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Spybot Search&Destroy

Ausgangspunkt für die Notwendigkeit von Schutzprogrammen sind Sicherheitslücken im
Internet Explorer (IE) von MicroSoft.

Der Browser (Programm zum Anzeigen von Internetseiten) ist Bestandteil des Betriebssystems Windows und daher auf diesen Rechnern standardmäßig aktiv. Ein Abschalten (Löschen) dieses Programms ist nicht ratsam, da wichtige Funktionen des Windowssystems mit ihm verknüpft sind. Der IE hat als einziger Browser eine Funktion eingebaut, welche sich ActiveX nennt und von Microsoft stammt. Dieses ActiveX ermöglicht
Interaktivität zwischen Webseiten und dem Computer zu Hause.

Diese Interaktivität bringt aber leider eine Menge Nachteile mit, da auch böswillige Programme dazu in der Lage sind. Ein Abschalten dieser Funktion hat aber zur Folge, dass einige Webseiten nicht mehr korrekt funktionieren, allen voran das Windowsupdate.

Es gibt nun drei Möglichkeiten:

  1. Ist mir egal, ich mach' so weiter wie bisher.
    Sicher die einfachste Methode, aber auch die schlechteste.
  2. Ich setzte einen anderen Browser ein, welcher kein ActiveX beherrscht.
    Gute Idee, aber durch die fehlende Unterstützung gibt es Probleme mit verschiedenen Webseiten.
  3. Ich verrammle den IE.
    Auch nicht schlecht, aber von Hand kaum zu lösen.

Die Lösung ist eine Kombination aller Maßnahmen.

  • den IE nur benutzen wenn nötig
  • zusätzlich absichern
  • ansonsten einen Alternativbrowser einsetzen

Die Absicherung des IE übernimmt am einfachsten das Programm Spybot Search&Destroy. Es ist kostenlos erhältlich unter www.security.kolla.de.
Spybot bekämpft primär Adware, Trojaner, Dialer und sonstiges Kroppzeug, kann aber auch schädliche Downloads, welche im Hintergrund laufen, wirksam blockieren. Nach der Installation empfiehlt sich ein Blick in die Hilfe. Das Programm verfügt über mächtige Werkzeuge, welche bei falscher Handhabung mehr schaden als nutzen. Deshalb startet es im EasyMode. Durch Aufruf des AdvancedMode kommen aber alle Teile zum Vorschein.

Search&Destroy sucht nach Schädlingen und entfernt diese, die Funktion sollte man gleich mal starten. Evtl. wird dann ein Neustart fällig, nach dem S&D dann erneut einen Scan durchführt. Das kann je nach Rechner schon mal bis zu 20 Minuten dauern, lohnt sich aber bestimmt. Am Ende dann "Markierte Probleme beheben", fertig. Die anderen Programmteile sollen uns hier nicht weiter interessieren (bitte OnlineHilfe lesen), wir gehen direkt weiter zur "Immunisierung":

Hier klicken wir auf "Immunisierung" und schon werden über 1000 Downloads im IE gesperrt. Der Blocker als zweite Schutzschicht sollte auch eingeschaltet werden. Wer sehen will wie S&D arbeitet, muss "Meldung beim Blockieren anzeigen" einstellen. Es wird nicht lange dauern, bis die ersten Meldungen erscheinen (ebay ist hierfür z.B. sehr gut geeignet, einfach mal rumsurfen). Danach sollte man wieder auf "Alle Seiten still blockieren" umschalten, weil die Fenster sonst doch ziemlich nerven.

Einmal pro Woche ist es ratsam ein Update auszuführen und die Immunisierung zu wiederholen, da ständig neue Bedrohungen auftauchen. 

S&D enthält eine Betaversion namens TeaTimer. Das Programm verhindert Änderungen an den Browsereinstellungen. Aufgrund des Beta-Stadiums raten wir hier vom Einsatz noch ab, es wird aber auch standardmäßig nicht eingeschaltet.

Achtung:
Spybot ersetzt weder einen Virenscanner, noch eine Firewall !!! Diese Programme sind (leider) immer Pflicht für den Besuch im Internet !!!!

Auch das Windows-Update ist eine wichtige Präventivmaßnahme, das System sollte auf dem aktuellen Stand, d.h. "Wichtige Updates und Service-Packs" sollten alle vorhanden sein.

Prüfen wie folgt: IE starten -> Extras -> Windowsupdate

Fazit:
Spybot Search&Destroy ist ein hervorragendes Programm für alle Nutzer des IE und da kostenlos verfügbar, eigentlich Pflicht. Wenn man zufrieden ist, sollte man dem Autor ein paar Euros spenden, denn der Betrieb seiner Webseite und die Entwicklung des Programms kostet viel Geld. Hier können wir nur an die Fairness appellieren.


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Arbeitsgemeinschaft für mitteldeutsche Familienforschung (AMF)
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letzte Änderung: 20. August 2004, © ungerweb