Simchen auf der Gallappmühle Hausfrau“, die am 1.1.1738 Patin in Otterbach ist (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 192 Nr. 1740). Sie ist wohl ++++klären++++ Tochter des Müllers auf der Gallappmühle Theobald *Lettenbauer und der Maria Sybilla NN.



Simon, Daniel:

21.3.1717 Baumholder - ++++; Mahlmüller in der Neuen Mühl bei Ruschberg; Sohn von Georg Heinrich Simon (3.3.1686 Baumhol­der – 21.7.1747; Sohn des Gerichtsschöffen in Baumholder, Hans Melchior Simon und Johanna Strumm [vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirche Baumholder, a.a.O., S. 2879 Nr. 1500]) und Maria Elisabetha Frick; °° vor 1749 mit Maria Angelika NN. (geb. um 1724 – 6.3.1780 im alter von 56 Jahren); aus der Ehe stammt u.a. der Sohn und „Schneidermeister“ Johann Friedrich Simon (geb. 22.3.1754; °° 18.7.1782 mit M. Elisabeth Pontius aus Achtelsbach) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kir­che Baumholder, a.a.O., S. 281 Nr. 1510).


Um 1782 ist Daniel Simon der Müllermeister auf der Neuen Mühl bei Ruschberg; sein Sohn der Schmiedemeister Johann Friedrich Simon heiratet am 18.7.1782 die Maria Elisabetha Pontius (geb. 6.11.1753 Achtelsbach, Tochter des luth. Kirchenältesten und Wag­nermeisters in Achtelsbach, Franz Karl Pontius) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 206 Nr. 1089).



Simon, Jakob:

um 1746; Lohmüller in Offenbach/Glan. Im pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis von 1746 für das Oberamt Lichtenberg (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7) befindet sich folgende Angabe (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O, S. 212): „ Desgleichen befinden sich hier 2 kleine „Lohmühlen“, eine oben und eine unten an der Mühle. Die eine gehört Jakob *Simon von Offenbach, die anderen dem Daniel Ruppenthal.“



Simon, Johann Jakob:

bis 1736 Müller auf der Reichweiler Mühle. Er verkaufte die Mühle 1736 für 600 fl an den Müller Johann Nickel Horbacher. In der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt (vgl. Mühlen­protokoll von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7): “Die Reichweiler Mühle erhält ihr Wasser aus verschiedenen Quellbäch­lein im Reichweiler und Schwarzerdener Bann. Von den genannten Dörfern ist die Mühle je ¼ Stunde entfernt. Das 16 Schuh hohe Wasserrad treibt ein Mahlgang. Johann Nickel Horbacher hat die Mühle 1736 von Johann Jakob Simon um 600 fl erkauft und am 24. April 1737 einen Erbbestandsbrief erhalten. Pacht: 3 Ma. Frucht, halb Korn halb Hafer, und 1 fl. Hat das alleinige Recht, in das Dorf Reichweiler zu fahren und Früchte abzuholen.“ (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 214).



Simon, Johann Nikolaus:

geb. 21.10.1730 Finkenmühle bei Linden – 14.9.1792 Ruschberger Mühle; Sohn des Müllers auf der Hirschenhäuser Mühle / Finken­mühle / Herrenhauser Mühle, Johann Philipp *Simon und der Müllerstochter Anna Eva Finck aus der Herrenhauser Mühle; um 1757 ist Johann Nikolaus Simon der Müller auf der Finkenmühle in Linden nahe Baumholder (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1 S. 29; Bd. 2 S. 498). °° vor 1757 mit Anna Katharina Albert (geb. 10.11.1735 Mettweiler; Tochter des Schmiedes in Mettweiler Johannes Albert und der Anna Katharina Seibert; vgl. Jung Ortssippenbuch der Heide- und Unterberg­gemeinden, a.a.O., Bd. 1 S. 29), auch als Elisabeth Margretha Albert angegeben (ihr Name wird unterschiedlich angegeben: Jung: Fa­milienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 280 Nr. 1505 und Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 281 Nr. 1511), der Tochter des Schmieds zu Mettweiler Johannes Albert und der Anna Katharina Seibert.


Vater der Maria Elisabetha Simon (11.6.1757 Finkenmühle bei Linden; °° 28.11.1782 mit dem Zensor in Eitzweiler, Johann Nikolaus Seibert) (vgl. Jung: Ortssippenbuch, a.a.O., Bd. 2 S. 498) und der Maria Margaretha Simon (22.7.1771 – 25.11.1843; °° am 5.2.1795 mit dem Maurermeister aus Berschweiler Friedrich Albert) (vgl. Jung: Ortssippenbuch, a.a.O., Bd. 1 S. 36), der Anna Margretha Si­mon (°° 13.3.1798 mit Heinrich Dannen) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 281 Nr. 1511) und der Anna Katharina Simon (12.2.1769 – 22.3.1796; °° am 10.6.1790 mit Friedrich Hauch) (vgl. Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, a.a.O., Bd. 1, S. 232 Nr. 901).



Simon, Johann Philipp:

1716 war Johann Philipp *Simon der Müller in der Hirschenhäuser Mühle (auch Hirschhauser Mühle); Sohn von Theobald Simon und Anna Maria Meyß aus Linden; Müller in der Hirschenhäuser Mühle; ab 1730 Müller in der Finkenmühle bei Linden, in der Zin­ckweiler Mühle und der Herrenhauser Mühle; °° am 30.7.1716 die Müllerstochter Anna Eva Finck aus der Herrenhauser Mühle; aus der Ehe stammen die Tochter Maria Margreth (geb. 27.10.1726; °° 3.4.1742 mit Johann Nickel Hauch) (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 122 Nr. 647 und S. 280 Nr. 1505) und der spätere Müller auf der Finkenmühle in Linden, Johann Nickel *Simon (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 280 Nr. 1505). Philipp Simon ist der Erbbeständer auf der Herrenhäuser Mühle laut Brief vom 27.11.1738 ist (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhand­werk a.a.O., S. 224).


Im pfalz-zweibrückischen Mühlenprotokoll für das Oberamt Lichtenberg, erstellt von Carl *Sundahl am 12.10.1745, fertiggestellt am 8.7.1746 wird die Mühle zusammenfassend wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 243r-246r, s. auch We­ber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 224): „Die Hirschen oder Herrenhaußer oder sogenannte Storren Mühl vulgo Fincken Mühl genannt. Das von der Reckweyler und Rohrbach herabfließende Bächelgen fält imediate in dieser Mühlen Ihren Waßer Theich und bringet Ihr also etwas Mehreres Waßer zu, alß der Obere Miller benutzet (Anm.: die oben gelegene Mühle ist diejenige in Rohr­bach). Bis zu der folgenden Zinkweiler Mühlen ist nur eine halbe Stunde. Das Gebäude siehet schlecht auß, das Mahlwerck aber noch in einem ziemlich stande, Es wird allhier ein Mahlgang durch ein 11 Schuh hohes Waßer rad getrieben, an Waßer hat die Mühle keinen sonderlichen Mangel, und die Clauß oben an seiner Mühle gibt ihm so viel mehr. Wegen Eiß stehet die Mühle im Winter Zei­ten manchmahl 8 Tage still, der ober Theich gehet bey 40 Schritt noch fast biß zum Außfluß des unteren Theichs von der oben daran stehenden Mühlen. …. Gibt Pacht an Geldt 7 Batz 8 kr und noch 2 Cappen oder 8 Batzen dafür, in die Landschreiberey, und 1 Malter 3 Faß Korn und 2 Malter Haber Lichtenberger Maßung auf Martini in die Kellerey nach Lichtenberg. …. Philipp Simon ist der nun­mehrige Erbbeständer und hatt einen auf seinen eingerichteten Erbbestand Brief vom 17. gbris 1738 in Händen. …. Laut dem Erbbe­standsbrief hat er diese Mühl nebst der Scheuer …. vor 306 angeschlagen ererbt ….“



Simon, Maria Elisabetha:

aus der Finkenmühle bei Linden nahe Baumholder; Tochter des Müllers auf der Finkenmühle, Johann Nikolaus *Simon und der Anna Katharina Albert; °° 28.11.1782 mit dem Zensor in Eitzweiler, Johann Nikolaus Seibert. Um 1784 sind die Eheleute Johann Nikolaus *Seibert und Maria Elisabeth Simon auf der Finkenmühle (vgl. Jung: Ortssippenbuch, a.a.O., Bd. 1 S. 40); sie ist die Tochter des Müllers Johann Nikolaus Simon; über sie gelangt die Mühle an den Zensor in Eitzweiler und späteren Müller auf der Finkenmühle bei Linden(?) Johann Nikolaus Seibert (err. aus Jung, Ortssippenbuch, a.a.O., S. 40). Mutter der Magdalena Seibert (17.11.1784 Lin­den – 18.9.1818 Berschweiler; °° 14.1.1817 mit dem Ackerer aus Berschweiler, Friedrich Albert) (vgl. Jung: Ortssippenbuch, a.a.O., Bd. 1 S. 70, 41)



Simon, Michel:

vor 1799 heiratet der Michel Simon (geb. in Baumholder; Sohn von Jakob Simon und Anna Maria NN.), Müller in der Neubrücker Mühle, die Maria Elisabeth NN. aus Ellweiler. Am 2.10.1781 starb Anna Maria, Witwe des Jacob Simon von Baumholder bei ihrem Sohn in der Neubrücker Mühle, 75 Jahre alt (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 206 Nr. 1088).



Simon, Nickel:

vor 1798; vor 1798 war Nickel *Simon der Müller auf der Dorfmühle (?) in Ruschberg; seine Tochter Anna Margaretha Simon hei­ratet am 13.3.1798 in der ev. Kirche in Baumholder den Heinrich Dannen aus Hennweiler im Amt Wartenstein (vgl. Jung: Familien­buch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 59 Nr. 304).



Singel, Johann Michael:

aus Fischeräcker bei Freiburg; Müller in Hatzenbühl; Sohn des Bartholomäus Singel und der Cäcilia Witzler; °° 29.4.1764 in Hatzen­bühl mit Katharina Eva Mühl (Tochter von Johann Michael Mühl und Katharina Mittenbühler (vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hat­zenbühler Familien, a.a.O., S. 371).



Sitzmann, Johann Georg:

aus Mannweiler, ab 1739 Müller auf der Neumühle bei Hochstätten.


Mit Urkunde vom 22.3.1739 erteilt Carl Waldemar Wilhelm Rheingraf zu Dhaun und Kyrburg Reichsgraf zum Stein dem Müller Jo­hann Philipp Knecht die Erlaubnis zum Verkauf der erbbeständlichen Neumühle bei Hochstätten: „.... daß Wir unserem bißherigen Unterthan und Müller oberhalb Hochstetten an der Alsentz Johann Philipps Knechten … erlaubt haben, die vor einigen Jahren ober­halb ermelten Hochstetten neu erbaut und erbbeständlich besitzende eigenthümliche Mahl- Scheel- und Ohlig Mühl [,] die ober Mühl genannt …. wie Philipps Knecht dieselbe bisher besessen und der unterm dritten Novembris Vorigen Jahrs Ihme zugefertigte Erb- Bestands Brief in mehreren besaget, an Johann Georg Sitzmann von Mannweiler zu verkaufen …., alß der Verkauf vorgemelter Jo­hann Philipps Knecht mit Vorwißen …. seiner ehelichen Hausfrauen Annen Katharinen … verkauft ….“ (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol 109).



Sohns, Franz:

um 1700 Müller auf der Herrenmühle zu Brücken; °° I (err.) vor 1700 mit Christina NN.; Franz Sohns ist am 25.2.1716 Pate bei Franz Philipp Fenstermacher in Achtelsbach; Vater von Anna Christina Sohns (geb. um 1700) und der spätere Rotgerbermeister auf der Herrenmühle Franz Nickel Sohns († 18.1.1775; °° 9.9.1732 mit Maria Ursula Ruppenthal) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Ach­telsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 208 Nr. 1099 und Nr. 1101).


°° II (err.) vor 1714 luth. Franz Sohns (geb. in Brücken), Müller auf der Herrenmühle bei Brücken mit Anna Katharina Porcher (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 208 Nr. 1100).


Am 4.2.1721 °° luth. der Hans Nickel Pontius (geb. 24.7.1695 in Eltzweiler, Sohn des Gerichtsschöffen Jacob Pontius und der Maria Salome NN.) die Anna Christina Sohns (geb. um 1700 in Brücken), die Tochter des Müllers Franz *Sohns, Müllers auf der Herren­mühle zu Brücken (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 180 Nr. 963).



Sohns, Jacob:

nach 1667 war Jacob Sohns aus Pistron bei Morbach der Hottenmüller in Brücken; er war mit der Anna Katharina Hey, Witwe Din­gelstein, der Witwe des Müllers Matthes *Dingelstein verheiratet; bis 18.8.1643 war Matthes *Dingelstein als Müller auf der Unters­ten Leyhenmühle bei Abentheuer; er war mit Anna Katharina Hey verheiratet (geb. in Buhlenberg - 1667; Tochter des Wüllenwebers Hans Hey aus Buhlenberg und der Margaretha Brenner); seine Witwe heiratet nach 1643 den Müller Jacob Sohns aus Pistron bei Morbach, der nach dem Tod seiner Frau († 1667) Hottenmüller in Brücken und 1672 Hahnenmüller war (vgl. Jung, Rudi: Familien­buch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 59).



Sommer, Franz Jacob:

um 1854 err.; Müller in Oberhausen bei Landau; +++klären, welche Mühle +++ Am 27.2.1855 lassen die „Witwe und Erben des zu Oberhausen, Cantons Bergzabern, verlebten Müller Franz Jacob Sommer … der Erbvertheilung wegen … versteigern: Eine zu Ober­hausen gelegene Mahl- und Oehlmühle mit Wohn- und Oekonomie-Gebäuden … Die Gebäude und Mühlwerke sind in bestem Zu­stand, und Letztere bei nach neuer Art eingerichtet.“ (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 8.2.1855, S. 51 = LA Speyer Best. Y 20/41).



Sommer, Johann Peter:

1752 Reichholdsmühle bei Kaiserslautern-Eselsfürth [auch als Egelmühl bezeichnet]; Zimmermann und ab 1734 Müller auf der Reichholdsmühle bei Kaiserslautern-Eselsfürth. °° mit der Müllerstochter NN. Groß von der Reichholdsmühle, der Tochter des Müllers Friedrich *Groß. Nach dem Tod des Friedrich Groß 1734 ging die Reichholdsmühle auf den Schwiegersohn Peter *Sommer über (vgl. Ruby: Mehlingen, a.a.O., S. 42-44).


1740 bekam Peter Sommer von der Stadt Kaiserslautern die Wiese oberhalb der Reichelsmühle, die Seeligmacherwiese, und 12 ½ Morgen Stadtforstacker nahe der Mühle im Erbbestand (vgl. Weber: Reicholdsmühle, a.a.O., S. 59; LA Speyer, Kurpfalz Nr. 144 I). 1748 wurde ein neuer Erbbestandsbrief für Peter Sommer ausgestellt über den ganzen Besitz. Anschließend gab es Streitigkeiten, die erst im Sommer 1785 vor dem Oberamt Lautern beigelegt wurden. Jetzt erst trat der neue Pachtvertrag in Kraft (vgl. Weber: Reich­holdsmühle, a.a.O., S. 59; LA Speyer, Kurpfalz Nr. 144 I fol. 200 ff).


Johann Peter Sommer wird in einem Beschwerdebrief des Kaisermüllers in Kaiserslautern Johann Georg *Fleck und des Stiftsmüllers in Kaiserslautern Heinrich *Schmitt vom 5.10.1742 als „sachverständiger Zeuge“ benannt, wegen unrechtmäßiger Erhöhung des Wasserfalls an der Schloßmühle Kaiserslautern (vgl. LA Speyer Best. A14 Nr. 307e, Bl. 44-44r).


Peter Sommer verstarb 1752. Nach seinem Tod heiratete die Witwe NN. Groß am 18.2.1765 den Müller Heinrich Krauß von der Eselsfürth. 1787 gab er den Bestand vorübergehend an Johann Wilhelm *Holstein von der Neumühle bei /Alsenz in Unterpacht, bis seine Söhne Franz *Krauß und Heinrich Krauß alt genug waren, den Betrieb zu übernehmen (vgl. Ruby: Mehlingen, a.a.O., S. 42-44; vgl. auch: Weber: Die Reichsholdsmühle am Eselsbach, a.a.O., S. 59).


++++klären+++: zur Genealogie der Familie Kraus/Sommer weist Dr. Michael Kraus am 3.6.2011 auf Unklarheiten hin (vgl. email Dr. Michael Kraus an <uheist@genealogy.net> vom 3.6.2011): bei Ruby: Mehlingen und Weber: Reichholdsmühle wird angegeben, daß Heinrich Kraus 1752 die Witwe NN. Groß des Müllers Friedrich Groß geheiratet hat. Demgegenüber heißt es bei Ruby (vgl. Ruby: Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn. Ihre Einwohner 1650-1850, Ludwigshafen 1982, S. 384, Nr. 3382), daß derselbe Heinrich Krauß am selben Tag, dem 18.2.1765 eine Ottilia Sommer geb. Diel heiratete, die nicht die Tochter von Friedrich Groß ist. Dort gibt es auch keinen Sohn namens Heinrich Kraus. Mit weiterer email vom 3.7.2011 weist Dr. Kraus unter Hinweis auf eine Internetdatei (vgl. http://freepages.genealogy.rootsweb.ancestry.com.... famhartmann) auf folgendes mit: „Danach war Johann Heinrich Kraus (Krauß) tatsächlich mit einer Anna Ottilia Dielser verheiratet, verwitwete Sommer – aber dieser Sommer war nicht Peter Sommer, der 1730 eine Katharina Elisabetha Groß geheiratet hatte († vor 1744), sondern dessen Bruder Johann Heinrich Sommer († 1763), dessen 1. Ehefrau Maria Angelina 1760 verstorben war und der dann Anna Ottilia Dielser ehelichte.“



Sommer, Peter (Heinrich):

Landstuhl; um 1805 Müller in Landstuhl (?); °° Elisabeth Wagner; Vater der Salomea Sommer (1779 err. - 28.8.1831 Horbach im Alter von 52 Jahren; °° 21.6.1805 mit dem Leineweber Daniel Heiser aus Horbach) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Ver­bandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 155).



Sonn, Gangolf:

um 1625 Bürger und Müller in Meisenheim; °° 12.1.1625 mit Katharina Zöllner (geb. um 1606 Meisenheim; Tochter des Bürgers und Bäckers zu Meisenheim Wolfgang Zöllner [geb. vor 1588 – 16.1.1645] und der Martha Gervinus [Tochter des Jakob Gervinus, Bürger zu Meisenheim]) (vgl. Anthes: Meisenheimer Familien. Familie Zöllner; in: PRFK 1976, S. 292).



Sonntag, NN.:

um 1610 Müller auf Herden Mühle in Theisberg-Stegen; er stammte aus Rehweiler und war zunächst Huber auf der Rehweiler Hube (Leidtsthaler Hube); er wird 1610 bezeichnet als „jetzt in der Herden Mühle zu Stegen“ (vgl. Schneider, Hermann: Die Huber der Rehweiler Hube Anno 1610; in: PRFK 1982, S. 86; LA Speyer Best. B III Zweibrücker Rechnungen Nr. 1023 Bl. 83ff.).



Späth, Johann Friedrich:

ab 1718 Müller auf der Obermühle in Münsterappel.


1718 erhielt die Eheleute Johann Friedrich *Späth und Margarete NN. vom Landesherrn, Johann Karl Ludwig Wildgraf und Rhein­graf zu Dhaun, einen Erbbestandsbrief zur Errichtung einer Mehl- und Ölmühle auf eigene Kosten (vgl. LA Speyer Best. C Nr. 39/6, ), gegen eine jährliche Erbpacht von 12 Mltr Korn für die Mahlmühle und 15 rheinischen Gulden für die Ölmühle (vgl. Dre­scher, K. [Pfarrer in Dielkirchen]: Bedingungen bei der Erbauung einer Mühle zu Münsterappel 1718; in: Nordpfälzer Geschichtsver­ein 1906, S. 67).



Spang, Johann Peter:

vor 1705 heiratet Johann Peter Spang, der auf der Wolfsmühle geboren ist (vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil II ka­tholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 8) die Anna Regina NN (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollen­bach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 30, 293 Nr. 1355); richtigerweise erfolgte die Eheschließung vor 1700 (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittel­reidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 378; err. aus der Geburt der Kinder). Vater des Johann Peter Spang († 22.11.1699), des Johann Peter Spang (geb. 13.5.1703), der Anna Elisabeth Spang (geb. in der Wolfsmühle; °° 2.7.1715 in Sien mit Jodocus Minn) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Of­fenbach/Glan, a.a.O., S. 293 Nr. 1355), auch als M. Elisabeth bezeichnet (vgl. Jung: katholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 378), und der Juliana Barbara Spang (vgl. Jung, katholisches Kirchenbuch,a.a.O., S. 378)



Speicher, Johannes:

um 1688; aus Obermoschel; er hielt sich 1688 auf dem Newen Bau (Neubau) auf; Speicher bewarb sich 1684 um einen Erbbestand an der pfalz-zweibrückischen in Ruinen liegenden Gauchsmühle/Nächstmühle bei Alsenz beworben, was der pfalz-zweibrückische Amtskeller C. Strähl aufgrund eines Irrtums als Gesuch zur Übernahme der ebenfalls niedergebrannten Wolfsmühle bei Waldgreh­weiler notierte; diese war 1684 im pfälzischen Erbfolgekrieg von den französischen Truppen niedergebrannt worden; Speicher bot an die Mühle auf seine Kosten wieder aufzubauen, wenn ihm Erbpachtnachlaß gewährt würde (vgl. Jacob, L.: Die Wolfsmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1932, S. 88, 92).



Spengler, Johann Philipp:

um 1743 Müller in Bechtolsheim. Am 9.2.1743 heiratet in der lutherischen Kirche in Rückingen bei Hanau der Johann Philipp Spengler, „Müller aus Bechtoldsheim“ die Elisabeth Katharina Ensinger aus „Ginsheim i. d. Kurpfalz“ (vgl. Bott, Heinrich: Trauun­gen auswärtiger Paare in Rückingen bei Hanau in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts; in: Archiv für Sippenforschung 1933, S. 86).



Spennkuch, Johannes:

1766-1772 Betreiber der Lambsheimer Mühle (vgl. Klein, Günter: Die Lambsheimer Mühle, a.a.O., ohne Seitennummerierung)



Speyer NN:

um 1776 Müller in Jeckenbach; Bruder des Philipp *Speyer (vgl. Weber: Mühlen und Müllergewerbe, a.a.O., S. 92)



Speyer, Georg Philipp:

zwischen 1780 und 1791 wird Georg Philipp Speyer als „Müller in der Obermühle“ erwähnt; es dürfte sich um die oberhalb der An­thesmühle nördlich von Sienhachenbach gelegene Sienhachenbacher Mühle handeln; °°Maria Margarethe NN (1748 err. - 11.7.1791 Hachenbach); aus der Ehe stammen (vgl. Anthes: Kasualien luth. Pfarrei Sien , a.a.O., S. 103). Er ist möglicherweise identisch mit dem Müller Philipp *Speyer ++++prüfen+++



Speyer, Philipp:

um 1776; Müller in Ginsweiler; Bruder des Müllers (?) NN. Speyer in Jeckenbach; am 17.7.1776 ereignete sich erneut eine Über­schwemmungskatastrophe in Ginsweiler nach einem schweren Gewitter. Zur Nachtzeit wurden die Mahlmühle, Wohnhaus samt den Mühlengerätschaften und den aufgespeicherten Früchten des Müllers Philipp Speyer mitgerissen oder verdorben. Der Müller mußte nach Jeckenbach zu seinem Bruder, die Frau zu ihrer Mutter nach Löllbach ziehen. Speyer war so arm geworden, daß er den Landes­herrn um ein Kollektenpatent bat, d.h. er durfte von Amts wegen betteln gehen (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 92; LA Speyer Best. G7 Nr. 227). Er ist möglicherweise identisch mit dem Müller Georg Philipp *Speyer ++++prüfen+++



Spiegel, Franz Jakob:

ab 1885 Müller auf der Dorfmühle in Hainfeld; 1885 wurde die Dorfmühle in Hainfeld an Franz Jakob *Spiegel aus Großfischlingen verkauft, dessen Bruder zeitgleich die Erlenmühle zwischen Hainfeld und Edesheim erwarb (vgl. Carl, Victor: „Eine Mühle, die nicht läuft“; in: 1200 Jahre Hainfeld, hrsg. Ortsgemeinde Hainfeld [Hainfeld 1981], S. 152).



Spiegel, Johannes:

24.2.1838 Großfischlingen - 27.8.1911 Großfischlingen; Müller und Ökonom in Großfischlingen; Sohn des Bauern Franz Jakob Spiegel aus Großfischlingen und der Klara Wingerter; °° 7.7.1861 mit Elisabeth Wind aus Essingen; aus der Ehe gehen 13 Kinder hervor (vgl. Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 145)



Spielmann, Jacob:

um 1836 und noch 1856 Müller auf der Mahlmühle in Lohnweiler. Vater des Müllers Peter *Spielmann (vgl. Heil: Funktionaler Wan­del , a.a.O., S. 47).


1835 beantragte Christian *Groß, der Betreiber der unterhalb, in Lauterecken gelegenen Bordenmühle, Christian *Groß, die Geneh­migung zur Erweiterung seiner Mühle, bestehend in einer Schneid- Öl und Hanfreibmühle und einen Mahlgang, um durch diesen“ausgedehnten Mühlenbach“ die Möglichkeit zu erhalten, „seine zahlreiche Familie besser als bisher ernähren zu können“, müssen doch „sein jeziges Mühlwesen eine geraume Zeit des Jahres aus Mangel an Arbeit ganz stille stehen“ (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 44/45; Archiv Kreisverwaltung Kusel Nr. 661-04-L, Stadtmühle Lauterecken: Schreiben Christian Groß an Reg. d. Rheinkreises Speyer vom 5.12.1835). Die Genehmigung wurde trotz Einspruchs des Eigners der oberhalb an der Lauter in Lohnwei­ler gelegenen Mühle, Jacob *Spielmann, erteilt. Die Mahlmühle wurde 1836 vollendet (vgl. Heil, a.a.O., S. 45; LA Speyer: Lautere­cken Best. L 56 Nr. 838, S. 111 f).


Die Opposition gegen die Erweiterung ist nachvollziehbar, da beide Mühlen nur ca. 600 m voneinander entfernt lagen und die Spal­tung der Wasserkraft in 26/36 für den Müller Spielmann und 10/36 für den Müller Groß betrug (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 45; Archiv Kreisverwaltung Kusel, Nr. 661-04-L, Bordmühle Lauterecken: Regierungsentschließung d. Reg. Des Rhein­kreises Speyer vom 16.89.1836; vgl. auch LA Speyer Best. U 174 Nr. A 172).


1836 beantragte der Müller Jacob Spielmann die Erlaubnis zur Herstellung eines 3. Ganges der Mühle, „da wohl Niemand beein­trächtigt“ werde (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 33; Archiv Kreisverwaltung Kusel, Nr. 661-04-L: Lohnweiler Mühle, J. Spielmann an Reg. d. Rheinkr. Speyer vom 2.1.1836). Dagegen erhob der nur wenig unterhalb liegende Müller, Christian Groß, Ein­spruch, worauf die Regierung beschloß“ dem Jacob Spielmann die fragliche Erlaubnis vor der Hand zu verweigern“ (vgl. Heil, a.a.O., S. 33 Archiv Kreisverwaltung Kusel Nr. 661-04-L, Lohnweiler Mühle: Regierungsentschließung d. Reg. d. Rheinkr. Speyer vom 16.9.1836). 1855 war die Vergrößerung schließlich dennoch vollzogen, wie die Bemerkung Spielmanns beweist, er habe „durch verbesserte Construction und die vor etlichen Jahren vorgenommen Rectification seines Mühlenkanales“ das Werk „auf drei Mahl­gänge nebst dem Schälgang“ gebracht. Spielmann erwähnt in diesem Zusammenhang weiterhin, daß er unabhängig von dem in neue­ren Zeit „leidenden Mahlgeschäft“, eine „Oel- Bord- und Lohmühle“ errichten wolle, um auch „die bis jetzt verlorengehende Wasser­kraft zu benützen“ (Heil, a.a.O., S.34; Archiv Kreisverwaltung Kusel Nr. 661-04-L, Lohnweiler Mühle: J. Spielmann an Reg. d. Pf. Speyer vom 14.9.1855; vgl auch LA Speyer: Lauterecken, Best. U 174 Nr. A 162). Hiergegen legte der jetzige unterliegende Müller Widerspruch ein (vgl. Heil, a.a.O., S. 34; Archiv Kreisverwaltung Kusel Nr. 661-04-L, Lohnweiler Mühle: Protokoll des Bürgermeis­teramts Lauterecken vom 3.11.1855). Als Ersatz dafür richtete Spielmann dann im folgenden Jahr 1856 einen 4. Mahlgang ein (vgl. .Heil, a.a.O., S. 34; LA Speyer, Best. L 57 Nr. 1668, S. 595 und Archiv Kreisverwaltung Kusel Nr. 661-04-L Lohnweiler Mühle: J. Brosius, Bordenmühle Lauterecken an Landcommissariat Kusel vom 13.12.1858).


Die Mühle in Lohnweiler war bereits 1847 entsprechend den Empfehlungen der bayrischen Staatsregierung zur Errichtung „amerika­nischer Mahlmühlen“ technisch den neuen Standard umgerüstet (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 40; LA Speyer Best. H 38 Nr. 743: Schreiben Bürgermeisteramt Lauterecken an Landcommissariat Kusel vom 25.10.1847).


Mit Schreiben vom 14.9.1855 des Müllers von der Lohnweiler Mühle. Jacob*Spielmann, an die Bezirksregierung Speyer protestierte Spielmann gegen die geplante Errichtung einer Bauernmühle beim Röckweilerhof nahe Wolfstein durch Peter *Burkhardt (vgl. LA Speyer Best. U 174 Nr. A 162). Er argumentierte, daß das Aufkommen der Bauernmühlen erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auf die „bestehenden älteren Mühle“ habe und diesen ganz allgemein „seit der Errichtung“ von „sogenannten Bauernmühlen .. einen namhaften Abbruch“ bereite (vgl. Schreiben vom 14.9.1855 des Müllers von der Lohnweiler Mühle. Jacob*Spielmann, an die Be­zirksregierung Speyer wegen der geplanten Errichtung einer Bauernmühle beim Röckweilerhof nahe Wolfstein durch Peter *Burk­hardt; LA Speyer Best. U 174 Nr. A 162).


1855 beantragte Jakob Spielmann seinerseits erneut die Genehmigung zur Erweiterung seiner Mühle nämlich in Lohnweiler eine „Oel- Bord- und Lohmühle“ einzurichten, dieser Antrag wurde jedoch abgelehnt (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 47; Ar­chiv Kreisverwaltung Kusel Nr. 661-04 L, Lohnweiler Mühle: J. Spielmann an Reg. d. Pfalz Speyer vom 14.9.1855 und AL Speyer: Lauterecken,Best. U 174 Nr. A 162).


Zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Mühlen durch starke Konkurrenz nach Aufhebung des Mühlbanns und des Mahlmo­nopols schlossen die Mahlmüller an der Lauter am 24.3.1855 einen Monopolvertrag, mit dem Ziel, durch Ankauf von Uferland und Wasserrechten den Bau neuer Mahlmühlen zu verhindern. Hierbei handelte es sich um Jakob Metfelder in Offenbach, Philipp Gros zu Wies- bzw. Berschweiler, Valentin und Johann Brosius in Lauterecken Jakob Spielmann in Lohnweiler und Nikolaus Schlemmer in Heinzenhausen (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Kreuscher und Spielmann. Familien vom Bachadel an der Lauter; in: Pälzer Sunn­dag, Nr. 34 vom 19.8.1956; S. 3; Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 37)



Spielmann, Peter:

ab 1858 Müller auf der Mahlmühle in Lohnweiler. Sohn des Müller Jakob *Spielmann (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 47).


1858 ist Peter Spielmann als Betriebsnachfolger und Müller auf der Lohnsfelder Mühle. Er stellt erneut den Antrag zur Erbauung ei­ner „Schneid- und Lohmühle“ (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 34, 47; Archiv Kreisverwaltung Kusel, Nr. 661-04-L, Lohnweiler Mühle: P. Spielmann an Landcommissariat Kusel vom 18.2.1858). Im Sommer 1858 zeigte Spielmann die Vollendung der neuen Betriebsstätte an, doch habe man ihm mitgeteilt, daß „in Folge Art. 38 des revidierten Forststrafgesetzes“, die ausdrückli­che „Genehmigung hoher königlicher Regierung erforderlich sei, wenn die Gebäude“nicht 500 Meter vom nächsten Walde entfernt“ liegen. Spielmann wies daraufhin, daß die Entfernung bis zum Gemeindewald „nur ca. 130 Meter“ betragen, betonte jedoch, daß die Existenz einer Lohn- und Schneidmühle im öffentlichen Interesse liege und wurde auch vom Bürgermeisteramt Lauterecken unter­stützt. Daraufhin wurde eine eingeschränkte Betriebserlaubnis erteilt, verbunden mit einem nächtlichen Betriebsverbot. Das Verbot des nächtlichen Betriebes wurde schließlich nach einer Ortsbesichtigung 1861 aufgehoben (vgl. Heil, a.a.O., S. 47/49 m.w.N.).


1867 kam es zu einem Brand in der Lohnweiler Mühle. Der Müller Peter Spielmann verwies in einem Schreiben vom 15.6.1867 an das Bezirksamt Kusel darauf, daß durch den Brand sein „Mahlwerk gänzlich zerstört ward“; deshalb wollte er die Mahlmühle mit ei­nem neuen Werk zu versehen und auch die beiden Gerinne der Mühle nun „anders zu theilen“ (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 42; Archiv Kreisverwaltung Kusel Nr. 661-04-L, Lohnweiler Mühle: P. Spielmann an Bezirksamt Kusel vom 15.6.1867). Der ca. 600 entfernte Unterlieger widersprach der Maßnahme. Die daran anschließenden Auseinandersetzungen zogen sich bis zum Konkursverfahren des Lohnweiler Müllers 1872 hin (vgl. Heil, a.a.O., S. 42; Archiv Kreisverwaltung Kusel Nr. 661-04-L, Lohnwei­ler Mühle; vgl. auch LA Speyer, Lauterecken Best. U 174Nr. A 162).

Literatur/Urkunden:

- Weber, Friedrich Wilhelm: Kreuscher und Spielmann. Familien vom Bachadel an der Lauter; in: Pälzer Sunndag, Nr. 34 vom 19.8.1956; S. 3



Spielmann, Peter (1):

ab 1700 und noch 1740 Müller auf der Sienhachenbacher Mühler; Vater des Müllers Peter (2) Spielmann, der 1764 auf die Obere Mühle in Bärenbach einheiratete (vgl. Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2 a.a.O., S. 136).



Spielmann, Peter (2):

geb. um 1740 auf der Sienhachenbacher Mühle bei Sienhachenbach / Hunsrück - +++; ab 1764 Müller auf der Oberen Mühle in Bä­renbach; Sohn des Müllers auf der Sienhachenbacher Mühle Peter (1) Spielmann; 1764 heiratete der auf der Sienhachenbacher Müh­le um 1740 geborene Peter Spielmann die Müllerstochter Margarethe Horbach von der Oberen Mühle in Bärenbach/Hunsrück. Die Mühle hieß nun Spielmanns Mühle. Aus der Ehe stammen 8 Kinder, darunter der Sohn und Betriebsnachfolger Peter (3) *Spielmann (1765-1828) (vgl. Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2 a.a.O., S. 136, 137).



Spielmann, Peter (3):

1765 Obere Mühle in Bärenbach – 1828 Obere Mühle in Bärenbach; Sohn des Müllers auf der Oberen Bärenbacher Mühle, Peter (2) *Spielmann (geb. in der Sienhachenbacher Mühle) und der Müllerstochter Margaretha Horbach von der Oberen Mühle in Bärenbach; Enkel des Müllers auf der Sienhachenbacher Mühle, Peter (1) *Spielmann und des Müllers auf der Oberen Mühle in Bärenbach, Mi­chael Horbach (vgl. Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2 a.a.O., S. 137).



Spieß, Hanß Nicolaus:

20.4.1719 Großfischlingen; Gerichtsverwandter, 1718 Bürgermeister von Großfischlingen, war Besitzer der Mühle in Großfischlin­gen; °° mit Susanna Dyrri aus Kleinfischlingen; aus der Ehe sind 4 Kinder bekannt; der Sohn Johannes Michael Spis (~ 3.6.1712 – 15.10.1752) erbt die Mühle und stirbt 1752 unverheiratet; die Tochter Maria Margretha Spieß (~ 15.3.1708; °° I am 6.2.1725 mit Hans Jörg Schmidt; °° II mit dem Müller Johannes Georg *Flory) und übernimmt zusammen mit ihrem Mann nach dem Tod des Bru­ders die Mühle (vgl. Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 147).



Spiltzner, Hans:

1530 ist Hans Spiltzer der Müller und Gemeinsmann in Godramstein. Er übernimmt am 3.2.1530, zusammen mit drei anderen Ge­meinsleuten von Godramstein, vom Kloster Hornbach umfangreiches Ackerland in Godramstein gegen eine jährliche Erbgülte von vier Simmern halb Hafer und halb Korn (vgl. Neubauer: Regesten des Klosters Hornbach, a.a.O., S. 177, Nr. 757).



Spitzfadem, Georg Jacob:

um 1855 Müller auf der Neumühle in Queichhambach; am 1.10.1855 lassen die Eigentümer der zur Gemeinde Queichhambach gehö­rigen Neumühle, Georg Jacob Spitzfadem und Ehefrau versteigern: „Ihre im Banne von Queichhambach an der Queich gelegene Mühle, bestehend in drei Mahl- und einem Schälgang, Schneidmühle, Wohn- und Oeconomiegebäuden ...“ (vgl. „Der Eilbote“ Land­au vom 22.9.1855, S. 428 = LA Speyer Best. Y 20/41)



Sprau, Hans Adam:

vor 1744; als „Hans Adam Prauen“ bezeichnet; Prauen war Temporalbeständer auf der Walshauser Bannmühle (vgl. Weber: Müh­len und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 194).


Die dortige Mühle war damals (wann?; gemeint in der Barockzeit) im Besitz von Hans Adam *Sprau und hätte eigentlich den Na­men Sprau-Mühle tragen müssen, da sie schon über 200 Jahre von Namensträgern Sprau betrieben wurde“ (vgl. Rohr, Theodor: Al­lerlei über das ehemalige Holzflößen von Dusenbrücken bis Zweibrücken; in: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zweibrücker Land 2003, S. 201).


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) wird sie wie folgt beschrieben: “wird durch die Walshauser Bach (Felsalb), liegt eine starke halbe Stunde oberhalb der Kirschbacher Mühle und 1/4 Stunde unterhalb der Windsberger Mühle. 2 unterschl. Wasserräder, von denen eins einen Mahlgang und das andere einen Mahlgang mit Trillis für den Schälgang treibt. Liegt an der “vollen Bach”, muß öfters das Wasser klausen. Die Dörfer Walshausen, Nünschwei­ler und Bottenbach sowie Windsberg sind in die Mühle gebannt. Die derzeitige Temporalbeständerin ist Hans Adam *Prauen (s. Sprau) hinterlassene Wittib. Der dermalige Pacht beläuft sich auf 6 Ma. Korn und 6 Ma. Hafer nebst 10 fl 13 bz. in Geld für 7 Kapau­nen und 1 Mühlschwein.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 194).



Sprau, Ottilia:

13.1.1728 Burgalben; °° vor 1710 mit dem Müller in Burgalben Johann Kaspar *Sieber (1675 (err.) - 8.7.1745 Burgalben im Alter von 70 Jahren) (vgl. Siegl: Ortssippenbuch Pirmasens Teil 1, 1640-1740, a.a.O., S. 154, Nrn. 1185, 1186, 1188). Mutter der Maria (Anna) Katharina Sibers (26.11.1705 Bottenbach – 20.4.1763 Burgalben; °° am 20.6.1722 mit dem Gastwirt und Schöffen zu Burgal­ben, Johann Jakob Stephan) (vgl. Kirchner, Fritz: Die Familie Steffen-Stephan. Ein Beitrag zur schweizer Einwanderung in die Pfalz; in: PRFK Bd. 9 S. 219).



Stadeler, Hans Georg (2):

17.5.1750 Holzmühle Westheim; um 1738 Müller auf der Holtzmühle bei Westheim; Sohn des Müllers auf der Holtzmühle Hans Georg Stadeler (1); die Mühle ist im Mühlenprotokoll des kurpfälzischen Oberamts Neustadt vom 1738 (vgl. LA Speyer: Best A2 Nr. 179/1) wie folgt beschrieben: “zu Westheim befindet sich ein Mühle die Holzmühl genannt, ist von dem Malteser Orden in Anno 1706 an Hanß Georg *Stadeler in einen Erbbestand überlassen worden, undt weillen es nur alte zerfallene Mühl wahr, so hatt der Be­ständer in 5 Jahren 90 fl Erbkauf Schilling in den Hof, das Closter Hambach (m.E. = Hainbach) genannt zahlen müßen, undt so fort alle Jahr in genannten Hof 27 fl Erbzins, wovon wie der Müller sagen thut, 3 fl Wasserfall von dasigem Ambtmann jährlich in die Gefällverweserey zahlt worden. Diese Mühl hat alzeit 3 Gäng gehabt undt auch noch ferner muß dieser Müller denen Beambten in dem Hof ein Atz-Imbs: halten oder mit Geldt bezahlen. Der jetzige Poßser ist Geörg Stadeler, ein Sohn von obigem Hanß Geörg Sta­deler.”


°° Anna Maria Hellmann (aus Niederlustadt, †29.10.1762 Holzmühle Westheim); Vater der im Mühlenprotokoll des kurpfälzischen Oberamts Germersheim von 1768 (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 122/7) zur Holtzmühle erwähnten Noê/Maria Barbara *Stadeler, verh. mit dem Müller auf der Holtzmühle Georg Adam *Breinig (vgl. Louis: Geschichte der Holzmühle, a.a.O., S. 29).


Anm.: bei Louis Geschichte der Holzmühle, a.a.O., S. 29 wird der Müller Hans Georg (1) Stadeler mit Hans Georg (2) Stadeler gleichgesetzt; das kann jedoch nicht zutreffen, wie sich aus dem klaren Wortlaut des Mühlenprotokolls des kurpfälzischen Oberamts Neustadt vom 1738 (vgl. LA Speyer: Best A2 Nr. 179/1) ergibt.



Stadeler, Hans Georg (1):

ab 1706 Müller auf der Holtzmühle bei Westheim; Vater des Müllers Georg (2) *Stadeler. Die Holzmühle ist im Mühlenprotokoll des kurpfälzischen Oberamts Neustadt vom 1738 (vgl. LA Speyer: Best A2 Nr. 179/1) wie folgt beschrieben: “zu Westheim befindet sich ein Mühle die Holzmühl genannt, ist von dem Malteser Orden in Anno 1706 an Hanß Georg *Stadeler in einen Erbbestand überlas­sen worden, undt weillen es nur alte zerfallene Mühl wahr, so hatt der Beständer in 5 Jahren 90 fl Erbkauf Schilling in den Hof, das Closter Hambach (m.E. = Hainbach) genannt zahlen müßen, undt so fort alle Jahr in genannten Hof 27 fl Erbzins, wovon wie der Müller sagen thut, 3 fl Wasserfall von dasigem Ambtmann jährlich in die Gefällverweserey zahlt worden. Diese Mühl hat alzeit 3 Gäng gehabt undt auch noch ferner muß dieser Müller denen Beambten in dem Hof ein Atz-Imbs: halten oder mit Geldt bezahlen. Der jetzige Poßser ist (m.E. ebenfalls Hans) Geörg Stadeler (= Hans Georg Stadeler [2]), ein Sohn von obigem Hanß Geörg Stadeler.”


Anm.: bei Louis Geschichte der Holzmühle, a.a.O., S. 29 wird der Müller Hans Georg (1) Stadeler mit Hans Georg (2) Stadeler gleichgesetzt; das kann jedoch nicht zutreffen, wie sich aus dem klaren Wortlaut des Mühlenprotokolls des kurpfälzischen Oberamts Neustadt vom 1738 (vgl. LA Speyer: Best A2 Nr. 179/1) ergibt.



Stadeler, Noê / Maria Barbara:

der Vorname ist unklar; sie wird im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7) als „Noe angegeben; andererseits ist sie als „Maria Barbara“ die Tochter des Müllers auf der Holzmühle in West­heim Hans Georg (2) *Stadeler und der Anna Maria Hellmann aus Niederlustadt (vgl. Louis: Geschichte der Holzmühle, a.a.O., S. 10); °° 1762 mit dem Müllermeister Georg Adam *Breinig (vgl. Louis: Geschichte der Holzmühle, a.a.O., S. 11).


Noê Stadeler brachte die Mühle mit in die Ehe. Im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 ist die Mühle ebenfalls enthalten und wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7): “Die oberhalb dem herrschaftlichen Wehr stehende, in Westheimer Gemarkung gelegene sogenannte Holtzmühle, so der nahmens Breinig uxorio Noê von deren Vatter Hanß Geörg Stadler (s. Georg *Stadeler) ererbt, ist mit 3 Wasser Räder versehen und ein Scheelgang wechsel weis getrieben werden, gibt ahn Churpfaltz keinen Wasserpfacht, sondern muß solcher ahn das Hauß Closter Hambach (= Johanniter Kommende Hainbach, Haus bei Weingarten) entrichten.”



Stadler, Conradt:

aus Hohenecken - † 29.4.1681 Kaiserslautern; am 27.4.1657 ist der aus Hohenecken stammende Zimmermann Conradt Stadler als „Bordschnitter“ „bey Mühlen“ (Mühlstraße) in Kaiserslautern; er will die Behausung des verstorbenen Wilhelm Reiff in der Fackel­gasse Kaiserslautern kaufen; Bürgeraufnahme in Kaiserslautern am 16.8.1659 nach Aufhebung der Leibeigenschaft; °° mit NN.; Va­ter der Anna Catharina Stadler (°° 7.2.1671 in Kaiserslautern mit Peter Löwenstein) (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 118 Nr. 3394).


Der Bordschnitter Conrad Stadler erhält am 26.6.1671 im Einvernehmen mit dem Konsistorium 3 fl aus dem Almosenfonds, „weil er den durch Verwahrlosung geschehenen Brandschaden an der Bordmühle guten Teils wiederum ersetzen muß“ (vgl. Almosenrechnung Kaiserslautern; Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 185 Nr. 3394).



Stähler, Johannes:

1706 Betreiber der Lambsheimer Mühle (vgl. Klein, Günter: Die Lambsheimer Mühle, a.a.O., ohne Seitennummerierung



Stäl, Georg:

geb. um 1550 Wißingen bei Durlach - ++++; luth.; Mühlarzt in Minfeld; °° 1579 (err.) Minfeld mit Barbara Grann (Tochter des Sau­hirten Hans Grann); nach Vermerk des Pfarrers im Kirchenbuch ist bei der Geburt des ersten Kindes „der Vater nit vorhanden gewe­sen“, d.h. die Eltern waren nicht verheiratet; Randvermerk im Kirchenbuch: „in der Unehe, hat aber darnach geehelicht, ut patri supra inter 9 iugatos anno“; Vater der Apollonia Grann (~ 8,2,1579 Minfeld - † 4.6.1579 ebd.) und der weitern Tochter Apollonia Stäl (~ 23.8.1584 Minfeld) (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 602 Nr. 2868).



Staufer, Christian:

am 28.11.1732 pachtete Christian Staufer die Steinmühle in Albisheim (vgl. Weber: Steinmühle, a.a.O., S. 131; LA Speyer Best. C 35 Nr. 115 Regest Nr. 179). Von Staufer übernahm Jakob Berg die Mühle und betrieb sie bis 1750 (vgl. Weber: Steinmühle, a.a.O., S. 131; LA Speyer Best. C 35 Nr. 128 Regest Nr. 192).


Am 16.3.1773 ist in einem Inventarium über den Nachlaß der Catharina NN., Witwe von Christian Staufer vom Altbolanderhof, die Tochter „Maria, Henrich Ruppen Ehefrau auf der Heuberger Mühl“ erwähnt (vgl. LA Speyer Best. F 22 Nr. 131a fasc. 240).



Staufer, Johannes:

auch „Stauffer“; nach 1750 Müller und Pächter der Krebsmühle bei Obrigheim. Sohn des Müllers Johann Peter *Staufer. Der Müller Peter Staufer geriet, wohl wegen der hohen Abgabenlast von 30 Malter Korn (= 3840 kg) jährlich in Konkurs und mußte die Mühle am 10.11.1750 an den Freiherrn und pfalz-zweibrückischen Premierminister von Wrede für 5700 fl „nebst einhundert Gulden Trank-Geld vor die Verkäuferin Ehefrau“ verkaufen (vgl. Heiss: Obrigheim, Bd. 1, a.a.O., S. 397). Staufers Sohn, der Müller Johannes Stau­fer war in den Folgejahren Pächter der Mühle. Johannes Staufer geriet in die juristischen Auseinandersetzungen zwischen den Frei­herrn von Kleve und der kaiserlichen Administrationskommission, die aufgrund der Verschuldung der Grafen von Leiningen-Wester­burg als Vollzugsorgan die Verwaltung der Grafschaft übernommen hatte. Diese Auseinandersetzung dauerte noch 1770 an, wobei die Erben des Freiherrn von Kleve nun derart „weichgekocht“ waren, daß sie Bereitschaft zeigten, die Mühle zu verkaufen. Das Ergebnis der weiteren Verhandlungen ist nicht bekannt (vgl. Heiß: Obrigheim, Bd. 1, a.a.O., S. 396-97).



Staufer, Johann Peter:

um 1737 – 1750 Müller auf der Krebsmühle in Obrigheim. Um 1737 – 1750 war der Mennonit Peter *Staufer der Erbbeständer auf der Mühle. Dieser war leiningisch-westerburgischer Untertan und als gewalttätig bekannt. So griff er 1737 grundlos den Leiningen-heidesheimer Soldaten Philipp Spies an und mißhandelte diesen (vgl. Heiß: Obrigheim, Bd. 1, a.a.O., S. 380). Der Müller Johann Pe­ter Staufer geriet, wohl wegen der hohen Abgabenlast von 30 Malter Korn (= 3840 kg) jährlich in Konkurs und mußte die Mühle am 10.11.1750 an den Freiherrn und pfalz-zweibrückischen Premierminister von Wrede für 5700 fl „nebst einhundert Gulden Trank-Geld vor die Verkäuferin Ehefrau“ verkaufen (vgl. Heiss: Obrigheim, Bd. 1, a.a.O., S. 397). Staufers Sohn, der Müller Johannes Stau­fer war in den Folgejahren Pächter der Mühle. Johannes Staufer geriet in die juristischen Auseinandersetzungen zwischen den Frei­herrn von Kleve und der kaiserlichen Administrationskommission, die aufgrund der Verschuldung der Grafen von Leiningen-Wester­burg als Vollzugsorgan die Verwaltung der Grafschaft übernommen hatte. Diese Auseinandersetzung dauerte noch 1770 an, wobei die Erben des Freiherrn von Kleve nun derart „weichgekocht“ waren, daß sie Bereitschaft zeigten, die Mühle zu verkaufen. Das Ergebnis der weiteren Verhandlungen ist nicht bekannt (vgl. Heiß: Obrigheim, Bd. 1, a.a.O., S. 396-97).



Steegmüller, Familie:


Literatur/Urkunden:

- Steegmüller, Fritz: Die Ste(e)gmüller in Nordbaden und in der Pfalz. Ein Beitr. z. 300jährigen Familiengeschichte der nordbadi­schen u. d. pfälz. Ste(e)gmüller, deren gemeinsamer Urahn Wolfgang Steegmüller (1644-1724) aus Schwanenstadt in Oberösterreich Pächter d. fürstbischöfl. Mühle in St. Leon war. - Speyer : Pilger, 1984. - 140 S. 8



Steele (Sterle), Hans Jacob:

1666 (err.) - † 14.1.1743 Pirmasens im Alter von 67 Jahren; lutherisch; Müller auf der Blümestalmühle in Pirmasens; °° vor 1728 mit Magdalena Leder; aus der Ehe stammen 4 Kinder (vgl. Siegl: Ortssippenbuch Pirmasens Teil 1, 1640-1740, a.a.O., S. 160, Nr. 1230).



Steffan, Familie:

s. auch Stephan, Familie



Steffan, Hans Theobald:

nach 1692 (err.); Müller auf der Kirchenmühle in Altenkirchen.


Sohn des Altenkircher Müllers und späteren Stiftsmüllers in Kaiserslautern Nickel/Nikolaus *Stephan (vgl. Zenglein/Bauer:Kübel­berger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 22); Bruder des Nickel Stephan (vgl. das Testament des Hanß Theobald *Steffan; vgl. LA Speyer Best. F 5 Nr. 187, fol. 45v; zitiert nach Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 79) und der Anna Maria Steffan (°° 1662 mit dem späteren Schultheiß des Kübelberger Gerichts Jost Wagner).


Das Testament Altenkircher Müller Hans Theobald *Steffan von 3.5.1686 (vgl. Zenglein / Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S.22, 80) ist im Kübelberger Gerichtsbuch am Notgerichtstag 14.5.1692 beurkundet: „Erstlich weyle ich, Hanß Theobald Staffann, keine Leibs Erben habe, nehme ich zu Erben an Hanß Nickel Beckern unnd seine Haußfrauw Anna Katharinam unnd übergebe ihnen alle liegende Güther sampt Hoffgering unnd der Mühlen, so ich von meinen Eltern ererbet, unnd mit meinem Bruder Nickel Steffan sich verglichen, alles waß in Allenkircher Gemarckung liegt ...“ (vgl. LA Speyer Best. F 5 Nr. 187, fol. 45v; zitiert nach Zenglein/ Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 79-80).


Hanß Theobald Steffen“ macht am 3.5.1686 ein Testament. Bei der Abfassung des Testaments wird der Metzger in Kaiserslautern Johann Wilhelm Breit als Zeuge und Erbberechtigter erwähnt (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 23 Nr. 4119).


Nach dem Tod des Altenkircher Müller Hans Theobald Steffan, der keine leiblichen Erben hat, macht daraufhin der Kübelberger Schultheiß Jost Wagner für seine Ehefrau Anna Maria Stephan Erbansprüche geltend, die Tochter des Müllers Nickel Stephan und Schwester des Hans Theobald Steffan ist (vgl. Zenglein / Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S.22, 79-80).



Stein, Gerhard:

1727 Müller auf der Reichholdsmühle bei Kaiserslautern-Eselsfürth. 1727 wurde ein Erbbestandsbrief des Hospitals Lautern für Ger­hard Stein ausgefertigt. Stein ist schon ein Jahr später wieder verschwunden (vgl. Ruby: Mehlingen, a.a.O., S. 42-44; Weber, Fried­rich Wilhelm: Die Reichholdsmühle am Eselsbach; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1967, S. 58-59).



Stein, Jacob:

um 1760 Müller auf der Steinalber Mühle; Vater der Elisabeth Stein (geb. ca. 1760 – 23.3.1813 Heltersberg; °° mit dem Drehermeis­ter in Heltersberg, Carl Huber) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 176)



Stein, Jacob:

bis 1821 war Jacob Stein als Müller auf der Wallhalber Mühle. Er annonciert am 18.5.1821 im Intelligenzblatt des Rheinkreises die freihändige Versteigerung für den 1.7.1821. In der Annonce wird die Mühle wie folgt beschrieben (vgl. Intelligenzblatt des Rhein­kreises Nr. 40, Beilage, vom 18.5.1821, S. 296): „ .. im Dorf Wahlalben stehende eigenthümliche Mahlmühle, bestehend in einem so­liden wohlgebauten zweystöckigen Wohnhaus einer Mahlmühle mit einem Mahlgange und einem Schälgange unter einem Dach, nebst Scheuer, Stallung und noch einem einstöckigen Wohnhaus, dann 5 Morgen Wiesen an der Mühle und 15 Morgen Ackerland nicht weit von der Mühle ..“.



Stein, Johann Heinrich (Henrich):

um 1739 Müller auf der Hirschalber Mühle (= Mühle bei *Waldfischbach); in der Mühlenbeschreibung des Oberamts Lautern von 1739 (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29) wird die Mühle bei Waldfischbach wie folgt beschrieben: “die Mühle bei Wald­fischbach des Heinrich Stein ist Erbbestand von der CGA, Heidelberg, hat nur 1 Gang. Gibt seit 1729 an die Kollektur Lautern 3 Malter Korn als Pacht. Sie liegt im “Holzland” und heißt Hirschalber Mühle.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 239). Vater der Maria Catharina Stein (°° 2.7.1754 in der reformierten Kirche Waldfischbach mit dem aus Lambrecht stam­menden Johann Adam / Hanß Adam Mattil, Viehhändler und Gastwirt) und der Anna Elisabetha Stein (°° 1.2.1746 in der reformier­ten Kirche Waldfischbach mit dem Müller auf der Steinalber Mühle, Johannes Schaaf (vgl. Paul, Roland: Genealogischer Nachtrag zu dem Beitrag von Jürgen Vorderstemann: Ein Göttelbrief für Anna Maria Mathis [recte: Mattil] aus Waldfischbach 1756 [in: Pfäl­zer Heimat 2006, S. 73 mit fehlerhafter Angabe „Johannes Scharf“]; in: Pfälzer Heimat 2007, S. 32).


Er ist wohl +++klären+++ auch der Vater des Johann Heinrich *Stein „von der Waldfischbacher Mühle“, der 1769 die Katharina Eli­sabetha Gehm heiratet, die Tochter des Müllers von der Oppensteiner Mühle Johannes *Gehm und der Susanna Margaretha Weiß­mann (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 79).



Stein, Johann Heinrich:

1753 err. Waldfischbacher Mühle – 1781 ermordet in Hirschhorn im Alter von 28 Jahren; er stamme von der „Waldfischbacher Müh­le“ (wohl richtiger von der Hirschalber Mühle bei Schmalenberg); wohl Sohn des Müllers Johann Heinrich (Henrich) Stein von der Hirschalber Mühle; °° 1769 mit Katharina Elisabetha Gehm von der Oppensteiner Mühle in Olsbrücken, der Tochter Müllers von der Oppensteiner Mühle Johannes *Gehm und der Susanna Margaretha *Weißmann. Dieser junge Müller betrieb die Ölmühle bei der Oppensteiner Mühle für seinen Schwiegervater Johannes Gehm von der Oppensteiner Mühle (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Op­penheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 79).


Johann Heinrich Stein wurde 1781 im Alter von 28 Jahren in einem Wirtshaus zu Hirschhorn meuchlings ermordet. Der Mörder de­sertierte nach der Tat. Die junge Witwe trat die Ölmühle, weil sie der Führung nicht gewachsen war, an ihren jüngeren Bruder Johann Wilhelm Gehm ab, dem sie nach des Vaters Tod bei der Erbauseinandersetzung für 600 Gulden endgültig überlassen wurde (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 79).



Stein, Johannes:

um 1697, Müller in Medard; °° mit NN.; Vater der Anna Christina Stein (konfirmiert 1697; °° 28.8.1697 im gleichen Jahr, d.h. wohl 14jährig am 28.8.1697 mit dem Müllerknecht Paulus *Meyer [Sohn des † Simon Meyer, Einwohner zu „Plickersdorf bei Catholsburg im Markgrafthumb Anspach“, d.i. Bei Cadolzburg bei Fürth; vgl. Anthes, Günter F.: Ortsfremde in Meisenheim am Glan im 17. Jahr­hundert; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde 1974, S. 128), der Elisabeth Catharina Stein (*1684 err.; °° mit Johann Daniel Wer­ner, Schmied zu Medard) und Anna Barbara Stein (*1686 err; °° in Medard am 11.11.1704 mit Johann Peter Grossarth, Müller zu Medard) (vgl. Anthes, Günter F.: Die Kasualien der Einwohner von Odenbach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutheri­schen Kirchenbüchern von Meisenheim 1684-1798, a.a.O., S. 60; Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 324).



Stein, Johannes:

um 1772 Müller in Maikammer; er beteiligte sich 1772 an der Versteigerung des Temporalbestands an der herrschaftlichen Mahlmüh­le in Waldhambach. Nach Auslaufen des Pachtvertrages des Müllers Martin Meyer wurde dort der Temporalbestand versteigert. Am 21.1.1772 ersteigerte der Müller Joseph *Boltz aus Hördt den Temporalbestand an der fürstbischöflich-speyerischen Herrschaftlichen Mahlmühle in Waldhambach, mit einer Pacht von 23 Malter Korn auf 6 Jahre Pachtdauer; damit setzte sich Boltz gegen seine Kon­kurrenten Johannes Stein aus Maikammer, Peter Laux Joseph Brauner aus Arzheim, Johannes Theboldt aus Klingenmünster und Conrad Eckenhofer aus Bruchsal durch (vgl. Ehrgott, Harald: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 232). Nachdem es Boltz je­doch nicht gelang, die erforderliche Kaution zu stellen, setzte sich Conrad Eck[en]hof[er] auf der erneuten Versteigerung nunmehr durch und erhielt einen 6jährigen Temporalbestand bei einer jährlichen Pacht von 24 Malter Korn (vgl. Ehrgott: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 234).



Steiner, Adam Franz:

um 1758; Müllermeister auf der Kestenmühle im Hainbachtal bei Gleisweiler; °° mit Anna Juliana Born; Vater des Müllers auf der Kestenmühle, Andreas *Steiner (Mitteilung von Herrn Bummel, PRFK; ref. KB Gleisweiler).



Steiner, Andreas:

geb. 8.3.1723 err. -24.5.1788 Gleisweiler im Alter von 65 Jahren, 2. Monate und 16 Tage (vgl. ref. KB Gleisweiler; Mitteilung von Bummel); Sohn von Adam Franz *Steiner; ab ca. +++++ Müller auf der Kestenmühle im Hainbachtal bei Gleisweiler; Sohn des Mül­lers auf der Köstenmühle Johann Balthasar *Steiner (ref. KB Gleisweiler; Mitteilung von Herrn Bummel, PRFK); Müller auf der Kö­stenmühle im Hainbachtal bei Gleisweiler (vgl. Arnold, Hermann: Landschaft und Geschichte im Umkreis des Teufelsberges (Teil 2); in: Pfälzer Heimat 1980, S. S. 21; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., Bd. 1, S. 257).; °° 30.7.1765 Siebeldingen mit Maria Sybilla Born.


Im Mühlenverzeichnis des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 122/7 Bl. 18b) ist die Mühle wie folgt beschrieben: „Andreas Steiner hat von seinem verstorbenen Vater die sogenannte in Gleisweiler Gemarkung liegende Köstenmühle, so mit einem Waßer Rad sodann einem Mahl – und einem Schehlgang versehen, ererbet, gibt jährlichen in die Kellerey Germersheim 5 Malter Korn Waßer Fall Pfacht, sodann 5 fl Gült in die Pfleg Eußerthal , nicht weniger 3x Collectur Zinnß.“



Steiner, Hanß Jacob:

1698 (err.) Klingen; Müller auf der Mahlmühle in Klingen; °° Anna Barbara NN; Vater der Anna Barbara Steiner (°° mit Hanß Lumpert) und des Müllers und Betriebsnachfolgers Hans Andreas Stein (vgl. Petermann/Rinck: Die Mühle und Müller von Klingen, a.a.O., S. 346; LA Speyer Best. F11 Nr. 865 (Ausfautheiakten Klingen).


Nach dem Tod des Hanß Jacob Steiner kommt es zur Erbauseinandersetzung zwischen den beiden Kindern: „Es überläßt Anna Bar­bara mit ihrem Ehemann Hanß Lumpert dem Bruder Hans Andreas Stein ihren halben Teil an solcher vorgedachter Mühle und wie­sen, samt dem noch zu Leimersheim habenden Gut mit allem Zubehör, Recht und Gerechtigkeiten mit der Bedingung, daß Hanß An­dreas der Bruder seiner Schwester Anna Barbara herausgeben und bezahlen soll die Summe von 400 Gulden, guter genehmer Land­währung, den Gulden zu 15 Batzen oder 60 Kreuzer gerechnet, nachfolgender Maßen zu bezahlen, als nämlich auf Ostern des nächst­künftigen Jahres 1699. Erstmals 50 Gulden auf Ostern Anno 1700 und 50 Gulden hernach all Jahr bis zu deren gänzlichen Bezahlung ohne Pension“ (vgl. LA Speyer Best. F11 Nr. 865 [Ausfautheiakten Klingen], zitiert nach Petermann/Rinck: Die Mühle und Müller von Klingen, a.a.O., S. 346).



Steiner, Jakob:

aus Lambrecht; der Mennonit („Wiedertäufer“) Steiner war bis 1725 Universitätserbbestandsmüller in Lambrecht.


Er tauschte mit kurfürstlicher Genehmigung im September 1725 die Mühle in Lambrecht gegen die Mahl- und Sägmühle Weidenthal mit dem dortigen Erbbestandsmüller, Peter *Neuschwanger. Steiner hatte 2 Gulden einmalige „herrschaftliche Tax“ an das „Taxamt“ und im übrigen dieselbe Pacht zu zahlen wie sein Vorgänger (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 226).


Steiner ist ab 1725 Müller auf der Mahl- und Sägemühle in Weidenthal. Die Mühle ist im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Neustadt von 1738 aufgeführt und unter lfd. Nr. 52 wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “Zu Weiden­thal befindt sich eine Mahl undt Seegmühl dieselbe hat der Peter Neuschwäger in Anno 1725 an den Jacob Steiner als diesmahligen Possessor als eine Erbbestandsmühl mit Consens Churfürstl: Hofcamer käuflich überlassen; gibt in die Burgvogtei Friedelsheim 5 Malter Korn Erbpacht 4 fl Frohngeldt, 10x Bodenzins, sodann wegen der Seegmühl 3 fl Wasserfallzins.“ (vgl. auch Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 257).


1746 verkaufte Jacob *Steiner sein Erbpachtrecht an der aus „einem mahl und Schehlgang“ bestehenden Mühle für 700 Gulden an den Müller Jakob Eberhard *Wegerle aus Frankenstein (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 226).



Steiner, Jakob:

um 1774 Müllermeister in Böchingen


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 861/1 Prozeß des Müllermeisters Jakob Steiner ./. Müllermeister Georg Jakob Meyer wegen Beeinträchti­gung des Mühlenrechts 1774



Steiner, Jacob:

um 1835 Müller auf der Unteren Schießberger Mühle in Speyer (vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 85 (?). 1835 reichte Hein­rich *Mattil, der Müller auf der Stadtmühle in Neustadt, ein Gesuch „zwecks Erbauung eines Mühlwerkes unterhalb Speyerdorf an der sogenannten Waide“ ein (vgl. Heil: Funktionaler Wandel , a.a.O., S. 66; Archiv Kreisverwaltung Bad Dürkheim Nr. 661-04-L, Untere Mühle oder Neumühle: H. Mattil an Reg. d. Reg. d. Rheinkreises Speyer vom 18.12.1835; vgl. auch LA Speyer, Best. H 3, Nr. 7731, 2). Dem Gesuch widersprach nur einen Monat später Jacob Steiner, Müller in Speyer mit der Begründung, daß besonders im Sommer, wo ohnehin „die Bach außerordentlich schwach“, d.h. „die Wassermasse kaum hinreichend“sei, um die Mühlen zu trei­ben, „die Beeinträchtigung der dermalen bestehenden Mühlwerke bei Genehmigung des Gesuchs, „um so fühlbarer werden müßte“ (vgl. Heil, a.a.O., S. 67; Archiv Kreisverwaltung Bad Dürkheim Nr. 661-04-L, Untere Mühle oder Neumühle: J. Steiner am Bürger­meisteramt Lachen vom 1.5.1836; vgl. auch LA Speyer Best. H 3 Nr. 7731, 2).


Nachdem die Untere Schießberger Mühle „abgebrochen und im Jahr 1835 neu erbaut“ worden war (vgl. LA Speyer Best. L56, Nr. 477, S. 2807), beantragte Jacob Steiner, eine „Erweiterung seiner bei dem k. Holzhofe dahier gelegene Mühle“ vornehmen zu dürfen. Er wollte seine bislang „aus zwei Mahlgängen und einem Schälgang bestehende Mühle“ so verändern, daß „dieselbe vier Mahlgänge und einen Schälgang bekomme“, wobei eine Zusammensetzung „theils nach amerikanischer, theils nach deutscher Art … die vort­heilhafteste Wirkung hervorbringen“ solle (vgl. vgl. LA Speyer, Best. H3, Nr. 7738, 3: J. Steiner an Reg. d. Rheinkr. Speyer, vom 18.4.1836; vgl. auch Stadtarchiv Speyer. Best. 6 Nr. VIII, H6e2; Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 83). Diese Einrichtung, die Stei­ner also bereits 1 Jahr vor dem offiziellen Empfehlungsschreiben zur Einführung „amerikanischer Mühlen“ beantragte, spiegelt die frühzeitigen Bemühungen des Müllers wider, durch Innovation eine Kapazitätsverbesserung seiner Mühle zu erzielen (vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 83).


Zwischen den Müllern auf den beiden Schießberger Mühlen kam es wiederholt zu Klagen über Einschränkungen und Schädigungen resultierend aus der Nutzung der beschränkten Wasserkraft des Speyerbach (vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 85; LA Speyer Best. H3 Nr. 7738, 6 und LA Speyer Best. Q22 Nr. 214). Diesen wurde erst dann die Basis entzogen, als Jacob Steiner, Müller von der Unteren Schießberger Mühle und letzten Endes „Rechtsnachfolger von Wittwe Kunzer“, vormalige Müllerin auf der Oberen Schießberger Mühle, „im Frühjahr1870“ die Chance hatte, „beim Holzhofe Speyer eine „Brettschneidmühle“ zu errichten (vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 85; Stadtarchiv Speyer Best. 6 Nr. VIII, H 6e2: Triftamt Neustadt an Bezirksamt Speyer vom 8.5.1871; LA Speyer Best. Q22 Nr. 214). Die Ausführungen Zieglers die Schießberger Mühlanlage betreffend (vgl. Ziegler H: Ge­schichte eines Baches in der Speyerer Gewanne „Gießhübel“; in: Speyerer Tagespost vom 7.2.1979 S. 14 und Ziegler, H.: Der Gieß­hübelbach – schon seit Jahrhunderten eine Sorgenquelle; in: Die Rheinpfalz, Ausgabe Speyer vom 16.2.1979) „1860 (sei) der Mahl­betrieb eingestellt“ und direkt anschließend „ein Sägewerk“ unterhalten worden, bedürfen deshalb der Korrektur. Die Schneidmühle bestand nämlich nicht vor 1870 und die Schießberger Mühle trat z.B. 1875 unter der Rubrik „Etablissements, welche mit Dampfkraft oder sonstigen Motoren arbeiten“,, neben den „Kunstmühlen“ von Jean Dieffenbacher, Georg Feldner und Georg Flory (St. Georgen­mühle, Drekmühle, Hasenpfuhler Mühle), als „Schneid- und Kunstmühle von Jacob Steiner“ auf (vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 85).


Bereits 1858 erhielt Jacob Steiner die Erlaubnis, die Mühle durch eine Dampfmaschine zu betreiben (vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 88 m.w.N.).



Steiner, Johann Balthasar:

vor 1768; reformiert; Müller auf der Kestenmühle im Hainbachtal bei Gleisweiler; er übernahm die Kestenmühle von deren Erbau­er Heinrich Balthasar *Cator (vgl. Arnold, Hermann: Landschaft und Geschichte im Umkreis des Teufelsberges (Teil 2); in: Pfälzer Heimat 1980, S. S. 21). Vater des Müllers auf der Kestenmühle, Andreas *Steiner (Mitteilung von Herrn Bummel, PRFK).


Im Mühlenverzeichnis des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 122/7 Bl. 18b) ist die Mühle wie folgt beschrieben: „Andreas Steiner hat von seinem verstorbenen Vater die sogenannte in Gleisweiler Gemarkung liegende Köstenmühle, so mit einem Waßer Rad sodann einem Mahl – und einem Schehlgang versehen, ererbet, gibt jährlichen in die Kellerey Germersheim 5 Malter Korn Waßer Fall Pfacht, sodann 5 fl Gült in die Pfleg Eußerthal , nicht weniger 3x Collectur Zinnß.“



Steiner, Magdalena:

um 1769 Wackenbornerhof - 13.5.1821 Diemerstein; Tochter des Jakob Steiner und der Magdalena Schwarz; seit 1786 auf der Die­mersteiner Mühle in Diemerstein; sie war als 16jährige verlobt mit dem Mennoniten und Erbbeständer auf der Sattelmühle in Alsen­brück Johannes Eymann; auf Drängen ihrer Mutter wurde das Verlöbnis gelöst und Margaretha Steiner heiratet als gerade 17jährige den Mennoniten, Witwer und Müller auf der Diemersteiner Mühle Jakob (2) Engel; nach dessen frühem Tod mit 38 Jahren war sie als Witwe Engel seit 1796 Müllerin auf der Diemersteiner Mühle; Mutter von Elisabeth Engel (* 27.3.1787 Diemerstein; °° mit dem spä­teren Müller und Abgeordneten im Landtag Peter *Eymann, dem Sohn des ehemaligen Verlobten ihrer Mutter Johannes Eymann); Ja­kob Engel (um 1877 -18.10.1810 Diemerstein, Müller auf der Diemersteiner Mühle unter seiner Mutter; er sollte die Mühle überneh­men), Magdalena Engel (*20.1.1790 Diemerstein; °° 20.4.1813 mit Johannes Krehbiel vom Sattelhof); Barbara Engel (7.4.1791 Die­merstein; °° I am 22.5.1817 mit dem Witwer und Müller Christian Goebels aus Hertlingshausen; °° II 11.9.1824 mit dem Müller aus Wachenheim Johannes Risser; die Familie ist nach Nordamerika ausgewandert) (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hoch- Speyer, a.a.O., S. 130 Anm. zu Nr. 575; Fuhrmann, Marliese: Die Frauen von der Diemersteiner Mühle; in: Kaiserslautern Landkreis Heimatjahrbuch 2001, S. 135-148). Nach dem frühen Tod des einzigen Sohnes und Erbnachfolgers auf der Diemersteiner Mühle setzte sie durch, daß der Schwiegersohn Peter Eymann, der gerade den Wackenbornerhof von seiner Mutter übernommen hatte, die­sen verkaufte und als Müller unter ihr auf der Diemersteiner Mühle arbeitete. Die jungen Eheleute Elisabeth und Peter Eymann ge­horchten und zogen im Frühjahr 1811 nach Diemerstein; Peter Eymann beschwerte sich später, daß er 7 Jahre lang als Magdalenas Knecht auf der Mühle gearbeitet habe und ihr nichts recht machen konnte, aber gestand auch zu, daß sie “erzogen” habe. Nachdem die jüngste Tochter Barbara dem Müller und Witwer Christian Goebels in Hertlingshausen geheiratet hatte, besuchte Magdalena Stei­ner die Tochter öfter; eines Tages stütze auf der Mühltreppe in Hertlingshausen und brach sich ein Bein. Von diesem Unfall erholte sie sich nicht mehr; Magdalena Steiner starb 1821 in Diemerstein und wurde neben ihrem Mann auf dem Friedhof im Glasthal ober­halb von Diemerstein beerdigt (vgl. Fuhrmann, Marliese: Die Frauen von der Diemersteiner Mühle; in: Kaiserslautern Landkreis Hei­matjahrbuch 2001, S. 135-148)



Steinert, Jacob:

um 1706 Administrations-Müller und Temporalbeständer auf der Bannmühle Hochstetten. Nach dem Tod des Müllers Johannes Grimm wurde die Mühle von dem Administrationsmüller und „zeitlichen Beständer“ Johannes Steinert während der Grimm'schen Erbauseinandersetzung auf Anordnung der rheingräflichen Verwaltung geführt (vgl. La Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol. 16).



Steinkallenfels, Friedrich von:

um 1650, † vor 1674; nassauischer Amtmann in Kirchheim(-bolanden) (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Steinmühle in Albisheim; in: Pfälzer Heimat 1975, S. 131). Eheschließung mit Anna Maria von *Morschheim, eine der beiden Erbtöchter des Georg von Morsch­heim (vgl. Burgenlexikon, a.a.O., Bd. III., S. 609). Zu dem Erbe gehörte auch die Steinmühle in Albisheim. Friedrich von Steinkal­lenfels kämpfte jahrelang um die Freiheitsrechte des Allods an der Steinmühle in Albisheim (vgl. Weber, a.a.O., S. 131). Aus der Ehe gingen die Töchter Eva von Steinkallenfels (verheiratet mit Johann Heinrich von Steinkallenfels) und Anna Diana von Steinkallenfels (verheiratet mit Georg Wilhelm Vogt zu Hunolstein) hervor (vgl. Burgenlexikon III 609).


Amtmann in Kirchheimbolanden; ihm gehörte die Steinmühle in Albisheim (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die Steinmühle in Albis­heim; in: Pfälzer Heimat 1975, S. 130, 131; Weber Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 405). Eheschließung mit Anna Maria von Morschheim. Vater der Maria Eva von *Steinkallenfels und Anna Diana von *Steinkallenfels.


Als das Geschlecht der Ritter von *Morschheim 1651 mit Georg von Morschheim erlosch, fiel das Schloß Morschheim in die Verfü­gungsgewalt des Pfalzgrafen. Kurfürst Karl I. Ludwig verlieh 1651 Burgsitz und Hof zu Morschheim samt Zubehör an die Ehemän­ner der beiden Erbtöchter Anna Maria von Morschheim und Anna Elisabeth von Morschheim, nämlich Friedrich von *Steinkallenfels und Johann Carl von Wallbronn als Bevollmächtigtem des Wolfgang Adolph von Carben (Burggrafen in Friedberg) (vgl. Burgenlexi­kon, a.a.O., Bd. III., S. 609).



Steinkallenfels, Philipp Melchior von:

1628 err.- beerdigt 16.9.1691 Meisenheim; 1661/81 pfalz-zweibrückischer Rat und Amtmann in Meisenheim; Eheschließung um 1660 mit Juliane Magdalena von Kötteritz († 19.9.1718 Meisenheim); Kinder aus der Ehe sind Ludwig Hartmann von Steinkallenfels (getauft Meisenheim am 19.8.1661, wurde Offizier), Karl Kasimir von Steinkallenfels (getauft Meisenheim am 17.12.1662), Fried­rich Henrich von Steinkallenfels (getauft Meisenheim am 11.1.1665), Juliane Magdalena von Steinkallenfels (getauft Meisenheim am 30.1.1666), Anna Magdalena von Steinkallenfels (getauft Meisenheim am 8.5.1669), Johann Philipp von Steinkallenfels (getauft Meisenheim am 13.10.1671), Charlotte Sophia von Steinkallenfels (getauft Meisenheim am 12.1.1675) und Karl Christian von Stein­kallenfels (getauft Meisenheim am 18.4.1681) vgl. Stuck, Kurt: Verwaltungspersonal im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 145)


Die Freiherrn von Steinkallenfels hatten die Herrschaft über das Dorf St. Julian, dazu Eschenau und Obereisenbach, als Rheingräf­lich-Grumbachisches Lehen inne. Die Grenze dieses Territoriums, einer Enklave im im pfalz-zweibrückischen Gebiet, bildete der Glan. Nun gehörte aber zur Gemarkung St. Julian noch ein Stück Landes rechts des Glan, über das Zweibrücken die Landeshoheit besaß. Gerade hier jedoch stand seit Jahrhunderten die Dorfmühle oder Kolbenmühle oberhalb von Gumbsweiler. Das Wasserrecht selbst stand dem Herzogtum Zweibrücken zu, weshalb der Müller Schäffer in St. Julian 5 Ma Frucht als Wasserzins an Zweibrücken entrichten mußte. 1685 stellt der Müller Johannes Werle den Antrag, ihm einen Neubau der früheren Kolbenmühle/Dorfmühle in Gumbsweiler zu genehmigen, welche vor langer Zeit infolge eines Unglücksfalles durch einen Bergrutsch zerstört worden war. Als das Vorhaben bekannt wurde, erhob sich Widerspruch, und zwar zunächst von der Gemeinde St. Julian und dem Müller in St. Julian, *Schäffer, dann aber auch von dem Landesherrn für die Dörfer links des Glan (St. Julian, Eschenau und Obereisenbach), dem Frei­herrn von Steinkallenfels. Pikanterweise stand der Inhaber der Schultheißerei St. Julian, Philipp Melchior von *Steinkallenfels zu­gleich in pfalz-zweibrückischer Diensten als “Präsident”, weshalb seine Mühle in St. Julian auch “Präsidentenmühle” genannt wurde. Der Widerspruch blieb erfolglos und wurde zurückgewiesen (vgl. Weber, Friedrich W.: Die historischen Mühlen in Gumbsweiler am Glan; in: Westricher Heimatbll. N. F. 6. 1975, Sonderdruck, S. 86/87).



Stenzhorn, Peter:

um 1692 Müller in (Offenbach-)Hundheim; erwähnt am 19.11.1692 als Pate bei der Taufe der Anna Elisabeth Weismüller in Offen­bach/Glan (vgl. Jung: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 452).



Stephan, Familie:

verschiedene Schreibweisen, auch *Steffan



Stephan, Hans Conrad:

1674 (err.); um 1672 Müller auf der Stadtmühle in Neustadt; Sohn des Müllers auf der Papiermühle Kaiserslautern und Müller auf der Stiftsmühle Kaiserslautern, Nickel *Stephan; Bruder des Altenkircher Müllers Hans Theobald *Steffan (vgl. Zenglein/Bauer:Kü­belberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 22), des Papiermüllers in Kaiserslautern Nickel *Stephan (vgl. das Testament des Hanß Theobald *Steffan; vgl. LA Speyer Best. F 5 Nr. 187, fol. 45v; zitiert nach Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 79), des Mül­lers auf der Stiftsmühle in Kaiserslautern Hans Wendel *Stephan (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 121 Nr. 3424).


°° mit Agneß NN. am 16.1.1672 in Neustadt, der Witwe des Stadtmüllers Görg *Kantz († vor 1672 err.) (vgl. Herzog: Kaiserslau­tern 1651-1681, a.a.O., S. 121 Nr. 3423).


Hans Conrad *Stephan führt nach seiner Eheschließung 1672 mit der Witwe Agneß Kantz die Stadtmühle fort bis zu seinem Tod 1674 (err.). Die Witwe Agneß Kantz verw. Stephan heiratet am 21.9.1674 in Neustadt den Albrecht Rübsamen (vgl. Herzog: Kaisers­lautern 1651-1681, a.a.O., S. 121 Nr. 3423).


Literatur:

- Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 121 Nr. 3423



Stephan, Hanß Wendel:

ab 1657 Müller und Erbbeständer auf der Stiftsmühle Kaiserslautern; Sohn des Müllers auf der Papiermühle Kaiserslautern, Nicolay (s. Nickel) *Stephan (vgl. LA Speyer Best. A 14 Nr. 307e, Bl.53, 53r; Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 121 Nr. 3424); Bruder des Altenkircher Müllers Hans Theobald *Steffan (vgl. Zenglein/Bauer:Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 22), des Papier­müllers in Kaiserslautern Nickel *Stephan (vgl. das Testament des Hanß Theobald *Steffan; vgl. LA Speyer Best. F 5 Nr. 187, fol. 45v; zitiert nach Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 79), des Stadtmüllers in Neustadt Hans Conrad Stephan (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 121 Nr. 3423).


°° mit Magdalena NN.


Am 12.11.1667 erteilt die Churfürstliche Güteradministration Heidelberg dem Hanß Wendel Stephan und seiner Hausfrawe Magdale­nen, Nicolay Stephans deß Papiermüllers Sohn, einen Erbbestandsbrief über die Mühle, die „unser Stift zu Lautern [als] eine eigent­humbliche mühl daselbst hat, welche hiebevor umb eines Jahrs bestandt als zwölf Mltr Korn verliehen worden“ (vgl. LA Speyer Best. A 14 Nr. 307e, Bl.53-55r, Kopie des Erbbestandsbrief; Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 121 Nr. 3423).



Stephan, Johannes:

27.4.1736; Erbbeständer auf der Neumühle bei Brücken; verh. mit Anna Maria NN. (geb. um 1661, † 12.1.1743 Neumühle Brücken (vgl. Henrich, Karl: Von der Mahlmühle zur Diamantenschleiferei. Ein Beitrag zur Geschichte der Neumühle bei Brücken; in: Pfälzer Heimat 1975, S. 134; Katholisches Kirchenbuch Glanmünchweiler).


1730 wird als Neumüller der „Johannes Stephann“ (s. Johannes *Stefan) erwähnt, der am 15.5.1730 im Kübelberger Gerichtsbuch er­wähnt ist, anläßlich des Kaufs eines Grundstücks von der Witwe des verstorbenen Schultheißen Johannes Orphey (vgl. LA Speyer Best. F 5 Nr. 187, fol. 131 V; zitiert nach Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 146).


Ein Bruder von Johannes Stephan dürfte der Johann Philipp *Stephan gewesen sein, der am 17.2.1751 auf der Neumühle starb. Er war in 1. Ehe verheiratet mit Elisabeth Margaretha NN. († Neumühle 5.6.1735) und heiratete in 2. Ehe die Anna Staud aus Wahnwe­gen, die Witwe von Christoph Suker vgl. kath. KB Glanmünchweiler; Henrich: Von der Mahlmühle zur Diamantschleiferei, a.a.O., Pfälzer Heimat 1975, S. 134).



Stephan, Johann Henrich:

vor 1738; Müller auf der Papiermühle in Kaiserslautern; die Mühle ist in der Mühlenbeschreibung des Oberamts Lautern für 1738 aufgeführt; unter “Papiermühle als Mahlmühle”; Erbbeständer war Johann Henrich Stephans Witwe (vgl. Weber: Mühlen und Mül­lerhandwerk, a.a.O., S. 235). s. auch Steffan



Stephan, Johann Jacob:

2.11.1776 Neumühle bei Brücken - 12.5.1831 Roßbacher Mühle; Sohn von Johann Nicolaus Stephan; verheiratet in erster Ehe mit Susanna Müller, in zweiter Ehe mit deren Schwester Elisabetha Müller, Töchter des Martin Müller aus Heintzenhausen; aus der zwei­ten Ehe stammen die Kinder Catharina Stephan und Peter Jacob Stephan; er erwarb von seinem Schwiegervater die Roßbacher Müh­le (vgl. Henrich, Karl: Ein Mühlhausen im Lautertal?; in: Pfälzer Heimat 1975, S. 136).



Stephan, Johann Jakob:

um 1859; Müller auf der Burgalber Mühle in Burgalben. °° mit Philippine Ruck. Am 9.5.1859 läßt Philippine Ruck, wohnhaft in New York , USA, Witwe von Johann Jakob Stephan freihändig versteigern: „Die ihr angehörige Burgalbermühle, im Dorfe Burgal­ben gelegen, bestehend in einem Wohnhause mit 2 Mahlgängen und einem Schälgange, einer Radhütte, Sägmühle, Hanfreibe, Oel­mühle, Branntweinbrennerei ….“. In der Versteigerungsannonce vom 8.4.1859 heißt es weiter: „Dieser Mühle, am Schwarzbach, ganz in der Nähe von Waldfischbach und 1 ½ Stunden von Pirmasens entfernt, gelegen, liefert der Schwarzbach hinreichend Wasser zu deren vollständigem Betriebe, was insbesondere auch in den letzten trockenen Jahren der Fall war, und es erfreute sich der Besit­zer der Mühle immer bisher eines starken Zuspruchs von Seite der Bewohner der vielen ganz in der Nähe gelegenen wohlhabenden Ortschaften.“ (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 14.4.1859, S. 178 = LA Speyer Best. Y 20/41).



Stephan, Johann Nicolaus:

Erbbeständer auf der Neumühle bei Brücken; verheiratet mit M. Elisabetha Klein; Vater des Johann Jacob Stephan (vgl. Henrich, Karl: Ein Mühlhausen im Lautertal?; in: Pfälzer Heimat 1975, S. 136).



Stephan, Johann Nickel:

6.8.1647 Ottweiler; Stadtmüller in Ottweiler (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 121 Nr. 3421; luth. KB Ottweiler). Sohn des Müllers auf der Papiermühle Kaiserslautern, Nicolay (s. Nickel) *Stephan (vgl. LA Speyer Best. A 14 Nr. 307e, Bl.53, 53r; Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 121 Nr. 3424); Bruder des Altenkircher Müllers Hans Theobald *Steffan (vgl. Zenglein/Bauer:Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 22), des Papiermüllers in Kaiserslautern Nickel *Stephan (vgl. das Testament des Hanß Theobald *Steffan; vgl. LA Speyer Best. F 5 Nr. 187, fol. 45v; zitiert nach Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 79), des Stadtmüllers in Neustadt Hans Conrad Stephan (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 121 Nr. 3421).



Stephan, Johann Nickel d.Ä.:

geb. ca. 1669 in der Schweiz Schweiz – 30.8.1736 Mörsbach im Alter von 67 Jahren; Gemeinsmann und Müller in Mörsbach; °° I Susanna Maria NN. (um 1673 – 15.2.1724 im Alter von 51 Jahren) (vgl. Bonkhoff, Bernhard: „Die Mörsbacher Mühle“; in: Bonk­hoff, Bernhard: Mörsbach. Ein Dorfbuch, a.a.O., S. 72); °°II 18.9.1725 mit Salomea Born (geb. vor 1700 Lenzburg / Schweiz; Toch­ter des Ulrich Born, „gebürtig aus dem Lenzburger Amt“); zwischen 1726 und 1732 werden die 4 Kinder des Ehepaars geboren (vgl. Zweibrücker Arbeitsgemeinschaft für Familienforschung: Schweizer Einwanderer im Westrich 1650-1750, Zweibrücken 1995, S. 70, 163; Bonkhoff, a.a.O., S. 72). Aus beiden Ehen gingen je 4 Kinder hervor, darunter der Sohn und Betriebsnachfolger Nickel Stephan (2) (um 1700 – 10.10.1743 im Alter von 43 Jahren) (vgl. Bonkhoff, Bernhard: „Die Mörsbacher Mühle“; in: Bonkhoff, Bernhard: Mörsbach. Ein Dorfbuch, a.a.O., S. 72).


Erst mit Johann Nickel d.Ä. Stephan, mit dem am 14.10.1712 der Erbbestandsvertrag bezüglich der Mörsbacher Mühle geschlossen wurde, begann ein wirklicher Neuanfang der Mörsbacher Mühle (vgl. Bonkhoff, Bernhard: „Die Mörsbacher Mühle“; in: Bonkhoff, Bernhard: Mörsbach. Ein Dorfbuch, a.a.O., S. 72).


Am 14.10.1756 heiratet in der ref. Kirche in Ernstweiler die Maria Margaretha Stephan, Tochter des Nickel Stephan, das älteren Mahlmüllers zu Mörsbach den Henrich Jakob Ries/Rieß aus Ernstweiler (vgl. Bohrer: Copulations-Register zu den Evangel. Reform. Kirchenbüchern der Pfarrei Ernstweiler, a.a.O., S.43).



Stephan, Johann Nickel (2):

ca. 1700 err. - 9.10.1743 im Alter von 43 Jahren; Erbbeständer auf der Mahlmühle in Mörsbach (vgl. Weber: Mühlen und Müller­handwerk, a.a.O., S. 200; Zweibrücker Arbeitsgemeinschaft für Familienforschung: Schweizer Einwanderer im Westrich 1650-1750, Zweibrücken 1995, S. 165).


Er ist der Sohn des Müllers in Mörsbach Johann Nickel *Stephan d.Ä. aus dessen 1. Ehe mit Susanna Maria NN. (vgl. Zweibrücker Arbeitsgemeinschaft für Familienforschung: Schweizer Einwanderer im Westrich 1650-1750, Zweibrücken 1995, S. 70; Bonkhoff, Bernhard: „Die Mörsbacher Mühle“; in: Bonkhoff, Bernhard: Mörsbach. Ein Dorfbuch, a.a.O., S. 73). °° I mit Anna Elisabeth NN. (um 1697 – 14.4.1738 im Alter von 38 Jahren) (vgl. Bonkhoff, Bernhard: „Die Mörsbacher Mühle“; in: Bonkhoff, Bernhard: Mörs­bach. Ein Dorfbuch, a.a.O., S. 73); °° II am 27.9.1735 in Wiesbach mit Anna Barbara Stucky (aus Dörrstetten, Kanton Bern, Tochter der Beat Stucky (vgl. Zweibrücker Arbeitsgemeinschaft für Familienforschung: Schweizer Einwanderer im Westrich 1650-1750, Zweibrücken 1995, S. 165; Bonkhoff: Grossbundenbach, Kleinbundenbach, Mörsbach, a.a.O., S. 82). Aus der 1. Ehe stammen drei, aus der zweiten Ehe vier Kinder. Sohn aus der 1. Ehe Johann Nickel (3) Stephan (vgl. Bonkhoff, Bernhard: „Die Mörsbacher Mühle“; in: Bonkhoff, Bernhard: Mörsbach. Ein Dorfbuch, a.a.O., S. 73).


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) wird die Mahl­mühle zu Mörsbach wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 200): “liegt an einem Bäch­lein, das aus der Aue nahe bei Mörsbach und z.T. aus dem Buntenbacher Tal kommt. Entfernung zur Oberauerbacher ½ und zur Wiesbacher Mühle 1 Stunde 1 oberschlächtiges Wasserrad treibt einen Mahlgang mit angehängtem Schälgang Als Pacht wird entrich­tet 2 Ma. Korn, 1 a Hafer, 6 Kappen und 1 fl in Geld; wegen der Zuleitung des Buntenbacher Bächleins ist noch 1 Ma Korn jährlich an die Frau von Catcart zu liefern. Der letzte Erbbeständer, vor einem Jahr gestorben, war Nickel Stephan.“



Stephan, Johann Nickel (3):

Erbbeständer auf der Mörsbacher Mühle; Sohn des Mörsbacher Müllers Johann Nickel (2) *Stephan und der Susanna Maria NN.; °° 24.11.1744 Anna Maria Barbara Riem, Tochter des Christian Riem. Aus der Ehe gehen 8 Kinder hervor.


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) wird die Mahl­mühle zu Mörsbach wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 200): “liegt an einem Bäch­lein, das aus der Aue nahe bei Mörsbach und z.T. aus dem Buntenbacher Tal kommt. Entfernung zur Oberauerbacher ½ und zur Wiesbacher Mühle 1 Stunde 1 oberschlächtiges Wasserrad treibt einen Mahlgang mit angehängtem Schälgang Als Pacht wird entrich­tet 2 Ma. Korn, 1 a Hafer, 6 Kappen und 1 fl in Geld; wegen der Zuleitung des Buntenbacher Bächleins ist noch 1 Ma Korn jährlich an die Frau von Catcart zu liefern. Der letzte Erbbeständer, vor einem Jahr gestorben, war Nickel Stephan.“


Mithin war 1745 die erbrechtliche Regelung nach dem Tod des Vaters Johann Nickel (2) Stephan noch nicht erfolgt und noch kein Übergang des Erbbestands von der pfalz-zweibrückischen Verwaltung vorgenommen worden.



Stephan, Johann Philipp:

17.2.1751 Neumühle bei Brücken. Müller (?) auf der Neumühle. Ein Bruder des Neumüller in Brücken Johannes *Stephan dürfte der Johann Philipp Stephan gewesen sein, der am 17.2.1751 auf der Neumühle starb. Er war in 1. Ehe verheiratet mit Elisabeth Mar­garetha NN. († Neumühle 5.6.1735) und heiratete in 2. Ehe die Anna Staud aus Wahnwegen, die Witwe von Christoph Suker vgl. kath. KB Glanmünchweiler; Henrich: Von der Mahlmühle zur Diamantschleiferei, a.a.O., Pfälzer Heimat 1975, S. 134).


Auf der Neumühle wurde auch Johann Nicolaus („Nickel“) Stephan geboren, der Sohn des Johann Philipp *Stephan aus der 1. Ehe mit Elisabeth Margaretha NN. († Neumühle 5.6.1735); † 1779 Neumühle bei Brücken. Er war auch Müller auf der „Layisch Neu Mühl, zweibrückischer seiths“ (vgl. LA Speyer, Akten Zweibrücken I, 313: „Schatzungs = Haubt Tabell der Schultheiserey Kübel­berg vom 10. Jan. 1761“; Henrich: Von der Mahlmühle zur Diamantschleiferei, a.a.O., Pfälzer Heimat 1975, S. 134).



Stephan, Nickel:

geb. um 1615 – 14.11.1678 Kaiserslautern +++prüfen+++ (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 121 Nr. 3421).; auch als „Nikolaus Stephan/Steffan“ erwähnt (vgl. Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch a.a.O., S. 22, 42) bzw. als auch als Nicolay Ste­phan erwähnt (vgl. LA Speyer Best. A 14 Nr. 307e, Bl.53, 53r). ; er war zunächst Müller 1641 auf der Altenkircher Mühle in Alten­kirchen / Westrich (nordwestlich von Brücken) (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 121 Nr. 3421), hielt sich dann in Wolfstein auf; 1653 wurden er mit Familie in Kaiserslautern ansässig, wo er 1657 das Bürgerrecht erhielt (vgl. Zenglein/Bauer: Kü­belberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 22). 1653 kaufte er den Platz der zerstörten Stiftskirche in Kaiserslautern und baute diese wieder auf (vgl. Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 42 Anm. 15b; Nikolaus, Walter: Die Kirchenmühle zu Altenkirchen; in: Westricher Heimatblätter 1990, S. 146). Am 8.11.1656 erhält er einen Erbbestandsbrief betr. „Bauplatz und Wasserrechte der zer­störten Papiermühle in Kaiserslautern (Vorbesitzer war der Landschreiber Paul Fleming) (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 121 Nr. 3421); vor 1662 war Nickel Steffan Papiermüller in Kaiserslautern. 1656 und in den Folgejahren ist er Stiftsmüller in Kaiserslautern. Am 10.5.1660 „jetzt“ Bordschnitter und Müller auf der Papiermühle“; er nimmt seine „Baas“ Margarethe Stahl auf; ist am 24.11.1673 erkrankt; seine Aufnahme in die Herberge „Zum Löwen“ wird vom Stadtrat abgelehnt (vgl. Herzog: Kaisers­lautern 1651-1681, a.a.O., S. 121 Nr. 3421).


Nickel Stephan, der Stiftsmüller in Kaiserslautern hat noch am 2.9.1656 Forderungen gegen den Nachlaß und die Kinder des verleb­ten Bockswirt in Kaiserslautern, Elias Dedreux (de Dreux) († vor 17.7.1635) (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 46 Nr. 2452).


°° I mit Catharina NN.; sie ist Patin am 3.5.1641 bei Anna Catharina Jung(vgl. Ref. Kirchenbuch Wolfstein; Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 121 Nr. 3421). °° II mit Margaretha NN. (geb. 1627 - † Miesau 25.7.1697), Witwe des Wendel Pfaff von „Mahrum“ [Anm.: = Marnheim]; aus dieser ehe keine Kinder (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 121 Nr. 3421).


1662 heiratet der spätere Schultheiß des Kübelberger Gerichts, Jost Wagner, die Anna Maria Steffan, Tochter des bereits verstorbenen [Anm.: ++++prüfen++++] Papiermüllers Nickel Steffan (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Obermiesau; zitiert nach Klinck, Her­mann: 1050 Jahre Kübelberg, a.a.O., S. 186; Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 22; Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 121 Nr. 3421).). Er ist der Vater des Altenkircher Müllers Hans Theobald *Steffan (vgl. Zenglein/Bauer:Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 22), des Papiermüllers in Kaiserslautern Nickel *Stephan (vgl. das Testament des Hanß Theobald *Steffan; vgl. LA Speyer Best. F 5 Nr. 187, fol. 45v; zitiert nach Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 79), des Stadtmüllers in Neustadt Hans Conrad Stephan (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 121 Nr. 3423), des Müllers auf der Stiftsmühle in Kaiserslautern Hans Wendel *Stephan (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 121 Nr. 3424) und des Müllers in Ottweiler Johann Nickel *Stephan (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 121 Nr. 3421 Ergänzung).


Literatur:

- LA Speyer Best. A 14 Nr. 307e, Bl.53, 53r



Stephan, Nicklas:

auch Steffan; Papiermüller in Kaiserslautern; Sohn des Müllers Nickel *Stephan (vgl. das Testament des Hanß Theobald *Steffan; vgl. LA Speyer Best. F 5 Nr. 187, fol. 45v; zitiert nach Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 79).


1706 wird Nicklas *Stephan als Müller auf der Papiermühle in Kaiserslautern benannt; seine Tochter Anna Magdalena Stephan wird am 17.8.1706 getauft; Pate ist der Conrad Kuntz (Cuntz), der Sohn des Bürgers und Metzgers in Kaiserslautern, Conrad Kuntz (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 38 Nr. 4297).



Stephan, Peter Jacob:

9.3.1792 Roßbacher Mühle - 10.10.1841 Roßbacher Mühle; Sohn von Johann Jacob *Stephan und Susanna Müller; Erbbeständer auf der Roßbacher Mühle in Roßbach; Eheschließung am 19.7.1825 in Untersulzbach / Neckar mit Magdalena +Hörhammer, Tochter des Hirschhorner (Borden-) Müllers Franz Carl Heerhammer (vgl. Henrich, Karl: Ein Mühlhausen im Lautertal?; in: Pfälzer Heimat 1975, S. 136).



Sterkel, Johann Niclas:

geboren vermutlich zwischen 1670 und 1674 Bodenheim - 1728 Ebernburg; katholisch; er war der älteste Sohn des Pächters des Prior- und des St. Alban Unterhofs oder Schillingsgutes, des Oberschultheißen Christian Sterkel aus Bodenheim, vermutlich aus des­sen erster Ehe mit Anna Maria N.; Enkel des Nickolaus Sterckel, der aus der Wetterau stammte und ein Diener des kurmainzischen Rates und Oberamtmann zu Höchst Freiherrn Johann Philipp Knebel von Katzenelnbogen († 1659); Johann Niclas Sterkel stammte aus Bodenheim bei Mainz; durch Erbbestandsbrief vom 6.7.1697 erhielt Sterkel von Freiherr Friedrich Franz von Sickingen die Ebernburger Mühle im Alsenztal (abgedruckt bei: Henrich, Karl: Die Ebernburger Mühle im Alsenztal; in:Pfälzer Heimat 1977, S. 57, Original ist inzwischen verschwunden). Verheiratet mit Anna Catharina N.; Sohn des späteren Schultheiß von Ebernburg Franz Jacob Sterckel (vgl. Henrich, a.a.O., S. 57-59).



Steßinger, Johann Adam:

auch Stößinger; um 1769 und noch 1775 war Adam Steßinger der Müller auf der Kronenmühle bei Rodenbach nahe Grünstadt (Anm.: bei Wahl: Ebertsheim, a.a.O., S. 132 als Johann Stessinger bezeichnet); im ältesten Beedbuch von Ebertsheim von 1773 wird der Anlieger des Grundstücks Flur Nr. 189/17 bezeichnet als „... nach Wald [Anm.: d.h. nach Westen beforcht) Adam Steßinger der Cronen Müller Von Rodenbach“ (vgl. LA Speyer Best. U35 Nr. 5-8 fol. 33 Lagerbuch Nr. 189/17). Er wird weiter erwähnt als An­grenzer des Grundstücke Nr. 198/8 als „... nach Wald Adam Steßinger ...“ (vgl. LA Speyer Best. U35 Nr. 5-8 fol. 42 Lagerbuch Nr. 198/8), ebenfalls als Angrenzer des Grundstücks Nr. 150/2 Acker im „Quirnheimer Weg an der förth“ [beforcht] nach Pfrimm Adam Steßinger“ (vgl. LA Speyer Best. U35 Nr. 5-8 fol. 110 Lagerbuch Nr. 150/2 und S. 327).


Am 1.8.1769 erhalten die Eheleute Johann Adam Stößinger und dessen eheliche Hausfrau Ursula von der Churpfälzischen Geistli­chen Güteradministration Schaffnei zu Frankenthal ein Darlehen von 1000 fl gegen 4% Zins und belasten dafür ihre „mahlmühl die Cronen Mühl genant samt ihrem Zugehör und Begriff beforcht walt Churpfaltz Hoff Hoff Cammer Guth und Boßweiler Hoff Guth [,] rhein der Mühlgraben ….“ mit einer Hypothek (vgl. LA Speyer Best. F5 Nr. 112 Briefprotokolle Rodenbach 1767-1797 fol. 31). Die Ehefrau unterschrieb den Darlehensvertrag mit „Anna Ursula“ (vgl. LA Speyer Best. F5 Nr. 112 Briefprotokolle Rodenbach 1767-1797 fol. 33).


Am 4.11.1770 wird in der reformierten Kirche getauft die am 2.11.1770 geborene Tochter Catharina Barbara des „Johann Adam Stös­singer, Müller in der Cronen-Mühl dahier et uxor Anna Ursula“ (vgl. LA Speyer Best. F6 Nr. 285: Reformiertes Kirchenbuch Roden­bach, Taufeintrag Nr. 12 vom 4.11.1770), sowie am 18.6.1775 der am 15.6.1775 geborene Sohn Johannes des „Joh: Adam Stössinger, Müller in der Cronen-Mühl dahier et uxor Anna Ursula“. Pate ist der „Johannes Gutenkunst, Müller in der neuen Mühl zu Asselheim et uxor Catharina“ (vgl. LA Speyer Best. F6 Nr. 285: Reformiertes Kirchenbuch Rodenbach, Taufeintrag Nr. 25 vom 18.6.1775).


Johann Adam *Steßinger verläßt nach 1776 die Kronenmühle Rodenbach und übernimmt die nahegelegene Bruchmühle in Quirn­heim-Tal, wo er am 25.3.1781 im reformierten Kirchenbuch Rodenbach erwähnt wird (vgl. LA Speyer Best. F6 Nr. 285: Reformier­tes Kirchenbuch Rodenbach, Taufeintrag Nr. 42 vom 6.3.1781). Dort ist am 25.3.1781 als Pate bei der Taufe des Philipp Jacob Kern aufgeführt der „Philipp Jacob Stössinger, Joh: Adam Stössinger, Müllers auf der Bruchmühle ehel: Sohn“ (vgl. LA Speyer Best. F6 Nr. 285: Reformiertes Kirchenbuch Rodenbach, Taufeintrag Nr. 42 vom 26.3.1781).


Der Wechsel von der Kronenmühle Rodenbach auf die Bruchmühle Quirnheim-Tal schlägt sich auch im Konfirmationsregister des reformierten Kirchenbuchs Rodenbach nieder. Dort wird am 26.5.1776 konfirmiert der „Valentin Stößinger von Rodenbach“ und am 23.5.1779 die 13jährige „Elisabetha Stößingerin, in der Bruchmühl“ (vgl. LA Speyer Best. F6 Nr. 285: Reformiertes Kirchenbuch Rodenbach, Konfirmationeinträge, S. 231).


Er wird als Müller auf der Bruchmühle wiederholt, 1777, 1784, 1788 und 1790 erwähnt (vgl. Mitteilung von Frau Marie-Luise Reu­ter vom 4.1.2012)



Steuerwald, Familie:


Literatur/Urkunden:

- o.A.: 250 Jahre „Steuerwald=Mühle“ in Rittersheim; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1935, S. 29



Steuerwald, Anna Maria:

12.2.1682 in Rittersheim geboren/getauft - 12.9.1744 Kirchheim[-Bolanden]


Der Taufeintrag im Kirchenbuch Rittersheim, Taufbuch 1 1681 – 1771 lautet: „Den 19. Febr: [1682] Hanß Peter Steuerwaldt ge­meinßman alhier, undt Elisabeth seiner Haußfrau ein Töchterlein Anna Maria getaufft, gevattrin war Anna Maria Hans Veltes Steuer­waldts eheliche Haußfrau“. Der Sterbeeintrag im Sterbebuch Kirchheimbolanden 1733 – 1745 lautet: „1744. 12.7bris in Deo obiit omnibus sacramentis munita Anna Maria Bescherin annoru 72. requiescat in pace“ (1744 12. September in Gott starb mit allen Sa­kramenten versehen Anna Maria Bescherin 72 Jahr. Möge sie in Frieden ruhen.). Dabei ist dem Pfarrer ein Rechen- oder Schreibfeh­ler unterlaufen: Anna Maria Bescher war erst 62 Jahre alt. (vgl. KB Kirchheimbolanden; Gabelmann: „1744 12.9. Bescher Anna Ma­ria, von hier,72 Jahre“ (vgl. email Dr. Pescher, Klosterneuburg/Österreich vom 11.11.2011).



Steuerwald, Friedrich Carl:

geb. 1.5.1734 - ++++ (vgl. email Dr. Pescher, Klosterneuburg/Österreich vom 19.9.2011). 1765-1791 Müller und Erbbeständer auf der Unteren Mühle in Rittersheim (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 591: „Erbbestandsvergabe der herrschaftlichen Mahlmühle zu Rit­tersheim an Friedrich Carl Steuerwald, 1765-1791“); er ist der Sohn des Müllers Georg Friedrich *Steuerwald (vgl. email Dr. Pe­scher, Klosterneuburg/Österreich vom 19.9.2011; s. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 290; o.A.: 250 Jahre „Steu­erwald=Mühle“ in Rittersheim; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1935, S. 29) und der Maria Barbara Brehm (vgl. email Dr. Pescher, Klosterneuburg/Österreich vom 19.9.2011).


°° 5.5.1765 mit Anna Susanna Graßerin (vgl. email Dr. Pescher, Klosterneuburg/Österreich vom 19.9.2011); Vater des Johann Daniel (1) *Steuerwald (vgl. email Dr. Pescher, Klosterneuburg/Österreich vom 19.9.201; s. auch o.A.: 250 Jahre „Steuerwald=Mühle“ in Rittersheim; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1935, S. 29).


Wie sich aus LA Speyer Best. C38 Nr. 591: „Erbbestandsvergabe der herrschaftlichen Mahlmühle zu Rittersheim an Friedrich Carl Steuerwald, 1765-1791“ ergibt, war er Müller und Erbbeständer von 1765-1791


Literatur/Urkunden:

- 250 Jahre "Steuerwald-Mühle" in Rittersheim. In: Nordpfälz. Geschichtsbll. (Kirchheimbolander Anzeiger). 1935. 29.

- LA Speyer Best. C38 Nr. 591: „Erbbestandsvergabe der herrschaftlichen Mahlmühle zu Rittersheim an Friedrich Carl Steuerwald, 1765-1791“



Steuerwald, Georg (1):

27.12.1851 Rittersheim - +++++; Müller auf der Steuerwaldmühle in Rittersheim; Sohn des Müllers Johann Daniel (2) *Steuerwald; Vater des Müllers Georg (2) Steuerwald (vgl. o.A.: 250 Jahre „Steuerwald=Mühle“ in Rittersheim; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1935, S. 29).



Steuerwald, Georg (2):

9.6.1877 Rittersheim - ++++; um 1935 Müller auf der Steuerwaldmühle in Rittersheim; Sohn des Müllers Georg (2) Steuerwald (vgl. o.A.: 250 Jahre „Steuerwald=Mühle“ in Rittersheim; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1935, S. 29).



Steuerwald, Georg:

1957/48 war er Eigentümer der +++klären: welche Mühle++++ in Rittersheim; die Mühle war an den Müller Otto Drexler aus Rit­tersheim verpachtet und wurde 1957/58 stillgelegt (vgl. Becker, M. F.: Das deutsche Mühlensterben im 20. Jh, a.a.O., S. 97).



Steuerwald, Georg Friedrich:

14.4.1709 - 30.12.1765 (vgl. email Dr. Pescher, Klosterneuburg/Österreich vom 19.9.2011; vgl. auch o.A.: 250 Jahre „Steuer­wald=Mühle“ in Rittersheim; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1935, S. 29: † 1766 Rittersheim). 1738 ist Georg Friedrich Steuer­wald der Erbbeständer und Müller auf der Unteren Mühle in Rittersheim; Sohn des Müllers Johann Peter (1) *Steuerwald und der Margaretha Justina Wenck; Halbbruder des Johann Peter (2) Steuerwald (vgl. email Dr. Pescher, Klosterneuburg/Österreich vom 19.9.2011; erwähnt auch bei Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 290); er ist Vater des Müllers Friedrich Carl *Steuer­wald (vgl. o.A.: 250 Jahre „Steuerwald=Mühle“ in Rittersheim; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1935, S. 29).


°° 4.3.1732 mit Maria Barbara Brehm. Vater des Müllers auf der Steuerwaldmühle Friedrich *Carl Steuerwald (vgl. email Dr. Pe­scher, Klosterneuburg/Österreich vom 19.9.2011).


Vom seinem Halbbruder Johann Peter (2) *Steuerwald wird bereits 1728 als Taufpate in Bischheim der Beruf “Steiger im hiesigen Quecksilberbergwerk“ angegeben. Möglicherweise hat er nach dem Tod seines Vaters 1729 nur kurz die Mühle geführt bis zur Über­nahme durch seinen (Halb-)Bruder Georg Friedrich Steuerwald (vgl. email Dr. Pescher, Klosterneuburg/Österreich vom 19.9.2011).


Von 1738-1758 ist Georg Friedrich *Steuerwald der Mahlmüller auf der Steuerwaldmühle in Rittersheim (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 590: „Erbbestandsvergabe der herrschaftlichen Mahlmühle zu Rittersheim an Georg Friedrich Steuerwald, 1732-1758“)


Die Mühle ist in den Mühlenverzeichnissen von 1730 / ca. 1772 (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 285) aufge­führt: “ist im Erbbestand von Hans Peter Steuerwald. Erbpacht 18 Ma. Korn. Erbbeständer 1738 Sohn Georg Friedrich (Steuerwald), 1767 Carl Steuerwald (zitiert nach Weber, a.a.O., S. 290).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 590: „Erbbestandsvergabe der herrschaftlichen Mahlmühle zu Rittersheim an Georg Friedrich Steuerwald, 1732-1758“



Steuerwald, Hans Walter:

s. Valentin Steuerwald



Steuerwald, Johann Daniel (1):

24.2.1777 Rittersheim – 11.2.1848; Müller auf der Steuerwaldmühle in Rittersheim; Sohn des Müllers Friedrich Karl Steuerwald; Va­ter des Müllers Johann Daniel (2) *Steuerwald (vgl. o.A.: 250 Jahre „Steuerwald=Mühle“ in Rittersheim; in: Nordpfälzer Geschichts­blätter 1935, S. 29).



Steuerwald, Johann Daniel (2):

17.8.1811 Rittersheim – 2.2.1870 Rittersheim; Müller auf der Steuerwaldmühle in Rittersheim; Sohn des Müllers Johann Daniel (1) Steuerwald; Vater des Müllers Georg (1) Steuerwald (vgl. o.A.: 250 Jahre „Steuerwald=Mühle“ in Rittersheim; in: Nordpfälzer Ge­schichtsblätter 1935, S. 29).



Steuerwald, Johann Peter (1):

1729 Rittersheim; Müller auf der unteren Mühle in Rittersheim (auch als Steuerwaldmühle bezeichnet); Sohn des Müllers auf der Steuerwaldmühle, Sohn des Schultheißen, Kirchenjurator und Müller in Rittersheim, Johann Valentin *Steuerwald (vgl. email Dr. Pe­scher, Klosterneuburg/Österreich vom 19.9.2011).


°° I mit Elisabetha NN († 16.3.1702 beerd. in den 50er Jahren ihres Lebens; vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bo­landen, a.a.O., S. 537; email Dr. Pescher, Klosterneuburg/Österreich vom 19.9.2011); Kinder aus der 1. Ehe sind (vgl. email Dr. Pe­scher, Klosterneuburg/Österreich vom 19.9.2011): Johann Peter (2) *Steuerwald (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirch­heim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 237), die älteste Tochter Anna Maria Steuerwald (°° am 18.07.1701 mit Johann Conrad *Bescher, von Rittersheim, S. d. Cornelius Bescher) (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 519; email Dr. Pescher, Klosterneuburg/Österreich vom 11.11.2011).


°° II 1702 mit Margaretha Justina Wenck (1666 – 9.1.1740 im Alter von 74 Jahren (vgl. email Dr. Pescher, Klosterneuburg/Österreich vom 19.9.2011; vgl. auch Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar); am 29.8.1706 ist „Margaretha Justina Steuerwald, Fr. d. Hans Peter Steuerwald, Müller zu Rittersheim“ als Patin im lutherischen Kirchenbuch Kirchheimbolanden notiert (vgl. Gabelmann: Kirchenbü­cher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 23; a.A. jedoch Gabelmann, a.a.O., S. 42: am 13.5.1709 ist Patin bei der Taufe der Anna Barbara Langer die Margarethe Justina Steuerwald, Frau d. Hans Adam Steuerwald, als Mutter zu Bischheim). Sohn aus der 2. Ehe ist der Müller auf der Unteren Mühle/Steuerwaldmühle, Georg Friedrich *Steuerwald (vgl. email Dr. Pescher, Klosterneuburg/ Öster­reich vom 19.9.2011).


Die ehemalige untere Mühle in Rittersheim (auch als Steuerwaldmühle bezeichnet) wurde 1684 von Johann Peter Steuerwald gegrün­det und war bis in die 1960er Jahre im Familienbesitz (vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 384; o.A.: 250 Jahre „Steuerwald=Mühle“ in Rittersheim; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1935, S. 29). Auch um 1688 (err.) war Johann Peter (1) *Steu­erwald der Müller auf der Mühle in Rittersheim; Vater des Müllers in Rittersheim, Johann Peter (2) *Steuerwald (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 237).


Falsch ist die Angabe bei o.A.: 250 Jahre „Steuerwald=Mühle“ in Rittersheim; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1935, S. 29: Johann Peter Steuerwald hat mit seinem Bruder Valentin Steuerwald (1628 – 1708 Rittersheim) die Mühle gemeinsam betrieben (vgl. o.A.: 250 Jahre „Steuerwald=Mühle“ in Rittersheim; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1935, S. 29). Bei dem dort genannten Valentin Steuerwald (1628-1708) handelt es sich vielmehr um dem Vater Johann Valentin *Steuerwald (vgl. email Dr. Pescher, Klosterneu­burg/Österreich vom 19.9.2011).


Am 13.02.1710 wird in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden getauft der „Krämer Johann Peter, S. d. Krämer und seiner Frau einer geb. Müller, von der Biedesheimer Mühl.“ Paten sind Joh. Peter Steuerwald, Müller zu Rittersheim, u. Hans Peter Krämer“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 43).



Steuerwald, Johann Peter (2):

23.2.1687 - 19.10.1765 Rittersheim im Alter von 77 Jahren und 6 Monaten; (zeitweise ?) Müller auf der Unteren Mühle in Ritters­heim; Sohn des Müllermeisters in Rittersheim, Johann Peter (1) Steuerwald (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 237) und Halbbruder


°° Anna Catharina Schwab (* 1694 - 27.1.1746)


Johann Peter (2) *Steuerwald war wohl nur vorübergehend Müller auf der Unteren Mühle in Rittersheim; Sohn des Müllermeisters in Rittersheim, Johann Peter (1) *Steuerwald (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 237). Er wird als Pate am 13.02.1710 in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden beider Taufe des „Krämer Johann Peter, S. d. Krämer und seiner Frau einer geb. Müller, von der Biedesheimer Mühl“ erwähnt (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 43). Am 22.5.1719 ist er Pate in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolan­den bei der Taufe der Maria Magdalena Marlan, der Tochter des Anton Marlan des „Platzknechts auf der Kupferschmelz zu Roden­kirchen. Pate ist der „Peter Steuerwald, Hochsteiger bei dem Hüttenwerk“ (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bo­landen, a.a.O., S. 58). Bereits am 28.5.1719 ist er erneut im lutherischen Kirchenbuch als „Hochsteiger zu Rodenkirchen bei der Kup­ferschmeltz“ angegeben. An diesem Tag wird sein gleichnamiger Sohn, Johann Peter Steuerwald getauft (vgl. Gabelmann: Kirchen­bücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 58). Von Johann Peter (2) Steuerwald wird auch 1728 als Taufpate in Bischheim als Beruf „Steiger im hiesigen Quecksilberbergwerk“ angegeben. Möglicherweise hat er nach dem Tod seines Vaters 1729 nur kurz die Mühle geführt bis zur Übernahme durch seinen (Halb-)Bruder Georg Friedrich *Steuerwald (vgl. email Dr. Pescher, Klos­terneuburg/Österreich vom 19.9.2011; nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 290 ist bereits 1732 der Georg Friedrich *Steuerwald als Erbbeständer auf der Mühle).


Möglicherweise hat er nach dem Tod seines Vaters 1729 nur kurz die Mühle geführt bis zur Übernahme durch seinen (Halb-)Bruder Georg Friedrich *Steuerwald (vgl. email Dr. Pescher, Klosterneuburg/Österreich vom 19.9.2011; nach Weber: Mühlen und Müller­handwerk, a.a.O., S. 290 ist 1732 der Georg Friedrich *Steuerwald als Erbbeständer auf der Mühle).


Johann Peter Steuerwald, Müller zu Rittersheim wird als Pate am 13.02.1710 in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden bei der Taufe des „Krämer Johann Peter, S. d. Krämer und seiner Frau einer geb. Müller, von der Biedesheimer Mühl“ erwähnt (vgl. Ga­belmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 43).


Die Mühle ist in den Mühlenverzeichnissen von 1730 / ca. 1772 (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 285) aufge­führt: “ist im Erbbestand von Hans Peter Steuerwald. Erbpacht 18 Ma. Korn. Erbbeständer 1738 Sohn Georg Friedrich (Steuerwald), 1767 Carl Steuerwald (zitiert nach Weber, a.a.O., S. 290).



Steuerwald, Johann Valentin (1):

auch als Hans Walter Steuerwald bezeichnet (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 27); er ist identisch mit dem Schultheiß von Rittersheim, Hans Velten Steuerwald, der 1697 als Schultheiß von Rittersheim im luth. KB mit 'Hans Velten Steuerwald' angegeben wird (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 27); am 6.4.1697 als Müller in Rittersheim im lutherischen Kirchenbuch von Kirchheimbolanden erwähnt an­läßlich der Hochzeit seiner Tochter Apollonia Steuerwald mit Friedrich Bauer aus Gauersheim. Dabei fälschlich angegeben als „Tochter des Hans Walter (!) Steuerwald, Müller zu Rittersheim“; bei der am gleichen Tage stattgefundenen Hochzeit seiner Tochter Anna Christina Steuerwald mit Johann Philipp Hauenstein heißt es dagegen „Tochter des Hans Velten Steuerwald, Schultheiß zu Rit­tersheim“ (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher, a.a.O., S. 27 iVm S. 45, dort ausdrücklich als „Anna Christina geb. Steuerwald“ und „Jo­hann Philipp Hauenstein“ bezeichnet).


1628 – 13.4.1708 Rittersheim im Alter von 80 Jahren; lutherisch; Schultheiß, Kirchengeschworener und Müller in Rittersheim. Jo­hann Valentin Steuerwald war der alte Schultheiß und Kirchenjurator (Anm.: = Kirchengeschworener) von Rüdersheim (Anm.: Rit­tersheim), am 13.4.1708 im 80. Jahr gestorben, °° mit Anna Maria NN; aus der Ehe gingen 13 Kinder hervor (vgl. email Dr. Pescher, Klosterneuburg/Österreich vom 19.9.2011). Vater des Müllers auf der Steuerwaldmühle/untere Mühle in Rittersheim Johann Peter (1) *Steuerwald (vgl. email Dr. Pescher, Klosterneuburg/Österreich vom 19.9.2011; s. auch luth. KB Kirchheimbolanden); der Appolonia Steuerwald (diese ist am 6.4.1697 Patin in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 27; °° 6.4.1697 mit dem Schultheißensohn Friedrich Bauer aus Gauersheim; vgl. Gabelmann: Kirchenbücher, a.a.O., S. 27), des Johann Valentin (2) Steuerwald (°° 3.7.1687 mit Anna Barbara Bombeck in Kirchheimbolanden) (vgl. email Dr. Pescher, Klosterneuburg/Österreich vom 19.9.2011) und der Christina Steuerwald (°° 6.4.1697 mit Philipp Hauenstein aus Bolanden; vgl. Gabelmann: Kirchenbücher, a.a.O., S. 27; am 27.7.1707 sind Paten in Kirchheimbolanden der Philipp Hauenstein von Bolanden u. seine Frau Christiana, geb. Steuerwald von Rittersheim; vgl. Gabelmann: Kirchenbücher, a.a.O., S. 24).


Die Eintragung im Sterbebuch Rittersheim lautet:

Anno 1708 den 13. Aprilis ist Hanß Veltes [Valentin] Steuerwald der alte Schultheiß von Rüdersheim im 80. Jahr gestorben.
welcher 13 Kind 88 Enkel und 22 Urenkel in Summa 123 von ihn herstammend erlebt gehabt, davon auch noch 53 gelebt, die ande­ren 70 aber gestorben gewesen.“ (vgl. email Dr. Pescher, Klosterneuburg/Österreich vom 19.9.2011)


Die schon schlecht lesbare Inschrift am Grabstein bei der Kirche Rittersheim lautet (vgl. email Dr. Pescher, Klosterneuburg/Öster­reich vom 19.9.2011):

DER EHRSAME VALENTIN STEIERWALTH
SEINES ALTERS 80 JAHR
DER SEL. GOT GNEDIG SEI“


Die ehemalige untere Mühle/Steuerwaldmühle in Rittersheim wurde 1684 von Johann Peter Steuerwald gegründet und war bis in die 1960er Jahre im Familienbesitz (vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 384; o.A.: 250 Jahre „Steuerwald=Mühle“ in Rittersheim; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1935, S. 29). Auch um 1688 (err.) war Johann Peter (1) *Steuerwald der Müller auf der Mühle in Rittersheim; Vater des Müllers in Rittersheim, Johann Peter (2) *Steuerwald (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 237). Johann Peter Steuerwald hat wahrscheinlich mit seinem „Bruder“ (!) Valentin Steuerwald (1628 – 1708 Rittersheim) die Mühle gemeinsam betrieben (vgl. o.A.: 250 Jahre „Steuerwald=Mühle“ in Rit­tersheim; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1935, S. 29; Anm.: die Angabe ist unzutreffend: der [Johann] Valentin Steuerwald ist nicht der Bruder, sondern der Vater des Johann Peter Steuerwald; vgl. email Dr. Pescher, Klosterneuburg/Österreich vom 19.9.2011).


Literatur/Urkunden:

- email Dr. Pescher, Klosterneuburg/Österreich vom 19.9.2011

- Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800

- o.A.: 250 Jahre „Steuerwald=Mühle“ in Rittersheim; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1935, S. 29



Steuerwald, Johann Valentin (2):

Sohn des „alten Schultheiß“ (auch Müllers) in Rittersheim, Johann Valentin (1) *Steuerwald; Bruder des Müllers auf der Steuerwald­mühle in Rittersheim, Johann Peter (1) *Steuerwald (vgl. email Dr. Pescher, Klosterneuburg/Österreich vom 19.9.2011).


°° 3.7.1687 mit Anna Barbara Bombeck in Kirchheimbolanden (vgl. email Dr. Pescher, Klosterneuburg/Österreich vom 19.9.2011).


Johann Peter (1) Steuerwald hat wahrscheinlich mit seinem Bruder Johann Valentin (2) Steuerwald die Mühle gemeinsam betrieben (vgl. email Dr. Pescher, Klosterneuburg/Österreich vom 19.9.2011; s. auch o.A.: 250 Jahre „Steuerwald=Mühle“ in Rittersheim; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1935, S. 29).



Steyl, Johann Valentin:

um 1750; aus Uffhoben; um 1750 Müller auf der Steinmühle in Albisheim; seine Ehefrau war Maria Magdalena ++++ (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die Steinmühle in Albisheim; in: Pfälzer Heimat 1975, S. 131). Am 26.4.1750 verpachtete die Wildgräfin Katha­rina von Daun und Kyrburg dem Valentin Steyl und dem Peter Schwab beide aus Uffhofen auf 6 Jahre (vgl. Weber: Steinmühle, a.a.O., S. 131; LA Speyer Best. C 35 Nr. 128 Regest Nr. 192).



Stich, Hans Barthel:

aus Mühlbach im Sickingischen. Er bewirbt sich 1700 um den Wiederaufbau der Tausendmühle in Bruchmühlbach. Die vom Frohn­bach getriebene Tausendmühle wurde 1598 erbaut ist aber im Dreißigjährigen Krieg „in Abgang gekommen“. Um das Jahr 1700 streiten sich zwei Müler um den Besitz der zerfallenen Mühle. Der Mühlbacher Hans Barthel *Stich macht seinen Anspruch geltend, wird aber von der Zweibrücker Regierung abgewiesen, weil der Platz doch keinem fremden, sickingischen Untertanen gegeben werden soll, sondern einem zweibrückischen Landeskind (vgl. Gortner: Bruchmühlbach, a.a.O., S. 89).


1703 war Stich Erbbeständer auf der Mühle am Alten Vogelbacher Woog (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 201), der Altenwoogsmühle in Vogelbach.



Stich, Georg:

um 1745 Müller auf der neu erbauten Mühle in Bierbach/Blies.Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 462-469) wird sie wie folgt beschrieben: “ Die Bierbacher neu erbaute Mahlmühle wird durch den Abfluß des bei Erbauung der Mühle neu angelegten Weihers getrieben, liegt 500 bis 600 Schritt hinter der oberhalb dem Dorf Bierbach, 1 Stunde von der Schwarzenacker und ebensoweit von der Mimbacher Mühle entfernt. 1 oberschlächtiges Wasserrad für 1 Mahlgang mit Schälgang. Der Erbbeständer Georg *Stich entrichtet jährlich 2 Ma. 1 Faß Korn und ebensoviel Hafer als Pacht …. und legitimiert sich mit einem unterm 17ten April: 1741 erhaltenen Erbbestand-Brief … Auf der Mühle befindet sich nunmehro obigen Erbbeständers Tochtermann, stehet aber noch bey sich an ob er die Mühle um 1000 fl wie sein Schwiegervatter solche ihm anzuschlagen gedenckte, behalten werde ….” (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 205).



Stichter, Catharina:

1.3.1772 Riedenmühle in Marnheim (vgl. LA Speyer F22 140 – 141); Tochter von Nicolaus Stichter und Magdalena NN.; Schwes­ter des Müllers auf der Riedenmühle in Marnheim, Hans Peter *Stichter (vgl. Internetdatei familysearch.org); °° mit dem Müller En­gel *Frank. Nach ihrem Tod verheiratete sich der Witwer erneut. Aus den Ausfautheiakten Marnheim (vgl. LA Speyer F22 140 – 141) ergibt sich folgendes: „Actum Mahrenheim den 13. Merz 1772: Nachdem Catharina verehelicht gewesene Engel Franckin von der Rüdenmühl bey Mahrenheim den 1. Merz mit Hinterlaßung eines Wittwers und 8 Kinder verstorben, der Wittwer sich aber wiederum in eine anderweite Heurath mit Anna Margaretha Jendern von hier einzulaßen.“



Stichter, Hans Peter:

30.1.1704 Marnheim, ~ 3.2.1704 Marnheim (vgl. ev.-ref. KB Marnheim; vgl. auch Internetdatei familysearch.org) -† 1739; refor­miert (vgl. ev.-ref. KB Marnheim); Müller auf der Riedenmühle in Marnheim. Sohn von Nicolaus Stichter und Magdalena NN.; Bru­der von Anna Catharina Stichter (geb. 24.4.1706 Marnheim, ~ 2.5.1706 Marnheim), Anna Margretha Stichter (geb. 14.7.1708 Marn­heim; ~ 15.7.1708 Marnheim), Johann Velten Stichter (geb. 28.10.1710 Marnheim, ~ 2.10.1710 Marnheim), Elisabetha Stichter (geb. 18.2.1713 Marnheim, + 19.2.1713 Marnheim) (vgl. Internetdatei familysearch.org).


Aus den Ausfautheiakten Marnheim (vgl. LA Speyer Best. F22 140 – 141 Ausfautheiakten Marnheim) ergibt sich der folgende Zu­sammenhang: „Actum auf der Rüdenmühl bey Marnheim den 9. May 1741 Abtheilungs Inventarium: Nachdem weyl. Peter Stichter gewesener Wittwer dahier vor ohngefehr Zwey jahren verstorben und 9 Kinder, als 6 Söhne und 3 Töchter, nahmentlich Joh. Georg, Samuel, Catharina, Anna Margaretha, Balthasar, Conrad, Theobald, Johann Valentin und Maria Dorothea hinterlassen … und der äl­testen Tochter Catharina durch das Loß überlassen.“ …


Diese älteste Tochter (err.) Catharina Stichter heiratete den Müller Engel *Frank. Nach ihrem Tod verheiratete sich der Witwer er­neut. Aus den Ausfautheiakten Marnheim (vgl. LA Speyer Best. F22 140 – 141 Ausfautheiakten Marnheim) ergibt sich der folgendes: Actum Mahrenheim den 13. Merz 1772: Nachdem Catharina verehelicht gewesene Engel Franckin von der Rüdenmühl bey Mahren­heim den 1. Merz mit Hinterlaßung eines Wittwers und 8 Kinder verstorben, der Wittwer sich aber wiederum in eine anderweite Heu­rath mit Anna Margaretha Jendern von hier einzulaßen.“



Stiebitz, Georg:

Müller auf der Sienhachenbacher Mühle; er wird zwischen 1770 und 1780 im lutherischen Kirchenbuch der Pfarrei Sien erwähnt; °° Katharina Margaretha Bendinger; aus der Ehe gehen 7 Kinder hervor (vgl. Anthes: Kasualien luth. Pfarrei Sien , a.a.O., S. 108).



Stiegelmeyer, Johann:

um 1738 Müller in Gimsbach. Die Mühle ist in der Renovation der Schultheißerei Reichenbach vom 17.9.1738 aufgeführt (vgl. Be­richt des Amtskellers Schabrock vom 17.9.1738, LA Speyer Best. A 2 Nr. 131/ fol. 28r) und wie folgt beschrieben: „Johan Stiegel­mayer eine eigenthümbl: Mahlmühl zu Gimsbach mit einem Gang, gibt jährl: 2 Mltr Korn und 2 Mltr Haber Waßerfall in die Kelle­rey zeit ao 1714 laut vom ehemaligen Oberambtmann von Strauch gegebenen Bestandsbrieff.“



Stier, Johann Adam:

vor 1707; Müller in Kettenheim. Am 16.1.1707 ist Patin in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden die Anna Maria Stier, Witwe des Johann Adam Stier, Müller zu Kettenheim (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 23). Am 14.7.1709 ist Pater in der luth. Kirche in Kirchheimbolanden der „Johannes Stirr, der Sohn des Müllers Adam Stirr zu Kettenheim“ um 1697 Müller in Rittersheim; lutherisch; seine Tochter Appolonia Steuerwald ist am 6.4.1697 Patin in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 43).



Sties, Jakob:

er erwarb am am 27.11.1831 die Alten Hechtlochmühle in Rieschweiler von dem Müller Georg Jakob Becker;Müller auf der Alten Hechtlochmühle in Rieschweiler;Vater des Müllers Jakob Sties jr. (vgl. LA Speyer Best. L56-708; Müller, Franz J.: Die Rieschweiler Mühlen, a.a.O., S. 512). Mit Jakob Sties beginnt die langjährige Geschichte der Familie Sties auf der Hechtlochmühle in Rieschwei­ler 1994 in der 5. Generation. Noch heute befindet sich entlang des Schwarzbach die Straße “Im Hechtloch” und die Firma “Getrei­demühle Sties GmbH”



Sties, Jacob:

um 1855 Müller auf der Sägemühle bei Klingenmünster (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 25.10.1855, S. 473 = LA Speyer Best. Y 20/41)



Stober, Hans:

s. Stuber, Hans



Stock, Hans:

1587 „zwischen Birkenfeld und Achtelsbach des Nachts umbkommen“ (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, a.a.O., S. 257 Nr. 1360); um 1584 war Hans Stock der Müller in Ellweiler; °° vor 1584 mit NN. (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Ach­telsbach 1572-1799, a.a.O., S. 257 Nr. 1360); am 22.2.1584 wird Hans Stock, ein Kind des Müllers Hans Stock von Ellweiler getauft; Pate war Hans Fries, ein Gerber aus Nohfelden (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 75, 258 Nr. 1360). Vater des Hans Stock (~ 22.2.1584), Niclos Stock (~ 22.2.1584) und der Barbel Stock (~ 20.6.1586) (vgl. Jung, Rudi: Fa­milienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 258 Nr. 1360).


Am 20.6.1586 ist im KB Achtelsbach eingetragen die Taufe der Barbel Stock, Tochter des Hans Stock, Müller zu Ellweiler (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 31, 230 Anm. zu Nr. 1204). Am 20.6.15886 ist Patin in Ach­telsbach „Stock Hansen, Müller, Tochter Barbel zu Ellweiler“ (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach, a.a.O., S. 275 Nr. 1453).



Stoessel, Anna Margaretha:

aus Undenheim / Rheinhessen; Tochter des Müllers Georg *Stoessel; Eheschließung am 24.8.1751 in Undenheim mit Johann *Brei­vogel aus Gabsheim / Rheinhessen (vgl. Neumer, Franz: Heiraten Auswärtiger im Kirchenbuch d. kath. Pfarrei Undenheim und Sel­zen; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, Heft 2 /2007, S. 68



Stoessel, Georg:

um 1750; Müller in Undenheim / Rheinhessen; katholisch; Vater der Anna Margaretha Stoessel (°° am 24.8.1751 in Udenheim mit Johann Breivogel aus Gabsheim) (vgl. Neumer, Franz: Heiraten Auswärtiger im Kirchenbuch d. kath. Pfarrei Undenheim und Selzen; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, Heft 2 /2007, S. 68)



Stößinger, Adam:

s. Adam *Steßinger



Storck, Abraham:

geb. in Jägerthal – 28.11.1773 Neuhemsbach; Müller auf der Schloßmühle in Neuhemsbach


1768 erwarb Abraham Storck (geb. in Jägerthal – 28.11.1773 Neuhemsbach) die Schloßmühle in Neuhemsbach und erhielt einen Erbbestandsbrief; er ist der Vater der Anna Maria Storck, die am 16.10.1759 in Hochspeyer den Melchior (1) *Burgdörfer heiratet). Melchior Burgdörfer kaufte im Juni 1773 die Schloßmühle von seinem Schwiegervater Storck für 700 Gulden; aus der Ehe Burgdör­fer/Storck gingen 8 Kinder hervor, darunter der älteste Sohn Abraham Burgdörfer (geb. 1761 Weidenthal – 12.7.1835 Neuhemsbach), der die Mühle in Neuhemsbach übernommen hat; auf ihn folgte sein Sohn Michael *Burgdörfer (vgl. Burgdörfer, Friedrich W.: Bei­träge zur Burgdörfer'schen Familienkunde, Heft 1, München 1960, S. 11); die Angabe von Weber (vgl. Weber: Mühlen im Alsenztal, a.a.O., S. 10), er habe 1840 die Schloßmühle in Neuhemsbach erneut erbaut, die im 18. Jh. im Zuge der Errichtung der Bärenmühle geschlossen worden sei, ist unzutreffend (vgl. Burgdörfer, Friedrich W.: Beiträge zur Burgdörfer'schen Familienkunde, Heft 1, Mün­chen 1960, S. 11).



Strahl, Hans Jakob:

um 1702 ist Hans Jakob Stral der Müller auf der Bruchmühle in Hunspach; er erscheint am 29.8.1702 im Taufregister des Kirchen­buchs Hunspach-Ingolsheim als Pate bei der Taufe des Johann Bernhard Roth (vgl. Sipp, Ernst: Hunspach, Ingolsheim: les baptêmes de Hunspach, Ingolsheim, 1702-1792, 1803-1807 [y compris Hoffen jusqu'en 1728], Haguenau: Familles d'Alsace du Nord Généalo­gie, 2009, S. 41).



Straup, Johannes:

1702 wird Johannes Straup als Müllermeister auf der Leistenmühle bei Kandel genannt. Seine Frau starb am 16.4.1702. ansonsten sind keine weiteren Eintragungen über ihn oder seine Familie zu finden (vgl. Keppel, Ute: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 174).


Anm.: in Minfeld gibt es ebenfalls eine Familie 'Straub. Der Mühlarzt Josef *Bihson (1.3.1856 Bellheim; Sohn des Mühlarztes in Bellheim Franz Josef Bihson und der Eva Barbara Reichling) °° am 26.2.1885 in Minfeld mit Margarethe Foos (geb. 22.5.1854 Min­feld; Tochter von Jakob III. Foos aus der 2. Ehe mit Magdalena Straub aus Minfeld) aus Minfeld (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilien­buch Minfeld, a.a.O., S. 88 Nr. 250 und S. 188 Anm. zu Nr. 198).



Striebinger, Susanna Elisabetha:

5.8.1751 Neuhofen - 17.2.1805 Rehhütte; reformiert; Tochter des Zollers in Neuhofen Johann Konrad Striebinger und Franziska Bie­binger; °° I 20.6.1769 in Rehhütte mit dem Müller auf der Rehhütter Mühle, Johannes Börstler († 11.5.1781 Rehhütte); aus deren Ehe stammt die Tochter Susanna Elisabeth *Börstler; °° II nach dem Tod ihres ersten Mannes († 11.5.1781) am 22.10.1781 auf Rehhütte den 9 Jahre jüngeren Johann Ludwig Lützel (9.12.1760 Iggelheim - 3.5.1834/18.8.1836 Iggelheim), den letzten Erbbestandsmüller auf Rehhütte vor der franz. Revolution; er ist der Sohn des Lammwirts in Iggelheim Johann Peter Lützel und der Anna Barbara Börstler, der Tochter des Müllers Hans Jakob Börstler und Schwester des Johannes Börstler. Lützel ist auch der jüngere Bruder des späteren Müllers auf Rehhütte Johann Valentin Lützel (14.11.1762 Iggelheim - 21.1.1813 Rehhütte), der am 5.9.1786 in Iggelheim die 16jährige Susanna Elisabeth *Börstler heiratet, die Tochter seiner eigenen Frau; aus der 2. Ehe stammt der Sohn Hermann Strie­binger (*5.10.1778) (vgl. Frosch: Familien in Neuhofen, a.a.O., S. 326 Nr. 1846-1848).



Strohm, Maria Barbara:

1760 Diemerstein - 30.3.1794 Neuhemsbach; °° mit dem Mennoniten Friedrich *Engel, dem Sohn des Müllers in Diemerstein Jakob Engel und der Katharina Würtz; Mutter des Vater des Jakob Engel (*um 1788 - 29.4.1800 Münchhof/Hochspeyer, lebte bei dem Vet­ter seines Vaters Jakob Würtz auf dem Münchhof) (vgl. Ruby: Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn Bürgerbuch, a.a.O., S.



Strubel, Johann Michael:

geb. 6.3.1722 Minfeld – † 30.8.1793 Minfeld; Bürgermeister in Minfeld, Müller, (1748-1758) Biersieder in Minfeld, 1752-1771 Wird in Minfeld, Adlerwirt; Sohn des Johann Michael Strubel,Wollweber in Weißenburg/Elsaß und NN.; °° 20.2.1748 Minfeld mit Eva Barbara Zimmer; aus der Ehe stammen 10 Kinder (vgl. Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, a.a.O., S. 614 Nr. 2939).



Stubenrauch, Georg:

vor 1626; aus Großkarlbach; Vater der Katharina Stubenrauch; die mit Hans Michel Christiannus, dem Erbbeständer der Dorfmühle verheiratet war (vgl. Martin, Erwin: Pfälzische Dorfgeschichte. Ländliche Kultur am Beispiel Großkarlbach [Verlag Walter E. Keller: Treuchtlingen, 1998], S. 37).



Stubenrauch, Jakob:

um 1597; aus Großkarlbach; 1597 war Jakob Stubenrauch Beständer der Münchmühle in Großkarlbach (vgl. Martin, Erwin: Pfälzi­sche Dorfgeschichte. Ländliche Kultur am Beispiel Großkarlbach [Verlag Walter E. Keller: Treuchtlingen, 1998], S. 38).



Stubenrauch, Katharina:

um 1626; aus Großkarlbach; Tochter des Georg *Stubenrauch; verheiratet mit Hans Michel *Christiannus; dem Erbbeständer der Dorfmühle in Großkarlbach; da das Ehepaar offenbar stark verschuldet war, wurde die Dorfmühle 1626 versteigert (vgl. Martin, Er­win: Pfälzische Dorfgeschichte. Ländliche Kultur am Beispiel Großkarlbach [Verlag Walter E. Keller: Treuchtlingen, 1998], S. 37).



Stuber, Hans:

um 1642 und noch 1657 Müller auf der Hottenmühle zu Brücken; °° vor 1630; es heiratet der „Hans Stuber, der Hotten-Müller zu Brücken mit Eva NN. Vater der Dorothea Stuber (geb. 2.12.1640; °° am 26.5.1657 mit Johannes Hujet aus dem Lützeburger Land) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 258 Nr. 1361).


Am 18.3.1642 erscheint als Pate bei der Taufe des Hans Michael Cunz in Traunen der „Hans *Stuber, der Hottenmüller“ (vgl. Jung: Familienbuch Achtelsbach, a.a.O., S. 138 Nr. 721, S. 258 Nr. 1361).


Um 1657 war Hans Stuber (Stober) der Hottenmüller zu Brücken; seine Tochter Dorothea Stuber heiratet am 26.5.1657 den Müller zu Brücken, Hans Hujet. Am 26.5.1657 wird als „Müller zu Brücken“ erwähnt der Johannes *Hujet (Hojet, Hoêt) (Zimmermann aus dem Lützeburger Land; Bruder des Zimmermanns Heinrich Hujet; Sohn von Jacob Hojet), von der Hottenmühle zu Brücken; °° am 26.5.1657 in Birkenfeld mit Dorothea Stuber (Stober) (2.12.1640 in Brücken – 5.3.1709; Tochter des Hans Stuber, Hottenmüller zu Brücken) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S.111).



Stumpf, Johann Philipp:

1775 ist der vormalige Haus-Hofmeister der Herrschaft Reipoltskirchen, Johann Philipp Stumpf der Eigentümer der Schloßmühle Reipoltskirchen. Er verkauft diese Mühle im Jahr 1775 für 2150 fl und 50 fl Trankgeld an den Müller Georg Conrad Jutzy aus Ober­moschel und beantragt mit Schreiben an Herzog Christian IV. von Pfalz-Zweibrücken (!) die hoheitliche Genehmigung dieses Ver­kaufs (vgl. LA Speyer Best C23 Nr. A 17/4 fol 5, 5r iVm. S. 6r).


Stumpf hatte die Mühle an den Betreiber und Lehensmüller Johannes Knapp verpachtet. Knapp erhielt als Mahllohn 1/3 vom Malter während der Anteil von Stumpf 2/3 betrug (vgl. LA Speyer Best C23 Nr. A 17/4 fol 7: Aktenvermerk vom 30.9.1775 des Beamten Kaufmann vom Oberamt Meisenheim an pfalz-zweibrückische Regierung).



Stuppy, Jakob (1):

Müller aus Hütschenhausen; °° mit Elisabetha Bardens, Tochter des Müllers auf der Unterschernauer Mühle in Ramstein Johannes Bardens; nach dessen Tod übernahm 1794 der mit Bardens Tochter, Elisabeth Bardens verheiratete Müller aus Hütschenhausen, Ja­cob Stuppy die Unterschernau bei Ramstein. Er beendete die von seinem Schwiegervater begonnenen Dammbauarbeiten; ein Eich­stein wurde gesetzt, als Festpunkt zur Kontrolle des Wassers im Moorbach, Neuweiher und Ohlweier. 1808 versteigerte die französi­sche Besatzungsmacht den Adelsbesitz, der bisher in Erbpacht an Bardens und dessen Nachfolger Stuppy vergeben war. Stuppy war gezwungen Hofgut und Mühle für 18500 Francs zu ersteigern. Sein Sohn Jacob Stuppy (2) heiratete die Tochter des Ramsteiner Bür­germeisters und erbte 1825 die Unterschernau nach dem Tod von Jacob Stuppy (1) (vgl. Mitschang, Karl: Die Mühle an der Unter­schernau 1685-1880; in: Heimatjahrbuch Kaiserslautern 2010, S. 153).; in: Heimatjahrbuch Kaiserslautern 2010, S. 153).



Stuppy, Jakob (2):

Müller und Landwirt auf der Unterschernau bei Ramstein; Sohn des Unterschernauer Müllers Jacob *Stuppy (1) und der Müllers­tochter Elisabeth Bardens; Jakob Stuppy (2) heiratete Catharina Janzer, die Tochter des Ramsteiner Bürgermeisters NN. Janzer und erbte 1825 nach dem Tod seines Vaters die Unterschernau, die damals eine Fläche von 402 Tagwerk hatte; die Mühle besaß 5 Mühl­räder, und die beiden Mühlweiher von zusammen 24 Tagwerk. Der Besitz war durch die Mitgift seiner Ehefrau Catharina Janzer zu dieser Größe angewachsen. Ihm folgte 1859 sein Sohn Jacob Stuppy (3) (vgl. Mitschang, Karl: Die Mühle an der Unterschernau 1685-1880; in: Heimatjahrbuch Kaiserslautern 2010, S. 153).



Stuppy, Jakob (3):

Müller und Landwirt auf der Unterschernau bei Ramstein; Sohn des Müllers auf der Unterschernau Jakob *Stuppy (2), Enkel des Müllers auf der Unterschernau Jacob *Stuppy (1) und Urenkel des vom Steigerhof stammenden Müllers auf der Unterschernau Jo­hannes Bardens; Jacob Stuppy (3) erbte nach dem Tod seines Vaters die Unterschernau, mußte jedoch bei Auflösung der Erbenge­meinschaft nach seinem Vater sich zu einer Realteilung bereitfinden, wodurch die Fläche des Hofgutes auf 217 Tagwerk schrumpfte. Auch kam es immer wieder zu Überschwemmungen des Moorbachs, die den umliegenden Staatsforst schädigten und auf die Dämme bei der Unterschernauer Mühle zurückgeführt wurden. Da auch die Rentabilität des Mühlen und Landwirtschaftsbetriebs zurückging, verkaufte Suppe 1784 einen Teil der Unterschernau an den Staatsforst und 1878 den verbleibenden Besitz. Bis 1880 waren einige Ge­bäude noch bewohnt, danach diente das Anwesen als Steinbruch (vgl. Mitschang, Karl: Die Mühle an der Unterschernau 1685-1880; in: Heimatjahrbuch Kaiserslautern 2010, S. 153/154).



Sturm, Johann Ehrenfried:

6.5.1665 in Württemberg (?) - 18.2.1735 in Kirchheimbolanden; er ist bis 1715 auf dem Wallbronnschen Gut in Gauersheim, dann 1715-1718 in Bolanden; 1718-1735 Oberschultheiß in Kirchheimbolanden (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar, Ludwigshafen; vgl. ebenso lutherisches Kirchenbuch von Kirchheim und Bolanden); (vgl. Fries: Zeitenwende, S. 6; Fink, Familienchronik Mann, a.a.O., S. 181); Johann Ehrenfried Sturm ist Eigentümer der Dannenfelser Mühle (lutherisches Kirchenbuch Kirchheimbolanden; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar); die Angabe bei Weber (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 286) „Joseph Ehrenfried Sturm“ ist fehlerhaft.


Während seiner Zeit fand der Umbau der Stadt zur 'kleinen Residenz' statt, die noch 1681 nur eine Bevölkerung von 45 Familien auf­wies (vgl. Denkmaltopographie Band Donnersbergkreis, a.a.O., S. 308).


Verheiratet mit Maria Margaretha NN. (vgl. Fries: Zeitenwende, S. 6; Fink, Familienchronik Mann, a.a.O., S. 181) bzw. Anna Marg. Schweikhardt (*1680 Bolanden) (lutherisches Kirchenbuch Kirchheim und Bolanden; Mitteilung Ewald Dittmar ). Kinder aus der Ehe sind:

1. Anna Susanna Maria *Sturm verh. Fries; geb. ca. 1705 err.

2. Johann Adam Konrad Sturm, geb. um 1713, konfirmiert 1727 in Kirchheimbolanden

3. Reichard Balthasar Sturm; geb. 11.3.1715 Bolanden

4. Georg Emich Philipp Sturm, geb. 30.1.1718 Bolanden

5. Kasimir Ludwig Karl Sturm, geb. 25.6.1719 Kirchheimbolanden; † 9.9.1730 (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 167)

6. Friedrich Henrich Sturm, geb. 20.9.1721 Kirchheimbolanden

7. Anna Maria Elisabeth Sturm, geb. 30.9.1723 Kirchheimbolanden


1727 wird in Kirchheimbolanden konfirmíert: der „Müller Johann Wilhelm, S. d. Johann Ehrenfried Sturm, herrschaftl. Oberschult­heiß hier“. +++klären: nichtehelicher Sohn ?+++ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 135).


6xUrgroßvater von Eberhard Ref (vgl. Fries: Zeitenwende, S. 6; Fink S. 181).


Johann Ehrenfried Sturm ist am 11.4.1715 Pate bei der Taufe des Johann Ernst Friedrich Bühler in der lutherischen Kirche in Kirch­heimbolanden (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 49); Johann Ehren­fried Sturm seine Frau „Anna Margaretha“ (!) sind am 5.6.1718 Paten in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden bei der Taufe der Anna Friederica Feig, T.d. Adam Feig, Praeceptor u. Organist hier, u. Catharina Maria geb. Loos von Eisenach (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 55). Johann Ehrenfried Sturm „Verwalter zu Bolan­den“ ist erneut am 14.9.1718 Pate bei der Taufe des Johann Jeremias Ehrenfried Grauß in Kirchheimbolanden (vgl. Gabelmann, Ge­org: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 56), am 21.11.1718 bei der lutherischen Taufe in Kirch­heimbolanden des Johann Paul Jakob Friedrich (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 56). Am 17.3.1719 Patin in Kirchheimbolanden die Susanna Maria Sturm „Tochter des Oberschultheißen“ (vgl. Ga­belmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 59), sowie am 21.9.1720 die Anna Margare­tha, Frau des Oberschultheißen Sturm (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 60). Am 20.9.1724 ist lutherischer Pate in Kirchheimbolanden Johann May, „Knecht bei Herrn Oberschultheiß Sturm“ (vgl. Gabel­mann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 68), sowie am 1.8.1725 Susanna Maria Sturm, T.d. Oberschultheißen Ehrenfried Sturm, Anthon Kepel, Hauspraezeptor bei Herrn Oberschultheiß Sturm (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 66).

Am 30.1.1718 wird Georg Emich Philipp Sturm, Sohn des Johann Ehrenfried Sturm, herrschaftlicher Verwalter zu Bolanden, u. Anna Margaretha (!) getauft. Paten sind : Georg Emich von Geispitzheim, Georg Siegfried von Geispitzheim, Philipp Vopel, Schaffner im Kloster Sion (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 49). Am 25.6.1719 wird Casimir Ludwig Carl Sturm, der Sohn des Johann Ehrenfried Sturm, „Oberschultheiß hier, u. Anna Margaretha geb. Schweik­hard“ in Kirchheimbolanden getauft; die Namen der Paten zeigen die hohe gesellschaftliche Stellung des Johann Ehrenfried Sturm: Casimir von Geispitzheim zu Münster, Carl Philipp Conrad von Wallbrunn u. dessen T. Louysa (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbü­cher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 58). Am 20.9.1721 bei der Taufe des Sohnes Friedrich Henrich sind Pa­ten Georg Friedrich Rempel, Sekretär bei der Frau Gräfin von Nassau-Weilburg, die Frau des Pfarrers Rempel von Morschheim, Su­sanna Holl, Tochter des Pfarrers von Bischheim (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 62). Am 30.9.1732 bei der Taufe der Tochter Anna Maria Elisabeth Sturm sind Paten Paten: Frau Anna Maria Ebert, zu Worms, Frau Maria Elisabeth Schertz, zu Worms (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 66).


Am 18.2.1735 verstirbt in Kirchheimbolanden „Sturm  Ehrenfried, herrschaftl. Oberschultheiß hier; 60 Jahre weniger 11 Wochen alt.“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 171).



Sülz / Sültz, Familie:

Müller in Bolanden auf der ehemaligen Weihermühle ist im heutigen Anwesen Mühlgasse 7 im OT Weierhof. Die im 30jährigen Krieg zerstörte Mühle wurde nach dem Krieg wieder aufgebaut und befand sich von 1657-1720 im Erbbestand der Familie Sülz unter der Geistlichen Güterverwaltung Heidelberg (CGA) dann folgte der Erbbestand der mennonitischen Müllerfamilien Kägy (1720-1770), Rupp (1770-1783) und Krehbiel (1791-1961). der Betrieb der Mahlmühle wurde 1906 eingestellt (vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 282).



Süß, Henrich:

um 1632 Müller auf der Schwarzborner Mühle in Pfeffelbach (vgl. Pfeffelbach Chronik, a.a.O., S. 74)



Sültz (Sultz), Johann Conrad / Christian:

1665 ? - 1733 Marnheim Unterste Mühle/Steinmühle; auch „Sültz“ (im lutherischen Kirchenbuch Kirchheimbolanden sowohl als Conrad Sültz, wie auch als Christian Sültz angegeben); lutherisch; ab 1710 Müller auf der Weihermühle in Bolanden-Weiherhof; dann ab ca. 1717 Müller auf der Untersten Mühle / Steinmühle bei Marnheim; die Mühle ist unterhalb des Dorfes gelegen (vgl. LA Speyer, Best. F22 Nr. 132 Ausfautheiakten Kirchheimbolanden).


Sohn des Müllers auf der Weihermühle Bolanden (-Weyerhof), Stephan *Sultz und der NN. (vgl. Mitteilung von Herrn Ewald Ditt­mar vom 8.8.2011).


Wohnhaft vor 1703 – 1710 zusammen mit seiner Ehefrau Anna Apollonia NN. in Jakobsweiler (vgl. Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 8.8.2011).


Zunächst ab 1710 Müller auf der Weihermühle in Bolanden-Weiherhof; die Übergabe der Weihermühle Bolanden erfolgte am 18.10.1710 durch Kaufvertrag von seinem Vater Stephan *Sültz (vgl. Mitteilung von Herr Ewald Dittmar vom 8.8.2011; LA Speyer C38 Nr 51 Erbbestandsgüter Amt Kirchheim 1749; LA Speyer F22 Nr. 230: „Verkauf der Weiermühle an seinen Sohn Conrad am 18.10.1710“). Er ist auch bei der Konfirmation der Tochter Anna Maria Sultz 1714 als „Müller auf dem Weyerhof“ bezeichnet (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800: lutherisches KB, a.a.O., S. 131).


Conradt Sültz verkaufte ++++ Datum klären+++ die Weihermühle an den Mennoniten „Johannes Kayn ( Johannes Kägy) (vgl. LA Speyer C38 Nr 51; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 3.12.2011) und ist nach Marnheim gezogen, wo er Müller auf der Un­tersten Mühle / Steinmühle bei Marnheim; wurde.


Ab ++++ Datum klären+++ bis 1733 Müller auf der Untersten Mühle / Steinmühle bei Marnheim; die Mühle ist unterhalb des Dorfes gelegen (vgl. LA Speyer, Best. F22 Nr. 132 Ausfautheiakten Kirchheimbolanden); Sohn des Müllermeisters auf der Weyermühle Bo­landen (s. Weiherhof), Stephan *Sültz und der NN. (vgl. Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 8.8.2011).


°° I vor 1692 mit Anna Apollonia NN. (geb. 1665? - 26.3.1717 Bolanden) (vgl. Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 8.8.2011; s. auch Gabelmann, Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 67); Vater der Anna Margaretha Sultz (geb. 31.5.1706 Jakobsweiler; vgl. Internetdatei familysearch.org), des Johann Georg Sultz (geb. 7.3.1709 Jakobsweiler; vgl. Internetdatei familysearch.org), der Maria Magdalena Sultz (°° 26.4.1733 in Marnheim mit dem Müller Lorentz *Knauf) (vgl. der Vorname nach Angaben von Herrn Ewald Dittmar, ebenso Internetdatei familysearch.org), der Anna Maria Sultz (konfirmiert 1714; „Tochter des Conrad Sultz, Müller auf dem Weyerhof“; vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800: lu­therisches KB, a.a.O., S. 131), der Anna Barbara Sültz (°° am 23.10.1714 mit Johannes Seipp aus Bennhausen; sie ist dabei als „Tochter des Müllers Johann Conrad Sültz“ bezeichnet) (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 45, 142) und der Maria Margaretha Sültz (Patin am 10.10.1715, dabei als „Tochter des Conrad Sültz auf dem Weyerhof“ bezeichnet) (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 50).


Er ist wohl auch +++klären+++ der Vater der Maria Anna *Sültz, verh. mit Burkhard Miesel aus Bolanden, deren Tochter Maria Christina Miesel am 21.8.1707 in der lutherischen Kirche in Bolanden getauft wurde und deren weitere Tochter Maria Barbara Mie­sel am 5.5.1712 ebenfalls in Bolanden getauft wurde (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 40, 45). Bei dieser Taufe war die Anna Barbara Sültz (Schwester ?) als Patin anwesend (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 45).


Am 14.4.1712 war Patin in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden die „Anna Barbara Sültz, Tochter Conrad Sültz, Müller auf dem ? Wiesen ? Hof“ (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 45), sowie er­neut am 5.5.1712 die „Anna Barbara Sültz, T.d. Müllers Christian. Sültz“ (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 45). Anna Barbara Sültz, „Tochter des Müllers Johan Conrad Sültz“, heiratet am 23.10.1714 den Johannes Seipp, Sohn des Balthasar Seipp aus Bennhausen (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 142).


°° II um 1717 mit Apollonia NN. in Marnheim (vgl. ref. KB Marnheim; Mitteilung von Fam. Dittmar vom 26.10.2011). Aus der 2. Ehe stammen die Kinder Maria Gertrud Sültz (geb. 12.11.1718 Marnheim, ~ 20.11.1718 Marnheim, Quelle: ref. KB Marnheim; Mit­teilung von Fam. Dittmar vom 26.10.2011) und Christina Sültz (geb. 23.6.1721 Marnheim; ~ 29.61721, Marnheim Quelle: ref. KB Marnheim; Mitteilung von Fam. Ewald Dittmar vom 26.10.2011).


Bei der Taufe der Christina Sültz war der Müller aus Marnheim Johann Georg Tempel Taufpate; der Kindsvater Johann Conrad Sültz ist wie auch der Taufpate Tempel als Müller in Marnheim im Kirchenbuch eingetragen (vgl. Mitteilung von Fam. Ewald Dittmar vom 26.10.2011).


Am 16.1.1724 sind im lutherischen Kirchenbuch von Kirchheimbolanden als Paten eingetragen: „Joh. Conrad Sultz, Müller zu Marn­heim u. seine Frau Anna Appolonia“ (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 67)


In den Ausfautheiakten von Kirchheimbolanden von 1733 ist die Übergabe der unterhalb des Dorfes stehenden Mahlmühle von Con­rad Sultz an seinen Schwiegersohn Lorentz *Knauf verzeichnet (vgl. LA Speyer Best. F22 Nr. 132).


Die Mühle ist im Nassau-Weilburgischen Mühlenverzeichnis von ca. 1772 (vgl. LA Speyer Nassau-Weilburg Akten Fasc. 382 und ebenda neu: Best C 38 Nr. 46) wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 289): „auch Stein­mühle genannt, ist Eigentum von Conrad Sulz, 1749 von Lorenz Knauf. Sie hat 1 Gang und gibt 7 Ma. Korn für den Wasserfall.“


Anm.: Die im 30jährigen Krieg zerstörte Mühle wurde nach dem Krieg wieder aufgebaut und befand sich von 1657-1720 im Erbbe­stand der Familie Sülz unter der Geistlichen Güterverwaltung Heidelberg (CGA) dann folgte der Erbbestand der mennonitischen Müllerfamilien Kägy (1720-1770), Rupp (1170-1783) und Krehbiel (1791-1961). der Betrieb der Mahlmühle wurde 1906 eingestellt (vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 282).



Sültz, Maria Anna:

aus Bolanden (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 24); lutherisch; Toch­ter von ++++klären+++; °° mit Burkhard Miesel aus Bolanden; Mutter der Maria Christina Miesel (~ 21.8.1707 in der lutherischen Kirche in Bolanden getauft [vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 24]; °° 13.1.1728 in Kirchheimbolanden mit Johann Peter Hauenstein [vgl. Internetdatei familysearch.org]), des Henrich Philipp Miesel (~ 17.11.1709 in Kirchheimbolanden; Paten: Hans Philipp Becker und Maria Barbara *Sultz) und der Maria Barbara Miesel am 5.5.1712 ebenfalls in Bolanden getauft wurde (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 40, 45). Bei dieser Taufe war die Anna Barbara Sültz (bezeichnet als „Frau des Conrad Sultz“) als Patin anwesend (++++klären:+++Anm: Frau des Müllers Johann Conrad Sultz war die Anna Appolonia NN.)


Anm: am 11.10.1716 wird in Kirchheimbolanden getauft der Johann Friedrich Miesel, S. d. Burkhard Miesel zu Bolanden, u. Maria Eva (!) geb. Sultz, Paten: Friedrich Coburger u. seine Frau Maria Esther geb. Miesel (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 52), dagegen werden bei der Taufe des Johann Conrad Miesel am 16.1.1724 als Eltern angegeben der Georg Miesel aus Bolanden und die Maria Eva Sultz; Paten sind Johann Conrad *Sultz, Müller zu Marnheim und seine Frau Anna Apollonia (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 67).



Sültz, Stephan:

geb. um 1635 (?) - 1710 Weihermühle Bolanden; Gerichtsmann in Bolanden und Müllermeister auf der Weihermühle bei Bolanden (Weiherhof); Vater des Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Weihermühle, Johann Conrad *Sultz (Sültz) (vgl. Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 8.8.2011). Die Übergabe der Weihermühle Bolanden erfolgte am 18.10.1710 (vgl. Mitteilung von Herr Ewald Dittmar vom 8.8.2011; LA Speyer C38 Nr 51 Erbbestandsgüter Amt Kirchheim 1749; LA Speyer F22 Nr. 230: „Verkauf der Weiermühle an seinen Sohn Conrad am 18.10.1710“).


Die im 30jährigen Krieg zerstörte Weihermühle wurde nach dem Krieg wieder aufgebaut und befand sich von 1657-1720 im Erbbe­stand der Familie Sülz unter der Geistlichen Güterverwaltung Heidelberg (CGA) (vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 282) bzw. abweichend (vgl. LA Speyer Best A 14 Nr. 9-834; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 262): Die Wei­hermühle gehörte von 1657-1703 zur kurpfälzischen Geistlichen Güteradministration.


++++klären: Übergang der Weihermühle Bolanden von dem Müller Velten Oberlandschüdt auf den Müller Stephan *Sültz (Schwie­gersohn ?)++++


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer C38 Nr 51 Erbbestandsgüter Amt Kirchheim 1749

- LA Speyer F22 Nr. 230: „Verkauf der Weiermühle an seinen Sohn Conrad Sültz am 18.10.1710“.



Süß Jakob:

geb. in Rhodt; bis ca. 1925 Müller auf der Frank'schen Ölmühle in Edenkoben. Er kaufte die Mühle, die 1910 abgebrannt war, im Jahr 1913, baute sie wieder auf und führte sie bis zur Inflation. Er betrieb auch einen „Fouragenhandel'“. Als der Handel wegen zu großer aufkommender Konkurrenz durch Futtergroßhandel, Konsum- und Raiffeisen-Vereine sich nicht mehr rentierte, gab der letzte Ölmüller Süß Mitte der 1920er Jahre die Mühle auf und betrieb nur noch Landwirtschaft und Weinbau.. Heute ist von der Einrich­tung der Ölmühle nichts mehr zu sehen. Das Bachbett führt an der Nordgrenze des ehemaligen Mühlenanwesens vorbei, und das Ge­bäude (Bahnhofstraße 121 und 121a) dient heute als Wohnhaus (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 292).



Sultz, Anna Maria:

geb. um 1700 Jakobsweiler ? - ++++; lutherisch; Tochter des Müllers Johann Sultz; 1714 wird in der lutherischen Kirche in Bolanden konfirmiert „Anna Maria Sultz, T.d. Conrad Sultz, Müller auf dem Weyerhof (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 131)



Sultz, Johann Jacob:

um 1732 Müller in Marnheim


Am 10.2.1732 ist im lutherischen Kirchenbuch Kirchheimbolanden als Pate notiert: Joh. Jakob Sulß, Müller zu Marnheim u. dessen Frau Maria Barbara geb. Geibel (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 82). Die Ehefrau Maria Barbara Geibel ist die Schwester der Anna Eva Geibel (°° mit Johann Jakob Klag aus Bolanden) (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 82).



Sultz, Johann Ludwig:

geb. 24.3.1675 Marnheim; Sohn von Hanss Jacob Sultz und Catharina NN. (vgl. Internetdatei familysearch.org)



Sultz Johann Nicolaus:

geb. 25.6.1713 in Morschheim – 13.5.1773 Morschheim im Alter von 63 Jahren (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirch­heim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 437); Sohn des Johann Jacob Sultz +++klären: identisch mit dem gleichnamigen Mül­ler in Marnheim+++ um 1738 Morschheim; ev.; °° 7.5.1737 Morschheim mit Anna Catharina Schäffer.; Vater der Maria Wilhelmina Sultz (geb. 26.5.1738 Morschheim; °° 2.5.1762 in Morschheim mit Philipp Lahr), des Johann Georg Sultz (geb. 14.4.1740 Morsch­heim), des Georg Ludwig Sultz (geb. 27.9.1742 Morschheim) und der Maria Margaretha Sultz (geb. 6.8.1745 Morschheim) (vgl. In­ternetdatei familysearch.org)



Sultz, Maria Barbara:

um 1709 Kirchheimbolanden; lutherisch; °° Hans Philipp Becker; sie ist am 17.11.1709 in der lutherischen Kirche in Kirchheimbo­landen als Patin bei der Taufe des Henrich Philipp Miesel (Sohn der Maria Anna *Sultz und Burkhard Miesel) (vgl. Gabelmann, Ge­org: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 40).



Sultz, Maria Eva:

am 11.10.1716 wird in Kirchheimbolanden getauft der Johann Friedrich Miesel, S. d. Burkhard Miesel zu Bolanden, u. Maria Eva (!) geb. Sultz, Paten: Friedrich Coburger u. seine Frau Maria Esther geb. Miesel (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 52), dagegen werden bei der Taufe des Johann Conrad Miesel am 16.1.1724 als Eltern ange­geben der Georg Miesel aus Bolanden und die Maria Eva Sultz; Paten sind Johann Conrad *Sultz, Müller zu Marnheim und seine Frau Anna Apollonia (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 67).



Sultz, Maria Gertrudis (Gertruda:

aus Marnheim; ++++klären: Tochter von +++++; lutherisch; °° am 3.4.1742 in der katholischen Kirche von Kirchheimbolanden mit Johann Adam Pree (katholisch auch als Prees bezeichnet) (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800: katholisches KB, a.a.O., S. 527; Internetdatei familysearch.org)



Sundahl, Carl Friedrich:

28.12.1716 Adelsburg - 18.9.1754 Bergzabern; um 1744 zweibrückischer Beamter im Oberamt Lichtenberg; er erstellte das sog. Mühlenprotokoll 1744 im Oberamt Lichtenberg (vgl. Weber: Mühlen I, S. 206). 1754 pfalz-zweibrückischer Renovator (vgl. Stuck: Verwaltungspersonal, a.a.O., S. 106); vermöge des am 30.4.1743 ausgefertigten Reskripts erging an den Landschreiber Beckmann und den Einnehmer Keller zu Lichtenberg die pfalz-zweibrückische Regierungsanweisung, alle im Oberamt Lichtenberg gelegenen Mühlen aufzunehmen und ein ordentliches Protokoll darüber anzufertigen ( LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7). Da der Landschreiber mit anderen Geschäften schon überlastet war, wurde Carl *Sundahl am 12.10.1745 mit der Aufgabe betraut. Sundahl besuchte alle Mühlen, wozu er 89 Tage benötigte, sowie für die Ausarbeitung des Protokolls weitere 30 Tage. Das Protokoll wurde am 8.7.1746 fertiggestellt. Danach gab es im Oberamt Lichtenberg 72 Mahl-, Pletsch- und Notmühlen, 16 Ohligmühlen, 9 Lohmühlen, 5 Walk­mühlen, 4 Schleifmühlen, 1 Salzsoden und 1 Schmelzhütte/Pochhaus, insgesamt 108 Mühlen (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhand­werk, a.a.O., S. 206). Vater der Johanna Cornelia Charlotte Sundahl (°° am 15.5.1761 in Homburg mit dem pfalz-zweibrückischen Sekretär Ernst Friedrich Sachs (vgl. Stuck, a.a.O., S. 103).



Suntemer, Andreas:

1585 wird im lutherischen Kirchenbuch von Dielkirchen und Menzweiler als Müller der Andreas *Suntemer +++klären+: ob in Diel­kirchen oder Menzweiler++benannt; °° Elisabeth NN. (vgl. Karmann, Paul: Die Lutheraner von Dielkirchen und Menzweiler im Jah­re 1585; in: PRFK 1979, S. 293).



Surerus, Johannes:

ab 1794/95 Müller auf der Augsburger Mühle in Bergzabern. Als der Müller Jakob Dietrich emigrierte, wurde sein Eigentum 1794/95 von einem gewissen Johannes Surerus ersteigert, der die Anlage um das Jahr 1814 vergrößerte.



Surerus, Johann Jakob:

um 1841 Müller auf der Augsburger Mühle bei Bergzabern; ++++prüfen++++ Sohn des Müllers Johannes Surerus


Im „Eilboten Landau“ vom 28.8.1841 wird die Versteigerung der Sägemühle (im Banne von Bergzabern im Mühlenthale neben der Straße von Bergzabern nach Zweibrücken gelegen mE. Augsburger Mühle) für den 7.10.1841 annonciert: „Johann Jakob Surerus, Müller auf der Sägmühle bei Bergzabern, ist gesonnen ... seine Mühle mit allen Zubehörungen … im Eigenthum öffentlich verstei­gern zu lassen. Diese Mühle besteht in einer Sägmühle, einer Oelmühle mit doppelter Presse, einer Hammerschmiede mit drei Häm­mer und und vier Feuer, einer Wohnbehausung, Scheuer, Stallungen, einem neuangelegten, mit Zwergbäumen versehenen Pflanzgar­ten, Wiesen, Baumstück und Fischteich, zusammen circa 7 Morgen haltend, ein Complex bildend und auf dem Banne von Bergz­abern im Mühlenthale neben der Straße von Bergzabern nach Zweibrücken liegend. Der Wasserfall hat 16 Schuh und kann auf dem Eigenthume selbst bis zu 19 Schuh gesteigert werden. Die Sägmühle kann unausgesetzt beschäftigt werden.“ (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 28.8.1841, Beilage zu Nr. 35).
























Litera T




Taffel, Johann Bartholomäus:

um 1742; aus Gundersweiler; er übernahm 1742 die wieder aufgebaute Schwedelbacher Mühle oder Tafelmühle, auch Pletschmühle; die ihren Namen Tafelmühle von dem Familienamen Taffel herleitete (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kir­chenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S. 5); °° mit Maria Elisabetha NN; Vater der Anna Barbara Tafel (*13.7.1745) (vgl. Seiter, a.a.O., S. 36); Johann Bartholomäus Taffel ist am 4.1.1744 in Weilerbach Paten bei der Taufe des Johann Peter Schwartz (vgl. Seiter, a.a.O., S. 32).



Tauppel, Anna Maria:

geb. in Niederalben – 16.6.1717 Stampermühle Großbundenbach. Am 16.6.1717 stirbt die Anna Maria Tauppel (geb. in Niederalben – 16.6.1717 Buntenbach), die Dienstmagd auf der Stampermühle war (vgl. Schmidt, Erwin F.: Familiennamen in der ehemaligen Ge­meinschaft Buntenbach im 18. Jahrhundert; in: PRFK 1977, S. 419, 423).



Tempel, Johann Jacob:

1695 noch ledig; Marnheim, Pate bei einer katholischen Taufe, 1709 Müller zu Münster(-Dreisen); Sohn von Andreas Tempel († vor 1702), gew. Gemeinsmann zu Heppenheim a.d. Wies; °° Anna Elisabeth NN; Vater von Anna Barbara Tempel, Johann Jakob Tempel und Andreas Tempel (vgl. Kuby, Alfred Hans und Helmut Kimmel: Die Wiederbesiedlung des Amtes Bolanden nach dem Dreissig­jährigen Krieg, a.a.O., S. 39). Johann Jacob Tempel ist am 17.12.1702 in Marnheim Pate bei der Taufe des Johann Jacob Tempel, dem Sohn des Müllers Johann Jacob Tempel und der Anna Elisabeth NN.; er ist im KB hierbei angegeben als „Johann Jacob Tempel, Andreas Tempels gewesener Gemeinsmann zu Heppenheim auf der Wiese hinterlassener ehel. Sohn“ (vgl. email von Herrn Ewald Dittmar vom 7.10.2011; ref. KB Marnheim).



Tempel, Johann Jacob:

geb. 1670 ? Marnheim - +++++; menn.; Müller in Marnheim oder Münsterdreisen ++++klären++++; Sohn des Müller in Marnheim Martin Tempel und der Elisabetha NN. (vgl. email von Herrn Ewald Dittmar vom 7.10.2011; ref. KB Marnheim); °° 1695 ? mit Anna Elisabeth NN. (geb. 1670); Vater von Anna Barbara Tempel (~ ref. 15.12.1697 in Marnheim; Patin ist des Vaters Schwester Anna Barbara Tempel und der Henrich Hochwärter), Maria Margaretha Tempel (~ ref. 15.8.1699 Marnheim), Johann Henrich Tempel (geb. 7.3.1703 Marnheim, ~ ref. 13.3.1701 Marnheim) und Johann Jacob Tempel (14.12.1702 Marnheim, ~ ref. 17.12.1702 Marnheim; Pate ist der Johann Jacob *Tempel aus Heppenheim a.d. Wies, der Sohn von Andreas Tempel) (vgl. email von Herrn Ewald Dittmar vom 7.10.2011; ref. KB Marnheim).


++++klären++++ Noch offen ist die Frage, wo Johann Jacob Tempel als Müller ansässig war. Kuby/Kimmel geben hierzu an: "Mül­ler in Münster" (wohl Münsterdreisen) (vgl. Kuby, Alfred Hans und Helmut Kimmel: Die Wiederbesiedlung des Amtes Bolanden nach dem Dreissigjährigen Krieg, a.a.O., S. 38, bei Dittmar (vgl. email Dittmar vom 7.10.2011) dagegen als Müller in Marnheim. Letzteres scheint auf den ersten Blick einleuchtend, da er als ältester Sohn wohl die väterliche Mühle übernommen haben könnte. Andererseits ist auch sein Bruder Johann Georg Tempel als Müller in Marnheim aufgeführt. Die Tempel-Mühle in Marnheim ist im Nassau-Weilburgischen Mühlenverzeichnis von ca. 1772 (vgl. LA Speyer Nassau-Weilburg Akten Fasc. 382 und ebenda neu: Best C 38 Nr. 46) wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 289): „hat Georg Tempel in Erbpacht und gibt dafür 20 Malter Korn als Pacht. Sie ist oberschlächtig und hat 2 Gänge. 1758 ist Georg Tempel Wittib Erbbeständerin. 1777 Erbbestandsbrief für Georg *Berg.“ Dies spricht mE dafür, daß Johann Jacob Tempel als Müller nach Münsterdreisen ging und dort die Schloßmühle/Klostermühle übernomen hat. Zu der Klostermühle Münsterdreisen ist bekannt: um 1693 ist Andreas *Bauer der Müller in Münster; am 03.02.1693 heiratet der Joh. Valentin Klein (Sohn von Gerhard Klein aus Bolanden u. Anna NN. von Rüssin­gen geb.) die Anna Theresa Bauer, T.d. Andreas Bauer u. Anna NN. Müller in Münster (Dreisen) (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchen­bücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 519). Bei Kuby/Kimmel ist er erwähnt wie folgt: 1709 Müller zu Münster und Sohn von Andreas Tempel (!), gew. Gemeinsmann zu Heppenheim a.d. Wies; °° Anna Elisabeth NN; Vater von Anna Barbara Tempel, Johann Jakob Tempel und Andreas Tempel (vgl. Kuby, Alfred Hans und Helmut Kimmel: Die Wiederbesiedlung des Amtes Bolanden nach dem Dreissigjährigen Krieg, a.a.O., S. 39). Es könnte daher sein, die Ehefrau des Johann Jacob Tempel, bisher mit "Anna Elisabeth NN." eine Tochter des Müllers in Münsterdreisen, Andreas Bauer, ist. +++++


Johann Jacob Tempel 1709 im reformierten KB Marnheim angegeben als „Müller in Münster“; am 1.3.1709 wird in der reformierten Kirche in Marnheim getauft der Johann Henrich Tempel, ein Sohn des Gemeinsmanns in Marnheim Johannes Tempel und der Sophia Sybilla Bolthenthal (Johannes Tempel ist ein Sohn des Müllers Martin Tempel und damit Bruder des Johann Jacob Tempel); bei die­ser Taufe ist als Pate anwesend der Vetter des Täuflings, Johann Henrich Tempel (Sohn des Müllers Johann Jacob Tempel). Der Tauf­eintrag lautet: Pate ist der „Johann Henrich Tempel, Jacob Müllers zu Münster ehelicher Sohn“ (vgl. email von Herrn Ewald Dittmar vom 7.10.2011 unter Bezugnahme auf ref. KB Marnheim).


Anm.: der Müller Johann Jacob Tempel darf nicht verwechselt werden mit seinem gleichnamigen Sohn



Tempel, Johann Georg:

1681 err. - 19.7.1752 im Alter von 71 Jahren; Müllermeister in Marnheim (vgl. Kuby, Alfred Hans und Helmut Kimmel: Die Wieder­besiedlung des Amtes Bolanden nach dem Dreissigjährigen Krieg, a.a.O., S. 39).

Die erste Erwähnung als Müllermeister erfolgt 1716; Sohn des Müllers Martin Tempel und der Elisabeth NN (vgl. Kuby, Alfred Hans und Helmut Kimmel: Die Wiederbesiedlung des Amtes Bolanden nach dem Dreissigjährigen Krieg, a.a.O., S. 38); °° 23.11.1707 mit Anna Barbara Decker aus Marnheim (geb. 1680 ?; Tochter von Samuel Decker, des Gerichts zu Marnheim); 1712 wird im luth. KB Gauersheim ein Ehepaar Georg und Anna Maria Tempel genannt: Sohn Johannes ~ 21.2.1712 - Albisheim 23.5.1783; Tochter Ma­ria Cecilia begr. 12.3.1710. 1722 wurde in Sippersfeld eine Anna Magdalena Tempel, Müllerstochter aus Breunigweiler, konfirmiert, ebenfalls lutherisch (vgl. Kuby, Alfred Hans und Helmut Kimmel: Die Wiederbesiedlung des Amtes Bolanden nach dem Dreissigjäh­rigen Krieg, a.a.O., S. 39).


Vater der Maria Barbara Tempel (luth * nach 1707 in Marnheim; °° um 1737 mit Peter Will, luth * 1685 ? in Bad Kreuznach, Metz­germeister) (vgl. Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar, Ludwigshafen vom 22.8.2010).


Vater des Johann Nicolaus Tempel (luth., * 1710 ? in Marnheim); °° am 27.10.1744 lutherisch in St. Alban Donnersbergkreis mit Ma­ria Elisabetha Berg (luth * am 28.09.1719 in Gaugrehweiler-Gutenbacher Hof Donnersbergkreis, ~ am 01.10.1719 in St. Alban).


Müller auf der Tempelmühle in Marnheim. Die Mühle ist im Nassau-Weilburgischen Mühlenverzeichnis von ca. 1772 (vgl. LA Spey­er Nassau-Weilburg Akten Fasc. 382 und ebenda neu: Best C 38 Nr. 46) wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Mül­lerhandwerk, a.a.O., S. 289): „hat Georg Tempel in Erbpacht und gibt dafür 20 Malter Korn als Pacht. Sie ist oberschlächtig und hat 2 Gänge. 1758 ist Georg Tempel Wittib Erbbeständerin.“


Am 19.11.1719 werden als Paten in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden bei der Taufe des Johann Georg Hotzfeld ( Sohn des Stephan Hotzfeld zu Bolanden, u. Anna Catharina geb. Schultheiß), benannt: „Joh. Georg Tempel, Müllermeister zu Marnheim, reformierter Religion u. Anna Barbara seine Frau, lutherischer Religion (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolan­den, a.a.O., S. 59).


Am 28.02.1738 bei der Taufe des Johann Georg Will, Sohn des Peter Will, Metzgermeister hier, u. Maria Barbara geb. Tempel von Marnheim sind als Paten im lutherischen KB von Kirchheimbolanden vermerkt: Joh. Georg Tempel, Müller zu Marnheim u. seine Frau Anna Barbara (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 96). Am 07.05.1744 ist bei der Taufe der Maria Barbara Will, T.d. Peter Will, Metzgermeister hier, u. Maria Barbara geb. Tempel von Marnheim als Patin genannt: Die Großmutter des Kindes, Maria Barbara Tempel, Fr. d. Müllers Georg Tempel in Marnheim (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 110), sowie am 19.09.1758 bei der Taufe der Maria Barbara Mauchenheimer, T.d. Samuel Mauchenheimer, Forstbote, u. Anna Susanna geb. Heintz als Patin genannt, die „Maria Barbara Tempel, Witwe d. Müllers Joh. Georg Tempel von Marnheim (vgl. Gabelmann, a.a.O., S. 199).


Am 7.4.1744 ist bei Taufe der Maria Barbara Will, der Tochter des Metzgermeisters in Kirchheimbolanden Peter Will und der Maria Barbara Will geb. Tempel in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden anwesend „die Großmutter des Kindes, Maria Barbara Tempel (Anm.: im Kirchenbuch ist der Vorname der Anna Barbara Tempel, geb. Decker falsch angegeben), Frau des Müllers Georg Tempel in Marnheim“ (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 110).



Tempel, Martin:

geb. 1640 (?) - vor Juni 1699 Marnheim; Müller in Marnheim; Mennonit; °° Elisabetha NN. (ebenfalls menn.); Vater von Johann Ja­kob Tempel, Johannes Tempel (geb. 1670 ?, menn., Gemeinsmann in Marnheim; °° 5.10.1700 in Marnheim in der reformierten Kir­che mit Sophia Sybilla Bolthenthal [ref., ~ 23.11.1673 Marnheim]; bei der Eheschließung sind keine Eltern und keine Konfession an­gegeben!, Weiterhin lt. bei der Eheschließung der Name Johann Henrich! Bei der Geburt von Johann Balthasar und bei allen weiteren Kindern lt. der Name "Johannes"), Anna Barbara Tempel (geb. 1675 ? menn., ~ ref. [!] 12.4.1696 Marnheim; wird an Ostern 1696 ref. getauft; °° 3.2.1699 in Marnheim mit Johann Georg Martin [geb. 1675 ? in Worms-Heppenheim; ref.], Rudolph Tempel (geb. 1675 ? Marnheim, menn.; ~ in der reformierten Kirche in Marnheim im Alter von 22 Jahren; °° 1700 ? mit Dorothea NN. [geb. 1680 ? Marnheim, ref.]), Anna Margaretha Tempel (geb. 1680 ? Marnheim, menn., °° 11.1.1701 ref. Marnheim mit Lorenz Steinmül­ler [ref., geb. 1675 ? Worms-Leiselheim]), Johann Samuel Tempel (geb. 1680; menn; ~ ref. Marnheim 26.3.1701; °° ref. 3.2.1711 Marnheim mit Anna Gertrud Armkecht [~ 11.4.1693 ref. Marnheim]) und Johann Georg *Tempel (vgl. Kuby, Alfred Hans und Hel­mut Kimmel: Die Wiederbesiedlung des Amtes Bolanden nach dem Dreissigjährigen Krieg, a.a.O., S. 38; email Familie Dittmar vom 7.10.2011 unter Hinweis auf ref. KB Marnheim).



Ternus, Johann Adam:

um 1693 Müller in ++++; °° mit Maria Magdalena NN; beide sind am 5.1.1693 Paten bei der katholischen Taufe in Kirchenbollen­bach (?)der Maria Magdalena Meyer/Mayer, der Tochter des Johannes Meyer/Mayer aus Bollenbach und der Maria Elisabeth Herber aus Merxheim (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreiden­bach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 274).



Theis, Daniel:

1796 ist Daniel Theis als Lehnsmüller auf der Neumühle (OT von Obernheim-Kirchenarnbach); reformiert; 1796 wird seine Tochter Elisabetha auf der Neumühle geboren (vgl. Müller: Neumühle, a.a.O.; reformiertes KB Wallhalben 1719-1798, Register herausgege­ben von der Zweibrücker Arbeitsgemeinschaft für Familienforschung 1972).



Theis, Johann Jakob:

vor 1762; um 1746 Müller auf der Reismühle bei Krottelbach. Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lich­tenberg vom 8.7.1746 (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7) wird die Mühle wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 221): „liegt am Langenbach, der durch verschiedene Seitenbäche, z.B. den Krottelbach, verstärkt wurde. Das Schlößchen Pettersheim steht eine kleine Viertelstunde oberhalb der Mühle. Ohmbach ist eine ¼ Stzunde entfernt. 2 Wasserrä­der, 20 und 14 Schuh hoch, treiben 2 Mahlgänge, auf deren einem auch geschält werden kann. Ein Mühlteich von 1300 Schritt Län­ge, das Wasser kann geklaust werden. Erbbeständer ist Johann Jacob Theis, er hat die Mühle von seinem Schwiegervater Johannes *Weyermiller. Er gibt jährlich 13 Ma. Frucht, halb Korn, und halb Hafer, sowie 4 fl 5 bz als Pacht nach Lichtenberg. Krottelbach, Pettersheim, Wahnwegen, Frutzweiler und Ohmbach mit zusammen 736 Familien sind in die Mühle gebannt. Am Krottelbach, bevor dieser in den Langenbach mündet stand vordem eine weitere Mühle, wie die alte Klaus beweist.“


°° mit der Müllerstochter NN. Weyermiller, der Tochter des Müllers Vor 1762 war Johann Jacob Theis († vor 1762) der „Müllermeis­ter zu Reißweiler“; seine Tochter Maria Juliana Theis heiratet am 21.4.1762 ref. in Waldfischbach den Casimir Euler aus Wolferswei­ler (vgl. Meyer, Dietmar: Register zum 3. ref. Kirchenbuch Waldfischbach [Holzlandkirchenbuch]Zweibrücken 1986, S. 22).



Theis Ludwig:

um 1791 „ein umherziehender Mühlarzt“; °° II am 4.4.1791 in der luth. Kirche in Münchweiler/Glan die Maria Elisabetha Weber, Tochter des † Peter Weber aus Gries (vgl. Nägle, Paul: Trauungen Ortsfremder und Zugezogener im lutherischen Kirchenbuch des „Münchweiler-Thales“ 1664-1800; in Pfälz. Familien und Wappenkunde 1962, S. 254).



Theiß, Maria Katharina:

6.10.1804 Dannenfels – 15.9.1836 Dannenfels; lutherisch; Tochter von +++++; Paten bei ihrer Taufe waren ihre Großeltern, Carl Theiß von Jakobsweiler u. dessen Ehefrau Maria Katharina; Ehefrau des Müllers auf der Dannenfelser Mühle, Johann Jakob Dern; aus der Ehe stammen die Kinder Valentin Dern (geb. 1826), Johannes Dern (geb. 1827), Barbara Dern (1830-1894), Katharina Dern (1836-1837). (Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar).


Theboldt, Johannes:

um 1772 Müller in Klingenmünster; er beteiligte sich 1772 an der Versteigerung des Temporalbestands an der herrschaftlichen Mahl­mühle in Waldhambach. Nach Auslaufen des Pachtvertrages des Müllers Martin Meyer wurde dort der Temporalbestand versteigert. Am 21.1.1772 ersteigerte der Müller Joseph *Boltz aus Hördt den Temporalbestand an der fürstbischöflich-speyerischen Herrschaft­lichen Mahlmühle in Waldhambach, mit einer Pacht von 23 Malter Korn auf 6 Jahre Pachtdauer; damit setzte sich Boltz gegen seine Konkurrenten Johannes Stein aus Maikammer, Peter Laux Joseph Brauner aus Arzheim, Johannes Theboldt aus Klingenmünster und Conrad Eckenhofer aus Bruchsal durch (vgl. Ehrgott, Harald: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 232). Nachdem es Boltz je­doch nicht gelang, die erforderliche Kaution zu stellen, setzte sich Conrad Eck[en]hof[er] auf der erneuten Versteigerung nunmehr durch und erhielt einen 6jährigen Temporalbestand bei einer jährlichen Pacht von 24 Malter Korn (vgl. Ehrgott: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 234).



Theobaldt, Abraham:

ab 1739 Müller auf der Godelhausener Mühle. Die Mühle in Godelhausen ist im Mühlenbericht des Oberamts Lichtenberg von 1746 aufgenommen (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 22-27) und wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müller­handwerk, a.a.O., S. 208): „Die Godelhauser Mahlmühle liegt ebenfalls am Glan zwischen den kurpfälzischen Mühle zu Matzenbach und Theisbergstegen, nicht weit vom Dorfe Godelhausen. 3 unterschlächtige Wasserräder, daneben ein Aalfang, Fischgerechtigkeit im Mühlteich. Wehr 200 Schritt oberhalb der Mühle. Erbbeständer ist Abraham *Theobaldt. Laut Erbbestandsbrief vom 31. Januar 1739 entrichtet er als Pacht 2 fl (den fl zu 15 bz), 3 Ma. 3 Faß Korn und 4 Ma. Hafer. In die Mühle gebannt sind Godelhausen, Eisen­bach und Etschbach mit zusammen 29 Familien. 1706 verkaufte der Vorbesitzer Nickel *Becker an Nickel *Theobaldt, den Vater des derzeitigen Inhabers.“ Abraham Theobaldt erhielt am 31.1.1739 einen Erbbestandsbrief über die Godelhausener Mühle und hat be­reits aufgrund eines Rescripts vom 30.7.1735 das Recht, die Mühlpacht entweder in natura oder in Geld zu begleichen (vgl. LA Spey­er Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 25r)



Theobaldt, Balthasar:

um 1745 Müller auf der Mahlmühle in Theisbergstegen- Godelhausen; Sohn des Müllers auf der Mühle in Godelhausen, Nickel Theobald. Er hat seit 31.1.1739 einen Erbbestandsbrief der pfalz-zweibrückischen Regierung. Die Mühle in Godelhausen ist im Müh­lenbericht des Oberamts Lichtenberg von 1746 aufgenommen (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7) und wie folgt beschrieben (zi­tiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 208): „Die Godelhauser Mahlmühle liegt ebenfalls am Glan zwischen den kurpfälzischen Mühle zu Matzenbach und Theisbergstegen, nicht weit vom Dorfe Godelhausen. 3 unterschlächtige Wasserräder, da­neben ein Aalfang, Fischgerechtigkeit im Mühlteich. Wehr 200 Schritt oberhalb der Mühle. Erbbeständer ist Abraham Theobaldt. Laut Erbbestandsbrief vom 31. Januar 1739 entrichtet er als Pacht 2 fl (den fl zu 15 bz), 3 Ma. 3 Faß Korn und 4 Ma. Hafer. In die Mühle gebannt sind Godelhausen, Eisenbach und Etschbach mit zusammen 29 Familien. 1706 verkaufte der Vorbesitzer Nickel Be­cker an Nickel *Theobaldt, den Vater des derzeitigen Inhabers.“



Theobald, Jacob:

um 1711 Müller auf der Traun, später Müller in der Lorenzen Mühle in Wolfersweiler (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 260 Nr. 1370). °° I vor 1711 mit Anna Margaretha NN. Am 29.10.1724/10.11.1724 kam es zu einer Brandkatastrophe auf der Lorenzenmühle; hierbei verbrannten die Ehefrau Anna Margaretha verh. Theobald († 10.11.1724 verbrannt), und die Söhne (Johann Franz Theobald (~ 26.10.1725 – 6.11.1724 verbrannt) und Johann Mattheis Theobald (3.10.1723 – 29.10.1724 verbrannt (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 260 Nr. 1370). °° II 24.6.1725 in Wolfersweiler mit Maria Barbara Staudt (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch Achtelsbach 1572-1799, Nonnweiler 1988, S. 260 Nr. 1370).



Theobald, Jacob:

um 1746 Müller auf der Mühle in Selchenbach. Im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746 ist „Selgenbacher Mühle“ wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 206r-208r): „.... Die Mühle liegt zwischen dem oberen und unteren Dorff Selgenbach. … Ist auch …. in Ansehung der Gebäude so wohl alß dem Mahl Werck in einem sehr elenden Stand; der Mahlgang wird durch ein ohngefehr 13 Schuh hohes Wasserradt getrieben, muß in Sommer und Winterzeiten we­gen Mangel an Waßer lange stille halten, daß er nicht einmal ein halbes Jahr rechnen kann, in welchem sie beständig gehen könne. Der Waßer Teich ist 600 Schritt lang. … Sie gibt 2fl in die Landschreiberey und ein Malter Korn und ein Malter Habern in die Kelle­rey nach Lichtenberg …. Vor 3 Jahren ohngefehr habe er manchmal aber mit der größten Gefahr Früchte auß dem pfälzischen Dorf Fronhausen abgehohlet, getraue aber nicht mehr solches zu practizieren …. Jacob Theobald hat solche von Mathias Cuntzen Erben vor 110fl erkauft und auf seinen Nahmen einen Erbbestandbrief vom 26ten Mertz 1741 in Händen ….“



Theobald, Johann:

ab 1708 bis 1738 Müller auf der Mahlmühle in Merzalben. 1708 übergab Michel Rung die Mühle an den Müller Johann Theobald, weil er den Betrieb nicht mehr halten konnte oder wollte. Im Land herrschte damals große Armut. Schlechte Ernten und starke Win­terkälte, insbesondere im Jahr 1710 verschlimmerten die Situation. Ebenso wie sein Vorgänger konnte der Müller Theobald die Müh­lengült nur schwer aufbringen und mußte die Herrschaft mehrfach um Nachlaß bzw. Stundung bitten. Vater des Müllers Georg Niko­laus Theobald. Johann Theobald übergab die Mühle 1738 an seinen Sohn (vgl. Neuberger: Die alte Merzalber Mühle …, a.a.O., S. 226).



Theobald, Johann Nikolaus:

1774; ab 1738 Müller auf der Mahlmühle in Merzalben. Sohn des Müller in Merzalben, Johann *Theobald. Er übernahm 1738 die Mühle von seinem Vater; Johann Nikolaus Theobald vererbte die Mühle 1774 auf Balther Jäger (vgl. Neuberger: Die alte Merzalber Mühle …, a.a.O., S. 226).



Theobaldt, Nickel:

seit 1706 Müller auf der Mahlmühle in Godelhausen (heute OT von *Theisbergstegen); Theobaldt kaufte die Mühle 1706 vom Vor­besitzer Johann Nickel *Becker; Theobaldt ist der Vater des Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Godelhauser Mahlmühle; Bal­thasar *Theobaldt. Die Mühle in Godelhausen ist im Mühlenbericht des Oberamts Lichtenberg von 1746 aufgenommen (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7) und wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 208): „Die Go­delhauser Mahlmühle liegt ebenfalls am Glan zwischen den kurpfälzischen Mühle zu Matzenbach und Theisbergstegen, nicht weit vom Dorfe Godelhausen. 3 unterschlächtige Wasserräder, daneben ein Aalfang, Fischgerechtigkeit im Mühlteich. Wehr 200 Schritt oberhalb der Mühle. Erbbeständer ist Abraham Theobaldt. Laut Erbbestandsbrief vom 31. Januar 1739 entrichtet er als Pacht 2 fl (den fl zu 15 bz), 3 Ma. 3 Faß Korn und 4 Ma. Hafer. In die Mühle gebannt sind Godelhausen, Eisenbach und Etschbach mit zusam­men 29 Familien. 1706 verkaufte der Vorbesitzer Johann Nickel Becker an Nickel Theobaldt, den Vater des derzeitigen Inhabers.“



Theyson, Philipp:

Müller auf der Bickenaschbacher Mühle; die Witwe des Amtmanns Heinrich Ludwig Atzenheim ist (nach 1749 err.) zunächst die Erbbeständerin der Walsheimer Mühle; nach 1749 (err.) kommt es zum Tausch der Bickenaschbacher Mühle an die “Amtmann At­zenheimsche Wittwe” gegen die Mühle zu Walsheim; (vgl. KSchA Zw Rep. IV Nr. 265); es handelt bei der Erwerberin um Dorothea *Heiler, die Witwe des Amtmanns Heinrich Ludwig Atzenheim († 19.4.1749 Zweibrücken) (vgl. Stuck: Verwaltungspersonal, a.a.O., S. 9); diese betreibt die Mühle nicht selbst, sondern verpachtet sie an den Lehensmüller NN. Bachmann; später +++klären+++ ver­kauft die Witwe Atzenheim die Bickenaschbacher Mühle an den Lehensmüller Bachmann (vgl. KSchA Zw Rep. IV Nr. 265). Wegen rückständigen Erbzins und Pachtverweigerung kommt es zur Versteigerung der Mühle; diese wird durch Philipp Theyson ersteigert, dem ein neuer Erbbestandsbrief erteilt wird (vgl. KSchA Zw Rep. IV Nr. 266).



Thiel, Elisabeth:

aus Mambächel; °° mit Johann Jakob Eisenhuth († 1872) von der Eisenhuthmühle in Aulenbach; sie heiratete später den Witwer Peter Alles aus Reitscheid; Mutter des gleichnamigen Sohnes Peter Alles (vgl. Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baum­holder, a.a.O., S. 94).



Thielmann (Thilmann), Daniel:

reformiert; 1571 pfalz-zweibrückischer Schaffner in Offenbach/Glan;; 1573/1582 Kirchenschaffner in Meisenheim; 1580/98 Schaff­ner am Disibodenberg; °° mit Lucretia NN (vgl. Stuck: Verwaltungspersonal Zweibrücken, a.a.O., S. 159, 182). Er berichtet am 1.3.1585 als pfalz-zweibrückischer Schaffner am Disibodenberg über die Einrichtung eines Mühlgrabens an der Niedermühle in Odernheim/Glan (vgl. Weber: Geschichte der Mühlen, a.a.O., Bd. 1 S. 56)



Thielmann, Georg Heinrich:

1761 err. Alsenbrück – 4.12.1813 Standenbühl im Alter von 52 Jahren; Müller in Standenbühl; Sohn des Schulmeisters Peter Thiel­mann und Carolina Fuchs; °° 1785 err. mit Elisabetha Breitenbruch (1766 err. Standenbühl – 4.1.1814 Standenbühl); Vater der Philip­pina *Thielmann, Gottfried Thielmann und Peter Thielmann (vgl. Standesamtsbelege Gerbach; Mitteilung von Herrn Ewald Ditt­mar).



Thielmann, Philippina:

1788 err. Standenbühl – 17.8.1831 Standenbühl im Alter von 43 Jahren; Tochter des Müllers in Standenbühl Georg Heinrich Thiel­mann; °° I 1805 (?) mit dem Müller in Standenbühl Johann Henrich Scheu (1780 err. Standenbühl – 21.2.1829 Standenbühl); aus der Ehe stammen die Kinder Johann Jakob Scheu (geb. 25.8.1818 Standenbühl; °° mit am 22.9.1849 mit Christina Wasem; Müller auf der Hahnmühle in Cölln); °° II um 1830 mit ihrem Schwager, dem Müller in Standenbühl Martin Scheu (vgl. Standesamtsbelege Gerbach ; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar).



Thorsch, Adolf:

ab 1925 Müller auf der Thorsch'schen Mühle in Edenkoben.


Die Thorsch'sche Mühle ist die unterste der Edenkobener Mühlen. Die Thorsch'sche Mühle war war eine Getreidemühle in der unte­ren Bahnhofstraße Nr. 190 gegenüber dem Bahnhof. Die Mühle wurde erst 1925 von dem aus Ostpreußen stammenden Adolf Thorsch errichtet und ist von Anfang an mit elektrischer Energie und nicht nicht mit Wasserkraft betrieben worden. Sie hatte deshalb eine wesentlich höhere Kapazität als die meisten mit Wasserkraft angetriebenen Mühlen. Die Leistung betrug 120 bis 150 Doppel­zentner/Tag. Als auf dem Edenkobener Bahnhof ein Zug mit Nebelwerfergranaten bei einem alliierten Fliegerangriff in die Luft flog, traf eine Granate die Mühle und steckte sie in Brand. Vater und Sohn bauten die Mühle wieder auf. Als die Bundesregierung 1960 alle kleineren Mühlen zur Stillegung aufrief und hierfür Entschädigungen anbot, wurde die Mühle als Letzte der Edenkobener Müh­len geschlossen (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 294-95).



Thorsch, NN.:

Müller in Landau (err.).


Die Thorschmühle lag in der Neumühlgasse in Landau bei der Überführung der Weißquartierstraße. 1962 kaufte die Stadt Landau das Thorsch'schen Mühle in der Neumühlgasse einschließlich der Wasserrechte. Zweck des Kaufs war es, die Stauanlage der Mühle in der Queich zu beseitigen, dadurch den Stau der Queich verschiedenen Bereiche der Innenstadt unter starkem Wasserdruck der Queich zu leiden hatten (vgl. Die Rheinpfalz, Pfälzer Tageblatt vom 18.7.1962).



Thorsch, NN.:

letzter Betreiber der Pappelmühle in Großkarlbach



Tierolf, Tirolf, Tyrolf, Familie:

unterschiedliche Schreibweisen vorhanden, die Sortierung erfolgt ohne Berücksichtigung der Schreibweise des Nachnamens aus­schließlich nach Vornamen



Tyrolf, Adolf Germann:

1666 - 1.10.1742 Hanhofen; Sohn des Müllers auf der Schloßmühle in Hanhofen, Johann Michael Tyrolf; °° mit Maria Katharina NN. (Hinweis von Frau Christa Miebach vom 24.6.2010; Schwaninger: Familien und Personen in Waldsee, a.a.O., S. 563); um 1699 Müller auf der Schloßmühle in Hanhofen (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 270).



Tierolf, Hans Georg:

s. Johann Georg Tierolf



Tirolf, G. F.:

vor 1831; um 1821 war G. F. Tirolf († vor 1831 ) Müller auf der Fronmühle bei Haßloch. °° mit Katharina Barbara NN.; nach sei­nem Tod betrieb die Witwe Katharina Barbara Tirolf die Mühle weiter (vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 74 m.w.N.).



Tirolf, Franz Jakob:

um 1794 in Geinsheim; °° 1794 mit Eva Elisabeth Seithel, Witwe des Joh. Lothar Reiß; das Ehepaar lebte 1836 in der Böhlgasse Nr. 63 (vgl. Kästel: Einwohner von Geinsheim, a.a.O., S. 48, 55)



Tierolf, Johann (Hans) Georg:

geb in Hanhofen (vgl. Kästel: Einwohner von Geinsheim, a.a.O., S. 25, 29); ++++prüfen: wohl Sohn des Müllers in Hanhofen, Jo­hann Michael *Tyrolf+++; ab 1721 ist Johann Georg *Tyrolf (s. *Tierolf) Erbbeständer auf der Fronmühle in Haßloch (vgl. Ruckde­schel, Bernd H.: Die Haßlocher Mühlen, a.a.O., S. 31); im Mühlenverzeichnis von 1738, aufgenommen vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp, ist sie wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 246): “ Die Frohnmühl auf der Altenbach ist in anno 1680 von churfürstl. hochlöbl. Hofkammer an den Marx *Wollenschneider in einen Erbbe­stand überlassen worden; gibt jährlich 60 Malter Korn Erbpfacht laudt dem neuen Erbbestandsbrief von Anno 1732 hießige Kellerey, hatt 3 Gäng, wie wohl vermög Erbbestandsbrief ihm 4 Gäng aufzubauen erlaubt sein, der jetzige Poßser ist Hans Jörg *Tierolf, Was­serfall nichts.”


°° 1720 in Geinsheim mit Eva Elisabeth Sebastian (vgl. Kästel: Einwohner von Geinsheim, a.a.O., S. 25, 29)


Johann Georg Tierolf ist nicht in der Huldigungsliste Geinsheimer Einwohner von 1722 enthalten, welche die Geinsheimer Haus­haltsvorstände enthält, die im Amtsort Kirrweiler dem neuen Speyerer Bischof Damian Hugo Philipp von Schönborn huldigten (vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 4; Kästel: Einwohner von Geinsheim, a.a.O., S. 31-32). Tierolf muß mithin damals bereits im kurpfälzischen Haßloch auf der Frohnmühle gewohnt haben.



Tyrolf, Johann Michael:

28.9.1642 Kirrweiler -1.1.1723 Hanhofen, katholisch; Müller auf der Schloßmühle in Hanhofen; Sohn von Velten Tyrolf aus Kirrwei­ler und Apollonia NN.; °° mit Christina Gräf (geb. 26.9.1645 Waldsee); Vater u.a. des Müllers Adolf Germann *Tyrolf Hinweis von Frau Christa Miebach vom 24.6.2010; Schwaninger: Familien und Personen in Waldsee, a.a.O., S. 563) und ++++prüfen++++ des Müllers auf der Fronmühle zwischen Geinsheim und Haßloch, Johann Georg *Tierolf.



Tirolf, Johann Sebastian:

um 1596 bischöflich speyerischer Keller in Edesheim; °° mit Barbara geb. Riebelin.


Tirolf war Eigentümer der Mahlmühle, gen. die Oelmühle“ zwischen Edesheim und Hainfeld.


Diese „Oelmühle“ wurde 1596 als Unterpfand eines Darlehens über 1000 fl gestellt, welches der RKG-Advokat und Prokurator am Reichskammergericht Speyer, Lic. Martin Hauk (auch „Haugk, Haukhen“) 1596 dem Johann Sebastian Dirolf („Dirolphen“; s. Jo­hann Sebastian *Tirolf), bischöflich speyerischer Keller zu Edesheim, gewährte. Dirolf und seine Ehefrau Barbara geb. Riebelin, ver­pflichteten sich 1596 zu 50 fl. Jährlicher Zinszahlung. Wegen Rückstand seit 1601 forderten die Vormünder der minderjährigen Kin­der und Erben des inzwischen verstorbenen Lic. Martin Hauk, sofortige Zahlung oder Immission in die als Unterpfand gegebene Mahlmühle, gen. Oelmühle zwischen Edesheim und Hainfeld nebst Fischweiher und 15 Morgen Wiesen in einer Klage vor dem Reichskammergericht Speyer 1603-1606. Die beklagten Eheleute Tirolf wiesen Zahlung durch Vorlage von Quittungen nach (vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 732; Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, a.a.O., Bd. 1, S. 584, Nr. 677).



Tisch, Maria Margarethe:

vom Münsterhof bei Dreisen; in 1. Ehe verheiratet mit dem im Alter von nur 27 Jahren verstorbenen Carl Theodor *Friedrich von der Papiermühle Neuleiningen-Tal; nach seinem Tod heiratete sie in 2. Ehe den aus Rüssingen stammenden Georg Friedrich *Mann; Mutter des Georg Friedrich *Mann (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., 48).



Trager:

s. La Trager



Traitteur, Johannes:

um 1760 Müler auf der der „unteren Wiesen mühl“ zu Maikammer; Traitteur bewarb sich 1760 vergeblich um einen Temporalbestand an der herrschaftlichen Mahlmühle in Waldhambach (vgl. Ehrgott: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 230; LA Speyer D2/116-3).



Trapp, Johann Ludwig:

1715 Müller in Mörlheim; °° mit Anna Maria NN. (vgl. LA Speyer Best F5, Nr. 687 Bl. 491/492)


Am 19.2.1712 ++++prüfen:: in den Briefprotokollen befindet sich unter diesem Datum kein Kaufvertrag++++ kauften die Eheleute Johann Ludwig *Trapp und Anna Maria NN. die Mörlheimer Mühle von Johann Georg *Müller (vgl. Anmerkung beim späteren Ver­kauf der Mühle am 8.3.1715 = LA Speyer Best F5, Nr. 687 Bl. 491).


Am 8.3.1715 wird der erneute Verkauf der Mühle beurkundet: „Johann Ludwig Trapp B. (Anm.: = Bürger) und …. und Anna Maria seine eheliche Hausfrau verkaufen an Jacob Fath B. (Anm.: = Bürger) und Webern zu Queichheim et uxorem Mar. Margar. ihre zu Merlenheim dißeits der Bach gelegene und von Georg Müller ehmals erkaufte Maahlmühle gleichwie sie solche von ermeltem Mül­ler mit Ihnen Rechten und … an sich bracht haben dergestalten daß Ihme dißfalß alsbaldt der Kaufbrief über solche Mühle und …. so … mit verkauft sind de ao 1712 den 29ten febr. … und erkauft die Mühle alß sein Eigenthumb … in Besitz nehmen. Jährlich aber sind biß zu anfang d. Zalung des Kaufgeldts den Verkäufern 25 Maltr. quartalsweiß entrichten in anno 1717.“ Der Kaufpreis betrug 1400 fl, die in Raten von je 200 fl zahlbar waren (vgl. LA Speyer Best. F5, Nr. 687 Bl. 491/492).



Trauth, Franz Anton:

17.6.1787 Hatzenbühl - ++++; Müller in Hatzenbühl(?); Sohn von Sebastian Trauth und M. Magdalena Werling; °° 4.1.1809 mit der Müllerstochter M. Katharina Harter (geb. 21.11.1788; Tochter des Müllers in Hatzenbühl Ludwig *Harter und Elisabeth Reiland); aus der Ehe gehen 10 Kinder hervor (vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 205, 328).



Trauth, Maria Eva:

aus Hatzenbühl; °° 1710 mit dem Müller und Witwer in Hatzenbühl, Philipp Jakob*Reyland; aus der Ehe gehen 9 Kinder hervor, dar­unter der Müller Johann Adam *Reyland (17.12.1716 Hatzenbühl – 19.3.1763 Hatzenbühl) vgl. Weigel, Albert: Chronik der Hatzen­bühler Familien, a.a.O., S. 358).



Trauthard, Georg:

um 1744 Mühlarzt in Hornbach; Sohn von Andreas Trauthard aus Annweiler); °° am 13.10.1744 mit der Müllerstochter aus Horn­bach Maria Susanna Weber (Tochter des Müllers in Hornbach Heinrich Weber) (vgl. Bohrer, Walter u.a.: Register zu dem reformier­ten Kirchenbuch der Pfarrei Contwig von 1698-1764, a.a.O., S. 106, 107).



Treitlinger, Jakob:

um 1735 Müller auf der Unteren Schießberger Mühle in Speyer; m 23.3.1735 versuchten der Müller auf der unteren Schießberger Mühle, Jakob *Treitlinger und seine Frau ihre Mühle um 700 Gulden an den Spitalmüller in Speyer Joh. Müller abzutreten. Dies lös­te den bekannten Streit zwischen Domkapitel und Stadtrat aus (vgl. Klotz: Die ehemalige „untere Schießberger Mühle“ in Speyer. in: Pfälzer Heimat 1998, S. 78).Treitlinger war anschließend Gastwirt in Speyer (vgl. Klotz, a.a.O., S.81).



Trompeter, Balthasar:

um 1745 Müller auf der Wotsacker Mühle (Woogsacker Mühle) bei Niederbexbach. Die Mühle wird nach Weber (vgl. Weber: Müh­len und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 203) als 'Woogsacker Mühle' bezeichnet; im pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis von 1745 als 'Wotsacker Mühle' angegeben.


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 415-421) wird sie wie folgt beschrieben: "Die Wotsacker Mühle wird durch den Wotsacker Weiher getrieben. Liegt eine Viertelstund von denen Limbacher Mühlen unten im Tal bei Niederbetschbach. Das Hochgebäu ist baufällig[,] das lauffende Geschirr und der Waßerbau aber sind in gutem Stand. Hat keine Fischereigerechtigkeit. Die Mühl hat drey oberschlächtige Wasserräder davon das eine einen Mahl-[,] das andere einen Scheelgang, worauf zur Noth auch gemahlen werden kann, und das 3te die Ohlig Mühl treibet. Die Mühl kan so wohl Sommers als Winters mit einem Gang beständig mahlen, wann indoch das Wetter allzu trocken, so muß das Waßer in einem bey der Mühle gelegenen Behälter geklauset werden …. Die Mühle war jederzeit so eingerichtet, außer daß wo die Ohligmühl vormahlen eine Lohmühl und Hirschenstampf geweßen. Entrichtet jährl: 5fl Erbzinß von der Mahl- und 3fl von der Ohlig-Mühl in das Kloster Wörschweiler. Zu hiesiger Gegend ist von denen Zweybrück: Örther nichts gebannet, außer daß man vor kürtzerem das Dorf Niederbetschbach zu der Limbacher Weyher-Mühl gebannt …. Bey der Ohlig Mühl habe der Beständer sonsten die meiste Nahrung von denen Naßauischen gehabt, welches aber nunmehro gäntzl: Cehsirn, weiler in vorigem Jahr in die Naßau Bäd-Mühl, eine Ohlig Mühl desßgl: zu Mittelbetschbach eine andere vor etlich: Jahren erbaut worden. Balthasar *Trompeter ist der Erbbeständer, welcher sich mit einem von fürstl: geistl: Güther Verwaltung unterm 10ten Febr. 1736 erhaltenen Erbbestand legitimiert" (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 203).



Trompeter, Balthasar:

im 1745 Müller auf der Wotsacker Mühle in Niederbexbach.


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) wird sie wie folgt beschrieben: "Die Wotsacker Mühle liegt am Wotsacker Weiher, 1/4 Stunde von den Limbacher Mühlen unten im Tal bei Niederbex­bach. Drei oberschlächtige Wasserräder treiben ein Mahl- und ein Schälgang sowie die Ohligmühle. Letztere war vordem eine Loh­mühle bzw. Hirsenstampf. Keine Banngerechtigkeit. Balthasar *Trompeter ist der Erbbeständer, er zahlt jährlich 5 fl (= Gulden) Erb­zins in das Kloster Wörschweiler"(zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 203).



Trompeter, Balthasar:

um 1787 Müller auf der Beeder Mühle in Beeden bei Homburg. Sohn des Müllers auf der Beeder Mühle, Georg Jakob *Trompeter (vgl. Bohrer: Copulations-Register zu den Evangel. Reform. Kirchenbüchern der Pfarrei Ernstweiler, a.a.O., S. 54). Um 1787 war Balthasar Trompeter der Müller und Erbbeständer auf der Beedener Mühle; er führte als Erbbeständer gegen den Fiskus der Landes­herrschaft Pfalz-Zweibrücken einen Prozeß wegen der Frohnfreiheit seiner Mühle (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 976 9: „Prozeß des Erbbeständers der Beedener Mühle Balthasar Trompeter gegen den Fiskus wegen Frohnfreiheit seiner Mühle, 1787-1788“).


Am 6.2.1781 heiratet in der ref. Kirche in Ernstweiler der Balthasar Trompeter, Sohn des verlebten Georg Jakob *Trompeter, gewese­nen Erbbeständers auf der Beeder Mühle die Katharina Kornbauch, Tochter des Konrad Kornbauch, Schäfermeister auf dem kleinen Beeder Hof (vgl. Bohrer: Copulations-Register zu den Evangel. Reform. Kirchenbüchern der Pfarrei Ernstweiler, a.a.O., S. 54).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 976 9: „Prozeß des Erbbeständers der Beedener Mühle Balthasar Trompeter gegen den Fiskus wegen Frohnfreiheit seiner Mühle, 1787-1788“



Trompeter, Christian:

1821 war Christian *Trompeter als Müller auf der Beeder Mühle. ++++klären++++ er könnte ein Sohn des Müllers Balthasar *Trom­peter von der Beeder Mühle in Beeden sein++++. Im Intelligenzblatt des Rheinkreises wird am 16.2.1821 die Beeder Mühle auf Be­treiben des Eigentümers Christian Trompeter freihändig versteigert. In der Annonce heißt es u.a. (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkrei­ses Nr. 14 Beilage vom 16.2.1821, S. 100): „ Dienstag, den 6ten März … wird auf Verlangen des Herrn Christian Trompeter … sei­ne zur Gemeinde Beeden gehörige Mühle bestehend: in zwey oberschlächtigen Mahlgängen, einem Schälgang, einem Trilles, einer Oehlmühle nebst Wohnung, Scheuer, Stallung, Hofgering ...versteigert.“



Trompeter, Friedrich:

1692 verkaufte der Müller Friedrich Trompeter seinen halben Anteil an der neuerbauten Stadtmühle in Zweibrücken an den Johann Georg Koch. Hiermit war die herrschaftliche Regierung nicht einverstanden, und erwarb diesen Anteil für sich selbst (vgl. Müller, Jo­sef: Zweibrücken. Geschichte eines städtischen Gemeinwesens, 2. Auflage 1948, S. 31).



Trompeter, Jakob:

vor 1781 Beeden; Müller auf der Beeder Mühle; Vater des Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Beeder Mühle, Balthasar *Trompeter (vgl. Bohrer: Copulations-Register zu den Evangel. Reform. Kirchenbüchern der Pfarrei Ernstweiler, a.a.O., S. 54).



Truer, Christian:

1.3.1743 auf der Paulengrunder Mühle in Kübelberg; Müller auf der Paulengrunder Mühle; die Mühle gehörte ab 1739 dem Schult­heißen des Kübelberger Gerichts, Philipp *Fleon. Christian Truer wird am16.1.1724 als Pate bei der Taufe der Magdalena Flickinger, der Tochter von Nikolaus Flickinger und Maria Louisa NN. im Kirchenbuch Kübelberg erwähnt. °° 1733 mit Christina *Waal von der Neumühle bei Steinbach im Amt Münchweiler (= Steinbach am Donnersberg, Amt Münchweiler/Alsenz). Er ist im Kirchenbuch als „Famulus D. Fleon“ bezeichnet (vgl. Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 31 und S. 44 Anm. 24). Nachdem Philipp Fleon die Paulengrunder Mühle 1739 erworben hat (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29), erscheint Truer wohl als an­gestellter Müller des Schultheißen Fleon auf der Paulengrunder Mühle. Dort ist auch seine Tochter Elisabetha Katharina Truher am 10.8.1743 geboren (vgl. Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 44 Anm. 24)



Tyrolf, Familie:

s. unter *Tierolf






















Litera U




Ulbrich, Nickel:

auch als Nickel Ulrich bezeichnet (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 292/1 S. 43-44); aus Niedermohr;


Zusammen mit seinem Schwager, Peter Müller, war er Mit-Erbbeständer der Mahlmühle unterhalb Wiesbach Die Mahlmühle unter­halb Wiesbach lag 200 m oberhalb der Etzenbacher Mühle in Richtung auf Wiesbach; am Wiesbach gelegen Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) wird die Mahlmühle unterhalb Wiesbach wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 200): “wird getrieben von einem Wässerlein, das von den beiden Wiesbacher Brunnen kommt Liegt nächst unten an dem Dorf Wiesbach. 2 oberschlächtige Wasserräder, welche 1 Mahl- und 1 Schälgang treiben Mühlgraben oberhalb und unterhalb der Mühle Pacht 9 Faß Korn und 8 bz Kappengeld, Hat keinen Bann. Die Erbbeständer sind Peter *Müller und dessen Schwager Nickel Ulbrich zu Niedermohr im Kurpfälzischen; vordem als Wiesbach und die Mühle noch sickingisch, Abraham Müller“


In der Aufstellung vom 25.9.1756, erstellt von dem Keller Böttger an die herzogliche Regierung ist folgendes vermerkt (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 292/1 S. 43-44): „Zu Wießbach hat Nickel Ulrich den alten Mühlenplatz in der Ezenbach ao. 1754 in Erbbestand übernomen,und bereits eine Mühle dahin gebauet, welche 2 Wasserräder hat so einen Mahl und 1 Schehlgang treiben, aber weil das Wasser zu schwach, nicht miteinander zugleich gehen können. An Pacht 6 Malter Korn gibt, eine Noth Mühle und zu gedachten Ul­richs ohnweit davon stehenden alten Mühle zugehörig ist, zu welcher letztern aber und folglich auch zu dieser neuen. Keine gewie­ße Dörfer gebannet, adahero sie von nächstgelegenen Zweibrück: Orthen, welche im Land mahlen dörfen wo es ihnen gefällig, ihre Nahrung ziehet. Gibt der Müller zu vernehmen, daß, weilen ein Mahlgast viel der ander wenig mahle, er den Überschlag nicht zu ma­chen vermöge, wie viel Mahlgäste er in dieser neuen Mühle jährl: befördern könne, wohl aber könne seyn, daß er, einen Tag in den anderen gerechnet, nur 6 Faß schwehren Frucht mahlen könne, weilen im Somer das Wasser zu schwach werde.“



Ulrich, Hanß Velten:

um 1647 Müller in Frankenthal; der Witwer Ulrich heiratet am 10.2.1647 in Frankenthal die Katharina Seckler, Witwe des Bartholo­mäus Seckler, gewesenen Bürgers von Kaiserslautern (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 40 Nr. 646); wird am 6.11.1647 als „Wassermüller“ zu Frankenthal genannt (vgl. Stadtarchiv Kaiserslautern: Ratsprotokolle Kaiserslautern; Herzog: Kai­serslautern 1620-1650, a.a.O., S. 88, Nr. 1474).



Ulrich, Nickel:

s. Ulbrich, Nickel



Ulrich, Peter:

um 1809 Müller und Eigentümer der Tausendmühle in Bruchmühlbach; °° mit NN. Munzinger, der Tochter des Bruchmühlbacher Schultheißen und Müllers auf der Tausendmühle, Johann Adam *Munzinger (vgl. Gortner: Bruchmühlbach, a.a.O., S. 91).



Ulrich, Peter:

geb. 7.1.1835 Jettenbach; ab 1864 Müller auf der Lebecksmühle in Gries. °° mit Margarethe Hertel aus Jettenbach. Peter *Ulrich und seine Frau Margaretha geb. Hertel, kamen 1864 durch Kauf in den Besitz der Lebecksmühle in Gries.



Umbscheiden, Marie Charlotte:

geboren in Meisenheim (?) - 17.11.1792 Kaiserslautern; Tochter von Oberamtsphysikus Dr. med. Georg Karl *Umbscheiden und Charlotte Elisabeth Beck; Eheschließung am 29.12.1754 in Meisenheim mit dem Apotheker Heinrich Ludwig Fließen (9.10.1712 Kaiserslautern - 13.3.1788 Kaiserslautern); Mutter der Magdalene *Fliesen (vgl. Biundo: Pfarrerbuch, a.a.O., S. 521 Anm. zu Nr. 6057) und des Unternehmers und Müllers auf der Waschmühle Kaiserslautern, Carl Ludwig *Fliesen.


Nach dem Tod von Ludwig Heinrich Fliesen übertrug seine Witwe Maria Charlotte Fliesen, geb. Umbscheiden (1731-1792) im Jahre 1784 an ihren Sohn Carl Ludwig Fliesen (1757-1824) für 12.200 Gulden "meine auf der sogenannten Wasch liegende Borden Mühl (Anm.: Waschmühle in Kaiserslautern) nebst Borden, Schopfscheuer und Stallung wie auch die zu dieser Mühl gehörige ohngefehr 5 Morgen Wiesen und 6 Morgen Äcker" sowie mehrere Ackergrundstücke. Carl Ludwig Fliesen war wie sein Vater kurfürstlicher Obereinnehmer sowie Stadtrentmeister und Kirchenältester der reformierten Gemeinde Kaiserslautern. Er war sehr vermögend und lieh der Stadt Kaiserslautern 1793 die Summe von 1.000 Gulden (fl.) (vgl. Eugen Reis, Kaiserslautern im 18. Jahrhundert. Die Men­schen, die in den familienkundlichen Quellen der Stadt erwähnt werden. Einheimische, Eingepfarrte, Fremde, Teil 1, Kaiserslautern 2000, S. 262).



Ummel, Johann:

um 1769; Schwiegersohn des *Balthasar Hafen (aus Frankenstein); dieser ersteigerte für Johann Ummel 1769 die Bannmühle in Har­denburg; Ummel zog nach Erpolzheim, wo er 1772 und 1779 genannt wird (vgl. Buchert, Heinrich: Die Unternehmer im Isenachtal und Umgebung im 18. Jh.; in: Pfälz. Fam.- u. Wappenkunde, 1952, S. 38). Hafen verkaufte 1778 die Mühle in Hardenburg an Johan­nes Behret aus Hardenburg, der schon 2. Jahre lang Pächter der Mühle war. Johannes Behret übernahm dabei die Schulden des Johan­nes Ummel an den Handelsmann Blankhart von Mannheim in Höhe von 2500 fl.


In der Erpolzheimer Mühle befand sich bis zu deren Abriß 1994 ein Schlußstein mit bekröntem Wappen und den Buchstaben HVMV sowie der Jahreszahl 1762 am Sturz über der Haustür des Wohnhauses uf der Westseite des Hofes (vgl. Baer, Claudia: Die sogenann­te Wernzsche Mühle in Erpolzheim, der langsame Verlust eines Kulturdenkmals; in: Denkmalpflege in Rheinland-Pfalz. 47/51 (1992/1996), S. 137-140). Die Bezeichnung auf dem oben genannten Schlußstein HVMV (vgl. Baer, Claudia: Die sogenannte Wernz­sche Mühle in Erpolzheim, der langsame Verlust eines Kulturdenkmals; in: Denkmalpflege in Rheinland-Pfalz. 47/51 (1992/1996), S. 137) könnte auf den Müller Johann Ummel hindeuten (HV = HU, Hans = Johann Ummel) ++++klären++++. Johann Ummel war war der Schwiegersohn des *Balthasar Hafen (aus Frankenstein); dieser ersteigerte für Johann Ummel 1769 die Bannmühle in Harden­burg; Ummel zog (offensichtlich wegen Verschuldung) nach Erpolzheim, wo er 1772 und 1779 genannt wird (vgl. Buchert, Hein­rich: Die Unternehmer im Isenachtal und Umgebung im 18. Jh.; in: Pfälz. Fam.- u. Wappenkunde, 1952, S. 38).



Ummel, Johannes:

vor 1728 Wartenberger Mühle; seine Witwe [† vor 1730) hatte den Müller Heinrich *Krehbiel geheiratet, der nach ihrem Tod um 1730 in zweiter Ehe mit der Gertraude Lichti verheiratet war (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 303); nach a.A. war Gertraude Lichti die Witwe Ummel und hatte um 1728 den Müller Heinrich Krehbiel geheiratet (vgl. Krehbiel, Howard E.: “From Troubled Times, Elverson: Olde Springfield Shoppe, 1994, S. 48).



Unger, Elisabetha:

geb. auf der Papiermühle Unger in Gleisweiler - ++++; ab ca. 1829 auf der Papiermühle in Sarnstall; °° mit dem Papiermüller in Sarnstall Johannes *Knauber († 1840 err.). Tochter des Philipp Leonhard *Unger und der Magdalena Cordier; Schwester des Papiermüllers in Weidenthal Philipp Unger (vgl. Neumer: Bürgerbuch Hochspeyer, a.a.O., S. 179); Schwester des Papiermüllers *Heinrich Unger aus Gleisweiler (vgl. Buchmann GmbH Geschäftsleitung: Papiermühle im Wasgau, Sarnstall 1961, ohne Seitenangabe). Mutter der Elisabeth Knauber (°° um 1848 mit dem Papiermüller Franz Hauck aus Schwarzenacker) (vgl. Buchmann GmbH Geschäftsleitung: Papiermühle im Wasgau, Sarnstall 1961, ohne Seitenangabe).


Im „Eilboten Landau“ wird am 6.6.1840 die Versteigerung der Papiermühle Sarnstall für den 30.6.1840 annonciert: „ … läßt die Frau Elisabetha Unger, Witwe des verlebten Johannes *Knauber, ihre zu Sarnstall bei Annweiler an der Queich gelegene Papiermühle mit zwei Bütten, Hollender, Stampfgeschirren, Lumpenschneider und überhaupt allen zur Papierfabrikation gehörigen Geräthschaften; dann denen dazu gehörigen Oeconomie-Gebäuden, schönem Pflanz- und Obstgarten … versteigern. Die Mühle und dazu gehörigen Gebäulichkeiten sind neu und solid gebaut, und die vorhandene Wasserkraft gestattet die Umwandlung zu jedem anderen Werke, falls man die darin sehr vorteilhafte Papierfabrikation nicht fort betreiben wollte. Durch die Vollendung der neuen Kunststraße von Land­au nach Zweibrücken ist dem Verkehr eine große Erleichterung geworden ...“ (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 6.6.1840, Beilage zu Nr. 23).


Nach dem Tod des Papiermüllers Jakob *Knauber verpachtete dessen Witwe Elisabetha *Unger die Papiermühle Sarnstall von 1837-1843 an ihren Bruder Heinrich Unger von der Papiermühle Gleisweiler (vgl. Buchmann GmbH Geschäftsleitung: Papiermühle im Wasgau, Sarnstall 1961, ohne Seitenangabe). +++klären : die Pachtdauer ist mit der Versteigerung schwer in Einklang zu bringen, die Versteigerung schlug wohl fehl+++


Elisabeth Unger verw. Knauber heiratet in 2. Ehe den aus Neustadt Stammenden Formenmacher Gabriel Fey, der nach Ablauf des Pachtvertrages die Papiermühle Sarnstall, der auch eine Mahlmühle angegliedert war, übernahm (vgl. Buchmann GmbH Geschäfts­leitung: Papiermühle im Wasgau, Sarnstall 1961, ohne Seitenangabe).


Im Revolutionsjahr 1848 schloß sich der Papiermüller Franz *Hauck aus Schwarzenacker den revolutionären Demokraten und Frei­schärlern an und wurde im Gefecht bei Rinnthal am 17.6.1849 verwundet. Um den preußische Truppen, die die Pfalz besetzt hatten, nicht in die Hände zu fallen, flüchtete er in die Sarnstaller Papiermühle, wurde versteckt gehalten und gesund gepflegt. Es entwickel­ten sich in dieser Zeit „zarte Bande“ mit Elisabeth Knauber, der Tochter des verstorbenen Papiermüllers Jakob Knauber und der Eli­sabetha Unger, der Stieftochter des Papiermüllers Gabriel Fey. 1850 übertrug Elisabeth Unger ihrer Tochter Elisabeth, nunmehr verh. Hauck und dem Schwiegersohn Franz Hauck, die Papiermühle Sarnstall (vgl. Buchmann GmbH Geschäftsleitung: Papiermühle im Wasgau, Sarnstall 1961, ohne Seitenangabe).



Unger, Heinrich:

geboren 1798 (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S 78); Sohn des Philipp Leonhard *Unger und der Magdalena Cordier; Bruder des Papiermüllers in Weidenthal Philipp Unger (vgl. Neumer: Bürgerbuch Hochspeyer, a.a.O., S. 179); Bruder der Elisabetha *Unger (°° mit dem Papiermüller Jakob *Knauber von der Papiermühle Sarnstall (vgl. Buchmann GmbH Geschäftsleitung: Papier­mühle im Wasgau, Sarnstall 1961, ohne Seitenangabe).


Betreiber der Papiermühle Unger (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 77); er kaufte 1818 die Kestenmühle bei Bad *Gleisweiler (vgl. Arnold, Hermann: Landschaft und Geschichte im Umkreis des Teufelsberges (Teil 2); in: Pfälzer Heimat 1980, S. S. 21). °° mit ++++; Vater des Heinrich Friedrich Unger (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 79).


Nach dem Tod des Papiermüllers Jakob *Knauber verpachtete dessen Witwe Elisabetha *Unger die Papiermühle Sarnstall von 1837-1843 an ihren Bruder Heinrich Unger von der Papiermühle Gleisweiler (vgl. Buchmann GmbH Geschäftsleitung: Papiermühle im Wasgau, Sarnstall 1961, ohne Seitenangabe).


Photo:

- Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 78



Unger, Philipp:

um 1804 Neustadt; Sohn des Papiermüllers Philipp Leonhard *Unger und der Magdalena Cordier; Bruder des Papiermüllers in Gleisweiler Heinrich *Unger; Papierfabrikant in Weidenthal; °° am 12.7.1827 in Frankenstein mit Anna Maria Hafen (*4.4.1806; Tochter des Revierförsters und Mühlenbesitzers Johann Matthäus *Hafen und Enkelin des Bannmüllers in Hardenburg Balthasar *Hafen) (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 179).



Unger, Philipp Leonhard:

geboren 1769 in Neustadt; - ++++ er kaufte die Mühle im Hainbachtal bei Gleisweiler, die er zu einer Papiermühle ausbaute (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 76 mit Photo S. 77). °° mit Magdalena Cordier (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemein­de Hochspeyer, a.a.O., S. 179); Vater des Papiermüllers Heinrich *Unger (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 77 und 79), des Papierfabrikanten in Weidenthal Philipp *Unger (vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 179) und der Elisabetha *Unger von der Papiermühle Sarnstall.



Ursel, Hans Velten:

s. Hans Velten *Orsel



Ursel, Johannes:

nach 1617 Müller auf der Mahlmühle am Woogdamm in Rodenbach bei Kaiserslautern; er erhielt 1617, nach der Brandschatzung der Mühle, einen Erbbestandsbrief erhielt und hat die Mühle wohl wieder aufgebaut (vgl. Scheuermann: Rodenbach. Geschichte eines Dorfes, a.a.O., S. 180).



Ursel, Johannes (1):

ab 1656 Müller auf der Mahl- und Bordenmühle am Woogdamm in Rodenbach bei Kaiserslautern; er könnte ein Nachfahre des Jo­hannes Ursel sein, der 1617, nach der Brandschatzung der Mühle, einen Erbbestandsbrief erhielt und die Mühle wohl wieder aufge­baut hat (vgl. Scheuermann: Rodenbach. Geschichte eines Dorfes, a.a.O., S. 180).


1656 bewarben sich ein Wagner namens Steinmetz [Anm.: = Balthasar *Wagner; (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 124 Nr. 3455). und ein Johannes *Ursel um die zerstörte Mühle und erhielten einen Erbbestandsbrief, der in einer Abschrift von 1718 erhalten ist (vgl. Scheuermann: Rodenbach. Geschichte eines Dorfes, a.a.O., S. 182-185).


Johann Ursel (auch Orsel, Orschel, Urschel) erhält zusammen mit Balthasar Wagner durch Pfalzgräfin Maria Eleonore am 23.8.1656 die ruinierte Mahlmühle in Rodenbach als Mahl- und Bordmühle in Erbbestand; den Kaufschilling von 50 fl verdienen sich beide durch Zimmerarbeiten an Kaisers- und Gallappwoog bei Kaiserslautern (vgl. LA Speyer Kurpf. Urk. A2/1578/4; Herzog: Kaiserslau­tern 1651-1681, a.a.O., S. 124 Nr. 3455). Johann Ursel wird 1656 und 1684 als Gemeinsmann in Weilerbach geschatzt (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 124 Nr. 3455).


Anm.: die Differenzierung in die Müller Johannes 1-3) Ursel ist bisher urkundlich nicht belegt und ergibt sich nur den Rückschlüssen aufgrund der Zeitabläufe.


Er ist wohl Vater des Müllers Johannes (2) *Ursel, dessen Witwe 1734 verstorben ist (err. aus LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29).


Vater auch des Müllers in Schrollbach, Hans Velten *Orsel vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 124 Nr. 3455).



Ursel, Johannes (2):

Müller auf der Mahl- und Bordenmühle am Woogdamm in Rodenbach bei Kaiserslautern; er dürfte der Sohn des Müllers Johannes (1) Ursel sein, der 1656 die zerstörte Mühle am Woogdamm wieder aufgebaut hat (vgl. dazu Scheuermann: Rodenbach. Geschichte eines Dorfes, a.a.O., S. 182-185).


Anm.: die Differenzierung in die Müller Johannes 1-3) Ursel ist bisher urkundlich nicht belegt und ergibt sich nur den Rückschlüssen aufgrund der Zeitabläufe.


Wie sich aus der Mühlenbeschreibung von 1734 war er verheiratet mit NN, seine Witwe († 1734) war in 2. Ehe mit dem Müller Peter Boßon verheiratet. In der Mühlenbeschreibung des Oberamts Lautern von 1739 (LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29) wie folgt be­schrieben: “ist am 20.8.1656 dem Johannes Ursel in Erbbestand gegeben worden, dessen Erben auch bisher solche besessen. Vor 5 Jahren ist Ursels nachgelassene Wittib verstorben, verheiratet mit Peter Boßon, welcher das Mühlwesen für die Kinder aus erster Ehe verwaltet. Die Mühle hat 1 Mahlgang und gibt 6 Malter Korn als Pacht.” (zitiert nach Weber: Mühle und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 238).



Ursel, Johannes (3):

vor 1760; Müller auf der Mahl- und Bordenmühle am Woogdamm in Rodenbach bei Kaiserslautern; er dürfte der Sohn des Müllers Johannes (2) Ursel und der NN. († 1734; °° II mit Peter Boßon) sein.


Anm.: die Differenzierung in die Müller Johannes 1-3) Ursel ist bisher urkundlich nicht belegt und ergibt sich nur den Rückschlüssen aufgrund der Zeitabläufe.


Er wird in einem Protokoll des kurfürstlichen Oberamts Kaiserslautern vom 7.1.1760 erwähnt, in welchem die völlig unübersichtli­chen Besitzverhältnisse geschildert sind (zitiert leider ohne Quellenangabe bei Scheuermann: Rodenbach. Geschichte eines Dorfes, a.a.O., S. 187): „.... die Beständer nämlich Joe's Urschel hinterlassene fünff Kinder und kraft solcher deren Stiefvatter Conrad Herbst wegen ¼ Theils; Jobh Koch und dessen Vormund Philipp Schmitt zu Hütschenhausen wegen ¼ Theils; Elisabetha Catharina Wagne­rin, noch ledig, wegen 1/16 Theils; Michael Wagners wegen 1/16 Theils; Adam Wagner wegen 1/16 Theils; des Adam Wagners an Ja­cob Urschel verehelichte Schwester wegen 1/16 Theils; Susanna Raabin, verehelichte Blauthin, wegen 1/16 Theils; Maria Catharina, verehelichte Dingesin, wegen 1/16 Theils; Nicol Diehl, wegen 1/16 Theils; Maria Magdalena Diehlen, geehelichte Stecking, und Pe­ter Schuff daselbst wegen 1/16 Theils.“



Ursel, Michael:

um 1739 Müller auf der Schrollbacher Mühle in Schrollbach, OT von Niedermohr; in der Mühlenbeschreibung des Oberamts Lautern von 1739 (LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29) wie folgt beschrieben: “gehört Michael Ursel, vom Großvater geerbt, hat 2 Mahl­gänge und gibt 4 Malter Korn und 2 Malter Hafer als Pacht.” (zitiert nach Weber: Mühle und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 238). ++++klären: Verwandschaftsverhältnis zu dem Müller Theobald *Nicolas, der zeitgleich die Mühle in Niedermohr betrieb, die er eben­falls von Großvater erhalten hatte+++



Urschel, Johann Jakob:

die Müllerstochter Jakobina Elisabetha Leiß (1802-1866) hatte sich mit dem Müller Johann Jakob Urschel von der Schrollbacher Mühle (heute Gerberei Göttel) verheiratet. Dieser errichtete 1835 das heute noch stehende und in den letzten Jahren von dem jetzigen Besitzer Klaus Dockendorf restaurierte Mühlengebäude in Matzenbach. Von den zehn Kindern des Ehepaares Urschel starben fünf als Säuglinge oder Kleinkinder, der Sohn Carl sowie die Töchter Carolina und Amalie wanderten später in die USA aus. Friederika und Jakobina blieben in der Heimat und verheirateten sich mit den Brüdern Peter und Jakob Leppla aus der Oberweiler-Tiefenbacher Mühle. Während Jakob Leppla die Bliesdalheimer Mühle erwarb, kam Peter 1847 in die Matzenbacher Mühle. Er gliederte der Öl-und Mahlmühle ein Sägewerk an. Von den Kindern des Ehepaars Peter und Jakobine Leppla ergriffen zwei (Peter jun. und Adolf) den Müllerberuf, einer (Jakob) betrieb das Sägewerk, eine Tochter heiratete den Rehweiler Müller Breith, eine andere den zeitweise in Neunkirchen, später in Niederkirchen bei Kaiserslautern, dann in Freinsheim tätigen Pfarrer Ludwig Theisinger. Der 1859 in der Matzenbacher Mühle geborene Sohn August Leppla studierte Geologie, wurde einer der besten Kenner der geologischen Verhältnisse in der Pfalz und machte sich als preußischer Landesgeologe einen Namen in der Wissenschaft. Der Professor und Geheime Bergrat Dr. August Leppla starb 1924 in Wiesbaden (Quelle: H. Weis; Internet-Datei Matzenbach.de/gemeinde/historik/matz.htm, Stand No­vember 2007); wohl Vater des Müllers in Matzenbach Peter *Leppla ++++noch prüfen++++

































Litera V



Vattleb, Hanß Stephan:

s. Hanß Stephan *Hartlieb,



Veit, Veith, Familie:

die unterschiedliche Schreibweise des Familiennamens ist unberücksichtigt, died Sortierung erfolgt allein nach Vornamen



Veit, Benedikt:

um 1744; Erbbeständer auf der Kirschbacher Mahlmühle nahe dem Kirschbacherhof, heute OT von Dietrichingen, östlich vom Flug­hafen Zweibrücken gelegen (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 194). Sohn des Müllers und Erbauers der Kirschba­cher Mühle, NN. *Veit.


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 196-202; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 194) wird sie zusammengefaßt wie folgt beschrieben: “wird durch die Waltz­hauser Bach (= *Felsalbe) getrieben, welche aus dem Weiher der Elschbacher Mühle bei Pirmasens entspringt; liegt 1/4 Stunde vom Hof Kirschbach entfernt, ebensoweit von der Großsteinhauser Mühl und eine halbe Stund von der Waltzhauser Mühle. Ist vor etl: Jahren gantz neu aufgebauet worden, hat drey unterschlechtige Wasserräder, wovon das eine einen Mahl-, das andere einen Schehl­gang und das 3te die Ohlig-Mühl treibet. Im Winter muß die Mühle bei hohem Wasser und im Sommer wegen trockenen Wetters zu Zeiten still stehen. Das Wasser wird durch ein Wehr mit Schließ ca. 40 Schritt oberhalb der Mühle vom Bach in den Mühlgraben ab­geleitet. Ist 1740 erbaut worden, entrichtet 10 fl. an Geld und 9 Ma. Korn an die verwitwete Herzogin in Zweibrücken (= Pfalzgräfin Karoline von Pfalz-Zweibrücken). Nur die Kirschbacher Hofbeständer sind in die Mühle gebannt. Zu Zeiten mahlen hier auch Ein­wohner umliegender Ortschaften. Der Müller handelt auch mit Mehl nach Zweibrücken. Der Besitzer, deßen Vatter die Mühle erbau­et, und vor einem Jahr verstorben, ist Benedikt *Veit, der sich mit dem, seinem Vatter unterm 11ten April 1739 außgefertigten Erbbe­standsbrief legitimiert, genießt in allen Stücken Freiheit, weil die Mühle zu dem Kirschbacher Freihof gehört; kann in die Hofweid 2 Kühe und 8 Schweine führen.”



Veith, Georg:

1732 beantragten Friedrich Stock und Georg Veith die Genehmigung zum Bau einer Mahlmühle in Dellfeld. In ihrem Antrag verspra­chen sie, bei besonderen Schäden den Wiesenbesitzern Ersatz zu leisten. Daraufhin erklärte sich die Gemeinde mit dem Vorhaben einverstanden; der Bau wurde von der herzoglichen Regierung am 18.12.1732 genehmigt. Die beiden Antragsteller Veith und Stock verkauften bald ihre Anteile an den Dellfelder Bürger und Müller Mattheis *Bischoff. Er mußte eine Pacht von 11 Malter 7 Faß Korn, 9 Malter 7 Faß Hafer und zwei Kapaunen oder 8 Batzen an die herzogliche Regierung zahlen (vgl. Gemeinde Dellfeld: Dellfeld ges­tern und heute, a.a.O., S. 77 leider ohne Angabe der Quellen).



Veith, Jakob:

um 1625; aus Contwig; 1625 als die zu Hornbach liegenden Reiterregimenter der Obristen Cratz und Schmidt von der Gemeinde Contwig eine Kriegssteuer von 992 Gulden forderten, verkaufte die Gemeinde die Mühle für 1000 Gulden; Käufer waren die altein­gesessenen Contwiger Bürger Georg Schwartz und Jacob Veith (vgl. Ortsgemeinde Contwig: 750 Jahre Contwig, a.a.O, S. 49).



Veith, Johannes:

ab 1737 Müller und Erbbeständer auf der Mühle zu Brücken/Pfalz; er kaufte die Mühle 1737 für einen Kaufpreis von 2230 fl von dem vorherigen Müller Jacob *Dahl; in der Mühlenbeschreibung des Oberamts Lautern von 1739 (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29) wird die Mühle zu Brücken wie folgt beschrieben: “hat 1722 Jacob Dahl auf eigenem Grund und Boden erbaut, 1737 an Jo­hannes Veith um 2230 fl verkauft. Sie hat 1 Mahlgang und gibt 3 Malter Korn als Pacht.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müller­handwerk, a.a.O., S. 237).



Veith, Johann Peter:

seit 1725 Müller und Erbbeständer der Mühle in Kottweiler. Die Mühle ist in der Mühlenbeschreibung des Oberamts Lautern von 1739 (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29) beschrieben wie folgt: “hat des Schultheißen zu Steinwenden Vater Johann Peter *Veith seit 1725 in Erbbestand. Die Mühle hat 1 Wasserrad und 1 Mahlgang und gibt 1 Malter Korn und 1 Malter Hafer als Pacht.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 327).



Veit, NN:

vor 1744; Müller und Erbauer der Kirschbacher Mahlmühle nahe dem Kirschbacherhof, heute OT von Dietrichingen, östlich vom Flughafen Zweibrücken gelegen (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 194). Er erhielt am 11.4.1739 einen Erbbe­standsbrief über die neu erbaute Kirschbacher Mahlmühle, Vater des Müllers und Betriebsnachfolgers Benedikt *Veit.


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 196-202; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 194) wird die Kirschbacher Mühle zusammengefaßt wie folgt beschrieben: “wird durch die Waltzhauser Bach (= *Felsalbe) getrieben, welche aus dem Weiher der Elschbacher Mühle bei Pirmasens entspringt; liegt 1/4 Stunde vom Hof Kirschbach entfernt, ebensoweit von der Großsteinhauser Mühl und eine halbe Stund von der Waltzhauser Mühle. Ist vor etl: Jahren gantz neu aufgebauet worden, hat drey unterschlechtige Wasserräder, wovon das eine einen Mahl-, das an­dere einen Schehlgang und das 3te die Ohlig-Mühl treibet. Im Winter muß die Mühle bei hohem Wasser und im Sommer wegen tro­ckenen Wetters zu Zeiten still stehen. Das Wasser wird durch ein Wehr mit Schließ ca. 40 Schritt oberhalb der Mühle vom Bach in den Mühlgraben abgeleitet. Ist 1740 erbaut worden, entrichtet 10 fl. an Geld und 9 Ma. Korn an die verwitwete Herzogin in Zwei­brücken (= Pfalzgräfin Karoline von Pfalz-Zweibrücken). Nur die Kirschbacher Hofbeständer sind in die Mühle gebannt. Zu Zeiten mahlen hier auch Einwohner umliegender Ortschaften. Der Müller handelt auch mit Mehl nach Zweibrücken. Der Besitzer, deßen Vatter die Mühle erbauet, und vor einem Jahr verstorben, ist Benedikt *Veit, der sich mit dem, seinem Vatter unterm 11ten April 1739 außgefertigten Erbbestandsbrief legitimiert, genießt in allen Stücken Freiheit, weil die Mühle zu dem Kirschbacher Freihof gehört; kann in die Hofweid 2 Kühe und 8 Schweine führen.”



Veld, Margarethe:

um 1738; von der Oppenheimer Mühle; sie ist am 9.2.1738 Patin in Weilerbach bei der Taufe des NN. Jung; Kind des Müllers Her­mann *Jung von der 1. Pfeifermühle in Weilerbach und der Elisabetha Jung geb. NN. (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Re­formiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S. 17)



Verges, NN.:

um 1778; Kriegsrat; er kaufte 1778 von Michael *Gutekunst die Dorfmühle in Ebertsheim



Vettermann, Johann Jakob:

vor 1692; vor 1692 war Johann Jakob *Vettermann der „Kaisermüller zu Neuhausen“; sein Sohn, der gleichnamige Johann Jakob Vettermann °°am 26.6.1692 in Frankfurt / Main die ebenfalls aus Worms stammende Anna Brigitta Bader, die Tochter des verstorbe­nen Bürgers und Bäckermeisters in Worms, Johann Leonhard Bader (vgl. Richter, Friedrich Wilhelm: Wormser in Frankfurt, in: PRFK 1975, S. 193).



Vockenmüller, NN.:

vor 1595; Müller auf der Vockenmühle in Patersbach/Glan und auch auf der Altenwoogsmühle bei Vogelsbach. Vater des Müllers Paulus *Vockenmüller aus Einöd, dem späteren Müller auf der Erbacher Mühle „am Herrenweiher“. 1595 bewarb sich Paulus Vo­ckenmüller aus Einöd um die Erbacher Mühle am „Herrenweiher“ Hierbei erklärte Vockenmüller der Zweibrücker Rentkammer, daß sein Vater die Vockenmühle am Patersbach und auch die Altenwoogsmühle bei Vogelbach hergerichtet habe (vgl. Deutsches Rotes Kreuz, Ortsverein Erbach-Reiskirchen (Hrsg.): Die Geschichte von Erbach, Reiskirchen, Lappentascher Hof, 1974, S. 57; Stadtarchiv Homburg/ Saar Arch.-Nr. 1638k, mitgeteilt von Frau Ilse Ringeisen).



Vockenmüller, Paulus:

aus Einöd; ab 1595 Müller auf der Erbacher Weihermühle; Sohn des Müllers NN. *Vockenmüller. 1595 bewarb sich Paulus Vocken­müller aus Einöd um die Erbacher Mühle am „Herrenweiher“ Hierbei erklärte Vockenmüller der Zweibrücker Rentkammer, daß sein Vater die Vockenmühle am Patersbach und auch die Altenwoogsmühle bei Vogelbach hergerichtet habe. Die Zweibrücker Beamten hatten jedoch Bedenken gegen Vockenmüller, der „ein gar seltsamer Gast“ sei. Ein weiteres Bedenken resultierte aus der Tatsache, daß die Frau des Paulus Vockenmüller ihr Heimatdorf Einöd nicht verlassen wollte. Dennoch erhielt Vockenmüller 1596 die Mühle im Erbbestand verliehen, ihm wurde ein Erbbestandsbrief erteilt. Bald hatte Vockenmüller jedoch wirtschaftliche Schwierigkeiten und suchte um Ermäßigung der Erbpacht nach. Hintergrund war die Tatsache, daß die Erbacher Mühle keine Bannmühle war, und die Einwohner von Erbach nach Limbach gebannt waren (vgl. Deutsches Rotes Kreuz, Ortsverein Erbach-Reiskirchen (Hrsg.): Die Ge­schichte von Erbach, Reiskirchen, Lappentascher Hof, 1974, S. 57; Stadtarchiv Homburg/Saar Arch.-Nr. 1638k, mitgeteilt von Frau Ilse Ringeisen).



Voelcker, Johann Heinrich:

der erste namentlich bekannte Müller auf der Bötzigmühle Edenkoben war Johann Heinrich *Voelcker; er kaufte 1817 die Steegmüh­le/Eichmühle in Edenkoben von den Erben des verstorbenen Steegmüllers Johann Jakob VI. Gienandt und dessen ebenfalls verstor­bener Ehefrau Maria Margaretha geb. Walter (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 290). Sein Sohn Johann Philipp *Voelcker (1801-1847) übernahm die Bötzigmühle zusammen mit der Eichmühle von seinem Vater (vgl. Ursch­bach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 289).


Als Johann Jakob VI. Gienandt und seine Ehefrau Maria Margaretha geb. Walter († 1817) gestorben waren, erwarb der Müller auf der Edenkobener Betzigmühle, Johann Heinrich Voelcker die Steegmühle/Eichmühle in Edenkoben von den Erben des verstorbenen Steegmüllers Johann Jakob VI. Gienandt und dessen ebenfalls verstorbener Ehefrau Maria Margaretha geb. Walter für 10010 fl. (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 290; vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 23 vom 20.3.1818, S. 155).


°° mit NN.; Vater des Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Steegmühle und der Bötzigmühle, Johann Philipp Voelcker (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 289).



Voelcker, Johann Philipp:

1801 Edenkoben – 1847 Edenkoben; Müller auf der Steegmühle/Eichmühle in Edenkoben und der Bötzigmühle Edenkoben; Sohn des des Edenkobener Müllers Johan Heinrich *Voelcker (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 289).


°°mit NN; Vater des Müllers und Schultheiß in Edenkoben, Philipp Heinrich *Voelcker



Voelcker, Philipp Heinrich:

geb. 1832 auf der Bötzigmühle Edenkoben (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 289) - +++ Mül­ler auf der Steegmühle in Edenkoben und Schultheiß in Edenkoben.


Voelcker's Enkel, Philipp Heinrich Voelcker lebte nach dem Verkauf der Betzigmühle auf der Eichmühle. Er war ab 1884 Bürger­meister von Edenkoben. Die Mühle war bis 1901 in Betrieb, seit 1865 auch mit Dampfkraft angetrieben. Zum Mühlenbetrieb gehörte auch eine Hanfreibe. Der Schwiegersohn des Bürgermeisters Voelcker, Friedrich Andrea eröffnete in dem Mühlenanwesen ein Haus­haltswarengeschäft. Im Jahre 1951 kaufte die Firma Gustav Lehndorff das Anwesen, riß die alten Gebäude nieder und baute ei mo­dernes Möbelhaus an ihre Stelle (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 290).



Völcker, Andreas:

ab 1723 Müller auf der Oberen Galckmühle in Speyer. Er erhält am 28.8.1737 vom Allerheiligenstift Speyer einen Erbbestandsbrief über die Obere Galckmühle (vgl. Stadtarchiv Speyer Best. U1 Nr. 1037 Erbbestandsbrief vom 28.8.1737): „Wir Dechant und Capitul des Collegiat-Stifts der Allerheyligsten Dreyfaltigkeit und zu allen Seyligen in Speyer, bekennen hiermit …. mit diesem brieff, …. zu einem wahre und rechte Erbbestand gegeben und verliehen habe, … dem Ehrsamen Andreas Völcker bürgern der freyen Reichsstatt Speyer, und Anna Elisabetha Seiner Eheliche Haußfraue .. und allen ihre rechtmäßige Erbe, Unser frey ledig und eigen ohnversetzt noch verpfändete an der Leimen Grube gelegene sogenannte [obere] Galck Mühle ….“.



Völcker, Christoph:

1699 ist in Speyer der Christoph Völcker als Müller auf der Schießberger Mühle in Speyer und Bürger erwähnt (vgl. Hartwich, Wolf­gang: Die Wiederbesiedlung der Stadt Speyer 1698-1750, Dissertation, Heidelberg 1965, S. 63 mit Register erstellt von Schmitt, Al­bert und Rudolf H. Böttcher, PRFK Band14 Heft 3, S. 139 ff). +++klären, welche der beiden Schießberger Mühlen++++:; ein Haus in der Jakobsgasse Nr. 9, der späteren Heydenreichstraße; 1698 wird noch als Angrenzer von Rubin das Waisenhaus genannt. Völcker ist 1699 Bürger in Speyer (vgl. Hartwich, a.a.O., S. 63).



Völcker, Friedrich:

31.3.1816 Mußbach - ++++; ev.; Müller in +++klären++++; Sohn von Johann Wilhelm Völcker und Maria Eva Hellmer; °° am 20.6.1844 in Dannstadt mit Katharina Barbara Becker (geb. 4.3.1817 Dannstadt; Tochter des Ackermanns in Dannstadt Jakob Wil­helm I. Becker und Salome Lavenant) (vgl. Seelinger: Familien in Dannstadt und Schauernheim, a.a.O., S. 639 Nr. 2741).



Völker, Nikolaus:

um 1777 Oelmüller in Edenkoben


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 915/9, )15/10, )15/11, 915/12: „Acta in Sachen des Müllermeisters Friedrich Guenandt ./. den Öelmüller Nicolaus Völker wegen eines Oelmühlenbaues, 1777-1793



Voges, Balthasar:

um 1736; Müller der Schönauer Mühle im Amt *Wegelnburg; ihm wurde die Mühle durch Erbbestandsbrief vom 19.6.1736 übertra­gen (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 235; Schultz: Schönau, a.a.O., S. 123, 155). Bereits 1730 als Bürger in Schönau erwähnt. Er zieht später auf die Ziegelhütte nach Lembach (vgl. Schultz: Schönau, a.a.O., S. 123).



Vogt, Andreas:

geb. 1640 ? Frankenland – 1666 Marnheim; reformiert; Müller in Marnheim auf der Mühle Armknecht; °° am 13.1.1663 in Marn­heim mit der Müllerstochter Anna Catharina Armknecht (Tochter des Müllers in Marnheim Hanß Jacob Armknecht und der Gertrud NN.) (vgl. Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 5.8.2011; ref. KB Marnheim).



Voltz, Abraham:

ab 1722 und noch 1729 Müller auf der Hohenecker Mühle. Diese ist in der Mühlenbeschreibung des Oberamts Lautern von 1739 (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29) beschrieben wie folgt: “hat 1 Mahlgang, gibt 8 Malter Korn jährlich als Pacht. Erbbe­ständer ist laut Brief vom 5. Dezember 1722 Abraham Volz.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 327).


Er dürfte des Sohn des Müllers auf der Hohenecker Mühle NN. Voltz und der „Elisabeth Voltzin, Müllerin von der Honnecker Mühl“ sein; diese ist am 9.11.1716 im reformierten Kirchenbuch Otterberg als Patin eingetragen (vgl. Rink, Franz: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg 1650-1802, a.a.O., S. 10493 Nr. 835)



Voltz, Franz Henrich:

aus Annweiler; Besitzer der Wachtelsmühle Annweiler; an Weihnachten 1711 brannte das Mühlgebäude der Wachtelsmühle völlig ab. Der Besitzer Franz Henrich *Foltz aus Annweiler baute sie wieder auf (Lohmühle und Hanfreibe) und übertrug die Wappenschmiede 1722/31 an Heinrich Gienanth, der auch Weinausschank betrieb. Foltz verkaufte die Mühle 1732 an den Papiermüller Johann Georg *Maurer aus Schwarzenacker, der nun eine Papiermühle errichtete (vgl. Biundo, Georg und Heß, Hans: Annweiler, Geschichte einer Reichsstadt, a.a.O., S. 139/140). 1731 übernahm er die ruinöse Sägemühle und frühere Wappenschmiede in Rinnthal und 1731 bean­tragte die Erlaubnis, die in Kriegszeiten verfallene Wappenschmiede wieder aufbauen zu dürfen. Als Begründung gab er u.a. an, die Einrichtung für eine Waffenschmiede habe er von der verkauften Wachtelsmühle in Annweiler.


Hintergrund: Foltz war zunächst Beständer auf der Wachtelsmühle Annweiler gewesen. An Weihnachten 1711 brannte diese völlig ab. Der Besitzer Franz Henrich Foltz/*Voltz aus Annweiler baute sie wieder auf (Lohmühle und Hanfreibe) und übertrug die Wap­penschmiede 1722/31 an Heinrich Gienanth, der auch Weinausschank betrieb. Foltz verkaufte die Mühle 1732 an den Papiermüller Johann Georg *Maurer aus Schwarzenacker, der nun eine Papiermühle errichtete (Annweiler 1968), S. 139/140; Weber: Mühlen be­sonderer Art, a.a.O., S. 85/86). Die nicht mehr benötigte Einrichtung der Wappenschmiede auf der Wachtelsmühle hatte Voltz offen­sichtlich beim Verkauf übernommen und wollte hiermit nun eine Wappenschmiede in Rinnthal errichten. Der Plan klappte zunächst nicht. Voltz erhielt allerdings 1733 die Konzession für den Bau einer Ölmühle. 1746 wurde dann auch die Wappenschmiede geneh­migt und eingerichtet. (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 275).


Foltz besaß wohl auch die Waffenschmiede zu Rinnthal (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 1280/1: „Waffenschmiede des Franz Foltz zu Rinthal, 1731“). +++klären++++



Voltz, Hanß Peter:

Am 12.2.1703 wird Hanß Peter Voltz, der Müller auf der Kaisermühle in Kaiserslautern, als Pate bei der Taufe des Johann Peter Pfaf­fe, dem Sohn des Spitalmüllers in Kaiserslautern, Henrich Pfaff. Voltz ist seit vor 1698 verheiratet mit Ottilia Wagner, der Witwe des Theobald Pfaff (s. Debold *Pfaff) ; die Eheleute Voltz sind am 8.3.1705 in Ramstein Paten bei der Taufe des Johann Peter Foltz, dem Sohn des Abraham Foltz und Juliana NN.(vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 53 Nr. 4445).



Voltz, Henrich:

s. Henrich *Foltz



Voltz, Johann Daniel:

um 1736 „von der Hohenecker Mühle“; er ist am 19.3.1736 Pate in Elmstein bei der reformierten Taufe des Johann Daniel Knapp, Sohn von Johann Jacob Knapp und der Anna Elisabeth (vgl. Ullrich, Bernhard: Ortsfremde im reformierten Kirchenbuch Elmstein 1724-1798; in: PRFK 2010, S. 147).



Voltz, Peter:

Müller auf der Hohenecker Mühle; 1656 erstmals urkundlich erwähnt „Außgab Geltt …. Vor Arbeit Zur Mühlen und im hauß“, „Pet­ter Voltz außer der Müllen“ (vgl. LA Speyer: Kurpfalzrechnungen, Nr. 570a Bl. 17; Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 287)


Peter Foltz (Voltz) wird am 10.9.1666 an Stelle von Joh. Ritting der Marktpfortentürmer in Kaiserslautern (vgl. Herzog: Kaiserslau­tern 1651-1681, a.a.O., S. 59 Nr. 2601).



Voltz, Philipp:

zeitweise Bordschnitter auf der Bordmühle Kaiserslautern


Am 2.3.1661 erhält er aus dem Almosenfonds Kaiserslautern 10 bl 8 d für fünf geschnittene vier „gehauene Schwarten“, die er gelie­fert hat, „zum Almosenhaus verbraucht“ (vgl. Almosenrechnung Kaiserslautern; Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 169 Nr. 2602).


1664 ist Philipp *Voltz der Bordschnitter „zu Mühlen“ (Mühlstraße; er will sich ab 20.6.1664 für einige Zeit in Kaiserslautern aufhal­ten (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 59 Nr. 2602).



Voltz, Velten:

um 1613 Müller in Dürkheim ++++klären: welche Mühle++++; er nahm als Gast an der Hochzeit der Tochter des Schultheißen Christoph Pflüger von Hochspeyer teil (vgl. Ludt: Hochspeyer, a.a.O., S. 71). Velten Voltz, Bürger und Müller zu Dürkheim, war 1614 vor dem Kallstadter Gericht (gräflich leiningischer Oberhof zu Kallstadt) beklagt worden. Gegenstand des Prozesses war ein Geh- und Fahrtrecht, welches Hans Göfften, Büttel zu Ungstein, an einem Feld des Beklagten Voltz in der Pfeffinger Gemarkung, auf dem Spielberg gelegen, geltend machte. Voltz hatte auf dem früheren Acker einen Wingert angelegt und den Durchgang versperrt. Mit Urteil des Kallstadter Gerichts am Gerichtstag 27.4.1614 wurde Voltz verurteilt, das Geh- und Fahrtrecht zu dulden, weil das Recht seit mehr als 30 Jahren, d.h. seit unvordenklicher Zeit bestanden hatte. Außerdem wurden ihm die Gerichtskosten auferlegt (vgl. Görtz, Hans-Helmut: Das Kallstadter Gerichtsprotokollbuch 1563-1740, Neustadt/Weinstraße 2010, S. 338, 340).


























Litera W




Waal, Christina:

sie stammt aus der Neumühle bei Steinbach am Donnersberg; Tochter des NN. Waal; °° 1733 mit dem angestellten Müller auf der Paulengrunder Mühle in Kübelberg Christian Truer (vgl. Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, a.a.O., S. 31 und S. 44 Anm. 24).



Wachenheim, Philipp Freiherr von:

erwarb 1615 die Unterste Mühle in Monsheim; er verstarb am 29.10.1635 im Alter von 64 Jahren und wurde in der Kirche von Neu­leiningen beigesetzt (vgl. Würth: Wachenheim a.d. Pfrimm, a.a.O., S. 121). In der Kirche von Neuleiningen an der Südwand befindet sich der Epitaph des Philipp Friedrich von Wachenheim, gest. 29. Okt. 1635. (Photo und Beschreibung: s. Kunstdenkmäler: Stadt und Landkreis Frankenthal, a.a.O., S. 413).



Wagenberger, Georg:

Um 1679 ist Georg Wagenberger als Müller in Pfeffingen; °° mit Sara NN.; sein Sohn Georg Frantz Wagenberger wird am 6.7.1679 getauft (vgl. ref. KB Erpolzheim; Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 182 Nr. 3276a).



Wagener, Johann Bernhard:

um 1746 Müller auf der Mühle in Steckweiler; „am 2.1.1746 wurde dem Müller zu Steckweiler, Bernhard Wageners Sohn, eine Tochter geboren, die den Namen Maria Magdalena erhielt“ (vgl. reformiertes KB Dielkirchen, zitiert bei (vgl. Dhom: Dietz, Wein­kauf, Anhäuser. Familiennamen aus d. Mühle zu Steckweiler; in: PRFK 1977, 448).


Es handelt sich bei dem im KB angegebenen „Bernhard Wagener“ um den Johann Bernhard Wagener (~ am 25.9.1724 in Dielkir­chen), Sohn von Bernhard Wagener und Anna Catharina NN. (vgl. Internetdatei www. familysearch.org). Die Eheleute Bernhard Wa­gener und Anna Catharina Wentz heiraten am 27.12.1708 in Dielkirchen (vgl. Internetdatei www. familysearch.org).



Wagner, Balthasar:

vor 1684 Rodenbach (err.); vor 1656 Hintersasse in Kaiserslautern; Steinmetz in Kaiserslautern (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 124 Nr. 3455 und S. 124 Nr. 3456); er klagt am 22.1.1650 vor dem Stadtrat in Kaiserslautern gegen Peter Seckler; hat am 23.11.1652 an der Behausung des Simon Christman in Kaiserslautern gearbeitet; soll sich nun innerhalb von 14 Tagen erklären, ob er Bürger werden will; „hat lange Zeit die bürgerliche Gerechtigkeit genossen“ (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 88 Nr. 1476).


1656 bewarben sich ein Wagner namens Steinmetz [Anm.: = Balthasar *Wagner; (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 124 Nr. 3455). und ein Johannes *Ursel um die zerstörte Mühle und erhielten einen Erbbestandsbrief, der in einer Abschrift von 1718 erhalten ist (vgl. Scheuermann: Rodenbach. Geschichte eines Dorfes, a.a.O., S. 182-185).


Johann Ursel (auch Orsel, Orschel, Urschel) erhält zusammen mit Balthasar Wagner durch Pfalzgräfin Maria Eleonore am 23.8.1656 die ruinierte Mahlmühle in Rodenbach als Mahl- und Bordmühle in Erbbestand; den Kaufschilling von 50 fl verdienen sich beide durch Zimmerarbeiten an Kaisers- und Gallappwoog bei Kaiserslautern (vgl. LA Speyer Kurpf. Urk. A2/1578/4; Herzog: Kaiserslau­tern 1651-1681, a.a.O., S. 124 Nr. 3455). Johann Ursel wird 1656 und 1684 als Gemeinsmann in Weilerbach geschatzt (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 124 Nr. 3455).


°° am 8.9.1619 in Frankenthal mit Maria, Witwe des Bastian Wilhelm; seine Witwe wird 1684 in Rodenbach geschatzt (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 124 Nr. 3456).



Wagner, Catharina:

4.6.1830 Hermersberg - ++++ Schauerberg (?); Tochter von Franz Wagner und Elisabeth Germann; durch Heirat seit 24.7.1847 Mül­lerin auf der Schwanenmühle bei Horbach; °° I am 24.7.1847 mit dem Schwanenmüller Heinrich (3) *Klug; aus der Ehe stammen die Kinder Katharina Klug (geb. 12.7.1848 Horbach) und Heinrich Klug (geb. 13.5.1850 Horbach) (vgl. Fremgen: Bürger- und Familien­buch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 224). Heinrich (3) *Klug verunglückte jedoch bereits (bei einem Jagd­unfall) am 18.10.1849 tödlich (vgl. Internetdatei: www. familieklugweselberg.de iVm. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Ver­bandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 224). °° II 1851 den Müller Nikolaus Lenhard. Aus ihrer zweiten Ehe gingen 10 Kinder hervor (vgl. Internetdatei: www. familieklugweselberg.de). Nikolaus Lenhard soll ein fleißiger und sparsamer Mann gewesen sein. Er erneuerte Mehl- und Sägemühle und fügte eine Schnapsbrennerei hinzu. Lenhard war auf der Mühle nur Pächter und es war ihm bewußt, dass nach seinem Tod, sein Stiefsohn Heinrich (4) *Klug wieder die Schwanenmühle, das Erbe seiner Väter, überneh­men würde. Kurz vor seinem Tod 1877 übergab Lenhard an Heinrich Klug Mühle und Hofgut. Heinrich musste sich notariell ver­pflichten, in den kommenden 5 Jahren an die Familie Lenhard 68.571,40 Mark als Preis zu zahlen. Falls nicht, kam eine jährliche 5 %ige Verzinsung hinzu. Heinrich hatte die Mühle ohne flüssiges Kapital übernomen. Nach dem Tod des Nikolaus Lenhard zog sich die Witwe, mit ihren 10 Kindern, nach Schauerberg zurück, von wo Lenhard stammte (vgl. Internetdatei: www. familieklugweselber­g.de).



Wagner, Friedrich:

vor 1821 Mülle in Mußbach. Am 20.10.1821 wird auf Betreiben des Eigentümers, des Müllers aus Mußbach stammend, Friedrich Wagner, jetzt Soldat im 7. Bayerischen Linien-Infanterie-Regiment dessen Mühle in Mußbach freiwillig versteigert. In der Annonce wird die Mühle wie folgt beschrieben (vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 113 vom 20.10.1821, S. 617): „Eine Mahlmühle, lie­gend in der Gemeinde Mußbach, enthaltend im oberen Stockwerk zwey Stuben eine Küche und Speicher, im unteren das Mühl­werk nebst Stallung, Sektion h, Nro. 224, zwischen Philipp Jacob Buchert und Heinrich Scherer.“



Wagner, Hans Jakob:

er stammte aus der Hasseler Mühle (heute Sankt Ingbert-Hassel). 1736 kaufte sich Hans Jakob *Wagner von der Hasseler Mühle, in die Kirkeler Mühle ein. 1738 wurde von ihm noch eine Sägemühle angebaut (vgl. Klauck: Lexikon saarländischer Orte, a.a.O., S. 242).


Auch um 1745 war er Müller auf der Kirkeler Mahlmühle. Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 436-443) wird die Kirkler Mahl-Mühl wie folgt beschrieben: “Liegt an dem Kirkeler herrschaftlichen Weiher, unten an dem Dorf Kirkel, eine Stund von der Limbacher Weyher-Mühl und also weit von der Haseler- und Rohrbacher Mühl. Ist in ziemlichem Stand hat ein oberschlächtiges Wasserrad auf welches aus gedacht: Weyher durch ein Candel das Waßer geleitet und dadurch ein Mahlgang mit im Trillis angehängtem Schälgang getrieben wird. Bei Eiß und trockenem Wetter gehet die Mühle langsam. Bey großem Waßer hingegen kann beständig gemahlen werden. Ist anfängl: nur ein Mahlgang gewesen von dem vorigen und ersten Erbbeständer ohngefähr ao 1724 aber ein Scheelgang … angefüget worden. Die jährliche Pacht beträgt 4 Malter Korn. Das Dorff Kirkel und Neuhäußel so ein Gemeinde ausmachet, ist zu dieser Mühle gebannt und befinden sich an erstem Ort 29 und an Letzterem 6 Haußhaltungen. Die Mühle kann Ihren Bann befördern, und rechnet der Müller auf jede Haußhaltung eine in die andere Jährl: 8 Malter Frucht. Erbbeständer ist Hans Jakob *Wagner und legitimiert sich mit einem unterm 20ten Juny 1736 erhaltenen Erbbestandsbrief” (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 204).


Wagner ist auch Beständer der neben der Mahlmühle Kirkel gelegenen Sägmühle. im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. 295/5 Bl. 443-449) wird die Kirkeler Seeg- oder Schneid-Mühle wie folgt beschrieben: “Wird gleichfalls durch den Kirkler Weyher getrieben und liegt mit obiger Mahl Mühl in einem Waßer Bau, eine Stund von der Limbacher und so weit von der Haseler Seeg-Mühl. Ist in gantz gutem Stand und erst seit etwa 6 Jahren aufgerichtet worden, wird durch ein oberschlechtiges Waßerrad, so gleich der obigen Mahl-Mühl durch einen Candel aus menth: Weyher das Waßer bekomt, getrieben. Kan mit der Mahl-Mühl nur bey großem Waßer gehen, sonsten wann die eine gehet muß die andere still stehen …. Entrichtet jährlich zur Landschreiberey Zweybrücken 7 fl 7 bz 8 kr welches der bey Aufrichtung der Mühle verglichene Zinß ist. Hanß Jacob Wagner ist vermög unterm 26ten Novembr: 1738 Erbbestandsbriefs der Erbbeständer dießer Mühle. ...“



Wagner, Johann:

um 1768 Müller auf der Offenbacher Mühle in Offenbach/Queich; Sohn des Müllers in Offenbach Johann Frantz *Wagner. Die Müh­le ist im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Germersheim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7) wie folgt beschrieben: „Johann Wagner Bürger zu Ofenbach besitzet in dasiger Gemarkung auf der Queich eine Eigenthumbsmühl, welche er zur Halb­scheid von seinem Vater Georg Frantz Wagner ererbet, die andere Halbscheid aber von dem Bischöfl: Steyerische Camerrath Hrn. Catti uxoris Noé pro 1500 fl erkauft, sothane Mühl hat 2 Waßer Räder so 2 Mahl und 1 Schehlgang wechsel weis treiben, gibt jähr­lich in die Kellerey Germersheim an Erbzinß 3 Malter 5 Finsel (Anm.:Viernsel) 3 Immel Harbern, und 73 Eyer, sodann dem Stift Landau ein halb Malter Korn und 33 Xer,die Halbscheid ohnablässige Gilt, nicht weniger der Schaffnerey Mörlheim 4 fl 30 X und endlichen einem zeitlichen katholischen Pfarrer zu Ofenbach ein halb Malter Korn, überreicht dieselbe in Händen habende beide Kaufbrief sub. Nr. 15 … anliegend (Anm.: die Kaufbriefe sind nicht erhalten).“



Wagner, Johann Caspar:

um 1759 war Johann Caspar Wagner Pulvermüller in Kirchheimbolanden; er ist am 12.9.1759 in der lutherischen Kirche in Kirch­heimbolanden als Pate erwähnt: „Joh. Caspar Wagner, Pulvermüller hier“ (vgl. Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bo­landen, a.a.O., S. 201).



Wagner, Johann Frantz:

Müller auf der Offenbacher Mühle oberhalb von Offenbach/Queich; Vater des Müllers auf der Offenbacher Mühle Johann*Wagner (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7)



Wagner, Johann Georg:

aus Lachen im kurpfälzischen Oberamt Neustadt; er kaufte am 12.8.1764 die sog. Fuchslochmühle auf Oberhochstatter Gemarkung im kurfürstlichen Oberamt Germersheim (vgl. Mühlenverzeichnis für das Oberamt Germersheim vom 6.4.1768 = LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7, Bl. 14 Rückseite)


Die Mühle ist im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Germersheim vom 6.4.1768 (vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7, Bl. 14 Rück­seite) wie folgt beschrieben: „In dasiger Gemarkung auf der Queich befindet sich die sogenannte Fuchslochmühle, welche Johann Georg *Wagner Bürger zu Lachen Oberamts Neustadt vermög sub. Nro. 19 hierbey kommenden Kaufbriefs vom 12ten Aug. 1764 er­kauft (Anm.: der Kaufbrief ist nicht bei der Urkunde vorhanden), sothane Mühle wurde in ao 1723 erbauet, und muß nach Ausweis sub. Nro 20 anliegenden churfürstl: Hofcammer Consens vom 13ten 7bris (Anm.: 13. September, denn September war früher der 7. Monat des Jahres) d: a: ahn die Gefäll Verweserey annuatim 20 fl. Pro recognitione oder Waßerfall Zinß entrichten, gemelte Mühl ist mit 2 Waßer Rädter versehen, so 2 Mahl und 1 Schehlgang wechselweis treiben.“



Wagner, Johann Heinrich:

bis 1773 Müller in Ebertsheim; ihm gehörte die am Eisbach am westlichen Ortsrand gelegene Obermühle (später Bauernhof Baum) (vgl. Wahl: Ebertsheim, a.a.O., S. 111; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 271).


Um 1761 war Johann Nickel Hertel der Müller auf der Mahlmühle in Ebertsheim. In einem in Ebertsheim am 21.3.1764 gefertigten Aktenvermerk, der in Abschrift erhalten ist (vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 720 II fil. 812-13), heißt es: „Da des verschuldeten Johann Nickel Hertels dahier [Anm.: in Ebertsheim] gelegene Mahlmühle mit zugehörigem Haus, Scheuer, Stallung, Garten[,] Wieß u. Feld am 7ten dieses, auf vorgängige hinlängliche Publication und genaueste Taxation nicht .... Steigung gebracht, damals aber solche fruchtlos versucht worden [Anm. d.h. bei der Versteigerung der Mühle wurde kein ausreichender Erlös erzielt]; zwischen dieser Zeit hingegen verschiedene Liebhaber dafür im Ort bey Hochgräfl: Kanzley sich angemeldet: So hat man vor nötig erachtet, deshalb eine nochmalige Particular-Steigung anzustellen ….“. Hierbei erwarb der Johann Heinrich *Wagner die Mühle für 1001 Gulden (vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 720 II fol. 812-13).


In einem Aktenvermerk des gräflich-leiningischen Canzlei-Actuars J[ohannes ] Ilgen vom 16.12.1766 heißt: „... und dann der Mülen-Steigerer Johann Heinrich Wagner von Ebertsh: aus seinem Steigschilling Rest noch 222 fl Capital u. Zins schuldig ist, dieser nach seinen Angaben nach … um ein Moratorium gegen seinen Gläubiger … nachgesucht ...“ (vgl. LA Speyer Best.D2 Nr. 720 I fol. 59). Darauf fordert der Stiftskeller des St. Guidostifts in Speyer mit Schreiben vom 23.1.1767, dem Schuldner Wagner eine Nachfrist zu setzen und im Falle des fruchtlosen Verstreichens die Versteigerung der Mühle durchzuführen (vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 720 I fol. 66r).


Im Beedbuch I von Ebertsheim 1773, S. 158 ist „Johann Henrich Wagner des Gerichts“ als Eigentümer der Flur 5/20 eingetragen: „Eine Mahl Mühle samt Hofraith und Garten , vor dem Dorf gelegen [beforcht] nach Rhein selbsten, nach Wald =Pfarr Witthum.“ (vgl. LA Speyer Best. L35 Nr. 5 Beedbuch Ebertsheim I 1773-1806, S. 158).


Die Mühle war bis 1773 Eigentum des Johann Heinrich *Wagner, von diesem kaufte 1773 Heinrich *Weigand die Mühle (vgl. Wahl: Ebertsheim, a.a.O., S. 113).


Im Beedbuch I von Ebertsheim 1773, S. 158 ist „Johann Henrich Wagner des Gerichts“ als Eigentümer der Flur 5/20 eingetragen: „Eine Mahl Mühle samt Hofraith und Garten , vor dem Dorf gelegen [beforcht] nach Rhein selbsten, nach Wald =Pfarr Witthum.“ Im gleichen Beedbuch von 1773, S. 356 heißt es: „Henrich Weigand [hat] 1773 von Henrich Wagner erkauft, fol. 158: Eine Malle samt Hof und Garten vor dem Dorf gelegen ...“ (vgl. LA Speyer Best. L35 Nr. 5 Beedbuch Ebertsheim I 1773-1806, S. 158).


Vater der Maria Margarethe Wagner. Diese ist im Beedbuch (von Ebertsheim (1773-1806) als Grundstückseigentümerin in Eberts­heim eingetragen, wobei sie bezeichnet ist als „Henrich Wagners Tochter Maria Margaretha Wagnerin“ (vgl. LA Speyer Best. L35 Nr. 5 Beedbuch Ebertsheim I 1773-1806, S. 163).



Wagner, Johann Nickel:

um 1731 Müller (?) auf der Waldmohrer Mühle vor Konken-*Langenbach; seine Tochter Maria Catharina Wagner °° 23.1.1731 mit Christian Eydam (vgl. Bohrer, Walter u.a.: Register zu dem reformierten Kirchenbuch der Pfarrei Contwig von 1698-1764, a.a.O., S. 107).



Wagner, Mathias:

um 1730 Müller und Erbbeständer auf der Felsenmühle in Oberndorf / Alsenz; er beschäftigte Müllergehilfen; als solcher ist 1732 Christoph Mühleisen genannt; seine Tochter NN. Wagner heiratete 1746 den Müller Peter Lützenberger (vgl. Stock, Pfarrer: Ortsge­schichte von Oberndorf (auch zu Mühlen); in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1927, S. 21-22 und S. 87-88)



Wahl, Familie:

s. auch Waal



Wahn, Andreas:

um 1755 Müller auf der Neuen Mühle in Eisenberg; er stammt aus Hoffen im Runckelischen; als Erbbeständer der „Neumühle“ ist im nassau-weilburgischen Verzeichnis „Acta Commissionis die in Erbleyhe begebende herrschaftl: Höfe, Mühle und Güther im Amt Kirchheim“ vom 21.7.1755“ der Andreas Wahn benannt (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 53 Bl. 9r-19). Wahn ist in diesem Verzeichnis wie folgt charakterisiert: „hat ein Attest in Händen darbey aber keinen guten Ruf“ (vgl. LA Speyer Best. C38 Nr. 53 Bl. 9r-19).



Wallbacher. Jacob:

ca. 1749 Tausendmühle Bruchmühlbach; auch als Wallacher bezeichnet (vgl. Gortner: Bruchmühlbach, a.a.O., S. 91); Schuldiener aus Dunzweiler; er kauft am 10.10.1742 die Tausendmühle im Bruchmühlbach für 1700 Gulden und 29 Gulden „Trankgeld“von dem Müller Johannes *Gummel (vgl. Gortner: Bruchmühlbach, a.a.O., S. 91).


1744 pfalz-zweibrückischer Erbbeständer auf der Bruchmühlbacher Tausendmühle oder Bruchmühlbacher Mahl- und Bannmühle (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 201). Die Mühle ist pfalz-zweibrückisch und gehörte zum Oberamt Zwei­brücken; sie liegt südlich von Bruchmühlbach auf der Westseite des Frohnbachs. Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) wird sie wie folgt beschrieben: “liegt an der Fronbach, welche aus verschiedenen Brunnen entspringt und zwischen Bruchmühlbach und Miesau in den Glan mündet. 1/2 Stunde entfernt ist die Vogel­bacher und die Mühle am Alten Woog, auch auf sickingischer Seite von Bruchmühlbach eine Mühle. Ist in schlechtem Zustand, hat 1 oberschl. Wasserrad von 28 Schuh Höhe, welches 1 Mahlgang treibt. Der darin wirkende Lehensmüller hat auf seine Kosten eine Windmühle zur Säuberung der Früchte machen lassen. Wassergraben bis zum oberen Weiherdamm, Gefälle zu hoch, verlegt. Die Ge­meinde Bruchmühlbach mit 23 Haushaltungen ist hierher gebannt. Der Erbbeständer Jakob *Wallbacher gibt 2 Ma. Korn und 11 Ma. Hafer als Pacht, dazu Zins für die genannten Äcker.” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., 200/201).


Auch Wallbacher beschwert sich wie sein Vorgänger über die Bruchmühlbacher; sie kämen nur bei niedrigem Wasser und wenn er dan nicht mahlen können, gingen sie sofort weiter zur leiningischen Mühle [Anm.: Wallhalber Erbbestandsmühle in Wallhalben]. Bei großem Wasser kämen sie aber nicht. Wenn keine Abhilfe geschaffen werde, könne er die Erbpacht nicht bezahlen. Wallbacher wird bald kränklich und stirbt. Seine Witwe steckt noch tief in den Schulden. Im Einverständnis mit ihren Kindern verkauft sie am 9.10.­1749 die Mühle für 2100 Gulden und vier neue Louisdor Trinkgeld an Theobald Lang aus dem kurpfälzischen Miesau, Amt Lautern (vgl. Gortner: Bruchmühlbach, a.a.O., S. 91).



Walrave von Alekmar, Jacob:

um 1654; Bürger in Mannheim und Müller und Temporalbeständer auf Rehhütte. Im 30jährigen Krieg wurde die Kellerei Rehhütte und die dazugehörigen Gebäude weitgehend vernichtet. Die Mühle steht nach dem Krieg “in bloßem Gemäuer, ohne das geringste Mahlwerk da” (vgl. Wihr, a.a.O., S. 18; LA Speyer Best A2 Nr. 1443, 2a). 1654 erhielt Jakob Walrave von Alekmar einen 7jährigen Temporalbestand; die Mühle ging offensichtlich wirtschaftlich schlecht und die hohe Pacht konnte wohl nicht erwirtschaftet werden; Jakob Walrave hat die Mühle unter Hinterlassung von Schulden verlassen und ist “deseriert” wie sich aus dem Temporalbestandsbrief seines Nachfolgers ergibt. Die Mühle wurde von Kurpfalz eingezogen und dem Schwager des Walrave, Abraham van *Poelien aus Frankenthal in 12jährigem Temporalbestand von 1659/71 verliehen. Im Temporalbestandsbrief (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 1443,2a S. 4-6) ist ausdrücklich angeordnet, daß der Temporalbeständer Poelien weder an Jakob Walrave noch an dessen Mutter Catharina Walrave für die übernommene Mühle und deren Ausstattung keinerlei Zahlungen zu leisten hat. Poelien hat die Mühle während der gesamten Bestandszeit inne (vgl. auch Wihr: Rehhütter Chronik, a.a.O., S. 35).



Walter, Barthel:

s. Barthel *Welter



Walter, Johannes:

Johannes *Walter, gewesener Schloßmüller in Kaiserslautern, soll sich am 6.3.1652 innerhalb von 4 Wochen überlegen, ob er Bürger in Kaiserslautern werden will; wird 1656 als „Amtsverwandter und Cantzleyhizer [Heizer] geschatzt; 14.4.1657 als „Stubenhetzer“ genannt (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 126 Nr. 3474).



Walter, Johann:

vor 1750; Müller auf der Reichenbacher Mühle bei Reichenbach-Steegen; seine Ehefrau Maria Catharina Walter geb. NN. ist am 8.2.1747 Patin in Erzenhausen bei der Taufe der Anna Catharina Schwambacher (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Refor­miertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S. 40); nach seinem Tod führt seine Witwe die Mühle weiter und hei­ratet am 8.6.1750 den Müllermeister Johann Philipp *Schwambacher aus Erzenhausen (vgl. reformiertes Kirchenbuch Neunkirchen/Potzberg vom 8.6.1750, abgedruckt bei Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S. 231)



Walter, Johann Georg:

zwischen 1782 und 1807 Papiermüller in Altleiningen. Er betrieb sowohl die Papiermühle am Röhrenbrunnen im Dorf Altleiningen wie auch die Obere Papiermühle (oberhalb von Altleiningen gegenüber vom Neuhof gelegen) (zur Lagebeschreibung der Oberen Pa­piermühle vgl. LA Speyer Best. K16 fol. 257, Notariatsakten Grünstadt).


Joh. Georg Walter verkaufte am 29.5.1807 die Papiermühle in Altleiningen (am Röhrenbrunnen in Dorf Altleiningen) an Johann Georg *Friedrich (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 47).


Georg Walter verpachtete mit notariellem Vertrag vom 9.11.1810 seine Papiermühle [Anm.: wohl die Obere Papiermühle] an den Papiermacher Peter Theodor Röll, gebürtig in Hamm in Westfalen, gegenwärtig wohnhaft in Neustadt an der Haardt, für die Dauer von 12 Jahren beginnend ab 1.5.1811, bis 1.5.1823. Die jährliche Pacht war fix und betrug 250 Gulden in Gold- oder Silbermünzen zahlbar (Anm.: also keine Assissen). Der Pächter übernahm für die Dauer des Pachtvertrages alle auf der Mühle ruhenden Abgaben und Lasten und war außerdem verpflichtet, „das lauffende Weck auf seine Kosten zu unterhalten“.Außerdem wurde dem Pächter für den Fall des Verkaufs der Papiermühle ein Vorkaufsrecht eingeräumt (vgl. LA Speyer Best. K16 fol. 257, Notariatsakten Grünstadt).


Walter war verheiratet in 1. Ehe mit Anna Ester *Kissel aus Harxheim. Beide Eheleute ließen am 27.9.1782 einen am 25.9.1782 ge­borenen Sohn taufen. Eine weitere Taufeintragung weist ihn als Papiermüller in Altleiningen aus. Am 11.3.1789 war Johann Georg Walter Pate der Johanna Friederike Mann, Tochter des Papiermüllers Johann Philipp *Mann in Asselheim. Walters Ehefrau ist nun Friederike Hedwig Mann (vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 47).



Walter, Johann Heinrich:

1800 Edenkoben - 1858 Großkarlbach; Sohn eines Müllers aus Edenkoben ++++klären ++++; er pachtete die Dorfmühle in Großkarlbach; 1832 Eheschließung mit Katharina Bardon aus Einselthum; er mußte die Dorfmühle aufgeben und erscheint im Urkataster von Großkarlbach 1841 "ohne Gewerbe"; 1843 Gastwirt in Großkarlbach; gestorben 1858 in Großkarlbach im Alter von 58 Jahren (vgl. Martin, Michael: Gemütskultur auf dem Lande ..., ein Großkarlbacher Stammbuch aus dem 19. Jh.; in: Martin, Erwin [Hrsg.]: Großkarlbach, a.a.O., S. 112); Vater von fünf Töchtern und einem Sohn (vgl. Martin, a.a.O., S. 112), darunter Eva Walter, Babette Walter und Gretchen Walter (vgl. Martin, a.a.O., S. 110) und Anna Katharina *Walter (vgl. Martin, a.a.O., S. 113) und Philipp Heinrich Walter (vgl. Martin, a.a.O., S. 123).



Walter, Johann Philipp:

nach 1645 in Edenkoben; 1658 unter den Edenkobener Neubürgern und 1663 erstmals als Eichmüller bezeugt. Die Eichmühle lag wenige Meter unterhalb der Metzgergasse am Triefenbach. Seit 1679 gehörte Ph. Walter dem Gericht an, 1688 an 6. Stelle unter zwölf Schöffen. 1693 wurde er Schultheiß von Edenkoben. Dieses Amtes wurde er 1701 enthoben, weil er geduldet hatte, daß refor­mierte Bürger die in ihrer Kirche, für den katholischen Glauben errichteten, Chorschranken gewaltsam entfernt hatten. Die schwere mittlere Glocke, 1701 gegossen, trug noch seinen Namen.


°° I mit Anna Barbara *Wielandt († um 1698), einer Tochter des zweibrückischen Fauths zu Edenkoben, Hans Georg *Wielandt, ver­heiratet. Mit ihr zusammen erbaute er 1698 das neue Haus in der Metzgergasse.


°° II 12.8.1699 eine neue Ehe ein mit Anna Barbara, der Witwe des Edenkobener Bürgers Georg Wilhelm Haas.


Sein ältester Sohn aus erster Ehe, Lorenz *Walter, heiratete 1686 eine Tochter des speierischen Fauths zu Edenkoben, Geörg Gleich und starb 1704 als Spitalmüller zu Speyer. Ein weitere Sohn, der vierte, Johann Wilhelm *Walter, geboren 1679, heiratete 1700 eine geborene Haas und wurde Nachfolger seines Vaters auf der Eichmühle (vgl. Kuby, Alfred Hans: Ein handwerkliches Meisterstück von 1696 in Edenkoben; in Pfälzer Heimat 1976, S. 57-58). Der Sohn Lorenz Walter wurde Müller auf der Mittelmühle in Edenko­ben (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 290).



Walter, Johann Philipp:

1763 Edenkoben – 1833 Edenkoben; Müller auf der Frank'schen Ölmühle in Edenkoben. Im „Bevölkerungsregister der Gemeinde Edenkoben, angefangen 1813“ wird in „Nummer 420 des Haußes Niedergaße“ als Ölmüller genannt: Johann Philipp Walter (1763-1833), der keine Söhne hatte (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 292).



Walter, Johann Wilhelm (1):

geboren 1679 Edenkoben; Eichmüller in Edenkoben; Sohn des Eichmüllers Johann Philipp *Walter aus dessen 1. Ehe mit Anna Bar­bara *Wielandt.


°° 1700 mit NN. Haas und wurde Nachfolger seines Vaters auf der Eichmühle (vgl. Kuby, Alfred Hans: Ein handwerkliches Meister­stück von 1696 in Edenkoben; in Pfälzer Heimat 1976, S. 57-58).


Er erbaute um 1727 die Ölmühle Edenkoben. Im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Neustadt von 1738, vom kurpfälzischen Hör­fauth Philipp aufgenommen, ist sie wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “Noch befindt sich ein Ohligmühl zu Edenkoben; ist mit Consens churfürstlich hochlöbl. Hofcamer in Anno 1725 durch den Wilhelm Walter auf sein Eigenthumbsplatz neu gebaut worden, gibt jährlich in die Gefällverweserey laudt einer vorgezeigten Quittung 7fl 30 Xer Recognition und ist solches biß daher richtig abgetragen worden; der jetzige Poßser ist Wilhelm Walter ein Sohn des obigen Wilhelm Walter.“


Im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Neustadt von 1738, vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp aufgenommen, ist sie wie folgt be­schrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “Noch befindt sich ein Ohligmühl zu Edenkoben; ist mit Consens churfürstlich hoch­löbl. Hofcamer in Anno 1725 durch den Wilhelm Walter auf sein Eigenthumbsplatz neu gebaut worden, gibt jährlich in die Gefällver­weserey laudt einer vorgezeigten Quittung 7fl 30 Xer Recognition und ist solches biß daher richtig abgetragen worden; der jetzige Poßser ist Wilhelm Walter ein Sohn des obigen Wilhelm Walter.“


Der Johann Wilhelm (1) *Walter, der 1727 die Ölmühle Edenkoben (Watzengasse 23) erbaut hatte, und dessen Vorfahren auf der Eichmühle (auch Steegmühle, Stadtmühle) ansässig waren, kaufte 1737 die Neumühle und baute sie fertig. Ein Stauweiher, auch als Brandweiher bezeichnet sorgte für eine gleichmäßige Wasserzufuhr. Ein Eichpfahl zeugt noch heute von dem Wasserrecht und der er­laubten Stauhöhe. Das Wasserrad mit 6m Durchmesser und oberschlächtigem Gefälle ist noch erhalten (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 285/286).


Vater des gleichnamigen Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Eichmühle/Steegmühle in Edenkoben, Johann Wilhelm (2) *Walter (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 290).


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 915/2: „Concession für J. W. Walter de ao 1727 zu Erbauung einer Ölmühle auf seinem Stück Feld zu Edenkoben für J. W. Arnold de 1738 zu Erbauung einer Ölmühle auf seiner Wiese daselbst“

- LA Speyer Best. A2 Nr. 915/6: „Acta betr: des Jac. Neu, modo Joh: Wilh: Walter Mühlenbau, 1724-1768“



Walter, Johann Wilhelm (2):

1702 Edenkoben – 1756 Edenkoben; Müller auf der Eichmühle/Steegmühle Edenkoben; Sohn des Müllers auf der Steegmühle Jo­hann Wilhelm (1) *Walter (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 290).


Walter war zugleich Betreiber der Woogwiesmühle, der benachbarten Ölmühle und der von seinem Schwiegervater erbaute „Neu-Mühle“. Spätestens seit 1740 hatte er als Beständer auf der Schultzenmühle den Müller Johannes *Schmidtknecht aus Coburg der bis 1737 in Walsheim selbst eine Mühle besessen hatte (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 288; Anm. Urschbach bezeichnet den „Johannes Schmidtknecht“, als „Johann“ S.).


Im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Neustadt von 1738, vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp aufgenommen, ist sie wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “ist anno 1734 durch den Jacob Neu mit Consens churf. Hofkammer als eine Öhl oder Mahl Mühle zu bauen angefangen worden. Hat vermög in Händen habende Consens ein und vor allemahl 2 fl Recognition in die Gefällverweserey zahlen müssen, so dann alle Jahr 2 Malter Korn in die Kellerei Neustadt, welche in anno 1736 das erste Mahl ist geleistett worden, diese Mühl hatt nur ein Gang und ist mit 40 fl Schatzungs Capital belegt, der jetzige Poßser ist Wilhelm Walter. Sonsten ledig und eigen.


Er ist auch Betreiber der Ölmühle in Edenkoben. Im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Neustadt von 1738, vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp aufgenommen, ist sie wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “Noch befindt sich ein Ohligmühl zu Edenkoben; ist mit Consens churfürstlich hochlöbl. Hofcamer in Anno 1725 durch den Wilhelm Walter auf sein Eigenthumbsplatz neu gebaut worden, gibt jährlich in die Gefällverweserey laudt einer vorgezeigten Quittung 7fl 30 Xer Recognition und ist solches biß daher richtig abgetragen worden; der jetzige Poßser ist Wilhelm Walter ein Sohn des obigen Wilhelm Walter.“


°° mit NN. Neu; Schwiegersohn des Edenkobener Müller Jacob Neu, der 1734 mit dem Bau der Neumühle in Edenkoben begonnen hatte (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1; Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 288)



Walter, Lorenz:

geb. Edenkoben - † 1704 Speyer; Müller auf der Spitalmühle Speyer; Sohn des Müllers auf der Eichmühle in Edenkoben und Schult­heiß von Edenkoben Johann Philipp *Walter und der Anna Barbara *Wielandt († um 1698), einer Tochter des zweibrückischen Fauths zu Edenkoben, Hans Georg *Wielandt.


Der ledige Müllergeselle und Sohn des Hans Philipp Walter °° 4.8.1686 in Edenkoben mit der Maria Catharina Gleich, einer Tochter des speierischen Fauths zu Edenkoben, Geörg Gleich (vgl. Kuby, Alfred Hans: Ein handwerkliches Meisterstück von 1696 in Edenkoben; in Pfälzer Heimat 1976, S. 57-58; Billig: Geschichte des kurpfälzischen Marktfleckens Edenkoben, a.a.O., S. 22 Zi. 28 iVm S. 38 Anm. 5) und der Anna Catharina Geinßlinger (vgl. Billig: Geschichte des kurpfälzischen Marktfleckens Edenkoben, a.a.O., S. 22 Zi. 28 iVm S. 38 Anm. 5). Die Maria Catharina Walter heiratet nach dem Tod des Lorenz Walter in 2. Ehe den Johann Gräber (vgl. Billig: Geschichte des kurpfälzischen Marktfleckens Edenkoben, a.a.O., S. 22 Zi. 28 iVm S. 38 Anm. 5).



Walter, Philipp Jacob:

am 29.7.1846 ließ der Müller in Edenkoben, Philipp Jacob Walter, „und die Erben seiner verlebten Ehefrau, nachbeschriebene ihnen gemeinschaftlich und für unvertheilt angehörige … Immobilien versteigern“, darunter: „Eine Mahlmühle, die Klostermühle genannt, mit zwei Mahlgängen, einem Schälgange, Schwingmühle und zugehörigem Mühlengeschirre, sammt zweistöckigem Wohnhause ...“

(vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 6.6.1846 Beilage Nr. 27 = LA Speyer Best. Y 20/41)



Walter, Philipp Laurentz (Lorenz):

um 1738 Müller auf der sog. Steeg- oder Eichmühle in Edenkoben; wohl Sohn des Johann Wilhelm (2) *Walter (vgl. Urschbach: Edenkobener Mühlen und Wappenschmieden; a.a.O., S. 290).


Im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Neustadt von 1738, vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp aufgenommen, ist sie wie folgt be­schrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): “ Die sogenannte Steeg oder Eichmühle ist eine Eigenthumbsmühle; kein Mühl Brief noch Consens ist vorhanden, gibt jährlich in die Kellerei Neustadt 12 Malt. Korn Mühlpacht, so dan in die Gefällverweserey Neu­stadt 3 fl 12 Xer vor Kappen laudt einer vorgezeigten Quittung; der jetzige Poßser Philipp Laurentz Walter diese Mühl hat 2 Gäng wo von der eine in Anno 1726 neu auf gericht worden, hatt auch darüber ein Consens noch sonsten was aufweißen können.“



Waltz, Johann Ludwig:

vor 1743; aus Lauterecken; er kaufte am 7.1.1728 die Mahl-- und Ölmühle in St. Julian. Zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses hatte die Mühle 2 Mahlgänge und 1 Schälgang für Speltz; Mahlmühle und Ölmühle waren noch nicht getrennt. Der Mühlenbann für St. Ju­lian und Obereisenbach war ihr zugesprochen. Waltz erhielt am 20.8.1728 einen Erbbestandsbrief ausgestellt (vgl. Weber: Museums­mühle in St. Julian, a.a.O., S. 7).



Wamboldt (Warmbolt) von Umstadt:

Adelsfamilie aus dem Odenwald, 1306 erhielten die Ritter vom Wamboldt ein bedeutendes Lehen in der Stadt Umstadt und führten seitdem den Namenszusatz. Die Familie stammt einst aus dem Niddagau und war um Umstadt und Otzberg zu Besitz gekommen (vgl. Alter: Aufstand der Bauern, a.a.O., S. 231). Die Familie gehörte zum kurpfälzischen Adel. 1664 in den Reichsfreiherrenstand er­hoben. Neben ihren Besitzungen in Hessen war die Familie in Rheinhessen begütert, sowie in der Pfalz in Kleinkarlbach, Kerzen­heim und Lambsheim; die linksrheinischen Besitzungen wurden von Worms aus verwaltet. Die der Familie gehörende Wiesenmühle in Kleinkarlbach gelangte nach der franz. Revolution in den Besitz der Müllerdynastie Schiffer; der spätere Eigentümer Wilhelm *Schiffer wurde wegen Beteiligung am Hambacher Fest 1832 verhaftet. Der Wamboldtsche Hof in Kleinkarlbach zeigt das Wappen der Familie. Das sog. Wamboldtsche Gut im Kleinkarlbach, von den Leiningern 1663 erworben, umfaßte einen Großteil der Gemar­kung. Die Familie verlor ihren Besitz in Kleinkarlbach in der franz. Revolution.



Wasong, Martin:

um 1720 Müller in Stromberg „auf dem Mühlenplatz“, kurpfälzisches Oberamt Stromberg; er ist 1720 im Schatzungsregister des kur­pfälzischen Oberamts Stromberg mit einem Vermögen von 425 fl aufgeführt (vgl. Kilian, Rolf: Schatzungsregister des kurpfälzischen Oberamtes Stromberg, a.a.O., S. 35).



Wasong, Hans Philipp:

um 1720 Müller in Stromberg, kurpfälzisches Oberamt Stromberg; er ist 1720 im Schatzungsregister des kurpfälzischen Oberamts Stromberg mit einem Vermögen von 365 fl aufgeführt (vgl. Kilian, Rolf: Schatzungsregister des kurpfälzischen Oberamtes Strom­berg, a.a.O., S. 35).



Wasser, Hans Jakob:

ab ca. 1717 wird als neuer Müller auf der Bruchmühle in Hunspach/Elsaß im Kirchenbuch erwähnt der Hans Jakob Wasser. Am 9.9.1719 ist Patin bei der Taufe der Anna Barbara Stocki in Hunspach die Maria Barbara NN. aus Hunspach, Ehefrau des Hans Jakob *Wasser, Müller auf der Bruchmühle (vgl. Sipp, Ernst: Hunspach, Ingolsheim: les baptêmes de Hunspach, Ingolsheim, 1702-1792, 1803-1807 [y compris Hoffen jusqu'en 1728], Haguenau: Familles d'Alsace du Nord Généalogie, 2009, S. 69). Am 25.11.1721 wird in Hunspach getauft der Abraham Wasser, Sohn des Müllers auf der Bruchmühle Hunspach, Hans Jakob Wasser und der Barbara (vgl. Sipp, Ernst: Hunspach, Ingolsheim: les baptêmes de Hunspach, Ingolsheim, 1702-1792, 1803-1807 [y compris Hoffen jusqu'en 1728], Haguenau: Familles d'Alsace du Nord Généalogie, 2009, S. 73). Am 31.10.1728 verstarb „ein junges Kneblein von Hunsch­bach, nahmens …. und den … begraben worden. V[ater] Jakob Waßer der Bruchmüller und Einwohner zu Hunschbach, M[utter] Ma­ria Barbara (vgl. ref. KB Hunspach, http://etat-civil.bas-rhin.fr/adeloch/index.php, S. 45).



Waygand, Georg Conrad:

s. Georg Conrad *Weigand



Webel, Georg Wilhelm:

um 1859 Müller in Großkarlbach; er war 1859 Vormund der minderjährigen Kinder Heinrich August Goos und Charlotte Margaretha (genannt Ida) Goos. Webel versteigerte als deren Vormund die den Kindern gehörige Mühle in Kirrweiler, am Mühlengäßchen gele­gen (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 12.11.1859, S. 526 = LA Speyer Best. Y 20/41).



Webel, Katharina Margarethe:

aus Großkarlbach; Witwe des 1829 verstorbenen Philipp Fitting II, der die Heckmühle in Großkarlbach in die Ehe brachte. Jakob *Schiffer, (14.3.1811 - +++), Müller aus Albsheim (jüngerer Bruder des Wilhelm Schiffer [vgl. Schiffer, Jakob: Erinnerungen, a.a.O., S. 5], Sohn des Jakob Schiffer und Elisabeth geb. Wittner [vgl. Heiss, Wolfgang: Obrigheim, a.a.O., S. 437] kaufte 1839 die Heck­mühle zwischen Laumersheim und Großkarlbach (vgl. Jakob Schiffer: Erinnerungen, a.a.O., S. 15) von der 50jährigen Witwe Katha­rina Margarethe Fitting, geb. Webel, Witwe des 1829 verstorbenen Philipp I. Fitting (vgl. Martin, Michael: Großkarlbach, Dorf der Mühlen; in: Heimatjahrbuch Bad Dürkheim 1988, S. 53); diese machte dem damals 28jährigen Schiffer "schöne Augen", dieser ließ sich jedoch nicht "bezirzen", was die Beziehung zu der weiterhin auf der Mühle lebenden Witwe merklich abkühlte, was Schiffer "in eine sehr mißliche Lage" brachte (vgl. Jakob Schiffer: Erinnerungen, a.a.O., S. 15). Schiffer betrieb die Heckmühle bis 1843 (vgl. Ja­kob Schiffer: Erinnerungen, a.a.O., S. 18); 1842 erkrankte er schwer und wurde zunächst von Dr. Friedrich Christian *Fries aus Grünstadt behandelt (vgl. Jakob Schiffer: Erinnerungen, a.a.O., S. 18). Schiffer verkaufte 1843 die Heckmühle an Philipp Hermann Webel, in der Annahme vom Verkaufserlös der wasser- und leistungsschwachen Heckmühle die Schloßmühle in Heidesheim erwer­ben zu können (vgl. Jakob Schiffer: Erinnerungen, a.a.O., S. 20; s. auch Schreiben Eberhard Ref an Wolfgang Niederhöfer vom 3.11.2005). 1841 war Katharina Margarete Fitting Gutsbesitzerin und größte Steuerzahlerin in Großkarlbach. Sie wohnte im 1835-37 erbauten "Schlößchen" (vgl. Martin, Michael: Das Dorf Großkarlbach im Spiegel des Urkatasters von 1841; in: Martin, Erwin [Hrsg.]: Großkarlbach, a.a.O., S. 103).



Webel, Philipp:

vor 1841; Müller in Großkarlbach; Eheschließung mit Anna Elisabeth *Fitting; Vater des Hermann *Webel (vgl. Martin, Michael: Das Dorf Großkarlbach im Spiegel des Urkatasters von 1841; in: Martin, Erwin [Hrsg.]: Großkarlbach, a.a.O., S. 104)



Webel, Philipp Hermann Friedrich:

er kaufte 1843 die Heckmühle in Großkarlbach von Jakob *Schiffer (vgl. Jakob Schiffer: Erinnerungen, a.a.O., S. 20). Webel war 1871 Bürgermeister von Großkarlbach (vgl. Martin: Großkarlbach, a.a.O., S. 127).



Weber, Abraham:

um 1708 Müller in Gumbsweiler; er hatte die Dorfmühle, auch Kolbenmühle übernommen; der vorherige Beständer Johannes *Werle hatte 1685 den Neubau begonnen; das zwischenzeitige Schicksal der Mühle ist wegen des pfälzischen Erbfolgekriegs nicht überlie­fert. Die Mühle war zwar 1708 in Betrieb, aber offensichtlich nicht fertiggestellt. Abraham Weber beantragte 1709 bei der pfalz-zweibrückischen Regierung die Gewährung eines Pachtnachlasses, wegen “der täglich anzuwendenden Baukosten”; er sei schon ein ganzes Jahr ohne Einkommen, da das “große Gewässer” die Mühle und den Wasserbau zerstört habe. Hintergrund war ein Hochwas­ser, bei dem auch das Bachbett verschoben worden war. Dem Gesuch wurde am 15.9.1709 bezüglich der Gefälle für das Jahr 1708 stattgegeben. Aber auch 1709 besserte sich die Lage nicht; Weber mußte erneut um Pachtnachlaß ersuchen, da das alte Bachbett man­gels ausreichender finanzieller Mittel noch nicht wieder instandgesetzt werden konnte; oder er die Mühle abbrechen und näher am jetzigen Bachbett wieder aufbauen konnte. Landschreiber Schimper vom Oberamt Lichtenberg bestätigte am 30.9.1709, daß Weber zwei Jahre lang keine Frucht mahlen konnte, nicht einmal seine eigene. Er sei nicht in der Lage Ausbesserungen vorzunehmen, weil “die Mühle auf Sand gebaut und das Wasser derort ungemein rase. Fall der Glan seinen Lauf nicht wieder ändere, müsse sie abgeris­sen werden. Abraham Weber und seine Frau Ottilia schafften es nicht und mußten aufgeben. 1718 baute Johannes *Riegel eine neue Dorfmühle (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die historischen Mühlen in Gumbsweiler am Glan; in: Westricher Heimatbll. N. F. 6. 1975, S. 86/84).



Weber, Adam:

um 1786; Müller von der Schrammenmühle in Gumbsweiler (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 159). Sein Nach­komme ist der Ölmüller Wilhelm *Weber.



Weber, Daniel:

um 1745 Mahlmüller auf der Streitmühle in Rutsweiler/Glan. Sohn des Müllers auf der Streitmühle, Philipp *Weber und ab 1744 dessen Betriebsnachfolger (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 29r; vgl. Latterner, Rudi: Die Streitmühle; in: Westrich Ka­lender 1991, S. 136; Anm. die Angabe bei Latterner „der Bruder“ ist falsch, da Philipp Weber ausdrücklich als „Elteren“ bezeichnet ist). Im pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis des Oberamts Lichtenberg von 1745 (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7) ist die Streitmühle noch als pfalz-zweibrückisch aufgeführt und wird wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müller­handwerk, a.a.O. S. 208): „Die Wasser des Glans wurden mittlerweile durch mehrere Seitenbächlein verstärkt. Die Mühle liegt in der Schultheißerei Ulmet, ¼ Stunde unterhalb der Theisbergsteger und ½ oberhalb der Altenglaner Mühle. Das kurpfälzische Dorf Ruts­weiler ist nicht weit entfernt. 2 Wasserräder für Mahl- und Schälgang, 1 Wasserrad für die Ölmühle. Gleich bei der Mühle das Wehr, der Hinterteich 10 Ruthen lang. Der Erbbeständer der Mahlmühle ist Daniel Weber. Er hat einen von Kurpfalz ausgestellten Erbbe­standsbrief vom 21. November 1744 in Händen. Der Ohligmüller ist Johannes Kraut. Von der Mahlmühle sind jährlich 3 a. Korn und 3 Ma. Hafer als Pacht zu entrichten. Keine Banngerechtigkeit. Der Vorbesitzer der Mahlmühle war Philipp Weber.“


Im pfalz-zweibrückischen Renovationsprotokoll von 1746 (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 29r) heißt es über die Streitmüh­le: „Von der Mahlmühlen ist Daniel *Weber der Erbbeständer und Friedrich Krauth von der Ohlig Mühl. Beyde haben einen an ihre Elteren Philipp Weber und Johannes Krauth eingerichteten und von Churpfaltz ihnen mitgetheilten Erbbestandsbrief vom 21. gbris 1744 in Händen ...“.


Bereits 1747 ist auch Daniel *Weber nicht auf der Mühle, die jetzt von Philipp Weber d. J. bewirtschaftet wird. Dies ergibt sich aus einem Schreiben vom 7.1.1747. Nach dem Altenglaner Lagerbuch von 1749 bewirtschaftete der Streitmüller außerdem auf Altengla­ner Gemarkung eine landwirtschaftliche Fläche von 5 ¾ Morgen und 17 Quadratruten. Auf Philipp Weber d. J. folgte Henrich *Mül­ler dem man wahrscheinlich bereits am 9.1.1754 die Mühle übertrug. (vgl. Latterner, Rudi: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 136).



Weber, Daniel jun.:

um 1846 Müller auf der Mimbacher Mühle. Am 2.2.1846 ließ der Müllermeister zu Mimbach, Daniel Weber jun., „die ihm gehörige Mimbacher-Mühle, mit zwei Mahlgängen, einem Schälgange, Wohngebäude ….“ versteigern. In der Versteigerungsannonce vom 12.1.1846 wird weiterhin folgendes ausgeführt: „Diese Mühle, zwei Stunden von Zweibrücken und ¼ Stunde von Blieskastel ent­fernt, ist im besten Zustande, namentlich der Wasserbau ganz neu hergerichtet (vgl. „Der Eilbote“ Landau vom 17.1.1846, S. 11 = LA Speyer Best. Y 20/41).



Weber, Friedrich:

1727; Müller auf die Altenwoogsmühle in Vogelbach und der nahegelegen Mahlmühle nahe Vogelbach; °° mit NN; Vater des Müllers Johannes *Weber.


Im Mühlenprotokoll des Oberamts Zweibrücken, erstellt 1744 und vorgelegt am 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 353-362) ist folgendes vermerkt: “Wird durch den Ablass aus dem Alten Woog getrieben, davon das Waßer von hier eine Stund weit die Schwartzbach und so dann der Glan genennet wird. Liegt an dem gedachten alten Vogelbacher Woogs eine Viertel Stund oberhalb der Vogelbacher und ¾ Stund von der Waldmohrer Weyher Mühl, bey welcher sich auch eine Ohlig-Mühl befindet. Bey der Mahlmühl ist so wohl das Hochgebau, als das Mühlweßen, außer dem Waßerbau so etwas baufällig ist[,] in gutem Stand, dahingegen bey der Ohligmühl das lauffende Geschirr in gutem, und das Hochgebau in abgängigem Stand ist. Hat zwey unterschl. Wasserräder, wovon das eine einen Mahl- und das andere einen Mahl- und Schelgang im Trilles, desgleichen [Anm.: abwechselnd] die Ohligmühl treibet ….. , kann zwar bey großem und kleinen Waßer beständig gehen, indoch wird selbige bey kleinem Waßer zu Zeiten etl: Tage zugestellet zu Verstärckung des Waßers. Die Mühle hat weder vor das Obere noch untere Waßer einigen Graben zu unterhalten, jedoch muß der Beständer wegen Unterhaltung des Weyherdammes mit Sorge tragen. …. Der jährl: Pfacht ist 10 Malter Korn Lauterer oder 5 Malter fünf Faß Zweybrück: Maaßung so nebst 3 fl wegen der Ohlig Mühl jährl: zum Closter Wörschweyler gelieferet wird …. Hat keinen Bann, es mahlen hier die von Bechhofen, Lambsborn und Vogelbach. Auf der Mühlen sitzt seit 11 Jahren Johann Johannes *Weber, ein Sohn des vor 18 Jahren verstorbenen Friedrich *Weber, deßen Wittib die Mühle bisher noch nicht behörig unter denen Kindern vertheilet, und die Sach in Richtigkeit gesetzet hat. Gedachter Johannes Weber kann wegen der Ohlig-Mühl sich mit nichts, und wegen der Mahlmühl nur mit einem unterm 30ten Octobr: 1703 auf Barthel Stich von Bruchmühlbach ausgefertigten Erbbestand legitimieren, seit welcher Zeit aber die Mühlen bereits in der 5ten Hand befinden soll ….“ (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 201).


Er war weiterhin Müller auf der Mahlmühle nahe Vogelbach, der Vogelbacher Mühle. Im Mühlenprotokoll des Oberamts Zwei­brücken, erstellt 1744 und vorgelegt am 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 362-367) ist folgendes vermerkt: “Liegt am Glan 1/4 Stunde unterhalb der Altenwoogsmühle und eine halbe Stund von der Bruchmühlbacher Mühl, einen Büchsen­schuß seitwärts des Dorfes Vogelbach. Ist dermahlen in gantz schlechten Zustand, indoch der Anfang gemacht selbige gantz neu wieder aufzubauen. Hat ein unterschlächtiges Wasserrad, welches 1 Mahlgang mit angehängtem Schälrad treibt, hat 2 Mühlgräben zu unterhalten. Gehört noch bey vorbeschriebener Mühle erwehnten Weberischen Wittib [Anm. des Friedrich *Weber], so zwar zwey Confirmations Scheine aber keinen Erbbestand Brief in Henden hat, entrichtet 10 Faß Korn, 4 Kappen oder 1 fl. bz an Pacht.” (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 202).


°° mit NN; aus der Ehe stammen mehrere Kinder, u.a. Vater des Müllers Johann Johannes *Weber (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 295/5 Bl. 353-362).



Weber, Friedrich Wilhelm:

11.9.1911 Schrammenmühle in Gumbsweiler / Glan - +++; Lehrer und Pfalz-Historiker; Mühlenforscher; Sohn des Ölmüllers auf der Schrammenmühle in Gumbsweiler / Glan Wilhelm *Weber und Emilie Gutensohn (vgl. Carl: Pfälzer Persönlichkeiten, a.a.O., S. 648)


Literatur/Urkunden:

- Weber, Friedrich Wilhelm: Der lange Rosenstein zwischen Sippersfeld und Stauf - Rechtsbrauchtum an einem Hinkelstein; in: Pfäl­zer Heimat 1960, S. 136

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die ersten urkundlich nachweisbaren deutschen Wassermühlen westlich des Rheins, in: Pfälzer Heimat 1972, S. 101

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Steinmühle in Albisheim; in: Pfälzer Heimat 1975, S. 130

- Weber, Friedrich Wilhelm: Gekreuzte Grubenhämmer auf Notgeld. Der Bürgermeister von Hettenleidelheim ließ Banknoten dru­cken; in: Heimatjahrbuch 1988 Landkreis Bad Dürkheim, S. 56

- Weber, Friedrich Wilhelm: Von Papiermühlen im Landkreis (Papiermühle Unger in Gleisweiler; Bernsbacher Papiermühle in Ann­weiler; Wachtelsmühle bei Annweiler); in Heimatjahrbuch Südliche Weinstraße 1982, S. 116-121

- Weber, Friedrich W.: Die Gonbacher verweigern den Zehnten, Heimatjahrbuch Donnersbergkreis 1978, S. 88

- Weber, Friedrich W.: Der Weidelbacher Hof bei Mannweiler, Heimatjahrbuch Donnersbergkreis 1978, S. 96;

- Weber, Friedrich W.: Zwei Gauersheimer Mühlen, Heimatjahrbuch Donnersbergkreis 1978, S. 100

- Weber, Friedrich W.: Die Gutleutbacher Mühle bei Kirchheimbolanden, Heimatjahrbuch Donnersbergkreis 1978, S. 103

- Weber, Friedrich W.: Eine der wenigen Mühlen, die noch mahlen: die Dorf- und Bannmühle in Dreisen; in Heimatjahrbuch Don­nersbergkreis 1981, S. 76

- Weber, Friedrich Wilhelm: In der Einselthumer Gemarkung: Die Wiesenmühle an der Pfrimm; in: Heimatjahrbuch Donnersberg­kreis 1986, S. 158

- Weber, Friedrich Wilhelm: Ramsen. Streitobjekt zwischen Worms und Nassau-Weilburg; in: Heimatjahrbuch Donnersbergkreis 1986, S. 164

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die wittgensteinische Herrschaft Neuhemsbach, Verzeichnis der Urkunden und Akten im. Fürstl. Witt­genst. Archiv in Berleburg (Westfalen); in: Nordpfälzer Geschichtsverein. Beiträge zur Heimatgeschichte, Jahrgang 1957, S. 100

- Weber, Friedrich Wilhelm: Das Baudweiler Kreuz neu aufgestellt - Erinnerung an ein untergegangenes Dorf und an die Kolbe von Wartenberg; in: Nordpfälzer Geschichtsverein - Beiträge zur Heimatgeschichte, Jahrgang 1957, S. 118

- Weber, Friedrich Wilhelm: Johann Casimir Kolb von Wartenberg als Emigrant in Metz; in: Nordpfälzer Geschichtsverein. Beiträge zur Heimatgeschichte, Jahrgang 1957, S. 135

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Rechte des Klosters Enkenbach in Eygersheim (Eygersheimer Mühle); in: Nordpfälzer Geschichts­verein. Beiträge zur Heimatgeschichte, Jahrgang 1957, S. 162

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Herrschaftsgeschichte von Sippersfeld; in: Nordpfälzer Geschichtsverein. Beiträge zur Heimatge­schichte, Jahrgang 1968, S. 57

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Herrschaftsgeschichte von Sippersfeld; in: Nordpfälzer Geschichtsverein. Beiträge zur Heimatge­schichte, Jahrgang 1969, S. 1, 25, 60, 82

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die historischen "Ohligmühlen"; in: Nordpfälzer Geschichtsverein. Beiträge zur Heimatgeschichte, Jahr­gang 1970, S. 19-24

- Weber, Friedrich Wilhelm: Den Müllern ins Kerbholz geschnitten. Ein altes pfälzisches Handwerk und sein Berufsethos; in: Nordp­fälzer Geschichtsverein. Beiträge zur Heimatgeschichte, Jahrgang 1970, S. 29

- Weber, Friedrich Wilhelm: Von Pochwerken, Hanfreiben und Pulvermühlen in der Pfalz; in: Nordpfälzer Geschichtsverein. Beiträge zur Heimatgeschichte, Jahrgang 1971, S. 13

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Müllerzunftordnung von 1764 für die Nassauischen Ämter Kirchheim, Bolanden und Stauf in der Nordpfalz; in: Nordpfälzer Geschichtsverein. Beiträge zur Heimatgeschichte, Jahrgang 1973, S. 49

- Weber, Friedrich Wilhelm: Wegen gefälschter Assignaten wurde 1794 Kusel niedergebrannt; in: Nordpfälzer Geschichtsverein. Bei­träge zur Heimatgeschichte, Jahrgang 1973, Der junge Geschichtsfreund, S. 1

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Reformation in der Herrschaft Kirchheim/Stauf; in: Nordpfälzer Geschichtsverein. Beiträge zur Hei­matgeschichte, Jahrgang 1983, Nr. 1, S. 10

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Nächst- und Gaumühle in Alsenz (Mahl- und Öhlmühlen geben Aufschluß über frühere Wirtschafts­verhältnisse); in: Heimatkalender für die Stadt und den Landkreis Kaiserslautern 1960, S. 101 und 103

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Bannmühle in Altenbamberg an der Alsenz. Nordpfälzer Geschichtsverein. 42. 1962, 602-607

- Weber, Friedrich Wilhelm: Burgen, Schlösser und Klöster der Nordpfalz. Eine Dokumentation des Nordpfälzer Geschichtsvereins, Otterbach 1984 (9.5769)

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Geschichte der Mühlen und des Müllerhandwerks der Pfalz

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die historischen Ölmühlen der Pfalz. Die Geschichte eines untergegangenen Handwerks. Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz. 75. 1977, 191-225

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Geschichte der pfälzischen Mühlen besonderer Art, Arbogast, Otterbach 1981, 451 S., Besprechung in: "Die Rheinpfalz" ohne Datum: Nostalgiewelle auch in der Technik. Alte Mühlen als sehenswerte Relikte. Friedrich Wilhelm We­bers Buch gibt umfassenden Einblick in die Geschichte und Arbeitsweise

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Geschichte der Mühlen und des Müllerhandwerks der Pfalz

- Weber, Friedrich Wilhelm: Eine der wenigen Mühlen, die noch mahlen - die Dorf- oder Bannmühle in Dreisen; in Donnersbergjahr­buch 1981, S. 76

- Weber, Friedrich Wilhelm: Der Eisenberger Brotstempel: Ein frühes christliches Symbol in der Nordpfalz; in: Donnersbergjahrbuch 1983, S. 98

- Weber, Friedrich Wilhelm: Zwei Gauersheimer Mühlen; in: Donnersbergjahrbuch 1978, S. 100

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Gonbacher verweigern den Zehnten (Anm.: zur Herrschaftsgeschichte von Gonbach und Neuhems­bach); in: Donnersbergjahrbuch 1978, S. 88

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die historischen Mühlen in Gumbsweiler am Glan. - Westricher Heimatbll. N. F. 6. 1975, S. 83-100

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Schleifmühle zwischen Imsbach und Rockenhausen. Nordpfälzer Geschichtsverein 1960, 408-10

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Kaiserwoogs-Dammühle unterhalb Lauterns (Kaiserslautern). Nordpfälzer Geschichtsverein, 47, 1967, 54-57

- Weber, Friedrich Wilhelm: Kaisermühle und Dammühle unterhalb der Stadt Lautern; in: Heimatkalender für die Stadt und den Landkreis Kaiserslautern 1964, S. 157 und 158

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die sitzende Löwen-Madonna. Zu einem Konventssiegel der Prämonstratenser in Kaiserslautern. Ge­richt der staatlichen Denkmalpflege im Saarland. 14. 1967, S. 139-149

- Weber, Friedrich Wilhelm: Komturei- oder Ohligmühle im Bereich der heutigen Kammgarnspinnerei Kaiserslautern. Nordpf. Ge­schichtsverein. 47, 1967, 31-34

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Mühlen der Stadt Kaiserslautern und der näheren Umgebung (Veröffentlichungen der Arbeitsge­meinschaft Kreis Kaiserslautern des Historischen Vereins der Pfalz)

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Neumühle unterhalb der Stadt Kaiserslautern. Nordpf. Geschichtsverein. 47, 1967, 27-30

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Reichsholdsmühle am Eselsbach. . Nordpfälzer Geschichtsverein. 47, 1967, 58-60

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Salingsmühle. . Nordpfälzer Geschichtsverein. 47, 1967, 51-53

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Gutleutbacher Mühle bei Kirchheimbolanden; in: Donnersbergjahrbuch 1978, S. 103

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Leiningischen Landgerichte im Wormsgau: im Stumpfwald, bei Wachenheim/Pfrimm und bei Dirm­stein. Realschule Eisenberg Jahresschlußbericht 1965/66 (1966), S. 41-54

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die drei leiningischen Landgerichte im Wormsgau auf dem Stampe (Stumpfwald), auf dem Kaldenberg bei Wachenheim / Pfrimm und auf dem Stahlberg bei Dirmstein

- Weber, Friedrich Wilhelm: Der Weidelbacher Hof bei Mannweiler; in: Donnersbergjahrbuch 1978, S. 96

- Weber, Friedrich Wilhelm; Bechberger, Rudolf: Neuhemsbach in der Nordpfalz: e. Beitrag zur pfälz. Herrschaftsgeschichte. 2. Auf­lage Otterbach 1989 (11.7401)

- Weber, Friedrich Wilhelm: Von Papiermühlen im Landkreis (Südliche Weinstraße); in: Heimatjahrbuch 1982 Landkreis Südliche Weinstraße, S. 116

- Weber, Friedrich Wilhelm: "Einkehr in der Schiffermühle in Obrigheim - Häuserkomplex wie eine Schloßanlage des 18. Jahrhun­derts; in: Heimatjahrbuch 1984 Landkreis Bad Dürkheim, S. 133

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Mahl- und Ölmühle in Rehborn am Glan; in: Nordpfälzer Geschichtsverein. 39, 1959, 373-83

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Untermühle bei Rockenhausen; Nordpfälzer Geschichtsverein 1959, S. 364-369

- Weber, Friedrich Wilhelm: Der lange Rosenstein zwischen Sippersfeld und Stauf - Rechtsbrauchtum an einem Hinkelstein; in: Pfäl­zer Heimat 1960, S. 136

- Weber, Friedrich Wilhelm: Graf Ludwig der letzte Kolb von Wartenberg (Otterberg: Arbogast 1988)

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Herrensitze der Adelsfamilie von Flersheim in der Pfalz, in Rheinhessen, an der Mosel und im Kraichgau, Otterbach 1995, Besprechung von Schwarz; in: Pfälzer Heimat 1996, S. 63



Weber, Georg:

s. Johann Georg Weber



Weber, Hanß Jakob:

um 1618 und noch um 1647 Müller (?) auf der Oppensteiner Mühle; °° mit NN. Müller, der Tochter des Müllers auf der Oppensteiner Mühle, Steffan Müller und der Syna NN. Der Oppensteiner Müller Steffan Müller war vor 1602 verstorben, denn seine Witwe Syna NN. erhielt am 11.11.1602 einen Erbbestandsbrief, ausgestellt zu Heidelberg. Gegen 50 Gulden Erbbesserungsgeld und 32 Malter Korn „jährlicher und ewiger Pacht“ übernahm damals Syna, Steffan Müllers Witwe von Mühlenbach die Mühle (vgl. LA Speyer GGA Heidelberg Akte Nr. 861d; Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 78). Von Syna NN., Witwe Müller übernahm Hanß Jakob Weber vor 1618 die Oppensteiner Mühle (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 78).


Vater der Anna Margarethe Weber (°° vor 1647 mit dem Müllermeister Hanß *Schönenberger, der erstmals 1647 als Müllermeister auf der Oppensteiner Mühle benannt wurde), des Müllermeisters [Hans] Peter *Weber, der bis 1652 Müller auf der Oppensteiner Mühle war und ab 1652 Spitalmüller in Kaiserslautern (vgl. Schönenberger: Chronik der Schönenberger, a.a.O., S. 483; Herzog: Kai­serslautern 1651-1681, a.a.O., S. 126 Nr. 3481), des Nicol Weber (zu Hünerscherr [= Hirschhorn/Lauter], °° mit Maria Choressel) und des Valentin Weber (zu Hünerscherr; 1644/49 Korporal auf Schloß Böckelheim, Oberamt Kreuznach; 1655 ff ist er in Obersulz­bach/Lauter wohnhaft; ist 1668/83 Kapitän des Wolfsteiner Amts Ausschuß und † 1698 in Obersulzbach) (vgl. Herzog: Kaiserslau­tern 1651-1681, a.a.O., S. 186 Nr. 3481).



Weber, Hans Peter:

13.7.1664 Kaiserslautern; Sohn des Müllers auf der Oppensteiner Mühle bei Olsbrücken, Hanß Jakob *Weber aus Oppenstein und der NN. Müller (Tochter des Müllers auf der Oppensteiner Mühle in Olsbrücken, Steffan Müller und der Syna NN.) (vgl. Schneider, Hermann: Auf der Oppenheimer [vielm. Oppensteiner] Mühle. [Olsbrücken]; in: Pfälz. Heimatbll. 12, 1964, S. 78; Herzog: Kaisers­lautern 1651-1681, a.a.O., S. 126 Nr. 3481). Bruder der Anna Margarethe *Weber (°° mit dem Müller auf der Oppensteiner Mühle Hanß *Schönenberger); Peter Weber war bis 1652 Müller auf der Oppensteiner Mühle war und wurde 1652 Spitalmüller in Kaisers­lautern (vgl. Schönenberger: Chronik der Schönenberger, a.a.O., S. 483).


Hans Peter Weber ist 1646 Mühlarzt oder Müller im Spital zu Oppenstein (Lautertal); ist am 26.8.1651 neuer Spitalmüller in Kaisers­lautern; soll sich am 6.3.1652 äußern, ob er Bürger werden will; Bürgeraufnahme in Kaiserslautern am 17.8.1652 (vgl. Herzog: Kai­serslautern 1651-1681, a.a.O., S. 126 Nr. 3481).


°° am 13.1.1646 in Annweiler mit Catharina Sixt (Tochter des verlebten Johann Paulus Sixt, gewesener gräflich-leiningischer Keller zu Falkenburg; sie °° II vor 13.7.1664 mit Jacob Seybel, Bürger und Küfer zu Annweiler) (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 126 Nr. 3481).


Vater des Sebastian Weber, Küfer und ab 25.7.1673 Bürger von Annweiler (°° 13.5.1671 in Kaiserslautern mit Anna Maria, Tochter des Johann Nicklaus Henn) (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 126 Nr. 3481)



Weber, Heinrich (Henrich):

1744 Erbbeständer auf der Mahlmühle in Hornbach; Sohn des Müllers NN. Weber, des Müllers auf der Alten Contwiger Mahlmühle; Weber erbaute die Mühle bereits 1726 (vgl. Weber: Geschichte der Mühlen, a.a.O., S. 192). Weber ist auch Erbbeständer auf der Al­ten Contwiger Mahlmühle, die er von seinem Vater ca. 1734 übernommen hat (vgl. Weber: Geschichte der Mühlen, a.a.O., S. 197) und auf der Contwiger Sägemühle, die er durch einen Lehensmüller betreibt (vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 258/59); seine Tochter Maria Susanna Weber °° am 13.10.1744 den Mühlarzt zu Hornbach Georg *Trauthard (vgl. Bohrer, Walter u.a.: Regis­ter zu dem reformierten Kirchenbuch der Pfarrei Contwig von 1698-1764, a.a.O., S. 106, 107).


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) wird Alte Contwi­ger Mahlmühle wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 197): “liegt an der Schwarzbach zwischen der Contwiger Sägmühl und der Neuen Mahlmühl, 1 Stunde unterhalb der Dellfelder Mühle (Anm. dazwischen noch die Schiflicker Weihermühle). 3 unterschlächtige Wasserräder für 2 Mahlgänge und 1 Schälgang. Die Mühle liegt hinter einen „geringen“ Wehr kein Mühlteich. Keine Bannmähler, aber die Bewohner von Contwig, Stambach und von den umliegenden Höfen. Der Erbbeständer ist Heinrich *Weber, Müler zu Hornbach, da dessen Vater die Mühle übergeben hat. Von einem Lehnsmüller betrie­ben. Pacht jährlich 5 fl. für 1 Mühlschwein, 1 fl 1 bz für 4 Kappen, 5 Ma. Korn und 5 Ma. Hafer. Es lassen hier mahlen auch die von Schiflick und Auerbach. Der Lehnsmüller hält 2 Pferde zum Abholen der Früchte.“


Eine weitere Tochter, NN. Weber heiratete den Müller in Rosenkopf und späteren Müller in Hinterweidenthal, Hanß Adam *Dennig. Da dieser in finanzielle Schwierigkeiten geriet und seine Hinterweidenthaler Mühle zwangsversteigert wurde, ersteigerte Henrich Weber die Hinterweidenthaler Mühle am 18.2.1750 für 1107 Gulden. Weber war durch Zweibrücker Regierung die Auflage gemacht worden, die Hinterweidenthaler Mühle binnen 6 Wochen instand zu setzen. Da Weber diesem Verlangen nicht nachkam, wurde die Mühle am 30.6.1750 erneut versteigert für 906 Gulden an Georg Treithard aus Hornbach,einen weiteren Schwiegersohn Webers ver­steigert. Wie sich herausstellte, handelte Treithard nur im Auftrag seines Schwiegervaters. Auch er konnte seinen Zahlungsverpflich­tungen nicht nachkommen. Die Mühle verlor immer mehr an Wert und wurde schließlich am 20.11.1750 an den Mühlarzt Sebastian *Disqué versteigert (vgl. Kiefer, Fritz: Hinterweidenthaler Mühle und ihre Besitzer; in: Pfälzische Heimatblätter Jg. 4, 1956 S. 96).



Weber, Hiob:

ab 1572 und noch mindestens bis 1611 Müller auf der Joppenmühle in Quirnbach. Die Mühle lag außerhalb des Dorfes im Hensch­bachtal zwischen Quirnbach und Rehweiler, an der Grenze zum Amt Münchweiler; erstmals 1572 urkundlich erwähnt; am 8.10.1572 erteilte der Landesherr Pfalzgraf Johann von Pfalz-Zweibrücken dem Müller Hiob Weber aus Quirnbach die Erlaubnis „eine Maal Mühl mit einem Lauff zwischen Quirnbach und Rehweiler ..“ zu errichten, ohne daß dadurch anderen Mühlen, insbesondere der Bannmühle zu Rehweiler „ein Abbruch getan“ werden; die Mühle hatte kein Bannrecht, die nach Rehweiler gebannten Bürger von Quirnbach durften in der Joppenmühle nicht mahlen. Die Mühle durfte nur ein oberschlächtiges Wasserrad aufweisen und war somit lediglich eine kleine Pletschmühle. In der Beschreibung des Oberamts Lichtenberg von 1585 ist die an der Grenze zum Amt Münch­weiler im Henschbachtal wie folgt verzeichnet: „Der Newe Wag in der Heinspach, ist 1530 Schuch lang oder 90 Rutten. Sein Damm ist 500 Schuch oder33 Ruten und 5 Schuch lang. Diß ist ein herrlicher schöner Wag. In seinem Damm liegt ein Mahlmühl und Wal­ckmühl. Er gehöret Job Webern zu Quirnbach, die Landgreinitz gehet mitten hindurch.“ (vgl. Zenglein, Dieter: Die Quirnbacher Mühlen, a.a.O., S. 64). 1609 klagt die Gemeinde Quirnbach, Job Weber, der Besitzer der Quirnbacher Mühle, habe rechtswidrig, „dem gemeinen Nutz zum Nachtheil“ einen Weg durch die Wiesen „einzuhängen“ und „mit einer newen Claußen, so er seiner Müh­len zum Vorttheil machen laßen, verschlagen“. Auch lag er mit der Gemeinde im Streit wegen einiger Grenzsteine (vgl. LA Speyer ++++einfügen+++, Zenglein, Dieter: Die Quirnbacher Mühlen, a.a.O., S. 64-65). Job Weber beklagt, er habe einen Weiher unten am Dorf Quirnbach vor 40 Jahren „ahn mich vor frey, ledig und eigen erkauft“; diesen habe er vor etwa 24 Jahren zu einer Wiese ge­macht und „mit einem Zaun umbfangen“; nun wolle die Gemeinde eine Straße durch diesen ehemaligen Weiher führen. Es stimme zwar, daß vor alters, ehe solcher Weiher uffgericht worden“, eine Straße dorther gezogen sei, diese sei aber durch die „Weiherleut“ vor etwa 70 Jahren oberhalb des Weihers auf Gemeindegut verlegt worden. Demnach sei also seit nunmehr 70 Jahren „so sich über Menschengedechtnus erstreckt“ über sein frei erkauftes Eigentum keine Straße gezogen. Der Streit zieht sich in die Länge, geht vors Hofgericht Zweibrücken, weil sich Job Weber von den Beamten auf ++++ergänzen+++


Bei diesem Rechtsstreit kommt es zunächst zu einem Kompromiß. Jedoch am 7.11.1611 beklagt sich Weber beim Amt, die Gemeinde habe ihm vier Kühe gepfändet, weil er dem erzielten Kompromiß nicht habe einhalten wollen und keine „Handtreue“ gelobe. Land­schreiber Wernigk gibt an, diese Pfändung sei mit seiner Erlaubnis geschehen, und zwar wegen der Halsstarrigkeit des Weber, der „noch dazu böse und unnütze Wort ausstoßt“. Denn „wann solche und dergleichen Verträge ++++ergänzen+++



Weber, Jacob:

um 1872 Müller in Niefernheim; Weber läßt am 8.2.1872 seine Mühle freihändig versteigern (vgl. Grünstadter Anzeiger Nr. 23 vom 24.2.1872).



Weber Jakob:

aus Nünschweiler; 1744 Erbbeständer auf Aschbacher Pletschmühle, die er durch einen Lehensmüller betreibt (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 196).



Weber, Johann Adam:

1698 (err.) - 26.3.1748 beerd. auf dem Kirchhof der reformierten Kirche in Weilerbach, im alter von 50 Jahren; Müller auf der Bor­denmühle im Pfeiferthal (s. Eulenbis); °° am 2.8.1747 mit Anna Margaretha NN. aus Eisenberg (vgl. Seiter, Monika und Friedrich Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, a.a.O., S. 200); Pate am Sonntag nach dem 15.11.1740 in Wei­lerbach der der Taufe der NN. Steck (vgl. Seiter, a.a.O., S. 243); am 26.3.1748 wurde auf dem Friedhof der reformierten Kirche der Müller Johann Adam Weber beerdigt; das Kirchenbuch enthält folgende Angaben: “Weber, Johann Adam, 50 Jahre, gew. Borden- und Pfeifermüller im Pfeiferthal” (vgl. Seiter, a.a.O., S. 243).



Weber, Johann Christian:

6.5.1799 Oberreidenbach – 12.2.1854 Antesthaler Mühle; Ackerer und Müller in der Antesthaler Mühle; Sohn Abraham Weber und Maria Angela Bonenberger; °° 6.4.1825 in sein mit Anna Elisabeth Ostgen (vgl. Jung: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kir­chenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 448); Vater der Maria Elisabeth Weber (geb. 26.2.1830 Oberreidenbach – 29.11.1884 Kefersheim; °° 9.11.1852 in Sien mit dem Ackerer Johann Sauer aus Kefersheim) (vgl. Jung, Rudi: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offen­bach/ Glan, a.a.O., S. 372, 448). und des Johanes Weber (23.12.1826; °° 11.11.1852 mit Magdalena Sauer) (vgl. Jung, a.a.O., S. 448).



Weber, Johann Daniel:

vor 1757; herrschaftliche Zöller und Schultheißenadjunkt in Lemberg; Müller auf der Altenwoogsmühle bei Lemberg. Die im 30­jährigen Krieg zerstörte Mühle wurde erst im 18. Jh. wieder aufgebaut (vgl. Ziegler, Karl: Alt Lemberg, Ortsgemeinde Lemberg 1992, S. 52). Beständer waren Amtsschaffner *Reuß aus Pirmasens und der herrschaftliche Zöller und Schultheißenadjunkt Johann Daniel Weber aus Lemberg (vgl. Weber: Geschichte der Mühlen, a.a.O., S. 279. Mit Schreiben vom 26.5.1747 an die Rentkammer in Buchsweiler hatte sich Weber bereit erklärt, an dem “Alten Woog” eine kleine Mühle mit Mahl- und Schälgang erbauen zu wollen, wenn man ihn gestatte, zu deren Betrieb das Wasser aus dem herrschaftlichen Weiher zu benutzen. Gegen das Gesuch erhob der Mül­ler von der Langmühle Einwendungen. Zu diesen nahm Amtsschaffner Reuß bereits am 28.5.1747 in einem Bericht Stellung: “Die am Altwoog noch befindlichen behauenen Quadersteine lassen vermuten, daß an dieser Stelle schon von alters eine Mühle gestanden habe. Zwar seinen die Wasser nicht sonderlich stark, doch könne eine  Mühle mit einem Gang wohl damit betrieben werden. Auch könne der Langmüller gegen die Errichtung der Mühle wohl nicht viel einwenden, da die Lemberger Unterthanen nicht zur Lang­mühle gebannt seien und über schlechte Bedienung durch denselben Klage führten. Auch sei durch Errichtung der Garnison in Pir­masens und Zunahme der Bevölkerung der Bedarf an Mühlen ohnehin größer geworden.” In einem von dem Gerichtsschöffen Hans Peter Knopf erstatteten Bericht bestätigten auch die Einwohner von Lemberg, daß sie wegen schlechter Förderung auf der Langmüh­le gezwungen seien, ihr Mahlgut in weit abgelegene Mühlen zu bringen und ihnen somit die Errichtung einer neuen Mühle sehr er­wünscht sei. Daraufhin wurde Amtsschaffner Reuß, der sich mittlerweile mit Adjunkt Weber geeinigt hatte, von der Rentkammer in Buchsweiler beauftragt, die neu zu errichtende Mühle in gemeinschaftlichen Erbbestand zu nehmen und mitzuteilen, welche Lände­reien dem Mühlengut zugeteilt werden könnten. Der mit der Ortsbesichtigung beauftragte Archivarius Faber erstattete der Regierung den angeforderten Bericht, aufgrund dessen der Mühle 44 Morgen Land zur Bewirtschaftung überlassen wurden (vgl. Guth, Emil: Lemberg. Dorf und Burg im Wandel der Zeit, a.a.O., S. 391-92). Dem Hochfürstlichen Kammerrat David Reuß in Pirmasens und dem herrschaftlichen Zoller und Schultheißenadjunkt Daniel Weber von Lemberg wurde am 13.4.1750 ein Erbbestandsbrief erteilt verbunden mit der Erlaubnis zum Wiederaufbau der Mühle. Diese verkauften 1761 den ganzen Erbbestand an Michael Trautmann vom Ruhbankerhof (vgl. Ziegler, Karl: Alt Lemberg, Ortsgemeinde Lemberg 1992, S. 52). Anm.: da das Bauholz von der Herrschaft zur Verfügung gestellt worden war, dürften die finanziellen Investitionen nicht sehr hoch gewesen sein. Es wurde durch den Verkauf der hohe Preis von 3250 Gulden erzielt nach einer Betriebsdauer von nur 14 Jahren, bei einer Mühle mit nur wenig Wasserkraft, nach dem "Gefälligkeits-Gutachten".des Amtsschaffners Reuß. Es sieht alles nach einem abgekarteten Spiel des Amtsschaffners mit sei­nem Amtskollegen Weber aus, die beide ihre amtliche Stellung für private Geschäfte benutzt haben.



Weber, Johann Friedrich:

um 1727 Müller aus Oberweiler; Jakob Müller verkaufte die 1722 erworbene Mühle bereits er 1727 von dem Müller in Gumbsweiler Jakob Müller die Dorfmühle in Gumbsweiler für lediglich 500 Gulden; der geringe Kaufpreis beweist, daß lediglich eine kleine un­bedeutende Pletschmühle errichtet worden war. Weber erhielt am 27.4.1727 einen Erbbestandsbrief. Aber auch er konnte seine Zah­lungsverpflichtungen nicht einhalten und verkaufte bereits 1730 die Mühle an Henrich Müller aus Gumbsweiler (vgl. Weber: Mühlen in Gumbsweiler, a.a.O., S. 88).



Weber, Johann Georg:

1738 und 1741 als Müller auf der Siebenbrucken Mühle (Anm: auch Siebenbrunner Mühle = *Siebenbronnermühle in Drachen­bronn/ Elsaß. Drachenbronn gehörte zur Herrschaft Fleckenstein als pfalz-zweibrückisches Lehen; die Reformierten aus Drachen­bronn waren seit 1729 nach Kleeburg gepfarrt) und 1750 auf der Zollbrücker Mühle in Hoffen erwähnt. 1764 als Sägmüller in Hoffen bezeichnet.


°° mit Magdalena NN.; Vater der Catharina Barbara Weber (°° 31.8.1768 in Hoffen mit Leonhardt Rott, Sohn des Gastwirts in Hunspach Michael Rott; Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Am 12.10.1738 ist bei der Taufe des Johann Michael Jung in der reformierten Kirche in Hoffen als Pate im Kirchenbuch eingetragen der „Hans Georg Weber (?) der Siebenbrucken Müller“ (Quelle: reformiertes KB Hoffen/Elsaß). Am 20.4.1741 ist bei der Taufe des Johannes Jung in der reformierten Kirche in Hoffen als Pate im Kirchenbuch eingetragen der „Johann Georg Weber der Siebenbrun­ner Müller“ (Quelle: reformiertes KB Hoffen/Elsaß).


Die Ehefrau Magdalena NN. verh. Weber ist am 24.6.1741 als Patin bei der Taufe der Maria Magdalena Strohm in der reformierten Kirche in Hoffen/ Elsaß erwähnt: Magdalena, Joh. Georg Weber des Siebenbrucken Müllers, uxor.“ (Quelle: reformiertes KB Hoffen/Elsaß).


Am 11.10.1750 wird in der reformierten Kirche von Hoffen/Elsaß getauft die Eva Margaretha Weber, Tochter des „Johann Georg We­ber, Bürger und Zollbrücker Müller, allhir und der Magdalena“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Am 13.6.1753 wird in der reformierten Kirche in Hoffen / Elsaß getauft der Johann Georg Weber, Sohn des „Joh: Georg Weber, Br: und Müllers alhir und Magdalena“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Die Ehefrau Magdalena NN. ist am 30.10.1755 als Patin bei der Taufe der Maria Magdalena Nieß in der reformierten Kirche in Hof­fen/ Elsaß erwähnt: Magdalena, Joh. Georg Weber Br: und Müller alhier, uxor.“ (Quelle: reformiertes KB Hoffen/Elsaß).


Am 5.12.1756 werden in der reformierten Kirche in Hoffen / Elsaß getauft der Johann Georg Weber und die Maria Eva Weber, „Pa­rentes: Joh: Georg Weber, Br: und Müllers alhir und Magdalena:“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


1764 (genaues Datum ist im Kirchenbuch unleserlich) ist als Patin bei der Taufe der Maria Dorothea Nieß in der reformierten Kirche in Hoffen/ Elsaß erwähnt: Magdalena, Hanß Georgs Weber B: (Anm.: Bürger) und Sägmüller, Ehefrau“ (Quelle: reformiertes KB Hoffen/Elsaß).


Am 28.6.1767 ist als Patin bei der Taufe der Eva Böstätter (Tochter des Schultheiß in Hoffen, Michael Böstätter und der Maria Eva NN.) in der reformierten Kirche in Hoffen/ Elsaß erwähnt: „Catharina Barbara, Georg Weber Müllermeister auf der so genannten Sägmühl und Bürger zu Hoffen eheliche Tochter“ (Quelle: reformiertes KB Hoffen/Elsaß).


Am 21.10.1767 ist als Patin bei der Taufe der Maria Magdalena (Tochter des Leonhardt Weynger ?; im Kirchenbuch unleserlich) in der reformierten Kirche in Hoffen erwähnt: „Magdalena, Georg Weber B. (= Bürger) zu Hoffen und Müllermeister auf der Häden Mühl Ehefrau“, sowie erneut am 11.12.1767 (Datum im Kirchenbuch schlecht leserlich) bei der Taufe der Dorothea Neiß als „Mag­dalena, Georg Weber B: und Müllermeister auf der Sägmühl Ehefrau“ (Quelle: reformiertes Kirchenbuch Hoffen).


Auch am 31.8.1768 wird „Georg Weber“ als „Bürger zu Hofen und Müller „auf der genannten Sägmühl“ im reformierten Kirchen­buch genannt. Dort heißt es: „Am 31. Augt sind Leonhardt, Michael Rott des ältern Bürgers und Wirth zu Hunspach (Anm.: östlich von Schoenenburg/Elsaß) ehel. Sohn mit Catharina Barbara, Georg Webers Bürgers zu Hofen und Müllernmeisters auf der genannten Sägmühl ehel Tochter, wie gewöhnl copuliert worden.“ (Quelle: reformiertes KB Hoffen/Elsaß)



Weber, Johann Henrich:

ab 1726 Müller auf der Mahlmühle in Hornbach; er beantragte am 27.10.1725 die Baugenehmigung einer neuen Mühle in Hornbach mit 3 Mahlgängen (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 192; Schneider: Aus der wechselvollen Geschichte, a.a.O., S. 371); als Standort wurde ein Wiesenplatz, der sog. “Brunnen-Garthen” gewählt, der im Eigentum seines Schwiegervaters Ludwig Heinrich Weber stand (vor 1725 Stadtschreiber von Hornbach) (vgl. Schneider: Aus der wechselvollen Geschichte, a.a.O., S. 371; Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 107; Schneider: Hornbacher Mühlen, a.a.O., S. S. 4). Vater der Maria Susanna Weber (°° 13.10.1744 mit Georg Trauthard aus Hornbach) (vgl. Bohrer, Walter u.a.: Register zu dem reformierten Kirchenbuch der Pfarrei Contwig von 1698-1764, a.a.O., S. 107). Durch den Mühlenneubau der Mahlmühle zu Hornbach gerieten wegen der nun vorhandenen Überkapazi­tät und des zugunsten der Klostermühle bestehenden Bannrechts sowohl der Mahlmüller Weber selbst wie auch Gottfried *Goffing von der oberen Mahl- und Ohligmühle in Hornbach in wirtschaftliche Schwierigkeiten und konnten teilweise die Pacht kaum zahlen; bei Weber drohte über Jahre hinweg die Zwangsversteigerung (vgl. Schneider: Aus der wechselvollen Geschichte, a.a.O., S. 372/73).


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 153-161) wird Webers Hornbacher Mahlmühle zusammenfassend wie folgt beschrieben: “Wird durch die Hornbach getrieben, liegt zu Hornbach gleich unterhalb dasiger Strohbrücke auf dem sogenannten Bremmengarten, einen starken Büchsenschuß von der Hornbacher Stadt- und Klostermühle entfernt. Ist in gutem Stand und erst ao. 1726 erbauet worden. 4 unterschlächtige Wasserräder treiben 3 Mahlgänge und 1 Schälgang. Bey großem Waßer muß die Mühle gleich still stehen, kann hingegen bey kleinem Waßer mit drey Gängen gehen. Lieget an der „vollen“ Bach und hat der Müller vor das obere Waßer eine Schließe samt einem gewölbten steinernen Bogen über die Straße, nebst einem Graben von ohngefähr 12 Ruthen lang, so wohl zu Flötzung Holländer Holtzes, alß Ableitung des Waßers, deß­gleichen nebst gedt: Schließe noch ein Steineres Gewölb gleich einem Canal ebenfalls durch die Landstraße zur Ableitung des Wa­ßers in der oben an der Mühle gelegenen Hoffwiese, nicht weniger ein Wehr von 5 Ruthen lang oberhalb der Mühle, damit das Waßer nicht in den Ablaßgraben fallen[,] zum unteren Waßer hingegen weiter nichts zu unterhalten. Entrichtet jährlich 5 fl an die Land­schreiberei Zweibrücken und 12 Ma. Korn Hornbacher Maßung an die Oberkellerei. Die Mühle hat keine gebannten Mähler profitiert aber von den Kunden der Klosterbannmühle wenn diese nicht leistungsfähig ist. Bei Hochwasser lassen die Bewohner der Stadt im Lothringischen mahlen (zu Breidenbach, Eschweiler und St. Omersweiler). Die Mühle könnte 300 Haushaltungen befördern, indoch wäre der Müller zufrieden, wenn er die Helft zu mahlen hätte. Der Erbbeständer ist (Johann) Henrich *Weber der die Mühle 1726 aufgerichtet, und unterm 14.ten Jan: gedt: Jahrs einen Erbbestandsbrief, nicht weniger unterm 15ten april: 1738 einen Confirmations-Schein darüber erhalten hat. Er ist frei von Fron, Wachen und Einquartierungen“ (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 192).


Weber beabsichtigte eine Walk- und Ohligmühle (gegenüber der Hornbach Mahlmühle) in Hornbach zu errichten. Im Mühlenproto­koll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 161-163) wird sie zusammenfas­send wie folgt beschrieben: “Dem Erbbeständer der Hornbacher Mahlmühle, (Johann) Heinrich *Weber ist vermög Erbbestandes vom 15ten July 1737 erlaubet worden, seiner Mahlmühl gegenüber in dem neml: Waßer-Bau eine Walck- und Ohlig-Mühl, nicht weni­ger in Alt-Hornbach eine Mahl-Mühl von drey Mahl- und einem Scheelgang aufzurichten und zwar dergestalten, daß er Von Martini 1739 wegen der Ohlig,Mühl zur Landschreiberey 15 fl und wegen der zu AltHornbach zu erbauenden Mahl-Mühl jährl: 16 Mltr Korn Zweybrücker Maaßung entrichten muß, und ist zu der Ohlig-Mühl der Waßerbau so wohl alß das Fundament des Gebäues fertig, die Erbauung der Mahl Mühl aber wird unter diesem Beständer so wohl wegen deßen dermahligen Geldmangel, alß weilen er solches für sein Hornbacher Mahlmühl nicht zuträglich findet, nicht zu Stand kommen.“


Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten und deshalb gestellten Anträge bei der Regierung in Zweibrücken führten zur Erarbeitung ver­schiedener Lösungsansätze, darunter die Errichtung einer Mahlmühle in Althornbach durch Weber; hierhin sollte der gesamte sog. Althornbacher Hof gebannt werden. Weil aber gleichzeitig auch eine Mühle in Mittelbach und eine weitere Mühle am Kirschbacher­hof genehmigt wurden, verzichtete Johann Henrich Weber auf die Ausführung des Neubaues und wollte stattdessen eine Ölmühle an seiner Mahlmühle errichten. Hierzu verpfändete seinen gesamten Besitz gegen ein von der Herzoglichen Rentkammer gewährtes Darlehen. Von der Darlehensumme wurden zuerst beträchtliche Pachtrückstände abgezogen. Mit dem restlichen Geld begann Weber die Ölmühle zu bauen. Weil aber gleichzeitig in Mittelbach eine Ölmühle entstand, ließ er seinen Bau unvollendet vgl. Schneider: Aus der wechselvollen Geschichte, a.a.O., S. 372). Weber mußte für seine nie errichtete Mühle in Althornbach und die nicht fertigge­stellte Ölmühle aufgrund der Vereinbarung im Konzessionsvertrag die darin vereinbarte Pacht zahlen, obwohl er nichts einnahm. Dies trug nicht unwesentlich zu seinem finanziellen Ruin bei (vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 1117; Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 135; Schneider: Aus der wechselvollen Geschichte, a.a.O., S. 372). Er geriet in solche Schwierigkeiten, daß die Mühle und übriges Vermögen schließlich versteigert wurde. Der Versteigerungserlös von 3821 fl reichte nicht aus, um die Schulden zu decken (vgl. Schneider: Aus der wechselvollen Geschichte, a.a.O., S. 374).



Weber, Johann Jacob:

+++ Sohn von des Müllers in Contwig Johann Philipp *Weber; Bruder der Susanna Margret Weber (°° 22.1.1732 mit dem Bierbrauer und Bäcker in Contwig, Nickel *Zimmermann) (vgl. Bohrer, Walter u.a.: Register zu dem reformierten Kirchenbuch der Pfarrei Contwig von 1698-1764, a.a.O., S. 108, 118) und des Müller Philipp *Weber (vgl. Bohrer, Walter u.a.: Register zu dem reformierten Kirchenbuch der Pfarrei Contwig von 1698-1764, a.a.O., S. 108). Um 1733 war Jakob *Weber, Müller und Gemeinsmann zu Cont­wig. 1735 nahmen Jakob Weber und sein Schwager Nickel Zimmermann eine große Erneuerung der Mühle vor. Die hohen Kosten konnten sie nicht selbst tragen und verpachteten daher die Mühle an den Schweizer Conrad Pinckley, der die Schulden in 9 Jahren abtragen sollte, während Weber und Zimmermann weiterhin die Erbpacht zahlten. 1738 war die große Schleuse im Bau, zu der We­ber und Zimmermann außer ihrer persönlichen Arbeit 614 Gulden beitrugen (vgl. Ortsgemeinde Contwig: 750 Jahre Contwig, a.a.O, S. 49). Nach dem Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken erstellt 1744, vorgelegt am 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7) ist der Müller Jakob Weber der Erbbeständer auf der Contwiger Neuen Mahlmühle zusammen mit Nickel Zimmermann (vor 2 Jahren verstorben) (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 198). Die Mühle wird Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken erstellt 1744, vorgelegt am 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7) wie folgt beschrieben: “liegt an der Schwarz­bach, neben der Alten Mühl. 3 Wasserräder treiben 2 Mahlgänge und 1 Schälgang. Große Schließ neben dem Wasserhaus für die Flö­ßerei. Kein Mühlteich. Erbbeständer sind Johann Jakob Weber und Nickel Zimmermann (vor 2 Jahren verstorben). Pacht wie bei der Alten Mühle. Wird von Lehnsmüller betrieben (auf 20 Jahre verliehen).” (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 198). Vater des Sohn Philipp Adam Weber (Müller zu Wiesbach); dieser heiratet am 10.11.1733 in Wiesbach die Müllerstochter Anna Margaretha Müller, die Tochter des Müllers in Wiesbach, Johann Abraham *Müller (vgl. Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Hep­penheim:http://www.mueller-heppen-heim-home-page.t-online.de/mue-vork.htm). Seine Tochter Susanna Catharina Weber († 1.12.1791 in Contwig im Alter von 91 Jahren) ist mit Johann Daniel Grünewald († 3.3.1775 Contwig) verheiratet (vgl. Bohrer, u.a.: Register zum reformierten Kirchenbuch Contwig, Bd. 1698-1764, a.a.O., S. 37). Seine Tochter Maria Salome Weber °° 21.10.1732 in Contwig mit dem Metzger und Gastwirt Johann Nickel Albrecht (vgl. Bohrer u.a.: reformiertes Kirchenbuch Contwig, Bd. 1698-1764, a.a.O., S. 1). ein Sohn Johann Balthasar Weber °° 18.4.17173 in Contwig mit der Müllerstochter Anna Margreth Pfeifer (Toch­ter des † Müllers auf der Stadtmühle in Annweiler Henrich *Pfeifer) (vgl. Bohrer, Walter u.a.: Register zu dem reformierten Kirchen­buch der Pfarrei Contwig von 1698-1764, a.a.O., S. 77, 108).



Weber, Johann Johannes:

seit 1734 Erbbeständer auf der Mühle am Alten Vogelbacher Woog (Vogelbach, OT von Bruchmühlbach-Miesau); Weber war ein Sohn des 1726 verstorbenen Friedrich Weber (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 201).


Im Mühlenprotokoll des Oberamts Zweibrücken, erstellt 1744 und vorgelegt am 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 353-362) ist folgendes vermerkt: “Wird durch den Ablass aus dem Alten Woog getrieben, davon das Waßer von hier eine Stund weit die Schwartzbach und so dann der Glan genennet wird. Liegt an dem gedachten alten Vogelbacher Woogs eine Viertel Stund oberhalb der Vogelbacher und ¾ Stund von der Waldmohrer Weyher Mühl, bey welcher sich auch eine Ohlig-Mühl befindet. Bey der Mahlmühl ist so wohl das Hochgebau, als das Mühlweßen, außer dem Waßerbau so etwas baufällig ist[,] in gutem Stand, dahingegen bey der Ohligmühl das lauffende Geschirr in gutem, und das Hochgebau in abgängigem Stand ist. Hat zwey unterschl. Wasserräder, wovon das eine einen Mahl- und das andere einen Mahl- und Schelgang im Trilles, desgleichen [Anm.: abwechselnd] die Ohligmühl treibet ….. , kann zwar bey großem und kleinen Waßer beständig gehen, indoch wird selbige bey kleinem Waßer zu Zeiten etl: Tage zugestellet zu Verstärckung des Waßers. Die Mühle hat weder vor das Obere noch untere Waßer einigen Graben zu unterhalten, jedoch muß der Beständer wegen Unterhaltung des Weyherdammes mit Sorge tragen. …. Der jährl: Pfacht ist 10 Malter Korn Lauterer oder 5 Malter fünf Faß Zweybrück: Maaßung so nebst 3 fl wegen der Ohlig Mühl jährl: zum Closter Wörschweyler gelieferet wird …. Hat keinen Bann, es mahlen hier die von Bechhofen, Lambsborn und Vogelbach. Auf der Mühlen sitzt seit 11 Jahren Johann Johannes *Weber, ein Sohn des vor 18 Jahren verstorbenen Friedrich *Weber, deßen Wittib die Mühle bisher noch nicht behörig unter denen Kindern vertheilet, und die Sach in Richtigkeit gesetzet hat. Gedachter Johannes Weber kann wegen der Ohlig-Mühl sich mit nichts, und wegen der Mahlmühl nur mit einem unterm 30ten Octobr: 1703 auf Barthel Stich von Bruchmühlbach ausgefertigten Erbbestand legitimieren, seit welcher Zeit aber die Mühlen bereits in der 5ten Hand befinden soll ….“ (vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 201).


°° 1774 in Bundenbach (s. Großbundenbach) mit Wilhelmine Charlotta Maria Fuhrmann, der Tochter des Schultheißen zu Großbun­denbach, Johann Peter Fuhrmann (vgl. Schmidt, Erwin F.: Familiennamen in der ehemaligen Gemeinschaft Buntenbach im 18. Jh.; in: PRFK 1977, S. 505).


1786 wird erwähnt „Johannes Weber von Altenwoog“ (vgl. Lagerbuch im Gemeindearchiv Hütschenhausen, zitiert bei Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 117). 1



Weber, Johann Michael:

um 1768 Bürger und Müllermeister in Speyer; Eheschließung am 10.5.1768 in Rheingönheim mit Susanne Catharina *Dorian (Toch­ter von Johann Jacob Dorian) (vgl. Poller: Rheingönheimer Bürgerbuch, a.a.O., S. 50).


Der Speyerer Bürger und Müllermeister Johann Peter *Hirth kaufte mit Urkunde des Stadtrats von Speyer von Michaelis 1776 [= 1.10.1776], vom dem Bürger und Müllermeister in Speyer Johann Michael Weber dessen „überm Hasenpfuhl in der Magergasse ge­legene Behaußung, Scheuer und Stallung samt daran gelegenem Gartten“ für 800 Gulden (vgl. Stadtarchiv Speyer, Hospitalurkunden Best. 121U Nr. 249).



Weber, Johann Philipp:

ca. 1733; aus Contwig; Sohn des Müllers in Contwig Nickel *Weber; 1708 erboten sich Philipp Weber und Giriax Schäfer als Er­ben der Mühle bereit, die Alte Contwiger Mahlmühle fortzuführen (vgl. Ortsgemeinde Contwig: 750 Jahre Contwig, a.a.O, S. 49). °° am 15.1.1701 in Contwig mit Anna Elisabeth Schäfer (Tochter des Försters in Contwig, Adam Schäfer); aus der Ehe gehen 8 Kinder hervor, darunter der Müller Philipp *Weber, der Müller Johann Jacob *Weber und die Tochter Anna Elisabeth Weber (°° 22.1.1732 mit dem Bierbrauer, Bäcker und späteren Mühle-Mitbesitzer in Contwig, Nickel *Zimmermann) (vgl. Bohrer, u.a.: Register zum re­formierten Kirchenbuch Contwig, a.a.O., S. 90, 108). Ab ca. 1733 wird sein Sohn Johann Jakob *Weber der Müller auf der Mühle in Contwig erwähnt (vgl. Bohrer, Walter u.a.: Register zu dem reformierten Kirchenbuch der Pfarrei Contwig von 1698-1764, a.a.O., S. 90, 108, 118).



Weber, Ludwig:

um 1791 ist Ludwig Weber als Bannmüller in Glanmünchweiler;


°° mit Maria Elisabetha Rüb (vgl. Nägle, Paul: Trauungen Ortsfremder und Zugezogener im lutherischen Kirchenbuch des „Münchweiler-Thales“ 1664-1800; in Pfälz. Familien und Wappenkunde 1962, S. 256).


Vater des Ludwig Weber (geb. 25.11.1775, Sohn des Bannmüllers Ludwig Weber und der Maria Elisabetha Rüb zu Münchweiler/Glan; °° 28.4.1798 in der luth. Kirche zu Münchweiler/Glan mit Maria Katharina Wild, Tochter des Rotgerbermeisters Conrad Wild aus Oberhausen bei Zweibrücken) (vgl. Nägle, Paul: Trauungen Ortsfremder und Zugezogener im lutherischen Kirchenbuch des „Münchweiler-Thales“ 1664-1800; in Pfälz. Familien und Wappenkunde 1962, S. 256).


Vater der Maria Karolina Katharina Weber; heiratet am 23.6.1791 in der luth. Kirche in Münchweiler/Glan den Konrad Krämer, den Sohn des † Schultheißen zu Alsenborn, Wilhelm Krämer (vgl. Nägle, Paul: Trauungen Ortsfremder und Zugezogener im lutherischen Kirchenbuch des „Münchweiler-Thales“ 1664-1800; in Pfälz. Familien und Wappenkunde 1962, S. 254).



Weber, Michael:

um 1780 ist Michael Weber „Müller in der Mühle bei Eßweiler“; °° vor 1780 in Offenbach mit Katharina Dressing; Vater der Anna Katharina Weber (~ 12.10.1779) (vgl. Jung: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mit­telreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 446).



Weber, Nickel:

vor 1708 Contwig; ab 1652 Müller auf der Alten Mahlmühle in Contwig fand sich mit Nickel Weber; er übernahm die seit zwei Jahrzehnten verlassene Mühle und baute diese auf eigenen Kosten wieder auf (vgl. Ortsgemeinde Contwig: 750 Jahre Contwig, a.a.O, S. 49). Vater des Müllers Johann Philipp *Weber und der Anna Apollonia (?) Weber. (°° mit Cyriax *Schäfer). 1708 erboten sich Philipp *Weber (vgl. Bohrer, Walter u.a.: Register zu dem reformierten Kirchenbuch der Pfarrei Contwig von 1698-1764, a.a.O., S. 108) und Giriax Schäfer als Erben der Mühle bereit, die Mühle fortzuführen (vgl. Ortsgemeinde Contwig: 750 Jahre Contwig, a.a.O, S. 49).



Weber, Peter:

um 1776 war Weber der Mahlmüller in der Reichweiler Mühle (vgl. Pfeffelbach Chronik, a.a.O., S. 78).



Weber, Philipp:

1708 erboten sich Philipp Weber und Giriax Schäfer als Erben der Mühle bereit, die Alte Contwiger Mahlmühle fortzuführen (vgl. Ortsgemeinde Contwig: 750 Jahre Contwig, a.a.O, S. 49). °° mit Anna Elisabeth Schäfer († 18.1.1772 im Alter von 100 !! Jahren) (vgl. Bohrer, u.a.: Register zum reformierten Kirchenbuch Contwig, a.a.O.,  S. 103). Ab ca. 1733 wird sein Sohn Johann Jakob *We­ber (vgl. Bohrer, Walter u.a.: Register zu dem reformierten Kirchenbuch der Pfarrei Contwig von 1698-1764, a.a.O., S. 118) als Mül­ler auf der Neuen Mahlmühle in Contwig erwähnt



Weber, Philipp:

bis 1746 Müller auf der Hachenbacher Mühle, auch Hagenbacher Mühle; im pfalz-zweibrückischen Mühlenprotokoll für das Ober­amt Lichtenberg, erstellt von Carl *Sundahl am 12.10.1745, fertiggestellt am 8.7.1746 wird die Mühle zusammenfassend wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 170r-173, vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 206): “liegt mitten in dem Dorf Hachenbach am Horschbach, hat einen Teich von 178 Schritt Länge; besitzt ein großes und und ein kleines oberschl. Wasserrad (16 Schuh und 12 Schuh Höhe). Bei kleinem Wasser tritt das große Rad in Funktion, bei großem Wasser das kleine. Pacht: 1 Ma. Korn, 3 Ma. Hafer und 2 fl. an Geld. Von dem letzteren Erbbeständer Philipp Weber ist der neue Scheel oder vielmehr Mahlgang aufgerichtet worden, und das neue Wohnhaus hat des Webers Vorfahre Jacob Faust an diese Mühle erbaut. Erbbeständer ist Philipp Weber, hat vor 8 Wochen an Michael Schmitt von Hauppertsweiler verkauft um 475 fl..”



Weber, Philipp:

um 1738 Erbbeständer und Müller auf der Streitmühle bei Rutsweiler/Glan. Vater des Müllers auf der Streitmühle um 1746, Daniel *Weber, der 1744 sein Betriebsnachfolger ist (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 29r; vgl. Latterner, Rudi: Die Streitmüh­le; in: Westrich Kalender 1991, S. 136; Anm. die Angabe bei Latterner „der Bruder“ ist falsch, da Philipp Weber ausdrücklich als „El­teren“ bezeichnet ist).


In einer Renovation der Schultheißerei Reichenbach vom 17.9.1738 sind 13 Mühlen aufgeführt (vgl. Bericht des Amtskellers Scha­brock vom 17.9.1738, LA Speyer Best. A 2 Nr. 131/ fol. 27-30), darunter die Mühle in Theisberg-Stegen, welche wie folgt beschrie­ben ist: „Philipp Weber zu Rutzweiler eine mahl und ohligmühl, so ein Erbbestand, gibt jährlich 2 Mltr Korn und Zwey Mltr Haber, 3 fl wegen des Ohlig gangs seit 1720 in die Kellerey Remigsberg, mit 2 mahl- und Einen ohliggang von anfang biß hirhin.“


Die Mühle wurde im Frühjahr 1739 von der herrschaftlichen Verwaltung erfaßt und im Mühlenbericht vom 11.5.1739 beschrieben wie folgt (vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 131/1 fol. 39r): „Hat Philipps Weeber der jetztmahlige sogenannte Streit-Müller, bereits vor 2 Jahren diese Gimbsbacher Mühl zusambt denen dabey gehabten Wießen an Nickel Müller verkaufft, sich auch anerbotten, das Laude­mium darvon zu entrichten ….. Nachdeme nun aber ersagter Nickel Müller nach … 6 Wochen des geschlossenen Kauff-Contracts verstorben, und aus zwey Ehen 8 Kinder hinterlaßen ….“. Der Kaufvertrag konnte daher nicht vollzogen werden.


Im pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis des Oberamts Lichtenberg von 1745 (vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7) ist die Streitmühle noch als pfalz-zweibrückisch aufgeführt und wird wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhand­werk, a.a.O. S. 208): „Die Wasser des Glans wurden mittlerweile durch mehrere Seitenbächlein verstärkt. Die Mühle liegt in der Schultheißerei Ulmet, ¼ Stunde unterhalb der Theisbergsteger und ½ oberhalb der Altenglaner Mühle. Das kurpfälzische Dorf Ruts­weiler ist nicht weit entfernt. 2 Wasserräder für Mahl- und Schälgang, 1 Wasserrad für die Ölmühle. Gleich bei der Mühle das Wehr, der Hinterteich 10 Ruthen lang. Der Erbbeständer der Mahlmühle ist Daniel Weber. Er hat einen von Kurpfalz auf seine „Elteren“ Philipp Weber ausgestellten Erbbestandsbrief vom 21. November 1744 in Händen.“



Weber, Philipp Adam:

vor 1777; seit 1739 Erbbeständer auf der Mahl- und Bannmühle in Niederhausen (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 200).


Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 (vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5) wird sie wie folgt beschrieben (zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 199): “Die Mahl- und Bannmühle zu Niederhausen hat das Wasser von 2 Brunnen von Wiesbach und Rosenköpfchen (s. Rosenkopf). Das Bächlein fließt an Ober- und Unterauerbach vorbei in die Schwarzbach; liegt 1 Stunde unterhalb der Wiesbacher und 1 Stunde oberhalb der Oberauerbacher Mühle dazwischen noch die Buntenbacher und die Stamper Mühle (s. Stampermühle bei Kleinbundenbach). 2 Wasserräder unterschlächtig 1 Mahlgang und 1 Mahlgang mit angehängtem Schälgang 4 Ma Korn und 4 Ma Hafer als Pacht Die Dörfer Niederhausen, Battweiler, Winterbach Bie­dershausen und Käshofen sind zu dieser Mühle gebannt Seit 5 Jahren ist Philipp Adam Weber der Erbbeständer“


Vater des Philipp Weber. Am 10.2.1777 in der ref. Kirche in Ernstweiler heiratet der Philipp Weber, Sohn des verlebten Müllermeis­ters in Niederhausen, Oberamt Zweibrücken, Philipp Adam Weber, die Maria Barbara NN., des verlebten Müllers von der Altenw­oogsmühle, Johann Weber hinterlassene Witwe (vgl. Bohrer: Copulations-Register zu den Evangel. Reform. Kirchenbüchern der Pfarrei Ernstweiler, a.a.O., S. 56).



Weber, Wilhelm:

Ölmüller auf der Schrammenmühle in Gumbsweiler / Glan; Nachfahre des Adam *Weber; Eheschließung mit Luise Gutensohn; Vater des Lehrers und Pfalz-Historikers Friedrich Wilhelm *Weber (vgl. Carl: Pfälzer Persönlichkeiten, a.a.O., S. 648).



Weber, Ziliox:

23.11.1747 Contwig im Alter von 83 Jahren; gewesener Müller in Contwig; Sohn des † Ziliox Weber aus Contwig; er hatte 10 Kin­der, 67 Enkel und 3 Urenkel (vgl. Bohrer, Walter u.a.: Register zu dem reformierten Kirchenbuch der Pfarrei Contwig von 1698-1764, a.a.O., S. 109).



Weckmann, Anna Barbara:

aus der Hetschmühle Alsenborn (vgl. reformiertes KB Alsenborn; Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 15); Tochter von ++++klären++++; °° mit Samuel Raquet von Enkenbach; Mutter der Maria Barbara Raquet (°° 22.1.1691 Alsen­born mit dem Metzgermeister und Gastwirt „Zum Engel“ in Kaiserslautern, Johannes Amling) (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 15) und des Georg Daniel Raquet (~ 10.10.1681; Patin ist die NN. Breit, die Tochter des Metzgers in Kaiserslautern Henrich Breit; vgl. Herzog: Kaiserslautern 1682-1705 Bürger, Hintersassen …., a.a.O., S. 23 Nr. 4118)



Weckmann, Johann Hermann:

ab ca. 1739 Müller auf der oberen Hetschmühle in Alsenborn; Sohn des Müllers Samuel *Weckmann; Bruder des Müllers auf der oberen Eselsmühle in Enkenbach Johann Wilhelm *Weckmann; im Mühlenverzeichnis des Oberamts Lautern von 1739 sind als Erb­beständer der Hetschmühle "des Samuel Weckmann Erben" aufgeführt (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 240); 1747 ist Johann Hermann Weckmann als Erbbeständer benannt (vgl. Ruby: Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn, a.a.O., S. 20). Am 9.12.1750 ist eine Erbteilung in das Alsenborn-Enkenbacher Gerichtsbuch eingetragen. Danach bekam Johann Wilhelm Weck­mann die Eselsmühle in Enkenbach mit allem Zubehör, der Bruder Johann Hermann Weckmann aber die (obere) Hetschmühle in Al­senborn für 1500 Gulden (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die beiden Hetschenmühlen unterhalb Alsenborn; in: Pfälzische Heimat­blätter Jg. 6, 1958, S. 22).



Weckmann, Johann Wilhelm:

um 1746 und noch 1750 Müller auf der oberen Eselsmühle bei Enkenbach; Sohn des Müllers Samuel *Weckmann, Bruder des Mül­lers auf der oberen Hetschmühle in Alsenborn, Johann Hermann *Weckmann; °° mit Eva Katharina *Hollstein; Vater der Katharina Dorothea Weckmann (°° am 13.4.1773 in Katzweiler mit dem Müller Johann Michael *Kolter) (vgl. Schneider, Hermann: Die Mül­lerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 371). Am 9.12. 1750 ist eine Erbteilung in das Alsenborn-Enkenbacher Gerichtsbuch eingetragen. Danach bekam Johann Wilhelm Weckmann die Eselsmühle in Enkenbach mit allem Zubehör, der Bruder Johann Hermann Weckmann aber die (obere) Hetschmühle in Alsenborn für 1500 Gulden (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die beiden Hetschenmühlen unterhalb Alsenborn; in: Pfälzische Heimatblätter Jg. 6, 1958, S. 22).


Am 04.06.1746 sind im lutherischen Kirchenbuch von Kirchheimbolanden als Pate bei der Taufe des Becker Johann Wilhelm, S. d. Johann Nickel Becker von Bolanden, u. Maria Barbara als Paten eingetragen: Johann Wilhelm Weckmann, Müller auf der Eselsmüh­le bei Enkenbach u. dessen Frau Catharina (vgl. Gabelmann, Georg: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, a.a.O., S. 114).



Weckmann, NN.:

vor 1738 Neustadt; Inspektor; er erbte 1703 von seinem verstorbenen Schwager Adolf Franck die Walkmühle oberhalb der Ober­mühle Neustadt (vgl. Habermehl, Paul: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plänen; in: Weyrich, Klaus Peter: Neustadt. Beiträ­ge zur Geschichte einer pfälzischen Stadt, Neustadt 1975, S. 361). °° mit Maria Catharina Franck.


Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Walkmühle wie folgt beschrieben (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1): „Noch be­findt sich ober der Obermühl eine Walkmühl, dieselbe hat der verstorbene Inspektor Weckmann selig in Anno 1703 von seinem Schwager Adolf Franck ererbt, hatt ein Waßergang, gibt jährlich 2 Schilling Bodenzinß hießiger Stadt, sonsten ledig und eigen, haben keinen Consens auf zu weißen, der jetzige Posseßsor ist des Weckmann seelige hinterlassene Witt: Maria Catharina Weckmännin“.



Weckmann, Samuel:

1.8.1684 Eselsmühle Enkenbach - † vor 1732 Hetschmühle Alsenborn; Sohn des Müllers Severin *Weckmann; 1724 Müller auf der Oberen Hetschmühle in Alsenborn (vgl. Ruby: Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn, a.a.O., S. 20); im Mühlenverzeichnis des Oberamts Lautern von 1739 sind als Erbbeständer der Hetschmühle "des Samuel Weckmann Erben" aufgeführt (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 240). Vater des Müllers auf der oberen Hetschmühle in Alsenborn Johann Hermann *Weckmann (vgl. Ruby: Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn, a.a.O., S. 20) und des Müllers auf der oberen Eselsmühle in Enkenbach-Alsenborn Johann Wilhelm Weckmann. Am 9.12.1750 ist eine Erbteilung in das Alsenborn-Enkenbacher Gerichtsbuch eingetragen. Danach bekam Johann Wilhelm Weckmann die Eselsmühle in Enkenbach mit allem Zubehör, der Bruder Johann Hermann Weckmann aber die (obere) Hetschmühle in Alsenborn für 1500 Gulden (vgl. Weber, Friedrich Wilhelm: Die beiden Hetschenmühlen unterhalb Alsenborn; in: Pfälzische Heimatblätter Jg. 6, 1958, S. 22).


Samuel Weckmann war durch Einheirat seit 1724 Erbbeständer auf der Hetschmühle in Alsenborn [Anm.: ursprünglich gab es nur eine Hetschmühle]; °° mit Maria Magdalena Hackenbrug , der Tochter des Müllers auf der Herschmühle Joachim *Hachenburg (vgl. Ruby: Verbandsgemeinde Enkenbach, a.a.O., S. 714 Nr. 6722).


Die Ehefrau Weckmann unterschreibt 1732 als Wittib einen neuen Erbbestandsbrief betr. Hetschmühle (vgl. LA Speyer Best. A 14 Nr. 363b). Sie berichtet, daß eine Räuberbande die Mühle überfallen hätte, ihren Ehemann gebunden liegen gelassen und allen Effecten-Vorrat mitgenommen. Ihr Mann sei vor Jahresfrist gestorben (vgl. Ruby: Verbandsgemeinde Enkenbach, a.a.O., S. 714 Nr. 6722).



Weckmann, Severin:

um 1682; Müller auf der (Oberen) Eselsmühle in Enkenbach; er baute zusammen mit Caspar Busch 1682 eine Bordenmühle an den Eichwoog im Alsenztal, auf der Höhe des Hahner Hofes, wo früher eine Schleifmühle stand (vgl. Weber: Mühlen im Alsenztal, a.a.O., S. 6); Vater des Müllers Samuel *Weckmann (vgl. Ruby, Arnold: Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn, a.a.O., S. 20). 1694-1699 Schultheiß von Enkenbach und Alsenborn (vgl. Kuby, Alfred Hans: Das älteste Kirchenbuch von Alsenborn 1663-1764 als Geschichtsquelle, ++++klären++++; Herzog, Heinrich: Franz.-reformiertes Kirchenbuch Otterberg, Heiratsregister 1679-1793, a.a.O., Nr. 135).


Vater der Maria Elisabetha Weckmann (1.6.1696 Eselsmühle Enkenbach – 31.3.1728 Otterberg; °° 7.5.1711 in Alsenborn mit Bäcker und Bierbrauer Johann Jacob Fortune/Fortineux) (vgl. Herzog, Heinrich: Franz.-reformiertes Kirchenbuch Otterberg, Heiratsregister 1679-1793, a.a.O., Nr. 135).



Wedemann, Sebastian:

um 1772 Müller in Kleinbundenbach; °° mit Angelika NN.; Vater des Kindes NN. getauft Bundenbach am 2.2.1772 (vgl. Schmidt, Erwin F.: Familiennamen in der ehemaligen Gemeinschaft Buntenbach im 18. Jh.; in: PRFK 1977, S. 505).



Wegerle, Jacob Eberhard:

1759 Weidenthal; er kam aus Frankenstein; ab 1746 Müller auf der Mahl- und Sägmühle in Weidenthal. Wegerle kaufte das Erbbe­standsrecht an dieser Mühle von dem vorigen Müller Jacob *Steiner für 700 Gulden. Die kurpfälzische Regierung genehmigte den Kauf am 30.3.1746. Wegerle baute sich eine Wohnstube, Scheuer und Stallung an die Mühle an (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 226).


°° mit NN; Vater der NN. Wegerle (°° mit dem Müllermeister und Betriebsnachfolger in Weidenthal, Josef Heinrich *Ackermann (vgl. Stuckert: Weidenthal, a.a.O., S. 226).



Weidler, Margarethe:

sie stammt von der Kneispermühle im Wallalbtal; verh. in Lemberg mit Heinrich Sommer. Die Eheleute Sommer bauten 1901 in Lemberg das Haus am Zollwasem (vgl. Ziegler: Alt-Lemberg, a.a.O., S. 116 mit Photo).



Weidnauer, Hanß:

um 1611 Müller in Speyer. Am Samstag Lätare, dem 31.5.1576 erschien vor dem Kallstadter Gericht „der ersam Hanß Weidnauher, bürger und müller zu Speier, mit … Gertrauden seiner ehe hausfr(auen) und bekanden frej offentlich, demnach Ulrich *Gerst, sein forfar seliger, mit Gertrauden seiner hausfr(auen) und erben den ehrhafften Johan Sieglern, damals bürger zu Freinsheim, Angnesen seiner ehe hausfr(auen) und erben ein mall müel zu Pfeffingen, garten, stel und hoffraiden etc umb und vor driethalb hundert gulden Wormsbser wehrung zu kaufen geben hette ...“ Er gab weiterhin zu Protokoll, daß sein Vorfahre und anschließend er selbst die Kauf­preisraten wie vereinbart erhalten hätte. Da Johann Siegler und dessen Ehefrau Agnesen jedoch zugleich seine künftigen Erben seien, erließ er durch Erklärung vor dem Kallstadter Gericht die Restschuld (vgl. Görtz, Hans-Helmut: Das Kallstadter Gerichtsprotokoll­buch 1563-1740, Neustadt/Weinstraße 2010, S. 103).



Weiermüller, Hans Jakob:

um 1671 Müller in Glan-Münchweiler; Witwer; °° II am 16.11.1671 mit Margaretha NN. (stammt aus Schmittweiler, Kübelberger Gericht), der Witwe des Michel Ließ (vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 83 Nr. 2961).



Weigand:

s. auch Weygand

s. auch Weyandt




Weigand, Georg Conrad:

auch Waygand bzw. Weygand; um 1738 Müller auf der Komtureimühle in Kaiserslautern.


Die Mühle ist in der Mühlenbeschreibung des Oberamts Lautern für 1738 enthalten; Erbbeständer war damals Georg Conrad Way­gand [s. *Weigand] (vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 235; Weber: Komturei- oder Ohligmühle, a.a.O., S. 33). Dort heißt es u.a., die Mühle habe 2 Mahl- und 1 Ohliggang; sie sei Erbbestandsmühle der Stadt Kaiserslautern, welche der Vorfahre des Weigand, Ludwig Lang, von dem verstorbenen Forstmeister Franz Daniel Rettig käuflich erworben habe. Der Erbbestandsbrief sei 1726 ausgestellt worden. Er habe jährlich an die Stadt zu entrichten 12 Malter Korn und 30 Kreuzer Pacht (vgl. Weber: Komturei- oder Ohligmühle, a.a.O., S. 33).


1750 werden auf der Komtureimühle Georg Konrad Weigand, Müllermeister und seine 2. Ehefrau, Anna Sibylla NN. genannt. Ein 1748 an der Mühle angebrachter Wappenstein erinnert an diese Familie (vgl. Friedel Heinz: „Eine Wanderung zu den Höfen und Mühle im Westen von Kaiserslautern“; in: Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Kreis Kaiserslautern des Historischen Vereins der Pfalz, Nr. 14 Januar 1960, S. 2).


Jörg Conrad Weygand erscheint am 30.1.1760 als Gutachter in einer Bewertung der Mühle am Woogdamm in Rodenbach bei Kai­serslautern (vgl. Scheuermann: Rodenbach. Geschichte eines Dorfes, a.a.O., S. 189).



Weigand, Heinrich:

er erwarb 1773 die Obermühle in Ebertsheim von Johann Heinrich *Wagner (vgl. Wahl: Ebertsheim, a.a.O., S. 111).


Die Mühle war bis 1773 Eigentum des Johann Heinrich *Wagner, von diesem kaufte 1773 Heinrich *Weigand die Mühle (vgl. Wahl: Ebertsheim, a.a.O., S. 113).


Im Beedbuch I von Ebertsheim 1773, S. 158 ist „Johann Henrich Wagner des Gerichts“ als Eigentümer der Flur 5/20 eingetragen: „Eine Mahl Mühle samt Hofraith und Garten , vor dem Dorf gelegen [beforcht] nach Rhein selbsten, nach Wald =Pfarr Witthum.“ Im gleichen Beedbuch von 1773, S. 356 heißt es: „Henrich Weigand [hat] 1773 von Henrich Wagner erkauft, fol. 158: Eine Malle samt Hof und Garten vor dem Dorf gelegen ...“ (vgl. LA Speyer Best. L35 Nr. 5 Beedbuch Ebertsheim I 1773-1806, S. 356).



Weigand, Heinrich:

um 1805 Müller und Temporalbeständer auf der Dorfmühle in Ebertsheim. Am 6ten Vendemaire 9ten Jahrs [der französischen Republik = 28.9.1805) wendet sich der Müller Heinrich Weigand an die Präfektur des Departement Donnersberg und erinnert an die Beantwor­tung einer Petition“ vom 2ten Ergänzungstage Alten Jahrs der Republik“. Am 15ten Nivose 9ten Jahres (= 5.1.1806) schreibt er erneut: „Zufolge Ihres Befehls vom 3ten frimaire diesen Jahres (= 13.12.1798) gestatteten Sie mir 2 Decaden Zeit um meinen Bestandsbrief zu produzieren. Ich war während dieser Zeit schon einige Male in Mannheim, wo dieser Bestandsbrief sich in den Händen der Famil­le Verges (Anm.: der kurpfälzische Rat in Mannheim Verges, 1785 dem damaligen Eigentümer 1000 fl geliehen, sich anschließend aus der hierfür erhaltenen Hypothek befriedigt und die Mühle an sich gezogen) befindet, konnte aber denselben, aller angewandten Mühe ungeachtet, bißher noch nicht antreffen.“ Dem Müller wurde antragsgemäß Fristverlängerung bewilligt. Am 9ten Germinal des Jahres 9 (=30.3.1806) teilt die Präfektur Mainz auf „la petition du Citoyen Weygand fermier temporaire du Moulin“ (= auf den An­trag des Bürgers Weygand, Temporalbeständer der Mühle) mit, daß die Pacht von 15 Malter Korn, die er unter dem alten Regime ge­zahlt als Wasserfallzins hat, nach republikanischen Recht abgeschafft ist. Zugleich wird darauf verwiesen, daß der Eigentümer „Mr de Verges Conseiller de l'Electeur Palatin nunmehr eine Jahrespacht von 15 Florin fordert (vgl. LA Speyer Best. G7 fasc. 183)



Weihermüller:

s. auch Weiermüller, Weyermiller, Weyermüller



Weihermüller, Johann Jakob:

auch Weyenmüller; in den Jahren nach Ende des 30jährigen Krieges wird in der Steuerliste der Müller des Lemberger Amtes, zu dem Burgalben gehörte, als Müller auf der Burgalber Mühle (vormals Wadgasser Klostermühle), der Johann Jakob Weihermüller (Weyen­müller (geb. ca. 1613 – 25.4.1688) aufgeführt (vgl. Fremgen: Burgalben, a.a.O., S. 212, 221). Bereits 1666 ist der aus Clausen stam­mende Hannß Caspar *Schäfer der Besitzer der Burgalber Mühle (vgl. Fremgen: Burgalben, a.a.O., S. 124).



Weikler, Georg:

um 1744; z. Zt. Müller in Waldhambach; °° mit Magdalena NN.; Vater des Lorenz Weikler (geb. 9.8.1744 Waldhambach) (vgl. Helf­rich u.a.: Familienregister zu den katholischen Kirchenbüchern von Waldhambach und Waldrohrbach 1735-1875, a.a.O., S. 154)



Weiland, NN.:

um 1779 Müller auf der Tabaksmühle Zweibrücken


Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1422 4: “Aufkündigung des Bestgands der Tabaksmühle zu Zweibrücken durch den Beständer Weiland, 1779-1786“



Weinkauf, Andreas:

um 1734 Müller auf der Mühle in Steckweiler. °° mit Apollonia NN.; 1734 wird Andreas *Weinkauf als Müller zu Steckweiler, im re­formierten KB Dielkirchen erwähnt. Von diesem und seiner Ehefrau, Apollonia NN. ist ein Sohn Philipp Friedrich Weinkauf bekannt der am 5.4.1734 geboren wurde. Bei seiner Taufe waren als Paten u.a. anwesend: Friedrich *Anhäußer, Müller zu Oberndorf und Anna Maria, des Friedrich Anhäuser eheliche Hausfrau (vgl. Dhom: Dietz, Weinkauf, Anhäuser. Familiennamen aus d. Mühle zu Steckweiler; in: PRFK 1977, 448). Da der Müller Dietz bereits 1729 gestorben war, die Mühle im Erbwege an dessen Schwiegersohn Johann Ludwig Bock aus Cölln und dessen Ehefrau Anna Elisabeth Dietz überging, wurde die Mühle in Steckweiler möglicherweise verpachtet, bis 1735 die Erbauseinandersetzung nach Lazarus Dietz vollzogen war. Dann wäre Andreas Weinkauf als Temporalbe­ständer bzw. Pächter auf der Steckweiler Mühle gewesen ++++klä­ren++++.



Weinkauf, Philipp (?) Friedrich:

5.4.1734 Steckweiler Mühle - 10.12.1770 Steckweiler Mühle im Alter von 34 Jahren und 6 Wochen (vgl. Dhom, Emil: Dietz, Wein­kauf, Anhäuser. Familiennamen aus der Mühle zu Steckweiler; in: PRFK 1977, S. 449 unter Hinweis auf das ref. KB Dielkirchen); um 1761 Müller auf der Steckweiler Mühle und noch 1772 erwähnt; er errichtete das repräsentative Mühlengebäude (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 151); er ist im Mühlenbericht der Rentkammer Zweibrücken von 1772 aufgeführt (abge­druckt bei Jacob, L.: Die Wolfsmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1933, S. 6). Das immer noch stehende sehr repräsentativ wir­kende Gebäude der Steckweiler Mühle wurde 1761 vom Friedrich Weinkauf erbaut (vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 151). Das Gebäude, wohl 1920 umgebaut, weist am Zugang zum Obergeschoß die Inschrift 'Friedrich Weinkauff / Maria Margarete Weinkauffin / 1761' auf (vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 395).


Es handelt sich wohl um Philipp Friedrich Weinkauf (geb. 5.4.1734 Steckweiler Mühle) den Sohn des Müllers auf der Steckweiler Mühle, Andreas *Weinkauf und der Apollonia NN. +++klären+++


°° I mit Maria Margaretha NN. (1743 – 1.10.1769 im Alter von 26 Jahren und 11 Monaten); aus der Ehe stammen folgende Kinder (vgl. Dhom, Emil: Dietz, Weinkauf, Anhäuser. Familiennamen aus der Mühle zu Steckweiler; in: PRFK 1977, S. 449 unter Hinweis auf das ref. KB Dielkirchen):

  1. Maria Katharina Philippina Weinkauf (geb. 12.12.1762 °° 22.11.1778 Friedrich Bruch aus Alsenz)

  2. Maria Christina Weinkauf (geb. 11.10.1764)

  3. Ludwig Weinkauf (geb. 12.12.1766; Paten waren: Ludwig Amos, Müller zu Grehweiler (= Gaugrehweiler), Elisabeth, Wwe. d. Henrich Müller zu Bisterschied, Jakob Weinkauf, der Müller zu Mannweiler und dessen Frau Barbara


°° II am 20.4.1770 mit Anna Ursula *Latomus, der Tochter des Metzgers Friedrich Latomus aus Zell.



Weinkauf, Friedrich:

1768 err. - 9.5.1817 Mannweiler im Alter von 59 Jahren; Müller auf der Obermühle in Mannweiler. Sein Grabstein ist erhalten (1924) mit folgender Inschrift (vgl. Stock, Pfarrer: Mannweiler, Fortsetzung; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1924, S. 118): „Hier liegt in Ruhe und Erquickung Friedrich Weinkauf, Müllermeister zu Mannweiler, erreichte das Alter von 49 Jahre 3 Monate und 17 Tage und starb den 9. Mai 1817). °° 22.4.1788 in der Kirche in Dielkirchen mit Philippina Hosters (vgl. Internetdatei http://familysearch.org); Vater des Jakob Weinkauf ( 1811 im Alter von 22 Jahren).



Weinkauf, Jacob:

geb. 1739 Mannweiler; ~ 7.5.1739 in der reformierten Kirche Dielkirchen (vgl. Dhom: Dietz, Weinkauf, Anhäuser. Familiennamen aus d. Mühle zu Steckweiler; in: PRFK 1977, 448 mit Hinweis auf das reformierte KB Dielkirchen) (oder luth. ?; vgl. Internetdatei http://familysearch.org) Kirche Dielkirchen; Sohn des Müllers auf der Obermühle in Mannweiler, Wenz *Weinkauf und der Anna Margaretha Lanterner (vgl. Internetdatei http://familysearch.org), Bruder des Müllers auf der Mühle in Steckweiler, Johann Urban *Weinkauf. Jacob Weinkauf folgte nach dem Tod seines Vaters Wenz Weinkauf († 11.1.1760 Mannweiler) diesem als Müller auf der Obermühle nach, denn er ist am 12.12.1766 als Pate im reformierten KB Dielkirchen bei der Taufe des Ludwig Weinkauf (Sohn des Müllers auf der Steckweiler Mühle Friedrich *Weinkauf) erwähnt (vgl. Dhom: Dietz, Weinkauf, Anhäuser. Familiennamen aus d. Mühle zu Steckweiler; in: PRFK 1977, 449).


°° mit Barbara NN. (vgl. Dhom: Dietz, Weinkauf, Anhäuser. Familiennamen aus d. Mühle zu Steckweiler; in: PRFK 1977, 449). Er ist wohl der Vater des Müllers auf der Obermühle in Mannweiler, Friedrich *Weinkauf.