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Rechtliche u.a. Hinweise zum Kriegsarchiv Wien

Hinsichtlich der Militärmatriken fungiert das Kriegsarchiv in Wien auch als Standesamt. Eine nichtamtliche Einsichtnahme ist erst 100 Jahre nach der Geburt bezw. 30 Jahre nach dem Tod der gesuchten Person möglich (Österr. Personenstandsgesetz 1981).

Weitere Angaben über das Kriegsarchiv siehe:
Das Kriegsarchiv Wien und seine genealogischen Quellen,
mit speziellen Hinweisen für die slowakische genealogische Forschung.
(Beitrag von Herrn Dr.Christoph Tepperberg)

Das Kriegsarchiv Wien war von 1905 bis 1991 in der Stiftskaserene (Stiftgasse 2, A-1070 Wien untergebracht. Der Aktenbestand Militärmatriken wurde bis 1981 vom Bundesministerium für Inneres, Referat IV/4/b (vormals 33/M), Karl Schweighofer Gasse 3, 1070 Wien, verwaltet. Durch das Personenstandsgesetz von 1981 wurde diese Organisationseinheit aufgelöst und die Militärmatriken dem Österreichischem Staatsarchiv, Abteilung Kriegsarchiv zur dauernden Aufbewahrung und Verwaltung übergeben. In den Jahren 1991-1993 übersiedelte das Kriegsarchiv mit all seinen Beständen von der Stiftgasse und der Karl-Schweighofer- Gasse in das neue Amtsgebäude des Österreichischen Staatsarchivs Nottendorfer Gasse 2, in A-1030 Wien.

Zu den nichtmilitärischen Kirchenbüchern in Wien und Teilen Tschechiens ist die Publikation: Die Matrikenbestände der an der Niederdonau angegliederten Gebiete von Böhmen und Mähren, 1940; bei der Heraldisch genealogische Gesellschaft der "Adler" um etwa 10 DM käuflich erhältlich.

Tschechische Republik: Das Militärgeschichtliche Archiv in Prag (Vojensky Historicky Archiv, Sokolovska 136, CZ 18600 Praha 8, Tschechische Republik) verwahrt ebenfalls einen größeren Bestand an Militärmatriken von in Böhmen, Mähren und Schlesien disloziert gewesenen k.(u.)k. Truppenkörpern. Genauere Auskünfte sind bei diesem Archiv einzuholen.

Ungarn: Das Hadtörte'nelmi Leve'lta'r (Militärarchiv oder Kriegsarchiv, wörtlich "Militärgeschichtliches Archiv") ist ein Teil des Militärgeschichtliches Instituts in Budapest:
Hadtörte'nelmi Inte'zet, Kapisztra'n te'r 2, H-1250 Budapest, Ungarn.
Anfragen aus Österreich kann man auch an die Ungarische Kriegsarchivdelegation, Nottendorfer Gasse 2-4, A-1030 Wien, richten.


In der durch den "Ausgleich" von 1867 entstandenen Doppelmonarchie gab es nach der Wehrreform von 1868 bis zum Ende der Monarchie im Jahre 1918 drei verschiedene Armeen:
  1. das gemeinsame kaiserlich-königliche (k.k.) bezw. seit 1889 kaiserliche und königliche (k.u.k.) Heer. In ihr dienten Staatsbürger beider Reichshälften

  2. die kaiserliche-königliche (k.k.) Landwehr. In ihr dienten nur Staatsbürger der "im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder" (Cisleithanien", d.h. die Länder diesseits der Leitha: Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Steiermark, Kärnten, Krain, Görz, Gradiska, Istrien, Dalmatien, Böhmen, Mähren, Schlesien, Galizien, und der Bukowina);

  3. die königlich ungarische (k.u.) Landwehr (Honve'd). In ihr dienten nur Staatsbürger der "Länder der Heiligen Ungarischen Stephanskrone" ("Transleithanien", d.h. die Länder jenseits der Leitha: Ungarn {inklusive dem heutigen Burgenland und der heutigen Slowakei}, Siebenbürgen, Kroatien und Slawonien).

Militärische Personalunterlagen (Grundbuchsblätter; Personal-Evidenzblätter; diese haben nichts mit dem Liegenschaftsgrundbuch zu tun), die nach 1918 nicht in das Wiener Kriegsarchiv gelangten, sondern in den Nachfolgestaaten der Donaumonarchie verblieben sind, haben sich in folgenden Archiven erhalten:

  1. Vojensky Historicky Archiv, Sokolowska 136, CS-186, CS-186 00 Praha 8, Tschechische Republik.
    (Das Archiv ist ein Teil des Historicky Ustav Armady Ceske Republiky, U Pamatniku 2, CZ-130 05 Praha 3 - Zizkov; vormals: Vojensky Historicky Ustav).
    Es verwahrt die Grundbuchsblätter von Militärpersonen aus Böhmen, Mähren und dem zu Tschechien gehörigen Teil Schlesiens; und zwar nur die Geburtsjahrgänge 1865-1886; die Akten der Geburtsjahrgänge 1887-1900 waren in Trnava (Tyrnau), Slowakei gelagert und sind inzwischen vernichtet worden; die Akten der Geburtsjahrgänge ca. 1790-1865 befinden sich im Wiener Kriegsarchiv.

  2. Vojensky Historiky Archiv, P.O. Box 71, SK-917 00 Trnava, Slowakische Republik: Es wurden nicht alle in Trnava gelagert gewesenen Personalakten vernichtet. Ein kleiner Teil, nähmlich Unterlagen von Offizieren und historisch interessanten Persöhnlichkeiten, wird weiterhin in diesem Militärarchiv verwahrt.

  3. Archivio di Stato di Trieste (Staatsarchiv Triest), Via Lamarmora 17, I-34139 Trieste, Italien: Grundbuchsblätter und Spitalsvormerkblätter von k.(u.)k. Militärpersonen aus Triest, dem ehemaligen Küstenland (Istrien) und Teilen Kärntens.

  4. Hadtörte'nelmi Leve'lta'r, Kapisztr a'n te'r, H-1250 Budapest, Ungarn: nur ein Bruchteil der Grundbuchsblätter der aus Ungarn stammenden k.(u.)k. Militärpersonen, insbesondere von Offizieren.

  5. Centralne Archiwum Wojskowe (Zentrales Militärarchiv), PL-00-910 Warszawa- Remberto'w, Polen: nur Grundbuchsblätter von Offizieren, die nach 1918 in die polnische Armee eingetreten sind. Außerdem gibt es eine Kartei der Soldaten, die nach 1918 in der Polnischen Armee gedient haben, darunter auch solche, die zuvor in der k.u.k. Armee gedient haben. Die Massen der Akte der aus Galizien und Teilen Schlesiens ( heute Südpolen und Westukraine) stammenden Soldaten wurde vernichtet. Das Archiwum Klo'wne Akt Dawynych (Hauptarchiv alter Akten) in Warschau verwahrt zwar Feldakten, aber keine Personalunterlagen der k.u.k. Armee.

  6. Die Grundbuchsblätter für Salzburg, Tirol (teilweise auch Südtirol) und Vorarlberg befinden sich nicht im Wiener Kriegsarchiv, sondern in den zuständigen Landesarchiven: Salzburger Landesarchiv, Michael-Pacher-Strasse 40, A- 5010 Salzburg; Tiroler Landesarchiv, Michael-Gaismair-Strasse 1, A-6010 Innsbruck; Vorarlberger Landesarchiv, Kirchstrasse 28, A-6901 Bregenz.

  7. Ein Teil der Grundbuchsblätter Südtirols dürfte sich im Distretto Militare di Bolzano (Militärdistrikt Bozen), I-39 100 Bolzano, Italien befinden.

  8. Der Großteil der Grundbuchsblätter für Slowenien (Untersteiermark und Krain), Kroatien, Bosnien-Herzogowina und Rumänien (mit Siebenbürgen) sind offensichtlich der Vernichtung anheimgefallen.

  9. Das Archiv der Republik, Nottendorfer Gasse 2- 4, A-1030 Wien;
    verwahrt die Personalunterlagen des Österreichischen Bundesheeres (1918-1938; 1955 ff) und die Österreicher betreffenden Unterlagen der Deutschen Wehrmacht (1938-1945);

  10. Der Großteil der Personalakten der Deutschen Wehrmacht befindet sich im Bundesarchiv / Zentralnachweisstelle, Abteigarten 6, D-52076 Aachen-Kornelimünster, BRD; darunter auch Akten über Österreicher. Bezüglich der umfangreichen Personalaktenbestände in Deutschland, insbesondere nach Einbeziehung der neuen Bundesländer, sind Anfragen an das Bundesarchiv, Potsdamer Strasse 1, Postfach 320, D-56003 Koblenz, BRD bezw. an das Bundesarchiv / Militärarchiv, Wiesenthalerstrasse 10, D-79115 Freiburg im Breisgau, BRD zu richten.


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