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Birkenfeld, die Geschichte

 

14. Jh. 17. Jh. 18. Jh. 19. Jh.

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Wappen der Grafschaft Sponheim

Geschichte

Lange vor der Zeit, aus der vergilbte Pergamente uns erzählen, gab es schon menschliche Siedlungen in der Nähe von Birkenfeld. Funde, die fleißige Forscher (Back, Baldes) zutage brachten, zeigen, daß am Schmißberger Eck seit der HALLSTATTZEIT (1000 v. Chr.) eine größere Siedlung bestand. Hier kreuzte der alte Weg Thalfang-Rinzenberg- Nohen-Baumholder eine andere Straße, die von Metz über Tholey-Sötern-Brücken -Idar dem Rheine zustrebte. Auch an anderen Stellen des Birkenfelder Bannes (Hömisch, Brauneberg, Rennweg) finden sich die für jene Zeit charakteristischen Hügelgräber, die auf nahegelegene Niederlassungen schließen lassen.

Ihre ärmlichen Fachwerkhütten fanden die Legionen Cäsars vor, als sie hier einrückten. (58 v. Chr.) Die in ihrem Gefolge sich ausbreitende römische Kultur drang auch ins Birkenfelder Land ein. Zwar lief die große Römerstraße Trier-Bingen über den Hunsrück, aber zwischen ihr und dem südlich der Nahe verlaufenden Verkehrsweg Metz-Mainz bauten die Römer als Verbindungslinie den oben genannten Weg Baumholder-Nohen-Thalfang zur festen Straße aus. An ihr lag am Schmißberger Eck eine Poststation mit Schmiede, Krambude und Schenke. Dabei befand sich auch ein Tempel und eine Reihe von Grabdenkmälern. Römische Kleinbauern hatten in der Nähe (Elchweiler, Dienstweiler) ihre aus Stein gebauten Meierhöfe. Viele im Museum aufbewahrte Funde zeugen von dieser versunkenen Welt.

Im 4. Jahrhundert mußten die Römer sich vor den anstürmenden Germanen vom Rhein zurückziehen. Plündernd brachen diese in die römischen Provinzen ein. In der wilden Zeit der Völkerwanderung ging dann mancher stolzer Römerbau in Flammen auf. Die Trümmer benutzten spätere Geschlechter als Bausteine für ihre Häuser. So entdeckte man im Gemäuer der Birkenfelder Kirche neben anderen mit römischen Skulpturen bedeckten Steinen eine Löwentatze, deren Gegenstück im Wasserschieder Wald gefunden wurde.

Von dieser Kirche berichtet auch die Urkunde, in der Birkenfeld zum ersten Male genannt wird. Der Trierer Bischof Egbert macht im Jahre 981 dem dortigen Paulinusstift eine Schenkung als Ersatz für verlorengegangene Kirchen, von denen er an erster Stelle Brombach und Birkenfeld nennt und sagt, Bischof Liutwin habe die Birkenfelder Kirche auf eigenem Boden erbaut und dem Paulinusstift geschenkt. Dieser Liutwin, früher Herzog von Lothringen und wahrscheinlich der Stammvater des salischen Kaiserhauses, starb im Jahre 713, so daß die Birkenfelder Kirche im Jahre 700 gestanden haben muß. Sie ging später in den Besitz des Trierer Erzstiftes über, das auch die oberste Grund- und Gerichtsgewalt im Birkenfelder Lande bis zum Siesbach hatte. Ihre Vögte waren hier die Grafen von Sponheim, die allmählich die staatlichen Hoheitsrechte ganz an sich rissen und die Oberherrschaft nicht mehr anerkannten. Durch die Teilung des Sponheimer Besitzes im Jahre 1223 kam Birkenfeld an die Hintere Grafschaft, deren Fürsten auf der Starkenburg bei Trarbach saßen.

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Burg Birkenfeld 1585 Als Loretta von Sponheim hier für ihren unmündigen Sohn die Regentschaft führte, versuchte Bischof Balduin noch einmal den Sponheimern die Landeshoheit zu entreißen. Er begann in Jahre 1328 eine Fehde und legte zu seiner Sicherung bei Birkenfeld eine Burg an. Durch den berühmten, während eines Waffenstillstandes gemachten Handstreich bei der Starkenburg brachte die Gräfin den Kirchenfürsten in ihre Gewalt und zwang ihn zur Anerkennung der Sponheimer Herrschaft im Birkenfelder Lande und zur Zahlung eines Sühnegeldes, von dem sie sich ihren Witwensitz, die Frauenburg, erbaute. Loretta aber mußte zum Papst nach Avignon reisen, um sich vom Bannfluch zu lösen.

Die von Balduin begonnene Burg Birkenfeld wurde von den Sponheimern ausgebaut (Baldes). Sie wird zum ersten Male 1330 in einem Brief Lorettas genannt.

Neben Allenbach und Frauenburg wurde sie zum Sitze eines Sponheimischen Amtes. Nach dem Tode des letzten Grafen 1437 kam die Hintere Grafschaft unter die Gemeinherrschaft seiner beiden Schwäger, des Markgrafen von Baden und des Grafen von Veldenz. Diese für das Land sehr nachteilige Regierungsart dauerte bis 1776. An die Stelle der Veldenzer traten in Folge einer verwickelten Erbschaft die Herzöge von Pfalz-Zweibrücken.

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Letzte Änderung/Last update: 03-Jun-2000 (DK)

Vielen Dank an Wolfgang Krieger. Quellenangaben auf der Hauptseite.
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