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Ortsbeschreibung von Zuscha bei Heimatkreis Chomotau

Schule von Zuscha (č. Sušany)

(aus: "Zuscha, ein deutsches Bauerndorf in Böhmen", von Günther Hans Kilberth, 50835 Köln, Garthestr.53, Hrsg. 1997)

Über unsere Schule berichtet die Bezirksheimatkunde von 1898:
Zuscha hat bloß eine einklassige Schule. Das gegenwärtige Schulgebäude wurde an der Stelle des alten ebenerdigen Hauses 1885 mit 3420 Gulden (ohne Ziegelzufuhr) erbaut. Der gegenüberliegende Keller stammt aus dem Jahre 1862, der Turnplatz 1880, der Schulgarten 1890.

Die hiesige Schule soll eine der ältesten des Fürst von Schwarzenberg'schen Patronates gewesen sein. Der älteste bekannte Lehrer hieß laut Matrikauszug (6. Jänner 1664) Johann Woyzech, der als Lehrer von Ploscha den Dienst bei sämtlichen Funktionen in Ploscha, Zuscha und Nehasitz versah.

Acht Jahre darnach kommt ein Daniel Flott bei der Trauung seines Sohnes Nicolaus (16. November 1672) unter dem Namen eines Lehrers von Ploscha, Zuscha und Nehasitz vor. Von 1682 an sind die Funktionen von Zuscha und Oberpriesen in einer eigenen Matrik verzeichnet, so daß von diesem Zeitpunkte an Zuscha seinen eigenen Lehrer und eine eigene Schule gehabt haben dürfte.

Auf dem Titelblatt dieser Matrik erscheint Johann Franz Krauscha als Lehrer von Zuscha (Ludimagister Zuschensis) 1682 als erster hiesiger Lehrer gezeichnet.

Johann Franz Krauscha 1682-1692 Johann Wilhelm Nöster bis 1705
Christoph Tupka bis 1718 Franz Tannenberger bis 1760
Johann Josef Langhans (1767) Georg Müller 1782
Johannes Gallina (1795) Josef Maschek (1797)
Josef Urban bis 1807 Dionys Würth bis 1808
Wenzl Schreinert bis 1816 Raimund Teiml bis 1828
Anton Hudl bis 1847 Josef Pohnert bis 1852
Johann Nepomuk Sacher bis 1873 Adolf Liebscher, prov. Lehrer bis 1874
Josef Würth bis 1880 Ferdinand Vogel, prov. Lehrer bis 1884
Alois Fischer ab 1884.
Als Industriallehrerin wirkt seit 1.Mai 1897: Marie Schreiter.

So weit die alte Bezirksheimatkunde.

Unsere Schule war zwar nur einklassig, so daß alle Schüler, Knaben und Mädchen, der acht schulpflichtigen Jahrgänge in einem Raum von einem Lehrer gleichzeitig unterrichtet werden mußten. Zuscha hatte das Glück, zumeist außergewöhnlich gute Lehrer zu haben. Sie waren zusammen mit dem jeweiligen Pfarrer der geistige Mittelpunkt unseres Dorfes.

Kirchenbuchverzeichnis des Pfarrbezirks Zuscha, mit Pfarrorten: Zuscha, Ober-Priesen.


Letzte Änderung: 27-März-2004
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