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Home -> Mühlen- und Müllergeschlechter
Pfälzisch-Rheinische Familienkunde
Rottstraße 17 (Stadtarchiv) - 67061 Ludwigshafen
http://prfk.genealogy.net

Mühlen- und Müllergeschlechter - Datenbank im Aufbau
erstellt von Eberhard Ref (email: Eberhard Ref)


Die Zusammenstellung besteht aus 6 Dateien:





Stand 11.5..2012




Pfälzische Mühlen-Enzyklopädie


erstellt von Eberhard Ref (mailto:eberhard.ref@gmx.de)






Vorwort zur

Mühlen- und Müllerdatenbank im Aufbau



Seit dem Erscheinen der verdienstvollen und grundlegenden Werke des pfälzischen Mühlenforschers Friedrich Wilhelm Weber sind knapp 30 Jahre vergangen. Seither hat sich die Erforschung pfälzischer Mühlen weiter entwickelt. Eine große Zahl von Veröffentlichungen ist inzwischen erschienen, allein die Internet-Bibliographie der rheinland-pfälzischen Landesbibliothek weist mehr als 1000 Publikationen zu rheinland-pfälzischen Mühlen auf.



Auch die genealogische Forschung hat sich erheblich fortentwickelt. Zahlreiche Ortssippenbüchern sind seither erschienen, die erfreulicherweise oft durch Berufsangaben Rückschlüsse auf einzelne Mühlen und Müllerfamilien zulassen. Eine Vielzahl von Dorfchroniken runden diese Entwicklung ab.



Das Werk Friedrich Wilhelm Webers ist, wie aufgrund der Materialfülle trotz seiner lebenslangen Forschungen nicht anders zu erwarten, unvollständig. So fehlt das pfalz-zweibrückische Oberamt Guttenberg vollständig, ebenso die freie Reichsstadt Landau und auch Speyer ist nur ansatzweise berücksichtigt; ganze Bereiche früherer politischer Herrschaftsgebiete sind nur stichwortartig angesprochen. Da Weber seine Darstellung zudem in zeitlicher Hinsicht meist an Mühlenverzeichnissen einzelner politischer Herrschaften vor 1789 ausrichtet, beleuchtet seine Darstellung weitgehend nur einen engen Zeitabschnitt zu den einzelnen Mühlen und ist daher zwangsläufig fragmentarisch.



Aus zahlreichen in den pfälzischen Archiven vorhandenen Unterlagen und Urkunden sowie aus der Vielzahl der inzwischen erschienenen Veröffentlichungen ergeben sich neue oder vertiefte Informationen oder lassen sich Rückschlüsse auf Mühlen und Müllerfamilien ziehen, die wertvoll für die Familienforschung sind. Der vorhandene umfangreiche Archivbestand über pfälzische Mühlen ist bisher nur teilweise ausgewertet. Er eignet sich daher nicht nur als sozialgeschichtliche Information über Wirtschaft und Handwerk seit dem 30jährigen Krieg bis zum Mühlensterben im 20. Jahrhundert, sondern auch als Basis für die genealogische Erforschung der Müllerfamilien und stellt eine interessante familienkundliche Quelle dar.



Dies läßt es als gerechtfertigt erscheinen, auf der Basis von Webers beiden Mühlenbüchern, eine neue Sammlung pfälzischer Mühlen und eine Prosopographie pfälzischer Müllersippen zu versuchen.



Derzeit sind mehr als 1430 Mühlen ganz oder teilweise erfaßt (Stand 31.5.2011).



Eine Anmerkung sei gemacht zur räumlich-geographischen Grundlage der nachstehenden Sammlung. Die Pfalz von heute als geographischer Begriff deckt sich nicht mit den politischen Herrschaften im Bereich der historischen Pfalz, dem Flickenteppich vor 1797. Das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken griff im Westen und Norden weit über die pfälzischen Grenzen von 1816 hinaus. Da Müllerfamilien, nach dem Motto „gleich und gleich gesellt sich gern“, oft untereinander heirateten, und die Familien sich auch über die Grenzen einzelner Herrschaften ausbreiteten, soll der Bereich des ehemaligen Herzogtums Pfalz-Zweibrücken vollständig einbezogen werden. Deshalb sind auch Ortschaften im heutigen Rheinhessen und Saarland berücksichtigt. Die alte Kurpfalz ist nur linksrheinisch erfaßt, um nicht völlig den Rahmen der Darstellung zu sprengen. Ebenso sind nur die linksrheinischen Gebiete des ehemaligen Fürstbistums Speyer berücksichtigt. Nur dort, wo Müllerfamilien, wie z.B. die Dudenhofer Müllerfamilie Kinscherff aus der rechtsrheinischen Kurpfalz stammen, sind die dortigen Mühlen berücksichtigt. Auch bei sogenannten Zufallsfunden wird über die o.a. räumliche Beschränkung hinausgegangen, insbesondere dort, wo dies Verbindungen zu pfälzischen Müllerfamilien angezeigt erscheinen lassen.



Der Autor, dessen Vorfahren aus verschiedenen Mühlen und vor allem Papiermühlen der Nordpfalz stammen, will nicht in Anspruch nehmen, eine vollständige Sammlung der Mühlen und der dazugehörigen Müllerfamilien vorzulegen. Dies wäre angesichts der Materialfülle eine Unmöglichkeit.



Immer noch ist die Familienforschung in teilweiser Geheimhaltung verhaftet und viele (zuviele) Forscher scheuen die Veröffentlichung ihrer Forschungsergebnisse, vielleicht auch deshalb, weil die Familienforschung kaum abschließende, endgültige Resultate zeitigen kann und ihr das „Geschmäckle“ der Unvollständigkeit anhängt.



In der Hoffnung, daß die bisherigen Ergebnisse trotz ihres bruchstückhaften Charakters schon jetzt für den einen oder anderen Familienforscher von Interesse sein könnten, soll schon im derzeitigen Bearbeitungsstadium eine Veröffentlichung per Internet erfolgen.



Der Autor wird regelmäßig die neuen Forschungsergebnisse in der Datenbank berücksichtigen und und im Rahmen der jeweils neuen überarbeiteten Fassung per Internet dem interessierten Fachpublikum zur Verfügung stellen.




Sytt die zytt vergencklich vnd der menschen leben korz ist vnd vff daz die geschehen ding nit fallen in vergeßnuß .... „ (Gült-Verschreibung des Klosters Rosenthal vom Jakobstag [25. Juli] 1490).



An dieser Stelle sei den Mitarbeitern des Landesarchivs in Speyer, insbesondere Herrn Müller und Herrn Weis, herzlich gedankt, die immer bereit sind, durch Anregungen und Hinweise auf besondere Aktenbestände, den Fortgang der Arbeit zu fördern. Gedankt sei ebenfalls den Verfassern einer ganzen Reihe von Zuschriften aus dem Kreis der Leser, die bereit waren, Ergebnisse ihrer eigenen Familienforschung aus dem Kreis der Müllerfamilien zur Verfügung zu stellen. Auf derartige Informationen ist bei den betreffenden Personen der Prosopographie hingewiesen. Auch von Mitgliedern der ARGE „Pfälzisch-Rheinische Familienkunde e.V.“ wurden und werden immer wieder wertvolle Anregungen und Hinweise gegeben, wofür ein herzliches Dankeschön gesagt sei. Ein Dank auch an Herrn Arno Ehrhard aus Ludwigshafen-Oppau, der seine umfangreiche Auswertung mittelalterlicher Urkunden, nach Mühlen ausgewertet, zur Verfügung gestellt hat. Ein herzliches Dankeschön auch den Eheleuten Dittmar, die ihre umfangreiche Sammlung genealogischer Daten aus dem Bereich der Nordpfalz erneut zur Verfügung gestellt haben. Frau Marie-Luise Reuter hat zum wiederholten Mal mit ihrem umfangreiches Wissen und ihrer Datensammlung zum Raum Grünstadt beratend bei der Klärung von Zweifelsfragen geholfen. Herrn Dr. Michael Martin verdankt der Autor eine ganze Reihe von Informationen und Unterlagen insbesondere zu südpfälzischen und Landauer Mühlen. Herr Dr. Hermann Müller-Heppenheim hat umfangreiche genealogische Unterlagen über Müller und Mühlen übersandt, die teilweise noch bearbeitet werden müssen. Dafür herzlichen Dank.



Die neue aktualisierte Fassung der Sammlung enthält eine umfangreiche Erweiterung von ca. 30 Textseiten und erneut eine Vielzahl von kleineren Änderungen, Korrekturen und Ergänzungen. Es wurden wiederum mehrere Ortschroniken ausgewertet und eingearbeitet. Insbesondere wurde damit begonnen, die Abschnitt über die Mühlen von Edenkoben zu überarbeiten.



Der Autor dankt an dieser Stelle erneut einer ganzen Reihe von Informanten, die wiederholt Informationen zu Mühlen und Müller-Vorfahren zur Verfügung gestellt haben. Er hofft auch weiterhin auf regen Austausch, Rückmeldung und Ergänzung der nachstehenden Arbeitsgrundlage, um hierdurch gemeinsam die weitere Erforschung der pfälzischen Mühlen und Müllerfamilien voranzubringen.





Eberhard Ref

Letzte Änderung am 02.02.2012