Bibliothek der
Genealogischen Gesellschaft im Bergedorfer Schloß
Bestand der
Bibliothek:
ca. 5.000 Einheiten auf 110
Regalmetern, Schwerpunkt Norddeutschland und Bergedorf, Vierlande und Umgebung, aber auch
vielfältige Werke aus dem gesamten deutschen und ehemals deutschen Sprachraum
vorhanden sind neben Büchern
und Zeitschriften Manuskripte, Ahnentafelsammlung, Zeitungsausschnittsammlung und Karteien über
Vierländer Familien
erschlossen wird die Sammlung
über eine umfangreiche Stichwortkartei
Ausleihe ist für Mitglieder
möglich, eine Kopiermöglichkeit ist vorhanden
Adresse:
die Bibiliothek ist
untergebracht im
Museum für Bergedorf und die
Vierlande
Schloss Bergedorf
Bergedorfer Schlossstraße 4
21029 Hamburg
Die Bibliothek befindet sich im
Obergeschoß des Torturmes (44 Stufen, kein behindertengerechter Zugang).
Klingel im Tordurchgang mit der
Aufschrift „Bibliothek“.
Öffnungszeiten:
mittwochs in geraden Kalenderwochen von 10 – 12 Uhr
(außer während der Hamburger Schulferien und an Feiertagen).
1. Donnerstag im Monat von 19 – 21 Uhr (diese Regelung gilt zunächst
bis Juli 2009).
Die nächsten
Öffnungstermine:
Mittwoch 10-12 Uhr:
11. und 25. November, 9. Dezember.
Donnerstag 19-21 Uhr: 5.
November, 3. Dezember
Die Geschichte der
Bibliothek
7.2.1934
Gründungsversammlung der
Bergedorfer Ortsgruppe der „Zentralstelle für Niedersächsische Familiengeschichte“
Obmann der Bergedorfer
Ortsgruppe wird der in Bergedorf wohnende Hamburger Kaufmann Ernst Bohlmann (1899-1968)
Die neugegründete Ortsgruppe
macht sich den Aufbau einer genealogischen Bücherei zur Aufgabe, erster Betreuer der Bibliothek
wird Wilhelm Röhmer.
14.5.1935
Öffentliche Vorstellung der
Bibliothek, die nun im Bibliotheksraum des Bürgervereins im ehemals„Wenckschen Brauhaus“ Hude 7
einen Platz gefunden hat und jeden Dienstag eine Stunde lang geöffnet ist.
In den Folgejahren wächst der
Bibliotheksbestand und die Mitglieder der Ortsgruppe erarbeiten weitere Unterlagen und Karteien für
das Archiv, z.B.:
Ahnentafelsammlung (mit
Namensregister)
Zunftkartei (Auswertung der
Handwerkerakten des Bürgervereins, ca. 8.600 Namen)
Pastorenkartei (Name,
Personalien und Dienstorte hannoverscher Pastoren, besonders Land Hadeln betreffend, ca. 2.000
Namen)
Stichwortkartei (zur
Erschließung des Bibliotheksbestandes, fortgeführt bis heute, ca. 48.000 Karten)
Häuserbuch (Besitzerreihen der
Bergedorfer Grundstücke aus den Bergedorfer Grund- und Stadtbüchern)
1938
Wechsel der Bibliothek in die
oberen Räume der Feuerwache Brauerstraße (heute Chrysanderstraße).
1939
Mit Kriegsbeginn werden die
Aktivitäten der Ortsgruppe erschwert, ab Februar 1940 gibt es keine Vortrags- und
Versammlungsabende mehr. Auch Obmann Ernst Bohlmann wird zum Wehrdienst einberufen, die Bibliothek
in der Feuerwache wird trotzdem sonntags geöffnet, ab Februar 1941 nur noch jeden 2. Sonntag,
später muß die Arbeit eingestellt werden.
1943
Als Leiterin der Bibliothek
arbeitet Frau Klußmann, die die Bibliothek 1943, als die Räume in der Feuerwache kriegsbedingt
aufgegeben werden müssen, in ihre eigene Wohnung in der Bismarckstraße (heute Hermann-Distel-Str.
9) überführt. Dort übersteht der gesamte Bestand die Kriegszeit, im Gegensatz zur Bibliothek der
Zentralstelle, die in Hamburg einen Totalschaden erleidet.
1945
Nach Kriegsende
verbieten die Allierten alle Vereine, auch die Bergedorfer Ortsgruppe, und die Bestände der
Bibliothek werden beschlagnahmt und in das Museum für Hamburgische Geschichte verbracht. Ernst
Bohlmann ist die Rettung des Bibliotheksbestandes zu verdanken, er protestiert gegen die
Beschlagnahme und holt die Bücher an einem Sonntag mit Helfern aus dem Museum zurück in seine
Wohnung nach Bergedorf.
1946
Ernst Bohlmann kämpft für den
Fortbestand der Bergedorfer Ortsgruppe und der Bibliothek, im Herbst 1946 erreicht er die
Unterbringung der Bibliothek im Bergedorfer Schloß.
Nachkriegszeit
In der schwierigen
Nachkriegszeit ist auch die Bergedorfer Ortsgruppe in der Krise, Mitgliederschwund,
Auseinandersetzungen mit dem ebenfalls im Schloss untergebrachten Bergedorfer Heimatmuseum um die
Räumlichkeiten für die Bibliothek und Besucherrückgang führen dazu, dass die Zentralstelle 1953
sogar eine Auflösung der Bergedorfer Ortsgruppe erwägt. Aber die Arbeit wird auch unter diesen
schwierigen Bedingungen fortgesetzt.
1956
Der neu erstellte Bücherkatalog
umfaßt 650 Titel. Der Bestand wird weiter ausgebaut.
Ab 1962
Im Bibliotheksraum im
Erdgeschoß des Schloß-Torturms lagern in zum Schluß 7 alten Schränken die Bücher und Unterlagen der
Ortsgruppe, ab 1966 wird die Beleuchtung durch Neonlampen verbessert, im Winter dient ein alter
Bollerofen zur Beheizung.
1968
Auf der Festveranstaltung zum
50-jährigen Bestehen der Genealogischen Gesellschaft Hamburg. e.V. wird Ernst Bohlmann für sein
langjähriges Engagement zum Ehrenmitglied ernannt.
Nach 34 Jahren übergibt Ernst
Bohlmann sein Amt an seinen Nachfolger Harald Richert.
1970
Der Bibliotheksraum wird an die
Ölzentralheizung des Museums angeschlossen.
1977
Die Bibliothek wird renoviert.
Der Bibliothekskatalog ist auf 2700 Einträge angewachsen.
1984
Zum 50-jährigen Jubiläum der
Bergedorfer Arbeitsgruppe kann dank eines Zuschusses des Bergedorfer Bezirksamtes und eingegangener
Spenden der Bibliotheksraum mit großen Wandregalen neu gestaltet und ein Kopierer angeschafft
werden.
1990
Aufnahme der Bibliothek in den
Archiv- und Dokumentenführer der Hamburger Universität.
1991
Harald Richert wird zum
Ehrenmitglied der Genealogischen Gesellschaft Hamburg e.V. ernannt.
1998
Umzug der Bibliothek in den
oberen Stock des Torturmes, Kooperation mit der Museumsbibliothek.
Der Bestand von etwa 4200
Einheiten wird auf etwa 80 Regalmetern präsentiert.
2003
Dem stellvertretenden
Bibliotheksleiter Hans Hermann Beckebrede wird die Ehrenmitgliedschaft der Genealogischen
Gesellschaft Hamburg e.V. verliehen.
Herbst 2003
Aufgrund des Raumbedarfs des
Museums muß die Bibliothek auf kleinerer Aufstellfläche neu geordnet werden.
Mai 2007
Nach fast 40-jähriger Leitung
der Arbeitsgruppe Bergedorf übergibt Harald Richert aus Altersgründen die Leitung der Bibliothek an
Sabine Paap.
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