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Thüringen
AMF

Arbeitsgemeinschaft für mitteldeutsche Familienforschung e.V. (AMF)

AMF-Arbeitskreis Kyffhäuserkreis

Leiter: durch den Tod von Horst Hesse z.Zt. vakant

Übersicht

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Der AMF-Arbeitskreis

Die Arbeitsgemeinschaft für mitteldeutsche Familienforschung e.V. (AMF) wurde 1962 in Wetzlar mit dem Ziel "der genealogischen Erforschung von Familien und Geschlechtern, die aus dem mitteldeutschen Raum stammen" gegründet, Ende 1996 hatte die AMF etwa 720 Mitglieder, die im gesamten Bundesgebiet wohnen.

Durch die Wiedervereinigung haben sich die Forschungsbedingungen in den neuen Bundesländern für die Mitglieder der AMF deutlich verbessert. Die AMF hat sich deshalb dazu entschlossen, in ihrem Forschungsgebiet regionale Arbeitskreise zu gründen, um damit ihre Arbeit "vor Ort" zu intensivieren. Die Arbeitsgemeinschaft dient dabei lediglich als Dachorganisation und stellt den Arbeitskreisen ihre Publikationsorgane und ihr im Verlauf der Vereinsgeschichte erworbenes Know-how zur Verfügung. Die eigentliche Arbeit in den Arbeitskreisen kann natürlich nur durch AMF-Mitglieder und interessierte Nichtmitglieder erfolgen.

Am 01.11.1994 wurde der Arbeitskreis "Kyffhäuserkreis" gegründet, in dem die genealogischen Forschungen in diesem nach der Gebietsreform von 1994 geschaffenen neuen Kreis koordiniert und intensiviert werden sollen. Begonnen wurde mit der Erarbeitung eines Arbeitsprogramms und einer Ortsliste.

Neben der systematischen Sammlung von familiengeschichtlich interessanten Daten zu Orten und Personen des Kreises gehört die Kontaktaufnahme zu örtlichen und regionalen Heimat- und Geschichtsvereinen und Familienforschern zu einer der Hauptaufgaben des Arbeitskreises. Ergänzend dazu interessieren Informationen zu Archiven und Bibliotheken mit genealogisch interessanten Beständen, zur früheren und heutigen politischen und kirchlichen Organisation sowie die Erstellung einer genealogischen Datenbank und einer genealogischen Bibliographie des Forschungsgebietes. Außerdem ist es ein Ziel des Arbeitskreises, die heute vorhandenen Bestände an Kirchenbüchern, ihre Verfügbarkeit und ihre Standorte zu erfassen und dem genealogisch interessierten Forscher bekannt zu machen. Daraus sollen zukünftig auch sogen. Ortsfamilienbücher erarbeitet werden, um dem interessierten Familienforscher die Möglichkeit zu geben, solche, sonst nur in den Kirchenbüchern enthaltenen Daten, zusammengefasst und sortiert nach Familien, käuflich zu erwerben und seine Forschungen zu Hause am Schreibtisch durchführen zu können. Das schont nicht nur die Kirchenbücher, die ja in aller Regel unersetzliche Unikate und damit ein wertvolles historisches Kulturgut darstellen, sondern auch den eigenen Geldbeutel. Bekanntlich ist das Ausstellen von Kirchenbuch-Auszügen heute eine kirchliche Dienstleistung, die auch bezahlt werden muss.

Auch in der Vergangenheit gab es im heutigen Kyffhäuserkreis bereits zahlreiche Familienforscher, die sich mit der Erforschung der dort ansässigen Familien befasst haben. Eine inzwischen bereits recht ansehnliche Bibliographie versucht, diese Arbeiten zusammenzufassen und der heutigen Forschergeneration wieder zugänglich zu machen.

Zahlreiche Arbeiten davon finden sich in älteren Fachzeitschriften und mehr noch, in den Archiven, in denen die Unterlagen des heutigen Kyffhäuserkreises lagern. Durch die politisch sehr heterogene Vergangenheit des Kyffhäuserkreises lagern die Bestände heute verstreut in den verschiedensten Archiven. Große Bestände für das Gebiet um Bad Frankenhausen finden sich im Thüringischen Hauptstaatsarchiv in Rudolstadt. Dort lagern z.B. die Ketelhodt'schen Karteikarten, mit denen die Frankenhausener Familien erschlossen wurden.

Der Arbeitskreis hat sich auch die Aufgabe gestellt, die genealogisch relevanten Bestände der einzelnen Archive zumindest in einem groben Rahmen zu erfassen und zu beschreiben. Hierzu suchen wir interessierte Mitarbeiter. Die Liebe zur Heimat, das Wissen wollen um die eigene Herkunft, das sind die Ansatzpunkte für die Forschungen, wie wir sie betreiben.

Leider hatte die Familienforschung zu DDR-Zeiten auch in diesem Gebiet rund um den Kyffhäuser keine große Bedeutung. Es gibt kaum Arbeiten heimischer Forscher, die sich in dieser Zeit mit der Familiengeschichte befasst haben. Lediglich im Westen Deutschlands wurden in den Fachzeitschriften einige wenige Titel mit Themen aus dem heutigen Forschungsgebiet dieses Arbeitskreises veröffentlicht. Diese stammten in der Mehrzahl von Forschern, die aus diesem Gebiet kamen oder aber dort Vorfahren hatten.

Wir wollen versuchen, diese zu erfassen und soweit möglich, einem breiteren Interessentenkreis zugänglich zu machen.

Es besteht die Möglichkeit, diese und andere Forschungsergebnisse in den Publikationsorganen der "Arbeitsgemeinschaft für mitteldeutsche Familienforschung e.V." (AMF) zu veröffentlichen und damit auch der Nachwelt zu erhalten.

Die AMF gibt vierteljährlich ihre Zeitschrift "Familienforschung in Mitteldeutschland" heraus, in der genealogische Arbeiten aus dem Forschungsgebiet der Arbeitsgemeinschaft veröffentlicht werden. Hier können auch die Mitarbeiter der verschiedenen regionalen Arbeitskreise ihre Arbeiten zu einzelnen Familien, besonderen genealogischen Themen einem breiten Publikum bekannt machen.

Des weiteren wird von der AMF eine Schriftenreihe herausgegeben, in der, thematisch weit gefasst, Arbeiten zur mitteldeutschen Genealogie gebracht werden. Gerade in diesen Heften sollen auch die Arbeitsergebnisse der einzelnen Arbeitskreise veröffentlicht werden.

Die AMF hat weiter eine sogen. INFO-Reihe, die allgemein interessierende Themen zur Familienforschung behandelt. Diese Reihe, inzwischen, zu einem AMF-Handbuch angewachsen, gibt dem interessierten Mitglied sozusagen "Hilfe zur Selbsthilfe", wie es heute in einem ganz anderen Zusammenhang des öfteren gesagt wird.

Hier stellen wir z. B. einzelne Archive, andere genealogische aber auch Heimat- und Geschichtsvereine aus dem Forschungsgebiet der AMF vor, geben Hinweise zu anderen Fragen, z.B. der Geldgeschichte im Forschungsgebiet u.v.m.

Interessiert ist die AMF auch an der Erschließung familiengeschichtlicher Quellen. Dazu gehören z.B. Namenslisten aus einzelnen Orten, sofern sie die Zeit vor Beginn der Kirchenbücher betreffen. Wir beschäftigen uns weiter mit dem genealogischen Umfeld. So sammeln wir Bezeichnungen für ältere Berufe und Tätigkeiten, die spezifisch für bestimmte Zeiten und Regionen sind. Wir wollen wissen, wie unsere Vorfahren gelebt haben, wie sie gearbeitet und gefeiert haben. Die Genealogie beschränkt sich nicht nur auf das Zusammentragen der Lebensdaten unserer Ahnen, nein, wir wollen auch etwas über die damaligen gesellschaftlichen Verhältnisse, über das Leben des "gemeinen Mannes" wissen.

Weiter versteht sich der Arbeitskreis als Mittler zwischen den Familienforschern aus anderen Regionen und Ländern und dem Forschungsgebiet des Arbeitskreises. Die Mitglieder werden langfristig in der Lage sein, Forschungsanfragen, die den Kyffhäuserkreis betreffen, zu bearbeiten und damit anderen Forschern Hilfestellung zu geben.

Insgesamt soll so ein möglichst umfassender Überblick über die heutigen Forschungsmöglichkeiten im Kyffhäuserkreis erarbeitet werden.

Für eine möglichst effektive und umfassende Arbeit ist der Arbeitskreis auf die Mithilfe von einheimischen Familien-, Heimat- und Geschichtsforschern/-vereinen angewiesen, denn nur sie haben das erforderliche Detail- und Sachwissen über das Forschungsgebiet. Deshalb wollen wir natürlich auch gerne wissen, welche solcher Vereine im heutigen Kyffhäuserkreis arbeiten und auf welchen Sachgebieten deren Aktivitäten liegen. In unseren Publikationen, vor allem in der Schriften- und in der INFO-Reihe wollen wir diese Vereine einem breiteren familiengeschichtlich interessiertem Publikum vorstellen und damit auch zum Bekannt werden derselben außerhalb des eigentlichen, regional meist begrenzten Tätigkeitsgebietes beitragen.

Heimat- und familiengeschichtlich interessierte Damen und Herren, die sich für eine Mitarbeit in diesem Arbeitskreis interessieren, aktiv mitarbeiten und damit gleichzeitig ihre eigenen Forschungen voranbringen wollen, können sich zwecks weiterer Informationen an den Leiter des Arbeitskreises Kyffhäuserkreis wenden. Eine Mitgliedschaft in der AMF ist für die Mitarbeit zwar erwünscht, jedoch keine Bedingung.

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Letzte Änderung: 24.12.02 (UG)
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