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Orte des AK-Nordhausen
AMF-Arbeitskreis Nordhausen
Auleben
Übersicht:
- Geographische Koordinaten: +5125+01056
- Breitengrad/-minute: 51 / 26
- Längengrad/-minute: 10 / 56
- Nr. der Topogr. Karte 25 (TK 25): 4531
- LOCATOR: JO51LK

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- Postleitzahl alt/neu: O5501 / 99765
- Telefonvorwahl: 036333
- Fläche in ha: 1945
- Gemeindenummer: 16062001
- Einwohnerzahl:
- Stand 1989: 1186
- Stand 1992: 1155
- Stand 1995: 1147

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Politische Zugehörigkeit
- Staat:
- Land:
- Kreis:
- 1819 bis 1952: Kreis Sangerhausen
- ab 1952: Landkreis Nordhausen
- Verwaltungsgemeinschaft:
- Stand 1992: VWG Goldene Aue
- Anschrift der zuständigen Gemeindeverwaltung/Verwaltungsgemeinschaft (7/96):
Stadtverwaltung Heringen
Vors. d. VWG Bodo Reitzig
Straße der Einheit 43
99765 Heringen
Telefon: 036333.6720
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- Evangelische Kirche:
- Kirchenprovinz:
- Kirchenkreis:
- Stand 1992: Nordhausen-Ilfeld
- Stand 1998: Südharz
- Anschrift des zuständigen Pfarrers (01/98):
Pfarrer Joachim Müller
Schulstr. 9
99765 Auleben
Telefon: 036333-358
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- Evangelische Kirche
- Taufregister
von ... bis ..., z. Zt. verwahrt durch ... in ...
Kopien/Mikrofilm vorhanden bei ...
- Heiratsregister
von ... bis ..., z. Zt. verwahrt durch ... in ...
Kopien/Mikrofilm vorhanden bei ...
- Sterberegister
von ... bis ..., z. Zt. verwahrt durch ... in ...
Kopien/Mikrofilm vorhanden bei ...
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- Über den Ort
- Auleben in der Goldenen Aue, Landratsamt Nordhausen, 1993
- Gorges, Löffler, Losche, Parche, Fließ, Hahn, Theuerkauf: Festschrift zur
1150-Jahr-Feier in Auleben, 1969
- Junker, Jörg-Michael: Die Spitznamen der Städte und Dörfer unseres Kreises in:
Beiträge zur Heimatkunde aus Stadt und Kreis Nordhausen, Heft 7/1982
- Junker, Jörg-Michael: Die Tanzlinde vom Vorwerk Buchholz bei Auleben in: Beiträge zur
Heimatkunde aus Stadt und Kreis Nordhausen, Heft 9/1984
- Junker, Jörg-Michael: Wetterregeln aus der Nordhäuser Umgebung in: Beiträge zur
Heimatkunde aus Stadt und Kreis Nordhausen, Heft 9/1984
- Losche, Elfriede: Das Hügelgräberfeld auf dem Solberg bei Auleben in: Der Nordhäuser
Roland, März 1954
- Losche, Elfriede: Der Einigungsbrief von Auleben aus dem Jahre 1507 in: Beiträge zur
Heimatkunde aus Stadt und Kreis Nordhausen, Heft 11/1986
- Lüddeke, Herbert: Das Gräberfeld auf dem Solberg bei Auleben in: Der Nordhäuser
Roland, Juni-September 1954
- Lüddeke, Herbert: Zur Geschichte des Dorfes Auleben in: Der Nordhäuser Roland,
November 1954, Januar 1955, Februar 1955
- Meyer, Karl: Kleine Chronik des Amtes Heringen, Nordhausen 1873
- Meyer, Karl: Beiträge zur urkundlichen Geschichte der goldenen Aue, Nordhausen 1876
- Meyer, Karl: Chronik des landräthlichen Kreises Sangerhausen, Nordhausen 1892
- Müller, E.: Zur Geschichte des Dorfes Auleben in: Zeitschrift des Harz-Vereins für
Geschichte und Altertumskunde 23, Quedlinburg 1890
- Schmidt, F.: Bilder aus der Heimatgeschichte der Goldenen Aue in: Beiträge zur
Deutschen und Preußischen Geschichte 1, Sangerhausen 1906
- Schmidt, Friedrich: Der Kreis Sangerhausen, Sangerhausen 1926 - 1928
- Sebicht, Richard: Die Cistercienser und die Niederländischen Colonisten in der goldenen
Aue. Diss. Halle 1887, nochmals gedruckt in Zeitschrift des Harzvereins 21/1891
- Silberborth, Hans: Geschichte des Helmegaus, Nordhausen 1940
- Wintzingerode-Knorr, L. Freiherr v.: Mitteilungen zur Geschichte des Dorfes Auleben und
der Stadt Heringen in: Zeitschrift des Harzvereins, 24/1891
- Über Einwohner des Ortes
- Bila, Wolf v.: Über alle Grenzen hinweg ... 800 Jahre Heimat am Harz. Die Familie von
Bila im Harz und in der Goldenen Aue, Braunschweig o. J. (1989)
- Losche, Elfriede: Wilhelm von Humboldt in Auleben in: Beiträge zur Heimatkunde aus
Stadt und Kreis Nordhausen, Heft 11/1986
- Losche, Elfriede: Die Wanderjahre der Familie Wilhelm von Humboldts und ihre Gehilfin
Emilie aus Auleben in: Beiträge zur Heimatkunde aus Stadt und Kreis Nordhausen, Heft
16/1991
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Woher der Name kommt
Auleben ist seiner Anlage nach ein Haufendorf, das seinen Namen der unregelmäßigen
Anordnung der Gehöfte verdankt. Das wesentliche Merkmal des Haufendorfes ist das Fehlen
einer festen Plankomposition. Die Wegeführung ist uneinheitlich, das Dorf paßt sich in
besonderem Maße den gegebenen Geländeverhältnissen an.1)
Auleben, östlich von Nordhausen erscheint im 9. Jahrhundert als "Awanleiba"
in den Urkunden. 1230 als "Owenleiben". Im Bestimmungswort liegt ein Kosename
"Avo" vor, oder "Auwo". Der Ortsnamenendung "-leben" liegt
ein gemeingermanisches Wort mit der Bedeutung "Überbleibsel
Hinterlassenschaft Erbe Überlassenes" (vielleicht auch
"Bleibe") zugrunde. Gotisch heißt es "liaba", althochdeutsch
"leiba". Im ersten Glied dieser Ortsnamen sind fast ausschließlich
Personennamen enthalten (vgl. unser Auleben). Die -leben-Namen dürften im allgemeinen dem
5./6. Jahrhundert entstammen.2)
1) R. Ogrissek, Dorf und Flur in der Deutschen Demokratischen Republik, Leipzig 1961,
S. 126 f.
2) H. Walther, Namenskundliche Beiträge zur Siedlungsgeschichte des Saale- und
Mittelelbegebietes bis zum Ende des 9. Jahrhunderts. Berlin 1971, S. 152 ff., und
Karlheinz Müller, Die Ortsnamen der Kreise Nordhausen undWorbis, Jena 1954 (Diplomarbeit
MSchr.) S. 50.
(Quelle: Erhard Müller, Beiträge zur Heimatkunde aus Stadt und Kreis Nordhausen -
Meyenburg Museum Nordhausen, Heft 5, 1980, S. 87)
Der Ortsname im Zeitverlauf
Auleben wurde 1300 noch ein "Dörfchen (villula Oweleve)" genannt.
Interessant ist die vielfältige Schreibweise des Ortes:
8. Jh. - Awenleibe (Awanleba)
1184 - Uuleven
1247 - Ouwelebun, Oeeuwelven
1277 - Oweleibin
1300 - Oweleve
1305 - Oweleben
1413 - Oweleibenn
1423 ... daß sie eine Wiese zwischen Ouweloidin ...
1430 ... von unserem Vorwerk zu Awelebin ...
1456 - Johann Traibothe, Pfarrer zu Auleben (Martinikirchenurkunde)
1525 mußte Auleben wegen Teilnahme am Bauernaufstande 100 Gulden Strafe zahlen.
1527 hatte Ilfeld Zins zu fordern aus Owelebin
1551 ... und freien Gütern zu Augeleben
1689 ... den 27. October starb auf dem Schlosse zu Auleben die Witwe des Grafen Anton
Günther von Schwarzburg-Sondershausen, Marie-Magdalene, Pfalzgräfin von Birkenfeld. Sie
hatte zu Auleben ihren Witwensitz gehabt und wurde in der Pfarrkirche zu Sondershausen
begraben.
Der Name Auleben bedeutet also: leben = die Besitzung, das Erbgut des Avo, Owo
(Mannesname) oder der Aua (Frauenname).
Die Kirche ist den Schutzpatronen des Klosters Jechaburg, St. Petrus et Paulus, geweiht,
wahrscheinlich ist sie vom Kloster Jeachburg gegründet.
(Quelle: Heimatblatt "Vom Südharzrand zur Goldenen Aue" Mai 1994, S. 8)
1794 - 1994: 200 Jahre St. Petri-Paul Kirche zu Auleben
Aus der Kirchenchronik:
1316 hatte Auleben bereits einen Pfarrer, also auch eine Kirche-Capelle. Nach Mitteilungen
des hier ansässigen Herrn Gutsbesitzers Friedrich Krause haben in alter Zeit zwei
Kapellen existiert, die von Bielasche an Stelle der jetzigen Kirche und die von
Rüxlebensche. Letztere lag unten am Bache, wo das Müllersche Haus jetzt steht. Man sieht
dort noch eine alte Mauer als letzten Rest dieser Kapelle. Noch heutigen Tages heißt der
Besitzer jenes Hauses Kapellen-Müller.
... 1794 wurde unter dem Pfarrer Klauer ein Erweiterungsbau der Kirche ausgeführt, nur
die Seitenwände ließ man stehen, ein hollandisch Dach wurde aufgesetzt um 2 Emporen zu
gewinnen, auch der Turm wurde vollendet und eine zweistöckige Sacristei am Ostgiebel
angebaut...
Die neue Orgel (1798) lieferte der Orgelbauer Schulze aus Milbitz bei Koenigsee mit 32
Registern.
(Quelle: Heimatblatt "Vom Südharzrand zur Goldenen Aue" April 1994, S. 8)
Einweihung des Bismarckturmes in Auleben
- Rede des Herrn Schlieckmann, Gutsbesitzer aus Auleben, anläßlich der Einweihung
des Bismarckturmes von Auleben am 1. September 1905 -
Wenn ich mir erlaube, jetzt einige Worte an Sie zu richten, so geschieht dies in dankbarer
Erinnerung an unseren glorreichen Kaiser Wilhelm I. und seine großen Ratgeber, des
Altreichskanzlers Fürsten Bismarck und Feldmarschall Grafen Moltke. Es dürfte wohl
niemand hier anwesend sein, der nicht mit Vertrauen und Zuversicht in die Zukunft unseres
lieben deutschen Vaterlandes blickt, und daß wir dies heut können, verdanken wir den
vorgenannten "Drei großen Männern des vorigen Jahrhunderts".
Meine Absicht ist es nicht, Ihnen eine politische Rede zu halten, ich möchte Sie nur auf
die Begebenheit und Gegenwart hinweisen. Es war der 27. Juni 1866, als man in Auleben
Kanonendonner hörte. Niemand wußte woher dieser kam, bis bekannt wurde, daß die
Schlacht bei Langensalza geschlagen sei. Ich bin den 2. Tag darauf mit meinem Geschirr
nach Langensalza gefahren, und habe dort das Schlachtfeld gesehen, wo das 20.
Landwehrregiment, größtenteils aus Berliner Familienvätern bestehend, nur notdürftig
ausgerüstet, gegen die Hannoveraner in mörderischer Schlacht gestanden hatte.
Ich habe gesehen, wie bei Merxleben ein Massengrab gegraben war, in welchem gefallene
Hannoveraner, die Blüte der Hannoverschen Jugend, begraben wurden. Man sah eingezogene
Mannschaften aus Urbach, Leimbach und anderen Hannoverschen Ortschaften der Goldenen Aue
auf der Flucht von Langensalza durch die Auleber Flur in ihre Heimat zurückkehren.
Dies waren Eindrücke, die unvergeßlich bleiben werden und wer sie selbst erlebt hat, dem
größten Baumeister der Welt auf den Knien dankt, daß diese Zeiten vorüber sind und
nicht wiederkehren werden. Von unserem Altreichskanzler Fürsten Bismarck ist das Deutsche
Reich mit Blut und Eisen zusammen geschmiedet, der Kitt wird ewig halten.
Der Turm, der hier gebaut ist und heute seine Weihe erhält, ist zu Ehren unseres Bismarck
errichtet und soll "Bismarckturm von Auleben" heißen mit dem Wahlspruch:
"Wir Deutschen fürchten Gott, sonst nichts auf dieser Welt"! Zur Erinnerung hat
unser unvergeßlicher Kaiser Wilhelm I. bereits 1904 in der Mitte dieses Berges einen
Platz gefunden unter dem Namen "Kaiser Wilhelmsblick"; erlebe ich es, so wird
auch dem Generalfeldmarschall Moltke im Jahre 1906 ein Denkstein gesetzt werden. Ich
übergebe die beiden bestehenden Punkte dem Publikum zur Benutzung, und gebe mich der
Hoffnung hin, daß jeder, der diesen Turm besteigt und in unser herrliches Tal blickt,
sich der früheren Zeiten erinnert, wo man noch von hier aus in Feindesland sehen konnte.
Der Turm bilde symbolisch eine Schutzwehr für den äußeren Feind, aber auch gegen den
inneren, den Sozialismus, der gefährlicher ist als der andere, seien wir Deutschen im
wahren Sinne des Wortes und lassen wir die Elemente nicht aufkommen, die das mühsam
Errungene frivol wieder zerstören wollen. Seien wir einig, denn nur Einigkeit macht
stark. Das walte Gott.
Auleben, O. Schlieckmann
(Quelle: Heimatblatt "Vom Südharzrand zur Goldenen Aue" März 1994, S. 8)
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Europadorf Auleben
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Letzte Änderung: 06-Mai-99 (UG)
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