Leben in Wildberg (1949-1960)
Die nächsten Jahre, bis zur erneuten Flucht nach Westdeutschland lebten Stoykes in Wildberg, Kreis Altentreptow in ärmlichen Verhältnissen. Aber es gab ein Dach über dem Kopf und der älteste Sohn Horst sorgte bereits für ein geringes Einkommen, indem er als Verwalter eines Gutes nach seinen eigenen Worten "nur" 400 Morgen für einen einheimischen Bauern bewirtschaftete.
Durch die "Versiedelung", d.h. die Enteignung der Bauern und Aufteilung der Güter unter den Flüchtlingen 1947/48 kam Horst zu eigenem Grund und Boden, den er erfolgreich bewirtschaftete.
Nach ihrer Flucht aus Westpreußen lebte die Familie Stoyke bis 1960, Horst und Jochen bis 1961, in Wildberg, Kreis Demmin, ca. 20 km nordwestlich von Neubrandenburg. 30 Jahre später machte das alte Gebäude, in dem die Familie lebte, mit seinen angrenzenden Scheunen, einen ziemlich heruntergekommenen Eindruck. 1991 beherbergte der Hof die örtliche Post und die Dorfverwaltung.
Foto: 1991 - Wildberg, Kreis Demmin
Einige Räume dieses Gebädes bewohnte die Familie Stoyke nach ihrer Flucht aus Westpreußen. Links die ehemaligen Ställe für die Pferde und Kühe.
Auf dem Friedhof war 1991 alles von Efeu überrankt und Teile des Areals wurden eingeebnet. Möglicherweise war auch der gesuchte Platz darunter.