![]() |
Die Höfe der Bauern waren, wie in allen deutschen Dörfern Bessarabien, von der Straße durch eine Straßenmauer aus Steinen getrennt. Sie war verputzt und weiß getüncht und gab somit dem Hof einen schönen Anblick. In den meisten Fällen waren die Kolonistenhäuser Einheitshäuser die alle den gleichen Grundriss hatten. Wohnhaus Stallung und der Schopf (Schuppen) befand sich unter einem Dach. Beim Eingang traf man auf den Hausflur (Vorderküche), von hier gelangte man in die Küche. Zu beiden Seiten kamen dann die Wohnzimmer, die Vorderstube ("Staatsstube") und Hinterkammer (Schlafstube). Der ganze Hof bestand aus dem Vorderhof mit Wohngebäuden, Blumengärtchen, Sommerküche und Brunnen; danach folgte der Hinterhof mit Drechplatz, Strohhaufen und den Schweinestall. Im Sommer spielte sich das Leben in der Sommerküche ab. |
|
|
![]() |
![]() |
Die Kirche und Schule gehörten eng zusammen. Sie spielten für das Leben und Überleben der deutschen Kolonisten in Bessarabien eine entscheidende Rolle. Gottesdienste wurden immer gehalten am Anfang im Freien oder in den Wohnhäusern. Als Erstes errichtetet man ein Bethaus in dem auch die Schule untergebracht war. Mit den Schulen in den Kolonien stand es anfänglich nicht zum Besten. Unterricht wurde am Anfang in Erdhütten abgehalten und späer in Wohnhäusern, bis man ein eigenes Schulgebäude gebaut hatte. Die Kinder wurden wenig zur Schule geschickt, und lernten nicht einmal lesen. Kolonisten die kaum lesen und ihren Namen schreiben konnten, wurden als Lehrer angestellt. Später drang die Obrigkeit darauf, dass jedes Kind vom 7. Jahre an bis zu seiner Konfirmation die Schule besuchen musste, auch wurde der Lehrerberuf eingeführt. |